2UU IRD Jmmerl6 pezialhaus Sommer r muster- ll ru den ln Preisen ^zialhaus ÜW udach'schen nberg. Kommt am Mitt. nfaCs weite« läge, ),aufbem$ofgute mde und tote Guts, in Versteigerung. Pserde, darunter hriges Hengstfohlen, 3 Stith Rindviet >ieh), darunter frisch, außerdem 1 schwerer ie, darunter tragende lterer Eber und eint mit Lämmern (ober. Inge; eine komplett, e, verschied. Sailen ^en,i Garbenbinder, jchiedeneWge und ötück Schweine- un) Größe: eine hack- llmaschine, ein halb )serdegeschüreu.a.m dem Schafvieh, an- kte vorher zu beslch- gegen Barzahlung di. M Iroo age! inen iltang osa __„ mit »Ile. iieö« Crrd rnv Verlag: vrühl'schc Umoe:fitül§-Vuch- und Steindnickerei L Lange in Stehen. Zchriftleitung und Seschästzftelle: Zchulttrahe 7. 2hmat,me von SnjeigeN für die Tagesnummer "bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mtn Breite örtlich 8, auswärts 10 Rcichspsennig; für Ne- klamean Zeigen von 70 mm Breite 35 Neichspsennig, Playvorschriit 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.TKyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undiürdenAn« zeigenteil i.B.TH.Kümmel iämtlich in Gießen. Ericheint täglich, außer Lonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustriert» Gießener Familienblätter Heimat mDild Die Scholl» Dlonats Beingsprefs: Mit 4 Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, zernfprechanschlüsse enter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drohtnach. richten »njelger Stetze». Postscheckkonto: KronlfvN am Main 11686. nr.95#ea»eU88»Bt 183.3o^<>n9 Montog.29.ApM,M GießenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Der Führer Adolf Hiller spricht in München. Eine große Rede des Kanzlers vor der nalionalfoz-alistischen Führerschaft. München. 22. April. (XU.) Die Reichs-- Pressestelle der RSDAP. teilt mit Am Samstagvormittag versammelten sich sämtliche in München anwesenden Führer der RSDAP., die politischen Leiter, sowie die höheren SA - und SS -Führer im Rohmen der Führertagung der RSDAP. zu einer Sitzung im Festsaal des Münchener Rathauses. Als Vertreter Adolf Hitlers war der Vorsitzende der Politischen Zen- tralkommiision der RSDAP., Amtsleiter Heb, erschienen, cls Vertreter der Reichsleitung die Amtsleiter Dr. Ley, Schwarz, Buhler, Frank, Fiehler, Buch und Grimm. Der Acichsinspckteur der PO., Wagner, eröffnete die Sitzung mit einem Gedenken an die Toten der Bewegung und mit einem Grub an Öen Führer, dem die Versammelten ein dreifaches Heil darbrachten. Dann ergriff der Vertreter Hitlers, Hetz, das Wort., Er erinnerte daran, das) feit der letzten in München abgehaltenen Führertagung Ereignisse von einer Bedeutung über die politische Buhne gegangen seien, die man in ihrer vollen Drohe heute vielleicht noch nicht ermessen könne. Mil hiskorischen Token habe die nationalsoziali- stische Bewegung bereits die Junbamenk eines neuen Staates gebaut. Sie fei mif der deutschen Zukunft untrennbar verbunden. Je mehr die nationalsozialistische Bewegung an Kraft gewinne. desto mehr werde der neue Staat gestärkt. Es folgten Referats über de Gestaltung des 1. Mai zum Tag der Arbeit, sowie über die Aufgaben des Untersuchungs- und Echl'.chtungs- aus'chusses der Partei. Der Leiter dieses Aus- schusurs, D u ch , machte dabei Ausführungen über b:e Schärfe, m.t der gerade jetzt die Siebung der Parte.Mitgliedschaft durchgeführt wird. Der Slabsleiter der PO.. Dr. Ley, wies dann auf den schweren Kamps hin, der die Bewegung in den letzten 14 Jahren aus kleinsten Anfängen zum Siege geführt hat. Der unbedingte Glaub ean die Idee und dos Vertrauen zu der überragenden Persönlichkeit Hitlers habe die Grundlage dieses Sieges geschaffen. Roch sei das Werk nicht vollendet. Mit demselben unerschütterlichen Kampfgeist müsse weitergekämpft werden. Dann werde Deutschland gerettet sein, wenn das deutsche Volk geeint sei. 2lls Vertreter des Stabschefs der SA. sprach der Re chsführer der SA., Himmler, über die Zusammenarbeit zwischen der politischen Leitung der Bewegung und der SA. und SS. Der Sieg sei erzwungen worden, weil alle Kämpfer sich immer zuerst als Rationalsozialisten gefühlt hätten. Die SA. und SS. fei das Schwerk der Bewegung, dae die Bewegung flärie und sichere. Gemeinsam würden politische Leitung und SA. und SS. ihre geschichtliche Ausgabe erfüllen. Mit einem kurzen Referat des Amtsleiters Rosenberg über die Aufgaben des neu geschaffnen außenpol t schen Amtes der RSDAP. sand d.e Sitz tng am Vormittag ihr Ende. Die grohi. Führertagung fand am Samstag- nachmittag durch die Anwesenheit Adolf Hitlers ihren Höhepunkt. Rahczu sämtliche Führer der Partei waren in dem ehrwürdigen alten Qllün- chcuer Rathaussaal versammelt, von dessen Wänden zwischen den historischen Fahnen der Zünfte und der Wappen alter Geschlechter die Zeichen des jungen Deutschlands grüßten. Die Versammlung i)er Männer, die an führender Stelle mitgeholsen haben, die deutsche Revolution zu erkämpfen und die nationalsozialistische Bewegung zum tragenden Fundament des neuen Staates zu machen, bot ein eindrucksvolles, unvergeßliches Bild. Während von der Straße herauf die Heilrufe der begeisterten Menge in den Saal drangen, grüßten die alten Kämpfer stumm und in innerer Ergriffenheit mit erhobener Hand den Führer. Stehend hörte die Versammlung die Degrü- ßungsworte, die der Stellvertreter des Stabsleiters der PO., Robert Wagner, im Romen der versammelten Führerschaft der nationalsozialistischen Bewegung und des gesamten deutschen Volkes an den Führer richtete: Partei und Volk blicken in tiefer Verehrung zu AdolfHitler empor und seien glücklich, von ihm geführt zu werden. Ein dreifaches Heil war der Gruß der Versammlung. Dann ergriff der Führer Adolf Hitler das Wort zu einer von tiefer, innerer Straft und staatsmännischem Geist getragenen Rede. Er wies einleitend darauf hin, daß es gelungen fei, die nationaleReoolution trog der so durchgreifenden Wirkungen auf allen Gebieten des Lebens und im Gegensatz zu allen früheren Revolutionen diszipliniert in der H a n d z i e l- bewußter Führung zu halten. Der Grund Dafür liege in der Tatsache, daß frühere Revolutionen von indisziplinierten Menschenhaufen ziellos durchgeführt wurden, um dann schließlich in ihr Gegenteil umzuschlagen. Das Kennzeichen der nationalen Erhebung sei dagegen, daß ihr Träger die in äußerster Disziplin aufgebauke und kampfgesköhlke nafional- soziaklslische Bewegung sei. Wenn ihre Disziplin, ihr Kampfgeist und dos Zielbewußtsein der | I Führung erhalten blieben, dann würde der Sieg ein vollkommener und dauernder sein. Die Geschehnisse, die sich in Deutschland abgespielt hätten, seien ein einzigartiges, wunderbar elastisches Zusammenspiel zwischen der impulsiven Volksbewegung und der durchdachten Leistung durch die Führung. Dos müsse auch in Zukunft der Fall fein. Adolf Hitler erklärk, er müsse stets dos Bewußtsein haben können, daß bei jeder Maßnahme dos ganze Volk in seiner überwältigenden Mehrheit hinter ihm stehe. Die llnüberwindlichleit unserer Macht müsse darin bestehen, daß sich die ganze Ration uns geistig anschließe. — Der Führer befaßte sich in diesem Zusammenhang in großen Zügen mit den im Vordergrund stehenden politischen Fragen der Gegenwart. Er legte außenpolitisch ein klares Bekenntnis zur Politik des Friedens ab, den Deutschland brauche und erhalten wolle. Deutschland aber könne nichtzueinerRationzwei- ten Ranges weiterhin gestempelt, sondern müsse in der IDelf als gleichberechtigter Faktor anerkannt werden. Der Führer betonte dabei grundsätzlich, daß Außenpolitik nicht gemacht werde mit der Stirne nach außen, sondern mit dem Dillen nach innen. Innenpolitisch erklärte er, daß derKamps gegen den Marxismus keine Abschwächung erfahren werde. Wenn auch der Marxismus sich h.-ute bereits tot stelle, so schütze ihn das nicht davor, daß ec endgültig vernichtet werde. Der Führer wies daran, hin, welche große Aufgaben damit gestellt seien, die nationalsozialistische Weltanschauung zum Gemeingut des ganzen Volkes und die na- nationatsozialistische Bewegung immer mehr zur Trägerin des neuen Staates zu machen, den sie aufgebaut hat. Die Führung ginge Schritt für Schritt systematisch weiter auf dem Wege zum neuen Deutschland. Aufgabe der Partei fei, Schritt zu halten und die ganze Ration auch geistig der Führung an» zuschließen. Die Schlagkraft der Bewegung müsse daher nicht nur erhalten, sondern erhöht werden. Die unzertrennliche Einheit zwischen Führung und Gefolgschaft müsse die Einheit des Handelns für immer gewährleisten. Er sei stolz darauf, Kanzler zu sein, aber stolzer noch sei er, Führer dieser Bewegung zu sein, die den Sieg über die Verderber des deutschen Volles allein ermöglichte. Er wisse, daß die Bewegung wie bisher sich auch weiterhin ohne Rücksicht auf die kleinen Röte des Alltags vollständig mit seinen höheren Zielen identifiziere. Der Grundsatz der Disziplin sei das Fundament der Bewegung. Als die Aktion zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze besohlen wurde, setzte sie schlagartig ein. Als sie beendigt wurde, brach sie ebenso schlagartig ab. In klaren Worten umriß der Führer das innige Verhältnis und die einander sich ergänzenden Ausgaben der politischen Leitung und der ER und SS. Die Zusammenarbeit dieser beiden Faktoren der Bewegung habe den Sieg errungen. Sie werde auch der Garant der Zukunft sein. Roch stünden große und wichtige Aufgaben bevor. Die Revolution fei erst dann beendet, wenn die ganze deutsche welk innerlich und äußerlich völlig neu gesfal- t e f sei. Der Führer erklärte dabei: „Richt die Lauen und Reutraten machen Geschichte, sondern die Menschen, die den Kampf auf sich nehmen. Dadurch, daß unsere Bewegung im Sturmschritt marschiert ist und marschiert, hat sie die Kraft in sich, sich gegen jeden Feind durchzusehen und den Sieg zu erringen. Die Bewegung hat 2000 3afjre deutscher Geschichte und Kultur übernommen. Sie wird die Trägerin der deutschen Geschichte und der deutschen Kultur der Zukunft werden. Sie wird dafür sorgen, daß neue unvergängliche Dokumente geschaffen werden, die unser Volk weiter einreihen in die Zahl der großen Kulturvölker der Weltgeschichte, wir arbeiten nicht für den Augenblick, sondern für das Urteil der Jahrtausende." Der Führer umriß in seinen Ausführungen auch die großen Ausgaben der Kun st, die gelöst werden müssen, um die Nation aus dem rein wirtschaftlichen Denken herauszuheben und ewige Werte zu schaffen. Zum Schluß seiner Rede, die immer wieder von begeisterter Zustimmung unterbrochen wurde, erklärte Adolf Hitler: „Ich bitte Sie, meine Führer, I führen Sie Ihren Kamps so, daß die kommenden Generattonen von unserer Bewegung swlz bekennen: Sie war nicht nur groß bis zur E r - reichungder Macht. Sie war noch größer, als sie den Staat in Händen hatte. Unsere Bewegung ist heule das wunderbarste Beispiel höchster Disziplin, beispklloser Treue, einer einzigen Kameradschaft, wenn sie sich diese Grundlage erhält, bann wird unser Reich bestehen bleiben, bis in fernste Zeiten. Denn wir kämpfen nicht für uns, nicht für unsere parkt, sondern für das deutsche Volk und für seine lln- sterblichkeit." Gin dreifaches Sieg-Hell als Dank an den Führer snlloß die Tagung, die in der Geschichte der Bc- wegung und damit Deutschlands als ein Markstein verzeichnet sein wird. Berlin, 22. April. ($H.) Der Reichsminister des Innern hat in einem Rundschreiben an die Obersten Reichsbehörden und die Landesregierungen Richtlinien über die Begehung ,dcs Feiertages der nationalen Arbeit in der öffentlichen Verwaltung erlassen. Am l.Mai wird im ganzen Reich allgemein geflaggt. Auf den Gebäuden der Rcichsverwaltung werden die schwarzweißrote und die Hakenkrcuzflagge gehißt. Die Landesregierungen werden für ihren Geschäftsbereich Beflaggung anordnen. Die Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeindevorsteher werden die Einwohner ihrer Gemeinden aufrufen, sich mitBeflaggungderPrivathäuser dem Riehen der öffentlichen Verwaltung anzu- schltezm, um barmt d:r inneren Verbundenheit von Volk und Staat feierlichen Ausdruck zu verleihen. Die Dienstgebäude werden mit frischem Birkengrün oder sonstigem Grün in einfacher Weise geschmückt. Schon durch das Aufsehen eines Birkenzweiges auf den Flaggenmast, oder an besonders hervorstehenden Gebäudeteilen kann in jeder Form dem Gedanken der erwachten Ratur, des Frühlings und der Hoffnung Ausdruck verliehen werden. In der Reichshauptstadt werden drei große Feiern abgehalten. Im Lustgarten findet nm 10 30 Ufjr ein feierlicher Staatsakt statt, bei dem der Reichsminister für Volksaufklärung sprechen und bei der eine Botschaft des Reichspräsidenten verkündet werden wird. Um 18 Ufjr werden Abordnungen der Arbeiterschaft aus allen Reichsteilen empfangen. Hm 19.30 Uhr findet eine große Abendfeier auf dem Tempelhofer Feld in Berlin statt. Diese drei Feiern werden durch den Deutschlandsender auf alle deutschen Sender übertragen. D.e außerpreußischen Landesregierungen werden ihrerseits in der Landeshauptstadt einen feierlichen Staatsakt veranstalten, und Arbeiterabordnungen empfangen. D.e Schulfeiern werden so eingerichtet, Paris, 23. April. (TU.) Der französische M'.nrsterpräsident D a l a d i e r hielt am Sonntag in seiner Heimatstadt Orange eine grofje pol.t:sche Rede. Daladier schilderte einleitend die Lage, in der er vor drei Monaten die Regierung übernommen habe, ileberaü habe Beunruhigung und Ungewißheit geherrscht. Zu den Haushaltsschwierigreiten der Regierung hatten sich die berechtigten Forderungen der Landwirtschaft und der Industrie gesellt. „Und zu gleicher Zeit", so fuhr Daladier wörtlich fort, „hörte man außerhalb unserer Grenzen den Ruf zur Gewalt. Es bereiteten sich jene Brutalitäten und jene Terrororganisationen vor, die wieder einmal zeigten, wie gebrechlich unsere moderne Zivilisation ist, die wir so fest im europäischen Boden eingewurzelt glaubten." Daladier kam dann auf die Außenpolitik zu sprechen. Frankreich habe niemals irgend etwas von feinen lebenswichtigen Interessen aufgegeben. Die Regierung habe beharrlich das Ideal der Organisierung des Friedens unkr den Völkern verteidigt, das nur aus der allmählichen, gleichzeitigen und streng kontrollierten Abrüstung und aus dcn Garantien beruhen könne, die die Achtung des Rechtes aller Völker auf die Freiheit gewährleisten könnten. Daladier ging dann kurz auf die letzten E r • e i g n i f f e in Amerika ein und betonte in diesem Zusammenhang, daß der französische Franken nichts zu fürchten habe, weil er die stärkste Golddeckung hinter sich habe. So wenig wie man auf die letzten Ereignisse in Amerika vorbereitet gewesen sei, so wenig hätte man daran gedacht, daß in einem gewißen Lande dec s ch l i m m ft e Nationalismus triumphieren würde. Es tauche nunmehr Die Frage auf, ob man jetzt vor einem neuen Währungskrieg und einem Rüstungswettlauf stehe. Er sei Der Ansicht, daß ntr eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Der Abschluß der Tagung. ^München, 24. April. (WTB. Funkspruch.) Di. ubrertag^ng der NSDAP, in München beendete am^SonntagabenD eine Festvorstei« lunqim Staatstheater. Auigesührt wurden Richard Wagners ,,Meistersinger von Nürnberg", deren Dritter Akt auch auf den Bayerischen Rundfunk übertragen wurde. Die Karlen für bij Borstellung der ftampibunhbühnc waren schon lange vorher vergriffen. Am Schluß intonierte das Orchester das Deutschlandlied, das die Besucher stehend, mit erhobener Rechte mitfangen. Vor Dem Nationaltheater Halle sich abends eine große Menschenmenge angesammelt, die Dem Reichskanzler bei seinem Erscheinen zur «xestaufführung zujubeln wollte. Bon SA.-Leuten wurde jedoch mitgeteilt, da Braunen Haus zu a r b e i mehr erscheinen werde. daß die Schulen mit ihren Leitern und Lehrkräften die Uebcrtragung des großen Staatsaktes im Berliner Lustgarten durch dcn Schulfunk hören. In Den Schulen, in Denen eine Rund- funkcinr.chtung noch nicht besteht, oder bis zum l.Mai sich noch nicht einrichten läßt, werden die Schulfeiern möglichst in Anlehnung an die Feier im Lustgarten gestaltet werden. An den in Berlin stattfindenden drei Feiern soll Die Bevölkerung im ganzen Reich unmittelbar teilnehmen, indem in allen Orten an geeigneten großen Plätzen von den Gemeindeverwaltungen Lautsprecher ausgestellt werden. D.e Musikkapellen Der Schutzpolizei, der Feuerwehr, der SA. und ’r Dichter Klaus Groth in Heide geboren; — 1856: der französische Marschall Philippe Pstain in Cauchy ä la Four geboren; — 1891: Helmuth von Mollke gestorben. tyornottücn. — Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, 14,15 Uhr, „Das Berner Oberland". — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Morgen, als 29. Vorstellung im Dienstag - Abonnement, Wiederholung der Spiel- planneuljeit „Die vier Musketiere" von Sigmund Graff. Spielleitung: Oberspielleiter Peter Fassott. Gewöhnliche Preise. Spielbauer von 20 bis 22.30 Uhr. — Mittwoch, 26. April, 19.30 Uhr 27. Vorstellung im Mittwoch Abonnement mit einem Opern- gastspiel des Hessischen Landestheaters Darmstadt. Zur Aufführung gelangt die Oper „Fidelio" von Ludwig oan Beethoven. Inszenierung Ernst L e • g a l, musikalische Leitung Kapellmeister Dr. H a n s Schmidt- Isserstedt. Opernpreise. Vorzugs- und Rundfunkgutscheine haben Gültigkeit. Die Intendanz macht nochmals auf die Abholbestimmungen betreffs oorbeftellter Starten aufmerksam. •• Die Auszahlung der Militäroer- f o r gu n g s g e b ü b r n i f f e (Heeresrenten) für den Monat Mai erfolgt am Donnerstag, 27. April, die der Invaliden- und Unfallrenten am Samstag, 29. April Cberbeffen. Oie neuen (5emeinderäfe. Landkreis Gietzen. r. Lang-Göns, 21. April. Aach den neuen Bestimmungen besteht unser Gemeinderat aus neun Mitgliedern. Diese sind: Karl Wenzel, Landwirt; Karl Müller VII., Fuhrmann; Ernst Alfred A o m p f. Landwirt; Karl B e r g t, Förster; Heinrich K 1 öß, Derwaltungsbeamter, Willi Drücket, Elektrvmeister; Otto Dink, Arbeiter; Otto Bopf, Schlosser; Karl Müller IV., Landwirt. Sämtliche Mitglieder des neuen Gemeinderates gehören der ASDAP. an. Die SPD. hatte keine Liste eingereicht. Drei der Gemeinderäte, Karl Wenzel, Karl D e r g k und Karl Müller IV., gehörten seither schon zum Ortsvorstand. ------- Watzenbor n-S t e i n b e r g, 21. April. Für den neuen Gemeinderat ist nur ein Wahlvorschlag, und zwar feitenä der ASDAP. eingereicht worden. Es entfallen daher auf diesen Dorschlag sämtliche Sitze des neuen Gemeinde- ratS Er wird sich aus folgenden Mitgliedern zusammensetzen: 1. Ernst Häuser, Kaufmann 2. Otto Jung, Ingenieur; 3 Georg Heß II., Landwirt; 4. Theodor Philipp, Maurer; 5. Aichard Engel, Zimmermann; 6. Karl HirzI, Landwirt; 7. Hermann Sommer, Weißbinder; 8. Karl RinnI.. Landwirt; 9. Karl Andermann, Forstarbeiter; 10 Wilhelm Philipp, Sattler; 11. Theodor Hirz, Landwirt; 12. Karl Hirz III, Landwirt. In dem seitherigen Gemeinderat waren 8 Mitglieder der SPD und 4 Bürgerliche vertreten. Kreis Schotten. \r Gedern, 21. April. Der neue Gemeinderat unserer Stabt besteht aus 12 Mitgliedern. Davon sind 9 Angehörige der ASDAP., 3 Mitglieder der SPD. Gewählt sind: Von der NSDAP.: Maurermeister Hermann « t ö h r, Landwirt Karl Carl, Arbeiter Hermann Kämmerer, Kaufmann Heinrich Erck, Schlofsermeister Start Höbt, Landwirt Richard Birx, Elektromeister Alexander Reuß, Landwirt Karl Franz III., Schneider Karl Kauck; von der SPD, Lokomotivschlosser Johannes Rausch, Landwirt Wilhelm Junker II., Gärtner Robert R o f ch y. Kreis Lauterbach. & Lauterbach, 21. April. Auf Grund der neuen Bestimmungen besteht der Gemeinderat unserer Stadt künftig aus 12 Mitgliedern. Davon entfallen auf die NSDAP. 8, den Kampfblock Schwarz-Weiß-Rot 1 und die SPD. 3. Ge- wähll find: Von der NSDAP.: Färber Wilhelm Fink, Müller und Landwirt Ioh. Wacker, Post- inspektor Wilhelm Koch, Schlosser Fritz Scheer, Fabrikant Karl Neid Hardt, Gastwirt Albert Schaaf, Metzaermeister Hugo Knoll und Steinarbeiter Ioh. Keil; vom Kampfblock Schwarz- Weiß-Rot: Maurermeister Karl M e tz e n d o r f; von der SPD.: Schlosser Georg Schwarz, Maurer Ludwig Boos und Zimmermann Konrad Schäfer. Generalversammlung der Spar» und Vorschußkasse Keffelbach. O Kesselbach, 21. April. Die Spar- und Dorschußkasse Kesselbach hielt ihre Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1932 bei Mitglied Heinrich Schomber III. ab. Dor Eintritt in die Tagesordnung wurde der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder, insbesondere des langjährigen Aufsichtsratsmitgliedes Peter Decker gedacht. Direktor Schmidt gab sodann einen Heber- blick über die Entwicklung der Wirtschaftslage unter besonderer Berücksichtigung der Geldinstitute. Dem von dem Rechner Becker vorgetragenen Geschäftsbericht war im wesentlichen zu entnehmen. daß durch die wirtschaftliche Aotzeit auch die Kasse in Mitleidenschaft gezogen und eine stänkere Abhebung von Ersparnissen erfolgt sei, dem keine genügende Einzahlung gegenüberstand. Die Bllanzsumme hat sich deshalb gegenüber dem Dorjahre vermindert und beträgt 645 500,77 Mk. Hierbei muß berücksichtigt werden, daß auf die aufgewerteten Spareinlagen 26000 Mk. Rückzahlung geleistet wurden und von Auswertungs'chulo- nern nur 13000 Mk. eingingen. Die ausgeliehenen Gelder, in laufender Rechnung 271 000 Mk., Hypotheken 284 000 Mk., Schuldscheine 40 000 Mk. sind alle an den Mittelstand gegeben und verteilen sich auf 644 Kunden. Die offenen Reserven betragen 18 800 Mk., die Geschäftsanteile 29 224 Mk., die Zahl der Mitglieder 294 mit 299 Anteilen und 299 000 Mk. Haftsumme. Der Dorschlag der Derwaltung, von dem Reingewinn 8 Prozent Dividende auf die eingezahlten Geschäftsanteile zu vergüten, 2500 Mk. den Reserven zu überweisen, den Rest auf neue Rechnung vorzutragen, wurde ohne Widerspruch genehmigt. Ebenso wurden der Jahresbericht, die Rechnung und Bilanz genehmigt und dem Dorstand Entlastung erteilt. Ober-Revisor Hartmann, Gießen, sprach bann über die derzeitige Lage im Genossenschaftswesen, mit besonderer Berücksichtigung der Aot- verordnungen, insbesondere des Dollstreckungsschutzes. Die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Winhauer. Schaaf II., und Schneider wurden wieder-, für das verstorbene Aufsichts- ratSmitglied Peter Becker Ob^rpoftschaffner Rühl neu gewählt. Kreis Schotten. D Laubach, 20. April. Die Reichsbahn beabsichtigt, im Wege des Freiwilligen Arbeitsdienstes zu beiden Seiten des unübersichtlichen Bahnüberganges am Rothenberg etwa 400 Kubikmeter Erd- und S t e i n m a f f e n abtrag € n zu lassen, damit in Zukunft die von Mücke kommenden Züge, ohne zu hasten, den Ueberaang passieren können. — Am Dienstagnachmittag fand im „Schützenhof", wie alljährlich, die H a u p t v e r - sammlung der Laubacher Ausschuß- g e f e H f d) a f t statt. Der letztjährige Hauptmann Christoph Högel I. gab zunächst, nach Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder, einen eingehenden Bericht über das gut verlaufene Ausschuß- fest 1932. Die vorgelegte Rechnung schloß mit einer Einnahme von 1451,91 Mark und mit einer Ausgabe von 1077,26 Mark ab. Der Ueberschuß wurde der Rücklage beigeschrieben. Infolge des guten Äaffenbeftanbes konnte der seitherige Iahresbestrag von 75 Pfennigen betbchalien werden. Die anschließende Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Zu in Hauptmann wurde einstimmig der Landwirt Friedrich Löwer gewähst. Weitere Vorstandsmitglieder (Hauptführer) wurden Christoph Högel I.» Heinrich Silh, Heinrich Kopp, Karl Kopp, Hermann Bohn, Ludwig Hohmann jr., Emil Hohmann, Bernhard Högel, August P a • 1 itsch, Karl Jockel, Karl Peter, Georg Franz, Georg T r ö 11 e r jr. Nach Schluß der Versammlung zogen die Mitglieder unter Vorantritt einer Musikkapelle zu den Wohnungen des seitheri- gen und neuen Hauptmanns, wobei Ansprachen auf die Stadt Laubach und das asthergebrachtc Aus fchußfeft gehalten wurden. Hiermit schloß der Auftakt zum „Ausschuß 1933", der vom 11. bis 13. Juni ftattfinbet. Auch in Oarmstadt keine Rabatte und Zugaben mehr. WER. Darmftabt, 21. April. Durch De- fchluß der beteiligten Handelsorganisationen und Filialunternehmungen mit dem Kampsbund des gewerblichen Mittelstandes sind ab 22. April die Rabatte und Zugaben ausgehoben worden. Kirche und (Schule. Landkreis (tficfccn. )' Watzenborn-Steinberg. 19. April. Am zweiten Osterseiertage fand ün dicht besetzten Dotteshause die diesjährige Konfirmation »- feier statt. Eingesegnet wurden 15 Knaben und 12 Mädchen. Die Feier wurde verschönt durch Lieder des KirchengesangvereinS und Chöre der Konfirmanden. Kreis Schotten. ch Schotten, 20. April. Die Konfirmation der 34 zum Kirchspiel Schotten l gehörigen Konfirmanden (16 Knaben und 18 Mädchen) fand am zweiten Oftcrfeiertag in unsrer festlich geschmückten und dicht gefüllten Stadtkirche durch Dekan Widmann statt. § Ulrichstein, 20. April. Am zweiten Cftcr- feiertag wurden in unserer schön geschmückten Kirche 6 Kinder konfirmiert, 1 Knabe und 5 Mädchen. Schon zum drittenmal kehrt hier diese auffallend kleine Zahl von Konfirmanden wieder. 3m nächsten Jahr werden es etwa 20 Konfirmanden sein. 3m Filialort Feld- f rüden wird die Konfirmation am Sonntag nach Ostern gefeiert werden, dort sind es in diesem 3ahr 5 Kinder (im Dorjahr 7), 2 Knaben und 3 Mädchen V Gedern, 20. April. Am zweiten Öfter- feiertag wurden hier 16 Konfirmanden (9 Knaben und 7 Mädchen) in feierlichem Gottesdienste eingefegnet. Wallfahrt nach Stratford. OasTlationalheiligtum am Avon. — Dem Andenken an Englands größten Dichter. Oie Shakespeare-Festspiele. r-on unserem nach England entsandten Sonderberichterstatter Or. Werner G. Krug. (Flachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Stratford on Avon, im April. 3edes 3ahr um die Osterzeit und den ganzen Sommer über ergießt sich ein ununterbrochener Strom von Fremden aus allen Teilen des Landes und der ganzen Welt in die Geburtsstadt des größten englischen Dichters, William Shakespeare. 3n der Grafschaft Warwick, einer der schönsten englischen Landschaften, eingeschlossen und umsäumt von grünenden, in schwellendem Frühlingsschmuck prangenden Hügeln und Tälern, von sastigem Weideland und fruchtbaren Aeckern; der Avon-Fluh, einer der schönsten in ganz England, flieht in vielen Windungen an dem Städtchen vorbei, das seit langem ein Wallfahrtsort ist für alle Kenner und Liebhaber der Werke des groben Engländers Eine typische englische Landschaft bietet Stratford mit seinen engen winkligen Gäßchen, feinen schmucken Fachwerkhäusern einen reizvollen An blick, der noch erhöht wird durch die Erinnerungen an Englands größten Dichter, der hier geboren wurde, die letzten Jahre seines Lebens hier gc- wohnt hatte und hier auch seine letzte Ruhestätte fand. Auf Schritt und Tritt trifft man hier auf Erinnerungen an ihn, die Stadt scheint geschwän- gert von dem unsterblichen Geist des Dichters und der Werke, die er schuf. Mitten in der Stabt liegt fein Geburtshaus, ein stattlicher Fachwerkbau, noch wohlerhalten und feit 1847 Nationaleigentum, kleine niedrige Fenster mit alten, verwitterten Butzenscheiben, ein Erker und ein kleines hölzernes Vordach über der Haustür geben einen anheimelnden Eindruck von diesem Haus, das der Ausgangspunkt wurde des größten Mannes, den England je gekannt. Das Gebäude, das heute noch einen stattlichen Eindruck macht, muß zu seiner Zeit geradezu durch seine Größe und Vornehmheit als Wohnsitz eines wohlhabenden Mannes aufgefallen sein. Das Innere besteht aus kleinen, vom Alter geschwärzten Räumen, mit kahlen, nackten Wänden, rohen Holz- Planken, großen, offenen Feuerplätzen. Leider hat man aus den Zimmern bis auf einige alte, geschnitzte und verschnörkelte Truhen und Stühle und den Pult, den der junge Shakespeare in der Schule benutzte, fast alle Möbel entfernt. Nur einige Glaskästen, angefüUt mit Reliquien werden gezeigt; darunter Briefe an Shakespeare, die Faksimilebilder seiner Eltern, Geschwister und 23er« wandten, Kaufakten von Grundstücken, die ersten Folio- und Quart-Ausgaben seiner Werke usw. Im ersten Stock sehen wir bas Geburtszimmer des Dichters. Hier steht auf einem kleinen Tisch eine Nachbildung ber Büste aus ber Dreifaltigkeitskirche. Ein hübscher Einfall ist im Garten durchgeführt: hier hat man alle Pflanzen, bie in Shakespeares Werken erwähnt finb, gezogen, soweit man sie erreichen konnte unb soweit sie sich in englischem Boben unb unter englischem Himmel erhalten. Wie wäre es möglich, all die Erinnerungsstätten zu beschreiben, die hier auf Schritt und Tritt von Shakespeare unb seinen Zeitgenossen künden und die einen nachhaltigen Einblick gc- währen in die Seele des englischen Dolkes und in das Land, in die vielerlei Ereignisse, die eng mit diesem Ort verknüpft sind und die im besten Sinne des Wortes englische Tradition und englische Größe verkörpern. Es ist unmöglich, von dem Zauber dieser Stadt und von ber Landschaft. in die sie gebettet, nicht gefaßt zu werden. Es ist unmöglich, nicht von dem gleichen Gefühl der Bewunderung und der Ehrfurcht erfaßt zu werden, die jeden Besucher überkommt, der schwelgend all die Kostbarkeiten und Erinnerungsstätten in sich aufnimmt. So seien nur die wichtigsten Erinnerunasstätten gestreift, die hier von dem Leben und Schaffen eines der größten Dichter aller Zeiten zeugen. Leider hat menschlicher älnverstand und kleinlicher Egoismus zwei der teuersten Erinnerungen an Shakespeare zerstört: die Stelle, wo des heimgekehrten Shakespeare Wohnhaus stand, das dann auch sein Sterbehaus wurde, und ein alter, von Shakespeare selbst gepllanzter Maulbeerbaum. Rur die Grundfundamente und die einstigen ilmfafjungdmauem des Wohnhauses sind in un- üblamer Arbeit blohgelegt und ein Ableger diese- selben Maulbeerbaumes kündet heute noch von der Stelle, da Shakespeare so oft geweilt und seine unvergänglichen Werke geschrieben hat. Abseits von Stratford, auf einem kleinen Hü- gel, inmitten von alten, verwitterten, bemoosten Grabsteinen, von uralten Linden und Buchen, durch deren Aeste ein linder Fruhlingswind kosend streicht, dicht an dem silberglänzenden, ruhig unb weihevoll dahinfließenden Avon, steht Holy Trinitv Church, die Heilige Dreifaltigkeitskirche, ein schmucker Dau in gotischem Stil, von dessen mächtigen Quadern sich ein großer viereckiger Turm abhebt. Das Innere dieses Kirchleins birgt die Gebeine bes toten Dichters unb seiner Frau. Links vom Altar künbet ein mächtiger Steinsarko phog oon bes Dichters Ruhestätte, die besät ist mit Blumen unb Lorbeerkränzen, unb über der eine große Shakespeare-Büste steht. In ber gleichen Kirche wurde der junge Shakespeare auch getauft. Außerhalb ber Stabt, am Ranbe des kleinen Dörfchens Shottery, liegt bas Geburtshaus von Shakespeares Frau, Anne Hathaway. Ein typisches, altenglisches Bauernhaus, langgestreckt, mit einem verwitterten Strohdach, an einen kleinen Abhang gelehnt, von Blumen mit prangendem Grün umgeben. Ein malerischer Anblick, die farbenprächtigen Beete, die Flieder unb Schlehdorn- Hecken, die Rosmarien- unb Rhobodendronsträu- chcr, ein Schatzkästlein, das es verständlich macht, marum Shakespeare so oft hierherkam, um feine Liebste zu besuchen. Das Innere des Bauernhauses mit feinen niedrigen Zimmern, nackten, kahlen Wänden, den winzig kleinen Fenstern, dem Stein-- fliesboben ober bei, ungehobelten Brettern, ver mittelt einen trefflichen Einblick in ein typisches englisches Bauernhaus. Küche, Wohn unb Schlafzimmer, Mansarden, Milchkammer, alles ist glän jenb erhalten unb angefüUt mit urallen Möbeln, bie feit Jahrhunderten in diesem Haus (tauben unb für Iahrhunberte von derselben Familie benutzt wurden, bis bas Haus im Jahre 1892 englisches Nationaleigentum wurde. Die bei den großen Dächer sind schwer mit Stroh gedeckt, unb gerabe daburch, sowie burch ihre brei hohen, roten Schornsteine aus Sanbftein geben sie dem alten Bauernhaus sein altertümliches, ländliches unb malerisches Aussehen. Schwer kann man sich oon diesem ibyllischen Fleckchen Erde trennen unb ben Heimweg antreten, ber burch typisches englisches Weideland führt mir Weißdornhecken und uralten Linden, derselbe wohl, den der Dichter einst auf Freiersfüßen gewandelt ist Welcher Kontrast dann das moderne Shake - f^)eare-Gedächtnis-Theater, bas an Stelle des 1926 abgebrannten alten Memorial Theatre errichtet wurde und am Avon-Fluß liegt, mit einem herrlichen Ausblick auf bie englische Land fchaft. Das modernste unb beft eingerichtete Theater ist es mit allen Raffinessen moberner Bühnenkunft unb moberner Dekoration versehen unb kann wäh- renb der Zeit vom Ostermontag bis Mitte Septem ber — so lange dauern bie F e st s p i e l e — täglich 1100 Zuschauer unterbringen. Zum ersten Mal wer den in diesem Jahr bie Festspiele in so großem Um fang durchgeführt, und wenn sie alle so vollkommen sind unb den Shakespeare-Geist widerspiegeln, wie am Abend der Eröffnungs-Vorstellung, wird dieses neue Theater bald zu einem Mekka jedes Liebhabers bester englischer Schauspielkunst unb Shakespeare- Stücke werben. Ein Teil bes durch bas Feuer erhaltenen alten Memorial Buildings enthält bie in ihrer Art einzig bastehenbe Shakespeare-Bibliothek unb eine Kollektion von Shakespeare-Büsten unb -Porträts, sowie von Silbern der bekannten Shakespeare-Darsteller und Szenen aus Shakespeare- Stütfen. Die Bibliothek enthält — sowiel bekannt — alle Shakespeare-Ausgaben aller Länder, von Den ältesten Folien unb Quartos bis zu ben jüngsten llebersetzungen ins Suaheli und Secfana — zwei afrikanische Neger-Dialekte. Einen großen Raum nehmen auch dieOdeutschen Shake- speare-Uebersetzungen ein, angefangen von Sch 1 e - gel unb Tieck und Sofja, bis zu Stefan Georges, sowie bie Shakespeare-Forschungen deutscher Gelehrten, bie — wie ber Bibliothekar be» tonte — immer roieber von Shakespeare-Forschern zu Rate gezogen werben. Tief unb nachhaltig finb die Eindrücke, die die Shakespeare-Erinnerungsstätten jedem Besucher vermitteln, tief und nachhaltig auch der Zauber, den diese herrliche Landschaft ausstrahlt und die es verständlich macht, mit welcher Sorgfalt und Liebe die Engländer dies ihr Nationalheiligtum pflegen und erhalten. Unvergeßlich wie die Erinnerung an Englands größten Sohn aber find auch die Werke, die in der ganzen Welt zu feinem Ruhm und zu feinem Verständnis beigetragen haben. Wenn dabei ber b e u tj ch e Anteil — schon rein zahlenmäßig — am stärksten in Augenschein tritt, so zeigt das, daß Deutschland die Größe Shakespeares längst erkannt hatte, als man ihn in England noch bespottete und anfeinbete, daß er zu einer Größe wurde, die in allen Teilen der Welt, besonders aber in dem gei- ftes- und wesensoerwandten deutschen Denken, ihren überragenden Platz eingenommen hat. So sind auch die Wallfahrten nach Shakespeares ©eburtsftabt Stratford eine Ehrfurchtsbezeugung ber ganzen Dell vor dem großen, überragenden Geist von Englands Nationaldichter. S.jf.-lfport Neuer Ehrenpreis des Reichskanzlers. Reichskanzler Adolf Hitler hat seine Verbundenheit mit dem deutschen Sport und insbesondere dem Kraftfahrsport durch die Stiftung eines weiteren Ehrenpreises, des „Goldenen Helms von Deutschland" erneut zum Ausdruck gebracht. Der wertvolle Preis wurde dem Automobilclub München von 1903 gestiftet, der die Trophäe im Rahmen seiner Ju- biläumsrennen, die anläßlich seines 30jährigen Bestehens am 21. Mai auf der Trabrennbahn in Mün- chen-Daglfing stattfinden, in einem Vorgabe-Wettbewerb zur Vergebung bringen wird. Turner und Sportler beim Fest der nationalen Arbeit. 3m Einvernehmen mit dem Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda hat der Deutsche Reichsausschuß für Leibesübungen die ihm angcschlossenen Deichsverbände und die Stadtverbände für Leibesübungen oufgefordert, sich an den Aufmärschen, die zur Feier des Tages der nationalen Arbeit überall im Reich stattsinden werden, mit allen Kräften zu beteiligen. Die Turn» und Sportvereine und die Stadtverbände sollen sich danach sofort mit den von der RSDAP. örtlich eingesetzten Leitungen der Aufmärsche in Verbindung sehen und die Einzelheiten der Teilnahme verabreden. Die deutsche Turn- und Sportbewegung wird bei dieser großen nationalen Kundgebung für den im Fest der nationalen Arbeit verkörperten Gedanken der Volksgemeinschaft durch rege Veteiligung der Vereine Zeugnis ablegen. 19001. - Bad Homburg I. 4:1 (1:1). Das Spiel der 1. Mannschaft der Spielvereinigung 1900 gegen die Elf aus Bad Honrburg brachte eine angenehme Ueberraschung. Die Blauweißen errangen einen eindeutigen Sieg. Zunächst sah es zwar nicht danach aus, denn die Gäste legten zu Spielbeginn heftig los, sie erwiesen sich aber doch nicht als widerstandsfähig genug, um die Erfolge der Blauweißen verhindern zu können. Die Mannschaften traten in den am Samstag genannten Aufstellungen an. Man sah einen flocken und sehr fair geführten Kampf, der diesmal den Sturm der Spielvereinigung in recht ansprechender Form zeigte. Insbesondere tat sich wieder Heilmann hervor. Er war der beste Mann im Feld. Arnold war diesmal besser als in den vorhergehenden Spielen, dagegen enttäuschte Grob mit unnützem Spiel. Lippert war ebenfalls sehr gut und einmal erfolgreich. Hofmann arbeitete mit Heilmann geschickt zusammen. Die Läuferreihe (Enders, Bromm. Lotz) leistete wertvolle Aufbauarbeit. In der Verteidigung gefiel vor allem Luft. Schlarb war zuverlässig. Beim Gegner war der Sturm das Schmerzenskind. Verteidigung und Läuferreihe waren besser, konnten aber ihrerseits kein anderes Ergebnis herbei- ftihren. Der Tormann war nicht schlecht, er bewahrte seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage. Der Spielverlauf sah zunächst die Gäste in Front. Sie drückten anfänglich gewaltig, die Blauweißen kamen aber bald auf und spielten ihrerseits überlegen. Die gegnerische Verteidigung war aber in der Abwehr unermüdlich. Noch hatte man den Eindruck zweier völlig gleichwertiger Gegner, denn Homburg lag später wieder geraume Zeit in der Gießener Hälfte, blieb aber ohne Erfolg. Heilmann schoß einmal neben den Pfosten, Schlarb mußte einige Male eingreifen, der Homburger Tormann hielt eine gut hereingegebene Ecke, das Spiel ging auf und ab, aber beide Mannschaften blieben noch immer ohne Erfolge. Die Blauweißen bedienten immer wieder die Flügel, während die Gäste im Zentrum vorwärtszukommen versuchten. Arnold fand einmal aus aussichtsreicher Position das leere Tor nicht. Ein schön aufgebauter Angriff (Hofmann, Heilmann, Grob) wurde von Grob leichtfertig zunichte gemacht. Dann aber brach der Bann. Der Mittelstürmer der Gäste schoß aus kurzer Entfernung in die linke Ecke, Schlarb warf sich nach dem Ball, erreichte ihn aber nur knapp und schlug ihn in das Feld zurück. Ein sehr schwacher Nachschuß brachte den Gästen den Führungstreffer. 1:0. Die Freude der Gäste dauerte nicht lange. Durch einen eleganten Rückzieher glich Hofmann unhaltbar aus. (Das schönste Tor des Tages!) Rach der Pause vergaben die Gäste manche Chance. Zu allem äleberfluß leistete sich ein Gäste- verteidiger ein Foul: der Elfmeterball wurde von Arnold glatt verwandelt. 3n der Folge hatten die Gäste manche Ausgleichschance, ihr Sturm operierte aber sehr unglücklich. Demgegenüber erhöhten die 1900er auf 3:1. 3m Anschluß an eine Ecke, nach kurzer Kombination, die die Gäste nicht stören konnte, verwandelte Vromm aus ziemlicher Entfernung zum dritten Tor. Lippert war es, der nach einem schönen Angriff auf dem rechten Flügel auf 4:1 erhöhte und damit den verdienten Sieg seiner Mannschaft endgültig sicherstellte. Das Spiel verlief sehr fesselnd, man sah verschiedene ausgezeichnete Einzelleistungen und prächtige Kampfmomente. Die Gäste hinterließen einen sehr guten Eindruck. Die Entscheidungen des Schiedsrichters (Köhler, Gießen) gefielen den Gästen zwar nicht immer, waren aber korrekt, toenn man davon absehen will, daß er einige Abseitsstellungen übersah. Weitere Ergebnisse: 1900 III — Heuchelheim I 2:2 (1900 verschenkte den Sieg durch Auslassen eines Elfmeters); 1900 IV — Heuchelheim II 4:2; 1900 1. Jugend — VfB. Friedberg 1. Jugend 4:1; 1900 Schüler — Heuchelheim Schüler 2:2. VfB.: VfR. Butzbach I — VfB. Gießen I 4:1; Niederweisel I — VfB. III 2:4. Fußball in Hessen-Hannover. Die Spiele in der Vezirksklaisse standen auch diesmal wieder im Zeichen der Abstiegskämpfe. 3n Kassel sand ein Lolaltressen statt, bei dem der fast schon 5um Abstieg verurteilte Spiel- verein Kassel überraschend über Hermannia Kassel mit 4:2 siegte und sich so neue Hoffnungen für den Verbleib in der ersten Klasse erwarb, während die Situation für Hermannia insofern ernst wird, als sie nun selbst in Abstiegssorgen gerät, da sie noch mehrere schwere- Spiele auszutragen hat. Zu dem zweiten Verbandsspiel in Göttingen zwischen Göttingen 05 und Germania Marburg traten die Marburger nicht an. Eine aus Kurhessen und SC. 03 Kassel gebildete Mannschaft trat gegen den Westdeutschen Meister Schalke 04 zu einem Freundschastskampfe an und bezog eine 1:5-Riederlage. Westdeutsche Pokal-Meisterschast. VfL. Venrath und Schwarz-Deiß Essen im Endspiel. 3m westdeutschen Fußball war am Sonntag das wichtigste Ereignis die Vorschlußrunde in der Pokal-Meisterschaft- Wie erwartet, haben sich der VfL. Denrath und der SC. Schwarz- Weih Essen für das Endspiel am nächsten Sonntag qualifiziert. Der Sieger aus diesem Treffen wird den Westdeutschen Spielverband als Dritter bei der Deutschen Fußball-Meisterschaft vertreten. Am gleichen Sonntag kommt auch das Schluh- spiel um die Verbands-Meisterschaft zwischen Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf im Duisburger Stadion zur Durchführung. Der VfL. Benrath schlug in der Vorschlußrunde in Düsseldorf den FV. Reuendorf hoch mit 7:2 (3:0). 3n Essen siegte Schwarz-Weiß über Viktoria Recklinghausen ebenso leicht mit 3:0 (1:0). Das Schluhspiel wird mit um so größerer Spannung erwartet, als die beiden Mannschaften zu den technisch besten und spiel- stärksten des Verbandes zählen. Oer süddeutsche Fußball-Sonntag. Eintracht und Fürth im Kampf um den dritten Platz. Als Ersatz für die nun zu Ende gehenden süddeutschen Endspiele in den Bezirken gab es am Sonntag eine ganze Anzahl anderer erwähnenswerter Veranstaltungen. In Mannheim sicherte die famos spielende süddeutsche Mannschaft dem Süddeutschen Verband wieder einmal den B u n d e s v 0 k a l. Südostdeutschland wurde im Endspiel vor 12 000 Zuschauern sehr sicher mit 6:1 (4:1) Treffern geschlagen. Neben der Verteidigung Haringer-Burkhardt hatte vor allem der glänzend aufgelegte Mittelstürmer Rohr ein Hauptverdienst an diesem schönen Erfolge. Er führte den Sturm glänzend und schoß auch allein drei Treffer. Die Ausscheidungsspiele um die dritte Vertreter st elle des Südens brachten Erfolge von Eintracht Frankfurt und Sp.-Vg. Fürth, die nun auch am kommenden Sonntag das letzte und entscheidende Spiel austragen. Die Eintracht besiegte im Frankfurter Stadion vor 6000 Zuschauern den Pokalsieger VfB. Stuttgart mit Treffern von Ehmer und Lindner verdient mit 2:0 (1:0). 3m Entscheidungsspiel um den zweiten Tabellenplatz der Abteilung I fertigte die Sp.-Vg. Fürth den 1. FC. Nürnberg mit 4:2 (2:1) ab. Reben Bayern München ist nun also auch der mehrfache Deutsche Meister 1. FC. Nürnberg von den Spielen um die Deutsche Fußball-Meisterschaft ausgeschaltet. Süddeutsch- land wird bei diesen Spielen von München 60, FSV. Frankfurt und Eintracht Frankfurt oder Sp.-Vg. Fürth vertreten. — München 60 und FSV. Frankfurt bestreiten außerdem am nächsten Sonntag im Frankfurter Stadion das Endspiel um die Süddeutsche Meisterschaft. München 60 trug übrigens sein letztes Endspiel aus. Obwohl auf eigenem Platz spielend, verloren die mit drei Mann Ersah antretenden „Löwen" gegen den FK. Pirmasens mit 2:3. Besser fiel der Probegalopp des FSV. Frankfurt aus. Er besiegte in Stuttgart die Kickers mit 2:1 (2:0). Am Sonntag hielten auch die vier Bezirke des Verbandes nach zweijähriger Pause wieder ihre Tagungen ab. Allenthalben gab es Treuo- gelöbnisse zur nationalen Regierung. Kurze Sportnoüzen. Vom Krankenlager des deutschen Meisterfahrers Caracciola, der in Monte Carlo verunglückt war, erfährt man, daß das Befinden des Patienten den Verhältnissen nach gut ist. Man hofft, ihn in drei Monaten wieder voll auf den Beinen zu haben. SA., SS. und Stahlhelm werden in diesem Jahre erstmals offiziell an der in der Zeit vom 12. bis 14. Mai stattfindenden Ostpreußen- fahrt des ADAC, durch Einzelmotorradfahrer und Clubmannschaften teilnehmen. * Mit 5 0 0 0 Markhat sich der ADAC., ebenso wie der DFB., in die Hitler-Geburtstagsspende eingezeichnet. Die Strecke Berlin — Monte Carlo i n 2 4 :50,00Stunden durchfuhr der bekannte Berliner Automobilist Ernst Kappler auf einer serienmäßigen Limousine. Kappler faß während der ganzen Fahrt allein am Steuer. Der ehemalige deutsche Davispokal s p i e l e r Dr. Landmann hat jetzt in Darmstadt wieder das Training ausgenommen. Wirtschaft. Oie Arbeiismarktlage in Hessen und Hessen-Nassau. WSN. Frankfurt a. M., 22. 2spril. 3n der ersten Aprilhälfte war die E n t la st u n g des Arbeitsmarttes wesentlich geringer, als in den beiden letzten Wochen des Monats März. Die Zahl der Arbeitsuchenden ging nur um 580, oder 0,2 v. H. des Standes vorn Ende März 1933 zurück. Dabei ergab sich bei den Männern eine Abnahme um 968, bei den Frauen dagegen eine Zunahme um 388. Mitte April wurden insgesamt 321 903 Arbeitsuchende gezählt; von diesen waren 50 907 oder 15,8 v. H. Frauen. Damit lag die Zahl der Arbeitsuchenden um über 14 000 unter dem Stand vom gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Zahl der Arbeitslosen betrug insgesamt 310 122, davon waren 50 217 oder 16,2 v. H. Frauen. Der Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtzahl der verfügbaren Arbeitsuchenden betrug 96,3 v. H. (Vorjahr 98,5). Die Entwicklung war innerhalb der Arbeits- amtsbezirke nicht einheitlich. 3n 7 von 18 hessischen Arbeitsamtsbezirken nahm die Zahl der Arbeitsuchenden zu; die Zunahme war verhältnismäßig am stärksten in Offenbach und Worms mit je 1,6 v. H. Die Abnahme war im Verhältnis am stärksten in den Bezirken Fulda mit 4 v. H., G i e - ß e n mit 3,9 v. H., Hersfeld und Wetzlar mit je 3,3 v. H. Während in den Gruppen Land- und Forstwirtschaft eine Zunahme der Zahl der Arbeitsuchenden zu verzeichnen war, ergab sich in den Gruppen Industrie der Steine und Erden und besonders im Baugewerbe eine weitere Abnahme. Eine Entlastung trat weiterhin besonders noch in den Gruppen Eisen- und Metallverarbeitung, im Holz- und Schnihstoffgewerbe, Bekleidungsgewerbe, Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe, sowie im Verkehrsgewerbe ein. Die Gruppen der Angestellten zeigten am Quartalsschluh eine stärkere Zunahme. Die Bestandszahl der Hauptunierstützungsemp- fänger in der Arbeitslosenversicherung ging von Anfang bis Mitte April um 3875, in der Krifen- fürsorge um 1875, in beiden älnterstützungscin- richtungen zusammen um 5750 zurück. Es wurden am 15. April in der Arbeitslosenversicherung 27 736, in der Krisenfürsorge 71 517, zusammen 99 253 Hauptunterstühungsempfänger gezählt. * * Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 19. April berechnete' Indexziffer der Großhandelspreise stellt sich auf 90,8 (1913 — 100); sie hat sich gegenüber der Vorwoche (70,7) wenig geändert. Die 3ndexziffem der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 82,1 (Plus 0,4 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 86,9 (minus 0,1 Prozent) und industrielle Fertigwaren 111,3 (minus 0,1 Prozent). * Neueinstellungen im Konzern der Vereinigten Stahlwerke. Auf der Gießerei Hilden der Vereinigten Stahlwerke AG., deren Belegschaft Anfang dieses Jahres verringert wurde, konnten jetzt infolge einer Besserung der Beschäftigungslage 220 Arbeiter wieder eingestellt werden. Ebenso wurde auf der den Vereinigten Stahlwerken gehörenden Siegerländer Eisensteingrube „Vereinigung" bei Katzwinkel die Belegschastsziffer erhöht. • Gleichschaltung im deutschen Viehhandel. Eine Einheitsorganisation des gesamten deutschen Viehhandels unter Gleichschaltung der dem Bunde der Viehhändler Deutschlands angehörenden Verbände ist nunmehr erfolgt. 3n einer Sitzung, zu der der Reichsverband nationaler Viehhändler e. V. und der Bund der Viehhändler Deutschlands e. V. «ingeladen haben, wurde die Neuregelung bekannt- gegeben. Durch die Verschmelzung der beiden Vichhandelsverbände waren veZchiedene organisatorische Aenderungen notwendig. Erster Präsident des neuen Reichsverbandcs nationaler Viehhändler ist Heinrich Lampe-Wüsting, Oldenburg (NSDAP.), zweiter Präsident Ernst Keöbel- Schöningen, Braunschweig, dritter Präsident Karl Müller. München (NSDAP.). Der Vorstand hat die Mehrheit der Sitze solchen Viehhändlern eingeräumt, die der NSDAP, angchören. Die Geschäftsstelle bleibt in Berlin SW 68, Kochstr. 5. 3n den Tlnterorganisationen des neuen Verbandes wird die Gleichschaltung ebenfalls umgehend durchgeführt werden. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 22. April. Durch den Witterungsumschlag hat die Produktion in deutscher Butter eine starke Verknappung erfahren, '^cus dem Auslande kommt infolge der schwierigen Beschaffung von Einfuhrscheinen kaum Angebot an die Märkte. Die Preise zeigten infolge der erhöhten Nachfrage Befestigungen von 2 bis 3 Mk. Deutsche Butter 102 bis 105, holländische Butter 105 bis 107 Mk. per Zentner im Faß. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 22. April. Während Auslandeier aus der bekannten Ursache nicht mehr zu haben find, haben sich die Zufuhren in deutschen Eiern merklich verringert. Bei lebhafterem Geschäft blieben die letzten Preise aber ziemlich unverändert. Es notierten: Bayern (53 bis 55 Gramm) 7,25 bis 7,5, (57 bis 58 Gramm) 7,5 bis 7,75; deutsche Frischeier (Sonderklasse über 65 Gramm) 9,5, (Kl. A, unter 65 bis 60 Gramm) 8,5, (Kl. B, unter 60 bis 55 Gramm) 8,25, (Kl. C, unter 55 bis 50 Gramm) 7,5, (Kl. D, unter 50 bis 45 Gramm) 7 Pf. per Stück loco Frankfurt. Eewinnauszug 1. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotlerie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 1. Ziehungstag 21. April 1933 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen 2 Gewinne zu 50000 M. 297501 6 Gewinn, zu 5000 M. 38120 299450 350643 6 ^ewnne zu 3000 M. 290213 337899 392409 6 Gewinn, zu 2000 M. 191680 273286 278413 28 Gewinne1000 M. 2608 4296 6921 20941 84530 137869 177275 211312 256230 268842 328220 336086 353777 369345 42 Sew.nn« ,n 800 M. 7974 8366 21237 35989 36563 52752 60206 60335 71461 97773 108083 167708 174067 224734 235803 248360 248425 261367 320881 351573 384529 58 Gewinn, io 500 Ai. 5728 13803 35274 36514 43048 64512 66566 90244 125746 157467 165489 170173 178623 185750 192645 203557 204740 217711 268940 2847.13 285202 291176 316072 336916 340714 364273 371898 395077 398885 In der heutigen Nachmiltagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen 4 Gewinne zu 10000 M. 254681 356486 2 Gewinn« zu 5000 M. 274288 6 Gewinn- zu 3000 M. 2396 19720 310649 8 Gewinn- zu 2000 M. 109082 192290 230746 24 Gewinn, zu 1000 M. 8116 48178 55953 78521 99157 159457 187945 241404 252677 332354 347578 356646 22 Gewinne n 800 M. 14944 52291 78302 130594 206102 236147 266444 286591 290362 301539 365862 54 Gewinne zu 600 M. 8539 25469 44103 47829 87880 80504 94041 102706 106129 117254 171845 177222 219259 233307 243224 261706 273303 282883 310502 326219 346604 357713 366040 368142 382703 392814 397242 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsdankdiskont 4 o. H Lvmbardzinsfuß 5 v. H. Franttvn a. 2)1. Öcriin Schluß» hird Schlußk. Abend« böeie Schluß» hird Schlußk. Mittag- börse Dalum 21-4. 22.4. 21.4. 22.4. 6% Seutldie Retchsanleihe v. 1921 84,75 85 85,13 84,9 6% efjem.7% ®t. «eldiianl. ö. 1929 98,4 98,75 98,75 99 6¥t% Voung-Anieihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöl.-Schukd mit 83,25 82,5 83 82 üluslos.-Rechten .......... 73,75 13,45 74 73,75 13,45 73,75 13,5 Desgl. ohne AuSIos.-Rechte...... 6% ebem. 8% Heil. SBollsitaai 1929 13,45 irückzahlb 102%) ......... Oberheilen Provinz-Anleihe mli 83,9 84,25 84,5 84,25 Äuölos.-Rechten ....... — 70,75 Deutsche Komm. Sammelab l.Aw leihe Serie 1 mU Ausios.-Rechken 69 69,75 68,9 69,5 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl 87,75 89 — — Golbvse. IC unkündbar bis 1936 78 88,5 — - y/1% ehem. 4'/,% -Franks. Hyp. Bank-Lian.-Psandbriese ..... 89,75 89 _ 6%% ehem. 4/j% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse. 6% ehem. 8% Pr. Landespfand 89,5 90,25 - — briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 89,5 89,5 89,5 89,9 6% ehem. 7% Pr. Landespfand bdefanfialt. Pfandbriefe R. W 90 90 4% Oesterrelchiiche Kolvrenie.... — — 14 13,75 4,20% Oekterreichische Silberreni? — 1,2 1,2 4% Ungarische Goldrente ... — — — 4% Ungarische StaatSrenle v. 1910 —— —— —- 4%% desgl von 1913 . .. 6% abgesl. Goldmexikaner von 99 — —- — 6,75 7,2 7,13 7,75 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleibe 5,4 5,45 5,3 5,5 Serie 1 ............ 4% desgl. Serie II............. 5,45 5,65 5,5 5,5 5,65 5,25 5,35 5,75 5,4 5,5 6 •% Rumän. verelnh. Renke v. 1003 4^%Rum