Nr. 95 Erstes Blatt 185. Jahrgang Montag, 24.ApriI 1933 Ericherni tögltd), außer Sonntage und 5 Ungarische Siaat-rcz ihnen, in die meisten Häuser ew Beute beloben suchten sie 4% iü0rff(di®8uUanMh€ Dorfbewohner nahmen, verstärkt <% türtitor Bagdadbahn'panie Genbarmerie, die Der» 4%wSerien -.^banben auf die man endlich »% Rumäll. veretnh. Rente stellen vermochte. Die Zigeuner 4^%Rumän.oereink,.Rendrechte Wagenburg errichtet unb Feuerwaffen gegen die Beamten. Nach einem langen Gefecht gelang es, die Wagenburg im Sturm zu nehmen. Auf beiden Seiten gab es zahlreiche Verwundete. 40 Zigeuner wurden gefangengenommen und nach Kronstadt gebracht. Kunst und Wissenschaft. Schlageters Geschwister bei der Karlsruher Erstaufführung des Schlageter-Dramas. Die Erstaufführung des Schauspiels „Schla- geter“ von Hanns 2 o h st am Badischen Landes- theater in Karlsruhe erfuhr dadurch einen besonderen Charakter, daß die Geschwister Schlageters auf Einladung der Badischen Regierung der Vorstellung beiwohnten. Vor Beginn des Dramas hielt der Kommissar Kraft eine Ansprache. in der er das Wesen Schlageters unb seine Bebeutung für die nationale Erhebung charakterisierte. Während das vollbesetzte Haus sich von den Sitzen erhoben hatte, wurde dem Andenken Schlageters eine stille Gedenkminute gewidmet, während deren das Lied vom guten Kameraden erklang. Die Aufführung selbst gestaltete sich zu einer so tief ergreifenden Wiedergabe der zurückliegenden Ereignisse, daß Schlageters Schwester, Frau Riesterer, während der letzten Szene, die den. Mahnruf des zum Tode Verurteilten an das erwachende Deutschland und seine Erschießung zeigt, zusammenbrach. Preisausschreiben der Königsberger Oper. Die Intendanz der Oper zu Königsberg, deren Leitung unlängst der Nationalsozialist Erich Fisch übernommen hat, veranstaltet ein P r e i s° ausschreiben für eine deutsche Volksoper und für eine deutsche Nationaloper. Die beiden besten Werke werden im Herbst dieses Jahres in Königsberg uraufgeführt. Kongreß des Internationalen Hegel-Bundes. In Gegenwart des Ilnterstaatssekretärs für Erziehung S o l m i, des deutschen Botschafters v. H o s s e I l, eines Vertreters der Gesandtschaft der Niederlande und mehrerer Mitglieder des Hegel-Bundes wurde der Kongreß des Internationalen Hegel-Bundes feierlich eröffnet. Ansprachen hielten der Präsident des Bundes, Iraner, Senator ® e n t i I e als Präsident des Vorbereitenden Ausschusses für den Kongreß, und Anterstaatssekretär S o l m i. Alle Redner betonten die innigen Beziehungen zwischen dem Hegelschen Ideal unb den Trabitionen der italienischen Kultur. EinebMdischeAeuWeEvangelischeMche Präsident Kapier beruft einen lutherischen und einen reformierten Kirchenführer an seine Seite. Berlin, 23. April. (CNB.) Bon maßgebender kirchlicher Seite ergeht folgende Mitteilung: „Die Stunde gebietet, unverzüglich eine Reform der Verfassung des deutschen Protestan- t i s m u s einzuleiten. Das Ziel der Reform ist die hündische Deutsche Evangelische Kirch e, errichtet auf der Grundlage und unter voller Wahrung des Bekenntnisses. Aus lebenskräftigen Landeskirchen erwachsen,. soll sie alle Bollmachlen erhalten, deren sie zur Pflege des gesamten deutschen evangelisch-kirchlichen Lebens und seiner Beziehung zu Bolk und Staat im In- und Auslande bedarf. Zu diesem Werk hat der Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes D. Dr. Kapler je einen führenden lutherischen und reformierten Theologen an feine Seite berufen, und zwar den Laudesbischof D. Mahrarens aus Hannover und den Studiendirektor Pastor D. heffe aus Elberfeld. Ferner werden hierfür als Berater sonstige durch ihr kirchliches Amt oder ihre Arbeit in der kirchlichen Bewegung ausgezeichnete Persönlichkeiten und besondere Sachverständige beigezogen werden. 3n Gemeinschaft mit ihnen wird alsbald eine neue B er f a f f u n g des deutschen Protestantismus ausgearbeitet." Ein Staalslommiffar für die EoangelifcheKircheMülenburgs Schwerin, 23. April. (TU.) Der mecklenburg- fchweriner Ministerpräsident Granzo hat zum Zwecke der Gleichschaltung des Kirchenregiments mit dem Regiment in Staat unb Reich, Herrn Walter Bohm aus Hamburg als Staatskommissar für die evangelisch-lutherische Kirche von Mecklenburg-Schwerin eingesetzt. Bohm hat in seiner Eigenschaft als Staatskommissar die gesehbin- benbe richterliche und ausführenbe Gewalt in ber Landeskirche, besonders alleBesugnissebes Oberkirchenrates erhalten. Im Zusammenhang mit dieser Ernennung wird auf einen Artikel der »Nationalsozialistischen Zeitung Mecklenburgs" verwiesen, indem es unter der lieber- schrift »Bauern erobert die Kirche" hieß: Es besteht die Gefahr, daß die Reaktion sich im Kirchenregiment festseht, genau so wie das Kirchenregiment bisher mit den von uns niedergeschlagenen Regierungen der Liberalen und der Gottlosen paktiert hat. Bauern übernehmt selb st das Kirchenregiment unb alle kirchenregimentlichen Funktionen, bis hinab in die Gemeinde und bann bestellt künftig nur solche Männer zu Dienern am Worte Gottes, die erprobt sind durch ein hartes Leben und durch harten Kamps, die befähigt sind als geistige Führer zu wirken unb bie der Gemeinde und der Kirche dienen wollen, nicht aber in der Kirche herrschen. Protest des Oberkirchenrats und des Evangelischen Bundes. Berlin, 23. April. (TU.) Der mecklenburgische Oberkirchenrat hat art den Reichspräsidenten, an den Reichskanzler und den Reichsinnenminister ein Telegramm gesandt, in dem es u. a. heißt: Der Oberkirchenrat legt unter Berufung auf bie Zusicherung des Herrn Reichskanzlers, bie Rechte und Selbständigkeit der Kirchen achten zu wollen und unter Berufung auf Artikel 137 der Reichsverfassung gegen die getroffenen Maßnahmen Verwahrung ein und bittet um Schuh. Auch der Deutsche Evangelische Kirchenbund, die Gesamtvertretung sämtlicher deutscher evangelischer Landeskirchen hat unter Berufung auf die feierliche Erklärung des Reichslanzlers über die verfassungsrechtliche Freiheit ber Kirchen bei den mah- gebenben Reichsinstanzen entschiedene Verwahrung eingelegt und sofortige Abhilfe gefordert. Aus Oer provinzialhaupistadi. Blumen an den Zenstern und auf dem Balkon. Anfang Mai ist die Zeit, in der man daran denken muh, die Fenster, Treppenaufgänge und Balkone zu schmücken. Die Blumenkästen müssen genau nachgesehen, Risse mit Wetallstreifen gedichtet werden. Dann wird mit guter Oelfarbe gestrichen. Besonders achte man darauf, daß die Wasserabzugslöcher nicht verstopft sind. Sie müssen mit Tonscherben überdeckt werden. Sehr gut ist es, wenn man als unterste Schicht — also unter die Erde — Torfmull einbringt Diese Schicht saugt bas überflüssige Gießwasser auf unb gibt es später nach und nach wieder an die Erde unb weiter an bie Wurzeln ab. Daß die Erde, die wir einsüllen, recht kräftig und nährstoffreich fein muh, versteht sich von selbst, denn bie Blumen stehen doch ziemlich dicht, unb halb wirb die Erde von Wurzeln durchzogen sein. Man wähle gute Komposterde. Wenn man sie nicht hat, hilft der Gärtner aus. Sind die Holz» oder Zementiästen sehr weit, dann ist auch zu überlegen, ob man nicht bie ganzen Blumentöpfe einstellen soll. Die Zwischenräume müssen natürlich mit Moos ober Torfmull aus- gefüllt werden, besonders bei solchen Blumen, die an der Südseite des Hauses stehen. Man hat ja schon öfter erfahren, daß Holz kästen, die mit Oelfarbe gestrichen wurden, nach kurzer Zeit durchsaulten, wenigstens ber Boden, Das wird vermieden, weim man bie Topfe einstellt. Unter jeden Blumentopf gehört natürlich ein Unter* sah. An heißen Tagen gießt man zweimal, morgens und abends, aber nicht nur oberflächlich, sondern durchdringend. Vom Juli ab kann von Zeit zu Zeit leicht gedüngt werden. In jedem Samen- geschäft erhält man Blumenvolldünger, den man nach Vorschrift auflöst und dann mit dem Gieh» wasser gibt. Niemals darf man mit dem kalten Wasser aus der ßeitung gießen, niemals auch in der grellen Mittagshitze. Das Wasser muh abgestanden, unter Umständen leicht angewärmt sein, sonst erkälten sich bie Pflanzen und sterben ab. Balkone und Fenster an der Nordseite der Häuser brauchen keineswegs ohne Blumenschmuck zu sein. Es gibt eine ganze Anzahl von Pflanzen, bie hier gedeihen. Immergrün, Aspidistra, Tra* descantia, Asparagus, Kapuzinerkresse u. v. a. finden hier 1>en rechten Platz. Für halbschattige Fenster eignen sich besonders gut die Fuchsien. Da gibt es ja eine große Zahl, hängende und aufrechte. Auch Hortensien und Knollenbegonien lieben Halbschatten. Der beste Platz freilich für blühende Pflanzen ist die Südseite. Alle Arten Geranien, Hänge* netten, Heliotrop, Petunien, Lobelien usw. gedeihen hier am fajonften. Die eigentlichen Massen- blüher sind und bleiben immer noch die Geranien. Mit Kapuzinerkresse hat man auf der Südseite stets Mißerfolge. Sie bekamen regelmäßig gelbe Blätter und lassen mit dem Blühen nach. Deshalb stelle man diese schonen, leuchtenden Blumen entweder auf die Nord-, Nordwest, oder Nordostseite. Wer gern größere Flächen begrünen will, der wähle die bunten Winden oder die wohlriechenden Wicken. Man muh nur dünne Drähte ziehen, damit sich diese Pflanzen in die Höhe ranken können. Mit etwas Liebe unb Sorgfalt können so alle die, die keinen Garten haben, ihre Veranda und ihre Fenster ausschmücken und ihre sommerliche Freude an den Blumen haben. H. Tagung des AG.-Aerziebundes Oberheffen-Nord. Ra Ra se. Die Rassenmischung mit außereuropäischen sen bildet eine große Gefährdung des Volks- Der NS. -Aerztebund Oberhessen- N o r d hielt am gestrigen Sonntag in Gießen eine Tagung ab. Im überfüllten Saale des Hotel Viktoria sprach zunächst der Bez.-Obmann Pg. Dr. Kranz über das Thema „Rassenmischung und Mischehe". Nach einer kurzen Einleitung über die Entstehung der Rassen wurde über bie rassische Zusammensetzung des deutschen Volkes berichtet. Bei der Behandlung des Wertes der einzelnen Rassen Europas wurde gezeigt, daß der Rassenwert nur gemessen werden kann an der Gesittung und Kultur des einzelnen Volkes und an den Aufgaben, die die em Volke unb feiner Kultur gestellt sind. Durch Mi chung wesensfremder und gegensätzlicher Rassen ent teht nie ein konstanter Mischtyp, nie eine neue wertes und ist verhängnisvoll, weil sie sich beim Menschen — im Gegensatz zu den willkürlichen Kreuzungen bei Tieren — praktisich kaum korrigieren läßt. Besonders wurde betont, daß es erwünschte und unerwünschte Rassenmischungen gibt. Zu den letzteren gehören die Mischehen zwischen Deutschen unb Juben, insbesonbere den Ostiuden, die hauptsächlich vorderasiatisches Blut führen und in der Krieas- und Nachkriegszeit zu Zehntausenden über bie Ostgrenze nach Deutschland eingewanbert sinb. Es gab in Deutschlanb 1920 etwa 15 Prozent Mische Mischehen, 1925 waren es bereits etwa 24 Prozent unb zuletzt sogar etwa 50 Prozent. Durch berartiae Mischehen, bie außerdem noch bislang vor- wiegend in den sog. führenden Schichten eingegangen wurden, ist die Gefahr ber Veränderung der Wesensart des deutschen Volkes mit der Zeit eine besonders große geworden. Durch eine Jahrtausende lange Auslese sind bie Erbanlagen jeber einzelnen Rasse aneinander angepaßt und bilden ein harmonisches Ganzes. Abgesehen von ber verhäng- nisvollen sozialen Gesamtwirkung burdj Mischehen wird durch Hinzukommen andersartiger Erbanlagen bie Harmonie der inneren Anlagen vernichtet und die Mischlinge werden innerlich zerrissene Menschen. Die Forderung, fremdrassige Einschläge unb Einflüsse in jeber Form und in jeder Konzentration aus- zumerzen, ist eine selbstverständliche unb bie Pflicht bes völkischen Staates. Die Staatsführung, bie eine von rassenhygienischen Gesichtspunkten aus geführte Politik auf lange Sicht treibt, wirb baher zur Er- hallung ber Rasienreinheit unb ber Wesensart bes deutschen Volkes die Mischehen mit allen außereuropäischen Rassen prinzipiell verbieten müssen. Nur so erhalten wir die Gewähr, daß während ber nächsten Jahrhunderte in Deutschland innerlich harmonische und freie deutsche Menschen wohnen, unb baß Deutschland seine Sendung in der Well erfüllt. Der Vortragende schloß mit der Aufforderung, den Führer des erwachten Deutschland unb seine auf ben Erkenntnissen der Rassenkunde und Rassenhygiene ruhende gigantische Aufgabe selbstws, ein jeder an feinem Platze, zu unterstützen unb mitzuhelfen am Aufbau einer die Jahrhunderte überdauernden, großen deutschen Nation. Den zweiten Vortrag hielt Pg. Professor Schultze über „D i e Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten". Er behandelte die zu dem Problem gehörenden Teilgebiete, wie Prostitution, Ehe, Wohnungselend, Alkoholmih- brauch, Schmuhlitteratur usw. Vortragender forderte u. a. Eingliederung der Geschlechtskrankheiten unter die Seuchengesehgebung, Meldepflicht aller Geschlechtskranken, Behandlungs- zwang, Strafverfolgung von rückfälligen Geschlechtskranken, wenn sie neue Infektionen setzen. Verlöt der Straßertprostitution, Schließung aller Detr.E, die aus ber sexuellen Betätigung ein Geschäft machen, Förderung der Frühehe usw. Alle Berufe, bie in der ErhÄtung und Besserung der Rasse und Vottsgesundheit ihre Aufgabe sehen, haben die Pflicht, bei der Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten mitzuhelfen. Den Abschluß der Tagung bildete ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer des neuen Deutschland. Auflösung und Neuwahl der Aotarkammer. Das Hessische Gesamtministerium hat auf Grund des vorläufigen Gesetzes zur Gleichschaltung ber ßänber mit bem Reich vorn 31. März 1933 das folgende Gesetz beschlossen, bas in ber amtlichen „Darm- stäbter Zeitung" vom Samstag verkündet wurde. § 1. Die Notarkammer wirb mit sofortiger Wirkung aufgelöst. § 2. Der Iustizminister wird ermächtigt, bie zur 91 e u • wähl der Notarkammer erforderlichen Anordnungen zu treffen und bie zwischenzeilliche Wahrnehmung ber Kammergeschäfte zu regeln. Er kann hierbei von ben Vorschriften des Gesetzes, bas Notariat betreffenb, abweichen, auch die Wahldauer und die Erneuerung der neugebildeten Notarkammer anders regeln. § 3. An Stelle ber für bie Jahre 1933, 1934 unb 1935 ernannten Mitglieber unb stelloertretenben Mitglieder ber Difziplinarkammern unb bes Disziplinarhofs für Notare können für bie genannte Zeit neue Mitglieder unb Stellvertreter berufen werden. § 4. Dieses Gesetz tritt mit ber Verkünbigung tn ber „Darmstäbter Zeitung" in Kraft. Das Kahenwürgen in Hessen verboten. Das hessische Gesamtministerium hat durch Gesetz vom 21. April die Verwendung von lebenden Katzen bei Hundeprüfungen verboten. Der maßgebende § 1 besagt: »Bei Prüfung von Hunden auf Raubwildfchärse dürfen lebende Tiere, insbesondere Katzen, Dachse und Füchse, nicht als Versuchstiere verwendet werden. Das Verbot umfaßt auch die Fälle, in denen die Versuchstiere durch Drahtgitter oder in anderer Weife geschützt sind, und das bloße Verbellenlassen." Bornotizcn. — Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ja, treu ist die Soldaten- liebe". ** Kommunistischen Elternbeiräten bie Ausübung ihrer Befugnisse untersagt. Der hessische Minister für Kultus unb Bil° dungswefen hat an bie Direktionen unb Leiter ber höheren Lehranstalten unb bie Kreis- unb Stabt- fchulämter folgenbe Verfügung erlassen: Auf Grund ber Verordnung bes Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 ordne ich an, daß ben Elternratsmitgliedern, die der kommunistischen Partei oder verwandten Vereinigungen angehören, die Ausübung ihrer Befugnisse bis auf weiteres untersagt wird. ** D i e F e 11 ft e u e r. Im Reichsgesetzblatt vom 21. April 1933 ist im Rahmen des Fettprogramms der Reichsregierung bie Verordnung über die Erhebung einer Ausgleichsabgabe auf Fette sowie eine Nachsteueroerordnung veröffentlicht worden. Die Fettsteuer tritt am 1. Mai 1933 in Kraft. Die Steuer beträgt 0,50 RM. für 1 Kilogramm unb wirb bei bem Hersteller ber Fette erhoben. ** Erhöhter Tierschutz. Das vom Reichsministerium bes Innern vorbereitete Gesetz über bas Schlachten von Tieren, das bas betäubungslose Schlachten aller warmblütigen Tiere verbietet, ist nunmehr im Reichsgesetzblatt zur Veröffentlichung gelangt. Gleichzeitig hiermit sinb die in bem Gesetz vorgesehenen Aussührungsbestimmurtgen aus ber Verorbnung bes Reichsministeriums bes Innern ab- gebruckt. ** Gin tragischer UnglücksfaU ereignete sich am Samstagnachmittag auf bem Universitäts- Sportplatz. Dort übten sich Mitglieber des Turnvereins von 1846 im Hammerwerfen. Einer ber Turner hatte babei eben ben etwa 10 Pfund schweren Hammer im Wurf aus ber Hand geschleubert, als im gleichen Augenblick zwei Mäbchen ber Schüle- rinnenabteilung bes Vereins unversehens in die Flugbahn des Hammers hineinliefen. Auf Zurufe bückte sich eines ber Kinber noch rechtzeitig, so daß es der Gefahr entging, dagegen hatte bie aobere Schülerin, ein zwölf Jahre alles Mäbchen, bie Zurufe wohl nicht verstanben, ober es war durch bie Sonne geblenbet, so daß es aufrecht stehenblieb unb dadurch von dem schweren Hammer furchtbar am Kopfe getroffen wurde. Das bedauernswerte Kind stürzte bewußtlos zu Boden unb starb bald barauf bei ber schleunigen Einlieferung in bie Chirurgische Klinik, ohne bas Bewußtsein roieber erlangt zu haben. Der beklagenswerte Unglücksfall, ber in einem unglückseligen Zufall seine Ursache hat, löste auf bem Sportplatz natürlich allgemeines Bebauern aus. ** Der Evangelische Arbei terver- c i n hielt am Samstag im DereinSlokal seine Hauptversammlung ab. Aus dem vom Schriftführer H. G a n ß erstatteten Jahresbericht geht hervor, daß der Verein auch im abgelaufenen Jahre eine rege Tätigkeit entfaltet hat. Die Kasfcnver- hältnisfe Les Vereins unö der Sterbekasse sind befriedigend. Da der langjährige 1. Vorsitzende des Vereins, H. Kirchner, eine Wiederwahl ablehnte. beschloß die Versammlung einstimmig, ihn in besonderer Anerkennung seiner jahrzehntelangen ersprießlichen Tätigkeit für die Evang. Arbeitervereinsbewegung zum Ehrenmitglied zu ernennen. Zum ersten Vorsitzenden deS Vereins wurde der langjährige 2. Vorsitzende K. Weller gewählt. Infolge Verringerung der Zahl der Vorstandsmitglieder wurde der übrige Vorstand neu gewählt, und zwar die Herren: Zschunke, Deibel, Decker, Ganh, Graulich, Schäfer, Loh und Schnabel. Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen wurden noch die zukünftigen Aufgaben deS Vereins, u. a. auch die Heranziehung der Jugend zur EAD.-Arbeit eingehend besprochen. TreugelöbmS einer Gießener Äürgermeisterversammlung. Anläßlich der am Samstag. 22. April, im Regie- rungsgebäude zu Gießen obgehaltenen amtlichen Bürgermeister-Versammlung wurde nachstehendes Telegramm an den Herrn Staatspräsidenten gesandt: „Die heute versammelten Bürgermeister der Landgemeinden des Kreises Gießen entbieten der Hessischen Staatsregierung treudeutschen Gruß und sichern einmütig tatkräftige, treue Mitarbeit zu. 3. A.: Grein, Regierungsrat. Fendt, Bürgermeister. Der Herr Staatspräsident hat die Begrüßung telegraphisch wie folgt erwidert: „Staotsregierung nimmt Gruß und Treuaelöbnis gern entgegen und sendet Hillerheil und Hessengruß. Dr. Werner. Nächsten Donnerstag erste Gtadtratsfihnng. Der neue Gießener Stadtrat wird am kommenden Donnerstag 11 Uhr im Sitzungssaale des Stadthauses, Bergstraße, zu seiner feierlichen Eröffnungssitzung zusammentreten. Festnahme eines Heiratsschwindlers und Betrügers. Der heutige Polizeibericht meldet: In der Nacht zum 21. April 1933 suchte der angebliche Dr. med. denL Jakob in der Wirtschaft „Zum Löwen" mit den dort anwesenden SA.- und Ss.-Leuten Händel anzufangen. Er spielle sich als alter SA.-Mann auf, konnte aber auf Auffordern den erforderlichen Beweis nicht erbringen. Er wurde daraufhin dem Polizeiamt zugeführt. Die Nachprüfungen ergaben, daß der angebliche Dr. Jakob unangemeldet in dem Hause Landgraf-Philipp-Platz Nr. 7 wohnte und nicht im Besitze von Ausweispaoieren war. Auf einen sofort erlassenen Funkspruch „An Alle" gingen Antworten von Würzburg und Hamburg ein, wo- nach der unter den angegebenen Personalien fest- genommene Dr. Jakob dort bekannt und wohnhaft gewesen sei. Von Leipzig ging Nachricht ein, daß Dr. Jakob in Leipzig anwesend und der hier Fest- ?enommene den angegebenen Namen zu Unrecht ühren würde. Mittlerweile gab der Festgenommene an, Joseph L u tz zu heißen, in Frammersbach geboren zu sein und mehrere Semester in Würzburg studiert zu haben. Auf einen erneuten Funkspruch teilte die Kriminalpolizei Würzburg mit, daß gegen Lutz bei der dortigen Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Heiratsschwindels und Urkundenfälschung anhängig sei und Lutz dem Amtsgericht zwecks Erlaß eines Haftbefehls vorgeführt werden solle. Die inzwischen hier getätigten Ermittlungen ergaben, daß Lug auch hier seine Betrügereien f o r t s e tz e n wollte. Er war bereits mit einer Anzahl Personen, die auf seine Annonce antworteten, in Verbindung getreten und wollte diesen die homöo- patischc Heilkunde beibringen, verlangte aber vorher einen bestimmten Betrag als Vorauszahlung. Auch hat er eine Annonce aufgegeben, die auf Hei- ratsbetrugs schließen läßt. Lug wurde dem Amtsgericht zugeführt und kam in Untersuchungshaft. Oer Tag her nationalen Arbeit in Hessen. D a r m st a d t, 23. April. (WSN.) Auch in Darmstadt wurde zur Durchführung der Festveranstaltun- gen am Tag der nationalen Arbeit ein Sonder- ausschuß unter Leitung der Gaupropagandaleitung der NSDAP, gebildet. An der ersten Sitzung des Ausschusses nahmen u. a. Staatspräsident Dr. Werner und Staatskommissar für das Polizeiwesen Dr. B e st teil. Im Programm, dos in seinen Grundzügen festgelegt wurde, ist u. a. um 10 Uhr ein feierlicher Festakt auf dem Ma> rienplatz in Darmstadt mit Reden von Staatspräsident Dr. Werner und Staatskommissar für Arbeiterfragen Kern vorgesehen, der nach Möglichkeit durch den Südwestfunk übertragen werden soll. Im übrigen schließt sich das Programm an die allgemeinen Richtlinien des Reichsministeriums für Dolksaufklärung und Propaganda an. 9 Uhr: die Arbeiter und Angestellten versammeln sich vor chren Betrieben zur Hissung der Hakenkreuz- fahne. Nach Möglichkeit wird hierbei durch einen Vertreter der NSBO. eine kurze Ansprache gehalten. durch die Stadt. In diesem Festzug werden Flachwagen mitgeführt, auf denen die einzelnen Zweige der deutschen Arbeit versinnbildlicht werden. An- schließend an diese Umzüge können örtliche Kund- gedungen veranstaltet werden. 20 Uhr: Uebertragung der großen Demonstration auf bei.. Tempelhofer Feld in Berlin. Ansprache des Führers. Es wurde weiterhin die ‘BÜbung eines Arbeits- ausschusses beschlossen, ber sich aus bem Kommissar für ben 1. Mai, einem Vertreter ber NSBO. oes DHD. unb bes Kartells ber Arbeitgeber zusammen- setzt- Ferner ist noch mitzuteilen, baß ber Ausschuß burch je einen Vertreter bes Gauvorstanbes ber Deutschen Turnerschaft unb ber hessischen Arbeitgeber erweitert wurde. 10 Uhr: Feierlicher Staatsakt auf dem Marien- plag in Darmstabt. Staatspräsident Professor Dr. Werner unb Staatskommissar für Arbeiterfragen, Pg Kern, sprechen. Nach Möglichkeit wirb biefer Staatsakt burch ben Sübwestfunk übertraacn. In allen Stabten unb Dörfern werben Lautsprecher- anlaaen errichtet, bie biese Uebertragung vermitteln. Die Belegschaften ber einzelnen Betriebe begeben sich nach Hissung ber Hakenkreuzflogge zu biefen Sammelplätzen. 11 Uhr: Uebertragung ber Kundgebung im Berliner Lustgarten auf allen öffentlichen Plätzen, da- nach Abmarsch der einzelnen Belegschaften. 15 Uhr: Voraussichtlich Verkündigung des neuen Studentenrechtes an den Hochschulen und Unioer- sitäten. 17 Uhr: Die einzelnen Fachsä)aften imd Berufsstände sammeln sich in Berufskleidung zum Marsch Jiihbach ehrt denStaatspraWeiuen Dr. Werner. Abschiedsfeier des Zweigvereins Buhbach des ÄHC. für Staatspräsident und DHC.-Bruder Prof. Dr. Werner. pb. Butzbach, 23. April. Im vollbesetzten großen Saal des Hessischen Hofes fand gestern abend anläßlich des Wegzuges unseres Staatspräsidenten von hier nach Darmstadt eine in allen Teilen harmonisch verlaufene Abschiedsfeier statt. Zu derselben waren erschienen der Vorstand des Ge- samt-VHC. mit dem Vorsitzenden Dr. Bruchhäu - s e r (Ulrichstein) an der Spitze, eine Abordnung des Zweigvereins Offenbach a. M. sowie v. a. Nach Begrüßung des Staatspräsidenten und seiner Famllie sowie aller Erschienenen, zwei Dorfprüchen und einem einleitenden Chor-Lied, hielt der 1. Vorsitzende, Apotheker Matthäus eine Ansprache an den Staatspräsidenten und VHT.-Bruder Dr. Werner, in welcher er in kurzen Worten bie unlösbare Verbundenheit bes Scheidenden als auch feiner Familie mit dem Zweigverein heroorhob. Im Jahre 1919 habe Prof. Dr. Werner bie erste Wanderung mitgemacht, im Jahre 1931 habe er bie hundertste erreicht, ein Zeichen, welch großer Wanderfreund er sei. Weiterhin schilderte er in trefflicher Weise die Charaktereigenschaften des Scheidenden, wobei er hervorhob, daß Dr. Werner feinen Stolz zeigte, immer den graben Weg gegangen fei und fein Urteil stets objektiv abgegeben habe. Auf den Wanderungen habe er stets anregend und belehrend gewirkt, sei es, daß er die geschichtliche Bedeutung der durchwanderten Gegend yervorhob, sei es, daß er auf besondere Naturschön- heiten aufmerksam machte. Besonders hob der Redner seinen köstlichen Humor, seine Liebe aum Gesang hervor und bezeichnete die Gesangsabteilung als die Stätte, wo er sichllich Freude und Erholuna fand. Nebenbei bemerkte er, daß die Mundharmontka-Ab- tcilung durch ihn einen besonderen Förderer Halle. Besonders hob er hervor, daß Dr. Werner ausdrücklich dafür eintrat, daß keinerlei Parteipolitik im Zweigverein getrieben werden durfte. Der Zweigverein habe deshalb beschlossen, den Herrn Staatspräsidenten zum EhrevoorslandS' Mitglied wegen seiner besonderen Verdienste zu ernennen. Die Ehrenurkunde, die von der Buchdruckerei K. Schneider verfertigt war, wurde in einer besonderen Ledermappe überreicht. Außerdem erhielt er noch ein Bild seiner Wohnung, in der er über 20 Jahre hier gewohnt hatte, als besonderes Andenken für sich und feine Familie überreicht. Seitens des Vorstands des Gefamt-VHC. ergriff dann Dr. Bruchhäufer das Wort. Er schilderte die Tätigkeit Dr. Werners in den Lorstandsfitzun- gen unb bei ben Hauptversammlungen unb nahm besonders Bezua auf die wertvollen Anregungen im „Frischauf". Als Dank fiir alle Anregungen und wertvolle Mitarbeit habe der Gesamtvorstand be- schlossen, ihm ein noch anzufertigendes Bild der Klubhäuser auf dem Hoherodskopf später zu überreichen. Sichtlich gerührt ergriff ber Herr Staatspräsident bas Wort. Er führte aus, nun sei ber Zeitpunkt gekommen, an welchem zwischen heute unb gestern ein Strich gezogen werben müßte. Er habe sich froh unb glücklich im v.-h.-L- kreise gefühlt, fei doch der v. h. E. eine große deutsche, der Heimat verbundene Volksgemeinde, bie selbstlos an einem großen Ziel wirkt. Dem Butzbacher DHC. sowohl, als auch dem Gesamtvorstand sprach er seinen Dank aus, betonend, daß das Zentrum für ihn immer der Hoherodskopf fein werde Mit ben Worten: Ich bin ein anderer unb boch berfelbe unb einem Lebewohl auf Wieder- fehen schloß der Redner feinen tiefempfundenen Dank. Nach dem Vortrag zweier Abschiedslieder, gesungen von Frl. (Ettling, erschien der vortreffliche Heimatdichter Gg. H e ß, um dem Staats- Präsidenten seinen Glückwunsch im oberhessischen Dialekt darzubringen. Unter seiner Führung er- schien eine oberhessische Heimatgruppe, die Der- schiedene alte Tänze vorführte, die allgemeinen Beifall auslöften. Umrahmt wurde die Feier durch Vorllag von Musikstücken und Märschen des ver- stärkten Schüler-Orchesters ber Weibiq-Werner- Oberrealschüler unter Leitung von Studie nrat Werner. Hitler-Tag in Bad-Nauheim. Eine CRcfre des hessischen Staatspräsidenten. WSR. Bad-Rauheim, 23. April. Der von der hiesigen Ortsgruppe der RSDAP. veranstaltete Hitler-Tag begann heute um 13 Uhr mit der ersten Sitzung des neuen Stadt- r a t e s, deren Verlauf durch Lautsprecher auf den Platz vor dem Dürgermeisteramt übertragen wurde. Nach ber Verpflichtung der Stadträte wurde auf Vorschlag der nationalsozialistischen Fraktion, die von den 15 Sitzen 11 innehat. dem Reichspräsidenten, dem Reichskanzler und dem hessischen Staatspräsidenten Dr. Werner das Ehrenbürgerrecht der Stadt Vad-Nauheim verliehen. Die beiden Stadträte der SPD- enthielten sich der Abstimmung. Mit dem gleichen Stimmenverhältnis wurde die Aamensänderung verschiedener Straßen zu Ehren des Reichskanzlers, des Reichsinnenministers Göring und des hessischen Staatspräsidenten beschlossen. Hm 15 Hhr folgte in Anwesenheit des hessischen Staatspräsidenten ein Empfang der Vereine und wirtschaftlichen Verbände im Kurhaus. Bürgermeister Dr. Ahl Überreichte hier dem Staatspräsidenten den Ehrenbürgerbrics der Stadt, während ein Vertreter des Gesangvereins Bad-Nauheimer „Liedertafel", der den Staatspräsidenten zu seinem Ehrenmitglied ernannt hatte, eine entsprechende Urkunde übergab. Hm 17 Hhr wurde vor der evangelischen Dan- keskirche eine H i t l e r e i ch e gepflanzt. Sämtliche Vereine beteiligten sich an dieser nationalen Kundgebung. Staatspräsident Or. Werner bezeichnete in einer Ansprache die Linde als Baum des deutschen Gemüts und damit Goethes, die Buche als Daum des deutschen Glaubens und damit Luthers, und die Eiche als Baum der deutschen Kraft und damit Bismarcks. Er gab dann dem Wunsche Ausdruck, daß dem Manne, dem zu Ehren hier die Eiche gepflanzt werde, dem Reichskanzler Adolf Hitler, nicht nur aus der Eiche Kraft beschieden fein möge, sondern daß er sich auch leiten lassen möge von den Kräften des deutschen Gemüts und Glaubens. Er verwies dann auf den Eiegesweg des Führers der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung, der seine Idee mit einer Willenskraft ohnegleichen bis zum glücklichen Ende verfochten habe, und verglich den Sieg der nationalen Revolution in ihrer elementaren Stärke mit jener großen Stunde Bad-Rauheims, als der Große Sprudel dem Schoße der Erde entsprang. Ls bereite ihm besondere Freude und Genugtuung. daß er heute auf altem historischen Kämpferboden dem deutschen Reichskanzler den Gruß des hessenvolkes und darüber hinaus des ganzen deutschen Volkes entbieten könne. Die Liche werde gepflanzt in einer Zeit des Ausbruchs der Ration. Das deutsche Volk sei auferstanden, und es habe den Weg zu neuem Osterlicht gefunden, das ausgenommen werden solle in seine Seelen. Alle deutschen Seelen sollten sich jetzt dem hitlergeist öffnen, damit alle Zungen davon reden könnten und das ganze deutsche Volk ihn verstehe. Staatspräsident Dr. Werner übergab bann die Eiche in bie Obhut ber Babeverwaltung. In einer kurzen Ansprache wies als zweiter Redner Kreisleiter Seipel- Fauerbach, MdL., nachdrücklich daraus hin, baß niemals eine Revolution anftänbiger durchgeführt worden fei, als die nationale deutsche Revolution. Das zu betonen fei gerade an einem Platz wie Bad-Nauheim einmal nötig. Wäre nicht die nationale Revolution gekommen, dann hätte es eine andere gegeben, und die Völker Europas, bie sich zur abendländischen Kultur bekennten, solllen dies Deutschland danken, stall es zu schmähen. Die Äunbgebung, die einer unübersehbaren Men- schenmenge durch Lautsprecher übermittelt wurde. land mit dem Gesang des Deutschland- unb be^ Horst Wessel-Liedes ihr Ende Abends folgte im großen Bühnensaal des Kurhauses eine Wieder- gäbe des nationalen Schauspiels „Der 18. Oktober" von Walter Erich Schäfer durch bas Gießener Stadt theater. Wirtschaft. Frankfurt freundlicb. Frankfurt a. M., 24. April. (WTB- Draht- melbung.) Die Ausführungen des Reichskanzlers auf ber Münchener Führertagung unb bie erneut sehr lebhafte unb feste Wochenschlußbörse verliehen auch ber ersten amtlichen Börse der neuen Woche eine freundliche Tendenz. Indessen war bie Umsatztätigkeit ziemlich klein unb befchrän.te sich meist nur auf wenige Spezialpapiere, weil vom Publikum in nur geringem Matze Orders eingetroffen waren unb die Kulisse in gewisser Hinsicht, insbesondere im Hinblick auf bie beginnenben außen- politischen unb wirtschaftlichen Verhanblungen sowie wegen der weiteren Entwicklung des Dollars einige Zurückhaltung bekundete. Immerhin überwogen im Vergleich zu den schon am Samstag auf einigen Marktgebieten stark gestiegenen Echlußkursen durchschnittliche Erhöhungen von 0.5 bis 1 Prozent, denen zwar auch Rückgänge gegenüberstanden. die aber nur unbedeutend waren. Etwas größeres Geschäft hatten am Chemiemarkt IG -Farben. Kauf- und Der- kaufsneigung hielten sich anfangs etwa die Waage, so daß der Kurs unverändert einsehte. später aber 1 Prozent anzog. Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft lagen um 0.75 Prozent bzw. 0.9 Prozent höher, wogegen Scheideanstalt unb Rütgerswerke bis zu 0 75 Prozent nachgaben. Am Elektromarkt lagen Siemens 2,5 Prozent, bie übrigen Papiere dieses Markte- von 0.25 bis 0.5 Prozent freundlicher, mit Ausnahme von Licht und Kraft, die 1 Prozent verloren, und De- kula. die 1,5 Prozent niedriger tariert wurden- Am Montanmarkt überwogen Erhöhungen von 0,5 bis 1 Prozent- Buderus gewannen 2 Prozent und Mansfelder Bergbau auf die Kupferhausse 1,5 Prozent. Kunstseideaktien zogen bis zu 1.9 Prozent an. Sehr fest tendierten von Spezial- werten Contigummi mit plus 4,25 Prozent und Bank für Brauindustrie mit plus 3,1 Prozent. Auf den Rebenmärkten hielten sich die Veränderungen nach beiden Seiten im Rahmen von 0,25 bis 0,5 Prozent. Deutsche Anleihen lagen uneinheitlich. Etwas lebhafter waren Reubesihanlcihe mit plus 0,25 Prozent, wogegen Altbesiy und späte Reichsschuldbuchforderungen und von Industrieobligationen Stahlvereinsbonds von 0,25 bis 0,50 Prozent abbröckelten. Von fremden Werten erhielt sich besonderes Interesfe für Silbermexikaner. die bi« zu 0,39 Prozent fester eröffneten. An den festverzinslichen Märkten war das Geschäft sehr ruhig, und die Kurse erfuhren nur unwesentliche Veränderungen. Am Anleihemarkt bröckelten Reubesih später etwas ab. Im Verlaufe herrschte auf allen Marktgebieten ausgesprochene Geschäftsstille. Insolge^csten gav ben die Kurse einiger Spezialpapiere etwas nach, im großen und ganzen blieben die Ansangsnotic- tungen gehalten. Tagesgeld war zu 3 Prozent weiter leicht. Frankfurter Lchlachtvichrnarkt. Frankfurt a. M., 24. April. Auftrieb: 1367 Rinder (367 Ochsen, 84 Bullen, 392 Kühe, 343 Färsen), 287 Kälber, 51 Schafe, 4161 Schweine. Es wurden notiert; Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 29 bis 32 Mark, (ältere) 26 bis 28, sonstige vollfleischige 23 bis 25; Bullen: jüngere vollste ischigc, höchsten Schlachtwerts 27 bis 31, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 23 bis 26; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 28, sonstige voll- fleischige oder ausgemäftefc 21 bis 24, fleischige 16 bis 20, gering genährte 12 bis 15; Färsen (Jung- rinder, Kalbinnen): vollsleischige, ausgemästele höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollfleischige 26 bis 29, fleischige 23 bis 25. Kälber: beste Mast- unb Saugkälber 41 dis 44, mittlere Mast unb Saugkälber 36 bis 40. geringe Kälber 28 bis 35. — Schweine: vollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfunb Lebenbgewicht 35 bis 38, von etwa 200 bis 240 Pfund 34 bis 38, von etwa 160 bis 200 Pfund 34 bis 37, fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund 32 bis 36 Mark. — Marktverlauf: Rinder rege, ausverkauft; Kälber und Schafe ruhig, geräumt; Schweine schleppend, geringer Ueberstand. Wettervoraussage. Das neue Tiefdruckgebiet bringt weiter östlich vor unb baut ben hohen Druck noch und nach ab. Dabet gelangt ozeanische Warmluft nach dein Festlanbe und wird allgemeinen Temperaturanstieg verursachen. Das Wetter gestaltet fick; daher etwas wechselhaft. Bei vielfach bewölktem Himmel werben späterhin auch Niederschläge auftreten. Aussichten für Dienstag: Meist bewölkt und wärmer, aufkommende Niederschläge. Aussichten für Mittwoch: Wechselhaftes Wetter, im ganzen mild und zeitweise Regenfalle. Lufttemperaturen am 23. April: mittags 9,8 Grad Celsius, abends 6 Grad; am 24. April: morgens 1,9 Grad. Maximum 11,5 Grad, Minimum —1,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 23. April: abends 12,2 Grad; am 24. April: morgens 5,8 Grad C lsius. — Sonnenscheindauer 9/4 Stunden. Sprechstunden ver Redaktion. 11 .30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen Mühlen Franck Mühlen Franck verbessert und verbilligt Drum wir- gerade in Zelten wie jetzt Mühlen Franck besonders geschätzt! Oie stummen Gäste von Zweilinden Roman vonAnnyvonpanhuys. Copyright by Belletristische Korrespondenz Bechthold. 23 Fortsetzung Nachdruck verbotenI Er stand mit lässig hängenden Armen uni) blickte auf die schon dunkle Gasse. Die Dunkelheit tritt hier früh ein, die Dämmerung ist nur kurz, zwischen Nachmittag und Abend gibt es in Spanien kein so langsames Abschattieren der Farben wie in Deutschland und den übrigen nördlichen Ländern Europas. — Wulf Speerau wandte sich um, wollte wieder ins Haus zurück. Der gewechte Palmenzweig hob sich hell von dem dunklen Holz der Tür ob, er sah fast phantastisch und gespenstisch aus. „Hast meinem Haus das Unheil nicht fernhatten können", flüsterte der bis in alle Tiefen erregte Mann. Oh, wüßte er nur einen Grund, um ein nochmaliges Wiedersehen zwischen Angela und Konrad von Zweilinden zu verhindern. Das Armband mußte zurückgegeben werden, aber es durfte nicht durch Angela geschehen. Das hieße eine Gefahr heraufbeschwören, die sich bis jetzt glücklich hatte vermeiden lassen, die Gefahr, daß sein Name genannt wurde. Bettina Zweilinden sollte nie erfahren, was aus Wulf Speerau geworden. Angela öffnete die Haustür. „Komm, Vater, das Essen steht auf dem Tisch!" rief sie, und er folgte dem Ruf. Beide sprachen während der Mahlzeit fast gar nicht,aber im Mittelpunkt der Gedanken von beiden stand Konrad von Zweilinden. Während des Essens entwarf Wulf Speerau seinen Plan. Nach dem Essen schickte er Angela in die Apocheke, um ihm eine neue Flasche Augenwasser machen zu lassen. Er wollte es vor dem Schlafengehen benutzen, erklärte er und rechnete aus, ehe Angela wieder zurück sein konnte, mußte er die Vorbereitungen zu feinem Vorhaben getroffen haben. Kaum hatte sie das Haus verlassen, schrieb er mit etwas verstellter Handschrift ein paar Zeilen, tat sie in einen Umschlag und eilte in Angelas Stube, um ihrem Schmuckkästchen das Armband zu entnehmen, das sie morgen zurückgeben wollte. Als Angela heimkam saate er zu ihr: „Ich will noch in die Bar „Zum Aragonesen" gehen, ein Täßchen Kaffee trinken und ein bißchen schwatzen! Lege dich nur schlafen, Kind, wenn ich ein wenig später heimkommen sollte." Angela nickte und war froh, als sie sich allein befand. Sie saß am Tisch, ordnete ihre Blumen für den nächsten Tag und dachte, morgen sah sie Konrad von Zweilinden wieder. Sie freute sich sehr darauf. Sie grübelte, wie es nur möglich war, daß man sich so freuen konnte, einen Menschen wiederzusehen, den man kaum kannte. Sie stützte den Kopf in die Hand ..hj trdunue mir offenen Augen vor |im hin. Ganz deutlich meinte sie die hohe Gestalt des deutschen in ihrer straffen Haltung vor sich zu sehen. Sein Gesicht glaubte sie zu sehen und den Klang feiner Stimme zu hören. Sie sann, morgen würde er noch einmal zu ihr kommen, um das Armband seiner Mutter abzuholen, und dann kam er wohl nie mehr. Sie kannte ihn kaum, und der Gedanke, ihn im ganzen Leben nie wiederzusehen, erschütterte sie wie ein großes Unglück. Tränen drängten sich aus ihren Augen, zogen langsam über das sanfte Oval der Wangen, tropften auf die Rosen und Nelken nieder, die auf dem Tisch lagen. Warum hatte sie Konrad von Zwellinden kennen- lernen müssen? Es wäre besser gewesen, er wäre nie an ihren Kiosk herangetreten, hätte nie ein Wort mit ihr gewechselt. Aber bann brach doch wieder Freude in ihr durch, ihn morgen noch einmal sehen und sprechen zu dürfen „Ich habe dich lieb!" flüsterte sie in die Stille des Zimmers hinein, und sie sann, wie wunderselig und doch zugleich wie traurig war ihre Liebe. Sie hätte jubeln und meinen mögen. Die Uhr der nicht allzu weit entfernten Kirche schlug zehnmal. Das riß Angela in die Wirklichkeit zurück. Sie warf einen Blick auf den Wecker, der auf einer kleinen Wandkonsole stand. Der Vater blieb lange. Länger als ein Stündchen war er sonst selten in der Bar „Zum 2Iragonefen". Sie erhob sich und holte den Kasten herbei, in dem sie das Armband aufgehoben. Sie wollte sich die Bildchen noch einmal genau betrachten. Vor allem sein Bild, an den sie ihr Herz so schnell verloren, der aber viel zu hoch stand, als daß ihre Wünsche, die Seine zu werden, sich an ihn heranwagen dursten. Sie öffnete den Kasten und langte hinein, aber erschreckt zog sie die Hand sofort wieder zurück. Wo war das Armband? Es lag ja gar nicht an feinem Platz. Sie erinnerte sich deutlich, es in den Kasten hineingelegt zu haben, nachdem es der Vater gesehen. Sie war in heller Verzweiflung. Was war zu tun? Sie konnte doch Konrad von Zweilinden morgen nicht erklären: Ich verwahrte das wertvolle Schmuckstück zuverlässig, man hat es. mir gestohlen! Sie rang die Hände, begann schließlich zu suchen. An den unmöglichsten Stellen suchte sie, wo das Armband wirklich nicht fein konnte. Als ihr Vater heimkehrte, stürzte sie ihm entgegen, schluchzte fassungslos: „Das Armband ist gestohlen worden, Vater, ich muß mich ja morgen zu Tode schämen vor Herrn von Zweilinden." Sie bebte am ganzen Körper. Wulf Speerau strich ihr liebkosend über das Haar. „Armes Mädelchen, hast du dir deshalb Gedanken gemacht? Sei ganz ruhig, das Armband ist nicht gestohlen. Ich habe es an mich genommen und ins Hotel „Ritz" getragen, wo ich es mit ein paar erklärenden Worten beim Portier abgab. Wozu soll sich der Herr erst noch einmal hier herausbemühen, um- es abzuholen." Angela hatte sich an den Vater angeklammert, jetzt löste sie sich mit einem Ruck von ihm. „Und warum hast du das getan, Vater, welchen Grund hattest du dafür, das hinter meinem Rücken zu tun, ohne mir etwas davon zu 'agen?" Heftig warf sie chm die Frage entgegen. Er schüttelte den Kopf. Den Ton bin ich wahrhaftig nicht von dir gewöhnt, Angela! Daß ich das Armband ins Hotel trug, bedeutet weiter nichts als eine Höflichkeit gegen die Herrschaften. Und dann, weshalb sollst du morgen an deinem Kiosk mit dem Fremden die Zeit vertrödeln? Du hast immer so viel zu tun, daß der Besuch des Herrn von Zweilinden nur eine Störung und viel Zeitversäumnis für dich bedeutet." Er bemühte sich, ruhig und selbstverständlich zu sprechen. In Angela begehrte das heiße südländische Blut auf. Das sind ja alles Ausreden, Vater", rief sie, und ihre Stimme war dunkel wie der Klang einer Glocke, „du haft irgendetwas gegen Herrn von Zweilinden, der dir doch gar nichts getan hat, und du willst vermeiden, daß ich ihn noch einmal sehe und spreche!" Ihre Augen flammten. „Du weißt ja nicht, was du heute getan hast! Aber ich will es dir sagen, vielleicht begreifst du es bann. Ich liebe Konrad von Zweilinden, Vater, ich liebte ihn auf den ersten Blick, und trotzdem ich mir darüber klar geworden, daß ich nie seine Frau werden kann, war ich doch selig bei dem Gedanken, ihn wenigstens noch einmal sehen zu dürfen. Mit diesem färglichen, flüchtigen Wiederehen morgen wollte ich mich bescheiden. Es bedeutete ogar ein Glück, eine Gnade für mich. Und nun hast m es mir weggenommen wie etwas, was ich nicht mehr brauche, so, wie du mir vielleicht eine verpfuschte Blume aus der Hand nehmen würdest, um sie in den Kehricht zu werfen." Sie sprach immer erregter, die Tränen liefen ihr dabei über die Wangen wie Perlenschnüre, die kein Ende fanden: „Einmal wollte ich ihn noch sehen und mir feine Züge einprägen für alle Zeit, daß ich sie fest im Gedächtnis behielte immer und immer. Bis in die Ewigkeit wollte ich sie mit hinübernehmen! Ich kenne fein Gesicht, ich behalte es auch jetzt im Gedächtnis, aber ich freute mich so darauf, noch einmal mit ihm zu reden und noch einmal meine Hand in der feinen zu spüren." Sie schrie laut auf: „Du hast mir weher getan als ein Henkersknecht, Vater, und ich glaube, ich kann nun nie mehr froh werden." Sie verbarg ihr Gesicht in den Händen. Wulf Speerau war erschreckt vor der Leidenschaft, von der die Worte getragen wurden, eine ganz andere, eine völlig veränderte Angela stand da vor ihm und klagte ihn an. Er versuchte sie zu beruhigen und sagte weich: „Laß gut sein Mädelchen, mit der Liebe ist es doch nicht so schlimm. Die Hauptsache dabei ist immer nur Einbildung. Du bist schön, du wirst eines Tages hier vorteilhaft heiraten und den Deutschen vergessen. Ich habe es doch nur gut gemeint, daß ich das Armband ins Hotel „Ritz^ trug." Angela hob leicht die Hand. „Du bedienst dich einer Ausrede, aber wenn du mir nicht die Wahrheit sagen willst, Vater, muß ich mich auch so zufrieden geben." Sie preßte die Hande fest aufs Herz. „Du hättest das nicht tun dürfen. Alles wäre gut gewesen, ich würde mich innerlich wieder zurechtgefunden haben, wenn ich ihn nur noch ein einziges Mal hätte sehen dürfen. Jetzt aber verwirrt mich alles, mir ist, als lohne sich gar nichts mehr. Nicht das Schlafengehen und Aufstehen, nicht das Blumenverkaufen, nichts von all dem kleinen Kram, mit dem man die Zeit hinbringt." Sie stand mit schlaff niederhängenden Armen. „Ich gehe jetzt schlafen, Vater, wozu über Dinge reden, die unabänderlich sind. Ich kann ja nicht ins Hotel ,Ritz< laufen und dem Deutschen erzählen, daß ich ihn gern noch einmal wiedergesehen hätte, ehe er für immer Spanien verläßt." Sie schluchzte laut und fassungslos auf und verließ ohne Gutenachtgruß das Zimmer. Wulf Speerau blickte ihr betroffen nach. Er hatte damit gerechnet, Angela würde nicht ganz damit einverstanden sein, daß er hinter ihrem Rücken die Angelegenheit geordnet hatte, aber auf ein so klares, unumwundenes Liebesgeständnis war er doch nicht gefaßt gewesen. Angela liebte Konrad von Zwei- linden. Er hatte die Gefahr geahnt, aber daß Angela schon so mit ganzer Seele an dem Deutschen hing, das überraschte ihn. Er setzte sich seufzend an den Tisch. Da lagen künstliche Blumen, sie hatten ganz feuchte Flecken. Es waren Spuren von Tränen, die seine Tochter um Konrad von Zweilinden gemeint Es schien ihm fast unglaublich, daß ein so junges Mädchen sich Hals über Kopf in einen Mann verlieben konnte, den sie kaum kannte. Er blickte starr vor sich hin. Er hatte, so weit er auch zurückdachte, keinen einzigen Menschen liebgehabt außer Angela. Und nichts hatte ihm ferner gelegen, als ihr wehe tun zu wollen. Aber war ihm eine Wahl geblieben? Hatte er nicht so handeln müssen, wie er es getan? Konrad von Zweilinden war der Enkel des ermordeten Gutsherrn von Zweilinden: an dieser entsetzlichen Wahrheit konnte er nicht vorbei. Und es war deshalb gut, was er heute getan, es war gut, selbst wenn er Angela damit noch so großen Schmerz bereitete. Ein nochmaliges Wiedersehen der beiden jungen Menschen wäre in jebef Beziehung gefährlich gewesen. Bis jetzt schienen die Zweillndens seinen Namen noch nicht zu kennen, im Augenblick aber, wo ihn die frühere Bettina Claudius erfuhr, würde man es bald im ganzen Taunuskreise wissen, was aus Wulf Speerau geworden. Er jedoch wollte verschollen bleiben für immer. (Fortsetzung folgt.) MAfifiP Simnen CUuUUätoware ■TH WP TBS B Nel wl B wohlschmeckend• ausgiebig• billig• Jlehr als30 Sorten Gießen, im April 1933 2765 D Marie Reul, geb. Bindewald Walter Reul Danksagung Für die vielen Beweise herzUcber Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir tiefgefühlten Dank. Besonders danken wir dem Stadtschulamt der Goetheschule, seiner Klasse, dem Gießener Lehrerverein, der Ortsgruppe Gießen des V. D. A. und der Alters 'Vereinigung für die ehrenden Nachrute und Kranzspenden. Gestorben am 17. April 1933 in Berlin. 2759 D Unterfertigter CC betrauert aufs tiefste das Ableben seines lieben A. H. Der CC der Starkenburgia. I. A.: Wünsche Schönesßartenhäuschen? 267üD Fragen Sie AbCNMälin 5 Zimmer m.all.Zubeh.,Bad, Ball.,Mans.,t.freier vorn.Lage,abl.7.z. verm. Zu erfr. i. Ü. Geschst.G.A.l 2737V Fischereiverpachiung. Am Donnerstag, dem 27. d. 2U„ nachmittags um 3 Uhr, findet auf dem hiesigen Rathaus die Neuverpachtung einiger Fischereigewässer Gemarkung Dutenhofen statt. Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. 2761V Dutenhofen, den 22. April 1933. Der Gemeindevorsteher. _ Dr.iur. Wilhelm Peppier rez. 1884. Preisabbau! „WIE-NEU“ Amerikanische ExpreB - Dampf - Biigelanstalt und Reparaturwerkstatt für Herren- und Damenkleidungsstücke Bügeln \ per Anzug je AuffrischenIjBiZl OOT Mit S ■ CtF X# Reparaturen prompt nud billigst Abholen und Zusenden kostenlos Für fachmänn., sorgfältige Ausführung übernehme volle Garantie 02557 L Pitz, Schneider Telephon 2503 Oavienmöbel | Mietgesuche | Sonnige, große 4-3imin.-löoön. kein Parterre, nicht über 60 Mark, von ruhigem Mieter per l.^uliod.1.Oktober gesucht. Schr Ang. unter 2762D an den Gießener Anzeiger. | Stellenangebote | Ordentlicher Junge kann bas Sattler- u. Polstergesch. erlern. Kost u. Log. i. Haus. 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Walter, Friedrich, Former, Friedensstraße 11. 4. S 0 ldan, Franz, Gastwirt, Settersweg 50. 6. Kurz, Adolf, Oberingenieur, Liebig- straße 35. 6. Sudheimer, Adolf, Kaufmann, Moltkestraße 26. 7. Pape, Karl Otto, Bankbeamter, Friedensftraße 18. 8. Wenderoth, Wilhelm, Arbeiter, Am Kugelberg 14. 9. W 0 lkewitz, Dr. Paul, Stuüienrat, Ostanlage 18. 10. Noll, Wilhelm, Landwirt, Neustadt 47. 11. Lembke, Ludwig, Kaufmann, Lud- wigstraße 36. 12. Friedrich, Otto, Lagerarbeiter, Walltorstraße 67. 13. Hahn, Wilhelm, Gerichtsreferendar, Großer Steinweg 20. 14. Slum, Rudolf, Schreinermeister, Steinstraße 78. 15. Grahlmann, Bruno, Oberinge- nieuf-, Jheringstraße 6. 16. Nicolaus, Karl, Oberforstmeister, Stephanstraße 4. H. Von dem Wahlvorschlag: ..vereinigte nationale Rechte": 1. Zimmer, Jakob Friedrich, Rechtsanwalt, Kaiserallee 12. 2. G 0 e r z, Heinrich, Lehrer, Großer Steinweg 22. 3. Kling, Georg, Rektor, Marburger Straß.' 52. 4. Appel, Richard, Oberreallehrer, Roonstraße 10. 5. Brüning Dr. August, Professor, Röntgenstraße 6. 6. N 0 r t h Franz, Postassistent i. R., Ebelstraße 17. III. Von dem Wahlvorschlag: „Sziatdemo- kratische Partei Deutschlands": 1. Mann, Albin, Gewerkschastsange- st^lter, Schanzenstraße 16. 2. Gurnbe 1, Dr. Konrad, Volkswirt, Am Kugelberg 1. 3. Noll, Christine, geb. Simon, Angestellte, Bahnhofstraße 14. 4. Teuber, Otto, Buchdrucker, Friedensstraße 12. 5. Häuser, Hemrick, Parteisekretär, Am Riegelpfad 96. 6. Maier, Joses, Angestellter, Licher Straße 105. 2755C Gießen, den 22. April 1933. Bürgermeisterei Gießen (Gemeindewahlkommissar). I.V.: Dr. Seib. wlWRlW gesucht. 02552 Alicen,ttaße 30, I. | Verkäufe Wraucli. Klavier Umzugs halber zu verkaufen. 02533 Zöiebigstraße 78, II. Kinoecgotten modern eingericht., abzugeben.Schriftl. Anfrag. unt. 02554 a. d. Gießener An;. Suche gut erhalten. Motorrad 200 ccm, steuer- und führerscheinfrei,geg. moüerne.Küche über Scklafz. - Einri chtg. zu tauschen. 20970 Zritz öeöriO). Alslelü (Hessen) Lohmühle. 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