8reitag,24.Mär;lyZ3 183. Zahrgang Nr. 71 Erster Blatt Der neue kommissarische Iustizminister Land- rz.Wn sind, Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig: für Re- hlamean zeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20' , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.TKgr.ot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und^ür denAn- zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Gie;ert aussieht. Der Staatsanwalt, der mich begleitete, stellte an Thälmann Fragen, die dieser höflich beantwortete. Thälmann sieht sogar zufrieden aus. Don Mißhandlungen trägt er weder Wunden, noch sonstige Merkmale im Gesicht. Zu mancher Frage lächelte er und sagt, daß er es gut habe Selbstverständlich ist er vom Gefängnisaufenthalt seelisch bedrückt, aber das, sagt er, sei ja eine andere Sache. Man kann fragen, ob es wirklich Thälmann war, den ich sprach. Ich habe ihn vielmal vorher gesehen. Ein Irrtum ist nicht möglich. Ich habe mit chm eine halbe Stunde lang gesprochen, wobei der Staatsanwalt zugegen war, so daß ein Irrtum ausgeschlossen ist. Thälmann hat zu lesen und auch andere Erleichterungen. Polizeipräsident von Levetzow, durch dessen Liebenswürdigkeit ich den Besuch machen konnte, so schließt der Korrespondent, sagte, daß es ein Skandal sei, was über die Gefangenen in Deutschland gesagt werde. Kundgebungen in Reuyork. Reuyor k, 23. März. (TU.) Jüdische Kriegs- teilnehmer und andere, insgesamt etwa 20 000 Mann, veranstalteten unter Mitsührung amerikanischer Fahnen und Militärmusik einen Protest- umzug durch den stark bevölkerten östlichen Stadtteil nach Cityhall, wo Oberbürgermeister O b r i e n in einer Ansprache erklärte, daß jede Regierung, welche rassenmähige oder religiöse Intoleranz zur Grundlage ihrer Politik mache, die moralische Opposition der ganzen Welt gegen sich haben werde. Anschließend überreichte die Abordnung dem englischen Generalkonsul eine Entschließung mit der Forderung, die aus Deutschland geflüchteten Juden in Palästina aufzunehmen. — Am Montagnachmittag soll ein Protestumzug stattfinden mit anschließender Versammlung im Madison Square Garden, wo auch der katholische frühere Gouverneur von Aeuyork, Smith, der evangelische Bischof Manning. der Gewerkschaftsführer Green, der Aeuyorker Gou- 3,053 169.« 73,72 64,16 76,23 14,4' 0,822 4,201 58,61 21,61 16,51 81.« 35. 82- 0,90 0,241 5,355 13,U 3,047 169,« 73-« 64,« 76,« 14,37 0,318 4,193 58,49 21.57 16/47 80,92 35,26 82.02 0,899 0,239 5,345 13,09 6,354 48.45 ihre ausländische Parteipresse zu einer an. deren Schreibweise veranlassen. So. lange draußen diese Verleumdungen nicht auf. hören, werden Sie, die Sic daran schuld f‘~s‘ Grimberg. Der Auftrieb M feL Es foftctcn W Mk, sechs bis acht k ach bis brnM Vie M. TjsJ 58.57 63.« |4.»9 I6-« 169-39 21.63 73-7» 2,48 76.2° 81.« 35^27 Erl cheinl lägllch. außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Bienener Familienblätter Heimat m Bilb Die Scholle Monatt-vezugrpretr: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Üernfvrechanfchlüfse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: f ronlfrri am Main 11686. L 58,33 63.67 14,g 16,43 163-71 21.55 73,40 2,46 75,9° ig,74 Reichskommiffar Dr. Gereke auf Anordnung Görings festgenommen Wegen Verdachts der Untreue und Unterschlagung. c Probufüon nö. irpcobuttion dürfte. U 5 itonjumtur. äsenden Wirischasia. en Reichsmark er. luiaröe Reichsmark ntn .3 Milliarden ihre 1928/29. Der c Agrarproduktian f s°m als 1928 29 3126. Der Werl aes Stichs dürfte für tlliarben Reichsmark erbraud) her Memze n durfte. Im Wirt« Wert der landwirt. 7 Milliarden Reichs- trägt im laufenden Warben Reichsmark, ch besestitzi. irz. Die Abendbärse bereits im Mittags- treten waren. Reben chm auch die Rulifje Ibenbborje bekannten izlers im heutigen Anregung. Auch die fand Reachtuna. Rur ren größere Umsätze tydjäit im allgemei- 30. Farben vorlie- nö glatte Wufnaljme. [oben sich Sefferun- : waren bis zu 1,50 it sich bas We||e ^gebiete undReichs- itwas höher. ®olb- t zur Notiz, blieben noeränbert. Stadion- ;u 1 v.h. an. Reube- is 13,90, Altbesitzan- kaebietsanleihe 9,30, 79, ReichsbahmBA. p. Bank Sold, Reche Darmstadt von 1926 von 1927 80, Kproz. >,5,6oroz. Stobt »er- .3,25 bis 153,75, M 76,25 bis 76, Rhein- , MG. 38, Betula nti Gummi 139, 3@- Licht unb Straft 1C6, ichuckert 10085, Sie« 58 25 AG. für Der« 23,40, Rordb. Lloyd 6,366 48,55 Oer Reichskanzler spricht zum Volke. Vor dem Kroll-Gebäude hatte sich bei Schluß der Reichstagsitz u na eine große Menschenmenge angesammelt. Nach Annahme des Ermächtigung, gesetzes bxab sich Reichskanzler Hitler aus den Balkon der Kroll-Oper, um eine Ansprache an die versammelte Menge zu halten. Der Kanzler erklärte: Das Ermächtigungsgesetz ist mit überwältigender Mehrheit angenommen. Die erste Etappe unseres Kampfes ist damit abgeschlos sen. Die Arbeit beginnt. Ich bitte euch, daß ihr auch in Zukunft genau so treu hinter mir steht wie bisher. Es wird dann auch das zweite Ziel des Kampfes gelingen, unserem Volk Freiheit, Größe und Ehre zu bringen. — Die Menge unterbrach den Kanzler immer wieder mit begeisterten Hcill-Rufen. Nachdem der Kanzler wieder in das Haus getreten war, gingen die Ansammlungen wieder auseinander und die SA.-Abteilungen marschierten ab. Besprechung des Heichskabinetts. B e r l i n, 24. März. (CAB- Funkspruch.) Wie wir erfahren, hat in der Ministerbesprechung zunächst Reichsminister Hugenberg im (Kamen des Kabinetts dem Reichskanzler aufrichtig für die erfolgreiche Arbeit gedankt, die zu der Annahme des Ermächtigungsgesetzes führte, und namentlich auch für die großartige politische Leistung, die der Kanzler in seinen beiden gestrigen Reichstagsreden vollbracht hat. Die Ministerbesprechung beschäftigte sich ferner mit einigen politischen Fragen: an erster Stelle stand dabei die Gleichschaltung der Volksvertretungen von Reich, Ländern und Gemeinden. Außerdem erwägt das Kabinett ein besonderes Gesetz über die ! Ahndung politischer Straftaten, in dem vor allem die Anwendung derTodes- strafe für politische Verbrecher geregelt wird, unter Umständen soll auch die Todesstrafe durch Erhängen eingeführt werden. Oie Verwendung des Reichskanzler- gehaltes für wohltätige Zwecke. B e 11 i n , 24. März. (WTB.-Funkfpruch.) Wie bereits mitgeteilt worden ist, hat Reichskanzler Adolf Hitler die lleberweisung seiner monatlichen I Gehaltsbeträge an ein Kuratorium angeordnet, das die eingehenden Beträge z u - gunstenderHinterbliebenenerschos- sener DA. - und SS. - Leute und Po - I lizeibeamter verteilen wird. Das Kurato- I rium ist inzwischen gebildet worden. Es besteht I aus Generalleutnant a. D. Ritter von Epp in München, dem jetzigen Beauftragten der Reichsregierung für Bayern als Vorsitzenden, dem Rechtsanwalt und Rotar Dr. Graf von der Goltz in Stettin und dem Polizeikommandeur G e i b e l in Berlin. Das Kuratorium wird seine Arbeiten unverzüglich aufnehmen. LandtagspräsidentKerrlkommiffarischer Iustizminister für Preußen. Gegen die Greuelpropaganda im Ausland Oie Regierung kündigt schärfste Abwehrmaßnahmen an. KB — berneur Lehmann, sowie Senator B o r a h und der Präsident der Columbia-^lniversität und Direktor der Earnegie-Friedensstiftung, Murray Butler, sprechen werden. DieIranksurlerZe.tmg ikhntGlN- gresten nichideutscher Kreise ab. Frankfurt a. M., 23. März. Die „Frank- für ter Zeitung" wendet sich dagegen, daß in der ausländischen Presse die innerdeutschen Verhältnisse verzerrt dargestellt werden, während in Wirklichkeit „der Eindruck allgemein | ist daß d i e Autorität des Staates nicht mehr bezweifelt werden kann und der Staat seine Exekutioorgane fest in der Hand hat". Das §ilt, wie die Zeitung ausführt, für das Pro - lem der Juden t n Deutschland. Es mehrten sich jenseits der Grenzen Petitionen und Aktionen, man müsse den deutschen Juden auf internationalem Wege z» Hilfe kommen. „Liest man derartige Aeußerungen, so müßte man glauben, das Pogrom stehe auf der deutschen Tagesordnung. Wir würden unsere journalistischen Pflichten versäumen, wollten wir nicht mit jedem Ernst feststellen, daß eine solche Verallgemeinerung den deutschen Verhältnissen nicht entspricht". Es wird dann auf die Erklärung Görings Bezug genommen, daß die Sicherheit des Lebens und des Eigentums der jüdischen Staatsbürger, die sich der Regierung gegenüber loyal verhalten, gesetzmäßig gewährleistet sei. Dann heißt es weiter: „Die antisemitische Aktion des deutschen Nationalsozialismus ist ein innerdeutsches Problem. Das Eingreifen nichtdeutscher K r e i f e in diesen Bereich verschiebt die ganze Frage und bedeutet ein überflüssiges Mißtrauensvotum gegenüber der deutschen Öffentlichkeit und b e l a ft e t — völlig unverdientermaßen — gerade jene Juden, die sich durch Landschaft, Svrache, Erziehung unb Verfassung dem deutschen Staat verbunden fühlten und auchheute nochfühle n". B e r I i n , 23. März. (OB. Funkspruch.) Zu den Immer wieder von gewiyeo auslänbi.chen fttei,en verbreiteten falschen Greuelnachrichlen über Deutschland wird amtlich darauf hinge- wiegen, daß die verantwortlichen Regierungskreise mit allem Nachdruck Maßnahmen gegen berar- tige Lügenmeldungen ergriffen haben und auch weiterhin ergreifen werden. Die deutschen Botschafter und Gesandten sind angewiesen worden, in jedem einzelnen Falle eine Demarche zu unternehmen, wiederholt sind auch bei den hiesigen Vertretungen der betreffenden Länder, deren Zeitungen derartige Nachrichten verbreiteten, Vorstellungen erhoben worden, weiter ist man entschlossen, auch Maßnahmen gegen d i e Zeitungen | e l b ff zu ergreifen, ihnen das Post-Debit zu entziehen und gegen ihre hiesigen Vertreter vorzugehen. wenn im übrigen, wie es wiederholt in Aeußerungen aus amerikanischen Kreisen zum Ausdruck gekommen ist, mit einem Wirtschaftsboykott gegen Deutschland gedroht wird, so mögen die betreffenden Kreise sich vor Augen halten, daß wir gerade gegenüber Amerika eine passive Handelsbilanz haben, also viel mehr kaufen als verkaufen, und daß man sich demzufolge mit einem Wirtschaftsboykott ins eigene Fleisch schneiden würde. Außerdem dürfte man sich dann auch ruhig die Frage vorlegen, wie eine geordnete Regelung der privaten Schulden erfolgen solle, roern man wirklich einen Boykott gegen Deutschland verhängen wollte. Dem Leiter der preußischen politischen Polizei ist bekannt, daß russische Sender durch deutsch- sprachige Vorträge die Behauptung verbreiten las- sen, der Kommunist Thälmann befinde sich in Rußland in Freiheit und nicht in deutscher haft. Der Kommunist Thälmann befindet sich nach wie vor in Schuhhaft, wo er sich enfgeren allen Lügenmärchen körperlich völlig unbeschädigt b e - si e r Ge s u n d h e i t erfreut. Außerdem habe Re'chs- minister Göring zur Unterbindung der insbe'on- dere von sozialdemokratischer Seite von außen her betriebenen Greuelpropaganda anreorbnet, daß die in Betracht kommenden politischen Häftlinge demnächst den Vertretern der ausländischen Dresse vorgesührt werden sollten, damit die e sich durch Augenschein von der Verlogenheit jener Greuelpropaganda überzeugen könnten. Gorina fielen die Auslandshetze. Am Schluß der gestrigen Reichstagssitzung erklärte der Reichctagspräsibent unb Kommissarische preußische Innenminister Goring in seiner Eigenschaft als Abgeordneter: Er wolle an dieser Stelle den Lügen nachrichten entgegentreten, die durch unt.r rdisch.' Kanäle indieAusland presse h nein^e'e-tet würden. D e Sozialdcmolla en könnten n'cht die Verantwortung dafür ab lehnen, daß in der sozialdemokratischen Presse des Auslandes die verlogensten Greuelnach- richten über Deutschland verbreitet würden, daß tätlich Dutzende von Leichen im Landwehrkanal fch'v mmen, daß er. Minister Göring, selbst Pen Rc chstag angezündet habe, daß sozialdemokratischen Gefangenen die Ohren abgeschnitten worden seien. Solche Greuelnachrichlen würden durch einen Geheimdienst von Deutschland aus in die ausländische Presse gebracht. Solange die sozialdemokratische Presse des Auslandes die Männer der nationalen Regierung, ja sogar verstorbene Frauen in der schamlosesten und verlogensten Weise in den Schmutz zerre, solange dürften sich die deutschen Sozialdemokraten nicht über die Behandlung Wundern, die ihnen jetzt zuteil wc^de. Wenn sic wirklich beweisen wollten, daß sie mit diesen Lügen nichts zu tun haben, dann werde man ihnen gern die tägliche Herausgabe einer Korrespondenz gestatten, die diese Lügenmeldungen berichtigt. Sie können jetzt, so ruft der Minister den Sozialdemokraten zu, ihre internationale Solidarität beweisen, indem sie .uch dafür büßen müssen. Dänischer presiebesuch bei Thalmann. Eindeutige Widerlegung des Märchens von der Ermordung des Kommunisten'üßrers. Kopenhagen, 23. März. (TU.) „Berit n s k e T i d e n d e" veröffentlicht in großer Aufmachung einen spaltenlangen Bericht sei - nes Berliner Korrespondenten über dessen Besuch bei Thälmann im Gef.ng- n'.s. Der Korrespondent schreibt u. a.: Wochenlang haben in den Zeitungen aller Welt Gerüchte über eine Ermordung Thälmanns gestanden. Das Gerücht ist unwahr. Ich sprach heute um 10 illjr Thälmann unb kann bezeugen, daß er nicht mißhandelt worden ist, sondern daß es ihm gut geht und er gesund ihren fi ®Qiet. !",nen9efa^ Mich hiereiJ J 8 unkt M % * Schmie -j" °?r Janb im £ ’ Mvolle suaaJe >e Regi.?"- Schm i ^8 '"er @ro '> erhebende?"' "°rmär|ch / « 'ren der T, °°" & Sadct. ^Mrde, HL, Wieb, LA i Sber Zages. Cm btd- Berlin, 24. März. (WTB.) Alsbald nach der Beendigung der Reichstagssihung wurde gestern abend auf Anordnung des Reichskommiffars für das preußische Innenministerium Goring durch die Polizei der Reichskommiffar Dr. Gereke wegen des dringenden Verdachts der Untreue und der Unterschlagung fe st genommen. Gereke wird nach Abschluß der polizeilichen Ermittlungen dem ordentlichen Richter vorgeführt. Relchskommissar Dr. Gereke war vom früheren Reichskanzler General von Schleicher als Reichskommiffar für Arbeitsbeschaffung berufen worden und wurde, da man seine Arbeit zunächst nicht unterbrechen wollte, vorläufig im Amte belassen. Ls ist selbstverständlich, daß er nunmehr sofort abberufen werden wird. Dr. Gereke soll sich in seiner Eigenschaft a i s Vorsitzender des Landgemeindetages schwere Versehlungen haben zuschulden kommen lassen. Vor allem wird ihm oorgeroorfen, daß er i h m anvertraute erhebliche Mittel für seine persönlichen politischen Zwecke ausgegeben habe, um bestimmte Ziele zu erreichen. Minister Goring hat den Leiter der politischen Polizei, Oberregierungsrat Dr. Diels, beauftragt, die Untersuchung persönlich durchzusüh- ren. Im verhör ergab sich eine f o st a r k e Beladung Dr. Gerekes, daß der Leiter der poli- tischen Polizei sich veranlaßt sah, ihn f e st; u n e h - men. Dr. Gereke wurde in das Polizeigefängnis im Polizeipräsidium etngeliefert. Eine amtliche Mitteilung zum Fall Gereke. Die Pressestelle des Preußischen Staatsministeriums teilt mit: Gestern nachmittag sprachen Minister a. D. v o n K e u d e 11 und Ministerialrat z. 2. Schellen, beide Vorstandsmitglieder des Deutschen ßanbgemeinbetages, beim Vizekanzler von Popen vor unb erklärten, Nachprüfungen hätten ergeben, daß Dr. Gereke, der seinerzeit auf Veranlassung des früheren Reichskanzlers o. Schleicher zum Reichskommiffar für Arbeitsbeschaffung ernannt worden ist, seitdemJahrel924 U n - lerschlagungen in Hohe von 1,2 Millionen Mark vorgenommen habe. Vizekanzler von Papen machte unverzüglich unb pflichtgemäß dem Herrn Reichskanzler baoon Mitteilung mit der Bitte, bie notwendigen, geschäftlichen Schritte einzuleiten. Dr. Gereke hatte gestern mit den Mitgliedern Des Reichskabinetts an der Reichstabssitzung teilgenommen unb sich nach Schluß der Sitzung in seine.Arbeitsräume als Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung zurückgezogen. Er wurde aus diesen Arbeitsräumen heraus verhaftet. Bis zur endgültigen Neuregelung wird Ministerialrat Raps die Geschäfte des Reichskommissars weiterführen. Amtlich wird darauf hingewiesen, daß die Verhaftung Dr. Gerekes nichts mit politischen I Berlin, 23. März. (WTB.) Der Vize- Dingen zu t u n, sondern nur kriminelle Gründe kanzler v. Papen hat in seiner Eigenschaft hat. Das bisherige Untersuchungsergebnis ist dahin als Reichstommissar für das Land Preußen nach zusammenzufassen, daß weder die'Tätigkeit Vortrag beim Herrn Reichspräsidenten den Dr. Gerekes bei der Vorbereitung der Präsidenten des Preußischen Land- Reichspräsidentenwahl noch seine tags.Kerrl, zum Reichskommissar für Aufgabe als Reichskommissar mit der das preußische Just izmini st eriumer- Sache etwas zu tun haben. | nannt. Severing festgenommen. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen trrd rnd ütrlop: vrvhl'lche Unlveifilälr-Vu»- «n6 Steinörutferel H. kann In Stetn. Sdjrtftleltung tmt> S-lMtslelr: $ Wirrte 7. Berlin, 23. März. (ERB.) Der ehemalige tagspräsident Hanns Kerrl ist 1887 zu Fallers- preuhische Minister des Innern Karl S e v e - leben, Kreis Gifhorn, geboren und von luthen- r i n g wurde heute nachmittag vor dem Gebäude I scher Konfession. Rach dem Besuch des Gym- der Krolloper, als er sich zur Reichstagssitzung nasiums bis zum Einjährigen schlug er die begeben wollte, sc st genommen und in das Laufbahn der mittleren Iustizbe - preußische Ministerium des Innern gebracht, amten em. Als Gefreiter ruckte er am 6. Au- Ebenfalls festgenommen, worden ist der sozial- gust 1914 mit den 92em ins Feld, wurde später demokratische Reichstagsabgeordnete Leber aus »um Leutnant befördert und z u m K o m p a g - Lübeck, der bekanntlich schon vor einiger Zeit I nieführer ernannt und blieb bis zum verhaftet war, weil er verdächtig ist, an einer Rovember 1918 im Felde. Er erwarb sich auf politischen Mordtat beteiligt zu sein. Severing dem östlichen und westlichen Kriegsschauplatz das wurde nach längerer Vernehmung im preußischen Eifer.Kreuz I. und II. Klasse und wurde Innenministerium zur Teilnahme an der mehrmals verwundet. Rach dem Kriege Reichstagsabstimmung über das Er- war Kerrl als Iustizobersekretär in Peine tätig mächtigungsgeseh auHer §aft beurlaubt und wurde zum Iustizoberrentmeister befördert. Er begab sich in Begleitung von Kriminalbeamten 3n der nationalsozialistischen Bewegung steht er hum Reichstage und später wieder zurück feit 1923. ihä iJteüßitöe 3nnmminift=rium_ Wi° di- Tel°. Eine nationale Kampfgemeinschaft graphen-Umon erfährt, wird Severmg vorge- . ~ T ° 1 worfen, Polizeikostenzuschüsse zu politischen Pro» vCUt|d)Cr SAUCgeOp, CrVCrbänOC. p^Zandazwecken der alten Preußen-Regierung Der Verband der Kriegsbeschädigten und Krie- mißbrauchlich verwandt zu haben. gerhinterbliebenen in der Kriegerkameradschaft ----------- „Hassia", bittet uns bekannt zu geben, daß folgende Oernaffauifcf)e£aRötD.rffd)a^fammer: I Präsident Hepp Itt Schuhhast. Rationen die „Rationale Kampfgemein- „ . , . M v schäft deutscher Kriegsopferver- Wiesdaben, 23. Marz. (WSN.) Nachbem bände" gebildet haben: der „Bund erblindeter heute erneut non einem Trupp Bauern ber R ü ck - Krieger ', der .Deutsche Offizierbund", der „Kyff- tritt von Lanbwirtschastskammerprasibent Hepp häuserverband der Kriegsbeschädigten und Krie- (früher Präsident des Reichslanbbundes) unb des gerhinterbliebenen" und der Reichsverband deut- Karnrnerbirektors Dr. (£ i f t n g e r gefordert worben scher Kriegsopfer". Die nationalsoziali- war, mürben ber Prasibent unb ber Direktor von stische Kriegsopferversorgung ist die- SA. unb SS., bie bas Äammergebäube besetzten, Kampfgemeinschaft beigetreten, in Schutzhaft genommen. Die Leitung Die Kampfgemeinschaft erblickt ihre Aufgaben ber Kammer wirb wahrscheinlich der national- jn einer einheitlichen Vertretung aller berech- fozialistische ßanbtagsabgeorbnete Metz, Führer tigten Interessen der deutschen Kriegsopfer ge- des Iunglanbbunbes, in den nächsten Tagen über- genüber der gesamten Ration. Sie ist entschlossen, nehmen. Bis zu besten Eintreffen aus Berlin führt Hn enger Zusammenarbeit mit der im Auftrag des Kreisleiters Altstäbt Hatzmann Reichsregierung deii deutschen Kriegs- (Nieberneißen) die Geschäfte ber Kammer. I opfern und Frontkämpfern sowohl im öffentlichen ----------- I Leben, wie hinsichtlich ihrer Versorgung und Fürsorge die Stellung zu erkämpfen, die ihnen im Hinblick auf ihre Leistungen und Opfer gebührt. Sie bekennt sich zu den großen vaterländischen Aufgaben der Gegenwart. die u. a. im Kampfe gegen das Versailler Diktat und die Kriegsschuldlüge, sowie in oem Eintreten für die Wehrfreiheit und für die Bildung einer wahren Volksgemeinschaft bestehen. Staatspräsident Werners Anl- wort aus die Aentrumserkiarung. Darmstadt. 23. März. (WER.) Zu der gestrigen Veröffentlichung der hessischen Zentrumspartei mit der Lleberschrift „Die Haltung des Zentrums in Hessen" teilt Staatspräsident Dr. Werner folgendes mit: „Der Vorsitzende der Zentrumsfraktion, Ministerialrat Hoffmann, hatte kurz vor der Wahl des Staatspräsidenten eine Rücksprache mit mir. Bei dieser Rücksprache habe ich ihm zu manchen Punkten meine persönliche Ansicht geäußert. Ich bemerkte ausdrücklich Herrn Ministerialrat Hoffmann gegenüber, daß ich nur meine persönliche Ansicht äußern könne, daß aber die politisch verbindliche Erklärung für die ASDAP. nur von dem Herrn Gau- l e i t e r abgegeben werden könne. Es ist also nicht richtig, daß der Führer des hessischen Zentrums in wichtigen Punkten b e st i m m t e Zusicherungen seitens der RSDAP. bekommen hätte. Cs war kurz vor Eintritt in die Tagesordnung im Plenarsaal eine kurze .Unterredung zwischen dem Abgeordneten Hoffmann vom Zentrum und den Abgeordneten Dr. Müller und Claß von der NSDAP. Bei dieser kurzen Unterredung wurden Personal- fragen besprochen. Die dabei von dem Herrn Abgeordneten Hofsmann vorgetragenen Wünsche wurden dem auf der Tribüne anwesenden Gauleiter überbracht. 3m Auftrage des Gauleiters teilte der Abgeordnete Claß dem Herrn Abgeordneten Hoffmann mit, daß es bei der getroffenen Anordnung verbleiben müsse. Eine Erfüllung der Wünsche bleibe Vorbehalten. Unmittelbare Verhandlungen zwischen dem Herrn Gauleiter und dem Herrn Abgeordneten Hoffmann fanden nicht statt." Die Zentrumsfraktion des Hessischen Landtags legt Wert auf die Mitteilung, daß sie der gestrigen Veröffentlichung gänzlich fern stehe. Ein zweites Konzentrationslager für Kommunisten. Stuttgart, 23. März. (WTD.) Auf dem Trup^.i.übungsplah Heuberg wurde ein geschlossenes Konzentrationslager für politische Schutzhäftlinge errichtet und in Benutzung genommen. Das Lager vermag zunächst etwa 1500 Gefangene aufzunehmen und bietet die Möglichkeit, aus dem ganzen Lande alle Ruhe und Ordnung gefährdenden Elemente laufend bis auf weiteres zu entfernen, sicherzustellen und damit die örtlichen Polizeibehörden zu entlasten. Die Beaufsichtigung des Lagers wird durch ein starkes Aufgebot von Hilfspolizei unter Schuhpolizeileitung durchgeführt. Die Gefangenen sind gemeinschaftlich untergebracht und dürfen zu geeigneten Arbeiten herangezogen werden. Kleine politische Nachrichten. Der Herr Reichspräsident hat auf Vorschlag des Reicysinnenministers den Rittmeister a. D. v. D e u f v i l l e . Landesführer des Stahlhelms für Baden und Württemberg, zum geschäftsführenden Präsidenten des R e i ch s k u r a t o r i u m s für Iugendertüchtigung bestellt. * Der Reichsverkehrsminister hat den Herzog von Koburg und Gotba zum Kommissar für den Kraftverkehr bei dem Reichsver- kehrsministerium ernannt und ihm den Dorsitz eines Arbeitsausschusses des Beirates für das Straft» Verkehrswesen übertragen. Aufgabe dieses Sonderausschusses soll es sein, die Reichsregierung bei der Motorisierung Deutschlands zu unterstützen. * Der Umbau der Kraftfahrzeug- steuerwirdvoml. Maiabin Kraft treten. Da die gegenwärtige Regelung der Kraftfahrzeugsteuer am 31. März abläuft, ist damit zu rechnen, daß sie bis zum 3 0. April verlängert wird. • Der Reichspostminister hat angeordnet, daß a n den Dien st mützen der Postbeamten an Stelle des bisherigen Adlerschildes die schwarz» weißrote Reichskokarde anzubringen ist. * Der Landrat des Untertaunuskreises, Dr. Pollack in Bad Schmalbach, gegen den vor einigen Tagen Bauern des Kreises eine Demonstration veranstalteten, ist vom Regierungspräsioen- ten gemäß seinem Antrag beurlaubt worden. Regierungsrat Freiherr Löw von und zu Steinfurth von der Regierung in Wiesbaden übernimmt bis auf weiteres die Vertretung des Landrats. Zn Eilenburg besetzten SA.» und SS.-Mann- schaften das Rathaus. Oberbürgermeister Dr. B c ° li a n wird sofort einen längeren Krantheitsurlaub antreten und sich a m l.D 11 o b e r pensionieren lassen. Dr. Belian, der der DNVP. nahestand, hat sich als Präsident des Reichs st ädie- b u n d e s einen Namen gemacht. Der Rücktritt Bs» lians wurde von den Nationalsozialisten damit begründet, daß Belian nicht mehr das Vertrauen der Einwohnerschaft der Stadt Eilenburg besitze. * Der Bundesvorstand des Deutschen Beamtenbundes hat beschlossen, in Anbetracht der politischen Lage dem Bundesausschuß die Ab- h ltung eines außerordentlichen Bundes» t a g e s au einem möglichst nahen Zeitpunkt zur Vornahme von Neuwahlen vorzuschlagen. Bundesvorsitzender Flügel ist auf seinen Wunsch bis auf weiteres von den Amtsgeschäften e n t b u n » den worden. Die Geschäftsführung übernehmen die stellvertretenden Vorsitzenden Oberpostsekretär Schneider und Stadtrat a. D. Ehrmann. Der Dor st and der Deutschen Turner- schäft faßte eine Entschließung, in der er alle Vereine Der DT. auffordert, sich mit aller Kraft der nationalen Erhebung des deutschen Volkes und ihren Führern zur Mitarbeit zur Verfügung zu stellen. * Wie die Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände bekannt gibt, begrüßen die in der Vereinigung zusammengeschlos- senen Unternehmer das Bekenntnis der Regierung zum sozialen Frieden und zur Beseitigung des unsere Volksgemeinschaft zerreißenden Klafsen- kampfes. Sie stellen sich der Regierung mit allen ihren Kräften zur Mitarbeit an dem Ziele zur Verfügung, durch harmonische Zusammenarbeit der Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine neue Kräfte uelle zur Wiederaufrichtung von Volk und Wirtschaft zu erschließen. * Die Spihenverbände der deutschen A e r z t e, der Verband der Aerzte Deutschlands (Hartmann-Bund) und der Deutsche Aerztever- einsbund, haben an den Reichspräsidenten und den Reichskanzler Telegramme gerichtet, die das freudige Bekenntnis zu hingebendem Dienst für Volk und Vaterland zum Ausdruck bringen. Der entschlossene Wille der Reichsregierung, eine wahre Volksgemeinschaft aller Stände, Berufe und Klassen aufzubauen, wird freudig begrüßt, mit dem Gelöbnis treuester Pflichterfüllung als Diener der Volksgesundheit stellt sich der Verband in den Dienst der großen vaterländischen Ausgaben. Aus aller Welt. Hintze 31112 Zähren Zuchthaus verurteilt. Das Schwurgericht verurteilte unter atemloser Spannung des Zuhörerraumes den Bankier Ivllh. Hintze, entsprechend dem Anträge des Staatsanwalts. wegen Totschlags an feiner Frau, der Kammersängerin Gertrud Bindernagel, zu zwnls Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte nahm den Spruch ruhig auf. 14 Arbeiter von einer Lawine verschüttet. In einem 2000 Meter hoch gelegenen Dorf des französischen Departements Savoyen wurden zwei Baracken, in denen sich 14 Arbeiter befanden, von einer Lawine verschüttet. Bisher sind vier Arbeiter verletzt geborgen worden. Hauptmann Cembourn siedelt nach Frankreich über. Der frühere dänische Hauptmann Lembourn von der Garnison in Tondern, der seinerzeit vom deutschen Reichsgericht wegen Spionage zugunsten Frankreichs zu fünf Jahren Zuchthaus bzw Festung verurteilt und nach Verbüßung von 4'/r 3ahren entlassen wurde, wird jetzt Dänemark, wo er aus dem Heere ausgestoßen worden ist, verlassen und nach Frankreich übersiedeln. Macdonald beuchtet überfeine Romreise London, 23. März. (WTB.) 3n der heutigen Sitzung des Unterhauses, an der auch Botschafter v. Hcesch teilnahm, sprach Macdonald ausführlich über seine in Rom und Paris geführten Besprechungen. Der Prem.ermm.ster betonte, er und Sir 3ohn Simon seien nach Genf gegangen, weil alle Berichte darauf hinbeuteten, daß ernste Gefahr eines sofortigen Zusammenbruches der Abrüstungskonferenz bestand. Macdonald erklärte, sie hätten festgestellt, daß sich die Konferenz etwas zu sehr inEinzelheitenverloren habe. Die Konferenz könne nicht bis in alle Ewigkeit weitergehen. Eile tue not. Es dürfe sich jedoch n'cht um eine Quacksalberlösung handeln. ID i r f i n b — so betonte Macdonald — verpflichtet. Deutschland» die Gleich- berechtigung zu geben; denn die Zeiten sind vorbei, wo durch eine Kombination irgendwelcher Mächte ein europäisches Volk durch Verpflichtungen gebunden werden kann, die es für unvereinbar m i t seiner Selbst- achtnng und feiner Ehre ansieht. Macdonald beschäftigte sich dann mit dem Plan Mussolinis. Er wisse, daß die Mitglieder des Unterhauses durch eine Mitteilung beunruhigt seien, die englischen Minister hätten auf "sie eine oder andere Weise Tanganyika dem Reichskanzler angeboten. Kein Wort sei daran wahr. Tanganyika sei niemals in Rom erwähnt worden. Es habe sich überhaupt nur um Erörterungen allgemeiner Art gehandelt, und er und Sir 3ohn Simon seien weder um Zustimmung, noch um Ablehnung ersucht worden. Sie seien lediglich gebeten worden, die Angelegenheit weiter zu prüfen. Auf unserem Wege durch Paris, fuhr Macdonald fort, unterrichteten wir die französischen Minister über unsere Besprechungen, und sie gaben öffentlich ihrem Wunsche nach loyaler Zusammenarbeit im Interesse des Friedens zwischen den vier europäischen Mächten, die permanente Mitglieder des Völkerbundes sind, Ausdruck. Macdonald erklärte: Ich sehe dem Ergebnis mit großen Hoffnungen entgegen, aber ich sage, wenn irgendwelche der vier Mächte sofort ohne Prüfung und Erwägung die Gedanken ab lehn en sollten, über die wir in Rom unterrichtet wurden, oder ihnen so lange Hindernisse in den Weg legen sollten, bis die Gemüter ungeduldig geworden sind, und der Plan zur traurigen Gruppe verpaßter Gelegen- beiten gehört, oder wenn sie unter dem Anschein. ihn anzunehmen, ihn für eigene eigennützige Zwecke verwenden sollten, die Verantwortung für die Folgen unermeßlich sein wird. Macdonald erwähnte dann, daß durch die englischen Vorschläge der Artikel 19 des Völkerbunds st at utes berührt würde. Er sagte, daß dieser Artikel zwei Ausgaben habe: Einmal die Achtung vor den Dertragsverpflich- tungen zu stützen, zum anderen die Revision von Verträgen ins Auge zu fassen, sobald sie durch Konfliktgefahr unhaltbar geworden seien. Diesen Artikel dürfe man nicht einschlafen lassen. Er sei mit ein Grund für den Wunsch Mussolinis gewesen, Macdonald und Simon in Rom zu empfangen. Der Mufsoliniplan sehe eine Erklärung vor, daß die vier Westmächte sich der Ergreifung von Gewalt zur Lösung unmittelbarer politischer Meinungsverschiedenheiten enthalten sollten. Der Plan lege fest, daß die Zusammenarbeit sich innerhalb de s R a h m e n w e r k e s d e s Völkerbundes halten solle. Die Länge der erstmaligen Laufzeit des Vertrages sei auf zehn Jahre vorgesehen. Macdonald zollte der Menschlichkeit der Absichten Mussolinis und seiner Regierung hohe Anerkennung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die von ihnen gesuchten Mittel der Zusammenarbeit gefunden werden, einer Zusammenarbeit in einer Gestalt und in einem Geiste, die die Sympathie und die Unterstützung auch Amerikas nach sich ziehen würde. Debatte. Chnrchi l hetzt grget Te tscklatd Zn der Debatte erklärte der Vertreter der 21 r • beiteropposition, der Premier hätte nicht nach Rom oder Gens zu gehen brauchen, um die Schwierigkeiten der Abrüstungskonferenz festzustel- len. Die Arbeiteropposition wünsche die Abrüstung beschleunigt zu sehen, aber sie messe doch der Weltwirtschaftskonferenz erhöhte Bedeutung zu, weil diese Konferenz die Gründe des Militarismus und der Diktatur beseitigen könne. Der Vertreter der Samuel-Liberalen zollte Macdonald dankbare Anerkennung für die Anstrengungen, die er für die Sache des Friedens unternommen habe. Wenn man auch Deutschlands Forderungen nach Gleichberechtigung freiwillig erfülle, so sollte man doch verhindern, daß es seine Rüstungen in einem stärkeren Maße vermehrt als andere Länder. Ueberaus scharfe Angriffe richtete dann Churchill gegen die Außenpolitik des Premierministers. Er oerstieg sich zu der Behauptung, daß Macdonalds ungebührliches Bestehen auf Abrüstung in gewisser Weise d i e Beziehungen zwischen den Großmächten verschlechtert hätte. Churchill hielt es für angebracht, in abfälligem Ton und unter völliger Verdrehung und Entstellung der Tatsachen die nationale Erhebung in Deutschland zu schildern und erklärte, es sei unzeitgemäß, in einem solchen Augenblick von Frankreichzu oerlanaen, sein Heer zu halbieren, während Deutschland seine Armee verdoppelt. Solange Frankreich bewaffnet und Deutschland unzureichend gerüstet sei, bestehe k e i n e Notwendigkeit, daß England in Ausführung von Locarno in den Krieg ziehen müsse. Aus der provmzialhaupistadt. Oie Haustochter. Don Elly Petersen. „Junges Mädchen aus guter Familie sucht Stellung als Haustochter mit Familienanschluß. Am liebsten in Großstadt. Taschengeld erwünscht. Offerten an Derghild Wettström. Friesack." Und nun kommen die Antworten. Und die zukünftige „Haustochter" wählt. Sie will Taschengeld, will in ein Haus, wo ein Dienstmädchen für gröbere Arbeiten gehalten wird, in ein Haus mit anregendem Verkehr — will auf gut Deutsch Gastrolle in einer fremden Familie geben, wo sie die Eltern nichts kostet, wo sie ein eigenes Zimmer und eigenes Geld bekommt — und wo sie recht wenig zu arbeiten hat. Ach, wie viele junge Mädchen wollen auf diese Weise als Haustochter hinaus! Und die Eltern denken: Warum soll sie's nicht probieren?! Viel neue Kleidung wird nicht nötig sein, und Geschenke — Weihnachten und Geburtstag — wird das Kind auch bekommen. Und was sie alles lernen wird! Kochen, Backen und Einmachen! Sicherlich wird die Mutter später kein Mädchen mehr brauchen, wenn die Tochter wieder heimkehrt. Oder sie wird, wenn sie heiratet, die Tüchtigkeit selbst sein. Und seines Benehmen lernt sie in einer fremden Familie. Und gesellschaftlichen Anschluß hat sie auch. Welche Möglichkeiten! Welche Aussichten! Und die Tochter wählt. Kaufmann L. hat keine Frau mehr, sucht Haustochter mit Familienanschluß. Derghild lächelt. „Rein!" — Frau S. ist den ganzen Tag über im Geschäft, wünscht zur Leitung der Küche und Beaufsichtigung dreier Kinder im Alter von vier bis neun Jahren Hausierter. Zugeherin und Hilfe bei der Wäsche wird gestellt. „Rein!" Berghilds Träume verfliegen. Aber da: Frau Kunstmaler F., wohnt von der 1 Großstadt nur eine halbe Stunde entfernt im Landhaus. Ist Witwe und wünscht Haustochter, die etwas kochen kann, um mit ihr allein den Haushalt, fünf Zimmer und Küche, zu versorgen und ihr vierjähriges Kind. Dazu in den Sommermonaten den Garten. Reger Familienanschluß wird geboten und nach dreimonatiger zufriedenstellender Lehrzeit Taschengeld. Anregender Verkehr im Hause, Einführung in Kunstgeschichte, Radio, Warmwasserheizung und -Versorgung, elektrische Küche. Warmwasserversorgung! Also im Schlafzimmer Waschtisch mit warmem und kaltem laufenden Wasser! Elektrische Küche. — Da kocht sich ja alles von selbst. Keine Feuerung, kein Schmutz! Berg- hild kann ihre gepflegten Hände, ihre polierten Rägel behalten! Und sie nimmt nach weiterer Korrespondenz glückstrahlend die Stelle als Haustochter nahe Großstadt mit elektrischer Küche und Warmwasserversorgung an. Aach drei Monaten ist sie wieder zu Hause. Aachdem sie ohne Wissen der Eltern die letzten vier Wochen in einer Arztfamilie bei drei Kindern in der Großstadt war. Run hilft sie lieber der Mutter . . . „Haustochter gesucht. Gebildetes, junges Mäd* chen, das etwas kochen kann und mit mir allein den Haushalt führen will. Enger Familienanschluß." Bei Frau E. wird ein Zimmer neu tapeziert. Einige Sessel werden hell bezogen. Ein geblümter Lampenschirm wird genäht. Denn die Haustochter soll es nett bekommen. Diesen Ausgaben unterwirft sich Frau N. gerne. Denn, wie sie bei der nächsten Tee-Einladung erzählt: was wird sie durch die Haustochter alles sparen. „Wissen Sie, der Aerger mit dem Dienstmädchen ist vorbei. Mit einem gebildeten Mädchen tut man sich viel leichter. Zch entlasse das meine zum Ersten. Auch die Waschfrau und die Flicknäherin brauchen nicht mehr zu kommen. Das mache ich jetzt alles mit Fräulein Lore zusammen. Zch freue mich ja so auf das Mädchen. Ich lerne sie eine Woche an, dann muß sie selbständig sein. Dann aebe ich nur noch Rezepte. Und sie muß kochen." ... Und Fräulein Lore kommt. Fräulein Lore aus gutem Bürgerhaus. Fräulein Lore mit großem Koffer und schönem Kleidchen. Fräulein Lore mit Bubikopf, Puderdöschen usw. Fräulein Lore, die Tanztees liebt und den freien Nachmittag. Vier Wochen macht es Frau N Spaß, Fräulein Lore anzuweisen, sie macht sie auch bekannt bet Verwandten, bei dem ganzen Freundeskreis, lieber* allhin nimmt Frau N. ihr Fräulein Lore mit. Fräulein Lore sieht sich alles und alle interessiert an. Nur die Arbeit selbst interessiert sie nicht. Und als Frau N. nach dem ersten Monat ihrer früheren Beschäftigung nachgeht und die Küche und die Wirtschaft Fräulein Lore überläßt, wie sie sie früher dem bezahlten Dienstmädchen überlassen hatte, ist die Herrlichkeit zu Ende. Und Fräulein Lore verläßt mit dem großen Koffer und den schgnen Kleidern bitterböse die Stellung. Gelernt hat sie bei Frau N. gar nichts. Richt jede Hausfrau kann Haustöchter aufnehmen. Dazu gehört Geduld und Verständnis für junge Menschen. Und dazu gehört die Gabe, die Liebe des jungen Mädchens zu erringen. Rur wenn solch fremdes Kind sich im fremden Hause, dem sie vertrauensvoll übergeben wurde, ganz wohl fühlt, wenn sie Achtung vor der Herrin hat, die sie als zweite Mutter betrachten muß, nur dann kann sich ein frohes Miteinanderarbeiten entwickeln. Aus dieser Arbeitsgemeinschaft wird der Wunsch ent'^hen. der Vorgesetzten das Leben zu erleichtern. Da n wird die Haustochter durch die Liebe, bur^j die Achtung zu ihrer Lehrmeisterin auch die Arbeit an sich lieben lernen« Rur solche Frauen, die alles das aufzubringen vermögen und die selbst von der Küche, viel von der Hauswirtschaft verstehen, werden Freude an ihren Haustöchtern erleben. Und ihr Haustöchter! Ihr müßt euch ander- einstellen! Ein Vergnügen ist es niemals, in ein fremdes Haus zu kommen, für Fremde Arbeit zu leisten. Da muß zuerst vieles überwunden werden, und viele Enttäuschungen stehen euch bevor. Aber auch viele Freuden, wenn ihr in die rechten Hände kommt! Und wenn ihr euer „Ich" einmal solange der Arbeit, des reinen Lernens wegen ausschalten könnt. Von hier aus beginnt dann euer Aufstieg, eure Entwicklung. Da sagt keine zu nachsichtig» Mutter: „Das kannst du ja doch nicht!" Sondern die neue Mutter glaubt an euch und an euer Können. Und dieser Glaube wird euch Kraft geben! Sonntagsrückfahrkarten zur Zrü 'jahrs-Werbewoche in Gießen. Der Verkehrsverein Gießen oeranftaltet in Gemeinschaft mit der Stadt Gießen in der Zeit vom 26. März bis 2. April einfchl. eine Frühjahrs-Werbe- woche, verbunden mit Ausstellungen deutscher landwirtschaftlicher, gärtnerischer und gewerblicher Erzeugnisse, einen Pferdemarkt, reitsportlichen Aufführungen des Gießener Reiteroereins und der ländlichen Reitervereine und einer großen Schau- und Warenmesse. Die reitsportlichen Veranstaltungen und der Pferdemarkt finden am 29. März statt. Die übrigen Veranstaltungen dauern ununterbrochen wäh- renb der vorgenannten Zeit. Um den an der Veranstaltung interessierten Kreisen den Besuch der Ausstellung zu erleichtern, werden von den Bahnhöfen der Strecken Gießen—Friedberg (H), Gießen—Marburg—Cölbe, Gießen—Herborn (Dillkr.), Gießen—Nidda, Gießen—Burg- und Nieder-Gemünden, Wetzlar-Weilburg, Wetzlar- Lollar, Albshausen—Brandoberndorf, Stockhausen (Lahn)—Deilstein (Dillkr.), Hungen—Mücke (Hess.), Hungen—Wölfersheim Södel, Grünberg (Oberh.)— Lollar, Niederwalgern—Wommelshausen und Gillingen (Oberh.)—Ruppertsburg Sonntagsrückfahrkarten mit jeweils eintägiger Gel. tungsdauer (0 bis 24 Uhr — soätester Antritts» Zeitpunkt für die Rückfahrt —) für die Zeit vom 2 6. März bis 2. 21 p r i l einschließlich nach Gießen ausgegeben. Bornotizen. — Tageskalender für Frei tag: Stadtth ater, 20 bis 23 Uhr, „Glückliche Reise". — Bund für christlich-evangelische Erziehung in Haus und Schule, 20 Uhr, Iohannessaal, Familienabend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Rebell". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Scampolo, ein Kind der Straße". — Di e F r ei w il l i ge G a i lsch e Feuerwehr hält am morgigen Samstag, 20.15 Uhr bei Kamerad S i e ck, Hammstrahe, ihre ordentliche Hauptversammlung ab. In der Versammlung wird man sich mit dem Jahres- und dem Kassenbericht, der Vorstandswahl und der Auszeichnung von Kameraden der Wehr beschäftigen. — Der Deutsche Pfadfinderbund, Horst Gießen, veranstaltet am morgigen Samstagabend im Cas6 Leib einen Jungenabend, der ein vielseitiges Programm aufzuweisen hat. Die Besucher werden einige angenehme Stunden erleben können. (Siehe heutige Anzeige.) Daten für Hrei ag, 24. März. 1844: der dänische Bildhauer Albert Thorwaldsen in Kopenhagen gestorben. — 1882: der amerikanische Dichter Henry Wadsworth Longfellow in Cambridge bei Boston gestorben: — 1905: der französische Schriftsteller Jules Verne in Amiens gestorben. * ** Straßenbahn-Verkehr nach dem Neuen Friedhof. Vom kommenden Sonntag ab wird der Straßenbahn-Verkehr zum Neuen Friedhof an Sonn- und Feiertagen bis 17.30 Uhr durchgeführt. Auf die heutige Bekanntmachung sei besonders hingewiesen. ** Arbeitsruhe am Nationalfeier- t a g. Wie uns noch mitgeteilt wird, hatte auch dis Leitung der Zigarrenfabriken von Johann Balthasar Noll in Gießen ihren Angestellten und Arbeitern die Möglichkeit gegeben, durch Radioapparate in den Bureauräumen die Feierlichkeiten bei der Reichs» tagseröffnuna am 21. März miterleben zu können. Zu diesem Zwecke wurde der Betrieb kurz nach 11 Uhr geschlossen. Die Belegschaft hatte am Nachmittag arbeitsfrei ohne Lohnausfall. 2luch in sämtlichen Zweigfabriken der Firma wurden, soweit Apparate zur Verfügung waren, die Feierlichkeiten in die Fabrikräume übertragen. ** Forstpersonalie. Der Förster Karl Kopp zu Breungeshain wurde vom 1. April in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Bernsburg des Forstamtes Eudorf zu Alsfeld versetzt. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bi» 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten. Zerbeversammlung der Technischen Aochiise 41 Werbeversammlung Schuchardt be> Nationale Feiern in der Provinz abzurufen. Lieh, den 24. März 1933. 6leben (An der Kläran’age 28. Thromsche Fabrik), den 23 März 1933. 01860 OH 59 RASSOL 2037 A Wachstuch Philippine Loth. geb Braun. Die Beerdigung findet am Samstag. 25. März, nadim. 3 Uhr statt. 'tt' andere Haut- enthältl • • Familie Familie Familie Familie Nichts anderes! - Es gibt eben keine creme, die das hautverwandle Euzerlt .. von . .von ,. von . .von . .von . .von 1 gr. Fl. Md. 1.60 des den das des der Werbt-OrucKsachen bei Brühl. SchulstraBe 1 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 25. März 1933, mittags 12 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 200 Mark zu leihen yesucht. Gute Sicherh. oorh. Scbriftl. Ang. unt. 01848 n. d. G. Anz. In tiefer Trauen Lehrer Wilhelm Braun Landwirt Heinrich Braun Lehrer Hans Braun Landwirt Heinrich Seipp 3.95 an 5.— an 9.50 an 850 an 0 « an 8.— an mengen, verlangen Sie nur echtes ‘-Raffol in Orrgmalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engel» apotbehe (Sieben. 3u haben in allen Apotheken. Bei rheumatischen Leiden, bei schmerzen in den Gelenken und Gliedern sowie bei Kopfweh haben sich Togal-Tabletten Hervorroge d bewährt. Togal ist stark harmäurelölend, baklerientötend! Absolut unschädlich! Ein Versuch überzeugt! 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Lebensjahre, zu sich in die Ewigkeit In tiefer Trauer: Wilhelm Berk und Kinder. ModehausSalomon strafe 4 Todes* Anzeige. Heute vormittag um 10 Uhr entschlief nach längerem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere treusorge de Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante Katharina Lepper, geb. Schmidt im Aker von 61 Jahren. In tiefer Trauen Ludwig Lepper Oberzollsekretär Wilh. Lepper und Familie im Namen aller Verwandten. Unser lieber, unvergeßlicher Vater. Schwiegervater, Großvater und Bruder Herr Heinrich Braun Altbürgermeister ist am 23. März im 80. Lebensjahr sanft entschlafen. Kinder-Anzüge .......... von -.. Außerdem großer Posten in billigen Lodenmänteln Dam en-Mäntel ...... .. ...... von 9.80 an Bald naht der Lenz! Haben Sie schon Ihren Garderobenschrank durchgesehen? Es fehlen bestimmt einige Sachen. Meine neuen Frühjahr-moden in Herren-, Knaben- und Damenbekleidung bieten Ihnen eine re.che Aaswahl xn Spottpreisen. 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Aach dem Gesang des Horst-Wcssel-Licdes und Danlesworien von ‘Bürgerin ei fter Albert an alle, die xum Gelingen der Feier beigetragen hatten, wurde der Faciel- zug aufgelöst. Vereine, die Kinder und Frauen deS DorseS zu einem Fadelzug. Unter den Klängen_ deS Horst-Wcsscl-Liedes und der alten Armeemärsche zog man durch das Dorf auf den Dabenbcrg. Dort wurde ein großer Holzstoß in Brand gesetzt. Der Ortsgruppenleiter der DSDAP., S u P P e s , begrüßte die Teilnehmer. Anschließend hielt Lehrer Kuhl eine vaterländische Ansprache. Der Singverein brachte ein Lied zu Gehör. Die Kapelle musizierte, dann begab man sich im geschlossenen Zuge wie. er in das Dorf zurück. # Hirzenhain, 22. März. Anläßlich des Zusammentritts des neuen Reichstages sand auch hier ein Fadelzug statt, zu dem die Bürgermeisterei die gesamte nationale Bevölkerung und alle auf vaterländischem Boden stehenden Bcr- eine eingeladen hatte. Die Beteiligung war überaus stark. Den Abschluß der Kundgebung bildete ein Festakt in dem in den Farben schwarz- weihrot und mit 5)afcnlreu'fabn<*n geschmückten Saal des Gasthofes Becker, unter Mitwirkung des Musik- und Gesangvereins. Es sprachen über die Bedeutung des Tages die Herren Bürgermeister Dilmeter, Stelzenmüller, Wall und Stein. Die Reden klangen in einem Treugelöbnis zu Volk und Vaterland und Dank gegenüber den Führern aus. Kreis Schotten. • Ober-Seibertenrod. 23 März. Aus Anlaß der Eröffnung des neuen Deichstages fand auch hier vorgestern abend eine vaterländische Kundgebung statt. Bei eintretender Dunkelheit versammelten sich im Schulhof die Schulkinder, mit Halenkreuzfähnchen geschmückt, der Dadfahrerverein, der Kriegerverein und zahlreiche Ortseinwohner. Sodann bewegte sich ein Faccelzug mit Gesang nach der südlich des Ortes gelegenen Höhe. Dort wurde ein großer Holzstoß angezündet. Bürgermeister Rühl begrüßte zu Anfang alle Erschienenen und gab seiner Freude über die zahlreiche Beteiligung Ausdruck. Bon den Schulkindern wurden dann vaterländische Lieder und Gedichte vorgetragen. 3n einer Ansprache würdigte Lehrer S ch ä f e r die Bedeutung des Tages und schloß mit einem dreifachen „Sieg- Heil!'' auf den Deichspräsidenten v. H i n d e n - bürg, den Führer und Kanzler Adolf H i 11 e r, die neue Regierung und den neu eröffneten Reichstag, sowie das ganze deutsche Baterland. Anschließend wurde das Deutschlan Med und 628 Horst-Wessel-Lied gesungen. Heinrich B 0 l p gab dann noch einen kurzen Rückblick über den Lebenslauf Hit.ers und seinen Kampf. Dach dem Gesang einiger Lieder bewegte sich der Zug wieder dem Dorfe zu. (Schluß des redakllonellen lellM ft. Stockhausen, 22. März. Gestern bewegte sich aus Anlaß der Erös.nung des nationalen Ae.chstags ein stattlicher Fadelzug durch die Straften unseres Dorfes nach dem Stocrhäuser Hof. Boran zog die hiesige SA., es folgten die Schuljugend, der Krieger- und Gesangverein, sowie Die Bewohner Stockhausens und des Hofes. Schwarzweißrote Fahnen und das Halenkreuzbanner belebten das Bild. Ein mächtiges Feuer schlug, als man am Ort der Feier angenommen war, zum nächtlichen Himmel. Der Cesangvere'n Stockhausen sang ein Chorlied. eine Schäl.rin sprach einen Borspruch. Lehrer Danst hielt die Ansprache. Er gab ein lebendiges Bild vom Kampf des Deichskanzlers gegen den Marxismus und alles Undeutsche für ein einiges freies Deutschland. Er gedacht« ferner greifen DeichSoberhauptes. Sein Heil galt beiden Führern. Gemeinsam wurde sodann Deutschlandlied gesungen. Der Borsitzende Kriegervereins. August Schmidt, gedachte ... Opfer des Weltkrieges. Bürgermeister Joch i m - Stodhausen dankte den Beranftaltern und brachte ein „Hoch" auf Bolt und Baterland aus. Der neue flotte Knickerbockeranzug . .von 15.— an Moderne Herren-Anzüge ...........von 17.50 an Der moderne Slipon.............. von -4.—_an Kontirmandenanzüge .......... schon für 15.— Anzüge u. Hosen für starke Grüßen in alt Preislagen Schwarze Hosen für Kellner und Musiker von 10.— an 2.50 an angriff zu begegnen. In feinen weiteren Ausführungen sprach ber Bortragende von den Gefahren, die unserer Bevölkerung durch Brand-, Brisanz- und Gasbomben drohen können. Die Organisation des Luftschutzes gliedere sich in psychologische (volksausklärcnde), organisatorische und technische Aufgaben. Es gelte Fachtrupps, Aufräumungs- trupps, Dachrichtenstafseln zu organisieren, für die Bevölkerung UntcrlunftSräume und gasdichte Keller zu schassen, um sie im Dahmen des möglichen zu schützen. Jür die Aufgaben, die sich aus dem Luftschutz ergeben, bedürfe es einer statlUchen Anzahl von Helfern, die der Technischen Dothilfe erst gewonnen werden wühlen. Die ganze Arbeit bedürfe außerdem der sorgfältigsten BotbcLeitung. Deshalb gelte es zu werben. Jeder Teilnehmer der Berfammlung sollte es sich zur Aufgabe machen, der Technischen Rot- Hilfe weitere Kräfte zuzuführen, damit sie ihren großen Aufgaben, dem Schutz des Lebens und der Gesundheit der Bürgerschaft, gerecht werden könne. Die Borträge wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Die billige Frühjahrsbekleidung von Rosenzweig, Gießen, NeustadtW ?125 A Rtiddingshausen. Friedberg L wahl; 3. Verschieden es. Der Landrat des Kreiser Wetzlar als Aafsichtsbehörde. zoatD gestern abend ein Fackelzug. bestehend aus den beiden Gesangvereinen, dem Turnverein, der Feuerwehr und der Schuljugend durch unser Dorf. Anschließend fand auf einer Höhe in der Nähe des Dorfes bei flackerndem Freiheitsfeier eine eindrucksvolle patriotische Kundgebung statt. Nach einem Choral hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer K a l b h e n n , die Anfprache. Er gedachte der Ereignisse der letzten Wochen und versetzte die Zuhörer in die durch geschichtliche Erinnerungen geweihten Räume, in denen der nationale Reichstag den Neubau des Reiches beginnen soll. Er ermahnte, in Treue zu den Männern der nationalen Regierung zu stehen. Anschließend hielt auch der SA.-Führer, Herr Heiner, eine Ansprache, in der er besonders der Gefallenen der Freiheitsbewegung gedachte. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied endete die würdige Feier. £ Steinfurth, 22. März. Der Tag her Deichstazseröifnung wurde in ergebender W.ise von der ganzen Gemeinde ge eiert Sämtliche Ortsvereine und die Schule bereinigten sich unter Borantritt des Mandolinenklubs und eines Spiel- Spiclmannzugs des Turnvereins zu einem großen Fadelzug durch d e mit Fahnen und Wimpeln geschmüdten Ortsstraften nach dem Sportplatz, wo ein mächtiger Holzstoß aufgeschichtet war. Für die musikalische Umrahmung der eindrudsvollen Feier sorgten der Männergesangverein „Frohsinn" und die zweite Schulklasse unter Leitung von Lehrer S ch m a n d t Dach einem Chorlied wurde das Freiheitsseuer entzündet: die Schüler fangen das Feuergebet , Flamme empor". Dach einem Sprcchchor hielt Bürgermeister Schwegler die Feuerrede. Feierlich klangen die Kirchenglocken durch die Dacht. Die Dede klang aus in ein Treugelöbnis zu den Führern Hindenburg und Hitler. Dach einem Hoch und dem Deutschlandlied gab die Gewehrgruppe des Kriegervereins Salut ab. Ein Chorlied und das Horst-'Dessel- Lied beendeten die eindrudsvolle Kundgebung. Zur Erinnerung an den denkwürdigen Tag pflanzte die Gemeinde eine Kastanie. KreiS Büvirrgcrr. ch D a n st a d t, 22. März. Gestern abend versammelten sich in der Mitte des Dorfes sämtliche wieder aktivifiert werde. Wie die Teno zur Regierung stehe, sei kein Problem. Sie sei dem Innenminister unterstellt und handle in jedem Falle nach seinen Anweisungen. Die Teno werde den Grundsatz „Gemeinnutz gehl vor Eigennutz- auch in Zukunft hochhalten. Zum Schluß seines Bortrages zeigte der Dedner noch einige Lichtbilder über das Eingreifen der Teno in den Jahren nach dem Kriege. 3n einem zweiten Referat sprach der Ortsgruppenleiter, Gewerbelehrer Architekt S ch u ch a r d t, über die besonderen Ausgaben der Technischen Dothilse in der Zukunft. Er sprach, nach birzer Erörterung der schon erwähnten Ausgaben, über den Einsatz der Technischen Dothilse auf dem Gebiete des zivilen Luftschutzes. Er wies besonders auf die Lage unseres Bater- landes hin, das von Tausenden von Flugzeugen der ehemaligen Feindbundstaaten umlagert sei und deshalb bereit fein müsse, einem eventuellen Lust» | LeupinCreme und Seife vorzügllc ei Hautpflege» mittel, seit phren glänzend bewährt bei Wie, Jutta Ausschlag, Krätze, Hä- mo rhoiden, Bemschäd , Wundsein usw. | 020 V Löwen Drog. W.KIIblnger Nacht, Seltersweg lia; Drog. Wlntuäoh, Kreuzplatz 10; Kreuz Drogerie A. 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Schutz vor großer gesundheitlicher Schädigung des gesamten Bollstörpers gewesen. Die Dothelser seien nie Streikbrecher gewesen. Die Arbeit habe immer erst bann ausgenommen werden dürfen, wenn zuvor die Berhandlungen mit den Ge- wcrlschafien um die Durchführung der dringendsten Arbeiten durch reguläre Arbeiter erfolglos blieben. Selbst dann habe sich die Dothilfe nur mit den Arbeiten der Sicherung der lebensw.ch- tigen Betriebe beschäftigen dürfen. Di« Teno habe sich immer an die gegebenen Richtlinien gehalten. So sei diese Dotstandsarbeit sittliche Tat geworden, als der Arbeiter sein Streikrecht in Etreikunrccht verwandelte. Dach den politisch unruhigen Ze.ten der Revolut on von 1918 habe s.ch die Teno friedlicheren Aufgaoen zugewandt, und zwar lediglich der Hilfeleistung bei Da- t u r k a t a st r 0 p h e n. So sei es bis vor vier Monaten gewesen. 3n der jüngsten Zeit sei aber das ursprüngliche Ziel wieder mehr in den Borbcrgrunb getreten. Die Regierung habe den Wunsch zum Ausdrud gebracht, daß die Teno ordentlich gut besucht war. Zahlreiche Bertreter der Behörden. verschiedener össentlicher Körperschaften, der Bereine, des Militärs und der Polizei nahmen daran teil. Gewerbelehrer Architekt S ch u ch a r d t begrüßte die Teilnehmer mit einem herzlichen „Glück auf". Gr wies darauf hin, daß die Technische Dothilfe. seit Kriegsende bestehend, schwer um ihren Bestand zu kämpfen gehabt habe Die DeichSmittel seien immer mehr gekürzt worden, die Organisation im Laufe der Jahre mehr und m hr zerfallen. 3n unserer Stadt gebe es auch heute noch eine sehr starke Gruppe der „Ten^'. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Technische Dothilse wieder breiteren Daum gewinnen möge, um den eventuell an sie herantretenden Ausgaben gerecht werden zu können. Sodann sprach der Leiter des Landesverbandes He fen der Technischen Dothilfe. Herr Schrei- b e r - S t 0 l h e. Frankfurt a. M., über deren Wollen und Wirken. Technische Dothilfe habe sich nach dem Kriege als eine staatstechnische Doiwendigkeit erwiesen. Die Kommunisten hatten 19 9 die Absicht, lebenswichtige Betriebe lahmzulegen. Berkehrszentren zu besehen und damit dem Bürger an den Lebensnerv zu greifen in der Hornung, der Bürger werde sich dann leichter den Ideen der Kommunisten gefügig zeigen. Das Handeln sei verbrecherisch gewesen, denn man habe z. B. in Berlin das Wasser, da- Gas und die Elektrizität gesperrt und dadurch die Bevölkerung gesundheitlich auf das schwerste geschädigt. Die Bolksernährung sei ebenfalls gefährdet gewesen- Allenthalben habe die Technische Dothilfe eingreisen müssen, um das aller- schlimmste zu verhüten. Ungeheure Werte seien in der Industrie vernichtet worden. Der Streik- radikalismus habe wie eine Pest gewütet- Die Staatsgewalt sah sich gezwungen, einzugreifen. 9 B.^eäv I E 5 SEN OSWALDSGARTEN * <3/ES <5 EN^M-ÄUMi UR Glö den übrigen Sage. $’•« Zuschüssen » tvLerkllosgefa versicherten u (6507). Znschu! bewilligt. ° insgesamt 21,9 wendet. iW« « I n '* Sie W fürW W „Le» ”;l Br Ä Es Men r- i-cherten »u> . L'ÄA SK Jir.ll d'e Linsnhr Emstadt, Znhaitsüber — Abänder des Gesetze- Verordnung über die }löe ?ne5 Reich« blc Teilung StehM teS tierb; ,9ebi :r '"Siffer ’fc?' d) s I Aks- lQnbn)ir( Mabt, cv. " ®'e Äi Mug ?Pie(=9' n °''°"tlig , ?,e preugj owie ber ßfln M im Sin ?te»)unb d (Mi s,it ffi 5Ues Qus M Mn lunftagigen 2| nungen qeqeh. Der yessisi maß Artikel Ttaatspröside ordneten Reg der Justiz uni Präsidenten t vom 13. Wh unb Bildungs Mitglieder Landtags von . 1- ber Tto (d für Kul v 2. ber Mr Ttellver Darmstadt, Herren- Früh) ahrsmoden Straßen- und Sportanzuge Übergangsmäntel • Regenbekleidung Bei besten Qualitäten und vorzüglicher Ausführung äußerst preiswert 212sa Gebrüder Stamm Marktplatz GIESSEN Schulstraße Für den SrüftlinS— WEIDEMANNS Qualitäts-Schuhe in großer Auswahl und zu den billigten Prellen Konfirmandenfchuhe Ichöne Formen in allen Preislagen ■Scftufthans Weidemann Selters weg 59 GLESSEN Seltersweg 59 2007 A Habe die Praxis des verstorbenen Tierarztes Herrn Dr. Walter, Lieh, übernommen Wohnung im Hause von Frau Dr. Walter Fernsprech. Lieb 235 L. Koeppe, prakt Tierarzt 01846 „SUgWtaaiF -xltfuidtgaftchett Die Zeiten sind unsicher — also baut er nicht nur viel Gemüse, sondern auch einen festen Zaun um die Beete herum. Treu wie eine ewige Schildwache hält der jetzt die Wacht um Fritzchens Garten, die Spargel. Kohlrabi und Erdbeeren sind vor Dieben sicher. Und ein Drahtzaun macht sich niemals breit! Luft. Sonne und Regen läßt das blitzende Drahtgeflecht durch, aber keine ungerufenen Gäste. — Auf gestellt ist’s an einem Samstag nachmittag und billig ist’s auch! Sorgen Sie deshalb jetzt zum Frühling, zum Sommer und für viele Jahre vor durch einen neuen Zaun um Ihr Grundstück — alles Material dazu bekommen Sie bei >8-> A Deutscher vfadftnderbund Aovft «Sietzen Die Buben des Pfadfinüerhorsts Gießen laden ein zu ihrem Simse« Abend am Samstag, dem 25. März 1933, 20.15 Uhr, im CafS Leib. Sie zeigen im ersten Teil des Abends einen heiteren Ausschnitt aus dem Horstbetrieb und im zweiten Teil ein unheimliches Stück: Das Gespenst von «antevvlle Eintrittskarten zu RM. 1.00 und 0.50, für Schüler zu RM. 0.30 bei den Buben des Horsts und an der Abendkasse. Arbeitslose nur an der Abendkasse RM. 0.20.2jl> Amtsverkündigungen aus Kreis (Äietzcn. Die Besitzer von Luxuswagen, Luxusreitpferden und Federwagen haben diesen Besitz alsbald, spätestens bis 1. Avril 1933, bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes anzumelden. Alle Luxuswagen, Lurusreit- pferde und Federwagen sind zur Anmeldung zu bringen. Die Stempelabgabe für das R,. 1933 ist bis zum 15. April 1933 bei Meldung der in Artikel 33 des Gesetzes über den Urkundenftempel festgesetzten Strafen auf dem Kreisamt, Zimmer Nr. 8, zu entrichten. Die Jahreskarte von bereits angemeldeten Luxuswagen und -Pferden, sowie von Federwagen ist bei der Zahlung mitzubringen. Folgende Bestimmungen sind zu beachten: I. Wer in den Besitz von Luxuswagen, Luxuspferden oder Federwagen gelangt, welche zum persönlichen Gebrauch des Besitzers oder seiner Angehörigen bestimmt sind, ist verpflichtet, bei der Polizeibehörde seines Wohnorts oder Aufenthaltsortes 1. diesen Besitz binnen acht Tagen mündlich oder schriftlich anzumelden und 2. die für die Lösung einer Jahreskarte Nr. 53 des Stempeltarifs vom 12. August 1899 vorgeschriebene Äempelabgabe zu entrichten. Diese Abgabe beträgt jährlich für jeden Luxuswagen 60 Reichsmark, jedes Reitpferd 60 Reichsmark, jeden Federwagen 4 Reichsmark. II. Als Federwagen gelten Breaks, Jagdwagen, Halbverdecke. Alle übrigen Wagen gelten als Luxuswagen. Für Wagen, die nicht auf Federn ruhen, ist keine Abgabe zu entrichten. Zur Bekämpfung der Schnakenplage hat jeder Grundstückseigentümer in den Monaten April bis September einschließlich mindestens einmal monatlick) die auf seinem Grundstück befindlichen, den Schnaken zur Brut dienenden stehenden Gewässer (Wassertümpel. Regenfässer, Bassins, Wasserlachen, Jauchegruben, Abortgruben usw.) mit' einem zur Vertilgung der Brut geeigneten Mittel (Saprol, Petroleum usw.) zu übergießen. Äreis Schotten. Das Äreisamt Schotten gibt in der gleichen Angelegenheit bekannt, daß der Stem- den oberhesWen Kreisens pel für Luxuswagen, Luxusreitpferde unb1 Federwagen für das Rj. 1933 an jedem Wochentage während der üblichen Bürostunden bei dem Kreisamt (nebenan im Forstamtsgebäude) bis zum 1. Mai zu zahlen ift Ären Büdingen. Der neue Tarif für die Benutzung der Fleischmehlfabrik in Ranstadt bestimmt mit Wirkung ab 1. April 1933 folgendes: I. Für die Ueberlassung der Häute in den Fällen, in denen nach den gesetzlichen Bestimmungen das Abledern erlaubt ist, wird eine Vergütung für die Haut nicht geleistet: der Erlös aus der Haut gilt als Vergütung für das Abholen und Vernichten des Kadavers. II. Nimmt der Besitzer die Haut zurück, so hat er an den Unternehmer der Fleischmehlfabrik folgende Abholungsgebühren zu zahlen: RM. 1. für Rindvieh von % bis 2 Jahren 10.— 2. für Rindvieh über 2 Jahre 20.— 3. für ein Kalb bis % Jahr 2.— 4. für Pferde von 2 m Hautlänge an 15.— 5. für Pferde unter 2 m Hautlänge 6.— 6. für Saugfohlen, Ziegen und Schafe 1.— HI. Ist nach den gesetzlichen Bestimmungen das Abledern und die Verwendung der Häute gefallener oder getöteter Tiere verboten, so hat der Kreis 40 v. H. des vom beamteten Tierarzt festgesetzten Wertes der Haut an den Unternehmer zu zahlen. Der Kreis erhebt diesen Betrag von den Eigentümern wieder zurück, falls diese aus öffentlichen Mitteln eine Entschädigung erhalten. Wird wegen Verschuldens des Besitzers die Entschädigung verweigert, so ist der Kreis gleichwohl berechtigt, diesen Betrag zurückzuerheben. IV. Die Abholung und Beseitigung von verendeten oder auf polizeiliche Anordnung getöteten Kleintieren (Kleinvieh aller Art) erfolgt durch den Unternehmer unentgeltlich, wenn sie auf veterinärpolizeilicher Anordnung beruht. V. Für die Vornahme von Privatsektionen in der Fleischmehlfabrik hat der Viehbesitzer bei Großvieh eine Gebühr von 2.— RM., bei Kleinvieh eine solche von 1.— RM. an den Unternehmer zu entrichten. Bekanntmachung. Betr.: Straßenbahnverkehr. Mit Wirkung ab Sonntag, den 26. März 1933, wird der Straßenbahnverkehr nach dem Neuen Friedhof an Sonn- unb Feiertagen bis 17.30 Uhr burchgeführt. Gießen, ben 23. März 1933. (2O33D Direktion der Städt. Straßenbahn Gießen. <5 to 11 e. Pianos hübsche, aparte Neuheiten: 3.25 2.75 3.95 1.95 Frdr.Teipel vreisw. au verlaut. Bianobaus Förster 8540 Babnbofstr.71 Gegründet 1876. Beachten Sie bitte mein Spezialfenster Markt 16 Berinnf von Saal unö neif?türtofipln 600 Ztr. Industrie, 200 Ztr. Erdgold, z. Saat, und 300 Ztr. 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