^berg Nti) isam A einen •40er) ö '."tausch xp M. Berk, ^rm um. ö- Gg. Az, oST*] Mo Vertag ncbovvcn harst^-r #■ -B chovve» tohnatfiß- 11.30 Uhr iDlsemt« Men. H'srbev »evchov eiljnadji?.-. iertag 7 Ubr hn 'crcinchanö acktsseier. LB. Nag, abb§. 3erein§beim milien- mrukunst. Beteiligung iit. [’’öiD ?ct ?rührcr. theatet Leu -i«v z. 24. 12., 1730 Uhr ibonnement. Preise von ; 1,50 Wart ewkiWrn B.oienrot. iliges 3)iäP' ?l mit Oie- und Tanz. 1, 25. 12., i5 22 Ubr , ibnacblstag) Ibonnement. Cneretten* ireiie. nestele Dessau. ein 3 Men jler-Sinter* ftj. 12-, 17.30 Ubr >ihnachtstag) Ibonnement. Preise von 51,50 V>ark. 'cwcisikbcn ’l mit int) Dani- 21,30 Ubr iomiemcnt. lireüe von 2,50 Mark, er 'Bknt- emSAM ib Sttaub. *, 27. 12-' 17.30 Ubr lboiincmcm. Preise von ? 1-50 -eivklblve" Bv'tnro-j itigei/E e[ mit ®e >.nd?A- 92 M Mv.'M"' *nient. tiemw neliese MAttei ^Winten beY?,9 12" ' 92 30 vbr motieie »«’ Ute Ä Ütokenrv'-.,, «SÄ Ubr ■e» a rarges Bettlein ckmuck U16 Jan-*' i Iw** tt^3 in* : jTnüi mrbltn *n. di ein \W * regten, chlvatt Dtngct n bet Beine. be®1 (HfOl wn, bi Tti lO Lebens. ei< im • Senn wrMk Stoitmc hrgeschl tat er Sittlich Tewtgu kn. bai btr St Rtpplti m ® riechan 041 Hit. al farten Mute, i neueste Da 5 rr Jtinber cOgeme t-T 14 wil oo tmnS St ui w G re Gr tu F b< 70 ZIMMER UND KÜCHEN H. Hochstätter Am Brand 76 4 A bei 7369 A Gießen (Goethestraße 69), den 23. Dezember 1933 rrr Nicht vergessenl 7750 D 07175 Selterswee 67. 7753D Im Namen der Hinterbliebenen: Pfarrer DölL Wieseck und Steinbach, am 23. Dezember 1933. Kaiser-Natron Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 27. Dezember, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt Stets Eingang von Neuheiten! Annahme von Bedarfsdeckungsscheinen für die Ehestandshilfe I J.B. Häuser Am Oswaldsgarten Gießen. Ruf 2145/2146- Im Namen der Angehörigen: Johanna von Bentheim, geb. Pfaff Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl, Sohulstraße 7 mir in die Augen und meinte: „Ihr Deutschen seid doch komische Leute. Da fliegt so ein kleines Mädchen allein von Berlin nach Delhi und packt hier, als sei das das Selbstverständlichste von der Welt, ihren mitgebrachten Tannenbaum aus. Soll mich wundern, was Sie noch so im Laufe unseres weiteren Fluges aus Ihren Koffern ausgrabenI" straße, den Schulhof und, wie schon oben befürchtet, einige Klassenzimmer der Kinderzeit und verdienen es wirklich, bah Sie, lieber Leser, sich mit mir zu Weihnachten wieder einmal an die kleinen Wesen . mit der Uhrwerk- oder Eummibandseele freundlich erinnern! Der Hampelmann mit dem vollendeten, von keinem Schauspieler je überbotenen Ausdruck der Freude in seinen Armen und Beinen, und der geschnitzte Bogel Strauß, der nur ein pendelndes Holzgewicht als Antrieb und den schönen Spruch als Motto hatte: „Borne pickt er, hinten nickt er", der mit Kopf und Schwanz mächtig auf und nieder fuhr, ragten in meine Kinderzeit schon als Urvätererbe hinein, wie gewiß noch in die heutigen Kindheiten. So einfache Konstruktionen gehen wohl niemals völlig verloren wie die Spezialuhrwerke, die sofort verjchwin,den, wenn die eine Fabrik, die sie herstellte, einen neuen Schlager hat. Da war die genial erfundene laufende Maus, die Arno Holz ersonnen haben soll. Sie bestand aus nichts als einer nach unten offenen grauen Blechschale, dem Leib des Tieres. Ihr Bewegungsorgan war eine kleine Garnrolle, die mitten in der Maus an zwei seitlichen Gummibändern hing. Um die Rolle war eine Schnur aufgewickelt, die durch den Blechrücken gezogen und mit einem eingeknüpften Holzknopf am Hineinschlüpfen verhindert wurde. Zog man nun, während die Maus auf dem Boden saß, die Schnur am Knopf möglichst weit heraus, war zugleich die Holzrolle aufgezogen, der Gummi drehte sie schnell zurück, und die Maus lief davon. Da war der kletternde Affe, der an einem abwechselnd stramm gezogenen und locker gelassenen Bindfaden mit unheimlicher Schnelligkeit hinaufkletterte. Er hatte nur ein waagerechtes Scharnier in den Hüften. Ein Gummiband zwischen Brust und Oberschenkel klappte ihn nach oben wie ein Taschenmesser zusammen, sobald die Schnur locker war. Straffte man sie aber, mußten seine Arme durch die Art, wie sie um die Schnur griffen, mit hinauf. Beim nächsten Lockerlassen schnellten dann die Beine den Armen nach. So kam er geschwind zwischen den beiden die Schnur haltenden Händen seines jugendlichen Herrn hinauf. Und ragte der obere noch leere Teil der Strippe in der Hand des Besitzers über das Schul pust, so paßten gewiß vier, fünf Nachbarköpfe aufmerksamer auf den Augenblick, wo der Affe über der Tischkante erscheinen würde, als auf die Vokabeln oder das Rechenexempel! Es waren fast immer Tiere, von denen die Phantasie dieser Spielsachenmacher lebte. Natürlich: Tiere gehören zum Kinde, sie sind einfach, klar in Wesen und Charakter und in ihren Bewegungen am sinnfälligsten nachahmbar. Nur der Radfahrer und der zwischen zwei sich in der festhaltenden Hand spannenden Hölzern durch sein leichtes Gewicht und das Gegenspiel eines Doppelfadens alle erdenklichen Reckübungen machende Turner stellte für das Kind es selbst bar, wie es sich schon vor sich sah: „Wenn ich größer sein werde —" Ich denke insbesondere an die Tiere nicht ohne Wehmut zurück. Bei wieviel fröhlichem Schulunfug haben sie als gute Kameraden mitgeholfen! Und wie haben sie, wenn man sich an sie erinnert, jedes fast ein vergangenes Stück Leben in ihren kleinen Blechkrallen festgehalten! Ich sagte schon: den Weihnachtsmarkt im Lustgarten und überhaupt das Berlin der achtziger und neunziger Jahre haben sie noch gekannt, in dem sie und ihre Verkäufer an den wichtigsten Verkehrsecken noch von keinen Autos gefährdet waren, wenn die winzigen Biester irgendwo auf dem Damm der Leipziger Straße oder Unter den Linden herumliefen und die Vorübergehenden anlockten. Sie kennen aber auch noch — und sicher nicht nur bei mir — die Wohnung, den Garten, die Spiel- lem Flugplatz Gesichter wer- ton unb Sle- 'Ich. rde ich zum acht unb mich ar bei seinen oye blieb unb i) leint tw\\, fyitie Beit)- zvrMr Dtr- Atenbummler, vnbecheit der oorfjer in Saud)! wenn im jlsmann eine ►arte ich heute k Paket, das achen durste, lofjer Tannen- ;n unb einem fchen Zuhause mir heimlich it. mef. Papier Statt Karten. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Jode unserer Heben Mutter sagen wir unseren herzlichsten Dank. Kunst unb Wissenschaft. Das Britische IHufeum kauft den „Codex Sinaiticus“. Das Britische Museum hat sich, wie Macd 0 - nald im Unterhaus mittcilte, mit Zustimmung der englischen Regierung entschlossen, den berühmten „Codex Sinai ticus“ ooe der russischen Regierung für 100 000 Pfund zu kaufen. Die englische Regierung steuert ein Pfund für jedes von der Öffentlichkeit gezeichnete Pfund zu dem Kaufe bei. Der „Codex Sinaiticus“ ist eine der drei wertvollsten frühen griechischen Handschriften der Bibel aus dem vierten Jahrhundert. Von den beiden anderen Exemplaren befindet sich der Codex Alexandrinus bereits im Britischen Museum, während der Codex Vaticanus im Besitze des Vatikans ist. Der Codex Sinaiticus wurde im Jahre 1844 von Konstantin Tischendorf im St. Katharinen- Kloster am Berge Sinai aufgefunden. Im Jahre 1869 wurde er vom russischen Zaren erworben und ist dann in die Hände der Räteregierung über« gegangen. Unsere liebe, gute Tante Frau Katharina Schieferstein geb. Pfeiffer ist gestern abend im 91. Lebensjahre sanft entschlafen Kleine Spielgefährten Eine Weihnachfserinnerung von Wilhelm von Scholz. Für den Photosport: Kameras - Photobedarf - Photoalben Sonderpreise bis Weihnachten I Für den Toilettentisch: Kölnisch Wasser - Parfüms - Seifen in reizenden Geschenk - Packungen, außerordentlich preiswert Für die Festtage: Weinbrand, Liköre, Kerzen, Christbaumschmuck Löwen-Drogerie Wllh.Kllblnger Nacht • Seltersweg 69 ERNSTRAU GIESSEN Größtes Spezialhaus Oberhessens Brandplatz / Ruf 2208 gegenüber dem Alten Schloß, früher Th. Brück 7734 A Total-Ausverkauf! Nur noch bis einschließlich 29. Dezember. Versäumen Sie nicht, sich noch in la Vollrindlederkoffer sowie Damentaschen und Lederwaren aller Art zu staunend billigen Preisen bei mir einzudecken. 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Inderthal heimgeholt. Für die überaus zahlreiche Anteilnahme, für die vielen Kranzspenden bei dem Heimgange unserer unvergeßlichen b ntschlafenen sagen wir innigen Dank, insbesondere danken wir auch für die trostreichen Worte am Grabe. Bettvorlagen in größier Auswahl bei Schon für JUR. 1.25 bztv.1.50 monatlich - bei Abnahme einer Lieferung zu RM. 2.50 b,3tt>. AM. 3.00 aller zwei Monate - erwerben Sie das bekannte Pracht« und ornilholog'scheStandardwerk: Or. O. und Frau M. Heinroth MRMiMkMW in allen Lebens« und Entwicklungsstufen photographisch ausgenommen u. in ihrem Seelenleben bei der Aufzucht beobachtet. 4 Lände, in Ganzleinen, in Halbleder oder in 100 Lieferungen erhältlich. Lieber 4000 Abbildungen auf mehr als 500 bunten und einfarbigen Tafeln. Der Äezug in Lieferungen ermöglicht Ihnen den Lefitz ohne brüh kende wirtschaftliche Belastung. Verlangen Sie Angebot u.probelieserung! Das Werk kann durch jede Äuchhandlung bezogen werden. Hugo Bennühler Verlag Vertin-Lichterfelde Kefe derLrde Leise jn: olf unb nichts ze< hätte erfreuen aupt, und »er sie, Ä fie w ch meinte, fr hatte.,. Unb am, Saß eine nb also gleich Marias mit weihe, Keich einem Decke hem- 1 Kindes, vis chten Sü®*"; n die Tranen vor ihnen B Wunders, g srS: idit Und die Nieswur Im p.AL “4'Ä r-ss L,?! weil WÄ er- ffU** n. eiW.3 klein« lenero1 W itra"8 Ich sehe noch manche dieser kleinen rätselhaften Stücke Levens vor mir, die eine Zeitlang in aller Hande waren, um dann dem nächsten Spielzeug Platz zu machen und zu verschwinden — so zu verschwinden, daß man solch ein Zauberwerkchen mit den größten Mühen überhaupt nicht mehr aufzu- treibcn vermochte. Gleich mir werden manchem Leser, wenn ich ein paar dieser Straßenspielsachen nenne, alte Jahre und Weihnachtsfeste und vielleicht auch Gefühle wieder einfallen, welche wie die aus der Mode gekommenen Spielsachen nirgends mehr zu haben sind, und wenn man sie noch so sehr sucht und nach ihnen fragt. Von den Uhrwerkspielen war das schönste, kaum je, nicht durch Jumbo übertroffene, der bockende Esel: ein Clown auf einem kleinen zweirädrigen Wagen, in dessen Deichsel der in allen Gliedern freibewegliche Esel eingehängt war. Wenn mau dies Meisterwerkchen ausgezogen und auf den Fußboden gesetzt hatte, lief der ungebärdige Esel mit dem Karren ein Stück vor, bäumte sich, schob das Gefährt rückwärts, zog wieder an und so fort. Seele unb Charakter des unter den Tieren ja nicht mehr so sehr häufigen Grauchens, das zur Zeit der Großväter die Getreidesäcke zur Mühle trug und die Mehlsäcke holte, waren so gut getroffen, als hätte es der Mechaniker eigens im Brehm studiert. Und wie sinnreich einfach ^ar das ganze Geheimnis am Wagen, unter dem > des Clowns untergebracht! Ein waagerechtes Rad, das auf seinem halben Umschwung eine Zahnradleiste trug, trieb in seinem gleichmäßigen Weiterdrehen bald das rechte, dann wieder das linke Rad, daß das Wägelchen vor- und wieder zurückfahren mußte. Das scheinbare Bocken des Esels mar nur durch seine geschickte Aufhängung nebenbei bewirkt. (Sie sehen, lieber Leser, auch ich habe keine Mühe gescheut, „ins Innere der Natur" vorzudringen!) Fast mehr aber als die Uhrwerkspiele — unter denen ich mich noch an einen vorzüglich Gleichgewicht haltenden Zweiradfahrer erinnere, einen hüpfenden Frosch, an mehrere sonstige blecherne Bewohner der Arche Noah — gewannen das Herz der Kinder die zwar nicht mit so kluger Mechanik konstruierten aber noch viel genialer erfundenen Spielzeuge, deren Seele und Lebensnerv nur ein Gummiband mar; oder auch die Spannung von ein paar zusammengeleimten Holzstäben, die Wärme der Hand — wie bei dem in seinem alkoholgefüllten Glasrohr tanzenden Teufel — in Annäherung an das Uhrwerk eine einzelne Spiralfeder. So bei dem durch die Feder in feiner hölzernen Pluderhose hochspringen- den „Arabi Pascha" (heute würde man vielleicht einen „Kemal Pascha" daraus machen), oder bei dem Teufel, der aus der tückischen Streichholzschachtel, die man arglos öffnete, grinsend herausfuhr. Zücheriisch. — I rn E i s vergraben. Erlebnisse auf Station „Eismitte" der letzten Grönland-Expedition Alfred Wegeners. Don Johannes Georgi. Mit vielen Bildern Verlag des Blodigjchen Alpenkalenders Paul Müller, München 2 NW. 8. In künstlerischem Leinenband 3,50 Mark. — (615) — Eine zeitgemäße Neuerscheinung beschreibt das Leben unb Treiben der Teilnehmer der letzten Grönlandexpedition auf Station „Eismitte". Wir werden vertraut gemacht mit einem heroischen Erleben, indem wir hineingestellt werden in die Schicksals- unb Gefahrengemeinschaft ber Polarsonchor, die mit Wegener ins ewige Eis zogen. Dienst unb Pflicht überwinden das Schwere unb lösen die Aufgabe. Der Bericht von dem kühnen Forschungsunternehmen bringt Kunde davon, wie es Menschen zum erstenmal in ber Geschichte ber Grönlanbforjchung gelungen ist, ein Jahr mitten in ber furchtbaren Schneewüste bes Jnlanbeises in 30ü0 Meter Höhe bei einer Temperatur bis zu 65 Grad Celsius unter Null auszuharren. Das Buch beschreibt bic vorbereitende und unterstützende Leistung der Kameraden Wegeners innerhalb ber Expedition. Es ist reich an Abenteuern unb Schwierigkeiten, von bemn wir uns kaum einen Begri'f ohne eine solche Darstellung machen könnten; barüber hinaus ist bas Werk eine Ehrenurkunbe ber beutschen Wissenschaft, der neue Erkenntnisse zu vermitteln das Ziel der Expedition letzten Endes war. Die Geschichte dieser Station „Eismitte", wo Georgi unb seine Kameraden Dr. Loewe unb Sorge mit einem Minimum von Heizmaterial und Proviant, ohne Winterhaus in einer selbstgegrabenen Firnhöhle überwinterten, wo sie trotz aller Gefahren die wissenschaftlichen Messungen keinen Tag aussetzten, bildet den Inhalt dieses Buches. Sie ist ein Beispiel ber Treue zum Führer und zur eigenen Lebensarbeit. Nicht unerwähnt bleiben barf bie sorgfältige Ausstattung bes Buches sowie sein reichhaltiges bisher unveröffentlichtes Bildmaterial. • Rt** zu & d)On tekgra- in der Staöf; ,en; doch mir rro'nben unb und |o= ? ^stehen ttunien mehr. $ Moye dir ^machte. Da n mir; drav< w-f/i, /tfa' machen, unb 1 etwas Madie Delk. - Nacht. Um »rm laufen ie verdrann- ss«n jchchn. ach Delhi —, Dal einmal nfl haben, in >arf. bald aus den und ich übtt= unten in den l würde. und Dick find mischend un- alt inzwischen zuerst. Unter Häuser und Häfen Münde Kinder. Als ich Kind war, brachten mir zu Weihnachten ftets die größte Erfüllung meiner Wünsche nicht die Iteuren Dinge aus den eleganten Spielzeugläden, sondern die winzigen Tiere oder Menschlein, die man für wenig Geld von den Straßenhändlern kaufte. Ich glaube, es ist noch heute so; denn als ich ber kleinen Sigrid den Elefanten Jumbo von seiner belebten Ecke, roo er auf dem Trottoir herumspaziert mar, mitbrachte, griff ihr Händchen freudig nach llihrn. Jumbo geht, wenn er auch nicht viel größer ist aß ein ausgewachsenes Kücken, wuchtig und schwer, läßt den gewichtigen Leib vom linken auf den rechten, wieder auf den linken Vorderfuß hinüber- schwanken, trampst weiter, stößt mit dem Kopf einen kleinen Wagen, rollt ein Fäßchen, zieht ein Scheit Holz, das zum mächtigen Balken wird, lebt! Er ist vielleicht zehn bis zwölf Zentimeter hoch. Aus zwei gestanzten, gepreßten, mit der Farbe bedruckten, mit kleinen Zungen unb Schlitzen zusammengebogenen Schalenhälften ist der Leid her gestellt, in dem ein Uhrwerk steckt, und ebenso jedes der Beine, die von den Rädern des Werkes täuschend ss bewegt werden wie beim lebenden Tier. Gewiß hat ein technischer Verstand lange gesonnen, bis er mit einem verhältnismäßig einfachen Räderwerk die Bewegung der Gliedmaßen des Tieres so nachahmen konnte, daß der Eindruck des Lebens enftanö, daß ein winziger Teil Leben darin wie im Kunstwerk festgehalten war. Wenn ich mir bie Phantasie ber Konstrukloren vorstelle, muß ich immer an den alten Griechen Ptolemäus denken. Mit dem unrichtigen und untergeschobenen Mechanismus feiner „Nebenkreise" hat er ein anschauliches, mit großen Strecken der Wirklichkeit übereinstimmendes Bild der scheinbaren Bewegungen in unserem Planetensystem entworfen, das — so wenig es mit dem tatsächlichen Laus der Sterne sich deckt , — bis zu Kopernikus und Keppler die beste Erklärung der Vorgänge am Himmel war. Vielleicht würde der alte Grieche heute mechanische Spielzeuge verfertigen. Ich denke die Jahre zurück bis zu meiner Kindheit, als noch an der Schloßfreiheit und im Lustgarten der Weihnachtsmarkt war und schon, wie heute, bie Straßenhändler in jedem Jahre das eine neueste Bewegungsspiel feilboten, das mehr, als was man in den Läden kaufen konnte, für die Kinder das Ereignis des Winters war. Es war allgemein wie eine Melodie, die alle singen. Es ging den schöneren und teureren Weihnachtsgeschenken weit vor. Sicher brachten es bald immer ein paar Jungen mit in die Klasse, wo es bann in den Hinteren Bänken am Unterricht teilnahm ober sich wenigstens burch den Unterricht nicht stören ließ. soll aus Hrem Sohn und Ihrer Tochter werden? Oer kaufmännische Äeruf ist für den Tüchtigen immer noch aussichtsreich. Man braucht aber eine gediegene Fachausbildung - kein Scheinwissen. FürgründllcheAus« bildung kommt nur die Schule der Handelskammer Gießen in zrage öffentliche Sandeislehranstalt Gießen/Liebtgstraße lü 77 9 D iiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiii amMMrsiiftsinmsmr heimischen Wirtschaft Handels-u. Gewerbebank e.G.m.b. S. Gießen 77170 Goeihestraße 7 besonders milde im Geschmack und sehr bekömmlich. Hilft sofort gegen Sodbrennen. Magensäure. Machen Sie bitte einen Versuch und verlangen Sie ausdrücklich Kaiser-Natron. Höchste Reinheit garantiert. Nur in grüner Original - Packung, niemals lose, in den meisten Geschäften. Rezepte gratis. Neine h.k schlangen, Radau, Konfetti, — das alles gehört ine zum Weihnachten da unten. Und es ist ja auch tat- sachlich nicht ganz einfach, in unsere deutsche tiefe °he Weihnachtsstimmung zu kommen, wenn man den rn»;« ganzen Tag daraus aufmerksam gemacht wird, daß 'n3 Sq. man ohne Tropenhelm einen Sonnenstich bekommt. > "W alle Und trotzdem —. Da stand er nun, mein kleiner 5 JPen! bie Tannenbaum, und der amerikanische Flieger sah B518 "Uixmnes Geheimnis Roman von Klothilde von Stegmann llrheberrechltschuh: Fünf-Türme-Verlag Hakle (Saale) 17. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Er konnte nur hoffen, daß Poonne nun wenigstens so viel Rücksicht auf ihn nahm, daß sie ihre Zimmer bei Frau von Merten aufgab. Er selbst konnte es Frau von Merten doch unmöglich antun, wieder auszuziehen. Wenn aber Pvonne blieb? Welch unerträgliche Lage! Vielleicht, daß er doch Doktor Millers Rat befolgte und um Urlaub ein kam? Der Skeptiker Doktor Miller hotte doch recht behalten. ’2Iber er durste sich Miller gegenüber nichts anmerken lassen, er hätte zum Schaden nur den Spott gehabt. — Ein Klopfen riß ihn aus seinem Nachdenken. Walburg kam mit einem Aktenstück herein: ,r$)err Legationsrat haben die Akten Filmoberprüfstelle .Ostfront verlangt? Sitzung in zwölf Tagen, zehn Uhr, Zimmer 212. Die Akten find Herrn Legationsrat zugeschrieben. Vertretung noch nicht bestimmt.- Seeburg dankte kurz, und Walburg verließ das Zimmer. Er ging aber nicht gleich wieder in sein Bureau zurück, sondern an einen der Telephonautomaten links vom Eingang. Er hatte Millers Auftrag, ihn immer auf dem Laufenden zu halten, nicht vergessen. Aber sein Anruf bei Doktor Miller war vergeblich. Der Krirninaldirektor war nicht im Bureau. Run gut, man mußte bann eben nachmittags noch einmal anrufen. Denn mit dem Herrn Legationsrat von Seeburg war sicher etwas Besonderes los. Der alte Krause hatte ohne Zweifel richtig gesehen. und Doktor Miller wollte doch von jeder auffallenden Tatsache sofort unterrichtet sein. Gerade wollte Walburg die Telephonzelle verlassen, als Malesius eilig die Treppe herunterkam und auf die Nebenzelle zuging. Walburg prallte zurück. Wenn Malesius ihn jetzt erwischen würde, hatte es ein Donnerwetter gegeben! Also duckte er sich, um abzuwarten, bis er ungestört wieder nach oben gehen konnte! — „Wie undicht doch die Zellen sind", mußte er denken. Deutlich hörte er Malesius Westend 14 096 verlangen. Hoffentlich dauerte das Gespräch nicht lange Man würde sonst sein Fehlen bemerken. e Malesius telephonierte doch sicher wieder mit irgendeiner Freundin. Aber nein, diesmal hatte er 'hm unrecht getan. „Herr von Holtay zu Haus?" hörte er Malesius fragen. — Holtay, so ähnlich hatte doch früher einmal irgendein Dichter geheißen? Na, das schien ja kein Dichter zu fein, mit dem der sprach. Aha, also wieder das alte Lied: hatte abermals gespielt, der Malesius. Deutlich hörte Walburg: „Sie müssen mir aus der Patsche helfen, Herr von Holtay! Wie? — Aber ich bitte Sie, es gab doch nichts zu berichten? Ich hab schon wie ein Luchs aufgepaßt Sie können es mir glauben. Nein, heute habe ich ihn noch nicht gesehen. Nein, Sie haben recht, man soll keine Namen nennen. So, etwas In- teressantes? — Ja, natürlich kann ich Sie aufsuchen. — Gleich nach dem Dienst. — Aber ich kann mich doch darauf verlassen, Herr von Holtay, daß ich die Dreitausend gleich bar mitnehmen kann? — Ich muß bis heute abend den Betrag bezahlt haben. — Besten Dank! Ich wußte ja, daß Sie mich nicht im Stich lassen werden. Also, ich ioll nicht zu Ihnen kommen, sondern gegen achtzehn Uhr in der Halle des .Espla nabe1 fein? cd)un, das liegt ja noch bequemer für mich. Ich bin pünktlich da. Aber nicht vergessen: drei Mille in bar, Herr von Holtay! Auf Wieder- sehen!" Walburg hörte, wie die Tür zur Nebenzelle zu- geworfen wurde. Langsam erhob er sich aus seiner gebückten Stellung. Da bog eben Malesius um die Ecke. Jetzt konnte man auch wieder in sein Bureau. Der Pförtner drohte ihm lächelnd mit dem Finger. „Mal wieder Glück gehabt, junger Mann? Den Anpfiff hätte ich nicht haben mögen, wenn der Sie gesehen hätte. Sie hatten auch Zeit gehabt bis zum Abend, um Ihr Mädel anzurusen. Na, verdrücken Sie sich mal! Da kommt das Auto des Herrn Staatssekretärs.- Als Walburg mittags und abends von neuem versuchte, Doktor Miller zu erreichen, bekam er immer wieder den Bescheid. „Herr Kriminaldirektor ist noch nicht zurück." Da beschloß Walburg, selbst einmal zuzusehen, ob er herausbekommen konnte, was hinter Malesius' Geldverlegenheit steckte. Und wer dieser dumme Kerl, der Holtay, war, der da jo bereitwillig dreitausend Mark ausspuckte: vielleicht war es Unsinn. Aber wenn er Doktor Miller doch etwas berichten könnte, was dem nützlich war, bann wäre bas ein Erfolg. Und vielleicht gab ihm Doktor Miller bann auch ein paar andere Aufträge, bei denen er einmal beweisen konnte, daß er zum Detektiv taugte! Kurz vor achtzehn Uhr bezog Franz Walburg also seinen Posten beim „Esplanade". Aber das hatte er sich doch vergnüglicher oorgeftellt. Bei schönem Wetter mochte so etwas ja ganz nett sein. Aber bei dem Regenguß, der jetzt herunterkam, schienen Beobachtungen fast unmöglich. Unmittelbar an der Eingangstür des „Esplanade" fiel er zu sehr auf, und auf der anderen Straßenseite konnte er wegen der vor- überfaufenben Autos nichts sehen. Da kam ihm ein rettender Gedanke. Schnell entschlossen trat er an den Zeitungshändler heran. Der alte Mann schien. sich in der Nässe gar nicht behaglich zu fühlen, trotz' Regenschirm und Lederpelerine. „Na, Vater, für Sie ist bas Wetter wohl ooch nischt!" Brummig erwiberte der Alte: „Del macht keenen Spaß. Kaufen tut keener was, und ick hol' mir wieder mein Reißen! Aber wenn ich jetzt hier weggehe, bann steht morgen ein anderer auf bem Platz, und der Junge, der mich sonst bei solchem Wetter ablöst, ist ooch krank." „Na, Alterchen, da werd' ich Sie vertreten! Sie krieaen sogar noch en Taler zu, und Konkurrenz mach' ich auch nicht." „Was bist du denn für 'ne putzige Kruke — willst dich in bem Regen hinstellen und mir noch 'nen Taler zugeben? Zeitungshändler biste ooch nicht, sonst wärste auf die Idee nich gekommen — noch was zuzuzahlen. Biste Geheimer? Ober was willste eigentlich?" Walburg lachte: „Komm hier einen Augenblick weg. Geheimer bin ich nicht — Liebhaberdetektiv. Nu gib mir mal deine Pelerine und deine Zeitungslasche. Kannst drüben im Trockenen aufpaffen, daß ich dir nicht ausrucke. Hier ist der Taler; nimm mal meinen Hut und gib mir deine Mütze. Sieht besser aus. Das suhlst bu denn an meinen Taschen herum?" Der Alte lachte. „Drolliger Kerl biste — nee, Schießeisen haste nich bei dir. Aber mach' keine Dummheiten! Ich pass' hier auf. Hier, Wechselgeld. Und Trinkgeld wird geteilt" Gleich daraus stand Franz Walburg, die Pelerine hochgeschlagen, die Mütze tief ins Gesicht gebrückt, dicht am Haupteingang des „Esplanade" Hotels und rief mit monotoner Stimme die Abendzeitungen aus. Er war innerlich vergnügt. Da war er auf einen feinen Trick gekommen. Jetzt konnte er alles gut ichen. Fast hätte ihn fein Erschrecken verraten, als plötzlich Malesius vor ihm stand und kurz und befehlend sich ein Abendblatt von ihm geben ließ. Wenn der ihn nicht erkannt hatte!, dachte Franz Walburg vergnügt, bann schien feine Maske ja echt zu fein. Uebrigens, bas Geschäft ging ganz gut. Der Regen ließ auch nach. Da konnte ber Alte feinen Platz ruhig bald roieber einnehmen. Wenn er nur wüßte, was er nun weiter tun sollte! Daß Malesius hierher kommen würbe, das hatte er doch schließlich schon vorher gewußt. In die Halle hinein konnte er nicht. Zeitungsverkäufer ließen sie nicht herein, bas hatte er eben schon probiert. Wenn er in feiner gewöhnlichen Äleibung kam, bann mußte Malesius ihn ja erkennen. Walburgs zuversichtliche Stimmung schlug um. Doktor Miller hatte doch recht gehabt, so einfach war ber Beruf nicht, wie er es sich gebacht hatte. Aber Glück muß ber Mensch haben! Da kam Malesius ja schon wieder heraus. Doch diesmal war er nicht allein — zwei Herren und eine Dame waren mit ihm, und was für eine Dame! Donnerwetter, war die schön und elegant! Mechanisch rief Walburg wieder seine Zeitungen aus. Der eine von den Herren schien ein Ausländer zu sein. Jetzt sagte Malesius --- die vier schienen auf ein Auto zu warten — zu bem anbern Herrn: „Bitte, Herr von Holtay, hier steht's im Abendblatt!" Aha.', dachte Walburg: Holtay? Das war der Mann mit den dreitausend Mark. Na, ber mußte viel Gelb übrig haben, wenn er bem Malesius was pumpte. So, bas Gesicht hatte er sich fest eingeprägt. Richtig, ber anbere war ein Ausländer, schien französisch zu sein, was ber sprach. Auch bie Frau antwortete nicht beutsch. Was bie für eine helle Stimme hatte! Iebes Wort hätte man bis hierher verstehen müssen ... „Abenbblätter, Abenbausga- ben ..." Da, jetzt fiel ihr ein Hanbschuh herunter. Ob er es wagte? Ach was, ber Malesius hatte ihn vorher auch nicht erkannt! Mütze tief ins Gesicht, (prang Walburg rasch zu unb hob ben Hanbschuh auf. „Ah, Mabame Dumont ...!" Der Auslänber nahm ihm den Hanbschuh ab, brückte ein Gelbstück in seine Hanb ... rasch zurück jetzt, ehe Malesius auf ihn aufmerksam würbe ... „Äbenbausgabe, Abendblätter, letzte Ausgabe .. .“ Madame ... bas hieß doch Frau — wie hatte er gesagt? Madame Dumont? ... Ob das wohl wichtig war für Doktor Miller? So, jetzt waren bie vier weg im Auto. Zwecklos, hier noch weiter zu stehen. Vom Potsdamer Platz aus würbe er an Doktor Miller telephonieren. Da kam auch schon ber Alte herübergehumpelt: „Hofs ein feines Trinkgeld gegeben? Was haste denn gefunden? Hast bu jetzt genug?" Franz Walburg lachte übermütig: ..Masienhast! Macht mir nur Spaß, wenn', regnet, oo! Komm!" Sieber zog er ben alten Zeitung». Händler in den Torweg nebenan. - Hier, die Zeitungen sind fast alle. Hier hast bu deine Tasche, nimm die Mütze. So, nun gib meine« Hut her. Hier ist das Geld." Eifrig zählte der Alte noch. „So, nun müssen wir teilen", sagte er. Dalbura winkte lachend ob. „Nebenbeschäftigung verboten, steht im Paragraph Adolfs man. Wünsch' weiter gutes Ge- !" Schon eilte er bem Potsdamer Platz zu. Der .Hop7n9Sl)änb,er fQl) il,m nad? und schüttelte ben „Verrückter Bengel! Was der wohl gewollt habe, mag? Nicht mal das Trinkgeld hatte er behalteir neme Puppe war das, die was verloren hatte. Mir kann's recht fein. Abendausgabe..." 13. Kapitel. „Eine gute Idee", sagte Perlain zu Holtay, „bei dem schönen Wetter noch eine Stunde ins Freie zu fahren. Wannfee sagten Sie! Hat dieser Ort auch historische Bedeutung wie Potsdam?" Franz von Malesius übernahm die Antwort: „Nein, Herr Direktor Perlain! Mit ber preußischen Geschichte ist ber Wannsee allenfalls durch Kleists Grab verknüpft. Sie wissen vielleicht: »Der zerbrochene Krug', »Die Hermannsschlacht und jo weiter." Mit einem leichten Schaudern fragte Pvonne: „Hermannsschlacht'?! Ist das nicht bie schrecklich« Sache, wo biefe deutsche Frau — Thusnelda, glaub« ich — ihren Anbeter bem Bären vorwerfen läßt?" Ein leicht ironisches Lächeln zuckte um die Mundwinkel von Malesius'. „Sie haben ein gutes Gebächtnis, Mademoiselle Dumont.“ Und mit einem spöttischen Unterton fügte Herr von Holtay hinzu: „Die Deutschen haben eine andere Auffassung^ von Galanterie als die berückenden Frauen Ihrer Nation." Mit einem Blick auf die Straße unterbrach sich Holtay unb roanbte sich an Franz von Malesius: „Sie wollten doch hier in dieser Gegend noch schnell die geschäftliche Angelegenheit erlebigen, Herr von Malesius, über bie wir telephonisch sprachen? Lassen Sie uns nicht lange warten, sonst wird uns Herr Wassiljew ungeduldig. Er erwartet uns im Schwedischen Pavillon.“ Malesius tastete nach seiner Brieftasche, als ob er sich überzeugen wollte, daß ber Briefumschlag, in bem Holtay ihm bie brei Tausendmarkscheine überreicht hatte, noch ba wäre. Dann stieg er schnell aus: „Ich bin in zwei Minuten roieber bei Ihnen, meine Herrschaften! Ich werbe mich um so mehr beeilen, als ich ja weiß, baß ber arme Wassiljew in ftänbiger Angst lebt, von einem Kollegen erkannt zu werben." Kaum war Malesius fort, als sich Perlain lebhaft an Holtay roanbte: „Glauben Sie, baß biefer Herr in ber Filmangelegenheit wirklich etwas für uns tun kann?" (Fortsetzung folgt.) Meine Sprechstunden finden wie früher statt: Werktags 13.30-14.30 Mittwoch und Samstag 14.30-16.30 Reg.-Medizinalrat Dr.med.WillielmTrautmann Facharzt für innere und Lungenkrankheiten (Tuberkulose) Gießen, MoltkestraBe 6, Fernruf 4264 --- 7735 D Städtisches Volksbad Gießen Samstag, den 23, und Samstag, den 30. d. M, ist das Städtische Volksbad bis 21 Uhr geöffnet! Kassenschluß 20.30 Uhr Gießen, den 21. Dezember 1933. Städtisches Volksbad Gießen. Braubach. Z882D Wir denken auch an die Hausfrau! Sie die eich das ganze Jahr Uber so plagen muö, soll arbeitsparende Maschinen und Gerate zu Weihnachten bekommen. — Sie wird sich besonders darüber freuen. Hier sind einige Vorschläge: Brotschneidemaschine m. rund.Me«. rm 5.40 Reibemaschine ior Kartoffeln uew Fleischhacker gut verrinnt. . . . Kaffeemühle für die Wand . . . Haushaltswaage mit 2 Schalen . 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Als Proießbeoollmächtigter der iVrau (hnmo Leebold, öerw. -t gü, geb. -vaas in «ließen, SelterSroeg 19, bringe ich öic nachnebende gerichtliche Entscheidung zur öffentlichen Kenntnis: H. R. «. 198. ... ^emäß 88 142 Abi. wird die Löschung der Nir veinnct) Leebold in Gießen eingetragenen Prokura von Uint» wegen angeordnet. Die Beteiligten werben hiervon benachrichtigt und ihnen gleichzeitig eine «rnft von 1 Woche gefetzt tut Geltendmachung eines etwaigen Widerwruchs. _ , , _ (Gründe: , einstweilige Verfügung des Landgerichts Gießen A-Ä.I vom 8. November 1933 ist in Lachen I. C. 67, 33 (ftrau (rrnrno Leebold in Ziehen gegen ihren Ehemann »rno Leebold daselbst) dem i>riv Leebold legstche Verfügung über das im vaus Seltersweg 19 ,u Gießen betriebene Leu tat en en- und Feinkostgeschäft sowie da» ebenda befindliche i.okal „LchwabS Weinstube" verboten. Unter daS Werbet mllt auch die Verfügung über die Firma des üiefcbäfti. iro^ ordnungs- und fristgemäßer Zustellung der Verfügung 1 at .tob Leebold durch Antrag vom 22. November 1933 einen ^fünften bestellt. Tiefe Bestellung war ibm verboten und ttt deshalb die eingetragene Prokura zu löschen, nachdem oeni .Negntergertcht die ergangene einstweilige Berftigtm- durch Borlage zur Kenntnis gebracht rft s7739V Gteben, den 22. Dezember 1933. Hessisches Amtsgericht. .'alenborter, Zustizmsvektor als Rechtavsteger. die Abschrift: ge;. Krüger, Rechtsanwalt. Lln?ere Weihnachts-Mreisaufgabe Liebe Kinder ! Die Weihnachts-Preisaufgabe liegt wieder vor Euch! Sicher habt Ihr Euch schon gefragt: „Was wird der Nätselonkel wohl diesmal für eine Weihnachts- Preisaufgabe bringen?"- Also, hier seht Ihr sie: es sind 24Bilder aus 24 verschiedenen Werkstätten. Eure Aufgabe ist es, zu raten, welches Handwerk jedes der Bilder darstellt. Ihr müht also 24 verschiedene Berufe namhaft machen. Im voraus sei Euch gesagt, dah das leichter ist, als es anfänglich aussieht. Wer während der Handwerkerwoche den Festzug aufmerksam beobachtet hat, dem wird es keine Schwierigkeiten bereiten, die richtigen Berufe zu raten. Für die Lösung habe ich es Euch sehr einfach gemacht: Ihr braucht nur zu schreiben: 1. Maurer, 2. Schlosser, 3. Schornsteinfeger usw. (Die hier angeführten Berufe sind natürlich nur als Beispiel angegeben!) Ich will Euch aber, um die Lösung einzelner Bilder (die vielleicht schwerer zu raten sind) noch mehr zu erleichtern, einen kleinen Tip geben: wer von den Händen und ihrer Beschäftigung her das Bild nicht bestimmen kann, soll aus das sichtbare Werkzeug oder Material, auf fertige Erzeugnisse u. dgl. achten. Mehr darf ich aber nicht sagen ... Wo ich die Bilder alle her habe, möchtet Ihr gerne wissen? Ich habe meine Leica genommen, das Stativ und eine 500-Watt-Lampe, bin damit von einer Werkstatt zur anderen gegangen, habe den Handwerkern erzählt, was ich wolle, und sie liehen mich bereitwillig ihre Hände, ihr Werkzeug und ihr Werkmaterial photographieren. Ich glaube, es ist Euch recht, wenn ich auch an dieser Stelle allen Handwerksmeistern danke, die durch ihr Entgegenkommen dazu beigetragen haben, daß dieses Weihnachtsrätsel zustande kam. Ihr selbst könnt Euch dadurch dankbar erweisen, dah Ihr Euch in recht stattlicher Anzahl an der Lösung beteiligt. — Nun will ich Euch gleich die Bedingungen bekanntgeben, die Ihr bei der Einsendung Eurer Lösungen beachten müht. Es braucht also nur die Bezeichnung des Handwerks und die Nummer angegeben zu werden, mit denen die einzelnen Bilder versehen sind. Wem es Späh macht, der kann seine Lösung in Verse bringen oder dem Nätselonkel eine kleine Geschichte darüber erzählen. Wenn Ihr Bilder schicken wollt, könnt Ihr auch den Farbstift zu Hilfe nehmen und damit die Einsendung interessanter gestalten. Beteiligen kann sich jeder Bub und jedes Mädel. Letzter Einsendungstermin ist Dienstag, 2.Januar, 18 Uhr. Die Lösungen müssen mit dem Vermerk „Weihnachts-Preisaufgabe" versehen und an die Redaktion des Giehener Anzeigers, Gichen, Schulstrahe 7, gerichtet sein. Ihr dürft nicht vergessen, Euren Vor- und Zunamen, den Wohnort, die Strahe und die Hausnummer, sowie das Alter genau anzugeben Die Lösung der Preisaufgabe wird, zusammen mit den Namen der Preisträger und den Bestimmungen über die Abholung bzw. die Zusendung der Preise, am Samstag, 6. Januar, veröffentlicht. Es ist .elbstoerständlich, dah es auch in diesem Jahre wieder für diejenigen, die die besten Lösungen ein enden, hübsche Preise gibt, die den Gewinnern sicher Freude machen werden. Vor allem sind es wieder Bücher oom Sport, von der Fliegerei und der Seefahrt, abenteuerliche Geschichten, Märchen- und Bilderbücher für Jungens und Mädchen. Und nun macht Euch fleihig an die Arbeit! Ich hoffe, bald von Euch zu hören. Giehen, den 23.Dezember 1933 Suet Nätselonkel MMkeiien der LohnsteiierermaßWNgen , wenn Wsahrtsbriesmarlen für die Deutsche Achilfe <1 mit Jum Kampf gegen Hunger und Halte Kirchliche Nachrichten 2 3. 4 lic S. Steuer« 6. eier de, 2. Äin« (Tenor); Kollekte; 17: Die ui ein ft He,lh er ein ©frmcii SO a It Berufs- Berufs« fit ftu St k Aufhebung zuständigen dem Beruf. gcn 1. verbänden ohne öffentlich-rechtlichen Charakter, deren Zweck nicht aus einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist. Sonderleistungen unter Nr. 1 bis 4 dürfen Kirchensteuern, soweit diese in dem obschnitt fällig werden; Beitröae tu den öffentlich-rechtlichen oder Wirtschaftsvertretungen sowie zu Auf Antrag de» Steuerpflichtigen erfolgt durch da, Finanzamt eine Erhöhung des steuerfreien Lohnbetrage», der, ebenso wie bei den zu veran« ~ ----- mit einem Einkommen teile auf eine Abänderung oder dem für den Steuerpflichtigen Finanzamt angezeiat wird; Ausgaben für die Fortbildung In den der Steuerpflichtige ousübt; rf't*Hot mindesten» um 25 v fi. ern>erb>b#fchr ist Die (Erhöhung gilt da sie in der ftcuptfurt)- il Grund in den besonderen, durch di« Beschäftig Teutstblnnv4 Kampf um die Erhaltung der nordischen Rasse Wie ernsthaft da» Brodlern bei Geburtenrückgang» in Deutschland ist. soll diese» Bild tebem vor Augen halten. Bebt unser Volk weiter zahlenmäßig au» rück und wachsen die Slawen im Lstrn Europa» weiter wie biahet an. so besteht für die kommende Zeit die Befahr der Turchwanderung und Aufsaugung bei brutschen Volke». In wenigen Jahren wird bet Zeitpunkt erreicht fein, von dem an die BevölkerungSzabl von Jahr au Iabr abnimmt, wenn dem Geburtenrückgang In Deutschland nicht E nbalt geboten wird. Dann wird die riesige sloroenflut an Deutschland» Lstgrenae über da» deutsche Volk blntoenbranben. Nach Berechnungen bei Statist.scheu Reichsamtei wird die voraussichtliche Dacb»tum»entwicklung der europäischen Bevölkerung dazu führen, bcfi Im Jahre 1960 also etwa in einer Generation. schon lebet zweite Europäer ein Slawe ist. während noch vor 50 Jahren nur feder dritte Europäer ein Slawe war. E» darf nicht so bleiben, daß in Deutschland nur ein K.nd beranwächst. während Im Lsten Europa» drei aufgezogen werden. die versuchen werden, die frei un» entstandenen Lücken ou»aufü.len. Deshalb ist der Kampf gegen den Geburtenrückgang von so grober Bedeutung und eine der wichtigsten Ausgaben der nationalsozialistischen Erziehung bei deutschen Volks, berqottesbienftes (Leitung: Frl. aniji Kreiling); Kollekte. — Kirchberg. 10: Kollekte; 16. Weihnachts- Rinbcrgottesbienft. — ftlein-Cinben. 10: Gottesdienst — Hausen. 13: (Bottesbienft. — Garbenteich 10: Gottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 10 30: Hauptgottesdienst — Cid). 9.45: Beichte; 10: Stifts- Pfarrer Draubt; hl. Abenbmahl. — Cangsdorf. 11: Hauptgottesdienst Pfr Gerich (Bellersheim); Kollekte. — Berten häufen. 13 30: Hauptgottesbienst: Pfr Gerich (Bellersheim); Kollekte — fiunoen. 9.45: Gottesdienst. — Canob. 11.15: Gottesbienst. Katholische Gemeinden. Samstag. 23. Dezember. Gießen. Ist 30 und 19 Uhr: Beichte; es wirb ein fremder Priester Beichte h-ren. — Cich 15 bi» 17 ur.b 20 bi» 21 Uhr; Beichte. — Hungen. 17 dis 19 Uhr; Beichte. zusammen den Iahresdeirag von 600 Mk. nicht übersteigen: biefer Betrag erhöht sich für die zur Haushaltung des Steuerpflichtigen zahlende (Ehefrau sowie für iebes zu seiner Haushaltung zählende und nicht felbltändia zu veranlagende minderfahrige Kind um ie 260 Mk Für bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern ist zur Vereinfachung her Berwaltungsarbeit eine Sonderregelung getroffen Bei Kriegs- und Ziollbe« fchädiaten erfolgt auf Antrag eine Erhöhung des feuerfreien Betrages der Sonberlelftungen und der Derbiingskosten um den hundertiap der Erwerbs sebrönkung ohne Einzefnokiiweis sofern der Stmer 6i bt Ur fai bt Ifi Reffe und feiern. Von der Ortsgruppe Gießen de» Ref chsetn heitsoerbandes der Deutschen Gast wirte wird uns mitgeteilt: Es besteht Anlaß, öffentlich darauf hinzuweisen, daß die Veranstaltung von Festlichkeiten und seither üblichen Feiern keiner Beschränkung unterliegt, soweit die Feiern im Rahmen allgemein üblicher Veranstaltungen liegen und sich dem Ernst der Gegenwart würdig anpasien. Lediglich unzeitgemäße Uebertreibungen, die außerdem etwa noch unter dem Deckmantel sozialer Fürsorge stattfinden sollen, sind streng verboten. Keine Barteiorganisation hat dos Recht. Dereinssestlichkeiten und Feiern zu verbieten, da die» unbedingt einen Eingriff in die Wirtschaft darstellen würde. lagenden Steuerpflichtigen mit einem Tmkc unter RM 10 000 — jährlich 720 Mk. beträgt, die Voraussetzungen für die Anwendung des § 56 Einkommensteuergesetz oorllegen. Rach dieser gefefclichen Bestimmung können besondere wirtschaftliche Verhältnisse, die die Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen wesentlich beeinträchtigen, berücksichtigt werden, wenn bas Einkommen 30 000 Mk. nicht über- Steuerkarte mitzuzählen. Infolgedessen steht dem hauLhallungsoor'rand (Vater bzw. Mutter) für das ganze auf den Äichtag folgende Kalenderjahr die Familienermähigung zu, und zwar auch dann, wenn das Kind nach dem 10 Oktober 1933 Arbeitslohn bezieht. Eine Berichtigung ber (Eintragung au- der Steuerkarte mit Rücksicht auf eine nach dem 10. Oktober 1933 eingetretene Lenderung im Fa- milienftanb zuungunsten des Arbeitnehmers (z. B. Tod der Ehefrau oder eines Kindes) kommt nicht in Frage Zur Förderung der Ueberführung weid- sicher Arbeitskräfte in die Hauswirtschaft ist in dem von der Reichsregierung befchlosfenen Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit bestimmt, daß die bei der Einkommensteuer vorgesehene Kinderermäßigung auch für Hausgehilfinnen, sofern sie zur Haushaltung des Arbeitgebers zählen, gewährt werden. Die Ermäßigung wird jedoch nicht für mehr als drei bei einem Arbeitgeber gleichzeitig beschäftigte Hausgehilfinnen zugebilligt. Der An- fprud) auf die Ermäßigung für eine Hausgehilfin fällt fort, wenn die Hausgehilfin entlasten und nicht innerhalb eines Monats eine andere Hausgehilfin eingestellt wird. Wird hiernach die Zahl der beim Steuerabzug zu berücksichtigenden Hausgehilfinnen niedriger als die auf der Steuerkarte vermerkte Zahl, so hat die Behörde, die die Steuerkarte aus- gestellt hat, eine Berichtigung der Steuerkarte vor- zunehmen. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, spätestens nach Ablauf der obengenannten Frist unter gleichzeitiger Vorlage seiner Steuerkarte die Berichtigung zu beantragen. Weist der Arbeitnehmer nach, daß die Zahl der vertonen, für die die Familienermäßigung in 5ra_qe kommt, größer ist. als auf der Steuerkarte angegeben, so hat die Gemeindebehörde auf fernen Antrag die Tatsache auf der Steuerwarte zu vermerken. In diesem Falle tritt die Ermäßigung für die hinzugekommene Person bei der ersten Lohnzahlung, bei der die ergänzte Steuerkarte oorgelegt wird, in Kraft. Durch die Verordnung vom 5. Juni 1931 ist die Anwendung des tz 93 Einkommenssteuergesetz, der die Erstattung von einbehaltenem Steuerabzug vom Arbeitslohn nach Ablauf des Jahres regelt, aufgehoben. hierdurch gewinnt die Möglichkeit der Erhöhung de» steuerfreien Lohnbettoges, sowie der Erhöhung der Pauschbeträge für Sonderleistungen und Werbungskosten bei Arbeitnehmern auf der Steuerkarte erhöhte Bedeutung. Da die bewilligten Erhöhungen bei der Berechnung der Lohnsteuer erst zu berücksichtigen sind, wenn dem Arbeitgeber die mit der Aenberung versehene Steuerkarte vorgelegt wird, enwfiehlt es sich, beim Dorliegen der entsprechenden Voraussetzungen umgehend Antrag zu stellen, und zwar unter Beifügung der erforderlichen Belege und der Steuerkarte 1934, die in diesen lagen von den Bürgermeistereien ausgegeben werden. des Frauenchors. — Albach. 12.30: Kollekte. — heuchelhe.m. 10: Hauptgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors (Leitung Rektor Knab); Kollekte; 17: Weihnachtsfeier des l. Kindergottesdienstes (Leitung Frl. Greta Grebe); Kollekte. — Kirchberg. 10: Kollekte für die Heidenmission; 11: hl. Abendmahl für die jungen Männer und Frauen von Staufenberg; 16.30: Liturgischer Weihnachtsgottesdienst; Kollekte. — Klein-Linden. 10. Gottesdienst; 15: Weihnachtsmusik.-— Hausen. 9.45: Gottesdienst, Mitwirkung des Frauenchors. — Garbenteich. 13: ®ot- tesbienft. — Watzenborn-Steinberg. 10.30: haupt- gottesdienst; Posaunen- und Kirchenchor; Kollekte; 15.30: Weihnachtsfeier der Kinderkirche. — Lich. 10: Ssiftsdechant Kahn; Chorschule und Kirchenchor; 17: Weihnachtsfeier der Kinderkirche, Stiftsdechant Kahn; 20: Stiftspfarrer Draudt. — Langsdorf. 11: Fest- gottesdienst; Mädchenchor; Kollekte; 14: Kindergottesdienst. — Bettenhausen. 9 30: Festgottesdienst; Kollekte; 18.30: Christoesper; Kollekte. — Hungen. 9.45: Gottesdienst, danach Vorbereitung und Fe.er des hl. Abendmahls; hausabendmahle; 19.30: Liturgische Weihnachtsfeier. — Langd. 13: Gottesdienst. Dienstag, 26. Dezember. 2. Weihnachtsfeiertag. Stadtkirche. 9.30 Uhr. Pfr. Mahr; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde; 17: Pfr. Becker; Liturgischer Gottesdienst. — Jo- banneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 17: Pfr. Ausseid. — Kapelle des Allen Friedhof». 9.30: Prof, v. Corbier. — petruefapcUe. 9.45: Pfr. Trapp. — (Bemdnbefaol (Llebigslrahe 56). 14: Taubstummen- Gottesdienst: Pfr. Bechtolsheimer. — HJIeferf. 10 Hauptgottesbienst; Ehorschule; Kollekte. — Allen- vuseck. 10. — Oppenrod. 9: Gottesdienst; Kollekte. — Grohen-Vuseck. 10.30: Kirchenchor; Kollekte. — Albach. 12.30: Kollekte. — Steinbach. 10. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst unter Mitwirkung des Konfirmandenchors und des Herrn Robert Mandler Sonntag, 24. Dezember. 4. Adventssonntag. Gießen. 6.30 Uhr. Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: hochami mit Predigt; 11: Messe mit Predigt, 1630 und 19: Beichte; 17.30: Adoentsandacht. — Echzell. 11: hochami mit Predigt. — Grünbcrg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt nut Predigt, Christenlehre und Beichte. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14: Andacht und Beichte. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 14: Christenlehre und Andacht; bann Beichte. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt, vorher Beichte. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, 25. Dezember. Weihnachtsfest. Gießen. 5 Uhr: Christmette; 6: Beichte; Meste; 6.30: Meste; 7: Messe, 8: Meste; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Meste mit Predigt; in der Christmette, in allen Messen und vor dem Hochamt wird die hl. Kommunion ausgeteilt; 17.30: Vesper mit Segen; 16.30 und 19: Beichte. — Grünberg. 9.45 Meste mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt nut Predigt. — Laubach. 6: Christmette; Beichte; 7.30: Messe; 10: Hochamt; 14: Vesper, bann Beichte. — Lich 6: Christmette; 10: Hochamt mit Predigt; 14: Vesper, bann Beichte. — Tlidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Dienstag, 26. Dezember. Fest des hl. Stephanus. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte, 7: Meste; 8: flommu-' mon; 9: Hochamt; 11. Messe; 17.30: Festandachi mit Segen. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — (Brünberg. 9 45: Meste mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; zählen: Beiträge, die der Steuerpflichtige für sich und feine nicht selbständig veranlagten haushal- tunasangehörigen zu Kranken-, Unfall-, haft- vflicht-, Angestellten«, Invaliden« und Erwerbs» losenoersicherung»«, Witwen-, Waisen- und Pensionskasten zu zahlen hat; Beiträge zu Sterbekasten für den Steuerpflichtigen und feine nicht selbständig veranlagten f)auebaltungeanqehörigen; Versicherungsprämien, die für Versicherungen de» Steuerpflichtigen und feine nicht selbständig veranlagten haushaltungsangehörigen auf den Todes« ober Lebensfall gezahlt werben: den Versicherungsprämien werben gleichgestellt Svar« einlaaen, sofern die Rückzahlung be» Kapitals nur für den Todesfall ober für den Fall des Erlebens Innerhalb einer Zeit von nicht weniger al» 20 Jahren vereinbart ist und die Vereinbarung und der Verzicht beider Vertrags« Evangelische Gemeinden. Sonntag, 24. Dezember. 4. Advent. Stabtklrche. 9.30 Uhr: Missionar Walther; 15.15: Weihnachtsfeier der Kinderurche der Markusge- meinde; Pfr. Becker; 17: Christve,per; zugleich Weihnachtsfeier der Kinderkirche ber Matthäusgemeinbe; Pfr. Mahr. — Iohanneskirche. 9.30: Pfarrasfistent Balz; 11: Kinderkiiche für bie Lukasgemeinbe; Pfr. Bechtolsheimer; 14.30: Weihnachtsfeier ber Kinderkirche der Lukasgcmeinbe; Pfr. Bechtolsheimer; 15.30: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Johan- nesgemeinbe; Pfr. Ausfeld; 17: Christoesoer; Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 15.30: Weihnachtsfeier der Kinder- kirche der Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — JJetrus- kapelle. vormittags siehe Iohanneskirche; 17: Christ- vesper; Pfr. Trapp. — wieseck. 9.45: Hauptgottes- dienst; 11: Kinderkirche. — Alten-Bufcrf. 10. — Op- penrob. 9. — Großen-Buscck. 10.30: Gottesbienst. — Steinbach. 10; 19.15: Christoesper. — Albach. 12.30; 18: Christoesper. — Heuchelheim. 10: hauptgottes- dienst; 14: Weihnachtsfeier ber Kleinkinberfchule (in ber Kirche); Kollekte; 17: Krippenspiel ber Konsir- manben; Kollekte. — Mainzlar. 18. — Lollar. 18. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst. — Hausen. 10: (Bot- tesbienft, 19: Christoesper. — Garbenteich. 13: Gottesdienst; 17.30: Christoesper. — Watzenborn-Steinberg. 10.30: hauptgottesbienst; 19: Liturgischer Gat- tesbienft zum heiligen. Abend. Schülerchor; Kollekte. Lich. 10: Stistsdechant Kahn; 14: Weihnachtsbesche- rung ber Kinderschule; 15.15: Weihnachtsfeier im Rranfcnhaufe. — Kloster Arneburg. 16.30: Gottes- dienst und Weihnachtsfeier. — Canqsöorf. 11: Haupt« gottesbienst; 18.30: Christoesper; Mabchenchor; Kol- leite. — Bettenhausen 9.30: hauptgottesbienst. — Lungen. 945: Gottesdienst; 19: Christabendgottes- dienst. — Langd. 11.15. Gottesbienst; 17.30: fiitur« gische Cßrsttabenbfeier. Montag, 25. Dezember. 1. Deihnachtsfeiertag, Stabikirche. 9 30 Uhr: Pfr. Becker; 17: Pfarrassi« ft ent Balz. — Zohanneskirche. 9.30: Bfr. Ausfelb; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas« und Johan- nesgemeinbe; 17: Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle de» Allen Jriebbof». 6JO Christmette; Pfr Aus« seid; 9.30: Pfr Lenz. — petruskapelle. 9 45: Pfr. Trapp; 18: Weihnachtsfeier der Kinderkirche ber Pe trusgemeinbe; Pfr. Trapp. — wieseck. 10: Haupt gottesbienst; Gesangverein Eintracht; Kollekte; 17 30 Christoesper; Frauenchor. — Allen-Bufecf. 10: F-,i- gottesdienst; 19 30: Krippenspiel. — Oppenrod. 9 Festqottesdiel'ft 19: Liturgische Weihnachtsfeier. Kirchenchor; Schülerchor; Kollekte. — Großen-Suieck steigt. Als Verhättniste dieser Art gellen insbesondere außergewöhliche Belastungen durch Unterhalt ober Erziehung einschließlich Berufsausbildung der Kinder, durch gesetzliche oder fUf- liche Verpflichtung jum Unterhalt mittelloser Angehöriger, auch wenn sie nicht zur Haushaltung de» Steuer- Ssüchtigen zählen, durch Krankheit, Körperverletzung, erschulbung, Unqlückfälle ober durch besondere Auf- wmdungen im haushalt, die durch die Erwerbstätigkeit einer Witwe mit minderjährigen Kindern veranlaßt worden sind. Rach der Rechtssprechung des Reichsfinanzhofes stellt die Anwendung des § 56 Elnkommensteuerge« setz eine Ausnahmeoorschrift bar und es sind hier- bei die Rücksichten auf den einzelnen und die Allgemeinheit, der im Ergebnis jede besondere Ermäßigung zur Last fällt, in einen vernünftigen Ausgleich zu bringen. Rach den Vorschriften des Ein- kommensteuergesetzes können sowohl die in einem Steuerabschnitt (z. B. Kalenderjahr 1934) vorliegenden besonderen wirtschaftlichen Verhältnisse Im Sinne des § 56 Einkommensteuergesetz als auch die Werbungskosten und Sonderleistungen eines Steuer- ablchnittes immer nur die Lohnsteuer diese» Steuer- ab'chnittes (Kalenderjahr 1934) beeinflussen. Reden einer Erhöhung des steuerfreien Lohn- b :rages aus besonderen wirtschaftlichen Verhältnissen erfolgt auf Antrag eine Erhöhung der Pauschbeträge für Sonberlelftungen und Werbungskosten, wenn diese zusammen den Betrag von 40 Mk. monatlich bzw. 480 Mk. im Jahr Übersteigen Zu den Werbungskosten zählen die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der fteuer- oftichtigen Einkünfte gemachten Aufwendungen, insbesondere auch die notwendigen Ausgaben des Steuerpflichtigen durch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, sofern er hierfür von dem Arbeitgeber keinen Ersatz erhält. Auch die Aufwendungen de» Arbeitnehmers für Arbeitsmittel (Werkzeuge und Berufskleidung) zählen zu den Derbungskosten. Rach einer Regierungserklärung anläßlich der Beratung des Einkommensteuergesetzes gehören die Aufwendungen für die tägliche Kleidung, die innerhalb und außerhalb des Berufs getragen wird, zu den f)aushaltungsausgaben und sind daher keine Werbungskosten. We/ui aber jemand neben seinen gewöhnlichen Kleidern noch eine besondere Berufskleidung hat (z. D der Arbeiter Im Bergwerk ober der Chemiker im Laboratorium), so stellen die Aus« Sahen hierfür Werbungskosten bar. Auch Ausgaben, le iemanb machen muß, um sich in seinem Beruf wettbewerbsfähig zu erhalten, finb Aufwendungen zur (Erhaltung ber Einkünfte und somit Werbungs- kosten. Ieboch sind von biefen Ausgaben solche zur Erlernung eines Berufes (Ausbilbungstoften) unb solche zur Fortbildung (Fortbildungskosten) zu unterscheiden. Während Ausbilbungsfoften überhaupt nicht abzugsfähig sind, sind Fortbildung»- kosten als Sonberlelftungen nur In beschränktem Umfange zu berücksichtigen. Zu den Sonberlelftun- verursachten Ausgaben Hal, die bei ber Ausübung einer Erweibstaligkeit entstehen, nur für den Steuerabzug von den Bezügen aus einem gegenwärtigen Dienstverhältnis, nicht dagegen für den Steuerabzug von den etwa gezahlten Ruhegehalts- und ahnlich-n Bezügen für eine frühere Dienstleistung. Bei an» deren Gruppen von Arbeitnehmern, wie z. B. Buh- nenangehörigen, Artisten, Musikern, Bergleuten werden die Werbunqskvsten unb Sonberlelftungen nach bestimmten Richtlinien ohne Einzelnachweis erhöht. Die gesetzlich fellgelegte Familienermäßigung richtet sich nach dem von ber Gemeindebehörde auf der Steuerkarte eingetragenen Jamilien- ffanb am 10. Oktober de» dem Steuerab'chnitt ooraasgegangenen Kalenderjahres (für 1934 somit der 10. Oktober 1933). Hierbei sind bie zur Haushaltung bes Arbeitnehmers zählende Ehefrau und die zu feiner Laushaltung zählenden minderjährigen Kinder, mit Ausnahme der Kinder im Alter von mehr als 18 Jahren, bie Einkünfte aus selbständiger (freier) Berufstätigkeit ober aus nicht selbständiger Arbeit haben, zu berücksichtigen. Als zur Haushaltung gehörig zählen auch die minderjährigen Kinder, die mit dem Wil- len des Haushaltungsoorstandes außerhalb der Haushaltung untergebracht, aber wirtschaftlich vom Steuerpflichtigen abhängiq sind, z B. Schüler, Lehr- linge. Studenten. Minderjährig ist nach den Paragraphen 2 unb 3 BGB. ein Kind bis zur voll- enbung bes 21 Lebensjahres ober bis zu einer früheren Bolljährigkeitserklärung. Es finb mithin alle zum Haushalt zählenden m l n b e r jährigen Kinder, bie am 10. Oktober 1933 Arbeitseinkommen nicht bezogen haben — fei es, weil sie überhaupt noch In keinem Dienstverhältnis gestanben haben ober weil sie am Stichtage erwerbslos waren — bei Eintragung des Familienstandes auf der Jlibba. 8.30: Hochamt mit Predigt. Mittwoch, 27. Dezember. Fest de» ht-Iohanne». Gießen. 7 Uhr: Weinweihe; 7.30: Meste. — Lich. 7: Weinweihe; 7.80: Meste. Oeff entlieh et Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751. nur In dringende» Notfällen Telefon 01 Feuerwache: Telefon 2244 45. Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bi» 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schlleßsachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanititsfolonne: Telefon 2500. Sonntag, den 24. D e z e mbtr Ae r 3 t e : Frau vr. Marx, Vr. Mehl. Zahnarzt: Zahnarzt Jäger. Apotheke: Pelikanapotheke. 1. Weihnachtsfeiertag. Aerzte : vr. Hofmann, vr. Steinreich Zahnarzt: Vr. med. Kockerbeck. Apotheke: Hirfchapotheke. 2. Weihnachtsfeiertag. r z t: vr. Malech. Zahnarzt: vr. med. dent. Metz. Apotheke: Engelapotheke. Das Vordringen der Slawen 3nomt*teier, Polaunenchor. Steinbach. 10: Mitwirkung Predigt. — Lick). 7.30: Hochamt mit Predigt; 14: Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — A [20 Deutsches Reich 20 Slawen w Io n d bt Anteil der B?völkerunq Europas in vH. 8 Her--- h n (I $1 6 J? ff % b ! Germanen^ -1950 - 5QO=