1 btt U. S**®? U|Mr5n6» « &. i»-n . ’-ndE!* und ,M?5, (^tuNge. N Ä* M ideutarkt 101 ^o’Ä Ä'N-»L ilsA'tt« 15 MNeh, • Dri, >db. 23bi5°2® &* “• ^>d lo Ai?61, ^W^SbQ io/o, '*us^. errnarkt. xd^bericht btt ftni WS fftdE Äte M« ist entscheidend", Endung- Ghinbt btt »mt W tWher 6te< 2’0; Trist ins ■iklotte, Oper jn drei * 22 45: Unter. Nachtmusik. Ouvertüren tloptrn. 24 bis 1: Nacht. 26. Oktober. t Anschließend Frühton. Möge für Küche und 16: Bunter Nachmittag. terricht. 18.20: „Lie m. mag von Wrcchi &o ilaiwn der nationalsozia. ^orgung*. Tin Zwiege- Dbmann Pg. Bogner und t Pg. Finkenauer. 19: Srunbe der Nation, Rom stapelle. 20: Trist ins a v. Weber, Hörbild von hl wissen... 22.45 Unter- Funken in 60 Sekunden! -Werken. 2330: Nachikon- 7. Ottobtt rt Unfdfliefrnb ffrify 14.40-15: Dtt .25: „M WW 6tv- > vW Margit Aßmo/in. - TMcher Sprachunter- irmfvrschung? 1835: „Der tuen Staat, Sortrag von a. Mainz-Mombach. 19: ßkunde der Nation: Den freunden. 20: TM ’TJ5 Lmattur-Sendedrenft. (tm daltungr- und T°n;msik. prichi: Tiselmaare. 22.20. •9 45; UnterholtungsMsir. 445: Som SchM de- Achtum und geistige Rub tot Hildebrandt. 25. Oktober. Lnichließend: 5rüt)tonjerL .A r Oer Kamp um den ZM-li-d-'. »* tbe der Lugend: M jer 1515: Lernt morsen 1°- 10 . h,r Kreme. lo ‘u- ctnS,ia 19-Breslau: "?Ler3M S-d°cht' «ÄH® ' ti» 2iWL «“* 1 ’O Mert... '20: J« ttse-ung) 2. 12,4* 1,047 165' 47-2 e»,it !Ä 2.887 «15 fl.12 14-4 I1,f •i £ o-A l/S 5-18$ 11'88 U.'l 11.4» J,w 'S:« »’S S5 iS 54» r.ll ii> 5 lZ i.g 5 2! 11.71 । vv'__ —T«* S 3.0g h b B 16.4» 11.88 «,18 11,78 0,601 0,22? 6,30 12,70 Nr. 248 Erster Matt 183. Jahrgang Montag, 25. Oktober 1953 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/„ mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für denAn- zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen. poftscheckkonto: sronffurt am Main liess. Druck und Verlag: vrühl'sche Universttüts-Vuch» und Steindruckerei K Lange in Gießen. Schriftieitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7. Ericheini lagttch. autzei Sonntags und Feiertag» Beilagen; Die Illustrierte Gießener Familienblättet Heimat im Bild Die Scholl» monats:Bc3ug$preis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanschlüffe onterSammeInummer2251. Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Siesten. Randnoten. Das Gedenken an die Abwehr der separatistischen Banden im Rheinlande knüpft an die Ereignisse an, die am 21. Oktober 1923 mit schärfstem Nachdruck einfetzten und in den Kämpfen auf dem Aegidienberg bei Honeff ihren Höhepunkt fanden. Dort schlug der Selbstschutz deutscher Bauern, Bürger und Arbeiter die separatistischen Södlinge fremder Interessen blutig nieder. In der Pfalz dauerte die Bewegung länger. Hier fand sie vorübergehend eine Stütze in der Erklärung sozialdemokratischer Politiker, die in Anbetracht der Verhältnisse in Bayern einen selbständigen Staat im Rahmen des Reiches proklamieren wollten. Dieser „kalte Putsch" blieb aber völlig wirkungslos. Dafür erfreuten sich die bewaffneten Banden der Reichskanzler Adolf Hitler wird, wie von zuständiger Seile mitgeteilt wird, im Rahmen einer Kundgebung der NSDAP. im Sportpalast am morgigen Dienstag, 24. Oktober, von 20.15 bis 22 Uhr sprechen. Die Rede wird von allen deutschen Sendern übertragen werden. Landesverräter in diesem Teile des besetzten Gebietes noch lange des Wohlwollens des Generals de Metz, so daß die Bedrückungen der deutschbewußten Bevölkerung in der Pfalz noch lange andauerten. Der geschichtliche Hergang war folgender: Seit dem 21. Oktober 1923 unternahmen die Separatisten im ganzen Rheingebiet in großem Maßstabe Versuche, eine unabhängige „Rheinische Republik" mit rot-weiß-grüner Fahne auszurufen. So in Aachen, Düren, Trier, Koblenz, Bonn, Düsseldorf, Krefeld, Wiesbaden, in Rheinhessen und der Rheinpfalz. Vielfach besetzten schwerbewaffnete Trupps, zum Teil aus Zuchthäuslern und Polen bestehend, die Rathäuser und suchten die Bevölkerung zur Anerkennung ihrer „provisorischen Regierung" zu zwingen, trieben Requisitionen ein, verhafteten und wiesen Beamte und angesehene Bürger aus, druckten Notgeld, beschlagnahmten Zeitungen, verurteilten zu Geld- und Gefängnisstrafen und verübten andere Terrorakte. Die französischen und belgischen Besatzungsbehörden nahmen überall für die Separatisten Partei; z. B. verboten sie in Bonn, auf die Separatisten zu schießen und entwaffneten die Polizei, die das Rathaus besetzt hatte, so daß die Separatisten es besetzen konnten. In derselben Weise wurde in säst allen Orten verfahren, wo Separatisten auftraten, so daß zeitweilig die Separatisten in den Besitz der Macht gelangten. Die Bevölkerung setzte sich durchweg zur Wehr; nach der Entwaffnung durch die Franzosen lehnte sie das Paktieren mit den Separatisten ab und griff sogleich zur gewaltsamen Gegenwehr, sobald der französisch-belgische Schutz nachließ. Bei Requisitionen außerhalb des unmittelbaren Machtgebietes der Besatzungsmächte wurden die Separatisten ver- prügelt. Im Siebengebirge wurden Mitte November separatistische Stoßtrupps vom Selbstschutz der Bevölkerung in blutigen Kämpfen vernichtet. Diese Begebenheit ist durch die Feier am 15. d. M. und die Rede . des Reichsministers Dr. Goebbels gewürdigt worden. Ab Ende November begann der französische Schutz nachzulassen; die „provisorische Regierung" in Koblenz unter Matthes löste sich am 28. November auf, am längsten dauerte der separatistische Terror in der Pfalz, da hier die französische Unterstützung bis zum Jahresende anhält. — Die englische Besatzungsbehörde verweigerte der „provisorischen Regierung" die Anerkennung und gestattete in ihrem Bereiche separatistische Unternehmungen nicht. Die englische Presse nahm scharf gegen die Separatisten, die sie als bezahlte Abenteurerbanden charakterisierte, Partei; auch in der französischen Presse wurde am Jahresschluß zugegeben, daß die Separatisten nicht die Anschauung der rheinischen Bevölkerung vertraten. Mit dem Beginn des Jahres 1924 war der Spuk der „unabhängigen Rheinischen Republik" oder des „Pufferstaates" zerstört, damit die Hoffnungen Frankreichs auf einen Zerfall des Reiches und des preußischen Staatsgebietes. Diese Politik hatte mit dem Gerede von der „Autonomie" des Rheinlandes Ende 1918 begonnen und war Ende 1923 mit dem bewaffneten Aufstande der Separatisten niedergebrochen. Die Einführung der festen Währung entzog ben Söldlingen Frankreichs nun immer stärker den Nährboden wirtschaftlicher Verzweiflung. Damit stand allerdings noch ein gefährlicher Plan rheinischer Interessenten im Zusammenhang, der für das besetzte Gebiet eine besondere Währung forderte. Die Reichsregierung verwarf diesen Vorschlag. Immer stärker stieg die Hoffnung auf die Befreiung des besetzten Gebietes in der jahrelang unterdrückten Bevölkerung. Als dann nach langem politischen Ringen die Räumung begann, konnte des tapferen Widerstandes der Bevölkerung, der sich nicht nur gegen Besatzungsdruck, sondern auch gegen Separatisten-Terror bewährt hatte, dankbar gedacht werden. Am Rheine war Deutschland erfolgreich verteidigt worden. Der Vertreter der Berliner „Germania" in Tokio hatte eine Unterredung mit dem Führer der letzten japanischen Völkerbundsabordnung Mat- suoka. Japan ist bekanntlich nach dem Urteil des Genfer Rates in der japanisch-chinesischen Streitfrage aus dem Völkerbund ausgetreten. Der Berichterstatter schreibt, Matsuokas Groll über den Genfer Ratspruch reiche tiefer als eine bloße Enttäuschung reichen könne. Er wurzele in dem unerträglichen Bewußtsein, ein falsches Urteil ertragen zu sollen. Wie Matsuoka erklärt, war der Urteils- Am die Zukunst der Abrüstungskonferenz. Geringe Aussichten für eine Fortführung der sachlichen Arbeit in Gens. Berlin, 23. Okt. (CNB. - Funkspruch.) Eine Woche nach der Abreise der deutschen Vertreter aus Genf ist die Lage auf der Abrüstungskonferenz noch völlig ungeklärt. Die maßgebenden Mächte, die schon am Sonntag vor acht Tagen sich in Genf nur mühsam über das Programm der damals bevorstehenden Sitzung des Hauptausschusses einigen konnten, sind sich bei den inzwischen aufgenommenen diplomatischen Besprechungen zwischen den einzelnen Hauptstädten nicht näher gekommen. Am vergangenen Montag hatte Henderson in seinem Antworttelegramm an den deutschen Außenminister erklärt, daß in der Simon-Erklä- rung eine brauchbare Arbeitsgrundlage der Abrüstungskonferenz gefunden sei und er hatte in der Ausschußsitzung mit erhobener Stimme gefordert, daß die Ausarbeitung einer Konvention auf dieser Grundlage in Angriff genommen werde. Aber nicht einmal in England halten die maßgebenden Kreise dieses Verfahren, das den Nebenzweck hätte, Deutschland ins Unrecht zu setzen, für zweckmäßig, wenn überhaupt für möglich. Der englische Außenminister selbst war bei den Genfer Verhandlungen bekanntlich der Vertreter der schärferen Tonart und des demonstrativen Vorgehens gegenüber Deutschland, scheint aber im englischen Kabinett, dessen Beratungen noch zu keinem Ergebnis gelangt sind, nicht durchzudringen. In Frankreich würde man am liebsten die Wiederher st ellung der Einheitsfront mit England, Amerika, Italien und Polen sehen, die nach dem Austritt völlig auseinandergefallen ist. Zum mindesten will Frankreich, wie heute das Blatt Daladiers, „Republique", zum Ausdruck bringt, auf der Abrüstungskonferenz die Maßnahmen, die es zu unterschreiben bereit ist, bekanntgeben, um, wenn sie von den anbe- ren nicht angenommen werben, bem Vorwurf zu entgehen, daß es bie Herabsetzung ber Rüstungen, bie Gleichberechtigung unb bie Einrichtung einer internationalen Kontrolle verweigert habe. Auf alle Fälle ist nicht zu erwarten, baß bie Sitzung bes Hauptausschusses am fommenben Donnerstag etwas anberes als unverdinbliche Erklärungen unb eine neue Vertagung ber Konferenz bringen wirb. England für Vertagung. London, 23. Okt. (MTV. Funkspruch.) Die für heute in Aussicht genommene Sitzung des britischen Kabinetts wird die Aufgabe haben, die Berichte Sir John Simons über feine Verhandlungen mit den Vertretern der anderen Machte über die Abrüstungsfrage entgegenzunehmen und sich über die Zukunft der Abrüstungskonferenz schlüssig zu werden. Die Blätter sind der Aufsassung, daß das Kabinett sich für eine Vertagung ber Abrüstungsverhandlungen aussprechen werde, da in Abwesenheit Deutschlands eine A b- rüftungsfonoention nicht ; ustande kommen könnte. Sollten die übrigen Mächte trotzdem andererMeinung sein, so werde dem britischerseits nicht widersprochen werden. Sir John Simon hat einer Filmgesellschaft ein Interview gegeben, in dem er erklärte, ber plötzliche Rückzug Deutschlanbs von Genf habe für ben Augenblick zwar bie Arbeit ber Abrüstungskonferenz erschüttert, man bürfe aber nicht glauben, baß hier- spruch über Japan fertig, ehe ber japanische Vertreter überhaupt zur Verteibigung kam. Der Urteilsspruch war sachlich falsch unb ber Rat war absolut ahnungslos über bie Verhältnisse im Osten. Sein Vorschlag, bie Manbschurei unter eine internationale Kontrolle zu stellen, zeige bie völlige Verkennung ber asiatischen Wirk- l i cf) t e i t unb auch ber asiatischen Mentalität. „Der Vorschlag war verrückt, der Traum einiger ehrgeiziger Völkerbunbssekretäre — unb etwa eines Trebitsch-Lincoln. Man sieht oft auf uns Japaner herab. Man traut uns nichts zu — wir feien noch nicht zivilisiert genug — Asiaten! Die Welt aber soll mit unserem völkischen Stolz rechnen, mit unserem nationalen Bewußtsein, mit unserer Ehre. Matsuoka glaubt, baß bie Anerkennung Manb- schukuos trotz bes Genfer Spruchs burch Verhanb- lungen mit ben Mächten erreicht werben würbe. Der Lölkcrbunb habe keine Macht, bas zu verhm- bern, keine politische, feine juriftijefje ferne mora» lifdie Tatsächlich seien blese Dinge be re 11 s im F l u ß. Matsuokas Absage an ben „Westlens- unb unverrückbarer Wille ebenso beteiligt wie Hoffen unb herzhafte Sehnsucht. Dieter neue doI fische Realismus gewinnt m Japan Tag für Tag, unb baf, er fld) mehr unb mehr m einer M M turautonomie vollenbet, ist für Matsuoka eine P« »nb erklärte Matsuoka Glauben Sie mir, ich bewunbere Ihr Volk wie keines sonst. Es ist etwas Wunberban-s wie Deutschlanb sich aus bem Elenb unö। bei Schmach unb ber Not emporarbeitet, 3roe,iJ.c; ob unser Volk dazu fähig gewesen, wäre . W,r wären unter ähnlichen Verhältnissen m der N cy kriegszeit zusammengebrochen. Man hat gesagt, burch bie Arbeit für bie Abrüstung selbst abgebrochen werbe. Aus brei wichtigen Grünben müsse Englanb ein tiefes Interesse an biefer Angelegenheit nehmen: 1. Hätten sich alle Mitglieber bes *13 öl- ferbunbes verpflichtet, ihr Aeußerstes zu tun, um burch allgemeine Vereinbarungen bie Begrenzung unb Herabsetzung ber Rüstungen herbeizuführen. 2. Habe Englanb s e l b st ein Bespiel gegeben unb sei führenb oorangegangen, seine Flotte unb Luftstreitkräfte bis zu einem Gefahrenpunkt herabzusetzen. 3. Stänbe man, wenn tatsächlich bie Hoffnung auf eine Abrüstungsvereinbarung enbgültig auf- gegeben werben müßte, vor einem neuen Rüstungswettrennen, einem unterschiebs- losen Aufhäufen von Waffen zu ungeheuren Kosten, was einerseits keine Garantie für ben Weltfrieben wäre unb anberfeits allen schwere Lasten auferlegen würbe. Die englische Regierung verfolge baher biefe Aufgabe mit ihrer ganzen Kraft unb im Vertrauen barauf, baß sie hierbei bie Unterstützung ihrer ßanbsleute haben werbe. In ber Presse ist eine so merkliche Beruhigung eingetreten, baß selbst ein so beutschseinbliches Blatt wie ber Sunbay Referee zugeben muß, baß im großen unb ganzen bie Hitlerregierung in Englanb eine gute Presse hat. Lorb S n o w b e n schreibt z. B. im Sunbay Chronicle: Der Austritt Deutschlanbs könne niemanb überraschen, ber ein» gehenb bie Verhanblungen ber Konferenz unb ben Lauf ber europäischen Diplomatie seit Enbe bes Krieges verfolgt habe. Der beutsche Anspruch könne gerechterweise nicht abgelehnt werben. Es sei vollkommen klar, baß zwischen Frankreich, Italien, Amerika unb Großbritannien Besprechungen ftatt- gefunben hätten unb Vereinbarungen geschlossen worben seien hinter bem Rücken Deutschlanbs, bem sie in Gestalt eines Ultimatums unterbreitet worben seien. Das konservative Unter- hausmitglieb Oberst Moore hebt im Sunbay Dispatch aus persönlicher Bekanntschaft mit bem Kanzler hervor, baß Trieben unb Gerech- t i g f e i t bie Schlüsselworte berPolitik Hitlers seien, unb baß Hitler mit ber Unterstützung bes beutschen Volkes unb ber Mitwirkung seiner Kollegen biefe Politik zum Erfolg führen werbe. Moore befürwortete als verspätete Geste gegenüber bem entwaffneten Deutschlanb ben Abschluß einer Konvention, bie eine wirkliche unb rasche Abrüstung ber übrigen Nationen vorsehe. Wenn man Hitler vertrauen könne, unb bies könne man, werbe eine solche Aktion nicht nur eine bereitwillige unb ehrliche Erwiberung auslösen, sonbern eine Atmospähre ber Verso hn u n g unb bes Vertrauens entwickeln, Die eine Brücke für bie Rückkehr Deutschlanbs zur Gemeinschaft ber Nationen schaffen werbe. Das Kabinett Saladier kämpft um fein Leben. Oie Entscheidung liegt bei den Sozialisten. Paris, 22. Okt. (WTB.) Vor bem Plenum ber Kammer begann am Sonntagnachmittag bie Diskussion über bie Finanzsanierungsgesetze ber Regierung Dafabier. Die Lage für bas Kabinett ist keineswegs gesichert. Dalabier hat sich selbst wiederholt als ben Ministerpräsibenten bezeichnet, ber nicht bie Inflation machen wirb. Er hat auf bie Spekulationsgefahr hingewiefen unb barauf, baß ein Golbabfluß aus ber Bank von Frankreich feft- zustellen sei. Aber ber rechte Flügel ber Regierungsmehrheit, bie rabitale Linke, hat mit Stimmenmehrheit beschlossen, gegen bie Finanz- gesetze z u stimmen aus bem Wunsch heraus, baß möglichst balb eine von ben Sozialisten befreite Konzentrationsregierung gebildet werbe. Auf bem linken Flügel kann Dalabier bie Unterstützung ber Sozialisten mit feinem gegenwärtigen Entwurf nicht erwarten. Die Sozialisten, von ben Beamtengewerkschaften beeinflußt, wollen keine Kürzung ber Beamtengehälter, sonbern nur eine gestaffelte Krisensteuer ber oberen Beamten ohne Belastung ber kleinen Gehälter. Nun ist aber bie Haltung ber Sozialisten auch wieberum nicht einheitlich, benn bie sogenannten N e u s o z i a l i st e n würben Dalabier bie Treue halten. Aber ihre Stimmen bürsten nicht genügen, um bie Stellung ber Kabinetts Dalabier unantastbar zu machen. In ber Samstagssitzung ber Kammer kritisierte ber Rebner ber Minderheit bes Hauptausschusses, Abgeordneter R e y naub, an bem Regierungsgesetzentwurf, baß er nicht bas Budget al eich- gewicht ganz wieber her st eile. Der Regierungsentwurf fei ein Eisenbahnzug, bessen Wagen aus einer Lotterie, Falschgelb unb Monopolen bestünden. Ministervräsident Dalabier warf barauf ben politischen Freunden Reynaubs vor, sie hätten, als sie cum Ruber waren, burch kalenbermäßige Verschiebung bes Budgetjahres sich um bie Beseitigung < bes Fehlbetrages herum ged rückt und hätten die deutschen Zahlungen nach bem Hoooerplan mit 11OO OOO OOO Franken in das Budget eingestellt. Sie haben, fuhr Dalabier fort, das Hoover-Moratorium angenommen und Sie wissen, daß es den Reparationen einen tödlichen Schlag versetzte. Sie kritisieren als Falschgeld bas Nickelgeld, aber Sie müßten sich doch eigentlich freuen, daß in Frank- reich Nickelgelb im Umlauf ist, denn ohne Nickel kann man keine Granaten Herstellen. Bald nach 19 Uhr französischer Zeit vertagte sich bie Kammer auf Montag morgen. Die Vertagung ist darauf zurückzuführen, daß noch einmal versucht werden soll, eine Einigung zwischen ben Radikalen unb den Sozialisten über die Krisen st euer herbeizuführen. Die Aussichten werden allerdings nicht als besonders groß bezeichnet und deshalb sagen verschiedene Blätter für Montag abend ben Sturz bes Kabinetts voraus. Alles kommt auf die Haltung ber Sozialisten an. Aus mehreren Provinzstäbten finb B e - nmtenprotefte gegen bie neuen Steuern eingegangen, so vor allem aus Straßburg, wo bie Beamten bie Einführung ber 40-Stun- denwoche ohne Kürzung ber Gehälter unb Beibe- Haltung ihrer Sonderzulagen forbern, wibrigenfalls sie mit bem Streik brohen. Weltkrieg hatte ben Sinn, bas Deutschtum zu zerschmettern. Ich glaube, sein Sinn war, bas Deutschtum zu einer Neugeburt zu führen. Es ist klar, daß hier bie Vorsehung im Spiel war. Sie hat Euch geschlagen, um Euch für eine größere Zeit zu prüfen unb reif zu machen. Das war ber Sinn bes Weltkrieges. In zwanzig Jahren wirb bie Welt bas glauben." Matsuoka sagt, baß er biefe Gebauten seinen Söhnen vermittelt, um ihnen an biesem bebeutfamften Beispiel bie wahren unb letzten Hintergrünbe weltpolitischen Geschehens klarzumachen. Var kurzem hat ber anglikanische Bischof von Tokio bei ben japanischen Behörden um bie Genehmigung nachgesucht, bie Bonin-Jnseln aufzusuchen, um einen Hirtenbesuch bei ben Einwohnern zu machen, bie zu seinem Seelsorgebereich gehören. Die Einreisegenehmigung würbe bem Bischof verweigert. Eine Begründung für bas Verbot bes Besuches ber Inseln wurde nicht gegeben. Kurz darauf erging von den japanischen Militärbehörden ein allgemeines Verbot für sämtliche Ausländer, die Bonin-Jnseln, die etwa 560 Seemeilen südöstlich vom japanischen Festland liegen, zu betreten. Dadurch wurde die Aufmerksamkeit der Welt auf diese Inselgruppe gelenkt, die von den großen Schiffahrtslinien nicht berührt wird. Nunmehr verlautet, daß Japan die Bonin-Jnseln in oller Stille zu einer mächtigen Flo11en - und Flugzeugbasis ausgebaut unb gigantische Befestigungen angelegt hat, bie fremden Augen verborgen bleiben sollen. Die strategische Bedeutung ber Bonin-Jnseln ist ohne weiteres einleuchtend. Zieht man eine gerade Linie von den Bonin-Jnseln zu den Marianen, die seit langem Hauptstütz- punkte Japans im Pazifik sind, so entsteht eine Sperrzone, die angesichts der Stärke der japanischen See- unb Luftflotte von keinem feinblichen Kriegsfahrzeug durchbrochen werden kann. Die Bonin-Jnseln wurden im 16. Jahrhundert burch Portugiesen entbeckt. Im Jahre 1827 würben sie burch bas englische Kriegsschiff „Blossom" für Englanb in Besitz genommen. Englanb legte aber auf biefe abgelegene Besitzung keinen großen Wert unb trat sie 1875 an Japan ab. Die strategische Bebeutung ber Bonin-Jnseln als Vorposten Japans darf heute nicht unterschätzt werden. Das Tempo, in dem sich der Aufmarsch der Weltmächte rund um den Stillen Ozean vollzieht, läßt keine Mißdeutung zu. Der japanische Kriegsminister Araki machte vor kurzem Ausführungen, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließen. Auf ber Konferenz ber Anliegermächte bes Pazifik in bem kanabischen Babeort Bansf roanbte sich ber Delegierte Japans, Graf Michimsa, in scharfen Worten gegen bie Anwesenheit ber Atlantikflotte ber Vereinigten Staaten im Pazifik unb forberte energisch bie Freigabe ber amerikanischen Weststaaten für bie japanische Emigration. Die angelsächsischen Mächte treffen ebenfalls alle Vorbereitungen, bie sie für notwenbig halten. Port Darwin ist ein Gibraltar bes Sübpazisik geworben. Mit bem Kriegshafen Singapore unb ber amerikanischen Marinebasis auf Correggibor auf ben Philippinen bilbet Port Darwin ein strategisches Dreieck, in bem ber japanischen Flotte scharf zugesetzt werben kann. Hawai unb Singapore sind gleichzeitig die Hauptstützpunkte gewaltiger Luftstreitkräfte. In der Luft ist Japan jedoch bei weitem überlegen. Es verfügt zur Zeit über 15 Flugzeugkaders, ganz abgesehen von seinen Flug- zeugmutterschiffen an Bord seiner Schlachtkreu- 3er. Brasilien, Peru und andere südamerikanische Staaten lassen zur Zeit Panzerkreuzer, Unterseeboote und andere Kriegsfahrzeuge auf japanischen Werften bauen. Im Falle eines Krieges würde Japan diese Fahrzeuge natürlich für sich selbst in Dienst stellen. Zweifellos verspüren weder Sowjet- rußland noch die angelsächsischen Mächte die geringste Kriegslust. Auch Japan würde gern eine Entscheidung durch die Gewalt der Waffen vermei- ben. Aber wie bie Dinge am Pazifik sich entwickeln werben, kann niemanb sagen. 1 i । « i i ( ! s I ( l I 1 c 9 2 Z d ti a •a n $ Ä D o- Ql U st !: d. bl VI (I ei so in bi bi bt Nl lo 91 s-l B- roi roi Bi un be ebi nu ist Dr bei lief Erinnerungsfeier an der Kehtheimer Befreiungshatte Sinne l ö b n i s an die GA u n b e n h e i t mit bem eigenen Volk nere Die morer ben ber unserer Volksgenossen unserem Volke wieber geben, wenn Sie, bie stehen, bie» al» heilige wieber ihr Brot unb seine Ehre jurürfju- THiHioncn bie zu uns Verpflichtung aus sich ebe i ch namens ber SA. e n unb verbinbe damit bas (9 e • 'reue in guten unb schlech - beachtlichen Erfolge am 12. Tlooetn- weiter übertreffen wirb. Die kraft- Wirkung dieser frankfurter Tagung heule schon über da» ganze et)ein-" besonder» ber noch spendende wird sich bund haben wollt, dann nur bann, wenn Ihr uns als Volk anerkennt. (Stürmischer Beifall.) wir find jeberzeil bereit, Verträge zu unterzeichnen, wenn sie für uns erfüllbar unb wenn sie für unser Rechtsgefühl erträglich sind. Verträge, die weder erfüllbar noch ehrenhaft sind, unterschreiben wir nicht. (Stürmischer Beifall.) Bei Diktaten wirken wir nicht mit. Dafür, daß wir an» unserer Geschichte nicht zu schämen brauchen, ist auch dieser Platz hier ein lebendige» Zeugnis, wir wollen den frieden, aber die Welt muh auch wissen, dah auf die Dauer diese ewige Diskrimiminierung und Entehrung unsere» Volke» von un» nicht ertragen wird. (Beifall.) Denn ebenso wie im willen zum frie- malnische Gebiet, von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf, und dann von hau» zu hau» übertragen, wird den unbändigen nationalsoziattsti- schen freiheit»willen zum einmütigen verlangen de» ganzen geeinten deutschen Volke» machen und der Welt am 12. Jlooember zum ersten Mate da» neue deutsche Volk zeigen, wie e» im neuen Reich zu werden beginnt. steht in der Entschlossenheit zur Vertretung nationalen Ehre das ganze deutsche Volk hinter seiner Regierung. Welt soll nicht glauben, daß in Deutschland Am Nachmittag fand bann eine große Bauern- tunbgebung in der festlich geschmückten Wei- _______ Halle statt, zu ber sich Tausende von Bauern aus ganz Thüringen, vor allem Kreisbauernführer, Ortsgruppcnfachberaler unb Ortsbauernführer ein- Deutschland zieht sich vom Völkerbund zurück. Untergeneralsekrctär Trendelenburg zurückgetreten. Genf, 21. Oft. (TU.) Staatssekretär Iren- belen bürg, ber brutsche Untcrgeneralfefretär im Völkerbund, hat gleichzeitig mit ber beutschen Austrittserklärung dem Generalsekretär des Völkerbundes seinen Rücktritt eingereicht. Vie Reichsregierung Hal dem 3nteroatlonalen Arbeitsamt amtlich milgeleilt, bah Deutschland aus ber am THontag beginnenden Tagung be» ver- wallungsrales des Internationalen Arbeitsamtes weder in der Gruppe der Regierung»- Vertreter, noch der Arbeitgeber und Arbeitnehmer oertreten sein werde. Gauleiter Sprenger vor seinen Llntersnhrem Heffen-Aassau znr Friedensschlacht bereit. Gauleiter Sprenger eröffnet die Offensive für Arbeit und Friede im Rhein-Mamgebiet. Frankfurt a. M., 23. Okt. (WSN.) Das Gaupresseamt ber NSDAP, übergibt ber Presse folgcnben Bericht: Die verantwortlichen Amtswalter unb Unterführer aller Son- bergüeberungen ber gesamten nationalsozialistischen Bewegung bes Gaues Hessen-Nassau waren am Sonntag zu einer einmaligen Arbeitstagung für ben 12. November zusammenberufen worden. Trotzdem ber Termin nur sehr kurzfristig angesetzt werben konnte, bot diese stolze Tagung ein granbiofes Bilb ber Stärke unb Disziplin bes rhein-mainischen Nationalsozialismus. Die unermüdlichen Träger der gewaltigen Drga- nifations- und Propagandakraft der NSDAP, im Ryein-Maingebiet empfingen vom Gauleiter Reichs- statthaller Sprenger zunächst eine grundsätzliche Entwicklung der politischen Lage und im Anschluß daran bie entscheidenden Anweisungen für bie Vorbereitungen bes er ft en wieder wahrhaft deutschen Novembers. Der Gauleiter konnte mit berechtigtem Stolz unb unter lebhaftester Zustimmung auf die vorbildlich geschlossene Verbundenheit der Partei und Ihrer Sondergliederungen Hinweisen, die sowohl untereinander wie mit der Führung den unerschütterlichen Kern wahr st er Volksgemeinschaft verkörpere. Seine Worte festigten die in solchen Tagungen immer zu erlebende begeisterte Bereitschaft zu einer harten, bei Tag u n b R a ch t e i n s a h - bereiten Entschlossenheit. Die versammelten Wanner brachten da» ihrem (Bauleiter einmütig unb spontan zum Ausdruck in einem gemeinsamen feierlichen Ireuege- l ö b n l ». Deutschlands Sanem in der Fron! des Friedens Weihe des Oarr6-Hause6 in Weimar. ber festesten, klarsten unb aufrichtigsten Weise gezeigt, daß wir ben Frieden wünschen, aber mit Ehre unb Gerechtigkeit für alle. Der Friebe mit Ehre unb Gerechtigkeit ist ber römische Friebe, ber bie Jahrhunderte das Imperium beherrschte, deren gewaltige Spuren ihr hier um euch seht, ein Friede im Einklang mit dem Charakter und dem Temperament unserer lateinischen unb Mittelmeerrasse, bie ich vor euch verherrlichen will, weil sie ber Welt neben tausend anderen einen Cäsar, Dante, Michelangelo unb Napoleon schenkte. nehmen, bann wird aus diesem Volke eine Ration unb unsere Hoffnung wird erfüllt werden. Das aber ist uns allen klar: Ein Leben wie In ben letzten 15 Jahren ist auf die Dauer für .mfer Volk genau so wenig erträglich als e» für ein anderes Volk erträglich wäre. Sie haben viele viele Jahre im Inneren einen sehr harten Entschluß durchhalten müssen, trotz Veriolgung unb Unter- brürfung haben Sie burdjgehalten. Folgen Sie mir in ben nächsten Jahren genau s o treu, genau s o b i szipliniert wie in ben früheren Jahren. Dann wirb bas Rin- ?en um unser Lebensrecht in ber Welt erfolgreich ein. Es wird sich bann in ber Welt immer mehr bie Ueberzeugung durchsetzen, baß hier ein Volk lebt, bas n'chts anderes will als Frieden und Gerechtigkeit. (Langanhaltender stürmischer Bei- fall ) Nach dem Deutschlandlied überbrachte Stabschef Röhm dem Führer da» Treuegelöbnis der gefam- heute noch eine Organisation, irgend eine Partei Verbündete derer sind, die glauben, über die deutschen Lebensrechte und die deutsche Ehre einfach hinweggehen zu können. Sie werden sehen, daß die Zeit, da das Ausland noch damit rechnete, Deutsche mit Deutschen schlagen zu können, vorbei ist, und daß sie niemals wiederkehrt. Dafür soll diese Bewegung ein ewiger und jahrhunderte währender Garant sein. Diese Bewegung wird für alle Zeiten Träger des Gei st es und der Willenseinheit der deutschen Nation sein und niemals wird sich in der deutschen Geschichte wiederholen, was in der Vergangenheit uns so tiefes Leid gebracht hat: daß unselige Verblendete in der Stunde der größten Not dem Gegner mehr glaubten als dem eigenen Volke. Daß wir hier zum ersten Male uns treffen vor diesem Tempel der deutschen Einigkeit ist auch dafür symbolisch. Ahnend für die Zukunft wurde er errichtet und, was feiner- zeit vielen Jahrzehnten voraneilte, ist heute Wirklichkeit geworden. Das deutsche Volk schloß sich heute zu einer wirklichen Einheit zusammen Es ist unsere Lebensaufgabe, eine Dr- Sanifation zu schaffen, die der Garant dafür ist, aß diese Einheit niemals mehr verloren geht. Indem wir uns dafür mit aller Leidenschaft einfetzen, treten wir am besten ein für ben Frieben ber Welt. Es gibt keinen besseren Garanten für ben Frieben als bie fanatische Einheit ber beutschen Nation. Was kann ein Millionenoolk, zusammengepreßt auf einer engen Grunbfläche, mit einer zerstörten Wirtschaft, mit Millionen vernichteter Existenzen unb Millionen von Arbeitslosen, was kann ein solches Volk anberes wünschen als arbeiten, um wieber emporzukommen > Sinb Sie In ben fommenben Monaten unb Jahren hart unb entschlossen, treu unb zugleich diszipliniert, kennen Sie kein andere» Ziel als: Deutschland wieder glücklich und damit frei zu machen, kein andere» Ziel als den Millionen Oer Führer „Meine SA.! Deutsche Volksgenossen! Wenn wir dieses Fest ber (Erinnerung feiern, bann sinb wir uns bewußt, wieviel Blut einst fließen muhte, wieviel Leib ertragen wurde, um damals die Voraussetzungen zu schaffen für die später vollzogene (Einigungber deutschen Stämme unb Staaten. Es ist bie Erinnerung an sehr große Opfer, bie uns an einem solchen Tage einer ernsten, würdigen Feier bewußt werden läßt und uns fernhalten muß von einem ober- slächlichen Hurra - Patriotismus. Gerade wir, bie wir selbst viereinhalb Jahre lang den Krieg miterlebt, bie wir selbst wissen, wie entsetzlich und schwer bie Anforderungen sinb, bie er an ein Volk stellt, wir sinb vielleicht am meisten berufen, in ber deutschen Geschichte oberflächlichen Hurra-Patriotismus und wirkliche, tief in- ten SA. der bayerischen Ostmark Die große Kundgebung fand bann ihren Abschluß mü Dem Gelang Des Horst-Wessel-Liebes. Der Reichskanzler fuhr bann mit ben Herren feiner Begleitung nach R e - gensburg zurück, wo ihm im attehrwürbiaen Reichssaal Des Rathauses Oberbürgermeister Dr. Schotrenheim die Ehrenbürgerurkunde ber Stabt sowie bas große golbene Buch bes Rathauses überreichte. Im Anschluß an bie Ehrung bes Führers brachten bie „Regensburger Domspatzeneinige Lieder zum Vortrag, über bie sich der Reichskanzler sehr anerkennend äußerte. Muffolim für einen Frieden Der Ehre und Gerechtigkeit. Rom, 22. Okt. (TU.) An die auf der Piazza Venezia in Rom zu einer Huldigung für den Duce versammelten 32 000 Faschisten aus Florenz hielt Mussolini eine Ansprache, in ber er zunächst anfünbigte, daß bie Revolutionsausstellung eine bauernbe Einrichtung bleibe, gleichsam als heiliger Tempel, zu bem bie fommenben Generationen pilgern Wir sinb immer noch Bewegung, nicht Partei. Die Revolution ist nicht abgeschlossen, weil sie — ein Element ihrer Originalität — eine fortbauernde Zeugung unseres Geistes und unserer Kampfeslust ist. Die ersten elf Jahre des Regimes sind die Zeit der Werke des Aufbaues. Wird es auch die Zeit des Friedens fein? Das hängt nicht nur von uns ab. Wir haben in auseinanderzuhalten, tief innere Verbundenheit mit feiner Geschichte, mit feinem Leben unb mit feinem Recht zum Leben. Inbem wir uns fernhalten von biesem oberflächlichen Patriotismus, können wir auf ber anberen Seite um fo mehr für uns in Anspruch nehmen, für bas Lebensrecht untere» Volkes einzutreten. Die Welt hat sich infolge löjähriger trauriger Vertretung ber beut- fchen fiebensintcrclfen angewöhnt, bas beutfche Volk nicht richtig zu sehen. Schwache Regierungen verwechselte man mit bem deutschen Volke, Unsicherheit, Halbheit und Unentschlossenheit schienen die Merkmale unseres Volkes zu fein. Wir find uns fest bewußt, daß es nicht leicht ist, dieses falsche Bild wegzunehmen unb ber Welt klarzumachen, baß bas beutsche Volk selbst nicht» gemein hat mit jenen, bie kein Gefühl für Ehre besaßen. (Stürmischer Beifall.) Daß bas beutsche Volk bieses Gefühl besitzt unb baß es sich mit benen oerbunben fühlt, bie in ber Vergangenheit für bie Ehre ber Nation eingetreten sinb. Da» beutsche Volk Ist nicht kriegslüstern, im Gegenteil, rodl e» ben Frieden liebt, kämpft e» für sein Lebensrecht unb tritt für bie voraus- fehungen ber Existenz unsere» 65-Millloncn- volke» ein. Deutschland und da» deutsche Volk haben keinen Grund, einen Krieg zu reünschen, um die Ehre der Ration, die Ehre seiner Männer und seiner Soldaten reiederherzustellen. Unser Ziel ist, unser Volk wieder glücklich zu machen, indem wir ihm da» tägliche Brot sichern, eine ungeheure Arbeit, und die Mett soll un» dabei In Ruhe lassen. (Stürmischer Bei- fall ) wir wollen nicht» al» unsere Ruhe unb unseren Frieden, um arbeiten zu können, und die Welt soll wissen, daß für diese Arbeit die ganze Ration zusammenhält, Mann für Mann und Weib für Weib bi» herunter zur Jugend. Meine SA.-Kameraden! Sie find besonders lebendige Zeugen für diesen Willen, denn Ihr freier Wille schließt Sie zu dieser Gemeinschaft zusammen, in der nicht theoretisch, sondern praktisch die Volksgemeinschaft ihren Ausdruck findet, eine große Gemein- fchast gegenseitiger Hilfe, gegenseitiger Unterstützung. Sie sind die Garanten nicht nur für die Gegenwart, sondern für die deutsche Zukunst, und niemand hat daher auch mehr Recht, vor diesem Tempel aufzutreten, als Sie. Wenn die Geister der Erschlagenen aus den beutschen Freiheitskämpfen wieder lebendig würden, dann würden sie keine Sekunde schwanken, sondern heute sofort ihren Platz zwischen un» nehmen. Was ihnen vorschwebte, schwebt auch uns vor. Wir wollen verwirklichen, was auch sie wollten: ein Volk und ein Deutsches Reich. Dir gehen einer schweren Zeit entgegen, unb es w notwendig, daß auch jeder Deutsche sich besten bewußt ist. Wenn wir unser Volk ernähren wollen, bleibt uns kein anderer Weg als der, den wir ein- geschlagen haben. Jemand muß in Deutschland kommen, ber sagt: Den J rieben wollen wir, aber Entehrung lehnen wir ab. (Starker Beifall.) Wir erklären der Welf eindeutig: Wenn Ihr un» in Euren internationalen Konferenzen sehen wollt, wenn Ihr an» In Eurem Völker- deutsche Landbevölkerung im letzten Augenblick ge- rettet, indem er auf altes deutsches Bauernrecht zurückgriff. Das deutsche Landvolk wisse heute, daß e» mit seinem Führer Adolf Hitler steht und fällt Ueberall wage man mit froher Hoffnung in die Zukunft zu schauen. Gerade aus diesem Grund sei der Sinn der deutschen Landbevölkerung auf Frieden zur Sicherung ihrer Arbeit gestellt. Nirgendwo gebe es eine größere Qrie- denssehnsucht als die ber beutschen LanbbevDlke» rung. Das Bekenntnis be» deutschen Bauern zum Frieden sei ebenso ehrlich gemeint, wie ihm sein« Ichicksalsmäßige Verbundenheit mit der Person seine» Bauernkanzler» heute bewußt fei. Da» deutsch-- Landvolk würde heute keine Kraft unb keine Anstrengung scheuen, es würbe jebe» Leib unb jede Mühe auf sich nehmen, um sich feinen Führer > erhalten. Reichsstatthalter SauckeI macht bann bekannt, baß al» Zeichen ber Derbunbenheit ber thüringischen Regierung mit bem Bauerntum ber langjährige Canbesbauernf’iihrcr geufert al» Staatsrat in bie thüringische Regierung berufen würbe. Weiter habe er als Vertreter ber Arbeiterschaft einen ber ältesten Vorkämpfer ber Bewegung, ben Schlosser Wilhelm Busch, unb als Vertreter ber Wissenschaft ben Rektor ber Thüringischen Landesunioer» fität Professor Dr. Esau, Jena, al» Staatsrat In bie thüringische Regierung berufen. Den Schluß be» Bauerntage» bildete bie große öffentliche Äunbgebung, auf ber Reichsobmann Staatsrat Meinberg sprach. Die nationalsozia- listifche bäuerliche Gesetzgebung bebeute bie Mobilisierung aller Kräfte bes Bauerntums im Dienst bes neuen Staats. Da» Bauerntum fei bereit, a l» letzte große Kampsreferve be» beutfche n Volk» in oorberfter Front au stehen. E» bedürfe keine» besonderen Appell» in dieser Stunde an den deutschen Bauern. Er kenne ferne Pflicht, jeder Zweifel daran wäre eine Beschimpfung an ihm. Wenn bem Auslanb feine Worte von Ber- ftänbigung ebenso ehrlich seien, wie sie bem beutschen Volk ernst sinb, so prüfe es einmal da» bäuerliche Gesetzgebungswerk bes Nationalsozialismus. Dieses werbe getragen von bem festen Dillen, sich so gut wie möglich auf bem engen beutschen ' Raum e I n z u r I ch t e n. Damit bekunde bie nationalsozialistische Regierung, baß sie ehrlich gewillt fei, mit ihren Nachbarn In Frieden zu leoen- t e n Tagen, der Treue bis zum Tob. Das Hell gilt dem Führer bes geeinten Deutschlands. Alle deutschen Volksgenossen unb Kämpfer ber SA. stimmen mit mir em in ber Ruf: Adolf Hitler, unser Führer, Sieg-Heil! Reichskanzler Adolf Hitler übernahm das Hoheitszeichen mit folgenden Worten: Mein Stabschef! Meine SA -Männer, deutsche Volksgenossen! Es gibt in Deutschland wohl kaum ein Bauwerk, das mit mehr Recht bas Zeichen ber beutschen Erhebung trägt, alsbasDenfmalber Freiheitskämpfer. Dieses Denkmal der Einigung ist für uns ein Symbol dessen, was wir für unseren Kampf anftreben, einDolk, einReich, einen Willen. Was vor vielen Jahrhunderten das Riel des Strebens deutscher Männer und Frauen gewesen ist, scheint seiner endlichen Verwirklichung entgegenzugehen dank dem Kampf, den Opfern und der Arbeit unzähliger Deutscher aus allen Sehens- ständen und Leoensschichten. Das neue Reich i ft geboren worden aus dem Volke f e I b ft, unb fo fall in ber Zukunft biefer Tempel ein Heiligtum des deutschen Volkes fein. Das Hoheitszeichen des neuen Reiches soll sinnbildlich zum Ausdruck bringen, daß es nicht nur ber Vergangenheit, sondern auch der Gegenwart unb ber beutschen Zukunft geweiht ist. In bie- fern Sinne wollen wir an biefer Stätte gemeinsam Das Hell ausbringen, auf bas, was war, auf das, was ist, unb auf bas, was fein wird, weil fein muß: Auf unser deutsches Volk, unser Deutsches Reich Sieg-Heil! Das Deutschlandlied klang feierlich über ben Platz unb bann schritt ber Führer in Begleitung von Stabschef Röhm und Reicksstatthalter von Epp in bie Befreiungshalle, wo der Reichskanzler einen großen Lorbeerkranz mit ber Inschrift: „Den (Befallenen" Inmitten ber Halle nieberlegte, währenb das Lied vom guten Kameraden erklang. Dann schritt ber Führer um ben Rundbau der Halle und hielt von der Plattform aus folgende Rede: In dieser stolzen Weihestimmung konnten nur die für den Wahlkampf besonder» verantwortlichen Hauptabteilungsleiter des Gaue» ihr» grundsätzlichen Sonderanweisungen geben. So sprachen zu den Amtswaltern, Unterführern und ben Führerinnen ber Frauenschasten, bes „Roten Haken- kreuzes" unb bes BbM. (9auorgani,ation»lelter Mehnert, Abjutant Heyse, (Baupropaganba- leiter Müller-Schell) unb Gaupresseamtsleiter Woweries. Nach dem begeisterten Ireuegelöd- nis auf ben Führer Deutschlanbs beschloß ber gemeinsame Gesang bes Hessen-Nastau-Kamofliebcs biefen machtvollen Auftakt zum großen Volksbekenntnis an bie Welt. Der Elnbruck, ben diese aus einer nüchternen Arbeitstagung zu einem stolzen Appell bes unbedingten Willen» zur nationalen Ehre geworbene Kundgebung bei allen Teilnehmern hinter- lasten hat, berechtigt zu der hostnung, dah der Gau Hesten-Rastau feine schon seither stet» Weimar, 25. Okt. (TU.) Als Auftakt au der großen Thüringer Bauerntunbgebung fano am oonntaaoormittag in Weimar bie Weihe bes Darre-Hauses statt. Die Namensgebung für bas 1924 vom Thüringer ßanbbunb errichtete Ver- waltungsgebäube soll ber Dank ber Bauernschaft dafür fein, daß Reichsminister Darrö für den Kamvf um die Seele des Bauern feit Jahr und Tag seine Kraft einsetzte. An der Weihefeier vor bem Gebäude nahm Reichsminister D a r r ö persönlich teil. Nach den Begrüßunganfprachen dankte er für die Ehrung unb fchilberte seine besonberen Beziehungen zu Thüringen, wo er vor Jahren den ersten deutschen Bauerntag ber NSDAP, abgehalten habe, als die Oeffentlichkeit noch nicht an bie Macht ber nationalsozialistischen Ibee unb ihre Auswirkungen geglaubt habe. gefunben hatten. Auch hier nahm Reichsmmister Darre bas Wort. Die Frage des Bauerntum» fei eine antikapitaliftifche, eine soziale. Nicht Wirttchasts- geroinn, nicht Bentablität bes Betriebs, nicht ein Bankguthaben, fonbern Erhaltung unb Pflege ber Scholle im Hinblick auf bie Erhaltung Des Geschlechts fei ber Leitstern aller Bauernarbeit. Der Bauer fei blutsmähig der Garant bes beutschen Volk unb feiner Sitte unb Kultur, bie älter (ei als irgenb eine Stabt in Deutschlanb. Deutsches Bauerntum fei von Urzeiten an immer ber Gegenpol zu jüdischem Nomadentum gewesen, welches in der Weltgeschichte noch niemals Werte zu erarbeiten unb zu gestalten wußte. Der Staat von 1918 habe bas Gesicht ber internationalen jübischen Hochfinanz gehabt unb für ben beutschen Bauern einen Kampf um Leden unb Tod bedeutet Die Rentabilität sei die Zauberformel be» öffentlichen Leben» gewesen, ein Schwammwort, unter bem man sich alles unb nichts habe vor- stellen können. Wenn ein Bauemrecht nicht bestehe unb bie Scholle zur Handelsware herabgewürdigt werde, dann könne auch der fleißigste Bauer schuld- los von seiner Scholle oertrieben werden Das ver- ganaene System sk> ber Feind des Bauern gewesen unb habe im Bauern leinen gefährlichsten Feind erkannt. Der Nationalsozialis- mus habe dieses System hinweggefegt und die K e h l h e i m, 22. Okt. (WTB.) Zur Erinnerung an bie Völkerschlacht bei Leipzig sand an ber Be- freiungshalle bei Kehlheim am Sonntag eine burch herrliches Herbstwetter begünstigte Feier statt. Die festlich geschmückte Befreiungshalle bot schon von weitem einen prächtigen Anblick. Die 18 Nischen zwischen ben 18 Figuren ber beutschen Stämme waren ebenso wie ber obere Säulengang ber Halle mit 13 Meter hohem rotem Tuch ausgeschlagen unb mit Girlanben umsäumt, lieber bem (Eingang zur Halle war ein golbener Kranz mit ber Jahreszahl 1933 angebracht, unb über dem Kranz ein freischwebenber Abler mit ber Schlange ber Zwietracht in ben Krallen. Auf ben hohen Pylonen rund um bie Halle brannten Fackeln. Kurz nach 11 Uhr künbeten Fanfarenbläser d i e Ankunft be» Führers an. Reichskanzler Abolf Hitler schritt in Begleitung von Stabschef Röhm unb Reichsstatthalter General Ritter von Epp burch bie begeisterte Menge bis vor bie Freitreppe zur Halle. Nach Richarb Wagners Chor „Einzig ber Götter in Walhall" übergab Stabschef Röhm bem Führer bas an ber Halle angebrachte Hoheitszeichen mit folgenber Ansprache: Mein Führer! An der Stätte, wo vor 20 Jahren ein wahrhaft deutscher König, ein weitschauender und hochherziger Fürst dem deutschen Volke ein Wahrzeichen seiner Einigkeit gegeben bat, an der Stätte wo vor 20 Jahren die deutschen Bundesfürsten dem deutschen Volke den Bund der Einigkeit besiegelt haben, stehst Du als (Erfüllet- deutscher Sehnsucht, beutschen Wollens unb beutschen Glaubens. Du hast das deutsche Volk, das 15 Jahre schwerster Not und schwersten Leidens geprüft und geläutert haben, wieder zu einem Glauben, zu einer großen Einheit Ausammengeführt. Heute stehen an dieser Stätte Kämpfer Deiner SA. als Vertreter der gesamten SA. Deutschlands, um an diesem geschichtlichen Tage ein Zeichen für die Ewigkeit ihrem Führer zu übergeben, ein Zeichen, bas bem beutschen Volke für alle Zeiten als bas Sinnbilb ber Freiheit, ber Geschlossenheit, ber Treue unb Einigkeit voranleuchten soll. In biesem rauen wer- rechtlichen Grundlagen des nun Wm if 'm» $rie6e MerLMtemmimMchMgsbMdWerpMß von Kreiswahlvorfchlägen kommt nach Lage der Dinge nicht in Frage. Die Abgabe von Verbindungs - und Anschlußerklärun» gen ist entbehrlich. In Klagenfurt wurde Prinz Bernhard von Sack. sen-Meinungen zu einer Arre st strafe von sechs Wochen wegen verbotener politischer Betätigung verurteilt, lieber die Gattin des Prinzen wurde der Zwangsaufenthalt verhängt. Sie darf auf unbestimmte Zeit ihren Wohnsitz, das Schloß Pitzel- stetten, nicht verlassen. Sie wird stäickig von Kriminalbeamten überwacht, die sogar ihre Telephongespräche und die Briefschaft kontrollieren. Der ehemalige polnische Ministerpräsident und Führer der polnischen Bauernpartei, Witos, ist, nachdem seine Verurteilung zu einer längeren Gefängnisstrafe im Brester Prozeß nunmehr rechtskräftig geworden war, in die Tschechoslowakei geflüchtet. der Beschäftigten um 206 256 gegen 80 000 im Vorjahre. 13 922 000 Männer und F ....... verlin.21. Off. (IM.) DerReichsarbeils- Minister und der Reichswirtschaftsmini, ffer teilen im Einvernehmen mit dem preußischen 2U l n l ff e r des Innern mit: Ls werden der Regierung noch immerFälle gemeldet, in denen unberufene kreise in Verhältnisse der einzelnen Betriebe e i n g r e i f e n, in dem sie auf die Zusammensetzung der Belegschaft, auf die Entlassung von sogenannten Doppelverdienern und dergleichen Einfluß zu gewinnen versuchen. Es ist sogar vorgekommen, daß außerbetriebliche Stellen wie Fach- schafteU oder verbandsangestellte an Unternehmer ihre» Bezirks das Ansinnen stellen, von ihrer Zu- stimmung die Einstellung und Lntlas- fting von Arbeitnehmern abhängig zu machen. Schließlich haben sich an einzelnen Orten Büros aufgetan, die den Anspruch erheben, als Schied»stellen oder Schlichlungsausschüsse über Ende Februar noch 96,2 bei den Arbeitsämtern eingetragene Arbeitslose auf 1000 Einwohner, so Mitte Oktober nur noch 61,7. Ergänzt und bestätigt werden diese aus der Arbeitsmarktstatistik abzulesenden Erfolge durch die Krankenkassenmitglieder st ati st ik. Der September brachte eine weitere Zunahme 2Nahnahmen innerhalb eines Betriebes Entscheidungen zu fällen. Die Reichsregierung Hal mehrfach betont, daß derartige Eingriffe in die Wirtschaft nicht mehr länger geduldet werden können. wo ihr derartige Fälle gemeldet werden, wird sie in Zusammenarbeit mit den zuständigen Polizeiorganen die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des gesetzlichen Zustandes treffen. Darüber hinaus stellt sie fest, daß fein B e t r i e b s f ü h r e r verpflichtet ist, Vorladungen und Anordnngen von Stellen, die nicht durch Gesetz oder durch die Regierung dazu berufen sind, Folge zu leisten, kreise, die unerlaubte Zumutungen unter Anwendung von Drohmitteln stellen würden, müssen gewärtigen, wegen Anmaßung von Amtsbefugnissen oder Störungen des Wirtschaftsfriedens zur Rechenschaft gezogen zu werden. Das Bundeskanzleramt hat die „Leipziger N e u e st e n N a ch r i ch t e n" inOe st erreich für drei Monaten verboten. iesr cm» einet nüchternen inn stolzen Appell des un- it nationalen Ehre geroot- i allen Teilnehmern hinter- ;n der hofsnnng, datz der feine schon seither stet» i frfolgt am 12. Jlooem- -treffen wirb. Tie haft• fer Jtanffutlet Tagung über da» «W XW on tyM Zv ha" °ber- innigen nationalsoziaM- ptn einmütigen vertan- geeinten deutschen Volke» tll am 12. November znm f deutsche Volk zeigen, wie $ jn werden beginnt. Oie Lage auf dem Arbeitsmarkt hält sich weiter günstig. Wettervoraussage. Die aus dem kontinentalen Hoch ausfließenden Luftmassen überfluten immer noch Deutschland und lassen das trockene Herbstwetter zunächst fortbestehen. Nach verbreiteten Frühnebeln dürfte daher der Himmel am Tage aufheitern. Die im Westen lagernde Störungstätigkeit wird sich allerdings auch bei uns vorübergehend bemerkbar machen, doch keine durchgreifende Wetteränderung herbeiführen. Aussichten für Dienstag: Dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht sich etwas ausgleicherä», trocken. Aussichten für Mittwoch: Vorübergeheiü) stärker bewölkt, doch keine wesentliche Verschlechterung wahrscheinlich. Lufttemperaturen am 22. Oktober: mittags 15,6 Grad Celsius, abends 5,1 Grad: am 23. Oktober: morgens 2,6 Grad. Maximum 18 Grad, Minimum 0,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Oktober: abends 7,8 Grad: am 23. Oktober: morgens 5,7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer acht Stunden. Jeden Abend! Jeden Morgen! Chlorodont die beliebte Qualitäts-Zahnpaste Eingriffe in die Wirtschaft werden nicht mehr geduldet. Unberufene Organe werden zur Rechenschaft gezogen werden. yfitl», "d zurück, BSx tut ein«. i 3n(er9nflH^L mitgetein hnt» JOnal,n ^vevdrn'7 ®enlidMb 'RvÄi. •"«‘.'n- ’Whmnutn® tonnten nun öeionoers oeranhoortTnhtn Leiter des Gaues ihre Messungen Leben. So fpra Unterführern und den Schäften, des,Mn haken- 'M. GauorganifationÄeiter ' Heyse, Gaupropaganda- l d und Gaupresseamtsleiter em begeisterten treuegelöb- Deutschlands beschloß der ge> • Hessen-Nassau-Zampflieder stakt zum großen Lolksbe- 'M''N d» if’ den am Ende dieses Abschnittes als Schaffende ausgewiesen gegen 11 487 000 zur Zeit des Tiefstandes Ende Januar 1933. Bei einer Gesamtzunahmc um 2 435 000 im ersten Abschnitt der Arbeitsschlacht ist die Beschäftigtenziffer um über V* TM Hi o n stärker gestiegen , als die Zahl der bei den Arbeitsämtern gezählten A r ° beitsl 0 sen gefallen ist. Es ist also gelun^ gen, auch aus dem Kreis der unsichtbaren Arbeitslosigkeit zahlreichen, bei den Arbeitsämtern nicht gemeldeten Volksgenossen Erwerb durch Arbeit zu geben. Die Zahl der H a u p t u n t e r st ü t- zungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung beträgt rund 308 000, die Zahl der Krisen- u n t e r st ü tz u n g s empsänger 1 088 000. Der Bestand an Wohlfahrtserwerbslosen wird Mitte des Monats nicht ausgezählt. Ab September wurden rund 233 000 Notstandsarbei- t e r gegen 88 000 am gleichen Stichtage des Vor- jahres gezählt. im lebten Augenblick 0* vs» 1—• >•« jmMeS oMnst zu ® i «runfl vui =«bb,,06 r ätld' ’S-«ÄS -.ät-*- iude[mflAbb«tiS irT. Bauerntum röt . Düring1^ gtaotfr6, ” tnmfl bie grojj ■ !“2'en* SÄ» ' ®äre ‘in/i$orte von ■ ifl ul gegen die ziroeusioiigieti im wsieniucyen avge- f-hlossen sein. Rund 6 Millionen Arbeitslosen im Februar 1933 stehen rund 3,85 Millionen am 15. Oktober bei den Arbeitsämtern gegenüber. Kamen Berlin, 21. Okt. (WTB.) Zu Beginn der Sitzung schildert der Arbeiter Organistka aus Rositz eine Begegnung, die er vor etwa einem Jahre auf dem Wege nach Konstanz mit dem Angeklagten van der Lubbe gehabt haben will. Er traf damals zwei Wanderburschen, von denen der eine van der Lubbe gewesen sei. Er hobt auch seinen Paß gesehen. Dan der Lubbe Hobe das Kommunistenabzeichen getragen und ein verknülltes Sowjethemd ange= hobt. Er, der Zeuge, habe ein Hakenkreuz getragen. Es sei dann zu politischen Gesprächen ge- fommen, in deren Verlauf van der Lubbe erklärte: Jn Deutschland hat es am längsten einen Reichstag gegeben. Als die beiden meg= gingen, sagte ich noch: Aus eurer Politik wird nichts, es gibt nur einen Nationalsozialismus. Van der Lubbe sagte dann so ganz trocken: Wenn das njirö, dann geht es mit Feuer und Schwe - f e l. Die Frage des Vorsitzenden, ob der Zeuge »an de? Lubbe wiedererkenne, wird von Organistka bejaht. Vorsitzender: Lubbe, sehen Sie sich den Zeugen mal genau an, kennen Sie ihn? Angeklagter Lubbe jagt leise: Nein! Vorsitzender: Sind Sie einmal bei Konstanz gewesen? Lubbe: Nein! Der Zeuge bleibt dabei, daß der Angeklagte van der Lubbe der Mann gewesen sei, den er bei Konstanz getroffen und mit dem er das Gespräch gefügt habe. Er erkennt auch den ihm vorgelegten Paß van der Lu-bbes wieder. Der Zeuge benennt auch seinen damaligen Wanderkameraden Oskar Müller, der der Begegnung beigewohnt hat. Das Gericht wird versuchen, diesen ausfindig zu machen. Das Gericht und die Prozeßbeleiligten begeben sich nunmehr zum Lokaltermin, der der Besichtigung des Reichstages und des Brandweges dient. Die Besichtigung nahm volle zwei Stunden in Anspruch. Die Führung begann in den Restaurationsräumen an der Stelle, wo van der Lubbe durch das Fenster eingeskiegen ist. Der ganze von Lubbe zurück- gelegke Tveg ist aus dem Fußboden mit Kreidepfeilen bezeichnet. Der Plenarsaal macht heute einen trostlosen Eindruck. Der Belonfußboden liegt frei da. Die vier Wände sind fahles Mauerwerk, und über all dem erhebt sich die gewaltige Kuppel, die inzwischen wieder instand gesetzt ist. Der Vrandweg endet bei dem Klubsessel, an dem einige Zeugen eine Fackel gesehen haben wollen. Kommissar helhig ist aber der Meinung, daß es feine Fackel gewesen ist, denn eine Fackel hätte inan nicht einfach austreten .önnen, und sie wäre dann auch nicht gleich zu Staub verfallen. Ls dürfte sich vielmehr um einen zusammen- gerollten Rest von Vorhängen ober anderem Brandmalerial handeln. Der Sessel ist auch nicht eingefchnltten worden, sondern das Loch, das man da heute sieht, ist ausgebrannt. Nach Wiedereröffnung der Verhandlung wird 11. a. der 22jährige Diener Willi Hintze als Zeuge vernommen, der gegenwärtig eine Gefängnisstrafe wegen Betrugs verbüßt. Hintze, der sich selbst als Zeuge gemeldet hat, gibt an, er sei es gewesen, ihr den im Wohlfahrtsamt Neukölln tätigen Stadtinspektor gewarnt und die Polizei davon unterrichtet habe, daß die Kommunisten einen lieberfall auf das Wohlfahrtsamt vorbereitet hätten. (Einige Tage vor dem geplanten Ueberfall habe er gtgen 10 Uhr vormittags im Lokal Schlafft« be- Kleine politische Nachrichten. Anläßlich des Abschlusses der Handwerkswerbewoche empfing Reichspräsident 0. Hindenburg eine Abordnung des deutschen Handwerks, bestehend aus dem Präsidenten des Reichsstandes des Deutschen Handwerks Dr. v. Renteln, dem Präsidenten des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages Pflugmacher sowie dem Generalsekretär des Reichsstandes des Deutschen Handwerks Dr. Schild, die dem Herrn Reichspräsidenten über den Verlauf und die guten Ergebnisse der Handwerksweroewoche im ganzen Reiche berichteten. Staatsminister Jung Hat für die Reichstagswahl und Volksabstimmung zum Kreiswahlleiter und gleichzeitig zum Abstimmungsleiter für den Wahl- und Stimmkreis 33 Hessen-Darmstadt Ministerialrat Weber und zu seinem Stellvertreter Gerichtsassessor Kröning ernannt. Dienstanschrift: Darmstadt, Adolf-Hitler-Platz 2, Fernruf 5040, Nebenstelle 287 mck 290 (Staatsministerium). Die Einreichung Berlin, 21. Okt. Am 15. Oktober wurden bei den Arbeitsämtern rund 3 851 000 Arbeitslose gezählt. Damit ist der Stand vom Ende des i 3 or mo nats im wesentlichen gehalten. Während im Vorjahre in der entsprechenden Be- »ichtsspanne rund 48 000 Arbeitslose in Zugang ge- lommen sind, ist es in diesem Jahre gelungen, d i e ffaisonrnäßigen Zugänge bis auf einen ge- Hingen Rest von 1700 auszugleichen. Mit der bisher erreichten Unterschreitung der Dier-Millio- nen-Grenze dürfte der erste Abschnitt des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit im wesentlichen abge- Aus aller Welt. Der 75. Geburtstag der Kaiserin. Anläßlich der 75. Wiederkehr des Geburtstages der verewigten Kaiserin Auauste Viktoria wallfahrteten Tausende zum Antiken-Tempel im Park von Sanssouci. Abordnungen vieler Vereine und Verbände legten an der Gruft der Verstorbenen Kränze nieder. Der Kronprinz und zwei seiner Söhne legten den Kranz des Kaisers am Sarkophag nieder. Aus Anlaß des Geburtstages fand in der Potsdamer Garnisonkirche eine Gedächtnisfeier statt, bei der Hofprediger Richter-Reichelm die Gedenkrede hielt. Nobel-Gedenkfeier in Stockholm. Am Grabe Alfred Nobels in Stockholm fand eine Gedächtnisfeier zum 100. Geburtstag des Erfinders und Stifters statt. Quartettgesang des studentischen Gesangvereins leitete die Feier ein. Der Vorsitzende des Vorstandes der Nobel-Stiftung, Landeshauptmann Hammarskjöld, hielt eine Ansprache und legte im Namen des Vorstands einen Kranz nieder. Ferner sprachen der Schriftführer der schwedischen Akademie, Per H a list r ö m, und der norwegische Gesandte in Stockholm, W 0 l l e b a e ck, als Vertreter der Länder, die die Friedenspreise zu verteilen hatten. Zuletzt widmeten Vertreter der Familie Nobels ihrem großen Anverwandten einige Worte des Gedenkens. Zahlreiche Kränze von wisiensckaftlichen und industriellen Instituten wurden nieoergelegt. Eine Anzahl ausländischer Diplomaten nahm ebenfalls an der Feier teil. Sämtliche Zeitungen bringen Aufsätze, die das Leben Nobels behandeln. Sven hedin tritt eine neue Forschungsreise an. Sven Hedin telegraphierte aus Peking nach Stockholm, er verlasse Peking, um die neue Forschungsreise in das Innere Chinas anzutreten. Die Expedition, die acht Monate unterwegs sein dürfte, wird im Auftrage der chinesischen Regierung unternommen. Gleichzeitig meldet Sven Hedin, der Geologe Dr. Norin habe aus Sining mitgeteilt, daß alle Leute seiner Teilexpedi- tion wohlauf seien. Ebenso ist eine Nachricht von Dr. Nils A n b 0 l d t eingelaufen. Sie besagt, daß sich Dr. Amboldt in Indien befinde und voraussichtlich in einem Monat in Schweden eintreffen werde. Drei Bergsteiger im Schneesiurw. umgefommen. Drei junge Bergsteiger, Heinrich Blaß, Karl H a b i ch e r und Heinrich W a l d m e r aus St. Valentin (Südtirol), wurden bei einer Besteigung der Berge im Serrestal (Vintschgau) von einem Schnee st urm überrascht und eingeschlossen. Eine von Meran aus sofort entsandte Hilfsexpedition fand die Leiche des Blaß, während die beiden anderen noch vermißt werden. politischen Ringens des Deutschen Reiches um seine zwischen st a a t l i ch e Gleichberechtigung in unwiderleglich begründeter Weise dartun. Reichs- iropagandaminister Dr. Goebbels wird an liefet Sitzung teilnehmen und ebenso wie Reichsjustizkommissar Dr. Frank das Wort ergreifen. Roosevelt mit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau zufrieden Eine Rundfunkansprache des Präsidenten. Washington, 23. Okt. (WTB.-Funkspruch.) Präsident Roosevelt hielt Sonntagabend vom Weißen Haus aus eine Rundfunkansprache au das amerikanische Volk, in der er über die bisherigen Ergebnisse des Bundes für wirt- chaftliche Erholung sprach und seine Zufriedenheit ausorüefte. Im Jahre 1933 habe es in den Vereinigten Staaten tatsächlich mehr Arbeitslose gegeben, als bei irgend einer anderen Nation. Don 12 bis 13 Millionen Arbeitslosen hätten minde - stens 4 Millionen Beschäftigung erhalt en. Der Präsident teilte mit, daß die Regierung einen Regierungsmarkt für Gold schaffen und das Goldausfuhroerbot erleichtern werde. Er versprach eine gesunde Währung und kündigte an, daß der Dollar nach Wiederherstellung des Preisniveaus auf- qeroertet werden solle. Ferner versprach er eine Besserung der Preise landwirtschaftlicher Erzeugnisse, die „in der einen oder der anderen Weise" zustande gebracht werden würde. Der Präsident des amerikanischen Arbeiterverbandes Greens erklärte gestern, seit März d. I. hätten 3 600 000 amerikanische Arbeitslose Beschäftigung gefunden. 10 089 000 feien aber noch immer ohne Arbeit. Aus diesem Grunde müßte eine Verkürzung der Arbeitszeit in allen Industrien durchgeführt werden. Die Kaufkraft der Arbeiter habe sich von März bis September u m 3 0,7 v. H. verbessert. Allerdings bedeute dies infolge des Steigens der Preise in praxi nur 20,5 v. H. Vor einem Farmerstreik im amerikanischen Nordwesten. Washington, 20. Okt. (TU.) Wie aus St.- Paul (Minnesota) gemeldet wird, ist die Unzufriedenheit der Farmer in den nordwestlichen Getreidestaaten derart gewachsen, daß mit einem allgemeinen Farmer st reik gerechnet werden muß. In den Staaten Wisconsin und Minnesota fanden unter den Farmern Abstimmungen statt, die eine große Mehrheit für einen allgemeinen Streik ergaben, der am Samstag beginnen soll. Die Verordnung der Regierung, die Festpreise für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse vorsieht, hat außerordentlich zur Verbreitung der Unzufriedenheit beigetragen. Der Gouverneur von Iowa hat die Gouverneure der zwölf durch den Farmerstreik bedrohten Staaten aufgefordert, zu einer B e - sprechung über die Lage und die ergreifenden Maßnahmen zusammenzukommen. In Washington ist man über die Landwirtschaftskrise ernstlich besorgt. Präsident Roosevelt hatte am Freitag eine einstündige Unterredung mit dem demokratischen Mitglied des Repräsentantenhauses, Truax, aus Ohio. Nach der Besprechung deutete Truax an, daß der Präsident neue entscheidende Schritte für die Landwirtschaft oorbereite. Es heißt, Roosevelt werde am Sonntag im Rundfunk einen Aufruf über die Lage der Farmer an das Volk der Vereinigten Staaten richten. Eintopfgericht bis Mitternacht. Berlin, 20. Okt. (CNB.) Wie wir von unterrichteter Seite hören, beabsichtigt die Leitung des Winterhilfswerks, für den Tag des „Eintopfgerichts" eine Neuregelung. Bereits am 5. November soll das Eintopfgericht in den Gaststätten bis Mitternacht verabreicht werden, während bisher nach 17 Uhr keine Einschränkungen bestanden. Für die Gaststätten dürfte diese Regelung eine Erleichterung bedeuten, die sich nun für einen Tag im Monat vollkommen auf das Eintopfgericht einstellen können. Erwägungen über die Beibehaltung des „Tags des Eintopfgerichts" über das Winterhilfswerk sind im Gange. Der preußische Ministerpräsident General Göring traf per Flugzeug in Rockelsta in Mittelschweden zu einem Besuch bei seinem Schwager, dem Grafen Eric v. Rosen, ein. König Gustaf hat den Ministerpräsidenten Göring in Audienz empfangen. * Die Firma Siemens hat für das Winterhilfswerk den Betrag von 200 000 Mark zur Verfügung gestellt durch Fortführung der Speisung, die seit zwei Jahren in Not geratenen früheren Firmenangehörigen gewährt wird, ferne durch Barüderweifung an den Gau Berlin und an die anderen Geschäftsstellen der NS.» Volkswohlfahrt im Reich, an denen sich geschäftliche Niederlassungen der Siemensfirmen befinden. * In Grünberg (Schlesien) hatte der frühere Landtagsabgeordnete des Zentrums und ehemalige Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Bernhard Otte bei einem Kraftwagenunfall einen Schädelbruch erlitten. Er ist an den Folgen gestorben. obachtet, wie dort van der Lubbe durch Pfeiffer und noch einen anderen Kommunisten eingeführt wurde. Im Hinterzimmer hätten die Kommunisten eine Besprechung gehabt. Van der Lubbe sei dort oorgestellt worden. Er habe sehr aufaeregt und schnell gesprochen. Lubbe sagte etwa: Kameraden und Genossen! Es ist jetzt der letzte Tag, an dem wir vorgehen können. Nach den Vorfällen in Neukölln wollen wir noch einmal versuchen, durchzugreifen, um den Anbruch der nationalen Bewegung zu hemmen. Man müßte U n - ruh eherde schaffen, aber Personen dürften erst in letzter Linie gefährdet werden. Es könne nur Mittwoch oder Donnerstag gewesen sein. Pfeiffer, fuhr der Zeuge fort, stellte van der Lubbe vor und sagte, es sei ein holländischer Genosse, der uns zur aktiven Teilnahme z u g e t e i l t worden sei. Er käme von der Roten Hilfe. Dabei fiel auch der Name Tor gier und Dorotheenstraße. Van der Lubbe hat sich nach verschiedenen Leuten, die führende Stellen in der KPD. bekleiden, erkundigt. Rechtsanwalt Dr. Sack: Don welcher Seite fiel der Name T 0 r g l e r ? Zeuge: Das weiß ich nicht. Lubbe sprach von einem Anzug und einem Mantel, und in diesem Zusammenhang wurde auch von der Roten Hilfe gesprochen, und da siel auch der Name Torgler. Rechtsanwalt Dr. Sack: Der Angeklagte van der Lubbe hat immer, auch bei der Befragung durch den Sachverständigen, gesagt, daß er Torgler nicht einmal dem Namen nach kenne. Dr. Sack fragt den Zeugen dann: Sind Sie identisch mit dem Neuköllner, der den Spitznamen „Schwindelhintze" führt? Zeuge: Nein! Rechtsanwalt Dr. Sack: Die letzten Dorstrafen des Zeugen sind dem Gericht wohl bekannt? Vorsitzender: Er verbüßt jetzt wegen Betrugs eine Strafe von acht Monaten Gefängnis. Die vorhergehende Strafe betrug IV2 Jahre Gefängnis gleichfalls wegen Betrugs. Das war im Jahre 1927. Rechtsanwalt Dr. Sack: Der Zeuge Jahnecke hat ausgesagt, der Arbeiter Hintze habe ihn und seine Genossen angereizt, eine Aktion gegen das Wohlfahrtsamtzuunternehmen. Gegen Hintze habe man Mißtrauen gehegt, weil er Geld aus der Sammelbüchse unterschlagen hatte. Der Zeuge Hintze erklärt diese Angaben des Zeugen Jahnecke für unwahr. Weiteroerhandlung Montag. Beginn her Arbeiten an her Rechtsreform. München, 20. Okt. (TU.) Amtlich wird rnit- geteilt: Der vom Reichspräsidenten im Einvernehmen mit dem Herrn Reichskanzler bestellte R e i ch s k 0 m m i s s a r für die gesamte deutsche Rechtsreform, Dr. Frank, hat nunmehr nach Abschluß der einheitlichen Organisation des Jurlsten- standes die Einsetzung von Ausschüssen verfügt, die diese Rechtsreform unmittelbar und unverzüglich in Angriff nehmen werden. Diese Ausschüsse werden jeweils aus höchstens zehn Mitgliedern bestehen. Sie sollen nicht em Ersatz parlamentarischer Ausschüsse sein, sondern sachliche 2lrbeitsgremien, die die nationalsozialistischen Grundsätze in die Staatswirklichkeit hinüberführen sollen. In Verbindung mit der Akademie für deutsches Recht, dem Bunde national- sozialistischer deutscher 3 u r i ft e n und Der rechtspolitischen Abteilung der R e i ch s l e i - tung der NSDAP, werden folgende Kommissionen gebildetr 1. Reichsausschuß für die Reform des Strafrechts und des Strafprozehrechts. 2. Reichsausschuß für die Reform des Zivil- Prozeßrechts. 3. Reichsausschuß für die Reform des Wirt- fchafts- und Handelsrechts. 4. Reichsausschuß für die Vorbereitung der Reform des bürgerlichen Rechts. Diese Ausschüsse werden zentrale Beratungskollegien in unmittelbarer Unterstellung unter den Reichsjustizkommissar sein. Die Arbeit der deutschen Rechtsreform wird nach den Methoden gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse im engsten Zusammenwirken aller in Frage kommenden öffentlichen und privaten Institutionen und Persönlichkeiten durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Beratungen, an denen auch das Reichsjustizmini- t e r i u m beteiligt ist, werden der gesetz - ebenden Arbeit des Reiches als 1 Grundlage dienen. Die von dem Reichsjustizkom- miffar in diesen Kommissionen entsandten Persönlichkeiten werden demnächst bekannt gegeben werden. Die Akademie für Deutsches Recht wird am 5. November 1933 unter Leitung des Reichsjustizministers eine e r ft e Arbeitstagung abhalten. Ein Mitglied der Akademie I) I i I I' < 1 I ( I 1 e 3 3 a d t> Q ■C n W S I o u u ft i c i i d. d. Dl (V ei so m de bi de nc lo W fei e M fet B. roi nn Bi u n bc: ebi nu ist Dr bei l'ch W 31. Fortsetzung. Nachdruck oerbotenl ich Ihnen sagen möchte, nicht falsch aufsassen. E» seufzte: Herr Dr. med. Friedrich Walter Fellbaum Im Namen der tieftrauernd Hinterbliebenen: Anna rellbaum, geb. Lang Münzenberg, Görlitz, Würzburg, Weibhausen, den 21. Oktober 1933. Beerdigung: Dienstag, den 24. Oktober, nachmittags V.3 Uhr. 6'390 Lollar, den 23 Oktober 1933. Die Beerdigung findet Dienstag. 24 Oktober, nachm. 2»/, Uhr statt Mietgesuche } rotoet Ml« iu üb Verkäufe Zirka 8 Monat altes „Ich weih, liebe Auguste, Sie meinen es gut mit mir, aber ich kann nicht mehr viel oon ber Sorte, bie Sie mir in Aussicht stellen, oertrogen. Es hon- beit sich ja boch nur wieder darum, dah man mich als Mörder bezeichnet." Auguste Helm wehrte lebhaft ob. lFortsetzung folgt.) Montan, d. 23. Cft 20 Ubr uno Bigina in Zimmer- statienichieBen. WflUlonlL 739. i-'jimmcr Wohnn., Dort., fait neu, fof. nn rub.Veute t.ünn. Anuil.12-14 U. hui handelt sich um eine daran. Es täte mir machen würde, aber Ihnen zu sagen." Achim von Malten Auguste Helm nahm auf dem Stuhl Platz, den ihr Achim von Malten anwies. Sie machte ein fast feierliches Gesicht und begann: „Herr von Malten! Ich kenne Sie schon aus der Zeit, wo ich noch Achim zu Ihnen sagen und Si« buten bürste. Innerlich sind Sie für mich immer Achim geblieben, und deshalb sollen Sie das, was Art Klatsch, aber es ist wo« leid, wenn ich Sie zoi.'ig ich fühle mich verpflichtet, es 2ebr nut erhaltene ncbicncite Schlaf« und Speisezimmer« «■•inrithtuno, sowie schwerer nrfftinihL Schreibtisch, Berti« lo.l- ioschrank. drei« flamm., anterOlaa« herd.Silbcrschrank, Teiwich.echtcBrücke Svieael, Uhr, sehe yut erhalteneNobr« ttüble.Bilderrab». (Oardincn Stanaen. Lnmucn u. anderes Oano« und Küchen» (lernt sehr glinltig zu verknusen, «im VubminÜr. 42 fl- Zimmer üPsuchl für smd. bis । jj. >" ' 'Zeizung. An. nebote m. 'Urco u. <>b14fia.t>.tfj ich.Ätn. Tonnerotag, den 26. Cftobcr, nbenbi 8' Jlbram^eff.^of JahrJIauptvenammluef II Wegen Dichtigkeit'! der Tagesordnung I Erscheinen Pflicht. «ij,D Ter Vorstand» Z, btfl W e।in Rind zu Dcvfnufeit. Wieseck, Turnftrnfec 12. 9———— T'er Inttrm burgtr braue Denn mir H imö Mafien ftailer Marii Sliiconti, Mc Urjqonien in Hhnentafeli kennlnisse all Hil'e ber Fc ramMten S erkannt. Die Vd) nach, daß in Leben de, aber keine I Itngegenf I fln Erfahrt Roon, SInbrt «tomiuinatfjl in brudn m ^an Trotololh im bad), balle al Bo h, der IN ! als einen du | werten, sand bunbenheil a1 Pom Auffi Henn bericht 6‘ammoater 2erka nach Ihm den Zet ehrbarer jjar brr neben b l*on die ssl A'neration si 3 Münstcrlandcr HeitochWn (älter.2lomnibauiu) 5 Monate alt, bat abzugebeii «in larklariefeidea 17. IllUUlllllUUllillllllilllllillll i or2, f.t M |,n x.. oJein'91 ?. < r,,<* ^eltftell X? Nn l'Jt ! bas mogl Hwn. ^rjeS_i 'S ^n * ,ur oiPP* chaitn nut ® w. zu erJ iah >m ? k«nia|dn [u Zclkes, |o wo' Die W ton SebeuhiT iss M Prinz oon J .qang auf Ö j)crrf4erfamii so regierte fimilitn bis i $rnerationen frrridxr von begannen Die n V-ro^en und ei rcdi'tn mit tz leflen Mutter jn) Bluteinfie Sie uneinbi ihre Lösung ir Constanze, bt' i €i\ilien und I Auto- Besitzer I könn nutzer Betrieb gestellte Wagen btll. unterstellen 06147 Groß-Garage am ilnltuco. i Stadttheater Gießen «m Tienotag, 24. Cft, 20 bis 22 Hbr 4. Dienötag-Abonn. Cverettenürcifc Tie Manner sind mal so Lustsviel'Lverettei. 3 ÄktenoonHaUon. Erzies Don Direkiok der 2 > den füll ™at gesetzt t cißung der 0. Drntn /ich Ö05 &foL »n letzte »>1 olimobhA e L“t±l * jntoebtr tätig ?u tmphoZ ®a= natürlich fein q; ^f’Bunaen । L Ä'-'ts m ^fikkul °n Benn e Mffultur ft i äSSSi !>or das L, &"9n,nb ’(Qd) meinet ^"aen jn ' tn der 1 t ,r Nichts ■ « Er wurde blaß und fuhr sich mit zitternder Hand über das Kinn, das frisch rasiert war. Er brummte: „Du willst mich erschrecken und machst alberne Scherze. Du mochtest mich vor deiner Hochzeit aus der Nähe wegschaffen. Nein, Roberta, daraus falle ich nicht herein!" Sie drückte ihn auf einen Stuhl und setzte sich geben ihn. „Narr! An solchen Scherzen fände ich keinen Geschmack. Dein Name ist wirklich schon in der Affäre aufgetaucht. Aber man weiß noch nichts weiter, hat keine Ahnung, wie nahe du oon Schloß Maltstein wohnst, doch man wird bald dahinterkommen." Er wollte sie unterbrechen, doch eine herrische Bewegung von ihr brachte ihn sofort wieder zum Schweigen. Sie redete lebhaft, aber leise auf ihn ein, berichtete oon dem Brief aus Paris und dem bei- gefügten Schmuckstück. Er sank in sich zusammen und fluchte: „Zum Teufel, es stimmt! In so einem Lädchen irgendwo im Montmartre-Diertel oon Paris habe ich das Kleeblatt verkauft. Ich machte es eines Tages vom Dolch ab, ließ eine Oese anlöten und trug es lange an der Uhrkette. An dem verfluchten Tage war ich klamm, hatte nur noch ein paar Silberlinge, und weil ich unterwegs etwas kaufen wollte, entschloß ich mich, das Kleeblatt herzugeben. Hätte ich es doch nicht getan! Ich dachte, das Ding wäre inzwischen schon längst irgendwo aelandet, wo es niemals mehr , zum Vorschein käme. Muß der Satan auch gerade das elende Weibsbild vor den Laden führen, diese Kanaille, die sich schon durch den Dolchfund nicht sehr beliebt bei mir gemacht hat. Wäre sie hier, ihr Kopf säße nicht allzu fest." „Das ist jetzt alles Nebensache. Sorge vor allem dafür, daß dein Kopf festsitzt^', zischelte sie. Er stieß unbeherrscht nach ihr. „Halte den Mund, Roberta! Auf Anstiftung und Beihilfe zum Mord steht mindestens Zuchthaus." Sie schauderte zusammen, erwiderte aber nichts und sagte nach einem Weilchen des Schweigens: „Ich habe dir Geld mitgebracht. Fahre recht weit weg. Bringe dich zunächst in Sicherheit. In ein paar Jahren, wsnn man alles längst vergessen hat, treffen wir uns im Ausland. Hier ist Geld. Mehr habe ich nicht in Hause. Von der Bank kann ich jetzt nichts abheben, ohne daß cs auffallen würde. Später erhältst du noch mehr. Gib mir deine Adresse an, wohin ich dir nochmals Geld senden soll." Die Angst schnürte ihm fast den Hals zu. „Schicke mir Geld nach Valencia. Dort wohnt ein früherer Kollege von mir, mit dem ich in Korre- spondenz stehe. Zu dem fahre ich." ein Lied vom Glück Vornan von Anny von Panhuys. ,Lch will mich nicht von einem Souk ZU Tode Hetzen lassen. Solange das weiße Gespenst nicht durchs Schloß reitet, soll cs mich nicht mehr stören. Mein armer Junge, du hast noch immer selbst Sorgen genug, ich will dir nicht noch mehr dazu schaffen." Draußen hörte man die Dienstboten über den Gang laufen. Auguste Helm kam. Sie schlug die Hände zusammen vor Erstaunen, weil sie ihre Herrin so verhältnismäßig ruhig vorfand. Da durfte sie auch nicht zur Aufregung beitragen, deshalb drängte sie ihr Klagelied über die weiße Reiterin tief in die Brust zurück. Sie blickte unwillig zu Roberta hinüber, für die sie ja nicht viel übrig hatte, und sagte dann, zu dem Schloßherrn gewandt: „Darf ich sie vielleicht ein paar Minuten allein^ sprechen, Herr oon Malten?" Er nickte. „Kommen Sie, wenn Sie meinem tapferen Müt-s terchen bt.m Auskleiden behilflich waren, zu mir/ Ich bin dann in meinem Arbeitszimmer." Er wollte Roberta noch ein Stück den Flur ent» lang begleiten bis zum Eingang ihrer Wohnung im linken Flügel. Doch fie wehrte ob. „Bleibe, bitte. Ich möchte der Dienstboten wegen nicht, daß du mich begleitest. Es ist schon spät? i Er blieb sofort stehen, wunderte sich nur, wie ängstlich die sonst in solchen Dingen gar nicht emp- findliche Roberta tat, und wunderte sich auch, wie blaß sie aussah. Er scherzte: „Heute bist du von der weißen Reiterin mehr erschreckt worden als meine Mutter'" Sie lachte aber es war ein gequältes Lachen. In ihrer Wohnung riegelte sich Roberta ein, und mit tiefer Falte auf der Stirn zog sie sich um. Der dunkle Mantel muhte wieder herbei und die bunfle Wollmütze. .Lebe wohl, Bernd! Auf Wiedersehen — später!" Er küßte sie von neuem, und ihr brannte doch der Boden unter den Füßen. Noch fünf Minuten vergingen im Hin- und Her- reden, dann konnte Roberta endlich das Haus verlassen. Heimlich, wie sie gekommen, schlich sie sich zurück. Sie war fest überzeugt, niemand wußte etwas oon dem Besuch in dem einsamen Hause jenseits der Grenze. Sie ahnte nicht, daß sie schon zum zweitenmal beobachtet worden war. — Achim oon Malten aber war von dem Kriminalkommissar Murrmann sehr interessiert angehört worden. Er las den Brief, betrachtete das Kleeblatt, probierte, ob es in der Form auf die Markierung des Dolchgriffes paßte, und erkannte: die Umrisse stimmten genau überein. Er meinte: „Die Sache ist besonders originell durch den Traum. Ich werde jetzt schnellstens alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen Bernd Brussak auszu- stöbern, vielleicht weiß der, wem der Dolch gehört. Hosfentllch sitzt dieser Zirkusmensch nicht gerade am anderen Ende der Welt. Und, bitte, Herr oon 'Halten, reden Sie zu niemand über den Brief aus Paris. Der Mörder ist vielleicht nicht weit. Er darf nichts merken, daß wir den Fall wieder intensiv bearbeiten." Der Gutsherr von Maltstein erklärte: „Meine Mutter weiß um diesen Brief und auch Fräulein Dlbers, mit dem ich mich in vierzehn Tagen verheiraten werde." Der Kommissar nickte: „Die Damen werden schon dicht halten, wenn Sie ihnen Schweigen einschärfen." Als Achim nach Hause kam, sprach er deshalb nicht mehr viel über die Angelegenheit, erklärte nur: der Auenthalt des Zirkuskünstlers Bernd Brussak sollte herausgefunden werden, weil zu hoffen wäre, er kenne den Besitzer des Dolches. An diesem Abend blieb man lange beisammen. Roberta fürchtete sich vor dem Alleinsein. Zum erstenmal in ihrem Leben. Sie war überreizt und ängstlich. Sie kannte bis vor kurzem keine Angst, erst seit sie den Brief gelesen, lastete es wie ein Alpdruck auf ihr. Sie saß neben Frau oon Malten und las vor. Achim rauchte eine Zigarette, und manchmal machte er eine Bemerkung zu dem, was Roberta las. So wurde es gegen dreiundzwanzig Uhr. Da bezeigte Frau von Malten Verlangen nach dem Bett. Eben hatte sich Roberta verabschiedet und wollte zur Tür, als draußen ein paar schrille Pfiffe auf- klangen. Roberta stürzte ans Fenster und riß den Vorhang zurück. Sie sah etwas Weißes draußen vorbeisausen, hörte noch einmal die schrillen Pfiffe. Achim von Malten war schnell und besorgt zu seiner Mutter getreten; aber er staunte. Obwohl sie sehr erschrocken war, lächelte sie ihn an: Sie reichte ihm einen Notizblock. Er schrieb chr die Adresse auf. Sie riet, drängend: .Lasse alles im Stich und mache dich^ davon. Am besten fährst du oon einer entlegenen «Station. Geh iu Fuß dorthin oder noch besser, fahre mit dem Rade. Ind jetzt muß ich fort." Sie erhob sich. Er sprang auf und umfaßte sie: „Du, wenn du vor hast, mich später im Stich zu lassen, dann gnade dir Gott! Zch lasse dich nicht, jo- lange ich lebe, und komme ich ins Unglück, ziehe ich dich mit hinein." Er küßte sie, liefe sie nicht frei, raunte an ihrem Ohr: „Du hast viel Geld auf der Bank, mehr als ich weife. Komm mir gleich nach. Ich erwarte dich in Valencia." Sie erwiderte erregt: „Rede nicht so töricht. In vierzehn Tagen werde ich Haltens Frau. Alles andere weifet du. Er wird nicht alt werden, und um seine Mutter steht es jetzt schon schlecht. Sie lebt nicht mehr lange, glaube ich. In absehbarer Zeit gehört mir Maltstein. Wollen doch nicht das Ziel aus den Augen verlieren. Cafe mich gehen; heute bedeutet mein Gang hierher schon eine grofee Gefahr für dich und mich." Er war außer sich. ,Lch traue dir nicht, und ich liebe dich zu sehr. Ich kann nicht fort, ich kann es einfach nicht." Sie drängte mit keuchendem Atem: „Willst du dich unglücklich machen und mich auch?" Er schüttelte mit dem Kopfe, schien wieder ziemlich ruhig. „Wenn man zu mir kommt und mich nach dem Kleeblatt fragt, werde ich erzählen, ich hätte es von Stefan Grunert geschenkt erhalten. Das war ein berühmter Dresseur, war einst mein Freund und ist lange tot." Ihre Stimme überschlug sich vor Aufregung. „Kein Mensch glaubt dir das! Du wohnst dem Schauplatz des Mordes viel zu nahe. Um des Himmels willen, nimm doch Vernunft an." Sie schüttelte ihn. „Bist du wahnsinnig, Mensch! Bedenke doch, um was es geht!" Er sab sie groß an. „Du bist meine letzte Liebe. Ich hänge unsagbar an dir, viel mehr, als du begreifen kannst. Ich möchte immer mit dir zusammen fein. Ich will aber nicht an dir zweifeln und werde fvrtgehen, doch halte Wort. Schreibe mir, und gib mir im Briefe eine sichere Adresse an, wohin ich dir antworten kann." Sie beschwor ihn: „Du darfst mir zunächst überhaupt nicht schreiben. Ich lasse oon mir Horen, unter dem Namen deines Freundes in Valencia erhältst du Nachricht." Wenn Bernd Brussak nur erst in einem anderen Lande untergetaucht sein würde, wollte sie zufrieden sein, alles Weitere schien ihr zunächst nicht besonders wichtig. Er würde sich hüten, zurückzukehren in die Gefahrzone. Sie reichte ihm die Hand: I!!»llll»lllsilllllllllsillsisilll In unfer.Käufern i. derBeetbovcn'nni-.e baden mir 608ID 2X3«Zim.«Wohnn. mit eingerichtetem Bad u.Etaaenbeizg. undinderHändcutr. lxr«-hm.»Wobnn in eingerichtet.Bad oer forort ob. foäter ui vermieten. «wD 6ieB. Wohnungsbau 6e- noaMnacbM.UchefitrJp I UlllllllllllllllllltlllllUIIIIIIU Nach langem schweren Leiden entschlief heute im 55. Lebensjahr mein innigst- geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel In tiefer Trauer: Familie Ludwig Hofmann VIL Friedrich Deibel VI., Großvater. Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dah Donnerstagnacht unsere heißgeliebte Tochter, Schwester, Enkelkind und Gote Fräulein Erika Hofmann plötzlich und unerwartet von uns in die Ewigkeit gegangen ist Im Alter von 73 Jahren. Gießen (Hltlcrwall 27), den 21. Oktober 1933. 6528 O 6532 D 6531 D s \> 7< 3 Gestern abend 10 Uhr entschlief sanft nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Die Beerdigung findet Dienstag, den 24 Oktober, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Bender Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die Ehrungen unseres beben Entschlafenen sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Minna Birkmeyer, geb Arnold nebst allen Angehörigen. Gießen (Bahnhofstraße 13), den 23. Oktober 1983. Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Katharina Müller, geb. Weller ist heute im 74. Lebensjahr sanft entschlafen. Für die trauernden Hinterbliebenen- Familie Heinrich Oswald Familie Emil Schäfer Familie Karl Seibert Hans Arthur Müller Wleseck, Alten-Buseck, Gönnern, den 22. Oktober 1933. Die Beerdigung findet Dienstag, den 24. Oktober, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehaus Wieseck, Korallengasse 6 aus statt Am 21. Oktober starb nach längerem Leiden unsere einzige, hoffnungsvolle Tochter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Anna Hildebrand im blühenden Alter von 22 Jahren Im Namen der trauernden Hinterbliebenen, Ludwig Hildebrand IL Stcllwerksmelster L R. Aliendorf a. d. Lahn, den 23. Oktober 1933 Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 24 Oktober, nachmittags 3 Uhr. vom Trauerhause aus statt