Mittwoch, 23. August 1933 nr. 196 KvühauSsade 183. Jahrgang B 3t nt 3 udernjfJjSJ ESSf 5 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Plotzvorfchrist 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wiih. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den An« zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Gienen Spekulationskapital und produktivem Anleihe- kapital her. Wenn Deutschland wirklich gleichberechtigt wäre, dann würde das Gespenst der Unruhe in Europa gebannt sein. Dann würden sich die Milliardenbeträge, die heute in den Ländern des Westens aus Furcht vor der allgemeinen Unsicherheit gehortet werden, wieder in den Dien st der allgemeinen Produktion stellen. Der alte weltwirtschaftliche Arbeitsheilungsprozeh sei gestorben an der restlosen Unterordnung wirtschaftlicher Zweckmähig- keitsgesichtspunkte unter rüstungspvli- Dem Prozeß gegen den Bukarester Vertreter der tschechischen Skoda-Werke, Ze letz ki, hat man in Deutschland viel zu wenig Beachtung geschenkt. Denn der Prozeß, dessen wahre Hintergründe zwar nicht ganz geklärt worden sind, hat immerhin ein interessantes Schlaglicht auf die tische Derteidigungsgesichtspunkte. Wie auch immer die Wiederausrichtung Deutschlands vor sich gehen werde, die Weltwirtschaft und die deutsche Wirtschaft können von diesem Vorgang nur gewinnen. Cs gebe nur einen Weg, die .Aation der Arbeitslosen" radikal zu liquidieren: Herstellung eines echten europäischen Friedens durch volle Gleichberechtigung für Deutschland. Insofern gehöre auch die gerechte Lösung der Abrüstungsfrage in den Aufgabenkreis der Arbeitsbeschaffung. Men und das österreichische Problem Oie Unterredung von Hiccione. - Diplomatische Erklärungen (Saydas. Erschein, tägltd), auha Sonntags anb Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-vezngipreli: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. . --25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger riehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. - Konkurrenzmethoden der europäi- „i schen Rüstungsindustrie geworfen und ge- zeigt, mit welchen Mitteln die Rüstungsindustriellen 3(3 a arbeiten, um 'ihren Platz auf dem Waffenmarkt zu - erhalten. Das ist auch deshalb für Deutschland sehr aufschlußreich, wenn man bedenkt, daß immer noch sehr viele Leute in der Welt vorhanden sind, die an tagest 15® I-Wfli säs ZUS. RN oo oo oo oo SS ipleW Versailles -ie Wurzel der Wellwirtschastsnol Ohne Gleichberechtigung Deutschlands keine Behebung der Krisis. Rom, 22. Aua. (TU.) Unter dem Titel „Die Lebensfähigkeit Oesterreichs" geht Garda im halbamtlichen „G i o r n a l e d'F t a l i a" ausführlich auf die Bedeutung der Zusammenkunft in Riccione ein. Italien habe sich seit Beginn der Nachkriegszeit st e t s für die Lebensfähigkeit Oesterreichs und die sich daraus ergebende Kraft zu seiner Unabhängigkeit eingesetzt. Dieses Vertrauen sei niemals wankend geworden. Doch es sei die Aufgabe der österreichischen Nation, diese Kraft durch geeignete Maßnahmen und einem festen nationalen Willen zu stärken. Dieser Wille fehle der Regierung Dollfuß keineswegs. Er werde durch seine aktive Politik dokumentiert. In jedem Lande, so auch in Oesterreich, gebe es junge, gesunde und willens st arke Elemente, die für die nationale Idee kämpsen, ohne dabei den Sinn für die internationale Verantwortlichkeit einzubühen. Das Heil aller Rationen liege in diesen neuen frischen Strömungen. Sie verbürgen die Einheit und Widerstandsfähigkeit eines jeden Staates. In anderen Ländern hätten die Ucberbleibfel der Parteien die Gesamtaufgaben der großen Mächte und ihre unmittelbare Hilfe für Oesterreich aufgegriffen. Es sei zu hoffen, daß keine weiteren Störungen in diesem für Oesterreich so delikaten Augenblick aufkämen, da es im Begriff sei, den nationalen Geist zusammenzufassen und die Staatsautorität zu festigen. Die Mitarbeit I t a l i e n s auf wirtschaftlichem und politischem Ge- biet sei in doppelter Hinsicht bedeutungsvoll, einmal als eine direkte am System interessierte und andererseits als eine Bürgschaf tfür d i e Unabhängigkeit und Gleichheit aller Staaten. Der außenpolitische Berichterstatter des „Paris Soir", Jules S a u e r m e i n , versucht, die Schlußfolgerungen aus der Unterredung Dollfuß-Mussolini zu ziehen und kommt dabei zu dem Ergebnis, daß die in der französischen Presse an die Zusam- menkunft geknüpften Betrachtungen unrichtig seien oder den Tatsachen vorauseilten. Italien, so urteilt Sauerwein, denke nicht daran, sich aus die ihm zugesprochenen Pläne für die politische Reu- Organisierung Mitteleuropas einzulassen. — Die er- geführt werde, um einen der ersten Staatsmänner Rumäniens, den früheren Ministerpräsidenten und Führer der heutigen Regierungspartei M a n i u zu erledigen. Man ließ dabei durchblicken, daß es Ma- niu gewesen sei, der Zeletzki gegen phantastische Be- stcchungsgelder Die großen Rüstungsaufträge zugeschoben habe. Die Vertreter der Reschitza-Werke sagten aus, daß sie sich bemüht hätten, nur den vierten Teil des Riesenrüstungsauftrags, der an die Skoda-Werke ging, für sich zu gewinnen, es sei ihnen aber nicht gelungen. Aber auch über die Rolle Manius brachte der Prozeß keine Klarheit Es wurde lediglich ermittelt, daß mehrere höhere Offiziere Zeletzki im Gefängnis aufgesucht und mit ihm über den Prozeß verhandelt hatten. Die allgemeine Annahme geht dahin, daß diese Offiziere Zeletzki mit dem Versprechen, er erleichtere (eine Situation, wenn er seine Hintermänner, in erster Linie also Maniu, verrate, zu lompromithe- renöen Aussagen zu bestimmen versucht hätten. Aber vor Gepicht sagten die Offiziere aus, sie hatten nur belanglose Dinge mit Zeletzki besprochen. Zeletzki selbst aber soll angeblich diesen Offizieren auf Ehrenwort erklärt haben, es gäbe keinen Schuldigen in dieser Affäre. lieber das eigentliche Beweisthema, ob Zeletzki ein Recht darauf gehabt habe, Geheimakten des rumänischen 0 e n e r a l ft a b 5 m feinem Besitz zu haben, gingen auch die Aussagen der Generale auseinander. Ein General erklärte, Zeletzki habe ja ohnehin alle Geheimnisse der rumänischen Armee gekannt, er brauchte gar keine Geheimakten mehr. Andere erklärten wieder, Zeletzki habe kein Recht dazu gehabt. Und während ein Teil der hoch- sten militärischen Zeugen den Angeklagten als einen loyalen und für Rumänien sogar verdienstvollen Mann bezeichneten, erklärten andere das Gegenteil. Es fanden sich sogar hohe Offiziere, die glauben machen wollten, Zeletzki habe das Siegel, das von amtswegen an feinem Schranke mit den miutari- schen Geheimakten befestigt und das dann abgerilfen worden war, aus Versehen mit dem Rockarmei ab- gestreift. So blieben die Hintergründe dieses Sen- sationsprozesses, auf dem oon Anfang an der mysteriöse Selbstmord des Obersten P o p e s c u gespen» nahmeausfall infolge der Dollarentwertuny auf bis zu zehn Millionen Mark beziffert. Das ist um so bedeutungsvoller, als nicht nur die deutsche Han- delsschifsahrt in den letzten Jahren unrentabel war, sondern auch das Schissahrtsgeschäjt erheblich zu- sammenschrumpfte. Der gesamte Seegüterverkehr liegt heute um mindestens ein Drittel unter dem Stand von 1928, während die internationale Tonnage anwuchs. Die Engländer haben berechnet, daß infolge des Ueberangebotes von Frachtraum gegenwärtig die Trampfrachten zumindest ein Fünftel niedriger sind als vor dem Kriege, wobei berück- sichtigt werden muß, daß schon in der Dorkriegs-' zeit die Frachten sehr gedrückt waren. In einem eigentümlichen Kreislauf bewegt sich die Schiffahrtspolitik der meisten anderen Länder. Infolge des wirtschaftlichen Niederganges- fuboen- tionieren sie gerade die Reedereien, die überflüssigen Schiffsraum haben und ihn nicht abwracken wollen, wodurch selbstverständlich die Lage auf dem Frachtenmarkt weiter verschärft wird. Dagegen haben diedeutschenSchiffahrtsgesellschaften mit der Abwrackung begonnen. Die Prämien, die sie für diese vermehrte Beschäftigung der sonst stilliegenden Werften usw. erhalten, sind wenigstens ein kleiner Ausgleich für die entstandenen Währungsverluste. Unsere Schüfahrtsgesellfchaften sind zudem außerordentlich vorbelastet. Die Wiederaufbauarbeit erforderte eine Verstärkung des Aktienkapitals, das heute beim Lloyd und der Hapag zusammen 110 Millionen gegenüber 305 im Jahre 1914 beträgt. Die Reserven sind aber auf 10 Millionen gegen 94 der Vorkriegszeit geschmolzen. Die Anleihen betragen gegenwärtig 100 Millionen Mark gegenüber 135 Millionen der Vorkriegszeit, während die Tonnage 1,66 Millionen Tonnen gegenüber 2,34 Millionen vor dem Kriege umfaßt. Die deutsche Wirtschaftspolitik muß angesichts der ganzen Verhältnisse unverrückbar danach orientiert werden, daß eine eigene und gesunde deutsche Schiffahrt für die Handels- und Zahlungsbilanz des Reiches ein sehr einträglicher Faktor ist. Randnoien. In seiner Rede auf der ostdeutschen Tagung des Kampfbundes für deutsche Kultur in Danzig berührte Staatssekretär Feder vom Reichswirtschafts, minifterium unter anderem auch den Ausbau der Wasserstraßen im Rahmen der Arbeitsbeschaffung und des Neuausbaus der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland. Er sprach in diesem Zusammenhang auch von dem H a n s a k a n a l, der nun alsbald „als ein Rückgrat der Ostraumpolitik" in Angriff genommen werde. Damit ist ein altes Projekt wieder in den Scheinwerfer der Tagespolitik gerückt, bas vor Jahren schon einmal und dann immer wieder die interessierten Wirtschafte und Jn- dustriekreise stark beschäftigte. Es handelt sich bei dem Kanal um eine Abzweigung des Mittellandkanals, der die Verbindung der Nordseehäfen Hamburg und Bremen mit dem rheinisch ° westfälischen Jndustriege- biet Herstellen soll. Richtunggebend für dieses Projekt war das Bestreben, die Ruhrkohle durch eine Verbilligung der Frachten, die auf dem Wasserwege ja leichter zu erreichen ist als auf dem Schienenwege, mit der englischen Kohle wieder in einen gesunden Wettbewerb zu bringen. Es wurde in den Kreisen der Schwerindustrie, in erster Linie des Ruhrkohlenbergbaues, immer wieder darauf hingewiesen, daß die Reichsbahn in ihrer Tarifpolitik gegenüber der Ruhrkohle dem Verhältnis zur englischen Kohle nicht genügend Rechnung getragen habe. Wie sehr aber die Lage der Reichsbahn in letzter Zeit gerade auch in der Güterbeförderung angespannt war, ist hinlänglich bekannt. Eine Besserung der Bedingungen für die Ruhrkohle ist vielleicht nur auf diesem Wege zu erlangen. Der Hansakanalverein Ruhrgebiet hat in eingehenden Untersuchungen festgestellt, daß die Wirtschaftlichkeit des Kanals nach allen Seiten hin gesichert sei. Das Projekt hat seine Bedeutung nicht allein für das Ruhrgebiet selbst, sondern auch für die beiden großen Seehäfen. Darüber hinaus wird es ein wichtiges Moment i m Rahmen der Arbeitsbeschaffung ausmachen. Nach den angestellten Berechnungen werden bei dem Bau des Kanals etwa 27 000 Arbeiter für die Dauer von 6 Fahren eine lohnende Beschäftigung finden. Zudem kann dabei in Rechnung gestellt werden, daß bei den dann erreichten günstigeren Bedingungen für die Fracht auch die Förderung der Kohle einen entsprechenden Aufschwung nehmen wird, und daß damit rund 16 000 Bergleute mehr und dauernd im Ruhrkohlenbergbau beschäftigt werden können. Wenn es bislang zu einer Verwirklichung dieses Proiektes nicht kommen konnte, so lag das einzig und allein an der Frage der Beschaffung der Mittel. Mehrfache Versuche, privates Kapital im In- oder Ausland zu interessieren, sind gescheitert. Die Durchführung wird also nur dann zur Wirklichkeit, wenn öffentliche Mittel eingesetzt werden und im Zuge der Arbeitsbeschaffung für dieses Projekt beschafft und bewilligt sind. Ist der Kanal einmal fcrtiggcftcllt, dann wird es auch gelingen, die englische Kohle aus dem deutschen Küstengebiet fernzuhalten und das Interesse des deutschen Bergbaus im Ruhrgebiet und der darin beschäftigten vielen zehntausend Arbeiter wahrzunehmen. Darüber hinaus wird eines unserer lebenswichtigsten Industrie- und Wirtschaftsgebiete auf diesem Wege an das deutsche Wasserstraßenneh angeschlossen. Und damit ist auch der Ostraum mit seinen lebhaften Beziehungen zu dem rheinisch-westfälischen Wirtschaftsgebiet auf dem Wasserwege denkbar eng angeschlossen. Ilbr: kr st, se7 b*08' jst KM scheinen 'N sten Schritte Mussolinis seien sehr viel vorsichtiger. Tatsache sei lediglich, daß Oesterreich in jeder Hinsicht gestärkt werden müsse. Mussolini habe deshalb vorgescylagen, man möge Oesterreich A U s - fuhrerleichterungen für den Fall gewähren, daß die Beziehungen mit Deutschland ihm prob tisch das Absatzgebiet des Reiches verschlössen. Diese Erleichterungen müßten einmal in Handels- vertrügen und dann in der Errichtung von Freizonen in den Ausfuhrhäfen bestehen. Es sei unbestreitbar, daß Triest für diesen Zweck am ehesten in Betracht komme. Die Bitte, um (Er- Höhung der Streitmacht um 8000 Mann habe Mussolini im Einvernehmen mit London und Paris wohlwollend ausgenommen. Beschlüsse könnten aber erst gefaßt werden, wenn die österreichische Regierung einen genauen Plan vorgelegt habe. Es sei wohl möglich, daß Mussolini über die zukünftige Gestaltung Mitteleuropas bestimmte Pläne habe. Diese Pläne hätten aber nicht die Form einer diplomatischen Initiative angenommen. „Petit Parisien" glaubt die Befürchtung weiter französischer Kreise, Mussolini könnte im Donaubecken eine besondere Politik unter Ausschaltung Frankreichs betreiben, mit der Ver- sicherung beschwichtigen zu können, man habe in Paris in den letzten 24 Stunden d i e be-ruhi- gende Erklärung erhalten, daß die italienische Regierung in enger Fühlungnahme mit London und Paris oorzugehen gedenke. Englands Flottenbauprogramm. London, 23. Aug. (IBIB. Funkfpruch.) Der THarinemitarbelter des „Daily Telegraph" schreibt, daß Vorschläge, die die einzige Alternative zu dem „Zusammenbruch Großbritanniens als Grohflollönmachl" darstellten, in kürze oon der Admiralität gemacht werden dürften. Rach Informationen des Marinemitarbeiters umfaffen die vorfchläge der Admiralität folgende Punkte: 2 5 neue Kreuzer, die an Tonnengehalt und Bestückung den besten ausländischen Schiffen gleich kommen sollen: Reite 4 Pfd, entsteinte Pllaufr.e’ Zwetschen, Pfirsiche Aprikosen, Reineklaute oder Mirabellen - w rein oder in belieb!;; Mischung — sehr gut it kleinern und mit 4 Pf: Ztokr Zum i Dtrlog: BrütjIW Unioerftlülr-vuch. enö Stdnöruderei kl. fange in «letzen. $d)riftlelhing und Seschäftrftelle: SchnMatze 7. Original „bkes Winter-Raps ;r.Rübsen i carBatklee.’rid'wl , i westerwoldb(Ct ches und wesi ^•Raygras I * । reriZ^1 * *”^4'" empfiehlt iswert und zuverlässig ilislüi* lofstrabe • 1e- _ Nachdem vor drei Jahren der Norddeutsche Lloyd in Bremen und die Hamburg-Amerika-Linie unter dem Drucke der Banken sich zur Gemeinschaftsarbeit zusammenfanden, ist unter der Weltwirtschaftskrise und der Zunahme des internationalen Wettbewerbes durch die Subventionierung von ausländischen Schisfahrtslinien die Lage der deutschen Schiffahrt außerordentlich kritisch geworden. Eine gesunde deutsche Handelsflotte ist ein volkswirtschaftlicher Aktivposten von größter Bedeutung. Allein seit 1924, dem Jahre der Gold- markbilanzen, hat die deutsche Handelsschiffahrt dem Reiche einen Devisenüberschuß von über drei Milliarden eingebracht. In zäher Aufbauarbeit war es den beiden großen Schiffahrtsgesellschaften gelungen, einen erheblichen Teil der 1257 000 Tonnen betragenden Verluste wieder aufzuholen, die durch die fast völlige Auslieferung der deutschen Handelsflotte infolge des Versailler Diktats entstanden waren. Die Entschädigung dafür war an und für sich außerordentlich gering. Gegenwärtig haben unsere beiden Groß-Reedereien noch 44,6 Millionen Dollar Freigabeguthaben einzuziehen, die durch den Dollarrutsch bereits um 45 Millionen Mark entwertet find. Nachdem mit Mühe und Not die Wirkung des Pfundsturzes ausgeglichen wurde, hat der Dollarverfall den deutschen Reede- reien neue Verluste zugefügt, da in der internationalen Handelsschiffahrt mit Dollars gerechnet wird. Für bas laufende Jahr wird der (Ein- I ftisch lastet, unaufgeklärt. Festgestellt wurde nur, daß Hunderte von Millionen in Zeletzkis Buchführung auf Chiffrekonten verbucht waren, aber die Skoda-Werke waren anscheinend nicht zu bewegen gewesen, den Chiffreschlüssel, der sofort alle Geheimnisse entschleiert hätte, dem Gericht zu überliefern, und Zeletzki deckte die wahrhaft Schuldigen mit seinem Schweigen. Er nahm das Opfer auf sich, der einzig Schuldige in der Affäre zu sein. Bei der 23er- kündung des Urteils, durch das Zeletzki zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wird, brach der Angeklagte ohnmächtig zusammen. .... L'StzZL n-iL______ fvereine Neubau von jährlich 15 bis 18 Zerstörern; ein großes ll - vool - vauprogramm; beträchtliche Vermehrung der Marineflugzeuge; Erhöhung der Mannfchaftssiärke um mindestens 10 000 Mann; beträchtliche größere Aufwen- düngen für Schiff-Treibstoff. Uebungsmunition und Flottenmanöver. Widerstände gegen Roosevelts Wirtschafisplan. Preiserhöhungen. — Arbeiterstreiks. Neuyork, 21. Aug. (WTB.) Bei seinen Plänen und Maßnahmen für eine Neugestaltung der amerikanischen Wirtschaft hat Präsident Roosevelt immer erneute Schwierigkeiten zu überwinden. Besondere Sorge macht der Regierung das st a r k e Anziehen der Preise, denen die Löhne nicht nachkommen. Um eine genaue Uebersicht und dadurch eine Möglichkeit zur Kontrolle der Preissteigerungen zu haben, hat die Regierung angeordnet, daß alle Industrien, die die Vereinbarungen über die Arbeitsverfassung unterzeichnet haben, über den Umfang der Preiserhöhungen Bericht erstatten, dadurch soll die Tätigkeit der reinen Gewinnmacher im Interesse des kaufenden Publikums Unterbunden und den bereits gemeldeten Preissteigerungen wirksam entgegengetreten werden. Auch die Hoffnung, daß die Wider st ände innerhalb der Arbeiterschaft aufhören würden, bestätigte sich nicht. Nachdem erst vor wenigen Tagen erneut die Bergarbeiter des pennsylvanischen Kohlenbezirks und die Textilarbeiter Neuyorks in den Ausstand getreten sind, hat sich die Streikbewegung nun auch nach Chikago ausgedehnt. Hier haben etwa 10-000 Textilarbeiter die Arbeit niedergelegt. Zur Rechtfertigung ihres Verhaltens weisen die Arbeitnehmer darauf hin, daß die Arbeitgeber sich nicht an das durch den „Blauen Adler" symbolisierte Prinzip der Zusammenarbeit im Interesse des Gemeinwohls gehalten hätten. In Horton (Virginia) sind über 2000 Bergleute im Zusammenhang mit Meinungsverschiedenheiten über die neue Gewerkschaftsbewegung in den Aus - ftand getreten. Das Kreuz an der Hfer. Seit Charles de Coster mit seinem französisch geschriebenen Till Uylenspiegel dem Flamentum seine nationale Bibel gegen das zersetzende Wallo- nentum gab, dessen politische Uebermacht in Belgien heute noch nicht gebrochen ist, hat die Flamenbewegung sich auf zwei Ziele konzentriert und immer größere Macht gewonnen: Wahrung des katholischen Charakters des Volkes gegenüber dem freidenkerisch-liberalistischen Geist der Brüsseler Franscillons (Franzosenanhänger) und Neubelebung der flämischen Volkssprache und Volksbildung. Seit dem Kriege, in dem die deutschen Soldaten die Flamen als ihre Stammesbrüder achten lernten, hat das Flamentum jedes Jahr in einem Gebetszug zum Flamenkreuz bei Dixmuiden diesem Wollen Ausdruck gegeben, und trotz aller Anfeindungen konnte das Flamenvolk in federn Jahr einen neuen Erfolg verzeichnen. So ist es gelungen, gegen den Widerstand der Regierung die 23er« flamung der Genter Universität fast erreicht zu haben und die Volksbewegung, die auf eine Trennung des seit hundert Jahren unnatürlichen Verhältnisses mit dem Wallonentum und auf die Bildung der Groß-Niederlande hinzielt, ist von einem Geist getragen, den Charles de Coster erträumte, aber nicht mehr erlebte. Allgemeine Einführung des Hitler- Grußes in der deutschen Industrie. Berlin, 22. Aug. (CNB.) Der Reichsstand der Deutschen Industrie, gezeichnet Dr. Krupp von Bohlen-und Halbach, gibt bekannt: Wie aus der Presse bekannt ist, hat der Herr Neichsminister des Innern in einer Anordnung an die Reichsbehörden darauf hingewiesen, daß es angebracht sei, „nachdem der Parteienstaat in Deutschland überwunden ist und die gesamte Verwaltung im Deutschen Reich unter der Leitung des Reichskanzlers Adolf Hitler steht, denvonihmeingeführ- Dietrich Eckart. Eine Erinnerung von Dr. Erich Janke. Als ich im Frühjahr aus Italien zurückkehrte und in München dem Braunen Haus einen Besuch abstattete, hatte ich eine seltsame Begegnung mit einem Toten. Nicht unten vor den Ehrentafeln beim andachtsvollen ßefen der Namen der Gefallenen von der Feldherrnhalle, von denen einer mir besonders wert war — es war im Arbeitszimmer des Führers, als mich der Anblick eines erzgegossenen Kopfes erschütterte. Nicht das Cäsarenhaupt zur Linken des großen Schreibtisches, das gehörte einem Lebenden an, die Stimme dieser trotzigen Lippen klang mir noch frisch im Ohr: „Libro e mosquetto fascista per- felto!“, aber zur Rechten diese mächtige gedankenschwere Stirn eines Toten erkannte ich tief er- . griffen wieder. Don diesen Lippen war zuerst der gewaltige Schlachtruf erklungen: „Deutschland erwache!" „Dietrich Eckart!" sagte mein schlanker Begleiter in der Stabsuniform der SA. und dann schwiegen wir einige Augenblicke wie in Andacht. Ist es ein Zufall, daß mir dieser Tage ein Blatt auf den Schreibtisch flattert und die Erinnerung an den toten Dichter wachrufen will, um feine Lebensbeschreibung zu gestalten? Wieviele werden es noch sein, die jene Nächte mit Dietrich Eckart mit« erlebten? Steile Stufen führten wie in ein Verließ hinunter in das Lokal, das bei uns jungen Leuten von der literarischen Zunft den merkwürdigen Namen „Malaria-Keller" führte und stets nur in vorgerückter Nachtstunde ausgesucht wurde. Mehr als 25 Jahre müssen vergangen sein, aber noch lebhaft steht mir das Treiben von damals vor Augen. In der Ecke vor einem Tisch saß Dietrich Eckart, jeden Neuankömmling kritisch musternd und gegebenenfalls — er konnte vollendet grob fein — mit entsprechenden Worten begrüßend. Der Lärm von der Potsdamer Straße drang in die hitzigen Wortgefechte, die sich oft entwickelten, aber selten nur war es möglich, einen Blick in das verschlossene Innere dieses seltsamen Menschen mit der rauhen Schale und dem weichen Gemüt zu tun. Am Tage schlug er sich mit mißgünstigen Intendanten herum und wußte Ergötzliches darüber zu berichten. Doch wenn er nachts in Stimmung war, dann griff er in die Tasche und las formvollendete gebanlentiefe Verse vor, für die wenigen Zuhörer, die bis zum Morgengrauen mit ihm beim Becher ausharrten. Er war uns an Alter tenGrußalsdeutschenGrußan z uwen- de n. Damit wird die Verbundenheit des ganzen deutschen Volkes mit feinem F ü h r er auch nach außen hin klar in Erscheinung treten." Der deutsche Gruß, der in allen B e - Hörden und Schulen des Deutschen Reichs angewendet wird, ist auch in den Betrieben der deutschen Jndu st rie weitgehend eingeführt. Seine Anwendung in allen Verbänden und Betrieben wird nicht nur dem Grußgedanken des Herrn Reichsministers des Innern, sondern auch derinnerenZusammen- gehörigkeit aller Betriebsangehörigen einheitlichen Ausdruck geben. Oer deutsche Gruß kann von Ausländern nicht erwartet werden. Berlin, 22. Aug. (TU.) Der Stellvertreter des Führers, Pg. Heß, gibt bekannt: „Es ist in allen Ländern Brauch, daß beim Absingen der Nationalhymne, Grüßen von Fahnen und ähnlichen Anlässen Ausländer ihr Gastland dadurch ehren, daß sie sich mit den Angehörigen des betreffenden Landes von ihren Plätzen erheben, bzw. den Hut abnehmen. Dies ist selbstverständliche Pflicht internationaler Höflichkeit, deren Erfüllung gleicher Weise von jedem im Ausland weilenden Deutschen erwartet wird, wie von jedem Ausländer, der sich in Deutschland aufhält. Nicht erwartet werden kann jedoch von einem Ausländer eine in feinem Heimatland nicht geübte ihm also fremde Form der Ehren- bezeugung, wie sie z. B. der „deutsche Gruß" durch Erheben des rechten Armes darstellt. Dieses ebenso wenig, wie auch beispielsweise von einem Protestanten nicht verlangt wird, daß er sich beim Betreten einer katholischen Kirche bekreuzigt. Deutschland-Lied und Horst-Weffel-Lied in Vergnügungsstätten verboten. Berlin, 22. Aug. (WTB. Funkspruch.) Amtlich. Der preußische Minister des Innern hat auf Anregung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda für das Land Preußen durch Polizeiverordnung bestimmt, daß das Singen und Spielen des Deutschland- und des Horst-Weffel-Lie- des in Vergnügungs- und Gaststätten aller 21 r t verboten ist. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung der Ortspolizeibehörde. Die Polizei- oerordnuna soll verhindern, daß das Deutschlandlied und das Horst-Weffel-Lied in ihrem Charakter als vaterländische Weihelieder durch x u häufiges Absingen auch bei unpassenden Gelegenheiten Einbuße erleiden. Der Würde dieser Lieder entspricht es, daß sie nur bei solchen Gelegenheit en gefungen werden, bei denen der Rahmen, der Ernst und die Größe der Veranstaltung zum Singen und Spielen der genannten Lieder d i e Möalichkeit bieten. Die Ortspolizeibehörden haben sich, bevor sie von der Ausnahmemöglichkeit Gebrauch machen, ausdrücklich zu vergewissern, daß diese Voraussetzungen erfüllt sind. Hochschulreform in Baden. Die Hochschulrektoren vom Kultusminister ernannt. Karlsruhe, 22. Aug. (TU.) Der badische Kultusminister erläßt soeben eine Verordnung, die einen völligen Umbau der Hochschuloerfas- sung in Baden bringt und auf dem Wege der Hochschulreform des Reiches bahnbrechend fein wird. Im Gleichschritt der Entwicklung wird in ihr das Führerprinzip verwirklicht. Dem Rektor stehen demnach alle Befugnisse des seitherigen (engeren und großen) Senats zu. Er wird vom Kultusminister aus der Zahl der ordentlichen Professoren ernannt und von ihm vereidigt. Der Rektor hat das Recht, für eine von ihm zu bestimmende Zeit aus dem Lehrkörper der Hochschule einen Kanzler zu ernennen, der ihn vertritt. Das Amt des nach diesem Erlaß erstmalig zu ernennenden Rektors be« ainnt am 1. Oktober 1933. Das Ende seiner Amtszeit wird vom Ministerium be- st i m m t. Die Amtsdauer der Dekane und Senatoren bestimmt der Rektor. Er ist befugt, diese jederzeit abzuberufen. Gegen eine die Abberufung aussprechende Entscheidung steht die Beschwerde an das Ministerium zu. und Erfahrung weit überlegen vielleicht kam es daher, daß wir oft den Ton der Bitterkeit, den er aufklingen ließ, nicht ganz so gut verstanden wie die Empörung über gewisse Zeitumstände, die seine Sorge für Deutschland wachriefen. Nun ruht er aus, getreu bis in den Tod, und die Krone des Lebens ist ihm auch gegeben worden, denn welchen Raum gäbe es, der würdiger wäre, mit seiner Büste geschmückt zu werden, als das stille Zimmer in München? Gommer aus dem Gee. Don Joachim Lange. Die blauen Sommertage, da wir, minbüberflaggt, hinausfuhren auf den See! Das Boot schaukelte an der Brücke, die Wellen klatschten gegen das Ufer, schattig und kühl war es hier unter den Bäumen, und dann der See, silbern überglitzert von Sonne! Knatternd sprang der Wind in bas Segel, und wir glitten schräg über bie kleinen grünen Wasserberge, die uns in einförmigem Rhythmus entgegenliefen. Irgendwo draußen auf der weiten Fläche, jeden schönen Tag, den uns diese Wochen bescherten, lag ein Ruderboot und ein stiller Mann saß da Stunde um Stunde, „sah nach dem Angel ruhevoll" —. Zischend rauschten wir vorüber, daß unser Segel sich bedrohlich schief gegen die grüne Gerade des Ufers neigte, jeden Tag war das so, ein kecker Rus von uns Lärmenden flog zu dem Besinnlichen, der nur leicht den Kopf senkte. Denn am Bug unseres Schiffes stand „Sturmvogel" und wir waren Seeräuber, bie zu schlimmen Dingen auszogen. Wir waren auch ber Prinz von Wales, ber elegant unb reich an ber Seine faß und nachlässige Befehle in den Wind näselte. Wir waren besessenes Torpedoboot, das mit schäumendem Bug- wasser gegen die feindliche Flotte vorstieß. Wir waren alles. Stichwort war alles. Und jeder Tag brachte ein neues Stichwort. Die Pumpe in der kleinen Kajüte, in ber zwei junge Menschen unb bas riesige „Logbuch" knapp Platz fanben, eine erstaunliche Pumpe, bie ihren eigentlichen Zweck nie erfüllte, bie aber munberbar echtes Motorenaeräusch hervorbringen konnte, war die Maschine. Wer von uns gerade Kapitän spielte, hantierte mit feebärbeifeiger Miene an imaginären Telegraphen, vielfältige Glockensignale regelten den ®an9 der Pumpe, daß sie stampfend dröhnte wie die Maschinen eines Ozeansteamers, daß sie rasselnd Aus aller Well. Oie „Rekordschwimmenn" Ruth Lchig gestorben. Die 19jährige Hemer Schwimmerin Ruth Lihig, die am Sonntagabend nach fast 79stün- digern Aufenthalt im Wasser des Essener Bal- deneh-Sees völlig erschöpft als Schwerkranke ins Krankenhaus gebracht werden mußte, ist dort am Dienstagnachmittag gestorben. Seit ihrer Einlieferung war die „Rekordschwimmerin" ohne Bewußtsein; das Herz konnte nur durch ständige Kampfersprihen in Tätigkeit gehalten werden. — Beim Krankenhaus Huissen-Stift in Essen hatte sich auf die Nachricht vom Tode des jungen Mädchens hin eine große Menschenmenge angesammelt, die ihrem Anmut Ausdruck gab über den sträflichen Leichtsinn und vor allem über die Torheit und Ansinnigkeit der geschäftstüchtigen und sensationslüsternen Veranstalter dieser Menschenquä- lerei, die man „Aekordschwimmen" nannte. Man darf annehmen, daß der Tod des jungen Mädchens, das ein Opfer des Rekordwahnsinns und der Sensationslust geworden ist, noch ein Nachspiel für die Veranstalter haben wird. „Graf Zeppelin" in pernambuco. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" befand sich am Dienstag um 6 Ahr Greenwicher Zeit ungefähr zwischen den Kap Bardischen Inseln und dem südamerikanischen Kontinent. Am 22.10 Ahr ist das Luftschiff wohlbehalten in Per- na mbuc o an gekommen. Der Lahusen-Prozeß beginnt. Vor der Großen Strafkammer in Bremen beginnt, wie wir hören, endgültig am 29. August nach mehrfachen Vertagungen der Prozeß gegen G. Karl L a h u s e n , das frühere Vorstandsmitglied der Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei, deren Konkurs im 3uli 1931 weit über Deutschlands Grenzen hinaus erhebliches Aufsehen erregte. Feuer in ber Mindener Pionierkaserne. In einem Schuppen ber Pionierkaserne in Minden brach ein Feuer aus, bas mit rafenber Geschwin- bigteit um sich griff. Im Nu ftartb ber ganze 200 Meter lange Schuppen, in bem ber Fuhrpark unb sonstiges Material des Minbener Pionierbataillons untergebracht waren, in Hellen Flammen. Trotz ber ofortigen Löschmaßnahmen unb Bergungsversuche >er Feuerwehr, ber Mindener Garnison, der ge- amten SA. unb SS. war es nur möglich, einige Wagen aus bem Flammenmeer zu retten. Das ganze Gebäube war in etwa zwei Stunden nieder- gebrannt. Vermutlich ist das Feuer durch Brandstiftung entstanden. Man nimmt an, daß es sich um ein kommunistisches Attentat handelt. Der Sachschaden soll etwa 1 Million Mark betragen. Doppelhinrichtung in Weimar. 3m Hofe des Weimarer Gerichtsgebäuves wurden die Mörder Hahn und Leffler hingerichtet. Die beiden hatten im vorigenn 3ahre eine Frau Weißenborn aus 3ena unter der Vorspiegelung, eine Autofahrt mit ihr zu machen, in 3ena in die Nähe eines toten Armes der Saale gelockt, sie dort ermordet und die Leiche in das Wasser versenkt. Gnadenerweife des preußischen Ministerpräsidenten. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst meldet, hat der preußische Ministerpräsident im Gnadenwege die gegen die landwirtschaftlichen Arbeiter Fritz D e h n e r t und Adolf Brüning und gegen die Witwe Margarete Müller geb. Brüning vom Schwurgericht in Stendal am 24. Februar d. 3. verhängten Todesstrafen in je zehnjährige Zuchthausstrafen umgewandelt. Zuchthaus wegen verbrechens gegen das löpionagegeseß. Von dem Oberlandesgericht in Königsberg wurden zwei in Deutschland sich aufhaltendo Ausländer wegen Verbrechens oder Vergehens gegen das Spionagegesetz zu je acht Jahren Zuchthaus und zehn 3ahren Ehrverlust verurteilt. Ein Deutscher, der aus Leichtfertigkeit in das Garn der Ausländer geraten war, erhielt rückwärts lief unb ritardando erstarb. Es gehörte eine große Kunst dazu, bie Pumpe zu bebienen. Draußen auf der Hohe bes Sees, zogen wir uns aus unb sprangen in bie Wellen, bie herrlich kalt waren. Weiß glitten unsere Körper im durchsichtigen Grün bahin und wir lachten uns an burch die silberne Gischt der Sprüher unb Spritzer. Blaue Sommertage! Am anbern Ufer machten wir halt, erstürmten bas Gasthaus unb füllten uns, ganz unfeeräuberhaft, mit Kaffee unb Schlagsahne. Wer gerade Gelb hatte, bezahlte. Sonst ließen wir anschreiben. Wir ließen fast immer anschreiben. Aber ber Wirt hatte ein gutes Herz unb vertraute uns. Die Heimfahrten waren geruhsamer. Der Winb legte sich gegen Abenb, unb bis wir in ben Bootshafen eingelaufen waren, mußten wir lange kreuzen. Was tat's? Wir hatten Zeit, unermeßlich viel Zeit, unb wünschten, es wäre ewig so. Später, auf bem Heimweg am Ufer, entfleibeten wir uns noch einmal. Die Nacht hing warm unb bunte! um uns, unb warm unb bunfel lockte bas Wasser. Von ben Dörfern brüben leuchteten bie Lichter, bie Bäume rauschten, eine Glocke schwang sich von weither über ben See — wir waren jung und schnellten lachenb über bie Tiefe, bie unergründlich unter uns war. Wir waren neue Menschen, unerschöpflich in ber Seligkeit, die uns erfüllte, einen kurzen Sommer lang. Berühmte Leute in Serien. Der König des Irak, Feisal, dec zu einem Ferienausenthalt nach England gelommen ist, hat in der 3lut der Feste und Gesellschaften, die zu seinen Esren veranstaltet wurden, nicht die Erholung gefunden, die er suchte. „Ich kam nach England, um mich auszuruhen", tagte er kürzlich, „aber seitdem ich gelandet bin, bin ich noch nicht zur Ruhe gekommen, und ich werde nach meinem Reich zurücklehren müssen, um mich von den Strapazen dieser Serienreife zu stärken. Dieses Beispiel zeigt, wie schwierig es für berühmte und hochstehende Persönlichkeiten ist, die geeignete Gelegenheit für die ihnen so notwendige Ausspannung zu finden. Man weiß von Filmstars, die die besondere Aufmerksamkeit des Publikums erregen, daß sie die größten Vorsichtsmaßregeln treffen müssen, um sich den unerwünschten Huldigungen der Menge zu entziehen, und Greta Garbo hatte für ihren Ferienaufenthalt in Schweden geradezu ein System der Verkleidungen ausgedacht, das jedem Detektiv Ehre gemacht hätte. Staatsoberhäupter ha- drei 3ahre Gefängnis. 3n Verbindung mit der Geheimen Staatspolizei war es den zuständigen Rcichswehrstellen gelungen, die Täter zu fassen, ehe das von diesen beschaffte Material über die Wehrmacht, politische und andere Verbände und Vereine in ausländische Hände fiel. Fünf Scheunen mit Lrnievorräken niebergebrannt 3n Winden (Südpfalz) brach in einer Scheune Feuer aus, das sehr schnell um sich griff. 3m ganzen fielen fünf Scheunen, die mit Erntevorräten angefüllt waren, den Flammen zum Opfer. Bisher 1350 Nennungen zur Osilanb-Treuefahrl. Beim Meldeschluß für bie Ostlanb-Treue- fahrt beutfdjer Kraftfahrer laaen 1350 Nennungen vor. Es laufen aber noch fortgesetzt weitere Nennungen ein, so baß mit einer Gesamtteilnehmerzahl von 1500 Fahrzeugen gerechnet wirb. Unter ihnen befinben sich 340 Sendbotenmannschaf- ten aus allen Teilen bes Reiches. Die Oberleitung ber Fahrt hat Staatssekretär Funk vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Reichsminister Dr. Goebbels wird an der Fahrt teilnehmen. Für den Grenzübergang und die Durchfahrt durch den Weichselkorridor hat Polen bekanntlich auf Erteilung des Visums verzichtet. Reichsangehörige Teilnehmer, die in der Zeit vom 25. bis 27. August an der deutsch-polnischen Grenze auf den Straßen Lauenburg—Danzig—Elbing und Schlochau —Dirschau—Marienburg eintreffen, bedürfen zur Ausreise keines Ausreisesichtvermerks, wenn sie einen deutschen Reisepaß bei sich führen und wenn sich aus den Umständen ergibt, daß sie Teilnehmer der Ost« landtreuefahrt sind. Das gleiche gilt für die Rückfahrt in der Zeit vom 29. bis 31. August, soweit die vorerwähnten Straßen in umgekehrter Richtung benutzt werden. Der Tob in den Bergen. Seit dem 16. August wurden im Wettersteingebirge der Obervegierungsrat Dr. Deinhardt vom Oberversicherungsamt Nürnberg und sein 19 3ahre alter Sohn vermißt. Die beiden Bergsteiger wurden nunmehr in Schüsselkar tot auf* gesunden. Die Leichen wurden zur Aeberraintal- Hütte und dann zu Tal gebracht. Der an der Nordwand des Matterhorns zu Tode gekommene Münchener Tourist Krö - n e r konnte nunmehr geborgen werden. Die Rettungsmannschaft entging dabei wie durch einen Zufall dem gleichen Tode, nämlich durch einen mächtigen Steinschlag, der kurz nachdem sie sich entfernt hatte, niederging. Kröners Leiche wird nach Traunstein überführt. 3m Lotschental wurde, einer Meldung aus Basel zufolge, auf dem Langgletscher die Leiche eines 40—45jährigen Touristen gefunden, die ungefähr 10 bis 15 Jahre dort im Eise gelegen haben muß. Heber die Person des Toten ist man sich im Anklaren. Ein Sachverständigenbeirat für Volks- gesnndheit bei der NSDAP. München, 22. Aug. (TA.) Der Stellvertreter des Führers Pg. Heß veröffentlicht eine Anordnung, wonach die Abteilung „Volksgesundheit" der PO. der NSDAP, aufgelöst wird. 3hre organisatorischen Aufgaben sind an den Staat über gegangen, ihre Aufgaben auf dem Gebiet der Fürsorge gehen an die Abteilunng „N S. - Vvlkswohl- f a h r t“. Bei der Reichsleitung der NSDAP, wird ein Sachverständigenbeirat für Volksgesundheit errichtet, mit dessen Bildung und Führung Dr. Gerh. Wagner (München) beauftragt ist. Diesem Sachverständigenbeirat haben sämtliche Parteidienststellen alle in diesem Bereich fallende Fragen zu unterbreiten und alle Eingaben an behördliche Stellen vor ihrer Einreichung zuzuleiten. Die Regierungen des Reiches und der Länder sind ersucht worden, sich in allen einschlägigen Angelegenheiten vor endgültigen Regelungen rechtzeitig mit dem Sachverständigenbeirat für Volksgesundheit in Verbindung zu sehen. ben es oft noch schwerer, sich ihren dringenden Pflichten zu entziehen und einmal vollständige Ruhe zu finden. Der König von Dänemak flüchtete einmal nach Bagdad, um in dieser seiner nordischen Heimat so entgeg ges tzten Stimmung völlig von allen Regierungen ige i zu befreien. Andere Herrscher suchen die la., .iche Stille auf unb widmen sich der beruhigenden Tätigkeit des Ackerbaus. So zieht sich König Boris von Bulgarien während ferner Serien auf ein kleines Landgut bei Philippopel zurück. Auch der Präsident der Türkei, Mustapha Kemal, der ein längeres Ausspannen nicht kennt, verbringt kurze Mußestunden auf seiner Musterfarm in der Nähe der Haupstadt Angora unb erfreut sich daran, mit ben modernsten landwirtschaftlichen Maschinen sein Land zu bestellen. Die englische Sorschungsreisende Rosika Sorbes erzählt in einem Aufsatz, ber Präsident von Peru, Sanchez Cerro, der kürzlich ermordet wurde, habe ihr einmal gestanden, sein Ideal eines geruhsamen Lebens bestehe in der Landwirtschaft, aber er komme nur selten zum Aufenthalt auf seinem Gut. „Gewöhnlich verbringe, ich meine Serien damit, daß ich ange* schossen werde!" fügte er bitter hinzu. Er hatte schon damals 16 Mordversuche überstanden und war neunmal verwundet worden. Als die Reisende ihn dazu beglückwünschte, daß er so vielen Gefahren glücklich entgangen sei, meinte er: „Ich habe noch einige Leben zu leben. Ich glaube, daß 21 meine Anglückszahl ist". Aber er täuschte sich, denn der 17. Schuh, der ihn traf, endete seine Laufbahn. So mancher, der immer im Trubel der Gesellichaft sich befindet, kennt für seine Sreizeit keinen höheren Wunsch als den, allein zu sein. „Ich kannte einen Mann", schreibt Stau Sorbes, „der sich zu seiner Erholung auf einen langen Ritt begab. Er brauchte zwei Jahre, bevor er von Buenos Aires auf dieser seltsamen Serienreife bis nach Neuyork gekommen war. In der Zwischenzeit wurde er in den tropischen Ar- wäldern fast von Insekten aufgefreffen, verhungerte fast auf den wilden Gebirgspässen und starb fast vor Durst in ber Wüste. Er wäre beinahe von Auf- ständigen getötet und von Kopfjägern skalpiert worden. Aber zum Schluß sagte er: „Es war eine wirkliche Serienzeit, denn wochenlang hatte ich niemanden, mit dem ich sprechen konnte, außer mit meinen beiden Pferden". Diel Weisheit enthält das Wort eines arabischen Emirs: „Bequemlichkeit ist notwendig in der Sreizeit und Schnelligkeit ist zu vermeiden. Laß deinen Kraftwagen zu Hause und nimm einen Esel. Laß deine Ahr zurück, denn wenn es keine Arbeit gibt, gibt es auch keine Stunden". D« Guntyer org" rÄ tonte. S s Jugend ve 3, mm u-ns @aupi ZA führt *gä» fldiaen “ s«. Stahlhelm, Vertreter des ber DalfttU deutsche Luftv Ai Aeuorgani Das Reiche Grund des Volksaufklärr beauftragt, t des ständisch 3m Verfolg mit sämtliche Bildhauer, 1 auf, ihre An stelle des A Gau Hessens sofern dies betreffenden! zuteilen. Dei folgende 2ez Hessen, Sy Hessen, Koble furt a.M. Mbepflk Set 'Beaufttc schm Deiches s f en-Haffau burg-L'chpe, V! terbacher- „Sine grofji den Iugendb Wanderbünd, Deutschen Re 15. August । ihrer Führe, Iugendvereü letztmalig a nachzukomme bis spülens zogen haben Iugendsühre n'iqung des als aufgelöf l vc Die Volks, folgen! D-e M e D- ‘Berlin, en Kreisen l mfe ei'ngebürc ferer Erzeuge »to. „Volks Winferatcn ®eifc onzuprej toenbung der ' ^.9 mit itge 'ffiMtrtu Mm kn( "sch lei, be„ üW für Cßoi Uung bttav Artung ift» folgt teüb, "-oolksgeM. irgend "euerer Qh nur einen' S*1 Deineins. ounkmdustri '“Mri "ni> ®>5rt, Saiifoi feite® |Pie&sf '°°vrohlh enbeirat sürVol^ -erirSOAP. ZIL) Ler Stellvertreter röffentlidjt eine Anord- eilunfl ,DvlkL-e- aMöfi i^en 'Mgab.™ M an r gegangen, x'gte ibitt bet Fürsorge AS.-LvNswohl- Leitung bet RSDÄP. bigenbeitai für littet, mit dessen Ril- !>etb- Wagner (Mm- em Sachverständigenbri« ridienstsiellen alle in die« tgen zu unterbreiten unö dliche Stellen vor ihrer Die Regierungen des sind ersucht worden sich aclegenheiten vor endgul- itig mit dem Sachverstan« mdheit m Derbindung zu chihrendringendenMich. mal vollständige Ruhe zu Lemal flüchtete einmd i dieser seiner nordischen en Stimmung völlig M u befreien. Andere Hew Stille auf und tmdmen iüfeit des Aclerbaus. So Mlgarien während sei- LangutbüPBpp^ tber2urtei.W^ jen auf feiner ;abt ^MWstlich^ u befle^ M in einem ‘JÄÄ Cem. Ifeg« .Sr-S» KL;s sftStS»?? '®*Äen®unl$ "» b,Ä tiätfge KM WW Stunde" • mit Zungen ..Kn zu, M,in 5« um L6i)ei* ten. *(=*'■ ' k" v>tes*. 1 «bet' m?R 1350 l-6 mit lrzeugen 0,riI ®elamb 10 SÄ2ntl®irb. !e>ches. Äj’M- ir ft u n. Verleitung 4 «nj rrZF BLZ «LZ: intreiirn 2^^°ch°u Uhren und weÄnen S * für Ä w&WRfi >en Bergen. ^®ettaftein. ^ratSr. Deinhardt nifi?Ä9 und sein Nißt. Die beiden Berg, u Tchüsselkar tot auf. xben zur ileberraintal» gebracht. d des Matterhorns zu chener Tourist K rS. orgen werden. Die Ret. dabei wie durch einen >e, nämlich durch einen T kurz nachdem sie sich Kröners Leiche wird rt. e. einer Meldung aus anggletscher die Leiche triften gesunden, die un» > dort im Eise gelegen Person des Toten ist konnte, bei der Bereitwilligkeit der Einwohner, die große Schar der Turnerinnen und Gäste m Bürgerquartieren im Dorfe untergebracht wer- den. Der Samstagabend soll in der Turnhalle die Reichhaltigkeit des Frauenturnens zeige... Die Dereine non Gießen. Lich, Großen- und Klein- Linden. Treis, Lauterbach, Butzbach, Wöllstadt. Bad-Nauheim, Marburg, Wetzlar, Wieseck, Krofdorf und Heuchelheim werden Boden-, Stab-, Keulen-, Frei- und Kürübungen, rhytmische und tänzerische Bewegungen und Gemeinturnen am Barren vorführen. Hierbei wird sich zeigen, wie Anmut und Körperschulung miteinander zu vereinen sind. Auch das eigentliche Wetturnen am Sonntagmorgen verspricht sehr anregend zu werden. Selbstverständlich sorgt der TD. Heuchelheim nach besten Kräften dafür, daß alle Dorführungen sich reibungslos abwickeln. Am Nachmittag wird sich ein großer Festzug durch die Straßen des Ortes bewegen, der ein eindrucksvolles Bild der Turnbewcgnng geben soll. An ihm beteiligt sich auch die SA. Anschließend tocr- ten Sondervorsührungen und Massenfreiübungen der Turnerinnen stattfinden, denen sich fröhliches Dolkstrciben anreiht. Mrcie Lauterbach MSN. Lauterbach, 21. '21 ug. Auf dcr steil abfallenden Landstraße zwischen Lauterbach und Herbstein kurz hinter H e r b st e i n geriet das voll beladene Lastauto des Steinbruchbetriebes von Staubad) in rasende Fahrt, da der Chauffeur die Herrschaft über das Auto verloren hatte. Da die Fahrt immer unheimlicher wurde, sprang der Begleiter des Autolenkers ab und wenig später auch der Chauffeur selbst. Führerlos geworden, raste das Auto mit seiner schweren Steinladung weiter, bis es gegen einen Baum rannte, den es glatt umriß und wobei auch noch mehrere andere Bäume mit zum Zusammenbrechen brachte. Das Auto wurde total zertrümmert. Dem Umstand, daß die beiden Insassen abspringen konnten, ist es zu verdanken, daß Menschenleben nicht zu beklagen sind, jedoch hat der Chauffeur des Autos beim Abspringen leichtere Verletzungen davongetragen. Neue Bücher. Das Ehrenmal fürGüniherGroenhoffaufdem Frankfurter Friedhof. * 05601. Frankfurt a. M-, 22. Aug. Unter außerordentlich starker Beteiligung aus allen Kreisen der Bevölkerung, der staatlichen und städtischen Behörden und der Flugsportverbande und -"Dereine fand heute auf dem Frankfurter Friedhof am Grabe des berühmten Segelfliegers Günther Grönhoff die Enthüllung eines ihm von seinen Freunden gestisteten Ehrenmals statt. Der Direktor der Rhön-Rosfitten-Gesellschaft, Professor G e o r g i i, hielt die Weiherede urid legte einen großen Kranz im Damen der Fliegerkamera, den nieder. Dcr Deutsche Luftsportverband, die SA.-Obergruppe 5, die Gauleitung der NSDAP, von Hessen-Nassau, vertreten durch den Leiter der politischen Abteiluna Pg. W owe ries, der be- tonte, daß der Geist Günther Groenhosfs in der Äugend weiter lebe, legten ebensalls prächtige Kränze nieder. 3m Auftrage des Reichsministeri- ums für Dolksaufklärung und Propaganda widmete Gaupropagandaleiter Parteigerwsse Müller-Scheld dem Fliegerhelden warme Worte. Er führte aus: „Wenn wir heute hierher gekommen find, um Günther Groenhoff au ehren, so tun wir das deshalb, weil wir wissen, daß Günther Groenhoff in einer Zeit, in der Deutschland zu zerfallen drohte, einer von denen war, die durch ungeheuere Leistungen die Augen der ganzen 05elt wieder aus unser Vaterland richten ließen. Zu einer Zeit, in der andere junge Leute sich in den Tanzsälen Herumtrieben, hat er für das Daterland gewirkt. Das werden wir ihm nicht vergessen." Ein Vertreter des hessischen Ministerpräsidenten Dr. Werner, ein Vertreter des Stahlhelm, der Kaplan von Poppenhausen als Dertreter des Flugsportvereins Poppenhausen an der Wasserkuppe, die Lufthansa, die Südwestdeutsche Luftverkehrs-AG., die christliche Pfadfinderschaft, das Lehrerkollegium der Musterschule, die Frankfurter Flughafengesellschast, die Stadt Gersfeld in der Rhön und die Stadt Frankfurt am Main ehrten den Flieger durch Dlumenspen- den. Auch der „Rhönvater" A r s inu s ließ es sich nicht nehmen, seinem Liebling Groenhoff noch einmal nachzurufen, daß sein Geist weiter lebe und daß trotz alledem weitergeflogen werde. K Erte -A * Zeitgeschichte. — Erich Czech-Iochberg: W i e Adolf Hitler der Führer wurde. Reclams Univer- sal-Bibliothek Nr. 7217. Geheftet 35 Pf., gebunden 75 Pf. — (219.) — Unter allen Schriften, die Leben und Werke Adolf Hitlers schildern, verdient die vorliegende besonders hervorgehoben zu werden. Ihr billiger Preis von 35 Pf. macht wohl jedem die An- schaffung möglich, und die Art der Darstellung durch den bekannten Hitler-Biographen Erich Czech-Iochberg erscheint besonders berufen, weitesten Volksschichten Wesen, Persönlichkeit und Entwicklung des Führers, seinen Geist und seine politischen Hochziele nahezubringen. Untrennbar verknüpft mit der Lebensgeschichte Hitlers ist die Entwicklung der NSDAP., die hier in fortreißender Darstellung von den Anfängen bis zum Triumph geschildert wird. Ein Schlußkapital skizziert „das deutsche Leben im nationalsozialistischen Staat" an Hand der wichtigsten Gesetzgebung der Regierung. — Dies Reclam- Buch vermittelt nicht nur Belehrung, sondern Hin- gäbe und Begeisterung für den Führer und Dolks- kanzler. Tausende werden dadurch zu innerlich erfüllten Mitstreitern der nationalsozialistischen Bewegung gewonnen werden! — Die Regierung Adolf Hitlers gründet sich auf den Rassengedanken. Der deutsche Volkskörper soll aus deutschen Menschen tüchtiger Rasse be- stehen, Rassenpflege ist eine neue wichtige Staats- aufgabe geworden. Für Deutschland hat vor allem der Jenaer Professor Hans F. K. Günther das Verdienst, den Rassengedanken wieder belebt zu haben. In zahlreichen Werken hat er Aussehen, Wesensart und Kulturbedeutung der einzelnen Rassen behandelt. Seine Bücher sind in etwa 80 000 Stück verbreitet, doch kann man nicht behaupten, daß sie schon genügend bekannt seien. Deshalb ist es zu begrüßen, daß Günther in I. F. Lehmanns Verlag, München, neben seiner Rassenkunde des deutschen Volkes eine billige „Kleine Rassen- kunde des deutschen Volkes" herausbringt. (Geh. 2,25 Mark, gebd. 3,25 Mark.) Es ist schon die 4. Auslage, das Buch hat sich also be- währt. Wir finden hier eine eingehende Beschreibung der in Deutschland vorkommenden sechs Hauptrassen, besonders anschaulich durch die zahlreichen Abbildungen, die die Darstellung begleiten. Die Wesensart der Rassen wird geschildert und die ausschlaggebende Bedeutung der nordischen Rasse für die kulturellen Leistungen unseres Volkes an Hand der geschichtlichen Tatsachen nachgewiesen. Andere Abschnitte befassen sich mit der Rasfen- geschichte von den Frühzeiten der Menschheit bis heute. Eingehende Darstellung finden die Gegenwartsfragen der Rasfenpflege, der nordische Gedanke und die nordische Bewegung, die Ausmerzung der minderwertigen und die Förderung der wertvollen Erbanlagen. Der Standpunkt ist immer wissenschaftlich begründet, so daß das Buch gerade die Einführung in die gesamten Rassenfragen bildet, die der denkende Volksgenosse sucht. Das Buch eignet sich besonders als Grundlage für die Behandlung der Rassenfragen in der Schule, in Öen Wehroerbänden und politischen Bünden. — (168) — — „B a u e r u n d B o d e n" von H. S ch l a n g e- Schöningen, Reichsminister a. D. Kart. 2 RM. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. — (267) — Der frühere Reichskommissar für die Osthilfe stellt die volkspolitische Bedeutung einer ausreichenden Besiedlung des Ostlandes als Schutz gegen fremdländische Ueberoölterung in den Vordergrund und vertritt die Ansicht, daß der beste Schutz für unsere Ost- grenze ein lebendiger Wall von Bauern sei. Die Möglichkeiten, ihn aufzurichten, sind durchaus gegeben, und zwar durch die Besiedlung der unrentablen großen ostpreußischen Güter. Es ist der Praktiker, der aus ihm spricht, wenn er auf die leicht entstehenden Gefahren einer planlosen Sieölungspolitit hinweist und eine strenge Auswahl aus den Bewerbern um diese Landstellen getroffen sehen will. Er weist hier in erster Linie auf die Landarbeiter hin, auf die zweiten und dritten Bauernsöhne, die gezwungen sind, heute tatenlos auf den Höfen ihrer Väter und erstgeborenen Brüder zu sitzen, die sich am besten zum Siedeln eignen. Mit Uederzeugung und Zielsicherheit greifen die Vorschläge des früheren Reichsministers in die bestehenden Formen der Landwirtschaft ein, um sie so umzubilden, daß sie den nationalen Belangen eines auswärtsstrebenden Staates dienen. — Erich Müller-Boedner: „Fragen und Aufgaben der Auslands-Siedlung". Verlag „Das Reich", Berlin C. 2. Preis 1,20 Mark. — (73) — Der Verfasser gibt denen, welche sich mit der Frage der Auswanderung aus- einanderzusetzen haben, das Material in die Hand, um zur Klarheit und Einsicht in die dabei bestehenden Zusammenhänge zu gelangen. Er nimmt Stellung zur Innensiedlung, zur Wirtschaftskrise und zu den Folgerungen, die die Geschichte der Auswanderung uns lehrt. Weiter aber können diejenigen, welche zur Auswanderung entschlossen sind, über die Auswanderungsmöglichkeiten, über die Gebiete, nach denen noch heute eine Auswanderung möglich ist, als auch über die Form, in der der Auswanderer sich eine Existenz schaffen kann, alles Wissenswerte erfahren. — In der bekannten Sammlung „Schriften an die Nation" (Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg) erschien als Band 18 „Deutsches D o l k i n d e r Fremde" von Maria Kahle, der rastlosen Vorkämpferin des Deutschtums im Auslande. Sie entwirft ein dichterisches ergreifendes Bild jenes Deutschtums außerhalb der Reichsgrenzen, das von Süd- und Nordamerika bis nach Ost- und Sudost- europa reicht. Ein glühendes Bekenntnis zum deutschen Gedanken und zum deutschen Volk in seiner umfassendsten Größe »st hier abgelegt. — (141) — — Generalleutnant a. D. H o r st von Metzsch: Arbeit und Wafsc als ® r u n ö • läge der Nation. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. Preis geb. 1.— Mark — (199) — '2lus tiefem geschichtlichem Denken entwickelt Metzsch an der Hand großzügiger historischer Vergleiche den Grundsatz, daß nur kämpferische, bewaffnete Arbeit ihren ideellen und materiellen Lohn zugunsten des Volkstums finden kann. Arbeit und Waffe müssen auch das Ziel der deutschen nationalen Revolution fein, weil nur beide in ihrem Gleichklang in staatsmännischer und volksoerbindender Ergänzung die Grundlage zu schassen vermögen, deren die deutsche Nation zu ihrer Selbstbehauptung und zur Gestaltung ihrer Zukunft bedarf. Deutsche Erzähler. — Rudolf Herzog, Die Tänzerinund ihre Schwestern. Ein Roman aus der Zeitenwende. Ganzleinenband RM. 4.80, in Halbleder RM. 7.—. I. G. Cotta, Stuttgart. (86.) Rudolf Her- zog, der Dichter der „Wiskottens", der „Stollenkamps" und vieler anderer, in Hunderttausenden von Stücken verbreiteter Romane, hat ein neues Werk vollendet, das durch, die Eigenart seiner Problemstellung, durch die Fülle der Figuren, die Farbigkeit seines landschaftlichen Hintergrundes vielen wieder Genuß und Anreguna bringen wird. Aus dem Kampfe zweier Geschlechterfolgen und damit aus dem Kampfe zweier Weltanschauungen schöpft Rudolf Herzog diesmal seinen Stoff, und es geht um Grundfragen der Liebe, die im tiefsten Wesen der Menschheit verwurzelt sind und gegen deren klare, leuchtende Flamme der Sturm einer von revolutionären Ideen erfüllten Zeit angeht. Süddeutsche, an Tradition gebundene Menschen stehen im Mittelpunkt des Romans, führend unter ihnen ein junges Mädchen, dessen sauberes Frauentum vor allem feindlichen Einfluß besteht und dessen kluge Hand geschickt alle, die ins Wanken kommen wollen, wieder aufzurichten und vor dem Untergang zu bewahren weiß. Georg Dritting. Die kleine Welt am Strom. Geschichten und Gedichte. (Die Kleine Bücherei Rr. 15.) Qllbert Gängen'Ocorg Müller, München 1933- 3n farbigem Geschenkeinband 80 Pf. (97 ) — Das ist ein Büchlein von besonderer Art. Britting schöpft aus den Erinnerungen feiner Kindertage im alten Regensburg und an den Ufern des Donau-Stromes. Bolistümliche, manchmal bajuwcni ch de be Lustigkeit und verträumte Innerlichkeit verbinden sich in seinen Erzählungen und Bersen. Was Brit- lings Roman „Lebenslauf eines dicken Mannes, der Hamlet hieß"' hohes Lob eingetragen hat: eine ursprüngliche Fähigkeit, Menschen und Natur mit sprühendem Leben zu erfüllen, das spricht auch aus diesen neuen Geschichten und Gedichten, die sich in anmutigem Wechsel aneinanderreihen. — Heinz Kükelhaus: ArmerTeufel. Roman. Ganzleinen 4,80, geb. 3,50 Mk. W. G. Kom, Okriag, Breslau. — (150) — Kükelhaus hat als Kumpel mitten unter den Bergarbeitern gelebt. Er ist nicht als Werkstudent, sondern als ein Vagabund zu ihnen gekommen, der die bürgerliche Welt, aus der er stammt, hinter sich gelassen hatte. 3n liefern Roman spiegelt sich die Fülle seiner Geschichte aus dem Bergarbeiter- leben. Das Bergwerk, die Kohlenhalden und die Kolonie dieses Romans bilden eine in sich geschlossene Welt mit ihren Schicksalen, die selbstverständlich dahertommen, weil sie aus dem Charakter der Menschen hervorgehen. — Clara Rord ström: Kajsa Lejon- dahl. Roman. Leinen 5,25 Mk. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Berlin. — (87.) — Dieses Buch ist so ursprünglich, voll nordischer Kraft und Einfalt wie die alten Volksmärchen und die Erzählungen der Lagerlöf. Die Dichterin Clara Rordström ist Schwedin, sie schreibt aber deutsch. Ihre Art ist nordisch-germanisch: der uns Deutschen stammverwandte Dreiklang Gott — Ratur — Menschenherz waltet in Kajsas Schicksal und hebt es in die reine Sphäre des Gleichnisses und der Legende. Kajsa ist der letzte edle Sproß des stolzen Geschlechts der Lejondahls. Reben ihr steht die Gestalt der Frau Drita, ihrer Großmutter. Kajsa greift in das Schicksal eines jungen Mannes ein, dem ein Anrecht geschehen ist. Sie geht mit ihm in die Welt, sie wird sein guter Engel, seine Frau, sie opfert ihrem liebenden Willen alles, was ihr bisher so behütetes Dasein schön und reich gemacht hat, sie gewinnt mit ihrem Gatten Ehre und Ansehen. Er aber erweist sich als nicht stark genug, durch seine Schuld verliert Kajsa alles — um etwas Höheres zu gewinnen. In diesem Roman hat ein großer seelischer Reichtum eine so schlichte Gestaltung gefunden, daß er für jeden Leser Freude und Gewinn bedeutet. — Johannes Günther: Spott, Sterben und Harlekin. Skizzen und Rovellen aus der Welt des Rokoko. Heinrich Wilhelm Hen- driock, Okriag, Berlin-Steglitz. In Leinen geb. 2,85 Mark. — (132) — Ein Gartenfest, das Schicksal zweier Porzellanfiguren, die Mariage einer Prinzessin, eine Liebe zu Dritt, Harlekin samt seinem derben Ensemble, die letzten Tage der Reuberin, Lessings Sieg über das Leiden, Georg Philipp Telemann spielt Bachs chromatische Phantasie ... von oll dem handelt Johannes Günthers neuestes Buch. Die einzelnen Novellen fi^ck) durch eine Conference miteinander verwoben. Bilder nach seltenen, alten Originalen schmücken das Wert. Aus -er Provinzialhauptstadt. furt a. OH. Der Gauvorsihende. v. Geyer. Neuorganisation der bildenden Künstler Das Reichskartell der bildenden Künste ist auf Grund des Erlasses des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda vom 28. 7. 33 beauftragt, die bildenden Künstler im Rahmen des ständischen Ausbaues zusammenzuschließen. 2m Verfolg dieser Maßnahme fordere ich hier- mit sämtliche in meinem Gau ansässige Maler, Bildhauer, Graphiker und Gebrauchsgraphiker auf, ihre Anschrift bis 29.8. 33 an die Geschäftsstelle des Reichskartells der bildenden Künste, Gau Hessen-Mittelrhein, Darmstadt, Annastr. 23, sofern dies nicht bereits direkt oder durch die betreffenden Bezirksvorsihenden geschehen ist, mitzuteilen. Der Gau Hessen-Mittelrhein umfaßt folgende Bezirke: Kassel, dazu Waldeck, Ober- Hessen, Hessen-Nassau, Starkenburg, Rheinhessen, Koblenz, Trier, Saargebiet und Frank- Meldepflicht für alle Zugendbünde! Der Beauftragte des Iugendführers des Deutschen Reiches für Westfalen, Rheinland, Hessen-Rassau, Hessen, Lippe und Schaumburg-Lippe, Obergebietsführer Hartmann Laute r b o ch e r - Köln, gibt folgendes bekannt: „Eine große Anzahl von heute noch bestehenden Iugendbünden, vor allen Dingen kleinere Wanderbünde, hoben die vom Iugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, bis 15. August angeordnete Meldung ihrer Stärke, ihrer Führer usw. nicht durchgeführt. Alle diese Iugendvereine und Bünde werden noch einmal letztmalig aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Alle Bünde, die ihre Anmeldung bis spätens 10. September 1933 nicht vollzogen hoben, werden nach Rücksprache mit dem Iugendführer des Deutschen Reiches und Genehmigung des zuständigen Regierungspräsidenten als aufgelöst erklärt. Unsaubere Angebote von Volksempfängern. Die Landesstelle Hefsen-Rassau für Volksaufklärung und Propaganda gibt und folgende Mitteilung: Die Rationalsozialistische Rundfunkkammer e. B., Berlin, gibt folgendes bekannt: In gewissen Kreisen des Funkhandels hat sich die An- sitle eingebürgert, bestimmte Empfangsgeräte älterer Erzeugung als „Volksempfänger", „Volksradio", „Volksgerät", „Volksfunk" usw. in Zei- tungsinseraten, Schaufenstern und auf sonstige Weise anzupreisen. Durch die mißbräuchliche Verwendung der Bezeichnung „Volks"- in Verbindung mit irgendeinem älteren Empfänger kann leicht der Irrtum entstehen, als ob das betreffende Gerät mit jenem neuen „Volksempfänger" identisch sei, der auf Anregung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda gelegentlich der diesjährigen 10. Iubiläumssunkaus- stellung herausgebracht werden wird. Alm allen Irrtümern wirksam zu begegnen und das interessierte Publikum vor Schäden zu bewahren, wird daher ausdrücklich daraus hingewiesen, daß es verboten ist und als unlauterer Wettbewerb verfolgt Wird, die Bezeichnung „Volksempfänger", „Dolksgerät", „Dolksradio" usw. zur Kennzeichnung irgendwelcher Radioempfänger älterer oder neuerer Anfertigung anzuwenden. Es gibt künftig nur einen „Volksempfänger DE. 301", ein Gemeinschaftserzeugnis der gesamten deutschen Funkindustrie, mit dem einheitlichen Verkaufspreis von 76 Mk. für Retzonschluh und 65 Mk. für Batterieanschluh, einschließlich Lautsprecher und Röhren. Wallfahrt zum hl. Hock nach Trier. Vom Katholischen Pfarramt wird uns geschrieben: Arn Sonntag, 27. August, fährt ein Pilgersonder- zug (mit 60 Prozent Fahrpreisermäßigung) von Gießen nach Trier. Hinfahrt: Gießen ab 5.38 Uhr. Rückfahrt: Ankunft in Gießen 23.26 Uhr. Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt 7,90 Mark. Anmeldungen nimmt nur das Katholische Pfarramt Gießen, Liebigstraße 28, entgegen. Daselbst wird nähere Auskunft erteilt. Um den notwendigen Bedarf an Pilgerzugskarten noch rechtzeitig anfordern zu tonnen, wolle man sich dis Donnerstag anmelden. Vornonzc» — Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die heilige Flamme" mit Gustav Fröhlich und Dita Parlo. •• D i e Sprech st unden des Staats- ekretärs. Die Staatspressestelle teilt mit: Die Sprechstunden des Herrn Staatssekretärs Jung fallen vom 23. August bis 9. September einschließlich aus. Für die Zeit seiner Ab- Wesenheit vertritt ihn Ministerialrat Rings- hausen. Die Sprechstunden der Gaubetriebszellenabteilung der RSDAP. Die Sprechstunden der Gaubetriebszellenabteilung der RSDAP. Hessen-Rassau, Frankfurt a.M., Klüberstrahe 12, fallen in der Woche vom 22. bis 26. August aus. Riemand ohne Ausnahme wird vorgelafsen. Lediglich die Presse- und Propagandastelle ist vormittags von 8 bis 10 Ahr für den Publikumsverkehr geöffnet. •• Der Verein der hessischen Ge- richtsasscssoren aufgelöst. Der Verein dcr hessischen Gerichtsassessoren hat sich aufgelöst und sein Vermögen im Betrage von etwa 200 Mark der nationalen Arbeitsspende zugedacht. Den seitherigen Mitgliedern wurde der Eintritt in den Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen dringend empfohlen. *♦ Freie Innung für das Spengler- und Jnftallateurhandwerk. Man berichtet uns: Am 15. Auauft fand unter Leitung des Kreisamtes und in Anwesenheit des Kreiskampfbundleiters und Vorsitzenden der Handwerkskammer- Nebenstelle, Herrn Schimmel, sowie zirka 72 Handwerksmeistern im Gewerbehaus die Gründung einer freien Innung für das Spengler- und Inftal- lateur-Handwerk für die Stadt und den Kreis Gießen statt. Bei der Vorstandswahl wurde der langjährige frühere Obermeister, Spengler- und Installateurmeister Rudolf Rödiger, Gießen, einstim- mig zum Obermeister und Führer gewählt. Weiter wurden in den Vorstand berufen die Spengler- und Installationsmeister Heinrich Blum, Gießen, als Rechner, Georg E i d t m a n n , Gießen, als Schriftführer, Julius Don-Eiff, Grünberg, als Beisitzer, Konrad Drücket, Lang-Göns, als Beisitzer. Nach der Begrüßung durch den neuen Führer richtete Pg. Schimmel recht beherzigende Worte an die anwesenden Meister, treu unserem großen Dolkskanzler zu folgen, der gerade dem Handwerk besonders helfen will, und selbst mitzuhelsen an dem Ausbau der deutschen Wirtschaft. Nach einer gründlichen Aussprache über Ziele und Zweck der neuen Innung wurde die Versammlung mit einem drei- fachen 'Sieg-Heil auf unseren greifen Reichspräsidenten von Hindenb urg, sowie auf unseren großen Dolkskanzler Adolf Hitler geschloßen. Oie Meliorationsarbeiten im hessischen Nied. WSR., B e n s h e i m, 22. Aug. Nachdem be- reits vor einigen Worten bei den Meliorationsarbeiten im hessischen Ried der Arbeitsdienst eingesetzt worden ist. werden nun- mehr auch umfangreiche Notstands- arbeiten in Angriff genommen, die zunächst 90 000 Tagewerke erfordern. Ende des wahres werden dadurch durchschnittlich 900 ältere langfristige Arbeitslose, in der Hauptsache Kinder- reiche und Familienernährer, gleichzeitig beschäftigt fein. Die Arbeiten werden daher zu einer erheblichen Entlastung des Arbeitsmarktes in den Arbeitsamtbezirken Worms und Darmstadt führen. Sie fallen hauptsächlich in die Gemarkungen Heppenheim, Bensheim, barsch, Hos- heim-Dürstadt. Biblis. Lampertheim und Rord- heim. „ , Hinrichtung des NaubmörderS Knirsch. WSR. Frankfurt a. M., 22. Aug. 3m I Hofe des Strafgefängnisses Preungesheim erfolgte heute 6 Ahr die H i n r i ch t u n g des Autoschlossers Willi Knirsch, der am 1. Dezember v. 3. den Geldbricfträger 3ohannes §ofmann ermordet und beraubt hatte und wegen dirier Tat am 14. 3anuar d. 3. vom Schwurgericht zum Tode verurteilt worden war. Die Hinrichtung erfolgte mittels Handbeils. Der preußische Mim- sterpräsident hatte von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht. Dies war dieerste Hinrichtung in Frankfurt a. OH. seit dem 23. Marz 1914, dem Tage, an dem der Gistmorder Karl i Hopf enthauptet wurde. Gaufrauenturnen in Heuchelheim. Zum 13. Frauenturnen des Bezirks H e s s e n . der bis Lauterbach, Kirchhain, Bleden- köpf, Wetzlar und Friedberg reicht, find. bw Meldungen recht zahlreich emgegangen. Trotzdem 9Jl.-$port (OSC.) 42 Sek.: 3. Müller (OST.) 42,7 Sekunden. 4mal100-Meter-Staffel: 1. OST. 50,2 Sekunden: 2. Odenhausen 51,4 Sekunden. Jugend. VfB. Gießen. Sportklub Jlauborn I — VfB. Liga 3:10. Der Sportklub Nauborn veranstaltete am Sonntag sein diesjähriges Sportfest, das von dem rührigen Silub gut aufgezogen war. Das Hauptereignis des Tages war das Fußballspiel der beiden genannten Mannschaften. Die Gießener mußten auf einige ihrer besten Spieler verzichten und traten mit folgender Mannschaft an: Becker: Wilhelm, Sire ft; Fr. Rindcrknecht, Michel, Feuster; Schmidt, Euler, Fehling, Lehrmund, Bender. In den ersten Spielminuten wurde schon die Ueberlcgenheit der BfBer erkenntlich. Angriff auf Angriff rollte gegen das Tor des Gegners. Die Erfolge blieben nicht aus. Die zehn Tore wurden in gleichmäftigen Abständen erzielt. Zwischendurch kamen die Gastgeber durch ihren Eifer auch zu Wort und konnten durch Elfineter und Selbsttor des Verteidigers Wilhelm, dem dieses Mißgeschick schon im letzten Spiel passierte, zwei Treffer für sich buchen. Im weiteren Verlauf des immer in anständigem Rahmen geführten Spiels, konnten die VfBer ihre Torzahl bis auf zehn verhalten erhöhen. Lehrmund brachte allein 6 Erfolge auf sein Santo, zwei Treffer erzielte Fehling und zwei der Halbrechte Euler. VfL. Krofdorf I — VfL. III 2:5. Die dritte Mannschaft des VfB. war bei dem Namensvetter in Krofdorf und konnte trotz geschwächter Mannschaft einen verdienten Sieg erringen. Die Slrofdorfer spielten sehr eifrig, müssen aber sich in technischer Beziehung noch sehr verbessern. Spielvereimgung 1900 Gießen. Jugend. Fuftballvcrein Oberbiel A I — 1900 Gießen A I 0:6. Sportverein Wetzlar AI — 1900 Gießen AI 1:3. Beide Spiele wurden am Samstag in Wetzlar ausgetragen. Zwischen beiden fand das Spiel Eintracht Frankfurt Liga — Sportverein Wetzlar Liga, das Eintracht sicher mit 6:0 Toren für sich entschied, statt. Beim Spiel der Jugend gegen Oberbiel waren die Gießener dem Gegner in der 'Verteidigung, wie auch im Sturm überlegen, so daß man von einem Klassenunterschied sprechen kann. Bei Halbzeit stand das Spiel schon 4:0 für Gießen. Vach Halbzeit spielten die 1900er verhalten, um sich für das zweite Spiel gegen Sportverein Wetzlar zu schonen. 1900 war noch zweimal erfolgreich. Das Spiel endete mit 6:0 für Gießen. 3: 1 Tore lautete das Endresultat gegen den zweiten Cegner, Sportverein Wetzlar, nachdem bei Halbzeit das Spiel noch 1:0 für Wetzlar stand. Bei den 1900cm war der Sturm in der zweiten Halste etwas schußfreudiger und erzielte nach prächtigem Zusammenspiel Ausgleich und Sieg. Wetzlar spielte mit einem, Gießen mit zwei Mann Ersatz. OSC.-Leichiaihletik. Es war vorauszusehen, daß der Olympische Sport- Club den Mannschaftskampf gegen den Turn- und Sportverein Odenhausen a. d. Lahn gewann. Die Odenhausener zeigten teilweise wieder recht gute Leistungen, hatten aber das Pech, den OLE. >n Hochform anzutreffen, jo daß sie sich mit 4025,99 Punkten Unterschied geschlagen bekennen mußten. Nachstehend die Ergebnisse (O. = Odenhausen): Klasse A. 100 Meter: 1. R. Fischer (OSC.) 11,4; 2. Siegmund (OSC.) 11,5; 3. A. Simon (D.) 11,9. Siegmund und Fischer haben sich stark verbessert. 2 00 Meter: 1. R. Fischer (OSC.) 24,2; 2. A. Simon (O.) 25; 3. Siegmund (OSC.), Brust- breite zurück. Fischer gewann sicher. 800 M e t e r : 1. Steiß O. 2:18,2 Mm.; 2. Sobe- zak (OSC.) 2:19,0; 3. Henkel (O.) 2,25 Minunten. Steiß gewann durch seinen kräftigen Endspurt. Weitsprung: 1. Luh (OSC.) 6,07 Meter; 2. Jakob (OSC.) und Speier (O.) 5,67 Meter. H ochs prung . 1. Luh (OSC.) 1,54 Meter; 2. Speier (O.) und Radon (OSC.) 1,52 Meter; 3. A. Simon (O.) 1,52 Meter. Durch Stechen entschieden. Kugelstoßen: 1. Luh (OSC.) 13,49 Meter; 2. Unteroffizier Mahl (OSC.) 13,37 Meter; 3. Zecher (O.) 11,39 Meter. Gute Leistungen aller. Steinstoßen: 1. Unteroffizier Mohl (OSC.) 8,57 Meter; 2. Luh (OSC.) 8,35 Meter; 3. Zecher (O.) 7,60 Meter. Diskus: 1. Luh (OSC ) 36,42; 2. Unteroffizier Mohl (OSC.) 32,55; 3. Zecher (O.) 31,20 Meter. Speerwerfen: 1. Jakob (OSC.) 45,50 Meter; 2. Henkel (O.) 39,52 Meter; 3. Unteroff. Mohl 38,91 Meter. Keulenwerfen: 1. Unteroff. Mohl (OSC.) 73,65 Meter; 2. Luh (OSC.) 69,60 Meter; 3. Zecher (O.) 62,32 Meter: 4. Simon (O.) 62,28 Meter. Schleuderballwerfen: 1. Unteroffizier Mohl (OSC.) 58,80 Meter; 2. Luh (OSC.) 55,24 Meter; 3. Zecher (O.) 53,20 Meter. Mohl vollbrachte mit seinem Wurf Tagesbestleistung. 4 m a l 1 0 0 - M e t e r - S t a f f e l : 1. OSC. 46,6 Sekunden, 2. Odenhausen 48,3 Sekunden. 10mal200-Meter- Staffel: 1. OSC. 4,18 Minuten; 2. Odenhausen 4,31 Minuten. Klasse B. 100 Meter: 1. Paulus (OSC.) 11,9; 2. W. Simon (O.) 12,5; 3. W. Schmidt (OSC.) 12,6 Sek. 300 Meter: 1. Steiß (O.) 41,6 Sek.; 2. Götz 100 Meter: 1. Radon (OSC.) 12,8 Sek.: 2. Schneider (OSC.) 13 Sek.; 3. H. Schneider (O.) 13,7 Sekunden. Hochsprung: 1. Radon (OSC ) 1,41 Meter; 2. Zecher (O.) 1,41 Meter. Durch Stechen entschieden. 3. K. Rinn (OSC.) 1,31 Meter. Kugel st oßen: 1. Laudon (OSC.) 12,09 Meter; 2. Radon (OSC.) 11,03 Meter; 3. Zecher (O.) 10,88 Meter. 4 mal 10 0 Meter (Jugend): 1. OSC. 51,6 Sekunden: 2. Odenhausen 54,9 Sekunden. Rahmenkonkurrenz (Hammerwerfen): Hier siegte Unteroff. W. Mohl (OSC.) mit der respektablen Leistung von 37,46 Meter. I. Kanu - Europa - Meisterschaften in Prag. Glänzende Erfolge der deutschen Vertreter. Zu zwei schönen Erfolgen kamen die deutschen Vertreter bei den Kanu - Europa meister- schaften in Prag, die am Samstag ihren Anfang nahmen. 3m Faltboot - Zweier siegte das deutsche Meisterpaar Schneider - Wevers (Köln) vor den Linzern Kalisch-Ct:in- huber, die mit zehn Sekunden im Rückstand als Zweite einkamen. Krebs (Tgm. München) zeichnete im Schweden-Kajak-Einer für den nächsten deutschen Sieg verantwortlich. 3m Einer triumphierte der Oesterreicher H r a d e tz k i. Am Sonntag konnten die deutschen Vertreter wieder in zwei Konkurrenzen als Sieger durchs Ziel gehen, so daß sie also von den sieben vorgeschriebenen Rennen insgesamt vier gewinnen konnten. Dieses Ergebnis stellt dem deutschen Kanusport das denkbar beste Leistungszcugnis aus, das in Europa keine andere Ration aufweisen kann. Gleich im ersten Rennen, dem Schwedenkajak für Damen über die auf 600 Meter verkürzte Rennstrecke, konnte unsere Vertreterin, Fräulein Wenzel (Postsportver- ein Frankfurt a. M.) einen schönen Sieg erringen; sie schlug in 3:06,5 ihre Landsmännin Frl. Bretschneider, die in 3:12 noch vor der Tschechin Pevlis einkam. Großer 3ubel herrschte bei der deutschen Kolonie, als auch nach Schluß dcs nächsten Rennens, des Schwedenkajak-Einers, die Hakenkreuzflagge am Siegesmast emporstieg. Der Hamburger Cämmerer fuhr in 4:35,5 über die 1000 Meter ein sehr schönes Rennen und siegte sicher vor dem Schweden Wallin, der 4:38,7 Minuten benötigte. Dritter wurde wieder ein Deutscher, und zwar Dehnken in 4:41,3. 3n den beiden übrigen Rennen gab es Siege der gastgcbenden Tschechen. S i l n y brachte den Titel im Kanu-Einer in 5:37,8 vor Karlik (Tschechoslowakei) und Derdau (Deutschland) an sich. 3m Kanu-Zweier blieb das tschechische Meisterpaar Eigner - Sanda vor dem zweiten tschechische Voot, Rus-Felix, erfolgreich. Den dritten und vierten Platz belegten die deutschen Teilnehmer Fürus-Dachmann und Swintek-Lewandowski. Kußball der Gießener Mannschaften. Die Liga der Spielvereinigung 1900 weilte am Sonntag mit ersatzgeschwächter Mannschaft bei der Liga von Germania Marburg zum Rückspiel zu Gast und verlor mit 0:2 Toren. Die 2. Mannschaft spielte gegen Sportverein Wetzlar auf dem Platz des Gegners 4:2. Die 3ugendmannschaft gewann gegen Oberbiel Al mit 0:6 und gegen Sportverein Wetzlar AI mit 1: 3 Toren. Die Ligamannschaft des DfD. war in Rauborn zu Gast und entschied das Spiel mit 2:10 Toren für sich. Die 3. Mannschaft gastierte in Krofdorf und gewann gegen die dortige 1. Elf mit 2:5 Toren. Einen sehr beachtlichen Erfolg errang dte Handballspielmannschaft der Spielvereinigung 1 9 0 0, indem sie die 1. Handballelf von Wehlar-Riedergirmes mit 12:6 Toren schlug. Wirtschaft. * Weitere Reueinstellungen beim Stahlverein. Rachdem bereits im 3uli auf den Zechen der Bergbaugruppe Bochum der Vereinigten Stahlwerke , etwa 100 Bergarbeiter neu- eingestellt worden waren, wurden im August bisher etwa 250 Mann neu angelegt. Dazu kommen am 1. September weitere 250 Mann infolge der Wiederinbetriebnahme der Schachtanlage „Friedlicher Rachbar". 3n diesen Reueinstellungen kann man wohl eine Auswirkung der auf Anregung des Treuhänders der Arbeit durchgeführten Regelung erblicken, wonach zur Beschaffung weiterer Arbeitsplätze im Ruhrbergbau die Belegschaften so stark vergrößert werden sollen, daß sich im Monatsdurchschnitt 20 Arbeitsschichten ergeben. * Tellus AG. für Bergbau und Hüttenindustrie, Frankfurt a. M. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 1932 mit einem Gewinn von 23 000 Mark (i. V. 2500 Mark) ab, welcher der ordentlichen Rücklage zugeführt wird. 3n der am 18. September 1933 stattfindenden GV. soll die Einziehung von nom. 40 000 Mark eigener Aktien beschlossen werden, wodurch das Kapital auf 500 000 Mark herabgesetzt wird. Die zum Tellus-Konzern gehörende Westdeutsche Bleifarbenwerke Dr. Kalkow AG., Frankfurt a.M., schließt 1932 bei 700 000 Mark AK. nach rund 66 000 Mark (i. V. 71 000 Mark) Abschreibungen mit einem wenig veränderten Gewinnvortrag von 27 000 Mark (i. V. 26 000 Mark) ab. Frankfurt: uneinheitlich und still. Frankfurt, 22. Aug. (WTB. Drahtmeldung.) Die Stimmung zu Beginn der heutigen Börse hat nach dem gestrigen Rückgang zwar eine teilweise Beruhigung erfahren, im ganzen war sie aber nach unsicher und auch die Umsatztätigkeit hat sich nach nicht verbreitert. Die Kursbildung war recht uneinheitlich, du in den meisten Fällen nach einiges Angebot drückte, dem auch heute nur beschränkte Aufnahme gegenüberstand, zumal von der Kundschaft aus der ermäßigten Basis nur unbedeutende Kauflimite Vorlagen und die Kulisse mangels nennenswerter Anregung in ihrer Lethargie verharrte. Von dem unregelmäßigen Verlauf der gestrigen Auslandsbörsen konnte kein Stimulus ausgehen. Im allgemeinen bewegten sich die Differenzen gegenüber der Abendbörse im Rahmen von 0,50 bis 1 v. H. Darüber hinaus waren einige Spezialwerte noch stärker gedrückt, so Deutsche Erdöl und Schuckert mit je minus 2,25 v. H. Uebermiegenb schwächer lag noch der Montanmarkt; außer Gelsenkirchen, Buderus und Jlse-Genuß, die gut behauptet waren, ergaben sich Abschwächungen um bis zu 1 o. H. IG. eröffneten 0,50 v. H. höher, Scheideanstalt waren behauptet. Elektropapiere tendierten unregelmäßig. Bekula und Siemens je 0,50 v. H. freundlicher, AEG. unverändert, anderseits Felten und Gesfürel bis 0,65 v. H. niedriger. Auch Verkehrsaktien wiesen uneinheitliche Kursgestaltung auf Hapag plus 0,65 v. H., dagegen Nordlloyd minus 0,40 v. H. und AG. für Verkehr minus 0,25 v. H. Von sonstigen anfangs noch zur Notiz gekommenen Werten lagen Kunstseidewerte kaum behauptet, Daimler 1 v. H. niedriger, dagegen Reichsbank 0,50 v. H. gebessert. Nach den ersten Sturfen waren IG. zunächst 0,25 vom Hundert leichter, um später aber wieder 0,50 vom Hundert anzuziehen. Ferner kamen am Montanmarkt Manesmann um 1,25 v. H. niedriger zur Feststellung. Arn Rentenmarkt eröfneten Altbesitz 0,40 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,13 v. H. höher, wogegen Stahloereinsbonds angeboten und 1,13 v. H. gehalten. Am Pfandbriefmarkt herrschte weiter einige schwächer lagen. Reichsbahnoorzugsaktien blieben ge- Abgabenneigung, so daß die Kurse überwiegend um 0.25 bis 0,50 v. H. nachgaben. Goldpfandbriefe holländischer und englischer Tranche lagen schwach und bis 1 bis 2 Punkte niedriger. Von Staatsanleihen gaben steuerfreie Reichsbankamneftien weiter etwas nach. Stadtanleihen waren gefchäftslos. Am Auslandrentenmarkt blieben Rumänen und Ungarn behauptet. Im Freiverkehr lagen Dollarbonds stark im Angebot und bis $u 4 Punkten schwächer. Im Verlaufe unterlagen die Kurse einigen Schwankungen, bei kleinem Umsatz traten aber per Saldo nur unwesentliche Veränderungen ein. IG. waren weiter erholt. Anderseits gaben Contigummi 2,25 v. H. nach. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt