lir. U4 SvüßanSgabe 185. Zahrgang 5reitag,25.)uni 1935 gez. Dr. Robert Ley. «< Oie Kosten der Schuhhast. i. 2. 3. 4. 5. demokratie r ä t e r l f d) e n die die die die die Berlin. 22. Juni. (D3IB.) Amtlich. Vorgänge in der letzten Zeit haben den unumstößlichen Beweis dafür geliefert, daß die deutsche Sozial- daß dies Schutz- Schuh- katholische Gruppe, evangelische Gruppe, berufsständische Gruppe, hündische Gruppe, Dehroerbondsgruppe. Berlin. 22. Juni. (TU.) Reichsjugendführer Baldur von Schirach äußert sich im „Völki- schen Beobachter" über Ausbau, Ziel und Gliederung der neuen Organisation: Die Organisation der deutschen Jugend ist so gedacht, daß der Reichsjugendführer für die einzelnen Landestcilc Länderbeauftragte einseht, die von sich aus wiederum Beauftragte ernennen. Diese Beauftragten werden von den jeweiligen Führern der Hitlerjugend in den betreffenden Ländern und Orten gestellt werden. Vie Organisation der gesamten deutschen Jugend wird in der weise oorgenommen werden, daß e i n Führerrat der deutsche nJugend gebildet wird, in dem die obersten Führer Sih und Stimme haben werden. In diesem Führerrat werden folgende Gruppen zusammengefaßt: keine andere Behandlung mehr beanspruchen kann, wie sie bei der ä p D. onge- wendet worden ist. Der Reichsminister des Innern Hal daher die Landesregierungen ersucht, auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schuhe von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 d i e not- wendigen Maßnahmen gegen die 5 p D. zu treffen Insbesondere sollen sämtliche Mitglieder der SpD.» die heute noch den Volksvertretungen und Gemeindevertretungen angehören, von der weiteren Ausübung ihrer Mandate sofort ausgeschlossen werden. Den Ausgeschlossenen werden selbstverständlich die Diäten gesperrt. Der Sozialdemokratie kann auch nicht mehr die Möglichkeit gewährt werden, sich in irgendeiner Form propagandistisch zu betätigen. ve r s a m m l u n g e n der Sozialdemokratischen partei sowie ihrer Hilfs- und Lrfahorganisa- lionen werden nicht mehr erlaubt werden. Ebenso dürfen sozialdemokratische Zeitungen und Zeitschriften nicht mehr herauvgegeben werden. Dcks vermögen dec Sozialdemokratischen Partei und ihrer hilfs- und Lrsahorganisationen wird, soweit es nicht bereits in Verbindung mit der Auflösung der Freien Gewerkschaften sichergestellt worden ist. beschlagnahmt. Mit dem landesverräterischen Charakter der SPD. ist die weitere Zugehörigkeit von Beamten, Ange st eilten und Arbeitern, die aus öffentlichen Mitteln Gehalt, Lohn oder Ruhegeld beziehen, zu dieser partei selbstverständlich unvereinbar. Deutschland und seine rechtmäßige Regierung nicht zurückschreckt. Führende Persönlichkeiten der SPD., wie Wels, vreitscheid, Stampfer, Vogel, befinden sich seil Wochen in Prag, um von dort aus den Kampf gegen die nationale Regierung in Deutschland zu führen. Wels hat eine Erklärung veröffentlicht, daß sein Austritt aus dem Bureau der II. Internationale nur fingiert gewesen sei. Er hat an den Vorsitzenden der Arbeitergruppe auf der Internationalen Arbeilskon- seren; in Genf ein Telegramm gerichtet, in dem er in verleumderischer weise die Arbeiterschaft der übrigen Länder gegen die nationale deutsche Regierung aufzuhehen versucht.— Die erweiterte Parteileitung der SPD. Hal sich auf der vor einigen Tagen in Berlin abgehalle- nen Sitzung lediglich nach außen hin von diesen Leuten wie wel», Vreitscheid usw. distanziert. cs aber bezeichnenderweise unterlassen, diese Personen wegen ihres landesoerräterischen Verhaltens wirklich abzufchütteln und aus der Partei auszuschliehen. Im Gegenteil ist in einer von der Polizei überraschten Geheimoersammlung sozialdemokratischer Führer in Hamburg ebenfalls landesoerräterisches Ma- terial gefunden worden. Dies alles zwingt zu dem Schluß, die SPD. als eine staats- und volksfeindliche Partei anzusehen, die vor hoch- und landesoer- Unternehmungen gegen Stuttgart, 22.3unL (ERB.) Don zuständiger Seite wird darauf aufmerksam gemacht, daß die S ch u tz hä f t l i ng e gesamtschuldnerisch für die Kosten der Schutzhaft haften, infolgedessen sei ausgeführt, die Haftung jedes einzelnen Häftlings für die gesamten h a f t k o st e n bedeutet. Wird sie in Klärung in der Deutschen Arbeitsfront. Neue Verfügungen Dr.LeyS bezwecken den Aufbau einereinheitlichen Organisation Annahme von Anze a« und Dtrlog: vriihl'lche Unwttftlälr-Vuch. und Stetm>rnderel R. lange in Sieben. Sd)riftleitnng und 6efd)äftsHelIe: SchnNttaße 7. Franz Behrens, sowie die bisherigen Führer der Christlichen Gewerkschaften iStegerwald, 3mbusch und andere) werden von mir aus der Deutschen Arbeitsfront ausge stoßen. Sie dürfen selbstverständlich keinerlei Amt führen, und es ist hiermit allen Dienststellen der deutschen Arbeitsfront verboten, irgendwelche Verhandlung en mit diesen Leuten zu führen. Hierdurch soll dokumentiert werden, daß jeder, der es wagt, den großen revolutionären Aufbau unserer Elation anzutasten, für alle Zeit geächtet wird. Erscheint tagltd), autz« Sonntag» und Feiertag» .Beilagen: Dte Illustriert» Gietzener Familienblättet Heimat im Bild Die Scholl» menats>Be$ug$prets. Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustriert» , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Richterschemen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanschlitsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Aietzen. Postscheckkonto: Jranlfurt am Main 11686. Anspruch genommen, so hat der Staat im Wege der 41m- lage ein R ü ck g r i f f s r e ch t gegen die anderen Echutzhäftlinge. Es kann den Steuerzahlern nicht zugemutet werden, daß sie für die in Schutzhaft genommenen lichtscheuen und in den letzten Tagen beob- bienft zu ver Aus aller Welt Ack S)airfe! Der Hund. der um leitung der ASDAP.. dah das Rotopfer nicht von der Stadt Kassel, sondern von der Partei zur Erhebung gebracht werden solle, habe die Entscheidung des Reichssinanzministeriums nicht beeinflussen können. Da die maßgebenden Stellen der Kasseler RSD21P. und ihre Vertreter m der Stadtverwaltung aber daran festhalten, die zum Ausgleich des städtischen Haushalts erforderlich gewordene Senkung der Wohlfahrtsunterstützungs- richtsätze durch freiwillige Hilfsmah- nahmen unter allen Umständen wettzumachen, wird das Rotopfer in wesentlich veränderter Form und unter weitgehender B e - tonung seiner Freiwilligkeit doch noch zur Erhebung gebracht werden. flochten: beide Motive geben dem Film seinen dramatischen Antrieb. Die Regie von Erich Wasch- neck hat sich des Schauplatzes mit großen, eindrucksvollen Aufnahmen bemächtigt; auch die eigentliche Handlung erfaßt er in knappen, plastischen Szenen, die zum Teil in schwindelnder Berghöhe spielen und an Aufnahmeleitung und Darsteller erhebliche Anforderungen gestellt haben müssen. Aus der Besetzung hebt sich vor allem Eduard von W i n- terstein als Gemeindepräsident mit einer massiven, charakteristisch umrissenen bäuerlich-patriarchalischen Erscheinung stark heraus. Eine tüchtige Leistung bietet das jugendliche Liebespaar: Karin Hardt, die hier in letzter Zeit mehrfach gezeigt wurde, und der begabte Carl B a l h a u s, der dem eifrigen Filmbesucher ebenfalls schon häufiger begegnet sein dürfte. In einer knappen Szene vornehm wie immer: Theodor Loos als Landrat; ferner Adalbert von S ch l e t t o w und Reinhold B e r n t, dessen Dialekt allerdings nicht recht in die Umgebung paßt. — Der Film läuft seit gestern mit einem hübschen Beiprogramm im Lichtspielhaus. Schwere Gewitter und Wolkenbrüche über Berlin. Die Reichshauptstadt wurde am Donnerstag von heftigen Gewittern und Wolkenbrüchen heimgesucht, die auch noch in später Rachtstunde anhielten. Dem Tlnwetter ging eine säst unerträgliche Schwüle voraus. Dann zogen tiefdunkle Gewitterwolken auf, die sich direkt über der Stadt entluden. Gewaltige Regenmassen — bis 23 Uhr betrug die Regenmenge schätzungsweise 20 bis 25 Millimeter — führten an vielen Stellen zu Ueberschwemmungen. Eine große Zahl von Kellern lief voll Wasser. Fortgesetzt trafen Alarmrufe bei der Feuerwehr ein. Zeitweise waren fast sämtliche verfügbaren Züge unterwegs, um Ueberschwemmungsschäden zu beseitigen. Dazu kamen vielfach Blitzschläge, die aber bis auf einen Fall keinen Schaden anr^hteten. Rur in Spandau zündete ein Blitz im Keller der Garnisonkirche. Der Brand konnte jedoch schnell gelöscht werden. Die Regenflut behinderte auch den Straßenverkehr außerordentlich. An den Eisenbahnunterführun- gcn in der Vorkstraße bildete sich ein großer See, in dem Kraftwagen und Pferdefuhrwerke einfach stecken blieben. Besonders heftig tobte das Unwetter in den westlichen Vororten. Unwetterkatastrophe in der Schweiz. Im Kanton Uri hat ein furchtbares Unwetter, verbunden mit Schneefall, an den Bahnen und Kulturen schweren Schaden angerichtet. Im Dorfe Flüelen ist die Gotthardstrecke an drei Stellen durch große Schlamm- und Schuttmassen bis zwei Meter hoch überdeckt und der Verkehr unterbrochen. Frauen und Kinder flüchteten in der Morgenfrühe durch die Fenster aus den Häusern. An verschiedenen Orten mußten Bergheime wegen schwerer Gefahr .fluchtartig verlassen werden. In Altdorf und Erstfeld stehen große Waldgebiete, Gärten und Wiesen hoch unter Wasser. — Auch aus anderen Teilen der Schweiz kommen ernste Unwet- Tapferkeit. Die Mutter ist oben im Schlafzimmer. Als sie herunter kommt, sitzt da Peterle in Küche und ist dabei, sich einen dicken Verband - läge; hessischer/Ä 15 W 1' » rischen Schass' 15 bis 18 U rheinischer fiii Mähe: „21 - Defta der lehten g: Justiz- und' als Assessor Seist, Gi " Sonnü Hitlerjugend ferenten. der sich vor derartigen Heber» ras her das Lanl Sachlage zu ei. aus ftroi ÄS""« «unö fiC^er bei b!Snl(ia| 1-LtzL" tjib A bi( ** SH x. Aegjs b Jentii Aus Anlaß Der Ermordung der zwei Berliner SA.-Leute sprach Gruppenführer E r n st in Der Berliner Funkstunde. Er führte u. a. aus: Der einfache SA.-Mann habe das Treiben der Grunhemden stets mit Kopsschütteln gesehen. Es sei offenbar gewesen, daß von hier aus em versteckter Kampf gegen die neue beu tsch e Ordnung und gegen Das braune Heer geführt wurde. Das habe nun Ministerpräsident Göring zur rechten Zeit erkannt, und er habe zu einem o er n i ch - tenben Schlage ausgeholt. 2m Verlaufe dieser Aktion, so sagte Gruppenführer Ernst hat ein ehemaligerMarxist ohne Veranlassung aus dem Hinterhalt die freiwilligen Soldaten des Dritten Reiches Mann um Mann niedergeschossen. Der Gau Berlin-Brandenburg steht mit allen deutschen und österreichischen Braunhemden erschüttert an der Bahre dieser neuen Märtyrer des Dritten Reiches. Sie treten zu den 35 Sturmsoldaten, die Berlin- Brandenburg bereits hn Kampfe um Deutschlands Freiheit geopfert hat. Schließung des Stahlhelm-Arbeits- Alle 20 Minuten ein Hochzeitspärchen. Haben bisher gewisse amerikanische Scheidungs- wühlen mit Rekordziffern prahlen können, soundso- viele Ehetrennungen im Tag, so stellt nun Italien das entgegengesetzte Ideal auf: möglichst viele Hoch- zeitspärchen nach Rom! Am 29. Juli vorigen Jahres erging der Lockruf Mussolinis, er bot den „colombe“, den Tur- teltäubdjen — ohne Altersoorschrift — eine siebzigprozentige Ermäßigung auf den Eisenbahnen an, er machte bald eine achtzigprozentige daraus, er dehnt» die Vergünstigung auf Das gesamte AuslanD aus. Und siehe, alle, alle kamen! Jetzt sind wir mit Der Statistik beim zehnten Monat angelangt unD schon haben 22 329 coppie in viaggio di nozze am Fahrkartenschalter Den Trauschein vorgelegt: Das macht im Monatsdurchschnitt 2233, im Tag 74, in Der Stunde 3 Hochzeitspärchen. Alle 20 Minuten, Die Nächte nicht ausgenommen, betreten zwei Glückliche Den Boden Der ewigen StaDt, wanDeln zum Kapitol hinauf, stehen vor Der säugenden Wölfin und — tragen das große Erlebnis in der Erinnerung mit, in die Heimat zurück, übertragen es auf Kind unb Kindeskind. Eine Staatspropaganda, von Der man wahrlich sagen kann, sie trage Zins unD Zinseszins- Dabei ist anzunehmen, daß Der Reiz Der Neuheit sich nicht verlieren, im Gegenteil, Italien im nach' sten Jahr noch häufiger als Reiseziel Der Hochzeit^ reisenDen in Der Statistik erscheinen werde. Denn bi Die faschistische Revolutionsausstellung in Rom ohnehin schon eine siebzigprozentige Ermäßigun, gewährt, brauchten viele nicht erst Den Trauschein heroorzuholen. Sollte Dagegen roieDer einmal eine- Zeit kommen, wo man auf Den italienischen Bahnen eine normale Fahrkarte läsen muß, so fällt Dfc Hochzeitsvergünstigung erheblich ins Gewicht. VeneDig als traDitionelles Flitterwochenparadies ist natürlich nicht schlecht eifersüchtig auf Rom gt- ; roorDen, Mussolini aber, großzügig, wie er ist, HM auch Der ßagunenftaDt Das siebzigprozentiye Privilegium verliehen. Hauptsache: alles nach Italien» : Faschismus und Kirche ziehen da übrigens roiepjü am gleichen Strang. Der Papst läßt es sich nid£ nehmen, die Pärchen zu empfangen; manchmal kommt es zu Massenaudienzen. Manchmal soll es sogar schon zu Hochzeiten ad hoc gekommen sei»» nur um Der billigen Jtalienreise wegen. Jetzt warten wir nur noch Darauf, Daß man W irgendeine Ausstellung 80 Prozent und für Die Hochzeitsreise 80 Prozent erhält: macht einen Ueberc schuß von 60 Prozent, auszahlbar auf dem Kapitol- Dann ist das Problem der Finanzierung einer Jj6*’ miüengrünbung gelöst. E. lagers in Koitus. Kottbus, 22. Juni. (TU.) Das in Kottbus vom Stahlhelm unterhaltene Arbeitslager wurde heute morgen von der Polizei in Verbindung mit der NSDAP, geschlossen. Wie amtlich mitgeteilt wird, hatte die Polizei in den letzten Tagen beobachtet, daß sich bekannte Kottbuser K o m = muniften in Der Nähe Des Lagers herumtrieben unD mit Den Insassen sympathisierten. Außerdem war eine frühere führende Persönlichkeit des Reichsbanners im Arbeitslager an leitender Stelle tätig. Der Führer Des Laaers wurde in Schutzhaft genommen. Das Arbeitslager des Stahlhelms wurde durch den Fr e i w i111 = gen Arbeitsdienst der NSDAP. Gau Ostmark übernommen. In der vergangenen Nacht wurden gleichzeitig das Kottbuser Stahlhelmheim und die Geschäftsstelle durch SA. besetzt und sämtliche Führer Des Kottbuser Stahlhelms in Schutzhaft genommen. termelDungen. Auf den Höhen bis zu 700 Meter herunter hat es heftig g e f ch n e i t, während in Den Niederungen ebenso wie auch in Süddeutschland ununterbrochener Regen niederging. Am Gotthard liegt der Schnee 20 Zentimeter hoch. U. a. ist auch Göschenen eingeschneit. Der Schneefall hält noch an. Auf Der SüDseite Der Alpen gingen heftige Gewitter nieDer. Locarno melDet 111 mm NieDer- schlag. Aus verschiedenen Gegenden kommen Hochwassermeldungen, u. a. aus Dem Kanton Turgau. Die LanDstraße ist auf eine weite Strecke unter Wasser gesetzt. Bei Jakobsthal hat ein ErDrutsch Masten Der elektrischen Bahnleitung umgeDrudt, so Daß Der Bahnverkehr unterbrochen ist. Im Sihltal im Kanton Zürich ist Die Sihl im ganzen Gebiet des zukünftigen Sihlsees über Die Ufer getreten. Gegen 20 Anwesen stehen unter Wasser. Die Straße nach Willerzell unD Euthal steht stellenweise meterhoch unter Wasser. Die Bauern haben allenthalben schweren Schaden erlitten. Von dem Jungfraujoch und vom Säntis wird eine Neuschneehöhe von 50 Zentimeter gemeldet. Am Säntis steht die Temperatur auf zwei Grad unter Null, am Joch auf 4 Grad minus. Die bis jetzt verzeichneten Regenfälle sind die stärksten in diesem Jahre. Falsche Möbelarbeiter räumen eine ganze Wohnung aus. Eine traurige Ueberraschung erlebte dieser Tage eine Witwe in Berlin, als sie von ihrer Reise zu- rückkehrte. Als sie ihre Wohnung betrat, stellte sie fest, daß alle Möbel und das gesamte Hausgerät, das bereits für einen später vorzunehmenden Umzug zusammengepackt war, verschwunden waren. Die bisherigen Nachforschungen ergaben, daß am Pfingstsamstag früh ein Wagen vor dem Hause Der Witwe vorgefahren war und drei, mit blauen Blusen bekleidete „üJlöbeltransportarbeiter alle Möbel aus der Wohnung geholt und fortgefahren hatten. Das Amt ötubente jielt am Mi Bortragsoera außerorbentli Dar her „2 das von bre hanbelt muri lenschast, hei menben Prof >ich willkonm ' Arbeitsdienste. 1 Kraft unferes ; Als erster Üi sind Seit zwei Ja beiisbienst in Mißtrauen a 1 Zeit Ablehnu «nders geroori len, aber ma vohrhaft auf nähere man f \ l'ngs für bis $ , '"genommen 1 jjW fei eia über große S i Der MD. st . 1U5>ng fü, hätte nid) Jante der Ar M in Grji H'llel im po[j * 2er firi, 1 M gestellt, kbeitsbienst i Äein --DQtl ootben, der st f? W fest, d Jptt immer v ? reiches ä bereits JMftanb cor' !. 'j'Dienst tos W wünsche Der Arbeit Dickung ai sic Aus der Provinzialhauptstadt bis zu 700 Utter i t, während in den Süddeutschland un> ing. Am Tolchid hoch. U. o. ist auch eefflll hält noch an. n^en heilige Oe- !t 111mm Nieder- *Ctl. — Tageskalender für Freitag: Ober- hessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz; 15 bis 17 Uhr Ausstellung: „Dorformen künstle- rischen Schassens". — Neues Schloß, 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr: Werbeausstellung hessischer und rheinischer Kunsttöpsereien. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „An heiligen Wassern." ** Bestandene Staatsprüfung. Bei der letzten großen Staatsprüfung für den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst haben die Prüfung als Assessor bestanden: die Gerichtsreferendare Gei st, Gujot, Hebbel und Schneider. " Sonnwendfeier der Hitlerjugend. Hitlerjugend und Jungvolk veranstalten am rnor- LauShalts-Erleichierung und Arbeitsbeschaffung. Dor einigen Tagen ging ein Hinweis auf die Verringerung der SoAialbeiträge für dieHausange st eilten durch die Presse. Durch das Gesetz $ur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 1. 3uni d. 3. ist eine noch weitergehenöe Erleichterung der Zahlungen ab 1. Juli vorgesehen. Neuerdings fortgefallen ist die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe. Ferner gelten für die Hausgehilfinnen die im Einkommensteuergesetz vorgesehenen Äinderermoßiaungen, sofern die Hausangestellten zur Haushaltung des Arbeitgebers zählen. Die nunmehr insgesamt eingetretene Ersparnis an Sozialbeiträgen beläuft sich bei einem Darlehen von 20 Mark monatlich auf über 6 Mark, bei einem Barlohn von 35 Mark monatlich auf an- Nähernd 10 Mark. Dazu tritt bei einem Durch- sämittselnkommen des Arbeitgebers von 6000 Mark jährlich eine monatliche Einkommensteuerersparnis von etwa 4 bis 5 Mark. Die letztere Zahl schwankt je nach der Höhe des Einkommens. Die Möglichkeit, Hausangestellte zu beschäftigen, ist durch alle diese Maßnahmen wesentlich vergrößert worden. An die Hausfrauen und Haushaltungsoorstände richtet daher das Landesarbeitsamt Hessen den Ausruf, diese Sachlage zu benutzen, um die eigene Haushalt- führuna z u erleichtern und einer ar- b e i t s l o | c n Volksgenossin wieder zu B e r- dienst zu verhelfen. gigen Samstag, 21.30 Uhr. am Eulenkopf auf dem Trieb eine Sonnwendfeier, zu der SA, LS., sowie die gesamte Bürgerschal t Gießens eingeladen sind. Um 21 Uhr wird sich ein Fackelzug der Hitlerjugend und des Jungvolks durch die Straßen Gießens nach dem Trieb in Bewegung fetzen. Alle- Nähere in unserer morgigen Ausgabe. •• Sonntags • Rückfahrkarten der Reichsbahn zu großen Veranstaltun- g e n. Dom Bahnhof Gießen wird uns mitgeteilt: Zu den nachstehend aufgeführten Veranstaltungen werden von den beteiligten Bahnhöfen Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben: A. Regatta in Bad Ems am 25. Juni: Von allen Bahnhöfen im Umkreis von 2 0 0 Kilometer um Bad Ems nach Bad Ems mit folgender Geltungsdauer: Hinfahrt: vom 23. 6, 12 Uhr bis 25. 6. 24 Uhr (Beendigung der Hinfahrt). Rückfahrt: vom 24. 6., 12 Uhr bis 26. 6. 12 Uhr (Antritt der Rückfahrt). — B. Sängerfest in Lindheim vom 1. bis 3. Juli: Don allen Bahnhöfen im Umkreis von 50 Kilometer um Lindheim nach Lindheim mit normaler Geltungsdauer (1. 7., 12 Uhr bis 3. 7., 12 Uhr). — C. Hessischer Landes- feuerwehrtag in Schotten vorn 21. bis 24. Juli: Don allen in Hessen gelegenen Bahnhöfen im Umkreis von 7 5 Kilometer um Schot- ten nach Schotten mit Gültigkeit vom 21. 7., 12 Uhr, bis 24. 7., 24 Uhr (Beendigung der Rückfahrt). •• Gleichschaltung im Gießener Schachklub. Der Gießener Schachklub, der in diesem Jahre sein 75jährigcs Bestehen feiern kann, ist ebenfalls gleichgeschaltet worden. 1. Vorsitzender wurde Kaufmann Albin Schäfer (Mitglied des Stahlhelms), Spiel- und Propagandawart Lehrer Otto Stumpf, Mitglied der NSDAP. Durch bte Neuorganisation im deutschen Schachleben ist der Verein Mitglied des jetzt alle früheren Sonderverbändc umfassenden „Grohdeutschen Schachbundes" geworden, dessen Ehrenvorsitzender Dr. Goebbels ist. Das Schachspiel soll nach den Wünschen der Reichsregicrung zum Nationalspiel der Deutschen werden. Der Gießener Schachklub wird im kommenden Winter eine verstärkte Propagandatätigkeit entfalten, um dem königlichen Spiel neue Anhänger zu gewinnen. •tst UÄ (gei) U8wintftt, 'wtirdje. 11 le ba”6 dnT A dn So®, beuch' 7 ihnen U HW ihre A-! landrtkirch. die.Trub ftanbig, vor ai[cm ■ einidne @rmc tunb untragbar, huscht, dch bie ßeüung der ilm hierfür eine Remter immlung .ut chenversaimnlung 'wieweit sie bei snrchenratS bit r erfüllen kann. den zurückgeschraubt folg bes zeisall äußerte. V »chMpS'ihw Arbeiter Im er den Staat das des Ar- viel unbedingt Voraussetzung. Der Arbeitsdienst müsse fühlen, daß tragen hilft. Materielle Wünsche müßten dabei morden, der sich aber nicht recht bewähren konnte. Es stehe fest, daß ein Volk in Not an feine Staatsbürger immer höhere Anforderungen stellen müsse als ein reiches Volk. In Bulgarien sei der Arbeits- Generation ein. Es entstehe ein neues Ethos, zu pflegen und zu formen eine edle Aufgabe Staates fei. (Starker Beifall.) Als dritter Redner des Abends sprach Studienrat Dr. König über „Arbeitsdienst und Auslanddeutschtum". In 20 von 35 europäischen Ländern leben die Deutschen. Ueberall sei von ihnen Kulturboden, Dolks- boden geschaffen worden. Wertvollster Besitz eines Volkes sei der Boden. Den deutschen Dolksboden zu erhalten, sei Sinn und Zweck aller Arbeit. Die Erhaltung des auslanddeutschen Dolksbodens sei mit reiner Staatspolitik nicht zu schaffen. Diese Arbeit müsse auch völlig unabhängig von der Staatsform geleistet werden. Der völkische Gemeinschafts- willen sei hierzu notwendig. Die Volkheit müsse sich zu diesem Zweck immer mehr verwirklichen. Der deutsche Dolksboden im Ausland fei jetzt schwersten Angriffen ausgesetzt. Das Ausland- deutschtum stehe gegenwärtig unter härtestem Druck. Es bedürfe der Anspannung allen Willens: mit alten Mitteln gehe es nicht mehr. Rückhaltloser Einsatz aller Dolksgenosien fei notwendig. Beim Auslanddeutschtum müsse der Arbeitsdienst völlig unftaatlid), durchaus allein und aus eigener Kraft aufgebaut werden. Aus völkischem Gemeinschaftswillen müßten die Dolksgenosien im Ausland allein den Entschluß gewinnen. Hier sei schon vieles geschehen. Beispielhaft sei der Arbeitsdienst den kommen hoch, n Santon Turgau. jette Streife unter it ein Erdrutsch ung umgedrückt, so len ist. 3m Süiltol i ganzen Gebiet des fer getreten. Gegen r. Die Straße nadj llenweise meterhoch i allenthalben schwe- i Jungsraujoch uni chneehöhe von Im Säntis steht die ater Null, am 3oi s jetzt verzeichnete» diesem 3ohre. eilet inung nur. erlebte W N von ihrer Reise jung betrat, stellte st das gesamte W iter vorzunehmendei verschwände: orschungen ergabt*, in Wagen vor den war und drei, r Mansportarbcittr eholt und forlgeW werden: das Ideelle habe im Vordergrund zu stehen. Die Arbeit müsse dem Ganzen dienen. Die Frage für oder gegen den Arbeitsdienst sei in Deutschland seit dem Aufbruch der Nation ver- ftummt. Sie fei eindeutig entschieden. Man könne nur wünschen, daß die außenpolitischen Widerstände bald kräftig überwunden würden. Die Arbeitsdienstpflicht sei die beste Schule für den deutschen Sozialismus. Fabrikbesitzerssohn und Arbeiter müßten nebeneinanderstehen und die gleiche Arbeit tun. Die Arbeitsdienstpflicht könne die Arbeit zu neuem Adel erheben, sie sei eine Säule des Staates. In ihr solle sich der neue deutsche Mensch bilden, die Jugend könne dabei lernen sich Bedürfnisse abzugewohnen und Entbehrungen tragen zu lernen. Die Arbeitsdienstpflicht sei ein Prüfstein für die Bereitwilligkeit zum Opfer. Das Problem der Wahrung der freien Wirtschaft werde sich lösen lassen. Die Heranbildung geeigneter Führer und die Schaffung einer zentralen Stelle mit weitreichenden Vollmachten seien allerdings Voraussetzung. Der Arbeitsdienst sei keine Versorgungseinrichtung, sondern der Gedanke für eine ethische Sicherung der Jugend. Alte Begriffe versänken, das Neue müsse kraftvoll gefördert wer- den, denn ihn ihm setze der Glaube einer neuen 3m Anschluß daran sprach der ehemalige Dor- igende des Arbeitsamtes Gießen, 2Regierung0rof Or. BueS. Kraft unseres Volkes nach innen zu stärken. Als erster Redner sprach der Amtswalter für Arbeitsdienst der Studentenschaft, stud. theol. et phil. Seipp. Seit zwei Jahren kenne man den freiwilligen beitsdienst in Deutschland. Er sei zunächst mit Der Arbeitsdienst müsse eine oolkserziehende Dickung ausüben. Ls dürfe keine Möglichkeit geben, sich von diesem Dienst zu drücken. Arbeitsdienst sei anfänglich Pionierarbeit gewesen, sei aus Freikorpsgcist aeboren, „ein Selbsthilse- gedankc organisch empfindender deutscher Jugend" gewesen. Die Arbeitsdienstpflicht werde ihre Ziele nur dann erreichen, wenn in ihr der sittliche Ge- Fast eine ganze Generation habe, so führte er J- a. aus, Dem Schicksal der Arbeitslosigkeit nicht -ntgehen können. Die Arbeitsbeschaffung müsse als 'in sehr wesentliches Ziel der Regierung angesehen werden. Besonders erfreulich sei es, daß sich der Lolkskanzler Adolf Hitler für den Arbeitsdienst Arbeitsdienst undBotkögemeinschast Vortragsveranstaltung der Gießener Studentenschaft. - ffi#» f°(° - «ne W qe daraus, er Lite Auslands etzt Md°'r konische Sch »len können, M io stellt nun 3g mögM°'^ ft’ Sänke, der dem FAD. zugrundeliege, gewahrt Mtibe. In seinen weiteren Ausführungen schilderte der Redner den Entwicklungsgang des FAD. im Laufe der letzten Jahre und konnte hierbei aus reicher eigener Erfahrung sprechen. Der Erfolg des JtD. sei bisher in Folgendem erzielt: eine große erzieherische Wirkung sei ausgeübt worden, der Reift der Pflichterfüllung wurde wach, die Zusam- nunarbeit aller habe das Gefühl für Kameradschaft und Gemeinschaft gestärkt. An die Führer seien da- bei besondere Aufgaben herangekommen. Die Ar- isitsdienstpflicht werde, wie der FAD., stehen und allen mit ihren Trägern und mit den Zwecken "" ' Sie müsse der Arbeitslosigkeit ent- j-genwirken, die innere Kolonisation durchführen md die Siedlung fördern. Der Mensch müsse zur Scholle zurückgeführt werden. ■ danke der Arbeitsdienstpflicht fei schon vor dem 3 Kriege in Erscheinung getreten, allerdings als ein Tiittel im politischen Kampf um das Frauenstimmrecht. Der Krieg habe die Frauen in den Arbeitsdienst gestellt, Denn in Zeiten der Not war der Arbeitsdienst immer eine Notwendigkeit. 1916 sei auch ein „vaterländischer Arbeitsdienst" geschaffen Das Amt für politische Schulung der Studentenschaft an der Universität Gießen hielt am Mittwochabend in der Neuen Aula eine yortragsoeranftaltung ab, die von den Studenten außerordentlich gut besucht war. Thema des Abends war der „Arbeitsdienst und Arbeitsdienstpflicht", das von drei Rednern in tiefgründiger Weise behandelt wurde. Der Führer der Gießener Studentenschaft, Heinz-Jürgen Adam, hieß die teilnehmenden Professoren und die Kommilitonen herzlich willkommen. Er wies auf die Bedeutung des Arbeitsdienstes hin, die besonders darin liege, die Mißtrauen ausgenommen worden und habe lange ' Zeit Ablehnung erfahren. Heute sei das ganz anders geworden. Es sei viel davon gesprochen worden, aber man sei dabei nicht immer den Dingen wahrhaft auf den Grund gegangen. Nun aber nähere man sich der Arbeitsdienstpflicht, die aller- ■ bings für die Studentenschaft schon greifbarere Form । angenommen habe. Der Gedanke der Arbeitsdienst- I pflicht sei eigentlich das Ursprüngliche gewesen, aber große Schwierigkeiten standen ihm entgegen. Der FAD. sei lediglich Vorläufer, Etappe, Voraussetzung für die Arbeitsdienstpflicht geworden und hätte nicht entbehrt werden können. Der Ge- _ 'dienst bereits stark ausgebaut, allerdings dort der Mißstand vorhanden sei, daß man sich vom Ar- ;Dt i- y-j. 1$ beitsbienft lckskausen könne. Einen solchen Arbeits- qngciangl unv bienft wünsche man sich in Deutschland jedoch nicht. .......- S-jrtM ■ :o3cn* 9Ln Tranig * i*’ en w------------- LSZ! sSÄ einsetze. Der Arbeitsdienst sei ein wertvolles Mittel zur Behebung der Nöte. Die seelischen Nöte, die aus Der Arbeitslosigkeit entstünden, seien aber nicht allein durch Finanzmaßnahmen zu beheben. Den meisten Menschen sei die Arbeit eine innere Notwendigkeit. Der körperlich Arbeitende leide unter der Arbeitslosigkeit schwerer als der geistige Arbeiter, der sich eventuell in einer geistigen Betätigung Ersatz schaffen könne. Die Jugend leide besonders unter der Erwerbslosigkeit. Stark gedrückten Lebensstandard, ja sogar Lebensüberdruß zeitige die Arbeitslosigkeit oftmals als direkte Folge. Die Ar- beitslo igteit bedeute auch eine Gefahr für die staatliche Ordnung. Deshalb dürfe keine Regierung an Die cm Problem vorübergehen. Der Erwerbslose fühle ich überflüssig, seine ursprüngliche berufliche Leistung sinke gewaltig ab, das Leben sei ohne Inhalt. Für den Arbeitsdienst fei nützliche Arbeit in Siebenbürgern und im Banat geworden, aufgebaut in völkischem Geiste. Dort habe er im wesentlichen die Bauernhilfe zum Ziel. Man sei Dabei um die Verbreiterung des deutichen Lebensraumes in diesen Ländern bemüht. In den Dörfern wurden Arbeitsgemeinschaften geschlossen, die jeglichem Volksgenossen. der der Hilfe bedarf, zur Verfügung stünden. Diele Arbeitsgemeinschaften würden $u jeglicher Arbeit herangezogen. In Polen und in der Tschechoslowakei sei die Arbeit allerdings schwerer, weil der Staat bedeutende Hindernisse in den Weg lege. Im Baltikum, in dem viele deutsche Güter kaum mehr zu bewirtschaften feien, könne durch den Arbeitsdienst viel geholfen werden. Auch dort sind Bemühungen im Gange. Ueberall aber in den östlichen Ländern sei der Dille erkennbar, die Grundlage für eine bessere Existenz zu sichern. 3n Danzig sei der Arbeitsdienst bereit- organisiert, und zwar nach deutschem Muster. Die Arbeitsdienstbcwcgung könne durch den Einsatz von deutschen Arbeitsdienstwilligcn bei den Deutschen in Oesterreich und im Saarland neuen Auftrieb erhalten. 3m Saarland sei die Ar« beitsdienstbeweaung auch als eine völkische Bewegung in Erscheinung getreten, in Oesterreich sei dieser Gedanke in deutschen Kreisen längst nicht mehr fremd. Das Ausland uerfolge Die Bewegung in ihrer Gesamtheit fhit großer Aufmerksamkeit und übernehme manches nach deutschem Vorbild. 3n einem Teil des Auslandes versuche man die Arbeitsdienstbewegung als eine militärische Angelegenheit darzustellen: sie sei aber nie etwas anderes gewesen, als ein Mittel zum sozialen Aufbau im Dienste nationaler Zwecke. Sie sollte den anderen Völkern Vorbild fein. Die Volkwcrdung des deutschen Reichs- volkeS sei die Voraussetzung zum Aufbau des neuen Reiches: darüber hinaus müsse aber die Vvlkwerdung über Die Grenzen führen und dazu bedürfe cs der Mitarbeit aller Menschen im Dienste des deutschen Bodens und des Fortbestandes der Nation. «Starker Beifall ) 3n seinem kurzen Schlußwort erhob Der Führer Der Gießener Studentenschaft Protest gegen Die Behandlung der deutschen Arbeitervertreter in Genf. Mit einem dreifachen ..Sfeg-Heil!" auf den Doikskanzler Adolf Hitler wurde Die VortragSveranstallung geschlossen. NS -Lehrerbund. Krciö Bietzen. Junglehrer (Studienreferendare, Schulamtsan- Wärter ufro ), die für eine Führerausbildung für den Arbeitsdienst Interesse haben, werden aufgefor» dert, sich sofort schriftlich bei mir zu melden. Das Alter spielt dabei zunächst keine Rolle. Betr.: Arbeitsgemeinschaft für Rassenkunde und Raffenpflege (Eugenik). Als Unterabteilung der Arbeitsgemeinschaft für Volksbildung wird tm Rahmen des NS.-Lehrer- bundcs eine Arbeitsgemeinschaft für Rassenkunde und Rassenpftege (Eugenik) gebildet. Durch Vorträge und Aussprachen sollen einerseits die Gedanken zu diesen Fragen vertieft, andererseits sollen Wege und Kräfte gefunden werden, um diese Gedanken in volkstümlicher Prägung im Volke lebendig zu machen. Mitglieder des NSLB., Die hierfür Interesse haben und Mitarbeiten wollen, werden aufgc» fordert, sich sofort bei dem unterzeichneten Kreisobmann schriftlich zu melden. Der Kreisobmann: Dr. H e n ß. Trügerisches Bild der Ginne. SinneSwahrnehnmngen und Sinnestäuschungen.-NeueErgebniffe derForschung Von Dr. W. Heine. Ein Wissen von unS selbst und von der Welt ist unmöglich ohne Die Tätigkeit der Sinne. Wenn wir uns das Farbige, Das RiechenDe, Das Schmeckende, Das Schmerzhafte unD Das TönenDe wegdenken, Dann bleibt von Der „Welt" nichts mehr übrig, weil sie nicht mehr auf Die Sinne zu wirken vermag. Diese Erkenntnis ist uralt und Doch hat sie immer toieDer Die Gemüter Der Menschen erregt, wobei sich sofort die entscheiDende Frage ergibt, wie es sich Denn nun mit Der Richtigkeit, Der „Wahrheit" Des uns Durch Die SinncseinDrücke vermittelten Welt- bilDes verhalte. Die Wissenschaft hat gezeigt, Daß wir Diese Wahrheit, also Die Welt „an sich", unabhängig von menschlichen Wahrnehmungen und Daraus gc&ilDeten Begriffen niemals erkennen können: kein Wissenschaftler kann sagen, ob sich hinter Der erkennbaren Sinnenwelt nicht vielleicht eine ganz anDcre, unseren Begriffen völlig unzulängliche Wirklichkeit verbirgt. Aber ganz abgesehen von Diesem in Das Gebiet Der Philosophie hinüberführenDen Problem bleibt auch innerhalb Der unserem Begreifen zugänglichen Sinnenwelt genügenD Llnsichercs und Trügerisches übrig. 3n Dieser Beziehung lehren uns geraDe Die modernsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie subjektiv und unzulänglich Das ist, was wir normalerweise ganz selbstverständlich als sichere „Wahrheit" anzuerkennen gewöhnt sind. Diese Tatsache wird in erster Linie durch Das Vorhandensein Der Sinnestäuschungen bewiesen. Die wir einmal etwas näher betrachten wollen. Oie „schwebende Jungfrau* und der verschwundene Elefant. 3cDer Taschenspieler weiß, wie außerordentlich leicht es ist, Den Einneswahrnehmungen ein Schnippchen zu schlagen unD EinDrücke bei einer beliebigen Zuschauermenge hervorzurufen. Die in Wirklichkeit gar nicht vorhanDen oder ganz anDers sind. Er läßt beispielsweise eine Silbermünze erscheinen, Die sich vor einigen ausgebreiteten Spielkarten befindet. Die Karten hält der Zauberkünstler so in der Hand, daß ihre Rückseite dem Publikum zugewandt bleibt. Plötzlich ist die Münze verschwunden — aber in Wirklichkeit hat sie gar nicht existiert, sondern ihr Bild entstand lediglich auf Grund einer optischen Täuschung im Gesichtseindruck der Zuschauer. Wenn man einige auf der Rückseite in bestimmter Weise mit ornamentalen Zeichnungen versehene Karten langsam hin und her bewegt. Dann entsteht eine sog. Berschmelzungsfigur, Die in Diesem Falle eine Silbermünze vortäuscht. Derartige Täuschungen spielen im Programm jeDes Zauberkünstlers eine entscheiDende Rolle — Die „schwebende Jungfrau" gehört ebenso hierher wie jener berühmte Trick, Der Durch sachgemäße AnwenDung Dunkler Tücher einen lebenden Elefanten von Der Bühne „verschwinden" läßt. Neuerdings hat sich auch die wissenschaftliche Psychologie sehr eingehend mit diesen Dingen beschäftigt, das hängt namentlich mit den Auseinandersetzungen über die Bedeutung der „parapsychologischen" Phänomene zusammen. Wer sich heute ernstlich mit den Problemen des Okkultismus beschäftigen will, muh sich Darüber klar sein, wie leicht ein geschickter Taschenspieler auch bei schärfster Kontrolle „Fernbewegungen", „Materialisationen", .Geisterschrift" und ähnliche scheinbar übersinnliche Erscheinungen Hervorrufen kann. Will man also die Echtheit der von einem Medium gezeigten Leistungen wirklich beurteilen. Dann gehört Dazu eine wissenschaftliche Erforschung der Täuschungsmöglichkeiten, denen unsere Sinne so erstaunlich leicht ausgesetzt sind. Unzuverlässigkeit her Sinne. Wir wissen heute, daß wir auf allen Gebieten Der Sinneswahrnehmung Täuschungen unterliegen können. Besonders wichtig ist das beim Auge, Die sog. optischen Täuschungen sind ja bekannt genug. Bei anderen Sinnesorganen täuschen wir uns kaum weniger oft als beim Auge — es fällt uns nur viel weniger auf! Fassen wir z. B. in ein Glas kaltes und danach in lauwarmes Wasser, so erscheint uns das letztere heiß — hatten wir aber vorher in sehr warmes Wasser gefaßt, so empfindet man nunmehr Die lauwarme Flüssigkeit als kalt. ODer ein Beispiel für Die Llnzuverlässigkeit Des Geschmacks: wenn man einige Tropfen einer bestimmten chemischen Substanz (Gymnemasäure) auf Die Zunge bringt, unD hierauf ein Stück Zucker in Den WunD nimmt, so empfinDet man Den Zucker etwa wie einen kleinen Stein — Der „wahre" AusDruck Des Süßen ist vollkommen verschwunden. Aehnliche Beispiele lassen sich für jcDe SinnesempsinDung geben, Deren Der Mensch fähig ist — alle Diese Tatsachen beweisen immer toieDer Die gleiche Feststellung, Daß wir nämlich nicht Die Dinge selbst erkennen können, sonDern immer nur bestimmte Wirkungen, wobei Diese Wirkungen bei Der gleichen Ursache völlig verschieben fein können. Der gleiche Gegenstand kann je nach Dem Zustande unsere- Hautsinnes als warm ober kalt, je nach bem Zustanbe unsere- Auges als weih ober schwarz erscheinen: die- selbcn elektromagnetischen Wellen empfinben wir als Licht, wenn sie bas Auge treffen, aber als Wärme, wenn sie auf bic Haut fallen. Täuschung durch Beeinflussung. Heber bas engere Gebiet Der physiologisch bebingten Sinnestäuschungen hinaus haben nun psychologische Untersuchungen bet letzten Zeit einige besonbers interessante Tatsachen auf- gebeckt, bic uns bas Zustanbekommen von Täuschungen unseres Bilbes ber Außenwelt noch von einer anbeten, ber seelischen Seite her, ver- stänblich machen. Jeder Jurist weiß, wie außerordentlich vorsichtig man Zeugenaussagen bewerten muh, auch wenn der Zeuge den besten Willen hatte, bic Wahrheit zu sagen. Wenn beispielsweise ein Automobilunfall von mehreren Personen beobachtet würbe, so kann man fast mit Sicherheit barauf rechnen, baß sich Die Aussagen Dieser Zeugen in wesentlichen Punkten wibersprechen toerDen — trotz besten Willens aller Beteiligten. Ober nehmen wir einen Fall, Der sich vor einiger Zeit in Paris ereignete. Dort waren zwei ertrunkene Äinbcr aus ber Seine gezogen worben, unb ein Zeuge hatte bic Kinber mit völliger Bestimmtheit rekognosziert. Sicherheitshalber, es hanbelte sich um Waisen, befragte man noch eine ganze Reihe anberer Personen, bic sämtlich bic Kinber genau kannten unb übereinftimmenb bic Angaben bes ersten Zeugen bestätigten. Daraufhin würbe ein Totenschein ausgeschrieben, unb bic Bcerbigung wat bereits angefetjt, ba stellte sich im letzten Augenblick heraus, baß bic vermeintlichen Opfer lebten unb mit ben ertrunkenen Kinbern nur eine ganz entfernte Achnlichkeit besahen. Dieser Fall zeigt besonbers deutlich, wie leicht eine Täuschung durch Beeinflussung zustande kommen kann: der erste Zeuge hatte sich geirrt und seine Behauptung genügte bereits, um alle anderen Zeugen — ohne daß sie es wußten — zu der gleichen falschen Annahme zu bewegen. Derartige, ins Gebiet der Massenpsychologie gehörende Fälle sind außerordentlich häufig, und ihre Untersuchung ist beispielsweise für die Bewertung von Zeugenauslagen in Strafprozessen auch von größter praktischer Bedeutung. Oer vorzeitige Startschuß. Zum Schluß wollen wir noch kurz die Ergebnisse einer anderen Untersuchung ermähnen, die sich mit einer ebenfalls sehr häufigen Form der Täuschung beschäftigt: der Täuschung infolge der bestimmten Erwartung eines im nächsten Augenblick „fälligen" Ereignisses. Ein Beispiel: Bei einem Sportfest soll ein wichtiges Rennen gelaufen werden, und die Läufer hocken bereits am Boden, fertig zum Start. Der Starter erhebt die Pistole und will schießen, da niest neben ihm ein Zuschauer, und sofort rennen Die Läufer los: sic haben das Niesen als Schuß „gehört", weil sic ganz unb gar auf das erwartete Startzeichen eingestellt waren. Ein prinzipiell ähnlicher Fall ist folgender: Ein Jäger sitzt auf dem Anstand und erwartet jeden Augenblick das Heraustreten des Wildes auf die Lichtung. Da kommt plötzlich ein Holzsammler aus bem Walbe heraus unb ber Jäger gibt auf ihn ben Schuß ab, trotzbern es völlig hell ist und er eigentlich sofort sehen mußte, daß es sich um kein Wild handelte. Derartige Fälle ereignen sich immer wieder, und sie haben schon manches Opfer gefordert. Psychologisch sind sie ebenfalls auf jenen Zustand gespanntester Aufmerksamkeit zurückzuführen, in dem ein ganz bestimmtes Ereignis erwartet wird unb bann ein unerwarteter „Zwischenfall" nicht in seiner wahren Bedeutung erkannt, sondern unbewußt als das erwartete Ereignis gewertet und entsprechend behandelt wird. Man nennt dieses neu entdeckte Gesetz baß der Dominanz, des Beherrschtseins von einer bestimmten Situation, und hat mit Hilfe dieser Erkenntnis wichtige neue Einblicke in das große Gebiet menschlicher Irrtümer und Täuschungen gewinnen können. SJ.Jpor/ ckv Lahre Gießener Gchwimmverein. 3n diesem Sommer besteht der Gießener Schwimmverein in seiner heutigen Form seit 10 Jahren. Seine Dereinsgcschichte ist an sich nicht auf diesen Zeitraum beschränkt: vielmehr geht sie auf den bereits im Jahre 1913 gegründeten Schwimm- und Wassersportverein Gießen zurück. Eine Reihe von Mitgliedern, die schon diesem ersten schwimmsportlichen Zr^ sammenschluh in Gießen angehörtcn, traten nach Beendigung des Krieges zunächst als selbständige Schwimmabteilung dem damaligen Giehener Giehener Sport-Elub von 1900 bei und begründeten, als der Schwimmsport in Giehen Anhängerschaft in gröherem Umfange gewonnen hatte, den jetzigen Verein im Sommer 1923. Der Verein hat sich die Pflege seiner besonderen Sportart in dieser Zeit stets mit Erfolg angelegen sein lassen. Eine große Anzahl von Schwimmschülern und Sportschwimmern ist durch seine Schule gegangen. Die Sportmanns6)aft hat nicht nur im engeren Bezirk stets einen guten Namen gehabt, sondern der Verein hatte bereits wenige Jahre nach seiner Gründung Gelegenheit, seine Farben durch verschiedene seiner Mitglieder auf größten internationalen Sportveranstaltungen und bei deutschen Meisterschaftswettbewerben vertreten zu sehen. Neben diesen sportlichen Erfolgen kann der Giehener Schrwimmverein mit Recht auch einen belebenden und erfolgreichen Cinfluh auf die sonstigen mit dem Schwimmen im Zusammenhang stehenden Detätigungsgebiete für sich buchen. An der Organisation der Deutschen Lebensrettungsgesellschaftin unserer engeren Heimat, sowie an der Einführung des Schulschwimm-Unterrichts hat gerade die Arbeit der Mitglieder des Vereins hervorragenden Anteil. Ohne die Bedeutung dieser 10jährigen Entwicklung in zeitlicher Hinsicht zu überschätzen hat man sich entschlossen, gelegentlich der Wiederkehr des Gründungsjahres nach längerer Pause wieder einmal in Giehen eine schwimmsportliche Veranstaltung aufzuziehen, die zwar in ihrem Rahmen den wirtschaftlichen Verhältnissen der Jetztzeit gerecht wird, andererseits aber in qualitativer Hinsicht den Schwimmsport von seiner besten Seite zeigen soll. Der Wettkampf, der am 2. Juli d. 3. in der Müllerschen Badeanstalt ausgetrogen wird, berücksichtigt entsprechend der gerade im Schwimmsport seit Jahren bereits besonders hervorgetretenen Entwicklung in erster Linie den Mannschaftskampf. Cs ist gelungen, drei Stadtmannschaften als Gegner zu verpflichten, deren schwimmsportliches Können allgemein anerkannt ist. Die einzelnen Wettkämpfe, die sich aus Staffeln und Wasserballspielen zusammensehen, werden sich um so interessanter gestalten, als die eingeladenen Mannschaften der Städte Bonn, Kassel und Wiesbaden in dieser Zusammensetzung und Mannigfaltigkeit nicht allzuoft Gelegenheit zur Begegnung haben. Ein besonders ausgewähltes Rahmenprogramm, bei dem auch die Damenmannschaften berücksichtigt sind, wird die eigentlichen Wertungskämpfe ergänzen. Ganz auherordentliche Anziehungskraft aber wird die Teilnahme eines der besten Kunst- und Turmspringer, des mehrfachen deutschen Meisters, P l u m a n n s - Köln ousüben, um so mehr als^ier in Giehen gerade die Vorführungen guter Springer stets besonderen Anklang gefunden haben. Mit dieser sportlichen Veranstaltung, deren gutes Gelingen bei der genannten hervorragenden Besetzung außer Frage stehen dürfte, wird der Giehener Schwimmverein sein zehntes Gründungsjahr in würdiger und vor allem in sportgerechter Weise begehen. Eine Abendveranstaltung am 8. Juli, die in den Räumen des Gesellschaftsvereins stattfindet, wird Mitglieder und einen Kreis geladener Gäste zu einer schlichten, geselligen Feier vereinigen. Auch der Wafferball-Länderkamps abgesagt. Nach der Absage des Fußball-Länderkampfes Deutschland—Oesterreich sind nun auch die Wasserballspiele zwischen den Nationalmannschaften der beiden Länder abgesaat worden. Diese Spiele sollten am Sonntag in Ludwigsburg stattfinden. Obwohl der Oesterreichische Schwimmverband für die ausgestellten Spieler bereits das Visum erhalten hatte, wurde jetzt die Ausreise der österreichischen Mannschaft von den Behörden untersagt. SOLahre Turnverein 1883 Lollar. Am Samstag und Sonntag feierte der Turnverein 1883 Lollar fein 50. Siftungsfest. Ein großer Kommers am Samstagabend, der im Saalbau „Zur Linde" abgehalten wurde, leitete das Fest ein. Der Dereinsführer, Ludwig Wagner, begrüßte die Tumfreunde, Turner und Gäste. Ganz besonders hob der Redner die Verdienste der anwesenden Gründer und einiger langjährigen Mitarbeiter hervor und überreichte ihnen mit Worten der Anerkennung die Ehrenbriefe. Der Ehrenvorsitzende, Bürgermeister Schmidt, dankte im Ramen der Gründer für die Ehrung. Herzlicher Willkommensgruh galt dem erschienenen Vertreter des Gaues Hessen der DT., Gau-Ober- tumtoart Paul, Gießen, 3. Gau-Führer Zöller, Hausen, und Bezirksführer D a u p e r t, Wieseck. Der Vereinsführer wies auf die kulturelle Bedeutung der deutschen Tumsache hin. Gau-Oberturnwart Paul überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Gaues Hessen zum goldenen Jubiläum und wies auf die völkischen Ziele der DT hin. Der 3. Gauführer Zöller und Bezirksführer D a u p e r t vermittelten ebenfalls Glückwünsche. Das turnerische Programm wurde durch Konzertstücke der Feuerwehrkapelle, sowie Einlagen der Sängervereinigung und des Sun» und Gesangvereins würdig umrahmt. Am Sonntagvormittag um 8 Uhr begannen die Dellkämpfe. Der Wettergott war der Veranstaltung freundlich gesinnt. Der vorgesehene Geräte-Sieben- Kamps für geübtere Turner, ein volkstümlicher Vier-Kampf in 3 Stufen und ein Vier-Kampf für die Schüler des Vereins konnten glatt abgewickelt werden. Sehr schöne Leistungen zeigten die Geräteturner. Besonders gefielen die Uebungen am Hochreck und hielten damit die Zuschauer in Spannung. Auch die Volksturner zeigten hervorragendes Können in den Sprung- und Wurfkonkurrenzen: als gute Leistung ist die Zeit von 11,6 Sekunden im 100-Meter-Lauf auf einer Straße von Großhaus, Lollar, zu bewerten. Im Anschluß an die Wettkämpfe ehrte der Turnverein durch eine Kundgebung auf dem Friedhof, zu der SA., Kriegerverein, die Feuerwehrkapelle und die beiden Gesangvereine mitwirkten, die verstorbenen Gründer und die Gefallenen des Weltkrieges. Der Ehrenvorsitzende, Bürgermeister Schmidt, gedachte mit eindrucksvollen Worten der Toten. An den Gräbern der Gründer und am Kriegerdenkmal wurden Kränze niedergelegt. Am Rachmittag bewegte sich unter Vorantritt des Kreisspielmannszuges und der Feuc-wehr- kapelle durch die im reichen Flaggenschmuc. prangenden Ortsstraßen ein stattlicher Feslzug. Rach dem Aufmarsch der Turnerinnen und Turner auf dem Festplah begrüßte der Vereinsführer die Festversommlung, gab einen Rückblick auf die Geschichte des Turnvereins 1883 Lollar und wies auf die Bedeutung der Tumerschaft im Staate hin. Bezirksführer D a u p e r t, Wieseck, weihte das neue Danner des Vereins und übergab es dem Führer, der es dem Turnwart anvertraute. Sängervereinigung Lollar und Sportverein 1920 Lollar beglückwünschten den Verein und stifteten für das neue Banner einen Fahnennagel. Nachdem das Turnen der Bezirksriege am Reck, die Gesangsvorträge der beiten Gesangvereine, der Radreigen des Radfahrervereins und die allgemeinen Freiübungen den Nachmittag ausgefüllt hatten, konnte die Sieger-Ehrung vorgenommen werden. Geräte-Siebenkampf. 1. Adolf Kreiling, Wieseck, 126 Punkte: 2. Walter Bierau, Lollar, 120; 3 Otto Kreiling, Wieseck, 113; 4. Ernst Deibel, Lollar, 112; 5. Ludwig Olemotz, Londorf, 111 P. Dierkampf. Oberstufe: 1. Helmut Großhaus, Lollar, 82 P.; 2. Heinrich Rühl, Beuern; Karl Hahn, Großen-Duseck; Willy Will, Ruttershausen, je 73; 3. Wilhelm Zecher, Odenhausen, 70; 4. Richard Depler, Kinzenbach, 66; 5. Heinrich Nickel, Treis, 62 P. Jugend-Oberstufe: 1. Kurt Strack, Gießen, 90 P.; 2. Walter Müller, Lollar; Philipp Keil, Beuern, le 78; 3. Artur Kehr, Heuchelheim, 77; 4. Helmut Diehl, Lollar, 75; 5. Ernst Dellof, Wieseck, 68 P. Volkstümlich (Dierkampf). Jugend-Unterstufe: 1- Willy Hußke, Mtv. Gießen, 85 P.; 2. Friedrich Ott, Ruttershausen, 82; 3. Wilhelm Moos, Lollar, 81; 4. Egon Kley, Mtv. Gießen, 78; 5. Karl Dender, Heuchelheim, 74 P. , , Schüler-Oberstufe (sämtliche Teilnehmer aus Lollar): 1. Hubert Urberg und Helmut Seipp, je 60 P.; 2. Willy Forbach und Erwin Junker, je 56; 3. Heinrich Ferber, 55; 4. Walter Geißler, 50; 5. Walter Deußing, 44 P. Schüler-Mittelstufe (sämtliche Teilnehmer aus Lollar): 1. Hans Dietz und Hans Weimer, je 55 P.; 2. Karl Klinkel und Helmut Frank, je 52; 3. Horst Becker und Erich Klinkel, je 50; 4. Willy Hofmann und Otto Krebiehl, je 47; 5. Kurt Wagner, Erwin Agel und Armin Naumann, je 46 P. Schüler-Unterstufe (sämtliche Teilnehmer aus Lollar): 1. Karl Back, Werner Herzberger und Karl Geißler, je 60 P.; 2. Erich Frank, Armin Hofmann und Herbert Wagner, je 58; 3. Otto Wagner, 57; 4. Helmut Wagner, 54; 5. Helmut Pfaff, 52 P. Oie Zahnen der Wehrverbände sind zu grüßen. WSN. Mainz, 22. Juni. Der Sonderkommissar des Kreises Mainz, Loh, richtet an die Öffentlichkeit folgende Mitteilung: „Deutsche Volksgenossen! Das Benehmen eines Teiles ter Bewohner der Stadt gibt mir Veranlassung zu folgender Bekanntmachung: Es fällt allgemein unangenehm auf, daß sich Leute mit den Händen in den Hosentaschen auf den Straßen Herumlümmeln und den enthüllten Fahnen von Verbänden und Vereinen nicht die gebührende Ehrung zollen. Dieser undenkbare Zustand muß sofort abgestellt werten. Die Fahnen, sowie die Feldzeichen der S A. sind ab sofort mit der nötigen Ehrerbietung zu behandeln. Bei Märschen von Wehrver- bänden sind die entrollten Fahnen zu grüßen. Achtungsverlehungen, d. h. Zuwiderlungen gegen diese Anordnungen, werden an Ort und Stelle abgestellt. Ich hosfe, daß dieser Hinweis genügt, diesen unwürdigen Zuständen ein Ende zu machen." Verhaftung von kommunistischen Agitatoren. WEN. Darmstadt, 22. Juni. Das Hessische Staatspolizeiamt teilt mit: Der Finanzpraktikant Wilhelm Adam Beuler, ter bei der Hessischen Oberrechnungskammer angestellt ist, konnte einer umfangreichen kommunistischen Tätigkeit überführt werden. Die Durchsuchung seiner Wohnung forderte fast einen ganzen Lastwagen von kommunistischem Propagandamaterial und minderwertiger Literatur an den Tag. Cs ist kaum glaublich, daß es Beamte gibt, die ihre Zuflucht zum Bolschewismus genommen haben. Beuler ist 29 Jahre alb und war von 1916 bis 1921 Schüler der Darmstädter Liebig- Oberrealschule. Er wurde sofort aus dem Staatsdienst entlassen und in Schutzhaft genommen. Ä , WSN. Bad-Nauheim, 22. Ium. Der ehemalige kommunistische Landtagsabgeordnete Jakob Schäfer von hier, ein bekannter kommunistischer Führer und Funktionär, konnte jetzt in Marburg ermittelt und in Haft genommen werden. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bi» 12.30 Uhr, 16 bi» 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen Wirtschaft. Oie Bauwirtschast Mitte 1933. Im März 1933 hat die Beschäftigung in der Bauwirtschaft zum ersten Male seit 1927 den B o r- jahresstand wieder überschritten. Auch der Baustoffoerbrauch ist gestiegen. Der Absatz der Zementfabriken war von Januar bis Mai 19 Prozent höher, als im Vorjahre. Die Betriebe der Mauerziegel-Industrie waren im April um mehr als ein Drittel bester ausgenutzt, als 1932. Am stärksten ist die Wohnungsbautätigkeit gestiegen. In den Groß- und Mittelstädten lagen in den Monaten Januar bis April die Baubeginne von Wohnungen um 30 Prozent über dem Vorjahrsstand, während die Fertigstellung von Wohnungen den Stand von 1932 um 23 Prozent übertraf. Zwar blieb der Zugang neuer Wohnungen noch um 9 Prozent hinter dem Vorjahre zurück, dagegen hat sich der Zugang umgebauter Wohnungen auf mehr als das Doppelte erhöht. Diese Belebung ist zum überwiegenden Teile auf die Maßnahmen der Regierung zurückzuführen. Der gesamte Wohnungsbau im Jahre 1933 dürfte etwa zur Hälfte aus Bauten bestehen, die durch staatliche Förderung unterstützt werden. Die gewerbliche Bautätigkeit bewegt sich im ganzen nach wie vor auf tiefem Stand. Unter dem Einfluß der öffentliches Arbeitsbeschaffung ist dagegen im Tiefbau die Geschäftstätigkeit in den letzten Monaten ständig g e st i e g e n. Der Gesamtwert der baugewerblichen Bruttoproduktion dürfte sich in der Größenordnung von 3 bis 3,5 Milliarden Mark bewegen und damit den Dorjahresstand um mehr als die Hälfte überschreiten. Der Produktionswert des Tiefbaues kann für das Jahr 1933 auf eine Größenordnung von rund 2 Milliarden Mark geschätzt werden, also mehr als doppelt soviel wie im Vorjahre. • * Fünfprozentige Roggenanleihe des Volks st a ates Hessen. Wie die Hessische Staatsschuldenverwaltung mitteilt, werden die noch in Umlauf befindlichen Stücke der 5prozentigen Roggenanleihe des Volksstaates Hessen von 1923 gemäß Ziffer 2 der Anleihebedingungen zum 1. Oktober 1933 zur Rückzahlung gekündigt. * Von der Frankfurter Börse. In den Monaten Juli und August findet an Samstagen die Börse wie folgt statt: Festsetzung der ersten Kurse ab 11 Uhr, Festsetzung der Einheitskurse 11.45 Uhr, Festsetzung der Schlußkurse 12.45 Uhr. Um 12.30 Uhr weiden die Börsenräume geschlossen. • Großkraftwerk Franken A G.. Nürnberg. Im Geschäftsbericht wird hervorgehoben, daß sich im Jahresdurchschnitt 1932 eine Absayrninderung von 8 Prozent gegenüber 1931 ergab. Der Gcsamtabsah betrug rund 150 000 000 Kilowattstunden. Die Stromverkaufspreise wurden in Verfolg der Preissenkungsaktion der Reichsregierung vom Beginn des Geschäftsjahres erheblich gesenkt, so daß der Durchschnittserlös je Kilowattstunde im Berichtsjahr um etwa 10 Prozent geringer als im Vorjahre gewesen ist. Die Bilanz und Gewinn- und Derlust- rechnung - ergibt einen Betriebserlös von 3 203 000 Mk. Jtti Vergleich mit dem Vorjahre ist der Erlös um rund 700 000 Mk. zurückgegangen. Einschließlich 34 370 Mk. Gewinnvortrag ergibt sich ein Reingewinn von 399 879 (477 527) Mk., woraus die Verteilung einer Dividende von 5 (6) Prozent auf die Stammaktien und von wieder von 5 Prozent auf die Vorzugsaktien vorgeschlagen wird. Frankfurter Abendbörse geschästslos. Frankfurt a. M., 22. Juni. Die Abendbörse stand unter dem Zeichen nahezu absoluter Geschäftslosigkeit. Weder Kundschaft, noch Kulisse beteiligten sich mit irgendwie bemerkenswerten Orders am Verkehr. Diese Stagnation dürfte der hauptsächliche Grund dafür sein, daß den wieder fester gemeldeten Auslandsbörsen zum Trotz die Kurse gegen den Berliner Schluß meist abbröckelten. JG.-Farben gingen um 1 Prozent auf 127,25 zurück, Nordd. Lloyd gaben 0,25 Prozent nach. Auch der Rentenmarkt war überwiegend schwächer, zwar waren Neubesitz mit 11,70 Prozent gut behauptet, doch bröckelten Stahl- verein-Bonds um 0,50 Prozent ab. Am Auslandsrentenmarkt waren Türken und Mexicaner gut gehalten. Bei anhaltender Geschäftslosigkeit traten im Verlaufe vereinzelt leichte Veränderungen nach beiden Seiten ein, die sich aber im Rahmen eines Prozentes hielten. Neubesitz 11,70, Altbesitz 76, Stahloerein-Bonds 62% bis 62,50, Schutzgebiete 8,20, Zolltürken 6,15, 4proz. Gold-Mexicaner 6—, Dedibank 59, Dresdner 47, Reichsbank 143,50, Buderus 71,75, Harpenec 100,50, Salzdetfurth 171,75, Klöckner 53%, Mannesmann 62,50, Phönir 37, Stahlverein 36,75. Aku 39,50, AEG. 23,25, Betula 113,50, Bemberg 45,75, Gement Heidelberg 77, Daimler 28,75, Dt. Linoleum 47, Licht & Kraft 107,-50, JG.-Farben 127,25, Goldschmidt 49, Holzmann 54,50, Metallgesellschaft 62 bis 61, Rütgers- werke 58, Hapag 16,75, Nordd. Lloyd. 17%. Schweincmarkt in Grünberg. + Grünberg. 22. Juni. Zum heutigen Schweine markt waren 367 Ferkel auf getrieben. Folgende Preise wurden erzielt: 6 Wochen alte Ferkel 14 bis 17 Mark. 6 bis 8 Wochen alte 17 bis 22 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 22 bis 26 Mark. Tendenz gut; es wurde ausverkauft. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o $).. Lombardzinsfuß 5 o H. Franlluri a. DI. Äerlm Schlußkurs Schluß!. Abeno- börie Schlußkurs Schlußk. Mittag« börse Datum 21.6. । 22.6 21.6. 22.6. 6% Deutsche Relchsanleilw o. 1921 84,9 84,13 85,25 84,5 6% ehem.7% Dl. ReichSanl.v. 1929 90,9 90,9 90,75 91 b^% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.°Ablöj.»SchuId ml 77,5 78 77,9 78 Auslos.-Rechren .......... . 76,75 76 76,5 76,1 Desgl. ohne Auslos.-Rechte..... 6% cbem. 8% Hess. Volksstaa« 1929 11,85 11.7 11.85 11,65 (rückzahlb. 102%)........... Oberhessen Provinz-Anleihe ml 79 79 79 79 Ausloi.-Rechten ............ 6% Hell. Landesbank Darmstadt — — — — Gold R. 12......... 5Vi% Hess. Landes Hypotheken- bank Darmstadt Liqui...... — 81,75 — — 85,25 85 — Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Seriel mit AuSIos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Aaw 68,75 68,5 68,5 68,5 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehcm. 7% Franks. Hyp.-Ban 83,75 83,5 — — Goldpse. 16 unkündbar bis 193G ey2% ehern. 4%% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbriese ..... 83,5 — — — 85 83,75 — —— 6¥i% ehern. 4'/z% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. ... 6% ehern. 8% Pr. Landespfand 85 85 — — briesanstalt, Psandbricse R. 19 83,5 83,75 84,5 82,9 6% ehern. 7% Pr. Landespsand briesanstalt. Psandbricse R. 1< 83,5 83,5 84 84 Verrechnungskurs 85,9 85.9 85,9 85,9 4% Oesterreichische Öolhrentc... — 16,75 _ 4,20% Oesterreichische Eilberrenk 1,25 1,25 1.75 1,2 4% Ungarische Goldrente ....... - 6,75 _ 6,75 4% Ungarische Staatsrenle V. 1910 — -- 4^% desgl. von 1913......... — — — 6,4 6% abgest. Goldmexi'aner von 99 11 10,75 — 10,75 4% Dürkiiche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anletl) '.15 6,2 6,1 6,1 (Serie I.................... — — 6 — Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abcnd- börsc Schlußkurs Schlußk. Mlitag- börie Datum 21.6- | 22.6. 21-6. 22.6. 4% desgl. Serie II ............ 5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4^%Rumän.veretnh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente . 8%% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Paket ..... > Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........0 Norddeutscher Lloyd .........0 AG. für Verkehrswesen MIL .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bant und Discvnto- Gesellschaft................c Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................. 1 A.C.G......................i Elektr. LieserungSgesellschast ... 5 Licht und Kraft .............f Felten & Guilleaume ........o Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen ...............4 Rheinische Elektrizität ........k> Schlickert & (So..............0 Siemen» & Halske...........l Lahmeyer & Ho..............10 Buderus ...................■ Deutsche Erdvl .............4 Gelsenkirchener..............0 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuesten.. 0 Ilse Bergbau ...............7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Klöcknerwerie ......... 0 Mannesm ann-RShren........0 6,25 5.5 10,1 4,85 28 17,4 17,65 49,25 91,5 50,5 59 47 142,75 24,13 91 110 52,25 93 97,5 111,5 163 124 73 115 60,5 101 120 54 64,25 6,25 5,5 10,1 28 16,75 17,13 48,65 50,5 59 47 143,5 23,25 90,5 109,5 52,75 91,5 98 110,25 164 122 71,75 115 58,5 100,5 157,5 120 53.9 62,5 6,35 10,3 4,8 28 17,13 26 17,65 48,9 91,5 51 59.5 47 142,75 24 91,5 110 52,65 93,25 97 111,5 164 123 72,5 115,5 60,25 101.75 63,75 159.5 120 54 64 6.35 28,13 17 25,5 17,4 47 91,25 51 58,5 47 144,75 23,25 90,25 107,75 51,75 91,75 108,65 164 122,25 71,25 115,25 58,75 101 63,5 120 53,75 63 Jrannun a. M. JJerlui Schlußkurs Schlußk. Abend- börsc Schlußkurs Schlußk. Mittag- börsc Oatum 21.6. 22.6. 21.6. 22.6. Manstelder Bergbau...... ... 0 24,5 23 23,251 23 Kokswerke ............... ... 0 — — 79 77,75 36,75 Phönix Bergbau.......... ... 0 38 37,5 37,9 Rheinische Braunkohlen ... ...10 210,5 209 210,5 207,75 Rheinstahl........... ... 0 91,4 — 92 92,4 Bereinigte Stahlwerke..... ... (J 37,75 36,75 37,65 36,65 Otavi Minen ............ ... Ü 17,75 17 17,4 17,13 Kaliwerke Aschersleben..... ... 6 126,5 125,25 126 125 Kaliwerke Westeregeln..... Kaliwerke Salzdetfurth .... ... 6 — 126,5 126,25 125 ... P 172 171,75 171 170,25 3 G. Farben-Industrte .... ... 7 128 127,25 128,65 126,25 Zcheideanstalt............ ...10 169,5 167,5 — — Goldschmidt ............. ... 0 50 49 49,65 49,13 Rülgerswerke ............ ... 0 58 58 58 56 Metallgesellschaft.......... ... ( 38,25 61 37,75 37 Philipp Hotz mann........ Zementwerk Heidelberg ... Cementwerk Karlstadt...... ... 0 54,5 54,5 55 54,75 :::i 78 79 ff Schultheis Patzenhofer..... ... 0 — _ 124,25 121 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 39,5 39,5 39,75 39,65 Bemberg................ ... 0 46,5 45,75 46,5 46 Zellstoff Waldhof ......... ... 0 — 46,5 46,5 46 Zellstoff Aschaffenburg .... ... 0 20,5 20,25 21 — Dessauer GaS............ ... 7 —- — 113,75 114 Daimler Motoren......... ... O 29,75 28,75 29,25 28,65 Deutsche Linoleum ....... ... 0 48 47 48 47,5 Orenslein L Koppel ....... ... 0 45,65 44,65 Leonhard Tietz........... ... 6 21,9 ’ 21,25 21,25 21,13 Chade................... ...12 175 177 175 177 Grttzner.............. ... 0 25,65 25,75 26 Mainkraftwerke Höchst a.M. ... 4 62 62 Süddeutscher Zucker ...... ... 8 154 164 154 154 Devisenmarkt Berlin - - Frankfurt a. M. 21 .Juni 22-Zuni Amtliche Notierung Amtliche Notierung Meld | 23rie> Geld Brie Helsingiors. 6,339 6,351 6,339 6,351 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag...... 12,54 12,56 12,54 12,56 Budapest ... — — — — Sofia ..... 3,047 3.053 3,047 3,053 Holland ... 170,03 170,37 169,93 170,27 Oslo...... 72,33 72,47 72,28 79,42 Kopenhagen 63,89 64,01 63,89 64,01 Stockholm.. 73,73 73,87 73,73 73,86 London ..... 14,335 14,375 14,32 14,36 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyork.... 3.442 3,448 3,427 3,433 Brüssel----- 58,99 59,11 58,99 59,11 Italien..... 22,14 22,18 22,14 22,18 Paris..... 16,62 16,66 16,61 16,65 Schweiz ... 81,52 81,68 81,47 81,63 Spanten... 35,81 35,89 35,81 35,89 Danzig.... 82,47 82.63 82,42 82.58 Japan..... 0,894 0,896 0,894 0.896 Rio de Ian. 0,229 0,231 0,229 0,231 Jugoslawien 5,195 5,205 5,195 5,205 Lissabon... 13,04 13,06 13,03 13,05 Banknoten. Berlin, 22-^unl Geld Sries Amerikanische Noten...... 3,39 3,41 Belgische Noten.......... 58,83 59,07 Dänische Noten ......... 63,52 14,28 63,78 Englische Noten ......... 14,34 Französische Noten....... Holländische Noten....... ....... 16,57 169,56 16,63 170,24 Italienische Noten........ 22,02 22,10 72,39 Norwegische Noten ...... 72,11 Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling — — Rumänische Noten....... 2,46 2,48 Schwedische Noten....... 73,55 73,85 Schweizer Noten.......... 81,29 81,61 Spanische Noten......... 35.68 35,82 Ungarische Wotre ........