!»g Siibbeu'i+e :*iä 5;k*k»" 21. gebniat 1933 te*®*- 7553 PlÄ? •»» 227 154477 232533 102 3ßv6o2 370493 MA ^Kric. ' flat. '»> naö ?d M te*. 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Jahrgang Donnerstag, 25 Sebruar 1933 botenen goldenen und silbernen Kugeln Frant- re.chs vermochten diese Freundschaft zu erschüttern. Man nahm danibar jede Hand, die sich einem in Europa entgegenstreckt«. Man wies niemand zurück, aber man ging bereits mit Italien 2lrm in Arm, da dieses Land mit den Ungarn, mit Albert Apponyi am sogenannten Ratstisch der Weit gegen Trianon aufgetreten war, gegen den sinnlosen, wahnwitzigen Raub ungarischer Erde, gegen die Tatsache, daß man, um nur das rumänische Beispiel zu erwähnen, mit einem Schnellzug in den frühen Dachmittagsstunden die neuungarische Grenze überschreitet, um in ununterbrochener Fahrt mit diesem selben Zug erst am nächsten Morgen die altungarische Grenze zu erreichen. Und es verbindet eine innige Freundschaft den Magyaren mit dem Deutschen, mit dem er während des Weltkrieges Schulter an Schulter gerungen gegen eine Unzahl von Feinden. Freilich, diese Freundschaft ist ost in den Wirren der Nachkriegszeit getrübt worden, und daß sie schließlich auch bis in die jüngste Vergangenheit hinein nicht ungetrübt wiederhergestellt werden konnte, das lag nicht zuletzt an dem widrigen Geschick, daß Ungarn, ein 'hgrarftaat durch und durch, geradezu in Milch und Honig erstickt, nicht weiß, wo es hin soll mit feinem Fleisch, mit seinem Korn mit feinem Obst, mit feinem Wein, und Deutschland eine Landwirtschaft besitzt, die bereits am Rande eines Abgrundes schwebte, aus dessen Tiefe, wäre sie hinabgestürzt, wahrscheinlich kein Weg mehr nach oben geführt hätte. Diese elementaren Tatsachen haben sich in der letzten Zeit nicht grundsätzlich geändert. Der handelspolitische Gegensatz bleibt leider bestehen, doch trägt daran weder der Magyare, noch der Deutsche schuld. Es ist Schicksal, wenn man so will. Aber ebenso Schicksal ist es, daß Ungarn und Deutschland heute die gl e ick en Feinde haben, und das ist wiederum Schicksals- gemeinschaft, die aneinanderketten muß, weit über materielle Gegensätze hinaus, auch wenn dieser „Materialismus" bisweilen Ausdruck von nationalen Lebensnotwendigkeiten darstellt. Wie auckbie zwischenstaatliche Diplomatie arbeiten mag, der Magyare ist heute felfenf.ft davon überzeugt, daß eine Schicksalsgemeinschaft Deut,chiand, Ungarn und Italien aneinanberfettet, daß eine Legion von Feinden gegen diese drei Staaten aufmarschiert. Die Zweck.üge Frankreichs von dem Geheimnisbündnis zwischen Deutschland, Italien und Ungarn bestärkt hier noch mehr in dieser Ansicht, und die Hirtenberger Affäre hat die letzten Zweifel an der Richtigkeit der Anschauung für die deutsch - ungarisch - italienische Schicksalsgemeinschaft beseitigt. So ist die Stimmung in Ungarn, so denkt und fühlt man hier und schwort an der Bahre Ap- ponyis des Kämpfers gegen Trianon, nicht zu rasten und nicht zu ruhen, bis man das Unrecht wisber gutmachte. Denn man glaubt an einen Gott, man glaubt an feine Heimat, und man glaubt an die ewige galt- liche Gerechtigkeit und an die Wiederauferstehung Ungarns. Oer Reichskanzler an Ungarn Budapest, 22. Febr. (TU.) „Budapests Hirlap" veröffentlicht ein Interview seines Berliner Vertreters mit Reichskanzler Hitler. Der Kanzler sandte der „tapferen und ritterlichen ungarischen Nation" seinen (9ruß und seine guten Wünsche. Er wies auf die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Völker in der Geschichte, sowie das gemeinsame Geschick nach dem Weltkriege hin, woraus sich gemeinsame Interessen für die Zu- tun ft ergäben. Er werde danach trachten, die Freundschaft mit Ungarn zu pflegen und zu vertiefen. Der g e me infame Kampf in Genf bleibe unvergeßlich. Auf die Frage, ob Ungarn auch in seinem wirtschaftlichen Kampf auf Hitlers Unterstützung rechnen könne, antwortete Hitler: ,Lch kann Ihnen versichern, daß Ungarn angesichts seiner alten traditionellen Freundschaft auf wirt,chaftuchem Gebiete von deutscher Seite auf die weitestgehende Unter ft üßung rechnen kann. Natürlich zwingt uns die heutige wirtschaftliche Lage zu vielfachen Maßnahmen. Ungarn aber ist als Agrarland in mancher Beziehung in einer günstigeren Lage als wir. Es werden aber bessere Zeiten kommen und sobald als Folge unserer Maßnahmen Deutschland wirtschaftlich wieder aufgerich- tet sein wird, werden wir auch für die Hilfe Ungarns sorgen." Das »st ganz etwas anderes. TschctNschc Waffcnicndungcn durch Lcsterretch. Wien, 22. Febr. (WTB.) 3n einer Ver- fammlung der christlich-sozialen Vezirksorgani- sation Vrigittenau kam Heeresminister V a u - goin auf die Hirtenberger Angelegenheit zu sprechen. Oesterreichs 'Neutralität gel/.et.', entweder garkeine Wasfentransporle im Transitverkehr durchzulassen oder aber jedem Staat die Durchfuhr zu gestatten- Im Eisenbahntransit- verkehr aus der Tschechoslowakei nach Jugoslawien sei in den Jahren 1924 und 1923 sowie seit dem Jahre 1928 Kriegsmaterial in einer Gesamtmenge von weit über 2000 Waggonladungen gegangen, darunter 704 Geschütze, 5010 Maschinengewehre, 120 000 3n- fanteriegewehre und entsprechende Munition. An diesen gigantischen Mengen gemessen, gegen deren Durch'uhr von keinem der auswärtigen Staaten auch nur der gering st e Pro- t e st eingelegt worden sei, sei die ganze Hirtenberger Angelegenheit geradezu lächerlich. Oer Reichskanzler fordert gleiches Recht Oie Auslandsschulden. - Oie Arbeitsdienstpflicht. — Berufsarmee oder Miliz aber Wehrgleichhert. - Ein Hitler-Interview der Associated preß. Berlin, 23. Febr. (WTB. - Funkspruch.) Reichskanzler Hitler gewährte dem Chefcorre- spondenten der Associated Preß ein Interview über wirtschaftliche Angelegenheiten. Der Reichskanzler sagte in Beantwortung einzelner Fragen u. a.: Sie fragen mich, ob ich noch an meinen im Dezember 1931 ausgesprochenen Standpunkt festhalte, daß private Auslandsschulden unter allen Tim ständen bezahlt werden müssen. Ich habe in dieser Frage immer den gleichen Standpunkt eingenommen und nehme i h n heute genau s o ein. Ich habe aber auch nie einen Zweifel darüber gelassen, daß die Frage der Bezahlung von Schulden nicht nur eine Frage des Wollens, sondern auch des Könnens ist, daß vor allem nicht durch politische oder wirtschaftliche Maßnahmen ein Schuldner, von dem man Geld zu erhalten hat, vorher vernichtet werden darf. Zu den Schutzmaßnahmen für die deutsche Landwirtschaft sagte der Reichskanzler, daß Deutschland sie nicht ergriffen habe, weil es etwa fremde Produkte von sich fernhalten wollte, sondern lediglich, weil der deutsche Bauer einfach untergehe, wenn ihm nicht wirksam geholfen werde. Zur Frage der Miliz und des allgemeinen Arbeitsdienstes äußerte der Reichskanzler nur rein persönliche Gedanken. Als Rationalsozialist, so sagte Hitler u. a., sehe ich auch in der allgemeinen Arbeitspflicht ein Mittel, um zur Achtung vor der Arbeit zu erziehen. ilnfere jungen Leute werden lernen, daß die Arbeit den Menschen adelt. 3m 3ahre 1919 wurde von Deutschland aus die Anregung gegeben, uns eine Miliz zu genehmigen. Damals forderte man von uns die Einführung der Berufsarmee mit zwölfjähriger Dienstzeit. Deutschland besitzt daher keine irgendwie ins Gewicht fallende militärisch ausgebildete Reserven. 3eht redet man plötzlich von Abschaffung der Berufsarmee und Einführung der Miliz. 3d) ljabe die Empfindung, daß dies nur geschieht, um am eigentlichen fiern des Problems vorbeizukommen. Richt die Frage der wehrsystcme ist entscheidend, sondern d i e Frage der Gleichberechtigung. Die IDelf leidet darunter, daß durch den Friedensoer- frag von Versailles die 3dee vom zweierlei Recht verewigt werden soll. Die unmögliche Aufteilung der Rationen in Siegerstaaten und damit Lebensberechtigten und besiegten Rationen und damit Lebensminderberechtigten ist uner- t r ä g I i ch. An sich ist es uns ganz gleich, welche Mehrsysteme die anderen Rationen einzuführen gedenken; aber nicht gleich ist es ob ei n e Ration 100 000 Mann ohne Reserven besitzt und eine andere mit ihren Verbündeten für den Kriegsfall mehr als 12 Millionen. Und nicht gleich ist es, ob eine Ration vollständig technisch entwaffnet ist, während eine andere im Besitz der modern ft en Angriffswaffen eine mehr als zehnfach überlegene Stellung einnimmt. Oer französische Senat gegen Herabsetzung der Heeresausgaben. Paris, 23. Febr. (WTB.-Funkspruch.) Der Senat hat gegen den Wunsch der Regierung und auch im Gegensatz zur Kammer bei den Heeres- krediten nur eine symbolische Herabsetzung von 1 000 Franken vorgenom- men, und zwar mit 170 gegen 133 Stimmen. In der Aussprache erklärte M i l l e r a n d , daß man gegenwärtig die Kredite für die nationale Verteidigung nicht herabsehen dürfe. Der Vorsitzende des Marineaus- s ch u f s e s machte Bedenken geltend gegen eine Herabsetzung der Kredite für die französische Flotte unter Hinweis auf die Flottenbautätigkeit in Frankreichs Rachbarländern Italien, Deutschland und England. Der Vorsitzende des Luftfahrtausschusses wies darauf hin, daß bei einem Kriege die Beherrschung der Luft für den Enderfolg ausschlaggebend sein werde. Er machte auf die Anstrengungen Deutschlands und Italiens für ihr Flugwesen aufmerksam und bedauerte, daß Frankreichs Luftstreitkräfte nicht stärker seien als gegenwärtig. Der Vorsitzende des Heeresausschusses sprach sich gleichfalls gegen eine Kürzung der Heereskredite aus. Die Abrüstungskonferenz könne nach seiner Ansicht eine Herabsetzung ermöglichen, aber man könne nur abrüsten, wenn eine ständige Kontrolle bestehe. Ministerpräsident und Kriegsminister D a l a - dier erklärte, von den vom Senat geforderten Kürzungen würden weder die französische Flotte noch die französische Luftfahrt betroffen. Italien gäbe anderthalb Milliarden für sein Flugwesen aus, Frankreich dagegen 24 Milliarden. Der Luftfahrtminister habe die französische Flugzeugindustrie um einen Reorganisationsvlan gebeten, durch den die Qualität des französischen Flugzeugwesens gehoben werden solle. Dm übrigen tönne in der allgemeinen Lage keine Beunruhigung wegen der Sicherheit des Landes eintreten. Frankreich fei imstande, allen Eventualitä- tenRechnungzu tragen. Man habe, erklärte der Ministerpräsident weiter, von einer Verzichts- jolitit Frankreichs gesprochen, aber diese datiere chon vom Kriegsende her. Man habe die Deutschen mit ihren Waffen und ihrer Musik an der Spitze nach Hause marschieren lassen. In den Friedensverträgen habe Frankreich Opfer bringen müssen, die seine Freundschaften erhielten, Freundschaften, die morgen ebenso wertvoll fein würden, wie gestern. Die Ausgabe der Regierung fei, sich weiter um die Sicherung des Friedens zu bemühen, eine kontrollierte und garantierte A b - r ü ft u n g zu erstreben, bis dahin aber alle Maßnahmen zu ergreifen, die es Frankreich gestatteten, ein freies Volk zu bleiben. Der GenserZwischensall beigelegt Aussprache mit .v.cnbeijon. Nadolny spricht heute als erster. Genf, 23. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die Debatte im Hauptausschuß der Abrüstungskonferenz wird heute nachmittag fortgesetzt. Botschafter Nadolny hat noch gestern abend a n denPräsidentenHendersoneinSchrei- ben gerichtet, worin er seinem Bedauern darüber Ausdruck gibt, daß Henderson ihm gestern am Schluß der Sitzung nicht mehr die Möglichkeit gab, seinen Standpunkt zu dem deutschen Abänderungsantrag in der Frage der Vereinheitlichung der Heeressysteme nochmals darzulegen. Heute vormittag fand eineAussprache zwischen Henderson und Nadolny statt, in der der Z w i - schensall beigelegt wurde. Der Präsident der Abrüstungskonferenz bedauerte, daß er die Wortmeldung Nadolnys nicht beobachtet habe. Henderson wird dem deutschen Vertreter heute nachmittag als er st em das Wort erteilen. Minister Göring zu den Vorfällen in 9tre?e(b. Berlin, 22. Februar. (WTB.) Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt u. a. mit: Zu den Bot gängen in Krefeld erklärt der Kommissar des Reiches für das preußische Innenministerium Reichsmi- nister Göring, daß er in einem Telegramm an die Zentrumspartei schärsste Untersuchung der bedauerlichen Vorfälle zugesichert hat, daß er ferner Maßnahmen getroffen hat, die in Zukunft solche Vorgänge zu verhindern geeignet sind und die sichere Durchführung der polizeilich genehmigten Versammlungen gewährleisten. Minister Göring gibt sodann bekannt, daß sich Gruppen von Provokateuren mit dem Ziele gebildet haben, innerhalb der NSDAP, und anderer Verbände Provokationen hervorzu- rufen, die Einigkeit der nationalen Verbände zu stören und Zusammenstöße mit der Polizei herbeizuführen. Hierdurch soll eine Herabsetzung des Ansehens der NSDAP, und des Stahlhelms erreicht werden. Es liegen ausreichend Beweise dafür vor, daß in letzter Zeit die Kommunisten in der Uniform der S A. ober anderer nationaler Verbände Terrorakte schon hervorgerufen haben. Das Ministerium des Innern hat jetzt einen Spezialdienst eingerichtet, der gegen diese Elemente bereits eingesetzt ist. Zugleich ist angeorbnet worben, baß bie Angehörigen ber nationalen Verbänbe, bie sich ben strengen unb klaren Befehlen ihrer Führer nicht fügen, rücksichtslos zur Verantwortung gezogen unb aus ihren Verbänben entfernt werben. Das Braunhemb ber SA. unb bas Felb- grau bes Stahlhelms finb Ehrenkleiber, bie zu einer vorbilblichen Disziplin beim Wieberaufbau bes beutschen Vaterlanbes verpflichten. Einen Aufruf in biefem Sinne hat Minister Göring an bie SS., SA. unb ben Stahlhelm gerichtet. Im übrigen ersucht ber Minister, bie angebeuteten Vorfälle nicht von vornherein über bas objektive Maß hinaus aufzubauschen unb vor allem in ber Presse zum Anlaß zu nehmen, ben Kampf ber politischen Meinungen noch weiter zu vergiften unb baburd) bie öffentliche Ruhe unb Sicherheit zu stören. Er verlangt aber auch von ben in Opposition gegen bie nationale Regierung stehenben Parteien, baß sie ihrerseits nicht burch auf re igenbe provokatorische Reben gegen bie Regierung Vorfälle, wie bie Krefelber Hervorrufen, baß bie Sicherheit unb Drbnung in vollem Maße aufrechterhalten werben wirb unb baß b i e Störer, gleichviel woher sie kommen, rücksichtslos zur Verantwortun ggexogen werben. Dafür bürgt ber preußische Minister bes Innern in eigener Person. Aufruf naüonalsozialistischer Kaiholiken. B e r.l i n, 22. Febr. (ERB.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht einen Aufruf ber 21 r - deitsgemeinschast katholischer Deutscher unb ber Katholischen Vereinigung für nationale Politik. Der Aufruf erinnen an das Runbschreiben bes Papstes vom 1. September 1928, in bem es heißt, baß bie Priester bestimmt feien, bie religiösen Interessen bes ganzen Volkes zu zu vertreten, sie bürsten nicht einer politischen Partei angeboren. Es müsse vermieden werben, baß die Würbe ihres Amtes in Parteikvnflikten geschmälert werbe, unb sagt bann weiter: .Heber, ber behauptet, wir nationale Katholiken ober allgemein bie national gesinnten Kreise unseres Volkes wollten euch die ! >4' % t 1 Der Bildhauer dieses Schneemonuments, das in Garmisch-Partenkirchen errichtet wurde, hat sich ein aktuelles Thema erwählt. Er modellierte Richard Wagner, den Meister der Töne, dessen 50. Todestag Deutschland jetzt beging. Rotkraut 10, gelbe Rüben 10 bis 12, Spinat 30. rote Rüben 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 30, Zwiebeln 10, Feldsalat 120 bis 150, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Llepfel 18 bis 30, Kartoffeln 3 (pro Zentner 2,50 Mk.), Rüsse 40, Dörrobst 35 bis 40, Honig 40 bis 45, junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Pfennig pro Pfund; Tauben 40 bis 60, Eier (inl.) 10, Käse 5 bis 10, Salat 25 bis 30, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 15 bis 30, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pfennig pro Stück. Vornotizen. — Tageskalender für Donnerstag: Hausbesiherverein, 20.15 Llhr, „Hotel Hieven- bürg", Hauptversammlung. — DHB., 2O.cO Tlhr im Heim, Bortrag über „Der DHB. und die Rktienrechtsreform". — Lichtspielhaus, Bahnhof- straße: „Morgenrot".^ — Rstoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der Flüchtling". — Der Oberhessische Geschichtsver« e i n macht auf den am Freitag, 24. Februar, im Hörsaal des Kunstwisjenschafb'^ven Instituts (Lud- wigstraße 34), 20.15 Uhr pünktlich stattfindenden Vortrag des Herrn Unioersitätsprofessors Dr. Theod. Mayer über „Die Wetterau in der älteren deutschen Geschichte" besonders aufmerksam (s. Anzeige im Dienstag-Blatt). Die Wetterau ist wirtschaftsgeschichtlich sehr interessant. Hier befand sich viel Reichögut und ''allen mehrere,Klöster große Besitzungen, deren Bewirtschaftung teilweise vorbildlich war. — Gäste sind, wie immer, willkommen. — Der Verein „Hubertus" hat für einen am Freitag, 21. Februar, um 20.30 Uhr im Hotel „Hindenburg" stat.findenden Vortragsabend den in Jägerkreisen wohlbekannten Harzer Jagdschriftsteller Wilhelm Hochgreve gewonnen. Der als guter Jäger bekannte Vortragende wird über „Lock- und Reizjagd" sprcchen^und durch seine hervorragende Fähigkeit der Tierstimmennachahmung dem Jäger und Raturfreund sicherlich viel Interessantes bringen. Gäste sind willkommen. (Siehe heutige Anzeige.) * "OeffentlichepolitischeSammlun- gen verboten. Der hessische Minister des Innern hat eine Verordnung erlassen, nach der Sammlungen von Geld- und Sachspenden zu politischen Zwecken oder zur Verwendung durch politische Organisationen ohne polizeiliche Erlaubnis verboten sind. Ausgenommen sind Sammlungen, die in Versammlungen oder im Zusammenhänge mit ihnen am De^ammlungsorte stattfinden, sowie Sammlungen von Haus zu Haus, die sich auf Mitglieder der sammelnden Organisation bcscheänken. Diese Bestimmungen sind sofort in Kraft getreten. " Die Biersteuer- und Getränkesteuererhebung über den 1. April 1933 hinaus betrifft eine Rachtrags-Tagesordnung zu der heutigen Stadtratssitzung. Weiter soll über die Einrichtung von Rotwohnungen im früheren Säuglingsheim beschlossen werden. ** Eine Wahlversammlung der R S D A P. findet heute 20 Uhr im Cafe Leib statt. Redner des Abends ist der Reichstagsabgeordnete Oberlindober, München, der über das Thema „Mit Hitler aufwärts!" sprechen wird. ** Aussetzung einesKindes. Der Polizeibericht meldet: Heute gegen 8 Uhr wurde in einem Hause in der Steinstraße vor der Wohnungstür eines Hausbewohners ein etwa drei Monate altes Kind (Knabe) aufgefunden. Nach den Feststellungen handelt es sich um ein uneheliches Kind. Die Mutter ist vor einiger Zeit mit dem Kinde in Mainzlar zu- gezogen und hat nun dem angeblichen Kindesvater das Kind vor dessen Wohnungstür gelegt. Der kleine Findling wurde auf Veranlassung des Kreisjugendamtes vorläufig in der Zuflucht untergebracht. ** Sonntagsrückfahrkarten nach Friedberg. Vom Bahnhof Gießen wird uns mitgeteilt: Am Sonntag, 26. Februar, findet in Friedberg eine Geflügel-Ausstellung statt. Dazu werden von allen Bahnhöfen der Strecken Frankfurt a. M. Hbf.—Gießen—Wetzlar, Friedberg- Schotten, Friedberg—Mücke, Vilbel - Nord—Stockheim und Gießen—Stockheim Sonntagsrückfahrkarten nach Friedberg ausgegeben. Die Karten haben die normale Geltungsdauer von Samstag 12 Uhr bis Montag 12 Uhr. Außerdem wird am Dienstag, 28. Februar, in Friedberg der Frühjahrs- Pferdemarkt abgehalten. Hierzu werden von den gleichen Bahnhöfen ebenfalls Sonntagsrückfahrkar' ten nach Friedberg ausgegeben. Diese Karten gelten: zur Hinfahrt am Dienstag, 28. Febr., von Oer hessische Etat im Finanzausschuß. Religion aus dem Herzen reißen, die katholische Kirche einerseits und das Zentrum und die Bayerische Volkspartei anderseits seien gleichzusetzen, der katholische Christ dürfe nur diese Parteien wählen, der lügt! Gerade aus religiösen Gründen solltet ihr nur die schärfsten Gegner des gottlosen, klassen- kämpferischen und vaterlandslosen Marxismus wählen." Bayern. Nürnberg, 23. Febr. (TU.) In einer Versammlung der Bayerischen Volkspartei erklärte der Vorsitzende der BVP. Staatsrat Dr. Schäffer, namhafte Führer der Nationalsozialisten hätten ihm offen eingestanden, daß die Weigerung Hu- genbergs, mit dem Zentrum in eine Regierungsgemein schäft z u gehen, sowie die persönliche Ablehnung Pape ns die Mehrheitsbildung verhindert hätten. Die Nationalsozialisten sagten heute ganz offen, daß nach den Wahlen ein R e i ch s k o m m i s s a r nach Bayern kommen werde. Er, Schäffer, habe in Berlin offen erklärt, daß sich Bayern das nicht gefallen lassen werde. Die bayerische Bevölkerung, die bayerischen Wehroerbände einschließlich des Stahlhelms würden den Reichskommissar für Bayern a n d e r G r e n z e v e r h a s t e n. Mit dem freien Willen Hindenburgs allerdings komme sicher kein Reichskommissar nach Bayern. Aber man komme heute nicht mehr an den Reichspräsidenten heran. Schäffer erinnerte dann unter stärkstem Beifall der Versammlung an jene Zeiten, wo in Bayern die Monarchie herrschte und erklärte, es sei nicht ausgeschlossen, daß ein Volk seine Vergangenheit als Hilfe anrufe, um sich seine Zukunft zu sichern. Staatsrat Schaffer fuhr dann fort: „Wenn der Staatsgerichtshof zertrümmert ist und mit ihm das Deutsche Reich und die Verfassung, dann sind auch wir Bayern nicht mehr gebunde n". Em Wahlaufruf des Reichsverbandes des deutschen Handwerk H a n n o ve r , 22. Febr. Mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen übergibt bet Reichsverband des Deutschen Handwerks einen Aufruf der Öffentlichkeit, in dem es heißt: Parlamente und Regierungen des letzten Jahrzehnts haben eine ausreichende Berücksichtigung des Handwerks vermissen lassen. Die Wirtschaftspolitik muß der auf Selbstverantwortung gestellten schöpferischen Handwerksarbeit Schutz und Freiheit gewährleisten. Die Wirtschaftsorganisation muß das gegenwärtige Wirtschaftssystem ab.ösen durch eine berufsständisch auf- gebaute und geordnete Wirtschaft. Schon immer hat es das Handwerk als eine Selbstverständlichkeit betrachtet, daß der Schicksalskampf des deutschen Volkes nur auf einer wahrhaf t nationalen Grundlage geführt und nur in einer Ges nnungsgemeir schäft gewonnen werden kann, die alleGruppenund Stände umfaßt. So rufen wir das Handwerk für die bevorstehenden Wahlen abermals zur Sammlung aller a u f b a u w i l l i g e n Kräfte auf. Aufgabe des Berufsstandes bleibt es, in diesem Sinne mitzuwirken am Aufbau der deutschen Volksgemeinschaft. Das Handwerk kann sich cm 5. März nur für solche Parteien entscheiden, die den Willen zur nationalen Einigung über Tages st reit und Parte i g ez a n k stellen: Das Handwerk kann nur den Parteien seine Stimme geben, die auf dem Boden des Berufs st andsgedankens stehen und sich für feine Verwirklichung einsehen. Deutsches Handwerk: Wahlrecht ist Wahlpflicht!" Ein Wahlaufruf des Reichsbanners. Berlin, 22. Febr. (ERB.) Die Bundes- Teilung des Reichsbanners hat einen Wahlaufruf erlassen, in dem es heißt: In der Selbstzerfleischung des deutschen Volkes drohten Einheit, Recht und Freiheit zugrunde zu gehen. Dieser Entwicklung habe sich das Reichsbanner Schwarz- Rot-Gold mit ganzer Kraft und bedingungslosem Einsatz seiner Mitglieder entgegenzestellt. Deutschland könne ohne volle Freiyeit nicht leben. Das Parlament habe sich selbstmörderisch ausgeschaltet und seine Macht preisgegeben. Deutschlands Freiheit dürfe nicht untergehen. Für die Demokratie, für die Verfassung, für Einheit, Recht und Freiheit! Kleine politische Nachrichten. Auf Veranlassung der Reichsregierung übertragen alle deutschen Sender folgende Veranstaltungen: am Samstag, den 25 Februar, 20 Uhr, aus Dortmund eine Kundgebuna der NSDAP, mit einer Rede des Reichsministers Göring, am Sonntag, den 26. Februar, 16 Uhr, die auf Wachs ausgenommene Rede des Reichsministers S e I d t e anläßlich einer Kundgebung der Stahlhelm-Selbsthilfe Berlin und 16.20 Uhr eine Rede des Reichsministers Dr. Hugenberg von einer Kundgebung der Kampffront Schwarz-weiß-rot aus Kassel. * Durch die Kommissare des Reiches in Preußen sind in der Verwaltung Personalveränderungen erfolgt, die eine Reihe von Vizepräsidenten an Oberpräsidien und andere Regierungen betreffen. Ferner ist an Stelle des Oberpräsidenten Granowski der Präsident der Landwirt- schaftskammer Freiherr von L ü n i n f zum Oberpräsidenten von Westfalen ernannt worden Auch in den Ministerien sind Veränderungen zu verzeichnen. Das Verbotder „Rheinischen Zeitung" (SPD.) ist vom 5.Strafsenat des Reichsgerichts als unbegründet aufgehoben worden. Die Kosten des Verfahrens fallen Preußen zur Last. Der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau hat die in Frankfurt erscheinende „A r b e i t e r z e i- t u n g", Organ der KPD., bis 21. März 1933 d erbe t e n. Der Ausschuß für die Festsetzung eines Volkstrauertages hat in diesem Jahre den 12. März als Volkstrauertag in Aussicht genommen. Die Kommissare des Reiches in Preußen haben im Einvernehmen mit der Reichsregierung beschlossen, daß am 12. März 1933 sämtliche staatlichen und kommunalen Dienst- gebäude, sowie die Gebäude der öffentlichen Schulen h a l b m a st zu beflaggen sind. Darmstadt, 22. Febr. (WHP.) Im Finanzausschuß des Landtags wurde am Mittwoch Kapitel 1 des Staatsvoranschlags „F o r st - und Kameralgiiter unter F o r st v e r w a l - t u n g" beraten. Das Kapitel schließt in Einnahme mit 7 185 670 Mark (1932: 7 222 232) und Ausgaben mit 6 198 809 Mark (1932: 6 446 273) ab. Landforstmeister Dr. Hesse gab dem Ausschuß einen allgemeinen Ueberbü.t über die hessische Forstwirtschaft. Erfreulich sei die erheblich vergrößerte Nachfrage nach deutschen Hölzern und die gehaltenen, bzw. in leichtem Ansteigen begriffenen Preise für Forsterzeugnisse. Man dürfe annehmen, daß am Ende des Holzwirtschafts- jahrs der Staat nicht mehr auf allzu großen Vorräten fitze. Bedauerlich und hinderlich für die Verwendung von Hölzern aus naheliegenden Produk- tionsgebieten feien d i e zu hohen Frachtsätze der Reichsbahn im Nahverkehr. Trotz der größeren Rentabilität der Nadelhölzer (rascherer Wuchs) wolle die Forstverwaltung im grundsätzlichen a m Mischwald festhalten. Aus dem Ausschuß wurde betont, daß die hessische Forstwirtschaft durchaus auf der Höhe sei und auch die leitenden Beamten den Nöten der Bevölkerung in weitestgehendem Maße entgegenkämen. Durch die zustimmende Regierungserklärung wird ein nationalsozialistischer Antrag für erledigt erklärt, der wünscht, daß keine Aufrechnung von Holzhauerlöhnen mit rückständigen Holzgeldern oder Pachtrückständen für fiskalisches Gelände erfolgen soll. Durch die zustimmende Regierungsantwort wird auch ein Zentrumsantrag für erledigt erklärt, der Hinaus in die Wintersonne! Don Or. meb. Handwerker, Sanatorium Falkeneck, Äraunfels a. b. £af)n. Mit Eis und Kälte zog der Winter ins Land. Die Zeit ist da, in der man sich früher hinter den Ofen verkroch. Heute ist das anders geworden. Mit Ski, Bobsleigh und Skeleton ziehen Tausende in die Berge. Draußen im flachen Land rutschen von jedem Hügel unermüdlich jauchzende Kinder auf Rodelschlitten, und Schuttschuhläufer gleiten dahin auf Flüssen und Seen. Und über all die Lust und all das Vergnügen blitzt die Sonne, blinken die Sterne und pfeift der Wind. Die fröstelnden, zähneklappernden Ofenhocker aus einer überwundenen Kulturepoche treten nur mehr in wenigen Exemplaren auf. Die andern haben längst erkannt, welch' wunderbare Wirkung es für Leib und Seele hat, wenn man hinausgeht in die winterliche Natur. Und Wintersport ist zum Schlager unserer Zeit geworden. Heute soll kurz der Wirkungsmechanismus untersucht werden, den der Winter auf den Organismus ausübt. Wir wollen sehen, warum die Winterfrische |o viel Erholung bietet. Und wir werden erkennen, daß wir allen nicht oft und nicht eindringlich genug zurufen können: Hinaus in die Wintersonne! Keine Zeit im Jahre regt die Sinne des Menschen so sehr an, als der Winter mit seiner Pracht und Farbenharmonie. Jeder weiß das, der einmal nur in einem überfüllten Skisonderzug aus den Bergen nach Haufe fuhr. Die beste Medizin ist ein Wintertag voll Sonne und Wind, wenn der Schnee wie weißer Flaum auf den Bäumen liegt, wenn Rauhreif glitzert und die Sonne über die weiten, weißen Felder lacht. Und das wirksamste Stärkungsmittel für das kindliche Gemüt, der fruchtbarste Boden für deutsche Gemütsinnigkeit und deutschen Familiensinn ist ein Winterabend mit seiner Dämmerung, seiner Stille' und seiner Romantik. Deshalb sollte man alle Kinder hinausführen in den winterlichen Wald, wenn im Dorf die ersten Lichter aufflammen, wenn zwischen den schwarzen Stämmen die Schleier wehen, lautlos ein Reh vorüberzieht und irgendwo drinnen im Busch die Stimmen der Nacht erwachen. Diese Stunden werden ihnen tausendmal mehr geben, als noch so viele lateinische Worte, als noch so viele Grammatikregeln, die sie in der Zeit hätten erlernen können. Doch ist es nicht nur dieser seelische Reiz, der neu belebt und stärkt. Die Frische, die den ganzen Körper durchpulst, ist vor allem auch ein Geschenk der Winterluft. Als rieselnder Schnee sinkt die Feuchtigkeit zu Boden und wie im Gewitterregen zieht sie allen Staub, alle Unreinigkeiten an sich. Nie ist die Lust so rein, nie so trocken, als an einem schönen Wintertag, und deshalb fühlen wir uns da fo gesund. Rascher pulst unser Blut, die Adern der Haut weilen sich und geben uns das herrliche Wärmegefühl. Die Poren gehen auf, der ganze Stoffwechsel wird erhöht, und die Wasserverdunstung wird beschleunigt. „Ein gut Teil menschlicher Krankheiten könnte weggeatmet werden", sagte Voltaire, und wir fügen hiyzu: Weggeatmet in der reinen, gefunden Winterluft! Also wollen wir hinausgehen in die Schnee- landschast und atmen — aber richtig atmen! Die Nafeninuscheln sind unsere Heizkörper zur Erwärmung der Luft. Und sie sind die Verdampfungsapparate zu ihrer Durchfeuchtung. Beides haben wir besonders nötig in der kalten, trockenen Winterluft und deshalb sollen wir gerade dann nur durch die Nase atmen. Auch hie Haut will atmen und mit dem Wasserdampf Schlacken und Unreinigkeiten aus unserem Körper entfernen. Deshalb sollten wir draußen in Sonne und Schnee möglichst lange, möglichst wenig bekleidet gehen. Solange sie • sich bewegen, können Kinder und Erwachsene ruhig Iim Badetrikot oder in kurzen Höschen auf Skier trainieren, Eisläufen oder fröhliche Schneeballschlachten schlagen. In erster Linie aber geht die Winterreise der Sonne entgegen. Erst in unseren Tagen hat sich die Erkenntnis der großen Heilkraft der Sonne langsam wieder Bahn gebrochen. Bei allen Arten von Tuberkulose wendet man sie heute an. Heute weiß jedes Kind, daß das Sonnenlicht nicht nur aus den sieben Regenbogenfarben besteht, die wieder erzeugt sind durch Wellenbewegung des Aethers von verschiedener Länge, sondern daß es darüber hinaus noch Wellen gibt, die nicht gesehen werden können, weil sie zu kurz oder weil sie zu lang sind. Die ultraroten Strahlen, die langen, zeigt uns nur eine Stundung von Dominialgesätten 1932 im Be° dürftigkeitsfatt bis Aum Juli 1933 wünscht. Auf volksparteilichen und sozialdemokratischen Antrag sagt die Regierung erneut einen v e r st ä r k- ten Abschuß von Schwarzwild zu, sobald Schneefälle in Oberhessen diesen Abschuß erleichtern. Der nationalsozialistische Antrag zur Eingabe des e f f • f d) e n Oberförsterverbandes auf Sicherung des Forstpersonalnachwuchses wird bei Stimmenthaltung der SPD. der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. Von der Regierung wird ein Teil der Wünsche des Oberförsterverbandes erfüllt werden. Einstimmige Annahme finden Zentrumsanträge, in denen u. a. dringliche Vorstellungen bei der Reichsbahn xur Aenderung ihrer Holz-Trans- porttarife im Nahverkehr gefordert werden. Weiter soll in den Schulen und Bildungsanstalten auf die Notwendigkeit und Richtigkeit der Verwendung deutschen Holzes eindringlichst hingewiesen werden. Die Regierung wird ermächtigt, in besonderen Härtefällen die Beförslerungsbeiträge der Gemeinde- und Privatwaldbesitzer ganz ober zum Teil außer Ansatz zu lassen. Mit 6 Stimmen bei 6 Enthaltungen findet ein nationalsozialistischer Antrag Annahme: Die Beiträge der Privatwaldbesitzer (Privatwald 2. Klasse oder Kleinwaldbesitz) zu den Kosten der Forstverwaltung werden aus Antrag a u f 2 R M. jeHektar fe st gesetzt, wenn der Wald im letzten Jahr keinen Ertrag gebracht hat. Das Kapitel selbst wird dann einstimmig genehmigt. das Thermometer, es sind die Wärmestrahlcn. Unser Körper läßt sie durch. Die kürzeren aber, die ultravioletten, werden von ihm verschluckt und wirken sich in ihm aus. Sie be chleunigen die Blutbildung, reizen die Haut, daß ie rot wird und später braun und steigern den Stoffwechsel, ohne daß ein Organ mehr arbeiten muß. Durch ihre Wirkung verbraucht der Körper sich selbst und baut sich wieder auf — er verjüngt sich. Die kalte Temperatur der Winterluft befähigt uns außerdem noch, bedeutend mehr Sonnenwärme zu verhauchen, als die drückende Schwüle des Sommers. Ifnb das ist der Vorteil der Winterfrische, die Losung des Rätsels, warum das Skigirl viel braun gebrannter nach Hause kommt, als der Bergsteiger im Sommer. Aber richtig ausnützen können wir diese Sonnenheilkraft nur, wenn wir sie auf den ganzen Körper wirken lassen. Und deshalb erhebt sich auch hier wieder die Forderung, möglichst wenig bekleidet Wintersport treiben. Oie flämische Freiheitsbewegung. Auf Einladung des Vereins Deutscher Studenten sprach am Dienstagabend im Hotel Hindenburg vor vielen Zuhörern der flämische Dichter Wies M uns über die flämische Freiheitsbewegung. Seinen Ausführungen sei folgendes entnommen: Der Kampf der Flamen gelte ihrer völkischen Neuordnung in Europa. Klar unterscheide man Belgier und Flamen. Es sei eine Ehre in der großen Welt — wenn auch nicht in den Augen der Belgier —, ein Flame zu sein. Die Flamen seien von )eher ein Volk unbändiger Willenskraft und kriegerischer Gesinnung gewesen, das stets lebhaft um seine Freiheit gekämpft habe. Wallonische Verschlagenheit habe aber die Flamen oftmals verraten. Die Wallonen seien ein den Flamen völlig wesensfremdes Volk. Die Revolution von 1830 fei französisch orientiert gewesen. Belgien sei das Ergebnis: eine mechanische Vereinigung von Völkerstämmen. Frankreich habe bann den Belgiern kulturell und machtpolitisch die Direktiven gegeben. Die flämische Sprache sei aus dem öffentlichen Leben ausgeschaltet, germanisches Element in Belgien gewaltsam unterdrückt worden. Die Unterdrückung habe sich auch wirtschaftlich in schwerster Weise ausgewirkt. Das Volk sei durch harte Not gegangen. Lange Zeit habe man aber einen Kampf um Sprachgesetze geführt und darüber die. große Linie aus den Augen verloren. Nun sei ein Führer erstanden in Albrecht Rodenbach, der, ein junger Mensch, die Tat propagiere. Die flämische Bewegung sei nicht lediglich ein Sprachenstreit oder ein Streit um die Gleichberechtigung mit den Wallonen, sondern ein Kampf um die Wiedergeburt der Flamen mit dem Ziel der Vereinigten Niederlande. Staatsformender Wille sei wachgeworden. Der Aktivismus wurde geboren. Nach den vielen Demütigungen der Flamen während des Well- krieges, die insbesondere die Soldaten und der Bürger als „Mensch 2. Klasse" erleiden mußten, laute nun der Wahlspruch: „Flandern den Flamen". Hinsichtlich der deutschen Flamenpolitik verdiene erwähnt zu werden, daß sie nie Annexionspolitik gewesen sei, sondern lediglich das Ziel gehabt habe, eine Art Grenzschutz zu fordern und Belgien von Frankreich zu läsen. Nach dem Kriege habe in Flandern das Chaos geherrscht. Die Führer der Aktivisten saßen hinter Gittern. Erst aus den Resten dieser Aktivisten sei allmählich ein Nationalismus entstanden. Ader die scheinbaren Erfolge der nationalen Flamenpolitik hätten doch nicht verhindern können, daß das Volk immer mehr in französische Abhängigkeit geraten sei, denn durch parlamentarische Demokratie sei der flämische Gedanke materialisiert, entibealifiert und verwässert worden. Den Jungen stehe die Vereinigung mit Holland vor Augen. Die Widerstände seien aber riesengroß. Es dedürse vorher des Ausrufes zur Einigkeit unter den Flamen selbst. Dem Nationalsolidarismus, der die Nationalisten vereinige, gehe es um die Totalität. Das Ziel sei eine einheitliche Wirtschaft auf völkischer Grundlage im Zusammenwirken aller Stände. Der Nationalsolidarismus sei im Aufbruch, hart und entschlossen seien die Züge seines Gesichts. Der Kampf gehe gegen den Geist der Welschen um ein neues germanisches Adelstum, der Kampf sei Kampf um die Wiedergeburt des gotischen Menschen. (Lebhafter Beifall.) Gictzencr Wochenmarktpreise. ' Gießen, 23. Febr. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110 Pf., Landbutter 110, Kochbutter 80, Matte 20 bis 25, Wirsing (gelb) 10, (grün) 15, Weißkraut 8 bis 10, Aus der Provinzialhauptstadt. GRÜNE öidcÜMg. näfian. gßnUe Qjalifäf! PFEILRING LANOLIN-SEIFE 6,fr «ntfurt 4'Le Ul w Am 15.2 Aeichsanjtal VMtilnle Die Aeichrz, läge bleiet der entsprei Durch bii btuar nahe- M, und j die, Zahl b, der ArbeitsI rund 96300 52 000 auf i stehen etwa erwerbslose 459000) dm verändert V Willige Warr Freiwilligen schästigungsi Arbeitslosen zeit stark e nur noch eti derben kenn Berlin f . Berlin der Börse bl Dor außer Kimmung ka I“ M 9 bereit Rieten beste d'k hier enie Ugl'ch Mal 4!!umulator( ber Enge, bei Wen Chade S.M. gei ?,ot'3 gelang, W lagen h gpotlaufic Sfr« ramng. , E Berlau ’niolge der «ja auf 2| 7 auch ger « en etöüno Auwnnkn 35 0,50 $ Re Werte ? 8{ sA Wei "7» tag c ÄerE anstatt"« Mn veiterer 2 Jung SiW b,V@oU Der HaidM in 4 Id'chard Wagner aus Schnee. ■■ in iSf'v' Ct)inQl 30, MM 6 k» V ? t?'x^tDie6cln io' -Eich 30 bis 50 Zepfel 18 big 3o’ ■50 M), llülk A ’n>fl 40 bis 45 enhuhner 70 bis 80 wen 40 bis 60 -Salat 25 bis 30* dwien 15 bis 30* 5. Sellerie 10 bis 30 Monuments, das ^Donnerstag: -Hotel tzi^en» - W, 20.10 Uhr 3« DtzL. und die tspielhaus, Tahnh^s- oria-Lichtspiele, Sei- e Telchichtzver« iloij, 24. Februar, im bÄrl» " ""2 Lm-ZS Kinde'" «j^esoaier S*>6* ’S»«"?*»1* ’S®* 6. Februar- ?fl}U l5flsellUStreJen Fr°"-' i der ütre«riebber6- «Zs von Samstag SÄ 0 bis 24 Uhr (Ende der Hinfahrt), zur Rück fahrt am Dienstasi, 28. Febr., und am Mittwoch, 1. Marz, bis 12 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt). •• Gautag des D H D. Man ichre.bt uns: Der Gau Main-Weser des Deutschnationalen Handlungsgehilsen-Derbandes, der über 21000 männlich.' Kaufmannsgehilfen und -lehrlinge umfaßt, hält am 1. und 2. April in Mainz nach zweijähriger Panse seinen 28. ordentlichen Gautag ab. Angesichts der gesamten politischen Lage und 1)er Entwicklung der Sozialpolitik kommt dieser Tagung besondere Bedeutung zu. Die Veranstaltung ist mit einer großen öffentlichen Kundgebung verbunden, in der Gauvorsteher Auerbach, Frankfurt a. QU., über die Stellung der Kaufmannsgchilsen in Staat und Wirtscha t svre- chm wird. Don der Ortsgruppe Gießen im DHD. werden neben den Stimmführern eine Anzahl weiterer Mitglieder an der bedeutsamen Tagung teilnehmen. Das Zugend-Noiwerl im Bezirk Lich. ♦ Lich, 22. Febr. Mit der Durchführung des Rotwerkes der deutschen Jugend im Bezirk Lich konnte heute begonnen werden. Die arbeitslosen jungen Leute im Alter von 18 bis 25 Jahren, die sich freiwillig zur Teilnahme gemeldet hatten, waren in den hiesigen Gemeindesaal einberufen. Eingefunden hatten sich etwa 75 junge Leute. Eine weitere Anzahl ist noch im freiwilligen Arbeitsdienst beschäftigt. Diese erscheinen erst am kommenden Montag. Die Teilnehmer wurden von Bürgermeister Geil begrüßt und auf Sinn und Zweck des Rotwerkes hinge- wicsen. Daraufhin wurde ihre Einteilung in zwei Gruppen vorgenommen und mit dem planmäßigen Unterricht begonnen. Die berufliche, geistige und sportliche Betreuung wird vom Arbeitsamt Gießen durchgeführt. Die Speisung erfolgte um die Mittagszeit im Steinschen Saalbau Hieran schloß | sich die sportliche Betreuung an. Kamps um die EMMY-Weltmeisterschaft. -—2= < MkW.' n tunii-'i—r-Ti—n w 1------”V"T' Die deutsche Mannschaft im Kamps gegen die Polen. Die Deutschen siegten mit 2:0 Toren und qualifizierten sich für die Zwischenrunde. Wirtschaft. 2Runt> 6 Millionen Arbeitslose. Am 15. Februar waren nach dem Bericht der Reichsanftalt bei den Arbeitsämtern rund 33 003 Arbeitslose mehr gemeldet als Ende Januar. Die Reichszahl der Arbeitslosen an diesem Stichtage blciot mit 6 04i OjO um rund 83 000 hinter der entsprechenden Zahl des Dorjahres zurück. Durch die Reichsanstalt wurden Mitte Februar nahezu 2,5 Millionen Arbeitslose unterstützt, und zwar stieg während der Berichtszeit die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung um rund 10 030 auf rund 963 000, in der Krisenfürsorge um rund 52 000 auf rund 1471 000. Diesen 2,5 Millionen stehen etwa ebensoviele anerkannte Wohlfahrtserwerbslose gegenüber. Seit Ende Januar (rund 459 000) dürfte sich diese Zahl nicht wesentlich verändert haben. Rund 177 003 Arbeitsdienst- willige waren Ende Januar bei Maßnahmen des Freiwilligen Arbeitsdienstes beschäftigt. Die De- fchäftigungsmöglichkeiten in der wertschaffenden Arbeitslosenfürsorge wurden durch die Jahreszeit stark eingeschränkt, so daß Ende Januar nur noch etwa 22 003 Rotstandsarbeiter gezählt werden konnten. Berlin still, aber widerstandsfäbig. Berlin, 23. Febr. (WTB. Funkspruch.) An der Börse bleibt die Unternehmungslust nach wie vor außerordentlich gering. Die Grundstimmung kann als anhaltend Widerstands- fähig bezeichnet werden. Nur auf einigen Spezialgebieten bestand etwas Nachfrage, doch gingen auch die hier erzielten Besserungen nur bis zu 1,50' v. S). Lediglich Kali Aschersleben mit plus 2 v. Sy und Akkumulatoren mit plus 3,50 v. f). waren infolge der Enge, der Märkte stärker gesteigert. Anderseits waren Chadeaktien 1,50 Mark und Ilse Bergbau 5,25 o. f). gedrückt. Letztere waren gestern nicht zur Notiz gelangt. Besondere Momente aus der Wirtschaft lagen heute nicht vor. Die Diskonthoffnungen find vorläufig etwas zurückgestellt worden, und die Arbeitslosenziffern brachten keine besondere Ueber= rafchung. Im Verlause wurde die Tendenz zunächst etwas freundlicher. Etwas stärker gefragt waren Elektropapiere, bei denen die gestern bereits erwähnten Hoffnungen auf Reichsaufträge für die AEG. anregten. Siemens vermochten 1 v. H. anzuziehen, und auch sonst ergaben sich Besserungen von etwa 0,50 v. H. Später bröckelten die Kurse jedoch infolge der andauernden Geschäftsstille wieder bis etwa auf Anfangsniveau ab. Vereinzelt ergaben sich auch geringfügige Rückgänge gegen die Eröffnung. Weiter fest tendierten Akkumulatorenfabrik, die erneut 1 v. H. gewinnen konnten. Für Anlagewerte bestand heute etwas mehr Interesse, als während der Vortage. Deutsche Anleihen eröffneten in freundlicher Haltung. Altbesitz gewannen 35 Pf., variable Industrieobligationen waren ebenfalls durchweg höher, Hoesch gewannen sogar mehr als 1 v. H. Auch Reichsbahnvorzugs- aktien setzten ihre Aufwärtsbewegung auf 94,50 o. H. fort. Reichsschuldbuchforderungen waren etwa 0,50 v. H. gebessert. Die übrigen festverzinslichen Werte zeigten keine ganz einheitliche Tendenz. Von Ausländern waren Öesterreichifche Staatsrente von 1915 1,40 o. H. höher, während Oesterreichische Goldrente 0,40 v. H. nachgab. Auch Anatolier stellten sich 0,25 o. H. niedriger. 5prozentige Rumänen gewannen bentgegenüber zum Kassakurs 35 Pf. Der Geldmarkt war unverändert. Ta- aesgeld blieb 4,50 bzw. 4,40 o. H. an der unteren Grenze, Monatsgeld 5 bis 7 o. H. Am Privatdiskontmarkt herrschte eine abwartende Tendenz, und das Geschäft war hier wie in Reichswechseln und In Reichsschatzanweisungen sehr gering. Frankfurt zurückhaltend, aber freundlich Frankfurt a. M., 23. Febr. (WTB. Drahtmel- düng.) Die Ungewißheit über die Weiterentwicklung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse kam an der heutigen Börse erneut instarkerZurück- Haltung sowohl des Publikums als auch der berufsmäßigen Spekulation zum Ausdruck, zumal cs an besonderen Anregungen fehlte. Bei fast vollkommener Geschäftslosigkeit war die Grundstimmung aber freundlich, und gegenüber der Abendbörse zeigten die wenigen ersten Notierungen meist Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 o. H. Am Chemiemarkt traten Scheideanstalt mit plus 1,25 v. H. etwas mehr hervor, IG. gewannen 0,25 und Deutsche Erdöl 0,50 v. H. Von Elektroaktien blieben AEG. noch gefragt (plus 0.40 v. H.), aber auch Licht & Kraft und Schuckert zeigten Besserungen bis zu 0,90 o. H. Dagegen lagen Siemens zunächst 0,75 o. H schwächer, um später wieder den Abend- börfenkurs von 139 v. zu erreichen. Der Montan- markt lag auch heute weitgehend vernachlässigt, lediglich Mannesmann und Stahlverein kamen mit Er Höhungen von 0 50 bis 0,25 o. H. und Buderus mit 47 v. H. zur Notiz. Leicht gebessert waren noch Reichsbank mit plus 1,50 v. H., Holzmann mit plus 0 25.' Deutsche Linoleum mit plus 0,13 v. H und Aku und Daimler lagen unverändert. Von Sch.ff- fahrtswerten gaben Hapag 0,25 v. H. nach. Trotz der Haltung der Reichsbank erhielt sich für Rentenwerte einiges Interesse, da man mit einer Diskontsenkung bis spätestens Ultimo dieses Monats rechnet Altbesitz und späte Reich-schuldbuch- forderungen zogen bei etwas größerem Umsatz je 0 40 v. H an, Neubcsitz gewannen 0 15 v H Gold- und Liquidationspfandbriefe sowie Kommunalobligationen lagen sehr still und meist unverändert. Rheinische Hypothekenbank Mannheim Gold lagen jedoch etwas höher, während Frankfurter Hypothekenbank Gold leicht nachgab. Im übrigen tendierten festverzinsliche Werte sehr still. Im Verlaufe bröckelten die Kurse sowohl für Aktien als auch für deutsche Anleihen und späte Reichsschuldbuchforderungen infolge der weiter u m l i ch greifenden Geschäfts st ille überwiegend von 0,25 bis 0.50 v. H. ab. Tagesgeld stellte sich auf unverändert 3,50 o. H. iVr(infturtcr «auachtvtchmarkl. Frankfurt a. M., 23. Febr. Austrieb: 170 Rinder, 1178 Kälber, 234 Schafe, 844 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saugtälber 35 bis 38 Mark, mittlere Mast und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 25 bis 29; Scha f e . Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 25 bis 28, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 21 bis 24; Schweine: vollste!» schige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 43 bis 45, von etwa 200 bis 240 Pfund 43 bis 45, von etwa 160 bis 200 Pfund 41 bis 44 Mark. — Marktverlauf: Kälber langsam, Schafe mittelmäßig, geräumt; Schweine mittelmäßig, zum Schluß abflauend, ausverkauft. Wettervoraussage. Während über Deutschland noch flache Störungstätigkeit im Gange ist, die in Verbindung mit dem mittleren Tief steht jucht sich der hohe Druck über Finnland weiter südöstlich auszubreiten. Aus ihm fließt sehr kalte Luft cus und wird, da an der Nordseite des Tiefdrucks die Winde mehr ostwestliche Richtung erhalten auch Deutschland überfluten. In Begleitung der Kaltluft treten zunächst noch Schneefälle auf, und der Frost wird sich teilweise weiter verschärfen. Aussichten für Freitag: Fortdauer der Kälte, stellenweise noch Frostoerschärfung, dabei vereinzelte Schneefälle, wechselnd bewölkt mit Aufklaren, aus Nordost drehende Winde. Lufttemperaturen am 22. Februar: mittags 1,3 Grad Celsius, abends —2 Grad; am 23. Februar: morgens — 6,8 Grad. Maximum 4,2 Grad, Minimum — 7,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Februar: abends —0,6 Grad; am 23. Februar: morgens —1,6 Grad Celsius. — Niederschläge 0,1 mm. — Sonnenscheindauer 4 Stunden. Oberheffen. Neue Hengstftatwnen in den Kreisen Alsfeld und Lauterbach. Don der Landwirtschaftskammer für Hessen wird uns mitgeteilt: Im östlichen Teile der Kreise Alsfeld und Lauterbach und zwar im sog. ..Gründchen". und im nördlichen Teil des Schliherlandes bestand seit langem der Wunsch, eine eigene Pferdezucht- ftation zu erhalten. Leider haben bislang die notwendigen Mittel von feiten des Staates nicht zur Verfügung gestanden. Jetzt ist es gelungen, eine neue Hengststation im „Gründchen" und in Queck einzurichten Die Stationen werden mit zwei sehr guten Fuchshengsten bestellt werden, was von den dortigen Landwirten und Pferde- züchtern begrüßt wird, insbesondere insofern, als bisher sehr weite Wege zu den Stationen Alsfeld bzw. Schlitz oder gar bis nach den preußischen Stationen bestanden. Am kommenden Samstag finden sich die Pferdezüchter des nördlichen Schlitzerlandes zu einer Pferdezüchterversammlung in Queck und am Sonntagnachmittag zu einer Züchterversammlung in Grebenau zusammen. In diesen Dersammlun- gen spacht der Referent für die Landespferdezucht Dr. ©endet, von der Landwirtschaftskamme, über das Thema „Wichtige Fragen der Pferdezucht und die Einrichtung neuer Hengststationen". Die Versammlungen sind öffentlich. Landkreis (Rieften. < > Lollar, 22. Febr. Eine vertberfliche Tat wurde vor einigen Tagen zur Rachtzeit begangen, indem in das Wohnzimmer des tn der oberen Hauptstraße wohnenden Karl Brück ein scharfer Schuß abgefeuert wurde. Das Geschoß durchschlug das Fensterglas und blieb in einer gegenüberliegenden Zimmerwand in 5 Zentimeter Tiefe stecken. Die Schußrichtung zeigt, daß der Schuß von der Straße abgegeben wurde. Brück ist Führer der Hassia- (Kyffhäu- ser-, Jugend, die auf überparteilicher Grundlage, unbeeinflußt von politischen Tagesereignissen, tätig ist. Brück selbst betätigt sich nicht in parteipolitischem Sinne. Die polizeilichen Ermittelungen sind im Gange. » H a u s e n, 22. Febr. Die hiesige Ortsgruppe des Obst- und Gartenbauvereins b e 8e Kreises Gießen änderte den Ramen in Ob ft- und Gartenbauverein um. Dieser Tage fand die Gründungsversammlung statt. 26 Mitglieder traten dem gemeinnützigen Verein bei. Zur Führung der Geschäfte wurden der erste Vorsitzende und dessen Stellvertreter, ein Rechner und zwei Beisitzer gewählt. Der Verein betrachtet es als seine Aufgabe, dahin zu wirken, daß hier dem Obstbau und der Baumpflege größere Beachtung geschenkt werden, als dies bisher der Fall war. — Im Obstbauvercin sprach Kreis- Obst- und Gartenbauinspektor E n k 1 e r über „Sortenwahl und Baumpflege". An den lehrreichen, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. 3m weiteren Verlause der Versammlung wurde beschlossen, zur Bekämpfung der Daumschädlinge eine Obstbaumspritze zu kaufen. O Holzheim, 21. Febr. Für das Rotwerk der deutschen Jugend wurden von hiesigen Einwohnern gegeben: 28 Zentner Kartoffel, 16 Pfund Wurst, 18 Pfund Speck, 25 Pfund Bohnen, 44 Pfund Mehl, 7 Laib Brot und Geld. Kreis Büdingen. nd Ridda 22 Febr. Am Sonntag fand unter Dorsih von Dekan S c r i b a in der Kirche eine gemeinschaftliche Sitzung des ev. Kirchenvor- standes mit den Kirchengemeindevertretern des Kirchspiels statt. Hauptpunkt der Verhandlung war die Beratung des Kirchen- Doranfcßlagdfür 193 3. x n lge der seither geübten sparsamen Haushaltung tonnte als Rech- nungsrest nach der letzten Rechnung der ansehnliche Betrag von rund 3000 Mk. in Einnahme gestellt werden und der Ausschlag für die örtliche Kirchensteuer auf dem vorjährigen Sah mit 6 Prozent eingestellt bleiben. Rach dem seitherigen Ergebnis erwartet man unter Vieser Rubrik eine Einnahme von 5083 Mk-, wovon allerdings wieder mutmaßlich als uneinbringlich ' infolge Der Arbeitslosigkeit 800 Mk. unter Ausgabe erscheinen. Da neben den ständigen Posten auch die unständigen in Einnahme und Ausgabe recht vorsorglich vorgesehen sind, schließt der Doranschlag mit LI80 Mk. ab. Er wurde einstimmig genehmigt. Die Rubriken des zweiten Teiles zeigten keine wesentlichen Veränderungen gegen das Dorjahr. Hier betrug der Abschluß 2384 Ml. Der Bericht über die kirchlich-sittlichen Zustände im Kirchspiel wurde verlesen und besprochen. Kreis Schotten. * Laubach, 22. Febr. Rach längerer Pause hielt der hiesige Zweigverein des D H T- wieder einen Familienabend ab. Eine jugendliche Hauskapelle leitete den Abend mit flotter Musik ein. Oberjustizselretär Elbe hielt eine Ansprache, in der er über die Gründung des Laubacher DHE., seine Ziele und über die besonderen Aufgaben des Zweigvereins in Laubach sprach. Im Anschluß daran gab er die Ramen derjenigen Mitglieder bekannt, die für eifrige Wanderbeteiligung mit der ersten, zweiten und dritten Auszeichnung bedacht werden konnten. An erster Stelle konnte ein 69;ähriges Dereinsmitglied geehrt werden. Ein anderes Mitglied wurde im Derlaufe des Abends zum Ehrenmitglied ernannt. Rach dem Gesang des Dogelsbergliedes gelangten zwei lustige Theaterstücke zur Ausführung. Die Hauskapelle unterhielt mit vorzüglichen Darbietungen. — Am Sonntag machten 32 Mitglieder eine vierstündige Wanderung durch die Hubberge nach Ruppertsburg. Kreis -lls cld ll. Mücke, 22. Febr. Dieser Tage sprach hier in einem Haufe ein junger Mann vor und bat um ein Nachtlager. Da ihm dieses nicht gewährt werden konnte, erbat er sich etwas zu essen. Während man ihm etwas holte, verschwand er. Bei näherem Zusehen mußte man die Feststellung machen, daß der Mann ein im Hause stehendes Fahrrad mit Laterne mitgenommen hatte. ll. We11saasen, 22. Febr. Unsere Gemeinde ließ den Gemeindebullen schlachten und das Fleisch an die Gemeindeglieder zu 40 Pf pro Pfund auswiegen. Dadurch wurde eine größere Verkaufssumme erzielt, als beim Verkauf im-ganzen. ss. Grebenau, 22. Febr. Die hiesige Ortsgruppe der RSDAP. veranstaltete dieser Tage einen Deutschen Abend. Rach einleitenden Märschen begrüßte der Ortsgruppenleiter Konrad Habermehl die sehr zahlreichen Teilnehmer. Sodann wurden zwei Theaterstücke aufgeführt. die lebhaften Beifall fanden. Don Mitgliedern der RS.-Mädchengruppe Schwarz wurden etliche Reigen aufgeführt, anschließend wurden verseh ebene vaterländisch« Gedichtvorträge, sowie einige Märsche und Konzertstücke zu Gehör gebracht. Landtagsabqeordnetcr Klr st e r - mann hielt eine Ansprache, die im aemei >samen Gesang des Horst-Wessel-Liedes ausklang. — Bei der in den Staatsförstereien Grebenau und Reimenrod abgehaltenen P o l i z e i j a g d aus Schwarzwild kamen vier Wildschweine zur Strecke. Änefkasten Oer Heöaffion (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der ecbriftleitung ) $. Scß., (5. Nach der städtischen Gebührenordnung zur Friedhofs- und Begräbnisordnung entstehen bei einer Einäscherung folgende Kosten: 1. Für das Verbringen einer Leiche nach der Leichenhalle 15 RM. (Einspännerwagen); kommt das Herrichten der Leiche hinzu, so erhöht sich der Betrag aus 25 RM 2. Die Feuerbestattung einer Leiche kostet 50 RM. (eines Kindes 40 RM.). 3. Eine Aschenkapsel kostet 1,50 RM., und die Benutzung des Leihsarges 12 RM. 4. Das Grabgeläut kostet 3 RM Die Genehmigung zum Gingraben einer Aschenurne in ein belegtes Grab kostet 10 RM., und das Eingraben einer Aschenurne 5 RM, Ein Erburnenplatz im Urnenheim oder an sonstigen Plätzen kostet 60 RM. OBERS Rauchers erste kindrücke 9c\\ötv. dieses volle ehrliche Format! Die OBERST-Zigarette hat das gesetzlich zu• lässige Höchstgewicht 0ie schmeckt Ja? viel besser! für die auf 3¥3 Pfennig herabgesetzte OBERST wird derselbe echt mace* donisehe Tabak verwen• det wie früher für die5Pf. OBERST. t^lha - mit und ohne Mundstück! Also, ganz wie Sie wollen. Hauptsache bleibt ja der Tabak. 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Das Gesicht trug er dem Monde zuye- kehrt, als fei ihm der Blick des Vaters zu hellsichtig: „Angenommen, ich heirate sie-, wer übernimmt dann die Mission, ihr zu sagen, daß sie das ganze Jahr hierbleiben muß, weil ich sie nun einmal in Konstanz nicht brauchen kann?" „Ich", kam es fest von Merlins Platz herüber. Der Junge war zugänglicher, als er erwartet hatte. „Das eine müßtest du mir natürlich auf Ehrenwort versprechen, daß du ihr, wo du auch bist, die Treue hältst." Jörg lachte auf: „Und sie?"-- Der Alte hieb so kräftig auf den runden Tisch, daß die Bücher, welche darauf lagen, zu tanzen begannen. Zum zweitenmal lenkte der Junge an diesem Abend ein: „Schließlich wäre es gar nicht einmal so verwunderlich, wenn sie sich um einen Ersatz umsieht. Aber du bist ja das! Du wachst ja über die Merlinsche Ehre!" Ernüchtert ließ der Alte die Arme sinken. „Laß Bub, laß! Da hätt' ich also beinahe eine kolossale Dummheit gemacht. Ich hab' gesayt: das Mädl ist mir ans Herz gewachsen. Wenn sie meine Tochter wär und es käm' einer und sagte so, wie du eben gesagt hast — — mit beiden Fäusten würf ich den zur Tür hinaus. Weiß Gott, das tät ich. Dir aber geb' ich nur den Rat: Nimm, welche du willst! Nur laß mir das Mädl in Ruh!" Jörg ließ sich vom Sims herab und kam langsam auf ihn zu. „Wir wollen schlafen gehen, Vater. Ich versprech dir, daß ich sie mir noch einmal ansehen will. Ja?"--Er küßte den alten Herrn, strich ihm das weiße Haar von den Schläfen nach den Ohren zurück und nickte ihm ermunternd zu. „Du darfst ihr nicht weh tun", klang es bittend. Jörg lächelte überlegen: „Ich werde ganz behutsam sein. Ihr Mund sieht aus, als hätte er noch nie geküßt." 1 ,Zung!---Ich bitt' dich. Jung!" „Ja, Vater?"---Noch immer stand das feine Lächeln auf dem schönen Gesichte. Dann klappte die Türe ein. Mit ratlosen Augen sah der alte Baron nach der weißen Füllung, aus welcher der Schein des Mondes schwamm. Da meinte man es nun weiß Gott wie gut und machte alles grundoerkehrt! Grundoerkehrt! Mit einem Kopfschütteln streifte er die Schuhe von den Füßen. Merlins Besuch auf Jettenbach, den er schon am übernächsten Tage erledigte, verlief resultatlos. Die Herrschaften hatten eine größere Tour gemacht und wurden erst gegen abend zurückerwartet. Der Blick Frau Marias, der mehr als einmal feindselig auf ihm geruht hatte, gab ihm nun nachträglich zu denken. Wußte sie bereits um seines Vaters Wünsche? --Dann war es erklärlich, daß sie ihre Tochter vor ihm hütete. Nun reizte es ihn erst. Er würde die Kleine stellen, wo sich Gelegenheit bot. Oehme, der sich ihm angeschlossen hatte, erhielt mit ein paar kurzen Worten Kenntnis davon. — „Liebst du sie?" frug er forschend. Es kam keine Antwort. Jörgs Pferd trabte gemächlich unter dem Schatten der Bäume dahin. Er tat ihm nicht den geringsten Zwang an, eine schnellere Gangart einzuschlagen. „Es genügt vollkommen, wenn sie mich liebt", sagte er nach einer Weile und schlug mit der Spitze der Peitsche nach den Zweigen, die in sein Gesicht streiften. Ihnen entgegen kam jetzt eine Kutsche, die nach Jettenbach zu gehören schien. Eine junge Dame saß in den etwas verschoßenen Polstern und sah neugierig nach den beiden Reitern, die ihrerseits es ebenfalls nicht an Neugier fehlen ließen. Dann war man aneinander vorüber. „Hast du sie gekannt?" forschte Oehme. „Ich weih nicht recht!" Merlin wandte das Gesicht und zuckte die Achseln. „Die Jettenbachsche Familie ist so groß, daß einem die Physiognomien durcheinander kommen. Mal stirbt was weg, mal heiratet sich was zu. Ich bin drei Jahre nicht daheim gewesen. Da kann es sein, daß sich dies oder jenes geändert hat." Damit war das Thema erledigt. Oben in den Gasträumen des Jettenbachschen Schlosses aber spähte Stephanie nach der Allee herunter und riß plötzlich den einen Fensterflügel aus: „Liesl! — — O Liesl!" Dann eilte sie den gepflasterten Gang hinunter und kam gerade noch zurecht, die beiden letzten Stufen der Fremden entgegenzuspringen: „Weil du nur da bist!" ' „Du Tschapperl!" Elisabeth Brentano streichelte das glühende Gesicht der Kusine. „Was ist denn los?" „Die Mama will chn mir nicht lassen!" „Wen denn?--" Die Angekommene schüttelte den Kopf und nahm die fahrigen Hände in die ihren. „Ich hab gestern nacht dein Telegramm gekriegt und gar nicht gewußt, was los ist, weil du nur depeschiert hast, „komm". Hals über Koos hab ich gepackt und bin losgefahren. Ist er auf Jettenbach, der Vielgeliebte?" „Auf Ichenhausen!" Stephanies Hände wurden plötzlich frei: „Der junge Merlin?" „3ö!" „Kinderl", sagte Elisabeth erschrocken. „Ich bin ihm begegnet. An dem geht eine Frau zugrund. Wenigstens eine solche Frau, wie du bist. Der braucht eine andere, Steffie. So eine, wie die Mama, die sich ihm Brust gegen Brust stellt, wenn es hart auf hart geht. Du weinst dir nur die Augen blind und das Ende ist: du zerbrichst daran." „Dann zerbrech ich eben!" „Unsinn!--" Sie nahm ihren Filzhut ab und ließ sich auf den Diwan fallen. „Hündemüd bin ich jetzt von der Karrerei. —" Und in Steffies verweintes Gesicht sehend, frug sie gütig: „Also rettungslos!" Stephanie barg nur ihr Gesicht an der Schulter der Kusine. „Und er?" Ratlos schüttelte Steffie den Kopf. ,/Es kann ja sein, daß er mich gar nicht will!" „Das beste wärs." Elisabeth strich tröstend über das blasse Gesicht. „Wenn du es aber durchaus haben willst, bann übernehme ich es halt, die Mama umzustimmen!" „Ja, wenn du das tun wolltest!" „Und wenn ein Unglück daraus wird?" Die Augen der Aelteren waren voll ehrlicher Besorgnis. „Dann trifft es nur mich allein! Oder glaubst du---?" Stephaniens Augen juchten wie die eines flehenden Tieres zu der Kusine empor. „Daß er mich eines Tages allein läßt, Liesl?" „Möglich ist es schon." Und das Zusammenzucken des jungen Körpers spürend, tröstete sie: „Glaub mir, wenn es wirklich so kommt, bann segnest bu bie Stunbe, bie dich wieder frei macht von ihm." Steffie schüttelte den Kopf. „Nur ein einziges Mal möchte ich noch so von ihm im Arm getragen werden, wie damals, als er mich des Nachts nach Hause holte!" „O du dummes Hascherl!" Elisabeth streichelle jetzt die erregten Finger, die mit ihrer Unrast die Aufregung verrieten, die in Stephaniens Innerem tobte. „Er sieht mir nicht aus als ob er eine Frau auf den Händen tragen würde. Eher mußt bu vor ihm knien!" „Dann will ich vor ihm knien!" Eine heiße Röte machte Steffies Gesicht brennen, sie deckte beschämt beide Hände darüber. Elisabeth entgegnete nichts mehr, nur ein wehes Zucken lief um ihren Mund. * Am Samstagnachmittag hatte Stephanie den Onkel mit ihrem Mercedes zur Bahn gebracht, da er dringend in München zu tun hatte. Auf dem Heimweg sah sie hundert Meter vor sich Jörg Merlin die Chaussee entlangroanbern. Er war allein, zog mit seinem Stock Ringel und Kreise in den Staub und schien es Überhaupt nicht sonderlich eilig zu haben. Sie mäßigte das Tempo, überholte ihn und wartete, wo der Weg nach Jettenbach einbog, bis er nachgekommen war. „Soll ich Sie nach Hause bringen, Baron?--" Sie mußte sich zu sammennehmen, ihrer Sprache einen unverfänglichen, gleichgültigen Ton zu geben. „Das Gehen auf der staubigen Landstraße macht so müde." In seinem Gesicht erschien ein seines Lächeln von Spott. „Woher wissen Sie denn, daß Gehen müde macht? — Sie fahren ja, meine Gnädigste." Eine Glutwelle jagte nach ihrem Halse und setzte sich in den Wangen fest. Ungewollt schossen ihr die Tränen in die Augen, nichts traf so bitter wie Spott. Die Hände um das Rad geklammert, neigte sie das Gesicht etwas weiter herab, um seinem Blick zu entgehen und setzte, den Fuß wieder auf den Hebel drückend, den Motor in Gang. Im selben Augenblick stand er neben ihr auf dem Trittbrett. „Sie wollten mich doch nach Hause bringen, Fräulein Steffie?" „Jetzt nicht mehr!--" „Nicht?" „Nein!" „Schade." Der Wagen schoß bereits dahin, Merlin setzte zum Sprunge an, glitt und schlug schwer gegen eine der Birken, die den Waldweg säumten. Im Nu stoppte der Wagen, daß die Räder sich in Moos und Farnkraut bohrten, so heftig war die Drehung gewesen, die der Mercedes beschrieb. Im Laufschritt eilte sie die 20 Meter nach der Stelle zurück, wo er lag. Sein Gesicht war etwas verzogen. Aber er biß die Zähne aufeinander und zeigte ein Lächeln. „Nun müssen Sie mich doch nach Hause bringen, Fräulein Steffie. Irgend etwas hat da geknaxt. Ich vermute, es ist der rechte Fuß. Vielleicht bemühen Sie sich zum Wagen zurück. Ich werde schon nachhumpeln. Sie stand blaß bis in die Lippen und sah ratlos auf ihn nieder. „Darf ich schauen, wo es fehlt?" „Ich habe es schon gesagt! Es ist der rechte Fuß", wehrte er ungeduldig. „Aber bis zum Wagen gehts noch.--Vielleicht noch ein bißchen Rast, bis das erste Schmerzgefühl vorüber ist. Wollen Sie sich nicht zu mir fetzen? Es ist soviel Platz im Moos." Trotz der Stiche, die ihn bis zum Schenkel hinauf durchrasten, konnte er es nicht lassen, eine leise Ironie in seine Stimme zu legen. Aber Stephanie hörte es gar nicht. Sie sah nur, daß er litt und wie er unwillkürlich nach der Stirne tastete, auf der Schweißtropfen glitzerten. Es fiel ihr ein, was sie gestern zu Elisabeth gesagt hatte, denn nun kniete sie vor ihm, nahm ihm den Halbschuh ab und streifte mit behutsamen Fingern die Seidensocken herab. Ihre Hand umspannte seinen Knöchel, der unförmig aufzuschwellen begann. Das Moos war mit Feuchtigkeit getränkt. Büschel um Büschel riß sie heraus^ und band es mit ihrem Spitzentaschentuch als kühlende Kompresse fest. (Fortsetzung folgt.) Wichtwarten! o Die Beerdigung findet Freitag, den 24. Februar, nachmittags 4 Uhr statt. ■3>6 d! Postkarten Geschäfts-Drucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Gutamuof. mittlere Fig. bitt, au verkauf Wo, sagt o. Gieß.A. Nah. bei Mühlstein . _ _u „ , „ Postkarten SeUersw.77,L ou?? I bei Brühl. SchuistraBe i e««chäfukarten Frackanzug au. Seide ! ÄÄ billig au verkaufen im 64. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Lina Schomber, geb. Schmidt nebst Angehörigen. Burkhardsfelden, Oppenrod, Wieseck und Launsbach, 21 Febr. 1933. Die Beerdigung findet Freitag, den 24. Februar, nachm. 2 Uhr statt ------ --------------0116- Heute abend 11.45 Uhr entschlief sanft mein lieber Mann, unser guter Vater. Schwiegervater. Großvater, Bruder, Onkel, Schwager und Schwiegersohn Herr Georg Schomber, Werkmeister i. R. 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Februar, vormittags 10V2 Uhr statt Vorgestern abend um 5% Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unser lieber, guter Vater, Bruder. Großvater, Urgroßvater und Schwiegervater fl.rr Clirisioph Fuchs, Forsiwarl i.R. im Alter von 81 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Lollar, Groben-Linden, den 23. Februar 1933. Die Beerdigung findet Fieitag, den 24, Februar, nachmittags um 3 Uhr statt. 1336 D Heute vormittag 11 Uhr verschied an den Folgen eines Schlagan । alls unser lieber Vater. Schwiegervater. Grobvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Ludwig Schmitt im 72. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Schmitt 5. Familie Kari Schmitt 2. Wwe. Familie Friedrich Schmitt Familie Heinrich Holz Familie Georg Schmandt 8. Watzenborn-Steinberg, den 22. Februar 1933. Die Beerdigung findet Freitag, den 24. Februar, nachmittags 3 Uhr, statt uno Herr Friedrich Rein III. Heute nacht 12% Uhr verschied nach kurzem Krankenlager unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Am Dienstagabend entschlief sankt nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Sohn. Bruder und Schwager im 36 Lebensjahre. Mainzlar, den 23. Februar 1933. In tiefer Trauer: Friedrich Rein II. Lina Bingel, geb Rein Karl Ludwig Bingel nebst allen Angehörigen. Dazu: Das große Be p ogramm 13 1 C Astoria-Lichtspiele I Heut© bis Sonntag Richard Barthelmese, Mary Astor in dem großen Abenteurertum Der Flüchtling Die spann, sensationelle Handlung spielt in Mexiko Pflanzenfett garantiert rein Tafel 24 1314 a | 8 & F-Weinbrand . . y, fl 2.80, >/, fi. 1.50 | 10 11 20 40 40 80 95 95 90 Pfund Pfund Pfund Pfund Pfund Pi und Pfund Pfund Pfund DAS IST BILLIG! Weiße Bohnen .... Suppenreis grobkörnig Linsen gut kochend Suppeneinlagen Eierschleifchen Bierwurst in Blasen ... Preßkopf Mettwurst in Ringen Streichleberwurst fein Heringsalat fern............. 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Unb doch beweist ?,e.abe die finnische Entwicklung nicht nur der ehten 15 Jahre, sondern der vier letzten Jahrhunderte, welch ein ungeheurer Llnterichied in voliti.cher, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht zwischen einer in Stadtmauern eingezwängten Devö.ke^ung und einem freien Volke aus eigenem G.und und Doden im weiten naturverbundenen Raum besteht. Gewiß sind wir keine Großmacht. §ewih können wir nicht mit den Errungenschaften er westeuropäisch e.r Zivilisation aufwarten, wenn auch H e l s i n g f o r s heute eine hochmoderne und schöne Stadt ist. Die politische Stellung Finnlands ist dennoch unbestritten, und was Finnland kulturell der Welt gegeben hat und heute noch gibt, das sollte man gerade in Deutschland, in dem heute d e Verbindungen zur nordischen Vergangenheit des deutschen Volkes enger geknüpft werden, niemals vergessen. Das Kale- walalied kann sich getrost mit der Edda vergleichen, und das Bildungsniveau, nicht nur das äußerliche Wissen, ist vielleicht in der ganzen Welt bis auf die übrigen Äordstaaten nicht so groß wie in Finnland. Der Deutsche kennt unsere Heimat nicht oder er lernt sie zum geringen Teil auf einer kurzfristigen Sommerreise in das „Land der Seen und Wälder" kennen. Finnland aber verdient gerade von deutscher Seite aus eine viel stärkere Beachtung, denn einmal ist Finnland noch immer eines der deutschfreundlichsten Länder der Welt und ist Deutschland und seine Industrie noch immer der Hauptlieferant Finnlands, zum anderen aber wird angesichts der ostpolitischen und baltischen Entscheidungen Finnlands Stellung für Deutschland immer wichtiger. Es scheint ja leider nun einmal so zu sein, daß das politische Interesse der Deutscyen an Der Memellinie aufhort. Polen dagegen hat in den letzten Monaten seinen Einfluß in Litauen, Lettland und Estland immer mehr verstärkt. Es kann aber Deutschland nicht gleichgültig fein, wenn die gesamte Staatenbrücke zwischen ihm und Rußland in das Berich der polnischen Vorherrschaft gerat. Dabei sind es gerade in diesen Tagen 15 Jahre her, daß deutsches und finnisches Blut im Kampf um die finnische Freiheit ineinander flössen und einen Bund besiegelten, De; auch durch die zahlreichen Fehler und Mißg.iffe der lehren Jahre nicht gelockert we.den konnte. Seit dem Jahre 1903 kämpfte Finnland um seine Freiheit gegen die zaristische Willkür. Im Weltkrieg haben finnische Truppen zwangsweise gegen Deut chland kämpfen müssen, aber bereits damals entzog sich ein großer Teil Dec finnischen Jungmannschaft dem Einberufungsbefehl der Rufen und formierte im Lockstedter Lager bei Hamburg das deutsch-finnische Jägerbataillon Rr. 27. Am 6. Dezember 1917 war die Stunde gekommen, wo die uralte Sehnsucht unseres Volles nach Freiheit, und Selb- ständigleit einen kühnen Entschluß notwendig machte. Unser j etziger Staatspräsident Pehr Ewind Svinhufvud, in jeder Weise mit der ehrwürdigen Gestalt Hindenburgs zu vergleichen, verkündete als damaliger Präsident des Senates im finnischen Landtag d i e Selbständigkeit Finnlands und seine Loslösung von Rußland. Damit war unsere Freiheit erklärt, aber es ist vielleicht gut für ein Volk, trenn es feine Freiheit nicht geschenkt bekommt, sondern sie erkä.npse.r muß. In wenigen Tagen ließ sich die Anerkennung De, jungen finnischen Staates durch Deutschland, Schweden und selbst durch die Räteregierung in Pete.sburg erlangen. Das hinderte Rußland jedoch nicht, mit großer älebermacht in Finnland einzufallen und die rote Fahne des Bolschewismus über Finnland zu entfalten. Finnlands Bevölkerung kämpfte zwar unter heroischen Anstrengungen, gegen Die zahlenmäßige und materielle äleberlegenheit Der Russen aber kam die junge finnische Armee nicht auf. So floh Svinhufvud auf einen finnischen Eisbrecher mit russischer Besatzung, d.e auf hoher See überwältigt wurde, zuerst nach Reval und nach Deutschland. Im Frühling 1918 war es dann so we.t, daß die deutschen Truppen unter General Graf von der Goltz und die finnischen Truppen unter ©e.-rral Manner- heim nach schweren Kämpfen die bolschewistische Armee vernichten und gemein,am am 18. Mai ihren, vom Jubel des befreiten Volkes um« brausten Einzug in Helsingfors halten konnten. Der deutsche Versuch, den Prinzen Friedrich Karl von Hessen zum König von Finnland zu machen, muhte an dem deutschen Zusammenbruch im Herbst 1918 scheitern. Svinhufvud trat, zurück, General Mannerheim wurde Reichsverwefer. Run begann die planvolle Aufbauarbeit, um Finnland eine Verfassung zu geben und Heer und Staatshaushalt in Ordnung zu bringen. Es hat an inneren Krisen in unserem jungen Staate selbstverständlich nicht gefehlt. So hat bis heule das Kabinett im ganzen fünfzehnmal gewechselt. Die letzte große Staatskrise brach vor etwa zwei Jahren über Finnland herein, als die sogenannte Lappo-Dewegung die große faschistische Welle, die durch Europa geht, auch auf Finnland zu übertragen versuchte. Damals kehrte Svinhufvud, „Finnlands Hindenburg". vom Vertrauen des ganzen Landes einschließlich der Lappo-Dauern gerufen, in Die Regierung zurück. Ein Jahr Darauf tourDe er Lum zweiten Male Staatspräsident. Er bec^Dete Die ullzu westeuropäisch orientierten V rsuche gewisser Politiker, Die in Paris und Lo.roon erzogen finD, FinnlanD eng Den Siegerstaaten von Versailles anzuschließen. Auch Der Beitritt Finnlands zu einem polnisch-f ranzös.sch orientierten baltischen Randstaatenblock wird künftighin nicht mehr mög.ich sein. Mit Den s k a n D i n a d i - schen Staaten Dagegen verbinDet uns eine enge FreunDschaft, von Der wir nur hoffen, Daß sie einstmals auch Deutschland umfassen werDe. R u h l a n D. das jahrelang sich mit unserer Freiheit nicht abfinden konnte, scheint jetzt die Hoffnung aufgegeben zu haben, daß jemals Finnland in die Sowjet-Republik zurück- kehrt. Dazu hat nicht zum mindesten die außerordentlich schlagfertige finnische Miliz, das sogenannte „Schuh-Korps" beigetragen. Einschließlich Den „Lottos", Den weiblichen Hilfs- ve. bänden, bUDet Das Schuh-Korps einen getreuen Wall vor unserer jungen Freiheit, Die in Den schwerreichen Wintermonaten vor 15 Jahren mit Strömen Des besten Blutes erkauft tourDe. Kreisbauernschast Wetzlar fordert Westhilse. 0 Wetzlar, 22. Febr. Die Vertreter Der Landwirte des Kreises Wetzlar hatten sich hier zu einer Bauernkundgebung mit gleichzeitiger G e ■ neralversaminlung der Bauernschaft eingefunden. Der 1.Vorsitzende Georg Allmen- r ö d e r begrüßte Die Teilnehmer. Landwirt Wilh. Langsdorf - Groß-Rechtenbach hielt eine Ansprache, in der er kurz die Lage der Landwirtschaft schilderte, auf Die gegenwärtigen politischen Verhältnisse hinwies und ausforderte, der Jugend Raum zu geben und sie an der Gestaltung der Zukunft mitwirken zu lassen. Abschließend forderte er ftaat» liche Hilfe auch für den Bauer des Westens. Sodann faßte die Versammlung einstimmig und unter großem Beifall folgende Entschließung: „Die in Wetzlar versammelten Vertreter von 4000 in der Kreisbauernschaft Wetzlar zusammengeschlossenen Bauern, begrüßen die neue nationale Regierung und stellen sich vertrauensvoll hinter sie; sie begrüßen ferner die bis jetzt eingeleiteten ersten Hilfsmaßnahmen für den deutschen Bauern, die als die ersten Schritte gewertet werden müssen, die Landwirtschaft vor dem völligen Ruin zu retten. Sie vertrauen der Was Japan plant: Austritt aus dem Völkerbund — Eintritt in den Krieg. ■f Regierung, daß das Ziel der WiederherftellunA der Rentabilität in der Landwirtschaft und der Schaffung eines Existenzminimums für den deutschen Bauern energisch verfolgt wird und daß Maßnahmen getroffen werden, das Bauerntum hier im Westen ebenso zu entschulden, wie im Osten, und daß die Brechung der Zinsknechtschaft in unserem Volke als die Vorbedingung für .Arbeit und Brot!' bald eingeleitet wird." Geschäftsführer Schmidt erstattete sodann den Jahresbericht, Hauptgcschäftsführer Dornberger Die Rechnungsablage. Die Versammlung beschloß, Den Vorstand von sechs auf sieben Mitglieder zu erweitern. Der ausscheidende Vorsitzende und das Vorstandsmitglied Karl B r o l l (Biskirch.m) wurden wiedergewählt. Hinzugewählt wurde Vorsteher De sch (Oberwetz). Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden Der Gesamtausschuß, die Bezirksvertreter und Der Festausschuß zum Nassauischen Bauerntag gewählt. Oer Darmstädter Dolksbank-Prozeh. WSR. D a r m st a D t, 22. Febr. In Der heutigen Verhandlung DrsDarmstäDterVolks- bankprozesses tourDe zunächst Der Direktor Der Rentenanstalt, Dr. L i ch , vernommen, Der sich über Die Mitteilungen äußerte, Die ihm Der Angeklagte Habicht über Die Spekulationsgeschäfte Der VorstanDsmitglieDer machte. Justizrat L i n D , Der nächste Zeuge, gehörte früher Dem Aufsichtsrat an unD hat Dort stets Die Auffassung vertreten, Daß Eintragungsbewilligungen, einerlei ob Hypotheken ober Grundschulden, stets auch wirksam eingetragen unD Wcchsekobligen und Aval« bei Der Berechnung Der Höchstgrenze einbezogen werben mühten. Die Gründe für bie Entlassung ber beiben früheren Vorstanbsmit- glieber Schn, unb I., bie ohne Aufsehen erfolgen sollte, sind nach seiner Erinnerung neben ihren Spekulationsgeschäften auch ihre persönlichen Leistungen gewesen. Rach seinem Ausschei» ben aus dem Aufsichtsrat war Justizrat L i n b auf Wunsch bes Direktors Weiler juristischer Berater ber Dolksbank. Er hat nur mit Direktor Weiler, nicht aber mit Direktor Becker ober bem Aufsichtsrat verhandelt. Rach Der Vernehmung einiger weiterer Zeugen kam es bei Den BekunDungen Des Zeugen P o'.ssor SchneiDer zu ebhas e:Aus.i a-.Der- setzungen mit Dem Angeklagten Becker, Dem ber Zeuge wegen ber Art seiner Informationen über Den StanD Der Bank bei Dem Ersuchen um VerpfänDung Des SchneiDerschen Efsektendepots Betrugsabsicht vorwarf. Gegen Diese Behauptung wanDte sich ber Angeklagte Decker in sehr erregten Worten, benen sich auch der Verte.biger Rechtsanwalt Oppenheimer anschloß. Diesem wurde vom Vorsitzenden bas Wort entzogen und er von ber Verhandlung aus- geschlosfen. Es folgte bie Verlesung eines weiteren Kontos, bann aber erklärte ber Angeklagte Decker, ber Derhanblung nicht mehr folgen zu können, worauf bie Terhanblung auf Donnerstag vertagt wurde. Tagung der Landesgruppe Rhein Main ehemaliger Auslandslehrer. Dieser Tage sand, wie man uns berichtet, in Frankfurt bie brüte Hauptv: rsammlung ber Lan- besgruppe Rhein-Main ehemaliger Auslands- lehrer bei reger Beteiligung statt. Der erste Vorsitzende, Studienbirektor Scholl, (Gernsheim, früher Buenos-Aires^ berichtete zunächst über bie Tätigkeit des Verbandes in den feit ber Gründung verflossenen zwei Jahren. Der Wille zu weiterer Arbeit im Dienst bes Volksganzen würbe allerseits zum Ausbruck gebracht und Der seitherige Vorstand wiebergewählt. Stubienrat Dr. König (Gießen) sprach über bie Bebeutung ber Volksdeutschen im Ausland für die deutsche Gesamtkultur. Von seinen überaus Inhalts- und aufschlußreichen Darlegungen kann hier nur weniges toiebergegeben werden: DaS Auslandsbeutschlum ist ein wesentli/;er Bestandteil der deutschen Volkheit. Die Reichsbeutschen sind durchaus nicht nur Der alleingebenbe Teil, fonbern cs finbet ein stetiger Austausch von Kräften statt. Zwar leben bie Auslandsbeutschen im allgemeinen primitiver, aber gerade deshalb sind die ursprünglichen gemeinschaftsbildenden Kräfte des Volkstums bei ihnen in höherem Maße erhalten. Bei uns hat der Zivilisationsprozeß zu einer zunehmenden Mechanisierung und Entseelung des Lebens geführt. Vorbildlich können die Ausländsdeutschen uns auch fein in ihrem Stolz auf ihr Volkstum und ihrem gesteigerten Derantwort- lichkeitsgefühl ihm gegenüber. Zugleich sind sie Die gegebenen Vermittler zwischen Dem Deutschen Gcsamtvolk unD Dem Mehrheitsvolk, in Dessen Mitte sie wohnen. Zuletzt sprach Der ReDner noch über Die seelische Lage Des GrenzlanDdeutschtums im Osten, SüDen unD Westen Des Reichs. AnschließenD sprach Stubienrat Dr. H e l D t (Mainz! über Das Thema: Was lehrt uns Die Geschichte des ungarländischen Deutschtums? Der Vortrag fesselte durch die Verbindung von Wissenschaftlichkeit unb Anschaulichkeit. Giryener Gtavrtheaier. Karl Neurath: „DcrB ndschuh". Der zweite Abend im Zyklus hessischer Dramatiker brachte eine südwestdeutsche Erstausführung unb ließ — nach dem Darmstädter Niebergall — einen Hcilgenössischen Dichter aus dem hessischen Raum zu Warte lammen: der Mainzer Karl Neurath ist bei -uns kein Unbekannter mehr und insbesondere dem Stadttheater durch seine frühere journalistische Wirksamkeit seit langem eng verbunden. Seine Tätigkeit als Zeitungsmann (vormals in Gießen, später in Bremen, jetzt in Kassel) hat ihm zu vielfältiger literarischer Arbeit Muße gelassen; aus der stattlichen Reihe seiner Bücher dürften vor allem die Romane „Das Domgut" und „Der Preußen- kaplan" vielen in guter Erinnerung sein. Ein Lustspiel „Die goldene Gazelle" wurde vor einigen Jahren in Neuraths Vaterstadt aufgeführt. * „Der Bundschuh", in seiner ursprünglichen Fassung 1920 erschienen, uraufgeführt in Bremen, ist ein Bauerntriegsdrama, spielend im Jahre 1525 im Fränkischen um Giebelstatt, Kloster Schönthal, Weinsberg und Gundelfingen. Die erste soziale Revolution im Jahrhundert der deutschen Renaissance hat seit dem „Götz von Berlichingen" immer wieder zu literarischer Gestaltung gereizt; aus unserer Zeit wären neben Hauptmanns „Florian Geyer" der „Arme Konrad" von Wolf und Hermann Grae- deners Bauernkrietz-Fries „Utz Urbach" zu nennen. Neuraths Schauspiel steht seiner ganzen Anlage nach dem „Florian Geyer" am nächsten — nicht nur deshalb, weil auch Neurath — im Gegensatz ßum „Götz" — den schwarzen Ritter von Giebelstatt ins Zentrum der ganzen Bewegung rückt; sondern vor allem weil er dem Ablaus des Geschehens in feinen fünf Akten — von anderen Ausgangspunkten her — die gleiche Sinndeutung gibt * Se4n Florian Geyer ist ein tragischer Held: geborener Führer und Träger einer breiten und idealen Beweguna, die an der Roheit, Uneinigkeit und menschlichen Unzulänglichkeit der instinktlosen und dumpfen Masse zerbricht. Neuraths Drama will das Schicksal des überragenden Einzelmenschen gestalten, der sich und seine reine Idee nicht durchzusetzen vermag unb zugrundegeht, well die unreife unb ideenlose Menge den tiefsten Sinn des großen Aufbruches nicht begreifen kann und will. So stehen die blutigen Ereignisse um Weinsberg mit Recht im Mittelpunkt der Szenenfolge; dieser dritte Akt ist nicht nur äußerlich die Achse, um welche die treibenden Kräfte und Gegenkräfte des Schau- piels sich sammeln. Die ungeheuerliche Abschlachtung )es Grafen von Helfenstein und seiner Leute ge- chieht wider Geyers Wissen und Willen. Die Tat des Bauernhauptmanns Jäcklein Rohrbach, des aus der Masse herosrwachsenden wichtigsten Gegenspielers, schändet die auf ein reines Evangelium, auf Freiheit und deutsche Einigkeit gerichtete Bewegung und muß ihren ritterlichen Führer in seinem Glauben an die Gerechtigkeit und die Würde seiner Sach- aufs tiefste erschüttern. Herzstück und Wendepunkt der Fabel liegen in den Szenen dieses Aktes beschlossen. Hier gipfelt chronologisch unb dramaturgisch die Bewegung, die auf der Geyersburg im ersten Akt Sammlung, Rechtfertigung und ersten Anstoß erhält; und die dann auf rauchenden Schloßtrümmern im nächtlichen Feuerschein mit der Ermordung des Führers ein glück- unb rühmloses Enbe finbet. » Neben unb gegen den Helden stellen sich, mit scharfer Charakterisierung aus der brodelnden Menge des Volkes herausgehoben, die wichtigsten Figuren in Spiel und Widerspiel. Götz ist hier keineswegs (er war es schon bei Hauptmann nicht) der strahlende unb stürmische Mann ber Freiheit wie bei Goethe; im Gegenteil: ein zaudernder Abtrünniger und Verräter. Von den Bauernführern ist neben Rohrbach bei Neurath vor allem Wendelin Hipler schärfer unb sympathischer profiliert. Wilhelm von Grum- bach erscheint als ein eleganter, verschlagener Ritter, dessen zweibeutige Haltung von vornherein einen wirksamen Kontrast zu ber Gestalt Geyers bebeutet Knapp unb schlicht gezeichnet: Geyers Frau Barbara, ber Pater Jerodeam, ber Schreiber Leutz unb bie Lagerbirnen. Luther, besten Stellung im Bauernkriege bekannt ist, wirb zwar nicht unmittelbar eingeführt, doch fällt im vierten Akt gleichsam ein hefiger Schatten von Wittenberg her in bas fränkische Hriegsfpiel, unb bie zornige unb streitbare Stimme bes Reformators erhebt sich grollend aus bem Senb- brief roiber bie mörderischen und räuberischen Rotten ber Bauern Im knappen Dialog, mit eingesprengten Liebern unb kennzeichnenden Nebenfiguren sucht Neurath Lokalfarbe unb Zeitstimmung festzuhalten. Die bunte Masse bes Volkes ist in sich gestuft unb geschichtet, bie Führung ber Handlung in großen Zügen den historisch überlieferten Ereignissen an- ?^glichen; wobei man es besonders wohltuend emp- inbet, baß ber Autor sich nicht in kleine Silber unb Szenen verliert unb zersplittert, fonbern diese zu großen, in sich geschlossenen Akten zusammenfügt. Die Inszenierung unter ber Führung von Ober» fpielleiter Fasso11 hatte diese Konzentration noch verdichtet: das Prosa-Manuskript, bas an bie Stelle ber ursprünglichen Verfassung getreten ist, würbe einer Reihe von Kürzungen unterworfen, die ber Bühnenwirkung nur zustatten tarnen. Die braina- turgische Behandlung wurde, zumal in den ersten vier Akten, auch durch eine gesammelte, auf Steigerungen wie auf Atempausen bedachte Regieführung unterstützt. Die Massen waren gerecht verteilt unb chorisch zusammengefaßt; bie Einzelstimmen hoben sich aus bem Unisono abgegrenzt heraus. Zn einzelnen Szenen würbe allerdings eine gewisse Dämpfung der Lautstärke zugunsten der Artikulation für die kommenden Aufführungen zu empfehlen sein; ebenso würde der u. E. reichlich schleopende Schlußakt durch eine energische Zusammenfassung gewinnen. Die im Ganzen recht farbige unb lebendige Aufführung wurde durch die Bühnenbilder von L ö f f • 1 e r vorzüglich unterstützt, ber burch eine von gotischen Bögen burchbrochene unb überhöhte Mittelachse eine glückliche Raumaufteilung gewonnen hatte unb aemeinfam mit K e i m (Beleuchtung) dem Schauspiel einen stilgerechten unb malerischen Rahmen gab. • Florian Geyer war Jochen Hauer: btonb, hoch und stattlich, ein Ritter wider Tod und Teufel, aber nicht nur ein Mann der Faust unb Schlagetot, sondern auch ein Mann von Herz, aufrecht unb gläubig hingegeben an bie Reinheit unb Gerechtigkeit seiner Sache unb Senbung, schwer getroffen durch die Gewalttat, die er nicht mehr aufhalten kann; auch von dem Träumer, Sterngucker unb Himmels- narren in diesem Bauernführer war in der sympathischen Auffassung Hauers einiges zu spüren. Eine vollsaftige Gestalt, behäbig, fast bürgerlich breit im schwäbischen Dialekt, machte Herr Hub aus dem Götz: bieder, nüchtern und ohne den idea- listischen Schwung des Geyers. — Gefährlich und racheschnaubend ausbrechend im entfesselten Blutdurst, emporgeschwemmt von der blutigen Woge des Krieges: der wüste unb verwilberte Rohrbach des Herrn Michel. — Ein guter, maßvoller Fürsprecher ber Bauernsache war ber von Volck klar unb beherrscht gegebene Hipler. — Ein mit lärmenbem Temperament auftrumpfenber Fähnlein - Führer: Herrn H e y s e r s Metzler. — Glatt, geschmeidig unb unburchdringlich ber Grumbach bes Herrn D i e- t e n. — Frl. Berger spielte mit leidenschaftlichem Temperament die Lagerdirne Sabine; doch sollte sie die Gestalt vor stimmlicher Ueberfteigerung bewahren. — Agathe Walther-Lederer gab scharf akzentuiert die rote Marianne, Herr Hamel mit dem munteren, gebärdenreichen Humor eines shakespeare- schen Narren den Schreiber Schell, Dom großen Ensemble seien noch Frl. Flemming als Barbara, F a s s o t t als inbrünstiger Jerodeam, Kühne als Steckelberg und Bruck als Säckler genannt; auch alle übrigen waren mit Eifer unb Hingabe bei der Sache. * Die Erstaufführung fand, obwohl der Besuch zu wünschen -übrig ließ, sehr freundlichen Widerhall; mit den Darstellern konnte zuletzt der Autor den Dank des Hauses entgegennehmen. hth. Oie „sprechende ttljr" von Paris. Die sprechende Uhr, die am Turm Der Pariser Sternwarte angebracht worden ist, lieh Dielet Tage zum erstenmal ihre Stimme erschallen. Die Einrichtung beruht auf Demselben Prinzip wie der TonfUm, unD Die „Verkündigungen" erfolgen alle 24 Stunden hindurch jede 10 Sekunden. Wenn man sich in der Rähe der Sternwarte aufhält, so hört man etwa plötzlich eine wohlklingende Männerstimme ruhig feststellen: „Es ist 17 llljr 17_ Minuten 10 Sekunden," und 10 Sekunden später ertönt dieselbe Stimme: „Es ist 17 Llhr 17 Minuten 20 Sekunden." Diese Meldungen erfolgen Tag und Rächt; sie sind dazu bestimmt, jedem Telephon-Teilnehmer, der sich mit der Sternwarte verbinden läßt, sofort die richtige Zeit mitzuteilen. i ) ! ■i c < l r t s IX c n n r s g n n i- tr ß r ic d- n. c. V)0 d. m HS S- > r n- . n- n. r- i m, ge en en ?r- ge id) nit eit us •le, s- jin erbe- er- um seit al- 9c- £ä- Der es- )as für Her der toei an- ns- । r - e n rf- sten )ei- Jct- ladj nd) ngs ;ber i'ge Hen abruck gern sich icr- •er- mb en. ach mb ild, rab ens um cm 'rz: am. Illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllil llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Lassen Sie sich nicht täuschen! Voranzeige! Fastnacht- Dienstag im Voranzeige! Hotel Schütz lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Große Faschingsredouie Maßschneidergcwei bc. 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Der Gemeindeabend im Saal der Wirtschast „3ur Krone" stand unter dem Gedanken „Dors und Kirche im Wandel der Zeiten", behandelt von Dekan S t r a ck (Pfungstadt), einem Sohn des ehemaligen Pfarrers und Kirchenrats Strack von Leihgestern. Ausgehend BMLLimoi» Lieferwagen sowie ein Neisewagen (Kuvee), sehr gut erhalten, z. verk. (oneo O. Safier, Miihlstr. ftircblicbe Jlodiricbten Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgesellschast. Sabbatfeier den 25. Februar. Freitag abend 5.30 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 6 45. — Wochengottesdienst: morgens 7; abends 5.30 Uhr. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst i'i der Synagoge (Südanlage). Samstag, 25. Februar. Vorabend 5.45 Uhr; morgens 9; abends 6.05 und 6.45 Uhr. FliisMau! MlmofinDW M 30 o. 40 $L Ernst Fleck Ddnivenstr. 3 on?8 Versteigerung findet bestimmt statt. £. Hartmeh Auktionator und Taxator. ......-.20 1298 A KAUFHAUS HANSA GIESSEN NSU.Motorrad 30.» ccni, sehr gut erhalten, zu verlaus. 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Meinet, Gerichtsvollzieher k. 2L Gießen, Bahnhofstraße 15II. Büchertisch — Phatdon-Almanach auf das Jahr 1933. Herausgegeben von Ludwig Goldschcider. Preis: 1.— Mark. Phaidon-Berlag, Wien, Leipzig. von dem Gedanken »Dorf ohne Kirche", führte er die aufmerlfamen Zuhörer in die Zetten 2000 vor Christus, in der die Menschen noch in Löchern und Höhlen wohnten, bis sich im Laus der Jahrhunderte die Siedlungen und Dorf, schasten bildeten. Etwa um .1200 nach Christus kamen die ersten Mönche vom Schisfenbcrg nach Leihgestern mit der Botschaft des Christentums. Das Jahr 1236 erwähnt zum erstenmal eine Kapelle und 1574 erhält die Gemeinde in Samuel Wollenhaupt ihren ersten evangelischen Pfarrer. Dorf und Kirche haben sich gesunden. Als die Gemeinde größer wurde und wohlhabender, hat man an die Kapelle einen Turm angebaut, der dann als Chor diente. Im Jahre 1692 wurde die Kirche renoviert. Bom Sturm am 31. Mai 1906 umgerissen, wurde 1907 Unser neues Gotteshaus errichtet, das ein Juwel unter den Dorfkirchen jeden entzückt. Der zweite Teil des Bortrags brachte eine Aeihe von Kindheitsund Jugenoerinnerungcn des Redners, die die Wenn das nillde Wetter einsetzt, ist es reichlich spät, Cr$f an E den Stickstoff-Bezug zu denken^ Decken Sie jetzt Jhren Bedarf in den für die Frühjahrsdüngung k.--------------------------- Wo man Hinan ca'suiz uiiuh-u-l — bittet um Mitteilung Neda-Werk, München. Bestimmt zu haben: Reformhaus Boermel* Ernst, Krenzplatz 5 — Kräuterhaus Ju g, Schulstraße 6 — Drogerie W. Kllbinger Nachfolger, Seltersweg 69 — Kronen-Drog., Walltorstraße 29 — Thalysia • Anschluß- Augen all der alten Kameraden leuchten ließen, die sie mit ihm in besseren Zeiten erlebten. Der ganze Abend wurde umrahmt von Liedern des Kirchengesangvereins und der ganzen Gemeinde. Rektor Loh sprach den Dank aus an die beiden Leihgesterner Kinder von einst. I Hungen, 22. Febr. Im hiesigen Schulhaus sand unter dem Vorsitz von Schulrat Fischer. Gießen, eine Konferenz der Lehrer und Junglehrer des Bezirks Hungen statt. Lehrer I o ck e l unterrichtete in Erdkunde und Naturgeschichte. Die anschließende Besprechung beschäftigte sich mit der Frage, ob und inwieweit eine Auflockerung der Schularbeit nötig und möglich sei. Den Abschluß der Konferenz bildeten unterrichtliche Fragen des Sprachlehrunterrichts. — (450.) — Geschmackvoll zusammengestellt und gut . gedruckt, enthält der Almanach u. a. Beiträge von Klabund (aus dem Nachlaß), Wilamowitz-Moellen- dorff (über Theodor Mommsens Anfänge), Albrecht Schaeffer (vier Oden von John Keats), William Blate (Auswahl aus seinen Schriften); ferner: alt- ägyptische Lieder und Hymnen and chinesische Ge- dichte; Auszüge aus Calderon (über Malerei), Una- muno (über soziales Christentum), Nietzsche (über Heine) und Rudolf Kayser (über Spinozas Kampf- juhre). — Zwangsversteigerung 131/32 Am Donnerstag, dem 16. Mär; 1933, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgenchis gebaude zu Gießen, Zimmer 107, das nachstehende im Grundbuchs zu Gießen: a) dem Schlosser Otto Fran; in Gießen ZU b) der Anna Franz, geb. Müller, in Gießen, dessen Ehefrau, zu c) dem August Muller in Gießen zu zugeschriebene An wes en Lrednerstraße 24 Flur 6, Rr. 122M/|W - 465 qm hosreite, geschätzt 28 443 Reichsmark, zum Zwecke der Auseinandersetzung versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 21, Stadthaus, zur Einsicht ausgchängt 935D Gießen, den 6 Februar 1933. I A des Hessischen Amtsgerichts Gießen Leo, Ortsgerichtsvorstcher. teere Sillen gibt billig ab 01100 Ernst Muth Lndwigstraße 42. WiMM gebrnudit, ober nodi gut schreibend, sof. zu miet. od. z. kauf, gei. <5dir Ang. u. (1117.1 », h, (UinG |Verschiedenes| Tanz- unterricht in Einzel- stund, u. 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