Randnoten Ostsragen im Auswärtigen Ausschuß aufsorderlen, dorthin zu eilen. führt, daß polnische Staatsangehörige genug Ge- legenheit hätten, Arbeit im Gebiet des eigenen ausgedehnten polnischen Eisenbahnnetzes zu finden, ohne daß sie zu diesem Zweck in das Danziger Gebiet zu tommcn brauchen. Die Danziger Eisenbahner dürften nicht unter polnischen Ar- In zahlreichen Stadtgegenden tauchten kommunistische Sprechchöre auf, die die unwahre Behauptung verbreiteten, daß am Bülowplah Barrikadenkämpfe stattfänden und die Massen rufen. Kurz nach 14 Uhr muhte die Polizei an der Gormonnstrahe gegen eine sie bedrohende Menschenmenge von der Schuhwasse Gebrauch machen. Bei diesem Zusammenstoß wurde der Ober- Wachtmeister Heise vom Revier 87, ter sich in Zivil befand, schwerverletzt. Er erhielt zwei Lungenftiche und einen Stich in den Kopf. Der Beamte gab auf die ihn bedrängende Menschenmenge acht Schüsse ab, ohne jedoch jemand zu verletzen. Dann wurde ihm die Pistole «ni- wendet. Der Schwerverletzte ist in die Universitätsklinik gebracht worden. Zwei bei dem Zusammenstoß anscheinend schwer verletzte Zivilpersonen sind von ihren Anhängern fortgebracht worden. 3n der Kaiser-Wilhelmstraße war Die Polizei genötigt, zahlreiche Schreckschüsse abzugeben. Am Weidenweg wurde von den Kom- munisten ein Eimer Petroleum auf die Straße gegossen und angezündet, um die Aationalsozialisten beim Weitermarsch zu behindern. In der Ackerstraße wurde eine Anzahl großer Müllkästen auf die Straße geworfen. Da die Demonstranten in der Rahe des Friedrichshains auch auf Balkons ihre Eprechchöre aufgestellt hatten, muhte die Polizei mehrfach mit schußbereitem Karabiner die Beteiligten auf.ordern, die Fenster zu schließen. Die Zahl der B er letzt en erhöhte ,ich bis Lnnaqme von anjeigej für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höbe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig: für Re- blameanzeigen von 70 n m Breite 35 Neichspsennig, Platzoorschrist 20u , mehr. Chefredakteure Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und^ur denAn- zeigenteil i.D. Th. Kümmel sämtlich m Gieren. silbergrau und rosa: einzelne Teile des Musters bilden graue, braune, grüne und goldfarbene Fluhperlen. Die in den Teppich eingewebten Perlen — etwa 12 000 Stück — sollen zunächst von einer Pariser S^ezialiirma gelö't und sortiert werten. Der Geckwar von Baroda, einer der reichsten indischen Fürsten, hat aus seinem Edel- steinbestand, der vom britischen Kolonialamt auf etwa 6 Millionen Pfund Sterling geschäht wird, Diamanten, Farbe e fiel, e uno Per.en im Werte von 3 Millionen Pfund Sterling nach Paris geschickt, um sie nach und nach unter- zubringen. Es ist klar, daß bei ter im Augenblick auherortentlich beschränkten Aufnahmefüh.g- keit des Marltes ein Berkaus solcher Mengen schwer fallen wird, aber wenn die Verkäufer ihre Preise zeitgemäß einsetzen können, dann werten sie dieses Geschäft glatt abzuwickeln vermögen. Aus diesem Grunde wird das schon stark in Anspruch genommene Syndikat in Amsterdam auf ter Hut sein und nötigenfalls selbst als Käufer auftreten müssen, um nach Möglichkeit die Edelsteinüberschwemmung in seine Safes zu leiten, was allerdings erheblicher Geldmittel bedarf. Konkordatsverhandlungen in Hessen? Darmstadt. 22. Jan. (WSA.) 3n einer Bei ->rechung zwischen dem hessischen Staatspräsidenten Dr. Adelung und Vertretern des Hess. Landeslehrervereins wu.de, wie der ..Schulbote für Hessen" mitteilt, von Regir- rungsseite zugegeben, daß auch in Hessen schon seit 3ahren Vorbesprechungen über ein neues Abkommen zwischen dem hessischen Staat und den Kirchen stattgefunden hätten Den Vertretern der Lehrerschaft seien Mitteilungen über den Stand der Verhandlungen nicht ge- macht worden. Die Lehrerschaft habe zum Ausdruck gebracht, dah sie gegen den Abschluß von Verträgen zwischen Staat und Kirchen grundsätzlich nichts einzuwenden habe, aber genau wie in den übrigen Ländern die Aufnahme von Bestimmungen über die Schule in die Kirchen- vertrage bekämpfen würde. gegen 14 Mr auf etwa 30. Gerüchte darüber, dah Personen getötet worden feien, bestätigten sich bisher nicht. Bedrohlich gestaltete sich dic Lage vorübergehend am Richardplah in Aeu- tölln und am Görl.her Bahnhof. Hier gab es eine gröbere Anzahl von Verletzten. 3n der (Brünauer Straße hallen Kommunisten mit Pcroleum übergossene Matratzen angc- jüntet, die jedoch erst in Flammen ausgingen, als der Zug der Jlationalfopaliften bereits vorüber war. Auf der Kolonnenbrücke wurde der Bau einer Barrikade versucht. Etwa zehn Personen zogen vier Müllabfuhrwagen auf die Brücke und stellten sie quer über Die Strahe, um den nationalsozialistischen Anmarsch zu stören. Das Hindernis wurde von der Feuerwehr beseitigt. Einige Täter wurden festgenommen. Auf dem Bülowplah. Die Feier auf dem Friedhof. In kurzen Abständen traf ein SA.-Zug nach dem anderen aus dem Bülow platz ein. Gegen 14.1 > Uhr marschierte die SS. aus. Insgesamt standen etwa 18 000 uniformierte Nationalsozialisten auf dem Bülowplah mit der Front gegen das Karl-Liebknecht-Haus. Der Ein Linruhe-Gonntag in Berlin. Oie Giaatsautoriiäi verschafft sich Geltung. - Llmfangreiche kommunistische Siörungs versuche gegen die Kundgebung der AGOAp. gescheitert. Es ist an der Zeit, sich einmal mit dem M i l i tärwesen des heuen Rußland Hu beschas- Hgen, nachdem Stalin, der „rote Zar , in einer Sitzung des Zentralexekutivkomitees der Kommum- iliichen Partei neben der Ablegung eines Rechen- fchastsberichtes über den Fünsjahresplan gleichzeitig von dem außerordentlich starken Ausbau der sow)et- -russischen Rüstungsindustrie gesprochen hat Wir wissen längst, dah Sowjetrußland ich seit seinem bestehen hauptsächlich mit dem Ausbau seiner Militärmacht beschäftigt hat, w.r wissen ebenso gut, daß Die russischen Angaben beim ^ol erbundssekre- lariat über die Gesamtsumme der russischen Effektw- bestande von 562 000 Mann nicht stimmen. Die lowjetrussische Regierung gibt auherdem noch die militärisch organisierten Formationen ZU, als da sind die Grenzwache der GPU. mit 28150, die ft ersten-.ch und >n,er-,,NN, yischen Maharadschas sind es, die sich was von diesen Aabobs so plohl.ch aus den zur Zeit krampfhaft bemühen, ihre 3uwelenschähe teuersten Markt der Welt geworfen w.rte Em zu verlausen. Der Wert der Edelmetall- und Radscha auf Eey on hat D- außer zahtte^en 3uwclenreserven der indischen Fürsten ist ge- Farbcdelste.nen einen Perlenteppich m den Tre- radezu imaginär, und es ist daher Wohl ver- sor einer Pariser Großbank gelegt ter meE ständlich, daß die kontrollierenden Herren m Der Große von 2,20 mal l.iO ®«ta Phantast' Edclsteinmetrovole in einige Ausregung geraten sches Vogelmuster zeigt, das von einer Wunder sißd zumal da sie noch nicht einmal genau tothen, baren Blumenbordure umrahmt w-rd. Der ganze wiä ' sie diesem Edelsteinrun begegnen sollen. | Teppich besteht aus Perlen m ten verschiedenste Schr^d an dieser plötzlicher? Verlaufswut ter Auancen. Dre vorherrschenden Farben sind weiß. Vlah und die Zugangsstraßen waren von ollen Ansammlungen polizeilich geräumt worden. Aus dem Bülowplah spielten die Nationalsozialisten ihre bekannten Lieder, während in den Nachbar- straßen die Kommunisten lärmende Gegenkundgebungen veranstalteten. Vom Bülpwplatz aus erfolgte dann der Marsch zum Friedhof. Der Zugang zu dem Alten Nikolaifriedhof war von starken Polizeiposten abgeriegelt. Zivilpersonen war der Zutritt nur nach strenger Kartenkontrolle freigegebcn. Bei leichtem Schneefall marschierten die SA.-Abteilungen auf, deren Fahnenabordnungen hinter dem geschmückten Grabhügel Horst Wessels Aufstellung nahmen. Der Gedenkstein war verhüllt. Neben dem Grab hatte der 5. Sturm der Berliner SA., dessen Führer Horst Wessel war, mit umflorten Fahnen und Standarten Aufstellung genommen. Um 14 Uhr traf Hitler am Grabe ein. Zn seinem Gefolge sah man u. a. den Berliner Gauleiter Dr. Goebbels, die obersten SA.- und SS.- Führer Röhm und Himmler, den Prinzen August Wilhelm und General Ritter von Epp. Die Fenster der an den Friedhof grenzenden Häuser waren dicht beseht. Auf den Dächern sah man Schutzpolizisten, die mit Ferngläsern die gegenüberliegenden Häuser beobachteten. Als gegen 14.30 Ahr die Mutter und Schwester Horst Wessels erschienen waren, begann die Feier mit einem Musikvortrag. Hierauf hielt ein befreundeter Geistlicher der Familie — Wessels Vater, der dicht neben seinem Sohn begraben liegt, war Geistlicher in Berlin — eine Ansprache, der er das Bibel wort zugrundelegte: Aiemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde". Darauf nahm Adolf Hitler das Wort. Er bezeichnete Horst Wessel als den Sänger des deutschen Frcihcitskampses, der nationalsozialistischen Bewegung, der sich durch sein Lied selbst ein unvergängliches Denkmal gesetzt habe. Hitler schloß „Meine Kameraden! Halten Sie die Fahne hoch. Der Sänger unseres Liedes ist nicht tot für uns, fein Geist lebt in unseren Reihen fort." Anter den Klängen des Liedes vom Guten Kameraden wurde der Gedenkstein enthüllt. Es ist ein etwa 50 Zentimeter hoher Granitwürfel, auf dem ein in Bronce gearbeiteter Lorbeerkranz und eine gesenkte Fahne ruhen. An der einen Seite trägt der Stein den Ramen, das Geburts- und Sterbedatum Horst Wessels und die Inschrift: „Die Fahne hoch". Auf der anderen Seite zeigt der Stein die Inschriften: „Pfarrer Ludwig Wessel und Werner Wessel". Rachdem noch ein Aller Herr des Berliner Korps Rormannia, das durch mehrere Chargierte vertreten war, gleichzeitig auch im Ramen der Wiener Alemannia, der Horst Wessel angehört hotte, kurze Gedenkworte gesprochen hatte, folgte die Riedcrlegung zahlreicher Krön e u a. durch den Hcrst°Wessel°Sturm, die nationalsozialistischen Fraktionen des Reichstages und des Preußischen Landtages, den Gau und die SA-Leitung Berlin, die Betriebszcllenorganisation, Prinz August Wilhelm und die Gruppe Bulgarien der ausland- deutschen Rationalsozialisten. Weiter bemerkte man Kranzspenden des Kronprinzen und des Stahlhelms. Wit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel-Liedes und dem Borbeimarsch der SA-Gruppen am Grabe schloß die Feier auf dem Friedhof, die einen vollkommen ungestörten Verlaus nahm. Oer weitere Verkauf des Nachmittags. Im Anschluß daran fand vom Dülowplatz aus ein Vorbeimarsch der SA. an dem obersten <521.* Führer Hauptmann Röhm statt. Der Abmarsch vollzog sich in voller Ordnung. Alle Störungsversuche der polit.schen Gegner blieben erfolglos. Cs ist nur ein einziger Fall bekannt geworden. wo Rationalsozialisten aus dem Zug ausbrachen, um gegen Kommunisten vorzugehen. Der Abmarsch vom Friedhof zog sich bis zum Einbruch der Dunkelheit hin. Goethe-Bund. Eichcnoorff-Grdentfeier. Dem Gedächtnis des spätromantlfchen Dichters Jojaf von Elchendorfs, dessen 75. Geburtslag am zö. Novemver o. I. begangen wurde, war der gestrige Vortrags- und Lleüer-Abenü des Goelhe- Bunües in der Neuen Aula gewidmet. Im Atiltel- punit der Gedentfeier stand die Ansprache von Dr. Friedrich Castelle, der den Mnguedern und Freunden des Lundes von früheren Veranstaitungen her bekannt ist. Castelle gab in seiner frei und schwungvoll gesprochenen Rede ein Bild vom Wesen des schlesischen Frelherrn und seiner Zeit, er betonte, OQß die Erinnerung an Eichendorfs nicht lediglich durch den äußeren Anlaß der Wiederkehr seines Todestages bestimmt sei, daß vielmehr Beziehungen aufzuweisen seien zwischen jener und unserer Zelt, in der eine neue Romantik in der bildenden Kunst wie in der Dichtung die zuvor verkündete Sach.ich- keit zu überwinden beginne. (Als Beispiele aus der Literatur: Speyer, Hausmann, Binding, Kolben- Heyer.) Ein Hinweis aus die auch heute wieder sich duichseßende Besinnung aus das dichterische Wort führte über die Ausdeutung eines musicalischen Motivs (aus Beethovens legten Symphonien) zu dem schonen Wort des jungen Cichenümff in Heidelberg: „Der Dichter ist das Herz der Welt". Castelle suchte des ferneren Elchendorsfs geistige Erscheinung aus seinen zeitlichen und landschaftlichen Grenzen und Ordnungen zu bestimmen. Er zeichnete in Anekdoten, Episoden und Bildern, auch mit eingesprengten Strophen aus Eichendorffs Lyrik ein Bild jener stürmischen, wirren und aufgeregten Zeit: er sprach vom Bekenntnis des Dichters zur deutschen Frau, das in der Huldigung an die beiden Luisen (die Königin von Preußen und Luise Victoria von La- risch, die Braut) gipfelt; auch von seinen Beziehungen zu dem romantischen Kreise um Gorres, Brentano und Arnim in Heidelberg Die abendliche Szene mit ihrer Dolksliedstimmung aus „Des Knaben Wunderhorn" gehörte zu den glücklichsten Jmprovi- sationen der Gedenkrede, die dann in großen Zügen den Weg Eichendorffs durch sein Jahrhundert verfolgte und auch die vielfach mit der Zeitgeschichte eng verbundenen dichterischen Stationen diese» Weges kennzeichnend andeutete. — Im zweiten Teil sprach Dr. C a st e l l e Prosa und Verse von Eichen- dorff. Zuerst das Eingangskapitel „Suppius und Klarinett" aus der Novelle „Die Glücksritter", ein echtes und noch heute lebendiges Eichendorff-Stück voll heiterer und unbeschwerter Beweglichkeit, romantisch im volkstümlichsten Sinne und ohne finstere Geheimniskrämerei, erfüllt von Blütendust und In der Weibenstraße wurde in einem Hausflur ein zweites Faß Petroleum von der Polizei sichergestellt, bevor es zur Entzündung gebracht werden konnte. An der Ecke Münz- und Weinmeisterstraße wurde kurz nach 17 Ahr ein Kraftwagen, in dem sich ein SA.-Führer befand von Kommunistenangehalten undumgestürzt. Der Rationalsozialist und der Kr-^Wagenführer wurden mißhandelt. Aeberfälle auf Rationalsozialisten wurden auch in den früheren Abendstunden aus allen Teilen der Stadt gemeldet. Zu größeren Zusammenstößen war es aber bis 17.30 Ahr nicht gekommen. Die Zahl der Verhafteten läßt sich noch nicht übersehen, ebensowenig die Zahl der Verletzten. Rach den vorliegenden Einzelmeldungen ist jedoch anzunehmen, daß außer dem schwerverletzten Ober- Wachtmeister etwa 40 Personen Verletzungen erlitten haben. Rach 19 Ahr kam es auf dem Alexanderpmtz zu größeren Ansamm« lungen, die von der Polizei jedoch zerstreut werden konnten. Aus einer Bedürfnisanstalt heraus wurde ein Schuß auf einen Polizeibeamten abgegeben, der aber fehlging. Der Täter ist entkommen. Aeslzuslellen ist, daß die Polizei während des ganzen Tages Herr der Lage geblieben ist. Rach dem Abmar,ch der Rat.onalsozialisten kam es um 18 Ahr auf dem Bülowplah zu Kundgebungsversuchen der Kommunisten. Die Demonstranten wurden von der Polizei auseinander getr eoen. Ein Beteiligter wurde fest- genvmmen. Vorletzt wurde niemand. Das Karl- L.ebknccht-Haus ist übrigens nach der Waffen- durchsuchung am Vormittag von der Polizei sofort w.eder fre.gegeben worden. In der Kön.g^verger Straße wurde gegen 19 Ahr e.n kommuni st ischer Demonstrationszug von 350 Teilnehmern aufgelöst Das gleiche geschah am Leopold- Platz. In der Badstraße wurden zwei Hitler- jungen und ein Schuhpolizeibeamter in Zivil, der zum Schutze der H.klerjungen entsandt war, von sechs Kommunisten überfallen und verletzt. poUzeibericht um 12 Ahr. Berlin, 22. Ian. (TA.) Am Sonntagabend wurde vom Berliner Polizeipräsidium ein Bericht über den Verlauf des Tages bis 17 Ahr herausgegeben: Der Abmarsch Der Nationalsozialisten vom Dülowplatz über den Rikolai-Friedhof am Grabe vorbei, der um 15 Ahr begann, war um 17 Ahr beendet. Die Züge marich.erten jetzt in ihre Wohnbezirke zurück. Die ersten Züge hatten bereis die Auflösungsplähe erreicht Zwischen 8 und 16 Uhr wurden im ganzen 20 Uebersälle und Belästigungen von Nationalsozialisten durch Angehörige der KPD. festgestellt. Dabei wurden in 11 Fällen 19 Täter zwangsgestellt und ins Polizeipräsidium eingeliefert. insgesamt wurden 19 Demonstrationszüge aufgelöst, 14mal machte die Polizei vom Gummipnäppel Gebrauch. Bis 16 Uhr waren drei verletzte polizeibeamte und 19 verletzte Zivilpersonen sestgestellt. Die Zahl der Zwangsgestellten betrug 68. Von den Kroßeren Zw ichenfälren ist hervorzuheben, daß im Laufe des Rachmittags in der Gormannstraße e.n kommunistischer Demonstrationszug von etwa 1 5 0 0 Per - f o n e n durch die Polizei ausgelöst wurde. Da die Demonstranten W.derstand leisteten, mußte die Pol.zei von der Schußwaffe Gebrauch machen. An.che nend sind zwei Personen durch Schüsse verletzt worden, d e aber von den Demonstranten fortgeschafft wurden. Auf feiten der Polizei wurde ein Beamter leicht verletzt. Kommunistische Propagandawoche Berlin, 22.Ian. (WTB.) Wie von kommunistischer Seite mitgeteilt wird, wird am Dienstag durch eine Kundgebung im Lustgarten eine antifaschistische Woche eingeleitet werden. Waldhornklang, von altdeutschem Studentenwesen und Mondscheinserenaden. Auch dieses Kapitel wurde frei aus dem Gedächtnis gesprochen, mit überlegener Beherrschung des Textes anschaulich und mit gutem Humor vorgetragen Den Beschluß des rezitatorijchen Teiles bildeten sechs Stücke aus den Zeitliedern — „Trost", „An die Kleinmütigen", „An die Jungen", „An Alle", „Nachlfeier" und „An die Freunde" — die, vorwiegend politischen Inhalts, heute nur noch wenig bekannt sind. Wirklich lebendig und volkstümlich ist Eichendorff aber bis heute in den schönsten seiner Gedichte geblieben — in jenen vor allem, die wie Volkslieder in die weltlichen Gesangbücher eiu- gegangen und längst zum festen Besitz zahlloser Männerchöre geworden sind. So wäre die Gedenkfeier unvollkommen geblieben, wenn man nicht neben dem gesprochenen Wort auch dem Gesang fein Recht hätte werden lassen, — neben einer Würdigung Eichendorffs und dem Vortrage aus seinem Werk die musikalische Verklärung seines dichterischen Wesens im Lied Der Gesangver- e i n „Heiterkeit" hatte sich dankenswerterweise für die Eichendorff-Feier zur Verfügung gestellt und brachte unter der umsichtigen Leitung seines Dirigenten, Musiklehrers Wilhelm Schütt ler, fünf Chöre nach Eichendorff-Texten klangschön und formvollendet zu Gehör, vor allem die „Untreue" („In einem kühlen Grunde") und „Der Jäger Abschied" („Wer hat dich, du schöner Wald") wurden tresfl ch und stimmungsvoll gesungen. Die andächtig lausch nbe Gemeinde dankte dem Sprecher wie den Sängern mit herzlichem Beifall. —y— Vorarlberg im Winter. Don Norbert Jacques. D'e Schweizer sagen „das" Vorarlberg. Sie geben ihm den Artikel. Man kann glauben, beicr Artikel sei der Ausfluß eines sonderbaren Sprache e ühls. D e präzisierende Abrundung in ihm malt die geschlossene Formung des Landes. Geograph e und Volkstemperament haben sich gegenseitig durchdrungen. Rur aus zwei H mmelsrichtungen gelangt man auf befahrbaren Straßen Hine n: vom Osten über Flexenstraße und Arlbergpaß (der den Ramen gab) und vom Westen durch einen schmalen Einlaß hinter Feldkirch, so schmal, daß man für das Rebeneinander von Straße und Dahn gewaltsam Bre'te aus den Felsen sprengen mußte. Der kleine Bruder Vorarlbergs, der Bregenzer Wald, hat nur die eine Oeffnung nach dem Dodensee zu. Oer chinesisch-japanische Konflikt. Oie Schlichtungsbemühungen in Genf gescheitert. Genf, 21. Jan. (WTB.) In den über die heutige Sitzung des 1 9 e r ° A u s s ch u f s e s der außerordentlichen Völkerbundsoersammlung ausgegebenen Communiqus des Völkerbundssekretariats wird eingangs erklärt, der Ausschuß habe festgestellt, aus den japanischen Erklärungen gehe hervor, daß die japanische Regierung nicht gewillt fei, denResolu- tionsentwurf vom 15. Dezember anzunehmen, selbst wenn aus diesem Entwurf die Möglichkeit der Einladung an Nichivölkerbundsstaaten (Amerika und Rußland) zu den Schlichtungsverhandlungen entfernt würde. Der Ausschuß habe von den japanischen und chinesischen Vorschlägen betreffend Aenderung der genannten Entschließung Kenntnis genommen. Daher ergebe sich für den Ausschuß die Unmöglichkeit, eine für beide Parteien annehmbare Entschließung vorzulegen. Der Ausschuß habe weiterhin festgestellt, daß selbst, wenn die Begründung des Resolutionsentwurfs in eine Erklärung des Präsidenten des Ausschusses, zu der die Parteien ihre Vorbehalte machen könnten, umgewandelt würde, die japanische Regierung den Text der Resolution vom 15. Dezember nicht annehmen werde. Die von Japan gemachten Vorschläge über die Aenderung des Textes könne der Ausschuß seinerseits nicht annehmen. Unter diesen Umständen habe der Ausschuß festgestellt, daß seine Bemühungen, der Üölter- bundsoerjammlung ein verfahren zur Regelung des Streitfalls vorzuschlagen, im Augenblick gescheitert seien. Der Ausschuß habe für den Fall, daß die Völker- bundsoersammlung in ihrer nächsten Sitzung dieselbe Feststellung machen müßte, beschlossen, schon jetzt den Entwurf eines Berichts, wie er in Art. 15 Absatz 4 des Völkerbundspaktes vorgesehen ist, vorzubereiten. Es verlautet, daß die außerordentliche Völkerbundsoersammlung möglicherweise anfangs Februar einberufen wird. Erklärungen des japanischen Kriegsministers. T o k i o, 21. Ian. (TU.) Der japanische Kriegs- Minister A r a k i erklärte in einer Unterredung, daß man das Ergebnis der Verhandlungen des 19er-Ausschusses in Genf ruhig ab- warten müsse. Selbst für den Fall, daß der Ausschuß oder andere Dölkerbundsinstanzen Entschließungen gegen Iapan annehmen würden, bestehe noch keine Rotwendigkeit, daß Iapan deshalb den Völkerbund verlasse. Die japanische Regierung könnte dann andere Maßnahmen treffen, um die Entschließungen nicht zu erfüllen und im Völkerbund zu verbleiben. Der Kriegsminister nahm bann zu den Unterredungen zwischen S t i m s o n und Roosevelt Stellung und gab der Ansicht Ausdruck, daß die japanfeindliche Stimmung in den Vereinigten Staaten in der letzten Zeit stark übertrieben worden sei. Die japanische Regierung hoffe, mit den Vereinigten Staaten auch weiterhin in einem freundschaftlichen Verhältnis zu bleiben. Zapan lehnt erneut englische Vermittlung ab. Tokio. 22. Jan. (TU.) Wie die Agentur Schim- bun Rengo mitteilt, hat der Chef der japanischen Seestreitkräfte in Tschingwangwu den erneuten Vermittlungsvorschlag des Chefs der britischen Flotte, Admiral Kelly, auf Wiederherstellung normaler Verhältnisse bei Schanhaikwan abgelehnt. Schwere Beschuldigungen gegen ^undfunkdtrektor Knöpfte. Die Reichsrundsunkgesellschaft teilt mit: Die durch Neuregelung des Rundfunks notwendig gewordene Auflösung der Funkstunde AG. und Errichtung einer Gemeinnützigen Gesellschaft m. b. f). W K p ist am 20. Januar 1933, endgültig beschlossen worden Der Leiter der Funkstunde,fDirektor Knöpfte, hat bereits im Oktober 1932 sein vertragliches Verhältnis gekündigt. Als demnächstiger Nachfolger ist das stellvertretende Vorstandsmitglied der Reichsrundfunk-Gesellschaft, Direktor Wagner in Aussicht genommen. Die Staatsanwaltschaft I Berlin hat jetzt ein Ermittlungsverfahren gegen Direktor Knöpfke von der Berliner Funkstunde AG. eingeleitet, da Knöpfke beschuldigt wird, in den Jahren 1927 bis 1932 von der Verlagsdruckerei Preuß Schmiergelder in Höhe von 5 0 0 000 Mark erhalten zu haben. Für diese Beträge soll die Druckerei Preuß von der Funkdienst AG., zu deren Vorstandsmitglied Knöpfke gehörte und bei der die Zeitschrift „Die Funkstunde" herausgegeben wird, für die „Funkftunde" die Druck- und Papierlieferungsauf- träge erhalten haben. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Staatsanwaltschaft auch den Vorfall dahin prüft, ob neben dem ^Erhalten von Schmiergeldern auch eine strafrechtliche Untreue vorliegt. Untreue würde nämlich dann vorliegen, wenn sich durch die an Knöpfke von der Druckerei Preuß gezahlten Schmiergelder die Kosten des Druckes und der Papierlieferungen erhöht hätten. Direktor Knöpfke, der in den nächsten Tagen eingehend von bet Staatsanwaltschaft vernommen werden wird, behauptet, daß er der Druckerei Preuß ein Darlehen in Höhe von 165 000 Mark gegeben und dafür die Gelder von der Preuß AG., die als Rück- aabe des Darlehens gedacht gewesen wären, empfangen habe. Aus aller Welt. Deutscher Dampfer „Lippe" in Seenot Wie „Havas" berichtet, ist ein Funkspruch des deutschen Dampfers „Lipp e" eingetroffen, der sich 12 bis 15 Meilen nördlich vom Kap Carbon bei Bougie (Algerien) in Seenot befindet und um Hilfe bittet. Auf See herrscht schwerer Sturm. Grippe in Düsseldorf. — Sämtliche Schulen geschlossen. Infolge der immer weiter um sich greifenden Grippe haben nunmehr die staatlichen Kreisärzte für den Stadtkreis Düsseldorf die Schließung sämtlicher Schulen für die Zeit bis zum 28. Januar einschließlich angeordnet. Am Montag, 30. Januar, soll der Unterricht wieder ausgenommen werden. Der Winter aber verschließt die östlichen Eingänge ganz und ausdauernd oft bis zum Iuni. Rur der Tunnel bei St. Anton gibt der Bahn von W en Zutritt. Auch das westliche Tor bei Feldkirch bietet dem Krastwagenfahrer wenig Vergnügen. Die Straße schneit ihm hoch zu. D.e Kühe muhen in den hochgelegenen Dörfern unter t.eseingeichneiten Dächern. Dem Bauern ist das Dorf zugeschneit und umschneit. Die schmalen Tannen sind Schmesäulen. Selbst das Herrgottsb Id, das unterin Bergw.nd geneigt auf der Höhe oder in e nein schmalen Bildstock friert, hat vom Winter eine Kapuze bekommen und sieht nicht mehr hin übers Gebirge In einer groß» art gen Abgeich edenheit schläft das Land seinen we.ßen Schlaf, von den Wächtern des tausend Meter hohen Pfänders, über den zweitau,end Meter fie len Hohenfrcschen bis zu den dreitausend Meter dec Scesaplana gegen M.ttel- europa bewacht. ilnb nun bricht ein neues Volt ein. Die Skiläufer kommen. Die deutschen Städte haben sie ge,andt. Se werfen ihre lebendigen Schwungarabesken in die Schneeslächen, die vorher von e.ner unvorstellbaren Weihe und Reine gewesen wa.en, daß der blaue Sonue.rhimmel über ihnen schwarz ausge.ehen hat e Als von Weißen Feenwelten verzauberte Ricienbausche hatten die Halden über den schneeverlorenen Dörfern gehangen. Die Skiläufer haben Stadt und Warmwasier- leitung vergessen, schlafen wie im Mittelalter auf Stroh in den hohen Berghütten der Silvretta und des Rhät.kon. Besinnen sie sich auf Tango und Rumba, auf Gulasch und Terlaner, so gleiten sie gegen Zürs oder Gargellen oder Schruns oder das Bödele und tauschen die alpine Askese gegen den in bescheidenem Maße mondänen Komfort dieser Orte. Sie nehmen das aus tausendsach aufgeborstenen Graten abschwingende und in weiten Halden hinebbende Land in den Besitz ihrer Beinmuskeln. Und Vorarlberg wird wieder, was es, obschon es im Herzen Europas liegt, so lange war — eine Kolonie. Die Kolonie der Skiläufer aus den Städten Deutschlands. Schon als ein Drittel Iahrtausend lang in unmittelbarer Rähe, auf der Reichenau, in ale- mann schen Dörfern, in St. Gallen romanische Kirchen gebaut und ausgemalt wurden und der Vorwind der Gotik westwärts bereits heranwehte, war dies Land Vorarlberg meist noch ilrtoalb und gehörte Wolf, Bär, Adler und Gem.e. Dann wurde es unter Rudolf dem Habsburger allmähl ch Kolonialland. Dom Rorden wurde es von Alemannen, vom Süden von Ladinern besetzt und in Kultur genommen. Die Grenze ist unvecw.scht in den Ortsnamen enthalten. Sie geht in Zickzacken von Feldkirch nach dem Arldecg. D:e deurichen wie die ladini- schen Ramen haben den Lautklang ihrer harten, e.nsamen, hohen Heimat in sich. Man höre einige der nördlichen deutschen: Hohenems, Silbrats- gefall. Schoppenau, Aloerschwende, Bolgenach... Maler,cher Ton wie von der bärbeißig bunten wehrhaften Gewandung nT.t.elalLetlaf)er Kriegsleute. ilnb die südlichen: Zürs, Schruns, und stets den Ton auf der letzten Silbe, Latens, Dalaas, Gaschürn, Galtür, Locüns ... romantisch prickelnd. Roch heute w.rken dort dörflich politische Ein- r chtungen die aus anderen europäischen Ländern längst verschwunden s.nd und aus nebelhaft gewordener Zeit des A.lgemeinbeiihes stammen. Aber die Be ne der Männer und Mädchen, die über d ese Halden die S.hnsucht ihrer Phantasie in e nem W roel lautloser Schnelligkeit bahin- saasen lass.n, iümm.rn s.ch nicht darum, daß jetzt unter dem Schnee die verborgenen Weiden noch nach den G.s .tzen der ersten alemannischen Kolonisatoren verwaltet werden. Heber deren Fluren klettern sie hinaus, um jeme ts sich dem sausenden Abschwung der Skier h n,uge5en. die von Halde zu Halde und durch Tal und Tal sie tragen und Ferne, Luft, Grat und Tiefe, Halde und Dorf Eines mit ihrem Körper machen. Gebirg ist Oebirg. Die Landschaft in ihm ändert wchl Tempo und Leidenschaft, wendet auch das geokog,che und botanische Kleid. Aber dec Grundton ist eto g derselbe. Doch erst wenn Berg und Ebene sich finden, kommt der feelen- hafte Re chtum landschaftlicher Musik, ilnb ich sehe nie ein schöneres Vorarlberg als das, das sich von all dem W Idtun der Berge und unmittelbar zu deren Füßen in die wundersam ge- brc tete Ebene des Rheins erlöst. Das Temperament der Gebirge hat noch einige e-genwillige Ein,amgänger sozusagen als Vor* prsten geg.n die Schweizer Alpen drüben mitten h.i e ngeworfen. Sie ragen kurz, knotig und ver- b ssen, steinern schwarz, aus der so ohne Grenzen beruhigten Weißen Fläche, ilnb in bieser Fläche w rkt sich bas Gestcichel von Bäumen, die im Vorbergrunb einzeln stehen, in ber Tiefe zu einem Walb aus, ber als eine kühle braune Zeichnung ben Teppich ber schaumigen Weiße ber Erbe belebt. Dieser Teppich breitet sich zwischen ben W Verbergen Vorarlbergs unb ben im Winter- nobel verdämmernden Alpen der Schweiz. M wr«1 fine das MM 8er die deutsche geraten. 3n w ÄirMler lei hindern, daß dann zu besucht rcnhaus- und 6' etcucrplotil N Zutuns! nicht m« iui der büch rasch beteil H beitet, das hei em großer Ort Milliarden Aus ' nicht erleben to liefert worden, Mit den deutsch schen Zachardeit dustrie Äonturr brotlos machen. |üt die P/t Mili I den. Man lese je. düng damit feie, liche Strömungen QltbeiUt tolle, in lung selbst bauen der beiseite. Ubi ' |en wolle, wie i f». D-i 3lill*onen’>Jn Ä Ä verbette'be-H Industrie allen das Handveri lastungen sefun langten me ai E-S jjfinct toann i wurden. ®1C ■ zum Zveäek Deckung des vandt. Sen, > seien, daß er endlich restlos j -Kampf§ heilspreisgefcha in unserem Doll M Die Orlrgrup: hi Trontsoldat des Aeichsg Dcianstaltungen, von dein guten nei Kanmadscha Sie Mittagsst Ehrung vor [l$ ein sehr j0 Qalle. Man tout ßnliDideiung öe Wien bekannt g Witte aus der [«loniiete Nde. Wn, unb erhiel den do gagenen hem Ä Dot < AUschasllch H ^neilennuna a d°- s>«L, unter dem Al ft und 9l Apolitisch lm besten 6inn Ä,n‘ i- rite SielklaL'' i D=n j > und Sf jatii), P|arr7> Da 19es lei Ü 3 deutsch'7'enn »üne®«'» S m 7 "» Aus der Provinzialhaupigav. «Heu cl8 Zuschüsse au Hausreparaluren uon« v^xvx». 9a6 System der Steuergutscheine lei m -Lahe ungerecht und nicht zum Dorteil des Ge- b»ecbetreibenden geschahen. Der Handwerker könne keine Arbeiter einstellen, um in den w- nuf) der Deschastigungsprärni« zu gelangen. Die . . . - «. * •• zxi aihHa Inn .«rt I r Ver- aes rufen. Ballettakt Reichsgründungsseier im Slahlhelm anbete jungen 1 oer« Das zu den feinen „(Einet Tages lieh mich mein Freund St. ©cor» ' i. .Wollen Sie', empfing er mich, .einen für die ©rohe Oper komponieren?'" greifenden Rreisörjle liefern it bis zum n 'Montag, (genommen Geschlecht derer von F l o t o w gehört ältesten Adelsfamilien Mecklenburgs, leitet Namen von der alten westfälischen Stadt bei Minden ab und soll mit Herzog \ Kniet- 'levelt dafe die n den lien 3eit usche Arien auch itfeältnü chrnler« r f erhol- Druckerei lorflanbs- Zeiijchrlst für die rungsauf» rscheinlich, soll dahin iergeldern .iegi. lln> menn sich rüdes und Direktor sehend oon- (den wird, ein Darneben und e als Nüd- ären, enjp- nof. i-ruch bei rossen, der ap Carbon csindei und »rSlutm. Schulen « ed)im. r japa- flöüngtau llflg der üKelly, tnille bei Edelmann und Musikant. Zum SO.Tovestage des Komponisten Friedrich von Flotow. Bon Hans China dere aber die Mitarbeit durch den Einzelnen und feine Einreihung in die Kampfgemeinschaft, denn erst dann könne Wandel geschaffen werden. In seinem Schlußwort kam der Redner, dem für seine Ausführungen Beifall zuteil wurde, noch auf die Mahnahmen zu sprechen, die zugunsten der Handwerker in jenen Ländern ergriffen wurden, in denen die RationalfoziaUsten zu bestimmen hatten. Daten für Montag. 23. Januar. 1783: der Schriftsteller Stendhal (Marie Henry Dcylej in Grenoble geboren, — 1832: der fron- zöfifche Maler Edouard Manet in Paris geboren. t*or notigen. Kriegs ttebuno gen he g j ab. *6 der Hflonjcn 1 crnnrh. Vlotho ... ____________ Heinrich dem Löwen dorthin gekommen sein, vor nun siebenhundertfünfzig Fahren Die sechs noch bestehenden Linien führen alle auf Andreas von Flotow auf Stuer (1549—1593) zurück, der vierten, der sog Koaeler oder Suckoner Linie gehört Fried- r i ch o o n F l o t o w an, der am 26 April 1812 auf innen. ;amen ent« , Feldlirch die labini- rer barten, höre einige S.lbrais' olgcnacfe. - • hig bunten -k Kriegs- und stets DaloaS, ch pricielnd. iiliidje Ein- Kn Ländern :be(ba|t 9C' s flammen, lädchen, b'c t Phonio!" ,bit dahin- LdafelZ Selben noch chenKolvnf jinaus. um der Äier und durch 2ufl.®r,fl‘ mit ihre"' ist in « wendet id. 2lber erst »enn bet freien' ( Ad «h li das. e und un' kderfant g-' >nc®""S Hs 5»"" jweij- ^>umes iUHerui. £)runfen im Unterland. Im badischen Hinterland, in der Rcckargegend. kann man, wie in der ,Lesestunde" erzählt wird, öfters der Redensart begegnen. , s isch a soo recht" (es ist auch so recht) — als Einverständnis, dah einem auch eine andere Lösung als die ursprünglich gewünschte genehm ist. Zugrunde soll folgender Dorgang liegen. Ein biederer Dorsschuster hatte mit seinem Lehrbuben ein« handgreifliche Auscianander- setzung, die damit endete, dah der Iunge aus der Werkstatt entwich, während der Meister im Begriff war. ihm einen handfesten Schuhleisten nach- zuwersen. In dem Augenblick, wie der Iunge die Tür aufreißt, erfcheint im Rahmen die Meisterin. der Hebeltäter bückt sich und schlüpft behende durch, und die Meisterin erhält das dem anderen zugedacht« Wursgeschoh an den Kops! .'6 isch a soo recht", schmunzelt der Schuster und beginnt einen neuen Pechfaden zu drehen. Standesamtliches aus England. In England hat nach einer kürzlich veröffentlichten Statistik heute eine Frau zwischen 20 und 30 dreimal so viel Aussicht, einen Mann zu bekom- — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben. Der Autor und Schauspteler Gurt Götz ist durch feine zahlreichen HokuSpo- kvsstücke, sowie durch sein eigenes Auftreten aus die (Siebener Bühne hier kein Unbekannter mehr. Somit wir auch sein morgiges Gastspiel wieder ein TheoterereigniS für unsere Besucher sein. M'.t seinem Ensemble wird Eurt Götz eine Geschichte ohne Politik zur Aufführung bringen unter dem Titel: wDr med. Hiob Prätorius. Facharzt iur Chirurgie und Frauenleiden"^ Das Gastspiel ist auber Abonnement zu ermäbiflten Operettenpreisen. Abonnenten erhalten auf alle Plätze eine Ermäbigung von 50 Pf. Rundfunkgutscheine haben Gültigkeit. Shakefpeares Trauerspiel Hamlet, Prinz von Dänemark", wird am Mittwoch 25 , 19.30 Ahr als 16. Dorstellung im Mitkwoch-Abonncment wiederholt. Gewöhnliche Preise - Die nächste Aufführung der Operetten- Revue ,3m weihen Röhl" findet am Sonntag. 29 Januar, 18.30 Ahr als Fremdenvorstellung zu ermäbigten Operettenpreisen statt. • •* Drandurf achen in Hessen. Der Iahresbericht der Hessischen Drandversiche- rungälammer sür das Iahr 1931 stellt fest, öab die Entstehungsursachen dec Brande m Hessen im Berichtsjahre in 17 Fällen durch Brandstiftung in 58 Fällen durch fahrlässigen Umgang mit Feuer und Licht, in 19 Fällen durch Spielen der Kinder mit Feuerzeug, in 99 Fällen durch man- aelhaste Feuerungsanlage, in 13 durch zündende Blitze, in 19 durch kalte Blitzschläge, in ? durch Selbstentzündung von Stossen, in 5( durch Explosionen, in 20 durch elektrische Anlagen, tn 36 Füllen durch Ofenexplosionen entstanden sind. Dier Tote waren Opfer von Drandsällen •• Der arme Kettenhund bitte tum ein warmes Obdach. Es ist für den Hund an sich ein schweres Los, an der Kette zu liegen. Hat ihm der Mensch aber die Freiheit genommen, so ist es seine Pflicht, für eine gute Pflege und liebevolle Behandlung zu sorgen. Darum: Gebt dem treuen Wächter eine warme und dichte Hütte mit reichlich Streu, haltet sie sauber. Di« Oeffnung der jjutie mutz nach Süden gerichtet sein, damit der scharfe Rord-Ost-Wind nicht hinein kann. Hängt ein dickes Tuch oder einen Sack so vor die öingangSöfinung, dah die Hütte gut verschlossen ist, aber der Hund hmdurch- schlüpsen kann. Auch muh sie auf trockener Unterlage stehen. Gebt reichlich warmes Futter und Wasser in sauberem Gcfäh. Geht öfters mal zu ihm, macht ihn von der Kette los und labt ihn ein wenig springen, damit der Hund nicht krank wird und sich seine Glieder erwärmen und ge- I lenkig bleiben. Herrr Darris, Auerbach, sprach über das 5.hema .Steuergutschein«. Beschäftigungspramie. 5-ausrer.aratur, Warenhaus und gewerblicher ^Mittelstand". Den Ausführungen sei solgendes ^entnommen Der Handwerker habe in der Gegen- D>art nur noch za kämpfen. Er kämpfe aber nicht nr-hr für sich, sondern nur noch für seine Kinder. Dem Kampf fei nut dann Erfolg beschieden. wenn ec mit Adolf Hitler geführt werd« ReichS- kinzler von Schleicher wolle Arbeit fchaf- fen und das Papensche Wirtfchaftsprogramm ssctführen Das aber bedeut« Subventionierung und Sanierung der Industrie mit Hunderten von Millionen, während für den Hausbesttz und indirekt für den Handwerker nur 50 Millionen Mk. cl8 Zuschüsse zu Hausreparaturen übrig biicoen. Die Ortsgruppe (Sieben des Stahlhelm, Lund der Frontsoldaten, beging gestern die Feier des Reichsgründungstages mit zwei Dcranstaltungen, die in eindrucksvoller Weife von dem guten Frontfoldatengeist in der (Siebener Kameradschaft Zeugnis ablegten. Die Mittagsstunden hatte man der Dot- ,übcun g von Stahlhelm-Filmen im Lichtspielhaus. Bahnhofsirabe gewidmet, zu denen (id) ein sehr zahlreiches Publikum emgefunben hatte. Man wurde zuerst im Filmbild mit der Entwickelung der Uniformen im Wandel der 3citcn bekannt gemacht, konnte dann einige Ausschnitte aus der W- (front des Weltkrieges, insbesondere Bilden aus dem Abschn.tt von Derdun sehen, und erhielt u..ld)lief)eni) weitgehenden Einblick in den voin Stahlhelm organisieren und getragenen freiwilligen Arbeitsdienst. Hier entrollte sich vor dem Besucher eine Tätigkeit, die als taimradlchaftliche, soziale, erzieherische und wirtschaftliche (Siobtat des Stahlhelm der vollsten Anerkennung wert ist. Durch diese Arbeit gibt bet Stahlhelm seinen jungen Kameraden, die unter dem Albdruck der Arbeitslosilkeit leiden, neuen und guten Lebensinhalt, hier wirkt er siaatspolitifch zugleich aber auch wehrpolitisch, im besten Sinne des Wortes und wird dergestalt zum Wegbereiter der dringend notwendigen *Dll8gcnitu.|ü)uil im Geiste des Frontsoldaten- ßums. Als Abschlub folgte noch der Film vom letzten Reichs-Zrontsoldatentag in Berlin, der m geschickter B ildreportage einen aubeeordentlich fesselnden Aeberblick über dieses im In- und Ausland stark beachtete Ereignis gab. Sämtliche Dorführungen fanden aufmerksame und dank- late Zuschauer Am Abend fand Die f) a u p t f e i e r m Der voll besetzten Turnhalle am Oswaldsgarten statt Neben den Mitgliedern Der Gubener Ortsgruppe nahmen noch als ©äjte Vertreter van auswärtigen und hiesigen Vereinen mit gleicher Zielrichtung und Freunde des Stahlhelm teil Die Stahlhelinkapelle leitete den ersten Teil des Abends mit flotter Marschmusik ein. dann folgte der feierliche Fahneneinmarsch Der Örtsgruppenfiihrer Arthur Appel begrüßte mit Genugtuung die graste Teilnahme an dieser Feier feiner wies er mit Stotz aui den standhaften und zielklaren ©eist in Der Ortsgruppe hin Nach einem von Frl Martha Neuling gesprochenen Prolog vnd weiteren Darbietungen Der Kapelle hielt Ober- Pfarrer Rappe (Wetter bei Marburg! Die Festrede Cr betonte u a Die Feier des Relchsgründungs- tages lei Bekenntnis zum deutschen Gedanken, zum deutschen Volk und Staat Der Stahlhelm wolle nicht am zweiten oder Dritten Reich, sondern an b e m Deutschen Reich bauen, wie es uns überkommen fei und oon uns für die Zukunft weiter erhalten bleiben müffr Trotz aller Widerstände und Nöte sei der Wille zum Dau des Deutschen Reiches unerschütterlich und unermüdlich Der Redner ging boihn mit kurzen Worten auf das Ringen unseres Lo Ues um die Fragen des Staates und der Ewig- (Trotz des durchschlagenden Erfolges kam Flotow erst im Jahre 1843 in die Pariser Oper, und zwar mit Der Komposition eines Aktes des Balletts a D r) Harriet", das St. Georges zusammen mit Marzillier, dem Ballettmeister der ©rosten Over, aus dem Vaudeville „Gräsin Egmont" in ein Ballett umgeschrieben hatte; die aus einem Ballett des siebzehnten Jahrhunderts stammende Grundidee wurde später auch für den Text zu „Marth a- benutzt. Flotow hak erzählt, wie er zur ©rosten Oper und damit später zu feiner Oper „Martha" kam: reit em, und legte Dur, wie hier die Zielsetzung aus- sieht Er wünschte dem Deutscher Reiche eine gröstere Einheit im Volksleben Die aber nicht gleidjbeDeutenD mit Dem Einheitsstaat fei Erne oerheistungsvolle Führung Des Staates fei durch Wahlen nicht voranzubringen, auch das Staatsoberhaupt dürfe nicht durch Wahlen bestimmt werden Unser Volk werde nur durch Königtum und Monarchie aus der Trub (al dieser Zeit gerettet, kein Internationalismus und kein Pazifismus, sondern nur die Wehrhaftigkeit des Volkes werde uns retten Ein Volk, das seine Wehrkraft einbüstte und pazifistisch verweichliche, werde eine Beute raublustiger Nachbarn Königtum und Wehrhaftigkeit seien die festen Grundlagen des deut- schen Staates Die Feier solle also auch ein Bekenntnis sein zum deutschen Staat mit monarchischer Spitze und gegründet auf der Wehrhaftigkeit der deutschen Jugend Dei deutsche Staat müsse auch eine Pflegestatk der sozialen Gerechtigkeit und ein Hort der wahren Volksgemeinschaft fein Weiter lei wahrer Gemeinschaftsgeist, persönliche Unantastbar seit und völlige Sauberkeit des Beamtenkörpers nötig, ebenso Schutz der Ehe, Familie und der sittlichen Grundlagen des Volkes, wahrer Christenglaube Gewissensfreiheit, nationale Erziehung der Jugend. Ehrfurcht vor der grosten geschichtlichen Der gangenbeit unseres Volkes. Ablehnung alles inter nationalen und pazifistischen Denkens, treue Verbundenheit mit Dem Deutschtum austerhalb Der Reichsgrenzen, Beseitigung oon Versailles des Kor i-jdors und der Abtrennung Oftpreustens und Des Reiches. Ablehnung des „Irrsinns der Parteien und der Parteisucht" Wiedergewinnung der Freiheit nach allsten und nach innen In diesem Smne und mit dieser Zielbeskimmung sei zu bauen an bem Deut schen Reich das sei das Bekenntnis bei dieser Reichs- gründungsfeier (Lebhafter Beifall., Der erste und der vierte Vers des Deutschlandliedes wurde hieraus gemeinsam gelungen. Der zweite iv.i Der Veranstaltung brachte als Höhepunkt die fe e. liche Derpflichtung neuer Kw meraden. die Kamerad Dr. D e h n e r vornahm Er wies dabei in großen Zügen auf den Weg und das Ziel des Stahlhelm hin und begrüßte und verpflichtete dann die neuen Kameraden duerch Abnahme des Treugelöbnisses aut die gesenkten Fahnen während sich die Dersammlung von den Plätzen erhob. Im übrigen erfreute ö-.c Kapelle noch mit abwechselungsreichen Darbietungen, Sri.Martha Reuling sang einige Lieder. begleitet von Frau Elfriede Fischer. Kamerad Ludwig Raab sprach einen Prolog und eine Gruppe der Wehrsportabteilung zeigte Ausschnitte aus ihrem Geräteturnen und aus ihrer Dodengymnastik. Sämtliche Darbietungen wurden verdientermaßen mit lebhaftem Beifall aufge- "^Die^Ortsgruppe Gießen des Stahlhelm hat alle Berechtigung, mit voller Befriedigung auf die gehaltvolle Feier des Reichsgründungstages zu- rückzublicken. Gut Teutendorf im Mecklenburgischen als Sohn des Rittmeisters oon Flotow und dessen Gattin Sophie von Böckmann geboren wurde Beide Eltern waren Freunde Der Musik, trotzdem hätte der Vater aus Dem Jungen am liebsten einen schmucken Offizier und Diplomaten gemacht, war jedoch einsichtig genug, dem Hinweis des Klarinettenmeisters Iwan Muller aut die besondere musikalische Begabung des kleinen Friedrich zu glauben und liest sich sogar bewegen den Stammhalter zur weiteren Ausbildung nach Paris zu schicken Hierdurch erregte er bei seinen adelsstolzen Verwandten furchtbares A e r g e r n i s , und einer der Oheime, ein besonders ftandesbewustter Gardehauptmann, wollte seinen Reffen nicht mehr kennen, wenn dieser dem gamen Hause die Schmach antun werde, „ein Musi- kante" zu werden So kam Der kaum Sechzehnjährige nach Paris, wo er bei Johann Peter Piris fein Klavierspiel vervollkommnete und sich von Dem gelehrten Komponisten Anton Reicha zum Kvntrapunktisten aus- bilden liest Seine bereits früher begonnenen Kompositionen, meist Jnftrumentalwerke und Lieder, setzte er taum mehr fort, Der „Bühnenzauber' hatte es ihm angetan, die szenischen Wunder der „Großen Oper" nahmen ihn gefangen Und in den vornehmen musikalischen Kreisen, die sich dem jungen deutschen Landedelmann willig öffneten, fand er auch bald das, was ein Opernkomponist damals am dringlichsten benötigte, einen Librettisten Es war Jules Henry V e r n o y . der unter dem Dichternamen St. Georges schrieb Kaum hatte Flotow einen lejrt erhalten da scheuchte ihn. den Sohn eines preusti- schen Kammerherrn, die I u I i r e u o I u 11 o n des Jahres 1830 in die Heimat, hier saß Der eben flügge geworbene „Kompositeur" in dem alten Gutshaufe und schrieb emsig Roten zu Den französischen 'Berten Natürlich mußte er nicht nur diese, sondern manchmal auch sich selbst vor den allzu (taubes- stolzen Oheimen und Tanten verborgen halten Schon im Mai 1831 konnte er nach Paris zurückkehren und nahm sosort seine gesellschaftlichen Be- zichungen wieder auf. denn cr wußte wohl dah man „in den maßgebenden Kreisen" festen Fuß gesoßt haben mußte, wenn man an emer öffentlichen Bühne einen Erfolg erringen wollte Zunächst schrieb er eine Reihe kleiner Opern für die Privattheater reicher Adliger, die allerdings nur leichte Unterhaltungsmusik Ichätzten Freundschaftliche Beziehungen zu den damals angesehensten Musikern wie Adam, Auber. Gounod Halevy Meyerbeer Offenbach und Rossini bringen ihm eine Fülle neuer Einsichten und Beziehungen die ihm bald Den Weg in die Oesfentlichkeit bahnen helfen So lernte er im Hause ©ounods den .besten renomierten" Komponisten Albert © risar kennen an dessen Werken für das Theater im Palais Royal und andere Buhnen er mitarbeiten (!) durfte Diese „Kollaboration" ist eine ebenso gebräuchliche wie merkwürdige Erscheinung der damaligen französischen Oper-Industrie: ein Kollektiv oon meift drei Musikern verfaßte eine Oper, die der beliebteste von ihnen mit seinem Namen deckte So schrieb Flotow mit ©risar und Pilati je einen Akt Der Spieloper „D e r Schiffbruch der Meduse", die im Jahre 1839 nicht weniger als vierundfünfzigmal gegeben wurde. Industrie allein könne Arbeiter einsteilen, jüt dos Handwerk hab« man ledig ich neue Belastungen gefunden. Die ^^^^^l'vzialiften verlangten eine andere Form der Wirtschaft. Hitler .erst werde Wandel schaffen. Herr von Papen habe dem Handwerk helfen wollen, habe eS aber zu spät getan zu einem Zeitpunkt, da di« Einheitspreisgeschäfte und Warenhäuser langst er- öf nct waren und Dem Handwerk zum Schaden ivurden. Die HauszinZsteuer werd« leider nicht zum Zwecke des Hausneubaues, sondern zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfes verwandt. Dem Handwerker könne man prophezeien, daß er zugrunde gehe, wenn er sich nicht endlich restlos zusammenschließ«. Es gelte den Kampf zu führen gegen Warenhaus und Einheitspreisgeschäft Leider gebe eS heute Kreise in unserem Dolk«, die glauben, daß die Indu- jltic das Handwerk ersetzen könne. Heute ser leider die deutsche Oaalitätswar« ins Hintertressen geraten. In den Kreisen der internationalen Wirtschaftler sei man ängstlich bemüht, zu verhindern. daß Hitler an die Macht komme, da bann zu befurchten ser. dah hinsichtlich der Warenhaus- und Einheitspreisgeschäfte eine andere etcuerplotik Platz greife. Der Kamps werde in Zutunst nicht mehr mit dem Wahlzettel, sondern au, der Straße ausgetragen. Di« SA. stehe rasch bereit. Roch glaube mancher deutsche Arbeiter. das Heil komme von Rußland. DaS sei cm großer Irrtum. In Berlin habe man 1 */> Milliarden Russenwechsel, deren Einlösung man nicht erleben werde. Maschinen seien Dafür geliefert worden. Rußland werde damit ausgebaut. Mit den deutschen Maschinen und mit dem deutschen Facharbeiter werde man der deutschen Industrie Konkurrenz and den deutschen Arbeiter brotlos machen. Der Steuerzahler aber werde für die P/2 Milliarden Wechsel aufzukommen haben Man lese jetzt viel von Siedlung. In Derbin- düng Damit seien schon wieDer hanDwerkerseind- liche Strömungen fühlbar geworden. Der siedelnde Arbeiter solle, in Fachgruppen emgcteilt. die Siedlung selbst bauen Der Handwerker steh« dann wieder beiseite Adols Hitler, der dem Handwerk hei- | fen wolle, wie jedem ehrlichen Bolksgenossen. for- „Db ich will? Mit tausend Freuden!" „Nun denn, das Ballett hat fünf Akte, Die Arbeck eilt, und Der Direktor must sich drei Komponisten wählen. Zwei davon, Robert Burgmüller und Eduard Deldevez (später Komponist an Der ©roßen Oper) sind bereits designiert, als dritten habe Ich Sie vorgeschlagen. Sie sind angenommen, wenn Sie sich verpflichten, binnen vier Wochen fertig zu sein." — Ich nahm alles an, erhielt Den ersten Akt, eilte überglücklich nach Hause und brachte meine Arbeit zur bestimmten Zeit zustande. — Gelegentlich fragte ich St. Georges, wie es Denn eigentlich ergangen fei. daß mir dies Glück gleichsam im Traume gekommen. St. Georges, Dem ich allerdings die Verantwortung der Wahrheit überlassen muß, erzählte mir nun, daß Der Direktor Der ©rosten Oper laut Kontrakt jährlichein Ballett in drei Akten geben müsse. Er war Damit im Rückstand. Es fehlte an einem Stern erster ©röste. Fräulein A. (gemeint ist Adele Du mi lat re. Die tatsächlich bald Darauf ein Stern erster Größe rourDe) seine erste Tan- zerin, ein sehr schönes Mädchen, schien ihm nicht talentvoll genug, um mit ihr Die ungeheuren Kosten eines neuen Balletts zu riskieren Die junge Künstlerin. welche sich als einzige Solotänzerin am Theater wußte, hatte fest auf das Ballett gehofft, um dadurch vielleicht ein Stern erster Größe zu werden. Da erfährt sie eines Tages, Der Direktor wolle gegen Unzulänglichkeit feiner ersten Ballerina bezug- lich dieses neuen Balletts beim Ministerium um Aufschub einkommen. Diese Mißachtung ihres Talents brachte sie außer sich, sie fand Gelegenheit, sich beim Minister, dem Vorgesetzten des Direktors, zu beklagen. Dieser antwortete ihr, daß der Direktor nicht 100 000 Frank ohne ein Talent erster Motze riskieren wolle. Am andern Tage erschien ein Herr beim Direktor und proponierte ihm 100 000 Frank, wenn er in kürzester Zeit ein neues Ballett für Fräulein A. in Szene setzen wolle. Der Vorschlag wurde angenom- men, und daher die Eile, Die Drei Komponisten, und die Möglichkeit meines Freundes St. Georges, mich unter den dreien einzuschieben. Das Ballett wurde gegeben und hatte einen recht hübschen Erfolg. In späteren Jahren schlug ich den Stoff meinem Freunde W Friedrich (F. W. Riefe) zu einem Tertbuch vor, und er schrieb mir die „Martha . mit welcher Oper ich bei meinen liebenswürdigen und nachsichtigem Wienern im Jahre 1847 meinen schönsten Erfolg hatte. Hätte Fräulein A. nicht den Wunsch gehabt, em neues Ballett zu tanzen, und hätte sie nicht durchaus als ein Stern erster Große glänzen wollen — wer weih, ob ich jemals Die „Martha" komponiert hätte!" Flotow lernte in Paris den Textdichter Riese kennen und erhielt von ihm ein Libretto „A les- sandro Straöella", das er aus Begeisterung für Den Stoff sogleich „in Töne brachte", durch Rieses Vermittlung kam es 1844 in Hamburg zur Uraufführung und ward ein großer deutscher Erfolg für Den Komponisten, der daraufhin von Der Wiener Hofoper um ein neues Werk gebeten wird. Der treue Riese schlägt die Bearbeitung des Balletts „Lady Harriet" vor, und so entsteht in kurzer Zeit „Martha, oder der Markt zu Richmond"! Ende November findet in Wien die erste Ausführung statt unter ungeheurem Jubel Bald hört man auf allen Leierkästen, in allen Gaffen die Lieblinge des Pu- blihims, „Martha, Martha, du entschwandest" und „Letzte Rose, wie magst du so einsam hier blühn" Die lebendig blieben bis heute. Auch die Oper selbst ist, wie schon Wagner einmal melancholisch sagte, „nicht vom Spielplan wegzukratzen!" Selbst im Ausland hatte „Martha' be- deutenden Erfolg, in Paris kam sie «edoch erst 1858 auf die Bühne Zu Der fünfhunDertften Aufführung Der Wiener Hofoper im April 1882 wurde der greife Komponist eingeladen und gebührend gefeiert Von feinen vielen späteren Kompositionen kamen keine mehr über Achtungserfolge hinaus, es schien, als habe Flotow fein ganzes zeituberdauerndes Können in den beiden großen Erfolgen, dem „otra- della" und der „Martha", niedergelegt. Zu den neu- deutschen Kreisen in Weimar und Bayreuth fand er naturgemäß kein Verhältnis. In seiner „Martha liegt die deutsche ©radheit des Edelmanns und der fränkische Esprit eines rechten Musikanten: und deshalb bleibt er in unserem Gedächtnis, er und seine Herz-Oper", die er „dem deutschen Volke l)inter- liest, als er am 24. Januar 1883 in Darmstadt starb. Handwerkerversammlung der Kampfgemeinschaft. Die Kampsgem«.tnschast zur Srhal- tun g des Mittel st andes, eine Organi- lation Der RSDAP.. hielt am Freitagabend im Tosö Leib eine Dersammlung ab. ix, wie 1914 und gar siebenmal soviel wie im oabre 1922. Damals wurden in England 4 790 (XX) Eheanwärt«rinnen gezählt, um 400 000 mehr. a!8 angehende Ehemänner vorhanden waren, während beute 4 176 000 heiratsfähigen Frauen 4 Millionen ebensolcher Männer gegenüberstehen. Das Durchschnittsalter der Eheschließungen ist von 26'/, auf 25 gesunken. Wölfe in Finnland. Der Wols galt seit einiger Zeit in Finnland für ausgcstorben, aber in diesem Winter bat er sich dort wieder gezeigt, und zwar wurden, ähnlich wie auch in Polen, Rudel von Wölfen durch den Hunger dazu getrieben. Die russischen Grenzen zu überschreiten. In Dem Dors Phhajarvi im Borden von Finnland wurden zwei junge Mädchen. Die von Dem gemeinsamen BaDehaus Des Orte« nach Hause zurückgingen, nur. wenige Meter von ihrem Heim entfernt, plötzlich von einem großen Wols angesallen. Aus ihr gellendes Hilfegeschrei hin stürzte ihr Dater herbei, der eine Flinte bei sich trug und daS Tier durch Schüsse vertrieb. Sosort wurde von Den Bauern, eine Jagd veranstaltet und DaS seltene Wild erlegt. Ö.J.Jpori Amateur-Profi-Entscheidung vertagt. Keine Klärung der Amateur-Krise in der Berliner DZB.-Litzung. Bereits am Samstag hatte sich der Bundesvorstand des Deutschen Fußball-Bundes zu einer internen Sitzung versammelt, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand und bei der aller Voraussicht nach der Versuch unternommen wurde, die gegensätzlichen Meinungen der Berbands- führer über das Berufsfuhballproblem auszugleichen. Am Sonntagvormittag wurde dann unter Zulassung der Presse die Frage vom Gesamtvorstand erneut behandelt. Der Bundesvorsitzende Felix Linnemann (Berlin) gab zunächst die Erklärung des geschäftsführenden Ausschusses, der sich gemäß den Wiesbadener Beschlüssen mit der Klärung des Fragenkomplexes befassen und Vorschläge unterbreiten sollte, bekannt. Diese Erklärung wurde dann zur Diskussion gestellt und dabei ergab sich, was man schon vorher wußte, daß nämlich Westdeutschland allein mit den Vorschlägen, die eine Einführung des Berusssußballsports in Deutschland in bestimmten Formen empfahlen, einverstanden war, während alle übrigen Verbände sich dagegen aussprachen. Dieses Ergebnis der mehr als vierstündigen Aus- s^-ache veranlaßte I e r f ch, den Führer des Westdeutschen Verbandes, die E'.nberufung eines außerordentlichen Bundestages zu beantragen. Dem Antrag wurde zugestimmt und der Bundestag für den 21. bis 28. Mai anberaumt. 3n der Zwischenzeit sollen die Vorschläge des geschäftsführenden Ausschusses auf den Verbandstagen der einzelnen Verbände besprochen werden, so daß also der Bundestag im Mai erst die endgültige Klärung bringen wird, ob durch den Bund der Berufsfußball eingeführt wird oder nicht. Der Westen will — einerlei, wie sich die übrigen Verbände auch dazu stellen, an seiner Auffassung festhalten. — Der Deutsche Fußball- Bund hat im Rahmen der Tagung ferner den wichtigen Beschluß gefaßt, an der Fußball-Welt-- Meisterschaft 1934 teilzunehmen. Gießener Zuß- und Handballergebniffe. D'.e 1. Mannschaft des DfD- trug gestern ein Verbandsspiel gegen Breidenbach aus. das die Grünwe'.ßen mit 4:1 für sich entscheiden konnten. Der Sieg wurde allerdings nicht so sicher errungen, wie das Ergebnis vermuten läßt. Die Gäste waren besonders während der zweiten Halbzeit sehr gut. — Die 1. Mannschaft der Spiel-Vgg. 1900 weilte in Bad-Nauheim. Das Freundschaftsspiel endete mit 2:2 unentschieden. Die 2. Mannschaft der Spielvereinigung erzielte gegen die 1. Mannschaft von Leihgestern einen knappen Sieg mit 1:0 Toren. Die 3- Mannschaft entschied das Spiel gegen die gleiche Mann- chaft des Lokalgegners mit 3:1 für sich. Die 2. Jugendmannschaft konnte gegen Wiesecks Jugend ebenfalls einen Sieg 2:1 landen. Im Mittelpunkt des Interesses der Handball- pieler standen die beiden Treffen Mtv. gegen Koblenz-Armih und das Spiel der 1. Handbollelf der Spielve e nigung 1900 gegen Wetzlar-Niedergirmes. Mtv. verlor auf eigenem Platz über- ra'chend mit 1:4 Toren. (Die Gäste verteidigten nach der Pause mit 10 Mann.) Die Spielvereinigung muhte sich mit 2:4 geschlagen bekennen. Immerhin ein ehrenvolles Resultat gegen die ausgezeichnete Turnermannschaft. OSC. I P'.elte gegen Pohlgöns und verlor mit 1:6 Toren. Bei diesem Stande wurde das Treffen abgebrochen. Oie süddeutschen Endspiele. FSV. Frankfurt und Spvg. Fürth Tabellenführer. §Bei den sieben Endspielen, die am Sonntag in Süddeutschland zur Durchführung kamen, gab es verschiedene Lleberraschungen. Die größte ist wohl der 1:0°Sieg, den die Sp. Vg. Fürth in der Abteilung! über den 1. FE. Nürnberg erzielte. In Ludwigshafen endete das „Rhein- Derby" zwischen Phönix Ludwigshafen und SV. Waldhof torlos. Vor 5000 Zuschauern spielte zwar Waldhof meist leicht überlegen, aber sein Sturm hatte nicht genug Durchschlagskraft und außerdem Pech. Zu einem knappen, aber verdienten 2:1-Sieg kam München 1860 in Kaiserslautern. Die Münchener Löwen mußten hart kämpfen, ehe sie den Widerstand der Pfälzer gebrochen hatten. In der Tabelle führt nun die Sp. Vg. Fürth mit 5:1 Punkten vor München 60 mit 4:0 und 1. FC. Nürnberg mit 4:2. Die Situation ist in dieser Abteilung noch völlig undurchsichtig. Dagegen scheint die Abteilung II im FSV. Frankfurt einen erklärten Favoriten zu haben. Die Frankfurter setzten auch diesmal ihren Siegeszug fort. Sie schlugen in Karlsruhe Phönix nach spannendem Kampf mit 2:1 (1:0), obwohl Phönix gegenüber den letzten Spielen eine stark verbesserte Leistung zeigte. Eine neue Lleberraschung leistete sich die Frankfurter Eintracht, die trotz teilweise drückender Lleberleqenheit zuhause gegen den KFV. nur 1:1 (1:0) spielen konnte. In Mainz wurden die Stuttgarter Kickers von Mainz 05 vor 6000 Personen mit 5:4 (2:1) Treffern geschlagen. Mainz hatte eine ausgezeichnete erste Halbzeit und führte in der 15. Minute nach dem Wechsel sogar 5:1. 5:4 v3;2) blieb auch Wormatia Worms auf dem gefährlichen Boden in Böckingen glücklicher Sieger. Tabellenführer ist nach wie vor der FSV. Frankfurt mit 8:0 Punkten. Austria Men in Kassel geschlagen. Kassels Sladtmannschasl siegt mit 2:1. Vor nur 1500 Zuschauern spielte am Samstag Austria Wien in Kassel gegen eine Stadt- mannschast, die aus den Vereinen Kurhessen, Tura und Spielverein gebildet war. Die Oester- re.cher, die ohne Nausch spielten, enttäuschten, sie machten einen recht matten Eindruck. Ihre Kombination ging zu sehr in die Breite. Da Sindelar vom Gegner scharf bewacht wurde, litt das Angriffsspiel stark. Die Kasseler Mannschaft lieferte ein erfreulich gutes Spiel. Frisch und ungekünstelt arbe'tete sie mit dem Ball und erzwang sich meist einen ausgeglichenen Kampf. Durch Treffer von Siebert und Hochhut konnten die Kasselaner eine überraschende 2:0-Führung erzielen. Nach dem Wechsel erhöhten zwar die Wiener ihre Anstrengungen, es gelang ihnen jedoch nur ein Gegentreffer. Hochschulkampf im Schwimmen. Frankfurt siegt vor Gießen und Marburg. Im Frankfurter Hallen-Schwiminbad wurde am Sonntag der Hochschulkampf zwischen den Universitäten Marburg, Gießen und Frankfurt ausgetragen, den die Einheimischen im Gesamtergebnis mit 30 Punkten vor Gießen mit 27 und Marburg mit 20 Punkten an sich brachten. Außer Konkurrenz starteten noch die Mannschaften von Göppingen und Darmstadt, die aber fast in ollen Wettbewerben die Sieger stellten. Die Sprintstrecke gewann Wolfsholz (Darmstadt) in 1:05,3 vor Gruß (Göppingen), der 1:05,4 benötigte. Henkel (Göppingen) siegte über 100 Meter Rücken in der ausgezeichneten Zeit von 1:17,6. Ein Wasserball-Blitzturnier gewann Marburg mit drei Punkten vor Gießen mit ebenfalls drei Punkten, aber schlechteren Torverhältnis. Darmstadt schlug in einem Einlage-Wasserballkampf Göppingen hoch mit 13:2. Meisterschaften des Verbandes Mitteldeutscher Skivereine. Die Mitteldeutsche Ski-Meisterschaft kam am Samstag und Sonntag in Gersfeld in der Nhön zum Austrag. Die Kämpfe wurden am Samstagvormittag mit dem Langlauf eröffnet. Die 18 Kilometer lange Strecke mit Start und Ziel am Kümmelhof wies eine Steigung von 180 Meter auf. Bei guter Schneelage — über Nacht war Neuschnee gefallen — wurden sehr gute Zeiten erzielt. Als Schnellster erwies sich W. Schröder (Schneelauf-Club Kassel), die 1:12,IO1/} benötigte. Mit dem Slalomlauf um 14 älhr wurde die Konkurrenz am Himmeldunkberg über eine 300-Meter-Strecke fortgesetzt. Hier erwies sich B r i n k m a n n (WSV. Kassel) als der Beste in der Zeit von 1:00,2 Min. vor dem Frankfurter Kurt Schmidt, der in 1:01,0 einkam. Mit dem Sprunglauf wurden die Meisterschaften am Sonntagvormittag auf der Simmelschanze beendet. Besonders die teilnehmenden Norweger vom Akademischen Ski-Club Darmstadt zeigten schöne Sprünge. Den weitest gestandenen Sprung erzielte außer Konkurrenz der Norweger R o l f - s e n mit 31 Meter. Sieger wurde Brinkmann- Kassel mit Note 191,6 und Sprüngen von 23 und 22 Meter. Der Kasseler erzielte auch in der Kombination die weitaus beste Note und errang sich damit den Titel des Derbands- meisters vor Schleiche r-Gersfeld, der die Note 380.6 erreichte. Deutsche Meisterschaften im Eisschnellauf. Am Samstagvormittag wurden in Altona die Deutschen Eisschnellauf-Meisterschaften mit dem Start zum 500-Meter-Lauf in Angriff genommen. Sieger dieser Konkurrenz wurde der vorjährige Meister Barwa (Berlin), der 50,3 Sekunden benötigte. An zweiter Stelle placierte sich Sandtner (München) mit 50,8 Sek. vor Lötsch (Berlin) mit 51,3 ,Sek. Auf den weiteren Plätzen folgten: 4. Seelecke (Berlin) 52,9, 5. Donaubauer (München) 53,9, 6. Müller (Berlin) 54,4 Sek. Am Nachmittag wurde die Meisterschaft über 5000 Meter ausgetragen. Hier zeigte sich der Münchener Sandtner in ganz ausgezeichneter Form. Mit 9:12,5 Minuten stellte er einen neuen deutschen Rekord auf. Der Berliner Lötsch, der mit Sandtner in einem Lauf gestartet war, benötigte 9:56,6. Kurze Sportnotizen. Mit einem 2:0-Sieg des SC. Rießer- s e e über den Ostpreußen-Meister DsL. Rastenburg nahmen am Samstagnachmittag in München die deutschen Eishockeymeisterschaften ihren Anfang. B e i den Kun st lauf - Europameister- schäften, die am 30. und 31. Januar in London ausgetragen werden, wird Deutschland nur durch den deutschen Meister Ernst Baier (Berlin) vertreten sein. Titelverteidiger sind Sonja Henie, Karl Schäfer und das Ehepaar Brunet. Seine Requalifikation will Frankreichs Weltrekordmann Ladoumögue dadurch erreichen, daß er sich bereit erklärte, die 6000 Franken für seinen seinerzeitigen Start in Le Havre, die zu seiner Disqualifikation führten, zurückzuzahlen. • I m Fußball - Länd^rkampf Schweiz gegen Holland siegte die Schweiz im Amster damer Stadion vor 20 000 Zuschauern mit Treffern von Pasello und von Kaenel 2:0 (1:0). * Deutscher Eishockey-Mei st er wurde der SC. Rießersee, der im Entscheidungsspiel den Titelverteidiger Berliner Schlittschuhclub mit 2:1 Treffern nach Verlängerung schlug. Weltrekorde im Eisschnelläufen gab es in Davos, wo der Norweger Engneftangen die 500 Meter in 42 5 Sek. und die 3000 Meter in 4:59,2 Minuten zurücklegte. D i e M e i ft e r f ch a f t der Abteilung A in der Berliner Fußball-Verbandsliga ist dem Altmeister Hertha DSC. nach seinem 7:2-Sieg über den VfB. Pankow nicht mehr zu nehmen. — In der Abteilung B ist Tennisborussia Favorit. Wirtschaft. Wiederaufleben der Zerngaspläne. Essen, 21. Jan. 2m Zusammenhang mit dem Arbeitsbeschaffungsprogramm besteht die Hofs- nung, daß die Pläne zum Ausbau der Ferngasversorgung über Siegen nach Hessen und am Rhein über Bonn nach Koblenz vielleicht doch verwirklicht werden können. Bekanntlich sind bereits früher zur Verwirklichung des Ferngasgedankens in Hessen die Hekoga und die Süddeutsche Fernleitungs-GmbH. gegründet worden. Ob beim Arbeitsbeschaffungskommissar, oder bei der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten bereits ein Antrag auf Kreditgewährung für den Bau der Ferngasleitungen gestellt worden ist, ist nicht bekannt. • D i e Indexziffern der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 18. Januar 1933 berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 90,9 gegenüber der Vorwoche (91,2) um 0,3 Prozent zurückgegangen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: AZrarstoffe 80,7 (minus 0,9 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,3 (unverändert) und industrielle Fertigwaren 112,8 (minus 0,3 Prozent). • Deutsche Continental-Gas-Ge- sellschaft, Dessau. Die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau, teilt dem WTB.- Handelsdienst mit, daß die Absatzverhältnisse in ihrem Gesamtgeschäftsbereich in dem am 31. Dezember 1932 beendeten Geschäftsjahre wie folgt gewesen sind: Der Gas-Absatz wies eine Zunahme von 1,5 Prozent auf. Er stieg von 297 960 000 Kubikmeter des Vorjahres auf 302 436 000 Kubikmeter im Jahre 1932. Der Elektrizitätsabsah fiel von 600 088 000 Kilowattstunden im Vorjahre auf 534 510 000 Kilowattstunden. Er verringerte sich also um 10,9 Prozent. Der Rückgang im Elektrizitätsabsah hat gegen Ende des Jahres aufgehört, und die letzten Konsumzisfern wiesen keinen Rückgang mehr auf. Bei dem Gasabsatz hält die steigende Tendenz an. Die Bergwerks- und Fabrikationsunterneh- mungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, haben in den letzten Monaten gleichfalls Llmsatz- steigerungen aufzuweisen. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a.M., 21. Jan. Der Absatz gestaltete sich in der obgelaufenen Woche etwas besser, doch werden nach wie vor nur die billigsten Sorten bevorzugt. Infolge des Frostwetters hat die Neuproduktion merklich nachgelassen, so daß die Preise etwa 0,25 bis 0,75 Pfennig höher liegen, deutsche Frischeier waren 1,5 Pf. fester. Es notierten in Pfennig per Stück loto Frankfurt a.M.: Bulgaren 7,25 bis 8, Jugoslawen 7,5 bis 8, Rumänen 7,5 bis 8, Holländer 7,25 bis 9,75, Flandern 8 bis 8,25, ungestempelte bayerische Landeier 8 bis 8,75, deutsche Frischeier 8,25 bis 11. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 21. Jan. Auch im Butter- geschäft waren die Preise weiter erholt, und das Geschäft war etwas lebhafter. Bevorzugt wird meist die billige süddeutsche Butter, während holländische und norddeutsche Ware nur wenig gefragt war. Der größere Milchverbrauch und das kalte Wetter haben die Zufuhren verringert. Die Verkaufspreise des Großhandels lauten (in 1-Zentner-Tonne): holländische Markenbutter 117 bis 121, deutsche Markenbutter 105 bis 108, süddeutsche Butter 98 bis 105. Vermischtes. Glückliche Goldsucherinnen. Bei der Ausbeutung des jüngsten Goldfeldes, das in der ilmgegenb von Kakamega in der Kenja-Kolonie in AH:ika entdeckt worden ist, haben sich Frauen besonders hervorgetan. Obwohl die erste Kunde von diesen Schätzen erst vor einem Jahr in die Welt drang, sind hier doch schon bedeutende Reichtümer gewonnen worden, und Mar hat das weibliche Geschlecht das meiste Glück gehabt. Das hob der britische Sachverständige, Sir Alfred Kitfon, der die Goldlager untersucht hat, in einem Vortrag hervor. Er erzählte, daß er vor vielen Jahren zum erstenmal eine Frau gesehen habe, die auf dem Mafeking- Goldfeld in Australien Gold wusch. Aber welch ein Unterschied zwischen dieser armseligen Wäscherin und der Frau, die er auf dem Kenja- Feld die Arbeiten von mehr als 50 ostafrikanischen Eingeborenen leiten sah! Diele Frauen helfen ihren Männern, die infolge der Mißernten und der Verwüstungen durch Heuschrecken sich große Schulden aufgeladen haben, bei dem Versuch, durch Goldfunde wieder in die Höhe zu kommen: sie haben keine Erfahrung, aber vielfach großes Glück. „Die reichsten Goldfunde durch Waschen haben zwei Frauen gewonnen", erzählte Sir 21t- fred. „Der Mann der einen hatte schon vorher an der Stelle gearbeitet, aber kein Gold gefunden. Er hatte daher die Arbeit aufgegeben. Da bat ihn die Frau, er solle sie es doch einmal versuchen lassen, und er willigte ein mit den Worten: „Vielleicht hast du mehr Glück!" Sie begann nun mit einer Freundin zu waschen, und 30 Wochen hindurch erbeuteten sie täglich etwa ein Kilogramm Gold. Alle Schulden sind längst bezahlt und die beiden Frauen haben jetzt eine Luxusreise nach Europa angetreten." Nachdem zunächst hauptsächlich Gold aus den Flüssen gewaschen wurde, hat man dann mit der Ausbeutung der Goldadern im Gestein begonnen, und auch dabei haben Frauen besonders Glück gehabt, sind auf die reichhaltigsten Adern gestoßen und haben die Gewinnung im Bergbau selbst in die Hand genommen. Ein schnarchender Hund alarmiert die Polizei. Der Beamte eines Londoner Telephonamtes hörte nächtlicherweile beunruhigende Geräusche, die von einem Telephonanschluß herkamen. Es war ein dumpses Atmen, das wie ein Röcheln oder Stöhnen klang, und die Phantasie des Beamten gaukelte ihm auf Grund dieser unheimlichen Laute irgendeine düstere Kriminal-Tragödie vor, die sich bei dem Teilnehmer abgespielt hatte. Er telephonierte daher an die Polizei. Zwei Beamte eilten sofort nach dem betreffenden Haus und weckten den in tiefem Schlaf befindlichen Telephonbesitzer, der erklärte, daß bei ihm niemand krank und alles in Ordnung sei. Als man daraufhin in den Raum ging, in dem sich das Telephon befand, entdeckte man, daß der Hörer ai:S Versehen abgenommen war und dicht daneoen in friedlichem Schlummer ein schnarchender Hund lag. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Jrantiun a. 2)1. Berlin Schluß« für« Schluß!. Abend« bdrf- Schluß« lurs Schluß!. mittag» börse O-itom 20. 1- 21-1. | 20.1. | 2L1. <5% Deutsche Retchsanieche v. 1921 30,25 80,25 80,25 80,4 6% cbem.7% Dl-ReichSani. v. 1929 97 95 97 95,25 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. 78,4 79 79 79 Deutsche Anl..Ablös.^chuld mti Auölos.-Reckten ............. 69 69 68,9 69,3 Tesgl. ohne AuSlos.«Rechte...... 9,25 9.2 9,1 9,3 6% ehern. 8% Hess. Bolksstaal 1929 lruckzahlb. 102%) ........... Oberhessen Provinz-Anleihe mi: Auslol.-Rechten .......... 78,25 76 78,25 78,25 67 67,5 Deutsche Komm. Lammelab l?2la leibe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 62,5 63,55 63 63,4 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bant Goldpse. 15 unkündbar biS 1935 85,5 36,5 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban! Golvvse. 16 unkündbar biS 1936 85,13 86 _ b'/r% ehern. 4'/z% Franks. Hqp. Bank-Liau.-Psandbriese ..... 87,25 87,75 — _ £/*% ehem. 4!/z% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse. ... 87 87,5 _ _ 6% ehem. 8% Pr LandeSpsand briesanktalt, Pfandbriefe R. 19 85,5 85,5 85,5 85,5 6% ehem. 7% Pr. LondeSpsand briefanstali, Pfandbriefe R. 10 85 85 - 4% Oesterreickiscke Golvreme... —- _ — — 4,202;, Lesierreichiiche Eilberrente •— — 1,3 1,3 4% Ungarische Goldrente .... — — — — 4% Ungarische Slaalorenle v. 1910 — - — —