Keitag, 22. Dezember M3 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 500 Drittes Blatt Weihnachten im Äorsschulhaus. Von Emil Vaader. Weihnachten auf dem Dorfe kann etwas Wunder- bares jein. Durch hohen Schnee waten die Menschen in der Gottesfrühe zur Christmette. Die Fenster der Dorfkirche strahlen weit hinaus in die Nacht. Die alten Weihnachtslieder klingen wie Hirten- und Engelsgesang. Am Abend ist im überfüllten Dorswirtshaussaal die ganze Gemeinde versammelt: Das wunderbare Geschehnis von Bethlehem geht über die Bretter der Dorsbühne. Die Sternsinger treten auf im schimmernden Gewand, Gottvater erscheint im blauen, sternbesäten Mantel. Der Engel Gabriel schwebt hernieder, die weiße Lilie in Händen, zur Jungfrau Maria. Guldinsack, der Wirt zum Palmenbaum, und sein böses Weib erscheinen. Die Hirten kommen in dicken Schafpelzen, dem Kind ihre Gaben zu brinaen: Aepfel, ein Fläschlein Wein, ein wenig Wolle, „damit das Kind nit frieren tu". Die Könige aus dem Morgenland erscheinen mit goldenen Kronen: Kaspar, Melcher und Balthasar. Herodes mit seinen Trabanten tritt auf; Tod und Teufel holen unter Blitz und Donner den Bösewicht. Und Lieder klingen auf dazwischen, daß den Menschen warm ums Herz wird. Dann erfüllt der Weihnachtsbaum mit seinem Glanz den Saal. Im Dorfschulhau aber steht die Weihnachtswochen über eine wundersame Stube, erfüllt von Tannenduft und niegesehenen Dingen, den Men- schen des Dorfes offen. Da hängen Weihnachtsbilder von Hans Baldung und Albrecht Altdorfer, von Hugo van der Goes und den Brüdern Schiestl. Und Kinder und Bauern und Bäuerinnen kommen, zu schauen. Dom Kindervolk aus, dessen Seele allen großen und schönen Dingen geöffnet ist, wird das Interesse und die Liebe für unsere großen deutschen Meister in die Häuser des Dorfes getragen. Wir lernten durch Leo Weismantels schönes Buch unseren fränkischen Meister Rudolf Schiestl kennen, der inzwischen leider bereits gestorben ist. Wir schauten und lasen Schiestls schöne Bilderbücher „Aus der guten alten Zeit", „Von Riesen und Zwergen", „Abenteurer", „Fröhliche Jugend". Voll Begeiste- rung luden wir den Maler in unser Dorf ein. Wie ferundlich war die Antwort, die er uns schrieb: Aus ver Provinzialhauptstavt. Vogelschutz im Winter. Von Heinrich Schmidt, 1.3 rsihender des Kanarienzucht- und Vogelschutzvereins Gießen. Täglich ergeht durch den „Gießener Anzeiger" an alle die Mahnung: „Gedenkt der hungernden Vögel" Diese Parole bedeutet für die Vogelwelt dasselbe wie die Parole unseres großen Volkskanzlers für die Aermsten der Armen: „Keiner darf in diesem Winter frieren, keiner darf hungern." Diese Mahnung gilt aber im Winter auch besonders unserer heimischen Vogelwelt gegenüber. Vogelschutz ist Dienst am Volk. Auch für die gefiederte Welt bedeutet der Winter bittere Notzeit, besonders wenn Rauhreis Schnee und Eis den Tisch der Vogelwelt in ihren Bann schlagen. Solange der Boden von Schnee und Eis frei ist, gibt es für den stets hungrigen Magen noch allerlei an Beeren, Insektenlarven und Jnsek- teneiern und -Puppen, sowie Unkrautsamen zu finden und man soll nicht zu früh und wenn es noch nicht notwendig ist, zuviel füttern, damit die Vögel ihrer eigentlichen Zweckbestimmung nicht entwöhnt werden, nämlich dem Vertilgen der Schädlinge in Tier- und Pflanzenreich. Es wäre jedoch vollständig verfehlt, wollte man die Futterstellen erst einrichten, wenn schon starker Schneefall, Rauhreif und Glatteis über Nacht die Ritzen der Stämme und damit die Nahrungsquellen der Vögel verschließen. Dann sieht man die armen Sänger'mit gesträubtem Gefieder hungrig und frierend umhersitzen und oft vergebens nach etwas Genießbarem Umschau halten. Anhaltende Erntbeh- rungen raffen aber in kurzer Zeit tausende unserer gefieberten Freunde dahin. Man sorge daher schon frühzeitig für geeignete Futterstellen und gewöhne die Vögel vorerst durch geringe Gütermengen an die Futterplätze. Besonders hinfällig sind sämtliche Meisenarten, die doch nun einmal zu unseren nützlichsten Vögeln zählen. Die körperliche Konstitution der Kleinvögel bedingt eine dauernde Nahrungszufuhr und das um so mehr bei Kälte, so daß schon eine Unterbrechung von 1 bis 2 Tagen — da bei nur 8 Stunden Tageslicht die Nahrungsaufnahme ohnehin beschränkt ist — den sicheren Tod durch Ermattung herbeiführt. Daher können sich nur diejenigen Vögel erhalten, denen eine Stelle bekannt ist, wo sie unabhängig vom Wetter und der Auf- merkjamkeit der Menschen etwas trockenes Futter finden. Für unser Wirtschaftsleben, insbesondere für Forst- und Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau ist ein wirksamer Vogelschutz unbedingt notwendig, ja eine Lebensfrage, ob es gelingen wird, die alles zerstörenden Schädlinge in Schranken zu halten. Um den Lesern ein Bild von dem außerordentlichen Nutzen der schon erwähnten Meisen zu geben, erwähne ich eine amtliche Feststellung der Biologischen Reichsanstalt zu Dahlem bei Berlin, wonach eine einzige Meisenfamilie — deren Kinderzahl ja bekanntlich bis zu 13 Stück beträgt — jährlich wenigstens einen Zentner lebende Insekten oder entsprechend 120 Millionen Jnsekteneier oder 150 000 Raupen vertilgt. Ein einziges Pärchen im Obstgarten ist ein besserer Schutz gegen alles Ungeziefer, als alle die vielen angepriesenen chemischen Mittel. Man suche daher durch Aufhängen von Nistkästen und Nisthöhlen die gefiederte Wald- und Feldpolizei anzusiedeln. — Für die sachgemäße Durchführung eines wirksamen Wintervogelschutzes ist die Beachtung folgender Winke unerläßlich: 1. W o füttere i ch ? Der Futterplatz muß völlig wettersicher sein, damit bei Schneetreiben und Rauhreif das Futter den Vögeln in bester Beschaffenheit und trocken an einem geschützten Orte zugänglich ist. Am geeignetsten für eine wettersichere Futterstelle ist ein weitüberspringendes Dach. Dort bringt man in Höhe des Dachrandes ein großes Futterbrett wagerecht an, so daß die Vögel von unten einfliegen können. Weitere geeignete Stellen sind Untersahrten, Gartenlauben, geschützte Balkons und Schuppen. Von den im Handel erhältlichen Futterkrippen sind die nach dem System des Freiherrn v. Berlepsch erbauten empfehlenswert. 2. W ie füttere i ch ? Soll die Vogelfütterung ihren Zweck erfüllen, so muß sie täglich und regelmäßig geschehen: denn die an einen bestimmten Futterplatz gewöhnten Vögel werden beim Fehlen Sammlung für das WinlMsswerk erlaubt Belt.: Sammlung von Lebensrnitteln und Geldspenden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß jeg- Uche Sammeltätigkeit zu unterbleiben hat. Es dürfen nur NS.-Volkswohlfahrl und die von ihr beauftragten Organisationen mit den amtlichen Sammellisten sammeln. Allen anderen Organisationen, SA., SS., t)3.» Jungvolk, Bb2H., ist das Sammeln für eigene Zwecke und Sonderveranstaltungen untersagt. Gegen jegliche Nebertretung dieser Anordnung wird rücksichtslos vorgegangen werden. Die Kreisleitung der NSDAP.: gez. Dr. Harth. Kreisführung des WHW.: Klöß, Kreisführer. Erledigung MererLandessteumülkstände. In einem anfangs November in der Presse veröffentlichten Aufruf habe ich die Erwartung ausgesprochen, daß alle Dolksgenossen, die zur Mitarbeit am Aufbau des neuen Reiches bereit find, von der durch den Erlaß der hessischen Regierung vom 19. Oktober 1933 gebotenen Möglichkeit, sich von den rückständigen Landessteuern zu befreien, Gebrauch machen werden, um eine pünktliche Entrichtung der laufenden Steuern zu erreichen. Die von dem Finanzamt zu diesem Zweck ergangenen Aufforderungen sind nicht sämtlich beachtet worden. Ich führe dies darauf zurück, daß in der Oesfentlichkeit weitere steuerliche Ermäßigungsrnöglichkeiten durch Flüssigmachung von Steuerrückständen für die Arbeitsbeschaffung erwartet wurden. Die bisher nur für Rückstände an Reichssteuern in Frage kommenden Lrlaßmöglichkeiten sind nunmehr auch unter gewissen Voraussetzungen auf die Landessteuerrückstände, die vor dem 1. Januar 1933 fällig geworden waren, ausgedehnt worden. Ich nehme deshalb nochmals Veranlassung, auf diese sich nicht wiederholende Möglichkeit zur Tilgung älterer Steuerrückstände nachdrücklichst hinzuweisen. Mit geradezu beispiellosem Mut hat sich die neue Regierung an den Abbau des bisherigen drückenden Steuersystems herangewagt, es muß deshalb gefordert werden, daß die Bevölkerung ihrerseits die anfallenden Steuern pünktlich entrichtet, damit die Durchführung der geplanten Steuerreform nicht gefährdet wird. TDer sich den steuerlichen Verpflichtungen entzieht, stellt sich damit außerhalb der Volksgemeinschaft, wer jetzt nicht diese letzte Gelegenheit ergreift, um seine Steuerrürfftänöe zu bereinigen, muß gewärtig fein, daß diese ohne einen Nachlaß von Zinsen und Kosten mit allen Mitteln von dem Finanzamt beigetrieben werden. Gez: Dr. Harth, Kreisleiter. des Futters an Tagen mit starkem Rauhreif, Glatteis und hohem Schnee selten die Kraft aufbringen, um noch lange nach anderen Futtergelegenheiten zu suchen. 3. Was soll ich füttern? Alle Jnsekten- und Körnerfrejser bevorzugen fetthaltige Stoffe z. B. reines Fett, Talg, ungesalzenen Speck und ölhaltige Sämereien, wie Hanf, Mohn, Sonnenblumenkerne und Leinsamen. Rübsen wird von den meisten Vögeln wegen feines meist bitteren Geschmackes nicht gern genommen. Das Füttern der Vögel mit Brot oder Kartoffeln ist auf alle Fälle zu vermeiden, da besonders Brot leicht säuert und die meisten Vögel eingehen, wenn sie diese Futtermittel in nassem Zustande fressen. Von allen Vögeln gerne genommen und in den meisten Futterapparaten ver- oendbar ist eine Futtermischung, die annähernd zu gleichen Teilen aus Fett und gemischtem Körner- sutter besteht. Im Handel befindet sich diese Zu- fammenftellung unter dem Namen Futterküchen und Futterringe. Die Herstellung kann jeder selbst vornehmen. Man mische 250 Gramm ganzen Hanf, 10 Gramm gebrochenen Hafer (grobe Hafergrütze ober Haferslocken), 200 Gramm gemahlenes Brot, 100 Gramm Mohnsamen, 100 Gramm weiße Hirse, 100 Gramm getrocknete Holunberbeeren unb 200 Gramm Sonnenblumen ferne. Diese Mischung wirb mit 2% Pfund siedendem ungesalzenem Rinder- und Hammeltalg übergossen und nach gutem Durchrühren erkalten lassen oder in handliche Formen gegossen. Die erstarrte Masse ist dann für unsere Schützlinge ein sparsames und äußerst bekömmliches Winterfutter. Mit der angegebenen Mischung kann man auch den geplünderten Weihnachtsbaum begießen und an geschützter Stelle aufstellen. Ganze Scharen von Vögeln tummeln sich dann auf dem Baume. Durch das Fett werden alle Futterstoffe gegen Ver- derben und Feuchtwerden geschützt und das Fett selbst ist als wärmeerzeugender Futterstoff den Vögeln besonders zuträglich. Die Futtermasse wird zerkleinert und in die Futterapparate, Krippen und Häuschen gebracht. Allgemein gilt für die Winterfütterungsapparate, daß in Bezirken, wo sie zum ersten Male Verwendung finden, die Vögel durch Ausstreuen von Futter in ihrer Nähe unb auf die Apparate usw. anzulocken sinb. Billiges Streufutter, bas besonders auf dem Lande zu haben ist, bilden Dreschrückstände und Heusamen. Sichtbar hangende Speckschwarten und grüne Nadelholzzweige ziehen die Vögel ebenfalls an._________________________ Das den Vögeln gebotene Wasser muß in einem von großmaschigem Sieb überdeckten Trinkgefäß gereicht werden, da die Tiere sonst darin baden und durch das schnelle Gefrieren bas Wasser im Gefieber flugunfähig und dann leicht ein Opfer ihrer Feinde werden. Ausfallende Sprechstunden. Das Staatspresseamt teilt mit: Die Sprechstunden des Herrn Staatsmini st ers fallen am Samstag, 23. Dezember 1933, und zwischen den Jahren aus; desgleichen die Sprechstunden sämtlicher Ministerialabteilungen in der gleichen Zeit. Oie Crbgesundheitsgerichte in Hessen. Durch Verordnung des Hessischen Staatsministers Jung vom 18. Dezember werden in Hessen folgende Erbgesundheitsgerichte eingerichtet: beim Amtsgericht in Offenbach für den Bezirk der Provinz Starkenburg, in Gießen für den Bezirk der Provinz Oberhessen und m Worms für den Bezirk der Provinz Rheinhessen. Das Erbgesundheits-Obergericht für Hessen wird beim Oberlandesgericht Darmstadt gebildet. Winterhilfswerk! Betr.: Fettscheine. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Gutscheine für Schweineschmalz nur bei den von den Drtsgruppenroaltern bekanntgegebenen Metzgereien eingelöst werden. Heil Hitler! gez. K l ö ß , Kreiswalter der NSV. F.d.R.: gez. Mo Haupt, Kreisgeschäftsführer. NG-DolkSwohlfahrt Gießen Süd. Am Freitag, 22. Dezember, werden im Hotel Hop- feld (Saal) Zucker und Mehl an alle Hilfsbedürftigen ber Ortsgruppe Gießen-Süb ausgegeben, unb zwar von 1430 bis 16.30 Uhr für die Zellen 4, 5 und 6, von 16.30 bis 18.30 Uhr für die Zellen 1, 2 unb 3. Heil Hitler! Gez.: Friedel, Ortsgruppenwalter. EinWerhnachtsbaum in jedemHauS... Die Ministerialabteilung für Bilbungswesen, Kultus, Kunst unb Volkstum hat folgenden Erlaß an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und an die Stadt- und Kreisschulämter gerichtet:__________________ „Eure lieben Briefe, geschmückt mit so lieblichen Blümlein und zierlichen Buchstaben, haben mir und der kleinen Notburga eine so große Freude gemacht, daß ich mich am liebsten gleich in die Eisenbahn gesetzt hätte, um über Würzburg nach Eubigheim zu fahren, um Euch zu besuchen. Ihr habt mir ja so schöne Landkarten darauf gemalt, daß man gar nicht irre gehen kann, und habt mir so schön von Eurer schönen Heimat, Eurem Dorf, Euren Bergen, von wo man so schön auf Bretzingen herunterschauen kann, erzählt, daß es einem Malersmann schwer wird, es länger in der rußigen Stadt auszuhalten ... Ich verspreche Euch, so wie ich es machen kann, Euch im schönen Erfgrund einmal heimzujuchen ...' . . ri ..... Durch diesen Briefwechsel war innigste Fühlung hergejtellt zwischen unserem Dorf und dem Nürnberger Meister. Und als in den Vorweihnachts- tagen große Sendungen ankamen aus München und Nürnberg mit vielen Bildern und Büchern von Rudolf Schiestl, da war die Freude im Dorf groß. Und alle, die Albrecht Dürer und Hans Thoma sahen, kommen nun, Rudolf Schiestls Bilder zu schauen. Schulklassen aus Nachbarorten kommen, lernbegierige Jungbauerngruppen, die Männer vom Gejangverein füllen an einem Abend den Raum und werden des Schauens nicht müde. Und am Sonntag nachmittag sitzt manch einer statt beim Karten- jpiel einmal vor den Bildern seiner Heimat: Ehrfurcht vor dem Schaffen deutscher Maler steigt in ihm auf und neue Liebe zum heimischen Boden. Und aufmerksam lauschen die Besucher, wenn ich einiges berichte vom Werdegang des Künstlers: vom alten Bildschnitzer Mathäus Schiestl, der aus dem Zillertal stammte und über Salzburg nach Würzburg kam, von den drei Brüdern Heinrich, Mathäus und Rudolf. Man einer nimmt zum Nachlesen das schöne Büchlein „Die drei Brüder Schiestl" mit, manch einer freut sich des Brögerschen Legendenbuchs „Die vierzehn Nothelfer", die unser Meister mit so schönen Holzschnitten geschmückt hat. Und eines schönen Nachmittags um die Weihnachtszeit, kommen die Lehrer der Umgegend in der Rudolf-Schiestl-Bilderstube zusammen. Da wird geschaut, erzählt, gesungen unb gelesen. Die weihnachtliche Bilderstube weitet sich zur großen fränkischen Heimat. Geschichte, Kunst und Kultur der fränkischen Landschaft lassen wir auferstehen vor uns. Wir lesen zur Weihnachtsfeier aus Büchern unserer alten fränkischen Dichter: Wolfram und Walter, Hans Sachs und Jean Paul. Und wir gedenken der heutigen fränkischen Dichter: Wilhelm Weigand und Benno Rüttenauer, Maximilian Dauthendey und Julius Maria Becker, Leo Weis- mantel, Karl Bröger und Friedrich Schnack. Wir erzählen von unseren Sommersahrten durch unser Frankenland; von Würzburg, der Stadt Riemenschneiders und Balthasar Neumanns; von Bamberg, der Stadt des großen deutschen Domes; von Nürnberg der Stadt Dürers. Und dabei sind wir umgeben von Rudolf Schiestls Bauerngestalten, Hirten, Walljahrern und Bettlern, von seinen Maindörfern und Hopfenhäusern, Spargeläckern und Wallfahrts- landschasten. Wenn der Abend sich blau über die Dächer des Dorfes senkt, dann zünden wir noch einmal in unserer Bilderstube den Weihnachtsbaum an: O ja, Weihnachten auf dem Dorf kann etwas Wunder- bares fein! (Siner der letzten Reiter von MarS-la-Tour. Die Zeit fordert unerbittlich ihren Tribut von uns. Der Kreis ber Veteranen von 1870/71 wird immer enger, einer nach dem anderen muß zum letzten großen Appell. Vor einigen Tagen ging durch die Presse eine kurze Meldung, daß von den Teilnehmern an dem berühmten Todesritt von Mars-la-Tour der letzte gestorben fei. Diese Meldung beruht auf einem Irrtum. Es leben von den alten Reitern noch mehrere. Einer von ihnen ist der Berliner Rudolf Hiemke, ein Greis im hoben Alter von 84 Jahren, aber noch gesund und rüstig, der im Haushalt seiner Enkeltochter einen gejegneten Lebensabend verbringt. Wirtschaftliche Sorgen hat er nicht, denn er war 46 Jahre lang im Dienste ber Post als Oberpostschafsner unb bezieht natürlich seine kleine aber auskömmliche Pension. Er hat auch noch gar keine Lust, in die große Armee einjutreten, denn er sei ja „erst" 84 Jahre alt unb fein Großvater ist 108 Jahre alt geworden. Er hat gedient beim 1. Brandenburgifchen Ulanen- regiment Kaiser von Rußland Nr. 3, unb zwar trat er in das Regiment 1868 als Freiwilliger ein. Vier Jahre später hot er als Gefreiter seinen Abschied genommen. Sein Ulanenregiment kam gleich bei Hiiler schasst Arbeit! weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeils- beschasfungsprogramm: Tagewerk« auf der Maßnahme: Baustellen Entwässerung und Kultivierung von Oedland Gemeinde S t r e i t b e r g HOO Acker- u. wiefendränage Gemeinde Rüche n b a ch 1200 Acker- und Wiesendränage Gemeinde Misselberg 300 Prosilerweiterung der Nidda und Herstellung der Durchstiche Gemeinde Nie- derslorstadt 13500 Bachregulierung und Wiesenmeliorationen Gemeinde Quotshausen 1200 Bachregulierung und Wiesenmeliorationen Gemeinde Breidenbach 5000 Bachregulierung und vorflutbefchassung in der Gemeinde Nieder-Mörten 1100 Es ist der Wunsch ber Reichsführung für das Winterhilfswerk, daß jedes deutsche Haus ein Weih« nachtsbäurnchen erhält. In Zusammenarbeit der Schulleitungen mit dem Nationalsozialistischen Leh- rerbunb, bem Führer des örtlichen Winterhilfswer. kes und den politischen (Bau-, Kreis- und Ortsgrup« penführern ist dafür Sorge zu tragen, daß am letz» ten Schultage vor den Weihnachtsferien die erforderliche Anzahl kleiner Weihnachtsbäumchen durch die Schulkinder geschmückt und den Bedürftigen ins Haus gebracht wird. NSBO. - Kreisbetriebszellenabteilung Gießen. Sämtliche Aufnahmen zur NSBO. von Arbeitgebern, die Parteigenossen sind, müssen durch die zuständigen Kreisbetriebszellen-Abteilungen an dis Gaubetriebszellenleitung jeweils gesammelt eingereicht werden. Die Aufnahmegebühren werden durch die Gaubetriebszellenabteilung von den einzelnen Antragstellern direkt erhoben. In jedem Falle ist die Mitgliedsnummer der NSDAP, auf bem Aufnahme» jchein anzugeben. Aufnahme als Einzelmilglied in die Deutsche Arbeitsfront. Es wirb nochmals darauf hingewiefen, baß ab 1. Januar 1934 eine Sperre für die gesamte Arbeitsfront eintritt. Aus diesem Grunde wollen sofort die noch Außenstehenden ihre Einzelmitgliebschaft für dis Deutsche Arbeitsfront bei den zuständigen NSBO.« Stellen beantragen. Heil Hitler! Gez.: Wagner, Kreisbetriebszellenobmann. F.d.R.: Hahn, stellv. Kreisbetriebszellenobmann« Ehrung der alten Parteigenossen des Führers. In einer Generalversammlung der Gießener Ortsgruppen der NSDAP, am morgigen Samstag, 20.15 Uhr, im Cafö Leib, zu der allen Mitgliedern das Erscheinen zur Pflicht gemacht ist, sollen die alten Mitglieder der NSDAP., die un« unterbrochen Mitglied waren unb die Mitglieds- nummer unter 100 000 haben, durch die lieber« reichung des vom Führer gestifteten Ehrenzeichens ausgezeichnet werden. Es handelt sich dabei uni folgende Herren: Adam Lotz, Fritz Walter, Heinrich K 1 ö ß, Georg E r m e r t, August Horn, Heinz Horn, Hermann Stoll, Willy Wenderoth, Franz S o l d a n und Jean Bullmann, sämtlich in Gießen, ferner Otto Keilaus Ettingshausen, Diese alte Garde des Führers im Gießener Kreis hat in den Jahren der schwersten Kämpfe der NSDAP, große Opfer aller Art für ihre (Befolg*« mannstreue gebracht und unter den Machthabei-n des früheren Systems vielfache Verfolgungen unb Schädigungen erdulden müssen. Das besonders Schwergewicht dieser leidensvollen Kampfzeit ruhte natürlich auf den Männern, die damals ganz besonders im Vordergrund standen, unter ihnen na- Beginn des Krieges in die vorderste Front und stand schon am 7.August 1870 bei Forbach im Ge- fecht. Am 14., 16. und 18. August folgten bann bi« Kämpfe vor Metz, bei benen Hiemke durch einen Säbelhieb am rechten Zeigefinger verwundet wurde. Sonst hat er den Krieg gut überstanden. Er erklärte, daß die französischen MitraiUeusen, die Ku- gelfpritzen damals schrecklich unter den deutschen Truppen aufgeräumt haben. Er hält aber das Gefecht von Mars-la-Tour nicht für die schwerst« Kampfhandlung, an der er beteiligt war, für sein Regiment sei das Gefecht bei Saint Privat, das zwei Tage später stattfand, viel schlimmer gewesen. Seinen Militärpaß hat die Familie sorgfältig aufhoben. Daraus geht hervor, daß er gut ein Dutzend Gefechte mitgemacht hat. Nach den Kämpfen um Metz stand sein Regiment bei Orleans, bei L« Mans, bei Vieille im Feuer, und die jetzigen Gefechte, bei denen Ulanen eingesetzt wurden, fanden noch im Januar 1871 statt. Hiemke hat an allen Gefechten teilgenommen unb die Verdienstmedaille sowie das Eiserne Kreuz bekommen. Im Weltkrieg standen seine Söhne an der Front. Zu seinem 80. Geburtstag hat der alte Veteran ein Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten von Hindenburg erhalten. Festschriften. — Das Weihnachtsheft des „I n s e l f ch i f f 5* bringt aus der diesjährigen Produktion des Verlages eine Fülle wertvoller Proben deutschen und ausländischen Schrifttums aus alter und neuer Zeit. Zum Beispiel: eine Anzahl von Lutherbriefen (an Staupitz, Spalatin unb den Erzbischof Albrecht von Mainz) aus einem von Reinhard Buchwald besorgten neuen Auswahlband; zwei sehr schöne Gedichte aus dem Nachlaß von Rilke; drei Kapitel aus Carossas Lebensgedenkbuch „Führung und Geleit", auf das schon mehrfach an dieser Stelle hingewiesen wurde; zwei Lieder aus der berühmten Manessischen Handschrift; Proben aus Waggerls neuem Ro- man „Das Jahr des Herrn"; Gedanken und Aussprüche aus dem Bismarck-Brevier der Insel- Bücherei eine flämische Geschichte aus der „Bunten Schüssel" von Timmermans, ein Gedicht von Friedrich Schnack, dessen Roman „Der (Sternenbaum* jetzt in ben Familienblättern erscheint; und ein« Winterlandschaft In Prosa aus bem Roman „Eines Mannes Weg" von Frans Eemil Sillanpää. menttich auf Herrn Adam Lotz von hier, der von 1927 bis 1931 als Gießener Drtsgruppenleiter und zugleich als Kreisleiter de» -reise» Gießen an der Spitze der nationalsozialistischen Organisation in unserer engeren Heimat stand. Die morgige Ehrung burd) die Parteiorganisation wird diesen elf alten Mititreitern Adolf Hitlers die wohlverdiente Anerkennung für ihre Treue zum Führer bringen. Hiller Zungen-Kamerabschaft. Die Pressestelle des Oberbannführers der Hiller- Lugend teilt mit: Die Hiller-Jugend hat es sich an diesen Weih- nachten zur Pflicht gemacht, keinen ihrer Kameraden ohne Freude beiseite stehen zu lassen. Die Eltern und die Erwachsenen überhaupt werden gebeten, den Hitler-Lungen bei dieser ihrer Aufgabe zu helfen und ihre Parole wahrnehmen zu laßen: Keinen Hitler-Lungen an Weihnachten ohne Freude im Kameradenkrei»!" Chokalblasen vom Turm her Stadt- kirche am £ eiligen Abend. Der neugeschaffene Musikzug der Gießener Hitlerjugend wird am Heiligen Abend um 16 30 Uhr vom Turm der Stadtkirche folgende Choräle zu Gehör bringen: 1. Lobt Gott ihr Christen allzugleich. 2. Dom Himmel hoch: 3. Stille Nacht und 4. O du fröhliche. Das Choralblosen wird an anderen Sonntagen Wiederholung finden. Kmberbescherung beim Llnleroffizier- korps unseres Bataillons. Am Mittwoch fand in den Räumen de» Unteroffizier-Kasinos in der Reuen Kaserne die Bescherung der Kinder der Unteroffiziere und 10 Kmder der NS -Dolkswohlfahrt statt. Bei Kaffee und Ku- chen und herrlichen Weihnacktsliedern, gespielt von einem Teil des Musikkorps I./15, ließen es sich die Kleinen in den ausoeschmückten Räumen des Unter- offizier-Kasinos wohlgefallen. Dann kam die lieber- raschung: Der Weihnachtsmann! Für alle Kinder hatte er schöne Spielsachen und einen Geschenk- beutel mit Weihnachtsgebälk. Die Kinder der NS.- Dolkswohlfahrt erhielten außerdem je einen v-r- schloffenen Briefumschlag, der 5 Mark enthielt. Die Freude war groß! Weihnachtsfeier im Zechtverem „Waisenschuh". Gestern nachmittag bereitete der Zweigoerein Gießen des Hessischen Fechtvereins „Waisenschutz" 30 Halbwaisen aus unserer Stadt eine Weihnachtsbescherung in der Kinderkrippe des Evangelischen Schwesternhauses. Rach einer kurzen Weihnacht»- ondacht unter dem lichtergeschmückten Tannenbaum, bei der Pfarrer Ausfeld den Kindern in anschaulicher Weise die Weihnachtsgeschichte nahe- brachte, wurden 30 Kinder zur Bescherung an den Gabentisch geführt. Jedes Kind erhielt ein Paar gute Schuhe, ferner mancherlei Weihnachtsgebäck. Die fd)ön hergerichteten Geschenkpakete wurden von den Kindern und ihren erwachsenen Begleitern mit herzlicher Dankbarkeit für den „Waisenschutz" entgeaengenomme». Die Feier, der auch eine Anzahl Borstandsmitglieder des Vereins beiwohnten, offenbarte wieder die segensreiche Tätigkeit des Vereins. W i nach en im GießenerSiadiiheale Au» dem Stadttheatcrdüro wird uns berichtet: Dav Stadttheater hat für die Weihnachtsfeiertage einen abwechslungsreichen Spielplan aufgestellt, der den Wünschen jedes Theaterfreundes in jeher Weife gerecht wird. Den Auftakt des Festes bildet am Sonntag, 24. Dezember, die Aufführung des lustigen Mär- chenspiels mit Gesang und lanr „Schneeweißchen und Rosenrof Hermann Steuer hat für kindliche Art des Märchcn-Bühnenzaubers eine leichte, glückliche Hand und eine gute Portion Phantasie; es fällt ihm immer etwas hübsches und überraschen- Des ein, so daß das junge Volk schon In rechter Märchenstimmung ist, ehe unser Märchenonkel Karl D o l ck das Märchen recht begonnen hat. Konzertmeister Franz K e r z i s n i k, der auch die musikalische Leitung hat, stellte eine Märchenmusik zusammen, die in ihren bekannten Melodien allen Kindern geläufig ist. Hannah Spohr füllt das lustige Spiel mit hübschen Kindertänzen, die von Kindern für Kinder gedacht find. Karl Löfflers Bühnenbilder lassen die Märchenwelt entstehen, wie sie kindlichem Glauben entsprechen. Es ist eine» von jenen Weihnachtsmärchen, die den Kindern die Auaen blank und die Backen feurig machen. Und auch den Zeitverhällnissen hat die Intendanz Rechnung getragen. Die Theaterleitung geht von dem Grundsatz aus: ,Hcdem Kind sein Weihnachtsmärchen!". Die Preise für dos Märchen sind daher die denkbar kleinsten und zwar non 0,30 bis 1,50 Mark. Spieldauer von 15 bi« 17,30 Uhr. Am Montag, 25 Dezember (1. Weihnachtsfeier- log) kommt um 19 Uhr die Operette: „Anneliese von Dessau" von Keßler-Winterbero unter Heinrich Hub» Spielleitung zur Erstaufführung. Die Anneliese von Dessau" ist wie geschaffen für die heutige Seit; die Textfassung geschickt angelegt und voesievoll ausgestaltet. Winteroero schrieb die Musik gewissenhaft, flüssig, mit modulationsreichen Einfällen über den Rahmen der seichten Operette hinaus. Die Grundhaltung diese» musikalischen Lust- spiel» ist so bewußt deutsch, so entzückend gestaltet, frisch und fröhlich, daß der forsche Fürst Leopold, Der spätere „alte Dessauer", und seine Anneliese da» Ziel unserer Theaterbesucher fein werden, um in bester Stimmung einen unterhaltenden, gediegenen Weihnachtsabend im Theater zu verbringen. Am Dirigentenpult Kapellmeister Fritz C u f 6 , für die Einstudierung der Tänze zeichnet Hannah Spohr. Die Erstaufführung ist außer Abonnement und zu ermäßigten Operettenpreisen. Ende 22 Uhr. Dienstag. 26. Dezember (2. Weihnachtstag), van 15 bi» 17.30 Uhr, eine Wiederholung des Weih- nachtsmärchen» „Schneeweißchen und Rosenrot" tu kleinen Preisen von 0,30 bi* 1.50 Mark. 19 Uhr hat die Intendanz die letzte Wiederholung der klassischen Operette „Wiener Blut" von Johann Strauß angesetzt. Spielleitung Paul Wrede: musikalische Leitung: Kapellmeister Fritz 6 u j * : choreogravhi- sche Leitung der großen Tanz- und Balletieinlagen: Ballettmeister Theo B ä u l k e. Kleine Preise von 0,50 bl» 2,50 Mark. Ende 21,30 Uhr. Dottskundltche Darbietungen im Siebener Stadttbeater. Am Samstag, 13. Januar, und Sonntag, 14. Januar, nachmittag», finden Im hiesigen otabl- thealer unter Leitung von Georg Heß (Veibqcftern) DolMimMutw Darbtet ngen ftatt Unter Mitwirkung von Schwälmern, Schlitzern, Morburaern, Trachtenträgern au» der Rhon, Katzenbergern (Kreis Alsseld) und Hüttenbergern. Insgesamt etwa 60 bodenständige Trachtentrager, kommen im ersten I Teil der Veranstaltung Dialekt-Gedichte und «tte Mundart und Zweisprachigkeit Vortrag im Gau Ausland des AS-LehrerbunbeS. Der Gau Ausland im R a t i o n a l f o z I a - liftIjchen Lehrerbund de» Kreises Gießen beschloß am Mittwoch in der neuen Pestalozzischule mit einem weiteren Vortragsabend seine Arbett im ersten Jahre» seines Bestehens. Gleichzettig wurde mtt diesem Vortrag auch der Vortragszyklus von ttretsschulrat Or. Lenh über bas Problem der Zweisprachigkeit beschlossen. Den Ausführungen des Redners in diesem letzten Dortrag sei folgendes entnommen: Zweisprachigkeit sei bereits da anzutreffen, wo eine ausgesprochene Mundart auf die hochdeutsche Sprache treffe. Bei der Behandlung de» Thema» „Mundart und Zweifprachigkeit" gelte es, das Problem der Zweisprachigkeit innerhalb eines an sich geschlossenen Sprachgebiete» zu betrachten. Mundart sei in den Gegenden, in denen Dialekt gesprochen werde, Muttersprache. Dem Umstand der Zweisprachigkeit de» Landkindes sei von der psychologi- jchcn Seite her noch nicht genügend Rechnung getragen. Es müsse in erster Linie berücksichtigt wer- den, daß das Kind in seiner Muttersprache fühle und denke. In Preußen habe man deshalb den Gedanken der Munbartpfleye schon im Jahre 1919 aufgegriffen und besonders in niederdeutschen Schulen die plattdeutsche Mundart in den Unterricht eingefügt. Der Lehrer müsse allerdings die Mundart beherrschen und mit ihr im Geiste verbunden (ein. Bei den In Preußen vorherrschenden Gedanken- gangen über die Pflege der Mundart werde allerdings mehr davon ausgegangen, in der Mundart ein Mittel zu sehen, mit dem ein bestimmte» Erziehungsziel leichter erreicht werden solle. Psychologische Erwägungen stünden weniger im Vordergrund. Die Mundart fei dem Landkinde ureigenste» Besitztum, von dem aus sich da» Kind die Melk erobere. Jedes der Mundart fremde Wort mache das Sind stutzig und mißtrauisch. Es tausche ungern seine eigenen Worte gegen andere ein. Der Zwang ;um fremden Wort mache bas Canbfinb stumm, raube ihm die sonst so natürliche und ungehemmte Sprechfreude. Wenn auch die deutschen Mundarten und die hochdeutsche Sprache miteinander verwandt seien, o sei eine vorhandene Zweisprachigkeit doch nicht zu leugnen. Man vergegenwärtige sich, wie schwer eine Mundart zu lernen sei. Am schwersten fei Holländisch zu lernen, obwohl gerade diese Sprache der deutschen am verwandtesten sei. Fremde Sprachen eien demgegenüber viel leichter zu erfassen. Da» Lernen einer fremden Sprache bedeute Mechanik, das Erlernen einer der Muttersprache verwandten Sprache aber Feinmechanik. Sprache ei mehr als Sprechen. Sprache sei Ausdruck völki- chen Gefühls, Aulturfaktor und von Vätern ererbtes Gut. Wenn heute zum Beispiel in Elsaß ober in Südtirol die Kinder Französisch bzw. Italienisch lernen sollten, und zwar unter völliger Anschaltung der Muttersprache, so bedeute das ein großes Unrecht, weil das Recht auf Muttersprache ein natürliches und unantastbare» Recht des Menschen feit. Don einer Mundart zu einer arllremd"n Sprache führe überhaupt fein Weg. Es frage sich nun, ob bei zweisprachigen .'and- I linbern ebensolche Störungen aufträten, wie sie bei Untersuchungen in den schulen von Wale» an Kindern festgestellt worden seien. Da» viel beklagte verstummen der Sinder nach einigen Wochen de» ersten Schulbesuche» lasse daraus schließen, daß Hemmungen vorhanden seien, die durch die rlebersetzung der Mundart mit der hochdeutschen Sprache ausgetöft war- den seien. Es könne sehr wohl sein, daß von dieser Art der Zweisprachigkeit ein schädlicher Einfluß ausgehe, denn die Möglichkeit, daß das Kind feine Mundart als minderwertig betrachte, sei durchaus gegeben. Dieses Minderwertigkeitsgefühl könne im Gefolge Haven, daß das Landkino auch feine Leistungen für minderwertig halte. Mundart beeinflusse naturgemäß auch die Reinheit des hochdeutschen Ausdrucks. Die Sprache des- fen, der in der Jugend Mundart sprach, werde immer mundartlich gefärbt bleiben. Auf manche» Landkind wirke bei allzu plötzlicher Heranbringung des Hochdeutschen bas Hochdeutsche wie eine fremde Sprache. Diese Erscheinung trete besonders bei Kindern der jüngsten Jahraänge auf. Die Auswirkung dessen sei, um ein Beispiel zu gebrauchen, so, als ob sich Meltau auf einen blühenden Daum senke. Andererseits wirke die Mundart ständig befruchtend auf die hochdeutsche Sprache. In den ersten Schuljahren solle die Mundart insbesondere beim Sprechen gepflegt werden. Dabei dürfte die Mundart nicht etwa nur als geduldet gelten. Das Rechtschreiben werde unter diesem Umstand naturgemäß zunächst leiden. Später aber vollziehe sich die Uebersetzung um so leichter, da ja bas Kind bann auf bem festen Urgrund seiner Muttersprache aufbauen könne. Das Gefühlsleben des Kindes auf dem Lande fei mit der Mundart auf bas innigste verbunden; weniger die Intelligenz. Das mundartliche Gedicht finde schnell ;um Herzen des Kindes, der mundartsprechende Lehrer gewinne die Kinder Im Fluge für sich, weil sich alle» geistige Sein und Leben auf die Heimatsprache und den Heimatboden gründe. Unmittelbare Erlebniswerte fänden immer in der Mundart ihren charakteristischen Ausdruck. Dabei empfinde das Kind stärker und reiner als der erwachsene Mensch. Die Trennung des Gefühls und des Intellekts in der Sprache fei völlig klar. Das Volk fei allein in feiner Mundart schöpferisch. Die plötzliche Herantragung des Hochdeutschen an die Mundart lasse Störungen unvermeidlich werden; dabei werde die neue Sprache nie ganz begriffen. Eine Ueberleitung dürfe nur allmählich geschehen, wenn das quicklebende Wesen im Kinde nicht stumpf gemacht werden solle. Mundart und hochdeutsch mühten sich In logi- scher Folge ergänzen, wenn dem Kinde die volle Kraft und die unbeschränkte Fähigkeit de» Ausdrucks erhalten bleiben solle. (tiebh. Beifall.) Der Vortrag löste eine reae Aussprache aus, in der insbesondere praktische Erfahrungen ausgetauscht wurden, die In ihrer Gesamtheit die Ausführungen des Redners beftätiaten. Mit den heften Wünschen für das Weihnachtsfest und für die Arbeit im kommenden Jahre schloß Kreisschulrat Dr. Henß den interessanten Abend. Spinnstubenlieder zum Vortrag, außerdem gelan- en die für die einzelnen Trachtenträger typischen Volkstänze zur Ausführung. Der zweite Teil der Veranstaltung zeigt drei Bilder aus der Zeit vor, während und nach der Spinnstube. Die ganze Gruppe geht am folgenden Montag weiter an bas Lanbestheater Darmftabt. Ferner werben in den darauf folgenden Tagen die Städte Maitzz, Worms und Frankfurt a. M. besucht. Verwa'.lungsstreilsachen vor fern P.ovinz a ausschuß. 3n der öffentlichen Sitzung des Provinzialaus» chuffes der Provinz Oderhesfen am vorigen Samstag kamen folgende Derwaltungsstreitsachen zur Derhandung: Eine Klage des Bezirksfürsorgeverbandes Afchaf- fendurg-Stabt gegen ben ßanbesfürforgeoerbanb Hessen, vertreten durch ben Bezirksfürforgeverbanb des Kreises Friedberg, auf Erstattung von Fürsorge- aufroenbungen für Arthur Eichenbaum, aus Reutlingen, würbe als unbegrünbet kostenpflichtig zurückgewiesen. Die Klage bes Bezirkssürsorgeverbanbes bes Landkreise» Wetzlar, vertreten burd) ben Bürgermeister in Wetzlar, gegen ben Bezirksfürsorgever- banb bes Kreise» Friedberg wegen Erstattung von Krankenhauskosten für ben Melker Friebrich Lück au» Gronau, wurde ebenfalls kostenpflichtig zurückgewiesen. Der Landesfürsorgeverband Hessen, vertreten durch ben Bezirksfürsorgeoerbanb bes Kreises Friel), berg, würbe auf Grund einer von bem Bezirks- fürforgeoerbanb ber Stabt Gießen anhängig gemachten Klage verurteilt, an ben Kläger 709,89 Mark nebst 6 Prozent Verzugszinsen seit 14. Juli 1932 als Ersatz von Fürsorgeauswenbungen für Hermann (Berner aus Diebach zu bezahlen Vorsicht mit Weihnachtsbaumen. Die Hessische Branboersicherungsanstalt empfiehlt, bei ber Aufstellung von Weihnachtsbäumen Vorsicht walten zu lassen, da sonst leichi Brände entstehen können, und gibt für die Behandlung ber Weihnachlsbäume einige wichtige Richttinien: 1. Der Weihnachtsbaum soll einen schweren, festen Fuß haben, in dem ber Stamm bes Baume» ordnungsgemäß und sicher befestigt sein muß, damit ein Umfallen verhütet wird. 2. Man vermeide Unterlagen au» Teppichen, Tüchern und Papier. 3. Man stelle ben Weihnachtsbaum frei Im Zlm- iner auf, von Gardinen und Vorhängen soweit entfernt, daß Zuglust sie den Kerzen nicht nahebringen kann. 4. Die Kerzen müssen haltbar befestigt fein. 5. Man vermeide möglichst jeden Papier- und Zelluloidschmuck. Lus keinen Fall darf solcher «chmuck in der Nähe einer Kerze oder gar darüber angebracht werden. S. Auf die Verwendung der sog. Wunderkerzen, die durchaus nicht so ungefährlich sind, wie getagt wirb, verzichte man lieber. 7. Die Kerzen be» Baume» zünde man m ber Reihenfolge von oben nach unten an. da man um- gekehrt seine Kleider und sich selber In Feuersge- fahr bringen kann. Äelämp ung der schädlichen Nagetiere Von der Lanbesbauernschast Hessen-Nassau, Haupt- abteilung II (Bauernkammer), J^aupt (teile für Pflanzenschutz in Gießen, wird uns geschrieben: Jetzt ist die beste Zeit für die Bekämpfung der schädlichen Nagetiere, besonders der Ratten, Kanin- chen und Mäuse. Gegen die Feldmäuseplage, die in diesem Jahre fast überall groß ist, wird mit großem Erfolge Giftgetreide anaewendet. Dabei muh aber so verfahren werden, daß keine Vögel Schaden nehmen. Die Gistkörner müssen deshalb möglichst tief in die Mäuselöcher gebracht werben. Dies ist mit ben Legeröhren ober sog. Legeflinten leicht mögl.ch. Die mit Gift belegten Löcher müssen offen bleiben und find keinesfalls zuzutreten. Zugetretene Löcher werden nämlich von den Mäusen wieder aufgegraben, die dabei die Gistkörner mit herauswühlen, fo daß sie bann für die Vögel zugänglich herumliegen. Völlig unzulässig ist es, das Gift breitroürfig auszustreuen. Will man für die Mäuse Futterplätze mit Giftgetreide anlegen, so muß dafür gesorgt werden, bah bie Gistkörner gut verdeckt und für die Vögel unzugänglich bleiben. Deshalb sind bie Körner in die Dränröhren, die man dazu benutzt, hinreichend tief hineinzuschieben. Wo Fasanen vorhanden find, muh bas häufig übliche Ueberdecken ber Dränröhren mit Stroh unterbleiben, ba die Vögel sonst tum Scharren im Stroh veranlaßt werben, wobei es häufig zum Verschieben der Röhren und zum Verstreuen bes Giftes kommt. Im übrigen ist burch Einrichten besonderer Vogel- futterplätze der Vogelwelt über die Tage ber Rot hinwegzuhelfen. — Jetzt ist es auch Zeit, bie Pflanzenschutzgeräte zum Verspritzen und Verstauben ber Bekämpfungsmittel in Ordnung zu bringen, damit sie während bes Winters keinen Schaden leiben und im Frühjahr gebrauchsfertig sind. Auf folgend« Flug- und Merkblätter, die jetzt besonders zeitgemäß sind, wird hingewiesen: Merkblatt 3: Mittel zur Bekämpfung schädlicher Nagetiere, Merkblatt 4: Auskunftsstellen des Deutschen Pflanzenschutzbienstes. Flugblatt 7: Kaninchen- plage. 13: Mäuseplagc; 66: Rattenplage; 67. Vogelschutz 64: Bisamratte und Flugblatt 89: Spriß- und ötäubgeräte für ben Pflanzenschutz. Preis ber Flug- und Merkblätter je Nummer 5 Pf. portofrei; Bezug durch bie Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Hauptabteilung II. Hauptstelle für Pflanzenschutz in G i e - h m, Postscheckkonto in Frankfurt a. M. Nr. 372 59. Bananen« oder Ap elw nter? Von der Landesbauernschaft Hessen- Nassau, Hauptabteilung II, erhalten wir folgende Zuschrift: Jede Hausfrau hat ihre Sorgen. E» sind meist immer dieselben Sorgen, nämlich die Frage, wie ernähre ich meine Familie gesund, ausreichend und billig Der Winter bringt zu den täglichen Sorgen noch die Frage mit, wie Mann und Kinder am gesündesten und billigsten mit vitaminreichem Obst ernährt werden können. Bananen? Apfelsinen ober Datteln? Rein, liebe Hauslrau, daran denkst du heute allein nicht, denn du weißt, baß c» auch während der öintermonate genügenb deuttche» Obst gibt. Uebrigen» sind gerade in der letzten Zett verschiedene versuche angeftellt worden, deren Ergebnis 26, ihren • • Hum Notar ernannt. Durch ben Herrn Reichsstatthalter in Hessen wurde auf Vorschlag ber hest.schen Regierung ber Rechtsanwalt Wilhelm Lulcy zu Gießen unter Berufung in da» Beam- tenoerhäitnis mit Wirkung vom 1. Dezember 1933 war, daß man bei bem Kauf beutfchen Obste» wett besser fährt als bei bem Kauf oft noch teurer aus- länbifcher Südfrüchte. So ist B. in 1 Kilogramm Bananen nur 0,58 Kilogramm ber Masse genußfähig, während bei einem deutschen Apfel — man hat bie Sorte „Schöner von Boskoop" zum vergleich herangezogen — 92 v. H. bes ® e • wichts z u genießen sinb. Da der Nährwert beider Fruchtarten annähernd gleich ist, nimmt man Sanz offensichtlich beim Genuß eines deutschen pfels weit mehr Nährstoffe auf. Auch an diätischen Stoffen, z. B. an Fruchtsäure, ist der Apfel reicher als die Banane. Dadurch ist der Apfel für ben Körper viel gesünder al» bie mehlige Südfrucht. Auch ist zu berücksichtigen, baß bie Bananen in unreifem Zustand vom Erzeugerland verschickt werden und erst auf der Reise eine mangelhafte künstliche Reife durchmachen, was den gesundheitlichen Wert beeinträchtigt. Bedenkt man schließlich, daß der Preis für die gleiche Handelsmenge beim deutschen Apfel wesentlich geringer ist als bei der ausländischen Banane, bann versteht man nicht, warum eigentlich die Hausfrauen bie Frage: beutsches Obst ober auslänbisches Obst, überhaupt aufwersen. Sie ist heute für bie kluge Hausfrau l ä n g ft entschieden, bie Antwort lautet: Auch im Winker nur deutsche» Obst! Daten für Arcitast, 22.Dezember. 1848: ber Sprachforscher Ulrich v. Wilamowltz- Moellenbors in Markowitz in Posen geboren; — 1915: General Otto v. Emmich in Hannover gestorben (geboren 1848); — 1917: Beginn ber Friedens- verhanblungen in Brest-Litowsk. Bornottzcn. — Tageskalender für Freitag. L.cht- spielhaus, Bahnhofstraße: „Der Sieg bes Glaubens. — Turmhaus am Brand: 16 bis 18.30 Uhr, Kunstausstellung. — DHD.: 15 bi» 19.J) Uhr, Heim, Louy- straße 18, Gesundheitsschau „Kamps der Krankheit". — Eine Generaimitgliederoersamm- (und ber Gießener Ortsgruppen ber NSDAP, finbet am morgigen Samstag, 20.15 Uhr, im Cafö Leib statt. Sämtlichen Mitgliedern wirb das Erscheinen zur Pflicht gemacht. zum Notar mit bem Amtssitz in Gießen als Nach- folger des Notars Justizrat Dr. Rosenberg ernannt " Eine Achtzigjährige. Am heutigen Freitag begeht die Sozialrentnerin Frau Gertrude Velten, geb. Moritz, Löberstraße 80. Geburtstag In voller geistiger und körperlicher Gesundheit. "Heute Ausfall der Vorstellung Im Stadttheaterk Aus dem otoöfthraterbüro wirb uns geschrieben: Die für heute, 20 Uhr, angesetzte 12. Vorstellung im Freitag-Abonnement „U-Boot 116“ muß wegen Erkrankung im Personal ausfallen. " Den Straßenbahnoerkehr nach dem Neuen Friedhof in ber Weihnachtszeit und an Neujahr betrifft eine Bekanntmachung der Etraßcnbahnbirektion in unserem heutigen Anzeigenteil, die ber Ausmerksamkeit unserer tiefer empfohlen fct. " Da» städtische Dolksbad ist an den beiden kommenden Samstagen di» 21 Uhr geöffnet. Man beachte die heutige Anzeige. • • Die Amtsräume de» Hauptzoll- amtsGießen, Liebigstraße 8, sinb am Sonntag, 24 Dezember, von 10 bis 12 Uhr und am Montag, 1. Feiertag, von 11 bis 12 Uhr zur Abfertigung von aus dem Ausland eingegangenen Weihnachtspost- fendungen geöffnet • • Ehrt ft vesper in ber Johannes- kl r ch e. Der Gottesdienst, der am Heiligen Abend um 17 Uhr in der Johanneskirche ftattfinbet, ist als Christvesper gedacht und wird musikalisch^ und gesanglich ausgestaltet werden. E» wirkest mit Fräulein von ber j) e t) b t, die bie Arie „Süßer Trost, mein Jesus kömmt" aus der Kantate Nr. 151 von Bach singt, ferner Herr Obermufifmeifter Krauße mit (IdlODorträgen, außerdem der Kirchengesang- verein, die Chorschule ber Johanneskirche und ein Frauenchor. "ArbeitsjudilSen bei Rinn ft C l o o ». Bei ber Firma Rinn ft Eloos A -G , Heuchelheim, wurden in diesen lagen wieder 33 Arbeiter und Angestellten, die auf eine 25jährige Tätigkeit zurückblickcn konnten, geehrt. In besonderen Ansprachen vor versammelter Belegschaft wurde den Acbettsjubilaren Dank und Anerkennung für die ge« leisteten Dienste ausgesprochen und jedem einzelnen eine Ehrenurkunde, nebst einem namhaften Geldgeschenk überreicht I^eickSstatthatter Sprenger beim Vinterh.lfswerk Darmffabt. WSN. Darmstadt, 21. Dez. Der Reichsstatthalter in Hessen Gauleiter Sprenger besichtigte heute in Begleitung bes WHW -Gauführers Bürgermeister Haug einige Einrichtungen bes Winker« hilfswerkes in Darmftabt Bei ber Ortsgruppe 2 Bedungen war man gerade bet der Ausgabe ber Lebensmittelpakete. Nach kurzen Begrünungs- worten bes WHW.-Gauführers Haug an den f)ewn Rcichs'kattbalter und bem Bekenntnis, baß stch die große Opferbereitfchaft ber ganzen Bevölkerung im Winterhilfwerk erfreulich widerspiegele, erkannte der Herr R e i d? 5 ft a 11 b a 11 e r da» Ge- leistete an und wie» daraus hin, baß die Arbeit nicht Nachlaßen dürfe. Rach bem Willen des Führer» solle in diesem Winter in Deutschland keiner hungern und frieren. Trotz noch so guter Organisation gebe es immer noch verschämte Arme, bie übersehen werden könnten. Auch sie müßten ersaßt werden. In diesem Winter dürfe bie Arbeitskraft der noch arbeitslosen Volksqeno'sen nicht erliegen, sondern es gelte sie für den kommenden großen An- griff gegen bie Arbeitslosigkeit im Frühjahr des nächsten Jahre» zu erhallen. Rach einer Besicht!- gung der Geschäftsstellen der Ortsgruppe 7 Llexan- derfkraße und ber neuen Räume der Kreisoerwak- tung des WHW. ging es zu der Küche 1 des WHW. m der Mackensen-Straße, die täglich 350 Mittagessen verabreicht Insgesamt liefern bie fünf Darmstädter WHW -Küchen im Dezember 26 000 Portio- nen an hilfsbedürftige Einzelesser. Sehr aufschlußreich war auch ein Besuch in der Kleiberstelle, in ber wirklich erfolgreiche Arbeit geleistet wirb; ee war überraschend, zu sehen, wie aus ben abgelteferten „Brocken" hübsche und brauchbare Kleidungsstücke für Groß und Klein erstehen. Insgesamt ein erfreulicher Einblick in die hervorragende Organisation und Arbeit des WHW. in Darmftabt unter Leitung des (Bauführers Pg. Haug, den bie Bevölkerung willig und opferbereit unterstützt. Oie Ergebnisse der 1. Kreisgeflügelschau in AZahenborn-SieLnberg. Jahre fang oermaltet hakte, verabschiedete sich am 3. Advent im Gottesdienst von der Gemeinde. Möge unser neuer Pfarrer recht lange in Segen bei uns wirken! l. G e d e r n, 20. Dez. Im Gasthaus „Zum Löwen" fand dieser Tage eine außerordentliche Generalversammlung der Milchabsatzgenossenschaft Gedern statt. Der Bezirksvertreter vom Milchver- forgungsverband Rhein - Main für Oberhessen, Thoma (Gießen), schilderte, nachdem der Direktor der Genossenschaft, Ortsbauernführer Herrn. Müller II. (Gedern), die Versammlung eröffnet hatte, in längeren Ausführungen, wie die Milchabsatz- genossenschast Gedern ihren Betrieb im nationalsozialistischen Sinne gestalten und führen müsse. Hierauf entspann sich eine überaus rege Aussprache. Direktor Müller gab anschließend folgenden Beschluß des Vorstandes bekannt: „Der Verkauf von Milch an Private ab Hof ist einzustellen, sämtliche Milch ist bis auf den Eigenverbrauch, einschließlich der für den Haushcht zur Verbutterüng benötigten Milch, restlos an die Molkerei abzuliefern. Für die Versorgung der Bevölkerung Gederns mit Milch wird im Ort eine Sammel- und Verteilungsstelle errichtet werden." Die Versammlung billigte diesen Beschluß. Die Versammlung wurde mit einem „Sieg- Heill" auf den Führer geschlossen. —Im Bereich der NS.-Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gedern, erbrachte die Haus- und Strahenfammlung am Sonntag in Gedern 70,21 Mark, in Ober^Seemen 4,10, in Mittel-Seemen 3 und in Rieder-Seemen 3 Mark. Als Beitrag zum Erwerb der Plakette für das WHW. wurden in Gedern von einer Person 20 Mk. gegeben. Die Lebensmittel-Psund- sammlung ergab 570 Pfund Lebensmittel. In Der Zeit von Oktober bis Dezember spendeten die Geschäftsleute von Gedern 128 Pfund Lebensmittel. Sämtliche Spenden, wozu noch 225 Pfund Weizenmehl aus der Getreideablieferung der Bauern hinzukamen, wurden vor einigen Tagen an bedürftige Volksgenossen im Ortsgruppenbereich verteilt. Ferner wurden 160 Pfund Fleisch verteilt. Außerdem sind Kleider und Wäsche aus der Kleider- und Brockensammlung zur Verteilung gekommen. An alle bedürftigen Einzelpersonen und Familien gelangten Zuweisungsscheine über Schuhe, Kleider, Wäsche und Wollsachen zur Ausgabe. Für die Kinder bedürftiger Volksgenossen wird eine ganz besondere Weihnachtsfreude vorbereitet, da über ein Zentner Weihnachtsgebäck, sowie Obst und Nüsse verteilt werden. (Lang-Göns) 2 und 3, Hch. Sommer (Watzenborn) 3, Wilh. Hofmann (Lollar) 3. Schwarze Rheinländer: Karl Heß IV. (Großen-Linden) BK., 1, Hch. Draut (Hattenrod), E., 2, Karl Heß IV. (Großen- Linden) 1, Karl Reitz (Holzheim) 1, Gg. Damm (Großen-Buseck) 2, Wilh. Schwindt (Watzenborn) 2, K. Reitz, (Holzheim) 2, Hch. Philippi (Gießen) 3. Italiener, rebhuhnfarbig: Willi Frey (Lang-Göns) E., Karl Wick (Lich) E., Karl Reuter (Watzenbo.'n) 1, Willi Frey (Lang-Göns) 1, Wilh. Hof (Watzenborn) 2, Karl Erb (Wiefeck) 2, Richard Schmidt (Kolbenmühle bei Harbach) 2, Wilh. Bommersheim (Bettenhausen) 3, Karl Erd (Wieseck) 3, Wilhelm Bommersheim (Bettenhausen) 3. Rasse - Geflügel, Reichshühner schwarz-weiß: Hch. Balser IV. (Hattenrod) E. und 1, Rudolf Ruhl (Watzenborn) 1. Ostfriesische Silbermöven: Wilh. Römer (Lollar) 1 und 2, Hch. Größer (Großen-Linden) 1 und 2. Brahma, hell: Geflügelhof Funk (Gießen) 1. Plymouth-Rocks, gestreift: Hch. Pfeifer (Großen-Buseck) E. und 1. Wyandottes, schwarz: Karl Philipp (Steinberg) 1 und 3, Karl Schwab (Wieseck) 2, Karl Philipp (Steinberg) E. Wyandottes, blaugelb: Friedrich Drechsler 1. (Lich) 1, Sussex, bunt: Otto May (Lang- Göns) 1. Barnevelder, gesäumt: Richard Schulze (Lollar) E. und 1. Barnevelder, schwarz: Hch. Lau- ber (Steinberg) 1 und 2. Orloff, rotbunt: Ludwig Sommer (Gießen) E. und 1. Minorka, schwarz: Otto May (Lang-Göns) E. und 1, Karl Häuser IX. (Stein- .berg) 1. Andalusier, blau: Hch. Schneider (Wieseck) 1. Italiener, silberfarbig: Wilh. Schlosser (Klein- Linden) 1, Wilh. Lotz (Ällendorf a. d. Lumda) ZE. Italiener, gelb: Otto Weiß, E., 1 und 2. Italiener, schwarz: Wilh. Walter (Großen-Linden) GFE., Ru- tetter Pg. Emil Hofmann (Freienseen) eingehend über das Thema „Innen- und Außenpolitik" und zum Schluß über „Führerkum". Anschließend hielt Pg. Clemens Pohl (Freienseen) einen Werbevor- trag über Deutsch-Oesterreich. — Der Verkauf der Weihnachtsplaketten brachte in unserer Ortsgruppe den Betrag von 82,71 Mark ein. — Nachdem am Sonntagnachmittag im „Schützenhof" eine Bescherung der Hitler-Jugend und der Kinder stattgefunden hatte, veranstaltete abends in demselben gut besetzten Saale die NSDAP, mit allen ihren Nebengliederungen eine Weihnachtsfeier zu Gunsten der Winterhilfe. Nach einem Prolog, gesprochen von Pg. Frau Schweiß- g u t h , begrüßte Ortsgruppenleiter Otto Braun die Erschienenen und dankte für den überaus guten Besuch. Ein Einakter fand bei den Zuhörern reichen Beifall. Der BdM. führte einen Reigen auf, dessen Führerin Frau Liesel Haack verschönte die Feier mit Gesangsvorträgen. Die Verlosung von 165 gestifteten Gegenständen und eine Büchsensammlung zeigten ein gutes Ergebnis. Zum Schluß verteilte Sturmbannführer Karl Hahn nach einer packenden Ansprache an die SA. Geschenke, die von der Frauenschaft angefertigt worden waren. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Volkskanzler und mit dem Gesang des Horsf-Wessel-Liedes fand die schlichte Feier ihren Abschluß. t Groß-Eichen, 21. Dez. Am Montagabend wurde in der Turnhalle der Tonfilm .^Hitler- unge O ue x" vorgeführt. Die zahlreichen Zuschauer verfolgten mit Spannung die Schicksale die- es tapferen Jungen und Märtyrers der national’ ozialistischen Bewegung. — Am vergangenen Sonntag fand hier eine ordentliche Kirchenvisita- t i o n durch den Superintendenten von Oberhessen, Oberkirchenrat D. Wagner (Gießen), statt. Im Vormittagsgottesdienst predigte der Ortsgeistliche über Luk. 3, 3 bis 18; anschließend hielt der Visitator eine Ansprache an die Gemeinde. Im Nachmittagsgottesdienst fand eine Prüfung der christenlehrpflich- tigen Jugend und der Schulkinder statt. Kinderchöre halfen die Feiern verschönern. In Sitzungen der Kir- chengemeindevertretung und des Kirchenvorstandes wurden Fragen des kirchlichen Lebens besprochen. Am Dienstag wurde eine Einsichtnahme in den Religionsunterricht der Schule vorgenommen. Das Ergebnis war recht befriedigend. T Sellnrod, 20. Dez. Unser« Gemeinde hat in Herrn Pfarrer Zulauf aus Mümling-Grumbach nunmehr einen neuen Pfarrer bekommen. Pfarrer König aus Groß-Eichen, der die Pfarrstelle fünf * Watzenborn-Steinberg, 20. Dez. Die I. Kreisgeflügelschau der Geflügelzüchter im Kreise Gießen, die am vergangenen Samstag und Sonntag in drei Sälen von Watzenborn-Steinberg stattfand, stand unter der Schirmherrschaft des Landesbauernführers Dr. Wagner. Die Schau war mit insgesamt 500 Nummern beschickt (400 Nummern Geflügel, 100 Nummern Kaninchen) und zeigte eine Fülle außerordentlich guten Materials, das den Stand der Geflügelzucht in unserem Kreise in günstigstem Lichte erscheinen ließ. Die Ausstellung, mit der eine Prämiierung verbunden war, brachte folgende Ergebnisse: (Abkürzungen: GLE. =* Gesamtleistungspreis, FE. = Fachfchastsehrenpreis, BKE. = Bauernkammerehrenpreis, GFE. — Gaufachschaftsehrenpreis, E. = Ehrenpreis, 1 — 1. Klassenpreis, 2 = 2. Klassenpreis, 3 = 3. Klassenpreis) Anerkannkes Wirkschafls- und Leistungsgeflügel, Zuchtstämme: Weiße Leghorn: Geflügelhof Deeg (Gießen) E. Rhodeländer: Karl Stoll (Lang-Göns) BK., 1. Schwarze Rheinländer: Karl Heß IV. (Großen-Linden) BK., 1. Abteilung 2, Rassegeflügel, Italiener gestreift: Ludwig Heß (Watzenborn) fg. Anerkanntes Dirtschafts- und Leistungsgeflügel, Linzeltiere: Rhodeländer: Wilhelm Hofmann (Lollar) BK., 1, Karl Schäfer (Lang-Göns) BEM., Wilh. Hofmann (Lollar) 1, Karl Stott (Lang-Göns) 1, Hch. Sommer (Watzenborn) BK., 1, Hch. Sommer (Watzenborn) 2, Karl Schäfer (Lang-Göns) 2, Karl Stoll Noch vor Schluß einige beliebte Kleinigkeiten: i- Karton.. . . Mk. 1.-, 1.20, 1,40 Für den Weihnachtsbaum finden Sie bei mir alle Sorten Ban inkerzen in rein Wachs, Stearin und Paraffin, farbig und weiß, ferner Christbaumschmuck in reicher Auswahl Gummi -Tischdecken heiß abwaschbar, in schönen Mustern — normale Größe: 1.25, 1.75, 2.25, 2.50 Feine Blum en seife von Zucker - Feine Blumenseife von Wolff & Sohn Gnmmischürzen: Zierschürzen in d. Hauptpreislagen Mk.0.70 u.0.90 Arbeitsschürzen aus starker, aus- kochb. Gummiplatte Mk. 1.25 u. 1.50 Gummi» Wärmflaschen zu Mark 1.—, 1.50. 2.25, 2.50 mit farbigem Flanell überzogen .............Mk. 4.70 Kaloderma-Seife von Wolff & Sohn Karton.................. Mk. 1.60 Feine Blumenseife in verschiedenen Gerüchen von G. Lohse.......Karton Mk. 2.30 Desgl. von Naumann.......Karton Mk. 1.85 Rose-Centifolia v. Schwarzloso, Karton Mk. 2.75 Kölnisch Wasser Nr. 4711 in Einzelflaschen und hübschen Geschenkkartons zu Mk. 0.85. 1,35, 2.20, 2.80 und 3.30 Weitere schöne Geschenkpackungen enthalt.: Kölnisch Wasser und Seife in den Preislagen: 150, 1.80. 2.05, 2.65. 2.90,3.55 Elise Bocks Schönheits-Präparate, weltberühmt, für eine vollendet schöne Haut der Dame: Alleinverkauf und fachliche Beratung. 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Fl. 6.—,'/, Fl. 3.20 Echter Doornkaat in eigener Abfüllung Steinhäger — Rum — Arrak Den gern gekauften vorzügl. Wermutwein i. Orig. ital. FL, ca. 1,3 Ltr. Mk. 2.-, ca. 2,3 Ltr. 3. Drogerie, Kreuzplatz 10 7694 A Obecheffen 'er Apfel Gießen, Wieseck, Darmstadt, den 22. Dezember 1933 7713 I I 7148 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 23. Dezember, nachmittags 2 Uhr, statt es weit er aus- ' für die 1 me|ent- Banane, lie haus- ländisches : für die die Snl- n in un- : werden künstliche en Wert r. MuroVfr tun, - er geftor» Friedens- Schenken? Schenken! Was macht Kreu-e? Theaterbesuch! durch die ».Z w ö t f e r k a r t e Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 23. Dezember, mittags 12 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt Gestern nacht gegen 12.45 Uhr entschlief sanft nach langen schweren Leiden unser eher Vater, Großvater und Urgroßvater Heinrich Harbach VI., Landwirt im Alter von 79 Jahren Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Minna Ziegler und Sohn n hmn üorMS Wilhelm iS L-am- iber 1933 als Nach' । ernannt. heutigen Scrtrube j, ihnn Mlicher ingim üro wird i0. Licht- landen/, jr, Kunst- im, ßong- ranthelt". Wammen der g, 20.15 tgtiebtm aussallen. r na« op" zum .9 Ee. Mnoert inti man Mein lieber Mann, unser guterVater, Bruder, Schwager, Schwiegersohn und Onkel Adam Ziegler, Gastwirt ist heute nacht im Alter von 47 Jahren sanft entschlafen ? d-n * ^Döl. ^p'-gele, °as Ee. SAt Fuhrn; ef hun. t'fation ,e- die .^aßt lNrQf( >Kr bt5 Uchti- Ellexan- svenval. 'M Mittag. San?. Pottio- Schluß. ui der ts war elieserten ngssiucke a erfreu, wifation Leitung 'lkermig chE >n Lnzei- er W t an den - geöffnkt- otio]1' tonnM Jiantatz, jung von achtsB' anncs' indet. 'ft iE Lriroft *161 * ®röUBc 'S i'Ä b'” & r abf. Kefiakk. S«gti fUffler. Inter. ■r Vrts. Äauernkundqebung in Schotten. Schotten, 20. Dez. Die Kreisbauernschaft des Kreises Schotten hielt gestern in der Turnhalle, die bis auf den letzten Platz besetzt war, eine große Bauernversammlung ab. Nach einleitenden Bearüßungsworten des Kreis- bauernobmannes H o f m a n n - Freienseen sprach der Adjutant des Landesbauernführers Pg. S ch ö n- heit. Darmstadt. Er wies auf die Worte des Führers hin, daß der Bauernstand zur Grundlage der Nation gemacht werden müsse. Eine Reihe bedeutsamer Gesetze sei in letzter Zeit für den Bauernstand geschaffen worden, so das Reichsnährstands- Krippenspiel auf. Nun folgten Gedichte, von der Leiterin und den Schulkindern abwechselnd vorge- tragen, ferner ein Musikstück von Frl. Frank- Wieseck (Klavier) und L. Schreiner (Violine). Anschließend kamen xroei sinnige Theaterstücke durch die Kinder zur Aufführung, in denen aufs beste zum Ausdruck gebracht wurde, daß eigene Freude und eigenes Glück nur durch Erfreuen und Be- § Hüten anderer gewonnen wird. Der Höhepunkt es Abends für die Kleinen lag im Erscheinen des Knechts Rupprecht, der durch feinen frischen Humor bei jung und alt andauernde Heiterkeit auslöste und dabei feine Gaben austeilte. Mit herzlichen Dankesworten für den zahlreichen Besuch und einem dreifachen „Sieg-Heil" auf unseren Volkskanzler schloß Frau Sarg die schön verlaufene Feier. Auf vielseitigen Wunsch wurde die Veranstaltung am Dienstagabend wiederholt. <£ Großen-Buseck, 20. Dez. Am Dienstag abend fand im Saale der Wirtschaft Wagner eine Weihnachtsbescherung der hiesigen N S, - Frauenschaft für sämtliche Schulkinder statt. Lange vor Beginn der Feier war der Saal von der erwartungsfrohen Schuljugend gefüllt. Die Vorsitzende der Frauenschaft, Frau Jndustrielehrerin Schneider, eröffnete den Abend mit herzlichen Begrüßungsworten. Die Weihnachtsansprache hielt der Ortspfarrer. In feinen Ausführungen wies er darauf hin, daß dieses Weihnachten das erste im Dritten Reiche, im wieder erwachten und geeinigten Volk und Vaterland sei und wir deshalb das Fest mit besonders dankbaren und frohen Herzen feiern können. Die Ansprache klang aus in die Mahnung an die Jugend, christlichen Weihnachtsglauben und opferbereite Liebe zum Volke allzeit im Herzen zu tragen. Im weiteren Verlaufe der Feier wurden schone Weihnachtsgedichte und Weihnachtslieder, von denen das zweistimmig gesungene: „Nun finget und seid froh"' besonders gefiel, von dem BDM. sehr eindrucksvoll zum Vortrag gebracht. Auch kleinere Aufführungen, die in Weihnachtszauber-Stimmung hineinführten, ernteten reichen Beifall. Die größte Freude erregte das unerwartete Erscheinen des Nikolaus, der unter dem Beifallssturm der Kmder auf der Bühne höchst eigenhändig einen bösen Buben in den Sack steckte. Nach der Bescherung, in welcher jedes anwesende Kind eine kleine Gabe erhielt, oe° dankte sich im Namen der Schulleitung und der Kinder Lehrer O st e r h e l d herzlich für die schöne Feier. Ein dreifaches Siegheil auf den Führer, sowie die 1. Strophe des Deutschlandliedes und des Horst-Wefsel-Liedes beendeten den wohlgelungenen Abend. <£ jungen, 21. Dez. Die Viehzählung brachte hier folgendes Ergebnis: Pferde 116 (115), Rin-dvieh zusammen 411 (419), darunter 232 (237) Milchkühe, Schafe 268 (348), Schweine zusammen 576 (556), darunter 29 (19) trächtige Zuchtsauen, Ziegen 54 (57), Gänse 225 (223), Enten 48 (60), Hühner einschl. Hähne 2302 (2391), Federvieh insgesamt zusammen 2576 (2674). Die gleichzeitig mit der Viehzählung vorgenommene Zählung der Bienenvölker ergab 94 (93) Stück. Die in Klammern gesetzten Zahlen sind das Ergebnis vom 1. Dezember 1932 t Treis a. b. Lda, 21. Dez. Am Sonntagnach- mittaa ließ die hiesige NS.-Frauen schäft durch den Nikolaus den Kindern von 3 bis 6 Jahren in Witts Saal eine kleine Weihnachtsbescherung, bestechend in Aepfeln, Nüssen und Gebäck, bereite». Am Abend sand eine Weihnachtsfeier nut Bescherung für die Schulkinder statt, bei her auch der hiesige Posaunenchor mittolrFte. Die Schulkinder führten unter Leitung von Lehrer Walter verschiedene kleine WeiHn"chtssviele und ein Krippensviel auf, die den zechlreich-n Zuhörern sehr gefielen. N"ch e*ner Ansprache des Ortspfarrers, der auf die wahre Bedeutung der Advents- und W"ihnachtsfeier hinwies und den Veranstaltern des Ab.ends, besonders der NS.-Frauenschaft, und ihrer unermüdlichen Führerin, Frau Bina, den Dank für ihre Bemühungen aussnrach, sch'oß der Ortsgruppenführer E u • l er den Abend mit der Bitte um weitere gewissenhafte Mithilfe aller an dem Winterhi'fswerk und der nationalsozialistischen Weihnachtshilfe. Kreis Schotten. Laubach, 21. Dez. Dieser Tage fand im „Solmser Hof" ein Schulungsabend der Ortsgruppe Laubach statt. Nach der Begrüßung durch Pg. Heinrich Braun sprach Kreisschulungsgesetz, das die Bauernschaft zu einer starken Vereinigung zusammenfasse, lieber die Preisbildung der landwirtschaftlichen Produkte sprach der Redner und ging dann auf das Hauptthema seines Vortrages, auf das Erbhofgesetz über. Nach einem Ueberblirf über die früheren Verhältnisse im Deutschen Reich wies der Vortragende nach, daß man wieder aus den Fesseln des Römischen Rechts zu dem altgermanischen Bauernrecht übergehen werde. Blut und Boden sollten miteinander verbunden werden, der Stammessippe müsse das Gut erhalten bleiben. Das neue Erbhofgesetz Habs überraschend kommen müssen, damit die Absicht der Regierung, viele Erbhöfe zu schaffen, nicht durch Unverstand mancher Bauern, die die Bedeutung des Gesetzes noch nicht verstanden hätten, durchkreuzt werden konnte. Ausführlich verbreitete sich der Redner über die einzelnen gesetzlichen Bestimmungen und zeigte die große wirtschaftliche, soziale und kulturelle Be- beutung des neuen Erbhofrechts. Der Erbhof ist unteilbar, unveräußerlich, unbelastbar. Er wird zu einer neu erstarkten Blutguelle für das neue Reich. Für eine tragbare Entschuldung des Gutes wird Sorge getragen. Nur ein ehrbarer Bauer dürfe das Gut bewirtschaften. Heber die Ehrbarkeit wache und entscheide das Standesgericht, das u. U. die Bauerneigenschaft absprechen könne. Heber die Reihenfolge der berufenen Anerben, über die Erbhofgerichte, über die Abfindung der abziehenden Geschwister, deren Heimatzufluchtrecht und dergl. Einzelheiten verbreitete sich der Redner in sehr anschaulicher Weise. Die Versammlung folgte mit größter Aufmerksamkeit den A'isführunaen. Viele Voreingenommenheiten und Mißverständnisse gegen das neue Erbhofgesetz wurden zerstreut. Die Versammlung spendete lebhaften Beifall. Kreisbau-rnführer Straub-Rainrod sprach packende Worte zur Versammlung. Alsdann hielt Obstdauinsvektor Metternich- Büdingen einen Interessanten Vortrag über die geplante Obstbaum- schädlinasbekämvfuna, die man jetzt mittels der Not- ftnndsarbeiten im Kreise vornchmen wolle. Die Bürgermeistereien werden die Maßnahmen in ihren G'm"ind"n m't U-derftühung des Kreises und des A'-beitsamtes durchführen. Lano re.e Micfccn. * Garbenteich, 22. Dez. Unfer Mitbürger Johannes Schmitt 4. kann am 26. Dezember (zweiter Weihnachtsfeiertag) in geistiger und körperlicher Frische im Kreise feiner Kinder, Enkel und Urentel seinen 80 Geburtstgg feiern. ■8 Alten-Buseck, 20. Dez. Arn Sonntagabend veranstaltete die N S. - F r a u e n s ch a f t für die vier jüngsten Jahrgänge unserer Schule eine Weihnachtsfeier mit anschließender Bescherung. Adventskranz und Weihnachtsbaum, beides in strahlendem Lichterkranz, gaben der Veranstaltung ein feierliches Gepräge. Die Leiterin, Frau Sarg, begrüßte zunächst die zahlreich erschienenen Gäste mit herzlichen Worten. Nach einem einleitenden Gesangsvortrag des Frauenchors führten die Kinder ein von Frau Sarg vortrefflich eingeübtes In tiefer Trauer: Familie Harbach Familie Wagner Großen-Buseck, den 21. Dezember 1933 | Verkäufe | Mühlenverkauf | In d. Nabe Gießens ilt die Schiffenberg. Mühle erbschaftshalber zu verkaufen. Näh. Auskunft ert. Karl Inna I. 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Klingel- Höfer (Klein-Linden) 1 und 2. Wassergeflügel. Khaki-Campell: Hch Binz, Unioersitäts-Forstgar- ten (Gießen) 1, 2 und BK Indische Loufenlen, weiß Richard Schmidt (Kolbenmühle) E, Karl Philipp (Steinberg) 1, Karl Höres jr. (Londorf) 1 und 2. Eayuca: Otto Heß (Lang-Göns) ZE., 1 und 2. Zwerge. Brahma, hell: Hch. Ruhl (Garbenteich) E, 1 und 2. Langschon, schwarz: Wilh. Walter (Großen-Lin- den) E. und 1, Hch. Lauber (Steinberg) 1. Rhode- länder: August Seibert (Wieseck) E., August Lenz (Klein-Linden) 1, Ludwig Waoenbach (Wieseck) 2, Hch. Pfeifer (Steinberg) 2. Wyandottes, schwarz: Gg. Lutz (Klein-Linden) 1, Wilh. Rau (Wieseck) 1. Wyandottes, gold: Karl Burger (Steinberg) 1. Wyandottes, gestreift: Ludwig Kreiling (Gießen) 1. Holländer Weißhauben: Georg Jammer (Garbenteich) 1. Paduaner, chamoisf.: Heinrich Dürr IV. (Münster) 1. Neuengl. Zwergkämpfer: Heinrich Ruhl (Garbenteich) IC und E., 1, Wilh. Romer (Lang-Göns) 1, Heinrich Pfeifer (Steinberg) 1. Neuenal. Zwergkämpfer, birkenfarbig: Karl Philipp Iv. (Steinberg) FE., 1, 2 und Ehrenpreis. Neuenal. Zwergkämpfer, braunbr.: Karl Philipp IV. (Steinberg) E, 1 und 2. Neuengl. Zwergkämpfer, CEntenfL: Richard Burger (Steinberg) 1. Neuengl. Zwergkämpfer, filberh.. Richard Burger (Steinberg) ZE. Altengl. Zwergkämpfer, porzellanf.: Otto Häuser (Steinberg) ZE., 1, 2 und 3. Antwerpener Bartzwerge, schwarz: Ludwig Weigand IV. (@ro- ßen-Linden) E und 1, Wilh. Peuser (Watzenborn) 1, Hans George (Großen-Linden) 2, Wilh. Peuler (Watzenborn) 2, Karl Müller (Lang-Göns) 1. Feders. porz. Zwerge: Hans Eidmann (Wieseck) 1, Karl Müller (Lang-Göns) 1, Heinr Klee (Holzheim) E und 3, Karl Müller (Lang-Göns) 1 und 2. Sebright, gold: Wilh. Beppler (Wieseck E. und 1, Willi Frey (Lang-Göns) 1 und 2. Lachshühner: Aug. Seibert (Wieseck) E. Deutsche Zwerge, silberf.: Wilh. Schmidt (Wieseck) 1. Tauben. Hessische Kröpfer blau m. B.: Wilh. Lich-Londorf E und 1, Hessische Kröpfer rot: Heinr. Jäger-Ober- Hörgern 1; Steinh. Bagdetten weiß: Karl Sieg- Münster BK und 2, Don der Au-Lollar GFE, Otto Sommer-Watzenborn 1; Altdeutsche Kröpfer rotfarbig: Karl Weiß IV.-Watzenborn E und 1; Luchstouben hellblau gesch.: Willi Frey-Lang-Göns ZE und 1; Schönheitsbriestauben ziegelrot: Wilh. Hofmann-Lollar 1, Wilh. Aoemann-Leihgestern 1; Koburger Lerchen: Wilh. Biedenkopf-Münster E und 1, Otto May-Langgöns 1; Lahore gelb: Don der Au-Lollar 1; Thüringer Flügeltauben: August Seibed-Wieseck 1; Ulmer Schecken: Wilh. Römer- Lollar 1; Starenhälse: Ludwig Heß-Watzenborn 1. Ziergeflügel. Hermann Fleck-Wieseck (Doliere, Fasanen silber, gold, Wellensittiche, Lachtauben) ZE: Silberfasanen: Hermann Fleck-Wieseck 2, Hermann Lecke-Watzen- dorn (1 Doliere, Wellensittiche) 3; Iugendabteilung Luchstauben geh.: Karl Häufer-S.einberg A, derselbe SLA. Brieftauben blau mit Binden: Otto Häuser-Steinberg SLA und LA: Schildtauben rot: Otto Häuser-Steinberg A. Kaninchen. Belgische Riesen: Karl Müller-Hol.zheim E und 1, Karl Klee-Holcheim E und 2; Weiße Riesen: Ernst Burger Watzenborn-Steinberg E und 1, Artur Iung- Watzenborn-Steinberg 1, Hermann Schäck-Holz- beim 3; Deutsche Widder: Karl May-Watzenborn- Steinberg 2, Gottfried Weitz-Dorn-Assenheim 3; Gr. Chinchilla: Heinrich Werner-Watzenborn^Stein- berg 3: Rheinische Schecken: Karl Wilh. Burger- Watzenborn-Steinberg 1. und 3. Preis: Lux: Hein- rich Pfeiffer-Watzenborn-Steinberg E, Karl Pitz II - Watzenborn-Steinberg 3; Klein-Ehinchilla: Otto Jung-Watzenborn-Steinberg 3, Jean Leuning-Wat- zenborn-Steinberg 3; Klein-Silber schwarz: Karl Pig II.-Watzenborn-Steinberg E und 2, Heinrich Pfeiffer-Watzenborn-Steinberg 1, Karl Burger- Watzenborn-Steinberg 1: Holländer: Ludwig Buß- Watzenborn-Steinberg 1; Schwarz Loh: Heinrich Hans-Watzenborn-Steinberg E und 2, Karl Nern- Langgöns E, Georg Elfs-Watzenborn-Steinberg E und 1 und 3, Heinrich Haas-Wagenborn-Stein- berg 2; Chinarer: Heinrich Steffan-Dorn-Assenheim 2; "Angora: Gottfried Weitz:Dorn-Assenheim E. Iugendgruppe Watzenborn-Steinberg. Deutiche Widder: Rudolf Burk 1; Hasen- kaninchen: Karl Häuser E 2, Ewald Jung 2; Gr. Chinchilla. Otto Brücke! 2, Walter Schmandt 3; Klein-Silber schwarz: Ewald Jung E und 1, Walter Schmandt 1; Schwarz Loh: Reinhard Burger 2. Preis. 1. Kreisgruppenschau der Kaninchenzüchter im Kreis Gießen. • Lollar, 20. Dez. Der Kaninchenzucht- verein für Lollar und Umgebung hatte die Ausrichtung der ersten Kreisgruppen- schau der Kaninchenzüchter im Kreise Gießen übernommen. Zur Ausstellung gelangten 253 Nummern Kaninchen und 6 Nummern Produkte. Das Material war gut, so daß die drei Preisrichter bei der Bewertung der Tiere keine leichte Aufgabe hatten. Die Veranstaltung gab einen Eindruck von der hohen volkswirtschaftlichen Bedeutung der Kaninchenzucht. Die Kaninchen-Ausstellung stand neben ihrer fachlichen Bedeutung gleichzeitig im Dienste des Winterhilfswerkes. Es konnten 50 Mark an die zuständige Stelle adgeführt werden. OaS pfämiierungserqebnis: Belgische Riesen: Ehrenpreis Willi Wagenbach (Daubringen), Karl Klee und Karl Müller II. (Holzheim): 1- Preis H. Feuster (Gießen) und Karl Müller (Holzheim): 2. Preis G. Schellhaas (Gießen), Konrad Rothes (Lich) und Karl Müller II. (Holzheim): 3. Preis (zweimal) Georg Schellhaas (Gießen). Weiße Riesen: Ehrenpreis Willi Hammel (Trohe): 1. Preis Heinrich Feuster (Gießen): 2. Preis Hermann Döll (Hungen), W. Hammel (Trohe), Albert Kuhl (Holzheim): 3. Preis Ludwig Momberger (Lollar), W. Hammel (Trohe) und Karl Keil (Gieren). Deutsche Riesenschecke: 2. und 3. Preis Eberhardt Dogel (Nordeck) und Hermann Heller (Lich). Deutsche Widder: zwei Ehrenpreise, zwei I. Preise, zwei 2. Preise und fünf 3. Preise Wilh. Schultheis (Lollar): 1. Preis, 2. Preis und zwei 3. Preise Wilh. Wolfheimer (Lollar). Französische Silber: 1. und 2. Preis H. Lehr (Lollar). Großchinchilla: Ehrenpreis K. Knauß (Stangenrod): 1. Preis Joseph Gries und W. Bender (Gießen): 2. Preis W. Bender (Gießen): 3. Preis L. Reeb II. (Albach), H. Stroh und W. Bender (Gießen), H. Richebächer (Lollar), Ludw. Schwalb (Trohe), Karl Müller II. (Holzheim). Blaue Wiener: Ehrenpreis Heinr. Sohl (Treis): 1. Preis Heinr, Opper (Treis) und Otto Lehr (Daubringen): 2. Preis Heinr. Opper (Treis): 3. Preis Heinr. Lehr (Lollar). Weiße Wiener: Ehrenpreis (zweimal) Karl Kirchner (Gießen) und Alfred Jung (Großen-Linden): 1. Preis Karl Kirchner (Gießen) und Fr. Ledermann (Hungen): 2. Preis (zweimal) K. Kirchner (Gießen), Fr. Ledermann (Hungen), Georg Buß (Grünberg): 3. Preis K. Kirchner (Gießen). Japaner: 3. Preis Willi Jung IX. (Holzheim). Hasenkaninchen: Ehrenpreis, 2. Preis, zweimal 3. Preis Ph. Schäfer (Gießen) und ein 3. Preis Heinrich Walther (Daubringen). Alaska: Ehrenpreis H. Röder (Grünberg). Luxkaninchen: drei 3. Preise Otto Steil) (Gießen). Rheinische Schecke: Ehrenpreis und 2. Preis W. Ullrich (Gießen): 2. Preis K. W. Burger (Steinberg). Kleinchinchilla: Ehrenpreis Jahr. Berghöfer (Gießen); 1. Preis Karl Stumpf und Heinr. Müller (Leihgestern): 2. Preis dieselben und Iohs. Berghöfer (Gießen), Heinr. Jäger V. (Holz- heim): 3. Preis Alex Zajie (Lollar), Heinr. Jäger V. (Holzheim), Iohs. Berghöfer (Gießen) und Karl Müller (Leihgestern). Englische Schecke: ein Ehren- preis, ein 1. und ein 2. und zwei 3. Preise Ludwig Kreiling (Gießen). KleinsUber (schwarz): 1. Preis (zweimal) Aug. Rinker (Großen-Linden) und Ioh. Hartwig (Nordeck): 2. Preis Heinrich Wagenbach (Daubringen): 3. Preis Aug. Rinker (Großen-Linden), Karl Damm (Saasen), Ludw. Momberger (Lollar) und Otto Funk (Leihgestern). Kleinsilber (gelb): 2. Preis Albert Schäfer (Daubringen) und Willi Zahrt (Großen-Linden): 3. Preis derselbe. Holländer: 3. Preis Hrch. Stroh (Gießen) Schwarzloh: Ehrenpreis Heinrich Haas III. (Steinberg), Ehr. Stühler (Grünberg) und Otto Schäfer (Großen- Linden): 1. Preis (zweimal) Ludw. Licher (Trohe), Heinr. Müller (Leihgestern) und Gg. Eiff (Steinberg); 2. Preis Ehr. Stühler (Grünberg), Ludwig Licher (Trohe), Gg. Eiff (Steinberg), Heinrich Mül- ler (Leihgestern) zweimal. Hermelin: Ehrenpreis (zweimal) Justus Dolz (Heuchelheim) und Willi Zahrt (Großen-Linden); 1. Preis Otto Steif) (Gießen): 2. Preis derselbe; 3. Preis Willi Zahrt (Gro- ßen-Linden). Marburger Feh: Ehrenpreis und zwei 3. Preise Willi Zahrt (Großen-Linden). Angora: St.-Ehrenpreis Walter Horst (Grünberg): 1. Preis Wilh. Wardega (Leihgestern): 3. Preis Otto Lehr (Daubringen) zweimal. Eastorrex: 1. Preis Willi Fey (Lollar). Weißrex: Ehrenpreis und 2. Preis j Willi Fey (Lollar): 3. Preis Karl Horni (Hungen). Chinrex: Ehrenpreis und 1. Pr. Prof. Urstadt (Gießen): 2. und 3. Pr. Wilh. Münch (Lollar). Schwarz- rex: 2. Preis W. Wardega (Leihgestern). Blaurex: zwei 3. Preise derselbe. * In der Iugendgruppe errangen Willi Münch, Ernst Klinkel, Helmut Fey (Lollar) und Karl Häuser (Steinberg) Ehrenpreise. Karl Zajie. Willi Becker, Heinrich Henkelmann und Helmut Fey 1. Preise. Alfred Burichel, Otto Ruß, Helmut Fey und Otto Klinkel 2. Preise. Karl Klinkel, Karl Zajie, Ernst Fey, Helmut Fey und Theodor Schupp, alle von Lollar, 3. Preise Otto Schultheis, Walter Wal» ter, Willi Euler und Karl Grötz von Daubringen noch je einen 3. Preis. Produkte: auf einen Kaninchenstall erhielt Wilh. Hammel (Trohe) einen 1 Preis; auf Pelzsachen er- hielt Wilh. Schultheis (Lollar) und Kaninchenzucht- Verein Gießen je einen 2. und 3. Preis. Preuben. Xrcte tikBiar. • Launsdach, 22. De;. Am morgigen Samstag, 23. Dezember, feiert Georg Krombach, genannt „Seemüller", Launsbach, feinen 8 5. G e. burtstag in voller geistiger und körperlicher Frische. Sem Leibblatt ist seit Jahrzehnten der „Giegener Anzeiger", den er auch heute noch täglich mit lebhaftem Interesse ohne Brille lieft. O Krofdorf, 22. Dez. Unsere Mitbürgerin Frau Wwe. Elisabeth Schubecker, geb. Feuing, Ladet notleidende Volksgenossen. besonder, aber arme deutsche Kinder an Weihnachten und Neujahr zum Esten ein! Gan; von selbst werdet Ihr Euch au, der Freude de» helfenkönnen, heran, entschließen. da, zu einem festen, schönen Brauch für einen lag in der Woche zu machen? geboren zu Atzbach, begeht am 2. Weihnachtsfeier- tag in körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag. • Rodheim a. d. B., 21. Dez. Am Sonntag veranstaltete der hiesige B D TL eine wvhlgelun- gene Weihnachtsfeier. Dem Einmarsch der HI folgte das Bundeslied des BDTL und die Begrüßung durch die Scharführerin Tilly Hofmann. Die mit feinem Verständnis aufgebaute Vortragsfolge brachte zunächst eine Ansprache des Orts- aruppenführers Karl Keller, der besonder» auf die Bedeutung des ersten Weihnachtsfestes im neuen Deutschland Adolf Hitlers hinwies. Bon den Madeln der Schar gelangte dann ein mit viel Liebe und Sorgfalt wiedergegebenes Weihnachtsmärchenspiel zur Aufführung, das von den Besuchern mit großem Beifall ausgenommen wurde. In bunter Reihe folgten bann noch Gedichte, lebende Bilder und Lieber, in benen Weihnachten als bas schönste und deutscheste Fest gefeiert wurde. Zum Schluß marschierten HI. unb BDTL zu einem imposanten Bilbe auf unb fangen mit erhobenen Hänben bas Lied „Vorwärts, vorwärts". Ein stürmisches „Sieg- Heil!" auf Abolf Hitler unb ben Reichsjugendführer Baldur von Schirach schloß die Feier, bie der BDTL als einen vollen Erfolg für sich buchen darf. < Lützellinden, 21. De;. Bei einer hier abgehaltenen Treibjagd wurden 152 Hasen, 1 Fuchs unb 5 Fasanenhähne geschossen. oo Hörnsheim, 21. Dez. Bei einer hier ab- ?ehaltenen Ireibjagb würben 95 Hasen und Fuchs zur Strecke gebracht. Etwas für den Haushalt Ja, da» lat e», was Ihnen der Weihnachtsmann noch Vorschlägen wollte. - Das sind Weihnachtsgeschenke, die noch lange das Weihnachtsfest „überleben“. Und passen Sie auf, Ihre Frau wird sich darüber freuen. - Hier sind einige Anregungen, was Sie noch schenken könnten. Brotkasten emailliert RM. 7.00 Fleischhacker . . rm. »,ao Passiermaschine rm. s.ts Mülleimer •chhe6t 1 elbettlhg RM. 6.00 Mop gute Qualltlt RM. ,.75 Tellerwaage . . . rm. ,.50 Gasbackform . . rm. 4.75 Bügeleisen e'ektr. RM. 2.so Holzstoffwanne . rm. 5.10 Alum.-Wasserkessel . 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