« i Mittwoch, 22. November 1955 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 274 Zweites Blatt Aus der Provinzialhauptstadt < Blick auf die Baustelle der ersten Reichsautostratze im Walde zwischen Darmstadt und Frankfurt a. M. unfo« träftefpenbenbe °rd°. über das glühende. | »urt. « W f™er auiwachende lach ad' und jubelbereitc Stadtmäd- * 1 sein gesundes Aussehen gepriesen. Bald werde es wie ein Dorfkind stark und übermütig sein! Am nächsten und übernächsten Tage belauschte 'ch wieder den Besuch der Schlange. Es wiederholte sich stets Begrüßung und das selige gewährende Kopfnicken der kleinen Spenderin. Eines Nachts weckte mich die Mutter. Ich müsse den Arzt holen, die kleine Ida habe das hohe Fieber. Ich holte den Arzt, der das rasende Fieber der Tuberkulose „konstatierte". Es gäbe da wohl keine Hilfe und Rettung mehr. Ich telegraphierte am Morgen der Mutter der Todkranken. Als die Verwandte am Abend eintraf, war die kleine Ida schon gestorben. Ich hatte mich während des Tages wieder auf meinen Lauscherposten hinter dem Nutzbaum gestellt. Es war auch die Schlange wieder gekommen, hatte aber vergeblich nach der kleinen Milchqeberin gespäht. Als sie mich entdeckte, schoß sie wie ein Pfeil in das hohe Gras zurück und entfloh. , _ . Wir begruben das Stadtkind aiif unserem Dorsfriedhofe. Wir trösteten die Mutter, gönnten cs ihr, die Schmerzenstage in unserem Hause zu verbringen, bis sie wieder in die große, ferne, arbeitsgetriebene Stadt fahren mutzte. So oft ich mich auf die Lauer legte, den gefüllten Milchnapf in das Gras stellte — die «chlange kam niemals wieder in unseren Garten Frankfurt a. M., 20. Nov. (WSN.) Zahlreiche in- und ausländische Pressevertreter waren heute einer Einladung des Generalinspektors für das deutsche Straßenbahnwesen Dr. Todt gefolgt, um sich von dem Fortschritt der Bauten an der e r st e n Reichsautobahn Frankfurt a. M. — Mannheim zu überzeugen. Reichskanzler Adolf Hitler hat bekanntlich am 23. September den ersten Spatenstich zur Eröffnung dieses Werkes mim wußte, "wischen, und »alle er nicht 9 und rührte ie. Er konnte iftn und hatte das Gesicht in seiner Sehn- n. Zeitschriften. — Der Kampfbund für deutsche Kultur in der Westmark bringt seit kurzem eine Monatsschrift heraus, die sich vorwiegend die Zusammenfassung der gesamten kulturellen Kräfte des deutschen Westens zur Ausgabe gemacht bat: „Die W e ft - mar k", Monatsschrift des Volksbildungsverbandes Pfalz/Saar: Schriftleiter: Kurt Kölsch: NSZ.- Verlag Neustadt an der Haardt. Das uns vorliegende November-Heft untersucht die schöpferischen Kräfte der heimatlichen Landschaften an lebendigen Beispielen aus dem Umkreis des Dramas, der Musik und des Films. Die Verbindung von großer Tradition mit den jungen Kräften des neuen Reiches kommt in der Zusammensetzung dieses Hef- tes überzeugend zum Ausdruck. Neben dem schönen Beitrag „Deutsche Jugend in Bayreuth" der Dichterin Lina Staab stehen Auszüge aus Rudolf G. Bindings demnächst erscheinenden neuen Buche über den Bildhauer Georg Kolbe: neben einem Aufsatz über Stefan George von Teut Ansolt findet man Proben aus einem pfälzischen Seperatisten- drama „Brand im Haus" von Karl Baumbauer. Wilhelm Michels Leitaufsatz über die einheitliche Kultur der Westntark gibt den Bestrebungen der neuen Zeitschrift zusammenfassend Ausdruck. Es ist zu wünschen, daß diese Monatshefte über die Grenzen der Rheinpfalz hinaus in breiten Schichten des Volkes Eingang finden. Strategie und Schach. Man hat in dem „königlichen Spiel" früher nicht nur ein Sinnbild der Welt, sondern auch em strategisches Lehrmittel gesehen, da ja auf dem Schachbrett ebenso Heere geschlagen werden wie auf dem Schlachtfeld. Deshalb hat man großen Heerführern eine besondere Schachbegabung zugeschrieben, unter anderem auch Napoleon, von dem seine Bewunderer behaupteten, er könne mit seinen Läufern und Bauern ebenso geschickt manöoericren rote mit seinen Armeen. Als aber kürzlich nach einem Schachturnier der Sieger zum „Napoleon des modernen Schach" gekrönt wurde, hat em Geschichtsschreiber der Napoleonischen Zeit die Berechtigung dieses Titels näher untersucht und wieder einmal eine Legende zerstört, indem er nachwies, daß der Kaiser ein sehr schlechter Schachspieler war. Neben anderen Beweisen führt er dafür eine Stelle aus dem „Memorial de Sainte H616ne" an, die von dem treuen Chronisten der letzten Jahre Napo^ons, dem Grafen de Las Cafes, herrührt: „Der Kaiser hatte den Kreis seiner Unterhaltungen durch häufige Partieen Schach erweitert. Keiner der Anwesenden war in diesem Spiel stark, aber der Kaiser war ten für Verkehrswesen Dr. Küke betont, der die Grüße des Ministers überbrachte und eingehend die volkswirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens würdigte. An die Begrüßungsansprachen schloß sich eine etwa sechs ' Stunden dauernde Besichtigung der Baustrecke Da r m st a d t—F r a n k f u r t a. M. an, die zu einem großen Teil zu Fuß zurückgelegt wurde und dadurch den Teilnehmern Gelegenheit bot, sich auf das eingehendste von den Fortschritten des Baues zu überzeugen. Den Teilnehmern boten sich auf der ganzen Strecke interessante Bilder. In breiten Streifen sah man den Wald abgeholzt und gerodet. Hunderte von Arbeitern standen an den Einschnitten beim Erdaushub, während lange Transportzüge das dort gewonnene material an die Dämme heranfuhren. Den größten Teil der Arbeiter sah man bei der herstelluna der Straßen- und Bahnbrücken beschäftigt. Direktor P ü ck e l dem die oberste Bauleitung für die Strecke Frankfurt a. M — Mannheim übertragen worden ist. war den Teilnehmern nicht nur ein sachverständiger, sondern auch in höchstem Maße unermüdlicher Betreuer. Er hob die Unterstützung hervor, die das ganze Werk in erster Linie durch Statthalter Sprenger, bann aber auch vom Hessischen und Badischen Ministerium sowie den Städten Frankfurt a M. Darmstadt Mannheim und Heidelberg gefunden habe Dankbar müsse man ebenfalls das Entgegenkommen d u rund 160 Wald- 1 besitzer beim Austausch der von ihnen benötigten Das Mädchen Md die Schlange. Eine (Mbiung non JR chard A l nne^ Wir hatten eine arme Stadtverwandte, die in bösen Nachkriegsjahren von der Mutter Mehl- und Butterpaketchen geschickt bekam. Eines Tages schrieb sie daß ihr fünfjähriges Töchterlein vom Arzte einen Landaufenthalt vorgefchrieben bekommen hätte, da die Luft der Großstadt der schwachen Lunge des Mädchens übelbringend geworden sei. Da entschloß fid) die Mutter, das Kind der armen Stadtverwandten zu sich zu nehmen. Und eines Tages im verblühenden Mai traf das Madel, begleitet von feiner Mutter, bei uns auf dem Dorfe ein. Die Mutter des Kindes mußte bald wieder in die Stadt fahren, um ihrem Berufe dort zu dienen. Aber die kleine Ida blieb bei uns. Wir wollten ihr nun alle Schönheiten des Landlebens herzgematz machen, sie in die Geheimnisse-des Stalles, einer Scheune einführen. Die Kranke ließ alle Liebesfulle auf ihr Herz wie Feuer prasseln, sie wurde nur immer noch stiller, wangenfahler, teilnahmsloser. Jetzt wendeten wir eine andere Führung an, wir ließen sie in Ruhe. Nun zeigte es sich, daß das Stadtkind bald zu einem leisen Leben erwachte. Es saß im Baumgarten im Schatten, spielte mit den Blumen, ließ den Schmetterling auf dem abgelegten Strohhut ruhen Es überließ sich wie mit glaszartem Herzen einer Übermächtig wuchernden und zur Reife jagenden Natur. Die Halmfelder streuten den Du t des blühenden Kornes in alle Hausgarten, Die blatt- vollen Apfelbäume hüteten schon Vogelnester, winzig grüne Aepflein lagen abgefallen auf dem dicken Rasen. Das Mädch i rührte auch ohne Verbot keine dieser grünen und rourmgetöteten Fruchtlein iinb die bü'bnerbeflogenen Iohannisstrauchbeeren on es kostete und aß nichts, ließ den Napf mit Milch unberührt auf dem Grase stehen. Meine Mutter schalt es wegen dieses ihr völlig unbegreiflichen Unhungers, sie lockt die Schwache mit goldgebackenen Krapfen, mit allen Kunstwerken einer dem gewaltigen Feuer dienenden Bauernkuche. Eines Tages hörte ich die Mutter die kleine Verwandte loben. . „Bist ein braves Kind, weil du die Milch letzt so fleißig trinkst! Hast schon tue roten Wangen ge- trieat Bald wirst du ganz gesund, wann d 'mmer Die Milch so fleißig austrmkst, bis die Schussel den trockenen Boden kriegt!" ,, , Und wirklich, wie durch Wunderkraft gerettet erblühte das Stadtmädchen zu einer lockend schonen Gesundheit. Ihre Wangen trugen die Purpurfleck- lein, ihre Augen schauten wie aus einem tiefen, fternegrünbigen Himmel. Wir freuten uns alle über M me Mutter stellte einen immer größeren Napf mit Milch vor das in ihrem geliebten Baumgarten ruhende Mädchen Sie wunderte sich oft über die Trinkireude der fleimn Verwandten, die die gute Kuhmilch nun bis aufs letzte weiße Tröpflein aus der schussel leerte Es war an einem der windgekuhlten Sommertage des späten Juni, als ich auf meinem Liegestuhl hinter einem tischdicken Nußbaume in unserem Obstgarten lag. Ich fürchtete das Wogen des fonnegeilen Lichtes auf Straßen und Wegen, ich blieb'wie ein Tageskranker auf meinem Stuhle liegen. Der Schatten der Bäume war tief, fest und fast schwarz geworden, eine kleine Nacht barg sich da oben in dem Baumgezweige Meine Mutter ging jetzt mit dem Schützlinge m den Garten, trug das Stühlchen in der einen, einen großen Napf Milch in der anderen Hand Ohne mich zu entdecken stellte die Mutter den Stuhl auf die andere Seite des Nußbaumes, sie lobte das Mädchen, sagte, es müsse auch heute wieder den ganzen Milchnapf leeren, um bald ganz gesund zu werden Die Mutter ging in das Haus zurück, ich spähte leise nach der kleinen Milchtrinkerin Das Mädchen saß auf dem Stuhle, die furche tagen in seinem Schoße wie zwei abgebrochene Rosemzroeig^ So hilflos und wehrlos habe ich nie noch eines Menschen Kind gesehen Die nackten Fuße watzten kaum den Rasen zu berühren, so wie d e Mut er die Verwandte auf den Stuhl gesetzt hatte, so in der gleichen Lage und derselben Haltung verharrte die kleine Gartenbesucherin. Der große, irdene Milchnapf stand auf dem Rasen, randgefüllt mit dem weißen, duftenden Naß. Da raschelte etwas im Grase. Ich erschrak bis in die tiefste Seele. Eine wohl eiminbeinbalbmetc-lanqe Schlange zog sich burch ben Rasen, jetzt hatte sie ben Milchnaps erreicht, jetzt erhob sie sich m halber Leibeshöhe, ließ ihr Zünglein tanzen, pftff, l-eblich klang es, als möchte bas Tier bas Mabchen begrüßen, Und dies Stadtkind saß gleichmütig auf dem Stuhle ich sah, es lächelte und nickte mit dem Kopf der Schlange einen Gruß. Das hungrige Tier rrank schon die reine, heilige Milch, es trank, bis das letzte Tröpfeln aus dem Napfe schwand. Denn schlingelte es davon, es raschelte kaum, da der Wind oben im Laube zu nisten begonnen hatte. Ich hielt mich ruhig, ganz gebannt. Wie lange? Wohl eine und wohl zwei Stunden lang. Das Rov- chen saß, das Silberlächeln der Gute und Liebe flog nicht mehr von seinen Lippen, wie ein Wolklem ruhte es auf dem Holzstuhle. Als die Mutter tarn, A^nbt ln ^ort btr J15 und gab Hier jtentDerf, ;n für lag Stille. cn- durfte er e?n Ne. -hre DL Me feinen au ‘ Monaten ungen, die lndufrf)tan. als sie öorwürfen. 'M sogar, j Qud) das «r nur die Een, wenn M um die »artete Wnn Frau. 3e9Qngen und und Saite in ’n, ihm Milch 'n selbst fror, 71 hij hinein Betrogen! — jinteraangen ■'begriff des am schwächsten; er gewann gegen die Einen und verlor gegen die Anderen, und er erkannte selbst, daß diejenigen, die ihn geroinnen ließen, dies nur aus Ehrfurcht taten. Daher tagte er eines Abends mit verständnisvollen Augenzwinkern: „Wie kommt es wohl, daß ich so oft gegen die verliere, die niemals gegen die gewinnen, die ich fast immer besiege? Das scheint ein unauflöslicher Widerspruch. Aber ich glaube, bas Problem ließe sich boch lösen/ Parzellen anerkennen. Viel Aufmerksamkeit fanben bie Erklärungen Direktor Pückels über bas von ihm angewanbte Dichtungsverfahren für Die Dämme, das hier zum Teil zum erstenmal ange» roenbet wirb. Bei ber starken Beanspruchung Der Reichsautobahnen komme es befonbers barauf an, daß bie Decke eine unbebingte Festigkeit, einen unnachgiebigen Untergrunb finbe. Neben bem sonst üblichen Walzverfahren werbe beshalb tu erster Linie ein Stampfverfahren eingerichtet, bas bei einer 1,50 Meter hohen Dammschüttung eine Zusammenpressung bis zu 40 Zentimeter ermögliche. Die Besichtigung enbete an ber Stelle, an ber Reichskanzler Aböls Hitler am 23. September ben ersten Spatenstich zum Bau ber Strecke Frank- üße „> einig«1'1 ScNnütt ,u9‘ ,yibe^- d" »t»
ich habe vor Monaten burch die hiesige Presse die Tierhalter hierauf aufmerksam gemacht unb emp- fahlen, ben Fuhrleuten einzuschärfen, beim Gehen vor ober neben ben Pferden stets ben Peitscheu- riemen mit festzuhalten und bas unsinnige Knallen vor unb über ben Kopsen ber Pserbe zu unterlassen.
Ich mochte anregen, burch Gesetz die jetzt übltzhe Peitsche zu verbieten und nur Peitschen in (Bertfn- form — wie sie der Sachkundige kennt — zu erlauben.
Auch bitte ich zu erwägen, Fahrschulen obligatorisch einzuführen und alle Fuhrleute einer Prüfung
Fettverbilligung für Kinderreiche.
Der Erlaß bes Reichsarbeitsministers vom 8. November 1933 über ein weitherzigeres Verfahren bei ber Einbeziehung von Minberbemittelten m bie für die Fettoerbilligung in Betracht kommenben Kreise bekommt seine besonbere Bebeutung burch bie barm ausgesprochene Beoorrechtung ber Kinberreichen. Mit sofortiger Wirkung können nunmehr auch Familien mit drei und Witwen mit zwei Kindern in weiterem Umfange berücksichtigt werden, auch wenn es sich um Lohnempfänger handelt. Auch bei ben bem Mittel- ftanb zuzurechnenben Familien mit mäßigem Einkommen ist ber Anspruch auf bie Fettverbilligung m ber Regel zu bejahen. Die Reichsregierung legt auf chnellste Durchführung tiefer Maßnahmen beson- beren Wert.
Sitzung des provmzialausschuffes.
In ber Sitzung bes Provinzialausschusses vom vorigen Samstag würbe bie Klage bes Richarb Schmibt in Gießen gegen ben Befcheib bes Kreisamts Gießen vom 2. Oktober 1933 wegen Versagung de-i Wanbergewerbescheines verhanbelt. Der Klage wurde stattgegeben und der nachgesuchte Wanbergewerbeschein erteilt.
Ebenso würbe einer Klage bes Karl Fnebrich Heinrich Noll in Gießen gegen ben Bescheib bes Kreisamtes Gießen vom 16. Oktober 1933 wegen Versagung bes Wandergewerbescheines ftottgegeben unb ein solcher zum Handel mit Waren aus ber Blinbenanstalt Frankfurt a. M. erteilt.
NS-Lehrerbund, Gau Ausland
Oeffenlliche Versammlung auf ber Liebigshöhe.
Als Abschluß ber Sammeltätigkeit für bie in Not geratenen Ruhlanbdeutschen, an ber sich auch bie Landlehrer bes Kreises Gießen erfolgreich betei.igt haben, unb zugleich als Werbeversammlung für ben Gau Äuslanb bes NS.-Lehrerbunbes findet am kommenden Samstag, 25. November, 15 U f) r auf ber Liebigshöhe in Gießen (Enb- punkt ber roten Straßenbahnlinie) ein Vortrag bes Wolgabeutfchen Privatbozenten Dr. Fritzlar über „Deutsche ©rüber an ber Wolg a" statt. .....
teur-Athletik-Union, wegen bes Boykotts ber jubi« über „NS-Lehrerbund unb Staat" (Bericht über bie für die Entwicklung bes NSLB. hoch- bedeutsame ©auobieutetagung in Dortmund am 18. d.M ). j t ,
Alle Lehrer bes Kreises Gießen unb auch benachbarter Kreise find zu dieser Verlammlung herzlich eingeladen. Ebenso Gäste und Mitglied des VDA. Es werden bei dieser Gelegenheit auch die Beiträge der Förderermitalieder des (Baues Ausland im NS.- Lehrerbund erhoben. (2 Mark)
'Der Gauobmann: Dr. H e n ß.
Stahlhelm, BdT , Ortsgruppe Gießen
Der Stahlhelm, BdF., Ortsgruppe Gießen, hält heute, Mittwoch, 20 Uhr, im Cafö Leib, einen Orts- gruppen-Appell ab. Die bereits angenommenen Anwärter sind willkommen.
UK Glieds nu", d-xAK-"' oa Kalina.
Me Aeichsaulobahn Zrankfml-Mannheim
Besichtigung durch in- und ausländische Pressevertreter
fcocbfchulnodhricbten
Im Alter von 97 Jahren starb in Freiburg Wirklicher Geheimer Rat Professor Dr. Christian Bäumler, Ehrenbürger der Stadt Freiburg. Exzellenz Bäumler war lanqjäbriqer Leiter ber Medizinischen Universitätsklinik Freiburg unb ordentlicher Professor in der Medizinischen Fakultät der Freiburger Universität.
Der ordentliche Professor in ber Wirtschafts- unÄ Sozialwissenschoftlichen Fakultät der Universität Köln Dr Schmalenbach, ist auf lernen Antrag vom 1. Oktober 1933 ab von den amtlicher' Verpflichtungen entbunden worben.
surt a. M. — Mannheim getan hat. Bon ber kleinen Erberhöhung, von ber bamals ber Führer ben histv' rischen Bau einleitete, ist so gut wie nichts mehl vorhanben.
Begeisterte Volksgenossen, bie er durch fein Werk wieder in Arbeit und Brot gebracht hat, haben dankbaren Herzens mit ihren Kindern die Erde als Erinnerung an den historifchen Tag mitgenommen.
Das von Dr. Todt auf den Führer ausgebracht» .Sieg-Heil!" fand bei den unter dem tiefen Eindruck Iber Besichtigung stehenben Teilnehmern ein begeistertes Echo. •
getan unb auch hier burch feine kraftvolle Energie bie Wiberstänbe überrounben, bie sich bem gigantischen Plan bes Baues von 6000 Kilometer Reichsautobahnen zunächst entgegengestellt hatten.
Treffpunkt ber Teilnehmer an ber Besichtigung war ber Darmftäbter Hauptbahnhof, wo Dr. Tobt ben mit Begleitung erschienenen Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger auf bas herzlichste begrüßte unb bann einen Üeberblicf über bas bisher Geschaffene gab. In ber kurzen Zeit von etwa acht Wochen, bie seit Beginn bes Baues verflossen find, fei von ungefähr 2 0 0 0 Arbeitern, bie aus den Kreisen der Erwerbslosen herausgeholt wurden, ein überwältigendes Stück Arbeit geleistet worden. Durch Einrichtung von Beleuchtungsanlagen auf der ganzen Baustrecke wird es ermöglicht, die Arbeiter in zwei Schichten arbeiten zu lassen, wodurch die doppelte Zahl Arbeitskräfte beschäftigt werden kann
Vishcr feien etwa 17 000 Ar Waldfläche gerodet worden. Wenn man auch in Öen Vordergrund gestellt habe, Maschinenarbeit nach Möglichkeit zu vermeid-, n. so hätten doch auch zahlreiche 3n- dustrien^ute Beschäftigung an etwa 70 Linzel- bauroerten bei der Ueberbrückung von Jlüifen
Straßen und Eisenbahnen gefunden
Dr Todt gab auch hierbei interessantes statistisches Material bekannt Aus der nur 100 Kilometer langen Baustrecke Frankfurt a. M — Mannheim, auf ber 4 500 000 Kubikmeter Erbmassen bewegt werden müssen, würden 75 000 Kubikmeter Beton, 4000 Tonnen Eisenkonstruktionen, 2000 Tonnen Walz-

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Aum Kampf gegen junger und Kälte
Hubertusfeier des Hessischen Zagdklubs
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1. Vorsitzende Aug. B a l
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Das Siadttheater rüst!
Das Stadtlheater Gießen hat die Pflicht.
Fürs Deutschtum einzuslehen. vergiß das nicht und zög're nicht. Auf diesem Wege milzugehen.
Darum: Nimm ein Abonnement! Nimm eine „Zwölferkarte!
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Als Anerkennung des Hauptvereins überreichte Herr Dr. Bernheim die höchste Auszeichnung,
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dem gesamten Vorstand der Ortsgruppe noch bc anders für alle Mühe und Arbeit, die vom Haupt- verein restlos anerkannt worden sei, und wies auf die Schwierigkeiten hin, die gerade in (Sieben der junge aufwärtsstrebende Verein zu bewältigen hatte, und über die er Herr geworden sei. Heute stehe die Ortsgruppe (Bkfeen als ein festes Ganzes gleichberechtigt neben jeder anderen jagdlichen Organisa-
In echt kameradschaftlicher Stimmung verging der gemütliche Teil der Hubenusfeier.
zert hier brachte Günther Ramin nur ältere klas- fische Werke. Wir werden ihn also zum ersten Mal als Interpreten auch von Reger hören, mit dem er so eng verwachsen ist. Alles Nähere über d<^s Konzert und den Eintritt in den Anzeigen und bei Ernst Challier, Neuenweg 10.
— D i e Arbeitsgemeinschaft der Militär-und Regiments-Vereine Gießen veranstaltet, wie im Vorjahre, am Totensonntag, 26. November, vormittags 11 Uhr, am 116er-Denk- mal eine Gesallenen-Gedenkfeier. Zum Kirchgang treten die Vereine pünktlich 9 Uhr in der Johan- nesstraße an, wo sie auf beide Gotteshäuser verteilt werden. Nach dem Gottesdienst pünktlich 11 Uhr von den Marktlauben, Lindenplatz, gemeinsamer Marsch zum 116er-Denkmal. Nach der Feier geschlossener Abmarsch bis zum Oswaldsgarten. (Siehe
1 tragischen Vorfall teilweise rnuverschuldet hatte, indem sie, trotzdem sie davon Kenntnis hatte, daß dieser Stell« Hammer geworfen wurde, den Pl
vorigen Jahres zurück, so daß die Preisrichter sich nicht entschließen konnten, eine goldene Medaille für Rehstangen zu vergeben. Es kamen daher nur zwei silberne Medaillen zur Verteilung, und zwar K ein Lock der Herren Wich. Schäfer und Hugo L u - c a s lGießen). Bronzemedaillen erhielten me Herren Karl Faber und Dentist Friedrich (Gießen). Ein« weitere Bronzemedaille konnte Herrn stud. jur. Karl Klein (Gießen) für einen in der Obersteier, mark erlegten Auerhahn verliehen werden. Den Pächtern des Gießener Stadtwaldes, den Herren D i ck l e r und L a n z, drückte der Verein sein« Anerkennung für den mustergültigen Hcpeabschuß durch Zuteilung einer Plakette aus Der Hauptverein stellte ferner Herrn Förster Walter (Maulbach) die sil« bcrne Schnepsennadel für die erste 1933 erlegt»
kreuzwasserzeichen bedruckt, in den Werten zu: 3-Ps.-Marke (Tannhäuser), Verkaufspreis 5 Pf., 4°Pf.-Marke (Fliegender Holländer), Verkaufspreis 6 Pf., S-Pf.-Marke (Rheingold), Verkaufspreis 7 Pf., 6-Pf.-Marke (Meistersinger), Verkaufspreis 10 Pf., S-Pf.-Marke (Walküre), Verkaufspreis 12 Pf., 12 Pf.-Marke (Siegfried), Verkaufspreis 15 Pf., 20-Pf.-Marke (Tristan und Isolde), Verkaufs- preis 30 Pf., 25-Pf.-Marke (Lohengrin), Verkaufspreis 40 Df., 40-Pf.-Marke (Parsifal), Verkaufspreis 75 Psi Ferner wird eine amtliche Wohlfahrts- Postkarte in Stahldruck mit eingedruckter 6-Pf.- Wohlfahrtsbriefmarke zum Verkaufspreis von 10 Pf. ausgegeben. Diese Karte ist mit einem Bild des Festspielhauses in Bayreuth und einer Marke mit Bild Richard Wagners ausgestattet. Außerdem gelangen wiederum Markenheftchen, enthaltend fünf Marken zu 4 Pf., fürs Marken zu 6 Pf., fünf
Durch den heftigen Anprall wurde das Fahrrad des Beamten beschädigt. Die gestrige Verhandlung ergab, daß der Angeklagte eine solche Geschwindigkeit Halle, daß es ihm unmöglich war, im entscheidenden Moment sein Rad zu bremsen. Nachdem der Amtsanwalt eine Geldstrafe von 5 Mark beantragte, lautete das Urteil auf eine Geldstraseoon3Me. Der Angeklagte trägt außerdem die Verfahrens- kosten.
Wegen gemeinsamer schwerer Körperverletzung hatten sich die Arbeiter D ö r i n g, S t e m p f e l und Ostmüller zu verantworten. Die Angeklagten hatten am 13. März d. 2. auf den Zeugen Adolf Licher zum Teil mit Knüppeln eingeschlagen. Die Tat ist auf politische Motive — der Zeuge war schon damals Nationalsozialist, die Angeklagten Kommunisten — zurückzusühren. Der Vertreter der Anklage beantragte gegen Döring und Stempiel zwei Monate, gegen Ostmüller drei Monate Gefängnis. Das Gericht erkannte gegen Döring auf einen Monat, gegen Stern pf el auf zwei Monate und gegen Ostmüller auf drei Monate Gefängnis, da letzte- rer wegen desselben Delikts gegenwärtig ein« Freiheitsstrafe verbüßt.
Marken zu 8 Ps. und vier Marken zu 12 Df. zu> Ausgabe, die zum Preise von 2 Mark verkauft werden. Die Durchführung des außerpostalischen Verkaufs hat die NS.-Volkswohlfahrt übernommen unter Beteiligung der übrigen bei dem Winterhilfswerk tätigen, amtlich anerkannten Spitzenoerbän-
Das Schüsseltreiben war über Erwarten gut besucht und die vorgesetzte Aesung vorzüglich. Der 1. Vorsitzende Aug. Balzer begrüßte die teilnehmenden Damen und Herren, vor allem die Gäste: besonders den Geh. Oberregierungsrat Dr. Bernheim (Darmstadt) als Abgesandten des Hauptklubs. Herr Balzer dankte zunächst den Veranstaltern der Hubertusjagd, wies auf Die Bedeutung des Tages für die deutsche Iägerwelt hin und noch ganz besonders darauf, daß die diesjäh- rige Hubertusfeier die erste sei, die der junge Klub als Angehöriger des größten hessischen jagdlichen Zusammenschlusses begehe. Daß die Feier in diesen Ausmaßen möglich sei, zeuge vom Geist der hiesigen Jägerei. Er betonte noch besonders, daß die Ortsgruppe trotz dieser großen Erfolge des letzten Iah- re» nicht ruhen Dürfe, Denn geraDe in Gießen stehe noch ein großes Betätigungsfeld offen. Mit einem „Weidmannsheil- auf Das Deutsche Weidwerk und die deutsche Jägerei schloß Der Redner seine Worte
Oberregierungsrat Dr. Bernheim überbrachte di« Grüße des DauptDcrcins und sprach dellen vollste Anerkennung über die Tätigkeit der jüngsten Orts- gruppe im verflossenen Jahre aus. Er lud Den Zweigoerein zur Hubertusfeier in Darmstadt (am 27. November) ein und sprach den Wunsch aus, recht viele Mitgledcr in Darmstadt zu sehen, damit das Band der Zusammengehörigkeit sämtlicher hessischer Jager immer enger geschlungen werde. Gerade jetzt, wo wir am Wendepunkt eines bedeutsamen Abschnitts deutscher Geschichte stehen. Der sich auch auf
führung am Sonntag, 26. November, unter der Spielleitung von Kurt L ü p t e.
— Vom Konzertoerein wird uns geschrieben: Es sei nochmals empfehlend auf das Orgelkonzert von Prof. Günther Ramin am Donnerstag, 20 Uhr, in der Stadtkirche hingewiesen. Das Programm umfaßt Werke von Joh. Seb. Bach und von Max Reger. Der erste Teil, der Werke von Bach bringt, beginnt mit dem Präludium und der Fuge in Es-Dur. Es folgen Drei Choraloorspiele unD endlich die Toccata In d-Moll. Der zweite Teil bringt Regers ,Kyrie" und „Gloria" aus Opus 59, bann das Choralvorfpiel: „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende" aus Opus 67, endlich die Introduktion und Passacaglia d-Moll. In seinem früheren Äon- ' rächte Günther Ramin nur ältere klas- . Wir werden ihn also zum ersten Mal
die der Hessisch« Iagdkfab vergehen kann, an oer- schiedene Vorstandsmitglieder, und Zwar erstmalig in der Geschichte des Vereins Die Goldene Ehrennadel dem 1 Vorsitzenden Herrn August Balzer (Gießen), Die Silberne Ehrennadel Den Herren Aug. Faber, Dentist Friedrich, Buchhändler K e i ß n e r (Gießen) und Herrn Schneider (Dutenhofen). In das Horrido, das er auf das neue Deutschland, die Ortsgrupp Gießen Des Hessischen Iagdklubs, und die gesamte deutsche Jägerei aus- brachte, wurde begeifert «ingestimmsi
Die Au » ste11ung der im letzten Iagdjahr erbeuteten Trophäen stand naturgemäß hinter der de» vorigen Jahres zurück, so daß die Preisrichter sich
— ähnlich Der Gesellenprüfung bei Dem Handwerk — zu unterziehen. Fahrschulen ließen sich wohl unter Mitwirkung der an vielen Orten bestehenden Reiter-Vereine einrichten. Ich verweise bei dieser Gelegenheit auf ein hervorragendes Buch: „Das Buch vom Bferde, ein Handbuch für jeden Besitzer und Liebhaber von Pferden, von Graf Wränge!" (zwei Bände, Verlag Schickhardt & Ebner, Stuttgart), das jedem Pferdefreund Anregung und Belehrung gibt.
Mit Deutschem Gruß!
gez. Wilhelm T r i b u ».
Tag her Hausmusik.
Hausmusik aus alter und neuer Zelt.
Das Reichskartell Der Deutschen M u - s i k e r s ch a s t und DerKampfbunD für Deutsche Kultur, Ortsgruppen Gießen, vereinigten gestern abend im Saale des Gesellschaftsoereins eine sehr stattliche Zuhörerschaft zum lag der Hausmusik. Besonders die Jugend, deren Erziehung zum Tröger des Kulturgutes der Musik den beiden veranstaltenden Organisationen besonders am Herzen liegt, war sehr stark oertreten. Der Abend brachte ein ebenso reichhaltiges, wie unterhaltsames Programm.
Musiklehrer Franz Bauer jr. begrüßte die Teil- nehrner und gab Dann in kurzen Ausführungen einen Ueberblirf über das Wollen der privaten Mu- siklchrerschast und die Entwicklung des Musiklehrer-
passierte. Anderseits konnte em Freispruch des Ange- klagten deshalb nicht erfolgen, weil er es unterlassen halte, für die Durchführung jenes Sportes Die nötigen Vorsichtsmaßregeln zu treffen. Unter Würdigung Dieser Umstände kam das Gericht zu einer Geldstrafe von 150 Mark, nachdem der Staatsanwatt eine solche von 200 Mark beantragt hatte.
Unter Ausschluß der Oeffenttichkeit verhandelte das Gericht gegen den in Friedberg wohnhaften Polsterer und Tapezier Otto Baier, der sich des Betrugs in Tateinheit mit Urkundenfälschung, außerdem eines Versuchs im Sinne des Paragraphen 176 Ziffer 3 und einer tätlichen Beleidigung schuldig gemacht hatte. Das Gericht erkannte auf eine G e • famtgefängnis strafe von einem Jahr: zwei Monate erlittener Untersuchungshaft gelten als verbüßt. Der Angeklagte trägt die Kosten des Verfahrens. Der Antrag des Staatsanwalts lautete auf ein Jahr zwei Monate Gefängnis.
Amtsgericht Gießen.
Ein Student fuhr beim Passieren der Kreuzung Ludwigstraße/Riegelpfad gegen den aus der Seiten- straße kommenden Kriminalpolizeimeister Hofmann.
Die diesmal zum 1. November erschienenen Wohlfahrtsbriefmarken bienen dem Winterhilfswerk im Kampfe gegen Hunger und Kälte. Neun im Stahlstich hergestellte Wohlfahrtsbriefmarken mit Motiven aus Richard Wagners Musikdramen sind zur Ausgabe gelangt, in großem Querformat mit Hakenden der freien Wohlfahrtspflege. Der Vertrieb hat inzwischen eingesetzt, und es wäre nur zu wünschen, daß sich diese der Wagner-Gedächtnisfeier gewidmeten Marken in allen Kreisen unseres Volkes einbürgern und vollen Absatz finden, um so mehr, als die Hälfte des Den Vertriebsstellen verbleibenden 80prozentigen Reinertrages an das Winterhilfswerk abzuführen ist und Die andere Hälft» der NS - Volkswohlfahrt bzw. den vertreibenden Verbänden verbleibt. Die enge Verbundenheit zwischen dem Vertrieb der Wohlfahrtsbriefmarken und dem großen Winterhilfswerk der Reichsregierung kommt dadurch ganz besonders zum Ausdruck, und es verdient daher auch diese Teilaktion mit allen Kräften gefördert zu werden. Deshalb: Im Kampfe gegen Hunger und Kälte kauft jeder Deutsche im Wagner- Gedächtnisjahr Die Richard-Wagner-Wohlfahrtsbrief- marken!
heutige Anzeige.)
** LichtbilDner Achtung! Das Gaupresse- amt teilt mit Alle Berufs- und Liebhaber-Licht- bildner, die Aufnahmegeräte besitzen und hiermit Tagesereignisse festhalten, wollen sich sofort bei der Landesfilmstelle Südwest der NSDAP. Frankfurt am Main, Bürgerstraße 9—11, schriftlich mit genauer Anschrift anmelden.
**ZurRichtigstellung.In unserem gestrigen Bericht über die Luther-Feier in Darmstadt muß es bei der Wiedergabe der Rede des Prälaten D. Dr. Dr. Diehl in dem durch Fettdruck hervor- gehobenen Satz nicht heißen „deutschnationalen Sozialismus", sondern richtig „deutschen nationalen Sozialismus"
** Schädling sbekämpfung im Winter ist vielfach einfacher und wirksamer, als zur anderen Jahreszeit. Feldmäuse sind in diesem Jahre besonders zahlreich aufgetreten. Die Bekämpfung sollte, um die Wintersaaten vor großem Schaden zu schützen und einer weiteren Vermehrung vorzubeu- gen, von jedem Landwirt durchgeführt werden. Kaninchen werden am besten nach Neuschnee bekämpft, da die befahrenen Baue an den Spuren dann leicht kenntlich sind. Ratten ziehen sich zu Beginn der falten Jahreszeit auf den bebauten Grundstücken zu- ammen und können dann wirksagier bekämpft roer- len. Aus den fahlen Baumkronen sind die Misteln Viscum album) zu entfernen. Folgende Merk- und Flugblätter behandeln — so schreibt uns die Hauptstelle für Pflanzenschutz in Gießen — die jetzt wich- tigen Krankheiten und Schädlinge. Merkblätter Nr. 3 Mittel zur Bekämpfung schädlicher Nagetiere: Nr. 4 Auskunftstellen des Deutschen Pflanzenschutzdienstes. Flugblätter: Nr. 7 Kaninchenplage, Nr. 10 Hamster, Nr. 13 Feldmäuse, Nr. 32 Mistel, Nr. 63 Vorrats- schädlinge, Nr. 64 Bisamratte, Br. 65 Sperlingsplage, Nr. 67 Vogelschutz. Preis der Flug- und Merk- blätter je Nummer 5 Pfennig portofrei; Bezug durch die Hauptstelle für Pflanzenschutz, Gießen, Senckenbergstraße 17. Postscheckkonto: Frankfurt a.M Nr. 372 59.
•* Unfall. Gestern nachmittag ereignete sich unweit der Lahnbrucke ein Unfall. Ein Sjähriaer Knabe wurde, als er über die Straße laufen wollte, von einem Kraftwagen angefahren und zu Boden geschleudert. Der Junge erlitt eine Verletzung über dem Aug« und wurde in die Chirurgische Klinik gebracht.
Große Strafkammer Gießen
Die Kammer hatte sich gestern zunächst mit einem Referendar aus Gießen zu befassen, dem die Anklage fahrlässige Tötung zur Last legte Der junge Mann traf im Sommer d. I. anläßlich des Trainings im To. 1846 beim Hammerwerfen eine Schülerin derart mit dem Hammer an dem Kopf, daß i?as bedauernswerte Kind kurze Zeit darauf per starb Die gestrige Beweisaufnahme, insbesondere die Entgegennahme der Gutachten von zwei Sportlich- iern, ergab, daß die verstorbene Schülerin den
standes vor und nach dem Kriege. Er wies gleichzeitig auf die erfreuliche Perspektive hin, die sich der Deutschen Hausmusik, wie der deutschen Kunst überhaupt, unter der Regierung Adolf Hillers eröffnet habe. Der Schutz, Der nunmehr auch Dem Musiklehrerstande zugute komme, sei indirekt mehr ein Schutz der Elternschaft vor Musiklehrern, die den Kindern, allzubillig, keine ernsthafte Ausbildung zuteil werden lassen könnten. Der wirkliche, ernsthafte Musikleherer habe sich in all den Jahren nach dem Kriege von seiner künstlerischen Gesinnung nichts abhandeln lassen und sich geweigert, unan- Gebrachte Konzessionen zum Schaden der guten lufit zu machen. Die Jugend solle zum tieferen Verständnis der Musik geführt und zum Konzert- publifum erzogen werden, damit sie eines Tages nicht in das Konzert gehe, weil es sich vielleicht gehöre, sondern aus innerem Bedürfnis heraus. Zum Schluß seiner Ansprache dankte Herr Bauer allen, die sich für die Vorarbeiten und die Durchführung der Veranstaltung uneigennützig zur Verfügung stellten.
In lebendiger Folge wickelte sich dann bas musikalische Programm vor den aufmerksamen und dankbaren Zuhörern ab. Zunächst konzertierten die Kinder jüngerer Jahrgänge und zeigten ihr Können am Klavier und auf Der Violine. So hörte man einen Marsch zu vier Händen gespielt, einen Marsch und eine Musette von Bad), ebenfalls am Klavier von den Kindern mit viel Liebe wiedergegeben, Dann ein einfaches Allegro aus Der Sonatine 1 von Mozart für Klavier und Geige von einem Mädchen und einem Knaben gespielt. Einem Allegro von Haydn folgten ein Reitermarsch, eine Gavotte und ein Menuett von drei Kindern auf Geigen gespielt, wobei aber jedem der Beteiligten Gelegenheit gegeben wurde, die 1 Geige zu spielen. Zwei kleine Lieder von Haydn für eine Singstimme mit Begleitung von Geige, Cello und Klavier lösten viel Beifall aus. Mit größter Freude wurden aber die alten Kinderreime ausgenommen, die von einem Kinderchor unter Begleitung von Blockflöte und Geige allerliebst rotebergegeben wurden. Aus der Fülle des weiteren Programms seien das Duett aus der Oper „Freischütz", zwei mit viel musikalischem Verständnis und großer Sicherheit roicber- Gegebene Walzer von Schubert unb bie feinen ianons für eine fingfreubige Jugenb erwähnt. Schülerinnen von reiferem Können gaben zwei Sätze aus ber Trio-Sonate von P. G. Thelemann mit bewunbemswerter Sicherheit wieder. Nach einigen weiteren Lieddarbietungen beschlossen die virtuos wiedergegebene „Chromatische Fantasie unb Fuge" von Joh. Seb. Bach unb das Klavierquintett in Es-Dur (Satz H von Schumann das Programm. Das Deutschland-Lied in der ursprünglichen Komposition von Haydn bildete den glücklichen Ausklang der Veranstaltung. Sämtliche musikalische Darbietungen wurden von Schülern und Schülerinnen hiesiger Musiklehrer und -Lehrerinnen bestritten. Die Ausführenden bewiesen fast durchweg zuverlässig erworbenes Können.
Vflichtinnuna der Schreinermeister Oießen-Giadt
Die seither in einer Freien Bereinigung zusammengeschlossenen Schreinermeister von Gießen versammelten sich dieser Tage auf Einladung der Handwerkskammer-Nebenstelle Gießen, um bie Umroarrb- lung ber bisherigen Organisation zu einer Pflicht- Innung der Schreinermeister Gießen- Stadt zu genehmigen. Die Versammlung war von 44 Berufskollegen besucht, 3 fehlten entschuldigt. Als Vertreter ber Aufsichtsbehörde eröffnete Bermel» tungsamtmann Reißer Die Versammlung mit einigen Ausführungen über die große Bedeutung des Handwerks im nationalsozialistischen Staat. Zum Führer der Pslichtinnung wurde Schreinermeister Lenz oorgeschlagen. Schreinermeister R. Bell würdigte die großen Verdienste, Die sich Herr Lenz als langjähriger Vorsitzender der Schreinermeister- Bereinigung erworben hat Bei der Abstimmung wurde Herr Lenz mit 42 gegen 2 Stimmen zum Führer der Innung gewählt. Nach Glückwunschwor- ten von Amtmann K e i R e r an ben Innungsführer unb an bie Innung bankte Herr Lenz für ben bei ber Abstimmung zum Ausdruck gebrachten starken Vertrauensbeweis, gleichzeitig wies er die Kollegen auf ihre Verpflichtungen gegenüber ber Innung hin. Weiter gab er einen Voranschlag über die jetzt ent- stehenden Kosten ber Innung, die wegen der schiech, ten Kasienlag« einen Sonberbeitrag erheben muß Es wurde ferner bestimmt, daß in jedem Monat am 1. und 3. Montag Pflichtversammlungen ftatlfinben Zu seinen Mitarbeitern ernannt« Herr Lenz fol- genbe Kollegen: W. H a i n e r, 2. Führer; fi.Be il, 1. Schriftführer , K. K l i n g e l m « y e r, 2. Schriftführer; H. H o r n, Rechner; S). Setter, Stellver-
Die Ortsgruppe Gießen Des Hessi- fchen Iagdklubs beging die diesjährige Hubertusfeier in ihrem Klublokal „Deutsches Haus". Der Tag stand für bte Mehrzahl der Klubmitglieder im Zeichen ihres Schutzpatrons, da Die Herren Didier und Lanz sämtliche Angehörige des Klubs zur Hubertusjagd in ihr Revier, den hiesigen Stadtwald, eingeladen hatten. Es zeugte vom echten deutschen Kameradschaftsgeist, daß die Mitglieder des Klubs, ohne Ansehen der Person und des Standes, zu den Jagden eingefallen werden, daß sie sich in den Reihen der deutschen 31 gc cle:d)- berechtigt fühlen und mithelfen Den irtuen Geist des neuen Deutschland auch in jagdlicher Hinsicht zu pflegen. In diesem Sinne wurde auch die Hubertusjagd abgehalten, unb als am Abend die bunte Strecke gelegt war, konnte jeder Teilnehmer der Jagd den Bcftänbcrn aus frohem Herzen seinen Weidmannsdank aussprechen.
tretet- M Hof undE. Fuchs, Beisitzer. Kollegen, die ein Stadtratsmanbat oerschen, gehören auch dem Vorstand an; zur Zeit ist dies Kolleg« Wich- B l u m. Der Gesellenprufungsausschuß wurde wie folgt bestimmt: Karl Beil, W. Hahn; Beauftragter für das Lehrlingswesen ist M. H 0 f ; im Ausichuß sur Lehrlingsstreitigkeiten sind H. Vetter, K. K l i n - g e l m e y e r und E. F u ch s ; Führer der Lehrlings- ftammroUe ist W. H a i n e r. Die Arbeitnehmer-Mit- glieber für die Ausschüsse werden noch ernannt Hanbwerkskammersyndlkus Röhr beglückwünschte die Innung und besonders ben altbewährten Führer Lenz, daß sie auf ben Wegen bes Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler aufbauen wollen. Weiter gab er Richtlinien über die Führung der Innung bekannt und sprach über die Erziehung der Lehrlinge, über die Funktion ber Preisüberwachungsstelle unb zeigte bie Wege zu ben Zielen des Nationalsozialismus. Kollege M. H 0 f sprach über die Stellung und Aufgaben der Handwerker im nationalsozialistischen Staat. Mit dreimaligen Sieg-Heil-Rufen auf bas Vaterlanb, ben Reichspräsidenten von Hindenburg und den Führer Adolf Hitler schloß Kollege Lenz die Berfamm- fang.
VornoNzcn.
— Tageskalender für Mi11w 0 ch: Stadt- theater, 19.30 bis 22 Uhr „Wiener Blut". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Verdun". — „Der Stahlhelm", BdF., Ortsgruppe Gießen, 20 Uhr, Caf6 Leib, Ortsgruppen-Appell. — „Bergschenke" Gie- ßen, ab 16 Uhr Konzert unb Tanz. — Cafö-Restau- rant „Bürgerhof", Tanz. — Kathol. Vereinshaus, 15.30 Uhr, Kasperle-Theater.
— Aus dem Stad ttha ter bür o wird uns geschrieben: Heute 19.30 Uhr außer Abonnement unser großer Spielolanschlager die klassische Operette: „Wiener Blut" des Altmeisters Johann Strauß unter der Leitung von Wrede-Cujö- Bä ulke. Die Vorstellung ist zu ermäßigten Dperettenpreifen. Ende 22 Uhr. — Donnerstag, 23. Nov., Deutsche Bühne Reche 1: ungerade Mitgliebs- nummem 2. November-Vorstellung: „Am Himmel Europas" Schauspiel von Schwenzen-Malina. Spielleitung: Anton Neuhaus. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. — In Vorbereitung das nationale Drama: „U-Boot 116" von Karl ßerbs, Das hohe Lied der unbekannten U-Boot-Besatzung, Erstauf-
jagdlichem Gebiet in allernächster Zett auswirken werbe, indem auch hier ein neuer Geist Platz greife, sei es Pflicht jeden Jägers, sich ber großen Organisation anzufchließen unb den Geist Adolf Hitlers auch auf das Weidwerk ,?u übertragen und ge- chlosien hinter den kommenden Maßnahmen der Re- jierung zu stehen. Dr. Beruh' xm gesamten Vorstand ber Di
4 Deutfches Reich 4

Oberheffen
Lutherseiern aus dem Lande
Stande von 6:2 erzielte Launsbach seinen dritten Erfolg. Der Gegner kam aber noch zu weiteren drei Toren.
Abturnen im Turnverein Laubach.
Am Samstagabend veranstaltete die Turn- gemeinde Laubach im Saale des Solrnfer Lwses" zu Laubach ihr diesjähriges Ab turn en. Nach dem Einmarsch der Turnerinnen und Turner hielt der Vereinsführer Karl Von-Elff II. die Begrüßungsansprache. Anschließend wurde mit einem reichhaltigen Programm aufgewartet. Die einzelnen Riegen der Turner und Turnerinnen sowie der Jungen und Mädchen Zeigten sehr gute Leistungen am Barren, Reck und Pferd. Großen Beifall fanden die gestellten Pyramiden sowie die exakt ausgeführten Freiübungen und Reigen der Mädchen und Turnerinnen. Zum Schluß sprach Studienrat Schweißguth über ben Wer des Turn- und Schwimmsportes und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Vorteile einer guten sportlichen Erziehung im Geiste Turnvater Jahns sich immer mehr im deutschen Volke auswlrken mögen D.e Musik wurde ausgeführt von dem Streichorchester des Laubacher Musikoereins.
SerStemannschastskampf in Atzbach.
Aus dem Kampf, der in Atzbach zum Austrag kam, und die Mannschaften von Leihgestern - Wie- ed — Atzbach im Wettbewerb sah, ging Wieseck als überlegener Sieger hervor. An zweiter Stelle folgte überraschenderweise die Mannschaft des Gastgebers während Leihgestern durch Pech auf den dritten Platz kam. Die Mannschaft des Siegers befand sich m einer bestechenden Form und hatte keinen Versager aufzuweisen. Die Veranstaltung war stark besucht.
Gpielvereinigung 1900 Gießen.
impr Chören unter Musikmeister Köhler (Großen- Linden) die Feier auf die Höhe. Der Gemeindeabend im Saal der Gastwirtschaft „zum Löwen , umrahmt non Vorträgen des Kirchengesangvereins, Sprech- chören und Gedichten der Konfirmanden, war unter das von dem Ortspfarrer behandelte Thema gestellt.
Der deut,ch- Luther". Der ch-ld °°u WtttenL-r , 'aus deutscher Wurzel stammend, wurde nicht nur ,um Propheten des deutschen Volkes, der ihm den K Lies von Rom hin zu Christus m feinem ©e- miss-n an ihn gebunden und an Gott, sondern auch zc;,+iÄnfpr hpr deutschen Sprache durch seine
heit ihrer Sprache verdanken. Wenn er durch sein Cinareifen in d?r Geschichte die Bahn fre.gemacht da^daß die Deutschen den Gedanken fahren liehen, Träger eines fortgesetzten römischen Weltreiches zu sein^so ist er der Wegbereiter ,ener Staatsidee, auf der'sich Brandenburg-Preußen aufbauen und das Reich werden konnte, das Bismarck gründet und Adoll Hitler vollendet hat. In heißer Liebe zu fe - nem Volke, „für meine Deutschen b'N lch geboren, chn^n will ich dienen", geißelt er rn.t scharfen Wor- ten das Erbübel, die Zwietracht, den Saus teufe l, das Nachässen ausländischer Mode und den überflüssigen Bezug ausländischer teurer Waren, hat aber auch feine Worte für die deutsche Treue non der er sagt- daß keine Tugend uns seither so hochgeruhmt hat. So grüßt der deutsche Luther aus dem Luther als Christen herausgewachsen undohneihnnichtdenk bar über die Jahrhunderte, der Größte von den dreien, Luther, Friedrich der Große und Bismar■ wie ihn unser Volkskanzler genannt hat, fo will er ein Lebendiger, unter uns treten und uns fuhren »u der Quelle, aus der er sich ferne Riesenkraft für die Wende seiner Zeit geholt hat. M't der Mah- nuna an jeden einzelnen, das bekannte, auf Luther । ?ezogE Wort: „Er fühlt der Zeiten ungeheuren
n Laubach, 21. Noo. In der Hauptver- sammlung des Eisvereins wurden die Jahresbeiträge für eine Familie auf 1 Mark ur Einzelpersonen über 14 Jahren auf 40 Pf. und für solche unter 14 Jahren auf 30 Pf. festgesetzt. Hiermit ist auch den Minderbemittelten die Möglichkeit gegeben, sich dem Eissport zu widmen. Die Jahres- rechnunq ergab einen Ueberschuß. Am Sonntag nachmittag hielt die F r e i w i l l i g e Fe u erwehr unter Leitung von Oberbrandmeister Heinrich Kopp, ihre Schlußübung ab. Hierzu waren auchRegle- rungsrat Schwan vom Krelsamt Schotten und Kreisfeuerwehrinspektor Eberl) eim ^Schotten) erschienen. An das im oberen Schloßhof vorge- nommene Geräteexerzieren schloß sich ein Brand- anqriff auf das vordere Realschulgebaude an, wobei die zahlreichen Zuschauer zum erftenmale Gelegenheit hatten, die Leistungen der neuen Motorspritze zu bewundern. Die Uebungen wurden gut ausgeführt und Kreisfeuerwehrinspektor Eber- heim und Regierungsrat S ch man sprachen bei dem anschließend im Saale des „Schutzenhofes veranstalteten Konzert der Wehr ihre volle Anerkennung aus. Beide wurden in Anbetracht ihrer gro- ßen Verdienste um die Feuerwehrsache zu Ehrenmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr ernannt Zum Schluß dankte Bürgermeister Ho gy der Wehr namens der Stadtverwaltung für ihre seither bewiesene Schlagfertigkeit unk'forderte zu wei- lerer Pflichttreue und Kameradschaftlichkeit auf.
8 Ulrichstein, 21. Nov. Eine von der Gau- filmst eile der NSDAP, veranlaßte Filmvorführung sand am Samstag für ine Schuler Ulrichsteins und der Umgebung und am Sonntag für bie Erwachsenen statt. U. a. wurde em Film vom Reichsparteitag in Nürnberg gezeigt. Am Sonntag wurde die älteste Einwohnerin Ulrichsteins, Frau Marie E r b, zu Grabe getragen^Sie hätte im März ihr 91. Lebenswahr vol- lenneD b^S »mitten, 20 N°°. Al- mehrere Schüler der Niddaer R e a l s ch u l e mit ihren Fahrrädern auf der Heimfahrt begriffen waren, wurde eine hiesiae Schülerin am Hinter rade angefahren. Sie stürzte dabei so un glücklich, daß sie sich einen K i e f e r b r u ch und nicht unerhebliche Verletzungen am Kinn 3y30j-
1 M-n&tpn y.mpi /Aahne
Tödlicher Verkehrekunfall in Holzheim.
* Holzheim, 22. Nov. Gestern gegen 21.45 Uhr ereignete sich in unserem Dorfe ein s ch w e r e r Verkehrsunfall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel. Als der 32jährige Steinrichter, SA.-Mann Heinrich Wagner, mit einigen Kameraden das Rathaus verließ, in dem die SA.-R. zu einer Gesangs-Uebungsftunde versammelt war, und die Dorfstraße hinaufging, wurde er plötzlich von. dem entgegenkommenden Auto eines hiesigen Einwohners angefahren. Der bedauernswerte SA.- Mann wurde heftig zu Boden geschleudert und erlitt dabei einen schweren Schädelbruch, der feine sofortige Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gießen notwendig machte. Wenige Stunden nach feiner Einlieferung durch die Freiwillige Sanitätskolonne Gießen erlag der Bedauernswerte feinen schweren Verletzungen. Der Verunglückte war verheiratet und hinterläßt seine Frau und vier Kinder. Die Ursache des Unfalles ist noch nicht völlig geklärt. Die Ermittlungen sind im Gange.
25 Jahre Alice-Frauenverem Großen-Buseck.
(X) Großen-Buseck, 21. Noo. Dieser Tage ■ hielt der hiesige A l i c e - F r a u e n v e r e i n anläßlich seines 25jährigen Bestehens eine Fe i er in dem bis auf den letzten Platz besetzten Bruckschen Saale ab. In ihrer Begrüßungsansprache gab die Vorsitzende Baronesse E r n c ft i n e von Rabenau, einen ausführlichen Bericht über die Gründung und die Geschichte des Vereins, der in der Zeit feines Bestehens unserer Gemeinde segensreiche Dienste leistete, überall da, wo Krankheit und Armut vorhanden war, in sozialer Hilfsbereitschaft als barmherziger Samariter seine Schuldigkeit tat, während des Krieges bis 1917 ein eignes Lazarett unterhielt und auch in den schweren Zeiten der Nachkriegszeit und der Inflation seine Liebesarbeit still und treu weiter verrichtete. Ein von Schwester Berta Büchfler, einer der treuen Mitbegründerinnen des Vereins, verfaßtes Gedicht, das anschließend zum Vortrag kam, forderte auf, in ehrender Weise der verstorbenen treuen Mit- !lieber zu gebenden, unb schloß nach einem Dank ür Gottes Segen mit bem Gelöbnis, bie Arbeit ie5 Vereins gern unb freubig unserem Volkskanzler für ben nationalen Aufbau unseres Volkes zur Verfügung zu stellen. Weiter veranschaulichten lebenbe Silber, bie mit einfachen Mitteln sehr schon bar- gestellt wurden und die sieben Werke der Barmherzigkeit zeigten, die Arbeit des Vereins. Das reichhaltige Programm, bas u. a. Gesangsvortrage, eine Theateraufführung unb einen von vier kleine- ren Mäbchen vorgeführten Reigen brachte, bewies, mit welchem Eifer unb Fleiß ber Abenb vorbereitet worben war. Nach ber Kaffeepaufe fanb eine Der- lofung statt, zu ber von Vereinsmitgkiebern etwa 240 Gewinne teils gearbeitet, teils gestiftet worben waren. Der Reingewinn in Höhe von 80 Mark fließt bem Winterhillswerk zu. In feinen Schluß- Worten bankte ber Ortsaeistliche allen benen, bie au bem Gelingen bes Abends beitrugen, mahnte auch weiterhin bem Verein bie Treue 3U halten und schloß mit einem dreifachen „Sieg-Heil! auf die Führer unseres Volkes. Die ersten Strophen des Deutschlandliedes und des Horst-Wefsel-Liebes bildeten den Ausklang der Feier.
Gau-Sängeriaa des Gaues Cbattia.
k Hungen, 21.Nov. Am Sonntag fand hier im' „Darmstädter Hof" der Gau-Sängertag hes ©aues Chattia statt. Der 1. Vorsitzende bes Gesangvereins „Lieberkranz" Hungen begrüßte bie ©angesbrüber von auswärts unb ließ feine Worte in begeistert aufgenommenen Sieg-Heil- Rufen auf Volk, Vaterlanb unb Führer ausklmgen. Gemeinsam würbe bas Deutschland-Lieb gesungen Die beiben hiesigen Gesangvereine brachten barauf ben Deutschen Sängergruß und das Lied "Hakenkreuz und Schwarzwelßrot gemeinsam zum DorOie Führung in den Sportvereinen.
DerReichssportkommissar teilt mtt: lieber die Besetzung von Führerposten in Sport- vereinen und -Verbänden des Reichssportfuhrer- ringes und Aufnahme nichtarischer Mitglieder hat der Reichssportführer von Tschammer-Osten nachstehende Anordnung erlassen:
Bei der Besetzung von Vorstands- und sonstigen Dereinsposten müssen die Anforderungen des Ge-
artige Stellen vorgesehen sind, müssen im Falle bes Paragraph 3 biefes Gesetzes bie entsprechenben An- orberungen auch von Vätern ober Brubern, bzw. Ehemännern ober Söhnen erfüllt sein.
Diese Anorbnung finbet auf alle beutschen Staats« bürger gleichmäßig Anwenbung. Auslanber können zwar Mitglieber anerkannter ©portDereme fein, bürfen jeboch Vereinsämter irgenbwelcher Art nicht innehaben.
Auf vielfache Anfragen stelle ich in diesem Zusammenhänge nochmals fest, bah ber Erlaß von Vorschriften über bie Aufnahme nichtanscher Mitglieber in anerkannten Sportvereinen ben Sach- verbänben und, soweit von diesen keine.binbenben Vorschriften ergehen, den einzelnen Vereinen über lassen bleibt."
Der Reichssportführer: v. T s ch a m m e r - O st e n.
Handball im Sau XII der DT.
5p0g. igoo 11 — Gießener Turnerschaft 11 3:11.
Wenn diesem Spiel der zweiten Vertretungen beider Vereine auch nicht die Bedeutung zukam, wie der Begegnung zwischen ben ersten Mann schaffen, so war man auf den Ausgang dieses Reffens nicht minder gespannt. Das Ergebnis Überrascht insofern, als die Spielvereimgungsleute eine eindeutige Niederlage emstecken mußten Schon tun nach Anpfiff fiel das erste Tor für die Turner, dem sich in regelmäßigen Abständen bis zur Pause noch sechs weitere anreihten. Auch in der zweiten Hochzeit blieben die Turner stets leicht überlegen, wenn auch die Ausbeute an Erfolgen nicht mehr so groß war. Dagegen tarnen auf ber anberen Seite bie Gäste, wenn auch etwas spat, nun ebenfalls zum Wort. Es gelang ihnen, bas Ergebn^ etwas zu verbessern, boch verzettelte sich der burm zu sehr in Einzelattionen, als daß er wirtlich ge- fährlich hätte werden können. Strafwurfe sind für mangelndes Zusammenspie kaum em vollwertiger Ersah. Einen Hauptanteil an bem Erfolg ber Turner barf ber Sturm für sich m Anspruch nehmen ber ein flüssiges, vorbildliches Zusammenspiel Megte vor allem auf Grund der Wft uneigen, nühigen Spielweise jedes einzelnen, so daß alle Stürmer in gleicher Weise zu dem ^ubergebnls beitragen konnten. Gut aufgebaute und statt vor getragene Angriffe im Verein mit stcherem, raschem Abspiel schufen immer wieder glanzende Torge- legenheiten, die weitgehend ausgenutzt wurden Di Hintermannschaft ließ in ihrer Abwehrarbett kaum eine Lücke unb würbe babei noch von bem Sturm tatkräftig unterstützt. Das Spiel würbe in durchaus anftänbiger Form ausgetragen.
logg. Ruttershausen — Tv. Launsbach 9:3 (4:2).
Zum fälligen Verbandsspiel trafen sich beibe Mannschaften in Ruttershausen. Wahrend im Vorspiel die Platzmannschaft m Launsbach noch -me 10.4-Niederlage einstecken muhte, revanchierte s sich nun und gewann sicher und verdient. Die erste Hälfte brachte zunächst eine leichte Ueberlegenlfeit der Gäste, die bann auch zum ersten Erfolg kamen. Jeboch glich ber Gegner halb aus "nb übernahm einerseits bie Führung. Rach abermaligem Aus^ gleich legte bie Platzmannschaft bis 3,ur ^aufe burch seinen entschlossenen Sturm noch wettere Zwei Tore vor. Nach bem Wechsel lieh Launsbach nach, in gleichem Maße tarn Ruttershausen au unb führte ein kraftvolles unb erfolgreiches Spiel vor. Beim
Landkreis Gießen.
m Klein-Linben, 21. Nov. Unsere evan- aelische Gemeinbe beging in wurbiger Weise ihre Luther feier. Am Samstagabenb versammelte sich im Gotteshaus eine große Festgemelnbe, um bem Resormationsfpiel von E. Riethmuller. „Nun freut euch, liebe Christen gemein für Sing- unb Sprechchor unb Orchester belzuwohnen Den Zuhörern würbe Luthers Glaubensentwicklung vor Augen geführt. Den Singchor bilbete ber eoan- Asche Zttchenchor, Sprechchor unb Orchester war n aus ber Mäbchenoeremlgung unb evangelischen Iunqmannen zusammengestellt worben. Am frühen Sonntag weckte ber Posaunenchor bie Gemeinbe mit Lutherchorälen, im stark besuchten Seftgottes- bienft sprach Pfarrer Bremmer über Luthers ©taubensjuoerfidji. Am Wend fanb.unter ftart B"teiliaung f r Gemeinde im Saale des Gast Hauses ,Zur deutschen Eiche" ein Oemeinbeabenb statt Pfarrer Bremmer begrüßte bie Versamm- liina unb lieh bas Thema bes Abenbs anthngen. Luther Jugenb unb Gemeinbe". Bilber, Lieder Ünb Sprechchöre von beutschem Volkstum bildeten
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führte ein Laienspiel bT;^be^nSÄnG&rÄ%bAr ^ei^inberf^le 3U±Utßeihaeftern, 21. Nov. Der Luther tag
p, nm Mittelvunkt bes Gottesbienstes stand »m Un ckluß an P alm 28 6 bis 9, ber Gedanke: Martin Luther, Deutschlands Gut an feiner ungeheuren Wegeswende". Der Kirchengefangvere-in führte mit
Bruch und fest umklammert er sein Bibelbuch-, aus ! sich selbst anzuwenden, weil nur mit diesem Geist allein bas neue Deutschland gebaut »erben tann gemäß ben Worten unseres Führers. '.Die Kräfte bes Christentums finb unentbehrlich für ben fittligen Wiederaufstieg des deutschen Volkes unb mit bem gemeinsam gesungenen Lieb „Em feste Burg is unser Gott" schloß ber Abend.
5 Steinbach, 21. Nov Die evangelische Gemeinde feierte am Sonntag Luthe r s 4 5 0. ® • burtstag in einem Festgottesbienst, in dem der Frauenchor unter Leitung des Musikmeisters a. D. Schleuse einen Chor fang. Die Kinder hatten ein liturgisches Festspiel eingeübt: "Unfer Luther , das zeitgemäß umgearbeitet war. Die Feftprebigt zeigte Luther als ben gottgefanbten .Wegbereiter zum Heilanb unb forberte zur Treue im Glauben. Auch in Albach würbe ber Tag in festlichem Gottesbienst gefeiert. Die Schulkinder zeigten m einem liturgischen Festspiel bie Massen ber Reformation, Bibel, Katechismus unb Gesangbuch, unb mahnten zum rechten Gebrauch bieser Waffen.
Kreis Büdingen.
*!* E ch z e l l, 21. Nov. Der L u t h e r t a g würbe in unserer Gemeinbe außer im Hauptgottesdienst in einem Lutherabend gefeiert. Der Altar war mit Winterastern geschmückt, im Angesicht ber Gemeinbe hing bas umkränzte Lutherbilb. Gebichte über Luther, von ben Konfirmanben unb Mabchen aus bem BbM. vorgetragen, wechselten mit ber Verlesung passender Abschnitte aus Luthers Schriften, Tischreden und Briefen. Die hiesige Dratorienfängerm Frl. Toni Schuch fang die Lutherlieder „Nun freut euch, lieben Christen g’mein", „Erhalt uns, Herr bet deinem Wort" sowie „Sei stille dem Herrn von Mendelssohn. Sie wurde von Zahnarzt Dr. Schn aut auf der Orgel begleitet. Herr unb Frau Dr. Schn au (Orgel unb Violine) spielten bas Largo von Hanbel unb ein Abagio von Corelli. Unter Leitung von Lehrer Schuch fang bie Oberklasse ber Schule Den Gemeindegesang begleitete Lehrer Kinzenbach auf der Orgel.
Krc's «Lotten.
Interesse, das die nationalsozialistische Regierung der deutschen Sangesbewegung entgegenbringe. Weiter unterstrich ber Rebner bie Gemeinschaftsarbeit in ben Gesangvereinen zur Förberung bes Volksganzen unb schloß eine Ansprache mit freubigem Sieg-Heil-Ruf auf Den Führer unb Volkskanzler
6 e H n r o b , 20. Nov. Gestern abenb fanb in der überfüllten Kirche eine K i r ch e n m u s i k a 11- sche Abendfeier statt. Die Veranlassung dazu gab einmal bie Feier bes b e u t s ch e n L u t h e r - tags, zum anberen ber „Tag für deutsche Hausmusik". Demgemäß glieberte sich bie SBortragsfolge in eine „Abenbfeier" unb in eine "Lutherfeier . Die Eröffnung bilbete bie Tokkata m Fs-Dur von W. Sering, vorgetragen von Lehrer Lotz (Selln- rob) und ein Gemeindelied. Es folgte bann „Sara- banbe" von I. S. Bach (Orgel unb Violine), „Abenb-
lieb" von Ch. H.Nink (Kmderchor) „K nberwacht von R. Schuhmann (Orgel unb Bariton), "Wiegen- lieb" von H. Kierolf (Orgel), ,^argo von G. Hanbel (Orgel unb Violine), „Sanbmannchen von I. Brahms (Orgel unb Bariton), „Nun ruhen allch Wälber" von W. Rein (Orgel, Flöte unb Violine . Den zweiten Teil eröffnete bie Tokkata m O Moll von J.S.Bach. Alsbann folgten: „Erhalt uns Herr bei beinern Wort" unb „Ein feste Burg von I. o. Bach (Orgel unb Flügelhorn), „Wir treten zum Beten" (Kinberchor), „Die Himmel rühmen von L. v. Beethoven (Orgel, Bariton unb Posaune), Fantasie über „Sollt ich meinem Gott nicht singen von Seifert (Orgel), „Ein feste Burg" von M. Reger (Orgel, Horn unb Posaune), Festhymnus von K Piutti (Orgel). Geyieinbegesänge waren an geeigneter Stelle eingeschoben. Pfarrer König (Groß- Eichen) schloß mit einem Gebet bie schon verlaufene Feier. Veranstalter bieser Feierstunbe war Lehrer Lok (Sellnrvb). Mitwirkenbe waren außer bem Veranstalter (Orgel), Organist M iil l e r . Sel nrad (Posaune unb Violine), Lehrer Lenz- Sellnrod Gne uni) Flöte), Lehrer
(Bariton), W. K i n k c l-Sellnrod (Violine), Psarrer König- Groß-Eichen (Flügelhorn) und ein Schu- lerchor der Sellnröder Schulkinder. Eine Sammlung am Ausgang brachte einen schonen Betrag für das ®3n6tumpr'rtenrob, 21. R°°. Dieser lag- fand hier in überfülltem Saale ein „D e u t f ch c r Lutherabend" statt. Alle Krafts des Dorfes trugen zum Schmuck und zur Ausgestaltung der Feier bei. Der hiesige Musikverem eröffnete den Abend mit dem Musikvortrag Beethovens „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre , und erfreute die Oemeinbeglieber mit feinen Weifen. Die Konfirmanben sprachen kernige Lutherworte aus besten Kampf unb Glaube unb Volkstum. Dazwischen wechselten Lieber unb Vorträge bes Munbharmo- niraorchesters ber Schulkinber unter Leitung bes Lehrers C u n z. Ebenso sangen bie schulent^stenen
' Burschen unb Mäbchen nut ihrem Führer, Pfarrer Geißler. Dieser schilberte bann Martin Luther als ben beutschen Kämpfer, ber vom Evangelium her seinem beutschen Volke auch bie besten volki- schen Werte schenkte. Als 3weiter Rebner sprach ber Burenkommanbant Koos Jooste, ber dem Do-f nicht unbekannt war. Unter bem Thema „Steine zum Aufbau" zeigte er aus eigenen Erlebmsten in seiner humorreichen Art mancher ei wichtige E ° forbernisse zu bem völkischen unb religiösen Aufbau unseres Dctterlanbes. An bem großen Beifall und ben frohen Gesichtern ber Besucher konnte man sehen, baß ihnen ber Abenb em rechtes Erlebnis geworben war.
Adolf Hitler.
Hierauf wurden die im Gau Chattia zu- sammengeschlostenen Vereine bekanntgegeben; es sind insgesamt 30 Vereine mit 1060 ©angern. Gauführer Rinker berief sodann zu seinen Mitarbeitern im Gauvorstand: Lehrer Glück (Langsdorf) als 2. Führer, Heinrich Wagner (Birklar) als Rechner, Karl Klotz vom Gesangverein .Lieder- kranz" (Hungen) als Stellvertreter, Ludw. S ch n e i° der vom Gesangverein „Eintracht" (Hungen) als Schriftführer, Heinrich Eilst (Laubach) zum Stellvertreter. Zum kommissarischen Gauchormeister wurde Lehrer Stein (Lich) bestimmt Beisitzer wurden Jakob Schmidt, „Cäcilia" Lich; Otto Wahl, Rochscher Männerchor Lich; Ludwig K a m b e i tz, „Eintracht" Hungen; Heinrich Ha u p t (Trais-Munzenberg); Heinrich Müller (Bettenhausen) und Hugo Kröll (Rodheim).
Der Gaufüyrer berichtete dann über ben Bun- bessängertag am 29. Oktober in Bingen. Der nächste Gauliebertag soll im fommenben Jahre ftattfinben; hierfür hatten sich Hungen unb Laubach gemelbet, mit großer Mehrheit entschieb sich ber Gautag für Hungen. Der Gauliebertag wirb wahrscheinlich Mitte Mai ober Anfang Juni 1934 statt-
1900 I. Jugend — wieseck I. Jugend 6:1 (3:0).
1900 spielte von Anfang an überlegen unb konnte in ber 12. Minute burch ben Halblinken >n Führung gehen, nachbem vorher verschiebene sichere Sachen ausgelassen worden waren. Bis zur Halbzeit waren die Einheimischen noch 3we>mal erfolgreich Nach Wiederbeginn ließen die Gaste merklich nach. Wieseck wurde gänzlich einaeschnurt und kam nur noch zu wenigen Durchbrüchen Aus einer Elfmeterentscheidung fiel für Wieseck das Ehrentor. Nach dem Stande von 3:1 Toren gingen bie Einheimischen etwas mehr aus sich heraus. Drei Tore waren bie Ausbeute. Enbresultat 6:1. Die 1900er stehen mit 8 Punkten bei vier Spielen ungeschlagen an ber Spitze.
1900 II. Jugend — VfV. Gießen I. Jugend 2:2 (2:0).
Bei gleichmäßig verteiltem Spiel konnten die 1900er zwei Tore vorlegen. Halbzeit 2:0. Nach Wiederbeginn rafften sich bie Gäste auf unb erhielten in der 50. Minute ihr erstes Tor. Kurz vor Schluß stellten die Gäste den Ausgleich her.
Seuischer Kishockey-Erfolg in Prag.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft trua am Samstag in Pragem Treffen gegen den L. T. E. Prag aus und gesta e^ die Eröffnung der deutschen Länderspielsaison durch einen Sieg mit 2:1 sehr hoffnungsvoll. Die beut' sche Mannschaft war burch ben kanabischen Trm ner Heximer verstärkt unb lieferte em Egezeich netes Spiel, von bem bie 5000 Zuschauer ehrlich be- geistert waren. Das erste Drittel besKampfes ver- lief torlos. Im zweiten Drittel erzielte Heximer ben Führungstreffer ber beutschen Mannschaft, unb im britten Drittel fiel nach eine... ö^u^ von Dawydow der zweite Treffer, als die Scheibe von der Umzäunung zurückpra (te und vom tschechischen Torwächter aus ins Tor sprang. Dann erst kamen die Prager durch Tozicka zum einzigen Torerfolge.
Am Sonntag trugen die Deutschen em 3weite» Spiel gegen die gleiche Mannschaft aus; es reichte aber nur zu einem Unentschieden 1.1 (0.1, 0.0, 1.0).
^Anschließend eröffnete ber 1. Dorsitzenbe bes @aues7 Rinker- Nonnenroth, bie Sangertagung mit einer Ansprache, in ber er Zunächst auf ben nationalen Aufbruch bes deutschen »o Jes, bie‘ erfreuliche Aufbauarbeit ber nationalsozialistischen Regierung unb auf bie baburch geweckten Hoffnun- aen bei allen beutschen Volksgenossen hinwies. Er bettmte weiter, baß an ber Vorbereitung bes nun erftanbenen nationalen Deutschlanb bie Gesangver- eine durch die bewußte Pflege der kostbaren natio-
Seauf nicht ÄÄÄ Ä” ' b°°ch°n U a,
finden. _ ...
Lehrer Glück (Langsdorf) gab anschließend Die Massen-, Wahl- und Pflichtchöre bekannt. Gesungen werden als Massenchor „Es klingt ein Heller Klang , „Sonnenaufgang" unb „Wo gen Himmel Eichen ragen"; als Wahl- unb Pflichtchor „Maienschem und „Mailied". Der Pflicktchor für Vereine mit mehr als 40 Sänger wird später noch bekannt- gegeben. Ä
Gegen 17.30 Uhr wurde der Gautag mit einer Huldigung für den Führer und Volkskanzler Ado f Hitler und mit dem Gesang des Horst-Westel- Liedes geschlossen. Die hiesigen Gesangvereine „Em- tracht" und „Liederkranz" unter Leitung ihrer Chor- meister Schreiner und Lenz bereicherten die Tagung mit mehreren ausgezeichneten Chorvor- träflen.
Kreis Schotten.

Belgischer Sieg im Berliner Sechstage rennen.
Am Dienstag um 24 Uhr wurde das 29. Berliner Sechstagerennen im Berliner Sportpalast entschieden. Nach einer besonders ereignisreichen letzten Stunde endete das Rennen mit einem Siege der Belgier Buyffe-Deneef, die mit 280 Punkten und Rundenvorsprung gewannen. Eine Runde zurück folgte das deutsch-belgische Paar Tietz- Charlier (441 Punkte) und das deutsche Paar Schön-Goebel (377 Punkte). Der Rest des zehnköpfigen Feldes lag bis acht Runden zurück. Die Fahrer haben in diesem Rennen 3524,16 Kilometer zurückgelegt.
Kurze Sportnotizen.
180 Franzosen sollen nach einem Beschluß des Französischen Olympischen Komitees an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin teilnehmen. Für die Expedition wird eine Summe von 1900 000 Francs veranschlagt.
Der Deutsche Olympische Ausschuß hat an die amerikanischen Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees ein Telegramm gerichtet und versichert, daß an der deutschen Stel- ungnahme in Wien bezüglich der Teilnahme beut- che Juden an den Olympische» Spielen bisher nichts geändert worden sei. Veranlaßt wurde dieses Telegramm durch den Beschluß der Amerikanischen Ama- teur-Athletlk-Union, wegen des Boykott der judi- schen Sportler in Deutschland, den Olympischen Spielen 1936 in Berlin fernzubleiben.
hat er aus st a a t s - und bevölkerungspolitischen Gründen den in Frage kommenden Ledigen aufgegeben, die Gründe, die einer Verheiratung entgegenstehen, mitzuteilen bzw. der Frage einer Heirat ernsthaft näherzu t r e t e n , da die Innehaltung von Arbeitsplätzen durch Ledige Verheirateten und Familienvätern die Existenzgrundlage verschlechtert.
Buntes Alterte».
aus. Die Darsteller (SA. und BdM.) fügten sich geschickt in ihre Rollen und ernteten dankbaren Beifall.
1600 Sranffurter Junggesellen sollen heiraten.
WSN. Frankfurta M., 21. Nov. Die Magi- Itrats-Pressestelle teilt mit: Nachdem der Herr Oberbürgermeister festgestellt hat, daß in der Stadt- Verwaltung noch 1 60 0 ledige Personen als Beamte, Anaestellte und Arbeiter be äftiat sind.
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Girokonto der Nassauischen Landesbank 6200.
preutzen.
Kreis Marburg.
< Fronhausen (Lahn), 21. Nov. Dieser Tage veranstaltete der Sturm 15/311 im Saale der Gastwirtschaft Metz einen Kameradschafts- abend, der auch von der Einwohnerschaft des Dorfes sehr stark besucht war. Nach derEinbringung der Sturmsahne eröffnete Sturmführer Rappolt- Bellnhausen den Abend. Ein Redner der Jäger- standorte 11 sprach bann über bie Vergangenheit und Zukunft ber SA. im Staate. Einige Theater- stücke, bie großen Anklang fanben, füllten ben Abenb
Aus den Anfängen der Photographie.
Der Mensch gewöhnt sich rasch an bas Gute, unb Erfinbungen, bie eine noch nicht ferne Vergangenheit für ungeheuerlich hielt, werben uns schnell zur Alltäglichkeit. So ist es auch mit ber Photographie, bie in ihren Anfängen vor 100 Jahren bem größten Mißtrauen begegnete, wie aus einem Auf- atz von E. Rebske'in ber Frankfurter Wochen- chrift „Die Umschau" hervorgeht. Als bie Kunbe von ber Ersinbung nach Deutschland kam, schrieb z. B. ein leibenschastlicher Gegner ber neuen Er- finbung: „Flüchtige Spiegelbilder festhalten zu wollen, bies ist nicht bloß ein Ding ber Unmöglichkeit,
wie sich nach gründlicher deutscher Untersuchung herausgestellt hat, sondern schon der Wunsch, dies zu wollen, ist eine Gotteslästerung. Der Mensch »st nach bem Ebenbilbe Gottes geschaffen unb Gottes Bild kann durch keine menschliche Maschine feftge- halten werden . . . Man muh 'ich doch flar machen, wie unchristlich und heillos eitel die Menschheit erst werden wird, wenn sich jeder für seine Goldbatzen sein Spiegelbild dutzendweise anfertigen lassen kann. Es wird eine Massenkrankheit von Eitelkeitswütiaen ausbrechen, denn wenn sich jedes Gesicht billig dutzendweise verschenken und bewundern laßt, so macht bas bie Menschen gottlos, oberflächlich unb eitel. Unb wenn jener Musje Daguerre in Paris bunbertmal behauptet, mit feiner Maschine menschliche Spiegelbilber auf Silberplatten festhalten zu können, so ist bies bunbertmal eine infame Lüge zu nennen, unb es nicht wert, daß sich deutsche gediegene Meister der Optik von dieser frechen Behauptung betören lassen." Tatsächlich waren die deutschen Optiker gegen diesen „Pariser Schwindel" sehr ablehnend, und'es bedurfte ber ganzen Zähigkeit unb Lebenskraft einiger Pioniere, um sich mit biefer neuen Ersinbung durchzusetzen. Ein solcher beutscher Pionier ber Photographie, war ber Vater bcs Dichters Max Dauthenbey, unb biefer hat ben Kampf seines Vaters in einem hübschen Buch geschilbert. Dauthenbey, ber in einem Leipziger Optikerlaben angestellt war, erwarb sich einen solchen Apparat, von bem alle anberen nichts wissen wollten, für 300 Taler, bie er von einem Onkel, einem Kammerherrn am Hofe in Dessau, geliehen hatte. Seine Versuche, Silber auf bie Silberplatten zu bringen, gelangen zunächst nicht, obwohl seine Objekte ftunbenlang in ber prallen Sonne saßen. Ganz ßinbenau, wo er biefe Versuche in einem Garten oornahm, ftanb barüber sozusagen „Stopf". Die Kinber, bie burch ben Zaun zusahen, hielten sich die Ohren zu, weil sie fürchteten, bas unheimliche Instrument, bas mit seinem Messingrohr wie eine Kanone aussah, könne plötzlich losgehen Man munkelte, batz Dauthenbey aus Sonnenlicht Golb machen wolle, unb ein Lahmer meinte, baß es ein Bestrahlungsgerät fei, mit bem man Kranke heilen könne. Aber schließlich zeigte sich auf ber Platte boch ein Bilb, unb 1842 stellte Dauthenbey auf ber Leip- zager Fühjahrsmesse zum ersten Mal eine ganze Anzahl Photographien aus. Mit einem Empfeh- । lungsschreiden des Dessauer Herzogs, ben er aufgenommen hatte, reifte er nach Petersburg, unb ob- I wohl er zunächst nicht vorgelaffen würbe, weil er
dem Sekretär des Zaren, General Chambeay, fehtf Schmiergelder zugesteckt hatte, machte er sich boch allmählich bekannt, mußte ben ganzen Hof photographieren unb halte bann soviel Zuspruch, baß bie Polizei sechs Wochen lang ben Straßenverkehr zu fNncm Hause regeln mußte Die Silber der Hofgesellschaft, bie bem Kaiser überreicht werden sollten, wurden von 20 jungen Malern farbig übermalt! So gelang es allmählich, die Vorurteile zu überwinden, di^sich zuerst der Photographie entgegenstellten.
Kamps zwischenHabichtundSchitdkröte
Ein seltsamer Zweikampf zwischen zwei höchst ungleichen Tieren wurde von Direktor William Corr im Bären-Gebirge beobachtet. Die beiden ungleichen Gegner waren ein amerikanischer Habicht, eines ber schnellsten Geschöpfe, und eine Land- Schildkröte, eines der langsamsten. Als (Tarr mit seinem Wagen auf einer Wochenend-Tour war, wurde feine Aufmerksamkeit auf ein heftiges Flü- gelschlagen dicht auf dem Soden gelenkt. Als er die merkwürdige Erscheinung näher untersuchte, sand er, daß ber linke Fuß bcs Habichts sich in bem Kanzcr der Schildkröte verfangen hatte, und er trotz aller verzweifelten Semühungen nicht loskommen konnte. Der Habicht versuchte, sich durch gewaltige Flügelschläge vom Boden zu erheben unb die Schildkröte mit emporzuziehen, aber diese hielt sich mit aller Macht am Boden fest. Carr gelang es, nach längeren Bemühungen, den Vogel zu befreien, und der Habicht flatterte mit blutender Kralle auf den nächsten Baum. Es ist schwer zu sagen, wer über diesen Kampf am meisten erschrocken war, der Habicht ober bie Schilbkröte. Rach ber Erklärung Carrs war ber Vogel in bem warmen Sonnenschein langsam über ben Boden gestreift unb babei, burch Zufall ober durch Laune, gegen den gelbschwarzen Kopf der Schildkröte gestoßen, wofür er schwer büßen mußte, denn bie Schildkröte hielt ihn mit eisernem Griff gefangen.
Sprctlnlundcn ver Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bl* 17 Uhr. Samsta, nachmittag qefdiloffen
Sodener
be; HUSTEN. ERKALTUNG
Bctr.: Xie Durchführung des Gesetzes über die Einziehung ftaato- und Volksfeind- liehen Vermögens.
Bekanntmachung.
Auf Grund des Gesetzes über die Einziehung kommunistischen Vermögens vom 26. Mai 1933 (RGBl. I S. 293) in Ser- binbung mit dem Gesetz über die Einziehung Volks- und staatsfeindlichen Vermögens vom 14. Juli 1933 (RGBl. I S. 479) und der Hess. Ausfülirungsverordnung hierzu vom 8. September 1933 wird hierdurch das Vermögen der nachstehenden Vereine und Crganifationen zugunsten des Landes Hessen eingezogen:
1. Kommunistische Partei Deutschlands, Ortsgruppe Gießen.
2. Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Ortsgruppe Gießen.
3. Oberhessische Volkszeitung in Gießen (Firma Hermann Neumann & Co.).
4. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Ortsgruppe Gießen.
5. Eiserne Front, Ortsgruppe Gießen.
6. Kainpfbund gegen den Faschismus, Ortsgruppe Gießen.
7. Kommunist. Jugendverband Deutschlands, Ortsgruppe Gießen.
8. Verband Roter Pioniere, Ortsgruppe Gießen.
9. NevolutionäreGewerkschaftsopposttron, Ortsgruppe Gießen.
10. Rote Hilfe Deutschlands, Ortsgruppe
11. Internationale Arbeiterhilfe, Ortsgruppe Gießen.
12. Verband proletarischer Freidenker Deutschlands, Ortsgruppe Gießen.
13. Internationaler Bund der Opfer des Krieges und der Arbeit, Ortsgr. Gießen.
14. Roter Frontkämpferbund, Ortsgruppe Gießen.
15. Sozialistische Arbeiterjugend, Ortsgr. (hießen.
16. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde, Ortsgruppe Gießen.
17. Deutscher Arbeiter-Schachbund, Ortsgruppe Gießen. *
18. Arbeiter-Gesangverein „Eintracht", Gießen.
19. Arbeiterwohlfahrt, Gießen.
20. SPD.-Frauenschaft, Gießen.
21. Touristenverein „Die Naturfreunde", (hießen.
22. Arbeiter-Radfahrerverein „Solidarität", Gießen.
23. Arbeiter-Tur» und Sportklub, Gießen. 24. Arbeiter-Turnverein, Gießen.
25. Freie Tennisvereinigung c. B., Gießen. 26. Arbeiter-Sportkartcll, (hießen.
27. „ Sturmvvgel"-Flugverband der Werktätigen, Gießen.
28. Bund der internationalen Bibelforscher, Ortsgruppe Gießen.
29. Schützenverein „Republik", Gießen. 30. SPD.-Kulturkartell, Gießen.
Alle»» Personen, welche Bestandteile des eingezogenen Vermögens im Besitz haben oder zu dieser Vermögensmasse etwas schulden, wird aufgegeben, an die bisherigen Rechtsträger nichts meljr zu verabfolgen ober zu leisten. Etwa an beweglichen Sachen und Rechten bestehende Rechte sind mit der Einziehung erloschen. Gläubiger, die auf Grund solcher Rechte eingezogene bewegliche Sachen oder Urkunden über eingezogene Rechte im Besitz haben, sind verpflichtet, dies unverzüglich an die Hessische Polizeidirektivn Gießen — Staats- Polizeistelle — abzuliefern und werden aufgefordert, ihrer Ablieferungspflicht alsbald zu entsprechen. m
An Schuldner der früheren Rechtsträger ergeht die Anssordernng, bis Ende dieses Monats die hiermit eingezogenen Forde- rungen vorgenannter Organisationen an die Hessische Polizeidirektion Gießen — Staatspolizeistelle — zu zahlen.
Gießen, den 20. November 1933.
Hessische Polizeidirektion vsicßen LtaatopolizeistcUe.
gez. Jost.
Amtliche Bekanntmachungen des Kreisamts Gießen.
Auf Grund des Gesetzes über die Einziehung kommunistischen Vermögens vom 26. Mai 1933 in Verbindung mit dem Gesetz über die Einziehung Volks- und staatsfeindlichen Vermögens vom 14. Juli 1933 und ber Hessischen Ausführungsvcr- orbnung hierzu vom 8. September 1933 wirb hierdurch das Vermögen der nachgenannten Vereine und Organisationen zugunsten des Landes Hessen eingezogen:
Sozialdemokratische Partei:
Allendorf (Lumda), Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen, Garbenteich, Großen- Buseck, Harbach, Hattenrod, Heuchelheim, Hungen, Kesselbach, Lauter, Leihgestern, Lollar, Londorf, Lumda, Mainzlar, Münster, Odenhausen, Oppenrod, Rcinhards- hain, Reiskirchen, Rödgen, Rüddingshau- sen, Saasen, Stangenrod, Staufenberg, Trais-Horloff, Treis an ber Lumda, Trohe, Watzenborn-Steinberg, Wieseck.
Reichsbanner:
Lich, Lollar, Hungen, Trais-Horloff, Obbornhofen.
Arbeiter-Turn- u. Sportvereine:
Allendorf (Lahn), Annerod, Alten- Buscck, Beuern, „Frischauf" Burkhards- seiden, „Vorwärts" Daubringen, Grohen- Buseck, Großen-Linden, Grünberg, Heuchelheim, „Frei Heil" Hungen, Klein- Linden, Lang-Göns, Lich, Lindenstruth, Lollar, Londorf, „Sportvereinigung" Oden- hausen, „Frei Heil" Oppenrod, Staufenberg, Treis an ber Lumba, Watzenborn- Steinberg, Wieseck.
Schwimmverein:
„Neptun" Nieder-Bessingen.
Arbeiter-Rabsahrvereine:
Trais-Horloff, 1926 „Frischauf" Großen- Linben.
Arbeiter-Gesangvereine:
„Sängervercinigung" Allendorf an der Lumda, „Germania" Altcn-Buseck, Bersrod, „Bruderkettc" Beuern, „Liederblüte" Burkhardsfelden, „Sängerlust" Daubringen, „Liedcrblüte" Garbenteich, „Eintracht" (hroßen-Buseck, „Einigkeit" Hungen, „Union" Londorf, „Vorwärts" Lollar, „Einigkeit" Lich, „Harmonie" Leihgestern, „Hoffnung" Mainzlar, „Einigkeit" Reis- kirchcn, „Konkordia 1907" Rüddingshau- sen, „Sängcrkranz" Saasen, „Männerchor" Staufenberg, „Hoffnung" Treis an der Lumda, „Eintracht" Trohe, „Harmonie" Watzenborn-Steinberg, „Sängerkranz" Wieseck.
Allen Personen, die Bestandteile des eingezogenen Vermögens vorgenannter Vereine und Organisationen im Besitz haben ober zu dieser Vermögensmasse etwas schulden, wird aufgegeben, an ben bisherigen Rechtsträger nichts mehr zu verabfolgen oder zu leisten.
An die Schuldner der früheren Rechts- träger ergeht die Aufforderung, innerhalb zweier Wochen die hiermit eingezogenen Forderungen vorgenannter Organisationen an die Kreiskasse Gießen, Landgraf-Phi- lipp-Plap 3, zu zahlen.
Rechte an beweglichen Sachen (z. B. Pfandrechte, Nießbrauch) sind nach § 3, Satz 1 des Gesetzes vom 26. Mai 1933 mit der Einziehung erloschen. Gläubiger, die auf Grund solcher Reckte eingezogene bewegliche Sachen ober Urkunden über eingezogene Reckte im Besitz haben, sind verpflichtet, sie unverzüglich an daS Kreis- amt Gießen abzuliefern.
Gemietete, gepachtete ober unter Eigentumsvorbehalt ftehenbe Sachen unterliegen nach § 2 des Gesetzes vom 26. Mai 1933 grunbsätzlich der Einziehung nicht, eS sei beim, baß ber Vermieter (Vcrvächker ober Lieferant) mit bet Hingabe ber Sacken eine Förderung marxistischer ober sonst bie Volks- ober staatsfeindlichen Bestrebungen beabsichtigt hat. Personen, die hierdurch Rechte geltend zu macken haben, werben aufgefordert, diese innerhalb eines Monats
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bei dem Kreisamt Gießen zur Vermeidung der Ausschließung des Rechts anzumelden.
Donnerstag, den 23. November 1933, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28, dahier, zwangsweise
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