ion. Samstai Wr K rmalt! $8' »Ibhitt DeL^it ^löiant ^'den un. Habicht ’e Land. •Qtr mit ur war, M Flü. ls er die I«. ianb 'n bem unb er >'chl loz. ■d) burd) tben und "ch hielt rt, 9dang l(l M l>e. bliüenber wlten er, ö6)i(bhok. Mm dein Den SBoben !fd) Laune, ilbfröte g?< - denn die f gefangen. v/vg lertroften 0.0.95 50.2 00 95,350 50.0.95 .75,0.65 .65,0.50 larkt 16 11O3A_ it durch seife Selterswefl Nr. 274 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Kein Kino, kein Radio, keine Zeitung... Merkwürdige Menschen auf einer einsamen Insel. selten anlegenden Dampfern zu senden. Für 150 Bewohner wären bereits 600 Exemplare gekommen! Die Männer wünschen einige Kisten Tabak, aber — auf Wunsch ihrer Frauen — keinen Tropfen Alkohol, während die Frauen allerdings ein paar Nähmaschinen und etliche hunderttausend Meter Tristan d a Cunha (sprich Kunja), Inselgruppe im südatlantischen Ozean, südwestlich vom Kap der Guten Hoffnung, besteht aus drei Inseln vulkanischen Ursprungs, deren größte, vorzugsweise Tristen genannt, eigentlich nur ein erloschener Vulkan ist, der bis zu 2600 Meter ansteigt. Das ist alles, was wir in den Nachschlagebüchern des vergangenen Jahrhunderts über die Inselgruppe finden, und trotz des romantisch klingenden Namens der größten der drei Inseln ist bis jetzt noch nichts über die interessante Geschichte dieser Insel und ihrer merkwürdigen Bewohner in die Oeffentlichkeit gedrungen. Die Insel verdankt ihren Namen einem Portugiesen, der sie im Jahre 1506 entdeckte und schon damals auf die vortreffliche Lage dieses Eilandes hinwies: die Insel ist f a st kreisrund und ein besonders günstiger Platz für Seefahrer, die abseits der großen Schiffahrtswege den Allantischen Ozean kreuzen und dort Wasser einnehmen können, ohne erst am Kap der guten Hoffnung anlegen zu müssen. Ebenso lohnt sich dort der Schildkrö - tenfang, denn Millionen von Tieren hausen seit Urzeiten auf der Insel. Später gelangte die kleine Insel mit dem romantischen Namen in britischen Besitz. Als Napoleon auf St. Helena gefangen gehalten wurde, besetzte man auch Tristan da Cunha mit britischem Militär, um einen zweiten Fluchtversuch des großen Korsen zu verhüten. Im Jahre 1821 sollte diese Insel wieder verlassen werden und auch für alle Zukunft unbewohnt bleiben, als es dem englischen Korperal William Glaß und zwei Seeleuten gelang, vom Kommandeur die Erlaubnis zum Ansiedeln zu erwirken. Bald darauf legte ein englisches Schiff an der Insel an, um notwendige Geräte und außerdem die Ehefrauen der drei Ro- binsone an Land zu bringen. Sechs Menschen waren es also, die den Mut aufbrachten, ein neues Leben, fernab allen menschlichen Nachbarn, neu zu beginnen. Aber ihr Versuch glückte! Langsam vermehrte sich die „Bevölkerung" dieses einsamen Eilandes. Die Jungens spielten im erloschenen, wild zerklüfteten Krater der Insel, während die Mädchen in strenger, religiöser Erziehung aufwuchsen. Aus den Jungen aber wurden tüchtige, wagemutige Fischer, die auf ihren kleinen Booten oft tagelang in die See fuhren, um den notwendigen Lebensunterhalt herbeizubringen. Doch auch hier gibt es eine schwarze Seite in der Geschichte dieses kleinen Staates: im Jahre 1885 wurde auch Tristen da Cunha während der Winterstürme von einem furchtbaren Orkan heimgesucht. Ein großer Teil der männlichen Bewohner, die sich gerade auf Fischfang weit draußen im Ozean befanden, kehrte nie wieder in den heimatlichen Hafen zurück. . . -"Selten erhält die Insel Besuch aus „unserer" Welt. Fast zwei Jahre sind vergangen, seit der letzte Dampfer im Hafen festmachte. Der Kapitän dieses Schiffes, der Schwede Lars Christensen, berichtete vor einiger Zeit über diesen Besuch: „Ich wurde vom Kommandanten der Insel, Glaß, empfangen. Als ich mich bald darauf wunderte, daß es auf der Insel scheinbar nur drei verschiedene Familien gäbe, erhielt ich bald Klarheit. Es waren ursprünglich nur drei Ehepaare gewesen, die vor über hundert Jahren sich hier dauernd niederließen. Ich konnte mich mit den Einwohnern dieser weltabgeschiedenen Insel nur schwer verständigen, obwohl ich ein gutes, akzentfreies Englisch spreche, denn alle Leute sprachen irgendeinen Dialekt, der nun schon seit einem halben Jahrhundert verschollen ist. Die Frauen tragen wahrhaft vorsintflutliche Kleider, und ich möchte fast wetten, daß es heute keinem Schneider auf der Welt mehr möglich ist, ohne genaue historische Kenntnisse derartige Gewänder, die scheinbar überhaupt nur aus Rüschen und halten bestehen, anzufertigen. Die Kleidung der Männer dagegen ist weniger auffallend: auch wir Seeleute „von heute" tragen ja bei schwerem Wetter die gleichen hüfthohen Transtiefel und ebensolche Südwester und Jacken wie unsere Vorfahren. . Merkwürdig aber ist, daß es niemanden auf der Insel gibt, der genau mit der Kalenderrechnung Bescheid weiß und auch die „offizielle" Kalenderrechnung des Kommandanten weicht von der tmfrigen um mehrere Tage ab. Auch in biefem Falle erhielt ich eine Erklärung durch den Allgewaltigen der Insel: es sei oft vorgekommen, daß be: irgendwelchen Anlässen sich mehrere Woch-n hindurch kein Mensch um den Kalender bekümmert hätte — später wäre man dann einfach dort fortgefahren, wo seinerzeit aufgehört wurde zu rech- rechnen! Die mittelgroßen Hütten der Einwohner sind fast durchweg auerben Trümmern gestrande- ter Schiffe erbaut — ja, oft hat man einen ganzen Bug ober ein Heck mit Winben hoch auf Strand gezogen unb bas Uebrige einfach baranye- baut, benn hier, über dem 40. Grab süblicher Breite gilt immer noch bas alte Stranbrecht: wer etwas finbet, behält es. An welche Behörbe sollte ber Funb benn auch abgeliefert werben? Selbstverstänblich besitzt man roeber 3t ab io, noch Kino, n o ch eine Zeitung, bie ja für 150 Bewohner aucy ein Luxus wäre — aber mir würbe ausbrücklich aufgetragen, meine Lanbsleute „ba braußen" zu bitten, keine Bibeln mehr mit ben Garn verlangten." Jetzt kommt auch bie Nachricht, baß sich zwei junge englische Stubenten entschlossen haben, freiwillig für zwei Jahre biese Einsamkeit aufzusuchen, um Studien zu betreiben. Es handelt sich um ben 27jährigen Francis K. Pease unb seinen Freunb unb Kollegen Ebwarb D. Marsh, ber erst 21 Jahre alt ist. Um sich ausgiebig ihren meteorologischen unb mineralischen Stubien wibmen zu können, haben sie eine Gelbsammlung mit Erfolg durchge- führt unb sich eine große Anzahl wissenschaftlicher Apparate angeschafft. In ben nächsten Wochen wollen sie an Borb eines Seglers gehen, ber von Southampton aus in See sticht unb auf seiner langen Reise bann auch auf Tristen ba Cunha anlegen wirb — ber einsamen Insel mit ben mertmürbigen Menschen. G. B. Wirtschaft. Die Wirischastsbelebung. Einem Schreiben bes Verbanbes ber beutschen Schieferindustrie an ben Gauleiter entnimmt bas Gaupresseamt folgenbe Zeilen: „Dank bes besseren Absatzes ist es möglich geworben, auf einer Reihe von Gruben bie Belegschaft zu oerboppeln. Insgesamt ist bie Beschäftigungsziffer auf ben am Rhein unb an ber Mosel gelegenen Dachschiefergruben vom 1. April bis 15. Oktober b. I. um 221 Mann gewachsen. Soweit sich bie Markttage übersehen läßt, kann schon heute gesagt werben, baß bie neueingestellten Arbeiter ben Winter über beschäftigt unb Entlassungen nicht nötig werben, etwas, was feit 1927 nicht mehr vorgekommen ist." Oie Einlagerunasverpflichtung der Mühlen. Durch bie Verorbnung vom 5. November 1933 ist bie Einlagerungsverpflichtung für bie Mühlen geregelt. Das Gesetz ist am 8. November 1933 in Kraft getreten, sonach ist ber erste Einlagerungstermin ber 18. November 1933. An biefem Tage müssen von ber Lagerverpstichtung 35 v. H. gemäß bem Wortlaut bes Gesetzes erfüllt sein. In § 20 Absatz 4 ist ben Mühlen eine Melbepflicht für bie eingelagerten Mengen auferlegt. Die Mengen finb an ben einzelnen Stichtagen unter Angabe ber Einlagerungsstellen ber „Wirtschaftlichen Vereinigung ber Roggen- unb Weizenmühlen" ober einer von ihr bezeichneten Stelle zu melben. Als Melbestelle für ben Bezirk 3: Baben, Rheinpfalz, Hessen, Hessen-Nassau (Regierungsbezirk Wiesbaben) ist bie Süddeutsche Mühlenvereinigung G. m. b. $)., Mannheim, Prinz-Wilhelm-Straße 10, als Bezirksgeschäftsstelle 3 ber „Wirtschaftlichen Vereinigung ber Roggen- unb Weizenmühlen" bestimmt. Die Mühlen werben hierburch aufgeforbert, ihre Melbungen unverzüglich an biese Stelle zu erstatten. Frankfurter Börse. Mittagsbörse fest. Frankfurt a. M., 21. Nov. Obwohl befonbere sachliche Motive nicht vorlagen, setzte bie Börse auch heute in fester Haltung ein unb verzeichnete anfangs aufgrund größerer Publikumsaufträge sehr lebhaftes Geschäft, wobei bie letzten günstigen Nachrichten aus ber Wirtschaft nachwirkten. Später würbe es wesentlich ruhiger, ba man im Hinblick auf bie Unterbrechung bes Verkehrs burd) ben morgigen Feiertag gewisse Zurückhaltung betunbete. Verschiedentlich erfolgten auch kleine Realisationen, bie Grunbtenbenz blieb aber fest. Die Kurssteigerungen nahmen heute nicht so großes Ausmaß an, immerhin ergaben sich durch- schnitttich Befestigungen von 0,50 bis 1 Prozent. Darüber hinaus erhöht waren bei lebhaftem Geschäft IG. Farben, bie um 2,25 Prozent auf 122 Prozent anstiegen unb später 122,25 Prozent erreichten, ferner blieben Metallgesellschaft zu 59,50 Prozen (+ 0,50 Prozent), bann 61 Prozent Gelb gesucht. Zellstoffwerte lagen auf ben günstigen Geschäftsgang unb auf bie Einbeziehung einiger Außenseiter in bas Syndikat unb besten Verlängerung um zwei Jahre sehr fest, Walbhof (+ 2,75 Prozent) unb Aschaffenburg (+ 2 Prozent). Am Kunstseibenmarkt lagen Bemberg mit plus 2 Prozent fest. Elektrowerte verzeichneten Besserungen von 0,40 bis 1 Prozent, Gesfürel gewannen 1,25 Prozent. Montanaktien konnten sich meist um 0,50 bis 1 Prozent befestigen, Mannesmann unb Har- pener erhöhten sieh um bis zu 1,50 Prozent. Schif- fahrts- unb Verkehrswege zogen von 0,25 bis 0,75 Prozent an. Von Bankaktien eröffneten Reichsbankanteile 1,25 Prozent unb Braubank 1 Prozent fester. Schwächer L. Tietz (— 1 Prozent), Phönix unb Laurahütte je minus 0,50 Prozent unb Stahl- oerein (— 0,90 Prozent). Der Verlauf lag im allgemeinen sehr still, bie Kurse bröckelten auf Gewinnmitnahmen überwiegenb um 0,50 bis 1 Prozent ab. Darüber hinaus gaben Deutsche Linoleum 1,75 Prozent unb Lahmeyer sowie Siemens je 2 Prozent nach. Recht fest lagen anbererseits Scheibeanstalt (+ 1,75 Prozent) unb Ilse Bergbau Genuß (+ 1,25 Prozent). IG. Farben schwankten zwischen 121,50 bis 122 Prozent. Am Kassamarkt erzielte eine ganze Anzahl von Papieren Kurs- besserungen von 1,50 bis 3 Prozent, befonbers Bank- unb Hypothekenbankaktien waren gesucht, aber auch Qnbuftriepapiere erfreuten sich größeren Interesses. Am Rentenmarkt eröffneten beutsche Anleihen lebhaft unb fest. Altbesitz 90,75 bis 91,50 Prozent, Neubesitz 15 bis 14,90 bis 15,10. Späte Reichsschuldbuchforderungen zogen zunächst um 0,50 auf 92,50 Prozent an unb fliegen später fast bis auf 93 Prozent. Stahlverein-Bonbs waren weiter erholt, 51,50 (> 2 Proz.). Reichsbahnvorzugsaktien fchwankenb 104,75 bis 105 bis 104,90 bis 105 (+ 0,50 Prozent). Am Pfanbbriefmarkt waren Oolbpfanbbriefe unb Kommunal-Odligationen ge- sucht unb meist um 0,50 Prozent bzw. 1 Prozent befestigt. Liquibationspfanbbriefe lagen sehr ruhig unb ziemlich unoeränbert. Stabtanleihen lagen vereinzelt von 0,25 bis 0,50 Prozent, auch Staats- unb Länderanleihen erhöhten sich um 0,50 bis 1 Prozent. Steuergutscheine waren außer von 1934 (unv. 102 Praz.) in allen übrigen Jahrgängen um 1 Prozent erhöht unb rationiert. Der Durchschnittskurs zog auf 92,40 (91,30) an. Auslanbsrenten waren vernachlässigt. Tagesgelb 3 Prozent. Abendbörse: fest. Die Abendbörse hatte gegenüber dem Berliner Schluß auch weiterhin überwiegend leichte Kursbesserungen zu verzeichnen, da seitens der Kundschaft noch einige Kauforders zur Ausführung gelangten. Die Stimmung blieb fest. Das Geschäft war aber in Anbetracht der morgigen Feiertagsunterbrechung sehr still, zumal die Kulisse sich nur wenig betätigte. Die neuesten Erhebungen vom Arbeitsmarkt entsprachen mit ihrer leichten Zunahme den Erwartungen. Am Rentenmarkt setzten deutsche Anleihen etwas höher ein, während späte Reichsschuldbuchforderungen mit 92,75 bis 92,90 behauptet lagen. Goldpfandbriefe, Kommunal-Obliga- tionen sowie Stadtanleihen notierten vereinzelt 0,50 bis 1 Prozent höher. Der Verlauf zeigte bei weiterhin stillem Geschäft nur minimale Abweichungen nach beiden Seiten. Altbesitz zogen nochmals 0,25 Prozent an. Am Kassamarkt erhielt sich größere Nachfrage nach Hypothekenbankaktien und nach einzelnen Jndustriepapieren. Mannheimer Biehmarkt. Mannheim, 21 Nov. Auftrieb: Ochsen 173, Butten 128, Kühe 325, Färsen 355, Kälber 697, Schafe 36, Schweine 2026. Es notierten: Ochsen, vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes, 1. jüngere 28 bis 32, 2. ältere 22 bis 24, sonstige volltteischige 24 bis 27; Bullen, jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwertes 26 bis 29, sonstige vollfleischige ober ausgemästete 22 dis 25, fleischige 20 bis Mittwoch, 22. November 1933 Hitler schafft Arbeit! Weitere bewilligte Maßnahmen Im Arbeitg- beschaffungsprogramm: Tagewerke auf der Baustelle: Straßenverlegung, Pflasterungen sowie >.einbejchassung an verschiedenen Land- strahenstrecken im Regierungsbezirk Kassel 25300 Ackerdränage Gemeinde Herold 1750 wiesendränage Gemeinde Ergeshausen 1000 Ackerdränage Gemeinde Gitkenroth 650 Ackerdränage Gemeinde Klingelbach 2050 Dränage Gemeinde Katzenelnbogen 2700 Dränage Gemeinde Berndroth 2400 Wiesendränage Gemeinde Bürgeln 820 Ackerdränage Gemeinde Reckenroth 1300 Entwässerung von Miesen und Ackerland Gemeinde Weidenhahn 2200 Ackerdränage Gemeinde Alpenrod 1600 Ackerdränage Gemeinde Freiendiez 820 Ackerdränage Gemeinde Meudt 900 Dränagen Gemeinde Frickhofen 4400 Dränagen Gemeinde Steinbach 5000 Dränagen Gemeinde Eisighofen 6000 Znstandsehungsorbeiten an verschiedenen Gebäuden in Bensheim 3200 Erweiterung des Gas-, Wasser- und Stromnetzes In Sprendlingen 300 Jnstandsehungsarbeiten an städtischen Gebäuden in Bad-Nauheim 3000 Instandsetzung von Wohngebäuden, Bürgerliche Hospizen Main; 2400 Verwertung der Bauhofkaserne in Mainz 3570 Umbau des Kreiskrankenhauses in Langen 7000 Umbau und Erweiterung der Leichenhallen in Wiesbaden 700 Instandfehungsarbeiten an städtischen Gebäuden in Wiesbaden 10800 Wiederaufbau des Städtischen Festhauses in Worms 10000 Bau einer Talsperre bei Driedorf 80000 23; Kühe, jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwertes 22 bis 26, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 18 bis 22, fleischige 14 bis 18, gering genährte 11 bis 14; Färsen, vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes 30 bis 32, vollfleischige 25 bis 28, fleischige 22 bis 24; Kälber, beste Mast- und Saugkälber 40 bis 42, mittlere Mast- und Saugkälber 34 bis 38, geringere Saugkälber 28 bis 32, geringe 21 bis 25; Schafe, beste Schafe 22 bis 27; Schweine, vollfleischige, 240 bis 300 Psd. Lebendgewicht, 50 bis 53, vollfleischige, 200 bis 240 Psd. Lebendgewicht, 49 bis 52, vollfleischige 160 bis 200 Psd. Lebendgewicht, 47 bis 51. Marktverlauf: Großvieh ruhig, gute Tiere gesucht, Ueberftanb; Kälber und Schweine ruhig, langsam geräumt. Mamzer Schlachtviehmartt. Mainz, 21. Nov. Austrieb: 30 Ochsen, 19 Bullen, 534 Kühe oder Färsen, 234 Kälber, 50 Schafe. Marktoerlauf: Großvieh anfangs belebt, später abflauend, langsam geräumt. Kälber rege, ausverkauft. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 30 bis 32, b2) 22 bis 26. Bullen c) 24 bis 26. Kühe a) 23 bis 27, b) 18 bis 22, c) 11 bis 17. Färsen a) 28 bis 32. Kälber c) 28 bis 34, d) 23 bis 28. Schafe nicht notiert. Kölner Buttermarkt. Köln, 21. Nov. Die Kölner Warenbörse stellte folgende Großhandelspreise für 100 Pfund einfchl. Faß ab Versandstation in Mark fest: deutsche Markenbutter 133 bis 136 (zuletzt 133 bis 136), deut- sehe Molkereibutter 1. Qualität 132 (132), 2. Qualität 127 (127). Schwcinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 22. November. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 295 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte 8 bis 11 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 11 bis 13 Mark, 8 bis 13 Wo- chen alte 13 bis 17 Mark; ältere Springer bis zu 38 Mark. Der Verlauf des Marktes war lebhaft, so daß der Auftrieb vollständig geräumt wurde. Daten für Mittwoch, 22. November. 1767: Andreas Hofer in St. Leonhard geboren (gestorben 1810); — 1780: der Komponist Konradin Kreutzer in Meßkirch geboren (gestorben 1849). iße27 Itersweg 2 nie n*c st 17 lunßdc8 nkreid18 im» in . feil' I Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Sie hinter Öen Papieren angeführken Ziffern geben die Hohe der zuletzi be.chlossenen Dividende an - Relchsbankdiskont 4 v H-. Lombardzinsfuß 5 v. H firanhur JJ< Pitr Vranf'ur' a. Berlin firanuur a. 1'1 8er H Deciienmarft Berlin — Frankfurt a ZU. Schluß« lure ^chlußk Uli nag- Vörie Schluß« furd Schlugt. Abend- bdif. Schluß« furd Schluß! Minag- börse 20. November 21 .November Schluß- furd Schwßl. Abend- böric Schluß» furd Schluß! mittaa- bSrse Schluß« furd Abend- böri Amtlich? Notierung rS'-eir 1 Brie Amtliche Notierung Geld 1 flnr Oatum | 2011 121-11 20-11 21 11 Dalum 2011 21-11 20-11. 21-11 Votum 20 11 21-11 20-11 21-11- Helsingsop».. Wien ...... Prag ...... Budapest ... Sofia ...... Holland .... Oslo...... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenos Aires Neuvork .... Brüssel..... Italien..... Paris ...... Schweiz .... Spanien.... Danzig..... Japan...... Rio de Jan. . Jugoslawien. Lissabon.... 6,004 48.05 12.425 3,047 169,08 68.23 60.66 69,98 13.58 0,963 2,576 58.38 22.12 16,40 81,12 34,12 81,47 0,794 0,224 5,295 12.67 6,016 6,024 48.05 12,425 3,047 169,08 68.48 60,79 70.23 13.615 0,963 2,537 58,36 22,11 16,40 81,14 34,15 81.52 0,796 0,224 5,295 12.67 6,036 48.15 12,445 3,053 169.42 68.62 60.91 70.37 13,655 0,967 2,543 58,48 22,15 16,44 81,30 34,21 81,68 0.798 0,226 5,305 12,69 6% Deutsche Retchsanlethe v 1927 6%ef)fm.7% Di.Reichsanl.v. 1929 6!/,% Young-Anleihe vun 1930 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechien Desgl. ohne Auelos.-Rechte ..... 6% ehern.8% Hess. Bolksltaat 1929 (rüdsablb. 102%) 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 18 6'/?% Hess. Landes-Hhpotbeken. bank Darmstadt Limit Oberfjeffen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten Deutsche komm. Sammel. >. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehern 8% Arants Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 8% ehern 7% fitanff HyP -Bank Goldpse 16 unkündbar bis 1936 ehern «!4% fitanff Hllv-- Bank-Liau.-Bfandbriefe ehern 4'/2% Rheinifche Hrm.-Bank-Ltau.-Goldpse 6% ehern. 8% Pr Landespsand- brk-fanftalt, Pfandbriefe R 19 6% ehern. 7% Pi Landespfand- oriefanftall, Pfandbriefe R. 10 Sieuetflulfrf) NerrechnunaSfutS <% Oellerteichlsche Gvldrente 4,20% Oesterreichtfche Silbertente 4% Ungarische Goldtente 4% Ungatische SlaatStente v. 1910 4!4% desgl. von 1913 ...... 5% abgefi. Goldmexikaner von 99 4% lürkijche Rollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdavbahn-Anlelhe Serie 1 .................. 91 98,9 90,4 90.25 14,9 90.25 90 83,5 87.25 90 40 89,9 91,75 90,75 91 91.3 13,75 1,85 3,8 3,6 91.5 99,75 90,75 91,5 15,1 90,75 90 83 89,4 90,75 90,75 90 91,75 91 91 92,13 13,5 0,85 3,8 3,6 3,5 6 4,65 91 99.13 90 89.75 14.75 90,25 87,5 90.75 91 91.3 .90 5,9 4,75 91,75 99,5 91 91,25 15,13 90.25 90 89.75 91 90,75 92,13 3,95 3,75 6,1 4,8 4% desgl. Serie II 6% Rumän. vereint). Rente v. 1903 4>/i%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereint). Rente 2 Wo Anatolier ..... vamdurg-Amertka-Pafei 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff O Hansa-Dampfschiff O Norbdeuifcher Lloyd ..... O A G- für BetkehtSwefen Akt. 0 Berliner Handelsgefellfchaft 4 Commerz- und Privat-Bank O Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschafi.............. O Dresdner Bank ............. O Reichdbank 12 81.I5.1S.................O Betula ................O Elektr. Lieferungsgefellfchast 6 Licht und Kraft 6 fielten & Guilleaume O Gefellsch.f.Eletir.Unieniehmung 6 Rheinische Elektrizität 6 Schucken L Co.......... 6 Siemens L Halske............ 7 Ladmever L Co.............' 10 Buderus ................ O Deutsche Erdöl .............. 4 Gelsenkirchener ............. C ßatpenei O Hoesch Eisen—Köln-Neuesten .. O Ilse Bergbau 6 Ilse Bergbau Genüsse ....... 6 Klöcknerwerke ............. k Mannesmann-Röbren........O 3,13 5,75 2,8 23,5 • 12 12,5 54,5 83,75 40 44,5 50,75 163.75 20,5 H7,4 88 99,5 47 82.5 49.25 94 139,75 115 10,75 99,5 <9.5 82.75 105,75 57 57,25 4,9 3.13 5,8 2,85 23,5 11,75 12,65 54,75 83,75 40.75 46 51,25 165.25 20 117,9 90 99,25 46,75 83,25 89,5 94 134,5 112 71 100,25 49 82 106,9 57 58 5,9 2,9 23,6 11.25 24.5 18 12 4 53,75 84 40.25 44 ,0.75 163 20,4 117,13 88,5 99.5 46,25 82,9 90.75 92.75 136 115.25 71 99,25 49,4 82 61,75 134,5 105,75 56,9 57,65 3.25 6,4 3 23,7 11,65 18,4 12,65 54.5 84 41,25 46 51,25 165 19,9 117,4 90,5 99,5 46,25 83,25 90 94,25 135,5 113 70,5 100,5 49,25 82 62,75 133 106,25 57 58 Mansfelder Bergbau......... O Kofswerke O Phönix Bergbau............ O Rheinische Braunkohlen ..... IO Rheinstahl ...........O Bereinigte Stahlwerke........ O Otaoi Minen O Kaliwerke Aschersleben........ 6 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth..... ?y3 g. G- fiarben-Jnbustrte....... 7 Scheideanktalt............... 9 Goldschmidt ...............O Rüigerswerke ......... O 'DieiaUflelelKdfaft............. O Philipp Holzmann ...........0 Zementwerk Heidelberg ......O Lsmentwerk Karlstadt. ...... O Schultheis Patzenhoser ...... 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg O Zellstoff Walbhof .......... O Zellstoff Aschaffenburg .......O Defsauer Gas 7 Deutsche Linoleum........... 0 Lrensteln & Koppel .......... O Leonhard Tietz ..... 0 Chads IC Oltcumulatorcn-fiabril........ C Lonti-Gummi ...........O Grltziisl.................... O Mainfraftwerfe Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker .........8 25,5 88,75 190.5 83.5 83.25 10,25 117,5 120 152,5 119.75 180,25 46.5 54,75 59 63 79,5 85 32,9 42,13 40.5 26,5 31 40,5 16,25 130,5 173 139.25 19,25 69 172.75 38,25 192,25 82,25 33 11,25 118 119 158 122 182 46,5 53,5 62 64 79sl 34,75 44,5 43 27 30 39 15,9 132 174,5 140 20,4 173,13 77,4 38,25 190 83 33,25 10,9 120 121 156 119.5 46 54.75 57 64L5 91,5 31,5 41,5 39,25 26,5 111,5 30,65 40,25 31,9 15,9 130 173 139.25 1 19,5 I 173 79J5 38.25 192.5 82.25 33,4 11 116,25 120 156,5 121,75 46,5 54 61 64,5 92,25 33,25 44 42,25 27,5 111.5 30,4 38.65 31,25 15,75 132 175 140 20 171,25 48.15 12.445 3,053 169.42 68.37 60.78 70.12 13.62 0,967 2,573 58.50 22.16 16.44 81.28 34.18 81.63 0,796 0,226 5,305 12.69 Sanknoten Scrlln, 21 .Tloocmbtr Seid «rief Amerikanische Noten.............. Belgische Noten ................ Dänische Noten ................ Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten. .............. Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Spanische Note»................. Ungarische Note» 2,49 58.20 60.53 13,575 16,36 168,66 21,99 68,31 70,06 80,96 34,01 2,51 58.44 60,77 13.633 16,42 169,34 22,07 68,59 - 70,34 81,28 34,15 - . Für den Büchertisch. Erdkunde und Rasst nvflege. — Bon Deutschen Ahnen für Deutsche Enkel. Bon Prof. Dr. med. Kuhn und Dr. med. H. W. Kranz. Allgemeinverständliche Darstellung der Vererbungslehre, Rassenkunde und Rassenhygiene. Preis geh. 1 Mark, bei 10 Stuck und mehr je 80 Pfennig, bei 100 Stück und mehr je 70 Pfennig. 3. Q. Lehmanns Verlag, München. — (474) — Unter den mancherlei Schriften über Rassenkunde und Rassenpflege verdient dieses Büchlein besondere Hervorhebung um seines durchaus volkstümlichen und allgemeinverständlichen Tones willen, der es zur Einführung für jedermann, insbesondere für Schulen, Wehroerbände, Jugendoer- eine und die Parteiorganisation besonders geeignet erscheinen läßt. Es vermittelt in einfachster Form die für jedermann unbedingt nötigen Kenntnisse und macht jeden deutschen Volksgenossen mitverantwortlich am Schicksal seines Volkes und seiner Rasse. Hier ist es gelungen, die sehr schwierig aus- sehenden Bererbungsgesctze wirklich klar zu machen und die praktischen Folgerungen, die aus diesen Gesetzen entstanden, einleuchtend zu gestalten. Rassenkunde und Rassenpflege finden eingehende Darstellung. Die Forderungen sind maßvoll und so dargestellt, daß sich niemand ihnen entziehen kann. Eine klare und bestimmte Darstellung der Juden- frage, die in sehr einfachen politischen Grundsätzen ausmündet, bildet die Krönung des Buches, das jedermann auch seines sehr billigen Preises wegen warm empfohlen werden kann. — Die erste Auflage des Werkes ist bereits vergriffen; eine Neuauflage befindet sich, wie wir Horen,, in Borbereitung. — Erdkunde, Rassenkunde, Rassenpflege. Leitfaden zum Selbstudium und für den Unterricht. Bon Dr. Bruno K. S ch u l tz. Mit 167 Abb. und 2 Karten. Preis geh. 2,20 Mark, Lwd. 3 Mark. 3. F. Lehmanns Derlag, München, 1933. (Der Berfasser ist Leiter der Abtlg. Rassenkunde am Rasse- und Siedlungsamt der SS.) — (477) — Das Buch hat eine Anzahl grundlegender Borzüge: Zunächst eine knappe Zusammenfassung der im Titel genannten Gebiete. Bielen Deutschen waren ja bisher weder Rassenpflege noch Vererbung be- könnt, geschweige denn die von den Marxisten aus guten Gründen bekämpfte Rassenkunde. Hier findet man alles Wissenswerte. Ein weiterer Vorteil ist, daß die Schrist sich als Einführungswerk vorzüglich eignet. Der nicht immer leichte Stoff ist klar und allgemeinverständlich dargestellt; wegen dieser seiner geschickten Darstellung wird es aber auch der Vorgeschrittene mit Genuß und Gewinn lesen und be- sonders der Lehrer wird es gern für den Unterricht benützen. Einen besonderen Reiz des Buches stellen die Bilder dar. Dem Verfasser stand das reiche Bild- material aus den Sammlungen des Anthropologischen 3nstituts in München zur Verfügung; so werden auch diejenigen, die schon die Werke von Günther und Elauß kennen, viel Neues und Unbekanntes sehen. Wenn wir noch auf den ungemein billigen Preis Hinweisen, so ist klar, daß hier ein Buch oorliegt, das sich heute überall schnell ein- führen wird. 3nsbesondere ist das Buch geeignet für Wehroerbände, 3ugendvereine und die Parteiorganisationen, so für SA.-Kurse, Arbeitsdienstlager und Führerkurse. — „Unsere Familie", Buchausgabe der Mentor-Familientasel im Mentor-Verlag GmbH., Berlin-Schöneberg. Preis komplett in Ganzleinen (mit acht Urkundentaschen, acht Formblättern, Vordrucken für die ganze Familie, Ahnentafel) 3,50 Mk. — (436) — Familienforschung, Erblehre und Rassenkunde sind heute alltägliche Gesprächsstoffe ge- worden. Ein jeder möchte in die Vorgeschichte seiner Familie eindringen. Seitdem nämlich die Familienkunde Volkssache geworden ist, hat auch der deutsche Verlag entsprechend vorgearbeitet. Es gibt auf dem Büchermarkt eine Anzahl Werke, die für Laien bestimmt sind. Uns liegt die Buchausgabe der Men- tor-Familientafel aus dem Mentor-Verlag, Berlin- Schoneberg vor, für die die Sangenscheidtjche Verlagsbuchhandlung in Berlin-Schöneberg den Vertrieb übernommen hat. Die geschmackvolle Vereinigung eines Archivs mit einer Familienchronik enthält alles, was der Laie für die Familienforschung braucht. Eine ausführliche Anleitung, zahlreiche Formulare und alles Zubehör ermöglichen die Beantwortung jeder auftauchenden Frage. Alles ist auf Erleichterung der Arbeit zugeschmtten. Die in Familicnpapiercn notwendige Ordnung wird durch die zweckmäßige Einteilung des Buches geradezu erzwungen. Der hübsche Leinenband eignet sich besonders auch für Geschenkzwecke. Aus fremden Dteraturen. Thames Williamson: So spricht die Erde. Roman. 266 Seiten. E. P. Tal & Co., Verlag, Leipzig, Wien, 1933. — (501) — Dies ist der Roman eines Amerikaners. Er beschreibt die Geschichte dreier Eskimohirten in der Tundra: Schilderung einfacher Menschen und großer Natur. Mit herber Klarheit sind die Wildheit der arktischen Landfchaft und die Schauplätze — Tundra, Hütte und Jahrmarkt —, das Leben der Hirten, Jagd und Kampf dargestellt. Der Titel des Originals lautet: „The Earth told me". Die Uedersetzung besorgte R. C o p p i n g. — Gunnar Gunnarson: Die goldene Gegenwart Zwei Erzählungen. („Die Kleine Bücherei", Band 25.) 3n Pappe acb. 0,80 Mk. Albert Lanaen/Georg Müller Verlag, München. 1934. — (483) — Der Isländer Gunnarson stellt in zwei Reiseerlebnissen, heiter und sonnig, die reine Lust in einem weltabgelegenen Bauernhof der Fragwürdigkeit eines kleinstädtisch-dänischen Vergnügungslokals gegenüber. Heiterkeit hier, Ironie dort, aber auch diese durch eines Dichters Kunst befreit vom Peinlichen. — Sigrid Boo: Sogar in diesen Zeiten. Ein heiterer Roman. Aus dem Norwegischen von Ortrud F r e y e. Geheftet 2 Mk , Ganzleinen 3 Mk. Scherl-Verlag, Berlin. — (429) — Auch in Norwegen, wo diese Geschichte spielt, hat der Vater einer kinderreichen Familie schwer zu kämp- fen, wenn er lediglich aus sein „kleines aber festes" Gehalt angewiesen ist. Seine Frau muß sich Tag für Tag tüchtig abrarfern — die Kinder lernen schon zeitig den Ernst de» Lebens kennen. So schlägt man sich schlecht und recht durch» Dasein, katzbalgt sich mit Den Eltern, Brudern und Schwe- Hern, räsoniert über die schlechten Zeiten und baut Lustschlösser. Ein heiteres und doch besinnliches Buch. — Barbra Ring: „D i e Tochter von Eldjarstad". Roman. Leinen 5 Mark. Verlag Albert Langen Georg Müller, München. 1933 — 515) — Die bekannte norwegische Erzählerin childert den heldenmütigen Kampf eines wegen emer Häßlichkeit vereinsamten Mädchens um den Erbhof seiner Mutter; die Ehrfurcht und Treue schollenoerbundenen Bauerntums, des wahren Trägers volksgesundender Kräfte, seine Verbundenheit mit Brauch, Sitte und Glaube der Vorfahren, all dies erhebt das Buch über Die Sphäre des ausschließlichen Frauenbuches hinaus — auch als solches mag es einen bevorzugten Platz auf dem Bücherbrette der deutschen Frau haben — in den Kreis der volksaufbauenden Dichtung. Biographien und Briefe. — Karoline von Humboldt. Das Lebensbild einer deutschen Frau. Aus ihren Briefen gestattet von Hermann Hettler. Leip- zig. Koehler & Amelong Verlag. Mit mehreren Bildtafeln, Ganzleinen 6,80 Mk. — (461) —Goethes Lebensspanne umfaßt das Zeitalter des klassischen deutschen Briefes, gehört doch des Dichters Mutter selbst zu den besten Briefschreiberinnen aller Zeiten. Bedauerlicherweise findet man Briefe, wie sie damals geschrieben wurden, heute äußerst selten — und wenn wir uns an solchen unmittelbarsten Zeugnissen des menschlichen Geistes und Herzens erfreuen wollen, dann müssen wir notgedrungen auf Briefe aus jener Zeit zurürfgreifen. Karoline von Humboldts Brautbriefe find eine besonders köstliche Gabe. Ein beflrirfenber Zauber liegt über diesen Bekenntnissen der liebenden Braut, der treuen Gattin und Kameradin, der sorgenden Mutter und Großmutter, der Beschützerin deutscher Künstler in Rom und Paris, der nächsten Freundin des Schil- lerschen Hauses, die am geistigen und künsllerischen Leben ihrer Zeit regen Anteil nimmt. Die wertvollen Vildbelgaben und die schöne Ausstattung machen das Buch zu einem sicher oielbegehrten Geschenk. — Drei Brüder Carlowitz. Lebensbilder und Briefe aus dem Zeitalter der Romantik, der Freiheitskriege und der Verfassungskämpfe (1770 bis 1840). Von Otto Eduard Schmidt. 319 Seiten. Mit zahlreichen Abbildungen. Ganzleinen 6,80 Mk. Verlag Koehler 8t Amelang, Leipzig. — (462) — Im Zeitalter Fichtes und des Reichsfreiherrn vom Stein wirkten die drei Brüder aus dem alten fächfifchen Geschlecht derer von Carlowitz: Carl Adolf, Hans Georg und Anton. Dor allem steht un- erer Zeit Hans Georg mit feinen weitschauenden ortschrittlichen Gedanken nahe. Er hatte als Mini- ter den Bau der ersten Eisenbahn und richtunggebende kulturelle Gesetze zu verantworten. Das Wirken des jüngsten Bruders Anton aber gewinnt weltgeschichtliche Bedeutung. Im Sinne damaliger Fürstenpolitik brachte er drei Prinzen des Hauses Wetkin auf die Throne von Portugal, Belgien und England. So ersteht aus den Aufzeichnungen der Brüder, die mit den Großen jener Zeit, mit Goethe Novalis, Kleist, mit Fürsten und Staatsmännern vertraut zusammenleben, ein fesselndes Buch aus Jahren geistiger, politischer und gesellschaftlicher Neuordnung. — Luise Marelle: Die Schwester. Eli- sabeth Förster-Nietzsche. Eine Lebensbild. Brosch. 3 Mk., Leinen 4,50 Mk. Brunnen-Verlag, Willi Bischoff, Berlin SW 68. — (430) — Hier ist zum erstenmal das Leben der Schwester Nietzsches erzählt und zieht in reizvollen Bildern an uns vorüber: Die Kindheit und Jung-Mädchenzeit in inniger Gemeinschaft mit dem großen Bruder, die Mitarbeiterin an wissenschaftlicher Arbeit, die Teilhaberin an dem großen Richard Wagner-Erlebnis, die stets bereite Helferin des kränkelnden jungen Professors. Dieses hohe Frauenleben mit vornehmer Schlichtheit und bei aller Herzenswärme und Verehrung doch mit kritischer Sachlichkeit geschildert, lieft sich wie eine rührende Legende. Die Verfasserin ist seit Jahrzehnten mit Frau Elisabeth bekannt und befreundet, steht ganz in der Tradition des großen Kreises um das Nietzsche-Archiv. So hat sie aus eignem persönlichen Erleben viel Neues und Wesentliches zu berichten. Auch der Kreis der Persönlichkeiten um Frau Elisabeth tut sich in gezeichneten Bildern vor uns auf. — Maria Wafer: Begegnung am Abend. Ein Vermächtnis. 418 Seiten. Mit einem Bild Constantin von Monakows. Seinen 6,75 Mk. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Berlin. — (447) — Dem berühmten Hirnanatomen und Psychiater Constantin von Monakow sind diese Erinnerungen seiner kongenialen Schülerin und Freundin Maria Waser geweiht. Ein mit leidenschaftlichen Energien geladener Mensch, kommt er als Kind aus Rußland nach Zürich, um hier als Arzt, Lehrer und Forscher, den ganzen Reichtum seiner Persönlichkeit zu entfalten. Nach liebloser, unruhe- voller Kindheit wählte er, fast zufällig, als schnellsten Broterwerb, das Studium der Medizin und gerät einer inneren Führung folgend, in das Spezialgebiet der Psychiatrie. In unermüdlichem Wissensund Arbeitsdrang steigt er von kleinsten Anfängen zu Weltrum auf, als praktischer Arzt und in seiner Lehrtätigkeit, wie als wissenschaftlicher Schriftsteller. Erst in späteren Lebensjahren kommt es zu einem Zusammentreffen mit Maria Waser, für beide eine schicksalhafte Begegnung. Der jüngeren, mit höchstem Verständnis für Das weltbedeutsame Schaffen des überragenden Freundes begnadete Frau, überträgt Monakow vermächtnisartig die Aufgabe, dies Ge- denkbuch zu schreiben, und sie erfüllt sie mit bewundernswerter Hingabe. Aus den Wegstrecken des Manneslebens: Jugend, Studium, erste Neigung, Ehe, Vaterschaft, aus dem Werdegang des Werkes entsteht ein voller Liebe zusammengetragenes Bild, mit tiefer seelischer Einfühlung und Behutsamkeit gezeichnet. Politik und Geschichte. — Wilfried Bade: D i e SA. erobert Berlin. Ein Tatsachenbericht von den Kämpfen der NSDAP, um die Reichshau^tstadt. Mit Bildern. (Verlag Knorr & Hirth, München.) Leinen 2,90 Mark. — (480) — Dös Wunder der Eroberung der roten Vier-Millionen-Stadt Berlin durch die NSDAP, wird hier begreiflich am Schicksal des o2L- Mannes Schulz. Nicht so schnell läßt dieser einfache Arbeiter sich überzeugen, bann aber trägt er mit Stolz sein braunes Hemd; er versieht mit Elfer den selbstgewählten harten Dienst. Eng verknüpft mit dem Schicksal dieses typischen Soldaten Adols Hitlers ist das seines Führers und Kameraden Horst Wessel und das von Dr. Joseph Goebbels, des Eroberers der roten Vier-Millionen-Stadt, der ihren Geist in sechs 3obren gewandelt hat. .Viele seltene, interessante Photos gerade aus der früheren Kampfzeit der Bewegung sind als bleibende Dokumente der packenden Darstellung beigegeben. — 180 Tage Revolution! Herausgegeben von der Gauleitung München - Oberbayern der NSDAP, mit Genehmigung der Reichspropagandaleitung. Verlag Josef C. Huber, Diessen vor München. — (333) — Diese Schrift bringt in kurzer, über- sichtlicher Form: „Die Außenpolitik, die Innenpolitik und die Wirtschaftspolitik Adolf Hitlers seit dem 30. Januar 1933". Der Grundgedanke der Arbeit ist der, daß zum Gelingen der großen, vom Nationalsozialismus begonnenen Arbeiten (Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Gesundung des deutschen Volkes usw.) nicht nur die materiellen Voraussetzungen gegeben sein müssen, sondern, daß genau so notwendig ist das Vertrauen des gesamten Volkes. Die Schrift gehört deshalb in die Hand jedes Deutschen, der bereit ist, mit Adolf Hitler am Wiederaufbau Deutschlands ehrlich und treu mitzuarbeiten. Einzel- oerkausspreis 40 Pfennig. — Wilhelm Kleinau: Soldaten^ der Nation. Die geschichtliche Sendung des Stahl- Helm. In festem Einband 95 Pfennig. Stahlhelm- Verlag GmbH., Berlin. 1933. — (365) — In diesem Buche wird deutlich, wie der „Stahlhelm" geworden ist, was er ist, und was er will. Es handelt sich hier nicht um eine historische und chronologische Darstellung der Ereignisse, sondern um die innere Geschichte von Männern, welche alles in allem 18 Jahre hindurch ihr inneres und zum Teil auch ihr äußeres Leben aufs Spiel gesetzt haben, um Deutschlands willen. In einem Anhang sind einige wichtige Dokumente des Stahlhelmbundes im Wortlaut wieder- gegeben. — Dr. Rudolf Craemer: „Der Kampf um die B o 1 k s o r d n u n g". Hanseatische 3er- lagsanstatt AG., Hamburg 36, Leinen 6,80 Mk. — (366) — Der Verfasser verbindet seine Darstellung der deutschen Sozialpolitik mit der Entwicklung des deutschen Staatslebens, ausgehend von der Erkenntnis, daß sie niemals als Selbstzweck, sondern nur als hoheitlicher Eingriff des Staates zur Herstellung einer öffentlichen Ordnung, einer ständischen Bindung des Lebens verstanden werden kann. So war es nötig, die preußische Ueberlieferung. die deutsche geistige Auseinandersetzung mit der französischen Revolution von ihren Ursprüngen und die Entwicklung des deutschen Staatslebens von der Reformation ab zu verfolgen. Der Dersasier schließt sein । Werk mit einer Darstellung jener Ideen ab, die I ihren Ausdruck Im „Deutschen Sozialismus" finden. So entstand eine umfassende Jdeengeschichte von den Anfängen preußischer Sozialpolitik bis zum deutschen Sozialismus. Lebendige historische Darstellung verbindet sich mit der Befähigung, Geschehnisse politisch zu erkennen und auszuwerten. — „Staat und Erziehung, Grundzüge einer politischen Pädagogik und Schulpolitik" von Dr. Gerhardt Giese. Kart. 5,80 Mk., Leinen 6,80 Mark. Hanseatische Verlagsanstatt AG., Ham- bürg 36. — (435) — Der Verfasser weist der Erziehung die Richtung: Junge Menschen zu ©Hebern des Ganzen zu bilden und sie im Dienst und Opfer gegenüber diesem Staate ihre höchste Pflicht erkennen und erfüllen zu lehren. Von besonderer Bedeutung ist die Darstellung des neuen Schul» lebens in den Land- und Volksschulen, in den höheren Schulen und Lehrerseminaren. Die eingehende Darstellung der neuen Formen in den einzelnen Unterrichtsfächern wird vielen im Schulleben stehenden Erziehern eine Lektüre des Werkes als notwendig erscheinen lassen. Aber auch der Politiker, der heute mehr denn je in der Erziehungsarbeit des Volkes steht, wird dieser politischen Pädagogik Anregungen und wertvolle Lösungen entnehmen können. — Professor Ferdinand Dreher: 14 Jahre Kampf gegen Die Kriegs- schu 1 dlüge. Erinnerungen eines hessischen Lehrers 1913 bis 1930 (Wetterauer Druckerei und Ver- lags-AG., Friedberg in Hess., Preis 10 Mark.) — Unter langjähriger Mitarbeiter, der Friedberger Historiker Professor Ferdinand Dreher, der durch feine heimatgeschichtlichen Forschungen, wie durch seinen unermüdlichen Kamps gegen die Kriegs- schuldlüge weitesten Kreisen bekannt geworden ist, verösfentlicht in einer kleinen Broschüre, dessen Reinerlös für die NS.-Dolkswohlfahrt bestimmt ist, Erinnerungen an das Jahrzehnt, wo feine nationale Erziehungsarbeit von den Schulbehörden systematisch erschwert und unterdrückt wurde. — Eschmann: Der faschistische Staat in Italien. (Verlag Ferd. Hirt, Breslau.) Mit 16 Bildern. Zweite durchgesehene Auslage. In Halbleinen gebunden 2,85 Mark. — (293) — Das Buch Dr. Eichmanns wurde hikr bereits besprochen. Es hat allseitig lobende Ausnahme gefunden. Die zweite Auslage des Buches, welche die Entwicklung von 1930 bis 1933 einbezieht, erscheint zu einem Zeitpunkt, der sowohl in der Geschichte Deutschlands, wie für die Entwicklung des jafchistifchen Staates bedeutungsvoll ist. Der faschistische Staat steht wie- der vor der Notwendigkeit, dem Problem der Wirtschaft zu begegnen. Deutschland baut an seiner neuen Lebensform, die es nach seinen eigenen Bedingungen und Notwendigkeiten, aber unter ständiger Aufmerksamkeit auf andere Gestaltungen zu schaffen hat. Das kenntnisreiche Buch dürfte heute in allen Stäuben Leser finden, da jeder begierig ist, die Schöpfung Musiolinis in ihrer Entstehung und ihren mannigfaltigen Wandlungen kennenzulernen. — Moeller van denBruck: Sozialismus und Außenpolitik. Ganzleinen 2,50Mk. Herausgegeben von Haus Schwarz. Wilh. Gottlieb Korn, Verlag, Breslau. — (449) — Sozialismus und Außenpolitik ist die Parole unter den jungen Nationen des Ostens gegen den Imperialismus Des Westens der oen (Bebauten der Herrschaft durch l ihren wirtschaftlichen Mißbrauch persiflierte. Deutsche Erzähler. — Joseph von Lauff, Die Heilige vom Niederrhein. Leipzig K. F. Koehler Verlag. Ganzleinen 4,80 Mk. — (346) — Diese legte Erzählung Lauffs spielt wieder in der ihm so innig vertrauten Heimat. Aus einer niederrheinischen Kleinstadtidylle unserer Tage, wurzelecht, behaglich und von knorrigem f)umor, wird man hineingerissen in die Tragik eines erbitterten Kampfes zwischen einem jungen Priester und einem Frontsoldaten um den Besitz der geliebten Frau, die priefter- Hche Herrschsucht in den Dienst der römischen Kirche zwingen will. Wir oeripurcn bereits Das Wetterleuchten einer neuen Zeil und werden vom wirbelnden Strom der Geschehnisse mitgerissen bi» zum tragischen Ende der Heiligen vom Niederrhein. — Wilhelm Scharrelmann. Das Fährhaus. Roman aus der Worpsweder Landschaft. In Leinen geb. 2,85 Mk. Carl Schünemann, Verlag, Bremen. — (495) — Die Geschichte von der Begegnung zweier Herzen, die jo zan und hell, traurig und lebensgefährlich ist wie jede wahre Liebe. Eine fast unbekannte, auch in der Dichtung noch nie wirklich gestaltete Landschaft spielt in die Handlung hinein, nämlich die einsamen Moore an der Küste nördlich von Bremen, diese Landschaft mit ihren unerhörten Lichtwundern, dem vielen Wegen und Den unzähligen Wasserläufen, die von Herbst bis Frühjahr das Land überschwemmen, die Moore endlich mit ihren einsam lebenden, schweig- (amen Bauern. Und während man lieft, beginnt die Landschaft zu wachsen und scheint Die eigentliche Mitte Des Romans zu roerDen, und die große aus Herz greifende Liebesgeschichte ist mit ihr eins geworben wie Wind und Wolken. Das ist vielleicht das Schöne an diesem Buch, daß hier die Schicksale der Menschen von dem gleichen Takt und demselben großen Gesetz bestimmt werden wie diese noch ganz sich sich selbst gehörende Natur. — Rudolf Huch, „Die Fichtenaue r*. Eine Geschichte in Barock. Kleine Bücherei des Verlages Albert Langen/Georg Müller in München. — (320) — Mit sicherer Hand führt uns der Dichter in die Welt der Kleinstadt und ihrer oft jo schrulligen Bewohner. In wenigen meisterhaft gezeichneten Gestalten macht er uns diese kleine Welt lebendig, über dem Ganzen liegt ein köstlicher Humor, der die bittere Ironie des Moralpredigers vermeidet und alle menschlichen Halbheiten mit einer listig lächelnden Vergnügtheit ankreidct. — Hans Franck. Eigen- Erde. Roman. In Seinen geb. 5,50 Mk. Carl Schünemann, Verlag, Bremen. — (494) — Hans Franck hat schon von Blut und Boden gedichtet, als damit weder Geld noch Ruhm zu ernten war. Er schreibt hier aus der Fülle dessen, was er um sich gesehen und gehört hat, was er vor allem selbst im eigenen Blut erlebt und sucht. Dies Buch, das, wohlgemerkt, vor Der nationalen Revolution geschrieben wurde, hat zum Thema: die Sehnsucht zur Scholle. Und zum Raum: die Welt, in der Feudaladel, der Beherrscher des Bodens, feine letzte Blütezeit erlebte, Merfl'n» bürg in den letzten Jahren vor Dem Weltkrieg Meisterhaft wird diese Welt geschildert, die kultivierte, schon müde und überzüchtet gewordene Sebiniftim- mung auf den Herrenhäusern ebenso wie die bäuerliche Atmosphäre. Wer dies Buch mit wachen S a- neu und offenem Verstand lieft, der roiiö Die großen Ereignisse dieser Tage verstehen. — Friedrich Griese: Das letzte G e - sicht. Leinwand 4,80 Mk. Albert Langen Georg Müller Verlag in München. — (367) — 'Reich einer mystischen Sagengestatt lebt die alte Mutter Fauna. Sechs Söhne Fannas waren der Stolz des Dorfes, keiner ist zuruckgekehrt. Einer ist entartet, er hat am kleinen Leben in der Großstadt Geschmack gefunden. Die zwei letzten weiß sie am Leben, eigentümliche Zeichen künden dunkel künftiges Geschehen an, in Gesichten folgt sie ihrem Weg. Dem einen, ihrem Jüngsten, bis in den Tod. Ihn hat Der Kampf festgehatten, als Führer eines Freikorps-Trupps wird er erschlagen Der andere aber, der Aetteste, naht Schritt um Schritt der Heimat, dem Dorf. — Konnte Taumel und Entartung das „letzte Gesicht" dieser Zeit sein? Nein, Das letzte Gesicht dieser Zeit und zugleich das erste Gesicht einer neuen Zeit ist Der Manu, der nun, von allen totgeglaubt, nach langen Jahren heimkehrt, der von Den Kraftströmen seiner HeimaterDe durchDruugen, des Todes und der Fremde Herr wurde. Der die Mutter tot, den Hof Des Geschlechtes verkauft findet, der als Siedler auf Oedland beginnt wie der Vorfahr vor Dreihundert Jahren, Der roDet, pflügt und fat, und nach harter Arbeit — ernten wird. — Der Stil verhalten, die Handlung geladen von innerer Spannung, Die Hauptgestalten naturnah und groß, der Gehalt ein Strom von Lebenskraft: ein deutsches Schicksalsbuch. — K. B. v. Mechow, „Vorsommer". Vornan. In Seinen geb. 5.50 Mk. Verlag Albert Langem Georg Müller, München. — (448) — Wie auf den schönsten aller alten deutschen Weihnachts- bilder Maria und Joses in überirdischer Verklart- heit und uns dennoch menschlich nahe, so stehen Ursula und Thomas in Der schönen, frommen Legende Dieses Romans Ursula, unsagbar fein gemalt, ein Mädchengeschöpf ganz wirklich und erben- nahe und doch von einem kaum sichtbaren aber stets spürbaren inneren Glanz erhellt, und Thomas, der nicht aus Eigenem aller Anfechtungen Herr zu werden vermag, lieber ihnen aber und über allen anderen Kreaturen und Erscheinungen, über Getier und Feldfrucht und Wurm und Landschaft und Himmel und Wetter waltet Der „Riese", das Fatum, Gott. ,Hch wünsche mir eines", betet Ursula einmal, „laß mich einmal das Ganze sehen! Du weißt schon, das Eine, das Alles, das Ganze! Es wird mich stark machen und froh. Aber — wie Du willst. —" Feierlichkeit überkommt den Leser und Liebe zu Gott und feiner Schöpfung, zur Welt und zum Leben, und — Dankbarkeit, daß uns diele schöne Liebeserzählung gegeben wurde, eine Dichtung, die „das Ganze", das Leben sucht, die uns stark macht und froh. — Schönland-Siedlung 13. Ein Sied» lerroman. Von Lisa S ch u l tz e - K u n st m an n. 208 Seiten. Leinen 4 Mk. Bergstadtverlag, Breslau. — (397) — Der Roman erzählt da» Schicksal zweier Menschen, die um eine neue Eristenz ringen. (Ein durch die Not der Zett zum siedeln gezwungener Gutsbesitzer müht sich in einem harten Sehen, dem Boden die Grundlage für eine neue Tristen, abzuringen. Neben dem Schicksal dieser beiden schildert Der packend geschriebene Roman Die 1 Ereignisse in der Schönland-Siedlung, Wünschen und Hosten ihrer Bewohner, ihre Entbehrungen und Enttäuschungen, ihren Mut und ihre Verzagtheit.