SäSss ?ulbbutyorLn jll. ’V5 dsg. Nllch V" gaben h9en « ». Sj. «n«’ r lnslos; äm ?,tebi= 050 6'6|otl5 Nr. 195 Erster Blatt 183. Jahrgang Dienstag, 22. August 1933 tr|d)ctni tägltd). autzo Sonntags und Feiertag» Beilagen. Du Illustriert. Biestener Familienblättei Heimat im Dill» Die Scholl» monati-Bejngspreis: Dlit 4 ‘Beilagen ‘RTt 1.95 Ohne Illustriert. . 1-80 Zustellgebühr . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüste anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger fliehen. Postscheckkonto: Rrant^urt am Alain 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Derlog: vrühl'sche UniDerfttäts«Bndh und Steinönidcrei R. Lange in Stehen. Schnftleitung und Geschäftsstelle: ZchnRtrahe 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, ausmärt« 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen oon 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20**, mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Deraniwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An- zeigenteil i_D. Th.Kümmel sämtlich in Gießen. 8 Allerlei. in e > ten. 'ÄiM tlin Jüfi minus 205 000), Sachsen (rund minus 186 000), Schlesien (rund minus 153 000), Mitteldeutschland (rund minus 179 000). Rechnet man jedoch für jeden Bezirk den anteilmäßigen Rückgang von feinem Höchststand aus, dann steht Ostpreußen mit einem f a st lOOprozentigen Rückgang und Pommern mit einem bOprozentigen Rückgang an der Spitze. Bon den am 15. August bei den Arbeitsämtern gezählten Arbeitslosen wurden rund 371 000 in der Arbeitslosenversicherung und rund 1 204 000 in der fuifenfürforge gezählt. Damit ging die Zahl der hauptunterstühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung um rund 23 700, in der krisensürsorge um rund 48 600 zurück. Die wohlsahrtserwerbs- lofen werden für Mitte des Monats nicht gezählt. Rach Berechnungen der Reichsanstati a u f Grund der ftrantentaffenmitglleber- 5 t a t i ff l f ist die Zahl der Beschäftigten im Juni auf rd. 13 307 000 gestiegen. Die vorläufigen Ergebnisse lassen für den Monat Juli eine Beschäftigtenzahl von rund 13 500 000 erwarten, was bestätigt, daß vom Tiefstand der Beschäftigung im Januar 1933 bis zum 31. Juli rund zwei Millionen Botksgenosfen in den Arbeitsprozeß eingeschaltet worden sind. TI,31 80-79 31, hacf) um eine organische Entwicklung, die i der politischen Entwicklung ir. Deutschland überhaupt beeinflußt worden fei. W e erRegierungsstellennochparteiamt- ’Äx- 58,40 61-68 13,81 16,3 169, • 21-88 69,56 stelle wie von den anderen berufenen Pressestellen der Partei auf das schärf st e g e - brandmarkt und rücksichtslos bekämpft. Auch Im Pressewesen sei nur das gesund, was sich durch £ e i ft u n g durchsetze. Es dürfte aber kein Zweifel darüber bestehen, daß man dort, wo man mit böswilliger A b - sicht offen oder versteckt gegendenNational- j o 3 i a I i s m u 5 auftrete, nicht davor zurückschrecken werde, j ch ä r f ft e Mittel anzuwenden. Selbstverständlich fei es nicht erlaubt, das Hoheitsabzeichen einer Partei am Stopfe einer nichtnationalsozialisti- gewesen sei, in die Entwicklung der Presse eingegriffen und etwa eine Auffassung vertreten, daß es Künftig in Deutschland nur eine einheitliche Partei- amtliche Presse oder gar nur eine einzige parteiamtliche Zeitung geben dürste. Die Frage, ob wir in Dcuiscyland eine Presse haben sollten, die in Haltung und Gesinnung ehrlich und entschlossen hinter dem Führer des CBolIeÄ und Staates stehe, dabei aber verschiedene München, 22. Aug. (Pr.-Tel.) Die „Münchener Neuesten Nachrichten" verössentlichen unter der Überschrift „Einheitspreis e?" einen vielbeachteten Aufsatz von Friedrich Zimmermann (Ferdinand Fried) über die Entwicklung der deutschen Presse im letzten halben Fahr. Der Artikel geht davon aus, daß die deutsche Presse sich in dieser Zeit als verantwortungsbewußtes 3 n ft r u . ment der Politik in den Dien ft des Drundjätzlichc Ausführungen des Berliner (^nuprcifcivflrtö. Berlin, 22. Aug. (WTB. Funkfpruch.) Rach dem Bericht der Reichsanftalt für die Zeit vom 1. bis 15. August 1933 ging die Arbeitslosenzahl in der Berichtszeit weiter zurück und zwar in für diese Jahreszeit größtem Umfang, nämlich u m rund 1 30 000, gegenüber einem Rückgang von nur 9500 in der gleichen Berichtsperiode des Bor- jahrcs. Bei den Arbeitsämtern wurden a m 15. August 4 33 4 1 5 8 Arbeitslose ge- zählt. Damit ist erstmalig das Borjahrsniveau um über eine Million unterschritten. Roch zu Jahresbeginn lag die diesjährige Er- werbstosenziffer über der entsprechenden Borjahrs- zahl. 3m Laufe des Monats Januar wurde diese Ueberlagerung, die feit 3uni 1928 in jedem Zeitpunkt gegenüber dem Borjahre bestanden hatte, erstmalig überwunden und die vergleichbare Borjahrsziffer wurde um Monat zu Monat gefördert durch den planmäßig fortgesetzten Kampf gegen die Arbeitslosigkeit weiter unterschritten. Born Höchststand der Arbeitslosigkeit im Februar dieses Jahres zum Stichtage ist die statistisch erfaßte Arbeitslosigkeit um rund 1 667 000 zurückgegangen. Die stärksten absoluten Abnahmen hatten die dichtbesiedelten und hochindustrialisierten Bezirke mit hohen Arbeitslosenzahlen wie Brandenburg (rund «1,*! Si-09 ■----f- 3n der ersten Angusthälste wieder 130000 Arbeitslose weniger. SeitIanuar19Z3 zwei Millionen Erwerbslose in den Arbeitsprozeß eingeschaltet Tue 48,05 12-435 3,053 169 97 69-87 71.« 13.« 0,9« 3.07) 58-61 Z7-! 16,479 61,11 35,'b 81^76 0,828 0,246 5.2OJ 12,73 "£64 58.64 61-9? 13-87 16-459 tS 0,85 ue s: die englische, dir fron- lischt. Preisträger für die L de Dr. Gustav D. Eber. . Lesern aus zahlreichen 2ri- und zwar für seinen Artikel | i Staates1, der das Italier.« !' che" einleitete. Drinft) verirrt. aus Shrokus. Francesco im) >n ein furchtbares Abentcucr en Höhlen der Copuccini beten Klippen über dem Meer ' von Syrakus befinden. ---" 47,9 12.415 3,047 169.« 0,73 61-94 71, 13.85 0.928 3,067 58,56 flJO 16,435 80-97 35.« 81.Z 0,826 0,244 5,195 12,71 Hinke? ithn ganisatvM'^ Ko. Die Presse als Instrument der Staatspolitik. Eine vielseitige presse dient am besten den Zwecken des nationalsozialistischen Staats nem la&Drintljildw Gewirr k find faft umgänglich', |it “ •n bekannt, abtt yxx« , Eine ate ‘tobediefmr’.j cazenen ’vn tiefem dunkln ■e <5d)ät,e vergraben bobr. -n Reichtümern aufdicLru d) hie Brüder Perna hinm , »r'strn von einer Klippe l« » Sie hatten nur Streichholz .Niger Zeit zu Ende gmM ie sich innerhalb der Hohln mkelheit. Stundenlang W toffnung. einen Ausgang . hnmet wieder mneueDu rloren sie MW °l!e Hck die sehr beunruhigt waren richt zurüäkehrten. bat^ uw Nachbarn. Fernando 5.M> schon öfters besucht hat, t zur Acttung aufzubr^- ”itunhSwä ' einer Suche von sie fMjÄrL auf dem ysS«**tro schon Zeitung erscheinen zu lassen. Es stehe aber nichts i m Wege, daß parteiamtliche B e - kanntmachungeninderPresseverbrei- te t würden, da diese nicht dem Schutzdes Urheberrechts unterliegen. Die Zeitungen müßten aber eine Form wählen, die nicht den Anschein erwecke, als ob es sich um eine Parteizeitung handele. Zum Schluß erklärte der Redner, man habe den Eindruck, daß aus Grund der politischen Macht- Dtrlagcrung viele Zeitungen Vervielfältigtest, Lebendigkeit und Eigenart vermissen ließen. Eine derartige Aengstlichkeik und Uebervorsichtigkest sei durchaus nicht vonnöten. den Landesherrn schuf, nicht mehr besessen hat. Er hat aus den Länder-Staaten wirklich wieder Länder des Reichs, wieder Reichsländer gemacht. Er hat damit den Staat insofern den Raturgegebenheiten angepaßt, als es wirklich nur noch eine souveräne deutsche Ration gibt, deren Staatsgewalt in Reich, Land und Gemeinde ausgeübt wird. Wer aber glaubt, mit der Schaffung des Reichsstatthalteramtes sei die Reichsreform schon durchgeführt, vergißt, daß eine neue Zuständigkeitsverteilung zwischen Reich, Ländern und Gemeinden und eine Reugliederung des Reiches aus völkischen Gründen erforderlich find. Ueberlebte Zöpfe müssen abgeschnitten werden und in der Vergessenheit verschwinden. Bürokratische Bevormundung der Selbstverwaltungskörper, geboren aus der Angst der ancien regime vor jeglicher frei« heitlichen Regung, und kleinliches Beharren von unteren und mittleren Bürokratien bei wesen- und darum bedeutungslos gewordenen „Rechten" müssen ein Ende haben. Es gibt nur noch ein Recht! Das ist das Lebensrecht des deutschen Volkes! Darum müssen die Zuständigkeiten der Zellen des deutschen Volkes und Deutschen Reiches so be- schassen (ein, daß sie das Leben des deutschen Volkes nicht hindern, sondern schützen und fördern. Es muß eine neue germanische volkssöderali (tische Sei b ft Dermal- tungsoerfaffung geschaffen werden, die sich abkehrt von dem starren zentralistischen Staatssystem und für partikularistische Spielereien keinen Raum läßt. Soll der Staat auf das Volk gegründet werden, so müssen die politischen Zellen des Reiches den völkischen Zellen entsprechen. Dann dürfen nicht mehr Fürstenheiral und Bruderkrieg für die Gliederung des deutschen Raumes maßgebend fein, sondern nur noch d i e blutmäßigen Bin« bunaen der Stämme und Landsmannschaften. Mit diesen Zellen fallen in Deutschland glücklicherweise die Wirtschaftsgebiete größtenteils zusammen. Darum gilt es, das großdeutsche Volksreich der Zukunft in Reichsländer nach Dolks- und Wirtschaftsgebieten zu gliedern. Erst bann können Volkstum und Volkswirtschaft politisch wirksam erfaßt werden. Wir haben das Vertrauen zur nationalen Regierung, daß sie den Weg der Reichsreform folgerichtig bis ans Ende gehen wird. Sie hat dem Durcheinon- sichriften und Illustrierten Blätter teilnahmen, war von besonderem Interesse, da Gegenwartsfragen der deutschen Presse eingehend behandelt wurden. Oer stellvertretende Leiter des Presseamts Groß-Berlin der NSDAP. Zän.cke crflärte, er sehe im Verhältnis der Presse zur nationalsozialistischen Prcsseorganisation. also zu icn Prcsscwarten, der Ortsgruppen, der Kreise xnö der Rebenorganisationen der Partei die Hauptaufgabe darin, durch persönliche Fühlungnahme die nationalsozialistischen .Ziele auf dem Gebiet der Presse zu unter- nutzen und zu fördern. Durch Mundtotmachen einer Zeitung sei kein Verständnis für die nationalsozialistischen Aufgaben zu erzielen. Die nichtrationalsozialistische Presse habe heute im Grunde Las Bestreben, die nationalsozialistische Idee zu »erstehen und ihr zu dienen, weil es die Le u t s che Idee sei. Das kommend« Schrift- loitergesetz weise dem Schriftleiter im Gegensatz gu früher ein öffentliches Amt zu. Man wünsche keine Uniformierung der Presse. Die Presse müsse bilbungsmäßig und blutmäßig mit den Kulturgütern bes deutschen Boltes in Verbindung stehen. Die Mannigfaltigkeit der Presse, wie sie früher ;um Unfcgen bes Boltes vorhanden war, solle n i ch t i n eine Gleichmacherei überschlagen. Der Redner wandte sich gegen jeden unlauteren Wettbewerb im Zeitungswesen. Methoden der Anzeigen- und Leserwerbung unter parteipolitischem Druck lehne die RSDAP. ab. Ein derartiges Borgehen werde als nichtnationalfozialistifch von der Reichspreffe- Die Fortführung der Reichsresorm. Eine Entschließung des Hessischen VolköbundeS zu Gunsten eines ReichSlandeS Hessen Nassau oder Hessen-Rheinfranken. Der Derfaffungs- und Verwaltungscechtlichc Arbeitsausschuß des Hessischen Volksbundcs hat folgende Entschließung gefaßt: Mehr denn je sicht man heute in Staaten nicht mehr einen Selbstzweck, sondern die politische Verkörperung des Volkes. Der völkische Gedanke hat dem Rationalismus eine ganz neue Grundlage gegeben. Der Staat, der das Volk verkörpern soll, und seine Gegebenheiten politisch wiederspiegeln soll, der bewußt auf dem Volkstum aufbauen und organisch sein soll, muß mehr denn jeder andere dem organischen Zell en bau des deutschen Volkes entsprechen, was Raumgliederung und Zuständigleilsverteilung an- geht. In einem solchen Staate können Verwaltung und Derwaltungsrecht nicht willkürlich gestaltet fein, sondern sie müssen, wie Volk und Staat, organisch gewachsen sein. Mehr als auf die Staats formen der Monarchie oder Republik kommt es auf das Wesen des Staates an, das sich in seiner Verwaltung und feinem Derwaltungsrecht offenbart Staalssystem und Staatsverwaltung sind für den Bürger und Volksgenossen Erscheinungsform dcs Staates und Staatswillcrs schlechthin. Darum läßt sich auf die Dauer kein Staats- oder überhaupt Gemeinwesen aufbauen, das nicht den Raturgegebenheiten inRaum und Volk entspricht, sondern auf willkürlichen Satzungen berußt, geboten aus dem Wahn, der Mensch könne sich über die Ratur, die vor ihm war und nach ihm sein wird, mit Hilfe künstlicher Konstruktionen hinweg- setzen. Das Großdeutsche Volksrerch der Zukunft muß auf den Raturgegebenheiten des deutschen Volkes und Raumes aufgebaut werden. Es gilt, das Staatsshstem für Deutschland zu finden, das diese Raturgegebenheiten am besten verkörpert. Es ist falsch zu denken, die Reichsreform sei schon damit durchgeführt, daß in den Ländern Reichs st atthalter eingesetzt worden sind. Der Reichsstatthalter steht nicht am Ende, sondern am Anfang der Reichs- r e f o r m. Die Schaffung des Reichsstatthalter- amts durch unseren Dolkskanzler Adolf Hitler ist eine Lat gewesen, die in ihren historischen Ausmaßen kaum auszudenken ist. Adolf Hitler hat mit dieser Tat dem Reiche eine Geschlossenheit zurückgegeben, die es seit den j Tagen eines Kaisers Friedrich II., der im Iahte 1232 durch seine „bulla in favorem principium“ 1 loiitnino arit__j, — 47,55 l 3,053 169,92 69- 62,06 71-67 13,91 0,932 3,083 53,69 Z.14 16 475 81-14 35,14 1,78 0,82 0,246 5,205 12,73 ßanrn^ÜL Berlin, 22. Aug. (TU.) Das Presseamt Qroß-Berlin der RSDAP. veranstaltet crllmonatlich eine Gauprcssetagung mit dem Zweck, Zwischen der Presseorganisation der Partei, den !resscstellen der Behörden und der nichtnational- siozialistischen Presse eine engere Verbin- öu n g zu schaffen. Die Prcssetagung. an der weit über 1OO Iournalisten der Lagespresse, der Zeit- Gesichtspunkte zum Ausdruck bringen dürfe, oder ob es in Deutschland eine Einheitspresse geben soll, beantwortet der Verfasser dahin, daß sich eine Regierung gerade mit einer nicht uniformierten Presse ein gewaltiges Instrument ihrer Politik nach innen und außen ausbauen könne. Der fein auseinander abgestimmte E h o r der Presse einer Ration verfüge über eine gewaltige Resonanz in der ganzen Welt, wäh- renb der uniformierte Staatsanzeige r wohl kaum beachtet werden würde. Ganz abgesehen von dieser außenpolitischen Bedeutung einer vielseitigen deutschen Presse sei aber ihr innerpolitischer und vor allem kulturpolitischer Wert entscheidend. Eine Presse könne nur mitten, u#nn ihr die Möglichkeit gegeben werde, ihre Eigenart, die Besonderheit ihrer Kritik zu entfalten — immer im Dienste einer allgemein ancr- Icinnten und verfolgten Lebensaufgabe. Gerade in der Vielfalt und Fülle der Besonderste i- t e n liege der Wert der Kritik, der gegenseitige Ansporn zu bester Leistung und damit die Schaffung ener Gei ft es- und Willenseinheit in Deutschland. Dieses habe der Reichskanzler als Ziel gesteckt, nicht aber d i e Schaffung einer reffeeinbeit Der Artikel kommt zu dem Schluß, die russischen und italienischen Ersa.)- nigen sollten für Deutschland genügen, sich nicht auf be n W e g einer E.i n h e i t s p r e s s e treiben ju lassen, zumal doch wohl von niemandem be» ftriften werden könne, daß unsere geistige Sage komplizierter oder vielfältiger sei als etroa diejenige Italiens oder gar Rußlands. Partei und Preffe. über das neue Men. ^rkehrsaml Italiens in.™- JjJ? 55°° Lire für den ter in der ausländischen es bamit ganz natürlich von uberhu. ^Ta^M^svliisss"ote^ Gliche Stellen hätten stärker als es notwendig Me die aus der A^nni! | M And unier dem De'. schartigen Revolution in > 1,6 Weltpresse Tag für Tag ' rt, wo aus einer neuen Idee : anten war. Am ist endlitz liefern eigenartigen interna- gefallen. Drei Sprachen tei« neuen Staates ge ft eilt habe. Natürlich habe | bei dieser Entwicklung die Regierung oft nachhelfen müssen, aber im großen und ganzen handele es sich der der ständischen Gliederung ein Ende gemacht und sie organisch gestaltet, sie wird auch an die Stelle des staatlichen Durcheinanders ein organisch gegliedertes Reich setzen. Der hessische Mini- sterpräsident Dr. W e r n c r hat sich bei seinem Amtsantritt zu unseren Gedanken bekannt. Adolf Hitler hat als Reichskanzler den pfälzischen Rheinfranken Jakob Sprenger als Reichsstatthalter in Hessen berufen, der sich auch zu feinem iRbeinfranfentum bekannt hat, und als Führer der NSDAP, hat er ihm die Gaue Hesfen-Darmstadt und Hessen Nassau- Süd als einheitlichen Gau Hessen-Nas- s a u unterstellt. Wir haben das Vertrauen zum Führer, daß er uns auch den Wunsch aller Vernünftigen um Rhein, Main, Lahn und Fulda erfüllen wird: das R e i ch s l a n d H e f f c n • 91 a f f a u ober H essen-Rheinfranken. Nie Vorbereitungen für den Nürnberger Reichsparteitag. Zahlen aus der Arbeit der Lrganisations- leitung. Nürnberg, 21. Aug. (CNB.) Don der ungeheuren Arbeit, die von der vrganisationsleitung der NSDAP, für den Reichsparteitag in Nürnberg geleistet wird, kann man sich erst einen 'Begriff machen, wenn man Zahlen hört. Für die Ausschmückung der Fe st Halle am Luit- poldhain mußten 20 000 Meter Dekorationsstoff, 1,5 Kilometer Guirlanden und 15 Wagenladungen Blumen besorgt werden. Bei dem Amtswalter- appell war Platz zu schaffen für einen Wald von 12 000 Fahnen. 350 Sonderzüge fahren nach Nürnberg. Für die Amtswalter mußten 150 000 Trinkbecher und 150 000 Eßgeschirre mit dem Bild der Burg und der Jahreszahl 1933 besorgt werden. Das Fernsprechaint Nürnberg hat allein iibcr 1000 Sonderanschlüsse verlegen müssen. Parkplätze für 2 0 0 0 0 Fahrzeuge wurden geschaffen, 500 000 Kilogramm Fleisch und Wurst über d e n normalen Bedarf hinaus bereit gestellt. Das Verpflegungsamt hat weiter 2600 Zinkkannen zu je 60 Portionen, insgesamt also Gefäße für 156 000 Portionen angekauft. 175 Waggons Stroh sind für das Strohlager ungefähren worden. In Nürn- berg-Stadt wurden 152 447, in Fürth.Stadt 32 128 und in Nürnberg-Land 25 200 Maffen- quartiere in Sälen, Fabriken und Schulen ermittelt. Insgesamt sind neben den Zeltquartieren 253 086 Lager in gedeckten Räumen bereitgeftellt worden. Das Essen für die Amtswalter wird in vier Riesenkesseln gekocht, von denen jeder mehrere Tausend Liter faßt. Da man für 150 000 Mann keine Kartoffeln schälen kann, werden rar- toffellofe Gerichte verabreicht, z. B. Rindfleisch mit Nudeln. Die Geschäfte werden von morgens fünf bis abends neun Uhr geöffnet fein, die freien Verkaufsstände, von denen mehrere Tausend errichtet werden, können bis zur Mitternacht offen» gehalten werden. Nie Spielbanken. Berlin, 22. Aug. (ERB. Funkspruch.) Das Reichsgcsehblatt vom 21. August 1933 veröffentlicht zwei Durchführungsverordnungen zum Gesetz über die Zulassung öffentlicher Spielbanken. Die erste Verordnung verbietet das Spiel in öffentlichen Spielbanken an den folgenden Feiertagen: Feiertag der nationalen Arbeit, Gedenktag der Gefallenen, am 24. Dezember und am 1. Weihnachtsferertag, an den Buß- und Beilagen, in der Karwoche und am Ostersonntag, am Samstag vor Pfingsten und am Pfingstsonntag, am Fronleichnamstag und am Totcnionntag. An einer Spielbank darf nicht spielen, wer das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht hat und wer am Spielort und seiner näheren Umgebungen i'äffig ist. Die zweite Verordnung besagt, daß von den Spicluntcrnehmcrn Abgaben erhoben werden, deren Höhe bei der Erteilung der Spielerlaubnis im einzelnen festgesetzt wird. Die zugelassenen Spielbanken werden bis 31. März 1 9 3 4 von den laufenden Steuern des Reiches, die vom Einkommen, vom Derinögen oder vom ^Umsatz erhoben werden, sowie von der Lotteriesteuer und von der Gcsellschaftssteuer befreit, lieber die Befreiung von Landes- und Geineindesteuern hat die zuständige oberste Landesbehörde zu befinden Strenqere Dei-fo'gung der Tierquälerei Berlin, 21. Aug. (DdZ.) Nach § 145b des Strafgesetzbuches, der durch Reichsgesetz vom 26. Mai d. Is neu geschaffen wurde, ist mit Gefängnis bis zu sechs Monaten ober mit Gelbstrafe bebroht, wer ein Tier roh mißßanbelt ober absichtlich quält. In einer Verfügung erklärt der preußische Justiz- minifter, durch Schaffung dieser Strafvorschrifl habe die Reichsregierung der Erkenntnis Rechnung getragen, baß bie bisherige Vorschrift bes § 360 Nr. 13 des Strafgesetzbuches einen wirksamen Schutz der Tierwelt nicht gewährleistet hat. Diese Vorschrift stellte die lierqäulerei nur dann unter — geringe — Strafe, wenn sie öffentlich ober in Aergernis erregenber Weise, mithin nur, wenn sie vor Zuschauern geschah. Nicht um bes Tieres willen wurde also die Tierquälerei bestraft, sondern zum Schutze der Gefühle zuschauen- der Menschen. Eine solche Auffassung kann dem Empfinden der heutigen 3eit nicht entsprechen. Wie der Mensch, so ist auch das Tier ein mit Geben begabtes Wesen. Es erwächst daher dem Menschen als dem Stärkeren die Pflicht, das Tier vor unnötigen Qualen z u bewahren. Die Strafoollstreckungsbehörden werden angewiesen, in Strafsachen wegen Tierquälerei diese Gesichtspunkte mit Nachdruck zur Geltung zu bringen und Strafen zu beantragen, die geeignet sind, roher Mißachtung der Pflichten der Menschen gegenüber dem Tier erfolgreich entgegenzuwirken. Eingriffe Unberufener in den Staatsapparat werden nicht geduldet. Berlin, 21. 2lug. (CAB.) Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat an die Oberpräsidenten und Regierungspräsidenten folgenden Erlaß gerichtet: Unberufene, Einzelpersonen wie Verbände, greifen immer wieder in den Staatsapparat, i n ö » besondereindieSchul-undHochschul- verwaltung ein und matzen sich staatliche oder kommunale Befugnisse an. Derartige Eingriffe stören und gefährden die Aufbauarbeiten der nationalsozialistischen Regierung. Rach den ausdrücklichen Erklärungen des Reichskanzlers ist d i e politische Revolution durch die vollkommene Machtergreifung abgeschlossen. Es hat das Stadium der Evolution begonnen. ZuchtundOrdnung sind die Vor- aussetzungen für den Ausbau der in Staat und Leben eroberten Machtstellung im Geiste des Ra- tionalsoztalismus. Die Sicher st ellung der unbedingten Staatsautorität des nationalsozialistischen Staates ist höchstes Gebot der Stunde und oberstes Gesetz für alle Deutschen. Alle Eingriffe Äichtberu- f e n e r in den Staatsapparat find daher als gegen die nationale Regierung und Erhebung gerichtet zu betrachten. Sie können und dürfen unter keinen Umständen geduldet werden. Sofern solche Eingriffe im dortigen Amtsbereich vorkommen, ist ihnen mit allem Rachdruck entgegenzutreten. Andorras Hauptstadt von französischen Gendarmen besetzt. Die Freiheit der Pyrcnäenrepublik bedroht Paris, 21. Aug. (WTB.) 5 0 franz^ösische Gendarmen in feldmarschmäßiger Ausrüstung haben am Samstag die Hauptstadt der vom französischen Staatschef gemeinsam mit dem spanischen Bischof von Urgel regierten kleinen Republik Andorra in den Pyrenäen besetzt. Der Präsident von Andorra, Palleres, hat einen Aufruf erlassen, wonach alle Bewohner von Andorra morgen in der Hauptstadt La Vieja eine große Protest- kundgebung gegen die französische Besetzung veranstalten sollen. Diese Kundgebung ist von dem französischen Vertreter in Andorra untersagt worden. Der Präsident von Andorra soll es abgelehnt haben, den französischen Behörden die Schlüssel des Parlamentsgebäudes auszuhändigen. In der Pariser Ausgabe der Chicago Tribüne heißt es, daß der frühere französische Ministerpräsident T a r d i e u und der frühere Unterstaatssekretär Forgeot Aktien einer Gesellschaft besäßen, die gegenwärtig in Andorra ein großes Elektrik zitätswerk für die Ausnutzung der Wasserkräfte errichtet. Streitigkeiten zwischen dieser Gesellschaft und den Behörden von Andorra sollen zu der gegenwärtigen Lage geführt haben. Die französischen Gen- barmen hätten die wachhabenden Zollbeamten und alsdann auch die schwachen Polizeistreitkräfte von Andorra entwaffnet, die aus sieben Berufs- volizeibeamten und 36 Freiwilligen bestehen. In Andorra habe es Erstaunen hervorgerufen, daß einige französische Bürger, die längere Zeit in Andorra ansässig waren, bei der Besetzung auf einmal die Uniform von Gendarmerieoffizieren angelegt und bei der Besetzung eine führende Rolle gespielt hätten. Chicago Tribüne fügt hinzu, daß die Neutralität Andorras zum letzten Male 1 7 9 4 d e r - letzt worden sei, als 900 Mann französische revolutionäre Truppen dort eindrangen, weil sie glaubten, daß die Andorrabewohner für Spanien kämpften. Kunst und Wissenschaft. Zosef von Lauff f. Im Alter von 78 Jahren st a r b am Sonntagabend der Dichter Josef v. L a u f f auf seinem Sommersitz in Cochem an der Mosel. Josef von Laufs wurde 1855 als Sohn eines Juristen in Köln geboren. Er war ursprünglich Offizier und nahm erst im Jahre 1898 als Major in einem preußischen Fußartillerie- regiment den Abschied, um sich ganz seiner literarischen Tätigkeit zu widmen, die sich stets der lebhaften Förderung Kaiser Wilhelms Il.'erfreuen durfte. Bis zum Jahre 1903 wirkte Josef von Laufs als Dramaturg und Mitarbeiter des Intendanten v. H ü l - s e n am Wiesbadener Hoftheater. Von seinen zahlreichen Romanen, die zum größten Teil der Schil- berung von Volkstum und Geschichte des Niederrheins gewidmet sind, nennen wir „Jan van Cal- ter", „Klaus Störtebecker", „Der Mönch von St. Sebald", „Im Rosenhag", „Kärrekieck, „Marie Verwohnen", „Pittje Pittjewitt", „Anne Susanne" und „Die hsiligen drei Könige". Ferner schrieb er die drei historischen Hohenzollem-Dramen „Der Burggraf", „Der Eisenzahn" und „Unterm Sturm- Hut". Laufs, der im Jahre 1913 in den Adelsstand versetzt wurde, lebte bis au seinem Tode abwechselnd in Wiesbaden und in seinem Sommersitz an der Mosel. Aus aller Welt. Der Mannheimer Juwelenraub. Zu dem kürzlich in Mannheim verübten großen Iuweliereinbruch, bei dem der gewerbsmäßige Einbrecher Erich Arnold auf frischer Tat gefaßt wurde, haben die Untersuchungen ergeben, daß Ar- nolds Komplice, der 34 Jahre alte Einbrecher Franz Lehnesich mit den geraubten Juwelen nach Berlin begeben hat. Dort hat er versucht, einen Teil der Juwelen bei Hehlern abzusetzen. Ein bekannter Hehler, der Pole Aron Waletzki, wurde im Besitz eines wertvollen goldenen Zigarettenetuis aus dem Mannheimer Einbruch betroffen, dessen er sich bei seiner Festnahme zu entledigen versuchte. Es steht fest, daß Waletzki Beziehungen zu Lehne und Arnold unterhalten hat. Auf die Ergreifung von Arnolds Mittäter, den man in Lehne zu suchen hat ist eine Belohnung von 300 Mark ausgesetzt. Für die Wiederbeschaffung der Beute, die einen Gesamtwert von 50 000 Mark haben soll, sind von der Versicherungsgesellschaft 10 Prozent Belohnung ausgesetzt worden. Lehne hält sich bestimmt noch in Berlin auf. Spielgemeinschastcn für nationale Fefigefialtung. Ein großzügiger Arbeiisbeschaffungsplanl-Oauerbeschästigung für etwa 2000 erwerbslose Schauspieler und den Schauspieler-Nachwuchs. Die Landesstelle Hessen-Nassau für Volksaufklärung und Propaganda teilt folgendes mit: WSR. 3n den nächsten Monaten wird ein großzügiger Werbefeldzug für den Besuch der deutschen Theater in der kommenden Spielzeit einsehen. Es muß das Bestreben aller Kräfte des nationalsozialistischen Deutschlands fein, nicht nur zur Erhaltung der bestehenden Theater beizutragen, sondern ihre Zahl zu vermehren, nicht zuletzt auch aus dem Grunde, um den erwerbslosen Schauspielern wieder die Tätigkeit in ihrem Beruf zu ermöglichen. Es ist die Absicht des Präsidenten, Ministerialrat Otto Laubinger, als Führer der deutschen Schauspieler und gleichzeitig als präsidierender Vorsitzender des Reichsbundes der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele E. V. an die Stelle der gelegentlichen Er- werbslosenvorstellungen und ähnlicher Rotstandsmaßnahmen grundsätzlich neue Formen schauspielerischer Betätigung zu setzen, die der geistigen Umschichtung unseres Volkes Rechnung tragen, für die Bühnenkünstler neue, vermehrte und zusätzliche Beschäftigung bringen und dadurch den Stellenmarkt entlasten. Es ist beabsichtigt, in den 13 Landespropaganda- Bezirken noch im Laufe dieses Jahres „Spielgemeinschaften für nationale Fest- g e st a l t u n g" in Form der G. m. b. H. zu errichten, die ausführende Spielkörper des Reichsbundes der deutschen Freilicht- und Dolksschau- spiele E. V. werden und sich der Organisation des Reichsministeriums für Vollsaufklärung und Propaganda einfügen. Gesellschafter dieser G.m. b. H. werden außer dem Reichsbund, der dabei im Auftrage des Ministeriums handelt, die Gau-Leitungen der Partei-Organisationen und die Städte des betreffenden Bezirks. Als Musterbeispiel dieser Arbeit wird bereits in diesen Wochen die „Rheinische Spielgemeinschaft für nationale Festgestaltung, Sitz Köln", gegründet. Diese GmbH, veranstaltet auf Grund zu treffender Vereinbarungen in den Städten und Landbezirken des Rheinlandes und vollkommen unabhängig von den regulären Stadt- und Wandertheatern große festliche Aufführungen, die auf Massenbesuch eingerichtet werden, dafür aber höchstens zweimal im Jahre in der einzelnen Stadt ftattfinöen. Diese Aufführungen dienen im besonderen Maße der nationalen Erhebung, der religiösen Erbauung und dem Erlebnis der Volksgemeinschaft. Sie pflegen die cho- rische Form in ihrer Steigerung vom Aufmarsch- Spiel über das kultische Spiel bis zum Oratorium. Sie verwenden in allen Sprach-, Gesangs- und Tanzrollen nur den Berufsschauspieler, für die Sprech-, Gesangs- und Aufmarschchöre nur den Laien, wie es Ministerialrat Laubinger in seiner bekannten Rede am 7. Juli bei der Eröffnung der Freilichttheater-Aufstellung in Köln bereits ausgesprochen hat. Grundsätzlich wird zur Einstudierung dieser Spiele neben den Fachregisseuren für die einzelnen Kunsttruppen auch der Dichter des Werkes herangezogen, weil es sich hier im grundsätzlichen Gegensatz zur Jllusionsbühne um den gemeinsamen Ausdruck künstlerischen Willens handelt, bei dem der Primat des schöpferischen Dichters anerkannt werden muß. In den Wintermonaten finden die Ausführungen in großen Ausstellungshallen, Versammlungsräumen oder auch in Kirchen statt, im Sommer auf den von den Gemeinden zu errichtenden Thingplätzen oder auf vorhandenen Freilichtbühnen. Als Beispiel für den Spiel plan der „Rheinischen Spielgemeinschaft" genannt: „Das Spiel von Job dem Deutschen" von Kurt Eggers, Toten- gedenkfeier für die Gefallenen des Krieges: Ein kultisches Wintersonnenwendjpiel mit Einziehung des Weihnachtsmysteriums: Das Spiel vom Vaterland; Das Spiel vom deutschen Arbeitsmann. Die Szenarien dieser Spiele liegen vor, sie sind in ihrer Anlage auf breiteste Massenwirkung berechnet. Die Durchbildung der Spielpläne erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Reichsdramaturgen. Köln wurde als erster Bezirk gewählt, weil beabsichtigt ist, die Einrichtungen des Theaterwissenschaftlichen Instituts der Universität Köln für die schulischen Aufgaben dieses neuen Arbeitsgebietes zu benutzen. In diesem Institut sollen die Altschauspieler, soweit dies möglich ist, für die neue S-pielform umgefdjult werden. Vor allem aber soll der Schauspielernachwuchs hier zur Mitarbeit in den Svielgemeinschaften erzogen werden. Auch die künstlerischen und geschäftlichen Vorstände der übrigen, im Laufe des Winters zu bildenden Spielgemeinschaften erhalten hier ihre Ausbildung, für die die bewährtesten Fachmänner des chorischen Spiels, des Bühnentanzes ufw. als Lehrer eingesetzt werden. Die Spielgemeinschaften sollen auch für die festliche Gestaltung von Massenversammlungen der Reichsbürgerschaft, der Behörden, der Partei, der Berufsstände usw. die künstlerischen Mittel und die ausführenden Künstler stellen. Auf diese Weise soll der Fest-Kultur des neuen Deutschlands unter Einsatz der besten fachlichen Könner gedient und gleichzeitig der Dilettant aus all den Bezirken, in denen er dem Be- rufsschauspieler seither das Brot wegnahm, verdrängt werden. Die Zusammenarbeit der Schauspieler, Tänzer, Sänger usw. mit den neuen Spielgenossenschaften wird vertraglich in derselben Weife vor sich gehen wie beim Rundfunk. Wenn alle Gemeinden und Organisationen den „Reichsbund der deutschen Freilicht- und Dolksschauspiele CV." in diesen seinen Bemühungen unterstützen und die Pläne seines Präsidenten Otto La u - binger durchführen helfen, so wird fünftig für etwa 2000 deutsche Schauspieler neue Beschäftigung gewonnen sein, und zwar auf einem künstlerischen Arbeitsgebiet, das am unmittelbarsten und reinsten der Idee des nationalsozialistischen Staates dient. Aus der provinzialhaupista-t. Erfreuliche Bestätigung des Gemeinschaftsgeistes Parole im deutschen Tabakgewerbe: Frauenarbeit wird in den Fabriken durch ZUänner erseht! Man berichtet uns: Auf Grund von Verhandlungen zwischen der Fa. Martin Brinkmann A.-G. und dem Deutschen Tabakarbeiterverband, sowie der NSBO. sind in der Tabakfabrik der genannten Firma zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit folgende Maßnahmen getroffen worden: 1. Sämtliche verheirateten Arbeiterinnen der Tabakfabrik werden durch ihre erwerbslosen Männer ersetzt. 2. Die im Betriebe beschäftigten unverheirateten Arbeiterinnen, die sich einen Hausstand gründen wollen, sollen dazu in die Lage versetzt werden dadurch, daß der Verlobte, wenn er erwerbslos ist, anstatt der betreffenden Arbeiterin in der Fabrik beschäftigt wird. 3. Um diesen Martin-Brinkmann-Bräuten die Gründung eines Hausstandes weiter zu erleichtern, ist die Firma bereit, versuchsweise für die Tabak- fabrif denjenigen Arbeiterinnen, die mindestens ein Jahr ununterbrochen im Betrieb tätig gewesen sind und bis zum 31. Dezember 1933 heiraten, eine Ehestandsbeihilfe in Höhe von 500 Mark zu gewähren, sofern sie die Voraussetzungen des Punktes 2 erfüllen. Bevor die betreffende Vereinbarung vor dem Treuhänder der Arbeit für Niedersachsen getroffen wurde, hatte die Fa. bereits ca. 50 Frauen durch Männer ersetzt. Erfreulicherweise hat sich die Belegschaft der Firma in einer am 29. Juli abgehaltenen Betriebs- Versammlung bereit erklärt, einen Teil der beträchtlichen Lohndifferenz, die sich durch die Beschäftigung von männlichen anstatt weiblichen Arbeitskräften ergibt, dadurch zu tragen, daß die männliche Belegschaft der Tabakfabrik freiwillig auf zwei Prozent ihres Lohnes verzichtet. Wirtschaftlich und sozial besonders ungünstig gestellte Arbeitnehmer wird die Firma von dem freiwilligen Opfer befreien, um Härten zu vermeiden. Die entsprechenden Vereinbarungen zwischen dem Betrieb und dem Deutschen Tabakarbeiteroerband sind bereits vom Treuhänder der Arbeit für den Wirtschaftsbezirk Niedersachsen, Bürgermeister Dr. Markert, bestätigt worden. Möge dieses Vorgehen der Firma und ihrer Be- legschaft auch für andere Firmen und Arbeitnehmer einen Ansporn bieten, zu ihrem Teile die Bemiihun- gen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit freiwillig und nachdrücklich zu fördern. Ausstellung des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge. Die Ortsgruppe des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge in Gießen veranstaltete to n Samstag bis Montag in der „Loge" zusammen mit der Vereinigung der Offiziere des alten 3nf.» Reg. „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 eine Ausstellung von Modellen, Plänen und Aufnahmen von Kriegerfriedhöfen in Ost und West. Die Hauptaufgabe der Ausstellung war, in diesen August- tagen die Lebenden daran zu erinnern, daß noch viele Dankesschuld gegenüber den Toten des großen Krieges zu tilgen ist und da es besonders die Aufgabe der hessischen Regimenter und der Angehörigen der Gefallenen sein müßte, die letzten Ruhestätten der Toten von Anloy und Maissin in einen würdigen Zustand zu bringen. Die zur Ausstellung gebrachten großen Bilder von Friedhöfen in Flandern, an der Somme und bei Verdun veranschaulichten den Erfolg der Arbeit des Volksbundes und zeigten neben Bildern des ursprünglichen Zustandes jener -Friedhöfe wundervoll würdige und stimmungsvolle Reuanlagen, die zum Teil durch die Kunst des Gärtners und Architekten auch in an sich reizloser und einförmiger Umgebung den Hauch der Abgeschlossenheit und des Friedens ausströmen, zum Teil sich der Landschaft und ihrer Bewachsung wunderbar anpassen (wie z. B. der Vogesenfriedhof Bärenstall, wo Föhren das Denkmal umgrenzen und rote Fingerhüte über den Gräbern zu läuten scheinen). Wie ganz anders und der deutschen Seele viel mehr entsprechend sind diese Friedhöfe, als der große amerikanische Friedhof bei Verdun, auf dem 25 000 Tote liegen, deren Gräber durch ein Meer von weißen Marmorkreuzen gekennzeichnet sind, die zwar Zeugnis ablegen von dem Streben, die Toten zu ehren, die aber doch kalt auf den Beschauer wirken. Aehnlich steht es mit den englischen Friedhöfen. Die deutschen Friedhöfe tragen alle Holzkreuze, wie sie dem Frontsoldaten vertraut sind, weil sie Zeugnis davon ablegten, daß hier Kameradenhand dem Gefallenen die letzte Ehre erwiesen hat. Wenn man dann die großen Sammelfriedhöfe sieht (der größte, La Maison blanche bei Arras birgt an 40 000 Deutsche), die vielfach nur aus nacktem, weißem Kalkstein oder Kreidefels und Holzkreuzen zu bestehen scheinen, dann muß das deutsche Gewissen sich rühren, dann müssen die Tieberlebenden sich ihrer Pflicht erinnern. Es ist ja aus den Ausführungen des Oberltn. a. D. Dr. Luleh im Gießener Anzeiger bekannt, da auch die Friedhöfe bei Anloy und Maissin dringend der Pflege bedürfen. Für sie wollte die Ausstellung insbesondere werben. Eine Anzahl von Ausnahmen, Lageskizzen und Belegungslisten der Friedhöfe, z. T. in mühevoller Arbeit nach Kompanien von 116 geordnet, wollten den Angehörigen ein Bild des jetzigen, nicht würdigen Zustandes vermitteln. Der Besuch der Ausstellung war durchaus befriedigend, zu manchen Stunden für den Raum fast zu stark. Daraus werden diejenigen, die immer wieder als Mahner aufgetreten sind, die Der« pflichtung erkennen, alle Kräfte zu sammeln, bis die Friedhöfe von Anloy-Maissin so ausgestaltet sind, wie sie es sein müssen. Die Belegungslisten gehen in den Besitz der Ortsgruppe des Volksbundes über, die bann in der Lage ist, Auskünfte über die einzelnen Grabstätten zu erteilen. Em besonderes Telegramm für den Neichsparteiiag der NSDAP. Von der Oberpostdirektion Darmstadt wird uns mitgcteilt: Die Deutsche Reichspost wird allen Teilnehmern an der Reichstagung der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in Nürnberg Gelegenheit bieten, ihren daheim gebliebenen Angehörigen, Parteigenossen ufw. aus Nürnberg einen telegraphischen Gruß oder eine Mitteilung zu senden, sowie von diesen in Nürnberg begrüßt zu werden oder eine Nachricht zu erhalten. Zu diesem Zwecke führt die Deutsche Reichspost vom 30. August bis einschl. 6. September ein besonderes verbilligtes Telegramm ein. Das Telegramm kann in dieser Zeit von jedermann bei allen Te- legraphenanstaltem aufgegeben und an einen beliebigen Empfänger in einem innerhalb des Reichs gelegenen Ort gerichtet werden. Das Telegramm wird auf einem besonderen, eigens für diesen Zweck entworfenen Schmuckblatt ausgefertigt. Das neue Schmuckblatt zeigt auf der Vorderseite über einem Wald von Hakenkreuz- und schwarzweihroten Fahnen die kraftvolle Gestalt eines fliegenden Adlers, überstrahlt von der Sonne deS Hakenkreuzes, die düsteres Gewölk sieghaft durchdringt. Die Gebühr für das Telegramm (zehn Gebührenwörter) beträgt 1,50 Mark; jedes weitere Wort kostet 5 Pfennig. Don der erhobenen Gebühr fließen 25 Pfennig in die vom Herrn Reichskanzler ins Leben gerufene „Stiftung für Opfer der Arbeit". Nach dem 6. September wird das neue Schmuckblatt (LX 9) auch weiterhin zur > Ausfertigung von Telegrammen wie jedes andere Schmuckblatt benutzt Werdern Oekanatswahlen in Gießen. Gestern fanden in den Gießenern Kirchengemeinden durch die Gemeindevertretungen die Wahlen zum Dekanatstag statt. Gewählt wurden: aus der Matthäusge- meinde als Abgeordnete Landgerichlspräsident i. R. Ludwig Neuenhagen und Steuerinspektor Adolf Kimmel, als Stellvertreter 3ustiz- inspektor Wilhelm Klaus und Schweizerdegen Karl H i 11 e b r e ch t; aus der Markus- gemeinte Kaufmann Emil H o r st und Geschäftsleiter Hermann Thomas, als Stellvertreter Bauoberassistent Karl Weller und Landwirtschaftstechniker Gustav Schlosser; aus der Lukasgemeinde Oberreallehrer i. R. Wilhelm Haber und Reichsbahnsekretär i. R. Heinrich Dender, als Stellvertreter Frau Bertha Schwan und Fräulein Marie Hehler; aus der 3ohannesgemeinde Professor Oberstudienrat i. R. Dr. O. Weimar und Professor Studienrat Dr. Fritz Schmoll, als Stellvertreter Polizeiverwaltungsoberfekretär i. R. Ludwig Sier und Lehrer i. R. Aug. Habicht; aus der Luthergemeinde Oberbibliothekar Prof. Dr. Hugo Hepding und Berufsschullehrer Otto Schneider, als Stellvertreter Förster Karl Geisel und Verwaltungssekretär Gg. Pfeil; aus der Petrusgemeinde Obertelegraphensekretär Hermann Hofmann und Rektor Otto N e b e I i n g, als Stellvertreter Kaufmann Karl Seibel und Schlosser Otto Franz. Nindermarki in Gießen. Auf dem heutigen Rinder-Nuhviehmarkt in Gießen standen 548 Stück Großvieh, 108 Fresser und 154 Stück Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 320 bis 380 Mark, 2. Qualität 180 biä 240, 3. Qualität HO bis 150 Mark; b) Schlachtkühe 1. 130 Lis 260, 2. 40 bis 100 Mark; c) Rinder, 1/2- bis Vjäfjrig, 50 bis 110, 3/i» bis 2jährig 60 bis 150, tragend 170 bis 320 Mark; ck) Kä b r das P und Lebe, dgewicht 20 bis 30 Pfennig. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverkauf: ruhig, geräumt. Gießener Wochenmarktpreise. ♦ Gießen, 22. 2lug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,25 bis 1,30 Mark, Kochbutter 1,— Mark, Matte 20 bis 25 Pf- Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 9, 2>ir- fing (grün), das Pfund 8, Weißkraut 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 10, Spinat 15, Bohnen (grün) 15 bis 20, Bohnen (gelb) 18 bis 20, Erbsen 20 bis 25, Mischgemüse 10, Tomaten 15 bis 20, Zwiebeln 10, Kürbis 6, Pilze 25, Kartoffeln (neue) 3 Pf., der Zentner 2,30 bis 2,50 Mark, Frühäpfel 20 bis 35, Falläpfel 6, Pfirsiche 30 bis 40, Preißelbeeren 30, Birnen 15 bis 30, Pflaumen 12 bis 18, Zwetfchen 15 bis 20, Mirabellen 20 bis 25, Reineklauden 12 bis 15, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 40 bis 50, Blumenkohl 5 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 5 bis 40, Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5, Rettich 5 bis 15, Die S21.- uni nach links in t füfjrer ß u 11 e i Dor A wm y\tfv fyn nationale' Sonntag \\\ na der SA.-Et die gefallenen $ Verlegung b e n f m a l au Berichtigend : hcc Arbeitsgei .. unserer Stadt richtsrat T r ii | kleidet. Hervorzuheb Männer von o lich ste (3 q Sellerie 5 bis 20, Radieschen, das Bund 5 Pf. Bornotjzen. — Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die heilige Flamme". — Männer-Badeverein 1836. Nächsten Freitagabend im Cafä Leib außerordentliche Generalversammlung. Näheres siehe heutige Anzeige. * ** Von der Landes-Tkniversität. Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns milgeteilt: Der planmäßige außerordentliche Professor Dr. Helmuth Bohnenkamp in Würzburg har den an ihn ergangenen Ruf auf den ordentlichen Lehrstuhl für innere Medizin und als Direktor der Medizinischen Tlniversitäts- Klinik zu Gießen angenommen. ** Eine Männerchor-Sing stunde - des NS.- Lehrerbundes, Kreis Gießen, findet am kommenden Donnerstag, 20.30 Ahr, in Gießen im Cafe Ebel statt. Chormeister ist Lehrer Dietrich. Die angemeldeten Sänger, aber auch solche, die dem Chor noch beitreten wollen, werden pünktlich erwartet. Soweit die Sänger Liederbücher besitzen (Heim, Göhe-Köhler oder Kaiser-Liederbuch), sollen diese mitgebracht werden. Oekanaistag in Grünberg. * Grünberg, 21. Aug. Heute fand im hiesigen Rathaus der neu konstituierte Dekanats- tag des Dekanats Grünberg statt. Er wurde durch eine Andacht, die Pfarrer S c r i b a, Wetterfeld, hielt, eröffnet. Auf der Tagesordnung standen die Wahlen für bie kirchlichen 3nstanzen des Dekanats, zu denen 44 Abgeordnete ihre Stimme abgaben. Gewählt wurde als Dekan mit 43 Stimmen der seitherige Dekan Schmidt in Grünberg. Als sein Stellvertreter ging Pfarrer Scriba, Wetterfeld, aus der Wahlurne hervor, während Pfarrer Thorn, Odenhausen, als Stellvertreter Beider gewählt wurde. Zu weltlichen Mitgliedern des Dekanatsausschusses wurden wiedergewählt die Bürgermeister Albert, Queckbom, und Weber, Göbelnrod. Neu hinzugewählt wurden Bürgermeister Dr. M i l d n e r, Grünberg, und 3ustizsekre- tär Seibert, Homberg. Ferner wurden die Herren Sanitätsrat Dr. K i ß n c r, Nieder-Oh» men, Lehrer Schmoll, Elpenrod, Bürgermeister M ä n n ch e , Freienseen, und Landwirt Z i m- me r, Groß-Eichen, stellvertretende Dekanatsaus- schußmitglieder. rung genieBi Manner zu bei 3 ten nicht alle gcn mit Gast von der Bürg, - Agstischgelegei Gaste ganz er! Der Sar Die Bez Deichsverb daues hielt < Restaurants,S band beider fw UMWhrer Wn Abteilung M'Aassau i »JM Erschie, Aaunnsührer 3M! ft. «roher «Leider ( AwienMei letzten Int J“ nationale Kre Derhä !? gezeigt, r schen des De! .Leraas hj ^Nssührer (Darmstadt) , Hgen Ausba kn seien! Nbat "Me in A, pK bafS die ge ^rring^ll öle M.vlögl t Ml ^"XVr* WM L ' & *5»;" ITg s- •’ V . M - - tr‘ '-*. ..... * '---M *1 •■ V> «e ■•7 • U. •> * >.y-^A ,6 v, v ' \ fr- A • T*. "■ ■; '• r KN .''X. 7,"> y K<< V'*" r r>r -> -t J* ' |fl 10 '-7,H x ;m ^e» iLäftsführer des Landesverbandes beider Hessen Ohia. Seulel<1 fnnai^ Darmstadts einen Vortrag über den berussstän- ‘ #«n(fituierl65)6 finit gt )iiCn Aufbau des deutschen Gartenbaues. Der »s Srünberg Adner sührtc u. a. folgendes aus' Zur Schaffung Psarrer v>- Ständestaates seien umsangreiche Arbeiten er- EM,n für I sOcderlich. die zum Teil schon durchgeführt wor- ^standen die Men seien. unase5 Delanav, a^hit x)er Ausbau der Organisation des Gartenbaues s?riinme abgab-m ..yfaiflt müsse in Anlehnung an Aufbau für die Land- «timinen ne . -teil' mirtidiaft erlolaen. wirtschaft erfolgen. Säulen. Durch die gemeinsame Führung werde erreicht, dch keine Kollision zwischen den einzelnen Gliederungen möglich sei. Die erste Säule umfaße die Betreuung der Beruf s angehorr- Die Anloy-Gedenkfeier am Gefallenendenkmal der 116er: Bor dem Denkmal stehend Oberst a. D. K ö t t s ch a u während der Gedenkrede irff in Sichen. Ainder-Auhviehinarkt h >tud Gwhvich, 108 Kreis« sum Verkauf. Es Mieten: a igende Kühe 1. Qualität 32; ität 180 b s 240,3. Qualilc: Schlachtkühe 1.130 bis 26.', ) Diitder, '/;• bis '^jähri;. hrig 60 bis 150, tragend lil rdas PM)Leb« dgetvir asgefuchte Tiere über Aotiz geräumt. »chenmarktpreise. Oluf dem heutigen Wochen- er, das Pfund 1,25 bu 130 Leb emden.lich°S^ -es siehe heutige W * l0 in SlSnbttg. Die Standarte 116 während ihres Umzugs durch die Stadl auf dem Vorbeimarsch vor Vrigadesuhrer Schmidt (im Auto stehend mit erhobener rechter Hand) vor dem Gefallenendenkmal der 116er aus dem Landgraf-Philipp-Platz. Die Bezirksgruppe Gießen im Reichsverbanddes deutschenGarten- jbaues hielt am Montag imSaale des Hotel- Restaurants »Hindenburg" eine vorn Landesver- nt> beider Hessen einberufene Versammlung ab. Lelchäftssührer Schmidt von der Agrarpolitl- X>en Abteilung der RSDAP. bei der Gauleitung Hetsen-Aassau in Frankfurt a. M. begrüßte die lalhlreich Erschienenen als Beauftragter des Can- X-ebauernführers Dr. Wagner rntd wies kurz «uJ den Zweck der Zusammenkunft hin. Anstelle Parteistaates fei ein Ständestaat getreten, bei X'ti der Zusammenschluß aller Erwerbstätigen tt>a großer Bedeutung sei. Vezirksleiter Aug. S chneider (Gießen) erinnerte an die großen Schwierigkeiten, mit denen die Organisation in bei letzten Jahren zu kämpsen gehabt habe. Durch tv nationale Revolution sei die Hofsnung aus be'ferc Verhältnisse wesentlich gestiegen. Es habe find) gezeigt, daß die neue Regierung den Wün- jdten des Deutschen Gartenbaues entgegenkomme. Hieraus hielt Inspektor D e r w. e r , der Ge- ILäftssührer des Landesverbandes beider Hessen 'N0tlM. er für Dienstag. 2# 1 crinmme . ”iSÄ«S äSSj i ihn et.9Q1}Ö njtebhin 'MV Der Feldgottesdienst der SA.-Standarte 116 am Sonntagoormittag auf den Trieb vor der Dolkshalle. Pfarrer Lenz während der Predigt auf der Feld kanzel.—(«amtliche Aufnahmen von Photo-Pf ff Gießen.) tit 6'21.. und Stahlhelm-Vertreter bei der Anloy-Gedenkfeier vor dem Gefallenendenkmal.— Von rechts nath links in der vorderen Neihe: Sturmbannführer und Standartenadjutant Munker, Standarten- j ihrer Lutter Sturmbannführer Bender, Sturmbannadjutant S ch u p p e, der Führer des Gießener Stahlhelm Oberstleutnant a. D. L o p p e Blatt, Malle 20 bis15 0, dit[ (InRBtftwi Weißttaui 8, fRottrad 10, Me Rüben 10, Spinal 5 20, Bohnen (gelb) 18 üschgemüfe 10, lomatcn 1) abis 6, Pilze 25, fiartofjili ir 2,30 bis 2,50 Mark, SnS pfel 6, Pfirsiche 30 bis ti, en 15 bis 30, Pflaumen 12 is 20, Mirabellen 20 bis 2?, [5, junge Hähne 80 bis Sü J0, Tauben, das Stück 40 bi; I Salat 5 bis 10, Talalgurln n 1 bis 3, Endivien 8 bis h Lauch 5, Rettich 5 bis U ieschen, das Bund 5 Pf- gen (Landwirt, Gärtner usw.), insbesondere die Regelung der kulturellen und sozialen Belange. Die zweite Säule gelte dem Betrieb (Hos, Gärtnerei usw.) und habe alle technischen Förde- rungsmahnahmen dur. zafuhrcn Landwirtfchafts» und Bauernkammern, sowie die Organisationen der Gartenbaubetriebe würden hierin ausgehen. Die dritte Säule schließe die Verwertung der Produkte des Landwirts und Gartenbau- betriebs aus genossenschaftlicher Grundlage m sich, während die letzte Säule sich mit dem Handel von landwirtschaftlichen Bedürfnissen beschäftige. _ .... Der Redner erläuterte sodann die Organisation des deutschen Gartenbaues, sprach von den neuen Führern dieser Bewegung, die Hand inHand mit der Agrarpolitischen Abteilung der ^63)2^. arbeiteten und wies daraus hin, daß die Schal- sung von drei Untergruppen geplant sei. Die erste Gruppe umfasse den Erwerbs- gartenbau. Es sei schwierig gewesen, alle hier in Frage kommenden Verbände zusammen zu fassen. Bei der zweien Gruppe handele es sich um die Zusammenfassung aller Verbände, die sich mit der Gartenbaukunst beschästigen, während die dritte Gruppe den Kleingartenbau unvaffe (Reichsrerbandder Kleingärtner und Kleinsiedler). Der Zusammenschluß aller Beteiligten sei dringend notwendig. Es gäbe für die Folge keine Äutznießer mehr, sondern man werde dahin kommen müssen, daß jeder, der berufstätig sei, herangezogen werde, evtl, durch Zwangsmaßnahmen. Der Gartenbauerzeugnisse zu Lrwerbszwecken anbaue, müsse sich der Organisation anschließen. Gießen, klagt über die Schädigung beim Verkauf von Schnittblumen durch nichtberufsständige Personen und fordert außerdem Herabsetzung des Wassergeldes für Gartenbaubetriebe. 3n seinem Schlußwort betonte der Referent, daß das Verbot bezüglich des Verkaufs von Erzeugnissen durch Kleingärtner bald zu erwarten sei. Für Landwirte bestehe kein Verbot. Erzeugnisse, soweit fie über den eigenen Bedarf hinausgehen, zu verkaufen. Eine gesetzliche Regelung hierüber sei zuer- warten. Bei der hierauf folgenden Reuwahl des Vorstandes wurden folgende Personen bestimmt: Führer Aug. Schneider: Stellvertreter Herrn. Schab: Schriftführer Wilh Gerhard: Rechner Eug. Hubing: Beisitzer: Weber jun., Wittmann jun., Moser jun., sämtlich in Gießen, und K a m b e i y , Hungen. Louis Decker. Gießen, wurde als Ehrenvorstandsmit- glied vorgeschlagen und bestätigt. Zum Schluß brachte d^r Versammlungsleiter ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf Reichskanzler Adolf Hitler aus. bau dürfe nicht größer sein, wie es der Bedarf erfordere. Gemeinnutz gehe auch hier vor Eigennutz. Man müsse sich damit abfinden, daß für die Zukunft keine Kapitalien angehäuft werden könnten. Die Gartenbaubesiher schafften nicht nur materielle Werte, (Gemüseanbau), sondern auch ideelle (Blumen). Sie müßten sich auch damit abfinden, daß nocy mancher Erwerbslose zur Existenzbeschaffung in die Reihen ausgenommen werden müsse. Auch die Siedlung spiele hier herein. Die Rückkehr zur Scholle müsse gefördert werden. Der Gedanke der Verbundenheit des Menschen mit dem Loden müsse auch den Gartenbaubesiher erfassen. Das Recht aus die eigene Scholle solle geschützt werden. Das Gesetz wolle, daß der Grund und Boden auch den Rachkommen erhalten bleibe. Die Dollstreckungsschutzmaßnahmen für die Landwirtschaft sollten auch für den Gartenbau Anwendung finden. Die Festigung des einzelnen Berufsstandes bilde die Grundlage für den De- Soeben JJJ bei Q‘fc ■ ZÄK 'S* 1.50 ätoumT* > m 5» in Gießen. • »ft»*» ”>®nU ö.° * Th-mV« L i ?• ^ug.Habicht ^7"de Obetbibliotß , ef° hn*9.iertclät elrusgemecnde Ober- )etmann Sjofmann uni : tna, als Stellvertreter ibel und Schlaffer Otto m-, .,n Seither seien uirzahlige Organisationen für Land- Ortschaft und Gartenbau vorhanden gewesen, 8'ton Vereinheitlichung dringend notwendig ge- tcefen sei. Reichslandwirtschaftsminister Darre hebe bereits entsprechende Pläne ausgearbeitet, d-cren Durchführung bald erfolgen werde. Dabei müffc das bereits Vorhandene entsprechend ein- g.gliedert werden. Die Gesamtvrganisation von Landwirtschaft und Gartenbau bestehe aus vier Kreis Schotten. □ Laubach, 21. Aug. Zwei hiesige Ein- w o h n e r wurden wegen ihrer antinationalen (Ein- stellung in Schutzhast genommen und nach dem Konzentrationslager O st h o f e n verbracht. Ein weiterer Einwohner, der sich ebenfalls mit dem Geist der neuen Zeit nicht einverstanden erklärte, sollte den gleichen Weg antreten, er konnte aber wegen Krankheit und von einem Arzt festgestellter Haftunfähigkeit zu Hause bleiben. Mrcie Alsfeld • Vadenrod, 21. Aug. Am gestrigen Sonntag vormittag verunglückte hier das 2 Jahre alte Söhnchen Karl des Landwirts Jäger dadurch schwer, daß es in einen Tops mit kochendem Wasser fiel, wodurch cs schwere Verbrühungen davontrua. Das be- dauenrswerte Kind wurde am Rachmittag der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt, wo es bald nach seiner Einlieferung an den schweren Verbrühungen verstarb. Wettervoraussage. Die Störungstätigkeit gestaltet sich wieder etwa- lebhafter und breitet sich südwärts aus. Durch den Vorstoß kühler Luft, die an der Rückseite des Rordseewirbels über die britischen Inseln abwärcS flieht, nimmt das Wetter einen unbeständigen Charakter an, so daß es neben wechselhafter Bewölkung auch noch zu schauerartigen Riederschlägen kommt, die teilweise von Gewittern begleitet sind. Die Temperaturen erhalten dabei für die Jahreszeit ziemlich niedrige Werte. Aussichten für Mittwoch: Wechselnd bewölkt mit kurzer Aufheiterung, nur mäßig warm, noch Regenschauer, teils gewitterhaster Art. Oer Tag der 116 er in Gießen. Vie Anloy-Feier des früheren Gießener Kaiser,Regiments. — Der Aufmarsch der Standarte "116 SrünbeA Mieter . Iclanair di-«A Sru^Ker «Äfr Sc. ^nrod, Die Aufstellung der Standarte 116 aus Oswaldsgarten. Brigadesührer Schmidt (mit erhobener rechter Hand) beim Abschreiten der Front, rechts daneben Standartensuhrer Lutter, zwischen beiden, in der Mitte rückwärts, Sturmbannführer und Standartenadjutant Munker. Unserem gestrigen Bericht über die beiden grase» nationalen Veranstaltungen am Samstag und Sonntag ist nachzutragen, daß der Sturm l l I s SA -Standarte 116 das Andenken an ti? gefallenen Krieger von 1870=71 durch die Nie- Zerlegung eines Kranzes am Krieger- Denkmal auf dem Marktplatz ehrte Berichtigend ist zu erwähnen, daß der 1. Führer btr Arbeitsgemeinschaft der militärischen Vereine „ uifercr Stadt Kaufmann Müller ist. Landge- nhisrat T r ü m p e r t das Amt des 2. Führers be- «lervorzuheden ist schließlich noch, daß die SA.» } Diünner von auswärts in unserer Stadt die Herz- Wi ch st e Gastfreundschaft der Bevolke- lltu n 9 genießen konnten Obwohl etwa 4500 SA.- Männer zu dem Aufmarsch versammelt waren, konn- nicht alle gemeldeten Mittagstisch-Haushaltun- |ccn mit Gästen bedacht werden, da die Zahl der tl . -O« der Bürgerschaft zur Dersüaung gestellten Mit- iey ,2ie heilige Flamme -«-tjschgelegenheiten die Zahl der auswärtigen >cverein 183^a£ öSfte ganz erheblich überstieg. Ser Gartenbau im Ständestaat. famtaufbau. In der folgenden Aussprache betonte Herr Schneider, Gießen, daß die Wünsche des Gartenbaues nicht in einigen Wochen erfüllt werden könnten. Hierzu sei zähe Arbeit unter Mitwirkung aller Derussgenossen notwendig. Herr Schwarz, Gießen, begrüßte die Zusammenfassung aller Gartenbauinteressenten. Er forderte, daß die in städtischer Regie ausgeführten Garten- bauarbeiten, sowie die Friedhofspflege den hiesigen Gärtnern übertragen und daß auch bei bevorstehenden neuen Anlagen die Gewerbetreiben- ..... „ den herangezogen werden. Herr W e b e r, Gießen, sonst würde dem wilden Handel Tor und Tür i wünscht baldige Durchsührung der Ausschaltung geöffnet. Es werde auch für die Folge unmöglich der Kleingärtner^ Der Verkauf dürfe imr durch sein, den Konjunkturanbau zu betreiben. Der An- 1 berufsstandrge Betriebe erfolgen. Herr Schulz, Leokrem bräunt schneller und verjüngt die Haut DOSE : 90. 50, 22. 15 PF Das Wunder 16. Fortsetzung. Nachdruck oerbotcnl Zwei-Drei Rezept 5222 D Winterthur 5230 V 5127 V Versicherungen Mitarbeiter überall gesucht 441 V Wintererbsen, yYinterwicken empfiehlt 5114A Es blühe JNRBÜAL Unfall-, Haftpflicht-, Auto-, Kautions-, Einbruch-Diebstahl-, Lebens-, Renten-, Kinder-, Aussteuer-, Studiengeld* Für die Trauernden: Dr. Walter Jösch. 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Es war, als quäle sie sein stürmisches Wiedersehensglück. Auch als er auspackte, was er ihr mitgebracht und was andere Frauen zu begeistertem Dank hingerissen — es entlockte ihr nur ein mattes, gleichgültiges Dankeswort — als ob der eigenartige Reisemantel, das Jackenkleid, der große, indische Schal gar kein Interesse für sie hätten! Jäh packte ihn ein Mißtrauen — zum erstenmal. Er faßte ihren Kopf mit beiden Händen, hielt ihn fest, daß sie nicht ausweichen konnte, und schaute tief in die strahlenden Blauaugen. „Magussi, was ist mit dir? Glaubst du, ich fühle nicht, daß etwas Trennendes zwischen uns steht? Ist. ein anderer gekommen, der mir dein Herz entwendet hat?" — Offen hielt sie seinen Blick aus. „Nein, Eduard, es ist so wie immer, — ich denke an keinen andern! — Du bist mir der liebste! — Alle anderen Männer sind mir gleichgültig. Du darfst niemals mißtrauisch und eifersüchtig werden, weil kein Grund da ist. Bei dir sühle ich mich wohl und geborgen." Sie streichelte zärtlich seine Wangen, und wie ein Kind drückte sie ihren Kopf gegen seine Brust. In seinen Armen empfand sie so, wie sie sagte — Geborgenheit! Er war der gütigste Mann, bei dem sie am besten in der Welt aufgehoben war. Aber ihm genügte ihre stille, freundliche, wunschlose Zufriedenheit nicht; er wollte ihre zärtliche Frauenliebe, er wollte ihre Sehnsucht fühlen. „Magussi, auf deine Musik bin ich eifersüchtig; sie nimmt mir zu viel von dir. Du bist doch keine Opern- ängerin, die den ganzen Tag studieren muß!" Sie erschrak ein wenig. Hatte er erfahren? — Doch nein, sofort verwarf sie den Gedanken wieder; das war ausgeschlossen. „Wenn ich nun aber eine Opernsängerin sein möchte?" fragte sie, den Kopf auf die Seite legend und ihn lächelnd ansehend. Er strich über ihr Gesicht. „Auch im Scherz darfst du das nicht sagen, Kind! Es tut mir weh! Du bist meine Frau, die mir allein gehört! Eine Opernsängerin als meine Frau ist für mein Empfinden unmöglich! Soll die große Menge dich begaffen? Soll sie dich kritisieren, loben oder tadeln? Soll dich heute dieser, morgen jener im Arm halten? Nein, Magussi, ausgeschlossen!" Hierzu laden wir unsere Mitglieder freundlichst ein und bitten um zahlreichen Besuch. Der Vorstand. DameB-Armband-Ohp (Dotwlö)oerl.Abza Q.öeLlnLöbersHofflnnr; aarwuchsmittel von Hofapoth. Schaefer ohne teure Verpackung a43oA Echtes Brennesselhaarwasser y« Ltr. 0.75 Echt. Birkenhaarwasser Maienßolil y«Ltr,l g.Schuppen, Haarausfall,Kopfjucken Fein parfümiert! Flasch.mitbring. All.-Verk.: Univ.-Apotheke znm goid. Engel. Halle a. d. S , Wiesbaden, Freiburg i Br, im August 1933. Jacobstra&e 59, L t i g ! 5220 a Drogerie Gießen 250ccnHliotorrflö (Marke „Triumph") mit elektrisch. Licht und Hupe, verkauft preiswert owo W. Velten IV. Lang-Göns. Opekta Aus Frachten gewonnen Schön möhl. Zimmer Garage öu a.f.Lastw.frei. M.M Bu erfr. t. b. Haas,Frankf.Str.69 Geschäfts, d. G. 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Wssnn er wüßte! — Zum erstenmal befiel sie doch große Angst — was tat sie hinter dem Rücken des vertrauenden Gatten? Mit Trotz wappnete sie sich: nichts, was sie nicht vor sich selost verantworten tonnte! Er hatte ihr doch volle Freiheit in ihrer Musik gelassen. Sie konnte tun, was sie wollte. Gehorsam dem Gebot der Eltern war sie ihm zum Altar gefolgt; sie hatte sich nicht geweigert, ihr eigentliches Leben ihm unterzuordnen. Nun durfte sie sich mit gutem Gewissen das nehmen, wozu es sie mit ganzer Seele drängte. Wie verzaubert war sie! Lieber wäre sie gestorben, als daß sie jetzt — jetzt noch auf ihr Vorhaben verzichtet hätte! Ein Rausch hatte sie erfaßt — Musik! Es zehrte sie förmlich auf; jeder Nero bebte in ihr. Sie dachte nur an die Rolle, mit der sie ihr neues Leben einleiten wollte — ein Leben, auch öffentlich der Musik gewidmet. Der Gatte mußte ihr die Erlaubnis dazu geben; dann wollte sie ihm die dankbarste, zärtlichste Gattin fein; Eduard würde also nur Vorteil davon haben. Er mußte sich an den Gedanken gewöhnen. Wie viele verheiratete Opernsängerinnen, die musterhafte Hausfrauen und Mütter waren, gab es doch! Magussi war sehr einverstanden, als Eduard ihr Norderney als Sommeraufenthalt oorgefchlagen, da er dort einen Geschäftsfreund treffen würde, mit dem er wichtige Gefcbäftsbeziehungen bequem weiter ausbauen konnte; sonst wäre ihm das Salzkammergut lieber gewesen. Der jungen Frau sagte das bequeme, lässige Strandleben mehr zu als das anstrengende Wandern, wie der Gatte es liebte — und die Hauptsache: ihrer Stimme war die reine Nordseeluft besonders zuträglich — ihrer Stimme wie auch ihren Nerven; sie fühlte selbst, daß eine Erholung und Ausspannung nach der ernsthaften Arbeit der letzten Monate ihr nur dienlich war. In diesen Wochen am Meer wollte sie sich nur dem Gatten widmen. Und nie war sie so anschmiegend und in den Grenzen ihres Wesens so zärtlich gewesen, wie jetzt. Es schien beinahe, als wolle sie ihn in voraus entschädigen für das Unrecht, das sie ihm antun mußte, — Unrecht ja nur nach seiner Ansicht, nicht nach der ihren! Und es war merkwürdig für Magussi selbst, daß sie, aus dem Rahmen ihrer Häuslichkeit und der gewohnten Umgebung gerissen, aus dem Banne des Musikers Halling, nur auf den Gatten angewiesen, Eduard mit anderen Augen betkachtete. Ferienleben ist Sonntagsleben — jeder gibt sich gehobener, festlicher, ist ein anderer Mensch, losgelöst aus dem Banne des Alltagslebens. Freier stand sie ihm jetzt gegenüber als auf der Hochzeitsreise, wo ein gewisser Trotz gegen ihn gelebt, hervorgerufen durch den Zwang der Verlobung und Heirat. Sie hatte in den Monaten ihrer Ehe seine Güte, seine Ritterlichkeit und sein Zartgefühl kennengelernt — sie sah auch, was für eine gute Erscheinung er war: die breitschulterige, männliche Gestalt, das intelligente, rassig geschnittene Gesicht mit den klugen Augen. „Alles fliegt aus! — Nur du, Magussi, bleibst seßhaft! Man möchte denken, — wenn es jemand anders wäre und nicht du, Magussi: der interessante Kapellmeister könnte auch ein Beweggrund zum Bleiben sein." „Was fällt dir ein, Lilo!" rief Magussi ernstlich erzürnt, „das darfst du auch nicht im Scherz sagen! Ich verstehe dich nicht!" Lilo hatte bei ihren hinterhältigen Worten Magussi scharf ins Auge gefaßt und deren Erröten mit Befriedigung gesehen, — gab es auch sine schwache Stelle bei Magussi? Und ihre sehr scharfe Erwiderung, — man hatte sich doch im Laufe der Jahre weidlich geneckt, ohne daß man gegenseitige Empfindlichkeit gezeigt! Wer weiß, was da für ein Roman im Entstehen war! — Ja, wie ein Roman verlief für Magussi der Sommer, — allerdings anders, als Lilo annahm. Angestrengt studierte sie während der Abwesenheit ihres Mannes, den sie trotz seiner Bitten nicht mit nach England begleitete. Ihre Musik war stärker als alles andere. Bruno Halling hatte sie mit seinen Melodien ganz bezaubert, und manchmal dachte sie erschreckt: Liebst du ihn vielleicht? Aber nein — bei ehrlichster Prüfung konnte sie sich sagen, daß es nur seine Musik war, die zu ihr sprach — als Mann galt er ihr nichts. Und er verzehrte sich nach ihr. Ungeduldig beinahe machte es ihn, daß sie sein verstecktes Werben um sie gar nicht merkte, — jede andere Frau hätte spüren müssen, was in ihm vorging, — sie aber blieb ganz ahnungslos. Jedoch seine Klugheit riet ihm, diese Ahnungslosigkeit nicht zu zerstören; es wäre verhängnisvoll gewesen. Erst seine Oper — der Erfolg, mit dem er bestimmt rechnete, mußte sie ihm in die Arme treiben. Sein Weib mußte sie werden; sie gehörte zu ihm; er brauchte sie zu seinem Schaffen — seine Muse war sie. Hatten die Lieder, die er schrieb, je so geklungen wie jetzt? Die Melodien strömten ihm nur so zu. Der andere, zu dem sie innerlich gar keine Beziehungen hatte, würde, mußte sie freigeben für ihn. Der würde hundert Frauen als Ersatz finden für die eine, die einem anderen geradezu Lebensnotwendigkeit war. Aber er war klug und hatte warten gelernt. Magussi hatte ihre Rolle ganz inne; so verwachsen war sie damit, daß sie sie, aus dem Schlaf geweckt, an f* 5,1 fung und des nalioziaüM nun alsbald in WMj l Projekt roicö gerückt, das immer wied dustriekreise dem Kanal teil and' lceliäsen h ° rheinisch biet hersiel jekt war da Derbilliguno ja leichter zr mit der ent Wettbewerb der Schwer bergbaues, die Reichst Ruhrkohle genügend 5 Lage der 9 der Giiterb bekannt. E Ruhrkohle erlangen. Der Hw gehenden : Wirtschafti hin gesiche hing nicht 6cm auch ! über hinau Rahmen machen. 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Und um sie her war das Rausche, des Meeres, das ihr merkwürdig ins Blut gin° Stundenlang konnte sie am Strande sitzen und bei gewaltigen Urweltmelodien lauschen — konnte übe die ewig bewegte, unendliche Fläche in die Weit schauen, als wohne dort, wo Meer und Himmel fit vermählten, das Glück. Ach, war es denn nicht in ihrer Nähe? Warte, es nicht darauf, von ihr erkannt zu werden? Warn» sträubte sie sich dagegen? War sie nicht ein junge« Weib mit rotem Blut in den Adern? Sie fürchtete beinahe die sie bedrängenden Ee danken — was war nur mit ihr'' Und dann fiel ihr ein, was ihre Musiklehrerik ihr einmal gesagt: „Liebste, halten Sie doch nicht das Letzte, bo< in Ihnen lebt, zurück. Sie, eine verwöhnte, glück, liche, geliebte Frau, können doch aus Tiefen be- Gefühls verschwenden, und daß Sie- es nicht tun'! ist das einzige, was ihren Liebesgesängen no^ fehlt. Würden Sie das noch gehen, wäre Ihre Lei stung vollendet zu nennen. Ich spreche aus, was Bruno Halling mir gesagt." Im tiefsten Innern fühlte sie, daß die ander- recht hatte; aber ihre scheue, keusche Seele hatte fid immer dagegen gesträubt. — Eduard Weiser war mit seinem Geschäftsfreund auf zwei Tage nach Hamburg gefahren. Wie lanz ihr doch die Stunden ohne ihn wurden! In bet kleinen fröhlichen Gesellschaft, die sich der .armen Strohwitwe' annahm, vermißte sie sein gutes, zu« verlässiges Gesicht; sie zwang sich beinahe zur Froh lichkeit; denn die üblichen Neckereien waren ihren Feingefühl peinlich. Und als ein Telegramm mel bete, daß er noch einen Tag länger bleiben muss,, überfiel sie eine förmliche Enttäuschung. Sehnsucht, Sehnsucht hatte sie nach ihrem Manne, und die trieb sie umher — und als er dann endlich kam und sie zur Begrüßung küßte, da drängten ihre Lippen den seinen entgegen und erwiderten seinen Kuß, was sie sonst nie getan. In glücklichem Stow nen fühlte er es; fester schloß er sie in die Arme, und willig überließ sie sich seinen stürmischen Lieb, kosungen, sich ihnen nicht, wie früher, leise entziehend. Von diesem Tage an hatte Eduard Weiser das be- glückende Bewußtsein, daß er das Herz seines Wei- des gewonnen. Gab es einen seligeren Mann als ihn? Er fegttj nichts; aber seine Zärtlichkeit hüllte sie weich unhl wohlig ein. Nie hatte Magussi geglaubt, daß ihres! Mannes Liebes sie so beglücken konnte — ganz gc>| hörte sie ihm. Wie schön würde das Leben fortan werden! (Fortsehun'a folgt.) Umzugshalber 1 bebagl.Wohnzimm. (Jugendst.), IKlavler 1 Schreib isch m.Aufsatz, Betten, 2 Kleid.- Schranke, ISchttlerp. 1 Grudeherd, Spiegel, Bilder, Lampen, alles gut erh., billig abzug. Anzus.1 .3-5 Uhr.u49v0 Bahnhofstraße 65, II. Gute Frühöiraon Pfd. 10 9tpf. sraD o- r g it k fitrt 2 tr.lüil. [Kaufgesuche | Kleine Limousine gebraucht, gut erhalten, zu kaufen gesucht. 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