Nr. 118 Erstes Blatt 185. Jahrgang Montag, 22. mal 1935 Erschein» i agltd), nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Dte Illustrierte .* Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monats-Be$ngsprei$: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger (Heften. Postscheckkonto: granffurt am Main 11686. Siebener 2lnjeiger General-Anzeiger für Oberheffen Onid und Verlag: vrühl'sche Univerfitälz-Vuch- und Stehtörudcrei K Lange in Gießen. Schristlettung und Geschäftsstelle: §chulstraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Playvorschrift 20’, mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein undfür denAn- zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Gietzen. Oie Grundlagen des neuen Volksrechts. Riesenkundgebung der Berliner NGBO. Nationalsozialistische Minister sprechen aus der Reichstagung deutscher Referendare. Reichsminister bwcbbcls warnt vor einer Verfälschung der Bewegung. Berlin, 20. Mai. (TU.) Die erste Reichs - taguna deutscher Referendare fand ihren Höhepunkt mit einer Massenkundgebung in den Tennishallen. Rach einer Eröffnungsansprache des Führers der Gruppe Referendare des Rational- sozialistischen Deutschen Juristenbundes, Referendar Ludwig, überbrachte Reichsjustizkommissar und bayerischer Justizminister Dr. F r a n k den Referendaren zunächst unter stürmischem Beifall die Grütze des Reichspräsidenten und Reichskanzlers und führte dann u. a. folgendes aus: Sie, meine jungen Volksgenossen, find für uns die Gewähr, datz das Ringen der nationalsozia- listischen Revolution nicht umsonst war. Unser Ziel ist die völlige Neugestaltung des deutschen Lebens, und wir werden mit der gleichen Härte um dieses Ziel weiterringen. Die Herren von den Fakultäten des Rechts schreiben mir in diesen Tagen viele verwunderliche Briefe. Ich erhalte plötzlich leidenschaftliche Bekenntnisse aus Fakultätskreisen zu dem neuen Reich und oft raun- dere ich mich, wenn es dieselben sind, die ich noch vor wenigen Jahren angefleht haben, sie möchten einmal den Mut aufbringen, einmal der Verwahrlosung des Rechtes zu begegnen. Hier mutz ich mit aller Deutlichkeit betonen: Wer bis dahin glaubte, im Rahmen des Rechtes einem verdorbenen System dienen zu können, der hat in Zukunft auch diesem System die Treue zu halten dadurch, datz er den Dienst fahren lätzt. Das Recht ist ewig, Gesetze sind vergänglich. Gaffen Sie lieber zwölf Kommentare zu und schauen Sie dafür einmal in das Volk hinein. Schlie- hcn Sie als Akademiker den Frieden mit den nichtakademischen Volksgenossen. (Stürmischer Beifall.) Ulk ist bekannt, so fuhr der Reichsjustizkommissar fort, datz an der heutigen Veranstaltung fremde Diplomaten teilnehmen. Ich möchte diesen daher mit aller Deutlichkeit sagen, wir sind wohl Antisemiten, aber keine Barbaren. Wir führen den Kampf gegen die Juden in einer Weise, wie er sich mit der Nulturhöhe des deutschen Volkes vereinbaren lätzt. Wir werden uns auch von niemanden da hincinreden lassen, denn es gibt Grundsätze, über die wir mit niemandem in der ganzen Welt debattieren werden. (Stürm. Beifall.) Jeder Deutsche soll im neuen deutschen Volksrecht entsprechend seinem Verdienst an den Früchten der Volksgemeinschaft teilnehmen. Wenn wir aber jetzt von unseren jungen Volksgenossen den Arbeitsdienst verlangen, dann müssen auch diejenigen herangezogen werden, die noch opfern können. Der Wahnwitz der übermäßig hohen Einkommen in Deutschland wird so rasch wie möglich abgebaut werden. Jetzt ist es Zeit, die soziale Volksgemeinschaft aufzubauen. Das Recht, das wir uns jetzt schaffen werden, ist das Recht des deutschen Soldatenvolkes. Es ist aber auch das Recht des deutschen Herrenvolkes! Wir können wieder stolz sein. Wir sind wieder bereit, ein Herrenvolk zu werden und die Welt wird sich daran zu gewöhnen haben! (Stürmischer, langanhaltender Beifall!) Dabei wollen wir dem Rechte keines Volkes zu nahe treten. Aber wir werden uns die Gesellschaft auch unter den Völkern aussuchen, in der wir verkehren wollen. Iustizminister Kerrl über das Werden des deutschen Rechts. Bei der großen akademischen Kundgebung in den Berliner Kammersälen sprach der preußische Justizminister Kerrl. Minister Kerrl erklärte: Vorbei muß es jetzt sein mit der bisherigen Objektivität. Gewiß, der Richter soll unparteiisch sein, aber ich verlange, daß er parteiisch ist bis auf äußerste, wenn es um den Bestand der Nation geht. Es ist kein Wol- kenuckucksheim eines göttlichen objektiven Rechts. Das göttlich unveräußerliche Recht, mein deutscher Richter, ist mit dir geboren. Esliegtindeinem Blute, in beinern deutschem Gewissen. Nur dann kann ich ein deutscher Richter sein, wenn ich den Nationalsozialismus in feinem tiefsten Wesen begriffen habe. Das Blut schreit aus dem Menschen nach Sozialismus und Nationalismus. Und wenn du nach Sozialismus schreist, so ist das der Rus hin zu deiner Nation. Jffiie töricht haben wir bisher gehandelt, weil wir Sinn und Scheck dieses Gefühls verkannten und glaubten, Freiheit fei Zügellosigkeit. Du sollst denken an das, was nach deiner Erkenntnis recht ist. Und das ist das ewige göttliche Recht, das die Germanen „Freiheit genanM haben. Die Freien und „Züchtigen" nannten sich unsere Väter. Freiheit ist nur möglich, wenn ich ihr Schranken auserlege, die sich ergeben aus unserem Blut, aus unserer Erde. Diesem unzcrstorten göttlichen objektiven Recht wollen wir dienen. Recht i,l niemals abstrakt. Das Volk weiß allem was es will, das Volk selbst ist das Gesetz. Wir Nationalsozialisten sind in Demut zu der Er enntnis erzogen, daß wir vom Volk lernen müssen was es will. Wir werden das Volk nur zu dem fuhren, was es will zur Gemeinsamkeit. Die Gesetzgebung soll nicht mehr Schablone sein. Den Richter wollen wir erziehen zu der Persönlichkeit, die wieder Recht spricht wie einst im Thing. Am Grabe Horst Weffets. Der Reichsbund deutscher Referendare oeranstal- iete bann am Grabe Horst We/sels eine Ehrung des Freiheitskämpfers. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen die der SA. und SS. angehörenden Referendare, ferner der Horst-Wessel- Sturm um das mit Blumen und Kränzen geschmückte Grab Aufstellung. Referendar Ludwig erklärte: Wir können unsere Tagung nicht beenden, ohne uns am Grade unseres unsterblichen Kameraden zu versammeln. Er hat als Rechts st udent eine aussichtsreiche Laufbahn im Stich gelassen, um unter das deutsche Volk und unter seine ärmften Volksgenossen z u gehen und dort seine nationalsozialistische Ueberzeuguna praktisch zu betätigen. Zum Zeichen unserer inneren Verbundenheit mit Horst Wessel wollen wir das Andenken an den unsterblichen Sturmführer immer in uns lebendig erhalten. Der Sturm- führer des Sturms Horst Wessel erinnerte dann daran, datz Horst Wessel zu den Arbeitern des Berliner Ostens gegangen sei, um damit zu beweisen, daß der deutsche Arbeiter und verdeutsche Student zusammengehören. Mit seinem Leben und mit seinem Tode hat er d i e deutsche Volksgemeinschaft besiegelt. Es erfolgte bann die Niederlegung eines Kranzes der deutschen Referendare für ihren Kameraden. Die Feier klang bann mit dem Horst-Wessel-Lied aus. Minister Frank beim Deutschen Anwaltsverein Berlin. 20. Mai. (ERD.) Staatsminister Dr. Frank besichtigte das Haus des Deutschen Anwaltsvereins, der dem Bund nationalsozialistischer deutscher Juristen angegliedert ist. Bei dieser Gelegenheit sprach Dr. Frank über die Zurückdrängung des römischen Rechtes. Dabei handele es sich nicht um einen Kampf gegen das klassische römische Recht, sondern gegen die Verfälschungen des alten römischen Rechts anläßlich der sogenannten Rezeption im gemeinen Recht. Lieber diese Frage werde er am 12. Juni Berlin, 22. Mai. (CRB.-Funkspruch.) Es war für die internationale Öffentlichkeit eine beträchtliche Lleberraschung, als im Zusammenhang mit der Romreise des Reichsministers Göring die bevorstehende Llnterzeichnung des Mussolinipaktis angekündigt wurde. Man hatte seit Ostern nur erfahren, daß die Verhandlungen unter den Großmächten nicht abgebrochen seien, ein baldiges positives Ergebnis konnte aber angesichts der Wendung, die die internationale Politik genommen hatte, nicht gut erwartet werden. Die Genfer Quertreibereien gegen Deutschland beherrschten die politische Bühne so vollständig. daß der Geist der Zusammenarbeit, den der Mussoliniplan voraussetzt, weniger denn je vorhanden zu sein schien. Die Rede des Reichskanzlers, die der deutsch-feindlichen Propaganda den Boden entzog und dadurch die weitere Sabotage der Abrüstung erschwerte, hat die Lage vollständig geändert. Frankreich wetteifert nunmehr mit den anderen Mächten in "Beteuerungen seines guten Willens und hat offenbar auch den Widerstand auf- gegeben, durch den der Mussoliniplan bisher her nicht weiter kommen konnte. Mussolini geht bekanntlich von dem Gedanken aus, daß zur Aufrechterhaltung des Friedens in Europa eine ständige vertrauensvolle Zusammenarbeit der vier europäischen Großmächte gerade in den hochpolitischen Fragen notwendig ist. Er hat Mac- donald bei seinem Besuch in Rom am 18. März den Entwurf eines dahingehenden Paktes unterbreitet. Lieber diesen Entwurf wurde seitdem hauptsächlich zwischen Paris und London verhandelt- Frankreich stand dem Paktgedanken, den es als „D i r e 11 o r i u m“ bezeichnete, grundsätzlich ablehnend gegenüber, weil es davon seine eigene Majorisierung und die Schwächung seiner Ostbündnisse befürchtete. Es suchte deshalb den Völkerbund geg.n den Vorschlag Mussolinis auszuspielen. Eine sehr lebhafte Erörterung entspann sich auch über die beiden konkreten Punkte des Mussoliniplanes, auf denen sein Hauptwerk beruhte, nämlich dem Grundsatz der R e v i d i e r b a r k e i k der Friedensverträge und der Gleichberechtigung von Siegern und Besiegten. Da diesmal auch von der französischen Presse nicht rfiit Indiskretionen gearbeitet wird, ist die endgültige Formulierung der Gedanken nicht bekannt- Schon jetzt kann aber die Tatsache erfolgreicher Verhandlungen über den Plan Mussolinis als ein bemerkenswertes Zeichen der Entspannung in Europa betrachtet werden. London ist befriediqi. London, 22. Mai. (WTB. Funkspruch.) Die Nachricht, baß infolge bes Besuches bes Minister- präsibenten Gorina in Rom bie Unterzeichnung bes Viermächtepaktes so gut wie gesichert sei, wirb von der ganzen englischen Presse als bas wichtigste Ereignis bes Tages behandelt. In ber „Times" werben die Vorteile bes Paktes folgendermaßen gekennzeichnet: Zusammenarbeit der vier Großmächte, die eine Spaltung Europas in zwei Lager verhindere. Beruhigung der kleineren Staa- auf Einladung des italienischen Außenministers vor etwa 2000 Juristen in Rom einen Vor- trag halten. Zum Leiter der Fachgruppe „Rechtsanwälte" innerhalb des RS.-Ju- ristenbundes hat Dr. Frank den Rechtsanwalt Dr. Voß ernannt. — Die zahlreichen juristischen Zeitschriften tollen unter dem Kennwort „Deutsches Recht" vereinheitlicht werden. Dr. Frank selbst wird Herausgeber aller Zeitschriften werden. Die juristischeWo- ch e n s ch r i f t, das Organ der deutschen Anwälte, wird bereits von ihm herausgegeben. In die Schriftleitung ist Regierungsrat E ch r a u t eingetreten. Die vereinheitlichten Zeitschriften sollen im übrigen auf der gemeinschaftlichen Grundlage ein selbständiges geistiges Leben führen. „Schwarze Listen" besitzen nur vorläufigen Charakter. Berlin, 20. Mai. (TU.) Das Reichsmini - sterium für Volksaufklärung und Pro- p a g a n d a weift darauf hin, daß die bisher dem Buchhandel und der Oeffentlichkeit zur Kenntnis gebrachten „Schwarzen Listen" nur vorläufigen Cha- ratter haben und lediglich für Bibliotheken und Leihbüchereien gelten. Mit der Zusammenstellung endgültiger und vollständiger Listen sowohl für die Bibliotheken und Leihbüchereien wie für den Buchhandel ist ein Ausschuß beschäftigt, dem Vertreter der Bibliotheken und Leihbüchereien, Verlage, Buchhandlungen und Schriftstellerorganisationen angehören. Dieser Ausschuß wird seine Arbeit im Einvernehmen mit dem Reichsministerium für Dolksaufklörung und Propaganda in diesen Tagen aufnehmen. Das Ministerium bittet, in allen Fällen, in denen sich aus den bisherigen Zusammenstellungen Zweifel ergeben, mit der Entscheidung bis zum Erscheinen der endgültigen Listen zu warten. ten durch Rückwirkung der politischen Entspannung auf die Wirtschaftslage und die Weltwirtschaftskonferenz. Moralische Genugtuung für Deutschland und größere Sicherheit für Frankreich. „Daily Telegraph" weift darauf hin, daß die maßvolle und versöhnliche Rede des deutschen Reichskanzlers der Abrüstungskonferenz über den toten Punkt hinausgeholfen und damit die Wiederaufnahme der Diermächtebesprechun- gen ermöglicht hat. Das pariser Echo. Paris, 22. Mai. (WTB.-Funkspruch.) Die französische Presse nimmt die Meldungen über die in Rom geführten Viererpaktoerhandlungen m i t großer Zurückhaltung auf, zumal aus französischer Quelle Angaben noch nicht vorliegen. Dagegen werden Einzelheiten aus italienischer Quelle von einer französischen Telegraphenagentur gedrahtet. Ein hoher italienischer Beamter soll gestern abend in Rom erklärt haben, das Abkommen, das für zehn Jahre gelte, sei nur durch Verzicht Deutschlands auf gewisse Vorbehalte in der Sicherheitsfrage ermöglicht worden. Alle Fragen, die einige Zweifel wegen der Ratifizierung aufkommen lassen und ebenso die Stellung der Kleinen Entente seien geklärt worden. Aber der Pakt schneide auch den Grundsatz einer Vertragsrevision im Rahmen des Völkerbundes an. Das Abkommen ebne ferner den Weg für die A n - nähme eines Kompromisses zum englischen Abrüstungsplan. Hilfspolizei und Bahnschuh werden nicht mitgerechnet. Endgültige Ablehnung des französischen Antrages. Gens, 22. Mai. (WTL. Funkspruch.) 3m Esset, livausschutz der Abrüslungstonserenz wurde heule vormittag der französische Antrag, die deutsche h i l f s p o l i; e i bei der Berechnung der heeres- bestande in Rechnung zu bringen, endgültig mit acht gegen sechs Stimmen obgelehnl. Für den französischen Antrag stimmten Frankreich, Polen, die Staaten der kleinen Entente und Belgien, während sich außer Deutschland, Oesterreich, England, Amerika. Italien, Schweden, Ungarn und Holland dagegen ausfpradjen. Lin Antrag, dendeutschenBahn. schuh in die Berechnung der heeresstärken einzubeziehen, wurde ebenfatlsmitüberwilgen- der Mehrheit abgelehnt. LlnierwegS nach Genf. P a r i s, 21. Mai. (WTB.) Außenminister Paul- Boncour ist heute nachmittag nach Genf ab- gereist. Der englische Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Sir John Simon, der nach Gen unterwegs ist, ist heute nachmittag auf dem Flugplatz Le Sourget eingetroffen, von wo er eine Stunde später den Weiterflug nach Genf antrat Berlin, 21. Mai. (WTB.) Zu einer großen Massenkundgebung der Berliner Bctriebszcllen- organisation hatten sich am Sonntagvormittag im Deutschen Stadion im Grünewald die Mitglieder der RSBO. versammelt- Als erster Redner überbrachte Rcichsstatthalter R ö v e r der Riesenversammlung die Grüße von der Bewegung an der Wasserkante. Er schloß mit den Worten Wir müssen ablehnen den Egoismus, wir mü Jen ablehnen den Kla sengeist der materialistischen Zeit, wir müssen uns selbst überwinden , u treuer Pflichterfüllung für das deutsche Vater- and- Danach wies der preußische Kultusminister Rust darauf hin, daß die neue Bewegung den Arbeiter wieder als Mitglied des natürlichen Organismus Volk in den Mittelpunkt stelle. Der Minister erklärte, daß die Sozialdemokraten in der letzten Reichstagssitzung gezwungen der Rede des Reichskanzlers zugestimmt hätten, wie sie das in den Augusttagen 1914 bei der Bewilligung der Kriegskredite hätten tun müssen. Adolf Hitler habe gezeigt, daß Hand- und Kopfarbeiter zusammenstehen müßten, denn nur durch diese Einheit könne die deutsche Freiheit zurückgefordert werden. Oer Berliner Gauleiter derNSOAp., Reichsminister Or. Goebbels erklärte, diese Revolution ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Arbeiterrevolution gewesen. Richt umsonst haben wir die Bewegung, die als Kampffront gegen den 9. Rovember 1918 aufstand, eine Arbeiterpartei genannt. Mit dem 30. Januar hat die Aufbauarbeit der nationalsozialistischen Bewegung begonnen. „Wer vor dem 30. Januar zu uns kam, der hat damit bewiesen, daß er eine Sache um ihrer selbst willen tun kann." Anders ist es vielfach mit denen, die nach dem 30. Januar zu uns gekommen sind. Ich appelliere nun in dieser Stunde an euch: Laßt die Bewegung nicht verfälschen! Laßt in dieser Bewegung weder eine getarnte Kommune, noch ein verstecktes Spießertum hinein. Wehrt euch dagegen, wenn man aus unserer Revolution eine laue, flaue bürgerliche Angelegenheit machen will. Der Staat, den wir wollen, soll ein ganzes Volk umschließen. Llmwälzende Reformen werden immer von einer Minderheit durchgeführt. Diese Minderheit seid ihr, meine Parteigenossen. Seid stolz darauf, diesen Staat erobert zu haben! Mit demselben großen und kühnen Stolz macht euch nun an den Ausbau des Staates. Als letzter Redner wies der Gaubetriebszellenleiter Engel auf die Bedeutung der heutigen Mas- (entunögebung als Heerschau der Arbeitsgarde hin. Die NSBO. in Berlin umfasse rund 400 000 Mitglieder. Es sei nur zu selbstverständlich, daß bei die- ser ungeheuren Zahl in der nächsten Zeit e i n e I n - oentur gemacht werden müsse, und so könne leicht der Fall eintreten, daß 80- oder 100 000 Mitglieder ausgeschlossen würden. Die Bewegung würde durch diesen Ausschluß nur gewinnen. Die Arbeitgeber müsse er darauf verweisen, daß es ihnen nie gelingen wirb, NSBO.-Funktionäre, die ihnen unbequem seien, zu entfernen. Niemals wird diese Einheitsfront zerschlagen werden: Wir bauen das sozialistische Deutschland. Die NSBO. bleibt in voller Alarmbereitschaft. Jeder hat seine Pflicht zu tun. — Mit einem dreifachen Sieg- Heil auf den Führer Adolf Hitler schloß die gewaltige Kundgebung. Kleine politische Nachrichten. Von zuständiger Seite wird darauf hingewiesen, daß die FreitagrededesReichsministers Dr. G o e b b e l s im Sportpalast eine interne Parteirede zu Parteigenossen gewesen sei. Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist aus London kommend wieder in der Reichshauptstadt eingetroffen. * In Stuhlweißenburg, der Garnison des ungarischen Jnf.-Regts. Nr. 69, dessen Chef Hin- benburg ist, hat der Hauptmann der Reichswehr o. Schulenburg am Freitag in Begleitung des Regimentsobersten Koos einen großen Lorbeer- kränz auf dem jüngst errichteten Denkmal der Gefallenen niedergelegt. Das fchwarzweißrote Band trug die Inschrift: „In treuem Gedenken, von Hindenburg." Der Bregenzer Garnisonskommandant Oberst S ch e m f i l erhielt den Abschied, und einige junge Offiziere wurden in andere Garnisonen versetzt, weil bei der Kaiserjäger- Gedenkfeier am 30. April, an der wie in früheren Jahren Offiziere der Lindauer Garnison teilgenommen hatten, im Lause des Abends das Horst-Weffel-Lled gesungen worden war. Kunst und Wissenschaft. Professur für Kriegsgeschichte und IDe^rfragen an der Heidelberger Universität. In ber Großen Aula der neuen Universität in Heidelberg fand die feierliche Eröffnung des neugebildeten Amtes für Kriegsgeschichte und Wehrfragen statt, mit dessen Leitung unter Ernennung zum Professor Staatsrat und Privatdozent Dr. Schmitt- henner beauftragt wurde, Vorlesungen und DerEksolg derkanzlmede-Mspannung inEuwpa Aus -er Provinzialhauptsta-t Lic| BALLON Wenn es bessere Reifen gäbe-wären es DUNLOP-Reifen JAHRE DEUTSCHE QUALITATS ARBEIT - DUNLOP 1 8 9 3-1933 $oli(j( bSiide -r
  • *- ^^>2 E 8qsäB8 -'M a'c ä°Q "y sö! S°SZ^ eSgAS 0 5 :C C H°ö ag 2° 5» iS? . =2; *. o 3 y-2' g*a»S5 SS 5 8« B L. ®'- O a, E C °'O 5J: SbB88) LL- L o-äS-c ®S»e5 = i=S.a. u^=-§» «Xi 4 Fortsetzung Nachdruck verboten! * Baronesse Maria von Löbau hat in ihrem Zimmer Besuch empfangen. Madame Lefeore ist bei ihr, sie macht der Herrin des Hauses ihre Antrittsvisite. Die Pendüle auf dem porzellanenen Sockel schlägt die Mittagsstunde. Der fahle Schein winterlicher Sonne zeichnet zierliche Arabesken auf die Seidentapeten. Es ist das Zimmer von Marias Mutter. Seit ihrem Tode bewohnt sie es und hütet den MilliklHelKeW Ein vaterländifcherRoman vonHansDietzKe Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. Reiche Abwechslung in der täglichen Suppe ____bieten MAG Gif Suppen Duft, den diese Wände als Vermächtnis einer edlen Frau noch immer atmen. Sorgsam pflegt sie die Möbel und kostbaren Bezüge aus dem Rokoko. Zarter Duft von Lavendel entströmt den Kissen und Spitzendecken, die schon das Entzücken der Ahnen erregten. Kühl ruht der Blick Marias auf der Französin. Sie zwingt sich, in Aufmerksamkeit dem konventionellen Gespräch der Fremden zu folgen. Rur das ungeschriebene Gesetz der Höflichkeit in ihr vermag noch die Rede des Besuches zu ermuntern. Madame Lefevre schließt den ausführlichen Bericht ihrer Reise: „Ich habe dem Freund Ihres Hauses mein Leben zu verdanken! Lassen Sie es uns als ein gutes Zeichen für künftige Tage betrachten." ,,3d) bitte mich recht zu verstehen, Madame, aber für uns alle — auf dem Boden unserer deutschen Heimat — kann es keinen sehnlicheren Wunsch geben, als diese Tage fremder Invasion so schnell als möglich beendet zu sehen." Madame Lefevre hat verstanden. Es tut ihr weh, solche Ablehnung zu erfahren von einer Frau, deren ganzes Leid sie nur zu gut begreifen kann. Jeannette sucht mit fraulichem Takt nach der Möglichkeit weiblichen Verstehens. „Glauben Sie mir, Baronesse, das Unglück, das über Ihr Vaterland gekommen ist, hat auch in unseren Reihen Tränen und Leid gesät. Richt unsere Nation macht den Krieg — sie gehorcht nur dem Willen und Befehl von oben. Ihr Vaterland ist auf das schwerste geprüft, aber wer vermag in einer Zukunft zu lesen, die unheildrohend vor uns liegt? Das Schicksal kann sich wenden. In einer einzigen Nacht kann das Glück des Krieges aus der Hand derer wechseln, die es für immer an ihre Fahnen zu heften vermeinen. Fortuna ist launisch, und allzuviel ihrer Gaben verwirren das klare Denken. Frankreich hat auf Rußlands Boden die erste blutige Mahnung erhalten. Wird unser Kaiser sie verstehen wollen, wird er das Einsehen, den Wunsch und — noch die Kraft haben, die rasende Kriegsfurie endlich den Völkern Europas fernzu- halten?" Maria hat sich dem Eindruck dieser Worte nicht entziehen können. Mit einem Schlage wandelt sich das Bild dieser denkenden Frau dort vor ihr. Mer noch läßt sie das Herz nicht sprechen. Der Verstand diktiert ihr die Antwort. „Ich fürchte, Madame, daß es für eine solche Geste zu spät ist! Der Bogen ist überspannt! Kein Volk der Erde läßt sich knechten, bis es verblutet am Boden liegt. Denn es gibt etwas, das größer und unberechenbarer ist, als alle Vernunft: das Gesetz der Verzweiflung! Haß und Rache, in Jahren der Not und Entbehrung erstanden, werden zu Furien, die keines Menschen Verstand, die keine Macht der Erde aufhalten können, wenn das Maß voll ist. Und — bei Gott — es ist übervoll!" l Fortsetzung fok ächtet, von Napoleon für vogelfrei erklärt, muß der deutscheste Mann, den unsere Zeit kennt, in Rußland am Zarenhofe Schutz suchen. Nur der Gedanke, daß Tausende im deutschen Vaterlande zu seiner Sache stehen, läßt ihn das grausame Schicksal ertragen. Erweisen wir uns würdig dieses Vertrauens: Rütteln wir, Mitglieder des Tugendbundes, das Volk auf, aus Verzweiflung und dumpfer Erschlaffung, schreien wir ihm das Elend der Nation ins Gesicht! Dann werden sich Männer zu Männern gesellen und das Volk wird ihnen die Hand reichen!" Döllnitz' Stimme bebt in erwachter Leidenschaft, wie ein flammendes Schwert drängen die Worte auf die Lauschenden ein: „Fachen wir die Begeisterung an! Mit uns geht das Volk, um Ehre und Freiheit zu erlangen; es braucht, es sucht Männer der Tat! Was Stein für Preußen am russischen Hofe in zähestem, nimmermüdem Ausharren getan hat, können wir ihm niemals danken! Der Zar ist soweit gewonnen, daß sein Ja-Wort nur noch eine Sache der Form ist. Wenn unser König, wenn die Regierung will, können wir morgen marschieren. Aber wenn feige Höflinge in Warten sich verzetteln, wenn kostbare Zeit ungenutzt verstreicht, dann gibt es nur eine Parole: Ohne die Regierung! Der König wird, er muß gezwungen werden — durch die Stimme des Volkes!" Zu heiligem Gelöbnis hebt der preußische Kurier die Schwurhand: „Ich schwöre Ihnen: Nie stand unsere Sache günstiger als in diesen Tagen! In Rußlands Eiswüsten wurde der napoleonische Koloß zertrümmert! Es ist Gottes Kraft, die uns zu Hilfe kam. Es ist Wahrheit, was die unterdrückten Botschaften ins Land brachten: Die große Armee ist ein Trümmerhaufen! Frankreichs Söldner starben zu Tausenden vor Moskau und an der Beresina. Und hätten preußische Generale die Waffen gebrauchen können, kein Mann wäre nach Frankreich zurückgekommen! Don neuem rüstet Napoleon, unendliche Ströme deutschen Blutes werden von neuem fließen müssen im nahen Kampf der Freiheit, um dieses unverantwortliche Zaudern wettzumachen! Sorgen Sie, daß uns hie Stunde der Rache gerüstet finde — Schlesien muß die Wiege der deutschen Freiheit werden!" Schweigen herrscht, als Döllnitz geendet hat. Einen Herzschlag lang noch ruhen die Augen der Männer auf der hünenhaften Gestalt des Hauptmanns. Dann strecken sich ihm spontan die Hände entgegen; schwielige, schwere Fäuste — wortlos ist das Gelöbnis der Treue. Herrn vom Stein, der gezwungen ist, in Petersburg den Aufgang der deutschen Morgenröte abzuwarten, hat mit Unterstützung des Barons von Löbau, der Vorsitzender des Tugendbundes im Landkreis ist, in aller Eile am frühen Morgen durch reitende Boten die geheime Sitzung einberufen lassen, da er auf der Durchreise in die Hauptstadt Berlin nur wenig Zeit zu einem Aufenthalt in Schlesien aufbringen kann. Ohne Ausnahme sind die Männer aus allen Gebirgstälern auf verschwiegenen Pfaden, die des anhaltenden Schneefalls wegen nur schwer passierbar sind, dem geheimen Rus in das ihnen bekannte Forsthaus im Eulengrund gefolgt. Seit langem hat man diesen Treffpunkt gewählt, weil er versteckt, unbekannt den Landfremden und abseits von den üblichen Fahrstraßen liegt. Der kleine Raum, den das Forsthaus bietet, ist gedrängt voll. Das spärliche Licht, das von draußen kommt, ist durch eine Kienfackel in eisernem Ring über den Köpfen der Männer notdürftig unterstützt. Eine fast unheimliche Stille herrscht. Aller Blicke hängen am Munde des Barons von Löbau, der mit überzeugender Kraft spricht: „Die Entscheidung ist gefallen! Wochen noch trennen uns von dem allgemeinen Aufstand der Freiheit! Das Volk wird sprechen — wenn wir handeln! Jetzt oder nie gilt: die Tat!" Drängender, erregter wird die Stimme des Barons: „Erwarten wir sie nicht von Fürsten oder Königen — sie haben unser Volk mit in fremdes Joch spannen Helsen, sie haben deutsche Männer zu Sklaven gemacht! Standhaftigkeit, Beharrlichkeit, Mut und Stolz — in Taten und Worten — werden das verblutende Vaterland erlösen! Alle deutschen Stämme werden sich erheben wie ein Mann und mit Titanenkraft an dem eisernen Joch rütteln, daß es zerbirst! Nach Stürmen des Kampfes erst werden friedliche und gücklichere Zeiten wiederkehren! Dann erst werden Bürger und Bauern in ihren Häusern und Hütten wieder sicher wohnen und ihren Kindern und Kindeskindern die blutigen und ungeheuren Geschehnisse dieser Tage erzählen. Dann wird auch diese Zeit und ihre Schande und ihr Unglück wie ein dunkler Traum hinter uns schweben und Wahrheit und Friede werden wiedek aufgehen über deutschem Land!" Unbeweglich stehen die Männer. Die hämmernden Worte lassen ihr Blut schneller kreisen, jagen den Atem aus gepreßter Brust, Sehnen straffen sich, Augen flackern in unheimlichem Feuer, aus Not und Haß von Jahren geboren. Hauptmann Döllnitz springt auf. Jetzt ist es an ihm, zu diesem Häuflein Tapferer zu sprechen, daß Mut zur Tat angefacht wird, bis die Stunde der Freiheit mit unaufhaltsamem Sturm über das bedrückte Land fegt. „Männer des Tugendbundes! Der Freiherr vom Stein läßt Ihnen und den Taufenden im Lande Schlesien seine Grüße entbieten — Sie sind seine Hoffnung in den furchtbaren Tagen des Exils. GeDem Schmied ist der Blick des Försters peinigend. Der glaubt doch nicht etwa ...? Die Frage Frinkmanns spart ihm die Rede. „Ich habe meinen Schlitten vor der Tür. Fahre nach Hause. Hast du was fertig?" Der Schmied wendet sich geschäftig. „Du kannst eine Menge mitnehmen. Ich bringe es dir." Eilig geht er mit dem Windlicht zur Werkstatt. Frau Weinper bittet den Förster, Platz zu nehmen. „Ein Becher Kaffee gefällig, Herr Förster?" „Danke — Frau! Möchte Euch nicht stören Es kommt bitterer über seine Lippen, als es gemeint ist. „Dann wenigstens einen echten Danziger, Förster!" Und ohne Antwort abzuwarten, gießt sie ein Glas voll und reicht es ihm herüber. Der Förster leert es wortlos mit einem Zuge. Er kann ein Behagen nicht unterdrücken und wischt sich zufrieden den Bart. „Gib mal dem Brinkmann noch einen, Anna! Aus einem Bein kann der Mensch nicht stehen!" Dabei wirft der Schmied, der eben aus der Werkstatt herübergekommen ist, einen Arm voll neugeschmiedeter Waffen auf den Schemel vor sich. „Drei Wochen stramme Arbeit — und immer aufpassen, daß sie einen nicht erwischen, die Schnapphähne, die verdammten!" Er lacht sich zufrieden eins: „Diesmal hat's geklappt, Brinkmann. Nun bring mir den Fang auch gut ins Haus!" Der Förster umhüllt die Waffen mit einem alten Sackfetzen und packt sie unter den Arm. „Dachte mir, daß gerade heute die Luft rein ist — in der Heiligen Nacht werden die Spürhunde nicht so auf der Lauer liegen wie sonst." Er setzte sich die Pelzmütze auf. „Gute Nacht." Draußen hört man die Pferde anziehen. Der Schlitten entgleitet in schneller Fahrt in tiefe, schweigende Winternacht. 5. Am nächsten Tag, dem ersten Weihnachtsfeiertag, finbct gegen Mittag in dem einsamen Forsthaus Brinkmanns im Eulengrund eine geheime Sitzung der Vertrauensmänner des „Tugendbundes" des schlesischen Landkreises statt. Zu den Mitgliedern des Tugendbundes zählen patriotisch gesinnte Männer ohne Rücksicht auf bürgerliche Stellung und sonstigen Standesunterschied, die insgeheim seit langem an der Befreiung des Vaterlandes arbeiten. Hauptmann Döllnitz, als Mittelsmann zwischen dieser Geheimorganisation und dem geächteten FreiWilhelm Hofmann IX im 56. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: 3433C 03161 Stellengesuche 3434A mahnt. Verschiedenes! 3445D G/ESSEN'MÄUMLUR GIG 3446 A Menschen und Tiere. 3420A 3431 D Der Vorstand Bleichstraße 12 3435D Samstag abend 10 Uhr entschlief nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden, mein lieber unvergeßlicher Mann, unser herzensguter treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Eiskonservatoren Küferei Sommerkorn ^Hermann Thimig als Hans im Glück von unerhörter Komik und fesselnder Lebendigkeit mit Liselotte Schnack. Maria Meiß- Katharine Hofmann, geb. Weller Ludwig Schäfer und Frau Emma, geb. Hofmann Adolf Medebach und Frau Anna, geb. Hofmann Eugen Schäfer. Heuchelheim, den 22. Mai 1933. Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. Mai, nachmittags 1.30 Uhr, vom Sterbehause, Brauhausstraße 36, aus statt. Wäschewaschen? BURNUSnehmen! Wäsche hält noch mal so lange, und das Waschen ist so leicht. Wäschewaschen? BURNUSnehmen! Nach diesem Termin erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. Samstags können Einzahlungen nicht getätigt werden. Gießen, den 20. Mai 1933. Allgem. Ortskrankenkasse Gießen-Land. Tageti^rdnung: 1. Jahresbericht 2. Rechnungslegung 3. Wahlen 4. Verschiedenes. I Für die wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme, die uns beim Heimgang unserer lieben, unvergeßlichen Entschlafenen Frau Anna Stieber, geb. Herling zuteil wurden, sprechen wir hiermit unseren herzlichen Dank aus. Adolf Stieber und Kinder Familie C. Herling Gießen, den 22 Mai 1933. „Unkraut-Ex" das Radikalmittel zur Vertilgung von Unkraut auf Gartenwegen. Straßen, Sportplätzen usw. — Einfache Anwendung. — Absolut unschädlich für Die grosse schmufzlösende Wirkung des BURNUS beruht auf seinem Gehalt an Enzymen (d. s. Verdauungssäfte). Diese Enzyme lösen den Schmutz während des ruhigen Liegens im Einweichwasser auf, verdauen ihn gleichsam, können aber niemals die Wäschefaser angreifen BURNUS ist in einschlägigen Geschäften erhältlich in Dosen zu 20 und 49 Rpf. 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