Ur. 94 Seübarrsgave 185. Jahrgang Samstag, 22 April 1933 Erichein» tägltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: *Dte DDuftrterte (BieRener Jamilienblätter Heimat-mBild Die Scholle monats:8ejug$pret$: Mit 4 Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüfie anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Srantfurl am Main 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrvS und Derlag: vrühl'sche Univelfttäis-Vuch- und Steinöruderei H. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschästrstelle: ZchnlNrahe 7. 2lnna.|me oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanKigen von 70 ' M Breite 35 Ncichspsennig, Platzvorschrist 20“ . mehr. Thefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.IHyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An- zeigenteil i.D.TH.Nümmel sämtlich in (Biegen. Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Man hat sich leider daran gewöhnen müssen, doS Vorhandensein van 6 Millionen Arbeitslosen als eine feststehende und unveränderliche Tatsache anzusehen. Seit Anfang 1932 ist diese Ziffer, wenn man von den immer geringer werdenden jahreszeitlichen Schwankungen absieht, ungefähr stabil geblieben. 3eht scheint sich zum ersten Male die Möglichkeit zu bieten, in diese Mauer eine Bresche zu schlagen. Schon im letzten Winter sind d i e Höchstziffern, auf die die Arbeitslosenziffern im Dorjahre emporgeklettert waren, nicht mehr ganz erreicht worden. Der höchste Stand der Arbeitslosenkurve hatte im Winter 1932 bei 6,13 Millionen gelegen. 3m Jahre 1933 wurde „nur“ ein Höchststand von 6,04 Millionen erreicht. Das ist zwar eine recht geringe Differenz; aber sie zeigt immerhin, daß die Welle der Arbeitslosigkeit abAuebben beginnt. Niemals aber war die Aussicht so günstig wie gegenwärtig, den som- merlichen Tiefstand der Arbcitslosenkurve, der im vorigen Jahre bei 5,10 Millionen lag, beträchtlich zu unterschreiten. Denn diesmal fällt zum ersten Male die saisonmähigeBelebung des Arbeitsmarktes mit der k o n j u n k t u r e l l e n Erholung zeitlich zusammen. Dabei mag zunächst die Frage unbeachtet gelassen werden, wie weit der langsame Konjunkturanstieg, den wir seit einiger Zeit in Deutschland beobachten können, auf natürliche 2tuftriebsbewegungcn zurückzuführen und wie weit er als eine Folge der Arbeitsbe- schafsungsaktionen der Reichsregierung anzuschen ist. Die Hauptsache ist, dah die Frühjahrsbcle- bung diesmal von konjunkturellenAuf- st i egskräften unterstützt und gefördert wird. Der dadurch verursachte stärkere Schwung soll und muh zu einer bedeutenden Erhöhung der Zahl der Beschäftigten und damit zu einem nachhaltigen und ins Gewicht fallenden Abbau der Erwerbslosigkeit führen. Die jüngste Entwicklung des deutschen Geldmarktes deutet zweifellos gleichfalls auf einen starken Auftrieb der Wirtschaft hin. 3m Frühjahr 1932 zeigten die Ausweise der Reichsbank deutlich ein Nachlassen derKreditinan- s p r u ch n a h m e der Wirtschaftsträger. 3n diesem Frühjahr können wir die gegenteilige Entwicklung beobachten. 3n der Zeit vom 7. März bis zum 7. April d. 3. erhöhte sich der Bestand der Reichsbank an Wechseln der privaten Wirtschaft um 191 Millionen Mk. Das ist ein unzweideutiger Beweis dafür, dah die Wirtschaft sich auf eine Zunahme der Produktionstätigkeit vorbereitet. Die Reichsbankleitung hat feit langem den Wunsch ausgesprochen, mehr gute Handelswechsel hereinnehmen zu können, weil der erhöhte Kreditbedarf der Privatwirtschaft ein Symptom der konjunkturellen Entspannung sei. Dieses Symptom ist also jetzt zahlenmähig festzustellen. Die stärkere Nachfrage nach Leihgeld ist nicht anders zu erklären als durch ein Anziehen der Beschäftigungskvnj unktur. 3n Tlebereinstimmung hiermit zeigt sich auch bei den Banken ein Anwachsen der Deposilenabhebungen von feiten der Wirtfchaftskreise, die ihre Betriebs- mittel schon wieder verstärken zu müssen glauben. Natürlich ist die erhöhte Kreditinanspruchnahme zu einem erheblichen Teile eine Folge der Durchführung der Ar be itsb e s cha f f u ngs- mahnahmen. Wenn z. B. die Reichs - bahn in Ausführung ihres 500-Millionen-Pro- gramms bereits für mehrere hundert Millionen Mark Aufträge an die Privatindustrie vergeben hat, so braucht die 3ndustrie für diese zusätzliche Produktion auch zusätzliches Betriebskapital. Die Ausgabe der Steuergukscheine hat die 3nbuftrie ebenfalls vielfach zur 3nanspruchnahme des ihr angebotenen ausgcweiteten Kredits angeregt. Man schätzt die Beträge, die durch die Ausgabe von Steuergutscheinen in Gestalt von neuen Krediten in die Wirtschaft gepumpt worden find, bis jetzt auf etwa 250 Millionen Ml. Mag dieser zusätzliche Kredit auch erst teilweise zur Ausweitung der Produktion verwendet worden sein, in jedem Falle ist hierdurch Der Wirtschaft eine größere Bewegungsfreiheit gegeben worden, von der sie auch schon in beträchtlichem Umfange Gebrauch zu machen begonnen hat. Hand in Hand mit dieser Ankurbelung der Be- schäfligungskonjunktur geht die Frühjahrsbelebung, die allem Anschein nach starker als in den letzten 3ahren werden wird. Aus der Eisenindustrie, der Textilindustrie, der chemischen 3ndustrie, ganz besonders aber aus der Kraftwagen- und Fahrradtndustrie wird über eine fühlbare Zunahme des Auftrags- eingangs und des Absatzes berichtet. Die B äuge w e r b e haben teilweise durch die 5Qv£rung der mich. ' .dvrgeschlagen: Heidegger lt Professor Di.' dm Professoren E. Mortensen, Dtnterseld und °rg hat diesen ‘"genommen. Dlebijin. n.ere Medizin eiten Litzungstogc Hutbrutfs. Wie der lang.Kiel bar: ser Zustände heute In der Mitglieder ‘Mast für innere unter kollegialer und persönllcher - Psychiatrie An« den. Zn viel höhe- bei den psychiatri :ren filmten sondereneur< ibgegrenzt werden, zt für innere und dizin erhalten ite solgendes leit sidenten: „Die je zu ihrer 45. Ia> ift, bekundet dem ihre ticffte Sani hrung. Eie übet r Arbeit sür die ine der nationalen eichskanzlrr Mols elegramm gesandt inere Medizin, die len versammelt isl, !Utschland zum Heu- ickwünsche und ihn ;i5 deutsche Aerzte darin, durch Soren Wissenschaft der len zu dienen, ab 15 freudig in den die nationale und es 'Boltes fördern Nte l und fnh uar 4 unter JJ ^ataatsnmB * 2'41: x .>$ W. .xhcmen, Aus der Provinzialhauptstadt. Oie Evangelische Kirche in Deffen und der Tag der nationalen Arbeit. WEN. In einem Ausschreiben des Evangelischen Landeskirchenamts heiftt es: Durch Retchsgesetz vom 10. Aprll 1933 ist der 1. Mai von der Reichsreaie. rung zum Feiertag der nationalen arbeit erklärt worden. Der sittliche, nationale und soziale hohe Zweck, dem dieser Feiertag dienen soll, machl es für die Kirche zur selbstverständlichen Pflicht, in chrer Weife diesen Feiertag zu begehen bzw. zu würdigen. Der Deutsche Evangelische ftir« chenausschuß hat sich auch mit dabingehenden Anregungen an die Deutsche Evangelische Äirchenregie- rung gewandt. Da die slaailichen Veranstaltungen den Tag des 1. Mai selbst für die geplanten Feierlichkeiten und ftunögebungen in Anspruch nehmen werden, ist es das Richtige und entspricht der Ver- einbarung -wischen dem Deutschen Evangelischen Kirchenausschuß und dem Reichspropagandaministc rium, wenn die kirchlichen Feiern bereits am Sonntag, 30. April, als Rüstfeier für den Feiertag der nationalen Arbeit am 1. Mai geballen werden Im Einverständnis mit dem Deutschen Evangelischen Kirchenausschuß und um auch hierin die Einheitlichkeit der deutschen evangelischen Kirchen deutlich zum Ausdruck zu bringen, ordnen wir demgemäß an: 1. dah am Sonntag, 3 0. April, in den Gottesdiensten der F e i e r t a g der nationalen Arbeit gewürdigt wird. Wo es von den Gemeinden gewünscht wird, können zu diesem Zwecke etwa am Abend Sondergottesdienste veranstaltet werden-, 2. dah, sofern die Gebäude der Reichs- und Staatsbehörden am 1. Mai beflaggt werden, auf den kirchlichen Gebäuden die K i r ch e n f 1 a g g e gehißt wird. Straßensperre. Das Polizeiamt Gießen teilt folgendes mit: Die Frankfurter Straße und die Liebig st raße werden von der Liebigstrahe bis Wilhelmstraße und von der Frankfurter Straße bis Ludwigstraße für die Zeit vom 24. bis 29. April für den gesamten Verkehr polizeilich gesperrt. Die Benutzung des Drückensteges an der Heberführung der Frankfurter Strafte ist für den Fußgängerverkehr gestattet. Die Sperrung ist im Interesse der Sicherheit des Eisenbahnverkehrs notwendig. Die Umleitung in Richtung Frankfurt erfolgt durch die Alicenstraße, Ludwigstraße, Wilhelm- straße, die Umleitung nach der Stadt durch Wilhelmstraße, Ludwigstraße, Alicenstraße. Die ausgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten. Vornotizen. — Aus dem Stadttheater-B ureau wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag, Frem- denvorstellung zu ermäßigten Preisen mit einer Aufführung des Schwankes „Hasenklein kann nichts dafür", von Mahner-Mons unter der Spielleitung Karl Hehlers mit Ludwig Linkmann vom Reuhischen Theater Gera aL8 Gast in der Rolle deS Schneidermeisters Titus Hasenklein. Wegen des Gastspiels des Gießener Ensembles in Dad- Rauheim zur Feier deS Geburtstages des Führers Adolf Hitler beginnt die Zremdenvorstellung ausnahmsweise bereits um 15 Uhr und endet 17.15 Uhr. — Dienstag, 25. April, 29. Dorstellung im Dienstag-Abonnement: „Die vier Musketiere", Dolksstück von Sigmund Grafs. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. — Mittwoch, 26. April, 27. Vorstellung im Mittwoch- Abonnement. Operngastspiel des Hessischen Lan- destheaters Darmstadt mit Ludwig van Deetho- vens Oper .Fidelio". Opernpreise: Vorzugs- und Rundfunkgutlcheine haben Gültigkeit. — Freitag, 28. April, 28. Vorstellung im Freitag-Abonne- ment, Erstaufführung der Operette.Liselott", von Künneke, Spielleitung: Paul Wrede, musikalische Leitung: Kapellmeister Fritz Eujs, Einstudierung der Tänze: Dalettmeister Ewald 2 ä u l k e: Operettenpreise. — „3 in Derner Oberland". Am Sonntagvormittag bringt das Lichtspielhaus, Vahn- hofstraße, wieder einen Kulturfilm. Richard D r e- to i n g , von dem man vor einiger Zeit bereits einen hervorragenden Film im Lichtspielhaus zu sehen bekam, photographierte das Berner Oberland mit seinen vielerlei Schönheiten. Der Bildstreifen, 2400 Meter lang und als Lehrfilm anerkannt, zeigt die Landschaft, die Menschen, die Wirtschaft, die Technik im Lande, die Ratur- getoalten, die dort wirksam sind und den Menschen immer wieder Gottes Größe sinnfällig bewußt werden lassen. So lernt der Besucher die Städte und Dörfer, die idyllischen Bergseen, Gletscher und Sturzbäche, Dergpäsie und liebreizenden Almen kennen, er hat Gelegenheit, dem Holz- und Elfenbeinschnitzer über die Schulter zu sehen und die Bäuerinnen beim Spitzen» klöppeln zu beobachten: der Film folgt den Sennen in ihre Hütten und führt zu den herrlichen Schlössern am Thuner See. Die Freunde des guten Killturfilms sollten diese Vorstellung nicht versäumen. Auf die Anzeige vom Donnerstag sei besonders aufmerksam gemacht. — Der Spar erbund (Ortsgruppe Gießen) veranstaltet am heutigen Samstag, 20.15 Uhr, im Katholischen Vereinshaus eine öffentliche Versammlung, in der Bankprokurist König-Berlin über das Thema: „Der Sparer im neuen Deutschland" sprechen wird. Auf die gestrige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. •• Besuchszeiten der Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Reuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. Sonntagsrückfahrkarten am Weiße n Sonntag. Am Weißen Sonntag gibt die Reichsbahn von allen Bahnhöfen nach allen Bahnhöfen im jeweiligen Umkreis von 75 Kilometer Sonntagsrückfahrkarten aus. Diese Sonntagsrückfahrkarten haben die Vergünstigung, daß sie bereits von Samstag 0 Uhr ab zur Hinfahrt benutzt werden können. Spätester Antritt der Rückreise Montag 12 Uhr. Naturschutz und deutsches Volk - ein Schlagwort oder eine Forderung nationaler Kultur? Eine Buchbesprechung von Or. Karl Rudolf Fischer. Lassen wir uns erzählen, wie Deutschland noch vor 50 Jahren aussah, dann werden wir finden, daß es nur noch wenige Orte und Landschaften darin gibt, die sich in ihrem ursprünglichen Zustand erhallen haben. Wie war das möglich? Die Entwicklungsgeschichte der Natur hat Aeonen gebraucht, die Menschheitsgeschichte Jahrtausende, die Völkergeschichte Jahrhunderte, das Zeitaller der Zivilisation aber rechnet mit Jahrzehnten, und ein Fünfjahresplan von heute wiegt den Entwicklungsgang eines Jahrhunderts von früher auf. Die Erschließung der Natur durch die Zivilisation des Menschen geht im Lawinentempo vonstatten. Früher drang der Mensch schrittweise in die Wildnis vor, und Jahrhunderte dauerte fein Kampf um einen Platz an der Sonne. Heute ist das anders. Da wird ein Sd)ienenftrang durch die unwirtlichste Ge° gegend gelegt, ein Zug trägt das ganze moderne elektrische Arsenal herbei, und wo eben noch Dschungelleben und Urwaldschrecken war, entstehen Industrien, Sirenen gellen, Autos chasten. Heber die Natur bricht das herein wie Föhn fturm über ein Winterland. Nicht einmal der Naturforscher kann Schritt hallen mit diesem Tempo. Er behält gar nicht Zeit genug, den Stoff zusammenzutragen zu Reminiszenzen: „So war cs einst." Wer einmal — etwa von Hannover aus — über Norddeutschland geflogen ift, der wird bestürzt fein, unter sich nichts nichts als Flurkarten zu finden, die aussehen wie Kartoffeläcker: Wälder, schön sauber in Quadrate gedrillt. So hat sich das ursprüngliche Landschastsbild durch Menschenhand von Grund auf verzerrt. Wo Heide war, hat man aufgeforstet, wo Wald war, hat man Feld gemacht, was bodenständig war, hat man aus» gerottet, was „weit her" war, fremd war, hat man eingeführt. Allüberall das gleiche Bild. * Ja, gibt es denn gar keine Natur mehr in Deutschland? Doch, es gibt ja noch Mustergutfelder mit Rüben und Korn, von der Feldbereinigung schon sauber aus der Buntheit und Reichheit der Rusti- kalparzellierung der bäuerlichen Kleinflächennutzung hinübergekoppell in Großmaße langweiligster Eintönigkeit und Landschaftsverblödung. Es gibt schließlich noch Kartoffeläcker, Bohnen- und Gurkenplantagen, wie es auch noch sehr schon lebende Streichholzfabriken, sogenannte Wälder, gibt. Vielen ist das noch genug „Natur". Sonst keine Hecke mehr, kein Strauch, kein Schmetterling, ke^n Vogel. Wer heute noch Hirsch und Wildsau, Seidelbast und Aronstab, buntgeftaltige Flora und reiches Tierleben — wie efnftens — finden will, 0er mu& gar weit in die einsamen Lande und in die Berg- well gehen, dort, wo die letzten Reste eine letz-e Heimstatt fanden. __ Hier hat sich manchmal noch ein Stückchen echter aller deutscher Heimatnatur erhallen. Und wenn jene Orte verschon! bleiben vor dem Schicksal der allen Lüneburger Hriide, die noch äller ist als Ger- maniens Geschichte, woselbst, nachdem man sie „entdeckt" hatte, mit der Fruchtbarkeit der Pllze nerven- hellende Ruhesitze abgetatetter Großstadtbonzen aus der Erde schossen (in der Nähe automobilfähiger Straften natürlich), die mit ihrem Kilometerstänker durch die Rosmarinpracht sausen und einen Krach machen, daß die Heidehasen glauben, die Treibjagd ginge los, und die Luft mit Rauch verpesten, daft die Rehe die Schwindsucht kriegen, wenn solche alten Orte also von gleichem Schicksal verschont bleiben, dann hat das Volk einer treibenden Forderung seiner nationalen Kultur genügt. Hier hat der Natur schütz einzufetzen. Diel gibt es ja nicht mehr zu schätzen, denn bei diesen allerletzten Resten müssen wir schon sehr ins Kleine gehen; sonst hätte ein Wort wie Naturdenkmal"" ja nie aufkommen können, und es hätte von Anfang an Naturschutz,che- wegung" geheiften. Aber wir sind ja so bescheiden geworden! doch kann es auf die Dauer nicht gut gehen, daft wir Deutsche die Mutter unseres Heimatlebens, die Heimatnatur, verleugnen. Man mag es mit der allen Heilswahrheit des Buddhismus halten: Tote nicht, denn was du tötest, das bist zu selbst! Woher sollten unsere Führer, unsere Dichter und Künstler die ewig tragenden Kulturwerte untrerer Geistigkeit, unseres Brauchtums und unserer Volkheit noch schöpfen, wenn der Urquell alles Werdens und alles Fortbestehens, die Heimatnatur, versiegte? Das frage ich ganz besonders den Deutschen. Etwa aus den Museen, die uns zeigen, was einstmals war? Etwa aus einer überall gleichartig jchablonifierten „Natur"? Können von dorther blut- nahe Erlebnisse kommen, aufrichtende Stimmungswerte entstehen? Wenn es uns auch nicht gelingen sollte, jedem Ehrfurcht vor der Natur und ihren Werten beizubringen, dann muß es doch in der Ge- burtsstunde des nationalen Deutschland möglich fein, dem jungen Menschen die Gedankenlosigkeit der Natur gegenüber abzugewöhnen und ein Erziehungsprinzip zu finden, das mit Selbstkritik an die Handlung herantritt und fragt: ,Lst bas richtig, muß das sein?" So also ist Heimatschutz und Naturerhallung eine Kronpfllcht der nationalen Selbstbehauptung, ist Dienst an der Heimat, ift Dienst am Doll. Wenn dieses Walten und Wirken der Naturkräfte im Voll bei uns auch nicht — wie in den allen Ländern (in denen Tier und Pflanze heilig find) — religiös zu fein braucht, so muß ihre Erhallung bei uns doch wieder ein Stück unserer Weltanschauung werden, eine Forderung unserer Kultur! Wer ihr dient, dient seinem Vaterland! Diese Erkennmis ist, ihrem ideellen Unterbau nach gesehen, die bedeutendste Abkehr von jenem Marxismus der Internationale: ubi bene, ibi patria! Die Konkretisierung dieser Idee, die abseits (und damit nicht nur Idol bleibend) von jegllcher nutzlos verpufften Propagandiftik planklar und real- intensiv den vottsstUzerstörenden und ganzhettzer- setzenden Zellgeist des Materialismus zu bekämpfen fähig ift, ist angesichts der Tausendfälligkeit der natürlichen Derhällnijse und der Schwierigkeit der Verwirklichungsmöglichkellen zu einem Gegenstand exakt wissenschaftlicher Studien geworden. Seitdem ist Naturschutz und Heimatkunde herausgehoben worden aus dem Dilettanteniüoeau des Menschen, der die Natur mir mit den Augen des Kindes sieht, und der Weg ward frei zu der Erkenntnis, daft nur der Schutz des Lebensraumes und nicht allein der pa- piergeschriebene Schutz des Individuums die An zu erhallen vermag. Man muß also Lanbfchafts- erhallung oder Raumschutz treiben, wenn man bedrohtes Heimatgut vor dem KultuNoü retten will. Soll diese Idee nun — und das ist wichtig — nicht mit dem aus Gründen der volkswirtschaftlichen Selbsterhallung notwendigen Kutturfortschritt in Konflikt geraten, dann kann das Ziel des Naturschutzes nicht etwa auf eine Zurückschraubung der derzeitigen ökonomischen Landschaftsnutzung auf den einstmaligen Stand gerichtet fein, sondern es ergibt sich von vornherein die Forderung: Schaffung von Naturasylen in bedrohter Umwell, weitestgehende Erhaltung vom Restbestand einstmaliger Werte! Unter diesem Gesichtspunkt war es eine der besten Ideen des deutschen Verlegerwesens, eine regelrechte Naturschutz-Bücherei zu schaffen, die allen Fragen )e nach der speziellen Problemstellung ge- recht zu werden vermag. Der bekannte Verlag Hugo Bermühler, Berlin-Lichterfelde, in wissenschaftlichen Streifen besonders ob feiner ausgezeichneten Zeitschrift „Der Naturforscher" geschätzt und geachtet, der übrigens aus im Gießener Anzeiger mit Recht des öfteren zu Worte kommt, hat sich in den Dienst der guten Sache gestellt und in seiner Naturschutz-Bücherei eine Reihe ausgezeichneter Bände herausgebracht, von denen im Folgenden ein Teil kurz dem interessierten Leser nahegebracht fei. Da ist zum Beispiel ein Bändchen den mannigfachen Beziehungen zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft gewidmet (104), als dessen Verfasser kein Geringerer als der bekannte Dor tämpfer der forstlichen Naturschutzidee, Feucht, gewonnen war. Dor kurzem warf man (und nicht mit Unrecht) der Forstwirtschaft noch vor, sie treibe Vercinfeitigungspolitik im Forst durch den zucht- mäßigen Anbau einzelner, bevorzugter Pflanzen > und mache den Wald arm an Tieren und Pflanzen. | Kommt hinzu, daß sie Naturverfälfchung durch Hineinbringen von ausländischen Hölzern trieb. Heute stehen diese Mängel zurück dank Feucht, der feit Jahren für Heimatschutz und Naturerhaltung im forstlichen Waldbau geworben hat. Die vorlic gende Arbeit, ausgezeichnet mit vielen Bildern, gibt eine Gesamtschau von der Vielheit der Probleme, die sich um das Kapitel „Forstästhetik" gruppieren, nennt die Wünsche des Naturschutzes im Wald: Ab kehr von den großen, geradlinig begrenzten Kahl schlügen. Abkehr von der Nur-Nadelholzwirtschaft, Abkehr von der Reihenpflanzung bei Schonungen, Berücksichtigung heimischer Laubhölzer in wohlgeordneter Vereinigung mit den Forderungen der Waldwirtschaft. — Weiterhin dient ein Band „V o m deutschen W e i d w e r k" von K o e p e r t (101.) dem Gedan ken der Verbindung zwischen Jäger und Naturfreund: er will über die Weidgcrechtigkell weg zur Naturfreude gelangen. Sie soll der Wilderhaltung dienen. Daher ift dieses Buch kein Jagdbuch im üblichen Sinne, sondern eher eine Geschichte der Jagd, verbunden mit einer feinen Auslese von Schilderungen aller Jagdklassiker. — In welcher Weise man den Naturschutzgedanken schon den Allerkleinsten, damit aber tief in das Herz der jungen Menschen unseres Volkes hineinzutragen vermag, zeigt Schonichen in dem Band „N a - turfchutz und Arbeitsschule" (111.) An zahlreichen Beispielen wird bargetan, wie die neuzeitliche Arbeitsschule in den Dienst des Naturschutzes gestellt werden kann. Beispiele von werktätigem Schaffen der Jugend, Proben und Muster der Schularbeiten find darin verarbeitet. Diese Dinge wurden übrigens erstmalig der größeren Oeffentlichkeit 1927 auf dem zweiten deutschen Naturschutztag in Kassel nähergebracht. — Ein weiterer Band von Schonichen, der übrigens auch die Herausgabe der Sammlung besorgt und als Leiter der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen wie kein zweiter dazu berufen ist, nennt sich „Umgang mit Mutter Grün" (109.). Es ist ein Sünden- und Sittenbuch für jedermann, vom richtigen Benehmen in Wald und Feld. Nicht tantenhafte Er- uiahnungen werden da verabfolgt oder schulmeisterliche Zurechtweisungen, keine salbungsvollen Predigten über den tugendhaften Lebenswandel eines wahren Naturfreundes gehalten und auch kein doktrinärer Knigge für Naturfragen gereicht: „nur kleine Dosen, mit viel Humor gewürzt und Satire gebeizt, von dem, was alltäglich an kleinem Unheil und großen Sünden da draußen passiert, wo es kreucht und fleugt. Ein herzerfrischendes und äußerst lehrreiches Buch, worin sich mitunter auch einmal einer selbst ertappen kann. Viel gute Bilder! — Ernst Ludwig Schellenberg bringt einen Band „Deutsche Landschaft" (107). Nicht Geschichte der Landschaftsmalerei und -dich- tung will cs vermitteln, sondern an „wegzeigenden Beispielen das Eigentümliche germanischer Naturinnigkeit erläutern". Kant hat einmal gesagt: „Die Natur war schon, wenn sie wie Kunst aussah". Das b e ro e i ft dieses Buch. Durch Malerei zur deutschen Landschaft und zur deutschen Natur — durch Heimattiebe zum Naturschutz, das ift sein Sinn, 'Nicht die Landschaft als zufällige geographische Gestaltungsform sehen wollen, als architektonisch« Tatsache der Schöpfung, mit der man sich „einfach" abfindet, sondern sie als seelische Nötigung empsin- den, das will dieses Buch vermitteln. — Dann kommt ein ausgezeichneter Band von Dr.-Ing. Werner Lindner „Ingenieur werk und 'Naturschutz" (100), gut cingefüftrl schon durch fein Leitmotiv: „Jeder Fortschritt in Wißen und Können, der mit dem sittlichen Wachsen nicht Schritt halten kann, bedeutet einen Rückgang. Erweitertes Stoffgebiet erfordert hoher entwickelte Willensmächte zu feiner Beherrschung." Dieser Satz gilt als Zielsetzung besonders für das natur und kullurnotwen dige Streben des Technikers, einen versöhnlichen Ausgleich zwischen Technik und Landschaftscigcn- gepräge zu finden. Alles wirtschaftliche und tech nischc Schaffen des einzelnen und der Zeit hat ethische Bindungen. Ein (geschichtlich und organisch gewordenes) sittliches Wollen muft bei der Ausein andersetzung zwischen moderner Technik und dein Rahmenbau der Raturlandschast vorhanden fein. Fehlt es, dann sind alle Versuche, dem Bauwerk eine ästhetische Form zu geben, Zugeständnisse an die öffentliche Meinung und ein Narrenbekenntnis für jeden selbst schöpferischen Geist, sind vielleicht auch Plagiat, und zwar eines, das aber auch nicht das Geringste mit einem guten Epigonentum zu tun hat oder aber — wie meistens — eine indivi duell geborene, selbst nicht verstandene, spielerische Zutat eines geistigen Gernegroß. Alles das wären Vergehen gegen geistige Gäter des Volkes und Ur kundenfälschung jener besonders üblen Art, wie sie die Scheinkultur der vergangenen Bauweise an sich hatte. — Dem Gedanken des Heimatschutzes sind zwei Bände gewidmet, und zwar der klassische von Rudorfs, das schon vor dreißig Jahren als cpoche und schrittmachende Erftauflagc erschien (102) und zwar diesmal neubearbeitet wurde von Pros. Schultze-Naumburg im Auftrag des deut schen Bundes für Heimatschutz, und der Band ,^)ci- matpflege und Heimatschuß" (105) von Rektor Hermann Wille. Beider Bücher Sinn ift aus die Erhaltung der alten Heiinatwertc gerichtet, ein großes Aufgabenfeld ist erschlossen hinsichtlich der vielseitigen Möglichkeiten ihrer Auswertung im heimatkundlichen Sinne, z. B. was mit Altherkomm lichen als Lehrgebiet gemacht werden kann: sein Werdegang ift als Richtungsweifer für den Volks neudau gegeben. — Heber „N aturbentmäler aus der Doge 1 wc11" schreibt L u c a n u s (103). Zehn Kapitel „Vogel der Heimat" auf dem Aussterbeetat, nämlich Adler, Wanderfalk, Hühnerhabicht, Uhu und viele andere: von allen bringt er Tragödien, die typisch für ihr Schicksal find. — Daß der Naturschutz bei der Bewältigung seiner wissen schafttichen Aufgaben und vor allem bei feiner (nicht minder wichtigen) Werbetätigkeit nicht auf die Pho tographie verzichten kann, leuchtet ein. Ein Band „Kamera und Naturschutz" (110) von Dr. Walter Effenberger zeigt das. Ein gutes Lichtbild bringt den Beschauer in ein persönliches Verhältnis, bleibt objektiv und hat den Wert einer Na- tururtunbe. Den schwierigen Wea zur Praxis und zur Verwirklichung der gesetzten Aufgaben führt dieses Buch in hervorragendem Text und glänzend gelungenen Abbildungen. Alles in allem; ein dankenswerter und zeitakuter Schritt des Hugo Bermühler Verlages, eine dankbare und glänzend geloste Aufgabe der Verfasser, und eine dankbare Lektüre für den deutschen Leser, der in diesen Bänden seine, deine, unsere Heimat neu „entdeckt". Ehningen desReichskanzlers in Oberhessen Landkreis Gietzeu. X Wiescck, 21. April. Die NSDAP, beging gestern abend im Parteilokal Braun in würdiger, schlichter Weise den Geburtstag ihres Führers. Zcl- lenroart Beigeordneter K. Euler begrüßte die sehr zahlreich Erschienenen, unter denen man u. a. auch den Bürgermeister und Vertreter der Lehrerschaft bemerkte. Truppführer Kirchner brachte dann inteeffante Einzelheiten und Skizzen aus dem Leben Hitlers. Der als Abgeordneter für den Kreistag auf- gestellte Pfarrer Sattler gab feiner Freude über die mächtig anwachfende Bewegung gerade in Wiefeck Ausdruck und wies in längeren Ausführungen auf die Aufgaben hin, die insbesondere der Jugend als Träger der Idee des Führers zufällt. Teile aus Reden Hillers, Goebbels' und Kubes wurden auf Schallplatten übertragen, die in bunter Reihe mit Gedichtvorträgen von Mitgliedern des BDM Erna Weber, Irene Strack und Liselotte Schäfer wechselten. Die Feier schloß mil dem Zapfenstreich. ck Heuchelheim. 21. April- In der hiesigen Turnhalle oeranfialtetete am Mittwoch der Sturm 12. zu dem die SA. von Heuchelheim gehört, eine Feier anläßlich des Geburtstages des Reichskanzlers Adolf Hitler. Die Ansprache des Abends hielt Pfarrer ftn a b, der nach einem Rückblick auf die Rachkriegsjahre das Wirken und die Mission des Reichskanzlers Adolf Hitler schilderte. Unter der Leitung des Truppführers Reinecke folgten dann Volks- tärrze. lebende Vilder und ein beifällig aufgenommenes Eoldatenstück. Die Musik wurde von der SA- gestellt. Alle Darbietungen fanden reichen ‘Beifall. Erfreulich war auch das Ergebnis der Hitler-Spende in unserem Orte. Es gingen ungefähr 203 Mk. Bargeld und viele Lebensrnittel ein, so daß 53 Orts arme unterstützt werden konnten- rLang-Göns, 21- April. Unter Beteiligung sämtlicher Vereine und einer zahlreichen Zuhörerschaft beging die hiesige Gemeinde am Donnerstagabend im überfüllten Saale der Gastwirtschaft Hebbel in einfacher, aber doch erhebender Weise den Geburtstag des Reichskanzlers Adolf Hitler. Die im Entstehen begriffene EA>-Kapelle unter Leitung des Dirigenten Wilhelm Müller spielte den Eingangsmarsch und gab während deS ganzen Abends die besten Beweise ihres Könnens. Die Begrüßungsansprache hielt der Ortsgruppenleiter der RSDAP Karl Wenzel. Es folgte ein gemeinsamer Ehor der beiden Gesangvereine „Frohsinn" und „Germania": „Das ist der Tag des Herrn!". Frl. Schwinn, Leiterin der Ra- tionalsozialiftischen Frauenschaft, sprach sodann ein Treuegelöbnis für den Volkskanzler Adolf Hitler, das reichen Beifall auslöste. Die Festrede hielt Tierarzt Dr. Mehl, der in kurzen, aber kernhaften Ausführungen zunächst auf die vergangenen Jahre hinwies und die Bedeutung, das Wollen und Streben des Reichskanzlers beleuchtete. In das Sieg-Heil stimmte die Versammlung freudig ein. Das Deutschlandlied schloß sich an. In der weiteren Programmabwicklung gefielen besonders die Gedichtvorträge der Kinder: Annemarie Mehl. Margot Kaiser und Maria Wenzel. Auch die Gesangvereine traten einzeln in Tätigkeit und brachten ihre besten Lieder zu Gehör. Eine Abteilung der Mädchenriege des Turn- Vereins erfreute die Zuschauer mit einigen Hebungen im Keulenschwingen. Der gemeinsame Gelang von vaterländischen Liedern, die Darstellung einiger lebender Bilder sügten sich glücklich in den Rahmen des Abends- Der Ortsgruppenleiter, sowie Frl- Schwinn forderten zum Schluß noch einmal dringend auf, nun auch der RSDÄP beizutreten und so mitzuhelfen am Gelingen des Einigungswerkes. Der große Zapfenstreich, Deutlchland- und Horst-Wessel-Lied bildeten den Abschluß der würdig verlaufenen Feier- , , v . 0 ® rüningen. 21. April. Gestern abend fand anläßlich des Geburtstages des ReichskanzlersAdolfHitlererne Feier der Ortsgruppe der RSDAP. auf dem Krrchen- plah statt. Der Ortsgruppenleiter. Otto Märst e 11 e r , eröffnete die Feier und begrüßte die zahlreich Erschienenen. Unter feierlichem Glockengeläute wurde zu Ehren des Reichskanzlers die Adolf-Hitler-Linde gepflanzt. L. Bender schilderte den Lebenslauf Hitlers. Bei dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde eine Flasche mit einer Hrfunbe versenkt, die vorher von Bür- germeister Euler verlesen worden war. Orksgruppenleiter Otto Marste11er übergab Darauf die Linde in die Obhut der Gemeinde. Mit dem Deutschlandlied schloß die schlichte Feier. y. Ruttershausen, 20. April. Der Geburtstag des Dolkskanzters Adolf Hitler wurde in unserer Gemeinde in würdiger Weise gefeiert. Auf Veranlassung des Kriegervereins wurde im Schulhofe eine Hitler-Linde gepflanzt. Um 20 Uhr versammelte sich Kriegerverein, SA., Schuljugend und fast die ganze Gemeinde unter Fackelschein im Schulhofe. Dekan G uh mann hielt die Weiherede, worauf die Versammlung das Deutschlandlied sang. Unter passenden vaterländischen Worten warfen die Vertreter von Kirche. Schule, Gemeinde und Vereinen Erde in die Grube. Der Vorsitzende des Kriegervereins, Schreinermeister E r d mann, übergab dann die Linde zu treuen Händen der Gemeinde, worauf Bürgermeister Schwarz mit kurzen Worten den Daum in den Schutz der Gemeinde übernahm und ein dreifaches Heil auf den Reichskanzler ausbrachte. Das Horst-Wessel- Lied schloß die stimmungsvolle Feierstunde. Sm Zuge ging dann die ganze Versammlung zum Vereinslokale der RSDAP. bei Gastwirt Schön. Das Lokal war künstlerisch schön und würdig ge- schniückt. Bei einer Tasse Kaffee imd gutem Kuchen, den die hiesigen Frauen gastfreundlich boten und beim Singen alter, lange nicht gehörter vaterländischer Lieder verging die Zeit sehr schnell. Eine Ansprache von Lehrer H e r b st und des politischen Ortsgruppenführers Wagner- Lollar füllten die Pausen aus. sch Saasen, 21. April. Aus Anlaß des Geburtstags des Reichskanzlers Hitler wurde gestern hier eine „Adolf-Hitler-Eiche" gepflanzt. SA., der Gesangverein „Eintracht" und die Schuljugend unter ihrem SA.-Führer Ernst S ch e p p, sowie die gesamte Gemeinde zogen im Fackelschein nach dem Veitsberg, wo der SA.-Kamerad Heß den Lebenslauf des Führers schilderte. Der Gesangverein brachte zwei Chöre zu Gehör. Bürgermeister Menz nahm die Eiche in die Obhut der Gemeinde. Mit dem Deutschlandlied fand die Feier ihren Abschluß. SJl.-'fpOTt Spielvereinigung 1900 Gießen. Gäste aus Bob Homburg in Gießen. Die Spielvereinigung 1900 empfängt am morgigen Sonntag auf ihrem Sportplatz an der Lie- bigshöhe Gäste aus dem Taunuskeis, und zwar die 1. Elf von Bad Homburg als Gegner der 1. Mannschaft. Die Homburger waren lange nicht mehr in Gießen. Das letztemal vor zwei Jahren. Damals verlor die Spielvereinigung mit 3:0. Die Gäste, die in den Verbandsspielen gut abgeschnitten haben, halten den dritten Tabellenplatz und haben außerdem gegen schwere Gegner hochachtbare Ergebnisse erzielt. Gegen „Olympia" Frankfurt gewannen sie mit 5:1, gegen Offenbacher Kickers mit 3:1, gegen VfB. Friedberg verloren sie nur knapp 2:1. Sm Spiel gegen den Meister ihrer Klasse (Bonarnes) konnten sie mit 2:1 siegreich sein. Die Mannschaft der Gäste steht unter der Leitung des bekannten Trainers Arnold S t r e h l k e und gilt als sehr stabil, wie auch als technisch hervorragend durchgebildet. Die Mannschaften werden sich in folgenden Aufstellungen gegenüberstehen. Bad Homburg: Schroth; Börner, Sommer: Meinhardt, Zimmermann, Achart; Schierbrandt. Gleihmann, Hehinger, Mainhardt II., Sieghardt. 1 900: Schlarb: Zeiler, Luft; Enders, Bromm, Loh; Lippert, Arnold, Hoffmann, Heilmann. Grob. Die 2. Mannschaft ist spielfrei. Die 3. bestreitet ein Verbandsspiel gegen Heuchelheims 1. auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe. Die Gäste sind sehr spielstark und die Blauweihen werden sich anstrengen müssen, wenn sie sich, wie sie es vor hat, in der Tabelle einen besseren Platz sichern will. Die 4. Elf trifft auf die 2. Mannschaft von Heuchelheim im Gesellschaftsspiel. Die 1. Jugend trägt vor dem Ligaspiel ein Freundschaftsspiel gegen die 1. Jugend von Friedberg aus. Die. Gäste verfügen über eine schnelle und durchschlagskräftige Elf. Beide Mannschaften dürften gleich spielstark sein. 1900s Schüler treten gegen Heuchelheims Schüler an. Wenn die Gäste körperlich nicht zu stark sind, erwartet man den Platzoerein in Front. VfB. Gießen. VsR. Buhbach — VfB. Gießen 1. Die 1. Elf des VfB. hat ein Gesellschaftsrückspiel gegen die 1. Mannschaft des VfR. Butzbach auszutragen. Das Spiel findet in Butzbach statt. Die Grünweihen stehen vor einem harten Kampf, denn die Butzbacher sind auf eigenem Platze sehr zähe Gegner, die sich nicht vor dem Schlußpfiff geschlagen bekennen. Die bisherigen Ergebnisse lauteten sehr unterschiedlich und brachten beiden Seiten Sieg und Riederlage. Cs ist nicht möglich den Ausgang des bevorstehenden Spieles vorauszusagen. Die Grünweißen dürften den Butzbachern zum mindesten ein gleichwertiger Gegner sein. Die DfBer treten zu diesem Spiele in der Aufstellung an, die am Sonntag darauf auch das Aufstiegsspiel in die Bezirksliga des Bezirkes Hessen-Hannover, gegen Sport Kassel, zu bestreiten haben wird. Die 2. Mannschaft hat auf eigenem Platz die l.Elf von Garbenteich zum Gegner. Garbenteich stellt eine harte entschlossene, draufgängerische Mannschaft die den Gießenern den Sieg nicht leicht werden lassen wird. Mit einem Sieg der Grünweißen sollte man indessen rechnen dürfen. Die 3. Elf tritt in Riederweisel gegen die 1. des Plahvereins an und hat nicht sehr viele Siegesaussichten. Die 1. Sagend stößt in Aßlar in der 1. Sugend des Gastgebers auf einen nahezu gleichwertigen Gegner. , FC Teutonia" Watzenborn-Steinberg Die 1. Elf des FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg empfängt am kommenden Sonntag die komplette Liga von Ockershausen. Die Gäste sind als spielstarke und harte Kämpfer bekannt. Die Ergebnisse gegen die Mannschaften der Gießener Vereine sind dafür bester Beweis. Die Teutonen werden sich also sehr anzustrengen haben, wenn sie würdig abschneiden wollen. Die 2. und die Schülermannschaft spielen gegen die 1. und die Schülermannschaft von Klein-Linden. Die Ergebnisse der Ost erspiele: Die 1. siegte am Karfreitag gegen Steinbach nach überlegenem Spiele mit 7:1 Toren. Am 1. Feiertag muhte sich die verstärkte Reserveelf des VfB. Friedberg mit 6:0 Toren den Teutonen beugen. Am 2. Feiertag siegte die 1. Elf gegen die Gäste aus Geisweid mit 5:4. Die 2. Mannschaft siegte nach lebhaftem Spiel gegen die 1. von Steinheim mit '3:0. Die Sugend verlor das Spiel gegen die 1. Sugend von Germania Fulda trotz altem Eifer. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Am morgigen Sonntag empfängt die erste Mannschaft der Spielvereinigung einen hier gerne gesehenen Gegner: die Ligareserve des VfB. Friedberg. Es handelt sich um ein Rückspiel. Beide Mannschaften lieferten sich bisher stets spannende ritterliche Kämpfe. D s Vorspiel konnte Leihgestern knapp gewinnen. Der Ausgang des bevorstehenden Kampfes ist nicht vorherzusagen. Man erwartet ein knappes Ergebnis. Handball der Sp.-Vg. 1900. Am morgigen Sonntag weilt die Spielvereinte gung 1900 mit zwei Mannschaften auswärts. Gastgeber ist der Turnverein Pohlgöns. Pohl- göns I. ist als eine der besten DT.-Mannschaften des Gaues Hessen bekannt. Beim Giehener Halten-Handballturnier wurde die Mannschaft nur mit großer Mühe vorn Cndspielsieger Wetzlar knapp geschlagen. Bei den Spielvereinigungsleuten wird das Spiel gleichzeitig eine Feuerprobe für einige neue Leute, die in der Mannschaft rnitwirken, bedeuten. Man tritt an mit: Enders; Birkenstock, Fischer; Dietz, Hoffmann, Schwalm; Krüger, Hamann, Betz, Steines II und Herbert II. — Sn der zweiten Mannschaft wirken einige bewährte Spieler mit, so dah mit einem annehmbaren Abschneiden gerechnet werden kann. Handball im Gau Heffen (D. T.) Heuchelheim 1 und II — Launsbach I und II. Die erste und zweite Handballmannschaft des Turnv. Heuchelheim tragen am morgigen Sonntag Rückspiele gegen die gleichen Mannschaften des Turnv. Launsbach in Launsbach aus. Ergebnisse derO st erspiele: Die erste Elf spielte gegen die sehr spielstarke Mannschaft des Polizeisportvereins Butzbach und erzielte ein sehr ehrenvolles Unentschieden von 6:6 Toren. Die 2. Mannschaft konnte gegen die Zweite des Turnvereins Lützellinden einen überlegenen Sieg von 8:1 Toren erringen. Handball im Lahn - Oünsberg Gau. Am Sonntag fällt mit dem letzten Aufstiegsspiel zwischen Albach und Rordeck in Albach die Entscheidung in diesen Spielen. Die Mannschaft der Plahbesiher ist als sicherer Sieger zu erwarten. Sn Launsbach erwartet zu einem Gesellschaftsspiel der Plahverein die 1. und 2. Mannschaft des Tv. Heuchelheim (DT.). Die Mannschaften der Gäste sind als starke Einheiten bekannt und werden den Platzherren eine schwere Aufgabe zu lösen geben. Oie Gießener Paddler-Gilde auf neuem Gelände. Die Paddlergilde Gießen hat, wie man uns berichtet, im Laufe des Winters ihren Platz an der Pulvermühle verlassen und hat oberhalb des Wehres in der Bootshausstraße ein größeres Gelände übernommen. Die bereits im Sanuar begonnen Umzugs- und Reubauarbeiten sind jetzt zu einem vorläufigen Abschluß gelangt. Das neue Bootshausgelände wird am kommenden Sonntag anläßlich des Anpaddelns seiner Bestimmung übergeben. Die Paddlergilde hat bei ihrer Umstellung bewiesen, was ein fester Wille und ein gesunder Sportsgeist vermögen. Was in den letzten Monaten auf dem neuen Gelände in der Bootshausstrahe entstanden ist, wurde lediglich in gemeinsamer uneigennütziger Arbeit der Mitglieder geschaffen. Wo vor kurzem noch Wiese und Grabland war, bietet sich dem Beschauer heute ein Bild, dem er seine Anerkennung nicht versagen kann. Die Paddlergilde hat hier ihrem idealen Sport eine passende und ausbaufähige Stätte geschaffen. Dabei verdient besondere Anerkennung, daß das Ganze mit nur geringen Mitteln ausgeführt wurde. Die Arbeitskraft der Mitglieder wurde an Stelle des Bargeldes eingesetzt, und so ist es gelungen, der Gilde die gesunde finanzielle Grundlage zu erhalten. Die Paddlergilde ist, wie der Paddlerspork, noch verhältnismäßig jung. Durch die sportliche Einstellung und den Gemeinsinn ihrer Mitglieder hat sie es verstanden, in den wenigen Safjrerc ihres Bestehens sich einen guten Ruf zu erwerben. Von den Mitgliedern wird Disziplin und zünftiges Paddeln verlangt. Sie duldet in ihren Reihen keine sogenannten „Salonpaddler". Eine kleine Schar unentwegter Mitglieder hat in zielbewußter Arbeit die Entwicklung stets vorwärtsgetragen. Dabei fehlte es an jeder fremden Unterstützung. Cs sind keine „alte Herren" da, die, wie bei vielen anderen Sportvereinen, aus Anhänglichkeit an den in der Sagend betriebenen Sport den Verein finanziell oder mit Rat und Tat unterstützen. Der Paddelsport (nicht etwa das Paddeln schlechthin) erzieht seine Anhänger zur Selbständigkeit, Kameradschaft und zum Sdealismus. Diese Tatsache ist es, welcher die Paddtergilde ihre erfolgreiche Entwicklung verdankt, und welche auch weiterhin trotz der Widerstände unserer Zeit aufwärts zum Ziele führen wird. Tisch-Tennis der Sp.-Dg. 1900. Am Samstag weilt eine kombinierte zweite und dritte Garnitur der Spielvereinigung 1900 in L.ch. Es wird ein Mannschaftskampf gegen den dortigen Tischtennis-Klub ausgetragen. Sns- gesamt werden 15 Spiele stattfinden. Der Licher Klub ist ein aufstrebender Verein, der bei dem vor kurzem stattgehabten Turnier der Spielver- einigung 1900 gut gefallen konnte._______________ Sprechstunden der Redaktion. 1130 bis 12 30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Wirtschaft hat. Berlin: Aktien fe Berlin, 21. April. ( psychologische Moment enien uneinheitlich $££. Funkspruch.) Das aus und betrugen bei Spezialpapieren bis zu 7 Prozent. Eine ganze Reihe von Werten wie Buderus, Chadeaktien, Deutsche Erdöl, Harpener, Site, Chemisch-Koks, Metallgesellschaft und Stöhr erschienen mit Plus-Plus-Zeichen, wobei festzustellen war, daß sich das Kaufinteresse des Publikums in erster Linie auf Rohstoffwerte konzentrierte, für die die steigenden Preise auf den amerikanischen Warenmärkten eine besondere Anregung boten. Teilweise waren die Umsätze recht lebhaft. So wurde der 5,5prozentige Farbengewinn bei 300 Mille erzielt, und bei Mannesmann (plus 5 Proz.) und bei Rheinstahl (plus 6 Proz./, sollen die Beträge noch größer gewesen sein. Die größte Steigerung hatten Deutsche Erdöl, unter Hinweis auf ihre Braunkohleninteressen, mit plus 8,13 Prozent zu verzeichnen. Stöhr wa- .infpihp ’rS 6pro3. Stahlverein-Bonds 74,25, 6proz. ' -Bank-Goldpfandbriefe Reihe 5—9 89,25, H6 75 L^ L ^Kraft 105,50,' SG.-Farben 142,75 bis 143 bis 142.Ä?. Gesfürel 91, Lahmeyer 132,50. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Sm Getreidegeschäft ist auch nach den Oster- feiertagen keine Belebung eingetreten, doch blieb die Marktlage auf der ganzen Linie stetig. Die Landwirtschaft beschickt die Märkte nach wie vor sehr vorsichtig, während andererseits die Rachfrage der Mühten keine Besserung erfahren hat, so daß bei kleiner Umsatztätigkeit die Preise der Vorwoche auf allen Marktgebieten unverändert blieben. Die Zurückhaltung des Handels und der Mühlen ist weiter groß, insbesondere im Hinblick auf die Pläne zur Reform der landwirtschaftlichen Börsen und Märkte. Die abgelaufene Woche schloß zu folgenden Ro- tierungen: Weizen 210, Roggen 170 bis 172,50, Sommergerste 180, Hafer 145 bis 148,50, Weizenmehl, südd. und Niederrhein., Spezial 0 29,75 bis 31, Roggenmehl, 60prozentige Ausmahlung, 23.25 bis 24,50, Weizenkleie 7,40, Roggenkleie 8,25 Mk. Für Kraftfuttermittel wurden in dieser Woche keine Rotierungen festgestellt, doch lagen die Preise für ölhaltige Futtermittel auf die Bekanntgabe des hohen Monopolzuschlages auf ausländische Oettuchen (110 Mark je Tonne) etwas fester. Die Rachfrage der Landwirtschaft war jedoch der Sahreszeit entsprechend klein. V*VerbilligterinländischerWeizen f ü- r $) ühnerhalter. Von interessierter Seite wird bekanntgegeben, daß der Reichsernährungs- minister die Frist zur Ausstellung der Eosinwei- zen-Bezugsscheine durch die Gemeindebehörden bis zum April 1933 einschließlich verlängert ren 7,25 Proz. höher, Schultheis plus 7 Proz. und Chadeaktien plus 6,50 Mark. Wesentlich geringer war das Sntereffe für den Rentenmarkt. Dieser lag vernachlässigt und überwiege nd ab geschwächt. Die Reubesihanleihe büßte 0,39 Prozent ein, Reichsschuldbuchforderungen gingen bis zu 1,50 Prozent zirka zurück, und die variabel gehandelten Sn* dustrieobligationen verloren bis zu 2 Prozent. Am Markt der Auslandsrenten konnten sich Anatolier etwas befestigen. «- Sm Verlaufe ließ das Geschäft an den Aktienmärkten wieder nach. Besonders die anfangs stärker gestiegenen Werte mutzten sich kleine Kursabbröckelungen gefallen lassen. Die Reubesihanleihe holte dagegen einen Teil ihres Anfangsverlustes wieder ein. Später trat bann bei Spezialwer- ten wieder eine neue Kaufwelle in Erscheinung, wobei man wieder von Käufen aus Stillhaltegeldern sprach. Harpener gelangten verspätet 9,50 Prozent über Rotiz und zu den Papieren mit Plus-Plus-Rotiz kamen noch Mans- felder und Riederlausiher Kohle. Frankfurter Abendbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 21. April. Auch im heutigen Abendbörsenverkehr legte man sich eine gewisse Zurückhaltung auf, da man stark unter dem Eindruck der Erklärung über die Fortsetzung der bisherigen deutschen Währungspolitik stand. Unregelmäßige Kursmeldungen aus dem Auslande verstärkten die abwartende Haltung. Gegen den Berliner Schluß, der zum Teil noch wesentlich schwächere Kurse als her hiesige Schlutzverkehr brachte, war die Ku.sgestaltung unter kleinen Schwankungen uneinheitlia-, Die Veränderungen hielten sich im Rahmen von etwa 0,50 bis 1 Mk. Das Geschäft beschränkte sich zwar meist auf die Kulisse, doch war es relativ lebhaft. Sm Verlaufe unterlagen die Kurse weiteren kleinen Schwankungen, größere Veränderungen traten aber nicht ein. Das Geschäft beschränkte sich fast ausschließlich auf SG.-Farben, die zwischen 142,5 und 143 Prozent hin und her schwankten. Am Rentenmarkt war die Kursgestaltung ' ebenfalls ungleichmäßig. Während deutsche Anleihen auf dem erholten Mittagsniveau gut behauptet waren, und Goldpfandbriefe überwiegend um bis 0,75 Prozent höher gehandelt wurden iCagen Reichsschuldbuchforderungen teilweise ctto’aä ^leichter. Reubesihanleihe 13,45 bis 13,50 big 13£5- "Altbesihanleihe 73,75, Schuhgebiets- Buder^s b^ bis 67,50, Harpener 98,50 bis 99,25, filnrfnermer ■ 63,75 bis 64. Mannesmann 75,75, bis 75 39 cheinstahl 90,50, Stahlverein 47,75, 9Ifn an 31,75, Conti-Gummi 160, Deutsche - ’ - Ys 118,25, Scheideanstalt 177 bis der euyorker Dörsen- hausse hat eine merkliche Verst ^3 der Publikumsbeteiligung auch am hiesigen Bb.rlengeschaft zur Folge. Rachdem schon gestern nadyi^ttag im Freiverkehr Kursbesserungen 3U 2 Prozent eingetreten waren, gingen die ßeut-i^en Anfangsgewinne weit über diesen Rahmen ßuQl Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzi delchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H. Lombardzinsfuß 5 v. H. v Franlsun a. 2)1. Berlin Echluß- furd Schluß». Abend« börse Schluß« lurd Schluß». Mittag, börse 'Datum 20.4. | 21-4. 20.4. 21.4. 6% Deukfche r«eich«anleihe v. 1921 84,75 84,75 85,13 85,13 e«/o ehem.7?L Dl.Rcichsanl. v. 1929 97,75 98.4 98 98,75 6yz% Boung-Anleihe von 1930 .. 82,4 83,25 82 83 Deutsche Slul.-Abloi.^chuld mb Auslof.-Rcchten ........... 73,65 73,75 73 73,75 De Sgl. ohne Ausloi.-Rechte...... G% ebem. 8% Hefj. LolkoNaal 1929 13,5 13,45 13,5 13,45 trückzahlb. 102%) ........... 84 83,9 85,5 84,5 Oberhefsen Provin.;-Anleihe mii Auslof.-Rechlen ............. 70 — «■» Deutsche Komm. Sammelab l.An> leihe Seriel mit Auslos.-Nechlen 69,75 69 69 68,9 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bani Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hhp.-Ban! 89,5 37,75 — —— Goldpse. 16 unkündbar btS 1936 — 78 — — y/t% ehem. 4Vt% Franks. Hyp. Bank.Liau.-Psandbriese ..... 88,75 89,75 6yz% ehem. 4'/2% Rheinisckie Hyp.nE 3Duflt wiwrj’aoiiawg He""" ße)ög5prti $■* 4l0u[!riert' • «"5Ä Draht Aas Schic ' Ohne Zweifel, d Ereignis Mer $ Goldallssuhrr litt Ausgabe der Siglen Staaten S von drüben s^nd n-elsach. man kann grobe UnM* sich die Folgen M Uten Gang der 3 einigten Staaten d) nahmen, d.e sie fli britW Psem- ier „Derengaria l harte, in den bevor Druckmittel gegen > zur Auckkehr zum Oder tvill Amerika Stützung der Gol Mars an den a kommenden Deliv weisen, auf dem Losung set Dellt lrisis ermöglichen I gegenwärtig von planen. Die Zeit täglich neue Dors und Senator trat die Behebung der Präsident Sooft machten in der D den sollen, dem 2 bisher stets erklä keinen bestimmten man noch im Dt über die kommen! lung in den Bereit für die gesamte C für uns eine Ded big erscheinen lüg diges Bild von i einigten Staaten z: Man muh dabei 1931, in dem der goldenen Äugeln sc feierte. $ranfre Pläne, die sich bair raum konzentrierten, politischen Mah die Eoldhortungen in Stand gesetzt h deutsch-rsterreichische spielen und Oeften den Hais zu Werse vesterreichisch öall im Mai 1931 lewere Vertrauen. * Kreditkündic N"kwelt, der sich ■ tt"1 ^"trugen nm Ungarn und ■: * die Lank v s° daß es Kr die Kundigu: 4 Mer dem Eind Mg Frankreichs wc ^Hoover-Plans! ratorillm für alle t «rnwtye keine Erl, Depschlel ??"dilch°n teste ?*le Ä.5t“n,‘ ‘•»'US« teste., testete bftei^mb'e ' Kk^lifchen^! c U vor £^ifbü »tcierÄ die D £ eine ®n(rtc>ni Dollar inst v dresch fe aber fi ??n ipii-Q9tenb t?, «fe um .... dtemb .fl gs MH H