Oft. n i'nae. ein. 1 »nberes ! bben l.Qn3 mag lom. Das .st 'd Bettag der Ee. eine An. vichoer. deinüti. >rnit mir können, liern bet MWiil A ’bomil w\ bie uno bevor neu kann, ino bereit, *n9en, bas :cue gegen um leine L iar Bon. 3>g Zähren e Maja' Äüne er- in Stutt- ker, bet henhasien iönig Lu- Vornan' Nlien be. ijtanb des ronen hat Stjügt, bet fen ist und jührt. Boltslebens, , wirb von in Serbin- n demnächst Stljenaion, und Kirche, Wnfchvfi, nz und Te- i, bas Ser« Ebenartigfeit Unlerschiede, siillichen Gebilde zu er« Tas neue hie', bas Heini, wird itflung be? 'limnis [oll aom deut» iat)ten. > Moer\v aumann ibet (Der- itt (Sonn); ier(3ürid|); o ch (Wien). ton lidjleil bet lbsah a) des Ihrem Falle Erlaß der Zur Beschaf. Ibitammung zuständigen Mn vvhn bie Seftim- anmbfätzlich t für ein ju Wahn- un? jit, 1 Schlof raum, ^r, kn bW- 25 d.S). der Wertes van khenden 3n* kundigung-' »®6.S Hoher 19»* 3 I irl 13 12 40 12 12 <7 V 2- ’ 70'2 II ■ N-l1 IIJ5 12.«2 3,053 16932 63.37 60.78 70.12 13.62 0,967 2-573 51,50 16.44 »'S 11.63. 0,79e 0,226 5,305 12,68 i| 46 60,64 13.60 i!s'A Dienstag. 21. November M3 Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen) Nr. 275 Drittes Blatt Reichspräsident und Reichsbischof beim Luchertag befdjaffungsptogtamm* 4300 2116 9750 3447 400 6000 7500 24300 6300 1750 1700 3057 3000 2900 6667 25000 9386 6000 3196 420 1176 Aus der Provinzialhauptstadt Lustschuh ist Selbstschutz! 23975 3200 2670 2250 Tagewerks auf der Baustelle — Der Goethe-Bund eröffnet, wie man uns schreibt, am kommenden Sonntag (Totensonntag) die Reihe seiner literarischen Abende mit einer P a u l-E r n st ° G e d e n k st u n d e. Der Dichter, der im Frühjahr dieses Jahres verstorben ist, war selbst im Jahre 1921 Gast des Goethe-Bundes gewesen. Paul Ernst war ein aufrechter Rufer und Führer in unserer Zeit, ein starker Künder und Mahner deutschen Geistes. Gleichsam wie ein Seher seines Volkes forderte er von Deutschland, das er „das für die Völker Europas verantwortliche Volk nennt, Ernst und Würde in der Vollendung feines nationalen und geistigen Schicksals. Sein Ruf ist in Erfüllung gegangen! Der bekannte und aus- gezeichnete Sprecher Dr. Leonhard Blaß wird zu Beginn der Gedenkfeier sprechen und in das Werk des Dichters einführen, um dann aus der reichen Fülle der Werke von Paul Ernst wertvolle Ausschnitte vorzutragen und somit das Bild seiner geistigen Gestalt abgerundet und ausgeprägt vor dem Zuhörer erstehen zu lassen. Gerade die reife und feinabgestimmte Kunst dieses Sprechers dürfte ihn zu einem bedeutsamen Mittler der Werke des Dichters werden lassen. Es ist dringend zu wün- schen, daß diese literarische Gedenkstunde allseits stärkste Beachtung findet, vor allem aus den Kreisen, die für unser echtes deutsches Schrifttum Verehrung und Wertschätzung in sich tragen. (Siehe heutige Anzeige.) — Puppenspiele des Kasperle Larifari finden morgen um 15.30 im Katholischen Vereinshaus statt. Siehe gestrige Anzeige. Herstellung von Schmutz- und Tagewasser- kanälen in Dillenburg Instandsehungsarbelten an öffentlichen Gebäuden in Bad Homburg Jnstandsehungsarbeiten am Schloß Schönfeld sowie an städtischen Wohngebäuden in Kassel Instandsehungs- und Lrgänzungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden des Kreises und kreisangehörigen Gemeinden im rNain-Taunuskreis Instandsetzung vorhandener Dränagen in der Gemeinde Obbornhofen Instandsetzung des Seemenbaches in der Oie Jugend im Kampf gegen Hunger und Kälte! Reichspropagandaminister Dr. Goebbels nagelt im Berliner Lustgarten ein Wappenschild der Hitlerjugend zu Gunsten der Winterhilfe. Gemarkung L i n d h e i m Regulierung einer Teilstrecke der Wodan von km 12,648 bis km 14,425 zwischen dem Sandbachwehr und Wehr der Eschollmühle in Eberstadt Ausführung der 3. B. A. der Kanalisation und Kläranlage der Stadt Oberursel Verbreiterung des Salzbaches in Wies- baden-Biebrich vom Damm des Gütergleises bis zur Kasteler Straße in Wiesbaden Wiesen- und Ackerdränagen, Entwässerungen in Reuenbruslar Wiesenentwässerung und Oedlandkultt- vierung Gem. Horbach Acker- und Wiesendränagen in Schweinsberg Wiesen- und Oedlandmeliorationen Gem. Brandscheid Gemeinsch. Dränage in der Gemeinde Cappel Ackerdränage Gemeinde Oberhattert Gas- und Wasserversorgungsanlagen, Ab- teilungsanlagen des Brauch- und Regenwassers, Instandsetzung und Ergänzung des Klärbetriebes der städtischen Kanalisation in Fulda Regelung der Gründau und ihrer Zuflüsse Gem. Riedergründau Erweiterung und Verbesserungen an Gas- und Wasserleitungen in Kassel Dänagen in elf Gemeinden im Unter- westerwald Ackerdränage Gemeinde Riederkleen Dränung von Acker- und Wiesenländereien Gemeinde Goßfelden Ausbau der Elbe und der hauptvorslut- gräben f. d. Vorflutbesch. Gemeinde Eppinghausen Entwässerung von Wiesen, Gemeinde Wil- dernbach Dränung von Wiesengrundstücken in den Gemarkungen Richelsdorf und Süß Dränung von stark versumpften Wiesen in Ronshausen Deutscher! Rach dem Wort unseres Führers soll in diesem Winter kein Volksgenosse hungern und frieren. Denke daran und frankiere deine Briefe mit Richard - Wagner - wohlfahrtsbrief- marken. Du hilfst dann auch hier zu deinem Teil mit an der Linderung der Rot vieler Volksgenossen. Hiller schafft Arbeit! Weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeiks- ** Ein Eisernes Kreuz 1. Klasse ge- funben. Vorn Postamt Gießen wird uns mit- geteilt: Unter den gewöhnlichen Briefen, die hier am 21. Septrnber durch die Briefkasten aufgeliefert worden sind, ist ein Eisernes Kreuz 1. Klasse vorgefunden worden. ♦* Zur Richtigste11ung. In unserem gestri- gen Bericht über die Treukundgebung der Burschenschaft des Lahngaues für das Saargebiet muß es bei der Wiedergabe der Ansprache des Universitätsprofessors Dr. Mayer in dem ersten, durch Fettdruck hervorgehobenen Satze richtig wie folgt heißen: „Das Auslandsdeutschtum habe eine große Dankesschuld an das Deutsche Reich ab g e tragen (nicht, wie gestern infolge eines Setzfehlers zu lesen war, abzutragen). ** Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 1. bis 16. November verstorben in Gießen: 1. Katharina Koch, geb. Platt, Wwe., 63 Jahre alt, Kaiserallee 43; 2. Elisabeth Gerber geb. Becker, 67 Jahre alt, Schützenstraße 50; 2. Eleonore Bruck- mann, Bibliotheks-Obersekretärm, 45 Jahre alt, Hofmannstraße 14; 3. Heinrich Dohle Arbeiter 42 Jahre alt, Schisfenberger Weg 26, 4- Äarol ne Baitz, geb. Drommershausen, 68 Jahre alt. Klein» Mühlgasse 10; 5. Elisabeth Martin, Kmberpslegerui. 20 Jahre alt, Lahnstrahe 13 7 M°r,e Wilhelmine Bellos, geb. Pfeil, 78 Jahre alt, Kleine Muhlgasse 1| kann anreden lassen. Jawohl, das gibts nur einmal, das kommt nicht wieder. Das waren jene Sitten des vom brausenden Frühlingssturm der nationalsozialistischen Weltanschauung hinweggefegten liberalistischen Zeitalters mit all seinen Geschmacksverirrungen. Auch auf diesem Gebiete hat nationalsozialistischer Geist seinen Einzug gehalten, und die Ehefrau des Herrn Ministerialrats Schulze läßt sich heute lediglich mit „Frau Schulze" an- reden und hat dabei innerlich den berechtigten Stolz, daß ihr Ehemann dazu berufen ist, im nationalsozialistischen Staat seine Kräfte als Ministerialrat im Dienste für sein Volk einsetzen zu dürfen. Und jede Beamtenfrau, die in schmeichlerischer Weise von einem Dritten mit dem Titel ihres Ehemannes angeredet wird, wird diesen Dritten auf dessen Geschmacklosigkeit, die Frau mit der Dienstbezeichnung ihres Ehemannes anzureden, Hinweisen! Verlegung der pstanzenschutzstelle von Geisenheim nach Gießen. Auf Anordnung des Landesbäuernführers wird die der Lehr- und Forschungsanstalt in Geisenheim angegliederte Hauptstelle für Pflanzenschutz mit sofortiger Wirkung von Geisenheim nach Gießen verlegt. NS-Lehrerbund, Sau Ausland. Belr.: Arbeitsgemeinschaft. Geist des Meisters, dessen Musikwert man erstehen läßt. Dieses Gemeinschaftserlebnis und diese Erziehung zum selbstlosen Dienen am Musikwerk sind das Geheimnis alles Glücks, das im Musizieren mit Instrumenten liegt. Dieses Glück soll in jeder deutschen Familie wieder einziehen. Möge die edle deutsche Hausmusik wieder, wie einst, eine Heimstätte finden in jedem Haus Die deutsche Familie wird reichen Segen daran habem Sie die so zerrissen ist von Hast und Unrast, wird unter der Sonne der Musik sich wieder aufbauen als unzerstörbares Bollwerk gegen alles was unser angestammtes Wesen zu- verderben droht. Die Musik wird Bindung und Gemeinschaft sein, zusammenfügen, was sonst auseinanderfiele und so eine starke aufbauende Kraft werden im Dienste echter Sltern der Verantwortung be. mußt werden, die sie dem gesamten Volke gegenüber tragen. Mögen sie erkennen, welches unverlierbare Lebensgut sie ihren Kindern schenken, wenn sie sie führen und anhalten zur Pflege deutscher Hausmusik! Hausmusik aus alter und neuer Zeit. Auf die Veranstaltung zum Tag der Hausmusik, die am heutigen Dienstag, 21. Rovemoer, 20 Uhr pünktlich, im Saale des Gesellschaftsvereins, Sonnenstraße, stattfindet, sei nochmals hyigewiesen. Schüler und Schülerinnen hiesiger Prioatmustk- lehrer werden in einem abwechslungsreichen Programm Hausmusik aus alter unb neuer Zeit zu Gehör bringen. Ein einleitender Bortrag (Musiklehrer Franz Bauer) wird grundsätzlich Fragen zur Arbeit des Privatmusiklehrers erläutern. Der Abend, dessen Vorbereitungen die hiesige Ortsgruppe des Reichskartells der deutschen Musiker schäft_in Verbindung mit dem Kampfbund für deutsche Kultur getroffen hat, verspricht einen interessanten Einblick in das Gebiet der Hausmusik, deren Pflege heute von größter Wichtigkeit ist, darmt unsere Heranwachsende Jugend zur Liebe zur Kunst, zur Ehrfurcht vor dem Schönen und Erhabenen und zum Verständnis unserer herrlichen Meisterwerke erzogen werden kann. Zur Deckung der Unkosten Reichspräsident o. Hindenburg und der Reichsbischof Ludwig M ül le r (links) sowie Domprediger O. R i ch t e r verlassen den Berliner Dom nach dem Festgottesdienst. Deutsche Hausmusik. Gedanken zum (Sädlientag, 22. November. Von Siudienrat W. Krauß. Der Tag der ehrwürdigen Schutzheiligen der Musik mag keinem Volk mehr Anlaß zu ernster Besinnung werden, als dem Deutschen. Immer klarer müssen wir in der neuen Zeit die Eigenwe-te unseres Volkes erkennen und wahren. Nun ift unter allen Kulturäußerungen die Musik der ungetrübteste Ausdruck der deutschen Seele. Im Leben des Einzelnen wie des gesamten Volkes ist die deutsche Musik Kun- derin dieser Seele in den Augenblicken ihres tiefsten Erlebens. So wurden die Jahrhunderte vom Erstarken und Aufstreben des deutschen Bürgertums die große Werdezeit des deutschen VolksUedes, so wurde aus der mächtigen Bewegung der Reformation der deutsche Choral, das Lied der deutschen Frömmigkeit, geboren, so sind — wir erleben es jetzt wieder — Zeiten besonderen Volkserlebens zugleich Geburtsstunden des Liedes und der Musik. Die Musik ist unserem Wesen unentbehrlich. Wer da sagt, Musik sei nur Zeitvertreib ur Müßiggänger, sie entnerve und lähme d.e Willenskraft, der be schimpft den deutschen Namen und muß beschämt stehen vor zwei großen Deutschen der Vergangenheit. Denn Luther wies nach der Religion der Musik den höchsten Platz an, und Singen und Lautenspiel verstummten nicht in seiner Familie. Uno Friedrich der Große hat in Sanssouci sein Flötenspiel gewiß nicht aus Langeweile getrieben, auch nichts von seiner Tatkraft darüber eingebußt. Und was war unfern deutschen Musikern ihre Kunst! Gewiß, sie hat ihnen keinen Reichtum ein- gebracht, denn sie haben alle des Lebens Not und Entbehrung im Ueberrnaß zu spuren bekommen. Aber die Musik war ihnen Reichtum im höheren Sinne der ganze Wert ihres Lebens. Und was die Musik diesen Größten unseres Volkes war, das muß sie, in bescheidenem Teil, jedem einzelnen von uns wieder werden. Leben und Kunst müssen wieder e,Da™ueriftn"nötig, daß wir unerbittlich und tatbereit den Kampf füh ->n gegen alle artfremde Mustk und liebevoll das Musikgut pflegen, das ein göttliches Geschick in reicher Fülle gerade" über uns Rutsche ausgegossen hat. So steht am morgiaen Tage vor jedem die Mahnung, seine dcustchen äslieber nicht zu vergessen, mit ihrer He.mat- unb Vaterlanbsliebe, mit ihrer weihnachtlichen In- siissssftfS kLk^^ des katholischen Musikgewaltlgen unserer Tage, Max * Dieses Singen' unserer Volkslieder ist die eine notwendige Säule zur Musikkultur unseres Bottes Die zweite ist das Musizieren mit Instrumenten in der deutschen Familie, die deutsche Haus musik. Im Zeitalter von Grammophon und Radio haben wir diesen alten deutschen Brauch verloren. Am Mittwoch, 22. November, 17 Uhr, sprechen im Physiksaal der Schillerschule (Schil- lerstraße) — nicht in der Neuen Pestalozzischule, wie ursprünglich angegeben — Unw.-Prof. v. Dr. Cordier, Gießen, über: „Reiseeindrucke über deutsches Leben in Jugoslawien" und Frl. Ruth Schumacher, Wuppertal - Barmen im Auftrag der Deutschen Kolonialgesellschaft über: „Das Deutschtum in Südwestafrika" mit selbstaufgenom- menen Lichtbildern. Gäste sind willkommen. Belr.: Förberermitglieber des Gaues Ausland. Die Beiträge können aus das Postscheckkonto der Dresdener Bank, Zweigniederlassung Gießen Nr. 1151 Frankfurt a. M., zur Gutschrift auf das Konto des NSLB., Gau Ausland, eingezahlt werden, oder an die Bezirksobleute, die die Betrage mit Dem Gaukassenwart, Lehrer Otterbein, Gießen, Lubwigstraße, abrechnen. i c e « c v 2t? o d) c n m n r 11V r c i f c. * Gießen, 21. Nov. Auf bem heutigen Wochen- markt kosteten: ßanbbutter, bas Pfunb 1,40 Mark, Kochbutter 1,20 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 14, Wirsing 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 8'bis 10, Rote Rüben 10, Spinat 12 bis 20, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 5 bis 7, Grünkohl 10 bis 15, Rosenkohl 20 bis 25 Pf., Feldsalat 1 Mk„ Tomaten 20 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Kürbis 6 bis 7, Kartoffeln 3 bis 3% Pf-, der Zentner 2,50 bis 2,80 Mark, Aepfel das Pfunb 10 bis 18 Pf-, Birnen 10 bis 15, Nüsse 40 bis 55, Honig 40, junge Hahne 70 bis 75, Suppenhühner 60 bis 65, Gänse 60 bis 70, Blumenkohl, bas Stück 25 bis 50, Enbivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10, Sellerie 5 bis 25 Pf. Bornotizen. - Tageskalenber für Dienstag. Stabt- theater: 20 bis 22.30 Uhr, „Der Traum ber Vilma Kelemen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Geheimnis bes blauen Zimmers". — Reichskartell der deutschen Musikerschaft gemeinsam mit dem Kamp - Hund für deutsche Kultur, 20 Uhr, Saal des Gesellschaftsvereins, Hausmusik aus alter unb neuer Zeit. — Aus bem Stab11heaterbüro wirb uns geschrieben: Heute Adenb 8. Vorstellung im Dienstag-Abonnement: „Der Traum ber Vilma Kelemen", Gesellschaftskomöbie von Franz Molnar; Spielleitung: Jntenbant Hanns König, Besetzung die der Erstaufführung. Spieldauer von 20 bis 22,30 Uhr. — Mittwoch, 22. November fallt bas Abonnement aus. Statt besten außer Abonnement ber große Spielplanerfolg ber klassischen Operette. .Wiener Blut" von Johann Strauß. Leitung: Wrede-Cujä-Bäulke. Ermäßigte Operetten- preise. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. wird der geringe Beitrag von 50 Pfennig (Schuler 30 Pfennig) einschl. Programm, das zum Eintritt berechtigt, erhoben. Im Vorverkauf sind die Programme auch in der Musikalienhandlung von C h a l l i e r, Neuenweg, zu haben. Zur Heilighaliuug des preußischen Buß- und BeitaqeS. Die Ministerialabteilung la des hessischen Staatsministeriums hat zwecks Heilighaltung des preußischen Buß- unb Bettags am 22. November für die an das preußische Staatsgebiet angrenzenden Kreise folgendes angeordnet: Tanzveranstaltungen aller Art find zu verbieten, es fei denn, daß es sich um geschlossene Gesellschaften handelt. Sonstige Lustbarkeiten können stattfinden, soweit sie sich im Rahmen des lieblichen halten, also nicht — wie bei den Grenzstädten vielfach geschehen — eigens für den 22. November 1933 angesetzt sind, um den preußischen Staatsangehörigen eine Umgehung ber für Preußen angeorbneten Einschränkungen zu erleichtern. Seine Titel desMannessürdieEbe rau! Auf Anregung des Herrn Staatsministers gibt das Staatspresseamt bekannt: „Man soll sich nicht mit fremden Federn schmücken" — bas kann auch von ber Unsitte gesagt werben, baß sich bie Beamtenfrauen mit bem Titel ober besser gesagt mit ber Dienstbezeichnung ihrer Ehemänner anreben lassen. Aber es klingt doch so schön, wenn man sich voll Stolz unb einem triumphierenben Seitenblick auf die liebe Nachbarin mit „Frau Ministerialrat Frau Oberregierungsrat" — «Frau Direktor Die Errungenschaften der Technik in Ehren. Auch sie haben, sogar in der Musik, ihren unschätzbaren Wert. Aber bie Technisierung hat uns bie Eigentätigkeit geraubt, alle Kräfte unb Werte vernichtet, die gerade bei ber musikalischen Betätigung zur Entfaltung kommen. Erst im eigenen Nachschaffen erleben wir, was bes Künstlers Seele im Schaffen bewegte. Kraft ber Seelenoerdunbenheit strömt aus biesem selbsttätigen Musizieren, wenn es im Zusammenspiel mit anberen Instrumenten gilt, sich einzuorbnen in bie Gesamtheit aller Spieler unb mit ihnen gemeinsam sich unterzuordnen unter den 10. Adolf Braun, 75 Jahre alt, Schulstraße 6; 11. Katharine Ploch, geb. Schaaf, 71 Jahre alt, Duddestraße 6; 12. Heinrich Peter, Schlaffer, 71 Jahre alt, Anneröder Weg 30; 13. Wilhelm Weppler, Lokomotivführer i. R., 61 Jahre alt, Stein- siraße 68; 14. Paul Cieslinski, Melker, 32 Jahre alt, Körnerstraße 8. •• D i e Zusammensetzung des Wiesenvorstandes für die Gemarkungen Gießen und Schiffenberg betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht. ** Der Abbruch des Hauses Schloß- gaffe 13 soll, wie aus einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil hervorgeht, öffentlich oer- geben werden. Angebote auf Vordruck sind beim Städtischen Hoch- und Tiefbauamt erhältlich. •• Die Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen-Stadt macht darauf aufmerksam, daß die Beiträge für den Monat Oktober noch bis zum 25. November ohne Kosten bezahlt werden können. Auf die heutige Bekanntmachung sei hingewiesen. ** Kassenärztliche Bereinigung Deutschlands, Landes stelle Hessen. Dr. Ende- Darmstadt, der durch Verfügung des I Reichsführers der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands als Amtsleiter der Landesstelle Hessen | berufen wurde, setzte zu Amtsleitern der Bezirks- stellen ein: 1. Bezirksstelle Darmstadt, umfal- send Provinz Starkenburg ausschließlich Stadt und Kreis Offenbach: Dr. med. Arnold Vidal, Darmstadt, Stiststraße 25; 2. Bezirksjtelle Offenbach, umfassend Stadt und Kreis Offenbach: Dr. med. Hermann Krause, Offenbach, Wilhelmsplatz 6; 3. Bezirksstelle Mainz, umfassend Provinz Rhein- Hessen: Dr. mecl. Ernst Wörth, Mainz, Kaiserstr. 17; 4. Bezirksstelle Gießen, umfassend Provinz Ober- Hessen: Dr. med. Heinrich Kranz, Gießen, Frank- furter Straße 24. •• Einstellung von Vermessungstechnikern bei der Reichsbahn. Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. teilt mit: Die Reichsbahn beabsichtigt, 240 vermessungstechnische Dienstanfänyer für den gehobenen mittleren Dienst und 100 für den Assistentendienst einzuberufen. Gleichzeitig ist die Einstellung von 100 oermessungstechnischen Ingenieuren im Angestelltenverhältnis vorgesehen. Bewerber werden gebeten, sich an die einzelnen Reichsbahndirektionen, in deren Bezirk sie einzutreten wünschen, zu wenden. Angehörige nationaler Verbände, die vor dem 30. Januar 1933 Mitglieder dieser Verbände geworden sind, sollen vor anderen gleich geeigneten Bewerbern möglichst vorzugsweise berücksichtigt werden. Sin Wort an die Säufer in Stadt and Land. Arbeitsbeschaffung und auswärtige Großversanb-Llnternehmen. Dom Landesverband des Hessischen Einzelhandels, Sitz Darmstadt, wird uns geschrieben: In unserer weiteren Heimat, dem rhein-maini- schen Wirtschaftsgebiet, sind alle Kräfte auf das Arbeitsbeschafsungsprogramm der Reichsregierung eingestellt. Im Zusammenhang hiermit mutz einmal ernstlich die Frage aufgeworfen werden, ob auch seitens der Käufer alles geschieht, um diese entscheidenden Fragen zu unter- stützen. Wieviel Geld geht unserer weiteren Heimat und ihrer Wirtschaftsbelebung dadurch verloren, daß Einkäufe bei auswärtigen Großversand- Unternehmen in noch erschreckendem Umfang Dorgenommen werden? Haben sich alle diejenigen Volksgenossen in Stadt und Land, die sich von auswärtigen großkapitalisti- schen Dersandunternehmen beliefern lassen, einmal die Frage vorgelegt, ob sie damit nicht die Bestrebungen unserer engsten Heimat untergraben, Die Arbeitslosenzahl zu vermindern und möglichst viele deutsche Volksgenossen wieder in Arbeit und Brot zu bringen? Deutscher Volksgenosse! Du mußt erkennen, daß Warenumsatz letzten Endes Arbeitsbeschaffung bedeutet. Wenn Du Dir aber durch auswärtige Großversand-Unternehmen per Nachnahme Ware schicken läßt, dann geht dies für unsere Heimat und ihre Arbeitslosen verloren. Das System der auswärtigen Versandgeschäfte ist sehr verlockend. Hast Du Dir schon Gedanken darüber gemacht, wie das Verfahren der Versandgeschäfte vom Standpunkt der Gesamtheit des deutschen Volkes und seines wirtschaftlichen Wiederaufbaus zu beurteilen ist? Mache Dich frei von allen Lockungen, die an Dich von dieser Seite herantreten, und decke deinen Bedarf restlos in den Geschäften deiner Heimat, damit dienst auch Du der Arbeitsbeschaffung und sorgst dafür, daß Deine Brüder in unserer Heimat alle wieder zu Arbeit und Brot kommen! Kreisgemeindelag des Kreises Gießen. Arbeitsbeschaffungömaßnahmen. — Winterhilfe. — Oie Aufgaben des Landgemeindetages. Der erste Kreisgemeindetag des Kreises Gießen vereinigte am gestrigen Montagvormittag unter dem Vorsitz von Bürgermeister Euler- Wieseck die Bürgermeister der Städte und der Dörfer des Kreises Gießen im Sitzungssaale des Kreisamtes. Bürgermeister Euler-Wiefeck begrüßte die Teilnehmer und sprach zunächst über die Form, in der der Kreisgemeindetag abgehalten werde. Der neue Staat brauche neue Formen. Das bisherige sei überholt. Für die Bürgermeister sei es unbedingte Pflicht, die neuen Formen und die neuen Gesetze kennenzulernen. Was Adolf Hitler wolle, müsse bis in die klein st e Zelle bringen. Der Kreisgemeindetag, der hier zu vermitteln die Aufgabe habe, werde jeden Monat ab- gehalten. Oer Leiter des Arbeitsamts Gießen Or. List, sprach bann über die Arbeitsbeschaffung. Er führte u. a. aus: Unser Bezirk, mit seinem ge- mischtwirtschaftlichen Charakter erlebe meist in den Monaten November und Dezember eine vesonders kritische Zeit. Es fänden, bedingt durch die Einstellung der Arbeit im Baugewerbe, zahlreiche Entlassungen statt, in Verbindung damit schränkten industrielle Unternehmungen oft den Betrieb ein. Man habe bisher in den Wintermonaten manchmal ein Mehr von bis zu 5000 Arbeitslosen gezahlt. Dieser Gefahr gelte es zu begegnen. Arbeiten, die vornehmlich zusätzlicher Art sind, müßten aus den Händen derer genommen werden, die an sich Arbeit haben. Es gebe bedürftigere Volksgenossen. Es gelte aber vor allem, das Ausmaß der vorhandenen Arbeit zu erhalten. Die Arbeitslosigkeit dürfe nicht größer werden. In der Industrie habe man sich bereiter- klärt, auf Lager zu arbeiten, und man tue es in der berechtigten Hoffnung auf das Anhalten der Wirtschaftsbelebung. Für L> b e r h e s s e n sei es wichtig, die Steinbrüche im Betrieb zu Hal- t e n. Aufträge müßten vorverlegt werden. Es feien Bestrebungen im Gange, in den Steinbrüchen an Stelle von Maschinenschlag den Handschlag zu setzen. Die Reldjsregierung sei bemüht, durch die Förderung der 3nstandsehungsarbeiten Arbeit für das Handwerk zu schaffen. Bedeutende Summen seien neuerdings dafür bereltgestelll. Die Anmeldungen für diese Arbeiten müssen möglichst schnell geschehen. In die Förderung der Instandschungsarbeiten könne alles einbegriffen werden, was mit dem Haus an sich Zusammenhänge. In seinen weiteren Ausführungen machte der Redner bann mit den Bestimmunge im einzelnen vertraut. Insbesondere wies er auf die 50. dzw. 62proz. Förderung der Um- und Ausbauarbeiten sowie auf die Möglichkeit der Benützung von Zinsscheinen hm, die ebenfalls eine Erleichterung darstellten Roch sei von den Möglichkeiten des umfassenden Ar- beitsbeschasfungsprogrammes der Reichsregierung nicht genügend Gebrauch gemacht. Gegenwärtig trage man sich mit den Gedanken der Gründung von Instandsetzung« - Ge- nassen schäften, die es sich zur Aufgabe machen sollten, die Finanzierung von Jnstandfetzungs- arbeiten bzw. die Ausbringung eines Teiles der restlichen Kosten für die Instandsetzung anzustreben. Der Gedanke der Gründung einer solchen Genossen- schäft sei auch von höherer maßgebender Seite auf- gegriffen worden. Allen Interessenten werde an den zuständigen Stellen über alle Fragen der Instand- setzungsarbeiten bereitwilligst Aufschluß gegeben. 3n seinen weiteren Ausführungen legte der Redner dann einen Plan zur Durchführung einer welkeren Füllarbeit vor. Es handelt sich am die Betreuung der oberhessischen Obffbaumanla- g e n. Die Obstbäume befänden sich zum großen Teil in sehr schlechtem Zustand. Ausläudi- sches Obst müsse noch immer eingeführk werden, obwohl das deutsche Obst in seinem Gehalt besser sei. 3n den Obstbaumanlagen liege ein vermögen ungenutzt bzw. nicht voll ausge- nuht. Ls könnte eine Leistungssteigerung von 300 Prozent erzielt werden, wenn die Bäume in ihrer Gesamtheit eine durchgreifende sachgemäße Pflege erhielten. Es handle sich dabei um Auspuharbeiten, die unter Aufsicht von Fachleuten auch von ungeschulten Kräften vorgenommen werden könnten. Diese Arbeiten hätten aber nur dann Zweck, wenn jeder Baum erfaßt werde. 3m kreise Gießen könnten mit dieser Arbeit allein 400 Erwerbslose von Dezember bis 7Närz beschäftigt werden. Für ganz Oberhes- s e n könnte der Einsatz 1 5 0 0 Erwerbslose betragen. Das bedeute etwa ein Drittel der Erwerbslosen überhaupt. Pro Baum betrage der finanzielle Aufwand für diese Malerarbeit etwa 1 Mark. Für die Gemeinden, die naturgemäß als Träger dieser Arbeit angesehen werden müßten, würden keine hohen Belastungen entstehen, denn diese ganzen Arbeiten könnten, was den Arbeitslohn anbetreffe, als Arbeitslosen-För- derung finanziert werden. Die Blaterialkoslen seien denkbar gering. Ein Teil der kosten werde durch ersparte Wohlfahrlslasten aufgehoben. Die Vorarbeiten mühten möglichst schnell ausgenommen werden. Die Ausführungen des Redners wurden mit großer Aufmerksamkeit entgegengenommen und lösten eine rege Aussprache aus. Regierungsrat Grein erörterte besonders die Einbeziehung der Provinz in diesen Arbeitsplan. Regierungsrat Dr. Krüger wies auf einige Schwierigkeiten hin. Bürgermeister Geil (Lich) bezeichnete den Gedanken als sehr gut. Bürgermeister Dr. Hamm (Gießen) betonte, daß alle bestehenden Schwierigkeiten überwunden werden müßten. Kreisleiter Dr. Harth (Allendorf) regte an, Versammlungen in den Orten anzusetzen und die Bevölkerung mit die- fen Gedankengängen der Arbeitsbeschaffung vertraut zu machen. Im weiteren Verlaufe der Aussprache wurden noch verschiedene Fragen der I n st a n d s e tz u n g s- m a ßnahmen erörtert. Regierungsrat Grein wies auf die in verschiedenen Gemeinden notwendige Schaffung von Notwohnungen hin, für deren Erstellung besonders hohe Zuschüsse (bis zu 75 o. H.) genehmigt würden. Bürgermeister Dr. Hamm- Gießen erinnerte daran, daß auch Einbauten zum Zwecke des Luftschutzes zu bezuschussen seien. Jtegierungerat Grem iab sodann einen Ueberblick über die bisher im •'reife durchgeführten bzw. in der Ausführung be- mdlichen öffentlichen A r b e i t s b e f ch a f - unasmaßnahmen. Von den 80 Gemeinden des Kreises hätten sich 50 Gemeinden zur Durch- führung von Arbeitsbeschasfungsmaßnahmen bc- reiterflart. Neun Gemeinden mußten leider aus- icheiden. Von 41 Gemeinden feien insgesamt 52 Maßnahmen mit etwa 52 000 Tagewerken durchge- führt worden. Ein Betrag von 778 000 Mark sei dafür aufgewandt. In seinen weiteren Aus'ührun- gen wies er auf die Finanzierungsmöglichkeiten durch die „Dcffa" und die Rentenbank-Kreditanstalt hin. Die Ocffa" finanziere nur größere Maßnah. men. Deshalb sei der Kreis als Träger von 9m standsetzungs- und Drainierungsarbeiten ausgetreten und habe das Darlehen übernommen, um es In Teilen an die Gemeinden weiterzuleiten. Bisher feien zwei Sammelanträge gestellt worden. Weitere Anträge der Gemeinden mußten sofort ge« stellt werden. Oer Führer des Landgemeindetages Bürger meister Ritter»Äingen hielt hierauf einen kurzen Vortrag über die Arbeit des Deutschen Landgemeindetages und gab eine Erklärung für den Zusammenschluß der bisher bestehenden sechs Spitzen- und 80 verschiedenen Landesverbände, die immer nur gegeneinander gearbeitet hätten. Aufgabe des Landgemeindetages fei es, für alle zu sorgen und nicht etwa einzelne Gemeinwesen besonders zu bevorzugen. Der Landgemeindetag habe es sich zur Ausgabe gemacht, Die Bürgermeister, die zum großen Teile neu im Amte seien, gründlich für ihre Arbeit in den Gemeinden zu schulen. Es sei damit zu rechnen, daß in nächster Zeit der Deutsche Landgemeindetag eine Körperschaft des öffentlichen Rechts werde. Deshalb dürfe in Zukunft keine Gemeinde mehr außerhalb des Verbandes stehen. Gauredner und Kreisleiter z. b.B. Bulimann-Gießen sprach über das Winterhilfswerk. Die Durch- führung des Winterhilfswerks habe besondere Bedeutung nicht nur in innerpolitischer, sondern auch in außenpolitischer Hinsicht. Es gelte, das deutsche Leben zu beruhigen. Das ganze deutsche Volk müsse zusammen- stehen und das Mnterhilfswerk tragen. Der Bürgermeister habe hier große Aufgaben zu erfüllen. Es müsse der Welt bewiesen werden, daß wir uns selbst zu erhalten wissen. Der Führer habe den Bauernstand gerettet. Der Bauer müsse deshalb jetzt dafür forgen, daß auch der notleidende Teil unserer Bevölkerung gehalten und dadurch zum Nationalsozialismus geführt werde. C s (ei noch viel N o t zu lindern. Jeder, der gebe, müff« fürDeutschland geben, jeder, der nehme, müsf« das Bewußtsein in sich tragen, daß er von Deutschland erhalte. Die Unterstützung Der Notleidenden dürfe nicht bürokratisch gehandhabt werden. Es müsse üblich werden, bei Hausschlach- tungen mindestens 1 v. H. des Schlachtgutes Der Winterhilfe zu geben. Die Unterernährung weiter Volkskreise müffe eingedämmt werden, damit, wenn Der Führer im nächsten 3ahre den zweiten leis der Schlacht gegen die Arbeitslosigkeit beginne, arbeitsfähige Menschen vorhanden seien. Die Winterhilfsarbeit sei vorübergehend und müsse abgelöst werden durch die Arbeitsmöglich- k e i t f ü r jeden Volksgenossen. Der Wohl« tätigleit fei nach obenhin keine Grenze gesetzt. Oer Abschluß der Tagung. Regierungsrat Dr. Kayser gab noch Aufschluß über die Benachrichtigung beim Ausbruch von Tierseuchen, über Maßnahmen zur Mäuseoertilgung, über die Bestimmungen zur Ausstellung von Gewerbescheinen und forderte zur Abführung Der Handwerkskammerbeiträge aus. Regierungsrat Grein mahnte zur Erledigung der Steuerrückstände und wies auf die Möglichkeiten der Aufstellung eines Til- gungsplanes und eventuellen Erlasses von rückständigen Steuern in Fällen besonderer Not hin. Der Versammlungsleiter, Bürgermeister Euler (Wieseck), schloß dann mit dreifachem „Sieg-Heil!- auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler die außerordentlich anregende Tagung. 30Iahre Reichsbund der Zivildienstberechtigten in Gießen.. Am Samstagabend fand im Saale des Cas6 ßeib aus Anlaß des 30jährigen Bestehens der hiesigen Ortsgruppe des Reichsbundes der Zivildienstberechtigten (jetzt Reichsbund ehemaliger Berufssoldaten) eine gut besuchte Feier statt. Nach einigen Musik- oorträgen des Musikkorps des Bail. 1/15. Jnf.-Rgt. hielt der 1. Führer der Ortsgruppe, K. Schwenker die Festansprache. Nach kurzer Begrüßung der Erschienenen führte er u. a. folgendes aus: Die Veranstaltung solle nicht ein Fest um des Festes willen, sondern eine Feierstunde sein, im Gedenken an ernste und schwere Zeiten, aber auch an eine stolze Zeitwende. Der Redner gab dann einen kurzen Rückblick über die Entstehung und Entwicklung der Ortsgruppe und ihre Ausgaben vor dem Kriege. Ein neuer Zeitabschnitt habe mit dem Kriegsende durch den Vertrag von Versailles begonnen. Man habe dem deutschen Volk die Wehrmacht und damit auch seine Volkseinheit zerschlagen. Man habe Deutschland die Wehr pflicht genommen und zwinge ihm ein Wehrsystem auf, das die Heeresleitung vor neue schwere Aufgaben stelle. Ebenso sei der Bund deutscher Militäranwärter zu neuen einschneidenden Maßnahmen gezwungen worden. Der Kapitulant in früherer Zeit als Einzelerscheinung sei ersetzt durch den Berufssoldaten in der Gesamtheit. Aus der Militäranwärterfrage sei eine reine Der-sorgungsfrage im weiteren geworden. Das Aufgabengebiet des Soldaten sei ins Anendliche gewachsen, weil ec den Massen- einsah von Menschen und Material ersehen mußte, durch seine geistige ünd seelische Kraft. Wolle der Staat, um die geringe Wehrmacht zu erhalten, Nachwuchs haben, so müsse er sich zu einer entsprechenden Gegenleistung verpflichten, die aus- reiche, dem sich freiwillig in den Wehrstand ein- gliedernden jungen Soldaten eine Lebensmöglich- teit von dem Zeitpunkt an zu garantieren, von dem ab er feinen Soldatenrock nach vollendeter Dienstzeit wieder ausziehen müsse. Auch vom bevölkerungspolitischen Standpunkt aus müsse die Versorgung gefordert werden. Wir wollten keine Versorgung im engeren Sinne, wir wollten unsere Kraft in den Dienst Des öaterlanDes unD Volkes stellen. Wir haben unter Dem vergangenen System viel leiden müssen, trotzdem hat uns nichts abgehalten, unser nationales Bekenntnis überall zum Ausdruck zu bringen. Es fei zu erwarten, daß die Anstellungsfrage nach der politischen Umstellung so durckgeführt werde, wie es sich gehöre und wie sie Adolf Hitler sanktioniert habe. Verstöße hiergegen seien Verstöße gegen den Willen des Führers. Der Redner schloß mit einem dreifachen „Sieg-Heil!". Sodann wurde das Horst-Wessel-LieD gesungen. Es folgten nun Drei lebenDe BilDer „Gefallenen- Ehrung", „Germanias Weckruf" unD „Das Erwachen Deutschlands"), ausgearbeitet von Hugo Hartmann, mit erläuterndem Tert, gesprochen von Ludwig Friedrich, Die ihre Wirkung nicht verfehlten. Im weiteren Verlaufe Des AbenDs sprach zunächst VerbanDsführer Mahner (DarmftaDt). Er überbrachte Grüße unD Glückwünsche des Landesverbandes, sowie Die Des BunDespräsiDiums und Des BundesvorstanDes. Er sprach Dann von Der BeDeutung Des 12. November unD betonte, Daß Der SolDat im Dritten Reich wieDer zu seinem Recht komme. Er überreichte fobann im Auftrage Des BunDes Den Mitgliedern Bill, Mohr und Kehrmann Das Große BunDes-Ehrenabzeichen, während die hiesige Ortsgruppe ein schönes Bild (Hindenburg und Hitler) erhielt. Zum Ehrenmitglied der Ortsgruppe wurde Mo? Schmidt ernannt. Außerdem erhielten die goldene Nadel für 25jährige Mitgliedschaft: Wilh. V e i d t, Max Schmidt, Ioh. Melch. Rupp, Ludw. Espenschied und Johannes Volz, sämtlich in Gießen, sowie Georg Guthier (Wieseck) und Heinrich Schmidt (Langsdorf). Die silberne Nadel für 10jährige Mitgliedschaft erhielten: Paul (Bans, Wilh. Wallbo11, Otto Purrmann, Georg Emrich, Gustav Günther, Karl Volz, Ludwig Heß, Jakob (Bengnagel, Ad. Schwarzlose, Konr. Reinhard, Ad. Falken st ein, Bruno S chmöd c r, Hrch. Winnen, Karl M al- ko m e s i u s , Fritz Geldmacher, Hrch. L ö - wer, Ludwig Kinzenbach, Martin Steiner, Gg. Jäckel, Hrch. Kern, sämtlich in Gießen, sowie Karl L i st m a n n (Neukirchen, Kreis Ziegenhain). Es sprachen ferner, unter Ueberreirfjung von Geschenken, Vertreter der Ortsgruppen Mainz und Offenbach. Bürgermeister Dr. Seid übermittelte die Grüße und Glückwünsche der Stadt. Er betonte, daß die Stadtverwaltung den Bestrebungen des Reichsbundes stets großes Interesse entgegengebracht habe, seien doch aus seinen Reihen viele Beamte der Stadt hervorgeganaen. Die Stadtverwaltung habe mit den Ziviidienstoerechtigten gute (Erfahrungen gemacht. Im Namen der Stadtratsfraktion der NSDAP, sprach Kaufmann Sudheimer mit dem Hinweis, daß durch den Geist der Berufssoldaten Die Möglichkeit beftanDen hätte, Die nationale Revolution Durchzusetzen. Weitere Ansprachen hielten ein Vertreter Der Arbeitsgemeinschaft Der hiesigen Militärvereine, so- wie. Ehrenvorsitzender Fenchel, Der auf Die früheren schwierigen Verhandlungen mit Den Behörden hinwies. Der übrige Teil des Programms war ausgefüllt durch weitere musikalische Darbietungen, sowie durch beifällig aufgenommene Tänze von Frl. Cent Haase und Frl. Tlinni Nikolei. Oer Luchertag Feier der Gießener Lukasgemeinde. Der Familienabend, den die Lukasgemeinde am Sonntagabend veranstaltete, war als Luther-Abend gedacht. Demgemäß berichtete Pfarrer B e ch t o l s- Heimer Einzelnes aus dem Leben Luthers, namentlich von seinem Aufenthalt auf der Wartburg, seinem Iugendleben, seinem Familienleben und schilderte den Lebenslaus der Gattin und der Kinder des Reformators. Frau Landgerichtsrat Strack und Pianist Hahn spielten vierhändig auf dem Klavier das Orgelkonzert in O-Moll von Händel und den ersten Satz Des Septettes von Beethoven. Fräulein Milli von Der Heydt fang Lieder religiöser Art von Schubert und Brahms. Mit diesen musikalischen unD gesanglichen Darbietungen gewannen Die Vortragenden den lebhaften Beifall Der zahlreich erschienenen Teilnehmer. Lutberfeier ter Markusgemetnde. Alle Jahre im November hält untere Markus- Seineinbe ihre Gemeindeteier in der Turnhalle am siuüID-:garten. In diesem Lucherjubiiiaumsjahr mar es selbstoerskändlich. Daß es ein Lut herfest tag fein mußte. Die Gemeinde batte chn am letzten Sonntag. Nach kurzem Begrüßung« wart des Gemeinde- Pfarrers wurde Die dreier begonnen mit dem Ge- meinDelied „Gin feste Burg". Zwei bololieder (CEbördle) von Fräulein G. Kuhn mit zwei Chöre der ‘Ihoroloercmigung unterer Stadtkirche unter Leitung von Lehrer Simon waren ouf den gleichen To,' gestimmt Ein Gedicht Dies au‘ ..Die deutsche Bibel" hin Ein Sprechchor, von evangelischer Jugend unter Führung von ftuD. theol. Orth sorge- in Oberheffen. tragen, brachte Luthers religiöse Botschaft zum Ausdruck und alieöerte auch die Gemeinde durch gemeinsam gesungene Lutherchoräle ein. Ernst und eindringlich gab Pfarrer Sucker, der die Festansprache übernommen hatte, eine Antwort auf Die Frage: „Was hat Luther heute uns Deutschen zu sagen?" In knappen Sätzen, plastisch und überzeugend in Form und Inhalt, wies er Darauf bin, wie auch für uns Deutsche im gegenwärtigen Geschehen der seelische Kampf Luthers und fein religiöses Erlebnis in Christus von größter Bedeutung ist. Auch das politische Schicksal unseres Volkes — in Familie, Beruf, Staat — wird allein dadurch zu feinem Segen entschieden werden, daß unter Volk von Luther sich zu Christus hinführen läßt durch seinen Katechismus, seine Lieder und seine deutsche Bibel. In Luthers Zeit und feine Bä>e führte das Spiel „Luthers Käthe", das nach einem einleitenden Vorspruch von Frauen und Kindern der Gemeind« ausgeluhrt wurde. Zwischen diesen verschiedenen, mehr ernsten Darbietungen erfreuten einige Kinder der Kinderkirche und ebenso eine Mädchengruppe der Jugendschar durch mehrere schöne Volkstänze. Für das leibliche Wohl war durch den Frauen- verein der Markusgemeinde wieder bestens gesorgt. Kaffee unD Kuchen wurden geboten. Und an Den chön Qfderften und vlurnengeschmückten Tischen er» chien bk große Versammlung wie eine festlich ge- tlmmte, feiernde Familie. Ein herzliches Danlmort an alle Mithelfer und der gemeinsam gesungen« „(Befallenen» td „Das Er. i von Hugo Mocken Wirkung nicht f* sprach zu. varmstady. Er t.bes Landes- räsidiumr unb )ann von der tonte, bah btt (einem Archi Auftrage der Mohr und !hrenabzei'chen, i schönes Bild [um Ehrenmit- Echmidt er« Jene Nadel Vridt, Max 160, Espen« ich in (Bieben, unb Mach •ne Nadel Jaul ® an», mix, ®eo"9 ’ßolj, Lud- 1. Schwarz« alkenstein, n, Karl Mal- r, hrch. Latin Steiner, ich in Eießen, , Kreis Ziegen- erreichung von en Mainz und t übermittelte dt Er betonte, trebungen bet tgegengebracht oiele Beamte mdtvemaltuntz gute EriahM' catssraktton der imermil dem Jenrfssoldateil nationale SW* ertreterderAr« üarveretne, s° der aus die mit den Be- 5 drogrammr -italische Dar- genommen« , Frl. Mnni en. S!ß" in. e ^ Elntwort le- veut- «’S «“nU»w .«ein D-i «Fr-ch {fit!** -Ls Wf5 S«" " “cw>" jffi*** 'Ödende ■is ui™'M, Sm« ■ (S'MiM «S M. »in, " Nt« ön Sdjtae« e- arbeit, fien. ?Unö muss, 'Möglich. ; Der Wotzl- 1 Vsrht. UNtz. N ’»n litt, Vertilgung, 2°°n Te- ^fuhrung der lut 6r(eö|. un.6 wies auf e.nes ^ofies von 'derer Not hin. 'elfter Euler VuW" M Hitler '8- Abendoers „Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ Heff.Gaugeslügelschau in Butzbach Rohnnöbel Korbwaren all. Art WSsttieliuhen BlameBkriDpen Kinderstfihle uTische im 90. Lebensjahre. er- Wäscheluche 7)9W Otöftr«$€o 7090 A 7u911 Polstermöbel Merei-Verpachtung morhonha Stil* Die Ende d. I. fällig werdende Fischerei in der Lahn nebst den Teichen bei Alten- elgene beste Qualitätsarbeit, bei Gebr. Seelbach Grüne Heringe BratscheUfisch das sind die Spezialitäten des Wäsche- und Bettenhauses Pfd. 25 Pf. Pfd. 35 Pf. 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Dezember d. 3., mittags 3 Uhr, im Bahnhofshotel zu Braunfels auf weitere 12 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet. 7089D Braunfels, den 20. November 1933. Fürstliche Rentkammer. 7083d jetzt Seltersweg Nr. 2 0 U$orq(MtqA- UMtorwäAckes Achenbach- Garagen schloßen diese ichöne Feier. Herr bei deinem Die Veranstaltung hat nicht nur als Gemeinde Feierstunde, wieder innig zusammengeschiossen, sondern auch in . Bild, Wort und Lied etwas spüren lassen von dem großen Erbe unseres Reformators Martin Luther, den wir nicht feiern als einen Toten, sondern zu dem wir als deutsches Volk und evangelische Kirche uns bekennen als dem heute noch Lebenden, der zu uns gehört. Beroemg uon Mumrveilen. Der Abbruch des Hauses Schloßgasse 13 soll öffentlich vergeben werden. 7075D Angebote auf Vordruck sind bei uns PuDDenwagen größte Auswahl billigste Preise PL Henkel Sonnenstr. 18.06613 Damen-Ünterzieh-Schlttpfer, ß EE lein gewirkt, J uve n a . .0.90, v.Jv Damen-Hemden, echt Mako, mit ß Oß Bandträg. u. 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November, abends gegen 6 Uhr, entschlief sanft nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber, unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Herr Anton Bepperling im 69. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Bepperling nebst allen Angehörigen. Lollar, den 21. November 1933. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 22. November, nachmittags um 3 Uhr statt. und am Abend durch einen überaus zahlreich besuchten Familienabeno in Mills Saal gefeiert. Hier führten die Konfirmanden ein kleines Festspiel: „Der deutschen Knaben Lutherhcim" auf, der Ortspfarrer hielt einen Vortrag über „Luther, der Prophet", an den sich die Vorführung von Lichtbildern aus Luthers Leben und Zeit schloß. Die Vorführungen und Vorträge waren umrahmt von t Treis a. d. Ld a., 20. Noo. Der 450. G e - burtstag Martin Luthers wurde hier mit Festgottesdienst am Vormittag, bei dem der Kirchen- gesangoerein und die erste Schulklasse mitwirkten. Feinste Fischfilets Seefische Flußfische große Kundgebung der Geflügel- und Kleintierzüchter Hessens und Hessen-Nassaus statt. Sie wurde eröffnet und geleitet durch Gaufachberater Eckhardt, der Bezug nahm auf den nunmehr vollzogenen Zusammenschluß aller Geflügel- zuchtvereine. Nicht mehr herrschen Streitigkeiten unter den verschiedenen Vereinen, sondern volle Einigkeit. Dies sei lediglich unserem Führer zu oer- danken, auf den der Redner ein Sieg-Heil ausbrachte. Zunächst sprach dann Landstallmeister Dr. Den» ke r, da der Landesbauernführer Dr. Wa g n e r infolge einer Autopanne erst später eintreffen konnte. Dr. Denker erläuterte in großen Zügen den Zweck der hessischen Landesgeflügelzucht, beleuchtete das seitherige Auf und Nieder der Geflügelzucht infolge eines falschen Geltungsbedürfnisses der Einzelvereine. An Hand von Zahlen wies er daraufhin, daß noch ein großer Teil des Eierbedarfs aus dem Ausland bezogen werde, und betonte, daß die Geflügelzucht auf dem Lande und in den Bauernhöfen von Grund auf geändert werden müsse. Geflügel- zuchtstationen müßten eingerichtet, die Zwangsberingung eingeführt werden usw. Nack ihm sprach Professor Dr. Grein- Bonn über Versuche mit Futtermitteln. Er wies darauf hin, daß 1929 noch 100 Prozent Futtermittel ausländischer Herkunft gewesen seien. Deutscher Roggen sei fast gar nicht verfüttert worden, dabei hätten wir im Inland genügend Futtermittel, wie die Instituts- versuche erwiesen hätten. Inzwischen war Landesbauernführer Dr. Wagner erschienen. Er führte u. a. aus, daß früher irgendein Zweig der Landwirtschaft gefördert worden sei, heute fände Förderung der Gesamtwirtschaft statt. Es würde eine Neuordnung der Eierversor- aung und der Geflügelhaltung herbeigeführt werden. In der gesamten Landwirtschaft werde eine grundsätzliche Neuordnung platzgreifen, die weit entfernt von Liberalismus und Kapitalismus sei. Weiterhin nahm er Bezug auf das Erbhofgesetz, das auch für Geflügelzüchter einzuführen sei, wenn die gegebenen Verhältnisse vorlägen. Er betonte, daß ein rücksichtsloser Kampf gegen die Nörgler über das Erbhofgesetz geführt werden würde. Sodann sprach der Leiter des Instituts Oberer Konkurs-Versteigerung Donnerstag, 23. November, ab 2 Uhr, versteigere ick im Auftrage auf dem Lagervlav der ftirma Weimer, am Viehmarkt. folgende Gegenstände: 1 Bagger mit Dampfkessel, 2 Lokomotiven (90 Spur, 125 PS), 2 Beton-Mischmasch, mit Motor, 3 Mörtel-Mischmaschinen, Kippwagen, Gleise und Drehscheiben, 1 Lolomobil-Transportwaaen (Tragkraft 4OO.Betitn.), 1 schwerer Rollwagen (Tragkraft 200 Zentner, fast neu), fi Kabelwinden, 1 Eisenschneidmaschine m. Motor, 1 Biegemaschine mit Motor, 1 schwerer und em leichter Flaschernug, Drahtseile in allen Stärken, 1 Gießmaii mit Zubehör, 1 Motor (25 i'S), 1 Motor (4 rS), eine Hexe und 2 Schwellenwinden. 7073A Versteigerung bestimmt. Ludwig Hartmeh, Auktionator und Taxator, Neuenweg 28 Gesangsvorträgen des Gesangvereins „Liederkranz", ! des Kirchengesangvereins und der ersten Schulklasse. Der Posaunenchor begleitete die Gemeindegesänge. | zrrc.. m it < Eichelsdorf, 20. Noo. In der hiesigen Kirche wurde gestern von den Konfirmanden und einigen erwachsenen Personen ein Lutherfest- spiel zur Darstellung g ebracht, das eine tiefe Wirkung auf alle Besucher ausübte. Sprechchore wechselten mit Liedern, Gemeindegesängen, Einzelstimmen und zeigten das Werk des großen Rewr- 1 mators. Pfarrer Müller sprach die verbindenden Worte. Anschließend an diese Feierstunde wurde eine L u t h e r l i n d e vor der Kirche gepflanzt. pb. Butzbach, 19. Nov. Nachdem am Samstagvormittag über ein Dutzend Geflügelpreisrichter übet die mehr als 2000 Nummern enhaltenden Tiere ihr Urteil gefällt und die Preise festgesetzt hatten, fand nachmittags in Gegenwart einer größeren Anzahl Ehrengäste d;e Eröffnung her AuSste lung statt. Erschienen waren u. a. als Vertreter des Schirmherrn, Reichsstatthalters Sprenger, Kreisleiter Seipel (Fauerbach 0. d. H.), als Vertreter des Landesbauernpräsidenten Dr. Wagner der Leiter der Hauptabteilung II des Hess. Bauernstandes Pg. Georg Sauerbier (Georgenhos), Landstallmeister Dr. Denker, Gaittachberater beim Agrarpolitiken Amt der NSDAP., Pg. G. Eckhardt und sein Vertreter Pg. Rummel, der Geschäftsführer beim Agrarpolitischen Amt der Gauleitung der NSDAP. Pg. Schmidt, der Vertreter der Stadt Bürgermeister Dr. Scheller, der Vertreter des Kreisamts Friedberg Regierungsrat Dr. Andres ufw. Namens der Ausstellungsleitung begrüßte der Vorsitzende des hiesigen Geflügelzuchtvereins, Weißbindermeister Georg Dahmer, die Erschienenen und dankte für die allseitige Unterstützung, die der Leitung zuteil geworden ist. Hierauf sprach Gaufachberater E ck a r dt (Heppenheim a. d. Wiese) und drückte seine Freude aus über die äußerst starke Beschickung und das gute Tiermaterial: so was sei nur möglich durch die Zusammenfassung aller Züchter in der Bauernkammer. Bürgermeister Dr. Scheller sprach herzliches Willkommen aus und nahm Bezug auf die Verbundenheit von Stadt und Land. 'Für den Herrn Reichsstatchalter und Schirmherrn sprach Kreisleiter Seivel Degrü- hungsworte und das Bedauern aus, daß es dem Herrn Reichsstatthalter aus dienstlichen Gründen nicht möglich gewesen sei, selbst zu erscheinen. Als Vertreter des Landesbauernpräsidenten begrüßte Dr. Keller die Versammlung und sprach seine Anerkennung über die Schau aus. Nachdem noch der Leiter der Hauptabteilung II des Hess. Bauernstandes Georg Sauerbier seiner Freude darüber Ausdruck gegeben hatte, daß er als geborener Butzbacher hier eine derartig gute und große Schau miteröffnen könne, wurde die Ausstellung für eröffnet erklärt. Am heutigen Sonntag fand vormittags im großen Saal des „Hessischen Hofes" eine Hardthof bei Gießen Dr. Lang. Er führte u. a. aus, das Institut sei 1924 eingerichtet worden, und bezwecke ein gutes Einvernehmen zwischen diesem und den anderen Züchtern zu pflegen; er forderte diese zur Mitarbeit auf. Zum Schlüsse sprach noch Gaufachberaterin Frl. B 0 p f. Sie übermittelte Grüße und Dank namens der hessischen Bäuerinnen, und sprach die Bitte um Unterstützung aus. Sie nahm Bezug auf den Lu- thertag und bezeichnete den damaligen Anbruch einer neuen Zeit mit der heutigen Zeit in einer Linie liegend. Die Männer hätten das neue Haus gebaut, die Frauen wollten helfen, es wohnlich einzurichten. Hierauf wurden von dem Kundgebungsleiter die ersten 5 Auszeichnungen bzw. 1. Preise bekanntgegeben, die vom Landesbauernführer Dr. Wagner überreicht wurden. Die Auszeichnung erhielten: 1. Adam W a l z - Alsheim, 2. Adam Preusch - Vockenrod, 3. Geflügelfarm Dahmer und Schmidt- Butzbach, 4. Haushaltungsschule Michelstadt, 5. Geflügelfarm Walldorf- Mörfelden. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und dem Ge- fang des ersten Verses des Horst - Wessel - Liedes schloß die Kundgebung. Oderheffen. Lanokrcis (Rieften. * Lang-Göns, 21.Nov. Frau Marie Müller, geb. Nickolai, Bismarckstraße 1 wohnhaft, kan am heutigen Dienstag in bester Rüstigkeit ihren 7 0. Geburtstag begehen. * Grünberg, 21. Noo. Gestern abend ereignete sich hier ein Unfall. Der etwa 60jährige Kaufmann Konrad Schäfer von hier glitt auf feuchten Blättern aus und stürzt« so unglücklich auf das Pflaster des Gehsteigs, daß er einen Schenkelhalsbruch erlitt und von der Freiwilligen Sanitätskolonne Gießen nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden mußte. „riecht möglichf Eine Ausstellung von Posterisan! Das hätte ich allerdings in Budapest nicht erwartet „Und wer hat Dir tagelang zugeredet. doch wenigstens den Versuch einer Nachfrage nach Posterisan zu machen, anstatt Dieb noch länger mit Hämorrhoiden schmerzen zu quälen' Es lag doch nahe, daß dieses hervorragende Heilmittel auch im Ausland bekannt ist Hast recht Schwester lein 1 Ich oätte gleich aut Dich hören sollen^ In allen Apotheken Posterisan Salbe für RM IM Posterisan Zäpfchen für KM 435. Landtreis Gießen. X Wieseck, 20. Nov. Zur Feier der 450jährigen Wiederkehr von Martin Luthers Geburts- t a g hatte unser Dorf reichen Flaggenschmuck angelegt. 'Nach dem gutbesuchten Haupigottesdienst am Vormittag, in dem die Schulklasse unter Leitung von Lehrer Stoll zwei schone Lieder sang, wurden am Nachmittag durch Lautsprecher die Sendungen des Deuifchlandsenders und des Südfunks über Luther in die Kirche übertragen. Die Firma Friedrich K e ß - l e r hatte sich hier uneigennützig in den Dienst der Sache gestellt. Am Abend fand als Abschluß des Luthertages eine starkbesuchte Feierstunde in der Kirche statt, in der Lichtbilder aus Luthers Leben nach Radierungen von Gustav König und Darstellungen über die Entstehung der Bibel und deren Verbreitung bis in die heutige Zeit gezeigt wurden. Für die Schuljugend ging am Samstagabend dieselbe Filmvorführung voraus. cxd Großen-Buseck, 20. Nov. Außer dem Festgottesdienst am Luthertag, in welchem der Posaunenchor mitwirkte, fand abends in der Kirche noch eine Luther-Feier statt. Konfirmanden trugen passende Gedichte vor. Der Ortsgeistliche hielt einen Vortrag über das Thema: „Was Luther uns als Deutscher zu sagen hat!" Zwei Gesangsvorträge der letzten Schulklasse (Leitung: Rektor Inder- t h a l) verschönten die Feier. Den Abschluß bildeten Lichtbilder, die, vom Ortspfarrer erläutert, in das Leben Luthers und seine Bedeutung als Reformator einführten. y Ruttershausen, 19. Nov. Heute wurde der Luthertag in unserer Kirche zu Kirchberg würdig begangen. Die Teilnahme der Bevölkerung aus den Kirchspielsgemeinden Staufenberg, Lollar, Mainzlar, Saubringen und Ruttershausen war aus allen Ständen sehr gut. Einen besonders guten Eindruck machte es, daß die HI. und das Junavolk trotz des Dienstes mit ihren Wimpeln sich zahlreich an der Feier beteiligte. Der Höhepunkt im Festgottesdienst war der Gesang des Turn- und Gesangvereins (gemischter Chor) Lollar (Ehrenchormeister und Lehrer Eberle, Lollar) von der ftreitenoen Kirche Christi, dem im Wechselgesang die Gemeinde mit „Ein' feste Burg" antwortete. — Die Pflanzung der Luther-Eiche vor der Kirche war kurz und würdig. Zwei Konfirmanden deklamierten passende Verse, denen der Sprechchor aller Kinder antwortete. Die beiden Geistlichen, Bürgermeister Wagner (Lollar) als Vertreter des Gesamt- kirchenoorstandes und beauftragt als Vertreter der politischen Vertretung der NSDAP, im Kirchspiele, die beiden Sturmführer der SA., Wehr (Mainzlar) und Hildesheim (Lollar), sowie Rektor Keller (Lollar) für die Lehrerschaft, beteiligten sich an der Pflanzung mit passenden Worten. Den Schluß machte Kirchengemeindevertreter Becker (Ruttershausen), der mit einem selbstverfertigten Gedicht tiefen Eindruck machte. Das kurze Ehrsn- Plötzllch und unerwartet verschied gestern mittag um 2 Uhr mein liebes Mütterchen, meine herzensgute Schwiegermutter, unsere treubesorgte Großmutter und Urgroßmutter Frau Elisahelhe LöM Wwe. Sriftie Sitoe für Mittwoch, Donnerstag, Freitag Wi KnllkllklN ".Seelachs o.K.,Pfd.25-- fiSim Ausschnitt Md. 284 ff.Sckellfifcke 0. K.. . Pfd. 45/504 frischer (Goldbarsch o.K.. Pfd. 28-z frische Filets......Pfd. 45 und 554 Minge.............Pfd. 284 Bratberinge,D.35,63,1.25u.8Ltr.4.25 BiomaOckheringe | 4 Liter 2 65 Beringe in Gelee I unö 4 Vltet ardinen und Bismarckberinge, lose.............Pfd. 45-- fl.Slllierkraill.eig.Einschnitt,3Psd.504 Richard Gvnnewald Bahnbosstr. 27 oeeee Fernruf 3631 Bekanntmachung. Betr.: Bildung des Wiesenoorstandes für die Gemarkungen Gießen und Schiffenberg. 7077C Als Mitglieder des Wiesenvorstandes sind die Herren Willy Noll, Landwirt, Neu- ! stadt 47, Karl Uhl, Landwirt, Ebelstr. 28, Wilhelm höchst, Landwirt, Marburyer Straße 66, Heinrich Weber, Landwirt, Kaiserallee 43, und als Ersatzmitglieder die Herren Georg Odel, Landwirt, In Löbers- Hof 5, und Franz hennecken, Landwirt, Marburger Straße 65, vom Äreisamt Gießen bestellt und verpflichtet worden. Gießen, den 18. November 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Selb. Mahnung. Die Beiträge für den Monat Oktober 1933 können noch bis zum 25. November 1933 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Beitreibung. 7076D Die Einzahlung kann täglich von 8 bis 13 Uhr. außer Samstag, an unsere Kasse oder auf unser Postscheckkonto Amt Frankfurt a. M. Nr. 10833 erfolgen. Allgemeine Ortskrankenkasse Giehen-Sladk. ____________S) i n 11 e r, Rechner.____________ Mahnung. Die Zahlung der für den Monat Oktober 1933 rückständigen Beiträge zu unserer Kasse wird mit Frist bis 30. November 1933 gemahnt. 7086D Nach diesem Termin erfolgt Kosten- berechnung und Zwangsbeitreibung. Samstags können Einzahlungen nicht getätigt werden. Gießen, den 20. November 1933. Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen-Land. Wirtsdiaftsbarometer '.er £ •'S'S „ C «s. J 2 "2 £ £ j? ■ :J'\ \illllA ;■■ X A Mit Voraussagungen und Prophezeiungen, die auf bloßen Schätzungen und Vermutungen fußen, ist das so eine Sache. Genau so unsicher wie ihre Voraussetzungen sind auch die Folgerungen — sie sind praktisch nicht verwertbar. Eine ganz andere Sprache spricht der Anzeigenteil einer Zeitung, der als untrügliches Wirtsdiaftsbarometer nur Tatsadien registriert und nur den lat- sachen das Wort erteilt. Daß z. B. in den letzten Monaten mehr Anzeigen in der Tagespresse erschienen sind als vorher, ist eine Tatsache, an der nicht zu rütteln ist. Mehr Anzeigen heißt aber mehr Vertrauen, bedeutet bessere Geschäfte, bestätigt mit Nachdruck den Aufschwung der neuen Wirtschaft Natürlich ist diese Kontrollmöglidikeit der Anzeige einer Zeitung nur eine günstige Begleiterscheinung ihrer eigentlichen Aufgabe, die aber wiederum ihre ungewöhnliche VV iditigkeit klar beweist. In erster Linie ist die Anzeige dazu da, das Vertrauen zwischen Industrie und Handel einerseits und der großen Masse der Volksgenossen andererseits kräftig zu untermauern. — Lnd das erreicht sie in vorbildlicher Weise durch ihre segensreiche Doppelwirkung: Sie vermittelt der einen Seite gründliche Warenkenntnisse und damit günstige Einkäufe - der andern Seite aber hilft sie dankbare Abnehmer finden« Zeitungs-Anzeigen helfen kaufen und verkaufen