Zamstag, 21. Moder 1953 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 247 Drittes Blatt Lokattermin„unte^ dem Reichstag Gerichtshof und Pressevertreter besichtigen im Reichstagsbrandstifterprozeß den unterirdischen Gang, der vor allem in dem berüchtigten „Braunbuch" eine große Rolle spielt. % Eine Ehrenhalle für die Kriegsopfer. Ä Im Berliner Albert-Leo-Schlageter-chaus wurde anläßlich der Reichstagung der Nationalsozialistiichen Krieqsopserversorgung eine Ehrenhalle geweiht, in der künftig alle Fahnen der Berliner Natlonalsozia- listischen Kriegsopferversorgung untergebracht werden sollen. — Unser Bild zeigt den Reichsfuhrer Hans Oberlindober (X) bei seiner Ansprache. Graf Helldorf bei der Zeugenaussage. OerMann,deri>as Dynamit erfand H Mk M . — y ™ - .z- W - ■ - ■ ■ I Sie „Wer»" ','Was^hat^ denn das damit zu tun?" Blob weil Sie sagen, er ist grün. "Das bezieht sich nicht auf unfern Maxie. "Ach entschuldigen Sie! Ich weiß letzt, was meinen Sie meinen den Watv. „Nein, den Wald meine ich auch nicht. "®o^fpiettr feine" !R=Ue Ich meine den Vogel/ "Der Vogel ist prim?" Lohengrin und der Brummer von Georg Mühlen-Schwte Alle Morgen um die Einholestunde stehen die „Tratschen" vor meinem Fenster. Die Tratschen, das sind zwei Frauen mit Marktnetzen am Arm, mit der Wichtigkeit von Geheimkurieren im Gesicht, mit der Ausdauer von Schildwachen in den Kniekehlen, mit dem Mitteilungsbedürfnis von Lyceums- fchülerinnen lm Herzen und mit dem Hellen, frohen Klang von ganz jungen Gockelhähnen in den Halfen. Alle Morgen haben sich die Tratschen was Neues zu erzählen; sie erfüllen mein stilles, südliches Heim mit der Verkündung wildbewegter Geschehnisse aus Haus, Hof und Garten, und sie bringen mich so nach und nach um Sinn und Verstand. Das wird jeder begreifen, der zum Beispiel die Unterhaltung der Tratschen von gestern morgen vernimmt: „Denken Sie sich doch bloß mal an, Frau Schimmeln — unser Maxie hat einen kleinen Vogel..." „Sehn Sie, das habe ich schon immer zu meinem Mann gesagt." , .q„ „Was haben Sie zu Ihrem Mann gesagt? „Na ja, ich hab's nicht so direkt gesagt. Ich habe bloß gesagt: Du, der Maxie von Peschkes, der muß einen Pinguin im Ohr haben. „Wie können Sie denn sowas sagen, Frau Schim- me„21ber Sie sagen es doch selber, Frau Peschke'n." Was sage ich?" „ "Daß Ihr Maxie einen kleinen Vogel hat. "Das bezieht sich auf was ganz anderes. Lassen Sie mich doch mal au reden." im Waid ®rd)iftn,annebenUerf. zehn Jahre alt." Graf Helldorf, der frühere Gruppenführer der Berliner SA., jetzt Polizeipräsident von Potsdam, wird im Reichstagsbrandstifterprozeß als Zeuge vernommen, um die in dem berüchtigten „Braunbuch" gegen ihn erhobenen Beschuldigungen zu entkräften. ::«eÄ50ift"ee cm Lau»Ir°,ch. Unser Dieter hatte auch mal einen." „Was reden Sie denn bloß, Frau Schimmel'n? Laubfrosch ist doch kein Vogel." „Ich habe ja auch nicht gesagt, daß er einen Vogel hatte, unser Dieter. Er hatte einen Laubfrosch. Hektor hieß er. Einmal ist er mir in den Gurkensalat gehüpft. Er wollte einen Brummer fangen " „Genau wie unser Maxie." „Machen Sie keine Sachen, Frau Peschke'n! Ihr Maxie ist Ihnen in den Gurkensalat gehüpft?" „Davon spricht ja keiner. Unser Maxie wollte einen Brummer fangen. Er saß auf dem Fensterbrett ..." . „Diese Lümmels! Wie leicht hätte er runterrallen können." „Wer?" „Ihr Maxie. Dabei wohnen Sie doch im vierten Stock Unser Dieter ist mal als ganz kleines Kind von Hochparterre runtergefallen. Zum Glück hat ihn ein alter Herr aufgefangen." „Aber er hat ja gar nicht auf dem Fensterbrett alte Herr? Nein, der hat unten auf der Straße gestanden." Sie verstehen mich falsch, Frau Schimmln. Ich meine, unser Maxie hat nicht aus dem Fensterbrett gesessen. Unser Maxie hat in der Stube gestanden. Aus dem Fensterbrett hat der Brummer gesessen. „Ach und den wollte Ihr Maxie fangen?" „Ja. Für Lohengrin." „Wieso für Lohengrin?" „Na, für den Vogel." „Ach, es handelt sich wohl um einen Schwan? Wie kommen Sie denn darauf, Frau Schim- me'l'n?! Es handelt sich um einen kleinen, grünen Vogel. Einen Zeisig oder sowas. ., r ., „ „Dann kennen Sie aber den Lohengrin schlecht. ",Na^Lohengrin, das ist doch der komische Kürassier mit dem Schwan." , . . - . „Aber Frau Schimmel'n, das spielt ia gar keine Das spielt keine Rolle? Dann möchte ich Sie bloß mal fragen, wie so'n kleiner, grüner Zeisig den schweren Mann in dem Blechsakko hinter sich herziehen soll. Ist ja Tierquälerei, sowas. „Ich meine, das spielt keine Rolle in dem, was ich Ihnen erzähle. Unser Maxie hat den Vogel .Lohengrin' genannt. Das kann ihm kein Mensch verwehren." „Nein, aber es ist Quatsch! „Sehn Sie mal an! Und was ist das, wenn Ihr Dieter seinen Frosch .Hektor' nennt?" „Das hat einen Sinn. Unser Dieter meint, Hektor Nein, aber Brummer/ wie er den mir ja furchtbar leid. Hat Tut dem Hektor, die Sache." den Brummer fangen Splitter eingerissen, ganz dem Splitter, einen Brum- sich das! dem Feuer." „Und ich meine Kartoffeln. Nun aber Schluß, Frau. Schimmel'n! Auf Wiedersehn!" „Auf Wiedersehn, Frau Peschke'n!" Zu Alfred Nobels 100. Geburtstage am 21. Oktober Von Or. Georg Böse. war ein Frosch, weil er sich von Achilles hat be- siegen lassen." . _ „1L „Na, jedenfalls hat er sich dabei einen Splitter eingerissen." „Einen Splitter? Eine Lanze hat er sich ein- gerissen." „ . „Nicht doch, nicht doch, Frau Schimmeln! Em ganz kleiner Splitter war es. Ich muß es doch wissen; ich habe doch dabei gestanden" „Nun machen Sie aber'n Punkt, Frau Peschke'n. Wie können Sie denn dabeigestanden haben?! Ist doch mindestens hundertfufzig Jahre her" „Ach, und wollte..." „Da hat er recht." Hand." „Bäcks! Hoffentlich hat er ihn nicht zerquetscht." „Wen?" „Na, den Brummer in seiner Hand." „Ach, der ist ja weggeflogen." „Sie sagten doch eben, er hat ihn in der Hand gehabt." „Aber nicht den Brummer. Den Splitter hat er in der Hand gehabt." „Was wollte er denn damit?" „Gar nichts wollte er damit." „Das verstehe ich nicht. Weshalb greift er denn danach, der dumme Junge." „Aber paffen Sie doch mal auf, Frau Schimmel'n! Er wollte doch den kleinen, grünen Vogel füttern, den Lohengrin ..." „Na, frißt denn der Lohengrin Splitter?" Die Lust zum Erperimentieren lag chm vom Vater her im Blut. Auch das Planen in die ferne Zukunft hinein und die Verbindung von phantasie- beschwingtem Denken und dem sicheren Blick für das praktisch Verwertbare waren Erbteil des Vaters Immanuel Nobel, der viele Jahre seines Lebens als Pulverfabrikant der russischen Regierung in Petersburg verbrachte und durch einige Erfindungen auf dem Gebiet der Explosivstoffe schon in Fachkreisen Aufsehen erregt hatte. In Petersburg wurde Alfred Nobel am 21. Oktober 1833 geboren. Der .Vater kehrte 1859 in seine schwedische Heimat zurück, wo er sich in Stockholm niederließ und unbeirrt an der Verbesserung der Sprengstoffe weiterarbeitete. Mit Hilfe des von ihm erfundenen Zündhutes, der eine Explosion des Nitroglycerins durch Zündung von innen her ermöglichte, wußte er einen .Sprengstoff herzustellen, das Sprengöl. Ein paar Jahre später flog die Fabrik des allen Nobel in die Luft. Mehrere Personen, darunter der jüngste Bruder Alfred Nobels, fanden den Tod. Diese furchtbare Katastrophe und das Verbot der schwedischen Regierung, in Stockholm eine neue Fabrik zu errichten, veranlaßten den alten Nobel, sich auf dem Mälarsee auf einem Floß ein Laboratorium zu bauen, wo die Versuche fortgesetzt wurden. Nichts kann die fast verbissene Zielstrebigkeit, die Vater und Sohn in gleicher Weise auszeichnete, eindrucksvoller veranschaulichen, als diese Tatsache. Der Sohn, der das Unternehmen I bald ganz in die Hand nahm, arbeitete unermüdlich weiter. Der Weg war ihm auch äußerlich oorge- I zeichnet. „Was?" „Na, das mit dem Achilles und Spielt doch im Siebenjährigen Krieg, „Davon rede ich doch gar nicht." „Na, wovon reoen Sie denn?" „Ich rede von unferm Maxie und den er sich eingerissen hat. Er wollte mer fangen. Und nun stellen Sie sich vor: Der Junge greift zu — bums! —, hat er ihn in der „Alfted Nobel machte einen sehr sympathischen Eindruck ... er war damals 43 Jahre alt, von Gestalt unter Mittelgröße, weder häßliche noch schöne Züge, etwas düsterer Ausdruck, nur gemildert durch sanfte blaue Augen; in der Stimme einen melancholischen oder abwechselnd satirischen Klang. Traurig oder spöttisch, das war ja auch seine Art. War Byron darum sein Lieblingsdichter?" So schildert ihn im Jahre 1876 einer der wenigen Menschen, mit denen Alfred Nobel durch eine wärmere menschliche Beziehung verbunden war. Man müßte vielleicht hinzufügen, daß er ein heimlicher Dichter mar, und daß tief in ihm der Hang des nordischen Menschen zum Grübeln lebte. Wenn er sich zeitweilig auch von seiner Umwelt abzuschließen pflegte und sich ganz in seine Arbeit vergrub, so war er doch kein Kauz, kein verbitterter Sonderling oder ein grollender Titan. „Er wußte so fesselnd zu plaudern, zu erzählen, zu philosophieren, daß seine Unterhaltung den Geist ganz gefangen nahm. Mit ihm über Welt und Menschen, über Kunst und Leben, über die Probleme der Zeit und Ewigkeit zu reden, war ein geistiger Hochgenuß. Vom gesellschaftlichen Leben hielt er sich fern — gewisse Formen der Schalheit, der Falschheit, Frivolität flößten ihm zornigen Ekel ein." Daß er bis zu seinem Ende unverheiratet blieb, daß ihn das Gefühl des Mißtrauens gegen seine Mitmenschen selten verließ, daß die wenigen Auserwählten bei ihm aber ein fast grenzenloses Vertrauen fanden, daß wir in seinem Leben nichts über die verzehrende und beglückende Leidenschaft der Liebe erfahren: das alles rundet das Bild feiner Persönlichkeit ab. Allerlei vom Gold. Mancher hat wohl schon davon geträumt, daß er in einer Münze vor den aufgestapelten Goldbarren die Erlaubnis erhält, soviel mitzunehmen wie er möchte. Aber die Reichtümer, die er wegtragen könnte, wären kaum so groß, wie man sich vorstellt, denn Gold im Werte von etwa 100 000 Mark wiegt schon fast einen Zentner. Das Gewicht des Goldes, das jetzt jährlich aus der Erde gewonnen wird, beläuft sich auf etwa 600 Tonnen. Gold ist in allem Meereswaffer, aber in so geringen Mengen, daß sich die Ausbeutung nicht lohnt. Die große Schwere des Goldes ist der Hauptgrund dafür, daß das Herauswaschen aus den Sanden der goldführenden Flüffe so einfach ist. Da die Gold- stäuvchen etwa siebenmal schwerer sind als der Sand, bleibt das Gold in der Pfanne des Goldwäschers zurück. Als das Gold im Bonanza-Fluß bei Dawson zuerst entdeckt wurde, da behielten manche Wäscher so viel des kostbaren Stoffes in ihren Pfannen, daß sie am Tage 4000 Mark erbeuteten. Heute gibt es nur noch wenige Ströme in Neu-Guinea, Ostafrika und Britisch-Guiäna, in denen das Goldwäschen sich lohnt. Kein so gewaltiges Goldbergwerk wie das in Transvaal ist wieder entdeckt worden, wenngleich in neuester Zeit allenthalben der Goldbau da wieder getrieben wird, wo man ihn bereits eingestellt hatte. In Transvaal schätzt man die Menge goldführenden Gesteins, die noch vorhanden ist, auf 550 Millionen Tonnen. Eine Eigenschaft, die besonders zu dem hohen Wert des Metalls beigetragen hat, ist die große Haltbarkeit des Goldes. 6000 Jahre alter Goldschmuck, der kürzlich in Mesopotamien ausgegraben wurde, war nocy so unversehrt wie am ersten Tage. Wenn man aber meint, daß von dem Goldvorrat der Welt nichts oder wenig verloren geht, so täuscht man sich. Großen Mengen Goldes werden zur Verfertigung von Schmuck, von den Zahnärzten und von verschiedenen Handwerken verwendet. Bei Feuersbrünsten schmilzt häufig auch Gold ein, das man nicht wiederfindet, bei Schiffbrüchen sinkt es auf den Boden des Meeres. Reines Gold ist sehr weich und muß daher bei der Ausmünzung mit Kupfer ober Silber legiert werden. Die Juweliere benutzen verschiedene Metalle zur Goldlegierung und verleihen ihm dadurch eine größere Schönheit. So entsteht das farbige Gold, das heute fo beliebt ist. Rotes Gold wirb burch eine Verbindung von 25 Tellen Kupfer mit 75 Teilen Gold gewonnen, grünes Gold durch eine Legierung von 25 Teilen Silber mit 75 Teilen Gold, während beim Blaugold 25 Teile Eisen zu 75 Teilen Gold hinzukommen. „Ach so ist er denn große Schmerzen?" „Nein, gar nicht. Ist ja längst wieder raus, der Splitter. Es brennt bloß noch ein bißchen." „Es brennt? Himmlische Güte!" „Was ist denn? Sie werden ja ganz blaß. „Ja, mir fällt ein: Ich habe ja mein Fleisch auf Der Gebrauch von Nobels Explosiva! hatte sich bald in mehreren Minen Schwedens eingebürgert und nahm von dort, wenn auch zuerst sehr zögernd, seinen Siegeslauf durch die Welt. Noch lange hat man nicht alle Eigenschaften des Nitro-Glyce- rins getonnt und sich deshalb gegen feine furchtbaren Wirkungen nicht genügend schützen können. Die größte Gefahr des Sprengöls lag in feiner flüssigen Form. Leicht konnten kleine Mengen des Oels heraussickern, durch Stöße zur Explosion gebracht werden und dann größere Stoffmengen entzünden. Deshalb war Nobels ganzes Streben darauf gerichtet, dem Sprengstoff feste Gestalt zu geben. Die Lösung dieses Problems gelang bekanntlich dadurch, daß das Nitro-Glyzerin an Kieselgur gebunden wurde. Die Entdeckung ist einem Zufall zu verdanken. Einem Zufall? Ist es cm Zufall, wenn jahrzehntelange Forschung und kühne Beharrlichkeit aus dem Feld der technischen Möglichkeiten, das das rastlos arbeitende Gehirn noch allen Seiten durcheilt, einmal zu dem Punkt führen, wo I n tut t > oin und Wirklichkeit sich finden, wo Phantasie und Denken sich in die lohnende Tat umsetzen Jeden» falls ein bequemes Geschenk des Himmels war diese Entdeckung nicht. Eines Tages war aus einer ge- sprungenen Flasche ein wenig Nitro-Glycerm gestossen und hatte sich mit dem Verpackungsmaterial Müterhilfswerk des Deutschen Volkes 1933/34. (Hauführung Hessen-Nassau. Frankfurt a. M., Taunusstrahe 111, Telephon 32288. Postscheckkonto: Franksurt 0.211. 28100. Bankkonto: Nassauische Landesbank, Frankfurt a. 2IU Girokonto 6200. vermengt. Dieses Verpackungsmaterial, eine poröse Erde Jtiefelgur", von der es z. B. in der Lüneburger Heide große Borkommen gibt, bildete mit dem Nitro Glycerin zusammen einen dichten Mörtel. Das war die langgesuchte Mischung, in der die explosiven Eigenschaften des Nitroglycerins erhalten blieben und die doch zugleich die Gefahr der unberechenbaren Entladung auf ein Mindestmaß beschrankte. Der neue Stoff erhielt den Namen D y - n a m i t. Die Erfindung wurde 1876 in Schweden patentiert und machte Alfred Nobel mit einem Schlage in aller Well berühmt. Ein Unglücksfall kam der Ausbreitung des Dynamits zu Hilfe. Ein Schiff, das auf dem Wege nach Peru in seiner Ladung ein Paket Dynamit mitnahm, explodierte in der Nähe von Lima. Von dem Schiff und seiner Mannschaft blieb überhaupt keine Spur zurück. Drastischer konnte die Wirkung des Explosivstoffes nicht gezeigt werden. Die furchtbare Katastrophe wirkte wie eine gigantische Reklame. Die europäischen Staaten begannen sich für seine Erfindung zu interessieren. Es begann die Zeit der Fabrikneugründungen, der Reisen durch aller Herren Länder, der Verhandlungen und Verträge. Die stille Arbeit in den Laboratorien an der Verbesserung des Sprengstoffes ging weiter. Das Kieselgur, das die Rolle eines trägen Körpers spielte, wurde durch Collodium ersetzt. Die neue Masse, eine Mischung von Nitro-Glyzerin xmdCollodium, wurde unter dem Namen „Dynamit-Gummi" 1876 patentiert. Diesen Erfindungen schloß sich fast ein Jahrzehnt später das r a u ch s ch w a ch e Pulver an. Alfred Nobel entfaltete eine weitverzweigte Tätigkeit; neben seinen eigenen Gründungen beteiligte er sich an den Unternehmen seines in Rußland gebliebenen Bruders in der kaukasischen Petroleumindustrie. Der große Erfolg und ein unstillbarer Ar- beitsdrang trieben den rast- und ruhelosen Menschen au immer neuen Versuchen und Projekten auf verschiedenen Gebieten. In seiner gesamten Schaffenszeit hat Nobel 120 Patente genommen. Eine große Anzahl von Anregungen „zum Gebrauch derjenigen, welche freie Zeit haben", hat die weitere Entwicklung der Technik gefördert. Bald war er in Deutschland, dann wieder in Schweden oder in Frankreich. Er war der deutschen und der französi- sihen Sprache ebenso mächtig wie der schwedischen. Längere Zeit hat er in Paris gelebt, das er 1891 endgültig verlieh, um sich in San Remo an der Rivera niederzulassen, wo er sich ein Haus baute. Dort starb er im Aller von 63 Jahren am 10. Dezember 1896. Alfred Nobel, der Erfinder des Mittels, das die Entwicklung derKriegstechnik jo stürmisch vorantrieb, war selber keine kriegerischeNatur. Er glaubte an die Ueberroinbung des Krieges in einer fernen Zukunft, blieb in feinen Visionen jedoch immer nüchtern und — ohne Illusionen — immer mit der Wirklichkeit verknüpft. Seine Erfindung feilte den Äriea ad absurdum führen helfen und zu nützlichem Dienst an der Menschheit eingespannt werden. Eng verbunden mit dieser Anschauung war (ein Glaube on die segensreichen Wirkungen von Wissenschaft und Technik; aus diesem Geist entstand die N o b e l- ft i f t u n g, der er sein ganzes Vermögen vermachte: für den Fortschritt des Friedens und der Wissen- fchasten. Er war immer bereit, feinen Mitmenschen au helfen Dabei verriet sich feine geheime Liebe x •iTr.1UIPer un& Phantasten; er konnte verschwen- oertfd) beschenken, mit dem gütigen Lächeln dessen, öcr um die tiefe Wahrheit der Träume weih. Kurz vor seinem Tode äuherte er sich zu feinem Freunde Charles Barn: „Ich habe nicht daran gedacht, einem homme d'aetion etwas zu testieren, denn ein foldjcr wurde damit der Versuchung ausgesetzt sein, mit Der Arbeit auhuhören. Dagegen will ich gern Öen Träumern helfen, denen es schwer fällt, sich durch das Leben hindurchzukämpfen. „Hier lebte er, der sein Leben ganz auf sichtbare Erfolge und loh- nenöe Ziele eingestellt zu haben schien, die sorg- losere, leichtere und lebensfreudige Seite seines Wesens aus. So wollte er in anderen das erfüllt sehen, was ihm in sich zu verwirklichen nicht vergönnt war. Wie olle Grohen im Reiche des Geistes blieb Alfred Nobel zeitlebens ein einfacher Mensch. Als ihm von einer Seite in nicht eben sehr taktvoller Weise eine Ordensauszeichnung als 'Belohnung für eine größere Stiftung angeboten wurde, muhte der Biieischreiber diese stolze Ant- wort lefen: „Einige Zeilen Ihres liebenswürdigen Briefes erklären sich durch die Tatsache, bah wir uns nicht kennen. Möglicherweise ist unter der halben Milliarde von meinesgleichen einer dabei, der ebtnfo gleichgültig ist wie ich gegen Ehrenbezeich» nungen, aber es gibt sicher keinen, der es noch mehr ist als ich. Man kann sie nicht ablebnen, ohne als Original zu gelten, wenn sie einem angeboten werden, aber sie machen einem gewöhnlich Unbequemlichkeiten und find mir daher zuwider." Von der Deutschen Burschenschaft Bon den kr.egsfre,willigen Studenten der Be- treiungskriege 1813,14 wurde nach chrer Rückkehr in die Heimat in der „Tanne zu Jena die Bur- fchenschait in Form eines Zusammen,chlusses der ch r i st 1 i ch - d e u t s ch e n Studenten gegrun- bet Das 3ie( war, alle Studenten einer Universität in der Burschenschaft zusammen zu fassen, ein (Be- danke der im Nationalsozialistischen Studentenbund unserer Tage wieder lebendig geworden ist. Die Universität Gießen spielte in jener Zeit dadurch eine hervorragende Rolle, daß hier einer der bedeutendsten Köpfe der neuen national-politt- scheu Bewegung wirkte: Karl Folien, lieber das Wirken dieses außerordentlichen Mannes — er hat den Bund der „Gießener Schwarzen" ge- gründet, die damals und auch später wegen der Unbedingtheit ihrer Auffasiungen in besonderem Maße den scharfen Verfolgungen der reaktionären Regierungen ausgesetzt waren — hat der ftühere Direktor der Universitäts-Bidliothek, Geheimrat Prof. Dr. Hermann Haupt, Mitglied der Würzburger Burschenschaft Arminia, der Gießener Bur- schenschasten Frankonia und Germania und der Burschenschaft Saxonia in Hann.-Münden, im Jahre 1907 in den „Mitteilungen des Oberhessischen Ge- schichtsvereins" ausführlich berichtet. Infolge der schon erwähnten Verfolgungen durch die Zentral- Untersuchungs-Kommission in Mainz und die Hes- fische Regierung, die entsprechend ihrer partikula- ristischen Einstellung in der großdeutsch gerichteten Burschenschaft eine staatsfeindliche Vereinigung sah, gingen die verschiedenen, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Gießen gegründeten Burschenschaften alle wieder zugrunde. Erst die 1851 ins Leben gerufene „Germania" konnte sich halten; ihr folgten 1862 die „Alemannia" und 1872 die „F r a n k o n i a". Die Deutsche B u r s ch e n sch a f t, die seit der Bereinigung mit den österreichischen und sudetendeutschen im Jahre 1919 etwa 170 Einzelburschenschaften umfaßt, zählt heute rund 10 000 Aktive und 31 000 alte Herren. Entsprechend dem Neubau des nationalsozialistischen Deutschlands wurde auch die Einrichtung der Deutschen Burschenschaft umge* stallet: seit dem 7. Mai ist der Diplom-Ingenieur Otto Schwab, ein geborener Oberhesse aus Geiß-Nidda, der Führer der Deutschen Burschenschaft. Die Einzelburschenschaft, die bisher einesteils aus den Aktiven, andernteils aus den alten Herren bestand, bildet nunmehr eine Einheit unter ihrem Bundesleiter. Daneben gab es in mehr als 350 Orten, selbst im Ausland, Bereinigungen der dort wohnenden alten Burschenschafter (23. a. V.) ohne Rücksicht auf das Band, das sie trugen. Die gesamten alten Herren sind nun im Altherrenamt der Deutschen Burschenschaft zusammengeschlofsen unter der Führung von Dr. Rudolf Dolle. Das Gebiet des Deutschen Reiches ist in 14 Kreise eingeteilt. Gießen gehört zum Kreis Heffen-Waldeck, der Dr. Rehorn in Kassel untersteht. Der Kreis seinerseits zerfällt in zwei (Baue, den Fulda-Eder-Gau und den Lahngau. Der Lahngau mit dem Borort Gießen umfaßt Marburg und das hessische Hinterland, Wetzlar und den nördlichen Teil unserer Provinz. Zum Leiter dieses Gaues wurde Dr. Carl W a 11 b r a ch (Alemannia- Gießen, Saxonia-Hann.-Münden) bestimmt, der seit 1928 Vorsitzender der Bereinigung der alten Burschenschafter Ortsgruppe Gießen war. Die Leitung dieser Ortsgruppe hat Dr. Rudolf Coburger (Germania-Gießen) übernommen. Zur (Bauleitung gehören je ein Sachbearbeiter für Mehrarbeit, Grenzlandarbeit und Stellenvermittlung. Dr. wallbrach führte in feiner Ansprache auf der letzten Kreis- Führertagung in Kassel über den „National- sozialistischen Staat und die Bedeutung der Deutschen Burschenschaft in diesem Staat" aus, daß sich die Burschenschaft vorbehaltslos hinter Adolf Hitler stelle. Hier mag, um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen, erwähnt fein, daß der hessische Staatsminister Dr. 9 u n g der Heidelberger Burschenschaft Frankonia und der SS.-Reichsführer Himmler der Münchener Burschenschaft Apollo angehören. Der Wahlspruch der Burschenschaft, „Ehre, Freiheit, 23 a t"e r • land", decke sich mit den Idealen, die dem neuen Dolksstaat vorschweben: Alle Arbeit des Einzelnen, wie der gesamten Burschenschaft sei zu betrachten unter dem Gesichtspunkt der ß e i ft u n g für Volk und Vaterland. Die heutige Burschenschaft sei zu dem urburschenschastlichen Begriff der Freiheit zurückgekehrt: Freiheit nach außen, Selbständigkeit der Persönlichkeit nach Innen. Als höchstes Gut des blutverbundenen Balkes sehe auch die Burschenschaft die nationale Ehre an. Wenn es in des Preußenkönigs Aufruf von 1813 hieß, ein Preuße könne nicht ehrlos leben, dann heiße es heute: Deutschland hat nur Lebenswert, wenn es feine nationale Ehre hochhält. Die Burschenschaft stehe in einer und derselben geistigen Front wie der Nationalsozialismus. Auch sie wolle, wie ihre mehr als hundertjährige Geschichte beweise, den völkischen christlichen Staat, die Zurückdrängung fremder Einflüsse, die Besinnung auf deutsches Blut, deutsche Rasse, deutschen Geist, deutsche Sitte, deutsche Kultur. Ihre ehrwürdige schwarzrotgoldene Fahne, die wahrlich nichts mit der Reichsfahne unseligen Angedenkens zu tun hat, flattere noch zu Recht, denn noch immer kämpften wir um das „Reich aller Deutschen". Ihre Reichsfahne aber fei heute das Hakenkreuz und Schwarz-weiß-rot, unter dem drei und ein halbes Tausend Burschenschafter 1914 bis 1918 vor dem Feind gefallen sind. Die Burschenschaft betrachte sich als eine nationalpolitische Erziehungs- und (B e • sinnungsgemeinschaft, in der der (Bin- 3 e l n e geschult wird für die Arbeit in der Volksgemeinschaft und für die Volksgemeinschaft. Akademischen Standesdünkel lehne die heuttge Burschenschaft unbedingt ab; keins ihrer Mitglieder habe das Recht, sich als etwas anderes, etwas besseres zu fühlen; es gebe nur noch deutsche Volksgenossen. Alle burschenschaftliche Arbeit müsse darauf abgestellt sein, in Hitlers Sinn für die Erziehung und Formung des neuen deutschen Menschen zu wirken. Dann verlange die Burschenschaft von jedem, daß er sich im Bewußtsein der Verpflichtung gegenüber dem Volksganzen hinter den Führer der deutschen Burschenschaft stelle. Die Unbedingtheit dieser Forderung könne Härten in einzelnen Fällen mit sich bringen, aber da es um Deutschland gehe, dürfe keine falsche Rücksicht obwalten. Es gebe nur noch eins: das bedingungslose Einst e h e n für das D o l k, zu dem wir durch unser Blut gehören. Burschenschafter fein, bedeute Pflichten gegen Dolf und Vaterland zu erfüllen. So gelte noch heute das Wort, das Friedrich Wilhelm C a r o v 6 auf dem Wartburgfest der Bur- schenschast im Jahre 1817 gesprochen hat: „Wir Burschenschafter wissen jetzt, daß der Einzelne nichts ist, wenn er nicht seine Angehörigen und sein Vaterland mit Liebe umfaßt — wenn er nicht mit allen seinen Kräften in der Familie und im Volke lebt und sein Leben in das Leben und die Geschichte seiner Heimat einwebt". DieWerbungdesHandwerksinderprovinz Kreis Friedberg. In Butzbach wurde die Werbung des Handwerks durch die Eröffnung einer Handwerkeraus- fteUung am Samstagnachmittag in Gegenwart von Behördenoertretern und des Ortsgewerbevereins eingeleitet. Zunächst sprach der Vorsitzende des Ortsgewerbevereins, Dachdeckermeifter Ludwig H e y d , der dabei vier Altmeistern (Fabrikant A. Tröster, Küfermeifter Grüninger, Wagenbauermeister (Brauer und Braumeister Franke) Ehrenurkunden überreichte Als Vertreter der Handwerkskammer sprach Dr. R e i f. Sodann nahm der Orts- gruppenleiter der NSDAP., Forstafseffor S ch neide r, die Weihe der neuen Fahne des Ortsgewerbevereins vor. Hierauf sprach Bürgermeister Dr. Scheller über den Zweck der Ausstellung, die eine Fülle von Beispielen handwerklicher Arbeit und Kunst der Butzbacher Handwerkerschaft zeigte. Sonntagvormittag war Festgottesdienst, anschlie- ßend auf dem Marktplatz Konzert der SA.-Kapelle. In dem Festzug am Nachmittag wurden etwa 30 Festwagen mitgeführt und viele Gruppenbilder aus dem Wirken des Handwerks gezeigt. Den Abschluß des Tages bildete eine Beranftaltiing in der Festhalle. Kreis Büdingen. In Echzell wurde der Feiertag durch das Wecken des Mufikoereins eingeleitet, anschließend folgte während einer Viertelstunde feierliches Glockengeläuts Am Gottesdienst nahmen die Vereine mit ihren Fahnen geschloffen teil, die Predigt hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer S i e b e rf. Zu dem öcfBug am Nachmittag hatte das heimische Hand- werk und Gewerbe 19 Wagen und mehrere Grup- pen mit eindrucksvoller Darstellung der Handwerk- lichen Arbeit gestellt 'Bei der anschließenden öfsent- lichen Kundgebung sprachen der Drtsgruppenführer üerarjt Lind, der Vorsitzende des Gewerbeoer- eins Hermann Mogk III., Bürgermeister Groth und Landwirtfchailsberater T r e u s ch Der Festzug begab fidt dann nach dem benachbarten Orte Bl f - f e s, dessen Handwerker und Gewerbetreibende sich der Shmbgebung in Echzell angeschlossen hatten. Kreis Schotten. In der Kreisstadt Schotten wurde am vorigen oamuag der Tag des Handwerks durch gemein- samen Kirchgang der Innungen unter Miiiührung ihrer Fahnen begwmen. Dekan Widmann hielt Ne Predigt. Anschließend folgte ein Umzug der Innungen durch die Stadt. In dem Festzug am Nachmittag, der ein prächtiges Bild handwerklichen schaffens zeigte, 'schrie die Backer-Innung sogar ..Backofen" mit, in dem angeblich, aber nicht tatsächlich. Brezeln und Brötchen gebacken wurden dl, man fosort unter die Jugend verteilte. Die Metzger führten in ihrer Gruppe Vogelsberger Bullen, Schweine, Schafe und Kälber mit und verteilten aus einem Wurstkessel dauernd heiße Schütter Würstchen an die Menschenmenge. Die Schreiner traten teilweise in mittelalterlichen Trachten auf. Auch die übriaen Handwerke zeigten in vielfältiger Weise ihr Können. Der Festzug war für das ortsansässige Handwerk und Gewerbe ein glänzender Erfolg. Gemeinsamer Kirchgang des Handwerks leitete auch in Laubach den Festtag ein. Am Gottesdienst nahmen die übrigen Vereine und Verbände teil. Anschließend bot die Feuerwehrkapelle auf dem Marktplatz ein Platzkonzert. In dem Festzug am Nachmittag wurden zahlreiche Festwagen mitgeführt, die ein charakteristisches Bild von der Handwerksarbeit in der Stadt boten. Nach Ankunft des Fest- zuges auf der Helle spielte die Musikkapelle ein Lied, anschließend sprach NS.-Hago-Führer Pg. Kaufmann M ä n n i g. Nach dem gemeinsamen Gesang des Deutschland-Liedes hielt noch Handwerksmeister Heinrich Kopp eine Ansprache. Die Gemeinden E i ch e l s d o r f und Ober- Schmitten begingen den Festtag des Handwerks gemeinsam. Vormittags war Festgottesdienst, bei dem die Feuerwehrkapelle von Eichelsdorf mit- wirkte. Nachmittags wurde der Festzug unter Leitung von Wagnermeister E m r i ch in Eichelsdorf aufgestellt. 14' Festwagen zeigten Ausschnitte aus dem Können der ortsansässigen Handwerker. Der Festzug ging nach Ober-Schmitten und fand in beiden Orten starkes Interesse der Bevölkerung. In Gedern leitete der Festgvttesdienst, an dem das Handwerk geschlossen teilnahm, den Feiertag ein. In dem Festzug am Nachmittag fuhr an der Spitze ein altes Auto, das den Marxismus bar- stellte, dem in einiger Entfernung ein kräftig mar- ichierender feldgrauer Soldat folgt. Hinter diesem waren darstellerisch Inflation, Deflation, Steuer- und Zinsenlast, Wehrlosigkeit, Ehrlosigkeit, Arbeitslollg. keitkeit und Korruption eingereiht, hierauf folate das durch SA -Männer bargefteöte Dritte Reich An- schließend fuhren die Festwagen des heimischen Handwerks, die sämtlich einen prächttgen Anblick boten Die NSDAP-Ortsgruppe Gedern marschierte mit ihren sämtlichen Untergliederungen in dem Zuge mit. Nach dem fteftuiqe sprachen der NS -Hago-Führer Hermann S t ö h r und Gewerbelehrer C i m p e r t. Bei dem Werbeabend sprach Ortsgruppenleiter Klein, anschließend folgten mancherlei gesellige Darbietungen. Kreis Alsfeld. In Merlau folgte dem Festzug am Nachmittag, der unter Borantritt des r-pielmannszuges I 254 durch den Ort ging und die Vielgestaltigkeit des heimischen Handwerks 3eigte, eine öffentliche Kund- gebung, bei der Pg. Lehrer Müller die Ansprache hielt. Der Gesangverein brachte einen Chor schön zu Gehör. — In M ürf e marschierten bie HI. und der BdM. an der Spitze des Zuges, dann folgten die Schule und die Vereine, hierauf das Handwerk mit schön geschmückten Wagen. Abends sand eine Kundgebung statt, bei der Lehrer Fischer und Blockwart Bergen Ansprachen hielten — In Ruppertenrod konnte man ebemaUs ein eindrucksvolles Bild von der Leistungsfähigkeit des Hanbwerks erhalten. Auf dem Festplatz hielten An- sprachen der RS.-Hago-Amtswalter Bär, Lehrer K ra g und Lehrer S t r a ck, das Schlußwort sprach Bürgermeister D ö l z i n g. In Homberg nahmen das Handwerk und die übrigen Vereine geschlossen an dem Gottesdienst teil. In dem Festzug am Nachmittag marschierte neben den Handwerkern und den Vereinen auch der Freiwillige Arbeitsdienst mit. In die Gruppen des ortsansässigen Handwerks waren auch die Handwerker aus den Nachbardörfern eingegliedert. In vielfältiger Weife konnte man einen interessanten Einblick in das handwerkliche Schaffen in unserer Stadt und Umgegend gewinnen Nach dem Festzug fand vor der Stadthalle im Anschluß an musikalische Darbietungen der SA.-Kapelle und einem Chorgesang eine Kundgebung statt, bei der Fräulein Dersch einen Prolog sprach und Pg. Geißer die Festrede hielt. Weiter sprach Handwerksmeister Ries aus Ober-Ofleiden. Den Abschluß bildete ein geselliges Beisammensein in der Stadthalle In Kirtorf fand am Vormittag Feslgottesdienft statt, dem die Gliederungen der NSDAP., die Handwerker und die übrigen Vereine beiwohnten. Pfarrer Christ hielt die Festpredigt. Der Festzug am Nachmittag war durch zahlreiche Festwagen wir- kungsooll gestaltet und fand allenthalben mit Recht starkes Interesse. Nach dem Umzug in Kirtorf wurde eine Werbefahrt nach dem Nachbarone Ober-Gleen unternommen, wo Pg. Engel eine kurze Ansprache hielt. Bei dem Werbeabend in Kirtorf sprach zunächst der NS.-Hago-Führer Hch. Gail, anschließend der Gauredner Pg. Trupp, führer Stein satt von Nieder-Ofleiden. Anschlie- ßend hielt Pfarrer Christ einen Vortrag über das Markt- und Zunftwesen in Kirtorf, weiter sprach noch der Müller Heinrich. Mancherlei Unterhai- tungsöarbietungen umrahmten die Ansprachen in schöner Weise. Preußen. In Krofdorf fand am Vormittag ein gut be« suchter Festgottesdienst statt, in dem Pfarrer Wie- del die Predigt hielt. Der Umzug am Nachmittag war eine eindrucksvolle Werbung für das Hand- werk. Die Tradition des Zunftwesens im alten (Bleiberger Land verschmolz aufs Beste mit den modernen Erkenntnissen des neuzeitlichen Handwerks. In etwa 30 Gruppen wurde ein abwechslungsvolles Bild gezeigt. An der Spitze des Zuges marschierten die Gliederungen der NSDAP. In den Festwagen des Handwerks dokumentierte sich dessen Leistungsfähigkeit; die Bäcker verteilten unterwegs Brezeln, die Metzger verabreichten an die Schuljugend warme Würstchen. Die Belegschaften der örtlichen Zigarrenfabriken führten eine Riesen- zigarre mit sich. Nach dem Festzug hielten Stützpunktleiter W. Schmidt und Weißdinbermeister H. Schleenbecker Ansprachen. Der Gesangverein „Germania" trug zwei Lieder vor. Abends war im Benderschen Saale Konzert und Ehrung der Altmeister. In Wißmar folgte dem Gottesdienst am Vormittag nachmittags ein Festzug durch die Orts- sttaßen, der 14 schön geschmückte Wagen mit sich führte und den ernsten Aufdauwillen des Hand- wcrks eindrucksvoll bekundete. Bei einer Veranstaltung am Abend bei Gastwirt Bittendorf hielt Stütz- punttleiter Haibach die Ansprache. In Odenhausen (Lahn) fand nachmittags ebenfalls ein Festzug statt, anschließend hielten NS.-Hago-Blockwart Lölkes und Lehrer Schneider Ansprachen. Der Tag schloß mit einem Deutschen Abend. In Salzböden war am Vormittag Gottesdienst, in dem Pfarrer Lindendo r n predigte. Nachmittags folgte ein Festzug unter Borantritt der SA. und der Musik des Turnvereins, anschließend folgte das Handwerk mit geschmückten Wagen. NS.-Hago-Blockwart Karl Steiß hielt die Ansprache. Geselliges Beisammensein am Abend bildete den Ausklang. Die Feier in Fellingshausen wurde durch Gottesdienst eingeleitet. Nachmittags bewegte sich ein Festzug unter Vorantritt des Rodheimer Po- saunenchores durch den Ort. Das Handwerk zeigte in dem Festzug auf mehreren Wagen seine Leistungsfähigkeit. Ansprachen hielten Pg. Lehrer Heinz und Pg. Bürgermeister Wagner. Abends war gemütliches Beisammensein. In Waldgirmes wurde der Tag mit Gottesdienst eingeleitet, bei dem Pfarrer An thes predigte. Der Festzug am Nachmittag unter Borantritt einer SA.-Kapelle und des Pfeifer- und Trommlerkorps des Turnvereins, ferner unter Tiit- Wirkung des Posaunenchors zeigte auf neun Wagen das Können des heimischen Handwerks. Anschließend war Konzert, bei dem Bürgermeister Jung und Ingenieur Räuber Ansprachen hielten. Bei einem geselligen Beisammensein am Abend wurde der Altmeister Karl Schmidt geehrt. Der Gesangverein .Liederkranz", der Turnverein und ein Mädchenchor bereicherten den Abend in schöner Weise durch ihre Darbietungen. In Hartenrod (Kreis Biedenkopf) leitete ein Gottesdienst den Tag ein, Pfarrer Olbert hielt die Predigt. Im Festzug am Nachmittag, an dem sich sämtliche Vereine beteiligten und der von Hartenrod nach Endbach und bann nach Schlierbach ging, wurden 14 Festwagen mitgeführt. Auf dem Feslplatz brachte Der Männergesanaverein unter Leitung von Hauptlehrer M e i n y a r d t zwei Lieder zu Gehör, ferner erfreuten der Posaunenchor von Hartenrod und von Endbach durch ihre Darbietungen. Der Vorsitzende Paul hielt die Ansprache. Verbandstag der hessischen Hausbesitzer-Vereine. Der diesjährige Derbandstag der Spitzenorgank sation des hessischen Hausbesitzes fand am 14. Oktober in Darmstadt statt und war aus dem ganzen Lande gut besucht. Gemäß der Gleichschaltungsrichtlinien des Zentraloerbandes wurde der 1. Vorsitzende des Darmstädter Hausbesitzervereins, Herr Dr. Gauß, zum Führer des hessischen Verbandes einftimmig gewählt. Er berief auf Grund der neuen Verbandssatzungen die übrigen Mitglieder des Vorstands. In seiner Rede betonte Dr. Gauß die grundlegende Wandlung in der Lage des Hausbesitzes feit der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus. Während nach dem Erfurter Programm der Sozialdemokratie Eigentum als Diebstahl gegolten habe, genieße es heute den Schutz der Regierung als Ergebnis von Arbeit und Sparsamkeit Obecheffen C rr Otto Miller, Weltmeister LR mgem schweren Leiden im 78. Lebensjahre von uns geschieden. 6484V gende Baumaterialien: 6501 D ber 1933 gemahnt. 6516V M Fragen und Schwinn, geschlossen. oer» und ».Oktober, nachmittags 5x/a Uhr, ist unser treusorgender Vater, tgervater, Großvater und Onkel Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Justus Henning und Frau, geb. Müller Adolf Falken stein und Frau, geb. Müller Otto Müller und Frau, geb. Spengler und 3 Enkel Nationalsozialismus im Vogelsberg ng genommen habe und daß der erste der Bewegung in unserer Gegend eiende Kreisleiter Straub gewesen b(Llebigstraße 64), Frankfurt a. M., Darmstadt, Berlin, Chemnitz Ilsen, Kotschenbroda, den 20 Oktober 1933. Ru erfeler vor der Einäscherung findet am Montag, dem 23. Ok- ta „Die physikalischen Grundlagen der Vererbung" (1919) besonders weite Verbreitung gefunden. Der Adlerschild des Reiches für Obergeneralarzt körte und Geheimrat v. Müller. Der Herr Reichspräsident hat dem Obergeneralarzt Geh. Sanitätsrat Prof. Dr. Werner Körte zur Vollendung des 80. Lebensjahres den Adler- s ch i l d des Reiches verliehen. Das Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten hebt die großen Verdienste des Geheimrats Körte um die deutsche Chirurgie hervor, insbesondere die hervorragende Hilfe, die Körte während des Weltkrieges unserem Heere geleistet hat. Werner Körte, ein Bruder des vor dem Kriege an der Universität Gießen lehrenden klassischen Philologen Alfred Körte, ist am 21. Oktober 1853 in Berlin geboren, wurde Schüler von Lücke und Wilms und hat von 1890 bis 1924 als Leiter der chirurgischen Abteilung des Berliner Städtischen Krankenhauses am Urban eine überaus segensreiche Tätigkeit entfaltet. Körte wurde besonders als Mitbegründer der modernen Bauchchirurgie bekannt; er hat u. a. über die Chirurgie der Gallenwege und der fieber gearbeitet. Der Herr Reichspräsident hat ferner dem Präsidenten der Deutschen Akademie der Wissenschaften in München, Geheimen Rat Professor Dr. von Müller, anläßlich der Vollendung seines 75. Lebensjahres den Adlerschild des Reiches verliehen. In dem Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten werden die Verdienste des Geheimrats von Müller als Hochschullehrer und Mitglied des Reichsgesundheitsrates und seine wissenschaftlichen Leistungen auf den verschiedensten Gebieten der Medizin, insbesondere feine wertvollen Ratschläge zu den Ernährungsfragen während des Krieges und in der Nachkriegszeit hervorgehoben. Die deutsche Buchmesse kommt. In allen Gauen des Reiches veranstaltet in den nächsten Wochen und Monaten der Börsen-Verein Deutscher Buchhändler mit Förderung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda Werbeveranstaltungen für das gute deutsche Buch, Die Krönung aller dieser Veranstaltungen wird die große Buchmesse in Berlin sein, di« den Namen „10 Tage deutsche Buchmesse" trägt. Ein RubAns in England entdeckt. Ein in Liverpool entdecktes Oelgemäld«, die Heilige Familie und Johannes den Täufer darstellend, hat sich nach Ansicht englischer Kunstjachverständiger als ein echter Rubens herausgesteltt. Das Bild, dösten Wert auf rund 50 000 Pfund geschätzt wird, kommt demnächst in dem bekannten fionbonet Kunstauktionshaus Christie zur Versteigerung. Stircblicbe Jiachnditen. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 22. Oktober. 19. Sonntag nach Trinitatis. Sladicirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 18: Pfr. Mahr. — Soljanneshraje. 9.30: Pfr. Ausfeld; zugleich Mitt- tärgottesbienft; 11: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde; Pfr. Ausfeld; 18: Pfr. Bechtolsheimer; 20: Bibelbefprechung; Pfarrassistent Dörsam. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kinder- kirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — Petrus- kapelle. 9.45: Pfarrasfistent Surfer; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfarrajsiftent Surfer. — fionfirmanöenjaal (Liebigftraße 56). 14: Taubstummengottesdienst; Pfr. Bechtolsheimer. — Wieseck. 9.30: Beichte; 10: Predigtgottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; Kollekte; 20: Liturgische Abendfeier. — Alten-Buseck. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; Feier des hl. Abendmahls. — Trohe. 13.30: Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls. — Steinbach. 10: Liturgische Feier der Ev. Frauenhilfe und Christenlehre; Kollekte. — Aldach. 12.30: Predigtgottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; Abschlußfeier der Handwerker-Werbewoche; 11: zweites Herbstabendmahl für die Fünfzig- bis Sechzigjährigen; 13: erster Kindergottesdienst; 13.45: zweiter Kindergottesdienst; 20: Liturgische Feier der Ev. Frauenhilfe. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst und hl. Abendmahl für die männliche Jugend; 11: Kindergottesdienst. — Kirchberg. 11: hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder von Staufenberg. — Lollar. 13.30: hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder von Lollar. — Hausen. 10; anschließend hl. Abendmahl. — Garbenleich. 13; anschließend hl. Abendmahl. — Watzenborn-Steinberg. 13.15: Hauptgottesdienst; Kandidat Schemel; 14.15: Kinderkirche; Kandidat Schemel. — Grüningen. 10: Hauptdottesdienst; Kandidat Schemel. — Lich. 9.30: Stiftdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draubt. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Kollekte; 20: Schlußfeier der Christenlehre. — Bettenhausen. 8.45: Jugendgottesdienst; 9.30: Hauptgottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, 21. Oktober. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 22. Oktober. 20. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Gießen. An den Werktagen ist die Rosenkranz- andacht Montag, Mittwoch und Freitag um 20 Uhr; Dienstag, Donnerstag und Samstag um 18 Uhr. Montag, 23. Oktober. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, 25. Oktober. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Oeffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf leie* fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. S t a b t p o ft a m t: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Frl. Dr. Gürtler, Dr. Geyer. Zahnarzt: Dr. med. dent. Schüttler. Apotheke: Pelikanapdtheke. y. Ober-Widdersheim, 19. Okt. Nach 22jähriger gewissenhafter und erfolgreicher Dienst- sühruna hat Bürgermeister Schäfer, hier, fein 21 m t freiwillig niedergelegt. Zu seinem Nachfolger wurde der Zellenwart der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP., Landwirt Adolf Müller, kommissarisch als Bürgermeister unserer Gemeinde ernannt. Kreis Alsfeld. * Alsfeld, 20. Oktober. Ein schwerer Un- glütf sfall, der ein Menschenleben forderte, ereignete sich heute vormittag im hiesigen Bahnhof. Der Rangierer Brehm, der mit dem Koppeln von Wagen beschäftigt war, wurde von den Puffern erfaßt und geriet, als der Zug abfuhr, u n - ter d i e Räder. Der bedauernswerte Mann erlag kurz nach der Einlieferung in das Krankenhaus den erlittenen schweren Verletzungen. Preufeen. Kreis Wetzlar * Bieber, 20. Okt. Am Mittwoch hielt die NSBO. in der Wirtschaft Schlierbach einen Schulungskursus ab. Zunächst sprach Zellen- Bekanntmachung. Das Hessische Staatsministerium Mini- fterialabteilung Ib, Innern, hat mit Verfügung vom 4. September 1933 zu Nr. M. d. I. 41782 die Abänderung des Bebauungsplans über das Eichgärtengebiet genehmigt. Der genehmigte Plan liegt bei dem Städtischen Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg 9, zur Einsicht offen. 6510C Gießen, den 17. Oktober 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Hamm. Konkursversteigerung. Dienstag, den 24. Oktober 1933, ab 10 Uhr, versteigere ich im Auftrage des Konkursverwalters auf dem Lagerplatz der h. Weimer G. m. b. h. am Viehmarkt fol- rmerfannt als Grundlage materieller :ict Wohlfahrt. Nun gelte es, die Ver- , jze der früheren Regierungen gegen tz abzubauen. Sondergebäude» i b Zwangsgesetze m u ßt e n • te gesunde Zinsgebarung hwl'b,Platz itt Hand in Hand gehe die Wieder- ei Rentabilität des Hausbesitzes und iiLnq des im Hausbesitz investierten ns. Der Hausbesitz habe mit allen Eingliederung in d e n st ä n • i uf bau anzustreben, um an seinem eilen zu können am Wiederaufbau des Fragen der Organisation eingehend, planer auf die augenblicklich noch in mbe Zersplitterung der Dr - n des Hausbesitzes zu spre- 'nen Augenblick mehr geduldet werden Io müsse die restlose O r g a n i - i Hausbesitzer erstrebt werden, ckh, geduldet werden, daß ein Teil der BullrithSalz Nachdruck verboten! 30. Fortsetzung. Roberta. entgegnete Sollte er Blumenzwiebeln Baumwollwaren für den Herbst! Buchbinder-Pflichtinnung 2L per in —.60, —.54 beste Fabrikate 6498 D brauchsware . per m Photographen - Zwangsinnung per m 6506 D per m 06128 taten per m Maurer-Innung Gießen Stück schwere haltbare Qualitäten Stoffspezialhaus 6488 D Freie imnnß des KraltlihneaS-Gewerbes für Stadt und Landkreis Gieben 6499 A Herdbuch verein M.1.29 Bekannt gute Qualitäten zu den denkbar niedrigsten Preisen 2.25 3.25 42 42 58 58 58 58 .72 .86 .95 .98 Der Sinn der Reichshandwerkerwoche ist dem Handwerk Arbeit zu beschaffen. Die Reichs-, Landes- und Gemeindebehörden wollen durch Herausgabe von Buchbinderarbeiten an das selbständige Buchbinderhandwerk der Bevölkerung mit einem guten Beispiel vorangehen, tli-Dien j Dran, mit ( täten..................... Bettuchbiber« 140 cm breit, gute Gebrauchsware Einige Tausend Reste von Baumwollwaren weit unter Hyazinthen, Tulpen Narzissen, Crocus Schneeglöckchen, Jris usw. nur Qualitätsware, äußerst preiswert „Gib mir jetzt das Kleeblatt zurück. 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'°nn, kSjomtnt ?°nn i't hil S*‘i- fl.anJes S”!* unb W s *hL° i'i sS- NiJ.trtTaa Bei Vergebung von Bau-Arbeiten wende man sich an die Fachgeschäfte in Gießen, welche für solide Arbeit garantieren die in letzter Zeit immer mehr leiden mußte. Die Atemnot war viel schlimmer geworden, sell sich zum letzten Male die weihe Reiterin gezeigt. Sie litt besonders auch darunter, daß der gefundene Dolch die Unschuld ihres Sohnes nicht hatte beweisen können. Es war nicht möglich gewesen, den Besitzer des Dolches zu ermitteln. Achim setzte sich zu seiner Mutter und erzahlle ihr schonend von dem soeben erhaltenen Bries. Sie lauschte auf jedes Wort und riet: „Du muht mit Bries und Kleeblatt sofort zum Kriminalkommissar. Wenn das Kleeblatt wirklich genau auf die leere Stelle des Dolchgriffes paßt, bist du wahrscheinlich doch um einen Schritt weiter." Er war jetzt auch Feuer und Flamme; die Hoffnung seiner Mutter regte ihn an. Roberta erschien. Sie sah blendend aus in dem knappen Kostüm aus weißem Tuch, mit weihem Wolljumper und breitrandigem, weihem Filchul. Sie legte jetzt großen Wert auf schicke Kleidung. Sie wollte Achim gefallen. Sie kehrte vom Morgenritt zurück. Seit vier Wochen gab es auf Maltstein einen neuen Inspektor, der sich aber unter Robertas Befehl hatte stellen müssen. Sie lachte: „Ich komme schon vom Roggenschlag, habe ein bißchen Feuer hinter die faule Bande gemacht. Der Inspektor laßt die Leute einschlafen. Da habe ich ihnen gezeigt, was 'ne Harke ist." Ihr fielen erst jetzt die ernsten Gesichter von Mutter und Sohn auf. Sie fragte: „Ist etwas geschehen? Hatten Sie wieder einen bösen Anfast, Mutter?" Achim zeigte auch ihr den Brief. Sie las, und Achim beobachtete, wie blaß ihr von der Luft so kräftig gefärbtes Gesicht wurde. Sie lachte jedoch plötzlich. „Das ist doch alles Unsinn! Diese Werner will wieder mit dir anbändeln und bindet dir ein Märchen auf. Mach um des Himmels willen nicht etwa die Dummheit, dem Kommissar damit zu kommen." „Ich werde jetzt zu Kriminalkommissar Murrmann fahren", erwiderte Achim von Malten. Sie sagte fast heftig: „Es wäre mir peinlich, wenn du dich lächerlich mochtest. Wo ist übrigens das mitgesandte Kleeblatt?" Er legte es auf ihre entgegengestreckte Hand. Roberta schüttelte mit dem Kopse. Rach meiner Ansicht hat das Kleeblatt wirklich nichts mit dem Dolch zu tun. Vielleicht saß es früher auf irgendeinem Kästchen." Er wollte ihr das Kleeblatt aus der Hand nehmen, doch sie hielt es fest. „Laß mich das Ding doch erst genau bettachten; schließlich ist es immerhin interessant." Achim von Malten trat an das Fenster. Es war ein strahlend schöner Morgen, alle Rebel, die am frühen Morgen Berge und Wald verschleiert, waren vormittags IVI- Ubr Dienstag, den 31. Cf tobet 1 •*> Reirbball. Auswahl gesmch.Lci'iunp- «Besicht! gung ab 29. Oktober ert>^ BERNARD Gießen, PlockstraBe 16 ,0i rsy im i ; Serin W ' L7;u ihrem eme