icheil. j.Zit QÄ«r DL Men. Sorten, .7°- K^n'A £ die de! &r 3u- *• ifcÄfa •tit und Srvl! MU» taittiw# xügl'^S'eassistenüD' LLL-Ukr-^ DSEEBÄD gerooge mqen über Bremerhaven V/ilhelmshaven Carolinenrie, Svende zur Förderung >t: Finanzamt, -Ltvt- iekmeisung an diese An« i>st. Bank, Sparkasse usm. e Wegbeschreibungen au£- hfl- Der Wintersport ist liung lohnender Skitouren iben über Unterkunft unt Fremdling braucht, sind hwertigen Karten wurden h markiert. >iicher:Romundllm- n, Plänen, Grundrissen un) :e. Leinen 5.50 Mark, fier- slitut AG., Leipzig. - 15), und kulturelle Entwicklung t Rom wieder das znlnch auf fiifi. Die Durchführung nes UJluffolinis, die neuen ifytuna von Monumental' i bet Vatikans- w ■ rken Anreiz W Wv- lotlie^ente Band berüs- nswürÄtzleiten, verzichi: :e Schilderung der Ku x Spezialkatologe unerlä chische Uebersicht von I t in die eigenartige Antir> ,. In der Umgebung Som: sslugsziele beschriebene au je aus den Stadtplänen sind markiert. Die aeschichllich-' Zeittafel der Päpste ergänz upt das st»*J Neural®®; Sei AgJ .srhv-eiden ober$(tie®« uSchal9 Nniinfl»" W .in Gie6en' jer'aö® ß TelePhon Montag, 2(. August 1933 Kr. 194 Seübausgave 185. Jahrgang MetzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drud und Verlag: vrühl'sche Universttäls-Vuch- und Steinörudcrci TL Lange in Gießen. Schnstleitung und Geschäftsstelle: Zchullttaße 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummtr bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Kiameanzeigen von 70 mm Brett« 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20*, mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; fü: Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschem und für den Anzeigenteil i.D.TH.KümmeI sämtlich in Biegen. Erschein» tägltd), autzei Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Biefeener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1 9b Ohne IlluftrieNe . 180 Zustellgebühr . , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 8ernfprechanfchlüste unter Sam melnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siesten. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Der Reichskanzler spricht vor den Etabssührern der EA, ©6 und des Stahlhelm. Bad Godesberg, 19. Aua. (ENB.) Reichskanzler Hitler ist Samstag nachmittag hier eingetroffen, um an der Reichs ft abführertagung der SA., SS. und des Stahlhelm teilzu- nehmen. Auf der Tagung führte zunächst Stabschef Höhm wie die NSK. mitteilt, in feiner großen Einführungsrede u. a. aus: Die kommenden Monate würden vor allem der durch das zahlenmäßige Anwachsen bedingten Neuordnung der SÄ. und der Eingliederung des Stahlhelms in ihre Reihen dienen. Unter feinen Umständen werde er dulden, daß die braunen Kämpfer der Bewegung sich von ihrem Ziel ablenken lassen durch äußeren Gian; und Prunk, sondern er verlange von jedem SA.- TNann und -Führer die alte Schlichtheit und Einfachheit. Ls werde dafür gesorgt werden, daß dem politischen Soldaten sein Recht im neuen Staat, den er erkämpft hat. gewahrt werde. Im heutigen Deutschland sei bereits Ungeheures geleistet worden, aber noch st e h e Gewaltiges zu tun bevor. Die offenen Gegner des Nationalsozialismus feien zu Boden geschlagen, aber noch nicht verschwunden. Mil allen Mitteln werde es die SA. verhindern, daß der geschlagene Feind sich wieder erhebe. Sodann hielt vor den Stabsführern der SA. und SS., sowie des Stahlhelm der Führer Adolf Hitler eine zwcieinhaibftündige Rede, in der er sich mit grundsätzlichen Fragen unseres weltanschaulichen und politischen Kampfes befaßte. Es ift kennzeichnend für die unerhört tiefe und wesenhafte Auffassung seiner großen Mission, daß der Führer sich hier vor den kämpferischen Willensträgern der deutschen Revolution nicht in eng begrenzter Zielsetzung erschöpfte, sondern Gedanken entwickelte, die von innen her das Wesen der deut- schen Erhebung in ihrer ganzen Tiefe erfaßten. Nach einleitenden historischen Perspektiven der Ideenumwälzungen in der Geschichte der Völker geißelte er die inneren Widersprüche der Demokratie, des Liberalismus und des Marxismus, die das nun vergangene Jahrhundert beherrscht haben. Die innere Unwahrhafligteit dieser Lehren, die sich aus die wirklichkettssernen Begriffe von Individuum und Menschheit aufbauten, hätte naturnotwendig die Zeitenwende durch den Nationalsozialismus herbeigeführt, der die liberalistische Formalauffassung des Staats durch die lebendige Auffassung des Volks überwunden habe. Unsere große Ausgabe sei-es nun, eine neue politische Führcrauslcsc zum Träger der Lrhallung unseres gesamten Dolkstums und damit der deutschen Zukunsl zu erziehen. Ls müsse systematisch eine Führungshierarchie auf politischem Gebiet entwickelt werden, die die ganze Ration wie eine Klammer Zusammenhalte. Dieser Prozeß sei unbedingt notwendig, weil die natürliche Basis für diese Auslese bei uns nicht mehr vorhanden sei- Es gelte, die neue Weltanschauung in Deutschland s o trLigfähig auszuprägen, daß sie das zusammenhaltend e‘© lernen t in unserem Bolk darstelle. Das sei das Entscheidende für die Zukunft. Er habe die Lieberzeugung, daß das Werk erfolgreich zu Ende geführt würde, in eine weiteste Zeiträume überdauernde natürliche Evolution. Die SA- habe die Aufgabe, den erzieherischen Gedanken unserer Weltanschauung praktisch zu gestalten. Das Bolk wolle geführt fein, aber es wolle, daß die, die es führen, zur Führung fähig und dazu geboren seien. Das Volk habe ein Recht zu fordern, daß feine Führung genau so heroisch sei, wie diese es vom Volk fordere. Richt verwalten wollen wir dieses wertvolle, uns anvertraute Gut, sondern führen dadurch, daß wir eine dauernde lebendige Verbindung des Volkes zur tragenden Staatsidee Herstellen. Der Führer behandelte sodann das Verhältnis zur Armee. Er führte dabei u. a. aus: Alle Organisationen müßten ihre Funktionen klar gliedern und gegeneinander abgren- zen. Das Verhältnis der SA. zur Armee sei das gleiche wie das der politischen Führung, zur Armee. Beide seien nicht Selbstzweck, sondern dienten nur dem einen Zweck der Erhaltung unseres Volks. Von diesen Gedanken des Volkstums aus lehne er auch die Germanisierung von unserem Volke fremden Menschen und Völkern ab, da diese nie eine Kräftigung und Stärkung, sondern höchstens eine Schwächung des Rassenkerns unseres Volks bedeuten würden. Aus diesem Gesichtspunkt der Geschlossenheit und Humanität heraus verlange er auch von seinen SA.-Führern, daß sie immer nur das verbindende, nicht das Trennende, sähen. Alle Aus- einanderschungen innerhalb der Ration halte er h „te für vollkommen ausgeschlossen. Das Volk, das heute wieder Glaube, Zu- verficht und Vertrauen gewonnen habe, verstehe alles, was wir tun, wenn wir es geschlossen tun. Wenn wir in einem solchen u n - zertrennlichen Bund in granitener Treue zusammenstünden, dann werde das deutsche Volk nicht der Sklave anderer, sondern der Herr seiner selbst sein. Stabschef Röhm schloß die glänzend verlaufene Tagung mit einem dreifachen, begeistert ausgenommenen Heil auf Deutschland und feinen Führer. Dämmernde Erkenntnis in Frankreich. Paris, 19. Aug. (ERB.) Der bekannte Royalist und Pamphlctist Lion Daudet, bem man weder Deutschsrcundlichkcit, noch eine besondere Vorliebe für das nationalsozialistische Deutschland nachsagen kann, wendet sich heute in der „Action Franxaise" gegen die in Frankreich nicht seltenen abfälligen Urteile über das n a» Königsberg, 20. Aug. (WTB.) Die 2 1. Deutsche Ost messe wurde Sonntag mittag feierlich eröffnet. Unter den zahlreichen Ehrengästen sah man Reichswirtschastsminister Dr. Schmitt, Staatssekretär Feder und den Oberpräsidenten Mod), den deutschen Botschafter in Moskau Dr. v. Dirksen, den Leiter der Ostabteilung des Auswärtigen Amtes Ministerialdirektor Meyer, zahlreiche diplomatische Vertreter des östlichen Auslandes, Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, der Reichswehr, der Polizei, der politischen Organisationen der NSDAP., Vertreter Danzigs, des Memelgebietes, der Grenzmark Posen-Wcst- preußen und der östlichen Nachbarstaaten und der Sowjetunion. Reichswtrischastsminister ör. Schmitt gab seiner Freude über die Einladung zum Besuch der 21. Deutschen Ostmesse Ausdruck, der er gerne gefolgt sei, und richtete Grüße des Ministerpräsidenten Göring als Schirmherr der Ostmesse aus, der es sehr bedauere, nicht selbst hier erscheinen zu können. Die deutsche Ostmesse habe sich zur Aufgabe gesetzt, im Ramen des deutschen Aufbauprogramms die Verbindung zur übrigen deutschen Wirtschaft zu pflegen und ein Mittler zu sein zwischen Deutschland und den benachbarten Ländern im Osten. Der Minister dankte allen, die sich um die Entwicklung und Ausgestaltung der Ostmesse verdient machten und verzichtete, nachdem er erst vor kurzem in aller Oesfentlichkeit seiner Meinung Ausdruck gegeben habe, auf Ausführungen über die Wirtschaft, weil es für den Reichswirtschastsminister wichtiger fei, z u handeln, als zu reden. Wie bei den Besprechungen vor einigen Tagen mit dem Oberpräsidenten Koch und dessen Stab gab der Minister dem herzlichen Dank an Ostpreußen Ausdruck, daß es ihm als dem ersten deutschen Landesteil gelungen sei, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen und hoffte, daß die wettere Arbeit diesen Arbcitsersolg zu einem dauernden Erfolg gestaltet. Er sprach die Lieberzeugung aus, daß Ostpreußen jetzt und in der Zukunft den Vorteil dieser Maßnahmen genießen werde. Auf die Ausgaben der Ostmesse im Hinblick auf den Einzelhandel eingehend betonte der Minister, daß die deutsche Reichsregierung durchaus davon durchdrungen fei, wie ungeheuer wichtig die Entwicklung unseres Außenhandels und wie besonders der wirtschaftliche Wiederaufstieg des deutschen und des ganzen europäischen Ostens fei. Er glaube, daß hier gerade durch die Ostmesse als MittlerinzudenNachbarländern Wertvolles geleistet werde, und hoffe zuversichtlich, daß Ein Berliner Kommentar. Berlin, 19. Aug. (ERB.) Der „Petit Pcrisien" berichtet von Verhandlungen zwischen den Regierungen von Paris, London und Rom über eine >o- fortige wirtschaftliche und finanzielle Aktion zur Unterstützung Oesterreichs und der österreich'schen Bundesregierung. Man scheint bei ben genannten Regierungen offenbar wirklich sehr besorgt um das Schicksal Oesterreichs zu sein, wenn man sich nun schon wieder einmal die Frage oor- legt, wie Oesterreich geholfen werden kann. Es läßt sich aber nicht verhehlen, daß die jetzt erneut in Aussicht genommene Hilfsaktion n ich t die erste ihrer Art ist, und daß ihre Vorgänger auch nicht gerade sehr rühmenswert verlausen sind. Von der vor zwei Jahren ausgeschriebenen Anleihe von 300 Mill. Schilling ist erst vor kurzem die erste engh’d-.e Tranche aufgelegt worden, ganz abgesehen davon, ttonalsozialistischc Deutschland und seinen Führer. Er rät den Kritikern, sich zunächst einmal in Frankreich umzusehen, bevor sie u. a. den Zusammenbruch des deutschen Intellektualismus verlünden. Hitler und seine Mitarbeiter hätten die deutsche Moral gehoben, und die deutschen Intellektuellen seien nicht so dumm, nicht zu wissen, daß cs auf die Moral ankomme und sie allein für eine Ration ausschlaggebend sei. Es sei auch burlesk, Schöngeister ihrer Verwunderung über den vom „Anstreicher" zurückgelegten Weg Ausdruck geben zu hören. Das Hakenkreuz — erklärt Leon Daudet zum Schluß — habe in einigen Monaten nicht nur die jüdische WeltaUiance zu Boden gezwungen, sondern sich zugleich dem Zentrum. das sich nicht vor einem Bismarck beugte, und auch der Sozialdemokratie, die einen Wilhelm II. einzuschüchtern vermochte, und schließlich auch dem Vatikan gewachsen gezeigt, und das sei allerhand. der allgemeine Aufschwung sich in Handel und Wirtschaft im Osten fortsetze und eine allgemeine Befriedung und Beglückung der Wirtschaft und Völker des Ostens eintrete. Der Minister gab den Gefühlen Ausdruck, die ihn auf dem Weg nach Königsberg beim Passieren der alten Freien Stadt Danzig und angesichts der stolzen und auch tragischen Geschichte des Ostens bewegt hätten. Wie sich selber, so sand er auch hier alles durchdrungen von dem Glauben, der auch, wirtschaftlich gesehen, die Voraussetzung für unseren Wiederaufstieg sei. Denn ein Volk, das nicht an sich selber glaube, das nicht einig sei und durchdrungen von dem Selbstbehauptungswillcn, könne nicht bestehen, auch wenn es tüchtige Kaufleute habe. Unwiderstehlich feien der Glaube und die Hoffnung^ daß Land und Volk wieder ihr altes Ansehen, ihr großes können in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht erlangen müßten. Dieser Glaube, den uns das Dritte Reich, die Erhebung dieses Jahres und vor allem unser Führer Adolf Hitler gebracht hat, ist das Fundament, auf dem sich alles aufbaut, und auf dem sich auch die wirtschaftliche Auferstehung ganz Deutschlands durchführen lassen wird. Der Minister schloß mit der frohen Ueberzeugung, daß Ostpreußen blühen und wachsen, Ostpreußens Wirtschaft erstarken werde und mit Ostpreußen unser ganzes Vaterland. Er gedachte mit erhobener Stimme des ehrwürdigsten Sohnes Ostpreußens, unseres allverehrten Herrn Reichspräsidenten Generalfeldmarschall v.o n Hindenburg, der gegenwärtig in dieser Provinz weilt. (Lebhafter Beifall.) Oberpräsident Gauleiter Koch sagte dann u. a., Ostpreußen ist sich im Rahmen der deutschen Nation, der deutschen Wirtschaft und des osteuropäischen Raumes seiner hohen Mission bewußt. Für uns soll die Peutjche Ostmesse am heutigen Tage den Leistungsnachweis des deutschen Voltes bilden. Für uns steht Arbeit höher als Geld, Leistung höher als Besitz. Wir wollen nichts anderes, als dem schaffenden deutschen Arbeitsmenfchen innerhalb der Grenzen seiner Ration Arbeit und Brot garantieren, wir wollen nicht imperialistische Wirtschaft treiben, sondern wir verlangen das, was ein Volk als selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen darf. Laßt diesem deutschen Volke seine Ehre und seine Freiheit, und ihr werdet sehen, daß das deutsche Volk der Fricdenssörderer Europas ist, zum Segen der deutschen wirtschaft. daß an Stelle der in Aussicht genommenen 300 Mill. Schilling nur 250 Mill. Schilling zustandege- kommen waren. Dazu kommt, daß diese englische Tranche auch nur für die Abdeckung von K r e= öiten verwendet wurde, ebenso wie die französische Tranche dazu diente, kurzfristige in langfristige Kredite umzuwandeln. Oesterreich hat auch in den Jahren 1922 und 1930 Völkerbundsanleihen bekommen, für deren Zinsen- und Tilgungsdienst Frankreich die Garantie übernommen hatte. Nachdem Oesterreich die Zinsen nicht mehr bezahlen konnte, mußte die französische Regierung den Gläubigern gegenüber für die Zinsen auf- kommen. Wenn also jetzt die französische Regierung eine neue Anleihe an Oesterreich geben würde,; so würde dies praktisch auch nur darauf hinauslaufen, daß in Zukunft Oesterreich den Zinsendienst für diese Völkerbundsanleihe an Stelle der französischen Regierung wieder selber trägt. Barmittel hat die österreichische Regierung aus solcher Anleihe über« Haupt nichtzu erwarten. Die angebliche Zusage der deutschen Regierung an Frankreich und England. Berlin, 19. Aug. (ERB.) Der Sonderkorrespondent des „Rews Ehronicle" behauptet in einer Meldung aus Wien, daß Deutschland durch seine angebliche Rundfunkpropaganda auch weiterhin die Zusagen an England und Frankreich in der offenkundigsten Art verletze. Die Fortführung dieser Rundfunkpropaganda sei um so ernster, als sie nach den frcundschaftlick.cn Vorstellungen komme, die erst gestern von Italien erhoben worden seien. Diesetr Ausführungen gegenüber wird von maßgebender Seite noch einmal daraus hingewiesen, daß irgendwelche Zusagen weder an Frankreich, noch a n E n g l a n d g e m a ch t worden sind. Mit Italien haben mehr- ache Unterhaltungen stattgcsunden: der Inhalt dieser Unterhaltungen gibt aber wcderFrank- reich noch England das Recht, darauf zu pochen. Ihnen gegenüber sind keine Erklärungen abgegeben worden. Im Gegenteil: Wie schon wiederholt von amtlicher Seite betont worden ist, sind die beiden Demarchen seinerzeit zurückgewiesen worden. Dollfuß bei Mussolini. R i c c i o n e, 19. Aug. (WTB.) Bundeskanzler Dollfuß ist heute abend in Riccione einge- trofsen Ministerpräsident Mussolini hat dein Bundeskanzler im Hotel einen Besuch abgestattct. Der eingehenden Aussprache zwischen den beiden Staatsmännern wohnte auch Unterstaatssekretär S u v i ch vom italienischen Außenministerium bei. Oie zweite Unterredung. Rom, 20. Aug. (TU.) In einer weiteren Unterredung, die am Sonntag im Grand-Hotel in Riccione stattfand, haben der österreichische Bundeskanzler Dollfuß und der Ehef der italienischen Regierung die p o l i t i s ch e La g e i m allgemeinen und insbesondere hinsichtlich Italiens genau kkurchgesprochen. Der Ches der Regierung legte noch einmal die italienische Ansicht über die Zukunft Oesterreichs, die Gesamtheit des Donauproblems und die weiteren Fragen dar, die nur durch das Funktionieren des Viererpaktes zu losen seien. Dollfuß legte die inner- und außenpolitische Lage Oesterreichs dar. Vom Grundsatz der Unabhängigkeit Oesterreichs ausgehend erklärte er, er wolle eine Politik des Friedens und der Zusammenarbeit mit allen Rachbarn verfolgen, insbesondere mit Italien und Ungarn, aber auch mit Deutschland, sobald dies möglich sei. Die beiden Staatsmänner ftcllten am Schluß ihrer Unterredung fest, daß zwischen ihnen mit Bezug auf die geprüften Probleme eine Gemeinsamkeit und Gleichartigkeit der Gedanken bestehe. Die Meinung der Wiener presse. Wien, 20. Aug. (WTB.) Die Besprechungen des Bundeskanzlers Dr. Dollfuß mit Ministerpräsident Mussolini werden von den Blättern allgemein als die Fortsetzung der Unterhaltung über die Oesterreich und Italien betres- fenden wirtschastlichen Fragen betrachtet. darüber hinausgehend aber mit Rücksicht auf die kürzlich erfolgten Besuche der ungarischen Staatsmänner in Rom auch als eine Ergänzung der Unterhaltungen über J)ie Oesterreich, Ungarn und Italien interessierenden großen F r a g e n g e b i e t e des Donau- und deS mitteleuropäischen Raumes. Dabei wird darauf verwiesen, daß Mussolini den Gedanken verfolge, einen engeren wirtschaftlichen Zusammenschluß zwischen Oesterreich und Ungarn zu erzielen, damit sich diese beiden Staaten neben der Kleinen Entente im Rahmen eines zu schaffenden wirtschaftlichen Mitteleuropas selbständig behaupten konnten. In den Presseäuherungen wird die Selbstverständlichkeit hervorgehoben, daß auch das Verhältnis zwischen Deutschland und Oesterreich Gegenstand der Besprechungen sei, wobei Bundeskanzler Dr. Dollfuß erfahren werde, wie man sich in Rom die weitere Stellungnahme der italienischen Politik denke und welche Haltung man dort gegenüber den Anregungen und Absichten Frankreichs und Englands einnehme. Dr. Dollfuß wird voraussichtlich am Montag Riccione wieder verlassen. Sollten es aber die Umstände erfordern, so würde er sich noch nach Rom begeben. WasmaninFrankreichvonder Aussprache erwartet. Paris, 20. Aug. (WTB.) In einer Havasmel- düng aus Rom werden als Gegen st and der Aussprache zwischen Bundeskanzler Dr. Dollfuß' und Mussolini bezeichnet: 1. die in n er öfter « reichische Lage und 2. die österreichisch- deutschen Beziehungen. Der Havas-Äorre- ipondent hält es für wahrscheinlich, daß Dr. Dollfuß sich über die Ansicht der italienischen Regierung hinsichtlich des österreichischen Antrags auf die Aenderung feiner Heeres st ärke .Heraufsetzung der öffentlichen Verbände auf 30 000 Mann, Herabsetzung der Dienstzeit und Reorganisation der Heimwehr) habe vergewissern wollen. Ueber die Einstellung Italiens zu diesem Problem scheint der Ha- vas Korrespondent nichts erfahren zu haben, behauptet weiter, Italien sei f ü r d i e H e r st e 11 u n g MhMMaftsmwistn Schm st in Ostpreußen. Eindrucksvolle Ansprachen bei der Eröffnung der 21. Deutschen Ostmesse. Die Angst um Oesterreich. Beschränkung der Westmachte aus wirtschaftliche und finanzielle Hilfe? des Gleichgewichts im Donaubecken, weshalb es für die wirtschaftliche An näherungzwischen Oe st erreich und Ungarn und eine Verstärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Landern und Italien eintrete. Ungarn scheine geneigt zu sein, gewisse wirtschaftliche Positionen in Oesterreich zugunsten Italiens aufzugeben gegen die Erschließung eigenen Absatzgebietes für den ungarischen Getreideüberschuß. Auch die Frage des Hafens von Triest scheine bei dieser wirtschaftlichen Zusammenarbeit der drei Staaten eine große Rolle zu spielen. Man plane in Triest die Schaffung einer ungarischen und einer österreichischen Freizone, durch die Ungarn und Oesterreich in die Lage versetzt würden, in italienischen Hoheitsgewässern Schiffe mit ihrer Nationalflagge zu unterhalten. Der Bericht der Agentur Stefani über die Unterredung zwischen Dollfuß und Mussolini bereitet der französischen Pxesse einiges Kopfzerbrechen. Eine Anzahl Zeitungen fürchtet, Italien habe infolge des Versagens Englands und Frankreichs eine Schiedsrichterrolle erlangt, die es möglicherweise für feine politischen und wirtschaftlichen Zwecke ausnutzen könnte, lieber das Ergebnis der Aussprüche sagt der Korrespondent des „Matin" in Rom, der Plan, die Heimwehren in eine Grenzpolizei um- zuwandelq, scheine fallen gelassen zu sein. Beioe Minister schienen an ein Dreierabkommen mit Ungarn oder an ein 23ier er ab’ kommen m i t D e u 1 s ch l a.n d zu denken, um auf diese Weise die Bildung einer Mächtegruppierung zu ermöglichen, die Mitteleuropa wirtschaftlich lebensfähig machen würde. Mussolini habe also auf den Plan einer Donauföderation mit dem Plan eines österreich-deutsch-ungarisch-ita- linischen Bündnisses geantwortet. Der Plan, im Hafen von Triest eine österreichische und ungarische Freizone zu schaffen, sei aufgegeben worden mit Rücksicht auf das mit Deutschland bestehende Abkommen über die Meistbegünstigungsklausel. Eingriffe in die Wirtschaft werden nicht geduldet. Weimar, 19. QIug. (WTD.) Wie die Pressestelle des Thüringischen Staaisministeriums mitteilt. hat sich das thürin gische Staatsministerium des Innern veranlaßt gesehen, um Störungen in der Wirtschaft, besonders in den Kaliwerken Aordthü- ringens vorzubeugen und derartige Versuche von vornherein im Keime zu ersticken, den Kreisleiter der RSBO. in Sondershausen vorerst in Schutzhaft zu nehmen. Die Reichsregierung und insonderheit der Herr Reichskanzler haben häufig genug darauf h'ngewicsen, daß der Erfolg der Temühun- gen, Arbeitslosen Arbeit zu ver- m i tt e l n und sie auf längere Zeit in den Arbeitsprozeß einzugliedern, davon abhängig ist, daß die Wirtschaft von keiner Seite beunruhigt wird. Zuqabeverbot und Arbeitsamst. Berlin, 19. Aug. (TA.) 3m echten Gemeinschaftsgeist haben sich aus eigenem Antriebe die Verbände der Arbeiterschaft und des Handels, sowie der 3ndustrie- und Handelstag zusammengefunden, um für die Arbeiterschaft nachteilige Folgen des am 1. September 1933 in Kraft tretenden Zugabeverbots abzuwenden. Zum gleichen Zweck hat das Reichsarbeitsministerium am 19. August 1933 eine Aussprache dieser Verbände mit den amtlichen Stellen herbeigeführt. Hierbei kam der einmütige Wille zum Ausdruck, allen Ar - b e i t n e h m e rn , die bisher durch das Zugabewesen Deschäftigung gefunden Huben, wenn nur irgendmöglich ihre Arbeitsstellen zu erholten oder ihnen dafür C r - s a tz zu schaffen. Es wurden auch Mittel und Wege erörtert, um dieses Ziel zu erreichen. Schon jetzt kann festgestellt werden, daß infolge des einmütigen Zusammenwirkens aller Kreise für die Arbeiterschaft kein Anlaß besteht, sich wegen Straßen um Neapel. Von Or. Gustav W. Eberlein, Zfiom. Reapel. im Sommer. Wie kommt man raus aus Rom? Das fragt sich auch heute noch jeder Fahrer, wenn er glücklich — oder mit einem Radfahrer auf dem Kühler — in den Irrgarten bineingekommen ist. Er hat natürlich von der weltbcrüchtigten Zuchtlosigkeit der römischen ciclisti gehört, er fürchtete die schlafenden Kärrner der Landstraßen, ihm graute vor der wilden Hatz in der Stadt der 13 Hügel, und in der Tat, seine sensationellsten Erwartungen wurden übertroffen. Wie würde es nun erst „weiter hinunterzu" werden? Erste angenehme Enttäuschung: der große Irrgarten hat jetzt strahlenförmig Ausgänge ange- seht, wo früher alles zu und verstopft war wie eine Tube. Man drückt auf sie und wird zu irgendeinem Loch in der uralten Stadtmauer hinausgequetscht, man findet sich, wenn nur vorher ein Blick nach der Sonne oder auf den Kompaß nicht vergessen wurde, plötzlich in der richtigen Dichtung, auf Asphalt oder Zement, zwischen schwarzweiß angestrichenen Bäumen, weiß und schwarzen Kurvenpfosten, schwarz und weihen Randsteinen und Brückenmauern. Schier Preu- ßisch — ich meine die Ordnung, nicht die Farben der Kühe. Die sind nach wie vor grau, und die Ochsen sind Düffel und haben Hörner, zwischen die ein Achtzylinder bequem hineingeht. Unsere Straße ist eigentlich die Via Casilina laicht zu merken: geht über Cassino und Caserta) aber wer auf große Anfangsbequemlichkeit weniger Wert legt als auf eine interessante Landschaft, sollte die Via Tuscolana einschlagen denn auf diese Weise kann er Tuskulum, die berühmten Castelli Romani und den Götterberg, den Monte Cavo mitnehmen, auf dessen Tausendmetergipfel jetzt eine Autostraße hinaufführt. 5 Lire Weggeld, es lohnt sich aber. So ungeheuerlich sieht man nirgends den Argrund aller Geschichte, die Campagna, zu Füßen liegen. Vorher freilich ist die „Straße des ewigen Aufbruchs" zu überwinden, wo ständig gebuddelt wird und der Rest der Fahrbahn den Herren von Rom gehört, den Radfahrern. Vorsicht vor allem bei einbrechender Dämmerung und nachts! Denn die Herren haben von der Erfindung der Laterne, der Glocke und Bremse noch nichts gehört, das Straßengeseh interessiert sie mäßig: Me ne trego! Ich pfeif drauf. And dann die Kärrner. Es muß aus unbekannten Gründen sehr weh tun, rechts zu fahren, daher döst man lieber. Zuweilen weichen sie allerdings dann, wenn man es nicht mehr erwartet, aus — die Pferde. Das neue Deaischland imb bas Menilmi. Besprechung einer Broschüre. Diese Schrift hat bisher gefehlt. Rach dem jahrzehntelangen Kampf der Deutschen gegen das herrschende Judentum, nach den Tagen des Boykotts und bei der noch immer an- daui^.iden Reinigung ist es notwendig, ein Mittel des Kampfes und der Erkenntnis in der Juden- frage in die Hände aller Volksgenossen zu legen. Dieses Heft: „Deutschlands Kampf für die abendländische Kultu r“, dessen An- tertitel „Das neue Deutschland und das Judentum" den Inhalt treffend kennzeichnet, enthält in der Tat die reichhaltigste und treffendste Sammlung von Material über die Rolle des Judentums in Deutschland. Ist schon alles interessant, wcs im Anfang an geschichtlichen Darstellungen darin steht über die Entwicklung des Iudentun s und seine geographische Verteilung in Drütschland und über die Derufszugehörigkeit der Juden, so ist von unmittelbarer Bedeutung für die politische Aufklärung doch das, was so lange Jahre hindurch zum Inhalt unseres Kampfes gehörte: Das Kapitel vom „Einfluß des Judentums auf Geist undMoral" enthält nicht nur eine ausgezeichnete Statistik darüber, wie weit die intellektuellen Berufe vom Judentum beherrscht wurden, sondern auch bezeichnende Photos von Magnus H i r s ch f e l d, dem sexuel en Geschäftemacher, von dem gemeinsten aller Asphalt- literaten Tucholsky, und viele Zahlennachweise sind diesem Kapitel eingefügt. Wissen wir nicht alle noch, welche Rolle die Juden in den großen Korruptionsskandalen spielten? Daß diese Verbrechen und die ihrer marxistischen Freunde und Schützer nicht vergessen werden, dafür sorgen Tatsachen und Bilder, die sich in einem anderen Kapitel des Heftes finden. Am verderblichsten aber war das Judentum alsAposteldesKom- m u n i s m u s. Hier hat es Deutsche gegen Deutsche gehetzt, die Kameraden der Schützengräben zu Feinden gemacht und den Tod vieler Hundert unserer Kameraden auf seinem weltweiten Gewissen. Alle sie sehen wir wieder im Bilde und im Bericht: die Landauer, Mühsam, Liebknecht, Luxemburg, Münzenberg und die vielen anderen, deren Namen in der schmachvollsten Zeit Deutschlands so oft im Haß von uns genannt wurden, und denen einmal irregeführte Volksgenossen folgten. Das Beste am Inhalt aber sind die vielen verstreuten, in geschickter Weise herausgehobenen Angaben über Zahlen und Vorgänge, die in der täglichen Aufklärung unbedingt notwendig sind. In meisterhafter Weise hat es der Herausgeber verstanden, fast auf jeder Seite mehrere Abbildungen zu bringen, die in eindringlicher Weise immer gerade die kennzeichnendsten Augenblicke festhalten. Niemals soll vergessen werden, daß ein Tucholsky unter ein Bild ruhmreicher preußischer Generäle schrieb: „Tiere sehen dich an." Niemals wieder soll bis in die höchsten Stellen des Staates und der Wirtschaft das Judentum vordringen. Aber gerade heute, wo von jenseits der Grenze das Judentum zum Angriff gegen das neue Deutschland bläst, muß jeder Deutsche die Methoden des Judentums kennen und muß alle Tatsachen und Menschen kennen, die am Untergang Deutschlands gearbeitet haben. Gerade heute muß jeder Deutsche das wissen, darum gehört das Heft indieHandeinesjedenVolksgenossen. Denn nur mit einer unbedingten Härte gegen alle Feinde, einer Härte, die in jeden hineingepreßt werden muß, wird das neue Deutschland gebaut werden und stehen, unerschüttert von den Angriffen und Aeußerungen des Hasses der Fremdlinge. der Durchführung des Zugabeverbots zu beunruhigen. Sobald sich die im einzelnen zu ergreifenden Maßnahmen überblicken lassen, wird die Oeffentlichkeit unterrichtet werden. EmheüsbeitragsüfdieBerufsverbände Berlin, 19. Aug. (VDZ.) Eine einheitliche Regelung der Beitragsfrage bei den Arbeiter- und Angestellten-Verbänden ist, wie das VDZ.-Bureau dem Sozialwirtschaft- lichen Zeitungsdienst entnimmt, in Aussicht genommen, sobald die organisatorische Am- g e st a l t u n g der neuen Berufsverbände in der Deutschen Arbeitsfront beendet ist. Für die Aebergangszeit ist bisher eine Regelung in der Form getroffen, daß die Mitglieder der neuen Verbände die Beiträge bezahlen, die sie in ihrem alten Verband bezahlt haben. Die Tendenz der Reuregelung soll aber selbstverständlich die sein, daß im Zuge der Vereinheitlichung des gesamten Berufsverbandswesens auch eine Vereinheitlichung und damit eine Verbilligung des Deitragswesens erfolgen wird. Da anzunehmen ist, daß die organisatorischen Ausbauarbeiten in den Berufsverbänden bis zum Winter abgeschlossen sein werden, wird auch erst dann die Deitragsfrage akut werden. Reue Anordnungen des AerziekommiffarS. Berlin, 19. Aug. (VDZ.) Der Aerztekommissar Dr. Wagner hat die Regelung der Zusammenarbeit von Aerzten bei der Vertretung, bei Ueber- weisungen und bei Konsilien jetzt durch neue Anordnungen ergänzt. Darin heißt es über die Vertretung: Arische Aerzte dürfen sich nur durch arische Aerzte vertreten lassen. Wo in einem Bezirk eine gegenseitige Vertretung der niedergelassenen Aerzte untereinander üblich ist, kann e i n nichtarischer Arzt, auf den die Ausnahme- beftimmungen der Verordnung über die Zu- WIWI IHIMIIIM «I«II> .... ........... «UBUracmfl ilMWl »BJU Aus unbegreiflichen Gründen werden die Castelli, obwohl im Winter wie im Sommer stark belebt und von allen Fremden aufgesucht, recht stiefmütterlich behandelt, im Gegensatz zu dem Zweimonatbaö von Ostia, wohin das Modell einer Autobahn führt. Weit mehr Anspruch auf gute Verbindungswege hätten Grottaferrata und Frascati, es wäre zweckmäßig, diese Lungen Roms der Stadt einzuverleiben. Aber wer weiß, in fünf Jahren vielleicht — 3n fünf Jahren kann sich unermeßlich viel ändern. Rom—Neapel: das ist wie im Film, wenn es heißt: Dreißig Jahre später. Im Sommer 1927 staubte man sich leidlich bis Cassino durch, dann versanken die Räder im Schotter und in Capua erlitten Mann und Roß ihr Capua' Don hier aus ging es auf einem Feld nach Reapel, das angenehm gewesen wäre, wenn es ein Kartoffelfeld gewesen wäre, denn dann hätte man auf den Furchenkämmen fahren können. Leider jedoch wurden die Längsfurchen durch ebensovtele Quertäler zerschnitten und solche Schachbretter sind für das Maultier, das im Rebel seinen Weg sucht, besser geeignet. Roch vor ein oder zwei Jahren versank ein Lastwagen samt Brücke vor den Toren Capuas im Fluffe — heute schnurrt die asphaltierte autostrada bis Reapel und weiter hinunter in den tiefen Süden. Man erreicht sie wieder, die ^effliche Via Casilina, kurz nach Frascati und Colonna. Wer das Meer den Bergen vorzieht, fährt statt über tferenhno und Frosinone, Felsennestern auf der Hohe eines Pfropfenziehers, über Formia, längs der Direttissima, der Schnellbahn, die Neapel in zwei Stunden macht, während vor fünf Jahren die Züge vier bis fünf Stunden brauchten, genau war das nie zu sagen. Auf der Küstenstraße gerät man, daß ist ihr Vorzug, in die falernerfeligen phle- gräifdjen Gefilde und in einen rauchenden Krater. Wagen am Eingang bitte stehenlassen, denn der „Boden" dieses fauchenden und stinkenden Vulkans, der Solfatara, ist nur ein trommelartig über die' Hülle gespanntes Fell. Es klingt verdammt hohl, wenn einer mit dem Fuß aufftampft, und auf Schritt und Tritt ist das Trommelfell löcherig: brodelnder Urschlamm quillt heraus, die deutschen Landstreicher in der Krachledernen — jeder Fahrer im Süden fischt so ein paar Häuslein Elend im Straßengraben auf — fragen dich gleich, ob sie hier nicht feuerlos abkochen könnten. Könnten sie, Eier werden in der vorschriftsmäßigen Zeit hark' wenn man sie hineinhält. Auch haust Luzifer in dem Höllenloch, er heißt so, daß ist verbürgt, und trommelt wie ein Gorilla auf seine Brust, wenn man ihn fragt, wie es ihm jetzt gehe. Ausgezeichnet, Signore, die Schwefeldämpfe, Sie wissen ja —I lassung von Aerzten zur Tätigkeit bei den Krankenkassen (Kriegsteilnahme usw. zutresfen, davon nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschäftigung eines Assistenten gelten die gleichen Grundsätze. Für Ueberroeifungen wird angeordnet: Arische Aerzte sollen ihre arischen Patienten arischen Fachärzten, Krankenhaus-, Sanatorium- usw. Aerzten überweisen und umgekehrt. Arische Aerzte, insbesondere Krankenhausärzte, dürfen Ueberroeifungen von nichtarischen Aerzten annehmen, wo örtliche Verhältnisse es notwendig erscheinen lassen. Für die Zuziehung eines zweiten Arztes (Konsilien) gelten diese Vorschriften sinngemäß. Eine Praxisgemeinschaft zwischen arischen und nichtarischen Aerzten ist verboten. Dies gilt auch gegenüber allen Aerzten, auf die die Ausnahmebestimmungen zutreffen. Eine Ausnahme hiervon zuzulassen, behält sich der Reichsführer der Kassenärztlichen Vereinigung selbst vor. In einer anderen Anordnung macht Kommissar Dr. Wagner daraus aufmerksam, daß zur Stellenvermittlung für alle Zweige der ärztlichen Berufsausübung allein die Vermittlungsstelle des Hartmann-Bundes berechtigt ist. Wo bisher noch von anderen Stellen Bermittlungstätigkeit ausgeübt wurde, ist sie sofort einzustellen. Brüning dementiert. Berlin, 19. Aug. (TU.) Das Pressebüro Krause teilt mit: Gegenüber einer Fülle von Gerüchten, die in der letzten Zeit in der in- und ausländischen Presse verbreitet wurden, haben wir durch Rückfrage bei Herrn Dr. Brüning festgestellt, daß er einen 18 rief an d i e vatikanischen Stellen nicht geschrieben hat und somit auch keine Warnung vor dem H e r r n R e i ch s k a n z - ler ausgesprochen haben kann. Auch die Nachrichten über einen schlechten Gesundheitszustand Dr. Brünings oder seine Absicht, in das Ausland bzw. in ein Kloster zu gehen, sind irrig. Bor vierzig Jahren hat er's auf der Lunge gehabt, und da kam er auf den Einfall, sich im Krater an- zusiedeln. Seither gehört er dazu. Auf dieses Experiment hin hat sich ein Hotel am Kraterrand angesiedelt — die Kranken brauchen nur den Kopf zum Fenster hinauszuhalten, wenn sie inhalieren wollen. In Neapel selber, wie fast allgemein in den italienischen Städten, sind die Straßen, die gepflasterten, weit schlechter als die Landstraßen. Da liegen gleich um den Bahnhof herum die riesigen Platten, wir würden schon Quader sagen, öfters übereinander als nebeneinander, die Straßenbengel machen sich einen Jux aus dieser Bauerei, die Erwachsenen schauen lächelnd zu und die Autos turnen lieber auf Dem Damm herum, der eigentlich der Straßenbahn gehört. So mancher fragt sich da wieder, wie seinerzeit in Rom: soll ichs wagen? Noch weiter hinunter? Immerzu! Es ist ja kaum zu glauben, aber es ist so: spiegelglatte Straßen im ganzen Golf! Fuhr der Kronprinz noch vor kurzem im Schiff die paar Kilometer nach Castellamare, um dem wildromantischen Abenteuer der Straße nach Pompeji zu entgehen, so tut fick) nun nach einigem Hin und Her oder vielmehr Ab und Auf, wie eben beschrieben, die Autobahn auf, nach dem Muster der Via del Mare in Rom gebaut, ein technisches Kleinod, ein landschaftliches Wunder. Weggeld allerdings zehn Lire auf den Kopf. Rückfahrkarten über Sonntag ZU ermäßigtem Preis. 80 Kilometer angefetzt, neunzig, hundert — in einem Wisch am Fuß des Vulkans hin und unmittelbar vor den Toren der Totenstadt Halt. Besuch in Pompeji, das war einst eine Tagesreise, es war eine empfindliche Ausgabe, mit der Cookbahn auf den Vesuv hinaufzufahren, wer konnte noch nach Sorrent kommen oder gar nach Amalfi? Jetzt kann sich ein Fahrer anheischig machen, alle fünf Sensationen zwischen Sonnenaufgang und -Untergang zu erledigen. Neapel, Pompeji, Sorrent, Amalfi und den Vesuv. Wo man in den Sattel stieg, um sich durch die Asche hinaufzuquälen, da bleibt man nun, wenn man Vertrauen hat zu seinem Wagen und ein bißchen Abenteuerlust in den Adern, am Steuer sitzen. Zum Krater hinauf? Jawohl, bis zum Krater. Toll, aber es geht. Weiter. Natürlich ist es unzweckmäßig, mit einer Sensation die andere aus sich herauszutreiben, wenn auch Wagen und Straße nichts dagegen hätten. Fahren wir einmal hübsch brav die Straße der tausend Kurven, über Sorrent nach Amalfi und Salerno. Das genügt. Da habe ich seinerzeit, als sich ein blutiger Neuling am Volant mehr haltsuchend anklammerte, statt zu lenken, die ersten grauen Haare gekriegt. Diesmal nur ein paar Schwielen am kleinen Finger. Wer davon absehen kann, daß die Straße ständig auf der Höhe der Aus öfter Wett. Sensationelle Verkaufsergebniffe des Volksempfängers De 301. Berlin, 19. Aug. (TLl.) Die Rationalsozia- listische Rundfunkkammer teilt mit: „Der erste Tag der Funkausstellung, die im Zeichen der nationalsozialistischen Massenwerbung für den Volksempfänger V e 301 steht, hat einen geradezu sensationellen Verkaufserfolg gebracht. — Es hat sich nämlich gezeigt, daß die zunächst herausgebrachte Auflage von 1 00 000 Geräten den Bedarf der Hörer nach einem billigen Einheitsempfänger schon am ersten Tage bei weitem nicht mehr genügte. Aus diesem Grunde hat sich die Funkindustrie entschlossen, weiterhin 100 000 Geräte schnellstens in Auftrag zu geben. Die nationalsozialistische Funkausstellung hat somit schon in ihrem Anfangsstadium einen phantastischen Erfolg zu verzeichnen. Dieser beispiellose Markterfolg, mit dem die Schaffung des Dollsrmpfän- gers, diese soziale Tat der deutschen Funkindustrie, ihre verdiente Anerkennung findet, bedeutet zugleich eine neue Wirtschaftsbelebung. 200 000 Empfänger bedeuten einen Llmsatz von 15,2 M illionen Reichsmark und damit eine weitere gesunde Besserung des funkindustriellen Arbeitsmarktes." Das große Los. In der letzten Rachmittagsziehung der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie fiel der 100 000-Mark-Gewinn auf die Losnummer 5 5 9 9 1 in beiden Abteilungen. „Graf Zeppelin" gestartet. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist am Samstagabend unter Führung von Kapitän Lehmann in Friedrichshafen zu seiner fünften dies- jährigen Südamerikafahrt gestartet. An Bord befinden sich acht Passagiere. Todessturz eines Segelfliegers. Der 27jährige Segelflieger Josef E n g e l ist nachts während eines Fluges mit einem von ihm selbst erbauten Apparat in der Nähe des Gaisbergpla- teaus bei Salzburg durch Absturz tödlich verunglückt. Engel war auf dem 1286 Meter hohen ©aisbergplateau gestartet, ohne jemandem Mitteilung davon zu machen, daß er den Dauerflugrekord brechen und die Nacht hindurch fliegen wolle. Man glaubt, daß Engel entweder eingeschlafen ist oder von einem Unwohlsein befallen wurde. Seemannslos. Der Erste Offizier des Hamburger Dampfers „Kurland" ist auf der Fahrt von HoUand nach Riga in der Nähe von Terschelling bei starker Dünung über Bord gespült worden und ertrunken. Die Suche nach seiner Leiche war vergeblich. Als der Kapitän das Unglück erfuhr, erlitt er einen Schlaganfall. Er wurde, nachdem der Dampfer den Kaiser-Wilhelm-Kanal passiert hatte, in Kiel an Land geschafft und ins Krankenhaus gebracht. Schwere Zuchthausstrafen für Landfriedensbruch. Wegen Landfriedensbruchs hatten sich vor dem Sondergericht in Düsseldorf 12 Kommunisten zu verantworten. Die Angeklagten t)cMon in einer stark kommunistischen Siedlung in München-Gladbach anfangs des Jahres bei Schießereien mitgewirkt, denen ein SA.- Mann zum Opfer fiel. Die Beweisaufnahme ergab die Schuld der Kommunisten Oberwel- land und Grevenrath, die vier Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust erhielten. Der Angeklagte L e n a r z erhielt als Rädelsführer sechs Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Vier weitere Angeklagte erhielten Gefängnisstrafen bis zu anderthalb Jahren. Die übrigen Angeklagten wurden frei- gesprochen. Kölner Domtürme dahintänzelt, mit einem hundertprozentigen Abfall zur Rechten, man hört die Brandung gar nicht, so tief ist sie. der merkt: Donnerwetter, selbst diese Schlange ist jetzt asphaltiert! Was neben ihm sitzt, darf sich an der Vermählung zweier kobaltblauer Golfe berauschen, Capri vor sich, wenn sie nicht vorzieht, schreckensbleich die Hände vor die Augen zu drücken. In Salerno, vielleicht waren es zweitausend, viel- leicht dreitausend Kurven im Steilufer, hebt sich der Alpdruck, du magst nach Pästum schnurren, einst kaum erreichbar. Revolution auch auf neapolitani« chen Straßen — der Autoschreck wie Staub zer- toben — wahrhaftig, da kann man schon von eiher Imwälzung sprechen. Ein neuer Leonardo. Da man von Leonardo da Vinci nur wenige Gemälde kennt und besonders wenig über fein Schassen zwischen 1472, da er in die Florentiner Malerzunft aufgenommen wurde, und 1480 weiß, so muß die Entdeckung einer Arbeit des großen Meisters aus dieser Zeit die Aufmerksamkeit aller Kunstfreunde finden. Einen neuen Leonardo aus dieser frühesten Epoche entdeckt zu haben, behauptet der frühere Direktor der irischen Rational-Galerie, Prof. Langton Douglas, in einer soeben erschienenen Schrift. Das Bild, das hier von ihm veröffentlicht wird, ist eine kleine Holztafel, die eine Szene aus der Legende des Heiligen Donato von Arezzo zeigt. Bisher galt als das einzige Werk aus dieser ersten Periode Leonardos, das auf Echtheit Anspruch machen konnte, die „Verkündigung" des Louvre. Douglas beweist nun als zweifellos, daß das neuentdeckte Bild früher einmal mit dem Louvre- Bild zusammen den Teil der Predella eines großen Altargemäldes gebildet haben muß. Er vermutet, daß dieses Altarbild die „Madonna di Piazza" in der Kathedrale von Pistoja war, an der Leonardo und Lorenzo di Credi als Schüler des Derrocchio gemeinsam gearbeitet haben, denn bei Verrocchio war dieses Werk bestellt worden. Die beiden Tafeln find nicht nur in der Höhe und Anordnung der Figuren und und der ganzen Komposition völlig gleichförmig ausgeführt, sondern es läßt sich nachweisen, daß die beiden Tafeln aus demselben Stück Holz geschnitten sind. Der engste Zusammenhang zwischen beiden Bildern ist also eine Tatsache, und da sie stilistisch so überaus ähnlich sind, darf auch das neue Werk für eine eigenhändige Arbeit Leonardos gelten. Leider befindet sich die kostbare Tafel jetzt in den Händen eines Sammlers jenseits des Ozeans. 'N. IfenJ1 wichen *2* ; v?F0S^t JjiÄH VWiÄ'n :°ÄKr °ÄLZr )eNmlm^r? und ez ^'wmg des funk' it Lor. äSS'^* n“ fleffarltl .^ppelin" ist nm •unf v°n Kapitän Leh. W«w Men bl» iÄ‘«• öegeUegnr. M Engel ist NM, L»?1® von ihm selbst & 6es ^’sbergpla. Absturz tödlich Der. t dem 1286 Meter hohen °hne jemandem Mittei- ° "dm Douerslugrekord durch fliegen wolle. 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M elften Derk Mspruch S auf E-Htheu ß rrkünd gunS dah das di eAi« Äild-t i?btB »w* Än«*^*'606 .‘ÄffiSp! e v11' Latsach^>.,7s auch nKiSs Aus der Provinzialhauptstadt Die Anloy-Keier der 116 er Buntes Allerlei insbesondere der Traditionskompanie einen Kranz nieder und verband damit eine Huldigung deS jungen Heeres für die Helden der alten deutschen Armee. Standartenführer Lutter, der Desehls» Haber der SA.-Standarte 116, gelobte bei inner Kranzniederlegung im Hennen der Standarte 116, dah diese sich allezeit bestreben werde, dem Heldengeist und der großen Tradition des 3n* santerie-Aegiments 116 nachzueifern. Der Etahl- helm-Ortsgruppcnführcr, Oberstleutnant a. D Loppe, legte namens der Stahlhelmkameraden einen Kranz mit herzlichen Dank- und Gedenk- Worten für die Gefallenen nieder. Kaufmann Müller, der für die Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Aegimentsvereine einen Kranz niederlegte, huldigte dabei den gefallenen Kameraden des alten, stolzen Kaiser-Regiment- und gelobte, wie diese alles für Deutschland zu tun. Sodann folgte der Vorbeimarsch der TraditionS- kompanie. des SA -Sturms, des Stahlhelm und der militärischen Vereine. Damit fand die eindrucksvolle Feier ihren Abschluß. Elefanten fliehen vor Flugzeugen. Der Inspektor der Wttdschuhgebiete von Uganda weist in fernem neuesten Bericht darauf hin, dah die Flugzeuge unter den groben Llefanten-Herden dieses Gebietes eine arge Unruhe gestiftet haben. Der regelmäßige Flugzeug-Verkehr, sowie alle Maschinen, die vom Horden her Uganda überfliegen, nehmen ihren Weg über die Hauptelesanten-Schuhgebiete, und alle Anzeichen sprechen dafür, dah daS den Elefanten durchaus nicht recht ist, sondern dah sie dadurch auS ihrem friedlichen Leben ousgeschreckt werden. Bis vor drei Jahren konnte man z. B. an dem Oft-Hil gegenüber von Tachwach eine stattliche Anzahl mächtiger alter Elesantenbullen bewundern, doch sind diese riesigen Dickhäuter von dort jetzt völlig verschwunden. DaS läßt sich nicht aus einem stärkeren Abschuß erklären, sondern es ist den Tieren in diesem Gebiet zu unruhig, und da die Stille nur durch daS Dröhnen der Flugzeug-Motoren unterbrochen wird, so bleibt keine andere Erklärung, als daß das Flugzeug der Unruße- stiften ist. 3n diesem Jahre hoben die Wanderungen der Hauptherden bewiesen, daß die Elefanten sich in einer bedenllichen Aufregung befinden. Hun könnte man hoffen, dah die Tiere sich allmählich an den Lärm gewöhnen werden, aber dies ist nicht wahrscheinlich, denn sogar die gezähmten Elefanten im belgifchen Kongo, die dort als fleihigeArbeiter tätig sind, schreiten noch immer vor dem Lärm der Kraftwagen zurück. Cs scheint, daß diese Dickhäuter gegen alle ungewöhn- ten Geräusche sehr viel empfindlicher sind alS man annehmen möchte. Wenn die großen Elefantenherden von ilganöa wie zu vermuten ist, auS diesen ungewohnten Schutzgebieten durch den Flugzeuglärm vertrieben werden, dann besteht die Gefahr, daß fie sich über die angebauten Landflächen verbreiten, und bann wird eine Verminderung ihrer Zahl sich als unvermeidlich erweisen. Während deS letzten Jahres ergab eine Zählung in dem Schutzgebiet eine Menge von 1210 Elefanten, die in ihren Hauern einen Schatz von mehr als 34000 Pfund Elfenbein mit sich führen Diese Zister, die etwa dieselbe ist wie im Jahr vorher zeigt, daß die Uganba-Slefanten trotz des starken Abschusses sich bisher nicht vermindert haben. Die Zahl der weiblichen Tiere ist gewachsen und beträgt jetzt nicht mehr viel weniger alS die der männlichen. Das Gewicht der Hauer der erlegten Tiere hat sich erhöht; währendes 1931 durchschnittlich 12 Pfund i für den Stoßzahn betrug, ist eS 1932 auf 14 Pfund 1 gestiegen. klingende Ehrennamen, sie gehören zu den größten Taten der Weltgeschichte. Wie die ganze deutsche Armee ist auch das 3n- fanterie-Kegiment Kaiser-Wilhelm unbesiegt in die Heimat zurückgekehrt. Trotz des unverschuldeten Zusammenbruchs des Vaterlandes ist seine Ehre sleckenlos, sein Schild blank geblieben. 2Uit reinem Herzen und gutem Gewissen können wir Frontkämpfer hier am Denkmal an unsere Gefallenen denken. Chikagos „Unterwelt* steht in USA. wieder 1 einmal im Mittelpunkt des Interesses. Das brutale Treiben der Verbrecher am Michi- , ganfee hat die Bundesregierung zu einem großen Schlag veranlaßt. 300 Polizisten, ausgerüstet mit den modernsten Massen und Httfsmiti 'n, haben den Kampf begonnen. Es kam, wie bereits gemeldet, zu einem regel- rechten Feuergefecht, aber die Gangsters entkörnen! Die Allmacht der „Rackets* in Chikago scheint unerschütterlich zu sein. Jeder Tag bringt neue lleberrofchungen. Man hat sich nachgerade daran gewöhnt, aber jetzt, nachdem die Aufhebung der Prohibition den Verbrechern in Neuyork und Chi- kago das „Wasser" so gut wie abgegraben hat, Der- sprach man sich im Stillen eine grundlegende Aen- berung der Dinge. Gangsters auf neuen Wegen ShikagoS Verbrecherwelt hat sich umgestcNt. Unsere Stadt stand am Samstag und am gestrigen Sonntag im Zeichen zweier großer nationaler Veranstaltungen am Samstag Der 2lnloy-Feier und des 120jährigen Bestehens unseres früheren Jnfonterie-Hegiments Kaiser Wilhelm Hr. 116, am Sonntag des großen Aufmarsches per ö2k.* Standarte 116. Beiden Veranstaltungen hatte un- fere Bürgerschast durch reichen Flaggenschmuck der Häuser ihre Sympathie bekundet, daneben war noch vielen SA.-Männern von auswärts gestern herzliche Gastsreundschoft von hiesigen Fomilten gewährt worden. Die Anloy-Ieier am Samstag gegen Abend vor dem 116er-Dcnk- mal auf dem Landgraf-Philipp-Platz hatte eine große Menschenmenge anzeloclt, die mit starkem Interesse an der Feier teilnahm. Das 1 Iber-Denkmal war in schöner Weise mit frischem Grün und Blumen geschmückt. Während sich die Angehörigen der Offizier-Vereinigung 116, der Veranstalterin der Gedenkfeier, in der Zeughaus- kaferne versammelten, marschierten als erste Formationen der Stahlhelm unter dem Kommando des Ortsgruppenführers, Oberstleutnant a. D. Loppe, und die Abordnungen der Arbeitsgemeinschaft der m i l i t ä r i s chen Vereine unter der Führung von Landgerichtsrat Trum per t unter flotter Marschmusik der Stahlhelm-Kapell auf der Süd- und Ostseite d:s Denkmals aus. Dabei konnte man an dem ausgezeichneten militärischen Schneid des stark gewachsenen Stahlhelm und der Militärvereine ferne aufrichtige Freude haben. Einige Minuten spater, pünktlich um 18 Ahr, nachdem sich auch die alten 116er um das Denkmal versammelt halten, marschierte die Traditionskompanie unseres Bataillons, die 2. Kompanie unter Führung von Oberleutnant Knetsch sehr stramm und schneidig heran, der in ebenfalls Dortreffli- chcm Schneid und straffer militärischer Disziplin der Sturm 12 der S A. - S t a n d a r t e 11 6 unter dem Kommando von Sturmsuhrer Hobel Militärkapelle unter Obermufitmeifter Kr auße leitete die Gedenkfeier mit dem Choral „Wir treten zum Beten" ein. Hierauf folgte Die Gedenkrede von Oberst a. O. Költschau. Der Redner entbot zunächst im Hamen des ehemaligen 3ntaulcrie-uxcgünentd Hr. 116 den Offizieren unseres Bataillons und der Traditions« konipanie, sowie den Abordnungen der Kriegs- formationen und der Militärvereine herzlichen Gruß, ferner der Standarte 116, dem Stahlhelm und der großen Menschenmenge die gleiche herzliche kameradschaftliche Begrüßung. Er gab hierauf anläßlich der 120 Jahrfeier der Hegiments- grünbung in großen Umrissen einen ileberbüd über die ruhmreiche Geschichte des Regiments, die in dem von uns am Samstag veröffentlichten Artikel von Leutnant d. H. a. D. Ernst Hölzel der Oefsentlichkeit bereits geschildert wurde. Dann Perlen-Prüfung. Aus dem Gebiet des Perlenhandels besteht die große Frage darin, ob eine Perle „natürlich" oder .gezüchtet" ist. Beide Arten sind echt, aber die Haturperlen haben einen viel höheren Wert als die Erzeugnisse der Züchtung, bei denen die Auster künstlich zur Perlbildung angereizt wird, indem ein runder Perlmutterkern in die Muschel emge- führt wird. Die Perlen sind auch für den besten Kenner mit dem bloßen Auge oft nicht au unterscheiden, und so sind besondere Untersuchungsstätten eingerichtet worden. Aus dem großen Londoner Perlen- und Diamanten-Markt von Hattongarden gibt es ein Laboratorium, das die Londoner Handelskammer unterhält und das zur Prüfung von Edelsteinen und Perlen bestimmt ist. Seine Hauptarbeit besteht darin, die elngelieser- ten Perlen in die beißen Klassen der natürlichen und gezüchteten zu scheiden. Wegen des großen Wertunterschiedes geht fast jede Perle, die von einem Londoner Juwelier gekauft wird, durch die Hände der Perlenprüfer. In dem Laboratorium, das nur aus zwei Häumen besteht, befindet sich eine große Anzahl von wissenschaftlichen Apparaten, darunter ein sehr starker Höntgen-Strahlen- apparat, sowie ein Apparat, der „Endoskop" heißt und imstande ist, die einzelnen Lagen der Perle bis zu ihrem Mittelpunkt zu messen. Durch die genaue Untersuchung der Schichtungen der Perle ist man in der Lage, ganz einwandfrei sestzustellen, ob es sich um ein natürliches „Gewächs" oder um ein künstlich angeregtes Produkt handelt, denn so ähnlich auch die Oberfläche der Perle ist, so sind doch die Wachstumsvorgänge im Innern bei beißen Prozessen verschieden. Ein noch klareres Bild bietet die Durchleuchtung mit Höntgen-Strahlen, die dann angewandt wird, wenn die Perle nicht bereits angebohrt ist, beim bei dem „Endoskop ist das Ansehen einer Habel unvermeidlich. Die natürliche Perle zeigt im Höntgenbild einen sechseckigen ober ringartigen Aufbau, während die Zuchtperle rechtwinklige Flächen aufweist. Außer dieser Perlenprüfung beschäftigt sich das Laboratorium mit allen Formen der Untersuchung von Edelsteinen, mit der Feststellung ihres Gewichtes, ihrer Lichtbrechung, der Farbe, in der sie in ultraviolettem Licht erscheinen, und mit der Beobachtung des inneren Aufbaus durch Röntgen-Strahlen. sagte der Heimer u a. weiter: Am 2. August 1914 erhob sich ganz Deutschland einmütig und in beispielloser nationaler Begeisterung zur Abwehr gegen den Angriff einer Welt von Feinden Die Ereignisie des großen Weltkrieges find noch in frischer Erinnerung. Das Kaiser-Wilhelm-Regiment hat immer nur an der erbittert kämpfenden Westfront gefochten, und da an den Brennpunkten des Kampfes. Es hat an über 30 entscheidenden Schlachten teilgenommen. 118 Offiziere und fast 3000 tapfere Unteroffiziere und Mannschaften sind in treuester Pflichterfüllung in den Reihen des Regiments gefallen. Davon allem bei Anloy am 22. August 1914, dessen Gedenktag mir heute feiern, 13 Offiziere und 412 Unteroffiziere und Mannschaften. Anloy, die Marneschlacht, Reims und Roye 1914, Lihons-Parvillers 1915, Verdun, Chemin des Dames, und Sommeschlacht 1916, Siegfried-Front, Flan- dernschlacht 1917, die große Schlacht in Frankreich, 2. Sommeschlacht und Rückmarsch-Kämpfe 1918 sind Leicht hatten es die Gangsters nie. Früher mußten sich die Armen der Alksholgeschäfte wegen gegenseitig ermorden, aber jetzt ... Man glaubt es kaum! Jetzt müssen sie sich schon mit dem erbärmlichen Gewerbe, F e n st e r s ch e i b e n e i n z u wer- f e n, abfinben. Das ist der neueste Schlager. Wie ein schlechter Witz mutet diese Neuheit an, aber es ist so. Die Gangsters wersen jetzt Fensterscheiben ein, natürlich Schaufensterscheiben, denn mit Kleinigkeiten geben sich die Leute nicht ab. Und aus den entstandenen Scherben machen sie dann ihr Glück. Die Kaufleute werden nämlich gezwungen, gegen fast unerschwingliche Preise die Scheiben von den Gangsters zu beziehen. Tun sie das nicht, liegen am anderen Morgen die Scherben wieder vor dem Haus. Kontrolle" noch und noch! Einzelne Der- brechersyndikate kontrollieren Wäschereien und Reinigungsanstalten, Automaten, Glückspiele und vor allem auch die Beerdigungsinstitute Chikago». oo bringt ein Verbrechen das andere, die Erpres- s u n g e n jagen sich, und die Oefsentlichkeit wird in unglaublicher Weise terrorisiert. Früher tonnte man in den Witzblättern Ratschläge für ahnungslose Fremde finden, die den Besuchern Chikagos Panzerwesten empfahlen. Heute braucht man nicht mehr zu lachen, denn inzwischen hat die Zeit bewiesen, daß das wachsende Verbrechertum durchaus ernst gemacht hat. Die übelfte Rolle in der Entwicklung nach dem Kriege spielte die Lage der Stadt am Michigansee, der hier eine offene Grenze nach dem „nassen" Kanada bildete. Aus kleinen Dampfern und Motorbooten wurde der kostbare Alkohol nachts über den See geschasst, an einsamen Stellen in Lastwagen gelaßen und so ins Innere des Landes befördert. Dieses Geschäft war zwar nicht ganz ungesährlich, da die Prohibitionsagenten Tag und Nacht und unerbittliche Jagd machten. Die Gangsters hatten aber findige Köpfe und kamen auf die Idee, den riskanten Schmuggel anderen zu überlasten, während fie selbst mit gutberoaffneten Leuten den Kraftwagentransporten auf lauerten und ihnen den wertvollen „booze", das ist Alkohol, abjagten. Um sich gegen diese Ucberfälle zu schützen, bildeten auch die bootleggers ihre „gangs . Der Banden krieg in Chikago war fertig, Die Un- terroelt hatte ihre Fronten, und unzählige Opfer waren die Folge. Aus diesen Voraussetzungen, die sich im Lauf der Zeit zu unerschütterlichen „Notwendigkeiten' entwickelten, leiten sich auch die heutigen Mißstände noch ab. Gewiß, die Regierung tut alles und neuer- dings entschiedener als srüher, um dem Verbrechertum entscheidend zu begegnen. Aber wie die neue- sten Meldungen wieder zeigen, gehen die gutgemeinten Schläge immer wieder ins Wasser. So gelang es den Gangsters, die hier in einem harten Feuer- gefedjt zu widerstehen vermochten, den Polizeikordon zu durchbrechen und in einem 16zylindrigen Panzerwagen zu entkommen. Die Organisation der amerikanischen „Racketeers", der organisierten Erpresserbanden, ist raffiniert ausgebaut, und wo ein „Syndikat" — so nennen die Leute ihre Verbrecherzentralen — unschädlich gemacht wird, entstehen drei neue. Die Hoffnung, daß die Aufhebung der Prohibition den Gangsters großen Abbruch tue, hat sich, vorerst wenigstens, nicht erfüllt, sie waren wendig genug, mit der Tatsache zu rechnen und sich — umzustellen. Dennoch darf man erwarten, daß die neuen Maßnahmen auch in Chikago Wandel schaffen. In Neuyork hat sich bereits vieles gebessert. Uns sind fie nicht gestorben! Wenn wir an den großen Weltkrieg, an all das gewaltige Geschehen und Erleben da draußen zurückdenken, dann führen wir seelische Zwiesprache mit ihnen. Und wenn wir in den furchtbaren Nach- kriegsjahren nicht seelisch niederaebrochen sind, dann ist es der Gedanke an unsere Gefallenen, der uns ausrechterhalten hat. Wir Frontkämpfer, die wir den Krieg mit all feinem Grausen und Entsetzen wirklich kennen gelernt haben, wir wollen gewiß nicht wieder Krieg. Aber ... wenn sie uns das Letzte nehmen wollen! — Wenn sie uns ganz vernichten wollen! — Wo wäre der deutsche Mann, der sich dann nicht vor seine Heimat, vor Haus und Hof, vor Weib und Kind stellen, und mit seinen letzten Kräften, mit letztem Gut und Blut, sie schirmen und schützen wurde!! — Deshalb rufen uns die Geister der (gefallenen heute zu: ..... „Bleibt wehrwillige und wehrfähige echte deutsche Männer nach der Väter Art!" Gottlob hat ja die neue deutsche Hitler-Regierung den Pazifismus und andere klägliche Ausstrahlungen elender Kreaturen mit ihren Propheten hinwegge- ^Älles geschieht, um die deutsche Jugend zu tüchtigen, starken, charakterfesten deutschen Männern hcranzubttben. wir Frontkämpfer wissen, daß es Sache und Ausgabe der deutschen Jugend ist, das deutsche Vaterland wieder zu aller Macht, Größe und Herrlichkeit emporzuführen. Wenn nach Gottes unerforschlichem Ratschluß sie dazu wieder für Deutschland marschieren muß, dann werden unsere Gefallenen auch, wie es in dem Horst-Wessel-Liede fo schön heißt, in ihren Reihen initmarschieren. . .. . Wir Alten, wir danken Gott dafür, daß wir diese herrliche Zeit, wo wieder Treue und Glaube im deutschen Vaterlande herrscht, noch miterlebt haben. Der Augenblick, al? in der traditionsreichen Pots- darner Garnisonkirche der Vertreter der glorreichen alten Zeil, unser Reichspräsident Generalfeldmar- schall von Hindenburg und der Schöpfer des neuen Deutschlands, Reichskanzler Adolf Hit l e r sich die Hand zu neuem Treueschwur für Deutschland reichten, wird jedem unvergeßlich bleiben. Die Art. wie unser Kanzler und ^uhrer Adolf Hitler nach seiner gewaltigen, die Welt durch- brausenden Rede unseren greifen Generalfeldmar- schall hoch ehrte, hat ihm aller Herzen gewonnen. Wir aber hier denken am Ehrenmal unserer Ge- faöenen, jetzt weit - weit hinaus. Ueberall dahin, wo deutsche Heldensähne den letzten Schlaf schlafen, namentlich derer, die in den Reihen des Regiments in den 120 Jahren feines ehrenvollen Bestehens den Heldentod starben. Wenn über ihren Grabern der Wind durch die Sträucher und Bäume weht, dann singt er das unvergängliche Skaldenlied von deutschem Heldentod. In treuem Gedenken an sie alle, alle, die Da Draußen der grüne Rasen deckt, und mit Herzens- dank für alles, was sie für das deutsche Vaterland und damit für uns getan haben, lege ich i^^n des alten Infanterie-Regiments Kaifer-Wuhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 diesen Kranz an ihrem Ehrenmal nieder. Kameradendank ihrem Dpfertobe! Ehre ihrem Andenken! Treue um Treue! — Anschließend wurde gemeinsam der erste Vers des Deutschlandliedes gesungen- Hieraus folgten weitere Kranzniederlegungen. Der Bataillonskommandeur Major von i Wachter legte im Hamen des Bataillons und Gruß an den Gerichtsvollzieher. - Dem erwarteten Dollstreckungsbeamten hatte ein Leipziger Musensohn, nachdem er seine Ferien angetreten hatte, einen Zettel mit nachfolgenden Versen hinter- kiffen: Ich weiß, Du kommst, um mich zu pfänden, Du strenger Lote Des Gerichts. Ich kenn' die Leute, die Dich jenben, doch diese Leute kriegen nichts Zwar scheint mir Dein Bestreben löblich, bie harte Pflicht treibt Dich hierher, doch glaub' mir, Freund, Du kommst vergeblich, denn hier ist alles öd und leer. Du siehst des Reichtums letzte Reste: Ein Portemonnaie mit nichts darin. Dort an Der Tür hängt eine Weste, wenn Du sie willst, so nimm sie hin. Sonst bieten nichts Dir Diese Raume, die suchenD jetzt Dein Blick Durchirrt, denn Waschgeschirr und Gummibaume gehören meinem Zimmerwirt. Du siehst: Hier ist nichts fortzuschleppen, mich dauert, Daß Du Dich bemüht. Es sind vier unbequeme Treppen ... Geh hin, wo Pracht und Luxus blüht. Noch ist es früh. Genieß' den Morgen, Was nutzt es. Daß Du länger weilst? Doch kannst Du, Freund, mir etwas borgen, leg's hin, eh Du von Dannen eilst! Der Sinn der „Braune Messe". Man schreibt uns: Die „Braune Messe" soll eine ilcbersicht über das bieten, was deutscher Gewerbe- Heiß, Faust und Hirn des guterschaffenden deutschen Menschen zu erstellen im Stande ist. Darüber hinaus aber hat bie Braune Messe noch Die Ausgabe, bie Leistungsfähigkeit des gewerblichen Mittelstan- bes, des Ladengeschäfts und Des Handwerks zu be- weifen, gleichzeitig Darzutun, Daß „Das Gute liegt so naße", es keiner weiten Reise bedarf, um sich vor- leilhaft mit den Dingen Des täglichen Bedarfs emzu- decken. v. _ Reben diesem praktischen hat aber die Braune Die Rechnung stimmte nicht. Die „Racketeers haben sich umgestellt. Bier und Schnaps sind keine Verdienstquellen für Die Verbrecher mehr. Aus Dem Alkohol ist kein Geschäft mehr zu machen, und was sich etwa noch herausholen läßt, überließen Die „Racketeers" großmütig Den Schmugglern. Sie dbft aber mußten sich nach neuen Geldquellen umsehen. Entführungen, früher Seltenheiten, gehören heute durchaus ins Programm. In aller Erinnerung ist noch der Fall des Kindes von L i n d » bergt), ihm folgten zahlreiche Entführungen, die aber nicht weiter bekannt wurden. Eine Ausnahme bilden die Fälle John Factor und Charles U r f h e l. Dieser, ein Kupfermagnat, jener einer der bekanntesten Oelspekulanten, wurden von einer berüchtigten Bande entführt. Während Urfhel erst gegen ein Lösegeld von 270 000 Dollars freigelaffen wurde, ist man über das Schicksal Factors noch im unklaren. Wie man sieht, sind die neuen Einnahmemöglichkeiten nicht schlecht. 2 7 0 0 0 0 D o l la r s ür eine Entführung sind allerhand Geld. Im aber solcher Beute sicher zu sein, müssen große Organisationen aufgebracht werden. Sie können alles, ihnen steht jeder Erfolg offen, benrt sie haben bie Macht unb bie brutale Hand. Wenn man letzt hört, Daß die Gangsters von Chikago im Vergnü- lungsoiertel auf Der Weltausstellung am Michigansee rund 40 Konzessionen erhalten haben, erkennt man die guten Beziehungen dieser Herren ebenso wie Die Gewalt, über die sie anscheinend verfügen unb mit ber fie zu wirken verstehen. Ein Fall wie dieser scheint ja bas Verbrechertum Amerikas gerabezu auf bie Ausstellungslifte zu fetzen. Kein Wunber, wenn jetzt die Bundesregie- runq alles unternimmt, um bas Gangster-Unwesen enbgültig zu beseitigen. Die Bekämpfung bauert zwar schon jahrelang, aber ber burchschlagenbe Erfolg läßt immer noch auf sich warten. Jeder neue Bürgermeister gelobt in Chikago, aufzuraumen, durchzugreifen. Die Polizei bricht auch auf, aber die Gangsters entkommen fast immer. Messe vor allem den hohen idealen Sinn, der deutschen Arbeit wieder neuen Antrieb und Austrieb zu geben, bie deutsche Wirtschaft durch Wertung der Kauflust wieder zu beleben und damit den Millionen ruhenden Händen wieder Das Werkzeug in Die Hand zu drücken. Ein ftarter Binnenmarkt ist uns heute notwendiger denn je. Wenn wir so weit sind, daß alle berechtigten Bedürfnisse unserer Volksgenossen wieder befriedigt werden können, haben auch alle Hände wieder zu tun. Dazu sollte jeder beitragen, und die Kreise, Die noch über die entsprechenden Mittel oersügen, sotten diese Dafür ausgeben. Daß die Millionen um Arbeit ringenden Volksgenossen wieder zu Arbeit unb Brot kommen. Auf bie ver- schiedenste Art kann jeber Deutsche an bem Wieder- aufbau- und Arbeitsbeschaffungsprogramm mithel- fen, dem Programm unseres Führers: Deutsch der Erzeuger! Deutsch ber Verkäufer! Deutsch bie Ware! DasistderSinnber„BraunenMesse". Vornotizen. — Tageskalender für Montag: Volks- bund Deutsche Kriegsgräberfürsorge-, Verein ber Offiziere bes 2. Großh. Hess. Jnsanterie-Regiments, 10 bis 13, 15 bis 18 Uhr, ßogengebäube, Garten- ftraßc 1, Ausstellung von Möbelten unb Silbern deutscher Ehrenfriedhöfe in Frankreich und im Osten. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die heilige Flamme". Die Beschäftigung ausländischer Arbeiter. Die Polizeibirektion Gießen teilt mit: Aus unsere Aufforderung vom 15. Juli haben sich nicht alle hier in Arbeit stehenden ausländischen Arbeitnehmer (Arbeiter und Angestellte) gemeldet. Wir fordern sie heute nochmals auf, sich am Mittwoch, 23. August, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr unb 15 bis 17 Uhr auf ber Polizeibirektion, Laub- graf-Philipp-Platz 1 (Zimmer Nr. 40) einzufmben, anbernfalls Bestrafung erfolgt. Arbeitgeber, bie aus. länbische»Arbeitnehmer beschäftigen ober emfteUen, > ohne im Besitze ber Genehmigung zu fein, sind eben- falls strafbar. »J.-fpor/ Oer neue Gau Rordheffen. Zuteilung zur Gau- und 3ni Dau Nordhessen (XII) bcS Deutschen Fustball-BundeS sind die Vereine zur ® n u ■ und Bezi»ksliga zugekeilt worden. Lediglich in der VezirkS^ruppe Hanau sind noch der elfte und »Wülste Verein zu bestimmen. Die neuen Klassen sehen wie folgt aus. (Bnullgn: Borussia Fulda, Kurhessen Kassel, Kurhessen Marburg, Hessen HerSfeld, Hermannia Kassel, SC. 03 Kassel, Spielix'rein Kassel, Sport Kassel, FG. 93 Hanau und VsV. Friedberg. Bcjirfoligcn: Gruppe Hanau : Hanau 60 94, VfV. Grost-Anheim, SV. Villa, SVg. Langenselbold, Kewa Machenbuchen, SV. Somborn, Prensien Altenmillau, FT. Grost-Auheim, FT. Vkittelbuchen, SV. Reuses. Der 11. und 12. Verein werden noch bestimmt. Gruppe Kassel: Tura Kassel, Hessen Kc»s- Bezirksliga im Gau XII. sei, FV. Aiederzwehren, SV. Corbach. SV. Hom- berg, ST. Grost-Almerode, VfV. Witzenhauseu, VV. 06 Kassel, SC. Weisungen, SV. Fritzlar. Gruppe Fulda: FV. Horas, SV. Veubos, VfL. Lauterbach, FV. Vebra, Viktoria Elm, FV. Schlüchtern, SV. Alsfeld, SV. Künzell, Germania Fulda. Gruppe Oberhessen: Germania Warburg, VfB. Giesten, Giesten 1900, FV. Oderts- hausen. SV. Wetzlar, SV. Lollar, SV. 06 Vad- Aaubeim, SV. Groh-Karben. Gruppe Dill : SVg. Vottenborn, FV. Wallau, FV. Breidenbach, VfL. Biedenkopf, SV. (Mel6l)flufcn, SV. Dillenburg, SV. Frohnhausen, BC. Sinn. Gruppe O st r he in: SV. Oberlahnstein, SV. Limburg 19, Limburg 07, SV. Horessen, SV. Aiederlahnstein, SV. Elz, SV. Villmar. SV. wontabaur, Memannia Aiederbrechen, SC. WirgeS. Deutsche Krauen-Meisterschasten. Schöner Auftakt am Samötag. Aus 7>er Thüringischen LandeSkampsbahn in Weimar nahmen am SamStag die Deutschen Leichtathletik - w eisterfchaften der F r a u e n einen recht verheissungsvollen Auftakt. 3n zwei Wettbewerben konnten die bestehenden Höchstleistungen erreicht werden, lediglich im DiS- husn>erfeii blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. 3m 1 0 0 - w e i e r - L a u s e n spielte Frl. K r a u st (Dresden) eine ganz überlegene Rolle, sie siegte in der bestehenden Bestzeit von 12,0 Sek. vor Frl. Dollinger (Nürnberg), die 12,2 Sek. benötigte. Die Berlinerinnen DörfseldI und Frau Köhl e r -Geriete belegten die nächsten Plätze. Auch im Hochsprung konnte die Siegerin, Frl. Riederhoff (Velbert) mit 1,58 Meter den bestehenden Rekord erreichen. Die Besetzung der nächsten drei Plätze konnte erst nach „Stechen" vorgenommen werden, da die drei Damen G r i e m e (Bremen», K lusenwerth (Charlot- tenburg) und die Titelverteidigerin Rotte (Düsseldorf) sämtlich 1,52 weter übersprangen. Schwächer waren die Leistungen im Diskus- w c r f e n. Hier siegte die Olympia-Teilnehmerin Ellen B r a u in »Iller (Berlin) mit 38,775 weter vor Frl. Reut ter (Franksurt a. w.) (37,70 Vieler», und Frl. Moll e n b a n e r (Hamburg) (37,28 Vieler). Die vorjährige Meisterin Grete He üble in konnte sich nicht einmal für die Ent- scheidung qualifizieren. Die Entscheidungen de, ersten Tage». 100 Vieler: 1. Kraust (Dresdener SC.) 12,0 Sek. 2. Dollinger (1. FL. Rürnberg) 12,2 Sek. 3. Dörs- feldt (Berlin) 12,3 Sek. 4. Köhler-Gericke (SL. Lydrlottenburg) 12,4 Sek. Hochfprung: 1. Riederhofs (Dell>ert) 1,58 Met. 2. Grieme (Bremen). 3. Kiusenux'rlh (Ebarlotten- burg). 4. Rolle (Düsseldors), alle 1,52 Bieter durch Stechen entschieden. Diskuswerfen: 1. Ellen Draumüller (Berlin) 38,755 Vieler. 2. Reutter (SL. 80 Frankfurt) 37,70 Bieter. 3. Bkollenhauer (Hamburg) 37,28 Meter. Reue Rekorde im SO-Meter-hürdenlaufen und Fünfkampf am )iveiten lag. 'Bei_ den heften Witterungsverhältnissen wurden am Sonntag die deutschen Frauen Leichtathletik- Meisterschaften in Weimar ausgeführt. In sportlicher Beziehung wurden ganz ausgezeichnete Lei- {hingen erzielt. Schon am Bormittag »vurde einem deutschen Rekord das Lebenslicht misgeblafen, Frl. Rotte lief die 80 Meter Hürden in 12,2 Sekunden und unterbot damit den alten Rekord von Frl. P i r ü) - v'harlottenburg um eine Zehntelsekunde. Die Düsseldorferin konnte sich allerdings am Rach- mittag bei der Entscheidung nicht durchsetzen, da sie indisponiert war. Der zweite Rekord war im Fünfkampf fällig, wo die ausgezeichnete Münchener Athletin Frl. Mauern» euer 357 Punkte sammelte. Der bisher von Frl. B r a u n» ü II c r ■ Berlin gehaltene Rekord stand nach der neuen Berechnung aus 337 Punkten. In den übrigen Konkurrenzen gab es zwar keine Rekordleistungen mehr, jedoch waren auch die erzielten Zeiten und Weilen ausgezeichnet. Einen spannenden Kampf sah man in der 4X100-Meter-Staffel, die Eintracht Frankfurt und Dresdener SC. in 51,0 Sekunden im toten Rennen beendeten. Im Schlag ballweitwerfen erreichte Frl. B u h l - Nordhausen 72,68 Meter, eine Weite, die bisher in Deutschland noch nicht erzielt worden war. Die Konkurrenz wird aber in der offiziellen Rekordliste nicht geführt. Frl. Fleischer- Frankfurt enttäuschte in» Speerwerfen, sie wurde mit 37,50 Meter nur Dritte hinter der Siegerin Frl. S ch u m a n n Essen (39,35 Nieter) und Frl. Link-Siegen (37,83 Meter). Die Ergebnisse. 200 Meter: 1. Frl. Dollinger, 1. FC. Rürn- berg, 26,0 Sek.: 2. Frl. Kraust. Dresdener SC., 26,4 Seb: 3. Dörffeldt, Berlin, 26,8 Sek.: 4. Hadler. Kassel, 28.3 Sek. 8 0 Bieter Hürden: 1. Fra»» Engelhardt, Berlin, 12.3 Sek-: 2. Klusenwerth, Charlotten- burg. 12.5 Sek-: 3. Frl. Fraubös. Halle, 12,5 Sek.: 4 Frl. Pirch, Charloltenburg, 12,8 Sek.: 5. Frl. Rotte. Düsseldorf, 13.7 Sek. 4x10 0 Meter: 1. Totes Rennen zwischen Eintracht Frankfurt und Dresdener SC. in 51,0 Sek-: 3. .St. Georg Hamburg. 51,2 Sek.: 4. EC. Charlottenburg. 51,5 Sek: 5. Magdeburger Frauei» SC.. 51,8 Sek.: 6. Bremer Sportfreunde. 52,0 Sek. Fünfkampf: 1. Frl. Mauermeyer, Reubaufen bei München. 357 Punkte (neuer deutscher Rekord): 2. Frl. Busch, Viktoria Köln. 322 Punkte: 3. Elle»» Braumüller, Olympischer SC. Berlin, 301 Punkte: 4. Frl. Link, Siegen. 299 Punkte: 5. Frl. Göppner, Danzig. 275 Punkte. Weitsprung: 1. Frl. Grieme. Bremen, 5,79 Meter: 2. Frl. Wascher. Erfurt. 5,69 Meter: 3. Frl. Göppner. Danzig. 5.52 Meter: 4. Inge Braumüller, Berlin, 5,29 Meter: 5. Frl. Dollinger. Rürnberg, 5,29 Meter (durch Stechen entschieden): 6. Frl. Busch. Köln, 5.11 Meter. S ch l a g b a 11 - W e i t w e r s e n: 1. Frl. Buhl, Rordhausen 72,68 Meter (bisher beste DSB.- Leistung): 2. Schellmann, Kassel. 72,65 Meter: 3 RicherS. Wischhafen. 71.75 Meter: 4. Frl. 2obst, Harburg, 71.39 Meter. S p e e r lü e r f an: 1. Frl. Schumann, Schwarz- Weist Essen, 39,35 Meter: 2. Frl. Link. Siegen. 37,83 Meter: 3. Tilly Fleischer, Eintracht Frankfurt, 37,50 Meter: 4 Frl. Richers, Wischhafen, 36,25 Meter: 5. Frl. Kuhlmann. Hamburg. 36,15 Meter: 6. Dollinger, 1. FC. Nürnberg, 36,03 Mir. Kugel ft ost en: 1. Frau Schröder, Munden- 6eim. 13,(0 Bieter: 2. Heublein. Barmen. 12,72 Bieter: 3. Mauermeyer, Reuhaufen bei München, 12,44 Meter: 4. Frl. Link, Siegen, 12,03 Meter. Kurze ^portnotizen. Deutscher M e i ft c r im 20-Kilometer-Bahn- geben wurde Schmitt (Charlottenburg) in 1:40,27 Stunden mit 400 Bieter Vorsprung vor den» Favoriten Sievert (Berlin). * Zu d e n S t »i d e n t e i» - W e 11 s p i e le n in Turin vorn 1. bis 10. September entsendet der Deutsche Tennisbund die vier Spieler Lund, Kuhl- m a nn, T »i scher und U t h m ö 11e r. Deutschlands Athleten siegen. England in London mit 76:59 Punkten klar geschlagen. Auch der dritte Leichtathletik-Länderkampf gegen England, der am Samstag in» While-Eily-Stadion zu London zum Austrag kam, ist von unseren Athleten sicher gewonnen worden. In den 13 Einzelwettbewerben blieb neunmal ein Deutscher in Front, nur viermal, und zwar in den Läusen über 880 Bards, eine Meile, 120-Bards-Hürden und in der Olympischen Staffel konnten die Briten den ersten Platz belegen. Der Kampf um die weiteren Plätze war wechselvoll. In» Gesamtergebnis siegle die d e u t [ ch e Ri aNnschafI mit 76:59 P unkt e n überleg e n , ein Erfolg, der bei den Engländern um so nachhaltiger wirkte, als an der gleichen Stätte die englischen Athleten vor kurzem noch Frankreich in» Länderkampf besiegt hatten. Die Kämpfe nahmen den von deutscher Seite erwarteten Verlauf. Es gab zwar einige leichte Enttäuschungen, die aber durch angenehme Ueberraschun- gen mehr als aufgehoben wurden. Bemerkensiverler- weife wurden in mehreren Fällen die Meislerschafts- ergebniffe von Köln korrigiert, d. h. in Köln geschlagene ältere Athleten und frühere Meister konnten sich in London vor die jüngeren, in internationalen Kämpfen doch noch zu wenig routinierten Kräfte setzen. So blieb u. a. Metzner über 400 Meter vor Voigt, Syring über die drei Meilen vor Gebhardt, H i r s ch f e l d im Kugelflosten vor Sievert unb L e i ch u m (Stettin) im Weitsprung vor dem neuen Meister Cong. lieber die beiden Sprintstrecken feierte der Bochumer B o r ch n» e y c r , der zur Zeit wirklich in prächtiger Form ist. einen schönen Doppelerfolg. Er tonnte auch den englischen Meister Saunders, der bei den britischen Meisterschaften in Stamford Bridge Ionath und Berger schlug, ganz klar mit 1,5 Meter schlagen. Mehner gewann die 440 Vards durch taktisch kluges La »cs en in 49.4 Sek. Die 880 Bards und das Meilenlaufen fielen erwartungsgemäst an die Engländer, die hier nicht zu schlage»» waren, obwohl unsere Leute ihr Bestes gaben. Eine schöne lleberraschung war dann der Sieg von Syring in» Dreimeilenlaufen in der ausgezeichneten Zeit von 14:43 Min. Hier wurde übrigens der Deutsche Meister G eb b a r d t disqualifiziert, weil er in der letzten Runde die Bahn der Engländer kreuzte, wodurch Mabey ins Stolpern geriet. Gebhardt hätte sich dieses unschöne Manöver ersparen dürfen. 3m 120-Vards-Hürden- loufen lag unser Meister Wegener klar in Führung, er ritz aber die letzte Hürde, geriet ins Stolpern und wurde von dem Engländer Finlay noch knapp abgefangen. Zu einem vierte»» Sieg kamen dann die Engländer in der Olympischen Staffel, die sie mit 5 Meter Vorsprung gewannen. Die Entscheidung fiel hier, als Hendrix auf der 200-Meler-Slrecke gegen Reid nicht nur drei Meter Vorsprung einbüstle, sonder»» auch noch zwei weitere verlor. Die ..technische»»" Hebungen fielen sämtlich an Deutschland, zum Teil mit guten, zum Teil mit schwächeren Leistungen. Diese schwächeren Leistungen sind aber daraus zurückzuführen, dast die Anlansbahnei» und Wursstellen völlig ungenügend waren. i Die Ergebnisse. (D = Deutschland, E = England.) 10 0 Parbs: 1. Borchmeyer (D) 10 Sek.: 2. Saunders (E) 1% Meter zurück; 3. Davis (E); 4. Hendrix (D). 200 Parbs: 1. Borchmeyer (D) 22,1 Sek.; 2. Reib (E) 1 Meter zurück; 3. Schein (D); 4. Davis (E). 4 4 0 P a r d s: 1. Metzner (D) 49,4 Sek.; 2. Wolff (E) Bruflbr. zurück; 3. Voigt (D): 4. Rathbone (E). 8 80 P ards: 1. Whitehead (E) unb Scrimshaw (E), totes Renne»» in 1:55 Min; 3. König (D) unb Paul (D) totes Remien, 12 Meier zurück. t Meile: 1. Thomas (E) 4:17,8 Min.; 2. Ridell (E) 3 Meter zurück: 3. Kaufmann (D) Handbreite zurück; 4. Würkner (D). 3 M eile n (4828 Meter): 1. Syring (D) 14:43 Mii».: 2. Evenson (E) 15 Meter zurück; 3. Gebharbl (D): 4. Mabey (E). Olympische Staffel: 1. England 3:32,4 Min.; 2. Deutfd)Iani) 5 Meter zurück. 12 0 - Parbs - H ü r b e n l a u f e n: 1. Finlay (E) 14.9 Sek.: 2. Wegener (D) Handbreite zurück; 3. Roltbrock (D): 4. Harper (E). H o d) fpru n q: 1. Weinkötz (D); 2. Martens (D); 3. West (E): 4. Bradbroke (E), alle 1,85 Meier, burd) «lechen entschieden. Weitsprnng: 1. Leichum (D) 7,32 Meter: 2. Lang (D) 7,30; 3. Duncan (E) und Pallet (E), beide 6,58 Meter. Stabhochsprung: 1. Wegener (D) 3,725; Philipsen (E) 3,65; 3. Schulz (D) 3,58; 4. Webster (E) 3,52 Meter. Diskuswerfen: 1. Sievert (D) 43,36; 2. Hirschfeld (D) 43,10; 3. Pribie (E) 38,96 ; 4. Bell (E) 38,11 Meter. Kugel st osten: 1. Hirschfeld (D) 15,15; 2. Sievert (D) 14,68; 3. Reeves (E) 13,92; 4. Howland (E) 13,66 Meter. Gesamtergebnis: 1. Deutschland 76 Punkte, 9 Einzelsiege; 2. England 59 Punkte, 4 Einzelsiege, Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 19. Aug. Bei fester Grund- ftimmung blieben die Preise der Vorwoche unverändert. Die Nachfrage war während der ganze»» Wod)e nod) recht gut, die Anlieferungen in deutscher wie auch in ausländischer Butter haben sich jedoch etwas verstärkt. Billige Sorten sind allerdings in solchem Umfang gesucht, bah den Anforderungen nur in kleinstem Umfang entsprochen werden kann. Je 50 Kilogramm franko Frankfurt a. M. wurden verlangt für deutsche Markenbutter 138 bis 142 und für holländische Markenbutter 140 bis 142 Mk. Gewinnauszug 6. Klasse 41. Preustisch.Süddeutsqx (267. Preust.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr_______ Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar \t einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 9. Ziehungslag 18. August 1933 3n der heutigen Vormillagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 8 »«telnni |u 10000 99676 149473 206692 263869 6 »etDlnne ,u 6000 M. 19261 26 »etohmc «u 3000 M. 16028 132123 169864 197137 241292 289180 313925 329014 332171 50 6>ctoliute >u 2000 M. 14008 68527 60030 90925 92382 93801 131978 139715 149274 154216 188674 189336 226216 229568 295798 382661 395714 99274 24734 256845 14520 110578 166189 231734 147100 130129 288433 36676 122364 170931 284286 94 ®«toinne 1000 M. 14601 42173 44191 61169 68083 58214 82184 90173 95811 96837 107418 108400 116015 122792 123568 137285 146546 147866 150551 151269 159256 168467 169149 169904 171072 171913 183299 187117 16894» 204522 218105 221653 260101 268779 275952 285757 295207 298256 323602 336530 355198 362468 373372 386091 392213 392877 398604 188 Sctomne »u 500 ‘Ul. 162 1755 5655 8030 8554 10489 12448 18992 20284 20674 31695 32232 39728 41523 44786 49829 52023 54695 709461 71667 75778 77469 80096 82616 101101 102617 109233 112619 128008 129966 132964 134375 135444 136486 150602 175207 175730 177949 181936 187772 192106 192792 197947 203632 207307 209542 211286 212529 213881 222098 222797 225848 226975 233879 235178 240694 242929 246175 246284 255410 256982 257753 261232 262470 262603 266966 275057 281523- 286930 294406 297615 306215 310282 311263 312302 314579 319833 322407 324706 338278 343465 343562 350859 354258 359125 359693 361108 363903 371615 383093 388835 389934 390259 398372 8n der heutigen Nachmittagszlehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen Gewinn. ,u 5000 M. 31349 43269 45766 134842 211459 14 Gewinn, »u 3000 M. 8286 178022 204238 226246 243974 349440 388630 70 »emlnne iu 2000 M. 1 7978 2228» 24927 44455 51887 65922 63356 67493 64194 84234 106934 107586 131614 153854 160950 165430 166964 168645 171049 176046 199047 209530 217355 222136 226136 248575 261194 272496 297709 321510 374028 378399 381532 383364 90 »«winne su 1000 M. 1231 4293 7823 15019 16431 35171 40637 50331 60376 51554 57513 64165 104122 113186 117256 123471 144367 158678 166502 168259 170590 185184 186061 190556 205186 213221 219075 222926 243690 248415 254753 264553 270088 270919 279824 282739 286539 291680 304169 317230 322687 354265 385818 387124 399939 J90 »etoinne |u 600 91(. 931 9417 13396 15209 16497 18151 20743 29318 34581 39548 57460 62324 । 63427 66989 67136 67818 73592 88814 92222 94646 97225 100945 108454 110630 111668 112465 126048 129487 131395 133195 143579 158231 168309 169711 169995 173720 176068 176093 176488 182782 183945 196769 199143 205540 211188 211857 213464 222939 230632 232787 236207 238533 242091 244516 249064 251428 252291 256777 257791 264017 274510 274658 275288 279308 281108 283514 291280 293555 294565 295265 302569 320304 325197 328290 338072 342237 344524 350769 352577 353175 353586 354276 354822 356820 359223 359451 361700 368219 370691 374867 375202 381916 387941 392200 395776 Im Gewinnrade verblieben: 3 Prämien zu je 600000 und 100 Prämien ^u se 8000, 2 Gewinne zu se 50000J, 3 zu je 800000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 2 zu je 75000, 8 zu je 50000, 24 ,'u 37 83.5 83.5 84 83,5 6'\.el)i-m.;-\. lU.RelchSanl.v. 1923 98.75 99.4 99 98.25 i*1' iilnlcibe von »030 .. 83,25 82,5 83,75 83 Deutsche Anl.-Mlds.-Lchutd mit etuilos.»Rechten ............. De4gl. obiu* ilu\Mi'(.-:Ki-d'ie...... 77,5 10,45 77,5 10.4 77.75 10,4 78.13 10.7 6"» ebeut.S'X, Hess. Bolseslaat 1930 (rstctzahld. 102%) . ....... 74.5 74,5 74,5 75 G'\. Ve,,. »'andeidank Darmlladt olelf 9i'. t-j................. 81,5 81,5 81 b's".. Hess. »'ander-Hdpoideken- dank Darmstadt »'laut......... everdiiien Pravtnz-Nnletde mU 84 84 — — An.Uei.9iechten ............. 67.5 67.5 Deutsche Komm. Sammeladl. An- leibt- Serie i mltMslvs.-Nechie» 69,5 69.5 69.65 69,25 C>"., edem. Franks. Hul'.-Bant Steldpse. »d unkündbar l'U >>>., 6'\. edem. 7% Franks. Pi)v.-Bank 81,75 81.75 —* — rveldt'se. 16 unfilMbNw bt6 1936 5*4"»> edem. »vranks. Po»'.- 81,5 61,25 *— — Bank-Ltan.-Psanddriele....... 61*''" ''Vc»>- 4',". Rdeinlsche PV»'.-Bank-Llau.-Goldpse..... 85,4 85.65 — — 86.1 865 — — 6"v. edem. S'\, Pr. »'andeiN'Iand. drieianstall. Ps>t"ddriese R. 19 6". edem. 7% Pr. »'andetU'sand- driesanitali, Psanddriese R. 10 82,75 82,75 82,75 82,5 83 83 83 83 Stvuerouilch. B'errechnun,i1kur4.. 86.3 86,3 36.2 86,3 4‘\. ^esterretchlsche (Solbn.-ntt.... 4,5t'-'« tesderrelchtsche Süderremr 10,75 10.75 — — 0.7 4,25 0,7 4,25 — — 4 .. Ungarische rveldrenie...... 4,2 4,4 4"# Una-'rische <7>aaiereiae p. 191« 4 4 3,7 — 4‘>% de^»l. r>en 1913.......... 4,3 6,25 5.5 4.3 - t»'\, abaeii O'elbmrphiner von 99 6.25 5,1 6.25 6,15 ■ 5,1 4 .. r urkSche Baadtiddadn-Anleite Serie 1..................... 5 5 4,95 6 Ivruulfurt a.l’f Berlin lurk eiuüt. Abend« 66rie «5chluA- turt Schumi. Mittag- t’e'ric ’C'atum 18.8 198 17.8. 18.8. 4% betfil. Lerie II ............. 5.1 5.1 — 5,1 d"» Rnmün. ven-ind. Rente V. 1909 3,25 3,15 3.25 4 S ^«NnM'In.vereinb.Rcnlev.l 91 a 5,2 __ 4'\» Rumänische verelich. Rente .. 2.5 2,6 2,4 2,45 8 Anawller ............... 23.5 23,5 23 23.5 r^mvura-»'lmertka-Pakei ..... o 11,25 11,25 11.4 11,25 Hamdnrti-vildam. Dam»>sschiss. 0 — 22 22.5 Hansa Damvsschiss........... o - 17,75 17.75 Rerddeutschrr Lwyd ......... 0 12,4 12,4 12.5 12.4 816». für -ierkednnvesen Slkt. .. 0 43,5 43.25 43 43 Berliner Handel^eiellschast ... 4 85.25 84.5 86 85.5 Oommerj- und Priva,-'3auk... 0 Deutsche Bank und Di^eento- 48 48 48.25 48.25 Gesellschasi................ o 52.75 52.75 52,5 52,75 Dn »dner Bank.............. o Reichebank ................ n> 44,5 148.5 44.5 148.5 44,5 148.5 44.5 148.25 Sl.tfAD...................... o 19.5 107.13 19.5 107,75 19,65 107.65 19,5 107.25 Bekula..................... o Üidtx. l?ifU-nmlb\u'kll|*a,t... 6 Licht und jlras! ............. >-, 82.5 95,5 82.75 82.75 95.5 83 stellen S ainllieaume.........0 46 46 45,9 46,13 chejetllch.s.Mektr.Uniernedmuna. d SO 785 80 79,75 Rdeinische Slektripia! ........ 5 90.5 81 80.25 e.t)udrrlS6i>..............5 Siemen» « HE-............ 7 Ladmcver«So............. 10 95 151 122 149.5 121.5 96,75 152 123 94.25 150.5 123 Buderu» ................... 0 67,75 66.75 68.25 67.75 Deutsche SrdB .............. 4 104,5 103.25 105 104 Seljennrchener.............. 0 53,5 53,75 55.25 52 5 Harmner................... 0 88,75 69.5 89.25 89 Heesch Oilen—Kdln-Reueswn .. Ö stlle Bergbau ............... 6 59,75 59.5 134 134 135 3lje Ben,bau ö'enUfle........6 itk'dnftivrrfr ............... 0 LiunnLSmann'Rddren........0 102 103.25 103,5 103 54.5 56,25 54.5 54 57,13 55 55,75 • Zranlluri a. 3’1. Berlin ^chluß- ku r4 «Schluß!. Ädeni» d6rie Schluß- lurrf Schluß!. Mina.p bSrfe öatuin 18-8. 19-8. 17.8 18.8. Maneielder Bergbau .. ......0 23,9 23,75 24 23,5 Kekdwerke........... ......0 74.5 Pvenir Bergbau...... ......0 35.5 35,5 35,75 35,13 Rbetuliche Braunkohlen ..... 10 188.75 189.65 187.75 Rvetnsiadt ........... ......0 85 85 86 85 Bereinigte Stahlwerke. ......0 34,5 34.5 34.75 34 rtuot Minen ........ ......0 12.5 12,5 12.25 12,25 122 Kaliwerke Bscheraieden. ......k> 121.25 120,75 —- Kaliwerke Westeregeln . ...... 6 125 125 — —- Kaliwerke SalLdelsurtb 168.5 168,5 169 169 I. <5V starben-Induftrie....... - ©dieitn'ouft.Ut............... 9 Goldschmidt ........ 0 Siütocchvcrfc .............. 0 MetallgeseUschast............ 0 PdilÜU' Hoymann...........0| Zementwerk Heidelberg ......0 Zementwerk jrartstadt.........0| SchuNdrl« Papendoser ....... 0 «ku «Allgemeine Sunflidbe) .. 0 Bemder,,................... « Zellstoss Waldbos............ 0 ZeiMofs BIchassendurg .......0 Dessauer ............... 7 Daimler Moioreg............ 0 Deutsche Linoleum........... o Crenfh'iu S Koppel ..........0 Leondard Tiey ....... 0 Sdade............ 10 Acenmnlatoren-Fabrik........o Lonti-tSumiiu...............0 129.75 129.75 130.5 130 174 174 — 45,5 45.65 46.75 — 53.25 53 54.4 53,25 50.5 51 50,4 50 46.75 47 47 47 81.5 81.25 — - — — 106 106.75 29 29.25 27.25 28.75 45 47 45.75 39.5 39 39 39 21.25 21 22.25 — 113 105 25,5 26.25 26.75 26 41 33 40,25 40,65 — ~ 31,75 31,75 14 13,5 14.4 14 153.5 153.5 152 153.9 170.5 170 169,75 170 25 150.25 150.13 153 150.5 Srihnei.................... 0| 20,5 20.5 1 21 I Vtainkraslwerke Vochfl 4 — 57.5 I — | Süddeutscher Lucker.........8j 152,51 152,5 | 152,5 [ 21 153 DeviscnmarkI Berlin — Frankfurt a. M. Banknoten. 17. «ugust 18-August Ämiliche Rolirrvna Amtliche Geld Xplicninn 1 Srie »>eld Helslnüfor».. 6,124 6,136 6.124 6.136 Wien....... 47.45 47.55 47.45 47,55 Prag....... 12.415 12.435 12.415 12,435 Budapest ... Cosia...... 3,047 3.053 3.047 3.053 Heliand .... 169.63 169.97 169.58 169,92 £410....... 69.81 69.95 69.81 69,95 Kepenbagen. 61,89 62.01 61.94 62,06 steckdelin... 71,48 71.62 71,53 71,67 Lenden ..... 13,84 13 88 13.87 13.91 Buenos Olire» 0,928 0,932 0,928 0,932 Reuverk.... 3,157 3.163 3,077 3,083 Brüssel..... 58.57 58.69 58.57 58.69 Italien..... 22.10 2-2.14 22,10 22,14 Paris ...... 16.435 16.475 16.435 «chwetz .... 81.03 81,19 80.98 81,14 spanten.... 35,06 35,14 35.06 35.14 Danzig..... 81.67 81.83 81,62 81.78 stavan ...... 0,826 0,828 0.826 0.828 Rio de 3on. 0,244 0.246 0.244 0.246 Jugoslawien 5.195 5.205 5.195 5.205 Luiadon.... 12,66 12.68 12,71 12,73 Berlin, 18-Auaust O'db Mel Amerikanische Roten.............. 3.03 3,05 Belgische Roten.................. 58.41 58.65 Dänische Roten ............... 61.68 61.92 «Englische Roten ................ 13.83 13.89 16.455 169.84 stranzäsische Roten............... 16.395 169.16 süalienische Reien................ 2198 63.64 22 06 69.92 Deutsch r?eiterreich, 4 100 Schilling Rumänische Roie:i............... «chwediiche Roten............... TI. 36 80.80 34,93 71,64 81.12 35.07 >^chinetzer Roten................. Spanisch« Roten................. Ungarisch, Diote»................