Rr. 168 Krühausgabe 185. Jahrgang 8reitag.2i.Mi93Z GietzenerAMger General-Anzeiger für Oberhessen Postscheckkonto: gronifurt am main 11686. vniü und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Buch- und Stehtöniderei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°, mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwonlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen ^cil Ernst Dlumschein undfürdenAn» zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Biehen. Erscheint tügltch, autzer Sonntags und Feiertags. Betlagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» . monat$»Bejugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illusttiert« . 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Üernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Eietzen. Die Unterzeichnung -es Reichskonkor-ats vollzogen. Austausch hoher Auszeichnungen zwischen den Beteiligten. Die amtliche Mitteilung. Rom. 20. Juli. (WTB.) heule um 11 Ahr fand in den Räumen Seiner Eminenz des Herrn ftar- binalflaalssekrelärs d i e Unterzeichnung des Zwischen dem heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich abgeschlossenen Konkordats statt. Als Bevollmächtigter des heiligen Stuhls unterzeichnete Seine Eminen; der Kardinalstaatssekretär Lugenio P a c e l l i. namens des Deutschen Reichs der Vizekanzler des Deutschen Reichs Herr Fran; von v a p e n. Anwesend waren die llnterstaatssekreläre Ihre Eminenzen Monsignore Giuseppe Pizza r b o, Titular-Lrzbischos von Ricaea und Monsignore Alfredo 0 11 a ö i a n i, Ministerialdirektor Dr. Rudolf Luttmann, Leiter der kulturpolitischen Abteilung des Reichsinnenministeriums, und der deutsche Geschäftsträger beim heiligen Stuhl Botschaftsrat Dr. Eugen Klee. Rach der Unterzeichnung wurde Vizekanzler von Papen 12.30 Uhr vom Papst in Privat- audienz empfangen. Rach einem längeren Gespräch von etwa 20 Minuten stellte Vizekanzler v. Papen Ministerialdirektor Fr. Buttmann vor. mit dem sich der heilige Vater längere Zeil unterhielt, und anschließend die übrigen Herren seiner Begleitung. Kardinalskaatssekretär P a c e l l i überreichte dem Vizekanzler v. Papen das Großkreuz des Pius-Ordens und dem Ministerialdirektor Buttmann ein Lichtbild des Papstes .mit eigenhändiger Unterschrift. Rach Vorstellung feiner Begleitung erhielt Oberregierungsrat von Bose aus den Händen des Kardinalstaatssekretärs Pacelli den Komtur des Gregorius-Ordens und Herr v. Tfchirfchky und voegendorf den Komtur des Sylvester-Ordens. Vizekanzler v. Papen überreichte dem Kardinal ft aalsfekrelär als Geschenk der Reichsregierung eine Madonna aus weißem Meißener Porzellan. Sie ist 1 Meter hoch und eine Kopie des 1732 von dem Künstler Kirchner in den Meißener Porzellanwerken hergestellten Originals. Unterftaatsfekretär Erzbischof P i; ; a r b o erhielt ein Oelgemätbe bes beutschen Professors Philipp Frank, ben Park von Sanssouci bar*ieUenb unb Unterstaatssekretär Ottaviani einen silbernen Teller mit Reichsabler. Auf allen Geschenken befinbet sich bie DJibmung „Z u r Erinnerung an bas Reichskonkorbal 1 933“. Die Bedeutung des Konkordaisabschiuffes. Eine Unterredung mit Vizekanzler v. Papen Berlin. 20. Juli. (Sil.) Der Sonderberichterstatter der „Hamburger Nachrichten" hatte kurz nach ilnterzeichnung des Konkordats eine Alnter- rebung mit dem Vizekanzler: „Sie haben, Herr Vizekanzler", so fragte der Journalist, „soeben einen Vertrag mit dem Heiligen Stuhl unterzeichnet, wie er mir in der deutschen Geschichte einzigartig erscheint. Aus der These und Antithese von Kirche und Staat ist in diesem Abkommen eine harmonische Synthese geworden. Ist hiermit nicht endlich ein Weg gefunden worden, der Staat und Kirche überhaupt auf völlig neuer Grundlage einer friedlichen Zusammenarbeit entgegenführen kann?" „Gewiß", erwiderte der Vizekanzler, „der Liberalismus forderte eine Trennung von Kirche unb Staat und hat in Wirklichkeit einen unfruchtbaren Kampf zwischen beiden heraufbeschworen. Während seiner Herrschaft sind beide nicht nur einander entfremdet, sondern völlig verfeindet worden. Erst den neuen politischen Anschauungen, wie sie in Deutschland zum Durchbruch gekommen sind, gelingt es wieder, eine ersprießliche Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche zu gewährleisten. Es ist ja gerade das Wesen der Staatsideen, wie sie in Italien und Deutschland herrschen, daß alle lebensfähigen Kräfte, so auch die Kirche mit dem Staat, zusammenarbeiten sollen." „hiernach ist es doch wohl als eine historische Tatsache anzusehen, daß erst der Weg der nationalsozialistischen Revolution die Voraussetzungen zu der jetzt erfolgten ehrlichen und vorurteilsfreien Verständigung zwischen Staat und Kirche schuf?" „Zweifellos, erwiderte Vizekanzler o. Papen. Der nationalsozialistische Staat will ja das Volk a u f völlig neue Grundlagen stellen, von denen bie christlichen Lehren und ihre Kirchen besonders wichtig sind. Es ist daher ganz natürlich, daß mit dem Sieg der nationalsozialistischen Revolution sofort der Versuch zu einer vorurteilslosen und ehrlichen Verständigung mit ben christlichen Kirchen gemacht wurde, der vor der nationalsozialistischen Revolution völlig aussichtslos gewesen wäre." „Bei der allgemeinen grundsätzlichen Bedeutung des Kirchenvertrages, so fragte der Berichterstatter Weiter, darf man doch wohl annehmen, daß das Konkordat als Norm auch für die Beziehungen zwischen dem Reich und der evangelischen Kirche angesehen werden kann, soweit nicht durch das Verfassungswerk bereits die Besonderheiten der evangelischen Kirche ihre Berücksichtigung gefunden haben." „Sicherlich", erwiderte Vizekanzler von Papen. „Auch die katholische Kirche hat den Wunsch, daß der evangelischen Kirche die gleichen Sicherheiten für die Arbeit gegeben werden wie es für die katholische Kirche im Konkordat der Fall ist. Die hier getroffene klare Abgrenzung der Einflußsphären zwischen Staat unb Kirche muß naturgemäß auch für die evangelische Kirche gelten. Der Vatikan ist ohne Zögern an das Vertragswerk mit dem neuen Deutschland herangegangen in der Ueberzeugung, daß der Kampf gegen den Bolschewismus unb bie Gottlosenbewegung eine so lebensent- scheidende Aufgabe ist, daß die Kirche jedem ihre Unter st ützung leihen muß, der sich diese Aufgabe gestellt hat. In diesem neuen Deutschland ist hier ein besonders starker unb wichtiger Faktor entstanden." Zum Schluß sagte der Berichterstatter, daß vor wenigen Tagen Botschafter v. Hassel die Unterschrift Deutschlands unter den Friedenspakt des italienischen Regierungschefs Mussolini gesetzt habe. Jetzt sei wenige Tage später ebenfalls auf römischem Boden das Abkommen mit dem Heiligen Stuhl zustandegekommen. Ist es nicht richtig, wenn man vermutet, daß dieses Zusammentreffen in der Hauptstadt des Faschismus mehr fei' als eine Zufälligkeit, nämlich der Ausdruck für die geistige Revolution, die in Europa sich vollzieht und in Deutschland und Italien bereits ihren segensreichen Friedensschluß mit der römischen Kirche gemacht hat. Wird durch diese Verträge nicht überhaupt eine neue Zeit in Europa ein- geleitet? „Das Zusammentreffen", so bemerkte zum Schluß Vizekanzler v. Papen, ist selbstverständlich mehr als ein Zufall. Es ist der Beweis dafür, daß von diesen beiden Ländern umwälzende Ideen ausgegangen sind, auf denen das neue Europa aufgebaut werden soll. Infolgedessen finden sich diese beiden Länder, obschon sie außenpolitisch verhältnismäßig wenig direkte Berührungspunkte haben, besonders stark in ihrer inneren geistigen Verwandtschaft. Vor allem aber zeigt sich hier als entscheidendes, befruchtendes Element für die sich anbahnende Neuordnung Europas die Tatsache, daß Italien und Deutschland je nur von einem Mann regiert werden und nicht von Parlamenten, Kabinetten und Parteien. Die Entscheidungen dieser Persönlichkeiten bedeuten heute Weltgeschichte." Vizekanzler von Papen meldet die Unterzeichnung. „Eine historische Tat des Nationalsozialismus." Berlin, 20. Iuli. (WTB.) Vizekanzler von Papen hat an den Reichspräsidenten von Hindenburg aus Rom das nachstehende Telegramm gerichtet: „Gelegentlich der Unterzeichnung des Reichskonkordates eben stattgehabten Audienz geruhten Seine Heiligkeit der Papst, mir die herzlichsten Wünsche für das Wohlergehen Euerer Exzellenz zugleich mit den besten Segenswünschen für Deutschland auszusprechen. Gez.: Vizekanzler v. Papen." Der Herr Reichspräsident hat wie folgt geantwortet: „Ditte Seiner Heiligkeit meinen tiefgefühlten Dank für ihre Segenswünsche zu übermitteln. Ich verbinde damit meine aufrichtigen Wünsche für das Wohlergehen Seiner Heiligkeit. Gez.: v. Hindenburg, Reichspräsident." An den Reichskanzler sandte Vizekanzler v. Papen folgendes Telegramm: „Ich melde Ihnen bie soeben erfolgte Al n t e r z e i ch n u n g des Re ichskonkordats, dessen Text nach Vereinbarung mit der Kurie Sonnabend nachmittags 6 Alhr veröffentlicht wird. Dank Ihrer großzügigen und weisen staatsmännischen Auffassung von der bedeutsamen Aufgabe der christlichen Kirche beim Neubau des Dritten Reiches ist damit ein Werk vollendet, das späterhin als eine historische T a t des Nationalsozialismus anerkannt werden wird. Nur die Wiederherstellung der christlichen, nationalen und sozialen Grundlagen wird es ermöglichen, die abendländische Kultur erfolgreich gegen alle Angriffe zu verteidigen, und Deutschland wird für diese historische Arbeit das unerschütterliche Funda- ment bilden. Vizekanzler von papen bei Mussolini. Rom, 20. Iuli. (WTB.) Vizekanzler von Papen ist heute nachmittag vom italienischen Regierungschef in Audienz empfangen worden. Dor Beendigung der Ain» terrebung übergab der Vizekanzler dem italienischen Regierungschef als persönliches Geschenk eineBüste von Friedrich dem Großen aus der Staatlichen Porzellan-Manufaktur. Mussolini, der über dieses Geschenk hoch erfreut war, hatte, wie man vernimmt, vor einiger Zeit Vizekanzler von Papen durch den italienischen Botschafter in Berlin se i n mit Al n • terschrift versehenes Bild im Silberrahmen zukommen lassen. DerIreiheiiSkampsKemalpaschas Unterredung des Reichskanzlers mit einem türkischen Politiker. Konstantinopel, 20. Iuli. (WTB. Funkspruch., Die Zeitung Milliyet veröffentlicht eine Alnterrebung des Reichskanzlers Adolf Hitler mit ihrem Chefredakteur Mahmut, der gleichzeitig Abgeordneter unb Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Großen Nationalversammlung ist. In der Alnterhaltung hat der Reichskanzler zum Ausdruck gebracht, daß der erfolgreiche Freiheitskampf, den der Gazi Ke- Deutscher evangelischer Christ! Berlin, 19. Juli. (WTB. Funkspruch.) A m t- l i ch. Das W ä h l e n hat irr. Führerslaal bes Dritten Reiches feinen Sinn verloren. Wenn Dich bennoch ber Führer felbff zur Kirchenwahl aufruf I, fo verlangt er von bir eine innere Enk- scheibung. Du hast zwei Dege vor Dir. Du kannst auch weiterhin Evangelium unb Volkstum ohne Zusammenhang neben- unb gegeneinanber stehenlassen. Du wirst biejen selbstmörberischen Weg aber nicht wählen. Du wirst ber großen Frage Gottes an Dich bie Antwort geben, welche dieLinheitvonEoan- g e l i u tn unb Volkstum auf alle Zeiten besiegelt. Der versuch, ben Parteihaber aufleben zu lassen, ist ein verbrechen vor ber Geschichte. Du wirst biefen versuch rücksichtslos nieberfdjlagen. Stehe auf, folge ber Reformation! Mdjte Unterschiebe, bie fein mögen, gering. Sprich ein gewaltiges Ja unb bekenne: Ich will ein einiges beutfches unb evangelisches Volk fein. Die Freiheit ber Kirchenwahl. Nene Bekanntmachungen. Berlin, 20. Juli. (TU.) Der Bevollmächtigte bes Reichsministers des Innern für bie Ueber- wachung ber unparteiischen Durchführung ber Kirchenwahlen erläßt folgenbe britte Bekanntmachung: 3m Hinblick auf zahlreiche an mich gelangte Anfragen stelle ich fest: 1. Die freie unb unparteiische Durchführung ber Wahl ist burch bie Reichsregierung gewährleistet. 2. Kein Wahlberechtigter hat zu befürchten, baß ihm aus feiner Stimmabgabe Rachteile erwachsen. 3. versuche, bie freie Wahl burch Zwangsmittel zu beeinflussen, stehen n i ch t i m Einklang mit bem Willen ber Reichsregierung. Die am 20. Juli 1933 in Berlin versammelten Bevollmächtigten ber beutschen Can- beskirchen veröffentlichen folgenbe Erklärung: „Die Bevollmächtigten ber beutschen Lanbeskirchen erklären, baß bie bevorstehenben Kirchenwahlen unter bem Schuh ber Zusicherung bes Herrn Reichskanzlers stehen, wonach ben Gliedern der Kirche die freie Wahl nach kirchlichem Recht nicht verhindert werden darf. Danach dürfen alle wahlberechtigten Ge- meinbeglieber, gleichviel für welche ber zur Wahl siehenben Listen sie sich als Kanbibaten ober Wähler entscheiden, a u f ben Schuh bes Staates rechnen. Riemanb braucht sich baher in feiner freien Entschließung behinbert zu fühlen. Sache aller verantwortungsbewußten (Sern e i n b e g l i e b e r ist es, ben auf Befriebung bes kirchlichen Lebens gerichteten Absichten bes Herrn Reichspräsibenten unb bes Herrn Reichskanzlers zur Durchführung zu verhelfen." Zahlreiche Einheitslisten. Tort auch keine Wahlhandlung. Kassel, 20. Juli. (WSN.) In sämtlichen acht Wahlkreisen ber Evangelischen Landeskirche i n Hessen-Kassel ist nur je ein WahlVorschlag für ben Lanbeskirchentag eingereicht worden. Die Vorgeschlagenen gelten als gewählt. Es findet daher am Sonntag, den 23. Juli, eine Wahlhandlung zum Landeskirchentag Hessen-Kassel n i ch t statt. In den Kirchengemeinden der Städte Kassel, Hanau und Marburg, sowie in den meisten übrigen Kirchengemeinden der Landeskirche Hessen-Kassel findet auch eine Wahlhandlung zu den örtlichen Kirchenoorständen nicht statt, weil m a l Pascha vor Iahren zur Schaffung der neuen Türkei durchgeführt habe, auch ihm seinerzeit die Zuversicht gegeben habe, daß die deutsche nationalsozialistische Bewegung zum Erfolg gelangen würde. In dieser Beziehung sei die Bewegung der Türkei ihm e i n leuchtender Stern gewesen. Wie die Türkei sich aus das urwüchsige Bauern» t u m gründe, so gelte auch der Ausbau des deutschen Bauernstandes dem Reichskanzler als eine der wichtigsten Ausgaben im neuen Deutschland. Wenn auch die engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei das freundschaftliche Verhältnis beider Länder bestimmten, so gäbe, führte der Reichskanzler aus, es doch noch o i n M e h r in den Beziehungen zwischen zwei Völkern, das wäre dieSympathie und das Verständnis, gegründet aus der Tatsache, daß beide Völker in der gleichen Richtung ihre Ziele sehen und dies sei in hervorragendem Maße hinsichtlich der Türkei und Deutschland der Fall. — Der Reichskanzler schloß mit den Worten, daß seiner Auffassung nach der Präsident der Türkei immer in der Geschichte dieses Iahrhunderts seinen Platz in der vordersten Reihe der großen Staatsmänner einnehmen werde. in diesen Gemeinden ebenfalls nur je ein Wahlvorschlag für die Kirchenvorstän'oe ein- gcreicht ist. ♦ Auch für die Nassauische Landeskirchenwahl ist nur e i n Wahlvorschlag eingereicht worden. Demgemäß findet am kommenden Sonntag innerhalb der Nassauischen Landeskirche keine Wahlhandlung statt. * In Schleswig. Hol st ein ist in sämtlichen Wahlbezirken für die Landessynode nur ein Wahlporschlag eingegangen. Somit gelten die auf dem Wahlvorschlag genannten Persönlichkeiten als rechtsgültig gewählt. In ganz Schics- wig-Holstein erübrigt sich demnach für die Landes- synode eine Wahl am kommenden Sonntag. Don den in die Landessynode eintretenden Abgeordneten gehören 9 5 o. H. der Glaubensbewegung Deutsche Christen an. Die gleiche Bereitschaft zum friedlichen Ausgleich hat sich auch bei der Neubildung der Kirchenoertretungen in Schleswig-Holstein gezeigt * Im Lande Baden werden ebenfalls keine Kirchenwahlen stattfinden infolge des Zustandekommens einer E i n h e i t s l i st e. Es erübrigen sich deshalb auch die Eintragungen in die Wahlliste. * Auch in Hamburg sind in allen Gemeinden die großen kirchlichen Gruppen auf eine Einheitsliste geeinigt worden. Es kommt daher zu keiner weiteren Wahlhandlung. Auf den Einheitslisten haben bie Vertreter der Deutschen Christen mindestens 51 Prozent aller Sitze erhalten. Die Vorstellung der auf den Listen genannten und als gewählt zu betrachtenden Kirchenvorsteher findet am 30. Juli im Hauptgottesdienst in allen Kirchen statt. Das Evangelische Frauenwerk in die Reichs-Arbeitsgemeinschaft deutscher Frauenverbände eingegliedert. Berlin, 20.Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Bevollmächtigte bes Reichskanzlers für bie Angelegenheiten ber Evangelischen Kirche, Wehrkreis- Pfarrer Müller, hat dem Reichsministcrium des Innern die Mitteilung übersandt, daß sich das evangelische Frauenwerk in vier Arbeitssäulen in die Reichsarbeitsgemeinschaft deutscher Frauenverbände eingegliedert hat. Damit ist das große Einigungswerk zwischen Evangelischer Kirche und Staat auch auf bie Gesamtarbeit ber evangelischen Frauenverbände ausgedehnt worden, die sich geschlossen der nationalsozialistischen Reichsregierung unterstellt hat. Eine Anordnung des ReichSwirtschastSmintsteriumS. Berlin, 20. Juli. (WTB.) Das R e i ch s w i r t - schaftsministerium teilt mit: Dem Reichs- wirtschaftsminifterium ist bekannt geworben, baß in verschiedenen Fällen Personen unter falschen Voraussetzungen und auf Grund von nicht zutreffenden Auskünften des ehemaligen Leiters des Wirtschaftspolitischen Amtes oder seiner Re- ferenten und Mitarbeiter bzw. Beauftragten, die diese unter Ueberschreitung ihrer B e - f u g n i s s e gegeben haben, in leitende Stellungen (Aussichtsratsvorsitzende bzw. Mitglieder des Aufsichtsrates, Vorstandsrates ufro.) insbesondere von Berliner Kreditinstituten oder sonstigen Organisationen des Geldverkehrs gelangt sind. Das Reichswirtschaftsministerium legt besonderen Wert darauf, daß in allen diesen Fällen die betreffenden Herren den veränderten Verhältnissen dadurch Rechnung tragen, daß sie ihre A e m t e r und Posten nieberlegen unb im Benehmen mit bem Reichswirtschaftsministerium Ncuwah - l e n veranlassen. Die evangelischen Kirchenwahlen. Aus aller Well i Hoc l - tenis bei der Arbeit im Atelier. —y— neut belebt und gefördert haben. Die Vertreter der verschiedensten Industriezweige waren sich darüber einig, daß durch Steuerentlastung und Vereinfachun Zinssenkung, l ** Erledigte. je eine Lehrerstelle zu Grebenau, zu @1 lich Kreis Alsfeld) Verdoppelung der kaufmännischen Lehr- stellen-Bermittlung. In den letzten Zähren hatten die Schwierig- leiten der Lehrstellenvermittlung sich bereits zu einem ernsten Problem der Berufsausbildung zugespitzt. Der geringe Personalbedarf und die Unsicherheit der geschäftlichen Entwickelung schränkten den Lehrlingsbedarf sehr erheblich ein. Auch hierin ist jetzt ein merklicher Aufschwung festzustellen. Wie das VDZ.-Düro meldet hat beispielsweise die Stellenver- mrttlung des Deutschen Handlungsgehilfenverbandes in der Zeit von Iuli 1931 bis einschließlich Iuli 1933 3795 Lehrstellen vermittelt gegen nur 1974 im Dorjahre. Das des Herrn Reichspräsidenten von c. j n den bürg an den Oberpräsidenten der Drovinz Ostpreußen, Gauleiter Koch, eingelaufen: Sehr geehrter Herr OberprasidentI Für Ihr freundliches Telegramm vom 16. d. M. spreche ich Ihnen meinen herzlichsten Dank aus. Ihre Mitteilung von der Beendigung der Arbeitslosigkeit im Kreise Pillkallen hat mich mit Befriedigung und mit der Hoffnung erfüllt, daß auch im übrigen Teile Ostpreußens die Arbeitslosigkeit ihrem Ende entgegen gehen wird. Mit freundlichem Gruß a gez.: v. Hindenburg." Der dritte Ostpreußenkreio von LriverbMen frei Ein neuer Erfolg der Aktion de- Oberpräsidenten Koch. wendet sich Corinth der impressionistischen Dar- stelmng der sichtbaren Umwelt zu und stellt schon 1892 mrt dem „Frühstück" eine große Meister- lerstung des Impressionismus hin. Bis in sein hohes! Alter hat er sich entwickelt, auch nach dem schweren Schlaganfall im Iahre 1912, der bet oliec Vergeistigung seiner letzten Kunst doch auch Spuren des Siechtums in seine Malerei hineintrug. Diese Entwicklung Corinths war langsam, aber stetig anders als die des sieghaft vordringen- den Liebermann. Die sehr intelligente Ma- kr5.*?l££>crJnS?ng in Corinth ihr Gegen- gewicht durch die unmittelbar quellende Gefühls- kraft Daher Corinth in seiner Malerei denn auch em treuer Zeuge alles dessen geworden ist, was das Zeitgeschehen ausmacht. Merkwürdig bleibt wie dieser Mann m seinem Altersstil die Grenzen .seiner Kunst erweitern konnte. Wenn er !^rk'E^Nanneskraft mit animalischem Behagen tollte und mit derbem Lachen sich im Grotesken erging, das ihm nach Liebermanns Wort heiliger ®rn.ft v"e dem göttlichen Rabelais, so wurde still und ahnungsvoll. Er, der die Sj’Sülle darzustellen ~ 5C$ntf-an9 bemüht hatte, kam in seiner SeMbwgraphie 1925 zu dem Ausspruch- Die wahre Kunst ist, Unwirklichkeit zu üb7n.«In $attc er ^lbst seinen französischen Lehrmeister Do uguere au damit entzückt, wie er mit unfehlbarer Sicherheit einen Akt heruntermalte: in diesen letzten Iahren aber tastete der Zltterarm vor, bis der Pinsel die gewünschte Stelle ?uf der Leinwmrd traf. Das RaturvorZld aber, einst als der Weisheit letzter Schluß an- gesprochem wich mehr und mehr dem inneren ®?W.. D°s ©roBflcdig« diese- hüiget^t-n Maleret aber wurde die konkrete, sinnlich über- zeugende Form, die dem Zerrinnen dieser Welt Schalt gebot und das metaphysische Schauen ?annrte- ^0C ollem ergreifen die Selbst- bildnisse der letzten Iahre, und nicht nur durch die Qual des Kranken, die aus ihnen spricht. Man hat Corinth, der mit Liebermann und Sievogt zusammen das Triumvirat des deutschen Impressionismus inne hatte, mit den größten Malern aller Zeiten zusammen nennen wollen — eine Uebertreibung, die die Zeit bald wieder korrigieren wird. Ein neues Weltbild hat seiner Malerei nicht zu geben ver- A? Rubens darf man beim Dergleichen nicht denken, eher °"L fefWa-e1?' die Bearbeiter und '3« Jöpduls) sehr sichtlich bemüht gewesen sind, bei allem Respekt vor der literarischen Vorlage, eine möglichst selbständige Leistung zu ge- 1 -ä IO* mnb I)ort man Bekanntes und Neues folgt zwar der Fabel in den emma! festgelegten Grundlinien, aber Ophüls fiebt die Vorgänge mit eigener Phantasie und eigeschenks von 600 Mark zur Verfügung zu stellen. Sämtliche hierdurch freiwerdenden Plätze werden, soweit dies technisch möglich ist, durch männliche Arbeitnehmer besetzt werden. Weiter werden im Rahmen der fachlichen Möglich» feiten in größerer Zahl männliche Arbeitnehmer an die Stelle weiblicher treten. Eingliederung des HandwerkS,HandelS und Gewerbes in die Deutsche Arbeitsfront. Berlin, 20. Iuli. (CAD.) Der „Deutsche" meldet: In Llebereinstimmung mit dem Führer des gewerblichen Mittelstandes, Dr. v. Rinteln, findet eine Reuordnung des deutschen Handwerks, Handels und Gewerbes statt. Die Organisation wird ein Glied der Deutschen Ar- be t tsf r on t. Jie »ÄII* Dunb Zwar »M* chjerzu 9£l le^^D-Presse) betank MrÄufwedutt» M nach dem ® tragen, wenn et f Gefth bisher "'^ braucht hat. 2ms • len, daß Ä/. die Z-ch'ungssnst verlängert und em rüctgenommener müssen l-doch, M wiesen wird, s^e bei der zuständig werden. Der diese Dorteil des Gesetze, 2 _ Tageskale spielhaus (Bahnhofs! _ Aus dem uns geschrieben: Ai gastieren die „Vier femble und bringen oeschürzten'Muse: „ Musik in neun Bi -es Plagiates zur 2 treffend formuliert, Gewimmel von Anfs so ziemlich alle men Diese Fabel, die 300 tums spielt, Fehl aus decken" zuru-k unb bietenden Mtualüät rer Deutung unb je S? von Anachronts: k, hingeworfen r rmer Jugend, die in Eich dn Zeil mit h vollen Parodie M übe Nachrichler sind jener tot zu kriegen \\t „I charmanten Lusgela^ zündet. Man wird, r dafür muß man in bar fein. Ende 22 1 Lovis Corinth. Gedenkblatt für einen deutschen Maler. Don Professor Dr. Kurt Gerstenberg. Am 21. Iuli würde der Maler Lovis Corinth 75 Iahre alt geworden sein. Immer wieder steht man überwältigt vor der schöpferischen Gesamtleistung dieses Meisters. Rein thematisch betrachtet, hat Corinth alle Darstellungskreise durchmessen: mythologische Idyllen und religiöse Darstellungen, Historienbilder und Gruppenporträts, Bildnisse, Landschaften und Stilleben. Alles, was ein lebensfroher Mensch mit Augenlust genießen kann, hat er gemalt und dazu noch eine Phantasiewelt aus seinem Innern heraufgeholt. Aber gerade diese Bilder, mit denen er wie ein Rachzügler der Historienmalerei des 19. Jahrhunderts wirkt, sind seine schwächste Leistung. Es wohnt ihnen keine Lieberzeugungskraft inne. Seine Mythologien sind gestellte norddeutsche Akte, die griechische Szenen agieren wollen. Der aggressive Aatura- lismus dieser ausgezogenen Menschen wirkt mitunter selbst verletzend, weil sie nicht zu einer höheren Bildeinheit Ausammengeschmolzen sind, die mit der Rotwendigkeit einer für sich bestehenden neuen Welt der Aatur gegenüber als eine Steigerung empfunden wird. Dieser Zwiespalt zwischen der idealen Stoffwelt und der naturalistischen Darstellungsform ist erst ganz spät von Corinth überwunden worden in der in der Farbe wie entmaterialisierten Komposition Les „Trojanischen Pferdes" (1924 von der Aationalgolerie erworben), bei dem der Dorgang ins Traumhafte, Mythische erhöht scheint. Der moderne Betrachter wird zu den Bildern aus der mittleren Periode Corinths am wenigsten ein engeres Derhältnis finden, mit Ausnahme der immer prachtvolleren Stilleben, bei Lenen Corinth nach Art flämischer Meister vor- ging, indem er eine ungeheure Masse von köstlichen Früchten, Wild und totem Geflügel hinschüttet, und das alles womöglich gekrönt sein läßt von einem lachenden Weibe, wie in dem berühmten Wild stilleben von 1910. Dagegen hat der junge Corinth bis etwa 1890 neu an Interesse gewonnen. Es sind Bilder, die noch nicht die offene, mächtig hingewirkte Malerei zeigen sondern fein verschmolzene Oberflächen haben und in ihrer Stilhaltung während der Münchener Zeit noch an Leibl gemahnen. Erst nach 1890 für die mittlere Zeit des Meisters mit ihrer strotzenden Saftfülle und dem urgesunden Behagen an den Genüssen dieser Welt. Die Gefahren, die Corinths künstlerische Existenz umlauerten, waren die Routine und die Banalität. Im großen und ganzen hat Corinth sein Schifflein sicher zwischen diesen Klippen hindurchgesteuert: leck ist es nicht geworden, wenn es auch mitunter an solcher Klippe schrammte. Mit Lust und Bravour hat Corinth seine Bilder gemalt: aber immer getragen und gehalten von der Zähigkeit seines ostpreußischen Charakters, der ihn nicht ins Leichtfertige abgleiten lieh. Etwas von der Erobererlust und expansiven Lebenskraft der Männer, die einst den Osten eroberten, steckte in diesem Ostpreußen: allem, was er angriff, drückte er seinen Stempel auf. Corinth hat zwar über „Das Erlernen der Malerei" auch “n^er^afteni)ed Buch geschrieben: aber mehr doch hat er durch sein Beispiel auf jüngere Künstler gewirkt, nämlich durch die Selbstverständlich- kelt, mit der sich seine ungewöhnliche Vitalität malerisch auslebte. Dieser Kraft malerischer Ge- Itaitung, die sich von dumpfer Tonigkeit zu offe- n£F, Farbgebung und schließlich eigentümlich glühender Koloristik entfaltete und die sich weiter von naturalistischer Wiedergabe bis zu visio- narer Schau erhob, verdankt es Corinth, daß noch die lungste Malergeneration in ihm den Weggenossen sieht. Am Miüwech fan versitöt 6er übliche 1 Bener Stutzen WSuraen Ada Studentenschaft, eröf mies darauf hi», treffe fei, e, rQ9.u,M in Sofj lMes auch einm, ^Matzen zu Me er 2r. Re N über die 5taQl*5" sprach." " ü *8 ba5 üßotf 5 s, -ZW ten. (fr 9S Mr Energie °me MriebÄ^en Ich°stdei?D°' d'e bürger j^Me BÄv dann Stutze land, UnnPr^en.Q uien L7'Ukrai ^l"'chkck'7^ KNr bi ? "ntei ‘-«••hi;- torö um mindestens 24 Stunden zu * e * b * ? n. Leider ist mir mein ursprüng- hd)er Plan, den Weltrundflug in vier Tagen durchzufuhren, nicht gelungen. Das dürfte vor allem auch auf die außerordentlich schlechte Wetterlage während des Fluges von Berlin nach Chabarowsk zurückzuführen sein. Am Schluß des Interviews gab Post der Hoffnung Ausdruck, in 16 Stunden den Flug nach Nome durchführen zu können. Zwölf Tote bei einem Booksunglück in Frankreich. Ein schweres Bootsunglück, dem elf Kinder und ein Priester zum Opfer fielen, ereignete sich, wie der „Matin" meldet, in der Gemeinde Gien bei Argent-sur-Sauldre (Dep. Loiret). 15 Kinder aus einem katholischen Erziehungsheim überquerten in Begleitung eines Priesters einen Weiher auf einem großen Boot. Aus bisher unbekannten Gründen kenterte das Fahrzeug. Sämtliche Irsiassen fielen ins Wasser. Aur vier Kinder konnten schwimmend das älfer erreichen. Die übrigen ertranken. Verkehrsunglück in Köln — Zwei lote, sieben verletzte. 5n Köln stieß ein mit Dbjt schwer beladener Lie- ferkraftwagen mit einem Straßenbahnzug zusammen. Der Zusammenstoß war so heftig, daß das Auto vollständig zertrümmert wurde. Der Lenker des Wagens war sofort tot, eine Frau, die neben ihm saß, ft a r b kurz nach der Einlieferung im Hospital. Ein weiterer Autoinsasse wurde leicht verleg. Von den Straßenbahnfahrgästen wurden eine Person schwer und fünf leichter verletzt. Lisenbahnunglück in Italien. — Lechs Tote, zwanzig Verletzte. Auf dem Bahnhof Solopaca (Provinz Benevent) stießen heute (Freitag) nacht zwei Personenzüge zusammen. Sechs Eisenbahn- und Postbeamte wurden getötet, 20 Reisende verletzt, davon vier schwer. Kunst und Wissenschaft. Die Aufgaben der ALBO-Bühne. Die NSBO.-Bühne in Berlin hatte zu einem Presseempfana eingelaben, in dessen Verlauf der Leiter der NSBO.-Bühne, E b h a r d t, über Zweck und Ziel der NSBO.-Bühne u. a. folgendes ausführte: Es ist das Bestreben der NSBO.-Bühne, einerseits die Schauspieler politisch zu organisieren, andererseits die Erwerbslosigkeit im Schauspielerberuf zu bekämpfen. Heute gehören der NSBO.- Bühne bereits 600 Mitglieder an. Sie will die Kunst ins Volk tragen. Das läßt sich nur machen durch die kleinen Theater, für Berlin z. B. Lurch die Wiederbelebung der kleinen Vorstadttheater. Als geschäftliche Basis dient den Bestrebungen der NSBO.- Bühne ihre Arbeitsgemeinschaft mit dem Universal- Verlag. In Bezug auf die Preisgestaltung muß sich die NSBO.-Bühne wohl oder übel an die Kinopreise halten, um Len Wettbewerb zu bestehen. Das alles gilt sowohl für die Reichshauptstadt als auch für die Provinz. Dort müssen die kleinen Theater wieder geöffnet werden. Die Provinz soll auch von den provinzhauptstädtischen Theatern unabhängig gemacht werden. Das könne am besten durch Wandertheater geschehen. Bereits 120000 Landhelfer untergebracht. Berlin, 20. Iuli. (CAD.) Während ursprünglich vorgesehen war, etwa 60000 jugendliche Arbeitslose als Landhelferbe i Dauern unterzubringen, ist heute nach den neuesten Feststellungen bereits die doppelte Zahl erreicht. Diese außerordentlich günstige Entwicklung zeigt, wie sehr diese Aktion den Wünschen der Landleute und der jugendlichen Arbeitslosen entgegenkommt. Aus allenTei- len Deutschlands liegen der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung die günstigsten Berichte über die Bewährung derH elfer und Helferinnen vor. Wie wir weiter hören, ist die R a ch f r a g e seitens der Landwirte nach Helfer und besonders nach Helferinnen nochimmerim Steigen, wahrend andererseits aus Kreisen der jugendlichen Arbeitslosen eine Fülle von Bewerbungen vorliegt, so daß die Gesamtzahl der Landhelfer — wenn die finanzielle Lage klargestellt ist — noch weiter erheblich — bis auf schätzungsweise 200 000 — gesteigert werden könnte. Llebrigens hofft man, die Landhelfer zu einem erheblichen Teil auch im Winter auf dem Lande halten zu können. Es wird erwogen, mit besonderen Treueprämien für die Iu- gendlichen und Anlernprämien für die Bauern das weitere Verbleiben der Landhelfer auch über den Sommer hinaus auf dem flachen Lande zu fördern. Llntemehmeriniiiative unterstützt öffentliche Arbeitsbeschaffung. Berlin, 20. Juli. (WTB.) Unter dem Vorsitz von Ingenieur P i e tz s ch (München) fand im Reichs st and der deutschen Industrie eine Aussprache im kleinen Kreise über grundsätzliche Fragen der Arbeitsbeschaffung statt. Es bestand Einmütigkeit, daß die groj33Ügigen Maßnahmen der Reichsregierung auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung die Unternehmerinitiative er» nen Einfällen. Er nimmt Dinge in den Filmstreifen hinein und entwickelt sie vor der Kamera, die im Stück im Hintergrund bleiben, episodisch oder nur andeutungsweise mitspielen, und eben diese Szenen, in denen er abweicht, wie zum Beispiel in der Schilderung der Duell-Affäre, gelingen ihm starke theatralische Wirkungen. Er hat sich intensiv und mit Liebe in die Geschichte versenkt, und er gibt an Spannung wie an Stimmungen (die hier so wichtig sind) in sehr sicher geschnittenen Bildern Ausgezeichnetes. Magüa Schneider, bisher nur im heiteren und leichten Rollenfach beschäftigt, hat mit der Christine ihre erste große und ernsthafte Aufgabe erhalten. Der Typus des „süßen Mädels" ist längst festgelegt und entfaltet sich dennoch in so vielen Spielarten, daß der Darstellerin nie zur Konvention verpflichtet ist. Die.Schneider gibt die Rolle fast verhalten, sparsam mit ihren Mitteln, aber doch ganz aus dem Gefühl heraus; man spürt das an ihren drei Höhepunkten: in der Tanzszene, beim Vorsingen, und ganz zuletzt. Ihr Partner: Wolfbang Liebeneiner, sehr weich, sehr jugendlich, fast unmilitärisch für unsere Begriffe, aber sympathischer, als diese Gestalt oft auf Dem Theater gegeben wird. DieTschechowa, kühl und elegant, und Luise Ullrich, ein in Berlin entdecktes junges Talent, spielen in scharfem Kontrast die beiden weiblichen Gegentypen der Christine. Aus dem gepflegten Ensemble sind ferner Gründgens, Hörbiger, Otto und Eichberger an erster Stelle zu nennen. — Der Film läuft seit geftern im Lichtspielhaus: im Beiprogramm sieht man u. a. interessante Aufnahmen der Bildhauer Kolbe, Lederer, Milly Sieger und Ren6e Sin« Bcucuict eine Zunahme um rund 92 Pro - dent. Das Ergebnis muß als gut bezeichnet werden. Allerdings ist auch die Zahl der Lehrstellenbewerber gegenüber Lern Vorjahre um 46 Prozent gestiegen. Heiratszuschuß für ausscheidenbe weibliche Arbeitnehmer der $irmo Reemtsma Altona, 20. Juli. (TU.) Irn Interesse der natürlichen Rückführung weiblicher Arbeitskräfte aus dem Berufsleben hat sich die Zigarettenfirma Reemt sm a in Altona- Bahrenfeld entschlossen, im Sinne des Reichsgesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 1. Juni 1933 an an jeden weiblichen Arbeitnehmer, der wenigstens ein Jahr in den Diensten der Firma steht, und bis Ende Dezember 1 9 3 3 heiratet, eine zusätzliche Mus-. stattungshilfe in Form eines Bargeldge- Oie Außerkurssetzung der Vier-pfennig-Stücke. Berlin, 20. Iuli. (VdZ.) Der Reichsrat stimmte der Derordnuna des Reichsfinanzministeriums zu, wonach die Vier-Pfennig- Stücke vom 1. Oktober 1933 ab nicht mehr als gesetzlicheZahlungsmittel gelten und einzuziehen sind. Die Münzen wurden vom Zahlungsverkehr als lästig empfunden und nur in geringen Mengen ausgenommen. Von den zur Ausprägung gelangten zwei Millionen Mark hat die Reichsbank zur Zeit über die Hälfte in ihren Beständen. Das Urteil im Prozeß Schack. Die Korruptionsstrafkammer in Königsberg verurteilte nach zweitägiger Verhandlung den früheren Rektor der Handelshochschule Königsberg, Professor Dr. Schack wegen Untreue in zwei Fällen und wegen Betrugs zu zwei Iahren sechs Monaten Gefängnis. Dem Verurteilten wird die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter aus die Dauer von drei Iahren aberkannt. Acht Todesurteile im Kölner Kommunistenprozeß beantragt. Vach viertägiger Verhandlung stellte der erste Staatsanwalt die Strafanträge im Kölner Prozeß gegen 17 Kommunisten wegen der Ermordung von zwei SA.- Männern und des versuchten Mordes an einem weiteren SA.-Mann und an einem Polizeibeamten. Der Staatsanwalt beantragte gegen alle acht Hauptangeklagten dieTode s st r a f e sowie Zuchthausstrafen bis zu 15 Iahren. Er erklärte alle Hauptangeklagten für gleich verantwortlich, da sie als „Soldaten der Roten Armee" grundsätzlich mit Vorsatz und ^Überlegung gehandelt hätten. Es sei ein klarer Mordbefehl ausgegeben und dieser auch als solcher verstanden und ausgeführt worden. In beiden Fällen hätten die Täter aus dem Hinterhalt auf Wehrlose geschossen. Balbo in Washington. General Balbo und die zehn ältesten Mitglieder seines Fliegergeschwaders wurden beim Riedergehen der amerikanischen Armee- und Marineflugzeuge, die sie von Reuyork nach Washington gebracht hatten, durch einen Salut von 19 Kanonenschüssen begrüßt. Nachdem Dalbo und feine Begleiter die Front der Ehrenkompanie abgeschritten hatten, begaben sie sich zum Frühstück ins Weiße Haus. IDeilflieger Post über Alaska. Der amerikanische Wellflieger Wiley Post ist am Donnerstag um 5.38 Uhr Ortszeit von Chabarowsk nach Nome in Alaska gestartet und hat die Stadt am Abend ohne Aufenthalt überflogen. Vor feinem Start nach Nome gab Post einem Vertreter der Telegraphenagentur der Sowjetunion in Chabarowsk ein Interview. Wenn ich, so erklärte Post, hier in Chabarowsk nicht auf besseres Wetter gewartete habe, sondern trotz der verhältnismäßig ungünstigen Berichte der meteorologischen Stationen schon heute starte, so tue ich das deshalb, weil ich I mir zum Ziel gesetzt habe, meinen früheren Re- chung, durch organische „, durch Förderung eigener Kapitalbildung, durch Beseitigung bürokratischer Hemmnisse sowie durch Maßnahmen auf dem Gebiete der Sozialpolitik die größten Möglichkeiten bestehen, den von der Reichsregierung bereits mit sichtbarem Erfolg aufgenommenen Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zur vollen Auswirkung zu bringen. Aus der Provinzialhauptstadl Mainz. Zu allen fünf Lehrerftellen sind Wohnungen vorhanden. Hochschulpolitischer Abend der Gießener Gtudentenschast. Bunies Allerlei. Oie erste deutsche Apotheke. In Deutschland waren bis zum Beginn brt 14. Jahrhunderts noch keinerlei Anstalten vorhanden, die sich als Apotheken in unserem Sinne bezeichnen liehen. Erst gegen Ende des eigentlichen Mittelalters taucht das Wort und der Begriff .Apotheke" auf als eine »öffentliche Veranstaltung im Intercffe der Gesundheitsverhältnisse des Publikums." Was man dis dahin mit dem Wort.Apotheke" bezeichnete, war nichts anderes als ein Kramladen, ein Magazin der verschiedenartigsten Handelsartikel. Im Jahre 1343 endlich, .als ein großes Sterben unter den Menschen herrschte", richtete der Aat der freien Reichsstadt Frankfurt a. M. ein unter seiner Aufsicht und seiner Polizeiordnung stehendes Magazin zur Bereitung und zum Verkauf von Arzneimitteln her und nannte diese Aiederlage .des tzochedlen Aathes Apotheke". Das war das erste derartige Unternehmen in Deutsch, land. Dem Beispiel Frankfurts folgten dann bald Augsburg, Prag, Prenzlau, Dürnberg, Stuttgart, Ulm und Leipzig (1409). Im Jahre 1488 erst wurde vom Kurfürsten Johann Cicero, dem ersten der Hohcn- zollern, der seinen bleibenden Wohnsitz nach der Mark Brandenburg verlegte, unsere heutige Reichshauptstadt Berlin mit einer Apotheke bedacht. Alti-ömisches Bad als Museum. Ein eigenartiges Museum ist jetzt in Budapest eröffnet worden: es ist unterirdisch und zeigt die Ruinen einer altrömischen Badeanstalt in dem Vorort O-Buda, in dem viele wertvolle römische Uber- reste gefunden worden sind. Das Bad ist während der Herrschaft des Kaiser Trajan eingerichtet worden und wurde wahrscheinlich von seinen Legionären für die Besatzung dieser Ansiedlung im alten Pannonien gebaut: es wurde unter der Regierung des Kaiser Dalentinian (364 — 375 n. Ehr ) erweitert, des letzten römischen Herrschers, der über Pannonien, das heutige Ungarn, gebot. Die Heizeinrichtung, das sog. Hhpocaustum, das sich unter dem Tepidarium, dem gemeinsamen Aufenthaltsort der Badenden, befand, ist der am besten erhaltene Teil der Ruine. 3n dem Tepidarium sieht man noch die hohlen Ziegel, durch die die heihe Luft in den Raum hineingeleitet wurde. Der Boden ist mit prächtigen Mo- saiken geschmückt, die in einer späteren Zeit ausge- beffert wurden. Andere Teile der Anlage, das Cal- darium oder Warmbad und Laconicum oder Dampfbad, sind noch nicht ausgegraben, aber die Arbeiten ,Ä urfpri Ä J“Bcn durch. M wäh. btsöW zu, 3« tonnt?“ *'» s «Ws rojm Doot. ^/enterte dos Men ins Wasser ommend das wer tnlen. 7 Zwei Tote, le. chwer beladener Li«, ^enbahnzug zusam- ®Qr 1° heftig, daß iert mürbe. Der Len, :DJ\tine 3rau, die lq9 "et Sitiieferung [0lW wurde leicht hnfahrgästen wurden eichter versetzt. V - Sechs Dole, :hle. (Provinz Jenevent) Zwei Personen, ftsenbahn- und Post- Reisende verletzt, Homburgs Aufstieg und <5tur$ Aus der Geschichte der deuffchen Spielbanken. * ;r,6'6anhtl8 eitsfroni. 1 e u f f Ut9am, ut'^en Ar. issenschast. SLO.-LühnL ■lin l)aüe ju einem heften Verlauf der Hardt, über Zweck i. a. salzendes aus« der RTlbvMhne, iiish zu oraanisieren, feit im Schauspieler' gehören der NSW.- an. Sie will die Kunst nur machen durch die B. durch die Wieder- lttheater. Als gclchäst- rbungen der NoW.< ist mit dem Universal, -eisgestaltung muß sich Übel an die Kinopreise zu bestehen. Das alles itsladt als auch sur die einen Theater wieder u soll auch von den tem unabhängig ge- besten durch Wander, bet Kamera, die im episodisch oder nur ji eben diese Szenen, Beispiel in der vch-l- gen'hm starte thea- ich intensiv und m,t .st, und er gibt « -n (di- hier so * Darstellerin ntt $ «■Atteln, en- Tbr Parmer: zuletzt- 3? fL ju« ■ unsere W1'1 $eB, ilt fllJL[intb ele> in >n JSJft die bei- -rs^^ une Aus dem irrtet » r an erster ichber ,f gestern 'M m lauft seir 1L man WSwRol-bt' eher. Vorteil des Gesetzes. Aornotizcn. — Tageskalender für Freitag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Liebelei". — Aus dem Stadttheaterbüro wird ins geschrieben: Am Samstag, 22. Juli, 20.15 Uhr, oastieren die „Vier Nachrichter" mit ihrem Ensemble und bringen das witzigste Kind ihrer leichtgeschürzten'Muse: „Der Esel ist los", ein Stück mit Musik in neun Bildern nach dem Altgriechischen Les Plagiates zur Aufführung. Gut beobachtet und treffend formuliert, hagelt es in diesem klassischen - Gewimmel von Anspielungen und Seitenhieben, die so ziemlich alle menschlichen Schwächen beleuchten. . Diese Fabel, die 300 v. Ehr. im Schilda des Altertums spielt, geht auf Wielands „Geschichte der Ab- deriten" zurück und ist von einer nicht zu überbietenden Aktualität. Eine lustige Satire von tieferer Bedeutung und zeitgemäßem Humor und einer fülle von Anachronismen von geradezu köstlichster omik, hingeworfen mit dem unbesorgten Elan einer Jugend, die in ihrem Kraftüberschuß den Ernst der Zeit mit Hilfe einer lustigen und reizvollen Parodie zu überwinden bestrebt ist. Die Bier Nachrichter sind jener Teil von Schwabing, der nicht tot zu kriegen ist. „Der Esel ist los" ist eine jener charmanten Ausgelassenheiten, die Lachsalven entzündet. Man wird, man muß homerisch lachen. Und dafür muß man in diesen Zeiten von Herzen dankbar sein. Ende 22 Uhr. ♦♦ Erledigte Lehrer st eilen. Erledigt sind je eine Lehrerstelle an den Volksschulen zu Bieben, zu Grebenau, zu Groß-Felda, zu Windhausen (sämtlich Kreis Alsfeld) und zu Stadecken im Kreise der unterdrückten Völker sei bereit, an einer Neuordnung Europas mitzuarbeiten. Als zweiter Redner des Abends sprach stuck, phil. Oisian Hungerland, Münster, über das Problem des erwachenden Afrika. Er berichtete zunächst über seine Reise nach Afrika und seine dortige Tätigkeit als Werkstudent. Er führte unter anderem aus, daß die Farbigen in Afrika erwacht seien und daß die Fehler der Wei- ßen den Einwohnern nur zu deutlich gezeigt hätten, daß ein Kampf gegen die weißen Unterdrücker für sie von Erfolg sein könnte. Als der Redner von den kulturellen Einrichtungen in Afrika sprach, sagte er, daß es heute kein Eingeborener mehr nötig hätte, nach Europa oder Amerika zu gehen, um dort seine Ausbildung zu genießen, denn in Afrika gebe es heute bereits höhere Schulen, Fach- und Berufsschulen. m Als letzter Redner sprach Dr. Reu sch über die Gefahrenlage des neuen deutschen Staates. Der Redner schilderte die Arbeit der Deutschen Studentenschaft während der letzten Jahre. Beson- sonders betonte er die Notwendigkeit wehrsportlicher Hebung. Sodann kam er auf die Probleme der Ost- bzw. Westorientierung zu sprechen. Die Abkehr vom Westischen, in Anlehnung an Möller van den Bruck und die Hinwendung nach dem Osten.^be- dinge eine neue geistige Haltung des deutschen Studenten. Er wies auf die Persönlichkeit unseres Dolkskanzlers Adolf Hitler hin, der ja gerade als Grenzdeutscher besonders berufen sei, in Volksdeutschen Fragen an erster Stelle mitzuarbeiten Der Geist des neuen Deutschland werde seine Auswir- kungen zweifellos auch auf andere Völker ausstroh- len und Europa dereinst neugestalten. Große Ausgaben lägen vor uns, zu deren Bewältigung insbe- sondere gerade auch die studentische Jugend berufen sei. . _ . Die grundlegenden Ausführungen der Redner des Abends fanden den Beifall der Versammlung. In diesem Sinne dankte auch der Führer der Studentenschaft den Referenten und wies in seinem Schlußwort darauf hin, daß am Freitag in der Neuen Aula der Universität eine Kundgebung für die deutsche Saar stattfinden werde, die in feier- sichern Rahmen abgehalten werden solle. Mit einem dreifachen „Sieg Heil! auf den Illyrer Adolf Hitler wurde der politische Schulungsabend geschlossen. hNäsiell- W* *$?»••** Wo sind die verschobenen DermögenS- * werte der E>pO ? Die Pressestelle des h e s s i s ch e n Staats- p o l i z e i a m t s teilt mit: Ls ist allgemein bekannt, daß große Teile des früheren SPD.-Vermögens teils ins Ausland, im Inland verschoben worden sind, um dieses vermögen Lem staatlichen Zugrisf zu entziehen. Die Bevölke- tung wird hiermit öffentlich ausgesordert, die De- Hörden bei der Ermittlung und Ueberführung dieses vermögens der SPD. in die öffentliche Hand zu unterstützen, und zwar sowohl des eigentlichen Par- leioermögens (hierzu gehört auch das Vermögen der früheren SPD.-Presse) als auch des vermögens «ller Nebenorganisationen der SPD. Sachdienliche Angaben über bekanntgewordene Vermögensoerschietungen, vor allem Verschiebungen auf andere Gesell- fchasl-n oder Einzelpersonen im Inland, werden von jeder PolizeidienststeUe entgegengenommen. " Erleichterung für Aufwertungs-Hypothekenschuldner. Das Gesetz über die Zahlungsfrist in Aufwertungssachen vom 12. Juni 1933 gibt den Auf- toerbungshypothekenschuldnern eine Erleichterung. Der Schuldner kann bei der Aufwertungsstelle unter bestimmten Voraussetzungen die Zahlungsfrist nach dem Gesetz vom 18. Juli 1933 beantragen, wenn er sein Antragsrecht nach diesem Ge^tz bisher nicht ausgenuht oder bereits verbraucht Hot. Auf diesem Wege kann erreicht werben, daß Fälle, in denen die Aufwertungsstelle bie Zahlungsfrist versagt hat, noch einmal geprüft werden. Es kann auch eine bereits abgelaufene oder demnächst ablaufende Zahlungsfrist perlängert und ein früher abgelehnter oder zu- -vüdgcnommener Zahlungsfristantrag nachgeholt Derden. Anträge auf Grund des neuen Gesetzes -müssen jedoch, worauf hiermit nochmals hingewiesen wird, spätestens bis zum 31. Juli 1933 bei der zuständigen Auswertungsstelle gestellt werden. Wer diese Frist versäumt, verliert den Das neue Gesetz der Reichsregierung, nach dem unter gewissen Umständen an Badeorten die Erlaubnis zur Eröffnung von Spielbanken erteilt werden darf, lenkt die Erinnerung an einige alle Kapitel aus der Geschichte der deutschen Spielsäle zurück. In Frankreich hat es früher in beinahe allen größeren Städten privilegierte Spielhäuser gegeben, bis sie am 1. Januar 1839 sämtlich geflossen wurden. In Deutschland war Preußen chon vor der Märzreoolution von 1848 mit der Aushebung der Kasinos vorangegangen: in den nach dem Kriege von 1866 neu gewonnenen Ländern wurde den dort auf Grund von Verträgen mit den rüheren Regierungen errichteten Spielbanken noch )ie Fortdauer bis zum Jahre 1872 gestattet. Sie hatten dabei die Bedingung zu erfüllen, daß ein bedeutender Teil des Reingewinns der Banken zur Gründung eines Kur- und Verschönerungsfonds für die beteiligten Städte angesammelt wurde. So hörte Ende 1872 das Spiel in den Bädern Baden-Baden, Homburg, Wiesbaden, Ems, Nauheim und Pyrmont auf. Besonders interessant und vielleicht bezeichnend ür die Chronik mancher anderer deutscher Spiel- äle ist die Chronik des Kasinos in H o m - i u r g. Seine Gründer sind die Brüder Blanc, zwei sehr abenteuerlustige und unternehmende Franzosen, die vor einigen Jahren in Bordeaux durch einen seltsamen Prozeß Aufsehen erregt hatten: sie hatten den amtlichen optischen Nachrichten- dienst zwischen Paris und Bordeaux zu Spekulativ- nen ihres Bankhauses mißbraucht, aber die Strafe blieb aus, und sie wurden nur dazu verurteilt, die oerhäsinismäßig geringen Kosten dieses Bestechungsprozesses zu tragen. Nachdem ihnen so der Boden in Bordeaux etwas bedenklich geworden war, hatten sie in Paris Spielbanken unterhalten und hatten sich dann als ihr Ziel Deutschland und besonders den Miniaturstaat Hessen-Homburg mit seinem Hauptstädtchen Hornburg ausersehen, dessen Finanzen schon feit Jahren erholungsbedürftig waren. Die Zwillingsbrüder Blanc zogen den Homburger Spielbetrieb sehr großartig und mit geschickter Reklame auf. Das neue große Kurhaus, sehr luxuriös ausgeftattet, wurde Mitte August 1843 eröffnet, und es gab gleich einen Riesenumsatz in den neuen Spielsälen, aus denen freilich die Landeskinder bet schweren Geld- und Zuchthausstrafen ausgeschlossen waren, wie denn überhaupt der Fürst wenig vom Spiel wissen wollte und bei alledem mehr an das Wohl seines Bades und Landes dachte. V a r n» (jagen von Ense, der damals in Homburg weilte, fand das Treiben an den Spieltischen höchst anstößig, obwohl das neue Kurhaus sehr schön und prachtvoll eingerichtet sei, er wunderte sich über die Pächter Blanc, die Musik, Lesesaal und Bälle um- sonst gaben, aber er scheint um die Roulettetische nur Spitzbuben und Galgengesichter beobachtet zu haben. Trotzdem ist er jedes Jahr in diesen verachteten Ort zurückgegkommen. Es war den Brüdern gelungen, durch sehr umfangreiche und geschickte Reklame für die Vorzüge der Homburger Quelle und für die Spielsäle des Kurhauses viele Ausländer nach dem Kleinstaat zu ziehen, darunter besonders die russische Aristokratie, die damals noch ungeheuer reich war. Aber auch eine Persönlichkeit wie 2)oftojem£ti stürzte sich mit maßloser Leidenschaft in den Strudel des Glücksspiels: auf feiner ersten Deutschlandreise, 1862, fiel ihm in Wiesbaden ein höherer Gewinn zu, der für ihn verhängnisvoll werden sollte. In Hom- bürg spielte er im Jahre darauf mit Unglück, so daß er sich Geld leihen mußte. In dieser neroenzer- rüttenden Zeit starb seine _ erste Frau, und er wurde von Gläubigern bedrängt: aus dieser Not heraus schrieb er, um Verpflichtungen gegen etnen Verleger nachzukommen, seinen Roman „ Der Spieler", ein Stück eigene Lebensbeichte, in drei Wochen. Er benutzte dazu seine eigenen Erfahrungen und die Menschen, die er in den Hom- bürget Sälen kennen gelernt hatte: die prächtige Gestalt der Tante verdankt er der Gräfin Kiffe? lew, die eine der leidenschaftlichsten Spielerinnen der russischen Aristokratie in Homburg war. Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. D. (AvD.), Gie- jen. Folgende Straßensperrungen sind aufgehoben: ' : )eldenbergen—Windecken, Bleichenbach—Büches und < die Ortsdurchfahrt Hammerstraße in Büdingen. •• Derkehrsunfälle. Am Mittwochabend ereignete sich an der Ecke Bismarckstraße und Horst- Wesjel-Wall ein Unfall, der leicht schwerste Folgen haben konnte. Die Haustochter Erika Göhrig von hier geriet, als sie aus der Bismarckstraße in den Horst-Wessel-Wall einbiegen wollte, gegen ein Auto und wurde dabei heftig zur Seite geschleudert. Das bedauernswerte Mädchen erlitt neben verschiedenen Quetschungen und Hautabschürfungen einen Neroen- chock und wurde sofort in das Evangelische Schare- ternhaus gebracht. Ein ähnlicher Unfall ereignete ich gestern vormittag in der Walltorstraße. Ein Radfahrer bog hinter einem Kraftwagen, der auf der rechten Seite stand, plötzlich in Richtung nach der Marburger Straße auf die Straßenmitte ein und geriet dabei gegen ein aus in entgegengesetzter Richtung fahrendes Auto. Der Radfahrer wurde zu Boden geschleudert, erlitt aber glücklicherweise nur leichtere Verletzungen. •* Monatsversammlung des Hesft- fchen Jagdklubs Gießen. Die Monatsver- ,'ammlung des Hessischen Jagdklubs, Ortsgruppe Gießen, war, wie man uns berichtet, gut besucht und bot den Mitgliedern viel Anregung. Mitglied H. K e i ß n e r hielt einen Vortrag über „Deutsches Weidwerk, Weidgerechtigkeit und deutsche Weidmannssprache". Der Vortragende sprach kurz über die Geschichte der deutschen Jagd, über weidmännische Sitten und Gebräuche, Weidgerechtigkeit und bann eingehend über die deutsche Weidmannssprache. Der Vortrag fand ungeteilten Beifall und führte eine angeregte Aussprache herbei. Eine An- zahl sehr wichtiger Fragen standen sodann zur Aussprache. Klagen der Pächter der Stadtwaldreoiere wegen Wilderns, Sachbeschädigungen (Abreißen von Hochsitzen) und jagende Hunde und Katzen. Hier gibt es nur eins: Abschuß. Es wäre mit Freuden zu begrüßen, wenn auch die in Preußen geltenden Bestimmungen über Töten wildernder Hunde und Katzen recht bald für Hessen Geltung bekommen würden. Erneut machte der Vorsitzende darauf auf- merksam, daß in Hessen — trotz wiederholter Vorstellungen — der Schrotschuß auf Schalenwild nicht verboten wurde. Den Mitgliedern des Hessischen Jagdklubs sei jedoch auf alles Schalenwild, trotz der gesetzlichen Erlaubnis des Schrotschusses, ab 1.Oktober nur der Kugelschuß erlaubt. Ein Werbetag für den Hessischen Jagdklub fand am 16. Juli in Lich statt. Der Einladung war eine große Zahl Jäger aus Lich und Umgebung gefolgt und so nahm der Werbetag bei guter Beteiligung einen sehr erfreulichen Verlauf. Nachdem der erste Vorsitzende, Herr Bal- zer, die Teilnehmer begrüßt hatte, wies er nachdrücklich auf den Wert des Zusammenschlusses aller Jäger und deren Zugehörigkeit zu einem anerkannten Jagdverein hin. Er hob noch besonders hervor, daß bereits eine Anzahl Gemeinden bei Neuverpach- tung die Zugehörigkeit eines Neupächters zu einem Jagdverein forderten. Außerdem genieße jedes Mitglied die Vorteile, die ihm der Verein biete, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch das Wissen werde gefördert und die Ortsgruppe lege großen Wert daraus, daß in jeder Monatsversammlung ein belehrender Vortrag gehalten werde. Anschsie- 1 ßcnd sprach Dentist Friedrich (Gießen) über die Kölner Jagdausstellung, unter besonderer Berücksichtigung der Bewertung der Gehörne aus unserer Gegend. Eine sehr lebhafte Aussprache schloß sich dem hochinteressanten Vortrag an. Mitglied K e i ß- n e r hielt auch in Lich den Vortrag über „Deutsches Weidwerk, Weidgerechtigkeit und Weidmannssprache". Herr Förster Textor (Lich) dankte der Ortsgruppe Gießen für den Besuch. Eine größere Anzahl Neuanmeldungen durfte der Verein für seine Bemühungen mit nach Hause nehmen. So groß die finanziellen Erfolge waren, denen chließlich jeder einzelne Homburger eine Hebung eines Wohlstandes verdankte, so zahlreich wurden bie Angriffe von außen, die gehässigen Bro- chüren und Pamphlete. Dazu kam die Frankfurter nationaloerfammlung in der Paulskirche, der 1848 der schroffe Antrag vorlag, sämtliche deutschen Spielbanken aufzuheben, gegen den die hessische Regierung in einer Denkschrift Einspruch erhob, denn „auch die schwärmerischsten Gegner der Spielbanken werden nicht zu behaupten vermögen, daß von dem Fortbestand derselben das Wohl Deutschlands irgend abhängig sei und daß mit der Aufhebung derselben ein so wesentlicher Vorteil errungen werde, um die schweren Verluste zahlreicher Privater, die Erschütterung des Wohlstandes ganzer Städte und Gegenden, die finanziellen Verlegenheiten der betroffenen Regierungen, die durch dies alles neu erregte, vielfältige Unzufriedenheit zu überwiegen." — Der Antrag wurde, in dieser sonst immer uneinigen Der- fammlung, ein wahres Wunder, einstimmig angenommen. Als die Homburger nicht schlossen, zog sogar eine Exekutionstruppe in Homburg ein, ein Reichskommissar erschien persönlich, aber die Brüder Blanc fanden den einfachsten Ausweg: sie verwandelten die Bank in eine Privatgesellschaft der sich in Homburg aufhaltenden Fremden, der sie den Prinzensaal des Kurhauses zur Verfügung stellten. Schließlich verlief das ganze Frankfurter Gegenspiel im Sande, und wieder strömten die Fremden aus aller Welt zum Kasino. Bedrohlich wurde die Lage der Spielbank, als im kurzen Kriege von 1866 Preußen siegreich blieb: die Schließung der Bank stand bevor und war durch kein Mitel mehr abzuwenden. Die Banken von Ems und Wiesbaden fügten sich gleich der ersten Aufforderung; mit Homburg wurden noch einige lieber- gangsoerträge geschlossen, denn Blanc wollte bis zum letzten Augenblick durchhalten..Dann nahte auch Homburgs Ende, die letzte Spielbank Deutschlands schloß. Blanc aber brauchte nicht zu trauern — er hatte schon die neue Spielbank von Monaco eröffnet. Blanc hatte für die Kurhauskonzerte Künstler von europäischem Ruf gewonnen, die Patti, die Lucca, Rubin st ein; auch diese und _ viele andere Künstler gaben die Tausende, die sie für ihr Auftreten erhielten, der Bank am Roulettetisch zurück. Aber im Ganzen hat in Homburg das Spiel nicht zu viele Opfer geholt, und die Selbstmord- statistik hat dort niemals höhere Ziffern als in anderen Orten mit gleicher Einwohnerzahl aufge- wiesen. Zweimal wurde die Homburger Bank gesprengt, einmal war es ein Bonaparte, Charles Lucien, und ein andermal ein gefürchteter internationaler Spieler, der berüchtigte Thomas Garcia. In feinem Buch „Der Zauberer von Monaco, Homburg und Monte Carlo" erzählt Egon Caesar (Tonte (Torti von dem Schicksal eines gewissen polnischen Barons, das für viele Spieler- naturen typisch ist. „Jeder kannte den Mann, der einst in einem prächtigen, mit vier Schimmeln bespannten Wagen durch Hombura gefahren war und nun ebendort in abgetragenen Kleidern seine letzten Jahre oerbettelte und auf einem Strohlager starb. Kaum hatte er ein Stück Geld in den Händen, so trug er es zur Spielbank oder aber in die Konditorei, um seiner zweiten Leidenschaft, dem Essen von Süßigkeiten, zu frönen. Ein liebenswürdiger, gutmütiger, von allen wohlgesittener, aber schwacher Charakter, Typ derjenigen Leute, die dem Spiel fernbleiben sollten, die aber auch dann nicht zu halten wären, wenn es keine öffentliche epielbant gäbe, weil sie dann ihr Hab und Gut in einem Klub oertun würden. In einem Gedichtchen, das er 1871 gemacht hat und das mit den Worten beginnt: „Hab alles versetzt, verkauft, und vertan, vertrunken, oerküßt und verjubelt", schildert er einen Traum, der ihm oorfpiegeltez er habe Gluck gehabt, alles zurückgewonnen und könne wieder als reicher Mann durch die Straßen Homburgs fahren. Ader es war nur ein Traum, und das Erwachen daraus um so bitterer." Am Mittwoch fand in der neuen Aula der Universität der übliche Vortragsabend der Gießener Studentenschaft statt, stuck, jur. Heinz-Jürgen Adam, der Führer der Gießener Studentenschaft, eröffnete den Schulungsabend. Er wies darauf hin, daß es für jeden Kommilitonen von Interesse sei, etwas von der Reoisions - tagung in Sofia zu erfahren, ferner glaube er, daß es auch einmal interessant fei, dem Vortrag eines Kameraden zu folgen, der als Werkstudent in Afrika tätig war. Als weiteren Redner des Abends begrüßte er Dr. Reufch, der zu der Studentenschaft über die „Gefahrenlage des neuen deutschen Staates" sprach. Als ersten Redner erteilte er Diplomoolkswirt Fr. tz das Wort. Herr Fritz sprach über die studentische Revisionstagung in Sofia. Er führte unter anderem aus: Es fei nichts Neues, daß die studentische Jugend sich mit Politik beschäftige und betonte, daß es durchaus möglich sei, daß sich die Studentenschaften mit Außenpolitik befaßten. Er berichtete zunächst von den Vorgängen 1931 in Brüssel, wo man Deutschland in unerhörter Weise provoziert habe. Dann sprach er von dem Kampf der Studenten gegen die Friedensdiktate und erklärte, daß die heutige studentische Jugend mit aller Energie gegen die Schanddiktate protestiere. Als Beispiel führte er Ungarn an, wo eine musterhafte Propaganda gegen die Diktate schon seit langer Zeit betrieben wird. Der Kampf der Deutschen Studentenschaft, die ja immer national gewesen sei, sei durch die bürgerliche Lauheit der letzten Regierung stark gehemmt worden. Nun sei Deutschland nach innen frei und der Studentenschaft sei der Weg offen. Sodann kam der Redner auf die eigentliche Tagung in Sofia zu sprechen, an der Studenten aus Großdeutschland, Ungarn, Ukraine, Kroatien, Albanien, Mazedonien, ferner aus Amerika und aus Holland teilnah- men. Alle Teilnehmer wollten der ganzen Welt die Unmöglichkeit der Lösung von Versailles, Trianon, Saint-Germain und Neuilly klarmachen. Im Anschluß daran sprach Herr Fritz über das Minderheitenproblem und betonte, daß auch hier eine Wandlung geschaffen werden müsse. Die scheinbare äußere Ruhe könne uns nicht darüber hinwegtäuschen, daß unterirdisch eine gefährliche Glut schwele, die eine dauernde Bedrohung des Friedens darstelle. Nur bei gemeinsamer Arbeit aller unterdrückten Völker könne eine Bekämpfung der Frie- densdiktate Erfolg haben. Die studenttsche Jugend werden jetzt in Angriff genommen, und so durfte das Museum bald eine Erweiterung erfahren. Dir Ruinen des Rauäduttes, durch den das Wasser dem Rade zugesührt wurde, sind noch in der Wie» nct Straße von O-Buda in der Rähe der altrömi» schen Stadt Aguincum zu sehen. Richt weit von dieser Dadeanlage wurden die Liberreste einer früh» christlichen Kirche ausgegraben, die aus dem 4. Jahrhundert stammt und in Form eines Dreiblattes angelegt ist. Die Kapelle war die Degräbnisstätte einer vornehmen römischen Familie und ist das zweite Bauwerk dieser Art, das bisher in Ungarn ausge» graben wurde. Bürgermeisterwahl in Offenbach a. M. WSR. Offenbach, 20. Juli. Am Mittwoch sand durch den Offenbacher Stadtrat auf Anordnung der hessischen Regierung die Wahl des Oberbürgermeisters und der Beigeordneten statt. Es wurden gewählt zum Oberbürgermeister Rcaic» rungsrat Dr. S ch ö n h a l s , zum besoldeten Beigeordneten der Kreisleiter Kurt Stein und zum unbesoldeten Beigeordneten Gustav Lang. Die drei Genannten waren seit dem 28. März bereits kommissarisch tätig. Dr. Schönhals trat 1927, nachdem er als Gerichtsassessor tätig war, bet der Reichsfinanzverwaltung ein. Seit 1928 Regte- rungsassessor, war er dann am Landesfinanzamt Darmstadt und am Finanzamt Worms tätig. Seit 1929 wirkte er beim Finanzamt Offenbach, wo 1931 die planmäßige Anstellung als Regierungsrat erfolgte. Auto von einem Personenzug ersaßt und mitgeschleist. Dillenburg, 20. Juli. (WSN.) Heute nach- mittag 14.58 Uhr wurde auf der Strecke Nieder- malgern—Herborn in der Nähe des jjaltepunftes Oberndorf an dem unbeschrankten mit Warnkreuzen versehenen Wegeübergang das Auto des Försters Leonhard aus Tringenstein von einem Personenzug erfaßt, mitgeschleift und stark beschädigt. Die Frau des Försters wurde schwer, der Forster selbst l e i ch t v e r l e tz t. Die Frau wurde nach dem Krankenhaus Dillenburg gebracht.____________ Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bi» 12.30 Uhr. 16 bi» 17 Uhr. Sametafl nachmittag geschlossen Anzeigenauflräge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. SJl.-’fpott 1900 bei den westdeutschen Meisterschaften. Im Stadion zu Hamm (Wests.) kommen am Samstag und Sonntag dieser Woche die westdeutschen Meisterschaften zum Austrag. Bei der hochentwickelten westdeutschen Leichathletik kommt diesen Meisterschaften ganz besonderes Interesse zu. Die Spielvereinigung 1900 ist durch einige ihrer Besten vertreten. In den beiden Sprinstreckcn (100 und 200 Meter) startet Eugen E l d r a ch e r. Wenn man weiß, daß die zur Zeit fünf besten deutschen westdeutschen Sprinter sind (Jonath, Borchmeyer, Buthe- Pieper, Hendrix und Siebeck), wird man ermessen können, wie schwer es fällt, sich hier durchzusetzen. In den übrigen Wettbewerben liegen die Verhältnisse kaum anders, lieber 400-Meter-Hürden, die für 1900 Heini Jung bestreitet, hat der westdeutsche Spiekoerband von jeher hervorragende Könner gehabt. Weit überragend ist hier zur Zeit der deutsche Rekordmann Nottbrock (Köln). Zwei weitere Lauswettbewerbe werden von Paul Gerhardt bestritten, nämlich die 10 000 Meter und der 25= Kilometer-Marsch. Obwohl sich diese Konkurrenzen auf zwei Tage verteilen, wird der 1900-er ganz aus sich herausgehen müssen, wenn er sich placieren will. Im Diskuswerfen wird Arthur Kilo (1900) auf alte Rivalen wie Hoffmeister, Debus, Heiberg usw. stoßen. Es dürfte hier die Tagesform für die Placierung maßgebend sein. Für das Kugelstoßen war Unteroffizier Gugel (1. Komp. J.-R. 15) als Vertreter der Spielvereinigung 1900 vorgesehen. Seiner derzeitigen Form nach wären ihm auch allerbeste Chancen einzuräumen gewesen, leider ist er nicht abkömmlich. Sportabteilung des Tv. Wieseck. Wiefeck I — Schiedsrichter-Vereinigung Gießen I 9.4 (6:2). Die Schiedsrichter-Vereinigung Gießen war am vorigen Sonntag in Wieseck zu Gast und verlor mit 4:9 Toren. Das Spiel verlief, wie zu erwarten war, sehr fair. Die beiden Anwärter, von denen jeder eine Hälfte des Spieles leitete, zeigten sich von der angenehmen Seite. Die Vertreter des Verbandes waren mit den Schiedsrichterleistungen zufrieden. Kreisschießen in Bieber. Das auf den 9. Juli in Bieber festgesetzte Kreisschießen des Kreises Biedenkopf-Süd (im Landesverband Hessen-Nassau des Reichsverbandes Deutscher Klein-Kaliberschützen) mußte infolge eines schweren Gewitters abgebrochen werden und wurde am 16. Juli zu Ende geführt. Es siegten im Mannschaftskampf W e t t k a m p f k l a s s e II (Altschützen) Krofdorf mit 344 Ringen und in Wettkampfklasse I (Jungschützen) Bieber mit 272 Ringen. Einzelmeister wurden bei den Altschützen Karl Wagner, Krofdorf, mit 81 Ringen und bei den Jungschützen Adolf Rerh, Bieber, mit 76 Ringen. Deutschland führt im Turniersport. Die Siege der deutschen Reiteroffiziere bei dem soeben beendeten Turnier in Luzern gegen schwerste ausländische Konkurrenz aus Italien, Irland, Frankreich, Ungarn, Belgien und der Schweiz haben die Ueberlegenheit der deutschen Reiter und Pferde erneut bestätigt. Die führende Stellung, die Deutsch- Das Deutsche Bundeskegeln in Frankfurt hat am Donnerstag seinen Höhepunkt erreicht und überschritten. Das große, von den Keglern freudig begrüßte Ereignis war der Besuch des Reichssportkommissars von Tschammer und Osten. Bundespräsident Schluck begrüßte den Reichssportkommissar und dankte ihm für diesen Besuch, der den Sportkeglern die Hoffnung gebe, daß der Kegelsport im neuen Deutschland Gleichberechtigung mit den anderen Sportarten erhalte. Diese Meinung wurde dann auch durch die Ansprache des Reichssportkommissars bestätigt. Herr von Tschammer und Osten versprach, den Kegel- sport unbedingt allen anderen Turn- und Sportarten gleichzustellen. Anschließend begab er sich in die Sporthalle, wo er mit großem Interesse den Wettkämpfen, namentlich dem Länderkampf Deutschland—Amerika folgte. Zwei Siege und eine Niederlage in den Länderkämpsen. Am späten Mittwochabend und am frühen Donnerstag kamen drei Länderkämpfe zur Entscheidung- Zwei endeten für die deutschen Mannschaften sieg- land heute in internationalen Turniersport einnimmt, ist das Ergebsnis einer § i e l b e- wußten jahrelangen Arbeit innerhalb der Warmblutzucht und der deutschen Reiterei überhaupt. Fast jedes beschickte internationale Turnier bringt den deutschen Farben Erfolge über Erfolye und beweist damit, daß sich der deutsche Springstil, die deutsche Springmethode, eine Verbindung wertvollster deutscher reiterlicher Ueberliefe- rung mit den neuen Erkenntnissen, nun durchgesetzt hat und von den führenden Stellen damit auch der richtige Weg beschritten wurde. Bei den engen Wechselbeziehungen zwischen Pferdezucht und Turnier- K — die deutschen Reiter sind von ihrem ersten reten bei internationalen Turnieren an ausschließlich auf in Deutschland gezogenen Pferden beritten — sind die Erfolge auch für die Weltgeltung des deutschen Pferdes und damit für die Warmblutzucht von allergrößter Bedeutung. Zwei neue Schwimmrekorde von Deiters. Anläßlich der We st deutschen Wasser- ballmeisterschastsspiele in Barmen- Mählersbeck führte am Mittwoch der deutsche Kraulmeister Raymond Deiters seine angekündigten Rekordversuche über 800 und 1500 Meter unter offizieller Kontrolle erfolgreich durch. Auf der 50-Meterbahn legte der Kölner die 800 Meter in 11:00,8 (früher Neitzel 11:18) zurück, er schwamm gleich weiter bis zu 1500 Meter und unterbot hier mit 20:55,8 seine eigene Höchstleistung um genau 40 Sekunden. Die Zwischenzeit von 1000 Meter war 13:50, die ebenfalls besser als sein erst vor wenigen Tagen aufgestellter Rekord mit 13:55,4 ist; die 1000-Meter-Zeit wurde jedoch offiziell nicht genommen und kann daher keine Anerkennung finden. Deiters hält nunmehr von 200 Meter bis 1500 Meter alle deutsche Kraulrekorde. Die 20. Etappe der „Tour". Auch die 20. Etappe der „Tour de France", die über 182 Kilometer von Bordeaux nach La Rochelle führte, wurde eine Beute des Belgiers I. A e r t s. Da der Franzose Speicher diesmal auf den 5. Rang gefetzt wurde, konnte Aerts in der Gesamtwertung, in der allerdings Speicher nach wie vor in Führung liegt, um einen Platz vorrücken. Die drei Deutschen Stöpel, Geyer und Thierbach wurden mit auf den 5. Platz gesetzt. In der Gesamtwertung ist Stöpel auf den 10. Platz zurückgefallen; Geyer steht an 12., Thierbach an 20. Stelle. Carnera in Konkurs. Der neue Schwergewichts-Weltmeister Primo Car- nera hat von seinen zum Teil recht erheblichen Börsen so gut wie nichts retten können, so daß schließlich gegen ihn das Konkursverfahren eröffnet | wurde. Vor dem Gericht wurde dann festgestellt, daß der Riefe lediglich ein Auto und zwei Bankkonten mit 565 und 66 Dollar besitzt. Die Irving Trust Co. wurde daraufhin zum Konkursverwalter bestimmt. Carnera scheint also von seinen vielen Managern gründlich ausgenutzt mort m zu sein, denn in seiner bisherigen Boxerlaufbahn hatte der Italiener ein Vermögen verdient, wie es in Amerika sicher nur wenige seiner Kollegen besitzen. reich, auf der )-Bahn wurde Amerika geschlagen und auf der Asphaltbahn kam es zu einem Sieg über die Schweiz. Dagegen ging der Länderkampf gegen Schweden auf der )-Bahn knapp verloren. Im einzelnen brachten die drei Länderkämpfe folgende Resultate: Deutschland schlägt die Schweiz auf Asphalt mit 5403 zu 4827 Punkten ganz überlegen. Beste Einzelkegler: Metz 556, Kämpf 553, Pick 548 (alle Deutschland). Deutschland s ch l ä g t U S A. auf der ^-Bahn mit 4296 zu 3686 Punkten ebenfalls ganz über« legen. Beste Einzelkegler: Hartmann-Deutschland 831 P., Rutkowski-USA. 757, Andres-Deutschland 727, Dolle-Doutscyland 715 P. Schweden schlägt Deutschland auf der )-Bahn mit 5747 zu 5601 Punkten. Beste Einzelkegler: Ericson-Schweden 819 P., H. Törnquist 749, Björkander-Schweden 742, Pilz-Deutschland 740 P. Abschluß der Mannschafts-Meisterschaften. Die Deutsche Meisterschaft für Berbandsmann- schaften konnte am Donnerstag abgeschlossen werden. Nachdem am Mittwoch nachmittag bereits mit dem Verband Hamburg der Meister auf Bohle ermittelt war, fielen nun nacheinander auch die Entscheidungen auf 1-Dahn, Schere und Asphalt. Die einzelnen Ergebnisse waren: Internationale Bahn: 1. Derband Frankfurt 3538 P., 2. Verband Stuttgart 3493 P., 3. Verband Berlin 3432 P. Schere: 1. Verband Berlin 3437 P., 2. Verband Hagen 3410 P.» 3. Verband Hannover 3390 P. Asphalt: 1. Verband Forst/Lausih 2693 P., 2. Verband Chemicia Chemnitz 2685 P., 3. Verband Dortmund 2672 P., 4. Verband Wiesbaden 2671 P., 5. Verband Mannheim 2670 P. Abschluß der Linzel-Meisterschaften. Während am Donnerstag im Freien eine an die Tropen erinnernde Hitze herrschte und das Festgelände wieder von unübersehbaren Massen bevölkert wurde, kamen in der Sporthalle die letzten Einzel-Meisterschaften zur Entscheidung. Es gab durchweg wieder gute Leistungen, von denen die des Senioren Wichmann, Hannover, besondere Erwähnung verdient, da er Doppelmeister auf Dohle und Asphalt werden konnte. Senioren: Bohle: 1. Wicymann,Hannover, 756 Punkte. 2. Wittig, Luckenwalde, 752 P. 3. Diettrich, Braunschweig, 745 Punkte. Männer: Asphalt: 1. Eichler, Meerane, 1130 Punkte. 2. Schönfelder, Wilkau, 1128 P. 3. Trautner, Zwickau, 1123 Punkte. Bohle: 1. Buckow (Berlin) 1515 P.; 2. Köppe (Cuxhaven) 1507 P.; 3. Ehrhardt (Hannover) 1507 P. Ehrung der Deutschen Meister. Am Donnerstagabend entwickelte sich auf dem großen Festgelände wieder ein wahres Volksfest, dem über 50 000 Menschen beiwohnten. Zur gleichen Zeit fand im Bachsaal die Siegerehrung der Deutschen Einzelmeister statt, zu der auch der Herr Reichssportkommissar o. TschammerundOsten wieder erschien. Zaustballrückrunde des 7. Kreises im Bezirk Hessen DT. Am kommenden Sonntag wird in Garbenteich die Ruckrunde im Faustball des 7. Kreises ausgetragen. Außer den sieben Mannschaften der Vorrunde wird Anzeigepflicht für Devisen und im Ausland befindliche Vermögensstücke. Von der Industrie - und Handelskämme r Gießen wird uns geschrieben: Durch das Gesetz gegen den Verrat der Deutschen Volkswirtschaft vom 12. Iuni 1933 wird denjenigen Personen, die sich der Kapital- und Steuerflucht schuldig gemacht haben, die letzte Möglichkeit gegeben, Straffreiheit zu erlangen. Der Schlußtermin zur Anzeige der anmeldepflichtigen Werte bei dem zuständigen Finanzamt oder einer anderen Behörde der Reichsfinanzverwaltung ist der 31. August 1 93 3. In Anbetracht der wegen Schädigung der deutschen Volkswirtschaft verordneten schweren Strafen bei vorsätzlicher und fahrlässiger Unterlassung der Anzeige wird nochmals auf diesen nicht mehr fernen Termin hingewiesen. Rach dem Gesetz gelten als im Ausland befindliche Vermögensstücke und sind deshalb anzeigepflichtig alle ausländischen Wertpapiere (Aktien, Obligationen uftoj, wobei es nicht darauf ankommt, ob sie sich im Inland oder Ausland befinden; dasselbe gilt für Devisen aller Art sowie für Gold. Auch deutsche Wertpapiere, die im Ausland liegen, gehören zu den im Ausland befindlichen Vermögensstücken und sind daher anzeigepflichtig. Das Gesetz sieht Straffreiheit vor, wenn der Kapital- und Steuerflüchtige seinen Auslandsbesih bis zum 31. August 1933 anzeigt. Es sind lediglich die zu wenig gezahlten Steuern nachzuzahlen. Zinsen und Verzugszuschläge werden für die Zeit vor dem 1. September 1933 nicht erhoben. Die zu diesem Gesetz am 28. Iuni 1933 ergangene Durchführungsverordnung bringt eine willkommene Klärung der für den Laien schwer verständlichen Vorschriften. Sie enthält Angaben über die Arten der anzeigepflichtigen Vermö- gensstüche, über die Anzeigepflicht bei bereits vorhandener Kenntnis der Steuerbehörde oder der Reichsbank, über die Devisenanmeldung und über zulässige Ausnahmen, über Freigrenzen, Zurechnung, Form der Anzeige, Verlängerung der Anzeigepflicht, tätige Reue usw. Es empfiehlt sich, daß derjenige, der eine Anzeige abzugeben hat, die Durchführungsverordnung, die im RGBl. 1 Är. 71 erschienen ist, genau studiert, um alle Angaben den gesetzlichen Dorschrif- I noch der Turnverein 1846 Gießen antreten. An Hand der bei den Vorspielen gezeigten Leistungen kann man mit sehr spannenden Soielen rechnen. Am Nachmittag findet ein Handball-Werbespiel statt. Erfolge des I. Krast- und Sportklub 1893 Gießen auf dem Sreisfesl in Fulda. Bei fast 200 Teilnehmern (die Besten aus den beiden Gauen des 7. Kreises Hessen) errang im Endkampf um die Kreismeisterschaften im Ringen und Stemmen der 1. Kraft- und Sportklub 1893 Gießen wieder sehr schöne Erfolge. Karl Wenzel errang im Ringen in der Ju- gend-Leichtgewichts-Klasse ohne Niederlage den ersten Preis. Wenzel ist noch ein sehr junger, eifriger Ringer. Seine ruhige Ringweise wurde vom Publikum mit großem Beifall belohnt. Hch. Emmerich erzielte im Stemmen (Jugend- Schwergewicht) den 1. Preis, im Ringen (Jugend- Schwergewicht) den 2. Preis. Die Leistungen des 18jährigen Emmerich sind außerordentlich, gelang es ihm doch, einarmig 140 Pfund zu reißen, beidarmig 193 Pfund zu stoßen. Im Ringen kam er wohl nur durch eigene Leichtsinnigkeit zu einer Niederlage und mußte sich deshalb mit dem 2. Preis begnügen. . Alois Funk errang in der aktiven Federgewichtsklasse den 4. Preis. Funk war zweifellos der beste Mann in seiner Klasse. Sein großes Können stellte er mit vier Schultersiegen unter Beweis. Er wurde jedoch im Endkampf durch das Versagen eines Kampfrichters unverdient um seinen Sieg gebracht. Adolf K l o tz errang in der aktiven Leichtgewichtsklasse den 4. Preis. Klotz zeigte ebenfalls eine schöne Ringweise, jedoch war er trotz guter Technik im Endkampf den stärkeren Konkurrenten nicht mehr gewachsen. Im Tauziehen bis 900 Pfund Körpergewicht bezwang Fulda im ersten Gang Alsfeld. Im zweiten Gang wurde Kassel von Gießen geschlagen. Im Endkampf siegte Fulda über Gießen und errang zum erstenmal den Wanderpreis der Stadt Gießen. Der 1. Kraft- und Sportklub 1893 Gießen steht heute unter zielbewußter Führung, die in der Erziehung zur Körperertüchtigung im vaterländischen Gedanken ihre höchste Aufgabe erblickt und feiert demnächst fein 40jähriges Bestehen. ten entsprechend zu machen. Die Anzeigefrist kann auf Antrag bis zum Ablauf des 31. Oktober 1933 verlängert werden, wenn dies durch wichtige Gründe gerechtfertigt ist. Fristverlängerung kann nur dann bewilligt werden, wenn der Antrag auf Fristverlängerung vor Ablauf des 31. August 1933 eingeht. — Der Markt für Kraftfahrzeuge. Die Belebung auf dem Markt für Kraftfahrzeuge hat sich bis in den Iuni hinein fortgesetzt. In den letzten Iahren wurde der Saisonhöhepunkt regelmäßig im Mai erreicht. Im Iuni flaute das Geschäft schon merklich ab. In diesem Iahre lagen die Zulassungen im Iuni im arbeitstäglichen Durchschnitt noch um etwa 5 Prozent über dem Maiergebnis. Die rückläufige Saisontendenz wurde also durch die zunehmende konjunkturelle Besserung überkompensiert. Die Zulassungen lagen um etwa 36 Prozent über denen des Iahres 1931 und um 4 Prozent über denen von 1930. Auch die Zulassungen fabrikneuer La stund Lieferkraftwagen haben in- Mai und Iuni weiter zugenommen (gegenüber 1932 um 62 bis 63 Prozent). Auch hier zeigt sich im Iuni noch keine saisonmäßige Abnahme des Absatzes. Die arbeitstägliche Zulassung fabrikneuer Kraftwagen betrug für Personenwagen im Mai 1933 364,0 Stück gegen 202,8 i. V. und 364,8 in 1931. Für Iuni lauten die entsprechenden Zisfern 382,7 gegen 188,5 bzw. 280,3. Im Mai 1933 wurden arbeitstäglich 45,5 Lastkraftwagen zugelassen gegen 27,8 im Mai 1932 und 64,4 im Mai 1931. Für den Sunt betragen die Zahlen 45,7 gegen 28,2 bzw. 62,1. Frankfurter Abendbörse schwächer. Frankfurt a. M., 20. Iuli. An der Abendbörse kam keine Unternehmungslust auf, zumal die Auslandsbörsen meist erneut schwache Kurse meldeten und vor allem seitens der Kundschaft kaum Orders Vorlagen. Die Spekulation verhielt sich weiterhin reserviert. Bei minimalen Llmsähen blieben die Berliner Schlußkurse kaum behauptet. Mansfelder Bergbau lagen 1 Prozent fester, wobei die Ausführungen auf der heutigen GD.» daß sich bei weiterer Belebung der Wirtschaft in absehbarer Zeit wieder eine Rendite erzielen lassen müsse, anregten. Renten lagen geschäftslos und bröckelten etwas ab, ebenso von Goldpfandbriefen Rhein. Hhp. Dank um 0,5 auf 85 Proz. Das 18. Deutsche Bundeskegeln. Der Heichssportkommiffar als Gast. Abschluß von drei Länderkämpfen und Beendigung der Einzelmeisterschasten. Wirtschaft. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlosfenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. 1 Franksuri a. DI. Serlru Frankfurt a.M. Berlin Sranlfuri a. 271. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2tt. Echluß- kurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Miltagbörse Schlußkurs Schlußk. Abend- Schlußes Schlußk. Mittag- Schlußkurs Schlußk. Abend- Schlußkurs Schlußk. Mlnag- 19. Juli 20.3uH Datum 19.7- 20-7 19-7. JO.7- Datum 19.7. 20.7 19-7- 20-7. Datum 19-7- 20-7 19.7- 20.7. Geld .Kotierung I Sriei Amtliche Noiienmg Geld | 3rlel 6% efjem.7% Dl. ReichSanl. v. 1929 6’/i% Doung.Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.»Ablös.»Schuld nrii Auslos.-Rechten ............. DeSgl. ohne AnSIos.-Rechle...... 6% eäem.8% Hess. Bolksstaat 1929 lrückzahlb. 102%) ........... 83 95,4 81,5 76,65 12 76,25 66 79,5 85,5 68,13 83,5 83,25 87,5 87,4 83,75 83,75 86 5,2 1,13 4,9 4,95 83 95,4 82,05 75,4 11,6 76,75 66 80 85,5 68,2 83,75 87,75 87,75 83,75 84 86 1,15 5,1 4,8 5,05 83 95 81,5 76,5 12,05 76,25 79 68,5 84 83,5 86 1,1 5,25 4,5 5 4,75 83,25 95 82 75,5 11,65 79,5 68 " 84 86 5 4,5 4,75 8,5 5,05 5 4% deSgi. Serie II ............ 5 4,75 4 24,5 16,25 47,5 90,25 50 54,5 45,25 149,9 22,65 88 105 51,5 94 107 159,5 123,75 76 115,5 65,13 98 161 113,75 60,5 66,4 5,05 4,7 3,95 24,13 16 46,25 90 50,25 55 45,25 149 22,5 88 103 51,5 85 93 106,75 156,5 124,5 74,5 114,5 64,25 97 114 58 64,25 5,15 4,65 9 4,05 24,9 15,4 23,5 19,4 16,13 47 89,9 50,25 54,5 45,25 149,9 22,65 88 104,25 51,13 86,25 108,4 160 124 76,5 114,9 65,5 98,25 69 155 114 60,13 66,65 5,15 4,5 8,25 4,1 24,5 15,13 16,25 46,5 89 50,25 55 45,25 149,25 22,5 88 102,75 50,75 85 106 156,75 125 74,4 113,75 64,5 97,75 68 155 113,75 57,75 64,65 Mansielder Bergbau.........0 Kokswerte ..................0 Phönix Bembau.............0 Rheinische Braunkohle» ......10 Rheinstahl ..................0 Bereinigte Stahlwerke........ 0 Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.......v I G. Farben-Jndustrie.......7 Scheideanstalt...............10 Goldschmidt ................0 RütgerSwerke ...............0 Metallgelellschaft.............o 24,5 40,4 204 92,25 40 14,5 124,5 173 132,9 172,5 48,25 61 56 56 83 77 36,4 52,25 41 19 31 44,75 17,5 180,5 21 s 26,5 41 202,5 92,25 40,5 14,25 125 125,75 170 132 172 50 59,65 55 8 35,75 51,5 41 21,5 30 44,75 17 172,5 - 63,6 25,5 80,65 40,75 203,25 92,5 39,9 14,25 126 127,5 173.5 133 48,25 61,4 56 56,5 118,5 36,25 52'5 41,5 18,25 109,5 31,4 44,9 38,13 17,25 180,5 21,65 151 25,5 80,25 41,25 202 92,65 40,5 14,4 125 125,13 170,5 132,4 49,75 59,65 55,75 54,5 119 35,75 51,75 40 21,5 108,65 30 44,65 36 16,75 173 21,65 155 Helsingfors. Wien...... 6,174 46,95 12,52 3,047 169,68 70,28 62,49 72,08 13,98 0,928 2,877 58,59 22,18 16,45 81,12 35,06 81,72 0,879 0,234 5,195 12,72 6,186 47,05 12,54 3,053 170,02 70,42 6,164 46,95 12,52 3,047 169,63 70,08 62,29 71,93 13,94 0,928 2,967 58,59 22,18 16,44 81,12 35,06 81,72 0,874 0,234 5,195 12,69 6,176 47,05 12,54 3,053 169,97 70,22 62,41 72,07 13,98 0,932 2,973 58,71 22,22 16,48 81,28 35,14 81,88 0,876 0,236 5,205 12,71 6% Ruman. vereinh. Rente v. 1903 4'/i%Rumän.veretnh.Rentev.l913 i% Rumänische vereinh. Rente .. 3’4% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Pakel .....o Hamburg-Südom. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........0 Norddeutscher Lloyd .........0 A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz» und Privat»Bank... 0 Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank..............0 Reichsbank .................i A.E.G......................c Prag....... Budapest ... Sofia..... Holland .... Oslo....... Kopenhagen. Stockholm... London..... Buenos Aires Neuyorl.... Brüssel..... Italien..... Paris ...... Schweiz.... Spanien.... Danzig.... Japan...... Rio de Jan. . Jugoslawien Lissabon.... Obcrhessen Provinz »Anleihe mit Auslos.-Rechlen ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.......... 6Vi% Hess. Landes Hypothekenbank Darmstadt Ligui...... Deutsche Komm. Sammelab I.An leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bani Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hhp.»Banl Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6¥z% ehem. 4>/,% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbrtese ..... t>V*% ehem. 4>/,% Rheinische Hhp.»Bank»Liqu..Goldpsc. ... 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand briesanstalt, Psandbriese R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand brtesanstalt, Psandbriese R. 1C Verrechnungskurs 4% Oesterretchtsche Goibrenie... 4,20% Oesterreichische Sitberrente 4% Ungarische Goidrenie....... 4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4y,% desgi. von 1913.......... 5% abgell. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 191] 4% Türkische Bagdadbahn-Anlcih- Gerte i............... 62,61 72,22 14,02 0,932 2 883 58,71 22,22 16,49 81,28 35,14 81,88 0,881 0,236 5,205 12,74 Banfnofen. Elektr. LieferungSgesellschaft... 6 Licht und Krast .............6 Felten & Guilleaume ........0 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen ...............4 Rheinische Elektrizität ........6 Cchuckert SCo..............o Clemens L HalSke...........9 Lahmeyer L Eo..............io Buderus ...................< Deutsche ErdSl .............4 Gelsenkirchener..............0 Harpener...................o Hoejch Eisen—Köln-Neuessen.. 0 Me Bergbau ...............7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Klöcknerwerke ...............0 Zementwerk Heidelberg ......4 Cemenrwerk Karlstadt....... 0 Schultheis Patzenhofer........ 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 Bemberg...................o Zellstoff Waldhof............o Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum ..........0 Orensicin S Koppel ..........0 Leonhard Tietz .............. g Chade......................12 «rttzner..................... Matnkraftwerke Höchst a.M. ... 4 Süddeutscher Zwier ......... e öerlln, 20.Juli Geld Bries Amerikanische Belgische Note Dänische Note Englische Note Französische N Holländische N Italienische N Norwegische N Deutsch Oester Rumänische N Schwedische N Schweizer No Spanische Not Ungarische Ro Noten.............. n.................. n ................. n ................. oten............... otcn............... iten................ oten .............. reich, 1 100 Schilling oten............... oten............... en................. 2,92 58,43 62,03 13,90 16,40 169,21 22,06 69,91 71,76 80,94 34,93 2,94 58,67 62,27 13,96 16,46 169,89 22,14 70,19 72,04 81,26 35,07 ManneSmann-Röhren........0 en................. *■ ................