** 6S,r,"«k n (2:0). Ws t^?DÄÜ e,let fügten f$t n ^aargebiet ug. te83 ttt» bann ei! 3& Don. ;m Saatgebiet, wo n. der Jähe des ??MeI nie. ^dab das Saar. Ntangefteuert Ulotmaldaten und Indische Flieger. xrjtF toiebn Men. ft hat dem 2aloh seines De. amm übermittelt, tie aus dem giet. Hitler-Geburtt. MM für Lei- Wunsch ebenfalls e süddeutsche Aschen dm Fuh. 8k0 München wird adion au8getragen erhältlich! Düsseldorf Mrein [immer nnftalten beginnen 21 WH, IW isine 2571V PS;4-Siti..Mlr it.j.Tirl.Mi jgeUagerfabnien •ankturt/M-Neae I6: Telefon 2681 d ‘“^it Vitriye. 35Q_. ’mil'Kred*#' >«i »"• hJohrod11' **2 »»ei«? - gut Ä>° . 4700 q« «drt »»iobr’S< !iÄ ttohe feft»1* S3> Nr.<1.3 -vüvauSsabe 185. Zahrgang Sreitag, 21 April (955 Ertcheini laglid), außei *Sonniaqs und Ieieriags Beilagen; Vie Illustriert» ®i»r«ner Jamilienblattei Heimat m Bild Vie Scholl» monau Bezugspreis Mit 4 ‘Beilagen RM 1.95 Ohne Illustriert» . I 80 Iustellgebtihk . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschliisse unter Sammelnummer 2251 Anlchrist für Drahtnachrichten Anzeiger Sieszen poftfcheckkonto: Stonlfurt am Mai- 11686. GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Prud vnd Derloa: vrühl'sche Univeisilair-Vuch- und Sieinöruderei K. Lange in Giehei. Zchnftleilung uns Geschäftritelle: StbuKtra^ 7. Annahme oon Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspiennig^ für Re- hlameanseigen von 70 >>m Breite 35 Rcichspfennig, Playvorschrrst 20 . mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwonlich für‘Politik Dr Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.Tbyrwt; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und "ür ^e-i Anzeigenteil i. D.Th.Kümmel lämtlid) 'N Giene,i. Der Geburtstag des Reichskanzlers. Lebhafte Anteilnahme aller Bevöikerungskreife ganz Deutschlands. — Eine Ueberfüfle von Glückwünschen undGeschenken in der Berliner'Hetd)6fan;$lei und im Münchener Braunen Haus Berlin 0 April. (WTB. Funkspruch.) 3n der Reichst, njci hat seit vorgestern ein Strom von Geschenken zum Geburtstage des Reichskanzlers eingesetzt, der alle Erwartungen übertrifft Das ganze Personal ist seit vielen Stunden mit dem Auspacken und dem Ordnen der Geschenke b schästigt. Schon am Dormittag sind über 20 J0 Telegramme eingegangen, die Zahl der Briese ist so grob, daß ganze Postwagen die Driespost anfahren müssen. 3n die in der neuen Reichskanzlei aufgelegte Glückwunschfiste hatten sich schon um 13 Llhr mehr als <0 0 Personen eingetragen. Unter den Geschenken bemerkt man viele Gegenstände von grobem Wert. Unvorstellbare Mengen von Blumen sind aus allen Teilen Deutschlands gekommen. Da sieht man mannshohe Blumenvasen des Botanischen Gartens Berlin mit den wertvollsten Blumen neben dem bc° sche denen Dcilchensträubchen des Hitlermädels, Gebinde aus der Lüneburger Heide, Cdelweiß- sträusze aus den Alpen, Dergibmeinnicht aus Ostprcuben. Schneeglöckchen aus Danzig, Maiglöckchen von der Dergitraße, Flieder aus Baden. Die ostpreubischen Fischer haben wertvolle Bimssteinsiguren geschickt, die staatliche Porzellan Manufaktur Berlin hat eine wertvolle Base mit dem Bilde der Potsdamer Garnisonkirche und einer Widmung geschickt, die Fachschaft Aachen der Schutzpolizei einen lebensgroßen Schutzpolizisten aus Aachener Printen. Don anderer Stelle ist eine l*/2 Zentner schwere Torte gekommen. Wertvolle Gemälde bekannter Meister stehen an den Wanden. Diele Zentner von Büchern sind noch gar nicht aus- gepackt. Mehr als 20 wertvolle Bibeln sind gekommen, Originalbriese Bismarcks, Münzen aus der Zeit Friedrichs des Groben, Gobelins aus der Zeit des Schahrige.i .Krieges, wunderschöne alte Schmuckstücke. H.rschsängcr, Brieföffner, Schnitzereien aus allen Te.len Deutschlands, Darunter eine Schwarzwälder Uhr, Handfertigkeiten aus der Thüringischen Spielzeugstadt Sonneberg. Grammophonplat en. Lübecker und Königsberger Marzipan westfälischen Schinken, Weine in großen Mengen, Spitzen, Decken. Der älteste Mann Berlins, ein 102jähriger, hat einen Blumenstock aesch ckt Rührend sind die Geschenke von Kindern Kleine kindliche Malereien mit Briefen an den Kanzler, kindliche Handfertig eilen Blumensträuße sind gekommen, ein kleines Mä?chen aus 3nstcrburg hat dem Kanzler ihren bc'.cn Freund geschickt: einen kleinen Sc denpinscher Echte Kana r i e n v ö g e l, die schon mehrere Weltpreise erhalten haben, Wellensittiche und sogar e i n Reitpferd sind cingetroffen Die Zahl der Sofakifsen beläuft sich auf mehr als 100. Mehr als 300 künstlerisch ausgcsührtc Ehrenbürgerbriefe deutscher Städte sind als Geburtstagsangebinde überreicht worden. Der größte Teil der Geschenke kann gar nicht untergebracht werden und wird sozialen Zwecken zugeführt werden Da der Kanzler Antialkoyoliker ist und auch nicht raucht, werden die großen Mengen Weine und Zigarren ebenfalls Wohlsahrtszweclen zuge ührt Das Personal der Reichskanzlei, insbesondere das Dienstpersonal in der Kanzlerwohnung, das seit mehr als 20 3ahrcn in der Reichskanzlei beschäftigt ist, äußert sich übereinstimmend dahin, daß es noch niemals etwasDerartiges in der Reichskanzlei erlebt hätte. Die Telephonistinnen erklären, daß ein solcher Ansturm von Telephongefprächen in ihrer ganzen Praxis noch nicht vorgekommen fei. Die Liebe und Dcrehrung, Die der deutsche Reichskanzler im Dolke genießt, hat sich in einer Form geäußert. Die wohl einzig- Die Gtahlhelmfichrer an den Reichskanzler. Berlin, 20. April. (CNB) Die beiden Bundes führer des Stahlhelms haben folgendes Telegramm an den Reichskanzler gesandt. Um vor aller Welt an Ihrem heutigen Geburtstag Oie unzerbrechliche Einigkeit der nationalen Kräfte zu bekunden, versichert Ihnen der Stahlhelm, Bund der Frontfoldaten, daß seine geschlossene Kampfkraft hinter Ihrer Person steht Unter Ihrer Führung, Herr Reichskanzler, wollen wir Ihr gewaltiges Werk, die Schaffung der deutschen Nation, vollenden helfen. Empfangen Sie unsere und unserer Kameraden aufrichtigste und wärmste Wünsche Möge Gottes Segen auch weiterhin auf Ihnen und unserem Volke ruhen (gez.) Seldte Düsterberg Die Beratungen des Bundesrates des Stahlhelms, der am Donnerstag in Berlin tagte und sich mit dem Verhältnis oon SA und Stahlhelm beschäftigte, war vertraulich In informierten Kreisen nimmt man an, daß auf Grund der letzten Besprechungen und der Beratungen des Bun- München, 20. April. (Sil.) Die Stadt München ludt am Mittwochabend Den preußischen Iustizminister Kerrl zu einem kleinen 3 m- b i b in Der Grütznerstube Des Rat- Hauses ein. zu Dem auch Der Reichsstatthalter, General Ritter von Epp, und Das gesamte Ministerium erschienen waren. Minister- präsiDent Siebert machte Mitteilung von Dem Beschluß Der bayerischen Staatsregierung, Den Re chspräsiDenten von HinDenburg. Den Rechskanzler Adolf Hitler. Den Reichsstatthalter. General v. Epp, und Den Stabschef unD Hauptmann a. D. Staatssekretär Ernst Röhm Durch Gesetz zu Ehrenbürgern Des Freistaates Bayern zu ernennen. Dieses Gesetz sei Das größte, Das ein LanD geben könne. StaDtrat Weber Danttk Dem Ministerrat für Diese Ehrung unD erinnerte Daran, Daß vor vielen Jahren ein bayerischer Ministerrat beschlie- ßen wollte. Adolf Hitler aus Dem LanDe auszuweisen. 3n später Stunde erschien Adolf Hitler s e l b st noch im Grüynerstübchen. Der Ministerpräsident gab dem Kanzler Kenntnis von Dem Beschluß Des Ministerrates, worüber sich Hitler außerorDentlich erfreut zeigte. 3n einer Ansprache betonte Hitler, daß er n i e d i e H e i - m a t in München aufgeben wolle, weil ihm München als historischer BoDen und als Statte Der Kunst lieb unD wert getoorDen sei unD weil er- Das. was eine ocrblcnDete Zeit unD Regierung Durch ihre beständig nörgelnde Politik gegenüber Berlin und dem Reich und dem deutschen Bolk verdorben habe, wieder gut- machen wolle. Bayern solle wieder die Bedeutung bekommen, die ihm im Rahmen der übrigen Stämme und Länder zukomme. Durch Den Staatsakt des bayerischen Ministerrates sei etwas gutgemacht worden, was man ihm einst angetan habe. Er freue sich, daß man heute vom ganzen übrigen Deutschland wieder mit Achtung auf Bayern schaue. Mit bewegten Worten dankte Hitler seinen getreuen 'cm Halter General VON desrotes die zutage getretenen Differenzen als bereinigt gelten könnc . Diese Erwartung kommt auch in dem Telegramm an Den Reichskanzler zum Ausdruck, in dem der Stahlhelm erneut den Reichskanzler seiner geschlossenen Gefolgschaft versichert. Hessens Glückwunsch. Darmstadt, 20. Apr-l. (IBS7t.) Die hessische Staatsregierung hat an den Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: hesfenvolk und hefsenregierung senden dem Gründer des Dritten Reiches treue st en Geburtstagsgruß. Ge;.: Dr. Werner. Ge;.: Dr. Müller." Staatskommissar Dr. Wagner hat im Namen der gesamten hessischen Bauernschaft folgendes Glückwunschtelegramm an den Führer gesandt: „Die gesamte hessische Bauernschaft entbietet ihrem Reichskanzler die herzlichsten Glückwünsche. Ge;.: Dr Wagner Führer der Landesführergemeinschaft deutscher Bauern in Hessen." Epp und seinem Stabsches Röhm und zugleich dem Ministerrat für die Ehrung durch den bc- schlossenen Staatsakt. 3m weiteren Verlauf des Abends unterhielt sich der Kanzler über kulturelle Aufgaben und Probleme. Die Die Stadt München zu lösen habe. Dabei wurden anhand ron Plänen Grundlagen und Ziele eines großartigen Bauprogramms monumentaler Bauten in München für die nächsten 3ahre bargelegt. Gesattenen-Ehrung vor der Feldherrenhatte. München, 20. April. (TU.) heute vormittag fand vor der Feldherrenhalle in München eine eindrucksvolle Gefallenenehrung anläßlich des Geburtstages des Reichskanzlers statt. Die S A. und S S marschierte durch die Briennerstraße, die Ehrenhundertschaft der Bereitschaftspolizei durch die Ludwigstraße. Auf der F c l d - Herren Halle hatten Fahnenabordnungen, die Regierungsmitglieder und prominente Führer der NSDAP Aufstellung genommen Stabschef Röhm legte auf den Stufen der Feldherrenhalle einen riesigen Lorbeerkranz zu Ehren der im Jahre 1 9 2 3 dort gefallenen National- sozialisten nieder, wobei er in einer kurzen Ansprache die Bedeutung dieser Blutopfer für den Aufstieg der deutschen Freiheitsbewegung würdigte. Staatsminister Wagner gedachte des Geburtstages Adolf Hitlers mit dem Wunsche, daß das historische Werk die Sehnsucht aller Deutschen erfüllen möge, daß nicht nur unser Deutschland wieder neugestaltet werde, sondern darüber hinaus auch diejenigen Deutschen, die durch die Schandverträge von uns getrennt wurden, wieder zur deutschen Gemeinschaft zu- . u a yu f u i) i i un-roen tonnen. Die an der Feldherrenhalle gefallenen Kameraden, die für das neue Deutschlaird fielen, würden nie vergessen werden. Der heute niedergelegte Kranz werde solange dort bleiben, bis an der Feldherrenhalle das Denkmal f ü r d i e h e I d e n d e s N o v e m b c r 1 9 2 3 errichtet werde Der Redner schloß mit einem Siey- heil auf Adolf Hitler und das Vaterland. Die Menge stimmte begeistert in diesen Rus ein und sang das Deutschlandlied und anschließend das horst- Wessel-Lied. Der Badenmeilermarsch beschloß die Feier LmMimchenerBraunelitzaus M ü n d) e n , 20. April. (CNB.) Seit Tagen treffen in der Kanzlei des Führers im Braunen Haus, wie die NS.K. mitteilt, ganze Korbe von Klückwunschbriefen, Paketen mit Geschenken unD Telegrammen ein. Besucher geben Blumen ab unD tragen sich in das im ‘Braunen Haus auflicgeiibe Gratulantenbuch ein. Es herrscht ein ununterbrochenes Kommen und Gehen. Unter den Geschemen befinden sich zahlreiche Gemälde deutscher Künstler, Blumengrüße, zahlreiche Kissen und andere Handarbeiten deutscher Frauen. Kinder sandten Ostereier und sogar Zuckerst'.ick- chen für die treuen Hunde des Reichskanzlers. Ebenso sind nach dem Obersalzberg bei 3}erd)tergaben gewaltige Mengen Post gegangen Aus all den Wünschen und Gaben spricht die tiefe innere Verbundenheit zwischen dem deutschen Volk und seinem großen Führer. Oie bayerische Staatsregierung beglückwünscht den Kanzler. München, 20. April. (WTB.) Die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung unter Führung des Ministerpräsidenten Siebert versammelten sich gestern in her Wo hnung des Reichskanzlers, um ihm die herzlichsten Glückwünsche der bayerischen Staatsregierung zu seinem Geburtslage zu überbringen. Als äußeres Zeichen ihrer Anhänglichkeit und Treue überreichten die Minister dem Führer ein Stück aus den Erzeugnissen der Porzellan manufaktur Nymphenburg. Ote Familie Goebbels an Hitler. B e r I i n , 20. April. (TU.) Beim Reichskanzler ist folgcirdcs Glückwunschtelegramm Der Fami ie Goebbels cingelau en: ..Mein Führer! Li.'ber Herr Hitler! Zu Ihrem Geburtstage wünscht Ihnen die ganze Familie Goebbels, die Sie so liebt und verehrt, aus tiefstem Herzen Glück unD Gottes Segen für Ihr Werk unD persönlich auch Den Lohn für alles Da», was Sie an uns, an Der Partei unD am VaterlanDe getan haben. Möge Der Himmel Sie uns noch recht viele Jahrzehnte gesund erhalten. In Verehrung, Treue und Liebe Ihre Joseph, Magda, Maria unD Helga Goebbels, sowie Harald." Weitere Gratulanten. Berlin, 20. April. (WTB.) Außer den bereits gemeldeten Glückwünschen zum 44 Geburtstage des Kanzlers sandte noch unter vielen anderen Glückwunschschreiben und -Telegramme der Reichsver- kehrsminifter, die badische Staatsregierung, der Oberpräsident der Rheinpcovinz, der Lolksbund für Deutsche Kriegsgräbersürsorge, die thüringische Regierung, die Mecklenburg-Schweriner Staatsregierung, die württembergische Staatsregierung, das anhaitische Staatsministerium, General v. Horn für den Reichskriegerbund Knffhäuser, die Hamburg- Amerika-Linie, die Reichsarbeitsgemeinschaft der deutschen Presse, der Deutsche Landwirtschaftsrat, der Gewerkschaftsbund der Angestellten, die Reichsrundfunkgesellschaft, die Reichsleitung der Tech- nischen Nothilfe, die Reichspressekonferenz, der Vorstand der Deutsch-Indischen Gesellschaft, die Bundesleitung des Deutschen Offizierbundes, gez. General oon hutier, der Ehrenvorsitzende des Nationalverbandes Deutscher Offiziere, Admiral o. Schrö- Nach dem Festqottesdienst im Berliner Dom. - Don links nach rechts: Gruppenführer Ernst, Re minifte^ Dr. Goebbels und Prinz August Wilhelm beim Verlas,en des Gotteshauses. / * f > x i l v? Eine Riesen-Geburtstagstorte des Berliner Bäckermeisters Dulprechl wird in die Reichskanzlei gebracht. Zur Herstellung waren nicht weniger als 13 Pfund Mehl, 23 Pfund Butter, 32 Pfund Zucker, 143 Eier, je 8 Pfund Marzipan, Erdbeeren und Schokolade und 6 Pfund Fondant notwendig. Bayern ehrt den Reichskanzler. Hitler im Münchener Nathans. - Oke Ernennung zum Ehrenbürger Bayerns. Großartige Baupläne für die bayrische Hauptstadt. der, der Präsident des Deutschen Anwaltsoereins Rudolf Dix, der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, die Heilsarmee, gez. Howard, Kommandeur, der preußische Justizminister Kerrl im Namen aller preußischen Justizbeamten. Prälat Kaas hat an den Reichskanzler folgendes Telegramm gesandt: „Zum heutigen Tage aufrichtige Segenswünsche und die Versicherung unbeirrbarer Mitarbeit am großen Werk der Schaffung eines innerlich geeinten, befriedeten und nach außen freien Deutschlands." Hitler und Or. Zrick Ehrenbürger der thüringischen Städte. Weimar, 20. April. (WTB.) Der geschäfts- sührende Vorstand des Thüringer Städteverbandes hatte beschlossen, allen Mitgliedsstädten und Gemeinden nahe zu legen, dem Reichskanzler Adolf Hitler und dem Aeichsinnenminister Dr. Frick gemeinsam das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Dieser Anregung sind jetzt die Städte und Gemeinden freudig nachgekommcn. Bei der Feier der Lübecker Schupo erhielt die dortige Polizeiunterkunftsstätte den Namen Adolf-Hitler-Kaserne. Die gleiche Bezeichnung verlieh die Mecklenburg-Schweriner Landespolizei ihrer Kaserne, dem Alten Arsenal in Schwerin. Oie Glückwünsche der deutschen Bauern. Berlin, 20. April. (TU.) Der Vorsitzende der R e i ch s f ü h r e r g e m e i n s ch a f t des Deutschen Bauerntums, Darrs, hat an Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Glückwunschtelegramm gesandt: „Im Namen der Reichsführergcmeinschaft des deutschen Bauerntums und der hinter ihr stehenden Millionen deutscher Bauern übermittle ich Ihnen als unserem Führer deren aufrichtigste Glückwünsche zu Ihrem Geburtstage. Wir Bauern wollen stets Ihre treue st en Gefolgsleute sein und in der vor Ihnen liegenden schweren Aufbauarbeit Ihre ergeben st en M i t a r b e i t e r." Festkonzert des Kampfbundes in der Berliner Gtaatsoper. Berlin, 20. April. CSU.) 3m Rahmen der Berliner Veranstaltungen zur Feier des Geburtstages des Reichskanzlers fand in den Mittagsstunden in der Staatsoper Anter den Linden eine vom Kampfbund für deutsche Kultur veranstaltete Morgenfeier mit einem Festkonzert statt. Der Veranstaltung wohnte eine große Reihe geladener Ehrengäste des künstlerischen und politischen Lebens der Reichshauptstadt bei. Man sah Kultusminister Rust, die Botschafter Italiens und Englands, den Landesleiter Preußens des Kampfbundes für deutsche Kultur, Hinkel, u. a. Ein Sprechchor unter Leitung von Herbert M o l e n a a r, verstärkt durch SA.-Leute der Standarte Fiedler, leitete die Feier mit einem Kampfspruch auf den Führerund die Bewegung ein. Gerhard H üsch (Bariton) brachte dann vier Lieder zum Vortrag: Bachs „Kommt Seele, dieser Tag" und „Schafft mit mir, Gast", sowie Schuberts „Dem Änendlichen" und O. Höfers „Deutschland, du darfst nicht untergehen". Die Vorträge fanden reichen Beifall, so daß Gerhard Hüsch noch eine Zugabe spendete: Das „Hakenkreuzlied" mit dem einleitenden Text: »Das Hakenkreuz im weißen Feld". Es folgte ein Konzert für zwei Violinen von Bach und als Abschluß Beethovens V. Symphonie in S-Moll. 160 Künstler, zusammengesetzt aus dem Kampfbundorchester und Mitgliedern aller nationalsozialistischer Orchester Berlins, gestalteten hier unter der Leitung von Professor Dr. h. c. Havemann eine Kunst, die den rauschenden De>fall des Hauses hervorrief. Die Violinsoli zu Bachs Konzert lagen bei Rudolf Schulz und Helmuth Zernick (zwei jungen Künstlern) in besten Händen. In das Horst-Wessel-Lied, das Professor Havemann zugeben muhte, stimmte das Haus begeistert ein. Den Reinertrag aus dem Konzert wird der Kampsbund zugunsten notleidender K ü n st l e r verwenden, die in seinen Reihen für Wahrung und Gestaltung deutscher Kunst kämpfen. Brief an ein Kind. Von Hanns Arens. Lieber Knut! Einen Brief will ich Dir schreiben, einen kleinen ersten Brief, zum Tag Deiner Geburt vor nun einem Jahre! Noch verstehst Du kein Wort, mein Kind; noch kann Dein Ohr den Klang der Worte nicht deuten zu Sinn und Leben. Was tut's? Menschen, mein Kind, groß und erwachsen, klug und weile, verstehen so wenig Sinn und Tiefe der Worte. Unter Gottes Sonne wandeln große und kleine Kinder. Aber die kleinen unter ihnen hat er am liebsten. Laß es gut sein. Ich will Dir am Tage Deiner Geburt sagen, wie lieb ich Dich habe, wie sehr ich Dich liebe, mein Kind. Ich muß es Dir schreiben, denn ein kleines Schicksal wollte es so, daß ich an diesem Tage nicht bei Dir sein konnte. Schicksal, Verhängnis, Zufall nennen wir Menschen solche Hindernisse, und sind doch nur entstanden aus der Kleinheit des Menschen, aus einem Sich-nicht-verstehen- Wollen und Können. Die großen Menschen, mein liebes Kind, laufen oft so aneinander vorbei in großer Einsamkeit. Sie fügen sich Schmerzen und Wunden zu, die aus der großen Welt der Irrungen und Täuschungen kommen. Wie gut, mein Kind, daß Du von alledem noch nichts verstehst, wie gut für Dich. Ein Jahr ist es her, Liebling, da schenkte Dir Deine Mutter das Leben. Wir haben Dich freudig erwartet und empfangen, mein Junge, voller Dank und tiefster Freude. Du warst uns ein großes Glücksgeschenk I Run ist ein Jahr vergangen, ein langes und banges Jahr. Heute, an diesem Tage nun dürfen wir das Fest feiern, Deinen ersten Geburtstag. Es ist ein Tag der Freude, Liebling, ein Feiertag, für uns drei, für Deine Mutter, die Dir vor zwölf Monaten unter vielen Schmerzen das Leben gab, auf daß Du nun und für immer um uns seist, uns zur Freude. An diesem Tage kann Dein Vater nicht bei Dir sein, darf nicht teilhaben am stillen Glück. Ich kann D'.ch nicht sehen, nicht auf meine Arme nehmen noch Dich an mich drücken und Dir einen Kuß auf Deine Wange geben. Darum dieser kurze Brief, dieser Gruß, Heiner lieber Knut. Später, wenn Du älter geworden bist, wenn Du lesen kannst, sollst Du ihn be- Die deutsche Schule im völkischen Staat WSR. Darmstadt, 20. April. Im „Schu l- boten für Hessen", dem Organ des Hessischen Landeslehrervereins, werden die Grundzüge des nationalsozialistischen Schulprogramms „Die deutsche Schule im völkischen Staat" veröffentlicht. Zur Erreichung des Ziels, der Schaffung einer deutschen Schule auf christlicher, völkischer, nationaler und sozialer Grundlage werden folgende Forderungen gestellt: 1. Die Grundschule für alle Kinder. Das Ziel des Rationalsozialismus, das ganze deutsche Volk zur wahren deutschen Volksgemeinschaft zu führen, kann nicht erreicht werden, wenn schon in frühester Jugend durch getrennte Erziehung nach Ständen Klassengegensätze in das Volk hineingetragen werden. 2. Der Staat hat für einen gründlichen Ausbau des Bildungswesens Sorge zu tragen, um jedem fähigen und fleißigen Deutschen das Erreichen höherer Bildung und damit das Einrücken in führende Stellungen zu ermöglichen. 3. Ausbildung besonders veranlagter Kinder armer Eltern ohne Rücksicht auf den Stand und Beruf auf Staatskosten. Der völkische Staat hat nicht die Ausgabe, einer bestimmten Gesellschaftsklasse den maßgebenden Einfluß zu wahren, sondern die Verpflichtung, aus der Summe aller Volksgenossen die fähigsten Köpfe herauszuholen und zu Amt und Würden zu bringen und die Tore der staatlichen höheren Lehranstalten jedem Begabten zu öffnen, ganz gleich, aus welchen Kreisen er stammt. 4. Geistige Erziehung und körperliche Ausbildung in der Rachschulzeit bis zum 18. Lebensjahr durch staattiche Einrichtungen. 5. Schulherr ist und bleibt nur der Staat; der Lehrer ist unmittelbarer Staatsbeamter mit akademischer Bildung. 6. Die Gemeinschaftsschule: Ein Volk kann nicht zur wahren Volksgemeinschaft geführt werden, wenn konfessionelle Gegensätze schon in frühester Jugend durch getrennte Erziehung nach Konfessionen die Kinder ein und desselben Voltes entzweien und vergiften. Dagegen bejaht der Nationalsozialismus die sittlich-religiöse Erziehung mit allen sich daraus ergebenden Folgerungen. Religion ist nicht nur Unter- richtsfach, sondern auch Unterrichtsprinzip, das he.ßt Grundlage des gesamten Schullebens. 7. Der völkische Staat stellt seine Erziehungsarbeit nicht auf das Einpumpen bloßen Wissens ein, sondern auf das Heranzüchten kerngesunder Körper. Ein wissenschaftlich gebildeter, aber gesunder Mensch mit gutem festen Charakter ist für die Volksgemeinschaft wertvoller als ein geistreicher Schwächling. Der Völkische Staat hat seine Erziehungsarbeit so einzurichten, daß die jungen Körper schon in frühester Kindheit zweckentsprechend behandelt werden und die notwendige Stählung für das spätere Leben erhalten. Diese Erziehungsund Pflegearbeit hat schon bei der jungen Mutter einzusetzen. In der Schule darf kein Tag vergehen, an dem der junge Mensch nicht mindestens vormittags und abends je eine Stunde lang körperlich geschult wird, und zwar in jeder Art von Sport und Turnen. Das jugendliche Gehirn soll nicht mit Dingen belastet werden, die es zu 95 Prozent nicht braucht und daher wieder vergißt (Sprachen usw.). Die hierdurch erreichte Kürzung des Lehrplans und der Stundenzahl kommt der Ausbildung des Körpers, Charakters, des Willens und der Entschlußkraft zugute. Schnelligkeitsrekord des italienischen Fliegeroffiziers Agello und über die großen Leistungen der italieniscxn Fliegerei überhaupt erklärte der Minister zur künftigen Gestaltung des italienisch- deutschen Flugverkehrs, daß er einen regelmäßigen Expreßflugdienst Berlin- Rom einrichten werde, und zwar auch für die Wintersaison. Der Verkehr zwischen den beiden Städten solle sich in fünf Stunden vollziehen, und zwar sollen bereits erprobte, mit bes onderer Geschwindigkeit ausge- statteteSpezialmaschinen ein 'eseht werden. Im Laufe der Zeit wolle man die Linie bis Reapel durchführen. Papens Dank an Mussolini. Berlin, 20. April. (WTB.) Vizekanzler v. Popen, der bei feiner Rückkehr von Dom in Verona vom Kommandierenden General des dortigen Armeelcrps begrüßt wurde, sandte folgendes Telegramm an Mussolini: „Beim Verlassen Ihres Landes bitte ich Eure Exzellenz, meinen tiefempfundenen Dank entgegenzunehmen für alle Liebenswürdigkeit und Aufmerksamkeit, mit der Sie unseren Osteraufenthalt im Ewigen Rom umgeben hoben. 3dj schätze mich glücklich, in persönlicher vertrauensvoller Aussprache mit Eurer Exzellenz alle Fragen haben erörtern zu dürfen, die die Interessen unserer beiden Länder berühren, und ich kehre nach Deutschland zurück voll Bewunderung über die außerordentlichen Fortschritte, die das Italien Mussolinis auf allen ©ebieten aufweift. Was mich am tiefsten beeindruckt und a n öie beste Tradition des alten Preußen erinnert hat, sind die Anstrengungen Eurer Exzellenz, die junge Generation in harter Pflichterfüllung zum Dienste am Vaterlande zu erziehen. Es ist ein Vorbild und zugleich die beste Hoffnung, dem alten Europa ein neues Gesicht zu geben." Sturmflug Görmgs über hie Atperr. Begeisterter Empfang des preußischen Ministerpräsidenten in München. M ü n d) e n, 20. April. (TU.) Man hatte in München damit gerechnet, daß Reichsminister Göring gegen 14 Uhr auf dem Flugplatz Oberwiesenfeld landen würde. Zu seinem Empfang hatten sich um diese Zeit bereits eingefunden: Innenminister W a g- n e r, Staatsminister Esser, Bürgermeister F i e h l e r, Stabschef Röhm, Polizeipräsident Schneidhuber und der Chef der politischen Polizei, Himmler. Eine Abteilung berittene Polizei und eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei mit Musikkapelle hatten zum Empfang Aufstellung genommen. Eine große Menschenmenge war zur Begrüßung anwesend. Dann gegen 14 Uhr traf aus Bozen die Meldung ein, daß das ftür° mische Wetter über den Alpen das Flugzeug, das Göring nach München bringen sollte, gezwungen habe, nach Bozen zurückzukehren und einen Umweg zu machen. Gegen 15 Uhr wurde gemeldet, daß das Flugzeug wieder nach Oberitalien zurückgekehrt sei. Um 16 Uhr wurde das Flugzeug südlich oonTegern- s e e gesichtet. Um 16.10 Uhr landete es glatt in Oberwiesenfeld. Es handelte sich um einen der schwer st en Alpenflüge, die je durchgeführt wurden. Staatsminister Esser begrüßte Göring namens der bayerischen Staatsregierung, worauf Göring seiner Freude Ausdruck gab, daß er wieder in der Stadt sei, von der die nationalsozialistische Bewegung ihren Ausgang genommen habe. Heute sei es möglich, daß ein Bayer preußischer Ministerpräsident sei. Der Reichsminister schritt darauf die Front der Landespolizei ab. Die Menge fang das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied. Auf der Fahrt von Ober- Wiesenfeld nach dem Münchener Hotel wurde Göring von einem zahlreichen Publikum begeistert begrüßt. 3m Anschluß an den feierlichen Empfang fand im „Bayerischen Hof" ein einfaches Essen in engstem Kreise statt. Es nahmen daran die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung und einige Führer der nationalsozialistischen Bewegung teil. Rach dem Essen fanden bis in die späte Rächt hinein Besprechungen zwischen den Ministern statt, die der Regelung einiger schon seit langer Zeit schwebender preußisch-bayerischer Fragen galten. Ministerpräsident Göring wird morgen vormittag im Flugzeug München wieder verlassen. 3n seiner Begleitung wird sich Staatsminister Esser ebenfalls nach Berlin begeben, um dort wichtige Besprechungen wegen des Arbeitsbeschaffungsprogramms im Reichsarbeitsministerium zu führen. Ausbau des Luftverkehrs Berlin-Rom-Neapel. Mailand, 20. April. (TU.) Die Spätnachmittagsblätter bringen die Rachricht von der glücklich in München erfolgten Landung des Göring- Flugzeuges. 3n hiesigen Luftfahrtkreisen zollt man dem bei schwerstem Wetter ausgesührten Flug lebhafte Anerkennung. Die Blätter bringen an hervorragender Stelle ausführliche Schilderungen über den Mailänder Besuch des Ministerpräsidenten. Cie geben im Sperrdruck eine von dem Minister bei seinem Abschied italienischen Journalisten gegebene Erklärung wieder. Göring sagte darin nach Worten herzlichen Dankes für die empfangene Gastfreundschaft, daß er aus Mailand tiefen Eindruck von der wirtschaftlichen Verbundenheit der bei- den Länder mit sich nehme, für deren immer weitere Vertiefung er besorgt sein wolle. Das tiefste Erlebnis seiner Reise fei ihm der Eindruck von der völligen Reuordnung 3 tali - e n s geworden. Lleberall sehe man. Mussolivische Prägung. Rach sehr anerkennenden Worten über den in diesen Tagen aufgestellten Mitgliedersperre bei der RGOAp. München, 20. April. (WTB.) Wie die Ra- tionalsoziattstische Korrespondenz meldet, erläßt der Reichsschatzmeister Schwarz eine Verfügung, derzufolge der Andrang in die RSDAP. nach der Machtergreifung durch die Bewegung so ungeheuer geworden ist, daß sich die Reichsleitung im Einvernehmen mit dem Führer veranlaßt sieht, mit Wirkung vom 1. Mai 1933 bis auf weiteres eine Mitgliedersperre zu verfügen. Rach diesem Zeitpunkt darf feine Dienststelle der Be- toegvng Reuanmeldungen mehr entgegennehmen. Die Gaue dürfen bis längstens 15. Mai die vor dem l.Mai bei den Dienststellen eingegangenen Reuanmeldungen der Reichsleitung vorlegen. Von der Mitgliedersperre nicht betroffen werden: Angehörige der Hitlerjugend, welche das 18. Lebensjahr vollenden, Ange- hörige der RSBO., ferner alle jene, die Dienst in der SA. oder SS. leisten. Verlängerung des Lee Higginson« Kredites um ein Jahr. Berlin, 20. April. (LNB. Eigene Meldung.) Wie wir erfahren, ist der Kredit der amerikanischen Bankfirma Lee higginson um ein Jahr verlängert worden. Der Kredit ist Im Oktober 1930 aufgenommen worden und belief sich ursprünglich auf 125 Millionen Dollars. Er hat j e h t n o ch e i n e höhe von 10 0 Millionen Dollars. Besonders interessant ist, daß bei den jetzt zum Abschluß gekommenen Verhandlungen eine Zins- Herabsetzung erreicht worden ist. Der Zins beträgt bisher 6 v. h., vom 10. Mai ab wird er auf 5 v. h. und ein halbes Jahr später, ab 10. November auf 4,5 v. h. gesenkt. kommen. Dann wirst Du wissen, wie viel Freude über Dich in mir war, und wie groß meine Trauer, Dich nicht zu sehen. Gesundheit und Heiterkeit wünsche ich Dir, und daß Du ein aufrechter und ehrlicher Mensch werdest, dem man Liebe und Vertrauen schenkt, weil er selber Liebe und Vertrauen gibt. 3n großer Liebe Dein Vater. Asta Nielsen im Tonfilm. Das ist etwas Erstaunliches: der erste Tonfilm der Asta R i e l f e n. Es darf vielleicht daran erinnert werden, daß diese Schauspielerin vor einigen 3ahren hier in Gießen auf der Bühne gestanden hat — manche werden sich noch daran erinnern können —, wesentlicher erscheint uns d;e Tatsache, daß ihr Rame mit der frühesten Produktion des stummen Films, lange vor dem Kriege, innig verbunden ist. Run sieht man sie wieder nach langer Zeit und hat aufs neue das Erlebnis einer großen Schauspielerin. Die Zeit Aemt spurlos an ihr vorübergegangen zu fein. Sie beherrscht auch diesen Film mit seiner neuen Technik, die grundsätzlich andere Voraussetzungen lur die Wirkung geschaffen hat, so souverän, oay ihre Partner, alles gute und gepflegte Darsteller, fast vollkommen hinter ihr zurücktreten Sie spielt eine reife und mütterliche Frau, Bildhauerin, mit zwei erwachsenen Töchtern, die sich in eine große und späte Leidenschaft verstrickt und — nach ein paar Wochen reinen Glücks — Daran zerbricht: sie erlebt das oft beschriebene Sch.cksal der „Frau von vierzig Fahren", der ihre großen Kinder entfremdet werden und der ^n dunkles Verhängnis den Weg zu dem ge° Liebten Mann hoffnungslos verbaut. An einer solchen Rolle, die ganz typisch für sie ist, entfaltet sch die Kunst der Asta Ri elfen mit jener Eindringlichkeit, die man oft bewundert bat und die man so schwer erklären kann, weil Me Schauspielerin mit den sparsamsten und nobelsten Mitteln des sprachlichen und mi- m. chen Ausdrucks arbeitet. Der Film, eine Pro- bulhon ber Märkischen Film-G. m. b H.. heißt ’’ ? 0 $ € ßiebe" und wurde gedreht nach dem gle.chnamigen Romai. von Echiro- rauer. Die Regie hat Erich Wasch neck: er inszeniert geschmackvoll, plastisch, im Stil des Kammersp els, das im Tonfilm leider noch immer eine Ausnahmestellung einnimmt. Hans D e h - mann gibt den Partner der Rielsen, Professor Steinkampp, mit vornehmer Zurückhaltung. Die beiden Töchter: Ellen Schwannecke und Ery Bos. Don den übrigen Milwirkenden nennen wir Anton Pointner , Carl B a l h a u s Steinbeck. Falken st ein (in einer hübschen Charge), Hilde Hildebrand und Elisabeth Wendt. — Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus und verdient einen weit besseren Besuch, als er am ersten Abend zu verzeichnen war. Aus dem Beiprogramm: ein Afrika. Film, zu dem Hans Schomburgk Erläuterungen gibt. Auf der Bühne sieht man mit Vergnügen die Exzentriker Alfredo und Walter, die als Parterre-Akrobaten sehr saubere Arbeit leisten. _r. Gleichschaltung auch im deutschen Schachten. Die alljährlichen Ofterturniere des Mittel- rheinischen Schachbundes wurden in Bad Ems abgehalten. Sieger des Meister-Turniers wurde Dr. Ad am-Bingen mit vier Punkten. 2. Amtsgerichtsrat Orth- Darmstadt mit drei Punkten, während R.-A. S t r a u ß - Wiesbaden in führende Stellung während des Turniers Surudtrat. 3m Meisterschafts-Turnier errang Dr. Grimm- Höchst mit 4 Punkten den Sieg und damit den Titel Meister des Mittelrheinischen Schachbundes. Der erste Preis im Hauptturnier mußte wegen gleicher Punktzahl von 4l/2 an De schauer - Frankfurt a. M. und S e l h o r st - Kob.enz geteilt werden. Mit je 4 Punkten tour. Den Ahlschwede-Montabaur und Krebs- Bad-Rauheim zweite Preisträger. 3m Reben- Turn.er siegte Paul B u r k e . Wiesbaden mit 5Vs Punkten: an zweiter Stelle folgte Engel- Ain 77 mit 41/- Punkten, und an Dritter Stelle * $rier 27 und Velten- Reuwied mit ve 4 Punkten. Die Turniere ließen großen Kampf, geift erkennen, so daß erbittert um den Sieg fle- rungen wurde. Doch konnten sich die spielstärk- sten Teilnehmer von Anfang an die Führung sichern. v K^nÄ!L?^EmIung des Mittelrheinischen ^brachte neben der Erledigung der Ä^^^^smäßigen Punkte bedeutungs. ,m Sinne der nationa- rrt m A1 *u n 9‘ Der Vorsitzende Bau. rat Otto-Bad Ems entwickelte in großen Zü- b frbertfj^ftr£5unqen zur Zusammen, faflung aller deutschen Schachspieler unter An. glieöerung an den Kampfbund für. deutsche Kultu r. Die Versammlung bekannte sich freudig zu dieser grundlegenden nationalen Umstellung. (Da in diesem Sinne den Mitgliedern n chtarischer Abstammung die weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Schachbund nicht mehr gestattet ist, traten im Verlauf des Turniers d:e beiden jüdischen Tumier-Tellnehmer zurück.) D:e Versammlung nahm weiter einen Bericht des Vorsitzenden über die Arbeiten des Organisationsausschusses, dem der Vorsitzende des Mittelrheinischen Schachbundes angehört, zur Reu- gestaltung der Aufstiegmöglichkeiten im deutschen Schach'.eben mit großem 3nteresse entgegen und billigte einstimmig die Vorschläge, die allerdings durch d.e neue Entwicklung weitere Aenderungen erfahren dürften. Die Berichte der sieben Unter- verbände des Bundes ließen rege Arbeit auf allen Geb eten des Bundes erkennen und dienten nutzbringender Anregung. 3m Sinne der Gleich- schaltungsbestrebungen hatte der gesamte Vorstand feinen Rücktritt Erklärt, doch wurde die Wahl zu einer , einmütigen Vertrauenskund- gebung für den bisherigen Vorstand, mit einer Aenderung aus organisatorischen Gründen. Die Pre sverteilung beschloß den 13. Kongreß des Mittelrheinischen Schachbundes. Zeitschriften. — Das Badener Land in feiner Mannigfaltigkeit von Landschaft und Volkstum erschließt sich uns in der neuesten Rummer der 3 I l u st r i r - ten Zeitung (3. 3. Weber, Leipzig). Wir durchwandern die verschiedenen Gebiete von Odenwald. Reckartal. Schwarzwald, Oberrhein und Bodensee. Den Schwarzwälder in seiner herben, verschlossenen Art, den lebhafteren Alemannen, den raschen, witzigen Pfälzer schildert Professor Ens Busse als die echten Kinder ihrer Heimat, mit der sie tief verwurzelt sind. Denn gesegnet ist ihr Heimatboden, der ihnen gibt, was sie brauchen: Ackergrund zum Brot, Wein, holz- und wildreiche Wälder, fischgründige und fro.fttrebenöe Gewässer. Was Wunder, wenn sich hier eine hochstehende Tolks- und Handwerkskunst, eine blühende Industrie entwickelte. Baden als Heimat vieler Dichter, Maler, Bildhauer und Musiker ersteht in dem Artikel von Professor Dr. W. E. Oeftering „Kunst und Dichtung in Paben . Die badischen Großstädte mit ihren Kunstdenkmälern, de traulichen, verträumten Städtchen, die lieblichen Täler, Seen und Berge ziehen in abwechslungsreichen Bildern vor unseren Augen vorüber. MS üJian W1!«1 an 1.3*, nl> fflfjri «Ä hoben he? faiebl üJlalÄ^'r. 1234 fort a>- «Ä? Sä’ - Ärm st*" __ Tageskalei hessischer Kunftvereir Schmnks „Hasenll Mahner-Mons 1' Pubtoig Linkman Gewöhnliche Preise. - Am Sonntag, Vorstellung zu ermaö holungöesSDK für" -"dergleichen^ macht darauf aufmert Adels Der Geburtstag Hitler wurde ges würdiger Weise bex im festlichen Schmn und der Hakenlre S.adt war kaum ei aber auch in den • ordentlich reich gefl ncr Bevölkerung n- Mt der Feier de Adol verbunden. Lebcnsir gegeben, auch Geld starkem Ausmah c Bevölkerung unsere Gelegenheit erneut reichen minderbemit durch noch am gestn geholfen werden, i wurde gegeben. M bei der Verteilung /rcuMch-öan/bares 1 sichter. . Das Giehenec Tai in den Menst dieser führte in Derbindun Speisung durch, die bürde. Die Reichsv eines austerordentti ger.chtes brreitgestell ll b.s 19 Ühr im ( langen sollten. Der der große Vorrat er Militari fcto&it von 17 b Menschenmenge angel « unter Leitu Lauste bot aus euöanlagc ein ausgk ««jufot schneidige ® e Darbietungen, di sonderen Gehalt a lebhaften Anklang. 9 fnän w Elster Anl |Qnb Qm Abend der 6t°6e 3apfenft; &Ä"in sgfe’S SeS* Militärischem Z?^ef leit folgte WM WÄ d-tt die lichen Zapfenstreich t ff .fr einiru ler-Jugend CT Al ^eru^ brachten das ebensM?°'chska d°r 2?'elfach Aach Xa"1® Reichs ba*r ff SÄ'S 5. bei der ÄST erklärt» 3 Ä * einen "stlSe -^l' 0QrauA yn- ,'^n b?n ’tunb?,^ i^tobfe y gteit i; ?u enein‘4^' Nolini, .Staiife S^'l’isÄ W M ' «otietn jubü! S?«MZ Mruruck von '"vervrdent! >s Italien ®c2»eten auf. «JM und an [nft Cn'5reu' ‘Hnrengungen Tu, neration in ff5V-ienflc : >st em Tor. "W, öem alten m. Die die Ha« ■1 meldet, erläh! !ti eine Derfü- 'taug in die jreifung durch die jetootben ä, datz rnehmen mit dem : Dirhing vom eiteret eine verfügen. Aach enststelle bet He« entgegennehmen. 35. Mai die vor en eingegangenen eilung Voilegen. cht betroffen )itlerjugenb, illenben, Ange« ier alle jene, die 50. leisten. ÄgMson. 3abr. eigene OTJÖuug.' >ec amedtanl|dj« iin 3af)t »et- t im Oklobn 1930 if sich ut(ptüngliif) t jefjt nod) eine n Dollars. Beben jefjl fum Hb- tgen eine Zins- n Ist. Der Zins bt- ai ab wird er -wi t| ab 10. Jlooembet lammlung bekannte qenben nationalen im- toi WO» i bic weitere Zu« ichbund nicht mehr ruf des Turnier Mehmet MlL ter einen Derichk eiten des Crgom* rfitjenbe des M- esMntgegen und e die allerdings tere Aenderungen ^Hieben Unter* S i? " Qjcrtrauc^^n® '°rf ffirüSeV^1' •8 ÄS* itumSir- der 2.U U N ier. v°" neu.^cbrnhe-" ilder '" ^'Aman' b^S>ett K°r Kt ih- V u^ite 2abi SÄS? •S'i& S'ZS . Aus der Provinzialhauptstadt. ÄOA.'pfingstfahrt. Man schreibt uns: Der Sonbenug, den die hessi- | scheu Teilnehmer an der Pfiugstfahrt des DDA. • nach Älagenjurt benutzen, sahn am Donnerstag, 1. 3uni, in Frankfurt um 23 05 Uhr ab. Die Rückfahrt erfolgt.am Montag. 12. Juni, von Salzburg. ' Teilnehmer haben bis zum 1. Mai 38,60 Mark (Jugendliche und Führer 36,60 Mark) an die Stoffe ! des Landesverbands in Friedberg (Bezirkssparkasse ! Mathildenftift, Friedberg Sy, Postscheckamt Frankfurt a. M., Nr. 12340, Slonto Pfingstfahrt) einzu- senden. Jugendliche werden im ganzen mit zirka 65 Mk. auskommen. Erwachsene müssen, wenn sie im f)otel aber im Privatquartier übernachten und sich selbst verpflegen, mit entsprechend größeren Ausgaben rechnen. Da die endgültige Anmeldung bis zum 1. Mai bei Herrn Studienrat Dr. Simon, Offenbach i. M., Kaiserstraße 31, erfolgt fein muß, wird gebeten, sich bis spätestens zum Freitag, 28. d. M., bei Herrn Studienrat Dr. König, «enckenberg- straße 25, zu melden., Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. Ober- hessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 15 bis 17 Uhr, große Frühjahrs-Ausstellung. — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 20 Ahr, 27. Vorstellung im Freitag-Abonnement, Wiederholung des Schwankes ^Hasenklein kann nichts dafür" von Mahncr-Mons (Spielleitung Karl Heys er) mit Ludwig Lintmann vom Reußischen Theater Dera als Gast in der Volle des Titus Hasenklein. Dewöhnliche Preise. Spieldauer bis 22.15 Uhr. — Am Sonntag. 23. April, findet als Fremden- Vorstellung zu ermäßigten Preisen eine Wiederholung des Schwankes „Hafentlein kann nichts dafür" in der gleichen Veseyung statt. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß die Vorstellung am Sonntag ausnahmsweise bereits um 1 5 lll h r beginnt, da das Ensemble des Stadttheaters auf Einladung der ASDAP.-Ortsgruppe Vad-Rau- heim abends in Vad-Rauheim anläßlich der Geburtstagsfeier des Führers Adolf Hitler mit einer Ausführung des Schauspiels .Der 18. Oktober" gastiert. Ende der Vorstellung in Gießen 17.15 Ähr. — Der Vorverkauf zum Gastspiel .Fidelio" des Opern-Ensembles des Hesfi chen Landestheaters Darmstadt am Mittwoch, 26. April (27. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement), hat begonnen. Es gelten für dieses Gastspiel Opernpreise. Außerdem haben Vorzugsgutscheine und Rund- funkgutscheine Gültigkeit. ' Ein 75jährige r. Morgen Snmstag, 22. April, feiert Herr Friedrich Heimer, der Seniorchef der Firma Fr. Heimer & Eo., wohnhaft Wilhelmstrahe 7, in voller geistiger und körperlicher Frische feinen 75. Geburtstag. Herr Heimer stammt aus Heilbronn, er kam 1889 nach Gießen und gründete die bekannte Eisengroß- handlung Dleichstrahe 2. ** Das Fest der Silbernen Hochzeit feiern heute, 21. April, die Eheleute Friseurmeister Wilhelm Arzbacher, Äaiserallee 34. •• Weitere Ausflugsrückfahrkar- ten au Mittwochnachmittagen. Dom Dohnhos Gießen wird uns mitgeteilt: Vom 19. April ab werden versuchsweise -- gegen feder- zeitigen Widerruf — weitere AuSflugsrückfahr- larlcn mit 33,3prozentiger Fahrpreisermäßigung von Gießen nach den Bahnhöfen Butzbach, Dillenburg, Friedberg, Grünberg, Herborn (Kr. Dillenburg), Hungen, Laubach und Weilburg an Mittwochnachmittagen ausgcgeben. Sie gelten zur Hinfahrt von 12 Uf)r ab. Die Rückfahrt muh spätestens bis 24 Uhr angetreten sein, sie ist nach 24 Uhr ohne Fahrtunterbrechung, bei Zugwechfel mit dem nächsten anschließenden Eil- oder Personenzug, zurückzulegen. Adolf Wers Geburtstag in Gießen. Der Geburtstag des Reichskanzlers Adolf Hitler wurde gestern auch in unserer Stadl in würdiger Weise begangen. Die Straßen prangten im festlichen Schmuck der Farben Schwarzweihrot und der Hakcnkreuzfahnen: im Zentrum der L.adt war kaum ein Haus ohne Flaggcnschmuck, aber auch in den übrigen Straßen war außerordentlich reich geflaggt. Alle Kreise der Gießener Bevölkerung nahmen lebhaftesten Anteil. Mit der Feier des Geburtstages war auch eine Rdols-Hitler-Spende verbunden. Lebensmittel wurden in großer Menge gegeben, auch Geldspenden gingen in erfreulich starkem Ausmaß ein. Die Opferwilligleit der Bevölkerung unserer Stadt wurde bei dieser Gelegenheit erneut unter Beweis gestellt. Zahlreichen minderbemittelten Familien konnte dadurch noch am gestrigen Tage mit Lebensmitteln geholfen werden. Ohne Ansehen der Person wurde gegeben. TRcnt verfuhr sehr großzügig Lei der Verteilung und zauberte damit manch freundlich-dankbares Lächeln auf sorgenvolle Gesichter. Das Gießener Bataillon stellte sich ebenfalls in den Dienst dieser hochherzigen Aktion und führte in Verbindung mit der RSDAP. eine Speisung durch, die sehr wohltuend empfunden wurde. Die Reichswehr hatte etwa COJ Liter eines außerordentlich schmackhaften Eintopf- gcr.chtes bereitgestellt, die in den Stunden von 17 bis 19 Uhr im Cafe Leib zur Ausgabe gelangen sollten. Bereits nach 45 Minuten war der große Vorrat erschöpft. Militärische Plahmusik in der Zeit von 17 bis 18 Uhr hatte eine riesige Menschenmenge angelockt. Die Gießener Militär- skapelle unter Leitung von Obermusikmeister Krautze bot auf dem Konzertplay an der Südanlage ein ausgezeichnetes Programm, das in gewohnt schneidiger Weise abgewickelt wurde. Die Darbietungen, die dem Feiertag noch einen Lesonderen Gehalt gaben, fanden allenthalben lebhaften Anklang. Unter stärkster Anteilnahme der Bevölkerung sand am Abend der Große Zapfenstreich der Reichswehr Datt. Allenthalben in den Straßen standen die Menschen und harrten des Vorbeimarsches der Musik, der Fackelträger, der Soldaten mit den Lufgepflanzten Bajonetten, um sich dann anzu- schlietzen. Auf Oswaldsgarlen hatte sich zur vorgesehenen Stunde eine nach Tausenden zählende Menschenmenge eingefunden, die dem eryebenden militärischen Schauspiel mit großer Aufmerksam- leit folgte. SS.. SA., Stahlhelm, S)itler=3ung» Volk und Pfadfinder nahmen in geschlossenen Formationen mit ihren Fahnen und Wimpeln teil, ebenso war die Polizei aufmarschiert. Der Große Zapfenstreich wurde in der üblichen feier- lieben Form eindrucksvoll wiedergegeben und fand mit dem Deutschlandlied, in das die Menge einstimmtc, seinen Abschluß. SS., SA. und Hit- ler-Hugend brachten ein „Sieg-Heil!" auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler aus, las ebenfalls vielfaches begeistertes Echo fand. -3n der Richtung nach der Zeughauskaserne marschierte die Reichswehr dann ab. Rach dem Zapfenstreich wurde im Eafe Leib, veranstaltet von der RSDAP. G:etzen, eine Hlkler-Geburkstagsfeler cbgehalten. Der Saal war unerfüllt. Die Kapelle des Sturmes 11 leitete die Feierstunde mit Jeweiligen Märschen ein. Herr H o p f e n rn ü l Ier eröffnete die Veranstaltung mit einigen ruck- schauenden Worten. Die Ansprache hell dann Herr Bartholomäus. Er führte u. a. aus: Am Abend »es 14. September 1930 sei man s ch noch nicht darüber klar gewesen, ob der Saal des Cafe Leib ausreichend, oder zu groß für die Versammlung der RSDAP. fei. Man denke an jene Tage zurück, wenn man die heutige Der- semmlung vor sich sehe. Man habe zu jener Zeit nicht geglaubt, daß die Wünsche des Führers in Erfüllung gehen würden, als man ihm den Posten des Vizekanzlers anbot und er ihn aus- schlug. Der 5. März 1933 habe die Erfüllung aller Dünsche und Den Sieg gebracht. Roch vor Monaten seien Widerstände vorhanden gewesen: jetzt aber sei Der Gegner mit in Das Lager Des Führers gerissen worden Durch Die Kraft seiner Persönlichkeit unD Die innere Kraft seiner Bewegung. Alle Ueberheblichkeit Der Gegner sei zufammengebrochen. Hitler fei Volkskanzler geworben im wahrsten Sinne Des Wortes. Heute, an seinem 44. Geburtstag, seien an allen Häusern Die Flaggen ihm zu Ehren gezeigt worden. Heute an diesem Tage müsse man aber auch Derer geDenfen, Die Opfer an Gut, Blut unD Leben gaben, ohne zu wissen, Daß Der Sieg ihrer sei. Ihnen habe Der Führer das Wort geprägt: „UnD ihr habt Doch gesiegt!" Es sei immer Der GeDanke des Reichskanzlers gewesen, daß Die unbeDingtc Volksgemeinschaft von unten her aufgebaut werben müsse. Man könne heute nicht genug barüber Nachdenken, bah nur ber Führer es gewesen fei, ber mit rücksichtsloser Konsequenz seinen Weg ging. Er habe gefordert, baß bic oberen unb bic unteren Schichten Des Volkes sich die HanD reichten. Ihm, Dem unbekannten Gefreiten aus Dem Weltkriege, sei gelungen, was keinem vor ihm geglückt sei. Der Einigung feien aber uncndl'.ch viele WiDerstänDe entgegengesetzt worben. Deshalb habe er bas Wort „Kampf" auf seine Fahne geschrieben. Schrittweise habe Der Führer BoDen gewonnen. Kein Rückschlag habe ihn abschrecken können. Er habe sich durchgesetzt, mit eiserner Beharrlichkeit habe er gekämpft. Er habe stets verantwortet, was er tat. Er sei im Gefängnis gewesen unD habe Dort fein Lebenswerk „Mein Kampf geschrieben unb jene Linien festgelegt, nach Denen Der Kampf fortgeführt wurde. Er habe Redeverbote auf sich nehmen müssen, aber Die Bewegung sei schon im Leben und nicht mehr aufzuhalten gewesen. Ein Kämpferstaat fei geschaffen worden, eine Millionenbewegung gewachsen, trotz allem Terror: ber Kämpferstaat fei gewachsen aus Der Liebe zum Vaterland. Legal, mit Den eigenen Mitteln habe er den Parlamentarismus geschlagen. Heute empfände man die Größe seines Herzens, dw immer wieder gepredigt habe, nicht locker zu lassen. Er habe Damit erreicht, was man noch vor kurzer Zeit nicht zu glauben wagte. Er fei Kanzler aus Dem Vertrauen Des Volkes geworden. Ten Sieg wolle man heute feiern, liniere ganze Kraft müsse ihm als Geschenk zu seinem Geburtstag gegeben werden. Damit er den Kampf auch für des Vaterlandes äußere Befreiung erfolgreich führen könne. Man wolle aber auch der Toten gedenken, Die ihr Leben für die Bewegung unb somit für bas Vaterland gaben. (Die Teilnehmer Der Feier erhoben sich zu ihrem GeDenken von Den Plätzen.) Mit einem ehrenhaften Volke sei Die größte Rot zu übertoiiwen. So müsse jeder im braunen Hemd wahrhaft sein, deutsche Sitte und Disziplin verkörpern. Das ganze Volk müfic fein: einHi11 er! (Lebhafter Beifall!) Im Anschluß an Die Ansprache fangen Die Teilnehmer gemeinsam den ersten Vers des Deutschlandliedes. Rach einer längeren Pause forderte Der Redner des Abends auf, Dem Führer Die Treue zu halten, was auch kommen möge. Dem Führer Vertrauen zu schenken auch bann, wenn die eine ober andere Maßnahme nicht gleich völlig verstanden werde, er ne, auf, zur Sa-zc zu stehen unb fo mitzuwirken am Reuaufbau unseres Vaterlandes. Ein dreifaches,Sieg-Heil" auf den Reichskanzler, in das alle begeistert einstimmten, be.'chtvb Die Ansprache. Das Horst-Wessel-Lied beendete die eindrucksvolle, würdige Feier. Schupoparade in Darmstadt. Darmstadt, 20 April. (WSR.) Aus An- laß des Geburtstages des Reichskanzlers Adolf Hitler fand h.^te mittag eine Paradeauf- ftcllung der hell scheu Schutzpolizei, der Lan- despolizeischule, der SA. unb SS. unb bes Stahlhelms auf dem Merckplay statt, zu ber sich zahlreiches Publlkum cingefunben hatte. Rach einem Marsch durch verschiedene Straßen nahmen Staatspräsident Dr. Werner, Staatsminister Dr. Müller und bic Führer ber Wehrverbänbe den Vorbeimarsch am Hessischen Lanbesmuseum ab. Die Schutzpolizei, angeführt von Etaats- kommissar für bas Polizeiwesen Dr. Best unb Polizeioberst Fendel-Sartorius zu Pferbe, war in Paradeuniform unb mit Stahlhelm unb Karabiner ausgerüstet Auch Der SarmftäDter Polizeipräsident Polizeimajor Dr I v e r s nahm an Dem Vorbeimarsch zu Pferde teil- Am AbenD wurde im Großen Haus des Hessischen Landes- theaters Wagners „Lohengrin" unb im Kleinen Haus „Der 18. Oktober" als Festvorstellung gegeben. Treugelöbnis der Äüdinger Bürgermeister,Versammlung. Darmstadt, 20. April. (WSN.) Die Pressestelle der Staatsregierung teilt mit: Von der Bürgermeisterversammlung des Kreises Büdingen erhielt die Staats- regierung folgendes Telegramm: „Die am Geburtstage des großen DolkskanLers versammelten Bür gernreister des Kreises Büdingen geloben einmütig der hessischen Siaatsregicrung treue tatkräftige Mitarbeit im neuen Hitlerreich. 3. 21.: Dr. Gaßner, Kreisdirektor. Albrecht, Bürgermeister, Düdelsheim." Der Staatspräsident antwortete Darauf mit folgendem Telegramm: „Streisbirettor Gaßner, Büdingcn. Hessische Regierung nimmt gerne Kenntnis von Gelöbnis treuer Mitarbeit ber Bürgermeister bes Kreises Büdingen unb sendet deutschen Hessengruß. Dr. Werne r." Ehrenbürger»Ernennungen. WSR. Darmstadt, 20. April. Wie die Pressestelle der hessischen Staatsregierung mit- fteilt, hat die Stadtverwaltung Büdingen den Staatspräsidenten Dr. Werner zum Ehrenbürger ernannt. — Der Gemeinderat vonB leich e n b a ch ernannte in einer künstlerisch gestalteten Urkunde den Reichskanzler Adolf Hitler und den Staatspräfidenten Dr. W e r n e r zu Ehrenbürgern. Weitere Amtsenthebungen. D a r in st a d t, 20. April. (WSN.) Die Pressestelle der Staatsregierung teilt mit: Folgende marxistische Bürgermeister wurden abgesetzt und durch kommissarische Benannte ersetzt (wir verzeichnen hier die o b e r h e s s i s ch c n Orte. D. R.): Storndors: Bürgermeister Sd)ä> fer durch Sattlermcifter Weitzel, Storndors. Beigeordneter Ioh. Weih III. durch Hermann Richlberg, Slornborf. Dockenrod: Bürgermeister Äreutctf durch Hermann Schlitt, Lockenrod. Eifa: Bürger- meister Reibeling durch Lehrer Hofmann. Angenrod: Bürgermellter Bernhard durch Beigeordneten Hoßnann Kirtorf: Bürgermeister Gade durch Lacher, Kirtorf E l b e n r o ö : Bürgermeister Wagner durch Ferdinand Schröder, Elbenrod G l a u - berg: Bürgermeister Koch durch Heinrich Wolf. Lindheim: Bürgermeister Lipp durch Fricdr. Wilh. Weihenborn, Lokomotivführer a. W. Beigeordneter Lipp durch Gutspachter Stepper. Langsdorf: Beigeordneter Roth durch Eduard Köhler, Landwirt. Hungen: Beigeordneter Berlctt, der bereits zurückgetreten ist, durch Heinrich Hoffmann. Di Hingen: Bürgermeister Pauly durch Beigeordneten Otto Zimmer III. Als Beigeordneter Michel durch Heinrich Berhöfer, Landwirt W i c - s e ck: Beiaeordneter Karl Schäfer durch Karl Euler, Wieseck. Staufenberg: Der gewählte Bürgermeister Heinrich Bogel Vi. wird nicht bestätigt. Als Ersatz Wilhelm tncuttcr. Lollar. Beigeordneter Seipp durch Ludwig Wagner. G r o - tzen-Linden: Beigeordneter Karl Weigand durch Heinrich Faber, Eleklromeister. G r ü n t n - gen: Beigeordneter Wilhelm Gottfr. Engel durch Otto Marschsteller, ©leben: Für den bereits zu rückgetretenen Beigeordneten Rosenberg Rechtsan walt Luley (ohne Besoldung). Zur Hastentlaffung des früheren Offenbacher Gchlachtbofdirektors. Offenbach, 19. April. (WSR.) Wie bereits mitgeteilt, ist ber frühere Direktor des Offenbarer Schlachthofs, (Biege rid), aus der Hast ent lassen worben. Die Haftentlassung ist erfolgt, weil ihn ber Arzt wegen Krankheit für hastunsähig erklärte. Die Unterfuchung ber gegen Glegerich er hodenen Vorwürfe geht weiter unb ist noch keineswegs abgeschlossen. Johann Hinrich Wichern,Zugenderzieher und Menschenfreund. Zu seinem ^2S. Geburtstag am 21. April und zum 100jährigen Jubiläum des Rauhen Hauses. Von probst und Superintendent £ic Borrmann, Angermünde. „Im Anfang war bie Tat" laßt Goethe ben Doktor Faust bic ersten Worte bes Iohannesevan- geliums übersetzen. Er wollte zum Ausbruck bringen, bah bie christliche Religion auf eine Siebes- tat Gottes an ber Menschheit gegründet ist unb sich auf- unb ausbauen muh in Werken ber Liebe. Heute ist uns biefe „Religion ber Tat" so vertraut, bah wir kaum noch verstehen, bah bie Kirche erst vor Eiunbert Jahren in das Zeitalter ber christlichen Räch tcnliebe treten konnte. Um so höher steht ber Raine ic» Mannes, ber bie Kirche diese ihre „innere Mission" lehrte. Johann Hinrich W i ch e r n , beffen 125. Geburtstag am 21. April bleses Jahres mit bem 100jährigen Jubiläum seines bekanntesten Werkes, bes „Rauhen Hauses" in Hamburg, bas er 1833 grünbete, AufammenfäUt. Dieser Christ ber Tat vermag noch heute unserer Gegenwart in ihrem Streben nach praktischem Christentum Lehrer und Führer zu (ein. Als bas älteste Kind unter sieden Geschwistern wurde er am 21. April 1808 zu Hamburg, bas ba- mals unter französischer Herrschaft seufzte, geboren. Sein Vater, aus dem Ardeiterstanb kommend, arbeitete sich durch eisernen Fleih, ben ber Sohn von ihm erbte, bis zum Notargehilfen und verelbigten Ucbersetzer hinauf. Die Seele bes Hauses war bie fromme Mutte, bic ihren Kinbern ben Sonnenschein treuester Mutterliebe leuchten ließ. Dennoch gestaltete sich Hinrichs Jugend sehr ernst, zuerst durch bic Not ber Franzosenzeit (1813 trieb ber llstarschall Dauouft in der Winterkälte bie armen Einwohner Hamburgs, Darunter auch bic Familie Wichern, aus ber Stabt), bann durch den Tob bes Vaters, so bah ber kaum fünfzehnjährige Johann Hinrich neben ber eigenen Ausbilbung auf dem Gymnasium noch für ben Unterhalt von Mutter unb sechs Geschwistern burch Stunbengebcn sorgen mußte. So hat ihn seine an Arbeit unb Entbehrung reiche Jugend zu seinem spateren Rettungswerk an ben Aermsten ber Ju genb erzogen: nur ber kann Elenb verstehen, ber es selbst erfahren hat. Freilich würbe diese rastlose Tag- unb Nachtarbeit — mit 17 Jahren gab Wichern 60 Stunden wöchentlich als Erzieher in der Anstalt Pöselborf — auch ber Grunb zu den qualvollen Kopfschmerzen, die ihn sein Leben lang peinigten unb schließlich sein Siechtum herbeiführten. 1830 bezieht Wichern bie Universität und lernt in Berlin ein noch größeres soziales und sittliches Elenb kennen als in Hamburg. Aber er sieht auch tatkräftige Hilfe am Werk, so in ber „Freiwilli gen Beschäftigungsan st al t", bie der fromme Baron von Kotkwitz in einer leerstehen r den Kaserne für bie vielen Arbeitslosen Berlins ein- gerichtet hatte. Unter ihnen lebte Kotlwitz wie, ber Vater einer großen Familie. Von ihm hat Wichern für seine spätere Anstaltstätigkeit ben Gedanken: „Nur Familienleben gestaltet ben Anstastsbetrieb segensreich" übernommen. Aehnlich ftgrten Einfluß übte Philanthrop Dr. Julius auf/ben Stubentcn aus. Dieser Menschenfreunb hjrtte bas Damalige Ge- fängnisroefen unb alle jeiut Härten studiert unb hielt in Berlin Vorlesungers, in benen er seine Hörer bas Gesangnis nicht als /Straf-, lonbern als Besserungsanstalt ansehen lehrte. Wichern hat bei seiner späteren Gefängnisrefyrm ben Gedanken dieses Arztes in die Tot umg^etzt. Durch Beschäftigung und Charakterbildung soll ber (Befangene während feiner Strafzeit zu einem brauchbaren Glied ber Gesellschaft heranrcisen. Es ist für Wieherns praktischen Sinn bezeichnend, daß ihn der größte Theologe des Jahrhunderts, Schleiermacher, mit seiner geistvollen Dogmatik nicht treffen konnte^, während Manner Der Praxis, wie Äott- ' witz unD Julius, ihm Die beiDen großen JDeale für feine 2Ir,ftaltstätigteit — Das Der Familie und Der Arbeitmitgeben. 1832 tritt KanbiDat Wichern als Oberhelfer in bie Sonntagsschule des Hamburger Pastors Rauten- berg ein. In biefer Arbeit findet er als Vorsitzender Des „Besuchsvereins", Des Vorläufers Der heutigen, seelsorgerischen Hausbesuche, Kinder in so ent- sep,licher Umgebung, baß ihn „Der Menschheit ganzer Jammer anpackt". Kinder an Leib unb Seele verkommen, in^ Pflege bei Leuten in „wilder Ehe" waren keine Seltenheit. Ein Junge hatte schon 92 mal wegen Diebstahls mit ber Polizei Bekanntschaft gemacht, ein anberer bereits wie ein Hunb an ber Kette gelegen. Aber ber große Menschenbänbiger, wie man Wichern treffend genannt hat, sah das Elend mit Augen erbarmender Liebe. Da er er« 1 kannte, daß solchen Kindern aus ihrer sittlichen Not nur durch (Entfernung aus Der Sumpfluft ihrer häuslichen ZustanDe zu helfen war, tauchte der Ge Danke eines Rettungshaufe s, heiser gesagt eines RettungsDepots, in ihm auf. Durch Die Ham burger Senatoren Hudtwalker und Siewc fing, Die er für Diesen Plan begeisterte, murDen ihm Mittel unD Haus zur Verfügung gestellt. So zog er 1833 in Das „Rauhe Haus" — vor Den To ren Hamburgs „im Busch" gelegen unD von rauhen Winden umweht (Daher Der Name) — mit Den er ften Knaben ein. BalD stieg Der Zöglinge unD Damit auch Der Häuser Zahl, Denn Wichern hielt an Dem Prinzip fest, daß nie mehr als 12 bis 14 Jungen, zu einer Familie unter einem Hausvater zusammen geschlossen, ein Haus bewohnen sollten. Nur Dann könnte ihnen Der Segen eines Familienlebens. Das sie so lange entbehrt hatten, zuteil wer Den. Auch seine anberen (Brunbgebanfcn, Daß die Knaben ben Segen ber Arbeit im Schoß ber Familie lernen müßten, setzte Wichern mit liebevoller En er gie durch, wie Denn überhaupt große FreunDlichkeit, gepaart mit heiligem Ernst ber Grundzug feines Wesens war unb für bas Rauhe Haus beftimmenb wurde. Wieherns Bedeutung ging aber schon zu seinen Lebzeiten über Hamburg unb bas Rauhe Haus hin aus. Man war auf ihn in weitesten Kreisen auf merksam geworden, so daß ber in Den Stürmen Des Revolutionsjahres 1848 zusammentretenbe erste Kirchentag in Wittenberg gern ben Rat „ber- Spc zialisten für christliche Liebesarbeit" zur Akstellung sozialer Mißstänbe hören wollte. So hält Wichern am 22. September in Wittenberg seine epoche machenbe Rede über die „innere Mission" als Die Arbeit Des heilserfüllten Volksteils an Den heil los Gewordenen unb legte diesen Volksgenossen ber Kirche als ihr wichtigstes Lebenswerk ans Herz, die hinfort sprechen müsse: „Die Arbeit ber inneren Mission ist mein, bic Lieb^ gehört mir wie ber Glaube." • Dieser Appell an bic Kirche ist von ihr gehört unb beachtet worden. Rettungshäuser, Stadt missionen, Herbergen entstanden in Den nächsten Jahren in großer Zahl. Die Seele bes sich bilbenbcn Zentrolausschusses für Innere Mission würbe W i ch e r n. Auf biefen mit jeder neuen Arbeit an Ar beitstraft wachsenben Mann häufte sich jetzt Die BürDe ber Aemter. 1851 würbe ihm bie Revision der preußischen Gefängnisse übertragen. Run konnte er seine Reformpläne in bie Tat umsetzen. In ben Brübern vom Rauhen Hause schuf er eine vorzüg liche Truppe von Hausvätern für Rettungsanstalten unb behielt noch Zeit, aus ihnen ein Sanitäts- korps zu schaffen, Das 1864, 1866 unD 1870 71, verstärkt Durch freiwillige Krankenträger, Saniläis arbeit im FelDe leistete. So ist Wichern auch Der (BrünDer Der Feldbiakonie geworben. Damit haben wir schon Wieherns Bedeutung für bie Gegenwart gestreift, bic Kirche hat feine Mahnung, baß ihr bic Liebe gehören müsse wie Der (BiuUbe, in Die Tat umgesetzt. So grünbet fick) bie Weltkonferenz für praktisches Ehri- ftentum in Stockholm wie bas Werk ber inneren Mission in ber beutschen Heimat letzten Enbes auf Wicherns. Unb weil Wichern alle Diese Liebesarbeit aufgebaut wissen wollte auf den lebenDigen Glauben an den Herrn der Kirche, steht mit vollem Recht auf Wicherns Denkstein — 1881 ist er gestorben — wie über Der Arbeit Der Kirche „Unser Glaube ist der Sieg, der bie Welt überwunden hat" Aber auch unsere öffentliche Wohlsahrtsoslege steht auch heute noch unter berp Einfluß Wieherns. Sein Gebanke ber Familienerziehung ist heute ZÜlgemeingut. Seine Forderung: Beschäftigung für Arbeitslose, damit sie nicht gefährdet werden, ist heute erfüllt Durch Schaffung von Arbeitswilligenlagern. Im Gefängniswelen haben Wicherns GrunD- sätze über Einzelhaft, Arbeitsmöglichkeit unD Weiterbildung Des Gefangenen geführt zur vollen Auswirkung des Gefängnisses als Der Besserungsanstalt. Vor allem ist in aller Wohlfahrtspflege an gefährdeten Menschen sein restloses, uniiderwinbliches Vertrauen zu diesen Menschen, in denen er trotz ihrer Verkommenheit das Ebenbild Gottes sah, vorbildlich geworden. Sein großer Glaube an Die Menschen, mit praktischer Älugheitsgegenwart machte ihn zum Menschenerzieher von Gottes Gnaden. Daher ist seine Forderung: Niemand unb nichts aufgebenl noch heute richtunggebend für jeden Volksstanb, zumal in unserer Zeit der nationalen Konzentration. S.Jl.-fpor/ Wirtschaft schweren Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a M. 70,5 69 59 6, 49,5 89,5 Die Himer Den ’J 165,25 eine trat gebet holten reichte 84,75 97,75 82,4 73,65 13,5 84 70 69,75 89,5 14 1,25 111,5 62,5 73,25 29,5 45 202,5 87,5 139 170 58,25 52.5 35,25 138,5 58,25 52,75 34,75 auf jede 3,053 171,67 75,08 65,37 77,08 14,72 0,847 3,904 59,36 21,82 16,77 82,08 36,14 82.83 0 901 0,241 5,155 13,31 6,466 45,55 88,75 90 89,75 90 1,05 ; 5,65 ' 85,13 98 82 73 13,5 85,5 20,4 37 34.65 21,13 51,75 95,75 53,5 70 61,5 132,75 l o 6 n 21 52 ■<> 70 61.5 133.65 121 38.25 48,5 53 27,75 109,25 36,4 39,25 49,5 27,25 138,5 20,25 32,5 70,5 51 96 53 70 61,5 133.65 30 88 106,25 67,25 90 100,25 156 127.25 5,65 9,75 4,775 27.75 Verstärkt an, die Gastmannschaft, ersatzgeschwächt, versagte vor dem Tore. Albach führte zur Halbzeit mit 4:1. Nach der Pause erhöhten die Gast- 21,5 51 96.5 53 70 1351,5 75 30.75 87.5 102,25 67 89 95,5 101,75 160,5 127 135,25 168 58 51,5 34 auf 9:1. In glänzendem Endspurt erst die Gäste fünf Tore auf. Zum Ausgleich es nicht mehr. Launsbach — Mörfelden 4:7 (2:5). 135,25 58,25 51,13 34 63 106 64,5 86.75 170 108,5 59,5 69,75 29 45 200 85,25 9,6 4,85 27.65 ! Dollarnote in Berlin 3,90 RM. Berlin, 20 April. (CAB.) Im Hinblick auf die währungspolitischen Aus'ührungen Roose- v e l t s und die Wiedereinfi hr :ng des generellen Goldausfuhrverbotes in USA. begegnete die heutige Festsetzung des amtlichen Dollarkurses in Berlin stärkstem Interesse der gesamten Börse. Auf Grund der Auslandparitäten hatte man vor der Kursfestsetzung eine Aotiz von 3,80 bis 3,90 Mk. taxiert: paritätisch stellte sich der Dollar zum Auslande auf 3,76 bis 3,80 Mk. Die Deichsbank setzte den D o l l a r k u r s mit 3,90 ML. fest, sie verfolgt damit anscheinend dieselbe Tendenz, die sie schon seinerzeit bei der ersten Abschwächung des Dollarkurses verfolgt hatte, um zur Ausgleichung ihrer Devisenbilanz ein größeres Dollaraufkommen zu erreichen. 62,5 106,5 63,25 86,75 69,13 170 107,5 59 70,25 28,75 75,5 44 200,25 85 58,25 ' 69,75 I "I Mörfelden erzielte den Ausgleich, erhöhte 4:3; bei wechselhaftem Verlauf errang noch Mannschaft zwei Tore. Albach I — Rüsselsheim I 9:6 (4:1). Die Mannschaft aus der Opelstadt muhte eindeutige Aiederlage hinnehmen. Albach 6,5 5,25 65,5 111,75 66,5 92,5 . 0 . v .10 31.25 87 103,5 67.25 88,75 95.75 102 161,65 127 6,4 5,2 5,25 5,25 5,75 4,85 27,75 13.8 1,25 der eingetroffenen Kaufaufträge wurde es auf den Aktienmärkten wieder stiller, die Kurse bröckelten überwiegend leicht ab. Bei den anfangs bevorzugten Werten (Kaliaktien, Contigummi, Tarifwerten, Reichsbank usw.) gingen die Verluste allerdings bis zu 2,5 Prozent. Anderseits konnten sich die Deutschen Anleihen wieder erholen. Die Aeubesihanleihe gewann 0,25 Prozent und die Altbesitzanleihe 0,5 Prozent ihres Anfangsverlustes wieder zurück. Später wurde die älmsatztätigkeit auch an den Aktienmärkten wieder etwas lebhafter, wobei es überwiegend zu leichten Kurserholungen kam. Besonders widerstandsfähig lag der Montanmarkt. Die mit Plus-Plus-Zeichen erschienenen Hansa-Dampf kamen verspätet 2,1 Prozent höher zur Aotiz. Am Geldmarkt setzten sich die Ultimo» Vorbereitungen fort, so das) er an sich ziemlich steif blieb und ein unveränderter Tagesgeldsatz von 4,5 bis 4,4 Prozent und darüber genannt wurde. In Wechseln kam weiter Ware heraus. Schahanweisungen und Reichswechsel hatten wieder nur ganz minimales Geschäft. Ke ne Abendbörse. Aus Anlaß des Geburtstages des Reichskanzlers Adolf Hitler fiel die gestrige Abendbörse aus. Schweincmarkt in Grünberg. + Grünberg. 20. April. Zu dem heutigen Schweinemarkt waren 354 Ferkel aufgetrie- ben. Folgende Preise wurden erzielt: bis sechs Wochen alte Ferkel 18 bis 20 Mark, sechs bis acht Wochen alte 20 bis 24 Mark, acht bis dreizehn Wochen alte 25 bis 30 Mark. Tendenz: gut; es verblieb kein Ueberstand. sr.E.G LiescrungSgejeMHst'.' ss Licht und Kraft iveltcn & touilleaume ©efellidiafi für Elektrische Untr» nehmungen .... «betuliche Elektrizität Echucker, «Co. GlemenS & Halske Uabmeber & (Jo Nationalsozialistischer Gemeinderat in Mörfelden. WSN. Mörfelden, 20. April. Ein für die hiesigen politischen Verhältnisse sensationelles Ergebnis hatte in Mörfelden die Umbildung des Gemeinde rats, da ein Wahloorschlag lediglich von den Nationalsozialisten einging, während die SPD. auf eine Vertretung im Gemeindeparlament verzichtete, und die KPD. ohnehin ausgeschaltet ist. Der neue Mörfelder Gemeinderat wird sich also lediglich aus Nationalsozialisten zu sammensehen. Der .alte Gemeinderat bestand aus 3 Bürgerlichen, 7 Kommunisten und 8 Sozialdemokraten. Noch am 5. März hatten die Kommunisten in Mörfelden, das seit langen Jahren die Hochburg der KPD. in Hessen war, die absolute Mehrheit erhalten. Preissenkung statt Rabattgewährung. WSA. Frankfurt a. M., 20. April. Der Vorstand des Landesverbandes des Lebensmittel- Einzelhandels hatte am Mittwoch im Sihungs- • zimmer der Handelskammer die Vertreter bet Lebensmittelbranche zu einer Beratung eingeladen. Geschäftsführer Dr. Tripp konnte über den günstigen Verlauf der Rabatteinstel- lung in Groß-Frankfurt berichten. Der Vorsitzende, Kaufmann Karl F e i d e r t, empfahl, an Stelle des bisher gewährten Rabattes eine Preissenkung auf solche Artikel vorzunehmen, die besonders lebenswichtig sind. Die Preissenkung wurde daraufhin für Artikel wie Zucker, Fett, Mehl usw. beschlossen und tritt am Freitag in Kraft. Schenkelbruch. Das Unglück ist auf einen Bruch der Bremse zu- rückzuführen. Earracciola befand sich in der letzten Runde seiner Trainingsfahrt. Augenzeugen berichten, daß er bis dahin in nahezu wahnsinnigem Tempo Runde um Runde hinter sich gelegt hatte, ■ und die „Anwesenden vom Bau" in ihm den ersten Favoriten sahen. Noch nie, so betont man, habe ein Wagen im Training einen solchen Eindruck hinterlassen. Als Earracciola in der letzten Runde in die Kurve ging und abbremsen wollte, merkte er plötzlich, daß die Bremsen nicht mehr funktionierten und er die Gewalt über den Wagen verlor. Vergeblich versuchte er, den Wagen wieder in die richtige Fahrbahn zu bringen. Der Wagen drehte sich mehrere Male um seine Achse, raste dann über die Bordschwelle gegen eine Mauer und überschlug sich. Earracciola wurde besinnungslos ins Krankenhaus eingeliefert. Die Aerzte stellten einen Oberschenkelbruch fest, jedoch klagt er auch über innere Schmerzen. Sobald sein Zustand es erlaubt, soll er geröntgt werden a y Vel|infliot>. Wien...... Prag...... Budapest ... Costa Holland .... Oslo ...... Kopenhagen. Stockholm... London .... Buenos 9ltre< Neuyork.... ® rüffel..... Italien..... Paris Eckuveiz... Spanien.... Danzig.... Japan ..... Rio de Ian. Jugoslawien Lissabon ... AQAC.-Gportpräsident Kroch ^D^referent für den Krastfahrspori. Re.chsir.eauftragte für das Kraftfahrwesen beim he:t Cart'hrsministerium. Seine Königl. Ho- burg uniduard Herzog von Sachsen-Codes AllgenlZ o t h a , hat den Sportpräsideuten Ewald Kronen Deutschen Automobil-Clubs, Krastfahrsport'', zum Chefreferenten für den gewiesenen Aufgdem Seiner Königl. Hoheit zu- o-r» ^,-ngebiei. ernannt. ZV. „Tein. . „ c , • .£. 5 Laubach. Laubach I — „Borussia o Beide Mannschaften standen 1 0:2 2). fciertag in einem Gesellschaftsspiel ^ersten Oster- Frankfurter Gäste spielten in der ersts/cher. Die etwas überlegen und konnten zwei verdiente^albzeit SS brr zweiten Spielhälfte kamen disfolge heimischen auf, der Laubacher Sturm hatte ^in= ——----2.r 29,9 k 87 *8 s« 100,9 157,9 126,5 1(5-25 1,9 92, «7 ’S 111,9 62,5, 73 29,65 77,25 Puris, 20. April. (WTB.) Der deutsche Auto- Rennfahrer Rudolf Carraciola, der am kommenden Sonntag im Großen Automobilpreis von Monaco in Monte Carlo starten wollte, ist heute vormittag beim Training verunglückt. Sein Wagen raste gegen einen Baum und wurde zertrümmert. Carraciola erlitt einen ' ' teilten die Gesellschaft für den Bau von Unter» grundbahnen GmbH., Berlin, für 1931: 8 Prozent und die AG. Hellerhof für 1931/32: 4,50 Prozent Dividende, die übrigen Beteiligungen brachten feinen nennenswerten Gewinn. Der Grundstücksmarkt lag völlig still. Die Organisation der Firma wurde weiter verkleinert, jedoch wurde hierbei auf die Erfordernisse einer kommenden Konjunkturbelebung Rücksicht genommen. An dem in 1932 gegründeten Syndicat Europöen d Cntreprises, Paris, ist die Firma mit 100 000 Franken (zu 25 Prozent eingezahlt) beteiligt. Berlin freundlich. Berlin, 20. April. (WTB. Funkspruch.) Schon in den heutigen Vormittagsstunden war bei den Banken eine stärkere Anfragetätigkeit der Kundschaft festzustellen, die dann ihren Aie- derschlag in einigen Kaufaufträgen zu Beginn des offiziellen Verkehrs fand. Das Interesse erstreckte sich in erster Linie wieder auf Spezialpapiere, wobei die Berichte über die festen Eisen» Märkte und die Meldung über die Fortsetzung der internationalen Cisenverhandlungen in Brüssel für den Montanmarkt anregten, und in Aach- Wirkung der gestrigen Außenhandelsbilanzziffern die Industriezweige bevorzugt wurden, die von einem größeren Export profitieren. So zogen IG. Farben um 3 Prozent an, Kaliwerke waren bei Materialknappheit bis zu 5,75 Prozent gebessert, Contigummi lagen 4,50 Prozent höher. Siemens waren mit plus 3,90 Prozent und hie Tarifwerte mit Gewinnen bis zu 2,50 Prozent gut erholt. Als Valutapapier zogen Chadeaktien um 5 Mark an. Ein Angebot Don 2 Mille lieh dagegen den Kurs für Bremer Wolle um 7 Prozent nachgeben, während Eintracht-Braunkohle und Aiederlausitzer Kohle auf ebenfalls kleines Angebot je 3 Prozent verloren. Aeberhaupt zeigte die Spekulation hauptsächlich infolge der ungeklärten Dollarsituation stärkere Zurückhaltung. D'.ese war auch am Rentenmarkt zu beobachten, an dem das Angebot überwog. Von Deutschen Anleihen büßte die Aeubesihanleihe 05 Prozent und die Altbesitzanleihe 1,9 Prozent ein.' Reichsschuldbuchforderungen waren etwa 1 Prozent rückgängig. Industrieobligcüionen und Auslandrenten lagen nicht ganz einheitlich. Aach Erledigung 85,25 I "7.75 82 74 13,3 j 84 70.5 i 71 i 90,5 | J 88,9 I 90 90 90 Bund Deutscher Radfahrer uno nationale Regierung. Am 9. April haben die Führer des Bundes Deutscher Radfahrer beschlossen, dem neuen Deutschland folgendes Treugelöbniisi abzulegen: „Als Gelöbnis seiner Treue zum neuen Deutschland, zum Reichspräsidenten von Hindenburg und zum Volkskanzler Adolf Hitler legt der Bund Deutscher Radfahrer ein Bekenntnis ab. Der Bund Deutscher Radfahrer begrüßt aus innerster Aeberzeugung die gewaltige nationale, Don glühender Vaterlandsliebe getragene Erhebung des deutschen Volkes und die an ihrer Spitze stehenden Führer. Am Morgen einer neuen Zeit schwören die im BDR. vereinigten Radfahrer aufs neue zu den alten Farben fchwarzweihrot, unter denen der Bund entstanden, unter denen er groß geworden und denen er treu geblieben ist, allezeit, bis auf den heutigen Tag. Als nationaler Verband, als Vorkämpfer der Leibesübungen und des Wehrsports bekennt der BDR. sich als Anhänger der nationalen Erhebung. Die Einigung aller deutschen Stämme im neuen Deutschland ist dem BDR. Symbol in seinem Bestreben, alle deutschstämmigen Radfahrer unter einem Banner zu bereinigen. Wer unsere Treue zu Tradition geschmäht und unsere nationale Einstellung bekämpft hat, kann keinen Platz in unseren Reihen finden. Wir reichen allen Verbänden und Radfahrern die Hand, die bereit sind, im Geiste der neuen Zeit mit uns den Kampf zu führen für die Ideale des Sports und für ein einiges, freies und starkes deutsches Vaterland." Allgemeiner Deutscher Turnerbund löst sich auf. Der Allgemeine Deutsche Turnerbund hat in seiner Sitzung in Frankfurt a. M. einstimmig beschlossen, den Bund aufzulösen und die Unterverbände zu ersuchen, sich der Deutschen Turnerschaft anzuschließen. Der ADT. hält es für seine Pflicht, seinen Teil zur Einheit des deutschen Volkes in seiner nationalen Erhebung durch Aufgabe seines Sonderdaseins beizutragen. Rudolf Earracciola verunglückt. 5,6 ! 5^6 | 9,5 1 5 1 27,7.5 SOU"- $|e3DU|t Veil°St"'^il'-nb Die5 **££«• Jr5ammelnumme' ^nilvriowM'" Die Lahnfchif fahrt im März. Nach der Statistik des Staatlichen Wasserbauamts in Diez ist im März eine weitere Belebung der Lahnschiffahrt eingetreten. Die Verfrachtungen liegen nicht unerbcblich über dem gleichen Monat des Vorjahres. Auch die Bergfrachten, die bisher weit hinter den Talfrachten zurückblieben, find in steter Steigerung begriffen. Es kann daraus auf eine Belebung der an der Lahn liegenden Wirtschaftszweige geschloffen werden. * Philipp Holzmann AG., Frankfurt a. M. Dcr GV. dcr Gesellschaft wird vorgeschlagen, zur Vornahme notwendiger Abschreibungen das Grundkapital von 18,99 Mill. Mk. auf 13,32 Mill. Mk. herabzufehen, ferner die gesetzliche Deserve, soweit sie 1,332 Mill. Mk. übersteigt, und die Reserve II in Höhe von 0,72 Mill. Mk. aufzu- losen und schließlich den Reingewinn aus 1932 von 424 459 Mk. (433 553) zu diesem Zweck zu verwenden. Aach dem jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht für 1932 ergaben die südamerikanischen Beteiligungen keine Dividenden, neue Aufträge waren lediglich bei der Compania General de Obras Publicas S. A., Buenos Aires, zu verzeichnen. In Columbien wurden die zusammen mit der Siemens-Bauunion GmbH. K. G. betriebenen Elfenbahnbauten fortgeführt. Die Arbeiten in ©cuaöor mußten eingestellt werden. Die griechische Tochtergesellschaft Ereka (5.01. war ausreichend beschäftigt. Don inländischen Beteiligungen Der» Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. —jtefui)rt(’n Ziffern geben die Hohr der zutegi veichwssenen Dividende an. — Reichsbankdiskoni 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H. Hamdurg.Amertka.Vake! Hamburg-Südam. Dampfschiff. < Hansa Dampfschiff o Nordbeuischer Llopd q Ä A für Lerkel.sswelen Alt.''' o wntnerHanbelegesellschast.... 4 Commerz- und Privai-Bank... O Deutsche Bank und Dioront» Gelclljchafi.......... 0 Dresdner Bank 0 Reichsbank , Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Lementwerk Karlstadt.. Watch & i^rentaa ... Schußpech. Das verdiente Ehrentor blieb ihnen versagt. Laubach I — Spv. Heuchelheim I 6:4 (2:4). Die Teutonen hatten für den zweiten Osterfeiertag den Heuchelheimer Sportverein verpflichtet. Die Gäste gingen sofort mächtig aus sich heraus und konnten in der ersten Halbzeit vier Erfolge erzielen, denen die Einheimischen nur zwei Tore entgegensetzen konnten. Nach der Pause zeigte der Laubacher Sturm bessere Leistungen. In kurzen Abständen gelang es dem hervorragenden Mittelstürmer vier Tore zu schießen und den Teutonen den Sieg ficher- zustellen. Handball im Gau Hessen (D.T.) Grohen-Linden I — T. u. Spv. Marburg I 10:9 (3:7). Eine Ueberrafdyung gab es qm zweiten Osterfeiertag in Grohen-Linden. Die Einheimischen, die anfangs sehr zerfahren und eigensinnig spielten, allerdings auch vom Pech verfolgt waren, siegten knapp über die technisch vorzüglichen Marburger. Diese hatten bis zur Pause mit nur 10 Mann einen schönen Vorsprung erzielt, den sie in der zweiten Halbzeit sogar noch vergrößerten. Aachdem die Gastgeber aber umgestellt hatten, holten sie bald auf und erzielten sogar das Siegestor. Handball im Labn-Oünsberg Gau Die zu Ostem in unserem Gau weilenden Gäste aus dem Maingebiet hinterließen in den Treffen mit den Spitzenvereinen unseres Gaues den denkbar besten Eindruck. Ahdach — Mörfelden I 5:6 (3:2). Der Sieg der Gäste war, obwohl er sehr knapp ausfiel, sehr verdient. Atzbach ging zuerst in Führung, Mörfelden glich Wohl aus, geriet aber bald mit zwei weiteren Toren des Gastgebers in das Hintertreffen. Bis zur Pause waren die Gäste ein zweitesmal erfolgreich. Mörfelden war zeitweise stark überlegen, nach der Pause gestaltete sich das Spiel aber ausgeglichener. Ein sehr schnelles Spiell Es brachte die Gastgeber zunächst aus dem Konzept. Sie spielten zerfahren. Mörfelden erzwang in regelmäßigen Abständen fünf Tore. Dann endlich gelang es dem Launsbacher Sturm zwei Tore aufzuholen, obwohl die Torchancen gleichverteilt waren. Aach dem Wechsel kam Launsbach zum dritten Tor. Die Gäste erhöhten aber durch ihr ideenreiches Spiel auf sieben Tore. Ein schöner Durchbruch verhalf den Plahbesitzem zum vierten Erfolg. Die beiden Mannschaften verdienen für das gezeigte faire Spiel ein Gesamtlob. Dorlar I — Rüsselsheim I 4:6 (1:3). In Dorlar erzielten die Rüsselsheimer einen verdienten Sieg. Sie gingen bald in Führung, erhöhten auf 2:0, konnten aber einen Gegentreffer zunächst nicht verhindern. Halbzeit 3:1 für Rüsselsheim. Aach der Pause erzielte jede Mannschaft noch je drei Tore. Die Mannschaft der Gäste war schneller. Dorlar im Sturm reichlich langsam. Waldgirmes 1. Jugend — Garbenhelm 1. Jugend 3:8 (2:4). Die Platzbesitzer hatten gegen die körperlich weitaus stärkeren Gäste keine Chance und verloren hoch. Waldgirmes I — Aßlar (DT.) I 4:3 (2:2). Die Gäste stellten eine schnelle Mannschaft, die besonders durch ihre Fangsichsrheit gefiel. Die Platzelf spielte mitunter sehr unsicher. Die Gäste übernahmen zunächst die Führung, erhöhten sogar auf Zwei Tore, bis zur Pause wurde jedoch der Ausgleich hergestellt. Nach dem Wechsel spielte Waldgirmes weitaus besser und konnte nach hartem Kampfe sogar noch einen Sieg herausholen. Dashingto'' ordmng des Pros Ausfuhr von verbotenundo derDevisenku rcitstellung von @ und die Aussu gold sowie Soldzer kann das W für Sold ertelle Legierung oder ei bereitgestellt ist. Die von der a blauten Dährungs fion von Pak trage von o - Der frühere Echa Senat einen Gest Weiterung de um acht Wil Diese Dergröherui soll die Tilg Regicrungss sten 5 Jahre cm Haus wurde von ( eingebracht, nach i Feingold (=3 lar festgesetzt dieser Wertrelatii zung des geinc dreiundvierz Durch entsprechen mittlere Kaufkraft erreicht werden, bi 1926 entspricht. Senator Thomas Konferenz der Wi ständigen im Weist, ein, nach der Aoost neue Währung schassen, 2. von der einigten Staaten ium hvchstbetrage v zunehmen und bie1 oeckung zu benutze, Dollars heral Sn Londi en Wird Engla Z'i .London, 20. Ä ift bet Ansicht, daß Staaten vom Gol j-tneä bitteren MftanbarbVefinb 2VTerun9en Drohung aus Premierminister au '.‘«SS- M sür bie $ 3? % tunn i -15e ch-n, eine S B> « Mt bio W 3 ®er@ltlö Elidier ®*m"' 20.^1 ir!h 0 Derb«t»i J.Mnie ’J eine in 9- Rente v. 1003 ^Ruman.oereinb.Rentev.lvlZ ^e?li2änl|dK "erelich. Renke .. ««atoHcr ....... ... Büchertisch. — Moden-Almanach. Hcrausgegeben von öer Zigarettcn-Fabrik Haus Aeuerburg G. m. b. Sy, Köln. Kvstümgeschichkliche und literarische Bearbeitung: Dr. Wolfgang Bruhn. Künstlerische Leitung und Ausstattung: Professor O. Sy W. Hadank. Preis 1,50 Mk. (79.) — Der Almanach gibt denk Leier Gelegenheit, eine Sammlung von 280 Mode-Bildern,aus vier Jahrhunderten zu einem Werk zu vereinigen. Beginnend mit Dürer, der Gefallen an den Trachten seiner Vaterstadt fand und sie in einer Reihe von farbigen Zeichnungen festhielt, schildert der Moden-Almanach die Wandlungen der Mode bis zur letzten Iahrhundercwende. Die Modebilder wurden nach zeitgenössischen Originalen wieder- gegeben, welche von der bekannten Lipperheide- fchen Kostüm-Bibliothek und von dem Staatlichen Kupferstich-Kabinett in Berlin zur Verfügung gestellt wurden. Alle Einzelheiten sind mit Liebe und Sachkenntnis behandelt worden. Der Einband und Buchschmuck nach Entwürfen von Professor O. H. W. H a d a n k, die kultivierte und anschauliche Darstellungsart von Dr. W. Bruhn unb1 die gute Druckausführung geben dem Almanach Reiz und Eigenart. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhri Samstag nachmittag geschlossen. Jraniiun 0. jji. ticrni. Echluß- furd <5d)luyi. Abend» börl' Schluß» Iure Schlußl Mittag» bö ic 19.4 20.4. 19.4 20.4. aan. m ..... ücrii.i Schluß- furet Sch.ußt. Abeno- börle Schluß- turs Smlufik Mlltaa» börsc 19.4. 20.4. 19 4 20.4. ^ranklurl a.M. Scrlin Echluß- kurS (5d)lufii. Abrnd- böri Sch uß« furd Schlutzk. 2)11 lag» bör c Datum 19.4. 20.4. 19.4. 20.4. Aereinigie Gianlroerte........u 45 45,25 43,9 45,4 Claoi Minen ..............0 17,75 18,5 17,25 18,4 Italiwerfe Aschersleben........6 - 141,5 137,25 141,5 Kaliwerke Westeregeln........6 139,75 143 138,75 143 Kaliwerke Salzdetsnrl) ......? 252 205 201,5 204.5 19. April 20. Apill Amtliche Jlotieruna «'em | 8rie' Amtliwe Jlofiening Geld | Brie 6,414 45,45 6,426 45,55 6,454 45.45 — _ __ 3,047 3,053 3,047 171,33 171,67 171,33 74,53 74,57 74.92 64,93 65,07 65.23 76,82 76.98 76,92 14,61 14.65 14,68 0,838 0,842 0,843 4,146 4,154 3,896 59,04 59,16 59,24 21,59 21,63 21,78 16,69 16,73 16,73 81,67 81,83 81,92 35,85 35,94 36,06 82,27 82,43 82,67 0,894 0,896 0,899 0,239 0,241 0,239 5,135 5,145 5,145 13,24 13,26 13,29 Banknoten. — — 118,13 36,9 38,25 36 — 48 48,5 53,5 53,5 52,5 — 27 — —— 110,13 36,4 36,5 36 39,75 39,5 40,25 ~ — 49,5 28 27,5 28,25 133,5 139 133,5 — 32,25 32,25 74,75 - - — 166,5 165,5 ___Berlin, 20.Ap.il Geld Brick ' Amerikanische Sloten.............. Belgische Noten ................ Dänische Noten .....*........... Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten .............. Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten....... 3,84 59,08 64,87 14,64 16,69 170,96 21,76 74,75 2,46 76,75 81,74 35,93 3,86 59,32 65,13 14,70 16.75 171,64 21,84 75,05 2,48 77,05 82,06 36,07 Ungarische Noten ................