Freitag, 21 April 1935 Nr. 93 Erstes Blatt 183. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Prvd vnd Derlog: vrühl'sche Univerfitälr-Vuch- und Stetnöruderet R. Lanqe in Gießen. Sd)riftleitung und Geschäftzitelle: Zchnlttraße 7. Annahme von Mnjtigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und kür den Anzeigenteil i.D.Th.Kümmel «amtlich m (Biegen. Lricheini täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die 9Dufinerte (Bienener Familienblatter Heimat mBild DieScholle Monals-Vezugsprels: Mit 4 Beilagen RM 1 95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernfvrechanfchlüste unter Sammelnummer 2251 Anlchrift lür Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Po#fd)edfonto: Kronlfvrt am Blain 11686. „'»utbe « Gallien o* 1 uftoj ®°n& ü« oa intim. *tDJen( chen erf?0^' I» ■r Dore £annl ?Cl hatten 2, 'tfe. b e n b b ö r [e tünbetq. 35±" 5*1* itos* ^meinberof i. S lür bie en/ationelle; Er. Gilbung be$ D0IWüg lediglich 3g- während b:e meinbepatlament ausgelchallel ifi. t wirb sich oijo Z > olisten ju. üeinberat btftan Eli und 8 EoM. Wen bie jfom. ürngen fahren bie war, bie absolute tigewährung. . 20. April. Der deä L.'öensmillel- och im Eihungs« ie Vertreter der Beratung einge« ipp tonnte über abatteinste!' rt berichten. Der §eicleri, emv- röhrten AabatteS ilche Artilel vollwichtig sind. Die für Artilel wie ffen und tritt am SjctQuSjegcbcn Haus Aeueiburg htliche und litero- ilsgang Bruhn, tattung: P roses! or ,50 M (79.) " Telegenheit, eine rn äus vier Jahr« eteinigen. Begin« an den Trachten > in einer Reihe lieft, schildert der 3cn der Mode bis Die Blodebilder riginalen wieder« nten Lipperheide' n dem Staatlichen jur Verfügung gern sind mit Liebe den. Der Einband ien ton Professor iertc und anschau« D. Bruhn und m dem Almanach edaktion. [7 Uhr. Samstag 15,55 anksuriaM^. T?*rS 6,154 45.45 J45 i3,25 3,047 171.33 74,92 65,23 76.92 14.63 0,843 3.896 59.2 21.7 16-73 81.92 36,06 82.67 3,053 171,67 75,08 65,37 77,08 14, 0,847 3,904 59,Z 21.82 16,77 $2,08 36,1< 62.83 0 901 0,241 5,iS 13-31 3X 9,08 4,87 4,64 6,69 0,96 1,76 -4J5 2^46 ,75 1,74 3,93 59,32 jjJ H. 16-75 171-54 15% Cm 36,67 Oie Abkehr Amerikas vom Goldstandard. Roosevelts währungspolitische Maßnahmen. Washington, 21. April. (Reuter.) Das amerikanische Schatzamt veröffentlicht eine Verordnung des Präsidenten Roosevelt, in der d i e Ausfuhr von Gold im allgemeinen verboten und das Schatzamt zur Regelung der Devisenkurse ermächtigt wird. Die Bereitstellung von Gold für ausländische Rechnung und die Ausfuhr von gemünztem oder Barrengold sowie Goldzertifikaten ist verboten. Jedoch kann das Schatzamt Ausfuhrlizenzen für Gold erteilen, das für eine ausländische Regierung oder eine ausländische Zentralbank bereitgestellt ist. Die von der amerikanischen Regierung geplanten Währungsmastnahmen sehen eine Emission von Papiergeld bis zum Betrage von 3 Milliarden Dollar vor. Der frühere Schatzsekretär MacDoc brachte im Senat einen Gesetzentwurf ein, der eine Erweiterung des Papiergeldumlaufes um acht Milliarden Dollar vorschlägt. Diese Vergrößerung des Zahlungsmittelumlaufes soll die Tilgung der kurzfristigen Regierungsschulden im Lause der nächsten 5 Jahre ermöglichen. 2m Repräsentanten- Haus wurde von Goldsborough ein Gesetzentwurf eingebracht, nach dem der Wert einer Unze Feingold (—31,1 Gramm) auf 36,17 Dollar festgesetzt werden soll. Die Festsetzung dieser Wertrelation würde einer Herabsef - jung des Feingoldgehaltes des Dollars u m dreiundvierzig Prozent gleichkommen. Durch entsprechende Manipulationen soll eine mittlere Kaufkraft des Dollars auf einer Höhe erreicht werden, die dem Durchschnitt des Jahres 1926 entspricht. Senator Thomas (Oklahoma) brachte nach der Konferenz der Wirtschafts- und Finanzsachverständigen im Weihen Hause eine Gesetzesvorlage ein, nach der Roosevelt ermächtigt wird, 1. eine neue Währung der Vereinigten Staaten zu schassen. 2. von den Kriegsschuldnern der Vereinigten Staaten Silberzahlungen bis zum Höchstbetragc von 1OO Millionen Dollar an- zunehmcn und diese als teilweise Währungs- bedang zu benutzen, 3. den Goldwert des Dollars herabzusetzen. 3n London als Drohung empfunden. Wird England zum Goldstandard zurücktchren? L o n d o n, 20. April. (WTB., »Daily Herald" ist der Ansicht, dah das Abgehen der Vereinigten Staaten vom Goldstandard dasVorspiel eines bitteren Handelskrieges mit Großbritannien und anderen nicht auf Goldstandard befindlichen Ländern sein werde, in dem Währungsentwertung die Hauptsache ist. Präsident Roosevelts Entscheidung am Vorabend seiner Erörterungen mit Macdonald könne nur als Drohung auf gefaßt werden, den britischen Premierminister zu zwingen, eine bedingungslose Dürgschast zu geben, dah Grohbritannien zum Goldstandard zurückkehren werde Die amerikanische Aktion habe den internationalen Währungsmarkt in völlige Verwirrung gebracht und könne für die Bank von England und schlieh- lich das Schatzamt und den britischen Steuerzahler einen Verlust von mindestens 30 Million en Pfund Sterling und möglicherweise mehr bedeuten. Eine Sondersitzung der Leitung der Bank von England werde heute statt- finDen, um die Politik der Bank angesichts der ernsten jetzt entstandenen Lage zu erwägen. Auch „Daily Telegraph" halt es für möglich, dah sich Macdonald bei seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten einem Vorschlag Roosevelts gegenübergestellt sieht, dah Grohbritannien zum Goldstandard zurückkehre, als einzige sGe- genmittel gegen einen allgemeinen chaotischen Wettlauf in der Entwertung der Währungen. Selbst in einem so ernsten Dilemma könne Maedonald nicht versprechen, eine solche Forderung zu erfüllen, wenn er nicht die Zusicherung erhalte, dah die Dcdin- Sungen, unter denen der Goldstandard reibungs- ,s arbeiten kann, mit einiger Sicherheit durch internationale Zusammenarbeit geboten werden. Oer Eindruck in Berlin Natürlicher Ausgleich des Tollarkurses zu erwarten. Berlin, 20. April. (CNB ) Das amerikanische Goldausfuhrverbot wird in hiesigen finanzpolitischen Kreisen als eine zwangsläufige Ma ß - nähme angesehen, die erfolgen muhte, nachdem die Vereinigten Staaten im Inlande die Auszahlungen in Gold eingestellt hatten. Als Signatur dieser Maßnahme ist vor allem das politische Mißtrauen und die wirtschaftspolitische Krise anzusehen, die zu irregulären Gold- abhebungen im Inlage geführt hatten Es war lediglich eine einfache Konsequenz, daß man in den Vereinigten Staaten nun auch die Goldabflüsse nach dem Auslande verhindern mußte. Die Situation in Amerika ist aber trotz der äußeren Gleichartigkeit ganz andern, als wie sie vor VA Jahren in England bei der Aufhebung des Goldstandards gewesen ist. Während England sich damals unter einem unausweichbaren Druck b?fand, wäre Amerika jetzt durchaus in der Lage gewesen, mit derartigen Maßnahmen noch zu warten, wenn es gewollt hätte Man ist in Berliner finanzpolitischen Kreisen der Auffassung, daß angesichts der auf allen Gebieten aktiven Bilanz der Vereinigten Staaten, die sowhl eine aktive Zahlungsbilanz, wie auch eine aktive Handelsbilanz und eine aktive Schuldenbilanz haben, ein natürliches Abfinken des Dollars sehr unwahrscheinlich ist, und rechnet bestimmt damit, daß die gegenwärtigen Schwankungen den Dollarkurs auf längere Sicht nicht tangieren können Vor allem ist dafür die Tatsache maßgebend, daß auf Grund der aktiven «chuldenbilanz, also der Tatsache, daß Amerika Weltgläubiger ist, die Nachfrage nach Dollars immer wieder einen natürlichen Ausgleich des Dollarkurses in der Nähe der Parität herbeiführen wird. Dam kommt, daß die Zahl der Länder, die für eine Kapitalflucht in Frage kommen, immer mehr zusammengeschrumpft ist. Schließlich bedeuten die Maßnahmen der Vereinigten Staaten eigentlich nur eine Unterstreichung der auch vom Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht und von anderen führenden deutschen wirtschaftspolitischen Persönlichkeiten erhobenen Forderung, daß es allerhöchste Zeit ist, den internationalen Geldverkehr wieder herzu st eilen. Was sagt Herriot? Paris, 21. April. (WTB. Funkspruch.) Die Rachricht von der Ausgabe des Goldstandards durch die Vereinigten Staaten wurde auf dem Dampfer „Jsle de France", mit dem Herriot und die französische Delegation nach Washington reisen, mit großer Sorge ausgenommen. Die französische Delegation äußerte, dah die Washingtoner Besprechungen nunmehr von einer ganz anderen Seite aus in Angriff genommen werden müßten. Die französische Delegation werde auf eine reine Beobachter- rolle sich beschränken. Der französische Berichterstatter hält eine Vertagung der Weltwirtschaftskonferenz auf unbestimmte Zeit für wahrscheinlich. Das neue Richihosen-Msenm in Schweidnitz. MM' W931 Heute jährt sich zum 15. Male Der Tag, an Dem Manfred Freiherr v. Richthofen, Führer der berühmtesten deutschen Luftstafsel im Weltkrieg. Sieger in 82 Luftkämpfen, den Fliegertod fand Zur Erinnerung an diesen von Freund und Feind gleich bewunderten Mann wird in diesen Tagen in der schlesischen Heimat Richthosens ein Richthofen-Museum eröffnet Mutter und Bruder des „Roten Kampffliegers", wie man ihn nach der Farbe seiner Maschine nannte, haben alles zur Verfügung gestellt, was an äußeren Erinnerungen an Manlred von Richtholen geblieben ist. Zu gleichem Zweck wird eine neue Ausgabe des Buches „Der rote Kampfflieger" erscheinen. Richthofen selber schrieb es im Kriege, sein Bruder Dolko hat es nun um viele interessante Schilderungen erweitert- Ministerpräsident Hermann Göring, Richthofens Rachfolger im Kommando der Fliegerstaffel, hat der neuen Ausgabe ein Geleitwort gegeben. — Eine Würdigung Richthofens finden unsere Leser im heutigen Familienblatt Die Verlobung im Hause Hohenzollern. Die Verlobung des Slammhalters des Hohen- zollernhauses wäre in früheren Zeiten eine Angelegenheit der großen Oeffenllichkell gewesen, heute ist sie eine reine Familiensache Aber die engen Beziehungen, die auch heute noch das deutsche Volk mit dem Hohenzollernhauje verbinden, machen es unvermeidlich, daß doch noch ein starkes Interesse für die Vorgänge in der kaiserlichen Familie übrig- geblieben ist. zumal wenn es sich dabet um einen Fall handelt, der so völlig den Rahmen des Althergebrachten sprengt. Das Prinzip der Ebenbürtigkeit ist von den regierenden Häusern ,a bis in die Gegenwart streng gewahrt worden, trotz der Opfer die es gefordert hat. Wir erinnern nur an die Person des alten Kaisers Wilhelm, der jahrelang vergeblich um seine Jugendliebe, die Prinzeisin Radziwill. rang, sich schließlich aber doch der Staats- raijon fügen mußte Wir erinnern uns noch an den Streit um du Erbfolge im Hause Lippe wo die berühmte Modeste von Unruh in der Ahnentafel des einen der Prätendenten das Kopflchütteln der Legitimisten erregte und erst nach langem Kampf das Reichsgericht eine Entscheidung treffen konnte. Es hat auch Hohenzollern gegeben, die so oder so dem Zuge ihres Herzens folgten und sich Dem starren Familiengesetz nicht fügen wollten, die Herren von Wildenbruch und Graf Brandenburg und manche andere Namen der preußischen Geschichte sind Beispiele dafür. Das letzte Beispiel vor dem Kriege war Prinz Oskar o ? n Preußen, der sich mit der Gräfin von Bassewitz vermählte. Die sich mit Dem Namen Der Gräfin von Ruppin begnügen mußte Der Sohn Des Kronprinzen hat es abgelehnt, seine Wahl nur nach Den Grundsätzen Der Ebenbürtigkeit zu treffen, zumal weil er als Deutscher Prinz keine AuslänDerin heiraten wollte. Er hat sich für Die Tochter eines jungaDeligcn (9e- schlechts entschieDen. Nach Den Bestimmungen Des Hausgesetzes hätte Der Prinz seine Wahl nur innerhalb seiner Verwandtschaft unD unter Den auslänDi- schen Prinzessinnen treffen können. Nach Den königlichen Hausgeletzen, die auf das Testament Des Kurfürsten Albrecht Achilles von 1473 zurückgehen unD durch VerorDnungen Des Königs FrieDrichs I. von 1710, Durch ein EDikt Friedrich Wilhelm I. vom 13. August 1713 und dessen Testament vom 1. Juli 1714 ergänzt und bestätigt wurden, muß die Geburt eines Thronerben aus einer ebenbürtigen unD hausgesetzlich gültigen Ehe erfolgen. Als ebenbürtig gilt, wie gesagt, nur eine Ehe mit Angehörigen regierenber Häuser ober ehemals reichsstänbischer Familien Das Familienoberhaupt muß außerbem seine Zustimmung gegeben haben, wenn bie Ehe im Sinne bes Haus- gesetzes gültig sein soll Wie verlautet, liegt Die Zustimmung Kaiser Wilhelms nicht vor. Für Die Thronbesteigung wäre eine solche Ehe kein HinderungsgrunD Prinz Wllhelm würbe, wenn Deutschland noch Monarchie märe, auch trotz Der Ehe mit Fräulein von Salolatt als Thronerbe berechtigt, nicht aber Die KinDer, Die aus Dieser Ehe stammen. Nach Art 53 Der preußischen VerfassungsurkunDe vom 31. Januar 1850 war „Die Krone Den königlichen Hausgesetzen gemäß erblich in Dem Mannesstamme Des königlichen Hauses nach Dem Rechte Der Erstgeburt unD Der agnatischen Li- ncalfolge" Nach Der neuen Reichsversassuncz sind Die öffentlich-rechtlichen Vorrechte oDcr Nachteile Der Geburt ausgehoben Prinz Wilhelm kann Daher nach bürgerlichem Recht eine vollgültige Ehe schließen. Die rechtlichen Ansprüche Des Prinzen selbst werben Daburch nicht berührt, er selbst mürbe also Die Ho- henzollernlinie fortsetzen. Auf seine KinDer würde aber Das Recht nicht übergehen, genau so wie Das beim Erzherzogthronfolger von Oesterreich war, Der Durch seine Heirat mit Der Gräfin Chotek nicht für sich, wohl aber für feine KinDer Die Erbrechte und Thronfolge verlor 'Aber man sollte eigentlich annehmen, daß Die Entwickluny schließlich auch an Den Hausgesetzen Der Fürsten nicht unberührt vorübergegangen sein könnte unD Das Gespenst Der Legitimität im Hause Hohenzollern keine Rolle mehr spielen kann. Ein Znlerview mit den Verlobten. London, 21. April. (ERB. Funkspruch.) „Daily Expreß" veröffentlicht eine telephonische Unterredung mit Fräulein Salviati und ihrein Verlobten Prinz Wilhelm von Preußen aus dem Heim der Brautleute in Bonn. Beide hätten gesagt : W i r gehören zusammen. Fräulein von Salviati habe mit Bezug auf Hitler geäußert. Wir denken jetzt an nichts anderes, als für die Ideale des neuen jungen Deutschland zu arbeiten. Das ganze Volk geht gemeinsam vorwärts. Wir in Deutschland kümmern uns heute nicht um die Frage der Rückkehr der Monarchie, wir schauen vorwärts, geradeaus. Prinz W i l h e l nuDon Preußen erklärte, er habe seinem inRomweilendenVater seine Absicht mitgeteilt, habe jedoch keine Antwort erhalten. Es sei natürlich möglich, dah sich der Kaiser als Chef des Hauses Hohenzollern weigern werde, seine Zustimmung zu geben, „aber mit seiner Zustimmung oder nicht, wir werden heiraten, und zwar wahrscheinlich in einigen Wochen". Prinz Wilhelm habe hinzugefügt, er werde auf seinem Landsitz in Schlesien leben. Reichsminister Goebbels besucht Westdeutschland. Berlin, 19. April. (WTB.) Da Reichsminister Dr. Goebbels noch im Laufe des Samstags an einer wichtigen Kabinettssihung, die mittags 11.45 Ahr stattfindet, und im weiteren Verlauf des Samstag und Sonntagmorgen an einer Führertagung der RSDAP. in München teilnehmen muß, hat sich seine Anwesenheit in Köln, M.-Gladbach-Rheydt um zwei Tage verschoben. Der Minister trifft am Sonntag, dem 23. d. M. um 17 Ahr von München kommend in Köln mit dem Flugzeug ein. Er begibt sich von dort sofort mit dem Auto nach Rheydt, um in seiner elterlichen Wohnung an einer Famllienfeier teilzunehmen. Der weitere Verlauf feiner Anwesenheit in M.-Glachbach°Rheydt und Köln wickelte sich dann im Laufe des Sonntags und Montags folgendermaßen ab: Rach der Teilnahme an der Familienfeier in der elterlichen Wohnung begibt sich der Minister am Sonntag um 20.30 Uhr zur F e st- vorstellung im Stadttheater Rheydt. Am Montag spricht Dr. Goebbels um 11 Ahr auf einer Veranstaltung seiner früheren Schule in der Aula des Gymnasiums in Rheydt. Danach begibt der Minister sich nach Köln, wo er um 14 Ahr den neuen Funk- intendanten Dr. Glasrneyer im Funlhaus in sein Amt einführt. Am 15.30 Ahr hält Der Minister Dann seine vorgesehene große Rede vor der we st deutschen Presse im Gürzenich in Köln. Am 18 Ahr findet in Rheydt der feierliche Empfang im Rathaus statt, wo dem Minister Die Ehrenburgerurkunde seiner Heimatstadt überreicht wird. Anschließend spricht Dr. Goebbels um 19 Ahr au) dem Marktplatz in Rheydt. Die nationalen Verbände und die Bürgerschaft Rheydts beabsichtigen, dem Ehrenbürger Der Stadt um 21 Ahr einen Fackelzug zu bringen. Gegen 23 Ahr wird Der Minister noch einige Stunden mit seinen ehemaligen Mitschülern im engeren Freundeskreise »erbringen. Oie Maifeier desEtahlhe'ms. „Krühlingsfeft der Lchwertwcihe." Berlin, 21. April. (BDZ.) Die Bundesführung des Stahlhelms hat in einem Befehl zum Ausdruck gebracht, daß Der Stahlhelm Den Gedanken b e - grüße, den 1. Mai als einen marxistischen Parteifeiertag zu einem Dolksfeiertag der nationalen arbeit auszubauen. Der Stahlhelm werde sich entsprechend seiner Eigenart an diesen Feiern beteiligen. Der Stahlhelm wolle in der Feier des 1. Mai das alte, an manchen Orten noch gefeierte germanische „Frühlingsfest derSchwert- weihe" wieder aufleben lassen. Alle jungen Männer im Bund, Die im laufenDen Jahre Das 17. Lebensjahr oollenDen unD Damit nach Auffassung Des Stahlhelms zur Waffenführung berechtigt werben, sollen an Diesem Tage feierlich Das Schwertrecht erhallen. Es soll bei Dieser Gelegenhell Die Schicksalsverbundenhell zwischen Deutschen Arbeitern und Soldaten zum Ausdruck kommen. Reichsminisser Hugenberg gegen wUlkürüche Eingriffe. Berlin. 20. April. (ERB.) Amtlich. In Beantwortung zahlreicher Anfragen veröffentlicht ^relchsmlnister Dr. Hugenberg eine Erklärung, in der es u. a. heißt: „Von interessierter Seite werden planmäßig Gerüchte verbreitet, daß der B e st a n d d e r R e i ch s - regierung in ihrer jetzigen Zusammen s e tz u n g gefährdet sei. Demgegenüber wird auf die Tat>ache der Regierungsbildung durch den Reichskanzler Hitler und der feierlichen Bestätigung dieser Regierung durch den Reichspräsidenten sowie aus die Erklärungen des Reichskanzlers über Zusammensetzung und Bestand der jetzigen Reichsrcgierung in ihrer augenblicklichen Gestalt hingewiescn, endlich auf den Umstand, daß das Ermächtigungsgesetz das Weiterbe st ehen der gegenwärtigen Reichsregierung zur Voraussetzung hat. Es ist darauf hinzuweisen, daß eigenmächtige Umbildungen und Neubildungen der in Aussicht genommenen organischen Umgestaltung der Wirtschaftsvertretungen i n keiner Weise vorgreifen und daß die Umgestaltung selbstverständlich im Einvernehmen zwischen der Reichsregierung und den bisher bestehenden wirtschaftlichen Organisationen durchzuführen ist. Dis dahin verbleiben die bestehenden Wirtschaftsverbände in ihren Funktionen und werden von der Reichsregierung als alleinige Verhandlungspartner angesehen. Gegenüber Eingriffen in die bestehende Selbstverwaltung der Wirtschaftskreise ist es Sache der verantwortlichen Persönlichkeiten, in erster Linie nach Legitimation derjenigen zu fragen, die den Eingriff versuchen. Wo dies geschehen ist, wurde stets sestgestellt, daß eine Legitimation von keiner amtlichen Seite erteilt war. Sn allen diesen Fällen konnten die willkürlichen Gingriffsversuche abgewehrt werden. Die gemeinsame Tätigkeit der nationalen Führer in der Regierung und der seit dem Rovember 1918 geführte Kampf der deutsch- nationalen Beamten und Lehrer gegen das jetzt gestürzte System verbürgen den Beamten und Lehrern das Recht, sich für ihre deutschnationale Weltanschauung einzusehen und sich in deutschnationalen Zellen zu- sammenzuschließe n." JRefforenneutt>al)len an -en preußischen Hochschulen. Berlin, 20. April. (WTB.) Reichskommissar Rust hat angeordnet, daß zur Gleichschaltung der Hochschulen dort, wo seit dem 1. Februar d.I. keine Rektorenwahlen stattgefunden haben, Rektor, Dekane und Senat späte st ens sofort nach Semesterbeginn neu zu wählen sind. Jhre*Amtszeit läuft dann bis zum übernächsten ordnungsgemäßen Wahltermin Kunst und Wissenschaft. Uraufführung des Dramas „Schlageler" von Hanns Iahst in Berlin. Die Berliner Feiern zum Geburtstag des Reichskanzlers fanden ihren künstlerischen Abschluß im Staatstheater mit einer Aufführung von Hanns S o h st s Drama „Schlageter" , das der Verfasser dem Reichskanzler Adolf Hitler gewidmet hat . Das Haus bot mit dem Schwarz der Gesellschaftskleider und den braunen'und schwarzen Uniformen einen Anblick, der der Bedeutung des Abends entsprach. Dor der festlich geschmückten Gemeinde rollten die vier Aufzüge des vaterländischen Dramas ab, in dessen Mittelpunkt die Entwicklung Schlageters zum Märtyrer und Vorkämpfer der nationalen Bewegung steht. Lothar M ü t h e l als Schlageter, Albert Basser- m a n n als General, Leibelt als sozialdemokratischer Regierungspräsident, Veit Harlan als Schlageters Kamerad Thiemann und Emmy Sonnemann waren die wichtigsten Träger der vom Sntendanten Franz U l b r i ch inszenierten, von Benno v. A r e n t szenisch ausgestalteten Aufführung. Sm 2. Akt unterbrach nach der großen Szene Basfermanns eine lange Beifallskundgebung das Spiel auf offener Szene. Sn den Logen sah man u. a. Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsminister Dr. Frick, den preußischen Kultusminister R u st und den preußischen Sustizminister Kerrl, ferner Mitglieder des diplomatischen Korps. Rach dem Schluß- bild stimmte das Publikum spontan das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied an. Die Träger der Rollen und der Dichter ernteten einen begeisterten stürmischen Beifall und muhten sich wohl mehr als 30mal zeigen. Das Schauspiel wird in den nächsten Tagen auf 22 weiteren deutschen Bühnen in Szene gehen. Gabriele d'Annuncio f. Rom, 21. April. (ERB. Funkspruch.) Der bekannte italienische Dichter Gabriele d'An- n u n c i o ist heute vormittag in Gardone g c - ft o r b e n. Steigende Bedeutung des Gases in der Volkswirtschaft. Sn der SahresVersammlung der „Zentrale für Gasverwertung" ergab sich, daß von allen Sn- dustr.ezweigen, die die Volkswirtschaft mit Wärme ixnb Kraft versorgen, d:e Gasversorgungsindustrie in der Krisenzeit sich am wider ständigste n gezeigt hat. Die Gesamtgasabgabe Deutschlands, d.e 1930 mit 4,3 Milliarden Kubikmeter ihren Höhepunkt erreichte, ging in den beiden Krisenjahren 1931 und 1932 nur um etwa je 3 Prozent zurück. Trotz der ungünstigen Wirtschaftslage verzeichnen die meisten Gaswerke einen fortgesetzten Zugang von Reuanschlüssen sowohl auf dem Gebiete des Haushaltungsgases als auch des Gewerbegases trotz einer geradezu katastrophalen Lage des Baumarktes. Der Gasabsah wurde durch die Entwicklung neuer technisch hochwertiger und dabei preiswurdiger Gasgerätetypen. wie Schnellwassererhitzer, Volks-Gasherde, Waschmaschinen u. a. durch die gerätebauende Sndustrie stark gefördert. Wit Recht erwartet daher das Gasfach in dem Augenblick der ersehnten Wirtschaftsbelebung eine kräftige Steigerung des Gasverbrauchs, da in diesem Zeitpunkt der Gasverbrauch der neugewonnenen Abnehmer mit dem Mehrverbrauch der alten Abnehmer zusammentrifft. Oberbranddirektor G e m p führte aus, daß die umfassende Verwendung des Gases für den Haushalt sowie für den gewerblichen Wärmebedarf eine verständnisvolle Zusammenarbeit des Gasfaches mit der Feuer- wehr notwendig mache. Sm Rahmen dec Luftschutzbewegung biete sich ferner in dem Zusammenwirken von Gasfach und Feuerwehr eine ausgezeichnete Möglichkeit, der Bevölkerung die großen Unterschiede von Ruhgas und Kampfgas näherzubringen. — Stadtrat Specht machte weiterhin auf die Notwendigkeit aufmerksam, daß die außerordentliche Verbreitung des Gases mit ihren 9 Millionen gasversorgten Haushaltungen in Deutschland unbedingt ihre Berücksichtigung auch in der Ausgestaltung des Unterrichts in den Schulen finden müsse. — Abschließend erklärte Aniv-Prof. Dr. Dovifat: Es gilt in unausgesetzter Einzelarbeit, immer summierend und aufklärend, das technisch- wirtschaftliche Gesamtverständnis der Nation so zu steigern, daß ein neues technisches Zeitalter seine seelenlosen und materiellen Smpulse verliert und durch tiefes allgemeines Verständnis der Oeffentlichkeit neue Kräfte aus den Tiefen des deutschen Volkstums und feine geistigen Ziele erhält. Kleine politische Nachrichten. Reichspräsident von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler waren Freitagmittag Gäste des Königs von Schweden in der schwedischen Gesandtschaft. König Gustaf von Schweden, der in Cannes gewesen ist, befindet sich auf der Heimreise nach Schweden. Bei seinem letzten Besuch war der König Gast des Reichspräsidenten. Der Herr Reichspräsident empfing den Reichswirtschafts- und Reichsernährungsminister Dr. Hugenberg zum Vortrag über Angelegenheiten auf dessen Arbeitsgebiet; ferner den Vizekanzler v. P a p e n zum Bericht über seine in Rom geführten Besprechungen und denAeichs- minifter für Dolksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels zum Vortrag. Bei der Verteilung der aus Opferspenden stammenden Spende des ganzen Volkes zum Geburtstage des Reichskanzlers wurden alle Bedürftigen ohne Unter» schied der Religion, Rasse oder Parteizugehörigkeit berücksichtigt. Der Preußische Sustizminister hak auf telegra* ph schein Wege d i e Oberlandesgerichtspräsidenten Möhrs vom Obcrlandesgericht Königsberg und Kuhn vom Oberlandesgericht Kiel beurlaubt. Die für Samstag in Braunschweig vorgesehene Konferenz der Anterrichtsrninister der deutschen Länder ist vertagt worden, da der preußische Kultusminister Rust wegen der am Samstag in München stattfindenden Führer- besprechung verhindert ist. Der Dortmunder Polizeipräsident hat die Ausgabe vom 20. April 1933 des Dortmunder Generalanzeigers beschlagnahmt. Der verantwortliche Redakteur Westhoff wurde in Schutz- Haft genommen. SA. hält das Druckereigebäude beseht. Veranlassung zu dieser Aktion war eine auf dem Titelblatt der Zeitung befindliche Zeichnung des Reichskanzlers durch den Zeichner Stumpf, die dem Gesichtsausdruck Adolf Hitlers in böswilliger Absicht einen entstellenden und ins Gemeine ziehenden Ausdruck verleiht. Am zu verhindern, daß die beim Generalanzeiger beschäftigten Angestellten brotlos werden, hat der Polizeipräsident den Chefredakteur der nationalsozialistischen „Roten Erde" (Bochum) beauftragt, vorerst die Leitung und Weiterführung des Betriebes zu übernehmen. * Der Verbandsdirektor der Pommerschen landwirtschaftlichen Genossenschaften, von Knebel- Döbritz, ist auf Grund eines Haftbefehles vom Amtsgericht Stettin fest genommen und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt worden. Shm wird vorgeworfen, daß er sich von der Pommerschen Bank (Stettin) für eigene Zwecke und auch für Unternehmungen, an denen er beteiligt war, widerrechtlich Kredite verschafft hat. * Der kommissarische Bürgermeister des Berliner Bezirks Friedrichshain, Regierungsrat Conrad, hat der Dezirksversammlung eine Vorlage unterbreitet, nach der das Krankenhaus am Friedrichshain, in dem Horst Wessel gestorben ist, in „H or st-Wessel-Krankenhaus" umbenannt werden soll. Die Annahme dieses Antrages ist bereits jetzt gesichert. Aus der Provinzialhauptstadt. Pfarrer Mahr 60 Jahre alt. Am morgigen Samstag, 22. Aprll, wird der Seelsorger der Matthäus-Gemeinde zu Gießen, Pfarrer Gustav Mahr, in Gesundheit und Frische 60 Jahre alt. Pfarrer Mahr stammt aus Eberstadt bei Darmstadt. Nach abgeschlossenem Besuch des Gymnasiums zu Darmstadt bezog er im Jahre 1892 die Universität Halle, studierte dann in Berlin und gulefct in Gießen. Anschließend folgte der Besuch des Predigerseminars zu Friedberg. Im Jahre 1897 legte er in Darmstadt die zweite Prüfung ab. Am 5. Dezember 1897 wurde er in Dortelweil (Kreis Friedberg) ordiniert; die dortige Pfarrstelle verwaltete er bis zum April 1898. Hierauf war er Vikar in Alsfeld, dann Verwalter in Dieburg, im Jahre 1899 Assistent in Bingen und Verwalter in Groß- Umstadt, vom April 1900 ab Verwalter in Horchheim, seit 5. Juni 1901 Pfarrer in Langsdorf. Ende Januar 1915 erfolgte seine Ernennung zum Pfarrer der Matthäus-Gemeinde in Gießen. Hier wurde ihm die besondere Aufgabe gestellt, die Matthäus- Gemeinde im modern-kirchlichen Stil neu zu organisieren. Dieser Aufgabe entsprechend folgte die Gründung der Männer- und Frauenoereinigung als der organisierten Matthäus-Gemeinde, der Helferschaft der Matthäus-Gemeinde, die Schaffung eines ständigen Sprachrohrs zu allen Gliedern der Gemeinde, anfangs durch Mitteilungen, bann durch das Gemeindeblatt. Sowohl durch sein seelsorgerisches Wirken in der vielseitigen Tätigkeit eines modernen Gemeindepfarrers, wie auch durch die packende Kraft und den tiefen Gehalt feiner Kanzelreden, ferner durch sein starkes Interesse für alle Gebiete der charitativen Bestrebungen, seine Verantwortungsfreude und sein zielsicheres kirchliches Führertum hat sich Pfarrer Mahr um die ihm anvertraute Gemeinde in hohem Maße verdient gemacht. Seine Person und sein Wirken werden denn auch in der Gemeinde und darüber hinaus allenthalben mit Recht sehr geschätzt und mit gebührender Dankbarkeit bedacht. lieber den Kreis seiner Gemeinde und der Stadt Gießen hinaus hat Pfarrer Mahr der Allgemeinheit aber auch als vielgelesener Schriftsteller wertvolle Dienste geleistet. Seine Arbeiten auf diesem Gebiete hängen eng mit seiner Tätigkeit als praktischer Theologe zusammen und sind insbesondere der religiösen Volkskunde, der Religionspädagogik, der Religionspsychologie und verwandten Bestrebungen gewidmet. Nicht nur in der Fachpresse und in Buchform, sondern auch in der Tagespresse hat der Jubilar bisher die Kraft seines wertvollen Gedankengutes der weitesten Oeffentlichkeit zugänglich gemacht und sich dadurch viele dankbare Leser gewonnen. Das Schwergewicht seiner schriftstellerischen Tätigkeit verlegte er auf die lobenswerten Bestrebungen der Dorfkirchen-Bewegung, wo er durch Wort und Schrift eine führende Stellung und weithinreichenden Einfluß errang. Neben seinem Pre- digeramt ist ihm die Arbeit in der Dorfkirchen- Bewegung ein besonderes Herzensbedürfnis geworden, weil er richtig erkannt hat, daß dem deutschen Volkstum aus der heimatverbundenen Kraft der Volkstumsidee auf diesem Wege die beste Förderung zuteil werden kann. Die Vorträge des Jubilars auf Dorfkirchen-Tagungen (die Dorfkirchen- Vereinigung Giehen-Wetzlar arbeitet unter seiner Leitung), seine Aufsätze und seine Bücher wurden für viele zu wertvollen Waffen der Dorfkirchen- arbeit im Dienste für Heimat, Volk und Vaterland. Weithin über Gießen hinaus wird Pfarrer Mahr wegen dieser segensreichen Tätigkeit mit Recht hohe Anerkennung gezolll. Seine Matthäus-Gemeinde und darüber hinaus viele Mitbürger in Stadt und Land wünschen dem Jubilar noch eine lange Reihe von Jahren kraftvollen und reichgesegneten Schaffens im Dienste der Gemeinde, der engeren Heimat und des gesamtdeutschen Vaterlandes, aber auch zur inneren Befriedigung seiner selbst. Daten für Freitag, 21. April. 1488. Ulrich v. Hutten aus Burg Steckelberg bei Fulda geboren. 1872: der Pädagoge Friedrich Fröbel in Oberweihbach in Thüringen geboren. 1918: der Flieger Manfred v. Richthofen fällt bei Saillh-le-Sec. 1924: die Schauspielerin Eleonore Düse in Pittsburg gestorben. Stahlhelm und kommunale ZrakiionSbildung. Von deutschnationaler Seite schreibt man uns: Von den drei in den Gießener Stadtrat voraussichtlich einziehenden Mitgliedern der Deutsch- nationalen Volkspartei gehören zwei dem Stahlhelm seit.Sahren als Mitglieder an. Die DRVP. hat sich mit anderen Gruppen auf einen Vorschlag geeinigt, um, was nur hierdurch zu erreichen war, die Möglichkeit zu erhalten, in den einzelnen Ausschüssen mitzuarbeiten. An ihrer grundsätzlichen Einstellung zu den Fragen des Staates und der Wirtschaft hat sich durch diese taktische Maßnahme nichts geändert. Wie im Reich, ist auch die hiesige Grippe der Deutschnationalen durchaus gewillt, mit der NSDAP, zusammenzuarbeiten. Die hiesigen Deutschnatio« nalen haben seit 1919 mit anderen Parteigruppen in einer Fraktion kommunalpolitisch zusammengearbeitet, statt unfruchtbare Ssolierung zu betreiben. Männer- und Frauenvereinigung her MaiihäuSgeniein-e. Sm Saale des Gemeindehauses in der Kirch- straße hielt die Männer» und Frauenvereinigung der Matthäus-Gemeinde gestern abend unter Leitung ihres Vorsitzenden, Berufsschullehrer W e h r h e i m, ihre Hauptversammlung bei sehr gutem Besuche ab. Der Vorsitzende erstattete zunächst den Sahres- bericht, der über das Wirken der Männer- und Frauenvereinigung im Dienste der Gemeinde aufschlußreich berichtete. Die Tätigkeit der Vereinigung erstreckte sich, wie früher, auch in diesem Berichtsjahre auf die Förderung aller kirchlichen und sozial-wirtschaftlichen Belange der Matthäus-Gemeinde. Der Bericht machte weiter Mitteilungen über das Wirken der Sterbekafsen- Hilfe. Die Versammlung genehmigte den Bericht ohne Aussprache. Anschließend beschäftigte man sich in langer und gründlicher Beratung mit der Abgrenzung der Hauptaufgaben der Männer- und Frauenvereinigung gegenüber der in ihrem Rahmen vor einigen Sahren geschaffenen „Hilfe im Sterbefall" und mit der Festsetzung der Sterbe- Unterstützung. Es handelte sich bei der Aussprache, an der sich eine Anzahl Redner beteiligten, darum, den Aufgaben der Matthäus-Vereini- gung auf dem Gebiete der kirchlichen Förderung ebenso gerecht zu werden, wie den Erfordernissen der Sterbehilfskasse. Es wird, wie aus der Aussprache klar hervorging, von keiner Seite daran gedacht, die Sterbehilfskasse auf Kosten der kirchlichen Förderungsarbeit zu bevorzugen, ebensowenig ist umgekehrt beabsichtigt, die kirchliche Förderung zum Nachteil der Sterbehilfskasse zu betreiben, liebereinstimmend kam der Wille zum Ausdruck, nach beiden Richtungen hin unbedingt mit dem Maßstab des Rechts und der Gerechtigkeit zu messen, um auf diesem Wege in umfassender Weife den vielfältigen Gesamtinteressen des Gemeindelebens in der Matthäus-Gemeinde zu dienen. Als Ergebnis der Aussprache wurde zunächst eine Regelung für das Rechnungsjahr 1933 einstimmig gutgeheißen. ferner die genaue Abgrenzung der beiden Wirkungsgebiete im Laufe des neuen Geschäftsjahres vorgesehen. Für diese Neuordnung ergab die Aussprache wertvolle Anhaltspunkte, von deren Geltendmachung übereinstimmend eine nach jeder Richtung hin befriedigende Lösung erwartet wird. Die Beschlußfassung m dieser Angelegenheit erfolgte mit er- freul-.d)er Einstimmigkeit, mit der auch die bisherige Höbe der Sterbeunterstühungen ohne Beitragserhöhung für das laufende Scchr bestätigt wurde. Dazu befähigte vor allem die beachtens- werte Hohe des Reservefonds der „Hilfe vom Sterbfall". Nach der Rechnungsablage, die einen guten Stand der Dereinsfinanzen auswies, dankte der Vorsitzende dem langjährigen Rechner, Derwallungssekretär L a m b, mit herzlichen Worten für feine Mühewaltung. Mit Bedauern wurde von der Versammlung zur Kenntnis genommen, daß Herr L a m b wegen hohen Alters fein Rechneramt nunmehr nie» Hitlers Geburtstagsfeier in Mainz. WSN. Mainz, 20. April. Der 44. Geburtstag des Reichskanzlers Adolf Hitler ist auch hier feierlich begangen worden. Den Auftakt zur Feier bildete gestern abend im Stadttheater eine Vorfeier, die vom Kampfbund für deutsche Kultur im Verein mit der Sntendanz des Stadttheaters durch die Erstaufführung „Es brennt an der Grenze" eingeleitet wurde. Unterdessen versammelten sich am Goetheplatz die nationalen Verbände zu einem F a ckel au f- marsch, der kurz von 21 Uhr unter Beteiligung von Musikkapellen und Trommlerkorps seinen Abmarsch in halbstündiger Dauer durch die Hauptstraßen der Stadt nahm. Diele taufende von Personen der SS.- und SA.-Leute, des Stahlhelm, der Reitervereine, Turn-, Sport- und Gesangvereine, Feuerwehren, des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes, der Polizei, Post, Bahn, staatlichen und städtischen Beamten und Angestellten, des Theaterpersonals, so das geschlossen antretende Orchester und teils Personal mit dem früher bei Zapfenstreich üblichen Lampen, der Hitlerjugend .des Bundes deutscher Mädels, die verschiedenen Fachschaften des Kampfbundes, der deutschen Sugendtraft, der Sanitäter vom Roten Kreuz usw. beteiligten sich an dem Fackelzug. Die heutige Hauptfeier vollzog sich in größerer militärischer Aufmachung. Nach der Sammlung auf dem Schloßplah marschierten um 10 Uhr die nationalsozialistischen Formationen mit der Schutzpolizei und einer Ehrenkompanie des Stahlhelm auf den Adolf- Hitler-Platz zum Großen Appell. Nach einer Parade wurden Ansprachen gehalten und dann zum Gouvernementsgebäude marschiert, wo Punkt 11 Uhr die feierliche Aebcrgabe und Einweihung des Braunen Hauses vorgenommen wurde. Am Abe-nd fand in der Stadthalle der „Deutsche Festabend" statt, der in der vom Führer gewünschten schlichten Form den Geburtstag Adolf Hitlers feierte. •• Ein e Tagung des NS. - Aerzte- bundes Oberhessen-Nord findet am kommenden Sonntag in Gießen, 16 11^- i> ■mb, im Hotel Viktoria statt. Für die Tagung sind folgende Vorträge vorgesehen: Dr. Kranz über „Rassenmischu.:g, Mischehe und Sudenfrcg?", Professor Schultze über „Die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten". ** Einheitskurzschrift. Man schreibt uns: Snfolge Verlängerung der Schulferien können die ainterrichtskurse des Kurzschriftvereins von 1861 erst am 2. bzw. 4. Mai ihren Anfang nehmen. Der Anfängerlehrgang beginnt am Donnerstag, 4. Mai, 19 Ahr, in der Goethe- schule, Westanlage 43. Siehe heutige Anzeige. Vier Kommunisten verhaftet. * Homberg, 21. April. Sm Laufe des gestrigen Abends wurden von der hiesigen Gendarmerie vier Kommunisten verhaftet, die in der KPD. an hervorragender Stelle tätig waren. Von den Verhafteten sind drei aus Glieder» Ofleiden, einer ist von Homberg. Heute früh wurden die Verhafteten nach dem Lager in Osthofen überführt. Oer neue Grünberger Gemeinderai. «r Grünberg, 20 April. Die im gestrigen Der ich t angegebene Zusammensetzung des neuen Gemeinderates aus 10 Vertretern der NSDAP, und 2 Vertretern der SPD. ist intern noch keine endgültige, da in der Sitzung der Wahlkommission Zweifel an der Rechtmäßigkeit des von der SPD. eingereichten Wahlvorschlags geäußert wurden. Mit Rücksicht darauf berfegte. Seine verdienstvolle Tätigkeit Im Interesse der Vereinigung wurde in gebührender Weise anerkennend gewürdigt, ebenso wurde ihm für seine Geschäftsführung im letzten Rechnungsjahre einstimmig Entlastung erteilt, nachdem die Rechnung von den Rechnungsprüfern einwandfrei befunden worden war. Der Voranschlag für 1933, der sich im großen und ganzen im Rahmen der vorjährigen Rechnung bewegt, wurde einstimmig genehmigt. Bei der Vorstandswahl schieden turnusgemäß der Vorsitzende, Berufsschullehrer Wehrheim, ferner Frau Dahme r, Herr Zinn und Herr Friedrich aus dem Vorstände aus. Berufsschullehrer Wehrheim wurde mit dem Ausdruck der wärmsten Anerkennung für seine bisherige Führung der Vereinigung und mit der Versicherung des vollsten Vertrauens in seine weitere Führung einstimmig als Vorsitzender wiedergewähll, ebenso wurden einige turnusmäßig ausgeschiedene Vorstandsmitglieder erneut in ihren Aemtern bestätigt. Den ausscheidenden Mitgliedern wurde verdientermaßen Dank gezollt. Neugewählt wurden in den Vorstand Garteninspektor R e h n e l t und Redakteur Blum- s ch e i n. Die Neubesetzung des Rechnerpostens wurde dem Vorstand vertrauensvoll überlassen. Mit der Ermahnung, stets und besonders in der jetzigen schwierigen Zeit treu und unentwegt zu den Zielen der Männer- und Frauenvereinigung der Matthäus-Gemeinde zu stehen und an ihren Ausgaben allezeit opferfreudig mitzuarbeiten, wurde die Versammlung geschlossen. Oer heutige Polizeibericht. Von der Landeskriminalpolizeistelle Gießen wird berichtet: Der Kommunist Otto Kreiling, der sich zur §eit wegen Verbreitung illegaler kommunistischer ruckschristen im Landgerichtsgefängnis in Gießen befindet, hatte eine 08-Pistole mit langem Lauf und dazu gehöriger Munition im Besitz, die er weder angemeldet noch abgeliefert hat. Die Pistole wurde bei der vorgenommenen Durchsuchung in der Scheune der Schwiegereltern von Kreiling in geladenem Zustande vorgefunden. Kreiling hatte die Pistole ohne Wissen der Schwiegereltern in der Scheune versteckt. SA. und Gendarmerie nahmen in Mittel- Seemen bei verdächtigen Personen Durchsuchungen nach Waffen vor. Es wurden am 12. und 15. April drei Karabiner, ein Gewehr, etwa 300 Schuß Munition sowie 57 Sprengkapseln vorgefunden. Ein Mitglied der SPD. aus Wieset und ein jüdischer Händler aus Hungen wurden in Schutzhaft genommen. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag: Stadttheater, 20 bis 22.15 Ahr, „Hasenklein kann nichts dafür". — Saal der Christl. Versamm- - lung, Wetzsteingasse 9, 20.15 Ahr, Vortrag von Evangelist A. Winterhvff. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Anmögliche Liebe". — Astoria- Lichtfpiele, Seltersweg: „Mein Freund der König" und „Ehe mit beschränkter Haftung". ln unb’fiS !2S fe'i-ni» men ° wurden r.blen»ermQ^n SS*** e>°2«5 in bet iJJW den «-TI der °n 'hren Aus. ;ilen- wurde die enchi. le ®ie6en wird Lber M zur °mmiNi!d)er !ni9 m (Sieben n0«m Lauf und ’ i“ er weder Wole wurde hung in der iling in getaöe. .hatte die Pj. in der Scheune in Mittel- । Durchsuchun. am 12. uni ehr, etwa 30Q Mein uorge- ieset! und ein urben in Tchutz- c Freitag: Hasenklein kann istl. Dersamm» , Toritag von Lichtspielhaus, e". - Astoria« ireunb der fö« Haftung". S.« Letzte« rd sindel am Hfc i/ "nd, e Tagung sind :. Stanjübet ienfrcge", $ro- pfung bet Gc« Wan schreibt rchulserien Ion» rrzschristvereinS i ihren Anfang z beginnt am n bet ©oetbc- eutige Anzeige. • in Sainj. Der 44. Sc« ols Hitler ist ben. Sen Au « nb im Stadt« Kampfbund für bet Intenbanz ausfuhrung „68 t wurde. Unter« cheplah die na« Zaäclauf« nter Teleiligung ilertorps lemn ner durch ine Diele tausende ZL.Leule, des -n», Sport« und I Seutschnatro« )es, der Pali« ibti^cnW- nycrsonalS. 'n aftet und teiw Ks „Im betelüg en SSS sK & *s?s ,-raewunlch^ fSS *ri -rtzafie^, S^Ze5 M Si- 'S??* i" der ,;Aten ,-TMtO« (Tirdilifhr Nodincbten Evangelische Gemeinden. Samstag, den 22. April. Stadtkirche. 14 Uhr: Pfr. Mahr: Beichte für die Konfirmanden der Matthäusgemeinde und deren Angehörigen. — Zohonnesklrche. 14: Pfr Bechtots« Heimer, Beichte für die Konfirmanden der Lukas- gemeinde und deren Angehörigen. — Kapelle de» Allen Friedhof». 14: Pfr. Lenz: Beichte für die Konfirmanden der Luthergemeinde und deren Angehörigen. — Petruskapelle. 14: Pfarrassistent Stiu-Ü; Beichte für die Konfirmanden der Petrusgemeindc und deren Angehörigen. Die Bienenvölker haben nach ben AuSführun- aen verschiedener Teilnehmer der Tagung, soweit diese im vergangenen Herbst von den Imkern genügend mit Wintersutter versorgt werden konnten, gut überwintert und berechtigen zu den besten Hoffnungen. Leider sind aber auf Ständen jener Imker, welche aus wirtschaftlichen Gründen im vergangenen Herbst den teuren Zucker nicht kaufen konnten, groye Lücken entstanden.fo daß die Verluste der Völker im ganzen Reichsgebiet biS in die Hunderttausende gehen. Durch diese Tatsache gehen nicht allein den einzelnen, sondern dem gesamten Volksvermögen groye Werte verloren. Hoffentlich können, fo schloh der Vorsitzende. die Imker biS zum kommenden Herbst wieder a u f steuerfreien 3 u d e r für die Winterfütterung rechnen. Die IahreSrechnung wurde vom Rechner deS Vereins. Ober-Derwaltungssekretär Schäfer, Gießen, vorgetragen. Die finanziellen Verhält« nisse sind trotz deS geringen Jahresbeitrages in Höhe von 3,50 Wart als gut au bezeichnen. Der Kassenbestand war am Ende des Geschäftsjahres 1388 Mark. Für den genannten Jahresbeitrag erhalt jedes Mitglied die Monatzeit- schrift „Die Hessische Biene", weiter ist jedes Mitglied gegen Haftpflicht, Feuer, Diebstahl und Frevel versichert. Alle Vereinsgeschäfte und weitere Beiträge au den einzelnen Dachorganisationen wie Verband Hessischer Imker und Deutscher Imkerbund werden davon bestritten. Der neue Voranschlag wurde mit 5130 Mark in Einnahme und Ausgabe genehmigt. Für Bekämpfung von Seuchen, die auch bei den Bienenvölkern auftreten können, unterhält der Verein eine Seuchenhilfskasse, zu der jeder Imker pro Volk und Jahr 10 Pf. abführen muh. Der neugebildete Zweigverein .Grabenau" wurde von der Versammlung einstimmig aufgenommen. Im kommenden Sommer (28. biS 31. 3ult) hält der Deutsche Imkerbund zusammen mit dem Hessischen Imkerverband seine diesjährige grobe Jmkertagung verbunden mit einer Aus- stellung in Dad-Rauheim ab. Zum Ankauf von Preisen wurden 140 Mark bewilligt. Folgende verdiente langjährige Mitglieder wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt: Lehrer Rausch in Herbstein und Lehrer Fischer in Schlitz. Wettervoraussage. Die Lustdrudverteilung ist für die Weiterentwicklung der Wetterlage noch ziemlich ungünstig Tufcr Druck über Polen und den Donaulandern laßt immer noch kühle Lust südwärts fließen und den wechsel- haften Wltterungscharaktcr iortbcstehen. Etwas mildere Luft, die an der Nordscite des Nordmeer- Hochs östlich vorgeschoben wird, wird sich wohi cm- milchen Diese besitzt einen höheren Feuchngiells- geholt und dürfte daher mehr Bewölkung als in diesen Tagen Hervorrufen. Dabei wird die nachiliwc ‘2lu.ftrnhlung behindert, so daß nur noch in frostgefährdeten Lagen die Temperaturen den Nullpunkt erreichen. Auch ist weiterhin mit dem Auftreten einzelner Nicderlchlöge zu rechnen. Aussichten für SamStag: Weiterhin wechselhaftes Wetter, vielfach Bewölkung und nur kurz ausheiternd, noch ziemlich kühl, nachtS etwas milder, vereinzelte Ricderschläge Lufttemperaturen am ''O. April: mittags 6,6 Grad Celsius, abends 4,1 Grad, am 21 April: morgens 2,9 Grad Maximum 7,4 Grad. Minimum — 0.6 Grad — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20 April: abends 11.2 Grad: am 21 April: morgens 6,1 Grad. — Sonnenscheindauer 10 Stunden. beschloß die Kommission, diese Frage dem Kreis- amt zur Entscheidung oorzulegen Hiervon wird e| abhängen, ob 2 Vertreter der SPD dem neuen Gemeinderat angehören werden, oder ob sämtliche 12 Sitze der RSDAP zufallen. ©er neue Alsfelder Gtadtvorftand. * Alsfeld, 21. April. Wie vom Gemeinde- wahlkommisfar, Bürgermeistex Dr. D ö l s i n g , bekanntgegeben wird, sind für die Reubildung des Gemeinderats der Stadt Alsfeld Wahlvorschläge von der RSDAP. und von der SPD eingereicht worden. Roch den Feststellungen der Gemeindewahlkommission erhält die RMVAP 11, die SPD. 4 Sitze Zu Gemeinderatsmitgliedern wurden bestimmt: vom Wahlvorschlag der RSDAP.: 1. Vier Heller, Friedrich, Kaufmann: 2. Koch. Johannes Wil- yelm, Sattlermeister; 3 Müller, Willi, Landwirt: 4. Vogt, Heinrich, Rechtsanwalt. 5. Götz, Paul, kaufmännischer Angestellter: 6. Buchhammer, Hans, Schneidergeselle. 1. Heinz. Reinhold, Kaufmann. 8. Dotter, Karl, Oberreallehrer: 9. Quehlll., Johannes. Arbeiter: 10. Klingelhöffer, Karl, Bäckermeister. 11. Malkmus. Karl jr., Bauingenieur. Dom Wahlvorschlag der SPD.: 1. Müller. Karl Ehristoph. Weißbinder; 2. Braun, Hans, Krankenkassenbeamter: 3. Ruppel, Karl, Schneider: 4. Geisel, Karl Gustav, Weber. Zmkertaqung in Hungen. • Hungen, 20. April. Der Oberhessi - sche Bienenzüchterverein, der alljährlich seine Frühjahrsvertreterversammlung in Gießen abhält, tagte in diesem Jahr, und zwar am dritten Osterseiertag, zusammen mit dem Zweigverein Hungen (der zugleich sein 50jähriges Bestehen feierte» in Hungen im Hotel-Restaurant „Solmser Hof" Cs waren etwa 60 Vertreter der einzelnen Zweigvereine anwesend. Der Vorsitzende. Lehrer R u n k, Ridda, hieb alle Teilnehmer herzlich willkommen. Er erstattete eingehend Bericht über die Vereinstätigkeit im vergangenen Geschäftsjahr. Es ist ersreulich. so führte er aus, dah die Mit- aliederzahl trotz der ungünstigsten wirtschaftlichen Verhältnisse als stabil zu bezeichnen ist. Die Reuanmeldungen heben Abmeldungen und Abgänge auf. Die Zahl Der Mitglieder beträgt z. Zt. 1420. Wirtschaft. Frankfurt: Häufte in Aktien. Frankfurt, 21. April MTB. Drahtmcldung.) Schon in den Vormittagsstunden setzte sich die A u f w ä r t s b e w e g u n g der Aktienkurse fort, und bei Beginn des amtlichen Verkehrs brach eine förmliche Hausse aus. Die erneut sehr feste und lebhafte gestrige Neuyorker Börse und die roeb tere Abwertung des Dollars auf Grund ber bekannten Maßnahmen in USA nahm die Spekulation zum Anlaß neuer Käufe, denen kein Angebot gegenüberstand, so daß gegen den gestrigen Mittagsjchluh durchschnittlich Befestigungen von 2 bis 4 o. H. zu verzeichnen waren, während sog Rohstoffwerte bis zu 7 o. Sy hoher einsetzten. Eine ganze Anzahl von Werten erschien mit Plus- Plus-Zeichen. Die Bewegung war so einheitlich, daß wir nur prägnante Steigerungen anführen So lagen am Montanmarkt Harpener 10 o. H., Mannesmann 6 v. Sy, Rheinstahl 5,50 v. Sy und Kali Salzdetfurth 5 v. S) höher, ferner zogen Scheideanstall 7 o. Sy, Deutsche Erdöl 7,75 o Sy Lahmeyer 5,50 o. Sy, Siemens 6 o. Sy, Contigummi 6,50 o Sy und IG Farben 4,75 d. Sy an. Nebenwerte wie Schiffahrtsaktien, Daimler, Holzmann, Bauunternehmungspapiere und Zellstoffaktien lagen etwa von 0,50 bis 1.50 v H. fester Neichsbankanteile eröffneten sogar 1 o. Sy schwächer, konnten sich aber später wieder erholen. Nach den ersten Notierungen unterlagen die Kurse zwar mehrfachen Schwankungen, doch setzte sich die Aufwärtsbewegung besonders gut bei Spezialwerten fort. Deutsche Erdöl, Mannesmann, Phönix, Siemens, IG Farben u. a erzielten neuerliche Erhöhungen von 1 bis 2 d.S) Am Rentenmarkt bestand dagegen wieder Angebot. Die Altbesitzanleche eröffnete 1 o. Sy, die Neubesitzanleihe 0,50 v Sy, Stahloereinsbonds 2,50 v. S) und späte Reichsschuldbuchforderungen etwa 1,50 v S) schwächer. Reichsbahnvorzugsaktien blieben mit 100,13 d. Sy behauptet. Am Pfandbriefmarkt betrugen die durchschnittlichen Rückgänge etwa 1 d. Sy, während auf den übrigen Marktgebieten zunächst keine Taxen zu hören waren. Im Verlaufe nahm dle .^ursentwicklung eine umgekehrte Richtung. Es zeigte sich besonders erhöhte Nachfrage für Deutsche Anleihen und späte Reichsschuldbuchforderungen, die etwa 0,5 bis 1 o. Sy anzogen, wahrend Aktien allgemein offeriert wurden. Doch hielten sich die Abschwächungen mit minus 0,5 bis 1,5 v. H. in engen Grenzen. Und die Älteren Herren- und Knabenkleidung GIESSEN SELTERSWEG 2464 A von rückwärts wie 25, meinte die Gattin, so schnittig ist die Achsel und die Taille. Du bist verjüngt, lieber Mann. Also, wir haben'» richtig gemacht,daö wir diesmal zu Köhler gegangen sind.Erhalten wirauch denGaran- tieschein? Gewiß, hier hängt er an! ■ ■ Sparer-Alind (Ortsgruppe Gießen) Am Samstagabend, dem 22.Avril, abends 8' «Uhr. ioricht im Katholischen Vereivshans in öffenllicherVersammlung Herr Bantvrokurift R5nig. Berlin über: „Der Sparer im neuen Deutschland" Eintritt freil Ter Vorstand. Für wenig Geld.... Schöner wohnen! gestalten Ihr Heim noch gemütlicher als bisher. Unser gro6er Gard inen-Verkauf Neue Gardinen - Neue Dekorationen Allg. 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Tie Einzahlung kann täglich außer Sams- tag von 8 bis 13 Uhr bei unserer Kusse ober auf unser Postscheckkonto Amt Frankfurt a. M. Nr. 10833 erfolgen. 2685V Sthreiömäsclimen neu und gebraucht, schon für mM 10.— monatlich n87A Franz Vogt* Co. Seltersweg 44 Ruf 24*4 Detektiv K. Gerz, Bad-Nauheim, Kurstraße 17 erledigtolle oet trauliche l^rmar u Geickiöftsanaele- genbeiten, wie Aus- kiintte.Beobachtun- gen.Erm rte unaen Beschaffung o Be» me emai in Straf u rf'oilmoA iirenc dtskr Svrechst. 9 b 12'/, U 8-fiUbT ntD Hühneraugen b5aueriA)Diiiiiaiiei 'eiettigt restlos auch it den bartnäcktg" .fallen oittcher un> «at rnnrrb 5-f> To HühnBraugeD-Rapid E uniii NU' Löwen Drogerie W. Kllbinqei Nacht. Seitenweg 69 Klein-Schreibmaschinen zu oledriosten Preisen und kleinsten Raten bei NIEDERHAUSEN 1 CO. Seitenweg 17, 1. Stock i. 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Wenn sie es nicht ganz genau wüßte, würde sie denken, eine Aehnlichkeit narre sie und es wäre gar nicht ihr Baker, der da vor chr saß wie einer, der tief in sein Gebet versunken. Sie beobachtete dann, wie er sich mit den Händen über die Stirn fuhr, und ihr war es, als höre sie ihn leise vor sich hin flüstern. Sonderbar war das alles, so befremdend und seltsam. Plötzlich erschrak sie. Wenn ihr Vater aufstände und sie sähe! Er tat so heimlich mit seinem Kirchgang, es war ihm bestimmt nicht recht, wenn sie darum wußte. Sie stand auf und entfernte sich, wußte sie doch nun, wo sich ihr Vater aufhielt, wenn er seine geheimnisvollen Ausgänge machte. Er hätte es aller- näher und bequemer haben können in der Kirche San Ramon oder der Kirche Santa Maria de Sans. Barcelona war ja reich an Gotteshäusern. Sie schritt nachdenklich die Ramblas wieder hinauf und betrat die Expedition der „Danguardia". Sic hatte ihre Annonce zu Hause entworfen und reichte sie einer der Angestellten.Die las sie durch und meinte: „Ich glaube, Senorita, die Ausgabe für die Annonce können Sie sich sparen. Ich habe nähmlich heute eine Annonce eingeliefcrt erhalten, durch die das Armband, wie Sie es beschreiben, gesucht wird. Morgen früh steht die Annonce im Blatt. Warten Sie einen Augenblick, dann schreibe ich Ihnen auf, bei wem das Armband abzugeben ist. Es ist übrigens eine hohe Belohnung in Aussicht gestellt." Die Sprecherin wühlte unter allerlei Zetteln, dann schrieb sie ein paar Worte und reichte Angela das Blättchen Papier. „Bei diesem Herrn, dessen Namen ich Ihnen aufschrieb, ist das Armband abzugeben, er wohnt im Hotel „Ritz. Aber ich habe es nicht dazugeschrieben, das merken Sie sich ja auch so." Angela dankte für die Freundlichkeit und bedauerte, das Armband nicht bei sich zu hat n. Aber vielleicht konnte sie am Hotel vorbeigehen und wenigstens sagen, daß üe es gefunden hotte, oie überlegte mit kleinem Lächeln, dann mußte er noch einmal an chren Kiosk kommen, der sie im Traume geküßt, ehe er wieder abreiste nach dem fernen Deutschland. Sie las draußen auf der Straße, was auf dem Zettel stand, und ihre Lippen formten unwillkürlich lautlos den Namen: Konrad von Zweilinden! Sie dachte, das klang gut, der Name paßte zu feinem Träger. Im Hotel hörte sie, nur Frau von Zweilinden wäre zu Hause, und man meldete sie bei ihr an. Angela wäre jetzt am liebsten wieder fortgelaufen. | Sie hatte sich schon darauf gefreut, chn wiederzusehen, an den sie so viel denken mußte. Zögernd | betrat sie das Zimmer, in das man sie führte. Bettina Zweilinden halle ein wenig gelesen, das Buch lag aufgeschlagen auf einem «essel, und sie kam Angela mit Lebhaftigkeit entgegen. „Sie haben das Armband gefunden, liebes Fräulein, nicht wahr? Ich dachte auch schon daran, ich könnte es bei Ihnen verloren haben." Angela nickte: „Ja, ich fand es unter meinen Bllimen." „Ein Glück, daß es wieder da ist", freute sich die Weitere, „ich hänge sehr daran." Sie streckte die Hand aus, um das Schmuckstück entgegenzunehmen. Angela machte eine Bewegung des Bedauerns. „Das'Armband habe ich leider noch zu Hause." Sie erzählle, daß sie eine Annonce hatte aufgeben wollen, und man habe ihr bei der Gelegenheit mitgeteilt, bei wem das Armband abzugeben wäre. Für alle Fälle hätte sie gleich melden wollen, daß sie es gefunden habe. Frau Bettina nickte: „Das ist sehr lieb von Ihnen gewesen, ich war durch den Verlust schon ganz niedergeschlagen. Mein Sohn ist jetzt wahrscheinlich zu Ihnen, um auch dort Nachfrage zu halten. Wie heißen sie übrigens, liebes Fräulein?" unterbrach sie sich. Nach spanischer Sitte nannte Angela nun den Namen ihres Vaters zusammen mit dem Hauptnamen ihrer verstorbenen Mutter. Der Buchstabe „y" heißt „und". Sie erwiderte also: „Ich heiße Angela Esperao y Landa." Sie war gewähnt, Speerau so auszusprechen, wie die spanischen Zungen das Wort umgebildet hatten. „Mein Sohn erzählte mir, Ihr Vater sei Deutscher. Der Name klingt aber sehr wenig deutsch, finde ich", sagte Frau Bettina in fragendem Ton. Angela brannte der Boden unter den Füßen, sie dachte daran, daß Konrad von Zweilinden jetzt veil- leicht zu chr gegangen war und sie ihn möglicherweise noch träfe, wenn sie sich beeilte. Sie erwiderte hastig: „Man spricht Vaters Namen hier Esperao aus,' und Later gefällt es so. Eigenllich heißt Vater —" Ein mehrmaliges Klopfen an der Tür unterbrach sie; gleich darauf stand Konrad Zweilinden in dem eleganten Hotelzimmer seiner Mutter, lieber sein Gesicht glitt es wie ein Leuchten, als er Angela erblickte, und Frau Betllna entging es nicht, daß die Wangen der schönen Blumenverkäuferin, deren Haut wie nachgedunkeltes Elfenbein war, heftig erröteten. Vorsicht! Vorsicht! warnte sie sich selbst. Konrad blitzte die Verliebtheit aus den Augen, und dem Mädchen schien Konrad auch ausnehmend zu gefallen. Es konnte zu einer großen Torheit führen, wenn man den zweien Zeit ließ sich noch öfter zu sehen. Sobald sie das Armband wieder hatte, wollte sie zur Abreise drängen. Sie traute es Konrad zu, daß er schließlich in vollem Ernst daran dachte, die kleine Schönheit zu heiraten. Er würde natürlich todunglücklich werden, denn so ein schlichtes, in aller- kleinsten Verhältnissen herangewachsenes Mädchen konnte doch nicht Herrin von Zweilinden werden. Sie würde sich gar nicht in die Rolle hineinfinden. Doch zugleich sagte sie sich, daß sie wahrscheinlich überängstlich war, da die beiden sich ja kaum kannten. Daß dieses auffallend schöne Allidchen Konrad gefiel, war nur zu begreiflich; sie selbst mußte aus ehrlicher Ueberzeugung bekennen, ein schöneres Geschöpf halle sie niemals gesehen. Und heute, wo sie sicher ihr bestes Kleid angezogen, kam ihre Schönheit erst richtig zur Gellung. Sie sah hinreißend aus in den Kleidchen aus billiger heller Seide mll dem silbernen Ausputz. Konrad hatte Angela gebeten, Platz zu nehmen, was sie auch bereitwillig getan, und er ließ sich nun von chr erzählen, auf welche Weise sic die Hoteladresse erfahren, ehe die Annonce noch im Blatt gestanden. Er sah sie, während sie sprach, unausgesetzt an, und es war, als sagte er ihr, obwohl er stumm zuhörte, allerlei Liebes und Gutes. Angela hatte das Gefühl, als hiellen sie beide geheime Zwiesprache miteinander, und sie dachte an den Traum dieser Nacht. Sie verstummte plötzlich und erhob sich hastig, ihr fiel ein, der Vater war wohl nun inzwischen nach Hause gekommen. Sie wollte ihn nicht zu lange warten lassen, auch machte sie der forschende Blick Frau von Zweilindens immer befangener. Sie sagte: „Bille, holen Sie das Armband morgen vormittag an meinem Kiosk ab, Herr von Zwei- linden, ich bin dort bis zwölf Uhr." Er lächelte: „Ich werde spätestens um zehn Uhr dort sei. Meine Mutter kann das Armband gar nicht schnell genug zurückerhalten. Es ist ein liebes Andenken von meinem Vater, der vor elf Monaten starb. Ganz plötzlich, gerade als meine Eltern ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag feierten. Sein Bild ist auf dem Armband, auch das Bild feines Vaters und feiner Mutter. Und das Bild der Ellern meiner Mutter ebenfalls. Alle sind schon tot." Darauf herrschte für einige Augenblicke Stille im Zimmer. Angeln wiederholte flüsternd und fragend: „Alle sind schon tot?" Muller und Sohn wechsellen erstaunte Blicke, und Bettina von Zweilinden bestätigte: „Ja, alle sind tot, deren Bilder außer dem meines Sohnes auf dem Armband zu sehen sind. Als mir mein Mann das Armband schenkte, lebte er noch, doch starb er, wie mein Sohn eben erzählle, noch am gleichen Tage." Angela dachte: Der Traum hat also doch recht. Wie seltsam das war! Konrad fragte: „Weshalb erstaunten Sie so sehr, als ich sagte: Alle sind tot?" Sie erwiderte rasch: „Ich war nicht erstaunt es tat mir nur leid." Sie muhte lügen, weil sie ihren Traum doch nicht erzählen konnte. „Ich darf mich nicht länger aufhallen", erklärte sie hastig und eilte nach kurzem Gruß fast überstürzt davon. Muller und Sohn blickten sich wieder an, und Konrad meinte: „Es klang so eigentümlich, als sie wiederholte: ,Alle sind tot?‘" Seine Muller bestätigte: ,,3a, es klang sehr eigentümlich. Aber was soll für ein besonderer Sinn dahinter stecken? Uebrigens, ich habe starkes Heimweh, Konrad, und möchte nach Haufe reifen, je eher, desto lieber ist es mir, ich sehne mich nach Zweilinden. Wir waren nun lange genug draußen, das Gut braucht auch wieder seinen Herrn, es wartet sicher schon vieles auf dich, womit Inspektor Dur= Hardt während der Reise dich nicht behelligen wollte." Konrad sah sehr nachdenklich aus. „Du könntest recht haben, Mutter, ein bißchen Heimweh verspüre ich auch. Denn wenn die Welt draußen noch so herrlich ist, wenn sie auch mit allen ihren Wundern aufwartet, bleibt das Stückchen Erde, wo man geboren ist, auf dem schon die Väter ihr ganzes Leben verbracht, doch das aller- schönste Fleckchen unter dem Himmelszelt. Muller, sage es, wann du Heimreisen willst." Frau Bellina sah den Sohn lächelnd an. Dann meinte sie: „Weißt du, wer sicher auch auf deine Heimkehr wartet, Konrad? Ich wenigstens glaube, Molly Rückert freut sich sehr auf den Tag, wo sie dich wiedersieht. Man rechnet ja in unserer Nachbarschaft schon seit längerer Zeit mit eurer Verlobung, und du wolltest doch nur das Trauerjahr abwarten, um ernstlich daran zu denken." Konrad preßte die Handflächen gegeneinander. „Ja, Muller, ehrlich gestanden, dachte ich, weil du meintest, der Gutsherr von Zweilinden müsse bald heiraten, wirklich daran, Baron Rückert um Mollys Hand zu bitten. Jetzt aber habe ich erkannt, daß mein bißchen Verliebtheit, die ich für Molly empfunden, nicht ausreicht für ein langes Menschenleben. Ich möchte nicht verliebt sein in die Frau, die meine Gefährtin werden soll, sondern ich möchte sie auch lieben." „Du liebst Molly Rückert sicher, Konrad", widersprach seine Muller, „du bist dir nur noch nicht ganz klar darüber geworden. Zu Hause begreifst du das besser, da wirkt die ganze Umgebung auf dich ein." Er gab zurück: „Das mag wohl sein, Muller." Aber er wußte, es war nicht so, es war ganz anders. Das kleine Feuerchen- feiner Verliebtheit für die Baronesse erlosch jäh, als sein Blick die bezaubernde Erscheinung der schönen Blumenoerkäuferin zum erstenmal getroffen. Nur ein paarmal hatte er sie bis jetzt gesehen, aber er spürte immer bewußter, wie seine Leidenschaft für sie wuchs. ( Fortsetzung folqt.) RASSOL Lebensrnittel Jetzt für Haus- und Gartenarbeit: Berufskittel in bekannter Güte und zu bekannt billigen Preisen! 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