s 2 B.S”5'® z- Sa J o - o„2?-s Dienstag, 21.lUärs 1935 183. Jahrgang Ur. 68 SeüVauSsabe erfüllt Artikel 1. in der Sie Seiet der Eröffnung des Reichstags noch die Hand gereicht. (Oluf Veranlassung der Reichsregierung werden der nachstehende Aufruf des Propagandaministers nalen Revolution stehen. Deutschland ist erwacht! Männer und Jrauen? innere Ergriffenheit über Zeigt eure Freude und das große historische Ge- Am Tage der feierlichen Eröffnung des Deutschen Reichstages, der wie keiner feiner Vorgänger feit dem Ende des großen Krieges sich zum nationalen und wehrhaften Staat bekennt, gedenke i ch in Ehrfurcht und Dankbarkeit der für Deutschland Gefallenen. 3n fielet Treue grüße ich die Hinterbliebenen unferer teuren Toten und in herzlicher Kameradschaft all meine Kameraden aus dem großen Kriege. Die Opfer an Leben und Gesundheit, die dieser Krieg von Deutschland forderte, find nicht Ricolaikirche nimmt teil. Rach Beendigung die Teilnehmer in dem Geläute aller kündet wird, nachdem sestgesteUt ist, daß die dernisse verfassungsändernder Gesetzgebung find. durch die R e i chs r e g i e r u n g bef djloff en werden. Dies gilt auch für die in den Artikeln 85 Abf. 2 und 87 der Reich-verfaffung bezeichneten Gesetze. Der Reichspräsident an Deutschland! Ein starkes Reich das stolze Ehrenmal der für Deutschland Gefallenen. Berlin, 18. März (MTB.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels wendet sich mit folgendem Aufruf an das deutsche Volk: Am Dienstag, dem 21. Mär; 1933, tritt auf dem geheiligten Boden von Potsdam der vom deutschen Volk gewählte neue Reichstag zum erstenmal zusammen. Die Abgeordneten versammeln sich in der Garnisonkirche, um an der geschichtlich geweihten Ruhestätte unserer großen preußischen Könige Bekenntnis für die Einheit und für die Freiheit des deutschen Volkes und Reiches abzulegen. Potsdam ist die Stabt, in der das unsterbliche Preußentum die Grundlage zu der späteren Größe der deutschen Ration gelegt hat. Die innere Zerrissenheit, unter der das deutsche Volk von den Anfängen feiner Geschichte an Jahrhunderte hindurch leiden mußte, soll von nun ab endgültig beendigt sein. Zum erstenmal seit Menschengedenken ist der deutsche Widerstandswille durch alle politischen Gegensätze durchgebrochen, und über Klassenunterschiede und konfessionellen Zwiespalt hinweg haben sich alle Stämme, Stände und Bekenntnisse-in den Zielen der Millionen Menschen, die hinter der Regierung der nafio- 21nnaqme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Will). Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Will). Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und iür den Anzeigenteil i. D. Th.Kümmel sämtlich m (Biegen. schwerfälligen Bestimmungen, die in diesem Abschnitt der Reichsverfassung der Wirksamkeit eines Gesetzes entgegengestellt werden. Es handelt sich dabei um das Inkrafttreten von Gesetzen erst nach 14 Tagen (Art. 71), die Aussetzung der Verkündung, wenn ein Drittel des Reichstages es verlangt (Art. 72), Tlnterwerfung eines Gesetzes unter den Volksentscheid (Art. 73 und 75), Einspruch des Reichsrates (Art. 74), die Bestimmungen über die Zwei-Drittel-Mehrheit zur Abänderung der Verfassung (Art. 76), und schließlich die Zustimmung des ^eicysrates zu bestimmten Verwaltungsvorschriften (Art. 77). Alle diefe Einzelheiten zeigen, daß die Reichs- regierung sich mit diesem Ermächtigungsgesetz eine Plattform schafft, die ihr die Vollmacht gibt, die Reuordnung des deutschen Staates und der deutschen Wirtschaft durchzuführen. Die Dimensionen dieses Gesetzes sind gar nicht zu vergleichen mit den Ermächtigungen, die frühere Regierungen sich haben geben lassen. Außer der normalen zeitlichen Begrenzung des Ablaufes (in vier Jahren) ist für das Erlöschen des Gesetzes nur ein Fall vorgesehen, nämlich der, daß die gegenwärtige Regierung durch eine andere abgelöst wird. Das bedeutet natürlich nicht, daß das Gesetz außer Kraft träte, wenn eines Tages vielleicht die eine oder andere Umbildung erfolgen würde. Bielmehr ist wohl sicher, daß nur eine neue Regierung automatisch die Außerkraftsetzung bedeuten könnte. Das liegt schon in dem Wort „abgelöst", und schließlich ist auch In Artikel3 die überragende Bedeutung der Stellung des Reichskanzlers so herausgearbeitet, daß kein Zweifel daran bestehen kann, wie eng der Bestand des Gesetzes mit seiner Person verknüpft ist. Jn politischen Kreisen gilt es als sicher, daß i das Gesetz die erforderliche Zweidrittel- mehryeit findet und daß damit der Grundstein zum Reubau des Deutschen Reiches gelegt wird. um f o n ft gebracht worden. Aus dem Rieberbruch ringt f i ch Deutschlanb wieder zu nationaler Kraft empor im Geiste derer, die für Volk und Vaterland kämpften und fielen. Ein starkes Deutsches Reich soll ihr stolzes und bleibendes Ehrenmal fein! Berlin, den 21. Mär; 1933. Generalfeldmarlchall, Reichspräsident. Gez.: von Hindenburg, geschlossenen Zügen unter Glocken Potsdams in die Das Ermächtigungsgesetz für den staatlichen Neubau. Umfassende Vollmachten des Reichskabinetts auf die Dauer von vier Fahren B e r l i n, 20. Mär;. (WTB.) Auf Grund der heutigen Beschlüsse des Reichskabinetts ist dem Reichs- tag folgender Entwurf eines Gesetzes ;ur Begebung der R o t von Volk und Reich heute nachmittag ;ugegangen: Lntwur ( eines Gesetzes zur Behebung der Rot von volkund Reich- Der Reichstag hat bas folgende Gesetz beschlossen, Dr. Goebbels und die Festprogramme einmal zum Abdruck gebracht. — D. Red.) An das deutsche Volk! (Lin Aufruf des Aieichsministers Lr Goebbels. schehen, das sich in diesen Wochen in Deutschland abjpielt, indem ihr an den nationalen Feiern, die aus Anlaß des Zusammentritts des Reichstages in Potsdam, in Berlin und im ganzen Reich stattfinden, tätigen Anteil nehmt. Beflaggt eure Häuser und Wohnungen in den stolzen schwarzweihroten und Hakenkreuzfahnen und legt damit Bekenntnis für die Wiedergeburt der deutschen Ration ab! Am Abend des historischen 21. Mär; sollen sich durch..alle Städte und Dörfer des ganzen Reiches Fackelzüge der nationalen Parteien und verbände, der Studentenschaft und der Schuljugend bewegen. Auf unseren Bergen und höhen sollen die F reihe i t s f e u e r aufflammen? Selbst diejenigen, die durch Alter und Gebrechlichkeit verhindert sind, an diesen Feiern feilzunehmen, haben Gelegenheit, ihren Ablauf in Potsdam und Berlin durch den Rundfunk mitzuerleben. Der kommende Dienstag foll vor aller Welt zeigen, bah bas beutfche Volk, einig in feinen Stänben unb Stämmen, aus Schmach und Demütigung neu- erftanben ist unb sich nach Jahren unenblidjer Trübsal roiebet mit Stolz zu bem Dichterwort bekennt: Rimmer wird das Reich zerstöret, wenn Ihr einig seid und treu. Gez.: Dr. Goebbels. Das Programm für die Feier in Potsdam. Berlin, 18. März. (WTB.) Das Programm der Reichsregierung für den Festakt zur Eröffnung des Reichstags sieht folgendes vor: 6.30 bis 7.30 Lhr Platzkonzert im Lustgarten in Potsdam, ausgeführt von zwei Musik-Korps des Jnf.- Regts. 9. — 10.30 Uf)T Gottesdienst für die Mitglieder des Reichstages und der Reichsregierung. Protestanten: Ricolaikirche. Katholiken: Katho- Lr> cheinl tägltd), außer Sonntags unb Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte (Bienener Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle Monat, Bezugspreis: Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanfchlüsfe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. Poflscheckkonto: granlfuh am Main 11686. Reichsgesehe können, außer in ben Reichsoersassung vorgesehenen Verfahren, auch bas mit Zustimmung des Reichsrales hiermit uer- .........- ' ' Lrfor- Die Aufstellung des Haushaltes ist früher als ein besonders hochgehaltenes Recht des Parlaments angesehen worden. Auch dieses Recht geht aus die Reichsregierung über. Aehnlich liegen die Dinge bei der Aufhebung des Art. 87 RD. Er lautet: „Im Wege des Kredites dürfen Geldmittel nur bei außerordentlichem Bedarf und in der Regel nur für Ausgaben zu werbenden Zwecken beschafft werden. Eine solche Beschaffung sowie die Tlebernahme einer Sicherheitsleistung zu Lasten des Reiches dürfen nur auf Grund eines Reichsgesehes erfolgen." Auch in ber krebitbeschaffung hat also bie Reichsregierung freie Hand. Dasselbe gilt für Verträge bes Reiches mit fretnben Staaten, bie sich auf Gegenstände ber Reichsgeseh- gebung beziehen. Damit ist öorgeforgt, baß die Reichsregierung in ihrer außenpolitischen Betätigung währenb biefer vier Jahre nicht be- hinbert wirb. Wenn in Art. 3 des Ermächtigungsgesetzes bestimmt wird, daß die Art. 68 bis 77 der Reichsverfassung auf die von der Reichsregierung beschlossenen Gesetze keine Anwendung finden, so ist das nur die Konsequenz, die sich ganz logisch aus dem Charakter des Gesetzes ergibt. Denn die Art ß8 bis 77 bilden den V. Abschnitt der Reichs» versassung, der die Tlcberschrist „Die Reichsgesch- gebung" trägt. Daß dieser Abschnitt durch das Ermächtigungsgesetz überholt wird, lieqt auf der Hand. Das ergibt sich schon aus seinem ersten Artikel (68), der bestimmt: „Die Reichsgesehe werden vom Reichstag beschlossen." Theoretisch ist die Möglichkeit eines solchen Verfahrens der Gesetzgebung auch weiterhin möglich, denn nach Art. 1 des Ermächtigungsgesetzes können Reichsgesehe außer dem in der Reichsoersassung vorgesehenen Verfahren auch durch die Reichsregierung beschlossen werden. Praktisch dürfte dieser Fall allerdings kaum in Frage kommen. Bei ben nach bem neuen verfahren geschaffenen Gesehen entfallen natürlich auch alle bie Lustgarten Salut schießen. Rach dem Staatsakt findet vor der Kirche ein Vorbeimarsch der gesamten Po t s - damer Garnison und der Verbände vor dem Herrn Reichspräsidenten statt. An dem Vorbeimarsch nehmen teil: drei Bataillone des 9. Jnsanterie-Regiments, die in Potsdam stehenden Teile des 4. Reiterregiments, die 4. Abteilung des 3. Artillerieregiments, die Rachrichtcn- abteilung 3. Es folgen dann die Salutbatterie und die nationalen Verbände. Während des Vorbeimarsches wird ein Flugzeuggeschwader über dem Potsdamer Lustgarten fliegen. 17 Uhr Zusammentritt des Reichstages in der Kroll-Oper in Berlin. 18 bis 19 Uhr findet im Lustgarten in Potsdam ein Platz konzert statt, das von zwei Musikkorps des Infanterie-Regiments 9 ausgeführt wird. 19 Uhr findet in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin eine F e st Vorstellung statt. Es werden „Die Meistersinger" aufgeführt, deren dritten Akt die Reichsregierung beiwohnen wird. 20 Uhr findet in Berlin ein Fackelzug der SA., des Stahlhelms und der Studentenschaft statt. Das Aundfunkprogramm amTage derÄeichStagseröffmmg Anläßlich der feierlichen Eröffnung des Reichstages am Dienstag, 21. März, werden alle deutschen Sender gemeinsam auf Veranlassung des Herrn Reichsministers für Vollsaufllärung und Propaganda folgendes Programm übertragen: 9 bis 9.30 Uhr: Historische Märsche, gespielt im Hof des Königsberger Schlosses vom Musikkorps des 1. Grenadier-Bataillons des 1. Preußischen Infanterie-Regiments, Leitung: Obermusikmeister H. Gareis. 9.35 bis 10 Uhr: Hörbericht: „Aus der Geschichte der Stadt Potsdam". 10 bis 10.15 Uhr: Conrad Ferdinand Meyer: „Huttens letzte Tage". 10.15 bis 10.30 Uhr: Bericht über die Fest- I stimmung in Potsdam (Berichterstatter: Baldur v. Schirach). 10.30 bis 11.30 Uhr: Musik um Friedrich den I Großen. 11.30 bis 13 Uhr: Hörbericht über den Zug I zur Garnisonkirche und das Bild der Kirche; Uebertragung der Feierlichkeiten in der Garnisonkirche; Hörbericht über den Vorbeimarsch. Sprecher: Freiherr v. Meden. 14.30 bis 15.20 Uhr: Konzert des Gewandhaus- Orchesters Leipzig. Leitung: Prof. Dr. Ludwig Reubeck: Richard Wagner. 15.30 bis 17 Uhr: „Das Reich ist unser". Funkdichtung von Gerhart Menzeb 17 bis 17.55 Uhr: Hörbericht über die Eröffnungssitzung des Reichstages in der Krolloper. I (Sprecher: C. M. Köhn.) 18 bis 19 Uhr: Konzert des philharmonischen Orchesters Hamburg. Dirigent: Generalmusikdirektor Dr. Muck (Weber, Schubert, Beethovens 19.30 bis 19.45 Uhr: Ansprache des Reichskommissars und kommissarischen Ministerpräsidenten des Landes Bayern, General Ritter von Epp. 20 bis 20.55 Uhr: Höroericht über den Fackelzug in Berlin. 21 bis 22 Uhr: Konzert des Rundfunkorchesters München. Dirigent: Hans A. Winter. 22.05 Uhr: Uebertragung der Festvorstellung aus der Staatsoper Unter den Linden: „Meistersinger", 3. Akt. Eine Erklärung der Minister von papen und Geldie. Berlin, 20. März. (WTB.) Vizekanzler von Papen und Reichsminister S e l d t e geben aus Anlaß des morgen tzusammentretenden Reichstages folgende E r k lä r un^ . ab: Vizekanzler v. Papen und Reichsminister S e l d t e hatten nach Bildung des Kabinetts der nationalen Konzentration die Aufgabe übernom- men, durch Sammlung aller zwischen ASDAP. und dem Zentrum stehenden Kräfte eine möglichst starke Majorität für die nationale Regierung am 5. März zu erkämpfen. Da sie der Ansicht waren, daß dies im Rahmen der alten DRVP. nicht möglich sei, und da andererseits die Wablfrist Aufstellung neuer Organisationen unmöglich machte, entschlossen sie sich, gemeinsam mit Reichsminister Dr. Hugenberg die Kräfte zu sam- I mein unter der Devise des K a mpfes für die 1 alten Reichsfarben Schw arz-Weiß- lische Pfarrkirche. Schluß des Gottesdienstes gegen 11.20 Uhr. An dem Gottesdienst in der .........der Herr Reichspräsident des Gottesdienstes gehen Garnisonkirche. Reichswehr und nationale Verbände bilden bis zur Garnisonkirche Spalier. Der Herr Reichspräsident fährt das Spalier ab. Vor der Garnisonkirche stehen eine Ehrenkompanie der Reichswehr und Ghrengruppen der SA., des Stahlhelms und der Schutzpolizei, die der Herr Reichspräsident abschreitet. 12 Uhr feierlicher Staatsakt in der Garnisonkirche. Der Herr Reichspräsident hält eine Begrüßungsansprache und erteilt darauf das Wort dem Herrn Reichskanzler zur Abgabe der Regierungserklärung. Der Staatsakt wird von Kirchenmusik feierlich umrahmt sein. Anschließend begibt sich der Herr Reichspräsident allein zur Gruft, wo er zwischen den Särgen Friedr.ch Wilhelms I. und Friedrichs des Großen einen Lorbeerkranz niederlegt. Während der Kranzniederlegung wird eine Reichswehrbatterie im Artikel 2. Die von ber Reichsregierung beschlossenen Reichs- gesehe können von ber Reichsoerfassung abweichen, soweit sie nicht bie Einrichtung bes Reichstages unb des Reichsrates als solche zum Gegenftanb haben. Die Rechte bes Reichs- präfibenten bleiben unberührt. Artikel 3. Die von ber Reichsregierung beschlossenen Reichs- gesehe werben vom Reichskanzler a u s gefertigt unb im Reichsgefehblatt ver- f ü n b e t. Sie treten, soweit sie nichts anberes bestimmen, mit bem auf bie Verkünbung folgenden Tage in Kraft. Die Artikel 68 bis 77 ber Reichsverfassung finben auf bie von ber Reichsregierung beschlossenen Gesetze keine Anwenbung. Artikel 4. verträgebes Reiches mit fremben Staaten, bie sich auf (ßegenftänbe ber Rsichsgesehgebung beziehen, bebürfen für bie Dauer ber Geltung dieses Gesetzes nicht ber Zustimmung ber an ber Gesetzgebung beteiligten Körperschaften. Die Reichsregierung erläßt bie zur Durchführung biefer Verträge erforberlidjen Vorschriften. Artikel 5. Dieses Gesetz tritt mit bem Tage feiner Verkündung in Kraft. Es tritt mit bem 1. April 1937 außer Kraft: es tritt ferner außer Kraft, wenn biegegenwärtigeReichsregierung burch eine anbere abgelöft wirb. Das Ermächtigungsgesetz wirb von ben Regierungsparteien als Initiativantrag mit ber Unterschrift bet Fraktionsführer biefer Parteien im Reichstage eingebracht werben. *Die Bedeutung des Gesetzes. Berlin, 20. März. (ERB.) Der jetzt vor» liegende Wortlaut bestätigt die Erwartung, daß das Ermächtigungsgesetz alles umfassen wird, was sür eine straffe und neubau- endc Regierungsarbeit erforderlich ist. In Artikel 2 des Gesetzes ist festgelegt, daß die Einrichtung des Reichstages und des Reichsrates als solche gesichert und daß die Rechte des Reichspräsidenten unberührt bleiben. Hiervon abgesehen aber wird ber Reichsregierung für ihre Tätigkeit ein Rahmen gegeben, ber zeitlich unb sachlich bentbar weit gesteckt ist. Das Ermächtigungsgesetz soll eine Geltungsbauer von vier Jahren haben. Das find bie vier Jahre, bie bie Reichsregierung in ihrem ersten Ausrufe an bie beutfche Ration für ihr Wirken verlangt hat. Rach der sachlichen Seite hin sind folgende Gesichtspunkte von besonderer Bedeutung: Die gesamte Gesetzgebung geht in die Hände der Reichsregierung, in erster Linie des Reichskanzlers, über, der nach Artikel 3 die von der Reichsregierung beschlossenen Gesetze „ausfertigt und im Reichsgesetzblatt verkündet". Damit wird übrigens gesagt, daß diese Gesetze nicht die Unterschrift des Reichspräsidenten zu tragen brauchen. Denn es ist in Artikel 3 fast wörtlich der Artikel 70 RB. übernommen worden, der lautet: „Der Reichspräsident hat die verfassungsmäßig zustandegetommenen Gesetze auszuferti- gcn und binnen Monatsfrist im Reichsgesetzblatt zu verkünden". Das Gesetz hat verfassungsändernden Charakter. Es wird in Artikel 2 ausdrücklich festgestellt, daß die von der Reichsregierung beschlossenen Gesetze von der Reichsverfassung abweichen können. Unverändert bleibt die Republik als Staatsform. Das ergibt sich daraus, daß nur in ihr ein R e i ch s p r ä s i - den t nröglich ist, und seine Rechte bleiben ja nach Artikel 2 unberührt. Dagegen sind die Bestimmungen des Ermächtigungsgesetzes in drei Punkten besonders umfassend. Das ist einmal die Aufhebung des Art. 85 Abf. 2 RB. der bestimmt: „Der Haushaltsplan wird vor Begin des Rechnungsjahres durch ein Gesetz festgestellc." Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Crrtf und Verlag: vrNhl'lche UniueistiSlr-vuch- und Stcinörudmi R. Lange in Sieben. Schriftleitung und S-schästrltelle: Schullrab« 7 ~ s -r. ti 2 2 1 8 2 2 -•ES 2-. 3 S SL-2,3 5? p 3 4 2 k-! _2 “ S L--2.Z 2, ^=2 3=-?: 3.3= = 3 2-» sluji: rgSffssJ C -l.® 2 2 » “32.; c -■$ : -Q2*»- > 2 :-S^3 ~ ' S»-23Z 2". »«•<*€ 2. ME *3 r- - - »3.2 2.LZ-T-2 ■iw 5 3^1* 3 S > *n — 2.c >■ " - 3 - s ~=i =-o-(9"o- « ’a" 3 S <» . r 3»k o 3 S s s o 2,o2 ZL' sZA i-3 II 5° 5«! o°Z s e 3 re £.8 8 3 o 5* £ ? n '■ ? 83 —3«* Mw BK 1. kMi: -2-a n Pp 5 L'L-Z' s' 2? q sss" es , 52-^3SS ! ass’;.' ro 2" 5 aZ 2? o t. Es ist selbstverständlich, daß sie n i e daran gedacht haben, die ehrwürdigen Reichssarben ganz zu einer Parteifahne zu machen, oder diese Farben allein für sich in Anspruch zu nehmen. Beide Minister haben wiederholt erklärt und erklären es heute noch einmal, daß sie es a b l e h - nen, sich als Parteimänner zu fühlen. Die sehen ihre Aufgabe vielmehr darin, an ihrer Stelle für die Regierung der nationalen Erhebung zu wirken, ohne irgendwelche Parteigebundenheit, sondern als Mandatare der gesamten, volkerhaltenden und reichserneuernden Kräfte, die bereit sind, sich zu der geistigen deutschen Revolution und der Schaffung dec wahren Volksgemeinschaft zu bekennen. 3n dieser Erkenntnis haben sie sich entschlossen, der Fraktion der DAVP. nur als Hospitanten beizutreten. Die Volksdeutsche Idee im neuen Staat. Wünsche des BDA. Berlin, 19.März (CNB.) Unter Vorsitz des Reichsministers a. D. Dr. Geßler faßte die Frühjahrshauptausschußsitzung des Vereins für das Deutschtum im Auslande eine Entschließung, in der es heißt: Der Verein für das Deutschtum im Ausland begrüßt es freudig, daß in der Regierung der deutschen Erhebung der W i l l e z u r G e st a l t u n g der deutschen Gesamtnation zum Ausdruck gekommen ist. Der Nachkriegsdurchbruch der volksdeutschen Idee in das staatliche Leben hat in der neuen deutschen Geschichte zum erstenmal dadurch sichtbare Gestalt aewonnen, daß e i n D e u t - fcher von jenseitsoer heutigen Reichs- grenzen deutscher Reichskanzler wurde. Der VDA. erwartet zuversichtlich, daß nunmehr mit der Verwirklichung des volksdeutschen Gedankens im staatlichen Leben ernst gemacht wird, und daß i n der Volksdeutschen Erziehungsarbeit der Schulen allen Hemmungen ein Ende gemacht wird, die der völkischen Betätigung des VDA. bisher im Wege standen. Eine Entschließung des Deutschen Richterbundes. Leipzig, 19. März. (ERB.) (Eigene Meldung.) Das Präsidium des Deutschen Richterbundes hat folgende Entschließung gefaßt: Der Deutsche Richterbund begrüßt den Willen der neuen Regierung, der ungeheuren Rot und Verelendung unseres Volkes ein Ende zu machen. Wir sind überzeugt, daß es dem Zusammenarbeiten aller aufbauwilligen Kräfte gelingen wird, die Gesundung unseres gesamten öffentlichen Lebens und damit den Wiederaufstieg Deutschlands herbeizuführen. Deutsches Recht gelte in deutschen LandenI Der deutsche Richter war von jeher national und verantwortungsbewußt: stets warmer vom sozialen Empfinden erfüllt. Er hat nur nach Gesetz und Gewissen Recht gesprochen. Das muß so b l ei b e n I Möge das große Werk des Staatsaufbaues dem deutschen Volke alsbald das Gefühl unbedingter Zusammengehörigkeit geben. Der Deutsche Richterbund bringt der neuen Regierung volles Vertrauen entgegen. (Sine Entschließung des Reichsbundes der höheren Beamten. Berlin, 20. März. (ERB.) Der Geschäftsführende Vorstand des Reichsbundes der höheren Beamten hat folgende Entschließung angenommen: „Der Aeichsbund der höheren Beamten ist aus dem Kampf gegen das llebergreifen gewerkschaftlicher und parteipolitischer Tendenzen auf die Beamtenschaft entstanden. Er sowie seine Berufs- und Landesverbände haben oft in schwerem Ringen gegen öffentliche Meinung und frühere- Regierungen beharrlich die bewährten lleberlieferungen des deutschen Berufsbeamtentums hochgehalten. Der RHB. kann für sich und seine Mitglieder in Anspruch nehmen, die alten Tugenden des deutschen Beamtentums, Lauterkeit, Pflichttreue und Hingabe an das Vaterland, durch schwere Fahre hindurch gerettet zu haben. Hierdurch hat er an seinem SIMe», an denen die deuische VolMMelmig tagte. W W. . - ; A • W £ tut ■iw WM KMM Oben links: Die Paulskirche in Frankfurt a. M., tn der die Sitzungen der deutschen Nationaloersamm- lung von 1848—1849 stattfanden. — Oben rechts: Das Gebäude des alten Deutschen Reichstags in der Leipziger Straße in Berlin, das dem Parlament bis 1894 als Tagungsstätte diente. — Mitte: Das Reichstagsgebäude in Berlin, das nach den Plänen Wallots 1884—1894 erbaut wurde. — Unten links: Das Nationaltheater in Weimar, in dem die deutsche Volksvertretung 1919 zusammentrat. — Unten rechts: Die Garnisonkirche in Potsdam, in der der neugewählte Reichstag am 21. März mit einem feierlichen Staatsakt eröffnet wird. Teil grundlegende Vorarbeit für den nationalen Wiederaufbau des Vaterlandes geleistet. 3n dieser Weise wird die höhere Beamtenschaft auch weiterhin mit allen Kräften Volk und Staat dienen. Der Reichsbund kann hiernach erwarten, daß die nationale Regierung den höheren Beamten Vertrauen entgegenbringt, wie es dos Wohl von Volk und Vaterland angesichts der schweren Aufgaben der Gegenwart erheischt." Der angebliche Inhalt des Muffolmi-planes. Eine fran;ö iiche Mitteilung. London, 21.März. (WTB. Funkfpruch.) Der Pariser Mitarbeiter des „Daily Telegraph" will in der Lage fein, eine korrekte Inhaltsangabe des Konventionsentwurfs von IN n f f o - l i n i zu veröffentlichen. Der Entwurf bestehe aus folgenden fünf Artikeln: 1 Die Konvention wird für 10 Jahre abgeschlossen und soll, falls sie nicht ein Jahr vor Ablauf gekündigt wird, automatisch weitere 10 Jahre in Kraft bleiben. 2. Im Geiste des Kellog-Paktes verpflichten sich die vier Großmächte England, Frankreich, Italien und Deutschland, in Europa f ü r d i e E r - Haltung des Friedens zusammenzuarbeiten. 3. Auch den anderen Mächten ist die Möglichkeit gegeben, an dem vertrag teilzunehmen. 4. Die besonderen Verpflichtungen der vier Mächte sind zweifacher Art: a) sie erklären, daß eventuell die Revision der Friedeus- vertrage erstrebt werden müsse, wie dies in der Völkerbundssahung vorgesehen ist, b) Frankreich, Großbritannien und Italien erklären, daß im Dezember vorigen Jahres Deutschland volle Gleichberechtigung zuerkannt worden ist und daß die Zeit gekommen ist, diesen Grundsatz in die Praxis umzusehen. Oesterreich, Bulgarien und Ungarn werden in gleicher Weise behandelt werden. 5. Die vier Mächte werden sich bemühen, außerhalb Europa und in kolonialen Fragen gemeinsame Richtlinien zu befolgen. Mit arrat in Paris. Paris, 20. März. (WTB.) 3m Kriegsmini- fterium ist heute unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten und Kriegsministers D a! a d i e r, wie Havas berichtet, ein Militärrat zusammengetreten, an dem Marineminister 2 e h g u e s Luftfahrtminister C o t, Marschall Petain und General W e y g a n d teilnahmen. ' Es unterliegt keinem Zweifel, daß Ministerpräsident Daladier die militärischen Sachverständigen zusammengerufen hat, um ihre Ansichten über den M a c d o - naldschen Abrüstungsplan zu Horen, da auch heute nachmittag ein Ministerrat Stellung zu diesem Abrüstungsplan nehmen sollte. Aus alter Welt. Deutsche Opernaufführung in Malmedy und St. Vith verboten. Die von der Deutschen Musikbühne in Malmedy und St- Dith geplanten Aufführungen deutscher Opern mußten a u s f a l l e n, weil die belgische Sicherheitsbehörde die Genehmigung versagte. Begründet wurde das Verbot mit „besonderen Umständen". 3n deutschen Kreisen besteht Grund zu der Annahme, daß 'damit die Umwälzung in Deutschland gemeint sein soll, was als recht befremdlich und unverständlich empfunden wird, da man diese rein kulturelle Veranstaltung doch nicht mit politischen Vorgängen in Deutschland in Verbindung bringen kann. Dazu kommt, daß in der Stadt Eupen eine Vorstellung derselben Bühne ungehindert stattfinden konnte. Fernzündung durch elektrische welle. Der Ingenieur van der Stegen, ein Bruder des Bürgermeisters von Gent, führte, wie aus Brüssel gemeldet wird, vor einigen Persönlichkeiten des öffentlichen und mllitärischen Lebens sein Experiment über die Fernzündung durch die sogenannte Hertzwelle vor. Mit einem einfachen Radioempfänger kann man einen Brand Hervorrufen. Die Welle eines Senders mit einer Wellenlänge von 35 Metern wird durch einfache Vorrichtung des Empfängers zu Schwingungen benutzt, die einen Kurzschluß durch Fernwirkung Hervorrufen. Diese überträgt sich durch einen Verbindungsdraht auf ein Stück Zünder, und es kommt zur Explosion. Die belgischen Zeitungen folgern daraus, daß der Brand der Dampfer »Georges Philippar" und .Atlan- tique“ kmrch Fernzündung hervorgerufen worden sein kann. Bei der wache aus Versehen erschossen. Beim Sprengstofflager im Steinbruch inDoffen h e i m bei Heidelberg hielten zwei S2L* Leute und zwei Stahlhelmer die Rächt- wache. Als der SA.-Mann Ruh von dem Stahlhelmmann Wöll a b g e l ö st werden sollte, hantierte er mit einem Revolver, wobei sich ein Schuß löste, der den Wöll in die Brust traf, so daß der Tod sofort eintrat. Zangara hingerichtet. Wie aus Raiford (Florida) gemeldet wird, ist dort der wegen seines Anschlages auf den Präsidenten Roosevelt und wegen der Erschießung des Bürgermeisters C e r m a k von Chicago zum Tode verurteilte Anarchist Zangara am Montag mittels des elektrischen Stuhles hingerichtet worden. Eine Braunkohlenhalde abgebrannt In Münsterbusch (unweit von Aachen) geriet die große Braunkohlenhalde des Zinkwerks Heinrichs- Hütte der Stolberger Zink-Aktiengesellschaft i n Brand. Die Halde bildete in kurzer Zeit ein einziges Feuermeer. Da die Fabrikwehr nicht ausreichte, wurde die Kreisfeuerwehr alarmiert, der es gelang, den Brand einzudämmen. Ungefähr 300 Waggons Braunkohle, die für den Betrieb der Ge° nbrawren benötigt werden, sind vernichtet worden. Man vermutet, daß der Brand durch Funkenslug hervorgerufen worden ist. Ueberschwemmungen im Ohio-Gebiel. Wie aus Cincinnati (Ohio) gemeldet wird, ist der Ohio-Strom über seine Ufer getreten und Hai das Land weithin unter Wasser gesetzt. Sieben Personen sind in den Fluten umgekommen. Tausende sind obdachlos, der Sachschaden wird auf eine Million Dollar geschätzt. Schwere Bluttat eines Geistesgestörten. 3n einer der letzten Rächte war di« Wohnung des pensionierten Straßenwarts Roth in Der- mersbach bei Fo'rbach (Murgtal) der Schauplatz einer schweren Bluttat. Der 73jährige Strahenwart Roth überfiel in geistiger Umnachtung seine im Bett liegende Frau und brachte ihr mit einem Beil sehr schwere Kopfverletzungen bei. Der Geistesgestörte durchschnitt sich bann selbst mit der Axt die Pulsadern dreimal. Das Ehepaar muhte sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Tonfilm „Der Rebell". Lichtspielhaus Die heroische Geschichte des Tiroler Freiheitskampfes im Jahre 1809 ist in vielfältiger Gestalt — als Volkslied, Roman und Drama — in die deutsche Literatur eingegangen. Es lag nahe, zumal in heutiger Zeit, daß auch der Film sich dieser nationalen Fabel bemächtigte: die Deutsche Universal-Film A.-G. in Berlin gestaltete das Thema in einer Form, die zwar in den Grundzügen der historischen Ueberlieferung folgt, aber eine frei erfundene Spiel- Handlung in die geschichtliche Szenerie einbaut und überdies—was uns für die Komposition und die Ausstrahlung des Werkes entscheidend zu sein scheint — den eigentlichen Anführer im Kampfe der Tiroler wider die napoleonische Fremdherrschaft zum Träger einer fehr klar zum Ausdruck gebrachten Idee macht. Der Name Andreas Hofer, mit dem sich für uns gemeinhin die Erinnerung an die Vorgänge des Jahres 1809 am ehesten und selbstverständlichsten verbindet, bleibt hier ungenannt: die schon fast legendäre Gestalt des Sandwirts vom Pasfeiertal verjüngt sich für die Hersteller des Films in der männlichen Erscheinung eines Jenenser Studenten namens Severin Anderlan, der, aus Deutschland heimkehrend, im Franzosenjabr 1809 auf dem alten Hof seiner Väter sich rebellisch auflehnt gegen die fremden Eroberer und bald seinen eigenen Kampf gegen die Uebermacht zur allgemeinen Sache des Landes macht. Dieser Anderlan spricht es aus in einer der geheimen Versammlungen, in denen die erbitterten Bauern ihren Ausstand vorbereiten: nicht Bruderkampf von Deutschen gegen Deutsche, von Tirolern gegen Bayern kann Sinn und Ziel der Erhebung fein; er weist der Bewegung die entscheidende Richtung und den wahren Feind des Landes. — Die Regie von Kurt Bernhardt und Luis Trenker hat sich-mit erstaunlichem Geschick, Elan und technischer Reife der Gestaltung des Drehbuchs (R. A. S t e m m l e und Walter Schmidt- k u n z) angenommen. Die Inszenierung beginnt ganz romantisch, mit großzügigen, schönen Landschaftsaufnahmen und zarten, lyrischen Siebes» szenen, um dann fast ohne Uebergang in den bal- ladesken Schwung und das stürmische Tempo der eigentlichen Handlung einzumünden mit Flucht und Verfolgung ins Gebirge hinauf. Allmählich verbreitert sich die Einzelhandlung. der Rebellenstreich findet Widerhall und wächst sich aus zur Volkserhebung (das Motiv ist auch filmisch überaus plastisch gesehen und geformt) und gipfelt schließlich in dem erbitterten Gebtrgskampf der Tiroler Bauern gegen die übermächtig anrückenden französischen Bataillone. Hier erreicht die Aufnahmetechnik des in vielen Bergfilmen bewährten Sepp A 11 g e i c r einen verblüffenden Grad non Vollendung, die riesige Szenerie, Landschaft und bewegte Menschenmasse, erbittertes Gefecht am Berg, auf der Brücke, im Wasser, stürzende Lawinen aus Felsbrocken und Baumstämmen, die von den Bauern gegen die Angreifer entfesselt werden —: das drängt sich zu einer Bilderfolge von ungemein dramatischer Realistik zusammen. Für einzelne Motive scheinen berühmte Bilder von Defregger Modell gestanden zu haben. — Trenker spielt auch selber die Hauptrolle, den Severin Anderlan; das ist ein Kerl nach seinem Herzen: männlich, draufgängerisch, voller Freude am Abenteuer, leidenschaftlich hingegeben an seine Sache. Auch in den stilleren Liebesszenen steht er seinen Mann. Die junge Luise Ullrich, eine der hoffnungsvollsten Begabungen des deutschen Theater Nachwuchses, gibt die Enka Niederer, und man kann sich dabei vorstellen, daß sie später einmal die Erbschaft von Mady Christians antreten wird, lieben Haupt sieht man tüchtige Leistungen in der Besetzung; wir nennen noch Ludwig Stössel. Victor V a r c o n i, Fritz Kämpers, Olga Engi, Erika Dannhoff und Albert Schultes. — Der H~ilm läuft seit gestern im neuen Programm des ichtjpielhauses; der starke Besuch des ersten Tages ließ darauf schließen, daß der Film auch bei uns einen ausgesprochenen Erfolg haben wird. —r— Nie Göttin der Jahreszeiten Don paul Eipper. 3n einem alten Park steht ein Bildwerk aus Stein. Kricgsgetümmel, der Sturm der Zeiten und die Unbill der Witterung haben seinen glatten Glanz zerstört: fleckig grau ist der Granit, verstümmelt der Faltenwurf, abgeschlagen der rechte Arm des griechisch-klassizistischen Mädchens. Als ängstige sich die Südlandsgöttin, fürchte den nordischen Himmel, steht die Figur dicht neben zwei jonischen Säulen, die — schlanke Zwillinge — wie Kerzen hochwachsen oder wie fromme Gebete- Sei es die stolze Haltung des Kopfes, die Lieblichkeit ihres Gesichts, der sinnliche Reiz des krastvoll modellierten, vorgestellten Beins, die olympische Frau lockt mich seit Jahren zu immer neuer Wiederkehr Ich sah sie eingehüllt in Schnee, zauberisch mit weißem, weichem Pelzwerk verbrämt; grüßte sie bei Sonne und Frühlingswind; nickte ihr zu während das herbstlich bunte Laub um ihre Locken tanzte. Es ist nicht wahr, daß ein verliebter Mann über die Mängel seiner „Göttin" großzügig hin- wegschaut. 3m Gegenteil; daß meine Griechendame einarmig sei, blieb mir ein steter Schmerz. Oft sah ich im Traum die einst gewesene Vollkommenheit, in immer wechselnder Form: lieblich bot Hebe die Schale mit Rektar; Willkomm kündete Minervas ausgestreckte Hand; eine Juno reichte lächelnd den Siegeskranz. Am häufigsten aber träumte ich, wie Flora aus gerundetem Füllhorn holdselig die Rosen der Liebe goß. Manchmal war die Vision so stark, daß ich, erwachend, keine Ruhe fand, mich überzeugen mußte, ob denn die Griechin nicht doch zweiarmig sei. Zwar blieb bas Bildnis aus Stein verstümmelt, doch ich erkannte, daß Leben in ihm pulste, eine Seele vielleicht, jedenfalls die Kraft, sich zu verändern, dem Wandel der Umwell anzupassen. Plötzlich wußte ich, w e r dort oben auf dem Sockel neben den Säulen stand seit vielen Geschlechtern den Eingang zierte zum Park: die Göttin der Jahreszeiten. Als ob die gnadenvolle Natur ein Unrecht wieder gutmachen wollte, jene Verstümmelung durch Krieg und Wetterfraß, lockte sie aus dem Bachbett die Fruchtbarkeit der Erde, trieb grüne Ranken, klammernde Efeuhändchen zwischen Postament und Säu- lenbasis hach, über den steinernen Faltenwurf der Tunika, so daß eine Blätterbordüre am nackten Knie vorbei zur Hüfte schwang, in der Mulde zwischen Arm, Leid und Brust eine grüne Oase üppig wucherte auf dem Granit. Das starre Gebilde von Stein wurde zu atmender Natürlichkeit; das Kunstwerk verwob sich dem Kreislauf der Gezeiten. Smaragden glänzte im Mai das helle Grün, wenn Sonnenkringel über Stein und Säule huschten, Heckenröschen blühtew>rot zur pran- genben Erntezeit; mit weißen, blaßblauen, lieblichen Glocken schmückte im Herbst bie letzte Kletterwinde Hals und Kinn der schönen Frau. Wenn bie Novemberstürme brausten, fiel Blatt und Farbe ab; nur bie Efeuschnüre wehrten sich gegen bas Tosen ber Luft, würben gleich züngelnben Schlangen um ben Steinleib gepeitscht. Göttin ber Jahreszeiten: heiteres Frühlingskind, üppige Fülle des Sommers, im rauhen Herbst drohende Erinnye, vermummter Schalk bei winterlichem Flockentanz — Werden und Vergehen, ewige» Wiedergeburt! Jung ist die Göttin, jung wird sie bleiben: Hüterin des Parks, Schutzherrin ber Bäume, bes Regens unb der Sterne, die ein goldenes Diadem um ihre Schläfen winden. folgendermaßen geschildert: Luftschiff-Stewardeß — ein neuer Frauenberuf. Ein ebenso interessanter wie eigenartiger neuer Frauenberuf ist jetzt in den Vereinigten Staaten entstanden. Bisher haben allerdings nur 25 weibliche Wesen die Vergünstigung erhalten, in diesem neuen Wirkungsbereich tätig fein zu dürfen, aber wie groß der Ansturm war, zeigt die Tatsache, daß sich 5000 Bewerberinnen gemeldet hatten. Die 25 Damen arbeiten als „Stewardesses" auf den Luftschiffen der Fluglinie von Chikago nach Oakland. Wie Francis Drake im Atlantic Monthly" mitteilt, war die Prüfung so streng, daß nur eine unter je 250 für wirklich geeignet befunden wurde. Jede Bewerberin mußte nachweisen, daß sie als Krankenwärterin an einem großen Krankenhaus tätig gewesen und auch schon Reisen in einer solchen Stellung unternommen hat. Man bevorzugt Krankenschwestern, weil diese an harte Arbeit gewöhnt sind und das nötige Verantwortungsgefühl besitzen; auch ist eine so vorgebildete Person imstande, im Rotfall bei Erkrankungen in der Luft erste Hilfe leisten zu können. Das Alter der Luft- ftewardesses, die eingestellt wurden, liegt zwischen 20 und 27 Jahren, die Durchschnittsgröhe beträgt 1,63 Meter, das Durchschnittsgewicht 125 Pfund. 3n dem Gepäck, das sie mitnehmen, müssen sie sich auf eine Mindestmenge beschränken. Die Pflichten dieser Bediensteten des Luftschiffs werden folgendermaßen geschildert: „Die S ewardeß hat sich zunächst einmal um bie Schi fspapiere zu kümmern unb die Luftpost zu beau sichtigen -Sre nimmt ben Reisenben bie Billetts ab unb 'forgt für die Unterbringung bes Gepäcks. Bei ben Flügen ist regelmäßig eine Menge Schreiberei zu erledigen, so baß sie bamit viel zu tun hat. Außerbem hat sie die Aufsicht über die Kiffen, Bettücher, das Silber unb anbere Ausrüstungsgegenstände des Schiffes. Sie hat für bie Lüftung unb Heizung ber Räume Zu sorgen, gibt an bie Passagiere auf ihr Verlangen Seife, Hanbtücher, Karten, Aspirin, Mittel gegen Luftkrankheit, Baumwolle für bie Ohren, zur Dämpfung des Lärms ufro. aus. Sie steht überhaupt ben Reifenden zur Verfügung und ist ihnen m jeder Beziehung hilfreich. Sie befördert Briefe und Telegramme, und außerdem bient sie auch als Fremdenführer, indem sie ben zum Fenster heraus- fchauenden Passagieren die unter ihnen liegenix Landschaft erklärt und sie auf alle Sehenswurbig- feiten aufmerksam macht. Da die Luftreisenden nachher gern von ihren Erlebnissen auf ber Fahrt erzählen wollen, so find sie recht wißbegierig.- DerTleuaufbau des Arbeitsdienstes Der Nattonaliag in Gießen. T 2lr> ein-- Lei- Leibgardistentag in Gießen Heute Gefchafisschtuß in Heffen von 11 bis 15 ilhr. Darmstadl, 20. ITlärj. (IBSJt) Der Staals- fommiffar für das Polizeiwesen hat augeordnet. daß am Dienstag. 2 1. März, alle Geschäfte in heffen in der Zeit von 11 bis 15 Uhr geschloffen zu halten sind, um allen Volksgenossen die Teilnahme an den Feiern zu ermöglichen. Zuges beauftragt. Der Ausschuß nahm seine beit sofort auf und beschloß folgendes. Die Gruppierung des Festzuges. der Eteinstrahe, Spitze an der Ecke Stein- straße Marburger Straße, Schluß an der Turnhalle am Oswaldsgarten. Gruppenführer : Standartenführer Mü nker. Zweite Gruppe: Musik, Gießener Turner- schaft, sämtliche Sportvereine, Behörden. Polizei, Militärvereine. Aufstellung in der Rordanlage, Spitze an der Feuerwache gegenüber der Turnhalle, Schluß an der Brauerei Denninghoff. Gruppenführer: Rektor Kling. Dritte Gruppe: Musik, Stahlhelm und Deutschnationale Bolkspartei, hierauf Jungdeutscher Orden, Iugendgruppen, Reichsbahn, Nürnberg, 18.März. (WTD.) Unter Lei- tung des bayerischen Landesführers Oberst von Lenz wurde heute hier eine Tagung der bayerischen Stahlhelniführer abgehalten, zu der auch der 1. Dundesvorsihende Rcichsminister Seldte erschienen war. In einer Ansprache erklärte Minister Seldte, die Kräfteverteilung im Kabinett sei gut. Hitler habe im Blut und Instinkt etwas mitgebracht, was Tausende von Diplomaten nicht lernten; Herr v. Papcn könne ihm ein guter Sekundant sein. Reichsjustizminister Gärtner vertrete Süddeutschland denkbar ein* fluhgebend. Mit Hugenberg sei ein besonderer Ideenkreis deutscher Art und deutschen Wesens in das Kabinett hineingetragen. Als Aufgabe seines eigenen Ministeriums bezeichnete der Minister die Reinigung in den einzelnen Aemtern, in denen keine Bonzokratie mehr geduldet werde, den Aufbau und die Arbeit. Es werde ein Arbeitsheer gebildet werden, ohne daß die Industrie dadurch eine Einengung erfahre. Die Möglichkeit, die deutsche Industrie über den Export wieder gesund zu machen, sehe er nur für die Spezialindustrie. So werde man um eine 6 e - stimmte Planung nicht herumkommen. Hätten wir wieder ein stehendes Heer, dann hätten wir für den inneren Markt einen guten Kunden. Er denke nicht an Krieg, aber das starke deutsche Volk müsse wieder frei und so gerüstet sein wie alle anderen Völker. Mit dem Streben nach Parität in der Rüstung gehe Hand in Hand das Streben nach Parität in der Arbeit. Wenn uns eine Aufrüstung nicht ermöglicht werde, müsse zur Belebung des inneren Marktes eine Umlagerung erfolgen durch Ansiedlung der Millionen Arbeitsloser in Heimstätten und Stadtrandsiedlungen. Der Minister sprach in diesem Zusammenhang von einem von ihm erwogenen Plan, durch eine 3°Milliarden-Anleihe die Mittel hierfür zu beschaffen. Dec bevollmächtigte Stellvertreter des Reichs- Der Festzug wird in drei Gruppen geteilt, die sich wie folgt aufstellen: Erste Gruppe: Musik, SA., Politische tung dec RSDAP., Hitlerjugend, Hitler-Mädchen. SS. und Studentenschaft. Aufstellung in heute am Anfang einer neuen Zeit stünde, unsere alte Reichssahne, unter denen das Regiment ge- tampft und unter denen die Kameraden gefallen seien, wären wieder zu Ehren gekommen. (Brausender, langanhaltender Beifall.) Wir begännen heute mit dem Dritten Reich. Dank der tüchtigen und erprobten Führer, die jetzt an der Spitze Deutschlands ständen, würde es, die tatkräftige Mitarbeit aller Volkskreise vorausgesetzt, wieder bergauf gehen. Das deutsche Volk habe sich zusammengefunden. Wir müßten jetzt alle dem Vaterland und seiner neuen Regierung treu bleiben, auch wenn die Tage nicht so kämen, wie wir sie uns gewünscht hätten, denn die Schwierigkeiten seien übermenschlich groß. Mit einem Hurra auf das Vaterland und dem gemeinsamen Gesang der ersten Strophe des Deutschlandliedes klang die mit großem Beifall aufgenommene Rede aus. Sodann verlas der Bundesvorsitzende noch ein Schreiben des hessischen Staatspräsidenten, Herrn Professor Dr. Werner, worin derselbe für die Einladung zum Leibgardistentag herzlich dankte und mitteilt, daß er leider am Erscheinen verhindert sei, die Festteilnehmer aber herzlich grüße und der Feier guten Verlauf wünsche. Die Aufgabe, für gute Unterhaltung Sorge zu tragen, hatte die Traditionskompanie, die erste unseres Bataillons, übernommen. Die von Unteroffizier Steines geführte Gefangsabteilung der Kompanie (Dirigent (Befreiter Dietrich), erfreute mit den beiden Chören „Deutschland, Deutschland, höre wieder" und „Wenn die Garde marschiert" und erbrachte den Beweis, daß auch unsere Reichswehr eine Pflegestätte des deutschen Männergesangs werden kann. Die sportlichen und turnerischen Darbietungen der von Feldwebel Bohn betreuten Turnerriege, oorgeführt von Gefreiter Dietz, legten Zeugnis ab von einer ganz hervorragenden körperlichen Durchbildung unterer Grenadiere. Unterfeldwebel Kaufeld sprach einen Prolog und forderte dazu auf, in allen Lebenslagen an Goll, Ehre und Vaterland festzuhalten. Die Reichswehrkapelle wartete mit ausgezeichneter Musik auf und mußte sich zu einer Reihe von Zugaben entschließen. Als die Kapelle das deutsche fjlaggenlieb spielte, fangen die allen Soldaten aus tiefer, innerer Ueberzeugung das Lied mit. Sämtliche Musikvorträge, einige wurden unter Mitwirkung der Spielleute des Bataillons bargeboten, mürben mit großem Beifall aufgenommen. kommissars für ben Arbeitsdienst Dr. Mohn- den sprach im Rundfunk über den künftigen Aufbau des Arbeitsdienstes. Die Reichsregierung hat in dem Aufruf bei ihrem Amtsantritt verkündet, daß sie aus der jetzigen Form des Freiwilligen Arbeitsdienstes zur allgemeinen Arbeitsdienstpflicht übergehen werde. Der Weg zum Ziel kann nur der der organischen Entwicklung aus den umfassenden Leistungen und Grundlagen sein, die der bisherige Freiwillige Arbeitsdienst in opfervollen Mühen geschaffen hat. Einzelheiten und Tempo Höngen selbstverständlich von der Frage der Finanzierung und von praktischen Rotwendigkeiten der äußeren und inneren Politik ab. Als erstes Ziel wird noch in den laufenden Tagen organisatorisch der Arbeitsdienst zu einer vollständigen und in sich geschlossenen Verwaltung ausgebaut. In den Bezirken der Landesarbeitsämter wird die Leitung vollständig und hauptamtlich in die Hände von neu bestellten Bezirks- kommiffaren gelegt. Innerhalb der Landesarbeitsämter werden jeweils die bisherigen Bezirksarbeitsämter zu einem eigenen Arbeitsdienstamt zusammengefaht. -An all diesen Stellen werden neben bewährten Verwaltungsbeamten solche Männer aus der Praxis des Arbeitsdienstes eingeschaltet werden, _ die durch Leistung und Tüchtigkeit auf diesem völlig neuen Gebiet sich bewährt haben. In diesem organisatorischen Rahmen, der sich schrittweise verselbständigen wird, wird sich gleichzeitig die Entwicklung zur Heranziehung geschlossener Jahrgänge im Sinne der Arbeitsdienstpflicht, und im Zusammen Hang mit den Maßnahmen des Reichskuratoriums 1 für Iugendertüchtigung z u wehrsportlicher Erziehung und Vorbereitung der späteren Miliz ergeben. Durch die umfassende vorbereitende Landesplanung werden nunmehr endlich die großen Aufgaben der Landeskultur angefaßt werden. Aus der Wett der deutschen Frau Ein Rundgang durch die große Berliner Ausstellung »Die Zrau". Der heutige Rationaltag aus Anlaß der feierlichen Eröffnung des neuen Deutschen Reichstages wird auch in unserer Stadt in hoher vaterländischer Begeisterung begangen werden. Heute vormittag muß überall — soweit es nicht schon geschehen ist — sofort die Parole Fahnen heraus! befolgt werden. An zahlreichen Häusern tonnte man bereits gestern abend schwarzweißrot und die Hakenkreuzfahne bemerken. Hoffentlich wird heute in allen Straßen noch stärker geflaggt als bisher, damit dieser denkwürdige Tag in der deutschen Geschichte auch in unserer Stadt das gebührende äußere Gepräge erhält. Oie militärische Feier des Tages fipbel auf dem Hofe der Reuen Kaserne statt. Der Feldgottesdienst beginnt um 1145 Uhr und wird bis gegen 12-30 Uhr bauern- Anschließend wird der Bataillonstommandeur. Major v. W a ch t e r, eine Ansprache halten, die bei präsentiertem Gewehr in dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes ausklingen wird- Zum Schluß wird ein Parademarsch des Bataillons in Zügen vor dem Bataillons» kommandeur stattfinden An der Feier werden auch die Schutzpolizei, die H i l f s p o l r z e t. die S S. und S A., sowie der Stahlhelm teilnehmen. Diese Formationen werden auch den Vorbeimarsch vor dem Bataillonskommandeur mitmachen. Die ganze Feier ist öffentlich, jedermann hat Zutritt zum Kasernenhof. Militärische plahmusik. Don 18 bis 19 Uhr wird unsere Militärkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Krautze auf der Südanlage Plahmusik bieten. Die Vortragsfolge bringt: 1. Preußen-Marsch, Heeresmarsch II, Rr. 119, Golde. 2. Großer Kriegsmarsch und Schlachtenhymne aus der Oper „Rienzi"; Wagner. 3. al Althesfischer Reitermarsch, b) Hessischer Fahnenmarsch; Landgraf Ludwig VIII. 4. Historische Märsche. Eine Zusammenstellung historischer Heeresmärsche vom Mittelalter bis zur Gegenwart; Hackenberger. 5. Erinnerung an das Militärleben, Potpourri; Delling. Oer große Fackelzug. Zur organisatorischen Vorbereitung des großen Fackelzuges am heutigen Abend fand gestern abend im Stadtrats-Sihungssaale im Stadthaus Bergstratze eine Beratung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Seid statt, an bet^ sich zahlreiche Vertreter von Vereinen und Derbänben beteiligten. Vor dem Eintritt in die Deratungsar- beit lehnte die Versammlung auf Anregung der Vertreter der RSDAP. und der Kampffront Schwarz-Weitz-Rot einstimmig die Beteiligung der Arbeiter-Samariter-Kolonne ab, deren Vertreter daraufhin den Sitzungssaal verließen. Bürgermeister Dr. Seid teilte mit, daß die 6 t a b t D e r to a 11 u n g für ben Fackelzug und die Musik den Betrag von 350 Mk. zur Verfügung stelle und die Bevölkerung zum Flaggen und zur Beteiligung am Fackelzug aufgefordert habe. Bei der Feststellung bet voraussichtlichen Beteiligung an dem Fackelzug ergab sich eine Tcilnehmetzahl von etwa 3000 Menschen. Rach weiterer kurzer Besprechung wurde ein Arbeitsausschuß mit der Organisation des Berlin, im März 1933. Auf dieser Ausstellung versucht man, der deutschen Frau einen Querschnitt über ihr eigenes Wirken und Leben zu geben. Fieberhaft ist an diesem großangelegten Werk gearbeitet worden und mehr als 100 Reichs- verbände, denen 3 Millionen Frauen angehören, haben daran mitgeholfen. Jeder hat sein Bestes gegeben und auch der ungläubigste Thomas toirb einen Teil finden, der eigens für ihn geschaffen scheint und ihn zum Rachdenken zwingt. In drr Begrüßungsrede wurde ausgeführt, daß das Programm nach sorgfältigster Wahl und strengster Kritik zusammengestellt wurde und daß es nun gelungen fei, restlos alles zu ergreifen, was für die Frau als Hausfrau, Gattin und Mutter und Angehörige der deutschen Ration von Wichtigkeit ist. Volks- wirtschaftlich ergeben sich oft die merkwürdigsten Feststellungen an Hand der Statistiken. Zum Beispiel leben noch immer 94 Prozent aller Deutschen in einer abgeschlossenen Familiengemeinschaft. Unbekannt war den meisten bisher, daß wir das geburtenärmste Land Europas sind und Berlin sogar die geburtenärmste Stadt der Welt ist. Der Bevölkerungszuwachs ist seit 1900 so» weit zurückgegangen, daß, falls keine Aenderung eintritt, im Jahre 1980 auf jeden alten Menschen nur noch ein Enkelkind kommt und daß daraus eine Vergreisung des Volkes entstehen muß. Volk ohne Jugend hat keine Zukunft. . Wir lernen vieles über die Entstehung und Entwicklung bis zum fertigen Menschen. Auf Bildern. Plastiken und beleuchteten Transparenten wird es uns anschaulich gezeigt. Besonders interessant der Vorgang: Blutkreislauf von Mutter und Kind. K r a n k h e i t e n. an erster Stelle der weitverbreitete Krebs, sind in einfachen und darum um so deutlicheren Darstellungen zu sehen. Gefahren werden erklärt und der Weg wird gewiesen, wie und wo man Helsen kann Das Hygiene-Institut in Dresden hat hier oorbilb- liche Arbeit geleistet. Die Wichtigkeit der Frauenleistung im einzelnen und im allgemeinen, alles kommt zur Aussprache. Vom deutschen Siedlungswesen hören wir, daß es nur lebensfähig ist und gedeihen kann, wenn die Frauen sich auf Landarbeit verstehen. Man zeigt uns, was eine Bäuerin im Laufe einer dreißigjährigen Tätigkeit fertigbringt und wir staunen ob dieser oft gigantischen Zahlen, in denen 25000 Brote und 18 000 gern ä ft e t e Schweine keine Seltenheit sind. Auch das Kapitel der berufstätigen Frau und Mutter wird erörtert und man klärt uns auf, wieviele von ihnen die Familie ernähren, wie sie leben und wie ihre soziale Stellung im Reiche ist. Das Thema Lebensmittel, Handel und V e r b r a uch sollte jede Frau interessieren. Sie muh wissen, wohin ihr Geld flieht, was dem eigenen Lande durch Auslanderzeugnisse entzogen wird, dah nur 18 Prozent des Umsatzes auf die Kauf- und Warenhäuser kommen und daß 82 Prozent noch immer dem Einzelhandel erhalten blieben. Die nervöse Frau erkennt sich auf Bildern und hat Gelegenheit, sich einmal kritisch zu betrachten und daraus die Rutzanwendung zu ziehen. Die Bilder zeigen, wie ihre Reizbarkeit sie alles am falschen Ende anfangen läßt, wie sie das doppelte an Arbeit leistet, weil sie kein System hat, und wie ihre Rerven reagieren. Bei der einen genügt schon, wenn ein Kind eine Frage stellt oder die Türglocke schellt, bei der andern muh eine Reihe von Dingen zusammenkommen, ehe sie explodiert. Fragen der Kindererziehung, Kinderpflege, Kinderstuben, Kinderernährung, Kinder als Träger der Zukunft, die. einst den Geist der Familie in die Welt hinausbringen, sind für uns alle gleichmäßig wichtig. Körper-Krankenpflege und allgemeine Hygiene geben uns neue Aufschlüsse, bestätigen bereits Bekanntes und rufen zur strengen Innehaltung auf. Und dann kommt der praktische Teil dieser Riefenschau. Wohl jede Hausfrau wird entzückt fein über all das Reue und Wun- Zu einer großen vaterländischen Kundgebung gestaltete sich der am Sonntag im Cafe Leib abgehaltene Leibgardistentag des Bundes hessischer Leibgardisten. Aus allen Teilen Hessens, selbst aus dem östlichen Oberhessen und aus den entferntesten Gemeinden von Starkenburg und Rheinhessen, waren Angehörige des früheren ersten hessischen Leibgarde- Insanterie-Regiments Rr. 115 zum Leibgardistentag gekommen. Alte Kameradschaft gatt es aufzufrifchen und im Bund mit Gleichgesinnten einige frohe Stunden zu verleben. Die @e(amtleitung des Festes lag in den Händen des Bundesvorstandes mit Sr. Exzellenz Generalleutnant von x) i b t m a n als erstem Vorsitzenden. Die musikalische Leitung hatte Obermusikmeister Krautze, der mit dem Musikkorps des hiesigen Bataillons einen großen Teil der Dortragsfolge bestritt. Mit dem „Parademarsch der langen Kerls" wurde —die Feier eröffnet. Sodann hielten die Fahnenabordnungen der vaterländischen Vereine ihren Einzug, und Herr Saoelsberg (Darmstadt), ein Sohn unserer Stadt, widmete als Vertreter des Bundesvorstandes den Gefallenen des Regiments im Weltkrieg einen ehrenden Nachruf. Die Reichswehrkapelle intonierte das Lied vom guten Kameraden, das stehend angehört wurde. Sodann hiell der erste Bundesoorsitzende, Se. Erz. Generatteutn. v. O i d t m a n (Darmstadt) eine Ansprache. Er begrüßte zunächst alle Festteilnehmer, ferner die Traditionskompanie des Leibgarde-Regiments, die jetzige erste Kompanie des Gießener Reichswehr-Bataillons, ferner den Bataillonskommandeur der hiesigen Reichswehr, Major von Wachter, weiter den Kriegeroerein Gießen und die Brudervereine von den übrigen Waffengattungen. Er führte u. a. aus. daß das ehemalige Darmstädter Leibgarde - Regiment eines der ältesten deutschen Regimenter gewesen sei und jetzt feinen 312. Geburtstag habe feiern können. Die ehemaligen Regimentsangehörigen könnten heute noch mit Stolz auf die ruhmreiche Geschichte des Regiments zurückbljcken. Ganz besonders müsse er in Treue des früheren obersten deutschen Kriegsherrn, Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm II., und des ehemaligen Inhabers des Regiments, Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen, gedenken. Er führte weiter aus, daß man berbare, das man so gern selbst in Gebrauch nehmen möchte, wenn man nur ein bißchen mehr Geld hätte. Wer mit offenen Augen durch hie Hallen geht, muh begreifen, was hier geleistet wurde auf vorschrittlichem und technischem Gebiet. Eine T e x t i l s ch a u zeigt, wie die Frauen früher webten und wirkten und wie heute Seide, Baumwolle und Kunstseide entstehen. Reuzeitliches Wohnen und neuzeit- liche Möbel findet man in wunderschönen Ausführungen. Auch dem Kombinationsmöbel, das wir heute als unentbehrlich anerkannt haben, ist ein besonderer Raum gewidmet. Hygienischen Fragen widmet die Technik besondere Sorgfalt. Man erfährt, wie Lebensmittel aussehen müssen, um wirklich frisch zu fein, und daß es Sache der Frau ist, darauf zu achten, da sie durch gesunde Kost die Leistungsfähigkeit der Familie steigern kann. In vielen, fast zu vielen kleinen Kojer stellen die Firmen ihre Waren aus. Man wandert vom Kochtopf zur Rohkostmafchine. vom Küchenmotor zum Schnellkochtopf, vom Waschpulver zum Gemeinschaftswafchkessel mit Dampfbetrieb. Margarine, Butter, Honig, Kaffee, Obst und Obstsäfte und vieles andere mehr werben für sich. Eine Firma hat sogar ein Kino aus- gebaut und zeigt darin ihre eigenen kleinen Filme. Auch die Mode ist nicht vergessen. Fesselnd wirbt die Abteilung „Mode seit 15 0 2 ah - r e n". Der heutige Teil ist reich beschickt und gibt viele Anregungen, zu denen man gleich die Schnittmuster mitnehmen kann. In einer hübsch zusammengestcllten Schau kommen die besonders Interessierten auf diesem Gebiet zu ihrem Recht. Und, wenn man dann mit allem fertig ist und sich in der kleinen Konditorei oder in der Bauernschanke gestärkt hat, nimmt uns eins von den netten kleinen blau-gold gekleideten CBri^ gitten-Mädchen beim Arm, geleitet uns in einen Raum und man wird unentgeltlich photographiert, um ein Andenken an diesen Tag mitzunehmen, welcher noch oft Anlaß zu einem besinnlichen Zurückschauen werden soll. Denn so groß ist die Fülle des Gebotenen, dah man wirklich eine .Weile braucht, um alles im Kopf zu Ruhen verarbeitet zu haben. Seit 1912 ist es das erstemal, daß wir uns an dieses schwierige und weitläufige Gebiet herangewagt haben, möge es nun den Frauen den Segen bringen, den wir uns davon erhoffen. Reichsminister Dr. Goebbels eröffnete feierlich d i e Ausstellung „Die Frau". Rach musikalifchen Darbietungen begrüßte die Vorsitzende des Stadtverbandes Berliner Frauen- vereine, Frau Anna von Gierke, die Anwesenden. Hieraus sprach der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, Geheimrat Dr. Hamel. Reichsminister Dr. Goebbels überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Reichspräsidenten und der Reichsregierung. Er hob hervor, daß niemand die Frau aus dem öffentlichen Leben, aus Arbeit, Beruf und Broterwerb herausdrängen wolle. Aber es dürfe nicht ungesagt bleiben, daß Dinge, die dem Mann gehörten, ihm auch verbleiben mühten. Das sei kein absprechendes Urteil, sondern nur das Verweisen der Fähigkeiten und Anlagen der Frau auf die Gebiete, die ihrem Wesen am ehesten entsprächen. Ein sozialreformiertes Volk werde seine erste Aufgabe darin erblicken müffen, der Frau die Möglichkeit zu geben, ihre eigentlichen Aufgaben als Mutter und als Kern der Familie zu erfüllen. Dr. Goebbels hob unter Hinweis auf den gewaltigen Geburtenrückgang in den Großstädten und besonders in Berlin hervor, dah die Regierung fest entschlossen sei, diesem Verfall der Familie und der blutsmäßigen Verarmung unseres Volkes Einhalt zu gebieten. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dah die Ausstellung mit ihrem Hinweis auf die Fäden bet Vergangenheit und auf die Mittel und Wege zur Abwendung dieser Schäden ein W a r - nungsruf für alle deutschen Frauen und Mädchen sein möge, der sie zur nativnalpolitischen Einkehr, zur Umkehr und zur freudigen Mitarbeit am Reubau des Staates bestimme. VDA., Feuerwehr. Aufstellung von der Turnhalle in Richtung Westanlage, Spitze an der Turnhalle, Schluß auf der Westanlage. Gruppenführer: Syndikus Röhr. Aufstellung des Fackelzuges um 20 llhr, Abmarsch um 20.30 Ahr. Die Vereine usw. werden um rechtzeitigen Anmarsch zu dem vorbezeichneten Sammelplatz gebeten, damit der Fackelzug sich pünktlich in Bewegung sehen kann. Wunschgemäß sei hier noch besonders bemerkt, dah alle Gruppen der bündifchenIugendum 19.30 Uhr vollzählig auf dem Ludwigsplah antreten müssen. Die VDA. - Mitglieder der Orts- und Schul- gruppen sammeln sich um 19 Uhr am Gymnasium. Die INarschstrahen. Der Fackelzug hat folgenden Weg: Ab Ecke Steinstraße/Marburger Straße durch die Marburger Straße, Walltorstraße, Lindenplatz, Kirchenplatz, Marktplatz, Marktstraße, Bahnhofstraße, Liebigstrahe, Frankfurter Straße, Seltersweg, Reuenweg, Gartenstrahe, Ludwigsplah, Kaiserallee zum Trieb. Auf dem Trieb wird in weiter Runde aufmarschiert. Dann wird gemeinsam das Deutschland-Lied gesungen. Hierauf werden die Fackeln zusammengeworfen. Damit schließt die Kundgebung. Rechtzeittg Fackeln besorgen? Der Ausschuß empfiehlt den Zugteilnehmern, sich -schon im Laufe des Tages mit Fackeln zu versehen, damit am Abend keine unnötigen Verzögerungen entstehem Wer dazu keine Gelegenheit hat, kann natürlich noch am Abend beim Aus stellen der Gruppen Fackeln bekommen. Besser ist es aber, man sorgt vor! In unserem gestrigen Anzeigenteil hat die Papierhandlung von Heinrich Roll, Mäusburg, Fackeln angeboten. Der Ausschuß nahm mit Befriedigung zur Kenntnis, daß die Gießener Stadtverwaltung für den Fackelzug 350 Mark zur Verfügung gestellt hat. Er erwartet bestimmt, daß auch die Kreisverwaltung mit einem gleich hohen Betrag sich zuschußweife an ben Kosten der Fackelbeschaffung für die erwerbslosen oder finanziell schwachen Zugteilnehmer beteiligt, zumal es sich hier um eine durchaus nationale Veranstaltung im Sinne der neuen Reichsregierung handelt! Geschäflsschlietzungen. Der Verein der Cinzelhän.le.' fordert s ine Mi - glieder in einer Anzeige in dieser Ausgabe auf, von 11 bis 15 Uhr zur Feier des Tages die Geschäfte zu schließen. MM i'SSM pol Der St« preuhilche eine tiesei nungen i Srundl und »*r nung. ® letzte M zugleich. 1 ein Dilta! hegt W bleibt W lungert nur der Fahne, das eine c Hörer einp das Aeue. 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Auch Kameradenin Zivil. 35 105 6,9 89,5 101 97,25 155,25 135,5 wickelte. Die übrigen taten ihre Schuldigkeit. Spielvereinigung 1900 (Ziehen. VfB. Friedberg I — 1900 1 8:1 (2:1). Ein wenig erfreuliches Resultat wußte Der Vorstand. MMweeme MR. 6. 1913 e.V. 60,25 105,65 70,5 95 72,9 165 H8 66 76,13 29,5 83,9 46,75 210 87.5 60,5 106,25 71 95,75 166 >18 76,25 28,5 5,5 210,5 -.7.25 Zur Teilnahme am Fackelzug treffen s. unsere Mitglieder heute abend T.BOUtiroit ö. Unter- führg.Oswaldsgart. 1973D Der Vorstand A.E.G...................... Eseln:. Lieferungsgelellschaft'.^ Licht und Kraft . ......... e Yin er den papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zulegt vefchlosfenen DioiDenDe an. — ReichsbankDiskont 4 o H.. Lombardzinsfuß 5 o. H. Wgw Meldung zur Teilnahme am 1967D Fackelzug bis um 6 Uhr an den 1, Vorsitzenden. Glgllll- Heute abend mzD Teilnahme am Fackelzug aktive u.pässive Mitglieder. Treffpunkt 19.30UhrZ-rankfurt. Hof, vor Vorstand. ZumIackelzng antreten beute abend vünktl. 7.30 Uhr am Hessischen Hof. Erscheinen ist Pflicht.msD" Reichsverb. deutscher Kriegsopfer e.V. Gau Oberhessen Die Kameradenfrauen u. Kamerad, treffen sich zum Fackrlzug 19.45 am Ludwigs- Mitglieder d. Ortsund Schulgruppen versammeln sich zur Teilnahme am Fackelzug um 19 Uhr am Gymnasium. Jeder besorge sich mögt, seine Fackel selbst, issov miiiiiiiiiiiniiiiiniiiiiiiiiiiD Gießener 1 Turnerschast Wir fordern unsere Mitglieder auf, sich an dem heutigen MW recht zahlreich zu beteiligen.— Antreten aller Abteilungen 20 Uhr an derTurn- balle (Steinstraße). Daselbst Ausgabe d. Fackeln. Der Vorstand. ’iHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiniiin Jranrfurt a. Ul. Äerlin Echluß- kurs Schluß!. Abend» börs' Schluß» lurö Schlußk. Mittag- börsc Oalum 18-3 20.3. 18.3. 20.3. Framiuri a. jji. Berlin Schluß« kurs Echlußt. Abend- börle Schluß» fürs Schluß». Mittag» börse Datum 18.3- 20-3. 18.3. 20-3. Hamburg-Amerika-Pale: ..... c Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff........... o Norddeutscher Lloyd .........o öl ®. für Verkehrswesen Akt. .. o Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz, und Privatbank... v Deutsche Bank und Disconto» Gesellschaft............... 0 Dresdner Bank............... Reichsbank ................. , 21,75 22,25 49,13 b2,5 53 70,25 61,5 141,5 24,25 25,75 55,25 6.5 53 70,5 61,5 148 21,65 33,75 23 49 r,3,5 53,5 70,25 61,5 142,25 24,13 52 40 25,75 54,9 95,5 53,5 fil.i 147,75 Frankfurt a.M. Derlin Schlußkurs Schlußk. AbcnV» bSrs- Schluß» fürs Schlußk. Mittag» bSr-e Datum 18.3. | 20.3. 18.3. 20-3. Bereinigte Stahlwerke....... . u 45,75 44 47 43.75 L laut Minen .............. . 0 18,7 139 18,75 140 19 139 Kaliwerke Aschersleben....... . 6 140 Kaliwerke Westeregeln....... Kaliwerke Salzdetfurth...... . 6 141 140 141,5 141 . P 209 '07 208 '08 I G. Farben-Jnbustrie...... Schcideanslakt.............. . 7 127,25 128 127,4 127 .10 173 ■ 72,5 Goldschmidt ............... . 0 47,25 54,5 43,5 4,5 47,75 54,9 38,5 53,9 RütgerSwerke.............. . 0 Metallgeiellschast............ . (, 10.5 56,d 64 39,75 58,75 1 ,25 56 75 Philipp Heizmann.......... . 0 58 Zementwerk Heidelberg ..... . 4 68 Zementwerk Karlstadt........ . 0 Wayß & Frevtag .......... . 0 4,5 4 13 - - Schultheis Patzenhofei....... . 0 114 75 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg.................. Zellstoff Waldhos ........... Zellstoff Aschaffenburg ...... Dessauer GaS .............. . 0 . 0 . 0 . 0 38,75 49,5 56 '6,75 38,d 48,5 .5,25 24 3L65 49,75 55 26,25 116,9 29,13 40 38*5 48 >4,5 2.3 116,75 29,9 36,5 Daimler Motoren........... . 0 29,5 38,75 28,75 38,5 Deutsche Linoleum ......... Orenstetn & Koppel ........ 0 Leonhard Tietz ........... 6 32 132.5 32 130,5 53,25 33,25 >2,75 ^hadc.............. .. 32 130 129.5 Grtyner ........... u 34 32,75 1 73 162 I 35,13 Malnkrastwerke Höchst o.Dt. . t — Suddeutscher Zucker ........ 8| — 163, 162 18. Marz 20. Mürz Amtliche »flö Aolierung 23ric Amtliche Jiohcrunn Geld Lric Helsingfors. 6,394 6,406 6,394 6,406 Wien ..... 48.45 48,55 48,45 48,55 Budapest ... — — - _ Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... Cfflo....... 169,38 74,08 64,49 169,72 74,22 64,61 '69,38 73,93 64,34 169,72 74.07 64.46 Kopenhagen. Stockholm.. 76,47 76,63 76.32 76,48 London ..... 14,49 0,818 14,53 14,44 14.48 Buenos Aires 0,822 0.818 0,822 Neunork.... 4,186 4,194 1,186 4,194 Brüssel .... 58,64 58,76 58 62 58.74 Italien..... 21,52 21,56 21,83 21.57 Pari«..... 16,50 16,54 16,50 16 54 Schweiz ... 81,12 81,28 81,>2 81.28 Spanien.... 35,31 35,39 35 31 35,39 82.23 Danzig.... 82,07 82,23 82,07 Japan..... 0,909 0,911 0,909 0.911 Rio de Jan. 0,239 0,241 0,239 .241 5,405 13,17 Juaoflawien Lissabon... 5,445 13,18 5,455 13,20 5,395 13,15 12,9 .3 13,5 1 — — 1,25 1,25 3uberus ................... Deutsche Erdöl ............. Seljeukirchener............. 6 6,13 6,2 6,3 5,25 5,2 5 1 5,5 5,65 - I 3,6 5,5 5,65 5,7 5.7 6.6 6,8 I 7 10,25 10,5 10,2 5,65 6 5,75 1 6,13 24 "4 24 . 24,25 i I 8 darpener ................ >oc(di Eisen—Köln-Neuesten., afe Bergbau ............ Oie Bergbau Genüsse........ ilöcknerwerte .............. Cannes mann-Röhren........ 2ani>felder Bergbau......... Dberirfilef. Kokswerke......... L'Fjönir Bergbau............. chelnische Braunkohlen ...... theinttahl .................. Geld Dries Belglsck>e Noten.................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............ Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Roten................