Nr. 298 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzelger für Gberheffen) Mittwoch, 20. Dezember 1933 Auf den Spuren des alten Aeneas. Interessante Ausgrabungen im Lande der Skipetaren. Von unserem K -Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Santi Quaranta (Albanien), im Dezember 1933. Reichen sich auch im heutigen, aufstrebenden Königreich Albanien Gestern und Morgen aus Schritt und Tritt die Hande, berühren sich auch die alte und neue Zeit manchmal recht eigenartig — hier Schafherden, von malerisch gekleideten braunen, kriegerischen Gestalten gehütet, dort Autostraßen und Flugzeughallen — so fühlt sich der Weltenbummler des 20. Jahrhunderts doch etwas — befangen, wenn ihn aus Ruinen erblühtes neues Leben urplötzlich an den dritten Gesang des altrömischen Nationalepos „Sleneis" erinnert Wie schrieb Virgil? „Dann Epirus Geftad umfahren wird, gehen hinein dann in Öen chaonischen Ford und nahn der erhabenen Buthrotos." Unweit vom Hafen Santi Quaranta, am Ufer des Vivarisees, im südlichsten Teil Albaniens liegt der Schauplatz der Aeneide: Butrinto, anno dazumal Buthroton genannt. Hier erfuhr der Schicksalsfahrer Aeneas, der nach Trojas Zerstörung mit den geretteten Göttern umherirrt, daß Helenus, Sohn des Priamus, der Städte Gebieter fei, und mit Andromache, der Witwe Hektors vermählt. Von Sehnsucht erfüllt, Andromache wiederzusehen, findet sie Aeneas auf einem Grabhügel ... Ja, auf einem malerischen Hügel liegt hier Butrinto vor unseren Augen. Der Blick weidet sich an Berg, See, weiter Ebene, blauem Meer und leuchtendem Korfu — wundervolle Symphonie der Natur — und schweift dann ab, zurück in urgraue Vergangenheit. Albanien hatte schon vor Jahrtausenden bedeutende Kulturstätten gesehen und war der Schauplatz historischen Geschehens gewesen. Vor über 3000 Jahren faßen hier die Vorfahren der heutigen Albaner, die Illyrer, ein indogermanischer Stamm, der seine Herrschaft bis weit nach Mitteleuropa hinein, über den Großteil des heutigen Oesterreich, zum Baltikum und nach Thüringen, sowie fast über den ganzen Balkan ausdehnte. Später herrschten hier die Griechen, Römer, die Herren von Byzanz, die Hohenstaufen, die Normannen, Neapel, Venedig und die Türkei. Keiner'von ihnen konnte sich halten; geblieben ist nur das Volk der Albaner, das, stark und bodenverwurzelt, an alter Sitte und altem Brauch festhaltend, alle Fremdlinge durch die Jahrhunderte überlebte, bis endlich der Tag der Unabhängigkeit und Freiheit kam. Und jetzt, wo der albanische Nationalstaat einer neuen Entwicklung entgegensteuert, geht er auch daran, die längstentschwundenen, verschütteten Kulturstätten, und somit die Geschichte der Antike ans Tageslicht zu fördern. So entstanden neu Apollonia, die Stadt der Wissenschaft, in der Macenas und Pompejus dem JBorte erleuchteter Lehrer lauschten, sowie Phoeuike mit einer Akropolis, die siebenmal so groß an Umfang ist als die von Athen und nun Butrinto- Buthroton, der Schauplatz der Aeneide, dessen Bild die albanischen Briefmarken schmückt. Diese historische Stätte dem Dunkel der Vergessenheit zu entreißen, war eine große und lohnende Ausgabe. An der Spitze einer italienischen archäologischen Mission schlug Professor Luigi M Ugo - (i n i bereits im März 1928 seine Zelte auf und hat in jahrelanger Arbeit geradezu Gigantisches geleistet. Außer dem Tor, durch das Virgil Aeneas in die Stadt eintreten läßt, dem Skäischen Tor Ilions nachgebildet, legte der Ausgrabunasleiter noch ein zweites monumentales Tor frei, geschmückt Schelsgasse 23 X3on Mane öter« Kennt ihr in der Schelfgasse das alte Fachwerkhaus mit dem spitzen Giebel, das über der Haustür eine verschnöckelte Inschrift trägt? Wenn ihr euch davor stellt und eine Weile herumstudiert, dann habt ihr heraus, was dort steht. — Johann Ellingsen und Frau Anna Margarete Borwiek. Im Jahre des Herrn 1685. De Herrgott het bat Handwerk leim, drüm stecht dat fast int Weltgedeiw. 1685, alte Brandenburger Zeit Das Schild ist noch da, daneben ein abgebrochener schmiedeeiserner Arm. Kann sein, der hat einmal bas Zeichen ber Zunft, ben großen Stiefel gehalten. Weg, verschwunden. Wetter und Zeit haben ihn. gefressen. Aber rechts im Kellergeschoß ist noch eine Schusterei, eine elende kleine Flickschusterei. Wenn du dir über so etwas keine Gedanken machst und die richtige Großstadteile hast dann geh nur schnell weiter, dann hat dir Nr. 23 gar nichts zu erzählen. Da drüben, die Schelsgasse hinauf, zweite Querstraße, bist du schon am Richarb- platz, da kommt das große herrliche Warenhaus, falls Du etwa neue Schuhe brauchen solltest. Aber vielleicht hast du etwas in dir, was dich lockt und zieht, das steile Kellertreppchen hinunter — ja, was meinst du, da steht am weißen Porzel- landschild an der Klingeltür noch einmal genau derselbe Name, den du über der stolzen Haustur mühsam aus den altmodischen und uorroorrenen Schnörkeln herausgelesen hast: Johann Ellingsen, *Sd)uh= machermeister. Aber der fromme Spruch und ber Name ber Frau fehlen, die sind ,a auch schon Da, ein paar Schritte links über der großen Haustür. Gelten die etwa n ch? Kling und kling sagt die kleine Turschelle. Es klingt knapp zu und ein bißchen trotzig, wie: also du hast wirklich die Güte, hier herunter zu kommen. Und: aber denke nicht, daß wir uns schämen, weil wir bloß eine kleine Flickschusterei sind. Das sagt die kleine trotzige Türschelle, und dann stehst du unten, da ist es dämmrig, und alte Schuhe liegen da, und tatsächlich am Fenster rechts, wo das Licht von oben herein fällt, ist noch eine richtige Schusterkugel, und davor sitzt eine alte gebückte Frau mit einem weißen Kopf, und hat das Hammeriem In ber Hanb unb klopft unb rounberl sich, was ihm ba bie Menschheit für leichtes schlechtes Zeug zum Flicken gebracht hat, bas sich nur zum Spott einen Leberschuh nennt. Aber links am Fenster sitzt ein Junger, der zieht den Pechdraht sieht nur eben auf und ruft zum Verschlag: „Lisel, ein Kunde." „... , r „ . Steht da ein blitzblondes Madel so lichthell im Raum, als hättest du nach draußen die Tur auf- durch einen Löwen, der sich auf einen Stier stützt. Ugolini nennt es daher das „Löwentor". Sehr gut erhalten ist in all seinen Einzelheiten das Theater. Die Orchestra und der Zuschauerraum, dessen Stufen sich zum großen Teil in guter Beschaffenheit barbieten, sind ber „älteste" Teil: Ihr Bau würbe im 4. Jahrhunbert o. Ehr. begonnen unb im 3. Jahrhunbert beenbet. Die Szene hingegen ist ein römischer Bau aus ber Frühzeit bes Kaiserreiches. Sie ist außerordentlich interessant: Man sieht den Platz, auf dem die Aktoren ihre Stücke aufführten, unb bas Proszenium ist mit Nischen ausgeftattef. Auch ber gut erhaltene Hintergrunb enthält sechs große Nischen, bie für bie Ausnahme von Statuen bestimmt waren, unb eine Rune zeigt beutlid) den Ort, an dem der Vorhang zusammengerollt lag, ber von unten hinaufgezogen wurde An einer Stelle des Hintergrundes find die Orte zu sehen, an denen Donner und Blitz „erzeugt" worden sind, wenn Jupiter als „deus ex machina" auf der Szene erschien. An den Seiten der Szene befinden sich zwei Zugänge, durch die die Chöre die Orchestra betraten; zwei andere vermittelten bas Auftreten ber „Solisten" Inmitten ber großen Szene würben fünf Statuen gefunben, von benen drei sich in recht gutem Zustand befinden. Unter diesen ragt durch außerordentliche plastische Schönheit ein Marmorkopf hervor, ber zu einer weiblichen Statue mit wallenbem Gewanb gehört. Nach Professor Ugolinis Meinung weisen viele Anzeichen barauf hin, baß es sich um ein Werk bes P r a x i - t e l e 5 hanbelt. iKönig Zogu I. hat biefe „Göttin von Butrinto" Mussolini zum Geschenk gemacht.) Ein gleichfalls hier gefunbenes Haupt bes Aeskulap weist klar auf bie Schule bes Phibias hin. Von größter Bebeutung unb kulturhistorischem Wert ist bie Menge guterhaltener Schriften aller Art: Verträge über Bünbnisse mit anberen Stäbten, Dokumente über Ernennungen von Konsuln, Freilassungen von Sklaven unb anberes mehr Aus römischer Zeit würbe neben bem Theater ein Bab mit Mosaikfußboben freigelegt, ein Sanktuarium bes Aeskulap, in bem mehrere Bilbwerke aus Stein gefunben würben. Aus spätkaiserlicher Zeit stammt ein Baptisterium, in Runbsorm gehalten, bessen Dach von sechzehn Granitsäulen getragen wird unb besten rounbernoller vielfarbiger Mosaikfußboben eine Sehenswürbigkeit für sich barstellt. Unter ben übrigen, sehr zahlreichen Bauten wäre eine mittelalterliche Kirche hervorzuheben. In einem Hain von Lorbeer- und Oelbnumen thront auf der Akropolis bas venezianische Kastell. Auch bie Nekropole von Buthroton würbe freigelegt. Sie enthält Grabstätten von ber hellenischen Zeit bis zum Beginn bes 19. Jahrhunberts! Auf bem kürzlich in Bari abaebaltenen Kongreß ber wissenschaftlichen Gesellschaften erstattete Professor Ugolini ausführlichen Bericht über seine Ausgrabungen unb wies barauf hin, baß biefe, außerorbentlich reich an Ergebnissen aus Vor- unb frühgeschichtlicher, griechischer, römischer, byzantinischer unb türkischer Zeit, eine wenig bekannte Gegenb unb ihre Geschichte erschlossen haben Professor Ducati von ber Universität Bologna erklärte hierauf, bie Ausgrabung non Buthroton, für bereu Ermöglichung ber albanischen Regierung, bzw. dem königlichen Führer des albanischen Volkes der Dank b^r ganzen Welt gebühre, sei ein Symbol ber ®iebefgeburt Albaniens, über bem noch vor einigen wenigen Jahren bie Nebel bes „Mysteriums" lagen unb bas nun feinen Platz unter ben Kulturstaaten erobert habe Das hot schon -feine Richtigkeit. Würbe Albanien gestoßen, unb es käme etwas herein, was gar^ nicht ba ist auf ber Straße, ein blauer Himmel voll Sonne, unter bem ein Kornfeld wogt, und ein Feldgeruch streicht über bas muffige Leber hin. Aber es ist gar kein Möbel, es ist eine Frau, ber hinter bem Verschlag schon ihr Jüngstes nachbrüllt, unb bu hast bas ganze Familienbild ber heutigen Ellingsens beisammen „Sagen Sie mal —", stotterst du ein bißchen verlegen, denn du wolltest deine Schuhe doch nicht etwa hier kaufen in der kleinen Flickschusterei — „ich kam nur herein — der Name über der Haustür und der hier auf dem Porzettanschild sind doch dieselben, und da —" Die alte Schusterin hebt den Kopf hoch, blinzelt her an der glänzenden Schusterkugel vorbei, es ist als hebe sich ein verborgenes Leben aus den hundert Runzeln, die zum Teil scharf wie kleine Gräben laufen „Ja," sagt sie, „der Name — bas ist unser Name immer noch, wir haben ihn in Ehren getragen burch viel hunbert Jahre. Mein Sohn ba, ber heißt wieder Johann, unb ber Lütte, ber ba hinten bölft, ber auch, unb ber wirb unser Hanbwerk weiter führen, wenn wir alle tot sind. Jawoll " Nun kommt es daraus an, ob bas, was in biesem Raume vor- qeht bir etwas sagt ober nicht Es muß bir boch auffallen, daß hinter ber Schusterkugel eine alte Frau sitzt — unb bann ber Name, ber festgehalten ift samt bem Beruf burch bie Jahrhunberte hin, wie es bie Abligen nicht besser konnten. Aber bie Adligen hatten Macht unb Gelb unb bie allgemeine Ehrfurcht immer an ihrer Seite Ob sie es bir erzählen werben, ba unten im Schusterkeller, weiß ich nicht. Du mußt schon eine sehr feine unb hartnäckige Art haben, wenn bu sie bazu bringen willst. Denn gesprächsam sind sie nicht, und sie haben gar keinen Drang in sich, zu Großstädtern, die immer Eile haben, von ber Geschichte zu sprechen, bie biefes Haus in sich birgt. Unb so ift es wohl möglich, baß bu halb mieber oben stehst, noch ein wenig verlegen unb benommen, aber boch schon ber zweiten Querstraße zustrebenb, ba bu noch eilige Besorgungen hast, bie sich am besten in einem Warenhaus erlebigen lassen. Aber ob auf biesem Wege nicht noch etwas mit dir zieht, neben bir herschreitet, Deinen Arm faßt mit sonberbarer Gewalt. — Volksgenosse, du hast soeben ein Stücklein Weltgeschichte gesehen, bas noch in keinem Geschichtsbuch verzeichnet steht, aber etwa mehr Recht bazu hätte als viele Kriegs- unb Dynastenberichte. Du schaust ben sichtbar und durch den allgemeinen Glauben be- ftätigten Sieg der Maschinenwelt über die stille, scheinbar versinkende Welt des Handwerks. Diesen offensichtlichen Sieg hast du begriffen, dich jitfrie« nicht seit neun Jahren von seinem König nach jeder Richtung hin so zielbewußt geleitet, daß es alle Unterlassungssünden vieler Jahrhunderte in erstaunlich kurzer Zeit durch tatkräftigen Ausbau im Staats-, Wirtschafts- unb Kulturleben wettmacht, wäre es wohl niemals bazu gekommen, bas bisher nur aus bem Epos Virgils bekannte alte Buthroton ans Tageslicht zu förbern. Diese Kulturtat trägt aber ganz gewiß ihre Früchte. Butrinto wirb sicherlich halb zu ben großen Schauwürbigkeiten aller Weltenbummler zählen, bie sich für bie Antike interessieren. Um so mehr, als neue Hafenanlagen, zeitgemäße Autostraßen unb gute Flugverbinbungen nicht unwesentlich bazu beitragen, sowohl bas „antike Albanien" als auch bas „reformierte" Albanien für bie ganze Welt zu „erschließen". Eine Reise nach dem dereinst „exotischen" Lande der Skipetaren ist heute keine „Expedition" mehr, sondern eine unbeschwerte Vergnügungsfahrt ... Oer Philosoph Hans Vaihinger 1*. Geheimrat Professor Dr. D. h. c. Hans Vaihin - g e r, der berühmte Philosoph bes „Als ob", ist im Alter von 81 Jahren in Halle geftorben. Vai - hinger würbe am 25. September 1852 in Nehren bei Tübingen geboren. Er stubierte in Tübingen, Leipzig unb Berlin Philosophie unb ließ sich 1877 als Privatbozent in Straßburg nieder, wo er 1883 a. o. Prof, wurde. Schon Ende der 70er Jahre entwarf er in Straßburg die Grundzüge seiner Philosophie des Als-Ob", die seinen Namen später in aller Welt bekannt machte. Doch behielt er bas Manuskript, unablässig am Ausbau seiner Lehre arbeitend, 35 Jahre lang im Schreibtisch. In Halle erwarb er sich als Kantforscher einen großen wissenschaftlichen Ruf, schrieb den gründlichsten, aber unvollendet gebliebenen Kommentar zur „Kritik ber reinen Vernunft", gründete die Zeitschrift „Kant- ftubien" (1896) unb 1904 die Kantgesellschaft, Die heute 5000 Mitglieder umfaßt. Ein schweres Augenleiden, das schließlich zur völligen Erblindung führte, zwang ihn, feine Lehrtätigkeit aufzugeben. und nun konnte er sich endlich der Herausgabe seines Lebenswerkes, der „Philosophie bes Als-Ob", widmen, die 1911 zuerst erschien. Vaihinger lehrte hier, daß unser gesamtes Denken fiktiv, unser Vorstellungswelt nur eine „Als-Ob-Welt" ist. Die während des Krieges gewonnene Einsicht von ber Relativität aller menschlichen Begriffe bereitete Vai- pingers Werk einen befonbers günstigen Boben. Vaihinger.war ferner Begrünber unb Herausgeber ber Annalen ber Philosophie" unb ber „Bausteine zu einer Philosopie bes Als-Ob", in benen fein Werk weiter fortgeführt wird. Aus Der provinzialhaupistsdi. Oer Wald kam in die Stadt. In Höfen und auf freien Plätzen stehen nun die Weihnachtsbäume, große und kleine, schlanke unb breit gewachsene. Sie bringen uns ben beutschcn Walb in bie Stabt. „Mitten im kalten Winter." Wir grüßen bich, bu grüner Tannenbaum aus bem beutschen Walb! Noch stehst bu ohne jeben Schmuck, scheinbar verlassen unb einsam ba, in einer fremben Umgebung. Du hörst nicht mehr bas Rauschen beiner hohen Nachbarn, kein Reh verbirgt sich hinter beinen bichten Zweigen. Mitten aus Der Reihe beiner Kameraben würbest bu herausgerissen, um nun ber Mittelpunkt bes schönsten Festes zu sein. Aber bu bringst uns Freube ins Haus unb löstest unsere Herzen höher schlagen. Wir banken bem beutschen Walb bafür. Der beutfche Walb! In seinem Schatten lebten unsere Vorfahren. Er schützte sie vor ben Feinben. Unb auch heute lieben wir ihn noch, ben beutschen Walb. Dort beim Rauschen ber Bäume, beim Murmeln bes schmalen Bächleins würben bie herrlichsten Sagen, bie schönsten Märchen geboren. Sieg- frieb kämpft mit bem Drachen im Walb, unb an einer Walbguelle fällt er von Mörberhanb. Hänsel unb Gretel, Rotkäppchen, Schneewittchen unb viele vertraute Mörchengestalten finb mit dem deutschen Wald verwachsen, ohne ihn nicht denkbar. Im Eichenhain verehrten die Germanen ihre Gottheit, mitten in den Wald bauten die christlichen Mönche ihre Kapellen. Wir können ohne den Wald nicht leben, im Sommer nicht, aber auch im Winter nicht. Noch einige Tage, und wir zünden die Kerzen an Wir feiern bas beutscheste Fest, bas Fest ber Liebe. Da barf ber Walb nicht fehlen. Wenn bann die Kinder zu Bett gegangen sind und ein leichter würziger Harzduft das Zimmer füllt, schläft ganz leise jede Unterhaltung ein. Wir berühren die grünen Zweige, unb beim Anblick des Tannenbaumes träumen wir vom deutschen Wald, von unserem geliebten deutschen Wald! 1<- Volksdeu sches Deihnacktöttchi Das schönste Fest der Deutschen naht heran. Gerade bei diesem Fest der Liebe fühlt sich das ganze deutsche Volk als eine große Familie. Mit seinen schlichten und schönen Brauchen vereinigt es sich mit allen deutschen Volksgenossen in ber Welt unter bem Lichterbaum bes Friebens unb ber Gemeinschaft. In dieser Stunde der Besinnung wollen wir uns über den Kreis unserer engeren Familie daran erinnern, daß mir eine große Volksdeutsche Familie find. . Wir müssen gerade im Kerzenglanze des Friedens daran denken, wie hart und leidenschaftlich rings um unsere Grenzen unb fast überall draußen, wo Volksgenossen wohnen, ber Kampf geführt wirb. Ein Kamps, ber gerabe um die Erhaltung unserer Wesensart, unserer tiefsten und letzten seelischen Güter geht, wie sie in der deutschen Weihnacht sichtbar werden. Die traurigen Ereignisse in Graubenz, die ben Dpfertob zweier ooltstreuer beutscher Männer zur Folge hatten, haben uns erst kürzlich wie- ber den Ernst des Kampfes zum Bewußtsein gebracht. Zum Gedenken an diese kämpfenden und duldenden Volksgenossen, zum Gedenken vor allem an bie büftere Schattenreihe ber im Volkstumskampf gefallenen Märtyrer soll in biesem Jahre an jebem Weihnachtsbaum eine besondere Kerze brennm. Wenn am Heiligen Abend der Weihnachtsfriede sich herniedersenkt, bann soll dieses „Volksdeutsche Weihnachtslicht" in stillem warmen Glanz hinausleuchten rings in bie kalte Welt, in der unsere Volksgenossen draußen um ihr Dasein zu kämpfen haben. Dieses Weihnachtslicht soll an seinem Teil den ober mit einigen kleinen Sentimentalitäten ba hinein gereiht. Aber hast bu ba unten in der kleinen Flickschusterei nicht noch etwas anderes gesehen? Gar etwas, das diesem flachen Schein widerspricht —? über ihn triumphiert —? So laß dir von mir erzählen, wie die Geschichte mit den Ellingsen war. In der Zeit nach dem dreißigiöhrigen Kriege, als aus Schutt und Trümmern sich die unzerstörbare Urkraft deutschen Geistes und Lebenswillens erhob, halb der Große Kurfürst einem seiner treuen Landsknechte, dem beide Füße abgeschossen waren, sich hier eine Schuhmacherwerkstatt errichten. Damals bestand bie ganze Stabt nur aus einem Häuflein Brandstätten unb stehen gebliebener Mauerreste. Da hat hier schon bas Schusterhömmerlein in ber rauhen Hanb eines Johann Ellingsen geklopft Unb wie ber Invalide sich zum letzten Schlafe streckte, übergab er sein Hömmerlein, seinen Pechdraht und fein Leder dem ältesten Sohn JaHann Es ist damals ein alter Pastor gewesen, an der Schelfkirche, der hat alles säuberlich aufgesetzt unb eingetragen, was sich in seiner Gemeinbe zutrug. Unb er hat bie anfangene Chronik von biefer Stabt, bie sich mit so zäher, schier übermenschlicher Gewalt aus bem Schutt emporrang, feinem Nachfolger hinterlassen, wie ber alte Johann sein Gewerbe bem Sohn. In biefer Chronik hat auch bie Geschichte ber Schusterwerkstatt ihren Platz gefunden. Sie haben nicht immer ihr trocknes Brot gehabt, die Ellingsens, aber ihre großgehungerten Jungens haben sich als selbstverständlich in das väterliche Gewerbe gestellt. Denn sie hatten alle ein Stück von dem Alm mit den abgeschossenen Füßen und ber Ahnin Anna Margarete Borwiek, bie ihrem Mann bie Schusterei abgeguckt unb sein bester Geselle gewesen ist in schwerer Zeit. Nicht alle Frauen bes Hauses haben geschustert, im nächsten Jahrhunbert hatten sie es schon nicht mehr nötig. Der alte Fritz hat Bestellungen für feine Grenabiere in ber Werkstatt gemacht, das Haus ift aufgeblüht, und in ber Franzosen zeit saßen sie hier schon als Patrizier. Aber ber Segen ist nicht von ihnen genommen, benn trotz bes langsamen unb bann raschen Nieberganas vom Enbe bes 19. Jahrhunberts an, als bie Maschine kam, ist ber alte Geist mit wenigen Ausnahmen bem Geschlecht erhalten geblieben. Es war kein Privatschicksal, bas sie traf, es war Weltenschicksal, Weltenkampf. Die Maschine, die Er- löserin unb Helferin sein sollte, wurde zur Der- berberin. Was ben Blinben zweier Jahrhunderte als Naturgesetz erschien, war ein schwarzes Bündnis zwischen Unfähigkeit und Schuld. Denn die Machthaber aller Völker fonnien und wollten nicht bas rocltüberroinbenbe Geheimnis ber lebenbigen Wirtschaft, der Synthese von Handwerk unb Maschine finben. Sie mußten bas eine vernichten, um bas anbere zu förbern. Sie mußten bas eine verachten, verlachen unb erniebrigen, um Der Menschheit bas anbere als Fortschritt unb Kultur anzubieten. In faufenbem Siegeszuge, Quellen verschüttend, Leben zertretenb, aber Glanz unb Glätte schaffend, zog die Maschinenwelt herauf. Ohne Ueberliefcrimg und mit einer Zukunft, die ins Leere stieß Die ihre eignen Rätsel und mörderischen Verschlingung.n nicht mehr zu lösen vermochte. Ohne die Poesie, dies Schöpfergeheimnis, bas aus ber ewigen Stille steigt. In ber kleinen Flickschusterei sitzt roieber eine Frau hinter ber Schusterkugel, feit vierzig Jahren nun. Als ihr Mann in bitterster Notstände starb, als das Haus ber Ellingsens von einem sremb- raffigen Käufer übernommen mürbe, ber es voller Mieter pfropfte, hielt bie Witwe ben Kellerraum für bas alte Gewerbe, für ben stolzen Namen fest. Ihr Name steht nicht an ber Tür wie ber ihrer tapfren Ahnin, aber er wirb einmal in der Chronik stehen müssen, wenn auch diese wieder aus der Verwahrlosung gezogen wird, ber sie verfiel unter bem Wehen eines Geistes, ber nie an bie Quellen bes Lebens stieg. — Aber sieh — bu magst jetzt bem Richarbplatz zustreben, um bir bort ein paar feine Schuhe zu erstehen, um glatt, unpersönlich unb in zweckmäßiger Eile bebient zu werben — laß bir sagen: Der Einbruck aus bem alten Schusterkeller, ber bich nur flüchtig streifte, weil bu gern irgenb einer Altertümelei nachgehst — ber wirb binnen kurzem zur neuen jungen, herrlichen Wirklichkeit! Denn hier wacht bie beutsche Poesie, bie sie längst tot glaubten, hier webt bie unzerstörbare Kraft und ber Zauber ber beutschen Seele, bie aller mechcmi- fierenben Knebelung lachenb trotzte. Hier spinnt bas alte beutsche Märchen unbeirrt vom Maschinenlarm tief in ber Erbe Schoß. Unb wenn bu auf beinen eiligen Gängen einmal wieder durch die Schelsgasse kommst, dann bleibe stehen bei Nr. 23, steig die Kellertreppe hinunter und rufe hinein: „Frau Meisterin, es ist genug gedarbt und gelitten. Deutschland ruft sein treues Handwerk wieder!" öodhfcbnlnodirichfeiL Zwei bedeutende Mediziner der Universität München, der Internist Professor Dr. Friedrich von Müller unb ber1 Gynäkologe Professor Dr. Albert Döderlein, werben auf ihr Ansuchen vom 1. April 1934 ab von ber Verpflichtung zur Abhaltung von Vorlesungen befreit. Müller steht im 75., Döberlein im 73. Lebensjahr mtt dazu beitragen, die Kampfkraft des DDL. zu stärken und für die Gemeinschaft und innere Verbundenheit der Deutschen in aller Welt Zeugnis oblegen hie Aerzen sind zu erhalten durch die Ortsgruppe des VDA. und die Schüler: möchten sie überall eine freundliche Aufnahme finden Der geringe Preis von 10 Pf. erlaubt jedem deutschen Volksgenossen, sich an dieser Weihnachtskundgebung für den Volksdeutschen Gedanken zu beteiligen. lÖir mahnen! Wohl tn Tausenden von Versammlungen haben Volksgenossen in den letzten Monaten dem Führer uno seiner Bewegung zuaejubelt. Unzählige Opfer baden bewiesen, baß es selbst dem letzten Manne des Volkes klar ist, worum der Aamps geht und baß auch seine Mitarbeit unentbehrlich ist Nun, agl man, wo gilt es noch zu schaffen und zu Helen-' Bei dir selber, antworten wir ihm. Es frage ich jeder, ob er nicht im täglichen Leben, wo die Befolgung von Grundsätzen und Richtlinien hart und schwer fällt, weil die bengalische Beleuchtung fehlt, die den Idealen sonst eigen ist, allzuoft das Lügen straft, was er am Abend zuvor anderen Volksgenossen gegenüber vertrat. Eine allzu häufige Schwäche vieler Menschen, die jedoch das Erreichen des gesteckten Zieles in Frage stellt. Weiynachten steht vor der Tür. Du, deutsche Frau, bist dafür verantwortlich, daß das Weihnachtsgeschäft zugleich Mithelfer wird an der Arbeitsbeschas- fung. Du hast es in der Hand, ob durch deinen Kauf sich deutsche Hände regen, oder ob das Geld außer Landes geht Du host es in der Hand, ob durch deinen ftauf sich Hände fleißig schassender Oualitätsorbeiter und Handwerker regen, ober ob du für dein Geld keinen gleichen Wert erhältst, son- bcrn die Taschen eines Geschäftemachers füllst, der das Weihnad)ts„geschäft" erkannt hat und mit marktschreierischen Mitteln das Käuferpublikum anlockt. Weihnachten ist Freude und Ernst zugleich. Weihnachten 1933 soll mehr Freude, aber auch mehr Ernst sein, als in all den Jahren zuvor Der Frau ist die Möglichkeit gegeben, viel Freude zu spenden Sowohl dem Beschenkten, als auch dem, der dadurch Arbeit erhält. Deutsche Hausfrau, wähle mit Bedacht! Kaufe da, wo man bereit ist, dich zu bedienen und nicht dort, wo man jedem etwas verkaufen will. Denke daran, daß du die Pflicht hast, den Fachhändler und den Handwerksmeister zu unterstützen ^■bcr von euch ist daraus angewiesen, daß die Mittelschicht dem Volke erhalten bleibt Ohne eine Vielzahl von kleinen Vermögen sind auch größere Vermögen auf die Dauer nicht denkbar. Noch hat sich wenig an dem Umstand geändert, daß der größte Teil der dem Handels- und Hand- werksstanoe zugehörigen Personen als Proletariat zu betrachten ist. Weiht du, daß ein Großteil der deutschen Händler und Handwerker den Verdienst eines u n gelernten Arbeiters haben? Der Hundertsatz, in denen der Händler und Handwerker mehr verdient als ein gelernter Arbeiter, ist gering. Vergessen wir dabei auch niemals, daß der Lohn eines Arbeiters ebenfalls zur Zeit als gering bezeichnet werden muß Vergessen wir auch nicht, tn welch' mühevoller Arbeit her kleine Kaufmann und Händler fein Brot verdient Nicht wenige sind es, die schon um 4 Uhr, 5 Uhr morgens ihre Einkäufe machen müssen und noch um 8 Uhr abends mit der Abrechnung der Kasse beschäftigt sind Es soll keiner glauben, daß die Arbeit des Kaufmanns im Verkaufen und Gelb- oerdienen besteht: sein Beruf ist weit mühevoller, als es viele glauben! Deutsche Hausfrau, du hast es täglich in der Hand, wem dein Geld, dein Auftrag zukommen soll. Jetzt zu Weihnachten steht Deutschland besonders auf dich. Mit Worten kannst du jetzt nur Zeit verlieren. Jetzt sollst du richtig handeln DeihnachrsspielplandesGiadtiheaterS Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrie- ben: Sonntag, 24. Dezember außer Abonnement und zu kleinen Preisen von 0,30 bis 1,50 Mark das lustige Märchenspiel mit Gesang und Tanz: „Schneeschweihchen und Rosenrot" von Herrn. Steller Leitung Volck — Kerztsnik — Spohr. Spieldauer von 15 bis 17.30 Uhr Montag, 25 Dezember (1. Weihnachtsfeiertag), Erstaufführung der Operette „Anneliese von Des sau" von Richard Keßler, Musik von Robert Winterberg. Die frische und nette Operette, die seit ihrer Uraufführung im 3ahre 1924 ständig den Spielplan des deutschen Theaters beherrschie, berührt durch die Anmut und Gefühlstiefe menschlich-sympathisch Ein allerliebstes Kabinettstück, diese Liebesgeschichte dec- jungen Dessauers, textlich und musikalisch weit über dem Durchichnitt Auch Gießen wird diese 'Neuaufnahme des Operettenspielplans unter der Le«, tung von Hub — Euje — Spohr lebhaft begrünen und diesem reizenden Overettenwerk volle Anerkennung tollen Die Erstausführung ist außer Abonnement und zu ermäßigten Operettenpreisen Spieldauer von 19 bis 22 Uhr Dienstag 26 Dezember (2 Weihnachtstag), sieht «nnächst von 15 bis 17 30 Uhr eine Wiederholung Des luftigen Märchenspiels „Schneeweißchen uno Rosenrot" vor Kleine Preise von 0,30 bis 1.50 Mk. Für den Abend hat die Intendanz die legte Aus- führung der klassischen Operette „Wiener Blut" des Altmeisters Johann Strauß angesetzt, und zwar in der gleichen Aufmachung und Inszenierung wie bei der Erstaufführung Spielleitung PaulWrebe, am Dirigentenpult Kapellmeister Fritz Tu je-, choreographilche Leitung der großen Tanz- und Ballrtteinlagen SaUettmeifter Theo 'Boulte. Die letzte Wiederholung wurde auf Grund der zahlreichen 'Nachfragen nach diesem ausgesprochenen Spielplanerfolg von „Wiener Blut" angesetzt. Die Aufführung geht außer Abonnement bei kleinen Preisen von 0.50 b>s 2.50 Mark in Szene. Spieldauer von 19 bis 21.30 Uhr. Vorbereitungen zurZungvolk-Dmtersonnwendfeier Man schreibt uns: Gestern mochte ich mit meinem Hunde Brenko den gewohnten Spaziergang durch den winterlichen Sdiiffcnberger Forst. Tiefe Ruhe herrschte Nur ab und zu schrie ein Hoher Da hörte ich plötzlich fröhliche Iungenstimmen Ich ging naher und sah eine ganze Abteilung Jungvolk Hol, sammeln. Das sieht man nicht alle Tage, daß die Söhne von Arm und Reich geeint Holz sammeln Aber auch bei diesem jungen Volke gibt es keine Klassen- unterschiede mehr Nun drängte sich mir die Frage auf Wozu braucht das Jungvolk Holz? Ich denke die Bemittelten unter ihnen stiften immer Kohlen für die Heimabende? Aus meine Frage geht ein fröhliches Lärmen los, so daß mein Hund erschrocken bellte „9a willen Sie denn das nicht9 Wir haben doch Freitag Wintersonnenwendfeier' Da machen wir ein großes Feuer und dazu sammeln wir ppi schon das Holzl Da» gibt ein prima Flammchen! vensionierung als nationale Tai. Unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opsersinns traten weiter folgerte 'Beamten in den Ruhestand: 151. Technische Lehrerin Anna Hotz inSWba. 152. Technische Lehrerin Wilhelmine Ruhl, Darm- 153. Nektar Martin Gerhard in Herbstein 1.54 . Lehrer Heinrich Rausch in Büdesheim. 155. Rektor Friedrich Wilhelm sargk in vchlltz. 156. Lehrer W Weitzel in Stockhausen. 157. Technische Lehrerin Margarete H e ß in Mainz. 158. Rektor Fr. Jung in Neu-Isenburg. 159. Technische Lehrerin Susanne R e d e r in Monsheim. 160. Lehrer Fr. Eberle in Michelnau. 161. Lehrer Georg Knab in Neu-Isenburg. 162. Lehrer Georg Michael M a n d e l in Mühlheim. 163. Lehrer Wilhelm Eller in Wörrstadt. 164. Lehrerin Margarete Großart in Mainz. 165. Lehrerin Margarete Schmitt in Heppenheim (B). 166. Lehrerin Anna Nothof in Mainz. 167. Lehrerin Fanny Spahn in Mainz. 168 Technische Lehrerin Wilhelmine Ott in Worms. 169. Lehrer Heinrich Diehl in Worms. 170. Rektor Jakob Köhler in Nieder-Saulheim. 171. Lehrer Jakob Kilian in Heppenheim a. d. B. 172. Lehrer Franz Jakob in Dffenbad) a. M. 173. Lehrer Heinrich Krämer in Saafen. 174. Lehrerin Maria Hirfchbiegel in Mainz. 175 Lehrer Christoph Kredel in Schwalheim. 176. Lehrer Eugen Reinhardt in Offenbach-M. 177 Lehrer Karl Schenkelberg in Mainz. 178. Lehrerin Wilhelmine Harrach in Mainz. 179 Lehrerin Maria Schröder in Mainz. 180. Lehrerin Alma Best in Mainz. 181 Lehrer Jakob M e tz in Budenheim. 182. Technische Lehrerin Katharine Schmant in Dffenbad) a. M. 183. Technische Lehrerin Elise Fey in Darmstadt. 184. Technische Lehrerin Katharine S a h m in Weiskirchen. 185. Lehrer Wilhelm Reeg in Darmstadt. 186. Lehrer Jakob Becker in Offenbach a. M 187 Lehrerin Auguste Kredel in Bad-Nauheim. 188. Lehrer Georg Scheuer in Neu-Isenburg. 189. Lehrer Paul Appel in Bauschheim. 190. Technische Lehrerin Katharine Lauten« s ch l ä g e r in Worms. 191 Technische Lehrerin Margarete Dietz in Worms. 192. Lehrerin Hedwig Marcks in Mainz. 193. Lehrerin Regina Falken st ein in Worms. 194. Technische Lehrerin Ida Mahr in Darmstadt. 195 Technische Lehrerin Eva Stenner in Laubenheim. 196. Rektor Friedrich Seresse in Sprendlingen (Rhh.). 197. Lehrer Heinrich Best in Worms. 198. Lehrer Hermann (9 ö 11 e l m a n n in Dittelsheim. 199. Rektor Wilhelm Daum in Alzey. 200. Rektor Adam Kneipp in Gießen. 201. Berufsschullehrer Bopp in Nidda. 202. Bauschuloberlehrer Scheich an der Adolf- Hitler-Bauschule Darmstadt. 203. Studienrat Greb an der Höheren Bauschule Bingen. 204. Amtsobergehilfe Mischlich an der Realschule Groß-Gerau. 205. Studienrat Weißbart an dem Wolfgang- Ernst-Gymnasium Büdingen, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Oberstudienrat". 206. Dberftubienrat Axt an der Liebigs-Oberreal- schule Darmstadt. 207. Technische Lehrerin Feller an der Schiller- schule Friedberg. 208. Dberftubienrat Freiherr von Gall am Land« gras-Ludwigs-Gymnasium Gießen. 209. Hausmeister Wehling an der Aufbauschule Bensheim 210. Hausmeister Emich an der Aufbauschule Eriebberg. berstudiendirektor Altendorf am Land« gras-Ludwigs-Gymnasium Gießen. 212. Studienrat Stumpf an der Adolf-Hitler- Bauschule Darmstadt. 213. Dberftubienrat Hartmann am Gymnasium Dffenbod) a. M. 214. Studienrat Decker am Realgymnasium Gießen, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Dberftubienrat". 215. Zeichenoberlehrerin Klein an der Studienanstalt und Frauenschule Mainz. 216. Studienrat Weber an der Dderrealschule Gießen, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Dberftubienrat". 217. Oberstudiendirektor Dr. Köhm an der Oberrealschule uito Progymnasium Alzey. 218. Hausverwalter Kabel am Landesmuseum tn Darmstadt. 219. Dberftubienrat Dr. Maennchen an der Dberralfdjule Gießen. 220. Studienrat Dölzing am Realgymnasium Gießen, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Dberftubienrat". 221. Dberftubienbireftor Kalbfleisch an der Studienanstalt Gießen. 222. Dberftubienbireftor Roller an der Oberrealschule Gießen. 223. Dberftubienrat Tempel an der Ludwigs- Dberrealfd)ule Darmstadt. 224. Dberreallehrerin Marie Schöppler an der ©tubienanftalt Mainz. 225. Lehrer Kratz in Darmstadt. Der Abschied der vorgenannten Beamten ist nach unserer Verfügung vom 8. Mai 1933 — K. M IV. 20 849 — mit einer würdigen Feier zu umrahmen. Darmstadt, den 8. Dezember 1933. Hessisches Staatsministerium, Ministerialabteilung für Bildungswefen, Kultus, Kunst und Volkstum. Ringshaufen. So riefen alle durcheinander. Und dann malten sich alle mit glühenden Backen die Feier aus Einer wußte immer noch mehr als der andere Man merkte, hier hilft die Begeisterung mit, denn es ist kein Vergnügen, bei diesem Wetter Holz zu sammeln. Die Stimme des Führers mahnte jedoch wieder zur Arbeit, und mit einem kräftigen «Heil Hitler!" trennten wir uns. Ja diese Jugend feiert die Wintersonnenwende, sie freut sich auf die wieder- kehrende Sonne. Und wir Alten können frohen Herzens mitfeiern, denn die Sonne unseres Volkes, die Einigkeit, ist aus dem Schutt der letzten 14 Jahre neu und rein auferstanden. M. R. /Der Cieg des Glaubens." Der Film vom Reichsparteilag zu Nürnberg. Das Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, bringt vom morgigen Donnerstag ab unter Mitwirkung der SA- Kape11e 91. 1 1 6 ben Film vom Nürnberger Parteitag heraus. Die alte Freie Reichsstadt klangvollsten Namens in der beutschen Geschichte war der Schauplatz jener großen Tage bes Deutschen Volkes, beren Ereignisse und tiefen Sinn ber Führer in bem Wort: „Der Sieg bes Glaubens" zufammenfaßte. Der Bildstreifen gibt eine erschöpfende Ueberschau über diese größte Veranstaltung des Jahres und bringt in hervorragenden künstlerischen Bildern das gigantische Erleben jener Tage' nahe Der Empfang im Rathaus, die Feiern im Luitpolbhain, die Kundgebungen im Stadion, das eindrucksvolle Gefallenen Gedenken, die Amtswal- terfunbgebung, der Aufmarsch vor dem Führer, der in ber Weltgeschichte ohne Beispiel ist, bas alles werben bie Bilber nacherleben lassen Alle jene, die nicht dabei sein konnten, werden die Kraft verspüren, die In ber Bewegung lebt und gerade im Nürnberger Reichsparteitag 1933 ihren sinn- fäUigften Ausdruck fand Der Besuch dieses Filmes sollte von niemand versäumt werben! Jedermann sollte, sei cs hier auch nur vor Bildern, Zeuge dieser geschichtlichen Ereignisse werden Aus die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. Der Besuch des Parieitagfilms «-Der Sieg des Glaubens" durch die Gießener Gcbulen Das Stadtschulamt weist darauf hin, daß auch die Berufsschüler den Film zum gleichen Preis wie die Volksschulen (25 Pfennig pro Perfon) besuchen fön- nen «ie tonnen sich einer Schülervorführung die vom Donnerstag bis zum Samstag vor- mittags und nachmittags stattfinden, anschließen. 71(5 »tehrerbunö. Betr.: Arbeitsgemeinschaft. Am heutigen Mittwoch. 20. Dezember, 17 Uhr spricht (Bauobmann Dr Henß über „Mundart und Zweisprachigkeit". Gaste sind will- kommen. (Neue Pestalozzischule in ben Eichgärten.) Neue Beitragsmarken in der Invalidenversicherung. ... Lanbesoersicherungsanstalt Hessen schreibt Au, Grund de» § 1411, Abs 2, ber RVO unb des >5 37 des Gesetzes zur Erhaltung der Leistung», lahigfeit der Invaliden-, der Angestellten- und ber knappschastlichen Versicherung vom 7. Dezember 1933 ist folgende» bestimmt worden: Dom 1. 3a- nuar 1934 ab werden neue, für alle Landesver- lirtKrunasanftallen gültige Beitragsmarken der ^hnklasse V11 und VIII und der Beitragsklallen IX und X für eine Woche ausgegeben. Der Geld w.rt der neuen Einwochenmarken beträgt: In der I IvbnffaHe VII (Wochem. rdienst von mehr al» 36 1 SS J2 210 Vf m der Vshnhafie VIII (Wochenverbienst von mehr al» 42 Mk.) 2-40 Pf. Für die freiwillige Beitragsentrichtung werden die Beitragsklaffen IX mit 270 Pf. und X mit 300 Df. gebildet Die seitherigen Beitragsmarken der VII. Lohnklasfe zu 200 Pf. für eine Woche unb für zwei Wochen zu 400 Pf., sowie für 13 Wochen zu 26 Mk. werden vom 1. Januar 1934 ab von den Verkaufsstellen nicht mehr verkauft. Die Nebenbeschäftigung. Das Kreisschulamt Gießen bringt den Schulvorständen der Landgemeinden des Kreises zur Kenntnis, baß das Hessische Staatsministerium, Ministerialabteilung für Bildungswefen, Kultus, Kunst und Volkstum, im Anschluß an bie Ausschreiben des Herrn Staatssekretärs vom 19. Juli 1933 und Verfügung des Hessischen Ministeriums für Kultus und Bildungswefen vom 25. April 1933 über die Nebenbeschäftigung folgendes bestimmt hat: 1. Die Ausübung von Rechnerämtern wird grundsätzlich untersagt. Ausnahmsweise kann die Uebernahme des Kirchenrechnerdienstes einer kleinen Diasporagemeinde gestattet werden, in der sich bei der gewöhnlich kleinen Mitgliederzahl, die sich vielfach noch in der Hauptsache aus Beamtenfamilien zusammensetzt, eine sonstige geeignete Person für die Uebernahme des Dienstes nicht findet. 2. Die Versehunq des Organistendienstes sowie die Leitung von Kirchengesangoereinen und sonstigen Kirchenchören wird gestattet. 3. Grundsätzlich wird die Leitung nur eines weltlichen Gesangvereins gestattet. Zur Leitung von mehreren Gesangvereinen ist von Fall zu Fall unsere Genehmigung einzuholen Werden bei Ausübung einer Nebenbeschäftigung Vergütungen aus öffentlichen Mitteln gewährt, fo sind ste jeweils alsbald der vorgesetzten Dienststelle zur Mitteilung an uns anzuzeigen. Die uns vorliegenden Gesuche um Genehmigung der Ausübung von Nebenbeschäftigungen sind durch dieses Ausschreiben erledigt. Die Anwartschaft in der Angeftelltenverficherunq. Die Vorschriften über die Aufrechterhaltung der Anwartschaft in der Angestelltenversicherung haben durch das neue Gesetz vom 7 Dezember 1933 wesentliche Aenderungen erfahren. Zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft in der Angestelltenoersicherung ist es erforderlich, daß der Versicherte a) für die Zeit vom 1. Januar 1926 bis 31. De- zember 1933, soweit er in dieser Zeit im zwei- ten bis elften Kalenderjahre feiner Versiehe- rung steht, jährlich mindestens acht Beitragsmonate, soweit er schon länger versichert ist, jährlich mindestens vier Beitragsmonate noch- weist, b) für die Zeit vom 1. Januar 1934 in jedem Jahre mit Ausnahme bes Jahres, in dem der Eintritt in bie Versicherung erfolgt, jährlich mindestens sechs Beitragsmonate nachweist Die Anwartschaft erlischt zunächst, wenn diese Minderzahl nicht erreicht wird. Die Anwartschaft lebt allerdings wieder auf, wenn ber Versicherte die erforderlichen Beiträge in- nerhalb der zwei Kalenderjahre nachentrichtet, die dem Kalenderjahre der Fälligkeit folgen. Das neue Wefeft läßt ober als Uebergangsbcftimmung zu, daß freiwillige Beiträge, die am 31. Dezember 1931 für einen zurückliegenden Zeitraum noch entrichtet roer- ben durften, bis jum 31 Mär, 1934 entrichtet wer- ben können, solange der Versicherungsfall nicht eingetreten ist. Hiernach können also die freiwilligen Beiträge^ die zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft für bi* Jahre 1929 und 1930 etwa fehlen, sowie frei- willige Beiträge für jeden Monat des Jahres 1931 unb für Dezember 1930 noch bi» zum 31. Mär; 1934 Deutsche Volksgenossen! Seid Ihr schon im Besitz der Weihnachts« aabenkarte des Winterhilsswerksd Vergeßt nicht, daß diese Karte jeder haben mußt Der Erlös wird die letzten für Weihnachten noch fehlenden Mittel erbringen Hunderttausenden wird damit eine Freude gemacht werden können. Euch selbst aber wirb die Karle Freude machen, die in Bild und Text vollkommen ist. Es ist E h r e n s a ch e, daß in wenigen Tagen die Karten, die nur in unserem Gau ausgegeben werden, re ft los aus» verkauft sind Wenn niemand mit der Karte an Eure Tür kommen sollte, dann verlangt sie vom nächsten Euch bekannten Angehörigen der Winter» HUfe ober der NS.-volkswohlfahrt' Denke daran, du bist im Licht, Du hast noch Freude und spürst es nicht wie weh es tut, wenn leise sich senkt die klirrende Nacht und den umfängt, der einsam ißt sein karges Brot und nichts zu eigen hat als Not; denke daran, daß der Winterwind um Fenster streicht, die dunkel sind — und wenn das fromme Weihnachtsbild mit Kinderlachen dein Haus erfüllt, daß einer am Ende von Frost durchweht, verlassen, oergesfen noch draußen steht. Georg Poppe. entrichtet werden, solange der Versicherungsfall nicht eingetreten ist. Fehlende Anwartschaftsbeiträge für 1932 können bis Ende 1934, für 1933 bis Ende 1935 nachgezahlt werden. Es wird erneut darauf hingewiesen, daß es zweck- mäßig ist, bie Entrichtung noch erforderlicher Beiträge nicht bis zum letztzulässigen Zeitpunkt zu ver- schieben, sondern bie freiwilligen Beiträge für jedes Jahr vor dem Ende bes Jahres zu zahlen. Für bie Zeit vom 1. April 1933 an wird die Zeit, während der ein Arbeitsloser oersicherungsmäßige Arbeitslosenunterstützung ober Krisenunterstützung erhält ober aus ber öffentlichen Fürsorge unterstützt wird, als Ersatzzeit für die Aufrechterhaltung ber Anwartschaft angerechnet. Freiwillige Beiträge sind in der dem jeweiligen Einkommen entsprechenden Gehaltsklasse, mindestens aber in Klasse B zu entrichten In Klasse B können hiernach Beiträge nur von solchen Versicherten ge» leistet werden, die ohne Einkommen sind ober deren Einkommen im Monat den Betrag von 100 Mark nicht übersteigt. Gründung der Gchreinerzwangs- innung für den Landkreis Gießen. Dieser Tage wurde im Gewerkschaftshaus die Gründung einer Zwangsinnung für die Schreinen» meister des Landkreises Gießen vorgenommen Zu Beginn der stark besuchten Versammlung machte Schreinermeister Ludwig Rinn (Heuchelheim) auf die Bedeutung ber Versammlung aufmerksam und begrüßte die erschienenen Meister. Fev» ner begrüßte er die Vertreter des Kreisamtes Gießen, der Handwerkskammer-Nebenstelle Gießen und den Referenten für bas Handwerk Sobann berief der Vertreter des Kreisamts, Herr Weißgerber, folgende Schreinermeister in den Vorstand der Innung zum ersten Führer Ludwig Rinn 17.-Heuchelheim, zum zweiten Führer Heinrich Becker 12 -Ireis a. d Lumda, zum ersten Schriltwarl Wilhelm Fey - Klein-Linden, zum zweiten Schriftwart Heinrich M e n g e s - Lich, zum Kasienwart Otto Möser- Wieseck, als dessen Stellvertreter Hermann S ch m i d t - Hungen, zu Bei. sitzern die Schreinermeister Herzberger - Lollar (Behringer- (Brünbera, Arnold- Beuern und Gried-Treis a. d. Lumda. In den Gesellen- Prüfungsausschuß wurden Heinrich Becker unb Heinrich Kehr, Treis a. b Lumda berufen Zu Fachberatern in dem Ausschuß für Lehrlingsstreitigkeiten wurden die Meister R e u s ch l i n g - Heuchel- heim und Kehl- Klein-Linden ernannt Das Amt ber Lehrlingsüberwachung übernimmt Ludwig Wilhelm Arnold- Beuern Die Berufungen in den Vorstand und in die übrigen Aemter wurden von allen Meistern gut geheißen. Hieraus gab Syndikus Röhr von der Handwerkskammer-Nebenstelle Gießen in großen Zügen die Stellung der Regierung zum deutschen Handwerk kund und forderte zur tatkräftigen Mithilfe im Sinne unsere» großen Führer» Adolf Hitler auf. Herr Steinhäuser- Gießen machte al» Referent für das Handwerk mit den Arbeiten und Vorteilen der NS -Hago und GHG bekannt. Er ermahnte alle noch Außenstehenden eindringlich zum Anschluß an die Organisation und sprach bann über die deutsche Arbeitsfront Der neue Innungsführer, Schreinermeister Ludwig Rinn 17 -Heuchelheim sprach den Vortragen- ben den Dank der Versammlung aus und gab noch Aufklärung über die Gründung einer Instand- fetzungsgenosienschaft. Mit bem „Sieg-Heil" auf unseren Volkskanster Adolf Hitler wurde bie Versammlung geschlossen. Taten für Mittwoch, 2si Tezcmber. 1552: Luthers Gattin, Katharina von Sora, M Torgau gestorben (geboren 1499); — 1795: ber Gc» Köchffgewinn beträgt schenk birgt dieses, schentt ihnen wieder die Lichter brennen, scherung teilnehmen, Arbeitsbeschaffung, K WM KUÄZ W'WK ,v/ , UW innen ezahll nligen eslens (innen 'n ge> deren Mark We-t- Sei- oer» werte* en d>e nbwert lse i? ,raui- [eferent irteile» nabnte nfdjlHp f beut' rßub- trage"' d «7 nft"nh: i- auf de di- I. i bi i (einest n. mluna euchel- i auf« - Fest > Sie* i und Herr den ibmig hein- ersten zwei' zuw Stell- , Bei' Lollar n und esellen* r und 'n. 3" treiM' sudel' Sink ffill* i den rt von mit die Lichter brennen Obecheffen Deutsche hausftauk hast Du Dein weihnachts- Liebesgabenpaket schon abgellesert? vergiß nicht ein Inhaltsverzeichnis darauf anzubringen; Zerbrichst den Kops Dir hin und her. Grübelst: was zu schenken wär? Oes Weihnachtsfestes schönste Zier „Oie Zwölferkarte" rat' ich Oir! und der Tisch ist festlich gedeckt. Aber hast Du t» auch nicht an Geschenken fehlen lassen? Da weiß ich Oir guten Rat: Schenke Lose der -Arbeite- beschaffungs - Geldlotterie^, daS SinzelloS für eine Mark! Da am 29. bis 80. Dezember Ziehung ist, kann btt Lotteriebeteiligten noch In der DeihnachtSwoche ein Gewinn £tber 280000 Gewinne werden ausgelost. Oer 200 000 Mark. Aber ein noch wertvolleres Ge- LoS für deine noch arbeitslosen Kameraden. (S6 Arbeitsmöglichkeit! llnd wenn am Weihnachtsabend kannst Du mit dem frohen Lewußtsein an der 2e- daß Du zu Deines Führers großem Werk der zum Wohle des Vaterlandes beigetragen hast! 0 — „Am Weihnachtsbaum cilia", geleitet von Lehrer II ge (Oppenrod), und der Rothfche Männerchor, von Lehrer Stein geleitet, boten vortrefflich ausgearbeitete Chorlieder dar. Besondere Erwähnung verdienen noch die exakten turnerischen Vorführungen des Turnvereins 1860 Lich. Das Volksstück: „Die Alten von Tannenberg" von Hermann Marcellus warb für den deutschen Gedanken, und das vaterländische Schauspiel: „Und hätte der Liebe nicht..." von Karl Robert Schmidt zeigte den Zuhörern die Pflichten der Gegenwart unseren Volksgenossen gegenüber. Die Mitwirkenden waren aus allen Vereinen zusammengestellt und warteten mit guten Leistungen auf. Der Abend hielt in allen Teilen das, was man sich versprochen hatte und bedeutete für die Besucher -ein schönes Erlebnis. )( Lich, 18. Dez. Gestern abend veranstaltete die evangelische Gemeinde im Gemeindesaal einen G e - meindemissionsabend. Missionar Blume r - Marburg von der Leipziger Mission hielt einen Vortrag über die Missionsarbeit der Leipziger Mission unter dem Masaivolk Ostafrikas. Einleitend . betonte der Redner die Notwendigkeit der Missionsarbeit gerade in der heutigen Zeit. An Hand von prachtvollen Bildern führte er bann in die Pflanzen- und Tierwelt der Masaisteppe ein und zeigte zum Schluß Anfänge und Erfolge der Missionsarbeit unter dem Masaivolk. Leider war der Abend nicht so gut besucht, wie er es wegen seiner Darbietungen verdient hätte. Am Dor- und Nachmittag des Tages hatte der Missionar in Nieber-Bes- f in gen und in Birklar gepredigt, am Freitag und Montag abend in beiden Gemeinden in Lichtbildervorträgen über die Arbeit der Leipziger Mission in Ostafrika gesprochen. w. Muschenheim, 19. Dez. Am Samstag wurden von der hiesigen NS. - Winterhilfe die Weihnachtspäckchen gesammelt. Um 20 Uhr versmnmelte sich die Gemeinde auf dem Rathausplatz, wo ein mit Kerzen geschmückter Tannenbaum ausgestellt war. hitlerjungens trugen Ge» dichte vor. Lehrer Laun sprach in feiner Weise Über das Weihnachtspäckchen-Sammelwerk. Mit dem Liede „Still« Nacht" klang die Feier aus. ahrtsdriefmarken sind jetzt auch zwei Narkenheftchenbogen erschienen, die von der Herstellung der Markenhefte in begrenzter Anzahl zur Verfügung stehen. Beide Bogen enthalten Zusammendrucke von zwei Werten und Kehrdrucke, im übrigen aber eine Fülle von Kombinationen, die ür jeden Postwertzeichensammler von besonderem Interesse sind. Alle früheren heftchenbogenmarken ind gut geworden, einzelne Ausgaben davon sind >eute schon gar nicht mehr zu haben und werden mehrfachem Nennwert gehandelt. Der Der- kaufsprels für beide Bogen beträgt 20 Mark. Der NS.-Volkswohlfahrt ist eine beschränkte Anzahl dieser Heftchenbogen zugeteilt worden. An diese wende man sich, wenn Interesse dafür besteht. Bel der sehr regen Nachfrage wird der geringe Bestand allerdings bald vergriffen fein, so daß schnellste Bestellung ratsam erscheint. ** Der Stamm Geusen dankt! Wie der Stammführer des Stammes II der Geusen uns mitteilt, bedankt sich der Stamm Geusen für die gütige Unterstützung, die ihm von Seiten der Elternschaft seiner Jungens für die Weihnachtsunterstützung feiner minderbemittelten Jungoolkbuben zuteil wurde. Nur durch diese Hilfe fei es möglich gewesen, den ärmeren Kameraden eine Weihnachts- sreude zu bereiten. ** Po st Personalien. Dem Postmeister Peter aus Reinheim ist eine Oberpostsekretärstelle in Butzbach übertragen worden. Die Postassistentinnen Julie Backes von Büdingen und Ella Mörschel von Schotten wurden nach Stockheim (Oberhessen) versetzt. ** Dachstuhlbrand. In der vergangenen Nacht gegen 3.30 Uhr brach im Dachstuhl der Schrei- nerroertftätte von E. h. Müller, Schillerstraße Nr. 26, auf bisher noch nicht geklärte Weise Feuer aus. Die Feuerwehr, die sofort zur Stelle war, ging mit einer Schlauchleitung gegen die Flammen vor und konnte in Inständiger Arbeit alle Gefahr beseitigen. Während der Dachstuhl den Flammen zum Opfer fiel, wurde an der Werkstätte selbst keinerlei Schaden angerichtet, so daß der Betrieb ungehindert fortgeführt werden kann. ** Auf gehobene Straßensperre. Die Straßensperre auf der Pronvinzialstraßenstrecke Gießen-Watzenborn, Ortsdurchfahrt (Bahnhofstraße) I Watzenborn, ist seit 15. Dezember aufgehoben worden. kleines Theaterstück, mehrstimmige Lieder und eine Menge gut crusgewählter Gedichte zur Darbietung. Alle Besucher waren erstaunt über die prächtigen Leistungen der Kinder. Am Schlüsse gab es em« Abschiedsfeier für die Saarferienkinder, die uns am folgenden Tag verlassen haben, bei der der Gesangverein zwei stimmungsvolle Chöre zu Gehör brachte und Frau Engel, die Führerin des 3rauenD.cr« eins, ihnen Worte des Abschieds widmete. Gleichzeitig wurde jedem ein schönes Winterkleid überreicht. — Sonntag wurde der Elternabend wiederholt. Wieder war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Da jedesmal Eintritt erhoben wurde, beliefen sich die Einnahmen auf 42 Mark, die restlos dem Winterhilfswerk zugeführt werden. # Lauter, 19. Dez. Die Ortsgruppe der N S. • Frauenschaft veranstaltete unter Leitung ihrer Führerin, Frau A. Zimmer, einen wohlgelungenen Weihnachtsabend. Zur Einführung führte Frau H e n t s ch e l in einer kurzen Ansprache aus, daß die Frauenschaft die Veranstaltung nicht, aus Eigennutz unternommen habe, sondern um allen Kindern wieder einmal das Erlebnis eines schönen deutschen Weihnachtsmärchens zu bieten. Das erste Theaterstück, „Die rechte Weihnachtsfreude", zeigte, wie Weihnachten heute, im Zeichen des Opfersinns, von Reich und Arm gefeiert werden soll. Das zweite zeigte den Struwelpeter im Winterwald, der unter großem Halteh der Kleinen und Großen von dem Christkind gewaschen und gekämmt wurde. Die Pausen wurden durch Lieder der Frauenschaft, sowie Reigen und Tänze der Schulkinder und Jugendlichen ausgefüllt. Den Höhepunkt des Abends bildete die Bescherung für alle Schulkinder. Das Christkind brachte einen ganzen Schlitten voll Aepfel, Nüsse und Gebäck Burger- meister P i tz schloß die Veranstaltung mit der Bitte, die Einwohner möchten für die Sammlung von Weihnachtsgebäck ebenso reichlich geben, wie sie es bei den seitherigen Sammlungen für das Winterhilfswerk getan haben, bei denen Lauter immer mit an erster Stelle gestanden habe. Q Weitershain, 18. Dez. Am Sonntag- abend veranstaltete die hiesig« Schule einen Elte r n a b e n d. Lehrer Fay begrüßte Zue zahlreich erschienenen Eltern und Freunde der Schule und wies besonders darauf hin, daß durch derartige Veranstaltungen das Band zwischen Schule und Elternhaus enger geknüpft werden solle. Nur durch Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus könnten die hohen Ziele der Schule erreicht werden. Die Schulklasse von Lehrer Röhrig brachte sodann ein Weihnachtsstück zur Aufführung, das recht wirksam dargestellt wurde. Nach einem Vor- pruch gelangte im weiteren Verlause des Abends das Marchenspiel „Schneewittchen" durch die Klasse von Lehrer Fay zur Aufführung. Mit großer Begeisterung spielten die Kinder ihre Rollen. Die Tanzschule Strasser erfreute durch einen schonen Aufmarsch, sowie durch einen reizvollen Reigern Alle Darbietungen sanden großen Beifall. Für die politische Leitung dankte Ortsgruppenleiter Nau der Schule. Lehrer Fay dankte in seinem Schlußwort allen Mitwirkenden und schloß mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Reichskanzler die Veranstaltung. . ch Lich, 19. Dezember. Um dem Wort unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler: „In diesem Winter soll niemand hungern und frieren gerecht zu werden, hatten sich auf Veranlassung von Stiftspfarrer D r a u d t, dem Ortsgruppenwart der NS.-Volkswohlfahrt, der Männergesangverem „Cä- cilie", der Turnverein 1860, der Krieaerverein, die Freiwillige Feuerwehr und der Rothfche Männerchor zusammengeschlossen, um am Samstag in der Turnhalle einen Vaterländischen Abend zu veranstalten, der ganz in den Dienst des Winterhilfswerks gestellt war. Unsere Einwohnerschaft zeigte durch außerordentlich starken Besuch ihre Verbundenheit mit Führer und Volk. Die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung von Herrn Freitag eröffnete mit schneidiger Marschmusik den Abend und trug auch durch ihre weiteren Vorträge wesentlich zum guten Gelingen bei. Ludwig Fischer brachte einen Dorspruch, dem Führer gewidmet, zu Gehör. Stiftspfarrer Draudt schilderte in seiner Ansprache die Bedeutung des Winterhilfswerks für Volk und Vater- land. Er forderte zur tatkräftigen Mithilfe aller Volksgenossen auf. Der Männergefangverein „Cä- schichlsforscher Leopold von Ranke in Wiehe geboren (gestorben 1886): — 1921: der Generaloberst Hans Hartwig von Beseler in Neubabelsberg bei Lotsdam gestorben (geboren 1850). Oie Betriebsberichte des Zellenobmanns. Das Arbeitsgericht in Berlin hatte sich mit der Klage eines Zellenobmannes der NSBO. auf Fortsetzung der Lohnzahlung bis zum ordnungsmäßigen Kündigungstermin zu beschäftigen. Der Zellenobmann war fristlos entlassen worden, weil er in einem Bericht an die Kreisleitung der NSBO. oer« trauliche Angaben über den Betrieb gemacht hatte, wobei er u. a. auch von „echt jüdischer Frechheit" der Betriebsleiter des Unternehmens sprach. Das Arbeitsgericht hat der Klage des Zellenod- manns auf Einhaltung der gesetzlichen Künoigungz- frist ftgttgegeben und also Die fristlose Entlassung Versammlung der Geflügelzüchter im Kreise Gießen. * Watzenborn-Steinberg, 19. Dez. In Verbindung mit der er ft en Kreisschau für (Beflügel fand hier eine Versammlung öer Geflügelzüchter im Kreise Gießen statt. Der Kreisvorsitzende Dr. E. Wagner- Gießen begrüßte die Teilnehmer, insbesondere den Gau- sachschastswalter A ck e r m a n n-Sprendlingen. Herr Ackermann hielt einen sehr aufschlußreichen Vortrag über die „Richtige (Beflügelfüt- terung". Er wies darauf hin, daß gerade auch auf dem Lande vorwiegend noch falsch und unsachgemäß gefüttert wird. Es könne angenommen werden, daß täglich je Huhn etwa ein Gramm Futter auf diese Weise verloren gehe, was bei 56 Millionen Hennen — das sind 70 v. H. der auf dem Lande gehaltenen Hühner — je Tag eine Futter- verschwendung von 1120 Zentner ausmache. Auf das Jahr umgerechnet, ergebe sich demnach eine Futterverschwendung von 403 200 Zentner (Betreibe, oder in Geld umgerechnet von 3 225 600 Mark. In seinen weiteren Ausführungen betonte der Redner, daß auch bei der Fütterung auf eine richtige Verteilung der Hauptnährstoife innerhalb der Gesamtfuttermengen gesehen werden müsse, wenn das Huhn optimale Leistungen vollbringen solle. Er forderte die Geflügelzüchter auf, auch den Fragen der Fütterung erhöhte Bedeutung zuzumessen, damit Hand in Hand mit einer besseren Stallhaltung und insbesondere auch Zucht auf Leistung die Nahrungsfreiheit Deutschlands auf dem Gebiete der Geflügelwirtschaft möglichst bald erzielt werde. Anschließend sprach der Kreisfachberater für Ge- flügelwirtschaft und Kleintierzucht, Dr. Lang- Gießen, über „Die Aufgaben d e r Geflug e l- zuchtvereine und öer Fachberater f u r Geflüchelzucht im nationalsozialistischen Staat". Er gab zunächst einen Ueberblirf über die Neuorganisation der deutschen (Beflügel« wirtschaft in den vier Fachschaften und ging in seinen weiteren Ausfübrungen insbesondere auf die Aufgaben der Ortsfachberater ein. Daß dabe, ein einträgliches Zusammenarbeiten mit dem am Ort bestehenden Geflügelzuchtverein selbstverständlich sein müsse sollte nicht besonders betont werden müssen. Dr Lang beschäftigte sich bann mit ben Fragen der richtigen Stallhältung unb ber Pflege ber Tiere, bebanbelte auch kurz bie gerabe auf bem Lande an- zuwendende wirtschaftliche Kartoffel-Magermi ch- Fütterung ber Hübner unb ermahnte bie Züchter, auf bie Leistungsfähigkeit ihrer Tiere befonberen Wert zu legen. ,, ., ... Beibe Dorträge fanben bei ben zahlreich erschienenen Geflügelzüchtern lebhaften Beifall. Nachdem ber geschäftliche Teil der Tagesordnung rasch erledigt war, schloß der Kreisvorsitzende die Dersamm- lung mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf den Herrn Reichspräsidenten und unseren Volkskanzler Adolf Hitler. llnterbannaufmorscb der HZ. in Nieder-Ohmen * Nieder-Ohmen, 19. Dez. Am Sonntag oeranftaltete ber Unterbann V ber Hitlerjugend in Nieder-Ohmen einen Werbeumzug durch das Dorf. Anschließend marschierte der Unter- bann auf dem Brühl auf. Der Unterbannfuhrer hielt eine Ansprache an bie Jungen, in ber er besonders bie Disziplin unb Kamerabschaft in ben 1,50 Mark zum ersten Mal das luftige Märchen- viel mit Gesang und Tanz: „Schneeweißchen und Rosenrot" von Hermann Steifer unter der Spielleitung von Karl Volck: musikalische Leitung Franz Kerzisnik; Kindertanzregie Hannah Spohr. — Um 20 Uhr: 11. Vorstellung Im Mittwoch-Abonnement: „Minna von Bornheim", Lustspiel von Lessing. Spielleitung Wolfgang Kühne. Gewöhnliche Preise. Ende gegen 22.30 Uhr. — Freitag, 22. Dezember, als 12. Vorstellung im Freitag-Abonnement „U-Boot 116", Schauspiel von Karl ßerbs; Spielleitung Kurt L ü p k e. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.15 Uhr. — „Kamps ber Krankheit." Die Krankenkasse bes Deutschen Handlungsgehilfenverbandes veranstaltet in ben Tagen vom 20. bis 23. Dezember im Heim, Lonystraße 18, unter dem Titel „Kampf ber Krankheit" eine Gesundheitsschau. Die DHV.» Kasse beabsichtigt damit eine großzügige Aufklärung ihrer Mitglieder über die Fragen der gesunden Lebensführung. Im Rahmen der Ausstellung finden Vorträge und Lehrgänge statt. Am morgigen Donnerstag spricht Dr. med. Knaufs über „Häusliche Krankenpflege" und „Leistungssteigerung durch gesunde Lebensführung". Auf die heutige Anzeige sei hingewiesen. ** Von ben neuen beutschen Wohl- Rechen der Hitlerjugend unb ihrer Führer hervor- hob. Verschiedene neu eingetretene Kameraden wurden vom Unterbannfuhrer feierlich durch Handschlag verpflichtet. Nach Schluß bes Aufmarsches ging ber Unterbann geschlossen zur Vorführung bes Tonfilms „Hitlerjunge Quex", ber allgemein gut gefiel. Landkreis Gießen. OOÄlein = ßinben,18. Dez. Am vergangenen Sonntag feierte bie Kleinkinderschule in ber Kirche ihre Weihnachtsbescherung. Unter gemeinsamen Gesang eines Siebes zagen die Kleinen, geführt von ben Schwestern, in bie gut besuchte Kirche ein. Hier erfreuten sie bie Eltern und Freunde der Kinderschule mit dem Vortrag von Weihnachts- Hebern und Stücken aus der Weihnachtsgeschichte. Mit großem Eifer waren sie bei der Sache, so daß die wochenlangen Arbeiten der Schwester von Erfolg Sekrönt waren. Am Schluß wurde jedem Kind durch eberreichung eines Geschenkes, das von Mitgliedern der Frauenhilfe gearbeitet worden war, eine besondere Freude bereitet. Anschließend an dies« Feier fand die Christfeier bes Kindergvt- t e s b i e n ft e s statt. In liturgischer Feier mit Ein» zeldarbietungen unb Sprechchören boten die Kinder mit ihren Helferinnen messianische Weissagungen unb bas Weiynachtsevangelium bar. Auch hier wurde jedem ber mehr als 200 Kinder ein kleines Weihnachtsgeschenk überreicht. * Grohen-Buseck, 18. Dez. Dieser Tage oer- anftaltete bie Werbeleitung ber ßanbesfilmffelle Sübwest ber NSDAP, im Saale ber Gastwirtschaft Wilhelm Wagner eine Filmvorführung. Die ganze Einwohnerschaft, bie SA., SAR. unb bie Hitlerjugend nahmen zahlreich teil. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, ßehrer O r t - wein begrüßte die Teilnehmer und führte sie im Geiste in die Zeit Friedrichs des Großen zurück. Nach einem instruktiven Film, der unsere Reichswehr im Wehrsport zeigte, folgte der Hauptfilm des Abends unter dem Titel „Schwert und Z o p f", der bie Jugendzeit Friedrichs bes Großen lebendig werden ließ und außerdem den Soldaten- könig Friedrich Wilhelm I. in feiner ganzen Strenge schilderte. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Volkskanzlcr Adolf Hitler wurde der Abend beschlossen. Arn Nachmittag fand eine Vorstellung für die Schuljugend statt, zu der auch die Kinder einiger benachbarter Orte erschienen waren. * Daubringen, 19. Dez. Jrn neu hergerichteten Saale von Willi Erb sand dieser Tage ein Heimatabend derFreiwilligen Feuerwehr statt. Die Ortseinwohner hatten ber Ginlabung zahlreich Folge geleistet. Der 1. Kommanbcmt Wilhelm Braun III. begrüßte die Teilnehmer. Besonbers hieß er ben Zellenleiter Dr. Bubing unb ben Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier (Gießen) willkommen. Er wies barauf hin, baß ber Reinertrag bes Abenbs an bas Winterhilfswerk abgeführt werde. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier betonte, baß bie hiesige Freiwillige Feuerwehr in richtigen Führerhänben fei. Sie beweise burch bie Veranstaltung bes Abends, baß sie geschlossen hinter unserem großen Führer Abolf Hitler stehe, auf ben er ein breifaches „Sieg-Heil!" ausbrachte. Ein von Fräulein Schminke verfaßter unb von Fräulei Elisabeth Opper vorgetragener Prolog, sowie ein Theaterstück, fanben allen Anklang. Tanz beschloß ben Abenb. = Rübbingshausen, 19. Dez. Dieser Tage würbe von ßehrer Flath mit seiner Schulklasse ein Elternabend veranstaltet. Es kamen ein zurückgewiesen. In dem Urteil (28/31 AC. 362/33), das von grundsätzlicher Bedeutung ist, heißt es u. a.: Wenn ber Betriebsratsvorsitzenbe und Zellen- obmann auf Anordnung feines Kreises dem zuständigen Kreisleiter der NSBO. einen vertraulichen Bericht über Vorgänge in seinem Betriebe erstattet, bann kann ber Arbeitgeber ihn nicht fristlos entlassen. Dies gelte auch bann, wenn per Zellen- obmann in bem für bie Öffentlichkeit nicht bestimmten Bericht beleibigenbe Steuerungen gegen Den Arbeitgeber gebraucht habe. In ben Entscheibungsgrünben wird darauf hingewiesen, daß der Zellenobmann auch in einer Betriebsversammlung sich in ungehöriger Weise geäußert habe unb daß dieses Vorgehen des Zellenobmannes zu beanstanden fei. Der Unternehmer habe aber selbst erklärt, daß er dieses Auftreten nicht als Anlaß der Entlassung genommen habe, sondern lediglich den schriftlichen Bericht des Zeltenobmanns. Dieser Bericht sei aber unstreitig nicht für bie Öffentlichkeit bestimmt gewesen. Das mässe berücksichtigt werben. Weiter sei es selbstverstänblich, daß im internen Verkehr ber einfache Arbeiter mit ber NSBO. eine andere Sprache und Ausdrucksweise anwende, als im öffentlichen Geschäftsverkehr üblich fei. Der Arbeiter spreche naturgemäß in der ihm naheliegenden Sprache, bie er auch sonst im Umgang mit seinen Berufskollegen gebraucht. Dabei bestehe für ihn kein Anlaß, die drastischen Wendungen und Ausdrucksformen des einfachen Arbeiters zu vermeiden. Auch im Winter deutsches Gemüse! Von ber ßandesbauernschaft Hessen- Nassau, Hauptabteilung II, erhalten wir fvl- genbe Zuschrift: Die Zufuhren von auslänbifdjen Obst- unb Gemüseerzeugnissen, besonders Blumenkohl, Kopfsalat und Endivien, haben in ben letzten Tagen, besonders am Frankfurter Markt, erheblich zugenommen, ohne daß ein Bedürfnis dafür vorliegt. Die heimischen Erzeuger können trotz der kalten Witterung ihre Erzeugnisse nicht verkaufen. Wenn es vvr- kommt, daß hiesige Erzeuger in dieser Zeit vom Markte nach Hause gehen, ohne überhaupt für einen Pfennig verkauft zu haben, oder Umsätze von 2 bis 3 Mark tätigen, so ist die Wirtschaftslage genügend gekennzeichnet. . Deutsche Hausfrauen kauzr deutsche Gemüse, die die heimische Scholle für bie Verwertung in biefer Jahreszeit zur Verfügung stellt, wie Wirsing, Weißkraut, Rotkraut, Rosenkohl, Felb- sätet, Endivien, Winterkohl, Schwarzwurzeln, Karotten, Sellerie, Weiße Rüben u. a.! Die Verwendung des Weißkohls für Sauerkraut ist in weitem Umfange geboten. Müssen wir ausländischen Kops- sätet ober Blumenkohl essen, wenn wir 25 bzw 50 Pfennig für ein Stück Kopfsalat bzw. Blumenkohl zahlen müssen? Wäre es dann in ber heutigen Zeit, in der Tausende von Volksgenossen kaum das dringend Notwendige zum ßebensunterhalt besitzen, nicht Pflicht jedes Deutschen, das zu essen, was die deutsche Heimat hervorbringt? Zumal die Notlage der heimischen. Gärtner zum großen Teil dadurch bedingt wird, daß große Mengen ihrer Erzeugnis e unverwertet bleiben, so daß nicht nur bie geleitete Arbeit unnütz war, sondern auch bie für bie Er- zeugung nun einmal notroenbigen Ausgaben verloren gehen. Daraus ergibt sich bie trostlose ßagc dieses Berufes. . Deutsche Hausfrauen, o e r l an g t in ben ßäben deutsche Erzeugnisse Ver- langt, daß diese als solche öffentlich.gekennzeichnet werden. Der Reichsnährstand, Abteilung Gartenbau, hat besondere Schilbchen Herstellen lassen, die an den heimischen Erzeugnissen angebracht werden. Jedes Geschäft hat die moralische Pflicht, di« Kennzeichnung durchzufähren. Bekämpfung der Schnakenplage. Die Polizeibirektion Gießen teilt mit: Die Grundstückseigentümer werben nochmals auf bie Bekannt- madiuna des Kreisamts Gießen im Amtsverkunbi- aunasblatt Nr. 65 vorn 12. Dezember 1933 hinge- wiesen, wonach jeder Grundstückseigentümer ver- pflichtet ist, in ben Monaten Dezember bis Fe- bruar die auf feinem Grundstück befindlichen, ben Schnaken zur Brut dienenben Gewässer (Master- tümpel), Regenfässer, Bassins, Wasserlachen, Jauchegruben, Abortgruben usw. nut einem zur Bertil- gung ber Brut .'eigneten Mittel (Saprok Pe ro- leum usw.) zu üvergießen. Nichtbefolgung hat Le- trafung gemäß §3 der Polizeiverorbnung, betreft fenb bie Bekämpfung ber Schnakenplage vom 28. November 1911 zur Folge. Bornottzen. — Tages kalenber für Mittwoch: Stabt« theater 15 bis 17.30 Uhr, „Schneeweißchen und Rosenrot": 20 bis gegen 22.30 Uhr „Mmna von Selm1. - Lichtspielhaus, Kuß in ber Sommernacht . — Turmhaus am Branb 16 bis 18.30 Uhr, Kunstausstellung. - Verein Rubersport, 20.30 Uhr, Bootshaus, außer- orbentlidje Generalversammlung. — Turnverein v. 1846, 19.30 Uhr, Turnhalle, Stemstraße, We h ZneV’Un 0,30 t «reis schotten. )—( Ruppertsbufg, 19. Dez. Dieser Tage wurde in Lauboch der Lehrer i. !R. Heinrich Dir' l a m zu Grobe getragen. Der Heimgegangene, der hl. Lebensjahre stand, war in Röthges oeboren und wirkte als treuer, gewissenhafter Lchrei^in den Orten Schadenbach, Großen-Buseck, Grünberg, Er- menrod. Lauter und Stockhausen (Kreis Gießen). Seinen Ruhestand verlebte er in Laubach In den Kreisen seiner Kollegen war der Verstorbene als echt deutscher Mann und als stiller, friedlicher Amtsbruder geschätzt. Das kam in dem Nachruf des Vertreters des Bezirkslehreroereins in herzlichen Worten zum Ausdruck. Preußen. «reis Wctrlar O Krofdorf, 18. Dez. Auch in unserem Orte plant man die Zusammenfassung der beiden ländlichen G e n o s s e n s ch a ft.s ka s s e n. lieber 25 Jahre haben beide Institute in gleicher Weise und Stärke zum großen Segen des Dorfs und der Umgebung gearbeitet, die Spar- und K r e d i t k a s f e zuerst im Ländlichen Genossenschaftsoerband Frankfurt, die Spar- und Darlehnskasse im Raiff- cisenoerband, zuletzt beide zusammen in dem verschmolzenen Spitzenoerband. Dieser Tage fand nach grundlegenden Vorarbeiten eine gemeinsame Sitzung der Vorstands- und Aufsichtsratsorgane beider Kassen im Beisein des Revisors I o l k und des Landwirtschaftlichen Kreisf.ichberaters Langsdorf statt, die zu der einheitlichen Auffassung' führte, die Verschmelzung oorzunehmen. Die neuen Verwaltungsorgane sollen aus den beiden alten gebildet werden. — Am Samstagabend wurde in unserer Kirche eine schone Adventsfeier gehalten. Ein Kreis musikliebender Herren hatte sich zur Verfügung gestellt, um mit Orgel, Geigen, Cello und Flöte der Adoentsstinirnung entsprechende Stücke älterer Meister zu spielen. Andächtig lauschte die Gemeinde der schlichten Musik, sowie den dem Ganzen angepaßten Adoents-Lutherworten und der gewissen- schärfenden Ansprache des Ortspforrers. < Wißmar, 19. Dez. Dieser Tage sprach im überfüllten Saale des Gastwirts Wolf der eohn des hiesigen Werkmeisters Eulgem, Ing. Alois Eulgem, der nach vierjähriger Tätigkeit in Afrika zur Zeit hier bei feinen Angehörigen weilt, über „Wahrten und Erlebnisse in Afrika". Der Hausfrauen, backl mehr Konfekt! Gebt der Winterhilfe davon ab! Vortrog wurde von der Zuhörermenge mit großem Interesse ausgenommen. Lehrer F r ö d e dankte dem Vortragenden und gab die Verwendung der Ein- nähme — teils zur Anschaffung von Büchern für die hiesige Bücherei, teils zur Unterstützung des Winterhilfswerks — bekannt. Der Abend wurde umrahmt von Musikstücken der Wißmarer Musiker. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Reichs- kanzlcr, und mit dem Gesang des Deutschland-Liedes fand der Abend einen würdigen Abschluß. Ä Lützellinden, 18. Dez. Die hiesige Luh- mullerei-Gesellschaft hielt dieser Tage in der Gastwirtschaft Arnold eine außerordentliche Generalversammlung ob, in der die G l e i ch s ch a l- tunfl d e r Gesellschaft durchgeführt wurde. Nachdem der bisherige Vorsitzende, Georg Lenz, den Rücktritt des gesamten Vorstandes bekanntge- geben hatte, forderte der mit der Durchführung der Gleichschaltung beauftragte landwirtschaftliche Ortsfachberater Heinrich Lenz zur Neuwahl eines Vorsitzenden auf. Landwirt Ludwig Hölz wurde einstimmig gewählt. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden durch ihn die Landwirte Wilhelm Altenheimer und der LOF. Heinrich Lenz von hier, ferner Ludwig Schupp und Ludwig Keßler aus Großen-Linden bestimmt. Mit einem dreifachen „Sieg - Heil" auf den Dolkskanzler Adolf Hitler wurde die General- Versammlung defchlosien. Die im Besitz der Luh- müllerei-GefeUschaft befindliche Luhmühle ist eine Gesellschaftsmühle, an der Landwirte aus Lützellinden, Großen-Linden, Lllendorf (Lahn) und Dutenhofen Anteil haben. Da sich die Wafferverhält- niffc in den letzten Jahren stark verschlechtert haben, ist für die nächste Zeit die Inbetriebnahme einer Dieselmotoranlage in Aussicht genommen. Amtsgericht Gießen. Dem zur Zeit inhaftierten und schon mehrfach vorbestraften E. L. legte die Anklage zur Last, durch Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Schneider von hier um 17 Mark geschädigt zu haben. Der Angeklagte arbeitete für ein hiesiges Annonceninstitut. In dieser Eigenschaft ließ er sich von dem Schneider, der noch eine Forderung schuldig war, seinen Anzug ausbesfern und brachte den verlangten Lohn auf die obige, ihm persönlich nicht zustehende For- berung in Anrechnung. Die gestrige Beweisaus- nähme ließ erkennen, daß der Angeklagte mit der Genehmigung seines Geschäftsherrn für den Abschluß dieses Geschäfts rechnen konnte. Da auch fein Schaden entstanden ist, sprach das Gericht, entsprechend dem Antrag des Amtsanwalts, den Angeklagten von Kosten und Strafe frei. Der Kaufmann 21. L. aus Hamburg stieß Ende Juli d. I. in der Marburger Straße mit feinem Kraftwagen mit einem Radfahrer zusammen. Die gestrige Hauptoerhandlung stellte fest, daß L. ohne Signal zu geben den Radfahrer rechts überholen wollte und dadurch den Unfall herbeiführte. Das Gericht erkannte, entsprechend dem Antrag des Amtsanwalts, auf 15 Mark Geldstrafe, evtl 3 Tage Gefängnis. Große Strafkammer Gießen. Der Kaufmann Alfred Schulz aus Koburg wurde vor einiger Zeit vom hiesigen Schöffengericht wegen Zuwiderhandlung gegen den § 3 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze her Reichsregierung zu 6 Monaten Gefängnis ver» urteilt In der gestrigen Berufungsoerhandlung kam das Gericht nach eingehender Beweisaufnahme zu der Auffassung, daß an dem fraglichen Abend in dem Lokal, in dem die Aeußerung gefallen sein 'oUte, großer Lärm herrschte und deshalb die Möglichkeit eines Irrtums gegeben war. Auch war bie Persönlichkeit bes Angeklagten nicht dazu angetan, ihm eine derartige schwere Beleidigung der Reichsregierung und der hinter ihr stehenden NSDAP, zuzutrauen. Das Gericht sprach daher den Angeklagten von Kosten und Strafe frei. Der Chef und der Buchhalter einer ehemaligen Bad-Nauheimer Firma hatten sich wegen Vergehen, gegen den § 240 Ziffer 3 KO. bzw. der Beihilfe dazu zu verantworten. Der Staatsanwalt beantragte je 6 Wochen Gefängnis. Das Urteil lautete gegen den Chef auf 210 Mark, gegen den Buchhalter auf 150 Mark Geldstrafe Beide Angeklagten tragen bie Kosten des Verfahrens. Unter Ausschluß ber Oesfentlichkeit verhandelte bas Gericht gegen ben B. D„ zur Zeit hier in Untersuchungshaft, dem die Anklage fortgesetzte Verbrechen im Sinne der Paragraphen 174 Ziffer 1, 176, begangen an feiner noch nicht 14 Jahre alten Tochter, zur Last legte Entsprechend dem Antrag des Vertreters ber Anklage erkannte das Gericht auf 2 Jahre Zuchthaus unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft. BriefTafTen der Hehoffion (Rechtsgutachten finb ohne Verbindlichkeit ber Schriftleitung.) 0.3- Der Staat gewährt für Neubauten einert Zuschuß in einer Höhe bis zu 1500 Mark für Bau- ten, bie in ihren gesamten Kosten 10 000 Mark nicht überschreiten. 30 v. H. bes Kapitals muffen oor- hanben fein. Die Anmeldung hat (mit Plänen und Kostenvoranschlag) beim Städtischen Hochbauamt zu erfolgen. Die Anmeldung kann zu jedem Zeitpunkt getätigt werden. Lichtspielhaus • Gießen Achtung! Morgen Donnerstag: 7652 c Das herrlichste Erlebnis unserer Zeit Winterthur Sichern Sie sich Karten i m Vo rve rka u f I Versicherungen Prospekte und Auskünfte bereitwilligste Subdirektion Frankfurt a.M OoethestraBe 30 Telephon «3147 Mitarbeiter überall gesucht Herren-Iberhemdei 18 Besonders günstig! Frauen Sic vor 7657 A Mäntel RM. 10.- RM. 17.- 7369 A 7116 Oasveimatbuch vom deutsch en Wa sd e! Qualität/ Gebr jffiswahl/ Im Selsen/ heuser am Markt 7651 D 7654 A Ci ■ und ebenso alle Tabake, Stumpen und Zigarillos in schwarz Boucl6 Marengo Schöne solide Unfall-, Haftpflicht-, Auto-, Kautlons-, Einbruch-Diebstahl-, Lebens-, Renten-, Kinder-, Aussteuer-, Studiengeld« sehr billig I Heißluftdusche Ortg. Fön-Son Protos-Keffee mUhle . . . Die Feierabendstunde in ber Silvesternacht wird für alle Gemeinden des Kreises auf S Uhr festgesetzt. Verkaufsstelle Gießen Marktplatz 22. Für die Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Drescher. Gießen (Marktplatz 8), den 19. Dezember 1933. __________________________________________________________0711? richtig ausgearbeitet, vollweit geschnitten, mit schönen Pelzen besetzt Heizkissen / Heizsonne Dee wäre doch euch etwas für Sie. Sehen Sie eich dieee Sacnen docn einmal an de- J.B. Häuser Am Oewaldsgarten Gießen, ut t14o 2146 l MX Besten Schlafzim, Pol-ler, >iahl- | malrjin iMkn,Tcilz. Kmlr. । Kieciuiiöbellabrüi SutdlTti. Mercedes Kleinschreibmaschine nur 182.— RM. schon fürmonatl.RM.7.90 Franz Vogt & Co. Seltersweg 44 Ruf 2464 e736A „Stamvf der Krankheit" Geöffnet voni 20. — 23. Dezember 1933, nachmittags von 3 — 7.30 Uhr. Donnerstag, 21 .Dezember, abbs. 8.30 Uhr Vovtvag mit Lichtbildern von Herrn Tr. Nied. Knaufs 1. Leistungssteigerung durch gesunde Lebensführung ; 2. Häusliche Krankenpflege. Eintritt frei! ?««ov Fahnier-Schmuck das vornehme Geschenk 3 fttri Kunsthandlung -J- Jjllfl Seltersweg 22 Ingenieur- SffigiftSÄ v Schule Elg. Lehrwerkstätten Maschinenbau, --- . Elektrotechnik, Uf Q I Hl Automobilbau ww w I III Total-Ausverkauf! Xur noch blw 2t). Dezember! Bedekotler Bk. 3-5.-. HntkoHer Hk. 4 bis 6.-, Tennisschläger Harke Hammer Hk. 13.- Koffer für Stadtreisende Hk. 5. , Picknick- körbe Hk. 9.-, Kinderwagen Harke Brenna- bor sn jedem annehmbaren Preis. 7eseD Aue. Kilöinger Nacht. |. G. Hölle Offenbacher Lederwaren u. Reiseartikel Neltcrswcg; 67 M. G. Grode Frankfurter MraUe 17 Die gute Einkaufsquelle Er führt „ihn“ Der Weihnachtsmann will „Ihm" sagen, was man noch schenken könnte. Etwas „Elektrisches“ Bügeleisen mit Garantie . 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Das Kreisamt empfiehlt daher dringend, nur an den beiden Amstagen Dienstag und Donnerstag vormittag jeder Woche bei dem Kreisamt mündlich oorzusprechcn. Wahrend der übrigen Zeit sind die Dienst- zimmer für das Publikum geschlossen, es sei denn, daß die Angelegenheit so drin- gend ist, daß der nächste Amtstag nicht abgewartet werden kann. 76480 Es wird daher künftig jeder Besucher, der außerhalb der Amtstage erscheint, und dessen Angelegenheit nicht ab dringend erachtet wird, abgewiesen werden. Der Sieg des Glaubens! Der Reichsparteitag in Nürnberg 1933 I WMKwKhOM Oie Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150Naturaufnahmen aus demTier-undpfianzen- leben bes hetmotiichenwaldes auf i2SKupfertief- brudlafclmmit lebendigem und aufschlußreichem »msuhrungstext von K.Gerhard und G. Wolff Preis in Leinen RM. 4.80 | ***" ««vrinUnivr M Ift an« an» laabcfbait fcfin ' Crrtbmt ««utiatr Verlangen Gle das bebilderte Werbeblatt Zu beziehen durch jede Suchbandlunq oder vom S«»» Seemüblee Verla» Berlm-Och,erleid,- Gießen, den M. Dezember 1933. DANKSAGUNG Für die überaus zahlreichen und wohltuenden Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Heimgang meiner lieben unvergeßlichen Gattin, unserer lidben Mutter, Schwester, Tochter, Schwägerin und Tante. Frau Elisabeth Schütz, geb. Hankel sagen wir innigen Dank. Besonders dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte am Grabe, der 50er Vereinigung 1883-1933, sowie den Schwestern des ev. Schwesternhauses für die überaus liebevolle Pflege. Für die Hinterbliebenen: Wilhelm Schütz Ri. 298 Drittes Blau Älegener Anzeige! (ioenerai-Anzelger für Gberheßen) Mittwoch, 20. Dezember 1955 _____ _ SJixfpott Termine der Rückspiele in der VeziiMlasie Oberhesien. Von amtlicher Seite sind nunmehr die Termine für die Rückrunde der Meisterschaftsspiele in der Bezirksklasse des Bezirkes Oberhessen bekanntgeoeben worden. Die Terminliste hat folgendes Aussehen: 1. Januar: Volkssport für alle Vereine. 7. Januar: Marburg — 1900 Gießen; Ockershausen — Butzbach; VfB. Gießen — Nauheim; Steinberg — Groß-Karben; Wetzlar — Lollar. 1 4. Januar: Lollar — Steinberg; 1900 gegen Ockershauscn: Nauheim — Marburg; Wetzlar gegen VfB.; Butzbach — Groß-Karben. 21. Januar: VfB. — Lollar; Marburg gegen Groß-Karben; Ockershausen — Nauheim; Butzbach gegen 1900; Steinberg — Wetzlar. 2 8. Januar: 1900 — VfB.; Lollar — Ockershausen; Nauheim — Steinberg; Wetzlar — Butzbach. 4. Februar: Groß-Karben — Nauheim; Volkssport: Marburg, Ockershausen, Butzbach und alle Vereine des Kreises Gießen. ll. Februar: VfB. — Marburg; Lollar gegen 1900; Nauheim — Wetzlar; Steinberg — Ockershausen; Volkssport: Groß-Karben. 18. Februar: Groß-Karben — Lollar; 1900 gegen Nauheim; Steinberg — Butzbach; Marburg gegen Wetzlar; Ockershausen — VfB.. 2 5. Februar: Wetzlar — 1900; VfB. gegen Steinberg; Ockershausen — Groß-Karben; Lollar gegen Butzbach. Volkssport: Nauheim. 4. März: Butzbach — Nauheim; Marburg gegen Ockershausen; Volkssport: Groß-Karben und alle Vereine des Kreises Gießen. 11. M ä rz : Butzbach — VfB.; Groß-Karben gegen 1900; Ockershausen — Wetzlar; Steinberg gegen Marburg. Volkssport: Nauheim. 18. März: VfB. — Groh-Karben; Marburg gegen Lollar; Volkssport: Butzbach und Ockershausen. 2 5. März: Groß-Karben — Wetzlar; 1900 gegen Steinberg; Lollar — Nauheim; Marburg gegen Butzbach. Sportverein 1920 Heuchelheim. Am Samstagnachmittag waren die Fußballer der Universität Gießen in Heuchelheim zu Gast. Man versprach sich sehr viel von deren Spiel, zumal manch bekannter Fußballer bei den Studenten mitwirkte. Man wurde jedoch enttäuscht. Die Gäste haben wohl sehr gute Einzelkönner, aber im Zusammenspiel haperte es bedenklich. Das 8:1-Ergeb- nis für Heuchelheim hätte bei einem weniger schußschwachen Sturm leicht verdoppelt werden können. Am Sonntag zog es der Gegner, die Spielvereinigung Leihgestern, vor, die Punkte kampflos zu schenken. Der SV. 1920 Heuchelheim ist damit mit der Vorrunde zu Ende und führt mit 12:0 Punkten und 29:7 Toren ungeschlagen die Tabelle an. Auch die erste Jugend blieb ohne Gegner, da die 2. Jugend der Spielvereinigung 1900 Gießen nun schon zum zweiten Male zu Hause blieb. Die zweite Mannschaft konnte in Bieber gegen die dortige erste Mannschaft durch schußschwache Sturmer trotz überlegenen Feldspiels nur zu einem 1:1 kommen. Wichtige Aeni>enmgen der Waiserbatlregetn. Lnkrasttreien am 1. Januar 1934. Am 1. Januar 1934 treten die neuen internationalen Wasserballregeln in Kraft. Sie bringen zum Teil grundlegende neue Bestimmungen. Die wichtigste davon ist die Erweiterung der sogenannten F r e l w u r f - Regeln. Bisher gab es nur zwei Arten von Fehlern, einfache und schwere. Neuerdings hat man zwischen einfachen, schweren und absichtlichen Fehlern zu unterscheiden. Für alle Verstöße gibt es Freiwürfe für die Gegenpartei. Bei den schweren Fehlern muß der Schiedsrichter jedoch den schuldigen Spieler aus dem Wasser weisen, wenn der Fehler nach Ansicht des Unparteiischen absichtlich begangen worden ist. Ebenso ist d^ Spieler herauszustellen, wenn er einen ab- sichliHen Fehler (Hineinschwimmen in den gegnerischen Zweimeterraum, Platzverlassen, Gehorsamsverweigerung) begeht. Eine weitere sehr wichtige Aenderung betrifft das Anspiel. Beim Anspiel müssen sich die Spieler m Zukunft mit je einem Meter Abstand voneinander auf der Torlinie aufstellen. Ein Tor kann in Zukunft auch aus der eigenen Spielhälfte beim Beginn oder Wiederbeginn des Spieles erzielt werden, wenn der zweite oder darauffolgende Spieler den Ball bereits in der gegnerischen Spiel- hälite mit der Innenfläche der Hand gespielt hot. Dabei ist es nicht notwendig, daß bereits ein gegnerischer Spieler den Ball mit der Hand berührt hatte. Wenn ein Spieler bei Ausführung eines Strafwurfes regelwidrig behindert worden ist, so darf der Strafwurf sofort wiederholt werden. Dabei ist zu beachten, daß der behindernde Spieler aus dem Wasser gewiesen wird. Die Kappen müssen für die Folge unter dem Kinn gebunden werden, dürfen also nicht mehr lose aufgesetzt sein. Verlorene Kappen dürfen erst wieder nach einer Spielunterbrechung aufgesetzt werden. Der Torwart darf in Zukunft den Ball nicht mehr berühren oder au sich herüberholen, wenn sich dieser außerhalb der Viermeterlinie befindet. Verboten ist das Einreiben der Spieler mit Del, Fett oder fetthaltigen Stoffen in Zukunft in allen Bädern, andernfalls hat der Schiedsrichter die Pflicht, von seinem Ausschlußrecht Gebrauch zu machen. 'Vor dem Spiel müssen für die Folge R'na", Gürtel oder andere Geoenstände, an denen sich Spieler verletzen könnten, abgelegt werden. Die bisherigen Maße der Tore haben keine Aenderung erfahren, dagegen darf das Tor in Zukunft nur noch 2,40 (statt bisher 2,50) Meter vom Grunde des Bades entfernt sein, wenn die Wassertiefe weniger als 1,50 Meter beträgt. Geändert wurde die Größe des Spielfeldes. Sie beträgt in Zukunft in der Breite höchstens 20 Meter (bisher 18 Meter) und in der Länge 19 bis 30 Meter (bisher 17 bis 28 Meter). Im Rahmen dieser Ausmaße muß die Größe des Spielfeldes so groß wie möglich sein. Schließlich wurde der Mindestumfang des Balles von 67 auf 68 Zentimeter erhöht. Kurze Sportnotizen. Josef Pöttinger, der bisherige Fußball- Trainer des FC. München, hat seinen Vortrag in friedlichem Einvernehmen mit der Clubleitung vorzeitig gelöst. Der Grund dieser Maßnahme besteht darin, daß der FC. München infolge der schlechten Spieleinnahmen einen Trainer nicht mehr bezahlen kann. Nach einer Mitteilung des Sportwartes des Deutschen Ski-Verbandes dürfen im Verbandsgebiet des DSV. keine Jungmannen-Läufe zur Durchführung gebracht werden. Die Satzungen des DSV. untersagen die wettkampfmähige Austragung von Jungmannen-Langläufen. Der beste Tennisspieler allerZeiten ist nach Ansicht des Amerikaners I. P. Allen William T. Tilden. In einer Liste, die der Amerikaner zusammengestellt hat, führt „Big Bill" vor dem Engländer H. L. Doherty, dem Australier A. F. Wilding und den Franzosen Cochet und Boro- tra. Bei den Damen steht Helen Wills-Moody an erster Stelle vor der Französin Suzanne Lenglen und der Kalifornierin Elizabeth Ryan. * Große Vorbereitungen trifft USA. für den nächstjährigen Davispokalwettbewerb. Das amerikanische Davispokal-Komitee hat bereits jetzt in Frank Shields, Sidney Wood, George Lott und I. van Ryn seine voraussichtlichen Vertreter genannt, die zusammen mit vielversprechenden Nachwuchsspielern schon während der Wintermonate ein geregeltes Training durchführen werden. Die Universitäten Oxford und Cambridge haben beschlossen, in ihren klassischen Leichtathletik-Wettkämpfen nur noch rein englische Mannschaften zu stellen, also auf die Teilnahme der in Orford oder Cambridge studierenden Ausländer zu verzichten. Dadurch sind u. a. die Amerikaner Hallo- OPFERT für WEIHNÄCHTE« 1 OD Mannesmann 59,25, Stahlverein 36, Aku 38,25, Daimler 32,25, Scheideanstalt 184 bis 185, Id.-Farben 120,90, Gesfürel 82 bis 82,50, Lahmeyer 108,25, Metallgesellschaft 59, Schöfferhof-Binding 156, Reichsbahn-VA. 106,65, Nordd. Lloyd 26,65. Nachbörse: IG.-Farben 121. Kölner Buttermarkt. Köln, 19. Dez. Die Kölner Warenbörse stellte den Großoerkaufspreis für 100 Pfund ab Versandstation in Reichsmark einschließlich Faß unverändert wie folgt fest: Deutsche Markenbutter 133 bis 136, deutsche Molkereibutter 1. Qualität 132, 2. Qualität 127. Mainzer Lchlachtviehmarkt. Mainz, 19. Dez. Auftrieb: 41 Ochsen, 13 Bullen, 609 Kühe oder Färsen, 355 Kälber. Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 28 bis 30, b2) 21 bis 27; Bullen c) 23 bis 27; Kühe a) 23 bis 27, b) 16 bis 22, c) 12 bis 15, Färsen a) 25 bis 33. Kälber c) 30 bis 44, d) 20 bis 29. Marktverkauf: Großvieh ruhig, Ueberftand. Kälber lebhaft, ausoerkauft. Mannheimer Biehmartl. Mannheim, 19. Dez. Auftrieb: 153 Ochsen, 139 Bullen, 384 Kühe, 442 Färsen, 1033 Kälber, 47 Schafe, 2075 Schweine. Es kosteten: Ochsen: voll- fleischige ausgemästete höchsten Schlachtwerts (jüngere) 30 bis 32 Mark, (ältere) 23 bis 25, sonstige oollsleischige 26 bis 29, fleischige 23 bis 25; Bullen: jüngere, oollsleischige höchsten Schlachtwerts 28 bis 30, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 24 ois 27, fleischige 22 bis 24; Kühe: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 26 bis 29, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 22 bis 25, fleischige 17 bis 20, gering genährte 10 bis 16; Färsen: voll- fleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollfleischige 26 bis 29, fleischige 23 bis 25; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 40 bis 44, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 39, geringere Saugkälber 28 bis 34, geringe 22 bis 27; Schafe: beste Schafe 22 bis 27; Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 50 bis 53, vollflsischige von 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 50 bis 53, von 200 bis 240 Pfund 50 bis 53, von 160 bis 200 Pfund 48 bis 52, Sauen 45 bis 49 Mark. Marktverkauf: Großvieh: gute Tiere mittel, sonst ruhig, Ueberstand; Kälber mittel; Schweine lebhaft geräumt. — Nächster Markt am 27. Dezember 1933. well, Brown und Stanwood, ferner auch der Neuseeländer Lovelock beim diesjährigen Zusammentreffen ausgeschlossen * Die Deutsche Jugendkraft (DJK.) hat beschlossen, ihre Sportabteilungen im Deutschen Leichtathletik-Verband (DSB.) einzugliedern. Der älteste deutsche F e ch t k l u b der „Fechtklub Offenbach von 1863 e. V." begeht in diesen Tagen die Feier seines 70jährigen Bestehens. * 1 7 0 0 0 Mark hat der Reichsverband Deutscher Kleinkaliber-Schützenverbände dem Reichs- innenminifter Dr. Frick als Spende für die Nationale Arbeit überreicht. Wirtschaft. * Arbeitsbefchasfungs - Maßnahmen des Benzol-Verbandes. Wie der Benzol- Verband GmbH., Bochum, mitteilt, hat er im Rahmen der Arbeitsbeschaffung in letzter Zeit zusätzliche Aufträge im Gesamtwert von über 1 Mill. Mark vergeben. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um die Neubeschaffung von Personen- und Tankwagen, von Transportsässern für Benzolgemische, von Kraftstoffbehältern und Tankgeräten, ferner um Jnftandsetzungsarbeiten am Schiffs-.und Keffelwa- genpark und um Bauarbeiten der Vertriebsftellen und der Großtankläger. Die verschiedensten Industrie- und Gewerbezweige sind durch diese Maßnahmen bedacht worden. Weitere Auftragsmöglichkeiten wird die angeftrebte Entwicklung der Krast- ftofferzeugung und die Neuordnung des Kraftstoff- marktes ergeben. Frankfurter Börse. Mittagsbörse: still. F r a n k f u r t a. M., 19. Dez. Die Börse zeigte vielleicht noch größere Geschäftsstille als gestern. Die Neufestsetzung des Bartransfers auf 30 v. H. hatte keine Einwirkung, ebensowenig konnten kleinere Momente, wie z. B. das Herauskommen der Verschrottungsverordnung, das Geschäft beleben. Die Kurse, die am Montanmarkt häufig rein nominell angeschrieben wurden, differierten um etwa 1 v. H. nach beiden Seiten. Fester lagen von Montanaktien Mannesmann (plus 0,75 v. H.), während Mansfeld und Gelsen- kirchen leicht gedrückt waren. IG.-Farben setzten 0,25 v. H. unter gestern abend ein, verbesserten sich aber später bei zuweilen etwas größeren Umsätzen um 1,25 auf 121,50 v. H. Scheideanstalt setzten ihre Befestigung um 1 v. H. auf 184 v.H. fort, während Reichsbankanteile mit 159,75 um 1,25 v. H. niedriger lagen. Der Elektromarkt lag durchweg fester, an ihm dominierten Licht & Kraft mit plus 1,25 v. H. und Schuckert mit plus 1 v.H., im übrigen betrugen die Erhöhungen von 0,25 bis 0,75 v. H. Schiffahrtswerte mußten sich indessen Abstriche von je 0,50 v.H. gefallen lassen. Allgemeine Lokal & Kraft verloren 1,25 v. H., AG. für Verkehrswesen gewannen 0,50 v. H. Von anderen Werten sind Junghans mit einem Verlust von 1 v. H. hervorzuheben, andererseits Ce- ment Heidelberg mit einem Gewinn von 0,75 v. H. Der Verlauf war zunächst fast vollkommen ge- schäftslos bei eher leicht abbröckelnden Kursen, so bei IG.-Farben 121 (minus 0,50 v.H), Aku 37,25 (minus 1 v. H.) und besonders bei Reichsbank 158 (erneut minus 1,75 v. H ). Im weiteren Verlauf kam es unter kleinen Schwankungen dann überwiegend zu Kursbesserungen. Siemens 140 bis 141, Akkumulatoren 179,25 (plus 2,25 v. H.), Harpener 87,25 bis 88, Rheinstahl 86,75 bis 87,75. Sehr fest lagen Conti Gummi 144 bis 146 mit insgesamt plus 4 v. H. Andererseits büßten ChadeakÜen mit 135,50 Mark 4 Mark ein. Renten tendierten allgemein etwas nach oben, insbesondere verzeichneten Reichsanleihen meist kleine Gewinne: Altbesitz 89,40 (89), Neubesitz 16 bis 16,60 (16). Späte Reichsschuldbuchforderungen 91,25 bis 91,50 (91). Auch Stahloerein-Bonds lagen 0,50 o. H. über gestern abend. Dollarbonds gaben indessen auf das enttäuschende Umtauschangebot von Harpener meist nach. Pfandbriefe lagen größtenteils gut behauptet, vereinzelt auch etwas fester, fo Nass. Landesbank Wiesbaden. Stadtanleihen meist unverändert, Darmstädter nach Pause 1,25 v. H. fester. Bei Staats- und Länderanleihen waren kaum Veränderungen festzustellen. Am Auslandrentenmarkt gingen Schweiz. Bundesbahn-Anleihen um 1 bis 1,50 v. H. zurück. — Tagesgeld war zu 3,75 o. H. unverändert. Abendbörse: still. Die Stimmung der Abendvörse war nicht unfreundlich, doch mangelte es ihr an nennenswerten Umsätzen. Die Unternehmungslust sowohl der Kulisse, als auch der Kundschaft vor den Feiertagen ist sehr gering^ Das Kursniveau blieb gegenüber dem Berliner «chluß fast unverändert. IG.-Farben gaben 0,13 v. H. nach, dagegen mären Aku 1 v. H. fester, ebenso zogen Daimler und Gesfürel etwas an. Im Verlaufe waren Scheideanstalt um 1 v. H. und Gesfürel erneut um 0,50 v. H. befestigt, während sonst keine Veränderungen zu verzeichnen waren. Am Rentenmarkt war es noch stiller als bei den Oktien, immerhin konnten Altbesitz 0,25 v. H. gewinnen. Neubesitz, späte Reichsschuldbuchforderungen und Stahlverein-Bonds lagen gut behauptet. 11. a. notierten: Neubesitzanleihe 16,65, Altbesitz 89,40, Schutzgebietsanleihe von 1908 bis 1911 8,75, Stahl» verein-Bonds 67,2-5, Reichsbank 158,75, Harpener 88, Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hmter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beichlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H. Lombardzinsfuß 5 o. H. fcranriur ... JJl 2)erh' (Schluß- für i Schiußk. «lbend- börfe Schluß» fur« Schluß! Mittag- börse Oatum 18.12- 19.12. 18.12- 19-12. 6% Deutsche Reichsanleihe v 1927 6%ebem.7%Tt.tReid)8anl.D. 1929 92.65 101 75 92.75 101,4 89,5 93 <01 5 89.5 93 101,13 89,5 5&uo Doung-Anlethe von 1930 99.5 Deutsche Anl.-Ablos.-Schwb mit Auslos.-Reckten $eool. obnt Auslos.-Rechte .... 89 16 89,4 16 65 89 15.85 89,13 16,55 6% ebem.8% Hess. Bolksktaai 1929 (türfjablb. 102%) H,5 91,5 91.5 91,65 6% Hess. LandeSbanl Darmsiadl Gold fll. 13 90 90 >9,5 89,5 6/2% Hess LandeS-Htzpolbeken- bank Darmstadt Ctaul Oberbelsen Provinz-Antrihe mit 89 SlnSlvs. -Rechten Deutsche fromm. Sommelabl. tiln- 86 87,5 87,25 87.75 87,5 leibe 5ede 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehem 8% Franks. Hnv.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar He 1935 6% ehern 7% Franks Hyv.-Bank 90,5 90,5 JO. 25 90,25 Goldpfe. 11 unkündbar bis 1936 51/,% ehem .ne Vranf'ur a. Bi Berlin Schluß- turS (Schluß,. Abend- bön (Schluß- turs (Schiußk Blinag- börse Votum 18.12. ! 19.12. 18.12. 19.12. 4% desgl. Serie 11 — — — 5% Rumän. oereinb. Rente v. 1903 4,4 4.4 — 4,35 4'/z%Ruinan.vereinb.Nenieo.lgl3 6.5 6,5 — — 4"o Rumänische vereinb. Rente ,325 3,325 ...25 3,35 2%% Anatolier . . 25 4 25,4 5.25 25,3 pamvurg-Amerika-Pakei 0 25,4 24,75 25,25 24,4 Hamburg.Südam. Dampfschiss 0 22,75 — Hansa-Dampfschtsf ....... 0 — 14.4 14 Norddeutscher Lloyd ..... 0 27.4 26,65 27.13 26,5 ■21.®. für Rerkebrswesen Akt. 0 56,5 57 >6,25 56,25 Berliner Handeisgesellschast 4 84 84.5 34,5 84,25 Commerz- und Privat-Bank 0 11.9 41,4 42 41.5 Deutsche Bank und Disconl» Gesellschaft .............. 0 18.25 48 18.75 48 Dresdner Bank.............. 0 54.5 54,5 54.5 54.5 Reichsbank .............. 12 161 158,75 161 .4 159,25 A.G.G..................... 0 23 23,25 23 23,13 Bekilla .................... 0 U5.5 115 115 115 Glektr. LleferungSgefellschoft.. 6 88,5 88,5 98,5 88 Licht und Kraft 6 '00,5 102j io; 101.75 gelten & Guilleaume..... 0 48 49 48.13 49.4 Gesellsch.s.Slektr. Unternehmung. 6 92.75 82,5 92,75 81,65 Rheim,che Elektrizität ...... 5 — 88.25 — 89 «chuckeri & (So........... 6 15,75 97 96 97,13 Siemens L Halske............ 7 139,5 141 140,5 140,75 Lahmeyer SLo............ 10 109 108,25 109.5 Buderus ............... 0 8,25 68,75 97,75 — Deutsche Erdöl .............. 4 100 100,75 100 100,25 Gelsenkirchener ............. 0 ,4,5 54,5 14,25 54,75 Harpener ............... 0 7.25 88 87,25 88 Voesch Eisen—llöln-Neuessen . 0 — 62.75 93,5 Ilse Bergbau ....... H 132 131 131,5 132,5 105 Ilse Bergbau Genüsse........ « 101.75 103 102 Klöcknerwerke ............... 0 55.75 55,5 59.75 55,75 ManneSmann-Möbren........ 0 -.7 71 59.25 5R T 58,75 Trraniiur a. Bl Serlib (Schluß- lurS (Schlugt. Abend- döri> (Schluß- lurs (Schiußk. Minag. börse Datum 18-12- 19.12. 18.12. 19-12- Manofelder Bergbau....... .. 0 3.65 23,75 23,75 23,75 Kokswerke ......... .. 0 - 81.5 81,9 Phontr Bergbau........... .. 0 1'2.4 42,5 42,5 42,75 Rheinische Braunkohlen .... . 10 194 194 193.25 193 Rheinstahl ....... .. 0 36,5 87,75 <6.65 87.9 Vereinigte Stahlwerke...... .. 0 36 36 36.25 36,9 Olavi Minen ........ .. 0 10.25 10.5 10.25 10,65 Kaliwerke Aschersleben...... .. 6 — 113.25 112 — Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 113 113 113,25 — Kaliwerke Salzdetfurtb..... 1Vt 148 147 147 — 3. G. Sarben-Inbustrie..... .. 7 120,5 120,9 120.13 121 Scheldeanstalt............. .. 9 183 185 — Goldschmidt .............. .. 0 46.5 47 46,75 47 Rülgerswerke ............. .. 0 49.4 50 49.65 50 Metallgesellschaft........... .. 0 59.25 59 59.25 59 Philipp HoUtnann......... Zementwerk Heidelberg .... .. 0 64,5 65 65 — .. 0 /8,5 80 — Lementwerk Karlstadt....... 0 90 90 — Schultheis Payenhofer ..... .. 0 - - 90 91 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 38 38,25 38 9 37,25 Bemberg .......... .. 0 44,5 43,5 42.5 43,5 Zellstoff Pckdhos ......... .. 0 15.5 45,5 45,5 45,5 Zellstoff Alchassenburg ..... .. 0 35 34,25 35,5 34,65 Dess.u'er (las ......... .. 7 — 32,25 109 109 Daimler Motoren ......... .. 0 32 <2,4 32 Deutsche Linoleum......... 0 14.25 44.25 14,25 44 Crendeln & Koppel ........ .. 0 — 27.5 54 Leonhard lieh .......... .. 0 4,75 >4,75 14,9 14,9 ihade.................... ..10 139,5 135 140 135 Ütrumulaioren-ffabrik...... .. 0 77.5 179 176,5 178,5 Lonti-Gummi .......... - 0 14? 146.75 142.5 146,5 «riyner.................. .. 0 19,25 - - - Mainkraftwerke Höchst a.M.. .. 4 67 67 - - Süddentlcher Zucker ...... .. S 177 177 176,75 177.5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a M 18-Oczember 19-Dczembei Amtliche Jloneruna Amtliche Jiphcrun., Gel" 1 Frie Geld ?rlr HeMngfor«. - 6,044 6,056 6.044 6,056 Wien ...... 48,05 48,15 48,05 48,15 Prag ...... Budapeft ... 12,41 12.43 12.41 12,43 — — — Sofia ...... ,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... >68,63 168,97 168.53 168.87 ÖSio ...... 68.68 68.82 68,63 68,77 Kopenhagen. >1.04 61.16 60.99 61,,, Stockholm .. 70,53 70.67 70.48 70.62 London .... >3,67 13,71 13.65 13,69 Buenos Aires i,648 0.652 0,643 0,647 Neunori .... 2,657 2.66C 2,652 2,658 Brüssel..... 58.29 58.41 58.26 58.38 Italien..... 22.03 22.07 22.01 22,05 Paris ...... 16,40 16.44 16.405 16,445 Schweiz .... 61.02 81.18 81,02 81,18 Spanten.... 34,27 34.33 34,27 34,33 Danzig----- 81,49 81,65 81,49 81 .65 Japan ...... 0,823 0.825 0,823 0,825 Rio de Ian. . 0.226 0.226 0,226 0,228 Jugoslawien. Lissabon.... 5.664 5,676 5,664 5,676 >2.47 12 49 12,44 12,46 Banknoten Serlin, 19. Dezember Geld SHd Amerikanische Roten....... ....... 2.605 2.625 Belgische Roten........... 58,10 58,34 Dänische Noten .......... 60,73 60,97 Englische Noten .......... 13.61 13,67 französische Noten........ 16,365 16,425 Holländische Noten........ 168,11 168,79 Italienische Noten ....... 21,89 21.97 Norwegische Noten ...... 68.46 68.74 Deutsch Oesterreich, » 100 Schwing Rumänische Noten ....... - Schwedische Noten........ 70,31 70,59 Schweizer Noten.......... 80.84 81.16 Spanische Noten.......... 34,13 34,27 Ungarische Not« ......... - Zunge deutsche Natron als kungen an reichen, die müssen. Tanzi Volkslieder! (Sine Anregung von Franz Harres öffnete er sich, um dem Zuschauer den Blut aus die Handelnden freizugeben und gleichzeitig die Borgänge zu umrahmen. Schon in den Proben, und noch augenfälliger in den zahlreichen Ausführungen stellte sich der Segen der unbeeinflußten Arbeit der Tänzerinnen dadurch heraus, daß keine Vorführung einer früheren glich. Deshalb wurden unsere Zuschauer nicht müde, sich den Tanz immer wieder anzusehen, und unsere Mädels wurden es nie überdrüssig, ihn in immer neuer Gestaltung oorzuführen. Das Wichtigste aber war, daß sich der Gesang unserer Jugend sinnvoll belebt hatte. Diese Anregung wird vielleicht mancher Mädelsgruppe neue Aufgaben für die langen Heimabende des Winters aufzeigen. jedem einzelnen Jugendmitglied zu er- vom heutigen Staat gefordert werden Dramas geeignet, der Tanz. Unsere Mädchengruppe mußte da helfen. Bei der nächiten jährt rasteten mir auf Bergeshöhe. Die Waldkuppen des Oden- Satt“ Hauten in her Seme. ®>r uns hn late werkten die Schnitter. Leise sangen die Mädchen eine alte schwermütige Weise: Ich.hort ein Sichle n rauschen. Wie von ungefähr frug >ch, nicht Lust bestände, das Lied einmal zu tanzen Begeisterte Zustimmung, unter der Voraussetzung, daß ich Hel- sen würde. Ich erwiderte, daß meine ^ache nur die Anregung sei. Sache der jungen Leute fei cs selbständig an die neue Ausgabe heranzugeben. Mit Feuereifer ging es an die Proben. Der Kreis der Sängerinnen umschloß das Häuflein der Darstellenden, deren Aufgabe es war, den Rhythmus des Liedes tänzerisch darzustellen. Nach den ersten Takten führet der Organisation fest.daß gerade durch das Wanderleben der Jugcndgruppcn bei vielen Angehörl« gen dieser Gruppen der Sinn für irgendeine Beschäftigung geweckt wird, die sonst vielleicht noch Art der sozialen Lage im Elternhause, der allgemeinen Erziehungsrichtung durch Schule und Haus nicht ins Auge gefaßt morden wäre, hinterher sich aber oft als recht geeignet für diesen oder jenen junaen Menschen erweist. Daß daneben gerade solche Berufe von den Balillo-Angehörigen späterhin erwählt werden, in denen Zusammenarbeit mit vielen Volksgenossen, charitative Fürsorge für die schwächer gestellten Bürger des Landes, Fürsorge durch 'Berus» arbeit für Volksgesundheit und Dolksbestand in den Vordergrund treten, das ist eine einfache Folge der Art und Weise, wie sich die Mitglieder der Battlla- Organisation und ihrer Untergruppen einander nahe« gebracht worden sind. Die egoistische Absonderung, Sie Isolierung der Einzelpersönlichkeit kann nicht geduldet werden in einer Organisation, die ihre Ziele auf die Zusammenarbeitderganien Nation samt und sonders einst llen muß, um die W r. Die Organisation, die in ihren Grundzügen vom Generalsekretär der Faschistischen Partei Italiens, Signor S t a r a c e, angeregt und nach Billigung durch Mussolini auch von ihm organisiert und aufgebaut wurde, umfaßt heute 2,8 Millionen Italiener im Alter zwischen 6 und 15 Jahren. Um von vornherein jeder Mißdeutung der Art und der Ziele dieser Organisation entgegenzutreten, müssen wir sagen, daß kein Eintritt in diese Organisation ohne Einverständnis der Eltern der Kinder erfolgen kann, daß keine Handlung der einzelnen Gruppen der Balilla unternommen wird, ohne daß dem einzelnen Teilnehmer nach Befragung feiner Erzieher und Verwandten Zustimmung oder Ablehnung sreigestellt würde und daß schließlich eine agressive Politik in der Jugenderziehung in dieser Organisation nicht festzustellen ist. Die Arbeit der Balilla beschränkt sich im wesentlichen darauf, die jungen Italiener aller Volksstämme durch Wanderungen, Reisen, Belehrungen, Verschickungen und Uebungen miteinander bekanntzumachen, den theoretischen Stoss, den die Schule den jungen Men- schen täglich aufbürdet, zu lockern und inhaltreicher durch Anschauung zu machen. Diese Grundsätze werden zunächst dadurch praktisch angewendet, daß die Gruppen der Balilla-Organi- sation jährlich ein reiches Wanderprogramm entwickeln. Italien wird von diesen Gruppen derart durchwandert und bereist, daß innerhalb der acht Jahre, in der der junge Italiener und die junge Italienerin Mitglied dieser Organisation sein kann, die engere und weitere Heimat den Jugendlichen vollkommen bekanntgemacht worden ist. Gleichzeitig aber darf diese Wandertätigkeit nicht nur dazu benutzt werden, um eben landschaftliche Schönheiten und bodenmäßige Besonderheiten Italiens zu entdecken, sondern um in erster Linie die wirtschaftlichen Voraussetzungen zu erkennen, unter denen jedermann in Italien zu arbeiten hat, — Dauer, Fabrikarbeiter, Förster, Fischer, Seemann usw., um die wirtschaftsgeographische Struktur des Landes und ihre wirtschaftssozialen Wirkungen auf die Bevölkerung zu klären und ähnliche Erkenntnisse zu sammeln, von denen eigentlich letzten Endes erst die wahre Liebe zur Heimat, zum eigenen Volk und zur Gesellschaftsform eines jeden Landes abhängig ist. Die Zusammenarbeit zwischen der Leitung der Balilla, den Eltern der organisierten Kinder und der Schule wird dadurch hergestellt, daß Aussprachen der Führer der verschiedenen Erziehergruppen in regelmäßigen Zwischenräumen herbeigeführt werden. Unter keinen Umständen darf, was schon im Entwurf des Sign. S t a r a c e ausdrücklich bemerkt wurde, das häusliche und fchulmößige Leben der Kinder durch die Arbeit in der Balilla gestört werden, wenn nicht gerade bei Vornahme größerer Wanderungen und Reifen vielleicht ganze Schulklassen und Schülergruppen sich an die- und sehnt sich nach Wald und Flur oder der trauten Bauernstube. Es will zu seinen Freunden: Zupfgeige, Zither und Ziehharmonika. Stets suchte ich bei meinem Dienst an der Jugend neben dem Marschliede auch dem Stimmunasgesang Geltung zu verschaffen, sei es nun bei der Rast, beim Sonnenuntergang oder am Lagerfeuer. Aber wie oft hatte der größte Teil der jungen Sänger keinen Begriff vom Inhalt der Worte, die sie da herunterleierten. Hier mußte Abhilfe geschaffen werden. Aber wie? Es gab nur ein Mitte! Als Handlung mußte das Volkslied vor den Auaen unserer Jungen vorüber- ziehen und so ihre Aufmerksamkeit auf den so grob vernachlässigten Liedertext lenken. Zur Darstellung war aber einzig die Urform des Schon immer betrachtete ich das Volkslied ein Heiligtum des deutschen Volkes. Darum brachte ich es auch nie übers Herz, es in den Konzertsälen unserer Städte erklingen zu lassen. Dort erschrickt es über den harten Ton des vornehmen Flügels 0i> Hiller-fugend und das neue -Heid) Mancher ist geneigt, der Hitter-Jugend ihre Existenzberechtigung abzusprechen, wenn nicht gar ihre Tätigkeit in einem mitleidigen Achselzucken zu quittieren. Oft wird dabei ins Feld geführt, daß doch der Bestand des Dritten Reiches und die Festigung der nationalsozialistischen Revolution durch die SA., SS. und die politische Organisation hinreichend gesichert sei. Hieraus wird die Folgerung abgeleitet, daß wohl die Erziehung der Jugend im Dritten Reiche sich nur auf den Ausbau und die Vertiefung der nationalsozialistischen Ideenwelt zu beschränken habe, die doch ohnehin schon in per Schule fundamental begründet werde. Man vergitzt hierbei zu leicht, daß der Aufbau und Ausbau des Dritten Reiches, so wie es der Führer mit seherischer Kraft voraussieht, noch zu schaffen ist. Wohl umklammert das deutsche Volk die Idee des Nationalsozialismus als tragenbe Idee des 20. Iahrhun- birts wie ein unsprengbarer Ring, jedoch wirb es Aufgabe ber Jugend jein, diese Idee der kommenden Generation zum Allgemeingut und zur^Selbstverständlichkeit zu machen. Hiermit ist die Aufgabe der Hitler-Iugend klar umriffen. Der Führer hat in meisterhafter Weife bas Ziel gesetzt. Es gilt, mit der unerhörten Schwungkraft unb jugendlichem ftcuergeift das Wort des Führers wahr zu machen. Die Jugend wird vollenden, was wir begonnen habe n.“ Dieses Wort ist uns heiligster Befehl, den wir bis in die letzte Folgerung hinein erfüllen wollen. Kein Junge und kein Madel das im wahrhaften Sinne deutsch denkt und deutsch fühlt, darf In dem gigantischen Ringen des deutschen Volkes um Freiheit und Ehre uner- saßt bleiben. Die ganze deutsche Jugend soll es sein, die wir in einer ungeheuren Erziehungsarbeit auf allen Gebieten zu einer untrennbaren Volksgemeinschaft nicht allein verstandesgemäß, sondern rem gefühlsmäßig zu jener stahlhart geschmiedeten Ein- hcit zusammenfügen wollen, derer die kommende Generation bedarf, um die ungeheuren Aufgaben der kommenden Zeit in positivem Sinne zu losen. Die Hitler-Jugend wird der Garant dafür sein, daß die Selbstbesinnung des deutschen Volkes nicht nur als eine flüchtige Zeiterscheinung in die Ge- schichtsschreibung eingehen wird, sondern daß das W"rk des Führers als sogenannter Weltmoment positiv nicht nur die Geschicke unseres Volkes, fon- Dem darüber hinaus als Lehre und Beispiel der gesamten Welt zu gelten hat. Die Größe der Aufgabe ist hiermit klar vorgezeichnet. Das gesamte Volk wird bei leidenschaftsloser Würdigung dieser Ziele die Arbeit der Hitler-Jugend erkennen und ihr selbstverständliche Förderung und Unterstützung zuteil werden lassen Wirth, Unterbannpressewart. sen Unternehmungen derart beteiligen, daß etwa der Unterricht unterwegs ersetzt wird. Vor allen Dingen sollen die Leiter der Ortsgruppen der Ba- lilla darauf Wert legen, daß Kinder, die sich in der Schule und in ihrem privaten Leben vielleicht aus allgemeinen ober sozialen Gründen nicht recht miteinander befreunden können, durch Aufgaben, die ihnen gemeinsam zur Ausführung in der Drganifa- tion gestellt meßen, einander näher gebracht und miteinander bekanntgemacht werden. Das in der „Carta des Lavaro" als bringenbft notwendig geforderte Zusammenwirken zwischen sämtlichen Gesellschaftsstufen und insbesondere zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wird schon in der Balilla praktisch dadurch hergestellt, daß es Unterschiede nach der sozialen Stellung der Eltern überhaupt nicht gibt und in der Behandlung, Versorgung und Bekleidung der Angehörigen der Gruppen dieser Organisation keineswegs eine äußere Unterscheidung, noch eine innere Bevor- zugung getroffen wird. Wichtig ist, daß sowohl beim Leben in der Heimatgruppe, wie auch bei allen Wanderungen und Reisen den jungen Menschen, soweit wie möglich, ihre Selbstbestimmung über sich gewährt wird, und an der Art, wie der einzelne diese Freiheit benützt, erkennt der Leiter der Gruppe genau, welche Aus- sichten er mit der Erreichung der obersten Ziele die fer Organisation überhaupt hat. Es wird von Zeit zu Zeit auch eine allgemeine Uebersicht darüber ab- gehalten, was der einzelne in den bisherigen Aktionen, an denen er bei der Balilla teilnahm, gelernt hat, wie er sich dazu stellt und was er meint, damit erreichen zu können. Es wird dabei weniger darauf gesehen, daß die Angehörigen der Organisation schon jedesmal bei diesen Prüfungen klare und sicher herbeigeleitete Folgerungen ziehen können, als daß sie überhaupt zu erkennen geben, einer gewissen Beeinflussung im Sinne des Aufbaues des neuen Staates nachgeben zu können. So bildet das neue Italien seine Staatsbürger nicht etwa unter besonderer Betonung irgend einer Politiken Bearbeitung, sondern durch die weiter oben schon geschilderte Art der Betätigung in der Balilla soll ohne theoretische Politikübungen das oberste politische Ziel ganz nebenher erreicht werden. Und was man bisher von den einzelnen Erfolgen gehört hat, so scheint man wirklich auf dem Wege zu fein, die italienische Jugend durch diese Maßnahmen mit einem neuen Geiste zu erfüllen, der die Existenz des neuen Staates weniger durch Anwendung von Machtmitteln, als durch die Ausbreitung feiner gei- ftigen Grundsätze im Verständnis des jungen Boltes dicsts P-h -a Daß die Balilla für die Heranwachsenden jungen Menschen in den Fragen der Berufswahl eine hervorragende Rolle zu spielen berufen ist, das kann unseren Lesern nach diesen Darlegungen nicht mehr zweifelhaft sein. Immer wieder stellen die Gruppen- Jugend baut einen neuen Staat Was will die italienische Balilla? Don Or. Herbert Schmidt-Lamverg. Feuerspruch. Don Paul Lanaer. Steig zu den Sternen hinan von der Erd', leuchtende Lohe, du lichtspendend Leben: — Kraft, die aus glimmender Glut wird genährt, will uns den Willen zum Werden wohl geben. Brüder bedenkt, daß auch ihr einstens bringt mit zu den Menschen mächtiges Glühen, schaffet und schaltet und streitet und ringt, schaut nicht der Taten alltägliche Mühen. Für unfern Gott und ein Reich, das befreit, zündet die Herzen und opfert das Ganze. Wende der Sonne ist Wechsel der Zeit. — Bald naht der Morgen in mächtigem Glanze. „Bruno und seine Hordel Dieser Bruno wird sich sehr bald die Herzen aller Jungen erobern. Er ist ein echter Lausbub. Er wird unbewußt zum Helden einer Geschichte, einer rechten Jungengeschichte. Ursprünglich hat er eine Schar Jungen um sich geschart, irgendwoher. Vielleicht wohnten die in derselben Straße wie er, vielleicht gingen sie in dieselbe Klasse wie er. Aber das ist un- wesentlich. Bruno und seine Horde. Unter diesem Namen sind sie bald in dem Städtchen bekannt. Unbewußt sich selber aber steht er über denen, wird von ihnen als Führer anerkannt. Tolle Streiche leisten sie sich, aber Bruno will mehr. Er will ein Ziel, er will einen Bund. Er will mit ihnen einen Bund gründen. Aber sie verstehen ihn nicht. Können ihn nicht verstehen. Da geht er einsam seinen Weg. Tritt in den Pfadfinderbund ein. Lebt sich ganz gut ein, und doch fehlt ihm auch hier etwas. Auf dem Schulweg gerät er in einen Menschenauflaus hinein, lieft politische Plakate. Reichsbanneraufmarsch, SA.-Au - marsch. Erlebt diese Aufmärsche mit. Kommt m t Franz Starke zusammen, Gefolgschaftsführer in der Hitlerjugend, und ahnt nun etwas von der Volksgemeinschaft. Die ganze Erzählung ist eine spannende Handlung von Anfang bis Ende. Das Buch atmet richtigen Jungengeist, und man legt cs nicht eher aus der Hand, als bis man auch die letzte Seite verschlungen hat. Der Verfasser, Heinrich Hübner, seit 14 Jahren in der Jugendarbeit stehend, bat es verstanden, die Jungenseele ungefälscht zu schildern. Die Sprache mit ihrer dem Verfasser eigentümlichen Kürze und Glätte hämmert uns eindringlich den einen Gedanken ein, der Jahre hindurch der Kampfruf der Nationalsozialisten gewesen ist: Deutschland erwache! Das Buch ist in geschmackvoller Aufmachung mit einer Jnnenzeichnung von Walter Kröll er- Kienen zum Preis von 1,85 Mark gebunden, 1,60 art geheftet, und ist in allen Buchhairdlungen erhältlich. Erschienen im Verlag Wetterauer Druckerei und Verlag, AG., Friedbera. — (648). — Die er schreibt ans Christkind Von Hans Heycl. Dieter schrieb einen Brief ans Christkind. Er tauchte die Feder behutsamer als sonst in das heimtückische Tintenfaß und kratzte seinen schönsten, rundesten Sütterlin über den Briefbogen, er drückte seinem Zeigefinger, der auf einem Tintenrappen von Federhalter ritt, schier das Kreuz durch und ließ die andachtsvoll vorgespitzte Zunge über jeder Zeile mitroanbern: eine eifrige Bemühung. Endlich konnte er den fertigen Brief überlesen: „Liebes Christkind! Ich bitte dich sehr, bringe bitte eine Lokomotive, einen offenen Güterwagen, einen Gepäckwagen und einen Personenwagen. Die Lokomotive soll mit Uhrwerk sein. Die Preise stehen aus den Ausschnitten rechts unten Gleise brauche ich nicht von dir, die schenkt mir der Dati. Es grüßt dich herzlich dein Dieter.“ Er nahm die Abbildungen der ersehnten Fahrnisse, die er aus einem Spielzeug-Kataloa ausgeschnitten hatte, und malte eine Eins vor jeden Wagen Er durchstrich auch die Rückseiten der Zettel, damit das Christkind sich nicht irren konnte. Bei der Lokomotive zögerte er ein paar Augenblicke, denn auf der Rückseite „seiner Lokomotive war eine viel größere und schönere, viel teuerere Lokomotive abgebildet —! Aber dann gab er sich einen Ruck und durchstrich diese Kostbarkeit. Er faltete Brief und Zettel zusammen, verschloß alles in einem Umschlag und malte die Anschrift: „An bas liebe Christ, kinb und Engel im Himmel“. Als er den Brief auf die Balkonbrüstung legte und mit einem Stein beschwerte, schoß eine Sternschnuppe schräg auf dem Horizont nieder unb riß eine helle Furche durch bas glitzernbe Schweigen der Winternacht: bas Christkind kam auf bie Erbe herab! — Im Bett versuchte Dieter noch wach zu bleiben, bis das Christkind draußen am Balkan vorüberflog: doch der Schlaf entführte Ibn nur allzubald in Das Traumland seiner achteinhalb Jahre. Am Morgen ging sein erster Blick auf den Bal- kon hinaus: der 'Brief war verschwunden! Aus dem Schulweg berichtete Dieter seinem Freund Karl so- fort das freudige Ereignis: ja, er schrie es Ihm schon von weitem entgegen, als Karl am letzten Morgen- happen kauend, auf die Straße trat. Kari war eigentlich kein „richtiger“ Freund von Du!-t. o. • -t er zählte schon zehn Jahre und ging eine Klan- höher. Aber er war nun einmal gerade zur Harn" -- „Christkind?“ sagte dieser Freund und schaute überlegen kauend auf den jüngeren, „Christkind gibt’s ja gar nicht!" „Du bist ja verrückt!" rief Dieter. (Karl war eben doch kein richtiger Freund.) „Nikolaus gibt’» auch nicht. Alles Schwindel! Das weiß doch jeder!" Karl hatte jetzt ausgetaut. Dieter machte vor Vergnügen ein paar ganz unbegründete Galoppsprünge, so daß Bücher und Federkasten im Schulranzen hüpften und rappelten. „Pah, was weißt denn du?“ rief er siegessicher, „der Nikolaus kommt jedes Jahr zu uns, und neulich war er auch wieder 8a und hat Nüsse und Aepfel und all so was gebracht." Er grub eine Nuß aus ber gehaltreichen Tiefe feiner Hosentasche: „Da hab ich noch eine von ihm, bie kannst du haben!" Karl nahm die Nuß ohne Gewissensbisse. „Dann hat eben dein Vater den Nikolaus gemacht und hat sich verkleidet“, sagte er begönnernd. „Oder war dein Vater vielleicht dabei, als der Nikolaus gekommen ist?“ „Mein Vater war in der Stadt, der kam erst später nach Hause —“ „Da haft du's ja: der hat euch den Nikolaus gemacht, und du hast ihn nicht erkannt!“ Dieter schwieg betreten. „Ach, du —* sagte er schließlich, „du bist ja dumm!" — Aber es kam ihm nicht sehr überzeugend heraus, unb er blieb unwillkürlich ein paar «chritte hinter dem Stück lieber« legenneit zurück. Das ärgerte Karl: denn er hatte auf bewundernde Anerkennung gehofft. Jäh drehte er sich um und schrie triumphierend: „Osterhase, Christkind, Niko- laus — alles Schwindel! Das denken sich die großen Leut nur so aus!“ Und als ein paar Klassenkameraden zu ihm stießen, wies er mit hämischem Daumen auf den „Freund“, ber in abroehrenber Verlegenheit sich entfernt hielt, unb rief: „Der ba glaubt noch ans Christkind!“ Die andern lachten. Einen ganzen Tag lang trug Dieter die Zweifel unb Sorgen stumm mit sich herum; bann aber mußte er bem Hausmädchen Berta anoertrauen, was Karl gesagt hatte. „Junge, Iah dich doch nicht verkohlen!“ rief die brave Seele, „warum soll es denn keinen Nikolaus geben. Wir haben ibn ja alle gesehen neulich!“ „Aber das Christkind, Berta ? Hast du bas Christkind schon einmal gesehen?? Karl lagt —“ „Dein Karl ist em Aff; bas bestell ihm nur von mir' Das Christkind wirb schon wissen warum es nicht zu ihm kommt — !!“ — Dieter war nur schwach beruhigt. Eigentlich hätte er bie Ettern um Gewißheit fragen müssen; doch eine unbehagliche Scheu hielt ihn davon ab, unb so oft der Vater bei Tisch vom Christkind sprach, spähte der Junge heimlich in seinem Gesicht nach einem versteckten Lächeln, — aber vergebens. Es waren schlimme läge. Wenn es wirklich kein Christkind gab, dann — ja bann gab es ja auch keine Eisenbahn! Denn der Vati konnte ja nur bie Schienen schenken, ber Vati hatte nicht mehr Geld, — das wußte Dieter. Was aber waren die Schienen ohne Lokomotive und Wagen? Wenn es nun einmal fein Christkind geben sollte: damit mußte man sich abfinden! Aber Weihnachten ohne Eisenbahn: unausdenkbar! Dieter hätte heulen mögen, fortwährend heulen: aber er verbiß es unb lächelte nur mitleidig — geistesabwesend, wenn das Schwesterchen erwartungsselig Wunsch um Wunlch auf des Christkindchens zarte Schultern häufte —! Endlich war der Weihnachtstag gekommen. Schon seit dem Erwachen am Morgen fühlte Dieter stch verwandelt gegen die letzten Tage: ihm aoar leicht unb froh zu Mute. Vielleicht würbe doch noch alles gut, und Karl war nur ein dummer Prahlhans gewesen —! Schon roch es im Hause nach Kuchen und Geheimnissen, schon schloß sich der Vater im Wohnzimmer ein, schon kamen alle guten Geister ber früheren Weihnachtsfefte unb klingelten nut hellen Glöckchen durchs Haus! Warme Geborgen- hcit und süße Erwartung lag über den wandelnden Stunden, sank mit den Schneeflocken draußen vor den Scheiben nieder, allen Karls der Welt zum Trotz — Und es dämmerte. Das Schlüsselloch zum Wohnzimmer war verhangen; die Spannung war kaum noch erträglich —! Endlich klingelte das wohloertraute Glöckchen hinter der belagerten Tür, die sich jetzt öffnete —: da stand der 'Baum, hell durchwoben von Kerzenlicht unb seligem Flimmern. Und davor, in Glanz gebettet, ber Gabentisch —! Währenb bas Schwesterchen jubelnd auf die Am- lichtesten zustürzte, trat Dieter ganz langsam, Schritt für Schritt, in den duftenden Bereich der Erfüllung. Schon von der Tür aus hatte er die Eisenbahnschienen blitzen sehen, unb auf ihnen stand blank lackiert — bie Lokomotive, ber offene Guterwagen, ber Gepäckwagen und der Personenwagen. Und obendrein eine Schranke und ein Wänerhäuschen. Dieter stand und starrte. „Du Rehes Christkind'“ sagte er innig. Dann wandle er sich zu den Eltern, mit einem befangenen Lächeln, aber schon befreit Er schluckte an seinem Glück —l Ein Bi>M.-V«iniabenb iniZuimonb. Bitter kalt war es, und Schnee lag in den Straßen. Alle Mädels waren froh, als im BdM.-Heim ein herrliches Feuer brannte, und fast alle hatten vorläufig nur für den Ofen Interesse. Heute ist der 2. Advent. Wir haben uns aus dem Wald Tannenzweige geholt und einen Adventskranz geflochten, ihn mit roten Bändern geschmückt unb wir f.nden ihn viel schöner, als einen im Laden gekauften. Die Scharabende haben jetzt in der Lorwechnachts- zeit etwas Festliches, sogar etwas Geheimnisvolles bekommen. Ein jedes Mädel bringt doch eine Arbeit mit, welche Mutter ober Vater zuhause nicht sehen soll: wir wollen doch unseren Lieben Geschenke machen. die persönlich sind und einen eigenen Geschmack ausbrütfen. Wir beginnen unser Zusammensein mit einem Weihnachlslied und im Glanze der Adoentskerzen strahlen bie Augen in Erwartung des kommenden Festes. Dieses Weihnachtsfest ist ja das erste im neuen Deutschland, unb so wollen wir es auch ganz im Sinne des Führers hatten, und nichts Fremdes soll unser echtes urdeuttches Julfest stören. Cs gab eine Zeit, da mußten es viele und kostbare Geschenke lein, unb die sollten dann die Weihnachtsstimmung Hervorrufen. Da» soll es nicht mehr geben; denn das Weihnachtsfest kann nur ber richtig feiern und auffassen, ber im Herzen dazu bereit ist. Feierten doch unsere Vorfahren den Jul im Hinblick auf den Sieg des Lichtes über bie Finsternis, und es wurden noch viele läge mit Eis und Schnee und rauhen Stürmen mit Geduld ertragen. Nach dem Julfest waren es bann bie zwölf heiligen Tage, bie dazu bestimmt waren, bem Menschen Einblick in sein Innerste» zu geben unb auf die Einflüsse ber Natur zu lauschen Handel und Wandel schlief in dieser Zeit, und Träume unb Naturereig- nisse würben als zukunftwersend betrachtet Alle» Tun aber stand im Zeichen ber Sonnenrune, unsere» Hakenkreuzes, das ja auch den Germanen ein heiliges Symbol war. Es ist wiedergekehrt als unser Kampfzeichen unb mit ihm bas Licht über das große Deutschland. Dies alles erzählte die Scharführerin ihren eifrig arbeitenden und lauschenden Mädels, und in jeder lebte der Gedanke, noch eifriger den Willen in 6H Tat umzusetzen, um auch mit ihrer ganzen Person mitzuarbeiten am Werke de» Führers zum Heil und Sieg ber Sonnenrune.