Montag, 20. November M3 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) Nr. 272 Drittes Blatt Aus -er Provinzialhaupiffadt Deutscher, willst du mithelfen an der Linderung der Not unfern Volksgenossen, die noch nicht in Arbeit stehen? Dann kaufe die Richard- Wagner-Wohlfahrtsbriefmarken und -Postkarten. Du unterstützest damit das Winterhilfswerk der Reichsregierung. wurden ferner einige Walzer aufgenommen, und stärksten Beifall entfesselte ein Volkslieder-Pot- pourri, das alle die feinen Weisen lebendig werden ließ, die von Kindheit an den deutschen Menschen zu begleiten pflegen und durch keinen noch so populären Schlager übertönt werden können. Die Kapelle muhte sich zu verschiedenen Zugaben entschließen. Der mit elementarem Schwung wiedergegebene Badenweiler Marsch beschloß das schone Konzert. Am Abend sand sich die SS. noch zu einem Kameradschaftstrefsen ein. ** Das Fest der silbernen Hochze't begehen morgen, Dienstag, 21. November, Herr Adolf Größer und Frau Franziska Marie, geb. Gäbe, wohnhaft Walltorstraße 15. — Am morgigen Dienstag begehen ferner die Eheleute Ludwig Walther und Frau, Schisfenberger Weg 17, das Luther und der deutsche Geist Oie Landesuniverfiiät feiert den Geburtstag des Reformators. Die Feier wurde umrahmt von Chorvorträgen des Akademischen Gesangvereins und des Bauer- fchen Gesangvereins, die unter der feinsinnigen Leitung von Universitätsmusikdirektor Professor Dr. Temesvary mit dem Choral „Auf tiefer Not schrei ich zu dir" die Gedenkstunde einleiteten und mit dem machtvollen Reformationsgesang „Ein feste Burg ist unser Gott" die Veranstaltung aus- klingen ließen. Fest der silbernen Hochzeit. . ** E i n schwerer Unglücksfall ereignete sich in der vergangenen Nacht im Bahnhof Dillenburg beim Auswechseln der Lokomotive des Sonderguter. I zuges der Strecke Hanau—Wissen, der um 1.18 Uhr den Bahnhof Gießen durchfuhr. Infolge des Herr- | schenden Nebels fuhr die Lokomotive heftig auf den „Das Geheimnis des blauen Zimmers" Dies ist eine Produktion der bisher ziemlich unbekannten Firma Engels und Schmidt Tonfilm G. m. b. H. in Berlin. Dem Zuschauer geht es dabei wie „einem» der auszog, das Furchten zu lernen in dem Kinder- und Hausmärchen der Bruder Grimm, oder um etwas ganz anderes, tn der Wirkung aber ähnliches zum Verbleich heranzuziehen, wie mit jenen englischen Kriminalromanen und Sensationsstücken, die vor einigen Jahren sehr in der Mode waren; die geheimnisvollen Vorgänge im blauen Zimmer des einsamen Herrensitzes können einem die schönsten Gänsehäute verursachen. Es ist nicht geheuer in diesem Schloß mit den langen dämmerigen Gängen und Treppen, mit den Ritter rüstüngen an de? Wand und m.t dem dumpfen Schlag der Uhren um Mitternacht. Jm^ blauen Zimmer sind vor zwanzig Jahren drei Menschen auf rätselhafte Weise bei Nacht ums Leben gekommen Was sich nach dieser Einleitung nun vor unseren Augen und Ohren vollzieht ist durchs dazu angetan — wenn auch nicht alle »ragen zu beantworten, die sich dem unbefangenen Zuschauer aufdrängen -, so doch ihn füreme gute Welle auf die gruseligste Art nervenstärkend zu unttr halten; die Lösung, die ebenso überraschend wie originell ist, kann hier natürlich nicht einmal am gedeutet werden. Dem Regisseur Erich Engels ist es jedenfalls gelungen, dem Kombinationsver mögen des Beschauers vielseitige Anregungen zu geben; die handgreiflichen Pointen dieses Knmmal falles werden effektvoll an den Mann gebracht Aus der geschickt zusammengestellten Besetzung smd in erster Linie Theodor L o o s Oscar S' M a Else E l st e r , Betty B i r d , Paul Henk e i s un_ Hans Adalbert v. S ch l e t t o w zu nennen. Dazu bringt das Lichtspielhaus em ab wechslungsreiches Beiprogramm: hier s eht man u. a eine bildhafte Werbung für dasWmterh.lfs- werk, einen Vorspann zu dem amerikanisch i „Im Zeichen des Kreuzes und die neue Ufa Tonwoche. s ** Wandergewerbescheine und Leg i - timutionskarten für 1 9 3 4. Die Polizeidirektion Gießen teilt mit: Wandergewerbescheine und Legitimationskarten gelten jeweils nur bis zum 31. Dezember. Zu Beginn des neuen Jahres häu- en sich meistens die Anträge derart, daß sich die Ausfertigung der neuen Ausweise verzögert. Es er- cheint daher unerläßlich, schon jetzt die Anträge auf Neuerteilung der Scheine zu stellen. Nur bei rechtzeitiger Antragstellung kann Gewähr dafür übernommen werden, daß die Scheine bei Gebrauch zur Verfügung stehen. Jrn übrigen sei auf die Bekanntmachung des Kreisamts Gießen im Amts- verkündigungsblatt Nr. 60 vom 7. November 1933 Einer Einladung der Ludwigs-Universität zu einer Gedenkfeier des 4 5 0. Geburtstages Martin Luthers waren gestern Lehrkörper, Studentenschaft und Gäste aus der Stadt zahlreich gefolgt. Die Neue Aula hatte mit Grün und Blumen festlichen Schmuck erhalten, von der Galerie grüßten in buntem Farbenspiel die Fahnen der Korporationen. Nach einem Orgelvorspiel, während- dessen der Senat mit Rektor und Kanzler an der Spitze die Aula betrat, trug der Akademische Gesangverein unter Leitung von Professor Dr. T e - mesvary Luthers gewaltigen Choral „Aus tiefer Not schrei ich zu dir" in der Vertonung von Johann Sebastian Bach vor. Dann hielt Seine Magnifizenz der CReffor, Professor D. Bornkamm, der Kirchenhistoriker der Ludwigs-Universität, die Festrede über das Thema „Luther und der deutsche Geist". Er führte dabei folgende Gedankengänge aus: Neben der Evangelischen Kirche und den deutschen Schulen haben die Universitäten ein vornehmliches Recht, Martin Luthers zu gedenken. Alle Universitäten, nicht nur Universitäten wie die Gießener, die dem Luthertum ihren Ursprung verdankt, müssen sich darauf besinnen, was Luther und die Universitäten verbindet. Der feste aristotelische Grundriß der Wissenschaf, ten, der im Mittelalter die Universitäten beherrschte, aber mit seinem Formalismus dem deutschen Geists fremd war, war zerbrochen. Erst durch die Refor- mation ist ein der deutschen Wissenschaft arteigenes Haus gebaut worden. Die Wirkungen der Einzel- taten Luthers mögen reich fein, aber ihre Summe bezeichnet nicht den entscheidenden Wert. Er liegt vielmehr in dem tiefen, einheitlichen Gotteserlebnis, das die ganze Zeit erfaßt. Indem das Volk sich er- mannt, schaut es sich selbst in der großen Frage nach Gott. Und diese Einheit des Gotteserlebnisses ist wesensgemäße Einheit und formende Macht im Volksleben. Damit ist zugleich die Richtschnur geistigen Lebens gegeben. Die Neigung zum Jndivi- dualismus wird schwächer; das Ich lebt nur für die Gemeinschaft. Auf dieser Grundlage erwächst die Reform der Universität. Wie weit dieses Gotteserlebnis einigende Macht ist, zeigt sich an den zahlreichen Liedern dieser Zeit, die die großen Heils- taten Gottes besingen. Professoren aller Fakultäten werden auf die evangelischen Bekenntnisschriften vereidigt. Landesfürsten sind zugleich Theologen. Damit hat der deutsche Geist — wie G. Ritter sagt — nur dieses eine Mal unabhängig von fremden Ein- flüssen auf die europäische Kultur maßgebend gewirkt. So ist diese Zeit Höhepunkt in der Geschichte. In dem großen Geschichtsunterricht der letzten Monate haben wir gelernt, welches die wahren geschichtsträchtigen Augenblicke sind. Die starke Wurzel der weltumbildenden Kraft der Reformation liegt in der religiösen Sendung des deutschen Propheten Luther. Alle anderen Wirkungen beruhen auf die- schutzabend für die Zellen 1, 2 und 3 mit Vortrag < über „Bau und Einrichtung von Luftschutzräumen". ■ Neben den Parteigenossen sind auch alle übrigen । Volksgenossen zu dieser Veranstaltung eingeladen, i — Eine Besprechung der Amtswalter, einschließlich Blockwarte, der PO. und der NFV. findet am morgigen Dienstag, 21.30 Uhr, im Hopsseld statt. Die NS. -Frauenschast G i e ß e n - O st hat für die Zelle 1 am kommenden Mittwoch in der „Stadt Lich" Jellenabend. Die NS. -Reichsfach schäft Deutscher Werbefachleute, Stützpunkt Gießen, hält am Mittwoch, 20.30 Uhr, im Hotel „Prinz Carl" ihre Monatsversammlung mit Vortrag von H. L. T h e i n über „Deutsche Werbung für deutsche Arbeit" ab. GewährungvonHypotheken Darlehen. Von der hessischen Staatspressestelle wird mitgeteilt: Bezüglich der Gewährung von Hypotheken-Dar- lehen für Eigenheimbauten im Sinne der Bestimmungen des Reichsarbeitsministers von 22. September 1933 und für Gebäudeinstand- fetzungsarbeiten und Wohnungsbauten im Sinne der Bestimmungen des Reichsarbeitsministers vom 9. Oktober 1933 hat die Hessische Landeshypothekenbank A.-G. in Darmstadt Mittel zunächst bis zum Betrage von 250 000 Mark be= reitgestellt. Auch die Hessische Landesbank-Staatsbank in Darmstadt hatte zur Förderung des Arbeitsbe- fchaffungsprogramms der Reichsregierung insbesondere für Gebäudeinstandsetzungsdarlehen 300 000 Mk. zur Verfügung gestellt. Diese Mittel sind in den letzten Wochen bis auf einen kleinen Betrag vergeben worden. Es besteht aber noch die Möglichkeit, auf der Grundlage von Wechseln Jnstandsetzungsdar- lehen zu gewähren. Mittwoch ins Theater! Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Am Mittwoch, 22. November, fällt das Mittwoch- Abonnement aus. Da gerade an diesem Tage in Gießen mit einem gesteigerten Besuch aus der Umgebung gerechnet wird, hat die Intendanz, um vor allem den Wünschen der auswärtigen Theaterbesucher Rechnung zu tragen, für diesen Abend eine Wiederholung des großen Operetten-Ersolges: „Wiener Blut" von Johann Strauß angesetzt. Für die Inszenierung der Schöpfung des Altmeisters Johann Strauß zeichnet Paul W r e d e, am Dirigentenpult Kapellmeister Fritz Cuj 6, choreographische Leitung der großen Ballett- und Tanzeinlagen Ballettmeister Theo B ä u l k e. Für diesen Abend gelten ermäßigte Operetten-Preise. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. Daten für Dienstag, 21. November. 1694: der Schriftsteller F. M. Arouet de Voltaire in Paris geboren (gestorben 1778)); — 1768: der Theologe Friedrich Schleiermacher in Breslau geboren (gestorben 1834); — 1811: der Dichter Heinrich von Kleist am Wannsee bei Potsdam gestorben (geboren 1777); — 1916: Kaiser Franz Joseph gestorben. BornoNzcn. — Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 14.15 Uhr, „Alpen-Symphonie"; ab 16 Uhr „Geheimnis des blauen Zimmers". — Verein ehemaliger 118er Gießen, 20.15 Uhr, „Postkeller", Herbst-Generalversammlung. — AusdemStadttheaterbürv wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 8. Vorstellung im Dienstag-Abonnement mit einer Wiederholung der Gesellschaftskomödie: „Der Traum der Vilma Kelemen" von Franz Molnar unter der Spielleitung des Intendanten, der auch die Rolle des Georg Szabo spielt. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. — Mittwoch, 22. November, fallt das Mittwoch-Abonnement aus. Dafür außer Abonnement zu ermäßigten Preisen unser großer Spiel- : erfolg, die klassische Operette: „Wiener Blut von Oer Kampf mit dem Affen. Von Hans Seiffert. Käpi'n Claas — ihr kennt ihn alle: er sitzt jeden Nachmittag bei Mudder Lührsen am dritten Tisch, über dem die Dreimastbark „Anna Marie" hängt — unser guter Käpt'n Claas hatte etliche steife Grogs getankt und war nun wieder einmal auf großer Fahrt durch alle sieben Meere der Erinnerung und der Phantasie. Was schadete es, daß ihm der Korn- paß der Wahrheit längst über Bord gegangen war; herrlich war es trotzdem, ihm zuzuhören, sogar für uns, die wir die meisten der Geschichten schon kannten. Zum Beispiel die überaus rührende von dem halbverhungerten Walfisch, den Käpt'n Claas, als er als zweiter Steuermann auf der „Alice Brin- kens" fuhr, eines Tages südlich Halifax treibend, gesichtet und dann mit Kartoffeln und Mohrrüben wieder zu Kräften gebracht hatte, so daß ihm das Tier aus Dankbarkeit über den Ozean bis in die Elbmündung gefolgt war, wo es leider auf Grund geriet. Oder die unheimliche Geschichte von dem spukenden Nigger ohne Kops im Laderaum der „Empreß of China“ ... Sie war eben zu Ende, da tutete unten im Hafen ein Dampfer. Tutete — welch ein niedriges, unzulängliches Wort ist das für diesen dumpfen, brüllenden Ruf, der alle Fernen aufreißt und wie der Ruf des Meeres selber tönt! Da, noch einmal, aus vollen Lungen: Tu—u—uuuuht! Käpt'n Claas stellte sein Glas, das er eben mit mächtigem Zug geleert hatte, auf den Tisch zurück und sagte: „Genau so brüllte damals der große Asse, ehe er starb ...!" „Was für 'n Affe? Wieso starb er? Wann denn? Los, Käpt'n, erzählen!", so riefen wir durcheinander. „Tscha, Kinners, da is nich viel zu vertellen. Dat war in den neunziger Jahren, un ich fuhr als Dritter auf der „Alkmaar" zwischen den Ostindischen Inseln: Sumatra, Java, Borneo, Celebes un wie sie alle heißen. Einmal mußte unser Kahn in Padang ins Dock, und wir kriegten einen langen Landurlaub. Geld hatten wir genug, un so gingen wir ins Gebirge rauf, wo die reichen Mijnheers ihre Erholungsitze haben. Einer, van der Straaten hieß er, lud mich eines schönen Tages zu einer Jagd auf den gefährlichsten Orang-Utan ein, der damals tue ganze Gegend unsicher machte. In dem dicken Urwald — ach, Kinners, ihr könnt euch ja nicht vor- stellen, wie dick und undurchdringlich so ein Urwald ist! — in dieser Wildnis also kam ich von der Jagdgesellschaft ab und war auf einmal mutterLuther-Feier im Etadttheater. Im Gießener Stadttheater fand am Samstagabend eine Luther-Feier statt, die sich allerdings leider nicht des Besuches zu erfreuen hatte, wie man ihn im Jubiläumsjahr 1933 wohl hatte erwarten dürfen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein tortrag oon Pr°I°II°r W. Fr-yt-g Mun> chen, der sich bereits in früheren Jahren als Rezitator in Gießen bekannt gemacht hat, über das Thema „Luther, der Führer, der Kampfer, der deutsche Mensch". Der Vortragende begann mit Den Versen „Wacht auf, es nahet gen dem Tag aus Hans Sachsens „Wittenbergischer Nachtigall und bemerkte zunächst, es sei heute, nach vierhundert Jahren, kaum möglich, die Wirkung Luthers aus seine Zeit zu ermessen. Es fei notwendig, sich die damaligen Zeitverhältnisse zu vergegenwärtigen. Prof. Freytag gab daher zunächst in großen Zügen eine Andeutung der wichtigsten Strömungen um die Wende des 15. zum 16. Jahrhundert, schilderte die politischen und kirchlichen Mißstände der damaligen Epoche und gab auf diesem Hintergründe einen Ueberblick über die wichtigsten Daten un Leben und Wirken Luthers. Die Darstellung der reformatorischen Entwicklung Luthers gipfelte in der lebendigen Schilderung der berühmten Szenen auf dem Reichstag zu Worms im Jahre 1521, wie sie Gustav Freytag in seinen „Bildern aus der deutschen Vergangenheit" entworfen hat. Recht aufschlußreich war aiich die Verlesung des Briefes, den Luther am 5. März 1522 an den Kurfürsten von Sachsen geschrieben h-tt und worin er sich teils ironisch, teils mannhcy. und selbstbewußt über die ihn damals bewegenden Fragen äußerte. Im Anschluß an diesen biographischen Ueberblick bemühte sich der Vortragende um eine Würdigung von Luthers Gesamtpersönlichkeit. Ausgehend von dem äußeren Bilde schilderte er den Reformator als Glaubenslehrer, als Sprachschöpfer, als Erzieher und als Begründer des deutschen Familienlebens, sowie seinen nachhaltigen Einfluß auf den verich.e- densten Lebensgebieten, um Luther abschließend als her/ Erwecker des deutschen Geistes zu feiern, ohne den Adolf Hitler heute nicht denkbar fei. Der Vortrag von Professor Freytag wurde eingeleitet durch einige Rezitationen des Intendanten König, der den 46. Psalm („Gott ist unsere Zuversicht und Stärke"), den 90. Psalm („Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für ), sowie den Choral „Ach Gott, vom Himmel sieh dgxem ausdrucksvoll zum Vortrag brachte. seelenallein. Eine schöne Lage! Und wie ich mir nun mühsam einen Weg zu bahnen suche, sitzt keine zehn Meter vor mir der Affe! Mindestens zwei Meter achtzig groß, mit Muskeln bepackt wie ein Stier — und glupscht immer so von der Seite zu mir her. Und meine Flinte trug doch der malaiische Boy, der natürlich bei den anderen geblieben war und sich nicht mit verlaufen hatte! Ich hatte bloß meine zwei Revolver im Gürtel stecken, und mit denen kann man doch auf zehn Meter nicht genau zielen. Verflixt — Prost, Kinners!" „Prost, Käpt'n!" taten wir ihm Bescheid, und er fuhr fort: „Na, dat Helpt di nu allens nix! denke ich, mache den einen Revolver schußfertig, schleiche näher und will den Orang-Utan aufs Korn nehmen — da is er weg, hinter einen Baum in Deckung. Ich versuche es noch einmal, kriege ihn auch ganz schön schußgerecht, will abdrücken — da is er wieder weg, hinter einen anderen Baum. Un so ging das eine geschlagene Stunde, immer von einem Baum zum andern. Und dabei die Hitze! Un nix zu trinken! Aber endlich kam mir eine Idee. Ich nahm meinen zweiten Revolver, lud il)n und warf ihn dem Affen rüber. Der sing ihn geschickt auf un guckte sich bat kom'sche Ding ganz genau an ..." „Nanu, Käpt'n, Sie wollten sich wohl mit dem Vieh duellieren?" rief einer dazwischen. „Nä, wo werd ick denn! Aber aus meinem Revolver' nahm ich ganz heimlich die Patrone raus, setzte den Lauf dicht an die Schläfe un drückte los. Bautz! machte die Pulverladung, die ich drin gelassen hatte, und ich mußte schrecklich niesen von dem Rauch un Gestank ... Tscha, un bat is die ganze Geschichte." Aber der Affe, Käpt'n? Was wurde denn aus dem Affen?" Käpt'n Claas kniff das linke Auge zusammen: „Der Affe? Habt ihr Grünhörner denn noch nicht gehört, daß die Affen alles nachmachen, was ihnen einer Vormacht? Der Affe hatte kaum gesehen, was ich tat, da fetzte er feinen Revolver, den ich ihm rübergeroorfen hatte, auch an die Schläfe, drückte ihn ab — na, ich habe euch doch^ vorhin gesagt: sein Revolver war scharf geloben!" Hochschulnachrichten. Der o. Professor für landwirtschaftlichen Pflanzen- bau und Pflanzenschutz an der Universität J e n a, Dr. Ernst Klapp, hat einen Rus als ordentlicher Professor der Pflanzenbau- und Ackerbaulehre an die Landwirtschaftliche Hochschule in Hoh ent) e i m erhalten. Professor Klapp ist geborener Mainzer; er ist Begründer der Zeitschrift „Pflanzenbau Johann Strauß in der Besetzung der Erstaufführung unter der Leitung von Wrede-Cuje- Bäulke. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. — Die Volkshochschule beginnt heute mit den Kursen „Volk und Gott", „Von deutschem Denken und Dichten,, (Literaturgeschichte), „Englisch für 2Infäncjer" und „Französisch für Fortgeschrittene". Näheres siehe heutige Anzeige. hingewiesen. ** Konzertder 33. SS. - Standarte. Der Musikzug der 33. SS.-Stanbarte Darmstadt hatte in Verbindung mit der Gießener SS. zu einem großen Konzert eingeladen, das gestern nachmittag eine stattliche Anzahl von Zuhörern im Saale des Cafä Leib vereinigte. Das Konzert^ollte dem Zwecke dienen, zwischen der hiesigen SS. und der Bevölkerung bas Band der Freundschaft noch zu ver- tärken, und diesem Gedanken gab der SS.-Ober- turmführer Nickel in einer kurzen herzlichen und ■ reunblid) aufgenommenen Begrüßungsansprache Ausdruck. Die stattliche Kapelle wartete dann mit chneidiger Musik auf und riß die Zuhörer zu leb- ffi?ÄMÄB-W-L 1 Renten NE-suhr »i« B-tomo.in« »em««.,«« den. In straffem Rhythmus konzertierte die Kapelle Guterzug auf. Der im Packwagen beftndliche Zug und gab damit den Darbietungen eine besondere fuhrer JosefG e i b i g aus erlittbabei Note. Seine künstlerische Qualität und Reife stellte Gehirnerschütterung und starb e ber eine Stunbe das Orchester mit einigen Darbietungen bester fpater an den Folgen dieses Unfalls. Sonst ist Opernmusik unter Beweis. Mit besonderer Freude kleiner Sachschaden entstanden. Wahrung von Ordnung und Würde in Gerichtssitzungen. Die Justizbehörden und Rechtsanwälte haben zur Hebung des äußeren Ansehens der Rechtspflege und zu dem Zwecke, allen Anwesenden in einer Gerichtssitzung vor Augen zu fuhren, daß in ihr der Staat souverän Recht spricht, vom hessischen Justizminister folgende Anordnungen erhalten, die auch von dem an Gerichtsstelle in den Sitzungen anwesenden Publikum beachtet werden müssen. Hiernach müssen alle künftig, in einem Gerichtssaal anwesenden Personen beim Erscheinen des Gerichts von den Plätzen aufstehen und haben das Gericht mit dem deutschen Gruß durch Erheben des rechten Armes zu begrüßen. Das Gericht erwidert den Gruß, sobald alle mitwirkenden Richter an ihren Plätzen angelangt sind. Wird in einer Strafverhandlung das Urteil verkündet, so haben sich alle Anwesenden e i n - schließlichdes Gerichts bei Verkündung des entscheidenden Teiles des Urteils von ihren Plätzen zu erheben. , . Bei Schluß des letzten an einem Tag anstehenden Verhandlung begrüßen die Richter das Publikum mit dem deutschen Gruß durch Erheben des rechten Armes. Die Richter entfernen sich, das Publikum erhebt sich von den Plätzen und erwidert den Gruß. Die Richter, Staatsanwälte und Urkundsbeamten '(Protokollführer) sollen in den Sitzungen strenge Anforderungen an ihr eigenes Verhalten stellen und alles unterlassen, was geeignet fein könnte, das Ansehen des Gerichts zu beeinträchtigen oder die Prozeßbeteiligten und das Publikum zu einer Minderung ber dem Gericht zu erweisenden Achtung zu verleihen. Von der Rechtsanwaltschaft wird erwartet, daß ein Terminsstellvertreter tünftig nur noch in Ausnahmefällen bestellt wird. Zweck und Ziel der Anordnung des Justizministers ist die Hebung des Ansehens der Justiz und Förderung der Güte der Reichsfindung. Die mündliche Verhandlung vor Gericht soll deshalb so ahgehalten werden, daß' sie nicht zu einer leeren Formsache herabgewürdigt wird, sondern eine wirkliche Verhandlung darstellt. Die Parteien und Prozeßbevollmächtigte sind deshalb dazu anzuhalten, daß sie selbst den Sach- und Streitgegenstand in dem erforderlichen Umfange vortragen und ihre Anträge stellen. Oer Luthertag in Gießen. Am geftrigeh Sonntag wurde das Gedenken an den 450. Geburtstag des Reformators Martin Luther auch in unserer Stadt festlich und würdig begangen. Die Gottesdienste in unseren evangelischen Kirchen waren allenthalben gut besucht und brachten den Kanzelrednern, die Martin Luthers Wirken in den Mittelpunkt ihrer Predigten stellten, stark interessierte Gemeinden. Die festliche Ausgestaltung der Gottesdienste durch entsprechende gesangliche Darbietungen wurde der Bedeutung des Ereignisses gerecht. Die Landesunversität beging den evangelischen Festtag durch eine Gedenkfeier, über die mir heule an anderer Stelle berichten. Die Lukasgemeinde und die Markusgemeinde veranstalteten gut besuchte Gemeindefeiern, deren Verlauf die Teilnehmer in hohem Maße befriedigte. Heber diese Veranstaltungen werden wir morgen noch berichten. NSDAP. Die NS. - Frauenschaft Gießen-Süd hat heute, Montag, 20.15 Uhr, Turnstunde, am morgigen Dienstag, 21.15 Uhr, Zellenabend für die -vellen 1 und 2 bei Loichinger, für Zelle 3 im ^Tannhäuser", für Zelle 4 am Mittwoch. 20.15 Uhr, ebenfalls im „Tannhäuser". Die Ortsgruppe Gießen-Sud veranstaltet am morgigen Dienstag, 20.15 Uhr, den 4. Luft- ser Grundlage des Geschenkes eines neuen, wesens- , gemäßen Gottesoerhältnisses. Noch einmal wird der deutsche Mensch vor das urchristliche Bekenntnis gestellt. Was bei Erasmus Programm war, wird bei Lucher Wirklichkeit durch ein dem Urchristentum gleichförmiges Erleben. Luthers Reformation ist Erfülluna der Sehnsucht des deutschen Menschen, der urchristlichen Botschaft ihren Sinn abzugewinnen (ogl. den Versuch des mittelalterlichen Heliand). Die seltenen Durchbrüche des paulinischen Evangeliums, wie sie schon vor der Reformation sich finden, nimmt Luther aus und vollendet sie. Der deutsche Geist, der sich in der Auseinandersetzung zwischen Kaisertum und Papsttum widerspiegelt, die eigentümliche, deutsche Erlebnisweise der Mystik ist mit der Verkündigung Gottes verbunden. In doppelter Weise bezeugt sich nach Luther Gott den Menschen: in harten Nacken- schlagen, daß der Mensch aus seiner Trägheit erwache, und in der unbegreiflichen Güte, daß der unwesentliche Mensch sein Leben fristen darf und Hilfe von Gott in seinem Lebenskampf erhoffen kann. So ist jeder Mensch hineingestellt in einen Kampf aus Leben und Tod, wie auch der „Mann ChristUnd das Kreuz ijt Zeichen der Niederlage und des Sieges zugleich. Kein Priester, keine Kirche hilft uns hier aus, sondern jeder ist für sich allein in den Tod gefordert. Das ist die Freiheit, wie sie Luther verkündet- der Mensch ist ungebunden von Menschen, aber gleichzeitig an Gott aebunden Die- ser reckenhafte Kampf ist nicht Mystik, nicht Kult der Weichheit oder Leidensseligkeit. An diesem Kern der Verkündigung bemißt sich alles das, worin Luthers Geist zu finden ist. Daher aud) das bewun- dernde Urteil Goethes: Luther hat die Menschheit von geistiger Borniertheit frei gemacht und das Christentum in seiner Reinheit erfaßt. Zwar hatten Renaissance und Humanismus auch eine Daseinsform gebracht, aber es war ein schlechter Er- satz für die des Mittelalters. Die Höhe einer Kultur bemißt sich nicht nach dem Maß der Freiheit, das sie verspricht, sondern nach der sittigenden Kraft der Normen, in die sie das Verhalten des Einzelnen in der Gemeinschaft zu zwingen weiß. Der Gedanke der Bruderliebe, die sich in der Liebe des Schövfers zur Kreatur gründet, ist damit das Wesentliche. Luther hat nicht eine bestimmte Staatslehre, die auf menschlichen Bedürfnissen oder Grundrechten aufbaut, verkündigt, sondern bei ihm bricht ein Staatsgesühl auf, bas von der Wirklichkeit her bestimmt ist. Als solche Wirklichkeit hat Gott den Staat geschaffen, und daher steht der Staat vor und über dem Einzelnen. Aus der Tiefe des Glaubens erhält der Staat seinen Wert: für das deutsche Denken ist er unableitbare, fordernde, schicksalhafte Gewalt. Diese Auffassung läßt den enalischen Gedanken der Volkssouoeränität und den franzö- fischen der Gesellschaftsordnung in Deutschland nicht aufkommen. Nur ein Staatsgedanke der Reformationszeit geht auch von der Wirklichkeit aus: Ma- cchiavellis Gedanke des Machtstaates. Geht Macchia- velli dabei von der Härte des Lebens aus, so sieht Luther die Schöpfungsordnung als Grundlage an. Damit ist der Gegensatz zu Luther deutlich: bei Macchiaoelli entfaltet der Staat rücksichtslos seine Macht, bei Luther ist er in der Verantwortung vor Gott sittlich aebunden. Der ländersüchtige Jrnperio- lismus ist daher dem lutherischen Deutschland fremd In der deutschen Haltung zum Kriege haben sich deutsches Wesen und Luthertum vermählt. Volks- kriege werden nie mutwillig und verantwortungslos geführt, sondern mit vollem Ernst. So sagt auch Luther: „Man soll nicht das Kriegeramt an- sehen, wie das die engen, einfältigen Kinderaugen tun, die dem Arzt nicht weiter zusehen, denn wie er die Hand abhaut oder das Bein absägt, sehen aber und merken es nicht, daß es um den ganzen Leib zu retten zu tun ist. Also muß man auch dem Kriegs- und Schwertamt zusehen mit männlichen Augen, warum es so würgt und greulich tut, so wird's sich's selbst beweisen, daß es ein Amt ist an ihm selbst göttlich und der Welt so nötig und nützlich, als Essen und Trinken, oder sonst ein anderes Werk." Die Lehre vom Strafkrieg, wie sie in Westeuropa oder in Amerika vertreten wurde, ist Deutschland fremd geblieben. Der Kapitalismus ist Luther fremd und gegen reine Kreditgefchäste setzt er seinen Widerstand. Er hat das Scheinsystem der Geldwirtschaft tief durchschaut. 9m Gegensatz zu dem am Interesse des Städters orientierten Denken offenbart sich ihm, dem Bauernsproß, die völkische Einheit. 9n seiner Verwurzelung mit dem Ackerboden hat er volksbiologisch denken gelernt. Darum tritt er gegen das mönchische Ideal der Ehelosigkeit für die Ehe und Familie ein und sordert die Frühehe. Hier zeigt sich die Echtheit nationalsozialistischen Denkens, da es bis zu der Quelle der Reformation zurückreicht. Die Durchführung dieser Gedanken blieb Luther versagt: die tragische Spannung zwischen Kaiser- tum und Ausbruch der Nation hat sich lähmend hier ausgewirkt. Um so machtvoller war der Einfluß Luthers auf dem Gebiet der deutschen Sprache. Schon vor Luther bestand eine sprachliche Einheit in den fürst- lichen Kanzleien und den Buchdruckereien. Aber die deutsche Bibel, die zugleich eine Neugeburt des Gotteswortes in deutschem Geiste ist, brachte die endgültige Einheit der deutschen Sprache. Was dann noch an Widerständen gegen eine einheitliche, deutsche Sprache da war, hat die klassische Dichtung beseitigt. Auch sie ruht nur auf dem Boden der Reformation, da hier erst sich die deutsche Dichtung von der artfremden Gesetzmäßigkeit der Antike losrang. Es ist eine unleugbare Tatsache, daß Idealismus und Reformation sich entgegenstehen. Doch auch der Idealismus hat seinen Ursprung aus protestantischem Geiste. Nur auf dem Boden Luthers -'r- wächst die strenge Verantwortung des Ich Nur von Luther stammt der Gedanke, daß die Erfüllung des Gesetzes auf Liebe und Freiheit beruht. So bestimmt die '.Reformation dem Idealismus den Gang des Geistes. Die tapfere Bejahung der Welt durch Leibniz und Nietzfches Anschauung vom Uebermenschen weisen auf Luther zurück. Worin aber liegt bei der Mannigfaltigkeit der Wirkungen die innere Einheit? Luther war der Erzieher des deutschen Menschen zur Wirklichkeit. Er brachte das Ende der formftrengen, lateinischen Kultur des Mittelalters. Er suchte nach tieferen Gesetzen in Religion, Staat, Wirtschaft, Sprache und Kunst und stellte den Menschen In die Schöpfungsordnung hinein So ist der Mensch viel tiefer !gegründet als durch irgendeine rationalistische Ron- iruftion. Deutsche Innerlichkeit ist ernstes und chweres Erbe der Deutschen, da sie mit starken Hemmungen verbunden ist Ader sie ist auch das Herzstück des deutschen Geistes und darum unter Stolz. Und wenn Schlieffen sagt: Mehr fein, als scheinen, so bat sich dies Wort in Luther erfüll«: die deutsche Innerlichkeit ist in ihm Gestalt geworden und bat aufs stärkste den deutschen Menschen mitgeformt. In dieser Tiefe ist Luther und der deutsche Geist miteinander verwachsen, so steht LKtther immer mahnend und fordernd vor uns auf: Er ift wir selber, der ewige Deutsche Lebhafter Beifall der Festversammlung dankte den gedankenre.chen, formvollendet vorgetragenen Ausführungen des Redners Dann betrat Der Dekan der theologischen $atultät, Professor D. Rudolph das Pult zur Verkündung von Ehrenpromotionen. Er erinnerte daran, daß der Reformator selber den theologischen Doktorhut getragen habe, wies auf die enge Verbundenheit der theologischen Wissenschaft nut Volk und Kirche hin und dankte in diesem Zusammenhang dem Reichsbischof für die Klarheit, die er darüber geschaffen habe, daß das im Alten und Neuen Testament ruhende Evangelium die einzige Grundlage des evangelischen Bekenntnisses sei. Dann vollzog er die Ehrenpromotionen Von den acht namhaften Gelehrten, denen vor fünfzig Jahren an Luthers 400. Geburtstage die Fakultät die Würde eines Ehrendoktors verliehen hatte, sind noch zwei am Leben, die Pro- fefforen Müller (Tübingen) und Budde (Marburg), denen die Fakultät am gestrigen Tage das Ehrendoktorat erneuerte Außerdem hat die Fakultät zu ihren Ehrendoktoren promoviert den Präsidenten der Hessischen Landessynode Pfarrer Berck (Roßdorf bei Darmstadt) und den Freiburger Historiker Prof. Dr. Gerh. R i 11 e r, der ebenso wie der greife Marburger Gelehrte Geheimrat Budde das Ehren-Doktordiplom aus den Händen des Dekans unter dem lebhaften Beifall der Festversammlung persönlich entgegennehmen konnte Die wuchtigen Klänge des Reformationsliedes „Ein feste Burg ist unser Gott" beschlossen die würdige und erhebende Feierftunde. 0te neuen Ehrendoktoren. In den Diplomen über die Ernennung d e r neuen Ehrendoktoren durch die theologische Fakultät der Ludwigs-Universität heißt es, daß die Fakultät anläßlich der Feier zur 450. Wieder- kehrs des Geburtstages Martin Luthers „den Pfarrer zu Rohdorf bei Darmstadt, Landeskirchenrat Ludwig B e r rf, den rastlosen Führer des Evangelischen Bundes in Hessen, den Vorkämpfer für einen kirchlichen Aufbau im Geiste der großen Geschichte der hessischen Kirche, den tatkräftigen Präsidenten der Hessischen Landessynode, ehren- halber zum Doktor der Theologie", ernennt, ferner ,chen ordentlichen Professor für Geschichte an der Universität Freiburg Dr. Gerhard Ritter, den gelehrten Erforscher der mittelalterlichen Uni- oersitat und Theologie, den machtvollen Luther- biographen, den weitschauenden Deuter der Reformation und ihrer Wirkungen auf Staat und Geistesleben Deutschlands ehrenhalber zum Doktor der Theologie" ernennt. Oie erneuerten Ehrendottor- ötpiome. In diesen Diplomen heißt es: „Die Theologische Fakultät der hessischen Ludwigs-Universität gedenkt des Tages, an dem sie vor 50 Jahren bei der 400- Iahrfeier des Geburtstags Martin Luthers den Professor für Alttestamentliche Wissenschaft Herrn Geheimrat D. theol. Dr. phil. Karl Budde in Marburg, den scharfsinnigen und tiefdringenden Erklärer vieler Bücher des Alten Testaments, den feinsinnigen Darsteller der israelitischen Literaturgeschichte, den neue Wege weisenden Erforscher der hebräischen Rhythmik, oessen Erkenntnisie sich in 50 Jahren bewährt haben, den Ehrenretter und sprachgewaltigen Derdeutscher des Altniederländischen Dankgebets, den Künder der Kunst Ludwig Richters im deutschen Volke ehrenhalber zum Doktor der Theologie ernannt hat, und erneuert bei der Feier der 450. Wiederkehr des Geburtstages des Reformators in dankbarer Anerkennung das Diplom , ferner gedenkt die Theologische Fakultät des Tages, „an dem sie vor 50 Jahren bei der 400- Iahrfeier des Geburtstages Martin Luthers den Professor für Kirchengeschichte Herrn D. theol. Dr. phil. Dr jur. h. c. Karl Müller in Tübingen, Den Meister scharfsinniger Zergliederung und weitgespannter Darstellung, den Geschichtsschreiber von hoher Gerechtigkeit und verhaltener Leidenschaft, der durch fein welthistorisch ausgerichtetes Hauptwerk der Kirchengefchichte einen Ehrenplatz unter den Geschichtswissenschaften gesichert hat, ehrenhalber zum Doktor der Theologie ernannt hat, und erneuert bei der Feier der 450. Wiederkehr des Geburtstags des Reformators in dankbarer Anerkennung das Diplom." Treue um Treue! Eindrucksvolle Kundgebung der Burschenschaften im Lahngau für die Saardeutschen. Am «Samstag abend veranstalteten die Gießener und die Marburger Burschenschaften gemeinsam mit dem Lahngau der Burschenschafter-Ortsgruppen und der Saarstelle des Westamtes Der Deutschen Burschenschaft eine Saarkundgebung im Saale Des Gießener Studentenhauses. Der Aufruf zu diesem Treuebekenntnis für unsere deutschen Brüder und Schwestern an Der Saar hattL starken Widerhall gefunden. Die Marburger Burschenschaf, ter kamen in großer Zahl mit ihren Fahnen kurz vor 20 Uhr in einem Sonderzug hier an, wurden von den Gießener Burschenschaftern am Bahnhof empfangen und marschierten dann durch die Bahnhofstraße, Kaplaneigasse, Gartenstraße und Ludwig- straße zum Studentenhgus. In großer Stärke traten auch die Gießener 'Burschenschaften an, außer- dem waren viele Ehrengäste erschienen. Der Saal des Studentenhauses war bis auf den letzten Platz von etwa gut 400 Personen besetzt. Nachdem die Fahnen feierlich eingebracht waren, von der Dersammluna stehend mit dem deutschen Gruß empfangen, eröffnete Schriftleiter Dr. Höder-Oießen die Kundgebung mit kurzen Begrüßunasworten. Er betonte dabei u. a.: Wenn roir im Reiche Adolf Hitlers unserer Brüder jenseits der Grenzen gedenken, so tun wir das in der Gewißheit, daß heute das ganze Volk es weiß, daß Deutschlands Schicksal an der Grenze entschieden wird. Unser Augenmerk ist Dabei besonders hinübergerichtet auf das Saarland, das 1935 für sein Deutschtum eintreten wird. llniversitälsprofefforDr Mayer Gießen sprach hierauf über das Thema „A u ß e n d e u t s ch- tum und Drittes Reich" Der Redner erinnerte zunächst daran, daß die Deutschen erst in den letzten Monaten ein Volk geworden sind und dadurch eine zweitausendjährige Sehnsucht der deut- scheu Nation in Erfüllung gegangen ist. Als ein deutscher Mann, der unmittelbar jenseits der deutschen Grenze zur Welt kam, schilderte er sodann die geistige und gefühlsmäßige Einstellung der Aus- landsdeutschen zum Reich Dabei machte er dem jetzt überwundenen politischen System des Deutsch- land vom November 1918 u. a. zum schwersten Vor- wurs, daß es die alten Burschenschasterfarben Schwarz-Rot-Gold in den Schmutz gezogen und zum Smnbol der volklischen Zersleischung und des float- lichen Niederbruchs gemacht bat. Trotz des verlorenen Krieges war das Gefühl der Zusammengehörig- keit der Ausländsdeutschen mit dem deutschen Volke nicht zu erschüttern, der Volkstumsgedanke wurde immer hochgehalten. Dieser Gedanke sei jetzt Im Dritten Reich zum Durchbruch gekommen, ebenso auch der Gedanke, daß jeder Deutsche in seinem Volk Immer das erste zu sehen habe, gegen das alles andere zurücktrete. Das Auslandsdeulschtum habe eine große Dankesschuld an das Deutsche Reich abzutragen. Die Ausländsdeutschen hoffen aber jetzt aud), daß sie von den Deutschen im Reich als eine unbedingt zu ihnen gehörige Einheit betrachtet würden. Es gehe jetzt ein Vernichtungskampf gegen alles Deutsche durch die Welt von einer Heftigkeit, wie es noch niemals vorher dagewesen sei. Aber gerade diese Art des Kampfes der Welt gegen uns zeige. Daß unser Ziel, ein geeintes starkes deutsches Volk, nicht mehr fern sei. Das letzte Stadium des Kampfes des Deutschtums um seine Weltstellung habe jetzt begonnen Die Deutschen im Reich müßten bähet unsere deutschen Brüder draußen mit aller Kraft unterstützen, Damit sie wissen, daß wir diese Vorposten des Deutschtums niemals fallen lasten werden. Wenn dieser Entschluß alle Deutschen durch- bringe, würden die Ausländsdeutschen nicht verzwei- feln. Sie würden gerne für ihr und unser Deutschtum kämpfen, wenn sie im Reich moralischen Rückhalt und starke Stütze bei allen deutschen Brüdern hätten viel fei bei dem Kampf um das Saargebiet zu tun. weil cs sich dabei um einen wichtigen Kampf um das ganze Deutschtum handle. Die wunderbare Einheit und Geschlossenheit des deutschen Volkes, der starke einige Wille müsse auch in diesem Kampfe uns einen überwältigenden Sieg bringen, wie wir ihn am 12. November 1933 für die Deutsche Sache errungen hätten. Damit müsse die deutsche Einheit bekundet werden, die nie und nimmer gebrochen werden könne. (Stürmischer Beifall.) Ein Redner aus dem Saaraebiet, dessen Name wir angesichts der Gewaltherrschaft der angeblich neutralen, in Wirklichkeit aber deutschfeindlichen Regierungskommission Des Saargebietes nicht nennen wollen, knüpfte in seinen oft von stürmischem Beifall unterbrochenen Darlegungen an Die Besuche Der Gießener Studenten im Saargebiet an, schilderte die starken Eindrücke, die diese Besuche bei den deutschen Brüdern und Schwestern in den Saardörfern Hinterlasten haben, und machte sich zum Sprachrohr der innigen deutschen Volksverbundenheit, die durch diese Studentenbesuche zwischen dem deutschen Volk an der Saar und dem großen deutschen Vaterland noch bedeutend enger und herzlicher geworden ist. Ergreifend war die Anklage des Redners, als er sagte: Zwischen uns und den Studenten steht jetzt die Saarregierung. Diese gibt Obacht, daß kein Reichsdeutscher zu uns Saardeutschen herüber- kommt und uns berichtet, Daß im Dritten Reich Adolf Hitlers alles in bester Ordnung ist! Trotzdem werde dafür gesorgt, daß diese Tatsache im Saarland bekannt werde, und dann wird es keinen deutschen Volksgenossen geben, der sich nach Westen wende. Der Redner wies bann auf die separatistische Wühlarbeit und die Machenschaften der Franzosen hin und erklärte, die Deutschen im Saargebiet wüßten genau, daß es im nächsten Jahr noch einen schweren Kampf geben werde. Schon jetzt gebe es von der Saarregierung Verbote auf Verbote. Aber der Saarländer wisse von der deutschen Volksgemeinschaft im Dritten Reich, und er habe die Ueberzeugung: wir sind nicht allein. Daß deutsche Vaterland steht hinter uns! Wenn die Deutschen im Reich und an der Saar immer fest zusammenstehen, kann der Franzose in unserem Saarland gar nichts machen. W i r st e h e n geschlossen wie ein Mann! Deutsch bleibt die Saar immerdar! Langanhaltender starker Beifall der Versammlung offenbarte dem Redner Die rückhaltlose Zustimmung, Die in dieser deutschen Volkssache allenthalben im Reiche als nationale Pflicht besteht. Stehend fang die Versammlung das Saarlied. EinzweiterReonerausoemGaargebiet dessen Namen wir ebenfalls verschweiaen möchten, ging von dem Scho nddtt tat von Versailles aus und beleuchtete Das jahrhundertealte Streben der Franzosen nach der Rheingrenze sowie ihren Raubgriff nach den Kohlenjchagen der Saar Der militärische Gesichtspunkt und das wirtschaftliche Machtstreben seien für Frankreichs Haltung zum Saargebiet rich- tunggebenb Der Redner beridjtete dann ergreifende I Einzelheiten von dem ungeheuerlichen Druck, den | die französische Bergwerksverwaltung auf die deut- djen Bergarbeiter Der Saar ausübt, lediglich um sie für Frankreichs Intereste gefügig und Dem Deuteten VaterlanDe untreu zu machen, aber trotz aller üblen Mittet vergeblich ist, und betonte Dabei: Der unbekannte Soldat des Endkampfes an her Saar, der das größte Heldenlied dieser Zeit verdient, ist der Bergmann! (Starker Beifall.) Aufgebaut auf Der Lüge Clemenceaus von den 150 000 Saarfranzosen (ei Das Saargebiet für 15 Zcchre vom Deutschen Mutteriande abgetrennt worden. LanDiremde Menschen regieren Das Saar- lanD, ein Heer von fremden Beamten, Franzosen, Luxemburger usw., sitzt im Lande Alle deutschen Menschen werden in unerhörter Weise bedrückt, die Derorbnungen Der Saarregierung gegen alle nationalen deutschen Bestrebungen überschlagen sich Auf Der andern Seite kann sich der Separatismus in den verschiedensten Formen entfallen. Die angeblich neutrale Regierungskommtsflon unterstützt mit ihren Verordnungen diese Landesverräter. Äommuntften und Schwerverbrecher ersiheinen immer metir auf der Bildfläche, noch niemals hatte das Saargebiet so viele schwere Verbrechen zu verzeichnen. wie jetzt. Seit dem 5. März ichieden sich die Geister. In bei deutschen Front unter Führung des nationalsozialistischen Staatsrats Spaniol steht alles Deutsche zusammen mit der Losung: Zurück zum Reich! Auf der andern Seite stehen Die Separatisten und Die übrigen oater- tanöslofen Elemente Der Redner erinnerte Dann an Die großen und erhebenden Ertebmste der Saar- deutschen auf dem Deutschen Turnfest in Stuttgart, an Die begeisterte Rede Des Führers unD Volkstanz- lers am Niederwalddenkmal, an die starke Förderung der nationalen Idee durch die Eindrücke beim Besuch in Trier anläßlich der Ausstellung des Heiligen Rockes Christi Er wies weiter auf die anschließenden Gewaltmaßnahmen der Saarregierung gegen die Saardeutschen und auf das R o l- (en der „goldenen Äugeln* Frankreichs hin. Dann erklärte er Die Vorgänge Im Reich beobachten wir mit stärkster Anteilnahme. Das Ja-Wort am vorigen Sonntag vom gesamten deutschen Volke hat viele laufende im Saargebiet erobert, die bisher beiseite standen, heute schon stehl die Deutsche Front bestimmt zu 80 Prozent, bis 1935 werden es noch mehr sein, wir werden -a/nebn»« veseGtzl- ‘5 tKinfrtbo - ^Änhäul ^Jaurd) And Ä^enwar riMcn- - ® 9*9 in Der Deutschen Front aufrecht stehen, weil wir wissen, daß heute ein Deutschland hinter uns steht, das kräftiger, stärker und mächtiger als je zuvor Ist. (Stürmische Zustimmung.) Der Kampf im Saargebiet wird außerordentlich schwer werden. Aber wir haben gelernt, die Zähne zusammenzubeißen. Das Versailler Diktat ift finanziell tot, es ift auch in anderen Teilen im Sterben, und wir werden ihm durch unsere Abstimmung den territorialen Todesstoß geben. wir werden am neuen Deutschen Reich mit aller Kraft mitarbeiten, bis es wieder so Ist, wie wir es uns alle wünschen und wie wir es lieben! Unsere deutsche Saarheimat, unser deutsches 'Vaterland, sein Oberhaupt Reichspräsident von Hindenburg, unser Führer und Volkskundler Adolf Hitler dreimal Sieg-Heil! Begeistert stimmte die Versammlung in die Rufe ein, gemeinsam wurde der erste Vers des Deutschland-Liedes gesungen. Stürmischer Beifall dankte dem Redner. Llnwersitäts-Äibliothelar Dr DabrachGießen als Gauleiter Der Burschenschaften im Lahngau dankte den beiden Brüdern aus bim Saargebiet für ihre Ansprachen in herzlichen Worten. „D i e Saar i st deutsch und sie bleibt deutsch! Daß dies gefchehen wird, werden wir unserem Führer Adolf Hitler zu danken haben, der in wenigen Monaten uns ein Deutsches Reich geschaffen hat, wie wir es bisher nicht gekannt haben." Der Redner teilte bann mit, daß folgendes Treugelöbnis an Öen Führer unö Volkskanzler telegraphisch übermittelt werde: „Die zu einer Saarkundgebung im Gießener Studentenhaus versammelten 400 Burschenschafter von Gießen, Marburg und Oberhessen geloben, getreu ihrem hundertjährigen Wahlspruch, für Ehre und Freiheit des Vaterlandes und seinen Ausbau in Frieden tätig mitAuarbeiten." Weitere Telegramme würden an den Reichs- bevollmächtigten für das Saargebiet, Vizekanzler von Papen, Reichsstalthalter (Bauleiter Sprenger und an den Führer der Deutschen Burschenschaft Dr. Otto Schwab abgesandt. Die Versammlung stimmte lebhaft zu. Mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel- Liedes und dem feierlichen Ausmarsch der Fahnen fand die denkwürdige Kundgebung ihren Abschluß. überbeffen. Ehrung eines geborenen (HrünberaerS + ®rünberg, 19 Noo Studienrat Fritz Hille in Hildburghausen wurde kürzlich zum Dberftubien- direktor in Gotha und thüringischen Staatsrat ernannt. Weicher Wertschätzung er sich in ftilöburg- hausen erfreut, geht aus einem längeren Bericht der „Thüringer Landeszeitung" vom 13^ November hervor. Danad) ernannte ihn die Stadt zu ihrem Ehrenbürger ebenso erhielt eine neue Brücke, deren rasche Fertigstellung auf sein Betreiben erfolgte, ihm zu Ehren den Namen „Staatsrat-Frttz- Hille-Brücke^. Die Brückenweihe und die Ueberrel- chung der Ehrenbürgerurkunde fanden unter Be- teiligung der gesamten Bevölkerung Hildburghau- sens statt. In einem längeren Bericht würdigt die dortige Zeitung die Verdienste des Geehrten, wobei sie besonders auch auf (eine Tätigkeit als alter Kämpfer für die nationalsozialistische Bewegung hinroeift. Auch feine Geburtsstadt ® r ü n b e r g hat schon vor längerer Zeit eine Straße ihm zu Ehren „Fritz,Hille-Straße" benannt. Staatsrat Hille war zuerst einige Jahre als Volksschullehrer tätig u. a. in Lich und Lindenftruth. Nach dem Weiterstudtum an der Universität Gießen übernahm er eine Ober- lehrerftelle an der Aufbauschule in Hildburghausen. 3m Kriege, den er als Leutnant mitmachte, wurde er mehrmals verwundet; er ist heute noch schwer kriegsbeschädigt. Oer Sad-Naubeimer (Stabtrof rein nationalsozialistisch. WSN. Bad-Nauheim, 18. Noo. Durch Verfügung des hessischen Staatsministeriums »nd für die seit der Neuwahl des Stadtrats im Marz d. I. ausgeschicdenen vier StadtratsmitglieDer (zwet SPD. ein Zentrum, ein Kampffront Schwarz- Weih-Rot) vier neue Mitglieder ernannt roorDen Die fämtlid) Der NSDAP, angehören. Damit ift jetzt Der B a D - N a u h e i rn e r SloDt rat rein nationalsozialistisch zusammengesetzt. Landkreis dienen. • Lollar, 20.Nov. Heute kann Herr Ludwig Wissemann von hier siinen 7 0. ® e b u r . s • t a g feiern. Er hat über 52 Jahre im Dienste oek Buderusfchen Eisenwerke gestanden. Seine Ehe» frau Kath ©I Bemann, geb. Rain, hat bereit« im März d. I. ihr 70. Lebensjahr überschritten. Kreis Büdingen r R i d D a, 18. Noo. Dor kurzer Zeit wurde Der Fahrdamm Der mittleren und unteren Bah n h osi straßc dahier einer äußerst notwendigen (Erneuerung unterzogen. Im nächsten Jahr wird man wohl auch noch Den anderen Fußsteig mit Platten Vie FamiU nvöiftrungs- ur Wd)6regi«rung ijqrr Lieber ,t‘n Lölkes L»e Mrt der Seit«., Familien, jjeung erfahren. Vie Kirchens Sie (in)ige Ou Di« Airchenbehc Ntgt der werlr Sorgfalt inuhWn Lande >tgtn, Die von Q >tn, eine_ genaue ftird)tnbüd)trn t üodki hat sich h« zahlreiche ®tw ?,unidgtt)tn, wt nad) dn Zeil n magen erhallen Äi fragen aus au' Krund dies ämter in den le sich dabei gejeig bah das wiss die oolksbloli "Der 8m jeftrigen [eatnb btn . Stabt ju tintm. oaren einige 8bti Junöes deutscher ■f dem Martst Beginn der öffentlich« kijumohnen. Di N des Bannes eröffnet, wobei tyag an Tic Kandartensühv dinglichen Wo Krontsoidaten i and das dann und zu vollbn ! btn ftalionallo, Dor Bugen halt Mr an dem Ac ::llung des eil W Beispiel m ctanbartenfüfjre kÜ-Schild ein. **! vor Provinz drein vom K AKigeorüne. t$tttrwaltung, " . den aa ^Mr Q' ton 6ta J Mnuttaf ff?1 w unb sparten an, 61 «roher t Zahlreiche ^Sollst 2>iftert 1 macht- A un» ihrer Cf deut 2*5® wurde , l U V Sh» & $h durch । sii?lt Mit '5Ä{,.ebi« »Mw.: Lustschuh ist Gemeinnutz! Pfarr- Es hat Der Tag derIugend in Gießen 23fB.-19OO 3:0 (2:0) über von Reid) mit !>n fo ist. nie wir es Gegen üblen Mundgeruch Chlorodont die Qualitäts- Erzeugnisse Die Kirche im Dienst der Zamiliensorschnng Das löste die Begeisterung aus, als der Ober» bannsührer das Wort ergriff. Deshalb mußte der m feiner Rede oft innehalten, bis die Begeisterung sich etwas gelegt. Diese Jugend läßt sich nur führen von Fichrem, die jung sind wie sie, die oom Führer oder feinem Stellvertreter, dem Reichsjugendführer, ernannt sind. Das war eine Kundgebung der Jugend wider das Alter. Richt wider das Alter von Jahren, sondern wider das Alter an G e i ft. Das war eine Kundgebung der Jugend für das Reich der Jugend, für das neue Reich, das Adolf Hitler dieser Jugend geschenkt. Zugleich bestimmt ein Lrlah des Ministers, daß alle Urkunden, die Personenstandsaufzeichnungen enthalten, insbesondere die Kirchenbücher, 23 ür- gerbücher, Leichenpredigten und kirchenbuchähnliche Auszeichnungen, besonders der öffentlich- rechtlichen Religionsgesellschasten, unter Schrist- denkmalschuh gestellt werden. Damit ist die Erhaltung dieses wertvollen Besitzes unter kirchlicher Obhut gewährleistet. Oie Ergebnisse der Bezirksklasse. Nauheim — Butzbach 9:1 (3:0); Groh-Karben — Marburg 2:4 (1:0); VfB. Gießen — 1900 Gießen 3:0 (2:0); Wetzlar — Steinberg 8:0 (2:0); Ockershausen — Lollar verlegt. Oie Verbandsspiele in Aordheffen. Das markanteste Ergebnis des Sonntags im Gau Nordhessen ist das 7:2 von Borussia Fulda über Kurhessen Kassel. Es scheint, daß den Borussen die vierzehn Ruhetage ausgezeichnet genützt haben, denn ein so hoher Sieg über einen Verein, der bisher mit die beste Rolle zu spielen verstand, kommt nicht von ungefähr. Bemerkenswert sind weiterhin auch die neuen Siege der ehemals „süddeutschen" Mannschaften Hanau 93 und VfB. Friedberg. Die Friedberger fertigten Hessen Hersfeld auf eigenem Platz etwas knapp mit 2:1 ab, und die Hanauer holten bei Kurhessen Marburg einen sicheren 4:2- Sieg heraus. Die beiden Kasseler Lokaltreffen brach- ten die erwarteten Ergebnisse: SE. 03 schlug Her- Wenn die deutsche Mannschaft in der ersten Halbzeit leicht enttäuscht hatte, so übertraf sie nach bcr Pause alle Erwartungen. Sie ließ sich von dem sich dabei gezeigt, daß das Wissen um die Slppengeschichte die volksbiologifche Bedeutung hinaus Mes Vater, von hin. konzler Adolf ’t stimmte die tinfam wurde Jes gesungen, net. ’far !N im Lahngau n Saargebiet Sorten. „Die ;ie bleibt i, werden wir danken haben, 'eutsches Reich nicht gekannt bah folgendes rer unö i st die Saar und wird sie ewig bleiben. Bis 1935 werden wir aushalten, mag Frankreich i einer Saar- ,a\i5 vrrfam- jen, Marburg rem hundert» ^Freiheit cn Ausbau eiten.' i den Reichs- et, Vizekanzler er Gauleiter der Deutschen abgesandt Die 5 fiorfiW ch her Föhnen hren Abschluß. sicher zeigte. Zwei deutsche Treffer nach der Pause. * diese Uten in,. S5 hatte "er. feiten u J!1 unter Rn mit ber 2? DQ,er- »ä Ä “rl! W *>«. 'S la e£ auf bie ©aorregib das Rol. Trank. mir mit °m oori. ten Volke °beri, die s'ehk öle bis «erben ^en, weil und hinter 1 mächtiger mmung.) J&eroröen^ die Mne ,a/ ift finan« im Sterben, mmung den $ Die Ausführungen der Redner wurden oft durch lanaanhaltenden Beifall unterbrochen, der am Schluß der Ansprachen besonders stark war. Die Kundgebung erhielt noch dadurch ein be- sonderes Gepräge, daß die Jugend durch allerlei sonstige Darbietungen Begeisterung entflammte. Vor allem seien hier die Leistungen der beiden Spielmannszüge und der Fanfarenblaser hervorgehoben, die unermüdlich tätig waren. Auch der Sprechchor des Jungvolkes sowie die von der gesamten Jugend gelungenen Lieder verdienen besondere Erwähnung. Mit dem besang des Harst- Wessel-Liedes fand die eindrucksvolle Kundgebung ihren Abschluß. Telegramm an Gauleiter und Reichsssatthalter Sprenger. 5000 oder-hessische Hitler-Jungen und -Madels grüßen von ihrer Großkundgebung m Gießen ihren ©a ule i ter unb geloben ihm f este Gefolgschaft im Kampf für em e.mges Deutsches Reich gegen Spießertum und Engstirnigkeit. Im Namen der 5000 Rupprecht Hainer, Oberbannführer. Em Rückblick. Das war ü e r T a g ü e r I u n g e n. Fünftausend marschierten gestern in unserer Stadt. Fünftausend Hitlerjunaen, deutsche Mädel. Jungvolksungen bekannten sich zu dem neuen Reiche Geradeaus war der Blick, nicht rechts und mch links. Jugend heißt auch schon Kamps. Jugend heitzt auch schon Verantwortung! für Niemand hat mehr geopfert für Volk, für sein Vaterland als wir. Aus unseren Reihen ftnb 21 Kameraden gefallen für das neue Reich. Nie mand war am 30. Januar glückseliger als w.als das alte System zusammenbrach und unser Führer das Steuer in die Hand nahm. Niemandhat gro ßere Liebe zum Führer als wir, seine Jugend, Die wr ober ipäfcr Oa- Deutschland siegt in Zürich 2:0 packender Kampf vor 25 000 Zuschauern. rö*«er< m5ri66il‘« jm Dbtiltub,en' i Slaaisrai er« i in Wburg' jtooember her- :abt zu ihrem e neue Drucke, Betreiben «• :taalsrat'Fr>v' 'die Ueberret« »n unter ”e hiftbut#“’ «ft* ;«<■ fr* »g,Su»y o?"' ktabtrai ft»el schwarz' st <|rat telB n V,rt im Ehe' en- 2^reite ft*** rnannia 3:2 und Sport blieb über den Spieloerein mit 3:1 erfolgreich. Führungswechsel im Gau Sudwest. Im Gau 13 bringt jeder Sonntag Überraschungen und Sensationen. Diesmal mußte der Tabellenführer Sportverein Wiesbaden daran glauben, der von Borussia Neunkirchen knapp, aber nicht unverdient 1:0 geschlagen wurde. Er wurde in der Füh- rung durch den FK. Pirmasens abgelöst, der aus Mainz einen verdienten 3:2-Sieg mit nach Hause brachte. Eine weitere Ueberraschung ist die zweite Heim-Niederlage des FC. Kaiserslautern, der sich diesmal mit viel Pech den Offenbacher Kickers mit 2:3 beugen mußte und auf den sechsten Platz zurückfiel. Tabellenzweiter ist der Fußbattsportverein Frankfurt geworden, der mit zehn Mann die Saar- brücker Sportfreunde 5:2 zu schlagen vermochte, Eintracht Frankfurt erlitt einen weiteren Punktoer- lüft; sie trennte sich in Worms von der dortigen Alemannia/Olympia mit einem Unentschieden von 3:3. Am gestrigen Sonntag gestaltete die Hitler- i fugend den Tag der Jugend in unserer ! Stadt zu einem bedeutsamen Ereignis. Um 9 Uhr waren einige Abteilungen der Hitlerjugend und des Bundes deutscher Mädels vor dem alten Rathaus i auf dem Marktplatz aufmarfchiert, um hier dem i Beginn der öffentlichen Nagelung der HJ.-Schilde beizuwohnen. Diese Nagelung wurde von dem Führer des Bannes 116 R. Buß mit kurzen Worten eröffnet, wobei er den Hammer zum ersten Nagel- schlag an Standartenführer Lutter übergab. Standartenführer Lutter ermahnte in kurzen, ein- dringlichen Worten die Jugend, das Werk, das die Frontsoldaten im Felde für Deutschland begannen und das dann die SA. fortsetzte, weiter zu tragen und zu vollbringen. Dabei müsse sich die Jugend den Nationalsozialismus als Leitgedanken immer vor Augen halten: Alles für Deutschland, nichts für sich selbst! Und sie müsse sich ferner an dem Borbild des Führers für die Ge- jtaltunq des eigenen Lebens und Schaffens das hohe Beispiel nehmen. Mit diesem Wunsche schlug Standartenführer Lutter den ersten Nagel m das HI-Schild ein. Weitere Nagelungen nahmen hierauf vor Prooinzialdirektor G r a e f, Regierungsrat Grein vom Kreisamt, Bürgermeister Dr. Seid und Beigeordneter Bartholomaus von der Stadtverwaltung, Stadtratsmitglied Wenderoth und eine Anzahl weiterer Bürger. Dannging ine Nagelung den ganzen Tag über weiter. Hoffentlich entspricht das Ergebnis den Erwartungen der Jugend, deren Streben darauf gerichtet war, durch diese Nagelung möglichst viel Geld für das W i n - terhilfswerk zum Besten unserer hilfsbedürftigen Volksgenossen zu erlangen. Am Nachmittag trat die Sjitlerjugenb bes Unter- bannes 1 Gießen, des Unterbannes II Großen- Buseck und des Unterbannes III Hungen auf Os- waldsgarten an, von wo aus um 15 Uhr ein großer und eindrucksvoller Werbemarsch durch zahlreiche Straßen der Stadt mit dem Zielpunkt V o l k s h a 11 e angetreten wurde. Die flott und begeistert marschierende Jugend beiderlei Geschlechts mochte durch ihre straff disziplinierte Haltung und ihren inneren Schwung für die große nationale deutsche Sache den besten Eindruck. Ueberall wurden die Kolonnen der Hitlerjugend, des Jungvolks und des BdM. von den vielen Zuschauern in den Straßen mit herzlicher Sympathie begrüßt. Die Jungens und die Madels können mit Recht stolz sein auf die starke moralische Eroberung, die sie gestern wieder bei diesem Marsche für sich verbuchen konnten. Nachdem der große Zug am Ziel angekommen war sand zunächst ein >1 u f m a r s ch auf dem Trieb statt. Dann folgte der Einmarsch m die Volkshalle wo die Kundgebung von Bannführer Buß mit kurzen Worten eröffnet »urtT SUuf Iprad) der ^chäst-sühr-r der 1 NSDAP für das Saargebiet, Schaub, der u. a. folgendes ausführte: Wir Saarländer beneiden Deutschland um bas, was es m dieser Zeit durchleben kann. Wir freuen uns über die braune Armee, die stolz durch die Straßen zieht. Wenn mir Saar- länber uns auch In d-n Dienst i*r braunen Urmu stellen, dann geschieht es, um der Jugend den Weg zu bahnen Wie der Führer aus einem Erschlagenen Deutschland ein einiges Reich schuf, so werden auch wir mit eifernem Willen dafür kämpfen daß die Saar wieder zu Deutschland kommt. Das Saargebiet hat gezeigt, daß es nicht ein Atom französisch ist. Der Ausspruch des Führers, daß es in der Saarfrage kein Verhandeln ksiüt, laßt un hoffen, daß unser Kampf nicht umsonst ist. Deutsch Die Kirchenbehörden haben schon seit langem der Pflege der wertvollen kirchlichen Dokumente ihre Sorgfalt zugewandt. So ist für den Bereich der alt- preußischen Landeskirche 1923 auf Grund von Fragebogen, die von allen Pfarrämtern auszufüllen waren, eine genaue Ermittlung über den Bestand an Kirchenbüchern und Pfarrakten angestellt worden. Dabei hat sich herausgestellt, daß die Pfarrarchive in zahlreichen Gemeinden bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen, wenngleich in den meisten Fällen erst nach der Zeit nach dem 30jährigen Kriege Aufzeichnungen erhalten sind. Unzählige familiengeschichtliche Anfragen aus allen Bevölkerungskreisen konnten auf Grund dieses Materials die ländlichen ämter in den letzten Monaten beantworten. wünschen übrig, man sah nur wenig technische Feinheiten. Bestimmt wurde der Gang des Spieles auf beiden Seiten durch die Verteidiger, die hüben wie drüben sehr wirkungsvoll arbeiteten. Dennoch gab es vor beiden Toren wiederholt kritische Situationen. Einmal verlor Huber den Ball, aber Rasselnberg konnte das Leder nicht in das leere Tor bringen. Wenig später konnte Huber einen Bombenschuß Lachners nur mit Mühe über die Torlatte weg zur Ecke fausten. Auf der anderen Seite wäre Jakob zehn Minuten vor dem Wechsel um ein Haar geschlagen worden, als er sich gegen einen ungefährlichen Ball Hochstraßers recht unser Sieg war der Mannschaft des VfB. deschie- den. Man muß, wenn man gerecht fein will, das Ergebnis als dem Spielverlauf entsprechend bezeichnen. Nicht etwa, daß die Blauweißen die an sich chlechtere Mannschaft gewesen ist — nem!~— aber die Eifrigeren waren die Grunweihen. sie spielten mit mehr Elan, fanden sich von Anfang an besser, waren aktiver, schneller als ihre Gaste und, was die Hauptsache ist, in den entscheidenden Momenten vor dem Tor entschlossener. Die 1900er waren innerhalb der Mannschaft unsicherer, insbesondere aber ließ der Sturm alle Wünsche offen und alle Aufbauarbeit der Läuferreihe war vergeblich. Auch das Schlußdreieck war nicht auf der gewohnten Höhe. Gründe für das unerwartete Versagen suchen zu wollen, wäre müßig. Oie Mannschaften. 19 00: Schlarb; Zeiler, Lippert; Schmelz, Langsdorf, Roth; Bromm, Heilmann, Wilhelmi, Hembach, Luft. . V f B.: Becker; Leutheuser, Lehrmund; »eufter, Knauß, Michel; Ranft, Heß, Haupt, Schmidt, Feh- fing. , , ... r. 3ur allgemeinen Ueberraschung traten zunächst beioe Mannschaften mit 10 Mann an, um sich jedoch später zu vervollständigen. Das prächtige spätherbstliche Wetter hatte viele Zuschauer heraus- gelockt, so daß dem Kamps der Rahmen gegeben war, dessen er bedurfte. Leider wurden die Zuschauer nicht ganz befriedigt. Man hatte etwas mehr erwartet und hätte zweifellos mehr gesehen, wenn die Blauweihen in besserer Form gewesen waren. Oer Spielverlauf sah nach dem Anstoß der Gaste, zunächst nur zag- hafte Angriffe auf beiden Seiten. Die Verteidiger Die F a m i l i e n f o r s ch u n g ist auf Grund der bevolkerungs- und rassenpolitischen Maßnahmen der Reichsregierung aus einer Sonderbeschästigung weniger Liebhaber zu einem Anliegen des ganze n Volkes geworden. Damit hat zugleich der hohe Wert der alten Kirchenbücher für Volks-, Familien- und Heimatkunde eine neue Würdigung erfahren. Die Kirchenbücher find eine der wichtigsten, oft die einzige Quelle für die Familienforschung. großen Elan, den die Eidgenossen nach dem Wechsel entfalteten, nicht aus dem Konzept bringen. In einem schwungvollen, technisch und taktisch immer besser werdenden Spiel warf sie den Gegner völlig zurück. Abgesehen von wenigen Phasen, in denen die Eidgenossen zu verzweifelten Gegenangriffen schritten, beherrschte unsere Mannschaft in dieser Halbzeit des Kampfes die Roten völlig, Der Führungstreffer für unsere Elf ließ allerdings noch lange auf sich warten. Die Deutschen erzielten Eckball um Eckball und auch mancher gute direkte Schuß wurde abgewehrt. Zwischendurch gab es einige sehr energisch Angriffe der Schweizer. Endlich fiel in der 28. Minute der erste Treffer. Im Anschluß an eine weitere Ecke gab es ein Gedränge, Hohmann erwischte das Leder und fand kurz entschlossen mit einem sehr scharfen Schuß in der Abwehrmauer des Gegners eine Lücke. Sie Schweizer setzten sofort mit heftigen Gegenangriffen ein, doch ließ die deutsche Elf nicht locker. Sie stürmte immer wieder vor und entschied schließlich in der 40 Minute endgültig das Treffen. In einem Gedränge vor dem Schweizer Tor entstand hohe Gefahr und als Hufschmidt sie mit einem verzweifelten Sprung bannen wollte, lenkte er das Leder ins eigene Tor. Die Roten gaben sich aber noch nicht geschlagen, sie setzten noch einmal alles auf eine Karte und erzwangen auch noch einige Ecken. Ader die deutsche Verteidigung hielt stand. Don den Torwärtern war Huber mehr beschäftigt als Jakob, doch machte er seine Sache recht gut. Der Schiedsrichter Barlassini (Italien) leitete den spannenden, in seiner Gesamtheit befriedigenden Kamps korrekt. Warschau in Oanzig besiegt. 8000 Zuschauer bedeuten für Danziger Verhältnisse einen neuen Rekord. Diese Zahl sah am Sonntag den mit Spannung erwarteten Fußball-Städte- kämpf zwischen Danzig und Warschau, den die Danziger mit 2:0 für sich entscheiden konnten. Beide Mannschaften zeigten recht beachtliche Leistungen, wobei die Polen technisch vielleicht um etwas besser waren. Den größeren Kampfgeist besaßen aber die Danziger, und das gab auch den Ausschlag für den Sieg. trieben aber den Ball immer wieder in das Feld. VfB. lag einige Male mehr vor dem Tor des Gegners. Haupt vergab in der 6. Minute eine Kopfballchance. Knauß bediente den Sturm mit tadellosen Vorlagen. Die Blauweißen bemühten sich, an Einheit zu gewinnen. Es war fast vergeblich. Die Grünweißen ließen keinen Angriffsaufbau zu. Die 1900er gaben den Ball auch viel zu ungenau ab, [o daß er dem Gegner immer wieder vor die Beine kam. So blieb VfB. leicht feldüberlegen, ohne jebod) das Spiel zu diktieren. In der 14. Minute brach der Bann. Fehling hatte eine Flanke von Ranft glatt und gut placiert verwandelt. Schlarb tarn zu spät. 1:0 für den Platzverein! Die Blauweißen rafften sich nun etwas mehr zusammen, trugen einige rasche Angriffe vor, aber der Sturm schoß entweder daneben ober darüber. Becker im Tor der Grünweihen hielt außerdem gut. Der Kampf gestaltete sich ausgeglichener. Den Blauweihen blieb aber trotz einiger Chancen jeder Erfolg versagt. Ein Eckball für 1900 schuf eine gefährliche Situation vor dem VsB.-Tor. Es kam aber nicht zum Ausgleich. Bald darauf hatte wieder Schlarb zweimal einzugreifen. Er tat es mit viel Geschick. In der 33. Minute brachte Heß durch einen entschlossenen Schuß seine Mannschaft mit 2:0 in Führung. Der Ganz Zürich stand am Sonntag unter dem Eindruck des 18. Fußballkampses zwischen Deutschland , und der Schweiz. Mit 2 5 0 0 0 Z u s ch a u e r n war der Platz der Grashoppers überfüllt. Das Wetter I war ideal, befriedigend auch der Spielboden. Als kurz vor 14.30 Uhr die beiden Mannschaften dicht I hintereinander erschienen, wurden sie von einem I herzlichen Beifall begrüßt. Als gleich der italienifche Schiedsrichter Barta f f i n i die Spielführer zur Wahl pfiff, formierten sich die Mannschaften in den zuletzt angetünbig- i. ten Aufstellungen. Bei ber Schweiz fehlte, wie __ _...... .... „ ) schon am Samstag bekannt geworden war, ber uns bieten, *nräs es will. Unser Schicksal" liegt in ber verletzte Torhüter Söchehaye, für ihn stand Huber Hand Deutschlands, jeder einzelne Deutsche trägt (Grashoppers) zwischen den Pfosten. die Verantwortung. Der 12. November hat gezeigt, «h Crtroven.lle denk seiner enerkennt reichen und milden Wirkung. Stets bekömmlich - unschedl ch für Herz und Megen Sie sollten deshelb des bewährte Citrovenille immer zur Hend heben. Erhältlich