’Ä». n n SWfi b,R JV'M.. ' $ ii-1$ 87,5 -ahnieyer 1A5. ökse. NN»«.' ffsK leute '^. wieder for Ms- Knen fein wird ^ihe. die mit ^rünberß. I Ä?4Qr/'1 N» rtrMrf ^°ieh M wurden er. Qlt- 8 bis W ÜJlnrf- y4'Ma?tbis ^arL^fn6en3 gut, A, JjHWeJmartt 300 Matt, Rinder I,5..1OO Marl. Der größte Teil wurde irtiWfyn Fach. i'W’M hat sich en auf dem Markte l in Vutzbatz. Markt war gut bt* msgegtichen. (Fs wur, xafelobft: Aepfel 10 Zwischen 10; Wirt, ’nen 3 bis 4 Mark. - feiSebörse. l- Sei geringer Um« ie Getreidebörse zwar ig. Das Angebot von ausreichend, infolge bekundeten die Müh- age. Die Preise für i unverändert. Auch 'änderten Preisen sehr n stetig bei kleiner b/rnnochprodukten ist 1- bis fiOprojentiais übrigen blieben nie Offerte ((Setreibe je ogramrn ^vachlv'v- K -^aienl in M: M, Lommergersie >. ^°ier 137.50, Wei- ndswchen 28,75 bis en 27,25 bis 28, Rog- ilusmahiung 22LO bis 75, Wcizenkleic 8,85, ruhig. 3n chandcls- - nicht statt. LwtcKmnrtt. l Iorauftrieb: 81 Rin« '04 Schweine. Gs wur« 'M, Sdjafe 17 bis > Mark. - Markkver« ; Schweine fchleppenö. id Kastbö^e. n mäßiget Mnn ruhigen Mahnen, und ,t stabil. MgäuerM' Iqäuer Mottereibutter, titer 116 M* nhne Sutternulchruck- jSi?e: Allgäuer Weich' ■ ™ü « „1,6110,2.=*® 3 $ 9 5 1 ZraMtt^D 5,81 48,1 12,« 3,053 169,62 66.02 51,11 67,77 13,15 0,951 2,868 58,59 22,17 16,46 81.43 35,19 81Z 0,783 0,S9 5,30 12,71 (frtt____। Tts? 48,05 1243 3,047 S 58,y 81,» 13,11 0,963 2,862 58,47 22,13 16,4? 81,27 35,n 81-67 0,781 o.tfi 5,29 12,69 Nr. 246 Erster Blatt 183. Jahrgang Keitag, 20. Moder 1933 Erschein» täglich, anfca Lonnings und Feiertag». Beilagen: Die Illustriert« Girtzener FamilienblLtter Heimat im Bild Die Scholl« IHonat$-Be$ugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. $ent|pred)anf(hlüffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Etesten. poftfchelttonto: gronffurt om Main 11686. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Unwersttat5-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange in Stehen. Schristlettung und Gefchastrftelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeige, für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/, mehr. Chefredakteure Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Or.H.THyriot; für den übrigen Teil Crnst Dlumschein undfürdenAn« zeigenteil L V.TH.Kümme! sämtlich in Gießen. Oie Wahrheit über Deutschland. Oer Reichskanzler durchbricht die Lügenblockade des Auslandes. London, 19. Okt. (TU.) Der Sonderkorrespondent der „Daily Mai l", Ward Price, wurde vom Reichskanzler Hitler empfangen. Der Korrespondent erklärte: Es könnte Ew. Exzellenz interessieren, daß Anzeichen in London dafür vorhanden sind, daß Ihre persönliche Popularität beim britischen Publikum seit letztem Samstag außerordentlich zugenommen hat. Lord Rothermere, mit dem ich gestern .abend telefonierte, erzählte mir, daß, als Ihr Bild in der Wochenschau der Londoner Kinemato- zraphentheater am Montagabend gezeigt wurde, es mit lebhaftem Beifall begrüßt wurde. Es ist indessen eine Tatsache, daß innerhalb gewisser Kreise der britischen Oeffentlichkeit und Presse Lurch Deutschlands plötzlichen Austritt aus der Ab- -rüstungskonferenz erhebliches Mißtrauen und Beunruhigung geweckt worden ist. Unterstaatssekretär im Kriegsministerium, Duff Cooper, sagte, daß „kein Volk in der Geschichte der Welt sich jemals mit derartiger Begeisterung f ü r den Krieg vorbereitet habe, als das deutsche Volk es zur Zeit tue". Es wäre nutzlos, zu Deftreiten, daß diese Ansicht in England weit ver- Lreitet ist. Antwort: Ich war einst am 4. August 1914 tiefunglücklich darüber, daß nunmehr d i e beiden großen germanischen Völker, die durch alle Irrungen und Wirrungen der menschlichen Geschichte so viele hundert Jahre friedlich nebeneinander lebten, in den Krieg getrieben wurden. Ich würde glücklich fein, wenn endlich diese unselige Psychose ihr Ende fände und die beiden verwandten Rationen wieder zur alten Freundschaft zurückfinden könnten. Die Behauptungen, daß das deutsche Volk sich mit Begeisterung auf den Krieg vorbereite. ist eine uns einfach unfaßbare Verkennung des Sinnes der deutschen Revolution, wir Führer der nationalsozialistischen Bewegung sind fast ohne Aus- nähme Frontsoldaten gewesen. Ich möchte den Frontsoldaten sehen, der mit Begeisterung sich für einen neuen Krieg vorbereitet. Wir hängen in fanatischer Liebe an unserem Volke, genau so wie jeder anständige Engländer an dem feinen hängt, wir erziehen die deutsche Jugend zum Kampf gegen die inneren Laster und in erster Linie zum Kampf gegen 61e kommunistische Gefahr, von deren Gröhe man in England allerdings keine Vorstellung hatte, und wohl auch heute noch nicht besitzt. Unsere Revolutionslieder sind keine Lieder gegen die anderen Völker, sondern Lieder, für die Brüderlichkeit im Innern, gegen Klassenkampf und Eigendünkel, für Arbeit und Brot und für nationale Ehre. Der beste Beweis dafür ist, daß bis zu unserem Regierungsantritt unsere ausschließlich politische SA. vom Staat auf das furchtbarste verfolgt war, ja, daß un- t fere Anhänger nicht nur nicht zum Heere genommen wurden, sondern nicht einmal in einer |! - heeresstätte ass Arbeiter beschäftigt werden durften. Frage: Der Verdacht, daß Deutschlands letzte Ziele kriegerische sind, beruht auf folgenden Erwägungen: Man glaubt, daß das deutsche Volk von ber nationalsozialistischen Regierung dazu erzogen worden ist, daß es ein tiefes und echtes Zerwürfnis mit Frankreich hat und daß Keses nur durch einen deutschen Sieg wieder gutgemacht werden kann. A n>t w o r t: Die nationalsozialistische Bewegung crzieht nicht das deutsche Volk zu einem echten oder tiefen Zerwürfnis mit Frankreich, sondern einfach zur Liebe zum eigenen Volk und zu einem Bekenntnis für die Begriffe von Ehre und Anständigkeit. Glauben Sie, daß wir unsere Jugend, die unsere ganze Zukunft ist und an der wir alle hängen, nur erziehen, um s i e dann auf i>em Schlachtfelde z u s a m m e n s ch i e ß e n z u lassen? Ich habe schon so oft betont, daß wir keinen Grund haben, uns militärisch der Leistungen unseres Volkes im Kriege zu schämen. Wir haben daher auch hier gar nichts gut zu wachen. Das einzige, über das wir uns schämten, waren die Männer, die in der Zeit unserer schlimmsten Rot das Vaterland im Stich gelassen hatten. Diese Personen fr d restlos beseitigt. Daß die deutsche Jugend wieder ein Ehrgefühl besitzt, erfüllt mich mit Freude. Ich sehe aber nicht ein, wie so ein anderes Volk dadurch bedroht sein soll. Und ich sehe erst recht nicht ein, wieso eine sonst so fair denkende Ration wie die englische uns dies innerlich verübeln könnte. Ich bin Überzeugt, daß, wenn England dasselbe Unglück betroffen hätte, das Deutschland traf, eher noch mehr Engländer National- oz i allsten wären, als dies bei uns der Fall st. Wir wollen mit Frankreich kein „Zerwürfnis andern eineaufridjtige Serftänbig ung , allerdings auf der Basis, die ein Volk von Ehrgefühl akzeptieren kann. Und außerdem wollen wir leben können. Frage: Ein großer Teil der deutschen Jugend wird dur Zeit in Arbeitslagern oder als Mitglieder der SA. oder anderer Formationen zur militärischen Disziplin erzogen. Selbst wenn die deutsche Regierung nicht beabsichtigt, diese Ausbildung für den Kriegsfall durchzuführen, herrscht in Frankreich und zum Teil auch in England die Befürchtung, daß es die Entwicklung eines militärischen Geistes unter den jungen Deutschen zur Folge haben könnte, die eines Tages verlangen werden, daß die militärischen Kenntnisse, die sie jetzt erwerben, praktisch ausgenutzt werden. Antwort: Die deutsche Jugend wird weder in den Arbeitslagern, noch in der SA. und den unterstehenden Formationen mit militärischen Kenntnissen versehen, die sie anreizen könnten, diese einst auszunühen. Wieviel mehr könnte sich demgegenüber Deutschland beschweren, daß in den anderen Ländern Jahr für Jahr Millionen an Rekruten eine wirklich militärische Ausbildung erfahren. Unser Arbeitsdienst ist eine ungeheure soziale Einrichtung, die zugleich klassenversöhnend wirkt. Eine Armee von jungen Leuten, die früher auf den Landstraßen verkommen sind, haben wir zu nützlicher Arbeit zusammengefaßt. Hunderttausend andere, die in den Großstädten schon in jungen Jahren verdorben worden sind, erziehen wir in unseren Jugend- und SA.-Formationen zu anständigen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft. Während vor uns die deutschen Straßen und Plätze vom Kommunismus beherrscht worden sind, das ganze Volk unter dem blutigen Terror dieser Mordbrennerbande litt, haben wir jetzt die Sicherheit, Ruhe und Ordnung wieder hergestellt. Das ist der Erfolg meiner SA. Frage: Ferner ist die Ansicht weit verbreitet, daß Deutschlands Rüstungen schon viel weiter fortgeschritten sind, als amtlich zugegeben wird. Es wird z. B. behauptet, daß die deutsche Regierung in Schweden, Holland und anderen Ländern Munitionsfabriken erworben habe, in denen große Vorräte von Kriegsmaterial auf Lager gehalten werden, um bei Entstehen einer Kriegsgefahr sofort über die deutsche Grenze befördert zu werden. Deutschland hat keine Waffen- oder Munitionslager im Ausland. Antwort: Diese Ansichten sind lächerlich. 1. W o sind denn die Fabriken in Schweden, Holland und anderen Ländern, die wir als Munitionsfabriken erworben haben sollen? Ls würde doch den findigen Nachrichtendiensten nicht schwer sein, heraus zu bekommen, in welcher holländischen oder schwedischen Fabrik für Deutschland Munition fabriziert und auf Lager gehalten wird. Denn es mühten dann immerhin ziemlich umfangreiche Lager fein. Und das bleibt den Augen der forschenden Mitwelt verborgen? Und außerdem sollen wir vermutlich im Kriegsfälle diese Munition nachts auf dem Luftwege nach Deutschland schaffen oder würde Frankreich unseren Schiffen Geleitbriefe aus- stellen? Rein! Das ist ja alles zu lächerlich, aber leider Gottes genügend, um ein Volk, das nichts will als fein Recht, in einer Welt anzu- fchwärzen, die tatsächlich überhaupt nur eine einzige Rüstungsfabrik ist. Frage: Obwohl die Anwendung schwerer Feldartillerie durch den Friedensvertrag verboten wurde, wird in Frankreich behauptet, daß Artilleristen der Reichswehr in schwerer Artillerie an den deutschen Küstenbefestigungen ausgebildet worden sind. Diese Vorwürfe werden möglicherweise in den nächsten Wochen offiziell geltend gemacht werden. Antwort: Glauben Sie wirklich, daß wir uns den Luxus erlauben, von den 100 000 Mann unserer Armee die Artilleristen an der schweren Artillerie der Küstenbefestigungen ausbilden zu lassen, damit sie dann mit den Feldkanonen schießen können? Wir haben in der Festung Königsberg eine lächerlich beschränkte Anzahl schwerer Geschütze genehmigt erhalten und selbstverständlich werden dafür auch Leute ausgebildet. Im übrigen hat die Armee leider nur eine ungenügende Feldartillerie und wir bilden schon lieber die Leute an dem Geschütz aus, an dem f i e kämpfen müßten als an Geschützen, die wir gar nicht haben. Frage: Eine weitere Ursache der Besorgnis ist die Auffassung, daß Deutschlands zugegebene Absicht, eines Tages den polnischen Korridor wieder zu erlangen, mit der Erhaltung des Friedens unvereinbar ist. Antwort: Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Menschen, der die Lösung des Korridors als besonders überwältigende Leistung der Friedenskonferenz bezeichnen könnte. Der Sinn dieser Lösung konnte nur fein, Deutschland und Polen für ewige Zeiten zu verfeinden. Niemand von uns denkt daran, mit Polen wegen des Korridors einen Krieg zu beginnen. Wir möchten aber alle hoffen, daß die beiden Nationen die sie betreffenden Fragen dereinst leidenschaftslos besprechen und verhandeln werden. Ls kann dann der Zukunft überlasten bleiben, ob sich nicht doch e i n fürbeide völkergangbarerWeg und eine für beide tragbare Lösung findet. „Volk ohne Raum." Deutschlands Mederzulaffung zu kolonialer Betätigung niemals ein durch Krieg zu lösendes Problem. Frage: Der Ausdruck „Volk ohne Raum" hat gewisse Unsicherheit erregt. Auf welchem Wege erblickt der Herr Reichskanzler eine Möglichkeit für die räumliche Ausdehnung Deutschlands? Bildet die Wiedererlangung von früheren deutschen Kolonien eines der Ziele der Regierung? Wenn ja, welche Kolonien kommen in Frage und würde ein Mandatssystem Deutschland genügen oder würde Deutschland volle Souveränität verlangen? Antwort: Deutschland hat zu viele Men- fdjen auf feiner Bodenfläche. Es liegt im Interesse der Welt, einer großen Nation die erforderlichen Lebensmöglichkeiten nicht vorzuenthalten. Die Frage der Zuteilung kolonialer Gebiete, ganz gleich wo, wird aber niemals für uns die Frage eines Krieges fein. Wir sind der Ueberzeugung, daß wir genau fo fähig sind eine Kolonie zu verwalten und zu organisieren, wie andere Völker. Allein wir sehen in all diesen Fragen überhaupt keine Probleme, die den Frieden der Welt irgendwie berühren, da sie nur auf dem Wege von Verhandlungen zu lösen sind. Frage: In gewissen Kreisen in England erwartet man, daß die jetzige Regierung sich als ein Vorspiel zur Restauration der kaiserlichen Familie Herausstellen wird. Wäre es möglich, daß der Herr Reichskanzler seine etel- lungnahme zu dieser Frage definiert? Antwort: Die Regierung, die heute in Deutschland tätig ist, arbeitet weder für die Monarchie noch für die Republik, sondern ausschließlich für das deutsche Volk Wohin wir blicken, überall sehen wir nur Not und Elend, Arbeitslosigkeit, Verfall und Zerstörung. Dies zu beseitigen ist die von uns gewählte Mission. Frage: Seit der Machtübernahme durch die Regierung Eurer Exzellenz ist die Weimarer Verfassung de facto in einzelnen Punkten abgeändert worden, obwohl sie nicht förmlich außer Kraft gesetzt ist. Beabsichtigt der Herr Reichskanzler eine Verfassungsänderung auf neuer Grundlage durchzuführen. Antwort: Ich habe einst erklärt, nur mit legalen Mitteln kämpfen zu wollen. Ich habe diese Erklärung auch gehalten. Die gesamte Umgestaltung Deutschlands ist auf verfassungsmäßig zulässigem Wege geschehen. Es ist selbstverständlich möglich und auch wahrscheinlich, daß wir bas Gesamtergebnis der sich vollziehenden Umwälzung dereinst als neue Verfassung dem deutschen Volke zur Urabstimmung vorlegen werden, wie ich denn überhaupt betonen muh, daß es zur Zeit keine Regierung gibt, die mit mehr Recht als die unsere behaupten könnte, von ihrem Volke beauftragt zu fein. Frage: Sieht der Herr Reichskanzler den Völkerbund als eine Einrichtung an, die ihren Nutzen überlebt hat oder kann er sich bestimmte Bedingungen vorstellen, unter denen Deutschland eine Rückkehr in den Völkerbund zu erwögen geneigt wäre? Antwort: Wenn der Völkerbund sich so wie in der letzten Zeit immer mehr auswächst zu einer Interessengemeinschaft bestimmter Staaten gegen die Interessen anderer, bann glaube ich nicht an seine Zukunft. Deutschland wird jedenfalls niemals mehr einer internationalen Vereinigung bei treten oder sich an einer solchen beteiligen, wenn es nicht a l s vollkommen gleichberechtigter F ak- Die Deutsche Arbeitsfront sagt in einem Aufruf u. a.: Unbeirrbar geht der Führer den Weg, der zur nationalen Befreiung und damit zur Hebung der Lebenshaltung aller deutschen Volksgenossen führt. Unter der Führung der NSBO. wird die größte Organisation 8es deutschen Volks, die Deutsche Arbeitsfront, den Wahlkampf führen, um gemeinsam mit den anderen Kräften des deutschen Volks jenen Sieg zu erkämpfen, der der Welt durch sein gewaltiges Ausmaß eindrucksvoll beweisen wird, daß der Führer das ganze Volk hinter sich hat. Vom heutigen Tag bis zum 12. November gilt jeder Gedanke, jede freie Minute und jeder Pfennig nur der Vorbereitung des Siegs am 12. November. Es lebe der Kampf um die nationale und soziale Befreiung der deutschen Nation unfein herrlicher Führer in diesem Kampf Adolf Hitler! Der Arbeiterverband des Bergbaues (Sitz Bochum) sagt in einem Aufruf u. a.: Wir deutschen Arbeiter wollen arbeiten, unser Auskommen und ein gemütvolles Familienleben haben. Wir denken nicht daran, andere Staaten anzugreifen. Aber wir können es nicht zulassen, daß man unser Volk in seiner friedlichen Entwicklung hemmt. Jetzt fordern wir Gleichberechtigung, um wenigstens unsere Arbeitsstätten schützen zu können. Soll her deutsche Arbeiter dauernd unter den beschränkten Lebensbedingungen des deutschen Volkes leiden? Soll es für ihn keinen Aufstieg zu einem höheren Lebensniveau geben, wo er sich hinsichtlich feiner Allgemeinbildung mit den Arbeitern aller Nationen messen kann. Nein und nochmals neinl Wir wollen mit unseren Nachbarn in Frieden leben, aber wir wollen auch leben, wollen frei sein. Jetzt gilt es, dem Auslande unsere Einmütigkeit zu zeigen. Es aebt um unser aller Schicksal. Es qibt nur eine Wahl: „Für oder gegen Deutschland . Kleinliche Bedenken müssen zurücktreten. Ein ge- wattiges Bekenntnis soll allen Völkern kund tun, was wir wollen. Friede, Freiheit und Brot. f o r anerkannt ist. Wir sind Männer genug, ein- Zusehen, daß man nach einem Krieg, den man verliert, man mag nun schuldig fein oder nicht, selbstverständlich die Folgen zu tragen hat. wir haben sie getragen. Daß wir aber nun als Volk von 65 Millionen Menschen dauernd und immer wieder aufs neue entehr! und geöemütigt werden sollen, ist für uns unerträglich. Solange ich lebe, werde ich niemals meine Unterschrift als Staatsmann unter einen Vertrag sehen, den ich als Ehren- mann auch im privaten Leben niemals unterschreiben würde. Was ich unterschreibe, halte ich. Was ich nicht halten kann, werde ich niemals unterschreiben. Frage: hält Deutschland sich somit für befreit von den bestehenden internationalen Verpflichtungen mit der Begründung, daß es nicht gleichberechtigt behandelt worden ist? Antwort: Was wir unterzeichnet haben, werden wirnachunsererbestenFähig- keit erfüllen. Die Schlußausführungen des Reichskanzlers galten dem ungeheuren Kampf gegen Arbeitsnot und Wirtschaftselend in Deutschland, gerade auch im Hnblick auf den bevorstehenden Winter, wobei der Reichskanzler der Wett erneut ins Gedächtnis rief, daß es bisher dank dem Versailler Friedensvertragso war, daß sich im Durchschnitt in Deutschland jährlich rund 20 000 Menschen aus Not und Verzweiflung freiwillig das Leben nehmen mußten. „Sie werden verstehen", so beschloß der Kanzler die Unterredung, „daß eine Regierung und ein Volk, die vor solchen Aufgaben stehen, gar keinen anderen Wunsch haben können, als den nach Ruhe und Frieden und damit endlich auch nach Gleichberechtigung. Deutschlands Austritt aus dem Völkerbund vollzogen. Berlin, 19. Ott. (TU.) Wie wir hören, hat die Reichsregierung die amtliche Notifikation an den Völkerbund gehen lasten, durch die Deutschland feinen Austritt aus dem Völkerbund erklärt. NeueKundgebungen derTreue für die Reichsregierung. Berlin, 19. Okt. (WTB.) Folgende Organisationen haben sich in Treu-Kundgebungen voll und ganz hinter die außenpolitischen Maßnahmen der Regierung gestellt: Die Spitzenvertretung für den gewerblichen Kraftverkehr, der Reichsverband deutscher Kaufleute des Kolonialwaren-, Feinkost- und Lebensmittelhandels e. V. Berlin, der Reichsbund der Kinderreichen, der Leiter der NSBO. Walter Schumann, Krupp v. Bohlen und Halbach namens der deutschen Industrie, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband, die Deutsche Sport-Behörde für Leichtathletik, der Deutsche Genossenschaftsverbano (gewerbliche Genossenschaften), der Wirtschaftsverband Mitteldeutschlands, der Zentraloerband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes, der Deutsche Philologenverband, die Deutsche Turnerschaft und der Deutsche Athletik-Sportverband sowie die Bremische Kaufmannschaft. Zwiespältiges Echo in Paris kranken und unsauberen wir da- Fernsehentwilllungsprogramm der Reichspost , wie es Anschein Erziehung zu deutscher Kunst. Eine Kundgebung des NG.-LehrerbundeS im Berliner Sportpalast. Bezeichnend für die Stimmung in Genf ist ein offenbar beeinflußter Artikel des .Lournal de G e n L v e", in dem auf eine weitgehende A e n d e - rungderLageseit Samstag hingewiefen wird. Das Blatt betont, daß ein von den drei Großmächten England, Frankreich und Italien angenommenes Abrüstunasabkommen, das Deutschland unter wirtschaftlichem Druck aufgezwungen Oer Betrug au Deutschland Lloyd George geißelt die „Schmach der Abrüstungskonferenz^. müssen, um eine so mutige und heikle Operation au versuchen, wie sie die deutsch-französische Aussöhnung darstellt. Nur eine autoritäre Regierungsform wird es wagen, auf das Angebot des nationalsozialistischen Deutschlands ein- zugehen. „Journal" begrüßt die aus Rom kommenden Meldungen, daß Italien vorläufig nicht an eine Geltendmachung des Viermächtepaktes denke. Per- tinax glaubt im „Echo de Paris" den Hinter.- arund für das Angebot zu einer direkten Aus- spräche darin erblicken zu können, daß man Frankreich von Polen und der Kleinen Entente trennen wolle. Um dies zu erreichen, sei der Reichskanzler geneigt, Frankreich einen zweiseitigen Abrüstungsvertrag zu bewilligen, der die Ueberwachung der deutschen Armee durch den französischen Generalstab und umgekehrt vorsehe. Es könne allerdings auch zwischen Mächten gleichen Ranges und gleicher Würde die Kontrolle ohne Prestigeverlust und ohne Beeinträchtigung der Eigenliebe erfolgen. das Werk der Dolkswerdung nicht vollendet werde, würden wir auch nie eine deutsche Kunst haben können. Politisch und sozial sei Gewaltiges geleistet worden. Wirtschaftlich würden herrliche Fortschritte gemacht, aber man könne ruhig sagen, kulturell und künstlerisch lägen die zu lösenden Aufgaben nahezu noch zu 100 v. $). vor uns. Die Voraussetzung liege zum großen Teil auf dem Gebiet des reinen Erziehungslebens in charakterlicher, gefühlsmäßiger, völkischer und rassischer Einsicht. Die Zusammenballung sämtlicher deutscher Menschen zu einem einheitlichen Lebewesen, zu einem Dolksorga- nismus, zur Volkswerdung sei das Entscheidende auch in künstlerischer und kultureller Hinsicht. Auch in unserer Zeit sei aus Volkssehnsüchten der schönste Mensch gewordene Gedanke des deutschen Volkes gewachsen: Adolf Hitler. Heichsinnenminister Or. Frick sprach dann über die deutsche Kunst: Das Wachstum der Kunst hat ein anderes Tempo wie politische Entschließungen. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch der künstlerische Staat im neuen Reich braucht seine Zeit, um in endgültiger Form vor unseren Augen zu erstehen. Dennoch bleibt entscheidendes zu tun übrig. Nicht umsonst hat uns der Führer in Nürnberg ermahnt, wachsam zu sein und nicht au dulden, daß sich die Vertreter der dunklen Mächte der Vergangenheit unter falscher Flagge ober im Vertrauen auf die allzu unbekümmerte Harmlosigkeit der Zuschauer in unseren neuen Staat einfcbmuggeln. Für ihn ist alle Kunst der unmittelbarste und untrüblichste Ausdruck der tiefinncrsten Sehnsucht eine» Volke» nach feiner höchsten rassischen Gestalt. Nur bas schrankenlose Detcnntnl» jnr edelsten Nasse kann dem zukünftigen deutschen Kunstwerk den Adel verleihen, der e» würdig Paris, 20. Ott. (WTB.-Funkspruch.) Aus dem Interview, das der Reichskanzler einem Mitarbeiter der „Daily Mail" gewährt hat, zieht das katholische Blatt L'Aube den Schluß, daß Deutschland nichts anderes als den Frieden suche und fragt: Warum sich also nicht zu einer di retten Aussprache bereitfinden? Die übrigen Blätter — in der Hauptsache rechtsstehende — wollen in den neuen Erklärungen nichts anderes erblicken als „ein geschicktes M a n ö o er, durch das entweder das ganze Problem auf das Viermächteabkommen abgeschoben oder Frankreich isoliert werden solle. Diese Tendenz der französischen Presse veran- laßt Hervö in der „Victoire" zu folgender Bemerkung: Die deutsch-französische Aussöhnung wird vom nationalsozialistischen Deutschland g e - wünscht. Die klägliche ausweichende Ant- wort, die Daladier neulich in der französischen Kammer gab, beweist leider, daß bei einer parlamentarischen Reqierungsform die am Ruder befindlichen Politiker Seiltänzerkunststücke ausführen machen kann, einst neben bie großen germanischen Kunstwerke des frühen Mittelalter» und der Antike zu treten. Das artistische Treiben der Derpan- gentn 14 Jahre mit ihrem Internationausmus und ihrem Buhlen mit dem geistigen Kommunismus war die letzte Verirrung des liberalistifch-illdi- vidualiskischen Zeitalters, das in Deutschland mit dem 30. Januar 1933 feinen endgültigen Abschluß erreicht hat. Nur mit Grauen blicken wir heute auf das zurück, was uns die letzten 14 Jahre unter der Flagge von Kunst aufschwätzen wollten. Diese Schreckenskammern von verbogenen und entstellten Leibern, jenes Panoptikum von Abnormitäten, jene Fratzen und Larven werden, wenn sie sich als Kuriosum auf eine Nachwelt erhalten sollten, einbring, kicher und lauter als Worte verkünden, welch Berlin, 19. 0 Minister hat bestick der die Bevölkerur angrissen schützen c ning wie der L Steuervergün fördern sei. Aufwer Indufirieuniernehim ffigen Unterne^mun ftonö unb bei fjau cdjufrüimen bjto. b Raffung von Sdjutji llamaivhyn und di« besonderer Lchutziruz, nen bei Grmitll aus Gewerbebetrieb, und aus Demietun der Einkommenstew Steuerabschnill der werden, wenn ein Instandsetzunasarb« jugesagt wurde. Eine preffci b Essen, 19. 01 tagung am Dienste btndjttt, der Führ« 8°ben der nat sprachen und oe dem Wunsche Ausd "als ozia listj^ 31 e 11 e n Bezi, "ationalsozia mühten. Mini, ^?°''°nalzeiiung Än5Wiinl*” jwtni, vom Heuti der den Änn?0/-°n0f3e Eine« be« «art Sj eslau ftatbin ? Inner Mkbr äSa für ste übe; Ihr ar,5 °en n ft?? £*5 ei »im. •« geil I Hicn Gas- und Wa [ Ä, «-EA" L ( j, m 11 0 50U VUv I ]ärt, ferner bie badi frertigftW u"d ' Mn. Der se.t l Ausbau oon Ära «seiht otpreul burd) Bereitstellung ' I moglicht und für den in0$ernburg ti Gewährt. Der W I wurde für bie Berti I werte und der M I Eichel und Faulbach I Mart grundsätzlich in der letzten Woch I Gesamtbetrag I neu bereitgestellt. Steuemleichit werde, nicht mehr in Frage kommen könne. Vielmehr stehe im Vordergrund der Gedanke von losen Besprechungen der vier Groh- machte, die zu einem allgemeinen Kompromiß führen könnten. Italien, die Vereinigten Staaten und vielleicht auch England könnten hierbei bie Vermittlerrolle spielen. in ber Weltgeschichte" unb sagt: Konnte irgendeine sich selbstachtende Nation etwas anderes tun, als was Deutschland am vergangenen Samstag getan hat?" Deutschland ist von großen unb kleinen Staaten umgeben, bie an feiner Grenze mit b e n schrecklich st en Waffen drohen, bie jemals von ber Menschheit in ber Kriegsführung verwanbt würben. Deutschland hat keine Festungen, keine schweren Geschütze, keine Tanks, keine Lust- abwehraesckütze, bie alle wichtig Aur Verteibigung eines Landes gegen einen Einfall sind. W i e lange würden mir eine solche Erniedrigung unter ähnlichen Umständen ertragen Haden? Wenn jetzt die Mächte mit einem Krieg gegen Deutschland drohen würden, dann würde das moralische Recht auf selten Deutschlands sein. Das Herz und das Gewissen des englischen Volkes mürben einen solchen Kampf nicht unterstützen. Ab- schließend jagt Lloyd George ironisch, er gratuliere der englischen Regierung, daß es ihr gelungen sei, eine große Macht auf dem Völkerbund zu verteidigen und schließt mit den Worten: „Heil Mac- donalb". I u n g ist keineswegs so abaelehnt worden, nach den ersten Pressemeldungen den , , hatte. Weil man den Frieden will, und weil selbst die wildesten Pressehetzer im Grunde ihres Herzens Angst vor ihrer eigenen Hetze haben, setzt sich ganA langsam di» Ueberzeugung durch, daß vielleicht doch der sicher sie Weg zum Frieden derjenige einer unmittelbaren Aussprache sei. Wohlgemerkt, einstweilen ist die» eine reine Der- nunstserwägung zahlenmäßig noch beschränkter Kreise. Wenn die Vernunft jedoch einmal einen bestimmten Weg bejaht, so liegt es an der Entwicklung, daß sich auch die Gefühle für diesen Weg erwärmen unb eines Tages die Bejahung der Herzen folgt. Es wird ein weiter Weg allerdings sein. Und es werden manche Rückschläge eintreten. Das darf Deutschland jedoch nicht irremachen, immer unb Immer roicbcr birekt an Frankreich zu appellieren. Einmal schmeichelt bie» bem sranzösi- |d)en Gcltungsbebürsnis, zum anbern aber bringt es eine Diskussion in Gang, bie ber Auftakt zu einer wirklichen Derstänbigung sein kann. Der Appell an Frankreich. Don unserem H-Korrespondenten. Paris, den 17. Oktober 1933. So grotesk es klingen mag: die stärkste Militärmacht Oer Wett, ist aus bem friebliebenbften Volk, den Franzosen, hervorgegangen. In Deutschlanb mag man bie Behauptung von ber Friebensliebe der Franzosen bezweifeln. Aber auch in Frankreich bezweifelt man Die Friedensliebe der Deutschen, und auf diesem gegenseitigen Mißverständnis beruht im Grunde die kritische Zuspitzung der europäischen Lage. Die französische Presse hat Deutschlands Ausscheiden aus dem Völkerbund in beispiellos hetzerischer Weise als eine kriegerische Kampfansage an Frankreich ausgeschlachtet. Es ist geradezu ungeheuerlich, wie durch diese Presse eine Panikstimmung erzeugt worden ist. Besonders in der französischen Provinz sieht man schon wieder die „Ulanen" durch die gesegneten Gaue Frankreichs traben und hört den Donner der „Dicken Berta . Wie ist diese Panik möglich? Der Franzose, das hat die Kriegsgeschichte ber letzten hundert Jahre bewiesen, ist tapfer in ber Verteibigung, aber er versagt im Angriff. Die Franzosen von heute haben nichts mehr gemein mit den „Bärenmützen" Napoleons, die durch ganz Europa marschierten, um Eroberungen zu machen. Der Franzose ist verbürgerlicht, sein Ideal ist das Gluck des kleinen Mannes: Familienbehaa- lichkeit, feste Rente, Obstgarten, Karnickeljagd, all- sonntäglich das Huhn im Topfe und an schönen stillen Tagen der geruhsame und neroenschonendc „Sport" des Angelns. Man hat diesem auf das Idyll bedachten Volk jedoch planmäßig eingeredet, Deutschland, der böse Nachbar im Osten, trachte nach Brand und Mord, nach Einfall, Gemetzel und neuen Schlachten. So hat man dieses verbürgerlichte Volk dazu bekommen, sich bis an die Zähne zu bewaffnen. Es ist wirklich absurd: die Franzo- fen sind aus Pazifismus zu Militaristen geworden. Gerade aus dieser Spannung aber, friedliebendes Volk und kriegerischer Generalstab, ängstliches Kleinbürger- und Bauerntum und hetzerische Pre'se, ist jedoch die Gefahr entstanden, die den Frieden Europas bedroht. Hinter der Presse steht das Kapital der R ü st u n g s i n d u st r l e. Die Redaktionen sind großenteils publizistische Propagandaorgane des Generalstabs und des Auswärtigen Amtes. Wildgewordene Parsümindustrielle, wie der augenblicklich etwas in der Versenkung verschwundene Herr C o t y , fühlen sich als Napoleoniden, wenn sie Leitartikel im Stile von Heeresbefehlen schreiben. Die Durchschnittsbildung des Franzosen außerhalb Paris ist nur eine recht beschränkte. Die Ehrfurcht vor dem geschriebenen Wort, die einfachen und harmlosen Gemütern eigen ist, verleitet den Franzosen dazu, den Zweckmeldungen der Pariser Presse ein allzu großes Gewicht beizulegen. Nur so konnte es kommen, daß in diesen Tagen allen Ernstes in vielen Familien der Pariser Vorstädte darüber beraten wurde, wohin man im Falle einer neuen deutschen Invasion flüchten wolle. Wenn man als Deutscher dieser Gesinnungsoergiftuna entgegentritt, so stößt man auf Ablehnung und Mißtrauen. Alle Greuelmeldungen werden ausgewärmt, unb bie Friedensbekenntnisse Adolf Hillers werden als eine besonders verruchte Tarnung des teutonischen Eroberungswillens angesehen. Unb doch gibt es keinen anderen Weg ber Befriedung Europas, als einen Ausgleich zwi - schen Deutschland und Frankreich. Der deutsche Freiheitswille und die deutsche Forderung nach Ehre und Gleichberechtigung find zu groß, als daß Deutschland jemals daraus verzichten könnte. Die französische Rüstungsstärke ist so gewaltig, als daß Deutschland auch nur im Traum daran denken könnte, mit kriegerischen Mitteln das Versailler Diktat zu beseitigen. Es bleibt nur bie V e r st ä n d i - g u n g zwischen beiden Völkern übrig. Der Kanzler hat in überzeugendster Weise nachgewiesen, daß nach der Rückkehr des Saargebiets an das Reich keinerlei Grcnzkonflikte mit Frankreich mehr bestehen. Deutschlands Zukunft liegt im Osten. Frankreichs Ausbauwille wird sich auf Jahrzehnte hinaus in Nordafrika betätigen können. Die Industrien der beiden Staaten ergänzen sich. Die Volkscharaktere werden im gleichen Augenblick sehr viel Aehnlichfeit aufweisen, indem es gelingt, der Verhetzung Einhalt zu tun. Der Weg hierzu ist wiederum nur der unmittelbare Appell von Volk zu Volk. Treffen sich. Deutsche und Franzosen tm Völkerbund oder auf internationalen KonferenAen, Io steht eine Scheidewand zwischen ihnen. Treffen sich Deutsche und Franzosen unter vier Augen, entweder in Frankreich ober in Deutschland, so ist sehr bald der Kontakt von Herz zu Herz hergestellt. Hier liegt der Ansatzpunkt für die kommende Verständigungspolitik. Eine halbe Woche lang hat bie französische Presse sich ausgetobt, auf einen Befehl von oben hin scheint sich jedoch eine Aende- rung des politischen Kurses anzukündigen. Adolf Hillers Angebot einer direkten Vorhand- Berlin, 19. Oki. (TU.) Die Fachabtei- lung für Kunsterziehung unb Kunst- p ' lcge bcs Nationalsozialistischen Lehrerdunbes trat im Sportpalast mit ihrer ersten großen Kund- gebung für deutsche Kunst unb Kunsterziehung vor bic Oefsentlichkeit. Der Kustos ber Rheinischen Hei- matmusecn, Dr. Oskar Kaspar, hielt einen von Lichtbildern begleiteten Vortrag über ft u n ft und Volk, in dem er bie geistigen Triebkräfte zeigte, die bas eigenartige deutsche ober besser nordische Wesen in unserer nationalen Kunst bestimmen. Ein Staat, wie ber jetzt beseitigte, bem bic Staatsform über ben Slaatsbcftanb ging, konnte auch in künstlerischen Aeußerungen seines Volkes kaum über einen bloßen Formalismus hinauskommen. Gerade in ihrer Wirklichkeitstreue offenbare bic deutsche Kunst am stärksten ben nordischen Geist. In der deutschen Kunst liege ein nationales Vermächtnis das zu Huken, heilige Pflicht fein sollte. Öcr bayrische KultuSm nister und Heichsführer desNS-Lehrerbundes, Hans Schemm sprach bann von ber Verantwortung ber Gegenwart für 2000 Jahre Vergangenheit unb für 2000 2ahre Zukunftsgestaltung. Von all den herrlichen Erscheinungen der Vergangenheit hatten sich die letzten zehn bis fünfzehn Jahre mit erschreckender Deutlichkeit abgehoben. Diese Erkenntnis könne auf eine schlichte Formel gebracht werden. D i e Geschlossenheit wurde vernichtet, die Menschen fingen an zu teilen. Erst als der' Nationalsozialismus sich zu rühren begann, hoben sich bie ersten Umrisse eines neuen Kunstempfindens ab. Kunst habe niemals mit Unterhaltung unb Zeit- pertreib etwas zu tun. Die nationalsozialistische Forderung heiße: Kunst, K ü n ft I e r und Volk müssen fürelnanbcr erzogen werben. Wenn Bei einer Besprechung im Reichspostministerium gab Ministerialdirektor Gieß bekannt, welche Maßnahmen zurWeiterentwicklungdes Fernsehens die Deutsche Reichspost für die nächste Zeit plant. Es wurde Uebereinftimmung erzielt, daß zur weiteren Verbesserung der Bildgüte die Versuchsbilder in 180 statt bisher in 90 Zeilen aufgeteilt werden sollen. Die Wiederholung der Bilder, 25mal in der Sekunde, wird zunächst beidehalten werden. Die Deutsche Reichspost wird den vorhandenen Ultrakurzwellensender mit Beschleunigung für die neuen Normen umbauen, was etwa 2 bis 3 Monate in Anspruch nehmen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Fernsehindustrie eine Reihe von Empfangsgeräten fertiggestellt haben, mit denen sich diese Sendungen aufnehmen lassen. Außerdem hat bie Deutsche Reickspost einen zwei- ten Ultrakurzwellensender in Auftrag gegeben, um neben dem Bild auch gleichzeitig den Ton auf zwei getrennten Wellen von etwa 7 Meter Länge übertragen zu können. Dieser Sender wird voraussichtlich im April fertig werden. Dann können Tonfilme mit den Versiichsempfängern ausgenommen werden. Ferner beschafft die Deutsche Reichspost ein Fernsehabtaftgerät, damit neben Filmen auch Personen unb Szenen übertragen werben können. Daburch lassen sich bic Versuchs- ßonbon, 18.Oft. (TU.) Unter der Ueberschrift: „Gebrochenes Versprechen" äußert sich Lloyd George in einem, in der „News Chro- nicle" erschienenen Copyright-21rtife( zum Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund und der Abrüstungskonferenz. Lloyd George geißelt mit scharfen Worten den Völkerbund und die Komödie der Ab- rüstungskonferenz, wo bie Staatsmänner über bie Glorie bes Friedens unb bie Brüderschaft ber Nationen sprächen, während sie daheim alles täten, um noch tödlichere Waffen herzustellen. Es fei an der Zeit gewesen, der Schmach der Abrüstungskonferenz Einhalt zu gebieten, denn die anmaßende Rechtsoerdrehung habe Europa an den Rand des Krieges gebracht. Der schmähliche Vertragsbruch der den Völkerbund beherrschenden Nationen jei die Ursache, warum Hitler sein Manifest im Namen der deutschen Nation verkündet habe. Er habe damit der Entrüstung eines hochehrbaren Mannes in Deutschland über den an seinem großen Lande verübten schamlosenundvollendetenBe- trug und Verrat Ausdruck gegeben. Lloyd George spricht dann wörtlich von der Infamie dieses abscheulichsten Vertragsbruches Programme wesentlich bereichern. Auch die Erweiterung der Sendezeiten für Fernsehdarbietungen ist vorgesehen. Voraussichtlich werden an mehreren Tagen ber Woche breimalige Versuchssendunaen ftattfinben. Die Zwischenzeit wird die Deutsche Reichspost für Versuche mit den verschiedenen Empfangs- und Sendearten, über die Reichweite der Ultrakurzwellensendungen, mit Uebertragungen auf Kabelleitungen unb mit Dezimeter- und Zenti- mcterroeUen ausnutzen. Sobald, Zwischenfilmfender und -empfänger so weit entwickelt fein werden, daß damit eine einwandfreie Uebertragung und Aufnahme von FreilichtsAenen gewährleistet erscheint, wird die Deutsche Reichspost auch Apparate dieser Art für die Weiterentwicklung des Fernsehens einsetzen. Wenn auch die Versuchssendungen zunächst nur für einen kleinen Kreis von Fachleuten und Bastlern bestimmt sind, verfolgen sie doch das Ziel, das Fernsehen sobald als möglich in das Rundfunkprogramm einzugliedern und Deutschland den Vorsprung zu erhalten, den es durch die Bemühungen der Deutschen Reichspost in Zusammenarbeit mit der Industrie auf dem Gebiete des Fernsehens vor den anderen Ländern Europas errungen hat. mals aus Deutschland vertreiben mußten. Aber nicht allein jene ins Gebiet des Pathologischen reichenden Machwerke wünschen wir nun nicht mehr au sehen. Auch jene eiskalten gänzlich undeutschen Konstruktionen, wie sie unter dem Namen der neuen Sachlichkeit ihr Geschäft trieben, müffen heute ausgespielt haben. Man komme uns heute nicht mehr mit ben novemberlichen Phrasen von der „neuzeitlichen Kunst". Echte Kunst ist nie neu und ist nie alt, sondern f i e entströmt dem Herzblut de» Volke s, das auch nie neu oder alt ist, sondern von Ewigkeit zu Ewigkeit Kunst. E» muß jetzt endgültig Schluß gemacht werden mit diesem Geist der Zersetzung, der nun lange genug an Deutschland» herzen genagt hat. Auch von den letzte» Ucbcrreftcn und all dem, wa» sich heute durch Uliniftertüren wieder eindrängeln will, müsse» wir uns frei machen. Die Zeit der Kompromisse ist vorbei, unb wir all» wollen nicht bulbcn, baß bie Worte unseres Führer» mißachtet werben, weder auf politischem, noch auf künstlerischem Gebiet. Und wenn versucht wird, mit abgebrauchten liberalistischen Phrasen das Volk dumm zu reden, so antworten Sie darauf so, wie Sie es als Nationalsozialisten gelernt haben: Wir alle fühlen uns als Soldaten Der großen Armee Adolf Hitlers und dulden es nicht, daß der klare und einfache Sinn der Weisungen des Führers mit dialektischen Kunststücken ins Gegenteil umgebogen wird. Beschränkung des Zuganges zur Hochschule in Sachsen. Dresbeh, 19.Ott. (TU.) In einer Verorbnung „Anpassung bes Umfanges ber höheren Schulen an ben Bedarf" gibt das sächsische Ministerium für Volksbildung einschneidende Bestimmungen über die Zulassung zum Studium und zur Oberstufe der höheren Schule heraus. In dieser Verordnung heißt es u. a.: Das Interesse des Volkstänzen und das ber jetzigen Schüler ber höheren Schule verlangt Maßnahmen, bie bereits zu Ostern ben Zugang zur Hochschule unb zur D b e r ft u f e ber höheren Schule in ber notroenbigen Weise beschränken. Zu bleiern Zweck werden bie Oberprimaner und Untersekundaner des Landes in ben nächsten Monaten zu vom Ministerium noch festzusctzcnden Zeiten, je drei Arbeiten anzufertigen haben. Die Aufgaben finb so gewählt, bah sie ohne Rücksicht auf bie Sonberart der einzelnen Schule den Grad der Denkschulung und überhaupt ber geistigen Leistungsfähigkeit feststellen. Die Auswertung ber Ergebnisse erfolgt burch das Ministerium. Die Einzelauslese für die zuständige Quote ist Sache der Schule, bie ihren Schüler kennt. Sie hat babei in gleicher Weise auf Persönlichkeit, Leiftungswillen und Leistuungsfähigkeit der Schüler Rücksicht zu nehmen. Eine schematische Auslese nur nach den me- chanisch errechneten Noten ist untersagt. Arbeitstagung der deutschen Nechtssront. Berlin, 19. Oft. (TU.) Die Pressestelle bes Bunbes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen teilt u. a. mit: In einer mehrstünbigen Arbeitssikung bes Führerrats bes Bunbes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen gab Reichsjustizkommissar Dr. Frank ben Fachleitern ber Berufsgruppen bie Arbeitsaufgaben für bie nächste Zeit bekannt. Grundsatz ber Bunbes- Organisation, so erklärte er, ist bie unbebingte Führungshierarchie, bie vom Führer bes Bunbes bis Aum Obmann ber kleinsten Zelle reicht. Als nächste Zukunftsaufgabe ber Deutschen Rechtsfront würben bann weiterhin bie Schaffung weitgehender sozialer (Einrichtungen für die gesamte Iuristengilde beschlossen. Ein weiterer Punkt war die organisatorische Begründung unb Eingliederung der Fachzeitschriften sämtlicher Berufsgruppen in die Rechtsfront. In allernächster Zeil werden allo neben ber allgemeinen Bundeszeitschrift „Deutsches Recht" die besonderen Fachblätter der Berufsgruppen Verwaltungsbeamte, Richter unb Staatsanwälte, Notare, Rechtsanwälte, Rechtspsleger, Wirtschaftsrechtler (Volkswirte) in ber Oefsentlichkeit als Organe ber Rechts- front erscheinen. Das Prinzip ber körperlichen Ertüchtigung würbe in bie Organisation zum Zweck bes gesunden Ausgleichs für bie geistige Arbeit, insbesondere bes juristischen Nachwuchses ausgenommen unb besondere Richtlinien für deren Durchführung ausgearbeitet. Edeka Tagung in Leipzig. Am 16. Oktober wurde im großen Saale des Zoologischen Gartens in Leipzig ber vom Ebeka- Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften e. V., Sitz Berlin, einberufene außerordentliche Ber- banbstaa durch den PräsDenten, Stab trat Fritz Lösch (Augsburg) eröffnet. Von ben Ehrengästen hielten Begrüßungsreden u. a. ber Präsident bcs Rekofei Dr. Hayler, Professor Dr. Hillring - haus von der Deutschen Zentralgenosienschafts- fasse unb ber Führer des RH.-Verbandes Wilhelm Kunze. Das Hauptreferat „Genoffenschaftsbewe- flung und Einzelhandel" hielt Oberregierungsrat Dr. Tiburtius. Der Redner wies auf die bedeutsamen Erziehungsaufgaben hin, die gerade innerhalb der EbekaOrganisationen in mustergültiger Werse durchgesuhrt würden. Die auf solcher Dosis stehenden Einkaufsgenossenschaften würden auch den Großhandel nicht ausschatten, im Gegen- teil, sie strebten nur danach, mit ihm zusammen für die Allgemeinheit zu wirken, es wäre nur zu wünschen, wenn Großhandel, Einkaufsgenossenschaften und Landwirtschaft sich in dem einzigen Wollen verbündeten, den Dersorgungsanspruchen des Publikums gerecht zu werden. Der Ein^lhandel fei sich auch darüber klar, daß feine Genossenschaften nicht dem Selbstzweck dienten und daß der oberftt, Grundsatz jeglichen wirtschaftlichen Strebens ib Der Viermächtepatt. Kein Abrüstungtzabkommcu ohne Deutschland. Genf, 19. Oft. (TU.) Der Präsident ber Abrüstungskonferenz. Henberson, gab ber Presse eine Erklärung über bie Lage nach dem Austritt Deutschlands aus der Abrüstungskonferenz. Er betonte, cs gebe Umstände, in denen der Vier- m ä d) t e p a M von Wert sein könnte als Mittel, um innerhalb des Völkerbundes Uebereinftimmung zwischen den Mächten herbeizuführen Es würde cdoch nur Verwirrung bringen und das Mißtrauen teigem, wenn man den Biererpaft an die Stelle 'er Abrüstungskonferenz fetzen wollte Dieses Bor- gehen würde sowohl der Konferenz al» dem Vierer- pakt schaden. MS I I ■'» S)'nl’rfS>WO sä*** ■ Ergebung »cue sämtliche Tabake zweimal! Mundstuck hergestellt ol ERNTEN 87 BIS 80 ♦ MU STER CIGARETTEN ♦ MISCHUNGSNUMMER R 6 o/M Sie Innere Mission unter neuer Mrnns I »um - für om Wint-rhilssw-rk erlallen: Mitten IN einer $ 6 mr trm $or Cf «n.Hrhliw non Pfarrer We n - Zeit größter außenpolitischer Entscheidungen gehen h, ,7° ÄbeS f murhe °®eneralfup«lntenbent wir mit unserem Volke In die Not de- kommenden n e „ r(n m Ehre nprSstd inten er. Winter- hinein. Aber wir gehen a Is einer, nanntt Sn den Vorstand wurden neu gewählt, neuerte-Boll diesen Weg nicht mehr m -.gen- m aaivs qa*ns ** — v m, • Innere Mission. Auf Vorschlag von Pfarrer des oder der Räume berechtigt. Die aufgewendeten Kosten und die Art der Arbeit sind nachzuweisen. Arbeiten, die in Schwarzarbeit ausgeführt sind, dürfen nicht berücksichtigt werden. Rechnungen sind nur anzuerkennen, wenn der Gewerbebetrieb des Ausstellers polizeilich an- .....gemeldet und in die tzandwerk-rolle oder das Han- Der Reichszufchuh wird aber nur gewährt, wenn I delsregister eingetragen ist. 9er Mchszuschuß sjjrWandsetzungsakbeiien Richtlinien des Reichsarbeitsministers. Berlin, 18. Oft (TU.) Der Reichsbischof hat an die Pfarrer folgenden Aufruf zur Beteiligung am Winterhilfswerk erlassen: Mitten in einer die Gesamtkosten der Arbeiten mindestens 100 Mark betragen. Der Reichszuschuß beträgt ein Fünftel der Gesamtkosten. Für die Teilung von Wohnungen und den Umbau sonstiger Räume z u Wohnungen kann Reichszuschuß gewährt werden, wenn durch die Teilung zwei und mehr Wohnungen, durch den Umbau eine oder mehrere Wohnungen geschaffen werden. Als Umbau gilt auch Aufstockung, jedoch muß jede Teilwohnung für sich abgeschlossen sein. Der Reichszuschuß beträgt 50 v. 5). der Kosten, im Höchstfälle 1000 Mark für jede Teilwohnung und für den einzelnen An- und Ausbau. Ueber die Bewilligung des Zuschusses entscheidet auf Antrag die oberste Landesbehörde bzw. die von ihr bestimmte Stelle. Der Antrag muß vor Beginn d e r Arbeiten ge ft eilt werden. Zur Antragstellung ist der Grundstückseigentümer, her Mieter oder ein sonstiger Inhaber des Gebäu- außer dem Präsidenten, dem Direktor und dem Schatzmeister die Pfarrer Wendelin (Dresden), Braune (Lobetal) und Hallbach (Nürnberg). Kirchenminister Weber, zu dessen Ministerium in Zukunft die Innere Mission gehört, dankte den aus der Leitung des Zentralausschusses Aussckei- denden, insbesondere seinem bisherigen Direktor Jeep, für die hingebende Arbeit. Reichs- bischof Müller wies dann die versammelten Führer der Inneren Mission darauf hin, daß nicht äußere Form, sondern der innere Neubau das Entscheidende sei und bleibe. Der neu berufene Präsident des Zentralausschusses, Pfarrer Th e - mel, sprach über die Zukunftsaufgaben der Inneren Mission. Die Innere Mission wisse sich in Treue, Kameradschaft und Waffenbrüderschaft ge- rade jetzt dem W i n t e r h i l f s w e r k verbunden. Das setze aber voraus, daß die Notwendigkeit evangelischer Liebestätigkeit innerhalb und außerhalb der Kirche als biblischer Auftrag erkannt würde. Ein neuer Bund sei zwischen Kirche und Innerer Mission geschlossen. Die Kirche müsse Beweglichkeit, Tatkraft und Wendigkeit der Inneren Mission in sich aufnehmen. Die Innere Mission dürfe nicht mehr Angst haben vor Bürokratisierung. — An den Reichspräsidenten und an den Reichskanzler wurden Telegramme gerichtet, in denen sich die Führer der Inneren Mission in Fürbitte hinter die Führer des Staates stellen und ihnen Treue geloben. DerReichsbischos ruft die Pfarrer zum Muterhilsswerk. In einer programmatischen Rede würdigte Gene- ralfuperintenbent v. K a r o w, der bisherige Präsident des Zentralausschusses, das 2Ibtomnien als einen bedeutsamen Wendepunkt in der der Inneren Mission. Nachdem dann her bisherige Vorstand seine Aemter zur Verfügung gestellt hatte, wählte die Versammlung einstimmig Pfarrer e - mel zum Präsidenten und Pfarrer Sch.r- Berlin, 19. Oft. (TU.) In einem feierlichen Akt, an dem der Reichsbischof in Begleitung des Kirchenministers Weber teilnahm, wurde die Einordnung der Inneren Mission in die deutsche evangelische Kirche in der Form eines Abkommens zwischen dem geistlichen Ministerium der Deutschen evangelischen Kirche und dem Zentralausschuß der Inneren Mission vollzogen. Nach diesem Abkommen bleibt der Zentralausschuß als s e l b st a nt> i g e Organisation erhalten. Die Relchskirchen- regierung richtet zwei Abteilungen der Inneren Mission ein. In der ersten sind die Manner-, Frauen- und Elternverbände zusammengefaßt die zweite umfaßt das besondere Arbeitsgebiet des Zenrral- ausschusses. An der Spitze leder Abteilung steht ein Referent im Geistlichen Ministerium. D^r tralausschuh bestellt den Referenten der ersten Abteilung zu seinem Präsidenten und danut zum Reichsführer der inneren Mission« der für den Gesamtbereich der Inneren Mission der Reichskirchenregierung vera n t - wörtlich ist. Den Referenten der Zweiten Abteilung bestellt der Zentralausschuß zu seinem Direktor, der in dieser Eigenschaft dem Zentralausschuß verantwortlich ist. Es wird somit eine doppelte Querverbindung personeller Art zwischen dem Zentralausschuß für Innere Mission und der amtlichen Kirche geschaffen. Berlin, 20. Okt. (Vdz.) Der Reichsarbeits- Minister gibt nunmehr die Richtlinien bekannt, nach denen die Gewährung eines Reichszuschusses und einer Zinsvergütung für Jnstandfetzungs- und Ergänzungsarbeiten im Rahmen der Arbeitsbeschaffung erfolgen foll. Es handelt sich dabei insbesondere um den neuerlich für diese Zwecke bereitgestellten Betrag von 5 0 0 Millionen Mark. Die Richtlinien betonen, daß bie Arbeiten fpäteftens am 31. März 1934 vollenbet fein müssen. Als Jnstand- etzungsarbeiten gelten Arbeiten jeher Art, bie her Beseitigung von Mängeln an Ge- b ä u b ° n bienen, z. B. Ausbesserungen, Schon- heitsreparaturen, Erneuerung her Dachrinnen unb Abflußrohre, Umbetfung bes Daches. Erneuerung unb Ausbesserung von Fenstern, Türen, Fußböben, Decken, Treppen, Treppengeländern, Beleuchtungs-, Heizungs-, Gas-, Wasseranlagen usw. Ergänzungs- arbeiten find solche, burch bie der Wert des Gebäudes auf die Dauer erhöht wird, also Einbau von Elektrizitäts-, Gas-, Heiz-, Lüftungs-, Bade-, Abortanlagen und Aufzüge, Anschluß an Kanalisation usw. Als Arbeiten an Gebäuden in diesem Zusammenhang gelten auch Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten an Einfriedigungen, sowie die Pflasterung von Hofslächen. eten. nallct» unb n her h SÄ' esst ftS« ■äS.8 eirn fie bT*™» len» ssL u’heute & ^ute Nicht grasen von bet ‘ ;ie all. sondern °!ukr>esvol. JW» sondern von ” M jetzt end. diesem Seist t^anDeul|d>. benoten ”5 hrnie bnt,, ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Wegen Umzug verkaufe au jedem annehmbar. Gebot: Bacher. kL Bacher- sc iraak.Vltriie, Sessel. PoneUane,Bilder Smyrnateppich, Lampen, Klchentiach eit Spaleinricht., Beten- schr.,lKlchensl.asw Holtkeatr. 1 eine Tr. | Kaufgesuche | GM. l-Sitzer Mouline guter Ber^neiger, z. kaufen gesucht. Schristl.Angeb.mil. 0ß091 a. d. G. A. Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt Rudolf Äösstel, staail. gcpr. Dentist Edich Jalkenstein Trauung: Gamstag, den 21. Oktober, um 2 Uhr, In ber Iohanneskirche ....TrlTr.,,,T________T.............. 06099 Anläßlich des 3ojährigen Bestehens der Freiw. Sanitäts- Kolonne vom Roten Kreuz zu Gießen veranstaltet dieselbe MORGEN SAMSTAG, 21. Oktober, abends 8 Uhr, im Caf6 Leib einen DEUTSCHEN ABEND unter Mitwirkung des Musikkorps des I. (Hess.) Gren.-Batls. 15. Inf.-Regts., unter persönl. Leitung des Obermusikmeisters Emst Krauße. — Gesangverein Heiterkeit, Leitung Chormst. Schättler. — Paul Nieren vom Stadttheater Gießen. Hierzu werden alle Freunde und Gönner der Kolonne herzlichst eingeladen. — SONNTAG, den 22. Oktober, naebm. 2 Uhr, findet auf dem Gelände der Eisbahn (Moltkestraße) eine QASSCHUTZ-ÜBUNG der Kolonne mit Beteiligung der Technischen Nothilfe und der Feuerwehren statt, wozu jedermann eingeladen ist. 6417d Kreis-Obsl nGarMmereiii Gießen Freitag, den 27. Cftobcr, nachmittags »'/, Uhr, im kleinen Saale des „5lath. Bereinobaufeo" zu Gießen IiiHII. Itoplwsamiiitog Tagesordnung: 1. Neuorganisation im Obstbau. 2. Vorläufige Nechnungsablage 1932. 3. Bestimmung eines kommissar. Leiters. Gießen, den 17. Oktober 1933. Ter 1. Vorsitzende: ,.«,o D r. Krüger, RegierungSrat. lUUIUIIIIlIlIIlllIlIIIIIlllIllllIIIlIIIIIIIlIIIIIIsllllllsssl, Zur Bekämpfung des Frostspanners jetzt Leimringe anlegenl Bewahrte Fabrikate von hellem Lelm Unterlage-Papier sowie den neuen „Fix - Fertig“ erhalten Sie im 6447 a Samenhaus Hch. Hahn Bahnhofstraße • Telefon 3403 Werbe-Drucksachen bei Brühl, SchuletraOe 7 •ind »eit vielen Jahren die beliebten Kaiser'« Brust Ceremellen, denn ne Ideen den Schleim und halten die Schleimhäute Ihrer Atmunporja- ne gesund. Ihr Ue- fi|(er Raucher* Katarrh flieht Jeder Tag tat für Sie Gewinn I IEEBSIaIa Bfuslteromtllen GHXZUEEfinl Jetzt: Betitel 36 Pf., Dose 48 e. 75 PI. Zu haben in Apotheken, Drogerien und wo Plakate sichtbar. r»9i)7V Vereine 224 er Samstag, b.21. io. Treffen bei Kam. Weller,Turnerheim Mein-Linden. Abmarsch 20 Uhr ab Andres. M4»o