17. M Dieser Tage sand I W.Crb die Gleich« Sport-Llubs 1921 ■ Nachdem der bisherige !r niedergelegt hatte, er- ’n fei, Gießen, Sinn uhb hing und übernahm an- Miger Wahl das Amt ?rs und Merspräsiden- l des neuen Deu/fch/anös ad durch Handschlag Der- jührer wurde vnflmM zvsmann gewM. Gr Mg und W W Wohle Grlüchligung der Jugend Berufung seiner Mtarbei- der Versammlung und sor- auf. Wit einem dreifachen eichskanzler Adolf Hitler en des Horft-Wessel-Liedes rag geschlossen. j. Juli. Frau Oberbahnassi- Weihinger, geb. Löbcr nenn, begeht am morgigen Gesundet chren S0.Se« 11 ^'t 16;,, rS b,? beid»?eali,a. ?ÄÜÄ UmS-teni)e Ä'^lich »«fei ln tourä?€ bericht 1 tvieder SSt'S’B L-Ssr ^sihanlej^^n^uch an dem di L^ll anzagen uKL jungen, bien so m, tofte Amsä ^dk°M MZ Ünx Setten noch 30, Ä ^N'baiionspfand« S g* 6UÄ> ^Nntllch um 0,15 ®rOi»ni Ja M nach J «Wn, auch ’ S?- anri ^hrenb 3nbu- tocnig 'jeadjtung [Qnkn, San^?cn dreiter leicht ^-^Eeihen und die bs^elten bis zu 1 Pro- " lte nut 3 Prozent auf n der Redaktion. i ohne DerblndlichKit der riftleltung.) jgi Grenzen tscheidet von sind bisher noch M zu Fall die -okales, Provinz, Wiril-Hast L: S). L. Neuner.__ rlm/tlrachung. 18. d.M. öalierte Belang , auf Anordnung ta ** ”rifie2li & “„'Sem werden. 19-SHi WS. Mmisswnmd-r» wh to., '1 ’ jetrusgemei»’ ~ sChöneo meosid! emens Demante! ------- _. Frotti aus ßutew 1 --d°°^ä«u-°dE .„fertig«1 , gtofte nr. 16? Krüvaussabe 185. Jahrgang Donnerstag, 20. Juli 1653 Lricheini tägltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblattel Heimat >m Bild Die Scholl» monat$:Be$ugsprets: Mit 4 Beilagen NM 1.95 .Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüsfe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger (Dießen. poftfd)edfonto: firanffurt am Main 11686. GKtzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drucf vnd Verlag: vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Stehen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig! für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrist 20° , mehr. Chefredakteur Dr. Frtedr Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyrrnt; für den übrigen Teil Ernst Dlurnschein und für den An« zeigentett i. D. Th.Kümmel sämtlich in Gießen. Dr. Kurt Gchmiii. Ter neue Reichswirtschaftsminister. Wer Generaldirektor Schmitt in den letzten Jahren als Redner auf Generalversammlungen und in Pressekonferenzen hörte, wußte bereits, das) hier einer der bedeutendsten aufbauenden Wirtschaftskräfte im Aufstieg war. Seine Reden und Berichte zeichneten sich dadurch aus, daß sie stets auf die tieferen Gründe der wirtschaftlichen Borgänge herunterstiehen. Klar und unerbittlich zeigte er die verhängnisvollen Fehler einer Wirtschafts- und Steuerpolitik auf, die niemals die Zusammenhänge mit den politischen rind weltwirtschaftlichen Schicksalsfragen sehen wollte. Bor mehr als zwei Jahren setzte er z. D. im Geschäftsbericht der Allianz eingehend auseinander, daß die allgemeine Tlnsicherheit, die aus der Furcht vor immer neuen Eingriffen in das Wirtschaftsleben entstehen muhte, die Grundursache des Kapitalmangels und der Kreditnot sei. Bon diesen Gedanken ausgehend hat er sich früher als die meisten anderen Wirtschaftsführer mit dem politischen Programm des Rationalsozialismus besaht und diesem im wesentlichen zugestimmt. Namentlich seine vor der Presse gehaltenen Reden klangen häufig an nationalsozialistische Ideen an. So brauchte er nach der politischen Tlmwälzung nicht erst umgulernen. Schon oft hatte er in Wort und Schrift betont, daß der Dienst am Bolke und an der G?samt- wirtschast keineswegs im Gegensatz zu dem gesunden Erwerbsstreben steht. Der Tlnternehmer- typ. den Generaldirektor Schmitt verkörpert, fühlt sich immer als Diener am Werk und als Führer des Aufbaus. Die erfolgreiche Tätigkeit, die er in solcher Gesinnung als Leiter der Allianz aus- geübt hat, wird er nun als Führer der deutschen Wirtschaftspolitik zum Segen des deutschen Volkes fortsehen können. Mit besonderen Erwartungen dürfen die deutschen Sparer und Rentner dem Wirken Dr. Schmitts entgegensehen. Denn gerade er ist stets mit großem Rachdruck für den Schuh des Sparers und für die Erfüllung aller ihm gegenüber eingegangenen Verpflichtungen eingetreten. Es darf daher damit gerechnet werden, daß er auch als Deichswirtschaftsminister allen Bestrebungen, in die Beziehungen zwischen Gläubigern und Schuldnern mit rauher Hand einzugreifen, entschieden widersprechen wird. Ebenso wie er ein ausgezeichneter Verwalter des Sparkapitals der Versicherten war, wird er hoffentlich auch das Kapital des deutschen Volkes in Zukunft gegen Entwertung zu schützen wissen. Beim Reuaufbau des deutschen Kreditwesens ist Dr. Kurt Schmitt auf Grund seiner hervorragenden Sachkenntnis sicherlich der geeignetste Führer, den man in Deutsch- land finden konnte. Der neue Reichswirtschaftsminister ist em selbstgemachter Mann" im besten Sinne des Wortes. Dom Dersicherungsjuristen hat er sich in ungewöhnlich schneller Karriere zum Generaldirektor des größten deutschen Dersicherungskonzerns emporgearbeitet. Er ist Badener und noch nicht 47 Fahre alt. Im Weltkriege wurde er schwer verwundet. Rach Beendigung seines juristischen Studiums trat er im Jahre 1913 als Entschädigungsbeamter bei der Versicherungsgesellschaft Allianz ein die damals noch bei weitem nicht ihre heutige Bedeutung im deutschen Verlicknrungs- tocfen hatte. Durch sein klares ilrleil über wirtschaftliche Grundfragen, die weit über aus Ver- sicherunasgebiet hinausreichen, aber für dieses höchst wichtig sind, zog er die Aufmerksamkeit seiner Vorgesetzten auf sich. Er wurde daher im Jahre 1915 in die Berliner Zentrale berufen. Zwei Jahre später war er bereits stellvertretend^ Vorstandsmitglied, im 3af>re 1921 ©en€ralöirct- tor der Allianz, die inzwischen der führende deutsche Dersicherungskonzern geworden war. Die erfolgreiche Entwicklung, die dieses alnternehmen seit Kriegsende eingeschlagen hah ist zum größten Teile Schmitts persönliches Werk^ Vorsichtig aber mit erstaunlicher Tatkraft und Beharrlichkeit hat er Stein an Stein gefügt, um den Bau zu er- richten, der heute nicht nur als der größte, sondern auch als der stabilste und innerlich gefunkte im deutschen Dersicherungsgewerbe gilt. Eingriffe von JiSAO.-Giiederungen in die Wirtschaft untersagt. B e r l i n , 19. Juli. (TU.) Vom Amt Propaganda des Gesa'mtoerbandes der deutschen Arbeiter wird mitgeteilt, daß der preußische Staatsrat Walter Schuhmann, M. b. R., als Führer der NSBO. jeden Eingriff von NSBO. - Gliederungen in die Wirt- Oie Vorbereitung der evangelischen Kirchenwahlen. Deutscher evangelischer Christ! Berlin, 19. 3uli. (IBIB. Funkspruch.) A m t- l i ch. Das wählenhat im Führcrsfaaf des Dritten Reiches feinen Sinn verloren. Menn Dich dennoch der Führer selb ft zur Kirchenwahl aufruft, so. verlangt er von dir eine innere Entscheidung. Du hast zwei Wege vor Dir. Du kannst auch weiterhin Evangelium und Volkstum ohne Zusammenhang neben- und gegeneinander stehenlassen. Du wirst diesen selbstmörderischen Weg aber nicht wählen. Du wirst der großen Frage Gottes an Dich die Antwort geben, welche bieLinheitvonLvan- gelium und Volkstum auf alle Zeiten besiegelt. Der versuch, den Parteihader aufleben zu lassen, ist ein verbrechen vor der Geschichte. Du wirst diesen Versuch rücksichtslos niederschlagen. Stehe auf, folge der Reformation! Achte Unterschiede, die sein mögen, gering. Sprich ein gewaltiges 3a und bekenne: 3ch will ein einiges deutsches und evangelisches Volk sein. Das Wahlverfahren bestimmen die Landeskirchen. Eine neue Bekanntmachung des bevollmächtigten Staatssekretärs Pfnndtner. Berlin, 19. 3uli. (TU.) Der Bevollmächtigte des Reichsministers des Innern für die unparteiische Durchführung der Kirchenwahlen erläßt folgende 2. Bekanntmachung: 3n der Presse erscheinen Veröffentlichungen über Einzelheiten des Wahlverfahrens für die Kirchenwahlen, die den besonderen Verhältnissen bei den einzelnen Landeskirchen nicht genügend Rechnung tragen. Demgegenüber weise ich daraus hin, daß die Einzelheiten des Wahlverfahrens von den Landeskirchen in eigener Zuftändig feit geregelt werden und daher nur d i e von den landeskirchlichen Behörden ausgehenden Bekanntmachungen dem Wähler eine zuverlässige Unterrichtung über das Wahloerfahren ermöglichen. Ge;.: Pfund In er, Staatssekretär. Auf Grund zahlreicher Anfragen wird von ; u - ftänöiger Stelle darauf hingewiesen, daß dort, wo eine Einheitsliste für d i e Kirchenwahlen zustande gekommen ist, natürlich eine Wahl nicht ft a 11 f i n b e t, so daß also die Wahlmahnahmen sich für solche Bezirke erübrigen. Wahlen sind nur dort notwendig, wo mehrere Liften eingereicht sind. Line derartige Einheitsliste ist ;. B. in ID ü r 11 e m b e r g in einer unter Leitung des Landesbischoss Dr. Wurm zwischen den beiden Gruppen des bisherigen Landeskirchentages und der Glaubensbewegung deutsche Christen abgehaltenen Besprechung ausgestellt worden. Sie umfaßt Hamen von bisherigen Abgeordneten, sowie Vorschläge aus dem Lager der Glaubensbewegung. wie wir von unterrichteter Seite erfahren, sind auch in den meisten Gemeinden Hessens, wie z. B. in Gießen, Einheitslisten aufgestellt worden. Sollten also bis zum Freitag keine weiteren wahloorschläge eingehen, würde sich für diese Gemeinden eine Wahl erübrigen. Freie Kirchenwahlen. Eine Bekanntmachung des preußischen Lberkirchcnrats. Berlin, 19. Juli. (TTl.) Der Evangelische Oberkirchenrat erläßt folgende Bekanntmachung: Der Erangelische Oberkirchenrat in Berlin weist nochmals daraufhin, daß die bevorstehenden Kirchenwahlen unter dem Schuh der Zusicherung des Herrn Reichskanzlers stehen, wonach allen Gliedern der Kirche d i c freie Wahl nach kirchlichem Recht nicht verhindert werden soll. Danach dürfen alle wahlberechtigten Gemeindeglieder, gleichgültig, für welche der zur Wahl stehenden Liften sie sich, als Kandidaten oder Wähler entscheiden, auf den Schuh des Staates rechnen. Die für die unparteiische Durchführung der Wahl verantwortlichen Stellen sind auf Akte, die mit dieser Sicherung der freien Wahl in Widerspruch stehen, hingewiesen und ständig bemüht, ihnen ent g.e genautreten. Niemand braucht sich daher in seiner, freien Entschließung behindert ou fühlen. (gez.) Hundt, (gez.) Dr. Werner. Oie Richtlinien der Deutschen Christen. Berlin, 19. Juli. (TU.) Aus die wiederholte Anfragen erläßt Wehrkreispfarrer M ü 1 • l e r folgende Richtlinien der Glaubensbewegung Deutsche Christen: „Den deutschen Kirchen eine Gestalt au geben, die sie fähig macht, am deutschen Volk Den Dienst zu tun, der chnen durch das Evangelium von Jesus Christus gerade für jhr Volk auf- getragen ist. Das ist das Ziel der Glaubensbewegung der Deutschen Christen." Wir treten ein: Für völlige Wahrung des Bekenntnisses der Reformation, verlangen aber eine Weiterbildung des Bekenntnisses im Sinne scharfer Abwehr aller modernen Irrlehren des Mam- monismus, Bolschewismus und des unchristlichcn Pazifismus. Die Kirche soll in ihrer Sendung als deutsche reformatorische Kirche uns die Waffen für den Kamps gegen alles u n ch r i st - ließe und volksverderbende Wesen liefern. Die ewige Wahrheit Gottes, wie sie uns in Jesus Christus geschenkt ist, soll in einer d e in deutschen Menschen verständlichen Sprache und Art verkündet werden. Die Ausbildung und Führung der Pfarrer bedarf einer Bründlichen Umgestaltung im Sinne größerer ebenen a b e und Gemeindeverbundenheit. Der Wortoerkündung durch erweckte nichtakademisch oorgebildele Glaubensgenossen soll der Weg freigemacht werden. 2. für das Werk der deutschen evangelischen Heide n m i s s i o n , das der Missionsbefehl Christi van Ein nenerEksolg der Arbcitsschlacht mSftpreußen Oberpräsident Koch kann den zweiten ostpreuhischen Kreis erwerbslosenfrei melden Königsberg, 19. 3uli. (WTB. Funkfpruch.) An den Herrn Reichspräsidenten in Berlin, an den Herrn Reichskanzler in Berchtesgaden und den Herrn preußischen Ministerpräsidenten in Berlin wurde nachstehendes Telegramm gesandt: „Der systematische Kamps gegen die Erwerbslosigkeit in Ostpreußen geht weiter: heute ist der zweite Kreis, Preutzifch-Eylau frei von A r b e i t s l o s en. Auch dieser (Erfolg, wie der in Pillkallen zeigt, daß es sich nicht um eine Zusallserschkinung handelt, sondern um die Früchte eines zähen und planmäßigen Ringens, das mit allen Kräften fortgesetzt wird. Oberpräsident Koch. (Bauleitung.“ * Dazu schreibt der „Völkische Beobachter" u. a.: Der erste Lichtstrahl»aus dem deutschen Osten. Das um seine Existenz so schwerringende O st p r e u- ß e n geht dem ganzen Reich mit gutem Beispiel voran. Ostpreußens Oberpräsident hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum 1. Oktober d i e gesamte Provinz erwerbslosenfrei zu machen. In planmäßiger Arbeit wird dieses Ziel erreicht werden. Wer Gelegenheit gehabt hat, mit eigenen Augen anzusehen, mit welcher ehrlichen Begeisterung man sich aus die Nachricht von deni Oslpreußen- aufbauplan des Führers hin in die Arbeit gestürzt hat, die nur von dem einen Willen beherrscht ist, das schier Unmögliche zu schassen, der hat an dem Gelingen des Planes leine Zweifel mehr. Vom ostprcußischen Oberprösidium aus ist der Funke dieses begeisterten Schaffensw'l- lens auf die ganze Provinz übergesprungen. Die Regierungsprästdenten, die Landräte, die Vertreter der Wirtschaft, des Handwerks und des Gewerbes sind alle von einem fieberhaften Eifer erfüllt. Man blickt wieder frohen Mutes in die Zukunft und jeder trägt buchstäblich sein Letztes dazu bei, um den Erfolg ficherzuftellen. Neben diesen Arbeiten, die ja e r st d i e G r u n d- läge zu dem eigentlichen wirtschaftlichen Aüfbau der Provinz bilden sollen, sind die Vorbereitungen für die geplante Industrialisierung Ost- Sreußens in vollem Gange. Oberpräsident Koch wird em Führer bereits in Den nächsten Tagen mitteilen- können, welche Maßnahmen im einzelnen notwendig sind, um die Ausnützung der vollen Kapazität der ostpreußischen Industriebetriebe zu gewährleisten. Man rechnet damit, daß die ost- preußische Industrie bei diesem Stande in der Lage sein wird, schon in allerkürzester Frist 50—60000 Neueinstellungen oorzunehmcn. schaftundindieVerbändederArbeits- front untersagt hat. Um Störungen der planmäßigen Aufbauarbeit der Führung der NSBO. und der Arbeiterverbände ein für allemal zu unterbinden, werden Zuwiderhandlungen mit sofortigem Ausschluß aus der NSBO. geahndet. Der Zusammenschluß der gesamten deutschen Arbeiterschaft in den Arbeiterverbänden sollte, wie das Amt weiter erklärt, für jeden deutschen Arbeiter eine selbstverständliche Ehrenpflicht sein. Ein unmittelbarer Zwang zum Beitritt soll Dagegen besonders bann nicht erfolgen wenn er gegen bie guten Sitten verstößt.' Marxistischen Funktionär en von einst ist ber Zutri11 verwehrt: Deutschlands Arbeiterschaft ist bamit ein für allemal vor biefen Elementen geschützt. Wo ein Witte, Da ,st em Weg! Aufruf zu emcrArbcitsbcfchaffungslottcrie der NSDAP. Berlin, 19. 3uli. (WTB. Funkspruch.) Mit einem ungeheuren Schwung hat der Führer der nationalen Erhebung den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit begonnen. Tat auf Tat folgte, wie groß das bisher Geleistete ist, das be- weisen die sensationellen Gerüchte von der Genfer Arbeitskonferenz. Kein Volk der 1B e 11 hat eine Regierung, die bis jetzt auch nur ähnliche Erfolge verzeichnen kann. Unserem Führer war klar, dah die Gelder zur Arbeitsbeschaffung nicht aus steuerlichen Belastungen geschaffen werden können. Reue Wege mußten beschritten werden. Der Opfer- roille des einzelnen und das Fühlen und Denk en als Volksgemeinschaft sollen dem Arbeitsbeschaffungsprogramm der nationalen Regierung das wichtigste Fundament fein. Keiner darf sich ausfchliehen. Die RSDAP. hat im Rahmen dessen eine Geldlotterie zur Arbeitsbeschaffung aufgelegt, die mithelfen soll, Volksgenossen. die seit Jahren vergeblich nach Arbeit suchen, und denen das Wort Arbeitslohn bereits fremd geworden war, wieder in den Rhythmus der Arbeit einzufchalten und sie zu Lohnempfängern statt Unterstühungsberechtigten zu machen. Jeder Ratio n a l g e s i n n t e muß durch Kauf von Losen die Arbeitsbeschaffungs-Lotterie mit besten Kräften fördern, von dem ideellen Zweck der Lotterie abgesehen, bietet sie auch einen noch nie dagewesenen Gewinnplan. 200 000 Mark ist der höchstgewinn auf ein Doppellos, 100 000 Mark auf ein Einzellos; fast 300 000 Gewinne — 1,5 Millionen Mark — werden ausgelost. Jeder Losbesiher darf das stolze Bewußtsein haben, auch sein Scherflein dazu beigetragen und mitgeholfen zu haben, das Schreckgespenst der Arbeitslosigkeit aus unserem Vaterlande zu bannen. Neue Arbeitsplätze im Huhrbergbau. Essen, 19. Juli. (WTB.) Zwischen Bertre- tern des rheinisch-westfälischen Steinkohlenbergbaues und dem Beauftragten des Treuhänders der Arbeit für den Ruhrbergbau, ist nachstehende Regelung der Feierschichtenfrage festgelegt worden: „5)et Bergbauverein wird auf die Zechen einwirken, daß sie, soweit die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten dazu vorliegen, die Belegschaften soweit vermehren, daß sich für die einzelne Zeche im Durchschnitt des Jahres monatlich etwa 20 Arbeitsschichten für den einzelnen Mann ergeben. Es sollen aber, da eine schematische Regelung nicht möglich ist, die besonderen Verhältnisse der einzelnen Zechen Berücksichtigung finden. Soweit M e h r - einstellungen erfolgen, kann die Zeche auch wieder Entlassungen vornehmen, wenn die Absatzlage die Weiterbeschäftigung der vergrößerten Belegschaft nicht z u l ä ß t. Diese lediglich zur Entlastung des Arbeitsmarktes durchgeführte Maßnahme darf nicht zu Lohnforderungen seitens der Belegschaft führen. Es wird erwartet, daß alle Zechen das Bestreben der Regierung, die Arbeitsmöglichkeiten zu vergrößern, nach Kräften unterstützen. Einstellung nationalsozialistischerHstsS- kräste und Arbeiter bei der Deutschen Reichspost. Berlin, 19. Juli. (WTB.) Für die Einstellung als Hilfskräfte und Arbeiter bei der Deutschen Reichspvst kommen in er st er Linie Angehörige der RSDAP. und der ihr eingefügten nationalen Verbände in Frage. Besonders berücksichtigt werden die ä l < terenundverdienstvollstenerwerbs- losen M i tglieder der RSDAP. mit einer Mitgliedsnummer bis 1 0 0 0 0 0. Um vornehmlich ihnen wieder einen Arbeitsplatz zu verschaffen, werden alle durch die Entlassung von staatsfeindlich eingestellten Arbeitern freigewordenen Arbeitsplätze nur mit Rationalsozialisten beseht werden. Die Dienststellen werden sich wegen der Einstellung nationalsozialistischer Kräfte, die noch nicht bei der Deutschen Reichspost beschäftigt waren, bei Bedarf an die zuständige Gauleitung der RSDAP. wenden, nötigenfalls unter Inanspruchnahme des Arbeitsamts. Sofern im übrigen zur Einstellung von Hilfskräften und Arbeitern auch langjährig bereits bei der Deutschen Reichspost beschäftigt gewesene, politisch durchaus zuverlässige, nicht der RSDAP. angehörige Bewerber in Frage kommen, deren Wiederverwendung im dienstlichen Interesse liegt, können die Stellen b i s zur Hälfte mit ihnen besetzt werden. der Kirche fordert, und das wir als ein heiliges Erb? von den Vätern übernehmen. 3. für tirchenordnungsmäßig verankerte Pflichten und Rechte aller Gläubigen im Sinne Johannes Hinrich Wicherns, des Vaters der inneren Mif- 4. für durchgreifende Maßnahmen, die es den arbeitswilligen, fleißigen und strebsamen Volksgenossen ermöglichen, ihren Lebensunterhalt ehrlich zu erwerben und beizeiten einen deutsch-christlichen Haushalt zu grunden, in dem die Freude an dem Auswachsen einer fröhlichen Kinderschar Glück und Segen verbürg Auch muß die Küche den Geist guter kamerad chaft licher V o l k s g e m e i n s ch a f t pflegen, weil wir vor Gott nicht nur für uns selbst, sondern auch für unseren Nachbarn die Verantwortung tragen. 5. darum auch für kräftigen Ausbau der ch r i st l i ch e n L i e b e s t ä t i g k e l t m « e r h a l b der Kirche, alle damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Unternehmungen müssen unter ausreichender kirchenbehördlicher Aufsicht stehen. 6. für ch r i st l i ch e Schule u md E r z i e h u n g der gesamten Jugend in einem Geist, der die m Volkstum und Heimat uns geschenkten Guter dankbar aufnimmt, treulich pflegt und als heiliges Vermächtnis an das nächste Geschlecht we.terg.bt 7. überhaupt f " r d e u t s ch e S l t t e l n S t a d t und Dorf, für S o n n t a g s h e i l i g u n g und Pflege jeglichen in unserer Rasse und unserem Volkstum verankerten guten frommen B rauch s 8. für planmäßige Versorgung der evangelisch e n Deutschen außerhalb der Reichs- Wir ^verpflichten uns und verlangen diese Verpflichtung nicht nur von den beauftragten Oigani- sationen der Kirche, sondern darüber hinaus von allen evangSlischen Männern und grauen zum D i e n st in unseren Gemeinden. Ein Wahlaufruf der Jung- reformatorischen Bewegung. Berlin, 19. Juli. (TU.) Die Jungreformato- rische Bewegung wendet sich mit einem Aufruf an die Oeffentlichkeit, in dem es heißt: Wir kämpfen für eine bekennende Kirche. Es genügt iiicht, daß unsere Bekenntnisse unangetastet bleiben. Die Kirche muß es wieder neu lernen, |id) zu ihrem gekreuzigten Herrn zu bekennen wie es uns in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments bezeugt wird. Sie muß alle falschen Lehren, wie sie täglich ausgesprochen werden, auf das Schärfste bekämpfen. Wir kämpfen für eine neue K.i r ch e. Politische und kirchenpolitische Reaktion dürfen in ihr keinen Raum haben. Wir wollen neue Gemeinden, in denen aus der Vergebung Jesu Christi die Kräfte der Buße, des Glaubens und der brüderlichen Liebe wieder lebendig werden. Wir wollen eine Form der Kirche, in der diese Kräfte weder durch übersteigerte Bürokratie noch durch Massenbewegung überwuchert werden. Eine solche Kirche kann allein V o l k s k i r ch e werden. Wir kämpfen für eine freie K i i*ch e, die Kirche muß unabhängig sein vom Staat und vom Druck aller politischen Gewalten. Nur wenn sie in aller Freiheit Gottes Wort sagt, kann sie ihren Dienst am deutschen Volk tun. Wir stehen zu unserem Staat in Gehorsam und Liebe. Es geht uns bei dieser Wahl nur um die Kirche. Wir wollen die Freiheit ihrer Predigt. Wir wollen die Erneuerung aus Gottes Geist und für Gottes Dienst. Darum haben wir uns zusammengeschlossen mit allen, die für eine freie, neue, bekennende Kirche kämpfen wollen. Ausländsdeutsche in der Deutschen Studentenschaft. Berlin, 19. Juli. (TU.) Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, ist § 3 der preußischen Studentenrechtsverordnung durch folgende Bestimmung ergänzt worden: „Deutschen, die nicht die Reichsangehörigkeit besitzen, werden durch die Mitgliedschaft zur Deutschen Studentenschaft keinerlei Verpflichtungen gegenüber dem D e u t s ch e n R e i ch oder seinen Ländern auferlegt, die mit den Pflichten gegenüber dem Lande ihrer Staatsangehö- sWLrKWM Wehr, und ÄÄiZi-nst und L-ibe-übungen.- Oie Organisation her Lanhespropaganhaleiter. Berlin 18. Juli. (WTB.) Durch dre Er- diele Organe der Reichsregierung geweckt worden Die Leiter dieser Landesstellen sind e r - f a b r e n e P r o p a g a n d i st e n der National- sozialistischen Deutschen 2lrb°it-r»°rteu die d-S notwend ae Wissen und Können nutbrmgen. Don der vielseitigen Tätigkeit und den Hohen An- forderungen, die in den lebten Iahren an einen Gaupropagandaleiter gestellt wurden, macht sich der fernstehende wohl überhaupt keinen rechten Begriff. Wenn man aber bedenkt, daß ein einzelnes Gaugebiet Stadt u n d L a n d somit allo alle wirtschafts - und sozralpoll tischen Unterschiede umfaßt, wenn man fernerhin weiß, daß diese Männer die von ihrem genialen Propagandachef, dem Rerchspropa- gandaleiter Dr. G oebbets, .gegebenen großen Richtlinien in alle die vselen Daria tionen umlegen, in alle die sausende von Kanälen weiterleiten mußten, - 5",ann.S über die Ernennung solcher Fachleute wirklich ^Die meisten der neu ernannten Landesstellenleiter sind durch ihre Aktivität weit über ihren eigenen Gaubereich hinaus bekannt geworden. So sehr sie auch einem gemeinsamen Ziel zustrebten und darauf hinarbeiteten, so eigenartig verschieden, so völlig jeder selbst Persönlichkeit, tragt jede Gaupropaganda das Gesicht ihres Lmters Drese Männer sind die eigentlichen M i t t l e r zwischen den Massen in Stadt und Land und der Regierung. Sie sollen wegweisend und richtunggebend die geistige Umgestaltung des deutsch e n Volkes mit vollziehen. Der enae Kontakt mit allen Schichten des Volkes gibt ihnen die Möglichkeit, Wünsche und Vorschläge an die Regierung heranzubringen. Der organisatorische Aufbau jeöer Lan d e s - Propaganda st elle ist einfach und zweclma- ßia. An der Spitze des Organisationsapparates steht der L e i t e r der Landesstelle, der die Propagandaleitung seines bisherigen Gaues der RSDAP. beibehält. Schon hieraus ergibt sich die große Linie des lebendigen Retzes und die tatsächliche Zweckmäßigkeit der kommenden Propaganda überhaupt. Eine gute und ideenre^e Propaganda wird sich gar bald bei fast allen Gebieten, insonderheit der Wirtschaft, fruchtbar bemerkbar machen. Sämtliche staatlichen und ständischen, städtischen und sonstigen Organe, alle Vereinigungen und Organisationen sozialer und kultureller Art, Rundfunk, Presse, Film, alle diese stehen der jeweiligen Landespropagandastelle beratend zur Seite. Zur Bewältigung dieser unendlich mannigfachen Aufgaben und Arbeiten sind jeder Lan» despropagandasteUe zwei Spezialreferenten unterstellt, zu denen weiterhin noch einige RebensteUen treten. Fortführung her vorstähtischen Kleinsiedlung. Berlin, 18. Juli. (WTB.) In diesen Tagen gelangte ein Teilbetrag von 50 Millionen Mark für die Fortführung der vorstädtischen Kleinsiedlung durch den Reichsarbeitsminister zur Verteilung. Bisher sind rund 120 Millionen Mark für die Kleinsiedlung verwendet worden, mit denen rund 4 6 0 0 0 Siedler st eilen gefördert wurden. Mit den neuen 50 Millionen Mark hofft man weitere 20000 Siedler st eilen sch affen zu können. An Orten, an denen die Kleinsiedler voraussichtlich künftig keinen Erwerb finden werden, dürfen Kleinsiedlungen nicht geschaffen werden. Zum Zweck der Entlastung der Großstädte und Jndustriebezirke sollen bevorzugt solchen Personen Siedlungsdarlehen gegeben werden, die aus dem Land in die Stadt gezogen und nunmehr willens sind, auf das Land wieder zurück- z u k e h r e n, um dort eine neue Existenz zu arun- den. Während bisher als Kleinsiedler nur solche Personen angesetzt werden konnten, die eine Unterstützung aus öffentlichen Mitteln bezogen, können nunmehr allgemein solche Familien als Siedler ausgewählt werden, deren Einkommen d a s d u r ch- schnittliche Einkommen von Erwerbslosen nicht wesentlich übersteigt. Voll- beschäftigte Arbeiter können jedoch ange- sichts der beschränkten Mittek noch nicht zugelassen werden. Dagegen können kinderreiche minderbemittelte Familien mit fünf und mehr minderjährigen Kindern auch dann als Siedler angesetzt werden, wenn der Siedleranwärter in voller Arbeit steht. Anträge auf Gewährung von Siedlungsdarlehen sind allein an die örtliche Gemeindebehörde zu richten. Aus aller Welt. Die Heimkehr der loten litauischen Flieger. Kurz vor 14.30 Uhr landete am Mittwoch auf dem Flugplatz Devau bei Königsberg, auf dem ein Zug Reichswehr, SS., SA. und Schutzpolizei Aufstelluna genommen hatte, das Deru-Luftflugzeug mit den Särgen der beiden bei Soldin tödlich verunglückten litauischen Flieger. Das Flugzeug rollte die Ehrenfront ab. Namens der preußischen Staatsregierung und des Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen sprach Vizepräsident Dr. Bethke die wärmste Teilnahme an dem schweren Verlust aus, der die litauische Fliegerei betroffen habe. Ganz Deutschland und insbesondere die ostpreußische Bevölkerung habe mit großer Bewunderung die kühne Tat und den Schneid der heldenhaften Söhne unseres Nachbarvolkes verfolgt. Auch die nicht vollendete Tat bedeute ein Ruhmesblatt in der Fliegerei. Der litauifche Generalkonsul B u d r y s dankte für die Anteilnahme und Ehrung. Nach Ehrenbezeugung durch die Ehrenwache stieg das Flugzeug um 14.58 Uhr zum Weiterflug nach K o w n o auf. Eine Staffel von neun Militärflugzeugen ist den toten Fliegern bis zur deutschen Grenze entgegengeflogen. Der Empfang der toten Ozeanflieger gestaltete sich zu einer erhebenden Feier, an der der Ministerpräsident, die Spitzen der Behörden und des Militärs, sowie etwa 30 000 Menschen teilnahmen. Das Dalbo-Geschwader in Reuyork. Das Balbo-Geschwaderist am Mittwoch um 20.56 Ähr MEZ., von Chikago kommend, auf der Jamaikabucht bei Reuyork glatt gewassert. üngeheure Menschenmengen bevölkerten die Dächer und die Fenster der Wolkenkratzer, als die Flugzeuge den Manhattan-Fluß hinunterflogen und sich dem Äeuyorker Hafen zuwandten. Während des Fluges über Reuyork wurde das Geschwader von dem amerikanischen Luftschiff „Macon" begleitet. Die Begrüßung gestaltete sich zu einem großartigen Ereignis. Als die ersten Flugzeuge die Wasserfläche berührten, ertönte die italienische Rationalhymne. B a I b o begab sich sofort an Land und schritt die dort auf- gestellte Ehrenkompanie ab, während die Batterien auf dem Govermors-Jlsland einen Salut von 19 Schüssen abfeuerten. Die ganze Ducht wurde von Menschenmengen umlagert. Das Geschwader wird voraussichtlich am Donnerstag nach Washington weiterfliegen, wo ein Frühstück mit Roosevelt und den Staatssekretären für Krieg und Marine vorgesehen ist. Am Freitag findet dann der Rückflug nach Reuyork statt, wo noch ein großer Empfang in der Cityhall die Flieger erwartet, bevor sie ihren Rückflug nach Italien an- treten. Der Prozeß Schack in Königsberg. Vor der Königsberger Strafkammer für Korrup- tions- und Sabotagefälle begann der Prozeß gegen den langjährigen Rektor der Handelshoch- Ichule, Professor Dr. Herbert Schack. Schack, der sich seit dem 31. Januar in Untersuchungshaft befindet, wird beschuldigt, 300 Mark aus dem Stipendienfonds der Dozenten der Handelshochschule in amtlicher Eigenschaft unterschlagen zu haben, ferner soll er zum Nachteil der Gesellschaft der Förderer und Freunde der Handelshochschule 5500 Mk. und zum Nachteil der Senatskasse 1150 Mark veruntreut haben. Schließlich ist Professor Schack angeklagt, weil er in 62 Fällen andere um 79 000 Mark betrogen und in weiteren 16 Fällen sich des versuchten Betruges schuldig gemacht haben soll. Der Anlaß zu den Verfehlungen mag wohl in erster Linie darin zu suchen sein, daß Professor Schack schon zu Beginn seiner Laufbahn als Hochschullehrer verschuldet war. In seiner Vernehmung sagte er aus, daß er im Jahre 1927 endlich ein auskömmliches Ordinariat an der Handelshochschule in Königsberg bekommen habe. Gleich darauf fei er zum Oberbürgermeister gegangen und habe 4000 Mark Vorschuß erbeten, um feine Schulden abzahlen au können. Das Geld wurde ihm bewilligt. Es stellte sich aber heraus, daß die Schulden schon etwa doppelt so hoch waren. Passionsspiellhealer in Tirol niedergebrannt. Das berühmte Tiroler Passionsspiel- dorf Erl in der Rähe der bayerischen Grenze wurde von einem großen ünatüd betroffen. 3n der Nacht brach in dem Passionsspieltheater ein Brand aus, der sich alsbald aus den riesigen Theatersaal und auf das ganze, meist aus Holz gebaute Gebäude ausdehnte und sich außerordentlich schnell ausbreitete. 3n wenigen Stunden brannte der ganze Bau vollkommen nieder. Die ümfassungsmauern stürzten ein. Die vereinigten Tiroler Feuerwehren waren angesichts des Großfeuers machtlos. In den Morgenstunden brannte das Gebäude immer noch. Es war gar keine Aussicht, irgendwie einzugreifen. Richts konnte gerettet werden. Die Kulissen und Garderoben verbrannten vollkommen. Der Schaden ist außerordentlich hoch. Das Passionsspieltheater ist nur gering versichert. Man vermutet Brandstiftung. Kommunisten-Schießerei in Rinteln. In der Rächt zum Mittwoch wurde bei der Glasfabrik in Rinteln, die in Richtung Lohne etwa eine Viertelstunde von der Stadtmitte entfernt liegt, ein Kommuni st enauto aus Minden, das mit 6 oder 7 Leuten beseht war, von der Polizei festgehalten. Wie die Rintelner Polizei hierzu mitteilt, war das Auto mit verbotenen Flugschriften gefüllt. Als ein Polizist den Wagen anhielt, eröffneten die Kommunisten aus Pistolen ein regelrechtes Schützenfeuer. Ein Beamter der Polizei wurde durch vier Schüsse schwer verletzt. Der Hauptschütze bei den Kommunisten, der 27jährige Bäckergeselle Go - n e r t aus Minden, erhielt einen Oberschenkelschuß und wurde ve r h a f t e t, während ein zweiter Kommunist, der ebenfalls verletzt wurde, sich in der Glasfabrik verbarg. Die ganze Glashütte wurde daraufhin von der Rintelner Polizei, der Landjägerei des Kreises Rinteln und etwa 100 SS.- und SA.-Hilfspolizisten abgesperrt. Das Auto, das die Rümmer IX 82 895 trägt und aus Minden stammt, wurde beschlagnahmt. Es wurde eine Reihe von Verhaftungen vorgenommen. Rotlandung des Weltfliegers Post. Rach einem Funkspruch aus Blagowjeschtschensk ist der Weltflieger P o st am Mittwochnachmittag bei Rochlowo notgelandet. Die Landung ging glatt Donftattcn. Der Flieger erklärte, er sei durch schlechte Wetterverhältnisse zur Roilandung gezwungen worden. Rach einigen Stunden wolle er zum Weiterflug nach Chabarowsk starten. Die Entfernung von Rochlowo nach Chabarowsk beträgt 1100 Kilometer. Großfeuer in Salzwedel. Durch ein Großfeuer wurde in Salzwedel (Provinz Sachsen) das dreistöckige Lagerhaus der Firma Ewald mit 1500 Zentner Getreide und 4000 Zentner Kohlen gänzlich vernichtet. Die Löscharbeiten gestalteten sich infolge der enormen Hitze außerordentlich schwierig, so daß sich die Feuerwehren auf die Rettung der Nebengebäude beschränken mußten. Reise mit Sinh. Von Fred Lang. Vor Jahren einmal fuhr ich allein, ein fröhlicher Junggeselle, in die Ferien. Mein Handkoffer lag klein und bescheiden im Gepäcknetz, Eispickel und Bergstock nahmen nicht viel Platz weg. Für meine Unterhaltung unterwegs war gesorgt: eine Familie mit drei Kindern fuhr mit mir im Abteil. Mehr brauche ich gar nicht zu erzählen — als ich an meinem Reiseziel ausstieg, tat ich drei fürchterliche Schwüre: Erstens, mich nie zu verheiraten. Zweitens, wenn, dann wenigstens kinderlos zu bleiben und ein Junggesellenheim zum Universalerben zu machen. Drittens, wenn schon Kinder, dann diese Kinder niemals mit auf die Ferienreise zu nehmen. Charakterlos brach icy meine Eide. Den ersten aus purem Leichtsinn, den zweiten, weil der erste nun dock schon mal gebrochen war, und den dritten, weil mich meine Frau dazu zwang. Lange hat es gedauert, bis sich überhaupt ein milder Wirt dazu bereit sand, Kreaturen zu beherbergen, die ein anderthalbjähriges Kind mit sich führen. Er schlug es auf die Rechnung. Noch länger dauerte es, einen passenden Koffer zu finden. Wir töberten ihn bei unserer Freundin Annemie auf, )ie ihn bislang als Kombinationsmöbel — Bücher- chrank, Wäscheschrank, Büfett und Speisekammer — benutzt hatte. Das Ding (der Koffer) hatte mehrere Zentner Lebendgewicht und reichte doch nicht aus, bei weitem nicht. Als ich ihn aufgab und die Frachtrechnung bekam, strich ich drei Tage Ferien und beschloß, der lieben kleinen Annemie die vereinbarten Raten schuldig zu bleiben. Und dann mußte noch ein großer Spielzeugkoffer verladen werden; wie soll man auch Peterchen zumuten, ohne den Leiterwagen, die drei Segelschiffe und die berühmte Teddybär-Sammlung zu reisen? Unmöglich, die letzten drei Tage vor dem Abreisetermin zu schildern. Die Wohnung glich einem Zigeunerlager, Schwiegermütter trieben sich ebenso unnütz wie ratgebenb darin herum, Koffer fielen auf Hühneraugen, alles stank nach Naphthalin, die Küche war geschloffen, die treue Hausangestellte mit allen Anzeichen des Verfolgungswahns in das nächste Krankenhaus übergeführt. So war sie wenigstens für die Urlaubszeit sauber und billig untergebracht. E i n Angenehmes hatte die Reise: Der Zug war voll besetzt, aber wir hatten ein Abteil für uns allein. Ab und zu ließ sich ein armer Irrer bei uns nieder — bann trat unser goldenes Peterchen in Aktion und schlug ihn in die Flucht. Seine Methode der Derjagung unliebsamer Reisender ist ausgezeichnet und wird ihm zweifellos eine phantastische Laufbahn bei der Berliner Untergrundbahn ermöglichen. Verschiedene bereits lebhaft in Gang befindliche Schadenersatzprozesse werden mich noch lange angenehm an meine Sommerreise erinnern. Eine hellgraue Flanellhose mit Heizungsruß beschmiert, ein goldener Kneifer restlos zertrümmert, ein echter Panama zerknüllt und verdorben — und er gehörte । einem Rechtsanwalt! Rechtsanwälte sollten ‘graue Reisemützen zu 1,95 tragen. Allen Vermutungen zum Trotz kamen wir doch ans Ziel, ohne vorher verhaftet zu werden. Es war bereits Abend, und das liebe Kind sollte schlafen gehen. Doch der Mensch denkt, und das Kind tut. In diesem Falle mißfiel unserem Sprößling das Kinderbett. Als er mit seinem berechtigten Protest das ganze Hotel geweckt hatte, wurde mir geftattpt, auf dem Sofa zu schlafen und unserem Sonnenschein mein Bett einzuräumen. Das Sofa war hart — drei Wochen habe ich auf ihm gelitten und mich jeden Morgen an dem zufriedenen Grinsen meines ausgeschlafenen Sohnes erquicken dürfen. Die Ferien waren für den obengefagten Sonnenschein eine einzige Orgie des Vergnügens. Er "fing sich junge Krah-Krah-Enten und rupfte ihnen erbarmungslos das schneeige Gefieder. Er schmiß einen reizenden, kleinen Jungen ins Wasser, weil der ihm seine Sandformen nicht freiwillig überlassen wollte. Er fiel von der Schaukel, brach seinen tödlich erschrockenen Eltern beinahe das Herz und sich selbst nicht einen Fingernagel. Wenn der Wirt uns liebevoll fragte, wie uns das Essen schmeckte, sagte Peter überzeugt und trocken: Fui! Eine alte Dame aus Hamborch fragte ihn neckisch: „Wo is denn dein Pappa, main Säten?" und der Halunke zeigte strahlend auf Friedrich, den ftoppelbärtigen Hausdiener. Ich lernte einen Herrn kennen, der ein großes Tier aus meiner „Branche" war und der mir große Aussichten machte — er strich Peter wohl- wollend über die Wange und wurde in den Daumen gebissen. Der arme Herr hat ausgerechnet im Daumen Gicht und mit der gut dotierten Lebensstellung ist nun wieder nichts. Der einzige Mensch, der sich der Ungeteilten Zuneigung unseres Knaben erfreuen durste, war der Dorftrottel. Da das liebe Kind durchdringend zu heulen begann, wenn fein Freund nicht da war, gaben wir nach, und dieser Umgang verschaffte uns einen eindeutigen Leumund bei Einheimischen und Fremden. Meine arme Frau geht nun zur Erholung ein paar Wochen ins Sanatorium. Ich gehe mit dem Gedanken um, einen früheren Kriminalwachtineister ass ständigen Begleiter meines Sprößlings zu engagieren. Meine Haftpflicht-Versicherung hat mir ge= 1 kündigt, das Risiko ist ihr zu groß. Eine andere Firma nimmt mich nicht auf. Wahrscheinlich werden mich alle deutschen Kurorte auf die schwarze Lifte setzen. Den Schrankkoffer habe ich gepanzert und mit Luftlöchern und einer Speisekammer versehen. Oft suche ich darin Schutz und Zuflucht vor meinem Sohn. Wie lange noch, und er wird mit dem Küchenbeil auf die Schlosser losgehen. Ich bin selbst schuld an alledem. Denn halten soll man im Alter, was man in der Jugend geschworen. Die Gesetze des Traumes. Der Traum erscheint uns als der Inbegriff eines wirren Durcheinanders von Vorstellungen, und doch hat auch er seine Gesetze, die eine gewiße Ge- schloffenheit der Handlung hervorbringen. Mit den Mächten, die diesen trotz aller Willkür doch folgerichtigen Ablauf gestalten, Hat sich die Psychologie viel beschäftigt, und man hat eine besondere „Traum- Phantasie" angenommen, ohne aber angeben zu können, wie die Beschaffenheit und das Eingreifen dieser Kräste zu denken ist. Der Jenenser Psychologe Prof. Baege bietet nun in der Leipziger „ Jllustrrrten Zeitung" eine viel einfachere Erklärung, indem er die Affoziationsgesetze heranzieht. „Wir brauchen uns nur daran zu erinnern," schreibt er, „daß unter den mannigfaltigen Außen- und Jnnenreizen, die auch im Schlaf das Gehirn treffen, oder unter den durch Vorgänge im Gehirn selbst erregten Vorstellungen sich immer einige befinden, welche im Wachsein irgendwie einmal als Ziel-Vorstellung, d. h. als Ausgangspunkt für geordnete Denkprozesse oder Handlungen gedient haben. Sie stehen deshalb mit bestimmten anderen Gruppen in besonders enger Verbindung und rufen daher diese immer mit her- vor. So entsteht dann die mehr oder weniger geordnete oder geschloffene Traumhandlung." Damit hängt es zusammen, daß im Traum in der Regel Vor- Rettungen des alltäglichen Lebens auftreten, die uns besonders gut vertraut und infolgedessen gut „ein- geübt" find. Daher spielen in den Träumen älterer Menschen die Berufsvorstellungen eine so groheRolle, weil sie durch langjährige Tätigkeit fest im Gehirn eingegraben sind, und ebenso die Kindheits- und Iugendeindrücke, die sich besonders stark eingeprägt haben. Wenn die Vorstellungen nicht so fest verknüpft sind, dann wird die Haupthandlung leicht durch eine Rebenhandlung unterbrochen und verdrängt. Durch dieses Auftreten neuer Vorstellungs- reihen entsteht das Dunkle und Unverständliche in den Träumen. Daß im Traum tatsächlich die Affoziationsgesetze vorherrschen, beweist die große Bedeutung der Analogie. Sie beruht ja daraus, daß gewiffe Vorstellungen oder Vorstellungsgruppen gemeinsame Teile besitzen, und dadurch ist der Übergang von der einen Reihe zu einer anderen leicht gegeben. Besonders solche Vorstellungen, die an den vorhergehenden Tagen sehr lebhaft ins Bewußtsein traten, werden zu solcher Analogie-Bildung benutzt. Da es unendlich viele Analogien gibt, so sind unendlich viele Verknüpfungsmöglichkeiten vorhanden. Auch zur Erklärung der Übertreibungen, die für die Regellosigkeit der Traumvorstellungen angeführt werden, braucht man keine besonderen seelischen Kräfte anzunehmen; sie lassen sich aus dem Fehlen jeder Kontrolle der Traumvorstellungen durch die Wirklichkeit befriedigend deuten. Die freie und ungehinderte Derknüpfungsmoglichkeit der Traumvorstellungen bringt es mit sich, daß jeder direkte oder indirekte Reiz zugleich viele Spuren früherer Erlebnisse mit auslöst, die mit ihm durch einstige Lebenserfahrungen in Zusammenhang stehen. Wenn z. D. das Gepolter eines umfallenden Stuhles den Traum von einer furchtbaren Explosion hervorruft, so entsteht diese üebertreibung des rckirklichen Vorganges dadurch, daß der vernommene Gehörreiz nicht durch andere Sinneseindrücke korrigiert werden konnte und so im Schlaf jene Gehörspuren mit erregte, die eine erlebte Explosion beim Schläfer hinterlassen hatte. Das Sprechen im Traum ist ebenfalls auf diese Weise erklärbar. Wir können es darauf zurückführen, daß Erregungen bestimmter Teile des Sprachvorstellungs- Zentrums auf Grund fester Verknüpfung von bestimmten Rervenerregungs Bahnen miteinander auf das Bewegungs-Zentrum für die Sprechwerkzeuge übergreifen. Daß der Traum feine eigenen Gesetze hat, geht auch daraus hervor, daß bei allen Men- schen nicht nur dieselben Bestandteile, sondern auch gewisse Vorstettungsverknüpsungen immer wieder in gleicher Weise auftreten, so die Flug- und Fall- Träume, die Berufs- und Examensträume usw. Dochschulnachnchlen. Privatdozent Dr. Karl Larenz von der üni» Versitat Göttingen erhielt einen Ruf als ordentlicher Professor für Bürgerliches Recht und Rechtsphilosophie an der üniversität Kiel, wo er bereits im laufenden Semester mit einer Vertretung beauftragt ist. Professor Dr. Dietrich. P r e y e r, Ordinarius für Rationalökonomie in Königsberg, wurde in gleicher Eigenschaft in die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der üniversität Münster verseht. Der Privatdozent in der Medizinischen Fakultät der üniversität Bonn, Dx. Robert I a n f e r, ist beauftragt worden, in der genannten Fakultät die medizinische Strahlenkunde in Vorlesungen und üebungen zu vertreten. ’ «Slfe8, ,Q9*e er le-ch d°N 'n So. U ^be'y/m Schulden nh, L,^ar? m bewilligt ^n EenLLE C°l n*eöer9ebtannl ä‘*'A Z »SÄ rLrL Sen- Ä er fi<2nx ®afrbetobtn )er schaden ,ft aut.er, onsspieltheater ist nur ir”M &«ri>totag >erei in Rinteln. itttooc^ wurde bei bet 1t ? Lohne on bet Stabtmitte ent« muniitenauto aus c/ Leuten besetzt'war lten- Wie die Rintelner pat das Auto mit ver« E.Als ein Polest den :n Die Kommunisten aus vchühenseuer. Sin urde durch vier Schüsse r tzauptschühe bei den inge Bäckergeselle ®ö- )ielt einen Oberschenkel« dastet, während ein ebenfalls verletzt wurde, itbarg. Die ganze Glas« von der Rintelner Po« es Kreises Rinteln und A.-Hilfspolizisten abge- die Dummer IX 82 895 stammt, wurde beschlag« keihe von Verhaftungen lelffüegers Ml aui Mgowjeschtfchenlt im Mittwvchnachmittag nbet. Die Landung : flieget erklärte, er fei MM M Hoilanbung 5 einigen Stunden wolle Lhabarvwf! starten. Die wo nach Chabarowsk be« in Salzwedel. 1er wurde in Talzwedel dreistöckige Lagerhaus der Zentner Getreide und 4000 sich vernichtet. Die sich infolge der enormen hwierig. so daß sich de Mg der Nebengebäude be- ähe zu einer anderen ie Jorfteßungenjiie an Öen fesgg $s*s sich aus ^tzieDirklich' ®h«2raumDDtftW ?6eSeSnKf N sruyerer o ^nset ch« rd) einstige •fesWS 'N hervorE .' s da- ckirtlichen ne ®Änbnnteunli Irreale, di-e'ne >uren Mit er: S hatte. st ebenMS aw mb -O-- .etvvr, bah" k ä m p f u n g von Holzschädlingen als große Instandsetzungsarbeiten angesehen werden, sofern es sich um die Erhaltung schadhaft gewor- dener Holzteile in Wohngebäuden handelt. Rach dem erwähnten Sammclerlaß des Reichsarbeitsministers dürfen kleinere Jnstandsehungs- der Inanspruchnahme. arbeiten nur dann berücksichtigt werden, wenn sie aus wirtschaftlichen Gründen gleichzeitig mit großen Instandsehungsarbeiten ausgesührt werden. Inzwischen hat die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels den Wunsch ausgesprochen, daß grundsätzlich Jnstand- setzungszuschüsse auch für kleinere In st and- setzungsarbeiten bewilligt werden, wie Anstrich von Fenster- und Türrahmen, Tapezieren von Zimmern, Erneuerung von Wasserleitungen, Anlegen und Anbringen von Lichtleitungen und Beleuchtungskörpern: also unabhängig von der gleichzeitigen Ausführung größerer Instandsetzungsarbeiten. Da es sich aber nicht lediglich um Instandsetzungen des Hausbesitzers handelt, sondern vor allem um Arbeitsbeschaffung, so hat nunmehr auch der Z e n t r a l v e r b a n d der deutschen Haus- und Grundbesitzervereine den Antrag gestellt, uter keinen Umständen den Rahmen für die Arbeiten, auf die ein Zuschuß gewährt wird, eng zu begrenzen, die Reichszuschüsse vielmehr für alle im und am Grundstück vorgenommenen Arbeiten zu gewähren, ohne Rücksicht darauf, ob es sich um Reparaturen, Ausbauten, Aufstockungen, Erneuerungen oder Schönheitsreparaturen usw. handelt. Weiterhin sollen die Reichszuschüsse nach diesem Anträge auch für nicht unmittelbar am Haufe ausgeführte Arbeiten gewährt werden, die z. B. für Hofpflasterungen, Befestigungen des Bürgersteiges, Ausbesserung und Errichtung von Einfriedigungen, Anschluß an die Kanalisation, Arbeiten an Nebengebäuden und freistehenden Hofbauten wie Wasch- küche, Kohlenschuppen usw. Endlich wird nun noch gefordert, Reichszuschüsse nicht nur für den Althausbesih zu bewilligen, sondern auch den Geschäfts- und den Reuhaus- befih einzubeziehen. Dieser letzten Forderung dürste deshalb stattzugeben sein, weil ja durch Verordnung vom 22. Februar 1933 nachträglich auch die landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude als zuschußfähig anerkannt worden sind. Aus der Provinzialhauptstadt. Oie Richtlinien für Einbürgerungsanträge. Ein Rundschreiben des Landespolizeipräsidenten an die Kreisämter gibt folgende Richtlinien für Einbürgerungsanträge Die Cinbürgerungsanträge sind an das zuständige Kreisamt zu richten, und zwar mit Lebenslauf, Geburtsurkunde des Gesuchstellers bzw. seiner Ehefrau (evtl. Heiratsurkunde), und u. 11. Geburtsurkunde der Kinder. Ruch die Vorlage des Familien-Stammbuches ist statthaft. Weiter sind beizufügen ein Ausweis über bisherige Staatsangehörigkeit, eine Einkommensbescheinigung (für Angestellte, Kaufleute usw.), Schulzeugnisse, Mi- litär-Papiere (sehr wichtig), Empfehlungsschreiben und sonstige Urkunden (je mehr desto besser). Der Gesuchsteller muh unbeschränkte Geschäftsfähigkeit besitzen, d. h. er btftf nicht entmündigt sein, muh einen unbescholtenen Lebenswandel geführt haben, an dem Orte seiner Riederlassung eine eigene Wohnung oder ein Unterkommen gefunden haben und an diesem Orte sich und seine Angehörigen zu ernähren imstande sein. Bei Deutschstämmigen ist eine bestimmte Aufenthaltsfrist an sich nicht gefordert, aber bei deutschen Rückwanderern drei Jahre, wenn der Gesuchsteller ohne Genehmigung des betreffenden deutschen Konsulats ausgewandert, sonst ein Jahr. Personalveränderungen im Hessischen Staatsdienst. Der Kriminalinspektor Fritz D ö r s a m in Mainz wurde auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamten aus dem Staatsdienst entlassen. Die Vermessungsreferendare Diplom-Ingenieur Kurt Ackermann zu Mainz, Diplom-Ingenieur Alexander Weber zu Darmstadt und Diplom-Ingenieur Ernst Hoffmann zu Darmstadt wurden zu 'Lermessungsassessoren ernannt. — Auf Grund des Altersgrenzegesetzes tritt der Büroassistent bei der Hessischen Landesbank — Staatsbank — Otto Ham- merzu Darmstadt in den Ruhestand. Oie Kunststätten der Wetterau. Die „M ittelrheinische Gesellschaft zur Pflege alter und n e u e r K u n st" besuchte am 16. Juli die berühmten Kunststätten der Wetterau. Die Gesellschaftsautos brachten die stattliche Zahl der Teilnehmer auf den schönsten Wegen des waldreichen Taunus über Niedernhausen, Schloßborn, am Fuße des Feldberges vorbei, über Schmitten nach Ujingen und weiter durch das liebliche Ujatal nach Z i e g e n b e rg. Nach kurzer Weiterfahrt wurde in Nieder-Weifel die ein- äigartige Iohanniter-Komtur-Kirche besichtigt. In Butzbach wurde in der alten Wendelinskapelle der kostbare spätgotische Schrein des heiligen Wendelin bewundert. In der Pfarrkirche St. Markus gab nach längeren Erklärung des Pfarrers Regierungsbaumeister Z i ch n e r noch kurz einen Abriß über die wesentlichsten Bauabschnitte. Dann de- suchte man im nahegelegenen einstigen Beinhause, der ehemaligen Michaelskapelle. das Heimatmuseum, wo Professor Weide die Erklärungen gab. Nach dem Mittagessen wurde der Rundgang durch Butzbach fortgesetzt, worauf die Weiterfahrt nach M ü n- Zenoerg erfolgte. In dem Kloster Arnsburg wurde darauf zunächst der Prälaten- und Küchenbau besichtigt, jetzt Wohnung des Grafen Solms- Raubach, der selbst kurze Erläuterungen gab. Dann stand man staunend in der malerischen Ruine des Klosters. In der Pfarrkirche in Lich, wo Lehrer Schneider einen längeren Vortrag über die bedeutenden Fürsten aus dem Haufe Solms-Lich hielt, waren bann die Grabdenkmäler zu sehen, die zu den bedeutendsten Werken mittelrheinischer Plastik gehören. Die Heimfahrt führte wieder durch die Wetterau und Taunus zur Tenne, wo kurze Rast gemacht wurde, zurück nach Wiesbaden. Man haste ein neues Stück Heimat kennengelernt, von dem meist nur wenig bekannt ist. Daten für Donnerstag, 20. Juli. 1832: Der Schriftsteller Karl Julius Weber (Demokritos) in Kupferzell gestorben (geboren 1767); — 1866: Seefieg der Oesterreicher über die Italiener bei Lissa. Bornotizen. —Tageskalender für Donnerstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebelei" mit Magda Schneider. — Aus dem Stadttheater-Bureau wird mitgeteilt: Der Vorverkauf zum Gastspiel „Die Vier Rachrichter", die am Samstag, 22. Juli, im Stadttheater Gießen zu Gast sind, beginnt ab heute täglich von 10 bis 13 Uhr an der Theaterkasse. „Die Vier Rachrichter" bringen ihre Kollektivarbeit: „Der Esel ist los", ein Stück mit Musik in 9 Bildern nach dem Altgriechischen des Plagiates, zur Aufführung. Sie nehmen nicht etwa das Wagnerjahr aufs Korn; denn mit „Hier irrt Goethe" haben sich die Vier Rachrichter nicht nur mit dem Goethejahr, sondern mit den Jahresfeiern überhaupt auseinandergesetzt. Es scheint fast so, als hätten sie, um sich vor der Lieberfülle der Gesichte zu retten, eine komische Flucht ins Altertum angetreten: wie um Abstand zu den Dingen zu gewinnen. Was ihre Gcethejahrparodie ausgezeichnet hat: Witz der Einfälle und Schlagkraft der Formulierung, ist auch in dem neuen Stück wirksam: Spott, Scherz, Humor, Ironie, Witz, Satire schlagen lustige Purzelbäume um den Esel und seinen Schatten. Die lustige Schar der springlebendigen Theaterstudenten verspricht wiederum einen abwechslungsreichen Abend zu bereiten. Die Vorstellung beginnt um 20.15 Uhr. * ** Der Rassenhygienische Schulungs- r u r f u s der NS.-Aerzteschaft Oberhessen-Nord findet mit dem Vortrag „Rasse, Kunst und Kultur und die Judenfrage" am heutigen Abend, 20.15 Uhr, wiederum im Hygienischen Institut, seine Fortsetzung. Redner ist Dr. Lorenz. ** Die neuen Dienstabzeichen der SA. Bei der gestern veröffentlichten Darstellung der neuen Dienstabzeichen der SA. ist insofern ein Irrtum richtigzustellen, als nur der Sturmmann auf dem Spiegel eine Litze, der SA.-Mcmn aber nur den Spiegel trägt. Neue Berufung für Ministerpräsident Or. Werner. WSR. D a r m st a d t, 19. Juli. Die Staats- p r e s s e st e l l e teilt mit: Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat am 6. Juli 1933 den Reichsbund der deutschen Freilicht - und Volksschauspiele e. V. errichtet und durch Erlaß vom gleichen Tag den hessischen Ministerpräsidenten Dr. Werner in den Bundesausschuh dieser Organisatton berufen. Oie Durchführung der Feldbereinigung in Gemeinden zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung. Darmstadt, 19. Juli. (WSN.) Auf Grund des Reichsgesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich und der hessischen Ermächtigungsgesetze hat der hessische Ministerpräsident ein vom Reichsstatthalter in Hessen ausgefertigtes und verkündetes Gesetz erlassen, das folgendes bestimmt: Art. 1. In Gemarkungen, in denen durch Siedlung, durch umfangreiche Meliorationen ober durch Herstellung sonstiger Anlagen im öffentlichen Interesse Arbeit geschafft werden kany, findet die Feld- Vereinigung >raft Anordnung des Ministerpräsidenten statt, wenn sie nicht unter den Voraussetzungen des Feldbcreinigungsgesetzes zustande kommt. Eine auf solche Weise angeordnete Feldbereinigung kann sich auch auf einen Teil der Gemarkung ober auf Teile mehrerer Gemarkungen ober auf mehrere Gemarkungen im ganzen erstrecken. Artikel 2. Auch eine gemäß Art. 1 angeordnete Feldbereinigung ist im übrigen nach den Bestimmungen des Gesetzes, die Feldbereinigung betr. in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Rovern ber 1923 (Reg.-Dl. Rumän.vereinh.Rentev.l9i3 <% Rumänische vereinh. Rente .. 8%% Anatolier Grthner Mainkras,werke Höchst a.M. Süddeutscher Zucker Wir bitten daher alle ordnungsliebenden Mitbürger, uns in unserem Kampfe gegen die Auswüchse und Sittenverrohung an deutschen Gewässern zu Rücksicht nimmt, Vergnügen. Der seinen geregelten erwarten, daß den Anglern ihr Recht nicht verkümmert wird. Wenn einer auf den andern kommt jeder restlos zu seinem organisierte Wassersport kann 5,2 1,13 4,9 76 115,5 65,13 98 161 113,75 60,5 66,4 15,65 22 16,65 46,13 90,25 50,25 54,5 45,25 149,75 5,1 4.6 8,8 4,1 25 4,7 8,75 4 25,13 A.E.G , Ae'tt. Lieserungsgesellschäst ''' f> Licht und Kraft 6 Hellen & Guilleaume o Gesellschaft für Elektrische Unter. nehmungen Rheinische Elektrizität 6 Schuckert «Er, o Siemens & Halske <; Lahme her S Eo io Die von der Gemeinschaft Groh-Frankfurter Rennvereine veranstalteten 14. Kreis-Meisterschaf- tcn die am Sonntag auf dem Main bei Frankfurt dur'chgesührt werden, haben ein hervorragendes Melde-Ergebnis zu verzeichnen Für die vier Meisterschaftsrennen, Einer- und Zwerer-Kaiak sowie Einer- und Zweier-Kanadier sind die Meldungen in grohcr Zahl eingegangen. Deutscher Radfahrer-Verband in Sicht Der neue Deutsche Radfahrer-Verband ist im Entstehen begriffen. Die vorläufige Geschäftsstellen befindet sich bereits in Berlin und nach den Mitteilungen des derzeitigen Führers der Radfahrer, Franz O h r t m a n n , Dortmund, stehen die Richtlinien auch in Bälde zu erwarten. Die in der ersten Sitzung des Reichsführer-Rings festgesetzten Gaue gelten natürlich auch fü» den Verband der Radfahrer. Oie 19. Etappe der „Tour". Die 19. Etappe der „Tour de France" von Pau nach Bordeaux über 208 Kilometer stellte am Mittwoch an die 40 Fahrer keine großen Anforderungen, so daß alle Teilnehmer in Bordeaux zum Endspurt rüsteten. Sieger wurde der Belgier Jean Aerts in 7:54:01 vor Le Greves, dem französischen Spitzenreiter Speicher, Guerra, Le Caloez und Lapebie. Alle übrigen 34 Fahrer, darunter auch die Deutschen Geyer, Stöpel und Thierbachs wurden gemeinsam auf den 7. Platz gesetzt. Kurze Sportnotizen. Ein Hammerwurf von 53,50 Meter gelang bei einem Sportfest in Helsingfors dem finnischen Athleten G. A. Soutanen. Trainings- und Sportbetrieb ulc Fischer und Angler können zufrieden ihrem Beruf und Sporte nachgehen, und die übrige Mitwelt hat Gelegenheit genug, sich am Strande und im Wasser nach Herzenslust zu ergehen. besider einen Vorsprung sichern, den sie b^ zum Mulle dielten. Während Butzbach das technisch- Aere Spiel zeigte, glich Grohen-Lmden diese Lücke durch großen Eifer vollkommen aus. Kanu-Kreismeisterschasten in Frankfurt a. M. 4% Oesterrelchffche Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrenke 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% dcSgl. von 1913 6% abgesl. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cemennverk Karlstadt.. Landkreis Gießen. —/— L i ch, 17. Juli. Das gestrige Garten- fe st des Alicefrauenvereins. das in Form eines Jahrmarktes aufgezogen war und unter der Leitung ihrer Durchlaucht, der Fürstinnen Reinhard und Carl zu Solms- Hohensolms-Lich stand, nahm einen glänzenden Verlauf und führte den Gedanken „Helft helfen" zu einem vollen Erfolg. Sieber 2000 Menschen füllten den schönen Schloßgarten, in dem fleißige Hände eine kleine Zelt- und Vudenstadt aufgebaut hatten. Vor und in den verschiedenen Buden und Zelten (Derkaufsstand, Tombola, Kaffee- und Kuchenbude, Bierzelt, Zigarren- und Zigarettenstand) stauten sich die Massen, die Kapellen spielten, die Gesangvereine und Chöre sangen lustige Volkslieder, die kleinen und größeren Mädels führten schöne Reigen auf, ein Zauberkünstler gefiel mit seinen Kunststücken, die große Weltschau gab ihre Vorstellungen am laufenden Band und hatte immer ein volles Zelt, das Theater war trotz zweimaliger Aufführung eines Lustspiels jedesmal überfüllt, das Bootshaus am See war von der Jugend stets umlagert. Eiswagen, Bierzelt und Wurststand hatten große Umsätze. Auch die niedergehenden Regengüsse und der immer weicher werdende Boden konnten der Stimmung keinen Abbruch tun. Cs war ein Volksfest im besten Sinn des Wortes und übertraf alle Erwartungen. Erst die hereinbrechende Dunkelheit setzte dem munteren Treiben ein Ende. Allen, besonders aber dem Fürstlichen Haus, die dem Verein ihre Gaben so reichlich darreichten und halfen, das Fest vorzubereiten und durchzuführen, mag der volle Erfolg des Festes der beste Lohn ihrer großen Mühe sein. Der Reinertrag des Festes kommt der Arbeit des Vereins und dem Hilfswerk für die hungernden deutschen Brüder in Rußland zugute. Das Theaterstück und die Weltschau mußten auf vielfachen Wunsch am Dienstagabend in Steins Saalbau wiederholt werden. Der Reinertrag wurde der Spende für die nationale Arbeitsbeschaffung überwiesen. traurig Lammert auch London, 1 tives flamen auf einer Um daß Deutsch biete i ® um M a 3m 3nterelfe 1 Europa muffe wirken, um eine änberung sicherzustellen. . Ionien weg biet verfiel Ievölkerun und feine na ' die in der cntfa land ständig erf: so eingeengt, da nen Ausbau Bndems ( Deutsche Erdöl ’ 4 Gelsenkirchener 0 Harpener 0 Hoesch Eisen—Söln-Neuellen.' 0 Ilse Bergbau 7 Ulfe Bergbau Genüsse Klöcknenverke ManneSmann-Röhren 3. G. Farben-Industrte Scheideanstalt Goldschmidt RütgerS werke Melallgelellschaft Bemberg Zellstos» Waldhos .... Z-Moss Aschaffenburg Dessauer GaS Daimler Motoren . Deutsche Linoleum Orenstein & Koppel Leonhard Tietz .... Ehade Jr.ll>" ® -.ss';? vetlayr"' Gie