Donnerstag, 2 0. April 1955 185. Zahrgang Nr. 92 Seützaussave GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Frrm Breite 35 Rcichspfennig, Platzvorfchrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Berantwonlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyrwt; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und'ür de" An« zeigenteil l B.Th.Kümmel sämtlich m Giegen J in der T-. ie95 wird ab um die (fr. r-L: Erlcheint täglich, außer ^onnioys und feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Bienener Familienblatter Heimat mBild Die Scholl» Monat,-Sezugspretr: Mit 4 Beilagen AM l 95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr „ -25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernfvrechanschlüsfe unter Sammelnummer 2251 Anichrift lür Drahtnachrichten Anzeiger Siehen pollfcheäionto: flronfh'Ti om Main 11686. fireijes. verfügt; Zwecke der < Io das, es ivvgenen ^hr “■ ZU bejchas- )ns neue Jahr eJ ‘yfiöi’rigen Meii werden. JBettlämpfe in lungen für die 's geben. Kreises. verfügt: itionen, Kreisen, daß weder gütige Aum-. offen oder Der- rn= und Sport' Bereinigungen n. iber die Durch- Dem Reichskanzler Adolf Hiller! Oie deutsche Revolution. - Oer Weg zur Volksgemeinschaft. - Aufgabe und Ziel des nationalen Erneuerungswer's zusammengehören in einer persönlich zu lebenden Einheit, ja. daß es nicht einmal die eine oder die andere „Richtung" geben kann, daß vielmehr nur der wahrhaft national sei, dec auch „sozialistisch" und nur der Sozialist sein könne, der national sei. Rednergabe, taktisches Geschick. Zähigkeit des Glaubens an die eigene Sendung trotz aller Rückschläge und Widerstände, verhalfen dieser seiner Idee zum siegreichen Durchbruch, deren Unteilbarkeit und iln* abd.ngbarke.t aber auch den vielfach nicht verstandenen Totalitätsanspruch der von ihm entfesselten Bewegung. Das, was ihm von Jugend auf als Künstlertum lebte, wandelte sich zu einem Begriff der „Politik als Kun st , den erst jüngst Joseph Goebbels in seinem Briefwechsel mit Furtwängler auseinandersetzte: der Kunst nämlich der Seelenbehandlung der Menschen und der Zusammenfassung der Massen unter einen W:llen. Die Zufammenschweihung des Kabinetts der nationalen Erhebung, und kurz daraus der in der Potsdamer Garnisonkirche am Früh- lingsanfang 1933 durch den greisen Feldmarschall und Reichspräsidenten von Hindenburg besiegelte Bund zwischen der in der nationalsozialistischen Bewegung neu aufstr ^"nden jungen Kraft und den durch alle Rot gehüteten Kräften preust sch-konservativen Ideengüter-, sind Beweise höchster staatspolitischer Klugheit. Die „Gleichschaltung" von Reich und Ländern und die Ausrichtung aller wirtschaftlichen und kulturellen Lebensformen des deutschen Bolles auf den neuen Staat waren nur möglich in diesem -großen Schwung der nationalen Erhebung. War die Gründung des Reiches im Jahre 1871 das alleinige Werk des einsamen Bismarck, so ist die Eingliederung und Bolkwerdung aller deutschen Stämme innerhalb des durch Bismarck geschaffenen Rahmens und über diesen Rahmen hinaus das Werk des deutschen Volkes selbst, dem Adolf Hitler 13 Jahre lang sein unerbittliches „Erwach e!" zugerufen hat und zu dessen Führung er vom Dolke und dessen allen getreuen Ekkehard berufen wurde. Alle Dolkssch.chten vom Arbeller bis zum Reichspräsidenten stützen sein nationales Erneuerungswerk und das mag ihm zutiefst Ansporn sein, sich als Führer des guten und zum Licht ringenden Deutschtums in zunehmender schlichter Größe durch deutsche Taten zu bewähren. Hamburg bei Sagebiel geblutet haben. Was vom Wege abirrte und Sonderzielen zustrebte, wurde bei der Erneuerung der Partei rücksichtslos ausgefchie- den, nacheinander Ludendorff, die Deutfchvöl- kischen, Stenn es und kurz vor der Erreichung des Zieles mußte logar einer feiner Getreuesten, Gregor Strayer, in Erfüllung eines tragischen Schicksals, Platz und Einfluß räumen, weil er einen Augenblick schwach wurde Nur dieser Tatsache ist der gewaltige Sieg zuzuschreiben, daß Hitler, nachdem er seine bezwingende Persönlichkeit in sich gerundet hatte, keinen fremden und schädlichen Einfluß mehr an sich herantreten ließ, daß er mit niemandem und mit nichts Kompromisse schloß, da er den Blick immer aufs Ganze und Große gerichtet hielt. Spürt man den volklichen Grundlagen für das Werden dieser Persönlichkeit nach, so erschließt sich uns die Erkenntnis, daß die Kulturträchtigkeit des süddeutschen Raumes, der sich über die alte Reichsgrenze erstreckt, Hitler das Wesen hoher Bolkskultur ausgeprägt hat, so daß der Mann aus dem Volke im Kreise der politischen und geistigen Aristoi, der Besten, schon blutshaft gleichberechtigt ist Seine Herkunft erklärt Vielfältiges in feinem Schaffen, aber auch die Energie, die nicht oon Zweifeln verschlämmt wird. Hitler ist als Volksmann konservativ, bedacht und erkennend alle Nöte des Volkes in allen Schichten di|zipliniert und, einem katholischen Kulturkreis erwachsen, Anhänger der Autorität Das verbindet ihn mit dem Altpreußentum, ließ ihn fremd sein jedem schroffen Individualismus, dem Zweifel und dem vereinzelten Handeln, aber auch der zuweit gesteckten Toleranz oder dem wirtschaftlichen Individualismus der Liberalen. Hitler ist dessen polarer Gegensatz. In den Gewittern der Weltschlachten entdeckte er sein Großdeutschtum und die nationale Verbundenheit aller deutschen Stände, im Zusammenbruch die Notwendigkeit, den Marxismus zu überwinden, in seinen politischen Kampfjahren das Pflichtgesetz, dem Deutschen das Reich wieder zur Heimat werden zu lassen, jedem Deutschen Bürgerund Bauernstolz zu geben, von unten herauf das Reich mit nationalem Willen zu durchbluten. Rach Blutanlage und Erziehung, urchcrührt von Dorurte.len einer Herkunft, eines Standes ober Berufs, dafür im besten Volkstum wurzelnd und beseelt von stärkstem Glauben an Deutschland, ist Hitler so zu dem Künder und Deuter des Gedankens geworden, daß national" und .soz al i st i sch" beides für sich nichts sei, daß beide Begriffe wohlverstanden kleinen Mann auf der auch den Straße in ihrer ganzen Tiefe und Abgründig feit aufging. „Hitler ist ein Columbus", so hat ihm einmal vor Jahren in einer Versammlung nach einer Rede ein begeisterter Zuhörer zugerufen. Er traf damals den Ragel auf den Kopf. Woran die anderen sich abquälen, worum die gelehrtesten Köpfe des Landes jahrzehntelang gekämpft und gestritten haben — er hat das alles mit spielerischer Leichtigkeit gelöst. Das Schicksal hat ihn auf den Platz gestellt, der ihm kraft feiner genialen Begabung und traft seines reinen und makellosen Menschentums gebührt. Wir alle, feine engsten Mitarbeiter und Freunde, stehen heute in Dankbarkeit und Liebe um ihn versammelt. Wir wissen, wie wenig cs gerade bei ihm angebracht ist, daß man ihm Lobeshymnen singt. Aber das eine muß doch einmal gesagt werden, dieser Mann, der Deutschland aus seiner tiefsten Erniedrigung wieder emporführte zur Ehre und Geltung darf wissen, daß hinter ihm, und wenn es nottut auch vor ihm eine geschlossene und entschlossene Kämpferschar steht, die jederzeit bereit ist, für ihn und feine Idee i h r Letztes hinzugeben. Diesem Mann gehört unser ganzes Herz. Wir wünschen ihm und uns zu seinem Geburtstag, daß das Schicksal ihn dem Daterlande auf viele viele Jahrzehnte noch erhalten möge und daß er immerdar unser bester Freund und Kamerad bleibe. Diesen Wunsch legen wir, seine Mitkämpfer und Freunde, ihm auf den Geburtstagstisch. Wir reichen ihm dabei unsere Hände und geloben, daß er für uns immer das sein wird, was er uns heute ist: Hnfet Hitler! Zum 20. April. „Ein Mann ist not, ein Nibelungenenkel, Daß er die Zeit, den toll gewordenen Renner Mit eherner Faust regier' und ehernem Schenkel." Diesem Sehnen, das ein deutscher Dichter in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zum Ausdruck brachte, wurde der Nation zum ersten Male Erfüllung, als Bismarck in den Einheits- kriegen das Reich schmiedete. Als das Bismarck'fche Reich nach einem fuidjlbaren Sturz im November 1918 zusammengebrochen war, fand in dem wirtschaftlichen und politifchen Chaos des vergangenen Jahrzehnts das Sehnen der deutschen Seele neue Nahrung. Und heute grüßen sicherlich Millionen oon denen, die am 5 März noch abseits stehe.i, gemeinsam mit den in 14 Jahren gesammelten nationalsozialistischen Kampftruppen in dem Reichskanzler Adolf Hitler den Wegweiser in eine größere und reinere Zukunft des Vaterlandes. Wo liegt das Geheimnis, das aus dem Kind kleiner Leute, das am 20 April 1889 zu Braunau im deutsch Österreich schen Grenzgebiet das Licht der Welt erblickte, den Mann machte, der sich anschickt, Reich und Volk politisch, wirtschaftlich und geistig zu erneuern? Bisher waren die politischen Führer zum deutschen Gedanken aus den mittleren und höheren Schichten hervorgegangen: Hitler entstammt dem Kleinbürger und Bauernoolk, und ein so feiner Deuter deutscher Kultur wie Wilhelm Raabe weist in seinem Abu Telsan darauf hin, daß nicht die polit.schen, wohl aber die geistigen Führer deutschen Wesens aus ihm, aus der Kleinstadt, die er mit dem Begriff Nippenburg umreißt, erblühen: „In dem Lande zw schen den Vogesen und der Weichsel herrscht ein ewiger Werkeltag, dampft es immerfort wie frischgepslügter Acker und tragt jeder Blitz, der aus dem sruchibaren Boden aufwärts schlägt, einen Erdgeruch an sich, welchen die Götter uns endlich gelegnen mögen. Sie säen und spinnen alle, die hohen Männer, welche uns durch die Zeiten voraus- fd)reiten, sie kommen alle aus Nippenburg wie sie Namen haben: Luther, Goethe. Jean Paul, und sie schämen sich ihres Herkommens auch keineswegs." Der Sohn des österreichischen Zollbeamten ließ schon in den Schuljahren Züge erkennen, die der Jüngling ufid Mann zu seinen Besonderheiten als Dolksfiihrer und Staatsmann entwickeln konnte, die Begeisterung für das Soldatische und Heldische, die rasch zufassende Art eines Knaben, der nie Stubenhocker war und sich mit seinen Altersgenossen in der schönen Heimat herumtrieb und balgte und der als Schäler zwar leicht lernte, aber mit einem ganz sichern Instinkt unbedingt ablehnte, was er als seinem Wesen fremd empfand. Der Knabe schon, der zu Haydns Melodie nicht den Tert der österreichischen Nationalhymne, sondern die Worte Hofmanns von Fallersleben fang, erfüllte sich mit dem groß- deutschen, nationalstaatlichen Traum Das Leben hat Adolf Hitler nichts geschenkt. Alles bis zum Letzten mußte er sich selbst erkämpfen txrüh stirbt der Vater Die Mutter folgt ihm bald in den Tod Ohne Vermögen, nach dem Wegfall der Witwenpension für die Mutter, ohne Verwandte, die sich feiner annehmen, ohne die Möglichkeit, seinem Wunsch nach künstlerischer Ausbildung auf Schule und Akademie folgen zu können, steht der junge Mensch in Wien ganz auf sich gestellt „Fünf Jahre Elend und Sommer in dieser Phciakenstadt", in der er als Hilfsarbeiter und Gelegenheitsarbeiter ein kümmerliches Dasein fristet Seine bis in die letzten Wurzeln gesunde Natur schützt ihn davor, in dieser bitteren Zeit zum „Proletarier" im Fühlen und Denken zu werden. In dieser Zeit erkannte er vielmehr schon, daß der Aufstiegswille des Arbeiters in chärfstem Gegensatz steht zu der marxistischen Irr- lehre die ihn in Heimat und Nation entwurzelt, statt'ihn in die Volksgemeinschaft hineinzusühren und ihn dort groß und stark zu machen Eine innere Verbindung mit der österreichischen Hauptstadt hat er nie gefunden. Immer mehr wuchs in ihm die Feindschaft sowohl gegen das Volker- gemisch dieser Stadt, wie gegen die Idee Habsburg. Die Sehnsucht ins Reich führte ihn 1912 in die Stadt an der Isar, von der aus es ihm bcftimmt wurde, das deutsche Volk nach seinem großen Zusammenbruch aufzurütteln, für die Ideen des neuen Reiches zu gewinnen und die gewaltige nationale Revolution in vierzehnjährigem Kampf zum oiege zu führen Seine weitere Entwicklung, die gleichzeitig Der Aufbau und beispiellose Aufschwung der nationalsozialistischen Bewegung ist, ist bekannt aus Hitlers Buch „Mein Kampf" und zahlreichen Veröffentlichungen seiner Mitarbeiter. Als im oommer 1923 die Empörung gegen Berlin noch der Aufgabe des passiven Widerstandes weiteste Bevölkerungskreise Bayerns erfaßte, schien der Zeitpunkt gekommen, wo Hitler glaubte sich an die Spitze der nationalen Revolution stellen zu können. Aber der erste Versuch bei- Machtergreifung wurde in Blut erstickt und Eitler mußte noch einmal von vorne anfangen. Als er die Festung Landsberg verließ, scharten sich die Getreuen um ihn wie die Bärenmützen der alten Garde um Napoleon. Sie stehen alle noch heute um ihn an entscheidenden Stellen, die Münchener Gefolgsleute von 1923, die Göring, die Robert und Adolf W a g n er, Walter Darre, sie und die andern, die später in der Pharusschlacht in Berlin oder in Bekenntnis zu Hitler. Bon Dr. Joseph Goebbels, Reichsmuuüer für BolksausNärung und Propaganda. „Es ist mir am heutigen Tage, da Adolf Hitler ein 44 Lebensjahr vollendet, ein Herzensbedürfnis, zu ihm ein persönliches Bekenntnis ab* zulegen Und ich glaube, Dabei vielen Hunderttau- senden von Nationalsozialisten weit und breit im Lande aus der Seele zu fprechen. Wir überlassen es anderen, die vor einigen Monaten noch aus der gegnerischen Seite zu sinden waren und sich vielleicht in Begeisterung und Verleumdung des Fiih- rers geradezu Überboten, ihn heute mit peinlidjem Pathos und falschem Zungenschlag zu verherrlichen. Wir wissen, wie wenig Adolf Hitler Wert daraus legt und wieviel mehr seiner Art und seinem Charakter die hingebungsvolle Treue und die niemals wonkende Anhänglichkeit feiner Freunde und Mitkämpfer entspricht. Daß Adolf Hitler ein Mann ganz großen Formats ist, daß er als einziger die deutsche Lage nach dem Kriege mit niemals trügerischer Sicherheit erkannt und vorausgesehen hat, daß er allein den Mut fand, daraus die barten, unerbittlichen Folgerungen für die reale Tagespolitik zu ziehen, das ist uns, die wir Tag um Tag um ihn find, von ihm Rat, Hilfe, Ansporn und niemals versagenden Glauben empfangen, so selbstverständlich geworden, daß wir es kaum noch zu betonen brauchen. Das allein ist aber noch nicht erschöpfend und ausreichend, um den geheimnisvollen Zauber zu erklären, den dieser Mann auf alle, die nur irgendwie mit ihm in Berührung kommen, ausübt. Was ihn uns so lieb und wert macht, das ist mehr: Daß Adolf Hitler in allen Tiefen und Höhen seiner Laufbahn von Beginn feiner politischen Tätigkeit an bis zu ihrer gewaltigen Krönung durch die Tlebernahme der Macht immer derselbe geblieben ist. Gin Mensch unter Menschen, ein Freund seiner Kameraden, ein hilfsbereiter Förderer jeder Fähigkeit und aller Talente, ein Wegbereiter für die, die sich ihm in seiner Idee Hingaben, ein Mann, der die Herzen seiner Milkämpfer im Sturm eroberte und sie nie mehr aus seinen Händen liefe. Es scheint mir. daß im Tleberschwang der Gefühle gerade das einmal gesagt werden muß. Rur wenige kennen Hitler von nahe. Die meisten, die Millionen, die zu ihm in gläubigem Vertrauen emporschauen, sehen ihn nur aus weiter Ferne. Er ist für sie schon zum Symbol ihres ganzen Zukunftsglaubens geworden. Sonst verhält es sich meistens so. daß. wenn man großen Männern, die man aus der Entfernung verehrte, näherkommt, sie an Zauber und Wirkung verlieren. Bei Hitler ist es umgekehrt. Je länger man ihn kennt, desto mehr lernt man ihn schätzen und lieben und desto vorbehaltloser ist man bereit, in seiner großen Sache aufzugehen. Wan hat einmal gesagt, daß das Große das Einfache und das Einfache das Große sei. Wenn auf einen, dann Paßt dieses Wort auf Hitler. Seine ganze Gedankenwelt ist eine geniale Vereinfachung der seelis ch e n R o t und Zerrissenheit, die das deutsche Volk nach dem Kriege erfüllte. Er hat sie auf den allgemein gültigen Renner gebracht und darum allein konnte seine Idee siegen, weil sie -Lotterie wurde W. sschul» hule l”de,#eh >n >«* Jdelsschulen ,1 2464 K ji^i Oer Geburtstag -es Reichskanzlers Berlin, 19. April. (Sil.) Der „Sag“ veröffentlicht folgenden Artikel Reichsminister Dr. Hugenbergs zum Geburtstag Adolf Hitlers: „AdolfrHitler, dem Mitkämpfer und Kameraden an der gemeinsamen vaterländischen Aufgabe, bringe ich heute meine aufrichtigen Glückwünsche und die Glückwünsche der Menschen dar, die in der deutschnationalen Bewegung zusammenstehen. Marschieren tmr doch, wenn auch auf verschiedenen Wegen, schon seit dem Zusammenbruch des November 1918 beiderseits dem großen gemeinsamen Ziele zu: der Befreiung des Vaterlandes aus fremden Ketten und aus dem Banne des volksfremden Weimarer Systems. Zu gleicher Zeit, als der damals noch unbekannte Gefreite des Weltkrieges, Hitler, die ersten seiner Getreuen um sich sammelte und sie zum Aufstande gegen Versailles und Marxismus aufrief, kämpften in der Rationalversammlung die Deutschnationalen gegen die Annahme des Diktates und gegen die dem deutschen Volke aufgezwungene liberalistisch-marxi- stische Verfassung. Diese Gleichschaltung ist in allen Wechselfällen der Entwicklung geblieben. Während Adolf Hitlers Sturm- trommcl erst Sausende, dann Millionen Menschen aufrüttelte, widersetzte sich die Deutschnationalc Volkspartei mit immer neu entfachter Zähigkeit auf allen Stationen des deutschen Passionsweges gegen Crfüllungswahn und rote Zersetzung. Beim Ringen um den Voungplan fanden sich zum ersten Male die braunen Scharen Hitlers mit den schwarzweißroten Kolonnen der DeutschDer Glückwunsch der DeuWnMmalen Ein Festaufsah Reichsminister Hugenbergs. nationalen und den grauen des Stahlhelm in klarer Bundesfront zusammen. Sie führten damals gemeinsam ■ den Krieg gegen das System, dem zwar der augenblickliche Erfolg versagt blieb, der aber doch in feinen letzten Auswirkungen ein tödlicher war. Harzburg wurde der äußere Ausdruck dieses Gedankens. Er erlosch nicht mehr, obwohl noch ein sturmbewegtes Jahr durchgefochten werden muhte, ehe der greise Feldmarschall-Reichspräsident mit ernstem Entschluh am 30. Januar der Sehnsucht der Ration Erfüllung brachte. An diesem Sage beschloß Hindenburg einen Bund, der sich nicht mehr lösen darf, wenn Deutschland bestehen soll. Als dann die Ration dieser Regierung, in der sich alles eint, was an Deutschlands Zukunft glaubt, am 5. März Gefolgschaft lieh, war die Bahn für den Wiederaufbau des Srümmerfeldes frei, das 14 Jahre Marxismus hinterlassen hatte. Adolf Hitler, der Mann gläubiger Hoffnung von Millionen, ist sich der ungeheuren Verantwortung vor der Weltgeschichte bewußt, die ihm Deutschlands großer alter Mann und der Ruf des Volkes auferlegt haben. Wie er während seines ganzen Aufstieges immer seinem Stern vertraute, so wollen wir mit ihm jetzt das Steuer des erneuerten und gereinigten Vaterlandes mit fester Hand durch Stürme und Klippen zu neuenilfern führen. Er weiß, daß ihm auch der kampferprobte schwarzweißrote Sturmbann der Deutschnationalen eine unentbehrliche Kerntruppe! für die kommende Aufbauarbeit ist. | Glückwunsch der Glaubensbewegung „Deutsche Christen". Anläßlich des 44. Geburtstages Les Reichskanzlers Adolf Hitler werden dem VdZ.-Büro von der Glaubensbewegung „Deutsche Chri- st e n" Ausführungen des Bundespfarrers Friedrich Peter-Berlin zur Verfügung gestellt. Das Bekenntnis der „Deutschen Christen' zum Volkskanzler Adolf Hitler kommt dabei in folgenden Sätzen zum Ausdruck: „Wir haben an die politische Sendung des Führers geglaubt in guten und in bösen Zeiten. Wir haben in ihm den Sachwalter eines großen deutschen politischen Amtes gesehen. Er war uns, so wie er war, für Deutschland der Richtige, der heute Notwendige, der, welcher dem Schicksal entsprach. Wir glaubten das und glaubten auch, daß Gott seine Hand darüber habe. Wir hatten für unsere Haltung keinen geringeren Gewährsmann als Martin Luther. Er sagt uns in feiner Auslegung zum 101. Psalm, in welchen Tugenden man die Güte eines Staatsmannes finden müsse: Gott hat das weltliche Regiment der Vernunft unterworfen und anbefohlen, weil es nicht der Seelen Heil noch ewiges Gut, sondern allein leibliche und zeitliche Güter regieren soll, welche Gott dem Menschen unterwirft. Von solchen Gedanken geleitet, haben wir den Staatsmann Adolf Hitler angesehen und ihm und seiner Gabe Glauben geschenkt. Wir waren trotzdem innerlich beglückt, wenn wir immer wieder hörten, daß Adolf Hitler in seiner eigenen Stellung zu Gott nicht blind, also nach Luthers Worten heidnisch, sondern gläubig und sehend ist. Dadurch erscheint er nicht nur uls einer, der seines politischen Hochamtes Sinn und Grenze genau kennt, sondern auch als einer, der den Wert der Kirche als des Reiches, das die ewigen, unsichtbaren und himmlischen Dinge verwaltet, in tiefer religiöser Unterscheidung zu würdigen weiß. Seine nächste Umgebung bezeugt es, wie er wiederholt, wenn die Aussichten seines Amtes trüber und dunkler wurden, oder wenn alles auf des Messers Schneide stand und keiner zu sagen wußte, wohin sich die Waagschale des Schicksals neigen würde, die Worte gebrauchte: „Gott wird mir's trotz allem glücken lassen." Er ist sich immer klar darüber geblieben: „Gott handelt nur durch den, der etwas will. Wenn dieser Wille nur so ist, daß der Allmächtige ihn segnen kann." Kürbitte der Evangelischen Kirche. Berlin, 19. April. (ERB.) Präsident D. Dr. Kappler hat im Ramen des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes und seiner deutschen evangelischen Auslandsdiaspora dem Reichskanzler Hitler zu seinem Geburtstage die wärmsten Segenswünsche übermittelt. Als Symbol des Segens, den die Deutsche Evangelische Kirche für die Wiederaufrichtung des Reiches erflehe, heißt es in dem Schreiben, werde am 20. April die Flagge des Kirchenbundes von den Gotteshäusern wehen. Oie Besuche Geldtes und Papenö beim Kanzler. München, 19. April. (WSB. Amtlich.) Am Sonntag, 16. April, stattete Reichsminister S e l d t e dem Herrn Reichskanzler auf dem Ob erwaldberg einen kurzen Besuch ab. Minister Seldte, der bekanntlich ebenfalls in der Rähe von Berchtesgaden seinen Urlaub zu verbringen pflegt, begrüßte den Reichskanzler und beglückwünschte ihn zu dem kom- m e n ö e n Geburtstag. Irgendwelche p o - I I tischen Gespräche wurden dabei selbstver- standlich nicht geführt. Alle darüber in die Ocffentlichkcit gesetzten Gerüchte sind daher haltlose Kombinationen. habt, das die Erwartungen weit übertraf. Insgesamt sind bisher rund 90 000 Mark in bar eingegangen; Der Wert der Rah- rungsmittelspenden übersteigt den Betrag von 70 000 Ml. In den 20 Bezirken Groß-Berlins sind 16 0 Derteilungs st eilen eingerichtet worden, die bereits heute früh mit der Verteilung begannen. Der Andrang war stellenweise so st a r k, daß Polizei eingesetzt werden mußte, um den Durchgangsverkehr in den Straßen aufrecht zu erhalten. Oer Glückwunsch der Hansastädie. Bremen, 19. April. (WTB.) Der Bremer Senat sandte an den Reichskanzler Adolf Hitler, den Ehrenbürger der Freien Hansestadt Bremen, ein Schreiben, in dem es u. a. heißt: Das deutsche Volk dankt Ihnen den Wiedergewinn des Glaubens an seine Kraft und seine Gesundung. Sie haben unser großes Volk aus 14jähriger Verirrung in beispielloser Aufopferung und Treue geeint und damit eine Tat vollbracht, die Ihnen Millionen guter Deutscher aus tiefstem Herzensgrund danken und die Ihnen, unserem Führer, den Ehrenplatz in den Herzen der Deutschen und in den Blättern deutscher Geschichte sichert. Der Senat beehrt sich, Ihnen, dem hochgeschätzten Ehrenbürger der Freien Hansestadt Bremen, zur Feier Ihres Geburtstages eine Auslese ausdenSchätzendesalten ehrwürdigen Bremer Ratskellers zu übersenden. Er glaubt ferner in Ihrem volksliebenden Geiste zu handeln, wenn er der Ihren Namen tragenden Spende zu Gun st en der erwerbslosen Bremer Volksgenossen 1000 RM. überweist. — Auch der Hamburger Senat hat an Hitler ein längeres Glückwunschtelegramm gesandt und ihm Las Ehrenbürgerrecht der Freien und Hansestadt Hamburg angetragen. Ferner soll der Rathausmarkt in Adolf-Hitler-Platz umbenannt werden. Wie die Reichspressestelle der RSDAP. weiter mitteilt, stattete am Mittwochabend Vizekanzler v. P ap en, der auf seiner Rückreise von Italien kurzen Aufenthalt in München nahm, dem Rci^skanzler im Braunen Haus einen Besuch ab. Glückwünsche Hugenbergs undSeldtes Reichsminister Hugenberg sandte an Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Telegramm: Namens der Deutschnationalen Volkspartei und im eigenen Namen sende ich Ihnen aufrichtige Grüße und Wünsche. Möge es der gemeinsamen Arbeit unter Ihrer Führung gelingen, Deutschland wieder groß und frei zu machen. Der Erste Bundesführer des Stahlhelms. Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e hat an Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet. „Dem Frontsoldaten des großen Krieges, dem Kanzler des neuen Reiches herzliche Wünsche in kameradschaftlicher Verbundenheit. Front Heil! Franz Seldte." Oie Glückwünsche der Reichshaupt adi Berlin, 19. April. (ERD., Oberbürgermeister Dr. S a h m und Stadlv rordnelenvorsteher S p i e w o k haben im Ramen der städtischen Körperschaften dem Reichskanzler nachstehendes Sele- gramm gesandt: Ihrem großen Ehrenbürger, dem Schmiede des Dritten Reiches, sendet die Reichshauptstadt zum Geburtstag ihre aufrichtigsten und ergebensten Glückwünsche zugleich mit dem Gelöbnis, den. nationalen Wiederaufbau des Reiches auch ihrerseits mit allen Kräften weiter zu fördern. Oas Berliner Ergebnis der Hiiler- GeburLstagsspende. Berlin, 19. April. (ERB.) Die Hitler-Geburtstagsspende hat in Berlin ein Ergebnis ge- Llnd so sagen auch wir Adolf Hitler am heutigen! Sage, daß wir ihm inKameradschaft und S r e u e bei dem schweren Werk zur Seite stehen. Las nur durch Gottes Segen gelingen fann. Göring verSäßi Rom. Der preußische Ministerpräsident besucht die Mailänder Messe. Rom, 19. April. (SU.) MinisterpräsidentG 5- ring, der am Mittwochvormittag von König Viktor Emanuel empfangen wurde, nahm anschließend als Vertreter des Reiches an der Eröffnung der 18. Vollversammlung der Internationalen Parlamentarischen Handelskonferenz teil, die im Beisein des Königs von Italien und Mussolinis auf dem Kapitol vor sich ging. Rach der Eröffnungsrede Mussolinis, der in knappen Worten die Aufgaben der Konferenz darlegte, nahm auch Minister Göring das Wort. Die Hauptpunkte seiner Erklärungen waren die Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit der Wirtschaft der Welt, ferner die Betonung des Primats der Politik über die Wirtschaft und des Willen Deutschlands, von guten politischen Beziehungen zu den anderen Ländern aus auch die Handelsfragen zu klären. Minister Göring ist um 15 Uhr mit dem Flugzeug nach Mailand gestartet, wo er gegen Abend landete. Der Minister hatte während des ganzen Fluges, der infolge des über ganz Rord- und Mittelitalien liegenden schweren Wetters eine Verzögerung erfuhr, persönlich am Steuer gesessen. Am Abend war Ministerpräsident Göring Gast des Senators Puri- c e l l i, des Kommissars für die Mailänder Messe, und im Anschluß daran wohnte er einer Aufführung in der Scala bei. Im Laufe des Donnerstagvormittags wird er wahrscheinlich den alten Wirkungskreis Mussolinis, die Redaktion des „Popolo d'Jtalia" besichtigen und anschließend der 14. internationalen Mailänder Messe seinen Besuch abstatten. Der Weiterflug nach München ist auf Donnerstag früh angesetzt worden, damit der Reichs« Minister an der in München geplanten Parade gemeinsam mit dem Reichskanzler teilnehmen kann. Neuordnung im preußischen Schulwesen. Geburtstagserlaß des Reichskommiftars Rust. Berlin, 19. April. (WTB.) Reichskömmissar R u st hat zum Geburtstage des Reichskanzlers eine Reihe wichtiger Verfügungen erlassen, die dazu bestimmt sind, die Forderungen der nationalen Re- oolution im Bereich des preußischen Kultusministeriums weiter Lurchzusetzen. Besondere Beachtung verdient die Verfügung, der zufolge die drei ehemaligen Kadettenanstalten in Plön, Köslin und Potsdam zu national-politischen Erziehungsanstalten im Sinne der nationalen Revolution umzubilden sind. Die Lehrkörper werden dementsprechend neu zusammengesetzt. Die Schüler- kleidung ist die Hitleruniform. Ferner wird verfügt, daß der Name „Pädagogische Akademie" ab 1. Mai in „H o ch - schule für Lehrerbildung" abgeändert wird. In Norddeutschland wird eine Hochschule für Lehrerbildung eingerichtet, die in engem Zusammenhang mit den Bauernvolks- h o ch s ch u l e n die besten Kräfte des Landvolkes erfassen soll. Der Bildungsplan soll heimatgebundene und landschaftseigene Prägung erhalten im Sinne einer national-politischen Erziehung. Wo 'erkennbar ist, heißt es in einer weiteren Verfügung, daß die schlechten Leistun- gen eines Schülers auf den Llmstand zurückzuführen sind, daß er sich mit ganzer Kraft der Freiheitsbewegung Adolf Hitlers widmete, ersuche ich, auf Antrag Pelzjäger. Von Per Schwenzen. Gs ist Frühling. Aber kein Frühling mit Lenz- mau und Blumen, keine Sonne glitzert über zarten Sorben, über schüchternem Grün und weichen Glit- zerwellen ... Eissturm jagt über die weißen Blochen der Ebene, schnaubt die Hänge hinan, dreht sich um die Ichworzen Kuppen aus Granit, die aus der Schnee- deoe ragen. Es ist Grönlandfrühling. Weit oben im Norden Ostgronlands, dort, wo kein Ekimo mehr feine Schneehütte baut, in der furchtbaren, tödlichen Einsamkeit arktischer Zone, in der die Pelzjäger aus Tromso, aus Narvik und aus den Lofoten ihre Stemhutten bauen. Sie kommen aus Nordnorwegen in kleinen Mo- • n ^rrt)er' waghalsige Seefahrer, oft nur mer Mann Besatzung. Sie haben Grütze und Kaffee und Konserven, Netze, Gewehre, Munition und Werkzeuge an Bord. Sie bauen sich an der Grenze öes Lebens em und harren aus. Das Schiff friert ein, öie ßisbarriere schließt sich. Sie sitzen in der Steinhutte, sie spielen Karten, sie trinken Tee und essen Konierven und Schiffszwieback. Sie schütten Koklare (eine Polarpflanze) in den Wasserkessel, in öem das Teewasser kocht, um dem Skorbut zu entgehen, sie sehen die Uhrzeiger laufen, Tag und Nacht und wissen oft nicht, ob es Nacht ist oder Tag denn der Winter ist dunkel. Sie warten hier in schrecklicher Haft, vom Eissturm, der sie nieöer- wersen wurde wie Pavpfiguren, in die Hütte gebannt, vom Hunger bedroht, auf den Frühling. Dann, menn das Eis der Barriere zu schmelzen beginnt, dann wandern die Eisbären. Dann kommt das Jagdglück. „Der Bär klingelt!" sagen die Jäger. An langer Stange durch em Loch in der Wand hinausgesteckt, hangt eine Speckseite. Wenn der Bar sie an sich reifet 3^1 er an der „Klingelschnur", an der die Burschen den Koder befestigt haben. Mit lautem ©epolter fallt in der Hütte ein Eimer zu Boden, ms zum Rand voller leerer Konservenbüchsen Dann fahren die Jäger aus den Kojen und stürzen an die Schießscharte. Und wenn der Weiße da draußen gefallen ist, stürzen sie hinaus, ihm das Fell Uber die Ohren zu ziehen ... dann gibt's Frischfleisch, Suppe, gute Tage und neuen Lebensmut ... manche, schon tobmatt, vorn Skorbut befallen, schleppen sich hin, das warme, sprudelnde Blut zu trinken, die sicherste Rettung vor dem schrecklichen Tode, der den Menschen hier in der weißen Einsamkeit mit langsamer, schleichender Müdigkeit befällt. ♦ Gs ist Frühling, die Stürme brausen um die kleine Stemhütte. Und in der Hütte, in der ersten Koje, liegt der junge Pelzjäger Leif Hegge. Gr starrt an die Decke, wo die ewige Petroleumfunzel schaukelt. Er stöhnt. Er glaubt, die Heimat nicht wiederzusehen, die Stadt Tromso und das Mädchen Syn- növe. Er würde sie gerne wiedersehen, aber die Synnöve noch tausendmal lieber, in Tromsö oder auf dem Nordpol, im Leben oder im Jenseits, ganz gleich, denn er liebt sie. Und sie liebt ihn auch. Aber sie war mit dem Anders Moen versprochen, noch ehe er sie kennen lernte, vor einem Jahr, auf dem Markte in Tromsö, unten an der Südecke, am Fischstand von Aage, als sie ein Kilo rotes Stör- flcisch kaufte ... Ach Leif, ach Leif, du wirst die Heimat nicht sehen, die Synnöve nicht mehr sehen, der Teufel holt dich, der Eistod ... du liegst hier als letzter! Leer sind die Kojen zwei, drei und vier. Die Kameraden ginaen vor drei Wochen, als der Eimer zu Boden rasselte, um den Bären zu schießen, sie kamen nicht wieder. Irgendwo liegen sie nun, tief verweht unterm Schnee, Eis im Bart, Eis in den Augen und träumen von Tromsö oder trinken Grog mit den guten Aposteln. Der Teufel hatte feine Hand im Spiel, dieser Winker war wilder denn je zuvor. Als die Kameraden auszogen, den Bären zu schießen, den ersten seit Monaten, hatte Leif das Wasser auf den Herd ge- setzt das Salz auf den Tisch gestellt, die Messer geschliffen. Aber der Bär war ein listiger Teufel, er floh in den Sturm hinein, die Schnauze zum Sturm, die Skimänner folgten und — tarnen nicht wieder tue gingen wohl in die Irre ... Dreimal war Leis unterwegs, keine Spur war zu finden — nichts Nun lag er alleine hier ... Wie sollte er heimkommen? Allein auf dem Kutter? Wenn er es überhaupt solange aushielt? Unmöglichkeit! Da gab es nur eine Rettung — hinüber zum Anders Moen und seinen Kameraden. Der Anders Moen war mit feinem Kutter „Lofoten" zum Uebermintern gefahren. Der Leif hatte ursprünglich mitgesollt. Aber da war ja die Sache mit Synnöve. Und sie hatten es hernach in Ruhe besprochen, der Anders und er — denn der Anders war em braver Kerl — daß es besser wäre, sie mie- öenjünanöer. Einmal im Tromsö waren sie schon in streit geraten, und der Leis hatte dem Anders eine Biers asche an den Kopf geschlagen. Sie hatten sich ausgesohnt, aber einen Winter zusammen im Gis — nein, das wollten sie nicht. Denn es kann sein, einer von beiden muß sterben, er siecht vor den Augen des andern hin, er wird matter und matter in der Koje. Der Sturm heult ums Haus, d'e Baren bleiben weg, der Tod hockt auf dem liebel im Gisfiurm. Und da könnte der Böse den versuchen auf den Tod dessen zu lauern, der dem Gluck im Wege steht. Nein, niemals. Leif war mit dem «chipper der „Thora" gefahren. Und drei Jagern. Die lagen nun alle vier im Eis und genossen die Ruhe des Todes, die er hier in Qualen erwartete... Ach, die Synnöve! Das Schmalz war zu Ende, die Margarine, Zucker und Tee gingen zur Neige, in der Ecke lagen die Knochen einer Möve, die er hart gefroren fand und kochte. Der Teufel, der Teufel... Ob er es wagen, ob er die Skier nehmen und mit Rückenwind einen Tag lang im Gis= sturm laufen sollte, um zum Anders hinüberzukommen? Klirrrr! Der Eimer! Ein Bär! Wie ein Toller, brüllend, lachend springt Leif aus der Koje — stürzt zum Gewehr — aur Scharte —: weißes Schneetreiben. Gr drückt die Tür gegen den Sturm auf — tritt hinaus — man sieht keine zwei Meter weit — aber Leif feuert, Schuß nach Schuß in die Richtung des Köders... Dann zieht er das Dolchmesser und kriecht übern Schnee... ja, er hat ihn getroffen, da liegt Blut! Aber der Bär ist fort. Leif eilt in die Hütte, rüstet sich, zieht den Pelz an, nimmt, Buchse, Patronen und Skier und geht, schnaubend vor Blutdurst und Lebenslust, auf der Schweißfährte des Bären, hinein in den Sturm... Ginen halben Tag lang ging Leif auf der Blutspur des Riesen. Das Tier hatte sich gewandt und lief mit öem Sturm. Leif hätte es auf Skiern bald emgehott, wenn nicht schneefreies Geröll und Schraubeis auf der Strecke feine Fahrt verlangsamt hatten. Gr ging mit schwindender Kraft, aber die roten Blutstropfen leuchteten ihm entgegen wie perlendes Leben. Gr wußte, nur Frischblut konnte ihn retten. Gr lief, schnallte ab und an, kletterte, sprang, selbst ein Raubtier, durch die weiße, endlose Oede... Als er die Spur atemlos um einen Felsvor- (prung verfolgte, erhob sich der waidwunde Bär. Dicht vor ihm stand er auf, todesmutig, zum Kampf. Leif sprang zuruck, aber die Pranke zerschmetterte ihm den linken Oberarm. Leis preßte blitzschnell den Gewehrkolben in die Magengrube und feuerte mit rechten Hand. Das Tier brach zusammen. Leif schnitt ein Stuck Fleisch heraus und würgte es roh hinunter. Dann sah er keuchend auf. Der Sturm nahm zu. Es war unmöglich, gegen den «türm zurückzugehen. Aber dort unten, wo die gelsfuppen sichtbar wurden, mußte die Hütte von Anders Moen liegen. Leif schnitt den Riemen vom Gewehr und band sich den Arm ab. Gr blutete fearf unb bu Spetdje schien gebrochen. Gr nahm Fleisch mit und trat die Wanderung an, er fühlte: letzt gehe ich auf Stiern langsam in den Tod. Aus seinem Arm fiel Blut in den Schnee. Er floh. Hinter ihm war der Jäger Tod. Er floh wie ein armer Bar zur Höhle. Schwankend, halb von sinnen langte er an. Da war die Hütte von Anders Moen. Leif lachte. Er versuchte zu klopfen. Da merkte er, daß er fein Gewehr unterwegs verloren hatte. Die rechte Hand war erfroren. Leif wollte rufen. Hatte der Tod schon feine Stimme genommen? Die Hütte schwankte... Leif taumelt zum Köder, biß in die Schnur und liefe sich fallen. Da sprangen Anders Moen und feine Kameraden mit den Büchsen aus der Hütte. Sie hoben den blutenden Mann aus dem Schnee. In ihren Augen stand bittere Enttäuschung. Sie waren wie Seif am Rande des Wahnsinns vor Hunger und Fleischmangel. Sie trugen den Sterbenden hinein. Der Blutverlust während des Marsches hatte ihn erledigt. „Höre, Anders Moen", sprach er mit leiser Stimme, eine halbe Stunde vor seinem Jägertod, „sei glücklich mit Synnöve und liebe sie immer so, wie id)_ sie liebte. Und grüße sie von mir. Nimm deine Skier und geh mit den Kameraden der Blutspur nach, die ich gezeichnet habe. Mein Blut führt euch dorthin, wo der Bär liegt, den ich geschossen habe. Trinkt Blut und eßt Fleisch. Lebt gesund und macht reichen Fang. Grüßt Tromsö und setzt mir ein Kreuz auf das Grab ..." Gr wollte noch mehr sagen, war aber zu schwach. Ginmai bewegte er die Lippen noch, da beugte sich Anders zu ihm hinab. Er glaubte den Namen Syn- növes zu hören. Zehn Minuten später hielt anders ihm das Blatt seines Messers vor die Lippen. Es lief nicht mehr an. Da sprachen die Männer ein Gebet, schnallten an und liefen wie hungrige Wölfe die Blutspur des Toten entlang zum Fleischplatz. Zeitschriften. — Ein reich und mannigfaltig zusammengestell- kes Heft bietet die „Deutsche Zeitschrift" (Callwey, München) mit ihrem Äprilheft. Den Charakter eines Osterheftes erhält es durch den Aufsatz „Der Kreuzweg der Leidenschaft" von Werner Picht, der die Tragik des Menschseins, das Schweben zwischen Himmel und Hölle und die Erlösung durch das Kreuz in tiesdringender Meditation enthüllt. Hermann LIllmanns im vorigen Heft begonnene lebendige Schilderung einer „Rumänischen Reise" wird zu Ende geführt. Die Erzählung „Reidhafte Sterne" von Eduard Lachmann ruft in dem geheimnisvollen Kampfe einer Mutterliebe gegen dunkle neidische Schicksalsmächte um das Leben ihres letzten noch im Felde stehenden Sohnes die Erinnerung an trauervolle Kriegsjahre zurück. „Vom deutschen Wesen der rheinischen Landschaft", von der hier sich überall offenbarenden Wechselwirkung zwischen Ratur und Menschenwerk schreibt Fritz Gränh. G. Kurt Schauer gibt einen gut unterrichtenden Ueberblick über das neueste niederländische Schrifttum, während Hans Eckstein älmschyu hält unter der in erster Linie für den Gartenliebhaber bestimmten neueren Gartenliteratur. Rh. Oer Geburtstag desVeichskcmz'ers Aus -er Provinzialhauptstadt des Jahres ausgeglichen werden. Der ‘Beginn der Vorlesungen an der Technischen Hochschule und der Landesunivcrsitöt wird aus vorgenanntem Grunde ebenfalls auf den 2. Mai verlegt. Der Zugang von Personen nicht arischer Abstammung zu Schulen (außer Bolts- und Berufsschulen) und zu der Technischen Hochschule und der Landesuni- vcrsität wird durch den Erlaß eines bevorstehenden Reichsgesctzes geregelt und beschränkt werden. 3d) ersuche daher, die Aufnahmen von Personen nichtarischer Abstammung bis nach Erlaß dieses Gesetzes zurückzustcl- l e n. Am heutigen Donnerstag, dem Geburtstag des Reichskanzlers Adols Hitler, wird unsere Gießener Militärkapelle unter Leitung von Ober- musikmeister Krauße von 17 bis 18 Mbr aus der Südawlagc Platzmusik veranstalten. Mu- silfolge: 1. Badenweiler-Marsch, Fürst: 2. Fest. Ouvertüre, Lorying: 3. Frühlingsstimmen, Walzer, Strauß: 4. Ein Morgen in Sanssouci, Tongemälde. Ändert: 5. O Deutschland hoch in Ehren, Großes patriotisches Potpourri, Lindemann. Helm. Die Braut entstammt einem ursprünglich in Oberitalien ansässigen Adelsgeschlecht, dessen einer Sproß zur Zeit Friedrich des Großen aus Glaubensgründen nach Preußen auswanderte. Seit dieser Zeit standen die Salviatis im preu» ßischen Staats- und Heeresdienst. Die Mutter der Braut entstammt der alten Hamburger Familie Erasemann. Don den drei Brüdern der Braut, deren einer EA.-Führer in Baden, der andere Leutnant im Qlrtillericregimcnt 2 ist, hat sich der älteste als einer der erfolgreichsten Turnierreiter einen Damen gemacht. Er gehörte u. a. zur Italienmannschaft, welche die Coppa Mussolini für Deutschland errang. Die Berlobung erregt besonders deswegen Aus- sehen, weil sie den Ebenbürtigkeitsvorschriften des preußischen Königshauses nicht entspricht. Prinz Wilhelm hätte gemäß den Ebenbürtigkeitsbestimmungen desHaus- gesehes seine Wahi nur innerhalb seiner Verwandtschaft und Unter den ausländischen Prinzessinnen treffen können. Er lehnt aber besonders letzteres aus grundsätzlichen Erwägungen heraus ab und hat sich daher entschlossen, mit den nicht mehr zeitgemäßen Bestimmungen des Hausgesetzes zu brechen. schen Landestheaters in Darmstadt an mit der einmaligen Ausführung der Oper: .Fidelio", von Beethoven. Für dieses Gastspiel gelten Opernpreise: Dorzugs- und Rundfunkfchcine haben Gültigkeit- •• Segelflug mit Auwschleppstart im Flughafen. Im Schaukasten des .G'.eße- durch keine Arbeit an der nationalen TeugeRaL hing Deutschlands mitarbeitet. Verlobung des Prinzen Wilhelm von Preußen. mübung aller beteiligten Kräfte, einen tiefen Eindruck. Las Horst-Weiiel-Lied und ein dreifaches „Sieg-Heil" aus den Reichskanzler Adolf Hitler beschloß die würdige Feier. Zlaggenerlaß zum Geburtslag des Reichskanzlers. Zur Feier des ersten Geburtstages, den Adolf Hiller als Reichskanzler begeht, flaggen am Donnerstag alle Behörden des Reiches, der Länder und Gemeinden im ganzen Reich. Die Reichsregierung rufl das ganze deutsche Volk aus, sich dem vorgehen der Behörden anzuschließen, und damit der Verbundenheit aller kreise des Volker mit der staatlichen Macht feierlichen Ausdruck zu verleihen. Heute abend: „Großer Zapfenstreich." Das Programm. Das Bataillon gibt nachstehend das Programm für den „Großen Zapfenstreich" am heutigen Abend (20.20 Uhr) bekannt: 1. Badenweiler-Marsch (Fürst): 2. Heere»- marsch 11 Ar. 208 (Musik und Spielleute) (Doigt). Großer Zapfenstreich: Locken zum Großen Zapfenstreich, Großer Zapfenstreich, Zapfenstreich der berittenen Truppen: 1. Post. 2. Post, 3. Post), Zeichen zum Gebet, Gebet. Abschlagen nach dem Gebet, Ruf nach dem Gebet, Deutschlandlied. Der Große Zapfenstreich findet auf Oswalds garten statt. Um 20 Uhr marschieren Musik, Mann schäften und Fackelträger von der Äajernc an der Licher Straße ab. Der Zug bewegt sich direkt zum Oswaldsgarten. Militärische plahmusik. 1925. Ein Wintertag liegt über Landsberg am Lech. Die Sonne scheint gelb und kalt. Eine dünne Schnee schicht liegt über der Erde, glänzt von den Dächern der alten Festungsstadt Es dunkelt leise, als sich das große Festungstor öffnet und gesenkten Hauptes ein Mann heraustritt, langsamen Schrittes. Einige feiner Getreuen erwarten den Führer. Adolf Hitler, nun wieder frei, sieht in die Augen der Freunde und lieft darin denselben Mut, der auch ihn beseelt. Die Partei liegt in Trümmern, nur kleine Reste haben sich in unwandelbarer Treue hier und dort gehalten. Der Führer war gefangen, die Zeitungen waren verboten, was hatten sie auch noch zu erhoffen? Adolf Hitler brachte von der Festung Landsberg die Niederschrift seines Buches „M e i n Kampf mit. Und die Getreuen, die auf ihn gewartet hatten, die auch alle fünf Jahre hindurch gewartet hätten, nahmen es als das kostbarste Geschenk. Bon Landsberg aus bann, nachdem alles zufam mengebrochen war, nahm Adolf Hitler mit den Sei nen den Kampf um das deutsche Bolk wieder auf, unbeirrt, steifest, im Glauben an die guten Kräfte seines Volkes. Vom Gefreiten zum Volkskanzler Fünf Szenen aus dem Leben Adolf Hitlers. 1929. Ein wundervoller Augusttag steht über Nürnberg. Die Straßen sind fröhlich belebt Parteitag der Braunhemden! An 2lbolf Hitler, dem Führer, vorbei marschiert die SA., marschieren 60 000 Braunhemden. Ganz Nürnberg sieht begeistert zu. Und als die Knaben der Hitlerjugend vorübermarschierten, warf der Führer Blumen aus seinem Wagen und sagte: „Als ich diese Knaben heute an mir oorbeimarschieren sah, dachte ich plötzlich: wie wäre es, wenn noch zwei Jahre vergingen und diese da unsere alten Helme aufsetzten wie die Freiwilligen von Ppern ... Das gleiche Gesicht, der gleiche Ausdruck, das gleiche Leben in den Gesichtern ..." Und die begeistert zusehenden Bürger Nürnbergs hörten Lied auf Lied an sich oorüberrauschen, gläubig gesungen. Und viele, die nicht glauben wollten, die sich dagegen gewehrt haben, sie mußten es doch tun. Stärker und gefestigter als je stand die Partei, und klarer und deutlicher als je umriß der Führer fein Programm: Deutschlands Erneuerung. Als die Sonne dieses 'Augusttages über Nürnberg niederging, waren wieder Tausende gewonnen, unaufhaltsam. ncr Anzeigers" In der Sch ulst raße sind gegenwärtig Bilder von den Segel lügen der Segelflio- gergruppe des Vereins für Luftfahrt Gießen zu schen. Die Segelflüge wurden bei bestem Erfolg mit dem Autoschleppstarl durchgeführt Interessenten seien besonders aus die Bilderreihe aufmerksam gemacht. „Öer 18 Oktober." Sonderausführung und Vorfeier zu Adolf Hitlers Geburtstag. Die NSDAP. Gießen hatte für gestern abend zu einer Sonderaufführung des Schauspiels „Der 18. Oktober" (von Walter Erich Schäfer) aus Anlaß des Geburtstages des Reichskanzlers Adolf Hitler in das Stadttheater eingelaben. Die Veranstaltung trug ernstesten, feierlichen Charakter. Vor dem Hauptportal des «tadttheaters brannten Pechfeuer in großen Schalen. Das Stadttheater war bis auf den letzten Plag besetzt. Herr Bartholomäus hielt eine einleitende Ansprache: Jetzt, in dieser Stunde, aus Anlaß des Geburtstages des Führers, dürfe man sich freuen, daß der Kampf der Bewegung durch den Sieg gekrönt fei. Deutschland sei zerrissen gewesen. Jetzt sei es geeint. Die Mehrzahl der Bevölkerung habe sich in einigem Geiste zusammengefunden. Man nenne Hitler den Volkskanzler, weil er aus der Tiefe des Volkes gekommen fei. Keiner habe fo kämpfen müssen, wie er, keiner habe Zeit seines Lebens von Jugend auf so viele Widerstände zu überwinden gehabt wie er. Er habe das Leben der Arbeiter kennengelernt, sehr früh die Gefahren erkannt, die dem Arbeiter aus einer falschen Lehre drohten, und vorausgesehen, was kommen mußte. Dem Reichskanzler Adolf Hitler müsse zu seinem Geburtstage ein Geschenk werden. Das Geschenk solle aber nichts äußer- liches sein, sondern vielmehr das tiefinnerste Bekenntnis sich mit ganzer Kraft und aller Hingabe der Seele in seinen Dienst zu stellen. Jrn einigen Streben erst werde wieder jenes Deutschland, das einmal war. In dieser Einheit werde erst das Opfer erfüllt, das die Gefallenen des Weltkrieges mit ihrem Blut und Leben für Deutschland brachten. Das Spiel dieses Abends solle, so fuhr der Redner nachdem man der Toten des Weltkrieges gedacht hatte, fort, symbolisch sein für deutsches Geschick. Es solle wegweisend im Kampf der Gegenwart sein. Aus der Vergangenheit solle die Kraft gewonnen werden, damit das Vaterland wieder das werde, was der Volkskanzler Adolf Hitler aus ihm machen möchte. Der gemeinsam gesungene erste Vers des Deutschland-Liedes beschloß die Ansprache. Wahrend der Ansprache war die Bühne mit Hakenkreuzfahnen Krühlingssonne und Gesundheit. Der Mensch ist ein Kind der Sonne und sie, die er im Winter nur zu ost und zu lange entbehren mußte, sucht er fetzt, in den ersten -tagen des Frühlings, licht- und wärmehungrig mit vollen Zügen zu genießen. Das ist nur recht und billig. Wissen wir doch längst, daß die Sonne ein wertvolles Heilmittel für den Menschen darstellt. Mit Heilmitteln indessen soll man stets vorsichtig sein und sie nur bann so anwenden, wenn es der Arzt vorschreibt. Das gilt auch von der Frühlingssonne. Sie ist sogar eine starkwirkende Medizin, bei der kleine Dosen förderlich. zu große aber leicht schädigend auf unsere Gesundheit einwirken. Während des Winters hat unsere Haut, die die Eintrittspforte für die Sonnenstrahlen in unseren Körper bildet, in ihrer Widerstandsund Leistungsfähigkeit gelitten. Zur Vermeidung von Sonnen schaden im Frühling muß dies besonders berücksichtigt werden. Man tut daher gut, die Haut an die Einwirkung der Sonne erst allmählich zu gewöhnen. Hierfür eignet sich in erster Linie das Luftbad, das man bei warmer Lust im Zimmer beginnen und durch zeitweises Oeffnen eines Fensters entsprechend der jeweiligen Außentemperatur allmählich abstufen kann. Wo die Möglichkeit dazu besteht, können solche Luftbäder im Frühling und im Sommer mit Vorteil im freien genommen werden. Ist die Haut so durch Luftbäder vorbereitet, dann kann man zum Sonnenbad übergehen. Für die ersten Sonnenbäder empfiehlt sich zur 3*0» meibung von Sonnenschaben vorheriges Einset- ton ber Haut mit einer fettreichen Salbe Äte- mals wähle man für Sonnend über b.e heißesten Stunden bes Tages, auch sehe man n.cht gleich ben ganzen Körper ber Sonne aus. sondern abwechselnd bald die eine, bald die andere Kor- perstelle. Das erste Sonnenbad soll im ganzen zehn bis fünfzehn Minuten nicht über f<6 reiten; erst ganz allmählich kann man das Sonnenbad bis zur Dauer einer Stunde ausdehnen. Der unbedeckte Kopf darf' niemals ber b.rekten Besonnung ausgesetzt werben, sondern man schuhe ihn durch Aufsehen eines breitkrämpigen Hutes ober bergle chen. Zum Schutz ber Augen biene eine Schutzbrille mit grauen ober grünlich gefärbten Gläsern, solche mit blauen Gläsern und unzweckmäßig, weil burch sie bie ultravioletten Strahlen der Sonne hindurchgehen. Zweckmäßig ist es auch, den Körper während des Sonnenbades durch Spiel und Sport in Bewegung zu ^Stellen sich beim Sonnenbaden irgendwelche Beschwerden, wie Herzklopsen, Schwindel oder Au^enflimmer ein, so muh das Sonnenbad sofort abgebrochen werden. Gegen leichten Sonnenbrand belien etwas Puder ober milbc, fettreiche ©alben schwerere Verbrennungen erforbern natürlich'balbige ärztliche Behanblung. Ob em Kran- ker. auch unter Innehaltung aller fr.efer Dor- sichtsmahregeln. in ber Sonne haben bar\ muß stets ber Arzt entscheiben. sonst kann es geschehen, daß bie Sonne dem Kranken statt Genesung wo- mM'd) Verschlimmerung seines Leidens bringt. Schließlich sei noch darauf aufmerksam gemacht. daß nicht nur unser Körper^ ^dern auch unsere Wohnung nach oonne durstet. Darum lasse man ber Sonne freien Sugang zu unsren Wohnräumen, vor allem zu Möbeln unb betten. Sonne tötet Bakterien unb sonstige Krankheü^- stoffe. unb ganz zu recht besteht ber Sah ,/Wo bie Sonne hinkommt, ba kommt ber Arzt Nicht hin." D.K.G.S. Verlängerte Serien in Hessen. Numerus clausus für nichkar'.sche Personen. Der Hessische Minister für Kultus unb Bildungswesen erlaßt folgende Anordnung: Zur Durchführung der Anordnungen, die sich auch für das Schulwesen aus der nationalen Entwicklung ergeben haben, ist es erfotiter- lich. daß der Schulbeginn für alle Schulen vom 24. April auf den 2. Mai verlegt wird. Die hierdurch erfolgte Ferienverlängerung muß durch eine entsprechende Kürzung tm Laufe Bayern und dem Reich geschaffen, so war trotzdem Mols Hitler nicht geneigt, ein Koni promiß einzugehen. An ihn glaubten zu viele, und dieser Glaube war ehrlich. Als Kahr und Lossow immer wieder die Entscheidung hinauszögerten, drang Adolf Hitler in den Bürgerbräukeller ein, wo Kahr in einer Versammlung sprach, und protla miede dort die nationale Revolution. Stahr fügte sich scheinbar, in Wirklichkeit war er entschlossen, sein Wort, das er Hitler zweimal verpfändete, zu brechen. Als am nächsten Tage Hitler mit seinen Braunhemden zum Zeichen des Sieges durch München marschierte, feuerte von der Feldherrnhalle eine Kompanie auf den Zug. Zwölf Nationalsozialisten brachen zusammen. Adolf Hitler selbst trug einen Knaben aus dem Feuerreqen. Die nationale Erhebung wurde unterdrückt. Vereinzelte Bersuche scheiterten. Adolf Hitler und seine Getreuen wurden von dem Lande, das sie retten wollten, vor Gericht gestellt. Hitler erhielt fünf Jahre F e st u n g, von denen er auf Landsberg achtzehn Monate verbüßte. eine Nachprüfung vorzunehmen, ob die Vor- i sehung nicht doch noch ausgesprochen werben lann. Die Entscheibung lege ich in bie Hänbc ber Klasienkonferenz, ber ich bringend ans Herz lege, ber Größe unb Rot ber Zeit Rechnung zu trazen unb weitherzig zu urteilen. Disziplinarstrafen sind aufzuheben unb zu tuschen, bie seit dem 24. Februar 1925 gegen Stubierenbe wegen solcher Hanb- lungen verh-ngt worben sinb, bie aus nationalen Deweggrünben begangen würben. Ebenso finb alle Schul st rasen aufzuhe - ben, bie seit dem 1.Öanuat 1925 gegen Schüler wegen solcher Hanblungen verhängt worben finb. bie aus nationalen Beweggründen begangen worben sind. Etwa verwiesene Schüler sind ohne Aufnahmeprüfung wieder in bie betreffende Klasse aufzunehmen. Studierende, die in den letzten Jahren in der SA.. SS. oder Wehrverbän- b e n im Kampf um bie nationale Erhebung ge- ftanben haben, finb gegen Vorlage eines Zeugnisses ihrer Dienstvorgesetzten bei ber Vergebung von Vergünstigungen (Gebührenerlaß. Slipenbien usw.) besonberszu berücksichtigen. Dagegen b. r en a n j ü b i s ch e unb marxistische (Stubierenbe Vergünstigungen nicht mehr gegeben werden. Bei der Aufstellung von S t u b i c n p l ä n c n und Festsetzung von Vorlesungen für das Wintersemester 1933 34 ist dafür Sorge zu tragen, daß auf die Abiturienten, die aus dem Frciwil- ligenArbeitsdienft tommen, besondere Rücksicht genommen wird. Sie dürfen gegenüber Abiturienten, die schon jetzt auf die Hochschule kommen, in keiner Weise benachteiligt sein und find bei der Vergebung von Veraünstigungen und Stipendien besonders zu berücksichtigen. Am Tage der nationalen Arbeit (1. Mai) sind an allen Hochschulen usw. einfache Feiern abzuhalten, bei denen bet Stu- bentenschast das neue Studentenrecht vom Rektor übergeben wird. Es ist dabei zum Aus- druck zu bringen, daß die Studentenschaft, die nach langen Jahren wieder ftaatlid) anerkanntes Glied der Hochschule wird, mit den neuen Rechten Pflichten übernimmt. Ich erwarte von jedem Studenten, daß er sich > diszipliniert in die Hochschule einordnet und so | Versammlung der Mütter-Zwangsinnung Gießen. Man berichtet uns: Die Müller-Zwangs-In- nung für den Kreis Gießen hielt heute eine außerordentliche Versammlung im „Bayrischen Hof" dahier ab. Die Versammlung war von feiten ber Müller gut besucht. Als Gäste waren erschienen ber kommissarische Dorsitzenbe bet Handwetlslammer-Rebenstelle in Gießen, Herr Schimmel, sowie Obetmeistet Katz der Innung Alsselb. Die Versammlung würbe emberu- fen. um die durch bie politischen Verhältnisse geschaffene Umstellung auch in ber Mütter>2n- nuiig Gießen vorzunehmen. Obermeister V o g t - Hungen begrüßte alle Erschienenen unb berichtete über die Hanbwerkertagung in Darmstabt am 5. April. Er gab bekannt, bah von ber Hanb- wetlskammer verlangt wirb, bah minbestens 51 Prozent des Vorstandes ber Innung Mitglieder der ÄSDAP. fein müßten, und stellte fest, daß dies in der Innung bet Fall ist. Die Versammlung sprach bem seitherigen Vorstanb einstimmig bas Vertrauen aus. Sobann sprach Herr Schimmel über die Zustände in der Hessischen Handwerkskammer. Voll Empörung wurden die Ausführungen, bie unglaublich aber wahr sind, von der Versammlung ausgenommen. Er gab die Versicherung, daß unnachsichtlich endlich restlos gesäubert wird, unb sch.lberte noch Maßnahmen, bie von ber Regierung in Aussicht gestellt sind, um das schwer nicberliegenbe Hand- werk unb Gewerbe zu schützen. Mit großem Beifall wurden seine Ausführungen aufgenommen. Der Geschäftsführer der Innung. Müllet Helmes- Obet"Hörgern. ging auf das von Herrn Schimmel Angeführte ein unb sprach sich ba» h.n aus. baß die Arbeit derjenigen, öic die Verantwortung übernommen, ernst unb schwer fei und bah es Pflicht eines jeben einzelnen sei', sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen: bies könne geschehen burch Eintreten in ihre Reihen. Kollege Sch ug g »Beuern sprach sch im selben Sinne aus unb brachte ein bteifaches Heil auf Reichskanzler Abolf Hitler aus. Obermeister Katz bankte für bie Begrüßung unb sprach seine Freude aus. daß sich die Innung ®ie6_cn wieder zurückgefunden habe zum Hessischen Mul- lerbunb. Rach einigen Aussprachen unb Anfragen schloß ber Obermeister die Versammlung. Diese hat den Eindruck hinterlassen, baß fast kein Müller ber Innung Gießen ist. ber sich nicht bekennt zu bem. ber Deutschlanbs Rettung unb somit die Rettung unseres ob len Hanbwerks ift: Abolf Hitler. Pornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand- plaß: 15 bis 17 Uhr, große Frühjahrs-Ausstellung. — Aus dem Stadt theatetburea u wird uns geschrieben: Morgen, Freitag. 27. Vorstellung im Freitag-Abonnement mit der Wie- detholung des Schwankes „Hasenklein kann nichts dafür!" von Mahnet-Mons unter der Spielleitung von Karl Hehler. Die Besetzung ist die der Erstaufführung mit Ludwig Linkmann als Gast in der Titelrolle des Schneidermeister Titus Hasenklein. Gewöhnliche Preise. Ende 22.15 Llhr. — Sonntag, 23. April, 15 übt, findet als Frem- denvorstellung außer Abonnement und zu ermäßigten Preisen eine Wiederholung des köstlichen Schwankes „Hasenklein kann nichts dafür!" statt, ebenfalls mit Ludwig Linkmann als Gast. — Als nächstes Gastspiel kündet ber Spielplan für -Mittwoch. 26. Avril (27. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement) ein Operngastspiel des Hesst- Berlin, 19. April. (Tll.) In Bonn a. verlobte sich ber älteste Sohn des beutschen Kronprinzen, Prinz Wilhelm von Preußen, mit Fräulein Dorothea von Salviati. Prinz Wilhelm würbe am 4. Juli 1906 geboren. Rach beftanbenem Abiturientenexamen ftubierte er zunächst Rechtswissenschaften unb Volkswirtschaft, um sich eine möglichst breite Grundlage für seine spätere lanb- unb forstwirtschaftliche Tätigkeit zu erwerben. Er erlernte bann bie praktische La nb wirtschaft unb arbeitet jetzt auf einem oberschlesischen Hofkammergut. Seit dem Jahre 1923 steht der Prinz in ber nationalen Wehrarbeit. Er ist heute Bataillonsführer im Stahlgeschmückt. _ , , . , Die nun folgende Aufführung des Schauspiels I „Der 18. Oktober" hinterließ, dank der ernsten Be- I 1918. Ein Oktobertag an der Westfront. 1918. Zerschossen das Gelände vom jahrelangen Krieg. Wolken fetzen jagen am Himmel hin. Die feindlichen Batterien arbeiten, bereiten den Angriff vor. Uebcr den deutschen Gräben zucken die Blitze, Rauchsäulen schießen gigantisch hervor. Das Sperrfeuer liegt hinter der zweiten Stellung. Unter dem gewaltig lärmenden Schritt des Krieges erbebt das ganze Land. Ein Meldegänger ist unterwegs. Er fliegt durch die Gräben. Um ihn herum rast der Tod. Er trägt beide Eiserne Kreuze auf seinem beschmutzten Umformrock. Auf freien Stellen springt er von Granat trichter zu Granattrichter, Schutz suchend. Da setzt Gasbeschuß ein. Merkwürdig hell krepieren die Granaten. Gelbkreuz, das furchtbarste Gas. Der Meldegänger stürzt zusammen. Seine Augen sind geblendet. Er rafft sich noch einmal auf, bringt die wichtige Meldung bis ans Ziel und bricht zusammen. Er kommt ins Lazarett, er ist todkrank, gaskrank, das Augenlicht scheint verloren. Er kommt nach Pasewalk in Pommern. Langsam gesundet er. Da stürzen an einem trüben Novembertage betrunkene Matrosen in das Lazarett und verkünden den Sieg der Revolution, der November-Revolution. Das war am 10. November. Bei dieser Nachricht wirft sich der von der Gasvergiftung noch halb blinde Meldegänger und Gefreite Adolf Hitler über das Bett, über fein Krankenbett, und weint fassungslos über den Zusammenbruch des Vaterlandes. 1920. Die Kommunistenherrschaft in München war zu- sammengebrochen, war niedergerungen worden. In den Reihen der Befreiungsarmec war auch der Geireite Adolf Hitler in München mit einmar- schicrt. In ihm brannte der Wunsch, Deutschland wieder ehrlich zu machen. Ein Feuer glühte in ihm. Sein ganzes Leben kannte nur ein Ziel: Deutsch lands Erneuerung. Diesem Ziele hatte er sich verschrieben, und er suchte fieberhaft nach Wegen, die hinführen könnten. Im Lciberzimmer des Stcrnetferbräus hatte sich eine „Deutsche Arbeiterpartei" aufgetan, eine der vielen Parteigründungen jener unruhigen Zeit. Sechs Mitglieder zählte sie. Adolf Hitler nimmt mit den Leuten Fühlung. Und jenseits allen weltgeschichtlichen Getriebes, in abseitiger Stille, wird in dem kleinen Lokal zum „Alten Rosenbart" Adolf Hiller in diese „Partei" ausgenommen. Er war das siebende Mitglied. Das war der erste Schritt zur großen deutschen Revolution des Jahres 1933. Hitler übernahm bald die Führung in diesem Kreise junger, suchender Leute. Er setzte es durch, daß eine Zeitungsanzeige eine Versammlung dieser „Deutschen Arbeiterpartei" öffentlich ankündigtc. 111 Menschen tarnen. Adolf Hiller sprach. Und 111 Menschen baten um Aufnahme in die Partei. 1923. Historisch denkwürdige Tage in München. Truppe« des Generals von Lossow ziehen durch die Straßen. Verhandlungen über die Neugestaltung innerhalb der bayrischen Regierung zogen sich endlos hin. Der Staatskowmissar von Kahr versuchte, die jungen, gärenden Kräfte der nationalsozialistischen Bewegung den Interessen des Hauses Wittelsbach dienstbar zu machen. Hatten, er und General Lossow auch dem von Berlin geforderten | Verbot des „Völkischen Beobachters" nicht stattge- 1 geben unb dadurch den offenen Bruch zwischen SJ.-fpori ZugendwerbeiagederGprelvereinigung Die Spielvereinigung 1900 entfaltete während Der Osterfeiertage auf ihrem Sportplatz einen regen Jugendspielbetrieb. Die schulentlassene Jugend sollte für das Fußballspiel interessiert werden. 1900 AI — Kickers Offenbach AI 1:0 (1:0). Das schönste der sechs Spiele! Gleichwertige Gegner rangen erbittert um den Sieg. Man sah gute Leistungen. Die Gäste spielten sehr flach und schnell. Die Gießener Hintermannschaft war ober auf der Hut. Das erste und einzige Tor für 1900 fiel in der ersten Halbzeit durch einen gut hereingegebenen Eckball, den der Halbrechte unhaltbar verwandelte. Beide Mannschaften lagen abwechselnd im Angriff. Erfolge blieben aus. Die Blauweihen vergaben viele Chancen. Während der zweiten Halbzeit waren sie drückend überlegen. Die Bälle gingen aber alle darüber und daneben. Eckbälle (9:2) brachten nichts ein. Die Gäste waren des öfteren sehr gefährlich. Der Ausgleich blieb den Gästen versagt. 1900 AI — Union Niederrad AI 3:4 (2:3). 2lm zweiten Feiertag zeigte die 1. Jugend nicht so gute Leistungen wie am Bortag. Stellungsspiel und Ballabgabe ließen zu wünschen übrig. Trotzdem boten sie den Gästen eine gleichwertige Partie. Jene waren im Angriff wuchtiger. Der Sturm der Gießener ließ die günstigsten Chancen aus. Zunächst lagen die Gäste im Angriff, dann kamen die Hiesigen auf: dlnions Mannen gestatteten sich ein Selbsttor. Aus Abseitsstellung fiel dann der Ausgleich. Dann führte Union, und erhöhte durch Eckball auf 3:1. Nun kamen die Blauweißen wieder in Fahrt, verkürzten auf 3:2, während die Gäste ein viertes Tor schossen. Durch den Rechtsaußen fiel sodann noch ein drittes Tor für 1900. Trotz ständiger Aeberlegenheit reichte es nicht mehr zum Ausgleich. Das Spiel wurde reichlich hart geführt. 1900 A — Burgsolms 3:2 (2:0). 1900 lieferte ein schwaches Spiel. Die Gäste waren weitaus besser. Sie lagen viel im Angriff, überwanden aber das Gießener Schlußdreieck nicht. Aus schnellen Durchbrüchen erzielten die Gießener zwei Tore. Nach der Pause fiel das dritte Tor. Im Endspurt holten die Gäste zwei Tore auf. Zum Schluß muhte 1900 stark verteidigen. 1900 A — Germania Fulda 2:3 (0:1). Die Gäste waren besser, im Sturm aber unentschlossen: sie spielten zunächst sehr überlegen aber die Schüsse gingen alle daneben. Durch ein Versehen der Verteidigung kam Fulda zum ersten Tor. Nach der Pause gestalteten die Blauweihen das Spiel offener. Ein schöner Angriff brachte den Ausgleich. Nach Anstoß gingen aber die Gäste wieder in Führung. 1900, jetzt sehr eifrig, glich wieder aus. Eine harte Elfmeterentscheidung des Schiedsrichters gab den Gästen den Sieg. 1900 Schüler — Burgsolms Schüler 0:6 (0:1). Die Kleinen hatten gegen die körperlich weitaus überlegenen Gäste nichts zu bestellen. Bis zur Pause hielten sie sich noch tapfer, nach dem Wechsel erlahmten die Kräfte. 1900 Schüler — Union Niederrad Schüler 0:3 (0:1). Auch in diesem Spiel waren die Gäste die körperlich Lieberlegenen. Auherdem waren sie technisch und taktisch besser. Die Gießener kämpften in der ersten Halbzeit unverdrossen, nach der Pause muhten sie aber mit der ganzen Mannschaft verteidigen. So gab es nur noch zwei Tore. VfB. Gießen. VfB. 1. Jugd. — Spo. Wiesbaden-Dotzheim 1. 3ugd. 2:0 (0:0). Die 1. Jugendmannschaft weilte an Ostern auherhalb. Die Neise, die an den Nhein führte, brachte Sieg und Niederlage. Am 1. Feiertag spielten die Grünweihen gegen die 1. Jugend des Sp.°B. Wiesbaden-Dotzheim. Sie waren ihrem Gegner technisch überlegen und siegten mit 2:0 (Halbzeit 0:0). Die Gastgeber waren körperlich weitaus stärker als die Gäste, sonst wäre der Sieg höher ausgefallen. VfB. 1. Jugd. — Spcl. 08 Biebrich 1. Jugd. 0:5 (0:1). Das Spiel des 2. Feiertags gegen die 1. Jugendmannschaft des Sp.-Cl. 08 Biebrich brachte den Grün-Weihen eine 0:5-Niederlage. Auch hier war die körperliche Lleberlegenheit des Gegners so stark, dah die vom Spiel des Vortages ermüdeten VfBer nichts zu bestellen hatten. Außerdem leisteten diese sich zwei Eigentore. Die 1. Echülermannschaft trat am Samstagabend vor dem Spiel des Wetzlarer Sportvereins gegen „Liberias" Wien gegen die 1. Schülermannschaft des W. Sp.-D. in Wetzlar an. Das Spiel endete unentschieden 0:0. Am 2. Osterfeiertag verloren die VfB.-Kleinen auf dem Waldsportplah gegen die Schüler von Leihgestern 0:2. 50-Kilometer-VeremSrennen des RadfahrerveremS t>on 1885. Am Ostermontag veranstaltete der Gießener Nadfahrer-Derein von 1885 sein 50-Kilometer- Dereinsrennen mit Start und Ziel Karlsruhe. Ilm 7.15 Llhr sch ckte Strahenfahrwart August Deibel sieben Fahrer auf die Strecke, die über Lollar nach Marburg und zurück führte. Kurz hinter Lollar ereignete sich in einer Kurve ein Sturz. Die Fahrer M e b u s und W i t t - mann muhten das Nennen aufgeben. Auf der Rückfahrt machten die großen Steigungen und der Wind den Fahrern sehr zu schaffen. Auch fiel hier einer von ihnen vom Felde ab. So ging es mit vier Fahrern dem Ziele zu. Im Endspurt muhte nun die Entscheidung fallen. Gg. Spatz, der sch in den Bergen von der besten Seite zeigte, muhte sich im Spurt schlagen lassen. 2n den Sieg teilten sich die Fahrer Oer Reichsbankstalus Mitte April. Berlin, 19. April. (WTB.) Nach dem Ausweis der Neichsbank vom 15. April hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte K a - p i t a l a n l a g e der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 168,5 Millionen auf 3418,9 Millionen NM. erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 165,1 Millionen auf 2996,2 Millionen RM., die Bestände an Reichsschatzwechseln um 3,9 Millionen auf 32,1 Millionen RM. und die Effektenbestände um 0,1 Millionen auf 318,5 Millionen RM. zu genommen, die Lombardbestände um 0,6 Millionen auf 72,1 Millionen RM. abgenommen. Die ungewöhnliche Erhöhung der Bestände an Handelswechseln und -Schecks erklärt sich aus der Auflösung der bisher als Sicherheit für den Rediskontkredit der Reichsbank abgesonderten Wechsel in Höhe von zuletzt 220,4 Millionen RM. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 12,6 Millionen RM. in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 10,0 Millionen auf 3422,5 Millionen RM., derjenige an Renlenbankscheinen um 2,6 Millionen auf 396,0 Millionen RM. verringert. Der Umlauf an Scheidemünzen verringerte sich in der Berichtswoche um 5,0 Millionen auf 1468,9 Millionen RM. Dementsprechend haben sich die Bestände der Neichsbank an Rentenbankscheinen auf 22,3 Millionen RM., diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 0,4 Millionen RM. Neuausprägungen auf 205,6 Millionen NM. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 360,0 Millionen RM. eine Zunahme von 38,1 Millionen RM. Die Bestände an Gold und deckungs.fähi- gen Devisen haben sich um 225,7 Millionen auf 529,7 Millionen RM. vermindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 224,4 Millionen auf 421,3 Millionen RM, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 1,3 Millionen auf 108,4 Millionen RM. abgenommen. Die abermalige starke Verminderung der Deckungsbestände der Reichsbank ist darauf zurückzuführen, daß in der Berichtswoche der nach Abführung der französischen Rate noch verbliebene Rest des Rediskonttredites der Reichsbank in Höhe von 52,5 Millionen Dollar zu je einem Drittel an die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die Bank von England und die Federal Reservebank von Neuyork zurückgezahlt wurde. Die D e ck u n g der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am 15. April 15,5 v- H. gegen 22,0 v. H. am 7. April d. I. Nach Abzug der nunmehr noch bestehenden kurzfristigen De- msenverpflichtungen aus dem Amerika-Kredit der Deutschen Golddiskontbank in Höhe von 45 Millionen Dollar stellt sich die Deckung auf 10,0 v. H. gegen 10,1 v. H. nm Ende der Vorwoche. frankfurter Aöendbörse still aber behauptet. F r a n t f u r t a. M., 19. April. An der Abend- börse blieb das Geschäft zwar außerordentlich klein, die Abwärtsbewegung der Kurse kam jedoch Muhl I. und Jäger, dann folgte mit zwei Radlängen Abstand Muhl II. und Spatz. Zwei Minuten später lief noch Weber ein. Handball im Gau Hessen (O. T.) Tv. Garbenteich I — 2Ntv. Gießen I 3:8. Das Werbespiel der Gießener Männerturner hinterließ bei den zahlreichen Zuschauern einen starken Eindruck. Die Gäste, die mit Ersatz antraten (der sich aber glänzend in das Mannschaftsgebilde einfügte), führten ein schnelles, technisch hervorragendes Spiel vor. So fielen viele Tore und der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Der Gastgeber, der ebenfalls Ersah einstellen muhte, konnte gut gefallen, nur hatte das Zusammenspiel infolge der Ersatzeinstellung zu leiden. Beiden Mannschaften gebührt besonderes Lob für das faire Spiel. Leider blieb der Schiedsrichter aus. In anerkennenswerter Weise stellte sich der Gaufpielwart der ADT. D r o l s - b a ch, Garbenteich, zur Verfügung. Seine Entscheidungen waren einwandfrei. Lützellinden I — T. u. Spo. Butzbach (kornb.) 11:5 (3:3). Die Gäste, die mit einer nicht allzustarken Mannschaft antraten, zeigten großen Eifer und konnten dem Gastgeber bis Halbzeit die Waage halten. Der Gastgeber spielte zuerst reichlich zerfahren, fand sich endlich nach Halbzeit zusammen und war dadurch den Gästen etwas überlegen. Lediglich durch Schußpech konnten die Gäste nicht mehr Treffer erzielen. zum Stillstand, und die Berliner Schlußnotierungen waren im allgemeinen ziemlich gut behauptet. Vereinzelt zeigte sich sogar etwas Nachfrage, so für einige Montan- und Elektrowerte, auch Schiffahrtsaktien lagen etwas höher. IG. Farben gaben anfangs noch etwas nach, zogen aber später wieder leicht an. Von deutschen Anleihen eröffneten Neubesih nur knapp gehalten, auch Altbesitzanleihe tarnen niedriger zur Notiz, während Reichsschuldbuchforderungen ziemlich widerstandsfähig lagen. Von fremden Werten kamen 4prozentige Schweiz. Bundesbahn-Anleihe mit 141,50 Prozent gegen gestern um 5,50 Prozent fester zur Notiz. Neubesitz 13,30, Altbesitz 74, Schutzgebiete 8,15, Reichsbank 133,65, Buderus 63, Gelsenkirchen 64,50, Phönix 45, Stahlverein 45, AEG. 30, Bekula 101,50, Dt. Erdöl 105,75 bis 106, Licht & Kraft 106,25, Elektr. Lieferungen 88, IG. Farben 134 bis 135,25, Lahmeher 127,25, Schlickert 100,25, Reichsbahn-VA. 100, Hapag 20,50, Norddeutscher Lloyd 21. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 19. April. Auch nach öen Feiertagen blieb das Geschäft an der Getreidebörfe sehr ruhig, anderseits war auch das Angebot klein, was aber auf die Preise, die unverändert blieben, infolge der geringen Kaufneigung keinen Einfluß ausüben konnte. Weizen 210 Mark, Roggen 170 bis 172,50, Gerste 180, Hafer 145 bis 148,50 Weizenmehl (süddeutsches und niederrheinisches, Spezial 0) 29,75 bis 31, Roggenmehl (60-v. H.-Ausmahlung) 23,25 bis 24,50, Weizenkleie 7,40, Roggenkleie 8,25 Mark. — Tendenz: ruhig. Oer Verlauf der Polizeiaktionen in der Wormser Gegend. Worms, 18. April. (WSN.) Die Polizei teilt mit: Die von der Wormser Polizei mit Unterstützung der Hilfspolizei im März begonnenen Unternehmungen gegen Funktionäre und Mitglieder der kommunistischen Partei und gegen Marxisten sind fortgesetzt worden. Es haben im April größere Unternehmungen stattgefunden in Pfeddersheim, Osthofen, Guntersblum, Gimbsheim und Lampertheim. Auch bei diesen Unternehmungen wurde eine große Anzahl Personen vorübergehend in Schutzhaft genommen und nach dein Konzentrationslager Osthofen verbracht. Insgesamt sind bis jetzt 180 Personen auf Grund der Notverordnung des Reichspräsidenten vom 28. Februar 1933 zum Schutz von Volk und Staat vorübergehend in Schutzhaft genommen und im Konzentrationslager Osthofen verwahrt worden. Beschlagnahmt und sichergestellt wurden bei den Unternehmungen: Militärgewehre, Pistolen verschiedener Kaliber, Leuchtpistolen, Sprengstoff, scharf geladene Handgranaten, Zündschnur, Seitengewehre, feststehende Messer, Schlagringe, Gummiknüppel, verbotene Uniformen, Abzeichen, die Instrumente für zwei Schalmeienkapellen, Trommeln, Pfeifen, Fahnen, sowie einige Zentner Druckschriften und sonstiges Material verbotener Wirtschaft. Organisationen. Durch Beamte der Landeskriminalpolizeistelle Worms konnte in Sandhof bei einer Durchsuchung nach Waffen in einem Hause auch eine Falschmünzerwerk statt entdeckt und falsche Fünfmarkstücke, ein Schmelztiegel, eine Form und ein dazu gehöriges Präparat vorgefunden und beschlagnahmt werden. Zwei Personen, die mit der Herstellung des Falschgeldes in Verbindung stehen, wurden vorläufig feftgenommen. Landesaufmarsch des Stahlhelms in Erbach. Erbach (Odenwald), 17. April. (WSN.) Am Ostersonntag fand hier ein Landesaufmarsch und Wehrsporttreffen des Stahlhel m B. d. F. statt. Die Bevölkerung nahm an der Veranstaltung außerordentlich starken Anteil. Gingelei» tot wurde der Tag mit einem Feldgottesdienst, dem die Vereidigung der neuen Kameraden folgte. Ein Gepäckmarsch der feldmarschmäßig ausgerüsteten Feldgrauen führte in dis Umgebung Erbachs. Nachmittags folgten Wehr- f p o r 11 ä m p f e mit besonderen Vorführungen der Wehrsport-Kompanie Mainz. Dabei wurden beson- ■ ders Schießübungen, Hindernislaufen, Keulen-Ziel- und Weitwürfe und Baumstammschleudern gezeigt. Daran schlossen sich ein Vorbeimarsch vor dem Landesführer und ein Propaganda- mar s ch unter Vorantritt der Stahlhelm-Musikkapelle nach Michelstadt und von da zurück nach Erbach. Auf dem Marktplatz in Erbach erfolgte darauf ein Parademarsch vor dem Landesführer Weiße und den höheren Führern. Abends fand in der Städtischen Festhalle ein großes Konzert statt, das auch von der Bevölkerung sehr gut besucht war. Hierbei begrüßte der Kreisführer von Erbach, Erbgraf zu Erbach-Erbach, die Erschienenen. Anschließend hielt der Landesführer Weiße eine längere Ansprache, in der er zunächst die Sie» gergri'^pen bekanntgab. Den ersten Preis errang die Wehrsportgruppe Mainz, den zweiten die Gruppe Offenbach, den dritten die Gruppe Michelstadt, den vierten und fünften Preis ebenfalls die Gruppe Mainz, einen sechsten Preis erhielt die Gruppe Worms, die nur aus ehemaligen Front- . Kämpfern bestand. In seiner Ansprache unterstrich der Landesführer, daß der Stahlhelm vor allem den Gedanken der Kameradschaft pflegen wolle und die Wehrhaftmachung der deutschen Jugend im Auge habe. Er wies ferner auf die gute Kameradschaft mit der SA. und SS. hin, die auch zu dem Abend eine große Abordnung in Uniform als Gäste entsandt hatten. Oas Frankfurter Opferdenkmal verschwindet. WSN. Frankfurt a. M., 18. April. Das in öen Taunusanlagen gegenüber dem Bismarck-Denkmal ausgestellte Opferdenkmal, ein Werk des Frankfurter Bildhauers Benno C l - k a n, wird gegenwärtig abgebaut. Das Denkmal stellt eine trauernde Frauengestalt in knieen- der Stellung dar und wurde in vielen Kreisen als nicht würdig angesehen, dem Gedenken der Toten des Weltkrieges zu dienen. Bekanntlich ist auch eine andere Schöpfung Elkans, das Mainzer Befreiungsdenkmal, vor einigen Wochen entfernt worden. Kirche und Schule. Landkreis Gießen. X Wieseck, 18. April. In der überfüllten Kirche fand am Ostermontag die feierliche Einsegnung von 49 Konfirmanden statt. (21 Knaben und 28 Mädchen, eine Konfirmandin wird wegen Krankheit später eingesegnet.) Pfarrer i. R. B e ck e l war beim Abendmahl behilflich. .Unter Leitung von Lehrer Schneider sangen die Konfirmanden zwei schöne Chore. T Steinbach, 17. April. Am l.Mai tritt unser Ortsgeistlicher, Pfarrer K r a e m e r, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand. Er wirkte feit 1923 in unserer Gemeinde. Ueber 40 Jahre stand der beliebte Seelsorger im Dienst der hessischen Landeskirche. Reiskirchen, 18. April. Gestern fand hier die Konfirmation der diesjährigen Schulentlassenen statt. Hier wurden 11 Kinder, 4 Knaben und 7 Mädchen konfirmiert. In unserem Filialdorf Lindenstruth wurden 3 Knaben und 2 Mädchen konfirmiert. Daten für Donnerstag, 20. April. 1832: Der Mediziner Ernst v. Lehden in Danzig geb.: 1889: Reichskanzler Adolf Hitler in Braunau (Oberösterreich) geb. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 o. H Lombardzinsfuß 5 v. H. Sranliun a. 2)1. Senin Schluß» kur» Schlugt. Abcnb- börse Schluß» turs Schluß!. Mittag- börse Öahim 18.4 19.i 18.4 19.4 6% Deutsche Retchsanleihe v. 1921 85,5 85,25 85,25 85.25 6% efjcm.7% Dl. Reichsanl. v. 1929 97,75 97,75 97,75 97,75 6*/z% Tloung-SMnletbe öon 1930 .. 82 82 82 82 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mil Auslos.-Rechlen .......... 76,13 74 76 74,4 Desgl. ohne Auslol.-Rechte...... 14 13,3 13,95 13,5 6% ebcm. 8% Heft. Bolksstaat 1929 lrückzahlb 102%) ........... Lberhelsen Provinz-Anleihe mil Auslos.-Rechten ........... _ 84 84,5 84,5 70 70,5 Deutsche Komm. Sammelab I.An leihe Serie! mit Auslos.-Rechten 72,65 71 72,25 70,5 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 untünöbar biö 1935 )0,25 90,5 6% ehem. 7% ßrantl. Hyp.-Ban! Koldvfe. 16 unkündbar bis 1936 90 90 _ S‘/i% ebem. 4*4% Franks. Hyp. Bank-Llqu.-Psanvbriese ..... 89 88,9 — _ 6*/2% ehem. 4'/-% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. 90,4 90 - _ 6% ehem. 8% Br. Landespfand briefansiall, Pfandbriefe R. 19 90 90 90 89,5 6% ehem. 7% Pr. Landespfand brtefanstalt. Pfandbriefe R. 10 90 90 - 4% Oeilerrelchische Goldrenie... — - 14,25 14 4,20% Oesterreichische Silberrenlc 1,05 — 1.25 1,25 4% Ungarische Goldrcnte — — - 4% Ungarische Staatsrenle v. 1910 — — - d%% desgl von 1913 ..... 5% abgeü. Goldmexikaner von 99 — — — 6,5 — 6,25 —- 4% Türkische Zollanleihe von 1911 5.15 5,1 5,15 5,05 4% Türkische Bagdavbahu-Anleibe Gerte 1............ 5,8 5,6 5,9 5,65 4% vesgl. Gerte 11 ............ 5,8 5,6 5.9 —— 6% Mumän. verelnh. Rente v. 1903 — — 5,8 "' Dieb»" " , Beilage" , gg . A«-«>' ■ SS der sich ubi mischmte eine 2ere -eiabte'lung 3® hriegsslagge uni bic ? schlossen sich Kein S A : den Schluß biste. Stahlhelms. DieP stutnant Decke, dem Abteilung Z2D-. vom aus abgenommen. Li nahmen in zwei Glied: Gebäude des W* stellung und die KaM und das Horst-Wessel-. Die Leichshauptstal len Flaggenschm Md geben Die Gesch« Teil der Geschäfte schwarzweißrote Flagg ffraße haben sich vor Palais viele Echa das Kommen unb @e' tu(anten, die sich i zu beobachten. Die P Dienst einrichten lasset Tausenden zahl schreiben und : Reichskanzlei zu beförd Post sind mehrere Di eingelaufene Glückwuns kanzlei abgeliefert wor. häufen sich zu einem ui Der Geburtstag fte. Wohlfahrt. Weit l Sammlerinnen der AL AÄinzsbmme des ftan; aus bei Straße zum I dieser Sammlung dient erholungsbedürs! den 160 Lerteilungsste burtstagsspende, butben, standen bereit die Rentenempfänger ui . Seifjen an. Da noch 2ag.s größere Geldsuir emgegangcn waren, hoff Aß tatsächlich am her «wn zu hungern brat 3m Berliner Dom fani j. gej.; rlchlch b Muhende 4. (Iamen de, (öeburf^ 3f)ncn Z tage in t -säs*. M Ns da >ch bem K bei Sp'cüeute