Kretin. Nr. 17 KvützauSsade 185. Jahrgang Aeitag, 20. Januar 1955 Lrlcheinl tägltd), auQei Sonntags und Feieriaqs Beilagen: Die Illustrierte (Bienener Familienbiatier Heimat m Bild Die Scholl» k Monat» vezugspretr: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . i 80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsyrechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Amchrist lür Drahtnachrichten Anzeiger Siesten. Postscheckkonto: yronlftri am Main 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tne tfttfr verlco: vrühl'sche Unive fitäls-vuch- nnö Steinöruderei R. Lanie in Lietzen. Zchnftlettunq und Geschäftsstelle: Zchulllratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis iur I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, ausroärts 10 Reichspsennig: für Re- klamean ,eigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20' , mehr. Chefredakteur Dr. Frredr. Wilh. Lange. Berantworilich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.TdyriOt; für den übrigen Teil Ernst Blumschcin und^ür denAn- zeigenteil i.B. Th. Kümmel sämtlich tn (Biegen. is ßallah nnen in £t. r angenom« baoonge- nrafen noch lerbings an :nben Welt- teilnehmen. M weist wieder en sind. Die 421V gM X^s ieg'Dost XO.W orrad- MUipten Mi inhofetraße Hessischen Nr. 15 unter ter Krauße «tiD röerobe- igeschäil io öberbeMeo zsten bis zu Kostümen bei « 4 sebliiar 193* > Amtsgerichts r 107, das NN M 2ng°"'^ ,hen zugeichr"^ c'9erL ist m ie Kosten bAo [t er'0Sng0!®ie ieitrfli.Ubr ion 8 Post' 5t10833 chnec. Landnöten. Ein typischer Fall von Verschleuderung deutschen Grundbesitzes an Ausländer wird aus A l l e n st e i n berichtet. Schon am 7. Dezember vorigen Jahres sollte beim Amtsgericht Allenstein die Dampfmühle Gruel zwangsoersleigert werden. Der Wert dieses Fabritgrundstücts ein,chl. des Villengrundstücks war damals vom Amtsgericht auf 70 000 Mark festgesetzt worden. Das Höchstgebot betrug 7000 Mark, aljo ein Zehntel des vom Gericht festgesetzten Wertes. Der Versteigerungstermin mußte verschoben werden, weil durch das Höchstgebot nicht sieben Zehntel des Einheitswertes erreicht wurden. Der zweite Termin, auf dem dem Höchstgebot der Zuschlag erteilt werden mußte, ohne Rücksicht darauf, ob sieben Zehntel des Einheitswertes erreicht werden, fand am 11. Januar statt. Die Zwangsversteigerung wurde von der O st - preußifchenLandesbank betrieben, die eine Forderung von 40 000 Mark an bevorrechtigter Stelle und noch etwa 10 000 Mark für Zinsen und Kosten angemeldet hatte. Weiter hatte die Deutsche Bank eine Forderung von 50 000 Mark an bevorrechtigter Stelle. Da das Finanzamt nach einer neuen Schätzung den Grundstückswert von 50 000 auf 32 000 Mark ermäßigt hatte, kam auch das Amtsgericht zu einer Herabsetzung des Einheitswertes von 70 000 auf 60 000 Mark. Das Mindestgebot hätte demnach 42 000 Mark betragen müssen, das Höchstgebot betrug aber nur 22 500 Mark und das Amtsgericht mußte, weil dies bereits der zweite Dersteigerungstermin war, den Zuschlag erteilen. Der Erwerber des Grundstücks, Dampfmühle, Getreidesilo und Wohnvilla, ist der Schuhfabrikant S ch i m b o r s k i in Allenstein. Er ist polnischer Staatsangehöriger, geriet während des Krieges in deutsche Gefangenschaft und machte sich nach dem Krieg in Allenstein ansässig, wo er seinerzeit aber für Polen optierte. Die Polen versuchen ständig, in dem von Preußen durch den Korridor abqetrennten Ostpreußen wirtschaftlich Fuß zu fassen. Welche Gefahren daraus für O st • preußen erwachsen, braucht nicht erwähnt zu werden. Es ist klar, daß der p o 1 n i s ch e n Invasion in O st preußen solange Vorschub geleistet wird, wie es möglich ist, daß Polen bankrott gewordenen deutschen Grundbesitz für ein Drittel des herabgesetzten Einheitswertes ersteigern können. * Inflation und Deflation haben das eine miteinander gemeinsam, daß sie zu einer harten V e r- minderung des Volkseinkommens, also des Ertrages der Arbeit des Gefamwolks führen. Man würde zu erstaunlich niedrigen Ziffern gelangen, wenn man versuchen wollte, das Einkommen des deutschen Volkes etwa in den Jahren 1922 oder 1923 in Goldwährung zu berechnen. Die Deflation, unter der wir gegenwärtig fo schwer leiden, hat sich gleichfalls in einer, wenn auch keineswegs so katastrophalen Verkleinerung des deutschen Volkseinkommens ausgcwirkt. Das Statistische Reichsamt beziffert das Gesamteinkommen des deutschen Volkes für 1929 auf rund 76, für 1930 auf rund 70 und für 1931 auf nur noch 57 Milliarden IBlart Das Absinken des Volkseinkommens hat sich im Jahre 1932 noch fortgesetzt, so daß dieses im toufenben Jah?e wohl keinesfalls mehr als 50 M 11 - liaröen Mark betrugen wird. Daraus geht hervor, daß durch Deflation und Wirtschaltskrife unser Volkseinkommen um mehr als em Drittel verkürzt worden ist. Teilweise wird die Einkommcns- schrumpfung allerdings in ihrer Wirkung dadurch gemildert, daß infolge der allgemeinen Preissenkung die Kaufkraft der Mark geft.egen ist. • Aber selbst wenn man die Kaufkrastzunahme auf 20 v. H. beziffert, bleibt zwischen diesem Fünftel und dem Drittel, um das unser Volkseinkommen zurück- gegangen ist, eine bedeutende Differenz, die ze gt, wie sehr der Wohlstand durch die Krise beeinträchtigt worden ist. Schon für 1931 berechnet das Sta« t.stifche Reichsamt die Minderung des Dolkseinkom. mens auf 25 v H, die Zunahme der Kaufkraft aber auf nur 15 v. H. Der Versorgungsgrad des deutschen Volkes lag nach diesen Berechnungen schon im Jahre 1931 um 6 Prozent unter dem im Jahre 1925 und um 22 Prozent unter d e m V o r - triegsnioeau. Er ist >u der ersten Hälfte des Jahres 1932 in verstärktem Tempo weiter gefun- ken, und es kann daher nut Sicherheit behauptet werden daß der Wohlstand des deutschen Volkes gegenwärtig weit unter dem des letzten Vorkriegs- jahres liegt. Das Statistische Reichsamt teilt aber auch bemerkenswerte Ziffern über d.e Verteilung der Verminderungen des Volkseinkommens auf die einzelnen Landlsteile und die einzelnen Berufszwe.ge mit. Hier ergeben sich bemerkenswerte Unterschiede. Am ftänften ist ba* Volkseinkommen im Vergleich zur Vorkriegszeit in den industriellen San. bestellen gesunken. Dabei ist aber zu berück- sichtigen daß in den landwirtschaftlichen Oebie’ien Deutschlands der Wohlstand der Massen schon vor dem Kriege sehr viel geringer war als in den industriellen Landestellen, so daß hier einem Absinken der Einkommen von vornherein engere Grenzen gesteckt waren. Sicherlich liegt heute hQ5 Einkommen breiter Schichten der landwirtschaftlichen Bevölkerung beträchtlich unter dem E r i st e n z m i n i m u m. Es verdient, wenn man Vergleiche ziehen will, vor allem Erwähnung, daß z B im Jahre 1928 das Einkommen je Kopf der Bevölkerung in Ostpreußen, Oberschlesien und der Grenzmark um etwa 7 0 o. H. unter bem Reichsdurchschnitt lag. Was die verschiedenen Einkommensguel- l e n anbetrifft, fo sind die Einkünfte aus Land- Lrirtschaft deshalb besonders schwer zu berechnen, weil die geldmäßige Bewertung der Naturalein- fommen auf große Schwierigkeiten stößt. Nach dem Was geschieht im Aeltestenrat des Reichstags? Oie IZeichsregierung wünscht rasche Klärung der Lage. Ein offiziöser Bericht. Berlin, 19. Ian. (OB.) wie wir erfahren, hat der Reichskanzler heule den Abgeordneten Simpfenbörfer von den Christlich-Sozialen empfangen. lUorgen wird er im Zuge dieser Besprechungen den Prälaten Leicht von der Bayerischen Bolfspartei bei sich sehen. Naturgemäß konzentriert sich das Hauptinteresse seht auf die morgen stattfindende Sitzung des A e i f e ft e n r a t e s. Sie wird offiziell den Zweck haben, die Tagesordnung für die Reichstagssihung vom 24. ds. Bits. feff}u;e’’en. wie sich die Dinge entwickelt haben, liegt die Bedeutung der Sitzung des Aelteftenrates aber doch in der Frage, ob der Reichstag zu dem ursprünglich vorgesehenen Termin überhaupt Zusammentritt, ober ob man zu einer neuen Vertagung kommt. In kre.en, die der R e i dj s r e g i e r u n g nahe- siehen, wird kein hehl daraus gemacht, daß die Regierung eine kurze Vertagung von etwa zwei ober vier Wochen nicht für tragbar hält: denn bann würde man im nächsten Blonat, ober doch spätestens Anfang März wieder vor derselben Situation eines ftänöigen hängens und würgens stehen, wie wir sie augenblicklich erleben. Das hält die Reichsregierung offenbar schon mit Rücksicht auf die wirtschaft für einen unmöglichen Zustand, und man kann wohl annehmen, daß Staatssekretär planck in Vertretung des Reichskanzlers morgen im Aeltestenrat eine entsprechende Erklärung abgeben wird, wie die Dinge morgen laufen werden, darüber herrscht heute abend noch immer vollkommene Unklarheit. Es wird behauptet, daß die Auffassungen über den Zeitpunkt der Reichstagstagung bei den Nationalsozialisten nicht ganz ein- heitlich und jedenfalls geroiffe Tendenzen für eine Vertagung vorhanden seien. Auf der anderen Seite ist die Reichsregierung gegen eine weitere Hinauszögerung der Entscheid u n g, und es wäre nach Auffassung politischer kreise durchaus denkbar, daß sie eine solche Verschleppung mit einer energischen Maßnahme verhindern konnte. Oer kommumsnsche Antrag. Keine Neigung zu schnellem Ko? flitt Berlin, 19. Jan. (VDZ.) Die kommunistische Reichstagsfraktion teilt mit: In der Aeltestenratssihung am Freitag werden die kommunistischen Vertreter fordern, daß als er st er Punkt auf der Tagesordnung der Plenarsitzung des Reichstags am 24. Ianuar die Abstimmung über den Mihtrauensantrag der kommunistischen Reichstagsfraktion gegen die Regierung Schleicher-Vracht gesetzt wird. Jede Verzögerung einer Entscheidung gegen das Kabinett Schleicher-Vracht, sei es durch Regierungserklärung, lange Debatten oder parlamentarische Kuhhandeleien, soll durch Antrag der Kommunisten verhindert werden. Bei keiner der übrigen Fraktionen des Reichstags dürfte jedoch, wie das Rachrichtenbureau des VDZ. aus parlamentarischen Kreisen hört. Neigung bestehen, es vorzeitig zum Konflikt und damit zur Auslösung des Reichstags zu treiben. Man erwartet vielmehr einen Beschluß des Ael- testenrats, zunächst die Regierungserklärung entgegenzunehmen, darauf in die Debatte einzutrcten und über die W i h - trauensanträge erst nach Abschluß der politischen Aussprache abzustimmen. Die Haltung der Rationalsozialisten hängt allerdings von dem Ergebnis der noch im Gange befindlichen Besprechungen ab, insbesondere von der Zusicherung des Reichskanzlers, daß er nicht vor Abschluß der Debatte im Reichstag die Parlamcntsauflösung vornehmen werde. Oie Meinung der Parteien. Berlin, 19. Jan. (TU.) In parlamentarischen Kreisen wurden vor dem Zusammentreten des Aeltestenrates vor allem zwei Fragen erörtert: 1. Die Frage, ob doch noch irgendeine der Par teien einen Vertagungsantrag einbringen würde und, falls dies nicht geschieht, 2. wie die einzelnen Parteien sich zu dem tonimu- n i st i s ch e n Antrag stellen, den Mißtrauens- antrng als ersten Punkt auf die Tagesordnung zu setzen. Viel beachtet wird, daß die „Germania" hervorhebt, daß keine Partei außerhalb der Nationalsozialisten einen Antrag auf 'Berta gung stellen werde und daß es noch völlig ungeklärt sei, ob die Nationalsozialisten selber sich hierzu entschließen würden. Für wahrscheinlicher hält man es jedoch, daß es beim Zusammentritt des Reichstages am 24. Januar bleibt und daß der Kampf im Drei Forderungen der Landwirtschaft. Gras Kalckreuth spricht in Berlin. Berlin, 19. Jan. (ERD.) Der Landbund Riederbarnim veranstaUete heute einen Groß-Berüner Landbundtag. Das Hauptreferat hielt der geschäftsführende Präsident des Reichslandbunds Graf K a 1 ck r e u t h. Der Redner erklärte u. a., der Weg zur Gesundung führe in erster Linie über eine Handelspolitik, in by: den landwirtschaftlichen Veredclungs- erzeugnissen derselbe Schuh gegen die ausländische Konkurrenz gegeben werde, wie er für das Getreide unter Minister Schiele geschaffen werden sei. Graf Kalckreuth stellte in diesem Zusammenhang drei Forderungen auf: 1. Autonome Gestaltung der Zolle für alle hier in Frage kommenden Produkte, soweit die bisherigen Zollbindungen durch die Losung der Handelsverträge mit Holland, Südslawien und Schweden frei werden, in einer dem Stand der heimifchen Produktion entsprechenden hohe. 2. Kontingentierung der Einfuhr derjenigen landwirtschaftlichen Produkte, deren Zolle in anderen Handelsverträgen noch gebunden bleiben. 3. Möglichst schleunige Losung der Verträge, die noch unerträgliche Bindungen enthalten. Die Forderung nach angemessenen Prei - s c n werde, so sagte der Redner weiter, stets das Kernstück der Agrarpolitik bleiben. Bei einer verständigen Verteilung der Konsum- b e 1 a ft u n g auf ausländische und einheimische Produkte konnte der deutsche Landwirt auf feine Produkte angemessene Preise erhalten, ohne daß der Konsum fühlbar belastet werde, und ohne daß der Staat einen Einnahmeausfall erleide. Der Staat brauche nur das, was er heute an Kon - fum steuern auf heimische Lebensmittel erhebe, in der Form von Zoll auf die ausländischen Lebensmittel zu verlegen. Diese Forderung erhebe der Reichslandbund und als eine grundsätzliche Selbstverständlichkeit für eine zielklare Binnenmarktpolitik. Wer heute eine solche Binnenmarktpolitik ablehne, müsse den Mut haben zu erklären, daß er einen völligen Zusammenbruch der deutschen Landwirtschaft verantworten zu können glaube. Der ungeheuere Ernst dieser Frage sei es gewesen, der Ton und Inhalt der Bundesvorstands- entschließung vom 11. Januar bestimmt habe. Die Aufgabe des Reichslandbunds sei es nicht, Parte i p o 1 i t i k zu betreiben, auch nicht Kabinette st ü r z e n oder schaffen zu wollen. Seine Ausgabe sei es, von jedem Kabinett mit allen zu Gebote stehenden Mitteln eine Wirtschaftspolitik zu erreichen, die Deutschland vor dem drohenden Zusammenbruch seiner Landwirtschaft retten könne: denn sterbe der Bauer, dann sterbe mit ihm Volk und Vaterland. Von der Mitgliederversammlung des Landbunds Riederbarnim, die vor der Tagung statt- fand, wurde eine Entschließung angenommen, in der Protest gegen die Behandlung der Landwirtschaft erhoben und eine grundsätzliche Umstellung der Landwirtschaftspolitik gefordert wird. Hessische Bauern an Hindenburg. Cm Notruf des hessischen Landbundrs. WER. F r i e d b e r g, 19. Jan. Ter Hessische Landbund hat durch den Landesvorsitzenden Dr. von Helmolt an den Reichspräsidenten im Anschluß an das Telegramm an den Reichslandbund ein Schreiben gerichtet, in dem es u. a. heißt: 1. Die radikalen Proteste und Entschließungen der Landwirtschaft sind ein Ausfluß der Stimmung der Bauern, die infolge der Erfahrungen der letzten zwei Jahre jeglichen Glauben an regierungsseitige Versprechungen verloren haben. 2. Die durch die unerfüllten Ver sprechungen der Kabinette Brüning, von Popen und von Schleicher hervorgerusenen Enttäuschungen haben zu Stimmungszuständen geführt, die eine leidenschaftslose Diskussion einfach ausschließen. 3. Entschließungen von Bauernorganisationen — wie z. D. die des Reichslandbundes, die zum Abbruch der Beziehungen zwischen dieser unserer Spitzenorganisation und der Regierung von Schleicher geführt hat — können heute nicht anders auefallen als scharf und schonungslos. 4. Die Empörung auf dem Lande muß auch schon aus dem Grunde verständlich fein, weil die Organisationen der Landwirtschaft, voran die Landbünde, die Katastrophe und das Elend, das heute über die Dörfer hereingebrochen ist, seit Jahren warnend vvrausgesagt haben. Ew. Exzellenz dürfen versichert sein, daß die Rot unserer De re de l u n g s w i r t s cha s- t e n viel zu groß und sozial beelendend ist, als daß demagogischer Mutwille bei scharfen Entschließungen die Hand führen könnte. v. H e l m o l t. schon Gesagten aber kann kein Zweifel darüber herrschen, daß die landwirtschaftlichen Einkommen, die schon in der Vorkriegszeit im Vergleich zu den übrigen sehr niedrig waren, noch beträchtlich zurückgegangen sind. Die g e w erblichen Eikommen sind nach den vorliegenden Berechnungen im Jahre 1931 um mehr a.s ein Drittel niedriger gewesen als im Jahre 1928. Die Mieteinkommen sind heute aus den bekannten Gründen um ein Viertel geringer als in der Vorkriegszeit, wenn man ihre Kaufkraft in Betracht zieht. Am stärksten aber sind die Einkünfte aus Kapitalvermögen abgesunken. Sie besaßen im Jahre 1931 nur etwa zwei Fünftel der Kaufkraft normaler Vorkriegszeiten, nachdem sie freilich im Jahre 1925 schon einmal bis auf 12,5 Prozent des Vorkriegsstandes zusam- menge-schrumpfl waren. Zugenommen haben dagegen die Einnahmen aus Renten, Pensionen und aus der Arbeitslosen, und der Wohlsahrtsfürsorge. Das ist aber ganz gewiß keine erfreuliche Erscheinung. Der Anteil der Arbeitseinkommen am gesamten Volkseinkommen ist feit 1913 von 45 auf 57 Prozent gestiegen, was jedoch nur daraus zurückzuführen ist, daß die Zahl der Arbeitnehmer sehr bedeutend angefchwollen ist. Schallet man dieses Moment aus und berücksichtigt man andrerseits die ungeheure Arbeitslosigkeit, so zeigt sich, daß auch das Arbeitseinkommen dem Goldwert nach um ein Viertel, der Kaufkraft nach um etwa 13 Prozent gesunken ist. Hierbei sind die Ende 1931 erfolgten großen Lohnsenkungen noch gar nicht berücksichtigt. In allen seinen Tellen ist das deutsche Volkseinkommen also zurückgegangen, wenn auch bei den einzelnen Einkommensarten in verschiedenem Aus- . maß. Wenn das deutsche Volk schon vor dem Eintritt der Wirtschaftskrise, wie das vorliegende stati- l stische Material zeigt, den Woh.stand der Vorkriegs- i zeit nicht wieder erreicht hatte, so muß man heute I bereits ein Ab sinken des Volkswohlstandes feststellen, das man, ohne zu übertreiben, als Verelendung bezeichnen darf. profeffor Poelzig tritt zurück Welche Haltung hat das Auswärtige Amt cing nominell? Berlin, 19. Jan. (TU.) Professor Poelzig hat am Donnerstag sein Amt als Vizepräsident der Akademie der Künste niedergelegt. Diesen Schritt begründet er eingehend in folgendem Schreiben an den Reichskommis- s a r für das preußische Kultusministerium : „Hochgeehrter Herr Reichskommissar! Aus der Presse erfahre ich, daß der Vorsitzende der Deutsch- nationalen Fraktion im Preußischen Landtag, Herr von Winterfeld, in einem Briese an Sie wegen der Veranstaltung der belgischen Aus- st e 11 u n g meine Abberufung vom Amt der kommissarischen Leitung der Vereinigten Staatsschulen fordert. Ebenso hat der 1. Vizepräsident des Landtages, Herr von Kries, in einem Briefe an mich als den Vizepräsidenten der Akademie mitgeteilt, daß er der Einladung zur Eröffnung der Ausstellung nicht folgen könne, weil die Veranstaltung dieser Ausstellung wenige Wochen nach der 2lusweisung des Kaplans Gilles feiner Auffassung von nationaler Würde nicht entspräche. Die Ausstellung „100 Jahre belgische Kunst" ist seit langen Monaten unter der Leitung des Präsidenten von Schilling im vollsten Einvernehmen mit der Kulturableilung des Auswärtigen Amts eingehend vorbereitet worden. Diese Ausstellung sollte ein Entgegenkommen sein auf die Veranstaltung der Ausstellung der großen deutschen staat.ichen Porzellanmanufakturen in Brüssel und auf die zahlreichen und in Belgien begeistert auf genommenen muf.falifcfjon Darbietungen deutscher Künstler, z. B. des Philharmonischen Orchesters unter Furtwängler, von Richard Strauß, Bruno Walter usw. 1 Nachdem durch das vorgehen der belgischen Regierung gegen den Pfarrer Gilles veranlaßten Zwischenfall ist die Akademie der Künste dauernd mit dem Auswärtigen Amt in engster Fühlung geblieben und hat in Erkenntnis der durch den Zwischenfall geschaffenen schwierigen Lage nur im Sinne der durch das Auswärtige Amt erteilten Auskünfte gehandelt. Ich selbst hatte, da Herr von Schilling auf mehrere Wochen verreist, lediglich die Pflicht zu erfüllen, als Vizepräsident der Akademie die Einladung zur Eröffnung zu unterzeichnen. Da aber durch die politische Gärung eine für sachliche Arbeit denkbar ungünstige Lage geschaffen wurde, lege ich. um zur Entspannung dieser Lage beizutragen, mein Amt als Vizepräsident der Akademie der Künste nieder. Mit vorzüglicher Hochachtung Poelzig. ticlfeffcnral sich im wesentlichen um den kommunistischen Antrag drehen wird, hier ist jede Ueberraschung möglich, da bisher völlig ungewiß ist, wie sich die Parteien zu diesem Antrag stellen werden. Bon Bedeutung wird hier nicht nur die Haltung der NSDAP, sein, deren Zustimmung genügt, um die Entscheidung herbeizuführen, sondern auch die Haltung der SPD. Ob die -sPD. dem Antrag zu- stimmen wird, scheint zweifelhaft, da sie bisher aus den verschiedensten Gründen Wert auf Zusammentritt des Reichstages gelegt hat, was sie nur erreichen kann, wenn sie gegen den kommunistischen 'Antrag stimmt. Stimmt die SPD. jedoch dem kommunistischen Antrag zu, so muß sich die NSDAP, gegen den Antrag aussprechen, wenn Neuwahlen vermieden werden sollen. Für die Stimmung der NSDAP, ist eine Bemerkung im „Völkischen Beobachter' beachtlich, wonach die NSDAP. Herrn v. S ch l e i - ch e r am liebsten Gelegenheit geben würde, noch über den Januar hinaus der deutschen Oefsentlichkcit den Zusammenbruch seiner Politik aus das Deutlichste zu zeigen. In diese Kerbe schlägt auch ein Artikel von Dr. G o e b b e l s im „B. B ", der u. a. ausführt, daß das Lipper Bolksurteil keine lokale Angelegenheit sei, sondern durchaus der augenblicklichen Stimmung im Lande entspräche. Es beginne wieder das große Wandern unter den Massen, und zwar in der Richtung auf die NSDAP, hin. Warte Herr von Schleicher noch zwei bis drei Wochen, dann würde die NSDAP, den Stand vom 41. Juli vollends wieder erreichen. Die Zeit fei für die Nationalsozialisten. Gerückte. — Schleicher wird schnell handeln. Wie es vor den großen Entscheidungen üblich ist, waren Straßen, jäh in Oer Beleuchtung aus dem Dunkel auftauchend, einen höchst verwirrenden Eindruck hervorriefen. Der Lokomotivführer. der augenscheinlich völlig die Besinnung verloren hatte, durchfuhr eine Anzahl von Stationen, ohne zu halten, und die beunruhigten Insassen des Zuges glaubten sich in einem Ge- spensterzug auf einer unheimlichen Fahrt. Schließlich zog einer der Passagiere, der die Fahrt nach Bourges häufig machte und jede Telegraphenstange seiner Strecke zu kennen behauptete, mutig die Rotbremse, so daß der Zug plötzlich anhielt. Der Führer, der Schaffner und die Reifenden versammelten sich im tiefen Dunkel aus einem unbewohnten Fleck und fragten einander ängstlich, wo man sich nun eigentlich befände. Da niemand eine Karte ober einen Kompaß hatte, beschloß man schließlich, bis zur nächsten otation weiter zu fahren. Als man hier anlangte, erhielt man endlich Auskunft. Der Zug war fehlgeleitet worden und wurde nun nach Vierzon zurückgeschickt. Don dort konnte er dann nach einer dreistündigen Verspätung fe^ne richtige Fahrt antreten. OB a»l L W Sicße jnöejn E 8en O sMen Arps lag 6o tP gründe feffor, machte tzpiegc Pflicht Ärt Dienst zu widi vollem lenen ! öet R banlte er es Ehren! Seiner seierlü Sie stimmt druckst -3 uns gc! Im Frei Sera! Tot Cßorfit toefeni wende das ir Kausn seiner nunme nachde: richtet fei; öii einem . volle 2 wartet San Ehrem Wald befähij es ihn erlaubt tereffe len er Plätzen §ctr ihm zu vetspri Kolleg! 1 Set Herren sitzcnd.' und 1 stellver mann wieder Dertrc men d Set ersten das i lomm uns der । öerei dann iahte daß losigk traue Sie | ist un üfl d. den. ieiun den. stand öet i Are s Aus der Provinzialhauptstadt werden. In einer auf Einfachheit und Sparsamkeit obgestellten Finanzwirtschaft darf auch eine Subventionierung einzelner Unternehmungen oder ganzer Erwerbszweige mit öffentlichen Geldern in Zukunft keinen Platz mehr finden. Bei der immer dringlicher zu erhebenden Forderung auf Umstellung unserer gesamten sozialen Gesetzgebung mutz die Doranstellung der Erhaltung und Förderung der Wirtschaft vor der Fürsorge für die Versicherten der leitende Gedanke sein. Eisenbahn und Post müssen durch eine Aenderung ihrer zu sehr fiskalisch eingestellten Tarifpolitik an ihrem Teile zur Gesundung der Wirtschaft beitragen. Wohl sind von beiden Verkehrsinstituten im Lause der letzten Jahre anerkennenswerte Verkehrserleichterungen geschaffen worden; dies aber enthebt die beiden Verwaltungen nicht von der Verpflichtung sorgsamster Prü- ung der vorliegenden zahlreichen Resormoorschläge auf grundlegende Umstellung der Tarife. In diesem Zusammenhang sei mit ganz besonderem Nachdruck betont, datz die heutige Lage der deutschen Krastoerkehrswirtschaft gebie- terisch baldigste und durchgreifende Maßnahmen er- ordert, wenn nicht dieser für die gesamte Wirtschaft zu außerordentlicher Bedeutung gelangte Arbeits- Vertrauen, was im Interesse einer weiteren Entwickelung und Belebung notwendig ist. Die Erkenntnis der Notwendigkeit, die steuerliche Belastung zu mildern, bestand in allen einsichtigen Kreisen. Bei der Negierung war der ernste Wille erkennbar, zu helfen, nur war diese Hilfe bei der Finanzlage des Reichs nicht mit sofortiger Wir» kung in die Tat umzusetzen. Durch die Steuergutscheine ist dieses Problem in hervorragender Weise gelöst worden. Die Wirtschaft bekommt mit alsbaldiger Wirlung Erleichterung, und die Regierung verteilt die Lasten in vo-l-chtig abgewogener Form auf längere Jahre. Es ist unbestritten. datz hierdurch die leichte B^.erung gefördert wird, und es besteht in führenden Kreisen die Tleberzeugung. datz die Einlösung dieser jetzt übernommenen Verpflichtungen ohne Schwierigkeiten geschehen kann. Auch die F i n a n z Verwaltung findet jetzt in Wirlschas.slrcisenvollstes Vertrauen. wenn eine nachhaltige Besserung für die All- gemeinheit eintreten soll, mutz es möglich gemacht werden, die wirtschaft rentabel zu gestalten und wieder die kapitalbrldung zu fördern. Rur wenn das letztere eintritt, wird hiervon ausgehend eine Befruchtung und eine weitere Belebung der gesamten wirtschaftlichen Lage ein- treten. , , Die Privatwirtschaft hat sich im großen und ganzen trotz einer nie gekannten und langanhaltenden Krise glänzend gehalten. Die Anwürfe. die insbesondere von industriefemdlichen Kreisen in der Richtung erfolgt sind, datz der Wirtschaft die Köpfe fehlen, reichen an unsere Industrieführer nicht heran. So bedauerlich die in den letzten Iahren vorgekommenen großen Zu- sammcnbrüche sind und so viel Schuld auch die verantwortlichen Leiter hierbei haben mögen man darf bei gerechter Beurteilung daraus keine Verallgemeinerung ableiten. Erfreulicherweise ist der deutsche Kaufmann im Ausland nun wieder allgemein geachtet, und die Scl)ädigung seines Ansehens durch mancherlei Rachkriegsersche.nun- gcn ist verschwunden. Die Privatwirtschaft wird i im freien Konkurrenzkampf höchste Leistungen vollbringen und sich mit Erfolg durchsetzen, wenn I sie von Hemmungen befreit bleibt. In dem Streit um die Kontingentierung zugunsten der Landwirtschaft darf man nicht einseitig sein. Die grotze Slot der Landwirtschaft ist bekannt. Sie ist verständlich, weil eine Anzahl ihrer Erzeugnilse erheblich unter Dorkriegspreis liegt, und auch bei diesem Berufszweig die Belastung in hohem Matze gestiegen ist. Die Gesundung der Landwirtschaft bedeutet für den wirtschaftlichen Aufbau unendlich viel, und sie ist für unsere Ernähruugspolitik als auch im vaterländifclien Interesse ungeheuer Wald als Gewitterherd". Eine Doktordissertation über die „Bezeichnung der Meise in den romanischen Sprachen"; ferner schreibt ein Mediziner hier etwas über den „Unterlippe n e r s a h", ein Gärtner über die lebensfördernden Funktionen der Sellerie. Imposant macht sich auch die Arbeit eines Ehemikers über Cuprocupricyanidammoniakvcrbindungen. Schließlich seien auch die Bemühungen eines jungen Mannes nicht verschwiegen, der in seiner Doktor- arbeit wesentlich zur Klärung folgender Frage beigetragen hat: „Fütterungsversuche an Kaulquappen unter Berücksichtigung der Babikschcn Experimente über die Beeinflußbarkeit der Darmlänge durch verschiedene Rührung". Winter im Zoo. Es ist über Rächt so empfindlich kalt geworden, daß man schon von einem ernsthaften Winter sprechen kann, nach so viel Mildtätigkeit des Klimas in den vergangenen Monaten. Der Berliner Zoologische Garten trägt in diesen Tagen der Kälte, wie in jedem wirklichen Winter, auf einmal ein verändertes Gesicht zur Schau. Die Raubtierhäuser, in asiatischer Tenchelsorm er- baut, scheinen zu frösteln. Rur die Tiere, die in ihnen Hausen, täuscht man durch verdoppelte Heizung über die unangenehme Tatsache der Kälte hinweg. Rein, der Zoologische Garten im Winter ist ganz und gar kein Garten, sondern eine bedrückende Einöde. Um so seltsamer, wenn in dieser Einöde auf einmal tropische Blumen im herrlichsten Smaragdgrün emporblühen. Zwar wuchern sie nicht im Freien, wie man das sonst an ihnen gewöhnt ist, sondern in den sorgfältig behüteten Häusern des Aquariums. Wie löst sich dieser merkwürdige Fall? Rimmt man sie näher in Augenschein, dann fällt es nicht schwer, sie als Seerosen zu entdecken. Diese Seerosen sind sonst dazu angestellt. die vielen offenen Teiche im Garten zur Frühlingszeit zu zieren. Wird es aber kälter, dann versagen sie ihren Dienst und verkriechen sich tief in ihre eigenen Wurzeln. Run ist man auf den Gedanken gekommen, diese Pflanzen zu übertölpeln. Sorgfältig löste man sie aus ihrer altgewohnten Umgebung — und siehe da. in den Wasserbehältern der Aquarien, im gut gehe ten Raum, bildeten sie sich ein. sie befänden sich nach wie vor im Freien und der Len; sei mitten im Ianuar gekommen. Und sie schossen üppig ins Kraut... Wer trotz der winterlichen Einöde sein Interesse am Berliner Zoologischen ©arten nicht verloren hat. der hat jetzt Gelegenheit, einer neum Schlange vorgestellt zu werden, die als Hochstaplerin unter ihren Gesch'echtsgeirofsen lebt. Sie zeichnet sich nicht durch Giftzähne aus. noch weniger durch tolbringende Muskelkraft — um so mehr aber dafür durch eine Intelligenz, die wir 'uh g von ihr übernehmen könnten. Sie hat es der giftigen Korallenschlange abgeguckt, daß eine ' bunte Zeichnung auf dem Rücken anderen Tieren sehr ost als Warnungssignal dient. Wenn die Äorallenschlange in ihrer bunten Haut erscheint, dann wagt noch nicht einmal der größte Königstiger einen Angriff. Auch die schlangenfressen- dcn Tieriorten verzichten gerne auf diesen Fest- braten. Und deswegen promeniert diese harmlose kleine Schlange gern als Schaf im Wolfspelz durch die Gegend — an ihrem Rücken erscheinen durchaus unrechtmähigerweise die Zeichen der Korallenschlange, und alle Welt läßt sie gerne i in Frieden. Der Gesürchtetste. so lehrt sie uns, I hat es also am leichtesten, wahrhaft friedfertig * zu sein. zweig dem allmählichen Verfall preisgegeben werden soll." Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1933, welcher den Erfordernissen der Zeit entsprechend Abstriche vorsieht, wird in der vorliegenden Fassung genehmigt. Die hessischen Industrie- und Handelskammern sind mit der Hessischen Handwerkskammer und dem Hessischen Landesverband für den Einzelhandel überein gekommen, im Lande Hessen drei Linigungvämler für TDettberoerbsflreitlgteilen einzurichten, deren Aufgabe es sein soll, bei Streitfällen einen Ausgleich anzustreben. Das Einigungsamt für Oberhessen soll bei der Kamm e r G > e tz e n errichtet werden und sich auf die Bezirke der Industrie- und Handelskammern und der Handwerks kammer-Nebenstellen erstrecken. Nach Genehmigung der dem Herrn Minister des Innern im Entwürfe vorgelegten Verordnung werden die Einigungsämter ihre Tätigkeit aufnehmen. Zur TNobiliar-Zwecksparkasfenbewegung spricht sich die Kammer dahin aus, datz die staatliche Aufsicht über die Bausparkassen auf die bc stehenden Mobiliar - Zwecksparkassen ausgedehnt wird, datz Neugründungen vorläufig untersagt werden, dis die bestehenden nachgeprüst, saniert oder liquidiert sind, datz sie nur als unpersönliche Gesellschaft zugelassen und daß ihnen die Verpslich- tung zur Prüfung der Belange durch Wirtschafts Prüfer und zur Veröffentlichung der Bilanzen auferlegt wird. In der Realsteuersperrverordnung für dos Jahr 1932 ist angeordnet, daß grundsätzlich die landes- und gemeinderechtlichen Vorschriften nicht für den Steuerpflichtigen ungünstiger, die Steuersätze nicht höher sein dürfen, als für das Rechnungsjahr 1931. Diese Vorschrift hat aber eine bemerkenswerte Einschränkung dadurch erfahren, daß denjenigen Gemeinden, deren Lätze noch nicht den Landesdurchschnitt erreicht haben, das Recht eingeräumt wird, ihre Steuern bis zum Landesdurchschnitt zu erhöhen, sofern die obersten Landesbehörden derartige Erhöhungen zulassen, wozu sie wiederum das Reichs gefetz ermächtigt. Run beabsichtigt die Stadt Gießen ihrerseits von diesem Recht Gebrauch zu machen. Die Kammer hält sich für verpflichtet, in aller Oes fentlichkeit vor diesem solgenschweren Schritt aufs e r n st l i ch st e zu w a r n e n , der die allgemeine Forderung auf steuerliche Erleichterung der Wirt schäft ins Gegenteil verkehrt. Die Kammer hält es für wünschenswert, daß auch für das Land Hetzen, gleich wie in Preußen, eine Verordnung erlassen wird, wonach die Veranstaltung von Lotterien und Ausspielungen lediglich zum Zweck der G e s ch ä f t s r e - > flame verboten wird. zndustrie- und Handelskammer Gießen. Der alte Vorstand wiedergewählt. - Starke Zuversicht in die weitere Entwicklung. Reicheigründungskommers des SC. zu (Stehen. Wenn auch die Dot der Zeit ernst und schwer auf allen Deutschen lastet, so ist doch zur vaterländischen Feierstunde und zur Rückschau auf die stolze Vergangenheit in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft lein Tag geeignet wie der 18 3 an u ar. An diesem Tage entstand un Jahre 1871 das einige Deutsche Kaiserreich, das uns Bismarck, der größte deutsche Korpsstudent, geschafen hat. Die schöne Gitte, diesen Festtag durch einen SS. -Kommers zu begehen, hat der SC. zu Gießen in diesem Jahre wieder ausgenommen. In dem mit den Farben der drei Gießener Korps geschmückten Saal des Gesellschaftsvereins fanden sich 250 alte und junge Korpsstudenten zusammen, um ihr Treuegelöbnis zu Vaterland und Korps zu erneuern. Die Leitung des Kommerses lag in den Händen des derzeit präsidierenden Corps Teutonia. Die Rede aus Reichs- gründung und Vaterland hielt llniversitatspro- fessor Dr. Koch Teutonias. Er sprach von dem mächtigen Geschehen am 18. Ianuar 1871 [ tm Spiegelsaal zu Versailles und von der ernsten Pflicht der Korpsstudenten, die alte deutsche Art zu bewahren und sich stets in .treue dem Dienst am Vaterland und dessen Wiederausi.au zu widmen, jeder an seinem Platz. In ehrfurchtsvollem Schweigen wurde das Andenken der gefallenen Korpsstudenten geehrt. Seine Magnisizenz der Rektor der Ludoviciana, Prof. Dr. I e ß, dankte für die Gäste mit einer Ansprache, in der er es begrüßte, daß der Gießeners, diesen Ehrentag des deutschen Volkes festlich begehe. Seinen Höhepunkt fand der Abend mit dem feierlichen Landesvater. Die würdige, auf den Ernst der Zeit abgestimmte Feier wird allen Teilnehmern m eindrucksvoller Erinnerung bleiben. Bornonzcn. — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute 20 Ahr, 15. Vorstellung im Freitag-Abonnement mit einer Wiederholung Alltägliche Merkwürdigkeiten Unpolitischer Bries aus der Reichshauptstadt. Serlin, sofern es gelehrt ist... Berlin besitzt nicht nur eine Universität, eine Technische Hochschule, andere Hochschulen der ver- schiedensten Disziplinen, sondern auch billige Abendkurse für Menschen, denen die Möglichkeit des Studiums nicht in die Wiege gelegt wurde und die dadurch die Handhabe besitzen. Versäum- tes in populärem, aber konzentriertem Abendunterricht nachzuholen. Die Frage ist nun: was fängt der Berliner mit so viel Bildung an? Es gibt Fälle, wo sich dies nicht so leicht ton- koitieren läßt. Wer fein Wissen z. B. bei solchen Hochschulen tankt, der geht damit m die weite Welt hinaus, und nur ein gütiges Geschick weiß, was sich daraus entwickelt. Anders bei der Universität, anders bei den Hochschulen, die genau Buch führen über die Titel, die sie nach vollendetem Studium ihrer Schüler zu vergeben hatten. Zum Beispiel gibt die Berliner Universität alle Jahre eine Statistik heraus, in der die verschiede- nen D o k t o r d i s s e r t a t i o n e n , fein fäuber- lich nach Themen geordnet, zahlenmäßig aufmar- schieren. Laßt uns sehen, mit welchem Rüstzeug ausgestattet die Berliner Doktoren ihre verschie- denen Wirkungskreise betreten. An der Spitze der Statistik steht ein Gegenstand, über den sich scheinbar nicht nur die Politiker aller Länder den Kopf zerbrechen, sondern auch die junge Generation der angehenden Juristen. Slaatsrechller. Rationalökonomen. 287 Doktordissertationen sind über die Fragen des Versailler Friedensvertrages ab- gefaßt worden. Die Schattierung der Fragestellungen ist sehr abgestuft. 28 junge Wissenschaft- ler fjaben sich bemüht, die Vorgeschichte des Krieges. speziell die Frage der Schuld in ihren Arbeiten zu ventilieren. Bei acht Kandidaten steht diese Frage der Schuld sogar unmittelbar im Vordergrund. 13 Mann schnitten die Frage der Kolonien an, 42 die mannigfaltigen Probleme der territorialen Bestimmungen. 40 Studenten versuchten von sich aus, die aus dem Vertrag entstehenden finanziel - len Verwicklungen zu lösen. 21 zerbrachen sich den Kopf darüber, was nun eigentlich die wirtschaftlichen Folgen seien. Eine respektable Gruppe von 24 Mann warf sich ent» schloffen auf das Kapitel „F küsse und Ka- näle“, demgegenüber scheint die Zahl jener 8 Leute verhältnismäßig gering, denen das brennendste Problem, die Abrüstung, am Herzen I I Man muß aber nicht denken, daß diese 287 Arbeiten über Versailles nun einen verhältnismäßig hohen Prozentsatz unter dem ausma5en. was tatf". i geschrieben toorC-cn ist. Im Gegenteil : der überwiegenden Mehrzahl der lotter arbeiten merkt man gar nicht an, daß sie aus- ger ebnet im Iahre 1932 verfaßt worden sind. Ebenso gut hätten sie 10 oder 20 Lahre früher geschrieben werden können. Fragen der Philosophie, die schlichtesten sowohl als auch die kompliziertesten Probleme stehen, so scheint es, nach wie vor bei den Studenten in bester Gunst. Auch . die Medizin erscheint begreiflicherweise in allen ! Ruancen. Weniger b l ebt scheint mittlerweile i die theolo".sche Fakultät zu sein, in deren Rah- } men zuletzt nur 60 Arbeiten eingereicht worden ^Was gibt es sonst noch alles? Eine Arbeit „Heber d i e Anredeform bei den rö» mischen Elegikern". Eine tiefschürfende Studie über „Das Riederfchlagsverhältnis im südlichen Libanon, in Palästina und im nördlichen Sinai" oder, weit biederer, über den „Spree- Ueber die Sitzung der Industrie- und , Handelskammer vom 17. Ianuar geht uns j folgender Bericht von der Kammer zu. ' D. Red. Vor Eintritt in die Tagesordnung heißt der - Vorfitzende. Herr Fabrikant Rinn, die Anwesenden im neuen Lahr herzlich willkommen uno wendet sich dann mit besonderer Begrüßung an das im Rovember neu gewählte Mitglied, Herrn Kaufmann I. Sauer. Der Vorsitzende gibt seiner Freude darüber Ausdruck, daß Herr Sauer nunmehr der Handelskammer angehöre, der er. nachdem sie ihn schon vor Iahren zum Handelsrichter vorgeschlagen habe, kein Fremder mehr sei, die Kammer wisse, daß von ihm als von einem Kaufmann der guten alten Schule wertvolle Unterstützung und tatkräftige Mitarbeit erwartet werden dürfe. Dann gedenkt der Vorsitzende des verstorbenen Ehrenmitglieds Herrn Kommerzienrats G r ü n e- wald - Alsfeld als eines treuen und besonders befähigten Kollegen, der der Kammer, solange es ihm seine Gesundheit auch nur einigermaßen erlaubt habe, seine Anhänglichkeit und sein Interesse entgegenqebracht habe. Zu seinem Gedenken erheben sich die Anwesenden von ihren Plätzen. , ... .. Herr Sauer dankt in kurzen Worten für die ihm zuteil gewordene freundliche Aufnahme und verspricht, sich als eifriger Mitarbeiter und guter Kollege zu erweisen. Wiederwahl des Vorstandes. Der bisherige Vorstand, bestehend aus den Herren Fabrikbesitzer Ludwig Rinn als Vorsitzendem. Kommerzienrat Gustav Rarnspeck und Bankdirektor Ludwig G r ie ß b au e r als stellvertretenden Vorsitzenden, sowie Herrn Kaufmann Karl Röhr als Rechner wird einstimmig wiedergewählt. Für diesen erneuten Beweis des Vertrauens dankt der Herr Vorsitzende im Ra- men des Vorstandes. Rückblick und Ausblick. Der Vorsitzende führt im Rahmen des in der ersten Iahressitzung üblichen R ü ck b l i ck s in । das vergangene und des Ausblicks in das | kommende Lahr u. a. etwa folgendes aus: „Der | Abschied vom alten Jahr ist wohl keinem unter uns schwer gefallen: denn es hat, besonders in der ersten Hälfte, eine schwere Krise nach der anderen über die deutsche Wirtschaft gebracht und damit die Verheerungen vollendet, die die Vorjahre vorbereitet haben. Es war höchste Zeit, daß durch den Kurswechsel die dauernde Mutlosigkeit endlich wieder einem steigenden Vertrauen zu der Regierung Platz machen konnte. Die leichte Besserung, die damit erzielt worden ist und die hosientlich weiter zunimmt, ist unstreitig das Verdienst des Kabinetts Pa- pen. In den Vorjahren sind der schwer ringenden W.rtsch ft immer und immer wieder Erleichterung der drückenden Cl'uerlaft zu"'sa^ worden. Im Gegensatz zu diesen Dcrsp- chu igen standen dann die neuen Verordnungen, buud) die der CSirtf-Mt immer tee '.ere Last: ' au?erlegt wurden. Die Regierung Papen hat damrt ein End« gemacht und ist energisä uni) z r c l - bewußt für d i c Privatwirtscyaft etn- getreten. Wer Gelegenheit halte, d e Reden Pa- vens von Angesicht zu Angesicht, oder auch nn Rundfunk zu hören, der weiß, daßb.-.er der ganze Mann hinter dem einmal als ^<9^9 Erkannten stand mit dem festen Willen, sich durch- zusehen. Es war undankbare Arbeit, die das Kabinett Papen zu leisten hatte. Um so dankbarer muß ihm die deutsche Wirtschaft sein für den Mut und die Sachlichkeit, die dabei bcw.esen worden sind. Die Besserung der wirtschaftlichen Lage ist zwar gering, aber deutlich spürbar. Sie drückt sich aus in der Verringerung der Vergleichsverfahren und Konkurse. Sie zeigt sich weiter darin, daß die WagengesteUung der Reichsbahn zur Güterbeförderung eine Zunahme erfahren hat. Die Wirtschaft hat wieder mehr mit wohlbegründeter Zuversicht in die Zukunft sehen kann. Es hängt jetzt alles davon ab. daß unsere politische Führung die nötige Rücksicht auf die Förderung der Wirtschaft ni mm t und dadurch auch den Reichsinteressen am meisten dient. Man darf in diesem Zusammenhang sagen, daß Politik und Wirtschaft bei den derzeitigen Derhältnissen nicht zu trennen sind." Die Ausführungen des Herrn Vorsitzenden lösen in der Versammlung spontanen Beifall und lebhafte Zustimmung aus. Im Anschluß an diese Ausführungen erstattet Herr Bankdirettor Grießbauer einen eingehenden und interessanten Bericht über die Entwicklung der Danken im vergangenen Jahr, der . ebenfalls beifällig ukid mit großem Interesse ausgenommen wird. Der Synoikus faßt die von ihm in einem kurzen Referat vorgetragenen Dünsche der Dirtschaft an das 3ahr 1933 in folgenden Leitsätzen zusammen: „Das alles überragende und schwierige Problem der Arbeitsbeschaffung kann nicht durch Vergebung öffentlicher Arbeiten größten Ausmaßes, sondern nur dadurch gelöst werden, daß man der freien Wirtschaft die Wege ebnet, die es ihr ermöglichen, wieder rentabel zu arbeiten und darüber hinaus produktives Kapital zu bilden. Es müßen daher alle diesem Ziel entgegenstehenden Hemmungen, die vor allem in der Ueberlastung der Wirtschaft mit Steuern und Abgaben zu suchen sind, beseitigt der Komödie .Politik der Weiberröcke" von Reil Orant unter der Spielleitung Wolfgang Kühnes. Gewöhnliche Preise. Ende 22.15 Uhr. — Samstag, 21. Ianuar. 20 Uhr, zu ermäßigten Operettenprcisen Wiederholung der Operette „2m weißen Rößl". Ende nach 23 Ahr. Ebenso findet am Sonntag um 19 Ahr zu ermäßigten Operettenpreisen eine Wiederholung des .Weißen Röhl" statt. Ende nach 22 Ahr. In beiden Vorstellungen haben Vorzugsgutscheine Gültigkeit. Außerdem verzeichnet der Spielplan für Sonntagnachmittag eine letzte Wiederholung des Weihnachtsmärchens „Aschenbrödel". Diese Vorstellung findet au ganz kleinen Preisen statt. Spieldauer von 15 Ahr bis 17.30 Ahr. — Das jüngste Curt Götz-Lustspiel, das Silvester im Landestheater Stuttgart seine erfolgreiche Uraufführung erlebte, wird amDiens- tag, 24. Ianuar. von seinem Autor, Regisseur und Schauspieler Curt Götz mit seinem Ensemble )ur Ausführung kommen. Die Intendanz geht nicht fehl in der Annahme, den Theaterfreunden einen amüsanten Abend zu bereiten. Dieses einmalige Gastspiel ist außer Abonnement, und es gelten an diesem Abend ermäßigte Operettenpreise. Allen Abonnenten gewährt die Intendanz jedoch auf allen Plätzen eine Ermäßigung von 50 Pfennig. Außerdem haben Radio-Gutscheine Gültigkeit. Abonnenments- und Dorzugsgutscheine haben jedoch keine Oültigleit Taten für Freitag, 20 Januar. 1813: der Dichter Christoph Marttn Wieland in Weimar gestorben: — 1859: die Schriftstellerin Elisabeth von Arnim in Berlin gestorben-, — 1875: der französische Maler Jean Millet in Barbizon gestorben. * *• Kinderspeisung und Lahnkana 1 i - sierung im Bild. Im Schaukasten des „Gie- ßener Anzeigers" an unserem Geschäftshaus sind einige Bilder von der Kinderspeisung durch die Gießener Reichswehr zu sehen. Außerdem sind einige Bilder ausgestellt, die den Stand der Arbeiten zur Lahnkanalisierung, unweit des Elektrizitätswerkes zeigen. wichtig. Es ist bedauerlich, daß es gerade in letzter Zeit zwischen Landwirtschaft und Industrie zu unerfreulichen Auseinandersetzungen gekommen ist. Es wäre Ausgabe der berufe..en Führer, eine Losung zu finden, die den berechtigten Interessen beider Teile soweit entgegenromm:, wie es die derzeitigen schwierigen Verhältnisse ermöglichen. Die mannigfachen Anregungen, durch Way- rungsänderung den Wiederaufbau zu fordern, müssen abgelehnt werden. Es darf zugegeben werden, daß damit eine äugen, lickliche und wohl auch für die nächste Zeit anhaltende Besie- rung erzielt werden würde. Dahingegen bestehen mit Recht die allerschwerften Bedenken für die Zutunst, wenn wir unsere stabile Währung, die auch im Ausland volles Vertrauen genießt, durch eine andere ersetzen wollten. Wir müssen nach den gemachten Erfahrungen alle Experimente unterlaßen und uns mit Energie in hartem Kampf durchsetzen. Wenn ich Anfang des Jahres 1932 rein gefühlsmäßig insbesondere für die zweite Hälfte des Jahres eine Besserung erhoffte, so freue ich mich heute, daß mir die Ereignisse recht gegeben haben und man jetzt SJ.-fpori Wirtschaft Ausschreitungen in Mainz. adel» im Gange. Deoifenmacrt Berlin - Frankfurt a M 61.75 62 85.5 Bantnolen. 1.25 1,25 1,25 1,25 87 86,25 85,5 85 60,75 84,75 79.5 I 94,65 78 66.5 8,35 77,5 1 Gebesserte Kreditsicherheit. Seit Anfang 1932 hat die Zahl der Konkurse und der Vergleichsverfahren rasch abgenommen, die Wechselproteste haben sich stärker vermindert, als der Wechselumlauf. Anderseits scheinen tue angemelde'en Konkurse und Vergleichsverfahren für die Gläubiger mit ungünstigeren Ergebnissen abzuschliestcn. 3m ganzen ist aber, wie im Wochenbericht des Instituts für Kon unkturfor- schung geschrieben wird, in Industrie. Handel und Handwerk doch eine beträchtliche Besserung der Kreditsicherheit festzustellen. Dagegen sind in der Landwirtschaft zwar die finanziellen Schwierigkeiten für viele Betriebe durch gesetzliche Maßnahmen gemildert worden. Die Gläubiger müssen aber nach wie vor damit rechnen, daß große Teile ihrer Forderungen an die Landwirtschaft uneinbringlich sind. Die Zahlungseinstellungen hatten im Dezember wieder etwas zugenommen, wobei es sich aber wohl um eine saisonmäßige Bewegung handelte. Trotz aller Vorbehalte darf man es als Tatsache betrachten, daß sich die Zahlungseinstellungen in Industrie, Handel und Handwerk vermindert haben. Die Gestaltung des Setreidemattiö. WTD. Amtlich wird mitgeteilt: Die Markt- Meinung gewisser an der Gestaltung des Getreidemarktes beteiligter Gruppen ist, wie in Fachkreisen allgemein bekannt ist, nicht günstig. Man geht dort stets davon aus, daß infolge der besonders guten Erträge der letzten Ernte erhebliche Lieberschüsse vorhanden seien, die innerhalb des laufenden Iahres keinen Absatz finden könnten. Diese Auffassung ist nur bedingt richtig. Gemessen an einigermaßen normalen Ber- E ine n Außenseitersieg gab es beim Frankfurter Hallen-Handball-Turnier, da die Turn« gemeinde Bodenheim alle favorisierten Mannschaften ausschalten konnte und im Endspiel mit 5:1 über die TG. Sachsenhausen siegreich blieb. Grttzner .................. Dlalntraftroerte Höchst a.M. . Süddeutscher Zucker ....... 6,75 4,55 4.75 4,8 6,7 10,75 5,5 23,2 6,5 4,5 4,7 4,7 6,25 10,75 5,55 22.5 78 95,5 77.8 67,25 8,65 78,25 79 95.5 77.8 67.25 8,7 78,25 67 61,5 85,5 85,13 87 4 86,9 85,5 85 Ein S iäbriges Mädchen a's Lebensretterin. WLA. C o r b a ch , 19. Ian. Der zum Zweck der Regulierung abgedämmte Kuhbachgraben war kurz vor dem errichteten Wehr zugefroren. Auf der Cisdede vergnügten sich mehrere Kinder mit Schleifen. Im Eifer des Spiels näherten sich die Kinder immer mehr dem dünneren Ende der Eisdecke, als plötzlich ein kleiner Iunge einbrach. Da das Wasser an dieser Stelle über 1,5 Meter tief ist, versank das Kind gleich im Wasser. Seine fünfjährige Spielgefährtin, die Tochter Les Arbeiters Erich Odel, eilte kurz entschlossen dem Eingebrochenen zu Hilfe und zog ihn wieder ans rettende Ufer. Rur der Unerschrockenheit des 5jährigen Mädchens ist es zu verdanken, daß der Knabe vor dem Tode des Ertrinkens bewahrt wurde. Erwachsene waren zur Zeit des Unfalls nicht zur Stelle. Langgesuchter Auto- und Motorraddieb festgenommen. WSR. F r a n k f u r t a. M., 19. Ian. Gestern konnte der seit langem gesuchte Auto- und Motorraddieb Otto D ö d e r, ein 2^jähriger Autoschlosser, festgenommen werden. Röder wird auch von den Staatsanwaltschaften Gießen und Hanau g"e sucht. Seit längerer Zeit hat er hier unangemeldet gewohnt. Im Oktober v. I. hat er in Donhausen ein Auto gestohlen und dieses dann in Frankfurt verkauft. Ferner hat er in der Umgebung von Frankfurt am Main Motorräder gestohlen und sie dann ebenfalls in Frankfurt zu Geld gemacht. Hclstngwrs. Wien Prag ..... Budapest ... Sofia..... Holland .... C«lo....... Kopenhagen. Slockdolm.. London ..... Buenos Aires Neugott... Brüllet.... Italien..... Paris Schweiz ... Spanien... T anzig.... Japan ..... Rio de Jan. Jugoslawien Ltstabon ... 6,65 4.45, 4,75 4,7 । 6,4 10,5 1 5,6 | 22,9 I 4% Ceitenridil)d)v Woiorcmc... 4,20% cellerreichilche Silbe rrente 4% Ungarilche Goldrenir ... 4% Ungarilche Siaoisrenle v. 101o 4'/,% ve«gl von 1913 5% obgell Sioldmextlaner von 90 4% lürtlldir -sollanleche von 1011 4% türtUdji* Bagdadbalm-Anleihe Serie I 4% veegl. Serie II 6% Runiän. vereint). Renie v. 1003 44%Runiä».vercini).Reniev.lS1g 4% Rumcknstche vereinst. Renio .. ß%% Anatolier .............. 6,5 4.5 4,7 4.85 6.75 10,5 5,5 23 sende L,------. werden neue Verpflichtungen bekannt. Es haben jetzt Rieger-Breslau, Altenburger-Stuttgart und Broccardo-Guimbretiere einen Vertrag erhalten. Für das vom 3. bis 9. Februar lau- Frankfurter Sechstagerennen Dalum Bereinigte Stadlwette........ Oiavl Minen ............... Kaltwette VlfcherSleben Kaliwerke Wcstereacln Kaliwerke Salzdetfurth 6% Deuricht Reichsanlcide v. 1021 6% rstein.7% Ti. Meich-anl. v. 1920 st^-% Doung-Anletl>e von 1930 .. Teutjche Ant.-Ablüf.-Schuld mb Auslot.-Rechten ...... . Lesgl. ohne Anttlol.-Rechte...... 6% cbem.8% Heft. Bolksstaat 1920 trückzablb 102%) Oberl>eHen Provinz-Anleihe mb Auslol.Rechten Deutsche Komin. Sainmelab l.An leide Serie 1 mit Auslol.-Rechlen 6% ehern. 8% franst. Hdp.-Bo>st Goldpfe. 15 unkündbar bli 1935 C% fbem. 7% .granll Hyp.-Ban! Soldvfe in unkündbar bi- 1936 t»Vi% ebem. 4V,% Franks. Hyp. Bank-Llou.-PIaiidbttese ..... 6*4% ehern. 4*4% Rheinilche Hdv. Bank-Lia».-Äoldpsc. 6% ehern. 8% Pr LanbeSpfand bttejonsiali, Pfandbttcfe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landcöpsand bttekansta.'l. Pkandbttele fll V* 79.2 | 14,13 78 65,25 8,3 77 SchuNsteis Patzen Hofer..... Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.............. ZeUstosl Waldhos......... Zellstoss Aschassenburg .... Dessauer (staS ............ Daimler Motoren......... Deutsche Linoleum Orentlcin Si Koppel Leonhard Tietz........... 2hade.................. V. f. Lich. Zu einem besonderen Ereignis dürfte das am Sonntag auf hiesigem Sportplatz zum Austrag kommende Tresen unserer Ersten mit Steinbachs l. werden. Tressen doch hier zwei Mannschasten zusammen, die auf Grund der bisher gezeigten Leistungen ein Anrecht auf die vordersten Plätze ihrer Klasse haben. Für die Rasenspieler wird das Spiel gleichzeitig ein Gradmesser für die derzeitige Form der Mannschaft sein. Ob die Plahbcsiher in der Lage sind, ein ebenso günstiges Ergebnis wie im Vorspiel herauszuholen, ist fraglich. Sandvatt im Lahn-Oünsbera« Gau Ein weiteres Aufstiegspiel wird am kommenden Sonntag in Rorded aus getragen. Hier trifft der Favorit Albach mit dem Meister des 2. Bezirks zusammen. Die Gäste müssen auf der Hut sein, denn daß der Plahbesitzer einen nicht zu unterschätzenden Gegner abgibt, hat am Sonntag Garbenheim auf eigenem Platz erfahren. Man erwartet einen harten Kampf, den die technisch besseren Gäste zu ihren Gunsten entscheiden sollten. Zu einem Gesellschaftsspiel fährt die 1. Mannschaft des Tv. Lollar nach Marburg und hat als Gegner die Mannschaft der dortigen Freistudenten. Die Freistudenten sind noch in guter Erinnerung aus dem Gesellschaftsspiel im vergangenen Sommer in Rodheim gegen eine Kombination Rodheim-Kinzenbach. Die Lollarer werden sich anstrengen müssen, wenn sie sich ehrenvoll behaupten wollen. In einem wei'.eren Gesellschaftsspiel empfängt die 1. Mannschaft und Iugendmannschaft des Tv. Launsbach die 1. und 2. Mannschaft des DHB. Gießen. Das Vorspiel der beiden 1. Mannschaften ging seinerzeit mit 8:5 für Launsbach verloren. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorauszusagen. Neuer deutscher Hochsprung-Rekord. Die Düsseldorferin Frl. Rotte stellte beim 12 Brandenburgischen Hallensportfest mit 1,55 Meter einen deutschen Rekord im Hochsprung der Frauen auf. Den alten Rekord hielt Frl. Rotte selbst mit 1,54 Meter. Birger Nuud bei den Deutschen Ski-Meisterschasten. Wie die sportliche Leitung der Deutschen Ski. Meisterschaften in Freudenstadt-Baiersbronn mit teilt, wird sich der in Johanngeorgenstadt ansässige Norweger Birger Ruud, der am Sonntag mit 76 Meter einen neuen deutschen Rekord aufstellte, an den Titelkämpsen beteiligen. Rennen so verschärft worden sein, daß sie zum Bruch führen mußte. Mit Ausnahme einer tu.zen Zeit während der Rausch in Amerika weilte, haben die Beiden ständig eine Mannschaft gebildet. Rausch und Hürtgen gewannen zusammen fünf Sechstagerennen und besetzten fast ein duhendmal einen zweiten Platz. Während man über die weiteren Pläne von Hürtgen noch nichts näheres erfahren konnte, hört man von Rausch, daß er sich für die nächsten Sechstagerennen nach einem anderen Partner umsehen und dann im Sommer wieder Dauerfahrer werden will. Gr hat ja bekanntlich in Amerika einen verheißungsvollen Versuch als Dauerfahrer unternommen, den er aber später nicht fortsehte. Auch Sieronski und Geyer bei der „Tour". Neben Stapel und Thierbach, die schon vor einiger Zeit für die „Tour de Fran:e^ verpflichtet wurden, haben nun auch der Berliner Sieronski und Geyer-Schweinfurt für diese Veranstaltung Verträge erhalten. Mit Geyer stehen die Verhandlungen vor dem Abschluß. Kurze Sportnotizen. Hans Stud von Villie^ wird am 5. Februar mit seinem Mercedes-SSK. im Rennen auf dem Eibsee an den Start gehen. In einer von Tilden aufge ft eilten Weltrangliste der Tennisprofis nimmt den ersten Platz Weltmeister Martin P l a a vor Tilden, Nüßlein und Kozeluh ein. Roman Najuch folgt an sechster Stelle. Der „Kilometer lanc fe", das bekannte St. Moritzer Ski-Geschwindigkeitsrennen, mußte erneut verlegt werden, und zwar auf den 15. Februar. Keine besondere Zugkraft haben die deutschen Meisterschaften im Eisschnelläufen, die am Wochenende in Altona ausgetragen werden. Bisher sind erst drei Nennungen eingelaufen. B e i der diesjährigen Reichsfahrt des ADAC, soll unter die Sonderprüfungen erst- mals auch eine Geschwindigkeitsprüfung aufgenommen werden. Als Strecke kommt die Avus in Frage. Handball der E>p.-Dg. 1900. 1900 i — Heuchelheim I 9:6 (4:4). Nachdem das ursprünglich vorgesehene Spiel der 1 Handballmannschaft der Spielvereinigung 1900 flogen die Mannschaft der 3. Kompanie des diesigen Bataillons aussallen mußte, sprang die 1. Els des Sportvereins 1920 Heuchelheim ein und lieferte auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe den 1900ern einen interessanten, spannenden, aber sehr fairen Stampf. Die Gäste stellten eine außerordentlich schnelle Mannschaft, gegen die die 1900er alles auf- bieten mußten. Die Blauweißen gingen auf Grund ihrer etwas besseren technischen Durchbildung gleich zu Beginn In Führung und führten schließlich sogar mit 3:0. Nun aber tauten die Gäste auf, holten Tor auf Tor und vermochten nicht nur ein 3:3 zu erzielen, sondern sie schossen auch noch ein Führungstor für sich. Das Halbzeitergebnis lautete aber doch wieder 4:4. Nach der Pause gaben die 1900er den Ton an; sie spielten überlegen und vermochten in regelmäßigen Abständen fünf weitere Tore zu erzielen. Die Gäste ließen nach und vermochten nur noch zweimal erfolgreich zu sein. ZV. „Teutonia" Laubach. TB. Teutonia Laubach I — DfR- Butzbach I 0:3 (0:2). 2lm Sonntag trafen sich die beiden Mannschaften auf dem Laubacher Sportplatz zum fälligen Verbandsspiel. In der ersten Halbzeit konnten die Gäste 2 Tore für sich buchen, da sie sich auch im Feldspiel etwas besser als die Einheimischen zeigten. Vom Beginn der zweiten Halste an führte die Platzmannschaft ein überlegenes Spiel vor. konnte aber infolge Schußpech und der starken gegnerischen Abwehr zu keinem Erfolge kommen. Bei einem schnellen Durchbruch der Butzbacher fiel and) noch ein drittes Tor. Das Ergebnis entspricht nicht dem Spielverlauf. Den Teutonen blieb das verdiente Ehrentor versagt. brauchsverhältnissen ist nämlich eine Ueberpro- duktion noch nicht vorhanden. Es bestehen vielmehr nur Absatzschwierigkeiten, weil infolge der großen ArbeitsloFgleit die Konsumkraft der Bevölkerung stark gesunken ist. Die Getreidemengen, die aus diesem Grund keinen Absatz finden können, nimmt die Stützungsstelle fortlaufend auf; sie wird dies auch weiterhin tun und die aufgenommene Ware dem Markt zum mindesten für die Dauer dieses Getreidewirtschaftsjahres fernhalten, es sei denn, daß eine so starke Belebung des Arbeitsmarktes eintritt, daß die Heranziehung der Stühungsmengen für den Verbrauch notwendig oder doch ohne Gefährdung der angemefsenen Preisbildung möglich ist. * Reichsbürgschaft für Düngemittel- I i e f e r u n g. Durch Notverordnung des Reichs- Präsidenten vom 19. Januar 1933 ist der Reichsfinanzminister ermächtigt worden, für die Lieferung von Düngemitteln zur Frühjahrsbestellung in ähnlicher Weise wie im letzten Frühjahr eine Reichsbürgschaft in Gemeinschaft mit den Düngemittelsyndikaten zu übernehmen. Die Einzelheiten der Regelung werden in den nächsten Tagen von den in Frage kommenden Syndikaten bekannt gegeben werden; sie werden voraussichtlich sich im allgemeinen an die letztjährigen Bedingungen anschließen. Da der Verteilungsschlüssel für etwaige Verluste aus der Garantie zwischen Reid; und Syndikaten gegenüber dem Vorjahr zugunsten des Reiches geändert worden ist, war es möglich, die Garantie des Reiches zahlenmäßig wesentlich niedriger zu halten als im Vorjahre. Zur Sicherung der Düngemittelforderungen und der Forderungen aus Lieferung von erkanntem Saatgut ist ferner roteber» „AoL-LZeH"-G1äub:ger fordern Begnadigung für Kreß. Die Gläubiger-Versammlung des mit 23 000 Mark verschuldeten SC. Rot-Weih Frankfurt wählte einen Ausschuß, der aus den Herren Dr. Hahn, Road und Boos besteht. Dieser Aus- schuß ist beauftragt, mit dem derzeitigen Vorstand in Verbindung zu treten, die Bücher zu prüfen und eine Generalversammlung zu beantragen, auf der das Ergebnis der Besprechungen mitgeteilt werden soll. Das wichtigste Ereignis der Gläubiger-Versammlung war jedoch die Tatsache, daß sämtliche Anwesenden für eine Intervention beim süddeutschen Verband zwecks Begnadigung von Kreß und Genossen und sofortiger Einstellung etwaiger Verfahren gegen Rot-Weiß-Mitglieder stimmten. . Es wurde der Meinung Ausdrud gegeben, daß nur bei einer Mannschaft mit bekannten und zugkräftigen Hamen die Steigerung der Einnahmen und damit eine Tilgung der Schulden inöglid) sei. Das vom Verein verlangte Moratorium dürste von den Gläubigern voraussichtlich gegeben werden. Rausch und ©ürfaen aefrennf. Das Ende der populärsten Sechstagemannschaft. Rausch und Hürtgen, die beid.n anschei- neud unz rtiennlichen Kölner Mannschastssahrer. haben fid) getrennt. Das ist eine Nachricht, die in den Radsportkreisen derart sensationell ein» fd)Iägt, daß man ihr einfach mit Unglauben gegenüber Rebt. Man glaubt es nicht, daß die beiden Kölner, die im Laufe der Iahre wirklich zu einer Mannschaft zusammengewachsen waren, entzweit haben sollten. Aber es ist so. Als in den letzten Tagen die Frankfurter Winterbahn mit Rausch und Hürtgen Verhandlungen führte, um die beiden Fahrer für das bevorstehende Frankfurter Sed)stagerennen zu verpflichten, wurde ihr mi'geteilt, daß Rausch und Hürtgen nicht mehr zusammen fahren würden. Die Uneinigkeit zwissen den Beiden, die lange Zeit Deutschlands stärkste und vor allem auch populärste Sechstagemannschaft bildeten, soll nicht einmal neuesten Datums sein, aber erst durch das Ausbleiben der erhofften Erfolge in den letzten um ein Früchtepfanbrecht eingeführt worben, das ähnlich wie im Vorjahre ausgestaltet worben ist. frankfurter Abendbörte sehr ruhig. F r a n k f u r t a. M., 19. Jan. Das Geschäft an ber Abenbbörse war wieber sehr ruhig, boch konnten sich bie Kurse auf bern festeren Mittagsschlußniveau gut behaupten. Aud) bie Grunbstimmung schien etwas zuversichtlicher zu sein, wenngleich bie ungeklärte innerpolitische Lage auch weiterhin bei ber Spekulation unb bern Publikum Zurüdhaltung bestehen läßt. Von ben wenigen Kursen, bie zunächst zur Notiz kamen, waren Bekula unb Mannesmann bis % Prozent höher. Bei letzteren regte eine Mel- bung von besserer Beschäftigung ber Röhreninbustrie burch Russenaufträge an. Gelsenkirchen Bergwerk eröffneten zunächst V» Prozent niebriger, boch konnten sie sich im Verlause um % Prozent wieber befestigen. IG.-Farben unb Rütgerswerke waren bis % Prozent schwächer, Holzmann nannte man un- ueränbert 50 Prozent, auch Reichsbank blieben mit 159 Prozent voll behauptet. Arn Rentenmarkt würben in Alt- unb Neubesitzanleihe bei unoeränberten Kursen kleine Um- ätze getätigt. Späte Reichsschulbbuchsorberungcn teilten sich mit 77% Prozent etwas höher, Golb- pfanbbriefe waren unveränbert bei ruhigem (9e- chäft. Im weiteren Verlaus zogen JG.-Farben um % Prozent an, später bröckelten bie Kurse aber in- olge ber Geschäftsstille eher etwas ab, größere Aus- chlöge waren aber nicht zu beobachten. Holzmann tarnen mit 50 Prozent un,oeränbert gegen ben Mittagskurs zur Notiz. Altbesitzanleihe 67% Prozent, Neubesitzanleihe 8,70, Schutzgebietsanleihe 6%, 6 Prozent Hessen Volksstaat von 1928 76, 6 Prozent Stahlocrein 63%, 6 Prozent Franks. Hyp. Bank Golb Reihe6 85%, 6 Prozent Franks. Psanbbrief- bank Golb Reihe 3 bis 17 85%, 6 Prozent Rhein. Hyp. Bank Golb Reihe 18 bis 25 85%, Reichsbank 159, Gelsenkirchen 58%, Harpener 81%, Mannesmann 60, Rheinstahl 71%, Stahlverein 32%, Aku 37%, AEG. 28%, Bekula 118, Daimler Motoren 20, Scheibeanstalt 147%, JG.-Farben 101% bis 101% bis 101%, Holzmann 50, Rhein. Elektro Mannheim 100, Siemens 122, Reichsbahn-VA. 92%, Hapag 17%. Von fremben Werten lagen Anatolier Eisenbahn mit 23% Prozent etwas fester. Schwedische Eishockey« öste in Berlin Vor 1500 Zuschauern kam am Mittwoch bas erste Eishodeyspiel im neuen Jahre in ber Reichshaupt- ftabt zur Durchführung. Der Berliner Schlittschuh- Club hatte sich bie Mannschaft von Göta Sto.iholm verpflichtet. Die Schweben, bie bie geschlossenere Mannschaft stellten, siegten mit 2:0 (1:0, 1:0, 0:0). Bhllivv Hohmann .... Zementwerk Heidelberg Ecmeniwett Karlstadt.. Watch & streytag .... MSN. Mainz, 19. Jan. Bei bern gestern abenb aus Anlaß bes Jahrestages ber Reichsgrünbung von ben Nationalsozialisten veranstalteten Fadel- z u g kam es zu wieberholten Störungen ber öffentlichen Ruhe unb Orbnung. Besonbers in ber Binger Straße ereigneten sich tätliche Ausschreitungen. Mehrere Verletzte würben fest- gestellt unb einer von ihnen mit Hiebverlehungen am Kopf ins stäbtische Krankenhaus eingeliefert. Bei bem Tumult würbe auch bas Tor eines Hauses in ber Binger Straße beschäbigt. Die Polizei nahm fünf Personen vorläufig f e st. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen sind Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Sie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Sjöh« der «fulefjt defchtoffenen Dimdende an. - Reich-bankdi-kon, 4 o.Sy. Lombardzmsfutz 5 o.S). 3 ®. garbcn.Jnvustttc todidbcanflall........ (Yoldfckmidt Rütgerrmerkc Mctallgelelllchaft Jranklutt o.M. Berlin Schluß« für# Schluß». Abend« bött Sch uß« für# Schlugt. Ml lag« höre 18.1. 19.1 18.1. 19-1. u 33,25 32,25 32.9 32,4 0 16 15,75 15.65 16 6 113.5 112,5 114 112,5 6 117 116,5 116.85 116 172 172 172.5 174 7 101 101,5 101,25 101,75 10 148,5 147,75 — — 0 36 35,5 35,9 35,9 0 42.5 42,5 42,75 42.75 36 35,5 35,9 —— 0 _ 50 58 50,5 4 53 53,25 (i » — 0 5,1 5 5 4,75 . 0 _ _ 107 107 . 0 35,25 37.25 38,5 37 . c 48 47 47.25 46 5 . c 50,5 50,5 50 50 . ( 28 27 27,5 26,5 . 7 — 109 108 0 20,13 20 20,5 20,5 ( 40 38,5 40 39,25 ( — 41,25 40.4 42 43 42 43,75 .12 139,5 140 139,75 140 I 32,5 ! 31.5 1 32,4 1 32 68 68 1 — 1 I 137 1137,75 I 139 ..an, ui V. — I Ott । Schluß« für# ÄüH’us- ?mlußk. Miliaq« bSrfe Datum | 18-1- ! 19.1. 18.1. 1 19-1. Hamburg-Amettka-Baket ..... 1 1 17,5 17,5 17,4 17.65 Hamburg-Slldam. Dampfschiff. 01 — —- — — Hansa Dampfschiff........... 0 —— — 28,5 29.13 Norddeutscher Lloyd ......... 0 18,25 18,13 18,13 18,25 21.®. für Bettel,rSwescn 9111. .. 0 44 43 43,25 43 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 94 94 94 93,9 Commerz- und Pttvat-Bank ... Deutlche Bant und Dtsconto- 0 53 55 53,5 53,5 73 ®c|cüfd)n|i................ 0 13 73 73 Dresdner Bank.............. 0 61,5 61,75 61,75 61,75 I 157,25 28,75 159 159 •21 G (M .................. u 28,75 29 28.9 Äektr. Liefern ngsgeseUschaft ... Licht und Krafi ... ........ 6 6 79 94 79 94 79,5 93,75 80 93.5 Reiten & (MulUeaunie ........ 0 56 55 55,5 55 Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmunflcn .............. 4 78,75 78,75 79,75 79 iHbclnifdie Elektrizität ........ Schucken & (So............ 6 0 99,5 87 100 67,5 101 86,25 101 87,13 Siemen« & Halvke.......... * 123 122 121,75 123 vabmever & (So............. 10 118 116,75 117 116,5 Bude nie ................ ( 44 44,25 45 44,5 Deutsche Erdü' ........... 4 87,5 87 86,75 86,75 ( 60 58,75 59,5 58,9 Harvener................. 0 82 81,25 81,9 80.9 Hoefch Eilen—Küln-Neuellen. 0 — 51,25 52,4 Ilie Qicrflbau .......... 1 — - 136.5 137,5 ?Üir Bergbau üJenüfie....... 7 101 100,75 101.75 101 Klocknerwette ............. ( 45 45 44 44,75 Mannesmann.Rühren ...... 0 60.25 60 59.9 59,75 Mansfeld« Bergbau ...... 0 24 25 24,25 25 t bettchlef. KokSwctte ....... < — 69,75 69 ffefidni; Bergbau............ 33,75 33 33,5 33,5 Rheinische Braunkohlen ..... 10 192 188.5 192 190 Dibcinflahl ................ 72,5 71,75 72,5 71 Sranrrun a. M. Benn. Schluß« fur# Schluyt. Abend« bStt Schluß« nir# Schluß!. Mittag. bS fe Datum 18-1. 19.1. 18.1. 19.1. 18-Januar 19-Januar Amtliche Dotierung i»f|n | Brie Amtliche Dotierung Selb | Brie 6,214 6,226 6.224 6,236 51.95 52,05 51.95 52,05 12,465 12,485 12,465 12,485 3,057 3,063 3.057 3.063 169,18 169,52 169.18 169.52 72,13 72,27 72.23 72,37 70,08 70,22 70,38 70,52 76,67 76.83 76,82 76,98 14,08 14.12 14,09 14,13 0,858 0,862 0,858 0.862 4,209 4.217 4,209 4.217 58,29 58,41 58,29 58,41 21,54 21.58 21,54 21.58 16,43 16,47 16.425 16.465 81 02 81.18 81 .00 81.16 34,37 34.43 34,37 34.43 81.72 81.88 81,77 81.93 0,869 0.871 0.869 0,871 0,239 0,241 0.239 0,241 5,554 5.566 5.554 5.566 12,83 12.85 12,83 12,85 Berlin, 19. Januar (S*tlb Brie' Amettkantiche Noten.............. 4.20 4,22 58,13 70,01 70,29 Englifche Noten ........... 14.05 14,11 16,385 16.445 ArJIiinhHrtiP Noten ............ 168,81 169,49 Italteniiche Noten................ 21.48 21,56 hrorwegiiche Noten ............. 72,06 72,34 Deutsch Oesterreich. 6 100 Schilling — —— Rumanilche Noten ............. 2,46 2,48 Schwedische Noten............... 76,65 76,95 Schweizer Noten................. 80,82 81.14 34.23 34,37 Ungarilche Roten ................