Nr. 297 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Aimlaer für Gberhesien) Dienstag, 19. Dezember 1935 Aus Oer Provmzialhnuptüavt. Eine vorbildliche Spende. Lein Freibier, sondern Winterhilfe. Wie die Kreisleitung Gießen des Reichseinheitsverbandes des Deutschen Gaststättengewerbes uns mitteilt, sind von Mitgliedern der hiesigen Gast- stättenorganisation für Die Woche nach den Weihnachtsfeiertagen 208 Mittagessen für hilfsbedürftige deutsche Volksgenossen gestiftet worden. Weiter macht die Kreisleitung Gießen des Reichseinheitsoerbandes des Deutschen Gaststättengewer- bes nochmals darauf aufmerksam, daß in diesem Jahre am Silvesterabend das bei früheren Jahreswechseln gewährte Freibier in Fortfall ko m m t. Dafür werden in der Silvesternacht Beauftragte der Organisation die Gastwirtschaften besuchen und von den Gastwirten die Beträge erheben d.e sie durch den Fortfall des Freibieres an Wren Unkosten ersparen. Diese Beträge sollen dem werden 1 *1 f 5 e r f 3ur $erfü9un9 gestellt Beide Hilfsmaßnahmen der Gastwirte-Organisa- twn verdienen alle Anerkennung und feien zur Nachahmung empfohlen. STl-Volkewohlfahrt An alle Orlsgruppenwaller der NSV. des Kreises Gießen! Es ist im Laufe des heutigen Tages unbedingt em Bote auf dem Büro der Kreiswaltung der NSB., Gießen, Kreisamt, Zimmer 19, vorbeizu- schicken, da sehr wichtige und dringende Sachen ab- zuholen find. Gießen, den 19. Dezember 1933. Heil Hitler! gez. Klöß, Kreiswalter. F. d. R.: gez. M o h a u p t. Schuldner der früheren Oberhessischen LolkSzeitung muffen bezahlen! Die Staatspolizeiftelle der Polizeidirektion Gießen teilt mit: Bei der Prüfung der Geschäftsbücher der frühe- ren „Oberhef fischen Volkszeitung" in Gießen wurde festgestellt, daß größere Außenstände für Jnseratenkoften ufro. vorhanden find, ganz besonders aus den Monaten Januar, Februar, März, April und Mai 1933. Wir fordern sämtliche Personen letztmalig auf, die Außenstände zu begleichen, und zwar bis zum 15. Januar 1 9 3 4. Zahlungen find zu leisten an die Staatspolizeiftelle Gießen (Zimmer 42), oder auf das Konto „Polizeidirektion Gießen — Staatspolizeiftelle — Rr. 1606" bei der Hondels- und Gewerbebank in Gießen. Weihnachtsmärchen im Stabrtbeater. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die Intendanz hat für dieses Jahr als Weihnachtsgeschenk für die Kleinen und Kleinsten, für die Buben und Mädchen, das lustige Märchenspiel mit Gesang und Tanz von Hermann Stelter: „Schneeweißchen und Rosenrot" unter der Spielleitung des Märchenonkels Karl V o l ck zur Aufführung angenommen. Welch ein Einfühlen in die Psyche des Kindes, welche Fülle künstlerischer Kleinarbeit ist in diesem lustigen Märchenspiel geleistet worden. Die Märchenhandlung ist ganz auf kindliches Vergnügen abgestimmt. Hermann Stelter läßt dem kleinen Publikum nicht lediglich etwas Vorspielen, das es nur hinzunehmen hat, sondern er schlägt immer wieder die Verbindung zwischen Bühne und Zu- schauerraum, bis die Kinder schließlich auch ungefragt mitspielen. Dieses Märchenspiel ist einfach entzückend: leichtverständlich, bunt und köstlich märchenhaft. Es ist Bewegung in dem Spiel, das den Kindern die Augen blank und die Backen feurig macht, just als hätten sie selbst die Anschläge des Zauberzwerges zu bestehen. Dazu eine von Franz Kerzisnik zusammengestellte Märchenmusik, die den Kindern in ihren Melodien entgegenkommt. Lch sitze auf den Wolf an. Von Otto Alscher. Der Wind faucht das Tal herauf, rasselt in dem trockenen Laub der Eichen und schrillt durch das eckige Geäst der Hainbuchen. Manchmal jagt er einzelne Schneeflocken hin, die aber in dem schwarzen Waldboden rasch versinken. Dann wieder stiebt trockenes Laub die Hänge herab oder wirbelt hoch unb verschwindet in dem unbewegten Grau des Himmels, der sich auf die Höhenzüge rings zu stützen scheint. Ich sitze, gut gedeckt, auf einem schmalen, felsigen Grat, der jäh zur Höhe steigt. Links sehe ich in eine enge Schlucht, vor mir einen weiten Hang, rechts eine mit Dorngestrüpp bestandene Buchkung; alles übersichtlich, da der Wald noch winterlich leer ist. Drei der rumänischen Hirtengehöfte liegen um das Tal, auf den Höhen gruppiert. Jeden Tag besuchen die Wölfe eines der Gehöfte rauben Schafe, Ziegen oder Schweine, die, in den Mittagsstunden ins Freie gelassen, von den Laubheuschobern bei den Hütten weiden. Gestern, an einem hellen, sonnigen Nachmittag, überfielen sie das Gehöft ganz rechts, rissen eine Ziege, doch Holzzigeuner kamen ihnen in die Quere, so daß sie die Beute zurücklassen mußten. Heute werden sie es wohl bei den Gehöften links versuchen, und — wenn sie die anschleichen wollen, müssen sie hier durchkommen, wo ich harre. Der Wald ist vollkommen ausgestorben. Meisen und Finken sind noch in den Gärten unten, nur einmal höre ich den Lockruf von Krammetsvögeln, die hoch oben, vom Winde getrieben, hinschwirren, dann ist wieder alles still, ein grauer, verschlossener Februarnachmittag. Im Winter sind hier im Vorgebirge die Wölfe am regsten. In der Schneezeit halten die rumänischen Bauern ihre Schafe im Stalle, im Hochgebirge, auf den stark vereisten schneehängen, ist das Schälwild flüchtiger als die Wölfe, da sättigen sie sich nur notdürftig an den Dorfkötern, die ihnen in den Winter- nächten zum Opfer fallen. Sobald aber der Schnee geschmolzen ist, Schafe und Ziegen ins Freie gelassen werden, beginnt die Zen der Wölfe. Es ist falt beim reglosen Sitzen auf den Felsen. Der Drilling auf den Knien fühlt sich wie Eis an, die Augen werden müde vom stumpfen Absuchen her Hänge. Ich weiß nicht, was mich auf einmal veranlaßt, die Blicke höher, den Hang links hinaufgleiten zu lassen, wo sich der Wald schwarz und dicht ani Kamme zusammenschließt. Irgendeine Bewe- gung hat mich gefesselt. Ich blicke schärfer hin — da sehe ich einen langen Schatten zwischen dem H tler-^.,n„^ „7k»«. * , trn9e oauern weroe, vis Das Hakenkreuz dort einen teft-1!, BL?mch Emzug halt und bis die Jugend auch dar. fo frei . . 4. um i 11 u 11 u IC -QCIL UULU) -Darbietungen der verschiedensten Art zu verkürzen. wie in Deutschland ihren Idealen nacheifern könne. Uniform unbekannt war, das Herz höher, und sie gelobten mit den Worten: „Deutsch die Saar, immerdar!", daß es auch bei ihnen nicht mehr lange dauern werde, bis das Hakenkreuz dort feinen L .. Tn • ? '-«•/vtm.yaunuuu UeiULUUJl Hatten, in Gießen ein, um von hier in ihre Heimat zuruckzukehren. Da die meisten von ihnen P'er emen mehrstündigen Aufenthalt hatten, kamen schnell Teile des Jungvolks, des BdM. und der Saarfinber kehren in die Heimat zurück Am Samstagmorgen trafen aus fast allen Orten Oberhessens die Saarkinder, die durch Vermittlung oer Hitler-Jugend in vielen oberhessischen Familien Mit klingendem Spiel und wehenden Fahnen wurde ihnen in einem Umzug unsere Stadt gezeigt, einen' n —^11'1^" v“*'”“6“ | Als dann die Stunde der Abfahrt naherückte, schlug batten h Ä” Erholungsurlaub -erbracht ihnen, benen nach vor kurzen Tagen die braune ijuuen, in W l f r p n pm um nn« Ma»- I ......<_ < 7 ° , (fin Teil der Saarkinder vor dem Bahnhof Gießen. — (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.) e ■ v • 1 L ■ */. *• Ein Bericht aus der Provinz. * Merlau, 19. Dez. Die Saarkinder, die vier Wochen in Oberhessen zur Erholung weilten, mußten am Samstag ihre Heimreise antreten. Auch in unserem Dorfe nahmen sie Abschied von uns. In der Schule kamen sie noch einmal mit ihren Pflege- ettern vor der Stunde der Trennung zusammen. Unser Lehrer sprach einige herzliche Worte zu den Versammelten, und dann ging es zum Bahnhof. Der Spielmannszug der Hitler-Jugend und der BdM. begleiteten sie durch die Straßen. Jedes der Kinder hatte ein Weihnachtsbäumchen in der Hand. Darüber freuten sie sich sehr. Außerdem waren sie noch von ihren Gastgebern reich beschenkt worden. Kurz vor der Abfahrt wurde ihnen von Hitler- Jungen noch eine Tafel Schokolade in die Hand gedrückt. Nachdem die Saarkinder den Zug bestiegen hatten, nahm die Kapelle auf dem Bahnsteig Aufstellung und spielte zum Schluß das Lied: „Muß i denn, muß i denn zum Städtele hinaus!". Unter Tücherwinken fuhr der Zug ab. Manches Auge der anwesenden Volksgenossen wurde feucht. Die Saarkinder waren ihnen durch ihr natürliches, herzliches Wesen sehr lieb geworden. Hannah Spohr hat die Kindertanzregie und kommt der kindlichen Neigung, Wiese und Wald mit Gestalten kindlicher Phantasie zu füllen, in feinster Weise entgegen. Aus dem Nichts hat Karl Löffler ein frisch-fröhliches Märchenland hervorgezaubert, das die Stimmung bereitet, jedes Wunder freudig zu glauben. In Berücksichtigung der schweren Wirtschaftsverhältnisse hat die Intendanz, um allen Eltern ihren Kindern die Freude bes Märchenbe- suchs bereiten zu können, kleine Preise vorn 0,30 bis 1,50 Mk. angesetzt. Märchenvorstellungen finden zunächst statt am 20., 24., 26. und 27. Dezember, jeweils um 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr. Bericht der Gtaatspolizeistelie Gießen. Am 12. Dezember wurde ein jüdischer Metzgermeister aus Gießen in das Konzentrationslager Osthofen überführt, weil er den Lehrling eines anderen Meisters verhauen hat. Gleichfalls wurde ein jüdischer Kaufmann aus Gießen in das Konzentrationslager verbracht, weil er sich als Nationalsozialist ausgab und auch noch unter falschem Namen ein Verhältnis mit einem Christenmädchen anfing. Stangenholz hingleiten. Noch kann ich nicht erkennen, ob es ein Schäferhund ober ein Wolf, da folgt ein zweiter Schatten dem ersten, unb an ber gestreckt getragenen buschigen Rute erkenne ich die Wölfe. Nun stehen sie ziemlich frei am Hange oben, freilich nahezu zweihundert Gänge weit, zu unsicher auch für den Kugelschuß. Der vordere ist ein großes, eisgraues Tier, wohl der Rüde, der zweite kleiner unb dunkler,- die Wölfin. Wieder gleiten sie weiter, schräg den Hang herab — wenn sie die Rich, tung einhalten, müssen sie die Schlucht hundert Schritte hinter mir übersetzen, da kann ich sogar, nach dem Kugelschuß, eine Postenladung wagen. Immer wieder verhossen die Wölfe, sichern und wittern lange, nur manchmal eine ungeduldige Bewegung. Doch sie kommen nicht viel tiefer, bleiben im dichten Gehölz, stets aufs neue verhaftend, jetzt setzt sich sogar einer auf die Keulen, minutenlang, wie in den Berg festgewachsen, nur die Köpfe mit den kurzen, spitzen Öhren zeitweilig wendend. Sie müssen die Schlucht übersetzen, wenn sie das eine Gehöfte unter den Wind bekommen wollen. Nun wenden sie sich wirklich herab, passieren eine kahle Lehmwand, schön frei; ich stelle den Diopter auf, doch da tauchen sie in einen Wasserriß ein, der sie vollkommen verdeckt. Nun erst atme ich frei auf, schöpfe tief Lust, um Ruhe und Sicherheit zu gewinnen; jeden Augenblick können die Wölfe wieder auftauchen. Ein schneller Blick links den Hang hinunter, der zu mir heraus- führt, überzeugt mich, daß dort weiter, freier Ausschuß ist. Wo bleiben nur die Wölfe? Da — einer taucht in die Schluchtsohle ein, die ganz von Brorn- beerranfen verschlossen ist, die Flinte im Anschlag warte ich auf fein Erscheinen am diesseitigen Hang, warte, bis die Arme müde werden, bis ich weiß, daß die Wölfe in der Grabensohle aufwärtsziehen. Das Blut steigt mir rot in die Augen vor Aer- ger und Enttäuschung. Aber nur einen Augenblick, dann lasse ich mich den Grat jenseits hinabgleiten, stürme aufwärts, um die Wölfe weiter oben, beim Schluchtausgange abzufangen. Atemlos klimme ich hinan. Ich muß acht geben, daß in dem Geröll kein Stein locker wird-, der mich durch Gepolter verrät; nun ein Absatz, eine kleine Wiese, drüben wieder eine Steile und Gehölz. Gebückt pirsche ich nach links, um wieder Einblick in die Schlucht zu bekommen — da schlagen plötz- lich drüben, über den Wiesen Hunde an. Es ist doch nicht möglich, daß die Wölfe schon dort sind? Ein Hund erscheint auf der Höhe rechts, ein zweiter, ein dritter, sie stürmen der Schlucht zu, bellen, toben — haben sie mich bemerkt oder die Wölfe? Ein Arbeiter aus Gießen, der die ihm zuge- wiesenen Arbeiten verweigerte und auch noch unter feinen Angehörigen Wühlarbeit in kommunistischem Sinne betrieb, wurde wegen Vergehens nach § 3 der Verordnung vom 21. März 1933 festgenommen und vom Richter unter Haftbefehl gestellt. Der Landarbeiter Moritz Keller, geb. am 19. Juli 1906 zu Zeiskam, stand zuletzt in Arbeit bei einem Landwirt in Lang-Göns. Nachdem er s'ch in Lang-Göns eine SA.-Uniform (Motorsturm) erschwindelt hatte, entfernte er sich und trat später in Krefeld-Uerdingen, Cleve und anderen Orten als Betrüger auf. Auf Grund eines Funkspruchs der Staatspolizeistelle Gießen wurde Keller am 8. De- aember 1933 in Leipzig festgenommen. Er wird sich wegen Betrugs und unberechtigten Tragens der SA.-Uniform zu verantworten haben. Wegen politischen Vergehens wurden noch drei Personen festgenommen. Wegen der Verschleppung der Instrumente des Kampfbundes gegen den Faschismus wurden in den letzten Tagen zur weiteren Aufklärung vier Personen festgenommen, um festzustellen, in welchen Ich muß noch weiter vorrücken. Doch eben, als id) mich in Bewegung setze, taucht oben im Ge- holz, dort wo sich der Grat verflacht, ein Kopf auf, em Paar spitze Ohren und verschwindet eben fo rasch wieder. Die Wölfe flüchten dort droben, kaum achtzig Schritte entfernt, doch unsichtbar, über den Berg, jenfeits aber liegen dicht verwachsene, unübersichtliche Hänge — es ist aus! Noch warte ich, ob die Wölfe nicht irgendwo noch einmal sichtbar werden, doch das Gebaren der Hunde zeigt an, daß sie schon in den Hängen verschwunden sind. Unschlüssig, was ich tun soll, stehe id) da. Soll ich wieder in das Tal hinab? Dort ist schon der Abend eingesunken — ich will einen Rundgang über die Höhen machen, bis zum dritten Gehöft hinüber, vielleicht, daß sich die Wölfe heute noch dort einstellen. Alle Hunde sind rebellisch geworden. Auch von dort, wohin ich steuere, tönt ärgerliches Gekläff. — Als es schon finster geworden stehe ich am Rande einer Wiese, spähe die Schatten ab und wandere bann, als jedes Schußlicht verschwunden ftt, einen Höhenrücken in das Tal hinab heimwärts Den Weg fühle ich mehr als ich ihn sehe. Der Wald rings ist schwer in Finsternis verpackt, der Bergrücken jenseits hebt sich kaum mehr vom Himmel ab. Wie ich die letzte Senkung ins Tal hinabklimme, steigt auf einmal ein langgezvgener, singender Ton aus, der rechts vom Bergkamme aus dem Wald niederschwebt. Nun wird ein Geheul daraus, dünn zitternd und hohl — ein Wolf heult. Und dann hebt auch der Zweite an, von den langen Wiesen ganz drüben. Lausd)end verharre ich . . . Wäre ist doch dort oben! Aber es ist ja schon Nacht und so nahe, um einen Schuß abzugeben, komme ich den Wölfen doch nicht. Aufreizend ist dieses nahe Geheul der Wölfe, das verklingt und wieder aick- steigt, hungrig und ungeduldig klingt und ein we- nig drohend. Bis es dann gänzlich verstummt und diese Stille in mir das Gefühl des Gefangenseins in Nacht und Wehrlosigkeit erweckt. Da raffe ich mich auf und fetze meinen Weg fort. Sehe ferne Lichter blinken — und bin doch mit den Gedanken wieder in den Bergen zu neuem Lauern mit schußbereiter Flinte. Ein Blick in Londons Polizei-Zentrale. Die gewaltigen Anstrengungen, die bei uns jetzt 3ur Ausrottung oder wenigstens Unschädlichmachung der Berufsverbrecher unternommen werden, haben aud) den Ehrgeiz anderer Länder geweckt. So hat die Londoner Polizei-Zentrale jetzt einen neuen Händen sich die omrgefunbenen Instrumente befunt den haben. Klärung ist nunmehr erfolgt. Kameradschaftsabend in der SA. I/R. 116 Am Sonntag vereinigte sich der von Kamerad Schar dt geführte SA.-Sturm I/R 116 in den Räumen des Schützenhauses zu einem Kameradschaftsabend, der einen stimmungsvollen und von bestem kameradschaftlichen Geist erfüllten Verlauf nahm. Als Gäste waren u. a. SA.-Reserve-Sturm- bannführer S o l d a n , Sturmbann-Geldverwalter Lembke, Sturmführer Heß von III/R 116, Stabt» theaterintendant König und mehrere Mitglieder des Stadttheaters mit Frauen erschienen. Der Abend wurde van Kameraden der Reserve- Kapelle 116 mit einem flott gespielten Marsch eröffnet. Hierauf begrüßte Sturmführer Schardt die Gäste, die Frauen und die Kameraden des Sturms mit herzlichen Warten, wobei er besonders auf den Zweck des Abends hinwies, der vor allem der Pflege der Kameradschaft und der Erziehung zum Nationalsozialismus und zur Volksgemeinschaft dienen solle. Sturmbannführer Kamerad Solban hielt sodann eine Ansprache, in ber er zunächst in humorvoller Weise schilderte, wie wohl manche Frau aus dem Kreise der Kameraden den SA.-Dienst ihres Mannes auffasse, um dann aber in ernsten unb eindringlichen Worten den tiefen Sinn des SA.- Dienstes darzulegen, die bedeutungsvolle Mitverantwortung jedes SA.-Mannes für den Aufbau des deutschen Volkes und des Dritten Reiches, sowie den Kampf der SA. zur Ausrottung des auch jetzt noch hier und da versteckt in Erscheinung tretenden Marxismus zu zeigen. Er geißelte mit leidenschaftlicher Bewegung das verbrecherische, deutschfeindliche Verhalten der marxistischen Volksund Vaterlandsverräter Wels und B r e i t f ch e i d und betonte, diese Halunken, denen die feige Flucht ins Ausland gelungen sei, benutzten dort jede Gelegenheit, um aus dem Hinterhalt das deutsche Blut und damit das Blut auch des deutschen Arbeiters zu verraten und das Ausland gegen unser deutsches Vaterland aufzuhetzen. Gegen die Verbrecher, die glauben, das Heil in der Internationale suchen zu müssen, habe ber SA -Mann auch heute noch zu kämpfen. Jeder SA.-Mann müsse immer bereit sein, sein ganzes Ich und auch sein Blut und fiebert einzusetzen für Deutschlands Größe, wie es die für den Aufstieg Deutschlands gefallenen Vorkämpfer des neuen Reiches getan haben. Den gefallenen Freiheitskämpfern wurde ein stilles Ge- denken gewidmet, während die Musik die Melodie des Liedes vom guten Kameraden spielte. Sturm- bannführer Sold an betonte bann noch: Die Kameraden, die für Deutschland fielen, sind nicht umsonst gestorben, sie leben im Geiste auch heute und für alle Zeiten in ber SA., bie wie ein Mann hinter ihrem obersten Führer steht. Mit dreimaligen begeisterten Sieg-Heil-Rufen gelobte der Sturm erneut dem obersten Führer unverbrüchliche Treue und Gefolgschaft. Der gemeinsame Gesang des ersten Verses des Horst-Wessel-Liedes beschloß die mit großem Beifall aufgenommenen eindrucksvollen Worte des Sturmbannführers. Im weiteren Verlaufe des Abends feierte der Schulungsleiter der SA. Pg. Schriftleiter Dr. Roder das stille Heldentum der deutschen Frau, die als Nationalsozialistin in den Jahren des Kampfes dem Gatten, dem Bruder oder dem Sohns das Wirken für die Idee Adolf Hitlers durch ihren mutvollen Verzicht auf viele Annehmlichkeiten des tfemilienlebens erst ermöglichte. Leider habe sich bis jetzt noch fein Schriftsteller gesunden, der diesem Heldentum der deutschen Frau in einem Buche sur alle Zeiten ein Denkmal gesetzt habe. Prächtige Worte bes Stadttheaterintenbanfen Pg. König, Vorträge bes Kam. Wrebe vom Stadttheater und der Vortrag selbstverfaßter Gedichts von Frl. Schumacher unb Frau Häuser von der Gießener Frauenschaft gaben bem Abend eine weitere wertvolle Bereicherung. Die Stunden dieses kameradschaftlichen Beisam- rnenseins brachten aber auch den Beweis dafür. großen Feldzug gegen die Unterwelt begonnen. 3iefe Hochburg des britischen Kampfes gegen das Verbrechen „Scotland Yard", ist wohl die berühm- M ?ller Polizei-Zentralen der Welt, da sie in den Detektiv-Romanen am häufigsten Wiederkehr und mit einem besonders geheimnisvollen Nimbus umgeben wird. Besucher von auswärts, die Scotland ^orb als eine der vielen Sehenswürdigkeiten der englychen Hauptstadt betrachten, erleben eine schwere Enttäuschung, denn ber Zugang zu keinem anderen Gebäude wird so streng bewacht. Als der Filmstar Dom Mix ,n seiner prächtigen Cowboy-Kleidung und auf seinem berühmten Schimmel vor den Toren von Scotland Yard erschien, um diesem Ort einen Besuch abzustatten, wurde er ebenso höflich wie entschieden zum sofortigen Wegreiten aufgefordert, weil er „öffentliches Aergernis" errege. Der Hauptein- gang wird abends geschlossen. Wer dann noch her» einkommt, gelangt in die sog. „Schwarze Halle", deren Inspektor mit allen Beamten in telephonischer Anbindung steht und ständig seine Befehle gibt. Der englische Kriminalist Hugh Brady, der eine qe- naue Kenntnis dieses so viel genannten und so we- nig bekannten Ortes besitzt, läßt uns einen Blick in (eine Einrichtung tun. Von etwa 800 Beamten die in Scotland Yard tätig sind, sind nur 116 Detektive. Tso mQn\3u ^eler eigentlichen Pvlizeitruppe noch 132 Beamte rechnen, die, durch eine Brücke cie- tn demselben Häuserblock hausen und den politischen Geheimdienst versehen. Diese Männer von „ScQthnd House' nd)ten ein wachsames Auge auf alle oerbad)tigen Sluslänber und Revolutionäre. In Scotland Yard selbst überwiegt die Bürokratie. Ein Volizist hat einmal gesagt: „Ein Stein, der durch ein tV en ft er von Scotland Yard geworfen wird, wird Ms eine Schreiberseele treffen." Wenn dies auch übertrieben ist, so fehlt doch dem Mittelpunkt so vieler geheunmsvoller und spannender Dramen leder romantische Anstrich. In den 23 Abteilungen oer britischen Hauptpolizei wird gearbeitet, wie in ledern anderen Büro, und es sind sehr viele Arbeiten zu erfüllen, die mit ber eigentlichen Verbrechersuche nid)t Diel zu tun haben. Die unheimliche und grausige Stimmung, die der Laie in Scotland Yard er» nmrtet, ftndet er am ehesten in dem stillsten Raum dieses sonst so lebendigen Gebäudes, in dem e,n-m useu m", das sich in den unter» irdischen Verließen befindet unb bie düsteren An- oenken so manchen berühmten Verbrechens um« INueht. Man findet aber hier auch viele andere Dinge, die sich auf das Polizeiwesen beziehen, so z. V. einen Apparat, für die Regelung de« Stra» ßenverkehrs durch verschiedenfarbige Lichter der schon vor 60 Jahren erfunden wurde. M in dem von Sturmführer S ch a r d t geführten Sturm der Nationalsozialismus nicht nur im hlort, londern daß er auch in der lat feine Stätte hat. Sturmgeldoerwalter Kamerad B u r g e 1 e i t konnte nämlich mit trefflichen Dorten über den wahren deutschen Sozialismus im Auftrage des Sturms an 15 hilfsbedürftige Kameraden Geld» und Daren- fpenben verteilen, die innerhalb der eturmfamerab- fdjaft als Zeichen der engen Verbundenheit aller Sturmangehörigen und zur Bereitung einer Weih- nachtsfreude für die Familien der hufsbedürftigen Kameraden aufgebracht worden waren. Aber auch noch eine andere kameradschaftliche Verbundenheit trat an diesem Abend wieder einmal eindrucksvoll zutage: nämlich die enge Gemeinschaft zwischen dem Sturm und dem Vater der Gießener SA.. Sturmbannführer S o l d a n. Al» äußere» Zeichen der Dankbarkeit und der Verehrung, die der Sturm dem alten Kämpen 6 o 11> a n darbringt, überreichte ihm Sturmführer Scharbt ein prächtiges Bild des Stabschefs R ä h m zur weiteren Ausschmückung des Sturmlokals. Zahlreiche gemeinsame Liedgesänae und beste kameradschaftliche Unterhaltung, bei der unter den Kameraden aus dem Weltkriege manche Front- erlebniffe ausgetauschl wurden, verschönten den Abend in vortrefflich r Weise und trugen mit dazu bei, daß alle Teilnehmer denkwürdige Stunden echter deutscher Soldaten • Kameradschaft erleben konnten. 3ur SA.-Weihnachisfeier in der Vostsbaile. • Unserem gestrigen Bericht über die Weihnachtsfeier der Gießener SA. in der Volkshalle ist ergänzend nachzutragen, daß bei der Weihnachtsbescherung der SA.-Lcute der bekannte Parteiphotograph Pf ass, Gießen, der Standarte Gießen ein fast lebensgroßes Bild, den Führer beim ersten Spaten- stich zu der Autobahn tn Frankfurt a. M (Leica- Verarößerung) darstellend, als Weihnachtsgabe überreichte, ferner ein gleiches Bild dem Sturmbann JI/116 zu Weihnachten darbrachte. Ein drittes Bild dieser Art ist im Schaufenster der Firma Magnus im Seltersweg zur öffentlichen Schau ausgestellt. Im Anschluß an die Bildüberreichung führte Photo- graph Pfaff eine Anzahl Lichtbilder vom Partei- tag 1933 in Nürnberg vor, die von ihm erläutert wurden. Die Darbietung fand den lebhaften Beifall der Zuschauer. Wie wir hören, werden diese Vorführungen auf Wunsch in den Sturmbannen der SA. wiederholt. Weihnachtsfeier des (Sturmbannes VI/116. Der Sturmbann VI/116 hatte am Samstag nach Wiefeck als dem Mittelpunkt feines Gebietes in den Saalbau des Parteilokals Braun zu einer großen Weihnachtsfeier eingeladen, der überfüllt war. Umrahmt von der Sturmbann- kapelle wickelte sich in bunter Reihe ein ausgesuck)- tes Programm ab. Nach einem Vorspruch von SA - Mann a a 3 und dem feierlichen Einmarsch der Fahnen des Sturmbannes ergriff Sturmbannführer j) ö b e I (Gießen) das Wort und hielt noch einmal Rückschau auf die langen und schweren Jahre des Kampfes in Wiefeck, mit dem er feit langem durch den gemeinsamen Kampf mit sieben Wiesecker SA.-Leuten gegen die marxistische Uebermacht eng verbunden ist. Und doch war dieser Kamps der Wenigen. der mit großer Bitterkeit, aber auch mit dem unerschütterlichen Glauben an den endlichen Sieg auch in dieser marxistischen Hochburg geführt wurde, von Erfolg gekrönt. Und der Verkörperung dieses Erfolges und Sieges, Adolf Hitler, haben wir es heute zu verdanken, daß wir nach aller deutscher Sitte in diesem Jahre unser Weihnachtsfest feiern können. Noch vor einem Jahre fei es nicht möglich gewesen, hier eine auch noch so bescheidene Weihnachtsfeier der SA. abzuhalten. Und wir feiern auch wieder die Geburt unseres Herrn und Heilands in würdiger Art, und es wird setzt endlich aufgeräumt mit all dicfem Beiwerk und dieser unwürdigen, vom liberaliftifd)en Geschäftsgeist bifterten Mache, mit der dieses Fest in den letzten Jahren immer mehr umhüllt wurde. Es ist uns eine Ehre, fuhr der Sturmbannführer fort, gerade hier unsere Weih- nacht zu feiern, aber es muß uns auch eine Verpflichtung fein, denen, die sich noch nicht zu unterem Führer bekannt haben, den Glauben an ihn und feine Idee zu geben. Nach dem feierlich gemeintem gelungenen „Stille Nacht" und dem Aus- marfd) der Fahnen begrüßte Sturmbannführer H ö - b e l den inzwischen erschienenen Brigadeführer Schmidt und den Standartenführer Cutter mit feinem Adjutanten Sturmbannführer fünfer, deren Erscheinen von allen Anwesenden mit großer Freude ausgenommen wurde. SA-Mann Ernst Römer lang hierauf da» Lied: „Deutschland, du darfst nicht untergeben" und leitete das von der Wiesecker SA. gesungene Kampflied „Volk ans Gewehr". Der zweite Teil de» Abends zeigte neben exakten turnerischen Vorführungen der SA. unter der Leitung von SA -Mann Hans Weller drei Szenen der Revolutionen, Rußland 1917, Deutsch, land 1918 und Dcutfdjlanb 1933, in denen die markantesten Ereignisse Intereflant zum Ausdruck gebracht wurden. Alfred Göbel (HI.) brachte m einem Gedicht In feiner Weife das „Bekenntnis zum Deutschtum" zum Ausdruck. Die verschiedenartigsten Darbietungen und anschließender Ton, hielten im festlich geschmückten Saale noch lange die Gäste In ?luter Stimmung und fröhlicher Kameradschaft bei- ammen. Weihnachtsfeier auf dem (Zchiffenberg Die „j)eimatöerelnigung Schiffen- berg" hielt auch in diesem Jahre auf dem Schis- fenberg eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier ab. Eingeleitet wurde die au» Gießen und Umgegend gut besuchte Veranstaltung durch eine Vorfeier In der Kapelle de» Schiffenbergs, wo beim brennenden Lichterbaum und Glockengelaute echte deutfche Weihnachtsstimung Einzug hielt. Nach einem ®e- /nngsuortrag de» Frauenchor» Hausen: „Ehre sei Gott in der Höhe" hielt Pfarrer Steiner- Hausen eine Ansprache, wobei er besonder» darauf hlnrole», baß dem deutschen Volke in diesem Jahre durch ein geeinte» Deutschland ein herrliche» Weihnachtsgeschenk gegeben lei Mit dem gemeinsamen Gesang de» Liede»: „Stille Nacht, heilige Nacht" fand die Feier in der Kirche Ihren Abichluß Bel der Nachfeier Im Saale de» Hauptgebäude» hielt nach einem von Kl Rotter eindrucksvoll gesprochenen Prolog der 1. Führer der Helmatver- einigung. Oberforftmelfter Nicolau», eine ter- niqc Ansprache, in der er auf die Bedeutung de» Weihnachtsfestes hinwies. Nack' dem gemeinsamen Lied X) lannenbaum" erfreute der ,xrnuenAor lausen durch den Vortrag weiterer Qhonv die reichen Beifall fanden Ebenso wäre - ' jungen der Ortsgruppe Gard am Weihnachtsabend) sowie ein -- 1 von Elfe Michel besonder» ge.ignc • pochtsstimmung zu verbreiten. Im weiteren Verlauf Sie Lehrstellenvermittlung für das Handwerk. Zwischen dem Landesarbeitsamt Heften, den Handwerkskammern Darmstadt, Kassel und Wie», baden, dem Bezirksletter der Deutschen Arbeitsfront, den Gauwirtschaftsberatern ftranffurt a. M. und Raffel und dem Oberbannführer der Hitterjugend Frankfurt a. M. sind folgende „Richtlinien für die Lehrlingsauslese und -elnstelung im Handwerk im Landesarbeitsamts- bezirk Hessen" vereinbart worden: 1. Jede offene Lehrstelle Ist von dem Lehrherm bei der Innung, der betreffenden Berufsoer- einigung oder der BerussberatungssteUe des zuständigen Arbeitsamtes zu melden, und zwar möglichst frühzettig vor dem Schulent- I a ff u n g 5 t e r m i n (am besten im Dezember). 2. Die den Obermeistern der Innungen ober den Berufsoereinigungen von den einzelnen Lehr- meistern gemeldeten Lehrstellen werden von jenen der Berufsberatungsstelle weitergemeldet. 3. Die Berufsberatungsstelle berät, prüft und sichtet die aus der Schule kommenden Berufsanwärter. 4. Die Auswahl erfolgt nach körperlicher, geistiger und charakterlicher Eignung für den einzelnen Berufszweig. Die Feststellung Oer Eignung geschieht Durch erfahrene Fachkräfte unter Mitwirkung von Schule und Arzt. 5. Lehrstellenanwärter, die unmittelbar in den Betrieben nachfragen, sind an die Berufsberatungsstelle zu verweisen. Hier werden sie vor- gemerkt und einer Begutachtung auf ihre Be- rufseignung unterzogen. 6. Nach vorgenommener Auswahl der für den jeweiligen Berufsstand erforderlichen Berufsanwärter wird in Zusammenarbeit mit den Innungsausschüssen und den sonstigen zuständigen Berufsoerbänden von der Berussbera- | tungsstelle die Vermittlung in Lehrstellen vor- Senommen. Innungsausschüsse und Berufsoer- änbe sind mitverantwortlich, baß ber Nachwuchs geeigneter Ausbildung zugeführt wird. । 7. Dem Lehrherrn bleibt es überlasten, aus den ihnen zugewiefenen Anwärtern den chm zusagenden zu wählen DemMeistertstalfo die Entscheidung Vorbehalten: ein Linftellungszwang besteht nicht. Da» entspre- chende gilt für die Jugendlichen und ihre Eltern. 8. Die Inanspruchnahme ber öffentlichen Beruf»- beratung und Vermittlung ist kostenlos. 9. Dem Lehrvertrag ist jeweils eine Bescheinigung ber Berufsberatungsstelle über bie erfolgte Beratung bes Iugenblichen beizufügen. 10. Die Lehrmeister unterrichten bie Berussbera- tunasfteUen über bie Bewährungderein- ?e ft e 111 e n Lehrlinge. Die Handwerks- ammem, bie Innungen unb Berufsoerbänbe werben bei ber Durchführung ber Vermittlungs- tätigfett ben Berufsberatungsstellen durch Gewährung von Auskunft insbesondere über die Art des Lehrbetriebes, über die Ausblldungsbe- fugnis des Lehrherm usw. und durch Mitteilung von Anregungen zur Seite stehen. 11. Um die Berufsoeratungssachkräfte mit den Anforderungen an den Nachwuchs stärker vertraut zu machen, laben bie Hanbwerkskammern, die Innungen unb bie Berufsoerbänbe bas zuständige Arbeitsamt, Abteilung Berufsberatung, zur Besprechung über Lehrlings- fragen, zur Abhaltung von Zwischenprüfungen unb Gesellenprüfungen ein. 13. Die Hanbwerkskammern sowie bie Berufsoer- bänbe erklären sich bereit, den Berufsberatungsstellen regelmäßig die von ihnen herausgegebe- nen Fachblätter unb Mitteilungen auch statistischer Art über Berufslage unb Aenberunaen in Den Berufen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ebenso gebest sie von ihnen erarbeitetes Material an diese Stellen. Die Aufstellung von Werbeschriften usw. zur Berufsaufklärung erfolgt gemeinsam von Hanbelskammem, Berufs- verbänden unb Berufsberatungsstellen. Lustschuh und Lustrüstung. Vortrag im Deutschen Techniker-Verband. Im Mittelpunkt ber Dezember-Monatsversammlung ber Gießener Ortsgruppe bes Deutschen Techniker-Verbandes ftanb ber Cichtbilder-Vortrag von Pg. Dr. ® e r ft e r über „Luftschutz unb ß u f t r ü ft u n g". Nach einleitenben Begrüßungsworten burch ben Orts- iruppenvorsteher Pg. Dr. Coburger führte der Vortragende aus: Als Nom und Karthago um die Hegemonie im Mittelmeer rangen, pflegte der altrömifche Senator Kato jede feiner politischen Diskussionen mit dem klassischen Zitat zu schließen: Ceterum censeo Carthaginem esse delendaml Im übrigen bin ich ber Meinung, Karthago muß zerstört werben. Diesen Satz übersetzte Dr. G e r st e r bei seinem Vortrag über Luftschutzfragen in mobernes Deutsch: 3m übrigen bin ich der Meinung, die Luftbedrohung Deutschland» muß aufhören. Jeder Deutsche sollte diesen Sah täglich sich unb an- beren vor Augen führen. Dies fei um so notwendiger. betonte der Redner immer wieder, well heute noch weite Kreise unserer Bevölkerung gegenüber dieser sehr ernsten Lebensfragen gleichgültig oder gar leichtfertig denken. Wieder andere sehen die Gefahr so übertrieben, daß sie bie Arbeit bes passiven Luftschutzes, ber uns vorläufig allein gestattet ist, für nutzlos hallen. Diesen sei gesagt, baß bei gut durchgeführten paf* ioen Luftschutzmaßnahmen sich in bem Ernstfälle sie Verluste sehr erheblich herabbrücken lassen. Der Redner erinnerte an bie marxistische Heft, In der ein Mensch, ber die Notwendigkeit eines Luftschutzes nur erwähnte, in den Geruch eines Kriegshetzers kam. Damals war die amtliche Meinung hinsichtlich des Luftschutzes oft von einer geradezu verbrecherischen Leichtfertigkeit. Man hatte oft den Eindruck, als ob sich dieses Gebietes die Etappen- und Heimkrieger bemächtigt hätten, bie im Ernstfall vielleicht nicht einmal ben Mut hätten, auch nur ein Verkehrsflugzeug zu besteigen, währenb fie in ihren Tiraben bie Luftgefahr als gar nicht oorhanben ober als geringfügig bezeichneten. Demgegenüber erinnerte ber Redner zur an den schamlosen Abwurf von Hetzblättern über Berlin tm Frühjahr aus fremden Flugzeugen, die unerkannt entkommen konnten, weil wir nicht einmal über Polizeiflugzeuge verfügen. Jedem Deutschen müsse die Schmach auf ber Seele brennen, bah wir nicht einmal bie Erlaubnis haben sollen, unser einfaches Hausrecht zu wahren. Der Gebanke unserer Wehrlosigkeit würbe so recht beutlich, als in ber ersten Serie ber 40 Lichtbiiber die riesenhaften Cuftrüflungen der anderen Staaten Revue passierten. Da gab es gewaltige französische Bomber, englische Seeflugzeuge, darunter einen modernen lorpebobomber, man fah ben riesigen italienischen X Caproni, ber bie Last eines Eisenbahn- Waggons an Bombenmaterial zu tragen oermaa, polnische, englische, amerikanische Geschwaber- und Parabeflüge. Flottenoernebelung, Flugzeugmutterschiffe, gewaltige Abwehrkanonen, Tanks mit Abwehrgeschützen unb schweren Maschinengewehren. Horchapparate usw. Und all bem gegenüber Immer roleber da» furchtbare Richt» auf deutscher Seite! Wir mußten uns in ber vergeßlichen Zeit erinnern, baß man uns erst 1926 burch bas Pariser Abkommen ben Aufbau bes passiven Luftschutzes gestattet hat. Unsere bamalige Regierung ist auch ziemlich sang- unb klanglos barüber yinweggegangen und hat damit wenigstens bem Volk bas schmachvolle Bewußtsein erspart, baß man ben passiven Luftschutz, eine Wohlfahrtseinrichtung für bie schütz- lose Zivilbevölkerung, uns auch erst noch gnäbigft gestatten muhte! Selbst ber belgische Delegierte hatte es in Genf als eine zynische Grausamkeit bezeichnet, einem Lanbe ben Luftschutz zu verbieten. In der Reihe der Bilder geisterte auch die Böl- kerbundskonserenz von Genf über die Leinwand, und wir erinnerten uns ber Erfolge bes Abrüstungs- gerebes, gebuchten bes vom Völkerbunb ungestörten Verlaufes bes chinesifch-japanifchen Krieges ohne Kriegserklärung, sowie ber in ben hochgerüsteten ßänbern neuerbtng» ftattflnbenben weiteren Aufrüstung. Pg. Gerster wies barauf hin, bah bie unter unseres ersten Luflfahrlmlnister» Göring Schirmherrschaft aufwachende Luftschuhbe- strebung jeden einzelnen von uns zur Verantwortung und Mitarbeit benötigt, dah es Pflicht jedes Deutschen ist. dem Deutschen Lufftchuß- bunb anzugehören, sowie Pflicht, die deutsche Luftfahrt zu unterstützen. Die Bilder im zweiten Teil des Vortrages zeig- ten Aufnahmen von deutschen Lustschutzubungen, die in Zukunft, wenn erst Der ganze zivile Luftschutz durchorganisiert unb mobernifiert ist, in viel größerem Umfange durchgeführt werden müssen. Wir müssen uns der Worte erinnern, die unser Vertreter Nadolny in Genf sprach: Nicht eine Kompanie, nicht ein Kanone, nicht ein Kriegsschiff braucht in Bewegung gesetzt zu werden, um ein Land zu überfallen, das nur über eine horizontale Verteidigung verfügt. Angriffe einer feindlichen Luftflotte genügen vollkommen, um ein Land zu verwüsten. Erinnern wir uns der begeisterten Worte, die ber französische Luftfahrtfachverständige, Major C r o ch u . angesichts ber neuen französischen Groß- bomber prägte: Unsere französischen Bombenregi- menter werben in Zukunft nicht vier bis sechs Tonnen im Monat, fonoern 500 bis 600 Tonnen Bomben täglich abwerfen, b. h. so schnell, bah ber Gegner nicht einmal Zeit zu Gegenmaßnahmen flnbet." Unb vergessen wir nicht, bah uns Gegenmahnahmen verboten sind, denken wir daran, dah es draußen in der Welt immer noch Treiber gibt, die ihre an sich friedliebenden Völker durch ihr Kriegsgerede nicht zur Ruhe kommen lassen wollen. Ceterum censeo: Die Lustbebrohung gegen Deutschland muß auf- hören. Alle Kräfte an» werk für den deutschen Luftschuh! Der Interessante Vortrag sand reichen Beifall der zahlreich erschienenen Techniker. In den Pg. Dr. (3 er ft er übermittelten Dankesworten gedachte ber Ortsgruppenoorsteher nochmals ber Wichtigkeit bes Luftschutzes unb wie» auf bie Bestrebungen bes Relchslustfchutzbunbe» hin. Auf feine mahnenben Worte meldeten sich im Laufe der Versammlung eine Anzahl anwesende Mitglieder des DIB. dem Luftschutzbunde an. be» Lbenb» sprach noch Professor D. Dr. o. Gall In sehr interessanter Weise über bie Geschichte be» Weihnachtssestes. Im übrigen trugen Darbietungen von Heimatdichter Heß und Vorstandsmitglied K 22 e l b i g wesentlich zur Verschönerung der Der- anftaltung bei Nach einem Schlußwort bes 1. Führer» brachte blefer ein breisaches „Sieg-Heil" auf Volk unb Vaterlanb au». Eine Sammlung zu Gunsten ber Winterhilfe ergab 10 Mark, die an die zuständige Stelle abgeführt werden. ttnriwtiien — Tageskalender für Dienstag: Stabilster, 20 bis 22.15 Uhr, „U-Bool 116" — Turmhaus am Branb, 16 bl» 18 30 Uhr, Kunstaus- fteCung — Oberhestischer Geschichtsoerein. 20.15 Uhr. Hörsaal bes Kunstwissenschaftlichen Instituts ber Universität. Ludwigstraße, Vortrag mit Licht- bildern über „Xervtorienbiibung im Rhein-Main- Okbiet" - Lichtspielhaus. Bahnhofstraße ..Ein Kuh — Ortsgruppe Gießen Süd. I o , "dr. Physiologisches Institut, Friedrichstraße. I Zellen 4, 5 und r». öustschutzadend Aus dem Stabttheaterbureau wird i an» geschrieben Heute. 10 Uhr, 12 Vorstellung im Dienstag-Abonnement: „U-Boot 116", Schauspiel von Karl ßerbs; Spielleitung: Kurt L üpk e Gewöhnliche Preise. Ende 2215 Uhr. — Mittwoch, 20 Dezember. 15 Uhr. zum ersten Male da» luftige Märchenfplel: „Schneeweißchen unb Rosenrot" von Hermann Steller Leitung Volck Kerzisnik — Spohr. Enbe 1730 Uhr. Kleine Preise von 0,30 bis 1,50 Mk Um 20 Uhr. als 11 Vorstellung im Mittwoch Abonnement zu gewöhnlichen Preisen bas Lustspiel: „Minna von Marnheim" von Lessing. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Ende gegen 22.30 Uhr. WicBcnci t^orticnmnrZtpreiic. • Gießen, 19. Dez Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: ßänbbutter, da» Pfunb 1,40 Mark. Kochbutter 1.20 Mark, Matte 20 bis 25 Pf. Käse, bas Stück 4 bl» 10, Eier (inländische) 15. Wirsing, bas Pfund 15 bi» 2". Weißkraut w bis 12, Rotkraut 12. Gelbe Rüden in. Rote Rüd^n 10. Spinat 18 ob 85, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 20 Rosenkohl 30 bis 35 Pf.. Feldsalat 1 bi» 1,50 Mark. Meerrettich 35 bi» 50, Schwarzwurzeln 25 di» 30. Aepfel 12 di» 25, Birnen 15 bis 20, junge Hähne 70 bie 75, Suppenhühner 60 bi» 65, Gänse 70 bie Tiefe amtlichen Plakate ber RS.-Hago bezeichnen ber deutschen Hausfrau die Geschäfte, in denen fie ihre Weihnacht», eintäufe vornehmen soll. 75, Rüste, das Pfund 35 bis 55, Blumenkohl, Da» Stück 30 bis 60, Endivien 8 bis 15, Lauch 10, Sellerie 10 bis 25 Pf. (Stuöenhfdie Wohnungsvermtttlung. In letzter Zeit haben eine Reihe hiesiger Studenten Schreiben betr. Studentische Wohnungsoer» mittlung erhalten, die mit meinem Namen unterzeichnet waren und die Aufforderung enthielten, ihre Wohnung sofort zu kündigen und auszuziehen. Dazu stelle ich folgendes fest: Arn Ende des letzten Sommerfemefters nahm die Studentenschaft die soziale Regelung der Zimmervermietung jür sämtliche «tudenten an unserer Uni» oerfität in die Hand. Ausgehend von dem Gedanken, daß nur derjenige an Studenten vermieten darf, der diese Einnahmequelle unbedingt zum Leben braucht, wurden alle Kommilitonen aufgefordert, Ihr Zimmer bei uns anzumelden. Nach einer zweiten Aufforderung haben wir von der größten Anzahl unserer Willst Du deutscher Bürger fein, Kehr' Weihnacht im Theater ein! Auch Dein Besuch gibt Arbeit, Brot Und Hilst uns aus der Wir tschastsriot! Studenten die gewünschte Antwort erhallen Etwa 200 Kommilitonen haben es bisher noch nicht für notwendig erachtet, zu antworten. An sie ergeht hiermit zum letztenmal die Aufforderung, umgehend ihr Zimmer bei der Studentenschaft, Bismarckstraße 24p, anzumelden. Wer nach Meldung feiner Wohnung mttaeteill erhall, daß gegen ein weiteres Beibchallen seiner Wohnung soziale Bedenken bestehen, hat umgehend zu kündigen. Die Regelung und Entscheidung erfolgt auf Grund genau bestimmter Sätze. Ein Verzeichnis der noch zur Verfügung stehenden leeren Zimmer ist am Uniocrsitätssekretariat ausgehängt. Es ist niemand verpflichtet, seine Wohnung zu kün- digen, wenn seine Wirtin auf ein Vermieten angewiesen ist, im Gegenteil. Es ist aber unbedingt notwendig, daß jeder einzelne Student seine Wohnung bei uns anmeldet. Nähere Auskunft wird in der Geschäftsstelle der Studentenschaft, Bismarckstraße 24p, erteilt. Heinz I. Adam Führer der Studentenschaft der Universität Gießen. Weihnachlspalete an Gefangene. Zu der Meldung am vorigen Mittwoch über ein Verbot von Weihnachtspaketsendungen an Strafgefangene und Untersuchungshäftlinge wird uns von dem Herrn Oberstaatsanwalt beim Landgericht der Provinz Oberhesten mitgeteilt, daß jene Anordnung nicht für den Bereich der h e f f l f ch e n Justizverwaltung gilt. An (Befangene in hessischen Strafanstalten können also Weihnachtspakete geschickt werden. *• Kreisa mts-Personal! e Auf Grund des 8 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Be- rufsbeamtentums vorn 7. April 1933 wurde am 14. Dezember 1933 der Regierungsrat bei dem Kreis- amt in Gießen Dr. jur. Erich Kayser zur Vereinfachung der Verwaltung mit Wirkung vom 1. April 1934 in den Ruhestand versetzt. Kinder-Weihnachtsfeier bes Io. 1 8 4 6 Gießen Am morgigen Mittwoch, 19.30 Uhr, hallen die Kinderabteilungen des To. 1846 ihre herkömmliche Weihnachtsfeier in der Turnhalle am Oswaldsgarten ab. Sie haben sich auf allen Gebieten bes turnens tüchtig vorbereitet unb auch ein schönes Weihnachtsspiel eingeübt, so baß den Besuchern — Mitgliedern. Eltern und Freunden der Turnerei — eine schöne Weihnachtsfeier beoorsteht. Auf bie heutige Anzeige sei besonder» aufmerksam gemacht. •• Die Hltersoereinlgung 1882/1932 veranstaltete am Samstag im Saale bes Katholischen vereinshauses eine Weihnachtsfeier. Die An- spräche hielt ber Vorsitzende K. Dir lamm, ber auf die Weihnachtsbotschaft hinwies. Das übrige Programm des Abends brachte neben einem von Kl. Schäfer ausdrucksvoll gesprochenen Prolog vor allem musikalische Darbietungen und Gesang»- oorträge von Frl. Hanno Kellner, die sehr bei- ballig aufgenommen wurden. Ein Marchenspiel erfreute jung und alt. Auch die Gesangsvorlrage von RrL E. Haase sowie bie Tanzoorsührungen ber Geschwister Haase fanden reichen Beifall. Von den übrigen Darbietungen verdient der Schneeflockenreigen besondere Erwähnung. •• Der Kanarlenzucht- und Vogel- schutzoerein für Gießen und Umgegend hielt am Samstaa feine diesjährige Prämiierung ab Als Preisrichter fungierte G. RI üb (Frankfurt o.M ). Die Präm'ierung brachte folgendes Ergebnis: 1 K. Becker (Gießen): drei Stämme je vier Vögel: 321, 297 unb 279 Punkte, 1. Ehrenpreis, Zusatzehrenpr. für bestes Hohl unb Verein».Wanderpreis 2. Heinr. Becker (Dfeßen): drei Stämme: 302, 279 unb 279 Dünkte, 2 EP: 3. Hugo Schul kHnttenrod): ein Stamm: 300 P, 3. EP.. 4 Hch Schmidt (Gießen): drei Stämme: 294, 291 unb 277 P, 4 EP.. 5 Aug. Hatz (Gießen): drei Stämme: 2RA, 276 unb 267 P. 5 EP: 6 Rich Frenzel kGießen): drei Stämme: 2*5. 273 und 228 P, 6. EP. 7 Heinrich Maar (Gießen) 1 Stamm: 285 P.. 7. EP 8 Ludwig Petri (Gießen): 1 Stamm: 267 P., 8. EP : 9. Halfinger (Marburg): 1 et.: 264 P., 9 EP.; 10. Karl Helme» (Gießen): 1 Stamm: 213 10 Ehrenpreis Pensionierung als nationale Tat! in in in 102. 103. 104. 105. 106. Obecheffen 110. 111. 112. 113. 124. 125. 126. und Gewerbeschule Mainz; 127. 128. 129. 130. destheater Darmstadt; 141. 142. 143. 144. lerschule Friedberg; Technische Lehrerin Herrmann an der Vik- toriaschule Darmstadt; Hausmeister B i e r b a u m an der Oberrealschule Mainz; Studienrat M i t t e r b a u e r an der Kunst- Studienrat Hirsch an der Liebigs-Oberreal- schule Darmstadt, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Oberstudienrat"; Oberreallehrerin Nick an der Viktoriaschule Darmstadt; Oberrallehrerin Krüger an der Viktoriaschule Darmstadt; Oberreallehrerin Grauer an der Eleonoren- Bibliotheksobersekretärin Wagner an der Landesbibliothek in Darmstadt; Kammermusiker Brückmann am Hessischen Landestheater Darmstadt; Kammermusiker E y m a n n am Hessischen Landestheater Darmstadt; Darmstadt; 147. Technische Lehrerin Wilhelmine Graf Darmstadt; 148. Technische Lehrerin Margarete Sanio 101. Oberin Meis an der Studienanstalt in Mainz; 122. Studienrat Eckel an dem Realgymnasium in 145. Technische Lehrerin Else Frank in Offenbach; 146. Technische Lehrerin Anna Kriegbaum ™ schule Worms; 114. Oberstudiendirektor Como an der Aufbauschule Bensheim; 115. Oberreallehrerin Heumann am Lyzeum Bensheim; 116. Studienrat Kaus an dem Adam-Karillon- Gymnasium Mainz, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Oberstudienrat"; 117. Studienrat Horst an der Weidig-Werner- Oberrealschule in Butzbach; 118. Oberstudiendirektor Heyder am Adam-Kar- rillon-Gymnasium in Mainz; 119. Studienrat Richter an der Ludwigs-Oberrealschule Darmstadt; 120. Oberstudienrat Lampas an der Augustinerschule Friedberg; 121. Studienrat Hahn am Realgymnasium Mainz, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Oberstudienrat"; 122. Oberreallehrerin Wetter an der Studienanstalt und Frauenschule Mainz; 123. Oberreallehrerin Birnbaum an der Schil- 107. Studienrat Wassem an der Liebigs-Ober- realschule Darmstadt, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Oberstudienrat"; 108. Studienrat Wentzel an dem Ludwig-Georgs- Gymnasium Darmstadt, "Unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Oberstudienrat"; 109. Oberstudiendirektor Kraemer an dem Gymnasium Bensheim; Darmstadt; Oberreallehrer W a g n er an der Studienanstalt Gießen; Studienrat H o h e n st e i n an dem Ludwig. Georgs-Gymnasium Darmstadt unter der Ver- leihung der Amtsbezeichnung „Oberstudienrat"; Oberstudienrat Dr. Glaser an dem Ludwig- Georgs-Gymnasium Darmstadt; Studienrat Schönberger an dem Realgymnasium Darmstadt, unter Verleihung der Amtsbezeichnung „Oberstudienrat"; Kammermusiker Klinge am Hessischen Landestheater Darmstadt; 131. Kammermusiker M e ch l e r am Hessischen Lan- 132. Oberrechnunasrat Kratz bei der Ministerial- abteilung für Bilüungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum, Darmstadt; 133. Lehrerin Lina Berg st räßer in Darmstadt; 134. Lehrer Fr. Häuser in Selters; 135. Lehrer Heinrich Lenz in Kriegsheim; 136. Lehrer Hermann'W ei n h e i m e r in Mainz; 137. Rektor Friedrich Schmidt in Zwingenberg; 138. Rektor Joh. Diehl in Weiskirchen; 139. Lehrer Konrad Jung in Ober-Mockstadt; 140. Lehrer Wilhelm Frankenberger in Gins- sparkasse „Mathildenstift" Friedberg gegründet wurde. Die Gründung der Sparkasse erfolgte zum Andenken an die Vermählung des Groß- hcrzogs Ludwig III. mit der Prinzessin Mathilde von Bayern, welche am 26. Dezember 1833 stattfand; von der Fürstin wurde der Sparkasse der Name „Mathildenstift" verliehen. Aus kleinen Anfängen hat sich die Sparkasse im Laufe der hundert Jahre zu einem für den Friedberger Bezirk äußerst wichtigen und segensreichen Geldinstitut entwickelt. Seit ihrer Gründung wurden aus den jährlichen Ueberschüssen 621 295 Mark an Unterstützungen für wohltätige und gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet. Der Jubeltag soll am 27. Dezember 1933 durch eine kleine Feier würdig begangen werden. Werksgememschast verhindert Arbeiterenilaffungen. WSN. Wölfersheim, 18. Dez. Die bei Einbruch des Frostes unmöglich gewordenen läge- bau-Arbeiten hätten zwangsläufig zur Entlassung von ca. 70 Arbeitern gefüyrt. Durch Umstellung der Arbeitsschichten und andere technische Maßnahmen hat es die Werkslsitung der H e f r a g er- möglicht, daß die fraglichen Arbeiter restlos in dem Schwelkraftwerk untergebracht worden sind. Natürlich mußte auch eine gewisse Arbeitskürzung erfolgen. Werksgemeinschaft und Volksgemeinschaft erhielten hier sichtbaren Ausdruck. Schulungstagung in Schotten. # Schotten, 17. Dez. In dem heutigen Schulungskurs der NSDAP, für den gesamten Kreis referierte zunächst Pg. Ortsgruppenleiter Klein (Gedern) über die Innen- und Außenpolitik der Reichsregierung. Als sehr erfreulich bezeichnete er die Tatsache, daß das gesamte Ausland langsam beginne, unsere Bewegung zu verstehen und deshalb von der Greuelpropaganda marxistischer Hetzer abzurücken. Gauschulungsredner, Pg. Dr. Schmidt (Darmstadt) ergänzte die Ausführungen über die Außenpolitik, sprach über die Reise Paül-Boncours zu den Hauptstädten der Kleinen Entente und über Spanien, von dem er sagte, es könne den Weg nach oben erst dann finden, wenn sich der nationalsozialistische Gedanke von Blut und Boden auch im spanischen Volke durchsetze. In diesem Zufammenhang wies der Redner an Hand der deutschen Geschichte der letzten 14 Jahre nach, daß heim (Mainz); Lehrer Fr. Dietz in Hillesheim; Lehrer Friedrich Schmitt in Lindenfels; Lehrerin Elisabeth Au e r in Offenbach a. M. Technische Lehrerin Berta H o tz in Offenbach Unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns traten weiter folgende Beamten in den Ruhestand: Pfarrer v.^ritsch-Hupperisburg 75 Zahre alt. (D Ruppertsburg, 18. Dez. Unser allver- ehrter Ortsgeistlicher Pfarrer D. Fritsch, der seit dem Jahre 1896 hier in großem Seyen wirkt und im kommenden Jahre auf eine 50jährige Tätigkeit als Geistlicher wird zurückblicken dürfen, konnte am gestrigen 3. Adventssonntag in voller körperlicher und geistiger Frische die Feier seines 7 5. Geburtstages begehen. Zu der Feier, die im engsten Familienkreise vor sich ging, hatte sich am Nachmittag eine Abordnung der Dekanatsgeistlichkeit, bestehend aus Dekan Widmann (Schotten) und Dekanstellvertreter Pfarrer Römer (Schotten), eingefunden, um dem Altersjubilar die Glückwünsche der Amtsbrüder und des Dekanatsausschusses zu überbringen. Pfarrer D. Fritsch, der Senior der Geistlichen des Dekanats Schotten und der Zweitälteste der im Dienst befindlichen Pfarrer der Landeskirche, dankte mit bewegten Worten für die ihm zuteil gewordene Ehrung. Der Posaunenchor und der Gesangverein brachten ihm ein Ständchen. Möge es ihm beschicken sein, in gleicher Frische im Jahre 1934 sein 50jähriges Amtsjubiläum zu feiern 1 Heimaisefchichtliche Arbeitsgemeinschaften. WSN. F r i e b b e r g, 18. Dez. In einer Erzieherversammlung wurde dieser Tage für den Kreis Friedberg eine Arbeitgemeinschaft „Heimatgeschichte" imNS.-Lehrerbund gegründet, die sich in die vier Bezirke Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach und Vilbel mit je sieben Arbeitsgemeinschaften gliedert. Innerhalb dieses organisatorisch festen Rahmens soll auf dem Gebiet der Volks- und Heimatkunde auch für die breitere Öffentlichkeit fruchtbare Arbeit geleistet werden. Nach sorgfältiger Prüfung sollen die Forschungsergebnisse in Schulen usw. vorgetragen, sowie in Tageszeitungen und Geschichtsblättern ver- öffentlich! werden. Leiter der neugegründeten Arbeitsgemeinschaft ist Professor Blecher- Friedberg. 100 Jahre Bezirkssparkaffe „Mathildenstift" Friedberg. WSN. Friedberg, 18. Dez. Am 26. Dezember 1933 werden es 100 Jahre, daß die Bezirks- Offenbach a. M.; 149. Technische Lehrerin Katharine Volk in Klein- Steinheim; 150. Technische Lehrerin Barbara Windecker in Mainz. Der Abschied der vorgenannten Beamten ist mit einer würoigcn Feier zu umrahmen (s. Derf. v. 8. Mai 1933 — K. M. IV. 20 849). Darmstadt, den 5. Dezember 1933. hessisches Staatsministerium ANnifterialabteilung für Vildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum. Rtngshausen. ErsatzbeschaffungbringtArbeit und Gteuernachlaß. Aufruf des Gauwirtschaftsberaters! Nach Abschnitt II des Gesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom l.Juni 1933 können Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen in Maschinen, Apparaten, Geräten und dergl. für gewerbliche und landwirtschaftliche Unternehmungen bei Ermittlung des Gewinnes für die Einkommen-, Kör- perfchafts- und Gewerbesteuer in Abzug gebracht werden. Voraussetzung ist, daß es sich um ein inländisches Erzeugnis handelt, und daß der neue Gegenstand einen bisher dem Betriebe dienenden gleichartigen ersetzt. In diesem Falle können die Anschaffungskosten von dem zu versteuernden Einkommen in Abzug gebracht werden. Beispiel: Zu versteuerndes Einkommen 20 000 Mk. Auswendungen durch Ersatzbeschaffungen 5 000 Mk. bleiben zu versteuern lediglich 15 000 Mk. Diese Steuervergünstigung genießen alle Gewerbetreibenden, Handwerker, Industrielle, Aerzte, Anwälte und sonstige Angehörige eines freien Berufs, Landwirte, Forstwirte und Gärtner, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob sie buchführende Steuerpflichtige sind ober nicht. Gewerbetreibende, Handwerker, Industrielle usw. in diesem Sinne sind nicht nur Einzelpersonen, sondern selbstverständlich auch Gesellschaften. Ich weise besonders darauf hin, daß die Kosten für Ersatzbeschaffung bereits in der Steuererklärung für das Jahr 1933 abgesetzt werden können, wenn die Anschaffung noch bis zum 31. Dezember d. I. erfolgt. Die auf diese Weise ersparten Steuerbeträge stehen also bereits im kommenden Jahr als zusätzliche Betriebsmittel zur Verfügung. Wird dagegen die Ersatzbeschaffung erst nach dem 31. Dezember d.J. vorgenommen, dann wirkt sich die Steuerersparnis erst im Jahre 1935 aus. Alle Finanzämter geben bereitwilligst Auskunft über Einzelheiten des Gesetzes und seine Ausführungsbestimmungen. Im Kamps gegen die Arbeitslosigkeit weise ich hiermit erneut auf das Gesetz hin; denn jede Ersatzbeschaffung bedeutet Arbeit und Brot für erwerbslose Volksgenossen! Heil Hitler! gez.: E ck a r d t, Gauwirtschaftsberater des Gaues Hessen-Nassau. es nicht genügt, ein Volk auf den rechten Weg zu führen, wenn ein hoher Prozentsatz rechtsstehender Parlamentarier an der Spitze einer Nation stehe. Nach einem kurzen Streiflicht auf Oesterreich und die Bedeutung des deutschen Konkordates mit der Römischen Kirche sprach der Redner ausführlich über bas große Gefahrenmoment, das uns in wirtschaftlicher Hinsicht von ber gelben Rasse, besonbers Japan brohe. Wenn der Japaner in ber Lage sei, ein Herrenhemd für 50 Pfennig und ein Fahrrad für 12 Mark auf dem europäischen Markt anzubie- ten, so nur deshalb, weil der japanische Arbeiter und der chinesische Kuli so geringe Lebensbedürfnisse hätten, daß wir das gar nicht begreifen könnten. Weiterhin erläuterte ber Redner ausführlich, daß eine Herabsetzung der Verkaufspreise notwendig auch W—Ml 2 > Brühl'sche Druckerei, Gießen, Schulstraße 7, Anruf Nr. 2281 Geschmackvoll I Vernehm l Persönlich I Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien-Drucksache bietet ihnen In zahlreichen neuzeitlichen AuefUhrungs- arten zu mäßigen Preisen die An neues Geschenk- buch für Aatur- freunde! 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Deswegen glauben wir, daß sie über alle Gegensätze der Jetztzeit hinweg sich zusammenfinden werden und zusommensinden muffen zum Wohle und für die Zukunft Europas. In einem zweiten Vortrag sprach Dr. Schmidt über dos Thema: „Blut und Rasse". Er erklärte, die Juden seien keine einheitliche Rasse. Den großen Einfluß der jüdischen Ralle schon im Altertum wies der Redner an der Geschichte der Kreuzigung Jesu nach, wo nur die Angst des Pilatus vor diesem Einfluß am römischen Kaiserhose der Grund zum Rachgebcn des Pilatus gewesen sei. Sehr anschaulich zeigte Dr. Schmidt den Gegensatz zwischen deutscher und jüdischer Denkweise an zwei Liedern: „... das Ringlein sprang entzwei!" und: „Wer wird denn meinen ..." Kreisleiter der NSDAP. K - omm wies auf Die Bedeutung der Schulung hin, und betonte, daß jeder Nationalsozialist die Pflicht habe, diese Schulungs- tage der Partei zu besuchen. KreisschulungsleiterHaimann mreienfeen) dankte dem Redner in roarnrn Worten. Als nächster Schulungstag wurde der 7. Januar, 14 Uhr, festgesetzt. Der etwa dreistündige Schulungskurs wurde gegen 17 Uhr geschlossen. taiiDfrcie Wtcftcn. tn. Lang-Göns, 18.Dez. Schon viele Jahre wurde in Der hiesigen Gemeinde — besonders von Der Jugend — eine Eisbahn schmerzlich Der- mißt. Durch eine einfache Maßnahme ist dieser Mangel nun beseitigt worden. Der große freie Platz an der Turnhalle wurde mit Hilfe alter Feuerwehr- schläuchc aus der Wasserleitung unter Wasser ge- setzt. So entstand eine Eisbahn, Die zwar noch einige Schönheitsfehler hat, aber immerhin genügt, um auch unfern Kindern die Möglichkeit zu geben, Den gesunden Eissport auszuüben. Die letzten Tage legten Zeugnis davon ab. Im kommenden Winter kann das Land noch etwas geebnet und am Rande eine kleine Erdböschung angebracht werden. Dann wäre auch für unser Dors eine ideale Eisbahn geschaffen. Das Schwimmbad für den Sommer kann dann folgen. * Grünberg, 19. Dez. In der Nacht zum Montag kam an einer abschüssigen Stelle auf der Straße Grünberg—Homberg, dicht bei Grünberg, ein Mann namens Becker aus Homberg m i t feinem Fahrrad fo schwer z u Fall, daß er einen Schödelbruc, erlitt. Der bedauernswerte Mann muhte in das Laubacher Krankenhaus eingeliefert werden. < Weickartshain, 18. Dez. Das hiesige Ergebnis der am 5. Dezember durchqeführten Viehzählung lautet: 13 Pferde, 273 Schweine, I 8 - — ; — » Deutfehes Reich 8 K 4 Deu ifih Wohlfahrisbriesmarken für die Deutsche Noihilse 3um fiampf gegen 1188 Stück (Beflügel einschließlich Gänse, 16 Ziegen, 81 Stück Rindvieh bis ein Jahr, 278 Stück Rindvieh über ein Jahr. — Bei der Sammlung für Das Winterhilfswerk wurden hier 3o Zentner Roggen und zwei Zentner Weizen ge- fpenbet. • Nonnenroth, 18. Dez. Dieser Tage fand im hiesigen Schulsaal ein Familienabend statt, der außerordentlich gut besucht war. Lehrer Bloch sprach, nachdem er sich eingehend aus Der Chronik von Solms-Braunfels informiert hotte, über Die große Brandkatastrophe im Jahre 1749 zu Nonnen- roth, der damals zwei Wohnhäuser, zehn Scheunen, fünf Ställe und der Kirchturm zum Opfer gefallen find. Der Redner schilderte den Vorgang in allen Einzelheiten und fand bei seinen Zuhörern größtes Interesse. Bürgermeister Hoppe dankte Dem Redner im Nomen der Gemeinde und wies besonders auf dos schöne Verhältnis bin, Das zwischen Dem Lehrer und Der Gemeinde bestehe. Kreis Schotten. = Oberschmitten, 18. Dez. Ein nicht alltäglicher Unfall ereignete sich dieser Tage in der Dienstwohnung des hiesigen Bahnhofsgebäudes, als die Frau des Bahnhofsmeisters damit beschäftigt war, nach der Hausschlachtung das Feit auszukafsen, brachen plötzlich die beiden gußeisernen Füße Des Herdes durch, so daß sich f ungee und Kälte dieser nach ooai senkte. Dabei ergoß sich das siedende Fett in die Küche, wobei die Frau leichtere, der in Der Nähe sitzende Beamte e r • heb 1 ichere Brandwunden an der Oberseite der Füße davontrug. Zum Glück öffnete sich nicht das Türchen der Feuerung, sonst hätten die herausfallenden Kohlen einen Brand und Damit noch größeres Unheil angerichtet. oo Rainrod, 18. Dez. Zur Zeit schweben Verhandlungen mit Dem Ziele, Den Sammelbezirk Der hiesigen Kadaver-Verwertungsan- ft a (t über Die Kreisgrenzen hinaus zu erweitern. Der seitherige Bezirk, Der Die Orte Des Kreises Schotten umfaßt, erwies sich als zu klein, um den Betrieb rentabel zu gestalten. Darum sollen der Bezirk Nidda, sowie Teile des Kreises A l s- f e l d dem Sammelbezirk eingegliedert werden, fo daß die seitherigen Zuschüsse Des Kreises wegfallen können. Kreis Alsseld. < Ober-Ohmen, 18. Dez. Dieser Tage gab hier die Nationalsozialistische Bühne im Lokal Krebs ein Gastspiel mit dem dreiaktigen Schau- spiel „Erst Dann wirD DeutschlanD frei" von Pg. Bartholomäus (Gießen). Das Schauspiel hinterließ einen tiefen Eindruck. Nachdem Pg. Richter Die Teilnehmer Des AbenDs aufgefordert hatte, Dem Führer unverbrüchlich Die Treue zu halten, fand Der Abend mit einem Dreifachen „Sieg Heil!" auf den Führer und mit Dem gemeinsamen Gesang Des Horst» Wejsel-LieDes seinen Abschluß. Bürgermeillemrfommlung im Streife Wetzlar. • Wetzlar, 19. Dez. Am morgigen Mittwoch. 20. Dezember, 10 Uhr, findet auf Einladung von Landrat G r i 11 o in Der „Alten Post" zu Wetzlar eine Dien st Versammlung Der Amts» und Ortsbürgermeister Des Kreises Wetz- 1 ar statt. Die Tagesordnung sieht zunächst eine einleitende Besprechung über die den Bürgermeistern nach Auflösung der Aemker zu allenden neuen Aufgaben vor, ferner wird Kreisobstbauinfpektor Ä i I p einen Vortrag über die Berbclierung der Obstanlagen und gemeinsame Schädlingsbekämpfung halten. Feuerversicherungsverband der evangelischen Geistlichen in Hessen. Die Hauptversammlung Des Feuerversicherunas- Verbandes der evangelischen Geistlichen in Hetzen fand dieser Tage in Frankfurt a. M. statt. An Stelle des Derbandsoorsitzenden Direktors Pfarrers i. R. Weimar (Darmstadt), der wegen M ran Hielt Den Vorsitz niedergelegt hatte, leitete Der Vorsitzende Des Aufsichtsrats, Dekan Brill (Groß-Steinheiml, die Verhandlungen. Der von ihm erstattete Jahresbericht für 1932/33 zeigte ein günstiges Bild der Arbeit und Weiterentwicklung des Verbandes, erwähnte Gedenket der hungernden Vögel! allerdings auch einen empfindlichen Verlust, Den der Verband im Berichtsjahre erlitten hatte durch den Tod des langjährigen, verdienstvollen Derbandsrech- ners Pfarrers Anthes (G^iß-Nidda): Das Rech. neramt übernahm zunächst vertretungsweise Pfarrer Koch (Wolfskehlen). Die Rechnungsablage erfolgte durch letzteren und gab zu Beanstandungen keinen Anlaß, so daß Entlastung erteilt werden konnte. Weiter stand zur Verhandlung eine Reihe von Satzungsänderungen, die nach gründlicher Durchberatung genehmigt wurden. Zum Schluß wurden die erforderlichen Wahlen vorgenommen, wobei gewählt wurden: als Verbandsvorsitzender Dekan i. R. Roeschen (Arheilgen), als Stellvertreter des Vorsitzenden und Beisitzer für Starkenburg Dekan Drill (Groß-Steinheim), als Vorsitzender des Aufsichtsrats Pfarrer Heß (Darmstadt), als Mitglied Des Aufsichtsrats für Starkenburg Pfarrer Brieg 1 eb (König i. O.), als Verbandsrechner Pfarrer Koch (Wolfskehlen), als fein Stellvertreter Pfarrer Driegleb. Auch wurde eine Anzahl von Dekanats-Vertrauensmännern und deren Stellvertreter neugewählt. Nach dreistündiger Dauer wurde die Versammlung durch den Leiter, Dekan Brill, geschlossen mit Dem Wunsche für eine gedeihliche Weiterentwicklung Des Verbandes im neuen Der- bandsjahr. 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