“Hin? tu nbenCnfiV« “■ ober « l5.s ■ *5 L L:xK:; ?ehr hat. feines, rebL 9ebrad)t l m c,ne” lag * d'e Hand f)inbenb M ®,e flefommen " schluchzen. l. Mer- Mtam Tine.r erhob sich, MC1'”®»* I"®ott Ä’,~ S"9en n Sefängnis ;^v ! °enn munb’äÄ1 «**aTJS ?fenbcn Strömen. * w »inemneir?ftn nebtn f’d) jjjent erleichterten &£ “lel voller Licht. 8 opitel, * ober 6„,8unl M ""Eke anzumerten. als «nm chrem eleganten Zu. l daraus die französischem nswurdig, aber mit £ Jen, begrüßte er seine We TejprächiM die sonst MM hellem Stimmen, ^ten. Dann begann die T m Begleitung von zwei ktoren vorstMe. selbst über- 5ung folo1' er,Fahnen rr.verhei1 überaus mq, die AeniM, »benhdl. ...........— üiOeM® )tto Daubel leflor geb. Larmeier jlte z.AOsnobM sslub der-annonlt 33 oqn DerVor«^ öcke. termante't .swahlundP^* :ht,flehtzU nER nr. 166 KvüvattSsave 185. Jahrgang Mittwoch, 16. Juli 1955 (Et|d)etnt täglich, autzei Sonntags und Feiertag» Beilagen; Die Illustriert, (Bießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monaks-Vezugrprelr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustriert« . 1.80 Zustellgebühr . , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift sür Drahtnach» richten Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto: granffurt am Main 11686. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrühl'sche Universtläir-Vuch- und Steinöniderei R. Lange in Sietzen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm hohe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Klameanzeigen von 70 mra Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrift 20° , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. DerantwoNlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschcin und für den Anzeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Bietzen. Deutscher evangelischer Christ! Amtlich wird mltgeteill: Am Sonntag, den 23. Juli 1933, sollst Du d l e 2H ä n n e r Deines Vertrauens zur Führung Deiner Kirche wählen. Der Führer selbst hat Dich zur Wahl aufgerufen! Er erwartet von Dir, dah Du Deine Stimme abgibst! Anspruch auf Deine Stimme haben nur Volksgenossen, die s i ch vorbehaltlos zum Dritten Reich bekennen. Beachte folgendes zur Wahl! wer darf wählen? wählen können alle männlichen und weiblichen Gemeindemitglieder, die am Wahltag das 24. Lebensjahr vollendet haben und in den kirchlichen Wählerlisten ihrer Gemeinde eingetragen find, wer nicht in der Kirchenwählerliste eingetragen ist, mutz dies schriftlich his zum 2 0. Juli, 15 Uhr, beantragen. Jedes Pfarramt gibt kostenlos entsprechende Vordrucke aus. wer sich nicht bis zum oorgefdjriebenen Termin hat eintragen lassen, kann nicht wählen. wann wird gewählt? Gewählt wird a m Sonntag, dem 23. Juli, im Anschluh an den Hauptgottesdienst bis 18 Uhr. Die genauen Wahltermine und den Wahlort gibt jede Kirchengemeinde durch Anschlag bekannt. wie kann der Urlauber wählen? vorübergehend Abwesende können ihre Stimme durch ein wahlberechtigtes Mitglied ihrer Kirchengemeinde abgeben lassen, welches sie Vollmacht erteilen müssen. Die Vollmacht muh von einer amtlichen Stelle, auch Pfarrer, beglaubigt fein. Die Beglaubigung erfolgt kostenlos. Die Kirchenwahlen in Hessen. Eine Mitteilung des Landeskirchenamts. Das Landeskirchenamt teilt folgendes mit: „Gemätz einer mit den Bevollmächtigten der deutschen evangelischen Landeskirchen vereinbarten A n- ordnnng der Reichsregierung find in der Zeit vom 23. Juli bis 31. August lfd. 3s. hie kirchlichen Körperschaften nach geltendem Landeskirchenrecht neu z u b H- den. Die durch unmittelbare Wahlen der kirchlichen Gemeindeglieder zu bildenden Organe (im Volksstaat Hessen die evangelischen Kirchengemeindevertretungen) sind am Sonntag, den 23. Juli d. I. zu wählen. Alle wahlberechtigten evangelischen Glaubensgenossen werden zur Wahl aufgefordert und a u f d i e einschlägigen Bekanntmachungen in den Kirchengemeinden besonders aufmerksam gemacht. Um die Wahl zu dem vorgeschriebenen Zeitpunkt durchführen zu können, mutzten sinngemätz erfolgter Ermächtigung der Reichsregierung entsprechend die sonst erforderlichen Fristen erheblich verkürzt und mutzte das Wahlverfahren entsprechend vereinfacht werden. Wahloorschläge müssen bis Donnerstag, den 20. d. 2TL, 12 Uhr mittags, eingereicht werden. Ist nur e i n Wahlvorschlag eingereicht worden, so kann bis Freitag, den 2 1. d. 211., 18 Uhr, ein weiterer Wahlvorschlag eingereicht werden. Stimmberechtigt sind alle konfirmierten evangelischen Glaubensgenossen, die das 25. Lebensjahr vollendet haben, insofern dieselben in die Wählerliste, notfalls in die Kartei ausgenommen sind. wählbar sind alle stimmberechtigten Gemeindeglieder von bewährtem kirchlichem Sinn und ehrbarem Lebenswandel. Stimmberechtigte, die am Wahltag abwesend sind, können ihre Stimme durch einen Bevollmächtigten abgeben. Dieser hat sich als solcher durch Urkunde eines evangelischen Pfarramtes oder einer Polizeibehörde (Bürgermeisterei) auszuweisen." ©toatefetretär PfunÖfner über die Durchführung der Kirchenwahlen. Berlin, 18. Juli. (WTB.) Staatssekretär Pfundtner, der Bevollmächtigte des Reichsministers des Innern für die Ueberroadjung der Kirchenwahlen, erklärte: Wann das Wahlergebnis vor liegt, ist schwer zu übersehen, doch wird bis zur Gesamtzusammenstellung einige Zeit vergehen, da ja diese Wahlen nicht mit den staatlichen Wahlen verglichen werden können, denn ihre Durchführung ist lediglich den kirchlichen Organen überlassen, so daß z. B. das Statistische Reichsamt in keiner Weise beteiligt werden kann. Die Wahl findet übrigens auf Grund des j e - weils geltendem Kirchenrechts statt, von dem nur bezüglich des äußeren Ganges des Wahlverfahrens abgewichen werden könne. Die nächste kirchliche Entwicklung nach den Wahlen wird dann dadurch gekennzeichnet sein, daß bie jjuf Grund des Wahlergebnisses gebildeten Synoden usw. nach den Grundsätzen des neuen Reichskirchenrechts d i e Berfassung der einzelnen Landeskirchen fe st zulegen haben. Eine weitere Aufgabe, die das Verhältnis Staat und Kirche betrifft, ist der Abschluß eines Vertrags mit der Deutschen Evangelischen Kirche auf der gleichen Grundlage wie das Reichskonkordat mit der katholischen Kirche. Hendersons Besuch in Berlin. Beide Teile über das Ergebnis der Besprechung zufrieden.—Henderson regt eine Zusammen- kunfi Daladier—Hitler an und wird den Reichskanzler in München aufsuchen. Berlin, 18. Juli. (WTB.) Amtlich. Der Präsident der Abrüstungskonferenz, Henderson, ist in Begleitung des Direktors der Abrüstungsabteilung des völkcrbundssekretariats, A g h n i d e s , gestern hier eingetroffen und hat mit dem Reichsautzenminister, dem Reichswehrminister, dem Führer der deutschen Delegation auf der Abrüstungskonferenz, Botschafter Radolny, und dem Vertreter des Reichsluftfahrtministers gestern und heute eingehende Besprechungen über die auf der Abrüstungskonferenz behandelten Fragen gehabt. Dabei wurden insbesondere die in der letzten Zeit im Bureau der Konferenz ausgearbeiteten Fragen einer eingehenden (Erörterung unterzogen und der deutsche Standpunkt dazu Herrn Henderson m i t g e t e i 11 Die Besprechungen wurden beiderseits in freundlichem Geist und in dem Bestreben geführt, einen (Erfolg der Abrüstungskonferenz vorzubereiten. ♦ Henderson empfing am Dienstag die ausländische Presse und machte etwa folgende Ausführungen: Seiner Meinung nach sei sein Besuch in Berlin außerordentlich nützlich gewesen. Er habe mit dem Reichsaußenminister Freiherrn von Reurath dreimal und mit dem Botschafter Radolny, sowie mit dem Reichswehrminister von Blomberg zweimal die Abrüftungs- fragen ausführlich besprochen. Die Realitäten der Lage seien ernstlich geprüft worden. Ohne die noch bestehenden Schwierigkeiten verkleinern zu wollen, sei er der Ansicht, daß die Meinungsverschiedenheiten in verschiedenen Punkten verringert worden seien. Er sei sehr hoffnungsvoll, daß die Abrüstungskonferenz doch noch verschiedene Ergebnisse zeitigen könnte. Man müsse immer eines im Auge haben, wenn ein (Erfolg sichcrgestellt werden solle. Das sei d i e freundschaftliche verständi- g u n g zwischen Deutschland und Frankreich. Diese Verständigung sei der Schlüssel zur Lage in (Europa. Das Viermächteabkommen, so erklärte Henderson weiter, fei sehr begrüßenswert, aber der Unterzeichnung des Abkommens müsse sofort eine herzliche Aussprache zwischen dem französischen Ministerpräsidenten Daladier und dem Reichskanzler Hitler folgen. Rur auf diesem Wege könnten noch einige Zweifel und das noch bestehende Mißtrauen aus dem weg geräumt werden. Bis diese nicht aus dem weg geräumt worden seien, könne der volle wert des Bier- »ckächtepaktes nicht verwirklicht werden. Henderson fügte bann hinzu, er reise am Mittwoch nach Prag zu einer eingehenden Besprechung mit Minister Benesch, der ja der langjährige Berichterstatter für Abrüstungsfragen im Völkerbund [ei. Von Prag werde er nach München fahren, um eine Aussprache mit Reichskanzler Hitler zu haben. Dann begebe er sich nach P a - r i s und von dort nach London. Vielleicht werde er später auch noch weitere Hauptstädte besuchen. Zu der von Henderson angeregten Zusammenkunft zwischen Reichskanzler Hitler und dem französischen Ministerpräsidenten Daladier wird von Berliner zu- ftäribiger Seite erklärt, Deutschland begrüße jeden Schritt, der einen Erfolg und eine brauchbare Konvention in Aussicht stelle. Einen Zeitpunkt der Zusammenkunft jetzt schon zu erörtern, sei noch z u früh. Henderson habe in Berlin den Wunsch ausgesprochen, den Reichskanzler Hitler zu sehen. Diese Zusammenkunft fei in Berlin nicht zu verwirklichen gewesen. Daher sei nunmehr der Besuch Hendersons in München vorgesehen. Keinerlei deutsche Rüstungsaufträge. Kommunistische Brunncnvergiftung. Berlin, 18. Juli. (TU.) Aus durchsichtiger Quelle wird das Gerücht verbreitet, die deutsche „Rüstungsindustrie" sei derart mit Aufträgen belastet, daß die im Inland liegenden Produktionsstätten und Rohstosflager zur Deckung des Bedarfes an Zellulose nicht aus- reichten und außerhalb des Reichsgebietes lic- genbe Fabriken und Holzwerke zur Ausführung der Bestellungen herangczogen werden müßten. Wir sind in der Lage, aus amtlicher Quelle und nach sorgfältiger Prüfung zu erklären, daß a n dieser Darstellung nicht ein wahres Wart ist. Abgesehen davon, baß cs eine deutsche „Rüstungsindustrie", sofern die im Versailler Vertrag aufgeführten Werke nicht etwa hierher gezählt werden sollen, nicht gibt, sind auch k e i n e Aufträge zu vergeben, die für Rüstungszwecke bestimmt wären. Der Ursprungsort der Gerüchte in Verbindung mit zahlreichen nicht nur deutschen Stellen vorliegenden Nachrichten über eine zunehmende Reaktivierung der k o m m u n i ft i [ d) c n Tätigkeit in den östlichen Randgebie- t e n rechtfertigt die begründete Annahme, daß cs sich um kommunistische Versuche handelt, die Well- Meinung zu Ungunsten Deutschlands zu vergiften. Staatsrat Fritz Thyssen an die Wirtschaft. Gesetzliche Entwicklung der wirtschaftlichen Neuordnung. — Keine Wiederbelebung wilder Konkurrenzkämpfe und wilder DerbandSgründungen. Düsseldorf, 18. 3uli. (TU.) In seiner Eigenschaft als Mitglied des Preußischen Staatsrates wendet sich Dr. Fritz Thyssen mit folgenden Ausführungen an die Oeffentlichkeit: Auf Grund meiner Berufung in den Preußischen Staatsrat habe ich u. a. die Pflicht und dis Berantwortung übernommen, dem Staate b e i der Reugestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse Hilfe zu leisten. Diese Verantwortung kann ich natürlich nur erfüllen, wenn die ruhige gesehlicheCntwicklung derwirtschaftlichenReuordnungvon keiner Seite aus gestört wird. In Erkenntnis dieser Tatsachen haben, soweit der hiesige Bezirk in Frage kommt, die Herren Gauleiter derRSDAP. (also die Gauleiter von Essen, Düsseldorf, Westfalen-Rord und Westfalen- Süd) folgendes Schreiben an mich gerichtet: „Rachdem der preußische Ministerpräsident Ihre Berufung zum Preußischen Staatsrat als Vertreter der Wirtschaft ausgesprochen hat, sind Sie für unser Gau w i rtschaftsgebiet wirtschaftspolitisch die oberste staatliche Autorität geworden. Demgemäß habe ich alle meine Dienststellen angewiesen, sich in allen Fragen der Wirtschaftspolitik mit Ausnahme der agrarpolitischen Fragen ausschließlich an Sie zu wenden und Ihre Entscheidung als bindend anzusehen. gez.: Llnterschriften." Die in diesem Schreiben zum Ausdruck kommende freiwillige, aber in richtigem Verantwortungsgefühl ergriffene Disziplin erwarte ich nun auch seitens der Wirtschaft. Nachdem bekannt geworden war, daß die bisherigen Arbeiten der Wirtschaftsverbände am berufsständischen Ausbau als zersplittert und nicht zum Ziele führend eingestellt werden sollten, wurden Stimmen laut, die nun wieder eigenmächtige Handlung der Wirtschaft im liberalistischen Sinne für geboten hielten. Von Tarifkündigungen war ebenso wieder die Rede wie von der N e u b e l e = bung des Außenseiterwesens in den Verbänden, also des wilden Konkurrenzkampfes. Solchen Auffassungen muß ich, ohne mich damit in die Zuständigkeit der Treuhänder der Arbeit mischen zu wollen, auf das Nachdrücklich st e entgegentreten. Der wilde Konkurrenzkampf insbesondere liegt nicht im Sinne einer g e • ordneten Wirtschaft undsicher nicht i nz Sinne einer berufsständisch e‘n Ne u - orönung, in der jeder Betrieb den Anschluß an seine zugehörige Fachorganisation und deren Arbeiten finden muh, wie das auch in dem neuen Kartellgesetz, einer vorweggenommenen Teilregelung ständischer Wirtschaft, zum Ausdruck kommt. Daß die fachliche Gemeinschaftsarbeit allerdings jetzt in einem Augenblick allgemeiner Wirtschaftszerrüttung nicht fachegoistische Preiserhöhungs- Politik bedeuten kann, bedarf wohl keiner besonderen Hervorhebung. Die erste und wichtigste Voraussetzung für eine Wirtschaftsbelebung, die setzt unser nächstes Ziel ist, liegt darin, daß sich in Zukunft alle Wirtschaftsbeteiligten (Unternehmer wie Arbeiter) auf eine ruhige, die gesetzliche Reuordnung in keiner Weise störende Entwicklung verlassen können. Ich darf darum von der Wirtschaft erwarten, dah sie diese Voraussetzungen überall und jederzeit erfüllt und werde etwaigen Störungen oder Störungsversuchen mit dem mir durch die Berufung zum Staatsrat eingeräumten Einfluß auf die ständigen staatlichen Organe zuvorkommen." EngewirtschaftlicheVerbmdungzwifchen dem ReichSwirtschaftsministerium und dem ^eichsarbeitsministerium. Berlin, 18. Juli. (ERB. Funkspruch.) Rachdem vor einigen Tagen zwischen dem Reichswirischafis- miniffer und dem Reichsarbeitsminister Selöte eine engere Zusammenarbeit zwischen beiden Ministern verabrede» worden El, ist nunmehr e i n Verbindungsmann ernannt worden. Der bisherige Pressereferent des Reichswirtschafwmini- steriums, Dr. Pohl, der neben dem Pressereferat das sozialpolitifche Referat verwaltete, hat das Pressereferat abgegeben und verwaltet nunmehr gleichzeitig im Reichsarbeitsministerium das Referat Treuhänder, Lohnpolitik ufro. Damit find zwei wichtige Abteilungen, die in früheren Jahren unter anderen Regierungen oftmals schwere Differenzen miteinander hatten, in eine Hand gelegt Die Evangelische Kirche im neuen Staat. Wehrkrcispfarrcr Müller spricht in München. M ü n d) e n, 19. Juli. (CNB.) Am Dienstag sprach auf Einladung der Glaubensgemeinschaft Deutsche Christen der Vertrauensmann des Reichskanzlers, Wehrkreispfarrer Müller, über die Evangelifche Kirche im neuen Staat. Der Redner schilderte zunächst, wie er mit dem Nationalsozialismus und dem Führer in Beziehung gekommen sei. Dabei habe er Adolf Hitler als einen Kämpfer mit größtem Gottvertrauen kennengelernt. Die Kirche solle dem einzelnen deutschen Menschen die frohe Botschaft von Christus bringen in einer Art und Sprache, die der Mensch heute verstehe. Als der Reichskanzler ihn bevollmächtigt habe, in den Fragen tätig zu fein, die Staat und Kirche angingen, da fei der Gedanke ganz klar, daß die politische Einigung des deutschen Volkes auch eine einige deutsche evangelische Kirche bedinge an Stelle der Zersplitterung in 28 Landeskirchen. Viele Pastoren sprächen heute eine Sprache, die das Volk nicht mehr verstehe. Gewiß bedürfe es einer äußeren Form, aber der Inhalt müsse lebendiges, frohes und starkes Erleben in Gott fein. Sonst nütze die Form nichts. Adolf Hitler wolle keine Einmischung des Staates in die Kirche. Aber er könne auch nicht dulden, daß sich hinter dem Kreuz Christi eine staats- und volksfeindliche Reaktion verkrieche, die den Weg zum Herzen des Volkes verlege. Der Ruf der Stunde gehe dahin, daß das Volk wieder feine Kirche lieben lernen solle. Die Kirche soll ihre Türen weit a u f m a ch e n für die frohe Botschaft von einem gnädigen und barmherzigen Gott. Von der Kameradschaft im Staat und Reich müßten wir zur Kameradschaft auch in der Kirche kommen. „Gott helfe unserem Führer, unserem Vaterlande, unserem Volke und unserer Kirche." Beteiligung an der Kirchenwahl ift pfticht. Berlin, 18. Juli. (ERB.) Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß hat, wie die RSK. berichtet, folgende Anordnung erlassen: Jeder, der sich zur nationalsozialistischen Weltanschauung bekennt, hat sich bis spätestens 20. Juli 1933 in die Wahlliste für die bevorstehenden K ir chenwahlen einzutragen. Die Wahllisten liegen bei den Kirchengemeinden auf. Die Beteiligung an der Wahl ist Pflicht. • Die Kanzlei des Reichskanzlers Adolf Hitler teilt mit: Die von mehreren Seiten, u. a. auch durch Flugblätter, verbreitete Behauptung, Adolf Hitler habe sich von den „Deutschen Christen" losgesagt, entspricht in keiner Weise den Tatsachen. Das katholische Dereinslebeu in Deutschland. Berlin^ 18. Juli. (TU.) Amtlich wird mit geteilt: Im Reichsministerium des Innern fand Montag eine Besprechung zwischen Ministerialdirektor Dr. Buttmann einerseits und den Vertretern des deutschen Episkopats, Erzbischof Gröber von Freiburg und Bischof Berning von Osnabrück andererseits statt. Die Besprechung bezog sich auf die Festsetzung des Verzeichnis s.s der nach dem Reichskonkordat zuzulassenven katholischen Verbände. Die Besprechung verlief harmonisch und führte zu einem befriedigenden Ergebnis. Das Verzeichnis der hiernach zugelassenen Verbände wird demnächst veröffentlicht werden. Bereits jetzt kann mitgeteilt werden, daß eineReihe vonVerbändennichtmehr zugelassen oder freiwillig aufgelöst werden, wie z. B. der Volksverein für das katholische Deutschland, der Friedensbund deutscher Katholiken und andere mehr. Die verbleibenden Verbände sind in zwei Gruppen geteilt. Die Verbände der ersten Grupp- verfolgen ausschließlich religiöse, rein kulturelle oder charitative Zwecke und sind der kirchlichen Behörde unterstellt. Sie werden in ihren Einrichtungen und in ihrer Tätigkeit vom Reiche geschützt. Der Staat hat ihnen gegenüber keine weiteren Einmischungsbefugnisse, als sie sich aus der allgemeinen Treue- Pflicht der Staatsbürger gegenüber dem Staat an sich ergeben.^ / Scharführer Oberschar- \ f (ihrer Oberführer Brigadeführer Obergruppen führet Chef d. Siebes Gruppenführer W Segenl von Kne Tom Reichsw MU: kiiegsa ten BönbetJ neuen Vehwach^ werden,wenn!» eine Urkunde Zuwiderhandlungen Lharaktererhöhung Angehörige d mit dem 1.3anua' Auszeichnungen, e sind mit dem 31. ■ Line Wiederausna möglich. Das Ganpres den Samstag, 22. phonieorchesier unli hervorragender feil mainischen IRufitflai Presseecho, weiches d Mischen Süosilerscha enthebt uns hier dei ten Betonung des U rinn Elchen Atzend MG, zetzen deutsch Land darauf au^mei wahrscheinlich läng Reichssymphonieor, wird. Bekanntlich Ausland, fo dah aber unmittelbar hörten, dringend kommenden Sam« Wochenende in 1 gehen ju lassen. 1 jafjit werden auf Leistungen voll e daß u. a. in Jrat füllt wurde, als. DieAusfiihii orbnung über ®ie Staats -oeklnintmachuna UVreisiiberL 1933 mit: . $“f Grund des hessischen QHin Ä v°m 8.31 ^•158 vom 16. 3t § 1. Die Leitun« A M Preisüb« eenPreisüberwock SSL-b™ ,ju leinet Derot rd WS LLÄ KÄ8* 8K der ty®** Anwe dreis2?°n P. ÄL2* *■ -'»iÄ« K- v> *>?. juM’JJ ß*‘ »«*!• *3(U. ill« (*s gebet«", E-erren P^Crönunfl e Iit . ist talk' E ^fle6l 0onfl- Sinfnin S‘fla: Äen ein( E"ktzt, die 3um ’rtif’i“nei)w Kn ®*n ».(len und Die £anta)ortunfliu üchen MgebertuM macht enW Eindrucks nicht e Verbände, die außer religiösen, kulturellen oder charitativen Zwecken auch a n d e t e n darunter auch sozialen und b e r u s s st a n ° dischen Aufgaben dienen, können t n |t aa t» liche Verbände eingeordnet werden. Sie müssen Gewähr dafür bieten, daß ihre Tätigkeit keinerlei parteipolitischen «der gewerkschaftlichen Charakter annimmt. Sie genießen ebenfalls für ihr Eigentum und ihr Eigenleben den wchuh des Reiches. Sie dürfen ihre bisherigen Satzungen beibehalten, es sei denn, daß m diesen Satzungen Zwecke vorgesehen wären, die dem neuen Staat an sich zuwiderlaufen. Soweit nicht die etwarge Eingliederung in staatliche Verbände, die Befolgung von Vorschriften notwendig macht, die sich aus der Einordnung an sich ergeben, sock v o n E i n g r i f f e n i n d a s V e r e i n s l e b e n abgesehen werden. Die Mitglieder der katholischen Organisationen sollen irgendeinen rechtlichen Nachteil in Schule und Staat aus ihrer Zugehörigkeit nicht erfahren. Damit ist der Friede auch im katholischen Vereinsleben wiederhergestellt und gesichert. Llnorganisierte werden nicht geduldet. Berlin, 18. Iuli. (VDZ. Funkspruch.) Von der Deutschen Arbeitsfront wird an die verschiedenen Ausführungen leckender PersönUcykeien der Deutschen Arbeitsfront erinnert, wonach im neuen nationalsozialistischen Staat das Dürger- rechtverknüpft sein werde mit der B ekun- dung Lier Mitarbeit am Wiederauf- bau des Vaterlandes. Diese Mitarbeit könne der einzelne Volksgenosse vor allem dadurch zum Ausdruck bringen, daß er sich einer der großen anerkannten Organisa-f tionen als Mitglied an schließe. Ber diesen Organisationen handelt es sich, vor allem, abgesehen von der NSDAP., um die NSBO., SA SS. oder Stahlhelm, sowie um die m der Deutschen Arbeitsfront jetzt zusammen- aefaßten neuen Derufsverbände. Da der Eintritt in die NSDAP., NSBO., SS., SA. und Stahlhelm gegenwärtig gesperrt ist, käme letzt nur der Anschluß an die Deutsche Artz e i t s f r o n t in Frage, deren Führer nun einen großzügigen Werbefeldzug angeordnet hat, um den ^Unorganisierten Gelegenheit zu geben, durch Anschluß an die Arbeitsfront am Wiederaufbau mitzuarbeiten. Es wird darauf hingewiesen, daß es durchaus möglich ist, dah auch wie bisher das Tor zur Mitarbeit am Aufbau verschlossen werde. Andererseits wolle der Werbefeldzug zum Ausdruck bringen, daß die Mitglieder der Berufsverbände nicht länger gewillt waren, nebensichindenDetriebenTausende von Llnorganisierten zu dulden, die sich der Einordnung aus durchsichtigen Gründen zu entziehen versuchten. Die Llnorganisierten müssen sich nunmehr entscheiden, ob sie sich ein« gliedern, oder die Folgen ihres Außen stehens auf sich nehmen wollen. Dabei werde jedoch eine Doppelmitgliedschaft zu mehreren anerkannten Verbänden nicht zur Pflicht gemacht werden. Oie Neuregelung des Aufbaues des Standes der deutschen Landwirtschaft Berlin, 18.Iuli. (WTB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft R. Walther Darre hat auf Grund des Reichsgesetzes vom 14. Juli 1933 den Reichsobmann der bäuerlichen Selbstverwaltung Wilhelm M e i n b e r g , derzeitigen Reichslandbundpräsidenten, mit der Einleitung und Durchführung aller Arbeiten und Maßnahmen beauftragt, die im Sinne obigen Gesetzes notwendig sind. Das gegebene Arbeitsgebiet wird in vier Referate aufgeteilt. Es sind dies: Referat Nr. 1: Fragen der freien landwirtschaftlichen und bäuerlichen Organisationen, Referent Hellmuth Reinke, M. d. L.; Referat Nr. 2: Oie Insel im Meer. Don Will Vesper. Ich werde den Namen der Insel lieber nicht nennen. Es ist mir heute, als schwebe sie irgendwo in einem Traumland über blauen Wassern eines märchenhaften Meeres. Dor dem Kriege lag sie im Mittelmeer, nicht weit von der italienischen Küste. Es könnte aber sein, daß sie sich inzwischen nach anderen besseren Gestirnen erhoben hat, von denen sie schon damals zu stammen schien. Sie schwebte auf silbernen Fittichen, den Flügelschlägen der Brandung. Wir waren in iraendeinem einsamen Hafen auf einen kleinen Dampfer gestiegen. Eine Stunde später war von der Erde nichts mehr zu sehen. Sie war versunken. Ein glühender Sirocco wehte. Zwischen dem flammenden Himmel und der leuchtenden blauen Tiefe schwebten wir taumelnd irgendwo in einer anderen Welt. Ein kristallenes kochendes Blau unter uns, um und über uns. Wogen wie Berge, durch deren Gipfel golden und grün die Sonne sah, stürzten über uns und drohten uns in den Abgrund, in den wir hinabsausten, zu begraben. Aber sie scherzten nur auf eine göttliche Art', schoben ihre mächtigen Rücken unter unsere schwankende Schale und hielten sie mit tausend gischtsprühenden Händen der Sonne entgegen. Ein Meeresriese warf sie dem anderen zu, höher und höher hinauf. Wer weiß, wohin die Erde geraten war. Jedenfalls mußte sie irgendwo weit unten hinter uns geblieben sein. Wir aber wurden von mächtigen Armen himmelan getragen, stundenlang, tagelang. Jede Stunde war vielleicht eine Ewigkeit. Was weiß ich. Aber immer war Tag in dieser Welt, und eine glühende Sonne kreiste über uns. Plötzlich aber blieb sie oben wie an einer dunklen Hand hängen. Verschwand in ihr. Nein, hinter gewaltigem Berghaupt schoß sie ihre Strahlen um den Gipfel. Dort also war unser Ziel, lieber allen Wogen die Insel, so hoch, daß sie die Sonne am Himmel zudeckte. Wie mit dunklen Armen griff sie über das Meer, um unser Schiff, und zog uns, nun auf nur leise noch schaukelnden, beruhigten Wellen, in den Hafen der Nacht. Freundliche Lichtlein am Ufer und Wände mächtiger Häuser, Dächer und Türme. Mir landen, schreiten über den schmalen, schwankenden Steg in eine andere Welt. Fremde Laute, wohlklingender Art, und irgendwo Gesang. Ein Marktplatz jetzt, unter dem Mond, der plötzlich irgendwie, zart und silbern, mitten im Himmel steht, noch höher als wir, silbernes Horn am Dache der Welt, fanfttönenb wie ferner Schrei vieler Vögel. In der Herberge noch, vom Bett im fremdartigen Gemach, I deutsche Landwirt für ein weiteres Arbeitsgebiet | sicher AussichtoufeinengerechtenLohn. Das un» Llraufführung in Kassel. von ’Goldene Schnur boten, kutsk Er ist um 15.45 ^Uhr Ortszeit in 2r- gelandet. Drei Todesurteile bestätigt. Reichsgericht in Leipzig verwarf die von Sturmhaupt- Sturmbannführer führet Aus aller Welt Der Rückflug des Valbo-Gcfchwaders. Der Rückflug des Balbo-Geschwa- d e r s über den Atlantischen Ozean wird in folgenden Etappen vor sich gehen: 1. Chicago— Neuhork, 2. Neuhork—Shediac, 3. Shediac— Shoal Harbor, 4. Shoal Harbor—Valencia (Irland), 5. gegebenenfalls kann bei ungünstigen Wetterverhältnissen der Rückweg auch über die Azoren genommen werden. Vermutlich wird das Balbo-Geschwader von Irland aus mehrere europäische Hauptstädte besuchen. Wie wir dazu erfahren. kommt vielleicht auch ein Besuch von Berlin in Frage. In diesem Fall würde das Balbo- Geschwader auf dem Müggel-See wassern. Die Möglichkeiten dazu sind bereits vor einigen Wochen erprobt worden. ID eiff lieget Post in Irkutsk gelandet. Der Weltflieger Willy Post, der am Dienstag um 6.27 Tlhr örtlicher Zeit in Nowosibirsk gelandet war. ist nach zweistündigem Aufenthalt um 8.55 Uhr örtlickfer Zeit zum Weiterflug in Richtung Irkutsk gestartet. Post benutzte die Zeit zwischen Landung und Start zur Einnahme einer Mahlzeit. zum Lieberprüfen des Motors und zum Ausruhen. Post hat bisher seinen letzten Rekord unter« O Gott!" Immer nur diese zwei Silben voll sagbarer Verzweifelung. freien Deutschland vergeblich erhofft zu haben fürchtete und sich mit der Bluttat eines Einzelgängers — der Ermordung Kotzebues durch Karl Sand — dem Gegner, nämlich dem System Metternich, ans Messer lieferte, ist von dem hessischen Dichter Karl Neurath, dessen „Bundschuh" unlängst iri Gießen aufgeführt wurde, in seinem Burschenschaftsdrama „ Freihe i t s st u r m" vor mehreren Iahren schon geschrieben worden. Erst jetzt hat sie das Verständnis der Zeit gefunden und ist von der Kasseler Freilichtbühne, die in der Karls- Aue wirkt und schon im Vorjahr Rühmliches geleistet hat, mit einem Erfolg aufgeführt worden, der die von Neurath auch in anderen Bühnenwerken betätigte Gestaltung geistigen Schicksals in der bildhaften Bewegtheit eines menschlich betonten Lebensraumes nachdrücklich bestätigt hat. Es war ein feierlich schöner Abend, der an historischer Stätte vorüberzog und einen starken Nachhall hinterließ. ,W. S. Berlin, 17. Juli. (EAD.) Di- erheblich- Vermehrung der SA. nach dem 30. Iänuar 1933 machte schon seit einiger Zeit eine Neuorganisation der SA. notwendig. Es sind nunmehr Gruppen zur Obergruppe zusammengeschlossen worden. Im ganzen gibt es ach t O be r g ru p - pen, davon sieben in Deutschland, wahrend die achte das Gebiet Oesterreich umfaßt. Die Obergruppe 1 steht in Königsberg und umfaßt Ostpreußen. Führer ist Obergruppenführer L i tz m a n n. „ ,r Die Obergruppe II umfaßt Pommern, Mecklenburg und Schleswig-Holstein, das sind die Gruppen Pommern, Hansa und Nordmark; Führer ist Obergruppenführer L u y k e n in S t e t t i n. Die Obergruppe III umfaßt Brandenburg mit Ausnahme der nördlichen Kreise, die zu Obergruppe II gehören, den mittleren Teil der Grenzmark Posen/Westpreußen. deren nördlicher ebenfalls zur Obergruppe II gehört, und beide Provinzen Schlesien. Führer ist Obergruppenführer Polizeipräsident Heines in Breslau. Die Obergruppe IV umfaßt die Gruppen Sachsen und Mitte, also den Freistaat Sach- fen und die Provinz Sachsen; Führer ist der sächsische Ministerpräsident Obergruppenführer Manfred v. Killinger. Die neuen bann neu der Oberscharführer, nach dem Truppführer neu der Obertruppführer und nach dem Sturmführer neu der Ober- sturmführer und Sturmhauptführer, nach dem Sturmbannführer neu der O b e r- sturmbannführer, nach dem Standartenführer und Oberführer neu der Bri» gade führe r. Ferner erhalten die Fahnenträger der Stürme und die Standarten- träger die Bezeichnung Kornett neben ihrem sonstigen Dienstgrad. Kunst und Wissenschaft. 4. Reichsfagung des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen. Dom 6. bis 8. Oktober findet in Leipzig der Deutsche Iuristentag 1 9 3 3, 4.Deichstagung des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Iuristen als Bekenntnis des deutschen Iu- ristentums zum Nationalsozialismus und zur deutschen Volksgemeinschaft statt. Die Reichsregierung, sämtliche Landesregierungen und führende Iuristenpersönlichkeiten des germanischen Auslandes werden teilnehmen. Sinter dem Geleitwort: „Nationalsozialistische Revolution und Neugestaltung des deutschen Rechts" sind folgende Referate vorgesehen: 1. „Nationalsozialismus und Recht". 2. „Rasse und Recht". 3. „Zum System des deutschen Rechts", 4. „Nutzen oder Nutzung", eine Studie zum Eigentumsbegriff, 5. „Dauern- siedlung und Erbhofrecht", 6. „Die Reform des Steuerrechts", 7. „Die Iustizreform und der deutsche Richter", 8. „Die Reform des Zivilprozesses", 9. „Die Reform des Strafrechts und des Strafprozesses", 10. „Die Stellung des Anwalts und Notars, sowie der freien Berufe im Staat", 11/ „Neubau des Staats- und Verwaltungsrechtes", 12. „Die Reform des rechts- und staatswissenschaftlichen Studiums". Die Tragödie einer deutschen Jugend, die dem Ausgang der Freiheitskriege das Erstehen eines innerlich und äußerlich neuen, wahrhaft Neuorganisation der SA. Schaffung von Obergruppen. Ergänzung der Rangordnung und der Rangabzeichen. Obersturm- Standarten- bann führet führet Fragen der L ° n d w irt! ch ° st-k ° mm er als halbamtlicher Selbstoerwallung-tarp-r. SteferentBt. Karl Kräull-i Referat Dir. Fragen des s . nos senschaftswesens, Referent Arnold Trumpf; Referat Nr. 4: Fragen des Land- hanbels, Referent Reichskommissar Herbert Daßler, M. b. R. Um mit den Bauern in den Säubern und Landes- teilen, sowie mit den Regierungen eine enge Ver- binbung aufrechtzuerhalten, hat der Reichserncch- rungsminifter innerhalb bes Zuständigkeitsbereichs eines Lanbesbauernsuhrers biefen für bie Arbeiten im Sinne dieses Gesetzes zu feinem Sonderbeauftragten ernannt. Mindestpreise für Raps und Leinsaat. Berlin, 18. Juli. (TU.) Amtlich wirb mH- geteilt: Das Jettprogramm der nationalen Regierung macht eine Förderung des deutschen Oelsaalanbaues neben der bereits in Angriff genommenen Förderung der Erzeugung einheimischer tierischer Fette erforüer- lich, um den deutschen Bedarf an Fettstoffen in zunehmendem Maße aus eigener Erzeugung zu sichern. Die Reichsregiernng wird deshalb Vorkehrungen treffen die die Oehlmühlen in die Lage versehen, den Anbauern künftig einen Preis von mm- dcftens 30 Mark je Doppelzentner Raps und Rübsen und mindestens 22 Mark £ Doppelzentner Leinsaat in diesem Jahre und von mindestens 24 Mark je Doppelzentner Cem- saal iw nächsten Iah r zu zahlen Die genann- ten vreise werden gelten für gute gesunde trockene More hur Herstellung von Speiseöl geeignet) ab -ollstation des Landwirtes bei Lieferung von vollen waggonladungen, desgleichen für jedes Quantum bei Anlieferung frei Mühle. Landwirten, die Raps und Lein im Lohn bei Oehlmühlen schlagen lassen, wird empfohlen, besondere Nachrichten darüber von feiten der R e i ch s- stelle für (Betreibe, Futtermittel und onftige landwirtschaftliche Erzeug- Nisse zu beachten, damit auch ihnen die entfpre- chcnden Vorteile zugute kommen können. Auf Grund der getroffenen Regelung hat der Sturmführer Obersturmführer immer zu vernehmen und bas Glück innen zu fühlen in den Herzen, bie leise unter unseren Händen schlugen. Auf dem Gipfel bes Berges aber, hoch über allem Leden, in dem grauen Geröll ber Steine, burch bas wir nie ganz hinaufgekommen find, hauste, wie man uns sagte, ein Einsiedler, ein Greis, uralt, einsam und menschenscheu. Nur in ber Nacht kam er zuweilen zu ben nächsten Hütten herab und nahm eine Frucht ober von bekannter Stelle ein Brot, dos man ihm hingelegt. Wenn er einen Menschen sah, blieb er hinter einem Baum oder einem Stein ober floh auf bie andere Seite des Berges. Er war einst ein Fürst, sagte man, in einem nördlichen Lande, ein mächtiger Herr. Aber er hatte alles verlassen, Krone und Reichtum, Wohlleben und Heimat. Und zwischen den Steinen über ber Insel ber Liebenden schrie er einsam zu Gott in ben Himmel hinauf. Einmal, mitten in ber schönen Nacht, hörten wir feinen Schrei, laut und schrill vom Berge herab, daß wir in unseren Betten auffuhren und ängstlich horchten. Und da vernahmen wir mit Entsetzen über der fremden Erde einen Ruf in der Sprache unserer Heimat. Wie Eulenschrei klang es und war doch die Stimme eines Menschen, der da schrie: „O Gott! SA -Mann « Rottenführer Sturmmann Die Obergruppe V steht in Frankfurt a. M. und umfaßt die Gruppen Thüringen, Westmark mit Koblenz-Trier und Pfalz-Saar, Hessen und Südwest, also die Provinz Hessen-Nassau, den Freistaat Hessen sowie Baden und Württemberg; Führer ist Obergruppenführer von Iagow in Frankfurt a.M. Die Obergruppe VI steht in Hannover; sie besteht aus den Gruppen Nordsee, von der bie Untergruppe Hamburg abgetrennt und zur Obergruppe II gekommen ist, Niedersachsen, Westfalen und Niederrhein; Führer ist der Obergruppenführer Dberpräfibent Lutze in Hannover. Die Obergruppe VII steht in M ü n ch e n und umfaßt das Gebiet des Freistaates Bayern; Führer ist Obergruppenführer Major a. D. August Schneibhuber in München. Die Obergruppe VIII in Linz umfaßt ben Freistaat Oesterreich. Das Anwachsen der SA. hat auch die Einfügung von neuen Dienstgraden in dem bisherigen Aufbau notwendig gemacht. Der Aufbau ist jetzt folgendermaßen: SA.-Anwärter (Rekrut), der nach sechs Monaten SA.-Mann wird. Nach dem SA.-Mann kommt der Sturmmann, dann der Rottenführer und bann der S ch a r= führer, bisher ber unterste Dienstgrab. Es kommt <9er SA. burch das offene Fenster, hörten wir das leise Zwitschern von oben, vermischt mit dem Rauschen der Brandung in der Tiefe. Am anderen Tage sahen mir, daß bie Luft über ber Insel dunkel war von schwärmenden Schwalben, die hier auf einer Wanderschaft durch bas Weltall, ehe sie ganz in die himmlische Höhe entflogen, noch einmal um die Dächer der Menschen, um Bäume und Felsen, um den Gipfel der Welt, ihre sausenden Fittiche schlugen. Denn Menschen wohnten hier doch, ein dunkles Geschlecht, mit bronzener Haut, schwarzem Haar, schwarzen, funkelnden Augen, freundlich und zutunlich wie Kinder, immer den Mund voll Gesang ... wenn sie Boote hinaus- ober heimführten ober, irgenbein rotes, krabbelndes Meeresungeheuer in erhobenen Hänben vor sich haltend, über die Straße liefen, Netze mit silbernen Fischen ausschütteten ober, schöner noch, vor bem Städtchen hinter dem Stier und dem heiligen Pflug wandelten und das Erdreich wendeten, soweit es den Berg hinanstieg. Wie eine kostbare Schleppe lag unten rings um ben ganzen Berg das bebaute, fruchtbare Land, Delgärten und künftige Kornfelder, Wein überall und Rosen wild in ben Hecken. Bäche, zu sanfterem Lauf gezähmt, riefelten allenthalben. Aber höher hinan hatten sie tiefere Schluchten gefressen, breit unten, mit mächtigen Kastanienkuppeln gefüllt, aber schmaler immer und schroffer, und dann verschwindend im Gürtel ber blühenden Eriken, der goldenen Ginfterbüsche und der weißen, schaumigen Cistus. Ein Feld roten Mohns noch hier und dort. Und wie wir hinaufftiegen, schwebte das alles wie in der Luft über bem Meer. Und oben ragte der Gipfel, grau, steinern, und unfruchtbar, drohend in den Himmel hinein. Das Herz voll Rausch und voll süßer Vergessenheit. In einer Hütte unten am Meer haben wir lange gewohnt, eine Ewigkeit lang. Keine Zeit mehr, keine Vergangenheit, keine Zukunft, nur bie Gegenwart unserer Liebe im Lande bes Traumes.. Und allenthalben um uns wohnten Liebende in den Weinbergen und den Hütten in den Gärten. Manche vereint und andere getrennt. Und wenn es Abend wurde, traten sie alle vor bie Türe, auf bie kleine Terrasse am Haus und riefen vom Berg herab und über das Meer sinnlose kleine Schreie, laut und hell wie Rufe von Vögeln, Schreie, bie nichts bebeuteten als vollkommene Seligkeit. Ein Herz antwortete bem anberen, unb eine Weilte schallte bie Insel von diesen Rufen, baß bie Brandung schwieg und verwundert sogar die Schwalben. Dann war eine Stille. Und bann seufzte bas Meer wie aus tiefer, glücfbelabener Brust. Die aanze Nacht schliefen wir Hand in Hand, nie zu tief, um doch das Rauschen Jedermann. Von Hans jfiiefcau. Der Stammhalter. Febermann ist Vater geworden. Febermann strahlt. „Na?" fragt Mücke, „alles in Drbnung? Unb seid ihr euch schon über den Namen einig?" „Gott sei Dank, endlich!" nickt Federmann. „Seit drei Monaten haben wir uns fortgesetzt um den Namen gezankt. Ich war für Maximilian, meine Frau für Joachim-Diethelm." „Ja, und —?" lächelt Mücke. „Wie heißt nun bas Kind?" ,Helene", sagt Jedermann. April. Jedermann geht — mitten in ber Nacht — über bie Straße. Ein Auto kommt. Febermann hebt bie Hand. Das Auto hält. „Was ist denn los?" ruft der Chauffeur. „Ihre Laternen brennen nicht", sagt Federmann. Der Chauffeur steigt aus. „Sind Sie verrückt?" flüstert er, „die Laternen brennen doch ausgezeichnet." „April, April!" lacht Jedermann. Der Chauffeur bekommt einen roten Kopf. „Das soll doch wohl nicht etwa ein Witz fein?!" droht er. „Aber natürlich", lacht Jedermann weiter, „wir haben ja gar nicht April." Ordnung. Es klingelt. Jedermann öffnet. Ein Herr steht da. „Verzeihung", lächelt der Herr, „dürfte ich Ihnen einmal ganx unverbindlich ben Apollo-Staubsauger vorführen? „Können Sie nicht lesen?" fragt Jedermann und Zeigt auf ein weißes Schild: Eingang für Lieferanten durch die Hintertür. Der Herr verbeugt sich, geht um bas Haus herum und klingelt an der Hintertür. Jedermann öffnet. „Darf ich Ihnen hier ben Staubsauger ,Apollo< vorführen?" lächelt ber Herr. «Tut mir leib", sagt Febermann, „ich habe schon seit brei Wochen einen Apollo-Staubsauger." Liebe. Febermann kommt nach Hause, spät abenbs, unb wenn er ausatmet, riecht es vier Meter weit nach Genever. Frau Jedermann ist entsetzt. „Du hast doch am Sonntag versprochen", sagt sie, „mir zuliebe keinen Tropfen Genever mehr zu trinken." „Habe ich auch", murmelt Jedermann, „wenn ich jetzt noch mal einen Tropfen Genever trinke, dann — Ehrenwort! — nur mir zuliebe." drei Angeklagten gegen das Urteil des Magdeburger Schwurgerichtes vom 28. Januar d. I. eingelegten Revisionen als unbegründet. Durch dieses Urteil waren ber Malergeselle Träger und die Arbeiter Meißner unb Bartels wegen gemeinschaftlichen Mordes zum Tobe verurteilt worden. Die Burschen hatten im vergangenen Jahre in Genthien und Umgebung eine große Anzahl von Raubüberfällen ausgeführt, deren Opfer in der Hauptsache alte, alleinstehende Frauen waren. Die jugendlichen Räuber drangen nachts in die abseits liegenden Wohnungen ein, knebelten die Frauen, durchwühlten alle Behälter und stahlen das Gelb und die Wertsachen. Bei einem dieser Beutezüge wurde die 71jährige Witwe M ä s e r ermordet. I ® / /MW J Truppführer Obertrupp• führet -°r „„'"Hat. neU neben ihrem Med ?****fc ,1 933, Wj.ta i des heu»? »eub itt. ®ic $S 3« ™0"n und ,?» e-fr*a Lb Ah» V{eg deut. •? Jä%Jr des 7äJun®“’ .Norm bti t5 ^LrL LE &*Ä West 'v-Geschwaderr. Saldo.Geschwa. hen wird in Zehen-. 1. Lhicago- »ed'ac, 3. tzhediac- latbor—Valencia sIr- fm bei ungünstigen -uZveg auch über die ■ -vermutlich lvicd dos and aus mehrere emo. en. Die wir dezu et* 4 em Besuch von Der. Zall würde das Balbo* iggeI°See wassern. Die bereits vor einigen Irkutsk gelandet. Poft, der am Dienstag in Nowosibirsk gelandet em Ausenthalt um 8.55 Deiterslug in Lichtung Mtzte die Zeit zwischen Einnahme einer Wahl- Motors und zum Aus* en letzten Rekord unter* hr Ortszeit in 2r* e bestätigt. pzig verwarf die von ilrteii des Magdeburger anuar d. 2- eingelegten et. Durch dieses Urteil -öger und die Arbeiter Is wegen gemeinschast- e verurteilt worden, i vergangenen Jahre in eine große Anzahl von rt, deren Opfer in der ende Frauen waren. Die ,qen nachts in die abseits n, knebelten die Frauen, er und stahlen das Geld einem dieser Beutezuge )C Möser ermordet n. WKs ;• d°ch jedermann. , einen örofjt er. jedermann ® n?" geht MN >ertÜr’ f rt,r «PB' .6„ Stflubfauflcr - W-u spat nach ch hause- i^deI wen 10 trinken-' menn w mann. 4 Siet»«. "gSen. Selemann e§ in Ordnung? Und seid amen einig?" - . - nidt Federmann. „WJ uns fortgesetzt um den sür Maximilian, meine heißt mm das Mr Ordnung im Staate - gegen Angebertnm! Don der Hessischen Polizeidirektion Gießen werden wir um die Veröffentlichung des nachstehenden Erlasses des Reichskanzlers über Nachforschungen nach Vergehen aus früherer Zeit, der aut die Herren Reichsstatt* 'halter und an den preußischen Ministerpräsidenten ergangen ist, gebeten: Nachstehend der Erlaß im Wortlaut: „An die Herren Reichsstatchalter und den Herrn preußischen Ministerpräsidenten! Die Neuordnung des staatlichen und wirtschaft- lichen Lebens ist tatkräftig in Angriff genommen und in vollem Gang. Alle wichtigen Stellen und Einrichtungen in Staat und Wirtschaft sind gleichge* schaltet und folgen einem einheitlichen Aufbauwillen. Es gilt jetzt, die zum Sieg gelangte Staats- und Wirtschaftsauffassung in Ruhe zu festigen und zu stärken und von dieser Grundlage aus die wichtigste wirtschaftliche Aufgabe der Gegenwart, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, mit allen Kräften in Angriff zu nehmen. Damit diese Aufbauarbeit nicht gestört wird, ist es erforderlich, daß die in den letzten Wochen beobachtete Sucht, überall Nachforschungen nach Vergehen aus früherer Zeit anzustellen und die Schuldigen noch nach Jahren zur Verantwortung zu ziehen, aufhört und dem oerächt- lichen Angebertum, daß sich allenthalben breit gemacht hat, entgegengetreten wird. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß in vielen Fällen nicht das Verlangen nach Gerechtigkeit der Antrieb ist, führende Männer der Wirtschaft vor Gericht zü ziehen, sondern oft persönliche Gefühle, vielfach sogar Rachsucht und die Verfolgung eigener egoisti- scher Ziele, die Triebfeder des Handelns sind. Wenn die Staatsanwaltschaft und die Polizei in jedem Falle, der zur Anzeige kommt, die vorläufige Festnahme verfügen, so wird auf der einen Seite jenes Angebertum gefördert, das den niederen Instinkten der Menschen und nicht der sitllichen Erhebung des Volkes entspringt, auf der anderen Seite entsteht mit der Zeit bei den Führern der Wirtschaft ein Gefühl der Dogelfreiheit, das geradezu die Läh- mung der verantwortlichen Leitung der wirtschaftlichen Unternehmungen nach sich zieht. Die ruhige Entwicklung wird hierdurch ernsllich gefährdet. Bedeutsame Fälle von Korruption und anderen strafbaren Handlungen müssen natürlich im Inter* esse der Reinigung des staatlichen und wirtschaft- lichen Lebens mit unnachsichtlicher Strenge geahndet werden, auch wenn die Vorkommnisse längere Zeit zurückliegen. In vielen Fällen aber sind die Verfehlungen weniger aus gemeinem Eigennutz als vielmehr im Ringen um die nackte Existenz und die Erhaltung der geschäftlichen Betriebe begangen worden. Gegenüber solchen Verfehlungen der Der- gangenheit ist eine großzügige Stellungnahme der staatlichen Organe am Platze. Gez.: Adolf Hitler. Aus -er Provinzialhauptstadt. Gegen unbefugtes Tragen von Kriegsauszeichnungen. Dom Reichswehrmini slerium wird mit- geteilt: Kriegsauszeichnungen und deren Ränder, sowie Uniformen der allen und neuen Wehrmacht, dürfen nur getragen werden, wenn die rechtmäßige Verleihung durch eine Urkunde nachgewiesen werden kann. Zuwiderhandlungen sind strafbar, Beförderungen, Lharaktererhöhungen und Unisormverleihungen f ü r Angehörige der alten Wehrmacht sind mit dem 1. Januar 1923, die Verleihungen früherer Auszeichnungen, einschließlich Verwundetenabzeichen, sind mit dem 31. Mai 1924 eingestellt worden. Eine Wiederausnahme solcher Verleihungen ist nicht möglich. AS.-Reichssymphonieorchester in Mainz. Das Gaupresseamt teilt mit: Am kommenden Samstag, 22. Juli, wird das RS.-Reichsfym- phonieorchester unter Kapellmeisters Fran; Adam hcrborragender Leitung in der Stadthalle der rhein- mainischen Musikstadt Main; wirken. Das glän;ende Presseecho, welches dem Auftreten der nalionalfo;ia- ttftischen Künstlerschaft in diesen Tagen überall folgt, enthebt uns hier der Notwendigkeit einer besonderen Betonung des wertes und des hohen Genusses eine» solchen Abends, wir halten es für unsere Pflicht, jeden deutschen Volksgenossen in Stadt und Land darauf aufmerksam ;u machen, daß er die für wahrscheinlich längere Zeil letzte Möglichkeit, das Reichssymphonieorchester ;u hören, in Main; haben wird. Bekanntlich geht das Orchester demnächst ins Ausland, so daß allen deney, die mittelbar viel, aber unmittelbar noch nichts von diesem Orchester hörten, dringend ;u raten ist, die Gelegenheit, am kommenden Samstag ein deutsches und erhebendes Wochenende in Main; ;u erleben, nicht vorübcr- gehen ;u lassen. Die Unkosten einer hin- und Rückfahrt werden auf jeden Fall durch die künstlerifchen Leistungen voll entschädigt. Ls sei daran erinnert, daß u. a. in Frankfurt a. M. der größte Raum gefüllt wurde, als das Orchester hier kür;lich spielte. Oie Ausführungsverordnung zur Verordnung über die Preisüberwachung. Die Etaatsprefse stelle teilt folgende Bekanntmachung. die Ausführungsverordnung zur Preisüberwachung betreffend, vom 18.3uli 1933 mit: 2luf Grund des § 1 Absatz 1 der Verordnung des hessischen Ministerpräsidenten zur Preisüber* wachung vom 8. 3uli 1933 (Darmstädter Zeitung Olr. 158 vom 16. Juli 1933) wird bestimmt: § 1. Die Leitung der durch § 1 der Verordnung zur Preisüberwachung vom 8. 3uü errichteten Preisüberwachungsstelle obliegt dem Staatssekretär oder dem von ihm bestellten Devoll- mächt^tcn. Zu seiner Deratung kann der Staatssekretär sachverständige Personen im Benehmen mit den bestehenden wirtschaftlichen Verbänden und Vereinigungen oder den berufsständischen Vertretungen von Händlern und Gewerbetreibenden sowie aus den Kreisen der Verbraucher heranziehen. Die Tätigkeit der Sachverständigen ist ehrenamtlich. Eine Vergütung von Auslagen aus der Staatskasse findet nicht statt. § 2. Der Antrag auf Erteilung von Genehmigungen nach § 2 oder 3 der Verordnung vom 8. 3uli 1933 soll durch Vermittlung der zur Wahrnehmung der besonderen 3nteressen der beteiligten Wirtschaftskreise gebildeten Verbände und Vereinigungen gestellt werden und ist an das zuständige Kreisamt zu richten. Liegt ein solcher Antrag vor, so ist der einzelne Händler 'und Gewerbetreibende von der Pflicht zur Stellung eines Antrags befreit; dies gilt auch bann, wenn der Händler oder Gewerbepceibende dem Verbände nicht selbst angehört. Dem Antrag ist eine ausführliche Begründung, gegebenenfalls unter Hinzufügung von Unterlagen, beizuschliehen. § 3. Die Anwendungsvorschrift im § 2 Abs. 1 der Verordnung vom 8. 3uli 1933 über die Genehmigung von Preiserhöhungen. Erhöhung von Preiszuschlägen und Preisspannen wird vorerst ausgesetzt. Die in § 2 Absatz 2 vorgesehene Einholung der Genehmigung von Preiserhöhungen, Erhöhung von Preiszuschlägen und Preisspannen, die seit dem 1. Mai 1933 bis zum Erlaß dieser Verord- nung erfolgt sind, wird vorerst beschränkt auf Roggenbrot, gemischtes Brot und Backlöhne. § 4. Das Antrags- und Genehmigungsverfahren vor der Preisüberwachungsstelle 'erfolgt gebührenfrei. Der Staatssekretär: 3 u n g. Milchbezug nur noch von den Milch- absatzgenoffenschasten. Eine Bekanntmachung des Milchversorgungsoerbands Hessen. Nachdem bis zum 15. Juli 1933 laut meiner Bekanntmachung betreffend die Bildung des Rhein- Mainischen Milcherzeugungsverbandes und die Errichtung der Milchabsatzgenossenschaften vom 26. Juni 1933 (Darmstädter Zeitung Nr. 151 vom 1. Juli 1933) die Bildung der Milchabsatzgenossen- schosten im wesentlichen durchgeführt ist, verlieren alle einer Milchabsatz- bzw. Molkerei-Genossenschaft nicht angeschlossenen Milcherzeuger das Recht auf Milchlieferung. Die Milchabsatzgenossenschaften sind verpflichtet, vom 1. August d. I. ab den Verkauf der Milch für ihre Mitglieder an die Milchabnehmer (Milchhändler, Molkereien, Verbraucher) durchzuführen. Milchhändler, die Milch bisher von einzelnen Landwirten bezogen haben, dürfen von dem gleichen Zeitpunkt ab diese nur noch von den Milch- absatzgenossenschaften ihres bisherigen Lieferkreises beziehen, lieber die spätere Absatzgestaltung erfolgt besondere Anordnung des Milchoersorgungsverban- des Hessen. Die Auszahlung und 23erred)nung des Milchgeldes hat nur noch über d i e Milch- absatzgenossenschaften zu erfolgen. Milchhändler, die unter Umgehung dieser Bekanntmachung und derjenigen vom 26. Juni 1933 weiterhin Don einzelnen Landwirten Milch beziehen, setzen sich der Gefahr des Entzuges ihrer Konzession aus. Der Verkehr mit Markenmilch wird Lurch die.se Bekanntmachung nicht berührt. Frankfurt a. M. 14. Juli. Milchversorgungsverband Hessen. Der Beauftragte: Birkenholz. Daten für Mittwoch, 19. Juli. 1810: Königin Luise von Preußen in Hohen- zieritz qeft. (geb. 1776). — 1839: Der Dichter Gott-" fried Keller in Zürich geb. (Qeft. 1890). — 1859: Der Mediziner und Schriftsteller Karl Ludwig Schleich in Stettin geb. (gest. 1922). — 1863; Der Schriftsteller Hermann Bahr in Linz an der Donau geb. — 1870: Kriegserklärung Frankreichs an Preußen. — 1917: Friedensresolution des Deutschen Reichstages. Dornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Nacht im Forst- haus". . — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: „Die Vier Rachrichter" aus München mit ihrem Ensemble geben am Samstag, 22. 3uli, im Stadttheater Gießen ein einmaliges Gastspiel. Don ihrem ersten Besuch im Vorjahre her mit der ausgelassenen Zeitsatire „Hier irrt Goethe" dürften die Gäste noch in bester Erinnerung sein. Trotz aller Anstrengungen einer täglich besetzten Gastspielreise dauerte es nicht lange, bis die Schöpferwut dieser jungen Theaterbesessenen wieder durchbrach. Es gibt ja tausenderlei Dinge, die zu Spott und satirischer Darstellung geradezu zwingen. Kein Wunder, daß bei der Lieberfülle dieser Art Geschehnisse dies sofort bei diesen lustigen Geistern lebhaften Widerhall findet. 3n diesem 3ahre bringen die „Vier Rachrich* ter" ein Stück mit Musik in neun Bildern, betitelt Der Esel ist los" nach dem Altgriechischen des Dichters Plagiates zur Aufführung. Anfang 20.15 Llhr; Ende 22 Llhr. Vorverkauf ab Donnerstag täglich von 10 bis 13 Llhr; Samstag außerdem rroch von 16 bis 17 Llhr. ** V on der L ande suniversi tä t. Auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des De- rufsbeamtentums wurde der ordentliche Professor für Philosophie und Pädagogik an der hiesigen Landesuniversität, Dr. Ernst von Aster, mit Wirkung vom 11. 3uli aus dem hessischen Staatsdienst entlassen. Oie Autobahn Sronffurf - Mannheim - Heidelberg näher an der Bergstraße. WSN. Von der Bergstraße, 17.Juli. Ursprünglich war geplant, die Autobahn Frankfurt—M a n n'h e i m—H e i d e l b e r g, die als erste der deutschen Reichsautobahnen ausgefuhrt werden soll, auf ihrer Strecke durch das Ried mitten durch den Wald laufen zu lassen, so daß die Aussicht auf die Bergstraße für die Durchreisenden durch den Wald versperrt gewesen wäre. Den Bemühungen der Verkehrsoereine und Städte an der Bergstraße soll es jetzt gelungen fein, zu erfahren. Der Schaden dürfte sich auf etwa 50 000 bis 60 000 Mark belaufen. durchzusetzen, daß die Bahn am Ostrande des Waldes entlang mit guter Sicht a u f die Bergstraße gezogen wird. Eine Zubringerstraße von der Bergstraße soll zwischen 'Bensheim und Heppenheim nach Lorsch abzweigen. Oer Kreis B.edenkopf in neuer Gestalt WSR. Dillenburg. 18.3uli. Wie wir in Ergänzung der gestrigen Meldung noch erfahren, umfaßt der neue Kreis Biedenkopf lediglich den Kreiskem, der durch die Landkreisreform vom 1. August 1932 mit dem Dillkreis vereinigt wurde. Der Rodheimer Bezirk wird beim Kreise Wetzlar verbleiben und auch das ehemalige Amt Battenberg wird nicht wieder in den Verband des Kreises Biedenkopf zurückkehren. Der neue Kreis zählt neben der Stadt Biedenkopf 64 Landgemeinden mit einer Gesamteinwohnerzahl von rund 38 000. Großfeuer im Frankfurter Osthafen. WSR. Frankfurt a. M., 18.3uli. Diens- tagnachmittag kurz nach 16 Llhr entstand im Frankfurter Osthafen ein Grohfeuer. Es brannten vier Lagerhallen nieder, in denen Teer,' Dachpappe, Schindeln, Zeitungspapier usw. gelagert waren. Die Feuerwehr rückte mit insgesamt fünf Löschzügen aus und es gelang hr nach schwerer einstündiger Arbeit, bei der ie von SA.-Leuten und Bahnbeamten unter- tüht wurde, des Feuers Herr zu werden. Lieber die Entstehungsursache war bisher nichts Räheres Kunst und Wiffenschast. Für das „Haus der deutschen Kunst" in München. Eine große Reihe bekannter Persönlichkeiten der Politik, der Wirtschaft, der Kunst und des sonstigen öffentlichen Lebens in ganz Deutschland erläßt einen Aufruf, zum großen Werk der Schaffung des Hauses der deutschen K u n st in München beizutragen. Es wird in dem Ausruf daraus hingewiesen, daß München mit der Brandkatastrophe des Glaspalastes sein Heim der lebendigen Kunst verloren habe. Es sei der Wunsch und Wille des Führers, München als wichtigste Stätte deutscher Kunst dem deutschen Volke zu erhalten. Für die Errichtung eines neuen HauseS der deutschen Kunst habe der bayerische Staat und die Stadt München einen Teil der erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt. Zum Zwecke der Durchführung des Baues habe die Regierung eine Anstalt des öffentlichen Rechtes, das ..Haus der deutschen Kunst" ins Leben gerufen. Die Schirmherrschaft über diese Anstalt habe der Reichskanzler persönlich übernommen, DaS ganze deutsche Volk wird aufgerufen, dem Führer die Erfüllung dieses neuen Lieblingswunsches als Geschenk darzubieten. Vitamin oder Hormon? — (Eine Entdeckung zweier Göttinger Chemiker. Wie Berliner Blätter aus Göttingen berichten, soll dem Chemiker Dr. B u t e n a n d t, der als Privatdozent an der Göttinger Llniversitüt lehrt, zusammen mit Dr. 3ac obh eine Entdeckung von größter Bedeutung gelungen sein. Beide Gelehrten konnten, wie verlautet, durch Experimente mit Palmkernen den Rachweis erbringen, daß in Pflanzen dieselben Sexualhormone wirksam sind wie in tierischen Körpern. An diese Entdeckung schließen sich biologische Fragen von größerer Tragweite. Die Entdeckung ist zwar schon vor längerer Zeit gemacht und auch vor einem Jahr auf dem Raturforscherkongreß in Wiesbaden kurz bekanntgegeben worden. Dr. B u t e - nandt ist es inzwischen gelungen, die Sexualhormone in der Pflanzenwelt rein oarzustellen und mit den bekannten Sexualhormonen chemisch zu vergleichen. Darüber hat er jetzt eine ausführliche Arbeit veröffentlicht. Uraufführung des Oberammergauer Gelübdefpicles. 3m Passionstheater von Oberammergau sand die Llraufführung des „Gelübdespieles" von Leo Weismantel statt, das an die Pestzeit von 1634 und an das Gelöbnis, Passionsspiele aufzuführen, erinnert. Dor dem ausverkauften Haus hielt Spielleiter Georg Lang eine Ansprache, in der er cs als Symbol deutete, daß das 3ubiläum der Passionsspiele mit dem Erwachen Deutschlands zusammenfällt, das den Bolschewismus, diesen Zerstörer von Religion, Kultur und Christentum abgewehrt hat, und nun wie die durch schweres Leid geläuterten Dorfahren den Weg finden wird zur Weltanschauung des Rationalsozialismus, zum Glauben an Dolk und Gott. „In Halle lebt ein alt Geschlecht..." Oie Geschichte der Halloren, ein Hort deutschen Brauchtums. In diesen Tagen stiftete die NSDAP, den Halloren in Halle a. d. S. eine Hakenkreuzfahne, deren Weihe in einem aroßen Festakt feierlichen Ausdruck fand. Zahlreiche Bilder gingen durch die Presse und zeigten wieder die schönen, alte:* Trachten dieser Urbewohner Halles. Im Folgenden geben wir einen Einblick in die seltsame Entwicklung der „Salzwirkerbrüderschaft im Tal zu Halle". Einmal im Jahr erscheinen die Halloren in der großen Öffentlichkeit. Wenn in der Wilhelrn- straße in Berlin die große Ausfahrt der Minister und Diplomaten vor dem Reichspräsidentenpalais zu sehen ist, kommen auch sie. In schmucker, alter Tracht, gekleidet wie die wohlhabenden Büraer der friderizianischen Zeit, besuchen sie das Reichsoberhaupt, bringen Salz, Soleier und geräucherte Wurst. Dieser alte Brauch reicht weit zurück. In der Nachkriegszeit wurde er für einige Jahre unterbrochen, aber als Generalfeldmarschall vonHindenburg an die Spitze des Deutschen Reiches trat, kamen auch die Halloren wieder zur Glückwunschcour. Ihre Huldigung in den Vorkriegsjahren galt immer nur dem preußischen König — nicht dem deutschen Kaiser — in seiner Eigenschaft als Herzog von Magdeburg. Ueber die Herkunft dieser bis auf den heutigen Tag mit allem Brauchtum übernommenen „B r ü - derschaft" ist man sich nicht ganz im klaren. Man wird aber nicht fehlgehen, wenn man dem höllischen Geographen Professor Kirchhof folgt, der die verschiedenen Lesarten wie folgt zusamrnen- saßt: „Der alte Streit, ob die Halloren keltischer, slawischer oder deutscher Herkunst seien, möchte sich dahin schlichten lassen, daß sie ein jedes waren zu seiner Zeit. Fast kastenartig geschlossen, war diese Hallorenzunft wie keine andere Gewerkschaft in Halle; der Sohn verrichtete die Arbeit an der Salzpfanne, wie er es vom Vater gesehen und erlernt hatte, ohne daß er gerade gehalten war, dies und kein anderes Handwerk zu üben. Das Handwerk und die streng nach ehrwürdigem Herkommen geregelt Lebensweise der „Brüderschaft im Tale" bildete gleichsam die Hohlform, in die verschiedenartiges Erz im Lauf? der Zeit eingegossen wurde. Wohl plötzlich und unter wilden Kriegsstürmen, von denen uns jedoch nur der letzte, der von 806, etwas genauer bekannt ist, wechselte die Stadtbevölkerung von Halle mindestens dreimal. Vorsorglich wird man bei jeder dieser Umwälzungen die kunstfertigen Wirker im Tale sich erhalten haben; doch allmählich traten unausbleiblich Genossen der neuen Wirkergilde ein, eheliche Blutmischung tilgte mehr und mehr die anfangs vielleicht aufrechterhaltene Stam- messchranke zwischen Neusassen auf der Stadthöhe und Altsassen am Fluß." Demnach scheint die Salzwirkerbrüderschaft im Tal immer ein wirtschaftlicher Zusammenschluß gewesen zu sein. Die Talordnung stammte vom Erzbischof Ernst aus dem Jahre 1482, die Betriebsordnung von Christian Wilhelm von 1615 und die Talordnung aus dem Jahre 1655. Hierin war das Verhalten im Dienst festgelegt, während die Verfassung und der außerdienstliche Betrieb durch die Brüderordnungen bestimmt wurden. Die älteste Brüderordnung aus dem Jahre 1699, von Kurfürst Friedrich HI. von Brandenburg unterzeichnet, wurde 1843 durch König Friedrich Wilhelm IV. erneuert und vor einiger Zeit durch die zuständige Bergbehörde modern gefaßt und neu bestätigt. Niemals Besitzer der Saline, stets streng abgegrenzter Arbeiterstamm, sahen die Halloren ihre vornehmsten Aufgaben in der Unterstützung ihrer betagten Kollegen und der Frauen und Kinder verstorbener Mitglieder. Ihr Tagewerk beschäftigte sie mit der Soleförderung, dem Soletransport, dem Salzsieden, der Salzverladung und der Salzverpackung. Außerdem stellten sie stets, wenn der Feind nahte, ihren Mann im Heeresdienst. Bekannt ist ihre Tapferkeit während des Dreißigjährigen Krieges. Damals gehörten die Talleute zu den Elitetruppen des Dänenfönigs Christian. In der Schlacht an der Dessauer Elbbrücke (1626) zeichneten sie sich hervorragend aus, erlitten aber schwere Verluste. Für Hilfe in Feuersnot waren sie, die ihrem Landesherrn „zu Feuer und Wasser schworen" mußten, die tüchtigsten Leute. Brachte die Saale Hochwasser, sorgten die Bornknechte für Hilf» und Schutz. So wurden die Halloren unentbehrliche Volkskräfte, auf die in jeder Not und Gefahr Verlaß war. Einig wie ein Mann, verbunden durch Ordnung und Strenge eigener Gesetze, schufen sie sich eine starke Stellung, die ihnen auch manche Vorrechte zugestand. Da ist zunächst ihr Recht auf Vogel- und Fischfang in den Grenzen des Psännergeheges. Bereits im Jahre 1470 waren sie mit diesen Rechten ausgeftottet, und die preußischen Könige bestätigten den Halloren wiederholt das Privilegium des Lerchenstreichens. Dafür mußte die Brüderschaft all- jährlicy elf Schock dieser Vögel an den Hof nach Berlin senden. Iedjährlich wurden dreihundert bis vierhundert Schock gefangen. Noch im Jahre 1883 konnte man vor dem Paagegebäude in Leipzig die Hallorenfrauen auf dem Lerchenmarkt sehen. Nachdem aber nun längst bas Bogelschutzgefetz den Vogelfang verboten hat, bleibt das Recht des Fischfanges weiterhin in der Ausdehnung des Pfännergeheges bestehen. Mit dem Wasser innig vertraut, sind die Halloren auch feit jeher als hervorragende Schwimmer bekannt. Und heute noch kann man überall „B a d e h a l l o r e n" als Schwimmlehrer und Bademeister treffen. Die damalige Technik der Salzgewinnung brachte weitere Vorrechte. So erhielten sie die Fleisch- und Wursträucherei zuerkannt und konnten auf diese Weise den lästigen Rauch- und Wasserdampf aus der Solepfanne nutzbringend verwenden. Auch die Soleier verdanken wir ihnen. In der brodelnden Solepfanne liehen sich die Eier herrlich sieden und gut aufbewahren. Man sieht, diese Halloren sind ein rühriges Geschlecht, ein fleißiges Volk mit klugen Einfällen und treuer Pflichterfüllung. Kein Wunder, wenn man in ihrem Museum kostbarste Geschenke von Königen und Bischöfen findet. Da sieht man Fahnen von König Wilhelm I. und Wilhelm II., weiter zurück König Friedrich Wilhelm IV., König Hieronymus von Westfalen, Administrator Augustus von Sachsen, Silberbecher, die König AugustderStarke stiftete Fahnen mit dem Namenszug Friedrichs des Großen und vielen anderen mehr. Der Silberschatz der Halloren, der nur einmal im Jahr ans Tageslicht kommt, ist ein blinkendes Zeugnis für die Tüchtigkeit der Salzwirker von Halle. Nach alledem versteht man die Beliebtheit der Halloren in ihrer engeren Heimat. Studenten z. B. stehen mit ihnen auf Du und Du. Man nennt sich gegenseitig Schwager, ein Brauch, der dprch die neue Brüderordnung vom 15. November 1P9 wieder ausdrücklich festgelegt und sanktioniert wurde. Ueber den Zeitpunkt, da der Brauch aufkam, den Herrscher in Berlin aufzusuchen und ihm die Neujahrswünsche der Brüderschaft zu übermitteln, ist nichts Genaues bekannt. Sicher weiß man, das Friedrich der Große bereits zu Neujahr die Glückwunschabordnung empfing. Freie Post wurde den Gratulanten zugesichert, außerdem erhielten sic von Friedrich dem Großen zehn Friedrichsdors. Der Brauch hat sich erhalten und lebte nach dem Krieg wieder neu auf. Schlackwürste, höllisches Salz, das in Pyramidenform aufgeschüttet ist und obenauf Soleier trägt, sowie ein Neujahrsgedicht, der Carmen genannt, sind die Geschenke der Gäste vom Saalestrand. Ein eigenartiges Volk, aber zutiefst treu dem alten Brauche, eigenwillig in seiner Sonderstellung, die es sich über die Jahrhunderte erhalten konnte, weiß es stets seine ganze Kraft in den Dienst des Volkes zu stellen. Und wenn ihnen soeben von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei die Hakenkreuzfahne zu ihren übrigen Vermächtnissen deutscher Geschichte geschenkt wurde, spricht aus dieser Tatsache die dankbare Erkenntnis, daß die Hal- loren-Arbeiter stets mit Herz und Hand das deutsche Volksgut „Treue um Treue" gewahrt und weitergetragen haben. Das alte Hallorenlied hat recht, wenn es singt: t „In Halle lebt ein alt Geschlecht von großen, starken Leuten. Für Ehre, Vaterland und Recht wir alle mutig streiten ... Und sind wir auch nach heut'gern Stand zur Arbeit nur geboren, so heißt es doch im Vaterland: die ehrlichen Halloren!" SJL-'fpOT* Tabellenstand: Unentsch. Konkurrenz.) II I und (Garbenteich 6 2 1 1 12 4 I II 2 außer Gew. 4 4 4 1 1 Punkte 8 8 8 3 3 Verl. 2 2 2 4 4 6 Hausen Mendorf Rodheim Launsbach Mainzlar Steinbach Garbenteich Garbentcich Rodheim II In Lausbach wurde am Sonntag die Vorrunde im Faustball des 7. Kreises ausgetragen. Unter Leitung des Obmanns für Sommerspiele, W L o h , Gießen, und Kreisspielwart Drolsbach, Garbenteich, traten neun Mannschaften an. Bei guten Platzverhältnissen und guter Organisation wurden die Spiele reibungslos durchgeführt. Garbcnteich, das außer Konkurrenz spielte, stellte die beste Mannschaft. Die Spiele gegen Rodheim, Allendorf (Lda.) und Hausen taten sich vor den anderen etwas hervor. Die Mannschaften von Launsbach, Steinbach und Mainzlar konnten noch nicht entscheidend eingreifen. Am Nachmittag trug die Mannschaft des ATV. „Rheinfranken" Gießen zwei Gesellschaftsspiele, gegen Hausen und Garbenteich, aus. Die Gießener waten eine Klasse besser und Zeigten ein Spiel, das die Zuschauer begeisterte. Im Anschluß wurde noch ein Handballspiel zweier Bezirksmannschaften ausgetragen, das beim Stande von 5:2 infolge Regens abgebrochen werden mußte. Die Ergebnisse: Rodheim — Hausen 42:35 (20:23); Mendorf — Launsbach 53:32 (23:17); Garbenteich — Steinbach 65:25 (35:11); Mainzlar—Launsbach 43:43 (16:17); Steinbach — Hausen 33:63 (19:31); Rodherm — Mendorf 28:36 (17:15); Garbenteich — Mendorf 36:33 (21:11); Hausen — Launsbach 42:37 (17:25); Rodheim — Mainzlar 44:37 (17:19); Garbenteich — zaustballMde des 7.Kreises im Zezirl Hessen ST. Mdh-im 41:30 (24:13); Mainzlar - Steinbild) K7.0« /3210k Hausen — Allendorf 39.32 (15.lo), Rodheim - Steinbach 56:40 (29:25); Hausen - Mainzlar 46:37 (17:20); Garbenteich - Launsbach 49-34 (26:14); Allendorf — Steinbach 44.23 (28.8), Garbenteich - Hausen 37:22 (19:12); Launsbach — Steinbach 53:40 (20:22); Rodheim — Launsbach 42:25 (22:12); Allendorf — Mainzlar oerz., Garbenteich - Mainzlar oerz.; RoLheirn — Garbentcich II 39:52 (18:22); Garbenteich II — Rodheim II 54:45 (26:20). Gesellschaftsspiele: ATV. Rheinfranken — Hausen 48:21 (28:12); ATV. Rheinfranken — Garbenteich 46:19 (24.8). Das 18. Deutsche Bundeskegeln. Schweden siegt im Orei-Länderkamps. 3n der Sporthalle ging es am Dienstag äußerst lebhaft zu. Don 8 Llhr ab rollten auf allen^46 Dahnen ununterbrochen die Kugeln. Der Tag war in erster Linie dem ersten Teil der Deutschen Ginzel-Meisterschaften gewidmet, daneben wurden aber auch die Klub-Meisterschaften, der Wettbewerb um den 2oe -Thum- Pokal, sowie das Ehrenbahn-Kegeln und die Bewerbungen um das Sportabzeichen gefördert. In den späten Abendstunden des Vortages war noch der Drei-Länder-Kampf zwischen Schweden, USA. und Deutschland zum Abschluß gekommen. Der Kampf wurde von Fünfer-Mannschaften auf der Internationalen Dahn zum Austrag gebracht. Anfänglich führte Deutschland I, dann kamen jedoch die technisch ausgezeichneten Schweden mit ihrer ersten Mannschaft in Front, während USA. durch einen Versager aussichtslos zurüclfiel. Als später die zweiten Mannschaften von Schweden und Deutschland eingriffen, änderte sich das Bild überraschend. Schweden II erreichte die höchste Punktzahl und dank guter Leistungen des Frankfurters Hartmann erreichte Deutschland II den zweiten Platz. Das Endergebnis war: 1. Schweden II 3688 (Björkander, H. Edlund, W. und Oe. Crikson, Törnquistj; 2. Deutschland II (Hartmann, Sommer, Decker, Virk, Viedel) 3588 Punkte; 3. Schweden 3426 Punkte; 4. Deutschland I 3370 P.; 5. USA. 3239 Punkte. Aeberraschung im Joe-Thum-Pokal. Der Joe-Thum-Pokal wird von 14 Dreier-Mannschaften auf der Internationalen Bahn ausgekämpft. Der Wettbewerb um den wertvollen Pokal des amerikanischen Kegler-Senioren kommt zwar erst am Mittwochabend, zum Abschluß, jedoch durfte schon jetzt die Frage nach dem Sieger nicht mehr zweifelhaft sein. Die Dresdener Mannschaft wartete nämlich am Dienstagnachmittag mit einer großen Ueber- raschung auf, sie erreichte die geradezu sensationelle Punktzahl von 2290, die kaum noch von einer anderen Mannschaft erzielt werden dürfte. Erste Entscheidungen bei den Deutschen ELnzel-Meisterschasten. Die Bundesmeisterschaften wurden mit den Einzel- Meisterschaften auf Asphalt, Schwere und Internationaler Bahn eröffnet. Die Kämpfe auf Schere und Asphalt kommen erst in den nächsten Tagen zum Abschluß, dagegen fielen in den Abendstunden des Dienstags bereits auf der Internationalen Bahn und bei der Frauen-Meisterschaft die Entscheidungen. Die Ergebnisse. Herren-Einzelmeisterschaft auf Internationaler Bahn: 1. Pils (Buchholz, Sachsen) 1508 P.; 2. Fritz Graf (Nürnberg) 1473 P.; 3. Hartmann (Frankfurt) 1466 P.; 4. Riedel (Hamburg) 1450 P.; 5. Andres (Mainz) 1424 P.; 6. Muck (Dresden) 1410 Punkte. F r a u e n - Ein zelmei st erschüft auf Asphalt: 1. Frl. Piehler (Werdau) 565 P.; 2. Frau M. Wolf (Dresden) 539 P.; 3. Frau Burkhardt (Dresden) 538 P. OerJugendliche im Ruderboot. Das Schüler- und Jugendrudern bildet in Deutschland den ältesten Zweig des organisierten Iugendrudersports, und heute gehören dem Deutschen Ruderverband durch seine Unterverbände rund 20 000 Jugendliche, das sind etwa ein Fünftel aller Verbandsmitglieder, an. Jugend will Kampf, und da war es selbstverständliche Pflicht des Deutschen Ruderverbandes, der Regattatätigkeit der'Jugendruderer sein besonderes Augenmerk zuzuwenden. Die im Verbandsgesetz enthaltenen „Richtlinien für das Jugendrudern" haben durch eine -„Anleitung für das Training Jugendlicher" eine umfangreiche und wertvolle Ergänzung erfahren. Wichtig ist vor allem die Bestimmung, daß kein Jugendlicher an einem Tage mehr als zwei Rennen rudern und in einem Jahr an nicht mehr als vier offenen Wettfahrten teilnehmen darf. Damit soll einer Ueberanstrengung des jugendlichen Körpers oorgebeugt werden. Wenn diese Bestimmung auch grundsätzlich unbedingt zu billigen ist, so ist es doch fraglich, ob durch sie allein der er« strebte Zweck auch tatsächlich erreicht wird. Denn das Ruder t r a i n i n g gehört bekanntlich zu den anstrengendsten sportlichen Tätigkeiten, und wenn der Jugendleiter sich seiner Verantwortung nicht in vollem Maße bewußt ist, so kann die kontrollierte Regattatätigkeit die Auswüchse beim unkontrollierten Training doch nicht ungeschehen machen. Die Auswahl geeigneter Jugendleiter ist deshalb auch aus diesem Grunde eine schwierige Aufgabe der Vereinssührer, und der Deutsche Ruderoerband hat auch immer wieder auf die Notwendigkeit in dieser Hinsicht aufmerksam gemacht. Neben der genannten gibt es noch eine Reihe anderer Vorschriften, die planmäßig verhindern sol- । len, daß etwa das Rennrudern der wesentlichste Bestandteil Les Jugendruderns überhaupt wird. Die > Erfolge einer solchen planmäßigen Jugendpflege sind denn auch nicht ausgeblieben. Die Jungen werden nicht zu früh am Sport übersättigt und sie bleiben der Ruderei treu. Die Mehrzahl aller in die Herrenrudervereine einlretenden Mitglieder entstammt heute der Jugendruderei. Das Training der Jugendruderer wird natürlich in anderer Form und nach anderen Grundsätzen betrieben, als das der Erwachsenen. Vor allem wird auch im Rennen noch nicht das leichte, aber auch sehr empfindliche Rennboot, sondern die Gig verwendet. Es sind schon häufig Stimmen gegen diesen Gebrauch laut geworden, deren Grunde auch zunächst sehr plausibel erscheinen, wenn Larin nämlich zum Ausdruck gebracht wird, daß man den schwächeren Jugendlichen doch nicht schwereres Wettkampfgerät als den Erwachsenen in die Hand neben dürfe. Diese Einwände haben aber nur scheinbare Berechtigung. Denn durch entsprechende Herrichtungen, vor ollem Lurch die Verwendung schmalerer Ruderblätter und kürzerer Rollbahnen, kann die aufzuwendende Körperkraft in Grenzen ge- halten werden, die auch schwächeren Ruderern, ganz gleich, ob es sich um jugendliche oder ältere handelt, angepaßt sind. Die Verwendung richtiger Rennboote würde sich im Jugendruderbetrieb schon aus rem wirtschaftlichen Gründen verbieten. Ihr Ausschluß hat aber vor allem auch erzieherische Werte, indem den Jugendlichen nicht bereits Höchstleistungsmogftc^ Feiten geboten werden und ihnen Las Streben nach solchen für spätere Jahre bewahrt bleibt. Dieses Prinzip hat sich durchaus bewährt. Und wo das Jugendtraining in sachverständiger Hand liegt und ärztlich überwacht wird, werden sich auch niemals etwa Schädigungen aus der Verwendung eines schweren Wettkampfgerätes ergeben. Wirtschaft. Erläuterungen zum Reichsbank ausweis vom 15. Juli 1933. Berlin, 18. Juli. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Juli 1933 hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage üer Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 120,4 Millionen auf 3469,2 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 112,5 Millionen auf 3068,4 Millionen Mark und die LombarLbeftände um 14,1 Millionen auf 70,6 Millionen Mark abgenommen, die Bestände an Reichsschatzwechselti um 5,9 Millionen auf 10,2 Millionen Mark und die Efsektenbestände um 0,3 Millionen auf 320,0 Millionen Mark zugenommen. An R*e ichsbanknoten und Rent/n- b a n k s ch e i n e n zusammen sind 51,9 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und Zwar hat sich der Umlauf an. Reichsbanknoten um 53,8 Millionen auf 3338,4 Millionen Mark verringert, derjenige an Rentenbankscheinen um 1,9 Millionen auf 385,9 Millionen Mark erhöht. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 29,5 Millionen auf 1417,5 Millionen Mark ab. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben sich dementsprechend auf 23,1 Millionen Mark ermäßigt, diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 0,3 Millionen Mark Neuausprägungen auf 259,3 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 357,5 Millionen Mark eine Abnahme um 2,2 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 18,4 Millionen auf 298,5 Millionen Mark, erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 24,1 Millionen auf 218,2 Millionen Mark angenommen, die Bestände an dek- kungsfähiaen Devisen dagegen um 5,7 Millionen auf 80,3 Millionen Mark abgenommen. Die D e k - Fung der Noten betrug am 15. Juli 8,9 v. H. gegen 8,3 v. H. am 7. Juli d. I. Oer Neuaufbau und die Ziele der deutschen (Seflügelwirtschast. Gelegentlich der Ueberleitung des Clubs Deutscher Geflügelzüchter in den Reichsverband der deutschen Geflügelwirtschaft, machte der Präsident des Reichsverbandes, Vetter, grundlegende Ausführungen über die Ziele der deutschen Geflügelwirtschaft. Es sei der feste Wille der Reichsregierung, nicht mehr wie früher einzelne Zweige der Landwirtschaft, sondern die Gesamtheit aller ländlichen Zweige zu berücksichtigen. Mehr als je sei allerdings die Geflügelwirtschaft, die Subventionen ablehne, auf die Selbsthilfe angewiesen. Nach den verschiedenen, fruchtlosen Versuchen werde der neue Aufbau von dem Kern der bäuerlichen Geflügelhaltung her beginnen. Die Verjüngung des Hühnerbe- standes und ine Verbesserung der Ha l - tung stehe an erster Stelle, damit in wenigen Jahren bei gleichem Futteraufwand-der deutsche Bedarf möglichst aus der eigenen Erzeugung voll gedeckt werden könne. Mit Hilft des „Reichsherdbuches" wird eine volle Bereinigung in der Zucht erreicht werden, das Anerkennungswefen, das Lehrlings- und Ausbildungswesen wird vereinheitlicht. In jedem Gau werden Fachberater für praktische Kleinarbeit zur Verfügung stehen. Ein Gesetzentwurf für Zwangs- bereinigung des gesamten deutschen Geflügels liegt vor, der nicht nur eine wesentliche Besserung des Bestandes, sondern auch eine Absatzstärkung für die Zuchtbetriebe und das Schlachtgeflügel bringen wird. An wirtschaftspolitischen Maßnahmen steht die Zwangsstandardisierung für Eier und Geflügel, stehen Kontingente zum Schutz gegen ruinöse Einfuhr an erster Stelle, damit das Ziel erreicht werden könne, die Verankerung des Geflügelhalters, des Kleintierbauern, auf feinem Hofe. * Reichsbund der Bücherrevisoren und Wirtschaftsprüfer. Der Reichsbund der Bücherrevisoren und Wirtschaftsprüfer e. D., Sitz Lübeck, wurde als Kampfbund im Jahre 1931 gegründet. Der Bundespräfiden v. Singels- heim hat schon im Gründungsjahr bei den zuständigen Stellen die Errichtung einer eigenen Bucher- revisoren-Reichsfachschaft beantragt, um dem immer weiter fortschreitenden Verfall des Berufsstan, des Einhalt zu gebieten. Die Nationale Regierung wird diese Anregung in die Tat umsetzen. Nur organisierte, qualifizierte Fachleute finden Aufnahme. Die Oberste Parteileitung der NSDAP, hat den Reichsbund der Bücherrevisoren und Wirtschaftsprüfer e. V., Sitz Lübeck, ausdrücklich ermächtigt, als Richtschnur für die Bundesarbeit die Pro- prammpunkte'der NSDAP, zu benützen. Der Reichsund Landtagsabgeordnete, Pg. W. v. Lingels« heim, hat im August 1932 allen zuständigen Stellen eine „Denkschrift über die Mißstande im Bücherrevisoren-Beruf" überreicht. Der RBW. hat überall im Reiche Ortsgruppen und Arbeitsgemeinschaften. Nur fachlich gebildete Berufskollegen wenden sich zwecks Aufnahme und Auskunft an dis Bundeszentrale in Lübeck, Beckergrube 18. * ©onoerbeauftragter für dis eisenschaffende und e i s e n v e r ar b eckende Industrie. In Verfolg der Abberufung der Kommissare auf dem Gebiet der Wirt^ schäft hat der Veichswirtschaftsminister auch die Dr. Scheer-Hennings (Düsseldorf), von seinem Amtsvorgänger zugefertigte Bestellung zum Kommissar zurückgenommen. Der Veichswirtschafts- minister hat Dr. Scheer-Hennings zu seinem ehrenamtlichen Sonderbeauftragten für die Reg«« lurtg der wirtschaftlichen Verhältnisse auf dem Gebiete der eisenschaffenden und eisenverarbeitenden Industrie mit der Maßgabe ernannt, daß Dr. Scheer- Hennings dem VeichswirtschaftsministL-» rium untersteht. Krankfurier Abendbörse leicht befestigt Frankfurt a. M., 18. Juli. Angesichts der weiteren Aufwärtsbewegung an der Newyorker Börse zeigte sich auch im heutigen Abendverkehr kleines Kaufinteresse der Spekulation, während sich die Kundschaft kaum am Geschäft beteiligte. Die Stimmung war weiter leicht befesttigt, und gegenüber dem Berliner Schluß zogen Bekula, Deutsche Erdöl und JG.-Farben bis zu 0,50 Prozent an. Licht & Kraft gewannen insgesamt 1 Prozent. Dagegen blieben am Montanmarkt die Höchstkurje von heute mittag nicht immer voll behauptet. Am Rentenmarkt erhielt sich einige Nach- frage nach deutschen Anleihen bei allerdings auch nur kleinem Geschäft Späte Reichsschuldbuchforde- rungen nannte man mit unverändert 79,40 bis 79,65 Prozent. U. a. notierten Neubesitzanleihe 11,50, Altbesitzanleihe 76,13, Schutzgebietsanleihe von 1908 bis 1911 7,15, Lo. von 1913 bis 1914 7,20, Reichsbank 149,25, Buderus 75, Gelsenkirchen 64, Mannesmann 65,50, Phönix 38, Rheinstahl 91,50, Stahlverein 37,50, AEG. 22,50, Bekula 107,75. Chade 182, Conti Gummi 157, Deutsche Erdöl 115,25, Scheideanstalt 172, Licht 8- Kraft 105 bis 106, JG.-Farben 132,50 bis 132,65, Gesfürel 85,40, Holzmann 55,25, Lahmeyer 123, Metallgefellfchast 57, Siemens 157,50, Reichsbahn-VA. 99,75, Hapag 15,75, Nordd. Lloyd 16,90 Prozent. Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. N e u n e r. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskoni 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Ivranftun /,% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse..... 86 87,13 6% ehem. 8% Pr. Landespsand bricsanstalt, Pfandbriefe R. 19 80,75 81,5 82,5 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand briesanslait. Pfandbriefe R. 10 81 1 82,5 81,75 82 Verrechnungskurs ....... 86 86 86 4% Defleneidjifdie Goldrente... 4,20% Oesterrelchische Silberrente 4% Ungarische Goldrcnte....... 4% Ungarische SlaatSrente V. 1910 4yt% desgl. von um.......... 5% abgesi. Goldmcxikaner von 99 4% Türkische Zollanicibs von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleih- Serie l..................... — — _ _ 1,2 1,2 1,15 1,1 5,4 5,3 5,4 5,4 5,15 4,13 4,9 4,75 4,75 5,25 —— 9 9 9 — 5,4 5 5,25 4,9 - - 5 4,75 Sranffuri o.M. Berlin Schlußkurs Schlußl. Abend« börfe Schlußkurs Schluß!. Mitlaa« börfe Datum 17.7 18-7 17-7. 18.7. 4% desgl. Serie II ............ 5,4 4,8 5,2 4,7 5,45 5,1 4,6 6% Runrän. vcreinh. Rente v. 1903 4^%Numän.vereinh.Rentev.l913 8,75 9 8,8 4% Rumänische vereinh. Rente .. 4 4 4,3 4,1 3%% Anatolier.............. 25,25 25,13 25,25 25 Hamburg-Amerika-Paket .....< Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 16,25 15,75 16 21 15,65 22 Hansa Dampfschiff...........0 — —» 19,25 Norddeutscher Lloyd .........0 17,25 16,9 16,75 16,65 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 45 47 44 46,13 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 90 90,25 50,25 90,25 90,25 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und DiSconto- 50 50,25 50,25 GeseUschnft................0 54,25 54,5 54,25 54,5 Dresdner Bank..............0 45,25 45,25 45,25 45,25 Reichsbank .................1 147 149,25 147,75 149,75 A.E.G......................< 23 22,5 23 22,5 Elektr. LicseningSgesellschaft ... d 87,25 88,25 87,5 88,5 Licht und Kraft .............x 104,65 106 104 105 Felten & Guilleaume ........0 Gesellschaft für Elektrische Unter- 51,75 51,75 51,75 51,4 nehmungen...............4 84 85,4 84,65 85,4 Rheinische Elektrizität ........5 Schuckert & (So..............0 108 157,75 107,5 157,5 98 108,25 157,5 107,5 157 Siemens & HalSke...........9 Lahmeyer LCo..............10 123 123 123,75 123J 75 Buderus ...................। 74,75 75 75,25 74,75 Deutsche ErdSl .............< 116,5 115,25 116 114,75 64,4 98 ?S Gelsenkirchener..............( 61,5 64 61,9 99,5 Harpener...................0 98,5 98,25 Hoesch Eilen—Köln-Neuellen.. 0 66,75 67,9 Ilse Bergbau ...............7 160,5 — 154 Ilse Bergbau Genüsse........7 Klöcknerwcrke ...............0 114,5 59 113,25 59,4 114 59,25 113 59 65 Mannesmann-Röhren........0 65 65,5 64,4 65,4 I Frankfurt o. f)\. Berlin Schluß» kurs Schluß!. Abend« börse Schluß« kurs Schiußk. Minag- börse Datum 17-X 18-7 17.7 18.7- Mansfeiver Bergbau......... 0 — 24,25 25,9 24,65 Kokswcrke .................. 0 — — 79,9 80,4 Phonir Bergbau............. Rheinische Braunkohlen ...... 0 37,9 38 38 38,5 10 207 204,5 206 204,5 Rheinstabl .................. 0 92 91,5 92 91,5 Bereinigte Stahlwerke........ 0 37,5 37,5 38 37,5 Otavi Minen ............... 0 15 15 14,5 14,5 Kaliwerke Aschersleben........ 6 123,25 124,75 124,5 124,9 Kaliwerke Westeregeln........ 6 — 126 127 127 Kaliwerke Salzdetfurth....... 9 166 168 166,25 167,65 3 G. Farben-Intzustrie....... 1 132 132,5 131,65 132,4 Scheideanslalt.............. 10 172,5 172 — — Goldschmidt ................ 0 46,75 46,5 47 46 4 Rütgerswcrke .............. Metallgesellschaft............ 0 60 60,25 59,65 60,5 c 57 57 57,25 57 Philipp Holzmann.......... 0 55,5 55,25 55 55 Zementwerk Heidelberg ..... Cementwerk Karlstadt........ 4 83,5 83 - O 77 77 - Schultheis Patzenhofer....... 0 — _ 117,5 118,75 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 36,5 36,25 36,13 36,25 0 49,5 51,5 50,65 52,25 Zellstoff Waldhos........... 0 41,5 41 41,75 41,5 Zellstoff Aschaffenburg ...... 0 18,5 18 18 18 Dellaucr GaS .............. 7 — —■ 109 110 Daimler Motoren........... 0 30 31 30,4 31,25 Deutsche Linoleum ......... 0 44,5 44,75 44 44,5 Orenllein & Koppel ......... 0 —- 39,13 38,5 Leonhard Tietz............. 6 17,5 17,5 17,13 17,5 Ehade..................... 12 181 182 184,5 182 Arttmer.................. 0 22,5 21,5 27 22 Mainkraftwerke Höchst a.M. .. 4 63,5 63,5 - - Süddeutscher Zurker ........ 8 150 149,5 148,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TL Banknoten. 17-Iulk 18-Juli Amtliche Notierung Geld | Brie' Amtliche Notierung Geld Brie' Helsingfors. 6,184 6,196 6,174 6,186 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag....... 12,52 12,54 12,52 12/54 Budapest ... —— — —- Sofia..... Holland .... 3,047 3,053 3,047 3,053 169,53 169,87 169,63 169,97 Oslo....... 70,28 70,42 70,28 70,42 Kopenhagen. 62,54 62,66 62,49 62,61 Stockholm... 72,18 72,32 72,08 72,22 London ..... 13,99 14,03 13,98 14,02 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Ncuyork.... 2,927 2,933 2,907 2,913 Brüssel..... 58,49 58,61 58,59 58,71 Italien..... 22,18 22,22 22,18 22,22 Paris..... 16,42 16,46 16,45 16,49 Schweiz ... 81,17 81,33 81,17 81,33 Spanten.... 35,04 35,12 35,06. 35,14 Tanztg.... 81,62 81,78 81,62 81,78 Japan...... 0,879 0,881 0,879 0,881 Rio bc Ian. . 0,234 5,195 0,236 5,205 0,234 0,236 Jugoslawien 5,195 5,205 Lissabon.... 12,74 12,76 12,72 12,74 Berlin, 18-Juli Geld Bries Amerikanische Noten............ 2,86 2,88 Belgische Noten.................. 58,43 58,67 Dänische Noten ... ............. 62,23 62,47 Englische Noten ................. 13,94 14,00 Französische Noten............... 16,41 16,47 Holländische Noten............... 169,21 169,89 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 22,06 22,14 70,11 70,39 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten............... - —— Schwedische Noten............... 71,91 72,19 Schweizer Noten................. 80,99 81,31 Spanische Noten................ 34,93 35,07 Ungarische Rom,................