Nr. HO Erstes Blatt 183. Zahrgang Montag, lO.Zuni (953 Erich««»! tägltd), außer Sonntage und Feierlag» Beilagen: Die Illustriert» Gießener Familienblütter Heimat im Bild Die Scholl» DlonatsiBeingsprets: «Dill 4 ‘Beilagen RM 1.95 Ohne 3nu(triert» . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt 5enifprechanfchlüste anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger ließen Postscheckkonto: fironffurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drud unö Verlag: vrühl'sche Universttätr Buch- und Steinörudcrei L Lange in Gietzen. Zchristleitung und Geschäftrftelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe gr Anzeigen oon 27 mm reite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für Ne» klameanjeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Playvorfchrist 20u, mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantroortlid) für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.IHyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfür denAn- geigenteil i. B. Th.Kümmel sämtlich in Gießen. Großer Stahlhelmaufmarsch auf dem Schlachtfeld von Fehrbellin Reichsminister Seldie spricht über die Stahihelmideaie im neuen (Staat. Fehrbellin, 18.3uni. (6213.) Zu Ehren der Wiederkehr des Tages von Fehrbellin waren auf dem Gelände des Schlachtfeldes sämtliche Brandenburger Stahlhelm-Formationen mit ihren Fahnen-Kompanien erschienen, verschiedene Formationen des Landesverbandes Berlin, ferner der Reiterverein Brandenburg, die Stahlhelm- Motorradstassel Brandenburg sowie das Reichswehrregiment Perleberg und verschiedene Kriegervereine. Unter den Teilnehmern der Kundgebung waren besonders zahlreich die Königin- Luise-Bündlerinnen vertreten. 3m ganzen waren etwa 10000 Mann aufmarschiert. Auch Vertreter des Landesverbandes Braunschweig waren angetreten. Der Gauführer des Havellandes v. S ch u l z hieh die erschienenen Ehrengäste willkommen. Mit dem Siege von Fehrbellin fei Brandenburg die Keimzelle von Preußen-Deutschland geworden. Die Mitglieder des brandenburgischen Stahlhelms wollten den brandenburgischen Geist ihrer Nachkommenschaft überliefern. Reichsmmister Franz (Selöte führte sodann u. a. aus, wie damals die Dauern in Treue verbunden zueinanderstanden und so den Sieg über die damals bestorganisierte Armee, die schwedische, erringen konnten, so müsse auch die Einigkeit und das Vertrauen die neue Zeit auszeichnen, damit die Einheit des deutschen Volkes repräsentiert werde. Die Zeit ist eine andere geworden. Aus dem Schmerz, der uns Frontsoldaten bei der Heimkehr von der Front erfaßte, erwuchs die Tat und genau so, wie unser junger Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler begann, die süddeutschen Gaue aufzurütteln, so gründeten wir im Vörden in Brandenburg und Magdeburg auf dem Boden, wo die Männer des Groben Kurfürsten die Schlacht von Fehrbellin schlugen, den Stahlhelm, den Bund der Frontsoldaten. Unser Kampf und unser Ziel sind die gleichen, wie die unserer Kameraden von der SÄ. Wir bekennen uns stolz zu unserem Führer und deshalb müssen wir das betonen, wir sind keine Reaktionäre, sondern wir sind das junge starke Deutschland, das bewußt unter Adolf Hitler in Reih und Glied mit der SA. um den Aufbau des neuen Reiches weiterkämpfen wird. Uns erfüllten damals wie heute d i e gleichen Gedanken: Die Gedanken der Freiheit und die Gedanken des Einsatzes nicht ruhen und nicht rasten zu wollen, bis wir Deutschland wieder frei haben. Roch, meine Kameraden, sind wir nicht am Ziel. Aber in einem sind wir weitergekommen. Der S o l d a k e n g e i st hat sich nun auch in unserer jungen Generation restlos durchgefetzt, und das danken wir unserem Volkskanzler Adolf Hitler. In dieser Feierstunde begrüßen wir deswegen mit besonderer Herzlichkeit die Kameraden von der SA., die heute als Gäste bei uns weilen. Wenn wir zu- ^ammenhalten und nicht in unser altes Erbübel verfallen, uns imgegenseitigen Kampf aufzureiben, dann wird unser Kamps gegen den inneren und äußeren Feind von Erfolg und bleibendem Wert sein. Der Stahlhelm fühle sich als Erbe der Fehrbelliner Tradition. Denn Tradition, nicht Reaktion wolle der Stahlhelm. Nicht irgendwelche alten überlebten Ideen wolle er wieder aufleben lassen, denn das sei Reaktion, sondern er wolle den guten Geist der Treue und der Gefolgschaft hochhalten, und das fei Tradition. Der Stahlhelm sei bereit, weiterhin alle seine Kräfte für Hindenburg und Hitler einzu- setzen, besonders seitdem mit der nunmehrigen Re- gierungs- und otaatsform ein Vorziel des Stahlhelms erreicht fei, nämlich die Verwirklichung der Volksgemeinschaft und der Durchbruch der soldatischen Idee. Ich möchte mit einem Wort des Dankes an meine alten feldgrauen Kameraden schließen: Wenn es uns gelungen ist in soviel Jahren zusammenzuhalten, dann muß erst recht in guten Jahren der Sieg unser fein, und das, was die nationale Regierung schaffen will, zu einem guten Abschluß führen. Frontheill Nach dem Absingen der ersten und vierten Strophe des Deutschlandliedes erklärte Landesführer Morojzowicz das Wort Niemand habe ein Recht an dem neuen Staat, der nicht für seine Entstehung gekämpft habe Der Stahlhelm habe sich das Recht erkämpft, an dem Aufbau des heutigen Staates initwirken zu dürfen. In der Stunde der Gefahr werde auch der Stahlhelm zur Stelle sein. Mit einem mehr als einstündigem Vorbeimarsch vor dem Stahlhelmführer fand die Feier ihren Abschluß. Bier Stahlhelm-Ortsgruppen in Braunschweig aufgelöst. Eine Ltahlhelm-Knndgcbnng verboten. Braunschweig, 17. Juni. (TU.) Das Braun schweigt sch eStaatsrnini st eriurn teilt u. a. mit: Veranlaßt durch die bekannten Vor- fälle im Gebäude der hiesigen Allgemeinen Orts- krankenkasse ist am 1. April d. I. gegen den Stahlhelm, B d. F., und seine Nebenorgani- fationen im Lande Braunschweig eine Aufnahmesperre für neue Mitglieder bis zum 31. März 1934 verhängt worden. Das Staatsministerium hat diese Angelegenheit durch die inzwischen verkündete A m n e ft t e aus der Welt geschafft. Seiner hat der Stahlhelm im Lande Braunschweig (wie hervorgehoben werden muß, unter dem Einfluß der kiesigen Landesleitung) den Ernst der Lage in verschiedenen Ortsgruppen verkannt. Es ist einwandfrei festgestellt, daß in den Ortsgruppen Helmstedt, Königslutter, Schöningen und Wolfenbüttel das Verbot der Neuaufnahme von Mitgliedern in den Bund und feinen Nebenorganisationen offen in großem Umfange in verschiedenen Fällen übertreten ist ober das Verbot durch Verschleie- rungsmaßnahmen zu umgehen versucht ist. In Helmstedt sind 53, in Schöningen 33, in Königslutter und Wvlfenbüttel 29 Personen festgestellt, die verbotswidrig dem Stahlhelm zugeführt worden sind. ein Schreiben des Landesverbandes Braunschweig tom 27. 4. 1933 an die Bezirks- u. Ortsgruppen des Stahlhelms beweist, so heißt es in der Darstellung weiter, daß die verbotswidrigen Aktionen der Slahlhelmorksgruppen beeinflußt sind durch das Bestreben der hiesigen Landesleitung, den Stahlhelm gegen die VSDAP., die SA. und SS. stark zu machen. Tei dieser Sache ist unerläßlich, soll nicht die Dtaatsautorität Gefahr laufen. mit Vachdruck und Entschiedenheit gegen die verbotswidrigen Stahlhelmaktionen ein zuschreiten. Es sind daher die Ortsgruppen des Stahlhelm Helmstedt, Königslutter, Schöningen und Wolfenbüttel und ihre Ve- benorganisationen auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schuhe von Volk und Staat mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Die Wiedererrichtung ist verboten worden. Das Braunschweigische Staatsministerium hat ferner eine für den 25. Juni vorgesehene Veransta 1- t u n g des Stahlhelms inBraunschweig, an der auch der 1. Bundesführer des Stahlhelms, Berlin, 19. Ium. (ENB. Funkspruch.) Der Hugenberg-Denkschrift ist auf der Londoner Konferenz eine amerikanische Anregung gefolgt, die gleichfalls als Sensation gewirkt hat, nämlich der Vorschlag einer lOprozentigen Herabsetzung sämtlicher am 12. Juni in Kraft befindlichen Zölle und einer entsprechenden Aus- lotferung der Einfuhrbeschränkungen wie Kontingente und Kompensationen. Die Tragweite dieses Vorschlages erfährt eine bemerkenswerte Einschränkung durch ein am Sonntagabend von Reuter verbreitete Erklärung der amerikanischen Delegation, wonach es sich nicht um einen offiziellen Programmpunkt der Vereinigten Staaten, sondern lediglich um eine Anregung der Zollsachverständigen der amerikanischen Delegation handell. Die sorgfältige Unterscheidung zwischen den verantwortlichen Behörden in Washington und der nur zu Verhandlungen nach London entsandten Delegation, die allerdings von dem Staatssekretär Hüll geführt wird, ist in den letzten Tagen wiederholt heroorgetreten und scheint anzudeuten, daß die Vereinigten Staaten allen Beschlüssen der Weltwirtschaftskonserenz gegenüber volle Handlungsfreiheit bewahren wollen An sich liegt der Gedanke eines prozentualen ein» heitlichen Zollabschlages durchaus in der Linie der von Roosevelt verkündeten neuen Handelspolitik, die sich gegen den wirtschaftlichen Nationalismus des vorangegangenen Regimes wendet und die amerikanischen Exportmöglichkeiten besonders nach Europa erweitern möchte. Schon anläßlich des Besuches von Norman Davis in Berlin Anfang April dieses Jahres wurde der deutsche Standpunkt in dieser Frage dahin zum Ausdruck gebracht, daß z u n ä ch st die Währungen wieder in Ordnung gebracht und die normalen Funktionen des internationalen Geld- und Kapitaloerkehrs gesichert fein müssen, ehe etwas zur Beseitigung der Handelshemmmsie getan werden kann. Sodann wird man zwischen I n - dustrie- und Landwirtschaftszöllen unterscheiden müssen. Im ersten Fall wird nicht ein schematischer prozentualer Abschlag oon den Frankfurt, 18.Juni. (Tel.-Un.) Anläßlich der Verbandstagungen der Edeka und R e k o f e i in der großen Reichsausstellung in Frankfurt fand im Bachsaal des Messegeländes eine öffentliche Kundgebung statt. Vor überfülltem Saale konnte der Präsident des Rekofei, Körner (Berlin) zahlreiche Gäste begrüßen. Rcichskommisfar Dr. ID i en b e nach einem Gepäckmarsch in zwei Gruppen auf dem Schiffenberg eintraf. Die Sieger (1. Gruppe: Rullmann, Fischer, Wacker; 2. Gruppe: Felsing, Schubert, Hofmann) wurden vom Herrn Ministerpräsidenten beglückwünscht. AeichsausstMng fiirßolonidtodren >md Feinkost. Frankfurt a. M., 16. Juni. (WSN.) Anläßlich des 26. Derdanbstages bes Ebeka Verban- bes Deutscher Kaufmännischer Genossenschaften e. D. unb ber Hauptversammlung bes Reichsverdanbes Deutscher Kauf- le ute bes Kolonialwaren-, Feinkost- unb Lebensmittel-Einzelhandels e. D. finbet in ben Tagen bes 17. bis 25. Juni eine Ausstellung in ber Messehalle statt, bie zwar nur eine Begleiterscheinung ber Versammlungen ber genannten Derbönbe barstellt, ber aber eine große Bebeu- tung insofern zukommt, als burch sie gezeigt werben soll, wie ber Lebensmitteleinzelhanbel bemüht ist, bie Verbraucherschaft zu versorgen mit Lebensmitteln, wie sie bie Lanbwirlschaft ober bie Lebensmittelindustrie auf ben Markt bringt. Die Bedeutung der Ausstellung wird auch dadurch erhellt, daß nicht weniger als 300 der bedeutendsten Firmen der Lebensmitlelbranche ausgestellt haben. Don Interesse ist auch, daß Ungarn und Lettland ber Ausstellung großes Interesse entgegenbringen unb baß beibe fiänber mit besonderen Pavillons vertreten sind. Die deutsche Landwirtschaft ist in einem eigenen großen Sam- melstanb vertreten. Naturgemäß überwiegen hier, in der südwestdeutschen Ecke des Vaterlandes, die Erzeugergebiete Süd- und Sübwestbeutschland, oer- DoUftänbigt allerdings durch diejenigen großen Erzeugerzentren, die an dem Absatz nach ben rhein- mainischen Derbrauchermärkten bauernb interessiert sinb. Wie ein Ausschnitt aus einem ber vielen traulichen Winzerborfcr des Rheinlandes mutet einen bie Weinkosthalle bes Propaganbaverbanbes preußischer Weinbaugebiete an. Eine Art Straußwirtschaft n großem Stil, ein staketumzäuntes Winzergehöft mit einem rebenumrankten alten Fachwerkhäuschen lädt zu geruhsamer Rast ein. Selbst ein fachgerecht aufgebauter Weinberg, von hohen Weinbergsmauern umgeben, fehlt nicht. Bei ben heutigen schweren Wirtschastsoerhäll- nissen bedeutet bie Veranstaltung von Ausstellun- gen resp. bie Teilnahme an ben|elben ein verhält- nismäßig größeres Opfer als früher unter günstige- ren Verhältnissen. Um fo mehr ist es anzuerkennen, baß Lettlanb und namentlich Ungarn ihrem Erscheinen an ber beutjchlänbischen Lebensmittelausstellung in Frankfurt a. M. eine erhöhte Wichtigkeit beimessen. Es ist sehr zu hoffen, baß bie Erwartungen, bie an ben Erfolg der Ausstellung geknüpft werben, nach jeber Richtung hin in Erfüllung gehen. Die Ausstellung würbe am Samstag eröffnet und ist bis zum 25. Juni gegen ein Eintrittsgeld von 50 Pf. zu besichtigen. Sie bietet außerordentlich viel Interessantes, namentlich für den Detaillisten aus der Lebensmittelbranche, unb man erwartet auch ben Besuch von 3000 Einzelhändlern. Die Ausstel- lung soll erneut ben Beweis bringen, daß seitens ber beutschen Wirtschaft alles geschieht und geschehen muß, um bas Gcschastsleben roieber in Gang zu bringen, um bie Wirtschaft anzukurbeln, zum Segen bes beutschen Volkes und des deutschen Vaterlandes. 3n Anwesenheit der maßgebenden Vertreter des Edeka-Verbandes unb des Reichs verbände- für Kolonialwaren unb Feinkost (Rekofei), deS Oberbürgermeisters Dr. Krebs und Vertreter von Industrie, Wirtschaft unb Handel wurde am Samstag die Ausstellung eröffnet. K Wirtschaft. Frankfurt zurückhaltend. Frankfurt a. M.. 19. 3uni. (WTB. Drahtmeldung.) Wenn auch die Situation an der Londoner Weltwirtschaf lSlonsercnz in der Presse nicht aünftig beurteilt wird, so hielt doch die Börse besonder- im Hinblick auf die Frage der Dollar- Stabilisierung weiteve Zurückhaltung für angebracht. Da auch der Abschluß der Dresdner Bank nicht zum Vorteil kommentiert wurde, gab da- Kur-niveau am Aktienmarkt bi- zu 1 Prozent nach. Eine Ausnahme machten allerdings die meisten Slektrowerte, die bi- zu 1 Prozent gewänne '. H n.'egen waren Mon'.anpapiere von b?c Marktleere b. sonder- in Mitleidenschaft gczog.n, die es schon kleinem Angebot erlaubte, auf die Kurse zu drücken. So verloren Gelsenkirchen 1,25 Prozent, Harpener 1,5, Klöckner 1. Stahlverein I, Phönix und Rheinstahl je 0,75 Prozent Von Kaliaktien blieben Westeregeln knapp behauptet. Don Spezialwerten gaben 3®. 0,13 und Scheideanstalt 0,5 Proz. nach. Am Elektromarkt konnten sich dagegen Dekula 0,88, Licht & Kraft und Ges- fürel 0,5 Proz. verbessern. Rur AEG. lagen 1,25 und Lochwerke 0,25 Proy. niedriger. Sonst waren Reichsbank, Contigummt, Contilinoleum und Zellstoff Aschaffenburg bi- zu 0,75 Proz. erhöht, während Deutsche Linoleum und Zement Heidelberg bi» 0,5 Proz. nachgaben. 3m Verlause belebte sich das Geschäft kaum nennenswert. Man hörte Farben mit 131,25 Proz., d h. gegen den Anfang 0,25 Prozent höher. Arn Rentenmarkt machte sich bie feste Bewertung deutscher Anleihen im AuSlande in gesteigertem 3nteresse für Altbesitz und Schutzgebiete bemerkbar. Kursmähig waren Deutsche Anleihen allerdings nur knapp gehalten. Altbesitz minuS 0,13 Prozent, Reubssih minus 0,05 Proz. dagegen Reichsschuldbuchforderungen etwa 0,25 Prozent hoher. Stahlvereinbonos büßten 1,50 Prozent ein, Reichsbahnvorzugsaktien 0,39 Proz. Der Pfandbriefmarkt war im allgemeinen unverändert, Kommunalobligationen lagen eine Kleinigkeit höher. Don Auslandsrenten lagen Bagdad Serie II 0,05, unb Zolltürken 0,10 Prozent schwächer. TageSgeld ermäßigte sich aus 3,50 Proz. frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 19.3unt Auftrieb: 1441 Rinder, darunter 365 Ochsen, 93 Dullen, 534 Kühe, 408 Färsen, ferner 589 Kälber, 57 Schafe, 4161 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 29 bis 30 Mk., Kältere) 25 bis 28, sonstige vollfleischige (jüngere) 22 bis 24; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 30. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 21 bis 25; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 24 biS 27, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 20 bi- 23, fleischige 16 bis 19, gering genährte 12 bis 15; Färsen (Kalbinnen, 3ungrinder): vollfleischige, auSgemästete, höchsten Schlachtwerts 29 bi- 32, vollfleischige 25 bis 28, fleischige 22 bis 24. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 37 bi» 40, mittlere Mast- und Saugkälber 33 bi- 36, geringe Kälber 25 bis 32. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weide- mast) 25 bis 28, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schaf 20 bis 24. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 34 bis 37, vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 35 biS 37, von etwa 200 biS 240 Pfund 35 bis 38, von etwa 160 bis 200 Pfund 32 bis 36, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 32 bis 35 Mk. — Marktverlauf: Rinder schleppend, Heber- stand. Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Schweine schleppend, Ueberstand. Berichtigung. Zu unserer in Nr. 136 bes „Gießener Anzeigers", 2. Blatt, Seite 2, mit ,Zur Warnung" überschriebe- nen Notiz teilt uns ber fragliche Vertreter ber Magdeburger Firma durch Vermittlung seines Rechtsbeistandes folgendes mit: „Die Angaben Ihres Gewährsmannes müssen auf einem Irrtum beruhen und sinb teilweise ungenau. Bei ben Einwohnern von Ettingshausen hanbelt es sich um den Kirchendiener, der nebenher auch mit Butter, Eiern unb Seife handelt; ich bin auf ihn als möglichen Abnehmer bes von mir vertriebenen Diehernährungsmittels aufmerksam gemacht roor- den. Auch hatte ich schon von einem anderen Einwohner bes Orts einen Auftrag über 5 Kilogramm bes Mittels, ben ich auf den Kirchendiener übertrug. Andere Personen hatten im übrigen in Aussicht gestellt, das Mittel in kleineren Mengen zu beziehen, falls ein Verkauf in Ettingshausen eingerichtet würde. Meine Angaben dem Kirchendiener gegenüber, daß ich auf ihn aufmerksam gemacht worben sei, und daß ich schon an anderer Stelle eine Bestellung empfangen habe, entsprechen also den Tat- fachen. Es ist daher unrichtig, daß der Händler durch unrichtige Angaben meinerseits zu der Ausgabe einer größeren Bestellung veranlaßt worden sei. Diese Angaben entsprechen vielmehr, wie aus Vorstehendem heroorgeht, ben Tatsachen, unb bas Ge- schäft ist burchaus reell zustande gekommen. Die Möglichkeit bes Absatzes ber von bem Kirchenbicner übernommenen Menge bes Diehernährungsmittels ist innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit burchaus möglich. Dies ergibt sich schon baraus, baß eine Stelle in Großen-Buseck innerhalb bes letzten Vier- teljahres 6% Zentner bieses Viehernährungsmittels bezogen hat unb im übrigen zahlreiche Anerkennungen bie Güte unb Beliebtheit des Mittels bezeugen. Nach diesen Ausführungen bestand natürlich auch zur Erhebung einer Strafanzeige keinerlei Beran- laffung. Ich werde geaen jede Person, die mir in Zukunft trotz dieser Aufklärung den Vorwurf der UnreeIHtät macht, gerichtlich vorgehen." Wettervoraussage. In der Rinne tiefen Druckes, die sich in westöstlicher Richtung quer über Mitteleuropa erstreckt, bet wegen sich Störungen ostwärts und führen fortgesetzt ozeanische Lust heran. Infolgedesfen bleibt das Wetter zunächst wechselhaft, so daß des öfteren noch Regenschauer auftreten. Beim Zustrom etwas kühlerer Luft an der Rückseite eines Wirbels über England kommt es auch vereinzelt zu Gewitter- ftörungen. Die Temperaturwerte verhallen sich fchwankenb unb werden für die Jahreszeit zu niedrig liegen. Aussichten für Dienstag: Wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, gewitterartige Regen- schauer, Temperaturen schwankend und nicht ber Jahreszeit entsprechend. Aussichten für Mittwoch: Etwas beftän« diger, Jebod) noch nicht störungsfrei. Mm sei MU Lin vaterländifcherRoman vonHansVietzke Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. 26 Sortierung ^iachdruck verboteni Jubelnd steigt der Gesang zu der Dachkammer, die der Freiherr vom Stein zum Quartier hat. Ein großer Backensessel, in dem der Kranke in Decken gehüllt am schmalen Fenster sitzt, ist der einzige Luxusgegenstand des ärmlichen Raumes. General Scharnhorst und Blücher, die zu Besuch bei chrem alten Freunde sind, haben sich's auf einem wackligen Stuhl und einer alten Truhe bequem gemacht. In Andacht versunken, lauschen sie dem Gesang der frischen Kehlen. „Schön haben die Jungens gesungen! Direkt 'ne Wohltat nach aller Duckmäuserei! Als sie mich da unten gefragt haben, ob sie singen dürften, hab' ich ihnen gesagt: Man immer feste druff los jesungen — das bringt Feuer unter die Leute! Jetzt muß jeder singen, wie's ihm ums Herze ist — der eine mit dem Schnabel, der andere mit dem Sabel!" Der olle Blücher feixt sich eins und schlägt sich lachend auf die Schenkel, daß es kracht. Stein nimmt einen Schluck von der Medizin, die neben seinem Sessel auf einem niederen Tischchen steht. Er zieht dabei den Mund schief, das Kräuterwasser ist gallebitter. Dann versucht er zu lächeln: „Wir wollen ja wohl alles ertragen — wenn's nur losgeht! Rur endlich marschieren — ehe es wieder zu spät ist." Scharnhorst sagt in seiner ruhigen Art, die ihn fast zu einem stillen Gelehrten stempelt und in keinem Einklang mit seiner Uniform steht: „Heute nachmittag bin ich bei Seiner Majestät — dann muß sich's entscheiden. Hardenberg ist ja nun auch so weit ..." Blücher unterbricht ihn fluchend: „Bombenelement! Bleibt mir mit dem Diplomatenpack vom Halse — der Hardenberg ist auch mein ganz besonderer Freund, dem möcht' ich mal so richtig eins aufbrennen!" Scharnhorst nimmt gerecht Partei: „Hardenberg ist noch nicht der Schlechteste — jedenfalls hat er in den letzten Wochen manches Frühere gutgemacht." Der General wird bewegter, seine Worte kommen freudiger und beschwingter: „Was will denn hier noch der einzelne! Jetzt spricht das Volk, und man wird seine Stimme nun endlich hören müssen! Sie hätten heute sehen sollen, meine Herren, als Professor Berger zu der Menge über den bevorstehenden Krieg sprach — wie begeistert die Leute waren! Das war echtes Feuer — aus innerster Ueberzeugung heraus!" „Wenn das man bloß keine diplomatischen Schritte gibt", grunzt der alte Blücher in seinen Schnauzbart. „Sorgen Sie, Scharnhorst", sagt Stein eindringlich, daß der König nun endlich marschieren läßt! Ich habe bei ihm verspielt — weil ich vorgestern das Bündnis von Kalisch zu so schneller Entscheidung brachte. Majestät haben bis jetzt nicht geruht, sich Gegen den Willen des Volkes sind auch wir machtlos." Der Profesior ist überrascht, so hohen Besuch hier zu finden. Voll Freude tritt Scharnhorst auf ihn zu. „Berger — ich wünsche Ihnen Glück! Sie wissen nicht, was Sie getan haben!" In tiefer Bewegung umarmt er den Professor. „Die Menge war aufs tiefste erschüttert, Sie haben gesprochen wie keiner zuvor!" Professor Berger dankt wortlos mit bewegtem Blick dem General. Scharnhorst stellt ihn den Freunden vor. Blücher schüttelt ihm kräftig die Hand. „So is richtig! Wer redet, wie's ihm ums Herze is — den werden die Leute auch verstehen!" Mühsam reicht auch Stein dem Gast die Hand. „Ich freue mich, lieber Professor, einen Mann von Ihren Verdiensten endlich persönlich kennenzulernen. Mein braver Döllnitz hat mir Sie in manchem Bericht lobend erwähnt!" Professor Berger wird sehr ernst. „Herr Baron — eine schmerzliche Nachricht führt mich hierher. Vor einer Stunde brachte mir ein Mitglied des Bundes aus dem Dorf Löbau, das noch im Besatzungsbereich der Festung Glogau liegt, die erschütternde Nachricht, daß der Kurier Hauptmann Döllnitz in den Händen der Franzosen ist und morgen erschossen werden soll. Der Ueberbringer der Nachricht, Amtmann Günther, hat bereits mit Freunden versucht das Leben des verdienten Offiziers zu retten. Der Anschlag ging fehl..." „Wir müssen Döllnitz helfen, um jeden Preis!" Stein ist aufs äußerste erregt. „Man muß alles versuchen, das Leben dieses Braven zu retten!" Kurz darauf hat General Scharnhorst Audienz beim König. Wie immer in den letzten Tagen, steht der Mobilmachungsbefehl zur Diskussion. Wie immer aber zögert der König. Heute ist Scharnhorst entschlossen, seinen Willen durchzusetzen. Ruhigund sicher wie stets hält der General Vortrag: „Majestät — ich verbürge mich dafür: Wir bringen die hunderttausend Mann Landwehr auf. Sie werden sich den Linientruppen anschliehen, die wir auf hundertzwanzigtausend Mann bringen können. Außerdem, Majestät, haben wir die Freiwilligen!" Der König, ohne Begeisterungsfähigkeit, ohne belebenden Schwung, versucht sich der sachlichen Gründlichkeit, der stillen, zwingenden Energie des Generals zu entziehen. Er glaubt das Argument zu haben. „Freiwillige? . . . Ganz gute Idee! Aber wieviel schließlich kommen? Abwarten, Scharnhorst! zu hoch alles! Zahlen — Zahlen..." Scharnhorst steht unbeweglich. Aber in ihm kocht es. Betteln muß er, damit endlich die Kräfte mobil gemacht werden, die er trotz allem Widerstreben in harten Jahren für Preußens Wiederaufstieg geschaffen hat. Seine Stimme flackert vor Erregung: „Wir bringen zweihunderttausend Mann auf, Majestät! Und der Geist, der diese Truppe beseelt, wird ihr doppelte Stärke verleihen . . ." Ein Ruck geht durch seine Gestalt, sein Körper strafft sich, seine Stimme wird fast zum Befehl: „Unterzeichnen Majestät — und wir können marschieren!" Der König senkt den Blick. Er sitzt, schmal und bloß, in seinem Sessel. Der da vor ihm spricht scharf, weil er überzeugt ist, er spricht gut, weil er glaubt an das, was er zu sagen wagt — aber weiß er, ob es die lautere Wahrheit ist, die er vor Gott verantworten kann? Weiß er das?! Und wenn ers beschwört?! Was nützt es? Beweise — Beweise braucht es . . . In die unheimliche Stille dieser Minuten brandet plötzlich donnerndes Rufen durch die hohen Fenster in den Raum. Der König horcht auf: „Was soll das bedeuten? Nachsehen, Scharnhorst!" Der General tritt zur Balkontür, öffnet. Musik, brausende Hochs, steigen machtvoll herauf. Da erhebt sich der König. Etwas Seltsames geht in ihm vor: Eine Röte überfliegt sein Gesicht, seine Augen bekommen einen merkwürdigen, nie gekannten Glakz. General Scharnhorst tritt vor ihn hin, seine Stimme klingt hart, wie Metall: „Die Freiwilligen — Majestät'/' Der König tritt auf den Balkon. Tausendköpfig steht unten die Menge. Mann an Mann. In Uniform und Zivil. Junge und Alte. Reich und arm. Sie sind ein Wesen jetzt, ein Wille, ein Hoffen. Dröhnend hallt die Marschmusik herauf, von neuem grüßen den Herrscher die brausenden Hochruf«. Da geht ein Schlittern durch den Körper des Königs, Tränen stehen ihm in den Augen, diese • Stunde wandelt ihn für immer . . . l Fortsetzung folc' ' Der alte Blücher hat recht behalten: Der diplomatische Schritt ist bereits da! Aufgeregt betritt der französische Gesandte, Graf St. Marfan, das Arbeitszimmer des Staatskanzlers Hardenberg im Breslauer Schloß. Der Höflichkeit wird wenig Zeit gegeben. Scharf beginnt der Gesandte die Unterredung: „Herr von Hardenberg — sagen Sie mir, was diese Szene von heute vormittag bedeuten soll! Frankreich glaubt noch immer mit Preußen in Frieden zu leben: ja, wir betrachten es als unseren Bundesgenossen, und da wagt ein Uni- versitätsvrosessor in aller Oesfentlichkeit, unter den Augen Ihres Königs, uns quasi den Krieg zu erklären?!" Hardenbergs Antwort ist das Kabinettstück eines Diplomaten. „Die Gesinnung des Volkes, der Jugend, kann Ihnen kein Geheimnis sein. Die Rede konnten wir nicht verhindern. Daß sie gehalten wurde erfuhren wir erst, als sie geendigt war. Der König desavouiert sie. Fordern Sie Genugtuung, die soll Ihnen werden." St. Marsan ist nur halb beruhigt. Noch immer ist eine unverkennbare Heftigkeit in seinen Worten: „Ich werde sofort die nötigen Schritte einleiten und hoffe annehmen zu dürfen, daß Sie, Herr Minister, es an nichts fehlen lassen werden, dem Schuldigen die gerechte Strafe zuteil werden zu lassen." Hardenberg setzt eine undurchdringliche Miene auf. „Herr Graf, ich will Ihnen nicht verheimlichen, daß ein jeder Schritt gegen den üoereilten Redner ihn in einen Märtyrer verwandeln und eine Bewegung erregen wird, die uns in große Verlegenheit setzen würde und die wir schwerlich zu hemmen vermögen. nach meinem Befinden zu erkundigen. Ich bin eben wieder einmal in Ungnade gefallen ..." Ein bitteres Lächeln spielt um Scharnhorsts Mund: „Unser aller Los, Baron! Rechnen wir^nicht aus Dank von oben. Arbeiten wir — um der öadje willen! Ich habe mein Entlassungsgesuch auch wieder zurückgezogen — man muß die Person unter ote Sache stellen." , , Seien wir froh", sagt Stein nachdenklich, „daß der Yorck damals den Mut zu selbständigem Handeln aufgebracht hat — nur so war überhaupt em Ansang zu machen." „Majestät war reichlich ungehalten damals", bemerkt Scharnhorst. Blücher fährt dazwischen: „Das is dem Yorck egal — is 'n giftiger Kerl, tut nifcht als räsonieren, aber wenn's losgeht, beißt er an wie keiner! Was er dem Major Krauseneck geantwortet hat, als er den König um Verhaltungsmaßregeln für feine Festung Grau- denz bat, is das einzig Richtige: ,Wir leben in einem Zeitpunkt des Handelns, nicht des Fragens! Wer viel frägt, bekommt viel Antwort — tue recht und scheue niemand!' — hat er gesagt! Bravo!" Von unten aus der Wachtstube tönt der letzte Vers des Jägerliedes. Noch einmal hören die großen Männer versonnen auf den erhebenden Gefang, der Hoffnung und Zuversicht in ihnen stärkt, denn hier spricht Volksstimme: „Die wilde Jagd und die deutsche Jagd Auf Henkersblut und Tyrannen! Drum, die ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt. Das Land ist ja frei und der Morgen tagt, Wenn wir's auch nur sterbend gewannen! Und von Enkeln zu Enkeln fei's nachgefagt: Das war Lützows wilde, verwegene Jagd!" Der alte Blücher nimmt bedächtig feine Pfeife aus dem Mund, die er zu feinem Leidwesen wegen des Kranken die ganze Zeit kalt rauchen mußte und sagt mit komischem Nachdruck zu Scharnhorst hinüber: „Ich möchte, wie Cromwell seinen roten Brüdern, einem jeden Kavalleristen eine Bibel an den Sattelknopf hängen und bei der Schlacht ihm zurufen: „Gott hat den Verruchten in eure Hände gegeben!" Etwas Entspanntes und fast Verklärtes ist in Steins Zügen, als er ernst zu den Freunden spricht. „Es ist doch eine große, herzerhebende Zeit! Es wird mir schwer, mich der Tränen zu erwehren — welches Glück, solange gelebt zu haben, bis diese weltgeschichtliche Zeit gekommen ist. Nun mag man gern sterben, wir hinterlassen unseren Nachkommen die Unabhängigkeit." Ein befreites Lächeln spielt um seinen Mund. „Als der Jahn gestern bei mir war, mußte ich an sein Wort denken, das er Anno sieben, in der schlimmsten Zeit, ausgesprochen hat: „Es wird ein anderes Zeitalter für Deutschland kommen, und eine echte Deutschheit wird wieder aufleben. Da werden wir schöne Träume verwirklicht finden und uns nicht mehr darüber verwundern, weil wir endlich aus jahrelangem Todesschlummer erwachten. Der Turnvater hat recht behalten — fein Glaube hat gesiegt!" Die letzten Worte des Kranken lassen die alten Generale in Ehrfurcht schweigen. Da klopft es an die Tür und ein Bedienter meldet Besuch für den Herrn Baron: Professor Berger. In allen Apotheken erhältlich zum Preise von RM. 0.93 u. 1.88.____________ Todes* Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren einzigen Sohn, meinen lieben Vater W. Schwalb V., Witwer nach langem, mit Geduld getragenem Leiden, das er sich im Weltkrieg zugezogen hatte, heute abend um 6 Uhr im Alter von 36 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen Die trauernden Hinterbliebenen: W. Schwalb und Ehefrau Marie, geb. Gans Reinhold Schwalb, Sohn Familie Biedenkapp. Grofien-Buseck, Saasen-Veitsberg, den 17. Juni 1933. Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Juni, nachm. 2 Uhr statt. ____________________________________________________________________________03717 llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Bald ist’s geschafft Mit solchen Helfern geht das Bügeln der Wäsche schnell: Bügeleisen,elektr., Gas, Bolzen, Bügelbretter, Wäschesprenger Sehr preiswert kaufen Sie diese Sachen bei J. B. 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Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in 8 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Donnerstag, den 13. 3uli 1933, vormittags 10 Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 13. 3uli 1933 vormittags 10 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben aber zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, aud) die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 10. 3uli 1933 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht Gießen. Wir suchen M2ov Damenu. Herren,gleich welch.Berufs, zur Ausüb. ein.angenehm. 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