Nr. Ub Erstes Blatt 185. Jahrgang greitag.lO. Mai 1935 Lnchein, tägltd), autzn Sonntage und feiertags Beilagen: Die Illustriert» (Bießener Familienbiälter Heimat'm Bild Die Scholl» Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen NM 1.95 Ohne Illustriert» . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernfprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach- richten Anzeiger Eiehen. Pol(d)edfonto: fironlfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Drud und verloa: vrühl'fche Umverfilätr-Vuch- und Sternörudcrei B. Lange in Stehen. Schristlettung und Geschäftsstelle: Schulttrahe 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Gange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den An- zeigenteil I.V. Th. Kümmel sämtlich in (Biegen. Oie Auswirkungen der Kanzlerrede des Eine deM-sranzösische Aussprache? Oie amerikanische Preffe stimmt Hitler zu. fetzlichkeit der Kunst einzugreifen. Man wolle die Kunst in ein neues Verhältnis zum Staat bringen unter strengster Wahrung ihrer Eigengesehlichkeit. Natürlich könne die neue Negierung nicht dulden, daß Gedanken, die sie politisch ausgerottet habe, auf künstlerischem Wege wieder in das Land hineingefchmuggelt würden. Der Gleichschaltung der Kunst sei mit der Erklärung vollauf Genüge getan, daß ihre Freiheit sich nur an der Grenze des VolkswohleS stoße. Aebergriffe unverantwortlicher Elemente, die geeignet seien, das Filmschaffen lahmzulegen, müßten von Stund an aufhören. Der Minister wandte sich abschließend gegen internationale Verwafchenheit deutscher Filme. Der deutsche Film müsse ein eigenes Gesicht bekommen. Beachte die Kunst die Grenzen, die ihr bei aller im weitesten Maß zugestandenen Freiheit im Hinblick auf das Volkswohl gezogen seien, so werde die politische Blütezeit Deutschlands auch zu einer Blütezeit des deutschen Kunstschaffens werden. New York, 18. Mai. (MTB.) Die Rede Reichskanzlers wurde von fast allen führenden Bläk» tern des Landes im Wortlaut in entsprechender reiche Blätter, die von der französischen Rüstung». Industrie kontrolliert werden, versuchen lag nm lag ein Stückchen von dem Eindruck der Rede dadurch abzutragen, daß sie die Tatsachen einfach umlügen. Sypisch für diese Art des Arbeitens ist „Echo'de Paris' Dieses Blatt behauptet, die Rede des Reichskanzlers werde im Auslande m i t sehr viel Vorbehalten ausgenommen^ Die völkische Bewegung und die „völkischen Exzesse" hätten eine Erregung geschossen, die durch die geschickten Sätze des Reichskanzlers keineswegs beseitigt sei. Echt französische Arbeit wird auch vom „Petit P a r i s i e n" geleistet. Fast überall, so schreibt diese Zeitung, werde die Beweisführung Hitlers m t t Argwohn und Zurückhaltung ausgenommen. Auf der Abrüstungskonferenz lasse sich fast „niemand" durch die anscheinend maßvolle Form der Reichstagserklärungen täuschen. „Fast" niemand stelle die Widerspräche, die sie enthalten, in Abrede. — Die radikale „Volants" meint dagegen: Oer Reichskanzler hat eine ausgezeichnete Stellung gegenüber der englischen und der amerikanischen Oessentlichkeit eingenommen. Frankreich muß sich auf einen eben solchen Standpunkt {teilen, falls es nicht die Unterstützung verlieren will, dank deren Deutschland schließlich von seinen Auirüstungsgedonken zur Abrüstungsoufsas- sung zurückkehrte. Oer französisch-russische Nichtangriffspakt. Paris, 18. Mai. (XU.) Die französische Kammer nahm den französisch-russischen Nichtangriffsvertrag mit einer Entschließung an. in der sie ihrer Genugtuung über den Austausch der Natiftzierungsurkunden zu diesem Vertrage Ausdruck gibt, .der zum gemeinsamen Wohle Europas die Organisierung des Frieden« Härte . In den Neben wurde immer wieder die Hoffnung ausgesprochen, daß dem Nichtangriffsvertrag bald eine wirtschaftliche 3 u 1 am» menarbeit folgen möge. Der ehemalige Mt- nisterpräsident H e r r i o t, der die Berhand- lungen über den Nichtangriffsvertrag seinerzeit geführt hat, erklärte u. a., daß er dte Sto- r un g des Gleichgewichts in den Beziehungen Nußlands mit Europa zu beseitigen versucht habe, die der Vertrag von Rapallo bzw. Berlin hervor- gerusen habe. Der Nichtangrifssvertrag habe zwei sofortige Ergebnisse gezeitigt, erstens die Erklärung Litwinos in Genf und sein Eingreifen in der Frage der Defintion des Angreifers und zweitens den Artikel Nadeks, der sich als Gegner der Dertragsrevision bekannt habe. Besuch! Deutschland! FremdenverkehrSwerbung eine nationalpolitische Aufgabe. Der bayerische Staatsminister Esser erklärte gegenüber der Modetorheit, unbedingt ins Ausland zu reifen, müsse der innerdeutsche Wanderungs- und Reiseoerkehr belebt werden, und es müsse einer strengen Prüfung unterzogen werden, wem gestattet werden soll, als würdiger Vertreter Deutschlands ins Ausland zu reifen. Der Allgemeine Deutsche Bäderoerband richtete dann durch seinen wissenschaftlichen Beirat Professor Vogt, Bad Pyrmont, an den Reichsminister Dr. Goebbels folgende Bitten: 1. Durch ein Reichs- kurortgesetz möge die Berechtigung, die Bezeich- nung „Bad" zu führen, genau geregelt werden; 2. Förderung der wisfenschaftlichen gor- schungder Balneologie, die gerade jetzt vor wichtigen neuen Erkenntnissen stehe, 3. wohlwollende Nachprüfung der Steuerverhältn i s s e der Kurorte und Anwendung des Arbeitszeitgesetzes für diese; 4. die genaue Regelung des Verhältnistes zwischen Bädern und Verkehrswesen; 5. „Geben Sie von Zeit zu Zeit die deutschen Sender frei für die Propaganda: Reist in Deutschland!" Handlung tcilgenommen hat, tritt in einem Brief an die „Times" unter Bezugnahme auf die Kanz- lerrede für Abrüstung und Vertrags- revifion ein. Er schreibt: Hillers Rede läuft auf einen Ausruf an die Nationen hinaus, d i e Bedingungen ihres eigenen Vertrages hinsichtlich der Abrüstung zu erfüllen. Hnö er hat vollkommen recht. Die Hauptursachc der deutschen Empörung ist die Nichterfüllung des 19 19 gegebenen Be r- sprechens. Wenn Deutschland jetzt aufrüsten würde, so würden die Nationen, die den Vertrag verfaßt haben, kein moralisches Recht haben, Einwendungen zu erheben. Hoffentlich werde Frankreich jetzt auch für Abrüstung eintreten. 3n dieser Beziehung habe Hitlers Rede die Lage zum mindesten erleichtert. Der Brief schließt: „N ichts an dem Friedensvertrag ist heilig. Warum soll denen, die Beschwerden haben, keine Genugtuung gegeben werden, durch Revision der Punkte, die im Interesse des Friedens und der Beruhigung der Welt einer Revision bedürfen? Auch in der Hinsicht hat Hitlers Rede den Weg geebnet. Berlin. 19. Mai. (TU.) Vor der National- sozialistischen Betriebszellen-Organisation der Bühnen- und Filinbetriebe und zahlreichen am Filmwesen interessierten Gästen sprach Reichsminister Dr. Goebbels über den deutschen Film. Der Minister gab unter starkem Beifall bekannt, dah in allernächster Zeit ein großzügiger Finanzierungsplan für die Wiederankurbelung der Filmwirtschaft veröffentlicht werden wird. Der Minister hob weiter hervor, daß er keineswegs Tendenz im Sinne des Nachäffens äußerer Symbole oder im Sinne des bloßen Kopierens täglicher Lebensvorgänge wünsche. Das sei niemals Sinn und Zweck gewesen. Wollte man Programmforderungen auf die Bühne bringen, so brauchte man nicht Dramen zu schreiben, sondern diese Programme nur zu dialogisieren. Das wäre blasse und blutlose $en* denzmacherei. Richt die Symbole sollten über die Bühne getragen werden, sondern die ihnen zugrunde liegenden Ideen sollten I e» bendige Gestalt gewinnen. Es werde auch keinesfalls beabsichtigt, in die innere Gerung gegenwärtig vor allem fürchtet, von deutscher Seite zu einer eindeutigen Erklärung über ihre tatsächliche unnachgiebige Haltung gezwungen zu werden. Demgegenüber wird von deutscher Seite betont, dah weitere Erklärungen sich erübrigen und nunmehr das Wort an Frankreich und den übrigen schwer gerüsteten Mächten sei. Oie pariser preffe hetz! weiter. Paris, 19. Mai. (WTB. Funksvruch.) Ein großer Teil der heutigen Morgenpresse nimmt nochmals zur Rede des Reichskanzlers Stellung. Fast könnte man glauben, daß die Presse eine Weisung dahingehend erhalten habe, von der Kanzlerrede, die die Erfüllung der Abrüstungsverpflichtung durch die hochgerüsteten Mächte fordert, zu sagen: W orte, denen nunmehr Taten durch durch das abgerüstete Deutschland folgen müssen. Das Blatt Herriots, „E r e N o u v e 11 e", läßt wiederum die Kleine Entente auf marschieren und erklärt, die kleinen Staaten seien über die Ausführungen Hitlers beunruhigt. Einige einftuß- er ergänzten Entwürfe vor. Der Gemeinderat timmte der Vorlage einstimmig zu. Sodann gab der Bürgermeister bekannt, daß nach einer Mitteilung des Kreisschulamtes Gießen für das Rechnungsjahr 1933 an Stellenbeiträgen derStadtzu denKosten derVolksschule für 7 Normalstellen je RM. 250,— und für eine Mehrstelle RM. 1500,— an den Staat zu bezahlen seien. Diese seit mehreren Jahren bestehende Mehrstelle an der hiesigen Volksschule wäre vom Rj. 1933 ab in Wegfall gekommen, wenn nicht der Hess. Staat vom laufenden Rechnungsjahr ab die Schülermeß- zahl von seither 48 auf 50 erhöht hätte. Auf Vorschlag des Finanzausschusses b^chloß der Gemeinderat, zur Erhaltung der Mehrstelle die Kosten neben den Kosten für die Normalstellen zu Lasten der Stadt zu übernehmen. Ein Gesuch der FreiwilligenFeuerwehr Lich aus Erstattung der für ihr Wintervergnügen erhobenen Vergnügungssteuer in Höhe von RM. 20 verfiel der Ablehnung. Mit einem früheren Gemeinderatsbeschluß war den Pächtern der städt. Jagdberechtigung aus ihren Antrag hin für das Jahr 1933 die gleiche Pachtermäßigung wie für das Jahr 1932 zugestan- ben worden. Die Jagdpächter des II. Bezirkes haben sich mit dieser Regelung nicht zufrieden gegeben und fid) an das Kreisamt gewandt mit dem Antrag auf Einwirkung auf die Stadt wegen weiteraehender Senkung des Jahrespachtpreises für 1933. Der Ge- meinderat beschloß einstimmig, auf gütlichem Wege nur einen Pachtnachlaß in gleicher Höhe wie im Vorjahre einzuräumen. -Nach dem Gesetz über die Neubildung der Sleuerausschüsse ist für jede Gemeinde mit mindestens 2000 Einwohnern 1 Steuerausschußmitglied und mehrere Stellvertreter durch den Gemeinderat zu bestellen. Nach kurzer Aussprache wurden bestellt: als Steuerausschutzmitglied Beigeordneter I h r i n g , als Stellvertreter die Gemeinde- rotsmitglieder Fischer, Fey, Menges und Zimmer. Weiter wurde auf Antrag des Vorsitzenden beschlossen, entsprechend den Vorjahren für das lau- sende und die folgenden Jahre eine feldpolizeiliche Anordnung über die nächtliche Sperrung derFeldgemarkungwährendderSom- mermonate zu erlassen, wonach das Betreten der Gruitdstücke in den Monaten Juni, Juli und August von 21 Uhr bis 5 Uhr und in den Monaten September und Oktober von 20 Uhr bis 6 Uhr verboten und strafbar ist. _______________________ Bezirkstag des Hassia-Bezirks Grünberg. II Lehnheim, 17. Mai. Dieser Tage wurde hier der Bezirkstag der „H a s s i a" für den Bezirk Grünberg abgchalten. Der Dorsihende, Lehrer Roth, Grünberg, begrüßte die Kameraden und betonte, daß sich seit dem letzten Bezirkstag ein großer Umschwung in Deutschland vollzogen habe. Unter der Führung des Volkskanzlers Adolf Hitler habe Deutschland sich zu sich selbst zurückgefunden. Die Kameraden der „Hassia" begrüßen diesen Umschwung und danken dem Herrn Reichskanzler. Der Redner begrüßte die Rückkehr zu den alten Farben schwarzweißrot, und erklärte, die alten deutschen Tugenden Treue, Glaube und Gewissenhaftigkeit müßten in unserem Dolke wieder tiefer Wurzel fassen. Rach einigen Chören des Gesangvereins Lehnheim unter der Stabführung von Lehrer Roth erstattete dieser den Jahresbericht. Der Mitgliederstand beträgt im Bezirk 1014. Roch zehn Veteranen von 1870 71 sind am Leben. Cs wurden 455 Unterstützungen zugeteilt. Ferner fanden noch Vorunterstühungen durch die einzelnen Krie- gcrvcreine statt. Die Rückvergütungen aus Versicherungen betrugen: Feuer 356,90 Mk., Lebensversicherungen 945 Mk., Unfall 790 Mk. Der Vorsitzende gedachte sodann des verstorbenen Kameraden und Altveteranen Carle, Stockhausen, sowie aller Kameraden, die zur großen Armee abberufen wurden. Die Versammlung ehrte die Toten in üblicher Weise. Rach Prüfung der Rechnung wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Heber die „Hassia"- Kundgebung in Gießen sprach Kamerad Wagner, Saasen. Hieraus sprach Kamerad Förster S ch e i g, Atzenhain, über die Jugendpflege in den Kleinkaliber - Schühenabteilungen. Danach wurde ein Bezirkspreisfchießen bestimmt, woran aus jeder KKS- je vier Alt- und Jungschühen teilnehmen. Dann folgte eine rege Aussprache über das Versicherungswesen. Zum Schluß dankte der Vorsitzende dem Gesangverein Lehnheim und allen Kameraden für ihre Milarbeit und brachte ein dreifaches Hoch auf das deutsche Vaterland aus. Der Gesang des dritten Verses des Deutschlandliedes beendete die Tagung. Liedertag des Sängerbundes Hüttenberg-Schiffenberg. z @roßen-2inben, 18. Mai. Der 6än^ gerbund „Hüttenberg.Schiffenberg" (Bezirk 1 im Gau Gießen-Stadt und Land im Hessischen Sängerbund) hält am kommenden Sonntag seinen diesjährigen Liedertag in Hochelheim (Kreis Wetzlar) in Form eines Wertungssingens ab. Gleichzeitig ist mit die Feier des 50jährigen Jubiläums des Gesangvereins „Frohsinn" Hochelheim verbunden. 2(ls Auftakt ist auf dem Kreuzplatz eine Kundgebung für das deutsche Lied vorgesehen, bei der verschiedene Massenchöre zum Vortrag kommen und bei der 15 Vereine mit über 750 Sängern Mitwirken. Das Wertungssingen beginnt anschließend im Saal der Gastwirtschaft Franz. Als Wer- tungsrichter ist Herr Professor Gamble, Frank- furt-Oberursel, gewonnen. GauwertungSfingen des Sängergaus Niddatal. Ridda. 17. Mai. Am vergangenen Sonntag veranstaltete der im Herbst 1931 gegründete Sängergau ,Riddatal" in der hiesigen Surnßalle sein erstes Gauwertungssingen. Die gemeldeten Gauvereine erschienen fast vollzählig. Reicher Flaggenschmuck bot einen farbenfrohen Willkomm. Rach einer Probe der Massenchöre vor der Turnhalle, stellte sich der F e st z u g am Karls» Hof auf. Es beteiligten sich daran: .Männerchor" Rieder-Mockstadt, .Liederhain" Borsdorf, .Frohsinn" Betzenrod: .Mannergesangverein" Wallernhausen, .Cichenkranz" Sauernheim, ..Fidelio" und .Eintracht" Ober-Widdershcim, .Sängerkranz" Ridda, .Eintracht" Cichelsdorf, .Liederkranz" Blofeld, .Männergesangverein" ilntct- Schmitten, Schottener Männerchor 1837, .Mannergesangverein" Ober-Schmitten und .Orpheus" Geiß-Ridda. Unter den Klängen der Riddaer Feuerwehrkapelle, die ein Platzkonzert auf dem Marktplatz durchgesührt hatte, bewegte sich der fahnengeschmückte Zug zum Marktplätze, wo eine Kundgebung für das deutsche Lied sich anschloß. Unter der Stabführung des Gauch ormeisters Lehrer Hermann Kaiser (Wallernhausen) erklangen, von etwa 550 Sängern gelungen, der .Deutsche Sängergruß", .Deutsches Volksgebet" von Janoske, „Sonnenaufgang" von Cornelius und „Mein Deutschland" von Mangold. Umrahmt von den mächtigen Akkorden der Massenchöre, die eine tausendköpfige Menge an- gclockt hatten, gedachte der Gauvorsihende Lehrer I. Diehl (Obet-Sd)mitten) des deutschen Liedes als lebendigsten Ausdrucks der deutschen Seele, als einer Stimme, die begeistere für das Gute und Große, für Heimat, Volk und Vaterland. Seine Worte steigerten sich zu einem freudigen Treubekenntnis für das Vaterland und seine Führer Hindenburg und Hitler. Der erste Vers des Deutschlandliedes und des Horst- Wessel-Liedes wurden begeistert gelungen. Rach einem Degrüßungschor des „Sängerkranz" Ridda (Chorleiter Lehrer Dietrich, Rodheim) in der Turnhalle, richtete der Gau- vorsitzende Grußworte an Sänger und Sanges- freunde und ehrte acht Sängcrjubilarc durch Aleberreidjung der von dem Hessifchen Sängerbund verliehenen Ehrennadel. Cs wurden ausgezeichnet: Lehrer i.R. Carl Linck, Schotten, für 5O’äßrigc8 Wirken im Dienste des deutschen Liedes, Wilhelm Straub und Heinrich Grandhomme, beide Männerchor Schotten, für 25jährige Vorstandstätigkeit, Karl S u p - pes, Theodor Schäfer, Friedrich Wirth, „Eintracht" Cichelsdorf, Friedrich D i e h l m a n n, „Sängerkranz" Ridda, Karl Funk, „Frohsinn" Betzenrod, für 40 ährige aktive Sängertätigleit. Li nck, Schotten, brachte den Dank der Sänger» jubilare zum Ausdruck und gelobte unwandel» bare Treue dem deutschen Liede. Bei dem anschließenden Wertungssingen fang jeder Gauverein zwei selbstgewählte Chöre, von denen der eine ein Volkslied war, das unter dem Leitmotiv „Lenz und Liebe" stand. Rach Beendigung des Kritiksingens nahm der Wertungsrichter, Musiklehrer Heinrich Dl aß. Gießen, das Wort, um seine Verbundenheit mit den Gesangvereinen des Riddatales, sowie seine Anerkennung über die gesanglichen Leistungen des Gaues zum Ausdruck zu bringen. Mit Dankcsworten schloß der Gauvorsihende I. Diehl die in würdigem Rahmen gehaltene festliche Veranstaltung, die jedem Teilnehmer in bester Erinnerung bleiben .wird. Zum Abschiedsgruß brausten noch einmal die mächtigen Akkorde des deutschen Sängergrußes durch den weiten Raum der Halle. Landkreis Gicken. CO Klein-Linden, 16. Mai. Sämtliche kirchlichen Vereinigungen unserer evangelischen Kirchengemeinde begingen den Muttertag in Gestalt eines Gemeindeabends im Gasthaus „Zur beut- schen Eiche". Die Veranstaltung war sehr stark be- sucht. Mitglieder des Frauenvereins Wieseck wohn- ten in stattlicher Zahl der Feier bei. Pfarrer Bremmer schilderte in seiner Ansprache die Bedeutung eines Muttertages für unsere Familien und unjer Volk. Gedichte, Theaterstücke und lebende Bilder gaben dem Abend ein besonderes Gepräge. Die Feier wurde umrahmt von guten Orchester- oortragen und mehrstimmigen Liedern des Mädchen- chores. — Am Sonntag feierten die evangelischen Jugendvereinigungen ihr Stiftung s f e ft. Das Fest wurde am frühen Morgen mit Hurrenbefingcn ber Jugend an freien Plätzen des Dorfes eröffnet. Am Festgottesdienst beteiligten sich auch die Jugendgruppen und Jugendfcharler der Gießener hündischen Jugend. Der hessische Lan- desjugendpsarrer Lic. von der 21 u sprach auf Grund des Bibelwortes Matthäus 5, 14 bis 16, darüber, daß man am Jahresfest Grund habe, die Blicke dankbar rückwärts, mutig vorwärts und gläubig auswärts zu wenden. Ehorvorträge des Mädchenchores verschönten die Feier. Aw Nachmittag bewegte sich unter den Klängen des Posaunenchores Klein-Linden ein farbenprächtiger Zug durch die Straßen unseres Dorfes zum Garten der Gastwirt- schast „Zur Burg". Der Landespsarrer hielt eine Ansprache, ber Ortsgeistliche, Pfarrer Bremmer, verlieh an biejenigen Mitglieber, die ihre Probezeit beendet haben, die Vereinsabzeichen in Gestalt ber Eichenkreuze. Dann wechselten in bunter Reihenfolge Lieber, Tänze unb Reigen ber Jugend. DHolzhei m, 17.Mai. Mit Beginn des n e u e n Schuljahres wurden 16 Abcschützcn (10 Knabe unb 6 Mäbchen) in bie Schule ausgenommen. Unsere brei Klassen zählen 160 Kinder. Die bert. — In biefen Tagen hielt ber Turnverein Schülerzahl hat sich gegen bas Vorjahr nicht geän- (D T.) in seinem Deremslokal (Gg. Sarnes) eine stark besuchte Generalversammlung ab. Die Versammlung mürbe von bem 1. Dorsitzenben, Canbmirt Hrch. Grieb, begrüßt. Rechner E. I u n g erstattete bie Rechnungsablage, bie befriebigenb war, bie Mit- alieberzah! stieg von 50 auf 85. Kaufmann Gg. Sarnes unb Sattlermeister H. Mart. Kuhl betonten, baß auch ber Turnverein rege mitzuhelsen habe an ber nationalen Erneuerung unseres Volkes. Hrch. Jung erinnerte baran, unter welchen Schwierigkeiten unb mit welcher Begeisterung bie hiesigen Turner in früheren Jahren bie Turnsache betrieben hätten. Hrch. Grieb mürbe reicher einstimmig xum 1. Vorsitzer gewählt. Er bestimmte ben Schneidermeister Willi Diehl zum Oberturnwart, Karl Jung II zum Wehrwart; Gg. Sarnes II zum Manderwart, Gg. Juno zum Schriftführer und K. Reitz zum Rechner. D*er Oberturnwart ernannte O. Singel zum 1. und K. Schneider zum 2. Vorturner-, Otto Ohy zum Spielwart und W. G l a u m zum Stellvertreter * Staufenberg, 19.Mai. Der Staufen- bergoerein, unter dem Namen Sportverein 1928, begeht am kommenden Sonntag sein 5. Stiftungsfest in den Räumen der Burg Staufenberg. Der Verein, welcher Sport treibt, sowie den Verkehr mit der Burg mit allen Kräften fördert, ist kürzlich Mitglied des Keglerbundes „Lahn-Busecker- Tal" geworden. Aus diesem Anlaß veranstaltet ber Verein auf ber neu gelegten Kegelbahn ein großes Preiskegeln, wozu wertvolle Preise ausgesetzt sind. Am Nachmittag finbet ein Festzug statt. (Näheres in ber heutigen Anzeige.) -st Grünberg, 18. Mai. Von Mittwoch bis Freitag ist hier bie Hälfte ber 1. (Fernsprech-) Kompanie ber Nachrichten-Abteilung Nr. 5 aus Cannstatt einquartiert. Die Stabt trägt zu Ehren ber Einquartierung reichen Flaggenschmuck. Wettervoraussage. Der hohe Druck hat nunmehr über Deutschland Platz gegriffen unb beeinflußt bie Wetterlage. Im Bereich absinkenber Luft wirb baher vielfach heiteres, tagsüber recht warmes unb trockenes Wetter vorherrschen. Aussichten für Samstag: Vielfach auf- heiternb, nur zeitweise leicht bewölkt, weitere Erwärmung, trocken. Aussichten für Sonntag: Fortdauer des meist heiteren, warmen unb trockenen Wetters. Lufttemperaturen am 18. Mai: mittags 14,2 Grad Celsius, abenbs 10,5 Grab', am 19. Mai: morgens 9,3 Grab. Maximum 14,5 Grab, Minimum 6 Grab. 2. Warum....... (Antwort auf unser Preisausschreiben) Es bleibt ein treuer Kunde Wer Chlorodont probiert, Weil tätlich er im Munde Die gute Wirkung spürt. Vergleichen Sie die mi+anderen Zigdre++en und Sie werden begreifen, warum es jeden Tag mehr ÄPmP-Raucher gibt. Möbel-Auster»! Wegen Aufgabe des Möbelhandels zu ganz erheblich herabgesetzten Preisen: Küchen Werben Sie mittelst der Zeitungsanzeige und In geeigneten Füllen auch durch gute Drucksachen! Fachliche Beratung, wirksame Entwürfe, beste Ausführung und günstige Preisvorschlüge bietet Ihnen die BrOhl'sche Druckerei. OleBen, »chulstraBe 7, Anruf Nr. 225 Mn Sie offene Me? 2dimmen? Jucken? Steckten? Brennen r Dann gebrauchen Sie die tausendfach be- wahrte Universalbeilsalbe „Gentarin". Wirkung überraschend. Preise berab- gelebt (rrböltlith in den Avotbeken ns?v Schlafzimmer Herrenzimmer Speisezimmer Schreibschränke Dielengarnituren Kleinmöbel wie Tische Stühle Toiletten Einzel betten usw. 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Mai, vorm. 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. — Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. von 1885. Sonntag. 21. d. M. 11 llht Hess. Hof I. Gaufahrt hach Braunfels. 3373D Ter Vorstand. Vereinigung ehemal. hess. Grenadiere. 1. Versammlung Samstag, 20. 5. 8.30UhrHess.Hof 2. Schießen Sonntag, 21.5., 14 Hin, Mtlitnrschießstd., Stand A u.I, Gäste Willkomm. 3.Himmelfahrtaus- flug mit Familie Ludwigsburg, Treffpunkt 14 Uhr Gericht, desgl.am Schiihenbaus 14 Uhr.K.d.Z.schliestt s. cm. Der Vorstand Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Otto Göbel. Billig und gut kaufen Sie in KAISER'S gkchxh Bedruckte Kunsts.-Marocain-Kleider 1050 jugendl. Form., flotte Machart, Mk.16.50, I w Pieifler’sthe Bniversiläls -BüthhandluoO Walltorstrabe 21 Wegen Erkrankung meines letzigensuche solides Mädchen für sofort od. wäter. Borzustellen mit Zeugnissen 3371D Roonstr. 20 Varl. [Stellengesuche] junger« sucht Stellung eot. als Aushilfe Schriftl. Ang. unt. 03075 a. d. Gß. Az. 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Der Heimgegangene war Mitgründer unserer Vereinigung und im Kameradenkreise sehr beliebt. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 20. Mai, 11 Uhr vormittags, auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 3372V der Vorstand. LWIMtN zu vermieten. 03070 Seltersweg 12. Stellenangebote! Wirksame erbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstraße 7 [Vermietungen | Sonnige 8-3IM.-VM. Bad und Zubehör, zum 1. Jun zu vermieten Anzusehen von 16—18 Ubno302o Vlockitrasre 7Hl. 3-Ziinm. - Wohn, einher. Badez., inkl. Heizg.u.all. dfeben- ausgabenMk.76.—. Schriftl. Ang. unt. 03095 n d. Gfi. Az. 2958 A miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii [Verschiedenes! 'JJfeljrere GüWIlillvlillen zu verkaufen u. zu verpacht., Lage gut. Schriftl. Ang. unt. 03082 a. d. GK. Az. Vereine V. f. 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Darauf seien sämtliche Vorstandsmitglieder von ihren Posten zurück- geireten. Ein neuer Vorstand könne sich zum großen Teil aus den bisherigen Mitgliedern zusammensetzen, da die Mehrzahl von ihnen der NSDAP, beigetreten sei. Einstimmig wurden zu Vorstandsmit- gliedern gewählt: Wald sch m id t, Gießen, als 1. Vorsitzender; Harms, Wiesbaden, als 2. Vorsitzender; Knackmuß, Frankfurt a. M., als 1. Schriftführer; Jürgens, Frankfurt a. M., als 2. Schriftführer; Beisitzer wurden. Mayer, Frankfurt a. M., Mohr, Worms und Tischler, Darmstadt. Die Gewählten nahmen die Wahl an. Der Pusten des Syndikus soll künftig eingespart werden. Zum Punkt ./Anträge zum Verbandstag" sprach Mayer, Frankfurt a. M., der ein völliges Verbot der Inventur- und Saisonausverkäufe für den Schuhhandel forderte. Er begründete diese Forderung u. a. mit dem Hinweis, daß der Schuhhandel seine Einzelware im Lause des Jahres ebenso gut absetzen könne. Bisher habe der Schuhhandel von diesen 21usverkäufen keinen Nutzen gehabt, sondern nur die Warenhäuser. Die Kundschaft habe mit ihrer Bedarfsdeckung bis zu den 21usvcrkäufen gewartet, dann den Vorteil des Preisnachlasses ausaenutzt und kein einziges Paar mehr gekauft als beim Fortfall dieser Verkaufstage. G e n z e 1, Frankfurt a. M.. machte zur Forderung nach einem völligen Verbot der Inventur- und Sai- fonschlußverkäufe einen Ergänzungsvorschlag zur Beschränkung der Ausoerkausstage auf vielleicht eine Woche und Die Verlegung in die Monate Februar und 'August. Notwendig sei die Rücksicht auf die Schuhhändler, die Saisonartikel führten, und vor allem die Wiederherstellung der Firmenwahrheit, um eine Tarnung der Großdetaillisten als „christliche" Geschäfte zu verhüten Nach längerer Aussprache wurde ein Antrag Mayer, Frankfurt a. M., einstimmig angenommen, her ein völliges Verbot der Inventur und Saisonlchlußverkäufe für alle Branchen fordert. Angenommen wurde als Eventualantrag auch der Vorschlag von Genzel. Zur Frage der Belieferung von Behörden usw. berichtete Mayer, Frankfurt, von einem Abkommen mit dem Frankfurter Wohlfahrtsamt, das bestimmte, tragbare Preise für die Schuh- lieferungen an Wohlfah'-tsempsänger sestsetzt. Dafür solle gute Stapelware mit einer Garantie für Haltbarkeit geliefert werden, und zwar von allen Schuhhändlern, deren Verzeichnis auf dem sog. „Roten Schein" steht. Die Aussprache ergab, daß sich einheitliche Preise für den ganzen Bezirk des ’ Landesverbandes nach dem Frankfurter Vorbild nicht festlegen lassen, doch soll der Landesverband den Ortsgruppen dieses Frankfurter Abkommen nochmals mitteilen, damit es als Unterlage für örtliche Verhandlungen dienen kann. Der Schuhhandel soll darüber wachen, daß die Direktlieferungen der Schuhfabriken an die Behörden aufhören und der Kleinhandel wieder eingeschaltet wird. Ge- gen Schuhfabrikanten, die doch direkt liefern, soll der Boykott durchgeführt werden; vor allem dürfen Streichungen von der „Schwarzen Liste" nicht mehr möglich fein. Zum Punkt Verschiedenes berichtete Mayer, Frankfurt a TO., über die bevorstehenden Verhandlungen des Frankfurter Schuheinzelhandels über die Innehaltung von Mindeftpreifen im Schuhhandel; dazu müßten die zeichnungs- berechtigten Firmeninhaber fämtlicher Geschäfte ein- geloben und durch einen Revers verpflichtet wer- den. Der Landesverband will auch dies den Ortsgruppen mitteilen, um ihnen die gleichen Abmachungen zu erleichtern. Gefordert wurde schließlich nochmals die F i r m e n w a h r h e i t und die Klärung der Verhältnisse bei gewissen Groß- betai lüften, wie z. B. Salamanber unb Tack. Dazu brachte Genzel, Frankfurt a. M., foigenben Antrag ein, ber einstimmig angenommen wurde: „Es wird gefordert, daß 1. willkürliche Firmie- rungcn, in denen der Name des Geschäftsinhabers nicht enthalten find, beseitigt werden und für die Zukunft die Detailgeschäfte so zu firmieren sind, daß der Name des Inhabers deutlich ersichtlich ist, und daß 2. verhütet wird, daß Firmen wie Salamander, Mercedes, Singel, Bottina, Tack usw. sich für die Folge nicht mehr als „deutsche Geschäfte" benennen dürfen, indem sie ein unkontrollierbares Anteil- besitzmanöver vornehmen. Gerade durch dieses Manöver wird der Sinn und die gute Absicht der nationalsozialistischen Bewegung zu umgehen und zu verschleiern versucht." . Als einmütige Meinung der Versammlung wurde noch festgestellt, daß Schuhreparaturen allein dem Schuhmachergewerbe zuzufuhren find, das schwer um feine Existenz kämpfe und dem der Schuhhandel diesen Kampf nicht noch erschweren wolle. Kirche und Schule. Oberhessische Tagung der Baseler Mission. y. Hungen, 17. Mai. Die Oberhessische Verein für Basler Mission hielt gestern nachmittag im „Solmser Hof" seine übliche Frühjahrs-Arbeitstagung ab, die aus fast allen ober- hessischen Dekanaten von den Vertrauensmännern gut besucht war. Fünf Missionare nahmen als Gäste teil. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden,. Dekan Gußmann, Kirchberg, wurden zunächst prak- tische Fragen erledigt, wie der Besuch des diesjährigen Jahresfestes in Basel, zu dem der Verein einige Mission-:freunde delegiert, Festlegung des Tagungsortes für die Jahresversammlung des Vereins im Herbst, wozu Lauterbach gewählt wurde. Die schwere finanzielle Notlage der Mission regte zu einem lebhaften Austausch an. Einen hochinteressanten Vortrag hielt Millionär Glöckel, der frühere Präses ber Baseler Mission in Kamerun, über bie Frage: „Welchen Aufgaben unb Schwierigkeiten begegnet heute bie Mission in Kamerun?" Alle Fra gen, z. B. Gesährbung bes afrikanischen Volkstums burcf) bie einbredjenbe europäische Kultur, Schwierigkeit ber Jugenbarbeit (infolge ber englischen Schulen mit ihrer oft einseitigen Parole: „Bildungs- arbeit"), ber Gehilfenfrage unb schließlich bie Wirt- schaftskrisis. Da es nicht möglich war, ben Vortrag so zu besprechen, wie es hätte sein müssen, würbe be- schlossen, im tommenben Jahre eine Ganz-Tagung abzuhalten. G. A.-Sport. OSC.-Leichtathletik. Am Sonntag nimmt eine größere Anzahl OSC-Leichtathleten an den Gaumei st er- schäften in Wetzlar teil. L u h und M o h l sind für Kugel- und Steinstoßen, Diskus- und Hammerwerfen gemeldet und haben gute Aussichten. 3m Kugelstoßen wird es wohl zwischen ihnen und Kilo (l£03) einen scharfen Kampf geben. L u h nimmt außerdem noch am Weitsprung teil. Jakob hat das Speerwerfen belegt und trifft hier in Hopfenmüller (1903) und Gitter (Weilburg) auf zwei sehr gute Gegner- Simon ist für 803 Meter unb 400 Meter gemeldet; er wird sich sicher beide Male gut schlagen. 3n .Oj Meter (Äiaffe ill) werden nicht weniger als acht Mann starten, von denen Siegmund unb Specht die besten Aussichten haben Enders wird im Kugelstoßen (Kl. Ill) starten; es ist sehr wohl möglich, daß er hier Franz, DsL- — seinen besten Gegner —, schlägt. Die außerdem gemeldete 4>:103-QHcter-6taffcl dürfte in Klasse III zu den Besten gehören. Wirtschaft. Frankfurt unsicher. Frankfurt a. TO., 19. Mai. (WTB. Draht- melDungJ Die unsichere Stimmung, bie bereits gestern aus kaum betanntcr Ursache auf ber Börse lastete, hielt auch bei Eröffnung der heutigen Mit- tagsbörse an. Neben dem fast vollkommenen Fehlen von Kunbenorbers lagen auch keine Anregungen aus der Wirtschaft vor, so baß Geschäftsloügkeü weiterhin etwas auf bie Kurse brückte. Die Spekula- tion verhielt sich nach wie vor stark abroartenb. Hinsichtlich ber weiteren Entwicklung ber a u ß e n p o l i- tifd)cnSituationift man jeboch etwas op- timistischer geworden. Die Kursbilbung gegenüber ber 21benbbörfe war erneut uneinheitlich. Durch schwache Haltung fielen Sübbeutsche Zucker mit minus 5,25 v. H. unb Deutsche Erböl mit minus 3,5 o. H. auf. Ferner erschienen Akkumulatoren Berlin mit Minus-Minus- Zeichen. IG. lagen nach einer Besserung um 0,75 v. H., später um weitere 0,75 o. H. höher, Scheibeanstalt zogen um 0,75 v. H. an. Von Elektrowerten lagen AEG., Bekula unb Gessürel um Bruchteile eines Prozents höher. Siemens eröffneten unverändert, während Lechwerke Augsburg 1,75 v. H. verloren. Am Montanmarkt waren die Kurse bei kleinem Geschäft meist etwas freundlicher, nur Rheinische Braunkohlen gaben um 1,5 v. H. nach. Bemerkenswert matt lagen am Schiffahrtsmarkt Hapag unb Norbbeutfcher Üloyb mit je minus 0,90 o. H. Von Zellstoffwerten gingen Aschaffenburg um 1,5 v. H. zurück, Walbhof blieben behauptet. Im übrigen cröfneten Daimler 0,65 v. H., Zement Hei» belberg 0,25 v. H. niebriger, dagegen Gebr. Junghans 0,40 v. H. unb Contigummi 0,75 v. H. hoher. Im Verlaufe war bie Haltung allgemein schwächer. Die burchschnittlichen Rückgänge betrugen etwa 1 v. H., barüber hinaus gingen IG. von 130,5 auf 128, Lechwerke von 87,25 auf 85 v. H. unb einige Spezial- werte im gleichen Ausmaß zurück. Für Akkumulatoren ermäßigte sich bie Taxe um weitere 2 auf 182 v.H. Am Rentenmarkt lag bie Neubesitzanleihe anfangs bemerkenswert fest (plus 1,40 v.H), später unterlag sie aber ebenso wie bie übrigen variabel gehanbelten Werte stärkeren Schwankungen. Lim Pfanbbries- markt brückte kleines Angebot auf die Kurse um etwa 0,5 bis 1 v H. Staats- unb Stabtanleihen lagen geschäftslos. Tagesgelb war zu 3,5 v. H. etwas leichter. Rundfunkprogramm. Samstag, 20. IHai. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schulfunk. 12: Mittagskonzert 1. 13.30 bis 14.30: Mittagskonzert II. 15.30: Stunbe ber Jugenb. 16.30: Nachrnit- tagskonzert. 18.25: Zeitfragen. 19: Stunbe ber Nation: „Symphonie ber Arbeit". 20: Richarb Benz spricht über sein letztes Buch. 20.15: Hochzeit im Hause Hampelmann, Horposse von Toni Impekoven unb Carl Mathern. 22.45: bis 24: Nachtmusik. Milet le Weit Ein vcUerländifcherRoman vonHansVietzke Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. 2. Fortletzung Nachdruck verbotenI Döllnitz nimmt die Gelegenheit wahr unb eilt hinaus zu ben Freunben. Er muß fein Inkognito wahren. Er ist vogelfrei — auf Deutscher Erde! Der Hauptmann tritt in bas Herrenzimmer, ^teht eine Sekunde an ber Tür. Seine Augen, in langer Fahrt burch buntle Winternacht, jinb bes Hellen Lichtes entwöhnt. Da rufen vor Freude bebende Stimmen seinen Namen. Hände strecken sich ihm entgegen. Er aber steht wie beschwörend. Fassungslos starren ihn bie Freunbe an. „Um Gottes willen — nicht meinen Namen nennen! Ich heiße Bankier Möbius unb komme in Geschäften aus Warschau ..." Unb nun erst kann er offen ben Verblüfften bie Hänbe zum Gruß entgegenstrecken. Er atmet erleichtert aus. Sein altes, befreienbes Lachen kommt auf seine Züge: Er ist in der Heimat! Der Baron mochte seine Hände gar nicht loslassen vor lauter Freude, bis sein «ohn ihm sagt: „Vater — wir mochten unseren Freund auch begrüßen!" Unb nun faßt. Baronesse Maria seine Hanb. „Döllnitz — das ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk! ... Wer konnte das ahnen — ich bin überglücklich!" „ Lange, innig küßt ber Hauptmann ihre Hanb. Dann setzt man sich vor das lodernde Kamm- feuer, in bas der alte Diener Tobias noch ein paar kräftige Scheite wirft. Döllnitz hat auch für ihn, ber ben Hauptmann immer roieber freubestrahlenb von ber Seite ansieht, ein paar freunbliche Worte, bie den Allen zu einer gerührten Antwort ermuntern: „Ist bas aber schon, baß ber Herr Hauptmann noch am Heiligenabenb uns bie Ehre gibt.. Woraus Döllnitz, in seiner burschikosen Art, lachend antwortet- „Tja — mein lieber Tobias was so'n richtiger preußischer Kurier ist, ber versteht sich auf Überraschungen!" Unb nun erzählt ber Hauptmann von ben Erleb- nissen ber letzten Stunben. Berichtet von bem Zusammentreffen mit ber Frau bes Hauptmann Le- fevre, hort von ber Besatzung Löbaus, bie vor einem Monat hergelegt würbe. Der Baron wird ernst. ..Man hat uns böse mttge- spielt, seit Sie uns bas letztemal verlassen haben, Hauptmann! Ich erwarte jeden Tag, daß es im Kreise zu offenem Aufruhr kommt. Ohne Erbarmen holen sie ben Leuten das Letzte heraus." Und leise setzt er hinzu: „Mir haben sie kaum soviel gelassen, wie idj'für die Dienstleute brauche... Dabei ist Hauptmann Lesevre hält bie Hänbe seiner Frau. Sein Auge sucht ihren tastenden Blick zu halten. Jeanette versucht zu lächeln. Sie möchte glücklich scheinen. Aber sie muß sich erst an dieses Verändertem gewöhnen. Innerlich ist Rens Der alte geblieben. Zwar haben Die letzten Jahre tiefe Furchen in seine einst glatten und schönen Hüge gezeichnet und unter Der schwarzen Binde lauert unauslöschdar Die gräßliche WunDe. Jeanette liebt Rene — trotz allem. Unb hoch muß erst biese Liebe roieber ganz von neuem geboren werden, anders als einstmals. Der Mann, der dort vor ihr sitzt, ein Offizier Der großen Armee, einer von hunDerttausenD, will geliebt fein wie zuvor Schoner als je findet der Hauptmann feine Frau: Leid, Warten und Hoffen haben ihre Züge geadelt. Etwas Großes und unnennbar Schones steht in ihrem Gesicht. „Daß Du wieder bei mir bist — Jeanette! ... Ich freue mich, Jeanette--ich freue mich so ..." Mit aller Zärtlichkeit, deren er noch fähig ist, küßt er ihre Hände. Nur schwer findet der Mund, Der Durch Dieser Hauptmann Lesevre noch nicht Der Schlechteste." Tobias melhet, Daß ber Tisch für bie Herrschaften gebeckt sei. „Wirb wenig festlich sein!" meint ber Baron mit bitterem Lächeln. „Kommen Sie, Hauptmann — Sie werben einen Morbshunger im Leibe haben. Wir wollen uns wenigstens ben Heiligenabenb nicht trüber machen als nötig. Hauptsache: Wir haben Sie heil roieber!" Der Baron führt ben Gast mit ben Seinen in ben Salon, wo noch Der Gabentisch steht. Döllnitz geht ein paar Schritte Darauf zu. „Darf ich alter LanDsknecht heute nicht auch einmal Nikolaus spielen . . .?" Mit jungenhafter FreuDe legt er flink Drei zierliche Päckchen auf Den Tisch, bie er sorgsam ben Taschen seines Rockes entnommen hat. „Unb bas ist für Sie, Baronesse!" Mit chevale- resker Geste beutet er auf bas Päckchen, bas er zuletzt aufgelegt hat. Lächelnb öffnet es Maria. Freudiges Staunen: Ein schimmerndes Armbanb fällt auf bas zarte Weiß ihrer Hanb. „Aus Petersburg — echt russischer Bernstein, Baronesie! Ich hoffte, Ihnen eine kleine Freube zu machen — muß auch sein in dieser schweren Zeit!" Unb Döllnitz fragt, ba sie gar nicht antworten will: „Hab ich bas Richtige getroffen?" Da kann ihm Maria nur Die Hanb brücken unb ihm voll stillen, schlichten Dankes in bie Augen sehen. Ader bieser Blick ist für Den Hauptmann schöner, als taufenD Worte. Jahre Befehle für Blut unD ToD gab, Worte Der Liebe. „Alles roirh gut werben — Rene ..." Frauliche Finger streichen sanft über bie schweren, harten Hände. „Wir wollen heute bem Schicksal bankbar fein — trotz allem!" Der Hauptmann senkt nachbenkend ben Blick. „Wenn es bir recht ist, Jeanette, wollen wir für morgen beinen Retter zum Diner bitten." „Nicht einmal seinen Namen weiß ich! Aber ich werbe selbst ben Fremden bei seinen Freunden auf- suchen unb ihn zu Gast laben." Sie zieht Renss Arm bittend zu sich. „Sei sreunblich zu ihm — obwohl er ein Deutscher ist .. Der Hauptmann lächelt. „Ich weiß, was ich beinern Retter schulbig bin, chsrie ..." Er bietet Jeannette ben Arm und beutet zum Gabentisch. „Ich badjte, es wirb bir ein wenig Freube machen, Jeannette!" Er führt seine Frau vom Kaminplatz hinüber, wo unter Tannengrün Geschenke warten. 4. Unten im Dorf, im Gasthof „Zum Hirschen", liegt seit Monaten französische Solbatesta in Quartier. Der Gastwirt Mertens kann sich nicht beklagen: Noch nie hat sein Geschäft so geblüht wie heuer. Zwar sinb feine Stammgäste, ber Franzosen wegen, allmählich ganz ausgeblieben, aber beren Zeche ist bei ber Not im Lanb ohnehin mager, unb dafür bringen Die fremDen SolDaten reichlichen Ausgleich. Fast ihre ganze Löhnung bleibt hier hängen. Zechprellerei gibt es nicht — Dafür hat ihr Hauptmann bei Zeiten gesorgt. Der alte Mertens hat einen schönen Wahlspruch in zierlicher Bauernmalerei zu seinen Häupten über ber Theke hängen. Ein reifender HänDler hat Die Tafel einst aus Dem Pommerschen mitgebracht, unD Mertens ist ein Diplomat, der sich streng an Den weisen Spruch hält: Hier sup Die Duhn UnD fret bi bick Un hol bin Mui Von Politik! _ Die Tur wirb aufgerissen. Mit seinen schweren Stiefeln stampft ber Korporal Lanbry, keuchenb, sich bie klammen Hänbe reibenb, in bie Gaststube. Hinter ihm seine Leute, bie eben von einem Patrouillenritt in bie Winternacht ber schlesischen Berge zurückkommen. Ein ©renabier springt hinzu und nimmt Dem Herrn Korporal, Der sich's, breitbeinig mitten im Raum stehenD, würDig gefallen läßt. Den schweren verschneiten Schafspelz ab. Dann schreitet her alte Haudegen zum Stammtisch am warmen Ofenplatz und lehnt sich wohlig an Die bauchigen Kacheln. Mit einer Hanbbewegung läßt ber Korporal Die in strammer Haltung wartenden Soldaten rühren und besiehst zur Theke hinüber: „Wirt — eine otu- Aus aller Welt. Haftbefehle gegen frühere Vorstandsmitglieder Der Breslauer Ortskrankenkasse. Der Untersuchungsrichter beim LanDgericht in Breslau hat gegen Den Architekten Kleemann, Die Gewerkschaftssekretare Senk unD Meise, Den Geschäftsführer Eickertz, Den Bureaubirektor Kirchhoff unb ben Fabrikbesitzer Kretschmer Haftbefehle erlassen. Die Genannten stehen im Verbacht, vorsätzlich zum Nachteil Der Breslauer Allgemeinen Ortskrankenkasse über Beiträge unD über Vermögensstücke Der Allgemeinen Ortstranfen- taffe absichtlich zu Deren Nachteil verfügt zu haben. Verwandlung von loDesftrafen in Zuchthausstrafen. Wie Der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat Der preußische Ministerpräsident Göring bie gegen ben landwirtschaftlichen Arbeiter Franz Lehmann, sowie ben Schnitter Anton Potocki verhängten Todesstrafen im Gnabenwege inlebenslängliche Zuchthaus st rafe umgewan- b e 11. — Lehmann ist im Wieberausnahmeversahren burch Urteil bes Schwurgerichts in Torgau 1931 wegen Morbes an bem Chausseebauaufseher Müncheberg zum Tobe verurteilt worben. Der TOorb würbe bereits im Jahre 1921 verübt. Lehmann war zunächst 1921 von bem Schwurgericht in Torgau freigesprochen worben. Das Verfahren würbe roieber ausgenommen, weil Lehmann in ber Zwischenzeit ein Gestänbnis abgelegt hatte. — Potocki ist Durch Urteil Des Schwurgerichts in Prenzlau 1931 wegen MorDes an bem Strafanstaltsoberwachtmeister Neubauer in Prenzlau zum Tobe verurteilt worben. Der in biesem Verfahren mitangeklagte Schlächter Heinrich Pilgram war wegen Totschlags zu zehneinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt worben. Gewinnauszug 2. Klasse 41. Preußisch-Eübdeutsche (267. Preuß.) Slaats-Losterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 2. Ziehungstag 18. Mai 1933 3n der heutigen Vonnittagsziehung wurden Gewinne übet 300 M. gezogen 4 ®e»lnn« ,u 6000 M. 238070 243200 2 (üttomne ju 3000 M. 189758 16 »ttoinn« a 2000 <7H. 646P7 76648 109694 201391 211023 312651 363589 373255 20 »etrnnn« »a 1000 OT. 113576 148728 160435 179863 192046 216184 231106 258986 292991 303766 30 E.wlnn. ,u 800 M. 21189 35333 61912 64171 88439 99101 127944 184307 226039 245293 262912 266846 267193 326187 332487 62 ertrmnt -u 600 =m. 23492 27149 29994 39463 129256 158140 180473 186954 194294 229048 232169 237639 245620 247424 263095 272217 284001 292551 294133 296493 302946 338944 341533 359702 370619 38680-’ ön der heutigen Nachmitlagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen 2 ettoinnt iu 6000 M. 29806 4 »eiDlnne ,o 3000 M. 93640 178573 2 «etDlnnt ju 2000 M. 221473 22 ®en>tnne ,u 1000 M. 20074 76285 77343 100368 172823 287825 316298 322109 341438 360890 386313 32 ettomn* 800 M. 10383 2 3126 45394 93811 143434 167126 172926 260126 261305 277640 290295 302761 310540 341884 349497 367892 42 ®»tt>tnn« »u 600 ♦es Ö x= o <51 i— Ä* <3 r> c-, E E <5 s E ■ E E E e E X.P og •E“2 c L e E ts- a a u = E e> c-° 5=5 „-e-E* ZZL =" I E A = E i e-2« Oe . . °— u — «—»»tXQAcE — E 9gl^«.3.£2K ’S c .£ * S?:S ■=~ bS. ES 3- £ Zsr-S - _SE C "5. V CS ?« = :5ß 0 ;=r^si -=o t ~ e 3 o A E 'S-ff, - Ä ar- s 3 - ± ES SA — E A c «•»•i E CD 0.^2 c E :C 5 E OE^CX- E o £ o ®räS*2 so- 5 "® BP’S. A-°~ A E ato> o •IS ,1- a »i E S. A — °E 5 — E * E A O E « a Ri- B 5 * ■•. c±i ea 8 E <= O O E E^-- ' L jc'l A - o = — C o ®iy> A e'^ tf> -S'i t"*3 e B -g-JE __uc ex .. = -,T.? = = e :«9 =. - sei E^ 2' £MgägÄS- -S? EN a E a> w B A Gi SE CX^ o — . — E -Eu E--C a 2Ä Q — r- €Äc .2 EÄ ° KhE EÄ ° A S J] *» _. JE . = ! = — JO c Su»S 0 2«^- i»e.B . 3 «A t *3. a E Ä -c - o 1 X RH 3.2 " 5 ■S^oe. « -C- O - ö c O 2 — £. E CX E CDA (9 Ü-E E E - ° O“ o -SS" cä; 2 L 2 °* -gj.» u- A 2 E Vja »E E 5 A — a e E 3 E S> E O o-e -eä •2-2 s| Z4 »■* X3» * ~ A — 3®s — U tf> ES M A E A £ 33 C = QA a £ e 5C. o c o E .3 a» c E N S A L> (0 ® 67 67 sr >8 a c SA- Q G o ✓D * o .** IK sE> c-> ■O ■o Z A C 5 ex !• to y-o io E A E O dO u. 3 2to E es E KZ = M gE o A g SS ‘8 - e«-s •— E E E »*5. - A E O —; -- D 2 E§5 e E A N “ 2 2 e CD ä e EA-e- -lö Dti SA .E^ 3 eS »v A 833 .=>■ e 2tt)H O AAA xe : - o u E N ol9 ^5 5 S5$ OS 2 e ^E~e 2 e e ~- ©-g/D 2A Eo 3 E E 2 m E c .2 m 5= § 25^ ei = P &5ae cxa a 2 ge e s E E IS mA e-r O.B i_ «> N 2 N M A 5» « E O C4 e4 £= = := «jö -»-9 E - 0 X= — - 5-^ MIO a 0.2: ®2o5 gSPH « E A- -S . E^- E M £ a e ~ ex g „?e A ssio c o£ T> tf> _ ’m a — Hi ~e^ e e- aSS 2 -u o coe e-s Is? sf- cx e s s^e"Z.^e o *t3 o Sg : = =s ZEB E 8gI ZV- ,E E — ex Ll8 äsr m 2 e h| •2s® = s5 SS E = B g X) _ cH ^A^.o 2 , «10 « I ec v O _CJ-— — ^.cT CQB BX"e E® ~ E-MX —« :x“;= e-Z-e-een - °re dE O a 52 MN-» - E <$> • 5*b = E e a SA. A "g.«ö olO €ocH»(D Bä LLLA e e£ O tf> <3 M Z LLZLBZcBZA-- E® 10 -C- M 3 ~ M B«3 ^»SA§E ”Sa-s^ — - » . s Ze°D^.ff^IZ S o m e L 3 w E® Q E E8?A 2|ggx-ös B tf.C7 "ZS =3 €XiC k:® e «AS, 5 s « __a3~c = .2^ LnA^sr^D M ° ^3O"ZA s 8 « E D t» 2 B E GQ- B <0 0 10 2 2 «D B 2 S eS 55 tfi das Ausbilöungs - und Führerpersonal aus dem Kreise der Persönlichkeiten zu nehmen, die im Arbeitsdienst der RSDAP. und des Stahlhelms s ch o n t ä t i g waren und die daher als Sachverständige gelten können. Später allerdings werden nur noch solche in führende Positionen in den Arbeitsdienst hineinkommen, die s e l b st mit Hacke und Spaten in der Hand sich im Arbeitsdienst betätigt haben. Sympathieerklärung der Haupt- gememslhast des Deutschen Einzelhandels für Dr. von Äenleln. Berlin, 18. Mai. (CNB.) Die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels veröffentlicht folgende Erklärung: Die Hauptgemeinschaft des Einzelhandels hat mit Ueberraschung und Entrüstung von gewissen Bestrebungen Kenntnis genommen, die sich gegendieErnennungdesHerrnDr. von Renteln zum Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelstages durch die Reichskommissare der Wirtschaft Dr. Wage- ner und Möllers richten. Die Uebernahme der Führung des Industrie- und Handelstages durch Dr. von Renteln ist in der Wirtschaft allgemein stärkstens begrüßt worden und war nur eine naheliegende Folge aus seiner Stellung als Präsident der Reichsstände des Handels und des Handwerks und als stellvertretender Reichskommissar für den gesamten Handel. Die gegen Dr. von Renteln in Gang gesetzten falschen Unterstellungen kommen offenbar aus dem Lager der Freunde des bisherigen Präsidenten. Gerade über ihn sind aber aus zuverlässiger Quelle neuerlich Nachrichten bekannt geworden, die seine Tätigkeit in der Nachrevolutionszeit und besonders im Zusammenhang mit den Vorgängen während der Zeit des polnischen Aufstands in einem höchst bedenklichen Lichte erscheinen lassen. Er hat damals in engster Gemeinschaft mit marxistischen Führern und Funktionären wie Löbe, Hörsing usw. u. a. dieBerufungdes Feldmars challs von Hindenburg zum Führer des Abwehrkampfes gegen die polnischen Insurgenten als parteipolitische Angelegenheit bezeichnet und abgelehnt, was ihm besonders in den Ostmarken übel vermerkt wurde. Schon diese Tatsache läßt die weitere Wirksamkeit des bisherigen Präsidenten als Führer an hervorragender Stelle als unerwünscht erscheinen. Die Hauptgemeinschaft hofft, daß zukünftig alle derartigen Quertreibereien, die sich gegen die Beruhigung der deutschen Wirtschaft und gegen einen geregelten Aufbau der Berufsstände richten, endgültig unterbleiben mögen. Der erste deutsche Angrstelltenkougreß. Oie Eingliederung der Angestelltensäule in die Deutsche Arbeitsfront. Berlin, 19. Mai. (VDZ.) 3m mit Hakenkreuzfahnen geschmückten Plenarsitzungssaal des Reichswirtschaftsrates fand am Freitag der erste Deutsche Angestelltenlongreß statt. Bor m.chr als 150 Delegierten und Vertretern der Reichs- und Staatsbehörden eröffnete der Geschäftsführer der Angestelltensäule Georg S ch l o d e r (München) den Kongreß. Sinter der Führung des Führers der Deutschen Arbeitsfront, Staatspräsident Dr. Leh werde die gesamte Reorganisationsarbeit für die Angestelltensäule bis zum 1. 3uli fertiggestellt. Die neue Angestclltenfront umfasse rund drei Millionen deutscher Angestellter. Oer Führer der Oeutschen Arbeitsfront, Slaatsratspräsident Or. Ley, wies darauf hin, daß es wie ein Traum wirke, wenn heute in einer Stunde Dinge vollbracht werden, die größer und gewaltiger seien als das, was man früher in Jahrzehnten geschaffen habe. Heute noch werde er sich mit seinen Mitarbeitern zum Führer Wolf Hitler begeben, um ihm zu melden, daß dergroße berufs ständische Ausbau in den Grundlagen vollendet sei. Ein Werk, das die Basis für Jahrhunderte sein wird und für das der vorige Staat sowie die bisherigen Gewerkschaften viele Jahrzehnte gebraucht hätten, sei damit unter Adolfs Hitlers Führung in wenigen Tagen vollendet worden (Stürmischer Beifall). Dr. Ley gab noch bekannt, daß in dis Deutsche Arbeitsfront auch die Unternehmer einbezogen werden. Ganz wenige Grundsätze für den ständischen Aufbau würden dem Führer heute vorgetragen. Die Einzelheiten, das Paragraphenwerk, könne nicht von der Spitze durchgeführt werden, sondern nur von den Menschen, die in den Untergliederungen danach leben sollen. Dabei müsse man individuell verfahren und den Fachgruppen eventuell sogar einzelnen Betrieben gewissen Spielraum lassen. Tarifpolitik solle allerdings von den Betrieben fern- gehalten werden, weil man nicht den Arbeiter und Angestellten der Ueberrnacht des Unternehmers aus- Mefern wolle. (Lebhafter Beifall.) Der ständische Aufbau werde die organische Eingliederung des Arbei- ,icrs, des Angestellten und des Arbeitgebers in das ffrcue Staatswesen bringen und gehöre deshalb zu den vvichligsten, was die nationalsozialistische Revolution i »geschaffen hat. (Beifall.) Die „gelbe Gefahr" solle I \ Der fliegende Fuchs. \ Ein Tiermärchen von Hans Franck. Elrres Nachmittags, als der Kranich auf ein Rog- gerljeto niederging, um sich zusammenzusuchen, was er für seine Vespermahlzeit brauchte, erwischte ihn der Fuckps. Der hatte hinter einem Weidenbusch gelauert, un d ehe der Kranich es sich versah, packte er ihn beim Schlafittchen. „Das Kriegen hat lange gedauert", sagte der Fuchs, „beinah zwei Monate. Aber du sollst mal sehn, wie schnell das Aufgefressenwerden geht. Keine zwei Stunde n haben wir dazu nötig. Der Kranich fing an, kläglich um sein Leben zu bitten. „Wie Fom.m ich wohl dazu, wieder aus meinen Zähnen zu lassen, was mir besonders gut schmeckt?" lachte der Fuchs. Der Kranich versprach: Er wolle ihn zum Dank auch eine große wertvolle Kunst lehren. „Neunuy/oneunzig Künste kann ich schon", prahlte der Fuchs, „und es wäre sehr schön, wenn es endlich hundert würden. Aber jene hundertste Kunst, die ich lernen möchte, hab ich nirgendwo gefunden; obwohl ich mir (feit Jahren danach beinah die Augen aus dem Kaps gegpckt habe. Und überhaupt: Was tarnt denn .so ein langbeiniges Ungetüm wie du, mich lehrett?" Der Kranich fragte: Wie es wäre, wenn er ihm öas Fliegen beibrächte? L/„Fliegen?" horchte der Fuchs hoch auf. „Ja, das All allerdings eine Sache. Fliegen würde ich als Hundertste Kunst schon gelten lassen. Denn, weiht du, itoenn man eine Ente oder eine Gans schlecht zu spacken gekriegt hat, nicht so wie dich jetzt, sondern Uo, daß plötzlich ein paar Federn ausreißen, und pvenn dann die Biester einfach ,Brrrrr!' machen und Durch die Luft einem davonflitschen, dann wünscht [man sich nichts so sehnsüchtig wie: Fliegen können! p(ucf) fliegen können! Aber auf welche Weise soll ich Wierbein wohl das Fliegen lernen?" Der Kranich versicherte: Wenn er ihm das Leben Baffe, bann solle er mal sehn, daß es mit dem Fließen gar nicht so schwierig sei, wie er sich's denke. Hier unten allerdings wäre die Luft für ihn zum Fliegenlernen zu dünn. Aber dort oben wäre sie, wie man ja mit Augen sehen könne, mindestens dreimal so dick und trüge also viel leichter. Wenn er aber dort oben im Wolkigen das Fliegen nur erst gelernt hätte, dann könne er es hinterher auch hier unten nah bei der Erde im Dünnluftigen. „Ja, Kunststück", meinte der Fuchs, „wie soll ich zum Fliegenlernen nach dort oben kommen?" „O, nichts leichter als das!" behauptete der Kranich. „Mal einen Augenblick loslassen." „So haben wir nicht gewettet!" schmunzelte der durch die Einbeziehung der Arbeitgeber in die Arbeitsfront nicht etwa zurückgebracht werden; es solle auch keine Werksvereine geben. (Lebhafter Beifall.) Arbeiter und Angestellte sollten vielmehr a l s ebenbürtige Partner des Arbeitgebers dargestellt werden. Aber jeder dieser Partner müsse begreifen, daß Gruppen oder Klassen niemals Selb st zweck fein dürften, sondern daß das Wohl des Volkes über allem stehe. Wer, so schloß Dr. Ley unter stürmischem Beifall, das nicht begreift, ganz gleich, auf welcher Seite er steht, den werden wir brutal zur Erkenntnis dieser Wahrheit zwingen. Oer Führer der Deutschen Angestellten- verbände, Reichstagsabgeordneter A. Forster-Danzig, machte dann Ausführungen über „Die Angestelltenschaft in der Deutschen Arbeitsfront". Vier Gründe hätten zur Neubildung einer großen Angestelltensäule geführt: 1. Der Einigung im Volke mußte auch die Beseitigung der Vielzahl von Angestelllenverbänden und die Herbeiführung der Geschlossenheit der Angestellten folgen. 2. Wenn der Staat von einem Nationalsozialisten geführt wird, müssen auch die Untergliederungen im Staate nationalsozialistisch geführt werden, um eine Uebereinstirnrnung zwischen den Einzelorganisatio- nen und der Staatsleitung herbeizuführen. 3. Die Organisationen dürfen nicht mehr wie bisher Selbstzweck sein, sondern allein Mittel zu dem Endzweck des Wiederaufstieges der deutschen Nation. (Beifall.) Wer dieses Ziel als notwendig anerkennt, muß auch imstande sein, das bisher Trennende zu überwinden. 4. Der bisherige Aufbau der Angestelltenschaft war falsch und unzweckmäßig. Die Angestelltenschaft war weltanschaulich und parteipolitisch zerrissen wie das Volk. Das war schädlich für sie wie für das Volk. Dagegen fehlte die klare Abgrenzung nach Berufen. Nationalsozialistisch aber müßte die Führung der Angestelltenschaft werden, weil die Verbindung von national und sozial für das ganze Volk notwendig ist. Der Marxist ist nicht Sozialist, sondern Egoist, weil er den Klassenkampf predigt, der Egoismus ist. Die sogenannte Bürgerliche Rechte ist nicht in dem vom Nationalsozialismus erfaßten Sinne national, weil sie nicht die Sorge von den Fuchs. „Du denkst wohl, ich bin dumm wie deinesgleichen? Was du an Vorbereitungen nötig hast, mach gefälligst ab, solang ich dich noch am Flünken fefthalte." „Auch gut!" antwortete der Kranich und fing mit mächtiger Stimme an zu schreien: „Keleeeg! Keleeeg! Keleeeg!" Es dauerte keine drei Minuten, so war tatsächlich der Kollege des Erwischten da und fragte, was es gäbe. ■ Der Kranich erzählte dem Herbeigeflogenen: Der Fuchs, der ihn, wie er ja sehe, erwischt hätte, habe ihm das Leben versprochen, wenn er von ihnen das Fliegen beigebracht bekomme. Das sei doch eine ganz leichte Sache, sobald man erst einmal dort oben dicht bei den Wolken wär, nicht wahr? Aber natürlich, antwortete der zwette Kranich, kinderleichte Sache das Fliegen. Es kam nur darauf an, daß man die Flugrichtung schräg nehme. Denn abgesehen von dem ganz kleinen Kroppzeug, wie der Lerche, könne kein Vogel senkrecht durch die Luft fliegen. Alle müßten sich dabei schräg hatten, um so schräger je schwerer sie wären. Und ganz leicht sei der Fuchs allerdings nicht. „Wenn's weiter nichts mit dem Fliegen ist", meinte der auf sein hundertstes Kunststück Begierige, „dafür, daß ich mich in der Luft schräg hatte, will ich schon sorgen. Oder glaubt ihr etwa, ich kann auf der Erde geradeaus laufen, wenn ich irgendwohin will?" Also, ob’s denn nun mit dem Fliegen losgehn könne? fragte der Kranich. „Ja, los!" kommandierte der Fuchs. „Ich bin soweit." Die beiden Kraniche packten den Prahlhans bei seinen Läusen, der eine am linken, der andere am rechten, holten mit ihren Flügeln weit aus und trugen den Fuchs von der Erde empor. Schräg, versteht sich. Als sie ein gut Stück mit ihrem Fluglehrling nach oben geflogen waren, nickte der erste Kranich: Hier sei die Luft wohl dick genug, daß es mit dem Fliegenlernen losgehn könne? Ja, nickte der zweite Kranich, mehr als dick. Und die beiden Schelme ließen im gleichen Augenblick den Fuchs los. „Fleeeg!" rief der erste Kranich. „Fleeeg! Fleeeg'" „Ich flieg ja schon!" schrie der Fuchs. „Schreeeg!" befahl der zweite Kranich. „Schreeeg! Schreeeg!" a 3a, du hast gut „Schräg!" befehlen, dachte der rzuchs, dem es grün und blau vor den Augen wurde Ich bin froh, wenn ich grabe runter komme. Denn er sauste senkrecht zur Erde. . Wäre der Fuchs auf einem Ackerstück ober gar auf einem Weg gelanbet — sein hundertstes Kunststück hatte ihm bas Leben gekostet. Aber er fiel in eine weiche Sumpfwiese. Hochauf spritzte das Wasser, als er feinen Flug beendete. Länger als eine Viertel- stunde lag er im Nassen. einzelnen Volksgenossen in der notwendigen Weise in den Vordergrund schiebt, weil sie den Sozialismus überhaupt ablehnt. Beide Fronten konnten daher das deutsche Volk nicht retten, sondern mußten es zwangsläufig gegeneinander treiben. Der Nationalsozialismus hat nach den Ideen Adolf Hitlers die erforderliche Synthese zwischen Nationalismus und Sozialismus geschaffen. Es gilt, den Internationalismus und die Gleichgültigkeit gegenüber dem nationalen Sein zu überwinden. Jeder Deutsche muß schon von Jugend an zu dem Glauben erzogen werden, daß es für ihn zunächst nichts weiter zu geben hat als das eigene Volk. (Stürmischer Beifall.) Wenn nach planmäßiger Erziehung zum Deutschtum das deutsche Volk weltanschaulich einig sein wird, dann ist es wieder unüberwindlich. (Erneuter starker Beifall.) Der Vorsitzende Georg S ch l o d e r erklärte noch, daß die Deutsche Arbeitsfront Volksfront sein müsse und schloß den Kongreß mit einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer des deutschen Volkes und der deutschen Revolution Adolf Hitler. Eine hetzerische Lüge gegen dieTiSOAp Berlin, 19. Mai. (ERB.) Die Lügenabwehrzentrale der RSDAP. gibt bekannt: Die Jüdische Telegraphenagentur in Washington verbreitet unter dem 19. d. M. die verlogene Meldung, daß die Rationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei die Betriebszellen angewiesen habe, dafür zu sorgen, daß nach dem 1. Oktober keine Juden mehr in geschäftlichensowie in industriellen Betrieben tätig sein dürften. Diese Lügenmeldung Wird durch den Rachsatz in ihrer Gemeinheit insofern noch unterstrichen, daß in dieser Anweisung betont worden sei, es dürfe keine Gnade geübt und keine Ausnahme gemacht werden. Die ehemaligen jüdischen Frontsoldaten, so heißt es weiter, seien unter irgendwelchen Borwänden ebenfalls zu entlassen. — Hierzu wird bemerkt: Die Meldung ist in allen Teilen unwahr und eine hetzerische Lüge. Weder die RSDAP. noch die nationalsozialistische Betriebszellen-Organisa- tion haben einen solchen Erlaß herausgegeben. England regt Wiederaufnahme der Be- sprechungenübereinenViermächtepaktan London, 20. 2Hai. (TBIB. Funkspruch.) Der politische Korrespondent der „Daily Mail" erfährt, daß dieLesprechungenübereinenvier. mächlepakt ohne Zeitverlust wieder ausgenommen werden sollen. Die britische Regierung werde in dieser Sache jede Anstrengung unternehmen. Der Zeitpunkt gelte angesichts der Aenderung der deutschen Haltung In der Abrüstungs- srage als günstig für die Wiederaufnahme der Besprechungen, zumal da der deutsche Reichskanzler wiederum aus die Notwendigkeit einer Vertragsrevision hingewiesen habe. Es verlautet, daß die britische Regierung Vorschlägen werde, der abschließende Pakt solle nicht, wie ursprünglich geplant, fünf Jahre, sondern zehn Jahre in Kraft bleiben. Noch dieses Jahr vier neue Staaten im Völkerbundsrat. Genf, 19. Mai. (TLl.) Der Sonderausschuß des Bölkerbundsrates für die Reform der Wahl zum Bölkerbundsrat hat auf englischen Vorschlag beschlossen, den portugiesischen Antrag auf Schaffung zweier neuer R a t s s i h e für die einer festen Staatengruppe nicht angehörenden Mächte durch vorläufige Schaffung eines neuen Ratssihes entgegenzukommen. Somit werden an Stelle der sahungsgemäh jedes 3ahr ausscheidenden drei nichtständigen Mitglieder des Völkerbundsrates dieses 3ahr vier neue Staaten in den Völ- Zeitschriften. . ~ . Das Machest der „Deutschen Seit- 5,.Ä • einer "T™, Toten, des Krieges" von Paul Al- verdes. Max Claus beschreibt den durch den Sieg der nationalsozialistischen 3dee freigemachten Weg ^.ationalftaat und zu einem Großdeutschland m seinem Aufsatz „Von Großpreußen zu Großdeutschland". Ein Beitrag „Der Parthe- n°n-auf der Akropolis" von Ellrich C^stofsel ^^ullt das Wesen der klassischen griechischen Baukunst. Heinrich Schenker, Wien, steuert Er- mnerungen an Brahms" bei. W. A. Briccius vn- tersucht die Zusammenhänge zwischen national- • ‘®ir^af und mathemati- fcber Vottswirtschaftslehre, und C. M. Rappenberg macht einen neuen Vorschlag zur Reuoraa. Literarisch bedeutsom^ist äusammengestellte Heft durch eine LV "CSlc Ursula dem Riesen begeg- Zeuno von Mechow, Bruchstück euteS «och iurgedruckten Romans. Sobald der Fuchs wieder wußte, wo er war, hunwelte er nach Hause. „Na, was ist denn mit dir los?" wollte seine Frau wissen, als er dort anlangte. „Hast du vom Bauern ein Fell voll gekriegt?" „Nein", sagte der Fuchs, „ich habe heute das Fliegen gelernt." „Ach, lüg du man wieder, du alter Flunkerfritz," schalt die Frau. „Das Fliegen gelernt! Gewiß und wahrhaftig!" beteuerte der Fuchs und fügte als Erklärung hinzu, er hätte dem Kranich das Leben dafür gelassen, daß dieser ihm das Fliegen beibrächte. „Na, und wie war s denn?" erkundigte die Füchsin sich. „Ach, weißt du, Mutter," versicherte der Fuchs, „das Fliegen ist ganz leicht. Das geht sozusagen von allein." „Aber das Hochkommen?" höhnte die Frau Fuchs. „Nein," beteuerte der Fuchs, „auch mit dem Hochkommen habe ich gar keine Not gehabt. Nur: es ist ein Haken ein einziger ekliger Haken bei der Fliege- ret: das Runtersetzen, wenn man wieder auf der Erde anlangt Und das mir beizubringen hat der Kranich, eh das Fliegen losging, leider vergessen. Wenn ich ihn das nächste Mal erwische, dann laß ich mir aber erst das Runtersetzen nach dem Fliegen zeigen, und wenn der Kranich das Schwerste bei der 6lugkunst, das Runtersetzen, nicht ganz tadellos mich um!"" fann' bann bre^ "xd) if)m Iieb'er gleich den Hals Die Füchsin nickte zustimmend. ^„Jch krieg ihn schon noch einmal!" knirschte der rZuchs und rieb sich sein geschwollenes Hinterteil. kerbundsrat gewählt werden, von denen die vierte Ratsmacht nicht einer festen Staatengruppe angehören darf. Hiermit ist jedoch keine endgültige Lösung geschaffen worden. Vielmehr hat der deutsche Vertreter Gesandter v. Keller darauf bestanden, daß noch vor Ablauf der nächsten drei 3ahre die Lage erneut geprüft wird, damit das bisherige Gruppenshstem nicht verewigt werde. Aus aller Welt. Deutsche Gartenbauausstellung Berlin 1933. Die größte Gartenbau-Hallenausstel» I u n g, die je in Deutschland stattgefunden hat, wurde in Anwesenheit von 1500 Ehrengästen auf dem Städtischen Ausstellungsgelände am Kaiserdamm in Berlin feierlich eröffnet. Der Staatskommissor für die Stadt Berlin, Kühn, betonte, die Gartenbauausstellung Berlin 1933 sei die erste Gartenbauaus- stellung, die einzig deutsche Gartenbauerze u g n i s s e zur Schau bringe. Die neue Regierung trage der nationalwirtschaftlichen Bedeutung des Gartenbaus Rechnung und bereite eine Gesetz zum Schutze des Gartenbaus vor. Nach der Rede des Neichsführers des Deutschen Gartenbaus, Lange, M. d. L., hielt Präsident Darrs die Eröffnungsansprache. Er ging davon aus, daß sich die zwischen dem Reichsverband des Deutschen Gartenbaus und dem von ihm geleiteten Amt für Agrarpolitik geführten Verhandlungen außerordentlich fruchtbar entwickelt hätten. Angesichts der ernsten außenpolitischen Lage Deutschlands werde es aber schwer sein, nunmehr zu einer Lösung der handelspolitischen Probleme zu kommen. Mit hem Deutschland-Lied schloß die Eröffnungsfeier. Ein Rundgang durch die Ausstellung führt in einen märchenhaften Frühlingsgarten von herrlicher Schönheit. Unversehens befindet man sich in einem Waldpark voll blühender Alpenrosen und Azalien, ferner sieht man etwa 30 000 Tulpen und 70 000 Stiefmütterchen. Ein großer Wintergarten enthält alles, was heute die Bemühungen auf diesem Sondergebiet der Garten- und Wohnkultur erreicht haben. In einer Sonderschau „Blumen im Heim" werden unter dem Motto: Verlobung, Hochzeit, Wiegenfest usw. mit Blumen ausgestellte Zimmer gezeigt. Die Sonderschau „Deutsches Gemüse und Obst" zeigt, welche Arten von Gemüse der deutsche Gartenbau zu erzeugen und zu liefern vermag und wie auch tatsächlich deutsches Gemüse und deutsches Obst nach Güte und Frische dem ausländischen bei weitem überlegen ist. Das Kärntner Lehrerquintett des VDA. beim Reichskanzler. Das auf einer Kunstr/ile zur Werbung für die Klagenfurter VDA. -Tagung befindliche Kärntner Lehrerquintett des VDA. wurde in Berlin vom Reichskanzler Hitler zu Gast geladen. Die Gesangsvorträge fesselten den Reichskanzler und den in seiner Gesellschaft befindlichen engsten Kreis seiner Mitarbeiter so sehr, daß er mehrere Stunden lang mit, den Kärntnern zusammenblieb. Der Reichskanzler überreichte jedem der Kärntner sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift und trug ihnen Grüße an die Heimat auf. Die Einäscherung des Generals von Franxois. Unter großen militärischen Feierlichkeiten sand im Krematorium in Berlin-Wilmersdorf die Einäscherung des Generals der 3nf. a. D. b. Francois statt. 3m Trauergefolge sah man außer nächsten Angehörigen, Geheimrat Kammerherr a. D. Berthold v. Francois und seiner Gattin, fast die gesamte Generalität der alten Armee und Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden. Kaiser Wilhelm II. hatte einen Kranz gesandt, der von Oberstleutnant v. G r o t e am Sarg niedergelegt wurde. Als Vertreter des Kronprinzen nahm Oberstleutnant Arendts an der Trauerfeier teil. Reichspräsident Generalfeldmarschall von Hindenburg traf in Begleitung seines Sohnes ein. Oberpfarrer und Hofprediger Richter-Reichhelm hielt die Gedächtnisrede, der er das Bibelwort „3ch habe einen guten Kampf gekämpft" zugrundelegte. Hygiene des Lesens. Die oft gehörte Behauptung, daß heute weniger gelesen werde als früher, ist zweifellos nicht richtig. Man könnte eher sagen, daß die Druckerschwärze noch niemals einen so gewaltigen Ein- fluß auf die Menschheit ausgeübt hat wie in unfern Tagen. Daß die geistige Rahrung vielfach so geringe Wirkungen hinterläßt und die. Bildung gar häufig zu der Menge des genossenen Lesestoffs im umgekehrten Verhältnis steht, liegt mcht am Mangel, sondern an der Art des Lesens. 3n unserer aufgewühlten und wirren Epoche dient die Lektüre viel weniger der Sammlung und Ver- tiefung als der Betäubung und der Ablenkung. Für viele bedeutet ein spannender Roman dasselbe wie eine Zigarette oder gar wie ein Rausch- giff. Gegen diesen Mißbrauch des Buchs wendet sich der bekannte englische Verleger Cecil Palmer indem er eine bessere „Hygiene des Lesens" fordert: „Es gibt heute viele Tausende, die sich sogar damit brüsten, jeden Tag ein Buch zu öer- schlingen und am Sonntag zwei, und die das Sinnlose eines solchen Tuns nicht einmal ahnen. Sie lesen, wie andere Menschen rauchen — ununterbrochen, automatisch und freudlos. 3ch kenne eine ganze Gattung von Lesern, die begeistert von dem neuesten Werk erzählen, das sie Der* schlangen haben, und wenn man etwas näheres über den 3nhalt wissen will, unfähig sind, davon etwas anzugeben. Diese rasenden Leser überfliegen die Seiten in dem fieberhaften Drang, den Höhepunkt der Geschichte möglichst rasch zu erreichen, schnell ihre Spannung zu befriedigen nn7„<)amic x?r;r einfachen Reugier zu genügen. diese Weise irgendein gewöhnlicher ^Schmöker erledigt, so geschieht wenigstens dem Verfasser kein Unrecht. Aber der Alles-Ver» schlinger verliert dadurch die Fähigkeit, überhaupt zu einem bedeutenden Werke des Schrift- tums die richtige Stellung zu finden und er be- ll'? dadurch der Möglichkeit, aus teert-1 polten Buchern den Genuß und den inneren Dor- teu zu gewinnen, den sie bei richtiger Ausnützung bieten konnten. Der ernste Dichter, der mit seinem Stoff ringt, der unendliche Mühen auf feinen Stil verwendet, kann durch ein solches Publikum 3nr ^-Lr^^llung gebracht werden, denn er merkt fa;r„m»aS^ er umsonst schafft, auch wenn, soviel gelesen werden. Letzten Endes muß diese ungeistige Haltung der Lesenden auf die Schaffenden einwirken und das Schrift-- tum zum Riedergang verurteilen. Ein Publikum das nicht den Wahnsinn einsieht, Bücher zu be- «ü» touren es Z garettey. hat fein Recht auf gute Literatur verwirkt." Aus der provinzialhaupistadl D. Red. lichung zu. Die Ausfchüffe des Gießener SiadlratS gewählt: Ableitung eiten: Hof. Stadtfchulaml: Nico- Dr. der Rundfunkprogramm zur Su dHeimer, Pape, Lol- Dr. Pauly, Schneider. I \ schäft Bernhard Edler v. G r a e f e die Gedenkrede hält. Gewöhnliche Preise. Ansang 20 Albt, Ende 23 Alhr — Samstag, 27. Mai, letzte Opc- rettcn-Borslcllung der Spielzeit 32 33 mit der Ausführung der Operette „Liselott" von Äün» necke als 3l. Darstellung (vorletzte) im Mittwoch- Abonnement. Spielleitung Paul Wrede; musikalische Leitung, Kapellmeister Fritz 6 u j 6; choreographische Leitung. Ballettmeister Gwald D ä u l k e. Ermäßigte Opcrettenpreise. Ansang 19 30 Uhr, Ende 22 30 Uhr. sransoir. Seiten sand rsdorf die 3nf. a. D. e saH man Jammer' inb seiner der alten inb ftöbti* 11. hatte istleutnant irbt. Als irsüeutnant L W« §inbcn< ohncs ein. r-Rcich- das Iibel« gekämpst" Sprechstunden der Redaktion. 1130 bis 1230 Uhr. 16 bls 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. Nationalsozialisten der Universität Gießen! Unter dieser Ueberschrift geht uns der nachstehende Aufruf mit der Bitte um Deröffenl- mg für bit befindliche 'be in Ser- ifl geladen, kanzler und lgften kreis re stunden lblieb. Ter imtner fein trug ihnen Bönsel, Metzgermeister Rau. Finanz-Ausschuß. Rats-Ausschuß. Pape, Sudheimer, Kurz, Bartholomäus, laus. Verwaltungs-Ausschuß. Dieselben und Geh. Rat Fromme, Professor Rudolf Herzog, Hellmuth Mueller-Leutert. Kuratorium der Studienanstalt: Wolkewitz, Wenderoth, Blum; als Vertreter Eltern: Facharzt Dr. Weyl. Schul-Ausschuß: Rats-Ausschuß. Wolkewitz, Sudheimer, Lotz. Theater-Ausschuß: Rats-Ausschuß. Bartholomäus, Wolkewitz, Hahn, Nicolaus, Lembke. Verwaltungs -Ausschuß. Dieselben und Schulrat Dr. Hcnß, ein noch zu benennender Direktor der höheren Schulen, Professor Dr. Kuhn. Schulvorstand: Blum, Wolkewitz, Lembke, Walter, Friedrich, Grahlmann, Bartholomäus, dan. Schulvorstand für die kaufmännische der Fortbildungsschule: Sudheimer, Lembke, Pape; ferner: Prokurist Haas, Berufsschullehrer Otto Schulvorstand für die gewerbliche Abteilung der Fortbildungsschule: Bartholomäus, Walter, Grahlmann; ferner Autoschlosser Heinrich Appel, Schreinermeister Martin Von dem Pressereferenten der Gießener Stadt- Verwaltung wird uns mitgeteilt: Der S t a d t r a t hat in der nichtöffentlichen Sitzung am 11. Mai seine Ausschüsse gebildet und nachstehende Mitglieder in die Ausschüsse ** Lotz, Sudheimer, Wolkewitz; ferner: Frau Elfriede Fischer. Kuratorium der Gewerbe- und Maschinenbauschule: Blum, Kurz, Bartholomäus, Pape, Nicolaus, Lotz, Walter. Wohlfahrts-Ausschuß: Rats-Ausschuß. Walter, Lembke, Nicolaus, Friedrich, Blum. Verwaltungs-Ausschuß. Dieselben. I führt in 1 herrlicher ' in einem d Azalien, nb 70 000 'n enchält lern con- f erreicht heim" »eit, Wie. immer ge. unbDbff he Tarten- ib wie auch 5 Obft nach bei weitem Sonntag, 21. Mai. 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.25: Choralblafen. 8.35: Evangelische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chor- gesangs. 10.35: Hölderlin sieht das deutsche Schicksal. 11: Hörbericht vom Automobil-, Flug- und Motorrad-Turnier. 11.30: Reichssendung: Kantate „Was willst du dich betrüben?" von Ioh. Seb. Bach. 12: Millagskonzert I. 13: Mittagskonzert II. 14: Zehnminutendienst der Landwirdschastskammer Wiesbaden. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 15.45: Staffelhörbericht vom internationalen Aulomobilrennen des ADAC; als Einlage: Schallplattenkonzert. 17.15: Nachmittagskonzert. 18: „Ein Lump und fein Handwerk: Der Wilddieb". 18.25: Kaczmarek Zwo. Lustiges vom Kommiß in Lied und Wort. 18.50: Sportnachrichten. 19: Reichssendung: „Annaberg", Hörspiel von Kurt Eggers. 19.30: „Das Liebesoerbot", große Oper in 2 Akten von Richard Wagner. 22: Lustige Einlage. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Verwaltungs-Ausschuß. Dieselben. Land- und forstw. Ausschuß: Rats-Ausschuß. Nicolaus, Noll, Lembke, Soldan. Verwaltungs-Ausschuß. Dieselben und Oberforstmeister Lipp, Professor Dr. Funk (für Land- und Forstwirtschaft). Weinhändler August Schwan, Weinhändler Ernst Nie- mann, Dr. med. vet. Karl Schleimer. Schneidermeister Ernst Hartmann (für den Pferdemarkt). Rechts-Ausschuß: Rats-Ausschuß. Hahn, Pape, Soldan. Sozialpolitischer Verwaltungs-Ausschuß. Dieselben. Rechts-Verwaltungs-Ausschuß. Dieselben und Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt Rohn, Landgerichtsrat Knauß, Landgerichtsrat Leun. % :nMgn; der beut. be. ten drei W bat "folgt Spruchstellen: Spruch st elle 1. Instanz. Walter, Nicolaus. S p r u ch st e l l e 2. I n st a n z. Grahlmann, Wenderoth, Soldan, Wolkewitz (All gemeine Fürsorge). Grahlmann, Wenderoth (Geh. Fürsorge). Jugendfürsorge-Ausschuß: Lotz, Pape, Blum, Pfarrer Lenz, Frau Rechtsanwalt Peters. Turn- und Sport-Ausschuß: R a t s - A u s s ch u ß. Sudheimer, Pape, Wenderoth, Wolkewitz. Verwaltungs-Ausschuß. Dieselben und Adolf Münker. Verwaltungs-Ausschuß. Dieselben. Ferner in Schlachthosangelegenh Oberoeterinärrat Dr. Monnard, Metzgermeister 1933. 1 u 3 ft e f. W ®urbe s bem rSm in »fü! ^tlenbou. enbauQU£, lbQU‘t. ^Sitrung bei Ätbe bes 'a*iQe, :,r°ifnung5. wus und Jilfltfübr. War ent. Witifoen nun. Wn Sro- öffnen. Große Erweiterungsbauten, teilweise nm jrn« scitigen Ufer der Lahn, geben der Badeanstalt ein vorteilhaftes Aussehen. Ein neuer zweistöckiger Aus- kleidezellenbau begrenzt das Bad nach Süden. Durch Verlegung des Damenbades auf das gegenüber« liegende Ufer wurde das Familienbad um ein beträchtliches Stück erweitert Insgesamt stehen den Besuchern nunmehr 400 Einzelauskleidekabinen und 15 Hallen zur Verfügung. Es ist ein freundlicher Bade platz geschaffen worden, der allen Badegästen viele Annehmlichkeiten bieten wird. Damil tragt die Müllersche Badeanstalt ihren Teil zur Verkehrswerbung für einen Sommerausenthalt in unserer Stadt bei. — Aus der besonders für sportliche Wettkämpfe hergerichleten 50-Meter-Bahn wird am 2. Juli ein Schwimm-Slädtekamps aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens des Gießener Schwimmvereins ausgetragen werden. Daran beteiligen sich hervorragende Schwimmer aus 'Bonn, Wiesbaden und Kassel. Außerdem wird der bekannte Kunstspringer und Deutsche Meister Heinz Plumanns (Köln) an diesem Tage sein Können unter Beweis stellen. •• Ehrenvolle Ernennung eines Gir- ß e n e r s. Man teilt uns mit: Dr. Otto Henning, der 1. Vorsitzende des Goethe-Bundes, Gießen, der als Leiter der Abteilung für Lortragswesen in der Gesellschaft für Volksbildung Berlin tätig ist, wurde zum Hauptgeschäftsführer dieser Gesellschaft ernannt ’* Besuchszeiten der Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. Die Müllersche Badeanstalt wird heute ihre Pforten für den allgemeinen Badeoerkehr Bau-Ausschuß: Rats -Ausschuß. Blum, Soldan, Grahlmann, Lotz, Noll. Verwaltungs -Ausschuß. Dieselben und Reg.-Baurat Kuhlmann. Betriebs-Ausschuß: Rats-Ausschuß. Kurz, Nicolaus, Bartholomäus, Grahlmann, Soldan. Stunde der Nation: Konzert des Nationalsozialistischen Reichs-Symphonie-Orchesters. Werke von Max Reger. 20: Unterhaltungskonzert. 21.10: „Der ge: ftirnte Himmel über dir". 22: Deutscher Almanach. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Donnerstag, 25.2Hai. 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.30: Katholische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 11.30: Reichssendung. Kantate „Aus Christi Himmelfahrt allein" von Ioh. Seb. Bach. 12: Mittagskonzert I. 13 20: Mittagskonzert II. 14.30: Kasperlstunde. 15.20; Stunde des Landes. 16: Nachmittagskonzert. Als Einlage Hörbericht vom „Großen Preis von Hamburg". 18: „Hermann Lietz, der Vorkämpfer für völkische Erziehung der deutschen Jugend". 18.25: „Der Kampf im Baltikum". 19: Buntes Brettl. 20: Wien bleibt Wien. 21: Ali Pascha, Oper von Alb. Lortzing. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Freitag, 26. Mai. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 11: Auslagesen, düng: Schlageter Feierstunde in allen Schulen. 12 10: Mittagskonzert I 13.30: Mittagskonzert II. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Aerzleoortrag: Dcuijche Rassenpflege. 18.25: „Die Bienen, der Bien", Blau- derei eines alten Imkers. 19: Reichssendung: Stunde der Nation. 20: Auflagesendung „Schlageter", Drama von Hanns Iohst. 22: Deutscher Almanach. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Samstag. 27. Mai. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30 bis 14.30: Mittagskonzert II. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: „Die evangelische Kirche und der neue Staat". 18.30 Wochenschau. 19: Reichssendung: Stunde der Nation: „Der Schwarzwald — ein deutsches Grenzland". 20: 9on« zert der Militärkapellen der Garnison Wien. 21.45: Buntes Brettl. 2? 45 bis 24: Nachtmusik. 24 bis 0.30: Auslagesendung: Gedenkfeier am Grabe Schlagcters in Schönau mit Ansprache. Fürsorgebeirat: Sudheimer, Blum, Noll, Bartholomäus, Wende roth, Lotz, Friedrich, Lembke, Kurz. verwaltungsausschuß für Jugendwohlsahrt: Sudheimer, Blum, Noll, Bartholomäus, Wenderoth, Lotz, Friedrich, Lembke, Kurz; ferner: 3 Bor treter der freien Bereinigung der Jugendwohlfahrt und der Jugendbewegung: 1. Frau Dr. Elfriede Fischer, 2. August Wolf, Gießen, 3. Professor Dr. Hummel. Kriegerfürsorgebeirat: Karl Bücher, Lina Schwöbei Wwe., Josef Simon, Frau Rechtsanwalt Schäfer, Frl. Hochstätter, Dr. Pauly. niederliegenden Obst- und Weinbau den so dringend notwendigen Absatz verschafft, als auch gleichzeitig die Einfuhr von Auslandsobst wirksam einzudammcn in der Lage ist. Zudem ist die Süßmostbereitung mit keinerlei besonderen Schwierigkeiten oder Kosten verbunden. Jede Hausfrau, jeder Kleingärtner kann selbst Süßmost Herstellen. In gemeinnütziger Weise stellt die Lehr- und Der- suchsanstalt für gärungslose Früchteverwertung in Ober-Erlenbach bei Frankfurt a. 1 ihre Kenntnisse und Erfahrungen der Allgemeinheit Gleichschaltung der Hochschulen bedeutet, ihre geistige Durchdringung mit nationalsozialistischem Ge- danken- und Anschauungsgut im passiven und positive Gemeinschaftsarbeit am Ausbau des neuen Reiches im aktiven Teil ihres Vollzuges. Eines ist so notwendig wie das andere, und eines ist nur denkbar in engster Verbindung mit dem anderen. In dieser Erkenntnis ruft der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund an der Universität Gießen alle nationalen und sozialistischen Mitglieder der Alma mater Ludoviciana, Professoren, Dozenten, Assistenten, Beamten und Angestellten, sowie alle Kommilitonen zum Zusammenschluß in einer Nationalsozialistischen Arbeitsgemeinschaft der Unioer- sität Gießen auf. Als Keimzelle neuer deutscher Lebensgestaltung soll eine ideale Werkgemeinschaft über alle bestehenden Unterschiede und Hemmungen hinweg ihre Aufgaben an Volk und Staat erfüllen. Dient diesem Ziel! Schafft mit an diesem Werk! Werdet ein Glied der Nationalsozialistischen Arbeitsgemeinschaft. Teilnahme an dieser Arbeitsgemeinschaft setzt nicht Parteizugehörigkeit zur NSDAP, voraus. Anmeldungen werden im Zimmer der Studenten- schäft, Universitätszimmer 6, im Hauptamt für politische Erziehung, Bismarckstraße 24, und bei allen Fachschaftsleitern entgegengenommen. Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund hocyschulgruppe Gießen. gez. Bernhard Edler o. Graeve. Zur Abwicklung von Zugabegeschästen. Die Staatspressestelle teilt mit: Aach der Der» vrdnung des Herrn Reichspräsidenten zum Schutze der Wirtschaft vom 9. März 1932 bestand kein Zugabcverbot, wenn der die Zugabe Gewährende sich bereit erklärte, an Stelle der Zugabe einen festen, von ihm ziffernmäßig zu bezeichnenden Geldbetrag bar auszuzahlen, der nicht geringer als der Einstandspreis der Zugabe sein durfte. Bei dem Angebot oder der Ankündigung einer solchen Zugabe war auf das Recht, an Stelle der Zugabe den Darbetrag zu verlangen, hinzuweisen, sowie hinsichtlich jeder Zugabe der für sie zu zahlende Barbetrag anzugeben. Diese Ausnahme vom Zugabeverbot ist durch das Gesetz über das Zugabewesen vom 12. Mai d. 3. mit Wirkung vom 1. September d. 3. beseitigt worden. Ansprüche aus vorher eingeleiteten Zugabegeschästen bleiben unberührt. 3edoch dürfen die auf Grund der ausgehobenen Vorschrift aus- gegebenen Gutscheine nach dem 31. Dezember 1933 nur noch durch Zahlung des an Stelle der Zugabe angebotenen Barbetrags eingelöst werden. Reicht die Zahl der im Einzclfall zur Verfügung stehenden Gutscheine zum Bezug des ganzen Darbetrags nicht aus, so kann nach dem 31. Dezember 1933 ihre Einlösung durch einen verhältnismäßig geminderten Betrag verlangt werden. deutsche trinkt Süßmost! 3edes 3ahr gehen Millionen Mark ins Ausland zum Ankauf von Obst, Südfrüchten und Süßweinen. Auf der anderen Seite haben deutsche Obst- und Weinbauern schwer um ihre Existenz xu kämpfen. Trotz reichen Ernteertrags kommen sie ost nicht einmal auf ihre Gestehungskosten. Um aus diesem Mißverhältnis einen Ausweg zu finden, genügt vielleicht ein kleinerer Anreiz, zum stärkeren Genuß des Süßmostes, jenes köstlichen Getränkes, das für die Gesundheit so förderlich ist und nicht die üblen Folgen übermäßigen Alkoholgenusses nach sich zieht. So sehr man den Süßmost vom volksgesundheitlichen Standpunkt aus nur empfehlen kann, so wichtig ist auch seine Bedeutung in volkswirtschaftlicher Hinsicht, da die Sühmostbereitung sowohl dem schwer darzahlreichen Besuchern in den „Deutschen Spielen deutscher 3ungcn“ Geist und Einstellung einer neuen Front klar werden soll. 3n bunter Folge wechseln Darbietungen aller Art, Dolksspie^, Lieder, Eprechchöre. Der hessische Ministerpräsident wird sehr wahrscheinlich an diesem Tage auch einmal der Münzenburg einen Besuch abstatten. Don München wird der Dundesführer des Jungvolks von Deutschland und Oesterreich zu unseren 3ungen kommen Deide werden sprechen und allein hierdurch diesen Tag zu besonderer Dedeutung kommen lassen. Abends flammt dann aus dem Burg- Hof das Pfingstseuer, weithin von neuer deutscher Jugend kündend, begleitet von den Zeuersprüchen der 3ungcn, umhallt von brausenden Kamps- liedern, während der Bundesführer die Feuerrede hält. Der Montag bietet allen Freunden und Besuchern noch einen Einblick in das Leben und Treiben der 3ungvolkgruppen, wenn auf der Festwiese in der Burg und in dem frisch-fröhlichen Lagerleben Ernst und vor allem Scherz zu ihrem Rechte kommen. Am Samstagabend tritt der große Kreis dieser 3ungen zu einer schlichten Gefallenengedenkstunde zusammen- 3m Geiste der Toten, deren in dieser ersten Abendstunde gedacht werden soll, wird überhaupt das Treffen stehen. Eine neue 3ugend. ünb doch, wie ihre Kameraden vom großen Kriege, lebend und glau-1 bend für und an das ewige Deutschland! Hessischer Zagdklub in Gießen. Die Ortsgruppe Gießen des Hessischen Jagdklubs feierte — wie man uns berichtet — vom 12. bis 14. Mai ihr erstes Stiftungsfest. Die Feier wurde eröffnet durch die übliche Monatsversammlung, bei der der 1. Vorsitzende einen Rückblick über den glänzenden Verlauf des ersten Vereinsjahres gab und dabei besonders wieder auf die Bedeutung und die günstigen Auswirkungen des erst vor kurzem erfolgten An- chluffes an den Hessischen Jagdklub hinwies. An- chließend folgte die Bekanntgabe einer größeren Zahl Neumeldungen und Neuaufnahmen, die wiederum beweisen, wie berechtigt die Neugründung des Jagdklubs Gießen war. Jeder Weidmann müsse sich heute klar darüber sein, daß die Vereinsarbeit gerade auf weidmännischem Gebiet Großes für Volk und Vaterland leisten kann. Kein Jäger dürfe deshalb beiseite stehen. Im Anschluß an die geschäftlichen Verhandlungen sprach Weidgenosse Dentist Fritz Friedrich über die Deutsche Jagdausstellung in Köln, die für ihn als Kenner der Gehörnbildung und Fachmann für Altersbestimmungen der Gehörne, wie für jeden Besucher der Ausstellung ein Erlebnis war. 11. a. berichtete er insbesondere über Reviersammlungen, die eine deutliche Sprache über weidmännische Jagen und Hegen sprächen. Jeder Forstmann und Jagdbe- ftänber, der auch einem anderen Weidgenossen den Abschuß eines Bottes in seinem Revier gönne, müsse zunächst darauf sehen, daß in erster Linie das Grobzeug, der kranke Bock, der keinerlei Zuchtwert habe, zur Strecke gebracht werde. Erft nach dem Abschuß eines Schädlings könne als Belohnung ein weiterer guter Bock in der Blattzeit freigegeben werden. Den zweiten Teil der Feier bildete das Preis- schießen zu dem die Schützengesellschaft 1926 in liebenswürdiger Weise ihre Schießstände zur Berfü- gung gestellt hatte. Geschossen wurde auf 100 Meter, Bockscheibe. Die beste Schußleistung und den 1. Preis errang Weidgenosse Unteroffizier 21 cf d a, der mit drei Schuß auf 20er Scheibe 59 Ringe erzielte. Von den weiteren Preisträgern, die die 15, zum größten Teil gestifteten, Ehrenpreise erwarben, seien nur die ersten sechs noch genannt: Die Weidgenossen 6 t r e i f f, Forster Walter, Schneider, Keißner, Röhrig und Dr. Bamberg. Die fünf gestifteten Ehrenscheiben wurden von den Weidgenossen Faber, Streiff, Lanz, Friedrich und Jäger herausgeschossen. Mit einer gemütlichen Familienfeier mit Preisverteilung im Vereinslokal „Deutscher Hof", wurde das erste Stiftungsfest würdig beschlossen. Daten für Samstag, 20. Mai. 325: Konzil zu Wicäa; — 1664: der Architekt Andreas Schlüter in Hamburg geboren; — 1764: der Bildhauer Gottfried Schadow in Berlin geboren; — 1798: der Stenograph Wilhelm Stolze in Berlin geboren; — 1846: der Heerführer Generaloberst Alexander von Gluck in Münster geboren; — 1917: Ende der Frühjahrsschlacht bei Arras. Talen für Sonntag, 21 Mai 1471: Albrecht Dürer in Nürnberg geboren; — 1506: Christoph Kolumbus in Valladolid gestorben; — 1527: König Philipp II. von Spanien in Valladolid geboren; — 1809: Sieg der Oester- reicher über Aapoleon bei Aspern und Eßling; — 1849: llnabhängigkeitskampf der Ungarn: (9ör- gei erstürmt Ofen, Einzug des „Gouverneurs" Kossuth und Eröffnung des Reichstags in Pest; — 1925: Einweihung des Hauses des Deutschtums in Stuttgart. VornoNzcn. — lagestalenöerfürSamstag: Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen, 17,15 Uhr, Großer Hörsaal der Universität, Festsitzung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Tochter des Regiments". — Astoria-Lichtspiele, Sei- tersmeg: „Ich geh' aus und du bleibst da" und „Sirenen um Mitternacht". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Sonntag. 21. Mai, bleibt das Theater geschlossen- — Dienstag, 23. Mai, 32. und letzte Abonnements-Vorstellung im Dienstag-Abonnement; unter der Spielleitung von 3n- tendant Dr- Rolf Prasch Erstaufführung des Schauspiels: „Schlageter" von Hanns 3ohst, mit Frau Auguste Prasch-Grevenberg, Ehrenmitglied des Meininger Landcslheatcrs. und Ludwig L i n k m a n n vom Rcußischen Theater Gera als Gästen. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 biS gegen 23 Uhr. — Mittwoch, 24. Mai, bleibt das Theater wegen der Bespiclung des Kurthcaters Bad-Rauheim durch das Ensemble des Gießener Stadttheaters geschlossen; die Mittwoch-Abonnements-Vorstellung wird daher auf Samstag, 27. Mai, verschoben. — Freitag, 26. Mai, sinket als 32. und letzte Vorstellung im Freitag-Abonnement anläßlich der Wiederkehr des 10. Todestages Albert Leo Schlageters die Gedächtnisfeier mit einer Wiederholung des Schauspiels: „Schlageter" von Hanns 3ohst statt; Spielleitung und Besetzung wie die der Erstaufführung- Der Ausführung am Freitag geht ein Vorspruch, gesprochen von Paul R i e r e n. voraus, während der Sprecher der Studenten^ !uk weniger sellos nidji bic Studer* iltigen Ein* Hal wie in ihrung viel* ht und dio S genossenen steht, liegt des Lesens, -poche dient g und Der* Ablenkung, toman bej* ein Äausch* llchs wendet -eil Palmer, >es Lesens nde, die sich Such zu da* >nd die bas nm al ahnen- lchen-un* s. Ich? ie begeistert oas nähere» HA« Leser über M ** chsl rasch z" l besned'ge" ,u genügen- gewöhnlicher 2lles*Der jgkeit. übA es ÄS nn er nrcrlt «nn,f wen" äugten fite Verfügung Ltnterstühungögesuche an die richtige Stelle. WTD. Beim Reichsarbeitsministerium laufen in letzter Zeit überaus zahlreiche Gesuche um Rentenerhöhung und um die Gewährung von Unterstützungen ein. Selbstverständlich beabsichtigt die Regierung der nationalen Erhebung, die b^onders für die Kriegsopfer und die Eozial- versicherten entstandenen Härten möglichst bald zu beseitigen. 3edvch bedarf dies, insbesondere im Hinblick auf die finanzielle Lage des Reiches und der Berficherungsträger, einer gründlichen Prüfung, die durch allzu häufige Gesuche gestört und gehemmt wird. Lleberdies sind die Der- ficherungsträger gar nicht befugt, Unterstützungen zu gewähren. Gesuche um Unterftü^ungen sind vielmehr an die Wohlfahrtsämter zu richten. Das Jungvolk auf der Münzenburg! Vom Deutschen Jungvolk. Stamm Ehatten. in Gießen wird uns geschrieben: 3n den Pfingstferien wird wieder das 3ung- volt des Stammes Chatten marschieren. Wie es zuletzt in den größten Städten Oberhessens von neuem Wollen kündete, so werden sich diesmal auf der alten wunderbaren Münzenburg 2030 Jungen zu Bekenntnis und Lager vereinigen. Am 2.3uni, also am Freitag vor Pfingsten, rücken die Gruppen aus der ganzen näheren Heimat, aus Gießen, Grünberg. Lollar. Butzbach. Dad-Rauheim, Friedberg, Ridda, Büdingen, kurz aus allen Windrichtungen her, an. Ein selten großes Lager wird schon vorher errichtet. Zahlreiche Gruppen werden auch in Räumen untergebracht. Ganz Münzenberg und ilmgegenb stehen in diesen Tagen im Zeichen des 3ungvolkes. Der Samstag gilt der Vorbereitung großer kommender Dinge. Der erste Pfingsttag wird nach altem 3ung» Volkbrauch mit einem Feldgottesdienst eröffnet. Rach dem besonders guten Feiertagefsen sammeln sich die Scharen zum Einmarsch in die alten Mauern der berühmten Burg, wo den» Montag, 22. Mai. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20: „Zweck und Ziel der Nationalsozialiftifchen Frauenschaft". 16.30: Nachmit- tagskonzerl. 18: „Der Südwesten im neuen Staat". 18.25: Englischer Sprachunterricht. 19: Reichsscn- dung: Stunde der Nation: Richard-Wagner-Konzert. 20: Richard Wagner als junger Deutscher 20.30: Unterhaltungskonzert. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Dienstag, 23. Mai. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schulfunk. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20: Der Hausfrau zur Erholung. 16.30: Nachmil- tagskonzert. 18: „Garderobenfieber". 18.25: „Die Neugestaltung des deutschen Theaters". 19: Reichs fenbung: Stunde der Nation. „Der deutsche Bauer". 20. Unterhaltungskonzert. 21: Verlorene Heimat. Lothringen. 21.20: Konzert. 22.45 bis 23.15: Dunkel ist das Leben und der Tod, Vorlesung aus Gedichten des Li-Tai-Pe. Mittwoch, 24. Mai. 7.15 Uhr: Frühkonzert 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: „Don der Volkswer- dung der Deutschen", Vortrag von Dr. Friedrich König, Gießen. 18.25: Zeitfunk. 19: Reichssendung: S.Jj.-'fport Ber- Deutschlands Hoffnungen auf einen Tennissieg im Wirtschaft Deoifenmartl Berlin — Frankfurt a. M. 69,4 69,25 0 0 15 15,1 1,15 0 6,45 6,4 ' ci 10 82 85 69 82,75 82,75 84,25 86 83,5 84 82 85 90,1 83 76,75 12,8 79 83,5 84,5 81,25 85 90,5 84 76,4 12,7 78,75 85 91 83 75,5 11,8 78,75 7 (i 6,296 45,55 12,71 3,053 169,57 72,37 63,51 73,17 14,265 0,857 3,674 58,66 21,94 16,59 81,43 36,04 82,43 0,871 0,241 5,205 12,98 3lfe Bergbau Genüsse filörfneriorrfe ....... ManneSvimin-Röhren sondere Fachgruppen für Gelände-, Wehrsport und Segelfliegen eingerichtet worden. Ende Mai tritt Mitgliedersperre ein, bis dahin sind Aufnahmegesuche zu richten an den Reichsverband Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer GB., in der Rcichsfachschaft für körperliche Erziehung Für die Deutschen Einzel-Meister- schäften im Fechten, die am Monatsende in Elberfeld durchgeführt werden, wurden 157 Meldungen abgegeben. Sie verteilen sich gleichmäßig auf den Deutschen Fechter-Bund und auf die Deutsche-- Turnerschaft. Hoesch Elsen—Köln-Neuessen.. 0 Ilse Bergbau ............... 7 4% Oeslerreichische Soldrente... 4,z0% Oeslerreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrentc v. 1910 4¥i% deSgl. von 1913 6% abgeü. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleche von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1.................... A.G. sür Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft.... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Diseonto- Gesellschaft Dresdner Bank Reichsbank ................. 8 6,45 1 6,35 ' Buderus Deutsche Erdöl Gelsenkirchener Harpcner Am Kälbermarkt machte sich nach den lehtwöchigen Abschwächungen wieder eine Erholung geltend, das Geschäft blieb allerdings klein. Der Markt wurde bei um etwa 2 bis 3 Mk. anziehenden Preisen ausverkauft. Nord- deutsche Mastkälber, die nur wenig vorhanden waren, erzielten Preise über Notiz. Kälber b) 40 bis 43, c) 35 bis 39, d) 27 bis 34. Der Auftrieb stellte sich aufltO3 gegen 1785 Stück. Das Geschäft am S ch a f m a r k t hat nach wie vor kaum Bedeutung. Selbst für die zur Zeit nur geringen Auftriebe (in dieser Woche betrug er 90 g»gen 74 Stück) macht sich am Frankfurter Platz nur wenig Nachfrage bemerkbar. Die Preise blieben gegen die Borwoche unverändert. Scha e al) 25 bis 28, b) 20 bis 24. Die Verringerung der Beschickung kam besonders dem Schweinemarkt zugute, an dem durchweg Preiscrholungcn um 5 Mk. eintraten. Der Handel war mittelmäßig bis lebhaft, so daß der Zutrieb von 4359 (gegen 5032) Stück geräumt werden konnte. Die Nachfrage erstreckte sich hauptsächlich auf vollfleischige Schweine von 20) bis 240 Pfund Lebendgewicht, während fette Ware nach wie vor vernachlässigt ist. Schweine b) 38 bis 40, c) 38 bis 41, d) 37 bis 40. 83,5 14,5 8,1 6,45 6,4 des Nationasozialistischen Lehrerbundes, lin W 9, Schellingstraße 6. Deutschland 2:0 in Führung im Davispokalkampf gegen Holland. 85 90,65 82,5 75,4 11,65 78,75 68,5 82 85,5 69,65 83,5 83,5 84,75 85,5 83,5 84 85,3 Heising sors. Wien...... Prag Budapest ... Sofia .... Holland .... Oslo Kopenhagen. Stockholm.. London ..... Buenos Aires Neuyork.... Brüssel----- Italien Paris Schweiz ... Spanien.... Danzig .... Japan...... Rio de Jan. Jugoslawien Lissabon.... 4,65 6,45 6,4 Sl.E.G..................... E'ektr. Licserungsgesellschaft"! Licht und Kraft ............. Jetten & Guilleaume Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen ............... Rheinische Elektrizität ....... ^ Schultert L Co.............. Siemens & Halüke ........’' ’ Lahmeyer L Co Berliner Davispokalkampf gegen Holland sind am Freitag nach Beendigung der beiden ersten Einzelspiele gewaltig im Siurs gestiegen. Der Rheinländer Kuhlmann fertigte zunächst seinen Gegner Leembruggen überraschend leicht 6:3, 6:3, 6:1 ab, und der Berliner Spitzenspieler Gottfried von Eramm bezwang — wenn auch nach hartem Kampf — Hollands „Crack" Timmer nach einer Schwächeperiode im dritten Satz 6:2, 6:2, 1:6, 6:4. VfB. Gießen. Aufstieg-Rückspiel VfB. I — Germania Fulda I Auf dem Waldsportplatz treten die Grünwe.ßen zum Aufstieg-Rückspiel gegen die bekannte Ligamannschaft von Germania Fulda an. Das Vorspiel in Fulda verlor der VfB. mit 0:4 Toren, ein Resultat, das in anbetracht der durch Ersatz beträchtlich geschwächten Kampfkraft immer noch ehrenvoll war. Die Fuldaer Germanen sind als Kampfmannschift bekannt. Auch auf eigenem Platz wird der VfB. sich sehr anstrengen müssen, um bestehen zu können. Die Stärke der sonntäglichen Gäste ist der Sturm, dessen treibende Kräfte die Flügel sind. Germania konnte am vergangenen Sonntag in Fulda im Aufstiegspiel gegen Sport Kassel 1:1 spielen. Die VfBer werden das Spiel in stärkster Aufstellung bestreiten. In ihren Reihen wirken einige neue Kräfte mit, die bereits in unteren Mannschaften ausprobiert wurden und sich bewährten. Es dürfte jedenfalls zu einem spannenden und technisch hervorragenden Kampf kommen. Die 2. Mannschaft tritt in Wieseck gegen die dortige 1 Mannschaft an. Auch hier dürfte sich ein interessanter Kampf entwickeln, denn beide Mannschaften verfügen über gute Kräfte. Dem Gastgeber wird u. a. der Vorteil des eigenen Platzes zugute kommen. Die 3. Mannschaft weilt in Leihgestern, um gegen Konsum aber von Neuabschlüssen etwas zurückgehalten. Cs notierten in Mark je 100 Kilogramm: Weizenmehl, südd.» Spez. 0 mit Austauschweizen 30,90 bis 32, dito niederrhein., Spez. 0 mit Austauschweizen 30,90 bis 32; Noggenmchl, 60prozen- tige Ausmahlung 23,75 bis 25,25. Der Futtermittelmarkt verkehrte für Kleie infolge des geringen Anfalls in befestigter Tendenz, dagegen blieben schwere ölhaltige Artikel vernachlässigt und gaben z. T. im Preise um 0,25 Mark nach. Man verwies dabei auf die Grünfutterernte, die sich in Süddeutschland gut entwickelt haben soll. Weizen- und Noggenkleie zogen um je 0,25 Mark auf 7,75 bis 7,80 bzw. 8,70 bis 8,75 Mark per 100 Kilo an, wogegen Sojaschrot mit 10 bis 10,50 und Treber mit 11,50 bis 11,75 um je 0,25 Mark nachließen. Palmkuchen und Erdnußkuchen blieben zu 9,50 bis 9,75 bzw. 11,55 bis 11,85 Mark per 100 Kilo behauptet. Das Kartoffelgeschäft gestaltete sich weiterhin ruhig. Industriekartoffeln hiesiger Gegend für Speisezwecke notierten mit 1,45 bis 1,50 Mk. per 50 Kilo bei Waggonbezug unverändert. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt. Die verringerte Beschickung des Frankfurter Schlachtviehmarktes bewirkte in der abgelaufenen Woche allgemein ein leichtes Anziehen der Preise, das Geschäft erfuhr aber keine Belebung. Am Rindermarkt standen 1338 (gegen 1558) Tiere zum Berkaus. Nach ruhigem Handel wurde der Markt ausverkauft. Größeres Interesse zeigte sich für vollfleischige, ausgemästete Ochsen und Färsen, jedoch fanden auch magere Tiere ganz guten Absatz. Die Preise für Ochsen und Färsen erhöhten sich um 1 bis 2 Mk. für Bullen und Kühe um je 1 Mk. und notierten wie folgt: Ochsen al) 29 bis 32, a2) 25 bis 28 bl) 20 bis 24; Bullen a) 27 bis 30, b) 22 bis 26' Kühe a) 25 bis 27, b) 21 bis 24, c) 17 bis 20 d) 12 bis 16; Färsen a) 30 bis 33, b) 27 bis 29* c) 22 bis 26. 6% Deutsche iKeidjc-anieihe o. 1921 6% efjem.7% Dt. ReichSani. v. 1929 6Vi% Doung-Anleilse von 1930 . Deutsche Ant.-Ablos.-Schuld mii AuSIos.-Rechten ............ Dergi. ohne AuSlos.-Rcchte 6% ehern. 8% Hess. Volksstaat 1929 lrückzahlb. 102%)........... vberhessen Provinz-Anleihe ml AuSloj.-Rechten ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 6y*% Hess. Landes Hypothekenbank Darmstadt Liqui Deutsche Komm. Eammelab l.An leihe Scriel mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban! Goldvse. 16 unkündbar bis 1936 6%% ehem. 4/% Franks. Hyp. Bank-Llqu.-Pfandbriefe ..... • 5%% ehem. .p/z% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-GoldPse. ... 6% ehem. 8% Pr. Landerpfand ’ brtefanslalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LmidcSpfand briesanstalt. Pfandbriefe R. 1< Verrechnungskurs ... Hamburg-Anierika-Pakei < Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa Dampfschiff........... o Norddeutscher Lloyd o 0 Keine Deutsche Handballmeistepfchast 1933! Die Deutsche Turnerschaft teilt mit: r "•?’/ Plüsche Sportbehörde für Leichtathletik spricht wiederholt in Schriftsätzen zu ihren Handballspielen davon, daß sie 1933 innerhalb ihres Ver- bandes die „Deutsche Handballmeisterschaft" austragt. Das ist eine Irreführung, denn zu der Be- zcichnung „Deutsche Händballmeisterschaft" ist die t berechtigt und zwar auf Grund der Arbeitsgemeinschaft DT., DSB., DFB., wonach die »Deutsche Meisterschaft" nur gemeinsam BSB. und der DT. ausgetragen wird. Da 1933 die DT. wegen ihrer Spielreihen zum Deutschen Turnfest keine Endmannschasten ihres Ver- bandes im Juni zur Deutschen Meisterschaft bereit; fteUen kann und ein Spieltag nach dem Deutschen Turnfest, im August etwa, der DSB. nicht genehm war so beschloß der Verwaltungsausschuß der AG. am 9.10.1932, im Jahre 1933 feine Deutsche Meisterschaft im Handball zum Austrag zu bringen. Trotzdem wendet die DSB. die irreführende Bezeichnung „Deutsche Meisterschaft" an, die sie mit wenigen Spitzenmannschaften bestreitet, wobei sie weiß, daß 15 600 DT.-Mannschaften an den Spiel- reifyen der DT. beteiligt sind, deren Krönung als Turnfest spiele in Stuttgart weit eher die Bezeichnung „Deutsche Meisterschaft" verdienten, die sich die DT. aber aus Vertragsgründen nicht anmaßt." Handball-Vorschlußrunde der DGB. Endspiel der Frauen. Die Handballmeisterschaft der Deut- schen Sportbehörde für Leichtathletik bringt am Sonntag bereits die Vorentscheidung bei den Männern und das Endspiel bei den Frauen. In den beiden Männerspielen sind Altmeister Polizei-SV. Berlin und Polizei Burg hohe Favoriten. — In Mannheim steht der letzte „Zivilist", der SV. W a l d h o f vor eine nur schwer 3u lösende Aufgabe. Die Berliner Polizisten sollten auch in diesem Jahi» in Süddeutschland wieder erfolgreich sein und sich für das Endspiel qualifizieren. Ihre größere Spielerfahrung und kampferprobte Mannschaft sollten den Ausschlag geben. Das zweite Spiel bringt in Magdeburg die Poli - 3e i Burg und den zweiten Berliner Vertreter, 1. Span dauer PHC., zusammen. Rach den großen Erfolgen in der Vor- und Zwischenrunde rnuß man den Burgern auch in diesem Treffen die größeren Chancen einräumen. Im Endspiel am 11. Juni sind also mit größter Wahrscheinlichkeit zwei Polizeimannschaften zu erwarten und von diesen sollte es bem Polizei-SV. Berlin gelingen, nach kurzer Unterbrechung wieder DSB.-Meister zu werden. Im Frauenspiel treffen in Magdeburg wieder die beiden Gegner des Vorjahres, SC. Charlotte n b u r g und Eintracht Frankfurt zusammen. Die Berliner Meisterelf gewann das letzte Entscheidungsspiel gegen Frankfurt mit 4:1, und auch in diesem Jahre haben die SCCerinnen die größeren Aussichten. Gleichschaltung der Turn- und Sportlehrer. Sämtliche im freien Beruf tätigen Turn-, Sport- und Gyrnnastiklehrer sind nunmehr im „Reich s- verband Deutscher Turn-, Sport- und Gyrnnastiklehrer EB." in der Reichsfachschaft für körperliche Erziehung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes zusammengeschlossen. Hierzu gehören neben den Vereins- und Verbandssportlehrern die Inhaber von Sport- und Gymnastikschulen, auch die Sportlehrer auf öffentlichen Anlagen und die Studenten der Deutschen Hochschule für Leibesübungen. Der seit vielen Iahren gehegte Wunsch, die vielen kleinen Fachverbände und Berufsvertretungen verschwinden zu lassen, ist damit endlich verwirklicht worden. Entweder haben sich die Vereine und Verbände bereits aufgelöst, oder befinden sich in der Auflösung. Bisher muhte jeder Sportlehrer mehrfach organisiert sein, um seine Interessen allseitig vertreten zu sehen. Behörden und Groh-Verbände brauchen in Zukunft nur noch mit einer Organisation zu verhandeln, die auch dem Publikum die Gewähr dafür gibt, dah nur geprüfte und anerkannte Lehrkräfte vermittelt werden. Mit den Staatsbehörden werden Verhandlungen eingeleitet mit dem Ziele, dah in kürzester Zeit die unkontrqllierbare Lehrerschaft verschwunden ist. Neben den Sportarten Leichtathletik, Fuhball, Hockey, Tennis, Golf, Fechten, Schwimmen, Handball, Turnen, Ringen, Eislauf, Skilauf, Iiu-Iitsu, Boxen, Rudern, Gymnastik aller Schulen sind beWochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Die Grundtendenz der Frankfurter Getreidebörse blieb während der ganzen Woche gut stetig und zeigte verschiedentlich Ansätze zu einer leichten Befestigung; insbesondere trifft dies für den Futtergetreidemarkt zu. Der Weizen markt blieb ziemlich vernachlässigt, zumal die Mühlen noch einige Vorräte haben sollen. Von der wesentlich stiller gewordenen Hüh- nerweizen-Nachfrage konnte der Markt ebenfalls keine Anregung empfangen. Dennoch blieb die Notierung sür Weizen mit 215 Mark per Tonne unverändert. Auch das Roggengeschäft zeigte keine nennenswerte Belebung, wobei ebenfalls die noch merklichen Vorräte von Einfluh waren. Bei kleinen Umsätzen, die nur zur Deckung des laufenden Bedarfs getätigt wurden, blieb der Preis mit 172,50 bis 174 Mark per Tonne jedoch behauptet Das Braugerstegeschäft ist erledigt, denn zum Mälzen ist die Witterung bereits wenig geeignet und die Brauereien zeigen auch nur noch entsprechend geringes Interesse. Sie verlangen zwar Spitzenqualitäten, die aber nicht mehr vorhanden sind. Nach längerer Stagnation ist das Interesse für F u t t e r g e r st e erstarkt, die nur noch in Restbeständen zum Verkauf verfügbar ist. Durch feste Haltung fiel in dieser Woche wiederum der H a f e r m a r k t auf, an dem die fast völlige Sperre der Getreideeinfuhr in Verbindung mit der besseren Nachfrage eine Preissteigerung um 2,50 Mark hervorrief, so dah sich der Preis auf 148.50 bis 152,50 Mark per Tonne stellt. ,.. A e ö l m a r k t wurden die Forderungen sur Weizenmehl seitens der süddeutschen Mühlen in dieser Woche zweimal um je 25 Pfennig für Öen Doppelzentner erhöht, auch Noggenmchl stellte sich um eine halbe Mark höher. Das Geschäft war m den letzten Tagen der Vorwoche, sowie in den ergen Tagen des laufenden Berichtsabschnitts recht gut, nach der Erhöhung der Preise wurde der Stahlhelm-Gründung in Lich. = Lich, 18. Mai. Dieser Tage wurde in Steins Saalbau die Gründungsfeier der hiefi- gen Ortsgruppe des Stahlhelm festlich begangen. Vorher fand ein Aufmarsch von Teilen der benachbarten Ortsgruppen statt. Unter Vorantritt öer Stahlhelmkapelle und des Spielmannszuges der Ortsgruppe Gießen marschierte der Zug von der Turnhalle durch die Straßen der Stadt nach dem im reichen Fahnenschmuck prangenden Festsaal. Nach Eröffnung der Feier durch den Kreisführer Dr. Schneider- Lich und dem Einmarsch der Fahnen, nahm Gauführer Dr. Dehner- Gießen die feier« ljche Verpflichtung der neu eingetretenen Mitglieder Der Ortsgruppe Lich vor. Im Verlaufe des Abends hielt Kreisleiter Dr. Schneider eine mit großem Beifall aufgenommene Ansprache und brachte ein dreifaches Front-Heil auf Reichspräsident, Reichs- kanzler, Volk und Vaterland aus, das begeisterten Widerhall im vollbesetzten Saal fand. Dazwischen wartete die Kapelle mit ihren schneidigen Märschen, Vaterlands- und Volksliedern auf, erntete brausen- den Beifall und mußte sich zu mehreren Zugaben ent- schließen. Der Geist der Kameradschaft und des Frontsoldatentums hielt die Teilnehmer bis nach Mitternacht zusammen. Die Leitung der Ortsgruppe wurde dem Kreisführer Kamerad G i e s e l e r übertragen. Die Ortsgruppe umfaßt bereits 20 Mitglieder. * Ford-Motor-Companh, Köln. Auf der GD. machte die Verwaltung nähere Ausführungen über den Derlustabschluß von 6 Mill. Mark. Aus dem reinen Derkaufsgeschäft sei ein Verlust von 3 Mill. Mark entstanden. Rund 1 Mill. Maik Verlust erkläre sich daraus, daß seitens der Zollbehörden eine nachträgliche Forderung gestellt wurde, die der Sicherheit halber in die Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen wurde. Es bestehe Aussicht, daß ein erheblicher Teil dieser Summe zurückbezahlt werde. Abschreibungen auf Anlagen wurden schließlich in Höhe von 2 Mill. Mark vorgenommen, so daß die Gesamtziffer von 6 Mill. Mark Verlust zustande komme. Das Geschäft, das im Ianuar und Februar 1933 gegenüber Ende 1932 stark abflaute, habe sich im März wieder wesentlich gebessert, so.daß man jetzt mit einer besseren Beschäftigung rechnen könne als früher, zumal die Maßnahmen der Reichsregierung zu besten Hoffnungen berechtigten. Der Abschluß wurde genehmigt. Frankfurter Abendbörse still. Frankfurt a. M., 19. Mai. Mangels Anregungen und bei fehlenden Orders außenstehender Kreise verlief das Geschäft an der Abendbörse, auf den Aktienmärkten sehr still. Die Stimmung war jedoch nicht unfreundlich. Die Kurse zeigten gegenüber dem Berliner Schluß meist gut behauptete, z. T. etwas festere Tendenz. Am Rentenmarkt erhielt sich erhöhtes Interesse für die Neubesihanleihe. Obwohl das Geschäft in ihr ziemlich lebhaft war, es sollen etwa eine halbe Million umgegangen sein, war der Kurs mit 12,90 Prozent nicht wesentlich verändert. Die Altbcsih- anleihe war dagegen mit plus 0,5 Proz. etwas stärker gebessert, während späte Reichsschuldbuch- • forderungen bei 79,75 Proz. vernachlässigt lagen. Neubesih 12,90 bis 12,75 bis 12,80, Altbesih 76,88 bis 76,75, Schutzgebiete 7,70, Reichsbank 128,75, Buderus 77,75, Harpener 96, Klöckner 62,50, Phönix 44, Akkumulatoren 184,75, AEG. 26,25, Bekula 109, Cement Heidelberg 82, Daimler 30,50, Licht und Kraft 114,50, Elektr. Lieferungen 97,25, IG.- Farben 129,75, Lahmeyer 124, Siemens 156, Reichsbahn-VA. 97,50, Nordd. Lloyd 18,75. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. hl» » den »„ ftobe öer pieot besoffenen Siniöenöe an. - Refch-bankdi-k°n. 4 ° ft, Lomdardzin-fuß 5 aß. die 2. Mannschaft des dortigen Sportvereins zu spielen. Wenn auch hier in den Reihen der VfBer neue Kräfte wirken, dürfte doch gegen den spielstarken Gegner nicht viel herauszuholen sein. Sportabteilung des Tv. Wieseck. Steinbach I — Wieseck I 1:5 (0:3). Die erste Mannschaft weilte am letzten Sonntag in Steinbach, um dort gegen die erste Mannschaft das letzte Verbandsfpiel auszutragen. Die Wie- secker Elf erzielte nach Abschluß von 20 schweren Verbandsspiclen einen schönen Erfolg. Beide Mannschaften lieferten sich einen schnellen und harten Kampf, dessen Ausgang in dieser Höhe verdient ist. In der ersten Halbzeit legt der Rechtsaußen sämtliche drei Tore vor, die für den Steinbacher Tormann unhaltbar waren. Nach dem Wechsel erzielte der Gastgeber ein einziges Tor, während Wieseck noch zwei Tore erzielte. Am Sonntag empfängt die 1. Mannschaft des Turnvereins Wieseck die Liga-Reserve-Mannschaft des VfB. Gießen zu einem Freundschaftsspiel. Die Wiesecker Mannschaft, die in letzter Zeit schöne Erfolge erzielt hat, wird in diesem Spiel in ganz neuer Ausstellung antreten. Auch die Gäste werden durch einige neue Spieler in bester Aufstellung antreten. Man darf ein spannendes Spiel erwarten, dessen Ausgang nicht vorher gesagt werden kann. Sportverein 1920 Heuchelheim. Die 1. Mannschaft vom Sportverein 1920 erwartet am Sonntag die 1. Mannschaft vom Fußballklub Großen-Buseck zum Gesellschaftsspiel. Die Gäste, die in Heuchelheim nicht unbekannt sind, stellen eine spielstarke Elf. Die Einheimischen haben in ihren Reihen einige neue Spieler; man hofft, daß sich die Zusammenstellung bewährt. Auf jeden Fall dürfte mit einem spannenden Spiel zu rechnen sein. Vorher spielen die Schüser gegen Großen-Busecks Schüler. Kurze Sportnotizen. Die Schweiz hat dem deutschen Organisationskomitee mitgeteilt, daß nun endgültig die Teilnahme der Schweiz an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin beschlossen worden sei. Datum 4% öe«fll. Lene tt ........... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/2%Rumän.vereinl).Rcntev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 8%% Anatolier .............. ;vranf|ur, a. j)i. Berlin Schluß« furd Schluß!. Abend« bdrft Schluß« für» Schloßt. Mittag, börse Datum 18.5. 19.5. 18-5. 19-5. :?ranffurt a.HL ,ur8 | bör.> 18-9. 1 19.5. Schluß- fur» 18.5. rlln Schloßt. JJIlllag- börle 19-5. Z)atum Sranttu Gchluß- tur« 18.5. n a. JJi. Schluß!. Abendbörse 19.5. »t Schluß« lurä 18.5. rltn Schluß!. Miiiag- bö'rse 19.5. b,d2t> 6 10,75 4,9 31,65 18,5 19,5 53.75 51 58 57,5 129,5 26,5 99,25 115 67 90,5 112 155 125 77,5 64 16,75 - H6,5| 62 75! 6,35 5,9 10,9 4,85 31,65 17,65 18,75 53 50,75 56 56,5 128,75 26,25 97,25 114,5 66,75 156 124 77,75 64,5 96 116,5 62,5 75,5 6,45 4,85 31,9 18,5 33 28 19,9 53,4 95 51 57, i 57,5 130 26,65 100,25 115,5 66,5 90,65 98 110,25 155 126 77,5 116,75 65,25 98,25 76,9 117,5 62,13 75,25 . 6,45 10,6 4,8 31 17,65 27 18,75 53,13 94 50,75 56 56,5 129 26,13 96 115 66,5 91 97 110 156 123 77 112,5 64,25 95 76 154 ' 116 \ 61,65 75,13 Manstetver Bergbau....... o Kokswerke ..................o Phonir Bergbau.............o Rheinische Braunkohlen ......io Rbeinstabl ...............o Bereinigte Stahlwerke........o Ctaui Minen ...............o Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Wesiecegcin........6 Kaliwerke Salzdetfurth.......f> I ®. Farben.Jnbustrte....... 7 -cheideanstalt................. Goldschmidt ................. Rütgerswcrke ............... g Melallgesellschaft............. , PHUivv Hol,mann...........0 Zementwerk Heidelberg ......4 Cementwerk Karlstadt.........0 Schultheis Patzenhoser........0 Slfu «Allgemeine Kunstseide) ... 0 Bemberg.................. 0 Zellstoli Waldhos .......... q Aelliiosf Aschaffenburg .......0 Dessauer GaS............ 7 Daimler Motoren............ 0 Deutsche Linoleum ........ 0 £ renslein & Koppel ..... 0 Leonhard Tietz........... Chade......................12 Nrltzner .... , Mm.tkrastwerke Höchst a.M. ..' s ^Süddeutscher Zucker .........' 8| 29 44 191 42,25 18,4 131,9 131,5 179 129 172 53,25 57 36,75 60,5 83,25 36,5 47,5 4.75 27 31 51 23 170 29 70,65 166 I 28 44 190,5 91 42,5 18,5 125 125,5 175 129,75 170 51,25 56,25 58,5 8_2 36,75 46,5 54,5 25,5 30,5 49,5 23,25 170 291 69 1601 29 87 43,5 193,5 91.5 42,65 18,5 130,5 130 179 129,75 53,25 56,75 36,75 ? 122,5 36,9 46,75 54,75 25,75 110,5 30,25 49,75 51 23,25 170,5 29,4 167 | 27,4 85,65 43,75 192 91,25 42,65 17,65 126 125,5 177 129,5 51 55,75 36,75 = 123 37,5 46,4 53 25,5 109,5 30,5 49,5 49 22,5 170 28 160 18.Mai 19.Mai Amtliche Reiterung Seid | Srie Amtliche Notierung Geld 1 Lrie> 6,284 45.45 12,69 6,296 45,55 12,71 6,284 45,45 12,69 3,047 3,053 3,047 169,23 169,57 169,23 72,18 72,32 72,23 63,39 63.51 63,39 73,03 73,17 73,03 14,215 0,853 14,255 14,225 0,857 0,853 3,626 3,634 3,666 58,54 58,66 58,54 21,86 21,90 21,90 16,53 16,57 16,55 81,07 81,23 81,27 35,86 35,94 35,96 82,27 82,43 82,27 0,869 0,871 0,869 0,239 0,241 0,239 5,195 5,905 5,195 12,94 12.96 12,96 Banknoten. _________Berlin, 19.Mai Geld Bries Amcrtlaniiche Noten.............. Belgische Noten................. Dänische Noten ... .......... 3,63 58,38 63,02 14,185 16,51 168,86 21,78 72,06 2,46 72,85 81,09 35,83 3,65 58,62 63,28 14,245 16,57 169,54 21,86 72,34 2,48 73,15 81,4, 35,97 Englische Noten ............. » Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noten................