Mittwoch, 19. April (955 185. Jahrgang Nr.9( KrüvauSgabe jMf e ck Ministerpräsident Göring: nb g 81 wieder dieH uns vor 14 3' enlottetie )ei: LandtagSmanSar erhalten tonnte MV j S> 2ahre grober st alter jungen wie er das am Boden lag. wieder emporgerissen. wir haben in unserem Kampf in den letzten 14 Jahren manche Niederlage erlitten und viele stolze Siege errungen. Aber so wie wir nach den Niederlagen nicht verzagten, so wollen wir nach dem Siege nicht übermütig werden. Rein äußerlich haben wir die wacht, rein äußerlich besitzt heule unser Führer das Ruder des Staates. Und doch weih er, wie kein anderer, daß es gilt, jetzt wahr zu machen, was wir die ganze Zeit gepredigt haben: Die Geschlossenheit des deutschen Volks. 3m Kampf. ilings- iwebe Meter Lgler (sübanlagt 5 in moder- -..Meter Wir sind zusammengekommen, um des Mannes zu gedenken, der heute das Schicksal unserer Heimat lenkt, dieses Mannes, der uns überhaupt erst 'eimatneugeschaffen hat, die der Kraft seiner Persönlichkeit, hingeriii^n von der Größe seines Geistes, Hunderttausende. Wir sind oft in diesen Llahren verlacht worden. Als einen Wahnsinnigen hat man unseren Führer hingestcllt, einen Fanatiker, sagten sie, die noch einigermaßen wohlwollend über ihn sprachen, und doch, meine lieben Landsleute, wo wäre heute dieses Deutschland, wenn er und seine Mannen nicht Fanatiker gewesen wären, denn nur mit diesem Fanatismus haben wir ein Bolk, liegt, immer den Weg des geringsten Widerstandes- Nachdem Groencr und Brüning nieder- gerungen waren, sieht ihn die Aera Papen- Schleicher in elastischem Angriff. Reichstags- neuwahlen in ungehinderter Propaganda und Aushebung des SA -Verbotes waren ihm „eine Messe wert". Manche haben den Führer, der weiter sah, damals nicht verstanden. Heute begreifen sie, wofür die Neuorganisation und Ausgestaltung der SA- und SS. machtpolitisch unbedingt notwendig war. Daß das Bürgertum den sofort nach dem Sieg des 31. 3uli erhobenen Züh.uncs n p uch ter NSDAP nicht an rkani te, wurde nicht der NSDAP-, sondern dem Bürgertum zum Verhängnis. Adolf Hitler selbst hat während des ganzen vorigen Jahres trotz oller Unkenrufe der Kampfesmüden und Vernunft- Patrioten stets die Lleberzeugung gehabt, daß die Zeit sür die NSDAP, noch nicht reif und ihre Stunde noch nicht gekommen sei. Der 13. August, von vielen als „schwarzer Tag" für die NSDAP, angesehen, war in Wirklichkeit nicht nur ein triumphaler Sieg des Eha- ratters und der Persönlichkeit Adolf Hitlers, sondern wurde auch von ihm selbst instinktiv als einer der glücklichsten Tage für die Bewegung empfunden. Wie zuversichtlich er diesem Empfinden Ausdruck gab, während die Derzwe fler im Lande alles für verloren hielten, wissen die, die in diesen Tagen an seiner Seite waren. Durch Kampf war die NSDAP, grob geworden, und nur durch Kampf, durch völlige Zermürbung ihrer Gegner konnte sie siegen — das war und blieb die Losung des Führers. da gilt nur der hieb, gilt nur der Angriff. Da muß man dem Gegner wehe tun, da muß man ihn schlagen, vernichlen, wenn es sein muß. wenn aber der Kamps vorbei ist, wenn der Sieg das Werk krönt, dann mph man versöhnen können, Versöhnung sinden für die, die auch nur verführt waren, wie viele von uns, die heute treue Kämpfer sind. Man muß sich klar darüber sein, daß man alles tun muß, um eine neue Verhetzung, neue Verführung zu verhindern. Nur dann kann diese Nevolution als geglückt, als beendigt angesehen werden, wenn alle Menschen. die heute noch abseits und draußen stehen, wiedergewonnen werden für ihr Volk und Vaterland. Das wird die Aufgabe der Revolution fein. Die deutsche Geschichte der letzten 14 Jahre ist vorbei. Zerrissen sind die Blätter der Schande und Schmach und ein neues Kapitel deutscher Geschichte ist begonnen. Dieses Kapitel heißt: Die Ehre und die Freiheit sind die Fundamente des neuen Deutschlands. Die Rede Görings wurde vielfach von brausendem Beifall unterbrochen. 3m Anschluß an die Festrede sangen die Teilnehmer das Horst-Wesscl» Lied. Sodann ergriff Vizekanzler v. Popen das Wort zu einer kurzen Ansprache, in _________Zähren verloren ging. 3ch kann mir besonders vorstellcn, wie schmerzlich es für euch fichilichmit der Ernennung des gegenwärtigen Staatspräsidenten Dr. Wer- nossa", sondern er kämpfte in Lippe in der letzten entscheidenden Ausgangsstellung für den Durchbruch zum Staat, der am 23. 3anuar beim Rücktritt Schleichers gesichert war und am 30. 3anuac unter dem 3ubel des Volkes seine Bestätigung fand. 3n Aodlf Hitler ist Deutschland aufge- ftanden. Seitdem hat Adolf Hitler als Kanzler zahlreiche Beweise seines überragenden staatsmännischen Könnens geliefert. Seine Führerper'öu- lich.eit setzte sich im Kabinett vom ersten Tage an durch und fand restlose, überzeugte Anerien- nung, für viele, die ihn nicht kannten, überraschend, für die, die mit ihm kämpften, nur eine Bestätigung. Der Stellung des deutschen Rc chskanzlers hat Adolf Hitler innerhalb weniger Wochen wieder 3nhalt und neuen Glanz, dem deutschen Volke wieder Glauben an die Persönlichkeit gegeben. Aber wir können diese kurze Würdigung Adolf Hitlers als Kämpfer und Staatsmann nicht schließen, ohne der inneren Größe, die ihn als Menschen auszeichnet und adelt, den Ehrenplatz zu geben, der ihr im Gesamtbild seiner Persönlichkeit zukommt. Die Schlichtheit, Bescheidenheit und Einfachheit seines Wesens, die jeder wirklich großen Persönlichkeit erst ihren wahren Charakter- wert verleiht, hat sich Adolf Hitler auch als Kanzler bewahrt. Adolf Hitler ist geblieben, was er immer war. Unt> es ist vielleicht mehr diese tief innere menschliche Größe, um derentwillen ihn dos Volk liebt, als die Macht, die er heute zum Segen der Nation in seiner Hand vereinigt, und der Ruhm, der ihm als Retter der Nation gebührt. ne r jum Reichs st atlhaller in Hessen zu rechnen ist. Es wird darauf hingewiefen, daß Dr. Werner der einzige Staatspräsident eines deutschen Landes ist, der nach dem 5.März verfassungsmäßig vom Landtag gewählt worden ist, und daß keinerlei Anlaß besteht, ihn dieser Richte, die nunmehr auf den Reichsstatthalter übergehen, zu entkleiden. Dr. Werner erfüllt zudem die Voraussetzungen des Staatholter- gesehes, indem er nicht nur geborener Hesse ist und in Hessen wohnt, sondern auch seit Jahrzehnten seine Lebenskraft nichts anderem gewidmet Hot, als der völkischen Erneuerung des Hessenlandes. Die Ernennung des Staatspräsidenten Dr. Verner zum Reichsstattholler würde auch die Verwirklichung der allen nalionalsozialistischen Forderung nach dem Lin-Mini st er-Sy st em in Hessen ermöglichen, denn nach dem Ausscheiden des Statthalters aus dem hessischen Gesamtminislerium würden, wie wir erfahren, alle Mini st erien in der Hand des Slaatsministers Dr. Müller vereinigt werden. Das Land Hessen hätte bann wirklich — wie ihm versprochen — nur e i n Ministergehalt aufzubringen und dürfte das vertrauen hoben, daß die große Machlfülle des Reichsftalthal- ters in der Hand eines Mannes läge, der d i e wünsche und Nöte des Hessenvolkes l aus jahrzehntelanger politischer Arbeit genau kennt und sie auch bei der Reichsregie- I rung z u vertreten weih. folli. eine toter bürgte. So hat Adolf Hitler in diesem entscheidenden Jahre in zwölf Wahlkämpfen, in denen er der Bewegung die Gegner vor die Klinge brachte, die gegnerische Front planmäßig zermürbt und 3er- rieben. Aber immer und überall stand er auch selbst an der Spitze und trug persönlich die Hauptlast des Kampfes. 3n der Benutzung des Flugzeuges hatte er das technische Hilfsmittel erkannt, das feiner rastlosen Energie entsprach und die Möglichkeit bot, die ^leberlegenhett ferner Persönlichkeit in bisher unerhörter Welle zum Einsatz und zur Auswirkung zu bringen. Wahrend er im ersten Reichspräsidentenwahlkampf innerhalb 14 Tagen ohne Flugzeug als Höchstleistung vor nur 500 C00 Menschen sprechen konnte, gelang es später durch ein mörderisches Tempo, per Flugzeug in dem gleichen Zeitraum rund drei Millionen Menschen zu erfassen. Eine gigantische Leistung zähen und eisernen Willens, die unerreicht dasieht in der Welt. Aber neben feiner mitreißenden Willenskraft ist die abwägende, eiskalte ileberlegung, die staatsmännische Klugheit und politische Elastizität einer der hervorragendsten Züge seiner Persönlichkeit. Trotz seiner eisernen Kampfnatur geht Adolf Hitler, wenn das grundsätzliche Ziel fest- Zlnna )me von Anzo.gen für bie Tagesnummer bi» zum Nach mit lag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Rc- hlamcan cigen von 70 । in Brette t>5 NeichspFnnig, Platzoorschrijl 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wich. Lange. Derantwortlich sür Politik Dr. Fr. Will). Lange: für Feuilleton Dr H.THyr ot; für den übrigen Teil Ernst Dlurnschein und ür ^>en Anzeigenteil i.D.Th.Kümmel lämtlich in Gie -,e i (Sine E.tlärung des Lande:wa!,Heiters. Darmstadt, 18. April. (WSN.) Wie der Lon- deswahllciter mitlcilt, hat die Deutsche Volkspartei dem Landeswahlleiter em Exemplar der V e rbin- dungserklärung überreicht, die für die Reichstagswahl vom 5. Mär; eingeretcht worden war. Rach Auffassung der DBB. liefere die Derbindungserklorung eindeutig den Beweis, datz die Listenverbindung zwilchen der DVP. und dem Christitch-Sozialen Bolksdienst nicht nur im Wahlkreisverband, sondern auch im Wahlkreis Hessen-Darm st adt selb st bestanden habe. Der Landeswahlleiter erklärt dazu, daß diese Auffassung irrig ist. Lei der Reichstagwnhl sind Verbindungen der gleichen Parteien zulässig entweder im Wahlkreis ober im Wahlkreisverband. Unzulässig sind gleiche Verbindungen im Wahlkreis u n b im Wahlkreisverband. Die Berbindtingsertlärung, die die DVP. und der Christlich Soziale Volksdienst der Reichstagswahl vorn 5. März abgegeben haben, bezwecken unzweifelhaft Verbands Verbindung. Dies ist in der Erklärung ausdrücklich ausgesprochen, auch sind die Erklärungen an den Wahlleiter des Wahlkreisoerbandesgerichte t. Die Erklärungen sind auch allein als Verbandsverbindung zugelasfen worden. Wenn in den Schriftstücken die Derbandsverbindung auch innerhalb des Wahlkreises Hessen Darmstadt erklärt worden ist, so war diese Erklärung 0 h ne Bedeutung, weil es eine Derbandsverbindung innerhalb des Wahlkreises nicht gibt, und weil, wie oben gesagt, eine Verbindung der gleichen Parteien inner- 1 halb des Wahlkreises und des Wahlkreisverbandes der er besonders auf die Auferstehung des bedankens des heiligen Deutschen Reichs hinwies. Dieser Gedanke umfasse uns alle, umsalle alle Deutschen, wo sie auch im Weltkreis wohnten. Vizelanzler v. Papen schloß mit dem Wunsch, daß die Liebe zu dem neuen Deutschland fcbhcti- lid) alle Deutsche gewinnen möchte. „Deshalb verlasse ich Sie heute mit dem heißen Wunsche, den Geburtstag unseres Führers zu begehen mit dem Gelöbnis: Alles für dieses Deutschland, das wir so mit heißem Herzen lieben." _ ,, ..... . Der deutsche Botschafter v. H a s s e l l sch.ldert^ seine erste Bekanntschaft mit Adolf Hitler vor zehn 3al)ren. Damals habe ihm H.tler gesagt, es sei seine Sendung, den zersetzenden Marxismus zu vernichten. Diesem zersetzenden un> na iona.en Marx.smus habe Adolf Hitler einen Schlag versetzt, von dem er sich hoffentlich nie wieder erholen werde. Heute, so fuhr 6er joot- schafler fort, möchte ich nur wünschen, daß Adolf Hitler nech zwei andere Dinge vern.chten würve: Rach innen d ie deutsche Zwietr ach t und nach außen die deutsche Knecht- Rach einem Hoch auf den Reichskanzler Adolf Hitler, das deutsche Vaterland und fein grelles Oberhaupt fang die Versammlung das Deutschlandlied. Die Feier klang in dem gemeinsamen Gesang deutscher Lieder aus. !lt, etwas s. Bouclii- ollt, Meter Wird Staatspräsident Dr. Werner Reichsstatthatter in Hessen? auei- Friih- toter ' w allen •. • Meter itt' Iltl rüi Bold- .tofNatbf- *ssen Sie entsprang der klaren, zwingenden, unbarmherzigen Logik seines Denkens, die ich neben seiner charakterlichen Größe und dem Feuer seines Willens immer als Adolf Hitlers stärkste Seite gesehen habe. Bei diesen Eigenschaften der Führung war d e r Endsieg mit mathematischer Sicherheit voraus- zusehen — wenn die Bewegung durchhielt. Die Treue, die sie trotz aller Versuchungen dem Führer hielt, ist über jedes Lob erhaben. An dieser Nibelungentreue brachen am 6. November die Wahlkampfhosfnungen der Gegner zusammen, und was abermals vielen als Niederlage erschien, wurde in Wahrheit zum innerlich größten Sieg: Unter den denkbar schwierigsten Verhältnissen, unter einem Druck, den keine politische Organisation der Welt ertragen hätte, hielt die Bewegung stand. Für den Führer war das der untrügliche Beweis, die sichere Gewähr, mit ihr als politischem Machtinstrument operieren zu können, was auch immer kommen mochte. Was folgte, war nur noch zwangsläufig, war unter Adolf Hitlers politischer und taktischer Meisterhand gesichert. Das taktische 3ntermezzo vom 19. bis 23. No- vember beim Rücktritt Popens, den letzten Versuch, die Bewegung für den alten Staat einzufangen, fertigte Adolf Hitler ganz überlegen ab. Cs gelang ihm dabei, seine Haltung vor der ganzen Nation glänzend zu rechtfertigen. Den Sturz Schleichers, den er als entschlußlosen Zauderer erkannt hatte, konnte er jetzt mit kühler Reserve abwarten. 3n Köln, zur Unterredung mit Popen, ging Adolf Hitler nicht »nach 6 a- Franksurka. IN, 18. April, sw SN.) Aus gut , tzjp ZvllSNÜltei ltM unterrichiclen Kreisen verlautet, daß voraus- WH Ul h sichtlich mit der Ernennung des gegen- kll lOl (Er|d)tini tägltd). außei •Sonntags und Feiertags Beilagen; Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat m Bild Die Scholle Monat,-vezngspretr: Mit 4 Beilagen NM 1.9b Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. jiern|pred)anfd)lüffe unter Srmmelnummer 2251. Anschrift lür Drahtnachrichten Anzeiger Siefzen. Postscheckkonto: $ronlhirt am Main 11686. . ZfrtungMnMig»" gur6n ip,legte Werbest unterstützen, engen M ... iOe 7, mrui ns.rttt daß schon lange vor Beging der Feier der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Der Vorsitzende der deutschen Vereinigung Scheffer entbot den deutschen Landsleuten den Willkommensgruß. Er wies auf den Sinn und die Bedeutung der Feier der deut- schon Kolonie hin als einem Fest der Zusammengehörigkeit aller Romdeutschen und darüber hinaus aller Ausländsdeutschen. Nach dem Vortrag des I. OttvMo M,, SOttDC‘ qjS'i'V Wenn heute zum ersten Male nach dem Siege Berlin, 18. April. Die deutsche Kolonie in Rom der nationalen Revolution das janje Deutschland veranstaltete heute abend zu Ehren des Vizekanzlers den Geburtstag Adolf Hitlers, uc8 Kanzlers und D. Papen und des Ministerpräsidenten Goring Führers der nationalsozialistischen Bewegung sei- anläßlich des 4 4. Geburtstags des Reichs- ert, dann wird mir die Erinnerung lebendig an kanzlers einen vaterländischen Abend. Die Ver- j e ne n 2 0. April des Vorjahres, an anftaltung fand das lebhafte ft e Zntercsse dem Adolf Hitler seinen Geburtstag in einem an- nicht nur aller in Rom lebenden Deutschen, sondern deren Deutschland und unter so ganz anderen Ver- wurde auch von vielen sich auf der Durchreise in hältnissen beging wie heute. Mitten im härtesten Rom befindenden Gästen aus dem Reich besucht, so Kamps, im Flugzeug hoch über Deutschland, zwi-..... ni * v " a-':“ schen Königsberg und Deutschland, dursten wir dem Führer gratulieren, der auch an diesem feinem Ehrentag nicht einen Augenblick daran dachte, zu feiern, sondern ihn wie jeden anderen Tag seinem Werte, seiner rastlosen Arbeit und seinem faustischen Dingen um die Erhebung der Nation opferte. Heute ist uns aus Adolf Hitler, ---- ------------------ dem Kämpfer, der Staatsmann gewachsen, Präludiums und Fuge in L Moll von Johann Se- gcliebt und bewundert vom ganzen Volke, geachtet baftian Bach sprach bann, von stürmischen Heilrufen und anerkannt von der ganzen Welt. lebhaft begrüßt. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Drink vnd Verlag: vrühl'fche Umvetfttals-Vuch- und öleindruckerei R. Lanze in Gießen. Sdfriftleitung und Geschäftsstelle: 5chn"traße 7. Was zwischen diesen beiden Geburtstagen liegt, was sich in diesem entscheidenden letzten in Deutschland abspielte, ist ein Stück deutscher Geschichte. Aber was ihr Ge- Adolf Hitler in diesem kurzen, noch so Abschnitt seines Lebens vollbrachte und _____ die ihm vom Schicksal gestellte gewaltige Ausgabe meisterte, das ergibt ein Bild seiner —,------- —,-------, . . , , . Persönlichkeit, das sich in seiner charakterlichen Romdeutsche gewesen sein mag in all diesen ver- Größe nur denen ganz erschließt, die die ent- gangenen 3ahrcn. 3hr wäret mitten in e'.ner Stadt, scheidenden Stunden und großen Augenblicke die- in einem Volke, das stolz erhobenen Hauptes seine ses Kampfes an der Seite ihres Führers un- Nation wieder zum Aufblühen brachte, ihn so mittelbar miterleben durften. Man müßte das stärker mußtet ihr die Demütigungen fühlen, die Erleben dieses schicksalentscheidenden 3ahres der allen Deutschen auferlegt waren. Der Auslands- deutschen Erhebung niederschreiben, um der Per- deutsche schämte sich vielfach seines Deutschtums, sönltchleit Adols Hitlers gerecht zu werden. Hier weil in der Heimat sein Deutschtum vergesscn war. können wir nur mit wenigen Strichen den inne- Nacht lag um uns und schwer lag das Gewölk ten Zusammenhang der Ereignisse andeuten. aut Deutschland. Mitten in dieser Verzweiflung, 3m vollen Bewußtsein der schweren und ent- mitten in dieser Lethargie tarn plötzlich ein scheidenden Bedeutung des bevorstehenden Kamps- Mann, unbekannt wie der Soldat des Welt- ab.chnittes ging Adolf Hitler in das 3ahr 1932 knegs, und brachte dem deutschen Vol wre- hinein. „Die Welt geht einer Entscheidung ent- der eine nung an die Wie der gegen, die sich in 3ahrtausenden oft nur einmal au f e r ft e u n g Deutschla n d s And dieser 5o lzieht", schrieb er mit instinktsicherer Voraus- Mann ist heute unser Vollskanzler Rdoli Hit- sicht in seiner Neujahrsbotschaft, mit der er das le r. Weil er Glauben tnsich lrug. konnte er große Kampfjahr einleitete. Nach zwölf 3ahren Menschen glauben lassen, well er Liebe in sich unermeßlich mühsamer Aufbauarbeit sah er end- trug, konnte er Menschen wieder lieber1 lasten, sich die Zeit gekommen, dem Gegner das Gesetz und weil er seinem Gott und se nem Volk des Handelns' vorzuschreiben. Wit Genugtuung vertraute konnte er das Vertrauen auch im Volk emvsonden wir alle die erste machtpoli-I wieder schassen. Weil er sich selb st t r c i fi fchö Ki-tiftwirkuna der Bewegung war, konnte er Treue auch von seinen Mannen als ^ho/wenige Tage spä?er, am 5. 3anua? 1932' »erlangen und wird die immer haben. Er lehrte Adolf Hitler von der Reichsregierung nach Berlin uns, wie ein deutscher Mann glauben unö ar- berufen wurde, um ihn für die Verlängerung beiten mußte.. vo folgten ihm, hingerissen von der Reichspräsidentschaft Hindenburgs zu gewinnen. Man brauchte und rief den Mann, den man bisher als den ärgsten Feind des Staates verfemt hatte! Zum erstenmal fa^ er, der Führer und Kämpfer aus tausend Schlachten, Gelegenheit, seine staatsmännische Begabung zu erproben. Er meisterte die Lage in erstaunlicher Weise und versetzte der Regierung durch den erzwungenen Rückzug Brünings gegenüber dem Reichspräsidenten einen schweren Stoß, dessen entscheidende Auswirkung sich später zeigen sollte. Wenn man die erste Reichspräsidentenwahl das „Kunersdorf der nationalsozialistischen Bewegung" genannt hat. dann sicherlich mit Recht insofern, als die Haltung Adolf Hitlers nach dieser verlorenen Schlacht allein entscheidend gewesen ist für den Ausgang des ganzen Feldzuges und damit den Sieg der Bewegung. Niemals sah ich Adolf Hitler größer als in dieser Mitternachtsstunde des 13. März im Braunen Haus in München, als er angesichts der Niederlage und des Defaitismus den wahrhaft heroischen Kampfbefehl diktierte, unverzüglich und mit zusammengerissener Kraft aufs neue a umgreifen. Wer diese Stunde im Zeichen eines schlechthin unbedingten vulkanischen Wittens und die emporreißende Wucht des anschließenden ersten Deutschlandsluges miterlebte, der spürte älrsache und Wirkung nur in einem: 3n der Kraft der Persönlichkeit, die das Gesetz ihres Wittens der Bewegung aufzwang und damit den für die weitere Entwicklung so bedeutsamen Ersolg der zweiten Reichspräsidentenwahl ver- I Sie deutsche Kolonie in Rom feiert Wers KevmlSW. Don Or. Otto Dietrich, ^eichspressechef Ministerpräsident Görinq hält die Festrede: ^Revolution der Herzen.-Wen der Versöhnnnq der NSDAP unzulässig ist. Der Landeswahlausschuß ist sonach bei der Äb l e h n u n g der Verbindung DVP. und Christlich-Sozialer Volksdienst mit Recht davon ausgegangen, daß eine Verbindung der beiden Parteien im Wahlkreis Hessen-Darmstadt bei der Reichstagswahl vom 5. März nicht bestanden hat. Das Programm der Kabinettssitzung. In München Besprechungen über GA. und Stahlhelm. Berlin. 18. April. (EBB.) Wie wir erfahren, wird sich das Reichskabinett in seiner morgigen Sitzung auch mit dem Problem der U e b c r » fremdung deutscher Schulen undHoch- schulen beschäftigen. Es sollen auf diesem Gebiete Sicherungen getroffen werden. Außerdem wird das Kabinett die Bildung von Studentenschaften regeln. Man kann wohl annehmen, daß sie nach dem Dorbilde der preußischen Maßnahmen erfolgt. Schließlich sollen auch die Steuerausschüsse bei den Finanzämtern neu gebildet werden. Auch hierfür wird das Reichskabinett morgen die Vor- aussehungen schaffen. Ob die Reichsregierung noch in dieser Woche weitere Kabinettsbelprechungen abhalten wird, läßt sich im Augenblick noch nicht sahen. Man weiß, daß der Kanzler seinen Geburtstag am Donnerstag außerhalb Berlins verbringen wird. Am Samstag wird er in München fein. 3n diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß dort am gleichen Tage Führerbesprechungen der SA. und des Stahlhelms stattfinden, die sicher dem Problem einer größeren Einheitlichkeit der nationalen Bewegung gelten. Reichsarbeitsmeifter Seldte kommt erst morgen zur Kabinettssihung wieder nach Berlin zurück. Die Unterredung mit dem Reichskanzler, die in freundschaftlichem und kameradschaftlichem Geiste durchgeführt war, dürfte dann bereits praktische Ergebnisse zeigen. Es wird das in organisatorische Formen zu gießen sein, was die Führer jetzt erörtert Haven. Bereits allenthalben auch von unten her machen sich Ansätze zu einer Klärung der gegenseitigen Beziehungen beider Organisationen bemerkbar, die ein gegenseitiges Miteinanderarbeiten verbürgen. Oie Erneuerung des Beamtentums. Eine Erklärung desStaatssckreiärsGrauert Berlin, 18. April. (WTB.) Staatssekretär G r a u e r t, der neue Staatssekretär des preußischen Innenministeriums, betonte in einer Ansprache an die Beamten, Angestellten und Arbeiter des Ministeriums, die Rotwendigkeit des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeam- tentums im Interesse der staatlichen Erneuerung. Wem der Sinn und das Verständnis dafür fehlt, fuhr der Staatssekretär fort, das ein Beamter feine Stellung nicht dazu benutzen darf, ja schon den Schein vermeiden muß, sich eigene, materielle Sondervorteile zu verschaffen, auf den wird das neue Deutschland, auch wenn er noch so fachkundig fein sollte, leichten Herzens verzichten. Richt fachliche Eignung allein genügt, sondern sie muß getragen fein von dem ehrlichen Willen, mitzuhelfen, unter Anerkennung des ungeheuer Großen, was nicht zuletzt auch durch die aufopfernde Tätigkeit des kleinsten SA.-Man- nes möglich wurde. Eine von heißem Herzen getragene aufbauwillige Mitarbeit wird die Frage des Berufsbeamtentums allein lösen. Rach einem Hinweis aus die bevorstehenden gesetzlichen Maßnahmen gegen das Denunziantentum erklärte der Staatssekretär: 3m neuen Deutschland läßt sich kein Vorgesetzter durch irgendeinen mit hauptamtlich bestellten, aus dem Beamtenberuf ausgeschiedenen Kräften geleiteten Verband übertreffen in der Sorge um das Wohl und Wehe der ihm unterstellten Beamten. Es mögen sich die Beamtenvereine wie früher als wirtschaftliche oder kameradschaftliche Zusam- Das Meil im Moskauer Saboiageprozeß. Zwei und drei Lahre Gefängnis für die angeklagten Engländer. London, 19. April. (WTB. Funkspruch.) 3m Moskauer Sabotageprozeß wurden von den eng- tischen Angeklagten Macdonald zu zwei Jahren, Thornton zu drei 3ahren Gefängnis ver. urteilt und Gregory f r e i g e s p r o ch e n. Die übrigen britischen Angeklagten wurden zur Landesverweisung verurteilt. Die gegen die russischen Angeklagten verhängten Strafen liegen zwischen zehn und 1 Jahren Freiheitsentziehung. 3n der Urteilsbegründung im Sabokageprozeß wird festgestellt, daß während einer Reche von 3ahren in großen Kraftwerken der Sowjetunion systematisch Sabotageakte vorgekom- men seien, die die Werke auf mehr oder weniger lange Zeit außer Betrieb setzten oder ihre Leistungssäsigkeit h rabgemindert hätten. Ursache der Beschädigungen |c. uie Tätigkeit konterrevolutionärer Gruppen gewesen, die aus Staatsange stellten der Kraftwerke bestanden hättep. Diese wieder hatten gemeinsam mit einigen Angestellten der englischen Privatfirma Metropolitan Vickers operiert. Der Gerichtshof stellte weiter fest, daß unter den Angestellten der Metropolitan Vickers Thornton eine führende Rolle bei der Ausführung der Vergehen geführt habe. Unter seiner Leitung hätten 3ngenieure und Monteure der Firma ihre Schädlingstätigkeit in den einzelnen Kraftwerken betrieben. Durch diese Personen sei Thornton auch mit konterrevolutionären Gruppen von Sowjetange st eilten in den Kraftwerken in Verbindung getreten. Thornton habe auch Staatsangestellte bestochen, damit sie verbrecherische Handlungen Beginnen und er habe sich mit Militärspionage auf russischem Gebiet beschäftigt. Dem Bevollmächtigten des Moskauer Kontors der Firma Metro Vickers Monkhouse sei die Schädlingstätigkeit Thorntons bekannt gewesen. Monkhouse habe an der Bestechung von Staatsangestellten der Kraftwerke und an der Verheimlichung von Defekten der von der Firma Metro Vickers gelieferten Einrichtung teilgenommen. Die Vollstrecker der Schädlingsaufträge Thorntons seien Maedonald, Rordwall, Cushney und Oleinik gewesen, die Havarien organisiert, Defekte an den Einrichtungen verheimlicht und geheime Militärnachrichten gesammelt hätten. Erstes Echo in London In London wird von einer Reihe von Blättern fast einhellig festgestellt, daß das Strafmaß leichter ausgefallen ist, als ursprünglich angenommen wurde. „Morning Post" erblickt in der Milde einen Beweis dafür, daß die Sowjetregierung seit der Prozehaufnahme erkannt habe, daß sie auf dem eingetragenen Wege mehr verlieren als gewinnen -würde. Das Blatt nimmt jedoch an, daß die britische Regierung sich nicht so leicht zufrieden geben werde, solange zwei britische Untertanen in einem russischen Gefängnis blieben. Auch „Daily Mail" meint, die britische Öffentlichkeit würde niemals die jahrelange Gefangenhaltung der Verurteilten dulden. „Rews Chronicle" schreibt, alles hänge von der Form der Schritte der britischen Regierung ab. Drohungen seien zwecklos. menschlüsse erhalten. Für die eigentliche Tätigkeit und den Dienst der Beamten selbst werden wir sie nicht mehr brauchen. Lügenmeldungen im Ausland. Berlin, 18. April. (ERB.) Die sozialdemokratische Zeitung in Ruhig in Böhmen „V olksrecht" behauptet, daß in Deutschland keine Arbeitslosen st ati st ik mehr veröffentlicht wird, und daß man das ungeheuerliche Anschwellen der Arbeitslosenziffer verheimliche. Amtlich wird dieser unsinnigen Rotiz gegenüber darauf hingewiesen, daß die Arbeitslosenzahlen wie immer auch jetzt zweimal im Monat veröffentlicht werden und daß die letzte Veröffentlichung am 9. April nach dem Stande vom 31. März erfolgte. Die Zahlen haben einen erfreulichen Rückgang der Arbeitslosigkeit gezeigt. Die Ziffer ist von 5 935 000 auf 5 598 000 zurückgegangen. Es handelt sich bei dieser Rytiz um ein Musterbeispiel für die geradezu irrsinnige Hetze, die man gegen Deutschland treibt und der es auch an jeder geringsten tatsächlichen Grundlage fehlt. Auch die weitere Behauptung von einem Anwachsen der Konkurszahl ist völlig aus der Luft gegriffen. Die Zahl der Konkurse, die im 3anuar 539 betrug, ist im März auf 467 zurückgegangen. Dreiwöchiger Lagerdienst für den juristischen Nachwuchs in Preußen. Berlin, l^xApril. (TU.) Der Kommissar des Reiches für das preußische Justizministerium hat an die Oberlandesgerichtspräsidenten einen Erlaß geachtet, in dem er den Wunsch ausspricht, daß mehr als bisher schon im Vorbereitungsdienst bei den künftigen Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten auf die Entfaltung derjenigen Anlagen hingewirkt wird, die Entschlußkraft, Festigkeit, soziales Empfinden und B olksoerbunden h e i t verbürgen, die den zur Mitarbeit an der deutschen Rechtspflege Berufenen erst die volle Eignung verleihe. Der Reichskommis- sar ersucht deshalb, mit tunlichster Beschleunigung zu prüfen, ob sich eine Anordnung des Inhalts empfiehlt, daß jeder Referendar, der sich nach dem 1. Oktober 1933 zur großen Staatsprüfung meldet, einen mindestens dreiwöchigen Lage rdi en st nachzuweisen hat, und daß von Referendaren, deren Meldung nach dem 1. 10. 34 eingeht, ein Lagerdienst von mindestens zweimal drei Wochen zu erfordern ist. Kleine politische Nachrichten. Die Deutschnationale Volkspartei hat an ihre Organisationen und Mitglieder die Weisung gerichtet, am Geburtstage des Reichskanzlers als des Chefs der Reichsregierung Schwarzweißrot zu flaggen. Zu dem Beitritt des Gauführers des Gaues Ruhr- Lippe des Stahchelms Polizeipräsident Nieder- h o f f zur NSDAP, ist zu sagen, daß Niederhoff selbstverständlich dem Stahlhelm treu bleibt und seine Führerposten wie bisher b e i b e h ä l t. * Der frühere deutsch-völkische Reichstagsabge- vrdnete v. Graefe-Goldebee ist nach längerer schwerer Krankheit auf seinem mecklenburgischen Gut Goldebee bei Wismar im Alter von 63 3ahren geworben. G ra f von Arnim-Boi tz'enburg, der letzte Präsident des Preußischen, Herrenhauses, ist auf seinem Gut Boitzenburg in der Uckermark im Alter von 66 Jahren gestorben. In einem Naturschutzpark hat er wertvolle Tiergattungen, so als besondere Seltenheiten eine Wisentherde und eine Biberkolonie gehegt. 3n ganz Bayern wurden der politischen Polizei bis zum 13. April etwa5400Personen als in Schutzhaft befindlich gemeldet. Gießener Gtadttheater. Hans Mahner-Mons: „Hasenklein kann nichts dafür!" Dieser Schwank in drei Akten nebst Dor- und Rachspiel verdankt seinen Erfolg, den er allenthalben erzielt hat, der Tatsache, daß er außerhalb des für die Gattung der Schwänke üblich gewordenen Klischees gemacht ist. Er beschäftigt sich zwar mit Politik, aber er nimmt diesen aller» omgs ernsten und wichtigen Gegenstand mal ausnahmsweise von der komischen Seite: der Verfasser, M a h n e r - M on s , hat sich einen 3ux gemacht, nichts weiter, und bereitet feinem Publikum einen unbefchwert heiteren Abend. Das ist die Geschichte von dem Schneidermeister ^.rtus Hasenklein, der aus feiner Werkstatt in einem kleinen Landort eine Reise tut in die Hauptstadt des freien Volksstaates Waldenburg um Stoff einzukaufen und dabei feine Tochter zu besuchen, die dort als Stenotypistin in einer Automobilfabrik angestellt ist. Abends geht er aus, um einen Schoppen zu trinken, und es ist ein reiner Zufall, daß er in ein Lokal gerät, wo gerade eine Wahlversammlung abgehalten totrö. Weil aber das Glas, das man ihm hin- ftellt, nic^t richtig vollgeschenkt ist und obendrein eine Fliege im Bier schwimmt, läuft dem höchst unpolitischen Zeitgenossen Hasenklein die Galle über, er haut auf den Tisch und schreit: Verdammte Sauwirtschaft! Ratürlich kann er nichts Dafür, daß dieser elementare Ausbruch seines berechtigten Anwittens als zündender Zwischenruf in die Rede eines Wahlkandidaten aufgefaßt und entsprechend gewertet wird. Richt genug, daß man solcherart auf den provinziellen Besucher aufmerksam geworden ist- am andern Morgen wird er, im Büro der Autofabrik, wo er doch nur eben feiner Tochter guten Tag sagen wollte, ehe er weiß, wie ihm geschieht, als Abgeordneter auf die Liste zur Landtagswahl gesetzt, weil da an siebenter Stelle ein kleiner Handwerker fehlt, den man nicht auf» treiben kann, und weil fein mißverstandener Zwischenruf vom Abend vorher sozusagen wie eine 'Bombe im politischen Leben des freien Volksstaates Ungeschlagen hat. Auch damit nicht genug: vor der ersten Sitzung tobt im Landtagsgebäude ein heftiger Kuhhandel um die Besetzung des Ministerpräsidentenpostens. Einem aufgeweckten Journalisten, der überall die Finger dazwischen hat, gelingt es, den neugebackenen Llbgeordneten Hasenklein den strei- teiiden Parteien genehm zu machen: aus ganz unpolitischen Gründen noch dazu, nur weil er femern SrcunDe helfen will, Hasenkleins Tochter, die hübsche Stenotypistin, zur Frau zu kriegen. Da nämlich^ dieser Freund ein Sohn des aristokratischen Chefs der Staatskanzlei ist, muß der Vater der Braut eine möglichst angesehene Stetig bekommen, und das Amt des Ministerpräsidenten ist gerade frei. ♦ Natürlich geht das nur bis zur Antrittsrede ^^chatzt der unselige Hasenklein so gründ- lich, daß seinem Rücktritt nichts im Wege steht und er sich nach dem ereignisreichen Ausflug in b;e Landeshauptstadt alsbald auf dem ange- Schneidertisch im Kreise der Familie w.ederfindet. Seine kouragierte Tochter hat aber «riiS ^würdigen Sitzung nach Hasenkleins STI fD ergreifende Ansprache en'?aß öcr geheimrätliche Chef ^sJiJeirnm verliebten Sohn den Heiratskonsens nicht langer verweigern kann. Ausführung dieses Schwankes steht und fallt mit der Besetzung Der Titelrolle. Die Be- fehung war ausgezeichnet: Herr Ludwig Link- svuher in Gießen, jetzt am Reichischen mnrRn ?era’ wurde gleich beim Aufgehen DDn einer großen Gemeinde treuer «übt bCrr Aedersehensfreude be- grußt. ®r hat sein komisches Talent von dem früher hier viele schöne Proben erlebt haben /eisen lassen, gefestigt und ausgebaut. Sein trockener Witz und feine9 schal- lenbe Lache wirkten unwiderstehlich auf die Lach- SJ^ln öeä Publikums. Diese Rotte ist in allen ~eJen toie für ihn geschaffen: wenn er mit gekreuzten Beinen auf dem Schneidertisch fjht StL eifU4d')en in ^e ehrwürdige Kaffee- -$at -$on fo Mit wie gewonnen Wenn er einem kleinen Beamten Maß nimmt" JS ??ndtag betritt, wenn er. von L ©unft des Volkes auf den Thron gehoben den Staat regiert und Audienz erteilt und Dabei einen ehemaligen Kunden emtfffngen muß, Dann -der Hohe Der Situation unD des @e- unters kein Ende. Es war sehr heiter. Auch sonst: ein wohlgelungener QlbenD. Herr Hehler führte witzig unD pointiert Regie. Herr Löffler hatte hübsche Bühnenbilder unD einen m:t vielen Anspielungen verzierten, überlebensgroßen Bilderbogen als Szenenrahmen geschaffen. UnD es wurde auf der ganzen Linie mit Lust und Liebe angeregt gespielt. Herr Hauer und Fräulein Deling stellten mit verliebtem Eifer das junge Paar, Herr Wrede einen geriebenen Schmock, Herr Heys er den geschäftigen Generaldirektor, Herr Kühne einen seriösen Staatsmann von merkwürdiger Porträtähnlich, leit Als Volksbeauftragte wirkten Frau Waith er-Lederer, Die Herren Fassott, Mich e l und Dieten mit lächerlicher Würde. Frau Sch über t-3ü ngli n g als die Halenkleinsche Gemahlin und Herr Geiger als aufgeblasener Subalternbeamter seien nicht vergessen. Der De-fall steigerte sich zu Ovationen für Den Gast des Abends, Der sich immer wieDer zeigen mußte. hth. Ein Arbeitstag Mussolinis. Don Or. Gustav W. Eberlein, :Rom. 2K u f f o I i n i hat feinen gewohnten Morgen- ritt hinter sich, als er im Palazzo Chigi eintrifft. ift 8 Upt. Einer nach Dem anDern kommen Die hohen Staatsbeamten zum Rapport. Schon füllen fid. öie Vorzimmer. Doch braucht niemand lange zu antichambrieren, Der Bittsteller nicht länger als Der Minister, Denn Die Arbeitszeit des Tages ist auf Die Minute eingeteilt wie ein Fahrplan Sür 9 Uhr war Der Besuch Des französischen Botschafters angeseht: Punkt 9 Uhr verabsch edet Der MinisterpräsiDent Mussolini Die Herren vom Vortrag unD empfängt als Außenminister den Senator De 3ouvenel. Große Dinge stehen auf Dem Spiel, nicht mehr und nicht weniger als Der FrieDe Europas. Frankreichs Botschafter bleibt bis 9.45 Ahr. 5)er Ministerrat tritt zusammen. Den Vorsitz fuhrt Mussolini. Cs toirD 13 Uhr. ^^Luftsahrtminister Balbo ist inzwischen nach Genua geflogen, um MacDonalD unD uen englischen Außenminister Simon abzu- holen. Er steuert Das Flugzeug selbst unD setzt ?,?^?vlltlschen Gäste nach zweistündigem Flug pünktlich an Der Tibermündung ab. Mussolini wartet schon, er ist. in 20 Minuten nach Ostia ge° Von diesen sind bis zum 13. April bereits 900 Personen wieder entlassen worden. Außerdem wurden am Gründonnerstag erneut r unD 7 30 Personen entlassen. Aus aller Well. Starter Oslerverkehr im Schwarzwald. 3m südlichen Schwarzwald war Der Fremdenverkehr über Die Ofterfeiertage sehr lebhaft. 3n Titisee waren Die Hotels sehr stark beseht: in Badenweiler übertraf Der Verkehr alle Erwartungen unD war, toi e aus zuverlässiger Quelle verlautet, feit 3ahrzehnten nicht mehr so stark wie in Diesem 3ahre. Interessant ist in Diesem Zusammenhang, daß Die Schweiz und Das Elsaß ein großes Kontingent Der Fremden stellten. Unter ihnen befanden sich auch viele Reugierige, die sich selbst davon überzeugen wollten, was von den ©reuelmelDungen, die im Ausland über Deutschland verbreitet werden, wahr fei. Sie alle waren überrascht von der Ruhe und Dem angenehmen Aufenthalt in Deutschland. Auslralienslieger Bertram in Tempelhof gelandet. Während des großen Osterflugtages landete Der bekannte Australienflieger Hans Bertram mit seinem 3unkersflugzeug von seiner letzten Flugetappe Athen kommend im Zentralflughafen Berlin-Tempelhof Bertram wurde stürmisch begrüßt. Am Mikrophon gab Bertram sodann seiner Genugtuung Ausdruck, daß er den Flug trotz allen Gefahren und Entbehrungen glücklich beendet habe und dankte für den herzlichen Empfang. — Bertram mußte bekanntlich auf seinem Australienflug eine Notlandung an der australischen Küste vornehmen und war lange Zeit mit seinem Begleiter Klaus- mann verschollen. Beide Flieger wurden seinerzeit kurz vor dem Derdursten von einer Hilfsexpedition gerettet. Klausmann ist bereits im Dezember o. I. in Begleitung eines Arztes nach Deutschland zurückgekehrt, doch hat «r sich von Den Folgen der erlittenen Strapazen noch nicht ganz wieder erholt, lieber feine weiteren Pläne äußerte sich Bertram, Daß er beabsichtige, in Deutschland Vorträge über seinen Flug zu halten und die auf der Reise gesammelten Erfahrungen praktisch zu verwerten. Kunst uno WMenfchast. Rücktritt des Nobelpreisträgers profenor Dr. James Franck. Der Direktor Des zweiten Physiralis^en 3nsti- tutes Der Göttinger -UrtLberfitat, Provisor 3ames Franck, hat Den Kultusminister geoeien, ihn von seinem .amte zu entomoen. Fcancr, oer zü- Difajer Avstammung ist, eruart in einem Briese an Den Rector Der llnioer|ität, Daß er von der Vergünstigung für juDifa>e Frontkämpfer keinen ©eDiauu) mauien tooiie. — Pros. Francc yatte 19z5 wegen Der u-ntueuung Der Ge,eye uoer Den Zu- fanimenstoß von einem Elektron mit einem Atom zusammen mit Pro,efior Gustav Hertz Den Ro- oelpreis erhalten. 45. Kongreß der Deutschen Gesellschaft süc innere Vleoizin. In Wiesbaden wurde der 45. K o n g r e ß der Deutschen Gesellschaft für innere AI e - d i z i n durch Professor «chittenhelm- Kiel er- öffnet. Es waren annäherno 1000 Aerzte anwesend. Die Eröffnungsrede von Prof. Schittenheim wurde zu einem persönlichen Bekenntnis und zu einem medizinisch-vaterländischen Programm. Die deutsche Aerzteschast wolle sich als aktives Glied Der deutschen Kulturgemeinschaft auch in die großen Fragen unserer Fell einschalten. Bei aller Anerkennung Der Verdienste so mancher sremdstämmiger Mitglieder um Die Forschung begrüße Die Gesellschaft Die Säuberung auf allen Gevieten auch vom eugenetischen und biologischen Standpunkt aus. Weiter begrüße sie die Neuregelung des Krankenkassenwesens und Die Berichtigung der falschen sozialen Einstellung. Mit besonderer Genugtuung stellte der Vorsitzende im Namen Der Gesellschaft fest. Daß im Programm Der Nationalsozialistischen Aerztevereinigung Die Stärkung Der Stellung Des Hausarztes gefordert werde. Nach den programmatischen Ausführungen des Vorsitzenden trat Der Kongreß in Die wissenschaftlichen Arbeiten ein. 13 30 aiatürIi^ lauert er selbst. Die Uhr zeigt Der Rückweg nach Rom toirD auf Der über 20 Kilometer langen Autobahn so schnell zurückgelegt, Daß Mussolini von 14 bis 15 Ahr Den Vortrag Der Herren vom Außenministerium entgegennehmen kann. Wenige Minuten nach 15 Ahr erscheint der Korporationen Minister Mussolini ini Augusteum unD spricht zur großen Versammlung Der Geschäftsleute. Es ist heute auch Kammersihung. Der 3 nnen- mi nist er Mussolini hört sich von 16 Ahr bis 16.30 Die große ReDe seines Anterstaatssekretärs A r p i n a t i an. 16.35 bis 18 erste Besprechung Des Staatslenkers Mussolini mit MacDonalD unD Simon im Palazzo Venezia. Er greift in Das RaD Der Weltgeschichte. Folgen Die üblichen Audienzen: 18 bis 20 Ahr. 3ebn Minuten sind im Durchschnitt vorgesehen. -Zehn Millionen Menschen mindestens glauben unbedingt Mussolini sehen, sprechen unD beeinflussen zu müssen. Wenn Die Amtsstuben längst im Dunkel lie» 2kf)t &Cennt Arbeitszimmer Des Duce noch Ein Arbeitstag — einer Der vielen, Der end- lofen Arbeitstage. Mussolini ist ein Arbeiter, Der keinen Feierabend, keinen Sonntag, keine Ferien und keinen Urlaub kennt. Zeitschriften. — Brasilien unD Die Deutschen SieDIungen in Wort und BilD. Eine neue Monatsschrift, Die in Porto Alegre erscheint unD es sich zur Aufgabe macht, ein wahres Bild Des Lebens unD Treibens auf Den Deutschen SieD- lungen, vornehmlich in Den SüDstaaten Brasiliens, lebenDig vor Augen zu führen. Die Zeitschrift ist m erster Linie für alle Die geDadjt, welche sich mit Auswanderungsgedanken tragen unD sich schon vor Der Ausreise aus Der alten Heimat, zuverlässig über Die Aussichten und Lebens-Bedingungen, welche ihnen in Brasilien bevorstehen, unterrichten wollen. Die Herausgeber, selbst Durch jahrzehntelangen Aufenthalt mit Den Siedlungsverhältnissen des Landes bestens vertraut, haben sich Die Mitarbeit von Männern gesichert, Deren Sachkenntnis und Erfahmng über jeden Zweifel erhaben ist. Verlag: Hugo Müller, Porto Alegre. Auslieferung in Deutschland: Koehler & Volcknar A. ©. L Co^ Leipzig. Aus der Provinzialhauptstadt 1. 4. 3. 5. 6. 1. wisse Kunstgriffe im Bau en tn: neue 18. 19. 20. 21. 22. 23. 2. 3. 5. 6. 24. 25. 26 1. 2. 2. 3. 4. Oie Wahlvorschläge derTlGDAP. zum Gießener Gtadtrat, Kreistag und Kreisausschuß Gießen 21m 18. April in den frühen Morgenstunden wurde die Landeskriminalpolizeistelle ließen von Wolfersheim aus benachrichtigt, daß dort m der Nacht em Hilfspolizist erstochen worden sei. Oberstaatsanwalt Dr. Brill und Beamte der Landeskrimimilpolizci- stelle Gießen bcgabön sich im Kraftwagen nach Wolfersheim. Dort waren bereits ein Beamter der Kri- Durch die Rekonstruierung des Vorgangs erschien der 17 Jahre alte Schlosserlehrling Willi R i e ß aus Wölfersheim der Tat dringend verdächtig. Trotz Bestreitens am Tatort legte er bei der nachfolgenden Vernehmung unter Vorhalt der erdrückenden Beweise ein G e st ä n d n i s ab. Er war auch derjenige, der von dem Hilfspolizisten Hofmann besonders zur Ruhe ermahnt worden war. Rieß führte den Stich mit einem größeren Taschenmesser nach dem linken Oberschenkel des Verstorbenen. Durch den Stich wurde die Schlagader getroffen. Das zur Tat benutzte Messer war in dem Bette des Täters versteckt. Rieß hielt sein Geständnis vor dem Richter in Friedberg aufrecht, in dessen Beisein er an die Leiche geführt wurde. Er wurde unter Haftbefehl gestellt und in das Landgerichtsgefängms Dk. James Jrand. bhMsqen Uniti» n '^roieitor James um g^Deien, iyn ti äcam, oer ju» :t in einem Hrie,c I. dast er von öer lonltampser leinen ‘scana gatte ltiz5 • ege uorr oen gu» n mit einem Vhom ö ijettj den Ao- Frau Wrede, Rordanlcg: 11 I, Frau Schäfer. Großer Sternweg 9, sowie im Parteilokal Sol - dan. Selterswcg. Flaggenhiffung am 20. Apnl in Hoffen Amtlich wird mitgeteilt: Das hessische Ge- famhniniUerium hat angeordnet, daß am 20. April, dem Geburtstag des Re chskanzlers Adolf Hitler, sämtliche staatlichen und gemeindlichen Be- s,öroen mit der Hakenkreuzflagge und. soweit die Möglichkeit dazu besteht, auch mit der schwarzweihroten Fahne zu flaggen haben. Oie Reichswehr speist Notleidende. Auf Grund einer Abmachung zwischen der Kreisleitung der NSDAP, und der Führung unseres Gießener Bataillons wird unsere Garnison am morgigen Donnerstag, 20. April, am Geburtstage des Reichskanzlers Adolf Hitler, in der Zeit von 17 bis 19 Uhr notleidende Bürger unserer Stadt ohne Rücksicht auf ihre polityche Einstellung speisen. Die Verpflegung findet ms zwei Feldküchen im Saale des Cafä Leib statt. Das menschenfreundliche Werk wird gewiß in allen Kreisen der Bürgerschaft mit aufrichtiger Anerkennung, die sich sowohl auf die Anreger wie auch auf die Träger erstreckt, vermerkt werden. Körperverletzung mit tödlichem Erfolg Don der Landesk.iminalpolizeistelle Gießen wird mitgeteilt: 10. Schmidt. Robert. Landwirt, Steinheim. ll. 'Will, Hans. Betriebsleiter, Leihgestern. 12. Hoffmann IV., Jakob. Schuhmacher. BerS« rod. 13. Rchfeld. Arthur. Schmied. Langsdorf. 14. Sudhcimer. Adolf. Kaufmann. Diehen. 15. Schroth. Erich, Oberingenieur, Mainzlar. 16. Kahl. Wilhelm. Landwirt. Altcn-Buscck. 17. Balser. Heinrich, Architekt, Grünberg. n Gesellschaft Jin. i. Kongreß der für innere We = : e n 1) e I m • Stiel cr- JO Äerzle anwesend. L-chittenyeim wurde ! unb ju einem me- nm. Die Deutle Aich der deuWn großen Fragen um c Anerkennung öer immiger Mitglieder Afeltichasl die tiöu= h vom eugenelifchen ms. Meiler begrüße kenkafsenwefens und sozialen Einstellung, ellle der Borsihende iniß im Programm rzlevereinigung die ausarzles gefordert ichen Ausführungen zieh in die wiffen- Knorpel mit «einer Fel zität^ dessen anspruchslos AdeHr bedarf. Derrn 5 cnqdeeii oimte. die Für den Kreis ag Gießen: K i r ch h ö f e r, Heinrich, Dergverwalter, Hungen. Luley, Wilhelm, Rechtsanwalt. Gießen. Metz. Karl, Steueroberinspektor, Gießen. Forchheim, Theodor, Arbeiter, Allendorf a. d. Lda. eine gefährliche Verlängerung der „Verspannung". Eine wahre Fundgrube ist ferner unser Körper für Materialtundige. Allein schon hinsichtlich mechanischer Eigenschaften. llnö man bedenke, daß abgesehen von den Kaltkristallen, mit denen sich das Knochengcwebe zur Erlangung seiner Härte imprägniert. der Körper seine Materialien nur aus eiwcihartigen ötotfen aufbaut. Ge- — und zum provinzialtag und zum Gießener Kreistag. Zur Rcubildung des Provinzialtags und Provinzialausschusses Oberhessen. sowie des G i e - tzenerKreistages und Kreisausschusses sind von der RSDAP., von der SPD. und von der Bereinigten nationalen Rechten (umfassend Kampffront Schwarzweißrot. Deutsche Dolkspar- tei. Christlich-sozialer Bolksdienst und Zentrums Wahlvorschläge eingereicht worden. Jockel, Heinrich, Kulturinspekkor, Gießen. Staubt, Hermann, Psarrcr. Lich. u. Metz, Karl, Steucrobcrinspeltor, Gießen. 4. W r e d e , Karl, Direktor, Gießen. Fung, Otto, Ingenieur, Waycnborn-Stein. berg. Eudheimer. Adolf, Kaufmann, Gießen. Wahlvorschläge Wunderwerk der Natur Technische Kunstgriffe im menschlichen Körper. Don Or. med. K. Woltershausen. gibt es den hohen Elastikeiner eigenen Bon der RSDAP. in Gießen wurden die nachstehenden Wahlvorschläge eingereicht: Für den Gießener Stadtrat: l.L o h, Adam. Postassistent. Gießen. 2. Luley, Wilhelm, Rechtsanwalt. Gießen. 3- B a r t h o l o m ä u s, Heinrich, Werkmeister. Gießen. 4. W a 11 e r. Friedrich, Former. Gießen- 5- Sold an, Franz. Gastwirt, Dießen. 6. K u r z, Adolf, Oberingenieur. Gießen. 7. Eudheimer, Adolf, Kaufmann, Gießen. 8. P a p e, Karl Otto, Bankbeamter, Gießen. 9 Wenderoth, Wilhelm. Arbeiter. Gießen. 0 Dr. W o 1 k e w i h, Paul. Studicnrat. Gießen. ll.Roll, Wilhelm. Landwirt. Gießen. 12. Lembke, Ludwig, Kaufmann, Gießen. 13-Friedrich. Otto, Lagerarbeiter. Gießen. 14. H a h n, Wllhelrn, Gerichtsreferendar. Gießen. 15- B l u m. Rudolf, Schreinermeister. Gießen. 16. G r a h l mann,Bruno,Obcringenieur, Gießen. 17-Ricolaus. Karl, Oberforstmeistcr, Gießen. 18. W a g n e r, Hermann, Dersorgungsanwärter, Gießen. 19- S ch e 11 c r, Joseph, Dentist, Gießen. 20. Wilke, With Im. Kausmann, Gießen. 21 .03raun, Karl, Schlossermeistdr. Gießen. 22. Prof. Dr. Herzog, Rudolf, Universitäts- Professor, Gießen. 23. Jockel, Heinrich. Kulturinspektor, Gießen. 24- H o r st, Karl. Kaufmann, Gießen. 25- Kempff, Otto. Major a. D.. Gießen. 26. S ch w a r z, Otto, Kaufmannsgchilfe, Gießen. 27. Moos. Karl, Buchhalter. Gießen. 23. G ö b e I, Adolf. Schuhmachermeister, Gießen. 29. L a u e r, Otto, Angestellter, Gießen. 30. H e y d, Friedrich Jakob, Kausmann, Gießen. Wenzel. Karl, Landwirt, Lang-GönS. Kuhn, Karl, Buchhalter, Lich. Kauß, Willi, Landwirt, Lumda. D r a u d t. Hermann, Pfarrer, Lich. Hahn. Friedrich, Zimmermann, Beuern. Metzger, Wilhelm, Bürgermeister, Röthges. Weber, Karl. Landwirt, Bellersheim. Sch epp III., Wilhelm. Landwirt, Saasen. Jockel, Heinrich, Kulturinspektor, Gießen. Für den Kreisausschuß Gießen: Brückel, Wilhelm, AmtSgerichtsrat, Gießen. Wcnderoth Wilhelm. Arbeiter, Gießen. Wieder st ein, Wilhelm, Kaufmann. Hungen. Derghöfer, Heinrich, Landwirt, Treis an der Lumda. Will. Hans, Betriebsleiter, Leihgestern. Jockel, Heinrich, Kulturinspektor, Gießen. Stellvertreter: 5. Sattler, Karl, Pfarrer, Wiescck. 6. W r e d e , Karl, Direktor, Gießen. 7. Drücket, Wilhelm, Amtsgerichtsrat, Gießen. 8. Jung, Otto, Ingenieur, Wahenborn-Stein- berg. 9. Balser, Johann, Maurermeister, Dettenhausen. Polizeihauptwachtmeister Haubner. (fcin Mitkämpfer des Reichskanzlers Adolf Hitler. Vom Polizetamt Gießen wird uns mit» geteilt: 21 m 21- April verläßt ein Polizeibeamter umere Stadt, der es verdient, daß einiges über ihn berichtet' wird. Es ist Polizeiwachtmeister H a u b n e r. Polizeihauptwachtmeister Haubner wurde am 16. Juli 1929 zum Polizeiamt Gießen versetzt. Wahrend seiner hiesigen Tätigkeit hat er sich die Wert chatzung und Hochachtung sowohl aller seiner Vorgesetzten als auch seiner Kollegen in vollstem Maße erworben. Sein strammes, aber jederzeit zuvorkommendes Wesen, gepaart mit unbedingtem Pflichtgefühl, das ihn auch veranlaßte, sich in dem ihm liebgewordenen Polizeiberuf weiter fortzubilden, haben ihn an jeder Stelle, an die er von seinen Vorgesetzten gestellt wurde, zu einem gewissenhaften, tüchtigen und strebsamen Beamten werden lassen. Auf Grund dieser Tatsachen und in Anbetracht dessen, daß Haubner im Weltkrieg, wie nachstehend kurz angegeben, geradezu Hervorragendes geleistet hat, wird er, der seit 7. März b- 3. ßeiter der Hilfspolizei für die Stadt und den Kreis Gießen ist, ab 21. April vorübergehend zur Bereitjchasts- polizei in Mainz kommandiert, um alsdann an dem am 1. Mai 1933 beginnenden Offizierkürs in Darm- OieBeranstaitungen derNSOAP. zum Geburtstag des Führers Adolf Hitler. | Die Kreisleitung Gießen der RSDAP. teilt uns mit: ___ , „ , . Dem Wunsche unseres Führers enttprechend. wird sein Geburtstag in schlichter Weise begangen. Am Dorabend, 1 9. A P r l l, 20 Uhr, findet im G ießener vtadtt Heater eine Sonderausführung des Schauspiels -Der 18. Oktober" statt, das Einblick gibt in den g> Sv^Leute Hitlerjugend. ALDO.. Frauen,chaften ujw. Der Eintritt ist frei. Die 6a-Äa»etIe bnngt muh- kcllische Darbietungen. Die Feier wird ebenfalls in einfachster Form durchgcführt. Sammlung von Lebensmitteln für notleidende Volksgenossen durch die NSDAP. Don der Kreisleitung Gießen der RSDAP. wird uns mitgeteilt: . Aus Anlaß des Geburtstags des Führers der nationalsozialistischen Bewegung und I^ichs- kanzlers Adolf Hitler findet emo durch die Dienststellen der RSDAP. veranstaltete o a m m- lung von Lebensmitteln I eder Art statt, die notleidenden Bolksgenossen ohne Rucklicht auf ihre politische Einstellung zugeführt werden sollen. Es wird die Bitte ausgesprochen, zu helfen, soweit es in öen Kräften des einzelnen steht. Die Lebensrnittel werden entgegengenommen bei den Ortsgruppenleitern Dr Heuser. Stephanstr. 44 111, Otto Lauer, Kirchenplatz 9 11, Otto Schwarz, Frankfurter Straße 431, Otto Pape, Friedensstr. 18. den Leiterinnen der grauenhaften Frau s ranz, Gvethestr. 30 111, Frau Kurz. Lieblgstr. 35, ®tlnsd>°r- "‘»«SRj 'eit. ü|t ääj? tßji» llnx .ln die- das otemben hem.n ®pel|lol gelandet SS?.,'S* m krisch bc- r°mJoÖQnn feiner ÄS 1 Begleiter ®utöen seinerzeit ner H'lste^edjlion *D:5' 'n Wland jurüdge: gen der erlittenen öer erholt. Heber '■öertram, daß tt trage über feinen W gesammelten cien. enschaft. Wir leben in einem technischen Zeitalter. Maschinen umgeben uns. Maschinen verschaffen uns die tausenderlei Bedürfnisse des Alltags. Aber auch die Ratur selbst arbeitet mit „technischen" Kunstmitteln, wenn es gilt, unter den schwierigsten Bedingungen selbst auferlegtcr Gesetze einen Tier- oder Pflanzenkörper zu gestalten. Sind wir nicht selbst, unser Körper, solche Kunstwerke? — Geistvolle Menschen aller Zellen haben sich für dieses Thema interessiert. Waren sie Künstler, so bewunderten sie die Harmonie und Logik aller Teile — durchaus nicht untechnische 'Begriffe —, waren sie Forscher, so stieg ihre Bewunderung mit ihrem Wissen. Indessen hat erst die Borurteilslosigkeit unserer Zeit ein ungestörtes Studium auch des menschlichen Körpers ermöglicht. Ist er dabei auch nur eine der unzähligen natürlichen Konstruktionen, so ist in ihm allein doch eine unerschöpfliche Anzahl von Ideen verwirklicht — von den schwierigsten Borgängen im Körper, die mit Hilse noch immer unerforschten Materials mit unfaßbaren Qualitäten und Fähigkeiten durchgeführt werden, bis herab zu den einfachsten mechanischen Kunstgriffen. Aber gerade die letzteren sind um so interessanter, als sie unserem Berständnis rollständig zugänglich sind, und durch ihre Einfachheit immer von neuem verblüffen. Da ist z. D. das H e r z , der Motor für den Umlauf des lebenswichtigen Ernährungssaftes, .des Blutes. Unaufhörlich, automatenhaft folgt Schlag auf Schlag. Und doch: ein Gedanke — und der „Automat" bekommt ein rasendes Tempo, ein Schreck — und er seht sekundenlang aus... eine scheinbare Ewigkeit für den Betroffenen. Wie kommt es aber, daß das mit der Pulswelle ausge» worfcne Blut nicht zurückströmt, wenn sich das Herz aufs neue öffnet, um sich mit Blut aus der entgegengesetzten Richtung zu füllen? Ganz einfach: es hat Bentile. Teilweise genau solche, wie unsere Pumpen sind haben: das gilt z. B. für das Bentil in der Ausflußbahn der Aorta, der Hauptschlagader des Körpers. Aber das Herz zeigt noch eine zweite Art von Dentilen. Sie liegen zwischen den Dorhöfen, „den Sammelbecken für die nächste Dlutwelle und den Kammern, den „Hubräumen" des Herz-Motors. Sie sind wieder anders, weil sie schwierigeren Bedingungen gerecht werden, d. h. erhöhtem Druck bei größerem Denttt- umfang standhalten müssen. Dabei bestünde an sich — besonders bei abnormer Beanspruchung — die Gefahr des Abreißens oder Hochgeschlagenwerdens der Klappenränder. Und das-Mittel dagegen ist uns auch nichts Reues: es heißt Ber- s p a n n u n g. Großartig ist dabei die Schwierigkeit umgangen, eine allzu starke Verlängerung der Spannsäden im Augenblick der Kammerzu- fainmenziehung. des Herzschlages, zu vermeiden. Der Ausweg ist ebenlo genial wie einfach, ein Teil der „Verspannung" ist als gleichsinnig arbeitender Muskel ausgebildet, und verhindert so Gießen übergeführt. Der Täter Willi R i e ß war im Besitze eines vorläufigen Ausweises als SA.-Anwärter beim Sturm 6/222, ausgestellt am 10. April 1933. Bornotizen. — Tageskalender f ü r Mittwoch : Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Drand- platz, 15 bis 17 Uhr, große Frühjahrs-Ausstel- hing. — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, aus Anlaß des Geburtstages des Führers Adolf Hitler, Sonder- oeranftaltung der NSDAP. (Kreis Gießen) mit einer Aufführung des Schauspiels „Der 18. Oktober" von Walter-Erich todjäfer; Spielleitung Peter F a s- {ott. Ende 2230 Uhr. Für die Mittwoch- Abonnenten fällt die Abonnements-Vorstellung heute aus und wird auf einen anderen Zeitpunkt verschoben. — Freitag, 21. April, 20 Uhr, als 27. Vorstellung im Freitag-Abonnemen^ zu gewöhnlichen Preisen Wiederholung der Spielplan-Neu- heit: .Hasenklein kann nichts dafür!" Schwank von Mahner-Mons in der Besetzung der Erstaufführung mit Ludwig L i n k m a n n als Gast in der Titelrolle. Ende 22.15 Uhr. — Voranzeige des Spielplans für Mittwoch, 26. April, als 27. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement Opern-Gastspiel des Hessischen Landestheaters, Darmstadt, mit der einmaligen Aufführung der Oper: „Fidelio" von Beethoven. Dpcrnpreil'e; Vorzugs- und Rundfunkgutscheine haben Gültigkeit. Vorverkauf hat begonnen. ** RachträglicheEinlösung DonCe» bensmittel-Derbilligungsscheinen. Zur Dermeidung von Härten hat sich der Reichsarbeitsminister damit einverstanden erklärt, daß ; die Abschnitte der für die Monate Januar, Februar und März 1933 ausgegebenen Reichsverbilligungsscheine für Frischfleisch und andere Lebensrnittel auf Antrag nachträglich eingelöst werden. Der Antrag muh jedoch bis zum 30. April gestellt sein. _ t •• Bereinigung der 105. Inf. - Div. v. Mackensen. Im Anschluß an eine Tagung der 105. Jnf.-Div. (v. Mackensen) wurde eine 'Besprechung abgehalten, in der der Wunsch geäußert wurde, eine Bereinigung der 105. Infanterie-Division zu gründen bzw. auszubauen. Am 2. Juli soll deshalb eine weitere Zusammenkunft stattfinden, die alle ehemaligen Kameraden. die sich anzuschliehen bereit sind, im Hotel Kobel vereinigen soll. Anfragen und Auskünfte werden durch Wilhelm Wagner (im 1 Hotel Kobel) erteilt bet. die Haut und die Adern in'Spannung erhält, immer bereit, eingetretene Deformierungen mit großer Kraft wieder auszugleichen. ohne dabei Kalorien zu verbrauchen. Denn auch hier fin- den sich kaum Qlbern — höchste Oefonomic! Und endlich sehen wir, wie im Lauf des ersten Werdens sich die Gewebe des Auges im unerklärlichen Gntwicllungsfpiel aus ganz gleich aussehendem Rachbargewebc zu durchsichtigen Substanzen entwickeln, um schon bei der Geburt ihren strahlenden Glanz, Ihre glashelle Klarheit zu bc- sitzen. Unö das alles aus Eiweiß! Der Güte des Materials entspricht seine Ber- wendungsart. Kein Zuviel, und doch h ö ch st e r mechanischer Effekt. Wie jung ist erst die Entdeckung, daß. gleiche Materialmengc vorausgesetzt, keineswegs massive Eisenstäbe die festesten sind. Und wie alt ist die Tatsache, daß die menschlichen Glieder hohle Röhrenknochen haben! Ein besonders feines Balkenwerk zeigen die Gelenkenden. Bei starker Vergrößerung sieht das genau so aus. wie eine moderne Brückenkonstruktion: dieselben Kurven, dieselben Berstrebungen. — Wie beweglich sind ferner unsere Finger! Und doch können wir nicht einmal jeden Finger einzeln strecken und biegen, ja nicht einmal die beiden Endgliederreihen isoliert bewegen. Denn nur auf der Beugeseite ist «für jedes Gelenk eine Sehne vorgesehen. Auch dabei ist ein Kunstgriff. Die Endgelenksehne liegt nämlich unter der für die Mittelglieder. Wie soll sie ans Ziel gelangen, wo kein Ausweichen möglich ist? Ganz einfach: die obere bildet eine Gabel, und die tiefere schlüpft hindurch. Das ist nichts Besonderes, zugegeben. Und doch mochr man immer wieder die Beobachtung, daß die jungen Aerzte, denen man diese Dinge zeigt, darüber erstaunt sind. Dunkel fühlt wohl jeder einen verwandten Geist am Werk, einen Hauch von Sympathie, etwas Menschliches, auch wir würden wohl die gleiche Lösung bei gleicher Aufgabe gefunden haben. Roch ein letztes Wort über das Organ, das an tausend Fäden, den Rerven. unsere „Maschine" Htet. Ist in d"v Tat das Gehirn der innerste Wesenskern des Körpers, so mußte es auch entsprechend geschützt werden. Wie ist die Lagerung, die Federung? Man vergegenwärtige sich die ganze Größe der Aufgabe: in einem Körper, der durch Eigenbewegung auf unebenen Flächen, durch Stürze und dergleichen, dauernden, zum Teil sehr beträchtlichen Erschütterungen ausgesetzt wird, ist erschütterungsfrei ein Organ einzubauen, das aus mechanische Reize, empfindlich fast wie ein Seismograph, ganz unberechenbar reagieren würde. Run, die Ratur bedient sich hier eines hydraulichen Systems innerhalb einer festen Kapsel, des Schädels. Darin ist das Gehirn aufgehängt. an tausend und abertausend loderen Fäden, Spinnwebenhaut genannt. zwischen deren Massen eine dünne Eiweiß- lösung strömt. Und im Innern des Hirns findet sich ebenso ein Hohlraumsystem. das mit dem äußeren in Berbindung steht. Man begreift, welch weiche Federung ein Körper durch Schwimmen in einer annähernd gleich schweren Flüssigkeit erfahren muß. — Zweifellos ist das nicht das Wunderbarste an diesem Organ. Das größte Wunder bleibt die Art seiner Funktion, angefangen von der einfachsten Rerventätigkeit dis zu den Problemen seiner geistigen und seelischen Leistungen. Aber warum ins Komplizierte gehen? I -253er Augen hat, zu sehen, wird schon im Einfachen das Große ahnen: das Wunderwerk des menschlichen Körpers — und seiner Seele. Ibft. Die llhc zeigt wird auf der über hn so schnell zurück- 14 bis 15 & den chenntinisterlum em- Uhr erscheint der er Mslol'M tm -ohcn IcrsammlE rf? M «* * sprechen uiw « im Dunkel lie- 5 w kennt. ®eutf6.c; die ? ld. S'." MaatÄschrist -dacht. schon v? znverlall'S ZSiÄL stadt teilzunehmen. „ , . Heber seine Äriegsdienstzeit ist kurz folgendes zu lagen: Der jetzt 38jährige Polizeihauptwachtmeister Haubner meldete sich als Neunzehnjähriger im Marz 1914 beim 2. Bayerischen Ulanenregiment in Ansbach und trat am 16. August 1914 zusammen mit dem jetzigen Reichskanzler Hitler als Kriegsfreiwilliger beim 2. Bayerischen Znfanterie-Regiment, 6. Rekrutendepot (Elisabethenschule) ein. Beide verlebten zusammen die Rekrutenausbildung und marschierten Anfangs Oktober 1914 mit der 1- Kom- Schlacht am 29. Oktober 1914 allein 800 Tote und Wolfersheim. 1500 Verwundete hatte, überhaupt von fämllichen Nach der Tatortbesichtigung wurde mit den Ver- banerifdicn Regimentern dasjenige ist, welches mit nehmungen der Festgenommenen und Zeugen begon- 3742 loten während des Krieges die meisten Ver- nen. Die Festgenommenen waren bis zur Feier- lufte aufzuweisen hat abendstunde in der Wirtschaft von Theodor Muller Bereits am 31. Oktober 1914 wurde Haubner auf in Wolfersheim. Nach dem Verlassen der Wirtschaft Patrouille durch einen Hals-, zwei Schullerschüsfe waren die jungen Leute auf der «traße noch Wut, und einen Bajonettstich in die rechte Hand verwun- was die Hilfspolizeistrelfe, bestehend aus dem «4t.- det Nach seiner Wiederherstellung kam er zum Bay- Mann Wilhelm Hofmann aus Wolfersheim und rücken Nef -Fnf. Regt. Nr. 18, 3. Kompanie, in die Max Bleeßer aus Dorheim, veranlaßte, emzu- Hockvogefen um daselbst am Reichsackerkopf und schreiten. Hierbei kam es zwischen der Histspolizei Höbe 830 im Münstertal zu kämpfen. Haubners Re- und den jungen Leuten zu einem kurzen Wort- qiment tarn alsdann nach Galizien, um an der wechsel, in dessen Verlauf Hofmann von feinem oroßen Offensive teilzunehmen. Bei einem Bajonett- Gummiknüppel Gebrauch machte Gleich darauf rief Angriff auf Oleszicze wurde er am Ringfinger der aber auch Hofmann: ,^ch bin gestochen! Er wurde linken Hand verwundet. Im Oktober 1915 kam Haub- sofort von seinem Begleiter zu dem in nächster Rahe ner zum 1 Bayerischen Ersatz-Inf.-Regt., 2. Komp., wohnenden Arzt gebracht und von diesem nach Anin die Vogesen und im Juni 1916 zum Sturmtrupp legen eines Notverbandes mit semem Kraftwagen m der 39 Bayerischen Referve-Dioision als Flammen- das Krankenhaus Friedbera emgebefert mo er als- Iräger Im Dezember 1916 geriet Haubner in der bald verstarb. Inx, Lause der Ermittlungen ver- crößten aller Schlachten, vor Verdun, in französische dichtete sich der Verdacht auf fünf der festgenomme- ©efangenfdjaft. Die Tapferkeit und Furchtlosigkeit nen Personen. Da iedoch eine Klärung ohne weiteres Haubners sind auch dadurch bewiesen, daß er, von nicht herbeigefuhrt werden konnte, wurden sämtliche einem französischen Offizier zu einer einen Soldaten Festgenommenen an den Tatort verbracht und die erniedrigenden Arbeit herangezogen, diesem den Ge- Zeugen zugezogen, horjam verweigerte und tätlich angriff, weshalb er nom Kriegsgericht der 8. Region zu Burges zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde. Nach einem -ritten, von großen Strapazen und allen möglichen Äc ahren begleiteten Fluchtversuch erreichte Haud - nerim März 1920 die deutsche Grenze. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse und andere hohe Orden wurden Haubner wegen feiner hervorragenden Tapferkeit vor dem Feinde verliehen. , . Dem durchaus strebsamen, jederzeit auf Weiterbildung bedachten Polizeihauptwachtmeister Haubner wird es bei seinem bekannten Fleiß, der mit zäher Energie gepaart ist, nicht schwer fallen, den Anforderungen, die seiner während des Offizierkursus harren, gerecht zu werden. S.jl.-tfport VfB. Gießen. DfB. I — Spv. Geisweid-Klaseld I 2:0 (0:0). Die VfBer hatten am 1. Feiertag eine Mannschaft aus dem Siegerland zu Gast. Sie reichte mit ihrem Kannen zwar nicht an Lie Leistungen und Spiel- kultur der süddeutschen Oderligamannschaften heran, immerhin zeigten die Gäste ein frisches, ungekünsteltes Spiel. Insbesondere brachten sie durch ihre Schnelligkeit die Grünweißcn oft aus dem Konzept. Diese traten zu diesem Spiel mit viel Ersatz an, es reichte aber doch noch zu einem 2:0-Sieg über die Gäste. Beim VfB. fehlten Haupt, Knaus, Wilhelm und Ritter. Das Spiel begann mit frischen Angriffen der Gäste. Ihr Sturm, der zwar sehr schnell abspielte, konnte sich jedoch der grünweißen Verteidigung gegenüber nicht durchsetzen. Anderseits spielte der VfB.-Sturm ganz zusammenhanglos, so daß beide Mannschaften in der ersten Spielhälfte nicht zu Torerfolgen kommen konnten. Die Grünweißen verschossen zu allem Ueberfluß auch noch einen wegen Foulspiels gegebenen Elfmeter. In der zweiten Halbzeit sah man bessere Leistungen, das Spiel wurde lebhafter und Torschüsse zahlreicher. Die Gäste machten Balser viel zu schaffen. Aber schließlich setzte sich die bessere Technik der Grünweißen mehr und mehr durch und aus einem Gedränge vor dem Güstetor fiel gegen Mitte der zweiten Halbzeit durch Erwin Heß der erste Treffer für VfB. Gegen Schluß des Spiels ging Lehrmund in den Sturm, und durch ihn fiel kurz vor Ende bas zweite Tor für die Grünweißen. Jahreshauptversammlung des VfB. Der Verein für Bewegungsspiele 1 908 hielt dieser Tage in seinem Vereinsheim auf dem Waldsportplatz seine Jahreshauptversammlung ab. Die Versammlung nahm die Jahresberichte des 1. Vorsitzenden, des Kassierers und des Spielausschusses entgegen. Trotz der ernsten wirtschaftlichen Lage und des dadurch bedingten Beitragsrückganges konnte im abgelaufenen Vereinsjahr eine fühlbare Entlastung in finanzieller Hinsicht erreicht werden. Die Mitgliederzahl erhöhte sich um 60. Die sportlichen Erfolge sind recht erfreulich. Die 1. Fußballmannschaft konnte die Meisterschaft der 1. Bezirksklasse erringen. Dem Vorstand uud den Ausschüssen wurde einstimmig Entlastung erteilt. Ebenso einstimmig erfolgte die Wiederwahl der bisherigen Vorstands- und Ausschußmitglieder. Es wurden einige wichtige Beschlüsse gefaßt. Das 25. Stiftungsfest des Vereins wird am 12. und 13. August in einfachem aber würdigem Rahmen begangen. Die Umzäunung des Waldsportplatzes — Ostseite — soll Zug um Zug auf einer Länge von etwa 200 Meter erneuert werden. Eine Spieler-Unfallversicherung soll abgeschlossen werden. Mit einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra beendete der Vorsitzende, Herr Overbeck, bie harmonisch und einmütig verlaufene Versammlung. Verbandstag-er-enWenSchwimmelinVreslau Als am Samstag die Jugend des den 37. Verbandstag ausrichtenden Alten Schwimmvereins Breslau in dem großen geschmückten Saal des Landhauses zu Breslau einmarschierte, wurde spontan von der Versammlung das Horst-Wessel- und das Schlesierlisd gesungen. Der erste Vorsitzende Georg H a x, Berlin, eröffnete den Verbandstag und betonte, daß bie Forderung des Tages die Einführung des pflichtmäßigen Schwimmunterrichts an allen Schulen und Hochschulen sei. Hax betonte, daß der DSV. im Rahmen der von der Reichsregierung geplanten Maßnahmen im Turnen und Sport seinen ganzen Verbandsapparat gern zur Verfügung stelle. Anschließend wurden Telegramme an den Reichspräsidenten und den Reichskanzler abgesandt, in denen Grüße und die Versicherung der treuen Mitarbeit des Vorstandes am Neuaufbau des Reiches übermittelt wurden. Nach Erledigung des Geschäftsberichtes brachte der Führer des Kxeises I (Berlin-Brandenburg), Erich Trepte - Berlin (NSDAP.) einen Gene- ralbeschluß zur Verlesung, der einstimmig angenommen und sofort an Reichsminister Dr. Frick übermittelt wurde: Die Entschließung kautet: „Das neue Deutschland erfordert durch die nationalsozialistische Erhebung eine grundlegende Zusammenfassung des gesamten Turn- und Sportwesens. Die Zersplitterung in den einzelnen Gattungen der Leibesübungen muß aufhören. Der Deutsche Schwimm-Verband erwartet von der nationalen Regierung die hierfür notwendigen Maß- uahrnen. Der nationale Staatsgedanke soll den Kernpunkt in der Arbeit aller Leibesübungen treibenden Verbände fein. Wehr und Sport müssen untrennbare Begriffe sein. Für den Neuaufbau stellt sich der Deutsche Schwimm-Verband der Reichsregierung rückhaltlos zur Verfügung. Er spricht dabei gleichzeitig die Bitte aus, als schwimmsportliche Fachsäule innerhalb der erhofften, neuen einheitlichen deutschen Turn- und Sportbewegung auf Grund seiner langjährigen Erfahrungen anerkannt und zur organisatorischen Mitarbeit herangezogen zu werden. Alles für Deutschland, unser Vaterland!" Den Kassenbericht gab der Verbandskämmerer W. H e b e k e r l - Berlin, der erfreulicherweise berichten konnte, daß der DSV. über ein Vermögen von 100 000 Mark bei Abschluß der Jahresrechnung für 1932 verfügt und finanziell in jeder Hinsicht gesichert ist. Verbandsschwimmwart Oberstudiendirektor Walther B i n n e r - Breslau erstattete dann den sportlichen Tätigkeitsbericht. Insgesamt erzielten 22 Schwimmer und 24 Schwimmerinnen deutsche Bestzeiten. In der W e l t r e k o r d l i st e ist Deutschland allerdings nur noch durch Erich Rademacher im 400 - Meter - Brustschwimmen und durch Paul Schwarz-Göppingen im 300-MeterBrustschwinf- men vertreten. Mit der Zeit haben Deutschlands Schwimmer in ihrem Können nachgelassen. In Paris mußten wir unsere Führung in Europa an die Ungarn abgeben und in Los Angeles wurde uns kein Sieg zuteil. Damit wurde die Sitzung am Samstag geschlossen. Der Vorstand trat sofort zu einer neuen Beratung zusammen, um über die Fortsetzung des Verbandstages zu beraten. Der Jugendleiter Riemann- Magdeburg erklärte seinen Rücktritt. Nach der Eröffnung durch Georg Hax sprach der nationalsozialistische Vertreter Sanitätsrat Dr. Höfel- m a u r - München und schlug vor, den bisherigen Vorsitzenden Hax mit der kommissarischen Führung des DSB. zu beauftragen. Hagen- Jena schlug er zum Leiter für Jugendertüchtigung und Wehrsport vor. Diese Regelung solle solange Geltung haben, bis die Reichsregierung die Entscheidung über den zu bildenden großen Einheits- verband im Sport getroffen habe. Die Versammlung erklärte sich mit diesen Vorschlägen einverstanden und Hax übernahm das Amt. Weitere Beschlußanträge wurden zurückgestellt. Wirtschaft. * 50jähriges Bestehen der AEG. Die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft. Berlin, kann am heutigen Mittwoch auf ein 50jähriges Bestehen '"rü blicken. Die Gesellschaft wurde am 19. April 1883 als „Deutsche Edison-Gesellschaft für angeu)anute Elektrizität" gegründet und nahm 1887 nach Lösung ihrer Berbindung mit der Companie Continentale Edison in Paris die jetzige Firmenbezeichnung an und erwarb das Miteigentum an den Edisonpatenten zu gleichen Rechten und Anteilen mit Siemens und Halske. Zunächst nur auf rein elektrotechnischem Gebiete tätig, hat sie sich maßgebend an der Montanindustrie und Feinmechanik beteiligt und im Bau von Bahnen und Elektrizitätswerken eine führende Stellung gewonnen. * Frankfurter Abendbörse geschästslos. Frankfurt a. M., 18. April. Auch an der Abendbörse hielt die Zurückhaltung der Kulisse und der Kundschaft an, so daß nur sehr kleine Um» sahtätigkeit zu verzeichnen war, zumal Anregungen fehlten. Gegenüber den Berliner Schlußkursen traten aber kaum Veränderungen ein. Einiges Geschäft hatten lediglich J.-G.-Farben, die mit 136,25 Prozent unverändert eröffneten, infolge der herrschenden Geschäftsstille im Verlaufe aber etwas nachgaben. Von Montanwerten lagen Buderus Eisen etwas höher. Am Einheitsmarkt konnten sich JG.-Chemie-Dasel um volle 1,50 Prozent auf 161,50 Prozent erhöhen. Olutf) der Rentenmarkt wies nur sehr kleines Geschäft auf. Deutsche Anleihen lagen um Bruchteile eines Prozentes höher, obwohl von den Auslandsbörsen schwache Meldungen für deutsche Werte Vorlagen. Ferner zogen einige Goldpsand- briefe um etwa 0,25 Prozent an. Mehr Interesse Zeigte sich für die Schutzgebietsanleihe, die um 20 Pf- auf 8,50 Prozent anstieg. Reubesitzanleihe 14, Altbesitzanleihe 76,13, Reichsbahn-VA. 99,75. Reichsbank 137,89, Buderus 64,50, Gelsenkirchen 65,75, Mannesmann 72,25. Phönix 46, AGG. 31,25, Bekula 106, Chade 130, Deutsche Erdöl 107, Scheideanstalt 169, J.-G.-Farben 136,25 bis 136,13 (Rachbörse 135,75 bis 136), Oeffürel 92, Lah- meyer 129, Hapag 21. Schwcincmarkt in Lich. D Lich, 18. April. Heute fand hier der altbekannte Ostermarkt (Schweine- und Krämermarkt) statt, der unserer Stadt einen überaus regen Verkehr brachte. Zum Schweinemarkt waren 672 Ferkel aufgetrieben, die in wenigen Stunden bei lebhaftem Handel umgesetzt werden konnten. Bezahlt wurden für Ferkel bis zu sechs Wochen alt 17 Mark, von sechs bis acht Wochen 18 bis 22 Mk., acht bis 10 Wochen 25 Mark und für über zehn Wochen alte 27 Mark. Auch der Krämermartt war gut beschickt. Rennenswerte Amsätze ließen sich jedoch nicht erzielen. 5-MlwlM-Defizit in Darmstadt Einschneidende Lparniatznahmen. WSR. D a r m st a d t, 16. April. Wie der neue kommissarische Oberbürgermeister von Darmstadt Dr. Barth am Samstag in einer Besprechung mit der Presse mitteilte, wird der neue Darm- städter Etat mit einem Desizitvonrund 5 Millionen Mark abschließen. Mit einmütiger Zustimmung des Beamten- und Angestelltenbeirates hat Oberbürgermeister Dr. Barth nunmehr folgende Anordnung erlassen: Die angespannte Finanzlage der Stadt Darmstadt zwingt mich zu einschneidenden Sparmaßnahmen. Dies muh auch für den Personaletat gelten. Die Anordnung der Hessischen Minister, daß au sie hinfort nicht mehr als 12 000 Mark an Gehalt zur Auszahlung zu gelangen habe, weist den einzuschlagenden Weg. Es ist m. C. mit einer Anpassung der Spihengehälter der Staats- und Gemeindebeamten an diese verminderten Sähe durch eine neue Gehaltsordnung in Bälde zu rechnen. Da der Etat der Stadt jedoch unverzüglich der Entlastung bedarf, treffe ich in Erwartung dieser Reuregelung folgende Vorkehrungen: 1. Mit Wirkung vom 1. April 1933 an werden bis auf weiteres an die bisherigen Bürgermeister und Beigeordneten der Stadt, sowie deren Hinterbliebene nur Gehälter, Pensionen und Hinterbliebenenbezüge ausgezahlt, die aus einem Grundgehalt einschließlich Wohnungsgeld von 11 000 Mk. für den Oberbürgermeister und von 9000 Mk. für den Bürgermeister oder Beigeordneten nach den bisher gültigen Grundsätzen errechnet sind. Die rund 22prozentigen Kürzungen auf Grund bisher ergangener Rotverordnungen treten hier nicht ein. 2. Mit Wirkung vom 1. April 1933 erleidet bis auf weiteres die Auszahlung von Gehältern, Pensionen, S)inter5Iiebenenbe$ügc der derzeitigen unb ehemaligen Beamten, sowie ihrer Hinterbliebenen, die sich auf mehr als 5000 Mk. einschließlich Wohnungsgeld jährlich belaufen, folgende Kürzungen: al bei Bezügen über 5003 Mark bis einschließlich 6000 Mark 6 v. H., b) bei Bezügen über 6000 Mk. bis einschließlich 7000 Mk. 8 v. H., c) bei Bezügen über 7000 Mk. 10 v. H. Der Kürzung verfallen die derzeitigen Bruttobezüge (Gehalt und Wohnungsgelo), die den Beamten usw. nach Berücksichtigung der bisherigen rund 22prozentigen Abzüge auf Grund der Rotverordnungen verbleiben. Kinderzulagen kommen ungekürzt zur Auszahlung. 3. Die Angestelltenbezüge werden im Rahmen und nach Maßgabe der unter 2 für die Beamten angegebenen Grundsätze geiürzt. Die Maßnahmen unter 1 bis 3 tragen vorläufigen Charakter. Sie bedeuten lediglich eine A,u s - zahlungsfperre und berühren den Rechtsanspruch der davon Betroffenen vorbehaltlich künftiger gesetzlicher Regelung nicht. Die nicht ausgezahlten Beträge werden vorerst nicht anderweit verwandt. — In besonders gelagerten Fällen sachliche und zeitliche Uebergangsmaßnahmen zur Vermeidung besonderer Härten zu treffen, behalte ich mir vor. Ich erwarte von allen Betroffenen, daß sie sich in Erkenntnis der Notwendigkeit der Maßnahmen mit ihnen einverstanden erklären. II. Ich behalte mir weiter wor, nach Rücksprache mit der Aufsichtsbehörde, die in der Besoldungsordnung und dem Stellenplan des Kreisamts Darmstadt vom 30. 6. 1932 vorgesehenen Jnhaberstellen, pensionsfähigen Zulagen und sonstigen Härteklauseln zu streichen, auch weitere sachlich gerechtfertigte Rückstufungen vorzunehmen und zwar vorerst beschränkt auf die Stellen A 2 a — 4 b der Besoldungsordnung einschließlich. Hierbei wird den bereits unter I 2 angeordneten Eingriffen Rechnung getragen. III. Zur Verminderung des Personalbestandes werde ich außerdem auf Grund der §§ 4, 5 der Dritten Hessischen Durchführungsverordnung zur Sicherung der Haushalte von Ländern und Gemeinden vom 3. 11. 1931 und des § 6 des Reichsgesetzes vom 7. 4. 1933 die Pensionierung von solchen Beamten in die Wege leiten, deren Stellen bereits heute, oder doch nach einer in Aussicht genommenen Vereinfachung des Aufbaues der Stadtverwaltung endgültig in Wegfall kommen können. Nach Möglichkeit sollen hiervon nur Beamte betroffen werden, die das 60. Lebensjahr vollendet haben." (Hiervon werden etwa 60 Herren unter 420 Köpfen betroffen.) Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen. Buntes Allerlei. Oie Entwicklung der Opel-Werke 1862-1933. Im Jahre 1862 gründete Adam Opel eine kleine Werkstatt für Nähmaschinenfabrikation. 1886 wurde der Fahrradbau und 1896 der Automobilbau ausgenommen. Bald erwarb sich die Firma durch Export Weltruf. Schon im Jahre 1902 war die Produktion auf 31535 Nähmaschinen und ca. 30 000 Fahrräder angewachsen, Auch der Automobilbau machte schnell große Fortschritte. Der Opel-Patent- Motor-Wagen des Jahres 1898, eine Kutsche mit hintenliegendem Einzylinder-4-?8-Motor und Riemenantrieb lief bereits ca. 40 Kilometer pro Stunde. Einer dieser ältesten Wagen ist -sogar heute noch voll betriebsfähig. Noch war das Automobil ein seltenes Luxus-Sportgerät. Bereits damals, in feinen ersten Anfängen, Haden die Gebrüder Opel sich tatkräftig für die Popularisierung des Automobils eingesetzt. Dutzende von Rennsiegen, besonders die siegreich beendete 2200 Kilometer lange Fernfahrt Monte Carlo—Paris 1906 erregten ungeheures Aufsehen. 1911 vernichtete ein Riesenbrand fast die ganze Fabrik. Das Werk wurde neu errichtet, die Nähmaschinenfabrikation aufgegeben, dafür jedoch der Fahrrad- und Automobilbau bedeutend erweitert. Nach dem Kriege entwickelte sich das Werk, unterstützt durch die aufblühende Konjunktur der Jahre 1926 bis 1929 mit Riesenschritten. Die Fabrik wurde abermals erweitert, die Tageskapizität bis auf 600 Automobile und 6000 Fahrräder er- böht. Die nach dem Kriege so gut wie verlorenen Auslandsmärkte wiederzugewinnen und dem deutschen Kraftwagen wieder Ansehen in der Welt zu versckaffen, war einer der Hauptgründe für den Anschluß der Opelwerke an die General Motors Corporation. Durch diesen Anschluß wurde eine weltumspannende Absatz- und Kundendienst-Organisation von 4000 Händlern in 106 Ländern der Erde dem Unternehmen zur Verfügung gestellt. Der Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt hat sich seit dem Kriege bedeutend verschärft und für Deutschland besonders dadurch erschwert, daß der deutscye Wagen im Auslande überall gegen die überragende Finanzkraft der internationalen Automobilindustrie anzukämpfen hat. Die starke Zunahme des deutschen Automobilexports seit dem Jahre 1929 beweist, wie sehr die Verbindung Opel-General-Motors im Interesse der deutschen Wirtschaft zu begrüßen ist. 1932 exportierte Opel mit 7092 Wagen zweimal so viel Automobile wie die übrige deutsche Automobilindustrie zusammen. Der verstärkte Opel-Export hat die deutsche Automobil-Handelsbilanz wieder aktiv gemacht. Auch hat der Export die Produktionsausnutzung der Opelwerke so verbessert, daß die Preise immer weiter gesenkt werden konnten. Ein Sanpieirino abaestürzi. Dieser Tage mußfen Besucher der Peterskirche in Rom mit ansehen, wie von der Peterskuppel ein Arbeiter abglitt, sich im Sturze an einem Gerüst festhielt und nach markerschütternden Hilferufen noch einmal fünfzig Meter tief ins Leere stürzte, bis er als Leiche vor dem Glockenbogen am Ein-- gang zur Vatikanstadt liegenblieb. Der Fall lenkte die Aufmerksamkeit wieder einmal auf die altehrwürdige Gilde der „Sanpietrini", der todesmü- tigen Kuppelwächter. Diese Männer haben ständig ihr Augenmerk auf die von Zeit zu Zeit ja immer ausbesserungsbedüstige Rie'enkuppel Michelangelos zu richten, vor allem aber liegt ihnen die Beleuchtung mit Fackeln ob, wie sie anläßlich des heiligen Jahres mehrere Male den Pilgern geboten wird. 3m Ru lodert das Feuer über die ganze, der Stadt zugekehrten Seite der Wölbung hinweg, ein phantastischer Anblick. Der berühmte Druck auf den Knopf könnte nie etwas Derartiges zuwege bringen. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzl beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskonl 4 o H. Lombardzinsfuß 5 o. H. Datum 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1921 6% ehe m.7% Dl.Reichsanl, v. 1929 5%% Doung^AnIeihe von 1930 .. Deutsche Ani.-Ablös.-Schuld mii Lluslos.-Rechten . . Desgi. ohne Ausios.-Rechte...... 6% ehern. 8% Hess. Volksstaat 1929 lrückzahib 102%) Lbcrhessen Provinz-Anleihe mit Ausios.-Reckten ...... Deutsche Komm. Gammelab l.An leihe Seriel mii Auvlos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hnp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Ht>V.-Ban! Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 5’/?% ehern. 4'4% Franks. Hhp. Bank-Liau-'Psandbriese ..... 6’4% ehern. 4'4% Rheinische Hyp.-Bank-Lign.-Goldpse, 6% ehern. 8% Pr. Landespfand briefanNall, Pfandbriefe R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landespsand briefanstalt. Pfandbriefe R. 10 4% Oefterrelchische fflolDrente... 4,B0% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ... <% Ungarische (Staatsrente v. 1910 4'4% desgi von 1913 .. 5% abgest. Goldmexikaner von 90 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagvadbahn-Anleihe Serie l . d% desgl. Serie II 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6’4%Rum an.vereint).Ren tev. 1913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 3%% Anatolier ............... Srantiun a. JJl. äenm Schluß« turs Schluyt. Abend« börs. Schluß« turs Schlußt. Mittagbörse 13.4 18-. 13.4 j 18.4 85,2 85,5 85,5 85,25 98.13 97,75 98 97,75 82 82 82 82 76,75 76,13 76,75 76 13,9 14 13,9 13,95 85,5 — 85 84,5 — 70 - - 73,13 72,65 72,9 72,25 90 90,25 - - 89,5 90 - - 88,9 89 - - 90,13 90,4 - - 90 90 90 90 — 90 - - — — — 14,25 1,2 1,05 1,25 1,25 — — —— — — — — —- —— — — 6,5 — 6,25 ',15 5,15 5,25 5,15 — 5,8 1,9 5,9 5,8 5,8 5,9 — — 5,75 5,8 — — 9,75 9.75 4,8 q,9 4,85 4,9 27,5 27,75 27,7 27,4 ,vram un u. ja. Berlin Schlußkurs Schlußt. Abendbörse Schluß« turs Schlußt. Mittag« börsc Datum 13-4. 18-4. 13.4- 18-4 Hamburg-'Anierlka-Pakei ..... < 21,5 21 21,75 20,65 42 Hamburg-Sübam. Dampfschiss. 0 40,5 Hansa Tampsjchiss.......... — — 34 32,75 21,65 Norddeutscher Lloyd ......... 0 >2,4 21,5 22,25 ’2J G. für Verkehrswesen Akt. .. c 52,5 52.9 52,75 96 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 95 96 96 Commerz, und Privat°Bank... Deutsche Bank und Discont» 0 53 53 53,5 53,5 Gelcllschast................ 0 70 70 70 70 Dresdner Bank.............. Reichsbank ................. 0 1 61,5 139,5 61,5 137,9 61,5 139,4 61,5 137,9 A.E.G...................... o Elektr. LieserungSgesellschaft... 5 Licht und Kraft g Felten & Guilleaume o Gesellichaft für Elektrische Unter» nehmungen ............ 4 Rheinische Elektrizität 5 Schurken & Go. ............0 Siemens & Halske 9 ßahmeoer&Go 10 31,5 31,25 31,5 31,13 92 92 92 91,5 109,13 109 109 109 66,5 67 66,25 67,9 94 92 92,5 91,65 — — 94 92,75 102,5 103,5 103,5 103,25 160,65 160 161 160,25 129 129 129,5 129,25 t 168 64,5 107 65,75 87 63 105,75 67 86.75 170 109,25 62,25 72,25 28 63,25 105,4 66,9 87,5 73 170,5 109 63,5 72,9 27,75 "1,4 64,25 107 66,5 87 71,5 170 109 62,25 72,75 29 77,75 46 13,75 203.5 3«.? ! 86.75 Manner mann-RöhreUi Mansfelder Bergba«^«/,jZ Lberschles. Mofrrocrf*' Phönix Bergbau. Rheinische Bramckötz Nheinstabl Buderus Deutsche Erdöl Gelsenkirchener .............0 öarpener q Hoesch Eilen—Köln-Neuesten.. 0 Ilse Bergbau alle Bergbau Genüsse ..wX,. Klöcknerwerke .... xiaS® Frankturi a.M. Berlin Schluß- turs Schlußt. Abend« börs- Sch uß- turü Schlupk. Millag« hör c Datum 13.4. 18.4 13.4. 18.4. Vereinigte Stahlwerke..... ... u 46 — 46 45,9 Olavi Minen ............ ... 0 18 17,5 18,5 17,5 Kaliwerke Aschersleben..... ... 6 139 138,5 137 Kaliwerke Westeregeln..... ... 6 140,5 139,5 140,5 140.5 Kaliwerke Salzdetsurl) ... ... 9 200 200 200 201 3 G. Farben.Industrte .... ... 7 135 136,13 134,9 136,25 Scheideanstall............ ...10 168 169 Goldschmidt ............. ... 0 60 59,65 60,25 60,25 Rülgerswerke............ ... 0 52,75 52,25 53 52 Metällgelelllchaft.......... ... 0 35 35,5 34,75 34,5 Phllwv Holzmann........ ... 0 59 59 60 58,25 Zementwerk Heidelberg ... Lementwerk Karlstadt...... ... 4 ... 0 69,75 65 69,75 65 Wahß & Freutag ........ ... 0 - — Schultheis Payenhoser..... ... 0 121 120,75 36,75 Aku lAUgemeine Kunstseide) ... 0 38,5 — 37,75 Bemberg ........... ZellNosl Waldhos ......... ... 0 49,25 49,25 49,5 49,5 ... 0 53 54,5 53.5 53,75 26,9 Zellstoff Aschaffenburg .... ... 0 27 27,25 27,4 Dessauer GaS ........... Daimler Motoren......... Deutsche Linoleum ....... Vrenllein & Koppel ....... ... 7 . - 0 0 ... 0 35,25 39.75 36.75 40 114,5 35,9 40,65 114,75 36.5 40,4 50,75 29.5 30,5 30 30,5 Ihade................... ...12 134,25 130 131,5 130 Griyner............... 36 Mawkraftwerke Höchst a.«. Süddeutscher Zucker ...... :::$ 1® 74 165 1 164 164 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 13. April 18. Ap.il Amtlilvc Notierung Amllick-e Notierung (S'elP Brie Geld Brie Heising,or-. 6,334 6,346 6,354 6,366 Wien ..... 45,45 45,55 45,45 45,55 Prag...... — — — Budapest ... — — — — Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 170,29 170,62 170,08 170,42 Ctflo ...... 73,38 73,52 73,68 73,82 Kopenhagen. 63,99 64,11 64,24 64,36 Stockholm.. 75,87 76,03 76,17 76,33 London ..... 14,33 14,37 14,41 14,45 Buenos Aires 0,838 0,842 0,838 0,842 Neun ort .... 1,206 4,216 4,196 4,204 Brüssel .... ">8,74 58,86 58,59 58,71 Italien..... Paris..... 21,56 21,60 21,58 21,62 16,59 16,63 16,57 16 61 Schweiz ... 1,37 81,53 81,37 81,53 Spanien.... 35,66 35,74 35,76 35,84 Danzig ... 2,22 82,38 82,17 82,33 Japan...... 1.894 0,896 0,889 0,891 Rio oc Jan. 9,239 0,241 0,239 0,241 Jugoslawien Xtthabon ... 5,135 5,145 5,135 5,145 13,06 13,08 . 13,11 13,13 Banknoten. ____________Berlin, 18. 2fr 11 Amerikanische Noten. . Geld 4,18 Bries 4,20 Belgische Noten ...... . ...... 51,43 58,67 Dänische Noten .. 63,87 64,13 Englische Noten .......... 14,37 14,43 Französische Noten........ 16,53 16.59 Holländische Noten........ ....... >69,71 170.39 Italienische Noten......... Norwegische Noten ....... ....... 21,56 21,64 73,50 73,80 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schwing Rumänische Noten ....... 2,46 2,48 Schwedische Noten........ 76,00 76,30 Schweizer Noten... ...... 81,19 81,51 Spanische Roten.......... ....... 35,63 35,77 Ungarische Roten......... nilch,°uk Lr'che'n'^^ • öonn'agr vtEaME ®ieBcn ®l<5d) Heiina'"" * yss • i Au-d b<'lnen Mumm' vo" höherer ®effl ' r LHie(numniet$ Draht'" Der Heij MMM Berlin.19'*1 prM°l vov h n (ander Adolf 9lfle Kd.°sUb-r° häadigem h" schreiben durch - Mein lassen. £ fahren, if die k jj nis'erbesprechu abgesagt wordea-l gen werden ttstomS der Verschiebung M hliier, Vizekanzler tiiinW Söriug no getroffen (mö. * München Ist verschoben offenbar zunächst die Göring in München i römischen Besuch au kauzler zu seinem n nicht in Berlin persönliche Gl mm. Am Gratulan! ein Buch zur Ei Donnerstag um 8 hifchen Minisle den Linden eine J l o gung einer Kapelle jchast der polizeiobl 55^ eines Sturme Stahlhelm statt. Weck Seanilengch Berlin, 19. 2 Minister Dr. Frick und die Onnenminifi April zu einer Konfe 68 Miautet, daß mi fammenfaHung, Reichsgebiet zu r ster dürsten zugleich n dem neuen 'Beamte in der praktischen Au deren Klärung nota dis zum 30. Sebteml Eine klare Definitiv Uschen Betätig Frontkämpsere ten ebenso scheint n streben, die auch diej Kreis der Maßnahm bezieht, die insc Betätigung ui '°rdert worden ff AaMchziai Sckng aus i Weimar, 17 ■ nationalsozialistische ' aus dem ü Grenzgebieten trat ii armahnte Aukuben an die Gnch wUt?, U°lgung i{t S? die S verbände in mit diesen M elenden PSU Sä ta jg^tion. Die P P'tatrts a“'f tat I tichen ®tm an, Vf de “ÄV, Mül! „JW 1 Anus.