S« d Te'L, y em rZÄ Ä ’Sswj °°'°Ä'L ?S'K K§ si" b°7"chokostüme Ä lein, im U^che jjer, Je»» Khlmben. Ä Er m^ennnen M immer auf l'tze, und Xoi ln Ramon &nQ ;tn< sich verbeugt, “ i>°U> versteckter, jyQmon Vega ««lene-. ,& m ein Mr EMch !n f*e «ls Ramon mnSie gestatten - schelte dabei M Mcher Fe// riet mit demselben mg.“ Dillen über die 'unz M einem aronessa mia, mit luntel. Die Antwort etrieben. Sie hohn Er, und dem Manne Achsel auf Olga Za- er Abreise, und wie' Gießen 1 aitnti J . val] ■b.. ■i ulld H* Ifl* IM* £ »l- ,-Tonlustepiel I den sein! _ Bose Barsony M19C roße Ereignis Juendverblgdejl ‘I Detektiv MM Bai'S'ÄÄ ^'SursÄ^^V r ^y-r- m. 244 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Mittwoch, 8. Oktober 1955 । ' —1 " 9 SJl.-tfpott Siegerehrung im Post-Sportverein Gießen. Anläßlich der Jahresfeier am Samstag wurden folgende Mitglieder des Vereins mit Auszeichnungen bedacht: Sportkamerad Schnier erhielt als Vereinsmeister im Schießen die „goldene Ehrennadel", die als Wanderpreis gilt und erst nach dreimaligem Siege Eigentum wird. Gleichzeitig bekam Schnier eine Plakette mit dem Bildnis des Reichskanzlers als bleibende Erinnerung an seinen Sieg. Eine von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Post- Sportvereine für Breitenarbeit §ur Verfügung gestellte Plakette in Bronze erhielt Sportkamerad Otto Munch für den besten Besuch der diesjährigen Uebungsstunden. Auch diese Plakette ist als Wanderpreis für sämtliche Abteilungen des Post- Sportvereins bestimmt. Eine Anzahl Post-Schützen wurde bei dem Preisschießen mit Gegenständen bedacht: es waren dies die Kameraden Schnier, Willi Wester, Scheller II., K. Hofmann, Seibert, Scheller I., Muhl, Graulich, L. Dehus, Kern, Flach, Strack fr., Mülln, Neeb, Boßler, Queckbörner, Detter und E i - f e n h u t. Die Kleinkaliber-Abteilung des Post- Sportvereins hat es in diesem Jahre schon zu ganz ansehnlichen Erfolgen gebracht: u. a. erhielt der Schütze Schnier im Juli eine bronzene Medaille im Schießen um die Postmeisterschaft im Reich. Unter 4394 Bewerbern belegte er den 96. Platz mit 147 Ringen. Sportverein 1920 Heuchelheim. Garbenteich I — Heuchelheim 12:7. Gleich im ersten Verbandsspiel dieses Jahres konnte der SD. 1920 einen schönen Sieg mit nach Hause bringen. Garbenteich wurde auf eigenem Platze überraschend hoch mit 7:2 geschlagen. Bis zur Halbzeit, die 2 :2 endete, sah es allerdings nicht nach einem so glatten Sieg der Gäste aus. Obwohl kurz nach Wiederbeginn der Mittelstürmer der Heuchelheimer verletzt ausscheiden mußte, hatten sie mit zehn Mann das Spiel jederzeit in der Hand. Bis auf einige Durchbrüche, die nichts einbrachten, kam Garbenteich aus feiner Hälfte nicht heraus. Bei dem Gastgeber waren der Tormann und Mittelstürmer, der auch die beiden Tore schoß, gut. Bei Heuchelheim merkte man die Ersatzleute kaum. Der Sturm zeigte teilweise ein sehr schönes Zusammenspiel. Der Tormann war wenig beschäftigt. Die zweite Mannschaft hatte mit ihrem Gegner wenig Mühe. Mit 6:1 ist die Niederlage, die die dritte Mannschaft des VfB. Gießen bezog, verhältnismäßig niedrig ausgefallen. — Die erste Jugend gewann gegen die gleiche des Sportvereins Bieber knapp 4': 3, nachdem die Gäste bei Halbzeit noch 3 : 0 führten. — Die erstmalig spielenden Schüler verloren gegen die gleiche des Sportverein Dau- bringen mit 4 : 0. Sportverein 1929 Bieber. Krofdorf I — Bieber 1 1:6 (0:2). Beide Mannschaften betreten komplett das Spielfeld. Anfangs wurde auf beiden Seiten erbittert um die Führung gekämpft, bis es Bieber gelang, mit zwei Toren in die Führung zu gehen. Bei diesem Stande blieb es bis zur Halbzeit. Nach Halbzeit wurde die Überlegenheit der Bieberer immer drückender, und in regelmäßigen Abständen fielen dann auch noch vier Tore, erst kurz vor Schluß gelang Krofdorf beim Stande von 6:0 das verdiente Ehrentor. Das Spiel wurde fehr fair ausgetragen und stand unter der guten Leitung von Böcher - Gießen. 6in3öbrxeit5tatbletitberöpielüereinigunal900 20 Veranstaltungen besucht. — 89 erste Siege. - Liste der guten Leistungen. Die Leichtathletik-Abteilung der Spielvereinigung 1900 beschloß am vergangenen Sonntag mit der Austragung der eigenen leichtathletischen Dereinsmeisterschaften die Leichtathletik-Saison 1933. Der Verein kann mit berechtigtem Stolz auch aus dieses Jahr sportlicher Betätigung zurückblicken. Die Leichtathleten der Spielvereinigung vermochten sich ihre Vormachtstellung in der westdeutschen Leichtathletik zu erhalten: sie erfreuten sich weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus des besten Ansehens in den Kreisen der Leichtathleten und waren ständige Gäste bei- den großen Veranstaltungen in Offenbach, in Frankfurt und in Darmstadt usw. Daß man den Kräften der Spielvereinigung 1900 alle AufmerkLeider mußten im vergangenen Jahre die traditionellen nationalen leichtathletischen Wettkämpfe der Spielvereinigung 1 9 0 0 ausfallen. Eine andere große Veranstaltung in Gießen, zum gleichen Zeitpunkt angesetzt, ließ die Abhaltung der „Nationalen" nicht empfehlenswert erscheinen, später aber ergaben sich Terminschwierigkeiten, die schließlich zur Aufgabe der Veranstaltung in diesem Jahre führten. Man hofft, die Wettkämpfe im nächsten Jahre bestimmt durchführen zu können. Besonders beachtenswert ist die Tatsache, daß die Leichtathleten der Spielvereinigung nicht lediglich Spezialisten sind, sondern die meisten in einer Anzahl Disziplinen gutes Können zeigen. Aus der Artur Kilo (links) und Unterfeldwebel Gugel (rechts), die beide an dem ersten Olympia- Dorbereitungskurfus in Berlin teilnahmen. ' ft* '' • ■ • <11 samkeit entgegenbringt, geht schon daraus hervor, daß zwei 1900er, und zwar Artur Kilo und Unterfeldwebel Gugel (im Bild) zu dem ersten Olympiakursus in Berlin zur Teilnahme berufen wurden. Man hofft, daß entsprechend der Anzahl der errungenen Erfolge, die Spieloereinigung 1900 innerhalb der westdeutschen leichtathletiktreibenden Vereine in der Bestenliste etwa an achter Stelle .rangiert und damit ungefähr die Stellung des Vorjahres hält. Auch in der Reichs-Bestenliste hofft man auf eine ansprechende Position. Die Mannschaften der Spieloereinigung vermochten in der vergangenen Saison 89 erste, 57 zweite und 42 dritte Siege, insgesamt also 188 Siege zu erringen. Die vier ausgewogenen leichtathletischen Klubwettkämpfe, die -?Ue vier von der Spielvereinigung gewonnen werden konnten, sind dabei jeweils nur als ein Sieg gerechnet. Die Leichtathleten der Spielver- einiffung nahmen an insgesamt 20 Veranstal- t u ? g e n teil. Es wurden an amtlichen Veranstaltungen sieben bestritten und zwar die Waldlaufmeisterschaften, die Gaumeisterschaften, die Bezirks-, die Westdeutschen . .'d die Deutschen Meisterschaften, schließlich noch der Anlagenstaffellauf und die Ga'ujugendmeifterschaften. Außerdem nahm man an neun offenen (nationalen) Wettkämpfen teil, die von folgenden Vereinen veranstaltet roorihm waren: Weilburger FV, Tgm Friedberg, VfB. Diez (Oranienkampfspiele), IG.-Farben-Sportverein (Abendfportfest), Offenbach 99, Darmstadt 98 (Jugendnativnales), JG.-Farben- Sportverein (Jugendnativnales). Eintracht Frankfurt und Hessen-Preußen Kassel. An Klubwett- kämpfen wurden, wie schon erwähnt, vier ausgetragen und zwar gegen die Vereine Wetzlarer Sportverein, VfL. Wetzlar, Weilburger FV. und OSC. Gießen. nachfolgenden Aufstellung ist ein Uederblick über die im Laufe des Jahres von den aktiven Mannschaften erzielten Einzel Leistungen. zu gewinnen. 10 0 Meter: Eidracher 10,9 Sek.; W. Müller 11,3 Sek.: Frz. Koch 11,5 Sekunden. 20 0 Meter: Eidracher 22,6 Sek.: Frz. Koch 23,2 Sekunden. _ „ 4 00 Meter: Bepperling 53,3 Sek.: Baumstieger 54,3 Sekunden. 80 0 Meter: Bepperiing 2:04,8 Mm.; Baum- stieger 2:05,5 Min.; S). Peters 2:06 Minutem 1 5 0 0 Meter: Obergrenabier Reitz (3 Komp. J.-R. 15) 4:30. £ 3000 Meter: Gerhard 9:15,6 Min.; Schaaf 9:37,4 Min.: Bäcker 10:00,5 Minuten. 5000 Meter: Schaaf 16:24,4 Mm.: Gerhardt 16:30 Minuten. , 1 0000 Meter: Gerhardt 34:17,9 Minuten. Marathonlauf: Gerhardt 3:00:55,1 Std. 400 Meter Hürden: Jung 58,8 Sek. 3 000 Meter Hindernis: Baumstieger 10:26 Minuten. .. - Hochsprung: Unterfeldwebel Steines (1.Kompanie J.-R. 15) 1,68 Meter: Grenadier Beyer (1. Kompanie J.-R. 15) 1,65 Meter; W. Schlarb 1,63 Meter. Weitfprung: Felfing 6,44 Meter; Jung 6,33 Meter; W. Müller 6,12 Meter. Stabhochsprung: Jung 3,52 Meter; Unterfeldwebel Steines 3,35 Meter. Dreisprung: Jung 12,50 «Dieter Diskuswerfen: Kilo 42,70 Meter, Unterfeldwebel Gugel (1. Komp. J.-R. 15) 37,45 Meter Kugelstoßen: Unterfeldwebel Gugel 14,32 Meter; Kilo 13,02 Meter. DierrachtengruppebeimGießenerSandwerlssest • • - r« ’V ; V, •' ■ a X .K,i Unser Bild zeigt die Doikstrachtengruppe aus E r x d o r f (Kreis Kirchhain), die am Sonntag bei dem Werbeabend des Gießener Handwerks in der Dolkshalle mit außerordentlichem Erfolg Volkstänze aus der Kirchhainer Gegend zeigte. Auf dem Bild links unser Heimatdichter Georg Heß (Leihgestern), der diese Volkstrachtengruppe in Kassel bei einer Vorführung entdeckte und in anerkennenswerter Weise auch nach Gießen brachte. Rechts (mit der Geige in der Hand) der Führer der Trachtengruppe, Lehrer Grünewald von Erxdorf, in der Mitte (in Uniform) Buchbindermeister und Tapetenhändler Steinhäuser (Gießen), der Organisator der Handwerks - Werbewoche in Gießen. Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen. S t e i n ft o ß e n : Unterfeldwebel Gugel 8,96 Meter; Grenadier Th. Steines (4. Komp. J.-R. 15) 7,56 Meter. Schleuderballwurf: Unterfeldwebel Gugel 54,88 Meter. Speerwerfen: Unterfeldwebel Gugel 49,33 Meter; Hopfenmüller 47,38 Meter. 4 mal 100-Meter-Staffel: 44,7 Sek. 4 mal 400-Meter-Staffel: 3:42,2 Min. 4 mal 1500-Meter-Staffel: 18:26 Min. 3 mal 1000 -Meter-Staf fei: 8:40 Min. Olympische Staffel: 3:49,2 Minuten. Während bei den Bezirksmeisterschaften im ehemaligen Bezirk Hessen-Hannover 6 erste Siege gegen stärkste Konkurrenz errungen werden konnten, kämpften die 1900er bei den westdeutschen und deutschen Meisterschaften weniger glücklich. Immerhin konnten sie sich einige ehrenvolle Plätze sichern. Frauen — Mädchen — Jugend. Etwas anders als bei den Aktiven vollzog sich die Entwicklung in der Frauenklasse. Die Damen konnten sich gegen die starke Konkurrenz insbesondere von Hessen-Preußen-Kassel nicht voll behaupten. Mit guten Leistungen warteten insbesondere die Damen Hublitz, Lippert und Diehl auf. Die Mädchenklasse konnte sich ebenfalls auf einige wertvolle Kräfte stützen. Die Betätigung der männlichen Jugend in den Jugendklassen war in diesem Jahre nicht so sehr rege wie im vergangenen Jahre. Der Verein konnte in diesen Klassen nicht immer auf seine Mitglieder zurückgreifen, da dieselben oftmals durch andere Veranstaltungen in Anspruch waren. Bei den nationalen Jugendwettkämpsen in Darmstadt und in Frankfurt konnten sie sich allerdings mit achtbaren Plätzen recht gut behaupten. Besonders taten sich die Jugendlichen Herrmann, Goß und Kirchner hervor. Die gesamte Arbeit der Leichtathletik-Abteilung der Spielvereinigung wurde vom Hauptverein nach Kräften unterstützt. Um die Organisation und Leitung innerhalb der Abteilung war Herr Gg. Richtberg wieder mit Erfolg bemüht. Das Training lag in der Hand des bewährten Trainers W. Schmidt, dem nicht unwesentlicher Anteil an den erzielten Erfolgen zugemessen werden darf. Mit berechtigten besten Hoffnungen sieht der Verein der Saison des Jahres 1934 entgegen. Kunst und Wistenschast Neuerscheinungen des Berlages Gerhard Stalling, Oldenburg. „Schriften an dieNatio n." (Herausgeber: Werner B e u m e l b u r g.) Einzelbände: 1,20 RM., Doppelbände: 1,60 RM. Georg G r a b e n h o r st: „Der ferne Ruf"; „Goebbels spricht". Robert Gärtner: .Nationale Landwirtschaft". Georg v. d. Dring: „Einfache Menschen" Werner Beu- m e l b u r g : „Das jugendliche Reich". Otto G m e • lin: „Frühling in Deutschland" Franz v. P a - p e n : „Appell an das deutsche Gewissen". Gottfried N e e ß e : „Brevier eines jungen Nationalsozialisten". Hermann Köhl: „Volk, flieg du wieder" Edgar I. Jung: „Sinndeutung der deutschen Revolution". Hans Friedr. Blunck: „Deutsche Schicksalsgedichte" Hanns Iahst: „Standpunkt und Fortschritt" Peter Dörfler: „Von Sitte und Sprache". Jesco v. Puttkamer: „Deutschlands Arbeitsdienst". Jesco o. Puttkamer: .Wahr bleibt wahr, deutsch die Saar". Dr. Joseph Goebbels: „Revolution der Deutschen". Goebbels Reden mit einleitenden Zeitbildern von Hein Schlecht. Dr. Otto Meesmann: „Die deutschen Auslandsschulden und ihre Regelung". E O. Volkmann: „Am Tor der neuen Zeit". ***: „10 Jahre unbekannter SA. - Mann". Dr. Hans Achim Thiele / Kurt Goeltzer: „Deutsche Arbeit im Zeichen des Vierjahresplanes". Werner Beumelburg: „Bücher der Zeitwende". 1. „Sperrfeuer um Deutschland", Schul- und Jugendausgabe; 2. „Gruppe Bosemüller"; 3. „Deutschland in Ketten"; 4. „Bismarck gründet das Reich"; 5. „Douaumont"; 6. „Flandern". Bilderbücher und Jugendschriften. Elsa Moeschlin: „Vrenelis Skizzenbuch". Adolf H o l st ' Else Wenz-Vietor: „Grete kocht". E. Beier- L i n d h a r d t: „Das Buch vom Führer". Neuerscheinungen im Brunnen-Berlag. Der Brunnen - Verlag, Willi Bischoff, Berlin SW 68, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Almanach der nationalsozialistischen Revolution. Herausgegeben von Oberpräsident Wichelm Kube, Willi Bischoff und Dr. Heinz Weiß. Unter Mitarbeit führender Träger der nationalen Erhebung. Mit zahlreichen vergleichenden Bilddvku- menten der Zeit. — Felix Riem kästen: Weg- getreten. Zeitroman. — Rumpel st ilzchen: Mang uns mang... — Peter Purzelbaum: Neuer Witz vom alten Fritz. — Unsere Marine im Weltkrieg. Herausgegeben von Fritz Otto Busch, Korvettenkapitän a. D., Frhr. von Forstner, Korvetten-Kapitän a. D. Mit 50 Karten im Text und 150 Bildern. — Dr. Rudolf Seiner t: Von Bismarck zu Hitler. Neun Bismarck- reden. — Egon von K a p h e r r : Rotwolf. Roman eines Hundes und feiner Schicksalsgenossen. —Karl 2Inge bauer: Mit der Flimmerkiste ins Affenland. Paul Lieberenz filmt in Afrika. — Orpheus der Zwote: Das sind Sachen. Neue freche Berse. — Rudolf P r e s b e r : Ein delikater Auftrag. Ein lustiges Geschichtenbuch. — Friedrich Arenhövel: Der Habicht und das Mädchen. — Luise Mareile: Die Schwester. Elisabeth Forster-Nietzsche. preuhen. Streik Wetzlar. < Wißmar, 16. Oft. Dieser Tage sprach in Wißmar vor rund 400 Zuhörern der stellvertretende Kreisleiter Pg. Haus über die Fragen: „Was hat die NSDAP, bei ihrem Antritt der Machtübernahme in Deutschland angetroffen? Was ist bis jetzt geschehen? Was soll noch werden?" Der Redner schilderte zunächst die furchtbare Verelendung des deutschen Volkes, an der der Liberalismus und mit ihm der Jude schuld sei. Letzterer habe es verstanden, auf der einen Seite den Kampf gegen das Kapital zu predigen und auf der anderen Seite die größten Kapitalien zusammenzuraffen. Sein letztes Ziel war es, die Massen in das Elend zu treiben und ihnen dasselbe Schicksal zu bereiten, das sich drüben in Rußland vollendet. Die NSDAP, und ihre Führer haben keine großen Versprechungen gemacht, sondern den ehrlichen Willen zur Aufbauarbeit bekundet. Die Schmach vom November 1918 ist durch den Januar 1933 gelöscht worden. Groß ist der Kampf, den der Nationalsozialismus gegen die Arbeitslosigkeit ausgenommen hat. In diesem Winter soll keiner hungern oder frieren, so will es der Führer, der die Not am eigenen Leibe erfahren hat. Sein Programm ist uns heiliges Dogma. Es wird, wenn auch schrittweise, durchgeführt. Der Einzelne gilt nichts, das Volk alles. Wer nicht wahre Volksgemeinschaft bezeugt, wird ausgeschieden. Wir sind keine Kriegshetzer, wir brauchen Frieden zur Aufbauarbeit. Der Ausbau der Scholle steht im Vordergrund. Der Arbeiter soll ein ehrliches Auskommen und der Arbeiterveteran einen sorgenfreien Lebensabend haben Das deutsche Volk ist der Arbeitgeber; darum gibt es in der Zukunft feine Arbeitgeber mehr, sondern nur noch Wirtschaftsführer. Die jetzige Generation wird den Segen des Nationalsozialismus nicht lOOpro- zentig empfangen. Wir wollen kein Muckertum und Gesinnungslumperei, die Kunst, Wissenschaft und Volksbildung muß endgültig frei werden von den Einflüssen der Juden, der Hochfinanz und der Weir- presse. Wir reichen jedem die Hand, der es ehrlich mit uns meint, der seine Pflicht erfüllt als deutscher Volksgenosse. Wir als 60-Millionen-Volk im Herzen Europas müssen einig und stark sein. Aus dem wahrhaft deutschen Menschen, aus deutschem Blut und deutschem Geist erwächst die neue Generation. — Stützpunkleiter Haibach schloß nach einer kurzen Aussprache die eindrucksvollen Ausführungen des stellvertretenden Kreisleiters. Reicher Beifall bezeugte, daß feine Wort auf frudjbaren Boden gefallen waren. Es zeigte sich, daß nun auch die alten und verführten Volksgenossen vom Nationalsozialismus überzeugt werden. Mit dem Gesang des Horft-Wesiel-Liedes wurde die Versammlung geschlossen. Kreis Biedenkopf. <> «Bottenfjorn, 17. Oft. Als der aus Holz- hausen bei Gladenbach stammende Heinrich Herrmann gegen 24 Uhr von der Jahrhundertfeier des Kreises Biedenkopf mit dem Motorrad nach Haufe fuhr, verlor er unterhalb von Biedenkopf auf der glatten Straße die Herrschaft über fein Rav, stürzte und mußte bewußtlos der Klinik in Marburg zugeführt werden. Kür den Bücheriifch. Gedichte. — -ans Friedrich Blunck: Deutsche Schicksal sgebichte. Verlag Gerhard Siaüing, Oldenburg i. 0. (In der bekannten Stalling-Bücherei „Schriften an die Nation" Band 57). Pappband 1,20 Mark. — (377) — Diese Gedichte lind entstanden aus dem tiefen Glauben an Deutslyland, al» ein« Mahnung zum Widerstand gegen alles volksfremde, Aur Besinnung des Volkes auf sich selbst. Die Gedichte von Uebersee künden vom Schicksal und Heimweh unserer Auslanddeutschen in der weiten Welt. Die Verse des Glaubens und der Landschaft runden das Gesamtbild der Sammlung und fliehen wie die politischen Gedichte aus der inneren Bewegung, au» der nie zur Ruhe kommenden Frage nach dem Reich, aus dem schmerzhaften aber zukunftsicheren Glauben des Dichters an das Schicksal Deutschland». — Borries, Freiherr von Münchhausen: Idyllen. (Die kleine Bücherei Nr. 21). Albert Langen/Georg Müller, München 1933. — (321) — In unserer überhetzten Zeit sind diese Gedichte ein ungewöhnliches Geschenk: während sie von dem Frieden einer von keiner Verworrenheit des Tagesgetriebes gestörten Seele künden, zieht auch im Leser ^eiertagsstimmung ein und das dankbare Gefühl, daß unser Leben gesegnet ist, „wenn es Mühe und Arbeit gewesen ist . Die vermeintlich abgestor- bene Gattung der Idylle erlebt in diesem Liederbuch Münchhausens eine fröhliche Auferstehung. Deutsche Erzähler. — Paul Ernst: Drei kleine Romane („Die selige Insel." — „Der Schatz im Morgen- brolstai." — „Grün aus Trümmern."). Geheftet 5 Mark. Leinen 6,80 Mark. Albert Langen/Georg Müller, München 1933. — (369) — Innerhalb der Gesamtausgabe der Werke Paul Ernsts (jedoch auch in geschmackvoller Sonderausstattung für Nicht- subskribcnten) erscheint ein neuer Band „Drei kleine Romane." Der erste von ihnen beißt „Die selige 2 n s e l". In ihre Romantik flüchtet einer jener einer empsindenden Menschen, die im Getriebe frohstäbtifcher Menschenmassen und einer über- pitzten Zivilisation keine Antwort fanden aus die Frage nach dem Sinn und Zweck ihres Daseins. Docb auch hier dringt der Mihklang des Weltge- lcheyens ein und führt weiter zu einer Flucht aus der Romantik in das harte Leben eines Siedlers. Unvergeßlich bleibt der Eindruck des Idylls in ver- schwenderisch-südlicher Landschaft. — „Der Schatz i m Morgenbrotstal" ist eine historische Dichtung. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges haben ein paar Soldaten einen zusammengeraub- ten Schatz in einem verlassenen Bergwerk in Sicherheit gebracht. Doch er bringt ihnen kein Glück: Streitsucht und Geldgier läßt sie unter sich selbst au Mördern werden. Der Schab aber schafft in jungen kräftigen Händen neues Leben. Aus dieser einfachen Fabel schuf Paul Ernst eine Erzählung, die )um Schönsten gehört, was wir an historischen Erzählungen besitzen. — „Grün au» Trümmern": Dieses hier zum ersten Male veröfsent- lichtc Werk ist heute zeitgemäßer als je. Es zeigt uns den Weg, auf dem der von volksfremden Ideologien betörte deutsche Arbeiter zur Volksgemeinschaft zurückfindet, wie ein satt und gleichgültig gewordenes Bürgertum sich feiner Verantwortung wieder bewußt wird. Eine Welt ging in Trümmer, doch aus den Trümmern wächst junges Grün hervor, dargestellt an einem liebenden Menschenpaar. So düster und schwer die Schicksale sind, so befreit fühlen wir uns am Schlüsse der Erzählung, weil wir den Weg sehen, aus dem ein arbeitendes Volk wieder zusammensinden wird. — Alle drei Romane sind Beispiele menschlicher Größe und einer sicheren Meisterschaft der Erzählkunst, die auch dem schlichten Leser ein Born nie versiegender Freude fein werden. — Georg von der Dring: Einfache Menschen. Erzählungen. Verlag Gerhard Stal- ling, Oldenburg i. 0. (Stalling-Bücherei „Schriften an die Nation" Band 48.) Pappband 1,20 Mark. — (378) — Don der Bring ist als norddeutscher Epiker und Lyriker bekannt geworden. In seiner Lyrik schloß er sich nicht, wie der größte Teil des deutschen Nachwuchses, an George und Rilke an, sondern nahm, vom Dolksliede und von Claudius ausgehend, die feit Liliencron abgebrochene norddeutsche Linie wieder auf und setzte sie in feinen „Versen" fort. Auch feine Prosa ist niederdeutsch und hat ihren eigenen Humor, der in der vorliegenden Sammlung vielfach lebendig ist, ein Humor, der, aus Menschen- und Weltkenntnis entstanden, zu allen Zeiten der Ausdruck einer besonderen Hal- tung gerade des nordischen Menschen gewesen ist — sei er nun grimmig, romantisch, verhalten ober grotesk. In Brings „Einfachen Menschen" wird man diese Spielarten des Humors entdecken können. Einige Geschichten in diesem Bande sind unfern Lesern bereits aus dem Feuilleton des Gießener Anzeigers bekannt. — Helene Chri st aller: Die Beichte der Königin. Eine geschichtliche Erzählung. Kart. 1 Mark. Druck und Verlag von Friedrich Reinhardt in Basel. — (382) — Helene Christaller schildert hier spannend und überaus dramatisch das Schicksal der Königin Johanna von Böhmen, der jungen und lebensfrohen Tochter vom Rhein, die so gar nicht zu ihrem rohen Gemahl, dem alternden König Wen- lt(, paßt Die Tragik erreicht ihren Höhepunkt, als die vereinsamte Königin ihrem Beichtvater Johann von Nepomuk ihre Verehrung und Liebe gesteht. Der tapfere und edle Beichtvater, der sich weigert, dem eifersüchtigen König da» Beichtgeheimnis preis- zugeben, bezahlt seine Treue mit dem Tode. Die Erzählung ist knapp und packend und läßt uns die Menschen jener Tage lebendig vor Augen treten. — Heinz Gilmprecht: Die magischen Wälder. Roman. Verlag C. Bertelsmann in Gütersloh. 421 Seiten. Geb. 4,80 Mark — (337) — Millionen deutscher Soldaten erlebten Rußland. Russische Erde trank deutsches Blut in Strömen, sibirisch« Steppe erstickte die Flüche der Hunderttausende, die hinter Stacheldraht der Hunger und Typhus bahinraffte. Wie beutsche Würbe noch vom geringsten Kosaken mit Fußen getreten wirb, wie in sumpfigen Wölbern bie Kolonnen ber Kriegsgefangenen Aühnefnirfdjenb Sklavenarbeit leisten, wo Kameradschaft ber einzige Lichtblick ist unb unverständliche Behandlung der entwichenen Deutschen durch die eigenen Landsleute hinter ber Front bie fetzte unb bitterste Enttäuschung, — bas alles bürste in diesem Buche nicht fehlen Im übrigen ist hier eine glückliche Verbindung gefunden zwischen ber Darstellung äußerer Kriegserlebnisse eines in Sibirien gefangen gewesenen deutschen Maler» unb ber fesselnden Darstellung feiner künstlerischen «in- drücke von Landschaft unb Volksseele. — Edmund Kiß: Frühling in «Han- t i s Roman au» der Blütezeit de» Reiches HI antu. Leipzig 1933, Koehler fr Hmelang, Verlag, Ganzleinen 4,80 Mark - (361) - . auf ben ausführlichen Bericht des griechischen Seifen Platon, bie neuesten Ergebnisse der vorzeitforschung und bie erdgeschichtlichen Entwicklungslehren Hanns Hörbigers, entwirft Kiß ein packende. Bild vom Leben unb Treiben in dem vor ungefähr 14 000 Jahren untergegangenen Atlantis. Rasse unb Glaube, also bie Kernfragen jeber völkischen Gemeinschaft, bilden in diesem vor etwa 20 000 Jahren spielenden Roman bie Srunblagen, auf welchen sich der bramotische Jtampf bes astatischen Nordlandsohne» Baldour Diedoro unb feiner Getreuen gegen artfremde Einflüsse machtlüsterner Priester adspielt. Sieghaft leuchtet über diesem Buch da» Heldentum einer Leden und Lebensglück aufopfernden Treue zum Volk. — Nach dem glücklichen Start des Ullsteinbuchs in neuem praktisch-hübschen Ganzleinendand läßt ber Verlag ben kürzlich erschienenen zwei neue vänd« folgen. Freunde oertratter Kriminalfälle finden in dem neuen UUftembud) „Ein« folgenschwere Entdeckung" von E. Hamilton bas, was sie suchen: Spannung bis zur letzten Seite, einen Prüfstein ihres Scharfsinns unb Korn- binationsoermögens. Nicht minber unterhaltenb ist der neue Rennfahrerroman ber begabten jungen Katrin Hollanb unter bem Titel „Die sil- b e r n e Wolke", bie Geschichte einer Freunb- schäft unb einer Liede, einer Erfindung unb einer Enttäuschung. (266) _ Neinholb Conrob Muschl«r: «in deutscher Weg. Herausaegeben und eingelettet von E. A. Dreye r. 278 Seiten mit zwei Kunst- tafeln. Ganzleinen 5,90 Mk. R. voigtländers Verlag, Leipzig — (296) — Der vorliegende Band sammelt die in Zeitungen unb Zeitschriften verstreuten Aus- sätze, Kritiken und Gedichte des al» Romanautor de- kannten und erfolgreichen Verfassers. Deutsche Land- schuft, deutsche Kunst und Kultur, Naturwissenschaft unb Zeitgeschichte gaben vorwiegend die Themen für ben Essay-Band, den das Bekenntnis „Mein Weg zu Adolf Hiller" einleitet. Politik und Geschichte Selennlnisse zum neuen Deutschland hänge und bie Grünbe für bas Elend des russischen Volkes aufzuweifen. — Dr. Theodor Lübbecke: „Die Zages- Rettung als Mittel ber Staatsfüh - r u n g". Kartoniert 4,40 Mk., gebunben 5,40 Mk. Hanseatische Derlagsanstalt, Hamburg. — (268.) — Die Einglieberung der Presse in ben neuen Staat ist eine ber schwersten Ausgaben, vor bie bie Fachmänner sich gestellt sehen. Gilt es doch, eine Presse auszubauen, die zu einem wirkungsvollen Instrument ber Regierung wirb unb zugleich bie Ausgabe einer sachlichen Kritik zu erfüllen hat. Im libera- listifchen Zeitalter war es bie Aufgabe ber Zeitung, Stätte freier Tteinungsbilbung zu fein. Im nationalsozialistischen Staat muh sie zu einem Werkzeug mobemer Massenformung unb Masfenlenkung werden, da» bem Staate zur Verwirklichung seiner hohen Ziele willig zur Verfügung steht. Es gilt nicht mehr, bas Parteimitglied ober ben Interessenten zu informieren, sondern an der Erziehung des Staatsbürgers mitzuarbeiten, kommt also darauf an, daß die Presse, dieser am stärksten meinungs- unb willensbildende Faktor nicht im üblichen Sinne gleichgeschaltet, sondern so entscheidend umgebaut wird, daß sie zu einer der großen bildenden und formenden Faktoren des neuen Reiches wird. — Kurt Seesemann: Die Ueberroin- bung der Krise. Verlag F. Bruckmann AG., München. Preis kartoniert 2,25 Mk. — (413.) — Seesemann hat schon 1927 auf Grunb seiner konjunk- turtheoretischen Forschungen den Anbruch der Weltwirtschaftskrise richtig oorausgefagt. Eine reiche publizistische Tätigkeit, in der Seesemann seine neuen Konjunktur- unb theoretischen (Bebanfengänge au Wort kommen läßt, hat ihn in Beziehung zu Den Führern ber Wirtschaftspolitik, unter benen hier im befonberen Schacht unb Hugenberg zu nennen sinb, gebracht. Mit bem oorliegenben Werk zeichnet Seesemann ben zur lleberroinbung ber Krise führenben Weg auf; dem Buche liegt ein Wirtfchaftsplan zu Grunde, den Seesemann soeben im Auftrag einiger bekannter Persönlichkeiten ausarbeitete. Die Abhandlung enthält die Maßnahmen, die von Seesemann in seinem Exposö vorgeschlagen worden sind. Außerdem hat Seesemann erstmalig feine neuen geldtheoretischen Forschungen veröffentlicht, die Seesemann in Beziehung mit bem Präsi- benten des statistischen Reichsamtes, Profesior Wagemann, gebracht Haden. — R. H. Druce Lockhart: vom Wirbel erfaßt. Bekenntnisse eines britischen Diplomaten. In Leinen gebunden 7,25 Mk. (Deutsche Verlags- Anstalt Stuttgart.) — (227.) — R. H Bruce Lock- hart hat in Rußland den Krieg und den Untergang bes Zarismus erlebt unb bie Kerenski-Zeit, deren Führer er aus ben früheren Jahren genau kannte, mit burchgemacht. Als mit bem Beginn ber bolschewistischen Revolution bie Abberufung bes englischen Botschafter» in Petersburg nötig wurde, hatte man aber in England keinen besseren Mann, ber die gäben in Ruhlanb in ber Hanb behalten konnte, al» Lockhart. Es gelang ihm, mit den Führern de» neuen Regimes in Kontakt zu kommen, und er versuchte, bie Russen von einem wirklichen Friedens- schluß mit Deutschland abzuhalten, um durch Festhaltung von Truppen im Osten bie bebrohte Westfront zu entlasten. Lockhart aber wußte, baß bie Bolschewisten sich nur burch Veracht auf Krieg würben halten können. Er trat Deswegen einer interventionistischen Politik entgegen. Es gelang ihm jeboch nicht, feine Regierung von der Richtigkeit seiner Anschauungen zu überzeugen. Lockhart geriet jetzt in eine bedenkliche Situation. Durch Provokateure denunziert, erfolgte feine Verhaftung. Die Russen wollten ihm den Prozeß machen, unb sein Leden ward gefährdet. Jedoch gelang e» neutralen Diplomaten, seine Freilassung durchzusetzen, so daß er nach England zurückkehren konnte. Sein Buch behandelt in erster Linie bie russische Zeit Lockharts, aber auch in anschaulicher Weise die Geschichte seiner Jugend. E» ist in einer freimütigen Art geschrieben, bie nicht, hat von einer schönfärbe- rischen Beichte. Sein Lebensgang ist gleichermaßen von Glück unb Unglück begünstigt unb bedroht: ein Mensch im Wirbel ber eigenen Leibenschaften unb bes großen Weltgeschehen», in bas er eingespannt ist, immer roieber bebrängt von dem Widerstreit von Pflicht unb Neigung. — Ernst Kluge: Die Wahrheit über Sowjet-Rußland unb was dazu gehört. 160 Seiten. Kartoniert 2,40, gebunben 3,90 Mk. Verlag R. Streller, Leipzig CI — (503.) — Hier berichtet ein Kenner bes Nahen Osten», was er in mehr al» zehnjähriger Zusammenarbeit mit allen Schichten Des Volkes nicht nur an ben Aufbauplätzen von SSR., sonbem auch auf dem weiten Lande mit den Bauern und Arbeitern, mit ber großen Masse bes Volkes erlebte. Das Werk sucht die Zusammen- — „Sech» Bekenntnisse zum neuen Deutschland". Rudolf G. Dinding, E. G. Kolbenheyer, Wilhelm von Scholz, Otto Wirz, Baron Robert Fabre-Luce, bie Kölnische Zeitung" antworten auf einen Brief Romain Rollands. 35 Seiten. Kart. 0,80 Mark. Hanseatische Derlagsanstalt A.-G., Hamburg 36, 1933. — (355) — Zu den Angreifern, die vom Ausland her das neue Deutschland herabwürdigen, hat sich auch Romain Rolland gesellt. Die Kölnisch« Zeitung" hat die Handlungsweise Rollands unmißverständlich verurteilt, und Rolland hat in einem Brief geantwortet, der wider Erwarten jede sachliche Beurteilung vermissen ließ. Rudolf G. Bind in a hat die Grundlagen de» von Rolland falschverstandenen Weltbürgertums geklärt. Kolbenheyer wendet sich gegen bie Jbee ber internationale. Auch Otto Wirz unb Wilhelm v. Scholz greifen mit offenem Bekennermut ein unb weifen die Angriffe zurück. Bebeutfam ist bas Bekenntnis bes französischen Nationalisten Robert Fabre-Luce, welcher in bem Geschehen, bas sich feit dem 30. Januar unaufhaltsam vollzog, ein geistiges Erwachen sieht, für alles, was gesund, edel und anständig ist. — E. G. Kolbenheyer: „Deutsches Bekenntnis / Unser Leden". Dichtungen für Sprechchöre. Karl. 40 Pf Verlag Albert Langen / Georg Müller, München. 1933. — Den Mangel an solchen Sprechchören, die al» Ausdruck deutschen Lebensgefühl» angesehen werden dürfen, hilft die Veröffentlichung ab, die Kolbenheyer» Verlag unter bem Titel „Deutsches Bekenntnis" herausgibt. Sie enthält zwei Sprechchor-Werke be» Dichter». Das zweite kürzer« ist bas Gedicht „Unser Leben", bas Den Glauben an die deutsch« Wiederauferstehung machtvoll zum Ausdruck bringt. Das erste wurde 1932 bei ber deutschen Iugendtagung in Eisenstadt zur Aufführung gebracht unb bamal» auch burch den Rundfunk übertragen. Ein Mittelchor unb fünf nach Landsmannschaften geordnete Gruppenchöre sinb Sprecher unb Deuter deutschen Schicksal» unb deutscher Art. Ludwig Roseliu»: Briefe und Schris- ten au Deutschland» Erneuerung. Mit drei Runftbruiftafeln Verlag Gerhard Staüing, Oldenburg i. O In Ganzleinen 6,75 Mark. — (176) — Ludwig Roseliu», Präsident ber Kaffe« Hag unb Erbauer ber Böttcherstrahe in Bremen, machte vor brei Jahren Vorschläge zur Behebung ber Arbeitslosigkeit unb zur Brechung der Zinsknechtschaft. Roseliu» war es auch, der während de» Krieges für den Anschluß Bulgarien» an die Mittelmächte wirkte und Vorschläge für die Reorganisation bes Auswärtigen Amtes macht«. 1915 hatte er den Mut, Bestrebungen zu bekämpfen, die ben Kaiser an dem Einsetzen ber Luftflotte verhinberten. In bem Kapitel „Die Mauer um den Kaiser" wirb bisher unbekannte» Material, bas in Parallele zu ber Tragödie der Zurückhaltung unserer Flotte unb ber U-Boote steht, zum ersten Male der Oeffent- lichkeit übergeben. De» deutschen Dichter» Sendung in der Gegenwart, fjerausgegeben von Hochschulprofessor Dr. Heinz Kindermann. Mit einem Geleitwort von Staatskommissar Hans Hinkel. Philipp Reclam jun., Verlagsbuchhandlung, Leipzig. Geheftet 4,50 Mark, in Ganzleinen 6,50 Mark. — (252) — Die Führer der nationalen Revolution haben mit Recht bie volksverbunbenen beutschen Dichter zur Mitarbeit am Neubau ber beutschen Volkskultur aufgerufen. Denn viele biefer volkstreuen Gegenwartsbichter haben in heißem Bemühen feit Jahr unb Tag ben Werbegang ber neuen „Volkheit" begleitet unb bie seelische Bereitschaft für bie nationale Wiebergeburt vorbereiten geholfen. Mit kraftvollen Worten grüßt ber Lenker bes Kampsbundes für beutsche Kultur, Staatsfom- missar Hinkel, den Kreis ber volksbcwuhten Dichter, ben ber Danziger Literarhistoriker Prof. Dr. Äinbermann zu solchem Bekenntnis um sich zu scharen vermochte. Unb es sinb mit bie oeften unter ben führenben deutschen Gegenwarts- bichtern, bie hier bas Wort ergreifen. Born siebzig- jährigen Hermann Stehr bis zur breißigjahngen Ruth Schaumann. Die Reifen und Abgeklärten, etwa Stehr, Paul Ernst unb Wilhelm Schä - f e r, suchen aus bem ganzen Reichtum ihre» Innern ben Weg zu einem neuen Deutschland Dagegen wühlen Die geistigen Kämpfer au» ber Mittel- generation, etwa Han» Grimm unb Jakob Schaffner, Carossa unb Kolbenheyer, Meschenbörser, Fechter, Ämelin und W i e ch e r t, bie ganze Fülle ber Probleme auf, bie uns bebrängen. Die Jungen aber. Blunck, Iohst, Schauwecker, Wehner unb Bilfinger, Menzel unb Alverde », Dioinger unb Waggerl, Schreyvogl unb Ruth Schaumann, begleiten ben Sturmschritt ber Nation mit bem Geist be« Ueberjeugten, be» Zuversichllich- Sieahaften Selten haben sich so verschiedenartige Geister und Stimmen zu einem so reinen Akkord be» Volksbekenntnisse» zusammengefunden, wie diese von Äinbermann geführten Dichter, deren Werk «in machtvolle» Fundament gibt, auf dem die Kunst unb Kultur be» neuen Deutschlanb weiter zu bauen vermag. Hygiene. — Gesunderhaltung, ßebensoerlän- gerung und Schönheitspflege. Neue Wege und wichtige Ratschläge. Gemeinverständlich bargeftelü von Medizinalrat Dr. Adolf Schwan, Darmftabt. Mit zweifarbigem Umschlag 1,20 Mark. Verlag Otto Hillmann, Leipzig. — (274) — Der bekannte Verfasser geht von ber Erfahrungstatsache aus, baß Krankheiten zu verhüten leichter ist, al» sie zu heilen, unb daß an erster Stelle Willenskraft nötig ist, um gesundheitliche Erfolge zu erzielen. Er gibt wichtige Anleitungen zur richttgen Pflege ber Haut, um Den Körper vor ansteckenden Krank» heften zu schützen unb im Verein mit Atemgymnastik ben Herzmuskel zu kräftigen. Weiter wi.'d bie Ernährung, Rohkost, Brot, Schäblichkeit ausschließlichen Fleischgenusses unb unseres meist viel zu reichlichen Essens, als Ursache vieler Krankheiten unb häufig vorzeitigen Ablebens anschaulich be- hanbelt. Turnen, Fußpflege, Abhärtung, Luft. Bä- ber, Duschen, Vitamine usw, werben ausführlich gewürdigt, unb ber Gesunbheit schädliche Modetorheiten gegeißelt. Krebs, Schlagaderverkalkung und andere Krankheiten sowie ihre Verhütung, werden eingehend besprochen. Im Interesse ber menschlichen Gesundheit hält es Verfasser für unerläßlich, die der Entgiftung des Körper» dienenden Organ« gesund und funktionstüchtig zu erhalten. Die Ausdrucksweife ist leicht verständlich. Alle» in allem ein« Fundgrube erprobter Ratschläge zur Erhaltung ber Gesunbheit, Verlängerung des Lebens und naturgemäßer Schönheitspflege. — Dr. med. Friedrich Hammer: Bit werden und doch gesund bleiben. Ein Brevier der Lebensführung. Kart. 1,80, Seinen 2,70 Mark. Strecker und Schröder, Verlag, Stuttgart. — (281.) — Dem Verfasser war es nach Erreichung eine« hohen Alters ein Bedürfnis, feine Lebenserfahrungen als Arzt und als Mensch zu Nutz unb Front- men feiner Mitmenschen zu verwerten: er tat bie« in einer jebermann oerstänblichen Form Besonder« Sorgfalt wurde der Bettachtung Der jetzt so verbreiteten Störungen des Herzens, bes Blutumlauf« unb ber Atmung gewibmet, bie meisten« in unrichtiger Lebensführung ihre Ursache haben, ebenso un« die der Verdauung und der Schlaflosigkeit. Dem Verfasser lag es besonders am Herzen, Männern und Frauen, die auch noch im Alter wirken unb schaffen wollen, gute Ratschläge für die Erhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeft zu geben. — Gesunder Schlaf, Lebensdiszipli» und Träum«. Von Gazzaro. Kartoniert t£0 Mark. Eugen Rentsch Verlag, Erlenbach-Zürich unb Leipzig. — (230) — Wir sollten bedenken, daß gesunder Schlaf ein köstliches Gut ist, eine*QueUe ber täglichen leiblichen unb geistigen Erneuerung, ohne bie Lebensglück und Lebensfreude nicht gedeihen können. Niemand empfindet das so schmerzlich al» der Schlaflose. In feinem neuesten Werk empfiehlt der Verfasser zweckdienliche Maßnahmen für bt« Sicherung unseres gefunben Schlafes burch vernünftige Einstellung zu allgemeinen Lebensfragen und bte Lösung von Lebenskonflikten durch überlegene Gedankendifziplin. Kein Leser wird Da» interessante Buch ohne reichlichen Gewinn für feinen Lebenserfolg und fein Wohlbefinden aus der Hand legen. — Die Rohkostküche. Gesundheit durch vitaminreiche Nahrung von Lisbeth Ankendrand. 308 Rezepte, erprobt unb bewährt, mit Speisenfolge. Anweisung zur Herstellung von Rohkost. Neuzeit- liche Gemüsezubereitung unb vegetarische Bratspei- (en. Mit Anhang: Rohkost als Heilnahrung in Krankheitsfällen unb einem Vorwort von Dr. med. K. Fr. Keim. Neu durchgesehene Auflage: 22. bi» 26. Tausend, Süddeutsches Verlagshaus GmbH. Stuttgart, Birkenwaldftraße 44. Preis: Steif karto- niert 2,35 Mark. — (217.) — — Dr. h. c. Ragnar Berg: Dl« Nähr- folge. Gemeinverständliche Darstellung be» Mine- ralstoffwechfels. Reclams Unioerfal-Bibliothek Nr. 7191. Geh. 35 Pfennig, gebunben 75 Pfennig. — (453.) — Ragnar Berg stellt hier in einer leicht lesbaren Blauberel die Ergebnisse feiner langjährigen Forschungen zusammen. Der Wert be» Buche» kommt bem Arzt, aber auch bem Laien zugute unb gibt wichtige Winke zur richtigen, nicht emseitigea Ernährungsweise. Verschiedenes. — Armee auf Schleichwegen, Erlebtes und Erlauschtes vom Schmuggelkrieg im Westen. Bon Hermann I u n g. (Gilde-Verlag, Köln. (Beb. 3,50 Mark). — 563 — Was wußten wir vom großen Krieg, ber eine Armee von Schmugglern auf bie Beine brachte, eine freiwillige, sich stets erneuerte Armee, ber eine kleine tapfere Schar pflichtbewußter Beamter in steter Bereitschaft gegenüberliegt. Dieser heimliche Krieg an unfern Westgrenze» hat im Kölner Journalisten Hermann Jung einen gewissenhaften „Kriegsberichterstatter" gefunden, «ein Buch erzählt von Pflichterfüllung, bie Helden- haft ist, bie aber kein Helbenaesang feiern wirb. E» spricht aber auch von ber Angst unb ber bitteren Not, bie Menschen auf gefährliche Schmuggelbahnen treibt, über heimliche Pfade, über nasse Sumpfwiesen, durch stille Hohlwege, über schnurgerade Landstraßen, im rasselnden, rasenden Panzerwagen, ber jebes Hindernis wie Kinberspielzeug hinwegfegt. Das Buch ist von ungeheurer Spannung erfüllt unb hält ben Leser bis zum Schluß gefangen. — Professor Dr. W. Winkler: Statistik. 6. bis 10. Tausend. In Sammlung Wissenschaft und Bildung. Geb. 1,80 Mark. Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig. — (211) — Statistisches Denken ist uns allen längst geläufig unb wir wissen auch, wie viel Mißbrauch mit statistischen Zahlen in Po- litif ,unb Wirtschaft getrieben wirb. Fragen wir nun, wie biefe falschen unb richtigen Zahlen gewonnen werben unb was man aus einer so umfaffenben Statistik wie ber Volkszählung alles herauslesen kann, so begeben wir uns auf das Hauptfeld statistischer Arbeit, in das uns Winklers Buch in mustergültiger Klarheit einführt. Arbeft, die, wenn man sie kennt, ungemein fesselnd ist unb Wirtschaft unb Presse täglich mit ben wichtigsten Unterlagen Der- sorgt. Zur Einführung in biefes Gebiet ist ba» vor- jigenbe Buch, bas auch bei ben Studenten starken Anklang gefunden hat, heroorragend geeignet. — Vor kurzem erschien ein löfeitiger Nachtrag zum Rechtshandduch von Dr. Turnheim unb Dr. Wurm (Verlag Ullstein, Berlin). Er behandelt bie neuen Gesetze unb Berorbnungen, macht bas praktische Werk roieber aktuell unb wird euefl Besitzern bes Buches kostenlos zugestellt.