SCHENKE abend 8 Uhr er-konzert 'eile Einbrod le 6r . . dML? ml J*» Stifte ÄÄE n L SttCsV- "il AmLL°- dd>'v'chu,«ri! fi?n Iu^eb: 10iV ast- unh(? CouMtt LI* ■■ ?Ä"s«/ch°K 18 rMr °°n etwa **$$£* lA Kein Preis-Aufechbig - jetzt müssen die feinen id Gewürzgurken für den !gt werden. Der gute Ge- Gurken verlangt richtige ner Weinessig kostet s Liter und bewahrt m Erfahrungen. > irt, Beutet 10 ulävi. tpicr .. ^u. 10P1. 'ap.'^mtl.tiewürie hanenheit. Sollte Essig i werden, so empfehle ich in oder Helita-Ewig. Einmachartikel sehr eilig ann rufen Sie Telefon '-<0o n dann von der Zentrale den mit der wlrop£ .„Ml" »"■‘■“X1*' eierlüseber vergibt ihr0 ^K^ch^eOri^e i%«5Ä K-»........ n sowie 'Sg-S. Qskömmbc Q^beten “i,n er Anzeiger- renzplat® 10 n«A te Fischfilets von 40 Pfennig an •he. grüne Heringe- cklinse stets frisch tus „Cuxhaven e23 «»« TelepbonMl^ Ur. 192 SeübauSgabe 185. Zahrgang 8reitag, 18. August 1933 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Drncf und Verlag: vrühl'fche Unwersttütr-Vuch' unö Stemörutfcrei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Gefchäftrftelle: SchnlNraße 7. Annahmr von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Ne» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchnft 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr fj.Ibpriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in (Bienen. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Dte Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Non als Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanfchiüste unter Sam melnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: firanffuri am Main 11686. Die absteigende Kurve der Arbeitslosigkeit. Interessante Feststellungen des Instituts für Konjunkturforschung. Berlin, 17. Aug. Don Monat zu Monat steigende Beschäftigung und sinkende Arbeitslosigkeit in allen Teilen des Reiches find die Kennzeichen der wirtschaftlichen Entwicklung in den legten Monaten. Don Ende Januar bis zur Gegenwart find, wie das Institut für Konjunkturforschung ausführt, mehr als 2 Millionen Menschen wieder zu Arbeit und Brot, gekommen Dazu hat zwar der Gang der Jahreszeit ein gut Teil bcigetragen, in diesem Jahre ist jedoch Entscheidendes für die Entlastung des Arbeitsmarktes auch durch die Besserung der Konjunk- t u r und Arbeitsbeschaffungsmaßnah. m e n der Reichsregierung erreicht worden. Nach den Berichten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung haben sich Ende Juli d. I. 4,47 Millionen Arbeitslose gemeldet, während es vor Jahresfrist noch 5,39 Millionen waren Vergleicht man für die einzelnen Monate, um wieviel die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr jeweils geringer war als vor einem Jahre, jo ist festzustellen, daß dieser Abstand von Monat zu Monatgrößer geworden ist. 1932, als die Wirtschaft von der Krise in die Depression überging, war die Periode sinkender Arbeitslosigkeit mit 6% Monaten erheblich länger als in den beiden vorausgegangencn Jahren. Im laufenden Jahr hat die Arbeitslosenkurve b e - reite- einen Monat früher als im Winter 1932 ihren Rückgang begonnen Selbst wenn sich im August und September die Arbeitslosigkeit nur so wie im vorigen Jahre entwickeln würde, so würde damit im Jahre 1933 immerhin die Periode sinkender Arbeitslosigkeit 1% Monate dauern. I n keinem der drei Dorausgegangenen Jahre war in der Zeit vom winterlichen Höhepunkt der Arbeitslosigkeit bis Ende April, von Ende April bis Ende Juni und von Ende Juni bis Ende Juli der Rückgang der Arbeitslosigkeit so groß wie in diesem Jahr. Richt in allen Teilen des Reiches war die Entlastung des Arbeitsmarktes gleich stark. Die agrarischen Gebiete haben die stärksten Saisonschwankungen der Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, die hochindustrialisierten Gebiete die geringsten. Aach den Berechnungen des Instituts hat Pommern die stärkste und das Rheinland die geringste Saisonschwankung aufzuweisen. Wie im gesamten Reich ist auch in jedem Landesarbeitsamtsbezirk im Berkaus der letzten Monate die Zahl der regiftrierien Arbeitslosen absolut und prozentual immer mehr unter den Vorjahres st and gesunken. Der absolute Rückgang ist naturgemäß in den großen und dicht besiedelten Landesarbeitsamtsbezirken am größten. Anders steht es aus, wenn man prozentual die Abstände gegenüber 1932 vergleicht. 2n den letzten beiden Monaten stehen dabei Ostpreußen, Westsalen, Mitteldeutschland, Pommern und Sachsen an der Spitze. In der Aordmark, in Brandenburg, im Rheinland und in Schlesien hat dagegen prozentual die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vor- zahr am wenigsten abgenommen. Wie ein Vergleich zwischen der Zunahme der Beschäftigung in den letzten Monaten und dem Rückgang der Zahlen der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen zeigt, muß seit dem Winter auch die unsichtbare Arbeitslosigkeit erheblich abgenommen haben. Man wird diesen Rückgang der unsichtbaren Arbeitslosigkeit für die Zeit von Ende Februar bis zur Jahr s nittc aus reichlich eine halbe Million schätzen dürfen. In der Hauptsache erklärt sich dieser Rückgang daraus, daß mit der Besserung der Arbeitsmarktlage immer mehr Arbeitskräfte wieder hoffen, durch die Vermittlung des Arbeitsamtes Beschäftigung zu finden- Sie gehen zum Arbeitsamt und erhöhen damit das sichtbare Angebot am 2Ir- beitsmarlt. So kommt cs, daß die B e s ch ä s - tigtenzahl, die von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbe. s olenversicherung aus Grund des Materials der Kranlenlas.en ausgerechnet wird, dauernd viel stärker zugenommen hat, als die Z a h l d e r Arve i t s l o s e n bei den Arbeils.imtern eine Abnahme erfahren hat. (Srioige in wachsen. Dresden, 17. Aug. (WTB.) Wie das Dresdner Arbeitsamt meldet, konnten bis jetzt in seinemBezirk ISOcmeinöcn von Arbeitslosen f r c i g c m a d) t werden. 70.0 Personen erhielten Arbeitsplätze. Den un- ablässigen Bemühungen des sächsischen Wirt- schastsministeriums ist es gelungen, zu erreichen daß die Vereinigten Glanz st offabri- ken AG- in Elberfeld die sofortige Wieder- ingangsetzung ihres Werkes in Elsterberg durchfuhren will, wodurch bis zu 8 0 0 Arbeitsplätze geschaffen werden können. Oer Reichskanzler beglückwünscht den Oberpräsidenten Koch. Berlin, 17. Aug. (WTB.) Der Reichskanzler hat an den Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen folgendes Glückwunschtelegramm gesandt: Zu der vollständigen Beseitigung der Arbeitslosigkeit in der ProvinzOst- Preußen beglückwünsche ich Sie herzlichst. Mit bestem Dank für Ihre Meldung hierüber wünsche ich gleichfalls" »rfolg bei der Arbeit an der SicherungLes erreichten Zieles. gez.: Adolf Hitler. Oas neue Arbeitsbeschaffungsprogramm im Laus Berlin, 17. Aug. (WTB.) Wie das Reichs- arbeitsministeriurn mitteilt, sind in der letzten Kreditausschußsihung der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG. (Ocffa) erneut — zum größten Teil aus Mitteln des Arbeitsbe- schaffungsprogramms vom 1. Juni — Dar- lehen in Höhe von rund 16 Millionen Mark bewilligt worden. Davon enkfästt ein Teilbetrag von rund 5 Millionen Mk. auf das Land Bayern, ein Teilbetrag von 3,5 Millionen Mk. auf verschiedene Arbeitsbeschaf- fungsmaßnahmen der Freien und Hansestadt H a m bu r g , 2,2 Millionen Mk. entfallen auf verschiedene badische Städte, 1,2 Millionen Mark auf verschiedene Städte Oberschle- siens, rund 1,1 Millionen Mk. auf Arbeiten der Stadt Stettin. Reichstagsbrand und Auslandshetze. Oie Initiative des Oberreichsanwalts. Berlin, 17. Aug. (WTB.) Zu dem Ersuchen des Oberreichsanwalts an Rechtsanwalt Branting und Romain Rolland, ihm ihr Material vom Reichs- taasbrand zur Verfügung zu stellen, schreibt die „Deutsche Diplomatische Politische Korrespondenz": Sofort nach dem Brand hat in gewissen ausländischen Kreisen eine merkwürdige Agitation eingesetzt, die, obwohl sie ebenso perfid in ihren Motiven wie fadenscheinig in ihren Argumenten ist, bis auf den heutigen Tag anhält. Zu den kommuni st iscken Dunkelmännern, die sich in der Energie ihrer Gegner verrechnet hatten und die Partie verloren geben mußten, gesellten sich die anderen, minder aktivistischen, aber ebenso gesell- schaftsfeindlich gesinnten M a r x i st e n , die ebenso wie die meisten und gerade die prominenten jüdischen Emigranten trotz aller theoretischen Einwände und Vorbehalte eine unausrottbare Sympathie für den militanten Kommunismus hegen und sich mit ihm gegenüber dem neuen Deutschland solidarisch fühlen. Es fehlte auch nicht an persönlich anständigen, aber in einer unwirklichen Atmosphäre humanitärer Ideologien befangenen Menschen, die aus einer gewissen intellektuellen Vorliebe für das kommunistische Zukunftsprogramm in die Arena des politischen Tageskampfes herabstiegen und sich die unsauberen Waffen ihrer vermeintlichen Gesinnungsfreunde in die Hand drücken ließen. Diese Propaganda wurde trotz der handgreiflichen Brüchigkeit ihrer Hypothesen systematisch weitergeführt, um zusammen mit der Greuelhehe den Rachrichtenbedarf der Emigranten» und marxistischen Presse zu bestreiten. Gar ein eigenes Organ der „Reichstagbrand" wurde ins Leben gerufen, um die internationale Öffentlichkeit auf dem Laufenden oder vielmehr zum Rarren zu halten, wobei leider das einer Völkerbundsregierung unterstellte Saargebiet und seine deutschen Bewohner sich besonders viel gefallen lassen müssen. Dort und anderswo feiert die zügelloseste Hetzpropaganda um den Reichstagsbrand noch täglich ihre widerlichen Orgien, und es wird immer schwerer, an die Aufrichtigkeit derjenigen Persönlichkeiten zu glauben, die sich a l s „s a ch v e - ständige Mitglieder" eines gerichtsähnlich aufgezogenen „Unter- suchungsausschusses mit selbstgeschasfe- nen Befugnissen mißbrauchen lassen und demnächst im Haag unter umgekehrten Vorzeichen eine Art Parallele zum Leipziger Prozeß gegen die Reichstagsbrandstifter inszenieren wollen- Der Oberreichsanwalt hat diesen Persönlichkeiten, soweit sie guten Glaubens sind, d i e Möglichkeit zu einer Selb st Prüfung und zu einer klaren Entscheidung gegeben. Alle 'die sich im Auslande aktiv für tue Angelegenheit inter essieren, müssen sich bewußt sein, daß nach allgemein anerkannten Rechtsgrundsätzen der Gerichts- stand für das Reichstagsverbrechen nur in Deutschland liegen kann und daß deshalb nur dort die etwa vorhandenen, der deutschen Untersuchungsbehörde noch unbekannten Unterlagen für die Beurteilung der Schuldfrage vorgebracht werden können Die deutsche Justiz hat durch den Oberreichsanwalt vor aller Welt feststellen lassen, daß ihr nur daran liegt, die Wahrheit in ihrem vollen Umfange zu ermitteln. Wenn man außerhalb Deutschland Material zu besitzen glaubt, das diesem Zwecke dienen kann, so ist es jetzt an der Zeit, damit hervorzutreten. Oie Wahrheit bricht sich Bahn. Ausländer über den Geist des neuen Deutschlands London, 17. Aug. (WTB.) „Als einer, der die Revolution in allen ihren Phasen beobachtet hat, kann ich bekräftigen, daß das neue Deutschland, das hervorgegangen ist, zehnmal glücklicher, gesünder und vernünftiger ist als das alte ..." So schreibt im -Daily Telegraph" Henry Mittler aus St. Anne's-on Sea und fährt fort: „Es ist an der Zeit, daß die Leute einer Bewegung Gerechtigkeit angedeihen lassen, die mehr ist, als ein Ausbruch des Fanatismus und einer Organisation, die größer ist als eine kleinliche Tyrannei. Dienst ist der Grundton des modernen Deutschland. Junge Männer und Frauen zu Tausenden reihen sich in den Dienst des Staates ein und geben ihre Kraft, Zeit und Geld und alles, was sie leisten können, für die Sache des Wiederaufbaues. Ihrer ist „der Glaube, der Berge verletzt." Kaum weniger begeistert, äußert sich im selben Blatt eine soeben aus Berlin zurückg.kehr.e Engländerin, die ihre Eindrücke dahin zusammen- faht, daß jedermann glücklich, zu- frieden und voller Begeisterung über die Httlerbewegung ist. Alte arbeiteten für eine Sache: das Wohl Deuttschlands „Ein wenig von diesem Geist in England", so schließt die Verfaf- ferin, würde uns nicht schaden." Die Großfürstin Maria von Rußland, die mit der „Europa" in Deutschland eingetroffen ist, hatte Gelegenheit, mit dem Rcichsstatthalter von Oldenburg und Bremen R o e v c r neben den Sehenswürdigkeiten der Hansestadt das Konzentrationslager Miesler bei Bremen zu besichtigen. Die Großfürstin, die vor einem Jahre Deutschland zuletzt besucht hat, hat dem Reichsstatthalter gegenüber aus ihrer Bewunderung für den neuen in Deutschland herrschenden Geist kein Hehl gemacht Der Unterschied zwischen dem damaligen deutschen Menschen und der heutigen deutschen Nation sei ein überaus anfallender gewesen. Heute sei, das habe sie auf den ersten Blick feststellen können, Disziplin, Ordnung und neuer Lebensmut in Deutschland eingezogen Ein Vergleich von heute mit damals falle entschieden zu Gunsten des Deutschlands von heute aus. Angriffe auf das Hakenkreuz in Kanada Paris, 18. Aug. (WTB. Funkspruch.) Der „New V Herold" meldet aus Toronto, daß bei Z u - sammenstößen zwischen jüdischen Elementen und kanadischen National- s o z i a l i st e n 50 Personen verletzt und gegen 20 verhaftet wurden Die Zusammenstöße seien dadurch veranlaßt worden, daß bei einem Rasenbollspiel von Anhängern einer faschistisch eingestellten politischen Gruppe eine Hatenkreuzfahne gehißt wurde. Gegen 100 jüdische Zuschauer seien auf den Fahnenmast losgestürzt, um die Fahne herunterzu- holen. Dos jüdische Viertel von Toronto sei alarmiert worden, und in Autos und auf Motorrädern habe man jüdische Verstärkungen herangeholt. Bei der erbitterten Schlägerei hätten in der Hauptsache die jüdischen Angreifer teilweise schwere Verletzungen davongetragen. Hat Brüning den Vatikan vor Hitler gewarnt? Eine holländische Stimme zu den .Konkordatsvcrhandlunqen. Berlin, 17. Aug. (ERB.) Der „Völkische Beobachter" oerofsentlicht aus einer holländi- ichcn Zeitung Enthüllungen über eine Warnung Brünings beim Vatikan vor Hitler während der Konkordatsverhandlungen. Danach schreibt die holländische katholische Zeitung „End- hooensche Courant". „De Tijd" (dos angefehenste konservative katholische Blatt Hollands) besaßt sich in einer Prioat- korrejpondenz mit der Rolle Dr. Brünings bei den Verhandlungen über das deutsche Konkordat. Der eheinalige^Reichskanzler soll den Vatikan in einem Schreiben gewarnt haben, die nötige Vorsicht walten zu lassen. Dr. Brüning habe deutlich auseinandergesegt, daß man sich in Rom nie blenden lassen möge durch große Versprechun- gen, denn es wäre nicht das erstemal, daß sie nicht eingehalten werden. Diesss Schreiben sei nicht auf dem gewöhnlichen Wege nach Rom gesandt, sondern d^urch einen persönlichen Kurier in d i e Schweiz gebracht und von dort eingeschrieben nach Rom weiterbes ordert worden. Als nun im Verlaufe der Verhandlungen mit dem Vatikan Vizekanzler v. Papen auf die großen Vorteile hinwies, die Hitler der Katholiichen Kirche angeboten hat, hab« ein Mitglied der Kurie eine auf Brünings Brief bezügliche Bemerkung fallen lassen. Am Schluß der Veröffentlichung schreibt der „Völkische Beobachter": Wir erwarten, daß Dr. Brüning auf diese Enthüllungen antwortet. Oas Verbot der Vivisektion. Eine bahnbrechende Tat. — Dank der ricrschntzvcreine. Berlin, 17. Aug. (TU.) Der am Mittwoch veröffentlichte Erlaß des preußischen Ministerpräsidenten Goring über die Abschaffung der Vivisektion in Preußen ist ein neuer Beweis des Kulturwillens der nationalsozialistischen Regierung. Bekanntlich ist bereits bei der Erneuerung der Strasrechtspslege ein Tierschutzgesetz erlassen worden, und cs sind auch wesentliche Erleichterungen bei dem Transport von Schlachtpserden auf der Reichsbahn bereits eingeführt worden. Der Reichskanzler selbst ist an allen Angelegenheiten des Tierschutzes außerordentlich interessiert. Auch Bayern hat kürzlick) bereits die Vivisektion abgeschafft, so daß Deutschland damit bahnbrechend für die ganze Welt vorangegangen ist. Es ist in diesem Zusammenhang von Interesse, daß Ministerpräsident Göring Ehrenpräsident der Deutschen Tierschutz vereine ist. Die zuständigen preußischen Ministerien sind jetzt damit beschäftigt, den Gesetzentwurf auszuarbeiten. Irgendwelche medizinisch.n und wissenschaftlichen Forschungen sollen durch das neue Gesetz nicht beeinträchtigt werden. Der Weltbund zum Schutze der Tiere und gegen die Vivisektion c. V. Berlin und Verband vioisektionsgegnerischcr Tierschutz- vereine in Deutschland haben an den Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Telegramm gerichtet: „Für das Verbot der gesamten Vivisektion in Preußen, für das wir jahrzehntelang aussichtslos kämpften, sagen wir im Namen aller Tierschutzlcr Ihnen, Herr Reichskanzler, unseren tiefgefühlten Dank. Wir sind überzeugt, daß diese edle Tat auch edle Frücht et ragen wird. In treuer Gefolgschaft unserem Führer Sieg-Heil!" Ein zweites Telegramm wendet sich an den preußischen Ministerpräsidenten Göring: „Das Verbot der gesamten Vivisektion in Preußen ist eine ftulturtat. Im Namen aller Tierschutzbr und Millionen gequälter Tiere sagen wir unserer nationalsozialistischen Regierung und Ihnen, Herr Ministerpräsident, unseren innigsten Dank. Heil Hitler!" Ein Reichsbund Volkstum und Heimat. Zusammenschlns; aller Verbände der Volkstumsarbeit. .Berlin, 17. Aug. (ERD.) Die gesamten füh- renden Verbände der Volkstum- und Heimatbewegung haben sich zur Inangriffnahme der volkskulturellen Aufgaben des Rationalsozialismus zusammengeschlossen. Der Bund ist als straff Durchgegliederter Einheitsverband organisiert und ersaßt gegenwärtig bereits 5 000 000 deutscher Volksgenossen. Er wurde vom Stellvertreter des Führers als einziger für das Gebiet der Volkstumsarbeit innerhalb der Reichsgrenzen zuständiger und maßgeblicher Bund parteiamtlich anerkannt. Zu gemeinsamem Wirken sind in dem Reichsbund u. a. folgende Verbände aufgegangen: Deutscher Bund Heimatschuh. Volksbund Raturschutz, Fichtegesellschaft, die früher in der Gesellschaft für Volksbildung erfaßten Vereine, die Trachtenarbeitsgemeinschaft der deutschen Landsmannschaften, Finkensteiner Bund, Muji- kantengilde. Verein für ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege. Die Führung des Bundes liegt in den Händen des verdienstvollen Volkstumforschers und Historikers LIniverjitätsprofessorS Karl Alexander von Müller, München. Ihm zur Seite treten Ministerpräsident a. D. Granzow und Landeshauptmann H a a k e. Mit der organisatorischen Leitung des Bundes wurde Werner Haverbeck, Berlin, beauftragt. Schaffung eines Jamilienregisters Berlin, 18. Aug. (VDZ.) Wer sich in diesen Wochen und Monaten um den Nachweis seiner ari« ichen oder nichtarischen Abstammung bemühen mußte, wird erfahren haben, welche Mühe und Zeit in den meisten Fällen für die Erlangung solcher Urkunden aufgewendet werden muhten Eine Uebertragung aller Vermerke über die Person ^des einzelnen und über die Familie auf eine Stelle erscheint zeitgemäß und wird aus die Dauer auch für die Staatsverwaltung erhebliche Ersparnisse zur Folge haben. In biefem Zusammen, hano verdienen die Borfchläge Beachtung, die Direktor Krutina in der Zeitschrift für Standesamtswesen macht. Er erinnert daran, daß seit über einem Jahr- hundert in Deutschland schon eine Einrichtung besteht, die, wenn sie entsprechend aus- gebaut worden wäre, die Bestrebungen der Regierung auf Reinerhaltung der deutschen Bevölkerung •n erheblichem Maße unterstützt hätte. Es handelt sich um die Einrichtung des Familien- r e g i st e r s i n Württemberg Ein solches yamilienregifter, allgemein in Deutschland einge- führt, würde eine dreifache Aufgabe haben: 1. Es bringt die Familie in Zusammenhang und schosst so die bisher fehlende fortgeschriebene Familie n st a t i st i k. 2. Das Familienregister wird alle Aenderungen des Personenstandes innerhalb der Familie enthalten. Es soll aber auch die wichtigste Stelle für die Auszeichnung der künftigen Reichsangehörigkeit sein. Ebenso müssen Strafen vermerkt sein, die einen Deutschen unwürdig werden lassen, deutscher Reichsangehöriger zu fein Später roäre auch zu erwägen, ob nicht die Strafregister überhaupt an der für die Aufzeichnung des Perjo» nenstandes bestimmten Stelle, dem Standesamt, geführt werden sollen, um doppelte Nachforschungen zu vermeiden. 3. Das Familienregister soll alle Erb stamme in der Familie aufzeichnen, insbesondere nachweislich ocrerbbare Krankheiten; Maßnahmen, wie etwa die Unfruchtbarmachung erbuntauglicher Personen, sollten ebenfalls im Familienregister unter den Erb- stämmen vermerkt werden. Ausgleichskassen für Kinderreiche Berlin, 17. Aug. (TU.) Der Deutsche Gemein d e t a g teilt mit: „Bei Durchführung der 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich zeigt sich, daß die Löhne der Kinderreichen häufig unter den Unterstützungssätzen der Arbeitsämter und der Fürsorgebehörden und damit unter dem Existenz Minimum liegen. Die Gemeinden sind bei ihrer schwierigen Finanzlage nicht in der Lage, die Differenz zwischen Lohn und Fürsorgebetrag zu zahlen. Die Frage könnte am besten durch Schaffung sogenannter Ausgleichskassen geregelt werden. Diese Ausgleichskassen sind so'organisiert, daß d i e Arbeitgeber — entweder nach Gebieten oder Berufen zufammengefaßt — gewisse Beträge a n eine zentrale Kasse, die Ausgleichskasse, abführen, die dann ihrerseits soziale Zulagen an die kinderreichen Arbeiter gewährt. Der einzelne Arbeitgeber hat bei diesem Verfahren durch die Beschäftigung kinderreicher Arbeiter keine finanziellen Nachteile. Seine Beitragspflicht für die Ausgleichskasse bleibt immer die gleiche, da die Beiträge auf die Kopfzahl der Beschäftigten abgestellt sind. Im Hinblick auf die soziale Bedeutung der Frage hat der Deutsche Gemeindetag den Reichsarbeitsminister gebeten, auch in Deutschland Ausgleichskassen ins Leben zu rufen Wenn diesem Wunsche entsprochen wird, werden die kinderreichen Familien ausreichend geschützt werden, wie es aus nationalen und bevölkerungspolitischen Gründen dringend geboten ist. Die geringe Mehrbelastung der Wirtschaft', die mit der Schaffung der Ausgleichskassen verbunden ist, muß der Errichtung des höheren Zieles wegen mit in Kauf genommen werden." Oie Notwendigkeit eines Bewahrungsgesetzes. Berlin. 17. Aug. (BDZ.) Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge seht sich erneut für die Schaffung eines Bewahrungsgesetzes ein. Bei dem von einem Bewahrungsgesetz zu erfassenden Kreis von Menschen handele es sich durchweg um solche, die aus irgendeinem Grunde nicht imstande seien, sich in das Gemeinschaftsleben einzufügen und ein geordnetes Leben zu führen. Zu den Ut» fachen gehören psychopathische Konstitutionen, Fehlen einer geordneten Erziehung, Rauschgift, hemmungsloses Triebleben und insbesondere Wandertrieb. Was die Kostenfrage angeht, so wird betont, daß die Bewahrung als öffentlich- rechtliche Aufgabe von den Landesfürsorge- und Fürsorge-Verbänden zu erfüllen sei. LandeSbtschof Müller an die evangelische Jugend. Berlin, 17. Aug. (TU.) Landesbischos Müller, der Schirmherr des evange ischen Zugendwerkes in Deutschland, wendet sich mit folgendem Wort an die evangelische Jugend. „An das evangelische Jugendwerk Deutschlands, das sich zu meiner Freude unter seinem Reichsführer soeben neu zusammengeschlossen hat, richte ich in dieser entscheidungsvollen Stunde der deutschen evangelischen Kirche ein Wort herzlichen Grußes und ausrichtiger Ermutigung. Ich erwarte, daß das Werk mit seinen mehr als 700 000 Mitgliedern s i ch geschlossen zum Einsatz für die große volksmissionarische Ausgabe bereit stellt, wie das seine Führerschaft mir bereits gelobt hat. Jeder, der hier aus der Reihe bricht oder eigenmächtige Wege geht, erschwert die Durchführung der ungeheuren Ausgaben, die uns die Verkündigung des Evangeliums im Dritten Reiche stellt." Aus aller Welt. Aus dem Arbeitsbefchaffungsprogramm der Reichsbahn. Die leistungsfähigste bisher erbaute Güter- zualokomotive der Reichsbahn, eine elektrische AEG.-Lokomotive der Bauart Eoco, wurde in der AEG.-Lokomotiofabrik Henningsdorf eingeweiht. Ihre Entstehung verdankt sie, wie ihr geistiger Vater Baurat K l e i n o w ausführte, dem großzügigen Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsbahn, die die neue Lokomotive auf der Strecke Stuttgart—Ulm einsetzen wird. Bei einem Gewicht von 120 Tonnen kann diese Lokomotive, deren sechs Treibachsen durch je einen Tatzenlagermotor angetrieben werden, auf einer Steigung von 1:100 einen Güterzug von 1600 Tonnen mit einer Geschwindigkeit von 65 Kilometern in der Stunde befördern Amundscns Flugzeug „Latham" gesunden? „Dagens Nyheter" erfährt aus Oslo: In Tromsö find Gerüchte im Umlauf, daß Fischer, die von der Bäreninsel eingetroffen sind, Wrackstücke von Roald Amundsens Flugzeug „Latham" ins Netz bekommen hätten. Der französische Konsul in Tromsö hat sich mit den Fischern in Verbindung gesetzt, die nach ihren Heimatorten- zurückgekehrt sind. Man wird Nachforschungen über die Richtigkeit der Erzählungen einleiten. Die Fischer sollen verschiedene Teile des Flugzeuges so weit über Wasser gehabt haben, daß sie den ganz bestimmten Eindruck hatten, Teile eines verunglückten Flugzeuges vor sich zu haben. Ein anderes Flugzeug aber als das Amundsens ist, soviel man weiß, in der Nähe der Bäreninsel nicht verunglückt. Amundsen war, wie erinnerlich, seinerzeit zur Hilfeleistung der verunglückten Nobile-Flugschiffbesatzung aufgebrochen. Die schwer belastete Maschine verunglückte unterwegs. — Die norwegischen Behörden interessieren sich lebhaft für die Entdeckung. Zwei Alpinisten tödlich abgestürzt. Der Schweizer Bergführer F. Lochmatter aus St. Riklaus ist nach einer Meldung aus Zermatt mit einem amerikanischen Touristen vom 4512 Meter hohen Weißhorn beim Abseiten etwa 403 Meter tief abgestürzt. Eine Führerkolonne ist unterwegs, um die Leichen der Verunglückten zu bergen Zirkuspferde in einem brennenden Waggon. Der Zirkus Dusch, der in den letzten Tagen in Pasewalk gastierte, hat "beim Verladen seiner Tiere einen beträchtlichen Schaden erlitten. In einem Waggon, in dem sich neun wertvolle Dressurpferde befanden, brach plötzlich ein Brand aus. durch den die Pferde Brandwunden erlitten. Drei Pferde wurden so schwer verletzt, daß mit dem Eingehen der Tiere gerechnet werden muß. Der Schaden beträgt an- gebl'ch 40- bis 50 000 Mk Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt Große Brände in Frankreich. Aus der Hocyeoene von Montrieux m dec Rühe von Toulons ist ein W a l d b r a n d ausgebrochen. der an Ausdehnung angeblich alle bisher in Frankreich beobachteten Waldbrände übertrifft und eines der schönsten Waldgebiete Frankreichs zu vernichten droht. Trotz des Einsatzes größerer Militärabteilungen ist es nicht gelungen, „ den Brand zum Stillstand zu bringen. Das Gasthaus von Montrieux, ein uraltes, sehr bekanntes Hotel, sowie das berühmte Kloster von Chartreux, drohen ein Raub der Flammen zu werden. Es wurden Vorkehrungen getroffen, um im Rotfall die ganze Gegend zu räumen. Nach einer Haoasmeldung brach auf dem Feld des Weilers Ave Maria im Departement Pas de Calais an einer Stelle, wo die Engländer im Weltkriege ein Munitionslager angelegt hatten, ein Brand aus. Das Feuer vernichtete eine Anzahl Hafergarben und frißt sich am Erdboden weiter fort. Nach Angaben des Eigentümers der Felder soll das Munitionslager noch eine größere Anzahl Granaten, Schrappnells und Torpedos enthalten. Unter diesen Umständen wurde eine Artillerieabteilung benachrichtigt. Es werden Gräben ausgeworfen, um dem Feuer Einhalt zu tun. Noch Aussagen eines Sachverständigen soll sich allerdings an der Brandstelle kein Munitionslager befinden, das eine " für die Bevölkerung in der Nachbarschaft gefährliche Explosion verursachen könnte. Es handele sich nur um dort lagernde ßeud)trafeten und Gasbomben. Brandstifter am werk. — Sieben Anwesen eingeäschert. Das im Birkenfelder Land bei Türkismühle gelegene, etwa 600 Seelen umfassende Dorf Neunkirchen, war in den letzten Tagen von einem G roß - f e u e r heimgesucht worden, dem fünf große landwirtschaftliche Anwesen zum Opfer fielen. In einer der letzten Nächte wurde nun der Ort wieder von einem Brand heimgesucht, dem zwei große landwirtschaftliche Anwesen zum Opfer fielen. Auch diesmal konnte so gut wie nichts gerettet werden. Der Sachschaden dürfte insgesamt über 300 000 Mark betragen. Die amtlichen Kreise teilen die Ansicht, daß unbedingt Brand st iftung vorliegen muß. Für diese Annahme spricht die Tatsache, daß beim Ausbruch beider Brände explosionsartige Geräusche wahrgenommen wurden. Es ist bereits eine Reihe von Festnahmen erfolgt. Ein großer Sicherheitsdienst ist eingerichtet worden. 24 Gehöfte in Polen eingeäschert. In einer polnischen Ortschaft unweit Prasnitz brach ein Großfeuer aus, das 24 Gehöfte mit allen Gebäuden, sowie dem lebenden und toten Inventar e i n ä s ch e r t e. Die Löscharbeiten waren durch Wassermangel sehr erschwert. Wie die polizeilichen Ermittlungen ergeben haben, ist das Feuer von Kindern angelegt worden, die mit Zündhölzchen spielten. Der Sachschaden ist erheblich und durch Versicherung nicht gedeckt. Beim welken vom Blitz getötet. J.l Nagboel bei Lunderskov (Nordschleswig) wurde die beim Melken von Kühen beschäftigte Bauersfrau Kroll mit sämtlichen elf Kühen vom Blitz getötet. Die Kühe waren an ein'em Drahtzaun fest- gebunden, an dem der Blitz entlanggelaufen war Unter Konservendosen verschüttet. In der Konservenfabrik von Zinner in Potsdam ereignete sich ein schwerer Betriebsunfall. Drei Frauen waren im Lagerraum damit beschäftigt, Konservenbüchsen, die bis zu fünf Meter hoch aufgestapelt waren, zu verpacken. Dabei kam der Etat ins Rutschen und Tausende von Konservenbüchsen, von denen jede einzelne ein Gewicht von 3 Pfund hat, begrubendieArbeiterinnen unter s i ch. Während zwei der Frauen bald geborgen werden konnten, lag die dritte so tief unter dem zusammengestürzten Stapel, daß die herbei- gerufene Feuerwehr erst von einem Nebenraum aus eine Bretterwand durchbrechen mußte, um die Verunglückte bergen zu können. Alle drei Arbeiterinnen wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. iunft unö Wissenschaft. 8300 Festspielbesucher in Bayreuth. Die amtlichen Fremdenlisten in Bayreuth Meisen bisher 83 00 Festspielbesucher auf, davon 1650 Ausländer, also nicht ganz 20 Prozent aller Gäste Don den Ausländern sind über 300 Amerikaner, mehr als 200 Engländer, 200 Schweizer, 200 Tschechen, 150 Franzosen, 125 Holländer, 90 Italiener, 60 Oesterreicher, 30 Delgier und je 20 Dänen und Rorweger. Unter den De- suchern ist die Fürstin Sophie von Alba- n i e n, die Gräfinnen von Zech, v. Warte n s l e b e n und v. G e tz 1 e r, der deutsche Schriftsteller Hans v. Z o b e l t i h und der französische Graf von Pourtales, der Oberpräsident Staatsrat von Half.ern, der preußische Landrat v. Lossow, mehrere Diplomaten des Ans.arides, verschiedene Reichstags- und Landtagsabgeordnete und zahlreiche führende Persönlichkeiten der RSDAP. Bestätigung und Berufung von Intendanten. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, wurde der bisherige Intendant Berg- E h 1 e r t in Wiesbaden als Generalintendant in Breslau bestätigt. Zum Intendanten des Ras- säuischen Landestheaters in Wiesbaden wurde Karl v. S ch i r a ch, Weimar, berufen. Dem für Breslau vorgesehenen Intendanten Maisch wird eine besondere Ausgabe zugewiesen werden. Ehrenvolle Berufung eines deutschen Architekten. Professor Dr. h. c. Schulhe-Raumburg, M. d. R., Direktor der Kunsthochschule in Weimar, der große deutsche Baukünstler und bekannte Vorkämpfer des nationalsozialistischen Kulturprogramms, weilt augenblicklich in Bled (früher Velber in Jugoslawien), wo er vom König in persönlicher Audienz empfangen wird. Wie wir hören, wurde Professor Schultze-Raumburg nach Jugoslawien zur Beratung über ein wichtiges Bauprogramm berufen. Die ehrenvolle Berufung dieses führenden deutschen Architekten beweist, welche Wertschätzung sein Wirken und damit die deutsche Baukunst im Ausland genießt. Deutsche Gesellschaft für Gartenkultur. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter von Gar- tenbauDereinigungen aus dem ganzen Reich wurde in Erfurt die „Deutsche Gesellschaft für Gartenkultur e. V." gegründet, nachdem der berufsständische Reichsführer B ü 11 n e r-Frankfurt (Oder), Prof. Dr. Eber t-Berlin und Gartenarchitekt G. Ä l l i n g e r-Berlin den Zweck und die Aufgaben der Gesellschaft im neuen Staat aufklärend und rückblickend erläutert hatten. Nicht einbezogen werden Vereinigungen, die rein berufsständische, also wirtschafts- und finanzpolitische Aufgaben zu erfüllen haben. Die neue Gesellschaft gehört korporativ dem Kampfbund für deutsche Kultur an. Zu den Aufgaben der Gesellschaft, die aus drei Säulen (Gartenkunst, Liebhaber und Wissenschaft) besteht, gehörte die Förderung gartenkünstlerischen Schaffens sowie die Bestrebungen zum Schutze und zur vorbildlichen Gestaltung des Heimat-, Stadt- und Landschaftsbildes. Kleine politische Nachrichten. Reichskanzler Adolf Hitler hat an den italienischen Luftmarschall Exzellenz B a l b o nachstehendes Telegramm gerichtet: „Zur erfolgreichen Vollendung Ihres kühnen Transozeanfluges spreche ich Ihnen meine herzlichen Glückwünsche aus. Zugleich beglückwünsche ich Sie aufrichtig zu Ihrer Ernennung zum Marschall der Lüfte. Reichskanzler Adolf H i 11 e r." Reichsminister Dr. Goebbels hat den kulturpolitischen Schriftleiter des „Völkischen Beobachters" Dr. Reiner Schlösser zum Reichs- dramaturgen im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda ernannt. Reichsobmann Weinberg hat angeordnet, daß alle öffentlich-rechtlichen und alle freien Organisationen, Verbände und Vereinigungen der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, des Garten-, Ob st-, Gemüse- und Weinbaues und der Tierzucht irgendwelche organisatorischen, personellen oder finanziellen Maßnahmen, die den Aufbau des Standes der deutschen Landwirtschaft berühren oder berühren können, nur treffen dürfen, nachdem sie die ausdrückliche Zustimmung des Reichsobmannes vorher eingeholt haben. Das gleiche gilt für jede Beteiligung an solchen Maßnahmen. * Die Stadtverwaltung Saarbrücken wollte den städtischen Beamten das Septembergehalt bereits am 26. August auszahlen, um ihnen die Teilnahme an der Saarkundgebung am Riederwalddenkmal zu ermöglichen. Die Regierungskommission hat dies aber verboten. * Am Donnerstag wurde in dem Kurort Tschepino auf den ehemaligen bulgarischen Ministerpräsidenten, Professor Zankoff, ein Bombenanschlag verübt. Auf offener Straße schleuderte ein Unbekannter gegen Zankoff zwei Eierhandgranaten, die einen Leibwächter verletzten. Zankoff selbst blieb unverletzt. Der Attentäter entkam. Man vermutet aber, daß Kommunisten die Hand im Spiele haben. Ludwig WüNner. 3um 15. Geburtstage des Dortragsmeisters. Von Paul Wittko Ludwig Wüllners, dieses großen Künstlermenschen Leben, war bis ins reife Mannesalter ein Suchen feiner selbst. Sohn eines hervorragenden Musikers, des Tondichters und Meisterdirigenten Franz Wüllner, kam er in Münster i. W., der Heimatstadt feines Vaters, zur Welt, besuchte Gymnasium und Universität München, dann die Universitäten Berlin und Straßburg, wo er Germanistik studierte, promovierte 1882 zum Dr. phil. und wirkte von 1884 bis 1887 als Privatdozent für Germanistik an der damaligen Akademie feiner Ge- buctsstadt. Doch trieb es ihn mit Macht zur Musik, zum Theater, zu den Künsten. Nach Vollendung seines 30. Lebensjahres und einer, wie die Univerfität Frankfurt ihm zu [einem goldenen Doktorjubiläum bestätigte, „glänzenden und noch heute gültigen Arbeit auf dem Gebiete der althochdeutschen Glosso- graphie" bezog er das Kölner Konservatorium, das damals sein Vater mit großem Erfolge leitete. Schon im nächsten Jahre, 1888, wurde der Schüler des Konservatoriums Lehrer an dieser berühmten Anstalt. Im Jahre darauf bereits wurde der bisherige Lehrer der Vortragskunst an das Meininger Hoftheater verpflichtet, an dem er sechs Jahre in der Zeit von dessen höchster Blüte wirkte. Er spielle alle die großen Rollen: Hamlet, Lear, Macbeth, Othello, Shylock, Faust, Egmont, Nathan, Wallenstein, Talbot, Richter von Zalamea, Erbförster. Und er errang, später auch am Deutschen Theater in Berlin und an der Wiener Burg bedeutende Erfolge als ein durch eigenwüchsige Auffassung erschütternder Bühnendarsteller. Doch so wenig ihn die akademische Laufbahn befriedigt hatte, so wenig beglückte ihn das Bühnenleben. Er fühlte andere Pflichten gegen sich selbst wie gegen die Menschheit. Er wurde selbst der Rattenfänger des Wolf-Goetheschen Liedes, das er besonders gern fang, „der wohlbekannte, vielgewandte Sänger", der allenthalben Hunderts von Hörern zu 1 einen Abenden lockte. Was die Ohren bestach, war lebung der Kehle, was zu Herzen sprach, das kam aus dem Herzen. Seine Kehle besaß ursprünglich nicht die geringste Wohllautfülle. Seine sehr spröde Sitmme hatte weder Höhe noch Tiefe und war nur in der mittleren Lage leuchtkräftig. Er war ein großer Sänger ohne Stimme, wie man ihn in Amerika nannte. Sänger nannten ihn bewundernd einen meisterlichen Schauspieler, und Schauspieler einen meisterlichen Sänger. Aber bezaubert war jeder, allein von der Wucht und Größe seiner Auffassung, von der bezwingenden Eindringlichkeit seines Vortrages, die an schauspielerische Zugespitzt- heit grenzte und doch einzig aus dem tiefen Born der künstlerischen Wahrheit, aus dem lauteren Quell menschlichen Fühlens schöpfte Gleichsam in einen Zustand, der Verzückung sich versetzend, drang er in das Innerste des Liedes, gestaltete es für seinen I ■ ■ .V / I Gesangsovrtrag aus, schmückte es auf, übertrieb und entstellte es, hörte aber nie auf, trotzdem künstlerisch in hohem Grade zu fesseln. Maß zu halten war feine Sache nicht. Bei seinem überstarken Temperament kam fast jeder seiner Vorträge einer seelischen Entladung gleich. Immer noch hatte er, um ein Schleiermachersches Wort zu gebrauchen, sein „ewiges Selbst", den Kern seines Künstlertums, nicht erreicht. Erft als er sich nahezu ausschließlich zur Sprechkunst des Vortragsmeisters hingefunden hatte, gelangte er endgültig in den Kreis der Auserwählten. Nun erst konnten feine letzten Tiefen aufbrechen, nun erst war er eine ethische Künstlerpersönlichkeit bei treuester Selbstbewahrung. Wüllner hat sich für feinen rezitatorischen Vortrag einen eigenen künstlerischen Stil geschaffen. Er läßt alle seine hervorragenden mimischen Künste spielen und bewahrt zugleich alle Innerlichkeit des Einzelvortrags. Er wagt in der Darstellung, Dar- lebung aller Gefühlsseiten das Aeußerste in Ton und Gebärde. Während er — [eine seltsame Angewöhnung — ein Blatt Papier oder ein Tuch in der Rechten heftig preßt, wächst [eine Kunst, der das Dramatische längst zur Natur geworden ist, gewaltig hinaus über die Grenzen der epischen oder philosophischen ober balladesken Lyrik ins Seherische, schafft er plastisch dem Hörer kühne, groß geartete Phantasiegemälde. Er ist nicht Deklamator, noch viel weniger Erzähler, er lebt und schaut die stets frei aus dem Gedächtnis oorgetragenen Poesien in leidenschaftlicher Erregtheit. In der bildhaften Be- und Vertonung des über das gewöhnliche Maß sich Erhebenden ist seine Vortragsart von überwältigender Wirkung. Seine seelische und künstlerische Einfühlungskraft ist so ungemein, daß er, der eigentlich die (ein wenig weicher geformten) scharf gefurchten, grüblerischen Züge Beethovens trägt, bald die erhabene Majestät des Weimarer Olympiers, bald das Antlitz eines Dichters ober Denkers der Antike zu besitzen scheint. Schnell wechselt sein Mienenspiel und immer wieder sammelt er sich, um sein unermüdbares Jprgan zum Orkan anschwellen zu lassen. Dieser Baritonsprecher, der als Sänger ein Tenor war, streift bei melodramatischen Vorträgen den Gesang, geht in ihm für einen Augenblick über. Bezaubernde Kraft, priesterlicher Ernst, dem aus dunkeln Quellen der Antrieb zu überwallender Wildheit zufließt, das ist der Eindruck, den man von diesem Meister im Dortragssaale mit sich nimmt — auch heute noch! Wüllner besitzt noch immer eine physische und psychische Spannkraft, so daß er an seinem 75. Geburtstag mit dem freudig-stolzen Gefühl herzlichen Anerkanntfeins seines Lebens Abend entgegensehen kann. Zeitschriften. — Erst kürzlich hat wieder auf dem Kolonialkriegertag in Leipzig der Kolonialgedanke ein machtvolles Bekenntnis gefunden. Es wird sich auch auf die Dauer der gegenwärtige Zustand nicht aufrechterhalten lassen, eines Tages wird man auch dem Deutschen wieder das Recht zur Kolonialarbeit einräumen. Die Leipziger „2Hust r i r t e Zeitung" bringt in diesem Zusammenhang einen interessanten historischen Rückblick „Aus der Frühzeit von Deutsch-Südwest - Afrika" von Violet Vogelsang, dem zahlreiche ausgezeichnete Bilder beigegeben sind. Lieber Schloß Ebersdorf und die Arbeit an der Deutschen Musitbühne plaudert Heinrich XIV. Erbprinz Reuh. Auch dieser Bericht ist gut illustriert. Außerdem enthält das Heft einen Beitrag über die Schlacht an der Kahbach und einen Bildbericht aus einem westdeutschen Arbeitslager. ,/Oie Tänzerin von Sanssouci.^ Es war wohl nur ein Zufall, daß dieser Film am Todestage des großen Königs bei uns zuerst erschien: der letzte vorerst in der Reihe der Fridericus- Filme. Die Produktion hat sich des historischen Stoffs schon früh bemächtigt, aber er scheint unerschöpflich und jedenfalls immer aufs neue seine Anziehungskraft zu beweisen. Zwar gibt es diesmal nur eine historische Episode, die schon früher als Teilmotiv in die heroische Szenerie eingefügt worden war. Die kleine, galante und etwas intrigante Geschichte der Barberina Campanini am preußischen Hofe, die Friedrich wider ihren Willen für seine Oper verpflichtet hat. Die im Grundton ganz lustspielmäßige Fabel würde an sich für einen so groß angelegten Film nicht ausgereicht haben; man half sich mit der Einbeziehung anderer, ebenfalls schon bekannter und bewährter Motive, die dem Rokoko-Idyll den ernsteren Hintergrund geben: die schillernde Figur des großen Abenteurers Cagliostro tritt auf, von ihm spinnen sich die Fäden zu den Oesterreichern hinüber, zum Kriegsschauplatz und zu der denkwürdigen Episode im Schloß zu Lissa. Doch werden die befeuernben Klänge bes Parademarsches ber langen Kerls (aus den älteren Fridericus-Filmen bekannt) übertönt von ber entzückenben Melodie der berühm- ten Flotenferenade. Marc Roland schuf die Musik, nach zeitgenössischen Vorbildern; allerdings hat man (leider) auch ganz moderne Motive verwendet, wodurch bas große Antritts-Ballett einen etwas revuemäßigen Charakter erhält, ber dem historischen Gegenstände kaum angemessen erscheint. Friedrich Zelnik führt bie Regie: mit aphoristischem Szenenwechsel, mit pompöser Ausstattung und reichen Mitteln an Kostüm und Dekoration. Den König spielt natürlich wieder Otto Gebühr: in ausgezeichneter Maske und Haltung, mit kavaliermäßiger Würde, vornehm, gelassen und überlegen. Lil D a - g o d e r als Barberina, sehr apart und kokett im verführerischen Rokoko-Kostüm; im Tänzerischen auf ein paar routinierte Andeutungen beschränkt. Den Geheimrat Cocceji, in den sich die Campanini heftig verliebt, gibt Hans Stüwe; ein paar hübsch abgerundete Chargen: die Valetti als Barberinas Mutter; Otto als Cagliostro; Brausewe11er als Geheimschreiber; Dr. Manning als Johann Sebastian Bach. (Das Bach-Konzert ist übrigens rein bildmäßig eine ber besten Szenen bes Films.) — Im Beiprogramm bringt das Lichtspielhaus u. a. Aufnahmen von ber Hunbertjahrfeier ber 116er auf bem Trieb, eine Bilberfolge, bie ge- rabe in diesen Tagen allgemeines Interesse in Gießen beanspruchen darf. Aus der Provinziathaupistadl Geschichten aus aller Welt Industrie- und Handelskammer Gießen berg am Dienstag ihre erste Vollversammlung ab. Der Vorsitzende der Hammer, HerrKaufmannFriedrichvon der Emde, begrüßte die vorn Ministerium neuernannten Mitglieder und führte sie in ihr Amt ein. In feinen Ausführungen hob der Vorsitzende hervor, daß es mit Hauptaufgabe der Hammer fei, nicht Einzelinter- essen zu verfolgen, sondern der volkswirtschaftlichen Gesundheit zunächst im heimatlichen Umkreis, darüber hinaus dem ganzen Reich als der Grundlage der politischen, kulturellen und sozialen Organisation der Nation, zu dienen. Dem guten kaufmännischen (Seift, den wir von der Wirtschaft verlangen, werde in der Hammer selbst restlos Geltung verschafft, und somit auch hier an dem Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" festgehalten werden. Anschließend an seine Ausführungen nahm der Vollversammlung der Muflrie- und Handelskammer Friedberg. In ihrem mit den Fahnen der nationalen Erhebung und mit von frischem Grün umkränzten Bildern unserer führenden Männer geschmückten Sitzungssaal hielt die neukonstituierte In- dustrie- und Handelskammer 5rieb- ^bbels hoi beti kulim- des „Mkjschen Cbcob- hlösser zum Reichs- Deichsministerium für copaganda ernannt. berg hat angeorbnet, daß und alle freien Organija» Bereinigungen der Landwirtschaft, der (Barle: und Weinbaues, irgendwelche organifalori- mnziellen Maßnahmen, die an des der deutschen -ühren oder berühren fön- nachdem sie die ausdrüst- s Reichsobmannes vorder iche gilt für jebe Leteili- nen. ie in dem Kurort Ifdjepino lqarischen Minisleipräsiden- o f f, ein Bombenan- euer Straße schleuderle em [off zwei Eierhandgranaten, verletzten. Zankoss stobst )er Attentäter enttarn. Man Mmunisten die Hand im 5aatbt\kk Heften der OT. Tv. Lang-Göns 1 — Tv. Lützellinden I 9:12. Ain vergangenen Sonntag standen sich beide Mannschaften in einem Freunschaftssp el auf dem neuerrichleten Sportplatz des Tv. Lang-Göns gegenüber. Spielverlauf: Die Platzbesitzer können in Führung gehen, doch gleichen die Gäste bald aus und liegen bei leichter Feldüberlegenheit bis zur Pause mit zwei Toren in Führung. Aach der Pause wird der schnelle Kampf unvermindert Wei- tergesührt, und es gelingt auch den Platzbesit- zern, wieder aufzurücken, doch war. als ein Spieler der Einheimischen ausschied, die Niederlage besiegelt. Das Spiel wurde etwas hart, wenn auch in den Grenzen des Erlaubten durchgeführt. Das deutsche Aufgebot gegen die Schweiz. Der Sportausschuß der DSB- hat nunmehr die deutsche Vertretung zum Leichtathletik- Länderkampf gegen d i e S 6) w e i z am 27. August in Basel wie folgt ausgestellt: 10 0 Bieter: Mährlein, Kurz; 200 Meter: Kurz, Single: 4 0 0 Meter: Mehner, Nehb: 800 Meter: Paul, Dessecker: 1 5 0 0 Meter: Schilgen, Stadler: 5000 Meter: Helber l., Bertsch: 110 Meter Hürden: Welscher, Huber: Hochsprung: Flister, Brodbeck: Weitsprung: Huber, Bäumle; Stabhochsprung: Müller, Waibel: Kugelst osten: Berg, Lampert: Speerwerfen: Barth, Huber: Diskuswerfen: Berg, Lampert: 4x10 0 Meter: Mährlein, Welcher, Kurz, Bäumle: 4x4 0 0 Meter. Mehner, Nehb, Paul, Single. Tilden schlug v. Cranim. 3n Berlin standen sich am Donnerstagnachmittag der amerikanische Tennisprofi Big BillTil- den und der deutsche Meister G. v. Gramm gegenüber. Beide Spieler zeigten ausgezeichnetes Können und boten den 6000 Zuschauern wundervolles Tennis. Sieger wurde erwartungsgemäß Tilden mit 6:4, 6:3, 6:3. Kurze Sportnotizen. Bei der Weltmeisterschafts-Revanche der Berufsflieger am Mittwochabend in Köln konnte Albert Richter den „Großen Flieger-Preis von Deutschland" überlegen gewinnen. Im Endlauf schlug er den Franzosen Görardin mit % Längen. Weltmeister Scherens und Michard waren schon in den Zwischen- bzw. Vorläufen ausgeschaltet worden. Eine neue Großtat im Segelfliegen vollbrachte der mitteldeutsche Segelflugmeister R. Oeltzschner (Merseburg), der mit seinem Flugzeug „B Merseburg" vom Typ „Professor" sich durch ein Motorflugzeug 650 Meter hoch schleppen ließ^ und dann über 120 Kilometer bis nach Halberstadt segelte. Meder HochSelrieb der Möli-Ängßieger. Fliegerlager Wasser kuppe, 17. Aug. (W2N.) Der heutige Donnerstag begann zunächst mit der berüchtigten „Waschküchenstimmung": Nebel, Regen und Wollen waren vorherrschend. Dann setzte sich die Sonne durch, und es dauerte nicht lange, bis der Start eröffnet werden tonnte. Frühzeitig setzte ein lebhaftes Flugtreiben ein, das zeitweise 15 bis 16 Maschinen in groher höhe über dem Westhang sah. Auch heute wurde wieder eine ganze Reihe von Dauerflügen von mehreren Stunden ausgeführt, so u. a. von Fischer auf „Marabu" über 5 Stunden, von Richter auf „Pommernland" über ebenfalls 5 Stunden, die teilweise erzielten großen Höhen konnten bisher noch nicht ausgewertet werden. Von großem Pech war die 'Akademische Fliegergruppe Darm- ft a b t verfolgt, die bisher mit ihrem „Windspiel" im Dauer als auch im Höhenflug an der Spitze lag. Bei einer Landung, die Fischer vornehmen mußte, wurde er durch das herumstehende Publikum gezwungen, auf einem ungünstigen Platze zu landen. Sein Flugzeug geriet gegen einen Stein, der die Numpfspitze so stark beschädigte, daß eine Reparatur während des Wettbewerbs kaum noch möglich sein dürste Es ist bedauerlich, daß die Akaflieg Darmstadt, die bisher ausgezeichnete Leistungen vollbracht hatte und mit diesem neuartigen Flugzeug ihre Bedeutung abermals unter Beweis stellte, hierdurch auch in diesem Wettbewerb des ehrlich verdienten Lohnes verlustig geht. Großartig waren auch heute wieder die Leistungen der Jungflieger. Die Sportleitung hatte einen Tagespreis für die größte Fliegstrecte (mindestens 2Ö Kilometer) ausgeschrieben, ihn den ein lebhafter Wettbewerb einsetzte. Nach längerem Segelflug am Westhang, um die erforderliche Höhe zu erreichen, ging ein Flugzeug nach dem anderen auf Strecke. Allerdings waren heute die Berhältnisse so, daß nur Hangaufwind ausgenuht werden konnte, so daß auch die Leistungen im Vergleich zu den heute üblichen verhältnismäßig gering sind. Auf jeden Fall ist aber als sehr wesentlich hervorzuheben, daß viele der jungen Flieger erstmalig auf Strecke gegangen sind und dabei ausgezeichnete Leistungen vollbracht haben. Landungsmeldungen liegen u. a. vor: von 5t re del auf „Thermikus" etwa 50 Kilometer gelandet bei Bischofsrod, von 511 e ch auf „Darmstadt" etwa 45 Kilometer gelandet bei Salzungen, von Bau r auf „Fledermaus" etwa 40 Kilometer gelandet bei Heiligenroda, von Hemmer auf „Stormarn" etwa 30, D o n Cß a n » dicken auf „Niederrhein" etwa 30 Kilometer, und Pernthaler auf „Askania" etwa 20 Kilometer. Die 11 hinter uns liegenden Wcttbewerbstage ergeben ungefähr folgendes Bild: Fernsegelflugpreis: H i r t h und N i c ö e'l ; Höhenpreis: noch nicht ausgeflogen: Fernzielflugpreis: Dittmar und N i e d c l : Preis für die größte Gesamtflug- dauer: Fischer auf „Windspiel" etwa 16 Stunden, Richter auf „Pommernland" etwa 15 Stunden, und 511 e ch auf „Darmstadt" etwa 13 Stunden: Preis für die größte Gesamthöhe: Vandieken auf „Niederrhein" 3000 Meter, Fischer auf Windspiel 2500 Meter, und Philipp auf „Marabu" etwa 1900 Meter. Die SiarLverlosnng der XIII. HerbstregatLa in Gießen. Die vom Verein Rudersport Gießen 1913 und Akademischer Ruderabteilung vorbereitete 13. Herbstregatta des Lahnregattaverbandes am Sonntag, 27. August, zu Gießen, brachte bei der Startverlosung folgendes Ergebnis: Rennen 1. Lahn-Jung in ann-Vierer: 1. Gießener Rudergesellschaft 1877. 2. Verein Rudersport Gießen 1913. Rennen 2. Zweiter Vierer: 1. Frankfurter Rudergesellschast Oberrad. 2. Limburger Ruderverein 1895. 3. Wetzlarer Ruderclub von 1880 4. Verein Rudersport Gießen 1913. 5. Stuf Essen. 6. Rudercmb Saar Saarbrücken. Rennen 3. Jugend-Gig vierer: 1. Wetzlarer Ruderclub v. 1880. 2. Gießener Rudergesellschaft 1877. 3. Offenbacher Rudergesellschaft Undine. Rennen 4. E r st e r Lahn vierer: 1. Limburger Nuderclub 1907. 2. Gießener Rudergesellschast 1877. Rennen 5. Jun g'ck ann - Einer : 1. Binger Nudergesellschaft Bingen. 2. Nudergesellschaft Lahnstein. 3. Etuf Essen. 4. Verein Rudersport Gießen 1913. 5. Wetzlarer Ruderclub 1880, Boot 1. 6. Ruder- verein Mainz-Kostheim-Gustavsburg. 7. Wetzlarer Ruderclub 1880, Boot 2. 8. Gießener Ruderclub Hassia. 9. Nuderverein Rüsselsheim. Nennen 6. Jungmann-Achter: 1. Gießener Ruderclub Hassia. 2. Saarbrücker Nudergesellschaft Undine. 3. Offenbacher Rudergesellschaft Undine. 4. Nuderverein Rüsselsheim. Neunen 7. Herbst-Vierer: 1. Nuderverein Rüsselsheim. 2. Frankfurter Nudergesellschaft Germania. 3. Etuf Essen. 4. Verein Rudersport Gießen 1913. 5. Limburger Nuderverein 1895. 6. Mainzer Nuderverein. Nennen 8. Junior-Vierer: 1. Rudergesellschaft Wiesbaden-Biebrich. 2. Ruderclub Saar-Saarbrücken. 3. Verein Rudersport Gießen 1913. 4. Gießener Rudergesellschaft 1877. Rennen 9. Herb st-Einer: 1. Etuf Essen. 2. Offenbacher Nuderverein 1874. 3. Gießener Rudergesellschast 1877. 4. Bingener Nudergesellschaft. 5. Nuderverein Rüsselsheim. Rennen 10. Vierer-Kurz st recken-Ren- neu: 1. Verein Rudersport Gießen 1913. 2. Wetzlarer Ruderclüb 1880. 3. Limburger Ruderclub 1907. 4. Frankfurter Rudergesellschast Oberrod. 5. Nuderclub Saar-Saarbrücken. Rennen 11. Herb st-Achter: 1. Mainzer Ruderverein. 2. Nuderverein Rüsselsheim. 3. Frankfurter Rudergesellschast Germania. Rennen 12. Anfänger-Vierer: 1. Ruderclub Saar-Saarbrücken. 2. Limburger Rudergesellschaft 1920. 3. Saarbrücker Rudergesellschaft Undine. 4. Nuderverein Rüsselsheim. Rennen 13. Lahn-Achter: 1. Gießener Rudergesellschaft 1877. 2. Verein Rudersport Gießen 1913. 3. Limburger Nuderclub 1907. Nennen 14. Lahn-Einer: 1. Nudergesellschaft Lahnstcin. 2. Gießener Nudergesellschaft 1877. Rennen 15. Jungmann-Vierer: 1. Ruderclub Saar-Saarbrücken. 2. Verein Rudersport Gießen 1913. 3. Rudergesellschast Wiesbaden-Biebrich. Rennen 16. Ermunterungs-Vierer: 1. Limburger Rudergesellschaft 1920. 2. Ruderclub Saar-Saarbrücken. 3. Limburger Ruderverein 1895. 4. Frankfurter Rudergesellschast Oberrad. 5. Rudergesellschaft Wiesbaden-Biebrich. 6. Verein Rudersport Gießen 1913, Boot 1. 7. Verein Rudersport Gießen 1913, Boot 2. Rennen 17. Großer Achter: 1. Limburger Ruderclub 1907. 2. Verein Rudersport Gießen 1913. Wirtschaft. Zunahme des Automobilabsahes in Deutschland. In Deutschland wurden, noch dem Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung, im ersten Halbjahr 1933 um 76 Prozent mehr fabrikneue Personenkraftwagen und um 50 Prozent mehr Lastkraftwagen zugelassen, als im Vorjahre. Von den Ländern, über die Zohlen oorliegen, hotte bei den Personenkraftwagen nur Italien eine noch größere Zunahme zu verzeichnen. Der Absatz von Lastkraftwagen ist dagegen in Deutschland stärker, als in ollen anderen Ländern gestiegen. Im Ganzen ist festzustellen, daß der Autoobsotz in der Welt erst verhältnismäßig wenig zugenommen Hot. Lediglich in Deutschland und in Italien, also in Ländern, in denen die Motorisierung nicht ausschließlich der privaten Initiative überlassen, sondern auch durch den Staat gefördert wird, konnte sich eine rasche Zunahme durchsetzen. In Deutschland hat sich seit April, d. h. seitdem die Pauschalsteuer für neue Personenkraftwagen aufgehoben ist, nicht nur die Nachfrage im ganzen erhöht, sondern auch verstärkt dem Markt neuer Wagen zuaewendet. Der Absatz fabrikneuer Personenkraftwagen stieg im Durchschnitt der Monate Januar bis Juni d. I. gegenüber dem Vorjahre um mehr als 1 5000 Einheiten. Gleichzeitig gingen die Zulassungen gebrauchter Personenkraftwagen um mehr als 9000 Einheiten zurück. Auch im Lastkraftwagengeschäft ist eine ähnliche Wandlung der Nachfrage zu beobachten. Der starke Anstieg des Kraftwogenobsatzes in Deutschland und eine leichte Zunahme der Ausfuhr ermöglichten es der Kraftfahrzeugindustrie, Produktion und Beschäftigung beträchtlich zu erhöhen. Die Zahl der in den Straft» wagenfobriken Beschäftigten hat sich seit Ende 1932 wahrscheinlich verdoppelt. Auch im Kraftwagenhon- del ist die Bereinigung fortgeschritten. Zwischen Industrie und Handel sind nunmehr wieder Verhandlungen in Gong gekommen, um die Auswüchse der Konkurrenz, vor ollem unter der Händlerschaft, zu beseitigen. Es sollen Festpreise und vor ollem auch Richtpreise für die Inzahlungnahme gebrauchter Fahrzeuge festgesetzt werden. * Hoesch-Köln-Neuessen, 21®. für Bergbau und Huttenbetrieb, Dortmund. Auf den Anlagen des früheren Köln- Neuessener Bergwertsvereins werden zur Zeit rund 7200 Arbeiter und 430 Beamte und Angestellte beschäftigt. Die Absatzverhältnisse des Unternehmens bewegen sich seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres im Nahmen der 2111- gemeinbefchäftigung der Montanindustrie. Seit 2lpril hat eine merkliche Geschäftsbelebung eingesetzt. Im Zusammenhang mit dem politischen 5lmschwung kann man sowohl in der Kohle, wie im Eisen auf eine weitere Besserung rechnen, die sich auch in den finanziellen Ergebnissen der letzten OHonate deutlich gezeigt hat. * Arbeitsbefchäffungsouftrag der Kathreiner Molzkaffee-Fabrik. Zur Unterstützung des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit hat die Firma Kathreiner, Berlin—München, bc> schlossen, den erst in dem nächsten Jahre vorgesehenen Bau eines Getreidesilos für ihre Karlsruher Malzkaffeefabrik (Karlsruhe-Rheinhafen) sofort in Auftrag zu geben. Die soeben erfolgte Vergebung stellt ein Objekt von einer Viertelmillion dar. Frankfurter Abendbörse ruhig. Frankfurt a. M., 17. Aug. Die Abendbörse wies am Aktienmarkt nur kleinste 51msähe auf. während am Nentenmarkt weitere Nachfrage nach späten Neichsschuldbuchforderungen zu 80,13 bis 80,25 (plus 0,25 Proz.) bestand: die Altbesihan- leihe lag ruhiger, und gegen den hohen Frankfurter Schiustkurs mit 78,25 Proz. nicht voll behauptet. Von Aktien eröffneten Aku auf festere Amsterdamer Meldungen mäßig fester (27,63), AEG. lagen mit 19,50 0,13 Proz. niedriger. IG.- Farben blieben zu 130,50 Proz. zunächst unverändert, gabei^ später aber um 0,13 Proz. auf 130,38 Proz. nach. Im übrigen blieben die Berliner Schlustkurse ziemlich unverändert. 51. a. notierten noch: Neubesih 10,75, Schutzgebiete 6,88, 4proz. Numänen 2,40, Neichsbank 148.50, Gelsenkirchen 55, Nheinstahl 86, Bekula 103, Scheide- a-nftalt 173,75, Metallgesellschaft 51, Hapag 11,25, Lloyd 12,50. Schweincmarkt in Buübach. * Butzbach, 17. Aug. Der heutige Schweine- markt in unserer Stadt war mit 363 Ferkeln be- schickt. Das Geschäft war sehr flott, der Markt wurde jedoch nicht ganz geräumt. Es kosteten Ferkel bis Zu 6 Wochen alt bis 14 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 14 bis 16 Mark. 8 bis 13 Wochen alt 16 bis 20 Mk. Gewinnauszug 5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewahr Nachdruck verboten 7. Ziehungstag 16. August 1933 8n der heutigen Vormlttagszlehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinne zu 60000 M. 68408 2 Gewinne ,u 26000 M. 81786 18 Gewinne ,u 6000 M. 19392 93510 99897 117709 202170 215081 225382 248861 378315 14 Gewinne ,u 3000 M. 27691 68365 145802 160976 167729 344882 378691 60 Gewinne ,u 2000 M. 4852 39632 47619 62060 76172 85960 146642 151751 162314 194692 236222 244439 254095 283720 286263 295301 304434 315471 331199 341630 352206 368897 371372 384452 397988 104 Gewinne,u 1000 M. 3716 19008 24441 25556 30139 32613 39618 51837 52599 63002 70524 71901 75816 92494 112195 119356 119804 120102 124256 124661 125441 126211 127308 132662 136854 154873 161432 187238 189243 197080 210908 214059 215944 249735 261288 274215 282476 318780 324897 328313 330642 333060 339256 347424 348434 351776 353095 360653 363155 363385 378105 388122 226 Gewinne zu 600 M. 374 757 10254 16686 16722 22662 23456 24828 32682 34897 35401 43428 47821 50672 63481 58116 68564 60924 61236 61861 64387 68108 73728 77876 7,482 80219 83628 86328 86808 87114 87906 87917 94123 98895 105438 106164 120122 129000 134249 137228 143828 145790 148712 159267 162248 171811 173973 175511 177346 178745 184727 192203 192611 192888 195746 198646 204124 206257 210841 220521 230715 232165 232611 234131 237582 237925 240192 240557 241333 241420 269787 260972 261929 264258 265995 268845 '271364 273194 285799 299839 310216 313241 313999 318281 322228 322624 332916 334752 334791 335484 341713 345208 351677 355997 362279 363651 365189 365212 365275 368439 371019 374251 375431 380399 381083 382549 386458 386968 393886 396115 396178 398552 399343 In der heutigen Nachmiltogsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinns »u 10000 M. 117959 8 Gewinne »u 5000 M. 17573 171026 218915 291673 14 Gewinn- »n 3000 M. 77164 176318 207408 209483 235384 289801 337129 62 Gewinne ,u 2000 M. 14951 29054 33373 45073 57862 74601 75304 100951 123047 140794 141237 154819 189258 220273 247863 247931 270469 306271 306615 313310 316628 344108 344937 349780 351093 353360 376634 382530 385116 394559 395540 104 Gewinns zu 1000 M. 447 4530 23643 37929 40879 51224 72812 76039 77444 78465 84760 90273 98820 99474 101621 105344 105919 111365 114896 122646 132490 140405 142903 163209 206326 207937 208977 217004 219069 221070 247675 248864 249820 250449 257683 267964 269677 278386 291872 305448 310510 315389 321643 321863 334563 341891 347028 373503 374742 379784 381728 393589» 162 Grwinn« »u 500 M. 2906 7132 28862 34595 36841 37023 37161 42596 51352 55861 63405 64696 64867 67914 70794 71730 73537 93023 93881 99289 101892 110935 117136 132734 134811 135077 145422 153478 154799 158408 159344 159356 160857 162006 165661 172217 175208 177119 181603 193915 196439 211730 217450 217977 221191 222194 223271 223931 228985 231702 238937 249447 250476 251315 256894 260954 263212 265585 287739 299800 301234 307734 319939 335727 345441 347792 348645 353443 354047 356661 357775 359699 360805 366673 367823 369866 371460 378501 386260 391649 392504 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 50C000 und 100 Prämien zu je 3000, 2 Gewinns zu je 50000 ), 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 8 zu je 50000, 26 ,;u je 25000, 158 zu je 10000, 376 zu je 5000, 740 zu je 8000, 2206 zu js 2000, 4132 zu je 1000, 7294 zu je 500, 22136 zu je 400 M. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt befchlossenen Dividende an. — Reichsbankdtskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 d. H. Franklur« a. Dl. Berlin - Frankturt a.Dl. Berlin Kchluß- hird Schlußk. llbcnb» l'örsc Schluß- furd Schluß!. -Ollllaq. bJrfc Schluß- lurd Schluß!. Abend- bSrsr Schluß- lurd Schlußk. Dllltog- bifrfe 'Datum 16.8 | 17.8 168 17.8. Datum 16.8 । 17.8 16-8 17.8. - 6% Deutsche RelchSanleihe v. 1927 ß'.'n cljeni.7% Dl.ReichSanI. v. 1929 6’/.% Doung-Anielhe von v.130 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auel vH-Rechten ............. ®c«ßl. ohne AnSios.-Rechte...... 6% eijem.8% Hess. Bvlkostaat 1929 srnckzahlv. 102%) ............ fl% Hess. Landesbank Darmstadt OJolb !)i. 12.................. Z>' ■ Hess. Lande.' Hhpothckcu- bank Darmstadt Llaui......... Oberhefsen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Nechten ............. Deutsche Komm. Eammclabl. Anleihe Serie 1 mit AuSlos.-Nechten 6% ehern. 8% Franks, Hyp.'Bank Oluibpfe. 15 unkündbar dis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Gvlbpfc. lü imtiliibOiir bis 1936 5'.",, ehern. d'/?% Franks. Hhp.» Bank-LIqu..Psanbbricsc....... 6Vi".u ehern. i'/% Rheinische Hhp.-Bant'Lian.-GvIbpse..... 6% ehern. h% Pr. LanbeSpsand- briejanstalt, Psaubbriese R. 19 C"„ ehern. 7% Pc. LanbeSpsand- vriefanslalt, Psanbbriesc »i. 10 Sleuergutlch. BerrcchnungSknrö.. 4% Oestcrrcichllche Golbrente.... 4,20% Ocsterreichische Stlbcrrcnle 84 99,2 84,13 77,13 10,8 74 81,25 84 67,5 69,75 82 81,75 85,13 86,75 82,75 83 86,25 11,5 83,5 99 83,5 78,25 10,75 74 81,5 84 67,5 70 81,75 81,5 85,4 86,75 82,75 83,25 86,2 ’b* 2 * * 5 * * 8 83,5 99,4 84,25 77,4 10,8 74,5 81,25 70 82,75 83 86,13 84 99 83.75 78,13 10,7 74,5 69,65 82,75 83 86,2 z 4% bcdgl. Serie 11 ............. 5% Mnmän. Vereins). Rente v. 1903 4%%Rnmcht.vercinh.Rcntev.i913 ■1% Rumänische Verein!). Rente .. 2'/«% Anatolier ............... vaniburg.Ainertka.Paket .....0 Hnmburg-Sltdani. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........o Rorbbenlscher Llohd ......... 0 A.G. für Verkehrswesen Aki. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Vomntcrz. und Prtvat-Bank ... 0 Dcntsche Bank unb Tvcottlo» Gesellschaft............ 0 Dresdner Bank..............o RcichSbank ................ 12 A.E.G......................0 Bekula.....................0 (ilfltr. LieferungSgelcllschaft... 6 Licht unditraft ............. g Felten & Guilleaume.........0 Geselisch.s.Elektr.Unteriiehmuna. 6 Rheinische Elektrizität ........ 5 Schnckerl L Eo............... 5 Siemens 8 Halske............ 7 LahmeverLCo............. 10 Budcrn« ................... 0 Deutsche Erdöl..............4 Gelsenkirchener..............0 Harpcncr................... 0 Voesch Eisen—Köln-Neuesten.. 0 Ilse Bernbau ............... g Ilse Bergbau Genüsse........ 6 >1 l'irfnctiurrfr....... 0 4,85 2,4 23,25 10,9 12 44,75 84,5 48 52,5 44,6 148,75 19,75 107.75 96 46,5 80,25 82 98 153 123,5 67,75 105 56 89,5 133 102,75 4,85 3 2,4 23,25 11,25 12,5 43 84,5 48 32,5 44,5 148,5 19,5 108 82,5 95,5 46 80 80,75 97 151,5 122,25 68,5 105 55 89 133 103 54 57 4,95 3 2,4 23,25 10,9 12 43,13 85 48,25 52,5 44,5 148,13 20 107,75 83,25 96,25 46,65 80 82,5 97 153 123,13 105 56 89,13 59,5 133 103 53 55,75 3,25 5,2 2.4 23 11,4 22 17,75 12,5 43 86 48,25 52,5 44,5 148,5 19,65 107,65 82,75 95,5 45,9 80 96,75 152 123 68,25 105 55,25 89,25 59,75 135 103.5 54 57,13 4% Uttfliirifdic Gvldrcntc....... 4% Ungarische StaatSrcnte v. 1910 d'z% brofll. von 1913-.......... t>"„ ab,leit. Goldmexikanor von no 4",, Türkische Zollantetlic von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlcihe 4,13 4 6 4,9 2 6,25 4,95 4,25 4,5 5 4,2 3,7 6,25 5 Serie l..................... — — — 4,95 Mannesman n-Robren........0 57 Frankfurt 0. Dl. Berlin Schluß« kurd Schlußk. Abend- Mrfc Schluß, kurd Schlußk. Minag- börse Votum 16-8. 17.8. 16.8 17.8- Manvsclder Bergbau .. ......0 24,65 24,25 24 24 Kvkütverke........... ...... 0 — — 76 75 Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen ...... 0 36 35,75 35,75 35,75 ..... 10 — 189 192 189,65 Rljeinstahl ........... ......0 85,5 86 85,25 86 Bereinigte Stahlwerke. ...... 0 34,75 34,75 34,75 34,75 Olavi Minen ........ ......0 12,5 12,5 — 12,25 Kaliwerke Aschersleben. ...... 6 121,5 122 121,5 — Kaliwerke Westeregeln . ...... 5 125,5 125 124 — Kaliwerke Salzdetfurth .....7K 168 168,5 — 169 I. ®. Farben-Jndustrie.......7 todietbcanftalt...............9 Qiolb(d)mlbl ................0 RittgerSwcrke ...............0 Mctallgesellschast.............0 Philipp HoNmann...........0] Zementwerk Heidelberg ......0 Zementwerk Itadftabl.........0| Schultheis Patzenhoser .......0 Aku (Allgemeine Kunslseibe) .. 0 Bcmbcrg................... 0 Zellstoss Waldhof ............0 Zellstoff Aschaffenburg ....... 0 Dessauer GaS ............... 7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum...........0 Orenstein & Koppel..........0 Leonhard Tietz..............0 Chadc......................10 Accu in ulatorcn-Fabrik........0 Tonti'Gummt...............0 130,9 130,4 130,9 130,5 172,75 173,75 — — 46,4 46 46,5 46,75 55 54,75 55 54,4 — 51 51 50,4 47,5 47 47 47 81,5 - = — ■— 105 106 26 27,65 25,75 27,25 46 45 46,25 45,75 39,5 39,5 39,5 39 21,4 21,25 21,75 22,25 — —— 110,5 113 27,25 26,75 27 26,75 41,25 40,75 40 40,25 — — — 31,75 14 14 15 14,4 149 150,5 148,5 152 167 — 167 169,75 153,75 153,25 154 153 Gritzner.................... 01 20 1 20,5 1 Malnkrastwcrke Höchst a.M.... 4 57.25 57.75 I Süddeutscher Zucker.........8| 154,25 . 152 I 21 | 21 150 I 152.5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 16.August 17-August Amtliche Dotierung Amtliche Geld Dotierung I Brie Meld Bnc HelsingsorS.. 6,134 6,146 6,124 6,136 Wien....... 47,45 47,55 47,45 47 55 12.42 10,44 12.415 12 43,5 Budapest ... 3,047 3,053 3.047 3 053 Holland .... 169,68 170,02 169,63 169’97 Oslo....... 69,83 69,97 69 81 Kopenhagen. 61,89 62,01 61,89 62*01 Stockholm... 71,48 71,62 71,48 71,62 London ..... 13,845 13.885 13,84 13,88 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyork.... 3,137 3,143 3,157 3,163 Brüssel..... 58,58 58.70 58,57 58,69 Italien..... 22,11 22,15 22,10 22,14 16,44 16.48 16.43.5 16 475 Schweiz .... 81,07 8h 23 81,03 81.19 Spanien.... 35,06 35,14 35,06 35,14 Danzig..... 81,67 81,83 81,67 81,83 Rio de Ian. . IL244 0*246 0'244 0'246 Iugoslatvien. 5,195 5,205 5,195 5,205 Lissabon.... 12,66 12.68 12,66 12,68 Banknoten. Berlin, 17.August Geld Srtef Amerikanische Roten.............. 3,11 3,13 Belgische Roten.................. 58,41 58,65 Dänische Roten ................. 61,63 61,87 Englische Roten ................. 13,80 13,86 Französische Roten ............... Holländische Roten............... 16,325 169,21 16,455 169,89 Italienische Roten................ 21,98 22,06 Norwegische Roten .............. 69,64 69.92 Deutsch Oesterreich, A 100 Schilling' Rumänische Noten............... —— _ Schwedische Noten............... 71,31 80,85 71,59 81,17 Spanische Roten................. 34,93 35,07 Ungarische Sloten................