Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis Zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re. klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20c , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Or H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für denAn» zeigentcil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Erscheint täglich, autzei Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustriert, Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl, Monatr-Bezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttiert, . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, zenisprechanschlüffe anterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. m. u..> KrühauSgab « 185. Jahrgang Dienstag, 18. Juli (955 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Poftfd)er die Reichsbahn gelten, hat der Generaldire.tor bcr Deutschen Reichsbahn mit so- Reichsminister Darre auf der Wetzlarer Bauerntagung. Reichsernährungsminister D a r r 6 im Gespräch mit Universitätsprofessor Dr. Kraerner, Gießen. fertiger Wirkung für die gesamte Reichsbahn d i e Einführung des deutschen Grußes angeordnet. Aufruf der Hauptgemeinschafi des deutschen Einzelhandels zur Arbeitsbeschaffung. Berlin, 17. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels erläßt einen Aufruf, in dem der Einzelhandel aufgefordert wird, sich mit allen Mitteln in den Dienst des Gesamtwertes der Arbeitsbeschaffung zu stellen. Unter keinen Umständen, heißt es in dem Aufruf, dürfen Umsahbelebungen in den Geschäften z u Mehrbelastungen des vorhandenen, im Verlaufe der Krise sehr zusammengeschrumpften Personalbestände führen; sie müssen sich vielmehr in Reueinstellungen arbeitsloser Kaufmannsgehilfen auswirken. — Es wird weiter notwendig sein, die vielfach allzu eng gehaltenen Sortimente grundsätzlich unter dem Gesichtspunkt zu überprüfen, ob nicht m e h r A u f t r ä g e bei den Lieferanten möglich sind, die sowohl im Interesse der Wirtschaftsbelebung wie auch der Qualitätspflege liegen, die dem mittelständischen Spezialgeschäft besonders obliegt. Der Einzelhandel wird schließlich an seinem Teil darüber wachen müssen, daß die Entwickelung der Weltmarktpreise nicht im Inlande unerwünschte Preisbewegungen der Fertigwaren hervorruft: denn nur ein für den Konsumenten tragbarer Preisstand kann eine dauerhafte Wirtschaftsbelebung auch in der Sphäre der Warenverteilung sicherstellen. Der deutsche Einzelhändler, heißt es zum Schluß, hilft der Reichsregierung, toemj er den Verbraucher immer wieder darauf hinweist, daß das Kaufen deutscher Waren Arbeit schafft, daß hingegen das Horten von Geld nicht nur sinnlos ist, sondern die Ueberwindung der Arbeitslosigkeit behindert. Die Konsumgenossenschaften Hamburg, i-.Suli. (TU.) In Hamburg fand eine Besprechung des n der Deuts chen Ar beitsfront einbegriffenen Wirtschaftsausschusses zur Regelung der Konsumgenossenschciftsf'-agen statt. Es vurde bei dieser Besprechu cg ool’e Heber» e i n |t m m u n g darüber erzielt, daß jede öffentliche Behandlung der konsumgenossenschaftlichen Fragen in Presse-Kundgebungen und Versammmlungen irgendwelcher Organisationen oder durch Nachgeordnete Dienststellen künftighin unter allen Umständen 3 u unterbleiben haben. Alle Quertreibereien im Lande werden von jetzt ab mit den schärfsten Mitteln unterbunden und verfolgt. Der Wirtschaftsausschuß ist vom Führer der Deutschen Arbeitsfront zur Lösung der Konsumgenossenschaftsfragen einye- setzt und wird diese im Sinne des Nationalsozialismus in organischer Weise lösen. Die ersten Erfolge der Arbeitsschlacht in Ostpreußen. Königsberg, 17. 3uU. (wTV.Funkspruch.) Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit In Ostpreußen nach dem Plan des Oberpräsidenten und (Bauleiters Koch hat schneller als erwartet zu bedeutenden Erfolgen geführt. Durch planvolle Arbeitsbeschaffung ist es in wenigen Wochen gelungen, im östlichsten Kreise der Provinz, im Kreise Pi 1 lka11 en, die Arbeitslosigkeit völlig zu beseitigen. Darüber hinaus ist der Kreis in der Lage, in den nächsten drei Wochen weitere 1 0 0 0 21 1 - b e i t s l o f e aus anderen Kreisen zu übernehmen. Spätestens am 1. August soll der gesamte Regierungsbezirk Allen st ein frei von Arbeitslosen sein, in etwa vier Wochen auch der gesamte Regierungsbezirk Gumbinnen. Dank des günstigen Fortganges der in Gang befindlichen Maßnahmen soll dieser (Beneral- angriff gegen die Arbeitslosigkeit in Ostpreußen etwa bi« zum 1. Oktober den Erfolg zeitigen, daß die Erwerbslosigkeit in der ganzen Provinz überwunden ist. Haussuchungen bei Kasseler Freunden Scheidemanns. Kassel, 18.3uli. (WTB.) Auf Grund der landesverräterischen Veröffentlichung Scheidemanns in der ausländischen Presse wurden bei verschiedenen Kasseler Freunden Scheidemanns Haussuchungen abgehalten, um festzustellen, ob diese mit ihm in Verbindung stehest und ob sie irgendwelche Vermögenswerte von ihm in Verwahrung haben. Die Haussuchung hatte bei Rechtsanwalt Z i n n ein überraschendes Ergebnis. Man sand bei ihm eine Anzahl lener Greuelphotographien, wie sie in ausländischen Zeitungen abgebildet waren. Insgesamt wurden in dieser Angelegenheit fünf Personen fest genommen. Aus aller Welt. Zwei litauische Weltslieger tödlich verunglückt. Zwei litauische Weltflieger, die in Neuyor k zu einem direkten Fluge nach kowno g e ft a r t e t waren, sind inderNeurnarkver- u n g l ü ck t. Die Trümmer des Flugzeuges wurden bei Kuhdamm in der Nähe von Solbin gefunden. Die Leichen der beiden Flieger wurden unter den Trümmern geborgen. Das Unglück Hal sich offenbar früh um 2 Uhr ereignet. Um diese Zeil Hörle ein Landwirt aus dem friederizianischen Sied- lerborf Kuhbamm ein furchtbares krachen. Er konnte nichts näheres feftfteUen. Als man morgens in bet Umgegend des von Wald umgebenen Dorfes nachsuchte, sand man die Trümmer des Flugzeuges, konnte aber noch nicht feststellen, um wen es sich handelt, da die Maschine v o l l - ständig zertrümmert und die Leichen bet Flieger grauenhast zerstümmelt waren. Der Apparat ist zwischen zwei Bäume gestürzt. Dabei sinb bie beiben Tragflächen sofort abgebrochen. Daß es sich um bie litauischen Flieger hanbelt, würbe erst im Lause bes Vormittags da- burch feftgefteUt, bah man ben Rumps bes Flugzeuges anhob unb am Rumps bann bie Inschrift „Ehikago — Neuyork — Kaunas" fanb, bie barauf schließen liefe, bafe es sich um bie litauischen Ozeanflieger hanbeln mufete. Neben bem Flugzeug fanb man morgens um 7 Uhr eine brennenbe Taschenlampe mit brennenbem Scheinwerfer. Die Flieger haben also offenbar versucht, vom Loben aus feftjufteUen, wo sie sich befanben. Man nimmt an bafe sie bie grünen walbwipsel für eine wiese gehalten unb eine Notlanbung oer- sucht hatten. Das Balbo-Geschwaber vor bem Rückslug. General 58 alb o beabsichtigt, wie aus Ehikago gemeldet wird, am Mittwoch den Rückflug nach Italien anzutreten unb wird voraussichtlich in Neuyork eine Zwilchenstation machen. Er hat die Einladung des Präsidenten Roosevelt angenom» men diesen im Weißen Haus zu besuchen. Der Besuch wird gegen Ende der Woche stattfinden. Hochwasser unb Neuschnee in Bayern. Die seit Tagen nahezu ununterbrochen über Bayern niedergegangenen Regenfälle haben die Flüsse, insbesondere die Alpenflüsse, stark anschwellen lassen Die Flüsse führen Hochwasser, das im Laufe des Montag noch weiter angestiegen ist. In der Gegend von Rosenheim (Oberbayern) stehen Fel» der und Wiesen teilweise meterhoch im Wasser. Vielfach mußte das Vieh aus den Ställen geholt werden. Zahlreiches Federvieh ist ertrunken. Die Straßen sind unpassierbar geworben. Das aufgeschichtete Heu wurde von den Fluten mit fortgerissen Auch her Wildbestand wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Im oberen Allgäu sind bie Quellbäche zu Flüssen, und die Flüsse zu Strömen geworden Vielfach wurde durch Vermurung oon Wiesen großer Schaden an» gerichtet. In den Bergen ist bis auf 1800 Meter herab Neuschnec gefallen. Wettersturz in den Alpen. — Fünf Todesopfer. Der plötzlich eingetretene Wetter st urz im nördlichen Alpengebie' hat zahlreiche Unfälle zur Folge gehabt In Rax-Plateau stürzten zwei aneinandergeseilte Touris en aus Wien im schlüpfrigen Gestein 60 Mete»- tief ab; sie waren sofort tot. Im Gesäuse befinden sich zwei Gruppen, vermutlich Wiener Hergsteiger, mit etwa elf Personen in schwerer Bergnot. Aus den westlichen Alpen werden ferner noch drei Abstürze mit tödlichem Ausgang gemeldet Oie Libelle. Don Peter Bauer. Plötzlich zuckte sie wie ein winziger silberner Blitz aus blauen Himmelshöhen nieder in den Vorgarten, aber nicht bis auf den braunen Erdboden hinab, sondern handhoch über den rod flammenden Büschen des Phlox hielt sie fick überraschend in der Schwebe. Ihr langer, schlanker Leib l uchtete jetzt in zartem Himmelblau, und die beiden großen Flügelpaare glitzerten wie Glas, auf dem die Sonne spielt. Rach einigen Sekunden flitzte sie wie ein geschnellter Pfeil in fast waagerechter Bahn nach rechts, nach links hinauf, Über die blauen Blütenstäbe des Rittersporns und — schon war in den brutalen Klammern der borstigen Vorderfüße eine dicke, grünschillernde Schmeißfliege gefangen. Sie summte kläglich, als der schnelle Räuber mit ihr davonschoß. Ein großer Teil der Mücken, die auf den warmen Blättern und Wegkieseln sich gesonnt, schienen den kleinen Schrei der Todesangst vernommen zu haben und geflüchtet zu sein. Auch die goldbrüstigen Bienen hatten sich davongemacht. In den zahlreichen Ritterspornblüten, die an den ragenden Schäften wie Stockwerke von Hochhäusern übereinandersitzen, war kein einziger der honigschleckenden Gäste zurückgeblieben. Dagegen saß ein feister Rosenkäfer unbekümmert in das weiche Purpurbett einer halb aufgeblätterten Rose eingeschmiegt wie ein grüngoldener Knopf. Er dachte gar nicht daran, sein duftendes Versteck zu verlassen, hatte auch wahrscheinlich überhaupt nichts von dem ganzen Vorgang gemerkt. Er war in so selige Weltverlorenheit versenkt, daß er sich sogar unempfindlich zeigte, als ich ihm mit den Fingern auf die prächtige Rüstung klopfte. Cs dauerte indes nicht lange, bis in die absolute Stille wieder die summende Fröhlichkeit der sonnetrunkenen Drummer einfiel. Sie surrten daher, setzten sich nieder, waren eben fort und jetzt wieder da in endlos hastendem Wechselspiel. x ilnö da k hrte auch schon die Libelle zurück. Aus irgendeinem Strauchblatt oder gar am einer zarten Blume hatte sie mit den messerscharfen Kiefern ihr Opfer abgeschlachtet und verspeist. Sie schien mit ihrem Ausflug von einem Parkteich oder Tümpel in der Landschaft her zufrieden und versprach sich wohl von dem Jagdgebiet der Vorgärten noch mehr Beute. Während ihr drahtdünner Körper, der jetzt schräg hoch vor mir schwebte, bald mit einem rötlichen, bald mit einem grünlichen Schimmer, ja regenbogenbunt oder wie ein seltener Opal glänzte, entging den großen Facettenaugen nichts Sichtbares. Trotzdem stieß sie nicht auf den trägen Rosenkäfer nieder. Ein plumper Ueberfall war nicht nach ihrem Geschmack. Da kam die Lust am Sagen zu kurz. Eben holte ein dicker Summer auf seinen wilden Schleifen und Kreisen mit einer Kurve zu weit aus und kam ihr zu nahe. Das reizte sie. Das war eine Herausforderung. Lind wie der Blitz war sie hinter ihm, ein grausames Verfolgungsspiel beginnend. Ieden Zickzack, jeden Bogen machte sie dem Brummer nach, als raste sie nur wie ein Anhängsel hinter ihm drein. Es gab offensichtlich für den armen Flüchtling keine Retung. Sein Schicksal hing nur von der Laune der Libelle ab. Ein paarmal hätte die ihn schon mit der Zange ihrer Vorderbeine fassen können. Aber sie wollte nicht. Es trieb sie, die Freude an der Iagd noch einige Zelt auszukosten. Da schoß jäh aus in r Fliederhecke ein Buchfink auf die beiden herab und zerstörte das wilde Spiel der Libelle. Drummer lieh sich zwischen die Blumen fallen und war gerettet. Sie aber mußte alle ihre Flugkünste spielen lassen, um dem flinken Fink zu entrinnen, der zwar zuerst vorbeistieh, dann aber mit scharfer Wendung die Verfolgung aufnahm und die Libelle wiederholt hart bedrängte. Doch die Gefahr schien ihre Verwegenheit und Tollheit nur zu steigern. Anstatt ins Blaue zu entweichen wie ein verlöschender Funke, sauste sie bald kreuz und quer, bald in Spiralen auf und ab vor dem Buchfink her, bis diesem die Lust an der aussichtslosen Hetzjagd verging. Er flog auf eine Straßenlinde hinauf und schmetterte laut seine Enttäuschung und seinen Qlerger in die Luft. • Die Libelle landete auf einer Margeritenblume, um ihren wundervollen Flügeln einen Augenblick Entspannung uyd Rast zu gönnen. Sie sah jetzt einem unscheinbaren Zweigstück ähnlich, von irgendwo hergeweht. Aber dann schwebte sie wieder entfaltet auf, blitzschnell im Tempo und doch voll spielerischer Leichtigkeit und gelassener Ruhe im Flugbild. Ein winziger Doppeldecker war sie, Flugzeug und Führer in einem. Vollendet wie keines der riesigen Menschenwerke, die ihre Gestalt nachahmen^ Vollendet wie jedes zweckbestimmte Wesen in der Ratur. Lind vollkommen wie alle Geschöpfe Gottes. „Die Nacht im ZorsthauS". Dies ist ein Kriminalfilm der Märkischen Filmgesellschaft; eine ganz unheimliche Mordgeschichte um ein einsames Forsthaus, tief verschneit im winterlichen Walde. Die Technik des Aufbaues arbeitet mit bewährten, oft benutzten Motiven, aber sehr geschickt und wirksam. Rach angelsächsischen Vorbildern, die dergleichen zu einer gewissen Virtuosität gesteigert haben (Musterbeispiel: „®er Geisterzug") wird die Spannung im geeigneten Augenblick durch heitere Episoden gelockert, doch behält die Regie (Erich Engels) bis zuletzt die Fäden der Handlung in der Hand und entläßt den Zuschauer nie aus der Konzentration auf die Endlösung. Der Kameramann gibt gut geschnittene, scharfe und stimmungssichere Ausnahmen. In vorderster Front des Ensembles steht wiederum Hermann Speel- manä, sehr bewährt in ähnlichen Affären, obwohl ihm die Rolle hier nicht die gleiche erfrischende Aktivität gestattet, die wir ihn oft mit Vergnügen entwickeln sahen. Reben ihm die hübsche blonde Camilla Spira, die v'elen noch aus dem „Morgenrot"-Film erinnerlich sein wird. Sehr gut ferner Henckels Winter- stein, Rex, S ch l e 11 o w; in komischen Partien F a l k e n st e i n (als Schmierendirektor) und Kurt Lilien. Außerdem spielt ein drolliger kleiner Scotchterrier mit, der seine Sache tadellos macht. — Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus, im- Beiprogramm: die neue Wochenschau und eine interessante Reportage von treppensteigenden Schiffen (Schiffshebewerk Riederfinow). Hochschulnachrichten. Auf den Lehrstuhl für Dermatologie an der Universität Rostock wurde der 3enenfer Privatdozent Professor Dr. Drill berufen; er hat den Rus zum 1. Oktober d. 3 angenommen Die ordentlichen Professoren an der Universität Tübingen Paul R i e ß l e r (Alttesta- mentliche Exegese), Carl Iohannes Fuchs (Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschast), Carl S a t o r i u s (Verwaltung-, Staats- und Kirchenrecht), Kurt W o l i (Hygiene, und Martin Heidenhain (Anatomie) sind mit Ablauf des Monats September kraft Gesetzes von den Amtspflichten enthoben. Wie wandern die Dünen? Die Wandergeschwindigkeit und die Formveränderungen von Dünen hat man bisher nur durch Vergleiche zwischen älteren und neueren Kartenaufnahmen studiert- Eine genauere Beobachtung und Messung der einzelnen Bewegungen solcher Wanderdünen ist vier Fohre lang von Dr. Kurd von Bülvw auf der Rehrung des hinterpornmerschen Leba-Sees durchgeführt worden und feine interefianlen Ergebnisse teilt er in der bei Hugo Bermühler in Berlin erscheinenden Monatsschrift „Der Raturforscher" mit. Das Dünengebiet am Leba-See zeichnet sich vor allen übrigen deutschen Wanderdünen durch das Auftreten „gebauter Dünenmassen" aus, die in schroffem Gegensatz zu den Dünenzügen der Kurifchen Rehrung stehen. Diese Dünen der Leba-See-Rehrung zeigen in ihrer großartigen Unberührtheit noch die natürlichen Bedingungen auf, unter denen diese eigenartigen Gebilde sich formen. Rach den Karten- Vergleichen hatte man Durchschnittsbeträge für die jährliche Wanderung errechnet und eine Verlangsamung der Bewegung seit 1889 sestgestellt. Die neuen genauen Beobachtungen ergaben aber, daß die jährlichen Wanderwege ganz erheblich von diesen errechneten Durchschnittsbeträgen abweichen. Die Wandergeschwindigkeit wechselt am gleichen Punkt von Jahr zu Fahr und kann innerhalb der gleichen Düne im selben Jahr an den einzelnen Stellen völlig verschieden sein. Es ist daher nicht möglich, irgend- welche Regeln anzugeben und noch weniger, das Verhalten der Dünen mit dem Witterungsvertaus in Beziehung zu sehen. Auch in der Art der Bewe» gung des Dünensandes ergeben sich neue Gesichtspunkte. Bisher unterschied man: Rollen und Treiben der Körnchen den Luv-Hang hinauf, Abstürzen und Breitlaufen am Lee-Hang. Doch geht die Ratur viel weniger schematisch zu Werke. Ein Teil des treibenden Sandes fliegt über den Dünenhang hinaus und bldet unter Umständen eine vorspringende zungenförmige Halde; steile Lee-Hänge verlieren, sobald sie feucht werden, den Halt, werden übersteil und briechen ab. Wiederholt sich dieser Vorgang eine gewisse Zeit hindurch, so wandert der Lee-Hang immer weiter luv-wärts, wobei allerdings windige regenfreie Zwischenzeiten mitwirken müßen. Aus allen Messungen des Verfassers ergibt sich, daß auch eine so sinnfällige Erscheinung wie die der Wanderdünen noch keineswegs geklärt ist, daß die Vorgänge im einzelnen noch sehr viele Rätsel aufgeben, und daß sich mit der Beobachtung der Wanderungen und Wandlungen dem in den deutschen Dünengebieten ansässigen Heimatfreund sich ein fruchtbares Tätig- keitsseld eröffnet Aus der Provinzialhaupistadt Zeit des Krie< Zu- um- der Vortragsabende für die Verwundeten ges geschaffen wurden. 100 Jahre Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Warnung vor falschen Zeitungswerbern. Mtt vor dem Rückslug, beabsichtigt, wie aus Lhikaao ^twoch den Rückflug nach 1 und wird voraussichtlich in enstation machen. Er hat die >enten Roosevelt angenomi en Haus zu besuchen. Der Le- i der Woche stattfinden. ib Reuschuee in Bayern. nahezu ununterbrochen über enen Regensalle haben die ie Alpenslüsse, stark anschwellen ihren Hochwasser, das un roch weiter ongesliegen ist. 9n nheim (Oberbayern) flehen Fel- eife meterhoch im Wasfer. Siel» aus den Ställen geholt werden. ) 7/7 ertrunken. Sie Straßen orben. Das jufgeltfjiihielt Heu 'n mit fortgerifieii ftud) her herein — ein gut gewählter. Tradition und kunftsfreudigkeit deutscher Naturwissenschaft schließender Rahmen. Der zweite Vorsitzende Gesellschaft, Studienrat Or. Heußel Es ist festgestellt worden, daß in letzter___ mehrfach versucht wurde, Eintritt in Wohnungen zu erhalten, unter der Vorgabe, von der Reichs- Pressestelle mit der Nachprüfung von Pressers in Mitleidenschaft ,d die QutWe wen ywotten vielfach tourt! n Mchn zrvher Schaden an- nzen ist bis aus 1800 Meter gefallen. i Alpen. - Jünf lobesopfet. getretene Wettersturz m &- hat zahlreiche Unfälle git Rur-Plateau fturjten। ab i iouris en aus Wien im lchluph Ileter tief ab; sie waren soi°rt eilnden sich zwei Gruppen, ver- .afteiqer, mit etwa elf Petfomn rei Abstürze mit tödlichem Hur Feier des hundertsten Geburtstages der Ober- hessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde vereinigten sich am Samstaaoormittag zahlreiche Mitglieder und geladene Gäste im Hörsaal des Botanischen Instituts. Blumen in Fülle hoben den Reiz des intimen Raumes ins Festliche, die Fahnen des Landes und des neuen Reiches grüßten von den Wänden und durch die geöffneten Fenster drangen die sommerlichen Farben des Botanischen Gartens " r n tz at dhien ÜMi ügebiL^ sie ä Sä» eger> die in . " ^ugenn?eu9ott 'ln der Reum 8on,nö des Qtf ”et. °°n So2e5 ?töen ■n fliege, ro 9e,unö=n. borgen , Un*et w * Ä**» d«r von Dald Um ^nbleirümUm9ebentn ^bttnni Jnmetbes *ücn- meu unu l4lne D°n- äs* b Md am Sumpl b n mi , euy°rk-8auna^'2L mll5 ble li'-uischen dem Jlugjeug 7 N tine brennende -k brennendem Scheinwerfer, os enbar versucht, vom Soden e sich befanben. Man nimmt m Malbwipsel für ein- mb eine Rallanbung ver» Mm die Mm? Äff zeichne-sich iel am Leoa-vee d i das ch-n Jünenrnasien u Rurj^en «en ®ünexnö Sn.öe^c^“^ 35Ä--38SS*5, an $>urd)fd?nllth ine Verlang* yeSsts ZUsZ LLKS-L Luch 'N E setzen- , sich neu Si-Bs5 znden e>ne v e Deriigeil un teile werden ub M -r den 9alV vieler "7W)^ ift-”6 ',e Nach der Heimkehr der Truppen ging die Gesellschaft ungebrochenen Mutes an die alte Arbeit. Eine gemeinsame Festsitzung vereinigte im Dezember 1921 beide Abteilungen zur Feier des 100. Geburtstages von Hermann v. Helmholtz. Mit einem Ausblick auf die neuen erweiterten Aufgaben und Ziele, die die Jetztzeit der Overhessischen Gesellschaft stellt und die sich durch die Worte Heimatforschung und Naturschutz im wesentlichen kennzeichnen lassen, schloß der Redner seine mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Anschließend ergriff Herr Professor Or. Küster das Wort zu seinem Festvortrag: „Aequale und inäquale Teilung der Pflanzenzelle". Die Zellenlehre, so führte der Redner aus, ist begründet durch den Engländer Robert Brown im Jahre 1833, gleichen Alters wie die Oberhessische Gesellschaft. Die Zusammensetzung aller Pflanzen aus gleichartigen oder ungleichartigen Zellen stellt die mannigfachsten Fragen, zu deren Lösung die vergangenen hundert Fahre Wesentliches beigebracht haben. 3m Gegensatz zum Tierkörper liegt bei den Zellen Sherer Pflanzen keine Spezifität vor, wie sich das besonders aus Beobachtung an Gallen und Wundgeweben zeigen läßt. Cs fragt sich also zunächst, worin die Voraussetzungen für die Gleichheit aller Zellen eines Pflanzenkörpers gegeben sind. Drei Sorten von lebenden Substanzen sind dabei in der Zelle zu unterscheiden, der Zellenkern, die Plastiden oder Farbstoffträger und das Protoplasma selbst. Die gegenseitigen Beziehungen von Kern und Plasma finden ihren Ausdruck in der sog. Kernplasmarelation, die erkennbar wird, wenn die Chromosonenzahl in irgendeiner angelegenheiten, Zeitungsbezug usw. beauftragt zu sein. Es handelte sich dabei meistens um Abonnementswerbungen für Zeitungen und Zeit- schriften. Zum Teil wurde bei diesen Versuchen unerlaubterweise SA.-Unisorm getragen. Das Reichsmini st erium für Volksaufklärung und Propaganda weist darauf hin, daß die Abteilung Presse niemand zu derartigen Handlungen beauftragt hat und ersucht jeden, bei dem Betrüger oder Provokateure unter diesem Vorgeben und unter mißbräuchlicher Benutzung des Braunhemds einzudringen versuchen, diese sofort der Polizei zu übergeben. Vornotizcn. — Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Nacht im Forsthaus". » * Schulpersonalie. Der Oberstudiendirektor an der Oberrealschule zu Gießen, Prof. Dr. Karl Roller, tritt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung der dem Staate geleisteten Dienste und unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinnes mit Wirkung vom 16. August in den Ruhestand. ** Ein Achtzigjähriger. Der Lokomotivführer i. R. Georg Ott, wohnhaft Hinter der West- anlage 15, begeht am heutigen Dienstag bei guter Gesundheit seinen 80. Geburtstag. ** Die Kennzeichnung der Krafträder. Vom Kreisamt Gießen wird mitgeteilt: Nach Artikel 1 Ziffer 16 und Artikel 2 A Absatz 3 der Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen müssen alle Krafträder einschließlich Kleinkrafträder den neuen Vorschriften über Kennzeichen und Beleuchtung ab 1. Juli 1933 genügen. Von diesem Zeitpunkt ab müssen sämtliche Krafträder einschließlich der Kleinkrafträder mit einem vorderen und hinteren Kennzeichen versehen sein. Or. Wagner Mitglied des Kaiser-Wilhelm-Znstituts WSN. Darmstadt, 17. Juli. Die Staatspressestelle schreibt: Auf Vorschlag des Reichs- rnährungsministers Darr6 wurde der Landesbauernführer für Hessen und Hessen-Nassau, Dr. Wagner, zum Mitglied des Kuratoriums des Kaiser-Wilhelm-Jnstituts für Züchtungsforschung ernannt. findet auch ein so spezielles Gebiet wie die Quellenkunde Berücksichtigung. Der rege geistige Austausch innerhalb der Gesellschaft wird offenbar, tpenn es in den Worten des Berichterstatters vom Jahre 1858 heißt, daß „die freimütigen nur durch die Formen der Sitte gehaltenen Diskussionen" eine Zierde der Versammlungen gewesen seien. 3m zweiten Vierteljahrhundert haben sich die Beziehungen der Gesellschaft über die ganze Welt verbreitet, sie steht in Schriftenaustausch mit naturwissenschaftlichen Vereinen aller Erdteile und schon fanden sich unter den behandelten Gegenständen Berichte über naturwissenschaftliche Fra- gen aus aller Herren Länder, ohne daß jedoch die Gesellschaft dabei etwas von ihrer bodenständigen Eigenart aufgibt. Nur gering sind die Störungen durch die politischen und kriegerischen Ereignisse der 3ahre 1866 und 1870. Das 50jährige Jubiläum im 3ahre 1883 brachte eine Aenderung in der Zusammensetzung der Gesellschaft, in dem die schon früher gegründete medizinische Abteilung in den Rahmen der Gesellschaft „für Natur- und Heilkunde" eintritt. Mit dem Wachsen der Uni- versitätsinstitute und der Anzahl der Aerzte nimmt die medizinische Abteilung bald einen bedeutenden Aufschwung. Da gegen Ende des 3ahr- hunderts die Teilnahme der Bürgerschaft an den immer mehr in Spezialgebiete vorstoßenden wissenschaftlichen Darstellungen erlahmt, trifft die Gesellschaft die Einrichtung von allgemeinverständlichen Dorträgen neben den wissenschaftlichen Sitzungen. Auch der Weltkrieg findet sie auf dem Posten; die Abhandlungen aus jenen 3ahren berichten von Dorträgen über die Bedeutung der Chemie und die Derwendung der Naturkräfte für den Krieg und lassen erkennen, daß besondere Keine Sonderveranstaltungen vor und nach Saisonschluß. Von der Industrie - und Handelskammer Gießen wird uns geschrieben: Die Beeinträchtigung, die das regelmäßige Geschäft des Einzelhandels durch Sonderveranstaltun- aen und durch Auswüchse der Saisonschluß- und Znventuroerkäufe findet, hat zu der immer nachdrücklicher erhobenen Forderung geführt, diese Veranstaltungen auf das unbedingt erforderliche Maß einzuschränken. Der Deutsche Industrie- und Handelstag und die Haupt- Gemeinschaft des Deutschen Einzelhandels unterstützen diese Forderung und werden Vorschläge für eine zukünftige Regelung ausarbeiten. Als besonders schädigend hat sich vor allem auch die Häufung derartiger Veranstaltungen durch die Vornahme von Sonderoeranstaltungen vor und nach den Saifon- schluß- und Inventurverkäufen erwiesen. Außerdem werden die gesunden Bestrebungen, die Saisonjchluh- verkäuse nach Möglichkeit an das Ende der Saison zu verlegen, durch vorher vorgenommene Sonder- oeranstaltungen gestört. Bis zu einer endgültigen Regelung empfehlen deshalb der Deutsche Industrie- und Handelstag und die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, von Sonderveranstaltungen vier W o - chenvorundnachdemfürSaisonschluß- und Inoenturoerkäufe allgemein zugelassenen Zeitraum abzusehen. persönliche Vorstellungen beim hessischen Personalamt zwecklos. Das Hessische Personalamt in Darmstadt nimmt Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß persönliche Vorstellungen beim Personalamt völlig zwecklos sind. Falls ein Bedürfnis zur Stellungnahme oorhegt, ist dazu der schriftliche Weg zu wählen. Hessische Personalien. Aus Grund des Gesetzes Über die Altersgrenze traten der Strommeister 3ohann Lebert zu Groß-Steinheim und der Förster Georg Ludwig Zimmermann zu Forsthaus Wildbahn mit Wirkung vom 1. August in den Ruhestand. Der Berufsschullehrer Heinrich Lorenz F r i e h in Jugenheim a. d. B. trat mit Wirkung vom 16. 3uli in den dauernden Ruhestand. Auf eigenes Nachfuchen traten Kreisdirektor Dr. Otto Michel bei dem Kreisamt Lauterbach und der Bauoberinspektor Matthias Otto zu Mainz mit Wirkung vom 1. Oktober in den Ruhestand. Der Derwaltungsinspektor Nikolaus K o s e r aus Bensheim wurde auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen. eröffnete die feierliche Sitzung mit Worten der Begrüßung an den Rektor der Alma mater Ludovi- ciana, der „Gärtnerin, die den Baum gepflanzt und durch alle Jahre mütterlich betreut" habe, an den Direktor der Universitätsbibliothek, die feit vielen Jahren mit der Gesellschaft in fruchtbringender Gemeinschaftsarbeit stehe, an die Vertreter der Volks- und höheren Schulen und an die Vertreter der Presse. Als Ehrengast durfte die Gesellschaft Herrn Professor van Wals em, den ausgezeichneten Pathologen und Haematologen, einen alten Freund deutscher Wissenschaft mit besonderer Freude begrüßen. Mit Gruß und Gegenrede beglückwünschten die Gesellschaft sodann: Herr Prof. Dr. I e ß als derzeitiger Rektor der Landesuniversität, Herr Prof. Dr. Ebel als Direktor der Universitätsbibliothek und Vertreter des Oberhefsifchen Geschichtsoereins und des Vereins für Volkskunde, Herr Landgerichtspräsident Dr. N e u e n h a g e n als Vertreter des Vereins für Erd- und Völkerkunde. Telegramme, darunter eines des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen, reihten sich diesen Glückwünschen an, die der Vorsitzende mit Dank und Gelöbnis entgegennahm. Die Gesellschaft, auf die Unterstützung und Hilfe aller genannten Behörden und Körperschaften angewiesen, gedachte durch seinen Mund auch der unermüdlichen Tätigkeit ihrer Mitglieder, durch die allein ihre Arbeit und ihr Fortbestand gesichert sei und ernannte anläßlich des festlichen Tages zu Ehrenmitgliedern die Herren Professoren Geheimrat Fromme und Geheimrat König. Sodann gab Herr Dr. Heußel einen kurzen Bericht über die vergangenen hundert Jahre. Unter Derzichr auf eine rein historische Aufzählung und auf Nennung der Namen der zahlreichen bedeutenden Manner, deren Mitarbeit die Gesellschaft gefördert ließ er in großen Zügen den geistesgeschichtlichen Wandel der Zeiten und seine Spiegelung in ben Geschicken der Gesellschaft erstehen. Inmitten der politischen Reaktion und dem seelischen Druck des Jahres 1833 erstand der Entschluß zur Gründung der Gesellschaft, über deren erste Verhandlungen nur spärliche Mitteilungen vorliegen. Bald machte sich das Bestreben geltend, neben medizinischen Fragen tn erster Linie naturwissenschaftlichen Gebieten sich zuzuwenden. Gleichzeitig mit dem hervortreten der experimentellen Forschung auf allen Gebieten und dem Siegeszug der organischen Chemie von Gießen aus erlebt die Gesellschaft die Blütezeit ihres ersten Vierteljahrhunderts. Zukunftsweisende, von hohem Idealismus getragene Dorte spricht der damalige Vorsitzende bei der Feier ie5 25jährigen Bestehens. Die seit 1847 in ununterbrochener Folge erscheinenden Abhandlungen der Gesellschaft geben einen Einblick in die Vielseitigkeit ihrer Interessen und die Sorgfalt der auf allen Gebieten geleisteten Arbeit. Neben Vorträgen über Flora und Fauna der Heimat finden sich solche über Geologie, Anthropologie, Klimatologie, Meteorologie und neben Chemie und experimenteller Physik Zelle durch ZufaN oder künstlich verändert wird. Auch zwischen Zellenkern und Plastiden besteht zweifellos eine gegenseitige Abhängigkeit. Wie kommt nun Gleichartigkeit, wie Mannigfaltigkeit zustande? In sorgfältigster Weise verteilt die inbirrfte Kernteilung die Substanz eines Kernes auf die Kerne von Tochterzellcn. Weniger sorgfältig und mit einem geringeren Aufwand können auch die Plastiden und das Protoplasma einer Zelle gleichmäßig auf Tochterzellen verteilt werden. Manigfaltigkeit kommt im Gegensatz zu Gleichartigkeit dadurch zustande, daß der Zellteilungsmechanismus, z. B. bei der Ge- schlechlszellenbildung, ungleichwertige Anlagen verteilt und so eine irreversibele Ungleichheit schafft. Auch bei anderen Zellen kommt gelegentlich in- äquale Verteilung von Anlagen vor, z. B. bei der Bildung weißer Sektoren in einer roten Blüte. Mit Hilfe des Experimentes ist es auch möglich, Plastiden inäqual zu verteilen, z. B. alle Plastiden in eine von zwei Schwesterzellen zu locken und die andere Schwesterzelle plastidenfrei zu machen, die dann dem Hungertode ausgeliefert ist. Jnäquale Derlei- lung von Fähigkeiten führen, wie das an der in- äqualen Teilung bei der Bildung des Schließzellen« apparates der Schwertlilie gezeigt werden konnte. Schließlich wurde dargetan, daß bei den Kieselalgen Zellen Vorkommen, die sich überhaupt nicht mehr äqual teilen können, ja durch die Besonderheit ihres Teilungsoorganges schließlich an einem Punkt an- langen, der Regulationen nötig macht. Weitere Mag- lichkeiten inäqualer Teilungen liegen in der inäqualen Verteilung bestimmter Protoplasmabestandteile oder sogar von Molekülgruppen, doch sind die kausalen Bedingungen solcher Teilungen heute noch keineswegs zu übersehen. Hier stoßt vorläufig der Versuch, die Manigfaltig- feit der Pflanzenzellen zu erklären, auf seine'Grenzen. Die Zuhörer dankten mit lebhaftem Beifall den formvollendeten, auch dem Laien verständlichen Aus- sührungen des Redners. Unter fachkundiger Führung des Herrn Dr. Heidt wurde sodann ein Rundgang durch den im Blütenschmuck prangenden Botanischen Garten unternommen. Slips von der „Queen Mary“. Wie ein Foxterrier der Skagerrak-Schlacht entrann. Nach der Erzählung eines deutschen Marineoffiziers. Es war in der Skagerrakschlacht. 5.15 Uhr nachmittags hatten sich das englische Schlachtgeschwader und die deutschen Panzerkreuzer im Kampf verbissen. Der Feuerkampf entbrannte zu äußerster Heftigkeit. Die deutschen Panzerkreuzer „Seydlitz" und „Derfflinger" richteten ihre Salven auf den englischen Schlachtkreuzer „Queen Mary". Ihr Schicksal war besiegelt. Um 5.26 Uhr wurde „Queen Mary" durch eine Salve von „Seydlitz" und „Derfflinger" schwer getroffen. Hierdurch war eine heftige Entladung verursacht worden, vermutlich durch Entzündung der Munitionskammern. In zwei Teile zerrissen, sank „Queen Mary" mit 57 Offizieren und 1209 Mann in die Tiefe. Es konnten nur wenige Ueberlebenöe aus dem Wasier gerettet werden. Die Boote der X. Torpedobootshalbflottille wurden von Admiral Scheer zum Suchen nach lieber- lebenden entsandt. Es konnten aber nur sehr wenige Ueberlebenbe noch gefunden und aufgefischt werden. Eines dieser Boote rettete einen englischen Fähnrich, der schon halb ohnmächtig war und sich nur sehr langsam wieder an Bord erholte. Aus einem anderen Boot leitete der Oberleutnant z. S. d. R. A. diese Rettungsarbeiten, und dieser erzählte mir später die Rettung von seinem Foxterrier Stips, der einst auf die untergegangene „Queen Mary" gehörte. Ich gebe seine Schilderung hier wieder. Während die Matrosen meines Torpedobootes mit den Bootshaken nach Schwimmenden angelten, sah ich plötzlich einen merkwürdigen Gegenstand auf die Bordwand zutreiben. Ich traute meinen Augen nicht. Es war ein Foxterrier! Er hatte sich an einer Spillspake krampfhaft feftgebiffen und so den Kops oben behalten, war aber durch das viele Wasserschlucken und den ausgestandenen Schrecken sehr matt. Mit seinen Augen schien er zu sprechen und um Rettung zu flehen. Jeder Seemann hat eine Schwäche und Leiden- schäft für Tiere. Zu gleicher Zeit hatten sich viele Mannschaften an der Reling festgehalten und mit den Bootshaken das Stück Holz mit dem Hund an die Bordwand herangehievt. An einer Seine ließ sich ein Seemann herab und brachte in wenigen Augenblicken das Tier an Bord. Der englische Fox meü)et sich, wie es an Bord üblich war, auch an, bellen konnte er vor Ermattung zwar nicht, aber er wedelte vor Freude über seine Rettung und den festen Untergrund mit seinem kleinen Schwänzchen. Das Maul war noch verkrampft, man konnte das Stück Holz noch nicht lösen. Die Liebe zu dem Tier und das Mitleid ließ die Seeleute ganz vergessen, daß im Augenblick eine große Seeschlacht geschlagen wurde, und an derselben Stelle 1266 Mann den Heldentod für ihr Vaterland gefunden hatten. Stips, fo wurde er genannt, wurde an Bord des Bootes sorgsam betreut, abgerieben. Im Gefühl der Geborgenheit erholte er sich auch soweit, daß er den Krampf verlor und sich, wenn auch mühsam, wieder auf seine Beine stellte und sich selbst von Oel und Fett reinigte. Futter verschmähte er. Deutsch konnte er noch nicht verstehen. Stips kam nun in die Ossi- ziersmesse, wurde trocken und weich gebettet und wurde dann die nächsten Stunden sich selbst überlassen. Die Seeschlacht ging weiter, und die Boote wurden zum Gros zurückgerufen. Im Lauf der Schlacht waren die II., V. und VII. Torpedobootsflottille nicht zum Anarisf gekommen. Obwohl diese drei Flottillen zum Angriff für die Nacht an den Feind angesetzt worden sind, gelang es ihnen nicht, da ihnen jeder Anhalt über den Standort des Feindes fehlte, den Feind zu finden. Daher kehrten diese Boote am 1. Juni um 3 Uhr vormittags befehlsgemäß wieder zu ihren eigenen Verbänden zurück. Stips brauchte also keinen weiteren Kampf mitzumachen und schlief auf seinem deutschen Lager einen tiefen Schlaf. Am 1. Juni 1916 gab Admiral Scheer um 5.07 Uhr früh den Befehl: Verbandsweife einlaufen. Es wurde jetzt wieder in der Höhe von Helgoland in gewöhnliche Kriegswache gegangen. Oberleutnant A. hatte Freiwache und begab sich jetzt erst nach Stunden zu seinem Schützling „Stips". Er mußte ihn auf Englisch wecken und um seine Gunst betteln. Aber Stips fletschte mit den Zähnen, er wollte seine englische Ruhe haben. Sehr wahrscheinlich waren seine Nerven nach diesem schrecklichen Erlebnis noch nicht beruhigt. Auch war es nicht die Stimme seines Herrn. Armer Stips, vielleicht waren auch feine Ohren noch taub von den Salven und Treffern der Seeschlacht? Den etwas später eintretenden Kommandanten, der so mit seinem Boot manövriert hatte, daß er an die Bordwand antreiben mußte, beachtete Stips schon gar nicht; er war eben stolz wie ein Engländer. Als aber der Kommandant englisch zu ihm sprach, da spitzte er die Oehrchen. Endlich waren die Boote in den Hasen eingelaufen. Die Begeisterung über die gewonnene Seeschlacht war überwältigend. Stips wurde nun als stiller Held allgemein bestaunt. Inzwischen hatte er sich gut von den Schrecknissen erholt, und als der Steward den Frühstücks- tich fertig machte, übersah er den Tisch; aber er hatte Anstand, er stahl nicht. Er mußte sich nun doch langsam an die deutsche Sprache gewöhnen. Im Laufe der Zeit war er fo gut dressiert worden, daß er alles verstand. Stips blieb der Liebling der Besatzung und der gesamten Torpedobootsflottille. Gr ging im Hafen mit Wache, auf der Brücke musterte er jeden Fremden und fletschte mit den Zähnen. Aber er war sonst gutmütig. Später ging er selbständig in Wilhelms- hafen spazieren, den Weg zum Kasino kannte er genau. Kannte auch seine Freunde. Er war eben ein richtiger Marinehund! Seinem neuen Herrn war er treu ergeben, machte noch viele Fahrten mit in See, blieb aber zumeist dabei unter Deck; anscheinend hatte er doch beim Anblick des großen Wassers eine Erinnerung an schreckliche Stunden. Buntes Allerlei. Ein alter Zopf wird abgeschnitten. Bei der Durchsicht der alten Polizei- und Strafgesetze wurden einige höchst merkwürdige Vorschriften entdeckt, die zwar schon lange veraltet, formell "jedoch noch immer in Kraft waren. Diese für die heutige Zeit kuriosen Bestimmungen wurden durch einen Beschluß der zuständigen Ministerien nunmehr außer Kraft gesetzt. Unter diesen netten Sachen befindet sich auch die Allerhöchste Bekanntmachung vom 31. August 1815 über das gefährliche Tabakrauchen. Um diese Zeit war das öffentliche Rauchen noch verpönt und besonders wurden an dem „feuergefährlichen" Tabakrauchen Anstoß genommen, da hierdurch sehr leicht Brände entstehen konnten. Deswegen wurde nach einer Deklaration von Jahre 1764 in Preußen das Rauchen mit erheblichen Strafen bedroht, und der, der einen Raucher anzeigte, erhielt dafür 25 Taler „Denunziations-Prämie". Zu Anfang des 19. Jahrhunderts jedoch erschien dem Preußen- könig Friedrich Wilhelm III. die Strafe als auch die Prämie etwas reichlich hoch, und so wurde in dem Gesetz von 1815 bestimmt, daß für das verbotene Rauchen nur eine Strafe von 2 Talern erhoben werden dürfe, und der „Denunziantenanteil" künftighin nur einen Taler betragen könne. Formell galt dieses Gesetz auch heute noch, wurde aber natürlich nicht mehr angewandt. Gleichzeitig mit diesem Erlaß gegen das Tabakrauchen wurden noch einige andere alte Gesetze aufgehoben, so die Verfügung über die Abschaffung der Backöfen in den Häusern auf dem platten Lande von 1724. Weite Reise einer Renntier Herde. Nach einer Wanderung von 31/, Jahren ist jetzt eine Rennlier-Herde, die von geübten Eskimos und Lappen geführt wurde und gegen Ende des Jahres 1929 von der Westküste von Alaska aufbrach, in dem kanadischen Renntier-Schutzgebiet angelangt, das sich in einer Ausdehnung von 25000 qkm oft» lich vom Mackenzie-Delta in der Nähe von Aklavik, der Eskimo-Hauptstadt am Polar-Meer, aus dehnt. Es ist eine denkwürdige Reise, die die Tiere zurückgelegt haben. Wolfsrudel, furchtbare Schneestürme und alle Unbilden des hohen Nordens bedrohten die Herde und ihre Hirten und lichteten die Reihen, so daß von den ursprünglichen 4000 Tieren 1000 ihr Ziel nicht erreichten. Eine anschauliche Schilderung der großen Wanderung hat der sechzigjährige Lappländer Andrew Bahr, der als Oberhirte den Zug leitete, dem Berichterstatter eines in Vancouver erscheinenden Blattes gegeben. Im November 1929, dem ersten Monat der Weltkrise, zog die Herde nordwärts, am Rande des Stillen Ozeans entlang, dann ostwärts, den Küsten des Polarmeeres folgend. Zwei Mannschaften Eskimos mußten wegen Erschöpfung die Weiterreise aufgeben, aber ihre Plätze wurden durch andere nomadisierende Söhne des Nordens eingenommen, die sich dcr Herde anschlossen. Häufig wurde der Zug von Wölfen angegriffen, die in einem Winter mehr als 100 Tiere töteten. 3n einem Sturm im Winter 1931 gingen 500 Stück verloren; es dauerte sechs Monate, bis man sie wieder zusammengebracht hatte, und während dieser Zeit litten die suchenden Eskimos furchtbar an Nahrungsmangel; einer starb dabei. Der Leiter des Eskimo-Lagers und sein Sohn waren auf der Jagd nach Wild zwei Wochen lang verschollen, kehrten dann aber wohlbehalten zurüL 2ahr hörte drei Jahre lang nichts von den Seinen. Die Hirten mußten beständig in Bewegung sein, um die Herde zufammenzuhalten, und umkreisten sie auf ihren Schneeschuhen. Von Schäferhunden unterstützt, arbeiteten sie so in 24stündigen Schichten. Während der Zeit der Schneestürme blieben stets zwei zusammen und lösten sich bei der Bewachung der Tiere ab, in dem sie nur alle 48 Stunden schliefen. Bei einer Kälte bis zu 50° C ertrugen sie die härtesten Strapazen, die nur Eskimos und Lappen aushalten können. Auch die Frauen der Lappen und Eskimos nahmen an der Wanderung teil. Sie fuhren auf Schlitten, die von den Renntieren abwechselnd gezogen wurden; die Tiere waren so zahm wie Rindvieh und ließen sich mit dem Laffo fangen. Die Frauen kochten für die Männer, fertigten für sie frische Kleidung an und versorgten sie in jeder Weise. Die ganze Karawane, Renntiere, Hirten und ihre Familien mit Schlitten und Vorräten, ist jetzt in gutem Zustande an ihrem Ziel angelangt; damit ist eine der größten Leistungen in der Domestizierung des Renntiers nach Zurücklegung einer Strecke von 3000 km vollbracht worden. SJ.-fpor/ Aufruf des Hunderllausende rüsten zum 15. Turnfest Wirtschaft 1 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Banknoten. 5,5 Zweckschauen Anorb- eine ver- dec und emporge- das Herz Die nationale Feier am 29. Juli, die etwa halbe Million Menschen auf dem Masen einigen wird, wird mit dem Bekenntnis Massen, dem anschließenden Zapfenstreich band deutscher Gebtrgs- und Wandervereine ist zu beglückwünschen, daß an seine Spitze ein so volksnaher Mann wie Professor Dr. Werner gestellt worden ist. ten an Tribünen, Zelten und Türmen wachsen sind, wird bestätigt, woran sich feit Jahren begeistert hat. In Uebersichtlichkeit, Geschlossenheit, Mäßigkeit und, wohin das Auge auch mag, in künstlerisch wohl abgewogener Denkt an die „Stiftung für Opfer der Arbeit"! Einzahlungen an Reichskreditgesellschasl Berlin W 8, Behrensstrahe 21/22, sowie auf deren Reichs- bankgirokonlo und deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe der Kontobezeichnung: „Stiftung für Opfer der Arbeit". 9,13 5,4 5,25 des Starkenburgischen und Rhein-Mainischen Po- saunenchor-Berbandes, gehalten. Der neue Ortsgeistliche, Pfarrer Christian, verlas einen schriftlichen Glückwunsch des durch Krankheit am Erscheinen verhinderten Gründers, Pfarrer Graf, und sprach auch das Schlußwort. Nach Beendigung der Feier begaben sich Gesangverein „Harmonie", der Schülerchor und ein großer Teil der vereinigten Bläserchöre zur Wohnung des Pfarrers Graf um Ihm nochmals eine Huldigung darzubringen, für die der Geehrte in bewegten Worten dankte. Damit hatten die Feiern ihren Abschluß gefunden. Bis zu-m Beginn des 15. Deutschen Turnfestes, am 22. Juli, ist es nur noch kurze Zeit. Dann werden die Turner aus allen Gauen Deutschlands zu den Sonderzügen streben, die sie nach dem Ziele ihrer langjährigen Wünsche, nach Stuttgart, bringen sollen. Es sind inzwischen Hunderttausende geworden, die dem Rufe nach Stuttgart folgen und die mit hochgespannten Hoffnungen der schönen Schwabenstadt zustreben werden, um sich auf Jahre hinaus Anregung, Zuversicht und Hoffnungsfreudigkeit zu holen. In der Tat, in Stuttgart und auf dem Wasen bei Cannstatt ist inzwischen wahrhaft Großes geschaffen worden. Jetzt, wo auf dem weiten Plan, auf dem noch vor Jahren nichts zu sehen war als Baumund Graswuchs, aus dem Boden wahre Riesenbaueben geschieht, haben wir mehr Nachteil als Vorteil, zumal das wenige Wasser in ganz kurzer Zeit auf der heißen Straße und der Luft wieder aufgezehrt ist. In der Innenstadt fahren die Autos auch bedeutend langsamer. Ein Anwohnerfür Viele? £eid)fafbtdif der Sp.-Vg. 1900. Die Veranstaltung eines internen Clubkampfes am vergangenen Sonntag hat sich als ein glücklicher Gedanke erwiesen. Obwohl ein großer Teil der Leichtathleten nicht abkömmlich war, konnten zwei gleichstarke Mannschaften zusammengestellt werden. Im Gesamtklassement blieb die Gruppe B mit 47'/» Punkten knapper Sieger, die A=2cute brachten es auf 42'/» Punkte. Die Leistungen wurden durch den starken Wind und die schwere Bahn beeinträchtigt. Nachstehend die Ergebnisse: 100 Meter: 1. Eldracher (A) 11,3 Sek.: 2. Koch (B) 11,6 Sek.: 3. 3ung (B) 11,9 Sek.: 4. Betz (A) 12,1 Sek. 20 0 Meter: 1. Koch (B), 2. Eldracher (A) 23,1 Sek.: 3. Jung fB), 4. Betz (A). Hierzu muß bemerkt werden, daß Eldracher Vorgaben erteilt hatte, und zwar Koch und Jung je 7 Meter, Betz 10 Meter. 800 Meter: 1. Bepperling (A) 2:06 Min.: 2. Baumstieger (B) 2:06,9 Min.: 3. Peters (B); 4. Grünewald (A). 1500 Meter: 1. Linsemann (A) 4:38,5 Min.; 2. Mooh (B) 4:46,2 Min.: 3. Bäcker (A) 4:46,3 Minuten: 4. Wittich (B). Hochsprung: 1. Peters (B) 1,50 Meter: 2. Hopfenmüller (A) 1,46 Meter: 3. Baumstieger und Koch je 1,43 Meter. Die etatmäßigen Hochspringer fehlten, sonst wären bessere Leistungen herausgekommen. Weitsprung: 1. Betz (A) 5,61 Meter: 2. Koch (B) 5,49 Meter: 3. Grünewald (B) 5,38 Meter: 4. Schmitz (A) 5,23 Meter. Diskuswerfen: 1. Kilo (B) 40,50 Meter: 2. Bepperling (B) 27,30 Meter: 3. Hopfenmüller (A) 26,65 Meter: 4. Betz (A) 24,40 Meter. Kugelstoßen: 1. Kilo (B) 11,77 Meter: 2. Lipp (A) 11,30 Meter: 3. Jung (B) 10,22 Meter: 4. Brehme (A) 9,56 Meter. Speerwerfen: 1. Hopfenmüller (A) 43,15 Ministerpräsident Or. Werner Reichs- kommiffar für das deutsche Wandern. WSÄ. Darmstadt, 17. Juli. Ministerpräsident Prof. Dr. Werner, der nicht nur ein eifriger Dogelsbergwanderer ist, sondern auch in Würdigung seiner großen Verdienste um die deutsche Wandersache kürzlich vom Odenwaldklub zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde, ist nunmehr zum Reichskommissar für das deutsche Wandern ernannt worden. Der Herr Reichskommissar versteht unter Wandern nicht das Kilometerfressen, sondern ein sinnvolles Durchwände rnderdeutschenLandschaft mit ihrem Reichtum an Kulturgütern und ihren zahlreichen volkskundlichen, geschichtlichen, literarischen, naturwissenschaftlichen Beziehungen. Der Reichsver- 1,2 5,4 5 4,9 9 5,425 1,2 5,4 5,15 4,75 9 5,4 1,15 5,4 4,9 9 5,25 5 nung und Gliederung steht eine herrliche Fesk- plahanlage, wie sie noch nie für ein Deutsches Turnfest erbaut worden ist. Bei der großen Tribüne auf der Festwiese sind es nicht allein die gigantischen Ausmaße, die das Auge des Beschauers beim Betreten des Platzes gefangen nehmen, sondern die architektonische Schönheit, die diesen Riesenbau auszeichnet. Wie die Mauer einer malerischen, mittelalterlichen Stadt nimmt sie sich aus, überragt von den 16 Meter hohen Vorturnertürmen und dem Kommandoturm in der Mitte. Von der Festwiese aus ist der Blick auf die terrassenförmig ansteigenden, in zahlreiche Blocks eingeteilten Sitzreihen ebenfalls überwältigend. Kein Wunder, daß der Wasen schon jetzt täglich der Anziehungspunkt von Hunderten und Tausenden ist. Beim Verpflegungsdorf wollen sie es nicht glauben, daß die Zelte — es ist in Wahrheit ein Dorf für sich — nur der Verpflegung der Festbesucher dienen sollen. Richt weniger bewundernd steht man vor dem Flaggenturm, der mit feinen fünf Stockwerken schon eindrucksvoll genug aussieht. Es sind aber nicht weniger als weitere sechs Stockwerke, bis die Gesamthöhe erreicht ist. Dieser Mittelpunkt des Festplatzes ist wahrhaft ein würdiges Wahrzeichen, das dem Feftplatz zu einem besonderen Schmuck gereicht. Von der Höhe seiner Plattform aus wird der Rundblick in den Festtagen ein- Emgesandi. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Der Sprengwagen im Südviertel. Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit verkehren in unserer Stadt auch wieder die Sprengautos, um der großen Hitze und dem so unangenehmen Staub etwas zu begegnen. Gewiß ist das eine sehr anerkennenswerte Einrichtung. Im südlichen Stadtteil, obere Frankfurter Straße, und ganz besonders in den kleineren Nebenstraßen, fahren diese Wasser- autos aber mit solcher Geschwindigkeit, daß, wer sich in ihrer Nähe befindet, sofort flüchtet, um den zigartig fein. Ein besonderer Genuß ist es, die Musteranlage der Kampfbahn und des Tennisturnierplatzes zu betrachten. Die Kampfbahn sowohl wie die Festwiese haben bereits eine Belastungsprobe durchgemacht in Gestalt von zwei Mas - senoeranstaltungen der sportlichen und nationalen Verbände, bei denen sich die Zweckmäßigkeit der Anlagen glänzend erwiesen hat. lieber die Festfolge hinaus, von der ganz gewiß gesagt werden kann, daß auch sie noch auf keinem Deutschen Turnfest an Reichhaltigkeit Überboten worden ist, werden die Turnfesttage Ereignisse bringen, deren sich die Festbesucher auf Jahrzehnte hinaus erinnern werden. 4% Cefterretdjifdje ®olbrente... 4,20% Oesterrelchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Yi% desgl. von 1913.......... 5% abgesi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l.................... iParteimänner 3 e i t e n! Worauf es kommen muß, ist die kirchlichen Persönlio , miöglicht wird, in di uvoher sie kommen, Dritten Ranges sein. , .anderer werden, so l Folgen gar nicht abz 6we* BelW1”' Gieb^.-B 'D|<5; R.ing$Pre au ßenpolj Seu tsch lands z Ablegung b Berlin, 17. 3i preußische Minister nn i t sofortiger' r.nuppeliniötr Irzerbeamten nicht n find 1 «bereitschosten. bei de teilungsleitern untc Äre ousnahm; igewohnljchein Anlaß ^Kommandeure oder °,sen. Die £ in der bisher!" ■ßine Gedenktafel fi.H aui5u Saalei wurde FnT'1 «n’ÄÄ wieder re,te 'hm Mw1 Kameraden iL“ ! 65 Kapitän (Fk"? keine Gedenkfeier 'eben unb jÄ6 A 2'e Gedenktag ^ne Jnschrji. "'d>e © •-anipfe um ^ler fit kulant,} 3 Hann Fs^°-D.Ke e Am ö-tr, SBrjq, l nedhof fanb pe Gebe D^Ig, ^eichsführ ^e'er fl kt-men, bie V* von i -lsK-! -WS Itien Loches » »I 3«r Wiederherstellung des Kreised Biedenkopf. WER. Dillenburg, 17. Juli. Das vom Staatsminifteriurn beschlossene Gesetz über die Wiederaufteilung von Landkreisen sieht bekanntlich u. a. auch die Wiederherstellung des Kreises Biedenkopf vor, jedoch mit Ausnahme des RodheimerBezirks, der im Kreisverband Wetzlar verbleibt. Es handelt sich um die Ortschaften Fellingshausen, Frankenbach, Hermann.- stein, Königsberg, Krumbach, Raunheim, Rodheim a. d. Bieber und Waldgirmes. großen Staubwolken zu entgehen, welche noch lange nachher auf den Straßen lagern unb burch bie geöffneten Fenster in bie Wohnungen einbringen. Durch bas schnelle Fahren wirb auch nur wenig Wasser auf die Straße gebracht. Wir waren ber Stadtverwaltung sehr zu Dank verpflichtet, wenn etwas mehr Rücksicht geübt würde, denn wie es Zundes zu S-Ä ßsS- fcsä tfirdjlidjen W5 6 Iftmpfe «rniui ««91 W.clmeljr em »1“ De innung, die “°9 liegt, in dem festen Zusammenschluß Bttics Paulusworles 2 I chatten die Einigkeit | Friedens." I Darum muß I politischen Gruppen I neuer Art sich, nicht [ Monopolanspruchen. I «en für die höhere mieinschaft bei diese Lj- des geeinten bei ■einten evangelischen j schen evangelischen Dem alleinigen Gesict Frankfuri a. M. Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schluß« kurs Schlußk. Mittag, börse Datum 15 7- 17.7 14.7- 17-7- 6% Deukiche Reichsanleihe v. 1921 82,65 82,65 82,65 83 6% eljem.7% Dt.ReichSanl. v. 1929 94.25 — 93,75 95 6Z48L Boung-Anleihe Bun 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schutt> ml' 80 80,75 80,25 81 AnSlos.-Rechten ............ 76,5 10,8 75,65 10,95 76,25 10,6 75,5 10,9 Desgl. ohne Anslos.-Rechte...... 6% ehern. 8% He«. Bolksstaal 1929 (rückzahlb. 102%)............ Oberhessen Provinz-Anleihe ml 76 75,75 76 75 Auslos.-Rechten ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt 66 66 — — Wold R. 12........... 79 79 78,5 78,25 6%% 4>ef|. Landes Hypotheken- banl Darmstadt Ligul....... Deutsche Komm. Sammelab I.An 94,75 84,75 - — leihe Serlei mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Ban! 67 67,5 66,9 68 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyv.-Ban' 82,5 82,5 — — Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6%% ehem. 4V,% Franks. Hyp. Bank.Llqu.-Pfandbrlese ..... 82,25 82,25 — — 86,75 86 __ — 6’/-% ehem. 4'/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe. ... 6% ehern. 8% Pr. Landespfand 86,4 86 — — briefansialt, Psandbriese R. 19 81,5 80,75 80,5 81,5 6% eyem. 7% Pr. Landespsand briesanstali. Pfandbriefe 8t l'1 81 81 81 81,75 lüerrechnungskurs 86 86 86 86 Frankfurt a.M. Berlin Aranlsuri a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag« börse Schlußkurs Schluß!. Abend« börsc Schluß« kurs Schlußk. Minag« börse Datum 15.7- 17.7 14-7. 17-7. Datum 15-7- 17-7 14-7- 17.7. 4% desgl. Serie 11............. 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.Beieinh.Rentev.l91S i% Rumänische vereinh. Rente .. 8%% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Paket .....t Hamburg-Südam. Dampfschiff, o Hansa Dampfschiff...........o Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz- und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Dtsronto- Gesellschaft................o Dresdner Bank..............0 Reichsbank .................j A.E.G......................o Elektr. LiesenmgSgesellschaft... 6 Licht und Kraft .............x Felten & Guilleaume ........o Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen ............... 4 Rheinische Elektrizität ........6 Schütten L Co..............o Siemens & HalSke............ Lahmeyer & Co..............io Buderus ...................< Deutsche ErdSl .............. Gelsenkirchener..............0 Harpener...................0 Hoesch Eilen-Köln-Reueisen.. 0 Ilse Bergbau ...............7 Nie Bergbau Genüsse........7 Klöcknerwerke ...............0 ManneSmann-Röhrea........0 5,4 4,75 4,1 25,75 16,5 17,5 44 50,25 54 45,25 146,9 22,25 86 102,5 51 81,5 97,25 104,5 154,5 122 73,4 117,25 61,5 99 161 114,5 56 63,75 5,4 4,8 4 25,25 16,25 17,25 45 90 50 54,25 45,25 147 23 87,25 104,65 51,75 84 108 157,75 123 74,75 116,5 61,5 98,5 160,5 114,5 59 65 5,45 5 9 4,25 25,75 16,4 17,25 43 91 50,25 54 45,25 147 21,75 85,5 103,5 49,5 82,4 97 104 154,75 123 73 115,13 60 98,5 63,9 156 112,5 54,4 62 5,45 9 4,3 25,25 16 21 19,25 16,75 44 90,25 50,25 54,25 45,25 147,75 23 87,5 104 51,75 84,65 98 108,25 157,5 123,75 75,25 116 61,9 99,5 66,75 154 114 59,25 64,4 Manstelver Bergbau.........0 Kokswerke..................0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen ......10 Rheinstabl .................0 Vereinigte Stahlwerke........0 Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........6 Kaliwerke Salzdetfurth.......p I G. Farben-Jndusirte.......7 Schetdeanstalt...............10 Goldschmidt ................0 RütgerSwerke...............0 Metallgefelljchast.............( Philipp Hotzmann...........0 Zementwerk Heidelberg ......4 Cementwerk Karlstadt.........0 Schultheis Pahenhoser........0 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldhof............0 Zcllstofs Aschaffenburg .......0 Dessauer GaS...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum ..........0 Orenstein L Koppel ..........0 Leonhard Tietz.............. 6 Chade......................12 Grttzner..................... Mainkrastwerke Höchst a.M. ... 4 Süddeutscher Zucker ......... e 23 36 211 91,75 36 15,5 122,5 126 163 132,9 171,5 45,25 59,9 57 36,65 49,5 42 18,75 30,5 44 17 179 23,25 152 37,9 207 92 37,5 15 123,25 166 132 172,5 46,75 60 57 55,5 83,5 77 36,5 49,5 41,5 18,5 30 44,5 17,5 181 22,5 63,5 150 23,25 77,65 35,5 209,9 91,75 35,75 15 123 122,5 163,5 133,13 44,5 59,25 57 54 116,75 36,5 49 41,5 19 107 30 43 38 17,13 179 151,75 25,9 79,9 38 206 92 38 14,5 124,5 127 166,25 131,65 47 59,65 57,25 = 117,5 36,13 50,65 41,75 18 109 30,4 44 39,13 17,13 184,5 27 149,5 14.3U11 17.3U11 Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Briei Geld Briei Helsingsors. 6,184 6,196 6,184 6,196 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag...... 12,54 12,56 12,52 12,54 Budapest ... —— —- — — Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,48 169,82 169,53 169,87 Oslo....... 70,33 70,47 70.28 Kopenhagen. 62,59 62 J1 62,54 62,66 Stockholm... 72,28 72,42 72,18 72,32 London ..... 14,00 14,04 13,99 14,03 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyork.... 2,932 2,938 2,927 2,933 Brüssel..... 58,49 58,61 58,49 58,61 Italien..... 22,24 22,28 22.18 22,22 Paris..... 16,42 16,46 16,42 16,46 Schweiz ... 81,17 81,33 81,17 81,'S Spanien... 35,08 35,16 35,04 35 <2 Danzig.... 81,62 81,78 81,62 81,/8 Japan..... 0,879 0,881 0,879 0,881 Rio de Jan. 0,234 0,236 0,234 0,236 Jugoslawien 5,195 5,205 5,195 5,205 Lisiabon... 12,74 12,76 12,74 12,76 Berlin, 17.Juli Geld Bries Amerikanische Noten.............. 2,88 2,90 Belgische Noten.................. 58,39 58.67 Dänische Noten ................. 62,28 62, J 14,01 Englische Noten ................. 13,95 Französische Noten............... Holländische Noten............... 16,38 169,11 16,44 169,79 Italienische Noten................ 22,06 70,11 22,14 70,39 Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten............... _ - - Schwedische Noten............... 72,01 72,29 Schweizer Noten................. 80,99 81,31 Spanische Noten................ 34,91 35,01 Ungarische Motte ................