lir. 165 Erstes Blatt Dienstag, 18.3uli 1955 185. Jahrgang wgefanSt. im Süboitrfet les Pauluswortes Epheser 4, 3: „Seid fleißig, zu n Iten die Einigkeit im Geist durch das Band des r-iedens." Persönlich» Aus aller Welt AnwohnerfürBiele! M. dort bezeichneten scheu Bewegung, auf Lebenszeit. 6,196 ♦7,05 Im wrünrn Verlauf trab intzm em. 11. a. notierten: ÜUbe^anleit)e 75,65, 4 Tchuz- 1913-1914 7,20, Gprojentigi Ootb R. 8-10 82, Neichsbon! Darum muß gefordert werden, daß alle kirchen- .....en Gruppen und Bewegungen alter und ■"yk 58-39 62,23 13. 16. 1K." 22,06 70,11 Berlin - Zoll___ , jiontrung Srie', ----6J96 47,05 12,56 3,053 169,82 70,4 62,71 72,42 14,M 0M 2,9» 58,61. 22,28 16,« 81,» 35,16 81,7 0,88 0,236 5,20 1 12,76 Oaö Verbot der „Deutschen Zeitung^ Berlin, 17. Iuli. (6/2103. Funkspruch.) Zum Verbot der ^Deutschen Zeitung" wird von unter- nHteter Seite mitgctcilt: Das Verbot der .D-eutschen Zeitung' auf drei Monate ist auf rersönliche Anordnung von OK i n i» herpräsident Göring erfolgt. Gleichzeitig hat der Ministerpräsident angeordnet, daß der tnisterpräsident werde, so wird erklärt, auch in Zukunft unnachsichtig gegen jedeZei- |u n g vorgehen, deren Inhalt geeignet sei, die außenpolitischen Beziehungen S«utschlands zu stören. Ablegung des Polizeiknüppels. Berlin, 17. Juli. (CAD.) (Amtlich.) Der preußische Minister des Innern hat verfügt, daß mit sofortiger Wirkung der Polizei- Inüppel im Straßendienst von den Po- h^cibeamten nicht mehr zu tragen ist. Die - ?,»!izeiknüppel sind bei den Polizeirevieren und .be-reitschaften, bei der Landjägerei, bei den Ableitungsleitern unter Verschluß zu Hal- |cx Ihre ausnahmsweise Ausgabe bei außer- §wöhnlichem Anlaß wird der Entscheidung der .Io nmandeure oder Landjägerabteilungsmeister üblassen. Die Ueberfallkommandos können zumeist in der bisherigen Weise mit dem Polizei- düwpel ausgerüstet bleiben. €une Gedenktafel für Kern und bischer auf Burg Gaaleck. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig,- für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20 u„ mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfür denAn- zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen. 72-01 80,99 0 12,54 3,053 169,87 70,42 62,66 72.32 14,03 0,932 2,933 58,61 22-22 16,46 81,'ß 35 2 81.78 o.m 0,23« 5,2 12.76 6J84 46,95 12,52 3,047 169,53 70,2 62,54 72,18 13.99 0,92 2,927 58,49 22.18 16,42 81,7 35,04 81,62 0,8/9 0.2» 5,1 12,74 Bcrlin, 18. Juli. (CNB. Funkspruch.) Italien und Rumänien haben ihren Freundschaftsoer- trag um ein halbes Iah verlängert. Die Verlängerung fällt in eine Zeit der politischen Umschichtung auf dem Balkan und in Osteuropa, die die volle Aufmerksamkeit der italienischen Diplomatie in Anspruch nimmt. Sie beweist, daß auch heute die Interessen der in ber Kleinen Entente zusammengeschlossenen drei Länder nicht ganz parallel laufen. Rumänien ist zwar ebenso wie S ü d s l a w i e n und die Tschechoslowakei auf Kosten Ungarns durch die Friedensverträge stark vergrößert worden und hat deshalb mit diesen Ländern eine gemeinsame Grund st ellung gegen den ungarischen Revisionismus. Es hat aber andererseits besondere politische, wirtschaftliche und militärische Interessen, die sich aus seiner Nachbarschaft'zu Rußland ergeben und ihm in der gesamteuropäischen Politik eine besondere Bedeutung sichern. So gehört Bukarest nicht nur zur französischen Interessensphäre, sondern spielt auch eine Rolle innerhalb des italienischen Systems, das dem französischen Einfluß an der Donau und auf dem Balkan entgegenarbeitet. Während die italienischen Verträge mit der Tschechoslowakei und Jugoslawien seit Jahren verfallen "2> 58.67 62-4 14, 16,44 169,79 22.1« 7039 72,2« 81-31 35,0» Erschein» täglich, auhe» Sonntags unb Feiertags IBeilagen: D,e Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats Bezugspreis: 9JIN 4 (lagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 , Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. $ernfpred)an|d)lüfle anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Dor einer Vereinigung beider Mecklenburg. Dibnitt, 17. Iuli. (TU.) Die 700jährige Stadt Ribnih begeht ein großes Heimatfest. In seinem Rahmen wurde in einer Festsitzung der Stadtverordneten dem Reichsstatthalter von Mecklenburg-Lübeck, Friedrich Hildebrandt. der Ehrenbürgerbrief der Stadt überreicht. In einer Ansprache erklärte der Reichsstatthalter, daß dieLänderMecklenburg- Schwerin und Strelitz vereinigt werden sollen und noch im Herbst dieses Iahres die ersten Maßnahmen getroffen werden würden. Italiens Balkaniniereffen Oer Zreundschastsvertrag mit Rumänien. Weltflieger Post in Novosibirfk gelandet. Am Montag um 14.28 Uhr osteuropäischer Zeit ist der Weltflieger P o st auf dem Moskauer Hauptflug- platz gelandet. Zur Begrüßung des Amerikaners waren Vertreter der sowjetrussischen Regierung unter Führung von Baranow sowie Vertreter der Gesellschaft Ossoawiachim unter Führung Malinowskis erschienen. Auch die englische, amerikanische und russische Presse war zahlreich vertreten. Post erklärte den russischen Militärflugsachverständi- gen, daß er auf dem Fluge nach Rußland mit atmosphärischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Trotz allem fühle er sich wohlauf. Rach ganz kurzem Aufenthalt will Post weiterfliegen, doch muß er die Zustellung der neuesten Wetterberichte abwarten. P o st ist heute (Dienstag) früh, von Moskau kommend, um 6.27 Uhr in Novofibirsk gelandet. Bundestagung dec Friseure in Dresden. In Dresden begannen die Verhandlungen der Tagung des Bundes Deutscher Friseure. Der Vundespräsident Statu Renz, Berlin, eröffnete die Sitzung und hieß die aus allen Gauen Deutschlands erschienenen Vertreter sowie eine große Anzahl von Ehrengästen willkommen. Er hielt hierauf im Auftrag der Reichsleitung wie auch des Präsidiums des Reichsstandes des Deutschen Handwerks eine programmatische Rede, in der er grundsätzlich auf den ständischen Aufbau einging. Er machte ferner Mitteilungen über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und der Schmutzkonkurrenz, über die Lehrlingshaltung, das Prüsungswesen und über die Stellung des Gewerbes zu den heute noch notwendigen Einkaufsgenossenschaften. Seine weiteren Ausführungen betrafen die Tarifregelung, die Trinkgeldablösung, die Kurzarbeit, den Ladenschluß, die Stellungnahme zu den Regiebetrieben und das Problem der Sonntagsruhe im Friseurgewerbe. Der 2. Bundesvorsihende, P l a h, Berlin, sprach über die Notwendigkeit des Beitritts zur Haftpflichtversicherung. Als nächster Tagungsort wurde München bestimmt. Bundespräsident Renz und der zweite Bundesvorsihende Platz wurden mit großer Mehrheit in ihren Aemtern bestätigt. Fünf Personen ertrunken. Auf dem Varesa-See, nördlich von Mailand, ereignete sich ein schweres Unglück. Sechs jungen Arbeiter im Alter von 25 Iahren aus der Umgebung von Varesa, die des Schwimmens und Ru^ms unkundig waren, hatten auf dem See eine Bootspartie unternommen, als plötzlich ein heftiger Wind aufkam. Die emsigen Bewegungen der mit den Elementen nicht vertrauten Books- insassen brachten das Doot, als es noch 200 Meter vom Ufer entfernt war, zum Kentern. Während einer von den Insassen sich an dem Kiel des Bootes festklammem konnte, bis Hilfe herbei- eilte, ertranken die fünf anderen. Die Leichen konnten trotz sofort aufgenommener Nachforschungen bisher nicht geborgen werden. 17 Jungkommunisten wegen Ermordung von zwei SA.-Wönnern vor Gericht. Vor dem Kölner Schwurgericht begann ein Prozeß gegen 17 Personen, die des Mordes an zwei SA.-Leuten angeklagt sind. Von den Haupttätern soll der 22 Jahre alte Arbeiter S) a - macher den SA.-Mann Spangenberg und der 25 Jahre alte Arbeiter Willms den SA.- Mann Winterberg erschossen und den SA.- Mann K e s s i n g schwer verwundet haben. Ferner sind die Täter des Mordversuchs an dem Polizeibeamten Eggert angeklagt. Die Taten wurden am 25. Februar d. I. verübt. Bei der Vernehmung gab Harscher zu, Mitglied des Roten Jungsturms gewesen zu fein und die Rolle eines Zugführers inne- aehabt zu haben. Auch die Bewaffnung dieser Gruppe mit Armeepistolen 08 gibt der Angeklagte zu. Zur Tat erklärt er, er sei abends zu einer kommunistischen Versammlung gegangen, wo die poli- BflöfnoJi B Aufruf des Evangelischen Bundes zur Kirchenwahl. Berlin, 15.Juli. (TU.) Der Evangelische Bund ' iciöffentlidjt zur bevorstehenden Kirchenwahl am Juli einen Aufruf, in dem es u. a. heißt: Der Evangelische Bund sieht in der neuen Kirchenterfassung die Erfüllung langgehegter Wünsche. Der tag der Wahl, der den Kirchengemeinden ihr relbstbestimmungsrecht wieder verleiht und ver- bü rgt, darf nicht ein Wahltag im alten Sinne fein, ‘äs alte kirchliche Parteiwesen, das unter völlig t/Ueren Gesichtspunkten entstanden ist, hat sich über- *bt. Die endlich mühsam bereinigte Atmosphäre des ü schlichen Lebens darf nicht durch erbitterte Wahl- inmpfe erneut vergiftet werden. Die Wahl muß n... .n; - um utn meinfdjaft bei dieser Wahl sich einglieucm muD. h-Atni n' mp|li,e "och lange dis des geeinten deutschen Protestantismus, der ge- nm.™ ...x x...x .■ f eirj(en evangelischen Gemeinden, der geeinten deut- ........... islmehr ein Akt ernster Besinnung werden, einer Verantwortung >" Beiinnung, die trotz allem, was nun hinter uns ‘nWS? bürfthDOn >estiJQ9ner >P»r., reiit leir h monie", ^gesunden." 2amit batten Sy«» lUJe\3tanfenbar^^ Ambach 2?nvnR ■ Bildung von Provinzialräten in Preußen. Beratende Körperschaften der Provinzial- Verwaltung. Berlin, 17. Juli. (ERB.) Das preußische Staatsministerium hat ein Gesetz über den Pro - oinzialrat beschlossen, das auch für die staatliche Prooinzialverwaltung den Führergedan- k e n verwirklicht und für den künftigen weiteren Aufbau der preußischen Verwaltung richtunggebend ist. Ebenso wie der nach dem Staatsgesetz neugebildete Staatsrat berufen ist, das Staatsministerium bei der Führung der Staatsgeschäfte zu beraten, soll künftig in jeder Provinz ein Prooin- xialrat gebildet werden, der den Dberpräfi» oenten und die Regierungspräsidenten bei der Führung ihrer Geschäfte berät. Seine Mitglieder führen die Amtsbezeichnung Preußischer Provinzial r a t. Der Oberpräsident beruft und leitet den Provinzialrat. Der Prooinzialrat stimmt nicht ab. Die einzelnen Provinzialräte äußern sich in den Vorlagen, die der Oberpräsident dem Prooinzialrat macht. Der Oberpräsident ist Präsident des Prooin- zialrats. Den Prooinzialrat bilden neben dem Oberpräsidenten die in der Provinz wohnhaften Staatsräte der zweiten und dritten Gruppe des Staats- ratsgesetzes, die Regierungspräsidenten und der Landeshauptmann. Auch kann der Ministerpräsident Personen noch beliebiger Auswahl für die einzelnen Prooinzialräte ernennen. Zum Provinzialrat kann nur ernannt werden, wer mindestens 25 Jahre alt ist und die Rechte eines deutschen Staatsbürgers besitzt. Er muß in der Pro- vinz seinen Wohnsitz haben. Nicht zum Provinzial- rat können ernannt werden Reichsminister, Reichsstatthalter, Mitglieder einer außerpreußischen Landesregierung sowie Beamte des Reiches oder eines außerpreußischen Landes. Der Ministerpräsident ernennt die Provinzialräte aus folgenden Gruppen: 1. Gruppe: Kreisleiter der NSDAP, sowie höhere Führer der SA. und der SS. (in Hessen-Nassau 10; Rheinprovinz 16). 2.Gruppe: Um Staat und Volk verdiente Männer der Provinz (in Hessen-Nassau 5, Rheinprovinz 9). Der Oberpräsident, die Regierungspräsidenten, die Staatsräte und der Landeshauptmann gehören dem 5tan(furl a-N- T i?5\ sind, ist der Vertrag mit Rumänien bisher stets erneuert worden, obwohl die Beziehungen zwischen Italien und Rumänien starken Belastungsproben ausgesetzt waren. Der Mussolinipakt wurde in Rumänien als ausgesprochene Unfreundlichkeit betrachtet und umgekehrt richtete die italienische Presse heftige Angriffe gegen den rumänischen Außenminister, als er in London und Paris gegen diesen Pakt arbeitete. Die kurzsristige Verlängerung des Freundschaftsvertrages zeigt, daß man im Augenblick auf beiden Seiten keinen vertrogslosen Zu st and will, den Inhalt aber f ü r abänderungsbedürftig hält. Auch in der englischen Presse wird darauf hingewiesen, daß gewisse Bestimmungen dieses Vertrages kaum mit der Revisionstendenz des Diermächtepak- tes in Einklang zu bringen seien. Gleichzeitig wer- den Vermutungen darüber angestellt, ob erfolgreiche Verhandlungen über einen neuen italienisch-rumänischen Vertrag d i e Grundlage zu einer Annäherung zwischen Italien und der Kleinen Entente überhaupt bilden würden. Auf alle Fälle ist es verständlich, daß Italien seine Position in diesem Teile Europas zu verstärken sucht, um bei der Auseinandersetzung über die Donaufrage seinen Einfluß wirksam geltend machen zu können. Moskau kämpft mit der Hungersnot. Moskau, 14. Juli. (TU.) Die Regierung der Sowjetunion und das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei hat folgende Kundgebung erlassen: „Angesichts der großen Not haben die Regierung und die Partei beschlossen, daß die a b z u - liefernden Getreidemengen fetzt vergrößert werden, und zwar werden alle staatlichen Getreidekollektio-Bauernwirtschaften gezwungen, die abzuliefernde Getreidemenge durchschnittlich v o n 1 6 auf 22 v. H. z u erhöhen. Außerdem werden die Kollektiven verpflichtet, die vom Staat gegebenen Samenanleihen zurückzugeben. Die Regierung erklärt dazu, diese Verpflichtungen müßten eingehalten werden. Die Verordnung ist von Molotow und Stalin unterzeichnet. Em plan zur Besiedelung Aordaustraliens. London, 15. Iuli. (TU.) Ein großzügiger Plan für die Entwicklung und Besiedelung der weiten bisher unbewohnten Teile Nordaustraliens durch 2 Charter-Gesellschaften wurde vom australischen Mi- nifterpräfibenten Lyon angekündigt. Englische und australische Finanzgruppen haben bereits die Bildung von Gesellschaften zugesagt. Die australische Regierung hofft, durch diese weittragende Maß- nähme endlich eine Lösung für das größte Problem Australiens, den „leeren Norde n", zu finden, dessen 500 000 Ouadratmeilen tropischen Gebiets zehnmal die Größe von England und Wales umfassen. Zur Zeit leben in dem Gebiet nur 4000 Weiße und 20000 Eingeborene. Die Kapitalausgabe für den Plan wird vorläufig auf eine Sume von 4 Milliarden Pfund veranschlagt. Eine Bedingung des Entwicklungsplans ist, daß nur Angehörige ber weißen Rasse angesiebelt werben bürfen. Es ist vorgesehen, baß bie erste Gesellschaft bas Gebiet süblich des Earpentaria-Golfes einschließlich bes Barkly- Tafellonbes mit einem Hafen an ber Mündung bes McArthur-Fluffes ausbeutet. Die zweite Gesellschaft soll in bem Gebiet bes Victoria-Flusses arbeiten. Möglicherweise würbe biesern Gebiet ein Teil West- auftraliens mit Wynbharn als Hafen angeschlossen werben. tische Lage besprochen und ein schriftlicher Befehl herausgegeben wurde, wonach olle Nationalsozialisten auf Waffen durchsucht und im Falle des Widerstandes gänzlich „umgelegt" werden sollten. Der Angeklagte gibt weiter zu, daß er am gleichen Abend ohne weiteres auf den SA.-Mann Spangenberg schoß, als er diesem am Hansaplatz begegnete. Aehnlich äußerte sich der Angeklagte W a e s e r. Während diese beiden Angeklagten die Tat eingestehen, bestreitet der Führer der zweiten Gruppe, Willms, den Feuerüberfall auf die SA.-Leute Winterberg und Kessing verübt zu haben. Ein weiterer Angeklagter sagt aber aus, daß Willms zweimal gefeuert und auch zwei weitere Angeklagte auf Winterberg und Kessing Schüsse abgegeben haben. Flugstützpunkt Dampfer „Westfalen" hat sich bewährt. Wie die Deutsche Lufthansa AG. mitteilt, ist der Dampfer „W e st f a l e n", nachdem er im Verlauf von 2% Monaten die Vorverfuche als Flugstützpunkt für Die beabsichtigte Luftpo stv erbin- dun g von Deutschland nach Südame- r i k a durchgeführt hat, jetzt in seinem Heimathafen Bremerhaven eingetroffen. Die Versuche wurden von den beiden Dornier-Wal-Flugbooten „Passat" und „Monsun" ausgeführt. Sie umfaßten eine Reihe von Abflügen und Landungen mit anschließender Uebernahme der Flugboote an Bord des Dampfers auf hoher See. Nachdem diese Manöver erwiesen hatten, daß die gesamten technischen Einrichtungen, insbesondere die Heinkel-Großschleuderan- lage, das Heinsche Schleppsegel und der von der Firma G. Becker gelieferte Kran den Zwecken entsprachen, wurden zwischen der afrikanischen Westküste und Südamerika mehrere Flüge in beiden Richtungen mit Zwischenlandungen bei der „Westfalen" ausgeführt. Die ausgedehnte Versuchsreihe, die ohne Rücksicht auf die Witterung durchgeführt wurde, entsprach den Bedingungen, die im regelmäßigen Luftpostdienst über den Südatlantik auftreten. Die vorliegenden Ergebnisse liefern den Beweis der Eignung aller verwendeten Geräte und Einrichtungen sowohl des Dampfers „Westfalen" als auch der Dornier-Wal-Flugboote. Mit dem Eintreffen in der Heimat geht der Dampfer „Westfalen" endgültig in den Besitz Der Deutschen Lufthansa über. Man Darf erwarten, Daß im Herbst Dieses Jahres Die ersten Postflüge Durchgeführt werden. kommunistische BranDffifler in Finnland. Die Riesenwaldbrände in Kurajervi und Rantatyösi (Finnland) sind angelegt worden. Die Urheber, meist Kommunisten, sind verhaftet. Auch in Kihnio wurde ein 17jähriger Bursche als Brand st ifter angehalten. In diesem Ort brannten mehrere Häuser ab unb über 100 Menschen wurden obdachlos. Die Erregung des Volkes ist so groß, daß es in allen Drei Orten versuchte. Die Uebeltäter zu lynchen. Dor Den Wahlen haben von Rußland unterstützte Kommunisten starke PropaganDa getrieben. 22 von Diesen finD in Den letzten Tagen in Das Gefängnis Uleaborg eingeliefert worDen. Der Kaiserpauker Sambo f. Der letzte Paukenschläger des ehemaligen Leib- garde-Husaren-Regiments in Potsdam, Wilhelm Sambo, ist im Älter von 48 Jahren vor einigen Tagen in Köln gestorben. An seinem Grabe sprach Superintendent Klingenberg, der ergreifende Worte für den treuen Neger Sambo aus Kamerun fand. Im Auftrage des,ehemaligen Kaisers legte Ingenieur Dahlgrün einen Kranz am Grabe Sambos nieder. Der aufgeweckte Kameruner hatte feiner Militärdienstpflicht beim Eisenbahn-Regt. Nr. 1 genügt. Er wurde dann für würdig befunden, nach gründlicher Unterrichtung in der Militärmusik im Schmuck der roten Attila und der Silberschnüre auf einem Schimmel bei großen Paraden an der Spitze der Leibgarde- Husaren zu reiten. Im Kriege wurde er mehrmals verwundet. Er war Inhaber mehrerer Ehrenzeichen und wurde zum Dizewachtmeister befördert. fja 11 e a. D. Saale, 17. Juli. (TUI Auf ber Burg 6a cletf mürbe in bem Turm eine (seDenttafel ent- jjuLlt, in bem vor elf Jahren Fischer unb Kern, die die Schüsse auf ben bamaligen Reichsaußenrnini- fec Dr. Walther Rathenau abgaben, ihrem Cetera ein Ziel setzten, um nicht in bie Hände Der Jja|cf)er zu fallen. Der Burgherr Dr. Stein er- Halte, cs bereite ihm eine befonDere FreuDe, Daß D:e)er KameraDschaft unD Treue zu Ehren getom- Ien seien unD Daß es nur noch Volksgenossen unb jmeraben unb keine Parteigenossen mehr gebe, jqjitän Ehrharbt begrüßte auf bieser stillen Oclentfeier auch bie Angehörigen ber beiben Kame- ijtim unb ihre Mitkämpfer, bie Gebrüber Techow. j e Gedenktafel, bie Ehrharbt bann enthüllte, trägt fle Inschrift: „Hier starben am 17. Juli 1922 im ftmpfe um Deutschland unsere Kameraben Oberleutnant z. S. a. D. K e r n unb Leutnant a. D. Her- nun Fischer, Brigabe Ehrharbt." 21tn Nachmittag fanb auf bem kleinen Saalecker friebbof am Doppelgrabe von Kern unb Fischer {n< Gedenkfeier statt. Gegen 18 Uhr schritten ix Reichsführer ber SS. Himmler unb Stabs- M Röhm, Die von Dem Leipziger SA.-Treffen iainsn, Die Front Der auf Den Saalewiesen gegen- iße: Der Burg aufmarschierten SS.-StonDarte 26 d) Reichsführer Himmler hob hervor. Daß ohne ix £at Der beiDen DeutschlanD heute im Bolschewis- .sslis leben müßte. Man solle erkennen. Daß über Fmzergesetze hinweg eigenes uni^fremDes Blut nicht elhelm, ß ^^rdiguvg Das 48. Deutsche Bundeskegeln Leipzig gewinnt den Gchmeling-pokal. Die 18. Etappe der Tour de France am Dienstag von Tarbes nach Pau über 185 Kilometer führte die Fahrer über die höchsten Berge der Pyrenäen. Der Col du Tourmalet und i>cr §ol d'Aubisque machten den Fahrern schwer zu schassen und zum ersten Male wurde das Feld richtig auseinandergerissen. Der Spanier Trneba war natürlich hier in seinem Clement und passierte die Höhen jeweils als Erster. Der Deutsche Stöpel kam acht Minuten nach dem Sieger Guerra (7 00,23) am Ziel ein und fiel im Gesamtergebnis aus den achten Plag zurück. Die sleben zum Schlug noch allein dem Ziel zustrebenden Fahrer plazierten sich in folgender Reihenfolge: Guerra, Speicher, Martano, Level, Fayolle, Magne und Trueba. 3n der Länderwertung ist keine Aende» rung eingetreten, Frankreich führt weiter vor Belgien, Deutschland, der Schweiz und Italien. Kurze Sportnotizen. 100 deutschamerikanische Turner des American Turnerbund trafen mit dem Dampfer „General von Steuben" in Bremerhaven ein uni werden am Deutschen Turnfest in Stuttgart vorn 23. bis 31. Juli teilnehmen. OieKirchengemeinöevertretungS-Wahl in Gießen. Am kommenden Sonntag gelangen, wie überall, auch in Gießen die Neuwahlen zur Kirchengemeindevertretung zur Durchführung. Die Wahlen werden in der Zeit von 11 bis 13 Uhr durchgeführt. Gewählt wird in den Gemeindesälen der einzelnen Gemeinden. Wahlberechtigt und wahlfähig ist jedes konfirmierte Mitglied der evangelischen Kirche im Alter von 25 Jahren ab. Die Wählerlisten liegen in der Zeit vom 19. bis 21. 3uli jeweils von 15 bis 19 Uhr im Markussaal, Kirchstraße 9, zur Einsicht auf. Für die Matthäus-Gemeinde sind 70 (18), für die Markus- gemeinde 60 (17), für die Lukasgemeinde 70 (25), für die Iohannesgemeinde 60 (17), für die Luther- Gemeinde 50 (13) und für die Petrusgemeinde 50 (10) Kirchengemeindevertreter zu wählen. Die Zahl in Klammern bedeutet die Anzahl der in die Gesamtkirchengemeindevertretung zu entsendenden Kirchengemeinderatsmitglieder. Auf die heutige Bekanntmachung fei besonders aufmerksam gemacht. Oer industrielle Lustschuh. Von der Industrie - und Handelskammer wird uns geschrieben: Auf Anordnung des Reichsministers der Luftfahrt müssen die vom Reichsstand der Deutschen Industrie, Wirtschaftspolitische Abteilung, herausgegebenen Luftschutzmerkblätter, bzw. die Sondermerkblätter für Spezialindustrien, im Besitze sämtlicher Jndu- ftriewerke sein, also auch im Besitze der Firmen, welche dem industriellen Luftschutz, der für den Bezirk Hessen und Hessen-Nassau von dem Verband Mitteldeutscher Industrieller in Frankfurt a. M. organisiert wird, nicht unterliegen und im Besitze der zur Zeit stillgelegten Werke, welche unter Umständen in späterer Zeit wieder in Betrieb genommen werden. Die bisher erschienenen Merkblätter sind zum Preise von insgesamt 1,50 Mk. inkl. Porto bei dem Verband Mitteldeutscher Industrieller Frankfurt a. M., Börsenplatz, Börse, zu bestellen. Der Betrag ist in Briefmarken beizufügen oder auf das Postscheckkonto 43802 Frankfurt a. M. zu überweisen. Polizeibericht. Am Dienstag, 29. Juni 1933, gegen 20 Llhr, ober um diese Zeit, sollen 2 Männer mit einem 2luto in recht verdächtiger Art und Weise auf die Lahnbrücke an der Straße Wißmar—Gießen (Gemarkung Wißmar) gefahren, 3 schwere Kisten oder Kartons in die Lahn geworfen haben, dann schnell wieder abgefahren sein. Ein Zeuge aus Gießen sott den Vorfall beobachtet und diesen dann einem Arbeiter aus Wißmar erzählt haben. Der Zeuge habe auch angegeben, er melde den Vorfall der Polizei in Gießen, was aber bis heute nicht geschehen ist. Wir ersuchen deshalb den Zeugen, seine Wahrneb" mungen unverzüglich der Polizeidirektion — Staatspolizeistelle — Gießen, Zimmer 42, mitzuteilen. Der Zeuge hat angeblich sogar das Kennzeichen des Autos erkannt. Es soll sich bei dem Zeugen um einen älteren Herrn im Alter von etwa 60 Jahre handeln, 1,60 Meter groß, gebückte Haltung, graues Haar und Schnurrbart. Am 11. Juli wurden ein Mann aus der Stadt, vier aus dem Kreise Gießen und drei aus dem Kreise Schotten in das Konzentrationslager Osthofen verbracht. Es handelte sich um Personen, oic sich antinational verhielten und auch um solche, pi€ sich den behördlichen Anordnungen nicht >ugen wollten. 28 Schutzhäftlinge aus der Stadt und dem Kreis Gießen kamen nach Verbüßung der Schutzhaft bzw. auf Antrag der Polizeidirek- tion und des Kreisamts Gießen aus dem Konzen- trottwnslager zur Entlassung. Die politische Polizei nahm am Samstag vier Bewohner eines Hauses in der Wetzsteingasse fest, weil sie im Verdacht standen, eine Wand im Hause in unflätiger Art und Weise beschrieben uno bemalt zu haben. Sie mußten die Schrift usw. entfernen. Es wurde ihnen eröffnet, daß sie bei erneuten Vorfällen dieser Art sofort in Schutzhaft genommen würden. Bei den Genannten befand sich auch ein früherer Funktionär der KPD Bei einem Musiker wurde ein Walzenrevolver mit Munition vorgefunden. Gegen den Detres- S?«1 clP Verfahren wegen unbefugten Waffenbesitzes eingeleitet. Wegen Verächtlich, machimg des Hitler-Grußes wurde ein Invalide aus Gießen in Polizeihaft genommen. Gleichschaltung im Kriegerverein Gießen. Der Kriegerverein Gießen hielt dieser Tage im Derelnslokal Cafä Ebel eine außerordentliche Hauptversammlung mit der Tagesordnung: Gleichschaltung des Vorstandes ab. Der Saal war bis /um letzten Platz gefüllt, als der erste Vorsitzende die Versammlung durch-eine Ansprache eröffnete Der erste Vorsitzende, Landgerichtsrat Stümpert gab die von dem ersten Führer der Kriegerkameradschaft Hassia herausgegebenen Richtlinien für die Gleichschaltung bekannt, nach der der engere Vorstand, bestehend aus vier Kameraden, gleichzuschalten fei. Der Führerschaft könnten nur Kameraden, !D?r Äreisleiter für DörrfchuckWch der Genossenschaft i rungen, daß nur du der genosfenschaW Volksgenossen sich ai die Gründung der. der sich alle anwese Es wurden der Dor einer Gruppe junger Theaterstubenten: „Die Vier Nachrichter" zur Aufführung. Die Künstler, bie mit ihrem Ensemble im Vorjahre mit ber Zeitsatire „Hier irrt Goethe" ben einmütigen unb herzlichen Beifall eines ausverkauften Hauses entgegennehmen konnten, erwarten auch zu ihrem jetzigen Gastspiel wieder einen großen Kreis ihrer Freunde des Vorjahres. Um allen Theaterfreunden den Besuch dieses Gastspiels zu ermöglichen, hat die Intendanz die Eintrittspreise von 0,50 lus 2,50 Mark angesetzt. Der Vorverkauf beginnt am Donnerstag an der Theater-Tageskasse täglich von 10 bis 13 Uhr: Samstag außerdem von 16 bis 17 Uhr. ** Fe st genommen. Wegen Einbruchsdiebstahls wurde, wie die Hessische Polizeidirektion Gießen meldet, der ledige Schlosser Hermann G r a f von hier feftgenommen. Graf hat die verschiedenen Ein- brüefie mit dem seit einiger Zeit festgenommenen Einbrecher Heil ausgeführt. Er wurde heute dem Amtsgericht zum Zweck der Ausstellung eines Haftbefehls zugeführt. ** Schaukasteneinbrüche. In der vergangenen Nacht wurden zwei Schaukasten an hiesigen Kaufhäusern eingeschlagen und zum Teil ihres Inhalts beraubt.'Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. ** Der Bebauungsplan über das Gebiet zwischen FrankfurterStraße, Friedrichstraße, Uhland- straße, Freiligrathstraße, Aulweg, Schubertstraße und Wartweg, sowie die dazugehörige Ortsbausatzung liegen zur Einsichtnahme beim Städtischen Hochbauamt, Ästerweg 9, auf. Interessenten seien besonders auf die heute Bekanntmachung aufmerksam gemacht ** Oefangoerein „Heiterkeit" Gießen in Beuern. Am vergangenen Sonntag unternahmen Mitglieder des Gesangvereins „Heiterkeit" Gießen eine Wanderung nach dem Dorfe Beuern. Nachmittags besuchten sie die Ehrenstätte für die im Weltkriege gefallenen Söhne des Dorfes. Dieser Besuch wurde zu einer Weihestunde. Nach dem Liede „Im Feld des Morgens früh" hielt Herr Ernst Hörr (Gießen) eine Ansprache. Diese Kämpfer seien, so führte er u. a. aus, doch nicht vergebens gefallen, ihr Blut sei nicht vergebens geflossen, denn ein einiges Deutschland Adolf Hitlers sei neu erstanden. Das Ehrenmal sei für alle (Erinnerung und Mahnung zugleich. Als eine Fügung empfanden es die Teilnehmer der Kundgebung, daß in diesem Augenblick der Marschtritt eines Sturmes der Gießener SA. mit den Worten des Redners zufammenklang. Auch die SA. nahm Aufstellung auf dem Ehrenfriedhofe. Gemeinsam mit den Sangern gedachten die SA.-Leute ihrer im Kriege gefallenen Kameraden. Leise erklang der ^ste Vers des Liedes vom guten Kameraden. Das Gelöbnis zu freudiger Mitarbeit am Winderaufbau unseres Vaterlandes klang aus in ein „Sieg Heil!" die Kriegsteilnehmer sind, angehören, außerdem müßten in der Führerschaft 50 o.H. Nationalsozialisten sein. Der Führerschaft werde ein aus fünfzehn Kameraden bestimmter Beirat zur Unterstützung zu- geteilt. Der erste Vorsitzende stellte die Aemter des seitherigen Gesamtvorstandes zur Verfügung und bat den seitherigen zweiten Vorsitzenden, Kameraden Rechnungsrat S ch i f f n i e, die Versammlung zu leiten. Der seitherige erste Vorsitzende, Kamerad Trümpert, wurde einstimmig als erster Führer des Kriegervereins Gießen gewählt. Das Ergebnis wurde mit großer Begeisterung ausgenommen. Der erste Führer übernahm sodann wieder die Leitung und ermahnte alle Kameraden und Kameradinnen am Wiederaufbau unseres geliebten Vaterlandes mitzuarbeiten und dem Reichskanzler Adylf Hitler treue Gefolgschaft zu leisten. Der Führer bestimmte die Kameraden Bon Hard als zweiten Führer, Hartmann als Kassenwart, Wagner am Schriftführer. Kamerad Schiff nie, der in vorbildlicher Weise jahrzehntelang zweiter Vorsitzender war und dem Verein außerordentliche Dienste geleistet hat, wurde vom Führer in den Beirat bestimmt. Auch Kamerad Stroh, seitheriger Schriftführer, gehört weiter dem gleichzeitig vom Führer bestimmten Beirat an. Den beiden aus dem engeren Vorstand ausgeschiedenen Kameraden Schiff- me und Stroh wurde für die seitherige Arbeit herzlicher Dank gesagt. Anschließend ehrte Kamerad W a a n e r, der Führer der Kleinkaliber-Abteilung des Kriegervereins, die siegreiche Schützenmannschaft Hainbach, Schilling, Georg, Appel und Schönau, die in Berlin-Wannsee den 1. Preis im Wehrmannschießen und den 6. Preis im Kleinkaliberschießen für den Kriegerverein und Knegerkameradschaft Hassia errungen haben. Den Schutzen wurden Ehrendiplome überreicht. Weiter gab er bekannt, daß fast alle Iungschützen zur SA. oder zur Hitlerjugend übergeführt seien, um im großen nationalsozialistischen Verbände zur Kameradschaft und zur Vaterlandsliebe erzogen werden zu können. Kamerad Trümpert sprach den siegreichen Schützen die besten Glückwünsche und Dank für ihre Leistungen aus. Kamerad Bezirksschießleiter Albin Klein überreichte den Schützen ein Handschreiben des ersten Führers der Hassia, Generalleutnant v. Oidtmann, worin ebenfalls Glückwünsche und der Dank zum Ausdruck gebracht wurde. Nachdem noch einige geschäftliche Angelegenheiten zur Erledigung gebracht wurden, brachte der erste Führer auf den Herrn Reichspräsidenten v. Hindenburg und unseren Reichskanzler Adolf Hitler ein dreifaches „Sieg Heil!" aus, das mit großer Begeisterung ausgenommen wurde. Mit dem Deutschlandlied fand die Versammlung ihr Ende. Unterstützt den Nachrichten- und pioniersturm! Von der Standarte 116 werden wir um die Ausnahme folgenden Aufrufs gebeten: Deutsche Volksgenossen in Stadt und Landl Helft den Nachrichten- und Pionierstürmen! Sie arbeiten für Euch! Wir benötigen dringend Pioniergeräte, alte Telephonapparate und Blinklampen. Die Standarte 116 (Kreisamt Gießen) nimmt Spenden aller Art entgegen. Nachrichtengeräte können bei Sturmfuhrer Bender (Führer des Nachrichten- sturmes 17/116), Gießen, Stephanstraße 14, abgegeben werden. Truppführer Plitt (Führer des Piomersturmes 14/116), Gießen, Seltersweg 9 nimmt Pioniergeräte aller Art entgegen. Der Referent für die Nachrichten- u. Pionierstürme, Standarte 116 Reuschling, Truppführer, Stab 116. Gießener Wochenmarktpreise. * Dießen, 18. Juli. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Landbutter 1,10 bis 1 25 Mk. das Pfund, Kochbutter 1 Mk., Matte 25 Pfennig, xäfe (Stück) 4 bis 10, Wirsing, grün 10 bis 12 Weißkraut 10, Rotkraut 25, Gelbe Rüben (Cßün- del) 8 bis 10, Rote Rüben (Bündel) 10, Spinat 15 bis 20 Ps. das Pfund, Römischkohl 10, Bohnen, grün 20 bis 25, gelb 30, Erbsen 15, Mischgemüse 10 Tomaten 25, Zwiebeln 12, Pilze 30, Kartoffeln alte 3, neue 3 bis 4, Pfirsiche 40, Himbeeren 25 bis 40, Birnen 25 bis 30, Kirschen 25 bis 35 Heidelbeeren 28 bis 30, Stachelbeeren 15 bis 20' Johannisbeeren 12 bis 20, Erdbeeren 30 bis 40' Pflaumen 40, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk Suppenhühner 70 bis 80; Tauben 50 bis 60 Pf' das Stück, Eier, inländische 8V2, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 3 bis 5, Salatgurken 10 bis 40 Einmachgurken 5 bis 6, Endivien 10, Ober-Kohlrabi 4 bis 8, Rettich 5 bis 10, Radieschen (Bündel) 5 bis 10, Kartoffeln, neue (Zentner) 3 Mark bis 3,50 Mark. Bornotrzen. .77 $ a 9 6 s f a I e n b e r für Dienstag. Tech- l ntfeber Verein: Monatsoersammlung im „Augusti- . PJ;r • "7 L'ckstspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Nacht i im Forsthaus . , 1 Aus dem Stadttheaterbu^eau wird i Äk.sK^r-eben: Der Eset ist los", ein Stück mit ! 'n. neun Bridern nach dem Altgriechischen < am Samstag, 22. Juli, 20.15 < ■Upr im Stadttheater als einmaliges Gastspiel i (Einen Frauen-Weltrekord stellte die bekannte polnische Leichtathletin Frl. Weiß int Diskuswerfen auf. Bei den Ausscheidungen zu den polnischen Meisterschaften erreichte sie eine Weite von 43,08 Meter unter offizieller Kontrolle. abzeicken-Kegeln sehr viele Ausfälle. Beim Spott, abzeichen sind die Bedingungen so schwierig, daß nut wenige Prozent der Bewerber zum Erfolg tarnen. Auf dem übrigen Festgelände entwickelte sich in den Nachmittagsstunden wieder ein außerordeiü. kicher Massenbetrieb. Der finanzielle Erfolg des 18 Deutschen Bundeskegelns dürfte kaum noch frag, lich sein, haben doch am Samstag 40 000 und am Sonntag 75 000 Menschen das Festgelände besucht. Der 14. Reichsfrontsoldatentag des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten fällt auf Befehl des Bundesführers, Reichsmini st er Seldte, aus. Da infolge der Vereinbarung mit der obersten SA.-Führung umfm.greiche Organisationsarbeiten in Fluß gekommen sind, die durch eine so große Veranstaltung, wie es traditionsgemäß der Reichsfrontsoldatentag des Stahlhelm ist, nicht gestört werden sollen. An Stelle des Reichsfrontsoldatentages findet am 2. und 3. September in Hannover eine große Reichsführertagung statt. Am Montag, bereits uni 8 Llhr früh, wurde in der Sporthalle auf den 46 Dahnen der Sportbetrieb eröffnet. 3m Vordergrund des Interesses standen die Kämpfe um den Max-Schmeling-Pokal", der von Dresden verteidigt wurde. Der von dem ehemaligen Weltmeister gestiftete wertvolle Pokal ist vordem noch im Besitz von Schweden und USA. gewesen. Die Konkurrenz wurde pon 3er- Mannschaften auf der Internationalen Bahn ausgekämpft. Diesmal fiel der Sieg an Leipzig, dessen Mannschaft nach hartem Kampf die zweite USA.--Mannschaft, sowie München und Frankfurt auf die Plätze verweisen konnte. Insgesamt starteten 24 Mannschaften. Die Leistungen waren durchweg sehr gut. Bester Einzelkegler war Wiese,Berlin, mit 771 Punkten vor Hartmann, Frankfurt (734). In den späten Nachmittagsstunden begann bann ber Cänbertampf Deutschland — Amerika — Schweden auf der internationalen Bahn. Der Kampf gab ein anschauliches Bild vom neuzeitlichen Kampf- und Sportkegeln. Der Verlauf war sehr, spannend. In den Abendstunden lag Schweden knapp vor Deutschland und USA in Führung, nachdem anfänglich die deutsche Mannschaft dank schöner Leistungen des Stuttgarter Verbandsmeisters Max Brenner in Front gelegen hatte. Fn Angriff genommen wurden am Montag auch noch die Klub- und Einzelmeisterfchaf- l e n auf den verschiedenen Bahnarten, ferner war die Beteiligung am Kegeln um das Sportabzeichen und auf den Ehrenbahnen sehr stark. Auf den Ehrenbahnen darf jeder Bundeskegler in einer nach Belieben zu wählenden Bahnart 10 Kugeln werfen. Die Besten jeder Bahnart werden mit wertvollen Ehrenpreisen ausgezeichnet. Mancher Kegelbruder, der sonst nur an Vereinsbahnen gewöhnt ist, muß hier die Feststellung machen, daß das sportgerechte Kegeln auf den vorschriftsmäßigen Kampfbahnen doch eine andere Sache ist Es gab denn auch hier sowohl, wie noch mehr beim Sport- auf den großen Volkskanzler Adolf Hitler. (Ein Lied beschloß die Kundgebung. Oberbeffen. OerOeutscheZmkertag inBadAauheim WSN. Bad-Nauheim, 17. Juli. Der Deutsche Imkerbund hält, wie schon kurz mitgeteilt, in den Tagen vom 28. bis 31. Juli in Bad-Nauheim seine diesjährige Vertreterve» fammlung ab. Am Sonntag, 30. Juli, werden CH« rengäste und Behörden zu einem Rundgang durch die mit der Tagung verbundene Bienenwirtschaftliche Ausstellung der hessischen Imkerver- bände und zu den Fachvorträgen des eigentlichen Imkertages erwartet. Ferner wird der Wetterauer Bienenzüchterverein sein 50. Iahresfeft feiern. Für die Ausstellung sind erstmalig Abteilungen für Siedlungs-, Gesundheits- und Gartenbauwesen eingerichtet; die Industrie wir> reichlich ausstellen. Sehr beachtlich ist, daß der Vorsteher der physiologischen Abteilung im Kercl- Hoss-Institut, Professor Dr. Koch, am Freitagabend (28. 3itfi) einen Vortrag über „Ho nix als Kraftquelle für das Herz" Halter wird. Aus den wissenschaftlichen Instituten bei Reiches wird der neueste Forschungsstand gezeigt werden. Am Samstag wird den Imkern ein Fe st- und Heimatabend, am Montag eine Fahrt durch heimatliches Land mit Wein-, proben in Geisenheim geboten werden. Dienstag geht es nach Marburg zur Besichtigung des Bie nenzucht-Instituts der Universität. Die Reichs bahn hat in einem Umkreis von 50 Kilometer di Ausgabe von Sonntagskarten für den ganze Samstag bis zum Montag 24 Uhr beschlossen. D die 71. Wanderversammlung der Bienenwirt Kutscher Zunge, die für Anfang August ii Innsbruck angesetzt war, den augenblicklichen Dev Haltnissen in Oesterreich zum Opfer fällt, wird mi einem besonderrs starken Besuch der Bad-Nau Heimer Tagung gerechnet. Amerikanischer Besuch in Bad Nauheini Bad-Nauheim, 17. Juli. (WSN.) Etwa A Bürgermeister, Stadtbeamte und Stadtärzte aus Amerika, die zur Zett als Stipendiaten der Ober lander-Stiftung eine Studienreise durch Deutschlan! unternehmen, statteten am gestrigen oonntag den wie alljährlich zur Kur in Bad-Nauheim weilender Stifter des Oberländer-Trusts, Gustav O b e r l ä n ber, einen Besuch ab. Die Teilnehmer wurden in großen Hörsaal des Kerckhosf-Jnjtituts durch Gene raldirektor Meier vom Hessischen Staatsbad be grüßt. Hierauf hielt Professor Dr. Grödel eine, Vortrag über „Die Entwicklung Bad-Nauheims uni dessen Bedeutung für die Behandlung der Herzkrank hciten" sowie über „Ziele und Aufgaben der Kerck Hoff-Stiftung". Nach einem Rundgang durch hi ? led17'3 ®|e’L,5iRunfl gunfl »urht, | biliung ) F Jitjtjl I ttonäre P. 6s ^Sr lurner 2 ball^^Sporft im durch eins 'y'l)einaligen d-<,n.Linde ein« SÄWM«»1 Ls°>d"« Ti« DedmiE di- Derp i« ijchen au 80 JJ em gemeinsam «e eM-Lied Md de (ihrer, den Ms eichsprasidenien r Zründungsfeier ihr z. Großen-L um Sonntag wutt lammenden jungen tohlen. D'-M brau Ka _ UQi ^ortplatz mners. Co nge. Gießen (Horst-Wessel-Wall 42), den 17. Juli 1933. 4621 P vom Trauerhause aus statt •625 D Fernsprecher 3593 «eioA Wirksame Werbe-Drucksachen liefert die Brühl'sche Druckerei Die Beerdigung findet Mittwochnachmittag %4 Uhr vom Portale des Israelitischen Friedhofes aus statt . Blumenspenden dankend verbeten! erschiedenen Abteilungen des Instituts folgte eine Zrsichtigung der Bade- und Kuranlagen Lanorreis Gießen. Oie ^Hafraba" als projektierungsgesellschast. Frankfurt a. M.. 17. Juli. (WSN.) Nach Fühlungnahme mit den für die Entwicklung der Reichsautobahnen maßgebenden Persönlichkeiten hat Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hermann Cahn. Am 16. Juli, vormittags, entschlief plötzlich nach langem, schweren Leiden meine liebe Frau, un sere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Wagner geb. Belloff im Alter von 72 Jahren. Adam Wagner, Weißbinderineister und alle Angehörigen. Gießen (Scbottstr. 17), den 18. Juli 1933. Die Beerdigung findet Mittwoch, 19. Juli, nachm. 4 Uhr. von d Kapelle d. Neuen Friedhofes aus statt 0431/ Streichfertige Del- und Lackfarben Pinsel Sernfctein-Fnßbodenlacke Emaille-Lacke, weiß nnd bnnt Leinölfirnis, Terpentinöl kaufen Sie in besten Qualitäten und billigst in der Germania-Drogerie Carl Seibel Gießen, Frankfurter Straße 39 Todesanzeige. Heute morgen 5x/2 Uhr wurde meine gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine KröckWwe. geb. Hahn im 73. Lebensjahre von ihrem Leiden erlöst Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Rinn I. und Familie, Wirtschaft Zum Schwanen He ichelheim, Buffalo, den 18. Juli 1933. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. Juli, nachmittags um 5 Uhr, Todes-Anzeige. Heute entschlief plötzlich und unerwartet nach langem schweren Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante Frau Regina Cahn, geb. Schack im 72. Lebensjahr. '»Oe vyrenSeEap»e 5 der Tour de France LnQl$QU über 185 ne tywMiffl. ameritanildje lurnerl rbunb trafen mit bwa Txi* teuben“ in Ärernechaven e&vi it\d)en Tmnfch in Stuttgart M ieiinehrnen. ♦ auen - Weltrekord stellte1 sche Leichtathletin Frl. Weih: iuf. Bei den Ausscheidungen zu d sterschaften erreichte [k eine $a er unter ossizieller Kontrolle. Liefert, 17. Juli. In einer Vorstands- und jLnktionär-Sitzung des hiesigen Turnvereins 562 e. D wurde eine Neueinteilung für en gesamten Sportbetrieb im Verein begossen. Erfreulicherweise hat die Ausübung des --ortes im Verein sehr urnsanoreiche Formen an- e-wmmen, so daß eine Neugliederung durch Ober- u rnmart Bernhardt eingeleitet wurde Um in ( i einzelnen Abteilungen eine gute sportliche Aus- ilbung zu gewährleisten, mußten verschiedene Funk- cnäre bzw Riegenführer neu ernannt werden bestehen zur Zett 7 Riegen für Schülerinnen. Riegen für Turnerinnen. 5 Rieaen für Schüler, tner die Zöglings-Unterstufe, Mittelstufe und )LLerftufe, und die Abteilungen für Fußball 5)anb- ail sowie Leichtathletik. Der bedeutende Aufschwung ir Turn- und Sportbetrieb des hiesigen Turnoer- irrs ist speziell durch den Uebertritt von Mitglie- trrn der ehemaligen Freien Turnerschaft gegeben ■ i. Klein-Linden. 16. Juli. Dieser Tage fand ter die ©rünbungeines SA -Reserve st urms aitt. Nach einem Werbeumzug durch das Dorf, dem ttz auch^der Reservesturm 11/116 Gießen anschloß. a jm Sturmführer Soldan - Gießen auf dem :portplaß eine Besichtigung der SA vor In der Birg", wohin man geschlossen marschierte, be- 'ü&te Pg Friedrich Schimmel, der Führer der c-igen SA.-Reserve. die Versammelten. Sturmerer Solban ging in längeren Ausführungen aif die Bebeutung unb bie Aufgaben der SA. im ^Sonalfozialisfischen Staate ein. Anschließend nahm i r die Verpflichtung der SA.-Reserve vor. die in- ^'iichen auf 80 Mann angewachfen ist. vor. Mit eni gemeinsam gesungenen Deutschland-, dem Horst- i^dfel-Cieb unb bem „Sieg-Heik!" auf ben obersten i'j )rer, ben Dolkskanzler Adolf Hitler unb den . chspräsibenten von Hinbenburg fanb bie <)r mdungsfeier ihr Enbe. Ql* 1 yt;iiu||cii|uju|iiiujc Vvtixinie jum jeuycn uucr yuu uvei ito -Msgenoffen sich auswirken könne. Hierauf erfolgte Dtet über die höchsten TU™?! le ®rünbung ber Milchadfotz-Genossenschaft Lollar, 2t Col du Tourmniol „-<9 !