Nr. 115 SrühauSsabe 185. Jahrgang Donnerstag, 18. Mai 1955 Enchelni tägltd), autzn SonntQQS und Feiertags Beilagen: Die DUuftnertt (Bießener FamilienblaNer Heimat im Bild Die Scholl» Monat,-Bezvgrpreir: Mit 4 ‘Beilagen NM l 95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Oietzen. Postscheckkonto: franffurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drod nnö Verlag: vrühl'sche Univerfitälr-Vuch- und Steinörurferei R. Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulttrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für Ne- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Ncichspfenmg, Platzvorschrist 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Gange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfür denAn» zeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Bietzen. Adolf Hillers Friedensbotschaft an die Welt Oer Reichskanzler erklärt Deutschlands Bereitschaft in Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung mit allen Nationen zu leben. Berlin, 17. Mai. (DDZ.)Die Tagesordnung der heutigen dritten Sitzung des Reichstags enthält als einzigen Punkt: Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. 3m Sitzungssaal des Kroll Theaters, der in der gleichen Weise wie bei der Eröffnungssitzung ausgeschmückt ist, haben sich schon eine halbe ätunde vor Sitzungsbeginn die ersten Reichstagsabgeordneten eingefun- den. Sehr frühzeitig ist auch die Diplomaten- löge mit den Vertretern fall aller Auslandsmissionen besetzt, die zum Teil mit ihren Damen erschie- nen sind. Der sonst vollbesetzte Sitzungssaal weist lediglich in den Bänken der Sozialdemokraten einige Lücken aus. Die nationalsozialistischen Abgeordneten tragen das braune Hemd. Auf den Publikums- und Pressetribünen herrscht außerordentlich starker Andrang. Auch eine große Anzahl von Pressephotographen hatte sich eingefunden, um das denkwürdige Bild dieser Sitzung aufzunehmen. Als erste Diplomaten nahmen der französische Botschafter Francois Poncet und der bisherige enalifche Botschafter Sir Harare Rum bald in der Diplomatenloge Platz. Hinter den Regierungsbänken sah man zahlreiche hohe Reichswehr- und Polizeioffiziere. Der Kronprinz nimmt auch diesmal in feldgrauer Uniform in der Diplomatenloge an der Sitzung teil. Fünf Minuten vor 15 Uhr erscheinen Vizekanzler v. P a p c n , Reichsaußenminister Freiherr v. Neurath und Reichsfinanzminister Graf Schwerin v. Krosigk am Regierungstisch. Ihnen folgen bald darauf die übrigen Reichsminister, der Staatssekretär des Reichspräsidenten Dr. Meißner und die R e i ch s st a t t h a l t e r. Deutschlands Vertreter auf der Genfer Abrüstungs- konferenz, Botschafter N a d o l n y , ist anwesend und unterhält sich auf der Regierungsestrade mit dem Neichsaußenminister und dem Reichspressechef Dr. Funk. Um 15.10 nimmt Reichstagspräsident Ministerprä- fibent Gorin g seinen Sitz ein Gleich daraus erheben sich die Mitglieder der nationalsozialistischen Fraktion und die Tribünenbesucher zum Gruß für den Reichskanzler Adolf Hitler, der zusammen mit dem Reichsinnenminister Dr. F r i ck in SA.-Uniform den Saal betritt und seinen Platz am Regierungstisch einnimmt. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache des Reichstagspräsidenten nimmt Reichskanzler Adolf Hitler das Wort zu folgender Erklärung: Namens der Reichsregierung habe ich den Reichstagspräsidenten Göring gebeten, den Deutschen Reichstag einzuberufen, um vor diesem Forum zu den yragen Stellung zu nehmen, die heute nicht nur unser Volk, sondern die ganze Welt bewegen. Die Ihnen bekannten Probleme sind von so großer Bedeutung, daß von ihrer glücklichen Lösung nicht nur die politische Befriedung, sondern auch die wirtschaftliche Rettung aller abhangt. Wenn ich dabei für die deutsche Regierung dem Wunsche Ausdruck gebe, ihre Behandlung der Sphäre jeder Leidenschaftlichkeit zu entziehen, dann geschieht es nicht zum geringsten in der uns alle beherrschenden Erkenntnis. daß die Krise der heutigen Zeit ihren tiefsten Tlrsprung selb st jenenLeiden- schäften zu verdanken hat, die nach dem Krieg die Einsicht und die Klugheit der Völker verdunkelt haben. Denn alle die Krisis verursachenden Probleme liegen indenMängeln des Friedensvertrags begründet, der es nicht vermochte, die wichtigsten und entscheidendsten Fragen für alle Zukunft überlegen, klar und vernünftig zu lösen; weder die nationalen noch die wirtschaftlichen oder gar die rechtlichen Angelegenheiten und Forderungen der Volker sind durch diesen Dertrag in einer Weise gelost worden, daß sie vor der Kritik der Vernunft für alle Zeiten bestehen konnten. Es ist daher verständlich. daß der Gedanke einer Revision nicht nur zu den dauernden Begleiterscheinungen und Auswirkungen dieses Vertrags gehört, fon- dern daß eine Revision sogar von seinen Verfassern als notwendig vorgesehen wurde und daher im Dertrag selbst ihre rechtliche Verankerung fand. Mit dem siegreichen Durchbruch des Ratio- nalitätenprinzips im Laufe des.vorigen Jahrhunderts wurden infolge der Richtberücksichtigung dieser neuen Ideale die Keime zu zahlreichen Konflikten gelegt. Es konnte nach Beendigung des großen Krieges keine höhere Aufgabe für eine wirkliche Friedenskonferenz geben als in klarer Erkenntnis dieser Tatsache eine Neugliederung der europäischen Staaten vorzunehmen, die diesem Prinzip in höchstmöglichem Umfang gerecht wurde. 3e klarer durch eine solche Regelung d i e Dolksgrenzen s i ch mit den Staatsgrenzen deckten, um so mehr konnte dadurch eine große Reihe künftiger äonfliftsmög- lichkeiten aus der Well geschafft werden. Tatsächlich entschloß man sich aber teils aus Unkenntnis, teils aus Leidenschaft und haß zu Lösungen, die den Keim neuer Konflikte schon in ihrer Unlogik und Unbilligkeit trugen. i- * fl Die große Vertrauenskundgebung für Kanzler und Reichsregierung. Die Abgeordneten haben sich nach der Rede des Kanzlers von den Sitzen erhoben und bringen dem Reichskanzler (auf der Regierungsbank rechts neben von Papen, von Neurath, Frtck, Graf Schwerin) stürmische Ovationen dar. Die gegenwärtige wirtschaftlicheSitua- t i o n Europas ist gekennzeichnet durch die Veberfüllung des e u r o p ä i s ch e n W e- st e n s und durch die Armut des Bodens dieser Gebiete an gewissen Rohstoffen, die gerade in jenen Gebieten mit alter Kultur dem dort gewohnten Lebensstandard unentbehrlich sind. Wollte man eine gewisse Befriedung Europas für möglichst absehbare Zeit herbeiführcn. dann mußte man statt der unfruchtbaren und gefährlichen Begriffe Buße, Strafe. Wiedergutmachung usw. den Begriff Erkenntnis verfolgen und berücksichtigen, daß mangelnde Cxistenzmoglichkeit immer die Quelle von Völkerkonflikten gewesen ist. (Stürmischer Beifall., Die Meinung, daß die wirtschaftliche Vernichtung eines 65 - Millionen - Volkes anderen Völkern einen nützlichen Dienst erweise, ist eine unsinnige. Sehr bald würden die Völker, die so verfahren würden, nach den natürlichen Gesetzen von Ursache und Wirkung spüren, daß s i e derselben Katastrophe zugeführt werden, die sie dem einen Volk bereiten wollten. Der Gedanke der Reparationen und ihrer Durchführung wird einmal in der Völkergeschichte ein Schulbeispiel dafür sein, wie sehr die Außerachtlassung der internationalen Wohlfahrt allen schädlich sein kann. (Zustimmung.) Tatsächlich konnten die Reparationen nur vom beut» schen Export bezahlt werden. 3n gleichem Ausmaß wie Deutschland wegen der Reparationen als internationales Exportunternehmen betrachtet wurde, muhte aber der Export der Gläubigerstaaten leiden. Der wirtschaftliche Ruhen der Reparationszahlungen konn.e daher in keinem Verhältnis zu dem Schade n stehen, der den einzelnen Volkswirtschaften mit den Reparationen zugefügt wurde Der Versuch, eine solche Entwicklung dadurch abzuwenden, daß eine Beschränkung des deutschen Exports durch Kreditgewährungen zur Ermöglichung der Zahlungen ausgeglichen wurde, war wenig umsichtig und im Ergebnis falsch. Denn die Tlmschuldung der politischen in private Verpflichtungen führte zu einem Zinsendienst, dessen Erfüllung zu denselben Ergebnis- s e n sichren mußte. Das Schlimmste aber war, daß die Entwicklung des binnenwirtschaftlichen Lebens künstlich gehemmt und vernichtet wurde. Der Kampf auf den Weltabsahmärkten durch dauernde Preisunterbietung führte zu einer ^leberspihung der Rationalisierungsmaßnahmen in der Wirtschaft. Die Millionen unserer Arbeitslosen sind das letzte Ergebnis die- ser Entwicklung. Wollte man aber die Repara- tionsr erpf Achtungen auf Sachlieferungen beschränken, dann mußte dies zu einer nicht minder großen Schädigung der Binnenerzeugung der also beglückten Volker führen. Denn Each- lieferungcn in dem in Frage kommenden Umfang sind nicht denkbar, ohne den Bestand der eigenen Produktion der Volker auf das stärkste zu gefährden. Ls ist die Schuld des Versailler Vertrags, eine Zeit eingeleitet zu haben, in der finanzielle Rechenkunst die wirtschaftliche Vernunft umzubringen scheint. (Beifall.) Deutschland hat diese ihm auserlegten Verpflichtungen trotz der ihnen innewohnenden Unvernunft und der vorauszu- sehenden Folgen geradezu selbstmörderisch treu erfüllt. Die internationale Wirtschaftskrise ist der unumstößliche Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung. Keine neuen Kriegs Drohungen beseitigen das Elend der Völker. Der Gedanke der Wiederherstellung eines allgemeinen internationalen Rechtsempfindens ist durch den Versailler Vertrag nicht minder vernichtet worden. Denn um die gesamten Maßnahmen dieses Ediktes zu motivieren, mußte Deutschland zum Schuldigen gestempelt werden. Das ist ein ebenso einfaches wie allerdings unmögliches Verfahren. Sn Zukunft wird also immer die Schuld an Auseinandersetzungen der Besiegte tragen, denn der Sieger hat ja immer die Möglichkeit, diese Feststellung einfach zu treffen. (Lebhafte Zustimmung.) Dieser Vorgang führte deshalb zu furchtbarer Bedeutung, weil et damit zugleich eine Begründung gab für die Umwandlung eines am Ende dieses Krieges vorhandenen Kräfteverhältnisses in eine dauernde Rechtsnorm. Die Begriffe Sieger und Besiegte wurden damit förmlich zum Fundament einer neuen internationalen Rechts- und Gesellschaftsordnung gemacht. Die Disqualifizierung eines großen Volks zu einer Ration zweiten Ranges und zweiter Klasse wurde in einem Augenblick proklamiert, in dem ein Bund der Rationen aus der Taufe gehoben werden sollte. (Zustimmung.) Diese Behandlung Deutschlands konnte in der Folge nicht zu einer Befriedung der Welt führen. Die damit für nötig erachtete Abrüstung und Wehrlos machung der Besiegten, ein in der Geschichte der europäischen Rationen unerhörter Vorgang, war noch weniger geeignet, die allgemeinen Gefahren und Konfliktsstoffe zu vermindern. sondern führte nur in den Zustand jener ewigen Drohungen, Forderungen und Sanktionen, die als fortdauernde Unruhe und Unsicherheit zum Grab der gesamten Weltwirtschaft zu werden drohen. «Beifall.) Verträge, die zur Befriedung des Lebens der Völker untereinander abgeschlossen werden, haben nur bann einen inneren Sinn, wenn sie von einer wirklichen und aufrichtigen Gleichberechtigung aller ausgehen. Gerade darin liegt die Hauptursache der feil Jahren die Welt beherrschenden Gärung. Daß aber die heute vorliegenden Probleme eine vernünftige und endgültige Cöfung erfahren, liegt i m Interesse aller, kein neuer europäischer krieg wäre in der Lage, an Stelle der unbefriedigenden Zustände von heute etwa bessere zu setzen. 3m Gegenteil, weder politisch noch wirtschaftlich könnte die Anwendung irgend welcher Gewalt in Europa eine günstigere Situation Hervorrufen als fie heute besteht. Selbst bei ausschlaggebendem (Erfolg einer neuen europäischen Gewaltlösung würde als Endergebnis eine Vergrößerung der Störung des europäischen Gleichgewichts eintreten und damit so ober so ber keim für spätere neue Gegensätze unb neue Verwicklungen gelegt werben. (Stürmischer Beifall.) Reue kriege, neue Opfer, neue Un- ficherheit unb eine neue Wirtschaftsnot würden die Folge sein. Der Ausbruch eines solchen Wahnsinns ohne Ende aber müßte zum Zusammenbruch ber heutigen Geseltschasts- unb Staatenorbnung führen. Lin in kommunistischem Ehaos versinkendes (Europa würde eine Krise von unabsehbarem Ausmaß unb nicht abzu- schähenber Dauer herausbeschwören. Ls ist ber tiefernste Wunsch ber nationalen Regierung bes Deutschen Reiches, eine solche unfriedliche Entwicklung durch ihre aufrichtige und tätige Mitarbeit zu verhindern. Das ist auch der innere Sinn der in Deutschland vollzogenen Umwälzung. Die drei Punkte, die unsere Revolution beherrschen, widersprechen in keiner Weise den Interessen der übrigen Welt: 1. Verhinderung des drohenden kommunistischen Umsturzes und Aufbau eines die verschiedenen Interessen der Klassen und Stände einigenden Volks- staats und die Erhaltung des Begriffs Eigentum als Grundlage unserer Kultur; 2. Losung des schwersten sozialen Problems durch die Zurückführung der Millionenarmee unserer bedauernswerten Arbeitslosen in die Produktion; 3. Wiederherstellung einer stabilen und autoritären Staatsführung, getragen von dem Vertrauen unb Willen der Ration, die dieses große Volk endlich wieder der Welt gegenüber vertragsfähig macht. (Lebhafter Beifall.) Wenn ich in diesem Augenblick bewußt als deutscher Rationalsozialist spreche, so möchte ich namens der nationalen Regierung und der gesamten Rationalerhebung bekunden, daß gerade uns in diesem jungen Deutschland das tiefe Verständnis beseelt für d i e gleichen Gefühle und Gesinnungen sowie sür die begründeten Leben s - ansprüche der anderen Völker. (Beifall.) Die Generation dieses jungen Deutschlands, die in ihrem bisherigen Leben nur Rot. Elend und Jammer des eigenen Volks kennenlernte, hat zu sehr unter dem Wahnsinn gelitten, als daß sie beabsichtigen könnte, das Gleiche den anderen zuzufügen. «Sehr richtigl und Beifall.) Unser Rat'.onalsozialismus ist ein Prinzip, das uns als Weltanschauung grundsätzlich allgemein verpflichtet. (Bravo-Ruse.) Indem wir in .grenzenloser Liebe und Treue an unserem eigenen Volkstum hängen, respektieren wir die nationalen Rechte auch der anderen Volker aus dieser selben Gesinnung heraus und mochten aus tiefinnerftem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben. Wir kennen daher auch nicht den Begriff des Germanisierens- Die geistige Mentalität des vergangenen Jahrhunderts, aus der heraus man glaubte, vielleicht aus Polen und Franzosen Deutsche machen zu können, ist uns genau so fremd, wie wir uns leidenschaftlich gegen jeden umgekehrten Versuch wenden. «Stürmischer, lang- anhaltender Beifall.) Wir sehen die europäischen Rationen um uns als gegebene Tatsache. Franzosen, Polen usw. sind unsere Rachbarvölker, und wir wissen, daß kein geschichtlich denkbarer Vorgang diese Wirklichkeit andern könnte. Ls wäre ein Glück für die Welt gewesen, wenn im vertrag von Versailles diese Realitäten auch in bezug auf Deutschland gewürdigt worden wären. (Erneuter stürmischer Beifall.) Denn es mühte das Ziel eines wirklich dauerhaften Vertragswerts fein, nicht Wunden zu reihen oder vorhandene offenzuhalten, fon- deru wunden ; u fchliehen und zu heilen. (Eine überlegte Behandlung der europäischen Probleme hätte damals im Osten ohne weiteres eine Losung finden können, die den verständlichen Ansprüchen Polens genau so wie den natürlichen Rech- tenDeutschlands entgegengefommen wäre. (Zustimmung ) Der Vertrag von Versailles hat diese Losung nicht gefunden. Dennoch wird feine deutsche Regierung von sich aus den Bruch einer Vereinbarung durchführen, die nicht beseitigt werden kann, ohne durch eine bessere erseht zu werden. Schluß mit der Trennung von Siegern und Besiegten! Allein dieses Bekenntnis zum Rechtscharakter eines solchen Vertrags kann nur ein allgemeines sein. Nicht nur der Sieger hat den Anspruch auf die ihm darin gegebenen Rechte, sondern auch der Besiegte. (Beifall.) Das Recht aber, eine Revision dieses Vertrags zu fordern, liegt im Vertrag selbst begründet. Die deutsche Regierung wünscht dabei als Motiv und Maß für ihr Verlangen nichts anderes als die vorliegenden Resultate der bisherigen Erfahrungen sowie die unbestreitbaren Erkenntnisse der kritischen und logischen Vernunst. Die Erfahrungen, die in den 14 Jahren gemacht worden sind, sind politisch und wirtschaftlich eindeutig. Das Elend der Völker wurde nicht behoben, sondern es hat zu genommen. Die tiefste Wurzel dieses Elends aber liegt in der Zerreißung der Welt in Sieger und B e - siegte als die ewige Grundlage aller Verträge und jeder kommenden Ordnung. Die schlimmste Auswirkung findet diese Ordnung in der erzwungenen Wehrlosigkeit der einen Nation gegenüber den über st ei- gerten Rü st ungen der anderen. Wenn Deutschland seit Jahren unentwegt die Abrüstung iller fordert, so aus folgenden Gründen: 1. ist die Forderung nach einer tatsächlich zum Ausdruck kommenden Gleichberechtigung eine Forderung der Moral, des Rechts und der Vernunft, eine Forderung, die im Friedensvertrag selbst anerkannt worden ist und deren Erfüllung unlöslich verbunden wurde mit der Forderung der deutschen Abrüstung als Ausgangspunkt für die Weltabrüstung: 2. weil umgekehrt die Disqualifikation eines Volkes geschichtlich nicht ewig aufrecht erhalten werden kann, sondern einmal ihr Ende finden muß. Denn wie lange glaubt man, ein solches LInrecht einer großen Nation zufügen zu können? Was bedeutet der Vorteil eines Augenblicks gegenüber der dauernden Entwicklung der Jahrhunderte? Das deutsche Volk wird bleiben genau wie das französische und, wie uns durch die geschichtliche Entwicklung gelehrt wurde, das polnische. Was sind Erfolge einer vorübergehenden Tln- terdrückuno eines 65-Millionen-Dolkes gegenüber der Gewall dieser unumstößlichen Tatsache! Kein Staat kann mehr Verständnis haben für die neuentstandenen jungen europäischen Nationalstaaten als das Deutschland der aus dem gleichen Willen entstandenen nationalen Revolution. (Lebhafte Zustimmung.) Es will nichtsfürsich, was es nicht auch bereit ist, anderen zu geben. Wenn Deutschland heute die Forderung nach einer tatsächlichen Gleichberechtigung im Sinne der Abrüstung der anderen Nationen erhebt, dann hat es dazu ein moralisches Recht durch seine eigene Erfüllung der Verträge. (Zustimmung.) Denn Deutschland hat abgerüstet, und Deutschland hat diese Abrüstung unter schärf- ster internationaler Kontrolle vollzogen. 6 Millionen Gewehre und Karabiner wurden ausgeliefert oder zerstört, 130 000 Maschinengewehre, 243 000 Maschinenqewehrläufe, 91 000 Geschütze, Minenwerser und Geschützrohre, 28 000 Lafetten, 59 Tanks, 38 750 000 Granaten, 490 Millionen Gewehrpatronen und 37 Millionen Kilo Pulver hat das deutsche Volk zerstören oderous- liefern müssen. Das Rheinland wurde entmilitarisiert, die deutschen Festungen wurden geschleift, unsere Schiffe wurden ausgeliefert, unsere Flugzeuge zerstört, unser W e h r s y st e m aufgegeben und die Ausbildung von Reserven dadurch verhindert. Selbst die notwendigsten Waffen der Verteidigung blieben uns versagt. wer heute — so ruft der Kanzler mit erhobener Stimme — versucht, gegenüber diesen nicht wegzuleugnenden Tatsachen mit wahrhaft armseligen Ausreden und Ausflüchten aufzutrelen (stürmisches Händeklatschen) und zu behaupten, Deutschland hätte die Verträge nicht erfüllt oder hätte gar aufgerüstet, dessen Auffassung muh ich von dieser Stelle aus als ebenso unwahr wie unfair zurückweifen. (Erneute Zustimmung.) Ebenso unrichtig sind die Behauptungen, dah Deutschland etwa personell den Verpflichtungen des Vertrags nicht nachgekommen wäre. Die Angabe, daß die SA. und SS. der NSDAP, in irgendwelcher Beziehung zur Reichswehr in dem Sinne stünden, dah cs sich hier um militärisch ausgebildete Bestände oder Reserven der Armee handeln würde, ist unwahr! (Beifall.) Anerziehung eines wahren Gemeinschaftsgeistes zur Ueberwlndung früherer Klassengegensätze und zur Behebung der wirtschaftlichen Rot. Der Stahlhelm ist entstanden aus der Erinnerung an die grohe Zelt des gemeinsamen Fronterlebnisses, zur pflege der Trotz i t i o n, zur Erhaltung der Kameradschaft und endlich ebenfalls zum Schuh des deutschen Volkes gegen die seit dem Rovember 1918 das Volk bedrohende kommuni st ische Revolution, eine Gefahr allerdings, die die Länder nicht ermesfen können, die nicht fo wie wir Millionen organisierter Kommunisten besessen haben und die nicht wie in Deutschland unter dem Terror litten. Denn der wirkliche Zweck dieser nationalen Organisationen wird am besten gekennzeichnet durch die tatsächliche Art ihres Kampfes und durch ihreOpfer. SA. und SS. hatten zufolge kommunistischer Mordüberfälle und Terrorakte in wenigen Jahren über 350 Lote und gegen 40 000 Verletzte zu beklagen. Wenn heute in Genf versucht wird, diese ausschließlich innerpolitischen Zwecken dienenden Organisationen auf die Wehrstärken anzurechnen, dann könnte man genau so gut die Feuerwehr, die Turnvereine, die Wach- und Schließgesellschaften und andere als Wehrmacht anrechnen. (Starker Beifall.) Wenn man aber weiter im gleichen Augenblick die ausgebildeten Jahrgänge der übrigen Armeen derWelt im Gegensatz zu diesen militärisch vollkommen unausgebildeten Menschen nicht in Anrechnung bringt, wenn man die bewaffneten Reserven der anderen bewußt übersieht, aber die unbewaffneten Angehörigen politischer Verbände bei uns zu zählen beginnt, dann liegt hier ein Verfahren vor, gegen das ich den s ch ä r f st e n P r o t e st einlegen muß. Wenn die Welt das Vertrauen in Recht und Gerechtigkeit 1. Deutschland hat bisher alle Sicherheitsverpflichtungen übernommen, die sich aus der Unterzeichnung des Vertrages von Versailles, des Kellogg-Paktes. der Schiedsgerichtsverträge. des no-force-Paktes usw. ergeben. Welches sind die konkreten Sicherungen, die von Deutschland noch übernommen werden können? (Sehr richtig!) 2. Welche Sicherungen hat demgegenüber Deutschland? Rach den Angaben beim Völkerbund besitzt Frankreich allein an in Dienst befindlichen Flugzeugen 5016 (Hört! Hört!), Belgien 750, Polen 700, die Tschechoslowakei 670. (Erneute Hört! Hört!) Dazu kommen unermeßliche Mengen an Reserveflugzeuge, Tausende von Kampfwagen, Tausende von schweren Geschützen, sowie alle technischen Mittel zur Führung des Krieges mit giftigen Gasen. (Hört! Hört!) hot nicht Deutschland mehr Berechtigung, demgegenüber in feiner wehr- und waffenlosigkeit Sicherheit zu verlangen, als die durch Koali- Honen miteinander verbundenen Rüstungs- staaten? (Stürmischer Beifall.) Dennoch ist Deutschland jederzeit bereit, weitere Li cher- heitsoerpflichtungen internationaler Art auf sich zu nehmen, wenn alle Rationen ihrerseits dazu bereit find und dies Deutschland zugute kommt. Deutschland wäre auch ohne weiteres bereit, seine gesamte militärische Einrichtung überhaupt aufzulösen und den kleinen Rest der ihm verbliebenen Waffen zu zerstören, wenn die umliegenden Rationen ebenso re st los das gleiche tun würden. (Lebhafter Beifall.) wenn aber diese anderen Staaten nicht gewillt sind, die im Friedensvertrag von Versailles auch sie verpflichtenden Abrüstungsbestimmungen durchzuführen, dann muß Deutschland zumindest auf der Forderung seiner Gleichberechtigung bestehen. Dabei erklärt sich Deutschland im wesentlichen damit einverstanden, eine Ueber - gangsperiode von fünf Jahren für die Herstellung seiner nationalen Sicherheit anzunehmen in der Erwartung, dah nach dieser Zeit die wirkliche Gleich st ellung Deutschlands mit den anderen Staaten erfolgt. Deutschland ist ferner ohne weiteres bereit, auf Angrifsswaffen überhaupt Verzicht zu leisten, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraumes die gerüsteten Rationen ihrerseits diese Angriffswaffen vernichten und durch eine internationale Konvention ihre Anwendung verboten wird. Deutschland hat nur den einzigen Wunsch, feine Unabhängigkeit zu wahren und seine Grenzen schützen zu können. Nach einem Ausspruch des französischen Kriegs- Ministers vom Februar 1932 kann ein großer Teil der farbigen französischen Streitkräfte sofort auf. dem französischen Festland verwendet werden. Er rechnet sie deshalb ausdrücklich zu den Heimatsstreitkräften. Es entspricht deshalb nur der Gerechtigkeit, die farbigen Streitkräfte auch bei der Abrüstungskonferenz a l s Bestandteil des französischen Heeres z.u berücksichtigen. Während man dies ablehnt, will man bei der deutschen Heeresstärke Der- Sie will das äuget ff e Entgegenkommen zeigen, sofern auch die anderen Rationen zu einer wirklichen Ueberwindung etwa im Wege stehender Schwierigkeiten geneigt sind. Der Vorschlag des amerikanischen Präsidenten Roosevelt, von dem ich heute nacht Kenntnis erhielt, verpflichtet deshalb die deutsche Regierung zu warmem Danke. Sie ist bereit, dieser Methode zur Behebung der internationalen Krise zuzustimmen, denn auch sie ist der Auffassung, daß ohne die Lösung der Abrüstungsfrage auf die Dauer kein wirtschaftlicher Wiederaufbau denkbar ist. (Lebhafter Beifall.) Sie ist bereit, sich an diesem Werke der 3norb- nungbringung der politischen und wirt,chaft- lichen Verhältnisse der Welt uneigennützig zu beteiligen. Sie ist, wie ich schon eingangs betonte, ebenso überzeugt, daß es heute nur eine große Aufgabe geben kann: den Frieden der Welt zu sichern. (Lebhafter Beifall und anhaltendes Händeklatschen.) Ich fühle mich verpflichtet, sestzustellen, daß der Grund für die heutigen Rüstungen Frankreichs oder Polens unter keinen Umständen die Furcht dieser Nationen vor einer deutschen Invasion sein kann. Denn diese Furcht hatte ihre Berechtigung ja nur im Vorhandensein jener moderne nAngriffswaffen. Gerade diese modernen Angrifsswaffen aber besitzt Deutschland überhaupt nicht, weder schwere Artillerie, noch Tanks, noch Dornbenflug- Die deutsche Regierung und bas deutsche Volk werden sich aber unter keinen Umständen zu irgendeiner Unterschrift nötigen lassen, die eine verewegiung der Disqualifizierung Deutschlands bedeuten würde. (Stürmischer, langanhaltender Beifall im Hause und auf den Tribünen.) Der versuch, dabei durch Drohungen auf Regierung und Volk einzuwirken, wird keinen Eindruck zu machen vermögen. Ls ist denkbar, daß man Deutschland gegen jedes Recht und gegen jede Moral vergewaltigt, aber es ist undenkbar und ausgeschlossen, daß ein solcher Akt von uns selbst durch eine Unterschrift Rechtsgültigkeit erhalten könnte. (Erneuter Beifall.) Wenn in Zeitungsartikeln und in bedauerlichen Reden versucht wird, Deutschland Sanktionen anzudrohen, so könnte ein solches ungeheueres Verfahren nur die Sprache dafür sein, daß wir durch die Forderung nach Abrüstung die Erfüllung der Verträge verlangen. (Zustimmung.) Ein solcher Vorgang könnte nur zur endgültigen moralischen und tatsächlichen Außerkraftsetzung der Verträge selb st führen. (Erneute Zustimmung.) Deutschland würde aber auch in dem Falle seine friedlichen Forderungen niemals aufgeben. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen, das Chaos, das ein solcher Versuch in Europa herbeiführen müßte, fiele zur Verantwortung derer, die gegen ein Volk, das der Welt nichts zuleide tut, mit solchen' Mitteln ankämpsen. (Beifall.) Jeder solcher versuch, jeder versuch einer Vergewaltigung Deutschlands auf dem Wege einer einfachen Majorisierung gegen den klaren Sinn der Verträge könnte nur durch die Absicht diktiert fein, uns von den Konferenzen zu entfernen. Das deutsche Volk besitzt aber heute Charakter genug, in einem solche Falle seine Mitarbeit den anderen Rationen nicht aufoffroieren zu wollen, sondern, wenn auch schweren herzens, die dann einzig mögliche Konsequenz zu ziehen. (Erneuter starker Beifall.) Als dauernd diffa- mierfes Volk würde es uns auch schwer fallen, nach weiterhin dem Völkerbunde anzugehören. (Stärkster Beifall.) Die deutsche Regierung und das deutsche Volk sehen die Krise der heutigen Die deutsche Regierung sieht in dem englischen Plan eine mögliche Grundlage für die Lösung dieser Fragen. Sie muh aber verlangen, dah ihr nicht die Zerstörung einer vorhandenen Wehreinrichtung aufgezwungen wird ohne die Zubilligung einer zumindestens qualitativen Gleichberechtigung. Deutschland mutz fordern, datz eine Tlmwandlung der von Deutschland nicht gewollten, sondern uns erst vom Ausland auferlegten Wehreinrichtung Z u g u m Zug erfolgt im Matze der tatsächlichen Abrüstung der anderen Staaten. bände und Organisationen berücksichtigen, die nur volkserzieherischen und sportlichen Zwecken dienen und überhaupt keine militärische Ausbildung genießen. In den anderen Ländern sollen diese Verbände überhaupt nicht für die Heeresstärke in Frage kommen. Das ist natürlich ein ganz unmögliches Verfahren. Deutschland würde sich auch jederzeit bereiterklären, im Falle der Schaffung einer allgemeinen internationalen Kontrolle der Rüstungen bei gleicher Bereitwilligkeit der anderen Staaten, diebetreffendenVerbändedieserKon- trolle mit zu unterteilen, um ihren vollständig unmilitärischen Charakter eindeutig vor der ganzen Welt zu beweisen. (Lebhaftes Bravo!) Ferner wird die deutsche Regierung kein Waffenverbot als zu einschneidend ablehnen, wenn es in gleicher Weise auch auf die anderen Staaten Anwendung findet. Diese Forderungen bedeuten nicht eine Aufrüstung, sondern ein Verlangen nach Abrüstung der anderen Staaten. Ich begrüße dabei noch einmal namens der deutschen Regierung den weitaus schauenden und wichtigen P l a n d e s i t a - lienischen Staatschefs, durch einen le- sonderen Pakt ein enges Vertrauens- und Arbeitsverhältnis der vier europäi-- schenGrohmächte England, Frankreich, Italien und Deutschland her^uskellen. Der Auffassung Mussolinis, daß damit die Brücke zu einer leichteren dauernden Verständigung geschlagen werden könnte, stimmt die deutsche Regierung aus innerster Ueber= Zeugung zu. zeuge, noch Giftgase. Die einzige Nation, die mit Recht eine Invasion fürchten könnte, ist daher d i e d e u t s ch e (lebhafte Zustimmung), der man nicht nur die Angriffswaffen verbot, sondern sogar das Recht aus Verteidigungswaffen beschnitt und auch die Anlage von Grenzbefestigungen untersagte. Deutschland ist jederzeit bereit, auf Angriffswaffen zu verzichten, wenn die übrige Welt ein gleiches tut. Deutschland ist bereit, jedem feierlichen Nichtangriffspakt beizutreten, denn Deutschland denkt nicht an einen Angriff, sondern es denkt nur an seine Sicherheit. Deutschland würde die in dem Vorschlag des Präsidenten Roosevelt angedeutete Möglichkeit begrüßen, die Vereinigten Staaten als Friedensgarantenin die europäischen Verhältnisse einzubeziehen. Dieser Vorschlag bedeutet eine große Beruhigung für alle, die an der aufrichtigen Erhaltung des Friedens mitarbeiten wollen. (Beifall.) Wir aber haben keinen sehnlicheren Wunsch als dazu beizutragen, daß die Wunden des Krieges und des Versailler Vertrages endgültig geheilt werden. Deutschland will k e i- nen andere nWeg dabei gehen als den, der durch die Verträge selbst als berechtigt anerkannt ist. - Die deutsche Regierung wünscht sich über alle fchwierigen Fragen mit den anderen Nationen friedlich auseinanderzusehen. Es weih, dah jede militärische Aktion in Europa, auch bei deren völligem Gelingen, gemessen an den Opfern, in keinem Verhältnis stehen würde zu dein Gewinn. Zeit. Jahrelang ist von Deutschland aus vor den Methoden gewarnt worden, die zu diesem politischen und wirtschaftlichen Ergebnis führen mußten. Wenn auf dem bisherigen Wege und mit den bisherigen Methoden weiter fortgefahren wird, kann das Ende nicht zweifelhaft fein. Nach scheinbaren politischen Erfolgen einzelner Nationen werden um fo schwerere wirtschaftliche und damit politische Katastrophen für alle die Folge sein. Sie zu vermeiden, sehen wir als erste und oberste Aufgabe an. Bisher ist Wirksames dagegen nicht unternommen worden. Wenn uns von der übrigen Welt vorgehalten wird, daß man dem früheren Deutschland sehr wohl gewisse Sympathien entgegengebracht hätte, so haben wir d i e Folgen und Auswirkungen dieser „Sympathien" in Deutschland und für Deutschland jedenfalls tennengelernt. (Sehr gut!) Seit dem Friedensvertrage von Versailles hat das deutsche Volk ein politisches und wirtschaftliches Elend erfahren, von dessen Gröhe sich die andere Welt keine Vorstellung machen kann. Millionen zerstörter Existenzen, ganze Berufsstände ruiniert und eine ungeheuere Armee von Arbeitslosen — ein trostloser Jammer, dessen ganzen Umfang und Tiefe ich am heutigen Tage der übrigen Welt nur durch eine einzige Zahl zum Verständnis bringen möchte: Sell dem Tage der Unterzeichnung dieses Vertrages, der als Friedenswerk der Grundstein zu einer neuen und besseren Zeit für alle Völker sein sollle, haben sich, so rief der der Kanzler mit Nachdruck aus, in unserem deutschen Volke — fast nur aus Rot und Elend — 224 900 Menschen mit freiem willen das Leben genommen, Männer und Frauen, Greise und Kinder! (Lebhaftes Hört, hört! im Hause.) Diese unbestechlichen Zeugen sind Ankläger gegen den Geist und die Erfüllung eines Vertrages, von besten Wirksamkeit einst nicht nur die andere Welt, sondern auch Millionen Menschen in Deutschland sich heil und Segen versprochen haben. Mögen die anderen Rationen daraus aber auch den unerschütterlichen willen Deutschlands verstehen, eine periode der menschlichen Irrungen endlich abzuschließen, um den weg zu finden zu einer endlichen Verständigung aller auf dem Boden gleicher Rechte. Es gibt keine militärisch organisierten Wehrverbände in Deutschland. Die unverantwortliche Leichtfertigkeit, mit der solche Behauptungen erhoben werden, mag man nur aus einem Beispiel ersehen: Im vergangenen Jahr fand in Brünn der Prozeß gegen Angehörige dcr Nationalsozialistischen Partei in der Tschechoslowakei statt. Durch vereidete Sachverständige der tschecho- flowakischen Armee wurde damals die Behauptung aufgestellt, die Angeklatgen stünden in Beziehung zur Nationalsozialistischen Partei Deutschlands, befänden sich in Abhängigkeit von ihr und seien als Mitglieder eines Volkssportoereins damit gleichzusetzen den Mitgliedern der to'2L und SS. in Deutschland, die eine von der Reichswehr ausgebildete und organi- fierte Reservearmee darstelle. (Hört! Hört!) Inders elbenZeit besaß aber die SA. und SS. genau so wie die NSDAP, überhaupt nicht nur keine Beziehung zur Reichswehr, sondern sie wurde im Gegenteil als staatsfeind- liche Organ isation verfolgt, verboten und endlich aufgelöst! (Hört! Hört!) Ja, darüber hinaus: Mitglieder der NSDAP., Angehörige der SA. und SS. waren nicht nur von allen staatlichen Amtsstellen ausgeschlossen, sondern sie durften nicht einmal als Arbeiter in Heeresbetrieben ausgenommen werden. (Pfuirufe und Sehr wahr!) Die Nationalsozialisten in der Tschechoslowakei aber wurden auf Grund dieser falschen Darstellung zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt! (Erneute Pfuirufe.) Tatsächlich ist die SA. und SS. der 37 5 D '21 p. ohne jede Beihilfe, ohne finanzielle Unterstützung des Staats, des Reichs ober gar der Reichswehr, ohne jede militärische Ausbildung und ohne jede militärische Ausrüstung entstanden aus rein parteipolitischen Bedürfnissen und nach parteipolitischen Erwägungen. Ihr Zweck war und ist ausschließlich die Beseitigung der k o m m u n i st i f ch e n Gefahr, die Ausbildung ohne jede Anlehnung an das Heer, nur berechnet für Zwecke der Propaganda und der Aufklärung, psychologische Massenwirkung und Riederbrechung des kommu- ristischen Terrors. Sie ist eine Institution der zerstören will, dann sind dies dazu geeignete Mittel. (Erneute Zustimmung.) Denn folgendes habe ich namens des deutschen Volks und der deutschen Regierung zu erklären: Deutschland hat abgerüstet! Deutschland hat abgerüstet. Ls hat alle ihm im Friedensvertrag auferlegten verpflich- tungen weit über öle Grenzen jeder Billigkeit, ja jeder Vernunft hin- a u s erfüllt. Seine Armee beträgt 100 000 Mann. Die Stärke und die Art der Polizei find international geregelt. Die in den Tagen der Revolution ausgestellte Hilfspolizei hat ausschließlich politischen Charakter. Sie mußte in den kritischen Tagen des Umsturzes den von dem neuen Regime zunächst als unsicher vermuteten Teil der anderen Polizei ersetzen und nach der siegreichen Durchsetzung der Revolution ist sie bereits im Abbau begriffen und wird noch vor Ausgang des Jahres vollständig aufgelöst sein. Deutschland hat damit einen vollständig berechtigten moralischen Anspruch darauf, daß die anderen Mächte ihrerseits ihre Verpflichtungen, die sich aus dem Vertrag von ver- failles ergeben, erfüllen. Di: Dru.sch unj im Dez mo^r zugest^rüene G^e ch Kerechtigung ist bisher nicht verwirklicht. Wenn feiten^ Frankreich immer wieder die These auf- gestellt wird, daß neben der Gleichberechtigung Deutschlands die Sicherheit Frankreichs stehen müsse, so darf ich demgegenüber zwei Fragen erheben' Deutschland zu weitestem Entgegenkommen bereit Deutschland begrüßt den Vorschlag Roosevelts. Deutschland wird sich aber zu keiner Unterschrift nötigen lassen. Gtenographentagung in Hungen Aus der Provinzialhaupistadi Wiederhören! QL R. ICH !lls Stärkster Eindmck der Kanzlerrede im In- und Ausland. Ansager ober hört seine Gemeinde nicht: er dürfe nur sagen: Eie werden mich (ober uns» wieder hören! — Run, das ist etwas kleinlich: so wörtlich darf man die Redensart nicht nehmen. Kann man einem wirklich ins Herz sehen. Gedanken lesen, sprechen Augen, schreien Farben denn wirklich? 3n unserem Falle will doch der Sprecher nur andeuten: es besteht ein enger geistiger Zusammenhang zwischen ihm, als Vertreter der Künstler, und den Zuhörern, er glaubt sie vor sich zu sehen und ihren Beifall zu Hörem Deshalb wird gegen feinen Abschiedsgruh nichts einzuwendcn sein. 3n diesem Sinne allo: Au der Vorstand in seiner letzten Sitzung als Wärter für Berlin Herrn TI ün ft er, Hattenrod, bestimmt und den Ausstellern von Ziegen wieder, wie ii früheren Zähren, ein Milchgeld von 10 Mark pro Ziege bewilligt hat. Dieser Beschlutz sand einflim« miqe Annahme Den Voranschlag für 1933 trug der Vorsitzende Fenchel vor. er ichlietzt in Einnahme und Aus» gäbe mit 3018,53 Mark Es erfolgte einstimmige An» nähme ohne Aussprache. Bei der Festlegung des Ortes für die nächstjährige Generalversammlung beantragte Geschäftsführer Philipp, dem Ikjein Watzenborn-Steinberg die Generalversammlung zu übertragen. Der Antrag fand einstimmige Annahme. Unter Punkt „Anträge" iand zunächst ein Antrag von Münster Annahme, daß alle drei Jahre eine Revision der Herdbuchtiere stattsinden soll, die erstmalig bei der Körung im Herbst zur Durchführung Der Reichstag geschlossen hinter der Regierung. Oie Entschließung wird von allen Parteien des Hauses einstimmig angenommen. Danksagung des T^eichsstatthalters Sprenger. Deichsstatthalter Sprenger veröffentlicht folgende Danksagung: „Anläßlich meiner Ernennung zum Reichsstatthalter in Hessen sind mir Aufmerksamkeiten in so austergewöhnlicher Zahl ertoiejen und Glückwünsche ausgesprochen worden, dah es mir unmöglich ist, alle Eingänge einzeln zu erledigen. 3d) danke daher auf diesem Wege allen und fasse die Kundgebungen als erneuten Beweis auf, dah jeder einzelne gewillt ist. mit mir in Treue zum Führer zu stehen, um sein Werk zu vollenden." „2hif Wiederhören!" 3n den Blättern des Deutschen Sprachvereins lesen wir folgendes: An dem bekannten Ab- fchiedsgruh der Randlunkansager nehmen manche Leute Anstost. Sie sagen so: Auf Wiedersehen! heißt: lebe wohl, bis wir uns Wiedersehen. Wenn man sich am Fernsprecher mit: Auf Wiederhören! verabschiedet, haben beide einander gehört. Der Der im 3ahre 1930 gegründete Verein für Cinheitskurzschrift in Hungen hatte bic Tagung des Bezirks Diesten des Hes- sen-RassauifchenKurzschristenoer- bandes übernommen. 3n der Unterrichts- leiter - Besprechung referierte Studienrat Vetter (Bad-Rauheim). über die Wertung schnellschriftlicher Arbeiten und Diplom- Handelslehrer Schmer lGiehen), über stenographische Knacknüsse. Eine lebhafte Aussprache schloß sich an. 3n der Vertreterversammlung tarnen wichtige Entscheidungen zur Sprache. Der Bezirksvorsihende K. H. Kuhl (Gießen), erstattete den 3ahresbericht, aus dem hervorging, dast die Vereine in Alsfeld und Lauterbach, die seither dem Verband Hessen-Waldeck angehörten, sich nunmehr dem Hess.-Rass. Kurzschriftverband und damit dem Bezirk Giesten anaeschlos- sen haben. Reue Vereine wurden in Leihgestern und Klein-Linden gegründet. Der Bezirk zählt nunmehr 21 Vereine mit 1560 Mitgliedern gegen 1374 im Vorjahr. Auch die Zahl der Unterrichteten ist weiter gestiegen. Herr Kuhl wies darauf hin, dah der Deutsche Stenographenbund als körperschaftliches Mitglied dem RS.-Lehrerbund beigetreten sei und in feinen Vorstand als Vertreter des RE-Lehrerbundes Herrn Kolb (Münchens, und den Sachverständigen der RSDAP. für Kurzschrift, Handelsoberlehrer Lang (Kulmbach), ausgenommen habe. Der Verbandsvorsihende, Landtagsdirektor Werner (Darmstadt), berichtete ausführlich über die Gleichschaltung des Deutschen Stenographenbundes, und seiner Verbände, Bezirke, Gaue und Vereine. Er betonte, dast die Stenographen geschlossen hinter der Regierung ständen und sie in jeder Hinsicht unterstützen. Für dos Land Hessen sei ihm von Oberschulrat Ringshauscn, dem Leiter des Hessischen Schulwesens, die Führung der gesamten Stenographenvereine in Hessen übertragen worden, und er habe für den Bezirk Diesten den seitherigen Vorsitzenden K. H. Kuhl bettellt. Der Bezirksvorsihende werde den Bezirksvorstand und die Vorsitzenden der einzelnen Etenegraphenvercine positiv bestimmen. Eine Reuregelung erfolge auch insofern als sich an Orten, wo seither zwei Stenographenvereine bestanden, diese zusommenschliehen müstten. Da die RSDAP. sich entschieden für die Einheitskurzschrift einsehe, werde dem Gedanken der Kurz- schriftpslegc eine bisher unerhörte Geltung verschalst werden. Mit der den Rationalsozialistrn eigenen Energie sei mit einem Schlag der Systemstreit auf die Dauer beseitigt. Landtagsdirektor Werner gedachte dann der Verdienste, welche sich der Bezirksvorsihende K. H. Kuhl und der Rechner, Ludwig Grave- l i u s um die Stenographie erworben hätten. Als Anerkennung überreichte er beiden im Auftrag des Deutschen Slenographenbundes Dresden den Ehrenbrief nebst goldener Radel. Herr Gravelius trug den Kassenbericht vor. Daraus ergab sich, dast die Kassen- verhältnisse des Bezirks recht gut sind. Als Ort für die nächste Bezirkstagung wurde Dod-Rau- heim gewählt. Der diesjährige Derbandstag findet in Friedberg statt. 3m Anschluß an die Vertreterversammlung hatte der rührige Kurzschriftverein Hungen einen wohlgelungenen Hnterhaltungsabend veranstaltet. Der Vorsitzende des Hungener Vereins, 3akob Steiger, begrüßte bic Gäste unb bankte Roosevelt sehr befriedigt. Ausgezeichneter Eindruck der Kanzlerrede in den Vereinigten Staaten. Man erwartet jetzt mit Zuversicht eine erhebliche Besserung b c r Atmosphäre sowohl in Genf, wie auch bei den bevorstehenben Beratungen der Weltwirtschaftskonferenz. Roosevelt gab benjenigen, bie schlecht beutsch verstanden, kurze Erklärungen schwieriger Stellen Die amerikanischen Regierungsmitglieder waren durch die unerwartete Mäßigung Hitlers angenehm überrafdjt und glauben, daß bic Rede dazu angetan ist, Roosevelts Vier-Punkte- Programm zur baldigen allgemeinen Anna h m e zu verhelfen. 3n politischen Kreisen stand man ganz unter dem Eindruck der Hitlerrede, die das Tagesgespräch bildete. EnglischeHeber- s e t) u n g c n wurden so schnell wie möglich an Roosevelt, Hüll, die übrigen Mitglieder des Staatsdepartements und die amerikanischen Vertreter für die Londoner Weltwirtschaftskonferenz ausgegeben. Es fiel auf, daß bic beutschen Anleihen unmittelbar nach dem Dekanntwer- ben ber Rede des Reichskanzlers um 1 und mehr Punkte stiegen. Der Pressechef Roosevelts erklärte dem hiesigen Vertreter des WTB.: „Sie können sagen, daß ber Präsibent von Hitlers Eingehen auf seine Vorschläge begeistert war." Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundessenats, der demokratische Senator Pitwan, der Amerika neben Hüll unb Cor auf ber Weltwirtschaftskonferenz vertritt, erklärte, Me Rebe bes beut» schen Reichskanzlers habe i tn Bundessenat einen außerordentlich guten Sin- druck gemacht. Die nervöse Spannung, die während der letzten Woche hier geherrscht habe, sei mit einem Schlage beseitigt worden. Senator Wagner betonte, bic Rede Hitlers sei eine große staatsmännische Tat gewesen, bie Amerika unb ber übt"gen Well die Politik Deutschlands in so klarem unb fairem Licht gezeigt habe, daß an Deutschlands Willen zum Frieden und an Deutschlands Opfersinn zugunsten ber Gesundung der Welt k e i n Z w e i f e l mehr bestehen könne. „Eine historische Stunde." Tie Nationalso;ialistische Partci- korrcfpondenz zur Kanzierrcde. Berlin, 17. Mai. (CRD.) Heber bic Dedeu- tung der heutigen Sitzung des Reichstags schreibt die RSK. u. a.: Die Größe unb Bedeutung dieses Tages, an dem sämtliche Parteien mit Einschluß der Sozialdemokratie sich hinter die Regierung Adolf Hitler stellten, ist um so höher einzuschätzen, als diese Kundgebung der deutschen Volksvertretung tief verankert ist in dem Willen der ganzen Ration, die feit Monaten Tag für Tag der Welt gezeigt hat, daß bie beutscheRegierung unb bas deutsche Volk eins find. Das brachten bic gewaltigen Ovationen, die Adolf Hitler brausend vor der Kroll-Oper von den harrenden Massen bereitet wurden, symbolhaft zum Ausdruck. Es ist das Werk und die Kraft der Persönlich- lichkeit Adolf Hitlers, der draußen im Volk den großen Bau ber nationalen Einigung geschaffen unb vollenbet hat, baß heute der Deutsche Reichstag sich der historischen Stunde würdig erwiesen und. in einer ge- Washington. 17. Mai. (WTB.) Die Rundfunkübertragung ber Rebe bes deutschen Reichskanzlers vor dem Reichstag war ausgezeichnet. Wegen der frühen Morgenstunde — die Zeitdifferenz zwischen der mittel- europäischen Zeit und der östlichen Zeit beträgt sechs Stunden - hatte die Rational Broadcasting Co. nur d i e letzten 35 Minuten der Rede übertragen. Auch die in englischer Sprache übermittelte Zusammenfassung war überaus klar verständlich. Der Eindruck, den die Kanzlerrede in Washington hinterließ, war vor- züglich. „Associated Preß" veröffentlicht den wörtlichen Text der Rede, ber von allen größeren Blättern ber Vereinigten Staaten mit Rücksicht auf bic außerordentliche Bedeutung der Ausführungen des Reichskanzlers angefordert wird. Die Rachmittagspresse bringt die Rede des Reichskanzlers in großer Aufmachung mit ganzseitigen Heberschriften wie „Hitler bekennt sich zum Frieden", „Hitler akzeptiert den Antikriegspakt. verlangt aber Waffengleichheit", „Hitler stimmt den Vereinigten Staaten bei", „Der Roosevelt-Plan von Hitler unterstützt". 3n hiesigen Dankkreisen wird betont, daß die Rede ausgezeichnet gewesen sei, daß sie sehr günstig gewirkt und eine ausgesprochene Entspannung herbeigesührt habe. Präsident Roosevelt, der einen Teil seiner 3ugendzeit in Deutschland verbrachte und bic deutsche Sprache gut versteht, schaltete sich während der Hebertragung der Rede des Reichskanzlers durch die Rational Broadcasting Company ein und hörte, umgeben von seinem gesamten Sekretariat, die Rede a n. Sowohl im Weißen Hause, wie auch in Kreisen des Staatsdepartements wurden die Ausführungen deS Reichskanzlers mitgroßem Beifall ausgenommen. Man erkennt Hitlers weitgehendes Entgegenkommen in ber Frage der Angriffswaffen hoch an und begrüßt seine Zustimmung zu Roosevelts Vorschlag eines Richtangriffspaktes. bigen festgestellt, daß die Selbstabgabestelle der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen einen wirtschaftlichen Vorteil nicht bringt. Alle obenerwähnten, bisher von der Selbftabgabeftcllc bezogenen Artikel muffen fortan auf kaffenärztliches Rezept von den öffentlichen Apotheken bezogen werden. Kreisziegenzuchtverein Gießen. Ä?r Kreisziegenzuchtoerein Gießen hielt in Hattenrod feine diesjährige Hauptverjammlung ab. Der Ortsoerein Hattenrod veranstaltete bei dieser Gelegenheit eine Ortszieyenschau, bei der ganz hervorragendes Zuchtmaterial gezeigt wurde. Vor Beginn der Hauptversammlung bewegte sich ein Zug durch die Ortsstraßen, bei dem zwei Ziegenböcke im Ge spann gezeigt wurden. Der Vorsitzende Fenchel. Ober-Hörgern, eröffnete die Versammlung und widmete zunächst besondere Worte der Begrüßung dem Vertreter des Land». Wirtschaftskammer Ausschusses, Oberlandwirtschafts- rat Dr. Wc> gne r. Gleichzeitig hieß Bürgermeister N e e b , Hattenrod, die Vertreter der Vereine und Gemeinde aufs herzlichste willkommen. Den Geschäftsbericht erstattete ber Geschäftsführer des Vereins, Obersekretär Philipp Man konnte daraus entnehmen, daß auch infolge der wirtschaftlichen Rot einige Mitglieder im Lause des Jahres ausgetreten sind. Die Mitgliederzahl an persönlichen Mitgliedern beträgt 472, die der korporativen Mit- glieber 54. Unterstützungen wurden dem Verein sek tens des Kreises und des Landwirtschaftskammer Ausschusses gewährt: dafür wurde der Dank des Vereins ausgesprochen. Für das Herdbuch wurden im Geschäftsjahre 195 Tiere neu gekört und 235 Bock- unb Mutterlämmer gekennzeichnet. Die Zahl ber ausgestellten Lämmer, besonbers ber weiblichen Tiere, wurde als zu gering bezeichnet, da ber Verein den Nachfragen nach weiblichem Material nicht gerecht werben kann. Der Absatz betrug 123 Tiere im Gesamtwerte von 4565 Mark. Auf ber Wanberausstel lung in Mannheim war ber Verein mit 2 Tieren vertreten, er konnte hierauf zwei II. Preise erringen. Die Märkte in Lich, Hungen und Gießen konnten ebenfalls zur Zufriedenheit durchgeführt werden. Michleistungsprüfungen wurden in den Ortsvereinen Großen-Buseck, Hattenrod, Lich, Watzenborn-Steinberg und Wiefeck durchgeführt. Die Rechnungsablage erstattete ebenfalls der Geschäftsführer. Die Rechnung schloß in Einnahme mit 3954,21 Mark, in Ausgabe mit 3105,68 Mark ab. Der Rechnungsprüfer Dem, Lang-Göns, der die Rechnung geprüft hatte, beantragte Entlastung des Rechners unb Vorstandes, da sich Anstände nicht ergeben hatten. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt. Als Rechnungsprüfer für 1933 wurde Dem, Lang-Göns, wiedergewählt, für J»en ausgefchicdenen Rechnungsprüfer Hcberer, Staufenberg, wurde Heinrich Harbach VIII., Grpßen-Bufeck, neugewählt. Heber die Wanderausstellung in Berlin berichtete Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner. Er gab be- fannt, daß Oberhessen neun Tiere für Berlin stellt, wovon auf den Kreis Gießen 4 Tiere entfallen. Geschäftsführer Philipp gab noch bekannt, daß über diese Entschließung. Diejenigen Abgeordneten, die dieser Entschließung beitreten wollen, Bitte ich, sich von den Sitzen zu erheben. Eserheben sichsämtüche Reichstays, abgeordneten, so daß die Entschließung ein» ftimmig angenommen ist. Rauschender Beifall durchbrauft das Haus. Auch Reichskanzler Hitler beteiligt sich am Händeklatschen Die nationalsozialistische Fraktion stimmt bas Deutschlandlied an, bas von allen Fraktionen und von allen in dem überfüllten Saal Anwesenden begeiftert mitgefungen wird. 3m Anschluß daran erklärt Reichstagspräsident Göring, er habe denz, was sich im Reichstage soeben ereignete, nichts mehr hinzuzusetzen. Die Welt, so rief ber Reichstagspräsident, hat gesehen, bah das deutsche Volk einig ist, wenn es fein Schicksal gilt. Der Präsident schließt damit die Reichstagssitzung. Die Nationalsozialisten fangen noch das Horst-Wesfel-Lied, ehe sie den Sitzungssaal verließen. Am Schluß ber Sitzung stellte Reichstogs- präfident Göring fest, daß im Protokoll vermerkt wird, daß die Annahme ber Entschließung ein- ftimmig durch sämtliche Parteien erfolgt ist. Aufhebung der Selbstabgabestelle der Allg. Ortskrankenkasse. Wie man uns mitteilt, ist seit gestern die Selbstabgabestelle für Arzneimittel, Nährmickel, Verband ftoffe, Artikel zur Krankenpflege usw. bei der 2111- gemeinen Ortskrankenkasse ber Stadt Gießen restlos aufgehoben worden. Es wurde durch den vom Der- sicherungsamt ehrenamtlich gestellten Sachoerstän- toaltigen Manifestation vor der ganzen Welt die Einheit und den Lebenswillen der deutschen Ration proklamiert hat. Mit diesem unerhört eindrucksvollen Ereignis hat die Regierungstätigkeit Adolf Hitlers und der Kamps seiner Bewegung um die Einigung der Ration ihre gewaltige Krönung erfahren. Es war eine Stunde, die in der deutschen Geschichte fortleben wird, als Adolf Hitler vor dem in atemloser Spannung harrenden Hause m i t zwingender Logik und mit heißem Herzen von der Stellung der deutschen Ration in der Welt sprach, als er das Lebensrecht und die Lebenswürde unseres Volkes verteidigte. Die Rede des Führers — unangreifbar in ihrer historisch begründeten Argumentation — war ein politisches Meisterstück, das das Haus und darüber hinaus die ganze Welt in feinen Dann zog. Riemand in der Welt wird an den Worten Adolf Hitlers, niemand an der gewaltigen Willenskundgebung des deutschen Volkes, das in ihm seinen großen Führer erblickt und wie ein Mann hinter ihm steht, vorübergehen können. Deutschland und Adolf Hitler sind völlig ein Begriff geworden, das ist der große Sinn der historischen Stunde des 17. Mai. für die Hnterstützung, welche ihm zuteil geworden sei. Landtagsdirektor Werner wies in einer Ansprache auf die große Bedeutung der Stenographie hin und auf die Erziehungsarbeit, welche die Kurzschriftvereine an der deutschen 3uacnd leisten. Besonders beifällig wurden seine Schlußworte ausgenommen, daß die ganze stenographische Bewegung und besonders die 3ugend alles tun werde, um das Werk der neuen Regierung. Deutschland wieder zur Größe und Macht emporzuführen. zu vollenden. Die Begeisterung der Anwesenden kam zum Ausdruck in dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes. Herrliche Darbietungen der Hungener Gesangvereine, Liederkranz und Eintracht, musikalische und humoristische Vorträge, sowie ein flottgespieltes Theaterstück trugen zur Hebung der Stimmung bei. Große Scharen von Wettschreibern aus den Kreisen Gießen, Friedberg. Schotten. Alsfeld. Büdingen, Wetzlar und Marburg hatten sich in Hungen eingefunden. Die Prüfung und Wertung der 328 We11schreib arbeiten erforderte eine riesige Arbeit Dank der vorzüglichen Organisation konnte unter der Leitung des Prokuristen August Siebert. Gießen, das Ergebnis des Wettschreibens noch am gleichen Tag bekannt- gegeben werden. 3m ..Darmstädter Hof" fand eine D e g r u. - ßungsfeier durch den sestgebenden Verein statt. Der Vorsitzende des Hungener Vereins. Steiger, begrüßte die Erschienenen und dankte der Stadtverwaltung und Schulleitung für die dem Verein gewährte Hnterstützung. Er gab einen Rückblick über den Werdegang des Hungener Vereins und wies auf die große Bedeutung der Stenographie hin. Hieraus wurde das Deutschlandlied gesungen. Bürgermeister Fendt dankte für die Einladung unb begrüßte alle auf das herzlichste Er ermahnte die Jugend, sich mit der Beherrschung der Stenographie für ihr späteres Fortkommen ein gutes Rüstzeug zu schassen. Er gedachte dann der Männer, die heute an ber Spitze der Regierung stehen und brachte ein Heil aus auf den Reichspräsidenten von Hindenburg, den Volkskanzler Adolf Hitler. den hessischen Staatspräsidenten Werner und den Staatsminister Müller. Rach dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes sprach der Bezirksvorsihende Kuhl seinen Dank aus für die freundliche Aufnahme der Stenographen durch die Hungener Bevölkerung und für die Stiftung der Ehrenpreise Er dankte dem Hungener Verein für die Arbeit, der er sich durch die Heber» nähme der Bezirkstagung unterzogen habe und wünschte ihm ein weiteres Blühen und Gedeihen. Abends fand die Preisverteilung statt- Ein bunter Abend mit Tanz beschloß die Tagung. Wettschreibergebniffe. 60 Silben. 1. Preis und Ehrenpreis: 3ohanna Scholz. Friedberg, Roland Grauling. Grünberg: Dina Michel. Grünberg: Helga Trommershäuser. Friedberg: Helmut Müller. Gießen 1861: Hans Herrmann, Gießen Gesellschaft: Albert Kreicker, Laubach: Willi Strack, Hungen: Hch. Jacobi, Bad- Rauheim: Waltraut Müller, Gießen 1861. — 1. Preis: Wilhelm Hempel. Büdingen: Katharina Albach. Grohen-Linden: Karl Ruppel, Marburg: Lina Hertel, Laubach: Ernst Busch, Friedberg: Edith Geist, Marburg: Helmi Zachrih, Bad- Rauheim: Matthias Schnitzler, Friedberg: Werner Decker, Wetzlar: Ludwig Holler, Friedberg; kommt. Degenhardt, Gießen, beantragte, daß die Ortsvereine verpflichtet werden, jährlich einmal Stallschauen durchzuführen und dem .Kreisziegenzuchtverein hierüber Bericht zu erstatten haben. Der Antrag fand einstimmige Annahme. Ein Antrag des Ortsvereins Wiefeck wegen bes Ziegenmarktes in Gießen fand nach Erläuterung^" durch den Geschäftsführer ebenfalls Annahme. 21 Termin wurde der erste Mittwoch im September gewählt. Unter „Verschiedenes" gab der Vorsitzende des Ortsoereins Gießen, H ö b e I, bekannt, daß diejenigen Züchter, die auf dem Markt in Gießen Ziegen verkaufen, vom Ortsverein Gießen einen Zuschuß erhalten. Geschäftsführer P h i I i p P gab ein Schreiben des Landwirtfchastskammcr Ausfchusses über die Durch sührung von Leistungsprüfungen bekannt. Er bat diejenigen Vereine, die hiervon Gebrauch machen wollen, sich umgehend zu melden Degenhardt. Gießen, sprach noch über die Einrichtung von Ziegenweiden. Hiergegen sprachen Oberlandwirtschastsrat Dr. Wagner, M ü n ft e r , Hattenrod, und Naumann, Laubach, da man hier schlechte Erfahrungen mit Ziegenweiden ge macht hat. Es wurde dann noch eine Preismunze von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft für eine mit einem ersten Preise prämiierte Ziege, die von Schäfer, Lindenstruth, gezüchtet wurde, über geben. Hieran schloß sich die Gratisverlosung von einem Ziegenbock an die vertretenen Gemeinden, sowie von drei Mutterlämmern und Gebrauchs gegenständen. Gewinner des Bockes war die Stadt Grünberg. Die Lämmer wurden von Keil, Lin- denftruth, Röhrig, Gießen, und Naumann, Laubach, gewonnen. Der Vorsitzende schloß hierauf die sehr zahlreich besuchte Versammlung. Bornotizcn. — Tageskalender für Donnerstag. Obcrheffischcr Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebe auf den ersten Ton". Die Schlußworte des Kanzlers begleitet stürmischer Deisall und Händeklatschen. Die Mitglieder der nationalsozialistischen Fraktion erheben sich von ihren Plätzen und bringen immer wieder stürmt d)i Seilrufe au den Kanzler aus Äeichstagspr»iident Göring Männer und Frauen deS Deutschen Reichstages! Durch die Initiative der Parteien des Deutschen Reichstages ist mir folgende Entschließung zugegangen, die ich hiermit zur Verlesung bringe: „Die Fraktionen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, der Deutschnationalen Partei, des Zentrums und der Bayerischen Volkspartei haben folgende Entschließung ein- gebracht: Der Reichstag wolle beschließen: Der Deutsche Reichstag als die Vertretung des deutschen Volkes billigt die Erklärung der Reichsregierung und stellt sich in dieser für da» Leben der Ration entscheidenden Schicksalsfrage der Gleichberechtigung des deutschen Volke» geschlossen hinter die Reichsregierung." Männer und Frauen, so fährt der Reichstagspräsi- denk fort, wir kommen jetzt zur Abstimmung Liesel Michel, Laubach. — 2. Preis: Rudolf Volz, Friedberg; Wilhelm Ewald, Friedberg; Clly Klodt, Bad°Rauheirn. — 3. Preis: Werner Zesch- ly, Schotten; Karl Oßwald, Laubach; Rudolf Gö- ^el, Laubach; Wilh. Böhm, Schotten; Maria Geißler, Hungen; Walter Lang, Großen-Linden; Else Otto, Schotten. 80 Silben. 1. Preis und Ehrenpreis: Hch. Diehl, Gießen 1861; Karl Hahn, Wetzlar; Maria Gerbig, Gießen Gesellschaft (außer Konkurrenz); Hermann Blum, Gießen Gesellschaft; Hilde Decker, Bad- Rauheim; Erich Haibach, Gießen Gesellschaft; Friedel Walther, Hungen; Kurt Dirlam, Lauboch; Annemarie Seibert, Gießen Gesellschaft. 2. Preis: Gusti Ehrig, Friedberg; Anna Kauß, Grünberg; Albert Pitz, Leihgestern; Leni Ditsch- ler, Büdingen; Albert Klinket, Gießen Gesellschaft; Hedwig Wetzler, Schotten; Albert Weinandt, Großen-Linden: Irmgard Werner, Hungen; Melli Cißer, Hungen. 3. Preis: Karl Grimmel, Großen-Linden; Emmy Wahl, Gießen Gesellschaft; Erich Pfeil, Gießen Gesellschaft; Ewald Alsdorf, Gießen 1861; Helmut Seipp, Alsfeld; Ernst Emmerich, Hungen. 100 Silben. 1. Preis und Ehrenpreis: Otto Keßler, Gießen Gesellschaft; Karl Höchst, Wetzlar; Rudolf Hörnle, Bad-Rauhcim; Heinrich Peilstöcker, Marburg; Anni Komps, Gießen 1861; Hans Wahl, Laubach. — 1. Preis: Karl Hansen, Hungen; Katharina Grill, Leihgestern; Martin Kipp, Friedberg; Emmi Huppert, Friedberg; Lina Degen, Grünberg; Erich Hagner, Wetzlar; Hans Fuhr, Gießen Gesellschaft; Karl Rodenhausen, Gießen 1861; Ferdinand Dörffner, Giehen Gesellschaft; Elfriede Kaiser, Wieseck; Elvira Spitaler, Friedberg; Adolf Engel, Friedberg; Heinrich Reitz, Laubach; Frieda Koch, Laubach; Elisabeth Schrodt, Friedberg; Wilhelm Ott, Laubach; Anni Schmitt- biel, Gießen 1861; Elisabeth Lemke, Marburg; Heinrich Karpf, Laubach: Else Meyer, Hungen; Else Jung, Großen-Linden; Emilie Schäfer, Hungen; -Hermann Kuhlmann, Wetzlar; Heinrich Mathes, Bad-Nauheim. — 2. Preis: Lina John, Friedberg; Wilma Leipold, Gießen 1861; Willi Junker, Heuchelheim; Reinhold Hahn, Grünberg; Erna Zabel, Alsfeld; Annemaria Langlotz, Alsfeld. — 3. Preis: Erich Schreiber, Hungen; Karl Günther, Lauterbach; Erna Dietz, Bad-Nauheim; Emilie Schneider, Wieseck; Lina Theiß, Grünberg; Hermann Pauli, Bad-Nauheim; Mathilde Kauß, Grüuberg; Georg Heier, Bad-Nauheim; Klara Werner, Hungen; Willy Horn, Bad-Nauheim; Hildegard Eisenacher, Gießen 1861; Elfriede Loth, Alsfeld; Heinz Kirchhöfer, Hungen. 120 Silben. 1. Preis und Ehrenpreis: Emmy Roth, Gießen Gesellschaft; Adolf Schmidt, Wieseck; Rei- chardt, Friedberg; Luise Metz, Gießen Gesellschaft; Liesel Reiber, Schotten; Ilse Lehmann, Gießen Gesellschaft; Lotte Horn, Bad-Nauheim; Käthe Mentzer, Bad-Nauheim; Karl Richter, Friedberg; Elfriede Tennigcr, Gießen 1861; Emil Hübner, Büdingen; Friedr. Gaul, Hungen. — 1. Preis: Emma Reitz, Gießen 1861; Paula Jünger, Gießen 1861; Gerda Hüter, Gießen 1861; Richard Rausch, Schotten; Otto Krumm, Grünberg; Alfred Wissemann, Gießen Gesellschaft; Lina Bötz, Wieseck; Aenne Magold, Gießen Gesellschaft; Elly Lüdke, Friedberg; Kurt Sautier, Friedberg; Meta Amend, Giehen 1861; Friedrich Hildebrand, Wieseck; Elsa Röhm, Grünberg; Emma Lotz, Wieseck; Ilse Schütz, Friedberg; Else' Grein, Marburg; Irene Wintter- lin, Giehen Gesellschaft; Hans Zils, Marburg; Liefet Alt, Friedberg; Lilo Herz, Bad-Nauheim; Sanni Rupp, Friedberg; Elfe Leinweber, Giehen Gesellschaft; Aenne Fendt, Gießen Gesellschaft; Walter Müller, Wetzlar; Zensi Teufel, Wetzlar; Ida Fett, Großen-Linden; Henni Schürmeyer, Wieseck; Elli Schick, Gießen Gesellschaft; Otto Hahn, Butzbach; Walter Opper, Friedberg: Irma Krämer, Gießen Gesellschaft; Resi Schede, Marburg; Heinrich Kratz, Gießen 1861. — 2. Preis: Erna Brandstetter, Wetzlar. 140 Silben. 1. Preis und Ehrenpreis: Elisabeth Wagner, Friedberg; Hans Köhler, Friedberg; Willy Freiberg, Giehen 1861; Willy Austermühle, Marburg; Luise Schade, Gießen 1861 (außer Konkurrenz); Liselotte Böttcher, Wetzlar; Tilly Heuse, Marburg; Liesel Holzknecht, Marburg; Trudel Pies, Marburg; Friedel Holzmann, Marburg; Emmi Schäfer, Wieseck; Käthe Tschinkel, Marburg; Käthe Nocky, Friedberg; Maria Pinnschmidt, Marburg; Gertrud Schäfer, Gießen Gesellschaft; Dina Heuser, Marburg. — 2. Preis: Frieda Düringer, Wieseck; Erni Horlacher, Friedberg; Marianne Homann, Marburg; Anneliese Bierwirth, Marburg; Käthe Pies, Marburg.Adolf Mäser, Büdingen; Joachim Stüb- ner, Bad-Nauheim; Wilhelm Hofmann, Giehen Gesellschaft; Karl Marth, Giehen Gesellschaft; Georg Bieler, Friedberg; Mathilde Briel, Marburg. — 3. Preis: Elfriede Wurm: Friedberg; Karl Bornhard, Alsfeld; Robert Wolf, Alsfeld; Helmuth Zefchky, Schotten. — 160 Silben. 1. Preis und Ehrenpreis: Heinrich Möhl, Marburg; Elise Daab, Hungen; Friedel Surr, Friedberg; Wilhelm Hühnermann, Friedberg; Helene Hanweg, Marburg. — 1. Preis: Emil Jost, Giehen 1861; Christian Lehmann, Marburg; Heinrich Schmidt, Alsseld; Johanna Graf, Giehen Gesellschaft; Käthel Sommer, Friedberg; Margarethe Brettar, Bad-Nauheim; Theodor Schwarz, Gießen Gesellschaft; Luise May, Bad-Nauheim. — 2. Preis: Heinrich Barth, Friedberg; Friedrich Niedernhöfer, Bad-Nauheim; Else Buchhoim, Marburg; Albert Manns,Klein-Linden. — 3. Preis: Karl Br6e, Gießen Gesellschaft; Rudolf Günther, Gießen Gesellschaft; Karl Raute, Friedberg; Käthe Demuth, Gießen Gesellschaft. 180 Silben. 1. Preis und Ehrenpreis: Johanna Bohl, Gießen Gesellschaft; Ernst Eckhardt, Gießen 1861; Martin Bieler, Friedberg. — 1. Preis: August Schott, Gießen Gesellschaft; Erna Reininger, Gießen Gesellschaft. — 2. Preis: Georg Heuser, Alsfeld; Otto Wilhelm, Gießen Gesellschaft; Karl Ulshöfer, Friedberg; Fritz Reh, Gießen 1861; Konrad Heuser Marburg; Hermann Wissebach, Marburg; Gertrud Müller, Gießen 1861; Elisabeth Roth, Lauterbach. 200 Silben. 1. Preis (außer Konkurrenz): Minni Genzel, Bad-Nauheim. — 2. Preis und Ehrenpreis: Heinrich Hormel, Wetzlar. — 3. Preis: Fritz Dörfner, Gießen Gesellschaft; Wilhelm Brück, Gießen 1861. 240 Silben- 1. Preis und Ehrenpreis: Willi Brückmann, Gießen, 1861. — 2. Preis und Ehrenpreis: Wilhelm Rieß, Gießen 1861; Max Klier, Bad-Nauheim. Schön- und Richligschreiben. A. Berkehrsschrift. 1. Preis und Ehrenpreis: Albert Manns, Gießen Gesellschaft; Theodor Schwarz, Gießen Gesellschaft. — 1. Preis: Otto Krumm, Grünberg; Emil Jost, Gießen 1861; Friedrich von Lemmers, Giehen Gesellschaft; Otto Hahn, Butzbach; Helene Hanweg, Marburg; Kurt Dirlam, Laübach; Otto Wilhelm, Giehen Gesellschaft; Elise Daab, Hungen; Karl Hahn, Wetzlar; Adolf Kling, Wieseck; Wilhelm Ott, Laubach; Hans Wahl, Laubach; Else Grein, Marburg; Heinrich Nies, Friedberg; Johanna Graf, Gießen Gesellschaft. — 2. Preis: L. Michel, Laubach; Konrad Heuser, Marburg; Herbert Kießler, Marburg; Lina Hertel Laubach; Luise Reinhardt, Gießen Gesellschaft; Karl Richter, Friedberg. — 3. Preis: Arthur Kompp, Laubach; Frieda Koch, Laubach; Heinrich Karpf, Laubach; Walter Müller, Wetzlar; Adolf Mäser, Büdingen. — B. Redeschrift. 1. Preis und Ehrenpreis: Emil Jost, Gießen 1861. — 1. Preis: Friedrich von Lemmers, Gießen Gesellschaft; Heinrich Hormel Wetzlar; Otto Wilhelm, Gießen Gesellschaft. — 2. Preis: Hans Wahl, Laubach; Johanna Bohl, Gießen Gesellschaft; Luise Reinhardt, Gießen Gesellschaft. — 3. Preis: Wilhelm Ott, Laubach; Heinrich Reitz, Laubach; Albert Manns, Gießen Gesellschaft; Archur Kompp, Laubach. Wehrturn-Lager im Mittelrheinkreis. Die neue Führung des Mittelrheinkreises der DT. hat sich als eine der wichtigsten Aufgaben die Pflege und Förderung des Wehrturnens vorgenommen. Um möglichst rasch zu praktischen Erfolgen zu kommen, müssen für Gaue und Vereine geeignete Lehrkräfte herangebildet werden. Der Mittelrheinkreis hat daher aus eigenen Mitteln fünf Wehrturnlager in seinem Kreisgebiet eingerichtet. 136 Turner konnten bereits am 14. Mai die ersten dreiwöchigen Lehrgänge, die unter Leitung des Reichskuratoriums für Iugendertüchligung stehen, beginnen. Die Wehrturnlager des Mittelrheinkreises befinden sich in Freilingen (Westerwald), auf dem F e l d b e r g (Taunus), K n ö l l e m ü h l e bei Babenhausen, auf der Loreley und auf der Gräfenbacher Hütte im Soonwald. Werbe-Veranstaltung im Turnverein 1846 Gießen. Man schreibt uns: Dem Werben für deutsches Volkstum und deutsches Turnen soll die Veranstaltung dienen, die am kommenden Samstag vom Turnverein von 1846 Gießen in seiner Turn--' Halle am Oswaldsgarten durchgeführt wird. Eingeleitet durch eine nationale Kundgebung, welche die Turner und Turnerinnen mit den Aufgaben vertraut machen soll, die ihnen im Rahmen der nationalsozialistischen Erziehung zur deutschen Volksgemeinschaft zugewiesen sind, zeigt der Verein im weiteren Verlauf der Veranstaltung turnerische Vorführungen aller Abteilungen. Den Abschluß bildet die Vorführung der von der Deutschen Turnerschaft zum demnächst in Stuttgart stattfindcnden Deutschen Turnfest herausgebrach-> ten beiden Werbefilme „Stuttgart ruft" und „Turner heraus". Die Vorführung dieser beiden Filme dürfte für alle, die beabsichtigen, am Deutschen Turnfest in Stuttgart teilzunehmen^ eine willkommene Gelegenheit sein, sich mit der Feststadt und allen aus Anlaß des Turnfestes geschaffenen Einrichtungen vertraut zu machen. Der Turnverein von 1846 wird beim Deutschen Turnfest in Stuttgart durch seinen Turner Karl Reuter, den ersten Sieger vom Deutschen Turnfest in Köln 1928, sowie weiterhin durch eine Anzahl aussichtsreicher Turner und Turnerinnen vertreten sein. Handball im Lahn-Oünsberg Gau. To. wieseck I — Spvg. 1900 Gießen II 4.7 (2:4). Die Platzbesitzer traten mit mehreren Ersatzleuten an, während die Gäste in verstärkter Aufstellung den Kampf aufnahmen. Ihr Sieg war in jeder Hinsicht verdient, da sie das bessere Spiel vorführten. Der Sturm der Gäste schoß aus allen Lagen, wogegen die Platzelf ihr Spiel zu sehr auf den Mittelstürmer zuschnitt. Trotz des ununterbrochenen Regens lieferten sich beide Mannschaften einen flotten Kampf, der im allgemeinen fair verlief und in Gauspielwart Drolsbach (Garbenteich) einen gerechten Leiter hatte. Wirtschaft. Oer Reichsbankstaius Mitte Mai. Berlin, 17. Mai. (WTB.) Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Mai hat sich in der verflossenen Vankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 153,2 Millionen auf 3315,6 Millionen Mark verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 148.1 Millionen auf 2917,4 Millionen Mark, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 3,3 Millionen auf 11,5 Millionen Mark und die Lom- bardbcstände um 2,1 Millionen auf 69,6 Millionen Mark abgenommen, die Effektenbestände um 0,3 Millionen auf 317,1 Millionen Mark zugenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 74 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurück- geflossen, und zwar hat sich der Umlauf von Reichsbanknoten um 73,4 Millionen aus 3336,5 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 0,6 Millionen auf 385,2 Millionen Mark verringert. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm von 55,8 Millionen auf 1399,0 Millionen Mark ab. Unter Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche 4 Millionen Mark Rentenbankscheine getilgt und 0,1 Millionen Mark Scheidemünzen ausgeprägt worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 23,8 Millionen Mark ermäßigt, diejenigen an Scheidemünzen auf 277 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 358,5 Millionen Mark eine Abnahme um 1,4 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 27,6 Millionen" auf 472,6 Millionen Mark vermindert. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 15,8 Millionen auf 385 Millionen Mark und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 11,8 Millionen auf 87,6 Millionen Mark abgenommen. Die Abnahme an Deckungsmitteln ist zum größten Teil auf die Bereitstellung von Devisen für die Teilrückzahlung aus dem Ueberbrückungskredit des Reiches (Lee Higginson & Co.) zurückzuführen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am 15. Mai 14,2 Prozent gegen 14,7 Prozent am 6. Mai. Rach Abzug der noch bestehenden kurzfristigen Devisenverpflichtungen in Höhe von 45 Millionen Dollar stellt sich die Deckung auf 8,5 Prozent gegen 9,1 Prozent am Ende der Vorwoche. Sranffurfer Abendbörse. Frankfurt a. M., 17. Mai. Die Abendbörse stand vollkommen unter dem Eindruck der Ausführungen des Reichskanzlers, die volle Zustimmung fanden. Zu einer nennenswerten Geschäftsbelebung regten sie indessen nicht an, da man offenbar erst die Auswirkung der Rede im Auslande abwarten will und von Kundschaftsseite keine Orders vorlagen. Obwohl die zum Teil hohen Vorbörsenkurse nicht mehr erreicht wurden, war die Haltung freundlich, und gegenüber dem Berliner Schluß ergaben sich meist Kurserhöhungen von 0,50 bis 1 Prozent. Aschaffenburger Zellstoff zogen um 1,38 Prozent an. Rach Feststellung des ersten Kurses gingen 3G.°Farben um 1 Prozent zurück, und die Stimmung war etwas unsicher. 3m Verlaufe herrschte fast völlige Gefchäfts- stille, doch waren die Kurse nicht mehr wesentlich verändert. 3G.-Farben liehen jedoch nochmals 0,50 Prozent nach, und auch Elektr. Lieferungen gaben ihren Iproz. Anfangsgewinn ab. Am Rentenmarkt zeigte sich bei Beginn mehr 3nteresse für späte Reichsschuldbuchforderungen und Reichsaltbesitzanleihe, die zirka je 0,50 Prozent höher lagen; größere Abschlüsse fanden aber nicht statt. Reubesihanleihe 12,10, Altbesitzanleihe 75,25 Schuhgebietsanleihe 7,85, Reichsbank 128,75, Gelsenkirchen 66 bis 65,50, Mannesmann 76,25, Rheinstahl 93,50, Stahlverein 43, Phönix 44, AEG. 27, Bekula 110, Conti Gummi 140, Scheideanstalt 170, Elektr. Lieferungen 101,25 bis 100,25, 3G.-Farben 132,50 bis 131, Gesfürel 91, Rüt- gerswerke 58 bis 57,65, Schuckert 114, Zellstoff Aschaffenburg 26,38, Reichsbahn-VA 97,38, Ha- Pag 18,50, Rordd. Lloyd 19,65. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 17. Mai. Die Getreidebörse zeigte trotz des weiterhin nur sehr knappen Angebots zwar keine Belebung, doch war die Stimmung allgemein etwas fester, wenn auch die Preiserhöhungen kein besonderes Ausmaß annahmen. Rur Hafer war etwas stärker erhöht. Das Mehlgeschäft sei in den beiden letzten Tagen etwas lebhafter gewesen, heute gestaltete es sich aber wieder sehr ruhig, wobei die um zweimal je 25 Pf. erhöhten Preise per Doppelzentner von gewissem Einfluß gewesen sein dürften. Auch Weizen- und Roggenkleie notierte etwas höher, wogegen schwere Kraftfuttermittel weiter vernachlässigt sind. Cs notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mk.: Weizen 215,00, Roggen 172,50 bis 174,00, Hafer 148,50 bis 152,50, Weizenmehl südd. und niederrhein. Spez. 0 mit Austauschweizen 30,90 bis 32,00, Roggenmehl 60- prozentige Ausmahlung 23,75 bis 25,25, Weizenkleie 7,75 bis 7,80, Roggenkleie 8,70 bis 8,75. — 3n Handelsklassenware fanden Abschlüsse nicht statt. Eingesandt. (Für Form ünd Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ungenügende Verkehrszeichen für Kraftfahrer am Marktplatz. Am Marktplatz läßt sich im Verlauf eines Tages, immer in Unterbrechung von einigen Minuten, folgender Vorgang bemerken: Ein Fahrzeug (Auto oder Motorrad) nähert sich von Richtung Kirchenplah, fährt bis auf die Mitte des Marktplatzes und bleibt dann stehen. Der Fahrer wird unschlüssig. Links über dem Trottoir winkt ein Sperrschild mit 5 Punkten, rechts ebenso. Geradeaus kann er auch nicht fahren, denn dort steht das Kriegerdenkmal. 3n diesem Augenblick nähert sich dann meist ein hilfsbereiter Passant zur Aufklärung: „Sie müssen zurück, Schulstraße herunterfahren und rechts in die Sonnenstrahe einbiegen." Der Fahrer dankt für die freundliche Auskunft und seht nach den neuerhaltenen Weisungen seine Fahrt fort. So geht das nun schon monatelang und doch wäre leicht Abhilfe zu schaffen. Ein Vorschlag: An Stelle von je einem Sperrschild über den Trottoirs (die ja im allgemeinen von Kraftfahrzeugen nicht befahren werden) nur ein Sperrschild auf der Mitte der Fahrbahn, etwa in Höhe der Ecke Schulstraße—Marktplatz, das schon auf dem Kirchenplah dem Fahrer sichtbar wäre. Zu diesem Sperrschild gehört ein Richtungspfeil, der die neueinzuschlagende Richtung nach der Sonnenstraße angibt. Ebenso ein Richtungspfeil Ecke Sonnenstrahe—Schulstraße nach Seltersweg zeigend. Auf diese Art der Der- kehrsbezeichnung dürfte wohl anzunehmen sein, daß ein ortsfremder Fahrer den Weg findet, ohne private Auskunft einholen zu müssen. R. B. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 d. Sy. Lombardzinsfuß 5 o. H. Frankiuri u. Dl. Berlin Frankfurt a.M Serlin Schlußkurs Schluß!. Abend- Hörle Gchluß- lurs Schluß!. Mittag- börle Schluß- kurS Schlußi. Abend- börse Schlußkurs Schluß!. Mlilag« Hörle Dalum 16.5. | 17.5 16.5 17.5. Va'.um 16-5. 17.5. 16.5. 17-5. 6% Deunrhc Sictdjeanicüie v. is»zi 6% cbcm.7% Dt.ReichSanl. v. 1929 6'/i% Boung-Anleihe von 1930 . Seutfrfie Anl.-Ablöf.-Schuld ml AuSlos.-Rcchtcn ............ Deögl. ohne Auslof.-Rechte..... 6% ebem. 8% Heft. Bolksstaat 192! (türf$a()lb. 102%)'........... Cbcrhelfen Provinz-Anleihe mt Auslos.-Rechten ............ 6% Hess. Landeobcm! Darmstadt (Sold R. 12....... 5*/i% Hess. Landes Hnpolhelen- bant Darmstadt Liam...... Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Sersel mit AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hl>p.-Ban' Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehcm. 7% Franks. Htsp.Ban Goldpse. IG unkündbar bi- 1936 5'/j% eben«. 4'/2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese ..... byt% ehcm. Wi% Rheinische Hhp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ... 6% ehcm. 8% Pr. LandeSpsand btlefanflall, Pfandbriefe W. 19 6% ebem. 7% Pr. LandeSpsand brirfanftall. Pfandbriefe R. 1< Verrechnungskurs.......... 4% Oesterreichtsche Goldrcnte... 4,20% Oesterretchifche Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Vi% dcsgl. von 1913.......... 6% abgesl. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zolianlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadvahn-Anleilr- Serie I.................... 85 91,5 80 75,9 12,2 67,5 85,75 69 81,25 81 83 25 83,25 83 84 85,3 14,75 85 90,75 81,25 75,25 12,1 78,25 68,5 81,5 85,25 69 82,5 82,25 83,5 85 83 84 85,3 * 14,75 84,75 91,5 80 75,25 11,75 68 68 83 84,5 85.3 14,75 1.25 85 90.9 82 75 12,4 78,75 68,9 - 83,5 84,5 14,8 1,15 4% vesgl. Serie. U ............ 6% Rnmän. vcreinh. Rente v. 1903 4'/,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente . 8%% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Pakel ..... < Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........0 Norddeutscher Lloyd .........0 A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz, und Privat-Bank... 0 Teulsche Bank und DiSconto- Gesellfchast................i Dresdner Bank..............0 Reichsbank ................. i A.E.G....................... Elektr. Licsemngsgefellschaft ... k Licht und Kraft .............6 Felten & Guilleaume ........0 Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen...............4 Rheinische Elektrizität ........6 Schuckert L Co..............0 Siemen- & Halske........... ! Lahmeyer L Eo. ... .........io Buden» ................... Deutsche ErdSl .............4 Gelsenkirchener..............0 6,475 5,65 10,75 4,9 30.75 18,75 19,75 54,5 97,5 52 60 59 128 26,5 100,5 112 68 97 99 111 157 127 76 117,5 66.5 6,5 5,65 10.75 4.9 31,65 18,5 19,65 55 97.5 51 58.5 58 128,75 27 100,25 113,5 69.25 91 98 114 159,75 125,75 118,5 65,5 6.4 5,9 11 4,9 31 18,25 33 29 19,25 54 97 52 60 59 127.9 26,5 99,75 110,75 67,25 96,25 97,75 199,75 155 126 76 116,5 64,75 6,45 6 11 4,8 31,75 18,25 29 19,5 54,65 96 51 58,5 58 130 26,65 100,25 114 69,25 92,25 99,25 112,25 158.5 124,75 76 118 65.75 7.75 6,475 6.475 7,75 6,45 6.5 8 6,45 6,45 - 8,15 6,45 6.45 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Ncuelsen.. 0 Ilse Bergbau ...............7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Klöckncrwerke ...............0 Mannesmann-Röhren........0 100 64,5 76.5 100,5 — 63 76.25 98,5 77,13 — 114,5 63,4 71.J 100,13 78,25 — 116 62,75 76.13 Franilvri a. DI. Äerlm Schluß- kurS Schluß!. Abend- dörfc Schluß- lurS Schluß!. Mittagbörse Oatum 16.5. 17.5- 16.5. 17.5. Mansielver Bergbau...... ... 0 28 - 29,25 29,75 KokSwerke ............... ... 0 — - 87,4 89 Phonir Bergbau.......... ... 0 43,5 44 42,4 44,65 Rheinische Braunkohlen ... Rbeinstabl ........ ...10 188 — 185 188,5 ... c 92 93,5 43 91,4 93,65 Bereinigte Stahlwerke..... ... 0 41,9 41,4 43,65 Olavi Minen ............ ... 0 18,75 — 18.75 18,9 Kaliwerke Aschersleben..... ... 6 131,5 . — 127,5 130,75 Kaliwerke Westeregeln..... ... 6 134 —— 131,5 132,5 Kaliwerke Salzdetfurth .... 181 1179 179 178 3 ®. Farbcn-Industrte .... 130,5 131 128,75 131,5 Scheideanstalt............ ...10 170 170 — — Goldschmidt ............. ... 0 53 54 53,25 54 Rütgerswerke ............ ... 0 56.75 58 56,5 58 Metallgeiellichaft........ 37,4 36,75 37 37 Philivv Holzmann........ ... 0 58,75 84 ’ei 59 61 Zementwerf Heidelberg ... Cemrnrwerk Karlstadt...... ... 4 83 ... 0 - Schultheis Patzcnhofer..... ... 0 ' — 125 126,5 Aku lAllgemetne Kunstseide) ... 0 37,5 ' 37 36,75 37,25 Bemberg................ ... 0 — — 46 46,5 Zellstosi Waldhos ......... ... 0 50,5 53,5 51,5 53 Zellstoff Aschaffenburg .... ... 0 26 26,4 26 25 Dessauer GaS ............ ... 7 — — 109,5 111,9 Daimler Motoren......... ... 0 31,75 32,5 31,4 32,5 Deutsclse Linoleum ....... ... 0 51,5 51,5 50 51,25 Orcnstcin & Koppel ....... ... 0 49,75 53,25 Leonhard Tietz........... ... 6 22,25 25,75 21,75 24.9 Cha de................. ...12 — — 172 170,75 Aritzner................. ... G 25,25 27 25,75 27,75 Mainkrastwerke Höchst a.M. ... 4 70 70,4 - Süddeuilcher Fu'cker '64 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 16.Mai 17.Mai Amtliche Dotierung Amtliche Notierung Geld Srie' Geld 25rie Helsingior.'. 6.284 6.296 6,274 6,286 Wien...... 45,45 45,55 45,45 45,55 Prag...... 12,69 12,71 12,69 12,71 Budapest ... — —- — — Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland ... 169,58 169,92 169,58 169,92 Oslo....... 72,23 72,37 71.83 71,97 Kopenhagen 63,44 63,56 63,04 63,16 Stockholm.. 73,18 73,32 72,78 72,9 : London..... 14,235 14,275 14,125 14.165 Buenos Aire: 0,853 0,857 0,853 0,857 Neuyork ... 3,616 3,624 3.626 3,634 Brüssel..... 58,74 58,86 58,54 58,66 Italien..... 21,86 21.90 21,80 21,84 Paris..... 16,59 16,63 16,53 16,57 Schweiz ... 81,32 81,48 81,12 81,28 Spanien.... 36,06 36,14 35,96 36,04 Danzig.... 82,32 82,48 82,27 82,43 Japan...... 0.869 0,871 0,869 0,871 Rio de Ian. 0,239 0,241 0,239 0,241 Jugoslawien 5.195 5,205 5,195 5,205 Lissabon ... 12,97 12,99 12,89 12,91 Banknoten. Berlin, 17-Mai Geld Ärlef Amerikanische Noten............. 3,58 3.60 Belgische Noten................. 58,38 58,62 Dänische Noten .............. 62,67 62,93 Englische Noten ..... .......... 14,085 14,145 Französische Noten............... 16,49 16,55 Holländische Noten............... 169,21 169,81 Italienische Noten................ 21,68 21,76 Norwegische Noten .............. 71,66 71,94 Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten............... 2,46 2,48 Schwedische Noten.............. 72,60 72.90 Schweizer Noten................. 80,94 81.26 Spanische Noten................. 35,87 35.97 Ungarische Noten ................