Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« klameanieigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20°, mehr. Chefredakteur Dr. F-neDr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undsürdenAn- zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. Erscheint täglich,außer Lonmags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte (Biegener Familienblätter Heimat ;m Bild • Die Scholle Monats vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr. „ -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, ^ernfprechanschlüsfe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Kronlfvrt am Main 11686. General-Anzeiger für Oberhessen 5rrd lind Gering: Vrühl'Iche Univeifilälr-Vuch- und Stcinörudcrei «. Lange in Sietzen. SchMIeitung und S-schäftslells: Schu!>tta°ie 7. m »6 Itftes Blatt 185. Zahrg-Ng samstag. IZ.Mä-z 1935 GietzenerAnzeiger Oie Gleichschaltung kündet. Den Frieden der Verständigung mit allen Nationen, Frankreich — wohlgemerkt — nicht ausgenommen. Wenn Frankreich dasselbe will, Deutschland nicht ausgenommen, dann kann der große Kongreß zur Unterzeichnung des europäischen Paktes zusammentreten. Das ist das Ziel Mussolinis. Der Duce, schreiben die „Times", hat bewiesen, ög'5 er diktatorische Macht mit Mäßigung zu vereinen weih. Er versteht, wie es in den Seelen der Deutschen aussehen muh. weih, dah die ihnen auierlegten Friedensbestimmungen unge- recht und unerträglich sind, ilnb so lange dieses Problem nicht offen und ehrlich angepackt wird, so lange kann es keine Ordnung und keinen Aufstieg in Europa geben. Eine Verständigung zwischen Mussolini und Macdonald kann die Abrüstungskonferenz wie die Weltwirtschaftskonserenz zum Erfolg führen. Auf die kurze Formel gebracht, die schon beim letzten Doltalongreh in Rom Gemeingut aller Friedensfreunde wurde: Kein Friede unter Ver- sailks! Darüber müssen sich alle klar sein, die heute noch Autznieher sind der „Einteilung Europas in solche, die alle Rechte und alle Gewalt, und solche, die lediglich unerträgliche Pflichten und keine Macht haben" - um den italienischen Regie- rungsstandpunkt wörtlich anzuführen. Wie man sieht, kommen Macdonald und Simon in Rom in eine Atmosphäre, die eine Derständi- gung leichter machen muh als das Klima in Paris. Berlin, 17. März. (TU.) In der Wilhelmstraße kann man zu dem neuen Abrüstungsplan Macdonalds noch keine Stellung einnehmen, weil man den Plan noch nicht im Wortlaut kennt. Es wird aber schon jetzt darauf hingewiesen, daß die französische Presse eine völlig falsche Einstellung einnimmt, wenn sie erklärt, es würden Frankreich zu große Opfer zugemutet. Demgegenüber wird darauf hingewiesen, daß DeutschlandGläubiger der Abrüstung ist, daß Deutschland nicht zu geben, sondern zu bekommen hat, und daß Deutschland bereits überreichlich und seit langem mehr gegeben hat, als das, wozu es auf Grund des Versailler Vertrages verpflichtet war. Aach dcm Macdonildschen Plan soll Frankreich sein Heer, oas gegenwärtig 620 000 Köpfe umfaßt, auf 400 000 Köpfe abbauen, also e i n gutes Drittel seiner bisherigen Streitkräfte abrüsten. Das würde auch dem Hooverschen Vorschlag entsprechen, wonach jeweils ein Drittel der Streitkräfte beseitigt werden sollte. Italien, das gegenwärtig 350000 Mann unter Waffen hat. mühte 100 000 abgeben, Polen von seinen 300 000 ebenfals 100 000, Rumänien von seinen 220 000 70 000. die Tschechoslowakei von ihren 140 000 40 000 Mann. Vei Sowjetruhland, das gegenwärtig etwa 570 000 Mann unter Waffen hat, würden nur 70 000 in Abzug gebracht werden. Der englische Plan sieht weiter vor, dah Tanks über 16 Tonnen beseitigt werden sollen. Das würde bedeuten, dah der größte Teil der französischen Tanks beseitigt Schärssie Opposition gegen das Kabine« Dollsiiß. Oer Bundesrat verlangt Amtsenthebung des österreichischen Bundeskanzlers. DeuWand und der englische Abrnflungsplan Der erste Eindruck in Berlin. werden mühte. Ob Deutschland Tanks besitzen darf, ist noch nicht klargestellt. Weiter sollen die Grohmächte ihre K r i e g s f l u g z e u g e auf die Zahl von 500 abrüsten. Das würde für Frank- reich, das gegenwärtig etwa 2200 Militärflugzeuge besitzt, eine Herabsetzung auf we- niger als ein Viertel bedeuten. Für Deutschland ist diese Formulierung ganz unmöglich, da Deutschland die Zumutung, auch in Zukunft keine militärische Luftflotte zu besitzen, nicht annehmen kann. Ob und in welchem Maße ein Umbau der gegenwärtigen deutschen Wehrmacht möglich ist, läht sich noch nicht sagen. Es muß darauf hingewiesen werden, daß auch im französischen Heer die Zahl der Langdienenden im Verhältnis zu den Kurzdienenden eine sehr hohe ist. Im französischen Heer dienen etwa 2 5 0 0 0 0 Mann langfristig. Ob und in welcher Weise ein Umbau der deutschen Wehrmacht stattfinden soll, muß eine Frage bleiben, die in erster Linie der eigenen Entscheidung Deutschlands Vorbehalten bleibt. Die deutsche Regierung hat immer den Standpunkt vertreten, daß die Abrüstungsverhandlungen in Genf nicht in die Länge gezogen werden dürften und bald zu einem praktischen Ergebnis führen müßten. Der englische Plan eröffnet anscheinend tatsächlich eine neue Möglichkeit, bald zu einem Ergebnis zu kommen; das Ziel des I englischen Vorstoßes geht mit Deutschlands Interessen und Absichten in dieser Frage durchaus parallel. klärte, daß der Vundesrat versammelt sei, um Gericht zu sitzen, verließen die beiden anwesenden Minister den Saal. Als Schattenfroh erklärte, daß die Ursache des Verfassungsbruches und des Diktaturversuches durch die Regierung nut eine Folge der Furcht vor der nationalen Freiheitsbewegung und der Furcht davor sei, um die geliebten Pfründen zu kommen, wurde dem Redner das Wort entzogen. Der dem steierischen Heimatschutz angehörende Vundesrat Tanzmeister richtete an den Dundespräsiden- ten mit einem Hinweis auf die Vorgänge im Reich den Appell, auch in Oesterreich den Weg für eine nationale Regierung frei zu machen. Dollfuß mobilisiert den Beurlaubtenstand des Bundesheeres. Wien, 17. März. (TU.) Amtlich wird mitgeteilt, daß bis zur Einreihung und Ausbildung der Iung- männer die Bestände des Bundesheeres einer Auffüllung bedürfen, weshalb der Bundespräsident auf Antrag der Bundesregierung gemäß § 20 des Wehrgefetzes dieEinberufungeines Teiles des Beurlaubten st andes verfügte. Es handelt sich offensichtlich um eine Mobilisierung des Beurlaubtenstandes, der sechs Jahrgänge umfaßt. Dah die englischen Minister nur deshalb der Einladung Mussolinis Folge leisten, um die Flottenverhandlungen wieder in Gang zu bringen, wie man da und dort lesen kann, ist, höflich gesagt, unwahrscheinlich. So wenig von Italien zu erwarten wäre, dah es um der schönen Augen Hitlers wegen den Deutschen die Kastanien aus dem Feuer holen werde, so wenig Lust werden die Engländer haben, Mussolini um Frankreichs teilten nachgiebiger zu stimmen. Er | läßt gerne Z a h l e n s P r e ch e n, wo es um Soldaten und Schiffe geht, und in dieser Beziehung verfügt Frankreich über Rekordzisfern. Amtlich wird z. D. heute festgestellt, dah Italien auf den Kopf der Bevölkerung für das Militär jährlich 115 Lire ausgibt, Frankreich dagegen 330, also gerade das Doppelte. Ein Fünftel des Staatshaushaltes entfällt in Italien auf die Rüstung, nämlich 4676 Millionen, in Frankreich 32 Prozent, in Jugoslawien 40 Prozent. Wie dem auch sei, man zähle einmal die Milliarden zusammen, die jedes Iahr in Europa buchstäblich verpulvert werden, und sage dann, es sei noch nicht an der Zeit, dieser eigenartigen Vertei- jung der sauer errungenen irdischen Güter ein Ende zu machen. England und Italien sind entschlossen, die deutschen Abrüstungsforderungen zu unterstützen und durch die Revision der Versailler Kriegserklärung den Frieden anzubahnen. Das und nichts a n de r e s ist der Sinn der Zusammenkunft in Rom. verletzte n." Sir Walter L a h t o n, der Leiter des „Ecco- nomist". geht noch einen Schritt weiter, indem, er feststem, dah Frankreich am letzten Grund habe, sich über den Umschwung in Deutschland zu wundern, denn, so sagt er, Frankreich trage fein gerüttelt Maß von Schuld daran. Was letzt in Deutschland vorgehe, sei nichts als die Folge einer ungerechten Unterdrückung. England teile vollkommen die Meinung Mussolinis, der als erster Staatsmann die Revision de rD ertrüge als Voraussetzung für eine Gesundung Europas erkannt habe. England weiß nun, daß in Genf nichts mehr zu holen ist, und tzeht nach Rom. Ein großer persönlicher Erfolg Musiolinis, ein historisches Ereignis. von dem eine neue europäische Ordnung ausgehen kann. Wenn eine Havas-Meldung wie in der schönsten Kriegspropagandazeit bei den Neutralen ausstreut, „eine fortgesetzte Unterftützun^oer Hmer- bemegung könne Italien die britische Freundschaft kosten", so muß diese Macdonald unterstellte Drohung als Ausfluß eines französischen Wunsches bezeichnet werden, der bestimmt nicht in Erfüllung gehen wird. Was hätte man denn in der Schweiz gesagt, wenn Musiolini umgekehrt erklärt hätte, die fortgesetzte Unterstützung der deutschen Demokratie könne die Schweiz die Freundschaft Italiens kosten ? Mit solchen Mätzchen macht map keine Außenpolitik, weder in London noch in Rom. Es ist ein Irrtum, zu glauben, Italien werde nun mit geblähten Segeln ins deutsche Fahrwasser oder gar in einen neuen Dreibund treiben, weil Deutschland faschistisch geworden ist, oder sagen ir richtiger: eine dem Faschismus verwandte Richtung eingeschlagen hat. Ob Hitler oder Stresemann, ob Hugenberg oder Hilfer- 6ing, Italien wird wie bisher den seinen Interessen z u t r 5 g l i ch st en Weg gehen, Italia farä da se. Das gilt heute wie 1914'15. Italien will den Frieden, das hat soeben erst wieder der Große Rat unter dem Vorsitz Mussolinis urbi et orbi oer- Wien, 17. März. Nach längerer lebhafter Sitzung nahm der österreichische Bundesrat n a t i o - nalsozialistische Anträge an, in Denen der Bundesregierung das scharf ft e Mißtrauen ausgesprochen und die A u s - fchreibung von Neuwahlen verlangt wird. Ferner wird sofortige Wiederherstellung der Aktionsfähigkeit des Nationalrats gefordert. Ein ebenfalls angenommener sozialdemokratischer Antrag wirft der Regierung fortgesetzten V e r f a s f u n g s b r u ch vor und stellt u. a. fest, daß der Bundesrat heute mehr dem wahren Willen des österreichischen Volkes entspreche, als der Nationalrat, da im Bundesrat bereits Die Verschiebungen zutage träten, Die im Nationalrat noch nicht Ausdruck gefunDen hätten. Der BunDes- rat beauftragte Den VorfitzenDen, Dem BunDesprä- üDenten mitzuteilen, Daß Die Bundesregie- rung Das Vertrauen Des Bundesrates sowie Der ßanDtage von Wien, NieDerösterreich unD Salzburg unD Der steiermärkischen ßanDesregierung nicht mehr genieße. Sie müsse unverzüglich durch eine verfassungstreue Regierung ersetzt werden. — Da Der Bundesrat keine gesetzgebende Köroeischaft darstellt, sind diese Entschließungen verfassungsrechtlich wirkungslos. Der Bundeskanzler war trotz zweimaliger Aufforderung nicht erschienen. Als im Verlauf der Sitzung der Aationalsozialist Schattenfroh er- Zwischen dem 5. März und heute hat sich in ganz Deutschland eine so gründliche politische Umwälzung vollzogen, wie man sie niemals vorher m so kurzer Zeit für möglich gehalten hätte. Nachdem bas Volk die Vertrauensfrage des Reichspräsidenten mit einem klaren Votum für das Kabinett Hitler beantwortet hatte, hat die Reichsregierung auch nicht einen Augenblick gezögert, gestützt auf eine ungewöhnlich starke Mehrheit des Volkes und uoranae- trieben von dem frischen Elan Der nationalsozialistischen Bewegung, Dort entschlossen zuzupacken von wo ihr bei Der Einleitung eines neuen politischen Kurses Der heftigste WiDerstanD Drohen mußte: in Den LänDern, Die Dank Der bisherigen Schlüsselstellung Des Zentrums vielfach schon seit Jahren von einem nur noch geschästsführenDen Kabinett zwar nicht regiert, aber schlecht unD recht verwaltet wurDen, obwohl Die Wahlen längst Diesen Regierungen Den Boden unter den Füßen fortgezogen hatten. Das traf vor allem für die Drei süDDeutschen ßänDer unD unser Hessen zu. Aber auch Das von dem Beamtenkabinett Schieck verwaltete Sachsen und die Drei HanseftäDte wurDen ohne Umschweife in Die NeuorDnung einbezogen. Ueberall übernahmen Vertrauensleute Des Reichskanzlers als I Kommissare Des Reichs für Aufrechterhaltung Der Ruhe unD DrDnung Die Polizeigewalt. Dem ersten Schritt folgte Der zweite auf Dem Fuße. Wo cs nicht gelang, sofort verfassungsmäßige neue Regierungen zu btlDen, traten Die Reichskommlssare und von ihnen ernannte kommissarische Minister an Die Stelle Der bisherigen geschästsführenDen Regierungen. So ist in wenigen Tagen unD — von wenigen Ausnahmen abgesehen — ohne wesentliche Störung Der Ruhe unD DrDnung Die völlige Gleichschaltung Des politischen Willens zwi- schen Reich unD ßänDern Tatsache geworden. Eine Aufgabe, an Der noch im vergangenen Sommer Popen unD Gayl mit ihrem Vorstoß von Preußen her in Der Richtung einer Reichsreform zwangs- läufig scheitern muhten, weil sie im luftleeren Raum I operierten, konnte von Dem Kabinett Der nationalen Konzentration, gestützt auf Die Volksmehrheit Des 5. März, wenigstens in feinem ersten Teil gelost merDen. Damit ist zunächst für Die Praris freie Bahn geschaffen. Den verfassungsmäßigen Umbau zu be- werkstelligen, Der auch für Die Zukunft ein Auseinan- Dcrlaufen von Reich unD ßänDern verhindern muß, bleibt noch zu tun übrig. Er könnte vielleicht Darin gefunDen merDen, Daß jeweils Das Ergebnis von Reichstagswahlen automatisch auch für Die Zusammensetzung DerßänDerparlamente mafjgebenD wurde. Damit roürDe Der lästigen unD beunruhigenden Viel- wählerei vorgebeugt unD gleichzeitig ein einheitlicher politischer Wille Durch alle gesetzgebenDen Körperschaften, Reichstag wie Reichsrat, unD Die Exekutive, Reichs- unD ßänDerregierungen, hergestellt. Doch Das finD Sorgen, Die zunächst nicht Drücken und in aller Ruhe überlegt werden können. Unser Hessen kann sich dazu beglückwünschen, daß der Kurswechsel nach Der Einsetzung Des nationalsozialistischen Abg. Dr. Müller- Alsfeld zum Polizeikommissar des Reiches sich ganz in streng verfassungsmäßigem Rahmen vollzogen hat. Was nach Den letzten ßanDtagswahlen trotz mancherlei Bemühungen niemals gelungen war, eine Einigung zwischen Zentrum unD Nationalsozialisten herbeizuführen, kam nun endlich unter Dem EinDruck des Wahlergebnisses vom 5. März zustande. Das hes- fische Zentrum war klug genug, durch seine Zustimmung Die Durch Die Verfassung vorgeschriebene Wahl Des nationalsozialistischen AbgeorDneten Dr. Werner- Butzbach zum StaatspräfiDenten zu ermöglichen unD Dem neuen rein nationalsozialistischen Zmei-Männer-Kabinett Werner-Müller ein bis zum 1. Oktober b. I. befristetes Ermächtigungsgesetz zu bewilligen, Das Der neuen Regierung Die Hände frei gibt, im Einklang mit dem politisch gleichgerichteten Reichskabinett Hessens Umstellung auf den neuen Kurs, aber auch die in allen Zweigen Der Staatsverwaltung erforDerlichen Reformen Durchzuführen. Das Zentrum hat Damit in geraDe noch rechtzeitiger Einsicht unD Anerkennung Der tatsächlichen Machtverhältnisse erfreulicherweise Dem Lande Hessen Den Umweg über ein Reichskommissariat erspart unD Dafür gesorgt, Daß Die verfassungsmäßige Kontinuität gewahrt bleiben konnte. Die neue Staatsregierung hat sich in ihren ersten Äund- gebungen für eine einfache unD saubere Verwaltung eingesetzt unD versprochen, bei Der für einen raDitalen Kurswechsel selbstverstänDlichen Reinigung Des Verwaltungsapparats von Den aus politischen GrünDen seinerzeit Dort eingeschobenen Exponenten Der Parteien, Die bisher Den Staat beherrscht haben, nicht kleinliche Rache zu üben und unter gar keinen Umständen an die Grundlagen Des I Berufsbeamtentums zu rühren. Das sind gesunde Grundsätze für Den Aufbau eines politisch integren, fachlich oorgebilDeten Beamtenkörpers, und mir haben zu Den neuen Männern das volle Vertrauen, daß sie auch Dann zu ihren Worten stehen merDen, wenn einmal Diesen GrunDsätzen zumiDerlaufende Wünsche an sie herangetragen merDen sollten. Die Intoleranz unD Gesinnungsschnüffelei, Die namentlich in Den ersten Jahren Des Kabinetts Der Weimarer Koalition während der noch unvergessenen Aera Ulrich-Strecker in Hessen erstaunliche Blüten getrieben haben, müssen mit der Uebernahme Der Regierung Durch Männer Der nationalen Konzentration ebenso für alle Zeiten aus Dem öffentlichen Leben mit Stumpf unD Stiel ausgemerzt merDen, mie Der bis 1918 in DeutfchlanD unbekannte Begriff des Parteibuchbeamten. Vertrauen in Die oad)lid)feit Der Staatsführung schafft im Volk allein Den -Loden für Das Gedeihen einer neuen Staatsgesinnung. Wenn auch Der neue Minister Dr. Müller, Der die Ministerien Des Innern, Der Finanzen unD Der Justiz vermaltet, für meite Kreise vorerst noch ein * unbeschriebenes Blatt ist, so ist doch der neue Rom, 16. März. Es scheint an der Zett, nach Friedensmöglichketten Ausschau zu halten. So richtig es für: den Sieger sein mag. nach der Schlacht den Helm fester zu binden, so zweckmäßig kann es sein, die Gewehre zu sichern, bevor sie losgegangen sind. 1914 machte man s umgekehrt. Mitten im Kampf wurde durch die Frage, wie man das Unhell hätte verhüten können, em Literaturgebirge aufgeworfen, das — noch immer w<-chl-nd - schon falt 1° hoch ist wie der tz>. malaya der Bücher über die Schuldfrage. Alles griff sich an den Kopf: Wie war es nur möglich? Und einmütig beschloß man, daß so etwas nicht wieder vorkommen dürfe. Heute trennt uns nur noch ein zerschlissener Vorhang von der Wiederholung der Tragödie man hört schon, wie die Instrumente gestimmt werden, es riecht mit einem Wort nach Krieg. Wäre es da nicht angebracht, das Spiel von vornherein zu verhüten? Der Wille dazu ist vorhanden, mindestens bei dem größeren Teil Der Zuschauer und derjenigen, die mltzu- toirfen hätten, ja, es ist auch die Möglichkeit dazu vorhanden, mag die Spannung auch bereits einen unerträglichen Grad erreicht haben. Denn vorhanden ist auch die Einsicht, die Erkenntnis, wie der Friede herbeigeführt werden konnte. Man muß sich nur, um diese Höhe der freien Aussicht zu erreichen, von der VorsteUung losmachen, als ob wir gegentoärtig Frieden hätten und der vermeintliche Friedenszustand um jeden Preis erhalten werden müsse. In Wirk- lichkeit herrscht seit der Kriegserklärung von Versailles der Kampf aller gegen alle, unter Einbeziehung der Zivilbevölkerung und vor , allem der Wirtschaft. Um nicht die Dinge beim Ra- men nennen, um nicht Krieg sagen zu muffen, sogt man Krisis, Rachkrieg, europäische Unruhe. Cs muß jedoch ohne Umschweife anerkannt werden, daß d'.e Väter der Versailler Kriegs- crtlärung. des ..Meisterwerkes der Diplomatie , des ..Triumphes von Recht und Gerechtigkeit' . fast alle nun von ihm abgerückt sind und die Revision fordern. Dabei spielen innenpolitische Ideale. Staatsauffassungen. Doktrin und Dogma durchaus nicht die große Rolle, die ihnen von Den interessierten Hütern der ..heiligen Verträge" angedichtet wird — wurde doch Ver- sail.es von dem Antipoden des Faschismus, von R i 11 i genau so verworfen wie nun von Mussolini- Stresemann dachte im Grunde nicht anders darüber als Hitler, wenn auch die Meinungen über den einzuschlagenden Weg auseinandergehen. The man, w h o w un tue war, der Mann, der den Krieg gewann, Lloyd George, bekannte soeben: „Man darf Deutschland nicht so leichtferttg verurteilen. Wir haben das deutsche Volk entwaffnet, wir haben feine Waffen vernichtet, wir haben ihm em Zwergheer auferlegt und es feiner ganzen militärischen Ausrüstung beraubt, indem wir ihm sagten: Wenn Du das alles hinnimmst, werden wir em Gleiches tun! Aber w i r h a b e n u n s e rW o rt nichtgehalten. Und gleichwohl blieb Deutschland geduldig- Heute drängt es mich als ehemaliger Feind, als einer der Mitverantwortlichen am Vertrage von Versailles, auszusprechen, daß Deutschland seine Verpflichtungen dem Geist und dem Buchstaben nach erfüllt hat. während die anderen, die Den Vertrag diktierten, i h n Macdonalds Reise nach Rom. Oie Anbahnung eines wahren Friedens. — Schwenkt England in die Revisionsfront ein? Von unserem römischen ^-Korrespondenten. Staatspräsident Dr. Werner seit Jahrzehnten mit dem politischen Leben unseres Hessenlandes eng verwachsen und im Kampf um seine politischen Ideale zu einer festumrissenen starken Persönlichkeit geworden, die die beste Gewähr bietet für einen sicheren Kurs unseres Staatsschiffleins. 3n den anderen Ländern ist der Llebergang zu nationalen Regierungen nicht so reibungslos von- statten gegangen wie bei uns in Hessen. Württemberg und Raden haben nun zwar auch schon wieder reguläre Regierungen, ebenso die Hansestädte, aber in B a h e r n hat das Kabinett Held zu lange gezögert, aus der Tatsache der Wahlniederlage des 5. März die Folgen zu ziehen. Obwohl man ihm nahegelegt hatte, durch die Ernennung des Generals Ritter vonEpp zum bayrischen Generalstaatskommissar einem von Berlin aus drohenden Eingriff zuvorzukommen, verpatzte die geschäftsführende Regierung die Gelegenheit eines guten Abgangs und lietz sich einen Kommissar des Reichs aufzwingen, der dann nach dem Rücktritt Helds eine kommissarische Regierung bildete. Die Verhandlungen zwischen Rationalsozialisten und Bayrischer Dolkspartei über ein neues verfassungsmäßiges Kabinett scheinen noch nicht weit gediehen zu sein. Vermutlich wird man erst die Entwicklung im Reich und inPreuhen obwarten wollen. Dort haben inzwischen auch die Wahlen zu den kommunalen Körperschaften einen vollen Sieg der Regierungsparteien ergeben und die ersten praktischen Folgerungen aus diesem eindeutigen Volksvotum sind besonders in den meisten preuhischen Grotzstädten gezogen worden. Eine Reihe von Oberbürgermeistern, deren Wirken mit der abgeschlossenen Aera der Weimarer Koalition in Preutzen allzu deutlich verquickt war, hat ihren Posten verlassen müssen und auch sonst hat ein Großreinemachen eingesetzt, das mit fragwürdigen Rückständen aus den Zeiten des älmsturzes aufzuräumen beginnt. Liegt hier die Gefahr der Äeberspannung und des Sichvordrängens persönlicher Motive besonders nahe, so gilt es auch bei dem notwendigen Reuausbau Mißgriffe zu vermeiden, die gerade in der kommunalen Selbstverwaltung nicht nur ernste wirtschaftliche Folgen haben können, sondern auch den nationalen Kurs auf das schwerste diskreditieren würden. Das Bild schlimmer finanzieller Mitzwirtschaft, das einige preußische Großstädte von Rang als Folge unangebrachter Großspurigkeit und politischen Cliquenwesens in den letzten Fahren der staunenden Mitwelt boten, ist eine ernste Mahnung, auch bei dem Kurswechsel in den Rathäusern wieder mehr als bisher auf die Kräfte des sachlich vor- gcbildeten und erfahrenen Berufsbeamtentums zuruckzugreifen. Die preuhischen Kommunalwahlen haben aber auch für die große Politik ihre Bedeutung insofern, als die politische Reuorientierung in den Provinziallandtagen, von denen nach der Wahl zehn eine Mehrheit der Regierungsparteien aufweisen und nur in den übrigen zwei (Westfalen und Rheinprovinz) das Zentrum seine Schlüsselstellung behaupten konnte, sowohl dem preuhischen Staatsrat wie auch dem R e i ch s r a t ein ganz anderes Gesicht geben wird. Auch hier ist mit dem Wahlergebnis des 12. März die völlige Gleichschaltung mit dem Kurse der Reichspolitik erreicht. Weder wird es in Zukunft möglich sein, dah in dem berühmt geworbenen Dreimännerkollegium in Preußen der Präsident des Staatsrats (bisher der Kölner Oberbürgermeister Dr. Adenauer) sich Wünschen des Reiches widersetzt, noch wird die Reichsregierung mit irgendwelcher Opposition im Reichsrat zu rechnen brauchen. Eine weitere Gleichschaltung ist schließlich in den letzten Tagen der Woche durch den Rücktritt Dr. Luthers von der Leitung der Reichsbank und der Wahl Dr. Schachts zumReichs- bankpräsidenten erfolgt. Liefer Wechsel war wohl kaum zu umgehen. Dr. Luthers große Leistungen als Reichsfinanzminister beim 2lb- stoppen der Inflation und bei dem Llebergang zu einer geordneten staatlichen Finanzwirtschaft bleiben unvergessen. Auch seine Verdienste um die Organisation der Devisenbewirtschaftung und die Aufrechterhaltung des Vertrauens m die Festigkeit unserer Währung sollen nicht geichm^ lert werden. Für eine Zusammenarbeit mit den neuen Männern der Wilhelmstrahe hat sich indessen, wie vorauszusehen war, trotz eingehender Fühlungnahme keine Grundlage oder, wohl treffender gesagt, keine Atmosphäre ergeben. Denn wenn nun wieder Dr. Schacht die Tur der Reichsbank öffnet, die er vor drei Fahren mH hörbarem Knall hinter sich zugeschlagen hat, so bedeutet das nicht, daß nun die Reichsbank- Politik eine grundsätzlich andere werden soll, wenn auch vielfach ein Wechsel der Methode Platz greifen mag. Gerade die Persönlichkeit des neuen Reichsbanipräsidenten, der im Herbst 1923 half, die Fnflation abzuwürgen, ist die sicherste Bürgschaft gegen einen Rückfall in die geiler Der Fnflationswirtschaft, an deren Ende das Grab der deutschen Mark stand. Damals deckte die Regierung ihren Finanzbedarf durch die Rotenpresse. Sie gab der Reichsbank Schahwechsel, für die diese Roten hergeben mußte, die dann in den Verkehr gepreßt wurden, bis dies Verfahren sich dadurch totlief, daß die Geldzeichen schnMer entwerteten als sich neue Herstellen ließen. Das Reichsbankgesetz vom 3. August 1924 schob einer neuen Fnflation einen Riegel vor, indem es die ^Unabhängigkeit der Reichsbank von politischen Einflüssen der Regierung bestimmte. So trägt also auch der neue Reichsbankpräsident dank dieser gesetzlich gewährleisteten Unabhängigkeit die alleinige Verantwortung für die Geldpolitik des von ihm betreuten deutschen Roteninstituts. Daß Dr. Schacht diese Unabhängigkeit zu wahren weiß, hat er bewiesen, als er im Dezember 1929 den Rei^si.nanzminister Hilferding zwang mit der uferlosen Ausgabenwirtschaft Schluß zu machen. So wird Dr. Schacht der beste Garant dafür sein, daß bei der Bereitstellung von Mitteln für die Arbeitsbeschaffung, die natürlich das A und O aller Maßnahmen der Reichsregierung sein mutz, die Kirche im Dorfe bleibt und eine Grenze innegehalten wird, die dem Reiche die Abdeckung der Reichsbankkredite in absehbarer Zeit ermöglicht. So hat die Regierung der nationalen Konzentration, gestützt auf den Wahlsieg des 5. März, in wenigen Tagen das erreicht, um das die meisten Regierungen während ihrer ganzen Amtsdauer und doch meist erfolglos gerungen hoben die absolute Gleichschaltung aller politischen Kräfte in Deutschland. Die Regierung kann nun also, ohne Hemmungen und Widerstände befürchten zu müssen, an deren 2llis- raumung frühere Reichskanzler ein gut Teil ihrer Kräfte verzetteln muhten, an die Aufbau- und Reformarbeit gehen, die sie sich vorgenommen hat. und von deren Erfolg wird es we^ntlich abhängen, ob es ihr gelingen wird, auch die Gleichschaltung zwischen Volk und Regierung zu erreichen. Denn das Wahlergebnis des 5. März hat ja nur wenig mehr als die Hälfte der Wähler für die das Kabine^ Hitler stützenden Parteien ergeben. Run auch das Vertrauen der anderen Hälfte des Volkes für sich zu gewinnen, ist das Ziel, das sich der Kanzler nach seinen eigenen Worten gesetzt hat. Und bei aller Hochachtung vor der Kunst der politischen Propaganda, wie sie der neue Reichsminister Dr. Goebbels meisterlich handhabt, glauben wir doch immer noch, daß Leistungen am wirkungsvollsten und dauerhaftesten überzeugen. Die erste wird die Schaffung eines neuen Rechts st aates sein müssen. Fede Revolution hat Begleiterscheinungen, die weder von menschlichen Gesichtspunkten aus, noch aus Gründen der Staatsautorität gebilligt werden können. Eine politische Umwälzung geht auch selten ab ohne die Sprengung alter Rechtsnormen und Vergewaltigung von Verfassungsparagraphen. Aber eine Revolution darf nicht Dauerzustand werden. Eine Revolution, die im Urteil der Geschichte rein erscheinen will, muß alles daran setzen, auch die Ansätze zum Bürgerkrieg zu ersticken und Uebergriffe zurückzuweisen, so geringfügig diese auch, gemessen an der stürmischen Entwicklung dieser Tage, manchem erscheinen mögen. Die Kundgebungen des Reichskanzlers zeigen den ernsten und entschiedenen Willen, den entfesselten Strom in ein neues Bett zu leiten. Der Reichstag, dessen Eröffnung am kommenden Dienstag in der Potsdamer Garnisonkirche nach dem Willen des Reichskanzlers zu einem festlichen Staatsakt ausgestaltet wird, wird die Aufgabe haben, zu legalisieren, was in diesen Tagen außerhalb der gültigen Rechtsnormen geschehen ist, und der Reichsregierung die von ihr geforderte Ermächtigung zu geben, auf der neuen Rechtsgrundlage nach ihren Plänen weiterzubauen am neuen Reich. Die Ausschaltung der Kommunisten aus den Parlamenten. Reichsrat und Staatsrat ausschließlich in der Hand der Regierungsparteien. Berlin, 17. März. (ERD.) Die Durchführung der Ankündigung des Reichsinnenministers Dr. Frick ^Keine Kommunisten mehr in deutschen Parlamenten" bleibt der Fni- tiative der Länderregierungen überlassen. 3n Preuhen dürfte mit einer Anordnung zu rechnen sein, nach der die Kornrnunften aus dem Landtag, aus den Provinziallandtagen, Kreistagen, Stadtverordnetcnversammtunge.i und Gemeindeversammlungen ausgeschlos sen werden, da sie nach ihren Zielen staatsfeindlich und gegen Reich und Staat eingestellt sind. Durch diese Maßnahme werden die Mehrheitsverhältnisse zugunsten der Regierungsparteien noch weiter verschoben. Der R e i ch s r a t setzt sich aus 66 Mitgliedern zusammen. Fn allen Ländern bestehen nationalsozialistische bzw. nationalsLzialist.sch-deutschnationale Regierungen, die nur hinter der Regierung stehende Reichsratsmitglieder benennen. Bon den 26 Preuhenmitgliedern werden 13 von den Provinzialausschüssen gewählt, in denen nach Ausschaltung der Kommunisten klare Regierungsmehrheiten vorhanden sind. So ergibt sich, dah der Reichsrat sich nur aus Rationalsozialisten und Deutschnationalen zusammensetzen wird. Eine derartige hundertprozentige Regierungsmehrheit in dieser Kontrollinstanz hat es noch nie gegeben. Der Preußische Staatsrat setzt sich aus 81 Mitgliedern zusammen, die von den Provinzial- landtagen gewählt werden. Die Regierungsparteien haben, nachdem sie nach Ausschaltung der Kommunisten auch in Westfalen und im Rheinland in die Mehrheit gelangt sind, die Möglichkeit, ausschließlich Anhänger der neuen Preußenregierung, die noch in diesem Monat gewählt wird, zu wählen. Vielleicht wird man im Westen und in Oberschlesien auch einige Zentrumsleute in den Staatsrat wählen. Die Ausschaltung der Sozialdemokraten im Reichsrat und im Staatsrat steht, wie wir hören, bereits fest. Schul-und dienstfrei ani21.JNärz Zur Feier brr Eröffn»! g des neuen Reichstags. Berlin, 18. März. Am 21 März, dem Tage der feierlichen Eröffnung des neuen Reichstages, wird in der Reichsverwaltung durchweg Sonntagsdienst gehalten. Lohnabzug oder Lohnkürzung werden nicht vorgenommen. Die Wehrmacht hat ebenfalls dienstfrei. Sie feiert den Tag durch Feldgottesdienst mit anschließendem Appell und Ansprache der Standortältesten. Die Standortältesten haben einen Vorbeimarsch abzunehmen. Die militärischen Feiern sind zeitlich so zu regeln, daß 1 2.4 5 Uhr das Deutschlandlied gesungen wird. Während des Liedes ist in den Artilleriestandorten ein Salut von 21 Schuß abzugeben. Ferner sind von 18 bis 19 Uhr Platzkonzerte zu veranstalten. Sämtliche Reichsbehörden flaggen vorschriftsmäßig nach dem Erlaß des Reichspräsidenten mit der schwarz- weiß-roten Fahne und der Hakenkreuzflagge. Die Landesregierungen werden für die Dienstgebäude der Landes- und Kommunalbehörden ebenfalls Beflaggung anordnen. Der Reichsinnenminister hat die Unterrichtsministerien der Länder gebeten, für den 21. März U n - terrichtsausfall anzuordnen. Aus afler Wett. Grotzfeuer in einem Holzlager. Fn Melsungen brach in dem Holzlager der Firma Bernhard Speie r aus unaufgeklärter Ursache Feuer aus. Die Flammen fanden in den großen Holzvorräten reiche Rahrung, und bald war alles in ein Feuermeer gehüllt. Die Feuerwehr nahm mit sechs Rohren den Kampf gegen das Feuer auf, konnte aber nicht verhindern, dah der ganze Holzschuppen mit Fnhalt verbrannte. Dagegen konnten die angrenzenden Gebäude gerettet werden. Bei den Löscharbeiten ereignete sich ein Tlnglücksfall. Feuerwehrhauptmann Stange wurde von einem brennenden Holzteil getroffen und erheblich verletzt: er wurde dem Krankenhaus zugeführt. — Es wird allgemein Brandstiftung vermutet. Die Ermittlungen werden noch fortgesetzt. Der Besitzer ist durch den Brand empfindlich geschädigt, weil er nur zum Teil versichert ist. Explosion auf einem norwegischen Dampfer. An Bord des norwegischen Dampfers „Hiunoy" ereignete sich 300 Meilen von Colombo (Ceylon) entfernt eine Explosion, der 15 Personen zum Opfer Gefallen sein sollen. Die 13 Ueberlebenden, von denen fünf schwer verletzt sind, retteten sich mit einem Boot, das von einem japanischen Dampfer gefunden wurde. 3m Keller verbrannt Fn einem Hauskeller in Elberfeld, dessen Tür von innen verschlossen war, wurde ein etwa 30jähriges Mädchen mit brennenden Klei- d e r n aufgefundcn. Obwohl man sofort daran ging, die Flammen zu ersticken, erlag die Unglücklich ' ihren Verletzungen. Die Feuerwehv benackrichtigte die Mordkommission. Die näheren Tlmstäno. Der Ang'l genheit sind noch ungeklärt. Zugzusammenstoß in China. — 50 Tote, 70 verletzte. Zwischen Tschengtschiatun und Supingkai stich in einer der letzten Rächte ein Güterzug gegen einen haltenden Personenzug. 50 Reisende wurden getötet, mehr als 70 verletzt. Schwere Zuchthausstrafen für Autoräuber. Die 5. Strafkammer beim Landgericht I Berlin fällte das Urteil in dem Prozeß gegen d ie Autoräuberkolonne Rindfleisch. Der Hauptangellagte, der Autohändler Georg Rindfleisch, erhielt wegen Bandendiebstahl und schwerer Urkundenfälschung fünf Fahre Zuchthaus und fünf Fahre Ehrverlust, der Spediteur Paul H e h n e wegen Beihilfe zum Rachdruck verboten! 26 Fortsetzung Wie sie ihn bezwang Driginalroman von 3 Schneider-Foersil. Urheberrechtsschutz: Verlag O. Meister, Werdau i. S. Und als sie nichts darauf zu sagen wagte, wurde er beredt. Er komme eben von Ostia herein und habe dort ein entzückendes Landhaus gemietet. Ganz nahe am Strand. Drei Zimmer nur und Nebenräume. Es wäre auch Platz für ihre Zofe, falls sie diese mitzubringen wünsche.-- „Soll das schon heute abend sein?" wollte sie wissen. „Natürlich heute, Carissima. Ich habe dir doch gesagt, daß ich nur noch acht Tage vor mir habe. Wgs sind acht Tage, Liebes! Für wann soll ich einen Wagen schicken? — Keinen? — Aber du kommst doch! Läßt mich nicht vergeblich warten mit meiner großen Sehnsucht nach dir!" Sie wollte kommen, ja! „Bis wann?" drängte er knabenhaft ungeduldig. „Vielleicht gegen sieden Uhr." Er solle in St. Paolo auf sie warten Das versprach er denn, schlug vor, erst noch ein wenig ins Grüne zu fahren, dann allenfalls noch ein Bad zu nehmen — und Dann — „ach, was bin ich für ein verliebter Mann, Liebling! — Was tust du jetzt?" Und als sie ihm berichtete, daß ftc noch Briefe zu schreiben habe, sagte er, er wolle nicht mehr länger stören. Sie möchte pünktlich sein. Als sie den Hörer weglegte, mußte sie erst noch eine Weile reglos für sich stehen bleiben. Es war xu viel auf einmal und zu rasch gekommen. Zu rasch gekommen, das war es. Sie hatte nicht mit seinem Eintreffen in Rom gerechnet. Und Dann--vielleicht wäre es möglich gewesen, sich trotzDem vor ihm zu verbergen, aber sie hatte Die Situation selbst heraufbeschworen, hatte ihn gelockt, Schritt um Schritt, Etappe um Etappe unb nun gab es einfach kein Zurück mehr. Sie mußte Den Weg schon zu EnDe gehen. In Den Garten zurückkehrenD, frug sie nach Joe, Der nicht mehr zu sehen war. Das Mädchen melDete, Der Herr sei zur Hauptpost gefahren. Es mar schwül, trotz Des Schattens den die Bäume unb Sträucher warfen. In Ostia würde es kühl fein. Unwillkürlich brannten ihre Wangen auf. Wenn Vater Merlin das wüßte! Er glaubte sie bei Der Mutter in Wien unD sie saß hier unD verführte seinen Sohn. — — Der GeDanke machte sie Doch ein klein bißchen lächeln. Joe BranDt kam über Den Kies unD hatte ein resigniertes Achselzucken, daß er mit leeren Händen erschien. „Keine Briefe?" fragte sie ungläubig. „Nichts!" Sie wurde besorgt. „Wie ist das möglich?" Ein unb derselbe Gedanke durchkreuzte sie fast gleichzeitig. Sollte Merlin schon nach Ichenhausen geschrieben haben unb der Vater erzürnt über sie fein9 — — Aber auch von Wien war keinerlei Nachricht eingetroffen. Die letzte Mitteilung datierte vom Anfang Der vorigen Woche. Sie schrieb sonst ziemlich regelmäßig. Frau von Guielmo, Die nach Den jungen Leuten suchen kam, beschwichtigte ihre BeDenken. Was sollte man auch immer schreiben, Frau Maria wußte sie Doch in besten Händen, möglich auch, daß sie keine Zeit gefunden hatte. Man mußte nicht eben alles gleich in solcher Schwärze sehen. Morgen werde Dann sicher Nachricht eintreffen. Es war für Stephanie nur ein halber Trost. Aber immerhin Doch besser als keiner. UeberDies Durfte sie kein Jammergesicht aufsetzen, wenn sie mit Jörg zusammentraf. Wenn Die Sache mit Joe BranDt nicht gewesen wäre, hätte sie nun zu ihm fahren unD Dann in einer zärtlichen StunDe ihr Geheimnis lüften können. Wie Die Dinge aber nun lagen, war Dies unmöglich. Sie ging nach ihren Zimmern und läutete nach dem Mädchen. (Srft hatte sie gedacht, zwei Toiletten für Ostia würden genügen. Nun wurden es sechs, die sie in dem Koffer verstaute. Die Zofe würde die Hüte dazu aussuchen und sie bringen. Sie stand vor Den offenen Schränken unD fanD immer wieder etwas, Das sie noch mit ans Meer haben wollte. Einen BaDeanzug aus Wolle und einen anDeren aus feiner vergißmeinnichtblauer Seihe, mit Hellen Sternen Darin. Sie sah nach der Uhr und erschrak. Wie die Zeiger rückten! Als sie in malvenfarbenem Straßen- kleid nach dem Garten herunterkam, nickte ihr Frau von Guielmo befriedigt zu. — „Du kannst Dich sehen lassen. Ueberhaupt Dünkt mich jetzt Des Inkognitos genug. Sage ihm Die Wahrheit, wenn er Dich wie- Der in Den Armen hält, und er ist entwaffnet." „Wie gerne ich Das tun wollte!" stimmte Die junge Frau zu. „Aber erst muß ich von Diesem Verpachte gereinigt sein, sonst zerschlage ich mir womöglich Das, was ich schon erreicht habe. „Wünschest Du, Daß ich Die Sache in die Hand nehme?" fragte Die Tante. „Um Gottes willen, nein!" Man konnte vorläufig nichts tun, als warten. — Punkt ein halb sieben Uhr traf Stephanie in Sankt Paolo ein. Sie sprang aus Dem Auto und sah sich um, aber ein Bettelmönch mit seinem Eselsgespann nahm ihr Den Ausblick. Als er vorüber war, sah sie Hans Jörg auf her anberen Seite her Straße stehen. Er riß ben Hut ab unb übersprang ben Fahrbamm. Beinahe hätte ihn ein Rennwagen mit sich gerissen, benn hie Fahrzeuge, bie jetzt zu Feierabenb ans Meer hinausjagten, waren Legion. Der Asphalt war glatt wie ein Spiegel unb schillerte in ber Sonne. Arm in Arm warteten sie auf einen günstigen Augenblick, baß bie Wagenkolonne ihnen ein lieber« queren ber Straße erlaubte Unb als sie bann enblich glücklich brüben stauben unb bie Kathebrale ihren Schatten über sie warf, zog er Stephanie rasch an sich unb küßte sie. Sie rückte ihren Hut zurecht unb lachte ihn an. „Nun wollen wir sehen, ob bas Auto, bas ich für 7 Uhr bestellt habe, noch immer nicht zur Stelle ist." Es war ha. Man hätte in alle Ewigkeit auf« einanber warten können, benn Merlin hatte ben Treffpunkt vergessen unb ber Chauffeur stieß ein gellendes Hupensignal nach bem anDeren in Den Abend. Er lachte Über das oanae Gesicht, als seine War auch Merlin selbst bei seiner Frau, wer konnte wissen, welch wahnwitzige Zwischenfälle sich ergeben hatten. Als sie bann endlich kam, vermochte sie erst keine Erklärung abzugeben, benn ob der Fülle der Fragen, Die über sie hereinbrachen, war es unmöglich für sie, selbst zu Wort zu kommen. Joe Brandt war Der einzige, Der nur mit ben Augen Bescheib erheischte Aber solange ber Lärm , ber Gäste unb Verwanbten bie Räume erfüllte, war nicht baran zu henken, ohne Zeugen mit ihr zu reben. Enblich fanb Stephanie eine Gelegenheit zu entschlüpfen. Sie sah Joe im Garten unb tarn zu ihm herabgeeilt. Der Ernst in ihrem Gesichte kündete nicht eben Erfreuliches. Er fiel aus allen Wolken, als Stephanie ihm Mitteilung machte, welcher Ansicht ihr Mann war. „Ich soll Sie--ober vielmehr Sic, Baronin, sollen ihn mit mir hintergehen?" „So hat er gesagt, ja!" „Ich fahre sofort zu ihm ins Hotel!" „Sinb Sie verrückt geworben?" entsetzte sie sich. „Das wäre ber Höhepunkt. Ich werbe jetzt einen Expreßbrief an meinen Schwiegervater schreiben unb einen nach Wien an meine Mutter. Die beiben sinb bie einzigen, bie ihm beweisen können, wie ungerechtfertigt sein Verdacht ist. Vorläufig läßt sich sonst nichts tun!" Er sah sie hilflos an. „Haben Sie je gedacht, daß sich die Dinge so entwickeln können?" Sie schüttelte den Kopf. Grenzenlose Ratlosigkeit stand in ihrem Gesichte. „Ich nehme nur an", sagte Brandt, während sie unter dem Schatten der Magnolienbäume dahinschritten, „er zieht selbst Erkundigungen bei seinem Vater ein. Dann ist die Katastrophe schon fertig. Alles wird sich dann aneinanderreihen wie die Glieder einer Kette. Daß ich mit Ihnen nach Wien kam, daß wir hier sind, daß — —" „Hören Sie auf!" bat sie gequält. „Vielleicht vertraue ich mich Oehme an. —" Aber auch bas schien ihr eine Unmöglichkeit. Einmal schon hatte sie ihn zu Hilfe geholt unb Hans Jörg war sofort dahinter- gekommen. Ob sie bas ein zweitesmal riskieren sollte, war mehr als fraglich. Eines ber Mäbchen tarn gelaufen unb bat sie ans Telephon. Vielleicht war bie Katastrophe schon im Anzuge. Sie lief bie Stufen hinauf und frug in den Apparat, horchte unb liest beinahe ben Hörer fallen. ---Woher wußte er ihre Nummer? Merlin erfunbigte sich nach ihrem Befinden. Ob er seine Aufwartung machen könne--unb ob sie ihres Versprechens eingedenk sei, _ beiden Fahrgäste nun auf ihn zukamen. „Ecco, Signore! —" Er öffnete ben Schlag unb sah, mit welcher Behutsamkeit ber schöne Mann bas junge Weib hineiuhob. Liebesleute! Va bene! Da hatte er keine Eile ans Ziel zu kommen. Die waren überall selig. Aber bann raste er doch mit ben beiden dahin, benn schließlich ist es keine Ehre, so ein halb Dutzenb ober mehr Kollegen an sich vorüber zu lassen. Man mußte zeigen, daß man wie biese fahren konnte, ohne baß es Trümmer gab. Er hatte sich nicht getäuscht. Der Signor mar irgenbein ausländischer Duce. Der bezahtte ohne mit her Wimper zu zucken, die Taxe, bie er verlangte, unb gab ein Trinkgelb obendrein. Tat bas einer, wenn er normal war? Das Nest, bas Merlin für sich unb fein Glück ausgesucht hatte war wirklich entzückenb. Er batte es einer (Englänberin weggekapert, bie, obwohl sechsfache Millionärin, hoch um ben Preis für biefen paradiesischen Winkel gefeilscht hatte wie ein Marktweib. Nun waren sie für acht Tage Besitzer dieser Herrlichkeit. Während Stephanie an Hans Jörgs Arm durch bie gepflegten Räume schritt, entdeckte sie eine neue Eigenschaft an ihm.— Er war nicht bloß ein Genie. Er hatte auch Sinn für Schönheit unb wohnliches Behagen. Blumen stauben in hohen Vasen. Die Erker trugen bunte Sträuße unb in ber Mitte eines her kleinen Tische prangte eine Schale in tiefstem Weinrot. „Gefällt es bir?" frug er gütig. Sie brückte nur ihre Wange an seine Schulter und bot ihm bie Lippen. Das Mädchen kam zehn Minuten später unb begann mit Auspacken. Der Abend war so köstlich schön, daß sie noch an ben Stranb gingen unb eine Strecke weit ins Meer schwammen. Haub in Hanb tarnen sie zurück unb aßen mit Appetit. Alle Sorge war wieher von ihr abgefallen. Es schien ihr, als sei es nie anders gewesen. Er mit ihr unb sie mit ihm. Die lange, lange Zeit bes Alleinseins in Ichenhausen versank. Er khnte in einem ber Stühle unb blies ben Rauch seiner Zigarre in bie wellig flimmernde Luft. Als sie b'e Hand über bie Augen heckte, frug er: „Wo bist hu eben gewesen?" „Bei bir!" sagte sie lächelnh. Er streifte bie Äsche ab unb betrachtete sie fvr- schenh: „Ich meine mit beinen Gedanken!" „Die waren auch bei bir, Hans Jorg!" „Hm —" „Du glaubst es nicht?" Der Blick, mit bem sie zu ihm hinübersuchte, zeigte maßloses Erschrecken. Sie vergaß, daß sie nicht Stephanie für ihn war, sondern eine völlig Fremde, bie nichts vor ihm zu fürchten hatte. Sie konnte ben Druck nicht abschütteln, mußt» immer wieher baran denken, wessen er sie beschuldigte. Wie eine Mauer stieg es zwischen ihnen auf. Sie sah Berge -n türmt unb nirgends einen Paßweg, ber barücer führte. (Äortfehuna fotdt.l nur I lager. , E^lagn der 1 unQa|QeHatter "Zn landen in und et gchullt. Die ten den Kamps nicht verbin- 'en mit Inhalt e angrenzenden ■n Löscharbeiten H; Feuerwehr- einem brennen« >l)ch verletzt: M - 68 wird ■V Die Erinitt- Der Besitzer ist schädigt, weil er hen Dampfer. nipsers,))innoy' olombo lTeylon) 15 Personen zum eberlebenden, von >, retteten sich mit mischen Dampfer , dEr"p' *S‘ *, P 6»* sgSE ;en unVanb kamen nö in , war it. 2t VÄ*ei mü \W; r unöl'^ nhaulen einL.L. und blies r fiimmerniK Sk 8Ä- •*ö S“As ^'Jland. E“ bi-Ullh! ,r schwor,. cÄfle. Die .^nstgebaude 11 ebenfalls $e. ^»mmi. 2L Nün. nl rfelb, dessen Tür • wurde ein etwa nenöenÄIei» ran sofort daran erlag die Ihn Sie Feuerwehr' ton. Sie näheren d noch ungeilCrt Sole, 70 Verletzte. Eupingkat stich Gülerzug geaen Reisende wurden ttzt. : Autoräuber. Gericht 1 Derlin zeh gegen die .ndfleischSer ler Georg Rind- ^dendicbstahl und fünf 2ahre e Ehrverlust, der lLeihilse zum zukamen. „(Ecco, mit welcher Behüt- ,e Weib hinemhod. er keine Eile ans all selig- , hen beiden dahm, >je fahren konnte, Der Signor war )er bezahlte ohne Taxe, die er oer« bendrein. Tat ims d) Md I«? S •Ä Ä SÄ'w“ , Jörgs Arm durch nicht bloß ^' (^5 Die Ä. Mi te eines Oie Anfänge der Stadt Gießen Aus der Provinzialhauptstadt Seminar, Gartenstrahe 30, 11 bis 13, 15 bis 17 Llhr, Ausstellung von Schülerinnenarbeiten. — Alice-Schule, Turmhaus am Brandplah, 11 bis 13, 14.30 bis 18 Uhr, Ausstellung von Schü» lerinnenarbeiten der Kurse und Fachschule. — Gewerkschaft der deutschen Cifenbahn-Fahrbeam- ten und Anwärter, „Stabt Wehlar", 15 Uhr. Versammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „... und es leuchtet die Puhta". — Astoria- Lichtspiele, Seltersweg: „Razzia in St. Pauli". — Die oberhessische Viehoersicherungsan st alt hält am Samstag, 25. März, 15.30 Uhr, im Hotel „Deutsches Haus" zu Friedberg ihre Mitgliederversammlung ab. (Siehe Anzeige.) Bandendiebstahl, wegen Hehlerei und Urkunden- sälschung vier Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. Die Verurteilten hatten Autos gestohlen und in eigener Werkstätte so umgearbeitet, dah selbst die Besitzer sie nicht wiedererkannten. jung flieget Karl Schwabe überquert die Rubische wusle. Der deutsche 3ungflieger Karl Schwabe ist in Khartum eingetroffen. Er flog von Kairo ohne Zwischenlandung des Ailtal entlang nach Wadihalfa. Dort setzte er zum Flug über die nubische Wüste an und erreichte in einem Tages- flug Khartum im englisch-ägyptischen Sudan. Mit diesen beiden Etappen legte er eine Strecke von ettoa 1500 Kilometer zurück. Deoifenschmugglerin auf dem Transport entflohen. Auf dem Badischen Bahnhof in Bafel gelang es der vor kurzem verhafteten Devisenschieberin Frau Irene Blum aus München, die dort- I hin verbracht werden sollte, zu entfliehen. Der begleitende Gefängnisaufseher wurde von einem Mann plötzlich angefallen und z u D o d e n geschlagen. Frau Blum benutzte diesen Zwischenfall, um bis zum Schweizer Polizei p o st e n am Bahnhofsausgang zu kommen, wo sie ihr Wann mit einem gültigen Pah und einer schweizerischen Aufenthaltserlaubnis erwartete. Jabrifbranb In Schlesien. Bei Dolkenhain (Schlesien) brannte meiner der letzten Rächte das Maschinenhaus einer Kar. tofselfloäenfabrik nieder. Auch der Dachstuhl der Fabrik wurde ein Raub der Flammen. Man hat begründeten Verdacht, dah Brandstiftung vorliegt. Dor einigen Tagen waren in ^lken- Hain bereits Geruch e im Umlauf, dah Kommunisten die Fabrik anzünden wollten. Elf Kommunisten wurden unter dem Verdacht der Brandstiftung fe st genommen. sich die Feiern in gleicher Weise. Die Ansprachen in der Schillerschule und in der Goetheschule hielten die Rektoren Kneipp bzw. Reul. Die Feiern fanden für dte Volksschulen jeweils in der Turnhalle, bei den höheren Schulen in der Aula statt. Die Schüler waren — das lieh sich allgemein feststellen — mit großem Interesse bei der Sache und fangen das Deutschlandlied, wie auch das Horst-Wessel-Lied mit groher Begeisterung. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 20 bis 23 Uhr, „3m weißen Rößl". — DHV.: 20.15 Uhr, Cafe Leib, Vortrag über „Sozialer, kultureller und wirtschaftlicher' Aufbau im heutigen Sowjetrußland". — VRG. 1913: 20.30 Uhr, Bootsyaus, ^conatsverfammlung. — GDA.: 20.30 Uhr, „Hessischer Hof", Monatsversammlung. — Fröbel-Seminar: Gartenstrahe 30, Ausstellung von Schülerinnenarbeiten, 15 bis 17 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhosstr.: .. und es leuchtet die Pußta". — Astoria-Lichtspiele: „Razzia in St. Pauli". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 18.30 bis 21.30 Ubr, „3m weißen Rößl". — Studentenhaus, Leihgesterner Weg, 16.30 Uhr, Konzert der Klavierschule Körner. — Obst- und Gartenbauverein, 15.30 Uhr, „Hotel Hopseld", Vortrag über „Erfolgreiche Gemüse-, Obst- und Blumenzucht im Klein- und Hausgarten". — Bund Hessischer Leibgardisten, Cafö Leib, 15 Uhr, Lerbgardisten-Tag. — Fröbel- ** Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhefsifchen Automobil-Club E. V. (A. v. D.), Gießen: Folgende Provinzialstraßenstrecken werden ab 20.März für jeglichen Verkehr gesperrt: Schlitz — Fulda (von Hemmen bis zur Landesgrenze), Umleitung über Salzschlirf, Bad-Nauheim—Ockstadt, Umleitung über Friedberg. ** 60 Jahre Mettenheimer. Die Firma Hermann Mettenheimer, Äreuzplatz, kann jetzt auf ihr 60jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß veranstaltet die Firma bis einschließlich 3. April einen Jubiläumsverkauf, um dadurch dem Publikum ihre Leistungsfähigkeit in der Glos-, Porzellan- und Steingutwarenbranche zu beweisen. Im Kreise der Gießener Wirtschaft nimmt die Firma ^Mettenheimer einen hervorragenden Platz ein. weitere Cotalnadiridjten tm zweiten Blatt Volk und Buch. Don Reinhold Braun. „DaS Lese-Bedürfnis ist das Erwachen von Seele unh Geist." Das ist oberster Sah jeder Betrachtung von „Volk und Buch", daß die Beziehung zwischen beiden nicht in theoretischen Erörterungen hängen- bleiben darf, sondern Praxis, Leben, schöpferische Verbindung sein muß! Wir müssen, wenn wir wieder über den Berg kommen wollen, zu der Erkenntnis gelangen, daß die Beziehung zwischen Volk und Buch eine unserer großen Lebensfragen ist. Denn jede Frage nach dem guten Buche ist ein Stück vom Verlangen nach dem wahrhaften Leben. Der sittliche, seelische und geistige Inhalt eine« Volkes steht in einem gesetzmäßigen Verhältnis zu dem lebendigen und in doppeltem Sinne „erlesenen" sittlichen, seelischen und geistigen Gehalte seiner Buchwelt. Im Impuls eines Volksganzen schwingt auch der Impuls seiner Buch- weit mit. Höllenfahrt oder Himmelfahrt einer Ration liegen zu einem nicht geringen Telle schicksalhaft in feinem Buchwesen begründet. Wohl dem Volke, wenn in seinen entlegensten Daseinsvinkeln die lebendige Beziehung zu seinen Büchern vorhanden ist. Wer vor der Radiozeit beispielSoeise in einem weltfernen norwegischen Bauernhöfe einkehrte, konnte dort Feierstunden seltenstem Art erleben. Er sah dort den Hausvater alends, wie er aus einem alten Sage- Buche dm ©einigen und dem ganzen Hofgesinde vorlas. cIch glaube kaum, daß sich an dieser Sitte — trotz des Radios — allzuviel geändert haben dird. Schon damals wünschte ich mir das nleibe Erlebnis im eigenen Volke. Wir Aden bei uns immer zuviel vom „Büchermarkt" gesprochen und zu wenig von Duchwelt! Einzig sus die Schönheit, Gesundheit und das wirklich Volksgemäße, das Dauerhafte dieser Buchwek kommt es an, auf ihre Erscheinung als ein lebnbiger, blühender Organismus. Das Wort „Büchermarkt" ist zu sehr mit dem Begriff „Konjuiftur" belastet, mit dem Element des Zell- Dienerishen und des Rur-Verdienerischen. Das Eintagsliegenhafte schwillt dort zu mächtigen Stapeln an. Büchermarkt in seinen Auswüchsen genommn kann Verschüttung der Quellen bedeuten. Die ef)te Duchwelt dagegen steht da wie ein Dollwem! gegen den Ungeist einer Zeit. An den Unsähigeiten eines anatomischen Zc.talters waren nicht zubtzt die unseelischen und unseligen Buch- Erscheimngen schuld, die unser Dolk in einem miß- geleitetet Hunger verschlang. Steigen wir das Erlebnis „Aufbruch der Ration" ini Rein-Geist-Seelische, so bedeutet es nicht an letzte Stelle Aufbruch ins deutsche, adlige Buch! Aich-Ehre bedeutet auch Volks-Ehre! Es kommt in Leben des einzelnen und eines Ganzen auf ne Verknüpfungen an. Die Verknüpfung mit allm Guten, Hohen und Schönen, wie es sich auch in Büchern offenbart, kann Schicksal bedeuten, iefinnerste Rotwende, Impuls zur Höhe, kann bei en bei der Leid-Ueberwindung. Zum Dechsel im Gießener Schulamt. lieber en Lehcnsgang des neuen Gießener Schulr> ts Dr. H e n ß erfahren wir folgendes: Schulrt Dr. H e n ß wurde 1892 in Beuern geboren, beuchte dort von 1898 bis 1906 die Volksschule, hirauf die Präparandenanstalt in Lich und Das ßeßrrleminar in Friedberg. Im Frühjahr 1911 trat er inöen Schuldienst ein und versah dann u. a. in Ulrichftin, Lauterbach und Schotten Lehrerstellen. Im Derdnde des Jnf.-Regts. 116 stand er an der Front, vm Sommer 1915 ab war er Lehrer an der deutfchenAuslandsfchule in Sofia, von wo er 1918 in die Himat zurückkehrte. Nach vorübergehendem bchuldieit in Salz (Kreis Lauterbach) wurde er im Im Oberhefsifchen Geschichtsver- ein sprach am Donnerstag Professor Dr. K. Ebel über die Anfänge der Stadt Gießen. Städte können entstehen, oder sie werden gegründet, sehr oft im Anschluß an eine Burg oder ein Stift. Gießen ist eine Gründung im Anschluß an eine, bereits 1197 vorhandene Burg der Grafen von Gleiberg. Als Besitzerin kennen wir nur eine Gräfin Salome, die die Gattin oder die Tochter des einen der beiden letzten Glei- berger, deS Grafen Wilhelm, war. Ihre Tochter Mechtild heiratete den Pfalzgrafen Rudolf von Tübingen und brachte ihm ihr Erbteil der Grafschaft Gleiberg, die Grafschaft Gießen, als Mitgift zu. Beider jüngster Sohn Wilhelm erhielt wohl noch zu Lebzeiten des Vaters Teile der elterlichen Besitzungen, darunter die Grafschaft Gießen, nach dec er sich auch nannte. Er ist als Gründer der Stadt anzusehen. Für eine Stadtgründung lagen mehrere Anlässe vor. Schon die Burg war an einem für den Verkehr günstigen Platz, auf einer von Lahn und Wieseck gebildeten Insel erbaut. Zwei Furten führten oberhalb und unterhalb über den Fluß, der dritte Uebergang war in der Mitte, an der Stelle, wo heute noch die Lahninsel an der Durk- schen Mühle liegt und wo die alte Lahnbrücke hinüberführte, leicht zu bewerkstelligen. Kreuzungen der Straßen Süd—Rord und West—Ost ermöglichten Zollerhebungen, die Verteidigung war leicht. Zur Befriedigung der Bedürfnisse der Burginsasien, deren Lebensmittelbedarf aus den Dörfern Selters, Achstadt, Kropbach gedeckt wurde, entstand neben der Burg, an der Außenseite ihres Grabens in dem Winkel, den die genannte Straßenkreuzung bildete, ein Markt. Anfänglich nur mit Buden in der Form unserer Jahrmarktsbuden, oder mit leichten Bauten besetzt, wurden nach der Etadtgründung feste Häuser errichtet. Hier liegt einer der Beweise für eine beabsichtigte Gründung: die Grundstücke am Marktplatz, vor allem die nach der Buraseite gelegenen, weisen heute ntxß alle annähernd gleiche Größe auf, oder lassen die erste Austeilung des Bodens noch erkennen. Durch Ummauerung erhielt der Markt Schuh, wurde aber auch gleichzeitig militärischer Stützpunkt in größerem Umfang, als ihn die Burg bot. Einen solchen Stützpunkt aber brauchten die Tühinger für ihr entfernt liegendes Gebiet. Zugleich war er billiger als eine Burg, denn die Stadt erhielt sich selbst, baute ihre Befestigungen selbst, brachte sogar noch etwas ein in Gestalt des Grundzinses, der Bede und ariderer Abgaben. Zur Arbeit an den Befestigungen waren auch die Dauern der umliegenden Dörfer heranzuziehen, die in Fällen der Gefahr in der Stadt Zuflucht fanden. Den ältesten Umfang einer mittelalterlichen Stadt kann man sich gar nicht klein genug vorstellen, die Einwohner zählen — auch in Gießen — während des ganzen Mittelalters nach Hunderten, nicht nach Tausenden. Die älteste Ummauerung und der Stadtgraben umfaßten daher nicht viel mehr als die Häuserblöcke des Marktes. Ihr Lauf wird bezeichnet durch Kirchenplatz, Lindenplatz bis zu den Marktlauben, bann hinüber nach der Kaplaneigasse durch die Brühlsche Druckerei, Wagengasse, Wettergasse, vordere Sandgasse, wo sie wieder an Burggraben und Burgmauer anstießen. Hinter den Städtemauern lausen überall Gassen her, die bleiben, wenn die Bescstiguna weiter hinausgeschoben wird. Das wurde auch an den Plänen anderer Städte gezeigt. Die Annahme, daß die älteste Stadt bis an den Tiesen- wcg gegangen sei, die Birnenform gehabt habe, ist irrig; das war der Fall nach der ersten Stadterweiterung vom Jahre 1325, von der uns eine Urkunde des Landgrafen Otto berichtet. Um dieselbe Zeit mag auch die zweite Burg, am Brand, in die Befestigung einbezogen worden fein. Die älteste D e r s a s s u n g der Stadt wurde beeinflußt durch zwei Elemente der Bewohnerschaft: die Burgmannen und die Bürger. Beide führten die Geschäfte der Stadt gemeinsam. AuS den Bürgern wurden Schöffen erwählt, die mit den Burgmannen das Gericht bildeten. Den Dorfitz führte der Amtmann, auch Schultheiß genannt, als landesherrlicher Beamter, wie c8 scheint, auch in den städtischen Derwaltungs- angelegenheiten. Rathmanncn (consuies) traten 1307 auf. Ein Bürgermeister als Führer deS RateS erscheint erst 1341 in den Urkunden. DaS Gericht bleibt unter landesherrlicher Leitung, die Aemter des Amtmannes und des Schultheißen find jetzt getrennt, im 15. Jahrhundert tritt der Rentmeister als weiterer landesherrlicher Beamter hinzu, der Amtmann ist als höchster militärischer Befehlshaber zugleich Hauptmann. Unter Landgraf Hermann tritt eine Weiterbildung deS Rates ein, es werden von der „Gemeine" vier Delegierte dem Rate zugeordnet, von der Dor- mundschaft Ludwigs des Friedfertigen 1414 wieder beseitigt, von Ludwig aber, nachdem er inzwischen volljährig geworden war, 1430 wieder eingeführt. Die Ratsverfassung von 1414 war für die obc^hessischen Städte gleichmäßig, für Alsfeld, Grünberg und Marburg liegen z. T. fast gleichlautende Urkunden vor. Die Reuordnung von 1430 aber blieb im großen und ganzen bis 1721 bestehen. Der Rat bestand ans den zwölf Schöffen, die Zünfte, die „Gemeine", wählten im 16. Jahrhundert einen besonderen Rat aus sech-^ zehn Mitgliedern, den sog. „Sechzehnerrat" oder kurzweg die „Sechzehner" genannt. Aus ihnen wurden dem Schöfsenrat erst vier, dann sechs, zuletzt sieben Ratsmitglieder als „Gemeiner Rat'8 zugeordnet, wodurch die Dermehrung der Aemter gekennzeichnet wird. Die Sechszehner wählten alljährlich aus dem Schöffenrat den Bürgermeister, der Schösfenrat wählte den Unterbürgermeister aus dem „Gemeinen Rat" und ebenso die zweiten Amtsträger des Bedamts, Bauamts. Weinamts, der Brot- und Fleischbeseher und der Märkerei. Je nach Bedarf wurden dann noch andere Aemter eingerichtet, ettoa ein Quartieramt, die ebenso mit je einem Schöffen und einem aus dem „Gemeinen Rat" beseht wurden. Die Ordnung von 1721 brachte Vereinfachungen. Hatten sich früher die Schöffen durch Zuwayl aus dem „Gemeinen Rat" ergänzt, so ergänzten sich die „Sechzehner", deren Zahl aber 1721 unter Beibehaltung ihrer Bezeichnung auf acht herabgesetzt worden war, aus vier von den Zünften präsentierten Kandidaten. Die neue Gemeindeordnung von 1821 beseitigte die alte Ratsverfassung. Zum Schlüsse wurden Lichtbilder aus dem alten Gießen vorgeführt. Die Versammlung war sehr gut besucht. Frühjahr 1919 nach Gießen versetzt, wo er eine Hilfsklasse der hiesigen Volksschule übernahm. Nachdem er sich wissenschaftlich für den höheren Schuldienst vorbereitet hatte, war er kurze Zeit Studienassessor in Friedberg. Von dort wurde er an die deutsche Schule in Scheveningen (Holland) berufen. Einige Jahre später kehrte er nach Gießen zurück, wo er seitdem als Studienrat am Realgymnasium tätig war. Nationale Schulfeiern. Heute morgen fanden in den Volks- und in den höheren Schulen unserer Stadt, entsprechend einer Anordnung der Hessischen Regierung, Schulfeiern a u s A n l a ß d e r n a t i o n a l e n Revolution statt. Die Feiern nahmen einen ernsten und würdigen Verlauf. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen standen jeweils die Ansprachen der Schulleiter, die in ihren Ausführungen auf die Bedeutung der Tage der nationalen Revolution hinwiesen und an die glorreichen Taten des deutschen Heeres während des Weltkrieges erinnerten. Man sprach ferner von den Verdiensten der Partei, die die nationalen Kräfte wieder wachgerusen habe, von den Erziehungsidealen im nationalen Tteutschland, von der Erziehung zur nationalen Gemeinschaft ohne Ansehung des persönlichen Vorteils: die Redner sprachen weiter von den unvergänglichen Werten der deutschen Kultur, die es zu erhalten gelte, von der Liebe zu Heimat. Volk und Vaterland und von den Der- psllchtungcn jedes einzelnen Bürgers gegenüber der Ration. Sie forderten auf, dem deutschen Wesen treu zu bleiben und stets für das Vaterland einzutreten, wo und wie es immer erforderlich fei. Die Ansprachen waren dem Verständnis der Zuhörer angepaßt, sie wurden mit ernsthaftem Interesse angehört, während das gemeinsam gelungene Deutschlandlied im Laufe der Feiern zum Bekenntnis zu Volk und Vaterland wurde. Im Landgraf - Ludwigs - Gymnasium hielt Oberstudiendirektor Dr. Alten- d o r f die Ansprache. Orchesterdarbietungen und Chorgesänge umrahmten die Feier. Reben den Schülern nahmen auch zahlreiche Eltern und Gäste an dem Festakt teil. Eine Reihe Schüler kam im Braunhemd der Hitler-Jugend, andere in Pfad- finderuniform. Zum Schluß wurden das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied gesungen. In der Oberrealschule wurde die Feier mit dem Riederländifchen Dankgebet eröffnet. Einige Gedichtvorträge patriotischen Charakters gelangten zu Gehör. Die Ansprache hielt Oberstudiendirektor Hniversitätsprofessor Dr. R o l - l e r. Ein Studienreferendar gab einen Heberblick über das Leben Horst Wessels. Das Schülerorchester wartete mit einigen musikalischen Darbietungen auf. Das Deutschlandlied beschloß die Feier. 3m Realgymnasium hielt Oberstudiendirektor Angelberger die Ansprache. Das Schülerorchester und der Schülerchor verschönten die Feier. Auch ein Sprechchor gelangte in eindrucksvoller Weise zur Ausführung. An der Feier nahmen viele Eltern und Gäste teil. Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die Stunde. 3n ähnlicher Weise fand auch die Schulfeier in der Aula der Studienanstalt statt, in der Oberstudiendirektor Dr. Kalbfleisch die Ansprache hielt. Die Pestalozzischule mußte ihre Schulfeier für die 1300 in der Schule vereinigten Kinder in zwei Teilen abhalten. Hm 8 Hhr waren die älteren Schüler, um 10 Uhr die Kleinen in der Turnhalle versammelt. Für die oberen Jahrgänge sprach Rektor Kaufmann, für die jüngeren Rektor Kling in leichtverständlicher Weise über die Bedeutung der nationalen Erneuerung unseres Vaterlandes. In der Schiller- und in der Goethe-Schule vollzogen BORG B3 WWM A M • wo PumOnn/ Karl Stark im 25. Lebensjahr. Die Einäfcherung findet in aller Stille ftatt. 1881D Großen-Buseck, im März 1933. Fleißiger Herr 2-u. 3-Zimm.-Wohog. I | m. Bad, i. d. SchU" Seltersweg 20. , - rirsT— । Barkavit. erforderl. Mietgesuche I Schließfach 1029 ■ ■■■ —I Mannheim 2. i^sV Gütern von von nnd mehr B mieten. 01742 e d. 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Hochstätter Darmstadt (Roquetteweg 19). Messel und Gießen, den 17. März 1933. 91 5 D Danksagung. AUen Verwandten, Freunden und Freundinnen, den beiden Krankenschwestern, sowie hir die vielen Kranzspenden, für das große Trauer gefolge und für die trostreichen orte unseres Herrn Pfarrer Müller beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren innigsten Dank. Philipp Mootz III., Kirchenvorsteher und dessen Angehörige Gießen, den 18. März 1933. 01710 Gießen, den 18. März 1933. 01755 Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme die uns während der Krankheit und beim Heimgänge unserer heben Entschlafenen Frau Emilie Knoll Witwe, geb. Stecker zuteil wurden, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. , Karl Feußer und Iran im Namen aller Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Reinhardt MM Stachel-und Spanndraht Ur# Sieh«" i« aUd, Schau bring hen lvild an hand^ „onber @u könnet Dauer der Am rahrsp e unsere reitfpodlid) ländlichen J boten werc stellen. Im Ber Schau- 1 len «ili: wehrkapelle Stadtth Hauses l sinden. Die Lose jeflt günstige Ge Beranslaltuii stellung «st- bei landwirtf eines luteres Die in m wache wird viel Meress achlung alle gelegentlich tiaen Anzeii schen Pferd Die £ m 3' den Landes zugegangen obhängt, di rasch zuteil für möglich sorgen. Di- berussstlind nehmen. 5) entnehmen die sich üb lienangehöi der Lanbhi träges auf 1 Daraus. Ein Lanühilse zi nicht in Fra Ächcht dam Nassall, d.f Hessen, ein! men werde Oii zu WTZ. N Zuschüsse fii mußten die nen und sp Der Reichso dahin geänt 1933 begann vollendet sei erster Linie sofort ober i begonnen n Aussti 2n diese, der mit e;r Nc-N "eocheit : nufgehmit 1 M entgeqe H dieser btibung, bi leminat ne die Auss^ a,?’1 des Arbeiten wn^rgät, imr -e OCB Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 66 Zweites Blatt Aus der Provtnziachauptstad. itt* Wirtschaft f Ersatz für den Frankfurter„May"-Adler WSN. Frankfurt a. SOI., 17. März. Wie werden. r 6/270 1873V Krahu & Comp., Gießen. Frankfurter Straße 82. — Wetzlar Lahn, Braunfelser Straße 65/67. •und iraht n tl. u. wir Er. als ein rolL Garten- itlidi. Geräte rrmann □dlung nu br A KlarS' Samstag, 18. Mär; (933 «■ — J 5 c*. y 9 8 s 0 g 1 ß B LW KL 5 neu8eboren o08MMk.2.~ |0Rerie Ul»' kennbar. Die Interessenverlagerung des Publi« kums setzte s.ch fort, und die als zurückgeblieben erachteten Markte traten weiter in den Vorder« gründ. 3m Anschluß an die Frankfurter Abend« börse waren Hapag und Lloyd besonders stark gefragt und erschienen mit Plus-Plus-Zeichen. Bei einem Umsatz von je 0,5 Million etwa stellte sich die erste Rotiz bei 3,1 Prozent über gestern mittag. Sonst hielten sich die Besserungen inr Rahmen von 1 bis 2 Prozent. Darüber hinaus waren Eintracht Vrauntohle, die Kalinebenwerte, Goldschmidt. Betula, Chadeaktien, Aschaffenburg Zellstoff und 2lllgemcine Lokalbahn bis zu 3 Prozent etwa gebessert. Auffallend schwach lagen mit minus 3,5 Prozent Deutsche Atlanten und mit minus 2,5 Prozent Schubert & Salzer, wobei die Warnungen der Verwaltung hinsichtlich der Bonushosfnungen eine Rolle spielten. Montane waren durch den Tendenzumschwung an der Brüsseler Cisenbörse angeregt, doch kam das Inter* esse des Publikums, beispielsweise bei Hoesch und Phönix, mehr in den Umsätzen als in den Kurs« besserungen zum Ausdruck. Tarifwerte waren aus den bekannten Gründen weiter beachtet und erholt. Eine Anregung hierfür bildete wohl auch die Dividendenerllärung der Stettiner Elektrizitätswerke in Höhe von 10 Prozent nach 8 Prozent im Vorjahre. Aber auch für Renten hielt die Saufneigung der Kundschaft an. Zum Teil lagen noch Aufträge vor, die gestern nicht mehr zur Ausführung kommen konnten, so daß man am Markte der Goldpfandbriefe mit Kurssteigerungen bis zu 2,50 v. H. rechnet. Auch Deutsche Anleihen waren sehr fest, die Alt- besitzanleihe gewann 1,40 v. S). Reichsschuldbuchsorderungen eröffneten zirka 0,75 v. H. über gestern. Jn- dustrieobligationen waren demgegenüber vernachlässigt, nur Reichsbahnvorzugsaktien setzten ihre Aufwärtsbewegung auf 98,50 d. f). fort. Im Verlaufe wurde es an diesem Markte etwas ruhiger, ebenso litten Aktien, nach dem sie zunächst weiter bis zu 1 v. 5). anziehen konnten, unter Gewinnmitnabmen zum Wochenschluß. Eine Ausnahme machten Goldschmidt, die ihre Aufwärtsbewegung um 2 v. H. fortsetzten. Schiffahrtsaktien lagen relativ gut gehalten. Die Sätze am Geldmarkt blieben zwar unverändert, doch war die Situation eher etwas leichter. Das Angebot in Privatdiskonten ist nur noch ganz gering, während die Nachfrage bei weitem überwiegt. Gießener Frühjahrs-Werbewoche Der Derkehrsoerein Gießen veranstaltet vom 26 März bis 2. April eine Frühjahrs- Werbewoche, tue durch ihre reichhaltige Aus- ftatlung für weite Bevölkerungskreise ein starker Anziehungspunkt werden dürste. Im Mittelpunkt der Veranstaltung werden eine Ausstellung „Stabt und Land" und der Frühjahrs- Pf er de markt stehen. Die Ausstellung wird in der Turnhalle am Oswaldsgarten hergerichtet und soll Erzeugnisse von Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft^ zur Schau bringen. In einet großen Anzahl von standen wird man tue Tätigkeit dieser Wirtschaftszweige an Hand ihrer Erzeugnisse beurteilen und sich dabei von der Güte der heimischen Produktion überzeugen können Die Ausstellung wird während der ganzen Dauer der Werbewoche täglich geöffnet fein, _ Am Mittwoch, 29. März, wird der Früh- iahrspferde markt das Hauptereignis für unsere Stadt bilden. Daneben werden aber auch reitsportliche Darbietungen der Reichswehr und der ländlichen Reitervereine, die bei freiem Eintritt geboten werden, einen Hauptanziehungspunkt dar- ftellen. , .. ... 3m Verlaufe der Werbewoche, die auch die Schau- und Warenmesse einschließt, durften Militärkonzerte der Gießener Reichswehrkapelle und Vergünstigungen beim Besuche des Stadttheaters, wie auch des Lichtspielhauses besondere Aufmerksamkeit der Besucher finden. Die Pferde markt-Lotterie, deren Lose jetzt schon starken Absatz haben, wird wiederum günstige Gewinnchancen bieten. Den Ausklang der Veranstaltungen werden am 2. April in der Ausstellung „Stadt und Land" ein Gewichtsraten bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen und die Lösung eines interessanten Preisrätsels bilden. Die in umfassender Weise vorbereitete Werbewoche wird also den weitesten Bevölkerungskreisen viel Interessantes bieten und sei deshalb der Beachtung aller Mitbürger in Stadt und Land angelegentlich empfohlen. Weiteres ist aus den heutigen Anzeigen des Verkehrsverein und der städtischen Pserdemarkt-Deputation ersichtlich. Die Landhilfe im Bezirk Hessen. WSN. Zur Durchführung der Landhilfe sind jetzt den Landesarbeits- und Arbeitsämtern Richtlinien Angegangen. Da der Erfolg der Landhilfe davon abhängt, daß die vorgesehene Hilfe den Betrieben rasch zuteil wird, sind'die Arbeitsämter beauftragt, für möglichst rasche Abwickelung des Verfahrens zu sorgen. Die Vorarbeiten sind im Benehmen mit den berufsständischen Organisationen sofort in Angriff zu nehmen. Die Landhilfe soll, wie den Richtlinien zu entnehmen ist, solchen Betrieben zugute kommen, die sich überwiegend auf die Mitarbeit von Familienangehörigen stützen. Die Förderung im Rahmen der Landhilfe letzt den Abschluß eines Arbeitsoer- । träges auf die Dauer von mindestens sechs Monaten voraus. Eine schlüsselmäßige Verteilung der für die Landhilfe zur Verfügung stehenden Mittel kommt nicht in Frage Immerhin Darf man nach amtlicher Ansicht damit rechnen, daß für Hessen und Hessen- Nassau, d. h. den Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen, einige Tausend Helfer zur Einstellung kommen werden. Oie Frist für ReichSznschüße zu Znstandsetzunqsarbeiien. WTB. Nach den Bestimmungen über die Reichszuschüsse für Instandfetzungs- unb Umbauarbeiten mußten die Arbeiten vor dem 1. April 1933 begonnen und spätestens am 1. Juli 1933 vollendet sein. Der Reichsarbeitsminister hat nunmehr die Fristen dahin geändert, daß die Arbeiten vor dem 1. Juni 1933 begonnen und spätestens am 1. September 1933 vollendet fein müssen. Auch weiterhin sind jedoch in erster Linse Anträge zu berücksichtigen, bei denen sofort ober Innerhalb kürzester Zeit mit den Arbeiten begonnen wird. Ausstellung des Fröbelfeminarö. 3n diesen Tagen tritt das Frobelseminar wieder mit einer Ausstellung an die Öffentlichkeit. Diese Tusst l ungen erfreuen sich steigender Be- lieocheit. Auch dieser Ausstellung, die gestern aufgebaut wurde, sieht man mit großem Interesse entgegen. Tatsächlich empfiehlt sich der Besuch dieser Schau, denn die vielseitige Ausbildung, die die jungen Mädchen im Fröbel- seminar genießen, bringt es mit sich, daß auch die Ausstellungen von großer Reichhaltigkeit sind. Mit besonderem Interesse begegnet man den Arbeiten des Werkunterrichts der zukünftigen Kindergärtnerinnen und der Kinderhortnerinnen. Cs ist immer wieder überraschend, was aus an sich völlig wertlosem Material von den jungen Damen dieser Kurse geschaffen wurde. Aus' Streichholzschachteln, aus R"l'en und Kistchen, aus Papier und Stofsabf. llen, aus Brettchen und Pappe wurde mit viel Geichick, mit Geduld, '* Platzmusik unserer Militärkapelle. Am morgigen Sonntag von 11 bis 12 Ahr wird von unserer Militärkapelle unter Leitung von Obermusikmeister K r a u h e Platz- musik auf der Südanlage ausgeführt. Dortrags- folge: 1. Leibgarde-Marsch (Parademarsch des 1. Gren.-Batl. Inf.-Rgts. 15) Landgraf Ludwig VIII. 2. Ouvertüre zur Oper „Der Waffenschmied" von Lorhing. 3. Einleitung zum 3. Akt, Tanz der Lehrbuben und Festwiese a. d. Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Wagner. 4. 2 Stücke aus Sigurd Iorsalsar, a) Rordlands- volk, b) Königslied von Grieg. 5. Was unsere Soldaten fingen! Potpourri von Hanernan. 6. Deutscher Zlaggenmarsch von Thiele. ** Besuchszeiten der Mufeen. Die,Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ** Der n ä ch st e Rindvieh- (Nutzoie h -) Markt findet am Dienstag, 21. März, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 22. März, statt. Auf die heutige Bekanntmachung sei aufmerksam gemacht. ** Die ft ä b t i f d) e n Tennisplätze an der Liebigshöhe und am Schützenhaus sollen für die Spielzeit 1933 vermietet werden. Näheres Darüber ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich. ** Die Technische Nothtlfe benötigt wt Durchführung ihrer zahlreichen Ausgaben, wie ganghaltung lebenswichtiger Betriebe im Falls eines Streikes, Kataftrophenabwehr und Organisation des zivilen Luftschutzes, eine nicht unerheblich« Zahl nationaler, gemeinnützig denkender und opferfreudiger Helfer. Der Werbung solcher Kräfte soll eine öffentliche Kundgebung dienen, welche die Ortsgruppe Gießen der Technischen Nothilfe nm kommenden Donnerstag, 23. Rtärz, 20.15 Uhr im großen Saal des Gießener Studentenheims, Seih- gesterner Weg 16, veranstaltet. Der Hauptredner des Abends, Volkswirt R. d. V. Schreiber- S t o l tz e von der Landesleitung Hessen der Technischen Nothilfe in Frankfurt a. M., wird sprechen über: „Die Technische Notbilfe, ihr Wollen und Wirken" (mit Lichtbildern). Anschließend spricht der Führer der Ortsgruppe Gießen, Herr Schuch arDt über: „Die Aufgaben der Technischen Nothllfe in Gießen". Bei der von allen Reichs-, Landes- und Kommunalbehörben anerkannten Bebeutung ber Technischen Nothilfe ist zu wünschen, baß Die Veranstaltung regem Interesse, auch von selten ber Gießener Bürgerschaft, begegnet. Der Besuch ber Veranstaltung ist kostenlos und jedermann zu empfehlen. Näheres wird am nächsten Dienstag im Anzeigenteil bekanntgegeben. Kaum, gelildetem Mädchen mit Bar- vermögen mrd gute WM inGeWMausam dem Lande Men. . TchM. Slig. Mit. 01665 a.dG.A;. Herr miltl. Ae, ernft., glaul. Christ, vermög., aiir., gute Ersch.,w.m.i.gläub. fyrl.D.25-$idnbr., oerm., ab. rimt abf. erf., dunkel,g.Ersch. betr.H4rat bek. zu wen. Brief m. Bild etuiinidit uM49a.dTb.Az. familien-Dtuksachen Vetiobungsaeeigen Vermählungsnzelgei Geburisanzeien bei BrtHilSWtfil mit etwas Farbe und Leim Spielzeug angefertigt, das sicherlich allen Kindern viel Freude bereite i würde So wurden aus Filzresten Tiere ge- ch it en, die d e Glieder bewegen können, Tiere wurden aus Holz gesägt und luftig bemalt. Käsige und Ställe aus Kistchen gefügt. Puppen- ft üben und Herrenzimmer wurden eingerichtet, Eisenbahnen, schier unverwüstlich, wurden angefertigt. Kasperletheater-Figuren geschasfen und eine Reuheit — Rollschisschen — in origineller Weise gebaut Diese Arbeit soll die zukünftigen Kindergärtnerinnen in die Lage versetzen, selbst Kinderspielzeug von gutem Geschmack anfertigen zu können. Die Entwürfe zu jedem Spielzeug mußten die Schülerinnen selbst verfertigen. Besonders beachtenswert sind die Arbeiten der fortgeschrittenen Schülerinnen. Leuchter, Schreibzeuge Brieföffner, Tintenlöscher, Ampeln, große Tischlampen, Buchständer usw. wurden aus Holz künstlerisch angefertigt; daneben hat man sich in glücklicher Weise mit der Herstellung von Briefmappen und Bucheinbänden beschäftigt. Mit ebenso großem Ernst wurde die Handarbeit gepflegt, die in dieser Ausstellung ebenfalls einen großen Raum einnimmt. Kinder- lleider, Jäckchen. Leibwäsche. Schlafanzüge. Pullover. Hosen. Spielschürzen. Mützen und noch viele andere Dinge sind zu sehen, lleberraschend ist die Sicherheit, mit der man bei den Handarbeiten naturgemäß unter dem leitenden Einfluß einer befähigten Lehrerin mit Farbe, Form und Material zu Werke gegangen ist. Richt weniger interessant ist die Ausstellung im Erdgeschoß, in der die Arbeiten der Kinderpflegerinnen und des Vorseminars (der, Haus- Haltungskurse) gezeigt werden. Auch dort wurden die Mädchen mit der Anfertigung von Spielzeug und mit praktischen Handarbeiten beschäs» tigt. In den Haushaltungskursen wurden den Mädchen wertvolle Kenntnisse in der Hausarbeit, insbesondere auch im Kochen, vermittelt. In appetitlicher Aufmachung stehen gedeckte Tische für Frühstück, für Mittagsbrot. Rachmittagskaffee und Abendbrot usw. zur Schau, während an den Wänden Kosten- und Rährwertberech- nungen Ausschluß geben. . Die Ausstellung in ihrer Gesamtheit vermittelt wieder ein übersichtliches Bild von der verantwortungsbewußten Arbeit, die im Fröbelseminar geleistet wird. Gießener Wochcnmarktpreise. G i e ß e n, 18. März. Es kosteten aus dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110. Landbutter 100, Kochbutter 80, Matte 20 bis 25 Ps. das Pfund. Käse 5 bis 10. Eier, inländische. 7 bis 8 Ps. das Stück, Wirsing, gelb, 10 bis 12, grün 20. Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10. Spinat 20 bis 25, Unter-Kohlrabi 6 bis 8. Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 100. Zwiebeln 10. Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3, Aepsel 20 bis 30, Dörrobst 35 bis 40. Obstmus 40 bis 45, Russe 40, Junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Ps. das Pfund, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 25 bis 30, Endivien 10 dis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück, Radieschen 20 Ps. das Bund; Kartoffeln 2,50 Mark per Zentner. Taten für Sonntag, 19. März. 1849: Großadmiral Alfred o. Tirpitz in Küstrin geboren; — 1873: der Komponist Max Reger zu Brand in Der Oberpfalz geboren, — 1930: Der englische Staatsmann ßorD Arthur Balfour in ßonDon gestorben. Frankfurt: Grundtendenz fest. F r a n t f u r t a. !DL, 18. März. (WTB. Drahtmel- Dung.) Wohl infolge Des frühen Börsenbeginns eröffnete Die Wochenschlußbörse zunächst mit kleinem Geschäft, Doch kann man Die GrunDtenDenz als weiter fest bezeichnen. WährenD am Rentenmarkt fast nur SauforDers Vorlagen, erfolgten am Aktienmarkt kleine Realisationen Der Kulisse, so Daß Diese anfangs wieDer ein uneinheitliches Bild bot, ohne Daß aber größere VeränDerungen eingetreten wären. Die Schwäche Der gestrigen Neuyorker Börse blieb fast ohne Einfluß. Dabei machte Der Bericht Des Instituts für Konjunkturforschung, nach Dem eine langsam sortschreitenDe Entspannung festzustellen sei, einen befrieDigenDen EinDruck. Die stärkere Erhöhung Der Eisenpreise an Der gestrigen Brüsseler Eisenbörse kam befonDers im Verlaufe einigen Montanpapieren zugute. Durch weiter feste Hattung zeichneten sich Schiffahrtsaktien, Die bis zu 1,50 v. H. anzogen, aus, nachDem bereits im gestrigen Wendbörsenverkehr auf Die MelDungen von Maßnahmen für Die Schiffahrt eine Aufwärtsbewegung eingetreten war. Fest lagen auch einige Spezialwerte, rote GolDschmiDt mit plus 3 v. H., Zement HetDelberg mit plus 2,50 v. H., sowie Reichsbank unD Schlickert mit plus je 1,50 v. H. Am Montanmarkt lagen Klöckner- werte mit plus 1,50 v.H. fest, währenD Die übrigen Montanroerte zunächst etwas schwächer einsetzten, um aber später allgemein Besserungen bis zu 1 v. H. verbuchen zu können. IG. gaben anfangs 0,90 v. H. nach, zogen aber Dann wieDer um 1 v. H. an. Auf Den übrigen Marktgebieten betrugen bie VeränDerungen etwa 1,50 bis 1 v. H. Am Rentenmarkt lagen Altbesitz mit plus 1,13 v. H. fest, späte ReichsschulDbuchsorDerungen tenDierten etwas ruhiger, unD Neubesitz bröckelten nach behaupteter Eröffnung etwa 0,40 v.H. ab. Ferner gingen StahlvereinbonDs um 1 v. H. zurück. Dagegen zogen Reichsbahnoorzugsaktien weitere 0,40 v. H. an. GolD- pfanDbriefe lagen erneut von 1 dis 2 v. H., ßiquiDa« tionspfanbbriefe von 1,50 bis 2 v. H. unD Kommunalobligationen 2 bis 3 v. H. fester. Auch Staatsrenten und StaDtanleihen sowie einige InDustrie- obliqationen blieben gesucht unD zogen meist von 1,50 bis 2 v. H. an. Im Verlaufe blieb Die TenDenz fest unD das Geschäft war lebhaft, besonders für Schiffahrts- und Montanroerte. bie 1 o. H. gewannen. Auch an ben übrigen Marktgebieten traten meist Steigerungen von 0 50 bis 1 v. H. ein. Don deutschen Anleihen lagen Altbesitz erneut 0,50 v. H. fester, roährenb Neubesitz eher offeriert waren. Tagesgeld war zu 3,50 v. H. unverändert. Berlin freundlich. Berlin, 18. März. (WTB. Funkspruch.) Zu Beginn der heutigen Wochenschluhbörse war trotz einer gewissen Geschäftseinengung und obwohl die Kurse gegen gestern abend nicht immer behauptet lagen, ein freundlicher Grundton unver- Schultagcn in einem damals mächtigen und ftofr zen Deutschen Reich ins Gedächtnis zurückzurufen. Qtad) herzlichen Worten des Dankes gelobten bie alten Abiturienten — wenn es ihnen vergönnt sei —. in 4 Jahren an der Hundertjahrseier bet Schule teilzunehmen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen hatten die Iubilare Gelegenheit, mil dem heutigen Direktor ber Schule noch weiters herrliche Erinnerungen aus ber Jugendzeit auszutauschen. Eine wohlgelungene Bildaufncchme des Photographen Zimmer, Gießen, konnte jeder Teilnehmer am Rachmittag zur bleibenden Erinnerung an die schön verlaufene Wiedersehens« feier mitnehmen. v g. «f ’/o e, jt S u d w c st f u n k. Der Südwestsunk teilt mit, daß das Programm am Mittwoch, 22. März, 21.45 U b r, dahingehend geändert wird, daß von 21.45 bis 22.30 Llhr eine Kundgebung „Die geistige Revolution", die von der RSDAP. und dem Kampsbund für Deutsche Kultur gemeinsam auf dem Römerberg durchgesührt wird, vom Südwestfunk übertragen wird. Cs sprechen: Der kommissarische Oberbürgermeister Dr. Krebs, Frankfurt a. 1, der Gau-Propaganda-Leiter der RSDAP., Müller-Scheid, Frankfurt a. M., Pros. K r i e ck , Frankfurt a. M. ** Wiedersehensseier alter Gießener Realgymnasiasten. Man berichtet uns. Die Abiturienten des Realgymnasiums Gießen von 1893, die vor 40 Jahren am 10. März 1893 die mündliche Reifeprüfung abgelegt hatten, trafen sich am Samstag, 11. März d. 3., zu einer zwanglosen Wiedersehensseier in Gießen. Bon Den damaligen 11 Abiturienten waren 7 erschienen, zwei waren krankheitshalber bzw. beruflich verhindert, zwei sind inzwischen gestorben. Rach- bem die alten Abiturienten die Schulpause um 11.30 Uhr mit den heutigen Schülern des Realgymnasiums zugebracht hatten, wurden sie von dem gegenwärtigen Direktor der Schule, Ober- Studiendirektor Angelberger, in seinem Amtszimmer empfangen und mit einer herzlichen Ansprache als 81. Semester begrüßt. Der Direktor sprach zunächst seinen Dank für den Schulbesuch aus, gedachte dann weiter der Verstorbenen und wies schließlich auf den Stolz der Schule hin, die deutsche Männer hervorgebracht habe, die seit Jahren im öffentlichen Leben an leitender und verantwortungsvoller Stelle stehen. Rach einem kurzen Lieberblick über die Entwickelung der Schule in den letzten 40 Jahren verstand es der liebenswürdige und aufmerksame Direktor, in überaus sinniger und humorvoller Weise seinen Gästen beim Rundgang durch die Schulräume in Wort und Bild alte schöne Erinnerungen aus den IQQOr — abweiij -hL-L-E-L verbrauch (ca. 0,0 1 uui iAhre5steuer nur RH 76.-n ^««wöhnüth grober Radsfand von 2.60 ml Jahressfeuer Ä erfahren, beabsichtigt Die Stadtverwaltung als satz für den vom früheren Stadtrat May Stadtwappen eingeführten Adler neues Stadtwappen zu schaffen. Zur Erlangung geeigneter Vorlagen soll ein Wettbewerb unter Der Frankfurter Künstlerschaft ausgeschrieben Stadltitater GleÖO im°d w ÄS' -«L DO*); o) ienflpfo l&fe9 /erene Turnvirein von 1146 Termin BÄ sää Alle Festtemebmer tauch MmüM- öer) rooüer ndibtf 95 4. bei.Nechner q Schneuer, Iu hen und 'M« ■ MM Sonntag. 9. März Waldivazkrgaug- I w Im hl w Buntes Allerlei. Wo noch der Theresien-Taler gilt. In Arabien herrscht gegenwärtig ein großer Wirrwarr in Geldsachen. Obwohl vor einiger Zeit eine neue Münze, der Dinar, eingeführt wurde, dessen Wert etwa dem eines Pfund Sterling entspricht, können sich die Wüstenstämme des Irak an diese neue Währung noch nicht gewöhnen. Die Rupie bleibt daher weiter in Umlauf, während Ne in abgelegenen Gegenden wohnenden Stämme noch immer türkische Münzen in Gold und Silber benutzen, die sie seit der Zeit vor 1914 haben, alö das türkische Geld durch die Rupie erseht wurde. Der einzig ruhende Pol in der Flucht dieser verschiedenen Geldsorten ist aber auch weiterhin der Maria-Theresien-Taler, der seit fast 150 Jahren sich im Orient in Geltung erhalten hat. Dieses altösterreichische Geld, das noch immer das Bild der Kaiserin Maria Theresia und die Jahreszahl 1780 trägt, wird nach wie vor in Oesterreich hergestellt, obwohl die Dynastie, deren Macht es einst verkörperte, nicht mehr besteht. Der Maria-Theresien-Taler, von dem 82 Stück so viel wert sind wie 100 Rupien, ist in Arabien, Abessinien und Ost-Afrika in ilnuauf und wird überall besonders gern genommen. Sein schweres Gewicht und sein bekannter Silbergehalt flößen diesen Völkern Vertrauen ein, die durch so häufigen Wechsel Mißtrauen gegen alle neuen Münzen und Roten gefaßt haben. Billige Löwen. Wenn Sie vielleicht das Bedürfnis empfinden, sich einen guten ausgewachsenen Löwen zuzulegen, so brauchen Sie heutzutage gar nicht mehr viel zu zahlen. Cr ist schon für etwa 600 MV. erhältlich. Will man sich allerdings an dem Besitz eines schwarzmähnigcn Löwen erfreuen, dann muh man mindestens das Doppelte anlegen. Früher mußte man bei einem Löwenkauf viel tiefer in den Deutel greifen. Der König der Tiere kostete pro Stück 3000 Mk. und mehr, aber seitdem mm gelernt hat, Löwen in der Gefangenschaft zu züchten, und sich infolgedessen sssdie gefährlichen und kostspieligen Löwenjagden in den Wildnissen seiner Heimat erübrigen, ist eine große Baihe auf dem Löwenmarkt eingetreten. In einer englischen Zeitschrift, die sich mit den Schwankungen der Preise für exotische Tiere beschäftigt, wird hervorgehoben, daß der in England sehr beliebte „Liebesvogcl", dem man die Gabe zuspricht, die Zukunft voraus- zusagen, früher der Gegenstand starker Spekulationen war. Die blaue Art dieser Dogelgattung, die außerordentlich selten war, erzielte Preise bis zu 2000 Mk. für das Pärchen, während von der gewöhnlichen grünen und gelben Art ein Paar schon für 30 bis 40 Mk. zu haben war. Run ist es aber nach langen Anstrengungen geglückt, die blauen „Liebesvögel" in größerer Anzahl zu züchten, so daß ein Pärchen nur noch etwa 20 Mk. kostet, während die gewöhnlicheren Arten schon für ein paar Mark zu haben sind. Die höchsten Preise unter den Vögeln erzielen der Königspinguin, der pro Stück mit etwa 1000 Mk. bewertet wird, und der Paradiesvogel, der in schönen Exemplaren 600 Mk. und mehr abwirft. Wie überall wirkt die Seltenheit preissteigernd. Ein amerikanischer Bison, der heute schon wieder ein ziemlich häufiges Tier ist, kann für 900 Mk. erstanden werden, aber fein europäischer Detter, der sich nur noch in wenigen Vertretern erhalten hat, wird mit Phantasie- Preisen von 7000 Ml. und mehr bezahlt. Elefanten haben sich auf dem Markt der Tiere weit besser gehalten als Löwen. Der Elcfantenpreis beträgt gegen 9000 Mk. Schwierig ist es, den Gesamtwert des Inhalts eines Zoologischen Gartens zu bestimmen, da die Preise für seine einzelnen Insassen beständig schwanken. Der Wert säm.lich r Tiere des Londoner Zoos wurde im letzten Jahr auf 1,5 Millionen Mark angegeben. Das ist aber eine sehr vorsichtige Schätzung, und bei einem Ausverkauf würde wahrscheinlich bedeutend mehr erzielt werden. Oberbeffen. Landkreis Gicken. T Harbach, 17. Mörz. Lehrer Wilhelm F a -> der, der fast ein Jahrzehnt an der hiesigen einklassigen Volksschule wirkte, wurde zum Lehrer an die Volksschule zu Allendorf a. d. Lahn berufen. Man sieht den in unserer Einwohnerschaft beliebten Lehrer nur ungern scheiden. ♦ ßi d), 17. März. Durch Verfügung des Ministers des Innern ist die vor einigen Tagen erfolgte Beurlaubung des Gendarmeriemeisters Schalter aufgehoben worden. Gleichzeitig wurde er in gleicher Diensteigenschaft als Stationsführer nach O st h o f e n (Rheinhessen) mit sofortiger Wirkung versetzt. Zuchwiehversteigerung in Buhbach. Der Landwirtschaftskammer--Ausschuß für Oberhessen veranstaltete gelegentlich des Faselmarktes in Butzbach seine diesjährige erste Zuchtvieh- v e r st e i a e r u n g , auf der zum erstenmal nur Leistungsbullen zur Versteigerung zugelassen waren. Von den 17 aufgetriebenen Bullen konnten 12 Bullen zu einem Durchschnittspreise von 403 Mark Kaufliebhaber finden. Den höchsten Preis mit 530 Mark erbrachten zwei Bullen, und zwar Kat.-Rr. 9 von Friedrich Mack Wwe., Rieder-Weisel, und Kat.-Rr. 14 von Rikol. Kel - l e r in Angersbach. Käufer dieser Bullen waren die Gemeinden Ostbeim und Mittel-Gründau. Den nächst höheren Preis mit 460 Mark erzielte Fr. Seim in Zeilbach für Bullen Kat.-Rr. 13, dieser Bulle wurde von der Gemeinde Maibach erworben. Weiter erzielten noch Preise über 400 Mark Phil. Bärfch, Heuchelheim, für Kat.-Rr. 12 und Heinr. Bopp, Griedel, für Kat.-Rr. 8. Der Versteigerung ging eine Prämiierung der Bullen voraus, die folgendes Ergebnis hatte: In der Abt. Bullen über 15 Monate erhielten 1. Preise: Kat.-Rr. 9, Friedr. Mack Wwe., Rieder-Weisel, und Kat.-Rr. 8, Heinrich Bopp, Griedel: 2. Preise: Kat.-Rr. 13, Friedr. Seim, Zeilbach, und Kat.-Rr. 3, Ernst Schmidt, Fauerbach v. d. H.: 3. Preise: Kat.-Rr. 1, Heinr. Köhler III, Langsdorf, Kat.-Rr. 7, Friedrich Kalbfleisch, Schwarz, und Kat.-Rr. 10, Julius Weiß, Rieder- Gemünden. Von den Bullen bis zu 15 Monate erhielten einen 1. Preis Kat.-Rr. 14, Rikolaus Keller, Angersbach: 2. Preise: Kat.-Rr. 19 < Ernst Dender, Griedel, und Kat.-Rr. 12, Phil. Därfch, Heuchecheim: 3. Preise: Kat.-Rr. 15, Wilh. Wör- ner, Ostheim, und Kat.-Rr. 17, Wilhelm Dingel in Grüningen. Von den zur Versteigerung gebrachten 16 Edelschwein- und 11 Landschweinebern fanden 3 Edel- schweineber und 4 Landschweineber bei der Versteigerung Abnehmer. G. A.-Gport. Spielvereinigung 1900 Gießen. Die 1. Jugend empfängt die 1. Jugend von VfB. Kurhessen und hat damit wohl ihren schwersten Gegner vor sich. Die 2. Jugend hat einen Kampf gegen. „Teutonia" Watzenborn-Steinbergs 1. Jugend zu bestreiten. Die 1. Schülerelf spielt gegen die Schüler von Wetzlar. Handball her Soldaten. Sportfreunde Siegen — 2. Kompanie 15. Jns.-Regts. Die 2. Kompanie (Batl.-Meister) empfängt am morgigen Sonntag auf dem VsB.-Platz den mehrmaligen westdeutschen Meister, Sportfreunde Sieben, zum Freundschaftsspiel. Der Gegner verfügt über eine technisch hochstehende Elf, die in den letzten Jahren dem deutschen Meister im Endspiel nur knapp unterlag. Der Sturm ist als besonders durchschlagskräftig bekannt. Der Batailons-Meister tritt am Sonntag in stärkster Aufstellung an. Handball der Sp.-Vg. 1900 Morgen weilen die beiden aktiven Mannschaften der Spielvereinigung 1900 auswärts. Die 1. Elf ist beim Turnverein Alsfeld (DT.) zu Gast, die 2. Elf tritt in Allendorf (Lumda) gegen die gleiche Mannschaft des dortigen Turnvereins (ADT.l an. In beiden Treffen sind die 1900er vor eine nicht leichte Aufgabe gestellt. Der Turnverein Alsfeld verfügt schon seit Jahren über eine spielstarke Elf, die den Soiel- vcreinigungsleuten stark zusetzen dürste. Bei der 2. Mannschaft wird viel davon abhängig fein, ob ein wurskrästiger Sturm gestellt werden kann. Handball im Gau Hessen (O.T.) Gedern l — To. Großen-Linden I. Im ersten Entscheidungsspiel um den Gaube st en der A-Klasse stehen sich beide Mannschaften in Gedern gegenüber. Da dies die erste Begegnung zwischen beiden Mannschaften ist, ist eine Borhersage nicht möglich. Von den Grohen-Lindenern, die voraussichtlich in folgender Ausstellung spielen: Krahl: Faber 1.; Stern: Euler II., Fach, Weiß: Mehl, Stengel, Volk, Euler 1., Faber II. erwartet man, daß sie ihren Bezirk würdig vertreten. Arbeiter-Turm und Sportbund. Am Sonntag hat Gießen I die 1. Mannschaft von Großen-Bufeck auf dem Trieb im Freundschaftsspiel zum Gegner. Bei der letzten Begegnung konnten die Gäste überraschender Sieger werden. Das kommende Spiel dürfte ein interessantes Treffen geben, bei dem die Platzbesitzer Sieger werden sollten. Vorher: Gießen II — Großen-Bufeck II. Auch in diesem Spiel sollten die Platzbesitzer Sieger werden. In Wieseck treten Wieseck I und Marburg I zum Freundschaftsspiel an, das die Platzbesitzer wohl für sich entscheiden dürften. Heuchelheim II ist in Hausen zu Gast und sollte gegen die dortige 1. Elf einen leichten Sieg erringen. Vorher: Heuchelheim Jugend geaen Lollar Jugend. Annerod I hat Allendorf I im Freundschaftsspiel zum Gegner und wird den technisch besseren Gästen wohl den Sieg überlassen müssen. Wetzlar I ist in Naunheim zu Gast. Wetzlar II tritt gegen Blasbach I an. Londorf I hat Kinzenbach I zum Gegner. Man erwartet ein scharfes Treffen. Für die Handballer des Bezirkes findet am Sonntag eine Lehrstunde in Wieseck statt, dem sich ein Blitzturnier anschließt, an dem die 1. Mannschaften von Gießen, Butzbach, Gambach, Holzheim. Krofdorf und Wieseck beteiligt sind. Wettervoraussage Mit dem Weiterzu,y der Störung nach Skandinavien zu kommen mir in den Bereich ihrer Rückseite. Kühlere Ozeanluft fließt von den britischen Inseln nach dem Festlande und gestaltet unser Wetter zunächst noch veränderlich. Reben wechselhafter Bewölkung wird aber auch zeitweise Aufheiterung einsetzen. Vereinzelt sind noch Regenschauer zu erwarten. Die Temperaturen werden im allgemeinen einen geringen Rückgang erfahren. Aussichten für Sonntag: Wechselnd bewölkt mit Aufheiteruna, etwas, kühler, vereinzelte Regenschauer, westliche Winde. Aussichtenfür Montag: Etwas ruhigeres, aber noch kein beständiges Wetter. Lufttemperaturen am 17. März: mittags 16 4 Grad Celsius, abends 9,2 Grad; am 18. März: morgens 7 Grad. Maximum 16,5 Grad, Minimum 6,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. März: abends 9,8 Grad: am 18. März: morgens 6,5 Grad Celsius. — Niederschläge 0,2 mm. — Sonnenscheindauer 4 Stunden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 19. März. Okuli. Siadlkirche. 9.30 Uhr: Professor D. Cordier; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Psr. Becker; 18: Psr. Mahr. — Johanneskirche. 9.30: Psr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld: 18: Pfr. Bechtolsheimer; 20: Bibel- befprechung: Pfr. Lenz. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Lu- thergemeinde; Pfr. Lenz. — Petruskapelle. 9 45: Pfarrassistent Knell. — Gemeindesaal (Liebigstraße Nr. 56). 14: Taubstummengottesdienst; Beichte und hl. Abendmahl: Pfr. Bechtolsheimer. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst; hl. Abendmahl für die männliche Jugend: 11: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 13: Hauptgottesdienst: Psarrassistent Knell (Gießen); Kindergottesdienst fällt aus. — Wieseck. 9.45: Haupt- gottesdienst mit Einführung der neugewählten Kirchenvorsteher: Chorschule; 11: Kinderkirche; 19.30: Passionsandacht. — Alken-Vuseck. 10: Gottesdienst. — Trohe. 13: Gottesdienst. — Großen-Bufeck. 10.30: Gottesdienst. — Oppenrod. 13: Gottesdienst. — katholische Gemeinden. Samstag, den 18. März. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 19. März. 3. Fastensonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11. Meße mit Predigt; 17.30: Sakramentalische Bruderschaftsandacht. Dienstag, den 21. März. Gießen. 18.30 Uhr: Fastenandacht. Freitag, den 24. März. Gießen. 20.15 Uhr: Fastenpredigt. Sonntagsdienst d.Aerzteu.Avotbekenam 19.3.33. S.-R.Or.Schlievbake. in W.Klein. Peukanavoth. 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Gießen, den 18. März 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Hamm. Fr. Linker & Sohn 1912d Gießen Ludwlgsbaße 16 Frühjahrs - Pferdemarkt zu Gießen. Am Mittwoch, den 29. Mär, 1933, vor- mittags von 7% Uhr ab findet auf den fföbtijdjen Marktanlagen an der Rodheimer Straße Pferdemarkt statt. Mit dein Pferdemarkt ist eine Prämiierung des besten Pferdematerials verbunden, wofür 1800 RM. zur Verfügung flehen. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Rentner August Schwan in Gießen erhältlich. Die Prämienverteilung erfolgt nach Beendigung der Prämiierung. Die Ziehung der Pferdemarkt-Lotterie mit wertvollen lebenden Gewinnen sowie Einrichtunas- und Gebrauchsgegenständen aller Art findet am 30. März 1933 statt. Rach Beendigung des Pferdemarkles (gegen 12 Uhr) veranstaltet der Verkehrsverein Gießen auf den Miefen hinter dem Schlachthof reiterliche Veranstaltungen, Jagdspringen, Sattelrennen usw., ausgeführt von der Reichswehr und den Relter- vereinen des oberhessifchen Provinzlalver- bandes. Zugang für jedermann, Eintritt frei. Programme zu haben bei Rittmeister a- D. Freiherr Roeder von Diersburg, Londorf (Oberh.) und Herrn August Schwan, Gießen, wilhelmsiraße 41. 1859D von 11—1 Uhr Konzert. Gießen, den 10. März 1933. Die städtische Pferdemarkt-Deputatlon. Bekanntmachung. Die sämtlichen Brcnnholzversteigcrungen der Stadt Gießen wurden genehmigt. Die Absuhrscheine sind bis spätestens 31. März 1933 in Empfang zu nehmen. 1892C Gießen, den 18. März 1933 Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Selb. ...........m I Zum Aufwaschen, Spülen, Reinigen für Geschirr und alles Hausgerät! Hergest. llt in den Persilwerken. Tennisplätze. Die städtischen Tennisplätze (Liebigshöhe und am Schützenhaus) werden für die Spielzeit 1933 vermietet. Anmeldungen ßnd unter An-chbe der gewünschten Tage und Zeiten im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 10, einzureichen. 1867C Die vorjährigen Mieter erhalten tunlichst ihre alten Plätze wieder zugeteilt, falls sie bis zum 25. März 1933 entsprechenden An- traa stellen. Gießen, den 18. März 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. S e i b. Zogd-Verpachiung^ Samstag, den 25. Mär, d. 3., nachmll- iags 3 Uhr, soll bei der Bürgermeisterei, öa^‘erA?ic Gemeindejagd Odenhausen, zirka 1600 Morgen Feld und Wald, unter den bei der Versteigerung befanntgegebenen Bedingungen auf sechs Jahre an den Meistbietenden verpachtet werden. 1725D Odenhaufen, den 10. März 1933. Hessische Bürgermeisterei Odenhausen. Nachtigall. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abteilung A wurde eingetragen: Am 1. Februar 1933 bei der Firma Hirschapothete Fritz Bauer in Gießen: Geschäft nebst Firma ist auf Dr. Hans Mettenheimer, Ehefrau Ilse, gebgrene Bauer, in Gießen und Fabrikant Horst Bauer in Hainichen (Sachsen) übergegangen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 15. April 1932 begonnen. Die Zeichnung der Firma erfolgt von den Inhabern nur gemeinsam. Der Fritz Bauer Witwe Emmi, geb. Gerste, zu Gießen, ist Prokura erteilt. Am 23. Jebruar 1933 bei der Firma Robert Hecker in Gießen: Die Prokura der Otto Wenzel Ehefrau Christine, geborene Hecker, ist erloschen. Am 9. März 1933 bei der Firma Valentin Frey & Co. in Gießen: Kaufmann Valentin Frei) sen. in Gießen ist aus der offenen Handelsgesellschaft mit Wirkung vom 1. Januar 1933 ausgeschieden und diese erloschen. Kaufmann Gustav Frey in Gießen führt das Geschäft unter lieber» nähme der Aktiven und Passiven unter der seitherigen Firma als Einzelkaufmann weiter. 1869D Gießen, den 15. März 1933. __________Hessisches Amtsgericht.__________ Beschluß in dem Vergleichsverfahren über das vermögen des Moritz Katz, alleinigen Inhabers der Jirma Moritz K a h in Gießen. 1. Der in dem Vergleichstermin vom 8. März 1933 angenommene Vergleich wird hierdurch bestätigt. 1868D 2. Infolge der Bestätigung des Der- Wannen werden billigst aus- neführt. Reitende u. Geschäftsfahrten je nach Bereinbarung. K. Lorenz, Tel. 2375. 01717 Prospekte liefert Brühl, Gießen M........ | Quafitati 71 utzholzversteigerung. Mittwoch, den 22. März 1933, nachmtt- lags 1 Uhr, soll im Gemeindewald £ang- Göns, Distrikt Heide, nachfolgendes Ho'z versteigert werden: 1882D N, N, N, N, N, N, A, 30 22 16 5 2 1 1 11,85 10,07 11,58 4,75 1,81 0,84 1,47 1,11 Im 3,58 „ 1,97 „ 5,21 „ 4,58 „ 4,98 fm 2b- 3a. 3b- 4a- 4b- 5. 4a» Lärchen-Abschnitte. 3b-Klasse, N, 3 Stuck = 2,16 km Zusammenkunft nachmittags 1 Uhr an der Straße Lang-Göns—Holzheim. KieferN'Abschnitte. 2a-Klasse, N, 16 Stück = Lichen-Abschnitte. 2. Klasse, N, 2 Stück = 0,91 fm kiefern-Langholz. 2a°Klasse, N 3 Stück = 2b» „ ?< 6 „ - 3a- „ N, 2 „ = 3b- „ N, 4 „ = 4a. „ N, 3 „ = Donnerstag, den 23. März 1933, oormit- lags 9 Uhr, soll im Gemeindewald Laug- Göns, Distrikt Wehrholz, nachfolgendes Nutzholz versteigert werden: Lichen-Abschnitte 1. und 2. Klasse (Garten. Pfosten und Wagnerholz) 116 Stück. Eichen-Slämme. 3. Klasse 21 Stück = 11,47 fm 4- „ 3 „ = 2,50 „ Fichken-S kämme. la= und lb°Klasse 180 Stück = 42,91 fm 2a- „ 33 „ = 18,83 „ 2b- „ 20 „ - 15,96 „ 3a- „ 4 „ - 3,71 „ 3b» „ 3 „ = 3,67 „ Fichken-Derbslangen 1. bis 3. Kl. 150 Stück Fichlen-Relsskangcn 4. bis 6. Kl. 500 Stück Lichen-Derbstangen 2. bis 3. Kl. 12 Stück. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr an der Straße, nach Niederkleen. Lang-Göns, den 17. März 1933. Hessische Bürgermeisterei. R 0 rn p f. Brennholzverkauf. Staafsobcrförfferci Krofdorf. Freilag, den 24. Mär, d. 3., ab 9 Uhr, bei Gastwirt Moos zu Krofdorf. Försterei Krofdorf, Distrikt 22b, 22a 19, Sarnrnelhieb H. N. 3b, 6, 14b, 17b 18c, 21c, 21d und Sarnrnelhieb V. N'.- Ei-'Scheit = 347 rm, -Knüppel = 313 rrn, Reis. III - 408 rm. " 206 rm- -Knüppel = 207 rm, Reis. III = 1758 nn. Erl.-Scheit - 18 rm, -Knüppel - 4 rm. tyl’todjeit = 82 rm, -Knüppel = 50 rm, Stangenreif. - 409 rm. Försterei Waldhaus, Distrikt 52b, 31b, 52a, 28a und Sarnrnelhieb: I8n r cheit 143 rm, -Knüppel = 9 rm, Reil. III - 180 rm. 1887D Fi.-Scheit - 47 rm, -Knüppel = 45 rm. Giefeener Frühjahrs-Stone 26 Frühjahrs-Werbewodie Sonntag Sonntag vom 26. März bis 2. April 1933 Stoffspezialhaus beachte die Plakate 1891 D 189' A Verkehrsverein Giefaen e. V. Bilanz am 31.Dezember1932 Passiva Aktiva RM. Heuchelhelm, im März 1933 01689 LICHTSPIELHAUS GIESSEN 1932 traten Die Genossenschaft batte am Jahresschluß 1398 Mitglieder. Im Jahre Gießen, den 18. März 1933 Handels- und Gewerbebank e.G.m.b.H Mattem Arnold Porzellanhaus iöö, A Löwer & Beckstein 10-15 °i O Rabatt Beginn neuer Lehrgänge: Oxtern 1933. i»ieD Günstige Gelegenheit zum Ostereinkauf iS >70 1860 V KYffHXUSER TECHNIKUM BAD FttANKWUUSQI Lose Lose R M R M Bis zum 3. April einschließl. geben wir auf alle Waren bei Barzahlung Maschinenbau Elektrotechnik Flugzeugbau Automobllbeu Keramik Chemotechnik Betriebslech nlk Von März Q 46 Mitglieder ein. Durch Tod, Kündigung und Ausschluß schieden 105 Mitglieder aus. 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