ttr.42 Svüvaussabe 185. Jahrgang Samstag, 18. Februar 1955 Erlchrini täglld), nutzet Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Jlluftrierle (Bießtner Familienblätter Heimat mBild DieScholle monatsBejugspreis: Mit 4 Beilagen WM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse anttT Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach« richten Anzeiger Sieben. poslschecllonlo: Franlftirl am Main 11686. MetzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dn?d nnö Verlag: vrühl'fche UniversttSlr-Vuch. und Steinbruderei H Lange in Gießen. 5christlettung und Seschästrftelle: Zchulitraße 7. Annahme von Anzeige.» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« blameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“ , mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. Probleme der deutschen Wirtschastspolitik. Das neue Stillhalteabkommen. Ermäßigung der Zinssätze. Berlin, 17. Febr. (WTD.) Die Stillhalte- konferenz hat ihre Arbeiten beendet. Das am 28. Februar d. 3. ablaufende Stillhalteabkommen wird durch ein am 1. März 1933 in Kraft tretendes und bis zum 28. Februar 1934 laufendes neues Abkommen erseht. Bon diesem neuen Abkommen werden die dem bisherigen unterstellt gewesenen Kredite von etwa vier Milliarden Mark sowie ein weiterer Betrag von etwa 31 Millionen Mark besonderer Stillhaltekredite ersaht. Die deutschen Wünsche in der Zinsenfrage konnten erst nach langwierigen Derhandlungen durchgeseht werden. Die Sähe für Leihgelder und Kassavorschüsse an deutsche Banken sowie an deutsch« Handels- und Industrieschuldner werden durchweg u m 0,25 Prozent, nämlich von 5 auf 4,75 Prozent bzw. von 6 aus 5,75 Prozent gesenkt und die Höchstsätze für Trattenkredite um 0,5 Prozent bis 0,63 Prozent ermäßigt. Der Kürzung der Kreditlinien um 5 Prozent (das letztemal um 10 Proz.), die im wesentlichen durch Streichung unbenutzter Kredite erfolgt, steht eine Empfehlung der ausländischen Gläubigerausschüsse an ihre Mitglieder gegenüber, in gleichem Ausmaß neue Kredite für deutsche Ein- und Ausfuhrfinanzierung außerhalb der Stillhaltung zu gewähren. Dadurch ist dafür Sorge getragen, daß einer Belebung der deutschen Wirtschaft nicht durch Fehlen der internationalen Kredite besondere Hindernisse in den Weg gelegt werden. Dem Gläubiger wird gestattet, einen Teil seiner Kredite in Reichsmark unter Entlassung des Schuldners aus der Balutaverpflichtung abzurufen, und zwar innerhalb bestimmter Prozentsätze. OteAnspoliiik derReichsbank Dr. Luther gegen künstliche Eingriffe. F r a n k f u r t a. M., 17. Febr. (WTD., Bei Der Einweihung des neuen Reichsbankgebäudes in Frankfurt a. M. machte Reichsbankpräsident Dr. Luther Ausführungen über Zinspolitik und Währung. Er erklärte u. a.: Aus dem allgemeinen volkswirtschaftlichen Wunsch, daß sich alle der deutschen Wirtschaft zu gewährenden Kredite a l s wirtschaftlich zweckmäßig erweisen mögen, hebe sich als besonders dringender Gegenwartswunsch das Verlangen hervor, diese Kredite so billig wie nur irgend möglich zu gestalten. Grundfalsch wäre es, dabei an künstliche Eingriffe in die Zinsbildung und in die Zinsvereinbarungen zwischen Schuldnern und Gläubigem zu denken. Aber vernünftig sei alles Wünschen, das sich auf eine organische, in sich wirtschaftlich begründete Senkung des Zinsen-Pegels beziehe. Die Bereitwilligkeit zur Hergabe von möglichst billigen Krediten sei bei der Reichsbank auch heute vorhanden. Mit einem Diskontsatz von vier Prozent sei jetzt wieder der Stand vom Sommer 1930 erreicht, und die Reichsbank werde alles Mögliche tun, um den Diskontsatz soniedrig wiemög- l i ch zu halten. Das Erwachen eines neuen Kreditlebens in Deutschland werde wesentlich von der Wiederherstellung einer die Rationalwirtschaften in vernünftiger Weise ergänzenden Weltwirtschaft abhängen, so daß die niedrigen Geldsätze und Kapitalmarktsähe eines großen Teiles des Auslandes auch für die deutsche Wirtschaft nutzbar gemacht werden könnten. Das bedeute kein Verlangen nach einer Bermehrung der Auslandskredite. Für die Entstehung und Dauerhaftigkeit billiger Zinssätze in Deutschland seien Rechtssicherheit und Kapitalbildung die wichtigsten Voraussetzungen. Die Unabhän- gigkeit der Währung und ihrer Berwal- tung von politischen Entscheidungen müsse gewährleistet fein. Die Aussichten für eine Oiskontsenkung. Berlin, 17. Febr. (CNB.) Durch den Abschluß der Stillhalteoerhandlungen mit dem Erfolge, daß die Stillhaltezinsen im Durchschnitt um 0,50 o. $)., allerdings mit Wirkung ab 31. März, ermäßigt werden, isteinederwesentlichstenGründe gegen eine erneute Diskontsenkung gefallen. Die Gefahr einer Umlagerung von Baluta- in Markkrcdite in größerem Umfange und damit die Möglichkeit einer Gefährdung der Devisenbilanz besteht jetzt im Falle einer Diskontsenkung nicht mehr. Da der Status der Reichsbank auch weiterhin eine günstige Entlastung zeigt, andererseits die Verfassung des Gcldmartte^ als leicht bezeichnet werden kann, so hält man in unterrichteten Kreisen d i e Frage einer Diskontsenkung um 0,50 a u f 3,5 v. ch. für akut. Das Reichsbankdirektorium hat sich allerdings mit der Diskontfrage noch nicht be- fchäftigt, man erwartet dies aber nach Vorliegen des nächsten Reichsbankausweises. Der Reichsverband der Deutschen Industrie zur Lage. Derlin, 17. Febr. (WTD.) Präsidium und Borstand des De'.chsverbandes der Deutschen Industrie traten zu einer (Beratung der politischen und wirtschaftspolitischen Lage zusammen. Das Präsidium vertrat einmütig die Auffassung, daß die Stellungnahme der Industrie auch gegenüber der neuen Regierung von ihren wirtschaftspolitischen Maßnahmen abhängig bleiben müsse. 'Für die Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse ist es nach Auffassung des Reichsverbandes der Deutschen Industrie von ausschlaggebender Bedeutung, daß Störungen der inneren Ruhe und des sozialen Friedens vermieden werden, Damit die vorhandenen Möglichkeiten einer organischen Gesundung, die für die Gesamtheit des deutschen Bolkes lebenswichtig ist, nicht vernichtet werden. Dazu müssen Unternehmer und Arbeiter im Interesse der Allgemeinheit bc tragen. Für Staat und Wirtschaft bleibt es wichtig, daß das deutsche Berufsbeamtentum in seiner Grundlage unangetastet erhalten wird. Verstärkte pflege des Getreidemarktes. Berlin, 17. Febr. (WTD. Funkspruch.) Das Reichskabinett hat neue Vorschläge des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. H u g e n b e r g , für die Pflege des Getreidemarktes angenommen. Danach sollen vor allem neue zusätzliche Absatzmöglichkeit en für Getreide erschlossen werden, während andererseits ausländisches Getreide jeder Art — abgesehen von Austauschgetreide — vom Markt ferngehalten werden wird. Hiernach wird, mögen auch im ganzen beträchtliche Getreidemengen vom Reich aüfgenommen werden, in der öffentlichen Hand Getreide nur im Rahmen einer von jedem Standpunkt aus vertretbaren nationalen Reserve magaziniert bleiben. Die verstärkte Preispflege des Getreidemarktes wird sich nicht, wie bisher, nur auf Weizen und Roggen, sondern auch auf Hafer erstrecken. 3m einzelnen handelt es sich besonders um Maßnahmen zur Förderung der Derfütterung von Roggen in Verbindung mit Kartoffelflocken bei der Schweine- m a st und von eofiniertem Weizen anHüh - ner. Zur Förderung der Ausfuhr von Müllereierzeugnissen aus Weizen und Roggen wird das Ausfuhrscheinsystem wieder eingeführt. Darüber hinaus sind besondere Aussuhr- möglichkeiten, vornehmlich für Hafer, erschlossen worden. Wirischastsverhandlungen mit Holland gescheitert. Amsterdam, 17. Febr. (ERD. Funkspruch.) Wie der „Telegraaf" meldet, können die Vorbesprechungen über einen neuen Handelsvertrag zwischen Holland und Deutschland als gescheitert betrachtet werden. Der Verlauf der Dinge habe in landwirtschaftlichen Kreisen ernstliche Besorgnis hervorgerufen. Man sehe einer dunklen Zukunft entgegen, vor allem deshalb, weil auch Frank- re ich für viele Artikel die Maximaleinfuhrzölle sich zu fordern anschicke. Die Verhandlung gen über den Handelsvertrag selbst sollen erst nach den Wahlen geführt werden. Richtsdesto- toeniger sei das negative Ergebnis der jetzt gescheiterten Versuche, eine vorläufige Regelung zu erzielen, äußerst entmutigend. Dadurch, daß jeht für eine Reihe wichtiger Produkte erhöhte Einfuhrzölle in Kraft treten, würden die holländischen Exporteure schwer getroffen. Man stehe aber er st an Bem Beginn einer neuen Entwicklung. Deutschland setze mit vollen Segeln Kurs nach einem wirtschaftlichen Protektionismus, der den Zweck verfolgt, die Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte unmöglich zu machen. Der Reichskanzler spricht in Dortmund. Wahlkundgebung der AHDAp. in der Westfalenhalle. Dortmund, 17. Febr. (TU.) 3n der ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle veranstaltete am Freitagabend dieR S D A P. eine große öffentliche W a h l k u n d g e b u n g , auf der nach einem Dahmenbericht von Dr. Goebbels Reichskanzler Hitler vor etwa 15 000 Zuhörern eine Rede hielt, die vom Westdeutschen Rundfunk übernommen und gleichzeitig auch durch Lautsprecher auf vier großen Plätzen in Dortmund- Hörde bekanntgegeben wurde. Um Gegenkund- gebungen im Keime zu ersticken, hatte die durch Heranziehung auswärtiger Kräfte erheblich verstärkte Dortmunder Schutzpolizei schon in den frühen Abendstunden umfassende Vorkehrungen getroffen. 3nsbesondere waren die Lautsprecheranlagen und das Rundfunkkabel Gegenstand schärfster Bewachung. Reichskanzler Hiller führte in einer einstündigen Rede u. a. aus: Am 30. 3anuar 1933 hat eine Geschichtswende ihren Anfang genommen. Es wäre eine Lüge, wollten wir behaupten, in wenigen Tagen das wiedergutzumachen, was in den vergangenen 14 3ahren veroorben wurde. Wir wollen aber unser Regiment nicht mit einer Lüge gewinnen. Die Gegner erwecken den Eindruck, als sollte das Volk am 5. März über uns zu Gericht sitzen. Tatsächlich aber soll über ihre eigene Politik der letzten 14 3ahre abgeurteilt werden. Sie verlangen von uns die Vorlegung eines Programms, aber sie schämen sich heute, das Programm zu wiederholen, mit dem sie 1918 das Volk auf die Barrikaden gelockt haben. linier stürmischen Beifallskundgebungen wiederholte der Kanzler die in Stuttgart abgegebene Erklärung, diejenigen hatten kein Recht, heute nach Freiheit zu rufen, die 14 Iahte lang dem nationalen Teil des Volks die Freiheit genommen hätten. 3a, fügte der Kanzler hinzu, wir wollen der Jlallon die Freiheit geben, indem wir sie befreien von denen, die niemals diese Freiheit verdienten. Wenn heute Herr Braun sagt, er habe nichts angcstellt, so führen wir nur als Beispiel an die zwei Millionen, die er dem bekanntenFonds entnommen hat. Wir sind jetzt daraus gekommen, daß es tatsächlich viel größere Summen waren, die von den Herren verwendet worden sind für Zwecke, die sie selbst nicht zugeben wollen. (Pfuirufe.) Herr Braun sagt, er sei berechtigt gewesen, das Geld so zu verwenden. Wir antworten ihm: Sie haben Millionen aus Steuergeldern verwendet für Ihre Partei, und Sie haben über 700000 Reichsmark im letzten Jahr ausgegeben, für die Sie überhaupt keinen Beleg haben. (Minutenlang anhaltende Entrüstungskundgebungen.) Die Herren wissen darauf keine Antwort. Das ist nur ein einzelner Fall. Wir werden in diese Korruption viel Licht hineinbrinaen. (Stürmischer Beifall.) Wir werden in den nächsten Wochen dem deutschen Volk eine ganz ungeschminkte Generalbilanz ausmachen, damit es klar erkennt, welche beispiellose Mißwirtschaft in den letzten 14 Jahren von den bisherigen Inhabern der Macht betrieben worden ist. Die gewaltige Arbeit, das deutsche Volk aus diesem Zerfall herauszuheben, werde ich mit derselben fanatischen Energie aufnehmen, wie ich vor 14 Jahren als halbblinder Kriegskrüppel unsere Bewegung aufgebaut habe. Das neue Deutschland darf nicht wieder die einseitige Herrschaft von Klassen und Ständen bringen, sondern es soll über »lassen und Stände hinweg das deutsche Volk in allen feinen Ständen und Berufen vereinen zu einem einigen Deutschland. Für dieses große Werk des Wiederaufstiegs wollen wir das ganze Volk gewinnen. Die anderen haben 14 3 ah re lang versagt. Ich sage, vier 3ahre, vier 3ahre verlangen wir für uns und dann beurteilen Sie und richten Sie uns. 3ch werde mich diesem Urteil nicht entziehen. Mein Wille ist unerschütterlich und meine Zähigkeit wird durch nichts besiegt werden. Rur eines möchte ich, daß es in Zukunft nicht heißen soll, einer muhte sich gegen alle durchsetzen, sondern daß es in Zukunft heißen werde, das ganze deutsche Volk hat endlich wieder zu sich selbst den Weg gefunden und damit erreicht. daß aus unserem verfallenen Vaterland wieder wird das Deutschland der inneren Gröhe, der Kraft und damit auch der Herrlichkeit für unsere Kinder. Die Sorge für die akademische Jugend. Das studentische Werkhalbjahr Reichsarbcitsminist?r Leidte über Arbeitsdienst und Wehrsport. Berlin, 17. Febr. (TU.) Der Reichsarbeitsminister E e l d t e empfing Dr. Stadtler und Dr. Kiekebusch vom Stahlhelm-Studentenring Langemarck zu einer Aussprache über die vielfältigen Beziehungen des Arbeits- Ministeriums zu der studentischen Arbeit, wobei er u. a. erklärte: Die Grundzüge für die Einführung des freiwilligen Werkhalbjahres lagen bei meinem Amtsantritte bereits vor. Die erforderlichen Ausführungsbestimmungen werden in Kürze ergehen. Das Werkhalbjahr wird Abiturienten, Studenten und 3ungakademiker in geschlossenen Lagern mit Angehörigen aller anderen Dolkskreise zusammenführen. Sechs Wochen Wehrertüchtigung werden vier Monaten Arbeitsdienst folgen. 3m Rahmen des freiwilligen Arbeitsdienstes und des Reichskuratoriums für 3ugendertüchtigung werden die Lager unter führender Mitwirkung der Organe der studentischen Selbstverwaltung durchgeführt werden. Unterkunft und Verpflegung der Dienstfreiwilligen sind kostenlos. Für die An- und Abreise gewährt die Reichsbahn halbe Fahrpreisermäßigung. Reben dem Werkhalbjahr werde ich als Minister für Iugendertüchtigung der studentischen Wehrarbeit meine besondere Aufmerksamkeit widmen. Die Begeisterung und Opter- willigkeit, mit der die deutsche Studentenschaft in immer steigendem Maße in den letzten 3ahren ihre Wehrerziehung durchgeführt hat. gibt mit die Gewißheit, daß, solange Deutschland den ihm gebührenden Lebensraum noch nicht gesunden hat, der Typ des deutschen Studenten der deutsche Wehrstudent sein wird. 3n diesem Sinne rufe ich meine Kommilitonen zur gemeinsamen Arbeit an dem Wiederaufbau unseres deutschen Vaterlandes auf. Schärfere Siebung des akademischen Nachwuchses. Nur geeignete Abiturienten sollen auf die Hochschule gehen. Berlin, 17. Febr. (TU.) Amtlich wird mit- geteilt: Ostern 1933 werden über 4 0 0 0 0 Abi« turienten d i e höheren Schulen Der« lassen. Die bisherigen Erfahrungen lassen besorgen, daß ein großer Teil von chnen auf die Hochschule übergehen wird, trotzdem schon heute die Zahl der Studierenden und der Anwärter für akademische Berufe außer allem Cer« b ä 11 n i s zu den akademischen Berufsmöglichkeiten steht. Bloße allgemeine Warnungen vor dem Hochschulstudium bleiben ohne merklichen Erfolg, sie können auch keine geeignete Auslese der Begabungen herbeiführen. Der Reichsminister des Innern hat diese Lage und Vorschläge zur Eindämmung des Zu« ganges zur Hochschule mit den Unterrichtsministerien der deutschen Länder erörtert. Diese Erörterungen haben zu der einheitlichen Anordnung aller Unterrichtsverwaltungen geführt, daß die Prüfungskommission der höheren Schulen für jeden einzelnen Abiturienten bei Erteilung des Reifezeugnisses f e ft 3 u ft e 11 e n haben, ob ihm nach seinen menschlichen und geistigen Anlagen, seinen Neigungen und feinen Leistungen vomHoch schul st udiumab- jurnten ist. Die Schule wird den Erziehungsberechtigten solcher Abiturienten, denen vom Studium abgeraten ist, diese Entscheidung mitteilen. Diesen Abiturienten wird die Hochschule nicht verschlossen fein. Sie können jedoch nicht damit rechnen, irgendwelche Studienver- günftigungen zu erhalten. Ferner haben sie zu gewärtigen, daß ihre Eignung zum Hochschul- ftubium in den Anfangsfemeftern nachgeprüft wird. politischer Zwischenfall aus der Staatlichen Kunstschule Berlin. Tic Prüfungskommission gesprengt. Berlin, 17. Februar. (ERB.) Die Räume der Staatlichen Kunstschule in Berlin-Schöneberg sind heute nachmittag während des Staatsexamens von nationalfozialistischen Studenten besetzt worden. Die Prüfung wurde von den Studenten unterbrochen. Der Direktor Kamps, die Professoren Lahs und Tappen und der Vorsitzende des künstlerischen Prü- fungsamts Franck wurden genötigt, die Räume zu verlassen. Die Studenten zogen Dann ab. Eine polizeiliche Darstellung der Vorgänge war noch nicht zu erlangen, dagegen verbreitet der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund eine Mitteilung, in der es u. a. heißt: „Mit steigender Erbitterung hat die nationalsozialistische Studentenschaft die auf der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schoneberg seit Jahren herrschen- den skandalösen Zustände verfolgt. Systematisch ist dieses wichtigste Kunstinstitut Preußens, das di« Aufgabe Hot, Kunftlehrer heranzubilden und zu prüfen, marxistisch und kommunistisch durchsetzt worden. Da in diesen Tagen ein nationalsozialistischer Studenten« bund führet, der zugleich Assistent an der Staatlichen Kunstschule ist, durch eine Professorenkonferenz seines Amts enthoben und gerichtlich belangt werden sollte, weil er in der nationalsozialistischen Studentenzeitung „Der deutsche Student" einen Vorfall an der Kunstschule kritisiert hat, griffen die Studenten zur S e l b st h i 1 f e. Ein . Studenten-SA.-Sturm besetzte, als er von diesen Vorgängen Kenntnis erhielt in spontaner Erregung Das Gebäude der Staat- lichen Kunstschule während Des gerade dort statt, findenden künsllerischen Staatsexamens. Die Prü- fung wurde zwangsweise von Den Studenten unterbrochen. Die als Juden bekannten Professoren Direktor Kamps, Professor Lahs und Tappen und der Vorsitzende des künstlerischen Prüsungs- amts Franck wurden aus den Prüfungsräumen zwangsweise entfernt und vor die Tür des Gebäudes auf die Straße ge-fetzt. Daraufhin vernagelten die Studenten die Türen der marxistischen Professorenateliers. Die Polizei traf erst nach Be- enbiguna der Vorfälle am Tatort ein. Die nationalsozialistischen Studenten verlangen die sofortige Auslosung oder Umorganisation Der Staatlichen Kunstschule und Entfernung Der marxistischen Professoren vom Kultusministerium." £anbtt>erfert>erfrefer beim Reichskanzler. Berlin, 17. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der Reichskanzler empfing heute vormittag im Beisein des Staatssekretärs in der Reichskanzlei und Der Sachbearbeiter der Reichsleitung Der NSDAP, das Präsidium des Reicysver- banbes bes deutschen Hanbwerks. Bei biefer Gelegenheit brachte ber Reichskanzler feine vorbehaltlose Ueberzeugung von ber entscheidende» ) trat l und Ltbea- ab es Un- ugust. c. um ntlich i. daS as er . Die *n das chnell ß zur d Dort erum- t aus Zau- uf ein war. wurde Man gegen ) über De« eifrig jenem tohlen Steuer zur Schluß bschie- N. ager n. Die jgenb- erben, äume. m 200 wird, sachsen Haus bürge« ager eben- 10 fin« nähen, n Ar- kochen, irforge Djialen i junge •en sich ächsten ich er- hiesige durch t g mit r weit hinaus i werke, i r t s - ste um i" er» 25, bc» i Berit -um ort feit rhntal- rS ®e» „Säer, Der anges- nd das le für at hier leider . Zwei. Man- ebenS- st o r - tu f e n Huf- dessen d Wei» ? Welch nach Durch irdings e über giebige chlichen en ab* Druck ulkigem en sich später- llieder» ig und trocken. Zielfach ig und i mild. 8 Grad mrgens inimum 10 cm . März: ),0 mm. ng des gewerblichen Mittel- für den Wiederaufbau von Wirtschaft Bedeutung des f-r Verhandlungen folgendes beschlossen: 1. 2. 3. 4. 5. 6. fl 7. fitfl S. fachen Pianos zu entsprechen. Den melodischen m ohne Unterbrechung immer noch. m- der der die des er- Sie Id dein äu Ich antworte: „Sie geht." h r T ’N r n trauensmannes der mittelständischen Wirt- schäft an entscheidender Stelle und mit entsprechenden Vollmachten zu. Südliches Gerichtsidytt. Don Or. Gustav W. Eberlein, ZRom. tai tei lch 3b M DO 19 Ti I( Ii ÄQ «C -- br h k m r b Als die Revolution kam. fragte ich Mallenthin: „Was wirst du tun, wenn du nicht mehr aktiv bleiben kannst?" Er antwortete: ,Zch werde mir ein Zimmer mieten, und neben der Tür bringe ich ein Schild an: Mallenthin, Reparaturen." Kleine politische Nachrichten. Der Reichspräsent empfing den Besuch des Herzogs Karl Eduard von Sachsen- Coburg und Gotha: der Empfang dauerte ungefähr eine Stunde. • Der Reichspräsident hat den Staatsrat Dr. Schäffer als Führer der Bayerischen Volkspartei empfangen. Den Anlaß zu der Unterredung gaben die Auseinandersetzungen, die sich an die Regierungs- bildung durch den Vizekanzler v. Papen angeschlos- sen haben, wobei die Bayerische Dolkspartei und das Zentrum nicht befragt wurden. * Der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau hat die Kasseler sozialdemokratische Zeitung „K a s- selerVolksblatt" bis einschließlich 23. Februar 1933 verboten, weil die Zeitung Artikel veröffentlicht hat, durch die der Reichskanzler, der Vizekanzler und die Polizei beschimpft und böswillig verächtlich gemacht wor- den sind. Der österreichische Nationalrat hat einen Ent- schließungsantrag der Großdeutschen auf Vorlage eines Gesetzentwurfes über die Angleichung des österreichischen Ehetechtes an das deutsche mit 78 gegen 75 Stimmen angenommen. Japan lehnl die Empfehlungen des 19er- Ausschusses ab. Ls bestehl darauf, daß die japanische Denkschrift zum Lytkonbericht vom völ- kerbund als Grundlage zur weiteren Beurteilung der politischen Lage im Fernen Osten anerkannt wird. Japan verlangt die Anerkennung Blandschukuas durch den Völkerbund. Ls ist zu Verhandlungen über die Beilegung des Streits mit der chinesischen Zenlralregierung bereit. Japan ist gegen jede Beteiligung von Amerika und Rußland an diesen Verhandlungen. Sollten die Empfehlungen des Neunzehner- Ausschusses vom Völkerbund bestätigt werden, so würde die japanische Abordnung auf Grund des § 5 Absatz 15 des völkerbunds- flaluts Einspruch erheben. In diesem Falle ist die japanische Abordnung angewiesen, Genf sofort zu verlas- s e u und sich nach London oder Paris zu begeben und keine weiteren Verhandlungen. mit dem Völkerbund zu führen, bis die Empfehlungen des Neun- zehner-Ausfchnsses zurückgezogen werden. Japan bleibt vorläufig lm Völkerbund und wird eine abwartende Haltung einnehmen. Neue Anwe»sungen für die japanische Delegation. Bei Annahme dcs Berichts Rückzug aus Genf. Tokio, 17. Febr. (TU.) Das japanische Kabinett hat am Freitag nach Mitteilung der Telegraphenagenlur Schimbun Rengo zu den Gen- 2 1U m a Tr Kai chcii jttei stra! AL 6og< LM 11 Eine Frau, eine hohe, schlanke und ganz blonde Frau! Nußbraunes, hinreißend elegantes Kostüm. Lind sie lächelt und verneigt sich ein wenig, „vor der Majestät des Gesetzes", wie mein Kollege von der Gerichtsberichterstattung glaubt erläutern zu müssen. 3m Nu hat sich der Saal gefüllt, aus den Gängen strömt es herein, man schiebt und drückt und reckt den Hals. „Ich begreife nicht, was es da zu sehen gibt", erbost sich eine dicke Gemüsehändlerin, „eine Frau wie jede andere!" — ..Sagen Sie!" — Und 2IH und Ach und Oh und Ooooooh! Der Vorsitzende gebietet mit männlicher Schärfe Ruhe D noiH bas A> S' Di auf sürl hier 600 aM Fra> Ao r°' W Oer 19er Ausschuß gibt China recht. Genf, 17. Febr. (WTB.) Der Präsident außerordentlichen Völkerbundsversammlung, belgische Außenminister Hymans, hat Völkerbundsversammlung zur Behandlung Der Mandschurei-dencht wird am Dienstag dem Völkerbund vorgelegt Bogen der Einleitung spannte das Orchester mit großem Atem und Ausdruckskraft. Dr. H. uni ali spi 2c tag mä 5)n leit 20. 21. 6n F- 22 tei füi 6ii un 8- me Sn 15 3U b geb Lol uni geil tun gor gehi Oer Reichswehrminister bei der Marine. Kiel, 17. Febr. (WTD.) Neichswchrminister General v. Blomberg ist zu einem Besuch der Neichsmarine in Kiel eingetroffen. Nach einer kurzen Besichtigung des Panzerschiffes „Deutschland" schritt der Minister die Front der Truppenteile des Standortes Kiel und der Abordnungen der Flottenstreitkräfte ab und hielt eine Ansprache, in der er u. a. erklärte: Ich habe als Befehlshaber in Ostpreußen die Marine kennengelernt, ich habe erfahren, welche entscheidend wichtige Rolle die Reichsmarine für die Verteidigung des Vaterlandes zu erfüllen hat, ich habe ihre Schisse, ihre Führer und ihre Soldaten kennengelernt und ich kann versichern, daß in meinem Herzen gleichberechtigt und gleichgeachtet Heer und Marine stehen. Das deutsche Volk erlebt in diesen Wochen und Monaten eine besondere Bewegung. Die Welt sieht auf uns und besonders aus die Wehrmacht. Wir sind herausgehoben aus dem politischen Kampf, für uns gibt es keine Parteien, für uns gibt es nur das ganze Volk. Mit uns fühlcn Millionen deutsche Männer. Sie wissen, daß es für einen wahren deutschen Mann gilt, für Deutschland zu kämpfen und für Deutschland zu leben und für Deutschland zu sterben. Das soll uns ein Gelübde sein." Der Reichswehrminister schloß seine Ansprache mit einem dreifachen Hurra auf das deutsche Deutschland. WahlvorschlägesürHeffen-Mssau Frankfurt a. M.. 17. Febr. (WTB.) Die Nationalsozialistische Partei hat folgende Kandidatenliste ausgestellt: Reichskanzler Hitler, De'.chsinnenminister Dr. Frick. Reichs- Minister Göring. Oberpostinspector Sprenger, Frankfurt a. W-: Schlosser Weitzel, Düsseldorf: Landwirt Seidler, Landershausen: Ober- steuerselretär Linder, Frankfurt a. M-: Oberstleutnant a. D. v.Lllrich. Kassel: Kaufmann Oberlindober, Obermenzing; Bureauinspektor Lengemann, Kassel: Diplom-Volkswirt D e ck e r l e, Frankfurt a. M.; Schlosser Schmidt, Kassel: techn. Kaufmann Dörnemann. Kassel: Lehrer Petersohn, Kassel; Drogist S e m p f, Ka,sel; Stadtobersärelär Woog, Kassel. Insgesamt stehen 43 Bewerber auf der Liste der Nationalsoz.alistischen Partei. Die KampffrontSchwarz-Weih-Rot hat als Kandidaten benannt: Reichsminister Dr. Hugenberg; Staatsminister H e r g t; Landwirt Wegmann. Gut RöhrigLdorf; Indu- striekler Frhr. v. Schrenck-Notzing. Berlin; Febrilarbeiter Schäfer, Daubhausen (Kr. Wetzlar); Pfarrer Zeidler, Kassel: Oberpostselretär Fey, Frankfurt a.M.; Frau Else Ackermann, Warburg: Fabrikbesitzer Braun, Weisungen: kaufm. Angestellter Häg er ich. Frankfurt a. W-: Vizeadmiral a. D. B oedicker, Kassel; Malermeister Reu he, Kassel; Frau Hertha Mange l s d o r f, Wwe., K.-.ss.l: Lan^w.rt Rüdiger, Ochshausen bei Kassel: Oberschaffner Th eile, Kassel. Die Deutsche Staatspartei hat aufgestellt: Schriftsteller Dr. Heuß, B:rlin: Dr. Rosa Kempf, Fr nt.url a. M-; Arzt Dr. med. Sch ekle n b e r g. Wiesbaden: Rechtsanwalt Dr. Roch o l l, Kassel. Keine eigenen Landvolktisten. Berlin, 17. Febr. (TLl.) Die Landvolk- Partei stellt für die Reichstags- und preußische Landtagswahl keine eigenen Listen auf. Sie wird vielmehr ihren Anhängern die Stimmabgabe für eine ausgespro- Aus aller Welt. Zwei weitere Tote in Neunkirchen geborgen. — Das Hilfswerk. In den letzten Tagen ist es im Verlauf der Bergungsarbeiten gelungen, zwei weitere Tote aus den Trümmern hervorzuholen. Die Zahl der geborgenen Toten ist somit auf 63 gestiegen. — In den letzten Tagen verbreitete fid) plötzlich die Nachricht, daß eine neue Explosion in der Benzolanlage des Neunkirchener Werks zu erwarten sei. Aus Angst vor einer neuen Katastrophe fuhren infolgedessen zahlreiche Neunkirchener Einwohner nach Saarbrücken, um dort die Nacht zu verbringen. Von der Leitung des Neunkirchener Werks wird auf das Bestimmteste versichert, daß diese Gerüchte jederGrundlage entbehren. Bei den noch brennenden Retorten habe sich die Glut etwas vergrößert, worauf die Feuerwehrwache pflichtgemäß Mitteilung machte. Eine eingehende Untersuchung habe aber ergeben, daß keinerlei Gefahr mehr bestehe. * Der Verwaltungsausschuh des Hilfswerks für Neunkirchen trat in Neunkirchen unter Leitung von Minister Cotzmann zu seiner ersten Sitzung zusammen. Bürgermeister Dr. Blank gab einen Lleberblick über den Stand der getroffenen Hilfsmaßnahmen. Danach ermöglichten die von der Regierungskommission zur Verfügung gestellten 500 000 Franken, daß jeder Familie mit einem oder mehreren Todesopfern oder mit einem oder mehreren Schwerverletzten eine sofortige Darunter st ützung von 1500 Franken zur Verfügung gestellt werden konnten. Von den obdachlosen Familien konnten bisher 102 in Schulen, in Heimen und bei Privatleuten untergebracht werden. Mit der Errichtung von 10 Wohnbaracken ist bereits begonnen worden. Dadurch werden 60 Kleinwohnungen mit je zwei Zimmern geschaffen. Auf das Konto des Hilss- werks bei der Städtischen Sparkasse waren bis gestern 200 696 Ml. und 189 120 Franken überwiesen worden. Die Branntroelnoergiffungen in Sanborfafoa. Die Leichen der nach dem Genuß von selbstbereitetem Alkohol gestorbenen Holzfäller aus Sandor- faloa in Ungarn sind jetzt obduziert worden. Dabei hat man feftcjefielü, daß die Unglücklichen derartig unterernährt waren, daß ihr geschwächter Organismus die genossenen Mengen nicht vertragen hat. Der Branntwein selbst war nicht vergiftet, wie man ursprünglich glaubte. Daher ist auch der Dranntweinhändler N e m e n t, der den Leuten in freigiebigster Weise feinen Branntwein angeboten hatte, rehabilitiert, und das Verfahren gegen ihn dürfte eingestellt werden. Bei der Obduktion ist übrigens festgestellt worden, daß einer der Holzfäller nicht weniger als einen Liter Branntwein zu sich genommen hatte. — Inzwischen ist ein weiterer Teilnehmer an dem Trinkgelage gestorben, so daß die Zahl der Opfer auf sieben gestiegen ist. vom Zuge angefahren und getötet Auf dem schrankenlosen Bahnübergang in der Nahe des Bahnhofes Sindelfingen (Württ.) ist die ledige, 40 Lahre alte Elisabeth KepPeler aus Sindelfingen, die mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Böblingen fahren wollte, von dem von Böblingen kommenden Person:nzug angefahren und getötet worden. Die Lokomotive und die Wagen des Zuges sowie der Bahnübergang waren beleuchtet. Auch hat der Lokomotivführer die vorgeschriebenen Läute- und Pfeifensignale rechtzeitig abgegeben. Die Pankower Raubmörder sesigenommen. Die älrheber des Raubes in dem nördlichen Berliner Vorort Pankow, bei dem am 1. Februar der Malermeister Koch erschossen, sein Begleiter schwer verwundet und 12500 Mk. Mietgelder geraubt wurden, sind jetzt ermittelt und fest genommen worden. Ein Zapfer, der früher in dem Häuserblock gewohnt hat, und ein Sportlehrer, der wegen Fahrrad- und Motorraddieb st ahls Dor- bestraft ist, haben die tödlichen Schüsse abgegeben. Außerdem wurden drei Männer und zwei Frauen verhaftet, die der Mittäterschaft verdächtig sind. nur eins: Ich habe jetzt drei Uhren, zwei sind meistens kaputt, aber die dritte, die aus der «Somme- schlacht, gebt seit dem Tag von Longueval — am folgenden Morgen ging uns der Ort verloren — So geschah es. Er wurde entlassen. Es fand sich ein Zimmer, wie er es brauchte, und nun wurde alles repariert, was entzwei war: Eine Fleischmaschine, ein Motorrad, ein Pfropfenzieher, eine Venus von Milo ... alles, was ihm gebracht wurde. Er bekam bald einen Ruf. 1921 kaufte er Holz und baute eine moderne Bank für Schüler. Er erkaufte diese Bänke Stück für Stück und fuhr sie auf einem Handwagen Zu den Leuten. Er bekam ein Patent darauf. Von dem Geld, das er sich verdiente, studierte er nebenbei an der Technischen Hochschule. 1924 machte er sein Ingenieurexamen. Seit 1927 ist er leitender Ober- aenieur in einer Motorensabrik. Wenn er mich besucht, fragt er: „Was ist mit ihr?" Ein Nichts: Strafbefehl nach § 61 wegen Fahrens ohne Licht. Der Vorsitzende blättert zer- streut in den Akten, der Anklagevertreter gähnt, der Gerichtsschreiber kaut an seinem Federhalter. Das Publikum schaut teilnahmslos zu den Fenstern hinaus, vor denen ein griesgrämiger Regen herunterrieselt. Plötzlich reißt einer die Türe auf, hereintritt — der Frühling. Ein Hauch von Veilchen, Sonnenschein und Spatzengezwitscher: die Angellagte. Große Bewegung. Alle Köpfe fliegen herum, der Schreiber kriegt die Maulsperre. das hohe Gericht kann nicht umhin, das ! essigsaure Lüntsgesicht freundlich zu verziehen. | chene Rech tsp artei empfehlen. Nachdem ein Wahlblock der Parteien zwischen Nationalsozialisten und Zentrum nicht zustandegekom- men ist, hat die Landvolkpartei auch auf ein Zusammengehen mit der DDP. und dem Christlich- Sozialen Volksdienst? verzichtet, weil sie als erklärte Rechtspartei den Anschein vermeiden will, als gehöre sie parteipolitisch zu den Mittelgruppen. chinesisch-japanischen Konflikts für Dienstag einberufen. Gleichzeitig ist der Bericht, den der 19er Ausschuß ausgearbeitet hat, veröffentlicht worden. Der Wortlaut bestätigt, daß der Völkerbund in seiner Auffassung über den chinesisch-japanischen Konflikt weitgehend China recht gibt Die Boykottmaßnahmen, die China nach dem Beginn der Feindseligkeiten, gegenüber Japan, ergriffen hat werden als legale Vergeltungsmaßnahmen charakterisiert. Die militärischen Maßnahmen, die Japan seit diesem Tag in der Mandschurei ergriffen hat, könnten nicht als zulässige D e r t e i d i g u n g s m a h n a h - men anerkannt werden. Die neue mandschurische Regierung sei eine japanische Gründung. die von der Mehrheit der Bevölkerung in der Mandschurei abgelehnt werde, die Anerkennung der Mandschurei-Regierung durch Japan sei mit dem Geist der Völkerbundsresolution vom 11. März 1932 nicht vereinbar. Es wird ausdrücklich festgestellt, daß die Souveränität über die Mandschurei China zufteht und daß Japan seine Truppen zurückzuziehen habe. Für die Mandschurei wird ein autonomes System unter der Souveränität Chinas vorgeschlagen. Die Völkerbundsstaaten werden aufgefordert, den neuen Mandschureistaat auch weiterhin w ed e t d c jure noch de facto a n z u e rk e n n e n. Sie verpflichten sich, in dieser Frage keine isolierende Haltung einzunehmen und sich untereinander und mit den interessierten Nichtmitgliedsstaaten des Völkerbunds über ihre weitere Haltung jeweils zu verständigen. Schließlich wird noch der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Nichtmitgliedstaaten sich dieser Haltung des Völkerbunds anschliehen. Können schöne Augen die Scheinwerfer setzen? Schöne Augen können das, jawohl, können sogar blenden, derart blenden, daß wohlbestallte Gesetzeshüter die Lider schließen müssen. Sin langweiliger Gerichtssaal gehört freilich auch dazu und — ein tüchtiger Journalist. Wer würde in einem solchen Fall nicht gerne zu einem tüchtigen Journalisten? „Eie geht." Don Georg von Der Dring. Dr. G. erzählte mir: Mitten in Der Sommeschlacht, bei Longueval, versagte meine Taschenuhr, oie war stehen geblieben. Nichts zu machen. Ich faß im Unterstand und wurde sehr traurig? Man hängt an einer Uhr. Draußen trommelte der Tommy feit zehn Tagen. Die Treppe lag voll Steinsplitter und Sand. Draußen war Helle Mittagssonne. Hier unten brannte und stank die ewige Marbtblampe. Manchmal hielt ich dis Uhr ans Ohr, aber sie schwieg. Sie war tot. Nachmittags tarn Oberleutnant Mallenthin gerannt. Er war unser Bataillonsadjutant, ich war der Arzt. Ihm klagte ich mein Unglück. Er sagte- „Gib sie." Ich gab sie. Er rückte die Karbidlampe zurecht, breitete eine Zeitung über den sandigen Tisch und begann, das Werk zu untersuchen. Er macht es wie Charlie Chaplin, dachte ich erschrocken ... denn er löste die Räder und Steine und alles und schüttete den Inhalt der Uhr auf den Tisch. „Ich verstehe nämlich was davon", sagte er. Ich antwortete nicht, mir war schon alles egal. Er untersuchte weiter und sagte dann: „Da haben wir den Schaden. Die Feder ist ab. Wir werden sie löten müssen." Gut, ich sah ihm eine Zeit lang zu. Dann waren Verwundete gekommen, und ich lief hinüber. Manch» mal kam ich zurück, um nach der Uhr zu sehen. Mal- lenthin war im Begriff, die kleine Feder zu löten. Mir wurde schwindlig, wenn ich zuzusehen versuchte. Cs gab schwere Einschläge. „Präzise arbeiten kann man nicht bei dem Spektakel", sagte er. Solange aber der Tommy noch nicht kommt, haben wir ja Zeit." Gegen Abend flogen wieder Splitter und Sand die Treppe herunter. Aber die Karbidlampe gab einen guten Schein. Dann, tura nach acht, wurde einer der Stolleneingänge eingeschossen. Als ob die Welt schaukelte und unterginge. Mallenthin sagte zufrieden.- „So, jetzt hält sie." Wirklich, so schien es. Danach begann er die Uhr wieder zusammenzusetzen. Es gab neue Verwundete. 2Us ich zurückkam, knipste er den Deckel zu, zog die Uhr auf .hielt sie an sein Ohr und gab sie mir. Sie ging. Eine Uhr, die in der Sommeschlacht stehenblieb und wieder in Gang gebracht wurde. Erstaunlich ist Regierungspräsident B e r g e m a n n - Düsseldorf hat sein Verhältnis $ur Sozialdemokratischen Par- tei gelö st. Der Regierungspräsident erklärte gleichzeitig, daß er sich keiner anderen Partei anschließe. • Vertreter der Hanse st ädtischen Senate und Handelskammern hatten Gelegenheit, den Reichsminister Dr. Hugenberg und Frhrn. v. Neurath die Notlage Der Hansestädte darzulegen und ihre Bedenken gegen eine Reihe von handelspolitischen Maßnahmen der Reichsregierung zum Ausdruck zu bringen. Beide Minister erklärten sich bereit, Einzelsragen mit den Vertretern der Hansestädte zu erörtern. (Siebener Konzertverein. VII. Konzert: Brahms UND Reger. Sin Vergleich der Requiemaufführung mit der vor sechs Iaycen, die mit denselben Solisten stattfand, läßt, klar heraustreten, welche Entwicklung die Gießener Wusikpflege in der Zwischenzeit genommen hat. Die Vrahms-Auifaftung von Prof. Dr. T e m e s v a r y hat sich bedeutend bere.chert: im Eingehen auf die organischen Ent» wiwlungsansatzpunlle im Werke, in der individuellen Durchdringung und in klarer Gliederung und Artikul-.erung. Iqtzt steht seine innere Persönlichleit in engstem Kontakt mit dem Werke, es in Wärme, Breite und Tiefe des Imputses durchflutend, erfüllt von den mystischen Schauern der im Requiem ruhenden nordischen Hintergründigkeit mit ihrer unerbittlichen Strenge uni) ihrem verklärenden Licht. Der Chor (Akade -- Wischer Gesangverein) ist zu einem nach- giebigen Aeußerungsmittel geworden, mit reicher Modulationsfahigkeit des Klanges, von einem fast überirdischen Pianissirno (im Eingangssatze), von akzentfähigem, meitatmigem Fortebogen, voll lyrischer Kraft, mst intensivierter Thematik und überwältigender Klanggipfslung in den Fugen. Besonders edel war der Sopran; selbst im stärksten Fortissimo immer von weichster voluminöser Fülle; der Tenor wird im weiteren Studium noch an Gelöstheit gewinnen. Das Orchester desGießenerOrchesteroer- e i n s folgte anschmiegsam, ganz eingenommen von ber Weihe der gestellten Aufgabe, ihr mit klanglicher Schönheit und in voller Ausnützung der Abtönungsmöglichkeiten in den Holzbläsern wie auch in dem Blechkörper nachkommend. Ungemein gewonnen hat Dia Ginster (So- Pran)-Franlfurt. Mit scharf gezogener melodischer Kontur ließ sie ihre Stimme über dem Ganzen schweben, getragen von hingebungsvoller Verinnerlichung in natürlichem Entfalten ihrer reichen Mittel. Hermann S ch e Y stellte eine der ausdrucksvollsten deutschen Baritonstimmen in den Dienst des Werkes: frei von Pathos, mit innerlicher Strenge und doch voll Wärme, mit Gemessenheit und Schlichtheit, darum um so herber und ursprünglicher, wurde er zum geistigen Künder, in seiner Abgeklärtheit menschlicher Teilnahme gewiß. Mit Verhaltenheit. Insichgekehrtheit, stimmungsergeben, gestaltete Hermann Scheh den Gesang des Einftedlers, auswachsend zu breiter Lime. In diesem Reger'schen Werke wurde auch die Schönheit und Ausgeglichenheit des Chorklanges wieder offenbar; angesichts der zarten Tongabe im Requiem wäre es auch hier sicher möglich gewesen, den Anforderungen eines dreist a n b c s , . , . und Volksgemeinschaft zum Ausbruck. Der Reichs- kanzler sagte bie Bestellung eines Ver- Also, so steht das in der Zeitung und wird mit hörbarem Zungenschnalzen von den Lesern verschlungen. Ein Nichts, gewiß, aber ein süßes Nichts. Jeder weiß schon, wie der Fall ausgehen wird und jeder ist trotzdem furchtbar gespannt. Die Angeklagte weiß natürlich von nichts. Warum soll sie denn ohne Licht gefahren fein, wieso könne sie denn ein Interesse Daran haben? Ein Druck, und die Scheinwerfer brennen, das ist doch keine Mühe, bie man sich ersparen mochte. Der Richter will aufbegehren, schmilzt aber sichtlich dahin. Diese Augen! Dieser Frühling! Zeuge heran, der Verkehrspolizist. Soll die Angellagte, um sie zu erkennen, genau anschauen. Läßt es sich nicht zweimal sagen, geht freundlich zu Werk. Schaut blinzelnd in diese Scheinwerfer. Schmilzt auch. Mso, wie ist das nun? Hat die Dame am Steuer gesessen oder nicht? Nein, er glaube das nicht, es könne auch ein Herr gewesen sein — Seliges Aufatmen der Zuhörer. Der Sonnenschein greift um sich wie ein Oelsleck, es wird ganz hell im Saal und es riecht tatsächlich nach Veilchen. Noch ein Zeuge, ein Mechaniker im schmierigen Arbeitsanzug. Das ist die Rettung, der kann als Blitzableiter dienen. Wieso er es wagen könne, die Würde des Gerichts durch einen solchen Auszug zu beleidigen? Ob er etwa behaupten wolle, mehr gesehen zu haben als der andere? Was er überhaupt aussagen könne? Ich kann bloß aussagen, grinst er zerschmelzend, daß der Wagen der Signora, auch der Wagen, zwei mächtige Scheinwerfer besitzt! Der Herr Staatsanwalt erhebt sich und tut seine Pflicht, indem er ohne weiteres die Der- urteilung verlangt. Und das Gericht tut feine Pflicht, rudern es der älebermacht des Frühlings weicht. Freispruch. Lächelnde Verbeugung. Sonne. Madonna mia, wie süß es nach QkiJ/hn 5000 42. 278580 283288 20 ®*tt*inre >u 3000 TL 190334 231176 285861 397067 64 ftrtt'nnt » 2000 M. 42617 48168 63260 66420 Über 400 M. gezogen 12 ettolwn. m 10000 TL 225646 267065 ^genommen. n dem nördlichen »em am 1. Februar erschossen, sein et unb 12 500 2m. irden, sind jetzt er« e n Worten. Tin auserblock gewohnt wegen Fahr- ebstahls vor« »sichen Schüsse ab- drei Männer und ter Mittäterschaft Gewinaauszug 5. Klaffe 40. Preuß.-Süddevtsche (2V6. Preutz.) Staats-Lotteri« 17634 17937 21928 34747 66325 74604 98490 99896 144650 150309 154803 252671 293464 326238 363816 368315 369260 991 7876 8230 18886 5368 7738 üt lt> a* cs rt- st. m d) 14 ct »ie 14 2ll ur »rt ii- ii» ir- in 1t. de an cn K) ). n s 42604 154356 3728 151185 344582 361944 4821 6571 387348 ______ ______ ___ 208 Gewinn« »u 500 M. 5307 ---- - - - - 12727 15131 19966 21254 22030 24947 25082 28395 30217 32208 33034 34708 36106 61421 62283 54051 63413 73283 77453 78790 85221 97071 99010 104653 ............ ° e(t. s?« Drei Präsidenten wurden ermordet Ein Rückblick zum Attentat aus den Präsidenten Roosevelt. Don John Decker. 373876 ------ ------ 168 Gew.nn« »n 500 M. 4451 ---- --- 14099 26536 30778 36917 40298 43326 47794 57328 60977 66806 71567 90914 93924 94238 101085 ------ ------ ------ 120387 über 400 M. gezogen 2 •«tolmw !« 50000 TL 347400 2 S«winn« in I.OCOO TL 343052 10 G«Winne > u 5000 TL 74944 84007 198942 351608 20 ®«e>inr.t »u 3000 TL 27212 37776 130310 168841 193416 209548 250490 372320 38 ewiiu.« m 2000 TL 20697 80574 83768 92787 123081 147166 186734 186817 224753 257660 297800 311925 324518 343697 349685 363676 377030 378486 393417 one„. 106 Gewinn« n 1000 TL 2086 15732 22826 32571 33173 37392 67984 65788 67672 70366 79485 8o5O7 ----- 97385 98133 132652 140069 141958 14725N losiakeit ein, und bald darauf verschied der Prä- sident, dessen Hand bi» zur letzten Minute seine Gattin gehalten hatte... ... Drei Tage währte der Dorbeimarsch de» amerikanischen Dolles vor dem aufgebahrten Leichnam in Washington. Da seine Familie fast ohne Mittel zurückgeblieben war. wurde eine vuv- s k r i p t i o n eröffnet, die bis zum 1. Oktober mehr als eine viertel Million Dollar einbrachte. jeder $a. :obeNemoter ■Ui9v tiDn 1500 6on io nen H’otbeii Da, “üt je Me Waten 3 Franken fiter- Sffnhorfaltia. ß von selbstberei- ler aus Sanbor. j worden. Datei acklichen derartig geschwächter Dr. .M vertragen ch vergiftet, wie er ist auch der >er ten Leuten in Mm angeboten ft Wn ihn der Obbuttion ist einer ter hviz- »ter Siannhotin ju jtn ist ein weitern e gestorben, sv m gestiegen i(t mb getötet jnübergang in ter ingen ('Eürtt) ist . abeth Keppeler Fahrrad zur 3t- )llte, von dem von i.'nzug angefahren Äkomotive und die er Bahnübergang r Lokomotivführer nd Pfeifensignale wuhtlos fortgetragen,... .,, . . Heber feine lebten Stunben berichteteine Washingtoner Zeitung folgendes: „3n der Wohnung eines Deutschen hat der gütigste und beste Präsident, den die Bereinigten Staaten je hatten, feinen Geist ausgehaucht. Gegenüber dem Ford- scheu Theater, in dem die Schaudertat geschehen ist wohnt in dem Hause des Amerikaners Peterson Herr Heinrich Ulke. ein in Washington wohlbekannter Deutscher. 3n dessen Wohnung wurde der auf den Tod Verwundete getragen, als die herbeigeeilten Aerzte erklärt hatten, daß er aus dem Theater fortgeschafft werden müsse. Hier blieb Abraham Lincoln die Dacht über, umgeben von seiner Familie, seinen Freunden, von Ministern und Aerzten. Mrs. Lincoln war von Schmerz überwältigt. Hauptmann Lincoln, der die Mutter zu beruhigen suchte, muhte oft hinausgehen, wenn er seine Gefühle, die ihn zu ersticken drohten, nicht mehr zurückzuhalten vermochte. Alle weinten, selbst dem Kriegsminister Stanton, der ür einen harten Mann gilt, rollten die Kranen die Wangen hinab. Alle Anwesenden wußten, daß feine Hoffnung sei. Der Präsident lag ruhig und hörbar atmend da, ohne ein ernzigesmal Die Augen zu öffnen oder einen Moment zum Bewußtsein zu kommen. Die rührende Szene an diesem einfachen und bescheidenen Totenbette dauerte bis 7 30 Uhr morgens. Da verwandelte sich das Atmen Lincolns in ein Döcheln, und noch einige Augenblicke später verkündeten die Aerzte, daß das edle Herz aufgehürt habe zu schlagen. Unter angcmeffcre.n Geleit wurde die Leiche ins Weiße Haus getragen und auf ein Dett niedergelegt, das man mit weißen Dlumen bestreute." — AuS dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute 15.45 Uhr zum letztenmal als Schüler- und DolkSvorstellung daS Trauerspiel: .Hamlet" von Shakespeare. Schüler- und Dolksvorstellungspreise. Ende 19 Uhr. — Sonntag 19. Februar, als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Operettenpreisen die Operette .Das Dreimäderlhaus". Schülerkarten haben Gültigkeit. Bon 18.30 Hhr bis 21.30 Ul)r. — Als 20. Dorstellung im Dienstag-Abonnement am 21. Februar das Lustspiel .Bargeld lacht" von Tammerlohr und Cbermayer. Spielleitung Peter Fas sott. Gewöhnliche Preise. Don 20 bis 22 älhr. — Am Mittwoch, 22. Februar, als zweiter Abend im Zyllus hessischer Dramatiker die südwestdeutsche Erstaufführung des Bauerr.kcregs-- dramas: .Der Bundschuh" von Karl Deurath unter der Leitung von Oberspielleiter Peter F a s s o t t. 20. Dorstcllung im Mittwoch-Abonne- ment. Gewöhnliche Preise. Anfang 19.30 .ou“ Ende 22 Mr. — Die nächste Wiederholung 3m 3uni des 3ahres 188Ö eroberte der demokratische Kandidat 3ames A. Garfield auf der Chicagoer Nationalversammlung die Mehrheit gegenüber seinem Widersacher, dem Depublikaner General Grant, dem Helden des Sezessionskrieges. Ein halbes 3ahr später zog Garfield als amerikanischer Präsident ins Weiße Haus ein. Die Amerikaner hatten anfangs nicht Viel von ihm erwartet, sie hatten ihn wohl für ein „dark horse“, für eine politische Dull gehalten, Um so überraschter waren sie, als sie in dem gütigen, vorher so zurückhaltenden Mann einen entschiedenen Deformer und offenen Gegner aller Korruptionsbestrebungen entdeckten. Es unterliegt keinem Zweifel, daß in manchen Kreisen nicht nur die Ueberraschung. sondern auch Die Wut hierüber groß war. Denn vier Monate nach seinem Amtsantritt, am 2. 3uli 1881, verübte ein Mann namens Charles E. Guiteau ein Devolverattentat auf Garfield, von dem sich der Präsident nicht zu erholen vermochte. Die Kugel hatte den Unterleib getroffen, die rechte elfte Dippe zersplittert, war durch das Duckgrat gegangen, hatte den ersten Lendenwirbel zerschmettert und sich in der Darmhaut eingekapselt. Garfields Hausarzt, dem es von vornherein llar war, daß menschliche Kunst den Präsidenten nicht mehr zu retten vermochte, schildert bas langsame Sterben des Staatsmannes in folgenden Sätzen: „3$ konnte ihm das Kritische seiner Lage bald nicht mehr vorenthallen." Garfield erwiderte: .3ch bin bereit zu gehen, wenn meine Stunde geschlagen hat." Diese heroische Duhe und Ergebenheit hat ihn während seiner ganzen Leidenszeit, die über drei Monate währte, nicht einen Augenblick verlassen. Ein rührendes und ergreifendes Bild bot sein Familienkreis den der Kranke immer wieder scherzend zu trösten suchte. Am 26. August mußte ich seiner Gattin das Hoffnungslose seines Zustandes Mitteilen. Die energische Frau aber erklärte mir, daß wir den Kranken nicht aufgeben dürften, sondern den Kampf um ihn sortsehen sollten, bis das Ende selbst da sei. .Er wird leben, ich whle es ich weiß es", sagte sie ein ums andere Mal. Diese Zuversicht auf die unverwüstliche L e • benskraf t des Präsidenten teilte auch feine 80jährige Mutter. Anfang September machten die klimatischen Berhältnisfe Washingtons eine Entfernung des Patienten aus der Bundeshauptstadt nötig. Man brachte ihn nach dem Seebad Long Brauch am Atlantischen Ozean. Die Fahrt, die unter allen erdenklichen Bor- sichtsmahnahmen am 6. September ins Werk gesetzt wurde, währte fast acht Stunden. Dort trat eine Lungenentzündung hinzu. Sein Geist aber blieb stetig klar. Am Abend des 19. Sep- tember erwachte der Leidende aus einem kurzen Schlaf mit Herzbeschwerden. ES trat Dewutzt- Am 6. September 1901 zerstörte die Äugel eine« Anarchisten das Leben des Präsidenten Mac Kinley im Musiktempel der Ausstellung zu Buffalo. Der Mörder hatte sich dem LtaatS- oberhaupt mit einem Blumenstrauß m der Hans genähert, als wollte er ihm eine Ovation darbringen. Unmittelbar darauf ertönten drei Schüsse. Zwei Kugeln durchschlugen die.beiden Magenwände des Präsidenten. Trotz wiederholter Operationen starb Mac Kinley am 14. September. Das Motiv dieses Attentates blieb im Dunkeln. Offiziell wurde die Dachricht berau6gegcbcn. der Mörder habe, verwirrt durch anarchistische Flugschriften, seine Hand gegen diesen Präsidenten erhoben, Der als einer der ausgesprochensten .Prosperitätspräsident en“ in Der amerikanischen Geschichte lebt. Das Attentat beendete seine zweite Degierungsperiode. Dieser zähe und ehrgeizige Schotte hatte durch acht 3ahre energischster Derwaltungsarbeit nicht nur den Reichtum deS Landes ins Unermeßliche gesteigert - der lieberfebuft der Ausfuhr über die Einfuhr betrug allein in Den ersten drei 3ahren feiger Präsidentschaft fast anderthalb Milliarden Dollar — er hatte nicht nur das Territorium der Bereinigten Staaten durch die Einbeziehung Kubas, PortoricoS und Der Philippinen auf über 440 000 Quadratkilometer und 10 Millionen Einwohner gesteigert, er war auch der Schöpfer und endgültige Befestiger der amerikanischen Goldwähr un g. Unzählige Wasserstraßen, unter anderem Dau des Dicaragua-Kanals. Legung des Sudseekabels und eine allgemeine Steigerung der Produktionstätigkeit seines Landes waren sein Werk. Unter feiner Degierungszeit trat Amerika in das Zeitalter des 3mperialismuS ein. Wohl bezichtigten ihn feine Feinde, er strebe nach dem Machtposten eines .Kaisers von Amerika und wolle sich eine feste und dauernde Amtszeit schaffen, Mac Kinley jedoch trat diesen Gerüchten dadurch entgegen, daß er formell auf eine Dritte Wiederaufstellung als Präsident verzichtete. Seme Ermordung allerdings lieft es zu alledem nicht kommen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Gespenst des .Kaisers von Amerika seinem Mörder, dem Anarchisten Fred Dieman, erst die Waffe in die Hand gelegt hat. Seitdem wurde die Strähne der amerilani- schen Präsidenten-Attentate glücklicherwmse unterbrochen. Dur im 3ahre 1912 wurde Theodor Roosevelt, der Berwandte und Damens- vetter des jetzigen Präsidenten beinahe das Opfer eines Devolverattentates. Er erlitt ledoch zum Glück nur leichte Verwundungen. Das aus Wilson nach dem Krieg verübte Attentat traf den Präsidenten in einer Zeit,, als er seine Funktion nicht mehr ausübte. Und die rnhstniosen Umstände, unter denen sein Dachfolger Hartz i n g im Weißen Haus zu Washington starb — die Gerüchte, daß er vergiftet worden fei, konnte ' man bis jetzt noch nicht widerlegen — werden : wohl nicht so leicht aufgetlärt werden können... von Bernard Michael Steinmetz. 20.15: Konzert. 21: Liederstunde zum 30. Todestage des Komponisten Hugo Wolf (am 22. Februar). 21.30: Konzert. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Donnerstag, 23. Februar. 7.30 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusiker. 12 Mittagstonzert 1 auf Schallplatten. 13.30: Mit- tagskonzert II. 15.30 bis 16 30: Stunde der Jugend. 17- Nachmittagskonzert: Alte und neue Serenadenmusik. 18.25: „Gefährdet das Denken in Geld die Volksgemeinschaft?", Vortrag von Dr. K. Luer. 18.50: Wege zur Planwirtschaft", Vortrag von Dr. Fritz Burchardt. 19.20: „Autostraßen", Gespräch zwischen Lorenz Eismayer und Otfried Hameran. 20: kund- gebung in der Festhalle: Uebertragung der Rede des Reichskanzlers Adolf Hitler. 21: Bunter Unterhaltungsabend. 22.30: Nachtmusik. 23.45: Stadthalle Stuttgart: Schlußbericht vom 6. Stuttgarter Sechstagerennen. Freitag, 24. Jebruar. 7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.50: von Hamburg (im Schulfunk): „Die deutsche Seewarle". 12: Nürnberg: Mitlagskonzert I des Kon- zertorchcsters. 13L0: Mittagskonzert II. 15.20: Eltern, stunde. „Aufgaben der Schule und des Arbeitsamts in der Berufsberatung", Gespräch zwischen Berufs- beratet Dr. Busold und Mittelschulrektor Henschel 17: Unterhaltungskonzert des Frankfurter Rundfunkorchesters. 18.25: Stunde des Buches. 18.50: „Juristische Plauderei" von Carl Retep. 19.20: Humor in Ooerbayern, vorgetragen von K. Ernst. 19.50: Schwäbische Bauernmusik, gespielt von Mitgliedern des Rundfunkorchesters. 20.15: Mannheim: Menschen tm Berus: „Ein Pressestenograph", ein Gespräch zwischen Jokob Würth und Waller Beyer. 20.30: „Fall- nitza", komische Oper, Musik von Franz von Suppe. 22.35 bis 24: Nachtmusik. Samstag, 25. Jebruar. 7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk, Szenen aus „Ernst, Herzog von Schwaben", Trauerspiel von Ludwig Uhland. 12: Mitlagskonzert I des Rundfunkorchesters. 13.30 bis 14 40: Mittaaskonzert II. 15-30 bis 16 30: Stunde der Jugend. 17: Nachmittagskonzert der Orchestergernein. schäft Münchener Berufsmusiker. 18.25: „Die Forderungen von Handwerk und Gewerbe zum neuen Entwurf der Zivilprozeßordnung", Dortraa von Kam- mrrsyndikus Ernst Bouveret. 18.50: „Arbeitslöhne in Den verschiedenen Ländern", Vortrag von Prof- Dr. Pribrom, Frankfurt a. M. 19.30: Pforzheim: Die Melodians" fingen. 20: 1111 Jahre Fasching. 22.25 bis 23.30: Rheinischer Frohsinn. 23.30 bis 1: von London: Tanzmusik. ’CÄ AVS $5» ML 1,3 nau anftuc". ■ A geht sre^ ft fi> W11 pl die Dame es könne auch . , -sicr Donney .a wird Rettung. leso,CI, |t>l‘ nst er/6er auch De -sitzt! und tut rhcbt Wettes seine Bei einer Kundgebung auf dem Strand von Miami wurde auf Amerika» neuge- wählten Präsidenten Franklin D. Doofe- velt ein Attentat verübt. Fünf Personen wurden schwer verletzt, am schwersten CBür» germeister Cermak von Ehicago. Wie durch ein Wunder blieb der Präsident un- verletzt. ,, ... Am Karfreitag des 3ahreS 1865 herrschte größte 3ubclftimmung in den Bereinigten Staaten. Trup- pen durchzogen die Straßen der Städte, fangen feierliche Lieoer. Ein CHegcrregiment des uniont- ftifeben Heeres rückte in feinen schönen Uniformen in Richmond ein unter Absingen eines Liedes mit tzcm Desrain: .Das große Jubeljahr ist Dal Der Sezessionskrieg war beendet. Am Abend sollte, der ihn beendet hatte, sollte Prä- sident Abraham Lincoln mit seiner Gemahlin die Festvorstellung des Theaters zu Washington besuchen. .Der Präsident", so berichtet eine zeit- genössische Chronik, ,toar heiterer und fröhlicher, als man ihn je zuvor gesehen hatte. (Sr freute sich auf die nahe Aussicht eines festen und Dauerhaften Friedens im Innern und mit dem Ausland, gab in ausfallendem Grade das Wohlwollen und die Menschlichkeit seines Wesens kund, sowie Den milden und zum Vergeben geneigten Sinn, Der ihn so sehr auszeichnete." Man jubelte ihm in feiner Loge zu, Dem langen, fchmgen Mann, Dessen Gruß nach zeitgenössischen Schilderungen etwa s außerordentlich Treuherziges hatte Er plauderte lebhaft, wie es seine Art war, und äußerte „in scherzhaften Redewendungen und gllichnisweise angewandten Geschichtchen smne tief gegründete Meinung". Da traf thn fein ®e* toid. Gegen den Gewählten des Volkes erhob sich eine fluchwürdige Hand. Durch Die unbewachte Tür trat der Mörder, Wilkes B o o t h, in Die Loge des Präsidenten, feuerte ein Pistol auf ihn ab, dessen Kugel tief in den Hinterkopf eindrang, sprang aus der Loge auf Die 2ühne, schwang mit einem theatralischen Ausrufe einen Dolch und entfloh aus dem Theater. Lincoln wurde be- dieser Erstaufführung: »Der Bundschuh" am Freitag, 24. Februar, als 20. Vorstellung im Freitag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen. Anfang 20 Ahr, Ende nach 22.30 Ahr. — Für Samstag, 25. Februar, ist ein .Großes Zirkus- Kabarett" mit einem abwechslungsreichen artistischen und künstlerischen Programm angeleht. Die Zirkusvorstellung ist außer Abonnement und zu kleinen Preisen. Anfang 20.15 Ahr, Ende 22.30 Ahr. — Die nächste Wiederholung Der Operette „3m weihen Röhl" finDet am Sonntag, 26. Februar, statt als FrernDenvorstellung außer 2lbonnernent. Vorzugsgutscheine und Schülerkarten haben Gültigkeit. Spieldauer: 18.30 Ahr bis 21.30 Ahr. Arn 22.15 Ahr am gleichen Tage startet ein „Dacht-Kabarett" unter Der künstlerischen Leitung Wolfgang Kühne mit vollständig neuem Programm. Auch Dieses Kabarett geht zu kleinen Preisen. •• Besuchszeiten tn Den Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Reuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Ahr geöffnet. •• Städtische Brennholzversteige- r u n g. Bei der gestrigen Brennholzversteige- rung in den Waldungen der Stadt Gießen (Försterei Rödgeni wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchenscheiter 8.60, Eichenscheiter 7.00, Kiefernscheiter (1. Kl.) 7,20, (2- Kl.) 6.00. Fichtenscheiter (1. Kl.) 5,00, (2. Kl.) 4,00, Birlen- scheiter 7.00, Duchenknüppel 7,00, Eichenknüppel 5,00, Kiefernknüppel 5,40, Fichtenknüppel 4,00, Dirlenknüppel 5,00 Mk. Pro Raummeter: Buchen- reisig (2. Kl.) 15 00, Eichenreisig (2. Kl.) 11,00, Äiefcmreifig (2. Kl.) 12 00 Mk. pro 100 Wellen. •• 61 e r b e f ä11e in Gießen. 3n Der Zeit vom 1. bis 15. Februar verstorben in unserer Stadt: 1. Marie Gerhard, geb. Berg, Wwe., 72 Jahre, Seltersweg 55; 5. Anna Flocke, geb. Bär- thel 72 3ahre. Duddestrahe 6; 6. Gertrude Thiel- mann, geb. Schneider, 26 3ahre, Teufelslustgärtchen 18; 6. Georg Doll, Lokomotivführer L R., 67 Jahre, Dammstr. 45; 6. Eugen Kaussmann, Rentner, 87 3ohre, Dismorckstr. 45; 6. Adolf Schmitz, Bureaugchilfe, 33 3ahre, Steinstr. 19; 7. Hans Helferich, 8 3ahre, Kaplansgasse 15: 9. Wilhelm Lenz, Maschinenschriftseher, 58 3ahre, Asterweg 53- 9. Hedwig Grüneberg, geb. Klockmann, Wwe., 88' 3ahre, Liebigstr. 76; 9. Anna Schäfer, geb. Hohl, 60 3ahre, Weserstr. 15; 9. Berta Lempck. geb. Kühl, 35 3ahre, Friedrichstr. 9; 10. Anna Margarete Giehl, geb. Pfaff, Wwe., 82 3ahre, Asterweg 16; 11. Konrad Schneider, Lokomotivführer i. R., 88 3ahre, Stephanstr. 19; 12. 3ohann Schneider, 72 3ahre, Schillerstr. 8; 12. Gertrud Arrigshardt, 1 3ahr, Liebigstr. 101; 13. Katharine Schön, geb. Euler, 45 3ahre, Crednerstr. 34; 14. Karl Kinzenbach, Heizungsingenieur, 46 3ahre, Bleichstr. 40: 15. Otto Doll, Gärtner, 51 3ahre, Landgraf-Philipps-Plah 8: 15. Katharine Zahrt, Wäscherin, 62 3ahre, Teufelslustgärtchen 5. •• Warnung vor einem Unter ft üt- zungsschwindler. 3n Frankfurt und Umgebung ist ein Schwindler aufgetreten, der alleinstehenden Frauen Grühe bestellt von einem auswärts wohnenden Bruder oder Verwandten. Er versteht es. sich in manchen Fällen ein Dachtquar- ticr zu erbitten und erzählt anschließend, wenn die Bekanntschaft hergestellt ist, dah er einen Motorradunfall hatte und einen Betrag von 20 bis 30 Mk. leihweise benötigt, um Reparaturen vornehmen zu können. Der Schwindler ist 30 bis 35 3ahre alt, spricht Frankfurter Dialekt und nannte sich Müller. Außer in Frankfurt ist er b.s- her in Mainz, Hochheim, Wächtersbach, Schlüchtern und Diederramstadt aufgetreten. Sonntag, 19. Februar. 6.35 Uhr: von Bremen: Hafenkonzert. 8: Hohe Domtirche Trier: Kathol. Morgenfeier. 9: Stunde des Chorg'esangs. 10: „Brahms als Sammler", Vor- trag von Dr. Karl Geiringer; Sprecher: Helmuth Slnbreae. 10.45: „Wie Rundfunk und Trier lich trafen", Plauderei von Al. Funk. 11.3t): von Leipzig: Kantate von Joh. Seb. Bach. 12: Freudcnstadt- Baiersbronn: Internationale deutsche Ski- und Heeres-Ski-Meisterschaften, Härbcricht aus Baiers- bronn vom „Damen-Abfahrtslauf". 12.15: Mittags- konzert I. 13.05: Mittagskonzert IL 14.20; Stunde des Landes. 15.30: StunDe der Jugend. 16.30: „Ka- meradfchaflliches Helfen", Gespräch zwischen Wally Baumann und O. W. Studtmann. 16.55: von London: Konzert. 18.15: Stadthalle Mainz: Damensitzung des Mainzer Karnevaloereins. 23 bis 24: Nachtmusik. Montag, 20. Februar. 7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Frcudenstadt-Baiersbronn: Internationale deutsche Ski- und Heeres-Ski-Meister- schaften, Hörbericht. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.25: „Psychoanalyse in der Malerei: Das Werk von Pablo Picasso", Vortrag von F.T. Gubler. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.25: Till Eulenspiegels lustige Streiche. 19.45: Gruß an Trier, Prolog von Rud. G. Dinding. 20: Deutschlands älteste Stadt, ein Hörbilderbogen aus Triers Vergangenheit von N. Limbourg. 21: Orchesterkonzert. 22 45: Kammerkonzert. 24: Stadthalle Stuttgart: Bericht vom 6. Stuttgarter Sechstagerennen. Dienstag, 21. Februar. 7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mit- tagskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Nachmittag. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: „Aus Dem Leben von Hektor Berlioz", Vortrag von Dr. Hans Scholz. 19: Trier: 1. ,Zn Trier reden die Steine", Vortrag von Profesior Dr. N. Irsch; 2. „Glocken begleiten den Menschen", eine Trierer Hörfolge. 20.30: Konzert des Rundfunkorchesters. 22.45 bis 24: Nachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker. Mittwoch, 22. Februar. 7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: „Die Kohle als Rückgrat der deutschen Dolkswirtschaft" von Fr. E. Westphal. 12: Mit- tagskonzert I des Rundfunkorchesters. 13.30: Mit- tagskonzert II. 15.15 bis 16.15: Stunde der Jugend. 17; Nachmittagskonzert. 18.25: von Trier: Der geheiligte Tag, ein Kinder-Oratorium von Franz Philipp. 18.50: Zeitfunk. 19.20: Zehn Minuten Verkehrserziehung von Lorenz Eismayer. 19.30: Dichterisches Schaffen hn Trierer Lantz, eine Ueberfchau e und ganz biente 1 elegantes Kostüm, zt sich ein wema. iS“, wie mein w stattung glaubt et* rt sich ter Saal ge- nt es herein, man i Hals. .... öa zu sehen glbt. Mnn. „eine Frau n Sie!" )DoDob! Der Jot- r Scharfe Duhe. Spenden für die Wintemothilse. Don Der Geschäftsstelle der Gießener Winter- nochllfe werden uns folgende neue Spenden für das Hilfswerk mitgeteüt: Kriegerverein, Gießen, 50 Mark; Gießener Frauenhilfe 300 Mart. Die Frauen-Winterhilfe legt Wert auf die Feststellung, daß sie biS letzt insgesamt für die Wintemothilse 1600 Mark an Gelb auf» ÖC®a^benaiäuft noch die Pfun d s p e n d e; auch hier hat die Frauenhilfe bts letzt zirka 600 Pfund Lebensrnittel gespendet erhallen und auSgegeben. Die Spender werden von der Frauenhilfe freundlichst gebeten, die Gaben nur Montags. Mittwochs und Freitags zwischen 9 und 12 Uhr m der Alten Klinik, Erdgeschoß rechts, abzugeben. SA.'Aufmarsch in Gießen. 2m morgigen Sonntag wird die Standarte 116 der DSDAP. in Dießen einen Aufmarsch veranstalten. Der um 14 Mr vom Trieb aus durch folgende Straßen fuhren wird. Kaiserallee. Molllestraße. Senckenbergstraße. Landaraf-Philipp-Platz, Vorbeimarsch am Stne- äerdenkmal 116. Ostanlage, Walltorstraße Äir- «cnplatz, Marktplatz. Schulstraße. Svnnenftraße. Ireuzplah, Seltersweg. Westanlage, Bahnhofstraße. Deustadt, Oswaldsgarten, Stemstraße. Marburger Strafte, Wieseoer Weg, Wieseck, Torbogen, Rabenäuer Straße, Philosophenstraße zum $11m 20 Uhr wird in Der Vollshalle eineKund- g e b u n g mit Konzert folgen. Hier ist der preußische Kultusminister Dr. Rust als Redner vorgesehen. Lateu für Lamstaq, 18. Februar. 1546: Martin Luther in Eisleben gestorben; — 15 der Bildhauer und Maler Michelangelo 1 rotti in Rom gestorben; — 1857: der Maler, R. .er und Bildhauer Mar Klinger in Leipzig geboren; — 1932: Friedrich August III., ehemaliger König von Sachsen, in Sibyllenort gestorben. Daten für Tonntag, IS.Februar. 1473: Der Astronom Nikolaus Eopernicus in Thorn geboren . - 1745: der Physiker Alexander Graf Volta in Eomo geboren; — 1859: der Astronom und Physiker Svante Arrhenius in Wyk bei Upsala geboren; — 1861: Aufhebung der Leibeigenschaft durch Alexander II. von Rußland; — 1865: Der Forschungsreisende Sven von Hedin in Stockholm 102 ®#tntnne ;u 1000 TL ---- ---- --- 54308 54686 62721 73286 82418 99164 ------ ------ 133270 143414 151234 S.Jixfport 3u- Wirtschast Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Die Ausdehnung des Dollstreckungsschuhes für die Landwirtschaft führte, obwohl sie nicht mehr unerwartet kam. zu einer befestigteren Stimmung weil man annimmt, das; sich die Landwirtschaft bei ihren Getreideverkäufen nunmehr verstärkte -Zuruckhaltung auferlegen wird. . ?mBro tgetreidemarkt beschränkte sich das Geschäft nur auf die Deckung des not» wendigsten Bedarfs. Das Angebot hielt sich in Grenzen. Der Weizenpreis lag mit Mk. höher, während Roggen mit 163,50 Mk. per Tonne unverändert blieb. Am Braugerstenmarkt hat sich der Preis für feine Braugerste um 2,50 Mk. auf 177,50 bis 180 Mk. per Tonne ermäßigt. Der Beschluß der Reichsregierung, in diesem Jahre keine Gersteneinfuhr mehr zuzulassen, kam nicht unerwartet und hatte daher keine nennenswerte Wirkung auf dem Markt. Mittelqualitäten waren weiterhin vernachlässigt und lagen gleichfalls etwas niedriger. e r m a 111 blieb der Preis mit 130 SLSi t t>er Tonne bei nur geringer Llmsah- behauptet. Die geplanten Absperrungen der Cinfu^, namentlich der 8uttergetreideeinfuhr, J" » ln. öcn kommenden Monaten natur* -ü der Bewegung der inländischen Dorrate ausdrucken als bisher. JS eorl9*Vrei Riesenstaffeln beim Deutschen Turnfest. Auf Grund der überaus regen Beteiligung bei der lOOmal 100-Meter-Riesenstaffel hat sich jetzt die Leitung des Deutschen Turnfestes in Stuttgart entschlossen, auf der 400 Meter langen Fest- toiefe noch eine Pendelstaffel austragen zu lassen, an der fast 100 Vereine teilnehmen können. Regatta-Termine für Süd- und Südwestdeuffchland. Auf der Tagung des Mittelrheinischen Regatta-Verbandes wurde mit der Abhaltung der rPin 'D erbands.Regatta die Mainz.Kastel beauftragt und der V. Jul i als Termin gewählt. Für die west- deutschen und südwestdeutschen Regatten ergibt ich danach folgender Plan: 28. Mai: Honnef (Kurzstrecken-Regatta): 5. Juni: Trier: 11. Juni- Heng,teysee Köln, Karlsruhe: 18. Juni: Koblenz: 25- -oum: Bad Ems, Worms: 2. Juli: Essen Limburg: 9-Iuli: Gießen, Mainz-Kastel: 16. Juli: Duisburg. Tausend-Meilen Rennen von Brescia. 2Nil Caracciola, Stuck und von Brauchitsch. Am diesjährigen Tausend-Meilen-Rennen von Brescia einem der schwersten Automobilrennen der Welt, das am 8. und 9. April stattfindet werden die deutschen Spitzenfahrer Rudolf Carac- ciola Hans Stuck und Manfred v. Brauchitsch teilnehmen. Stuck und v. Brauchitsch, der sich bereits an Ort und Stelle befindet, werden icder einen Mercedes-Benz steuern. Hans Stuck wird voraussichtlich auch auf einem deutschen -ISagen an dem Rennen teilnehmen, so daß ein und!! — Waldgirmes! und II; Gleiberg Jugend gegen Lollar Jugend. v morgigen Sonntag findet in Gießen die diesjährige ordentliche Vereinsvertreter« Tagung öe$ 3. Bezirks statt. Reben Entgegen* nähme der Berichte über das abgelaufene Ge* schaftsjahr werden die Beratung der eingegan* ra9e’ insbesondere die Vergebung des diesjährigen Bezirksfestes besonderes Interesse beanspruchen. Eishockey-KanadierinLondonundpariü Die kanadische Eishockeymannschaft der To* rOnr-Drj.^PlDna spielte in London gegen eine englische Auswahlmannschaft und gewann über* l^rm Weiterreise zu den Welt* Meisterschaften m Prag traten die Amerikaner "rsch w Paris an. Gegen die „Blauen Teufel" reichte es nur zu einem knavpen 1:0 (10 0 0 0:0) Sieg, wobei die Pariser in den letzten beiden Dritteln noch ziemlich überlegen spielten. Kurze Sportnotizen. Der „B l a u e V o g e 1", Campbells neuer Ueberrennroagen erreichte beim Training am Strande von Florida bei ungünstigen Wetterver- ^uissen öl sh er eine Höchstgeschwindigkeit von „nur 342,122 Stundenkilometer. * Eine Schweizer R a d r u n d f a h r t, die in fünf Etappen über 1223 Kilometer führt, wird in Mem Jahre aus Anlaß des Jubiläums des Schweizer Radfahrerverbandes zum ersten Male durchgefuhrt. .den in feinen Bezirken angekündigten 30 Versammlungen hat der Vorstand des West- ... - । deutschen Spielverbandes bereits begonnen. Zweck schieben gegen die „Eintracht" erzielt. Die Fried- dieser Versammlungen ist, dem Verbandsvorstand berger haben Gelegenheit gehabt, die hohe Schule tn seiner Haltung zur Berufsspielerfrage für den per Frankfurter Grohvereine in Verbandsspielen bevorstehenden Verbandstag die Mehrzeit zu kennenzulernen und sie dürften dabei ihren gut I sichern. In Koblenz, Andernach und Krefeld hat- bekannten unb zum Teil berühmten Gegnern man- ten die abgehaltenen Versammlungen in dieser ches abgesehen haben. Das laßt erwarten, daß Richtung einen Erfolg zu verzeichnen. Die Der- am Sonntag auf dem Platz der Spielvereinigung emsführer erklärten sich mit den Ausführungen guter Sport geboten wird. Die Leistungen, die der Dorstandsmitglieder voll und ganz einver- man von den Gästen erhofft, sollten für die Blau- standen In Krefeld machte man nur zur Be- toeißen Ansporn genug fein, aus sich herauszu- dingung, daß bei der Einführung des Derufs- gehen und mehr zu zeigen, als es am Dergange- Fußballsports die Interessen der Amateurvereine nen Sonntag geschehen konnte. weitestgehend geschützt werden und die Destim- Die Blauweißen treten voraussichtlich wieder in !"^en für die Zukunft ein verkapptes Berufsetwas stärkerer Aufstellung an und werden den H^elertum ausschließen müssen. Die Schaffung Gasten in folgender Ordnung gegenübertreten- I Cl™r.r Rcrbindsliga wurde abgelehnt. Schlarb: Zeiler, Luft: Glitsch, Langsdorf, Einen tre schwereren Stand hatten Dr. De k * Schmidt: Schneider, Lippert, Heilmann, Goebel, ' e.rr un?, J.0 n Rlengden , die vorher schon Best. Man stützt sich also in der Hauptsache auf I erfolgreich in Koblenz und Andernach referiert betoaprtc Kräfte. Die 1900er werden ihre ganzen! hatten, in Düsseldorf. Hier war zunächst technischen und körperlichen Reserven einsetzen "te Stimmung stark gegen die Einführung des müssen. Dor dem Spiel der ersten Mannschaften Derufsspielertums, die aber in der Hauptsache treten die zweiten Mannschaften der beiden Der- darauf zurückzuführen war, daß die kleinen 23er- eine im Freundschaftsspiel auf den Plan. eine mit ihrer Meinung stark zurückhielten. Eine Der Ausgang der beiden Spiele ist nicht vor- Abstimmung zum Schluß, der Dersammlung er« herzusagen. gab jedoch eine überwältigende 2!7ehrheit von 3ngenbfpielc. 29:9 Stimmen für das Derufsspielertum. Diese Am Sonntag tritt die Iugendabteilung erst- Abstimmung hat zwar keinepraktischeDe- malig wieder mit 4 Mannschaften auf den Plan. JPn? UA9' Ergebnis zeigt aber, daß die finden folgende Spiele statt' Westdeutsche Derbandsleitung bei der Mehrzahl Lollar Junioren — 1900A I ' nen ** Unterstützung zu ihren Plä- VfB. Marburg A II-1900 All 1 n€n hnDen toirb‘ Marburg 1. Schüler 1900 2. Schuler — Gr.-Buseck Schüler. Wohl den schwersten Kampf hat die 1. Jugend Zu bestehen trifft sie doch in Lollar auf einen körperlich bedeutend stärkeren Gegner. Die 2. Iu- 9ead muh sich ebenfalls sehr strecken, wenn sie m Marburg gewinnen will. Die 1. Schuler treten in neuer Ausstellung an und toeröen öen Beweis erbringen müssen, ob dadurch me Leistungen jetzt besser werden. Die 2. Schüler, öie Kleinsten, gehen ziemlich aussichtslos in den Kampf: die Gäste aus Gr.-Buseck sind kräftiger. VfB. Gießen. Ockershaufen I — VfB. Gießen I Kein leichter Gang für die Grünweihen.' Diel- leicht sogar das schwerste Spiel der Rückrunde' Es sei daran erinnert, daß das Spiel der Vorrunde gegen diesen Gegner nur mit dem Ergebnis von 1:1 endete und damit der Gießener Mannschaft ein Punkt verloren ging. Zwar wer- bic Gastgeber in technischer Hinsicht den -ör-ö-ern nicht ganz gewachsen sein, ihr Eifer aber der bekannte Platz, das heimische Publikum tön- nen öen Gästen aber öoch gefährlich werden. Die Eießener werden mit viel Siegeswillen die Reise antreten müßen. Hindenburg Schirmherr I Spiel' ab*** DfB.er hängt viel von diesem btv 11, Ofompiflfien ©Viele. 2tte,^"e Mannschaft ist spielfrei. Die dritte . c. • ' ‘ " Mannschaft fahrt nach Garbenteich. Man hat pr m n v Hindenburg hat das ihm dort einen beachtenswerten Gegner vor der Klinae 9"2C Protektorat der nächsten Olympischen Ausgang des Spieles ist nicht vorherzusagen' Spiele übernommen. Der Brief an Staats- Jugenbfpide. ° aut^r(S%^a^erbrt?^^dIrp^?|aUh^9en^\^Ott' » ^ugendmannschaft und Schüler fahren mit äsS'SV®?äst'» MsfÄiasÄ Derliußg^ Lerssag^'^ch °b^''gkrn 8E8tn “* L ^geud »on öiefe ^hsrmherrschaft zu übernehmen und be- i u,n! ??rncn und dem Organi- Dandbüll der Sp.-Da. 1900 sationskomitee für die 11. Olympiade Berlin 1936 o y erfolgreiche Arbeit zu wünschen. Mit freundlichen haben die 1900er die beiden ah Grüßen! v. Hindenbur a." tiven Mannschaften des Id. Klein-Linden zum Geg- — , . I ner. Obwohl die Turner über beachtliches Können Cpldhereimgung 1900 Gießen. verfügen, dürften sie um Riederlagen nicht rti-n <> • vi , , I hcrumfommen, zumal die Spielvereiniaungsleute VfB. Friedberg in Gießen zu Gast. den Vorteil des eigenen Platzes haben. In der er- Die Spielvereinigung 1900 hat für den mor- ^en Mannschaft von 1900 sollen einige Umstellungen gigen Sonntag die 1. Mannschaft des VfB Fried- vorgenommen werden: inwieweit sie sich bewähren, berg zum Gesellschaftsspiel verpflichtet. Die Fried- mu& abgewartet werden. Jetger finö in öer Saison 1932/33 in der Main- ftÄrt Mo $"aao bezirksliga in harten Treffen gewesen und haben I riOrl 0,C ^°9C- V,/ehr ehrenvoll geschlagen. Hat die Mannschaft doch neben einigen (sogar empfindlichen) Riederlagen auch ein höchst ehrenvolles Unent- Jranrrurt a. -Dl. 3trim .vrannur: a. .'Jt. äeriin ^ranffun a. M. Devisenmarkt Berlin Berlin ranksurt a. M. 17- Februar 16-2. | 17.2 I 17.2. |l6.2.~7 Amtliche Jloticrung Geld | Arie, Datum 16.2. 17.2. 16.2- | 17.2. 16.2. | 17-2. 17,5 17,4 77 77 77 107,75 108,5 61,5 61,5 61,25 60,9 84 83,9 83,65 83,5 01 86,5 86,65 47,5 46,75 86,25 86,25 4,5 4,5 4,75 4,9 84 83,5 84 83,5 1" 84 84 12,25 5,7 01 27,25 28 1 28,13 I - 1 144,25 I 28,75 25,25 8| 6,13 5,35 67,4 9,13 71,75 61,5 24 37 6 0 46,75 50,5 78,5 93,5 79,5 b 6 0 35,25 192 74,25 26,13 80,5 91 52 71,75 61,5 147 78 99 88 139 117,5 26,5 80,5 91 51,5 17,5 40 98 53 78,5 99 86,5 136 5 117.25 71.75 61.5 147,75 26,13 81,4 90,13 52,25 71,75 61,5 149,25 26,65 81,5 90,5 51,75 0 6 6 9 22,5 37 34,75 15,5 112 114 170 47,5 50 36,5 137 38,5 46 49 25 37,5 42,4 35,75 37,25 42,5 35,5 4,20 58,53 63,82 14,38 16,49 169,16 21,41 73,60 2,46 76,20 81,24 34,45 Schluß- (ure 35 15,5 113,5 114,5 170 6 6,9 10,9 6,4 5,4 107,5 155 37,5 43,13 35,25 35 192,5 75,75 32 17,5 40,65 98 53,5 36 137,5 101,9 38,75 46 49 25,5 113,5 23,5 37 40 75 36,5 137 47 89,75 57.25 87,5 108,65 156 36,9 42,5 35,5 114,75 171 78 99 86,75 136,5 117 17.5 40 97,5 53 17,25 39 32,25 17,5 39,9 98 53,5 38,25 44,75 49 27 79 93,75 79,25 47 91,25 58 86,25 78 99 88 138.75 117,5 6,396 48,55 12,485 3,063 169,87 73,92 64,31 76,53 14,46 0,837 4,217 58,81 21.52 16,57 81,58 34,65 82,08 0,871 0,241 5,566 13,14 35.13 15,5 6,2 5.35 79.75 i 93,5 79,25 ' 4,22 58.77 64,08 14,44 16,55 169,84 21,49 73,90 3,95 5.95 6,8 10,8 5,65 25,4 12,25 1,3 12,75 1,3 12,25 1,3 154 106,5 44,5 60 23,5 47 91,4 58,25 86,65 53 150,5 107,9 44,5 60,25 23 69,5 35 192,5 75,9 47 89,4 57,25 88,5 53 154 105,75 44,5 59,65 23,25 68.25 34,65 192 74,9 Arthure Malnkraftwerke Höchst a.R. Süddeurlcher Zucker 5,9 5,9 6,75 101 38,25 46.4 49.5 26.75 113 22.75 37,5 40 36,25 137.25 153 105 44,5 60 23,5 6,4 5,45 67,65 9,1 «i.E.G...................... Acktr. Llefenmgöge'selischäst Licht und Kraft ............. Reiten & Guilleaume «esclllchaft für Elektrische Unter- nehmungen.............. Rheinische Elektrizität Schlickert & (So............. Siemens & HalSk, LabmeverLEo...........j 5,95 6,05 7 10,65 5,7 25,1 3 G. »zarden-Industrie Scheiveanstalt..... Goldschmidt Rülgerswerke Metallgesellschaft 2,4» 76,50 81.56 34,59 PhiliVP Hohmann .... Zementwerk Heidelberg Lementwerk Karlstadt.. Wayß & Frevtag..... Helsingfor».. Wien....... Prag...... Budavest... Sofia...... Holland .... Oslo ...... Kopenhagen. Stockholm... London ..... Buenos Aires Neuyork.... Brussel_____ Italien..... Paris Schweiz ... Spanien.... Danzig.... Japan..... Rio de Ian. Jugoslawien Lissabon... Schlulik. Miiiog- bör-e 35,65 15,5 113 114,5 171,25 79.5 i 93,25 l 78,75 67,05 I 9,1 I ?rlcf _________________Datum Bereinige Stahlwerke Olavi Minen ............... Kaliwerke Aschersleben Kaliwerke Westeregeln Kaliwerke Salzdetfurth 4% Oesterrrichhche «olbrente... 4,20% Oefterreichische Silberrente 4% Ungarische Gvldrenie ....... 4% Ungarische Staatörente v. 1910 414% deögl. von 1913 6% obgesl. Golbmcxikaner von 9!> 4% Türkische Zollanleihe von Iflil 4% Türkische Bagoadbahn-Anleihe Serie I............ 4% beSgl. Serie II 6% Rumün. vereinh. Rente v. 1903 4k%Rumän.veretnh.Renteo,1913 4% Rumänische vereinh. Rente .. •%% «nawlier............... 67 I 9,05 j 77 ®/o Dcupche ReichSanleihe o. 1921 tf)em.7% Dt.ReichSanl. v. 1929 % Doung Anleihe von 1930 . Deutsche Arn.-Ablos.-Schuld mli Auslof.-Rcchten DeSgl. ohne Äiislos.-Rechte . 6% ebrm. 8% Hess. Bolksstaat 1929 lrückzablb. 102%) .. Oberhessen Provinz. Anleihe mit Auelos.-Rechien . Deutsche Komm. Sammelab l.Än leihe Sertei mit AuSlos.-Rechien 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl ©olöpfe. 15 unkündbar bis 10:45 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban! Goldvfe. 16 unkündbar bis 1936 bYi% ebem. 4^% Franks. Hup. Bank.Liau.-Psandbriefe ... 6'/z% ehem. 4'/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liciu..Koldpfe. ... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand brlefanflalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanNalt, Pfandbriefe flt 10 Schultheis Payenhofer 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 Bemberg............... g Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren............ 0 Deutsche Linoleum ..........0 Orenstein L Koppel 0 Leonhard Tietz " g Thade..................... -vamvurg.Ainerila.Pakei . Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff........... 0 Norddeutscher Lloyd 0 W ffl. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz- und Prtvat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dtsronta- Gesellschaft............... 0 Dresdner Bank 0 Reichsbank ................. j Äerlln, 17.Februar Amertkantsche Noten Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Franzüflsche Noten............... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweiler Noten................. Spanische Note« Ungarische Noten ......... 1" 0 0 v »• bärse Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. —'n‘er 6e" lliap'eren anfle,ü6r,cn 3iffcrn »°b°n die Hbhe der jUkB, betroffenen Sioibenbe an. - Reichsban-diekon. 4 ». ft. Lombardzin-fuß s o.ft 6d>lu6'| w?‘Uk'- (Schluß. Echlußk. 'Dalum 116.2. | 17.2. Buderus ............. 0 Deutsche ErdSI ****** 4 Gelsenkirchener.............. Harpener.............. ” 0 Blen-Köin-Neuessen.'. 0 Ilse Bergbau ......... 7 Ilse Bergbau Genüsse 7 Kibcknerwerke ............. 0 Mannesmann-Rühren n Mansfelder Bergbau n Lberschles. Kokswerke a Phönir Bergbm,.........’*’* 0 Rheinische Braunkohlen ... ''10 Rhetnstahl 0 16. Arbruar Amtliche Notierung Geld | Snr 6,384 48,45 12,465 6,396 48,55 12,485 6,384 48,45 12,465 3,057 3,063 3,057 169,08 169,42 169.53 73.83 73,97 73,78 64,29 64,41 64,19 76,52 76,68 76,37 14,45 14,49 14,42 0.833 0,837 0,833 4,209 4,217 4,209 58,60 58,72 58.69 21,51 21,55 21,48 16,465 16,505 16,53 81,19 81,35 81,42 34,56 34,62 34,59 81,72 41,88 81,92 0,869 0,871 0,869 0,239 0,241 0,239 5,554 5,566 5,554 13,14 13,16 13,12 Banknoten.