I* Freitag, 17. November 1933 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Nr. 270 Drittes Blatt fungsprogramm: 4 000 2 784 3 000 1200 Gingen in der deutschen Jugend 5100 1400 8 000 Horst 1185 2 630 2 000 1800 Tagewerk« an der Bausiellel Am 19. November sammelt die Hitlerjugend für das Winterhilfswerk! Am Sonntag. 19. November, werden die Lands- knechtstrommeln des Jungvolkes um 7 Uhr im gesamten Deutschen Reich den Tag der deutschen Jugend eintrommeln. bewährte, die in der Sammlung des Dinterpsennigs ihren Bruder findet, wird zeigen, daß sie ein voll- güttiges Glied in der Kette der Opfer- möglichkeiten darstellt. Alle Erwachsenen sollen an diesem Tage ihre Anerkennung und ihre Freude an der Mitarbeit der Jugend im Kampfe um die nationale Solidarität durch einen Hammerschlag zum Ausdruck bringen. Im ganzen Deutschen Reich werden Schilder Aufstellung finden; jedes Schild wird nach vollzogener Nagelung 425 schwarze und 1036 Silbernägel enthalten. Jedes Schild stellt damit einen nennenswer- ten Beitrag der kleinen Spender dar. die in ihrer Geschlossenheit ein wuchtiges Zeugnis von der alle Klassen und Stände überbrückenden Kraft der helfenden Idee zum Ausdruck bringen werden. Bolksgenossen, zeigt eure Verbundenheit mit der Jugendl helft ihr bei ihrem Werk. Jeder Nagel trifft die Not! Jeder Hammerschlag bringt Brot! Gez.: Haug. Gauwalter der NS.-Volkswohlfahrt. den. nicht von heute auf morgen. Es gilt, das must kalische Empfinden zu wecken, auch durch die Pfleg' der Hausmusik. Dann erst können wir Anspruch au formvollendetes Singen erheben. W. ä. Aus der Provinzialhauptlladt. Falsche Gerüchte über hie Llniversität. Von der Pressestelle der Landesuniversität Gießen wird uns geschrieben: weite Kreise der Landesuniversitat. der Stadt Giehen und Hessens sind in jüngster Zeit durch u n - veranwortliche Gerüchte, daß eine Aushebung der Landesuniversität Gie- h e n geplant sei. beunruhigt worden. Mit ausdrücklicher Ermächtigung des Herrn Staatsministers Jung stelle ich fest, dah an diesen Gerüchten kein wahres Wort ist. Der Rektor: Bornkamm. Hitler schafft Arbeit! weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeltsbeschaf. haben: , ,, Auf daß. wenn dereinst es zum Sterben geht, sich erfülle mein schwur und mein heilig Gebet, daß am Ende der Tage ich treu meiner Heimat Gebote erfüllt. und daß ich rein meines Hauses Schild zu den Vätern trage. (V. v. Selchow.) Winterurlaubskarten bei derAeichsbahn Die Reichsbahn führt die Zeit vom 1 Dezember 1933 bis zum 15. April 1934 Winterurlaubskarten nach dem Muster der um 20 v.H. ermäßigten Som- meruriaubskarten ein. Diese Karten bieten gegenüber den bisherigen Sommerurlaubskarten den Vorteil daß auf der Rückreise Umwege bis zu em Drittel Mehrlänge gegenüber der Hinreise gelassen und außerdem bei Entfernungen über 400 SWo- meter (einfache Fahrt) größere Ermäßigungen mit fallender Staffel (30 bis 60 v. H.) gewahrt werden. Damit macht die Reichsbahn den Volksgenossen die ihren Urlaub aus die Wintermonate verlegen müssen. die gleiche Fahrpreisermäßigung zugänglich, wesenden warfen. „Wenn es gilt fürs Vaterland, „ treu die Klingen dann zur Hand ... Wie ein einziger Treueschwur hallten die Worte in die nächtliche Stille. Heller und Holzer flamm ten die Augen der jungen Menschen, die das braune Hemd Adolf Hitlers mit ihrem Band um die Brust tragen. Rach einem Gedichtvortrag sprach Derbandsbruder Grünewald, Darmstadtiae, em Mitkämpfer von Langemarck, über das Heldentum der jungen Freiwilligen-Regimenter m Flandern; wie immer nur das eine Wort auf den Lippen der Stürmenden und Sterbenden lag: Deutschland wie sie immer nur den einen Gedanken gedacht haben: den Gedanken an Deutschland. Wie damals vor Langemarck erklang jetzt hier das Deutschlandlied. Ein von Hermann Schmitz, Chattiae, verfaßter Treueschwur folgte: Wie deutsche Jugend mutig und stark fürs Vaterland kämpfte bei Langemarck, so tun auch roir’s und schwören ihnen, wir wollen dem neuen Deutschland dienen. Und kämpfen alle Hand in Hand, zu Sterben den Tod für«, Vaterland. Erhebt die Hände und schwört's mit mir: Ja, das wollen wir! Aufruf. Oie Jugend hebt ihren Schild gegen Hunger und Kälte. Der Heichszuschuß für Instandsetzungsarbeiten. An allen dafür bezeichneten Plätzen werden um von der Bürgermeisterei Gießen wird g Uhr die Wappenschilder der hitler- uns geschrieben: j u g e n d stehen, und die Jugend wird durch Lied Ls wird erneut daraus hingewiesen, dah Reichs- und Spiel die Vorübergehenden darauf Hinweisen. zuschuh für Justaudsehungs-. Lrgäuzungs- und Um- daß auf diesem Platz ein Wappenschild ge- bauarbeiten nur dann gewährt werden kann, wenn nagelt werden soll. der Antrag ordnungsmäßig vor Beginn der Die Oberbürgermeister. Bürgermeister. Landrate Arbeiten eingereicht wird. Arbeiten, welche vor und Gemeindevorsteher werden den ersten Hammer- Einreichung des Antrages begonnen worden sind, schlag vollziehen und damit die Verbundenheit der können nach den reichsgesehlichen Bestimmungen Staatsführung mit der deutschen Jugend zum Aus- n i ch t bezuschuht werden. Sämtliche Anträge auf druck bringen Die kleine Spende, die sich im Krieg Gewährung von Reichszuschuß sind beim städtischen Hochbauamt. Asterweg 9. einzureichen, woselbst auch die notwendigen Antragsformulare erhältlich find. soll die deutsche Studentin mit allem Eifer und mit ganzer Kraft Herangehen. Sie muß das Ansehen, die Ehre der deutschen Frau neu zu heben suchen und muß innerhalb einer wahren Gemeinschaft in der Arbeit an sich und den anderen sich bewähren und ihre Daseinsberechtigung nachweisen. Sie muß sich über ihren Einfluß auf das Geschick des deutschen Volkes klar sein und über die große Verantwortung, die damit auf ihr liegt. — Die Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen. Danach fangen die Studentinnen gemeinsam den ersten Vers des Deutschlandliedes und brachten ein Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler aus. Das deutsche Bottstied als Spiegel deutschen Lebens. Die Vortragsoereinigung (Goethe- bunt),* Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbe-Verein) bereitete gestern abend ihren Mitgliedern und Gästen in der Reuen Aula der Universität eine Feierstunde eigner Art, die allen Teilnehmern wertvollstes völkisches Kulturgut vermittelte und in künstlerischer Hinsicht viel Freude bereitete. Der Abend stand im Zeichen des Themas: „Das deutsche Volkslied als Spiegel deutschen Lebens." Musikdirektor Hallwachs hielt einen Vortrag, den er zum Teil musikalisch illustrierte. Er betonte einleitend, das Volkslied sei Ausdruck des nationalen Lebens. Diesem Volksgut habe leider ein großer Teil unserer deutschen Menschheit allzu lange Zeit fremd gegenüber gestanden. Glücklicherweise sei es heute anders. Für das Volkslied breche ein neuer Frühling an. Ein großes Verdienst um die Wiederbelebung des deutschen Volksliedes müsse dem Führer zugemessen werden. Die Kunst im Volkslied sei etwas durchaus Rationales. Je ausgesprochener eine Kunst national sei, um so sicherer erringe sie sich die Welt. Das Volkslied, das heute noch lebendig sei, sei eine Auslese, die das Volk aus tausenden von Liedern getroffen habe. Die Seele des Volkes verdichte sich in den Worten dieser Lieder. Seinen ganzen Reichtum offenbare das Volkslied aber doch erst dann, wenn man es selbst singe. Das Volkslied sei zwar nicht „vom Himmel gefallen (wie Storm fuge), vielmehr von einer bestimmten Gruppe Menschen geschaffen, die geistig dem Volke besonders nahestanden. In seinen weiteren Ausführungen fPrac9 $cr Redner von der reichen Vergangenheit des Volkslieds, erinnerte an die Minnesänger und an den fahrenden Spielmann, er sprach von den oft kunstvollsten Weisen, die aus dem 16. Jahrhundert auf unsere Zeit überkommen seien, und von den X-ieo= schäpsungen der Romantik. Der Redner übermittelte aus reichem Wissen heraus seinen Zuhörern ein anschauliches Bild der Geschichte und Entwicklung unserer Volkslieder. Er vergaß nicht, auf Studenten und Wandervögel hinzuweisen, die in unserer Zeit Das Lied des unsterblichen Vorkämpfers Wessel schloß die schlichte Feier. Diese ernste Ge- denkstunde auf dem Schiffenberg hat wieder einmal klar die Verpflichtung vor die Seele gestellt, die die Toten von Langemarck uns hinterlassen Studenünnen-Kundgebung. Am Mittwochabend sand in der Tageshalle des Gießener Studentenhauses ein Vortragsabend der ARSt. - Gruppe (Arbeitsgemem- schäft Nationalsozialistischer Studentinnen — Hochschulgruppe Gießen) statt, bei dem die Kreisleiterin Fräulein Eva Neßler aus Freiburg Fräulein H. K i p p e r , die Leiterin der Gießener ANSt.-Gruppe, eröffnete den Abend und hieß die zahlreich erschienenen Kommilitoninnen herzlich 03 Darauf611 sprach Fräulein Neßler über das Thema „Sie Aufgaben und $ f l1 e " b c r deuts chen Student! n". Die Rednerin betonte Zuerst daß in der deutschen Studentenschaft, ebenso Sie in allen nationalsozialistischen Draam ahonen, im Gegensatz zu dem überwundenen Parlamenta- SrnÄs Führerprinzip allein geltend e. unter dem die gesamte Studentenschaft ihren festen Zu- fammen(d)"u6 mit einheitlicher 8p>tz-g-und-nhab^ Innerhalb dieses Zusammenschlusses sei für ote deutsche Studentin im Hinblick auf die be anderen und weitverzweigten Aufgaben, d'e f'e z f len habe, die Einrichtung des Hauptamtes für Studentinnen nötig geworden. Die Krersletterin er- , klärte dann genau die Organisation dieses Haupt- 1 amtes mit feinen Unteram ern und deren Zweck? Das Amt für Schulung tzll hauptsächlich für d,e notwendige politische Durchbildung der Studen n- nen sorgen. Das Amt für Arbeitsdienst soll tüchtige Kräfte für die Aufstellung und des weiblichen Arbeitsdienstes heranziehenunb Der Studentin, die am Arbeitsdienst te'ln'mmt, klar- machen, daß dies Auszeichnung und Uebernahme von Verantwortung bedeutet. Außerdem forgt bas Sportamt für körperliche Ertüchtigung das Amt für Frauendienft für die Ausbildung der Studentin im Sanitätswesen, im Gas- und Luftschutz^ Da Amt für Gemeinschaftswesen soll ^ rechte Kameradschaft verwirklichen Helfen, das Am für NS. Volkswohlfahrt bringt die taüge Beteiligung der Studentinnen am deutschen Winterhilsswerk An alle Aufgaben der deutschen Frau, die nun hervor treten, nachdem die Jahre des Kampfes auf der Straße, die den Männern gehörten, vorüber find, die sie im Sommer durch Sommerurlaubskarten gewährt. Diese Maßnahme wird dazu beitragen, Die weitere Ausbreitung des Wintersports zu fordern, wie es im Interesse der Volksgesundheit nur begrüßt werden kann. Aus finanziellen Gründen und zur Sicherung gegen Mißbrauch müssen Die bei Den Sommerurlaubskarten getroffenen Einschränkungen — MinDeftentfemung 200 Kilometer, Sperrfrist von sieben Tagen für Den Antritt Der Rückfahrt unD Zulassung nur einer Unterbrechung auf Der Hinfahrt — aufrechterhalten bleiben. Die Winterurlaubskarten merDen sowohl von Den Fahrkartenausgaben, als auch von Den MER.-Stellen ausgegeben. wesentliche Träger des Volksliedes gewesen seien» erinnerte auch an die SS. und SA., die sich di« alten Volkslieder zu eigen gemacht haben, au« einem inneren völkischen Drang heraus. Schließ« lich charakterisierte der Vortragende noch die einzel« nen Arten von Liedern und ließ dabei geistige Sie« der, weltliche Volkslieder, Liebeslieder, Trinklieder, humoristische Lieder, lustige Lieder im Zwiegespräch und Marschlieder im Geiste Revue passieren. Proben der verschiedensten Volkslieder horte man in bester Weise von Elisabeth P e n n r i ch und dem Vortragenden selbst. Ein Weihnachtslied von unendlicher Zartheit eröffnete Den Reigen, ein ebenso seines Marienlied folgte. Mit viel FreuDe horte man u. a. das prächtige Abendlied „Der Mond llt aufgegangen", und das „Vöglein im Tannenwald , das innige „All meine Gedanken" und das wunsch- selige „Wenn ich ein Vöglein wär'". Das be- schwingte Lied „Mein Mädel hat einen Rosenmund und das leidenschaftliche „Rofeftock, Holderblüh" gab die Sängerin mit viel Temperament wieder. Das schwermütige „Es steht eine Linde im Tal" und „Dort unten im Tage" beschlossen die Reihe dieser feinsinnigen Lieder. Musikdirektor H a l l w a ch s fang dann verschiedene Trinklieder und erntete für „Den liebsten Buhlen, den ich han", und das pol- ternde „Gestern abend war Vetter Michel da" stürmischen Beifall. Das frische, freche Handwerksburschenlied „Herr Meister, leb' er wohl", das elsässische Volkslied „Das Schwefelholzle" und das „luftig« Zwiegespräch „Moddr, ich will en Ding Han , fanden ebenfalls allen Beifall. Mit dem nationalen Lied „Deutschland, du mein Deutschland" fand der prächtige Abend seinen Abschluß. Geldhamstern ist Sabotage am deutschen Aufbau. Die Zahl der Verbrechen hat, seitdem die national- sozialistische Regierung am Ruder ist, eine starke Ab- nähme erfahren. Rur ein schwerwiegendes Ver- gehen an der deutschen Wirtschaft ist immer noch in Blüte. Roch immer sind, wie Zeitungsnotizen über Brände oder Einbrüche verraten, erhebliche Geldbeträge in den Wohnungen aufbewahrt. Damit werden der deutschen Wirtschaft die Kapitalien oorent- halten, die sie zum Einsatz im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit dringend benötigt, und die man m ihrer Höhe nicht unterschätzen darf. Es sollte daher jeder Volksgenosse den Worten des Staatssekretärs Rei n- h a r d t in seiner Rundfunkansprache am „Rationalen Spartag" entsprechend handeln. Er betonte hierbei besonders Den Zusammenhang zwischen Dem Verhalten des einzelnen Menschen und Dem Wohle der Gesamtheit und sagte wörtlich: „keine Mark der Ersparnisse darf zu Hause aufbewahrt werden, sondern der Sparbetrag muh unverzüglich zur Sparkasse, Darlehns- kasse oder Kreditgenossenschaft und dergleichen gebracht werden. Falsch aufbewahrte Ersparnisse bedeuten eine Schädigung der deutschen Volkswirtschaft, und richtiges Sparen fordert die Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit." Das von allen Seiten erstrebte Ziel einer Zins- fenfung kann nur bann ohne Störung Des Wirtschaftslebens erreicht werben, wenn Durch eifrige und anhaltende Spartätigkeit genügend Kapital Der Deutschen Wirtschaft zugeführt wird. Es muß sich jeder bewußt sein, daß das Heer der Arbeitslosen nur dann in Den Arbeitsprozeß eingeschaltet werden kann, wenn die gesparten Beträge durch die Hand der berufenen Kreditinstitute an Den volkswirtschaftlich wichtigen Stellen Verwendung finden. Auch Der kleinste Betrag hilft hieran null Deutsche Mütterschast (DM). Auf Grund des Gesetzes über den Zusammenschluß von Mühlen vom 15. September 1933 und der hierzu noch erlassenden Ausführungsvorschriften hat jede deutsche Mühle, die Roggen oder We^ zen verarbeitet oder verarbeitet hat, unverzüglich einen Antrag zu stellen, wenn sie die Erlaubnis zur Fortführung ihres Betriebes und -ein Grund- kontingent erlangen will. Als Mühlen in diesem Sinne gelten aüe Betriebe, die Roggen oder Weizen zur menfchliscken i oder tierischen 'Ernährung, sowie für technische I Zwecke für eigene Rechnung, oder im Lohn oerar- i beiten ober verarbeitet haben, alfo auch alle Arten von Schrotmühlen. isfüfjtung einer Ackerdränage Gemeinde Walmerod kerdränage Gemeinde Hangenmeilingen cker- und Wiesendränage Gem. Mühlbach tänage von Ackerland Gem. Linier ränagc von wiesen, Dränagegenossen- schafi Rengshausen usführung einer Ackerdränage Gemeinde Eisen usführung einer Ackerdränage Gemeinde Elbingen Regulierung der Bieber in der Gemarkung R o d h e i m und des Kehlbaches, sowie zweier Seilenbäche in der Gemeinde Fellingshausen )ränage von Acker- und Wiesengelande in der Gemeinde Amöneburg Erweiterung und Jnstandsehungsarbeiten am Wasserwerk, elektr. Verteilungsneh und Schmuhwasserkabel in Niederzwehren knt- und Bewässerung von Wiesen, Lnt- und vewässerungsgenossenschaft Wol- fersborn Dränung von Acker- und Wiesenflächen Genossenschaft Niederwald Uusbau des Flügel- und Kinzbaches Gemeinde Mommenheim Instandsetzung des Dünn- und Welzbaches in den Gemeinden Dromersheim, Oppenheim, Gau-Algesheim, Nieder- Jngelheim und Gaulsheim, kr. Bingen Grüßt die Fahne der Freiheit! Die Ehrfurcht vor Der Fahne ist Die Grundlage der I Von jeher war Das deutsche Volkslied größter nationalsozialistischen Erziehung. Darum hat jeder Ausdruck deutschen Wollens und deutscher Wesensart. HIleV,jeDe7 SuÄÄimie b« Reich!- alle Das Volkslied kam aus dem Volke selbst und> wur e £S««Ä5reUeroe- "ä r ä ss ä fö °6er ‘m SS Ä W'Ä 0 Wie wir im tteinsten JV.-Wirnpel ein Symbol beschränkte sich darauf, vorhandenes heilig halten, für das Kameraden das Leben ließen, und wahllos zu verwerten. Erft Die ffianteroogel orüften wir erst recht die Fahnen Der SA., SS. beroegung brachte etwas Ordnung in den oorhande- nen Liederschatz und begann neue Lieder zu schaffen, Un T) i P Fahne hoch'" die alle das romantische Erleben zum Ausdruck brach- „D i e F a y n e Y o cy . _ , , ten Hans Breuer brachte 1908 seinen Zupfgeigen- Der Reichsjugendfuhrer: gez.: Baldur o. Schirach. - ^erQU5 $a5 roar &er Anfang und Auftakt Luther - Gedenkfeier der Llniversität. zu neuem Singen in der Jugend. Hans Breuer fiel „ , .. ..... | Weltkriege fein Erbe aber wurde zum großen Am nächsten Sonntag, 19. November, pünktlich D£)n ^9 Jugend übernommen. Doch der große 11.15 Uhr beginnend, veranstalteten Rektor und Se- spurlos an der neuen Jugend vor- nat der Ludwigs-Universität in Der Neuen Aula Herber, soldatischer wurde der Gesang. Ihre eine . 4 5 0 - I a h r - G e d e n k f e i e r des G e • wieder waren nicht die Sehnsucht nach der Ferne, burtstages Mart tnß uth e r s. Nach Orgel- Unbekannten, sondern sie sprachen von dem vorspiel und Choral wird Se. Magnifizenz Der Stet- Soldatentum von der Wirklichkeit. Revolutionäre tor Prof. D. B o r nk am m die Festred „über das floaten um der Arbeit und der Thema „Luther unb Der Deutsche ®e,^h J^althen„ o t Das war ganz neu unD unerhört. SX&Ä- Är eil \nb Heu,-? Singenb Me neue Sug.nb SÄ Mtunbe Wn. bie Lanaemarck-Gedenkfeier genlieöer. Ein Stud Jugend selbst, von Jugend der Gießener Land-m-nnsch°st-n. Die Gießener L a n D s rn a n n s ch a f t e n unseristdieJugend. Trommeln und Fanfaren hielten in der Nacht zum 11. November auf Dem [lingen dazwischen und künden vom Sieg. Noch ist Schifsenberg eine Langemarck-Gebe n k - e5 Begeisterung, die sie treibt. Sie soll auch feier ab. Der Feier ging ein Gepäck m a r s ch I Reiben, denn nur aus der Begeisterung kann Neues über 20 Kilometer voraus. Dieser Marsch war werden. Doch mehr Sorgfalt und Siebe am Singen mehr als eine einfache sportliche Leistung; er sollte folI geweckt werden. Freude am Klang Der MeloDie, Snmbol sein für Den neuen Geist Der akaDemischen ni(M Freude am Lärm. Ausgeglichenheit und rhyth- JuaenD Gegen 1 Uhr war alles auf Dem Schiffen- wisches Gestalten. Doch Das kann nur m Ruhe wer- berg versammelt. Der Führer Des Gießener OLE. im Wintersemester 1933/34 Willi W o l f, Chattiae X, sprach einige Warte über Den Sinn Der Feier. Dann folgte Das herrliche LieD „Burschen heraus!' Der NachtwinD spielte mit Den Flammen der Fackeln, Die ihren Lichtschein über Die Gesichter Der An- l)" UvMfch, ähnlich ie (Btrba. il den Hund as Lied aber ■ hlen, aas er *Ntn?e 5Ron'b\“ n ,Mnab Jomm her. (Nt8l) st«. W: eines Dort ' üd c erbeten M gleich ß einer den beiden aiben Gewinnt 105799 135935 186632 203740 217207 241760 13668 4333 ?735 «271 6311 '.53 3296 Minder 1933 rben Guvme 63 090 199312 192 321176 37510 73261 1994 172361 3703 263793 3935 394331 26 3359 6599 27878 29539 44007 44401 65191 65414 63580 90318 »140 196953 2934 24702 160776 268690 11 67215 76477 62225 169627 >90093 318356 03077 3870g 10790 14885 28763 32304 67960 69642 SSI K ffl S S 'S ,78838 200932 s I an3567 303331 Zs Prämien nije > eine auf die .n Avteilunga 66360 269849 270280 2894 283107 ^217 302549 994 317130 018 338814 563 355548 WN 398462 ---- ifl 5:8 60,U y,43 13-47 0,963 2,478 58-« S ,01 16.« II-'1 S-5 Alle Betriebe werden in der „Deutschen Müller schäft (DM.)" zusammengeschlossen. Sämtliche in Frage kommenden Betriebe werden wiederholt aufgefordert, bei der vorläufigen Bezirksgeschäfts st eile Nr. 3 Adresse Süddeutsche Mühlenoereinigung Mannheim, Prinz-Wilhelmstr. 10 unoerzüg- l i ch die Antragsformulare (Fragebogen) auf Erteilung der Erlaubnis zum Weiterbetrieb anzufordern, falls ihnen diese Fragebogen nicht bereits ^ugegangen sind. Es wird darauf hingewiesen, daß jeder Betrieb für die Beschaffung dieser Anträge verantwortlich ist. Die Versäumnis der Anmeldung hat den Verlust der Mahlerlaubnis zur Folge. 'LZornoNzcn. — Tageskalender für Freitag: Stadt- thoater: 20 bis 22.30 Uhr, „Wiener Blut". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Unsichtbare Gegner". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Revolte im Zoo". — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns getrieben: Heute abend als 7. Vorstellung im Freitag-Abonnement die klassische Operette „Wiener Blut" von Johann Strauß unter der Leitung von Wrede-Eujö-Bäulke. Operellen-Preise. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. — Samstag, 19. Noo., von 20 bis 22 Uhr Luther-Feier. Vortrag des Pg. Professor G. W. F r e y t a a - München: „Luther, der Führer, der Kämpfer, der deutsche Mensch"; im Programm u. a. Chorgesänge des Akademischen Gesangvereins und des Bauerschen Gesangvereins unter Leitung von Professor Dr. Temesoary. Preise von 50 Pf. bis 1,50 Mark. — Sonntag, 19. November, Vorstellung außer Abonnement zu ermäßigten Preisen das Segel- fliegerstück: „Am Himmel Europas" von Schwen- zen-Malina; Spielleitung: Anton Neuhaus Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. — Volkshochschule. Heute beginnen der Lehrgang Heimat und Volkstum" von Dr. Glöckner und der „Französische Oberkurs" von Stud.-Ref. Graf. Näheres siehe heutige Anzeige. — Großes Konzert der 33. SS. - Standartenkapelle. Der Musikzug der 33. SS.- Standarte Darmstadt veranstallet am kommenden Sonntag, 19. November, 16 Uhr, im Casä Leib ein großes Konzert. Das Programm sieht neben einigen Märschen auch Darbietungen klassischer Musik vor. U. a. gelangen das „Steuermannslied und Matrosenchor" aus der Oper „Der fliegende Holländer", ferner „Sonst spielt' ich mit Szepter" aus der Oper „Zar und Zimmermann", ein großes Potpourri „Vom Rhein zur Donau", eine Paraphrase über das Lied „Ein Vöglein sang im Lindenbaum" u. a. m. zur Aufführung. Das Konzert der etwa 35 Mann starken Kapelle Dürfte den Zuhörern einige unterhaltsame Stunden bereiten. — D i e LukasgemeinLe veranstaltet am kommenden Sonntag, 20 Uhr, im Lukassaal einen Familienabend. Das Programm sieht einen Vortrag über das Thema „Aus dem Leben Martin Luthers", sowie eine Reihe musikalischer und gesanglicher Darbietungen vor. Ihre Mitwirkung haben Frau Landgerichtsrat Strack, Frl. Milli von der Heydt und Herr Pianist Julius Hahn zugesagt. Auf die heutige Anzeige fei hingewiesen. — „A l p e n s y m p h o n i e". Der Kulturfilm, der am kommenden Sonntag (11.15 Uhr) und am Montag (14.15 Uhr) im Lichtspielhaus Bahnhofstraße gezeigt wird, führt in die Schweizer Bergwelt. Er ist ein Geschenk eines Menschen, der mit seiner Ka- mera in die Berge auszog, nicht um einen sensationellen Kulturfilm Heimzubringen, sondern um eine Wunderwelt in die Kamera emzufangen, damit die Daheimgebliebenen sie nacherleben. Ein ständiger Wechsel der Landschaft ergiot sich aus der Verschiedenheit der Gebiete, die der Film durchgleitet: Glarn, Genfer See, Vierwaldstätter See, Berner Oberland, Engadin, die Matterhorngegend. In innigster Verbundenheit mit der Natur stehen die Menschen und Tiere in der Landschaft. Der Film ist ein rechter Reifefilm, der froh macht, aber auch mit Sehnsucht nach den Bergen erfüllt. Dielen ist es nicht vergönnt, die herrlichen Berge des Schweizerlandes in Natur zu erleben! Niemand sollte diesen prächtigen Hochgebirgsfilm versäumen. Auf die heutige Anzeige fei besonders aufmerksam gemacht. ** Sitzung des Provinzialausschus- s e s. Am Samstag, 18. Noo., vormittags 8.30 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialaus- fchusfes der Provinz Oberhefsen statt mit folgender Tagesordnung: Klage des Richard Schmidt in Gießen gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 2. Oktober 1933 wegen Versagung des Wandergewerbescheines. — Klage des Karl Friedrich Heinrich Noll in Gießen gegen den Bescheid des Krcisamts Gießen vom 16. Oktober 1933 wegen Versagung des Wandergewerbescheines. ** Spende für d i e NS.-Dolkswohl- fahrt. Man schreibt uns: Der Wanderverein „Bund der Lahnfreunde Gießen, Zweigverein des Oberhessischen Gebirgsvereins in Marburg" hat in feiner Vorstandssitzung vom Dienstag beschlossen, mit Rücksicht auf die Not vieler Volksgenossen die zur Abhaltung einer Wintervereinsveranstaltung vorgesehenen Mittel in Höhe von 25 Mark der NS.-Dolkswohlfahrt der Stadt Gießen zur Verfügung zu stellen. Sobald es die Mittel erlauben, will der Verein auch weiterhin dazu beitragen, die Not unserer Volksgenossen lindern zu helfen. ** Die NS. -Dolkswohlfahrt Gießen- Nord bat ihr Geschäftszimmer in der Marburger Straße 52. links. 2. Stock, eingerichtet. Sprechstun- den Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis •• Don der NS. -Hago-Kreisführung Gießen wird mitgeteilt, daß der Sonderzug zum Tag des deutschen Handwerks in Braunschweig am morgigen Samstag, 9.10 Uhr, in Gießen abfährt Die Fahrtteilnehmer müssen eine Viertelstunde vorher am Bahnhof fein. •• Bfrf ehr su nf all. An der Einmündung des Lichtenauer Weges in die Marburger Straße ereignete sich gestern nachmittag ein Verkehrsunfall Ein Motorradfahrer fuhr peaen einen Kraftwagen der aus dem Lichtenauer Weg in die Marburger- Straße einbog. Der Motorradfahrer und fein Bei- fahrer stürzten, erlitten jedoch nur leichtere Verletzungen. “ Landstraßensperre bei Schneeverwehungen. Nach einer Mitteilung der Provinzialdirektion Oberhessen werden bei sehr starken Schneefällen und Schneeverwehungen die nach- stehenden Provinzialstraßen für den öffentlichen Der- kehr gesperrt: Homberg—Dannenrod, Büßseld__ Schadenbach, Arnshain—Neustadt. Heimertshausen —v -Straße Alsfeld—Kirchhain Solange es äußerst möglich ist, werden die Strecken frei gehalten Wird jedoch eine Sperrung erforderlich, fo sind die gesperrten Strecken am Anfang und Ende durch Ta- fein, auf welchen auch die Umleitung angegeben ist, kenntlich gemacht. Auftakt zum Luthertag in Hessen. Aufruf. EPH. Die hessische Kirchenregierung und die evangelischen Vereine und Verbände des Landes erlassen folgenden Aufruf: Liebe Volks- und Glaubensgenossen! Die Entscheidungsschlacht um Deutschlands Ehre, Freiheit. Recht und Frieden ist geschlagen. Sie ist ju einem Sieg über Erwarten geworden. Der 12. Jlo- Oie deutsche Jugend ist bedroht! Kämpft für sie im Winterhilsswerk! Spenden auf Postscheckkonto Frankfurt Ttr. 28100 oder auf Girokonto der Nassauischen Landesbank 6200. oember wird ein geschichtlicher lag ersten Ranges sein. Nun wollen wir als evangelische Deutsche den Deutschen Lutherlag doppelt dankbar begehen. Wir rufen Luch alle zur einmütigen Feier des 450jäh- rigen Geburtstages des größten Deutschen, unseres Reformators Martin Luther, am Sonntag, dem 19. November, auf. Geht geschloffen in die Kirchen! Nehmt allesamt teil, auch an anderen Gedenkfeiern. Legt das Festabzeichen, die Lutherrose, an! Flaggt Eure Häuser! Bekennt Luch in evangelischer Eintracht zu dem i Großen, den Gott uns gab, zu dem Evangelium, das er durch ihn aufs neue erschloß! Nehmt diese | Kraft Gottes immer mehr auf in her; und Gewissen, daß sie die Kraft Eures Ledens fei zum heile Eurer Seelen und zum Dienst, den wir dem deutschen Volke und der evangelischen Kirche schuldig sind! (Snnn rungen an das Lutherjahr. Dom EPH. wird uns geschrieben: Wenn die bevorstehenden Feiern anläßlich des Deutschen Luthertages eine tiefere Bedeutung haben sollen, dann muß vor allem erreicht werden, daß sie sich so fest wie möglich der Erinnerung des deutschen Volkes einprägen. Nicht nur heute und morgen soll von Luther als dem großen deutschen Dolksmann die Rede fein, sondern es muß von dem Erinnerungsjahr 1933 eine wirkliche innere Besinnung auf die Persönlichkeit und das Werk des großen Reformators ihren Ausgang nehmen. Martin Luther ist einfach zu schade dazu, daß man Stimmung mit seinem Namen macht, die ebenso schnell verfliegt wie sie gekommen ist. Don feiten des Deutschen Luthertages ist deshalb eine volkstümliche Festschrift herausgebracht worden, die 52 Seiten Text und 79 Kupfertiefdruckbilder umfaßt und für den ungewöhnlich billigen Preis von 30 Pf. zu haben ist. Diese Schrift sollte man allen deutschen Evangelischen, den Kindern und den Erwachsenen in die Hand geben und — gelesen werden. — Eine andere wertvolle Erinnerung an das Lutherjahr 1933 ist die sehr dauer- hafte und geschmackvoll ausgesührte Luther- Plakette, die 25 Pf. kostet und die bekannte Lutherrose zeigt. Man wird nicht zu weit gehen, wenn man sagt, daß diese Plakette das schönste Fest- abzeichen des ganzen Jahres 1933 ist. Sie kann nicht nur an dem Tage des 19. November, sondern als Brosche auch noch später getragen werden. Die Festschriften und -abzeichen sind bei allen Pfarrämtern zu haben. LlWWgeWechiingvoiiLinkaussgenoffenschasten Verbot des Treuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen. Aus allen Teilen des Rhein-Mainifchen Wirtschaftsgebietes mehren sich in der letzten Zeit die Klagen über die Werbemethoden Der an vielen Orten bestehenden Einkaufsgenoffen- schäften. Insbesondere wird mir gemeldet, daß einige dieser Einkaufsgenossenschaften bei ihrer Mitgliederwerbung sich des Hinweises auf einen angeblich in kurzer Zeit in Kraft tretenden Zwang zum Beitritt in diese Organisationen bedienen. Auch ist es wiederholt vorgekommen, daß in Werbekundgebungen und bei anderen Anlässen den Einzelhändlern, die bislang einer Einkaufsgenossenschaft noch nicht angehörten, Nachteile Partei- politischer Art in Aussicht gestellt wurden, und daß Genossenschaften sich auf parteiamtliche Stellen für ihre Zwecke beriefen. Diese Art der Mitgliedswerbung ist u ^zulässig und entspricht nicht den Tatsachen. lieber das Schicksal der Genossenschaften und deren Eingliederung in die wirtschaftliche Ver- tcilungsorganifation im nationalsozialistischen Staate ist eine Entscheidung noch nicht getroffen. Darüber hinaus sind Derartige Maßnahmen, die naturgemäß den regulären Großhandel auf die Dauer erheblich schädigen, geeignet, den Wirisch a f t s f r i e d e n zu stören und dadurch die Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprogrammes der Reichsregierung zu gefährden. Bis zur endgültigen Regelung der Genossen- fchaftsfrage seitens der Regierung ordne ich daher für das mir unterstellte Wirtschaftsgebiet folgendes an: Es ist den Einkaufsgenossenschaften für die Zukunft verboten, in der eingangs geschilderten Art für ihre Zwecke Propaganda zu machen. Jeder D r u ck auf den Einzelhändler, um ihn zum Beitritt in die Genossenschaft zu bewegen, hat zu unterbleiben. Ich weise ferner ausdrücklich darauf hin, daß es nach dem Genossenschaftsgesetz nicht Zweck der Genossenschaften ist, anderen als ihren Mitglieds firmen Ware anzubieten oder zu verkaufen. Auch dies muß in Zukunft seitens der Einkaufsgenossenschaften unter allen Umständen beachtet werden. Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen. Dr. Lüer. Sprengstoffdiebe vor Gericht in Gießen. Große Strafkammer. Angeklagt waren gestern vier Einwohner aus Burg-Gemünden und zwar der Elektrotech- niker Ernst Vesper, der Weißbinder Otto Becker, der Landwirt Karl Becker und der Landwirt Heinrich Leiser. Vesper, Otto Becker und Heinrich Leiser wußten, daß sich im Lager eines benachbarten Steinbruchs Sprengstoffe befanden. Sie verabredeten nun, den Spreng st off z u stehlen. Vesper und Otto Becker drangen mit Gewalt in den Sprengstoff-Aufbewahrungsraum ein und entwendeten eine große Menge Sprengkapseln. Damit nicht zufrieden, wurde ein weite- rer Raum geöffnet und daraus etwa 5 bis 10 Pakete Ammonit gestohlen. Während dieser Tat stand Leiser außen Schmiere. Zwei Pakete der gefährlichen Sprengstoffe bekam Leiser ausgehändigt, der sie jedoch schon am nächsten Tage ablieferte. Die Angeklagten, die im wesentlichen geständig waren, gaben an, sie hätten Den Sprengstoff zum Fischen verwenden wollen. Die Angeklagten haben sich neben dem schweren Diebstahl nach Ausfassung des Staatsanwalts noch des Verstoßes gegen § 8 Des Sprengstoffgesetzes schuldig gemacht, eine Bestimmung, Die Den Besitz von Sprengstoff unter Strafe stellt, wenn nicht erwiesen roerDen kann. Daß Der Besitz zu einem erlaubten Zweck, wie sich bas Gesetz ausDrürft, erfolgt. Der politische Hinter- grunD der Tat rourbe vom Gericht, obwohl zwei ber Angeklagten mit ber Linken sympathisierten, abgelehnt. Was ben Karl Becker anbelangt, so hat er sich insofern strafbar gemacht, als er bie Sprengkapseln geraume Zeit bei sicy unter einem Holzstoß aufbewahrte. Strafmilbernb fällt bei ihm jebod) bie Tatsache ins Gewicht, bah er ben anderen Angeklagten eine Frist setzte, innerhalb ber sie bie Sprengstoffe roieber entfernen sollten, anbern- falls seinerseits Anzeige erfolgen würbe. Außer- bem gab er ihnen auf, sich ber Polizei zu stellen. Der Staatsanwalt beantragte, unter Zubilligung milbernber Umftänbe, ba bie Angeklagten ein Ge- ftänbnis ablegten, gegen Vesper unb O. Becker ein Jahr acht Monate, gegen Leiser ein Jahr brei Monate, gegen Karl Becker gemäß § 9 bes Sprengstoffgesetzes brei Monate Gefängnis. Das Urteil lautete: Vesper ein Jahr brei Monate Gefängnis, O. Becker ein Jahr zwei Monate Gefängnis, Leiser neun Monate Gefängnis. Ihnen werben sieben Monate Unter- fuchungshaft angerechnet. Karl Decker erhielt eine Gefängnisstrafe von brei Monaten unter Anrechnung von acht Wochen Untersuchungshaft. Für ben Reit erhält ber Angeklagte bebingten Strafaufschub auf brei Jahre. Der Haftbefehl gegen bie brei ersten Angeklagten rourbe aufrechterhalten. Beratungen im Hausbesitzerverein. Der Hausbesitzer • Verein hielt gestern abenb im Hotel Hindenburg" eine Mitgliederversammlung ab. Der Führer bes Vereins, Weibbindermeister Launsboch, wies in feiner Einleitung darauf hin, daß ber Hausbesitz infolge der steuerlichen Be- lastung seither außerstande gewesen sei, weitgehende Jnslanbjetzungsarbeiten durchzuführen. Besonders schwierig sei auch Die Finanzierung Derartiger Arbeiten gewesen. Die Schuld an diesen Verhältnisien trage Die frühere Regierung, Die Der Senkung Der oonberfteuer dzw. Der Verwendung dieser Mittel zur Finanzierung von Jnstandsetzungsarbciten nicht genügend Beachlung geschenkt habe. Nachdem die jetzige Regierung weilgehende Maßnahmen zur Ar- beitsbeschassung und Belebung Der Wirtschaft getroffen habe, sei es notwendig, daß auch Der Haus- besitz dem Rufe Des Führers folge und Die Maß- nahmen Der Regierung weitgehend unterstütze. Oer Leiter des Arbeitsamtes Gießen, Or. Lift sprach loDann über .Hnstandsetzungsarbei- ten Durch den Hausbesitz und deren Finanzierung". Der Redner führte u a. folgendes aus: Durch Die Maßnahmen ber Regierung fei es gelungen, die Zahl Der Arbeitslosen gegenüber Dem Vorjahr um 50 o. H. zu senken. Inzwischen sei ein ZustanD Der Beharrung eingetreten. Wenn Der Derzeitige StanD gehalten roerDen könne. Dann sei Der Beweis erbracht, daß Der Grundsatz: erst Arbeit, dann Kapital", nicht erst Kapital, bann Arbeit, richtig sei. Man sei dazu übergegangen, sich der Arbeiten zu erinnern, die trotz Kälte durchgesühri werden könnten. Hierzu gehörten insbesondere bie In- stanDsetzungsarbeiten im Innern ber Gebäude. Die Auffassung, Daß keine Arbeit da wäre, sei Irrig. Wir seien für Jahre hinaus mit Arbeit versorgt. Durch falsche Finanz- unD Steuerpolitik seien diese Arbeiten seither nur nicht znr Ausführung gekommen. Mit dem zu erwartenden weiteren Abbau Der Son- Derfteucr werbe eine wesentliche Erleichterung für Den Hausbesitz eintreten Zn Den 700 Millionen, die das Reich für Instandsetzungsarbeiten, Umbauten unb Erweiterungen zur Verfügung stelle, kamen noch bie weit höheren Beträge, welche die Hausbesitzer aufzubringen hätten, so daß insgesamt etwa 2,5 Milliarden umgefeßt werben Es fei not- wendig, baß das im Hausdesitz vorhandene Vermögen wieder schlagfertig werde unb kein.? Neuinvestie- rungen notwendig seien. Der Hausbesitz habe ein In- teresfe an der ordnungsmäßigen Instandsetzung ber Gebäude und an der Schaffung neuzeitlicher Einrichtungen (Zentralheizung, Badeeinrichtungen ufro.X weil hierdurch der Errrogswert Der Hauser gesteigert werde. Bei der Besprechung der Bestimmungen über Reichszuschüsse bei Instandsetzungsarbeiten ufm. wies der Redner darauf hin, daß der Antrag sowohl vom Hausbesitzer, wie vom Wider gestellt werden kann. Besondere Schwierigkeiten bereite Dem Hausbesitzer Die Aufbringung des den Reichszuschuß übersteigen- den Betrags. In vielen Orten des Reiches seien zur Durchführung der Finanzierung Selbsthilfe- verbände gegründet worden. In Hessen hätten diese Bestrebungen bis jetzt noch nicht zu einer günstigen Losung geführt werden können Die Gewäh. rung von Kredit gegen hypothekarische Sicherheit könne bei Instandsetzungsarbeiten nicht in Frage kommen, dagegen sei dies bei Umbau- ober Erronte- rungsarbeiten möglich. Während bei den Instandsetzung sarbeften ein Reichszuschuß von 20 o. H. gewährt werbe, erhöhe sich biefer bei Umbauten und Erweiterungen auf 50 v. H., wozu noch bie Steuererleichterungen zu rechnen seien. Es fei empfehlenswert, Anträge auf Gewährung des Reichszuschusses baldigst zu stellen, zumal die Anmeldefrist beschränkt fei, außerdem müsse auch damit gerechnet werden, daß Die Regierung sich bei Dem nächsten vauprogramm anderen Projekten zuwenden werde. Jedenfalls würden Wittel in diesem Umfang im nächsten Jahre wohl nicht zur Verfügung gestellt. Die Aussprache. In Der anschließenDen Aussprache betonte Architekt Ph. Nicolaus, daß die Maßnahmen ber Regierung zur Arbeitsbeschaffung auch vom Hausbesitz begrüßt würden. Der Hausbesitz habe von je- her diese Gedanken gefördert, doch fei' die Ausführung seither an der Finanzfrage gescheitert Bei Der Einstellung Der Derzeitigen Regierung bestehe Die Hoffnung, Daß Die Sonbersteuer früher wie vorgesehen beseitigt werbe. Der Rebner empfahl bie Errichtung einer Beratungsstelle für Instand- setzungsfragen im Büro bes Hausbesitzervereins, sowie die Heranziehung Der Architekten. Bankdirektor Mattern wies darauf hin, daß die Banken bei Der Finanzierung der Instand- fetzuygsarbeiten aus eigenen Mitteln helfen, fow.'it Dies möglich sei, allerdings müßten Die bankmäßi- gen Voraussetzungen erfüllt roerDen. Er erläuterte bann eine Reihe von Vorschlägen, Die sich mit Der Durchführung Der Finanzierung beschäftigen. Sparkassenoberinspektor Ritsert betonte bas Bestreben Der Sparkassen, die Maßnahmen der Regierung zu unterstützen, soweit Mittel verfügbar unb bie erforderlichen Sicherheiten gegeben feien. In ähnlichem Sinne äußerte sich auch Bankdirsk- tor Meine (Dresdner Bank), unter Erläuterung Der Richtlinien, unter Denen Kredite für Instand- fetzungsarbeiten usw gewährt werden können. StaDtdauoberinspektor Höhn wies darauf hin, daß nach Erlaß her Aussichrungsbestimmungen eine schnellere Bearbeitung ber Anträge möglich fei. Er erläuterte einige Bestimmungen über bie Einreichung von Anträgen und bie Beibringung Der erforderlichen Unterlagen. Weißbindermeister Launsbach regte an, die Stadt möge bei Den zuständigen Stellen auf eine schnellere Auszahlung der Zuschüsse hinwirken. Stadtobersekretar Dern besprach eingehend Die Schwierigkeiten, die sich bei der Bearbeitung und Weiterleitung der Anträge unb bei Der Rechnungsstellung ergeben, unD gab praktische Winke zur Erlangung ber Reichszuschüsse. Zum Schluß regte Bauunternehmer Gg. Becker an, Die Arbeiten möglichst an hiesige Handwerker zu vergeben. Mit dreifachem Sieg-Heil auf ben Führer Abolf Hitler rourbe bann die Versammlung geschlossen. Die Banknoiensälscheroffäre Der zweite Schwindler stellt sich Der Polizei. Frankfurt a. M., 15. Nov. (WSN.) Der seit Dem 11. November flüchtige Banknotensälscher Heinrich H ö k e hat sich gestern bei her Polizei freiwillig g e ft e 111. Er war am Samstag, bem Tag ber Festnahme seines Brubers, von Frankfurt a. M. nach Mainz gefahren. Mit seinem Bruber hatte er sich bahingeyenb verstänbigt, baß sie sich nach bem Vertrieb ber falschen Hunbertmarkscheine im Frankfurter Hauptbahnhof treffen wollten. Als fein Bruber zu ber oerabrebeten Zeit nicht kam, fuhr er in ber Annahme, baß biefer festgenommen worben sei, nach Mainz. Dort las er in einem Frankfurter Blatt von ber Festnahme seines Brühers. Er kehrte baraufhin zurück unb stellte sied freiwillig ber Polizei. Bei feiner Vernehmung gab er an, daß er seinen Bruder nicht im Stich lassen könne, und er habe sich aus diesem Grunde frei- willig gestellt. Weiter gab er an, daß er der alleinige Fälscher der Scheine (ei; sein Bruder habe nur den Vertrieb vorgenommen Die Herstellung der Falsiftkate will er bereits in Buenos- Aires begonnen haben, nach seiner Rückkehr nach Deutschland habe er sie fortgesetzt Andere Personen wüßten von ber ganzen Angelegenheit nichts. Sic hätten niemanb in die Schwinbeleien eingeweiht. Die Polizei fanb noch Drei Der gefälschten Scheine im Besitz Des Heinrich Höke. Großer Zuwelendiebstahl in Marburg. Marburg, 16. Noo. (WSN.) Hier verübten Mittwochabend bisher unbekannte Täter einen Wohnungseinbruch unb entwendeten folgende Gegenstände: Zwei Pappkartons mU blauer Seide überzogen und mit Brillantenstaub übermalt, eine Platinkette mit großen und kleinen Brillanten unb beweglichen Platinstäbchen, ein Paar Ohrringe aus kleinen unb großen Brillanten mit einem Platinstab verbunden, eine Nadel aus neun Brillanten, longaestrecktc Rhornbusform mit Platinfassung, eine Armbanduhr mit drei Brillanten in quabratiger Platinfassung mit beweglichen Blatingliebem, ferner drei Ringe, einen Ring mit schmalem Goldreif mit ovaler Platte, in ber Mitte ein größerer Brillant, runbherum sechs kleine Brillanten, ein Goldfinger- ring mit Diamantrofe, drei schmale Goldri nae mit schmalen Goldreifen und länglicher BlatinDlatte besetzt, ein Smaragd, in der Mitte Drei Brillanten und Diamantrofe, ein Baar Ohrringe, chinesische Arbeit, ein Zwanstnmarkstück aus ber Borfrieas- zeit, eine etwa 1 Meter lange Goldkette mit fiel- nen engen Gliedern, daran ein großer eierförmiaer flmethnft, Durchmesser 4 bis 5 Zentimeter, eine goldene Armbanduhr, Werk und Schloß defekt, runde Form, ein Paar Ohrringe (große goldene), drei paar Ohrringe mit Goldfassung mit grupnenför- migen Onirsteinen und eine kleine goldene Sicher- Lei über das neue unterrichtet, — er ist zugleich (im selben ABC) ein Fremdwörterbuch, eine deutsche Rechtschreibung, eine deutsche Sprachlehre, ein reicher 2311= verschätz von 3600 Abbildungen sowie ein Atlas mit zahlreichen bunten Karten. In allen irgendwie zweifelhaften Fällen finden sich Angaben über Betonung und Aussprache eines Wortes, über Geschlecht und Beugung. Zahlreich sind die Hinweise über Wortabstammung (Etymologie) und Wortbildung. Der Bolks-Brockhaus wird gerade aus diesem Grunde auch in seiner ausgezeichneten neuen Auflage seinen Platz auf dem Arbeitstisch eines jeden Deutschen erobern. Wenn in der Berufsarbeit, beim Zeitunglesen, beim Rundfunkhören, in der Unterhaltung eine Unklarheit, eine Unsicherheit auftaucht, wird er in den meisten Fällen helfen können. Alle Eltern sollten ihn besitzen, um den Fragen ihrer Kinder gegenüber gewappnet zu sein, die Heranwachsende Jugend vor allem sollte ihn stets zur Hand haben. Der niedrige Preis (der haltbare Ganzleinenband kostet nur 5 Mark) macht die Anschaffung weitesten Kreisen möglich. — Ernst Zahn°: Das Kreuz. Erzählung. 211 Seiten. Gebunden 3 RM. Verlag C. Bertelsmann in Gütersloh. — (389) — „Ich grabe in den Schächten der Seele und finde neue Wunder, Wirrnisse, Rätsel. Ich suche nach dem Ewig-Menschlichen und den bleibenden Wahrheiten." So bekennt Ernst Zahn von seinem späteren Schaffen. Er ist immer mehr zum Grübler geworden, doch löst sich das furchtbare Geschehen dieser Erzählung, löst sich die Spannung eines Künstlerschicksals zu läuternder Erfüllung. Das Ganze ist umrankt von allerlei Beiwerk, das einen kerndeutschen Meister verrät. heltskette von einem Armband. Dor Ankauf dieser Gegenstände wird gewarnt. Insbesondere werden einschlägige Geschäfte, Pfändersammelstellen, Gold- aufkausstellen usw. gebeten, bei Angeboten sofort die nächste Polizeidienststelle zu benachrichtigen. Büchertisch. — De rVolks-Brockhaus Zweite, völlig neu bearbeitete Auflage. 42 000 Stichwörter, 3600 Abbildungen im Text und auf 71 einfarbigen und bunten Tafel- und Kartenseiten sowie 35 Uebersichten und Zeittafeln. Preis in Ganzleinen 5 Mark. I. A. Brockhaus, Leipzig, 1933. — (399) — Der Bolks- Brockhaus ist noch ganz der Alte und dabei innerlich doch völlig verwandelt. Der Alte — in Bezug auf seine unbedingte Zuverlässigkeit, auf die klare, jedem verständliche Sprache, die Telegrammstil oder Schachtelsätze bewußt vermeidet, auf die straffe, zeitsparende Zusammenfassung des reichhaltigen Stoffs. Reu ist er geworden durch die Vollständigkeit, mit der er alle Artikel auf den Stand unserer Tage gebracht hat Wenige Wochen sind erst vergangen, daß die Reichsregierung das Erbhofrecht verkündet, die Reichskulturkammer geschaffen hat, — schon können wir im Bolks-Brockhaus darüber nachlesen. Dabei geht die Fixigkeit nicht etwa auf Kosten der Genauigkeit. Wie alt ist Dr. Goebbels? Was ist die Arbeitsfront? Was ist unter Führerprinzip zu verstehen? Was steht im Ermächtigungsgesetz? Antwort darauf finden wir schon im „Bolks-Brockhaus". Bemerkenswert ist auch die Bereinigung von Sach- und Sprachwörterbuch. Er ist ja nicht nur ein Konversationslexikon von A bis Z, das auch zweckmäßig öJzfpor/ SA-Radfahrer in Berlin Nach dreiwöchentlicher Abwesenheit kehrte am Mittwochabend der Radfahrsturm 10 der Standarte I Berlin-Charlottenburg von seiner Süddeutsch- landsahrt zurück. Die tapferen SA.-Leute lieferten sich auf der Schlußetappe noch einen scharfen Kampf um die Punkte. Der bisher erfolgreichste Fahrer Neukirch sicherte sich schließlich im Gesamtergebnis mit 59 Punkten den ersten Platz vor seinen Kameraden Hoffmann mit 47 P., Tomaszewski, Kosicki mit je 42 P. und Röder mit 33 Punkten. Aus der letzten Etappe, die kaum Steigunyen aufwies, hatte der Sturm wieder eine ausgezeichnete Zeit herausgefahren und befand sich bereits am frühen Nachmittag in Potsdam, wo Sturmbannführer Stallberg noch eine Geländeprüfung einlegen ließ. Nach zweistündigem Aufenthalt in Wannsee begaben sich die Charlottenburger in gemächlicher Fahrt zum Ziel am Bahnhof Heerstraße, wo sich eine stattliche Anzahl von Zuschauern und Angehörigen zur Begrüßung eingesunden hatte. Punkt 20 Uhr wurde das Ziel in bester Verfassung passiert. Oie Deutsche Ski-Meisterschasten in Berchtesgaden. Für die in der Zeit vom 7. bis 12. Februar in Berchtesgaden angesetzten Deutschen und Heeres- Skimeisterschaften ist die Zeiteinteilung in einigen Punkten geändert worden. Der genaue Zeitplan lautet jetzt: Mittwoch, 7. Februar: 18-km-Patrouillenlauf für Flachlandtruppen des Reichsheeres. Donnerstag, 8. Februar: Abfahrtslauf zwi- fchen Watzrnannhaus (für Damen von der Stubenalm) und Wimbachbrücke. Freitag, 9. Februar: 18-km-Langlauf, auch für Heeresangehörige. Slalomlauf für Damen. Samstag, 10. Februar: 40-km-Staffellauf. Slalomlauf für Herren. Fackelzug und Festzug auf dem Schloßplatz. Sonntag, 11. Februar: Heerespatrouillenlauf für Mittel- und Hochgebirgstruppen über 18 km. Großer Sprunglauf. Siegerverkündigung. Montag, 12. Februar: 50-km-Dauerlauf und Heeresfprunglauf. Zum Großen Sprunglauf werden auch 10 Iung- mannen zugelaffen. Ihre Auswahl trifft der Sport- roart im Einvernehmen mit den Gauführern. Die Deutsche Turnerschaft wird von sich aus interne Wintersporttreffen durchführen und sich an den deutschen und Meisterschaften des Auslandes nicht beteiligen. Berliner Sechstage gestartet. Das am Mittwochabend gestartete 28. Berliner Sechstagerennen leitete auch in diesem Jahre wieder die lange Reihe der europäischen 145-Stunden- fahrten ein. Nach einer beifällig aufgenommenen Rede des Sportwarts Franz Eggert startete Radsportführer F. O h r t m a n n die lange Fahrt. Eine große Zuschauermenge bekam schon in den ersten Stunden schöne Jagden zu sehen und war von den Ereignissen auf der Bahn begeistert. Buysse-Deneef, Charlier-Tietz und Ehmer-Funda lagen am Donnerstagmorgen an der Spitze, die sie auch im Verlaufe der Nachmittagwertungen behaupteten. Eine Runde zurück folgten nach 18 Stunden Schön - Buschenhagen und Lehmann - Umbenhauer. Die „rote Laterne" bildeten Piemontesi-Dinale mit acht Runden Rückstand. Englische Tennis-Aanalifte. Auch England, eine der erfolgreichsten Tennis- Nationen der abgelaufenen Saison, hat jetzt seine Tennis-Rangliste bekanntgegeben. Bei den Herren rangiert Perry, der besonders im Ausland zu schönen Siegen kam vor Austin und die Liste der Damen wird von Miß R o u n d vor der Nachwuchsspielerin Miß Peggy S c r i v e n angeführt. Handball im Gau XII der DT. OSL. I — TV. Burkhardsfelden I. Am kommenden Sonntag hat der OSC. die Handballmannschaft des TV. Burkhardsfelden m Gießen als Derbandsspielgegner zu Gast. Beide Mannschaften dürften als gleichwertig zu betrachten sein Der Ausgang des Spieles ist ungewiß. Vielleicht haben die Turner im Zusammenspiel ein kleines Plus. Der OSC. muß abermals den Torhüter wechseln. Der OSC. muß das Spiel gewinnen, wenn er in der Spitzengruppe verbleiben will. Kurze Sportnotizen. Ungarns Schwimmverband beschloß,sich an den Europameisterschaften 1934 in Magdeburg im August mit 20 Schwimmern zu beteiligen. Interessant ist, daß die Ungarn für ihre Brustschwimmer einen deutschen Lehrer und zwar den Göppinger Schwarz verpflichten wollen. Für den Europa-Flug 1934, der vom Polnischen Aero-Club durchgesührt wird, hat nun nach Italien und der Tschechoslowakei auch Deutschland seine Nennung abgegeben. Die Deutschen Kanu-Meisterschaften für 1934 werden am 22. Juli auf dem Starnberger See für die Langstrecke, am 12. August in Hamburg über die Kurzstrecke ausgetragen. Außerdem gibt es bei den Deutschen Kampfspielen in Nürnberg eine Kurzftrecken-Regatta und außerdem ist eine starke Beschickung der Europameisterschaften geplant. Ein neues Eisstadion wird in der Nähe des Holmenkollen bei Oslo errichtet. Die Herstellungskosten werden auf 750 000 Kronen veranschlagt. Das Stadion soll eine einwandfreie 400- Meter-Bahn für Eisschnellläufen erhalten. Zum ^8. Male gegen die Schweiz. Oer Iuhballänderkomps in Zürich. Der Tag von Magdeburg hat unsere allzu sicheren Hoffnungen auf einen weiteren deutschen Sieg etwas geknickt, aber der Kampf gegen Norwegen hatte auch seine guten Seiten: er klärte uns über die tatsächliche Lage auf und er lehrte uns erneut, daß man keinen Gegner, auch den scheinbar spiellchwachen, unterschätzen darf. Die gewonnenen Erfahrungen sind für die bevorstehenden drei deutschen Länderspiele sehr wertvoll. An diesem Sonntag ist in Zürich die Schweiz, 14 Tage später in Berlin Polen unser Gegner und Mitte Januar erwarten wir auf deutschem Boden die starke Mannschaft Ungarns. Unsere Bilanz gegen die Eidgenossen ist, im Ge- gensatz zu den Kämpfen mit vielen anderen Ländern, sehr erfreulich. Don den bisher ausgetragenen 17 Spielen wurden : ir vier verloren, zwei blieben unentschieden, während elf von deutschen Mannschaften gewonnen wurden. Ein Vierteljahrhundert ist zwischen dem ersten und dem bevorstehenden Länderkampf Deutschland- Schweiz vergangen. In den langen 25 Jahren mürben die sportlichen Beziehungen nur durch den Wellkrieg unterbrochen, aber wir dürfen es den Schweizern nie vergessen, daß sie die Ersten waren, die bald nach dem Kriege den sportlichen Verkehr wieder mit dem damals noch von allen Seiten boykottierten Deutschland aufnahmen. Dem Länderspiel selbst sieht man in Zurich mit großem Interesse entgegen. Schauplatz ist die schone Anlage der Graßhoppers am Hardturm, die am Sonntag restlos ausverkauft sein wird. Sch.eds- richter ist der Italiener F B a r la s s i n g, dem sich beide Mannschaften wie folgt stellen werden: Schweiz: Sechehaye (Servette, Genf), Mmelli, Weiler (Graßhoppers Zürich): Hufschmid Ba eI Gilardoni (Lugano), Binder (Biel); Muller (Basel), Hochstraßer (Y. B. Bem), Kielbolz (Servette) Tarn Abegglen (Graßhoppers), Rochat (Lausanne). Deutschland: Heidemann (Bonn), Rasselnberg, Hohmann (VfL. Benrath), Lachner (Mün- chen 60), Lehner (Ausburg); Ciberle (München 60); Goldbrunner (Bayern), Grämlich (Eintracht Frankfurt) Wendl (München 60), Haringer (Bayern München) Jakob (Jahn Regensburg). Unsere Elf verdient Vertrauen, wenn sie von Siegeswillen beseelt ist und die letzten Kräfte einsetzt. Die Aufgabe ist scywer, aber nicht unlösbar. Norwegens Dank. PerSkvu, der Präsident des Norwegischen Fuß- ballverbandes, hat in einem Schreiben feinen tief empfundenen Dank für die gastfreundliche Aufnahme der norwegischen Mannschaft in Magdeburg beim Länderspiel gegen Deutschland ausgedrückt. Er führt u. a. aus: „Von der ersten Stunde suhl- ten wir uns wohl in dem neuen Deutschland und wir hatten das Bewußtsein, gern gesehene Gaste zu sein. Dieses Gefühl echter, menschlicher und sportlicher Verbundenheit prägte sich durch das Erlebnis von Magdeburg so tief in unsere Herzen, daß wir das, was man "ns an herzlichem und offenem Wohlwollen in Deutschland entgegenbrachte, nie vergessen werden! Wir haben das neue Deutschland gesehen — wir waren Zeugen der ungeheuren Begeisterung und der vorbildlichen Ordnung dieses Landes. Wir haben die Opferwilligkeit und die Solidarität des deutschen Volkes gesuhlt und ehrlich bewundern müssen. Zu uns haben Repräsentanten des neuen Deutschlands gesprochen, die uns allen vom ersten Augenblick an sympathisch waren, wir haben den sicheren Eindruck, daß es in Deutschland wieder aufwärts geht." Don links nach rechts: R a s s e ln b e r g, I a k o d, H o h m an n, die Stützen der deutschen Mannschaft. ■w ■ G 1 Obecheffen Oer Nikelöniarki in Allendorf. Allendorf. 1 kneges aus d a, 15. Nov. Auf sendet tjai nden 305 Schweine, [jn e,n Da 3 Allendorf a. d. Lum! dem heutigen D i e h m a r k t standen 25 Kühe und Rinder, 2 Fresser, 2 Kälber, 1 Pferd und 34 Schafe zum Verkauf. In Schweinen war der Handel lebhaft. Es kosteten: fünf bis sechs Wochen alte Ferkel 12 bis 15 Mark, sieben bis acht Wochen alte Ferkel 16 bis 18 Mark, Läufer 22 bis 28 Mk. Bei Rindvieh war der Handel schleppend, dagegen war der Handel bei Schafen flott, und es wurde ausverkauft. Der Krämermarkt war überaus reichlich beschickt. Es waren etwa 100 Verkaufsftände aufgebaut. Auch hier war der Umsatz zufriedenstellende Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Weltkrieges aus unserer Gemeinde weitere 50 Mark ge» ' alte, wurde aus der Reichskanzlei in Ber- .... ..... Dankschreiben übersandt und gleichzeitig das Bild unseres Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler als Anerkennung für die nationale Tat überreicht. Das Bild wird im Vereinslokal, dem Gasthaus „Zur deutschen Eiche", an würdiger Stelle aufgehängt. — Am kommenden Samstagabend feiert unsere evangelische Kirch e nge m e i n d e Luthers 450. Geburtstag. Zur Aufführung gelangt ein Reformationsspiel für Sing-, Sprechchor und Orchester von E. Riethmüller. * Grünberg, 17. Nov. Der B e z i r k G r u n - berg im NS.-Lehrerbund hält am nächsten Mittwoch, 15 Uhr, hier im „Wilden Mann" sine Bezirkskonferenz mit Vortrag von Lehrer Bö- lend. Im Mittelpunkt des heutigen Marktes stand die großeBauernkundgebung. Diese fand nach einem vorausgegangenen Konzert der Standartenkapelle und des Spielmannzugs der hiesigen SA. in der Marktstraße statt. An der Kundyebung nahmen etwa 2500 bis 3000 Personen teil. Eröffnet wurde sie mit einer kurzen kernigen Ansprache durch den Kreisleiter Dr. Harth von hier, woraus der Landes- dauernführer Dr. W a a n e r das Wort zu längeren Ausführungen ergriff. Alle die Bauernschaft berührenden Fragen, wie Milch- und Eierwirtschaft, Zucht- und Fettviehverwertung, fowie das Erbhvfgefetz wurden von dem Redner erläutert. Nach einem kurzen Schlußwort des Kreisleiters Dr. Harth und nachdem ein dreifaches Sieg-Heil auf den obersten Führer Adolf Hitler ausgebracht und der erste Vers des Horst-Weffek-Liedes gesungen war, wurde die eindrucksvolle Kundgebung geschlossen. Die Stadt prangte in überaus reichem Flaggenschmuck. Kein Haus war ohne Fahne. toiiDrme Mienen £ Wieseck, 16. Nov. Am Samstag, 18. Nov., feiern die Eheleute Schreinermeister Heinrich K ü m - m e l III. und Frau Elise, geb. Heyer, Silberne Hochzeit. 00 Klein-Linden, 16. Nov. Dem hiesigen M ä n n e r g e fa n g d e r e i n „21 r i o n", der in seiner jüngsten Generalversammluny für die Win- ternochilfe 50 Mark, für die nationale Arbeitsbeschaffung 50 Mark und für das noch zu errich- ch e r ab. ftreie « otten l. Rudingshain, 16. Nov. Vor einigen Tagen hat Lehrer Schwarz unser Dorf verlassen, um eine Lehrerftelle in Bvrsdorf anzutreten. An seiner Stelle hat Lehrer Mohri von Lich die hier freigeroorbene Stelle besetzt. Lehrer Schwarz versah seither den Drganiftenbienft und den Lese- qottesbienft Die beiden Lehrer Schmidt und Mohri Haden sich bereiterklärt, diese Rentier wei- terzuführen. Lehrer Schmidt hat außerdem bi» Leitung bes Männergesangvereins übernommen. Strc