m. 245 Drittes Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Dienstag, 17. Oktober (933 Aus der Provinzialhaupistadt. Bücherspende für die Arbeitsdienstlager Die Fachgruppe des Schrifttums des „Kampfbundes für deutsche Kultur" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lager des Freiwilligen Arbeitsdienstes mit Lesestoff zu versorgen. Dank der Bemühungen der Mitglieder des Kampfbundes für deutsche Kultur und des NS.-Lehrerbundes ist es bisher gelungen, rund 1500 Bücher zusammenzubringen und sie auf zehn Arbeitslager zu verteilen. Es konnten folgende Lager berücksichtigt werden: Bad Ems, Höchst a. M., Idstein, Kirchners, Königstein, Laubach i. T., Oberursel, Offenbach, Schierstein bei Wiesbaden und Sickendorf bei Lauterbach (Oberhessen). Diese erste Sammlung bedeutet jedoch nur einen Anfang; noch eine große Zahl von Arbeitsdienstlagern konnte nicht mit Lese- stoff bedacht werden. Für die bereits belieferten Lager stellt die Gabe der Fachgruppe Schrifttum des Kampfbundes auch nur einen Grundstock zu einer Bücherei dar. Es wird daher nochmals auf die Büchersammlung des Kampfbundes für Deutsche Kultur und der Gauleituna aufmerksam gemacht. Das große Winterhilfswerk Adolf Hitlers darf auch nicht an der geistigen Not unserer Jugend vorübergehen! Bolks- genossen sorgt dafür, daß unsere jungen Arbeits- freiwilligen an den langen Winterabenden ein gutes Buch in die Hand bekommen! Neben Unterhaltungsliteratur, neueren wissenschaftlichen Büchern werden vor allem auch technische Werke gebraucht. Es liegt großer Bedarf an Werken aus dem Gebiete des Hoch- und Tiefbaues, des Maschinenbaues und der Elektrotechnik vor. Es ist wohl selbstverständlich, daß nur solche Bücher geschenkt werden können, die ihrem Inhalt nach der Idee des Nationalsozialismus nicht zuwiderlaufen. Volksgenossen, diese Sammlung bedeutet für jeden nur ein kleines Opfer! Jeder hat in seinem Bücherschrank einige Bände, die sich für die Arbeitslager eignen und die er entbehren kann. Bücherspenden werden entgegengenommen bei den Ortsgruppen der NSDAP., bei den Ortsgruppen des NS.-Lehrerbundes, bei der Berteilungsftelle in Frankfurt a. M., den Städtischen Volksbüchereien Stoltzestraße 18 bis 24. SA-Reserve Gießen. Die S A. - R e s e r o e Gießen tritt morgen, Mittwoch, pünktlich 19.30 Uhr im Sturmlokal Soldan an. Jeder muß zu diesem Dienst erscheinen. Urlaub wird nicht erteilt. An die Bewohner Mesecks. Am letzten Samstag marschierte der Jungvolk- Standort Gießen in geschlossenem Zuge mit Banner, Fahnen und Wimpeln durch das benachbarte Wieseck. Dabei zeigte sich, daß ein großer Teil der dortigen Bevölkerung noch nicht üoer das Wesen des „Deutschen Jungvolks" genügend Bescheid weiß. Daher ist folgender Hinweis am Platze: Die Hitler-Jugend (HI.) und das Deutsche Jungvolk (DJ.) sind der Nachwuchs der SA. und gehören der NSDAP, an. Daher besteht auch die Vorschrift, daß die Ehrenzeichen von HI. und DJ., nämlich deren Banner, Fahnen und auch Wim- p e l von jedem Deutschen durch den deutschen Gruß (Erheben des rechten Armes) zu grüßen sind, während jeder Führer in gleicher Weise zu danken hat. Leider mußten wir wahrnehmen, daß viele Bewohner des Ortes zwar mit Interesse unseren Durchmarsch verfolgten, jedoch den vorgeschriebenen Gruß unterließen. Einige empfanden es sogar nicht einmal als richtig, angesichts der Ehrenzeichen des Jungvolks die Hände aus den Taschen zu nehmen. Wissen diese Volksgenossen denn nicht, daß wir deutsche Jungen die Zukunft Deutschlands sind und in dem DJ. für solche großen Aufgaben erzogen werden? Dieser Hinweis bewirkt hoffentlich, daß beim nächsten Wiedersehen in Wieseck wird die von der Regierung gewünschte Achtung genießen werden. Der JV.-Standort Gießen. NSDAP. Gießen. In der Ortsgruppe Gießen-Mitte finden Zellenabende für die Zellen 1 und 11 heute, Dienstag, 20 Uhr, im Parteilokal Soldan, um 21.30 Uhr im „Württemberger Hof" statt. Diejenigen männlichen Parteimitglieder, die schon in den letzten Versammlungen fehlten und heute wieder nicht erscheinen, haben die Folgen zu tragen. In der Ortsgruppe G i e ß e n - O st sind folgende Zellenabende vorgesehen: morgen, Mittwoch, 20.30 Uhr, Zelle 5 bei Weber, Kaiserallee 52, Donnerstag, 20.30 Uhr, Zelle 1 in der „Stadt Lich", Freitag, 20.30 Uhr, Zelle 4 bei Weber, Kaiserallee, und um 21 Uhr, Zelle 8 bei Wächter. Unentschuldigtes Oehlen kann den Ausschluß aus der Partei zur olge haben. Die NS. - Frauenschaft Ortsgruppe Süd hat für die Zellen 6 und 8 heute Singabend bei Loichinger. Die Ortsgruppenführer- und Fachschaftsleiter-, sowie Vertrauensmänner-Versammlung der N S. - Beamtenabteilung Kreis Gießen ist vom 18. Oktober auf den 24. Oktober verlegt worden. DieLustschuhorganisaiion inOberheffen Für die Provinz Oberhessen ist eine B e • zir ksgruppe des R e i ch s l u f t f ch u tz b u n- des mit dem Sitz in Gießen errichtet worden. Zum kommissarischen Leiter wurde von der Landesgruppe Hessen-Rheinland-Süd, Frankfurt/Main Herr Bürgermeister Dr. ing. E. Hamm- Gießen bestellt. Das Geschäftszimmer der Bezirksgruppe befindet sich mit dem der Ortsgruppe Gießen zusammen vorläufig im Stadthaus, Gießen, Bergftr. 20, wohin alle Postsendungen und Anftagen erbeten werden. polizeiberichi der Staatspolizeistelle Gießen. Im Verlaufe der Ermittelungen nach der Auf- findung des kommunistischen Vervielfältigungsapparates wurden sieben Personen aus Gießen fest- genommen und am 13. Oktober in das Konzentrationslager überführt. Die Festgenommenen waren zum größten Teil früher Funktionäre der KPD. Zu gleicher Zeit wurden noch zehn Personen aus dem Kreise Alsfeld in das Konzentrationslager Osthofen verbracht. Bei einem früheren Angehörigen der KPD. wurde der Radioapparat beschlagnahmt, weil der Mann in den Abendstunden auf den Moskausender einstellte und sogar andere Personen zum Hören eingeladen hat. — Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß es sich bei derartigen Fällen um verbotene kommuni ft ische Versammlungen handelt und die Staatspolizei neben der Beschlagnahme der Radiogeräte die Beteiligten zur Strafverfolgung festnimmt. Ein Former aus Gießen hatte ein Bild aus einer Zeitung gerissen, dies noch mit kommunisti- schen Zeichen versehen und einem SA.-Mann auf die Veranda gehängt. Der Täter, der die Tat energisch bestritt, konnte an Hand von Schriftproben und vorgefundenen sonstigen Beweisstücken überführt werden. Er wurde sofort dem Schnellrichter vorgeführt und zu einer Woche Haft verurteilt. Am gestrigen Tage mußten drei Personen aus Gießen festgenommen werden, weil sie infolge der Reichstagsauflösung unwahre Gerüchte verbreiteten. Es wird darauf hingewiefen, daß sämtliche Polizeibeamten angewiesen sind, gegen die Verbreiter unwahrer Gerüchte schärfstens vorzugehen. Gericht erkannte auf 4 Jahre Gefängnis. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Angeklagten als Kämpfer auftraten, als es noch verpönt war, zur Last. Nationalfozialift zu fein. * bereiten Jugend unserer Zeit. Der Filmstreifen Ger wurde von Nationalsozialisten geschaffen, die schon Die Daten für Dienstag, 17. Oktober. 1815: der Dichter Emanuel Geibel in Lübeck geboren; — 1849: der Komponist Friedrich Franz Chopin in Paris gestorben; — 1893: der Komponist Charles Gounod in Saint Cloud gestorben. rvvrnotizen. — Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 22 Uhr: „Die Freundin eines großen Mannes". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebe muß verstanden sein". — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, dritte Vorstellung im Dienstag-Abonnement unter Wolfgang Kühnes Spielleitung; das heitere Spiel um eine Bühne: „Die Freundin eines großen Mannes" von Möller und Lorenz. Gewöhnliche Preise. Ende: 22 Uhr. — Mittwoch, 18. Oktober, als dritte Vorstellung im Mittwoch-Abonnement Erstaufführung oes Schauspiels: „Am Himmel Europas" von Schwenzen-Malina unter der Spielleitung von Anton Neuhaus. Das, was sich bisher auf dem Gebiet des ernsten Schauspiels unter Beweis gestellt sah, findet plötzlich aus dem nicht immer heiteren Himmel unserer Gegenwart heraus eine kräftige, wahrhaft heitere und darum doppelt beglückende Bestätigung: ein Schauspiel jener Gattung, mit der der Deutsche seit Lessings Tagen am allerwenigsten verwöhnt worden' ist. Eine feste, frohe Tatsache steht vor uns. Dies Schauspiel, ganz abseits vom bewährten Requisitenmaterial des üblichen Genres wandelnd, ist frisch und echt vom ersten Atemzug bis zum letzten Finale, ist neu und ganz gegenwärtig in seinem Milieu, endlich auch in seiner geistigen Zielsetzung von gesunder Klarheit und beglückendem Weitblick. Der gewaltige Erfolg der Uraufführung dieses Schauspiels am 1. Juni 1933 in Berlin dürfte auch in Gießen nicht ausbleiben. Die Aufführung ist zu gewöhnlichen Preisen. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. — Der Film „Hitler-Junge Q u e x", der dieser Tage im Lichtspielhaus (Bahnhofstraße) gezeigt wird, soll das gewaltige Erleben der Kämpfe der SA., SS. und der Hitler-Jugend, insbesondere aber den Dienst der Hitler-Jugend an Volk und Vaterland veranschaulichen. Der Film soll nicht Spielfilm im herkömmlichen Sinne sein, sondern ein Dokument für alle Zukunft, ein Denkmal der opfer- ** „Der Esel ist Io s", Ein Stück mit Musik in neun Bildern nach dem Altgriechischen des Plagiates, kommt am Sonntag, 22. Oktober, im Stadttheater Gießen als einmaliges Wiederholungsgastspiel der „Vier Nachrichter" mit ihrem Ensemble zur Aufführung. Bei diesem Gastspiel übernimmt den musikalischen Teil das Orchester des Stadttheaters. Das Gastspiel ist außer Abonnement und zu den Preisen von 0,50 bis 2,50 Mark. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. ** Preußisch-Süddeutsche Klassenlotterie. Die Ziehung der 1. Klasse der neuen Lotterie findet am 20. und 21. Oktober statt. Die Nachfrage nach Losen ist wegen des herabgesetzten Preises sehr rege. ** Wohnhaus-Neubau. Mit der Ausführung eines zweigeschossigen Neubaues südlich der Johanniskirche hat man dieser Tage begonnen. Das Wohnhaus soll Wohn- und Praxisräume für Me- dizinalrat Dr. Schliemann enthalten. Der Roh« bau soll noch in diesem Herbst fertiggestellt werden, während der innere Ausbau im Laufe des kommenden Winters erfolgen soll. Die Maurer- und Betonarbeiten kommen durch die Baufirma H. W. R i n n zur Ausführung. ** Der berufskundliche Rundfunkvortrag des Leiters der Berufsberatungsabtei- lung des Arbeitsamtes Frankfurt a. M. über das Thema: „Was wird aus dem Schulentlassungsjahrgang 1934?" wird nach neuerer Disposition am heutigen Dienstag nicht um 16 Uhr (wie gestern berichtet), sondern um 18.20 Uhr gehalten. Große Strafkammer Gießen. Arn 12. und 13. Oktober verhandelte die Große Strafkammer in Lauterbach gegen den Volksschullehrer Georg Walldorf in Frischborn bei Lauterbach, dem die Anklage Verbrechen im Sinne der §§ 174, 176 RStGB., begangen an minderjährigen Kindern, zur Last legte. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Nachdem das Gericht einen Augenscheintermin in Frischborn vornahm und eine große Anzahl Zeugen vernommen wurde, erfolgten gestern die Plädoyers des Staatsanwalts und der Verteidigung, sowie die Urteilsverkündung im Landgerichtsgebäude zu Gießen. Der Vertreter der Anklage beantragte eine Gesamtstrafe von 4 Jahren Zuchthaus. Das Der Festabend des Gießener Handwerks. Am Sonntag fand als Ausklang der Werbever- anftaltung dieses Tages für das Gießener Handwerk in der bis auf den letzten Platz besetzten Volkshalle ein Festabend statt, der zu einem schönen Erlebnis wurde. Die SA.-Kapelle der Standarte 116 unter Leitung von Kapellmeister N i e b e r g a l l musizierte schon vor Eröffnung des Abends flott und eifrig und leitete dann die Vortragsfolge in schneidiger Weise mit dem Badenweiler Marsch, bekanntlich dem Liedlingsmarfch des Führers, ein. Als erster Redner sprach hieraus Bäckerobermeister Loeber als Vorsitzender des Ortsgewerbevereins. Er entbot der großen Besuchermenge den Gruß des Handwerks und bezeichnete mit Genugtuung den starken Besuch als eine Sympathiekundgebung für das Handwerk. Dankbar wies er dann darauf hin, daß in der Person des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler jetzt ein Mann an der Spitze des Reiches stehe, der auch dem Handwerk helfen wolle. Weiter gab er dem Stolze des Handwerks darüber Ausdruck, daß der Reichspräsident, Generalfeldmarschall von Hindenburg, als Ehrenmeister des deutschen Handwerks mit diesem eng verbunden sei. Der Redner erinnerte hierauf an die gewaltige steuerliche Belastung des Handwerks durch die früheren Regierungen, ebenso lenkte er die Aufmerksamkeit auf die steuerliche Begünstigung der Konsumvereine zum Nachteil des Handwerks und erwähnte weiter die vielfache Korruption, die unter den früheren Regierungen sich entwickelte. Das Handwerk könne dem Führer Adolf Hitler nicht dankbar genug sein dafür, daß er mit all diesen Schäden gründlich aufräume. Dar Handwerk wolle nichts weiter als Gerechtigkeit und gleiche Behandlung wie jeder andere deutsche Berufsstand. Es erhoffe von der nationalsozialistischen Regierung Schutz vor den Warenhäusern, Regiebetrieben und den großen In- dustriekonzernen, die vielfach durch Konkurrenzeinrichtungen im Rahmen ihrer Werke dem Handwerksmeister die Existenz untergraben hätten. Der nationalen Regierung müsse jeder Handwerksmeister seine volle Unterstützung gewähren; jeder müsse bereit sein, mit voller Hingabe alle Kräfte, ja auch das Leben einzusetzen für das deutsche Vaterland und sich mit dieser Opferfreudigkeit hinter den Volkskanzler stellen, der für alle deutschen Volksgenossen das Beste im Auge habe. Am Schlüsse Regimenter und Stämme. Das Neichserlebniö im Schützengraben. Von Franz Schauwecker, GOS. Es war der Augenblick unmittelbar nach dem Angriff. Der französische Graben war gestürmt worden. Die^ Gefangenen standen und irrten sinnlos herum, noch lag der rollende Widerhall des Artilleriefeuers in der rauchverdunkelten Luft. Von fern wehte Geschrei zerrissen 'herüber zwischen Gewehrfeuer, das irgendwo flackerte. Alle Verbände waren durcheinander geraten. Eine kurze, ungeheure Verwirrung herrschte in den eroberten Gräben. Offiziere schrien nach ihren Zügen. Die Nummern von Kompanien wurden um Grabenecken gebrüllt. Jemand schrie zwischen wüstem Drahtgewirr: „Hierher! Vierte Kompanie!" Aus Trichterschlamm kreiselte ein erhobener Arm und warf einen Ruf hinaus: „Munition!" Lauter unbekannte Gesichter starrten sich an. Hände griffen nach Konservenbüchsen. Blicke untersuchten blitzschnell den Wirrwarr zerschlagener Unterstände nach Lebensrnitteln, Tornistern, Wäsche. „Hauptmann Lenz!" brüllte eine Stimme, die überall zu sein schien. Es war der Augenblick der Entscheidung. Entweder blieb der Angriff stecken ober er ging vorwärts zum Sieg. Rechts torkelte ein Donnerschlag hoch und brach in einer riesenmäßigen Qualmwolke herunter. „Los! Los! Vorwärts! Mitkommen!" schrie jemand mit äußerster Kraft, ein gellendes Signal höchster Gefahr. Die Sekunden glühten und zerbrannten. Es spritzte schon von Erde nd Eisen. Die Soldaten stürzten vor. Ueberall schien die Erde lebendig geworden zu sein. Ganze Klumpen von Lehm und Mann bewegten sich vor. Erdhaufen sprangen hoch und liefen. Es barst und knallte. Je weiter sie vorliefen, desto mehr gerieten die Truppenteile ineinander. Jäger rannten zwischen Grenadieren, Musketiere unter Füsilieren, Garde- litzen befanden sich neben einfachen ßimenfragen. Plötzlich kamen Granaten herüber. Vier Soldaten warfen sich nebeneinander m einen großen i Trichter. Vier Achselklappen mit vier verschiedenen ! Nummern kündeten vier Regimenter an. „Wo seid ihr her?" fragte der eine Soldat, wahrend links ein Gejaul mit einem brüllenden Krach tnbete. „Aus Hof, Bayern", antwortete der Mann neben ihm. „Und du?" „Aus Hannover." „Ick bün aus Neubrandenburg', sagte Der dritte, und duckte sich vor der Granate, die hundert Meter hinter ihnen zerbarst. „Hier Dräsden , sagte der vierte. „Los! Mitkommen!" sagte eine scharfe Stimme hinter ihnen, und ein Offizier sprang unter sie, und indem er voranging, nahm er sie mit sich. Keiner von ihnen kannte den Leutnant. Nach dem Tonfall zu urteilen, war er aus einer schlesischen Stadt. Sie liefen zu fünfen weiter, eingerahmt von zwei düsteren Granateinschlägen, ein donnerndes Tor, durch das sie eintraten wie Abgesandte eines großen reichen Volkes. Plötzlich befanden sie sich vor einem Waldoor- fprung, und wie aus dem Boden gewachsen standen sechs, acht Franzosen vor ihnen, vollkommen überrascht und versteinert. Einer von ihnen riß das Gewehr mechanisch an die Hüfte und schoß. Der Hannoveraner schrie auf und krümmte sich über dem linken Oberschenkel zusammen. Der Bayer schoß, der Offizier war mit einem rasenden Satz unter den Franzosen, von denen einer stürzte. Die anderen hoben die Arme: „Camarade! Pardon! Lamarade!" Der Mecklenburger lag mit Verbandspäckchen und Messer neben dem Hannoveraner, schnitt ihm die Hose auf und begann ihn zu verbinden. Von rechts tauchten andere Soldaten auf. Die Franzosen liefen nach hinten. Einer lag mit durchschossener Brust stöhnend da, wachsgelb. Sie rannten weiter vor. Der Hannoveraner war nicht mehr da. Neben dem schlesischen Offizier lief ein Unteroffizier aus Köln. Ein Einschlag setzte sich mitten unter sie und schleuderte sie auseinander. Der Kölner lag zerfetzt am Fuß einer Buche, der Sachse schrie unter einem Gestrüpp, der Offizier fdjnapnte keuchend nach Luft und wischte sich Blut vorn Handgelenk neben dem Mecklenburger, der verdutzt fluchte und den Unteroffizier anftierte, der dalag in Eimern von Blut mit einem Bein, das sich langsam drehte, als kugelte es ihm jemand aus, bis er still lag, den Mund voll Erde und Waldgras, halb auf dem Bauch. Es knallte. Der Wald schallte, ein dröhnendes Klavier mit Drähten aus Stämmen, auf die ungeheure Hämmer schlugen. Sie kletterten durch Unterholz, kamen zum Vorschein und sahen sich nicht mehr. Der Bayer war verschwunden. Der Mecklenburger stand neben einem Brandenburger, der ihn verwundert ansah: „Deibel noch mal, die ganze Kompanie is weg. Wo sind die anderen?" Der Offizier aus Schlesien fammelte an Soldaten, was er greifen konnte, und ging weiter vor. Er wußte nicht, ob der befohlene Punkt erreicht war, er wußte nur, daß es noch weiter vor ging. Und so ging er vor. Soldaten kamen hinter ihm her. Sie sahen blaugraue Gestalten zwischen den Stämmen auftauchen und schossen. Schüsse kamen zurück. Zweige schnellten. Eine Handgranate ballerte dumpf auf. Ein Geheul von Splittern verstreute sich wütend in die Blätter, Moos und Erde und Körper. Der Bayer war mit einem Male wieder da. Er krümmte sich zusammen wie verwundet, schnellte auseinander und fuhr hoch mit gestrecktem Arm, aus dem die Handgranate wirbelte. Sie fuhr zwischen drei Stämme über zertretenem Gebüsch, ein Gewirbel von Stiel und Sprengstoff, platzend zwischen den blaugrauen Soldaten, die verschwunden waren wie weggewischt. Ueberall waren deutsche Soldaten: preußische, sächsische, bayrische, ostpreußische, württembergische. Für Sekunden schwirrten da und dort alle Dialekte ineinander. Manche verstanden die Worte nicht, aber sie begriffen den Sinn. Das französische Artilleriefeuer hämmerte es ihnen ein. Sie brannten zusammen in diesem Hochofen aus Sprengstoff, Tod und Angriff. Sie kletterten gemeinsam durch eine Schlucht, wateten durch einen flachen Bach und tarnen hoch an einem Hang, von dem ein Maschinengewehr schnatterte, das viele von ihnen hinwarf, den Rheinländer neben den Pommern, den Berliner neben den Stuttgarter, tot ober verwundet, kriechend und deckungsuchend. Sie gruben sich ein, bis die Nacht kam, die Ordnung in die verquirlten Verbände brachte. Am Morgen lagen die Grenadiere aus Norddeutschland beisammen, rechts neben ihnen lag das Regiment aus Bayern, links daran schloß sich das Bataillon aus Sachsen, und dann kamen die Jäger aus Schlesien. Nach dem Kampf lagen die Regimenter geordnet da, eine unendliche, gegliederte Front deutscher Stämme, ein atmender Körper aus Hand, Herz, Fuß, Brust und Kopf, durch den das deutsche Blut strömte und der große Atem (fettes wehte. Oer Wolss-Vater. Ein Mann in Lederkleidung kam kürzlich in eine Zeitungsredaktion zu Montreal in Kanada. An einer Kette führte er ein Tier, das zunächst wie ein junger Hund aussah, aber an dem unruhigen Leuchten seiner Augen merkte man, daß es sich um ein Raubtier handelte. Der Mann stellte sich als Louis Grignon vor und sein Schoßtier als einen jungen Wolf. In den letzten 18 Jahren war er als Trapper in den Wäldern von Quebec. Eines Tages begegnete er einem Wolf, der ihn angriff. Er riß feine Flinte an die Schulter, aber bevor er noch feuern konnte, war ihm der Wolf an den Hals gesprungen und riß ihn zu Boden. Nun schoß er dem Tier die Kugeln seines Revolvers in den Leib und befreite sich fo von der Umarmung, die ihm blutende Wunden gebracht hatte. Das getroffene Tier schleppte sich noch vor die Höhle, in der seine Jungen lagen, und starb. Es war ein Wölfin gewesen. Am nächsten Tage, nachdem Grigon sich von dem Schrecken erholt und seine Wunden verbunden hatte, folgte er der Spur der Wölfin und drang in die Höhle ein. Zunächst fand er die Knochen und Ueberrefte von Tieren, dann im Hintergrund sieben junge Wölfe, die vor Hunger nur noch winselten. Er zog sie alle mit konservierter Milch auf, die er ihnen aus der Flasche gab. Sechs seiner Schützlinge hat der Wolfsvater der Provin- zial-Regierung überlassen, den siebenten brachte er mit nach Montreal, um ihn dem Zoologischen Garten zu schenken. Hochschulnachrichten. Der o. Professor für Strafrecht an der Frankfur- ter Universität Dr. Arthur Baumgarten hat einen Ruf auf den neuerrichteten Lehrstuhl für Rechtsphilosophie an der Universität Basel er« halten. Der bekannte Freiburger Philosoph Professor Dr. Martin Heidegger hat Den vor kurzem an ihn ergangenen Ruf an die Universität Berlin abgelehnt. Der Reichsstatthalter für Sachsen hat auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums dem Professor Dr. Philipp Johannes Richter die Lehrbefugnis als Honorarprofessor an der Universität Leipzig entzogen. Auf Grund des gleichen Gesetzes sind an der Universität Leip- 3 i g der Ordinarius für öffentliches Recht, Professor Dr. Willibald A v e 11, und der Ordinarius für öffentliches und Arbeitsrecht Professor Dr. Erwin I a c o b i in den Ruhestand versetzt worden. Außerdem wurde dem ao. Professor und Lektor für spät- hebräische, aramäische und talmudische Wissenschaften, Dr. Lazar G u l k o w i t s ch, die Lehrberechtigung an der Universität Leipzig entzogen. Dem ao. Professor Dr. Arthur Salz an der Universität Heidelberg (Staatswissenschaften) wurde auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums die Lehrbefugnis entzogen. Der Privatdozent für allgemeine Staatslehre, deutsches und ausländisches Staatsrecht sowie für Völkerrecht an der Universität München Dr. Karl Löwenstein wurde mit sofortiger Wirkung avz dem bayerischen Staatsdienst entlassen. Die Zulassung des Konservators im Ruhestand Dr. Traugott ® aumgärtel als Privatdozent der Technischen Hochschule München wurde mit sofortiger Wirkung widerrufen. i 1 c h b h U n L seiner mit großem Beifall aufgenommenen An» spräche bat der Redner um rege Unterstützung de» Handwerks. * Schriftleiter und (Sauredner Or. Röder als -weiter Redner des Abends erinnerte zunächst an die politischen Ereignisse oom Samstag und betonte dabei, jetzt komme es darauf an, daß sich das deutsche Volk, das seinem Führer Adolf Hiller nur dankbar sein könne, auch in dieser schicksalschweren Zeit bewähre. Die Welt sehe, welche Schöpferkraft und Arbeitsfreude im deutschen Volke leoendiy sei, zugleich sehe sie aber auch, welche Friedfertigkeit unser Volk beseele. Den Worten des Führers werde heute in der Welt viel eher geglaubt, als den Worten der früheren deutschen Regierungsvertreter. Eine gründliche Wandlung sei in unserem Volke vor sich gegangen, das ein ganz anderes Gesicht bekommen habe. In gleicher Weise habe sich das Gesicht des deutschen Handwerks grundlegend geändert. Das sei eindrucksvoll bei dem Umzug am Nachmittag zutage getreten, bei dem in dem Marsch der Kolonnen sich ein einmütiger Wille dokumentierte. (Beifall.) Heute trete das Handwerk mit kraftvoller Energie für seinen Stand ein und sei bereit, aus eigener Kraft seinen Weg zu gehen als Glied der deutschen Volksgemeinschaft, in der das Handwerk einen hervorragenden Platz einnehme. Im Gegensatz zu den früheren Parteiführern, die das Handwerk nur als „Stimmvieh" benutzten, auf der anderen Seite aber liberaliftische Politik betrieben und die Warenhäuser unterstützten, sehe Adolf Hitler Immer nur auf das Ganze, in dessen Rahmen auch das Handwerk zu seinem Recht kommen werde. Wesentlich sei es jetzt für das Handwerk, daß es sich eine neue ethische Grundlage schaffe. Es müsse sich von dem händlerischen Geist, wie er in der geistigen und wirtschaftlichen Einstellung des liberalistischen internationalen Kapitalismus zu erblicken ist, frei machen und zurückkehren zu dem alten berufsständischen Echo», das im Handwerkerstand einst lebendig war und ihn zu hoher Blüte brachte. Von entscheidender Bedeutung sei, daß sich auch im Handwerk die deutschen Menschen als Charaktere bewähren. Dem deutschen Handwerk könne geholfen werden durch die Weltanschauung des Nationalsozialismus. Auf dieser einheitlichen geistigen Grundlage müsse aufgebaut werden. Dann finoe das Handwerk zu den Tugenden zurück, die es einst zierten. Der Geist der Redlichkeit, der Biederkeit, der Berufstreue und der beruflichen Ehrauffassung müsse wieder zurücksehren, dann werde auch das Handwerk als wichtiges Glied der deutschen Volksgemeinschaft sich wieder durchsetzen. Früher sei unser Volk uneinig und in viele Teile gespalten seinen Weg gegangen, ungeachtet der außenpolitischen Bedrohung. Angesicht» der außenpolitischen Lage könne unser Volk sich nur dann behaupten, wenn es in seiner Gesamtheit dastehe wie ein eherner Block. Das pazifistische Denken der Wirtschaftsführer der Vergangenheit sei unserem Volke nicht dienlich gewesen. Der nationalsozialistische Staat erziehe die Bürger zum Geist der Friedfertigkeit, der auf Macht gegrünbet sei. Einem starken und mächtigen Volke stehe es an, friedfertig au sein. Das sei etwas anderes als der Dallfismus, der nur feige Unterwerfung bedeute. Unser Volk könne der Welt gegenüber nur den Glauben an die Nation und an die national,OAlanftifd)e Welt- anschauung in die Waagschale werfen. Da» deutsche Volk habe keine Schwerter und Kanonen wie die anderen, aber es habe den einmütigen Willen, sich zu behaupten, und es habe den Glauben, daß Deutschland leben werde und leben müsse. Jetzt gehe es um das Dritte Reich, um die Zukunft unserer Kinder. Die Reichs-Handwerkerwoche müsse zu einem machtvollen Bekenntnis für den nationalsozialistischen Staat werden. Das Feuer der Be» getfterung für ihn müsse brennen, daß das ganze Deutschland wie eine lohende Fackel dastehe und jeder deutsche Volksgenosse dessen eingedenk sei, daß auch auf ihm die Verantwortung für die Zukunft der deutschen Kinder liege. (Lebhafter Beifall.) Alle deutschen Menschen fühlten sich heute unlöslich oer- bunben mit dem deutschen Schicksal. Das sei ein Große« und Gewaltiges, bas unser Volk wieder zusammengeführt haoe: der schicksalverbundene deutsche Mensch, der nur dort lebendig werbe, wo alles Schlackenhafte und Frembe von ihm abfalle. Möchte bas beutsche Volk sich würbig erweisen bem großen schicksalhaften Geschehen. Das hohe Ziel bes deutschen Strebens sei: ein Gott, e i n Volk, ein Reich und e i n Führer! (Langanhaltenber, leb- haster Beifall.) ©er unterhaltende Teil des Abends würbe mit dem Mafsenchor „Weihe des Gesangs" von Mozart, den die vereinigten Gießener Gesangvereine unter Leitung von Gauchormeister Blaß prächtig zu Gehör brachten, eingeleitet. Unser Heimatdichter Georg Heß (Leihgestern) erfreute mit feinen ausgezeichneten eigenen Dialektbichtungen, von benen bie erste ein Gruß an das Handwerk, die zweite ein Mahnwort an alle deutschen Volksgenossen, die dritte die Odenwald- sahri eines Vogelsberger Dauern war; Georg Heß. der schon bei seinem Erscheinen mit herz- lldjer Sympathie empfangen wurde und mit Recht gewaltigen Beifall erntete, konnte seinen Erfolg durch die weiteren Vorträge noch erheblich steigern und einen Beifall der Zuhörer entfesseln, wie er an diesem Abend einzigartig dastand. Das Verdienst von Georg Heß ist es auch, daß er die Gießener an diesem Abend mit einer Volkstrachten- gruppe aus Erxdorf (Kreis Kirchhain) be- kanntmachie, die unter Führung des dortigen Lehrer» Grünewald steht und die Georg Heß aus einer großen Kulturbundveranstaltung In Kassel entberft hat. C» war eine ausrichtige Freude, die diese Trachtengrupoe mit ihren reizvollen und bewundernswerten Volkstänzen den Zuschauern be- reitete Herzlicher und langanhaltenber Beifall, so- role eine sehr eindrucksvolle Abschiebskunbgebung beim Abmarsch der Trachtengruppe (die ganze 23er- «unÖ Erhob sich von den Plätzen und grüßte ble (Bruppe mit btm S>itleraru6) zwecks Heimkehr am gleichen Abend dokumentierten die Dankbarkeit der Menge für die ausgezeichnete Darbietung. Man wirb sich In Gießen freuen, diese Trachtengruppe bald wieder einmal sehen au können. Der Inten- baut unsere» Stadttheaters Hann» König und ein Mitglied des Ensembles boten mit lebhaftem Bei- soll au,genommene Rezitationen Die Standarte n k a p e 11 e unter Kapellmeister TU e berg all erfreute weiterhin mit vortrefflichen musikalischen Darbietungen, die verdientermaßen großen Beifall tanben. Ein weiterer besonberer Höhepunkt de» Ibenb» war bas Auftreten der Bodenturn- r t e g e unsere» Bataillon», die einfach fabelhafte, berounberneroerte Leistungen hu Boden- turnen zeigte unb bie Zuschauer zu stürmischer Begeisterung mit entsprechenden Beifallskundgebungen hinrissen. Einige weitere Masienchore dec ^e sang vereine unter Gauchormeister Blaß unb prächtige» Musizieren der S t a n b a r t e n t a - pelle gaben ber Dortragsfolae den gebotenen schonen Ausklang. Mit einer Huldigung für den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler unb bas deutsche Vaterland fand der Abend seinen Abschluß. Die Veranstaltung als Ganze» verdient die uneingeschränkte Anerkennung aller Besucher. OaS volle Gelingen des Haupt- werbetages ist auf die hingebungsvolle, sehr umfangreiche Dor- bereitungsarbeit zuruckzuführen, um deren Erledigung sich Buchbindermeister und Tapetenhändler Steinhäuser besonders verdient gemacht hat. Die Leitung der Handwerks-Werdewoche fühlt sich weiterhin allen Mitwirkenden bei den Veranstaltungen oom Sonntag zu herzlichem Dante verbunden, und sie hat uns gebeten, der öffentliche Ueberbringer dieses Dankes zu sein. Gictzener Wochenrnarttpreise. * Gießen, 17. Dlt. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 Mark, Kochbulter 1,— bis 1,10 Mark, Malte, 20 bis 25 Pf., Käfe^ das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 12 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 7 bis 8 Pf., der Zentner 7 Mark, Weißkraut, das Pfund 5 bis 6 Pf., Oer Zentner 3 bis 3,50 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 7 Mark, Gelbe Rüben 10 Pf., Spinat 10 bis 15, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 25, (gelb; 25, liniert ohlrabi 6 bi» 7, Rosen- kohl 25 Pf., Feldsalat 1 Mark, Tomaten 10 bi» 15 Pf., Zwiebeln 8, Meerrettich 25 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Kürbis 6 bis 8, Pilze 35 bis 50, Kartoffeln 3 S Pf., der Zentner 2,50 bi» 2,80 Mark, Lepfel, das Pfund 10 bis 18 Pf.,' Birnen 10 bis 15, Zwetschen 12 bis 15, junge Hähne 70 bis 75, Suppenhühner 65, Gänse 70, Tauben, das Stück 40, Nüsse, das Pfund 50, Blumenkohl 10 bis 25, Salat 5 bis 10, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, das Bund 10, Rote Rüden, das Pfund 8 bis 10 Pf., Ziimecte und Schulfilm. Die Lanbesfilmstelle Südwest der NSDAP, veranstaltet mit den örtlichen Organisationen folgende Volksfilm-Veranstaltungen: 18. Oktober Eberstadt, 19. Oktober Bettenhausen, 20. Oktober Obbornhofen, 21. Oktober Trais-Horloff, 22. Oktober Rodheim. Zur Vorführung kommen die Filme „Brand von Moskau", eine Wochenschau vom Reichsparteitag 1933 in Nürnberg und ein Film .Linderjahre — Lernjahre" Die Eintrittspreise sind sehr niedrig gehalten, das Programm ist lehrreich und sehr interessant, so daß mir jedem Volksgenossen und den Kindern den Besuch empfehlen können. Karten tm Vorverkauf und bei den Ortsgruppen. An alle Pflicht- unb beulschbewußten Arbeitgeber Ein Appell der Allg. Ortskrankenkasse Gießen-Stadt. Don O. Jung, Vorsitzendem der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen-Stadt. Untere letzten Maßnahmen, um die teilweise erheblichen Beitragsrückstände zu mindern, wurden vielfach verkehrt ausgelegt und durch einen größeren Teil der Arbeitgeber nicht verstanden. Das Recht der Versicherten, deren Rechte und Pflichten wir als soziales Institut wahrzunehmen haben, erfordert es, daß bie Beiträge pünktlich an uns abgeführt werden, zumal Zweidrlttel der Beitragsanteile von den versicherten selber aufgebracht werden müssen bzw. aufgebracht werden sollen und rechtlich einen Teil de» Lohnes darstellen. Wir glauben an dieser Stelle eindeutig darauf Hinweisen zu müssen, daß gerade in den letzten Jahren eine zu große Nachsicht mit manchen Arbeitgebern geübt worden ist und aus dieser Nachsicht heraus sich die heutigen erheblichen Beitragsanforderungen ergeben haben. Diesen Zustand zu beseitigen, muß sowohl im Interesse der Arbeitgeber, als auch Arbeitnehmer unser Bestreben sein. Wir wollen und werden in keiner Weise der Wirtschaft Schaden zufügen. Doch ist die Verantwortung, die wir als soziales Institut zu tragen haben, so ungeheuer und erst dann verständlich, wenn man beoenkt, daß von der pünktlichen Beitragsbegleichung die Gesundheit von mehreren taufend deutschen Volksgenossen abhängt. Wenn wir auch bestrebt sind, Härten zu vermeiden, so läßt sich doch manches Unangenehme nicht umgehen. Doch sei daraus hingewiesen, daß wir 2400 Arbeitgeber in unserer Kartei zu führen haben. wir richten hiermit einen Appell an die deutsch- bewußten Arbeitgeber, uns in jeder Hinsicht zu unterstützen und unberechtigte Anwürfe gegen die Krankenkasse nicht anzuhören! Es muß eine Ehrenpflicht für einen deutschen Menschen sein, sich erfolgreich an dem Kampf um den Wiederaufbau von Volk und Vaterland zu beteiligen. Wir wissen, daß wir nicht umsonst an unsere Arbeitgeber appellieren, unb wollen als deutsche Volksgenossen den einmal begonnenen Weg gemeinsam weiterschreiten. In absehbarer Zeit wird auch der Arbeitgeber, welcher heute noch stark im Rückstand ist, unseren Maßnahmen, die er heute kurzsichtig verurteilt, zustimmen. Indem wir ihn manchmal mit etwas harter Hand von seinen Rückständen befreien, bitten wir ihn gleichzeitig, neue Rückstände nicht mehr entstehen zu lassen, indem er seine laufenden Beiträge pünktlich bezahlt. Bedenkt, daß Tausende von Versicherten und Kranken vertrauensvoll zu Euch und uns als Verwal- tungsinftitut ihrer sozialen Belange aufdlicken. Sie glauben ihre Gelder gesichert, wir wollen sie nicht enttäuschen. Indem wir die Arbeitgeber bitten, ihre Rückstände alsbald zu begleichen oder bei wirt- schafllicher Notlage uns angemessene Ratenzahlungen vorzuschlagen, umgehen wir die Durchführung von unangenehmen Zwangsmaßnahmen. Die laufenden Beiträge werden bis zum 15. des folgenden Monats durch Monatsrechnung ange- fordert, und die Begleichung soll bis zum 25. bes genannten Monats erfolgen. Die rechtzeitige Bezahlung wirb burch Zeitungsnotiz gesonbert ange- forbert. Nach ergebnisloser Verstreichung der gelebten Frist muß die Einsetzung von Zwangsmaß- nahmen erfolgen. „Oie Erziehung in -er Zukunst." Monatsversammlung des AS-Lehrerbundeel. — Oer sächsische Staatsminister Or. Hartnacke spricht. In der Restauration Liebigshähe sand am Sams- tagnachmittag die Monatsoersammlung des NS.- ßehrerbunbes tm Kreise Gießen statt. Die Versammlung war sehr gut besucht unb wurde durch einige musikalische Darbietungen des NS.-Lehrerorchesters unb durch eine gesangliche Solodarbietung eingeleitet. Kreisschulrat Dr. Henß wies zunächst darauf hin, daß bie Versammlung gleichzeitig eine Versammlung bes Gaues Auslanb im NS.-Lehrer- bunb sei unb gab nach oerschiebenen organisatorischen Erläuterungen für die Arbeit im Gau Aus- land der Hoffnung Ausdruck, daß sich recht viele Lehrer als fördernde Mitglieder dem Gau Ausland anschließen möchten. Sodann gab Kreisschulrat Dr. hentz bekannt, daß cs ihm durch seine umfangreiche Tätigkeit als Leiter zweier Schulämter nicht mehr möglich sei, die Kreisleitung im US CB. weiterhin bei- zubehalten. Als Nachfolger in der Kreisleitung bestimmte er Rektor 71 e b e l i n g unb bat, ihm das gleiche vertrauen entgegenzubringen, bas ihm entgegengebracht worden sei. Rektor N e b e l i n g hielt Johann eine kurze Ansprache unb betonte, daß er das Amt in besonders schwerer Stunde übernehme. In der Zukunft dürfe es nichts anderes mehr geben, als das Ziel: „Nur Deutschland!" Es müsse der Welt gezeigt werden, daß das Deutschland von heute ein anderes sei, als bas von vor Jahren Der Lehrer müsse beweisen, baß bie Volksgemeinschaft im Lehrkörper bereits vollzogen sei. Die Gemeinschaft im Stande der Er- yeher muffe vorbildlich fein. Im Kampf um die Gestaltung der Zukunft des Vaterlandes müsse der Lehrer in vorderster Linie stehen Sodann hielt Kreisschulrat Or. Henß einen Vortrag über das „D e u t s ch t u m i m A u s- land", fernen Ausführungen sei folgendes entnommen: Das Schicksal des 'Vaterlandes sei unlöslich verbunden mit dem des Deutschtums im Aus- lanbe. Der Nationalsozialismus mache nicht an den Grenzen halt, sondern beziehe alle Deutschen ein. ectjon scharten sich überall bie Ausländsdeutschen um das Hakenkreuzbanner Der Ausländsdeutsche abhängig von der Stellung des Muttervolkes >n der Welt Die Ohnmacht des 'Vaterlandes habe dem Ausländsdeutschen alles Recht genommen Ein Markes Deutschland sei für ihn unbedingt notwenbla wenn er sich innerhalb bes fremden Volkes bebaue- ten rooKe Der Nationalsozialismus sei am nachdrück, hdjften vom Ausländsdeutschen erlebt worden Es !*' W» daß Adolf Hitler Grenzland-' und der zweite Führer Hetz Auslandsdeuckcher seien ■Das 'ei em votkspsychologische Erscheinung. Die <Äan3beit eine» Volke» werde immer am stärksten btr "nzelne hrh i rön(Q nur sinnvoll entwickeln, wenn er bK®uif ki Deutsche seelische «anzhett werde von ber Grenze her gestattet. Der wertvollste Träger volksdeutscher Gedanken sei immer der Grenzlanddeutsche. Der Heimatgedanke sei der Grundgedanke aller nationalen Politik. Der Heimatgedanke allein führe zum Vaterland sgefühl. Dem Ausländsdeutschen durfte man das Heimatrecht im Mutterlande nicht verweigern, wenn man es jedem Ostjuden zugestanden habe. In seinen weiteren Ausführungen be- schciftigte sich der Redner mit der Südtiroler Frage und betonte, daß die Wiedererlangung verlorenen Landes nur möglich sei durch die politische Freiheit und die Macht des Mutterlandes. Letzten Endes werde man aber keinen Deutschen verloren geben. Allzulaute Forderungen aber, von denen man wisse, daß sie nicht zu erfüllen seien, müßten zurücktreten um der Gesamtheit willen. Es dürfe mcht in den Fehler ber Vorkriegszeit verfallen werben, alles auf eine Karte zu setzen unb schließlich nicht» zu er- reichen. Wenn es bas Interesse bes ganzen Volke» erforbere, könne es sein, bah ganze Volksgruppen Opfer bringen müßten. Der Nationalsozialismus gehe in feiner Außenpolitik von raumpolitischen Grundsätzen aus. Unter biefem Gesichtswinkel müsse man Deutschland al» schicksalsmäßig in Europa eingeschlossen betrachten. Wir seien (Erbmitie, Schicksalsmitte, Verkehrs-, Kultur-, Zioilisations-, Kampf- unb Schlachtenmittelpunkt. Wenn Deutschland stark fei, könne es die ganze Umgebung beherrschen: in der Schwäche aber werde e» von allen Seiten bedrängt. Aus Kraftmitte Deutschland sei nach 1918 Schwächezentrum geworden. Deutschland habe nur noch Ausdeynungs- Möglichkeit nach Osten. Kampfziel könne nur die Erweiterung des Lebensraumes (Befestigung des Korridors, Wiedergewinnung Danzigs und Ober- fchlesien» ufro.) fein. Im Osten sei der aktivistische Wille der Bevölkerung offensiver als im Westen. Der Kampf im Westen sei mehr Kulturkampf, im Osten aber Kamps um den Raum. Gegen die Oststaaten sei der Kampf erfolgversprechender. Europa werde durch Deutlchlanb seine neue Ordnung finden müssen. Borausfeöung dafür fei, daß das Minderheitenrecht auf eine ganz andere Basis gestellt werde. Die Zugehörigkeit zu einem Staat müsse von völkischen Grundsätzen au» bestimmt wer- den und nicht vom Willen de» Einzelnen her. Das Recht der Minderheiten werde bestimmt durch Bo- benoerbunbenbeit, lebendige Sprachgemeinschaft und einen einheitlichen Willen. Primär sei immer da» Volk, sekundär ber Staat. Der Nationalsozialismus werbe bas Auslanbsbeutschtum bewußt in ben Kampf eingliedern. Der Zusammenschluß aller Ausland», deutichen sei die Voraussetzung für die Schaffung eine» neuen Minderheitenrechtes. Mit lebhafter Propaganda im Ausland werde der Nattonattozia- sismus die wahren Feinde der Ordnung unb des .yiebens zeigen Die Träger de» zwttchenstaatlichen Vertrauen» in der Zukunft werden die Ausländsdeutschen sein müssen Sie sollen deshalb nicht mehr «cherben des Volke» fein, sondern bedeutsamste Borporten deutscher Eigenart und deutschen Welen». Le 8*** höhere» Ziel, als jedem Deutschen en* Heimat zu schaffen, seine Irdcsche Heimat unb tm Glauben an Gott auch die himmlische Heimat. Im Kampfe um die irdiiche und himmlische Hetm^ müssen die Deutschen des Reichs unb die Deutschen des Auslandes in unüberwindlicher Einheit zusam- menftehen. (Lebhafter Beifafl!) Als zweiter Redner sprach Staatsminister Or. Hartnacke über bas Thema: „Die Erziehung in der Zukunft". In ber Vergangenheit fei niemanb auf ben Gedanken gekommen, baß beutsches Geistesleben unb deutscher Geist gefährdet fein könne. Man habe sich lange Zeit auf höchster Hohe gefühlt unb nicht wahr haben wollen, baß man auf den Schultern ber Bater siehe. Man habe kaum unterschieben zwischen Kulturstand und Kulturträger. Insbesondere um ben .Kulturträger für unsere Zukunft habe man sich roemg bekümmert. Wenige seherische Prebiger nur '"EN ES gewesen (Gobineau, Galton usw.), die die gesahruche Entwicklung erkannten, die au» dem rassischen Verfall der westlichen Völker erstehen mußte. Spengler habe zwar auch gewarnt, aber babei nicht bie Deutung zur Abwehr bes Kleber- ganaes gefunben. Er habe nicht bie liefe be» •Problem» geflaut, nicht bie Bedeutung erbbiologischer Gesetze berücksichtigt. Demokratismu», immer 2^rr^k.ufnl) genußbezogen, sei nie aufbauend. Erst Zlbolf Hitler habe kommen müsien, um ihm entgegenzutreten. Der Nationalsozialismus allein werde die Zukunft unsere» Volkes sichern können. Da» Volk lebe mit qutem, ober sterbe mit schlechtem Erbgut. Nicht auf demokratische Maßnahmen komme es im Leben eines Volkes an, sondern auf Männer und ihr Erbgut. Gerade der Erzieher müsse wissen, daß er sich immer bann am Schüler vergeblich be- mühe, wenn ba» rechte (Erbgut fehle. Der ewigen Wandelbarkeit bes formalistischen Demokratismu» müsse unb mußte etwas Festes entgegengesetzt werben. Der Gedanke, baß allein im gesunden Blut und Erbgut die Kraft fei, müsse unbedingt Raum gewinnen. Noch fei das Westlerische zu lebendig, noch sei der Nachwuchs verraten, noch die Krise nicht überwunden, denn der Wurm des Geburtenrückganges habe allzufrüh zu nagen begonnen. Wenn jemals die Bevölkerungsbewegung ber Groß- stabte ausschlaggebend für das Wachstum des deutschen Volkes wäre, bann wäre es um unsere Nation sehr schlecht bestellt. Das beutsche Volk lebe gegenwärtig ja nur noch von seinem burchschnittlich längeren Lebensalter. Bereit» ein Drittel des Nach- wüchse», der zur Erhaltung unseres Dolksbestandes^ notwendig sei, fehle. Jedes oolksbioloaifche Denken habe in ben letzten Jahrzehnten gefehlt. Größte Schanbe für die weiße Rasse unb für die Franzosen insbesondere sei es gewesen, daß schwarze Truppen gegen die weiße Raste am Rhein standen. Bedauerlich sei es, daß auch England kein Gefühl gehabt habe für diese» Verbrechen an weißen Menschen. Die Völker (Europas müßten unbedingt oolks- biologisch denken lernen, wenn sie nicht In absehbarer Zeit von der gelben Rasse hinweggefegt werben wollten. Die Gesetze der Vererbung seien von zwingender Kraft. Untersuchungen an vielen Hilfsschülem hätten eindeutig bewiesen, daß bei deren (Eltern meist erb- mäßig irgendetwas nicht stimmte. Besondere Bestätigung erhielt die Lrblehre durch die Wissenschaft- llchcn Forschungen an Zwillingen. Die Statistiken zeigten, daß die Kriminellen immer mehr Kinder haben, als bie normalen und gebildeten Kreise bes Volkes Spätehen seien für die Entwicklung des Volkes von verhängnisvollsten Auswirkungen. Ein großes Hindernis für die Entwicklung unsere» Volkes sei der Bildungsfimmel. Manches dritte unb vierte Kind fei durch ihn ungeboren geblieben, weil man dem einen oder dem zweiten Kinde ben Himmel auf Erden bereiten wollte. Solche Tendenzen bedeuteten den Völkertod. Geistiae Berufe feien überschätzt unb der Zwang zur Bildung weiter gefördert worden. Zwar könne man ben Intellekt nicht entbehren, mit bem Verstanb allein sei es aber auch nicht zu machen. Der Begabte müsse nach wie vor gefördert werden. Der Wille zum Kinde fei gelähmt worden durch eine falsche Steuer-, Gehalts- und durch eine falsche Schulgeldpolitik. Die Belastung der kinderreichen Familien sei zu schwer. Jede Scheibe Brot, die in einer kinderreichen Familie gegessen werde, sei eine Steuer, die der Junggeselle nicht bezahle. Kinder- egen habe bisher ben ßebensftanbarb beschränkt. Der Vorteil einer finberlofen Ehe für die Lebens- Haltung müsse illusorisch gemacht werben. Alle Lebenssicherungen müßten lediglich auf bie (Erhaltung bes (Erbgutes gerichtet sein. Wer über gute» (Erbgut verfüge, ber werbe ohne befonber» Zutun ein ganzer Kerl unb zwar in, neben unb außerhalb ber Schule. Der Sinn für das Notwendige fei immer wertvoller, als aller Fleiß, ber in Prüfungen lebiglich zu blcnben gestatte. Wenn er, ber Redner, da» sage, so gehe das nicht gegen die akademische Bildung, denn der Forschungstrieb müsse unbedingt erhalten bleiben. Dem Erziehungsgedanken bleibe immer noch breitester Raum. Jeder aber müsse veranlaßt werden, an seiner Stelle da» Beste zu leisten. Thcorettker und Praktiker müßten sich hier als Gleichwertige ergänzen und ihre Arbeit tun ohne Neid unb Scheel auf den anderen. E» müsse alles getan werden, um unserem Volke sein geistiges Gesicht zu erhalten. Dabei könne man nicht auf die klassische Gedankenwelt verzichten, zudem die hellenistische Welt nordischer Prägung und Wunschbild be» norbischen Menschen sei. Allerdings solle das humanistische (Bpmnafium nicht Dummei» plap für alle und jeden fein. Das gegenwärtig in unterer akademischen Jugend brachliegende Erbgut müste unserem Volke wieder nutzbar gemacht werden. Die Kunst habe lange Zeit rassische Wunschbilder völlig ignoriert. Auch auf diesem Gebiete muffe Wandel geschaffen werden. Unsere ganze Kulturarbeit müste abgestellt werden auf die Zukunft und zwar unter nachdrücklichster Berücksichtigung erbbiologischer Gesetzmäßigkeiten. Der Nationalsozialismus wolle ben Geburtensieg ber Lebenstüchtigen. Deutschland müste sich ewig erneuern aus feinem besten Blute. Gott gebe dem deutschen Volke die große Zukunft, wenn es sich besten würdig erweise. (Lebhafter Beifall!) Im Hinblick auf den Vortrag wies Kreisschulral Dr Henß auf zwei Schriften des Redners hin und zwar auf bas Buch „Naturgrenzen geistiger Bildung" (Quelle und Meyer, Leipzig) unb ole Schrift „Bilbungswahn — Volkstod!" (Verlag Lehmann, München). Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen sprach Herr Bartholomäus noch über das Gießener Stabttheater unb fordert» bie Erzieherschaft zu regem Besuche und zur Erwerbung der Mitgliedschaft der „Deutschen Bühne" auf. Nachdem sich ber NS -Lehrerchor unb bas Orchester mit weiteren Darbietungen um bie Bereicherung ber Versammlung verdient gemacht hatten, wurde bie anregende Tagung mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf ben Dolkskanzler Adolf Hitler und mit je einem Vers des Deutschland« und be» Horft-Wesfel-Liede» geschlossen. fleiiDtN fett ■ !4|W^Ä' PK _ vrÄ "“Alt* i“. ES» Drachmen mii Äff' -Busbnitf, daß vr. . iahnmitn unb stir tragen noch beüt k fügrng lullen werb Tarif > leine bis ichot feit Dielen ■ | Arbeit aus. fauptableilungsl ber f 3m Sezensatz ’ 4 öben unb Sdjauf ichMlche Lilli ei ... Handwerker non i I Sie verträgt ben l ■ feit nicht, verlang I gestörte Nutze, grö £ odon mitrojtopil Luft müfjtn tintn lle^aniaruf, mit ‘ gebahrt werben, bti l' rr.it blt DEigleit * tzältn'isnMg wenig । n-.cherarbeit TiM । itzr leinen rechten schätzt ober umgeb umwoben glaubt. Der Uhrmacher werter, seinen liefern unb sie i ihlschen unb pi h 2ie produktive € heute fast ganz o, die Reparatur ba if btmnad) so ge| "ören geleistet a wnufl Gehilfen, i uch ist es nicht n großen Teil xr unb laßt ben -ooueribungsarbeit •Mm Zusamt oltibtn werben. Äetne ^r ist mella^ un Publikt li; i«, um w Äunft bes Hl M /eckig ift b'ti *wbeü wirb, btr Wi Di^ ff, Jl* ,n n e 5 g SL.-L Ä " M nm teil nie t ^»Schell ri eflcnö WlWeiÖ! ‘A iSn öen r u».m q Ä iw i« bswte'e r LH ^tifSIh «•■ f den Ra r? ®nbr unteEN. g r. ufunffT«; m -rische Srplman sich Cxe,|«w >nttn, bi! « ile bi« Kn ^ö|Laut?em °Uch Abwehr °b°r nicht M. L^tt* 8ebeutunq^rhh'breS Zr-M BZ- DL •Ä 7.?che zu [ebenda, nach bxe Rrife Surm bes Geburten, ju nutzen begonnen, jbemegungber Troß. 5 Wachstum bts beut> *7* WnWion 1W 8oJ lebe gegen- l‘mem durchschmiUich 5 'M Drittel der M. unsres Aolksbestandes volkrbwlogische Denken' «inten gefehlt. Größte e und für die (franko» en. daß schwane Zrup» vn Rhein standen. Be- England kein Gefühl 'tifien an weihen Men- Den unbedingt volkr- M sie nicht in abseh. lasse hinweggesegt wer. z seien von zwingender >elen Msschülern hätten deren (Eltern meist erb' immle. Besondere 8e- burd) bie wst/enschast- ’ngen. Die Statiftiten immer mehr Kinder gebildeten 9xe\\e der die Entwicklung des n Auswirkungen. Ein .twicklung unseres Bol- .. Manches dritte unungeboren geblieben, )em zweiten Kinde den wollte. Tolche lenden- b. Seistioe Berufe seien q zur Bildung weiter mr.e man den Intellekt Verstand allein sei es Der Begabte müsse nach gelähmt worden durch , und durch eine falsche mnq der kinderreichen e Scheibe Brot, die,m gegeben werde, (ü eine °L>t bezahle-xnder- .ensstandard beschrankt, m Ehe für die Lebens- aemacht werden. M lediglich auf die «M t fein Der über guter ohne besonders MM in neben und außer . fr bas MweMt ,,stalle. Denn er, bet M e W jd) aus ulk' , nje Serben- Wfle> llt ÄL Be^l-chli' )6ruW^ $et fjlaho- Lebe^ )fbudenM ” u $ ? Wb J« . SS®»* l.« y*1"1 Neuordnung in der Hess. Bauernkammer Darmstadt 16 Okt (WEN.) Am Freitag- I dann die Geschäfte der Hauptabteilung. Große Aus- »achmittaa fanden sich in dem mit der Hakenkreuz- gaben im Sinne des Führers und Kanzlers Adolf ind lckwarxweißroten Fahne, sowie mit Grün und Hitler für den Bauernstand seren zu erfüllen. Nur • * Q - '2 , ___Sa*- G\ a ( ( * . Xi a Sa« fftminrnflnnhoa Hf nnrh h i Obecheffen Scauernstandes. Der Vestechnngsprozeß Mhrdel - Mm Dom Llhrmacher — dem Betreuer der kleinsten Präzisionsmaschine. Arbeit aus. Hauptabteilungsleiter Sauerbier übernahm ausgesetzt gewesen. noch ein Beamter anwe der Zeuge trug keine nehmen, da er ihn ja aus der Hand seines Borge etzten bekam. Der Zeuge läßt sich dann über seine Eindrücke hinsichtlich des Zusammenwirkens von Dr. Marx und Mührdel aus. Er bekundet, den Eindruck gehabt zu haben, daß nach Besuchen des Dr Marx im Präsidium Vorlagen gemacht wurden, und daß man dabei das Gefühl gehabt habe, es handle sich nicht um so hochpolitisches Material wie es dem Gericht heute vorliegt, sondern daß es täglicher Kleinkram war. Ls bestand bei dem Zeugen auch der Eindruck, daß Dr. Marx mit wissen und Willen des Polizeipräsidenten Steinberg im Hause ver- Kriminalbezirkssekretär Siebe r, der nächste Zeuge, gibt eine noch prägnantere Schilderung von Weiße und gesunde Zähne Chlorodont die Qualitäts - Erzeugnisse mmen yal. rjaueu uhlcl die einfach Öffentlichkeit zu . olle Nach- I sagen, denn es ist für beide Seiten notig. der Delohnungsvertellung. Mührdel kam und stellt, die Frage: Wie verteilen wir das? Darauf will ihm Sieber erwidert haben: dividiert durch drei. Mührdel sagte: Ich habe doch in der Sache nichts getan. Der Sekretär erwiderte: Sie sind doch im» mer Mitarbeiter der Abteilung. Mührdel entnahm dann seiner Brieftasche zwei 50-Mark-Scheine und übergab sie ihm und Dr. Schröder. Dem Zeugen ist es bekannt, daß Mührdel von Dr. Marx Mate» rial erhalten hat. Die mündliche Anordnung, die Mührdel bezüglich des Erkennungsdienstes gab, lautete, daß alle festgenommenen Personen, die in Schlägereien verwickelt waren und Waffen hatten, erkennungsdienstlich behandelt würden, aber diese Anordnung wurde nicht zu hundert Prozent durch» geführt. Es gab nämlich Fälle, in denen es sich nicht rechtfertigen lieh, so zu verfahren und Muhr» del selbst habe auch manchmal nachgegcben. Schikanös sei Mührdel nicht vorgegangen, aber die festgenommenen Nationalsozialisten sollten schärfer als die aus den Mittelparteien flam- wenden Gefangenen angefaßt werden. Als die beiden Kriminalbeamten über die Tätigkeit der Svitzel Aussage machen, wird wegen Gefahr» düng der Staatssicherheit tue Oeffentlichfeit aus» geschlossen. Die Verhandlung wird Montag fort- gesetzt. daß die bisherige Arbeit zum Wohle des Bauernstandes in den vergangenen Jahrzehnten getragen war von nationalen und sozialen Gedanken. Erst jetzt unter der neuen Regierung habe man der Landwirtschaft das Erstgeburtsrecht, die Anerkennung, daß sie die Grundlage des Staates ist, gewährt. Die seither in der Landwirtschafts- und Bauernkammer geleistete Arbeit wird sich in Zukunft vereinen mit dem neuen Geist, den nationalsozialistischen Zielen und Gedanken zur Förderung unserer deutschen Landwirtschaft. Er werde auch in seinem neuen Amt, in dem er in enger Fühlung mit seinen seitherigen Mitarbeitern bleiben werde, seine ganze Kraft einsetzen zum Wohle des hessischen und des deutschen Bauernstandes. Zum Schlüsse dankte Dr. Hamann dem Landesbauernführer Dr Wagner, der bis heute zugleich der Vorsitzende der Bauernkammer gewesen ist, für seine hervorragende Führung dieser Geschäfte und für sein jederzeit wohlwollendes Entgegenkommen den Beamten und Angestellten gegenüber. Nachdem die einzelnen Beamten und Angestell- ten dem neuen Hauptabteilungsleiter vorgestellt waren, schloß die der großen Sache würdige Feier. Vom Uhrmacher wird viel verlangt. In vierjahri» riger Lehr- und langjähriger Gehilfenzeit verschafft er sich die erforderlichen Fachkenntnisse, die er in dieser Zeit durch allerlei Prüfungen und offiziell durch die Gehilfen- und Meisterprüfung mit ihren schweren Anforderungen zu beweisen hat. Aber er muß auch als Kaufmann seinen Mann stehen, und darin unterliegt er der strengen Kritik der Käuferschaft, von deren Ausfall seine Existenz abhangt. Im allgemeinen kann man sagen, daß er auch diese Prüfung besteht, so daß sich die Ueberlegung Bahn brechen muß, daß ein Fachmann mit Jo gründlicher Ausbildung unbedingt die sichere Garantie bietet, bei ihm in guten Händen zu sein in allen Dingen, die das Gebiet „Uhren" betreffen. Das versteht sich eigentlich von selbst — aber alle Berufe, die nicht ohne weiteres durchsichtig sind, haben unter mangelndem Verständnis seitens der -......... i leiden — und darum muß man es ‘ Im Anschluß hieran gab Dr. Fing e r Kenntnis )anon, daß der Landesbau er nführer im Einvernehmen mit dem Staatsminister den lang- adrigen, bewährten geschäftsführenden Direktor der Zoadwirtschasts- und Bauernkammer, Generaldirek- Dr Dr. H a m a n n , in die M i n i st e r i a l a b t e i» Inn g für Landwirtschaft des Hessi ° jf)e n Staatsmini st eriums als feinen Verirrter berufen habe. Er gab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß Dr. Hamann seine langjährigen Er- iafjrungen und seine große Arbeitskraft bei den nichtigen noch bevorstehenden Aufgaben zur Verfügung stellen werde. Er sprach ihm gleichzeitig den Donk für feine bis jetzt für die hessische Landwirt- chaft seit vielen Jahren geleistete hervorragende durch die Rettung des Bauernstandes ist auch die Zukunft des deutschen Volkes sicherzusteuen. Er gedachte dabei seiner engeren Heimat Oberheffen, wo die Verhältnisse in den landwirtschaftlichen Betrieben durch die Entwicklung der letzten Jahre sehr schwierig geworden seien uno viele Betriebe einen schweren Kampf um die Erhaltung ihrer Scholle führen. Don seinen Mitarbeitern verlange er äußerste Pflichterfüllung, Offenheit und Einigkeit im persönlichen Verkehr wie nach außen in Rücksicht auf das zu verfolgende große Ziel. In diesem Sinne gelobte er dem großen Kanzler Hitler, dem Reichsernährungsminister D a r r 6 und dem Ländesbauernführer Dr. Wagner selbstlose Mitarbeit. Seins" Worte klangen aus in ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf den Volkskanzler Adolf Hitler, Reichsernährungsminister D a r r 6 und Landes- bauernführer Dr. Wagner. Generaldirektor Dr. Hamann erinnerte daran, 3m Gegensatz zu dem starken Einfluß, den die Laden und Schaufenster der Uhrmacher auf das geistliche Bild einer Stadt ausüben, lassen diese Handwerker von ihrer Facharbeit nur wenig sehen. | Sie verträgt den lärmenden Verkehr der Oeffentlich- iteit nicht, verlangt vielmehr für ihr Gelingen ungestörte Ruhe, größte Sauberkeit und Staubfreiheit. Schon mikroskopisch kleine Fremdkörper aus der Lust müssen einem so kleinen, aber ganz präzisen Mechanismus, wie ihn die Uhren darstellen, fern- gehalten werden, denn sie wirken abnützend und da- mit die Genauigkeit störend. Daher haben nur ver- HLltnisrnäßig wenig Laien in das Wesen der Uhr- mocherarbeit Einblick, während die große Masse von ihr keinen rechten Begriff hat, sie vielfach unter- itzt oder umgekehrt von trickhaften Geheimnissen urnrooben glaubt. Der Uhrmacher findet, wie alle braven Hand- roerter, seinen Stolz darin, beste Facharbeit zu liefern und sie nach den Grundsätzen der theore- Ihifchen und praktischen Mechanik und IHetaU- lechnik auszuführen. 2>ie produktive Seite des Uhrmacherhandwerks ist > heute fast ganz von der Erhaltung der Werte durch btt Reparatur dargestellt. Die fachliche Ausbildung iss demnach so gestaltet, daß Neuanfertigungen von Ibbren geleistet werden könnten; sind sie doch oft nenuq Gehilfen- und Meisterstücke. Aber wirtschaftlich ist es nicht möglich, denn die Maschine leistet ebnen großen Teil der zeitraubendsten Arbeit billl- ner und läßt dem Uhrmacher nur jenen Teil der Menbungsarbeit, für den Hand und Hirn inJorg- Mtigstem Zusammenwirken unentbehrlich sind und bleiben werden. Keine Uhr ist reines Maschinenprodukt — wie v ielfach im Publikum geglaubt wird — je feiner und teurer sie ist, um so wertvoller ist der Anteil, den die Kunst des Uhrmachers an ihr genommen hat. Selbst fertig ist die Uhr keine „Ware" die einfack gehandelt wird, denn sie verlangt Kontrolle, Nach Kreis Schotten. c. Schotten, 14. Okt. Eine neue Organisation ist auch für alle deutschen Gemeinden geschaffen, die früheren Städte- und Landgemeindetage sind aufgelöst, die deutschen Gemeinden sind in den deutschen Gemeindetag zusammengefaßt worden, der sich wieder in die einzelnen Landesverbände gliedert. Die hessischen Gemeinden ge- hören dem „Hessischen Gemeindetaa an der von feinem Vorsitzenden Bürgermeister Ritter, Bingen, geleitet wird. Die einzelnen Gemeinden Der Kreise sind wieder in eine Kreisabteilung vereinig worden. Der Vorstand einer Kreisabteiluna besteht aus einem Vorsitzenden, Stellvertreter und einem Schriftführer. Für den Kreis Schotten sind ernannt worden: Bürgermeister Menge!, Schotten, zum Vorsitzenden, Bürgermeister Högy, Laubach, zum Stellvertreter und Verwaltungsobersekretar Alles zum Schriftführer. Nach den gegebenen Anordnungen der oberen Stellen soll allmonatlich eine Versammlung der Gemeinden bzw. deren Bürgermeister ftattfinben, in der alle wichtigen Fragen der Kommunalverwaltung und der die Gemeinden interessierenden Tagesfragen eingehend besprochen wer- den sollen. Vorträge werden gehalten, aus der Versammlung heraus sollen die gestellten Fragen aus dem praktischen Tätigkeitsfeld der Gemeinden beantwortet und behandelt werden, damit insbesondere auch die neu in ihr Amt gekommenen Bürgermeister sich einarbeiten fernen. preutzen. Versammlung der landwirtschaftlichen Ortsfachberater und Vertrauensleute. 0 Wetzlar, 14. Okt. Dieser Tage sand in Wetzlar eine Versammlung der land- ! wirtschaftlichen O r t s f a ch b e r a t e r und der landwirtschaftlichen Vertrauensleute statt. Der Führer der Kreisbauernschaft Langsdorf (Grotz- Rechtenbach) hieß in (einer Eröffnungsansprache besonders den Leiter der Landwirt chaftlichen Schule Wetzlar, Landwirtschaftsrat W i 11 g e n, willkommen. In feinen weiteren Ausführungen sprach der Kreisbauernführer über bie* Sammlung für die Winternothilfe, bie bisher im Kreise 1800 Zentner Kartoffel unb 200 Zentner (Betreibe erbracht habe. Er gab für bie weitere Sammelarbeit Richtlinien bekannt unb sortierte dazu auf, sich auf das nach- drücklichste für Bie Winterhilfe einzusetzen. Kem Sonderzüge der Luhbach -L cher-K senbahn. Aus Anlaß des G a l l u s m a r k t e s i n G r ü n- berg werden auf der Strecke L i ch — Grun° berg Sonderfahrten eingelegt: Am Mitt- woch, 18. Oktober, die Sonderzüge Llch Sud ab 13 Uhr, Grünberg (Oberheffen) Sud an 13-48 Ubr; (Brünberg (Oberhessen) Süd ab 20.S0 W, ßiej Sud an 21.18 Uhr. Am Donnerstag, 19. Oktober, Die Kraftwagenfahrten Lich ab 12.30 Uhr, ®r«nb”9 Marktplatz an 13.20 Uhr; (Brunberg Marktplatz ab 17.30 Uhr, Lich an 18.20 Uhr. Für alle Züge und Kraftwagenfahrten zwischen Lich und (Brunberg werden am 18. und 19 Oktober verbilligte Rückfahrkarten ausgegeben. Näheres bei den Bahnhöfen, Zugführern und Fahrern. 0>iJien 4- Treisa d. Lda., 15. Okt. Gemeinderechner Wil» Helm Linnestruth, dahier, konnte heute fein 25jähriges Amtsjubiläum begehen. Der Gemeinderat ehrte feinen verdienstvollen Rechner, der (ein Amt stets mit größter Gewissenhaftigkeit geführt hat, durch Ueberreichung eines Sessels. = (Brünberg, 16. Okt. Aehnlich wie m den beiden letzten Jahren, fand als Einleitung zum diesjährigen Gallusmarkt am gestrigen Sonntag । ein Heimatabend in der umgebauten Turnhalle statt. Der Besuch war so stark, daß die be- beutend erweiterte Turnhalle, bie erst im Rohbau hergestellt ist, vollstänbig besetzt war. Im Mittel- punkt der Veranstaltung, die mit Begrubungswor. ten von Bürgermeister Dr. M i l d n e r eingeleitet wurde, standen zwei Vorträge „Wissenswertes aus Grünbergs Geschichte" von Archivverwalter Christoph S ch w e i ß g u t h und „Rückblick und Ausblick" von Rechtsanwalt Lind. Umrahmt wurden bie Vorträge von Darbietungen bes Bunbes deutscher Mädel, des Jungvolkes, des Mannerckores, des Turnvereins und des Goetheorchesters, dessen musikalische Leistungen unter der Leitung von Dr. Herdt auf beachtlicher Hohe standen Ein drei- faches Sieg-Hell auf unfern Führer, den Reichs- tangier Adolf Hitler, und der Gesang des Horst- Wessel-Liedes beendeten die Veranstaltung. Kreis Büdingen. -s- Nidda, 15. Okt. Mit dem 1. November werden die Gemeinden Schwickartshausen, Boden- Haufen und Bellmuth, die seither postalisch zu dem Landbezirk des Postamtes Ortenberg gehörten, ihre Post direkt von Nidda her erhalten durch ein Postauto, das täglich zweimal verkehren wird und außer den drei genannten Gemeinden auch die Dörfer Fauerbach, Wallernhaufen und Michelnau berühren wird. Man verspricht sich m allen diesen Landorten, die seit Einstellung der Autobussahrten des Zweckverbandes Ulfa-Nidda im Mai des vorigen Jahres schwer geschädigt waren, eine neue Belebung des Verkehrs mit Nidda. Das Zeugenverbör begann mit Der Vernehmung der Frau Dr. Marx. Die Zeugin, bie hingewiesen wirb, baß sie auch be- eiblgt werben könnte, hat sich nach ber Vernetz» mung ihres Mannes in bie Wohnung der Familie Mührdel begeben. Sie betont, daß dies nicht in der Absicht geschah, von Mührdel etwas zu erfahren, sondern sie habe aus rein freundschaftlichem Interesse wegen des Schicksals Mührdels gehandelt Kriminalkommissar Dr. Schröder der nächste Zeuge- war Untergebener Mührdels in der politischen Abteilung. Er berichtet zunächst über bie er ken nungsbienstliche Beyanb t un a ber Fes genommenen. Nach einem Minister.aler^ß sind die Äewerbs- unb Berufsverbrecher erten- nungsblenftlid) zu behanbeln. Vor etwa 2 bis Jahren orbnete Mührbel rnunblich an baß alle Haftsachen erkennungsdrenstlich zu behanbeln seien. Ein Beisitzer: Hatten Sie ben Einbruck, baß Mührbel zu schikanösem Vorgehen gegen Nationalsozialisten neigte? Zeuge. Ich hatte öfters den Eindruck, daß durch genauere Bearbeitung der Sache ast ein anderes Resultat herausgekommen wäre, öchstane ,ei zuviel gesagt, aber Mührdel sei schärfer gewesen, als es der Tatbestand erforderte. Dieses Verhalten zeigte er den Nationalsozialisten und den Kommunisten gegenüber. Es war ganz offiziell, daß Dr. Marx »ns Präsidium kam oder Mührdel telephonisch anrief. Der Verkehr ging etwas über das Normale hinaus. Der Zeuge erinnert sich, Dr. Marx einmal b einer Wahl in einem D.enstz.mmer des Präsidiums gesehen zu haben, wo Dr. Marx v Resultate, die der Rundfunk verkündete, anhorte. I Mührbel hatte behauptet, daß zwischen den Beamten der politischen tP-W Warner ab j schaf tsoerhültnis bestanden habe. Dr. Schro» der ist nicht dieser Ansicht, er sagt, die Grenzen hätten sich nicht verschoben und Mührdel sei selbstverständlich immer Der Vorgesetzte gewesen und habe auch die Autorität besessen. Der Zeuge laßt sich dann über die Verteilung ber Belohnung von 150 Mark aus, bie nach Ermittlung ber Grab- schänber bezahlt würbe. Mührbel sei zu ihm gekommen uno habe gesagt, es sei eine Belohnung ausgesetzt gewesen. Mührbel gab ihm — es war (enb — fünfzig Mark und Siebenten, ben Betrag zu ber Hanb seines Dor- Lanbwlrt bürfe sich ausschließen. Der Abtransport und die Verteilung der gespendeten- ßebensmittel werde durch die NS.-Dolkswohlfahrt geschehen. Hauptgeschäftsführer Dornberger wies dar- auf hin, daß bei den Spenden ein bestimmtes Wert» Verhältnis gewahrt bleiben müsse. In längeren Ausführungen forderte Landwirtschaftsrat Witt» n e n dazu auf, dafür zu forgen, daß im Interesse ber Ausbildung des bäuerlichen Nachwuchses Die Landwirtschaftliche Schule immer gut besucht sei. Die drei Klassen der Schule müßten ständig besetzt sein. Eine solide Fachausbildung (ei für jeden Bauern dringend erforderlich. Im weiteren Ver» lauf der Versammlung beschäftigte man sich mit ber Abhaltung von N u tz v i e h m a r k t e n. Lanbwirtschaftsrat Dr. Tornede (Biebenkopf) sprach über seine Erfahrungen hinsichtlich der Vieh» vorschätzung. Der «ebner empfahl, diese Nutzvieh» Märkte, die unter dem Ausschluß jüdischer Händler abgehalten werden, recht eifrig in Anspruch zu nehmen. Für die Nutzviehoermittlung wurden, (o teilte Kreisführer Langsdorf mit, d®£1„cvPft* liehe Händler, und zwar Schwemehandler Muller (Ehringshausen) und Händler Waldschmidt (Wetzlar) mit der Viehverwertung von Bauer zu Bauer betreut. Diplom-Landwirt M e n z i n g e r sprach über die Erfahrungen als Geschäftsführer Der Viehverwertungsgenossenschaft und betonte, Daß bei Anmeldungen von Tieren darauf zu achten sei, Dag schlachtreife Tiere geliefert werden. Sämtliche Ver- trauensleute müßten Mitglied der Genas enschaft sein. Das Auspfunden von Rindern (olle nach Möglichkeit vermieden werden. Hinsichtlich der K a r t o f f e 1 r i ch tp r e i f e teilte Kreissührer Langsdorf mit, daß der Preis von 3 Mark pro Zentner frei Keller gehalten worden fei. Die Frage der Milchadfatzregelun a gehe nur die Ortschaften Wetzlar, Hermannstem, Naun» heim, Garbenheim, Dorlar, Ebergöns, Grob-Rechtenbach, Hörnsheim, Lützellinden, Hochelheim und Niederkleen an. Für die nächsten Tage feien m dieser Sache weitere Besprechungen vorgesehen. Johann wurden noch die Namen der Beisitzer und deren Stellvertreter, die für die einzelnen Amts» geriete in Vorschlag gebracht werden sollen, be» fanntgegeben. Kreisführer Langsdorf teilte ferner die vorgefchlagenen Beisitzer für die Be» schwerdeausschüsie (Schuldenregelungsgefetz) mit. Geschäftsführer Schmidt referierte über Steuer» qutscheine. Dr. Tornede wird demnächst einen Vortrag über das veredelte Landschwem halten. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Volks- fanxler Adolf Hitler wurde die Versammlung geschlossen. , Oer $all Reiiinqer geht nach Leipzig. Prüfung unb Nachhilfe, bie ben Fachmann unentbehrlich macht. Seine fachliche Sorgsamkeit, bie unterstützt ist von bem Wissen über bie Leistungsfähigkeit einer Uhrengattuna im allgemeinen unb von der einzelnen Uhr — infolge der Kontrolle und Nachprüfungen — im besonderen, macht ihn zu dem berufenen Vermittler zwischen Erzeugung und Verbrauch. Daraus erklärt sich auch zwanglos, daß der Uhrmacher stärker als manche andere Handwerker der fachmännische Verkäufer einer Ware geblieben ist, deren Erzeugung industriell erfolgt. Diese Entwicklung entspricht einem Bedürfnis, bas auch in Zukunft gelten wird, weil es mit der Eigenart bes Gegenstandes verbunden ist. Uhrmacherei ist nicht nur eine präzise und „knifflige", sondern auch zeitraubende Arbeit, die große Um- und Vorsicht verlangt. Mer sie kennt, der schätzt sie und auch seine Uhr, die immer ein Münder der Technik ist, selbst wenn sie relativ wenig kostet und äußerlich einfach ist. F r a n k f u r t a. M., 15. Okt. (WSN.) Der wegen Mordes in Tateinheit mit schwerem Landfrie» densbruch und Mordversuchs in drei Fallen aumf Tode verurteilte 20jährige Kochlehrling Josef Reitinger hat durch seinen Verteidiger Revision gegen das Schwurgerichtsurteil emlegen lassen. Der Fall wird also noch das Reichsgericht beschäftigen. . Kreis Wetzlar. # Krofdorf, 16. Okt. Aus der jüngsten Sitzung der G e m e i n d e v e r t r e t u n g o o n Krofdorf-Gleiberg ist u. a. zu berichten: Als Schöffe für den freiwillig zuruckgetretenen Landwirt Wilhelm Winter, Gleiberg wurde der Heizer Hermann Haibach, Krofdorf, einstimmig gewählt. In den Ortswohlfahrtsausschuß wurde als Ersatz für Wilhelm Winter der Weißbinder Karl Leib, Gleiberg (Haus-Nr. 24), in Vorschlag gebracht. Für den Dienst des Nacktwächters wurde einstimmig Ludwig Leicht, Wiesenstraße 303, gewählt. Die Anschaffung einer R u n d f u n k a n - läge für die Schule wurde zunächst abgelehnt. Die angeregte Anschaffung ei n e r M o t o r- spritze mußte wegen Mangel an Mitteln zuruckgestellt werden. Die Wiegegebühren für bie Be- Nutzung ber Gemeinbeviehwaage wurden wie folgt festgesetzt: Großvieh 50 Pf., Schweins unb Kälber 30 Pf. Die (Bemeinbeoertretung lehnte es ab, für ben Zentralwaifenfonbs eine Hausfamm- lung durchführen zu lassen, da aus Anlaß der Nv.- Winternothilfe alle anderen Sammlungen z. Z. ver- boten sind. Dem Gleibergverein wurden zur Er- richtung eines Jugendnotwerks auf der Burg (Aus- bau des Albertusbaues) 30 Kubikmeter Fichtenholz aus dem Einschlag 1933/34 frei Wald unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Der als Notstandsarbeit in Aussicht genommene Ausbau des 2ur nf) a lle n m e g e s unb bes Fohnbachweges soll in Angriff genommen werben, sofern ber Forstfiskus für den Fohnbachweg einen Zuschuß gewährt unb Die Quote ber Wohlfahrtserwerbslosen mit einem höheren Prozentsatz in Anrechnung gebracht wirb. Kreis Wesiiar < Wißmar, 16. Okt. Der Gemeinderat be- schloß in seinen jüngsten Sitzungen u. a.: Die Holzhauer-Arbeiten f ü r das Jahr zweißroten Fahne, ,owie mu «nun unu Blumen geschmückten Sitzungszimmer der H e ((i - die n Bauernkammer deren (?uitliche Bernie und Angestellte zusammen, um die Mitteilung -chzegenzunehmen, daß, nachdem durch Verfügung €= Herrn Reichsbauernfuhrers unb Reichsernah- ungsminifters Darrä bie Neuorganisation des Ichchsbauernstandes und damit auch des Landes- lawernftanöes Hessen-Nassau erfolgt ist, bie U e b e r- lÜbrUng ber Hessischen Bauernkam- Ttr in bie Hauptabteilung II ber lanbesbauernfdjaft stattfindet. Von Reichs- rnährungsminifter Darr 6 wurde Parteigenosse 5 .ü u e r b i e r (Hof (Beorgental) auf Vorschlag des '«adesdauernführers zum Leiter der Hauptabtei- urig II berufen. Er wird in Zukunft auch die Füh- Ung der zu einer Hauptabteilung II mit der Hessi- Ü) Bottenhorn, 16. Oft. Am Freitag fand im Saal der Gastwirtschaft Zimmermann ein Filmabend der Landesfilmstelle Südwest statt, der sich des besten Besuches erfreute. Die Vorstellung selbst wurde für die Teilnehmer zu einem schönen | Erlebnis. Nach einem einleitenden Filme .Finder» fahre — Lernjahre" folgte die Wiedergabe von Hitlers Aufruf an das deutsche Volk im Berliner Sportpalast. Daraus folgte eine Rede Hauptmann Görings und em Film über das HZ »Treffen in Potsdam. Mit dem gemeinsam gesungenen Deutschlandlied wurde der Abend beendet. — Der aus dem benachbarten Hirzenhain (Dillkreis) stammende Metzger Erich Bender hotte in der Nähe von Butzbach auf seinem Mowrrad mit einem aus einer Nebenstraße kommenden Radfahrer einen schweren Zusammenstoß. Bender erlitt verschiedene Verletzungen und mußte in die Klinik nach Gießen überführt werden. — Der Landwirt Otto Herr» m an n von hier kam dadurch schwer zu Fall, daß ihm ein Huhn gegen das Vorderrad seines Fahr- rades flog. Er erlitt eine Splitterung an der rechten Schulter» ö.J.-fpor/ Geräie-Mannschastskämpfe im Mittelrhein-Gau der OT. Bezirk Hessen an zweiter Stelle. Am Sonntag wurden als letzte größere Veranstaltungen des bisherigen Gaues (Kreises) Mittelrhein der DT. weitere Geräte-Mannschaftskämpfe zwischen den einzelnen Bezirken durchgesührt. Zn Offenbach a. M. begegneten sich Die Mannschaften der Bezirke Hessen, Main-Offenbach- Hanau und Kinzig zu einem hochwertigen Treffen, dem auch Ministerialrat Ringshausen als Vertreter der hessischen Regierung beiwohnte. Während der Bezirk Kinzig von vornherein stark zurückblieb, »ntspann sich zwischen den Bezirken Main-Offen- dach-Hanau und Hessen ein abwechslungsreicher, spannender Kampf, in dem zwei völlig ebenbürtige Gegner ihre Kräfte mit ganz ausgezeichneten Leistungen maßen. Sieger wurde Main - Offen - bach-Hanau mit 1 587 Punkten, gefolgt vom Bezirk Hessen mit 1550 und Kinzig mit 1270 Punkten. Bester Einzelturner war E. Hainz, Tgm. Dietesheim (Bezirk Main-Offenbach-Hanau), mit 216 Punkten; als bester Hessenturner und zugleich als zweitbester Einzelturner des Gesamt- kampfes erwies sich Alfred Eckhardt, Tv. Nidda, der es mit H. Bohlänber vom Turn- und Fechtklub Klein-Steinheim auf 210 Punkte brachte. Nächstbester unter den insgesamt 27 Einzelturnern war der Hessenturner W. Sinnwell, Tv. 1860 Bad-Nauheim, mit 204 Punkten. Auf den Verlauf des Kampfes kommen wir noch zurück. VfB. Gießen. Germania Marburg (Liga) — VfB. Gießen (Ligo) 5:2 (4:0). Dor ungefähr 400 Zuschauer konnten die Mar- duraer Germanen auf Grund ihrer besseren Spiel- weise zn^ei wertvolle Punkte erringen, die ihnen die Spitze der Tabelle im hiesigen Bezirk eintrug. Verdient war der Sieg der Marburger insofern, als sie eine schlagfertige Mannschaft ins Feld stellten, die jede sich ihr bietende Torgelegenheit aus- ^unutzen verstand und eine gute Derteidigungsarbeit Die Elf der Gießener war von vornherein mit gemischten Gefühlen zu dem Kampfe angetreten, da sie zwei ihrer besten Spieler (Knauß und Wilhelm) ersetzen mußten. Die Hintermannschaft schlug sich gut, wenn man berücksichtigt, daß die Läuferreihe, insbesondere der Mittelläufer einen sehr schlechten Tag hatte. Die Zerstörungsarbeit, sowie das Zuspiel war sehr mangelhaft, darunter hatte hauptsächlich der Sturm zu leiden. Der Spielverlauf brachte schon vor der Pause die Niederlage der Grünweißen. Zn den ersten 15 Minuten war das Spiel ziemlich ausgeglichen, wenn auch hier der Gastgeber eine einheitlichere Leistung zeigte. Ausgesprochen gute Torgelegenheiten wurden schon hier von den Gießenern ausgelassen. Als der Marburger Linksaußen dreimal kurz hintereinander freistehend einsenden konnte, ließen die VsBer in ihren Leistungen nach. Die Germanen nutzten dies aus und drückten auf das Tempo um ihren Sieg sicher zu stellen. Es glückte ihnen, noch vor der Pause einen vierten Treffer, der die Niederlage der Gäste endgültig besiegelte, anzubringen. Zn der zweiten Hälfte zeigten die VsBer recht ansprechende Leistungen. Sie kämpften mit Eifer und waren leicht im Vorteil. Die Marburger Verteidiger hatten schwere Arbeit zu verrichten und mußten zwei Tore hinnehrncn. VfB. versuchte den Vorsprung seines Gegners aufzuholen. Das gelang icdoch nicht. Zrn Gegenteil, bei einem Durchbruch der Germanen mußten sie sich noch einen fünften Treffer gefallen lassen, der bei einigermaßen Aufmerksamkeit hätte verhindert werden müssen. , FE.Teuionia^ Watzenborn-Steinberg Watzenborn-Steinberg (Liga) — Spv. Bad-Nauheim (Liga) 3 : 8 (2 : 4). Eine sensationelle Niederlage mußten die bis dahin ungeschlagenen „Teutonen" auf eigenem Platze einstecken. Das Spiel sah die Gäste sofort im Vorteil, und schon in der 3. Minute gelang es ihnen, einen von Steinbergs Hüter abgeklatschten Eckball im Nachschub zum ersten Erfolg einzusenden. In der 6. Minute wurde ein Handelfmeter schon zum 2. Treffer verwandelt. Trotz dieser überraschenden Erfolge der Gäste bleiben ole Einheimischen nicht hinter deren Leistungen zurück. Nach einer verfehlten sicheren Torchance gelang es in der 9. und 15. Minute, bas Resultat auf 2:2 zu stellen. Das Spiel zeigt während der ersten Halbzeit recht spannende Momente und begeistert durch beachtliches Können und kämpferischen Einsatz beider Mannschaften. Die Stürmerreihe, wohl der beste Mann- schaftsteil der bis dahin leicht überlegenen Gäste, kann das Resultat bis zur Pause auf 2:4 stellen. In den letzten Minuten der 1. Halbzeit ist durch selbständiges Umstellen in die einheimische Elf Unruhe gebracht. Wohl gelang es beim Wiederbeginn des Spieles, noch einmal einen Stand von 3 :4 herzustellen, aber ein schwerer Fehler in der Abwehr stellt das alte Veryältnis wieder her. lieber die Folge des Spieles ist nicht viel zu berichten. Sinnloses, eigenmächtiges Umstellen und planloses Durcheinanderlaufen der einheimischen Elf vereitelten jede einheitliche Aktion. Trotz allen Kämpfen des Einzelnen wurde es der spielstarken Gästeelf leicht gemacht, diesen hohen 8:3- Sieg zu landen. Der Sieg an sich war verdient. Die hohe Niederlage aber war die Folge unzweckmäßiger Aktionen der Teutonen. Leichtathletische Vereinelmeisterschasten der Spielvereinigung 1900. Die 1900er schlossen die Saison am Sonntag mit den Vereinsmeisterschaften ab. Infolge der fortgeschrittenen Jahreszeit und durch das Zusammenfällen mit andern Veranstaltungen mußte auf einen großen Teil von Leuten verzichtet werden. Trotz dieser Umstände können die Ergebnisse als befriedigend angesehen werden. In den Besitz des Wanderpreises für den Fünfkampf-Sieg in Klasse I kam erstmalig Unterfeldwebel Gugel (1. Komp. JR. 15), der einen recht guten Tag hatte. Im Dreikampf, Klasse II, verteidigte Bepperling seinen Titel erfolgreich. Die Ergebnisse: Aktive: 100 Meter: Klasse!: 1. Felsing, 11,8 Sek.; 2. Koch II., 11,9 Sek.; 3. Bepperling, 12 Sekunden. Klasse II: 1. Herrmann, 12,2 Sek.; 2. Linsemann, 12,4 Sek.; 3. Luckhardt, 13,3 Sekunden. 200 Meter: 1. Herrmann, 24,4 Sek. bei zwölf Meter Vorgabe; 2. Koch II., 24,8 Sek. (oam Mal); 3. Bepperling 24,8 Sekunden (vom Mal). 1000 Meter: 1. Obergrenadier Reitz (3 Komp. JR. 15), 2:53,8 Minuten; 2. Mootz, 3:01 Min.; 3. Linsemann, 3:10 Minten. 10000 Meter: 1. Gerhardt, 34,17 Min.; 2. Mootz, 44:05,3 Minuten. Weitsprung : Klasse I: 1. Bepperling, 5,70 Meter; 2. Felsing, 5,64 Meter; 3. Herrmann 5,20 Meter. Klasse II: 1. Grünewald, 5,30 Meter; 2. Linsemann, 5,12 Meter; Schmitz 5,10 Meter. Kugelstoßen: Klasse II: 1. Herrmann, 9,90 Meter, 2. Bepperling, 9,11 Meter; 3. Koch II., 9,01 Meter; außer Konkurrenz: Unterfeldwebel Gugel 13,98 Meter. Diskuswerfen: 1. Kilo, 40,54 Meter; 2. Unterfeldwebel Gugel 38,52 Meter; 3. Felsing 30,02 Meter. SpeertDurf: 1. Unterfeldwebel Gugel, 49,33 Meter; 2. Felsing, 43,06 Meter; Hopfenmüller 39,97 Meter. Fünfkampf: Klasse!: Ufw. Gugel, 3281,03 Punkte (50 Meter: 6,3 Sek., 100 Meter: 12,2 Sek., Weitsprung: 5,36 Meter, Speerwurf: 45,67 Meter; Diskuswurf: 37,11 Meter); 2. Kilo, 3115,04 Punkte; 3. Felsing 3103,63 Punkte. Dreikampf: Klasse II: 1. Bepperling 1578,30 Punkte (100 Meter: 12 Sek., Weitsprung: 5,70 Meter, Kugelstoßen: 9,11 Meter); 2. Herrmann, 1487,20 Punkte; 3. Koch II., 1418,15 Punkte. Jugend B. 100 Meter: 1. Volk, 13,5 Sek.; 2. Bonarius, 13,8 Sekunden. Weitsprung: 1. Schmelz, 4,85 Meter; 2. Volk, 4,58 Meter; 3. Bonarius, 4,05 Meter. Kugelstoßen: 1. Goß, 9,35 Meter; 2. Volk, 9,15 Meter; 3. Bonarius 8,94 Meter. Jugend C: 5 0 Meter: 1. Goß, 7,2 Sek.; 2. Kirchner, 7,2 Sek.; 3. Eisenhuth, 8,5 Sekunden. Weitsprung: 1. Goß, 3,60 Meter; 2. Eisenhuth, 3,20 Meter. Schlagballweitwurf: 1. Goß, 62,65 Meter; 2. Eisenhuth, 45,85 Meter. Frauen: 100 Meter: 1. G. Hublitz, 13,8 Sek.: 2. L. Diehl, 13,9 Sek.; 3. D. Nickel, 14,6 Sekunden. Weitsprung : 1. G. Hublitz, 4,19 Meter; 2. L. Diehl, 4,15 Meter; 3. D. Nickel, 3,60 Meter. Hoch- sprung: 1. G. Hublitz, 1.24 Meter; 2. G. Luh, 1,20 Meter; 3. L Diehl, 1,14 Meter. Diskuswurf: ID. Nickel, 24,97 Meter; 2. G. Hublitz, 21,80 Meter; 3. G. Luh, 21,10 Meter. Kugel- stotzenr 1.8. Luh, 8,54 Meiert 2. 8. Hublitz, 7,67 Meter; 3. L. Diehl, 7,65 Meter. Mädchen: 5 0 Meter: L H. Siegel, 8,8 Sek.; 2. Z. Phi. lipps, 8,9 Sekunden. Weitfprung: 1. Z. Phi. lipps, 3,15 Meter; 2. H. Siegel, 2,74 Meter. Ball, weitwurf: I. Philipps, 36,65 Meter; 2. H. Die- gel, 30,80 Meter. Werbeabend des Tv. Wieseck. Ser Turnverein 1862 e. D. Wieseck hatte für den Samstag zu einem Werbeabend eingeladen, zu dem die Führung des Vereins ein sehr ansprechendes Programm zusammengestellt hatte. Die mitwirkende Kapelle (bestehend aus Mitgliedern des Vereins) leitete die Veranstaltung ein und trug durch ihre gute Besetzung «um vollen Gelingen des Abends mit bei. Den gesanglichen Teil füllte die Gesangs- abteilung des Turnvereins unter Leitung von Chor- meister E tz e I m ü 11 e r durch ihre vorzüglich zu Gehör gebrachten deutschen Lieder aus. Anschließend ergriff der Dereinsführer K. D a u • p e r t das Wort zur Begrüßung. Sein Will- kommensgruß galt besonders den Vertretern der NSDAP., dem Gauführer Dr. Rau (Butzbach), dem Gauoberturnwart Paul (Gießen), Lehrer Zöller (Haufen), den Vorstandsmitgliedern des Gießener Turnvereins 1846, sowie weiteren zahlreich erschienenen Gau- und Kreis-Derttetern der DT. Ser Vereinsführer verstand es, in fesselnden Worten auf Zweck und Ziel des Turnsportes hin- zuweisen und befaßte sich in längeren Ausführungen mit dem Deutschen Turnfest in Stuttgart, das für den deutschen Turnsport sowohl, wie für unser Vaterland ein nicht zu beschreibendes Ereignis gewesen sei. Er gab dem Wunsch Ausdruck, daß dieser echte Turnergeist, der in alle Gaue der ST. getragen wurde, sich weiter fortpflanzen möchte, nicht zuletzt zum Segen und Wohle unseres geliebten Vaterlandes. Nach einem „Sieg-Heil!" auf den Reichspräsidenten von Hindenburg und Dolkskanz- ler Adolf Hitler wurde das Horst-Wefsel-Lied gesungen. Zm Anschluß hieran sprachen noch Die Herren Gauführer Dr. Rau und Gauoberturnwart Paul ermahnende Worte an die Turner und dankten gleichzeitig, auch im Namen der übrigen auswärtigen Herren für die Einladung. Gauober- turnroart Paul überreichte dem Verein eine Fahnenschleife vom Deutschen Turnfest in Stuttgart und würdigte die Verdienste des Dereinsoberturn- wartes Bernhardt und des Turners Seif Ix. Sie von den Besuchern begeistert ausgenommenen Ansprachen klangen mit einem „Gm-Heil!" auf die ST. und dem anschließend gesungenen Deutschlandlied aus. Das sehr reichhaltige und interessante Sportprogramm brachte zunächst einen von Jugend- turnern gebildeten Sprechchor, betitelt: „Turner sein, heißt Kämpfer fein". Alsdann folgten in bunter Abwechslung: die Turnerinnen am Barren, die Zugendturner am Doppelbarren, die Turner am Pferd, das Keulenschwingen der Turnerinnen, die Turner am Barren und Reck, die Zugendturner am erhöhten Pferd, die Turner beim Bodenturnen und ein Singspiel der Turnerinnen. Alle diese Darbietungen wurden sehr beifällig ausgenommen und zeigten erneut eine vorzügliches Können der beteiligten Turner und Turnerinnen, deren gute Ausbildung vor allen Singen auch den mcht rastenden Turnwarten Bernhardt, Reeh und Bett in zuzuschreiben ist. Auch das Trommlerkorps des Turnvereins Alten-Buseck wartete mit einigen flott gespielten Vorträgen auf. Mit dem gemeinsam gelungenen Liede „Turner, auf zum Streite" und einem anschließenden Tänzchen fand die eindrucksvolle, schön verlaufene Veranstaltung thr Ende. Handball im Gau XII der OT. Ruttershausen 1 — Krofdorf II 6:1. Ruttershausen war von Anfang bis zum Schluß tonangebend. Jedoch setzten sich die Gäste so heftig zur Wehr, daß die Niederlage dem Spieleifer nach nicht ganz verdient war. Deutschlands Fußball-Elf für -en Länderkampf gegen Belgien. Sie deutsche Fußball-Mannschaft für den Länderkampf gegen Belgien, der am kommenden Sonntag in Suisburg ausgetragen wird, wurde jetzt endgültig ausgestellt. Zwei Aenberungen gegenüber der ursprünglichen Ausstellung wurden noch vorgenommen. Für Czepan spielt Wigold (Fort. Düs- seldorf) Halbrechts und für den Münchener Harin- ger wurde der Essener Hund eingesetzt. — Sie Mannschaft hat jetzt folgendes Aussehen: Buchloh (Speldorf), Busch (Suisburg 08). Hund (Essen); Janes, Bender, Breuer (Fort. Süsseldorf); Albrecht (Fort. Düsseldorf), Wigold (Fortuna), Hohmann (Benrath), Kuzorra (Schalke), Kobierski (Düsseldorf). Eindrücke vom berliner Olympiakursus. Don Arthur Kilo, (5pt>g. 1900 Gießen. Zu den großen Aufgaben, die sich das neue Deutschland gestellt hat, gehört auch Die Förderung ter Leibesübungen im Sinne des Dienstes am Vaterland und zum Nutzen des Volksganzen. Unser Führer Adolf Hitler hat durch die Ernennung des Reichssportführers v. Tschammer- O st e n einen Mann an die Spitze des deutschen Sportes gestellt, der durch seine Tatkraft und Sach- kenntnis alle brennenden Fragen klären wird. Zum ersten Male in der Geschichte Des deutschen Sportes wurde in Berlin ein Kursus eingerichtet, der alle veranlagten jungen Sportler und Turner zu einem Lehrgang zusammenführte, um hier in gemein- famer fruchtbringender Arbeit die deutsche Jugend auf Olympia 1936 vorzubereiten. Früh beginnt er mit seiner Arbeit und wer, wie mein Klubkamerad Unterfeldwebel Gugel und ich, bas Glück hatte, bei diesem ersten Kursus Teilnehmer zu sein, dem ist es zur Gewißheit geworden, daß unser Führer sein Ziel erreichen wird. Sie besten Lehrer Seutschlands waren einge- laten, um die ausgesuchten Rachwuchsleute aus allen Sportarten zu beraten und sie vorzubereiten zu dem Kampf um das hohe Ziel. Das Band echter Kameradschaft erfaßte alle; wir waren der Stolz unseres Reichssportfühcrs, der täglich um das Wohlergehen feiner Schützlinge besorgt war. Denkbar einfach und schlicht war unsere Lebensweise. Morgens, wenn der kühle, schwere Nebel noch alles bedeckte, trillerte die Pfeife des jeweiligen diensthabenden Lehrers durch die Holz- kabinen des Sportforums, in dem wir Leicht- athleten untergebracht waren. Wir häuften zu fünft auf ber Bube: Der Berliner Stück, Danz (Kassel), ein Berliner Turner unb wir beiten 1900er. In kürzester Zeit mar Morgentoilette gemacht, bas Strohlager roieber in bester Verfassung zurückgelassen unb bie ganze Fachschaft in mustergültiger Drbnung auf bem freien Platze vor bem Sportforum angetreten. Unter bem gemeinsamen Gesang luftiger Lieber ging es bann durch einen 500 Meter langen, unterirdischen Gang, ber unter bem Stadion und den Sportplätzen zum Stabionrcftaurant führte, zum Kasfeetrinken. Dann begann ber Dienst! Stunbenlang konnten ahnungslose Berliner Spaziergänger bie Äommanborufe unserer Vorgesetzten hören. Wir würben ordentlich geschliffen, und bald kam Ordnung und Zucht in die Reihen. Aber wir hielten treu aus. Bunt war bas Bilb: Einige kamen von ber Hochschule ober waren noch Schüler, ober sie kämen aus bem Kontor, anbere aus ben Fabriken, roieber untere trugen ben felbgrauen Rock ober sie gehörten ber Polizei an: Aber Äameraben mürben roir alle. Nach bem Exerzieren begann bas sportliche Training in ben einzelnen Fachschaften. Ausgezeichnete Dorbilber. wie Emil Hirschfeld, vrcchcnmacher, Vuchgeister, houben, Busch. Junghenn u. a. m. waren uns Ansporn und gute Ratgeber. Mittags wurde wieder gemeinsam gegeßen und anschließend hatten wir zwei Stunden Bettruhe. Dann begann wieder das harte Training. Die erhebendste Stunde erlebten roir, als uns ber verehrte Reichskanzler bei ben Hebungen be- suchte. Keiner wirb seinen Blick vergessen können, unb glücklich waren bie, mit benen er sprach. Manchmal fuhren wir mit Autobussen zur Stabt, um uns Berlins Sehenswürdigkeiten zu betrachten. Diese Fahrten waren für mich immer ein schönes Erlebnis, ba ich Berlin noch nicht kannte. Einmal würbe im Namen aller Sportler unb Turner ein Kranz am Ehrenmal niebergclegt in Begleitung bes Reichssport führers; babei wurde meinem Klub- fameraben Gugel und mir bie Ehre zuteil, ben Kranz, zusammen mit ben beiten bekannten Zehnkämpfern Eberle unb Fritsch, zu tragen. Außertem hatte ich bas Glück, bei ber Besichtigung bes großen Tempelhoferfelbes, auf bem Hauptmann Köhl unb bie bekannte Fliegerin Thea Rasche gelandet war, ein zusammen mit 30 Kameraden einen Freiflug über Berlin zu bekommen, unb zwar in bem Flugzeug, mit dem Adolf Hitler feine Fahrten über Deutschland ausgeführt hat. Außerdem machten roir eine Dampferfahrt nach Potsdam. Einen starken Eindruck machten auf mich bie historischen Plätze, vor allem bas schöne Schloß Sanssouci unb bie Garnisonkirche, in ber in einer Gruft Preußens größter König zur ewigen Ruhe gebettet ist. Diese Stunben brachten uns Erholung von schwerer Arbeit. Schonung war im Training ein unbekanntes Wort. Aber roir waren freubigen Herzens bei der Arbeit und ertrugen gerne die Entbehrungen und Anstrengungen, die ja auch von unseren Führern geteilt wurden, babei immer bas große Ziel tm Auge: „Dem Baterlanbe gilt'», wenn roir z u spielen scheinen." Wir hatten alle bas Gefühl, baß ein Weitergehen auf bem einmal beschrittenen Weae unbebingt zum Erfolge führen muß. Wenn 1936 bie olympische Glocke bie Zugenb ber Welt ruft, bann wird Deutschlands Zugend mit Erfolg eingreisen können in den Kampf um ben olympischen Sieg.biefe höchste fport- liche Auszeichnung, unb gleichzeitig Zeugnis ablegen können von ber gleichmäßigen Bilbung unb Schulung von Körper unb Geist ber neuen Jugend im neuen Reich. Kurze Gportnotizeri. 476,90 Mark für Winterhilfe und Saarfonds. Die Veranstalter der Frankfurter Saarkundgebung am 8. Oktober, Sportgemeinde Eintracht und Fußballsportverein Frankfurt, haben als Reingewinn ber Veranstaltung 476,90 Mark bem Winterhilfswerk und dem Saarfonds überwiesen. Ein Stundenlaufen wurde zum ersten Male in München durchgeführt Sieger des von 1860 München aufgezogenen Wettbewerbes wurde der Münchener Dftertag mit einer Leistung von 17 175 Metern. Klassenlotterie 00 kostet heute nur noch Rm. 6272 D Buchacker,Neuen Bäuell Flimm, Walltorstrabe 63 Legler, Hindenburg* all 5 Ziehung 1. Klasse: 20. und 21. Oktober der V Preußisch- ” Süddeutschen Mittwoch, ben 18. Oktober 1933, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Reuen,veg 28, „Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: 6404V 1. Tische, Sofas, 1 Chaiselongue. Schreibtische, Bücherschränke, 2 Spiegelschränke, 1 Wäscheschrank, 1 Kassenschrank, Warenschranke, 1 Drogenschrank, 1 Eisschrank, 1 Konsolschrank, 1 Büfett, 2 Pianinos, 1 Regulator, 1 Teppich, 1 Ra- bioapparat, 1 Grammophon, 1 Schreibmaschine, 1 Schnellwaage, 1 emaillierten Herb, 1 Dauerwcllenapparat, 1 Palme mit Kübel, 80 Dosen Konserven, 1400 Nummern Reclam-Unioersal-Bidliothek. 2. 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Der Naturforscher vereint mit Natur und Technik Bebilderte Monatsschrift für du gesamte Gebiet der NaterwiMenschalten und ihre Anwendung in Naturschutz,Unterricht, Wirtschaft u Technik Herausgeber: Dr. Oskar Prochnow „Der Naturforscher- ist die allgemeinversilndUche, hochwertige natunrissenschaftlicheMonatszeitschnft für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf ober!lieblichen Auf- putz, sondern auf Gehalt eingestellt ist „Oer Naturforscher- bietet Beilrlge in Bild u Wort von angesehenen und bedeutenden Mitarbeitern aus allen Gebieten der Naturwissenschaften. Preis: v.ertef- jlhri.nurRM.2 SO Pt obehefte u Werbebütt kostenlos HugoBermöhlerVerlag BH»-Lichterfelde HßltataW Bestellen Sie unsere ZeitschriiteD-Leseniappe 24 verschiedene Zeitschriften nach Wahl Wöchentlicher Umtausch Monats-Abonnement von Mk. 2 an Prospekte u. Probemappe unentgeltlich Walltorntraße 21. mo?D