Säs »Hon, („ Nnf, be» »ieie« " ®'- unsere &ee. ävolle oin'e ^nden, n ^WalfunJ $ mehr nie _■ -'nden unb (Jer Nn e? "Nb Jßjjj9'n deren "d der ''"lloser IQpienrt“^ie heute noch n« ■ Dtr' der nur im? |eneni Unterleg nhdi V-1 7'Ede^M 7' S-h-S """i; malten &öer ein' J&pwhJä ÄtÄ: 'igtÄ**» N. HWirtschast. »Ä ite onar die gesamte deutsche tjolen, baß sie im Juni °her lag, als im gleichen gestaltete sich bie {robub h'er lag ber Mex mit 5 Prozent höher als i.$. Entwicklung würbe auch tätsausnuhung ge> °her als i.SS.). Mehr- Arbeitern führten zung der Arbeitszeit, bie Arbeitszeit ging von 7,25 ' Stunden im Zuni zurück. : den Rohjtosimäilten in ten zu beträchtlicher Erbte im fluni ihren Ilm- mt gegenüber fluni 1932 leibungen über günftige 1 bürjten aber in näaj' des Lagerbestandes zur bei den Fachaelchäi'.-o id) wenig gebe'zzeri. l e Warenhäuser hatten^ m li einen verstärlten Um- Juni betrug er 26 Pro- Einen Aelordsland zeigt war teilweise durch die ■ungen bedingt war, aber mb in besseren Ad- iuf dem Inland. » lag um achtzig Prozent irsjeit. Auch die Einfuhr " gesteigert. Die Preise n, allerdings haben sich die nenig erhöht. Einen lief* »enzenzifser. jrfffill. 16 Äug. lDTD. Draht' n Lörsenlage hat suh leit Immer noch halt « trägen zurück, und auch Äcigung zu neuen An Kielen Umständen übten a£g Ostpreuhens von 'schäftigungsstelgerungm ,e Wirkung aus. lvicklung S'n£enfetten 013 Prvz. 5-gS "-S-S cozent, M . jjÄ ein* um 0,^ Prozent- '3cfulaäaenWn t, Aeichsbank ich. Dach de" tocr, oas Wf 0,25 Pkvr Biberg )zent, Zcmcnt flngc. SlWäSf SZSLK ZtzS- °'5C S- 9 >1'^^ eine^ zu nr. 191 srübauSgave 185. Jahrgang Donnerstag, 17. August 1955 <£r|d)etm lügltch, autzri Sonntags unb feiertags Beilagen; Die Illustriert, ©iefeener Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholl» monats=Be3ng$prets: Mit 4 Beilagen WDL1.95 Ohne OQuftrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bet Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: Stanflurt am main 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnirf und Verlag: vrühl'sche Universtlälr-Vuch- und Stetnbrutferei R, Lange in Gießen. Zchristleitung und GeschSstrstelle: Zchulltraße 7. Annahme oon Anzeigen für bie Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- Klameanzcigen von 70 mm Breite 35 Rcichspfennig, Platzvorschrift 20°, mehr, ffhcfrcbaktcur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r. H.Tkyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein undfürdenAn. zeigenterl i. D. TH.Kümmel sämtlich in Gießen. Neue Gegensätze im irischen Kreiheiiskamps. Oe Valera und die Blauhemden. — Irische Einheitsfront gegen England. Großes Interesie in Paris für die Ereignisse in Irland. ■IS a r i s , 16. Aug. (TU.) Die Vorgänge in Irland erregen in der französischen Oeffenttichkeik großes Interesse. Neben ausführlichen Berichten veröffentlichen Mehrere Blätter Unterredungen ihrer Mitarbeiter mit den Führern der sich gegenüberstehenden Fronten. General O'Duffy, der Führer der Blau- Hemden, erklärte einer Gruppe oon Pressevertretern, daß feine Partei kein Blut vergießen wolle, sondern aus gesetzlichem Wege zur Macht zu gelangen denke. Er werde die Auflösung seiner Organisation nicht hinnehmen. Alle Blauhemden, Männer und Frauen, würden sich den Militärgerichten stellen, deren Einsetzung man erwarte. Man werde dann wohl sehr große Konzentrationslager errichten müssen, um alle politisch Verurteilten unterzubringen. Das „Journal" veröffentlicht eine Unterredung mit Ministerpräsident de Valero, der u. a. erklärte: Sie fragen mich warum ich die Runbgebun- aen der Nationalgarden verboten habe? Wir wollten schwere Zusammenstöße in den Straßen vermeiden. Wir wissen, daß die Nationalgarden bewaffnet sind. Die gegnerischen Verbände sind ebenfalls bewaffnet. Die Regierung hat aber die Pflicht, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Wir können uns dieser Aufgabe nicht entziehen. Es ist ein Scherz, wenn man sagt, daß die neue Bewegung den Zweck hat, den Kommunismus zu bekämpfen. In Irland gibt es keinen Stommu- nismus in dem Sinne, wie er in den verschiedenen anderen europäischen Ländern vorhanden ist. Wir sind ein konservatives katholisches Volk, das Ordnung und Gerechtigkeit achtet. Wir sind mit unserer Erde vermählt. Irland hat nicht für feine Freiheit jahrhundertelang gekämpft, um heute bereit zu fein, fein Schicksal in die Hand einer kleinen Gruppe von Leuten zu legen. Wenn das irische Volk seine Regierungsform und seine Verfassung zu ändern wünscht, so muß ich diese Reform auf aus schliß ßlich friedlichem Wege vollziehen. Die Regierung werde sich zunächst darauf beschränken, die Kundgebungen der Nationalgarden zu überwachen. Wenn sie aber fortfahren würden, Uniformen zu tragen, werde die Regierung nicht zögern, die Organisation völlig zu beseitigen. Der „Paris Soir' hat einen seiner Vertreter zu de Valero entsandt, der ihn darüber befragte, ob er und seine Gegner verschiedener Ansicht über das Verhältnis Irlands zu England seien, de Valero verneinte dies. Irland, sagte er, werde von einer von der englischen ganz verschiedenen Rosse bewohnt und Hobe stets feine Frei- heit gewollt. Man suche noch den besten Wegen, um zum Ziele zu gelangen. 1912 Hobe Irland England feste Bürgschaften dafür angeboten, daß irisches Gebiet niemals zum Schauplatz feindlicher Handlungen gegen England dienen würde. Ueberbies Hobe Irland seine völlige Neutralität versprochen. England habe diese Angebote ebenso wie die Unabhängig- teitsforberungen abgelebt. Wenn wir, so erklärte de Valero, etwas freier wären, würden wir sofort- an der Seite Englands stehen, wenn dessen Unabhängigkeit bedroht sein sollte. Von welchen Gefühlen aber können wir beseelt sein, solange wir diese Freiheit entbehren? Während des Krieges sagte man uns: „Ihr seid zu deutschfreundlich." Wenn eine Katze mit der Maus spielt und selbst von einem Hunde angegriffen wird, was kann die Maus dann für Gefühle haben?" Oluf die Verhandlungen zwischen Irland und England eingehend, erklärte de Valero: Sie kennen die Lage. Die Verhandlungen sind gescheitert. Wir wünschen mit England in freundschaftlichen Beziehungen zu bleiben, aber wir können unsere Rechte und unsere Ideale nicht opfern. Wir wollen ein internationales Schiedsgericht; England besteht aber nach wie vor auf einem Schiedsgericht des Britischen Imperiums. In einem Kommentar schreibt der „In- transigeant", daß de Valera die Blauhemden mehr als politische Partei, dennals bewaffnete Macht fürchte. Sein nächster Schlag werde daher auf politischem Gebiet erfolgen und ztrar werde er die Wahlen baldmöglichst ausschreiben, noch ehe General O'Duffy seine politische Organisation aufgezogen haben könnte. Amerikas Kampf gegen die Wirtschastskrisis. N e u i) o r f, 16. Aug. (TU.) 60 000 organisierte Konfektionsarbeiter sind trotz des vom Präsidenten Roosevelt erklärten Arbeitsfriedens i n den Streik getreten. Das Ziel des Streiks ist die Abschaffung sogenannter Sweatshops, d. h. des Hungerlohnes für Schwerstarbeit. Die amtlichen Stellen sympathisieren mit den Streikenden, da das Streikziel gleichbedeutend mit ber von ber Regierung angestrebten Kaufkrafterhöhung ist. 'jftic aus Washington berichtet wird, wird die staatliche Kreditorganisation für die Landwirtschaft der Vereinigten Staaten mit Zustimmung des Präsidenten Roosevelt weitere 2 0 0 Millionen Dollar Hilfsgelder bereitstellen. 110 Millionen Dollar sollen den Baumwollpflanzern und 90 Millionen Dollar den G e - treibebauern für Zwecke ber Probuktionsein- schränkung zur Verfügung gestellt werben. Der Unterstaatssekretär im Alkerbauamt Wallace erklärte, daß, wenn an ber bevorstehenden neuen Weltweizenkonferenz ein internationales Abkommen über bie Beschränkung ber Anbauflächen nicht erreicht würbe, bie Vereinigten Staaten ihren Weizenexport mit Regierungs- gelbem subventionieren würben. Oie Liquidation der Aera Machado in Kuba. Zunehmende Beruhigung. Havanna, 16. Aug. (WTD.) Die neue kubanische Regierung zeigt sich bestrebt, das Erbe des Regime Machado möglichst rasch und gründlich zu liquidieren. So ist jetzt gegen den ehemaligen Präsidenten und drei seiner Minister A n - klage wegen Mordes und Unterschlagung öffentlicher Gelder erhoben worden. Außer Machado werden vor dem Obersten Gericht drei Staatssekretäre zur Verantwortung gezogen. Auch Der Leiter der Polizei und der Bürgermeister von Havanna stehen unter Anklage. Die Beruhigung und Wiederaufnahme eines geordneten Geschäftslebens nimmt ihren Fortgang. Allerdings macht sich die Erbitterung der Kubaner gegen das nunmehr verschwundene Regime noch immer in Einzclaktionen Lust. Für die Stimmung des Volles ist cs bezeichnend, daß ein Gefängnisinsasse sich weigerte, seine Zelle mit einem Rcuankörnrnling zu teilen, der als Anhänger der Regierung Machada verhaftet worden war. Als die Gefängnisbehörde sich weigerte, darauf Rücksicht zu nehmen, kam cs zu einem regelrechten Ausstand, da die übrigen Gefangenen ebenfalls gegen den Neuangekommenen Stellung nahmen. Schließlich gingen die Sträflinge tätlich gegen ihre Wärter vor, so daß diese von der Schußwaffe Gebrauch machen mußten. Die britischen Dampfer „Mauretania" unb „Fran- conia", die 700 bis 800 Passagiere an Bord haben, liegen wegen Streiks ber Dorfarbeiter untätig im Hafen. Kein Dampfer kann in bas Hafenbecken einlaufen. Einige andere Häfen im Norden der Iirsel sind ebenfalls wegen Ausstands geschlossen. In Santiago de Cuba streiken noch 40 o. H. ber organisierten Arbeiter. Oie Brandstiftung im Reichstag. Oer Oberreichsanwalt fordert Branting und Romain Rolland auf, ihm ihr angebliches Beweismaterial bekannt zu geben. Leipzig, 16. Aug. (WTB.) In Sachen Reichstagsbrand st iftung hat der Ober- rcichsanwalt am 10 August d. I. an den schwedischen Rechtsanwalt Branting (ehemaligen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten) und an den französischen Schriftsteller Romain Rolland die nachstehenden Schreiben gerichtet: Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt! In der in Kopenhagen erscheinenden Zeitung „Social-Demokraten" vom H. Juli d. 2. ist ein Artikel erschienen mit der Lleberschrist: „Die Wahrheit über den Reichstagsbrand muß an den Tag". — Rach diesem Artikel haben Sie einem Berichterstatter der genannten Zeitung in einer ihm gewährten Unterredung erklärt, daß Sie Mitglied einerKommission international anerkannter Juristen seien, die demnächst im Haag zusammentreten solle und die Ausgabe übernommen habe, ein Gutachten darüber abzugeben, was in der Sache des Brandes des Deutschen Reichstages „für recht und richtig" erachtet werde. Sie sollen dabei betont haben, daß sich die Kommission bei Abgabe ihres Gutachtens nicht begnügen werde mit den Auskünften, die die Oesfentlich- feit bereits aus Zeitungen und Blättern kennt, sondern daß ihr „tatsächliche Aussagen aus er st er Hand und Berichte" zur Verfügung ständen. Hieraus glaube ich bestimmt entnehmen zu können, daß es sich um Beweismaterial handelt, das in dem hier anhängig gemachten Verfahren bisher feine Verwendung gesunden hat, das aber nach Ihrer Auffassung für die Beurteilung der Schuld- frage der von mir verfolgten Personen von Bedeutung, darüber hinaus aber auch geeignet ist, den Verdacht der Beteiligung an dem Brande gegen Personen zu begründen, gegen die bisher ein Verfahren nicht anhängig gemacht worden ist. Da weder mir noch dem Unter- suchungsrichter des Reichsgerichts trotz der in der Öffentlichkeit ergangenen Aufforderung der Mitteilung aller der Aufklärung der Sache dienenden Umstände und trotz der Aussetzung einer hohen Belohnung für die Mitwirkung bei der Ermittlung der Täter andere als die in den Akten verwerteten Angaben zugegangen sind, die Anklagebehörde und dos Gericht aber das allergrößte Interesse daran haben, alle Umstände kennenzulernen und bei der Bildung des Urteils zu verwerten, die für die Aufklärung des Sachverhalts dienlich fein können, wäre ich Ihnen, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, zum Dank verpflichtet, wenn Sie mir Kenntnis von dem angeblich im Besitz der Kommission befindlichen Beweismaterial geben würden. Für eine möglichst baldige Übermittlung des Streitmaterials, insbesondere für die Angabe der Anschriften von Zeugen, die über den Reichstagsbrand sachdienliche Angaben machen können und verpflichtet oder bereit sind, zur Verhandlung vor dem Reichsgericht zu erscheinen, wäre ich Ihnen sehr dankbar. Genehmigen Sie usw." „Sehr geehrter Herr Romain Rolland! Ihr in ber Reichstagsbranbsache an ben Herrn beutschen Botschafter in Paris gerichtetes Schreiben vom 18. Juni 1933 ist mir übermittelt worben. In ihm bringen Sie zum Ausbruck, baß alle Erkunbi- flungen Ihnen keinen Zweifel baran gestatten, baß bie als Mittäter ber Brandstiftung im Reichstag beschuldigten Bulgaren unschuldig seien. Da ich wohl davon ausgehen darf, daß Sie glauben, für Ihre Annahme beweiskräftige tatsächliche Unterlagen zu haben und da die deutschen Untersuchungsbehörden das allergrößte Interesse daran haben, ben Sachverhalt nach jeber Richtung restlos aufzuklären unb auch alle Beweise zu erheben, bie etwa für bie Unschulb ber Angeschulbig- ten erbracht werben können, wäre ich Ihnen zu be- fonberem Dank verpflichtet, wenn Sie mir bas in Ihrer Hand befindliche Material zur Verwertung in dem anhängigen Verfahren baldmöglich ft zugängig machen würden. Genehmigen Sie usw." Durchführung des neuen ArSeitsbeschaffungspwgramms Möglichst Neueinstellungen. Gesichtspunkte für die Auswahl der Arbeiter. Berlin, 16. Aug. (ERB.) Der Präsident der Reichsanstall für Arbeitsvermittlung unb Arbeitslosenversicherung hat an bie ßanbesarbeits- ämter unb Arbeitsämter einen Erlaß über die Durchführung ber Arbeitsbeschaffung gerichtet, in dem es u. a. heißt: Die mit dem neuen Arbeitsbeschaffungsprogramm verfolgten Ziele, eine Entlastung des Arbeitsmarktes und eine vermehrte Beschäftigung, können nur dann erreicht werden, wenn es gelingt, b e i ben Arbeiten des neuen Arbeitsbeschaffungsprogramms in weitmöglichstem umfange Neueinstellungen zu erreichen. In Uebereinftimmung mit dem bei dem bisherigen Ar- beitsbeschafsungsprogramm gehandhabten Verfahren bitte ich, die Arbeitsämter anzuweisen, darauf hinzuwirken, daß die Zahl der vom Träger der Arbeit bzw. Unternehmer zu beschäftigenden Stamm- arbeitet auf das gering ft e Maß b e - schränkt bleibt. Im wesentlichen wird man hierden Erwerbslosen in er st er Linie Kinderreiche, Familienernährer und langfristig Erwerbslose zu berücksichtigen. Zunächst wird die berufliche Herkunft und die Eignung der Erwerbslosen zu berücksichtigen sein. Die im Gesetz aufgeführten Merkmale der sozialen Bedürftigkeit sind für die Vermittlung der Arbeitsämter maßgebend. B e i gleichartigen Voraussetzungen sind d i e ben nationalen Vetbänben Angehöre n b e n vorweg zu berücksichtigen, und zwar wird hierbei entsprechend den bekanntgegebenen Einstellungsgrundsätzen für Angehörige ber nationalen Wehroerbänbe als Stichtag ber Mit- gliebschaft der 30. Januar 1933 angenommen werden können. Große Arbeitsbeschaffung durch Bausparkaffen. Berlin, 16. Aug. (ERB.) Der Reichsver» bond Deutscher Bausparkassen hielt unter Leitung feines Verbandsratsvoriiyenden Iustiz- minifter Ä e r r l eine gemeinsame Vorstands- und Verbandsratstagung ab, in der Minister Kerrl bekanntgab, daß es seinen Bemühungen gelungen sei, für die Bausparkassen zusätzliche Verteilungsmittel in Höhe von ca. 100 Mil- bei von einer Stammarbeiterzahl von 10 v. H. der gesamten Belegschaft ausgehen können. Nach ben Durchführungsbestimmungen sind unter j Honen Mack zu sofortiger Begebung bereitgestellt zu erhalten. Hierdurch werben über 10 000 Eigenheime noch in diesem Jahre fertiggestellt werden können und etwa 100 000 Arbeiter B e - s ch ä f t i g u n g finden können. Oie gewonnene Arbeitsschlacht in Ostpreußen. Königsberg, 16. Aug. (WTB.) Oberpräsident Koch hat an die Bevölkerung Ostpreußens Aufrufe gerichtet. Darin heißt cs: Ich bin stolz darauf, bah ich als erster Dberpräfibent Preußens heute meinem Führer die Meldung erstatten konnte, daß in Ausführung feines Befehls eine ganze preußi - s ch e Provinz frei oon Erwerbslosen ist. Dieser Ersolg war nur erreichbar dadurch, daß sich alle Behörden einmütig und opferwillig hinter mich in dem Kampfe gegen die Arbeitslosigkeit gestellt haben. Aber alle Arbeit der Behörden wäre umsonst gewesen, wenn nicht die ganze Bevölke- rungO st preußens — jeder an seiner Stelle — in gleicher Einmütigkeit und Opserwilligkeit in diesem Kampfe mitgearbeitet, mitgesochlen und mit- geopfert hätte. Ich bin mir bewußt, daß unsere W i r t s ch a f t in Durchführung meiner Befehle schwerwiegende Opfer aussich genommen hat. Dies gilt insbesondere für bie ßanbmirt« schäft, bie trotz schwierigster Verhältnisse in beispielloser Weise für die Unterbringung von Arbeitslosen gesorgt hat. Das, was das kapitalistische Jahrhundert an Schaden am Volkstum, an Schaden an den Rachfahren der Bauern wirtschaftlich und seelisch an- gerichtet hat, das wieder gut zu machen, ist bv3 Ziel des Nationalsozialismus. Wir werden nicht eher ruhen, ehe nicht jedem deutschen Arbeiter wieder sein bodenständiges Eigentum wie seinem Vorfahren geworden ist, das ihm und seinen Kindern dient. Diescs Ziel steuern wir unverrückbar an, und die Arbeitsschlacht, die wir in diesem Monat schlagen, unbi auch in den nächsten Monaten und Jahren weiter durchzukämpsen hab n, d ese Arbeils ch acht ist nu r ein Schritt auf dem Wege zu dem uns vor Augen stehenden Ziel. 38 Vertreter, ehemalige Arbeitslose, der Kreise Ostpreußens, kamen im Oberpräsidium zusammen, um dem Oberpräsidenten und Gauleiter Koch ein Glückwunschschreiben zu übermitteln, in dem es heißt: Wenn am heutigen Tage aus allen Kreisen der Provinz Vertreter der deutschen Arbeiterschaft, die nach jahrelanger Erwerbslosigkeit endlich wieder in Lohn und Brot gekommen sind, vor Ihnen stehen und d c n Dank aller o st preußischen '21 r b e i t s • fameraben für biefes Werk aussprechen wollen, so geschieht bas in bem Bewußtsein, in Ihnen, hochverehrter (Sauleiter unb Dberpräfibent, ben Freund unb Helfer bes beutschen Arbeiters zu wissen, dessen langjähriger Kamps um bie Einglieberung bes deut- schen Arbeiters in ben Probuktionsprozeß durch ben Erfolg des heutigen Tages eine Genugtuung ge° funben hat. Don dem Herrn Reichspräsidenten ist nachstehendes Telegramm cingelausen: „Oberpräsident Koch, Königsberg. Für Ihre Meldung von der Lieberwindung der Arbeitslosigkeit in der Provinz Ostpreußen danke ich Ihnen herzlich. In aufrichtiger Anerkennung Ihrer Arbeit beglückwünsche ich Sie zu diesem schönen Erfolg auf dem Wege der Gesundung unseres Wirtschaftslebens. (gez ) v. Hindenburg, Reichspräsident." Drei Jahre Zuchthaus für Heinrich Sklarz. Ein alter Wirtschastspirat vor den Richtern. Perlin, 16. Aug. (TU.) Vor dem Schnellschöi- fengericht hatte sich am Mittwoch ber 52 Jahre alte Kaufmann Heinrich Sklarz wegen Devisenschie' bung zu verantworten. Sklarz wirb aus bem (Gefängnis in Tegel vorgeführt, wo er augenblicklich eine eineinhalbjährige Gefängnisstrafe wegen Betrugs unb Erpressung verbüßt. Er hat sich wegen Verschiebung beutscher Wertpapiere im Betrage von 35 000 Mark zu verantworten. Die 35 000 Mark hatte er seinem Sohn Leonharb in Paris zugeführt. Bei ber Erörterung seiner Vorstrafen erklärt Sklar; auf die Frage des Vorsitzenden, ob er sich freiwillig zur Verbüßung der eineinhalbjährigen Gefängnisstrafe gestellt habe, im Juli 1932 fei ihm die Aufforderung zum Strafantritt zugestellt worden. Daraufhin habe er u m eine Frist gebeten, weil, wie er angibt, ber Antritt der Strafe für ihn katastrophal gewesen wäre. Sein Gesuch sei jedoch a b g e l e h n t worden, worauf er sich ins Ausland verzogen habe. Erst als er hörte, daß seine Tochter in Hakt genommen worden war, sei er wieder zurückgekornrnen, um sich zu stellen. Sein Sohn habe für ihn in Poris Geschäfte aller Art erledigt, bis er nach Palästina auswanderte, weil er auf Veranlassung ber deutschen Behörden in Paris verhaftet werden sollte. Sklarz kommt mit 50 Beweisanträgen, in denen er nachweisen will, daß er einen durchaus einwandfreien Geschäftsbetrieb gehabt habe und daß sein Sohn in Paris lediglich als sein (Beauftragter handelte, während sich der Hauptsitz in (Berlin befand. Er verlangt, diese 50 Anträge, die fast alle den gleichen Inhalt haben, einzeln begründen zu dürfen. Der Staatsanwalt bittet, der augenscheinlichen Absicht des Angeklagten, die Verhandlung zu sabotieren, entgegenzutreten. Rach beinahe sechsstündiger Verhandlung wurde Sklarz dann wegen fortgesetzten Dev^senvergehens und Devisenverbrechens in drei Fällen zu drei Jahren Zuchthaus, fünfzehntausend Mark Geldstrafe bzw. hilssweise 150 Tagen Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteUt. Kultusminister Schemm aus der Weltlehrertagung in Santander. „Versailles, das Schicksal der Welt." Nürnberg, 16. Aug. (CNB.) Auf der Weltlehrertagung in Santander überreichte Kultusminister Schemm beim Kongreß — dem „Fränkischen Volk" zufolge — eine Rede, in der er u. a. ausführte, das Werk des Reichskanzlers Adolf Hitler, dessen Ziel die Zusammenfassung aller Kräfte des deutschen Volkes zur Ueberwindung der deutschen Not sei, habe lauten Widerhall und begeisterte Zustimmung in den Seelen aller Deutschen gefunden. So sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, daß sich alle deutschen L e h r e r v e r b ä n d e ohne Ausnahme zu einem einheitlichen deutschen Erzieherbund unter seiner, Schemms, Führung vereinigt haben, um durch ihre Erziehungsarbeit an der deutschen Jugend mitzuhelfen an der Wiederaufrichtung des deutschen Volkes. Der freudige Wille zur kulturellen Zusammenarbeit mit allen anderen Völkern sei nur dann möglich und sinnvoll, wenn Deutschland als g l e i ch b e r e ch- tigt und gleichwertig im Rahmen der Volker angesehen werde. Versailles sei unser und der Welt Schicksal! Das gelte auch für dis Arbeit der internationalen Lehreroereinigung, auch ihr Erfolg fei an die Gleichberechtigung aller Völker, also auch des deutschen Volkes, gebunden. Dieses einig gewordene Volk beweise seinen Willen durch die Tat. Zwei Millionen Arbeitslose seien schon heute dem Arbeitsprozeß wieder e i n g e g l i e d e r t und damit für das sinnvolle Leben gerettet — eine Erziehungstat im Höch st en Sinne des Wortes, im Sinne des Lebens. Wer an dem Friedenswillen des neuen Deutschlands zweifele, der habe das Wesen des geeinten deutschen Volkes nicht begriffen. Die deutsche Delegation war sich, wie das „Fränkische Doll" weiter berichtet, nicht lange im 'Unklaren darüber, welche Delegationsmitglieder den Deutschen freundlich oder unfreundlich gegenüberstehen. Am unfreundlich st en habe sich zur Ueberraschung der Deutschen aber die öfter- reichische Vertretung gebärdet. 2m Angesicht der Delegierten aller Welt habe sie u. a. Deutschland als das Land hingestellt, das Bomben und Flugzeuge in Massen herstelle, um den Frieden Europas zu stören. OieLeitungderOeuffchenCvangelischen Kirche im Reichsinnenministenum. Berlin, 16. Aug. (WTD.) 3n Vertretung des beurlaubten Reichsinnenministers Dr. Frick empfing dec Staatssekretär im Reichsministerium des Innern Pfundner am Mittwochvormittag die Herren der einstweiligen Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche, und zwar den Vorsitzenden Landesbischof Wchrkreispfarrer Müller, ferner Prof. Fez er, Tübingen; Präsident Koopmann, Aurich; Landesbischof Sch ö ff es, Hamburg, und Prof. Schumann, Halle a. d. S., die sich in ihrer Eigenschaft dem Reichsinnenminister vorstellen wollten. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die die Evangelische Kirche betreffenden Fragen besprochen. Keine Miitwoch-Ausflugskarien mehr. Berlin, 16. Aug. (TU.) In Anpassung an die Ziele der nationalen Regierung hatte der Deutsche Industrie- und Handelstag der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft eine Entschließung übermittelt, wonach die versuchsweise Ausgabe der sogenannten Mitt- woch-Ausflugskarten zum Preise der Sonntagsrückfahrkarten für den Verkehr von kleineren nach größeren •Orten unterbleiben möchte, weil hierdurch auch der ländliche Einzelhandel zum Vorteil dec Warenhäuser und Kaufhäuser in den Großstädten geschädigt werden. Diese Entschließung hat sich die Hauptverwaltung der Reichsbahn jetzt zu eigen gemacht. Anträgen auf Ausgabe Läger in Masuren. Von Hans Seiffert. Doktor Wackerbarth war vor dem Kriege Gymnasialoberlehrer in Ailenstein. Ein lieber Mensch! sagten die Kollegen von ihm, und seine Quartaner wären für ihn durchs Feuer gegangen. Rur einen Fehler hatte er, und wer das Leben in Ostpreußen kennt, wird begreiflich finden, daß Doktor Wackerbarth zuzeiten recht unglücklich über diesen Fehler war: er war nämlich kein Jäger. Besser gesagt: kein Schütze. Da kamen nun jedes Iahr im Herbst und Winker de Iagdeinladüngen, wie das in dem Iägerparad.cs Ostpreußen so üblich ist; der überall beliebte Doktor Wackerbarth durfte nicht fehlen, aber wieviel gutmütigen Spott mußte ec einstecken, wenn er dann wieder, wie gewöhnlich, nichts, aber auch gar nichts geschossen hatte! Seine Freunde nannten ihn neckend Dormin — der umgekehrte Rimrod, — und dieser Spitzname machte ihm manchen stillen Kummer. Da kam der August 1914, und die Russen brachen in die friedliche Provinz Ostpreußen ein. Alles eilte, die Heimat zu verteidigen. Auch Doktor Wackerbarth, wiewohl ungedient, meldete sich sofort freiwillig und wurde einer Landsturmformation zugeteilt. An eine große militärische Ausbildung war in jenen drangvollen Tagen natürlich nicht zu denken; man kleidete die Leute ein, zeigte ihnen die Handhabung des Gewehrs und verwendete sie im übrigen möglichst zu den mehr friedlichen Aufgaben des rauhen Kriegshandwerks: Wache stehen, fouragieren, Transporte begleiten... So erhielt Landsturmmann Doktor Wackerbarth eines Tages gegen Ende August, ehe die Befreiungsschlacht bei Tannenberg geschlagen wurde, den Auftrag, Postsachen zu einem anderen Truppenteil vorzubringen. Er hängte sich das Gewehr über den Rücken, nahm neben dem Kutscher, einem biederen Masuren, Platz, und ächzend seht« sich das Wägelchen in Bewegung. Eintöniges Räderknarren, Augustsonne, Kiefernwald; die Räder mahlen durch tiefen Sand. Da auf einmal, der Weg tritt gerade aus dem Wald aufs offene Feld hinaus und will eine kleine Höhe erklimmen, stößt der Kutscher einen halbunterdrückten Schreckensruf aus, springt vom Bock und ist wie der Blitz zwischen den Stämmen verschwunden. Der Wagen steht, das müde Pferd spitzt die Ohren... Unö Landsturmmann Wackerbarth sieht drüben, scharf gegen den hellen Himmel sich abhebend, einen Trupp Reiter über die Höhe und in schlan- von ermäßigten Mittwochs-Karten von kleineren nach größeren Orten, insbesondere nach Großstädten werde daher nicht mehr stattgegeben. Gegen die Vivisektion an Tieren. München, 16. Aug. (WTD.) Wie die Reichspressestelle der RSDAP. mitteilt, wird durch einen Erlaß des preußischen Ministerpräsidenten Göring vom heutigen Tage ab die Bwrsektion an Tieren aller Art für. das gesamte preußische Staatsgebiet verboten. Der Ministerpräsident hat die zuständigen Ministerien beauftragt, ihm unverzüglich ein solches Gesetz, nach welchem die Vivisektion mithohenStra-- fen belegt wird, vorzulegen. Dis zum Erlaß dieses Gesetzes werden Personen, die trotz des Verbotes die Vivisektion von Tieren aller Art veranlassen, durchführen oder sich daran beteiligen, ins Konzentrationslag er abgeführt. Amtsenthebung des 2. Bürgermeisters in Göttingen. Göttingen, 16. Aug. (211.) Bürgermeister Dr. Warmbold ist seines Amtes enthoben worden. Es soll gegen ihn ein Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Dienstentlassung beantragt werden. Die Angelegenheit hängt zusammen mit dem Berkaus des Städtischen Elektrizitätswerkes an die Elektrizitätsgesellschaft Mitteldeutschland, die seinerzeit im Stadtparlament stark umstritten war. Rach llebernahme der Machtverhältnisse durch die RSDAP. wurde in Göttingen ein Ausschuß eingesetzt, der den Verkauf des Elektrizitätswerkes nachzuprüfen hatte. Auf Grund der Ergebnisse der Rachprüfungen hat der Magistrat am Mittwoch unter Stimmenthaltung seiner besoldeten Mitglieder den obenerwähnten Beschluß gefaßt, dem die nationalsozialistische Fraktion des Bürgervorsteherkollegiums beigetreten ist. Kleine politische Nachrichten. Der stellvertretende Führer der RSDAP., Pg. -Heß, empfing in Obersalzberg den Leiter der Beamtenabteilung der RSDAP. und Führer des Deutschen Deamtenbundes Pg. Reef sowie den Stabsleiter der Beamtenabteilung Pg. Reu sch und den Hauptschriftleiter der Zeitung des Deutschen Beamtenbundes, Pg. Reck. Sämtliche schwebenden Deamtenfragen wurden eingehend erörtert. * Nach einer Bekanntmachung des Landesleiters der Glaubensbewegung Deutsche Christen, Gau Baden, haben zwecks Beendigung der politischen Betätigung der Geistlichen sämtliche evangelischen Geistlichen der evangelisch-protestantischen Kirche ihre Aemter als Ortsgruppenführer, Kreisleiter usw. niederzulegen. Auf Anordnung des Führers der Deutschen Studenteilschaft findet der 17. Deutsche Studententag in Lauenburg in Pommern statt. Die Vorbereitungen sind dem Kreis Ostland der Deutschen Studentenschaft und dec Studentenschaft der Hochschule für Lehrerbildung Lauenburg übertragen. Der Eingang von Spenden zur Förderung der nationalen Arbeit hält in unverminderter Stärke an. So hat die i n d e n S i e - menswerken von den Angestellten und Arbeitern aufgebrachte Spende die Summe von 1 0 0 0 0 0 R M. bereits überschritten. * Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht folgende Verfügung des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß: Um eine Entwertung des Begriffes der Ehrenbürgerschaft zu verhindern, wird verfügt, daß künftighin nationalsozialistische Gemeindevertretungen den Antrag auf Verleihung von Ehrenbürgerrechten nur noch in ganz außergewöhnlichen Fäl - l e r. stellen dürfen. Die Bundessührerin des Bundes Königin Luise Frau v. H a d e l n ist von dec Führerin Der Deut- kem Trabe auf sich zukommen. Das sind — aber das sind doch keine deutschen Reiter! Das sind ja Kosaken! Fünf, sechs, acht, zehn Kosaken! Weiß der Teufel, wie die hierherkommen! Da faßt den Doktor Wackerbarth wilde Entschlossenheit. Hastig häkelt er sich das Gewehr vom Rücken, entsichert, reißt es an die Backe und jagt päng! — ruckzuck — päng! — päng! seine fünf Schuß den Feinden entgegen. Die Kosaken stutzen bei diesem unerwarteten Feuerüberfall, wenden ihre Gäule und sind im Ru wieder hinter dem Hügel verschwunden. Ohne Verluste! Aber etwas Gelb.s liegt am Wege, sechzig Schritt Dorrn Waldrand, lind als der siegreiche Landsturmmann Doktor Wackerbarth sich vorsichtig heranpirscht, findet er ein Häs'ein, vom tödlichen Blei durchbohrt. Rimrod Dormin hatte seinen ersten Hasen geschossen! * Immer neue Massen warfen die Russen ins Gefecht, um das Dorf Iaschkowen in ihren Besitz zu bringen und damit den Durchgang zwischen den Seen zu erzwingen. Aber eine lehmbraune Welle nach der anderen brach sich an der ost- preußischen Landwehr, die sich dort festgebissen hatte und keinen Fußbreit wich. Besonders dem etwas höhergelegenen und mit einer niedrigen Mauer umgebenen Kirchhof des Dorfes galten die wütenden Anstrengungen der Russen. Eben schickten sie sich, wie man aus ihren Vorbereitungen deutlich genug sah, zu einem neuen Sturmlauf an. Hauptmann von Kruglanken, selber in Ostpreußen zu Haus und nun Führer der Kompanie, die diesen Abschnitt Heimaterde verteidigte, gab seinen Leuten letzte Anweisungen, ermunterte, ermahnte... Da verstummte drüben das heftige Vorbereitungsfeuer, und die Russen brachen hervor aus dem deckenden Gehölz. Die Offiziere mit gezogenem Degen voran, dahinter, mehrere Glieder tief, dichte Schützenschwärme. Es war ein Bild, wie man es nur zu Anfang des Krieges noch sehen konnte. Hauptmann von Kruglanken gab den Befehl aum Feuern, und aus zweihundert Gewehren jagte die Feuergarbe dem Feind entgegen. Der Hauptmann beobachtete die Wirkung der Abwehr. Da wurde er auf einen Landwehrmann seiner Kompanie aufmerksam, der neben ihm stand, das Gewehr auf die Mauerkrone gelegt, und mit einer geradezu unglaublichen Kaltblütigkeit und Sicherheit zielte und schoß und nicht einen einzigen Fehlschuß abgab. Einen solchen Meisterschützen hatte er noch nicht gesehen! schen Frauenschaft und Reichsleiterin her NS.- Frauenschaft Lydia Gottschewsky im Einvernehmen mit der Obersten Leitung der PO. ihres Amtes enthoben worden. Die Landesverbände des Bundes Königin Luise werden den zuständigen Gau-Frauenschästsleiterinnen der NS.-Frauenschaft unmittelbar unter st ellt. Im Einvernehmen mit dem Führer hat das Gesamtministerium des Freistaates Bayern den Staatsminister des Innern Adolf Wagner zum Staats- kommiffar für die öffentliche An st alt „Haus der Deutschen Kunst" (neuer Glas- palast) ernannt. Es soll dem Schöpfer und unermüdlichen Förderer des Gedankens, dec deutschen Kunst in München wieder eine würdige Heimstätte zu verschaffen, die Führung bis zur Fertigstellung des Monumentalwerkes in die Hände gelegt werden. * Reichsminister Dr. Goebbels hat Werner Krauß als stellvertretenden Präsidenten in die neugegründete Reichstheaterkammer berufen. Die kirchlichen Behörden haben dem Abt Schachleitner wieder gestattet, die Messe zu lesen. 'Abt Schachleitner war Anfang 1933 wegen seines offenen Bekenntnisses zum Rationalsozialismus seiner geistlichen Funktionen entkleidet worden. ♦ In der letzten Augustwoche wird eine zweite DeutscheBischosskonferenzin Fulda statt- finden. Nähere Einzelyoiten über den genauen Termin und den Gegenstand der Beratungen sind noch nicht bekanntgeworden. Der Schweizer Bundesrat hat am Dienstag dem aus dem Amt scheidenden deutschen Gesandten in Bern, Dr. Adolf Müller, ein Abschiedsdiner gegeben, zu dem auch die im Berner Oberland in Ferien weilenden Bundesräte Motta und Ringer erschienen waren. Außer Bundespräsident Schultheß nahmen daran auch noch die Bundesräte Häberlin und Meyer teil. Aus aller Weit. Rekordfahrt eines italienischen Ozeanriesen. In großer Aufmachung feiert die römische Presse die Erringung des Blauen Bandes durch den italienischen Ozeanriesen „R e x", der mit seiner Ankunft in Neuyork am Mittwochmorgen um 8.40 Uhr Greenwicher Zeit zur Uebecfahrt 4 Tage, 13 Stunden und 58 Minuten gebraucht hat. Der „Rex" hatte am 11. August um 18.30 Uhr Gibraltar verlassen. Der Durchschnitt beträgt 28,92 Seemeilen in der Stunde gegenüber dem Durchschnitt von 28,51 Seemeilen in der Stunde, den der bisherige Inhaber des Blauen Bandes, der deutsche Ozeanriese „B r e - m e n", auf der Strecke Neuyork—Cherbourg herausgeholt hatte. Die Tatsache der Rekordfahrt des Schnell- dampfers „Rex" hat, wie wir aus Bremer Reedereikreisen hören, nicht sehr überrascht. Zu berücksichtigen ist bei der Erringung des Blauen Bandes des Ozeans durch den italienischen Dampfer, daß einmal die Südroute über den Atlantik im allgemeinen unverhältnismäßig bessere Wetterbedingungen aufmcjft, als die von den Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd gefahrene Strecke. Weiter dürfe man nicht vergessen, daß der „Rex" als Schiff erheblich leichter gebaut ist, als etwa die „Bremen" oder die „Europa". Die Wasserverdrängung des italienischen Schiffes ist rund 10 000 Tonnen geringer, dagegen verfügt es etwa über die gleiche Maschinenstärke von 135 000 PS. Diese Faktoren hätten die Rekprdfahrt natürlich ungemein begünstigt, denn es sei selbstverständlich, daß ein sehr viel leichteres Schiff mit den gleichen „Maschinenpferden" schneller über den Ozean laufen könne, zumal, wenn noch günstigere Wetterverhältnisse eine Rolle spielen Abstürze in den Bergen. Bei einer Tour auf die Hammerspitze (Vorarlberg) wurden die 20 Jahre alte Anna E i n ft e i n aus Leupheim und ihr 14 Jahre alter Bruder von einem Unwetter überrascht. Ein Blitz traf das Mädchen, das den Abhang hinüntergeschleudert wurde und dann t o t liegen blieb. Die Leiche wurde von Bergsteigern nach Mittelberg gebracht. Im Pustertal in den Sextener Dolomiten, wurde eine Bergsteigerpartke von einem Bergunglück betroffen. Der Nürnberger Tourist Paul Franz, der mit dem Nürnberger Lothar Wiener den Einserkogel besteigen wollte, wurde schwer verletzt. Die beiden Bergsteiger wollten eine der schwierigsten Klettertouren der Dolomiten auf der sogenannten Steeger-Route ausführen. Nach einem Drittel des Anstieges erreichte Franz eine äußerst schwierige Stelle, als S t e i n s ch l a g einsetzte und den Kletterer mit voller Wucht traf. Franz stürzte ab und konnte von seinen Gefährten erst in 40 Meter Tiefe zum Halten gebracht werden, wo er am Seil in der Luft hing, bis ihn Wiener zu einem schmalen Band abseilen konnte. Die Verletzungen von Franz sind jedoch nicht lebensgefährlich. Die beiden Touristen mußten sich über Nacht am Felsen anbinden. Ein heftiges Gewitter brachte Hagelschlag und Frost. Am folgenden Tag konnten sie aus ihrer gefährlichen Lage befreit werden. Der Führer bei feinem verletzten Adjutanten. Der Führer stattete, wie die ReichspressesteUe der RSDAP. mitteilt, seinem durch Auto- Unfall verletzten Adjutanten Gruppenführer Brückner im Krankenhaus in Traunstein einen Besuch ab. Rach dem Befund des zur Behandlung zugezogenen Professors Magnus vom Krankenhaus Bergmannsheil in Bochum ist, da bisher keine Anzeichen einer Infektion vorhanden find, die unmittelbare Lebensgefahr beseitigt!. Wie bereits gemeldet, find die Schwester des Reichskanzlers, Frau Angelika R a u b a l, und deren Tochter Friedel nur leicht verletzt. Sie befinden sich auf dem Wege der Besserung. Der Unfall hat sich offenbar so abgespielt, daß der Wagen, den Oberleutnant Brückner selbst steuerte, auf einer schmalen Straße in eine Rinne geriet. Bei dem Versuch, aus dieser Rinne herauszukommen, schleuderte der Wagen gegen einen gegenüberliegenden Holzstoß. Ein vierfacher Mörder hingerichtet. In Görlitz ist im Hof des Gerichtsgefäng- nisfes der Schuhmacher Eduard Just aus Klein- Partwitz wegen Mordes in vier Fällen ent h a u p t e t worden. Iust hatte im Ianuar 1930 seine zweite Ehefrau sowie im September 1932 die Angehörigen seiner dritten Ehefrau, nämlich den Arbeiter Christian Groba, dessen Frau und Kind ermordet. Gefängnis für ein ungetreues Stadloberhaupt. Dor dem Schöffengericht in Hof wurde der feit 24. Februar 1933 wegen Amtsunterschlagung. Untreue und Betrugs in Untersuchungshaft befindliche Oberbürgermeister von Hof Dr. Karl B u h l zu einer, Gefamtgefängnis- ftrafe von zwei Iahren neun Monaten verurteilt. Dr. Buhl, der 1919 zum ersten Bürgermeister von Hof gewählt worden war, hatte in seiner Eigenschaft als Stadtratsvorstand in den Iahren 1926 bis 1929 von mehreren Personen der Stadt anläßlich erfolgter Titelverleihung größere Geldbeträge ausgehändigt erhalten, dic wohltätigen Zwecken zugeführt werden sollten. Von diesen Geldern behielt der Oberbürgermeister 26 0D0 Mk. für f i ch. Gewitterstürme in Jamaika. — hundert lote. Wie aus K i n g st o n (Jamaika) berichtet wird, ist die Insel Jamaika von furchtbaren Gewitter- stürmen heimgesucht worden. Riesige Strecken Landes sind überschwemmt. Der Sachschaden ist sehr groß. Bisher werden hundert Tote gemeldet' Als dec russische Angriff fünfzig Meter vor der deutschen Stellung zusammengebrochen war und die Reste der Sturmtruppen regellos zurückflu- teten, wandte sich Hauptmann Kruglanken zu dem Landwehrmann, um ihm Lob und Anerkennung auszudrücken. Ec faßte Ujn schärfer ins Auge und erkannte erst jetzt in ihm einen Mann aus dem in der Rähe seines Gutes gelegenen Dorf Malwischken. „Ah, Sie sind's, Thomalla! Das haben Sie gut gemacht. Ganz hervorragend haben Sie das gemacht! Bravo, Thomalla! Aber sagen Sie mir, wo haben Sie denn so ausgezeichnet schießen gelernt?" Der Wackere zögerte einen Augenblick. Dann lächelte er halb stolz, halb verlegen: „Beim Wildern in der Iagd von Herrn Hauptmann ...!" Oer Chinese als Patient. In China gibt es heute unter der Bevölkerung alle nur erdenklichen Uebergänge in Bezug auf die Einstellung zur modernen Kultur. Weite Kreise leben noch ganz in der alten Hebetlicferung, während andere sich völlig dem abendländi chen Einfluß hingegeben haben. Der Arzt stößt daher im Reiche der Milte auf die verschiedensten Anschauungen. Doch kommt dec Dekan der medizinischen Fakultät an der Schanghaier Universität, Pros. E. B i r t, in Betrachtungen, die er in dec „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" veröffentlicht, zu dem Ergebnis, daß der Geist des alten China noch immer sehr mächtig ist und sich auch der modernste Chinese ihm nicht entziehen kann. D>es tritt in dem Verhalten der Patienten deutlich zutage So ist dec chinesische Kranke geneigt, möglichst viele Aerzte zu befragen, denn er steht der Heilkunde mit ausgesprochenem Mißtrauen entgegen. Sich sein Vertrauen zu erwerben, ist daher außerordentlich schwie- rig, besonders für den fremden Arzt. Dieser muh nicht nur mit den Wünschen des Patienten selbst, sondern auch mit denen seiner Freunde und Verwandten, vor allem mit dem Einfluß der Mutter rechnen, die in der Familie den Hort der alten Ueberlieferung darstellt. „Wird der fremde Arzt herbeigerufen," so berichtet der Verfafler, „dann hängt von dem ersten Eindruck bei seinem Auftreten schon sehr viel ab. Fühlt der Patient in diesem Augenblick nur eine kleine Erleichterung oder Besserung, so ist schon viel gewonnen. Oft ist der zweite entscheidende Moment, wenn die von diesem Arzt verordnete Medizin am Krankenbett erscheint. Fühlt sich gerade dann der Kranke subjektiv besser, so sind zwei große Schritte gemacht. Dabei sind diese Patienten sehr geneigt, viele verschiedene Medi» zinen von vielen Aerzien zu schlucken, denn darin kann bei den Patienten der alten Schule eigentlich nur die ganze Behandlung bestehen, und so gedenke ich immer noch mit Freuden der Zeiten, da ein unter den Chinesen sehr angesehener srentder Arzt dadurch besonders seine großen Erfolge erzielte, daß er, wie die böse Kollegenschafl behauptete, nicht nur den Rachitisch und alle Tische im Krankenzimmer, sondern das ganze Haus so mit Medizinen vollstellte, daß die arme Konkurrenz keinen Platz mehr fand." Auch sonst hat der chinesiiche Patient ganz bestimmte Ansichten, aus Denen er zunächst dem fremden Arzt mißtraut. Er weih ja, daß dieser Ausländer sich ganz anders ernährt, daß die tägliche Kost des Chineien für ihn eine Unmöglichkeit ist; daher kann er dem chinesischen Magen (eine richtige Diät verordnen, und so erklärt es sich, dah bei Magen- und Darmleiden der fremde Arzt fast immer erst dann geholt wird, wenn es zu spät ist. 3m Vordergrund jeder chinesischen Diät fleht die Unterscheidung zwischen „heiß und kalt", deren Feinheiten dem Ausländer wirklich sehr schwer zu erkennen sind. Die Söhne der Mitte wollen, wenn sie sich behandeln lassen, ganz sicher gehen, und so lautet die erste 3rage, vor allem vor einer Operation: „Kannst du mir die Heilung garantieren?“ Wird das abgelehnt, so wird gefragt: „Wieviel Wahr, scheinlichkeit besteht, dah ich gesund werde?" Gegen gewisse Dinge hat der Chinese eine ganz besondere Abneigung. Gibt man ihm irgendeine Medizin, nach der er kräftig schwitzt, so hat man schon aus- gespielt, denn nichts erscheint dem Chinesen, der immer gleich an den kalten Todesschweiß denkt, geiährlicher als das Schwitzen. Roch tiefer sitzt die Angst vor jedem Blutverlust, und oft ist es schon unmöglich, den Patienten nur dazu zu überreden, sich zu einer Blutuntersuchung einen Tropfen Blut ab- nehmen zu lassen. Das beruht auf der Vorstellung, daß da, wo einmal eine Blutung begonnen hat, ein langsames Verbluten zu erwarten ist. Das ist natürlich eine ungeheure Erschwerung für viele moderne Behandlungen. Ganz selten gelingt es, einem chinesischen Kranken klar zu machen, dah zur Heilung eines chirurgischen Leidens mehrere Eingriffe notwendig sind. Der Patient erklärt: Es ist jetzt ein Eingriff gemacht worden, geheilt oder geheuert bin ich noch nicht; bevor ich also weiter an mir herumschneiden lasse, gehe ich lieber zu einem andern Arzt, denn dieser Fremde hat ja durch die erste Operation bewiesen, dah er nichts kann. Man muh also möglichst mit einer einzigen Operation auszukommen suchen und dabei die vchmerzen, so weit es irgend geht, ausschalten. Selbst die un* angenehmen Folgen einer Betäubung wirken sehr abschreckend." »üu u*«6l,. auch Ne VSlt' ’fe™" S?ron3 'Ä «r« teues Stadloberhaupt. it in Hof wurde der gen Amtsuntei« und Betrugs in je überbürgermeister ’iner ße/amtgefängni^ k QXbnaten verurteilt. NN». ! 2tuu. anten Gruppensührri inAtaunl‘«in einen Jäjfflagnug bom il m Bochum ist, ba ,ner 3nsektivn vor- E rftW be. smddie Lchwellci -angehta Saubai ;Lnut leicht verletzt. .^e9c l>er Besserung, tienbat so abgespielt, Leutnant Brückner -malen Strafte in eine versuch, aus dieser ch-eudcrte der Dogen enden Hohstoh. der hiugerichlet. )s des Terichtsgeläng" 'uaib 2ust aus Kleines in vier Fällen Just hatte im Januar i sowie im September einer dritten Ehefrau, hristian Groba, dessen ersten Bürgermeister Dar, hatte in \ün« cstand in den Jahren i Personen der Stadt erteihMg g rohe re indigt erhalten, die en zugesührt weiden ein behielt der Ober« für sich. ika. — hundert lote. Jamaika) berichtet wirb, urchtbaren Gewitter- vrden. Riesige Strecken m mi. Der Sachschaden rben hundert Tote ge> -u schluäen, denn darin er alten Schule eigentlich । bestehen, und so gedenke ' uder Zeiten,^ um ^gesehener tienlder W )hcn Erfolge erzielte, a ! ischasi behauptete, n s e Asche im firaiMim . )aus l° mit.W innfurrenj einen M ,s denen er zunächst ei6 ja, hab diese W X hab eine Sc* -m '" Sl» -fragt. tScg-° ) ge^nd Y nese eine ganz HM ,t, so 1ghinden, Lf LiKß, last, un1J,‘berreöcnl ; nur dazu/u „ $lui at> leru'ot au! , .pnnen..« > ‘eWÄdi"«'* 11»6» 1 6(161'2? I# i Oer Autostraßenbau in Hessen. Die Hessische Staatspressestekle teilt «mit: Die Vorarbeiten der 21 u t o ft r a ft e Frank- furt — Darm st adt — Heidelberg schreiten rüstig vorwärts. Die hessische Regierung unterstützt selbstverständlich alle Maßnahmen mit allen nur möglichen Mitteln, so daft nunmehr bestimmt gegen Ende kommenden Monats mit der Inangriffnahme der Bauarbeiten gerechnet werden kann. Das zur Zeit im Rahmen der Landesplanung im Gange befindliche Feldbereinigungsverfahren bietet besondere Vorteile, da dadurch das für die Linienführung der 2lutostrafte benötigte, auf hessischem Gebiet gelegene Gelände ohne die sonst erforderlichen zeitraubenden Verhandlungen der obersten Bauleitung sofort überwiesen werden kann. 2luch in Baden will man sich dieses Verfahren zum Muster nehmen. 2lm Dienstag hatten sich mehrere Vertreter der badischen Regierung zu einer Beratung im Ministerium unter dem Vorsitz von Mini- fterialrat Pros ftnnpp eingefunden, in der der Landesbauernführer Präsident Dr. Wagner die Richtlinien auseinanderfegte,,nach denen in Hessen zur Zeit verfahren wird und die auch seitens der badischen Regierung allgemeine Zustimmung sanden. 2lnt Donnerstag findet eine weitere Sitzung mit allen beteiligten Behörden und der obersten Bauleitung statt, in der die zu errichtenden Bauwerke nach Anzahl und Umfang auf der hessischen Reststrecke Darmstadt—Viernheim (lieber- und Unter» führungen) festgelegt werden sollen. Schließlich hat Ministerialrat Prof. Knapp noch die Vorsitzenden der Vereinigungen der Bauunternehmer von Darmstadt, Mainz, Offenbach und Worms zu einer Besprechung auf kom- menden Samstag eingeladen, um mit ihnen wegen gemeinschaftlicher Beteiligung an den Bauarbeiten zu verhandeln. Da die Strafte zu mehr als % ihrer Länge auf hessischem Gebiet liegt, so erwarten die hessischen Unternehmer mit Recht, daft auch ein wesentlicher Teil der Bauarbeiten in Hessen verbleibt. Die hessische Regierung hat auch schriftlich und mündlich bei dem Landesarbeitsamt in Frankfurt a. M. darauf hingewirkt, daß bei den kommen- den Bauarbeiten die hessischen Arbeits - losen in besonderem Maße berücksichtigt werden. Es geschieht also alles, um die hessischen Interessen mit Nachdruck zu wahren. Aus der provinzialhaupistadi. Aufruf an die Arbeitgeber! Anläßlich des Ncichsparteitags der NSDAP, in Nürnberg, welcher als erster Parteitag im nationalsozialistischen Staat besondere innen» und außenpolitische Bedeutung hat, fordere ich alle Arbeitgeber auf, ihren Arbeitnehmern ohne Lohnabzug die Zeit freizuge- ben, die siezurTeilnahme amPartei» tag benötigen. Ich appelliere an das Gefühl der Staats- und Volksverbundenheit jedes Arbeitgebers und erwarte, daft in jedem Falle, in dem der Arbeitnehmer die Teilnahme nachweisen kann, dem gerne und freudigst Rechnung getragen wird. Die Arbeitgeberverbände ersuche ich ihrerseits, für die Verbreitung dieser Gedankengänge Sorge zu tragen. Kramer, stellvertretender Gauleiter. Oie Teilnahme von Erwerbslosen am Ne chsparteitag der ASOAP. Der Präsident des Landesarbetts- a m l s Hessen hat eine Anordnung an sämtliche Arbeitsämter im Bezirk des Landesarbeilsamts Hessen betr. Freistellung der Teilnehmer zum Reichsparteitag der NSDAP, vom 30. August bis 3. September 1933, soweit sie A r - b eit s losen- und Krisenunter st ützungs- empfänger sind, erlassen, in der es heißt: Die Teilnehmer an dem vom 30. Aug. bis 3. Sept. 1933 stattfindenden Reichsparteitag der NSDAP., die sich in Arbeitslosen- und Krisenunterstützung befinden, werden auf Grund der Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung des zuständigen Ortsgruppenleiters für die Zeit vom Mittwoch, 30. Aug. bis einschließlich Sonntag, 3. Sept., von der Meldepflicht befreit. Soweit an die be= treffenden Personen Arbeitslosen- oder Krisenunter- jtüfcung während dieser Tage termingemäß zur Auszahlung gelangt, kann diese von Beauftragten, die mit einer ordnungsgemäßen Vollmacht des Bezugsberechtigten versehen sind, auf dem zuständigen Arbeitsamt (Zahlstelle) in Empfang genommen werden. Dasselbe gilt auch für Wohlfahrtserwerbslose. Oer Aufmarsch der Standarte 116. Anläßlich des 120jährigen Bestehens des srüheren Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 veranstaltet die SA.-Standarte 116, wie schon kurz berichtet, am kommenden Sonntag einen Aufmarsch der ganzen Standarte. Am Samstagabend wird als Auftakt Großer Zapfenstreich um 20.30 Uhr auf Oswaldsgarten statt- finden. 21m Sonntag wird die Standarte um 8.30 Uhr auf dem oorberei/lrieb vor der Volkshalle antreten. Der Standartenführer wird bei dieser Gelegenheit Fahnen weihen und den Stürmen feierlich übergeben. Anschließend beginnt um 9.15 Uhr Feldgott e s d i e n st. Nach Choralmusik wird Pfarrer Lenz die Feldpredigt hallen. Choralmusik, Gebet mit Segen und der gemeinsame Gesang des Liedes „Ich hott' einen Kameraden" werden den Feldgottes- bienft abschließen. Von 10 bis 13 Uhr folgen f p^o r t - |i d) c Darbietungen auf dem Platz der Spieloereinigung 1900; Eintritt für Zivilisten 20 Pf. Ab 13 Uhr ist Mittagspause. Um 16 Uhr wird die ae- iamte SA. auf Oswaldsgarten zu einem Marsch ) u r d) d i e Stadt antreten. Der Marsch wird durch folgende Straften gehen: Neustadt, Bahnhof- ftrafte, ßiebigftrafte, Frankfurter Strafte, Seltersweg, Mäusburg, Marktplatz, Schulstrafte, Sonnenftrafte, Landgraf-Philipp-Platz, am 116er=DenfmaI vorbei, wo der Borbeimarfd) vor Brigadeführer Schmidt iHanau) stattfindet, ßanbgrafenftrafte, Adolf-Hitler- Wall, Moltkestraße, Kaiserallee zum Trieb, am Schützenhaus vorbei, Weg nach ben Spielplätzen. Ab 20 Uhr folgt kamerabschaftliches Z u - lammenfein in b c r Vo 1 ksha 11e. Hier wirb her Vorfitzenbe ber Offiziersoereinigung 116, Generalmajor a. D. Mohr, eine Ansprache halten. Borträge bes Heimatdichters Georg Heß, Auffüh- rungen des Bundes deutscher Mädels unter Leitung non Frau Dr. Fischer und Konzert werden die Stunden des Abends in abwechslungsreicher Folge ausfüllen. Varkplatz für Autos: Sportplatz neben Spieloereinigung 1900. *^or notigen. — Tageskalender für Donnerstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Tänzerin von Sanssouci". — Im Lichtspielhaus Bahnhof st raße erscheint ab heute (Donnerstag) ein neuer Frideri- .ns-Film unter dem Titel „Die Tänzerin von Sanssouci" mit Otto Gebühr in der Haupt- rolle, ber biesmal ben jugenblidjen König barstellt. Lil Dagover erscheint als seine Partnerin in ber Rolle ber berühmten Tänzerin Barberina. In einer weiteren Hauptrolle: Hans Stüwe. Regie führte yriebrid) Zelnik: bie Musik, im Stil ber Zeit, chrieb Mare R o l a n b, der auch die früher er- jjienenen Fribericus-Filme musikalisch mit glück- icher Einfühlung betreute. Die imposanten Bilber iu5 bem glanzvollen Zeitalter bes großen Preußen- lönigs haben bem Film bisher allenthalben zu dnem starken Erfolg verhalfen. ” Ausstellung von Kriegerfriedhofmobellen u n b -Aufnahmen. Anläßlich der Anloy-Feier des Offiziervereins des alten Inf.-Regt. „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 veranstaltet der Volksbund für Kriegsgräberfürsorge zusammen mit dem Osfizierverein in der „Loge" (Gartenstraße 1) eine Ausstellung von Modellen, Zeichnungen und Ausnahmen von Kriegerfriedhöfen an der Westfront, vor allem von denen bei Anloy und Maissin, über die im „Gießener Anzeiger" gestern und vor- Miiiagsiisch für GA.-Männer am nächsten Sonntag! Die SA. - Standarte 116 veranstaltet am nächsten Sonntag anläßlich des 120jährigen Be- stehens des Infanterieregiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 in (5 i e ft e n einen groftenAufmarsch. Dazu werden mehrere tausend S 21. - 211 ä n - ner von auswärts hier erscheinen. Für den weitaus größten Teil dieser IHänner im Braunhemd muß in unseren Bürgerfamilien Gelegenheit zum Mittagessen beschafft werden, nicht etwa Quartier zum Uebernachten. Alle Mitbürger werden dringend gebeten, nach besten Kräften 211 i t - tagstisch füt diese (Säfte zur Verfügung zu stellen. Die S2L-2Hänner werben voraussichtlich um 13.30 Uhr überall zum Essen erscheinen. Anmeldungen von Mittagstischgelegenheiten werden an Sturmführer Soli» an, Seltersweg 50, Fernsprecher 3786, erbeten. geftern berichtet worben ist, da sie voraussichtlich als Patenfriedhöfe der hessischen Regimenter und des Volksbundes ausaeftaltet werben sollen. Wir weisen alle, bie bie Pflicht einer roürbigcn Ehrung unfern Gefallenen in sich fühlen, unb besonbers auch bie Angehörigen barauf hin unb empfehlen den Besuch. Der Eintritt ist f r e i. Die Ausstellung ist von Samstag, 19. August, bis Montag, 21. August, geöffnet. Siehe morgige Anzeige. ** ©rummetgrasDer ft eigerungen ber Stabt (9 ie ft e n finben am Montag unb Dienstag nächster Woche statt. Interessenten seien auf die heutige Bekanntmachung ber Bürgermeisterei besonbers hingewiesen. ** Kavallerieverein Gießen. Am Samstag fand im „Hessischen Hof" eine außerordentliche Generalversammlung des Kavalleriever- \eins statt. Etwa 70 Mitglieder waren anwesend. Der Gesamtvorstand stellte feine sämtlichen Aemter zur Verfügung, um nach den neuen Richtlinien für bie Folge in vaterlänbischem Sinne zu arbeiten. Nach kernigen Worten bes Ehrenvorsitzenben, Ka- merab Solban, würbe ber seitherige Vorsitzende, Kamerab Ernst Hartmann zum Führer bestimmt. Er berief sobann seine alten bewährten Mitarbeiter in ben neuen Vorstanb unb an Stelle früher ausgefchiebener Vorstanbsmitglieber noch bie Kameraben Kolbe, Schade unb Heyd, weich' letzterer 2. Schriftführer würbe. Die Kameraben Karl Bauer, Karl Noll unb Werner würben mit bem Ehrenzeichen-für 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Nach Erledigung des geschäftlichen Teils verblieb die stattliche Besucherzahl noch einige Stunden gemütlich bei angeregter Unterhaltung zusammen. Zum Schlüsse wurde noch, wie in den letzten Monatsoersammlungen, eine Spende zum Besten arbeitsloser Volksgenossen erhoben. Buntes Allerlei. Heichöbahnrekorde im Maffenverkebr. Parteitage, Versammlungen und Feste haben in diesem Sommer der Reichsbahn Gelegenheit zu Leistungen gegeben, wie sie seit den Jahren des Weltkrieges nicht mehr wieder oorgekommen sind. Die Ausstellung des Heiligen Rocks in Trier, zu der etwa eine Million Menschen in durchschnittlich 22 Zügen je Tag herangeführt werden müssen, ist eine organisatorische Leistung von be- deutendem Ausmaße. Die tägliche Zugzahl steigert sich teilweise bis zu 37 Zügen. Es sind gewaltige Vorbereitungen nötig, um einen solchen Verkehr reibungslos abzuwickeln. Derkehrsverwaltung, Landesverwaltung, Polizeioerwaltung und Kirche müssen Hand in Hand arbeiten. Immerhin verteilt sich aber diese Bewegung auf etwa sechs Wochen. Bedeutend konzentrierter und daher auch sehr viel schwieriger war die Leistung beim Stuttgarter Turnfest, etwa 250000 Teilnehmer auf ber Eisenbahn aus allen Gegenden Deutschlanbs im Zeitraum von etwa zwei bis drei Tagen nach ber Festftadt Stuttgart heranzuführen. Daneben lief an ben Festtagen noch ein gewaltiger Verkehr ber Zuschauer aus ber näheren unb weiteren Umgebung Stuttgarts, ber noch einmal dieselbe Zahl erreichte. Alle bisherigen Bewegungen aber werden übertroffen von ben Transporten zu bem Parteitag ber NSDAP, in Nürnberg. Nicht weniger als 3 35 0 0 0 Nationalsozialisten sind von . der Reichsparteileitung für den Transport mit der Ersenbahn aus alten Gauen Deutschlands angemeldet. Allein diese Zahl bedeutet eine Iransportbe» roegung von dem Umfang der Mobilmachung des Jahres 1870. Es gilt, diese Hunderttauscnde innerhalb von zwei bis drei Tagen nach Nürnb rg heranzuführen und sie in etwa ein bis anderthalb lagen wieder der heimischen Arbeitsstätte ^uzuführen, denn länger können die Teilnehmer der Arbeit nicht entzogen werden. Die Vorarbeiten für diese gewaltige Bewegung find bereits getroffen. Anfang August wurden die Grundzüge feftgelegt. Nicht weniger als 1500 Fahrpläne für Voll- unb Leerzüge und Lokomotivfahrten mußten aufgcftcUt werden, etwa 350 Sonderzugparks müssen zusammengestellt werden. Die Züge werden nach den Vorbahnhofen Nürnbergs geleitet, wo bie Teilnehmer ihre Quartiere finden werden. Es ist unmöglich, Liefen gewaltigen Zugpark auf den Gleis- anlagen Nürnbergs selbst unter Zuhilfenahme des großen Rangierbahnhofs, abzustellen, denn er be- deckt eine Gleislänge etwa von Frankfurt a. M. bis Bruchsal. Die großen Bahnhöfe im Umkreis von bis zu 100 Kilometer um Nürnberg, wie Re- gensburg, Würzburg, Ingolstadt müßen zu Hilfe genommen werden. Nacheinander haben die Besprechungen getagt, die den Zugbegleitdienst, die Gestellung der Loko- motioen und die Abänderung des Güterzugsahr- plans während dieser Bewegung festzulegen hatten. Denn der Transport der Güter darf auch während dieser Bewegung nicht behindert werden. Er muß auf Umwegen der großen Personenbe- roegung aus dem Weg fahren und dennoch pünktlich sein Ziel erreichen. So sehr bei einer solchen Bewegung alle Einzelheiten festgelegt werden, es kommen immer noch im letzten Augenblick Um- dispositionen in der Belegung der Quartiere, in den Abfahrtzeiten, in der Zahl der Züge vor. Es ge- hört eine außerordentliche Geschicklichkeit dazu, um solchen Veränderungen tm letzten Augenblick ohne Gefährdung des Betriebs Rechnung zu tragen. Man darf jedoch der Organisation der Reichsbahn und der Tüchtigkeit ihres Personals zutrauen, daß sie auch dieser Aufgabe in vollstem Maße gerecht werden wird und damit das ihre zum Gelingen dieses beut- scheu Volkstags beiträgt. Kinoö in aller Welt. Nach einer Zusammenstellung des Handelsamtes in Washington gab es im Jahre 1932 in der ganzen Welt 61 924 Kinos, von denen 36 955 Tonfilme zeigten. In Europa besitzt Nuftland die meisten Kinos. Die Lichtspicl-Theater haben dort in den letzten Jahren außerordentlich zugenommen, da die Sowjet-Negierung im Film das vorzüglichste Wittel für die politische Propaganda und die Erziehung erblickt. Nußland besaß 1932 27 570 Stätten für Filmdarbietungen, steht also in der Zahl der Kinos überhaupt an erster Stelle, denn die Ziffer für die Vereinigten Staaten wird mit 25 688 Lichtspielbühnen angegeben. Freilich find von diesen russischen Kinos nur 8539 ständige Theater in den Städten und 4719 ständige Einrichtungen in den Landbezirken; 13 438 Kinos find fahrende Unternehmungen, die durch die weiten Landgebiete Nußlands ziehen, wahrend 820 solcher fahrenden Lichtspiel-Theater in den Städten Vorstellungen geben. Allerdings ist die Ausrüstung mit Tonfilm-Apparaturen in Nuft- land noch nicht sehr fortgeschritten. Von den 25 688 Kinos in den Vereinigten Staaten sind 16 607 für den Tonfilm eingerichtet. Dieser Prozentsatz ist ist bedeutend größer als bei den europäischen Kinos. Don den 30 623 Lichtspicl-Theater n, die Europa 1932 besaß, waren nur 17 822 für Tonfilm eingerichtet Nach Nußland hat Deutschland die größte Zahl von Lichtspicl-Thea- tern, nämlich 5071; dann kommt England mit 4951 Kinos. Oie Schweine und die Autohupe. Ein amerikanischer Landwirt. James Middle» brookS, hatte in den letzten drei Jahren ein vortreffliches Nlittel gesunden, um seine Schweine, die in verschiedenen Teilen seines weiten VcsttztumeS weideten, zusammenzubringen. Wenn er alle zwei Wochen mit seinem Kraftwagen eine Inspektion über sein zahlreiches Borstenvieh abhielt, dann lieft er seine Autohupe laut ertönen, und schon strömten die Nüffeltiere aus den verschiedenen Nichtung^r zusammen. Als er kürzlich wieder einmal eine Besichtigung seines Schweine» Bestandes vornehmen wollte, so wird in der Neujorker Times erzählt, lieft er aber vergeblich feine Hupe ertönen. Eie klang hell und klar durch die Lust, aber kein Schwein kam aus den Waldern heraus. Immer wieder hupte der Landwirt, doch ohne Erfolg. Erst als et darüber nachdachte, wurde ihm klar, warum fein Nuf. der Hunderte Male erfolgreich gewesen war, diesmal versagte. Gr hatte sich nämlich die Woche vorher einen neuen Wagen angeschafft, unb die Hupe dieses Wagens klang anders als die des alten. Nachdem er sich aber seine alte Hupe aus Iacksonwille in Florida hatte kommen lasten, gehorchten die Schweine wieder willig dem Zauber der Tone und stellten sich auf das bekannte Signal vollzählig ein. Oie größte Blume. Die auf Sumatra wachfende Blume Rafflesia Arnold! ist bie größte zur Zeit bekannte Blume. Sie wurde von dem englischen Kolonialbeamten unb Naturforscher Stanford RaffleS zusammen mit bem Forschungsreisenden Dr. Arnold entdeckt unb daher nach ihnen benannt. Der Durchmesser ihrer Blüte beträgt einen Meter, ihr Gewicht ungefähr 5 Kg. Ihre 5 Blätter sind fleischrot gefärbt und mit gelben Flecken besetzt und da sie sehr dick sind, erwecken sie den Eindruck rohen Fleisches. In der Mitte ber Blume befindet sich ein Napf, der mehrere Liter Wasser fassen kann. Trotz ihrer großdn Abmessungen und leuchtenden Farben madjt sie auf den Beschauer einen sehr wenig einladenden (Ein- druck, um (o mehr, als sie einen sehr starken Verwesungsgeruch ausströmt. Durch ihren Geruch unb ihr fleischartiges Aussehen angelodt, sitzen auf ihr ständig große Schwärme von Aasfliegen, die für . die Bestäubung der Blume sorgen. Auch aus den andern Inseln des Malaiischen Archipels fommen diese und ähnliche Blumen vor, im ganzen kennt man auf dieser Inselgruppe sechs verwandte Arten. Alle sechs Arten sind Schmarotzerpflanzen unb wachsen auf ben Wurzeln verschiedener llrroalbge- wüchse. Dr. G. Schach-Ecke. Bearbeitet von Otto Benkner. Problem Nr. 349. Von I. Möller, Kopenhagen. Weiß 6 Steine: Khl; Dkl; Lg4; Lf8; Bc2, g5. Schwarz 3 Steine: Ke5; Bc6, g6. Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt. Problem Nr. 350. Von H. Vetter, Dresden. Weiß 6 Steine: Ka6; Tb2; Lc3; Sd5; Dg4; Bd2. Schwarz 4 Steine: Kel; Sa3; Sg3; Bf2. Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt. Partie Nr. 249. (Ein harter Kampf aus dem Turnier um die Meisterschaft von Deutschland in Lad Pyrmont 1933. Weiß: Dr. Höbt. Schwarz: (Earls. 1. e2—e4, c7—c5. (Sizilianisch! Eine Kampfervff- nung, bie große Anforderungen an beide Parteien stellt.) 2. Sgl—(3, d7—d6. (lieblicher ist 2 Sb8 —c6 bzw. e7—e6. Meister Carls beabsichtigt aber das Fianchetto des Königsläufers und öffnet daher zunächst dem Läufer c8 die Schräge nach h3.) 3. d2 —d4. (Die beste und schärfste Fortsetzung. Andere Spielweisen sind merklich schwächer.) 3. .... c5Xd4. 4. Sf3Xa4, Sg8—f6! (Weift drohte durch 5. c2—c4 seine Zentralsttllung zu befestigen! Nunmehr muß Weiß mit dem Zuge 5. Sbl—c3 den wichtigen c-Bauern verstellen. Eine andere Deckungsart urs e-Bauern ist abwegig, da Weiß hierbei zu sehr an Bewegungsfreiheit einbüßt.) 5. Sbl—c3 Sb8—c6. 6. Lfl—e2. (Das richtige Feld für den Läufer, der von hier aus einen etwaigen Angriff gut unterstützt.) 6. ..., g7—g6. (Dr. Lasker versuchte in Neuyork 1924 hier die interessante Spielweise 6. ..., e7—e6 nebst Lf8—e7 mit gutem Erfolg.) 7. Lei—e3, Lf8 —g7. 8. Sd4—b3. (Gegen den Befreiungszug 8. ..., d6—d5 gerichtet.) 8 0—0. 9. f2—14, Lc8—e6. 10. g2—g4. (Statt ber hier üblichen Rochade ein scharfer und sehr zweischneidiger Angriff gegen ben schwarzen Königsflügel. Die Parade ist für Schwarz nicht leicht und nur durch gutes und genaues Gegenspiel im Zentrum und auf bem Damenflügel möglich. Eine genaue Untersuchung biefer Spielweise steht noch aus.) 10. ..., Dd8—c8. 11. g4—g5, S16—d7. (Nicht 11. .... Sf6—g4 wegen 12. Le3—gl und 13. h2—h3.) 12. Ddl—d2, Sd7—b6. 13. Sc3—d5! (Verhindert 13 Sb6—c4. Auf 13 Lg7Xb2 folgt J4. Tal—bl, Lb2—g7. 15. Le3Xb6, a7Xb6. 16. Sd5Xb6 nebst Gewinn der Qualität.) 13. .., Dc8 —d8. 14. 0—0—0, Ta8—c8. 15. Kcl—bl, Sbß—a4. 16. Sb.3—d4, Sa4—c5. 17. Le2—f3, Le6Xd5. 18. e4Xd5, Sc6Xd4. 19. Le3Xd4. Lg7Xd4. 20. Dd2Xd4 (Das Problem des Königsfianchettos! Nach bem Abtausch des fianchettierten Läufers ist bie Königsstellung sehr schwach geworden.) 20. ..., Dd8—a5. 21. h2—h4! (Der Angriff beginnt von neuem. Allerdings nimmt ber routinierte Meister Carls feine Gegenchancen trefflich wahr.) 21. ..., Daö—a4. 22. c2—<4, b7—b5! 23. c4Xb5. Da4Xb5. 24. h4—h5, Db5—d7! (Auf 24 Sa4—c3 konnte folgen 25. h5Xg6, f7Xg6. 26. Lf3—g4, Sa4—c3+. 27. Kbl —al, Sc3Xdl. 28. Lg4—€6- usw.) 25. Tbl—gl, Dd7—f5+. 26. Kbl—al, Tc8-b8. 27. Tdl—d2! (Weiß droht Damengewinn durch 28. b2—b4 nebst Lf3—g4.) 27 Tb8—b6!! (Eine ausgezeichnete Parade! Auf 28. d>2—b4 folgt Tf8—b8, und Weiß kann wegen Matt den Springer c5 nicht schlagen. Gleichzeitig droht Damengewinn: 28. ..., Sc5—b34-*. 29. a2Xb3, Tb6—a6+ usw.) 29. Lf3—dl, Tf8—b8. 29. Ldl—c2, Df5—h3. 30. h5—h6, e7—e5. (Der einzige Zug 30. ..., 17—16 scheiterte an 31. g5Xl6, e7Xi6. 32. Dd4X(6 nebst Läuferopfer auf g6.) 30. f4Xe5, Tb6—b4. (Die weiße Dame muß von der Diagonale verdrängt werden.) 31. Dd4—f2?, Tb4 Xbü 32. Tgl—g3. (Falls Weiß hier mit Dk2—16 auf Matt spielt, so folgt überraschend 32. ..., Fb2 —bl+ und 33. Dh3—c3+ nebst Matt.) 32 Dh3—hl+. 33. Tg3—gl, Dhl—h3. Remis durch Zugwiederholung. Losung bes Problems Tlx. 347. Von F. Fränkel. 1. Lei—a5!, f3-f2. 2. De6-g4+, Ld3—e2. 3. Dg4—a4+ matt. 1 Ld3-e2. 2. De6-e3, Lf8-h6. 3. De3 —b3+ matt. 1 Ld3—e4. 2. De6—a6 usw. Lösung des Problems Nr. 348. Von W. Pauly. 1. Tc3—c2! usw. Aus der Schachwelt. Der Großdeutsche Schachbunb hat bie Deutschen Schachblätter (Verlag Hedewig, Leipzig) als alleiniges Bundesorgan anerkannt. Meister Richter (Berlin) wurde in die Schriftleitung berufen. Die Verbands- Zeitungen müssen verschwinden. In Nr. 14 des Bun- desorgans vom 15. Juli ist die Konstituierung des Groftdeutjchen Schachbundes in Bad Pyrmont erschöpfend behandelt. Srfjluftffanb des Turniers um die Meisterschaft von Dcutfchland in Lad Pyrmont: 1. Bogoljubow, 11 >2 Punkte (Meister von Deutschland); 2. Dr. R ö d l, 9J4 P.; 3 /4. Carls unb Kieninger.je 8KP.; 5.19. Helling, B. K o ch, K. Richter, Sä misch und Weißgerber, je 8 P.; 10. Ahues, 7% P.; 11/12. 91 e 11 ft a b unb Dr. Seitz, je 7 P.; 13/14. Brinrfmann unb von Holzhausen, je 5XA P.; 15. Sdjories, 5 P.; 16. Leonharbt, 4>4 P. Oie Narrenkappe. Splitter unb Sparren vom NebaktionStisch. Die Feile. Sehr populär war seinerzeit der Musikdirektor Wilhelm Wieprecht, der die preußische Militärmusik dadurch zu hohen Ehren brachte, daß er 1867 bei einer Konkurrenz sämtlicher europäischer Musikkapellen auf der Pariser Weltausstellung für die vereinigten Musikkorps der Franzer und des Zweiten Garderegiments den ersten Preis davontrug. Wieprecht war dafür bekannt, ungewöhnlich lange Proben zu halten, wodurch er seine Musiker, mit denen er die Werke „gewissenhaft ausfeilte", oft zur Verzweiflung brachte. Eines Morgens fand er zu Beginn der Probe auf feinem Pult eine Feile liegen, eine richtiggehende Schlofserfeile. Daneben prangte die Inschrift: Feile mit Eile! Das Schloß am Rhein. Zwirbel besichtigte ein altes Schloß am Rhein. Der Führer erklärte: „Das ste.ht noch so wie vor sechshundert Jahren. Da ist kein Stein verändert, nichts umgebaut worden, das ist alles ftreng historisch" „Hm", machte Zwirbel, „das muß derselbe Hauswirt fein, ben ich habe." (Lust. BL) SJl.-'fpoit Oeuischland siegt im Schwimmländer- rampf gegen Ungarn. Mit einem (glänzenden deutschen Siege endete im Budapester Kaiserbad der S ch m i m in - länderkarnpf zwischen Deutschland und Uiv 'garn, den beiden führenden Schwimm-Nationen in Europa. Diö deutschen Schwimmer wuchsen in den abschließenden drei Kämpfen in ihren Leistungen über sich selbst hinaus und kamen zu drei famosen öicgcii. Im l00 Meter-Rückenschwimmen wendete der Nürnberger Schulz schon bei 50 Meter mit knappem Vorsprung, und auf der zweiten Bahn halte er noch genügend Reserven, um seinen gefürchteten Gegner Bitskey in 1:14,4 glatt abzufertigen. Die Hoffnungen der Ungarn auf einen Sieg in der 4X200-Meter-Crawlstaffel wurden ebenfalls schnell zunichte gemacht, odjon der erste Deutsche, Richter- Gleiwitz, hielt sich gegen W a nnie II ganz ausgezeichnet und konnte fast gleichzeitig anschlagen. Schrader- Hildesheim schwamm dann in großartigem Stil einen Vorsprung von fünf Meter heraus, den sein Landsmanil W i l l e^ noch um drei Meter vergrößern konnte. Unser Schlußmann Deiters hatte von vornherein gewonnenes Spiel, er büßte gegen den schnellsten Ungarn Szekely nur drei Meter ein und stellte somit den deutschen Gesarntsieg bereits sicher. Im abschließenden Kunstspringen sahen die 7000 Zuschauer noch einmal glänzende Leistungen des Berliners V i e b a h n , der sich das Kunstspringen mit 157,30 Punkten vor dem Ungarn Hody mit 152,06 Punkten holte. 1. Kreis der OT. (Bezirk Hessen). Aus dem Turnverein Launsbach. Am vergangenen Sonntag führte der Verein auf feiner Sportplatzanlage feine Vereinswettkämpfe für alle Abteilungen durch. Nachmittags fand ein Geräte-Schauturnen mit Kinderbelustigung statt. Zur Vervollständigung des Programms trugen die Mannschaft non Lollar und die Einheimischen ein Handballspiel aus. Das Spiel endete mit einem 4:2-Siege Der Platzmannschaft. Es war ein scharfer Kampf, trotzdem fair, würdig den bisherigen Treffen der beiden Mannschaften sich anreihend. Die Ergebnisse: Aktiv-Vierkampf: 1. R. Schieferstein, 2. Sj. Winter, 3. Rud. Pfaff. Jugend- Kampf: 1. K. Bechthold, 2. E. Pfeiffer, 3. O. Schieferstein. Schüler-I-Kampf: 1. L). Rollshausen, 2. W. Reinhardt, 3. H- Bechthold. Schüler-II-kampf: 1. H- Hartmann, 2. Karl Will, 3. E. Schieferstein. Schülerinnen I: 1. E. Pfeiffer, 2. H- Volk, 3. A. Winter und L. Seibert. Schülerinnen II: 1. A. Bechthold, 2. A. Debus, 3. K. Pfaff. Fünf-Kampf: 1. H- Winter, 2. A. Stroh, 3. R. Schieferstein. Der zuletzt ausgetragene Kampf interessierte am meisten, da er erstmals zum Austrag kam. Zubiläums-Keit- und Zahrturnier in Langen. Gelegentlich des 50jährigen Stadtjubiläums, das die Stadt Langen am kommenden Sonntag, 20. August, gleichzeitig mit dem Hessen- und Hessen- Nassauischen B a u e r n t a g feiert, findet ein großes ländliches Reit- und Fahrturnier unter Mitwirkung der Hessischen Landespolizei statt. Die Vorprüfungen für dieses Turnen bzw. die Wettkämpfe der Reitabteilungen werden bereits am Samstagnachmittag auf dem großen Festplatz am Bahnhof Langen ausgetragen. Hieran beteiligen sich die Reitergruppen Dietzenbach, Heusenstamm, Sprendlingen, Eberstadt, Griesheim, Neu-Isenburg und Arheilgen. Es werden in den beteiligten Reitergruppen scharfe Kämpfe sowohl bei den Anfänger- wie bei den Vorgeschrittenen Abteilungen aus- getragen. Die Schiedsrichter, Polizeihauptmann Spatz, Pol.-Hauptmann a. D. Rettig, Gutsbesitzer Bundschuh- Lengfeld und Gutspächter Fritsch- Dilshofen werden bei der starken Konkurrenz schwierige Entscheidungen zu treffen haben. Das Turnier wird am Sonntag, anschließend an die offizielle Kundgebung, fortgesetzt. Die Leitung haben die Herren Rettig- Darmstadt, Weber- Darmstadt und B ü n z - Weiterstadt. Es beginnt mit dem Aufmarsch der Reitabteilungen und einem Vorbeimarsch an den Ehrengästen im Galopp und im Trab. Dann folgt die Verteilung der Preisschleifen an die einzelnen Sieger. Anschließend findet ein Jagdspringen der ländlichen Reiter statt. Hierauf zeigt die hessische Landespolizei eine Schau- nummer, und zwar das Exerzieren eines berittenen Zuges unter dem Kommando von Hauptmann Spatz. Dann folgt ein Patrouillenspringen für ländliche Reiter und ein Jagdspringen für Offiziere und Mannschaften der hessischen Landespolizei. Die Reitergruppe Griesheim wird eine Reiterquadrille mit Musikbegleitung zur Vorführung bringen. Hierauf folgt ein Schaufahren im Kutschwagen ein- und zweispännig und eine Eignungsprüfung für Ackerwagen. Es fei noch bemerkt, daß mit dieser Bauerntagung auch ein Kleinkaliberschießen verbunden ist, in dem die Bundesmeisterschaft ausgetragen wird. Es findet am Sonntagvormittag statt auf den Schießftänden der KKS.-Gruppe Längen. Die Leitung liegt in den Händen der Herren General Freiherr von R e c u m - Götzenhain und des Ortsführers der Schießgruppe Gemeinderat Müller- Langen. F. W. LeLchLaihleiikkampfDeuischland-England In jedem Jahre bilden die Länderkämpfe der Deutschen Sportbehörde den eigentlichen Abschluß der Saison. Zu den ständigen Begegnungen mit Frankreich und der Schweiz kommt alle zwei Jahre ein Treffen gegen England, das diesmal in London durchgeführt wird. Die deutschen Leichtathleten können mit Stolz auf eine ununterbrochene Siegesferie zurückblicken, wie sie keine andere Sportart in Deutschland aufzuweisen hat. Auch den kommenden drei Länderkämpfen können wir mit größter Zuversicht entgegensehen. Die Leistungen bei den deutschen Meisterschaften haben den Beweis erbracht, daß Deutschland keinen der nächsten Gegner zu fürchten hat. Gegen England reichte es bisher zweimal zum Siege, und zwar in den Jahren 1929 und 1931. Das Londoner White City-Stadion ist am Samstag der Schauplatz des dritten Länderkampfes. Beide Nationen haben ihre Mannschaften bereits ausgestellt und bieten ihre besten Kräfte auf. Bei den Deutschen fehlt von den Spitzenkönnern nur Ionath, der verletzt ist. Die Engländer, die erst vor kurzem über Frankreich einen überlegenen Sieg feierten, haben alle Anstrengungen gemacht, um endlich die Vorherrschaft in Europa den Deutschen abzunehmen. Ob ihnen das gelingen wird, erscheint fraglich. Ein klares Uebergewicht haben die Angel- fachjen in den mittleren Strecken, dagegen sind sie in den kurzen Läufen und vor allem in den technischen Hebungen den deutschen Athleten kaum gewachsen. Die Aufstellungen der beiden Länder lauten: D e li t s ch l a n d : 100 Hards: Borchmeyer, Hen- drix: 220 Hards: Borchmeyer, Schein: 440 Hards: Voigt, Metzner: 880 Hards: König, Paul: 1 Meile: Kaufmann, Würker, 3 Meilen: Syring, Gebhardt: 120 Hards Hürden: Wegener, Welscher: Hochsprung: Wcinkaß, Martens: Weitsprung: Song, Leichum: Stabhochsprung: Wegner, Scholz: Kugelstoßen: Sievert, Hirschfeld: Diskuswerfen: Sievert, Hirschfeld: Olympische Staffel: Nottbrock (400), Schein, Hendrix (je 200), Mertens (800) Meter. England: 100 Hards: Davis, Saunders: 220 Hards: Davis, Reid: 440 Hards: Rathbone, Wolff: 880 Hards: Gutteridge, Barnes: 1 Meile: Ridell, Thomas; 3 Meilen: Evenson, Habey: 120 Hards Oas Los zu einer Mar. willst Du, daß ein Arbeitsloser wieder eine Stunde Arbeit hat ... dann nimm ein Arbeitsbeschaffungslos — um eine Mark — überall erhältlich' Hürden: Finlay, Horper: Hochsprung: Bradbrooke, West: Weitsprung: Duncan, Pallett: Stabhochsprung: Philipson, Webster: Kugelstoßen: Howland, Reeves: Diskuswerfen: Bell, Pridie: Olympische Staffel: Powell (400), Engelhart, Reid (je 200), Wolff (800) Meter. Kurze Sporinoiizen. Bei den Rad-Weltmeisterschaften in Paris wurden am Sonntag die Titel der Straßenfahrer vergeben. Bei den Amateuren siegte der Schweizer Egli, der für die 125 Km. lange Strecke 3:21:48 Stunden benötigte. Zweiter wurde fein Landsmann Stettler vor Lowagie-Belgien, Schneider-Luxemburg und dem deutschen Meister Scheller, der 3:24:24 gebrauchte. Stach und Händel-Deutschland kamen auf den 9. bzw. 15. Platz. Bei den Berufsfahrern siegte der Franzose Speicher in 7:08:55 Stunden (250 Km.) vor A. Magne und Valentyn. Der Schweinfurter Geyer kam in 7:19:48,8 auf den 10. Platz. Wirtschaft. Kein Schulden- und Zinsennachlaß. Das Reichswirtschaftsministerium teilt mit: Wie aus mehrfachen Zuschriften von Kreditinstituten zu entnehmen ist, haben neuerdings in einzelnen Fällen Schuldner die Rückzahlung der ihnen gewährten Kredite, oder die Entrichtung der Zinsen für diese Kredite mit der Begründung ab- gclehnt, es seien seitens der Reichsregierung gesetzliche Maßnahmen über einen allgemeinen Schuldenerlaß oder einen Rachlah von Zinsen zu erwarten. Eine solche Erwartung entbehrt jeder Grundlage. Die zum Gegenstand berechtigter Klagen gemachte Haltung einzelner Schuldner ist nur geeignet, die allgemeine Kriditsicherheit zu erschüttern und den von allen Seiten erstrebten Wiederaufbau der Wirtschaft ernstlich zu gefährden. Das Zugabe-Berboi. Entgegen anderslautenden Rachrichten weist das Reichswirtschaftsministerium im Einvernehmen mit der Reichskanzlei ausdrücklich darauf hin, daß das Gesetz über das Zugabewesen vom 12. Mai 1933 zu dem darin bestimmten Zeitpunkt, das ist der 1. September 1933, unverändert in Kraft tritt. Das Reichswirtschaftsministerium hat es daher begrüßt, daß das in der Arbeiis.ront stehende Amt für wirtschaftspolitische Fragen des Gesamtverbandes der deutschen Arbeiter sich durch die Versendung von Fragebogen um die Feststellung und Unterbringung der durch das Gesetz etwa arbeitslos werdenden Arbeitnehmer bemüht hat, und legt Wert darauf, daß diese Maßnahmen von den Arbeitgebern und Arbeitnehmern unterstützt wird. Die Umstellung der Betriebe aus neue Aufträge und damit die dauernde Beschäftigung der Arbeitnehmer muß im Hinblick auf- das unmittelbar bevorstehende Inkrafttreten des Gesetzes beschleunigt werden. Oie Marktlage für Labakwaren im Juli. Nach den Erhebungen des Reichsverbandes der Handelsvertreter des Tabakgewerbes (RHT.), Fachverbandes des Zentraloerbandes deutscher Handelsvertreter-Vereine, hat das Geschäft mit Tabakwaren im Juli einen ruhiaen Verlauf genommen. Für Zigarren war der Auftragseingang größer als im Juni, was nicht in erster Linie auf ein Anziehen des Absatzes im Einzelhandel zurückzuführen ist, sondern auf das beginnende Weihnachtsgeschäft. Aus der gesetzlichen Beschränkung der Verwendung van Maschinen bei der Zigarrenherstellung erhofft man sich im Gewerbe ein Nachlassen des unnatürlichen Preisdrucks van Teilen der Industrie. In verschiedenen Bezirken ist es gelungen, die Preisschleuderei mit Rauchtabak im Einzelhandel zu beseitigen, das hat in der Händlerschaft eine fühlbare Beruhigung geschaffen. Mit Rücksicht auf die Beseitigung der Preisschleuderei ist vorn Handel beim Einkauf von Rauchtabak Zurückhaltung geübt worden, man will abwarten, wie sich das Geschäft entwickelt und die Läger etwas raumen. Im Geschäft mit Zigaretten haben sich keine wesentlichen Veränderungen gezeigt. Aus einzelnen Bezirken wird von einem weiteren Vordringen der 2>--Pfennig-Ziga- rette berichtet. * Vereinigte ©lang ft off - Fabriken - A G., Wuppertal-Elberfeld. Wie von der Verwaltung der Vereinigte Glanzstoff- Fabriken-AG., Wuppertal-Elberfeld, bestätigt wird, besteht die Absicht, das seit einiger Zeit stilliegende Werk Elsterberg wieder in Betrieb zu nehmen. In welchem älmsange Arbeiter wieder eingestellt werden können, steht im Augenblick noch nicht fest. Frankfurt sehr still. Frankfurt a. M., 16. Aug. Die Abendbörse blieb wiederum nahezu geschäftslos, wenn auch die Stimmung nicht unfreundlich war. Infolge der außerordentlich schlechten Publikums- beteiligung konnten sich die günstigen Rachrichten aus der Wirtschaft, wie neuerdings die Belebung in der Maschinenindustrie, die lebhaftere Bau- i tätigfeit und die stetige Aufwärtsentwicklung beim Roheisenverband nicht auswirken. Bei Beginn der Börse lagen 2G.-Farben 0,13 Prozent niedriger, während Aku und Phönix gegenüber dem Berliner Schluß um je 0,25 Proz. anzogen. Im Verlaufe kamen Mannesmann 1,25 Proz. über Berlin zur Rotiz, ferner konnten sich am Einheitsmarkt Dyckerhoff & Widmann um 1,25 Prozent auf 12,5 befestigen, und auch IG.-Farben waren auf Berliner Schlußniveau erholt. Der Renlenmarkt lag leblos, Reubesitz blieben zu 10,80 unverändert, Altbesitz und späte Schuld- ’ buchforderungen zeigten mit 77,13 bzw. 79,38 keine wesentlichen Abweichungen, Stahlverein-Bonds 0,5 Prozent niedriger, äl. a. notierten: 6 Proz. Stahlbonds 59,88, Reichsbank 148,75. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 16. Aug. Bei fast völliger Stagnation und immer noch recht starkem Angebot blieben die Getreidepreise etwa gehalten, während die für Mühlennachprodukte und Mehle weiter absanken. Es notierte (Getreide je Tonne, alles übrige je Doppelzentner) in Mark: Weizen 188,50, Roggen 152,50, Sommergerste für Brauzwecke 177,50 bis 180, Hafer (alt) 147,50 bis ,150, Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 27,50 bis 28,75, do. ohne Austauschweizen 26,50 bis 27,75, Roggenmehl 0- bis 60prozentige Ausmahlung 22,50, do. südd. Spez. 0 22,75, Weizenkleie 7,40 bis 7,50, Roggenkleie 7,80. — Tendenz: ruhig. Eewinnauszug 5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 6. Ziehungstag 15. August 1933 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 6 Gewinne zu 10000 M. 141891 10 Gewinne zu 5000 M. 185887 335362 359043 36 Gewinn» zu 3000 M. 23351 72578 79524 80705 80266 145824 163434 170550 196737 318994 350503 368567 269191 234728 34736 102382 205158 272484 252192 52476 119232 218303 60 Gewinne zu 2000 M. 9158 13135 16504 36259 60240 63419 109802 111485 129013 133364 156530 158118 176592 179272 196590 199306 226158 246407 259705 264371 279359 284030 303765 316601 322244 346284 356830 361395 382213 387302 120 Gewinne zu 1000 M. 5772 6338 8182 15079 17181 22635 24209 31863 54644 56240 60349 64533 80849 93863 102801 110069 116090 128133 130980 134344 135922 142736 145891 152806 153101 153525 159684 189581 195886 196155 201145 205309 220921 233017 233074 235100 237889 237899 250342 252004 261849 268407 276822 278996 280132 282841 284428 301942 305307 310995 311619 314324 339118 346503 360090 374364 376413 391048 392940 105016 113206 140002 163275 197458 222152 242184 253437 263984 294661 310398 336917 360957 92877 106216 120257 141129 166471 199288 223114 244263 254458 264186 297479 311633 347559 363565 93245 109442 120810 148503 182540 200521 228412 245079 256232 266314 304387 316305 350761 365393 94168 111162 123000 151160 187630 208903 228744 245815 256743 267079 304809 322849 350964 101876 112778 128382 156463 188805 219546 230170 248066 261818 268810 306437 331858 351400 47181 90916 104085 112839 139910 160706 189413 222142 232361 251094 262525 282370 308290 334537 360214 198 Gewinne zu 500 M. 2072 10620 11062 11839 24672 29252 29604 30313 33498 38329 54867 59922 69362 72833 76458 80423 92324 ----- ----- ----- ------ 8n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinne zu 25000 M. 4 Gewinne zu 10000 M. 12 Gewinne ju 5000 Dk. 322101 350993 377231 265510 61990 64380 120158 129465 278342 167684 221868 277698 325185 374730 172118 228867 280344 329481 375080 142243 177131 207804 235411 259693 272408 293115 320223 352593 397040 120203 146408 195997 208505 240606 267016 273462 300612 327248 362325 129576 188380 254684 290133 337989 380794 133606 147351 197337 215595 245998 267665 276241 306122 329000 377086 137621 280685 336715 138515 166706 200552 231898 253364 271470 289516 318458 350991 392838 150322 392101 18175 32025 100559 143471 213623 274747 303520 353804 394305 13921 26637 51355 83990 135148 148014 197707 218524 247539 268024 278207 311854 332142 377423 184035 235749 282688 335826 379971 136707 163132 199090 225546 250016 268262 284173 316752 340394 391853 263215 267201 „ ---------- 558713365 17506 28008 31157 61087 66414 96026 103377 121659 ------ 142681 144465 174413 207077 214397 298431 306788 317572 320920 324486 362815 374663 388457 399508 14 Gewinne zu 3000 M. 300074 309591 322898 54 Gewinn» zu 2000 M. 110 Gewinne zu 1000 M. 2468 3259 3528 20470 24955 26929 27161 31706 31836 38679 49368 60339 66746 83274 84871 96092 106670 116176 121820 ------ ------ 132797 193442 273088 301640 353317 _____ vmwj381259 1 76 Gewinne zu 500 M. 2432 “3693 6075 16352 16911 19269 22053 23096 26396 32803 36857 40710 41634 44688 47769 55935 64463 76846 77757 79579 82920 89226 111618 113097 ------ ------ Im Gcwinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 50U000 und 100 Prämien zu je 3000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 10 zu je 50000, 28 zu je 25000, 160 zu je 10000, 402 zu je 5000, 768 zu je 3000, 2318 zu je 2000, 4640 zu je 1000, 7682 zu je 500, 23264 zu je 400 M. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzi beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H. Lombardzinsfuß 5 v H. Fransturi a. UL Berlin Schlußkurs Echlußk. Abendbörse Echltch- kurs Schluß!. Mittag- börie 'Oatum 15.8 16.8 15.8 16.8. 6% Deutsche Reichsonleihe v. 1927 84 84 84 83,5 •>°o ehem.7% Tl.Reichsanl.v. 1929 99,75 99,2 100 99,4 ■r>''2uo Voung-Anleihe von 1930 .. 84,9 84,13 84,5 84,25 Deutsche Anl-Ablos.-Schulii mit '?liuloi.--i)ied)ten ............. 77.25 . 77,13 77,25 77,4 De?gl. ohne Anslol.-Rechle .... 10.85 10,8 10,85 10,8 6% ehcm.8% Hess. Bollsstaat 1929 «rückzahlb. 102%)........ 74.25 74 74.9 74,5 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12........... 81.25 81,25 81,25 81,25 5Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ligui......... 84 84 Lberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlvj.-Rechten ............. _ 67,5 Deutsche komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mitAuSlvs.-Rechten 70,25 69,75 70 70 G'.'o ehern. «% Frank,'. Hyp.-Bank Golvpfe. 15 unkündbar bis 1935 81,9 82 6% eliem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldvse. 16 unkündbar bis 1936 81,65 81,75 5ehern. ■!Franks. Hyp.» Bank-Liqn.-Pfandbriefe....... 85,3 85,13 _ 6/2'0 ehern. 4!;% Rheinische Hyp.-Bank°Ligu.-Goldpse..... 85,9 86,75 — _ 6°„ ehern. 8% Br. Landespfand- briesanstalk, Psandbriese R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landespsand^ hriesanslall, Pfandbriefe R. 10 82,5 82,75 _ 82,75 83 83 83 Cteuergutsch. Verrechnungskurs. 86,13 86,25 86,13 86,13 4% Oesterreichische Golbrenie.... 11,5 11,5 _ 4,20% Lesterreichische Silberrente — — _ 4% Ungarische Goldrenie....... 4,25 4,13 4,3 4,25 •i"„ Ungarische Staalsieulev. 1910 4 4 4,25 41 oe-gl. von 1913.......... — 4,7 4,5 b"'„ abgest. Goldmerikancr von 99 6,75 6 6,75 — 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdaobahn-Anleihe Serie l..................... 4,9 4,9 5 5 4,85 — 4,9 — Oalirni 4°o desgl. Serie II ............. 5% Numan, vereinh. Rente v. 1903 4,/2%8iumiin.Dereinf).tHenteD.1913 •1% Mumäiiifdie vereinh. Rente .. 2)4% Anatolier............... Hainburg-Amerika-Pakei .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa-Dnmpfschiff...........o Nvrddeuljcher Lloyd ......... 0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Ban! und Dtsconto- Gesellschaft................ o Dresdner Ban!.............. o Rcichsban! ................ 12 A.E.G...................... 0 Bekula...................... Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Straft ............. g Felten L Guilleaume.........0 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Gleltrijüäl ........5 Schultert L Co............... 5 Siemens 6 Halske............ 7 LahmcyerLCu............. 10 Buderus ................... 0 Deutsche Erdöl .............. 4 Gelsenkirchener..............0 Harpener................... 0 Hocsch Eisen—Küln-Neuejscn .. 0 Ilse Bergbau ............... 6 Ihe Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke ............... 0 Mannesman n-Röhren........0 Frankfurt a.’JJl. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börse Schluß, kurs Schlußk. Ulitlag. böric 15-8 16-8 15.8- 16-8. 5 4,85 5 4,95 —— -- — 3 — — — 2,9 2,4 — 2,4 23 65 23,25 22,65 23,25 11,25 10,9 11,4 10,9 — —— — — - 18 _ 12,5 12 12,5 12 44,5 44,75 44,25 43,13 84.75 84,5 85,25 85 48 48 48,25 48,25 52,5 52,5 52,5 52,5 44,65 44,6 44,65 44,5 150 148,75 150,25 148,13 20,25 19,75 20,25 20 108,25 107,75 108,13 107,75 83.75 — 84 83,25 96 96 96,5 96,25 47 46,5 46,5 46,65 80 80,25 80,25 80 — 82 81 82,5 97,5 98 98 97 153,5 153 153 153 124,5 123,5 124,25 123,13 68,5 67,75 105,4 105 106 105 56 56 56 56 89 89,5 89 89,13 60 59,5 — 133 - 133 101,25 102,75 101 103 53 53 53,13 53 57,25 57 57,4 55,75 ■> Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schluß, kurs Schluß». Mittag- börse Datum 15-8. 16-8. 15.8 16.8- Mnnsfelder Bergbau....... .. 0 24,75 24,65 24 24 Ävkswerke................ .. c — —— 76,75 76 Phonir Bergbau........... .. 0 35,5 36 35,25 35,75 Rheinische Braunkohlen .... . 10 195 — 195.25 192 Rheinslayl ................ .. 0 85,75 85,5 85,5 85,25 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 34,75 34,75 34,25 34,75 Ltavi Minen ............. .. 0 12,25 12,5 12,5 — Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 121 121,5 121,5 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 125,75 125,5 125,75 124 Kaliwerke Salzdetfurth..... iy. 170 168 3. G. Farben Industrie..... 131,5 130,9 132 130,9 Scheideanstalt............. .. 9 172,5 172,75 — —— Goldschmidt .............. .. 0 46.5 46,4 46,5 46,5 Rütgerswcrle ............. .. 0 56,5 55 56,65 55 Melallgesellschast........... .. 0 51 — 50,65 51 Philipp Holzmann......... .. 0 48,25 47,5 - 47 Zementwerk Heidelberg .... .. 0 80.5 81,5 - - Zementwerk Karlstadt....... .. 0 - - - - Schultheis Pakenhofer ..... .. 0 — — 104,5 105 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 27,75 26 27,5 25,75 Bemberg................. Zellstoff Waldhof.......... .. 0 46,5 46 47 46,25 .. 0 40 39,5 - 39,5 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 21 21,4 21,75 Dessauer Gas ............. .. 7 — — 110,5 110,5 Daimler Motoren.......... .. 0 28 27,25 27,5 27 Teutjche Linoleum......... .. 0 41,5 41,25 41,5 40 Orcnstein & Koppel ........ .. 0 — — 31,25 Leonhard Tietz............ .. 0 14 14 14 15 Chade.................... ..10 154 149 150 148,5 Accumulatoren-Fabrik...... .. 0 167 167 166 167 Conti-Gummi............. .. 0 155,25 153,75 154,9 154 Gritzner.................. .. 0 20 20 20,5 21 Mainkrastwerke Höchst a.M.. .. 4 58,25 57,25 - — Süddeutscher Zucker....... .. L 155,25 154,25 — 150 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 15.August 16.August Amtliche Geld Notierung Brie' Amtliche Geld Dotierung 1 Brie' HelsingforS.. 6,144 6,156 6,134 6,146 Wien....... 47,45 47,55 47,45 47,55 Prag....... 12,42 12,44 12,42 12,44 Budapest ... — — — Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,68 170,02 169,68 170,02 Lslo....... 69,98 70,12 69,83 69.97 Kopenhagen. 62,06 62,18 61,89 62,01 Stockholm... 71,68 71,82 71,48 71,62 London ..... 13,885 13,925 13,845 13,835 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyork.... 3.147 3,153 3,137 3,143 Brüssel..... 58,58 58,70 58,58 58,70 Italien..... 22,09 22,13 22,11 22,15 Paris ...... 16,445 16,485 16,44 16,48 Schweiz .... 81,09 81,25 81,07 81.23 Spanien.... 35,12 35,20 35,06 35,14 Danzig..... 81,67 81,83 81,67 81,83 Japan...... 0,836 0,838 0,829 0,831 Rio de Ian. . 0,244 0,246 0.244 0,246 Jugoslawien. Lissabon.... 5,195 5,205 5,195 5,205 12,67 _ 12,69 Zanknolen 12,66 12,68 Berlin, 16.August Geld Bries " Amerikanische Roten.............. 3,09 3,11 Belgische Roten.................. 58,42 58,66 Dänische Roten ................. 61,63 61,87 Englische Roten ................. 13,805 13,865 Französische Roten............... 16,40 16,46 Holländische Roten............... 169,26 169,94 Italienische Roten................ 21,99 22,07 Norwegische Noten .............. 69.66 69,94 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... — _ Schwedische Noten............... 71,31 71,59 Schweizer Noten................. 80,89 81,21 Spanische Noten................. 34,93 35,07 Ungarische Noten................