18.75. Avid- >7 iS 17 6 .5 !> 74 Ü 16 4 13 oföorf. ionnlag |anb ergeuet- ar, üttbun- rfigtn Wehr, allen Teilen portplah am ' )en tadellos ohne Veräle ibcnfo großes Zuschauern, chule an der eiligteil einer irüdl wurde, den Ort bot n-Aei. 20:20, 21.9, - ©roh 3 c t nb t • >ff 24:26. 45,55 12.71 3,053 169,92 72.37 63,56 73.32 14,275 0,157 3,624 58,86 21.« 16.« BI.« 36.4 82.« 0.671 0.2" 5.2g 12.« t.N__— 900. 131 zweite Aßlarer ngtn. Der “Wleule einen ft Hann, gehend bie icnannt). 21:16, 21-18.21:8, bemann ' ®ro6 bot) 18:21 Heyer- M.11 Ä 169-g LÄ 73« «•ff 36,01 234 ,45 ,69 047 1,56 !,2| I.t». I.H 235 ,853 ,616 >,7< 1,6« 5,5 I.« 5,06 2,32 ,869 ,239 19$ 2.57 tagten dann I des Kreis- Der stellver- 3iebcr, und ;fo wie der irtc an die i)t ging Herdes Kreise- ch die grob* :n 'Srarwtcr« .verband von > Wehren mit Wehren lei- 5 Srohseuern, mb 4 Wald- wies günftigc n Mitgliedern Krosdors für ibcr, 3. El- Dender IL. t D.Deed. en und D. der Kassierer 6in Dortrag tr Wertswehr [en praktische" mg. gc Seiet statt. )fr Ärofborfct Mungiuoc" e* twfenben mit t.Dcsfel-Licd ■" ^nötigt men. v lluh[ 8'(° ftn. i 'itoeitna! i.?- 1885 -.1885 Sie, "»k ' von Nr. 1'4 Erster Blatt 185. Jahrgang Mittwoch, 17. Mai (933 Erlchetnt tägltd), äuget Sonntag» und Feiertag» Beilagen: Die Illustriert» (Bußener FamilienblLtter Heimat im Bild Die Scholle monats Beiugsprels: Tiit 4 Beilagen MM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. $ernfpred)an|d)lüfle unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger liegen. Postscheckkonto: gronlfurt am Main 11686. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen vn'ck und Verlag: vrühl'sche UniverfikäkZ'Vuch' und Stcinörudcrel R. Lange in Sieben. Schristleitung und Gefchäftrftelle: Schullttabe 7. Annahme oon Anzeigen für die Tageonummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, ausmart» 10 Reichspfennig: für Re- klameanteigen von 70 mm Brette 35 Neich»pfennig, Platzvorschrift 20", mehr. Chefredakteur. Dr. Jyriebr. Wtlh. Lange. Berantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Or H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfür denAn- zeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in (fließen. Oie Neuorganisation der deutschen Nationalwirtschaft Oie künftigen Aufgaben des Industrie- und Handelstages. Berlin, 16. Mai. (WTB.) Der neue Präfi- bent dcS Industrie- und Handelstages Dr. von R e n t c l n umritz vor Pressevertretern den Auf- gabenkreiS des neuen Präsidium-. Der Präsident betonte, datz eS feine vornehmste Pflicht fein werde, durch enge Zusammenarbeit eine ^Bereinigung von Kammern und Verbänden unter einheitlicher Führung au erzielen Eine solche Neuordnung bringt selbstverständlich eine starke Vereinfachung und finanzielle Ent - laftung der Angehörigen der erfaßten Wirt- schufISgruppen mit sich Nunmehr (oll eine feft- gefügte ständische Gliederung vorbereitet werden Durch eine weitgehende Selbstverwaltung wird ein Ausgleich der Interessengegensätze innerhalb der Stände erzielt werden können. Auch regional wird man die ständische Gliederung straffer gestalten müssen und schon in der nächsten Zeit dazu übergehen, Wirtschaftsprovinzen zu schaffen, innerhalb deren die Verbände und Kammern zu- sammengefchloffen werden. Die Folge davon wird jein, datz die Erfüllung des nationalsozialisti- jchen Wirtschaftsprinzips hier zum erstenmal in aller Schärfe und Reinheit gelungen ist Dem nationalsozialistischen Führerpripzip folgend liegt bei mir die Befehlsgewalt, und ich werde die Neuordnung der Dinge von mir auS vornehmen Eine Selbstverständlichkeit ist eS, datz ich mich hierbei aller vorhandenen aufbau- willigen Kräfte bedienen und auf dem Boden des historisch Gewordenen Weiterarbeiten werde. Heute ist nichts so notwendig wie jener neue Typ des Wirtschaftlers, der aus einem organischen Denken heraus zur schöpferischen Neugestaltung befähigt ist. Eine Wirtschastsbelebung kann nur ersolgen von innen heraus, nämlich durch die Wirtschaftsträger. Hand in Hand damit mutz auch eine Beruhigung der Wirtschaft gehen. Leider konnte die Beobachtung gemacht werden, datz dunkle Elemente hier und da den Versuch unternehmen, gutgläubige Kreise zu mitz- brauchcn, um die Wirtschastsruhe zu stören. In den Dienststellen der NSDAP- wie der Negierung wird man sich in Zukunst diese unverantwortlichen Gerüchtemacher daraufhin genau ansehen. Oie Sicherung des Arbeitssriedens. Berlin, 16. Mai. (WTB.) Der Reichskommissar für die Wirtschaft. Dr. Wagener, und der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, haben sämtliche Bezirke der Landesarbeitsämter mit Partei- genossen als Bezirksleiler besetzt. Für den Bezirk Hessen, mit dem Sitz Frankfurt a. M., wurde als Vertreter der Wirtschaft der Pg. Dr. Braun, für die Deutsche Arbeitsfront der Pg. Wilhelm D e ck e r zu Bezirksleitcrn ernannt. Die Bezirksleiter der Wirtschaft und der Arbeit sind in ihren Gebieten allein verantwortlich für den Wirt- schaf tsfrieden und für den Aufbau. Sie ordnen die Tarifverhältnisse, sie wachen über den Arbeitsschutz und über das Arbeitsrecht, über die sozialen Maßnahmen, sie verhindern mit allen Mitteln wirtschaftliche Sabotage, sie allein sind für den reibungslosen Aufbau der deutschen Arbeit verantwort- lich. Gleichzeitig geben Dr. Wagener und Dr. Ley bekannt, daß auf die Dauer oon acht Wochen ein Wassensti11stand für alle deutschen Arbeitsmenschen der Stirn und der Faust geschlossen wurde bis der ständische Aufbau der organisch gegliederten Wirtschaft durchgeführt ist. Preisbildung und Kaufkraft. Berlin, 16. Mai. (WTB.-Fernspruch.) Der Reichskommissar für Preisüberwachung und der Reichskommissar für die Wirtschaft geben bekannt: Der Weg zur Besserung der Wirtschaftslage kann auf den Gebieten der lebenswichtigen Gegenstände und Leitungen des täglichen Bedarfes nicht mit einer Preiskonjunktur, sondern mutz mit einer M e n g e n k o n j u n k t u r beginnen. Erst hiernach kann eine Preiskonjunktur folgen. Eine vorweggenommene, etwa durch wirtschaftliche oder politische Machtstellungen künstlich errungene Preiskonjunktur mutz zusammenbrechen, wenn sie auf einen Markt trifft, beffen Kaufkraft nicht vorher durch produktive Mehrarbeit entsprechend der Preissteigerung gehoben ist. Echte neue Kaufkraft kann nur durch Beschaffung von Gegenwerten durch nutz- l i d) e Arbeit erzeugt werden Der Wunsch der einzelnen Wirtschaftsgruppen, aus der heute vielfach unlohnenden Preisbildung heraus- zukommen, ist wohl zu verstehen. In der Vorstellung eines gerechten Ausgleiches von L et - stung, Lohn und Gewinn sieht die Reichs- regierung ebenso wie in der A r b e i t s b e f d) a f • una Ihre vornehmste Ausgabe. Sie verlangt von cbem Deutschen in dieser Zeit des Wirtschaftsan. lauses das grötzte Matz von Selbftbescheidung, Selbstzucht und Opfersinn. Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Der Reichskommissar für die Wirtschaft gez. Dr. Wagener. Der Reichskommissar für Preisüberwachung gez. I. A.: o o n B a l tz. Das Gesetz zumSchutz desEinzethandels. Das Geleh zum Schutz des Einzelhandels wird nunmehr im Ncichsgesetzblatt veröffentlicht. ES bestimmt u. a., datz das Verbot der Errichtung, Erweiterung und Verlegung von Einheitspreisgeschäften unbefristet gilt. Verkaufsstellen, in denen Waren zum Verkauf feilgehalten werden, dürfen in der Zeit bis 1. November 1933 nicht errichtet werden. Als Errichtung gilt es nicht, wenn eine Verkaufsstelle unter Ausgabe der bisherigen Verkaufsräume innerhalb desselben GemeindebczirkS in andere Verkaufsräume verlegt wird. Der Errichtung werden gleichgestellt: die Erweiterung einer Verkaufsstelle durch bisher nicht dazu benutzte Verkaufsräume, sofern diese mehr als den zehnten Teil dcS beim Inkrasttreten des Gesetzes vorhandenen Verkaufsraumes ausmachen: die Tlebernahme einer Verkaufsstelle durch ein mehrere Verkaufsstellen betreibendes Unternehmen: die Uebernahme der Verkaussstelle durch eine andere Person, sofern mit der Uebernahme eine Aendernng der Betriebsart, insbesondere die Umwandlung in ein Warenhaus, oder in ein anderes durch die besondere Art der Preisstellung gekennzeichnetes Geschäft verbunden ist- eine Aenderung in der Bezeichnung der Verkaufsstelle Preisstellung oder auf den Bezug der Waren von einem bestimmten Cin'.aufsunlernchmcn hingewie- sen wird, die Ausdehnung des Verkaufs auf Lebens- und Gcnutzmittel in Verkaufsstellen, in denen ausschließlich oder überwiegend andere Waren zum Verkauf seilgehalten werden. Selbständige Handwerksbetriebe bürten in dem Betrieb eineS Warenhauses, Einheitspreisgeschäftes oder eines anderen, durch die besondere Art der Preisstellung gekennzeichneten Geschäftes, in der Verkaufs- oder Verteilungsstelle eines Konsumvereins oder einer WerlSkon- sumanstalt nicht errichtet werden. Die Gewerbeordnung wird u. a. wie folgt geändert: Hinter § 35a wird eine Vorschrift als § 35b mit folgendem Inhalt eingefügt: .Die Ausübung des Handels mit Gegenständen des täglichen Bedarfs kann untersagt werden, wenn sich aus einer rechtskräftigen Verurteilung des Handeltreibenden wegen Betruges ober einer anderen strafbaren Verletzung fremden Vermögens oder wegen Wuchers oder aus wiederholter Verurteilung des Handeltreibenden wegen schweren Verstoßes gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb seine Unzuverlässigkeit in Bezug auf den Gewerbebetrieb ergibt. Die Lan- deszentralbehörde oder die von ihr bestimmte Behörde kann die Wiederaufnahme deS Handels gestatten, wenn seit der Untersagung mindestens ein aus Geschäftsschildern, Anschlägen, auf Geschäfts papieren und in Ankündigungen, wenn durch die '-$°vr verstauen qi. geänderte Bezeichnung auf eine besondere Art der Das Echo der Roosevelt-Botschafi pariser Blätterstimmen. Pari«, 17. Mar. (WTB. — Funkspruch.) Die Botschast Noosevelts hat in Frankreich offensichtlich enttäuscht. „Echo de Paris" erklärt, die ame- rikanijche Politik hat nichts gelernt. An der Botschast Noosevelts ist die Naivität der Begründung am enttäuschendsten und besonders anstößig ist, daß die Bereinigten Staaten, die im moralisierenden Ton der Puritaner des neuen Englands eingreifen, um das gegenwärtige politische Gleichgewicht zu ändern, keine Verantwortung übernehmen wollen. Wenn Deutschland aufrüftet, was werden dann die Vereinigten Staaten tun9 Nichts. — Auch .Journal" fragt, ob Roosevelt nicht wieder einmal die Realität der Verteidigung dem angelsächsischen Hirngespinst geopfert habe, wonach die Abrüstung allein Sicherheit schofle. Tas Blatt Hcrriots „Erc Nouvelle" begnügt sich mit folgender Lieberschrift. „Roosevelt gibt Hitler eine ernste Warnung wegen der Ausrüstung." „Repnbligue" schreibt: Man kann die Botsd)ast als eine direkte Antwort auf die der deutschen Regierung zugeschriebenen Pläne aussassen. Sie soll Hitler verhindern, in der von ihm angekündigten Rede die zivilisierte Welt und besonders Frankreich, England. Polen und die Kleine Entente herauSzusordern. ©deilte Ausnahme in London London, 17. Mai. (WTB. Funkspruch.) Die Botschaft des Präsidenten Roosevelt an die Nationen der Welt ist nach der Meinung der Morgenpresse vor allem darauf berechnet, die heutige Rede des deutschen Reichskanzlers zu beeinflussen und „Deutschland einen Oelzweig zu reiche n". In den meisten Blättern kommt eine gewisse Enttäuschung darüber zum Ausdruck, daß Amerika keinen greifbareren Beitrag zum europäischen Problem gestellt habe. ,Moming Post" äußert sich durchaus skeptisch. Die Botschaft soll offenbar Herrn Hitler veranlassen, heute weniger kriegerisch zu sprechen, als es neulich Herr von Popen tat. Aber wenn Präsident Roosevelt bei der Sicherung des europäischen Friedens mit- helfen will, dann muß er zu eventuellen Interventionen bereit sein. Im „Daily Telegraph" heißt es, nach Herrn von Papens neulicherVerherrlichung des Krieges sei diese öffentliche Verurteilung des Militarismus zu begrüßen. Wenn die Kundgebung in Wahrheit für den Reichskanzler bestimmt gewesen sei, so werde sie vielleicht Gutes bewirken. Den anderen 43 Empfängern werde man es verzeihen, wenn sie einige Enttäuschung über den unbestimmten Charakter der Botschaft empfänden. Wenn Roosevelt mit voller Llnterstützung des Kongresses Europa Garantien geben könnte, so würde er eine neue und glücklichere Epoche in der Geschichte der Welt einleiten. Mit großer Wörme schreibt dagegen „Time s" von einem „begeisternden Aufruf", in dem der Präsident kühn und furchtlos eine vernünftige intcr* ationalc Zusammenarbeit befürworte. Ein amerikanischer Verzicht auf die Vorrechte der N e ut r a l i t ä t würde die Aufgabe anderer Länder sehr erleichtern, die bereit seien, gegen unberechtigte Gewaltanwendung aufzutreten. Völlig im Fahr- wasser der französischen Hegemoniepolitik schreibt das Blatt bann weiter: Die Abrüstungskonferenz ist in ihren Arbeiten aufgehalten worden, weil Deutschland wünscht, eine Bcrufsarmce mit langer Dienstzeit zu behalten, während andere Länder sich auf Streitkräfte mit kurzer Dienstzeit beschränken wollen, die nur der Verteidigung dienen. Die erste und absolute Bedingung für einen Fortschritt ist Deut sch- lands Verzicht auf seinen Wunsch. Solange das durch seine Forderung entstandene Miß» trauen nicht beseitigt ist, kann es keine wirklichen Fortschritte in anderer Richtung geben. „Daily 9)1 a i l" gebt der Auffassung Ausdruck, daß Herr Hitler heute eine maßvollere Haltung zeigen werde, als feine Untergebenen es letzthin getan hätten. Die Hauptschwierigkeit sei die Bestürzung, die in Europa über die nationalsozialistische Bewegung herrsche.—„N e ro s C hr o n i c I e" führt aus: Herr Hitler kann in der Frage Krieg ober Frieden heute einen ebenso entscheidenden Einfluß ausüben, wie gestern Präsident Roosevelt. Die An- nähme der Vorschläge des Präsidenten würde einen Fortschritt ermöglichen, der das Fehlen materieller Maßnahmen Amerikas vielleicht für den Augenblick weniger wesentlich macht. Inzwischen bedeutet die Botschaft offenbar das Ende der Isolierung Amerikas. Macdonald über Deutschland London, 17. Mai. (Reuter.) Premierminister Macdonald hielt auf einem ihm zu Ehren gegebenen Diner eine Rede, in der er erklärte: Wenn lemand sagt, wir seien gegen dieDeutschen, so erkläre ich, wir sind es nicht. Wenn jemand lagt, wir seien gegen Deutschland als Nation, so erkläre ich nicht nur, daß wir daS nicht sind, jondern ich fordere auf, sich bie T a t - jachen anzusehen. Seit 1924 habe kein europäi- jd)cr Staat immer wieder biS in die jüngste Zeit jo sehr wie England den Wunsch gezeigt, Deutschland in bie europäischen Beziehungen einzu- spannen, wie es mit seiner Selbstachtung zu vereinbaren sei, unb es bis zum Aeußersten instand zu setzen, seine Verpflichtungen zu erfüllen. England wünsche Deutschland als Staat zu sehen, der an der europäischen Einigkeit und dem europäischen Frieden mitarbeit et. Er bestreite, daß England sich, soweit es Deutschland angehe, in Dinge zu mischen w ü n f ch e , die lediglich national zu regeln seien. England muffe hören, waS geredet werde, müsse die Geschehnisse feststellen, könne seine Augen vor Ergebnissen nicht verschließen, könne der gegenwärtigen Lage gegenüber nicht indifferent fein und sei es nicht. Europäischer Friede bedeute Weltfriede, und Amerika habe heule erklärt, weder dem einen noch dem anderen gegenüber indifferent zu bleiben. (5m Karabiner für drei polizeibeamie. Wo bleibt der „militärische" Cßa alter der deutschen Schutzpolizei? Berlin, 17. Mai. (TU.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht einen Aufsatz oon Polizei- major Botho E l st e r , der der deutschen Abordnung für die Abrüstungskonferenz als Mitglied angehört. Elster weist auf das unehrliche Spiel der Sieger- floaten des Weltkrieges unter Vorantritt Frank- reichs hin, das darauf hinausgehe, dort den stärksten Rüstungsstand zu behalten und hier Sicherheitslosigkeit und damit poli- tische Ohnmacht zu schaffen. Alles, was her Erreichung biefes Zieles dienen könne, werde heran- gezogen zum Beweis dafür, daß die entwaffneten I Machte noch nicht genügend entwaffnet feien. Die deutsche Polizei werde als eine „zweite illegale Armee" bezeichnet. In Wirklichkeit werde der ..militärische Charakter" der Schutzpolizei in Deutschland, den das Ausland unterstelle, schon dadurch hin- ällig, datz die Polizeien in den einzelnen deutschen Ländern gänzlid, ohne einheitliche Führung und Vervindung untereinander eien. Wenn man diese Dezentralisation beispiels- weise mit der Gendarmerie in Frankreich vergleiche, die dem K r i e g s m i n i st e r unterstehe, und in Regimenter, Bataillone und Kompanien gegliedert sei, so werde man wissen, auf welcher Seite der „militärische Charakter" zu finden sei. Zu dreien teilten die Polizeibeamten In den deutschen Ländern sich in einen Karabiner, zu fünfhundert in ein Maschinengewehr, bas zudem noch in einem an Landstraßen gebundenen Panzerwagen fest eingebaut sei. Frank- rcid) betreibe mit der dauernden Behauptung von 150000 Mann kriegsverwendungssähiger deutscher Polizei einen böswilligen und absolut unwahren Verleumdungsfeldzug. Die Vorbereitung der Reichstagssitzung. Berlin, 17. Mai. (BDZ.) Der A e l t e st e n - rat des Reichstages trat unter dem Vorsitz deS ReichStagspräs.ben en Göring zusamme'. Nach dem Ergebnis der Beratungen wird RcichStagS- präsident Göring um 15 Uhr bie Reichstagssitzung mit einer kurzen Ansprache eröffnen, öt wirb bann sofort bem Reichskanzler baS Wort erteilen, um bie Regierungserklärung abzugeben. Eine Aussprache soll nach der Regierungserklärung nicht stattfinden, auch Erklärungen der Parteien sollen nicht abgegeben werden. Cs wird vielmehr sofort nach der Kanzlerrede eine Entschließung der Fraktionen eingebracht, in der der Reichstag die B i 11 i g u n g der Erklärung der RcichS- rcglerung auSfpricht und sich der Forderung auf Deutschlands Gleichberechtigung anschließt. Diese Entschließung ist bereits vorbereitet und von allen Parteien, mit Ausnahme der Sozialdemokraten unterzeichnet. Die Sozialdemokraten werden in einer neuen Frak- tionssitzung im Anschluß an die AeltestenratSsit- zung ihre Stellungnahme noch endgültig festlegen. Hugenberg an die Studenten. Der Führer der Deutschnationalen Front, Reichsminister Dr Hugenberg, hat dem Schriftleiter der studentischen Kampfschrift „Der nationale Student" ein Interview gewährt, in bem er u. a erklärte: Wenn die deutsche Studentenschaft heute die Tat vom 30. (Januar 1933 als Erfüllung unb Krönung deS Kampfes eineS Jahrzehnts empfinbet, so hat sie damit die Wege selbst bestimmt, bie sie in der Zukunst gehen muß: jie heißen: voller und selbstloser Einsatz für den Wiederaufbau von Volk, Staat unb Wirtschaft. Ich halte eS für selbstverständlich, daß meine jungen Kameraden jid) im Rahmen dieser Zielsetzung wehrhaft machen unb erhalten, um im Geiste der bei Langemarck gefallenen Brüder Deutschland zu dienen. Die wehrhaften Korporationen sind traditionsgemäß Träger dieser Zielsetzung und bleiben auch künftig von größter Bedeutung. Ö4 bedarf keiner besonderen Erwähnung, daß ihr« Selbständigkeit in jeder Hinsicht und unter allen Umständen gewahrt bleiben muß Der Kampfring deutschnationaler Studenten wird allen wehrwilligen konservativen Studenten seine Tore öffnen unb bie Hanb zur Mitarbeit an ber Schaffung desjenigen Staates reichen, den wir im Sinne deS 30. Januar gestalten wollen. Großer Protestantentag am ^0. November. Berlin, 16. Mai. (DDZ.) Die bem Nationalsozialismus verbundene Glaubensbewegung „Deutsche C h ri st e n " beabsichtigt am 10. No- Dcmber d. I. anläßlich des 450. Geburt»» tages des Reformators D r. Martin Luther in aanz Deutschland einen großzügig organisierten Luthertag zu begehen. Der Rcichskulturwart ber Glaubensbewegunft, Alfred B i e r i ch w a l e, entwickelte vor dem Reichskultur- ausfchutz ber Glaubensbewegung das vorläufig« Programm dieser bedeutenden Veranstaltung. Da* nach soll am 10. November durch ganz Deutschland eine starke Welle des Protestantismus gehen. Die Glaubensbewegung, die keineswegs gegen die Kirche kämpfe, sondern vielmehr nur bie Volksverbundenheit der Kirche wieder her stet- l e n wolle, sei der Meinung, daß nicht mehr nur eine große Konfession im Katholikentag ihre Anschauungen den breiten Volksschichten oortragen solle, sondern datz auch die Veranstaltung eines Protestantentages geboten sei. Man darf danach annehmen, daß die für den 10. November beabsichtigte Feier des Geburtstages von Dr. Luther die regelmäßige Veranstaltung eines Protestanten- tages in Deutschland einleiten wird. Nach dem vorläufigen Programm ist weiter vorgesehen, datz der Luthertag in ganz Deutschland mit der Durchgabe von Merksprüchen durch die deutschen Sender schon mit den frühen Morgenstunden bea1*1* neu soll Es sind weiter geplant die Berank' ' von Schulfeiern, von F e ft g o 11 e st e n und am Nachmittag die Durchsicht:, Kundgebungen in allen deutschen unter Dorantragung von Kirchen- und Hak sahnen. Für den Abend sind festliche Derar. gtn, kirchenmusikalischer oder rethorischer A gescheh Auch sollen Rundfunk, Film Vereng bruchs ©elegierten bestimmt. Aus der Provinzialhaupistadt DIE GREN 0 P E in c mit die u r k r Der b u n d scheu alle Don- Frankfurter Str. 52 • Telephon Nr. 2847, 1 Liter und t,2 Liter Vierzylinder, 1,8 Liter Sechszylinder und Regentmodelle PREISE VON RM 1 890 BIS RM 3950 ab Werk Die günstigen Bedingungen der Allgem. Finanzierung» G. m. b. H. und der Opel- Automobil - Versicherung» A.G. erleichtern Ihnen Ahp Schaffung und Betrieb. Audi für Automobil preise gibt es eine natürliche, vernünftige Grenze. Sie wurde von Opel gezogen. Die repräsentativen Wagen der größten Automobilfabrik Deutschlands beweisen, daß jeder sachliche Qualitätsanspruch und jeder praktisch wichtige und zweckmäßige Gegenwert innerhalb der Opel-Preisgrenze geboten werden kann. Allerdings ist dazu die große Produktion» der bedeutende Export, die vorbild- nerstag, 18. Mai, 20.50 bis 21.15 Llhr einen Dortrag des Herrn Deichskommissars und Staatsministers Dr. 5 r a n f 11. über das Thema „Deutsches Rech t“. Fräulein von Salvati, findet am 3. 3urti i n Bonn statt. Das Brautpaar weilt bis zum Hochzeitstage auf dem Gute des Prinzen in Schlesien. liehe Fabrikationsart und die umfassende Organisation der Opel-Werke notwendig. Ein Opel erfüllt jeden Repräsentationsanspruch. Man fragt sich, warum man mehr für einen Wagen ausgeben sollte, da ein Opel doch, alles bietet, was praktisch, wertvoll und nützlich ist. DESHALB: Kaufen auch Sie keinen Wagen, bevor Sie nicht eine Probefahrt im OPEL gemacht haben. Vergebung von Gemeindeaufirägen in Preußen. Der Deutschlandsender überträgt und deutschen Sender übernehmen am Die Hochzeit des ältesten Kronprinzensohnes, Prinz Wilhelm von Preußen mit ehemalige Arbeitersamariter- ist in den Rationalsozialisti- Samariterbund umgewandelt Ist die Lust nicht heiter und der Himmel blau? Wenn wir nun in diesen Maientagen Präsident Roosevelt hat den Staatssekretär Hüll zum Führer der amerikanischen Delegation aut der Weltwirtschaftskonferenz ernannt. Der ehemalige Gouverneur des Staates Ohio, Cox, und Senator P i t m a n wurden zu Dele- Dergstock und Rucksack hinauswandern in grüne Ratur, lassen wir Sorgen und Kummer zu Hause. Die Bächlein stürzen in hellen Wellen rauschend durch das Steinbett hernieder, und dort, wo sich das Tal öffnet, leuchten die grünen, jungbelaubten Kronen der Buchen und Eichen zwischen den dunklen Tannen auf. Ganz oben auf dem Hügel steht einsam eine liebliche Dirke und läßt sich vom Frühlingswinde schaukeln. Durch das zarte Laub der Buchen blitzt die Sonne, vom hohen Baum lockt der Tauber, in der Ferne ruft uns der Kuckuck, und der Häher läßt seinen heiseren Schrei hören. Der Specht hämmxrt an der Kiefer, und die Rotkehlchen tummeln sich im Buschwerk. Ein solcher Frühlingstag auf der Wanderschaft ist eine Erlösung, ist ein Rufatmen von der Alltagsarbeit der Woche. Die Bogellieder des Waldes tragen unsere Seele hinweg von der Erde in die blaue Ferne des Himmels. Du glaubst, du hättest das Lächeln verlernt. Hier im grünen Wald lernst du es wieder, denn ganz nahe sind dir die Blumen, die Tannen, das Gras, der Wind, die Berge und der Himmel. Du fühlst dich krank zwischen den Wänden deines Zimmers, du kannst nicht atmen in den Straßen der Stadt. Alle Arzneien und Pillen helfen nicht. Wandre hinaus ins Freie, und du wirst gesund werden I Rühe jede Minute, die du frei hast, in Gottes schöner Ratur zu leben! Du hast keinen Appetit? Durchstreife die Felder und Wälder! Und der Hunger ist da. Das halten deine Rerven nicht aus? Bersuche es nur! 3nt Freien merkst du, daß du gar keine * hrssisck stoit.Jin Ges tomil iie Emm Eisenbahn A( Eiraßenbahn- 2er Rückgang |o dah gegen» Stiriebseinnai die Loge bei Mchtert, mäf Heine Besserem Borte $1056(52966, Eidende verte den. Sie M. 'Allgem, decke AG Mlschost trö drec Rückgang «Nr Q«! worden. Staatskommissar Dommel, Berlin, dem die Gesamtleitung des Rationalsozialistischen Samariterbundes untersteht, bittet, die einzelnen Kolonnen in allen Staaten freizugeben. Es liege im Interesse des Staates, daß der gut eingespielte Apparat mit möglichster Beschleunigung wieder in Gang gesetzt wird. en, Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m.b.H Kpielve Ju 1900' ibfl SS2j W nur ganz Tvollkom^ Ander ««I Mester' Die Schüler ienb überlegen« vaceil aber tri Berlin, 16. Mai. (BDZ.) Die Vergebung gemeindlicher Aufträge ist ausschließlich Sache der zuständigen Organe der Gemeinden selbst. Deshalb weist der preußische Innenminister in einem Runderlaß darauf hin, daß s ch c n aus rechtlichen Gründen Vergebungen nicht von dem Einverständnis oder der Zustimmung von Organisationen wie des Kampfbundes £" ~ den gewerblichen M i t t e l ft a n d o sonstiger Einrichtungen abhängig gemacht werden dürfen. Darüber hinaus verlangt der Minister, daß die Gemeindeorgane auch jede Einflußnahme von außen her auf die Vergebung von Aufträgen ablehnen. Nur die Interessen der Gemeinde selbst, nicht die Sonder- intercssen außenstehender Organisationen oder ihrer Mitglieder dürften ausschlaggebend sein. ssapparati npf bis aus Mag tourte ntmachung M yebm, bxxti; .ommW-ati t“t Wlung da Prmvsa" dn inb an andern rbe. Wie vi: n, ist die Durch« erstach verkünde« iskommissars str durch eine neue z vorläufig für« > Lcrkaussa-pa« ! aufgestelst seui Stabt, s*einftäbter* lcbt °us bm n “bet Achien.^ Kverkeh^ I?. ktr^, Arzeugv >ch"n süi J, ^nftBojen !*iK tlonbljQbtn Harburger er. Mt dem gestri' ibungen der linerse mest" •Den 3010 mann rendc. zusammen Männer und A LS» « 909 ®* m Sommeckmk« ; wurden, ff » uzahleEI ,kr.'h"e" genehmster, störender Weise beim Radioempfan | auftrctenden Nebengeräusche zu beseitigen. Es i t in Gießen wirklich lein Genuß, Radio zu hören. Alm so weniger kann man verstehen, daß sich daS Städtische Elektrizitätswerk nicht dazu entschließt, endlich mehr Rücksicht auf die Radio-Teilneh- mer zu nehmen. Hört man z. Zt. Radio-Dorträge, so werden dieselben stets und ständig durch das Rattern und Trommeln unterbrochen und die schönste Stimmung gestört. Seither bei dem Llazz- gcdudel oder der undeutschen Regermusik konnte man immer noch annehmen, daß der Radau mit xur Musik gehöre. Heute kommen klassische Musikwerke von ersten Künstlern und interessante Dorträge zur Darbietung. Dabei sind die angedeuteten Störungen durch die Elektrische genau so unangenehm, als wenn in der Kirche bei dem Orgelspiel mit der großen Trommel dazwischengehauen würde. Das Elektrizitätswerk muß sich dazu entschließen, den Gießener Bürgern das Entgegenkommen zu zeigen, das man billiger Weise verlangen kann. 3. Wettervoraussage. Die im Osten liegende Störung füllt sich langsam auf und somit schwächt sich auch die Zufuhr kühler Luft an ihrer Rückseite ab. Zwischen dem Ostsee- und Island-Drnckfallgebiet hat sich hoher Druck bis zu den Alpen eingekeilt, der vorerst der Wetterlage etwas Beständigkeit gibt. Aller- dings scheinen Randstörungsgebilde auch noch Einfluß zu gewinnen, so daß zeitweise Bewölkung auftritt und die Möglichkeit zu strichweisen Niederschlägen, zum Teil gewitterhafter 2lrt, gegeben ist. Die Temperaturen dürften besonder- tagsüber langsam ansteigen. Aussichten für Donnerstag: Neblig- wolkig und Aufheiterung, tagüber etwas wärmer, keine oder nur vereinzelt leichte, jum Teil gewittrige Niederschläge. Aussichten für Freitag: Langsame weitere Erwärmung, sonst wenig Aenderung der Wetterlage. Große Strafkammer Gießen. * Dießen, 16. Mai. Ein Friseur aus Harheim verfolgte Berufung gegen ein Urteil des Schöffengerichts Gießen, durch das er wegen schwerer Urkundenfälschung zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden war. Er soll eine Eingabe an das Kreisamt Friedberg -gerichtet haben, in der er einen benachbarten Wirt fälschlich der Nichteinhaltung der Polizeistunde beschuldigte. Heute wie früher bestritt er die Tat. Die Grundlage der Derurteilung bildete neben anderen Beweisen ein Schriftgutachten, das zahlreiche Uebereinstimmungen der Schrift der Eingabe mit der Dergleichsschrift des Angeklagten 'eststellte. Heute ergab die Nachprüfung durch ötc Strafkammer das Vorhandensein von Adweichun- gen der beiden Schriften. Das Gericht beschloß daher ein weiteres Schriftgutachten einzuholen. Sie Verhandlung wurde zu diesem Zweck vertagt. Zwei weitere Verhandlungen fanden wegen Gefährdung der Sittlichkeit hinter verschlossenen Türen statt. Die Urteile wurden öffentlich verkündet. Ein 33jähriger Kaufmann aus Grunberg erhielt wegen Dornahme unsittlicher Handlungen mit Kindern in vier Fällen eine Gesamt-Ge- längnisstrafe von einem 2k ahr zwei Monaten, ein 19jähriger Weißbinder aus Hel- 'denbergen wegen Dornahme unsittlicher Handtun- -gen mit Gewalt an einer Frau eine Gefäng- isstrafe von neun Monaten. Beiden Angeklagten wurde ein Teil der Untersuchungshaft angerechnet. Eingesandt. ($ür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik flehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Straßenbahn und Radloempsang. Don Fachleuten ist einwandfrei festgestellt, daß es nur einer Aenderung an unseren elektrischen Straßenbahnwagen bedarf, um die in unan- UAe Di- fr M Mochte > Lehrer ?,ru Diester lflul 2ebe. i- Lehrer le iu Diester. "Qnnt wurde: "auf mann .ur Seit bw Mum haupi. Derussschule Mai 1933 ilÄbienft ent« m Aealschule Wirkung suchen. enbubners, 1 r b in Rhin- und M«r .diesem Ansatz Hon Frankfun igerunorn ttood) nächster >it heutige 8t. befonderr hin. ich veranstaltet makverrinigung einen Heimat- ZO Mädchen i zu sehen sein, Wagen, wie Mubeteitung latz sind vvA- er oberhessisch miet dem le hübsche Aus. der und Tollt- lelpunkt stehen, noch bekamt- heutigen Nairn- Stadk'irchr Oer deutsche Außenhandel im April. Nach der Steigerung im März sind die Äußenhandelssätze im April wieder gefallen. Die Einfuhr hat von 362 Millionen auf 321 Millionen Mark, d. h. um rund 11 Prozent abgenommen. Nach der Entwicklung in den Dorjahren war an sich mit einem derartigen Einfuhrrückgang, der ausschließlich mengenmäßiger Natur ist, nicht zu rechnen, da die Einfuhr sich bisher im April in der Regel auf der Höhe des Märzstandes hielt. Ueberwiegend beruht die Schrumpfung der Einfuhr, die ausschließlich auf die Gruppen Lebensmittel und Rohstoffe entfällt, darauf, daß sich die in den letzten Monaten vorgenommenen Einfuhrbeschränkungen, insbesondere nach Beendigung der Doreindeckungen nunmehr voll auswirken. Die A u s f u h r ist von 426 Millionen Mark im März auf 382 Millionen Mark im April, d. h. um rund 10 Prozent gesunken. Auch hier beruht der Rückgang ausschließlich auf einer Mengenverminderung, da die Sntwicllung der Durchschnittswerte eine nennenswerte Deränderung der Ausfuhrpreise nicht erkennen läßt. Die Entwicklung der Ausfuhr, an deren Rückgang sämtliche Hauptwarengruppen beteiligt sind (Fcrtigwarenausfuhr minus 35 Millionen Mark, Ausfuhr von Rohstoffen und halbfertiaen Daren minus 8 Mill. Mk.) entspricht im großen und ganzen der Saisontendenz. Die Handelsbilanz schließt tm April mit einem Ausfuhrüberschuß von 61 Millionen Mark ab. Während in sämtlichen Dorjahren vom März zu April eine mehr oder weniger starke Passivierung der Handelsbilanz (Rückgang des Ausfuhrüberschusses bzw. Zunahme des Einfuhrüberschusses) festzustellen war, hat sich diesmal das Dilanzergebnis gegenüber dem März, der einen Ausfuhrüberschuß oon 64 Millionen Mark aufwies, kaum geändert. (1023 267) Mk., aus dem wie i. D. 5 Prozent Dividende aus die Stammaktien und wieder 6 Prozent Dividende auf die Dorzugsaktien auS- geschüttet werden sollen. 115 272 Mk. werden auf neue Rechnung vorgetragen. Frankfurt freundlich. Frankfurt, 17.Mai. (WTB. Drahtmeldung.) Nachdem bereits an der Abendbörse auf Grund der Botschaft Roosevelts merkliche Kursbesse- rungen eingetreten waren, eröffnete auch die heutige Mittagsbörse in durchaus freundlicher Stimmung. Die Kurse zeigten zwar meist neue Erhöhungen um durchschnittlich 1 v. S)., im Hinblick auf die bevorstehende Rede des Reichskanzlers war aber eine Zurückhaltung nicht zu verkennen, umso mehr als von der Kundschaft nur in geringem Um- fange Kauforders eingetroffen waren. Die Umsatztätigkeit war deshalb ziemlich klein. Teilweise erfolgten auf der erholten Basis kleine Gewinnmitnahmen, so daß die ersten Notierungen nicht immer ganz einheitlich lagen. Besonders am Markt der Bergwerksaktien war dies der Fall. Mannesmann eröffneten zunächst 0,65 und dann weitere 0,50 v. H. niedriger, auch Gelsenkirchen, Klöcknerwerke und Phönix gaben 0,25 bis 1 o. H. nach, während im übrigen Erhöhungen von 0,50 bis 1 d. S)., bei Buderus 1,50 o. H. und Rheinische Braunkohlen 2,75 v. H. zu verzeichnen waren. Chemicaktien lagen überwiegend um 1 o. H. freundlicher. Stärkere Kursbesserungen traten am Elektromarkt für Schuckert mit plus 3,25 o. H., Licht und Kraft plus 2 v. H., Lahmeyer plus 2 o. H. und Rheinische Elektro-Mannheim plus 1,75 v H. ein. Don Spezialwerten zogen Akkumulatoren Berlin um 3,25 und Contigummi 2,50 v. H- an. Schiffahrtsaktien und Süddeutsche Zucker eröffneten unverändert, während oon anderen Einzelwerten Daimler und Gebr. Junghans je 0,75 v. H. an- zogen, Deutsche Linoleum jedoch 0,25 v. H. nachließen. Im Verlause hielt die freundliche Stimmung zwar an und die Kurse zeigten meist weitere Besserungen von etwa 0,25 bis 0,75 v. $)., die Umsatztätigkeit blieb aber nach wie vor gerina. Etwas rückläufig waren Contigummi mit minus 1,50 v. H. Am Rentenmarkt war die Haltung ebenfalls weiter beruhigt. Kaum kam noch Angebot heraus, im Ge- genteil, für Goldpfandbriefe und Kommunalobliga- tionen zeigte sich Kaufinteresse, so daß hier Erho- lungen bis zu 1 v. H. zu verzeichnen waren, ßiqui- dationspsandbriefe waren zunächst noch wenig ver- ändert. Staatsanleihen lagen ruhig, Stadtanleihen gaben zum Teil noch etwas nach. Deutsche Anleihen gaben nach etwas höherer Eröffnung später um Bruchteile eines Prozentes nach. Tagesgeld war etwas gefragt und wurde auf 3,50 v. H. erhöht. Schweincmarkt in Hungen. k. Hungen, 16. Mai. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 426 Tiere aufgetrte- bcn. Es wurden bezahlt für bis 6 Wochen alte Ferkel bis 16 Mk., 6 bis 8 Wochen alte 17 bis 22 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 23 bis 27 Mk., 10 bi« 13 Wochen alte 28 bis 30 Mk. Der Handel war gut, es wurde fast ausverkauft. 2 Liter Vier* Lit« S=W- iejenta«1'“’ ,N «M S )50=b",rk • Hessische Eisenbahn 21(9., Darmstadt. Im Geschässjahr 1932 war die Frequenz und damit die Einnahmeaestaltung der von der Hessischen Eisenbahn AG., Darmstadt (Heag) betriebenen Straßenbahn- und Omnibuslinien weiter rückläufig. Der Rückgang hat sich im laufenden Jahre fortgesetzt, io daß gegenwärtig die Betriebsausgaben oon den Betriebseinnahmen nicht mehr gedeckt werden. Auch die Lage bei den Gaswerken hat sich weiter ver- id)led)tcrt, während bei den Elektrizitätswerken eine deine Besserung eingetreten ist. Einschi. RM. 56 995 (57 368) Vortrag wurde ein Gewinn oon RM. 431056 (529 663) erzielt, aus dem wieder 10 Prozent Dividende verteilt und RM. 18 917 vorgetragen werden. Die GV. erledigte die Regularien einstimmig. • Allgemeine Lokalbahn undKraft- verke AG., Berlin. Nach dem Bericht der Gesellschaft trat im Geschäftsjahre 1932 ein weiterer Rückgang im Derkchr und teilweise auch im Sncrgic-Absatz bei den eigenen Betrieben sowohl, c(6 auch bei den nahestehenden Bahnen und Elek- trizitätsversorgungs-Tlntcrnehmungcn ein. Der Bctricbsüberschuß der eigenen Unternehmungen hielt sich auf der Höhe deS Dorjahres. Unter Berücksichtigung des Gcwinnvortrages aus dem Dorjahre ergibt sich ein Reingewinn von 1 053 272 und konnten 1:0 in Führung aehen. Lechgestern kam dann auf und erzielte den Ausgleich. Nach der Pause spielte der Gegner fast dauernd überlegen, konnte aber infolge der geschickten Verteidigung den Siegestreffer nicht anbringen. Handball im Lahn - OünSberg»Gau. Io. Launsbach I — Io. Dorlar I 7:3. Die Gauklassemannschaft mußte gegen die Platzmannschaft eine klare Niederlage hinnehmen. Die Niederlage wird durch den starken Ersatz bei den Gästen erklärlich. Der Sieg der Platzmannschaft stand keinen Augenblick in Frage und ist in dieser Höhe verdient. Io. hausen II — Io. (Brüningen II 7:5 (4:2). Die Gäste gingen bald in Führung; aber der Platzbesitzer konnte ausgleichen und bis zur Pause noch dreimal einsenden, wogegen die Gäste noch einen zweiten Erfolg erreichten. Nack, dem Wechsel war das Spiel ausgeglichen und brachte beiden Mannschaften noch je drei Tore ein. Der Kampf wurde stets fair durchgeführt. Gpielvereinlgung 1900 Gießen. Jugendspiele am Sonntag. 1900 A I — Nidda A I 7:0 (2:0). Der anhaltende Regen und der schlüpfrige Boden ließen beide Mannschaften nicht zur vollen (Entfaltung kommen. Die Mannschaft des Platzvereins, die schon eine Geländesportübung am Vormittag hinter sich hatte, schlug sich wider Erwarten gut. Die Gäste, Vie in der ersten Halbzeit zähen Widerstand leiste- ttn, waren nach der Pause dem schnellen und überlegenen Spiel von 1900 nicht mehr gewachsen und mußten sich fast ausschließlich auf die Verteidigung beschränken. Anzuerkennen ist, daß sie bis zum Schluß fair durchhielten. Daß der Tormann von 1900 nur ganz selten einzugreifen brauchte, beweist die vollkommene Ueberlegenheit seiner Elf. Der Schiedsrichter leitete unauffällig in feiner und überzeugender Weise. Leihgestern Schüler — 1900 Schüler 1:1. Die Schüler hatten gegen den körperlich bedeu- tend überlegenen Gastgeber einen schweren Stand, waren aber trotzdem in der ersten Zeit überlegen RETTEN ♦ MISCHUNGSNUMMER R6O/M Diese betriebe sMmtlicheTabake zweimal Mundstück hergestellt DI uer Fabrikation«' ition >elten ster REEMTSMA CIGARETTENFABRIKEN G. M. B. H. ALTONA-BAH Die Cigaretten sü Methoden, die zu. J^den Feix renfeld na? 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Anfertigung uuLieferung von Dienstkleidung 3311 A o Die trauernden Hinterbliebenen: Adolf Sfieber und Kinder Familie Carl Herling —.85 —.50 Germania-Drogerie Carl Seibel Franklorler Sir. 39 Grane Haare? fipfa Haarfarbe- '“Wiederhersteller gibt iugendl. Farbe u. Schönheit zurück Spieleodeinl. Anwendung! Unschädl.l Sich. Wirkung! Flasche BDI. 1.80 Emil Koch nnd Sohn Damen- und Herrenfriseure 63 Seltersweg 63 Nach schwerem Leiden ist heute meine liebe Frau, unsere Hebe Mutter, Tochter und Schwester Frau Anna Stieber, geb. Herling im 35. Lebensjahre von uns geschieden Elegant und praktisch gekleidet durch Yorktex der deutsche Cheviot in höchster Vollendung. Auch Sie sollten einen Yorktexanzug für 118 Mark tragen Krenzplati 10 3310 A Die Beerdigung findet Donnerstag, 18. Mai, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Die Beerdigung findet in Reiskirchen am 18. Mai, nachmittags 2 Uhr statt Am Dienstagabend 9 Uhr ist nach Gottes Willen auch nunmehr unsere jüngste Tochter Auguste Katharine Spaar in der Klinik zu Gießen nach kurzer, schwerer Krankheit im jugendfrischen Alter von 18 Jahren in die Ewigkeit abberufen worden. Die schwergeprüften Eltern: Philipp Spaar V. und Frau Reiskirchen, den 16. Mai 1933. Mit peinlicher Sorgfalt pflegt die glückliche Mutter ihr Baby. — Der kleine Körper ist ja so sehr empfindlich, nur das Beste ist zur Pflege gut genug. — Ich empfehle: Milde Kinder - Seifen von Monson, Beiersdorf, „4711“. — Kinderpuder: „Drowe“, Vasenol, Fissan, Dialon, Lenicet. — „Drowe“- Kindersalbe, Lano- linkrein, Vasenolpaste, Fissanpnste. Ferner sämtliche hygienischen Artikel für das Kind: Gummiunterlagen, Camelia-Windeln, Sauger und Milchflaschen. Meine Spezial-Abteilung bietet Ihnen stets größte Auswahl in allen Artikeln der Säuglings-Pflege und -Ernährung. nicht so schnell zur Hand sind, wie die Freude, die ehrlich in ihren Augen steht. Und während der Alte den Rappen in den Stall bringt, nimmt die Bäuerin Mantel und Perlzmütze des Hauptmanns und hängt sie zum Trocknen auf. In der niederen Stube ist wohlige Wärme. Döllnitz setzt sich behaglich aus die Ofenbank, die Alte langt aus der Röhre die irdene Schüssel mit dicker Suppe und stellt sie, mit dem Holzlöffel daneben, vor Döllnitz auf den Tisch. Der Hauptmann langt zu. Das heiße Essen weckt die eingefrorenen Lebensgeister, gibt Kraft für das Ende der beschwerlichen Reise. Der Bauer ist hereingekommen und nimmt neben dem Hauptmann Platz. Sein fragender Blick ruht erwartend auf dem Kurier. Aber der will nicht sprechen, der ißt jetzt. Da sagt der Alte zögernd: „Den Braunen habe ich parat, Herr Hauptmann! War ein schwieriges Ding, das letztemal, ihn zu verstecken vor den Schnüfflern. Ganz draußen in die Kuhle hab' ich ihn bringen müssen, sonst hätten sie mich weggeschnappt mitsamt dem Braunen — die Mordbrenner, die'elenden!" Döllnitz, der mit seinem Essen fertig ist, langt befriedigt nach seiner Ledertasche und holt den Tabak vor. Er stopft sich die Pfeife und reicht aud) dem Bauern das Kraut hinüber. „Hat nun alles bald ein Ende, Justus! Alle Not und fremde Gewalt wird zusammenbrechen — die Freiheit ist auf dem Marsch!" Der Alte hängt an den Lippen des Kuriers, als ob sie Himmelsbotschaft verkündeten. Dann sagt er, mit einem schweren Seufzer, wie erlöst: „Golt geb's, Herr Hauptmann! Wär' alleweil schon Zeit ..." Steif sitzt die Bäuerin da. Ihr Gesicht ist hart. Die Augen starren ins Leere. „Heut ist heilige Nacht, und Friede soll sein auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen ..." Heiser krächzt ihre Stimme, schmerzhaft. „... das Letzte haben sie uns ausgepreßt, die Mörderbrut--das ist unsere Christmesse'heuer!" Die Frau kann nicht mehr weinen. Das verlernt sich bei all der Not, Fahr um Jahr. Ein bellender Husten schüttelt krampfhaft ihren knochigen Leib. Schweigen lastet in der Stube. Die Tabakswolken der Männer, die ihre Pfeifen allmählich leer geraucht haben, liegen blau und dick in der Luft. Schwer erhebt sich Döllnitz, die Rast ist zu Ende. Die Bäuerin holt Mantel und Pelzmütze, der Alte führt den Braunen vor die Tür. Das Schneegestöber hat aufgehört. Der Himmel ist sternenklar, der eisige Wind schweigt. Der Hauptmann schwingt sich in den Sattel. Er reicht den beiden die Hand zum Abschied. „Kopf hoch. Justus! Wir schaffen's!" Die Alten drücken dem Offizier die Hand. „Viel Glück auf den Weg!" Döllnitz gibt dem Gaul die Sporen und sprengt Das Kind gedeiht am besten bei der Mutter, Das Küken bei Muskator- Futter. (Zum Musketor-Preleaueachrelben.) Hans Mangelsdorff staatl. gcpr. Dentist von der Reise zurück Wilhelmstraße 10, Telefon 2891 03032 Nahrungsmittel- «ft i fl O Handel sucht VkvTkVIkv (Nebenbeschäftigung, für Pensionär geeignet.) Kleine Kaution oder Bürgschaft erforderlich. Schriftliche Angebote unter 03014 an den Gießener Anzeiger erbeten. WMmtz Wiesen- u. Tannentracht, Pfd.l.30Mk. Versand n. ausw. Kräuterhaus Jung Fachgesch. f. unverfälschte Honige, Gießen i.d.Schulstr.o3o«s in die mondhelle Winternacht hinaus. Wenn er gegen Mitternacht auf Schloß Löbau fein will, muß der Braune ausgreifen. 2. Auf der großen Poststraße, die von Dresden nach Breslau führt, reift zu gleicher Zeit ein Schlitten- gefpann. Der Reitknecht Jean des französischen Hauptmanns Lefevre, der auf Schloß Löbau in Quartier liegt, fährt die Frau feines Hauptmanns, Madame Jeannette Lefevre, die auf Wunsch ihres Mannes aus Paris mit Extrapost zu Ende des Jahres in das Hauptquartier der Armee, nach Dresden, geeilt ist. Inzwischen aber ist der Hauptmann nach Schlesien abtommanbiert und der Besatzungsarmee zugeteilt worden, die ihm die Verwaltung des Kreises Löbau unterstellte. So hat Lefevre feinen Reitknecht Jean als französische Kurierpost nach Dresden geschickt um seine Frau nach Jahren der Trennung am Weihnachtsabend bei sich zu haben. Für den Reitknecht ein willkommener Auftrag, denn Dresden ist seine Heimatstadt. Er ist geborener Sachse und nur in französische Dienste gepreßt. Sein Hauptmann ist ein erträglicher Vorgesetzter, und zu essen hat ein Soldat der Besatzungsarmee reichlich. Jean tut willig seinen Dienst, solange ihm die Sache nicht ans Leben geht. Freilich er wäre lieber zu den Feiertagen bei den Seinen in Dresden geblieben. Aber auch im Dorf Löbau hat sein Herz ein blondes Wesen entdeckt, das seiner Liebe würdig ist. Die Wirtstochter Hanne soll zufrieden fein: Neben seinen Füßen liegt ein stattliches Paket mit Geschenken. Nun heißt es, nur Schritt halten, daß man zur Zeit im Dorfe eintrifft. Durch frostharte Luft knallt die Peitsche. Krachend birst der Schnee unter den Füßen der Renner. Die blanken Kufen fegen rastlos über die kristallenen Flächen. Der Schlitten biegt von der Haupstraße ab. Man läßt die Stadt Breslau weit zur linken Hand liegen und nimmt die Waldstraße, die in direkter Fahrt am Dorfe Löbau vorbeiführt. Vorsorglich greift der Reitknecht nach seinen Pistolen. Dann zieht er Decke und Pelz fester. Seine Augen suchen den Weg in die Winternacht. Madame Lefevre sitzt unbeweglich im Fond des Schlittens. Sie ist müde. Wochenlange Reifen haben ihrer Gesundheit zugesetzt. Ihr träumender Blick sucht unter halbgeschlossenen Lidern die in unendlichem Weiß sich breitende Waldstraße, mit den wuchtig aufstrebenden Tannen, deren Zweige sich unter den Schneelasten weit herabneigen. In ein paar Stunden wird sie ihren Mann Wiedersehen. Jahre der Trennung liegen hinter ihnen. Jahre voll innerer Not, voll Entbehrung, Blut und Kampf für Rene. Sie weiß von Jean, daß ihr Mann ein Auge verloren hat. Sie weiß von seinen Ein vaterländischerRoman vonHansDietzke Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. (Nachdruck verboten.) 1. Am 24. Dezember des Jahres 1812 reitet der preußische Hauptmann Joachim Döllnitz, geheimer Kurier des Freiherrn vom Stein, aus Petersburg kommend, über die verschneiten Hügel des schlesischen Berglandes. Mit Absicht meidet er die großen Poststraßen und nimmt lieber die einsamen, von Marodeuren unsicher gemachten Waldwege in Kauf, denn es ist nicht gut, sich einem lauernden Feind offener als nötig zu zeigen, besonders wenn dieser auf den Kopf des Geheimkuriers eine Belohnung von taufend Pistolen gesetzt hat — lebendig ober tot. Seit Jahr und Tag setzt Hauptmann Döllnitz das Leben für sein Vaterland aufs Spiel. Aber das Leben allein gilt wenig und alles die Tat. So ist er, von Rußland kommend, mit falschem Paß über die polnische Grenze gegangen und reift von da aus in Zioil- kleidung als ein Bankier Möbius, wohnhaft in Berlin und augenblicklich in Geschäften aus Warschau kommend, in das Herz Schlesiens. Noch vor Mitternacht will er bei Freunden auf Schloß Löbau fein, das auf halbem Wege zwischen Breslau und der Feste Glogau liegt. Der Hauptmann läßt den Rappen in ruhige Gangart fallen. Aufmunternd klopft er dem müden Tier den Hals. Es hat brav durchgehalten. Van neuem fetzt heftiges Schneetreiben ein und macht den einbrechenden Abend zur Nacht. Hauptmann Döllnitz zieht feinen Mantel fester, drückt die Pelzmütze tiefer ins Gesicht. Nach einer Stunde Ritt leuchtet von fern, in einer Waldschneise, ein einsames Gehöft. Nun gibt der Hauptmann dem Rappen noch einmal die Sporen. Vor dem kleinen Fachwerkhaus, das, strohbedeckt, unter der Schneelast fast zusammenzubrechen droht, springt der Kurier vom Pferde und klopft in besonderem Schlag dreimal an die niedere Tür, die sich kurz darauf vorsichtig öffnet und dann, als der alte Heidebauer den Reiter erkennt, in freudiger Hast ganz aufgerissen wird. „Mutter — der Herr Hauptmann ist da!" ruft der Alle ins Haus. Und während er Döllnitz die Hände schüttelt und ihn bittet einzutreten, kommt die alte Bäuerin aus der warmen Stube geschlürft, das dicke Umhängetuch auf der Brust haltend, und zwinkert mit trüben Augen in bas grelle Licht des flimmernden Schnees. „Der Herr Hauptmann ...", stammelt der zahnlose Mund. Die Bäuerin sucht nach Worten, die ihr Fleck-Frei beseitigt Harz, »>ett, Oel usw. schnell u. sicher, Kameraden, was die Eiswüsten Rußlands, denen er als einer der Ersten entronnen ist, für Opfer gefordert haben. Wird Hauptmann Lefevre Offizier seines Kaisers, noch Aehnlichkeit haben mit dem ihr angetrauten Bürger, dem Advokaten Ren6 Lefevre? ... Hat die Hölle des russischen Winterfeldzugs nicht auch sein Herz erstarren lassen ... Da reißt der schrille Ruf eines Käuzchens die Frau aus ihren Träumen. Der Schlitten jagt in eine Kurve. Die Waldstraße verengert sich zu einem schmalen Pfad, zwischen schwarzem, undurchdringlichem Tannendickicht. Plötzlich bäumen die Pferde vor einem Hindernis: Stämme und Reisig versperren in unentwirrbarem Knäuel die Passage. Mit einem Fluch wickelt sich der Reitkneckt aus seinen warmen Decken und springt vom Schlitten. Und wie er noch steht und sinnt und sich bas Wirrnis ansieht kracht aus dem Dickicht ein Schuß. Aufstohnend faßt sich der Reitknecht an den Kopf. Hände und Schnee färben sich blutig. Er ist getroffen! Taumelnd fällt er schwer vornüber, dicht vor den trampelnden Füßen der scheu gewordenen Pferde. In demselben Augenblick springen drei dicht vermummte, in Lumpen gehüllte Gestalten aus dem Waldesdickicht und umringen das Gefährt. Marodeure! Sie stürzen auf die wehrlose Frau zu. Sie will schreien. Aber in ihrer ohnmächtigen Angst ist sie keines Lautes fähig. Mit bebenden Händen bedeckt sie ihr Gesicht. Sie kann nicht fliehen: das schwere Pelz- werk hindert sie. Derbe Fäuste reißen die zarte Frauengestalt heraus, greifen nach Taschen und Gepäck, zerren gierig Kisten und Kasten herunter--da zerreißt ein Schuß die Luft! Getroffen, ohne Aufschrei sinkt die schwere Gestalt eines Marodeurs in den Schnee. Bellend kracht ein zweiter Schuß in die plötzliche Stille. Die Hand des Getroffenen tastet nach dem Arm, aus dem Blut sickert. , In rasendem Galopp sprengt ein Reiter heran. Die beiden Marodeure sind wie vom Erdboden verschwunden — das Dickicht hat sie verschluckt. Im nächsten Augenblick umfassen starke Arme die zitternde Frauengestalt, die vor Erregung umzusinken droht. „Madame — kommen Sie zu sich! ... Die Gefahr ist vorüber, Madame ..." Döllnitz, dessen Kugeln die Räuber verjagt haben, spricht aus Jeannette Lefevre ein. Langsam kommt wieder Leben in die verängstigte Frau, der Schreckkrampf weicht. „Retten Sie mich! Retten Sie mich ...!" Ihre bebenden Arme umschließen hilfesuchend die Hände des Mannes. Keuchend geht ihr Atem, wie im Fieber suchen ihre Augen die Gestalten im Schnee. lFortsetzung folgt.) KOHLER= Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen . _ . . „ _ Vermählungsan zeigen bei Bruhl, Schulstraße Geburtsanzeigen Grubensand für Maurer- u. Weißbindergeschäfte prompt und allerbilligst r«riv C. Rü bsamen, Fernruf 3659 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Hr.U4 Zweiter Blatt Mittwoch, 17. Mai (955 Das Recht im täglichen Leben. Oie Bestimmunqen über die Wiederherstellung des Berulsbeamtentums. Don Oberamtsrichter Or. Schmitt, Lauboch. Die Reichsregierung hat zur Wiederherstellung eines nationalen Berujsbeamlentums und zur Vereinfachung der Verwaltung das Gesetz vom 7. April 1933 (RGB. I E. 175) erlassen, dem bis jetzt drei Durchführungsverordnungen (vom 11. April 1933, S. 195, 4. Mai 1933, S. 233 und 6. Mai 1933, S. 245) gefolgt find. Betroffen werden unmittelbare und mittelbare Beamte des Reichs und der Lander, und zwar sowohl planmäßige, wie nicht planmäßige, ferner Beamte auf Probe, Kündigung oder Widerruf, Beamtenanwärter und Beamte im Vorbereitungsdienst, auch Richter, Lehrer im öffentlichen Schuldienst, an wissenschaftlichen Hoch- schulen (Universitäten) und die von ihren amtlichen Verpflichtungen entbundenen ordentlichen und außerordentlichen Profesforen, ferner Honorar- Professoren, nicht beamtete außerordentliche Professoren und Privatdozenten, die früheren Hofbeamten, die Notare, auch wenn sie nur Gebühren beziehen, Beamte der alten und neuen Wehrmacht und die Angehörigen der Schutzpolizei der Länder. Als Beamte find auch Beamte von Körperschaften des öffentlichen Rechts, sowie der ihnen durch die 3. Notverordnung vom 6. Oktober 1931 (RGBl. 1 S. 548) gleichgestellten Einrichtungen und Unternehmungen (Anstalten, Vereine und Stiftungen des öffentlichen Rechts u. a), Wahlbeamte der Gemeinden, gewisse Ehrenbeamte, beamtete Bedienstete der Träger der Sozialversicherung, ferner Beamte im einstweiligen Ruhestand anzusehen. Die Reichsbank und Reichsbahngesellschaft werden ermächtigt, die Bestimmungen auch auf ihre entsprechenden Beamten Anwendung finden zu lassen. Aus Angestellte und Arbeiter der Behördenbetriebe finden die Vorschriften sinngemäße Anwendung. Nicht als Beamte i. S. der genannten Bestimmungen gelten Beamte, Angestellte und Arbeiter der öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften (Pfarrer), ferner nicht die Offiziere, Sanitätsoffiziere, Veterinäroffiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der alten und neuen Wehrmacht. Drei verschiedene Maßnahmen sind es, die gegen die genannten Personen bis zum 30. September 1933 erlassen werden können: a) Entlassung, b) Versetzung in ein anderes Amt, c) Versetzung in den Ruhestand. Die oberste Reichs- und Landesbehörde entscheidet unter Ausschluß des Rechtswegs. Die vorgesehenen Maßnahmen sollen vor allem bei den leitenden Beamten der Zentral- stellen und den Außenbehörden, insbesondere den Sachbearbeitern für die Personalfragen der Beamten durchgeführt werden. Zu diesem Zweck fön- nen die Beamten, von denen anzunehmen ist, daß fie betroffen werden, veranlaßt werden, einen Fragebogen auszufüllen, der im Reichsgesetzblatt vorgeschricben ist und der alle maßgebenden fragen enthält, hinsichtlich der Prüfung arischer Abstammung auch Auskunft über die Personalien der Eltern und Großeltern im einzelnen verlangt. Die Entlassung aus dem A m t trifft 1. Beamte ohne Vorbildung und Eignung, 2. Ehrenbeamte nicht arischer Abstammung, 3. nicht national gesinnte Beamte. Im einzelnen ist hierzu folgendes zu bemerken: Beamte, die seit dem 9. November 1918 in das Beamtenverhältnis eingetreten sind, ohne die für ihre Laufbahn vorgeschriebene oder übliche Vorbildung oder sonstige Eignung zu besitzen, sind aus dem Dienste zu entlassen. Als ungeeignet werden alle Beamten angesehen, die der Kommunistischen Partei oder kommunistischen Hilfs- ober Ersatz- Organisationen angehören. Als kommunistisch gilt auch die sog. national-kommunistische Bewegung („Schwarze Front"). Ein politischer Beamter ist als geeignet anzusehen, wenn er auf Grund feiner Stellung und Betätigung im öffentlichen Leben, auf Grund seiner Erfahrungen und der Lauterkeit seiner Gesinnung und Handlungen für fein Amt geeignet erschienen ist und fein Amt einwandfrei geführt hat. Als n i ch t p o l i t i f ch e r Beamter ist er geeignet, wenn er auf Grund seiner früheren Betätigung, der Lauterkeit feiner Gesinnung und Handlungen für das Amt bei dessen Uebernabme eine besondere Eignung mitgebracht und sein Amt einwandfrei geführt hat. Ehrenbeamte nichtarischer Abstammung werden wie die weiter unten näher zu behandelnden Beamten nichtarischer Abstammung, die in den Ruhestand versetzt werden, jedoch nur mit dem Unterschied, daß sie „aus dem Amtsverhältnis zu entlassen" sind, behandelt. Ferner können aus dem Dienst entlassen werden Beamte, die nach ihrer bisherigen politischen Betätigung nicht die Gewähr dafür bieten, daß fie jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat eintraten. Bei der Prüfung, ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist die gesamte politische Betätigung des Beamten, insbesondere seit dem 9. November 1918 in Betracht zu ziehen. Jeder Beamte ist oer- pflichtet, der obersten Reichs- oder Landesbehörde auf Verlangen Auskunft darüber zu geben, welchen politischen Parteien er bisher angehört hat. Er ist berechtigt, die Antwort in verschlossenem Umschlag nur der obersten Behörde einzureichen. Als politische Parteien werden auch das Reichsbanner Schwarz Rot-Gold, der Republikanische Richterbund der Bund republikanischer Beamter, die Eiserne Front und die Liga für Menschenrechte angesehen. Die Zugehörigkeit eines Beamten zu einer politischen Partei rechtfertigt allein noch nicht die Annahme nationaler Unzuverlässigkeit, mit Ausnahme der Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei. Ein Beamter, der im Weltkrieg an der Front für das Deutsche Reich oder für seine Verbündeten gekämpft hat. hat jedenfalls damals feine nationale Zuverlässigkeit durch die Tat bewiesen: bei ihm soll deshalb eine besonders sorgfältige Prüfung als angezeigt erachtet werden. Ist ober ein Beamter in Wort ober Schrift in feinem sonstigen Verhalten gehässig gegen die nationale Bewegung aufgetreten, bat er ihre Führer beschimpft ober feine bienstliche Stellung dazu mißbraucht, um nationalgesinnte Bc amte zu verfolgen, zurückzufetzen ober sonst zu schä bigen, so soll ihm auch ein nach bem 30. Januar 1933 erfolater Uebertritt zu einer nationalen Partei nicht zur Entschuldigung gereichen. Ist ein Beamter, der an sich ordnungsmäßig in sein Amt gelangt ist, außer der Reihe aus politischen Gründen seither befördert worden, so kann gegebenen Falls ebenfalls in vorstehendem Sinne gegen ihn oorgegan- gen werden. Jeder Beamte muß sich die Berfefoung in ein anderes 21 m t derselben ober einer gleichwertigen Laufbahn, auch in ein solches von geringerem Rang unb planmäßigem Diensteinkommen gefallen lassen, wenn es das dienstliche Bedürfnis erfordert. Jeder Beamte ist daher bis zum 30. September 1933 versetzbar. Damit ist für die Richter eine der ihnen gewährten Unabhängigkeilsgarantien aufgehoben worden. Die vorschriftsmäßigen Umzugskosten werden den Beamten vergütet. Bei der Versetzung in ein Amt von geringerem Rai.g behält der Beamte seine bisherige Amtsbezeichnung und das Diensteinkommen der bisherigen Stelle. Vor der Ucbertragung des neuen Amtes ist er zu hören, ob er um feine Versetzung in den Ruhestand nachsuchen will. Die Versetzung in den Ruhe st and ist zur Vereinfachung der Berroaltung zulässig, auch wenn der Beamte noch nicht dienstunfähig ist. Seine Stelle darf alsdann aber nicht mehr besetzt werden. Auch Wartestandsbeamte, die nicht wieder verwendet werden, können nach dieser Bestimmung in den enL