AL? Wut ZHr-ckljch t djl^'nder Ol* tas @e, rpL ,cl)r und drehte ,ruöe "UN ent. ^üde, -HP. e5 M tt06) bWn tim nb weckte ihn s.^°llen mar’ 11 °u kein Put. Mein ®Dtt r5nf bin! gw W, nur jür °ben. um mich lai}tnun2r ein '"b Md« gut ' lfn wurde, -L°8 mich nicht >ebme @ift ober gehst" 'f und er fuhr 'unichte Lena, wartete tiyn« • oqt. Und, die 'arden und sein 1 ats er einen i e^cr die Aenne! • -iich, wie eint ichts mehr, da; e Hoffnung auf i. oeiflung gepackt, . »rs sich darüber n? - Nur einen tun ließ! el£denfeä'?- BH Wff- BE KM M .Utte«-- 6989D itadtth^ L'L-^ llr. 269 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Donnerstag, lb. November 1933 Europas Gesicht nach dem 42. November. ’Ißir haben unsere K o r r e s p o n d e n- tcn in Paris, London und Ron, gebeten, uns über die ersten unmittelbaren Wirkungen der Abstimmungen vom 12. November, durch die das deutsche Volk zur Nation geworden ist, zu berichten, lieber die Notwendigkeit, mit Deutschland wieder direkte und freundschaftliche Verhandlungen über öie Abrüstungsfrage und andere vordringliche europäische Probleme zu führen, scheinen weder in Nom und London, noch auch in Paris noch Zweifel zu bestehen. Es geht jetzt offenbar nur noch um das W i e Paris in Verlegenheit. Don unserem ständigen v G.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten' Paris, 14. November 1933 Frankreich hat sich verhältnismäßig schnell darein geschickt, das Ergebnis des Volksentscheids und der Reichstagswahlen vom 12. November a l s eine vollendete, wenn auch unbehagliche Tatsache zu werten. Für ein Volk, das in zahllose Parteien und Gruppen gespalten ist, bleibt dennoch die disziplinierte Einmütigkeit der deutschen Nation ein unfaßbares und unglaubliches Rätsel. Aber eben dies Volk, das mit seiner Parteienzerklüftung die Regierung an einer kontinuierlichen Politik hindert, sieht dennoch ein, daß die Willensäußerung Deutschlands als eine unumstößliche Wirklichkeit Eingenommen werden muß. Die anfänglichen Versuche, den Sieg des Nationalsozialismus durch Uebertreibung der geringen Zahl oppositioneller Stimmen zu schmälern, sind, von einigen Ausnahmen abgesehen, bald einer realistischeren Betrachtung gewichen, lieber die geschlossene Front Deutschlands besteht in Paris keinerlei Unklarheit mehr-, man weiß, daß man die deutsche Einheit künftig als reale politische Tatsache in die außenpolitische Rechnung einstellen muß. Umso groß re Uneinigkeit herrscht bezeichnenderweise immer noch in der Beantwortung der seit dem Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund ständig wiederholten Frage: Was nun9 Die Ueberyeblichkeit der französischen Politik ist in Un- chlüssigkeit umgeschlagen, seitdem es sich unmißver- tändlich herausgestellt hat, daß eine Einheits - r o n t gegenüber dem Deutschland, das feine Schicksals- und Lebensfragen nicht mehr in Genf mit mehr oder weniger diktatorifchen Methoden der Gegenseite behandelt zu wissen wünscht, nicht vorhanden ist. Nicht nur der kleine französische Bürger, sondern auch einflußreiche Politiker Frankreichs sinnen heute, nachdem sie an London, Washington und Rom irre geworden sind, auf neue Wege. Die einen verlangen Festigung des französischen Bündnissystems in Ost- und Südosteuropa als letztes Pfand der französischen Sicherheit, die anderen reden unmittelbaren Verhandlungen mit Deutschland das Wort. Der Gedanke an militärische Sanktionen oder gar an einen Präventivkrieg ist im allgemeinen a u f gegeben, und selbst in solchen Kreisen, die noch vor kurzem einen Gedankenaustausch mit dem neuen Deutschland Hitlers empört ablehnten, wird heute der Weg von Verhandlungen mit Berlin als geringstes liebel bezeichnet. Der Umschwung der öffentlichen Meinung war in der Provinz langsam herangereift. In der Pari- ser Presse kommt er so plötzlich, daß die Einstellung der Regierungskreise, denen bisher zu große Bereitschaft zur Nachgiebigkeit vorgeworfen wurde, heute fast als unnachgiebig erscheint Aus der öffentlichen Aussprache ergeben sich, soweit bisher erkennbar, von Paris aus gesehen, folgende Möglichkeiten: Rückführung Deutschlands in den Völkerbund durch irgend welche Zugeständnisse Dafür spricht die so beliebte Genfer Grundlage, dagegen aber die Scheu vor Zugeständnissen, die, wie man weiß, sehr bedeutsamer und grundsätzlicher Art sein mühten, um den Genfer Rahmen überhaupt wiederherzustellen. Daneben taucht der Viermächtepakt auf, doch werden auch gegen ihn in der französischen Oefsentlichkeit sehr viel Einwände erhoben. Man fürchtet bei Inanspruchnahme des Viermächteabkommens einen gemeinsamen Druck von Deutschland und Italien offenbar umsomehr, als der Beistand Englands einigermaßen problematisch geworden ist. Außerdem rechnet man in diesem Falle mit erheblichen Widerständen der am Viermächtepakt unbeteiligten Nationen, und man möchte gerade im Augenblick die Sympathien der Kleinen Entente nur ungern aufs Spiel setzen. Bleiben als Letztes unmittelbare Verhandlungen mit Berlin. Ohne die Schwierigkeiten der Wahl eines dieser Wege zu unterschätzen, spricht nach der französischen Mentalität im Augenblick manches für eine unmittelbare deutsch-französische Fühlungnahme. Allen Mißtrauen zum Trotz hat sich die Aufrichtigkeit der neuen deutschen Außenpolitik hinsichtlich einer direkten Verständigung zwischen Berlin und Paris in Frankreich zweifellos immer mehr Geltung verschafft. Freilich wäre es falsch, etwa von der französischen Regierung eine bereitwillige Preisgabe des Vertragsinstruments von Versailles zu erwarten. Die vereidigten Verteidiger dieses Diktats fühlen jedoch, daß es sich allmählich gegen seine Urheber f e l b ft zu wenden beginnt. Ist das der Anfang der Dämmerung eines politischen Systems, dos bisher über Europa nur Unheil gebracht hat? Die Frage ganz schlüssig zu beantworten, ist im Augenblick nicht möglich. Denn einmal sucht Paris zunächst noch einer taktisch günstigen Ausgang s- ft e U u n g für direkte Besprechung mit Berlin. Zum zweiten aber handelt es sich gegenüber der eigenen öffentlichen Meinung, die bisher stark chauvinistisch aufgepuloM wurde, um die Frage: w i e sage ich's meinem Kinde? Die Verlegenheit, in der sich das französische Kabinett und die hinter ihm siegenden Parteien seit den deutschen Wahlen befinden, mutet etwas grotesk an. Sie wird noch vermehrt durch die inneren Schwierigkeiten, durch die parlamentarischen Hemmungen und durch ein instinktives Gefühl, daß Frankreich in feiner gegenwärtigen inneren Verfassung keine besonders gute Figur auf dem Felde der Außenpolitik macht. Hochachtung in Italien von unserem M-Äerichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! R o m, 14. November 1933. An einem glatten Regierungserfolg bei den deutschen Wahlen vom 12. November hat hier niemand gezweifelt. Unerwartet und überraschend kam nun das grandiose Ausmaß dieses Sieges. Im Lande Mussolinis, dessen Politik seit einem Jahrzehnt auf die Herstellung eines gerechten und vernünftigen Gleichgewichts in Europa gerichtet ist, mußte man sich geradezu wünschen, daß die Macht Deutschlands, die hierzu unentbehrlich ist, möglichst geschlossen und innerlich kraftvoll in Erscheinung trete. Und darum hat Italien das Ergebnis des 12. November aufrichtig begrüßt. Mehr, da der erwartete Erfolg Hillers zu einem unerwarteten Triumph des Volkskanzlers wurde, ist die ttalienische öffentliche Meinung durchaus von dem Gefühl einer gewaltigen Hochachtung vor der Disziplin des deutschen Volkes erfüllt. Gerade der Faschismus weiß die einzigartige Tatsache ganz besonders zu würdigen, daß eine schon fast traditionell gewordene Demokratie durch den unerhörten Sieg einer antidemokattschen Bwegung mit ihren eigenen Mitteln überwunden wurde. Und es ist vielleicht nicht zuviel, wenn wir sagen, daß man hier fast so etwas wie Neid per- spürt, zumal man das deutsche Geschehen in seiner Einmaligkeit doch offenbar nicht völlig begreift. Sv lieft man in dem Berliner Bericht eines großen römischen Blattes beispielsweise, daß dieser Wahltag eigentlich überflüssig gewesen sei, um am Schlüsse die Feststellung zu finden, daß vom internationalen Standpunkt aus diese gewaltige Bekräftigung des deutschen Willens nicht übergangen werden könne. Von entscheidender Bedeutung aber ist die Tatsache, daß auch nach italienischer Meinung die Ergebnisse des 12. November das Gesicht der europäischen Politik grundlegend verändert haben. Das Blatt des italienischen Außenministeriums, das „Giornale d'Italia", beschwört geradezu die europäischen Mächte, die Zeichen der Zeit zu verstehen. Es sagt, das europäische Verantwortlichkeitsgefühl Deutschlands sei mit feiner nationalen Einigung noch gewachsen Aber man dürfe nach dem 12. November von Deutschland nicht erwarten, daß es von dem einmal eingenommenen Standpunkt abweiche. Das Ausland kennt den deutschen Standpunkt, der eine Politik des europäischen Friedens aber auch der nationalen Ehre und der Gleichberechtigung aller Mächte will. Und Mussolini weiß nach den oben zitierten Sätzen seines Organs ganz genau, daß der 12. November als Zeichen innerer Kraft und stärksten Gerechtigkeitssinnes eines Volkes gedeutet werden muß. Die Zeit der französischen Äufrüstungspropagandisten und Prävenllvkriegsschreier ist endgüttig vorbei. London wartet ab. Von unserem (—^Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! London, 14. November 1933. Es gehört zu den Geflogenheiten John Bulls, in schwierigen Fällen den politischen Denkapparctt nur langsam und sozusagen stufenweise einzuschalten Das geschieht in der Erwägung, daß die Er- kenntnis von Tatsachen ein langsamerer Prozeß ist, als das Denken. Man wartet also ab. Um die inzwischen dennoch auftretenbe öffentliche Neugier zu befriedigen. Dazu genügen bei den deutschen Wahlen die sehr ausführlichen Berichte der Berliner Korrespondenten. Man ist aber von den Ergebnissen des 12. November in Deutschland sehr viel tiefer beeinflußt, als man 3 u g e - b e n will. Gerade die geschilderte Taktik der englischen Blätter beweißt das auf das Deutlichste. Trotz aller propagandistischen Vorbereitung ist nämlich die Oesfentlichkeit durch diesen Volksent- fcheid und mehr noch durch das Resultat dieser Reichstagswahl überrascht worden: Denn man hatte sich wirklich nicht träumen lassen, daß fast 40 Millionen Wähler, die insgesamt reichlich 60 Millio- —1 iw— 1111 tu ti «wniriiBrnnninnT—r~r~m Gletzener (Ataöttdeater Kranz Motnar. „Der Lrannl der Ä.lnia SUkiiwn. Dieses Stuck, Gejellfchaflsiomodie in vier Akten, ist unter dem Titel „Das Ulaicijeii vom Wolf über viele Bühnen gegangen. Im Plogiummyeft wird erklärt, warum man den ur|piuiiguü)tn Namen fallen gelassen habe: damit namud) die Heute nicht, was ja naheliegen wurde, an das „Rotkäppchen' denken, die tleine jutze Dirne bei Bruder Grimm, womit nun diejes ehid allerdings gar nichts zu schaffen hat Das Märchen, das hier erzähl! wuo, i>i zwar auch ein Kinderrnaichen, bas Papa feinem Bübchen vorm Einschlafen erzählt, — aber kein deutsches, jonbern ein ungarychrs Unb außerbem ist es inchi nur ein Märchen für Siinbcr, sondern noch nnyr für große Leute: ein jymbvlisches Märchen, eine Geschichle mit Hintergründen und durcyfichllgen Beziehungen von der Vorstellungswelt bei Meinen zum Leden bet Großen In ber Paufe, noch ehe die Gejch.chrr zu Ende erzählt war, wurde über den Sinn des Stüdes diskutiert: ohne Ergebnis zwar, da die Pause zu Ende ging, immerhin ergaben sich Vergleiche mit dem „Wallenstein" von Schiller und mit den Novellen von Franz Kafka. Uns icheint aber, daß man nicht mehr hinter dem Stück vermuten soll, als es ohne Umstande bietet: eine spielerische und spannende Unterhaltung nämlich über ein altes und wohl unerschöpfliches Thema, und zwar in einer szenischen Form, für die man Dieberuni bie Vordilber zwanglos in ber Weltliteratur aufweisen konnte: bei Eal- beron unb Grillparzer, um nur bie berühmtesten Namen zu nennen „Der Traum ein Leben" — jo hieß die tlajsijche Zauberformel für eine ber reizvollsten Vertauschun- t 11 unb Verwanblungen auf bem Theater. Diese spielerische unb zugleich tiefsinnige Mischung der (Elemente, bas Jneinanberfluten von Wirklichkeit unb Illusion, von Leben unb Traum bat die Phantasie ber Dichter unb ber Schriftsteller immer wieber beflügelt. Auch für M 0 1 n a r bilbet eine solche Gegenüberstellung den Kern seiner Fabel: er findet die Losung eines ehelichen Konfliktes im Traum und tm Erwachen vom Traum zurück in bie Wirklichkeit Der Konflikt entzünbet sich an der bis zur Monomanie getriebenen Eifersucht bcs Mannes auf die Vergangenheit seiner Frau. Das Auftauchen eines ^zunächst- fremden Herrn im Restaurant, wo bie Ehegatten zu Nacht essen, bietet willkommenen Anlaß für einen unbeherrschten Ausbruch bes Gemahls, bas Auftauchen bes Abjchiebsbriefes eines vr i ichollenen Verehrers steigert bie ohnehin exaltierte Gcsühlsspannung Aber das Märchen vom Wolf, das d.. Mann seinem kleinen Sohn zum Einschlafen er- zahlt, läßt auch bie Frau in Schlaf sinken. Unb sie erlebt nun im Traum (vor ben Augen bes Zuschauers) ben Liebhaber in allen verführerischen Gestalten, in benen biefer in jenem letzten Brief seine Wieberkunft angetünöigt hat Währenb bie Frau sich ben Iraumbilbern willenlos unb hingegeden u. erläßt geschieht nach dem Erwachen ber enlfchei- benbe Umschwung Als nämlich bie Iraumgcftalt (auf eine Art unb Weife, über die hier mit Molnar nicht gestritten werden soll) leibhaftig erscheint, da | et weist es sich nach unb nach, daß er für jede der ; von ihm gewählten Rollen ober Verwandlungen völlig I ungeeignet war er kehrte zuruck weder als ütauts- mann noch als Feldherr noch auch als Künstler, nicht einmal zum Lakaien ist ei grjchufsen Und die Frau schickt ihn mit freunbuchrii Worten, den Ent- sch.üsfen ihres Gemahls oorgreifenö und leine Spekulationen kurzerhand abjchneidend, wieder fort. Mit Oic|er Wendung ist auch der Mann geheilt, das Leben ist wirklicher als der Traum, und das Märchen der Großen endet fast wie bei den Kleinen: „Sie lebten herrlich und in Freuden, und wenn sie nicht gestorben sind bann leben sie heute noch " — Die Ausführung war vom Intenbanten König selbst inszeniert Das Stück bietet ber Regie ver- lodenbe unb bankbare Ausgaben Der Spielleiter bezog Anregung unb Antrieb für feine Arbeit aus ben beiben gegensätzlichen (Elementen, auf benen bie Fabel ruht', aus bem Kontrast zwischen beut- sicher Wirklichkeit unb verwirrenbem Iraumbub, unb würbe babei vom Regiestab, vornehmlich ben Herren Lössler (Bühnendilb) unb Keim (Beleuchtung), mit sinnfälliger Wirksamkeit unterstützt. Die große Traumszene, im Darstellungsstil gelegentlich an vergangene erpressianistische Dardilber gnklingenb. würbe zum eigentlichen Kernstück der Aufführung umsomehr, als sie auch in ber Rollenführung ben hier Auftretenben bie breiteste Entfaltung gestattet. Aber aud) bas geschickte unb nuancenreiche Konoersationskheater ber realen Bilder kam im fließenden Ablauf und Zusammenspiel, im Wechsel von lächerlichen und ernstgemeinten Situationen lustspielmäßig zur Geltung Das Stück wird im wesentlichen von drei Personen getragen. Fräulein Sybille-Evelyne Flemming als Frau Vilma Kelemen fand für die Rahmenhandlung die überlegene Gelassenheit und heitere Geduld, die Molnar für diese Rolle verlangt: dafür durfte sie in der Traumszene ungehemmt aus dem Gefühl heraus spielen und auch die kleinen ironischen Lichter aufsetzen, die ihre darstellerische Aufgabe so reizvoll machen Hanns König war der fremde Herr: tm Traum, als Liebhaber in vielen Gestatten, gewann er ben echt komobiantischen Verwanblungen feiner Rolle bic amüsantesten Wirkungen ab: er übertrumpfte ben Offizier mit bem Diplomaten, unb biefe beiben mieberum mit den gebärdenreichen Tiraden des Hamletdarstellers, um mit dem Lakaien zuletzt geschickt die Ueberleitung in die nüchterne Wirklichkeit anzubahnen: kleiner Mann mit schüchternem Lächeln und ohne Chancen Herr Loser hatte es in dem Terzett ohne Zweifel am schwersten, weil ihm die Rolle des Gemahls, wie sie nun ist, die relativ geringste Bewegungsfreiheit gibt und auch in der Traumszene nur unwesentlich von den zuvor festgelegten Grundlinien abweichl, doch besaß er Humor genug, sich in die zappelnde Nervosität, die eigensinnigen Launen und die jählings explodierenden Eisersuchts- anfäUe dieses wahrhaft qualvoll Liebenden einzufühlen Alle übrigen Gestalten im Stück haben nur episodische Geltung: die beiden feschen und etwas gelangweilten Leutnants — W r e d e und Fier- ment —, und die harmlos-gespenstigen Traumfiguren, die von Kühne (Sekretär), Frau Koch (Gräfin) und Fräulein Stadler (Miezchen) mit wichtigen Gesten und sanfter Ironie zu flüchtigem Leben erweckt wurden * Stück und Darstellung sand sehr freundliche Aufnahme hth Die Flugieckmik der Doqelschwärme. Der schwedische Forscher Bengt B e r g ist der erste gewesen, dem es bei seinem Studium des Herbstzuges ber Kraniche von ßapplanb bis zum Weißen Nil gelungen ist, beweiskräftige Filmaufnahmen von ben Flugformen ber Großvögel-Schwärme zu gewinnen. (Er hat bamit nicht nur ber Dogeiforschung einen großen Dienst erwiesen, fonbern auch bie (Er- kenntnis der Flugtechnik geförbert, wie Dr K Rub. Fischer (Gießen), in der bei Hugo Bermühler in Berlin erfcheinenben Monatszeitschrift „D e r Naturforscher" hervorhebt. Es gibt eine Reihe von Zugvögeln, bie bei ihren Wanberungen in ganz bestimmter Ordnung fliegen, so in einer zur Slug- Oer Polarforscher Willem BarentS. Der hollänbtsche Seefahrer Willem Barent», bet 1597 auf ber russischen Eismeerinsel Nowaja Semlja das erste arktische Winterquartier aufschlug. Jetzt, nach fast dreieinhalb Jahrhunderten, wurden, wie bereits gemeldet, die Ueberrefte seiner Hütte sowie die eines Bootes auf der Insel entdeckt. Man Hofft, nun auch das Grab dieses Pioniers der Arktisforschung aufzufinden. nen eines 65-Millionen-Volkes repräsentieren, sich zu Adolf Hitler und seiner Bewegung mit der Reichstagswahl bekennen würden. Man muh sich nun erst darüber klar werden, was weiter zu geschehen hat. In gewisser Weise ist darauf die Antwort schon vor den deutschen Wahlen gegeben worden. Der „Obferoer", der von dem gut unterrichteten Publizisten Garvin herausgegeben wird, hatte bereits vor den Wahlen alles gesagt. Deutschland solle sich nämlich vertrauensvoll an die Engländer und an die Wett wenden, um seinen Fall vorzutragen und die deutsche Sache zu vertreten. Diese Ausdrucksweise kennzeichnet die englische Mentalität. Englands maßgebende Kreise Haden sich bisher zwar theoretisch, aber nicht praktisch mit der deutschen Gleichberechtigung befaßt. In ber polüt- schen Vorstellungswelt des Engländers geistert nämlich immer noch ein Rest von der Bewährung s- f r i ft, ohne die der so auf die Ausfuhr moralischer Werte bedachte Engländer nicht auszukommen scheint. Hier steckt aber auch das neue, unb unbekannte Zukunstsproblem für bie englische Oeffent- lichkeit, beren überhebliche unb herablassende Grundhaltung durch das deutsche Wahlergebnis vollständig widerlegt worden ist. In dieser Form gehts nicht mehr — das spürt man allmählich in London. Auf englisches Publikum kann mag mtt den bisherigen Methoden zwar noch Eindruck machen, nicht aber auf die deutsche Politik. Hier scheiden sich die Geister. Das deutsche Wahlergebnis bedeutet von London aus gesehen die Notwendigkeit einer Um- kehr, ja einer völligen Umkehrung des englischen Begriffs von Deutschland und dem deutschen Volke. Ein Jahrhundert hindurch hat sich England — oft entgegen besserer tatsächlicher Erkenntnis — immer mehr an die Ueberzeugung von der deutschen Minderwertigkeit gewöhnt. Nun ist es zu Ende mit dieser bequemen Fiktion Gewiß, England hat stets die überlegene militärische Leistung des deutschen Soldaten neidlos anerkannt. Hier aber gehts um die Politik. Und damit geraten wir auf Englands ureigenstes Gebiet. England hat bisher bie ganze Wett ungestört mit feinen politischen Doktrinen belehren dürfen, nun kommen die Deutschen unb schaffen etwas oöllicj Neues, Unabhängiges, Gleichberechtigtes. Da ist's kein Wunber, wenn bie alte Firma Sorgen bekommt. Der angeblich bankrotte richtung schrägen Linie ober in einem spitzen Winkel. Man kann annehmen, baß bie Tiere biefe Drbnung einhatten, weil sie babei am leichtesten vorwärts kommen, baß sie sich also auf ben geringsten Wiberstanb einstellen unb fühlen, ob sie mit bem führenben Tier in d§r richtigen Flugstellung fliegen. Auf biefe Weise gelingt es, den geringsten Wiber- ftanb zu überminben, genauen Abstand zu halten unb den schwächeren Tieren durch die stärkeren einen Kraftzuschuß zu verleihen. Diese Annahmen sind durch die Filmbilder Bergs bewiesen unb in überaus interessanter Weise veranschaulicht worden. Wenn ein Kranichpaar im Gedränge auseinanderkommt, so suchen sie sich wieder zusammenzusinden, unb zwar geschieht bies baburch, daß ber eine Gatte sich in bie Luft erhebt unb ben Rastort laut schrei- enb umkreist. Der andere Teil wird dadurch auf ihn ausmerksam gemacht, nähert sich sofort dem ersten Vogel und beginnt, wenn er ihn erreicht, sich in die „Schwingungs-Stellung" des suchenden Tieres einzufühlen, so daß beide Tiere den gleichen Schlag der Flügel aufroeifen, wenn sie zur (9e- samtheit zurückkeyren. Da das Filmband neben ber Art ber Schwingung auch bie Anzahl ber Schwingungen angibt, so läßt sich aus ben Silbern zeigen, baß bie Flügelschläge aller in bem Zug eingeschalteten Tiere im gleichen Rhythmus erfolgen, unb zwar führen die Auf- unb Abbewegungen ber Schwingungen bazu, baß alle Vogel an einem bestimmten Punkt die gleiche Flügelstellung haben. Der erste Vogel des Geschwabers, gewöhnlich ber stärkste, weil er einen ungebrochenen ßuftroiberftanb zu überminben hat, erzeugt durch Flügelschlag eine Schwingung, deren Zahl von ber Flügelbewegung bes Tieres abhängig ist unb bie sich im Raum mit Schallgeschwindigkeit weiterbewegt. Bei ber Einstellung auf ben geringsten ßuftroiberftanb muß nun jebes Tier bestrebt sein, seine Flügelstellung ben von dem Vorgänger hinterlassenen öuftroellen anzugleichen, so kommt ein regelrechter Gleichtakt wie unter der Einwirkung ber Musik zustande es entsteht also eine Art ,Lüftkoppelung" Jedes Tier, das mehr Schlagkraft aufwendet, als es selbst zur Fortbewegung braucht, gibt einen Teil dieser Energie seinem schwächeren Nachfolger weiter, bem sie beim nächsten Flügelschlag zugute kommt Dies geschieht solange, als sich Abstand unb Eigengeschrvin- bigteit nicht änbern. ßäßt ein Vogel, ber kräftig fchlagenb, an ber Spitze des Geschwabers ftanb, plötzlich nach, bann schwenkt er und versucht, neben- schwingenb einen geeigneten Platz zu finben Bei dieser Art von Schroingungserzeugung sind zwei Verbindungsfälle möglich, nämi'd) in Form von Schwebung ober von Abstimmung Jedenfalls wirb durch biefe Art der Flugtechnik der Vogelschwarm zu einer großen Einheit zusammengefügt. in Genf ausgeschiedene Portner tritt über Nacht mit einem neuen politischen Erzeugnis auf den Plan. Und dies Produkt ist — das fühlte der Engländer — eine iabelhafte Sache. Es ist „Made in Ger- mant)"' Müssen wir uns wundern über die englische Haltung? Nein? Aber wir müssen uns überlegen, wie peinlich die Loge Englands ist, das eben eine völlige Umwertung gewohnter Vorstellungen erlebt hot. Es gehört Mut dazu, in solchen Fallen der Wahrheit die Ehre zu geben. Mehr Mut, als England vorläufig noch besitzt. Es wird chn aber eines Tages dennoch wiederfinden. Gegen Mißbrauche beim Versand von Reai iermart. Um zahlreiche Mißbräuche beim Versand der Reyistermark abzustellen, hat das Reichsbankdirek- torium angeordnet, daß mtt Wirkung vom 15. November ab Registermark-Auszahlungen an Inhaber saarländischer Pässe innerhalb einer dem Saargebiet benachbarten Zone nur noch in Höhe von 20 Mark je Tag und Person erfolgen dürfen. Diese Sperrzone wird von der saarländischen und elsaß- lothringischen Grenze durch die Eisenbahnlinien Kehl—Appenweier—Karlsruhe—Darmstadt—Frankfurt a. M —Wiesbaden, Rüdesheim—Köln—Euskirchen—Trier obgegrenzt. In dem gesamten von diesen Linien eingeschlossenen Gebier einschließlich der an den Bahnlinien liegenden Orte findet die beschränkte Auszahlung statt, während im übrigen Deutschland die normalen Bestimmungen gelten. Lor dem 15. November 1933 ausgestellte Register- schecks werden noch nach der bisherigen Regelung eingelöst. Taten für Donnerstag, 16. November. 1632: Tod Gustav Adol's von Schweden bei Lützen (geboren 1594); — 1831: der preußische General und Militärschriftsteller Karl von Elousewig in Breslau gestorben (peboren 1780); — 1863: der Germanist und Sprachforscher Ludwig Sütterlin in Heidelberg geboren (Sütteriin-Schrist), — 1869: der Geschichtsforscher Hermann Dürfen in Oldenburg geboren. Laßt das Feiern! Die Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministc riums für Dolksaufklärung und Propaganda teilt mit: Ueberall häufen sich sogenannte Feiertage, Kund- aebungen aller möglichen Art, Feste und dergleichen. Die große Masie des Volkes hat kein Verständnis dafür. Jede kulturelle, wirtschaftliche und sportliche Vereinigung veranstaltet ihren „Tag". Es besteht Gefahr, daß dadurch die großen vom Führer gewollten nationalen Feiertaae, wie „Feiertag der nationalen Arbeit" und „Erntedankfest" in ihrer hohen Bedeutung abgeschwächt werden. Durch Hinzuziehung nationalsozialistischer Führer versucht man, an und für sich belanglosen Veranstal- tungen eine besondere und dabei unverdiente Bedeutungzu geben. Der Winter naht heran und wird von großen Teilen des Volkes hart und schwer empfunden. Deshalb muß mit dieser unsinnigen Fest- seuche ein Ende gemacht werden. Vor allen Dingen versucht man, sogenannte Wohltätigkeitsfeste zu veranstalten, die dadurch schmackhafter gemacht werden sollen, daß man erklärt: „Der Reinertrag wird an das Winterhilfswerk abgeführt!" Es ist ein Unfug, glanzvolle Feste zu feiern, und dadurch unverschuldet in Not Geratenen helfen zu wollen. Dabei kommt bei der Abrechnung meist nur ein minimaler Betrag dem Winterhilfswerk zugute. Es wird daher Vorsorge getroffen werden, daß bei sogenannten Wohltätigkeitsfesten 75 o. H. der Bruttoeinnahmen von vornherein verttaglich an das Win- tcrhilfswerk abzuführen sind. Vereine und Einzelpersonen, die die Möglichkeit und das Bedürfnis haben, überflüssiges Geld auszugeben, mögen dies im Rahmen des Winterhilfswerks tun. Es wird erwartet, daß alle gesunden und vernünftigen Volksgenossen ihren ganzen Einfluß geb tend machen, dieser unsinnigen Festseuche ein Ende zu bereiten! Gez.: Müller - Scheid, Gaupropagandaleiter und Leiter der Landesstclle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Aus -er ))rovinzialhaupista-i. Zimmerturnen für unsere Kinder. Das Baden in Lust und Sonne, das Schwimmen im kühlen Wasser, das Umhertollen in Feld und Wald, alles ist vorbei! Wohl kommen Tage, an denen der Schnee zu neuer Tätigkeit lockt, Tage, an denen die Buben und Mädchen ihre Schlittschuhe hervorholen können, um sich in der winterlichen Luft zu freuen und zu stärken. Aber vorläufig rnüs- fen wir mit dem Regenwetter vorlieb nehmen. Da fitzen dann die Kinder im Zimmer, spielen oder lassen sich etwas erzählen. Die größeren haben ihre Schularbeiten, ihre Musikinstrumente oder den Rundfunk. Die Kleinen aber, die Vorschulpflichtigen und die ganz Kleinen, die noch nicht laufen können, langweilen sich. Wie konnten sie sich noch vor kurzem in der warmen Lust austoben! Gott sei Dank, sind ja die Wirfelwindeln und Steckkissen bei den kleinen Menschenkindern gänzlich verschwunden. Sie können ihre drallen Beinchen in die Lust strecken, sie können strampeln nach Herzenslust. Man sei gerade bei ihnen nicht zu ängsttich. Sie zeigen uns eigentlich, wie nötig das Turnen — denn ihr Strampeln ist ja weiter nichts als Turnen — ist. Wir lassen des- halb auch unsere Kleinsten in möglichst leichter Kleidung im Stühlchen sitzen ober auf dem Fußboden Herumkriechen. Sie sorgen schon von selbst für ihre Turnstunde, Den Vorschulpflichtigen wird das Sitzen im Zimmer oft unerträglich. Wir nehmen sie deshalb, weil sie weder einen Schulweg, noch andere Gelegenheiten haben, auszugehen, immer auf unfern Spaziergängen mit, damit sie in die frische Luft kommen. Das ist allerdings an manchen Tagen ausgeschlossen. Da tritt nun das Zimmerturnen ein. In ihm haben wir ein großartiges Mittel, um unfern Kindern Freude zu machen, die Langeweile zu bannen und vor allem — die Hauptsache! — ihren Körper zu stählen. Vorbedingung beim Zimmertur- nen ist, daß wir selber ober ältere Geschwister mit- machen. Es kann sich in ganz einfachem Rahmen abspielen. Wir brauchen weder viel Geräte, noch einen besonderen Platz. Ein Spazierstock, ein Paar Hanteln ober Keulen, ein Stück Teppich, auf dem wir liegen können, bas ist alles. Aber selbst ohne das all können wir gut turnen. Die Liegeübungen, die zur Stärkung unsrer Rücken- und Bauchmuskeln dienen, werden auf dem Fußboden ausaefübrt. Das macht den Kindern viel Freude. Die Kleidung sei möglichst einfach. Am besten ist immer der Badeanzug. Selbstverständlich muß das Zimmer yeheizt lein. Das Wohnzimmer wird wohl nicht immer frei fein. Dann gibt es im kalten Nebenzimmer einige andere Uebungen, wie Laufen an Ort und Stelle, Kniebeugen, Rumpf- und Rückenbeugen ufw. Die Hauptsache ist, daß wir überhaupt einmal anfangen. Die Äinbcr forgen schon dafür, daß eine Fortsetzung nicht vergessen wird. Bei mitUeren Temperaturen eignet sich für das Turnen immer noch gut ein freier Balkon, auch da» Badezimmer, wenn es genügend groß ist. Bor dem Bad sollten immer einige leichte Freiübungen eingeschoben werden. Der Körper ist frei von den einengenben Kleidern Den kleinen Kindern machen wir schon große Freude, wenn wir Verstecken mit ihnen spielen. Das gibt Bewegung Es schadet uns Großen, „Ausgewachsenen-, auch nichts, wenn wir einmal zusam- mengefauert einige Minuten in der Erfe sitzen und bann wieder laufen müssen Bei Leibschmerzen hat sich immer wieder ein zehnmaliges Aus- und Ablauten einer Wendeltreppe großartig bewährt. Natürlich können das nur die, die ein eigenes Haus haben Lassen mir die Drei- und Vierjährigen nur ordentlich hüpfen! Zuerst von einem dicken Buch b.rab, dann von einem Schemel und schließlich von ein'm Stuhl. Zeigen wir ihnen, daß alle Uebungen gar nicht so schwer sind und machen mir besonders d n ängstlichen immer wieder Mut Am Anfang kann man unbemerkt leicht mithelfen. W>r dürfen uns nicht damit trösten, daß wir la ->*n, in der Schule bekommen die Äinbcr jo Turnstunden. Der Lehrer hat dort mciitrne 40 bi» 50 Schüler und kann sich nicht so um den e n^elnrn f-tmmern, wie wir bas zu Haufe tun Tonnen Die 'chatten Kinder kommen hi 6er Turnstunde immer zu kurz. Deshalb muß unser Zimmerturnen als Dorunterricht eingreifen. Mit Spielen fangen wir an und gehen bann nach und nach zu gleichmäßig exakten, aber auch zu lockeren Uebungen über. Wir wollen ja nicht nur die Blutzirkulation im Takt halten, sondern den jungen Körper stählen und gewandt machen. Selbstverständlich schlafen unsere Kinder bei offenem Fenster. Man gewöhne ihnen nur an, abends vor dem Schlafengehen, wenn die Turnübungen erledigt sind, am offenen Fenster einige Minuten recht Ion Ham und tief die frische Nachtluft einzu- afi" ’ Das gibt einen ruhigen, gesunden Schlaf. Besonders für nervöse Kinder ist dies sehr zu empfehlen. «eine hochtrabenden Anreden. Die Staatspressestelle teilt mit: In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen der Herr Staatsminister in Eingaben und auch bei persönlichen Vorsprachen mit dem Prädikat „Exzellenz" oder „Euer Hochwohlgeboren" bedacht wird. Einer Anregung des Herrn Staatsministers folgend, wird hierzu bemerkt, daß derartige Prädikate im nationalsozialistischen Staate unangebracht sind. Unsere Staatsführer zeichnen sich durch Leistung aus und nicht durch hochtrabende Prädikate. Der Herr Staatsminister läßt darauf Hinweisen, daß er für die Parteigenossen der „Pg. Jung" ist und für die übrigen Volksgenossen der /rS)e r r Staats- Minister. NSDAP. Der Bund nationalsozialistischer deutscher Juri st en, Fachgruppe Wirtschaftsrechtler, veranstaltet am heutigen Donnerstag, 20.30 Uhr, im U)otel Viktoria" zu Gießen eine Werdeoersammlung Im Mittelpunkt des Abends stehen Berichte vom Iuristentag in Leipzig, erstattet für Volkswirte, Betriebswirte, Wirtschaftsprüfer und Derbandsgeschäftsführer und Wirtschaftsleiter. Es sprechen Dr. Brauns (Darmstadt), Dr. Ausermann (Darmstadt), Dr. Fetzer (Bingen), und Prokurist Bernhard (Darmstadt). Die Schluß- und Werbeansprache hält Dr. rer. pol. Hans Keide 1 aus Michelstadt. NS.-Frauenschaft Gießen-Mitte Zelle 1 1 : Heute, Donnerstag, 20.30 Uhr. in der „Stabt Mainz", Kreuzplatz, Zellenabend. NS. - Frauenfchaft Gieß en-Süd: Heute, Donnerstag, 20.15 Uhr, Sanitätsabend im Sani- tätsdepot neben der Goetheschule. NS-Lehrerbund, Gau Ausland. Belr. Arbeitsgemeinschaft. Am nächsten Mittwoch, 22. November, 17 Uhr, spricht in der Neuen Pestalozzischule (In den Eichgärten) Prosesior D. Dr. d-orbier, Gis- ßen, über: „Reiseeindrücke über deut- scher Leben in Jugoslawien". Es können auch Gäste ttilnehmen. Belr.: Jörberermilgliebet des (Baues Ausland. Die Beiträge können auf das Postscheckkonto brr Dresdener Bank, Zweigniederlasiung Gießen, Nr. 1151 Frankfurt a. M., zur Gutschrift auf bas Konto des NSLB, Gau Ausland, eingezahlt werden, oder an die Bezirksobleute, die die Beträge mit dem Gaukassenwart Lehrer Otterbein, Gießen, Ludwigstraße, abrechnen. Der (Bauobmann: Dr. Henh. Luther-Zeier im Stadtiheater. Aus dem Stadttheaterburo wirb uns geschrieben: Die protestantische Glaubenswell begeht am Sonntag, 19. November, bas Fest des 450. Geburtstages bes deutschen Reformators und Religionsstifters Martin Luther. Da das Theater von jeher an allen großen Zeitereignissen lebhaftesten Anteil genommen hat, Tann e» in seiner Aufgabe als Kulturfaktor deutschen Geisteslebens nicht achtlos an diesem Srinncrungstag oorübergehen Die Intendanz des Stabttheaters labt daher alle Kreise ber Gießener Bevölkerung zu einer .Luther-Feier" am Samstagabend ins Stadttheater ein. Da» für diesen Abend belonbere zusammengeftellke Programm, in dessen Mittelpunkt der Vortrag des bekannten Lutber-Forschers Pg Prosesior G D Frey tag (München), ein Sohn des Dichters Gustav Freytag, über das Thema: «Luther, der Führer, der Kämpfer, der deutsche Mensch" sieht, wird umrahmt von Darbietungen bes Akademischen Gesangvereins und des Bauerschen Gesangvereins; beide Vereine stehen unter Leitung des Unioersi- tätsmusikbirektors Prosesior Dr. Temesvary. Um allen Kreisen den Besuch der Luther-Feier zu ermöglichen, sind die Eintrittspreise von 0,50 bis 1,50 Mark. Anfang: 20 Uhr, Ende: 22 Uhr. Dpferipenhen der Beamten im Kreise Gießen. Don den Beamten im Kreis Gießen werden für bas Winterhilfswerk 1933 34 monatlich insgesamt 10 500 Mark gefpenbet. Denn man bedenkt, daß diese Spenbe in ber Hauptsache von den unteren unb mittleren Beamten neben sonstigen Spen- ben (Eintopfgericht usw.) laufend aufgebracht wird, so ergibt sich das erfreuliche Bild, daß die Beamtenschaft in ErkennMis ber Not unserer hungernden unb frierenden Volksgenossen in wahrer O^'crbere'.tschaft unb Treue hinter dem Führer fteb4 und fe.n großzügiges Hilfswerk tatkräftig und einmütig unterstützt. Kleider- und Waschesammlung. Die Ortsgruppe Gießen-Mitte sammelt am Freitag Kleider und Wäschestücke in folgenden Straßen- Sellersweg, Maigaife, Kreuzplag, Weidengasse, Neuenweg, Kaplansgasie, Katharinen- gasse, Löwengasie, Wolkengasse, Teufelslustgärtchen, Blockstraße, An ber Johanneskirche, Iohannesstraße, Hinbenburgwall, Bahnhofsttahe, Grabenstraße, Horst-Wessel-Wall, Hinter ber Westanlage, Mühl- straße, Kleine Mühlgasse, Tiefenw g. Schanzen- slraße, In Lödershof, Kornblumengasse, 5anbgaffe, Neustadt, Kirchstraße, Kirchenplatz, Wetzsteinstraße, Wetzsteingasse, Auf der Bach, Am Pfarrgarten, Burggraben, Goethcstraße, Löberstraße, Blcichstraße, Dismarrfstraße, Ludwigstraße, Stephanstraße. Sonntagsrückfahrkarten zur Darmstädter Holzausstettnu^. Auf Antrag ber Stäbtischen Verkehrsstelle Darm- stabt in Gemeinschaft mit dem Lanbes-Verkehrs- oerbanb Rhein-Main, ßanbesftelle Hessen, werben für ben Besuch ber zur Zeit im Gewerbemuseum zu Darmftabt stattfindenden Ausstellung „Das deutsche Holz in Haus unb Heim" verbilligte Rückfahrkarten zum Preise einer Sonntagsrückfahrkarte von allen Stationen der Reichsbahn im Umkreis von 75 Kilometer ausgegeben. Außerdem kommen noch die beiden Städte Gießen und Schotten hinzu. Die Karten gelten ab 16. November an jedem Dienstag unb Donnerstag unb müssen bei Besichtigung ber Ausstellung dort abgestempelt werben. Der Eintritt in bie Ausstellung ist frei. Die Gellungsbauer ber Karten erstreckt sich von 0 bis 24 Uhr. Gießener WochenmarttYreife. * Gießen, 16. Nov. Auf bem heutigen Wochen- marft kosteten: Süßrahmbutter, bas Pfund 1,55 Mk., Canbbutter 1,40, Kochaulter 1,20 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier (inlänbische) 14 bis 15, Wirsing, bas Pfunb 8 bis 10 Pf., Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 8 bis 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Unterkohlrabi 7 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 25, Felbsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Zwiebeln 8 bis 10 Pf, Meerrettich 30 bis 50, Kürbis 5 bis 7 Kartoffeln 3 bis 3% Pf, ber Zentner 2,50 bis 2,80 Mk., Aepfel, bas Pfunb 10 bis 18 Pf., Birnen 10 bis 15, Nüsse 40 bis 60, Honig 50, junge Hähne 70 bis 75, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 60 bis 70, Tauben, da» Stück 45 bis 50, Blumenkohl 10 bis 50, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 5 bis 25 Pf. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag: Vortragsoereinigung. Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein, Gewerbeoerein, 20 Uhr, Neue Aula, Musikalische Abendstunde. — Oberhessischer (Bc- schichtsoerein, 20.15 Uhr, Kunstwissenschaft!. Institut, Vorttag mit Lichtbildern über „Das mittelalterliche Münz unb Geldwesen im Rhein-Main^ebiet". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Unsichtbare Geg- ner". — Astoria-Lichtspiele, Sellerswea: „Revolte im Zoo". — Hausbesitzer-Derein, 20 Uhr, ..Hotel Hindenburg", Mitglleder-Lersammlung. — DHV» im Heim, Hausfrauen-Nachmittag. — DWA., 18.15 Uhr. Singsaal des Realgymnasiums, Deutscher Abend. — 16 unb 20 Uhr, „Postteller", Vortrag über „Wie bleibe ich schlank unb schön!" — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Morgen 7. Vorstellung im Freitag- Abonnement statt: „Wenn der Hahn kräht" bie klassische Operette: „W jener Blut" von Johann Strauß. Operetten-Preife. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. — Samstag, 19. November, findet au» Anlaß der Feier bes 450. Geburtstage» Martin Luthers im Stadttheater eine Luthe »Feier statt unter Mitwirkung bes Lkabemischen Gesangverein» unb bes Bauerschen Gesangvereins. Im Mittel» punkt des Programms steht der Vortrag bes Pg. Professor G. W. Freytag (München): .Luther, der Führer, ber Kämpfer, der beutsche Mensch". Außer Abonnement. Ansang: 20 Uhr, Ende: 22 Uhr. Preise ber Plätze von 0,50 bis 1,50 Mark. — Die Volkshochschule beginnt heute abenb bie Kurse „Ervgesundheits- unb Rallen- pftege",_ „Volk und Vaterland, deutsche Geschichte", »Französisch für Anfänger" unb „Englisch für Fortgeschrittene", jeweils 20.15 Uhr in der Universität. (Liehe heutige Anzeige.) — Die Vortrags-Vereinigung (Goethe- Bund, Kaufmann. Verein und Gewerbeoerein) bittet uns, an dieser Stelle nochmals auf bie heute abenb stattfindende musikalische Abendstunde Hinzuwersen. (Siehe heutige Anzeige.) • *• Don der Landesuniversität, von der Pressestelle ber Universität Gießen wird uns nut- geteilt: Der planmäßige ao. Professor für Volkswirt» schaflslehre an unserer Universität Dr. Ernst Günther ist unter Belassung der vollen ruhcgehalts» fähigen letzten Dienstbezüge al» Ruhegehalt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleiteten langjährigen ausgezeichneten Dienste mit Wirkung vom 1. November 1933 an in den Ruhestand versetzt worden. *• Eine Saarkundgebung der Burschenschaften findet am kommenden Samstag, 20.15 Uhr, im Stubentenhalls, ßeibgefterner Weg, statt. Die Äunbgebung wirb von ben Gießener unb Marburger Burschenschaften, von dem Ortsgruppen- bezirk Lahngau ber Deutschen Burschenschaften unb von der Saarstelle bes Westamtes der Deutschen Burschenschaften veranstaltet. U. a. wird bei diesem Saarabend Prof. Dr. Maier von ber Universität Gießen sprechen. ** Besonderer Militärgottesbienft. Anläßlich ber Feier des 450. Geburtstag» D. Marlin Luthers findet am kommenden Sonntag, 19. No- uember, 8 Uhr, in ber Johanneskirche ein besonderer Militär gottesdiensl statt, an bem auch Glieder der Zioilgemeinde teilnehmen können. ** Was man bei Geschäftsreisen }u Hause erspart. In ben vom Wirtschaftsprüfer Hermann Will zu Gießen herausoegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Nr. 22) lesen wir: Geichästsretjekoslen sind grundsätzlich als Werbungskosten vom Einkommen abzusetzen Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, welche Ersparnisie im Haushalt erzielt werden. Insoweit können bk Fi- nanzämter einen Abzug von ben Reisespesen vor- nehmen. Doch ist es nicht angängig, daß da» Finanz- amt für den auf Reisen befindlichen Hausherrn einen anteiligen Betrag der Haushaltung,Tollen bt rechnet und von den Reisespesen abfetzt Maßgebend ist vielmehr, ob und welche Ersparnisse bei der Abwesenheit des Hausherrn tatsächlich im Haushalt erzielt werden Bei geringerer Reisetätigkeit wirb man überhaupt nicht von Ersparnissen nn Haushalt sprechen können, da der Zuschnitt des Haushalts derselbe bleibt (vgl. RFH. vom 11. 1 1928 — VIA 8/2!). Anderseits stellt nach der Entscheidung bes Reichsfinanzhos» VI A 105/29 vom 12 8. 1920 auch ber Mehraufwand an Kleidern usw., ber durh die vermehrte Abnutzung derselben aus Geschäftsreisen verursacht wird, eine abziigkähige Mehrausgabe bar, die unter Umständen etwaige Ersparnisie im Haushalt ausgleicht. Hessische Fledermäuse rei’en ins Musiriesebiel. Die Oberbürgermeisterei der Stadt Essen hat während der letzten Wochen ein nicht alltägliches Ex. periment versucht. Sie hat Wiebereinbürge- rungsoersuche mit Fledermäusen begonnen. Die Tiere, die nach unb nach gesammelt worden sind, stammen aus Hessen, wo sie an solchen Orten, die sie noch häufig beherbergen, eingefangen unb bann mit einem besonderen Irans- portgerät nach Essen gebracht wurden. Die Versuche sollen solange fortgesetzt werden, bis man genügend Tiere für den Wiedereinbürgerungsversuch zusam- mengebracht hat. Die Leitung des Unternehmens liegt in ben Händen eines wissenschaftlichen Instituts ber ßanbesunioerfität Gießen. Nach ben bis jetzt vorliegenden Mitteilungen kann damit gerechnet werden, daß ein solcher Wiederein- bürgerungsoersuch sehr wohl möglich ist; jedenfalls sind die bis jetzt ausgeietzten Tiere nicht abgeroan- bert, sondern haben sich sofort geeignete Unter- schlupfe unb Verstecke gesucht. Als solche hatte man fürsorglich einen alten, fast zur Ruine verfallenen Wasier-Sperrturm an ber Ruhr innerhalb seine» Gemäuers mit kleinen Holzoerschatten und zum Schutz gegen Wetter unb Kälte gut abgedichteten Kämmerchen versehen, bie bie nötige Wärme und auch erforderliche Dunkelheit und Störunasfrelheit (bie wesentlichsten Bedingungen für ben Aufenthaltsort von Fledermäusen) besitzen. Die kommende Frei- losiung eingeführter Fledermäuse wird in ben wärmespeichernden Untertaggeroolben von stillgelegten Industriegebäuben erfolgen, bie ebenso wie bie Bergwerksstollen in der Lindener Mark einen her- vorragenden Unterschlupf und ein ausreichendes Winterquartier für den Winterschlaf der Fledermäuse barbieten. Bei ber Auswahl ber geeigneten Arten waren aus- schlaggebend bie Gesichtspunkte rein biologischer Eignung zum öiebereinbürgerungs- versuch in einer Gegend, wo früher unter besonderen Verhältnissen die Tiere von der Natur aus aufgegeben worden sind, in erster Linie nämlich erhöhte Frosthärte, Anspruchslosigkeit an ben Aufenthaltsort, Zufriede nheü mit kärglichem In- scktenleden unb andere Gesichtspunkte, die sich aus bem genauen Studium ber arteigenen Lebensge- wohnheiten, bie bei ben verschiedenen glebermau»» arten sehr weit auseinanbergeben, ergeben. Zu ben in Frage kommenden Versuchstieren eignen sich also In erster Linie solche ?Irten, die sehr zeitig tm Früh- fahr aus dem Winterschlaf kommen und noch spat im Herbste, wenn bie Nächte schon empfind! ch naßkalt geworben sind, sich noch in der Abenddämmerung zeigen: ber beste Ausweis dafür, daß man es hier nicht mit empfindlichen und weichlichen Tieren zu tun hat. Deshalb ist der späte Herbst und bas zeitige Frühjahr auch ber geeignetste Zeitpunkt, solche Der- suche vorzunehmen, weil man da bessere Auslese- Möglichkeiten yat. Wenn oben gesagt wurde, daß im engeren Ruhrgebiet bie Fiebermäuse, unb mit ihnen noch ein west größeres Kontingent aus den anderen Säuge- unb Wirbeltiergruppen, insonderheit aus dem Reiche der Wald- und Garten-, Feld- unb Siedlungsoögel, von ber Natur her vor Jahrzehnten aufgege ben worden sind, daß also — mit anderen Worten — bie Tiere früher unter bem Druck vertreibender Faktoren aus einer Gegend weichen unb auswan- dem mußten, in ber sie früher genau so gut wie anderwärts zu Hause waren, so dürfte sofort ein kritischer Gedanke aufkommen, wenn von Wiederein- bürgerungsoersuchen die Rede ist. Denn al» Voraussetzung für das Gedeihen und Glücken eines solchen mit Geldaufwand unb Zeitvergeudung verbundenen Versuche wirb doch zweifellos.bie Frage akut, ob sich in ber Zwischenzeit die Umweltsverhältnisie gegen die vorletzten Zustände hin soweit gebessert haben im Sinne ber baieinsbereitenben Möglich, feilen, baß sich ein solcher Versuch mit Aussicht auf Erfolg wagen läßt. Soweit sich diese Frage aus den engsten Esiener Landschastsroum bezieht, dürfte sich eine Erfolgsmöglichkeit bejahen lassen. Denn Hier sind im Verlause ber Durchführung eine» Generalnaturplanes in den, letzten Jahren ent- scheibenbe grofaügige und großräumige Veränbe- rangen oorgenoinmen unb durchgesuhri worben, die im Sinne einer von ber Stadtverwaltung seit zwei Jahrzehnten in weitestgehender Voraussicht unb dankbarster Zukunfisberechnung auf weite Frist angestrebten Umgrünung des Essener Weichbildes unb einer imposanten Umgruppte rung ber Landschaftsarchitektonik nunmehr ihrer Beendigung entgegengeführt werden. Zunächst hat die Stadt im Jahre 1905 den Stadtwalo erworben und dann spater durch Er- schließuna neuer Grünanlagen unb Waldungen eine plan mäßige Umgrünung»poürif betrieben. Da die Wälder aber außer durch die Industtie auch unter der Gefahr des jroftf panner» und de» Eich en Wicklers zu leiden hatten unb sogar vorübergehender Kahlfraß drohte, hat man gleichzeitig mit einem großangelegten planmäßigen Vogelschutz begonnen und durch Arp'lanzung von Unterholz und Auf- hängen non Nisthöhlen wieder die Vögel im Walde heimisch gemacht. Nach Jahren war man soweit. oatz man im Führer durch die jetzt neu dortselbst erstandene Vogelwarte Essen schreiben konnte: „Als aber die Dogeiwelt sich immer weiter vermehrte und wieder heimisch wurde in den Wäldern, war die Hauptgefahr, der vollständige Kahlfraß, beseitigt. Wenn auch die Schädlinge, u. a. auch die Gold- asterraupen, immer wieder auftreten, und besonders in den nördlichen Stadtteilen, mit dem Winde vom Niederrhein über die Kirchhellener Heide kommend, auf ihrem Hochzeitsflug zu Hunderttausenden unsere Waldgebiete durchfliegen, so wurde doch bald erreicht, daß die Schädlinge niemals mehr so über- Hand nahmen, daß der Wald ernsthaft gefährdet wurde. Die Eichenschildlaus ist im Laufe der Jahre vollständig verschwunden." Schon sehr bald hat sich der eifrige Vogelschutz bezahlt gemacht, und heute können die Freunde der Vogelwarte Essen, die im Stadtwald als anerkannte Musterstation erstanden ist, die in 45 Großkäfigen 800 Einzeltiere von 250 Arten umfaßt und bis 1931/32 von über 220 000 Menschen besichtigt wor den ist, es sich als chr Verdienst zurechnen, das unter ihrer planmäßig und unentwegt zielklar durchgeführten Raturbereicherungspolitik bereits eine ganze Anzahl inzwischen ausgewanderter Tiere wieder von s e l b st den Weg in die Essener Wälder zurückgefunden haben: !)tochtigall, Pirol, Girlitz, Schwanz- und Haubenmeise, Ringel- und Hohltaube, Käuze, Rotschwänzchen, Kleiber, Bussarde und wie sie alle heißen. In diese Gebiete kommen nun auch unsere Fledermäuse zur Bereicherung und zum Ausgleich des Naturhaushaltes und in einer nützlichen Mission zugleich: sie sollen das mittlerweile hier stark ausgebreitete Jnsektenleben, besonders die in der Nähe der Gewässer sich breit machenden Mücken und Schnaken niederhalten und so der Natur ihren wohl abgewogenen, von der Vorsehung der harmonisch ausgeglichenen Bestand (Der Biologe spricht hier vom ,chiologischen Gleichgewichtszustand in der Natur") wiedergeben und so die Selbstregulation der Natur wieder herstellen. Dr. K. R. F. Beirat für Energie-Wirischafi. D a r m st a d t, 15. Nov. (WSN.) Das Staatspresseamt teilt mit: Am Mittwochnachmittag fand im alten Palais unter Vorsitz des Herrn Staatsministers Jung die erste Sitzung des Energie- Beirates statt, an der außer dessen Mitgliedern noch mehrere geladene Gäste teilnahmen. StaatSministerZunq eröffnete die Sitzung mit folgender Ansprache: „Der Energie-Beirat ist durch Verordnung vom 26. September 1933 für das Gebiet des Landes Hessen ins Leben gerufen worden. Ich bin mir darüber klar, daß die großen Fragen der Energiewirtschaft an sich nicht in einem so kleinen Gebiet, wie das Land Hessen es darstellt, endgültig gelöst werden können. Nicht einmal werden die Grenzen des Wirtschaftsgebietes Rhein - Main ausreichen, um eine einheilliche Lenkung der Energiequellen zu gewährleisten. Es werden vielmehr alle diese Kräfte in einen Strom geleitet werden müssen, um vom Reiche im Interesse des gesamten deutschen Volkes bewirtschaftet zu werden. Immerhin schien cs zweckmäßig, auch in einem so eng begrenzten Gebiete, wie dem hessischen, Erkenntnisie zu sammeln, um Unterlagen dafür zu gewinnen, was überhaupt geschehen kann, und um dem Herrn Reichsstatthalter die Möglichkeit zu geben, das gesamte Wirtschaftsgebiet Rhein-Main in der Frage der Energiewirtschaft zusommenzufassen. Ich weiß auch, daß die Reichsregierung an der Bewirtschaftung der Kraftquellen großes Interesse hat und in absehbarer Zeit alle hiermit zusammenhängenden Fragen einer Lösung entgegenführen wird. Aber auch wenn das Reich in irgendeiner Form seinen Einfluß im Interesse des Ganzen wahren wird, so dürfte den einzelnen Ländern oder Reichsprovinzen doch noch so viel Selbstständigkeit belassen werden, daß auch in den engeren Grenzen eine besondere Betreuung der Energiewirtschaft notwendig sein wird. Der Energiebeirat hat also den Zweck, der Regierung auf Grund seiner genauen Kenntnis Der Zusammenhänge und Gegebenheiten Die Möglichkeit zu verschaffen, zu Den demnächst aufgeworfenen großen Fragen der Bewirtschaftung der Kräfte Stellung zu nehmen. In den Energiebeirat sind daher Männer berufen worden, Deren Fachkenntnisse ihnen tiefere Einblicke in die energiewirtschaftlichen Verhältnisse gestatten. Der Energlebeirat ist n i ch t. w,e man fälschlicherweise annehmen könnte, eine Interessenvertretung oder eine Zusammenfassung von Jnteressentengruppen, sondern ein v o n d e r R e g i e r u n g b e st e l l t e s G r e m i u m von Persönlichkeiten, die nach bestem Wissen und Gewissen ihr fachmännisches Urteil in den Dienst des Staates stellen und es damit zum Vesten des Volkes abgeben sollen. Die einzelnen Mitglieder sind also nicht berufen worden, um die wirtschaftlichen Interessen ihres Fachgewerbes allem anderen voran in jedem Einzelfalle zu verfechten, sondern um Urteil und Meinung kundzutun, wie sie sich aus dem fachlichen Wissen und Können heraus im Hinblick auf die Interessen des Ganzen, D. h. des hier in Frage kommenden Teiles der Volksgemeinschaft, bilden. Diese Aufgabe ist für Den Einzelnen schwer und verantwortungsvoll. Sie erforDert gewissenhafte Selb st Prüfung unD setzt eine Einstellung voraus, die über das im alten Wirtschaftsleben übliche Jnteresfenspiel erhaben nur den Dienst an der Gemeinschaft kennt. Ich erwarte daher, daß alle Mitglieder des Beirats Die an sie herantreten- Den Aufgaben in Diesem nationalsozialistischen Geist auffassen unD erfüllen, unD ich wünsche, Daß jeder einzelne sich immer dessen bewußt bleibt, daß er als Mitglied des Beirats nicht die Interessen seines Unternehmens oder Energiewirt- fchaftszweiges zu verfolgen berufen wurde, sondern, daß er dem Wohle der Allgemeinheit zu dienen hat. In solchem Geiste kann und wird Das Zusammenarbeiten befriedigend unD Der Volksgemeinschaft zu Nutz unD Frommen sein. Ich bitte Sie, zum Zeichen Dessen, daß Sie bereit sind, Ihre Kraft in diesem nationalsozialistischen Sinn unDGeist hier im Energiebeirat zur Verfügung zu stellen, aufzustehen und mit einem lauten „3a" ihre Zustimmung zu erklären." Die Mitglieder des Energiebeirats. Als Mitglieder des Energiebeirats wurden Dann durch Handschlag verpflichtet: Direktor Radtke (Worms, EWR.), Oberingenieur Göbel (Worms, EWR), Direktor Böttcher (Mainz, Städt. Betriebe), Dipl.-Ingenieur Karch (Friedberg, Heber- landwerk Oberhessen), Direktor Lemke (Offenbach, Städt. Elektrizitätswerk), Direktor B r a n D i 3 (Darmstadt, Heag), Prof. Schneider (Darmstadt, Techn. Hochschule), Dipl.-Jng. Laumann (komm. Leiter Der staatlichen Betriebe in Bad-Nauheim), Ministerialrat Weber (Darmstadt, Abteilung Ib), Oberfinanzrat Dr. Kratz (Darmstadt, Ministerial- abteilung III, Ministerialdirektor Schäfer (Darmstadt) hatte sich entschuldigt. Staatsminister Jung dankte Den Mitgliedern unD bat sie, nun an Die Arbeit zu gehen, damit Das Wirtschaftsgebiet unter der bewährten und tatkräftigen Führung seines Gauleiters und Reichsstatthalters auch in diesen Fragen vorbildlich für alle deutschen Gaue unD ßänDer werde. Anschließend vereinigte Der Leiter Der Ministerialabteilung III, Obersinanzrat Dr. Kratz, die Mitglieder Des Energiebeirates zu einer engeren Sitzung. Lustverkehrsverband Rhein-Main Ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Einheit de« Mein-Main-Gebiets. Frankfurt a. M., 15. November. (WSN.) Im Bürgersaal Des Frankfurter Rathauses fanD heute Die feierliche Gründung desLuftverk ehr s° oerbandes Rhein-Main e.V. Sitz Frank- furt a.M. statt. Im Auftrage des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger und des Frankfurter Oberbürgermeisters Dr. Krebs begrüßte Bürgermeister Linder Die Betretet Der verschiedenen Städte und Gesellschaften, die dem Verband angehören. Er bezeichnete die Gründung als einen weiteren Schritt auf Dem Wege zur Einheit des Rhein-Main- Gebiets. Der verband habe Den Zweck, auf geraein- mihiger Grundlage den Luftverkehr des Gebietes zu fördern und hierdurch die wirtfchaft- liche Entwicklung des Verbandsgebieter, das die Luftfahrtoerttetungen im Gebiete des Freistaates heffen, Des Regierungsbezirkes wies- baden und der Steife Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern des Regierungsbezirks Kassel umfaßt, zu heben. Insbesondere fei es auch feine Aufgabe, darauf hinzuwirken, daß Der Zeppelin- Landeplah in das Rhein-Main-Gebiet verlegt werde. Bürgermeister Linder vollzog darauf die Gründung des Verbandes, indem er im Auftrage des Gauleiters zum Verbandsführer Direktor Heinz G r e tz - Frankfurt .. M. von Der SüdwestDeutschen Luftverkehrs A. G. ernannte unD weiterhin Stadt- rat Niemeyer- Frankfurt, Landesrat Schlüter- Wiesbaden und Oberregierungsrat Dr. Krebs- Darmstadt, der als Vertreter der hessischen Regierung anwesend war, in den Führer rat b*Nach dem Sieghell auf den Führer und unser deutsches Vaterland und dem Gesang des Deutsch- landliedes ergriff Der neuernannte Verbandsführer Dr. Gretz das Wort zu längeren Ausführungen über A u f g eiben und Ziele des Verbandes. Im Auftrage des Reichsstatchalters bat er folgende Herren, einen Sitz im Luftverkehrstag zu Übernehmen: Staatsminister Dr. I u n g- Darmstadt, Oberpräsident P r i n z P h i l i P p v o n H e s s e n in Raffel, Regierungspräsident Zf chintzfch - Wiesbaden, Landeshauptmann T r a u p e l - Wiebaden, Reichsbahnpräsident Steuernagel - Frankfurt a. M., Oberpostpräsident Plein-Frankfurt a. M., Reichsbahnpräsident Dr. G o u d e f r o y - Mainz, Oberpostrat Jakobi- Darmstadt, Provinzialdirek- tor Gebhardt-Darmstadt, Provinzialdirektor Graes- Gießen, Provinzialdirektor Dr. W e h n e r- Mainz, Direktor Wronsky- Berlin von der Deutschen Lufchansa A. G., SA.-Obergruppenführer von I a g o w - Frankfurt a. M., Polizeipräsident Beckerle - Frankfurt a. 5DL, SS.-Oberführer R e • djeß - Wiesbaden und Treuhänder Der Arbeit Handelskammerpräsident Dr. L ü e r - Frankfurt a. M. Dem Luftverkehrstag werden ferner fatzungs- gemäfj die vom Gauleiter in den Führerrat berufenen Heren angehörrn. Stellvertreter des Verbands- führers ist Stadtrat Niemeyer- Frankfurt a. M. Bezüglich der Beiträge und Umlagen betonte Direktor Gretz, daß Mitaliedsbeiträge nicht erhoben werden, sondern daß höchstens die geringen Auslugen für Porto, Drucksachen usw. umgelegt wurden Sodann führte er weiter aus, daß Die heutige Gründung Des Luftverkehrsverbandes Rhem-Mam, in Dem alle Menschen und Kräfte Des Gebietes, Die am Luftverkehr interessiert seien, sich zu gemeinsamer Arbeit zusammengeschlossen hatten, em Ziel darstelle, das alle, Die seit dem Kriege am Lu verkehr des Gebietes mitgearbeitet hatten, angestrebt und herbeigesehnt haben. Der Luftverkehrsverband Rhein-Main fei keine formale Gründung, sondern er solle ein Gebilde fein voll Blut und Leben. Das rheiu-maloifche Wirtfchaflsgebiet müsse eine ausgesprochene Lufloerkehrsprovinz werden. Neben hervorragenden Verkehrsaufgaben als Aus- fallstor nach dem Westen könnte aber auch Der Luftverkehr unseres Gebietes erhebliche außenpolitische Aufgaben erfüllen, indem wir dadurch unseren westlichen Nachbarn zeigten, daß wir den Geist dieses völkerverbindenden Verkehrsmittels voll erfaßt haben und daß wir dieses Instrument, das einst zum Völkermorden bestimmt war, heute zur Verbindung und Befriedung der Volker ausbauen wollen. Als Pflicht und Aufgabe aller Mitglieder des neuen Verbandes bezeichnete Direktor Gretz den vollen Einsatz aller Kräfte für die Durchsetzung der Ziele und die Werbung für den Luftverkehrsgedanken. Den Verbanden liege es in Der Hauptsache ob, ihre Erfahrungen dem neuen Verband zur Verfügung zu stellen und damit seine Aufgaben zu erleichtern. Jeder müsse eine Pflicht tun, wo er hingestellt sei, so wie es Der Führer von jedem Volksgenossen verlange. Nach einem Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten, auf Den Kanzler unD Führer Adolf Hitler, Den ersten Deutschen Luftfahrtminister Hermann Göring unD Dem Gesang Des Horst- Wessel-Liedes schloß Bürgermeister L i n D e r Die ©rünDungstagung unD erste Mitgliederversammlung des Luftverkehrsverbandes Rhein-Main. Oie Mitglieder des Verbandes. Dem Lustverkehrsverband Rhein-Main gehöre« u. a. an: Landeshauptmann in Nassau zu Wiesbaden, die Städte Frankfurt a. M., Wiesbaven, Hanau, Bad Ems, Nassau, Schlangenbad, Wetzlar, Limburg, Bad Homburg, Bad Soden, Fulda, Gelnhausen, Schlüchtern, Mainz, Gießen, Offenbach, Bad-Nauheim, Friedberg und Worms, sowie sämtliche Verbände des Luftverkehrs- und Lustsports, Die Hochschulen Des Gebiets unD Die ver« schiedenen Verkehrsverbände. Oeuische-verwendet deutsches Holz Von Oberförster Or. Oannecker. Der ZustanD einer Volkswirtschaft ist wesentlich be° Dingt durch Den größeren oder geringeren Grad Der Versorgung mit eigenen Rohstoffen. Einer Der wenigen Rohstoffe, Die DeutschlanD in größerem Um- ange hervorbringt, ist Das Holz. In Deutschland bilden annähernd 13 Millionen Hektar Wald die Werkstätte, in der etwa 50 Millionen Kubikmeter Rohholz erzeugt werden. Davon wird die Hälfte zu Vrennzwecken verwendet, während 25 Millionen Kubikmeter als Nutzholz in die verschiedensten Kanäle der Wirtschaft fliehen. Nach Deutschland kamen während der Zeit günstiger Wirtschaftsgestaltung vor Dem Krieg im Jahres- Durchschnitt von 1907/13 runD 15 Millionen Kubikmeter. Durch Die politische unD wirtschaftliche Um« wälzung als Folge Des großen Krieges ist in diesem Holzkreislauf eine Störung eingetreten, Die in Den gewaltigen Holzeinfuhrschwankungen Der folgenden Jahre ihren Ausdruck findet. Wenn man die neuerliche Entwicklung Des Holz- oerbrouchs nach allen Seiten abwägt, wird Der Eigenbedarf an Nutzholz im Jahre 1933 anzunehmen sein an Bauholz mit runD 7 Millionen Kubikmeter, Papierholz mit runD 5,5 Millionen Kubikmeter, Grubenholz mit runD 3,5 Millionen Kubikmeter, Werk- unD sonstigen Hölzern mit rund 4 Millionen Kubikmeter, zusammen gegen 20 Millionen Kubikmeter. Gegenüber Dem HolzbeDarf in Vorkriegs- und guten Konjunkturjahren mit 45 Millionen Kubikmeter ist Demnach ein Minderoerbrauch von 10 bis 15 Millionen Kubikmeter eingetreten, was ungefähr der Einfuhrmenge Der Vorkriegsjahre gleichkommt. Demgegenüber stehen heute aus Der deutschen Eigenerzeugung jährlich in Nutzholz rund 25 Millionen Kubikmeter zur Verfügung, und zwar an Bauholz rund 10 Millionen Kubikmeter, Papierholz rund 5,5 Millionen Kubikmeter, Grubenholz rund 5,5 Millionen Kubikmeter, Werk- und sonstige Höl- zer rund 4 Millionen Kubikmeter Die Gegenüberstellung zeigt, Daß der heutige Nutzholzdedarf mengenmäßig aus eigener Erzeugung ohne Gefähr- Dung Des Holzertrages der Zukunft gedeckt werden tonn. Die fortdauernde, wenn auch beschränkte hol;- einfuhr entspringt keineswegs einem deutschen Bedürfnis, sondern lediglich dem verzweifelten Drange östlicher holzüberschußstaaten, die um jeden Preis einen Teil ihrer Rohstoffe mobilisieren und in das nachbarliche deutsche Wirtschaftsgebiet hereinpresse«. Diese Einfuhr erfolgt großenteils auf kosten der innerdeutschen Holzüberschuhgebiete. Es wäre ein verhängnisvoller Trugschluß, heute noch zu glauben, ein Volk müsse seine Bedürfnisse dort decken, wo sie am billigsten sind. Denn der „billigere" Preis für Auslandware muß in Wirk- lichkeit teuer erkauft werden, nämlich mit sinkender Kaufkraft im Jnlande, niedrigen Löhnen und einer Schwächung des Binnenmarktes. Dieses Volkswirt- schaftliche Gesetz hat sich gerade an der Forst, und Holzwirtschaft in verhängnisvollster Weise erfüllt. Der Nationalsozialismus hat Aum Grundsatz erhoben, alles Ausländische vom Binnenmarkt fern- zuhalten, was die eigene Scholle trägt, was Die deutsche Arbeit selbst zu leisten vermag. Der Schwer- punkt Der Lebensmöglichkeiten ruht in der Jnland- erzeugung unD im JnlanDadsatz. Ist es nötig, Daß jeDer Fußboden, jede Wandverkleidung, jeder Verschlag, ja beinahe schon jede Dachverschalung astrein ist? Das sind Ansprüche, die im beschämenden Widerspruch zu unserer Not stehen und Die zur Berhrän- gung Des Jnlandholzes geführt haben. ..... Für teueres deutsches Geld bezogen wir jährlich große Mengen Sperrplatten fremder Hölzer aus fernen ßänbern, obwohl nach Auffassung maßgeblicher Fachleute Die in unseren Schreinereibetrieben hergestellten Platten eigener Absperrung ungleich wertvoller find. Wir haben in DeutschlanD Hölzer, Die sich hervorragenD für Furniere eignen. Wir könnten Den gesamten Bedarf an Möbeln aus Deutschem WalD, in deutscher Arbeit decken! Und wenn wir weiter Umschau im Deutschen Wald halten, tritt uns eine Reihe von wertvollen Hölzern entgegen, die sich hervorragend für Wohnungseinrichtungen eignen. Sei es Das Buchen- oDer Eichenholz für Parkettböden, Das Fichten-, Kiefern- oder Lärchenfurnier als Decken- und Wand- bekleidung. Ueberschauen wir Die wirtschaftliche Entwicklung Der allerletzten Zeit, so sehen wir. Daß Die Volkswirtschaften Der Umwelt in einem früher kaum gedachten Maße sich Dem Binnenmarkt zutehren. Auch Der Deutsche wird unter seiner neuen Führung zu sich selbst, zu seinen eigenen Rohstossen, zu seiner eigenen Arbeit zurückfinden. Das hol; ist ein nationaler Rohstoff, ausgezeichnet durch überragende Eigenschaften. Die Werkstatt der Holzerzeugung, der deutsche Wald, ist ein uner- schöplicher Vorn für das deutsche Volk. Möge jeder Deutsche, wenn er im Schatten des Wal- des Stärkung und Erholung findet. Darüber nachdenken, wie er in seinem Haushalt und Beruf Den Absatz Deutschen Holzes fördern tonn. Damit Dient er seinem Volk und feiner Heimat! „Die Spottrose aus der Habsburger Gaß" Gerechte Strafe für einen Verleumder des Reichsstatchalters Sprenger. WSN. Frankfurt a. M., lö.Noo. Der 1875 in Mainz geborene HanDelsvertreter Lorenz C a - prano ist feit Jahren eine gerichtsbekannte Persönlichkeit. Nicht nur, daß er Schmähschriften gegen Die Justiz verfaßte unD auch mehrfach ange- klagt war, hat er auch wiederholt Beamte Denunziert unD ihre Ehre angetastet. Kaum ein Richter, Der einmal eine für ihn ungünstige Ent- scheiDung treffen mußte, blieb von ihm ungeschoren, sei es, Daß er ihn durch persönliche Zuschriften, sei es, daß er ihn in Druckschriften herabzusetzen wußte. (Saprano zog sich jetzt eine Anklage vor dem Sondergericht zu, weil er gegen den § 3 des Gesetzes zur Abwehr heimtückischer Angriffe gegen die Regierung Der nationalen Erhebung gefehlt haben sollte. Er war Deshalb vor kurzem in Haft genommen roorben. Der Angeklagte war seinerzeit in Preungesheim interniert, und er will sich Dort durch Die Unachtsamkeit der Verwaltung usw. ein körperliches Leiden zugezogen haben. Sein ganzer Unterkörper fei eines Tages steif gewesen, und feine Beine hätten wie Kartoffelsäcke ausgesehen. Er reichte dann gegen Den Justizfiskus eine Schadens- erfatzklage ein, ohne Erfolg damit zu haben. Ca p r a n o war Mitglied der Nationalsozialistischen Partei, ist aber vor einiger Zeit ausgetreten. Er hatte sich in seiner Sache auch an den Gauleiter Sprenger gewandt, der ihn, wie der Angeklagte heute sagt, enttäuscht habe. Bei einem Aufenthalt in Mainz wurde ihm mancherlei erzählt, und er fühlte sich bemüßigt, ein Spottgedicht über Den nunmehrigen Reicks ft atthalter zu veröffentlichen, das nach feiner Ansicht in karneoali- stisch-humorvoller Form gehalten war. Dieses Ge- dicht hat er an verschiedene Personen, darunter auch Richter, versandt. Der Angeklagte berief sich in Der Verhandlung auf den Humor Der Mainzer unD betonte, daß ihm ein Professor Den Namen: „Die Spottrose aus Der Habsburger Goß" gegeben habe. Caprano wohnte nämlich in Der Habsburger Allee. In Dem GeDicht wurDe u. a. gejagt, daß Der Reichssta11ha11er in Mainz be- trunken gewesen sei. Bei einer Vernehmung vor einem Richter in Bah Homburg behauptete Der An- geklagte, Daß Reichsstatthatter Sprenger vom Zentrum und Den Juden bestochen fei. Diese ungeheuerlichen Vorwürfe und bas beleibigenbe Gedicht trugen Caprano Die erwähnte Anklage ein. Der Verhandlung wohnten Generalftaatsanwalt Dr. Wacker mann und Oberstaatsanwatt Dr. Raafch bei. Das Gericht vernahm zwei Zeu- gen. Die sich in ständiger Begleitung des Reichs st atthalters auf seinen Fahrten Durch die ihm unterstehenden Landesgebiete befanden. Der eine dieser Zeugen, Landeshauptmann Willi T r a u p e l, bekundete, daß er mit dem Reichsstatthatter nicht nur tagsüber, sondern auch abends und auch in Hessen mit ihm zusammen gewesen sei, und daß er in all den Jahren den Reichsstatthalter niemals angetrunken sah, und daß er überzeugt sei, daß der Reichsstatchatter sich die Difziplin auferlege, die andere von chm forderten. Der Zeuge, trat dem Gerücht entgegen, daß her Reichsstatthatter enorme Einnahmen habe. Seine Einnahmen aus her Beamtenzeitung unb feine Ueberfchüffe aus seinem Einkommen stelle her Reichsstatthatter restlos her Partei zur Verfügung. Der zweite Zeuge, her Adjutant des Reichs st atthalters, bekundete, daß er bei einer Fahrt in Mainz mit dabei war, unb baß es unzutreffend fei, baß her Reichsstatthatter betrunken gewesen sei. Ein als Sachverständiger vernommener Arzt aus der Anstalt Freiendiez bezeichnete den Angeklagten als nicht geistesgestört, es handele sich aber um eine sehr egozentrisch eingestellte Persönlichkeit, die keinerlei Hemmungen kenne. Staatsanwalt Dr. W e y r i ch beantragte eine Gefängnis st rase von z w e i I a h r e n. Noch kein Angeklagter vor dem Sondergericht habe eine jolche Hartnäckigkeit und Dreistigkeit an den Tag gelegt wie gerade Caprano. Kein Wort von den Behauptungen des Angeklagten habe sich als wahr erwiesen. Der Reichs st atthalter lebe in einfacher Weise unb stelle seine Einnahmen der Partei zur Verfügung. Der Angeklagte habe ein Verbrechen am Volke begangen, er wollte den Bestand des Staates untergraben. Der Angeklagte begegnete den Ausführungen des Anklagevertreters mit den Worten: „Der Staatsanwalt hat mit Kanonen nach Spatzen ge- schossen." Das Gericht erkannte auf zwei Jahre Gefängnis unb rechnete hem Angeschuldigten hie Untersuchungshaft an. Alle Gerüchte über bie Person des Reichsstatthalters Sprenger, bie von bem Angeklagten weitergeleitet würben, entbehrten jeher Grundlage, wie sich aus den Aussagen einwandfreier Zeugen ergeben habe. Der Angeklagte versuchte sich damit herauszureden, daß er behauptete, er habe in Fastnachtsstimmung das Gedicht gemacht, aber Fastnacht war damals längst vorüber. Gedicht unb Aussage enthielten ungeheure Vorwürfe, und der Angeklagte benutze jetzt noch jede Gelegenheit, um ausfällig zu werben. Das Gericht fei überzeugt, baß ber Angeklagte auch bie nötige Intelligenz befaß, unb daß nur in einem Punkt eine gewisse Milberung vorliegen könne, nämlich, baß der Angeklagte seine Person in den Vordergrund schieben wollte unb vielleicht an die Erlangung gewisier persönlicher Vorteile bachte. Schöffengericht Gießen. In der gtftrigen Sitzung hatten sich der 41jSbrfge Kaufmann G. K. aus Wiesbaden und der 43;ahrige Kaufmann K.J.K. aus Karlshafen zu verantwor- ten. Die Anklage legte bem G. K. zunächst zur Last, es unterlassen zu haben, den Konkurs ber Firma Mitteldeutsche Schmirgelwerke AG., Butzbach, bereu Mitinhaber bzw. Aktionäre die beiden Angeklagte« waren, rechtzeitig anzumelden, außerdem Handelsbücher verheimlicht, vernichtet oder so unklar a** führt zu haben, daß eine Ueberficht unmöglich schien und schließlich den Stand der Gesellschasts- Verhältnisse der Generalversammlung nicht dot- Stragen bzw. verschleiert zu haben. K. fl. sollte er Forderungen und andere Dermögensstücke verfügt und Sachen, die er in Gewahrsam hatte, sich zugeeignet haben. Im Lause der gestrigen Beweis- Am 19 November sammelt die Hitlerjugend für das Winterhilfswert! aufnahme, zu der auch ein Buchsachverständiger zugegen war, kam das Gericht, sowie auch der Vertreter der Anklage zu der Auffassung, daß wohl Verdachtsmomente oorliegen, eine positive schuld der Angeklagten jedoch nicht zu erweisen war. Nachdem der Staatsanwalt die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts stellte, erfolgte die Are:- sprechung der Angeklagten von Kosten und Strafe Brand in Büdingen. ♦ Büdingen. 16. November. (Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) In der letzten Nacht gegen 1.30 Uhr brach im hiesigen Armenhaus Feuer aus, das sich in kurzer Zeit erheblich ousdehnte und auch ein angrenzendes Haus für kurze Zeit leicht in Mitleidenschaft zog. Der Brand war durch glimmende Asche, die man in einem ungeeigneten Behälter auf den Boden gestellt hatte, entstanden. Die Flammen zerstörten das Armenhaus etwa zur Hälfte. so daß die bisher dort wohnenden zwei Familien obdachlos wurden und anderweitig untergebracht werden müssen. Die Möbel der Familien sind zum Teil mit verbrannt. Zum Glück kamen aber Menschenleben nicht zu Schaden. Die Feuerwehr hatte mehrere Stunden lang angestrengt zu tun, bis s>e des Brandes Herr geworden war tlreb. -«ilieicli». ll. Merlau, 15. Nov. In einem vorn Evangelischen Pfarramt veranstalteten und gutbesuchten G e • meindeabend sprach der frühere Burenkornrnan- dant Koos Joste in interessanter Weife über seine Erlebnisse. Der Abend wurde durch Lieder der Schul- fügend verschönt und mit einem gemeinsam gesungenen Liede beschlossen. Aus -er Erinnerungsmappe eines „Briefkastenonkels". rtzem, Kinder sprechen gelernt haben, dann kommen sie in das „Fragealter" und verfolgen nun ihre Eltern mit der ständigen Frage: „Warum?". Warum hat der Hund vier Beine? Warum läßt der liebe Gott regnen? Warum und immer wieder „warum?" Die Kinder wollen für alle Dinge und Vorgänge eine Erklärung haben, sie stellen Fragen, die kein Verständiger restlos beantworten kann. Aber nicht nur in der Kinderseele herrscht dieser Wissensdrang. Die Frage „Warum?" beschäftigt den Menschen, solange er lebt. Auch die Erwachse- nen können häufig Fragen stellen, die nicht befriedigend zu lösen sind. Schon der alte Leibniz beklagte sich über die Königin Sophie Charlotte, daß sie immer weiter frage, auch wenn er ihr ein philosophisches Problem gelöst yabe, sie verlange „das Warum des Warums" Schon frühzeitig haben es sich viele Tageszeitungen zur Aufgabe gestellt, den Wissensdurst ihrer Leser zu befriedigen. Sie schufen den „B rief* k o st«n", in dem aus dem Leserkreis einlaufende Fragen Beantwortung finden. Eine führende Berliner Tageszeitung hatte wohl den größten „Briefkasten" aufzuweisen. Täglich gingen Hunderte von Fragen ein, zu deren Beantwortung ein großer Stab gelegentlich-r Mitarbeiter tätig war. Es gab wohl kaum ein Wissensgebiet, aus dem nicht Fragen einüefcn, ob es sich um Vertilgung von Ungeziefer. Beseitigung von Flecken aller Art, oder um geschichtliche, medizinische, juristische, literarische, tech- nische. Verkehrs- oder auch familiäre Dinge handelte. Es war oft nicht leicht, die richtige Antwort zu geben, manche verursachten viel Kopfzerbrechen und Nachforschungen. Als oberster Grundsatz galt, es darf keine Frage unbeantwortet bleiben. Wenn irgendwo an einem Stammtisch eine Frage aufgeworfen wurde, über die man sich nicht einigen konnte, der Briefkostenonkel mußte mit seinem Rat helfen, manche Wette wurde eingegangen, die der Briefkastenonkel entscheiden mußte, manche Hausfrau erinnerte sich in ihrer Verzweiflung über einen undefinierbaren Fleck in ihrem Kleid an den Briefkastenonkel, und alle warteten sie gespannt auf die Nummer, in der Frage und Antwort gedruckt Vorlagen. Alle möglichen Dinge wurden zur Begutachtung und Bestimmung eingeschickt, tote Insekten, Stoffmuster, Mineralien usw. usw., und für all diese Fragen waren Fachleute vorhanden, die die Beantwortung vornahmen. Mancher Fragesteller stellte gleich mehrere Fragen, die oft jeden inneren Zusammenhang entbehrten. Es mögen hier einige Beispiele folgen Was soll man z. B. auf die Frage antworten: „Was ist weiß Licht und weiße Farbe?" Ein Für- bermeifter stellte einmal folgende Fragen: „Äann man mit ürgenb einige Schemikalien Frische Rosen so Konserwieren. das die Rosen ümmer Ihr frisches Aussehen haben, ober gieb es wo Bücher mit der art Vorschrüften. ober gieb es berart Professoren ober Gelehrten, bie mir berart Verfahren abgeben roierben. Erwarte ergebens bas Beste" . Eine Frau stellte fotgenbe Fragen — Frauen stell- ten bas Hauptkontingent ber Fragesteller —: „Abonet fragt an ob Alte Obstbäume verpflanzt werben können? im Januar ober Februar soll wegen Bauen ausgeschachtet werben, nur mögt ich bie Bäume behalten, aber von ber Stelle müssen sie fort! wenn! unb wie verpflanzt man fiel unb Tragen sie auch roieber Obst? mein Knabe von 14 Jahren hott Schweißfüße, womit vertreibt man bas!? auch hat meine Tochter Frostbeule, bie sich itzt schon merkbar machen, womit beseitigt man bie Frostbeule!? auf Zehen haben wir Elter äugen, ober Hüneraugen genannt! womit beseitigt man bie! bitt boch um recht genaue Antworten." Auch biefer vielgeplagten Familie konnte geholfen werben. Eine anbere Leserin schickte ein Stuck grünen Seibenstoffes ein, auf bem sich ein gelber Fleck befanb. Sie meinte in ihrem Brief, der Fleck könne „von einem Hund oder jo" stammen. Man verwies sie an eine chemische Reinigungsanstalt. Aus einem Brief mit sechs Fragen mögen nur diese herovrgehoben werden: „Meine Schwesters Sohn ist doch mein Mann der Onkel, ist mein zweiter Mann auch ber Onkel wie ber erste?" — „Wenn Osterheiligadenb auf den 1. April fällt und man bewohnt drei Stuben und Küche, wann muß man ziehen?" — „Wird ber Maikäfer Raupe unb Schmetterling?" Eine weitere Frage in einem anberen Brief lautete: „Was halten Sie von einem Menschen, welcher fofgenben Ausspruch gemacht hat: .Nebst Schlafen ist mir Essen bie liebste Beschäftigung.'?" Eine Frage, bie nicht ganz leicht zu beantworten war, lautete: „Wie fängt man es an, sich dem Schriftstellerberuf zu widmen?" Aber auch diese Frage fand ihre Erledigung: die Antwort lautete: „Nichts leichter als das. Wer den Beruf zum Schriftsteller in sich fühlt, schreibt frisch drauf los und schickt das Geschriebene an eine der vielen großen Tageszeitungen. Stil ist hierbei Nebensache, denn diesen hineinzubringen ist Sache der Redakteure. wofür wären sie sonst da unb bezogen bie fürstlichen Gehälter? Orthographie ist Luxus! Für diesen Zweck haben die Zeitungen einen mit jeder Rechtschreibung vertrauten Korrektor, und was ber nicht finbet, stellen bie unzähligen Setzerlehrlinge richtig. Der Stofs? Nichts einfacher als ber Stoff! Man schlägt z. v Meyers Konversationslexikon auf. Schon unter bem Buchstaben « findet man so viel Anregung, daß man von der Fülle des Stoffes erdrückt wird: ist man bis zum Z oorgebrunaen, so kann man sein 25jähriges Schriftsteller-Iubiläum feiern. Ist der erste Artikel von der Zeitung angenommen, was gewöhnlich mit großer Freude geschieht, so läßt man einen zweiten Artikel folaen, gibt dabei aber seine genaue Adresse an, damit das Honorar richtig abgegeben wird, später findet der Briefträger den Schriftsteller von selbst. Es wird gut fein, das Honorar in guten Papieren anzulegen Noch wollen wir nicht unerwähnt taffen, daß nur auf eine Seite des Papiers geschrieben werden darf. Zur Zeit herrscht gerade großer Mangel an Schriftstellern " Man sieht aus diesem kleinen Ausschnitt einer umfangreichen Tätigkeit, wie ..aufklärend" die Zeitung wirken kann Aber auch für den Briefkasten- vnkel war die Tätigkeit anregend und entbehrte nicht des Humors Der Briefkastenonkel a. D. Bekanntmachungen des Personalamtes. Ernannt wurden: am 6. November 1933 der außerordentliche Professor der wirtschaftlichen Sloatswissenschast an der Universität Breslau Dr. Heinrich Bechtel zum ordentlichen Professor für Praktische Nationalökonomie an der Landesuniversität Gießen mit Wirkung vom 1. Oktober 1933; am 31. Oktober 1933 der Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Groß-Gerau, Alfred Eisenhauer, zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1933; am 16. Oktober 1933 der Studienrat a. D. Fran,; 011 zum Studienrat an dem Gymnasium und ber Realschule zu Bingen a. Rh. mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an. lleberlragen wurde: am 3. November 1933 dem Lehrer Adam B i y zu Laubenheim, Kreis Mainz, eine Lehrerstelle an ber Volksschule zu Kelsterbach, Kreis Groß-Gerau, Jakob Fehl zu Gimbsheim, Kreis Worms, eine Lehrerstelle an ber Volksschule zu Laubenheim, Kreis Mainz, ber Lehrerin Magbalene Krepp zu Harheim, Kreis Friedberg, eine Lehrerinnen- stelle an ber Volksschule zu Vilbel, Kreis Friedberg, bem Lehrer Otto Stellwagen zu Kelsterbach, Kreis Groß-Gerau, eine Lehrerstelle an ber Volksschule zu Darmstadt, am 4. November 1933 ber Lehrerin Anna F a y zu Leihgestern, Kreis Gießen, eine Lehrerinnenstelle an ber Volksschule zu Wieseck, Kreis Gießen; der Lehrerin Anna Ruths zu Wieseck, Kreis Gießen, eine Lehrerinnenstelle an der Volksschule zu Leihgestern, Kreis Gießen; sämtlich mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; am 6. November 1933 dem Lehrer Hans Flach zu Mainz bie Leitung einer Schulgruppe an der Volksschule zu Mainz; dem Lehrer Georg Kolb zu Offenbach die Leitung der Knabenschule am Friebrichsplatz zu Offenbach, bem Lehrer Wilhelm Reinheimer zu Mainz bie Leitung einer Schulgruppe an ber Volksschule zu Mainz; sämtlich unter Verleihung ber Amtsbezeichnung „Rektor" für die Dauer dieser Tätigkeit, mit sofortiger Wirkung. Aus bem Staatsdienst entlassen: Auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 wurde mit sofortiger Wirkung aus bem hessischen Staatsbienst entlasten: am 6. November 1933 ber Ministerialrat in Darm- stabt Dr. Otto Meller; ber Oberju^tizinspektor beim Amtsgericht in Vilbel Julius Dalmer; ber Staatsrat in Darmstadt Dr. Friedrich Joses v o n E i s f: der Pfleger zu Crumstadt Friedrich Georg S ch ä • f er; der Kammermusiker Karl Jäger unb der Kammermusiker Karl Lindner, beide beim Hessischen Landestheater in Darmstadt, mit Wirkung vom 1. Januar 1934 ab. 3n den Ruhestand versetzt wurden auf Nachsuchen: am 6. November ber außerorbentliche Professor für Volkswirtschaft an der Landesuniversität zu Gießen Dr. Ernst Günther mit Wirkung vom 1. November 1933 an; ber Forster Iheobor Damm zu Forsthaus Klara- berg, mit Wirkung vom 1. Januar 1934 unter Anerkennung ber bem Staate geleisteten langjährigen treuen D'enste; am 31. Oktober 1933 der Rektor an ber Volksschule zu oprenbhngen im Kreise Alzey Friedrich Serehe vom 1. 'jtooember 1933 an, unter Anerkennung seiner dem otaate geleisteten Dienste und unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns Auf Grund des Ari. 17 des Gesetzes über die Schutzpolizei vom 20. Juli 1923 wurde der Polizci- major Jakob Hauck zu Darmstadt mit Wirkung Es geht um Deutschland! Arbeite mit am WHW. vorn 1. November 1933 unter Anerkennung der bem Staate geleisteten Dienste aus bem Dienste der Hessischen Landespolizei verabschiedet. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 27. Oktober 1933 wurde der Rechtsanwal Philipp Jakob Partenheimer in Alsfeld unter gleichzeitiger Aufgabe der Rechtsanwaltjchaft bei dem Amtsgericht in Alsfeld zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Oberhesten in Gießen zugelassen. " Am 28. Oktober 1933 wurde der Amtsgerichts- rat i. R. Franz Reu11er in Gießen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Dingen zugelasten. sichte mahnt: Ls sollen erst alle satt werden unb fest wohnen, ehe einer seine Wohnung verziert, erst alle bequem und roarm gekleidet sein, ehe einer sich prächtig kleidet. Ls ist eben unrecht, daß einer das Entbehrliche bezahlen könne, indes irgendeiner seiner Mitbürger das Noldürffige nicht vorhanden findet oder nicht bezahlen kann; und das, womit der erstere bezahlt, ist gar nicht von Rechts wegen und im ver- nunssttaat bas $ einige. Spendet für das winterhilfswerkt Postscheckkonto 28100 Frankfurt am Main. Girokonto 6200 der Nassauischen Canbesbanf Frankfurt am Main. Eingesandt. (Für Form und Inhalt oller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Mehr Licht. Diesen Wunsch könnten auch diejenigen dringend Vorbringen, deren Berufsweg sie täglich in die Querverbindung zwischen Friedrich- und Liebig- straße durch bie Rodhohl unb den Kirchengang führt. Regelmäßig läuft man in ber Dunkelheit Ge'ahr, auf an bie Wand gebrückte Gestalten aufzustoßen, beren Vorhandensein man bei ber herrschenden Finsternis erst in letzter Sekunde wahrnehmen kann. Wahrscheinlich würde eine geringe Verschiebung der vorhandenen großen Lampen an den Schnittpunkten in der Friedrich, Wilhelm- und Liebigstraße genügen, um bem für ben Pastanten vorhandenen Uebelftanb abzuhelfen. Ein Passant. Vortrags-Vereinigung (Goethe-Bund. Kaufmänn.Verein und Gewerbeverein) Heute abend 8 Uhr, Neue Aula 6917 u 2. Vortrag: Musikalische Abendstunde UWVVII!IDI!I!II!III!!!IIIIID||I!IIII»I!INII!II»I Gießener Konzertverein Denersteo, X3. November 1933, abeidi 8Uhr In 4er Staitklrehe. — Zweites Kontert Professor GüntherRamin Organist zu St. Thomae, Leipzig Bach: Pracludium, FugeEs-Dnr. Choral- vorepiele, Toccata D-Moll. Reger: Kvrie und Gloria, Choralvor spiele, Introduction und Pass» caglia D-Moll. Eialrittakarton: 1.50. 2.25 und 3 KM. bei Ernst (.’tmllier und abends an der Kasse. .Studentenkarten HO Pf. bei Herrn Sekr. Hitler und im Neuen Studentenhaus gegen Ausweis.. eMon !!!!!!«!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!»!!!!!!!!!!>!!!!!!!!!!!!! r~—----------------ttsöti Ireeene Krone platt 11 fDleejährigeX / Ernten in \ Pfefferminztee! ^PfundMPl. Kamillentee Alle < HeUkräuter > Schellfische ohne Novf n n ver Pfund. . UiU Flieh',, 0.45 l Kalbfleisch Liebigstraße 6« Friedcnsftr. 2. wup schon In kielholen Raten du verkaufen: hui lStaabsaugerRM.32.- gebr. Schallplatten FrsaUarterllr.43 * .1, MIEDERHAUSEN Bahnhofstraße ,-^d gegenüber Metel Schon. 500 bis 600 qm Bau- vlatr (Veibaeftemer Weg) a. verkauf, Naiserallee 26 vt. 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November, findet em gemeiniamet Ausflug nach der „Karlsruhe" ftatt. — Treffpunkt: Marburger Straße—Sternstraße. —r> Abmarsch 13 Ubr pünktlich. IJistoria - JEicfttspiele ß Heute bie Sonntag elnechließlicht Ein Sensationsfilm von unerhörter Span- I nung in deutscher Sprache Revolte im Zoo I Hauptdarat.. Loretto Young. Gene Raymond I Ein atemraubender Kampf im Raubtier- I haus. - Tierbilder von nie fesehener I Schönheit - und dies aUcs durchzieht I eine entzückende Liebesgeschichte. Ferner: c I Beiprogramm und Uta-Ton-Woche W