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Verantwortlich für Politik Dr. Fr Wilh. Langei für Feuilleton Dr H.Thynot; für den übrigen Teil Ernst DIumfchein und für den An» zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Bießen Lrlcheini täglich, autzo Sonntags und feiertags Beilagen; Die Illustrierte (Bießener Familienblätter Heimat im Bild DieScholle Monats-Vejugsprels; Mit 4 «Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . . -25 Auch twi Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernforechanfchlüste anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siesten. poitfdfedtonto: Sranffnrt am Main 11686. MeheimAiizeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dnicf Dtib Derlag: vrühl'sche Universt1Sl§-vvch- und Stehtömderei R. Lange in Gietzen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. französische Minen gegen die deutsche Ostpolitik. Die bekannte Tatsache, daß in den Vereinig- fen Staaten, in Kanada, Argentinien und Australien eine gewaltige ilcberprobuttion von Getreide besteht, daß Dort Millionen Zentner der Vernichtung preisaegcben find, während die Menschen in Rußland und China wahnwitzigen Hungerexperimenten ausgesetzt sind — diese bekannte Tatsache Hai gelegentlich des Scheiterns der Lond 0 ner K vnserenz wieder einmal einigen Journalisten der großen Weltblätter zu denken undzu schreiben gegeben. So bemerkt ein bekannter Mitarbeiter des Pariser „Journal", keiner der vielen Fehlschläge der Londoner Konferenz könne als verhängnisvoller angesehen werden als der Mißerfolg aller Bemühungen, den internationalen Getreidemarkt zu regulieren. Der Franzose weist daraus hin, daß Rußlands Anspruch auf ein Aus- fuhrrechi von 85 Millionen Vufhels Getreide — nämlich im Falle eines geplanten Abkommens mit den erwähnten Getreideländern, die ihre Produktion freiwillig einfchränken wollten - ein „geradezu tragisches Paradox" zu nennen fei, denn Rußland dürfe in Anbetracht feiner Hungersnot eigentlich überhaupt nichts ausführen. Mussolini hat sich an einer deutschen Kreisen besonders zugänglichen Stelle auch vernichtend über die gescheiterte Londoner Konferenz geäußert. Es lohnt sich über diese erledigte Angelegenheit deshalb noch ein Wort zu verlieren. Der Duce sagt: „D a s heutige System i st absolut verfehlt. Die Konferenzen werden nicht vorbereitet, und die Londoner Konferenz war es weniger als alle anderen " Er wendet sich dann gegen die „konventionelle Lüge", um deinetwillen man dem demokratischen Gleichberechtigungsprinzip Weihrauch zu streuen sich verpflichtet fühle, indem man Dutzende von Staaten zur Konferenz einlädt, die für die Geschicke der Welt gar keine Bedeutung haben Und er schließt: „Auch hier handelt es sich darum, die Mißbräuche u n d Degenerierungen einer falsch v e r- ltandenen Demokratie zu korrigieren, nach der kein Lotse das Schiff führen darf, sondern nur Ignoranten, die nicht einmal einen Kompaß zu Rate zu ziehen verstehen ..." Das ist deutlich genug. Mussolini folgert: „Die Zeit der unnützen Diskussionen muß daher einer Epoche bereiten Gehorsams den Platz räumen." Der Duce will also auch in der Welt- Politik Führung durch d i e Berufenen. Es kommt jetzt nur darauf an, daß die Berufenen — so wie er sie versteht — sich durchsetzen. Die nach allgemeiner Auffassung so kläglich abgelaufene versuchte Maßregelung der deutschen Regierung durch Frankreich und England wegen gewisser deutscher Kundgebungen gegen das Regime Dollfuß in Oesterreich, könnte schon eine Lehre werden bezüglich des Berusenseins. Ganz sicher nicht berufen zur Regelung der Geschicke der Völker Europas sind jene Staatsmänner, die die „Kleine Entent e“ der Welt in unerträglich aufdringlicher Form immer wieder präsentiert. Vor allem gibt es da eine gewisse tschechoslowakische Presse, die dem Prager Außen- amt nahesteht und mit überheblicher Geste „anti- revisionistische" Sammlung betreibt. Reuerdings stellt diese Presse fest, daß Rußland für diesen fiktiven .,a n t i r e v i f i o n i st i - scheu Block" gewonnen fei. Man spürt deutlich die französische Regie bei diesen Versuchen, die Weltmeinung gegen Deutschland und seinen gerechten Anspruch auf Gleichberechtigung unter den großen Rationen zu beeinflussen. In einem Brünner Dlatt wird auf die beiden „wunden Punkte" der osteuropäischen Politik hingewiesen: auf den polnischen Korridor und Bessarabien. In beiden Fällen glaubt man jetzt eine Sicherung zu sehen. Polen finde dieRückendeckung Rußlands und dieses werde seinerseits wieder nicht mehr Rumänien angreifen. Rußland sei durch die Politik der Kleinen Entente zu dieser sriedsertigen Politik geführt worden. Es gehöre jetzt zum Block der antireoisionistischen, also antideutschen Mächte, dessen wichtigstes Glied es neben Frankreich sei. Man spürt allzudeutlich die Tips des Herrn Herriot, der für die französische Finanzpolitik nach Rußland reifte. Bemerkenswert ist, daß sich auch die „Neue Züricher Zeitung" bemüßigt fühlt, oön einer anderen Seite her in diese Kerbe zu hauen. Sie berichtet über das angeblich oon Stalin veranlaßte Zusammentreffen Litwinows mit Trotzki in dem französischen Seebade Royat. Stalin bereite angeblich die Rückkehr seines erbitterten Gegners Trotzki nach Sowjetrußland vor, weil man dort die antideutsche (!) Jugend durch das Wiedererscheinen des radikalen Trotzki beschwichtigen wolle .. Nicht ohne Grund habe die französische Regierung dem „lästigen Ausländer" Trotzki mit so großer Zuvorkommenheit Gaftrecht gewährt. Diese Hinweise sind für die charakteristische Methode der französischen Pressepolitik wesentlich. Sie sind Beispiele für die Richtigkeit des Urteils Mussolinis über die Notwendigkeit eines Wandels in der Führung der WeltpoIitik. Niemals wird auf diese Weise auch nur ein kleiner Teil der großen Aufgaben gelöst werden, die sich heute mit furchtbarer Mahnung der politischen Führung der Menschheit stellen. Bereitschaft zum Gehorsam — ngmlich gegenüber den wirklichen Gesetzen der Geschichte — setzt einen ganz anderen Typus voraus als den, der in Paris und im Bannkreise der Kleinen Entente Stimmung gegen Deutschland und für das System von 1919 zu machen sucht. Daß dieser Typus der Reinheit und der wahren Menschlichkeit aber heraufkommt, das mitgeteilt habe, daß er nicht beabsichtige, bei seinem Aufenthalt zum Reichsparteitag in Nürnberg auf der Burg oder in einem Nürnberger Hotel zu woh- nen, sondern Quartier in den Biwaks seiner S A. beziehen werde. Die Berliner KpD.-Leitung ausgehoben. Berlin. 16. Aug. (WTB. Funkspruch.) Das Geheime Staatspolizeiamt hat wiederum einen erfolgreichen Schlag gegen den illegalen kommunistischen Apparat geführt. Im Verfolg der kürzlich vorgenommenen Festnahme des kommunistischen Funktionärs Karl Pinnow gelang . 1933 geleisteten Vorauszahlungen auf Kreisumlagen ausgerechnet. Bei verspäteter Zahlung der Kreisumlagen werden dieselben Zuschläge erhoben, wie sie der hessische Staat bei verspäteter Zahlung von Steuern und Abgaben erhebt. 5118C Bahnhofstrafee ♦ Tel. 3403 und doch eine gute Kamera besitzen möchte,siehtsich mein Sonderfenster mit den fabelhaft preiswerten Gelegenheitskäufen an. Neue Apparate, die in Einzelteilen durch Neukonstruktionen verfeinertwurden und gebrauchte, gut erhaltene Modelle teilweise zum halben Neupreis. Beeilen Sie sich.damitSie die beste davon bekommen. 6121A Siedeln Sie? Nehmen Sie Abermann Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 12. August 1933 bei der Firma kohlen-, koks- und Brikett-Vertrieb, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen, folgendes eingetragen: Der § 7 des Gesellschaftsvertrags vorn 28. Juni 1923 erhält^folgenden Zusatz: Wenn und solange die Mitgesellschafterin Frau Katharina Glatthaar, geb. Kreuter, zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt wird, soll sie berechtigt sein, die Gesellschaft allein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten und die Firma allein zu zeichnen. Gießen, den 14. August 1933. 5122V Hessisches Amtsgericht. Sehr preiswert und zu günstigen Bedingungen in guter Lage in Gießen zu verkaufen: ensv 4><3-ZimmerhauS 4x4-Zimmerhau6, Lager u. Garage Ax S-Zimmerhauü und Hinterhaus 3 x 5- u.4 x 3-Zimmerhaus, Hinterh. In der Nähe des Bahnhofes: Großes Haus mit Lagergebäuden, Garage und Bauplatz. In der Nähe von Gießen: 2 kleinere gut gehende Wirtschaften. Offerten unter Nr. 2613 an Anuonc.- Erved.Germer LWagner.Neuenweg 50. Donnerstag, den 17. 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