KHZsr SMZ LZZG MZn-r ^°^ofe[for9b^mber ®itet Don mtof /• Toigt. ^9 bon Qlr,/>- N allen“ J,e > Mtn 3ubeifn^ ?ber^en ■Lbet munlete sLbet ?°Sel Dogei heißt, ernennen. 2vlz§ (SQ?erer ^Kneter CM^^was. IQifen. ^omHnt *“ ®w Ä! “» «nonwei, J K** ■Auflage zu Diufrrtnn c n lehrt L wU'la9cJu »er. Vögel zu Imifü Ct ier ^nic *-ÄS * :ti|3S ■flf. bm ßieblingsaulenthalf Dir& lebem Dvgeisreund viel verbergen. ! Meuchlen mit Echeintonfmi eat. Em anderer junger Durfche, r im .Zeppelin' eine unentgelt« )en toolte, tourte dafür bestraft, ioef ist Tabu? u hat sich in letzter Zeit auch in ngangsiprache eingebürgert,^vhne is das eigentlich bedeutet. In der Geburtstag des Sprachforschers Friedrich P s i st er dem Wort einen oidmet. Er toill damit ein Beispiel ingen, daß .mit der Veränderung •/er ihren Sinn verändern'. Vas iÄöll" wird gewöhnlich mit. Hei- >er christliche Legriff des„Aci- it durchaus nicht. Vielmehr 6t» 1er Vorstellung der PvihM« i besondere ^rasVnerM.sev es dnlen. WW nur religiöse Vor- nvon berührt, sondern auch toelt» lw das Tabu aus dem Gebiet der : Technil, des Brauches im Kriege, n Sitten und Gebräuchen. Vun ist ese Erlveitemng des Begriffes, die 'ilig“ Bezeichnete hinausgeht, erst inden ist. Auch bei uns im Deut- n Begriff des Tabu, so i.3„toenn m bei irgendeiner feierlichen Ec. ntourde, nachher zerschmetlerltoird, e Segenshandlung eine Moniere i( und .Tabu" geworden ist. H-er .geblieben, aber dasDortdasur )m Germanischen hieb der BeM. ursprünglichen. Tabu die Christianisierung sind je«* 1 und Geweihten von der urfprung Aen Bedeutung losgelost wor- 5!ÄfSi n beSentt. oF oe ppn 4 -ge als einem ilunden kann man der verstorbe e v lonne, Guter l° ? °iner2ierlelnre>le Runden von ^demTra>« den zurück-ulegeu- ^uerte er Hill im 2^ ^Rundenze>ten. /j Hie einzelnen Amateur« 2iSi‘n5erUS?*ni! ? Ä Sranzol- is sur ... tputbe- * . j von * de gAazi den Ae! rd eSfcSs&S Unt ier leven „ nebro^L Sndlpu^. in 58'-,- ÄÄ-ZLZ -OSS-"- nr. 216 SeübattSsadO 183. Zahrgang $reitagJ5. September 1935 Erjcheln! r ügllch. autzv Sonntag» und Feiertag» Beilagen; Die 3Duftrtert« •iefoener Jamilienblätter Heimat im Bild Die Scholl» monatuBeingsprets: Mit 4 Beilagen NM. 1L5 Ohne 3Uu(tnerti , 1.80 Zustellgebühr . , —25 Sud) bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechartschlüfie unter Sammelnummer 225L Anschrift für Drahtnachrichten Hnjelger «leben, poft fdtetffonto; gronlfurt am Blain 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drntf «nd Verlag: vrühl'fche U«iverfttüir-Vuch- unö Stdnöruderd B. Lange in Stehen. Schristtettvng unb SeschSftrftelle: SchnMahe 7. Lonahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 nun Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20", mehr. Thefredaüteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschcin undfür denAn» zeigenteil L D.TH.Kümmel sämtlich in (Biesen. Gießener Anzeiger vom 16. September an heimatliches Mittagsblatt Die internationale juristische „Llntersuchungskommission" an der Arbeit. 3m Sinne vielfacher wünsche au» städtischen Leser- kreisen und nach entsprechendem Ausbau der technischen Einrichtungen, sowie des Nachrichten- und Mitarbeiterdienstes erscheint der (Siebener Anzeiger von morgen an zu einer Ausgabe zusammengefaht als gro^e oberhessische Mittagszeitung. Die Zustellung in (Bieben ist unter Mitwirkung von Kraftwagen und durch Verteilung auf dreißig Zubringerbezirke so gesichert, daß jeder Bezieher sein Heimatblatt pünktlich zum Mittagstisch in Händen hat. Aus diese weise wird der Siebener Anzeiger unter Fortfall der leißufteUung am vormittag wieder abgeschloffen und mit einem bis zur Mittagsstunde ausgedehnten letzten Nachrichten- und Bilddienst denkbar frühzeitig an die Leserschaft herangetragen, wir hoffen damit die Zustimmung aller Bezieher in (Bieben zu finden. Verlag des Gießener Anzeigers An alle Behörden, verbände und Organisationen. Am 14. September 1933 erscheint in Deutschland ein Buch von so ungeheurer Wichtigkeit, daß es notwendig ist, alle Kreise des deutschen Volkes auf die- fes Werk aufmerksam zu machen. Das Buch heißt: „Bewaffneter Aufstand", Enthüllungen über den kommunistischen Umsturzversuch am Vorabend der nationalen Revolution, von Adolf Ehrt. Dieses Buch wird die fürchterlichste Antwort des deutschen Volkes für die Herausgeber der söge- nannten „Braunen Bücher" und anderer Sudel- werke werden. Es zeigt eindeutig, wie kommunistischer Blut- terror die Besten unseres Volkes dahingemordet hat. Amtliche Bilder, Urkunden, Statistiken und Bekenntnisse von Kommunisten reden eine derart deut- liche Sprache, wie es bisher noch in keinem Werk zum Ausdruck gekommen ist. Wer dieses Buch der Praxis und Taktik der kom- munistischen Blutherrschaft, wie sie es sich in Deutschland dachten, gelesen hat, weiß, daß Deutschland im Januar 1933 nur durch die geniale Tat unseres Führers Adolf Hitler der kommunistischen Anarchie entronnen ist. Das Buch ist so ungeheuer aufschlußreich, daß es in 14 Tagen wohl kaum mehr einen deutschen Volks- genossen geben wird, der es nicht kennt. Wenn es auch im allgemeinen nicht wünschenswert ist, direkt zum Kauf eines Buches zu veranlassen, so muß doch in diesem Falle darauf gedrungen werden, daß jeder Beamte, jeder SA.- und SS-Mann, jeder Angehörige eines Vereins, jeder Angestellte oder Arbeiter dieses Buch in die Hand bekommt. Sammelbestellungen wollen Sie umgehend bei unserer Dienststelle oder einer Buch- Handlung aufgeben. Der Preis des Buches beträgt 1,40 Mark, bei Abnahme von mehr als 20 Stück ermäßigter Preis von 1,25 Mark pro Exemplar. heil Hitler! Der Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. gez. Müller-Scheld. Genauer Xitel des Buches: „Bewaffneter Aufstand", Enthüllungen über den kommunistischen Umsturzversuch am Vorabend der nationalen Revolution, von Adolf Ehrt. herausgegeben vom Gesamtverband Deutscher anti- kommunistischer Vereinigungen e. V. Aus dem Inhalt: Vorwort des Herausgebers. — System und Geschichte des Kommunismus in Deutschland. — Verschwörung. — Landesverrat. — Hochverrat. — Der bewaffnete Aufstand. — Die Ausgabe. Neue Spenden für das Wmierhilsswrrk. Berlin, 14. Sept. (WTB.) Zu den gestern bekanntgegebenen Zeichnungen für das Winterhilfswerk geben wir die heute weiter eingegangenen Beträge bekannt: Jürgens van den Bergh, Margarineoerkaufs- union G. m. b. h., Berlin, 50 000 RM.; Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik AG., Düsseldorf, 50 000 RM.; Schulkheih-Patzenhofer Brauerei AG., Berlin, 50000 RM.; Berlinische Bodengesell- schaft, Berlin, 10 000 RM.; Verein Deutscher Zeitungsverleger 50 000 RM.; Preußische Landespfandbriefanstalt, Berlin, 10 000 RM., Gau Kurmark der NSDAP. 10 000 RM.; Märkischer Adler 500 RM.; Gau Groß-Berlin der Nationalsozialistischen Handels-, Handwerks- und Gewerbeorganisation 5000 RM.; 10 Kreise derselben Organisation 10 000 RM; Deutsche Linoleum-Werke AG., Bietigheim, 25 000 RM.. Knorr-Bremse AG-, Berlin, 30 000 RM.; Städtische Beamtenschaft Bodewisch 8 v. h. vom Oktobergehalt; Robert Bosch AG. und Dr. Robert Bosch, Stuttgart, 75 000 RM.; Gewerkschaft Sophia Jacoba, Hückelhoven, Kreis Erkelenz, 10 000 RM.; Degea AG-, Berlin, 10 000 RM.; Direktorium der Thüringischen Staatsbank Weimar 10 000 RM.; Mechanische Weberei Gustav Winkler, Drei „Nichier" mcht erschienen. — Die Oeffenttichkeit nur sparsam zugelaffen. London, 14. Sept. (CNB.) Die sogenannte „Internationale juristische Untersuchungskommission" über den Reichstagsbrand hat heute, wie bereits gemeldet, ihre „Verhandlung" über den Brand i m Gerichtsraum der Law Society begonnen. Größte Vorsicht war angewendet worden, damit niemand ohne Einlaßkarten den Raum betreten konnte. In der Mitte einer langen Reihe von „Richtern" saß der englische Advokat Pritt, der zum Vorsitzenden der Kommission ernannt worden war. Anwesend war u. a. der englische Arbeiterführer Lansbury; natürlich fehlten auch nicht der englisch-indische Kommunistenführer S a k l a t v a l a und der sozialistische Schriftsteller Wells. Interessant war, daß der Vorsitzende Pritt die Photographen bat, keine Lichtbilder von den versammelten „Zeugen" zu machen. Der Generalanwalt der letzten Arbeiterregierung, das Unterhausmitglied Rechtsanwalt Sir Stafford Cripps, fungierte als „Berichterstatter" und bemühte sich, die „Notwendigkeit" des Londoner Ausschusses darzulegen, wobei er sich der gleichen Argumente bediente, mit denen die jüdisch-marxistische Presse die Greuelpro- p a g a n b a bestreitet. Eine große Enttäuschung mußte Cripps den Befürwortern dieser seltsamen Verhandlungen mit der Mitteilung bereiten, daß drei der ursprünglichen Mitglieder der Kommission es oorgezogen haben nicht zu erscheinen. Es sind dies der frühere italienische Minister Nitti, der französische Advokat G i a f f e r i und der Schweizer Dr. Huber. Daß die „Untersuchungskommission" übrigens keineswegs die Absicht hat, im Lichte der Öffentlichkeit zu arbeiten, ging aus einer Mitteilung des Sekretärs der Kommission, Lawson, hervor, der bekanntgab, daß jeder öffentlichen Sitzung eine private Sitzung vorhergehen soll, bei der das Material, das öffentlich im Laufe jeden Tages geprüft werden soll, behandelt werde. Ein Mißgeschick gab es bann gleich zu Beginn der Verhandlung, als man nämlich entdeckte, daß der Dolmetscher, der das amtliche deutsche Presse- KommuniguS über den Brand auf Englisch vorlesen sollte, nirgends zu finden war. Als „Zeuge" wurde zunächst Dr. Hertz gehört, einer der vielen „konfessionslosen" früheren sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten, der eine ausführliche Beschreibung des Reichstagsgebäudes lieferte. Der nächste „Zeuge" war der ehemalige Polizeipräsident G r z e s i n s k i, der sich stundenlang über den Preußischen Pressedienst verbreitete, von dem die erste amtliche Mitteilung über den Brand ausgegangen war. Zuhörer hatten den Eindruck, daß Grzesinski von den eigentlichen Vorgängen keine Ahnung hatte. Am Abend war eine sichtliche Enttäuschung bei denjenigen Zuhörern bemerkbar, die sich em für die deutsche Regierung ungünstiges Ergebnis versprochen hatten. Objektive Beobachter äußerten sich schon dahin, daß die bisherigen „Verhandlungen" dieses „Untersuchungsausschusses" sehr für die Wahrscheinlichkeit sprächen, daß die Kommunisten tatsächlich die Brandstifter seien. Der Ausschuß beabsichtigt, Dienstag mit seiner Tätigkeit fertig zu werden. Diese Beschleunigung erfolgt zu dem Zweck, schon vor Beginn des Leipziger Prozesses mit einem „Ergebnis" aufwarten zu können. Propaganda im falschen Mantel des Rechts. Gegen den Mißbrauch der englischen Gastfreundschaft. London, 14. Sept. (TU.) Die Tatsache, daß der englische Boden und die englische Gastfreundschaft von dem „Internationalen Untersuchungsausschuß über den Reichstagsbrand" für Propagandazwecke mißbraucht werden, wird in einem Leitartikel des „Eoening Standards" auf das Stärkste kritisiert. Die englische Oeffentlichkeit solle sich, so sagt das Blatt, über den wahren Charakter dieses Ausschusses nicht durch eine einseitige Propaganda täuschen lassen. Man müsse dagegen Einspruch erheben, daß sich dieser Ausschuß mit dem Mäntelchen einer pseudorechtlichen Form bekleide, die in Wirklichkeit nichts weiter sei als ein Propagandafeldzug. Die Internationalisten, die sich hier in London geschäftig machten und die englische Gastfreundschaft mißbrauchten, seien keineswegs eine rechtliche Körperschaft, die ein Urteil abgeben könne. Sie seien auch nicht einmal von Sympathie für die Deutschen angetrieben, son- Bochum, 14. Sept. (WTB.) Einen würdigen Heimgang bereitete die Stadt Bochum und die NSDAP, ihren toten Kameraden der SA.-Standarte 17. Alle öffentlichen Gebäude und fast alle Privathäuser hatten h a l b m a st geflaggt. In der in einen Lvrbeerhain umgewandelten Turnhalle des Lyzeums versammelten sich in der Mittagsstunde die Führer der SA. und die zahlreichen Ehrengäste sowie die Angehörigen der Toten mit der Geistlichkeit beider Konfessionen, während von allen Türmen der Stadt die Glocken läuteten. Die Reichsregierung hatte den Präsidenten des Landesfinanzamtes Münster als Vertreter entsandt. Erschienen waren ferner der Oberpräsident von Westfalen F r h r. v. L ü n i n ck, der Regierungspräsident von Arnsberg F r h r. v. Stockhausen, der Oberbürgermeister von Bochum Dr. P i c l u m , der Oberbürgermeister von Solingen Dr. Otto, die Oberbürgermeister der benachbarten Städte, als Vertreter des Kronprinzen Oblt. v. Einem, Staatsrat Gauleiter Wagner und zahlreiche Vertreter der NSDAP, sowie die Führer der einzelnen Organisationen. Noch Ansprachen der Geistlichen wurden die zehn Särge, mit der hakenkreuzfahne und Blumen geschmückt, zum nahe gelegenen Ehrenmal getragen, wo die Särge aufgebahrt wurden. In geschlossenen Formationen begann hierauf der Vorbeimarsch der Standarte 17. Zu beiden Seiten der Straße, durch die der Trauerzug seinen Weg nahm, bildete SA., SS., Hitlerjugend und Stahlhelm Spalier. Eine ungeheure Menschenmenge erwartete den Leichenzug, der sich gegen 15.30 Uhr zum Friedhof in Bewegung setzte. Nachdem das Banner der Standarte 17 vor der Gruft und die zahlreichen Angehörigen zu beiden Seiten Aufstellung genommen hatten, wurden die zehn dem ihre Feindseligkeit gegen Deutschland beruhe auf ganz anderen Gründen. Der amerikanische Rechtsanwalt h a y s, der ebenfalls an dem Ausschuß beteiligt ist, hat anscheinend schon Zweifel an der Zweckmäßigkeit des ganzen „Verfahrens", Pressevertretern gegenüber sprach er sich voller Vertrauen zu dem Leipziger Gerichtshof aus. Oie englische Regierung lehnt jede Verbindung ab. London, 14. Sept. (WTB.) Zu der heute eröffneten „Internationalen juristischen Untersuchungskommis, sion" über den Reichstagsbrand hat, wie Reuter er- fährt, das britische Außenministerium mitgeteilt, daß eine amtliche Verbindung zu dieser Veranstaltung nicht bestehe. hierzu erfährt WTB.: Der deutsche Geschäftsträger in London hat die englische Regierung a u f d i e Verantwortung hingewiosen, die sie da- mit übernähme, wenn sie solche Veranstaltungen zu ließe. Seitens des englischen Auswärtigen Amtes wurde der deutsche Geschäftsträger dahin unterrichtet, daß es der englischen Regierung a n irgendeiner gesetzlichen handhabe fehle, um derartige rein privaten Veranstaltung gen zu verhindern. Särge unter den Klängen eines Chorals zu den Gräbern getragen und beigesetzt. Dann erfolgte d i e Einsegnung der Gruft durch die Geistlichkeit der beiden Konfessionen, hieraus sprachen Po- lizeipräsident Schepmann (Dortmund), Oberführer v. Krauler (München) für den Reichskanzler, Staatsrat und Gauleiter Wagner für die westfälische NSDAP, und als Vertreter der Reichsregierung der Präsident des Landesfinanzamtes Münster. Eine dreifache Salve durch die Ehrenbereitschaft der Schupo kennzeichnete die Verblichenen als „Soldaten des Dritten Reiches". Flugzeuge umkreisten den Friedhof. Das Lied „Ich hatt' einen Kameraden" beschloß dis würdige Feier. 0er Führer besucht die verletzten EA-Männer. Berlin, 14. Sept. (WTB.) Die Reichspresse- stelle der NSDAP, teilt mit: Reichskanzler Adolf Hitler, der heute dem durch Brand so schwer heimgesuchten Dorfe Oeschclbronn in Baden einen Besuch abstattete, hatte die Absicht, am Nachmittag an der feierlichen Beisetzung der zehn durch Unglück ums Leben gekommenen SA.-Kameraden auf dem Ehrenfriedhof in Bochum teilzunehmen. Die Kundgebungen der Bevölkerung auf dem Wege vom Flugplatz Karlsruhe bis zum Dorfe Ocfchelbronn verzögerten d i e Fahrt des Führers jedoch so lange, daß es auch mittels Flugzeuges nicht mehr möglich war, zum vorgesehenen Zeitpunkt Bochum zu erreichen. Der Reichskanzler konnte daher zu seinem größten Bedauern an den Trauerfeierlichkeiten in Bochum nicht teilnehmen. Oie feierliche Beisetzung derverunglücktenBochunierSA-Männer Berlin, 10 000 RM.; Allgemeine Deutsche Credit- anftalt, Berlin, 10 000 RM.; Landrock, Berlin- Köpenick 1000 RM.; 21. & C. Brenninckmeyer, Berlin, 100 000 RM. Ferner stellte das Lichtspielhaus Mercedes, Berlin-Neukölln, Hermannstraße, die Reineinnahme vom Dienstag, 19. September, und außerdem wöchentlich 1000 Freikarten für Minderbemittelte zur Verfügung. Die Reichsrundfunkgesellschaft mbH. zeichnete für das Hilfswerk „Kampf gegen hunger und Kälte" 50 000 Mark. Die Autounion AG. hat für die Winterhilfe einen Betrag von 50 000 RM. zur Verfügung gestellt. Es wird gebeten, weitere Spenden auf das Postscheckkonto Berlin Nr. 77100 NS.-Volkswohl- fahrt, Reichsführung, Konto „Winterhilfswerk" oder auf das gleichlautende Konto bei der Reichsbank ein- zuzahlen. Telephonische und telegraphische Mitteilungen über Spenden werden an den vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und der NS.- Volkswohlfahrt beauftragten Inspekteur Heinz 3 e t • ter, Berlin W 9, Vohstraße 11, Telephon Jäger Nr. 0029, Stichwort „Winterhilfswerk" erbeten. Oie Hilfe der deutschen Zeitungen. Berlin, 14. Sept. (VDZ.) Der Verein Deutscher Z e i t u n g s v e r l e g e r hat für das von der Reichsregierung geführte Winterhilfswerk 50 000 Mark gestiftet. Das Präsidium des Vereins wird alsbald zu der Frage Stellung nehmen, in welcher Weife die deutschen Zeitungsverleger ihre Blätter in den Dienst des Winter k a m p f e s gegen Hunger und Kälte einfetzen, um auch ihrerseits zu einem größtmöglichen Erfolg beizutragen. Reichsbund der Kinderreichen unter Schutz der Regierung. Berlin, 14. Sept. (WTB.) Der im Jahre 1919 gegründete Reichsbund der Kinderreichen hat feit der Gründung bei 21 Regierungen d i e Bevor- rechtung der Kinderreichen zu erreichen versucht. Der Erfolg blieb aus. Schlagartig änderte sich diese Einstellung mit dem Tage der nationalen Erhebung. Der Reichsbund der Kinderreichen wurde dem Reichsausschuß für Volksgesundheitsdienst im Reichsministerium des Innern eingegliedert. Durch diese Eingliederung und den Eintritt in eine Arbeitsgemeinschaft mit der NS. -Volkswohl- fahrt unterhält der Reichsbund nahe Verbindung zur Reichsregierung und zur NSDAP, und genießt damit den Schutz der Regierung. Nachdem die Auflösung aller sogenannten wilden Verbände angeordnet worden ist, ist der Reichsbund der Kinderreichen d i e alleinige staatlich anerkannte Organisation für die kinderreichen Familien Deutschlands. • Oie Bekämpfung des Bettelunwesens. Berlin, 14. Sept. (CNB.) Für einen Erfolg des von der Reichsregierung eingeleiteten Kampfes gegen hunger und Kälte ist die Bekämpfung des zur Zeit übermäßig starken Bettelunwe- f e n s unbedingt notwendige Voraussetzung. Wie wir von unterrichteter Seite hierzu erfahren, hat der Erlaß des preußischen Innenministers vom 1. Juli zur Bekämpfung des Bettelunwesens schon sehr segensreich gewirkt. Jedoch ist gerade a u f dem flachen Lande noch sehr viel Arbeit zu leisten. Es sind hier in den meisten Fällen nicht wirklich Notleidende, sondern berufsmäßige Bettler oder sonst minderwertige Elemente, die über die ihnen zustehenden Arbeitslosen-, Wohlfahrts- und sonstigen Unterstützungen hinaus x. T. nicht unerhebliche Beträge an Geld ober Lebensmitteln für sich in Anspruch nehmen. Es müssen daher die gebenden Teile der Bevölkerung dazu erzogen werden, keine Geldmittel für diese Art unkontrollierbarer, meist dem Falschen zugute kommender ßiebestätigfeit aufzuwenden. Gerade die noch leistungsfähigen und auch zum Geben bereiten Volkskreise werden mit diesen Spenden für meist Unwürdige übermäßig belastet, so daß sie nicht mehr fähig sind, bet öffentlichen Sammlungen so viel zu geben, wie sie an sich könnten und auch gern wollten. Darum: Schluß mit dem Betteln! Hitlers dichter wird Münchener Oberlandesgerichtspräsident. Berlin, 14. Sept. (CNB.) Bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten des Münchner Ober- landesgerichts, N e i t h a r d t, hat, wie die „Vossische Zeitung" aus München meldet, Iustizminister Frank daran erinnert, daß Neithardt seinerzeit über den Führer Adolf Hitler zu Gericht gegessen habe. „Sie waren ihm e in Gerechter Richter", so sagte Dr. Frank, „in hrem Richteramt zeigten und gewährleisteten sie die menschliche höhe, obwohl Versuche ergangen sind, die sie von der Objektivität dieses Amtes wegziehen wollten." Aus aller Welt Aus-, f end I setzte eine stürmische Heiterkeit ein, während der die i richtige König infolge dec Ueberfeierung schon tot» ger Stelle wird deshalb mitgeteilt, daß vor Errichtung des Werberats alles beim AI t en bleiben werde. Zugleich mit der Veröffentlichung des Gesetzes über den Werberat im Reichsanzeiger erscheint eine Verordnung, in der dies erklärt werden wird. Oie Säuberung -es Krantenkaffenweserrs. B e r I i n, 14. Sept. (WTB.) Laut Mitteilung der Justizpressestelle hat jetzt der Sonderstaats- a n w a l t für die Untersuchung bei den Krankenkassen die strafrechtlichen Ermittlungen im wesentlichen abgeschlossen und bis jetzt g e tz e n insgesamt 21 Personen Anklage er« hoben. Gegenstand aller Verfahren ist die gewissenlose Verschleuderung öffentlicher Geldmittel und das skrupellose Streben der Angeklagten, ihrePrivatkassen auf Kosten der Versicherungsträger und damit auch der versicherten Arbeitnehmer zu füllen. Besonders schwerwiegend sind die Vorwürfe, die gegen die früheren verantwortlichen Leiter des Hauptoerbandes deutscher Krankenkassen e. D. und des Verbandes der Kranken- kassen im Bezirk des Oberversicherungsamtes Ber - l i n (Krankenkassenverband) erhoben werden. Aeue preußische Staatsräte. Berlin, 14. Sept. (WTB.) Der preußische Ministerpräsident Göring hat den Ministerialrat im preußischen Justizministerium Gustav Wage- mann gleichzeitig mit seiner Ernennung zum Luftgrafen. Und als Zeppelin in der Uniform des Württembergischen Ulanen und König am Abend zum Volksfest aus dem Marktplatz fuhren, wo i Sochschulnachrichten. In Frankfurt a. M. ist der seit Frühjahr dieses Jahres im Ruhestand lebende Geheimrat Professor Dr. Heimberger im Alter von 68 Jahren nach kurzer Krankheit g e st o r b e n. Geheimrat Heimberger war ein bekannter Strafrechtslehrer an der Frankfurter Universität; er war 1925 von Bonn nach Frankfurt berufen worden. Der ao. Professor Dr. Otto Mangold an der Universität Berlin, Abteilungsleiter am Kaiser- Wilhelm-Institut für Biologie, hat einen Ruf auf den ordentlichen Lehrstuhl für Zoologie und vergleichende Anatomie an der Universität Erl an« gen angenommen. flnrn Gau'Presse- hat Gauleiter Sprenger den großen Par- teitagderNht'N. ff Mainischen !h tionalsozlallsten^ gestellt. Das hier w:e- W deraegebene Wzeichen [J des großen Gautages symbolisiert plastisch die vier Jahre des natu Wiederaufbauplan ster Anteil hier im Get -asraba begonnen wird. 23. und 24. September voi des Gautages getragen m furt a. M. zusammenfin! deutsche Einwohnerschaft ei leitung um reichliche Qu daher auch an dieser Stel wiederholt werden. Darül außergewöhnlich zahlreiche 2 rung an ben öffentlidjen De. Die große ftunbgebung 23. September soll ihre Fede des Reichskanz an diesem Tage den ersten ^andeginn der Reiü führen wird. Diese handinn Staatsakt des Reiches vom' aufklärung sorgfältig norde schwarzen Frau zusammenlebte, von anderen schwarzen Frauen Kinder hatte, sich vollkommen als Mitglied des Stammes, unter dem er lebte, fühlte und selbst das Eingeborenengericht gegen sich beantragt hatte. Er war tatsächlich von dem Häuptling zum Auspeitschen verurteilt worden und hatte, als er um Gnade bat, unzulässigerweise eine An- zahl von Schlägen durch Eingeborene erhalten, die sehr erregt waren. Der Häuptling hat ihn dann aber laufen lassen, so daß Mac Intosh auf jede Be- schwerde verzichtete. Der Häuptling hatte sich schon an die englischen Behörden mit der Bitte gewandt, Mac Intosh des Landes zu verweisen, worauf aber keine Antwort eingegangen war. Der englische Admiral entschied zunächst, daß Mac Intosh wegen seines beklagenswerten Verhaltens aus dem Eingeborenenterritorium verbannt werden soll. Weitere Entscheidungen sollen bekanntgegeben werden. Sühne für einen Mord. Die Justizpressestelle Kiel teilt mit: An dem Arbeiter Friedrich P o h l m a n n ist im Hof des Gerichtsgefängnisses zu Kiel die T o d e s st r a f e durch Enthaupten vollzogen worden. Pohlmann war wegen des an dem landwirtschaftlichen Gehilfen Antzen am 29. Juni o. I. verübten Mordes zum Tode verurteilt worden. Kleine politische Nachrichten. Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß weist in einer parteiamtlichen Anordnung nochmals darauf hin, daß das Tragen von Braunhemden für vorüberg e^end im Aus- lande befindliche Nationalsozialisten ohne Genehmigung der Reichsleitung verboten ist- Dem Wunsche des Führers Rechnung tragend, der die Arbeit der Parteidienststellen auf wirtschaftspolitischem Gebiet vereinfacht und vereinheitlicht sehen will, hebt der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß in einer Bekanntmachung im „Völkischen Beobachter" die Einrichtung der Wirtschaftsbeauftragten auf. Präsidenten des E r b h o f g e r i ch t e s in Celle zum preußischen Staatsrat ernannt. Präsiden Wagemann hat als Sachbearbeiter maßgebend an der Schaffung des bäuerlichen Erbhof- rechtes in Preußen mitgewirkt. Ferner hat der preußische Ministerpräsident den Gruppenführer Seidel-Dittmarfch, den Chef des Füh« rungsstabes der gesamten SS., zum preußischen Staatsrat ernannt. $ür eine „Evangelische Kirche Niedersachsens"? Rendsburg, 14. Sept. (TU.) Auf der Tagung der Landessynode der Evangelisch-lutherischen Kirche Schleswig-Holsteins in Rendsburg gab der Präsident des Landeskirchenamtes, D. Freiherr von Heintze, eine Darstellung über den Aufbau der geplanten evangelischen Kirche Niedersachsens. Der Grundgedanke ist der, die Landeskirchen von Hannover, Schleswig-Holstein, Hamburg, beide Mecklenburg, Braunschweig, Oldenburg, Bremen, Eutin, Lübeck und Schaumburg-Lippe zu verein- gen und dadurch ein Gebiet von etwa sieben Millionen evangelischer Seelen zu umfassen. Die Verfassung dieser werdenden Kirche ist dem Grundgedanken der Verfassung der Deutschen evangelischen Kirche nachgebildet. Das Führerprinzip ist in allen Instanzen durchgeführt. Die Mecklenburg - Schwe» rinsche Landessynode bestellte Pastor Schultz- Badendiek zum Landeskirchenführer, der zum Erlaß aller Anordnungen für den im Rahmen der Reichskirchenreform durchzuführenden Neubau der mecklenburgischen Landeskirche ermächtigt wird. 9. Deutscher Diakoneniag in Hamburg Gleichzeitig mit dem Rauhen Hause feiert die männliche Diakonie in Hamburg ihr hundertjähriges Jubiläum. Der Reichspräsident hatte ein herzlich gehaltenes Glückwunschtelegramm gesandt. Landesbischof Ludwig Muller sprach über die Aufgaben der Diakonie und der deutschen evangelischen Kirche. Soweit es an ihm liege, die zukünftige Arbeit niemals im Aktenstaub stecken bleiben zu lassen, würde er alles tun, daß auch in der kirchlichen Arbeit ein frischer Wind durch die Amtsstuben wehe. Wir müssen das Volk wieder verstehen lernen, damit das Volk auch uns verstehe, und ich werde dafür foraen, daß niemand Geistlicher wird, der das nicht gelernt hat, sei es im Arbeitsdienst oder sonstwo, der nicht gelernt hat, sich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich zusammenzureißen. Es werden neue Wege gegangen, und in den zu schaffenden Kammern werden Leute zu Wort kommen, die wirklich etwas geleistet haben. Jede Arbeit ist ihres Lohnes wert, und ich werde dafür sorgen, daß jeder an die Stelle kommt, die ihm nach seiner Leistung gebührt. Wir müssen mit unserer Arbeit in die Offensive gehen — dann ist der Sieg unser. — Weitere Begrüßungsansprachen hielten Oberregierungsrat Dr. Conrad für die Reichsregierung, Pastor F o r ck für die Hamburgische Landeskirche und die weibliche Diakonie, Dberfonfiftorialrat Peter (Berlin) für die Kirche der Altpreußischen Union, ferner Vertreter zahlreicher ausländischer Diakonen-Ver- bänbe und Pastor D. Engelke für das Rauhe Haus. Heber „Diakonie im' Angriff" hielt sodann Pastor Schirrnacher vom Zentralausschuß für innere Mission, Berlin, den Festvortrag. Raubmord am eigenen Vater. SrM Vaffoa11■ 0 «toll*®0 _ »«^„Siliert' V&f»..... ches in W . ft !id), d°h gebiet W . nur elnfo unirtö^®'r kann. W . bie Dereinhe' ganif^ °Än der ' -1*1 mußdc Men kon»' v ns.vollswo Venn die Der unter Leitung von Kriminalpolizeirat T r e t- t i n stehenden Berliner Mordkommission ist es gelungen, den an dem Markthändler Friedrich Splinter aus Berlin - Wilmersdorf verübten Raubmord aufzuklären. Der Täter ist der mehrfach vorbestrafte 23jährige Sohn des Markt- Händlers, der feinen Vater auf einem einsamen Kohlenplatz aufgelauert hatte, als dieser im Begriff war, nach der Markthalle zu fahren. In der Absicht, seinem Vater die Barschaft, die dieser für den Markthandel stets bei sich trug, zu rauben, schlug er ihn von hinten mit einer Flasche nieder. Als der UeberfaUene dann hilferufend sich zu wehren | gepeitschte Schultern gehoben. Mein Protest: „Ich bin ja gar nicht Köni g!" ernüchterten die Enthusiasten, und als sie ihres Irrtums gewahr wurden. begann, erschoß ihn der entmenschte Sohn mit einer Pistole und entfloh, ohne die Barschaft mitzunehmen. Bei einer großangelegten Razzia der Berliner Polizei konnte der Täter nun verhaftet werden. Er ist geständig und zeigt keinerlei Reue. König Fuad Ehrendoktor von Berlin. Die medizinische Fakultät der Unioerfität Berlin hat Seiner Majestät dem König Fuad von Aegypten den Titel eines Ehrendoktors verliehen, um damit die großen Verdienste anzuerkennen, die sich der König um die ärztliche Wissenschaft und um die Hebung der hygienischen Verhältnisse, sowie um die Bekämpfung von Volksseuchen in feinem Lande erworben hat. Der deutsche Gesandte in Kairo, Herr von S t o h r e r, hat die Ehrenurkunde in feierlicher Prioataudienz überreicht. Der „polarf(ern“-Dlamanf im werte von 400 000 Reichsmark gestohlen. Aus dem Schaufenster einer Diamantenhandlung in der Hatton-Straße, dem Zentrum des Londoner Diamantenhandels, wurde der b e r ü h m t e 3 3'/«- karätige Diamant „Polarstern", der einen Wert von 4 0 0 0 0 0 Mark hat, geftoh - l e n. Bei hellichtem Tag fuhr ein Kraftwagen vor, ein Mann sprang heraus, warf das Fenster mit einem Ziegelstein ein, riß den Diamanten an sich und fuhr blitzschnell wieder fort. Zahlreiche Menschen haben den Diebstahl beobachtet, ihn aber nicht verhindern können. Englisches Militärgericht in Südafrika. müde, durch eine Seitentür entschlüpfte, um sich weiteren Ovationen zu entziehen. Nach dem Kriege wurde König Leiter der Nautischen Abteilung des Norddeutschen Lloyd, aus dem er Ende 1932 schied, nachdem er (Oktober 1932) noch eine Reise durch die Vereinigten Staaten unternommen und in dreißig Städten gegen hundert Vorträge und Ansprachen gehalten hatte. Er wurde drüben mit Ehrungen von offizieller und privater Seite geradezu überhäuft — Tausende und aber Tausende wollten den ehemaligen Führer des Handels-Unterseebootes „Deutschland" sehen und hören. Kapitän König brachte von dieser Reise die „U-Deutschland-Kreuze" mit — in Form des Eisernen Kreuzes gehaltene und mit Flachbildern geschmückte Kreuze — die aus dem Eisen hergestellt wurden, das die „Deutschland" auf ihrer 1916-Fahrt als Ballast benutzte. Die Kreuze blieben in Amerika und mußten nach der amerikanischen Kriegserklärung versteckt gehalten werden. König schenkte die Kreuze der Ortsgruppe des VDA. in Bremen. Unlängst erklärte der in Gnadau Heimgegängene: „Das Einzige, was mich noch mit der großen Welt verbindet, sind die Briefe aus allen Weltteilen, die mir erzählen, daß man mich draußen noch nicht vergessen t)at" Auch nach seinem Tode wird man den schlichten Seehelden nicht vergessen. Besatzung der „Deutschland" das Willkommen der alten Hansastadt geboten wurde, da hätte man sie am liebsten aus dem Wagen gehoben und auf die Schultern genommen. Der Höhepunkt der Begeisterung vor dem im Lichterglanze prangenden Rathause — als König und Zeppelin Arm in Arm auf dem Balkon erschienen. König sprach von dem festen Willen, durch- zichakten und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Der Bürgermeister wies daraus hin, daß Zeppelin die englische Blockade von oben, König die von unten durchbrochen habe. Und tosender Jubel, als zwei Offiziere den Balkon betraten, von denen ihr Begleiter verkündete, daß sie in der vorhergehenden Nacht über London und Dover gewesen seien. In den folgenden Tagen hatte ich öfters Gelegenheit, mich mit Kapitän König eingehender über seine Ozeanfahrt zu unterhalten. Einmal traf ich ihn, als er sich feine Fleisch- und Brotkarten besorgte. „Auf dem AUantischen hatte ich keine Nahrungsschwierigkeiten", meinte er humorvoll, „aber hier gibts Magenvorschriften. Draußen haben wir oft unter Wasser essen müssen, denn sichteten wir einen Ozeannachbarn, so tauchten wir unter und aßen unten. Nach einer Weile ging's wieder hoch, herrschte noch dicke Luft, so ging’s wieder runter, aber den Appetit haben wir uns nie verderben lassen Immerhin — es war keine Lust- oder Vergnügungsfahrt, so stundenlang unter Wasser xu fein, uns wurde doch manchmal ernst zumute. Als wir endlich an der Färbung des Wassers merkten, daß wir unserem Ziele nahe, und am 8. Juli gegen Mitternacht in die amerikanische Hoheitsgrenze einliefen, da war von uns ein Alb genommen. Der Lotse, der auf unser Blaufeuer an Bord kam, war ganz baff." Und König erzählte von dem Jubel, mit dem er drüben empfangen wurde — damals noch eine ehrliche, aufrichtige amerikanische Begeisterung. Einmal ein heiteres Intermezzo. Kapitän König hatte mir im „Börsenhof" eine längere Unterredung gewährt. Draußen stand fein Wagen, und trotz des strömenden Regens harrte eine dichte Menge auf fein Erscheinen. Als ich nach meiner Verabschiedung, mit hochgeschlagenem Mantelkragen, und, wegen des Regens, mit tief heruntergezogener Seemannsmütze im Portal auflauchte, schallten mir brausende Hoch- und Hurrarufe entgegen, die begeisterte Menge stürzte auf mich zu uno hätte mich beinahe auf die lerischen Gestaltung im Wandel der Zeiten am meisten Freiheit gestattet und mit der ritterlichen Erscheinung heldischer Vergangenheit so eng verknüpft ist, wird heute am meisten begehrt. Eine stattliche Anzahl vollständiger Harnische aus der Zeit der Gotik bis zum Barock beherrschte die Ausstellung, und zwar nahm die deutsche Frührenaissance einen bevorzugten Platz ein. Diese Epoche der deutschen Plattner-Kunst, die wegen ihrer schlichten Typen bisher wenig beachtet wurde, ist jetzt immer mehr als eine Blütezeit erkannt worden, in der sich der gewaltige künstlerische Aufschwung des deutschen Schaffens auch im Waffenwerk eigenartig spiegelt. Da zeigt z. B. ein prachtvoller Torso um 1500 in der wuchtig gebogenen Helmglocke, in der Modellierung von Brust und Rücken denselben hochgesteigerten Ausdruckswillen, von dem Peter V i s ch e r , der junge Dürer und Cranach in ihrem Ringen mit der menschlichen Gestalt beseelt waren. Bei einer köstlich getriebenen und geätzten Harnischbrust, die der „zerhauenen" Landsknechts-Tracht nachgebildet ist und von dem Augsburger Coloman Colman stammt, dürfen wir annehmen, daß sie von einem Hohenzollern- fürsten getragen wurde, denn sie stammt aus der Sammlung Radziwill, in die zu Beginn des 19. Jahrhunderts beim Anrücken Napoleons die Rüstkammer der Herzoge von Preußen aus Königsberg flüchtete. Als glänzendster Vertreter der deutschen Hochrenaissance darf die Sturmhaube von 1550 aus Schloß Hohenaschau gelten; die schönen Schwarzätzungen im Stil des Peter von Speyer, die durch eine Einfassung mit schwarzem Samt ein besonders vornehmes Gepräge erhalten, besitzen einen hohen Kunstwert. Eine Arbeit des berühmten Nürnberger Plattners Kunz L o ch n e r dürfte eine vergitterte Sturmhaube sein, die reiches Rankenwerk und das Meerweibchen aus dem Nürnberger Stadtwappen auf der schwungvollen Helmglocke zeigt. Der Leiter der europäischen Zentralstelle für kirchliche Hilfsaktionen, Professor D. Dr. Adolf Kelle r, ist in Berlin eingetroffen und wurde von der einstweiligen Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche empfangen. Ferner fand ein Empfang bei dem Reichsinnenminister Dr. Frick und bei dem Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath statt, Professor Keller war von dem Mitglied der Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche, Professor D. Schumann, begleitet. Die Reichsstallhalter in Hamburg, Lübeck und Bremen haben den Senatspräsidenten am Hanseatischen Oberlandesgericht Dr. Arnold Engel zum Präsidenten des Hanseatischen Oberlandesgerichts ernannt. > In Hamburg wird es künftig neben dem regierenden Bürgermeister nur noch f ü nf statt bisher zwölf Senatoren geben, die sämtlich von der NSDAP, gestellt werden. Die Kopenhagener Zeitung „E k st r a b l ad e t" wurde von dem Geheimen Staatspolizeiamt bis auf weiteres verboten. Das Blatt hat sich nicht geschämt, ein Photo des Ministerpräsidenten Göring mit einer unerhört beleidigenden und ehrabschneide- rischen Unterschrift zu versehen. Bundeskanzler Dr. Dollfuß hat den unga- rischen Ministerpräsidenten Gömbös, den ungarischen Ackerbauminister und den Innenminister für Anfang Oktober zur Jagd nach Mürzzuschlag eingeladen. Koki H i r o t a, der ehemalige japanische Botschafter in Moskau, wurde zum Außenmini- fte r ernannt. Gleichzeitig wird amtlich bekannt- gegeben, daß der bisherige Außenminister U t - schida wegen seines schlechten Gesundheitszustandes von seinem Amt zurückgetreten ist. Gerüchtweise verlautet aber, daß zwischen Utschida und einer „sehr hohen Stelle" Meinungsverschieden, heilen über die japanische Außenpolitik beständen. Schöne atte Rüstungen. Die schöne Waffe ist ein Lieblingsgegenstand des deutschen Kunstgewerbes gewesen, und für deutsche Rüstungen und andere Kunstwerke der Waffenkunst wurden oft die höchsten Preise bezahlt. Das Programm des Berliner Zeughauses besteht in erster Linie in der Erwähnung von Erzeugnissen solcher deutschen Waffen-Kunstwerke, wie Paul P o st in der Bruckmannschen Kunstzeitschrift „Pantheon" ausführt, und die Ausstellung der Haupterwerbungen des Museums, die vor einiger Zeit stattfand, hat gezeigt, mit wie großem Erfola diese Aufgabe irt den letzten 15 Jahren gelöst wurde. Die Schmie- rigteiten dabei waren sehr groß. Denn bei dem riesigen „Ausverkauf", von dem europäisches Kunstgut in der Nachkriegszeit betroffen wurde, stand die Waffe an erster Stelle. Kostbarer Besitz der Fürsten und großen Herren wurde zu schwindelerregenden Preisen aus der Alten nach der Neuen Welt verkauft, und bas Zeughaus mit seinen bescheidenen Mitteln konnte nur durch sehr geschickte Maß- nahmen wichtige Neuerwerbungen machen. Doch ist es gelungen, eine bedeutende Anzahl bedeutender Werke der Waffenschmiedekunst zu erringen, von denen Post einige besonders wichtige Stücke näher beschreibt. Der ritterliche Harnisch, der der fünft» Der Reichskanzler hat sich nach feinem Besuch in Oeschelbronn vom Flugplatz Böblingen tm Flugzeug nach Essen begeben und von dort im Kraftwagen nach Solingen, wo er den bei dem Unglück verletzten 21 SA. - Männern im Krankenhause einen Besuch abstattete. Der Reichskanzler begrüßte einen jeden der Verunglückten und wünschte ihnen baldige Genesung. Der Anregung des gleichfalls im Krankenhaus liegenden SA.-Führers, jedem der 20 Verunglückten ein Bild des Reichskanzlers mit eigenhändiger Unterschrift zu übermitteln, wird vom Reichskanzler Hitler entsprochen werden. Nach der Überreichung zahlreicher Blumensträuße verabschiedete sich der Kanzler von jedem der Verunglückten mit herzlichem Händedruck. Der Reichskanzler besichtigt das abgebrannteOefchelbronn Karlsruhe, 14. Sept. (WTB.) Reichskanzler Adolf Hitler traf am Donnerstag um 12 Uhr auf dem hiesigen Flugplatz mit dem großen Junkersflugzeug „Jmmelmann" ein. Zu seiner Begrüßung hatte sich die gesamte badische Regierung, an ihrer Spitze Reichsstatthalter Robert Wagner, sowie die Vertreter der sonstigen Behörden, eingefunden. Nach einer kurzen Begrüßung schritt der Führer die Front der Ehren- fompagnie der Schupo und eines Ehrensturmes der SA. ab. Dann begab er sich zum Staatsministerium. Im Nu hatte sich eine riesenhafte Menschenmenge eingefunden, die die Strafen umsäumte und dem Führer zujubelte. Von Karlsruhe aus fuhr der Reichskanzler mit feiner Begleitung und mit der badischen Regierung sofort im Kraftwagen nach dem am Sonntag abgebrannten Dorf Oeschelbronn bei Pforzheim. Die Durchfahrt in Pforzheim gestaltete sich zu einem wahren Triumphzuge. Um 13.45 Uhr traf der Führer in Oeschelbronn ein, von einer riesigen Menschenmenge begrüßt, die aus der gesamten Umgebung zu Rad, mit Autos usw. zusammenge- fommen war. Der Kanzler besichtigte dann mit seinem Gefolge d i e Brandstätte. Er nahm hier die Gelegenheit wahr, dem Bürgermeister sein herzlichstes Beileid für die vom Brandunglück betroffenen auszusprechen. Außerdem sicherte der Reichskanzler auch die Hilfe des Reiches bei der Fürsorge und beim Wiederaufbau des nieder- gebrannten Ortsteiles zu. Nach fast einstündigem Aufenthalt verließ der Reichskanzler Oeschelbronn. DieUrsache-esOeschelbronner Brandunglücks. Pforzheim, 14. Sept. (WTB.) Die von der Staatsanwaltschaft mit der Kriminalpolizei aufgenommenen Ermtttlungen über die Entstehung des Brandes haben zur Perhaftung der Witwe breiten ft ein und ihres Sohnes Wilhelm geführt. In der Scheuer der Witwe Breitenstein ist der Brand ausgebrochen. Ihr in einem anderen Hause wohnender Sohn Wilhelm Breitenstein war kurz vor Ausbruch des Brandes bei feiner Mutter, um das Vieh zu versorgen. Er hatte sich im Hause seiner Mutter auch eine Pfeife Tabak angezündet, will mit dieser aber nicht in der Scheuer gewesen sein. Eine elektrische Leitung war nicht in der Scheuer. Wie der zugezogene Sachverständige festgestellt hat, liegt nach dem objektiven Befund Selbstentzündung des Futters nicht vor. Es muß als festgestellt angesehen werden, daß der in dem Schutt vorgefundene Kopf einer Tabakspfeife sich in der Tasche eines Rockes befunden hat, den Wilhelm Breitenstein am Tage vor dem Brand in der Scheuer hat hängen l a f f e n. Die Pfeife, aus der Breitenstein kurz vor dem Brandausbruch geraucht hat, befand sich noch in seinem Besitz. — Da die Ermittlungen gegen die Witwe Breitenstein keine weiteren Verdachtsgründe ergeben haben, ist sie heute aus der Haft entlassen worden. Das Gesetz über -en Werberai. Berlin, 14. Sept. (TU.) Es sind in der Öffentlichkeit Zweifel entstanden wegen der Auswirkung des Gesetzes über den Werberat. Von zuständi- Mit großem militärischem Zeremoniell begann unter Vorsitz des englischen Admirals Evans in Betfchuanaland (Südafrika) die Untersuchung über die angebliche Auspeitschung eines Engländers durch Eingeborene. Trompetenstöße und drei Schüsse aus den Feldgeschützen der Marineabteilung, die den Admiral nach Betschuana- land begleitet hatten, leiteten den Beginn des Verhörs ein. Die Seesoldaten pflanzten ihre Seitengewehre auf und sperrten das Gebiet um das Gerichtszelt ab. Der Häuptling Tschekedi, der für die Dauer der Verhandlungen seines Amtes als Stammeshäuptling enthoben ist, war mit den übrigen Stammeshäuptlingen anwesend. 15 000 Eingeborene waren zusammengeströmt und lagerten sich um die militärische Absperrung herum. — Es I stellte sich gleich zu Anfang heraus, daß der aus- | gepeitschte Engländer Mac Intosh mit einer Erinnerungen an Kapitän König. Äon Felix Baumann. Der aus dem Weltkrieg als Führer des U-Bootes „Deutschland" bekannte Kapitän Paul König ist, wie gemeldet, dieser Tage gestorben. In den ersten Märztagen des Jahres 1907 lernte ich ihn kennen, den nunmehr Heimgegangenen Unterwasserkönig — auf der Fahrt von Schanghai nach Yokohama. Damals war Kapitän König Erster Offizier des Norddeutschen Lloyddampfers „Prinz Ludwig". Im Jahre 1914 traf ich ihn wieder — als Kapitän des Dampfers „Schleswig", auf dem ich eine Reise nach Norwegen unternahm, es war die letzte Vergnügungsfahrt des Lloyd vor dem Kriege. Acht Tage nach der Rückkehr nach Bremerhaven stand die Welt in Flammen. Die nächste Begegnung mit Kapitän König fand am 25. August 1916 in Bremen statt — bei feiner Rückkehr von der ersten Fahrt des Handels-Unterseebootes „Deutschland" nach den Vereinigten Staaten. Während der Triumphfahrt weseraufwärts — wir Presseleute waren der „Deutschland" auf einem Dampfer entgegengefahren — konnte ich König nur von weitem zuwinken, als er jedoch am Nachmittage für eine kurze Zeit im Bremer Essighause erschien und er mich in der Nähe der Ein- gangstür erblickte, streckte er mir sofort die Hand entgegen: „Wir kennen uns ja!" Dann trennte uns der Ansturm der Kollegen — das Verlangen nach einem Autogramm auf Post- und Speisekarten. „Oho, oho!" rief der belagerte König, „das ist beinahe so wie in Amerika!" Nach der Begrüßungsrede erwiderte er schlicht: „Ich bin fein Mann des Wortes, sondern nur Kapitän". Und den Wunsch nach Interviews wehrte er mit der Begründung ab: „Ich darf über meine Reise nichts sagen". Als das Autogramm-Schreiben von neuem begann: „Nur langsam, langsam, meine Herren, ich schreibe für jeden meinen Namen hin, ich tue es gerne — nur langsam." Bot schon die Triumphfahrt auf der Weser unvergeßliche Augenblicke, so spielten sich auf dem Lande, vor Hillmanns Hotel, wo König und Graf Zeppelin Quartier bezogen, überwältigende Ovationen ab: die Erde grüßte die Beherrscher anderer Elemente — den Unterwasserkönig und den Unser neue In der morgigen Ausg Nigers“ werben mir mit i angelegten neuen Roma! glauben diesmal ben ffiüi in Stobt unb Land in entgegenzukommen, wenn kanntschaft mit dem iüncl vermitteln, deren früher inane wir zu unseren schc KfU?5herf°l9-n *n , v/en Jahren im „Qie6£ unserer Illustrierten zum - mane „Der Dreizehnte“ q bi^" hr2ur^ ^möe he L-ktme unseres nS ndin £itö Do, von 'Menen, 11? PQM «er,h^4 9el’e^i N°te unb tine *9 -'ne gehaltene ib 5n M aller & JWtete? Detle sasserm ermord bet ng2"der: 8o^*ri> S t?6 Zuspiel! IInnh Fttebel Gaupartcitaöl ttc.' I 1933 ! Oie NG.-Volkswohlfahrt ahrt und Fürsorge zustän- V 0 lkswoh Arbeit und Friede Aus der Provinzialhaupistadt Buntes Allerlei rau Pt-, ihrem eigenen Interesse während der Fahrt durch den Tunnel die Wagenfen ft er der Abteile geschlossen zu halten, da durch Einbau eine* Schutzgerüstcs an der Baustelle das lichte Raumprofil im Tunnel eingeschränkt ist und die Reisenden beim Hinauslehnen sich gesährden. Nachdem nun die 40 Meter Tunnelstrecke freigelegt ist, besteht jetzt mehr wie früher bei den Reisenden der Anreiz, beim Besahren der Baustelle die Woaenfenstcr zu öffnen, um sich den ungewohnten Anblick nicht entgehen zu lassen. Die Reisenden werden deshalb nochmals auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die mit dem Hinauslehnen aus den Wagenfenstern verbunden sind. lllter m Hamburg, Lübeck und i Senatspräsidenten am hansea- jericht Dr. Arnold Engel zmn les hanseatischen Ober- s ernannt. > schäftsstelle Frankfurt a. M., zu Händen von Fi L. Gramm- Frankfurt a. M, Humbrachtstr. 3 wird es künstitz neben dem regle- ter mir noch sünf statt bir-^ atoren geben, die sämtlich von ll werden. r Leitung JZtftrablabti' timen Staaispolijeiomt bis auf i. Das Blatt hat sich nicht ze- es Ministerpräsidenten Törin; eKUgendrn und a DtxWTi. * br. DvNfutz hat den unga- Menten Gömb äs, den unflo- mister und den 3nnenmini]"ter jur zur Jagd nach Mürzzuschlag Dom Gau - Presse- FO5 emt Hessen • Nassau in \w Jergegebene Abzeichen ’ des großen Gautages s ymbolisiert plastisch 6 dte vier Jahre des nationalsozialistischen Aiederausbauplanes, dessen nicht geringster Anteil hier im Gebiet des Gaues in der Hafraba begonnen wird. Das Zeichen wird am 23. und 24. September von über 100 000 Besuchern des Gautages getragen werden, die sich in Frank- | surt a. M. zusammenfinden. Die an Frankfurts deutsche Einwohnerschaft ergangene Bitte der Gauleitung um reichliche Quartierbereitstellung kann daher auch an dieser Stelle nicht dringlich genug wiederholt werden. Darüber hinaus wird eine f außergewöhnlich zahlreiche Beteiligung der Beoölke- runfl an den öffentlichen Veranstaltungen erwartet. Die große Kundgebung im Stadion am 1 2 3. September soll ihren Höhepunkt in einer Rede des Reichskanzlers finden, welcher an diesem Tage den ersten Spaten st ich zum Baubeginn der Reichsautobahn aus- führen wird. Diese Handlung wird als feierlicher Staatsakt des Reiches vom Ministerium für Dolks- aufklärung forgfäUig vorbereitet. Der 24. soll die Was alte Llhren erzählen Aus der Geschichte eines ehrwürdigen Handwerks. Von Kranz Steggemann, Berlin. gestellt werden. In diesem besonderen Falle werden keine Prüfungsgebühren erhoben. Oie Aulschlitzung des Mainzer Tunnels Mainz, 14. Sept. (WSN.) Die Arbeiten zur teilweisen Aufschlitzung des Tunnels zwischen dem Mainzer Hauptbahnhof und Mainz-Süd sind, wie die Reichsbahndirektion Mainz mitteUt, letzt soweit fortgeschritten, daß bereits eine Strecke von 40 Metern vollständig freigelegt ist. Die Reisenden sind seinerzeit bei Beginn der Arbeiten schon daraus hingewiesen worden, in er“ h "VCfflnntmadR im Wn UHb wurde von der einst'. : ?ne*n EvanpelischenKilhe Äre’" Empfang bei dem Dr. Frick und bet dem Reichs- lherrnvonReurathstatt ar von dem Mitglied der Lei-' Evangelischen Kirche, Professor begfeüef. 'Ateb0,f M 15 tragen "Nochmals blr Oer Vater des Glühlichts. Unter den Bahnbrechern der modernen Beleuchtungstechnik steht Karl Auer von Welsbach, der vor 75 Jahren geboren wurde, mit an erster Stelle. Auer studierte bei dem Altmeister der chemischen Technik, Robert Bunsen, der in seinem „Bunsenbrenner" eine zwar nicht leuchtende, dafür aber sehr heiße Gasflamme geliefert hatte. Bunsen wies den jungen Studenten auf das Studium der „felienen Erden" hin, und als Auer nun eines Tages in die Flamme des Bunsenbrenners ein klein wenig von einer dieser seltenen Erden, dem sog. „Lanthanoxyd" brachte — da erstrahlte plötzlich die vorher nicht leuchtende Flamme in blendendem Glanz! Diese überraschende Beobachtung gab Auers Leben die Richtung. Er kam auf den Gedanken, ein Baumwollgewebe mit den gelösten Salzen seltener Erde zu tränken und es in der Flamme verbrennen zu lassen. Die Erde blieb in der Gestalt des Gewebes zurück: Der „Strumpf" der neuen Beleuchtung war gefunden. Aber das „Erdgewebe" zerfiel nach kurzer Zeit, und so mußten weitere Versuche angestellt werden. Durch das fortwährende Hineinsehen in die blendenden Lichterscheinungen der Flamme litten Auers Augen, so daß er sich der Gefahr des Erblindens aussetzte. Aber schließlich war das neue Licht praktisch verwertbar, wurde öffentlich bekanntgemacht, und ein Wiener Zeitungsmann war es, der ihm den Namen „Gas- glühlicht" gab, den es beibehalten hat. Auer hatte von seiner wichtigen Erfindung nur geringen materiellen Gewinn, denn die Fachleute wehrten sich zunächst dagegen wie gegen alles Neue und schreckten die Geldgeber ab, ohne die die Fabrikation im Großen nicht durchgeführt werden konnte. Als dann das Gasglühlicht zu einer Weltindustrie wurde, hatte Auer die Patente längst billig verkauft. Er wandte sich dann der elektrischen Beleuchtung zu und schuf in der Dsmium-ßampe, die einen Foden aus Osmium hatte, das Vorbild für alle späteren elektrischen Metallfaden-Lampen. Auch hier also war er bahnbrechend. Schließlich hat er auch mit feinen „Pyrophorfeuerzeugen" die ersten wirklich prak- tischen Taschenfeuerzeuge und Gasanzünder geschaffen, die z. T. noch heute in Gebrauch sind. Dom Wiener Kaffeehaus. Wien feiert das 250jährige Bestehen des Kaffeehauses in seinen Mauern, nicht nur mit einer interessanten Ausstellung, sondern auch mit einer Festschrift des Wiener Kaffeehauses Für Wien ist das Kaffeehaus eine Art Symbol geworden, lieber seine Entstehung werden anschauliche Einzelheiten mitgeteilt. Der Gründer des Wiener Kaffeehauses ist ein polnischer Kaufmann namens Kolschitzky gewesen, der als Dolmetscher der „Orientalischen Handelsgesellschaft" viel im Orient gereift war und daher die Türken genau kannte. In türkischer Kleidung ritt er aus der belagerten Stadt mit seinem polnischen Diener und fang fromme türkische Lieder, als er die feindlichen Linien passierte. Es glückte ihm, wichtige Meldungen an den Herzog von Lothringen nach Korneuburg zu bringen und Befehle an den Grasen Starhemberg, den Leiter der Verteidigung, zu übermitteln. Für diese guten Dienste, durch die er viel zu dem glücklichen Zusammenwirken des Entfatzheeres mit den Belagerten beitrug, wurde er mit dem großen Kaffeevorrat beschenkt, der sich nach der Schlacht im türkischen Lager vorfand. Bevor Kolschitzky das erste Kaffeehaus einrichtete, bürgerte er den neuen Trank zuerst als herumziehender Händler ein. In ein phantastisches Turkenkoftürn gekleidet, bot er den Vorübergehenden seine .^schwarze Suppe" mit dem lauten Ruf an: „Allah ist Allah! Echter, schwarzer türkischer Kaffee für einen Kreuzer"! Als etwas Syrup aus Versehen in feinen Kessel geriet, machte er die Bemerkung, daß die Wiener den neuen Trank gesüßt bevorzugten, und später servierte er ihn auch mit Milch, und wurde dadurch der Erfinder der „Melange". Kolschitzkys Kaffeehaus, bas unter der besonderen Gunst Star- Hembergs stand, erhielt bald einen besonders gemütlichen Ton, denn der Pole begrüßte seine Gäste mit dem biederen Anruf „Bruderherz". Er erzählte auch viel von seinen Reisen und Abenteuern, wußte sich die neuesten Nachrichten zu verschaffen, schickt« sogar einige Leute von Stadt zu Stadt, um rasch Neuigkeiten au erfahren; so machte er bas Caf6 zum Nachrichten-Mittelpunkt, wie dies auch anderwärts sich allmählich ausbildete. WH MW 5verweist^ ?9en war. ft..' ^rauf ab» daß Mac ÄAh ^"hastens Wn Snutta dm,,, öl’ ', worden. f e durch ondwirhchM^onn ÖQr worden. n vorder wird. Nach der Verfügung des Führers ist die N S. - Volkswohlfahrt für _al (e Srage n ber ** Don der Landesunioersität. Don der Pressestelle der Universität wird uns mitgeteilt: Der planm. a. o. Professor für Psychologie und Pädagogik Dr. Friedrich Sander hat den an ihn ergangenen Ruf als ordentlicher Professor an die Universität Jena angenommen. ** Goldene Hochzeit. Morgen, 16. Sept., können die Eheleute Schmiedemeister Ernst D ö 11 und seine Gemahlin, Liebigstrahe 57, bei bester Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit feiern. ** Prüfungen für engagementslofe Bühnenangehörige. Im Laufe des Monats Oktober finden in Frankfurt a. M. Prüfungen für engagementslofe Bühnenangehörige statt. Die Termine werden noch bekanntgegeben. Anträge um Prüfung können inzwischen schriftlich an die Ge- 1 erziehung und Jugendpflege, der Rasieerneue- rung, der Volksernährung führend vorangehen wird, so wird sie das ungeheuer machtvolle Instrument der gesamten privaten Initiative, dessen sich der Staat zur Durchführung feiner Idee bedienen kann, werden. Hier werden sich die Erfordernisse und Mögsichkeiten künftiger Gesetze kristallisieren und, vom Führer geformt, ihre Verwirklichung finden. Die Organisation ist in unserem Gau bereits fertig- gestellt. Sie baut sich ähnlich wie die politische Leitung der NSDAP, auf. Jeder Volksgenosse, der arischer Abstammung ist, wird nicht beiseite stehen, sondern sich tatkräftig dem großen Werk zur Verfügung stellen. Die Ausnahmeformulare werden von den Zellenverwaltern der NS.-Dolkswohlfahrt jedem Volks- genoffen zugestellt werden. Die Aufnahmegebühr beträgt 50 Pf., der Mindestbeitrag für Mitglieder 50 Pf., für Nichtmitglieder 1 Mark. Die Mitglieder werden durch die Presse und durch chre Ortsver- walter über Wege und Ziele der Organisation auf- geklärt und, soweit sie aktiv tätig sind, entsprechend geschult werden. Die Verhandlungen mit den de- stehenden privaten Organisationen über die Gleich- richtung und Zielsetzung der gemeinsamen Tätigkeit werden von der Gauleitung der NS.-Dolkswohlfahrt in Kürze aufgenommen werden. Weihe des „Adolf-Hitler-Hauses" der Partei in der Gutleutstraße 8/12 bringen, ferner die Weihe der Gau-Führerfchule am Oderforsthaus, sowie ein großes SA. -Sport- Treff e n im Stadion. Zahlreiche Einzeloeranftal- tungen sollen außerdem den Vormittag verschönen. Am Nachmittag des 24. findet am N i e d e r w a l d - bentmal eine großzügige F r i e d e n s k u n d - g e b u n g statt, bei welcher ein hervorragender Führer der Partei spricht. Zu gleicher Zeit wird sich das hessische und nassauische Landvolk am Taunushang unweit Wiesbadens um feinen verehrten Reichsbauernführer, den Ernährungsminister D a r r 6 , sammeln zur Weihe des Rudolf-Walter- Darrs-Steines. Der Minister ist als Nationalsozialist aus den Reihen der NSDAP, des ehemaligen Gaues Hessen-Nassau-Süd hervorgegangen und hat seine Zusage des Erscheinens zu dieser ihm vor einigen Wochen anläßlich des Nassauischen Bauerntages ganz überraschend zutell gewordenen Ehrung mit Freude gegeben. Es läßt sich zur Zeit noch gar nicht übersehen, welche führenden Persönlichkeiten des neuen Reiches am 23. und 24. September noch den Gau beehren werden. Jedenfalls wird sowohl der Bevölkerung gerade der Frankfurter Umgebung, als auch den zum Gautag kommenden Mitgliedern und Angehörigen der NSDAP, ein Tag tiefer Eindrücke und reichen Erlebens beoorstehen. So ist es begreiflich, daß schon jetzt überall im Land und noch mehr in den Frankfurter Parteizentralen zu diesem Tage fieberhaft gerüstet und vorbereitet wird. Wir wünschen nur, daß den nach Frankfurt kommenden Massen eine würdige Bleibe und ein gnädiger Wettergott gesichert wird. Das Gaupresseamt Hessen-Nassau teilt mit: In dem unaufhaltsamen Zuge der Entwicklung zum Dotalftaat ersteht zur Zeit im ganzen Reiche eüft Organisation, der große Aufgaben übertragen wurden. Die gesamte private Wohlfahrtspflege, ? welche bisher die Hilfe von Mensch zu Mensch ver- I mitten hat, soll unter eine zentrale Leitung, der der Nationalsozialistischen Dolkswohl- s«hrt, gebracht werden. Die Devise ist: IJort vom Wohlfahrtsstaat, hin ,um helfen aus der Gemeinschaft heraus. So wirb die NS. -Dolkswohlfahrt auch die Trägerin des großen Winterhilfswerkes sein, wel- ches in den nächsten Tagen seine Tätigkeit beginnen Dem Uhrmachermeister Steggemann ist es gelungen, eine 1918 im Berliner Schloß von aufttändischen Matrosen zerstörte astronomische Kunstuhr aus dem Jahre 1791 wiederherzustellen, von der selbst Fachleute angenommen hatten, daß sie nicht wieder in Gang zu bringen märe. Wenn man heute von einem Uhrmacher spricht, so meint man eigentlich immer einen Uhren- „reparateur". Die Kunst, eine Uhr in der eigenen kleinen Werkstatt größtenteils mit der Hand zu machen, ist in unserem Zeitalter, wo Uhren in großen Fabriken aus lauter maschinell heraestellten und leicht auswechselbaren Einzelteilchen zusammengesetzt werden, fast ganz verloren gegangen. Aber bei Sammlern und Kunstliebhabern finden sich noch in allen Ländern mittelalterliche Uhren mit fein gehämmertem oder geschmiedetem Werk und wundervollen, handgearbeiteten Verzierungen am Gehäuse. Wenn bei einem solchen Kunstwerk einmal ein Teilchen verlorengeht oder zerbricht, dann kann die Uhr nicht an eine Fabrik geschickt werden, und dem gewöhnlichen Uhrmacher fehlt die Gebrauchs- anroeifung und das Werkzeug zu ihrer Reparatur — in solchen Fällen kommt das gute, alte Uhrmacherhandwerk wieder zur Geltung. Seit meinem 9. Lebensjahr habe ich mich hauptsächlich mit solchen alten Uhren beschäftigt, und manches seltsame Stück ist dabei durch meine Hände gegangen. Schon mein Urgroßvater war Uhrmacher. Stets gingen vom Vater auf den Sohn wertvolle Ratschläge und Kenntnisse, aber auch wertvolles altes Handwerkszeug über, das heute nicht mehr zu erhalten ist. Die Handwerkskunst eines richtigen Kunft-Uhr„machers" muß ziemlich viele Gebiete umfassen: er muß hobeln und leimen können, um die Gehäuse selbst herzustellen; er muß aber auch ein Schmied sein, wenn er Räder und Triebe für alte Uhrwerke anzufertigen hat. Dafür gibt es zwar moderne elektrische Maschinen; aber zu einem großen Teil der Arbeit ist doch das alte Handwerkszeug nicht entbehrlich. Bei solcher Arbeit muß man sich in den Geist der verstorbenen Künstler zurückzuversetzen suchen und lernt allmählich die einzelnen berühmten Uhrmacher noch Jahrhunderte nach ihrem Tode kennen, von den Mönchen und den Nürnberger Meistern nach Peter Henlein aus dem 16. Jahrhundert bis zu den englischen und französischen Künstlern des 17. und 18. Jahrhunderts und den großen deutschen Meistern wie Röntgen aus Neuwied, der sich einen eigenen, in allen Ländern bekannten Stil geschaffen hat. In dem spanischen Kloster San Geronimo de Puste, worin Kaiser Karl V. in den letzten Jahren seines Lebens die Uhren feiner Uhren- fammlung in völlig gleichen Takt zu bringen suchte, wurden von den Mönchen Uhren hergestellt; eine davon, ganz aus handgeschmiedetem Eisen, steht jetzt in meiner Werkstatt — es ist ein eigentümliches Gefühl, sich oorzustellen, daß einst der alternde Weltherrscher selbst bei ihrer Herstellung mit Hand angelegt hat. Eine andere wunderbare Standuhr aus dem 16. Jahrhundert hatte ich einst für einen Danziger Kunstfreund zu reparieren. Diese Uhr hatte an Stelle der Rückwand ein vollständiges Harfenspiel, das nach dem Stundenschlag ein hübsches altes Menuett ertönen ließ. Ich habe bann das Werk in zwei Handkoffern selbst über die Grenze schaffen müssen, damit es nicht durch die polnischen Zollbeamten zerstört werden konnte; daß dabei auch das Handwerkszeug mit einem extra hohen Zoll belegt wurde, sei nur nebenbei erwähnt. Leider gab es in den früheren Jahrhunderten zwar berühmte Uhrmachermeister, aber wenige geschickte Uhrreparateure, während es heute umgekehrt ist. Intelligente Schlosser, Schneider ober Leineweber nahmen sich früher zerbrochener Uhren an. Daß dabei meist kleine Rädchen „übrigblieben" und wcggeworfen wurden, ist zu verstehen. Dadurch wird die Wiederherstellung solcher Uhren heute oft sehr schwierig, zumal die alten Uhrmacher ihren Kunden nicht bloß einen seelenlosen Zeitzeiger für Sekunden, Minuten und Stunden liefern durften, sondern auch Zeiger für den Kalendertag, den Mondwechsel oder den Sonnenaufgang einbauten — Dinge, für die der heutige Geschäftsmann wenig Verständnis haben würde! Außerdem wurden die alten Uhren häufig mit sinnreichen mechanischen Nebeneinrichtungen versehen, so besonders die französischen Uhren aus der Zeit Ludwigs XVI. Ich entsinne mich an eine Uhr mit zwei a u s geköpften Kanarienvögeln, die nach dem letzten Stundenschlag aus schwellenden Kehlen zu trillern begannen und Kopf und Flügel bewegten. Eine andere, noch ältere Uhr — eine Tischuhr mit Weckervorrichtung — hatte folgenden Mechanismus: Die oberen Wand war wie ein Sprungdeckel aufklappbar; darunter befanden sich zwei alte Pfannen- gewehrschlösfer, und neben diese Schlösser wurden Wachskerzen gesteckt. Abends wurden die Wecker gestellt, bann Pulver auf bie Pfannen gestreut und die Gewehrhähne gespannt. Wenn dann die Uhr morgens weckte, sprang der Deckel hoch, dabei schlug das Schlageisen der Gewehrschlösser auf den Feuer- stein, das Pulver entzündete sich und zischte am Kerzendocht vorbei — die Kerzen brannten und fliegen allmählich bis zur Höhe des Deckels, fo daß fünf Minuten nach dem Wecken das Zimmer erhellt war. Von den zierlichen Goldfchmiebearbeiten, dem schweren getriebenen Silber und den kostbaren Edelsteinen an den Gehäusen mancher „Nürnberger Eier" und anderen Uhren ist in Worten ein schwerer Begriff zu geben. Für zwei Uhren von Röntgen mit Harfenspiel und Flätenwerk wurden noch vor wenigen Jahren 48 0 0 0 Mark gezahlt; dabei waren beide Uhren ganz zerlegt, die Flöten unvollständig und zerbrochen, die Harfe entzwei, und es war keine Kleinigkeit, sie wieder in Gang zu bringen. Es wäre zuviel gesagt, wenn man von einem völligen Verschwinden des Uhrmacherhandwerks reden will. Noch heute gibt es handwerkliche Kunstarbeiten auf diesem Gebiet, wie z. B. eine Uhr mit Repetition, bei der die viertel, halben und vollen Stunden nicht durch ein Schlagwerk, sondern durch eine menschliche Stimme angesagt werden — eine Konstruktion, bie in fehlerhafter Form schon in ber Vorkriegszeit entftanb unb bie jetzt für ben Tonfilm umgebaut werben soll. Aber bie Zeit, wo jebe Uhr ein kleines Kunstwerk darstellte und wo ber Besitzer bei jebem Blick barauf nicht nur an den nächsten „Termin", die kommende „Konferenz" dachte, sondern sich zugleich eine besinnliche Betrach, tung über den Ablauf der Zeit, über bie Vergäng- lichkeit bes Lebens erlaubte — diese Zeiten sind vorbei. b j g. Die Reichsrichtlinien setzen den Rahmen dieser Organisation so weit, daß alle Gebiete unseres öffentlichen Lebens, welche unter den Begriff „Wohl- fahrt" fallen, eingeschlossen werden. Es ist unmäg- ltd), daß eine nationalsozialistisHe Wohlfahrtspflege ? nur ein Teilgebiet dieser Ausgaben durchführen kann. Ebenso unmöglich wird es fein, daß diese Dr- t penifation auf bie Vereinheitlichung aller ber vielgestaltigen Aufgaben der privaten Fürsorge verzichten kann, sie muß darin die Führung übernehmen. wenn bie 71 L.-volkswohlfahrt in ber HJiri- schaflsfürsorge, der Volksgesundheit, der Jugend- a, her ehemalige japanische Boi- iu, mürbe zum Auhenmni- Gleichzeitig wird amtlich bekannt- r bisherige Außenminister Ub MZW -T-Efc- voUftä^ifl« $tc bie Sius. 15 3um Ydbie W N' mar nahm «« 'ein- Diese n bevorzugten W J. wegen Ischen Plattner^nst' npen bi^er ® nlyt ertanni mehr als em W' ch ffSautb im * scheu ein P* r Wdellienwg °onbtuj5öM hochgestelg^N ge Dürer und ^cr'betÄr !M gingen ffltt jj getriebenen Bei einer !°'I lB|Jrhauenen mürbe, W Beginn ' UtzZS W Är Vertreter ber flU$ chau E'von SE'^Ms '.'LSLr? Är' WM lontie an bas unvergängliche Gut der deutschen Sprache, des deutschen Dramas, der deutschen Schauspielkunst uns und unseren Kindern lebendig mitgeteilt wird. Oer gemeine Wert von Bauland bei der Einheitsbewertung. Wir lesen in den vorn Wirtschaftsprüfer und Volkswirt Hermann Will zu Gießen herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Nr. 18) folgendes: Die Ermittlung des gemeinen Wertes von Bauland Aum Zwecke der Einheitsfeststellung macht nicht selten große Schwierigkeiten. In der Regel helfen sich die Finanzämter dadurch, daß sie als Vergleichsgrundstücke solches Bauland heranziehen, das kurz vor oder kurz nach dem Stichtag verkauft worden ist. Dabei ist alsdann besonders zu beachten, ob und inwieweit bas als Vergleichs- grunbftürf herangezogene Baulanb bereits im Zeitpunkt bes Verkaufs unb bas zu bewertenbe Grundstück am Stichtag baureif gewesen ist, ob insbesondere bereits die Flächenpläne genehmigt waren; denn es liegt auf der Hand, daß für baureifes Bauland ganz andere Preise gezahlt werden als für solches Bauland, das erst in einigen Jahren erschlossen wird. Ist das Dergleichsgrundstück sofort ausnutzbar gewesen, während das zu bewertende Grundstück erst in einigen Jahren bebaut werden kann, so muß zur Ermittlung eines zutreffenden gemeinen Wertes für letzteres ein Zinsabschlag gemacht werden. (Vgl. RFH. Urteil vom 9. März 1933 — IIIA 409/32 — RStBl. 1933, S. 793.) Daten für Freitag, 15. September. 1834: ber Geschichtsschreiber Heinrich von Treitschkc in Dresben geboren (gestorben 1896); — 1869: ber Maler Fritz Overbeck in Bremen geboren (gestorben 1909); — 1882: ber Unterseebootführer Otto Webbigen in Herforb geboren (gestorben 1915); — 1926: ber Philosoph Rubolf Eucken in Jena gestorben (geboren 1846). Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Lied geht um die Welt" mit Joseph Schmidt. Unser neuer 2Romon In ber morgigen Ausgabe des „Gießener Anzeigers" werben wir mit bem Abbruck eines groß- argelegten neuen Romanwerkes beginnen. Wir glauben biesmal ben Wünschen unserer Leserschaft in Stabt unb Lanb in ganz besonderem Maße enlgegenjutommen, wenn wir ihnen bie Be- lonntjchaft mit dem jüngsten Werk einer Autorin oermitteln, beren früher bei uns erschienene Romane wir zu unseren schönsten unb nachhaltigsten Bablikumsersolgen zählen bürfen. Wer die in den letzten Jahren im „Gießener Anzeiger" und in unserer Illustrierten zum Abbruck gelangten Romane „Der Dreizehnte", „Frauenwege", „Lüge um £'iebe", „Durch frembe Schuld" gelesen hat, der wird bie Lektüre unseres neuen Romans „Ein Lied vom Glück" v?n Anny von panhuys mit ganz besonderer Lesefreude und Spannung be- ginnen; und wir sind gewiß, daß niemand in (einen Erwartungen enttäuscht werben wirb. Hier hoben wir einen mit packenber Einbringlichkeit geschriebenen, zu Herzen gehenben Liebesroman, dem her kriminelle Einschlag eine befonbers interessante 3lote unb eine bis zum allerletzten Kapitel burch- gLhaltene Hochspannung verleiht. Wir freuen uns, diese jüngste Arbeit ber allgemein beliebten Verfasserin erworben zu haben, benn wir wissen, baß er wie seine Vorgänger sich bie Herzen unserer Leserinnen unb Leser im Sturm erobern wirb. Wozu Theater? Aus bem Stabttheaterbüro wirb uns geschrieben: Ist diese ernste Zeit geeignet für Theater? Soll man sein Geld für Vergnügen ausgeben, wo man es bitter nötig hat, um nur das Notwendigste zu b/i% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldose..... 6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briesanstalt, Psandbriese R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Cteuergutsch. Verrechnungskurs. 4% Oesterretchtschr Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/.% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbohn-Anleihe Serie l..................... 83 83 83,13 83 5 98,75 98 98,5 98 81,9 81,75 82,25 81,5 76.4 77,13 76,25 76.75 9.75 10.1 9 7 10 05 - 74,13 73,75 73 75 — 76 76 - 81 81 - - 66,5 66,5 - — 67,9 68 5 67,65 68,75 77 78 - - 76,75 78 — — 79 80 - — 83 84,75 - — 78.75 78,5 78 — 80,25 80,5 80,5 80,5 86,65 86 65 86,65 86 65 10.5 10,4 10 65 _ 0,70 0.70 — 0.70 4 4.1 4 4,15 3,75 3,85 3,9 4 4 4 — i— 5,4 5,25 5,5 6,25 5.15 5,15 5,13 5.25 5 5 5 I - Frankfurt a.M. Vertin Schlußkurs Schlvßl. Abend» börsc Schluß» kurs Schlußk. Mittag» börsc 'Oaturn 13.9- 14.9. 13.9. 14.9 4% oesgl. Serie II ............. 5,1 5,1 5.13 _ 5% Rumän. veretnh. Reale v. 1903 2,9 3 — 4/i°,LRumän.vereinh.Nenlev.l9i: 4,5 4,65 4,65 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2,5 2,4 2,5 2,6 2 >4% Analoltcr ............... 24.75 ?4 4 24.3 Hamdurg-Amerika-Pakei ..... 0 11,4 11,4 10,65 11,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 26,25 28 Hansa-Dampsschiss........... O — — 19,25 20.5 Norddeutscher Llond ......... O 11,75 12,25 11,13 12,25 A.G. für Perl hrSioefen Akt. .. O 41,25 43 40,25 42 Berliner Haud, o„esellschast ... 4 82 82,25 82.5 83 Commerz- und Privat-Bank.. O 48 48 48 48 Deutsche Bank und Tisconto- Gesellfchast................O 48,75 48,5 48,75 48,5 Dresdner Bank..............O 42,25 42 42,25 42 Rcichsbank ................ 12 139.5 141 139 141 A.E.G...................... O 17,75 18,75 17,5 18,5 Betula.....................C 103.75 106.75 103,75 106,75 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 70 71,5 70 74 5 Licht unb Kraft ............. 6 90 91 88 5 91,25 Fellen L Guilleaume.........0 41 44 41,25 44,5 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 70 73 70 73 Rheinische Elektrizität ........ 5 73,75 77,25 74 77,5 SchuckertLCo...............6 — 88 25 84 87,25 Siemens L Halske............ 1 130 135 LahmeyerLTo............. 10 110 109 113J5 flubentl ..... 0 61.5 65,5 65 Deutsche Erdöl ..............4 93,75 96,75 93,75 97 Gelsenkirchener..............l 49 50 47,75 50 harpener...................O 82 83,25 81,25 82,13 Hoesch Eisen—Köin-Neuessen . ( —- 52,75 55,5 Ilse Bergbau ............... ( — 134,75 130,5 137 Ilse Bergbau Genüsse........( 99 96 98,5 Klöcknerwerke....... ( 51,5 53,5 49 53 Mannesman n-Rübreo........( 51,5 55 51,5 59 Franktun a. M. Serlin Schluß» kurS Schluß«. Abend- börsc Schluß« hird Schlußk. Minag- börfe_ Latum 13.9. 14.9. 13.9. 14.9. ManSselder Bergbau....... . 0 23 24,75 23,25 25 Kokswerke................ . 0 — 62,4 64,75 Phönix Bergbau........... Rheinische Braunkohlen .... . 0 10 32 176, 33 ,25 178 31 175 33 178 Rheinftahl................ . 0 75 76.5 74,25 76,13 Bereinig«« Stahlwerke...... . 0 31 32 30,25 32 4 Ltavi Minen ............. . 0 11,5 12,5 11.4 12,25 Kaliwerke Aschersleben...... .. b — 109 107 108,75 Kaliwerke Westeregeln...... . 5 107 108 106,5 109.5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 1V1 145.5 150 147 150 I. G. Färben-Industrie..... .. 7 110,25 115 109 114,75 ^chctdeanstaU............. .. 9 166 170,5 — — Goldschmidt .............. .. O 41 43,25 41,25 43,5 RütgerSwerke............. .. 0 46,75 49,75 46.75 49.9 Metallgesellschast........... .. 0 52 — 51,5 53,5 Philipp Hohmann......... Zementwerk Heidelberg .... Lemeutwerk Karlstadt....... .. 0 39,5 41,5 54.65 58,5 .. 0 .. 0 62'2 65 Schultheis Payenhofer ..... .. 0 — — 87,25 94,25 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 28,5 28,75 28,75 28,65 Bemberg................. .. 0 41,5 44 40 43.5 Zcliswss Waldhof .......... .. 0 33 35.75 32,5 34.75 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 — 19,5 19 — Dessauer GaS............. .. ? —- 99 99.25 Daimler Motoren.......... .. 0 25,5 26,75 25,9 26,5 Deutsche Linoleum......... .. 0 38 39,65 38 41 Orenstcin L Koppel........ .. 0 —- — 26,13 28,25 Leonhard Tietz............ .. 0 10,75 11 10,75 11 Cbade .................... ..10 158,5 157 158 157 Acrumulatoren-Fabrik...... .. 0 — 179,5 180 180 . Lontt-Bumm,............. .. 0 131,75 133.5 131.9 133,5 Grihner................. .. 0 I Mainkrastwerke Höchst a.M. .. 4 — — — Süddeutscher Zucler...... .. 8 I 152 I 154 1 153 ! 154,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TC. 13-September 14-September Amtliche Nolicruna Amtliche Notierung Geld I Lriei Geld Brie HelsingforS.. 5,944 5,956 5.924 5.936 Wien....... 47,95 48,05 47,95 48.05 Prag....... 12,415 12,435 12.42 12,44 Budapest ... Sofia...... 3,047 3,053 3.047 3,053 Holland .... 169,33 169,67 169 48 169.82 Oslo....... 67,43 67.57 67,23 67,37 Kopenhagen. 59,94 60,06 59,79 59.91 Stockholm... 69,43 69,57 69.03 69,17 London..... 13,42 13,46 13.38 13,42 Buenos Aires 0,928 0,932 0.928 0,932 Neuyorl .... . 2,927 2,933 2.902 2,908 Brüssel..... 58,64 58,76 58,57 58,69 Italien..... 22,14 22,18 22.12 22,16 Paris ...... 16,43 16,47 16.43 16.47 Schweiz .... 81,22 81,38 81,20 81.36 Spanien.... 35,01 35,09 35,06 35.14 Danzig..... 81,47 81.63 81,47 81,63 Japan...... 0,782 0,784 0 782 0.784 Rio de Ian. . 0,241 0,243 0,241 0.243 Jugoslawien. 5,295 5,305 5,295 5,305 Lissabon.... 12,64 12,66 12.64 12.66 Banknoten Berlin, 14-September Geld Bries Amerikanische Noten...... 2,855 2,875 .......... 58,41 58,65 59,53 59,77 13,34 13,40 16,39 16,45 169.06 169,7A 92.00 99 0? 9?nrropgijrf)P .............. 67,07 67.33 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten....... — — Schwedische Noten ....... 68,86 69,14 Schweizer Noten......... 81,02 81,34 (CrtnnHrftp n5'! «baietung £flÄ qufiftengeiell UH tuns f'nes mar?lli n „ England feine Mo gt***«« die Einberu,er des -5k riftengeieüiN all^e für sich das Recht oer Ugland in Anspruchs Aber schon der Um munistensührer 6a! lische Regierungen mi nach England verwe anstaltern sich besind runa zu denken get eigentlichen Akteure länder, sondern aus! die durch ihr Auftreti paganda das ihnen i verletzten. Wie alle gen ist auch die L ausgesprochen legenheit und du mähigterer Richtung innere Wesensoerwai ten Internationale, das günstigste Klima Tendenzen, die in 1 den Füßen verloren der englischen Presse j auch in Gnglanb bie/ midlung bemüht SSf-ig . ‘3SS» - j -SSS 5#* Die jranMsche Abart mus i\t, w weiland AusMmM gewesen zialismus trug \\> ratter und keinen Abart, der Tizndi Jahrhundertwende ei züchteten Parlamenta fahigkeit, größere N rung zu einem politi art zusammenzu'aiie politische ober öfono tungsvoll wäre. Gan Syndikalismus aus k kleine revolutionäre rung steigern und a näre Bewegung ents Streikbewegungen t dost- und Eisenbah der Tatsache, daß nister geworden, « mittel des St Briand, der einst äs ""deren Seite d"k sind auch jungen vor allem Nachrec aufrecht3 l,OnQ,i Cnt unb tagn^7> n°len die Ba>-s„ Zialjz Listen und ?(WQnöp?CQ',Ufl Mining m' "krwj, langst j; /Moritat beruft 0 Opposition Kzs LK- P» °r