8reitag,15. September 1935 185. Jahrgang Nr. 216 Lrftes Blatt D. fr dHl. H^lanW j.etpftmto e° Setliner Kmdgebmg der VnwalluWjmisten. Heichsjustizkommiffar 0r.$ranf verwahrt sich gegen ausländische Unterstellungen tun ließ, war wir mußten, noch heute so stark in uns, daß es lohnt, die Form, die er sich ge- schaffen hat, zu erhalten für den Dienst an der Nation, für den Dienst am Staate Adolf Hitlers? Mit dieser Frage sollte sich jeder Stahlhelmführer auseinandersetzen: denn in Hannover wird sich die Zukunft des Stahlhelms ent- scheiden. 68,86 s Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer dir zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20v, mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil i. D.TH.Kümmel iämtlich in Riegen. 69,1« 3 58,41 &53 13-34 16-3* 1(9,06 ^,00 S-07 344 ,95 415 ,047 9,33 7,43 ,9,94 a.43 ,3.4 ),92 1,9 18,64 n.u 16" i1-^ 35, 11,47 782 ,241 5,295 12,64 Die schwere Enttäuschung Chinas über die erfolglose Intervention desVölkerbundesimMan- dschurei-Konflikt und die stillschweigende Anerkennung des bestehenden Mandschukuo-Staates durch Nanking haben sich sehr merkwürdig ausgewirkt. China war durchaus oölkerbundsgläubig. Es erwartete nach Art junger Demokratien von den neuen Einrichtungen Wunderdinge. Im Mai 1931 erbat China vom Völkerbund Sachverständige, die seitdem auf den verschiedensten Gebieten eine reor» ganisatorische Tätigkeit entwickeln. Das Gesundheitswesen, das Wirtschaftswesen, der Verkehr, die Finanzen sind in China durch Völkerbundssach- verständige ohne viel Aufhebens in der Preise bearbeitet worden. Aber der Erfolg ist g l e i ch N u l l gewesen, da infolge des kriegerischen Verhältnisses zu Japan und mancher Widerstände auch von chinesischer Seite sich diese Lehrmeister nicht frei betätigen konnten. Nanking hatte versichert, es handle sich hier nicht um eine politische Angelegenheit, sondern um eine Verbesserung der Technik des chinesischen Verwaltungsapparats, während die I a p a n e r offiziell sich dagegen wandten, daß ganze Provinzen Chinas durch Völkerbundsdelc- gierte verwaltet und damit die chinesische Selbständigkeit untergraben würde. Nach der Niederlage in der Mandschurei, in Iehol, haben sich in China die Stimmen gemehrt, die m einem japanisch-chinesischen Zusammenwirken das Heil erblicken und darauf verweisen, daß alle europäische und amerikanische Hilfe und die Dölkerbundsinstruktoren die Anarchie und das Elend nicht milderten, während in den letzten Jahren Japan unzweifelhaft an Macht und wirtschaftlicher Kraft gewonnen hätte. Von Tokio aus wurde dann vorgeschlagen, einen asiatischen Völkerbund zu bilden, aber die Chinesen verhielten sich zunächst ablehnend. Als jedoch die Untätigkeit des Völkerbundes fortdauerte, wandte sich das Blatt. In der nationalchinesischen „Revue" wurde behauptet, ein chinesisch-japanischer Block müsse gegen Europa und Amerika gebildet werden. Mit Hilfe Japans allein sei China in der Lage, sich aus den Fesseln des europäisch-amerikanischen Kapitalismus zu befreien und seine Kräfte zu entwickeln, die durch das Eindringen nichtasiatischer Fremder ständig zurückgegangen seien. Auch das Hauptblatt Schanghais, der „Nin Pao", zog am gleichen Strick. Es erklärte, die chinesische Erziehung sei durch die Umwälzung der Sunyatsen-Zeit in europäischen Bahnen verlaufen, aber dieses Erziehungssystem habe sich als falsch erwiesen. Man müsse die chinesische Zivilisation anders orientieren und vor allem sich m i t I a p a n einigen. Die *T924 47,95 12.42 3,047 169.48 67.23 59,79 69.03 13.38 0,928 2.902 58,1 22. 2 16,43 81.2 35,06 8147 782 0,24' 5.A 12.64 —5?956 48,05 12,435 3,053 169-67 67,57 60,06 69,57 13-46 0,932 2,933 58,76 22,18 16,47 81-38 35,09 81-63 ,784 0,24 5,305 12,66 "" ■ 58,65 8.77 13." 16,45 I63'ä 22.0J 67-33 5,936 48,05 12.44 3,053 169.82 67,37 59.91 69.17 13,42 0.932 2,908 58,69 fl.16 16.47 81.3 35,U 81, Ö 0,784 0-243 5,305. 12.66 dem deutschen Außenminister Freiherrn von Neurath. Der sozialistische „Daily Herald" meldet: Henderson machte Norman Davis, den er seit Juni nicht mehr gesehen hatte, Mitteilung von dem Ergebnis seiner Besuche in Paris, Rom, Berlin und Prag. Davis setzte Henderson in Kenntnis von den An- sichten der amerikanischen Regierung über Fragen, die in Genf zur Sprache kommen werden, besonders über die schwierige Frage der R ü st u n g s k o n - trolle und ihres Zusammenhanges mit einer Rüstungsoerminderung. Nach Beendigung der Pariser Besprechung wird Eden nach Genf ?ehen, um weitere vorbereitende Erörterungen zu ähren und dem Außenminister Sir John Simon Bericht zu erstatten, der Ende nächster Woche von Balmoral auf dem Luftwege nach Genf reisen wird. Oie Zukunft des Stahlhelms. Oie Aufgabe der Reichsführertagung des Stahlhelms in Hannover füllung eines Paragraphen im alten Sinne die Erhaltung des Lebens der Nation sei, und daß niemals etwas Recht fein könne, was vernichtend dem Volke im Wege stehe. Es müsse unmöglich sein, daß auf deutschem Boden irgendwelche antideutschen Strömungen die Hilfe des deutschen Rechtes gegen das eigene Volk anrufen könnten. Dr. Frank kam dann auf die ausländische Hetze in Zusammenhang mit dem Prozeß gegen den Reichstagsbrandstifter zu sprechen. wir sind als deutsche Juristen, so erklärte er mit erhobener Stimme, entrüstet darüber, daß man in der Welt glaubt, annehmen zu können, daß wir irgendwie im Interesse der Politik das Recht beugen wollten. Wir sind empört über die Unterstellung, daß hier irgendwelche Geschehnisse vorgekommen wären, um in diesem vrand- stifterprozeh nicht restlos den Angeklagten alle die Rechte zuteil werden zu lassen, aus die sie nach der Strafprozehordnung Anspruch haben, wir bekennen uns zum Rechtsstaat, und es ist in der ganzen Welt niemand befugt, dieses Be- kenntnis zu bestreiten. Wer dennoch glaubt, dies tun zu können, gestützt auf die Behauptung, in Deutschland herrsche ein Willkürregiment, dem sei gesagt, daß er sich in Deutschland persönlich von den hier herrschenden Zuständen unterrichten kann. Dr. Frank teilte in diesem Zusammenhang mit, dah er zum Leipziger Juristentag eine ganze Reihe prominenter Juristen eingeladen habe. (Er|d)«tn! tügllch, cmtza Sonntags und Feiertag» Beilagen; Die Illustriert, Gießener Familienblätter Heimat im Dlld Die Scholle monat$-Be$ngsprel$: Mi, 4 Beilagen RTL 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -25 Auch bei Nichterscheinen van einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 225L Anschrift für Drahtnach- richten. Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: granffurl am Main 11686. aufgelöst und Frankreichs Parteiwesen zu Neubildungen führen wird. Daß'die deutsche und italienische Bewegung nicht mehr grundsätzlich und doktrinär verurteilt, sondern anerkannt wird, scheint immerhin der Beginn einer Rückkehr zur ehemals so gerühmten französischen Clairtö, zur verstandesmäßigen Auffassung der Dinge, zu sein. Sprache, die die einzelnen Generationen sprechen. Die Angehörigen der jungen Frontgeneration aber sprechen und verstehen d i e gleiche Sprache. Das muß Mißverständnisse ausschalten und die Durchführung der Aufgaben erleichtern, die dem Stahlhelm vom Führer der Nation zugewiesen werden. Lebt der Geist, den wir F r o n t g e i st genannt haben, und der uns das Folge davon wäre selbstverständlich eine asiatische Monroedoktrin, wonach Einmischun- gen fremder Mächte, d. h. nichtasiatischer, auch durch Stellung von Sachverständigen zu unterbleiben hätte. Diese anfänglich wenigen Stimmen sind jetzt zu einer Volksbewegung geworden. Die Kuomintang, die chinesischen Kaufleute und die Gesellschaft chinesischer Studenten, haben ein Komitee zur Vorbereitung einer panasiatischen Gesellschaft gebildet, deren Ziel eine Liga asiatischer Großmächte, ein Zusammenwirken Chinas, Man- schukuos und Japans ist. Daneben wird die Wiederbelebung des Konfuzianismus eifrigst betrieben, also die Abkehr vom europäischen Bildungswesen, das Japanern und Chinesen eigentlich niemals durch die Haut gedrungen ist. .l9e Spende zur Förde- lonalen Arbeit. $6f Fuhre: > der Bucherrevisoren und Wirb v-, Äh Lübeck, W. von fiin. ' ~ wie man uns berichtet - an. le dem Rcchbund ongeschlchm allen Honoraren, die sie von Ie> ch-rechtlichen und geschichtswirt- rnehmungen erhalten, 5 Prozent e Arbeitsspende abzusühren haben Behörden bzw. Unternehmen wer« RBW.-Mitgliedern von den- ihnen ragen gegen Quittung 5 Prozent direkt der Spende zuzuleiten. Der ident von Hindenburg, bii tthalter, die Reichsministerien uni tsche Handelskammern haben dem 'ter für biefes Zeichen geschlosst- ifjren Dant unb ifyrt Anetten- 'N. lelAbenMseifeff. i. M., L Wq an Vr bw SümmMtz auf dn ganzen emdn dem Beckner Schluh erneue Kurserhöhungen um 0,50 bis : hinaus lagen Scheideanstalt 255 tens der Kulisse wurde verschieden!^ as herauskommende Material fan) i eingetroffene Kundenorders Au' eschäst war besonders in 30. 8» Ä machte sch vermehrte M ten Reichsschuldbuchsorderungen bn m 0,25 °.H. auf 77,13 an» ren auch Altbesitz gefragt und 04< F.»‘ L siz Puderus 65,25 bis 655* lstoss Waldhos 35,75, w I „htwattii«*«* 52 Ferkel angesahren. * Pochen .13 b's A 2tI fanbtt wai tiK*__ Berlin, 14. Sept. (TU.) Das Bundesorgan des Stahlhelm nimmt in einem Artikel „Was bringt Hannover" zu der Führertagung in Hannover ausführlich Stellung. Heber allem Rüsten zu dieser Fahrt läge, so schreibt das Blatt, die Frage, was wird Hannover bringen? Die Antwort, so heißt es weiter, ist kurz und knapp ge- jeben: Hannover muß und wird über diezu- ünftige Daseinsform und die z u k ü n f - i g e n Aufgaben des Stahlhelms ent- cheiden. Der Staat, der heute im Werden ist, ist 1 e r totale Staat. Er ist gezeugt in dem feurigen Bette des Weltkrieges, geboren in den Meuchen, die vor 19 Jahren als Kriegsfreiwillige das Gesetz der Nation auf sich nahmen, die lebten und tarben, wie dies Gesetz es befahl. Die Entscheidung von Hannover geht in erster Linie den Kern- tahlhelm an. Die organisatorische Abtrennung les Wehrstahlhelms hat den Stahlhelm wieder, wie er es zu Beginn seines Kampfes war, zu einem Bund der Frontsoldaten im engeren Sinne gemacht. Das Jrontfolbalentum des Weltkrieges wird also im Stahlhelm noch einmal auf sich selbst und vor die Frage gestellt, ob es i n s i ch n o ch die Lebenskraft und Aktivität hat. am neuen Staate positiv und schöpferisch m i t; u a r b e i t e n und ihm von seinen spezifischen, aus den Trichterfeldern der Front geernteten Werten mitzuteilen, wir glauben, daß diese Antwort bei den meisten Angehörigen mindestens der jungen Frontgeneration bejahend lauten wird. Denn diese junge Frontgeneration ist ja der eigentliche Träger der nationalen Revolution und daher dem neuen Staate aufs engf(e verbunden. Ihnen legt die Zukunft die Ausgabe auf, als Führer im Stahlhelm Mittler zu sein zwischen dem neuen Staat und den besonderen Werten, die auch heule noch im Frontsoldatentum des Weltkrieges zukunftsmächtig lebendig sind. Denn wo in der letzten Zeit Mißverständnisse aufgetreten sind, da waren sie meist nicht begründet in der Verschiedenheit des politischen Wollens, sondern sehr oft in der Verschiedenheit der Oie Wahrheit über einen angeblichen Grenzzwischenfall Ter Heimwehrmann Schwanninger von einem Kameraden erschossen. München, 14. Sept. (TH.) Kürzlich wurde aus Oesterreich berichtet, daß der Heirnwehrrnann Schwanninger in Kufstein von Angehörigen des Arbeitsdienstlagers in Kiefersfeldern e r I ch o s- s e n worden sei. Die Landesleitung Oesterreich der NSDAP, bringt nunmehr die sensationelle Enthüllung, daß der Heimwehrmann von einem Kameraden erschossen worden sei. In dem Artikel heißt es u. a. Der Heimwehrmann Klingler hat Schwanninger auf einem Dienstgang an der Grenze erschossen. Es fiel auf, daß Klingler sich an die Einzelheiten des gemeinsamen Dienstganges gar nicht erinnern wollte. Die Verhöre nahmen ihn so mit, daß er mit einem schweren Nervenzusammenbruch in Spitalpflege gegeben werden mußte. In seinen Delirien kehrte die Versicherung immer wieder: Ich habe ihn gar nicht erschießen wollen! Schließlich gestand Klingler, er habe Schwanninger versehentlich, als sie zusammen lg- aerten und er mit dem Gewehr hantierte, erschossen. Dieses Geständnis, das nur ein enger Kreis von Personen zu hören bekam, drang allerdings nie in die Oeffentlichkeit. Der unbequeme Klingler sitzt in der Tiroler Landesirrenanstalt in Hall. Den Vater des erschossenen Schwanninger aber sperrte man ins Kufsteiner Bezirksgericht, weil er seiner Meinung Ausdruck gegeben hatte, fein Sohn sei von Klingler erschossen worden. Gauleiter Hofers Vermögen beschlagnahmt. Innsbruck, 14.Sep. (TU.) Wie die „Inns- brucker Zeitung" meldet, ist dasVermögen des ehemaligen Gauleiters Franz Hofer beschlagnahmt worden. Das Radiogeschäft Hofers in Innsbruck ist behördlich gesperrt wor- Randnoten. Durch die deutsche Anfrage beim englischen Außen- minifterium ist der Charakter der gegenwärtig im Gebäude der englischen Iuristengesellschaft vor sich gehenden „Verhandlung über Öen Reichstagsbrand" ins rechte Licht gerückt worden. Die englische Regierung hat, wie das schon vorher die englische Juristengeselljchast getan hatte, erklärt, daß sie mit den Verhandlungen nichts zu tun habe und hat außerdem daraus hingewiesen, daß sie keine gesetzlichen Möglichkeiten habe, derartige Veranstaltungen zu verhindern. In dieser Haltung der englischen Regierung liegt ein deutliches Abrücken von der geschäftigen Propaganda, die die verschiedenen antifaschistischen Organisationen in England betreiben. Gerade well es sich um die private Veranstal- tung eines marxistischen Klubs handelt, sieht man in England keine Möglichkeit, vom Standpunkt der Staatsinteressen gegen sie vorzugehen. Zudem sind die Einberufer des Versammlungszyklus in der Juristengesellschaft alle englische Staatsangehörige, die für sich das Recht der freien Meinungsäußerung in England in Anspruch nehmen. Aber schon der Umftanb, daß der indische Kom- munistensührer S a k l a t v a l a , dem frühere englische Regierungen mit guten Gründen die Einreise nach England verweigert haben, unter den Veranstaltern sich befindet, sollte der englischen Regierung zu denken geben. Dazu kommt, daß die eigentlichen Akteure des Schauspieles nicht Engländer, sondern ausschließlich Ausländer sind, die durch ihr Auftreten zum Zwecke politischer Propaganda das ihnen in England gewährte Gastrecht verletzten. Wie alle antifaschistischen Veranstaltun- gen ist auch die Londoner Iustizkomödie eine ausgesprochen kommuni st ische Angelegenheit und die Mitarbeit von Marxisten gemäßigterer Richtung zeigt nur allzu deutlich die innere Wesensverwandtschaft der zweiten und dritten Internationale. Die Liberalen Englands sind das günstigste Klima für die Entfaltung dieser Tendenzen, die in Deutschland den Boden unter den Füßen verloren haben. Die kritische Haltung der englischen Presse zeigt schon jetzt, daß man sich auch in England dieser bedenklichen Entwicklung bewußt wird. Berlin, 14. Sept. (TH.) Die Berufsgruppe Verwaltungsbearnte im Bunde Nationalsozialistischer Deutscher Juristen veranstaltete eine Kundgebung, auf der Fachleiter Regierungspräsi- deut Nicolai erklärte, das Ziel des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen sei kein gewerk- schaftlich materielles, sondern die R e i ch s e r n e u e- rung aus dem Geiste des Nationalsozialismus, der dem Staate wieder eine sittlich begründete Rechtsidee gegeben habe. Der Bundesführer Reichsjustizkommissar Minister Dr. Frank erklärte sodann, die Verwaltungsjuristen müßten sich bewußt fein, daß sie wesentlichen Anteil an den geistigen Problemstellungen des Natio- nalsozialismus zu erfüllen hätten. Die Beamten hätten die Brücke zwischen Volk und Staat zu sein. Die Verwaltungsjuristen seien die Offiziere des Staates auf dem Gebiete der Reichserneuerung und Reichssicherung. Wenn es keine Antithese zwischen Staat und Beamten gebe, so dürfe es auch keine Antithese zwischen den höheren, mittleren und unteren Beamten geben. Es sei nicht der Sinn der Revolution Hitlers gewesen, alles gleichzuschalten. Der Mar- xismus habe alles Hohe, alles geistig Selbständige h e r a b h o l e n wollen in die Niederung eines triebhaften Hntermenfchentums — Hitler hole dagegen die Schichten der ernsten Volksgenossen hinauf in die höchsten Stufen geläuterten beut- schen Menschentums. Nicht der Paragraph solle der Tyrann des Lebens sein, sondern das Leben solle über den Paragraphen Herr- schen. Das kommende Rechtssystem müsse identisch jein mit der Erkenntnis, daß wichtiger als die Er- !>d ’--— GietzeiierAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'fche Univerfttälr-Vuch' und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Zchristiettung und Geschäftsstelle: Schlllttraße 7. ÄS in'18öS*>C, b« ■ Das smi(, sind der der XWo- MW jMiwfiM «Ä d» Bor««,.,,, 1 Siea., k .bea)crb(s^u5 ®orbon- ?6?Vl Mte Don dein hegten Tireile Polen' r ^Idircibuna Kilo- 'ble Ausrichsü^ ,^ Polen 15 Äftr4 Wn h'°t milVlO Reibungen Dber' ,uncbni59Äe,nQu51 ■W.SSF: Arsichafi. Oie deutsche Abordnung für die Vötkerbundstagung. AuchReichsministerGoebbelsgehtnachGenf Berlin, 14. Sept (TH.) Das Reichskabinell Hal den Reichsrninister des Auswärtigen, F r e i - Herrn von Reurath, mit der Führung der deutschen Abordnung für die bevorstehende Vollversammlung des Völkerbundes in Genf beauftragt. Als Delegierte werden neben dem Reichsaußenminisler der Reichsrninister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, sowie der ständige deutsche Vertreter im völ- kerdundsrai, Gesandter Dr. von Keller, treten. Zu Ersahdelegierten sind Ministerialdirektor Gauß, Staatssekretär a. D. Freiherr von Rhein haben und der deutsche Gesandte in Bern, Frei- Her von Weizsäcker, bestimmt. Die Abordnung werden ferner verschiedene Beamte des Auswärtigen Amtes und anderer Ministerien begleiten. Vorbesprechungen in London. London, 14. Sept. (WTB.) Norman Davis hatte eine Unterredung mit Henderson über die Abrüstungsfrage, sie dauerte anderthalb Stunden. Heute nachmittag traf Henderson mit dem Un= terstaatssekretär des Aeußern Eden zusammen. Nach seiner Unterredung mit Henderson hatte Eden eine Besprechung mit Norman D a o i s. Die Besprechungen bedeuten nach der „Times" die ersten Schritte, um einen endgültigen Erfolg der Abrüstungskonferenz möglichst bald nach ihrem Wiederzusammentritt im Oktober zu sichern. Henderson habe seine Absicht, vor Wiederzusammentritt der Abrüstungskonferenz eine zweite Reise durch die europäischen Hauptstädte zu unternehmen, a u f gegeben. Er werde statt dessen nächste Woche nach Genf fahren und mit den Vertretern der verschiedenen Länder in Fühlung treten. Er rechne ganz besonders auf eine Zusammenkunft mit Die französische Abart des marxistischen Sozialismus ijt, wie weiland der Antiklerikalismus, kein Ausfuhrartikel gewesen. Der französische Sozialismus trug stets einen putschistischen Charakter und keinen organisationsfähigen. Seine Abart, der Syndikalismus, war um die Jahrhundertwende eine Gegenbewegung zum überzüchteten Parlamentarismus und entsprang der Unfähigkeit, größere Massen der französischen Bevölke- rung zu einem politisch-wirtschaftlichen Verband derart zusammenzulassen, daß sie im Kampfe um die politische oder ökonomische Macht irgendwie bedeutungsvoll wäre. Ganz folgerichtig beschränkte sich der Syndikalismus auf kleine Putsche gemäß der Lehre, kleine revolutionäre Feuerchen würden die Verbitterung steigern und allmählich eine gesamt-revolutio- näre Bewegung entfachen. Aber die syndikalistischen Streikbewegungen der Winzer, der Bauern, der Post- und Eisenbahnarbeiter scheiterten einfach an der Tatsache, daß die sozialistischen Führer, Mi- nister geworden, ganz rücksichtslos die Macht- mittel d e s Staates einsetzten. Als man Briand, der einst den syndikalistischen Streik als Sozialist gepredigt hatte, in der Kammer ebenso wie Clemenceau vorwarf, die Sache des Proletariats verraten zu haben, sagte Clemenceau, und Briand nickte dazu: „Jetzt stehe ich eben auf der anderen Seite der Barrikaden!" Demgemäß find auch die erneuten syndikalistischen Regungen vor allem in der französischen Lehrer- schäft nur als Nachregungen zu werten. Die pazifistische Einstellung des französischen Lehrer- Kongresses, die den Generalstreik im Mobilisationsfalle empfahl, läßt keinen Rückschluß auf die Gesamtgeisteshaltung der französischen Pädagogen zu, da auf dem Kongreß nicht einmal ein Fünftel der französischen Lehrerschaft vertreten war. Und das Wort eines Vertreters der Lehrerschaft des Departements der Loire, Mouilland „Alles, nur nicht den Krieg! Es ist kein Ruhm, Patriot, Franzose zu sein, es gibt nur einen Ruhm: das Leben!", dieses Wort drückt nicht die Empfindung der französischen Marxisten aus. Denn innerhalb der fron* zöjijchen Marxisten spielen die Syndikalisten kaum eine Rolle, und im marxistischen Parteiturm selbst tobt ein erbitterter Richtungsstreit, der nach dem letzten Parteitag an Schärfe zugenommen hat. Der Millionär L6on Blum hatte auf ihm die internationalistische Doktrin des Marxismus aufrecht erhalten und jede nationale Betätigung abgelehnt. Die nationalen Sozialisten, die Marquet, Montagnon, haben jetzt aber in Angouleme unter Hinweis auf Hitler und Mussolini einen natio» nalen Sozialismus empfohlen, der radikal die Parlamentskoterie, die bourgeoise Finanzwirtschaft unter Schonung der französischen Groszkapi» taiiften und Belastung der kleinen Sparer und des Mittelstandes, verwirft und sich auf Begriffe wie Ordnung, Autorität und Heranziehung der schon längst in Opposition stehenden französischen Jugend beruft. Dieser Richtungsstreit wäre ebenso wenig bedeutungsvoll wie der Streit der deutschen Revisionisten und marxistischen Unentwegten unmittelbar vor dem Kriege, wenn sich dieser Gruppe der Neufaschisten jetzt nicht auch offiziell R e n a u b e I angeschlossen hätte, der im französischen Marxismus gegenüber dem Unentwegten L6on Blum, etwa die Rolle spielt wie im alten deutschen Marxismus der Bayer von Dollmar gegenüber August Bebel. Es scheint, als ob die Verkalkung der französischen Innenpolitik allmählich durch eine Oppositionssäure den. Auch dem D a t e r des Gauleiters, dem 60 Jahre alten, in Hall in Tirol geborenen und dort zuständigen Weinhändler Franz Hofer Senior ist die ö st erreichische Staatsbürgerschaft aberkannt, und die Sicherstellung des vorhandenen Vermögens verfügt worden. Hofer Senior war früher Pächter eines Gasthofes in Innsbruck und lebte zuletzt als Privatier in Innsbruck. Zur Zeit hält sich Hofer Senior mit seiner Familie in München auf. Den in der vorigen Woche nach Bayern übergegangenen Offizieren des Bundesheeres, Oberleutnant Bruno Fuschelberger und Oberleutnant Theodor Schwarzäugl ist die Bundesbürgerschaft ebenfalls aberkannt worden. Oer erste Spatenstich zum Eiderdamm. Ein großes Meliorationswerk an der Nordmark. Friedrichs st adt a. d. Eider, 14. Sept. (TU.) Hier fand die feierliche Eröffnung des großen Meliorationswerkes der Eider-Abdämmung statt, eines großen Landeskulturprojektes, dessen Kosten 6 bis 7 Millionen RM. betragen und das 35 000 Hektar wertvollen Landes der Eiderniederung vor den Sturmfluten der Nordsee, insbesondere durch einen gewaltigen Eiderdamm bei Nortseld, sowie durch Verbesserung der Deiche schützen soll. Reichsminister Darr 6 war in Begleitung von Staatssekretär Willikens, Vertretern der Behörden, SA., SS., Stahlhelm und Hitlerjugend zu der Feier erschienen. Er führte u. a. aus: Die nationalsozialistische Regierung habe in voller Würdigung der verantwortungsschweren Aufgabe, die hier der Nation gestellt sei, einen der bedeutungsvollsten Frontabschnitte der gewaltigen Arbeitsschlacht des deutschen Volkes in das meerumschlungene Schleswig- H ölst ein gelegt, um das Werk zu beginnen, das sich würdig an den Meliorationsplan des großen Preußenkünigs anschließen werde und das einmal unserer deutschen Heimat ein im Frieden erobertes Gebiet schenken solle. Es gelte die zwischen beiden Seiten der Eider und der Treene sich erstreckenden Flüsse vor den gewaltigen Ueberschwem- mungen der Nordseefluten zu schützen. Ein hoher Damm solle nun die ganze Eiderbucht gegen die Nordsee absperren und unter seinem Schutz würden neue Bauernhöfe und Dörfer erblühen und die beiden Landesteile Schleswig und Holstein damit noch fester aneinandergefügt werden. Es sei zu hoffen, daß bis zum Jahre 1936 das gewaltige Werk endgültig abgeschlossen sein werde. Der Reichsminister vollzog darauf den ersten Spatenstich. O>e Angeklagten im Reichstagsbrand-Prozeß. Leipzig, 14. Sept. (WTB.) Nunmehr liegt der amtliche Terminzettel in dem Prozeß gegen die Reichstagsbrand st ifter vor. Die Verhandlung ist auf Donnerstag, 21. September, 9 Uhr, im Hauptsitzungssaal des Reichsgerichts vor dem Vierten Strafsenat festgesetzt. Die Namen der fünf Angeklagten lauten: Marinus van der Lubbe, Maurer, Ernst Torgler, Georgi Dimitroff, Schriftsteller, geboren in Radomir (Bulgarien), P o p o f f, Student, geboren in Drjan bei Sofia, Wassil T a n e f f, Schuhmacher, geboren in Gevgeli (Mazedonien). Die Anklage lautet auf Hochverrat und andere Verbrechen. Im Laufe der Beweisaufnahme dürften im Berliner Abschnitt des Prozesses etwa 120 Zeugen vernommen werden, nachdem in der Voruntersuchung 500 Zeugen gehört worden sind. Von den Angeklagten besitzt lediglich Torgler die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Hauptangeklagte oan der Lubbe ist Holländer, während die übrigen Angeklagten bulgarische Staatsangehörige sind. Torglers Verteidiger in London. London, 15.Sept. (WTB. Funkspruch.) Reichsanwalt Dr. Sack, der die Verteidigung des Kommunisten Torgler im Leipziger Prozeß sühren wird, ist gestern abend auf dem Luftwege in Croydon eingetragen. Er und seine beiden Begleiter wurden von den Paßkontrollbeamten ungewöhnliche Zeit, angeblich über eine Stunde, aufgehalten, bevor sie sich nach London weiterbegeben konnten. Die Morgenblätter vermuten, daß Dr. Sack nach London gekommen ist, um der heutigen Sitzung der sogenannten „Internationalen ,uristischen Untersuchungskommission" über den Reichstagsbrand beizuwohnen. „Daily Expreß" zieht aus dem Londoner Besuch von Dr. Sack den Schluß, M die Behauptung, den Angeklagten werde in Leipzig feine angemessene Verteidigung sm öglichkeit gegeben werden, möglicherweise doch nicht den Tatsachen entspreche. Hilfsaktion für Kinderreiche. , ® Erl in, 14. Sept. (TU.) Die Bevölkerungspolitische Aufklarungsaktion des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda wird gleichzeitig zu einer Hilfsaktion für Kinderreiche gestaltet Die mit der der Verbreitung der Broschüre „Mu r ter kämpft für euere Kinder!" verbundene Arbeit und die daraus entstehenden Einnahmen sollen bevorrechtet k inderreichen Familien z u g u t e k o m m e n. Die dem Reichsbund der Kinderreichen Deutschlands angegliederten Vereinigungen werden daher aufgefor- dert, den Ortsgruppenleitern der NSDAP, beschleunigt würdige und bedürftige Kinderreiche zum Vertrieb der Broschüren namhaft zu machen. Llnbedmgler Vorrang der Arbeitsbeschaffung. Berlin, 14. Sept. (Vdz.) Der Reichswirt- schaftsminister hat Richtlinien über die Vergebung öffentlicher Aufträge erlassen. Es wird darin betont, daß unbeschadet der grundsätzlichenBe- vorzugung d e u t s ch st ä m m i g e r Firmen die Beschaffungsstellen ohne besonderen Antrag weitschwestige Ermittlungen nach der Arier-Eigenschaft der in Frage kommenden Personen nicht anstellen sollten, weil damit dem vordringlichen Interesse der Arbeitsbeschaffung nicht gedient werde. Mit diesem Grundsatz unvereinbar sei es, wenn einzelne Beschaffungsstellen an die I n d u st r i e - und Handelskammer usw. formular- und listenmäßige Anfragen übersenden, die teilweise Hunderte von Firmennamen enthalten. Derartige Anfragen seien, so erklärte der Minister, a u f das wirklich notwendige Maß zu beschranken. Es müsse auch in jedem Einzel- fall der besondere Anlaß der Anfrage ausdrücklich heroorgehoben werden. Die Bescheinigung als „deutsches Unternehmen" usw., gleichgültig, an wen sie erteilt wurde, sei mit den Richtlinien vom 19. Juli d. I. g e g e n lt a n d s° los geworden. Es wird dabei auf die stets gegebene Gefahr d e s reklamemäßigen Mißbrauches solcher Bescheinigungen hingewiesen. Bescheinigungen dieser Art sollten daher von amtlichen Stellen nicht erteilt werden. Neue preußische Staatsräte. Berlin, 14. Sept. (WTB.) Der preußische Ministerpräsident Göring hat den Ministerialrat im preußischen Justizministerium Gustav W a g e • mann gleichzeitig mit seiner Ernennung zum Präsidenten des E r b h o f g e r i ch t e s in Celle zum preußischen Staatsrat ernannt. Präsiden Wagemann hat als Sachbearbeiter maß- gebend an der Schaffung des bäuerlichen Erbhof- rechtes in Preußen mitgewirkt. Ferner hat der preußische Ministerpräsident den Gruppenführer Seidel-Dittmarsch, den Chef des Füh - rungsstabes der gesamten SS., zum preußischen Staatsrat ernannt. Llugarischer Besuch in Paris. Paris 15. Sept. (WTB.) Minister des Aeuße- ren von Kayna ist nach Paris abgereist, um dem französischen Minister des Aeußeren Paul- Boncour einen Höflichkeitsbesuch abzustatten. Im gestrigen Kabinettsrat soll Paul-Boncour erklärt haben, daß bei seinen Besprechungen mit Kayna keine politischen Fragen erörtert werden und daß diese Besprechungen lediglich den Wirtschaftsproblemen und insbesondere der Rolle dienen würden, die Ungarn bei der Reorganisation Mitteleuropas spielen könnte. Fast sämtliche Blätter äußern sich in diesem Sinne und versichern dem ungarischen Außenminister, daß er unter diesen Umständen auf die verftändnis- volle Unter st ützung Frankreichs rechnen dürfe. Nur das „Echo de Paris" wittert in dem Besuch Kaynas eine politische Falle, die Paul- Boncour vielleicht nicht zu umgehen verstehen werde. Gandhi schließt auf ein Jahr Waffenstillstand. Bombay, 15. Sept. (TU.) Ein einjähriger Waffenstillstand in dem Ungehorsamkeits- feldzug ist das Ergebnis der Besprechungen, die zwischen dem Kongreßführer Pandit Nehm und Gandhi stattfanden. Nachdem Gandhi lange im Gebet mit sich gerungen hatte, versprach er, daß er bis zum 3. August 1934 keinen aggressiven Wider st and gegen die Behörden leisten und seine Wiederverhaftung vermeiden wolle. Der Entschluß sei ihm, so sagte er, sehr schwer gefallen, aber es werde noch mehrere Wochen dauern, bis er feine volle Gesundheit wiedererlangt habe. Koloniale Werbung. Zur Vereinheitlichung der deutschen Kolonial- bewegung sind alle Organisationen auf diesem Ge- biete in den Reichs-Kolonialbund zusam- mengeschlossen. Dieser gibt jetzt zur Werbung des kolonialen Gedankens eine Denkmünze heraus, die von dem bekannten Bildhauer Morin entworfen worden ist. Wie aus den Abbildungen hervorgeht, ist der Gedanke „M e h r R a u m", den Deutschland für seinen Fortbestand braucht, in eindrucksvoller Weise dargestellt. Kleine politische Nachrichten. Die Abgeordnetenkammer der Philippinen hat mit 58 gegen 10 Stimmen einen Gesetzentwurf angenommen, durch den bestimmt wird, daß am 30. Oktober eine Volksabstimmung über die Frage entscheiden soll, ob die Philippinen das ihnen vom Kongreß der Vereinigten Staaten gemachte Angebot, innerhalb von zehn Jahren ihre Unabhängigkeit zu gewinnen, annehmen sollen oder nicht. * Der frühere Intendant des Westdeutschen Rundfunks Ernst Hardt und der frühere kaufmännische Direktor des Westfunks Korte find auf Grund eines neuerlichen Haftbefehls wegen Mißwirtschaft beim Westdeutschen Rundfunk verhaf - t e t worden. Aus aller Welt. Amokläufer richtet ein Blutbad an. Auf der Insel Taliaboe wurden, wie aus Am- boina (Molukken) berichtet wird, mehrere Menschen das Opfer eines Amokläufers. Bei einem Hochzeitsfeste ergriff der vom Tropenkoller befallene Brautvater plötzlich ein Messer und tötete vier Frauen aus dem Kreise der entsetzten Gäste. Drei weiteren Frauen und einem Mann brachte er schwere Verletzungen bei. Der Täter konnte im Getümmel entkommen. Schwerer Autounfall. An einer Straßenkreuzung in Dortmund stießen zwei Personenkraftwagen mit großer Wucht aufeinander. In dem einen Wagen befand sich der Oberpräsident von Hannover SA. - Obergruppenführer Lutze, der andere Wagen wurde von dem bekannten Rennfahrer M a i d o r n aus Dresden gesteuert. Während SA.° Obergruppenführer Lutze an beiden Knien nur leichtere Verletzungen erlitt, trug Maidorn eine schwere Beckenquetschung und eine Darmverletzung davon. Irländische Boykottbewegung gegen englisches Bier. Im irischen Freistaat ist im Zusammenhang mit dem englisch-irischen Wirtschaftskrieg ein regelrechter Kampf gegen engl i s ch e s Bier im Gange. In Dublin haben am Mittwochabend acht verschiedene Ueberfälle auf Schank st ci t - t e n stattgefunden. Eine Gruppe bewaffneter Männer hielt einen von Dublin nach Dundalk fahrenden Güterzug auf, entfernte ein Faß mit englischem und versehentlich auch ein Faß mit irischem Bier und zerschlug diese Fässer. Krieg im Oleander. O!e Geheimnisse der spanischen Maro ko-Zone. - Französischer Kultur- und Raffenkampf. - Oie Kosten des Atlas-Krieges. Von unserem Ms.»Sonderberichterstaüer. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Tanger, September 1933. Kommt man nach dem Kriege das erstemal wieder nach Tanger, so möchte man sehr traurig werden. Auch diese Stadt — noch vor zwanzig Jahren ein Märchen reinsten Orients im unmittelbaren Angesicht Europas — scheint dem Schicksal aller afrikanischen Randstädte nunmehr endgültig anheimgefallen zu sein, völlig europäisiert zu werden und alle Eigenart zu verlieren. Das ist jedenfalls der erste Eindruck, den man von der weit- ausladenden Bucht gewinnt, in der das Schiff auf der Reede ankert. Das Innere, insbesondere aber d i e Kasbah mit ihrem Gewirr von engen, blau- weißen Gassen, scheint sich doch mehr den eigenen Charakter bewahrt zu haben. Vielleicht ist auch schon eine Kommission tätig, die um des Fremdenverkehrs willen hier gewissermaßen „naturschützend" wirkt. Auch das Bazar und vor allem der „große Soco", der H a u p t m a r k t, an dem das heute von einem Sultanspräsidenten bewohnte, hinter einer Mauer mit orientalischem Tor verborgene Gebäude der ehemaligen deutschen Gesandtschaft liegt, zeigen vor allem in den Volkstypen noch alte Ursprünglichkeit. Jeder, der in seiner Jugend Karl Mai; gelesen hat, kann sich hier nach Bedarf den Hadschi Halef Omar und die anderen Heldengestalten der arabischen Bände heraussuchen. Der Streit über Karl May ist in der Tat mit einem einzigen Blick auf das Getriebe des Gran Soco entschieden. Und wenn Kara Ben Nemsi Effendi niemals einen Fuß auf afrikanischen Boden gesetzt hat, Afrika sah seinerzeit jedenfalls genau so aus, wie er es schildert. Sieht es nicht auch heute noch so aus? Diese Frage muß gestellt werden und sie kann nur beantwortet werden, wenn man in das Innere kommt und den von spanischer, französischer, und zum Teil auch englischer Zivilisation übertünchten „Rand" verläßt. Das Innere Marokkos ist immer noch Geheimnis. Die Spanier haben es oorgezogen, die Finger aus diesem Geheimnis zu lassen, nachdem sie sich in den Kämpfen mit Abd el Krim Niederlagen über Niederlagen geholt hatten. Heute genießen die einzelnen Rystabilenstämme in der spanischen $one eine gewisse unbeachtete Selbständigkeit, die sich recht günstig in einer Beruhigung Des Landes auswirkt. Man läßt ihnen ihre volk- lichen und religiösen Gebräuche, behandelt sogar ihr Mohammedanertum pfleglich, plagt sie nicht allzu- ebr mit Steuern und sorgt mit dem immerhin noch ehr großen Aufwand von spanischem Militär nur )afür, daß sich keine der beliebten Räubereien und Ueberfälle ereignen, die den Fremdenverkehr empfindlich stören würden. In der spanischen Zone kann man auch heute noch einen Blick in Das Innere tun, kann man eine Maultierkarawane zusammenstellen und unter der Führung eines ortskundigen Eingeborenen romantische Streifen ins Beni-Hassan- Gebirge unternehmen. Die einstmals als Fremdenziel berühmte „Fonbak", die größte Karawanserei Nordafrikas an der Straße von Tanger nach Tetuan, hat durch den Bau dieser modernen Straße und durch den Autobusverkehr auf ihr ihren Reiz eingebüßt. Die Franzosen verfahren anders Sie führen ihren Slampf weiter und nichts deutet darauf hin, daß sie ihn einstellen werden, ehe nicht die erstrebte völlige Pazifierung Marokkos und insbe- sondere des südlichen Atlas erreicht ist. Ihr Kampf, mit allem modernen Kriegsmaterial geführt, ist zugleich auch ein Kulturkampf letzter Rücksichtslosigkeit. Sie ziehen Missionare in das Land und benutzen sie als Avantgarden der politischen Eroberung. Sie lassen keine -Gelegenheit unbenutzt, um die rassen- und kastenmäßigen Gegensätze der verschiedenen Dolksteile zu v e r s ch ä r - f e n und hetzen Berber und Araber gegeneinander. Hier wäscht im übrigen eine Hand die andere. Der französische Resident jetzt als vierter Nachfolger Marschall Lyautey's, der frühere Resident von Syrien — Ponsot, läßt dem Scheriss iede gewünschte Selbständigkeit im Rahmen der Schutzherrschaft und wird sicher nichts dagegen tun, wenn das Sultanat sich höhere Einkünfte verschafft. Denn schließlich soll M a r o k k o selbst einen großen Teil der Kosten für den Atlaskrieg aufbringen, und weiter sind für den Anleihe- und Zinfendienst an die französischen Gläubiger ganz erhebliche Beträge zu zahlen. Außerdem legt die französische Politik begreiflichen Wert darauf, wenn die marokkanischen Behörden einen offensichtlichen Anteil der Verantwortung an den planmäßigen Versuchen tragen, die Berber dem Islam und der geistlichen Herrschaft zu entfremden. Das läßt sich dann so gut als Gegen- Propaganda gegen die islamitischen Proteste in anderen Teilen des französischen Kolonialreiches verwenden. Aber Frankreich bringt mit seinen Absichten nicht durch. Die Berber kämpfen in den unwegsamen Schluchten des Dschebel-Badu und der anderen Bergzüge des Atlas nicht nur um ihre Freiheit, sondern auch um ihre religiöse Verfassung. Und sie kämpfen mit einer Zähigkeit und mit einem Fanatismus, der vor nichts, auch vor keiner Hinterlist zurückschreckt. Die französischen Expeditionstrupps, die im Gebirge ihre Machtmittel gar nicht entfalten können, stehen vor einer geradezu u n - lösbaren Aufgabe, zumal die Berber ganz offensichtlich — man sagt über Ttas spanische Rio de Oro — fortlaufend Waffen- ^u n d Munitionszufuhr erhalten. Nicht selten tragen diese angeblichen Rebellen den Kampf bis in die Ebene hinunter. Dann wird er doppelt unheimlich und gefährlich. Unendliche Strecken sind hier mit übermannshohem Oleander bedeckt, der mit seinem dichten Grün jeden Hinterhalt ermöglicht und zugleich jede Verfolgung der kleinen Berbertrupps, die ganz plötzlich mit einem Feuerüberfall auftauchen, aussichtslos macht. Nicht einmal Flugzeuge können hier die marschierende Truppe sichern, denn im Gewirr des Oleanders verschwinden die braunroten, mit einer großen Kapuze versehenen „Gaiks" der Kämpfer auch für die Fliegersicht. Die Verluste der Franzosen sind demgemäß auch gewaltig, wobei es allerdings verhältnismäßig wenig französisches Blut ist, das fließt. Den Hauptanteil an den Blutopfern trägt natürlich bie Frembenlegion und bei ihr, wie überall im französischen Afrika, befinden sich ungezählte Deutsche. Trotzdem kann gesagt werben, daß ein Kommando in Marokko nicht einmal bas schlimmste Schicksal ist, das einen Fremdenlegionär treffen kann. Hier find wenigstens noch soldatische Aufgaben gestellt. Hier findet man zwar den Tod im Feld, aber man krepiert nicht auf der Straße an Ucher- anftrengung. Hunger und Erschöpfung. Der Nachschub an Munition und Nahrungsmitteln ist schon aus zwingenden militärischen Gründen einigermaßen • gut organisiert, und bie gemeinsame Gefahr, in bie Hände des grausamen Gegners zu fallen, bringt Offizier und Mann doch enger zusammen, als es sonst in der Fremdenlegion der Fall ist. Aber es sind schreckliche Leiden, die erduldet werden müssen. Einer Höllenhitze am Tage steht eine von den Schneehöhen des Atlas herabwehende Eiseskälte in der Nacht gegenüber. In den höheren Gebieten — oft müssen Schlupfwinkel der Berber in einer Höhe von über 3000 Meter aufgefpürt unb erstürmt werben — finb überraschende Schneestürme feine Seltenheit. Dabei ist kein Baum, kein Strauch vorhanden, ber etwas Schutz gäbe. Wasser ist ein kostbares Gut. Ganze französische Abteilungen in Stärke von 50 unb 60 Mann werben in biesem Kampfgelände aufgerieben, ohne daß sie ihren Gegner überhaupt zu Gesicht bekommen haben. Trotzdem führt Frankreich diesen Kampf um Oleanderbüsche und nackte Felsen fort. Und kein Protest der mohammedanischen Welt, ober gar bas Geschrei ber Pariser Sozialistenpresse vermag bie einmal gefaßten Entschlüsse zu ändern. Blut kostet hier nichts, aber bas Ansehen Frankreichs ist durch den nun schon Jahrzehnte währenden Widerstand ber Berber bebroht, unb jo lange es noch irgenb« welche Rebellennester im Hohen Atlas gibt, ist der Landweg von Casablanca nach Algier noch nicht gesichert. Kamps mit entsprungenen Zuchthäuslern In USA. Wie aus Neuorleans gemeldet wird, hat eine größere Abteilung Polizei zusammen mit mehreren hundert Farmern die vor einigen Tagen aus dem Zuchthaus entfprunaenen Gefangenen in einem Kornfeld bei Marksville (Louisiana) entdeckt. Es kam zu einer schweren Schießerei, wobei drei Zuchthäusler getötet wurden. Es gelang jedoch nur drei Zuchthäusler wieder festzuneh- men, während bie übrigen entkommen konnten. Die Schlafkrankheitsepidemie in Missouri. Wie aus St. Louis (Missouri) gemeldet wird, ist die Zahl der Todesopfer der Schlafkrankheitsepidemie hier auf 135 gestiegen. In St. Louis ist eine „Serumsabteilung" von 200 Aerzten organisiert worden, bie sich bemühen sollen, ein Heilmittel gegen bie Krankheit ausfinbig zu machen. Die Epibemie hat sich jetzt auch auf andere Städte übergegriffen, so auf Kansas, wo 26 T o - b e s f ä 11 e zu verzeichnen sind. kommunistischer Sprengstofftrupp vor dem Hamburger Sondergericht. Das hanseatische Sondergericht verhandelte gegen eine Gruppe von sieben ehemaligen Kommu- nisten wegen Teilnahme bei der Verabredung eines Spreng st offattentates, das am 1. März erfolgen sollte. Die Angeklagten waren auch am Abend vorher bet dem Ueberfall auf ein NS.-Lokal beteiligt, bei dem der Polizeibeamte K o p k a erschossen wurde. Vier Angeklagte wurden am 22. Juli zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt. Das Sondergericht verurteilte unter Einbe- ziehung der am 22. Juli verhängten Strafen den Angeklagten Wieckstrom zu 14 Jahren, die Angeklagten Dose und Flumm zu je zwölf Jahren und den Angeklagten Hans Jabs zu sechs Jahren Zuchthaus. Vom Gondergerichi verurteilt. Darmstadt, 14. Sept. (WSN.) Vor dem Sondergericht hatte sich heute ein jüdischer Kaufmann aus Groß-Gerau wegen unbefugten Waffenbesitzes zu verantworten. Er hatte es unterlassen, eine Selbstladepiftole aus dem Kriege unb Munition, bie zu einer andern Waffe paßte, abzuliesern. Das Gericht verurteilte ihn zu e t n e m Monat Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe. Wegen Beleidigung bes Reichskanzlers und der Reichsregierung erhielten ein Weißbinder aus Bickenbach und ein vielfach vorbestrafter Bettler je sechs Monate Gefängnis. Werbung für verbotene Zeitungen. Mainz, 14. Sept. (WSN.) KPD. unb SPD. verjuchen immer wieber, einen Teil ihrer früheren Anhängerschaft in irgenb einer Weise zu erfassen. Vom Sonberfommanbo Oppenheim würben dort die von hier stammenden Arbeiter Georg Ander» Hub, Heinrich Lerch und Wilhelm Pfalzer verhaftet. Sie gehören der verbotenen KPD. dzw. SPD. an unb warben in Oppenheim für verbotene Zeitungen dieser Parteien. Die vor einigen Tagen verhafteten fünf Nier st einer Kommuni» ft en würben nach hier ins Landgerichtsgefängnis überführt. Sie werden wegen Hochverrats unter Anklage gestellt werden. 2tietU‘rvoraii9)otn,hai)er 2 Stunden. Aus der Provinzialhauptstadt eRNTt* t7 BIS 30 ♦ MUSTERCIOARETTEN ♦ MISCHUNOSNUMMER R« o.-M DI Ziegenmarkt in Gießen am Diese Cigaretten werden h den Feg betnebee in Altona Bahrenfeld nac S p i I b u r g , auf dem Höhenrücken vor Wetzlar, Biwak beziehen, zu dem auch der Herr Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger sein Erscheinen gegen 20 Uhr zugesagt hat. Anläßlich dieses Biwaks gibt die Reichsbahn Sonntags-Rückfahrkarten u. a. auf den Strecken Wetzlar—Gießen, Friedberg—Gießen. Gießen— Marb'.irg, Gießen—Hungen, Gießen—Mücke, Lollar—Grünberg, Lollar—Wetzlar und Herborn— Bischoffen aus. Die SonntagsRückfahrkarten gelten zur Hinfahrt vom 16. September 0 Uhr bis 17. September 24 Uhr, zur Rückfahrt vom 16. Sevtember 12 Uhr bis 18. September 12 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt). Anläßlich des Biwaks wird mit Rücksicht auf den auch aus G i e - ß c n erwarteten starken Besuch der sonst nur in trr Nacht vom Sonntag zum Montag verkehrende Bersonenrug von Limburg über Wetzlar nach Gie- ß"n, ab Wetzlar 0.16 Uhr, an Gießen 0.32 Uhr, auch in der Nacht vom Samstag zum Sonntag verkehren, so daß also die Biwak- bcsucher noch in der Nacht zum Sonntag um 0.16 Uhr von Wetzlar nach Gießen mit der Bahn zurück- fahren können. Unsere Leser seien auf diese günstige Gelegenheit zum Besuche des Biwaks besonders aufmerksam gemacht. ASOAP. Kreis Gießen. Nach einer Anordnung der Kreisleituna an sämt- liche Ortsgruppen der NSDAP, des Streifes Gießen sind sämtliche Parteigenossen, die sich zur Zeit in Arbeitsdienstlagern befinden, der zuständigen Ortsgruppe, in deren Bereich sich das Lager befindet, zu- zuweisen. Für die Ortsgruppe Gießen ist die Mel- Unser Bataillon wird, wie bereits berichtet, morgigen Samstag eine Uebung zwischen Gießen und W.'tzlar in der Nähe von Dorlar abhalten, der um 15 Uhr der Einmarsch in Wetzlar folgen wird. Am Abend wird das Bataillon bei der ?flfd,Cr^tür reges. tUr: Unö Sie gerung des Ausfuhrüberschusses. Die deutsche Außenhandelsbilanz im Monat August zeigt eine Steigerung des Ausfuhrüberschusses von 25 Millionen Mk. im Vormonat auf 66 Millionen Mark. Die Einfuhr ist von 360,2 Millionen auf 346,8 Millionen zurückgegangen. Der Rückgang entfällt in der Hauptsache aufRohstoffe und halbfertige Waren, der sich um acht Mill. Mk. ermäßigte. Daneben ist auch die Fertigwareneinfuhr zurückgegangen, und zwar um 4,5 Mill. Mk. Die Lebensmitteleinfuhr hat sich im ganzen kaum vermindert. Die Ausfuhr stieg von 385,3 auf 412,5 Mill. Mark, d. h-, um 28 Mill. Mk. bzw. rund 7 v. H. Zu einem Teil beruht diese Steigerung, die ausschließlich mengenmäßiger Natur ist, auf Sammel- anschreibungen von bereits früher getätigten Maschinenlieferungen im Rußlandgeschäft. Aber auch wenn man dieses Moment ausschaltet, verbleibt eine Zunahme um mehr als 5 o. H. An der Ausfuhrsteigerung sind im wesentlichen Fertigwaren beteiligt, die um rund 22 Millionen höher waren als im Vormonat. Daneben ist die Ausfuhr von Rohstoffen um 2,2 Mill. Mk. gestiegen, und zwar hauptsächlich infolge einer Zunahme der Ausfuhr von Textilrohstoffen und Kalisalzen. Verhältnismäßig stark hat sich außerdem die Ausfuhr von Lebens. Mitteln und Getränken erhöht (plus 3,4 Mill. Mk.). Die Zunahme liegt hier ausschließlich bei (Betreibe, dessen Ausfuhr nach der Einbringung der Ernte wieder eingesetzt hat. Neben Rußland (Sammelliefe- rungen) sind an der Ausfuhrsteigerung vor allem Dänemark, die Niederlande, Großbritannien, Schweden und Argentinien beteiligt. Abgenommen hat die Ausfuhr nach Frankreich, der Schweiz und Rumänien. Mutterlämmer: Es erhielten 1. Preise: Heinrich Münster (Hattenrod), Ludwig Scheid V. (Großen-Buseck), Karl Philipp IV. (Steinberg), Otto Weiß (Großen-Buseck), Karl Görlach III. (Eber- ftabt), Ludwig Fink (Steinberg), Johann Cnriar (Großen-Linben); 2. Preise: Heinrich Harbach VIII. (Großen-Buseck), Valentin Röhria (Gießen), Karl Wilhelm Balser (Rödgen), Heinrich Hoffmann (Wieseck), Adam Zinn (Gießen), Hch. Waaner VI. (Großen-Buseck), Christoph Scheid VI. (Großen. Buseck) und Ludwig Fink (Steinberg); 3. Preise: Wilh. Scheid IV. (Großen-Buseck), Lubw. Scheid V. (Großen-Buseck), Heinrich Vogel (Gießen), Joh. Dörnis (Laubach), Karl Peter (Laubach), Heinrich Pitz (Laubach), Ferd. Düringen (Wieseck), Heinrich Scheid III. (Harbach), Karl Schoch (Gießen), Karl Schmandt V. (Steinberg), Heinrich Scheid III. (Harbach) und Ludwig Weigand (Großen-Linden). Einer raffinierten Diebin das Handwerk gelegt. WSN. Frankfurt a. M., 14. Sept. Dieser Tage konnte die hiesige Polizei eine grauens« person festnehmen, die in Frankfurt a. M., Mainz, Karlsruhe und Mannheim sich als H aus - a n g e st e l l t e engagieren ließ, während der Ab- Wesenheit ihrer Herrschaft Diebstähle ausführte und bann verschwanb. Sie bebiente sich in allen Fällen eines falschen Namens. Wie bie weiteren Ermittlungen ergeoen haben, ist die diebische Haus« angestellte auch in Essen, Köln, Krefeld und Düsseldorf erfolgreich aufgetreten. Sie stahl auch dort Geld, Schmucksachen und in einem Falle einen Pelz. In Köln hat sie diese Diebstähle an drei Stellen durchgeführt. In Pforzheim war sie ebenfalls tätig, konnte dort aber ihre Absichten nicht durchführen, da ihr eine passende Gelegenheit nicht geboten wurde und sie vorzeitig aus dem Dienst entlassen wurde. Men 5lntei?OsOlll,,Wi B-r »ch d" ? bann o aut n 3U fcl’ ®'Sen. ** 9QbU U \Trme9fam^ W nur um ifc «S^ren Mi unb mfeg; sie 5- aud) qot bi» ne? 8nna-' LWÄ Hinterlist einer a\,%^en W über las ?ufenb mS* *»itbe2an:?IWs'« Unenölidj? StreXn F??”1' -hohe! bie ö°nz plötzlich mit Lern inpVk5*'^3105 mad)t. Nicht inen hier bie mar^ierenbe ^eminbesükafitslr! en imt einer großen ftapuy ber Kampfer auch für bie Zranzosen siich bem. allerdings verhält. 3°Ni$e9 3lut ist, bas fließt, »n Sßlutopfern trägt natürlich i o n und bei ihr, wie überall ,a- befinden sich ungezählte ann gefagt werden, daß ein to nicht einmal das schlimmste men Fremdenlegionär treffen tftens noch foldalifche Aufgaben man zwar den Tod im Feld, icht auf der Strotze an lieber- und Erschöpfung. Der Nach, and Nahrungsmitteln ist schon ärischen Gründen einigermaßen • die aemeinfame Gefahr, in die >n Gegners zu fallen, bringt doch enger zusammen, als es ilegion ber Fall ift. Uber es eiben, bie erbulbct werben ,'ße am läge ftefjt eine non Mas herabwehende Eifer' -nüber. In den höheren Te- ödjlupfointel bet Berber in LM Meier aufaefpüti und ib übertafchenbe vchneestürme >ei ist lein Daum, lein n, bet etwas Sckutz gäbe, lares Gut. Ganze französische le von 50 und 60 Mann wer- saelände aufgerieben, ahne daß icrhaupt zu Gestchl bekommen ihrt Frankreich diesen ind nackte Felsen fort. Und kein Maischen Welt, oder gar da r Saziolistenpresse vermag di tschlüsie zu andern. Blu et z Ansehen Frankreichs ist durch Ä während Mers and und |o lange es nach T im ofjen Alas gibt,'st - blänca nad) »°» ** Ernennung In der NSDAP. Gauleiter Sprenger hat den Pg. Staatssekretär Jung mit Wirkung vom 1. September ab zum Gaukommissar des Gaues Hessen-Nassau ernannt und ihm die Bearbeitung der Provinz Rheinhessen im Volksstaat Hessen übertragen. "Erwerbslose! Staotrandsiedlungl Am kommenden Montag, 20 Uhr, findet im Gast- haus „Zum Lamm" (Horst-Wessel-Wall) eine Versammlung statt, in der man sich besonders mit der Frage der Stadtrandsiedlung beschäftigen wird. Erwerbslose, Wohlfahrts-Unterstützungsempfänger, Bauhandwerker, die sich mit Lust und Liebe ernsthaft dem Gedanken der Stadtrandsiedlung widmen wollen, werden aebeten, sich einzufinden. Die Stadtrandsiedlung soll lediglich von und für Gießener Einwohner geschaffen werden. Es werden bereits Skizzen oorliegen, aus denen sich der ernsthafte Interessent informieren kann. Die Zusammenkunft findet nur einmal statt. ** „Das lier in der deutschen Kun st". Die Ministerialabteilung für Bildungwefen, Kultus, Kunst und Volkstum weist in einer Bekanntmachung an die Direktionen und Leiter der höheren Schulen und an die Stadt- und Kreisschulämter darauf hin, daß der Heimatbund für Hessen im Lause des Monats Oktober im Landesmuseum zu Darmstadt eine Ausstellung unter dem Titel „Das Tier in der Kunst" veranstaltet. Es ist geplant, bei dieser Ausstellung auch einige Kinderzeichnungen zu zeigen. Wer solche Kinderzeichnungen besitzt, oder noch anfertigen lassen kann, wird ersucht, diese baldigst an Herrn Direktor Feigel in Darmstccht, Landesmuseum, einzusenden. Jede Zeichnung ist mit dem Namen der Schule und des Schülers, sowie mit der Angabe des Alters zu versehen. ** Sonntagsrückfahrkarten zur M o - belmeffe in Frankfurt. Zu der vom 17. bis 20. September in Frankfurt a. M. ftattfmben- den Südwestdeutfchen Möbelmeffe werden von allen Bahnhöfen der Strecken Frankfurt—Gießen, Frankfurt—Gießen—Lollar, Friedberg—Schotten, Fried- berg—Laubacher Wald, Vilbel-Nord—Ober-Seemen, Friedberg—Hanau und Gelnhausen—Hungen Sonntagsrückfahrkarten nach Frankfurt a. M. ausgegeben. Die Karten gelten zur Hinfahrt vom 16. September 12 Uhr bis 20. September 12 Uhr, zur Rückfahrt vom 16. September 12 Uhr bis 20. September 24 Uhr. Bis zum letztgenannten Zeitpunkt muß die Rückreise angetreten fein. Starker Pilgerzustrom nach Limburg. Limburg, 14. Sept. (WSN.) Der Pilger» Zustrom zur Verehrung des Hl. Kreuzes im Limburger Dom hält unvermindert an. Am Mittwoch wurden 7000 Pilger gezählt, 50 Kranken war die Genehmigung zur Berührung des Kreuzpartikels erteilt worden. Da der Dom die Menschenmassen bei den Pontifikialämtern und Predigten nicht alle zu fassen vermag, trotzdem 5000 Personen in ihm Platz finden, hat man am Dom Lautsprecher angebracht und überträgt die Predigten und Aernter an die Pilger vor dem Dome. Der Ordnungsdienst wird von SA. und SS. versehen. Stahlhelmleute stellen die Ehrenwache neben SA. und SS. am ausgestellten Dvmschatz in der Stadtkirche. Der Kreisziegenzuchtverein Gießen veranstaltete in Gemeinschaft mit dem Ziegenzuchtverein Gießen und mit Unterstützung der Stadt Gießen seinen seit einigen Jahren eingeführten Ziegenmarkt. Die Beschickung des Marktes kann mit über 160 Tieren als sehr gut bezeichnet werden und ist ein Zeichen, daß die Ziegenzucht in der heutigen Zeit wieder an Bedeutung gewinnt. Als Vertreter des Tierzucht- amtes in Gießen wohnte Direktor Dr. Wagner der Veranstaltung bei. Auch der Vertreter der Stabt Gießen, Bürgermeister Dr. Selb, stattete dem Markt einen Besuch ab, ein Zeichen dafür, daß seitens der Stadt den Bestrebungen der Ziegenzüchter mehr Interesse als in früheren Jahren ent- gegengebrad)l wird. Der Verkauf war recht rege. Eine größere An- zahl Tiere konnte abgesetzt werden. Die Preise betrugen durchschnittlich für Lämmer 25 Mark und für Jungböcke 50 Mark. Als Preisrichter waren Oberreallehrer Ringshaufen (Friedberg) und Zuchtwart Martin (Angenrod) tätig. Das aufgetriebene Material war in Bezug auf Qualität als erstklassig zu bezeichnen. Das Ergebnis der Prämiierung. Bocke, 2 Jahre und älter: 1. Preise er- hielten bie Gemeinbe Großen-Buseck unb bie ©e- meinbe Laubach: 2. Preise konnten an bie ©emein» ben Alten-Buseck, Watzenborn-Steinberg, Großen- Buseck unb Klein-Linden vergeben werden, 3. Preise errangen noch ber Ziegenzuchtverein Gießen unb bie Gemeinbe Laubach. Böcke, 1 Jahr alt: Hier erhielt bie Gemeinbe Watzenborn-Steinberg einen zweiten Preis. Ziegen, 3 Jahre unb älter: In biefer Klasse siegte mieber bie Ziege Meta bes Kreisziegen- zuchloereins Gießen, bie in Pflege bei Heinrich Munster (Hattenrob) steht unb erhielt einen Ia-Preis. Weiter erhielten noch erste Preise: Balth. Pfeiffer VII. (Großen-Buseck), Heinr. Doael (Gie- ßen) unb Heinr. Becker (Gießen); 2. Preise erhielten: Wich. Wagner I. (Großen-Buseck), Abam Zinn (Gießen), Herm. Degenharbt (Gießen) und Johs. Cyriax (Großen-Linden); 3. Preise erhielten: Val. Röhrig (Gießen), Fritz Esau (Großen-Buseck), Hch. Holz (Steinberg), Karl Trechsler (Gießen) zweimal unb Lubw. Fink (Steinberg). Ziegen (2 Jahre alt): Hier siegte eine Ziege von Christoph Scheib VI. (Großen-Bufeck), bie bereits auf ber D. L. ©.-Ausstellung Berlin einen 2. Preis erhielt unb wurde mit bem Is-Preis ausgezeichnet. Weiler konnten noch 1. Preise erhalten: Heinrich Münster (Hattenrob) unb Karl Hühner» munb (Gießen); 2. Preise erhielten: Karl Stark (Wieseck), ßubroig Scheib V. (Großen-Buseck) unb Heinrich Maui (Hattenrob); 3. Preise erhielten: Heinrich Harbach VIII. (Großen-Buseck), Joh. Dörnis (Laubach), Heinrich Bernharbt (Großen-Linben), Phil. Zimmermann (Großen-Linben), Karl Görlach III. (Eberstadt) unb Karl Peter (Laubach). Ziegen (1 Jahr alt): Hier siegten zwei Ziegen von Heinrich Münster (Hattenrob) unb würben mit einem la- unb Id-Preis ausgezeichnet. 2. Preise erhielten: Christoph Schelb vl. (Großen-Buseck), Heinrich Stengel I. (Laubach) unb Heinrich Panz (Gießen); 3. Preise erhielten: Karl Görlach III. (Eberstabt), Heinrich Höbel (Gießen), Heinrich Bernharbt (Großen-Linben), Wilh. Wagner I. (Großen- Buseck) und Ludwig Magnus (Großen-Linden). Z e i t - Z i e g e n : 2. Preise erhielten: Joh. Hein- rich Veite (Lang-Göns) und Kari Rock (Hattenrod); Einen 3. Preis erhielt (3g. Stengel (Laubach). Bocklämmer: Es wurden vergeben drei 1. Preise an Gemeinde Klein-Linden. Hch- Münster (Hattenrod) und Adam Zinn (Gießen); drei 2. Preise an Heinrich Münster (Hattenrod), Wilh. Hettche II. (Treis), Wilhelm ©orr (Lieh); fünf 3. Preise an Karl Stark (Wieseck), zweimal, Heinr. Müller IV. (Lang-Göns), Hermann Wedemann (Eberstabt) unb Theobor Philipp (Steinberg). düng an die Kreisleitung bis zum 25. September zu erstatten. Am heutigen Freitag veranstaltet bie Ortsgruppe Gießen-Norb für Zelle 6 Block 2 (Gabelsbergerstraße, Hammstraße, Lahnstraße) um 20.45 Uhr einen Blockabenb bei Heinrich Bönsel, ©abelsbergerftraße 5. AS.-Lehrerbund, Kreis Gießen. Die auf ben morgigen Samstag angesetzte Sing- ftunbe. bes Männerchors fällt aus. Die nächste Chorprobe wirb eine Stunbe vor Beginn ber nächsten Kreis-Lehrerbundsoersarnrnlung im Tagungslokal abgehalten. Sonderzüge zum Kreiöfrauentreffcn der AS.-Frauemchasten. Der sonst nur werktags oerkehrenbe Personenzug ©rünberg—Gießen (©rünberg ab 8.21 Uhr, Lonborf ab 8.51 Uhr, Gießen an 9.32 Uhr) ver- kehrt aus Anlaß bes Äreisfrauentreffens in Gießen ausnahmsweise auch am lommenben Sonntag. Rückfahrgelegenheit ist mit einem Sonberzug gegeben, ber um 19.54 Uhr Gießen verläßt unb an ben einzelnen Stationen zu folgenben Zeiten hält: Lollar 20.03, Daubringen 20.10, Mainzlar 20.13, Treis-Lumba 20.20, Allenborf 20.27, Lonborf 20.34, Kesselbach 20.40, Obenhausen 20.45, Geilshausen 20.55, Lurnba 20.56, Beltershain 21.00, Grünberg an 21.06 Uhr. Ein weiterer Sonberzug fährt von F r i e b • berg nach Gießen. Der Zug verläßt Frieb- berg um 9.51 Uhr unb hält auf ben einzelnen Stationen zu folgenben Zeiten: Bab-Nauheim 9.58, Ostheim 10.07, Butzbach 10.12, Kirchgöns 10.21, Lang-Göns 10.26 unb Großen-Linben 10.32 Uhr. Der Zug trifft um 10.42 Uhr in Gießen ein. Die Rückfahrt kann mit bem fahrplanmäßigen Personenzug, ber um 19.52 Uhr Gießen verläßt unb um 20.37 Uhr in Friebberg ankommt, angetreten werben. Die gelösten Sonberzugskarten haben Gültigkeit. Der Zug hält auf allen Stationen. Die Benutzer biefer Sonberzugverbinbungen genießen eine 60prozentige Fahrpreisminberung. Bei ber Äunbgebung ber NS.-Frauenfchaft in ber Volkshalle, bie am Sonntag pünktlich um 14 Uhr beginnen wirb, werben bie Reichsleiterin Lhbia Gotschewfki (Berlin), bie (Bauleiterin Bruck- mann (Darmftabt) unb Bürgermeister Haug (Darmftabt) sprechen. Bornotizen. — Tageskalenber für Freitag: Dann 116 ber HI., 20.15 Uhr, Caf6 Leib, öffentlicher Sprechabend, Thema: .Lügend im nationalfoziali- stifchen Staat", Redner: Sozialreferent im Ober- bannftab Pfarrer Rühl, Oberbannfchulungsleiter Ruder. — Palaft-Lichtfpiele, 9 bis 21 Uhr, Zinn- folbaten-Truppenfchau. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Lied geht um die Welt" mit Joseph Schmidt. — Der Fachverband der Wäschereien und Plättereien O b e r h e s s e n - L a h n, Ortsgruppe Gießen, hält am Sonntag, 10 Uhr, in ber Gastwirtschaft Rausch am Oswaldsgarten eine Mitgliederversammlung ab, zu ber auch bie bem Verbanb nicht angesthlossenen Wäschereien unb Plättereien im Kreise Gießen eingelaben werben. Im Interesse jebes einzelnen ist das Er- scheinen nicht nur erwünscht, sondern bringend er» forderlich, worauf hiermit nochmals ausdrücklich hingewiesen ist. (Siehe heutige Anzeige.) legen unteres technischen Muster- . völlig neuen Methoden hergestellt. Der ungewöhnlich zarte und reine CharHIer dieser Mischung beruht dyaul. daö samtl.che Tabake rweimaiOrf^lBtlMfJW® f^lrfje wird ausschlieBhch ohne Mundstuck hergestellt DQwfc#e**eWlmM£aus folgenden Dwtnkten: 0en ^beiter @CD er oer» unb Wilhelm Pl hzw. ber Derb£ |ür verbotene >n wegen en- "Sä'-SS" enden 6 ch tagsüber 2 S-StS*'*" ■ar »W* 115 mperotuhr aIn )en- Oie Angst. Don Dr. meb. Günter F'ebig. Du gehst auf belebter Straße, willst den Fahr- dämm überschreiten unb stockst an ber Porbschwelle. . pltzlich überfallt es bich, übermächtig unb unentrinnbar. Aber sogleich 'st es mieber verflüchtigt denn du hast setzt Stellung genommen, losgelost vom Geschiebe ber Pasfantenmenge prüfst bu mit wachem, aufmerksamem Blick bie Möglichkeit, ben Damm zu überqueren, wartest vielleicht ober gehst nun, furchtsam ober mutig, zwischen zwei entgegen- gesetzt fommenben Straßenbahnen hinburch, bist im Schreiten schon roieber eingefügt in ben allgemeinen Rhythmus der Straße. Aus bem Schlafe läßt es bich sah ausschrecken; tm nächsten Augenblick jedoch ist es schon wieder vor- über: indem bu nämlich, „zur Besinnung" kommenb, bemerkst, baß bu eine atembetlemmenbe unb bie Herztätigkeit ftörenbe Körperlage innehattest unb inbem bir vielleicht zugleich noch bie Erinnerung an ein kurzes, wilbgehetztes Traumerlebnis einfällt. . . . Den roartenben fianbibaten packt es vlotzlich im Vorzimmer der Prüfungskommission; so mancher Schauspieler bleibt sein Öebenlang vor Jebem Auftreten mit bem Angstgefühl vertraut. Aber auch ben feit langem an verzehrcnber Krankheit Hinsiechcnben überfällt es unoermittelt unb verläßt ihn nicht, jagt ihn in immer wilbere Erregung, in ber sich die Sinne verwirren, Visionen unb brohenbe Ver- olgerstimmen näher unb näher heranbrängen, so laß er aus bem Bette springt unb mit unmöglich theinenber Gewalt Türen einrennt, Fenster zer- chlägt, nur von bem Impuls beherrscht, zu fliehen. Aus ben jämmerlichen Zügen ber aufkreischenben Säuglinge blickt uns bie Angst an unb wir entdecken als ihre harmlose Ursache irgend einen neuen Gegenstand, der sich in die Nähe bes ftinbes verirrt hat. Das Winseln bes Hunbes zeiat uns bie Angst an, dessen Augen wir gebannt sehen von einer bem Tiere unbekannten Stoffpuppe, bem Penbeln einer Schnur. Unb ber Nervenarzt weiß von so manchem Kranken zu berichten, bem es in mühsamster Selbstdisziplin gelungen ist, die feit Jahrzehnten unver- mlttelt unb ohne erkennbaren Anlaß bei ihm auf- tretenben seelischen Erschütterungen nach außen durch ein steinernes Gesicht zu verbergen — mit dem Preise allerdings, baß ber Organismus sich ganz andere Ventile zur Entladung Der übermächtigen Inneren Spannung geschaffen hat: irgend welche zwanghaften, vom Willen nicht beeinflußbaren Antriebe, Gedanken ober anberes. Angstgefühle nennen wir alle biefe verschieben- artig bestimmten Erscheinungen. Ihre Mannigfaltigkeit kann wohl jeher noch aus eigenen Erfahrungen erweitern. Gibt es eine gemeinsame Erklärung für sie alle? Die Tatsache, baß zweifellos auch bas Tier, unb offenbar nicht nur bas höchst entwickelte, bas Säugetier, bie Angst kennt, anberfeits bas Beispiel bes Kranken, bei Dem bie Angst plötzlich auftaucht im Zusammenhang mit irgenb einer plötzlichen Ver- änberung feines körperlichen Gesamtzustanbes (zum Beispiel Fieberabfall ober plötzliche Ausscheibung von Flüssigkeit aus allen Geweben): biese Beispiele weisen schon barauf hin, baß nicht bloß innerhalb des Seelischen die Ursachen für den Ausbruch von Angst zu suchen sind. Zudem weiß jeder von uns aus Erfahrung, daß bas Angstgefühl nur eine Seite der gesamten Erschütterung der Persönlichkeit ist, neben den vielerlei anderen körperlichen Veränderungen, der Beschleunigung bes Herzschlags, ber Bannung aller Bewegungen, ber Vergrößerung ber Pupillen usw. Es läßt sich sagen, baß bie seelisch- körperliche Erscheinung der Angst eintritt bei jedem drohenden Verlust bes Gleichgewichtszustanbes, in dem sich jeder Mensch normalerweise befindet. Tiefer eingebrungen in unsere Frage ist man bisher allein von ber seelischen Seite her. Da beantwortet sie sich ganz allgemein: Angst ist bie Begegnung mit dem Unbekannten. Angst ist aber nicht eine aktive Stellungnahme zur Umwelt. Man hat nicht Angst, man wird ergriffen von ihr. Der Angsterfüllte suhlt sich im gleichen Augenblick seiner Persönlichkeit beraubt. Da dieser Verlust des Ich aber ein aus tiefstem Naturgesetz unmöglicher Zustand ist, drangt es ben Angstergriffenen bazu, entroeber einzu-au- chen in ben breiten Strom einer Menschenmasse, in ber feine Seele nun nicht als Selbftänbiges, sondern als Teil, ohne Verantwortlichkeit, Entschei- bungsnotroenbigfeit, mitflutet, ober aber es Zwingt ihn, eine Stellung, Gegenüberstellung, einen Ab- stanb zu gewinnen: sei es, baß bie Angst sich in Furcht verwanbelt, ober in Flucht, in Abwehr usw. Das Biwak unseres Bataillons bei Wehlar. Ausgabe von Sonnlagsrückfahrkarlen ber Reichsbahn. »R6«°/m ain& in so nit mehr. Me paar Tag' verschlammt, und wann I bezahlt Euch so gut, als es zu bezahlen ist. Ihr am meisten zu mahlen ist, am wenigsten Wasser. | zieht herüber zu mir, '4 setz noch einen Kniestock Alleweil drückt sich's nit so mit der Arbeit, da kriegt auf mein' Muhl — und die Eve wird mein Frau, man eher iemano und braucht auch die höchste und der eine Betrieb nährt uns besser, als die zwei. Löhn' nit au bezahlen. Ich hab' mir drum für mor- wo Ihr nix habt, und ich am End auch nur Euer Kopf Achtung! Achtung J tAuchSie erhalte Jetzt warme Unterwäsche! Pink 56 6D Eckstand v. d. neuen Markthalle. 1.25, 0.90, 1.65, 1.35, 1.95, 1.45, 1.15, 0.85, 3.20, 2.45, .5.70, SasG 1.50, 3.10, fragt.' 6553V G! ESSEN* MAUößURG ICT Verkaufe Samstag auf dem Wochen- 5P65 a markt (Brandplatz): 0539» Betes W I (Neue Sachen) 5688D Täglich frisch. Zwetschen- «.Apfelkuchen genaue Adreaee 5662 a llllllllllllllllllllllllllllllllllll gebichren. 5661D Ossin-Eierlebertran 1 ; C F 35 gab und und den Trauben- sich auf 0.60 0.90 1.20 0.70 1.95 4.50 1.25 2.70 Akte Jnnung öes firaftlolwug- Gewerves für Stoöt- u.Conötreis Stehen und 1.75 Mk. . FL 1.95 Mk. eine neue Pflanzung besinnen, es sei ja doch schon lange nichts mehr mit den Reben. 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Der Schmerz hört sofort anf; das lästige Hühnerauge wnd weich und so lose, daß Sie es in einigen Tagen mit den Fingern herausheben können (desgl. Hornhaut). Vollständig unschädlich. Kein gefährliches Schneiden mehr. Die Original-Flasche „W-Tropfen“ mit Auftragepipette kostet 90 PL und ist in allen Drogerien, Apotheken und Sanitätsgeschäften zu haben. Ein Apothekenbesitzer schreibt- „In meiner langjährigen Praxis habe ich fast alle Hühneraugenmittel gebraucht, aber mit keinem hatte ich solch einen Erfolg wie mit Ihren „W- Tropfen“. Ich empfehle diese daher in meiner Apotheke jedem Patienten, der nach einem guten wirksamen Mittel aß ein Stückchen Apfelkuchen, den die alle Sonntage backte, sobald es Aepfel solange es gab. Es wurde nun vom Wetter geredet Kartoffeln und von den Reben und der ernte. Der Jerrisepp meinte, man müsse Fangen Sie jetzt mit einer Kur an. 56 7 A Drogerie Kreuzolatz 10 2 schöne ineinander- gehende, gut möbl. 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In unseren Jahren aber außerdem, geht man nur aus sei'm Haus, wann man hinausgetragen wird auf den Kirchhof. Bis dahin —" „Hm, hm", machte nun der Jerrisepp. Er lächelte verschmitzt in sich hinein. „Das ist ganz schön, Nachbar, aber ob’s nit doch vernünftiger wär' —" „Du guckst's mit deinen Augen an, ich mit meinen, da siehfs jeder auf eine andere Vernünftigkeit." „Also brauchen wir nix mehr $u reden?" „Dadrüber vorläufig nit. Nein, das wollen wir doch noch mal ein bißchen abwarten." „Hm, hm! Wie Ihr wollt, Nachbar." Dann ging der Jerrisepp, und lächelte auch dann noch verschmitzt vor sich hin. — In dieser Woche blieb plötzlich die Wiesenmühle stillstehen. Der Müller sah nach, es fehlte an Wasser. Wie ausgetrunken war der Bach. Das hatte der Jerrisepp gemacht. Er schaffte oben sechs Mann hoch. Nun, der Wiesenmüller wollte den Frieden bewahren und wartete noch ein paar Tage. Aber das Wasser kam nicht. Endlich lief ein dünnes Rinnsal. Und als es mehr wurde, war's recht schwach und träge. Da es nicht besser werden wallte, schickte der Wiesenmüller die Eve hinauf zum Jerrisepp, fragen, wann er denn mit feiner Arbeit fertig sein werde. Sie sei schon fertig, brachte die Eve Antwort. Es hatte schon immer so wie so an einem tüchtigen Gefäll gehapert, nun war ihm alle Kraft genommen. Droben beim Jerrisepp war's fein eingefangen und hoch gelegt und rauschte es nur so übers Rad. Dann hatte er’s unterhalb der Mühle ganz tief gelegt, so daß es sich nur so faul durch die Wiesen hinsickerte bis es zur Wiesenmühle kam. (Schluß folgt.) Italienische Matrosen Leiche des Königs oo talischer Kleidung i Senden Sie kostenlos und ohne jede Verbindlichkeit eine Probedose Gefest an Name ---- - .....— ——»i in ■■ - Saal 100 qm, 4 m hoch, für Gesang-Verein geeignet, zu oerm. Schr. Ang. u. 05385 a.d.Giek. Anzeiger. Eurer Tochter." „Hm, hm!" Dann war's wieder eine Weile still. Die Tür ging auf, und Eve steckte den herein. „Soll ich den Kaffee bringen?" fragte sie. morgen auf dem Wochenmarkt la Goldtrauben, 4 Pfd. 1RM. GIESSEN Samstag, 16.Sept., abends 8.30 Uhr, im Bayerischen Hof Mnals- Versammlung Vortrag: M76d Fr.Wiegand über „Führer-Lehrgang a.d.DeutschenTnrn- schule". Allseit.Be- teilig.wird erwartet. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll 224er Sonntag, 17.Sept., 15 Uhr, ab Ludwigs- platz Eamilien- Npaziergang.Sei ungünst. Witterung im Andres. »sosv SlnSangerrn Für jg. Mädchen m. gut. Umgangsf., gewandt im Verkauf, Stenogr., Schreibm., Büroarb.,wird vass.Tätigk.ges., evtl, auch alsHausgeh., da gute Koch- u.Nähkenntn. Schr. Ang, unt. 05394 an den Gieß. Anz. Eine alte Weisheit: „In den Monaten mit einem „r“ ist Lebertran für Kinder besonders bekömmlich und leicht zu nehmen!“ Kluge Mütter kennen die fabelhafte Wirkung des Lebertranes auf die Entwicklung des Kindes. Diesjähriger Lebertran ... Ltr. 1.40 Mk. Lebertran Emulsion neutral. FL 1.25 Mk. 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Wer Qualität und Preis vergleicht, der findet Gefest unerreicht I Darum vergleichen Sie, fordern Sie unverbindlich u. kostenlos eine Probe „Ja, bring ihn", sagte der Vater. Der Jerrisepp trank eine Schale Kaffee mit und “........Müllerin Haushaltungswäsche 667iA reinigt gut und billig Großwäscherei,Edelweiß* Basenbleiche - Wäscherei - Heißmangel Löhn' nit zu bezahlen. Ich hab' mir drum für mor- gen fünf, sechs Mann bestellt, ich heb die Bach vor der Mühl' aus, saß das Wasser enger und leit’s hoch und mach mein Rad oberschlächtig." Was tausend!" knurrte der Müller. "Dann rechne ich, geht's wieder zehn, fünfzehn Jahre. Und geht's dann nit mehr und man erlebt's noch, so kost's halt eine Dampfmaschine." „Jerrisepp", fuhr es der Müllerin heraus, „daß du dann so einen hohen Schornstein bauen müßt?" Jtne der wichtigsten Mer Hinsicht im nei Schuldenpro gemeinden noch fr w 6'e ?aU5i)Ql,e öl unö Ausgabe ousgeqlic y der Entwicklung öei m L *b Kötzer Är? Deckung ge öS, Ekeren Verschult “Ie nQ$ der S Reich ( rächte der siz u/ie- Unt) unter li,;: x°ch die den. Die m’?en meinben ^eichshauptstM' ^'tischen Xaqun?h ^9 ausfütjrk ?u^5 Hohe der , ®em verbände S JQft Zeichnete Dr aer Seni?indlich/„ ^'ppe meinben ^cn ^°^e tt en °ber °uch?ch d dere die Ä^ie kle °i°len WohlsLienor. "°"e'denbenK?erwe N'gkeit o^Ustriec >res E immer U.M bi. Der alte Müller hatte heftig getrommelt und den Takt getreten, die Müllerin machte noch große Augen und schien gar nicht zu sich zu kommen. So halb etwas Glänzendes war nämlich in ihren Augen. „Das wär' schon ein Plan", stammelte sie. Aber der alte Müller guckte sie streng an, daß sie sich ganz zusammennahm und ihre weitere Rede für sich behielt. Es blieb still zwischen den dreien. „Ihr müßt mir doch sagen, Nachbar", unterbrach der Jerrisepp das Schweigen, „daß ich's gut mit Euch mein’." Das löste die Spannung beim alten Wiesenmüller. „Auf Gnad' und Barmherzigkeit, Jerrisepp, nein, babrouf sinb wir boch noch nit angewiesen. Nit wahr, Mutter? Wir haben all unser Tag reblich schafft unb hausgehalten, unb wann wir ruhen wollen, ruhen wir baheim, wo wir alt geworben sinb unb wo wir auch sterben wollen. Nit wahr, Mutter?" Das hatte sehr traurig unb bitter geklungen. Aus ben Augen ber Müllerin war nun bas Glänzende geschwunben. Sie waren trübe geworben, unb sie mußte sich schnäuzen. „So ist das aber nit gemeint, Nachbar, unb so ist bas auch nit zu verstehen. Ihr feib ja bann bei Oie Kreiie. (Sine Erzählung von Wilhelm Holzamer. (Fortsetzung.) „Ja", sagte ber alte Müller, „unb ich hab' bir’s von Herzen gegönnt." Der Jerrisepp besann sich. Er war betroffen. Es hatte so gütig geklungen. Er war ein bißchen Der- wirrt. , „Euer Mühl' läuft leer, Nachbar", entfuhr es ihm. Dabei würbe er rot. „Die feiert Sonntag heut", erroiberte lächelnb der Müller. „Man muß fo einer Mühl' auch ihren Sonntag gönnen." Nun war ber Jerrisepp ganz geschlagen. Um so mehr verwirrt würbe er. Er wußte nicht mehr zu unterscheiben, was gut und was nicht gut zu reden wäre. Und er hatte sich doch alles ganz genau ausgedacht gehabt, was er sagen wollte. Der Jerrisepp verwurstelte sich noch weiter. „Mein' Mühl' kann ich halt nit Sonntag feiern lassen, das verträgt's nit. Es ist halt, daß ich durch die neu’ Chaussee so einen guten Weg gekriegt hab. Die Fuhrleut' wollen doch die holprigen Feldweg heutigestags nit machen. Drum ist's halt was anders bei Euch, Nachbar. Den langen Feldweg scheuen sie halt all." . „Und kommen aber doch", fuhr die Müllerin nun heraus. Ä _ Der alte Müller bekam einen roten Kopf. Er trommelte sehr laut. „Willst dich nit setzen, Jerrisepp? fragte er. Der Jerrisepp fat's. „Bei dei'm Großvater und mei m Vater, Jerrisepp, wie ich noch Bub war und an dich noch kein Mensch gedacht hat, war's anders. Jeder hatt' damals sein gleich Teil." „Ja", sagte der Jerrisepp, „so roie’s bei den Menschen ist, daß die einen alt werden und die anderen jung, so ist's auch mit den Mühlen. Das eine überlebt sich, das andere erhebt sich." „Hm!" knurrte der Alte. . „Ich hab' sogar noch weiter gedacht. Ich seh ein, bah bie Müllerei muß zugrunde gehen, wenn sie nit ein bißchen aufgeholfen kriegt. Durch die Müller mein’ ich. Die alten Einrichtungen taugen nit mehr. Ich hab' mir Bücher angeschafft, die fürs neue sind. „Der praktische Mühlenbauer", „Unsere Muhlenein- richtungen", „Dampf- und Wassermühlen", und noch so ein paar. Man kann ja nit alles brauchen, was da grab brinsteht, aber manches ist boch richtig und gut. Ich will jetzt die Sach' anders einrichten. Zuerst mal das Wasser besser ausnutzen. Das geht ja | Vermietungen | 3 Zimmer vart., mit separat. 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Bloß hab ich den Vorteil, daß ich oben lieg und Ihr unten, und daß ich also vor Euch das Wasser hab'." Der Alte sah, daß ihn der Jerrisepp sesthatte. Und der Jerrisepp sah, daß sich das Blättchen ge- wendet hatte. Nun galt's, den Vorteil auszunutzen. Der Alte brummelte etwas vor sich hin, das der Jerrisepp nicht verstand. „Es ist ja vorauszusehen, Nachbar, und Darüber muh man sich klar sein, wenn ich mein’ Betrieb in die Hohe bring, geht Eurer herunter. Das liegt auf der Hand. Weismachen wollen wir uns mx. Was ist, das ist. Aber ich hab' mir gedacht, da wär' doch abzuhelfen. Ich denk' immer bloß nit von heut auf morgen, auch auf übermorgen. Und da hab' ich gemeint, Ihr macht einfach ganz zu, Nachbar!" Der Müller fuhr auf. Und die Müllerin gab der Katze einen Tritt. „Radikalkur!" sagte der Alte. „Ich bedank mich aber schön." Aber der Jerrisepp war jetzt im Zug. „Ihr seid alt und habt genug geschafft Euer Lebtag. Ihr könnt jetzt ausruhen. Was ich vom Werk brauchen kann, das nehmen wir heraus, und ich [stefienängeböte] llllllllllllllllllllllllllllllllllll Sauberes, tüchtiges Mädchen f. alle Hausarbeiten per sofort od. später gesucht. Schr. Anfr. u.5668V a.Gh. Anz. llllllllllllüllllllllllllllllllllll Schöne 3-Zimm.-Wohn. mit Küche, Badez., Balkon.sow.all.Zu- beh.,NäheNordanl., p.l.lO.z.verm.Anfr. u. 05401 a.d.G.A. I Zimmer olMe an einzelne Dame zu vermieten. Schriftl.Angeb.unt. 05387a.d.Gieh.Anz. Nock, sind die Tage waldeslnft (am Flughafen) Sonntag, den 17. September WIWRH-MWI! Süße Weintrauben 4$». 1.00 prima Pfirsiche 4 unb sw. 1.00 Einmach-Tomaten iow.1.00 Frischepreißelbeeren^.2.50 Neue Zitronen « Sw- 0.30 Heinrich Oster, Offendach a. Main. | Verkäufe | | Vereine" Mietgesuche. Al^einst. Beamten- witwe sucht 05398 iS-M.-Mn. Näh.i. d. Geschäfts- stelle des Gieß. Anz. 2-3-Mohn. gesucht. Schrift!. Angeb. mit Preis u. 05388a.d.Gieh.Anz. Haus 05400 I m.gr. Garten, Nähe Giehen (Bahnstat.), w. Wegz. s. billig zu verk. 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Den Stamm der Jung- männerabende bilden die evangelischen Jugendlichen der SA., den Stamm der Jugendabende die evange- lsichen Jugendlichen der HI. Darüber hinaus ist auch jeder andere evangelische Jugendliche, der nicht in HI. oder SA. organisiert ist, willkommen. Jungmänner- und Jugendabende wurden am Mittwoch, 13. September, eröffnet. Der große Hörsaal des Adolf-Hitler-Polytechnikums war voll besetzt, vor allem von der HI., die mit frohem Landsknechtssang anmarschiert war. Der Saal wurde geschmückt mit den Fahnen des neuen Reiches und der Evangelischen Kirche. Erwartungsfrohe Gesichter überall. Prof. Lic. Stroh, der Leiter des Jugendabends, eröffnete mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer. Er begrüßte den Kirchenvorstand, die HJ.-Führung, Landesjugendpsarrer von der Au, die Presse und alle Erschienenen. Er wertete den Abend als ein Zeichen, daß es Schluß sei mit der marxistischen und gleichgültigen Haltung gegenüber Religion und Kirche. Als Vertreter der Oberbannführung der HI. stellte Pfarrer Rühl-Reichelsheim der Jugend Manner wie Martin Luther und Kant als Wegweiser zur rechten deutschen Freiheit vor die Seele. Letztes Ziel ist, Deutschland zu retten. Deutschland aber muß um tergehen ohne den Glauben an seinen Herrgott und unseren Herrn Jesus Christus. Wie für Adolf H i t - ler das Neue Testament die Quelle seiner Kraft ist, so wird auch der Jugend der Weg zum Glauben geschenkt werden. Landesjugendpfarrer von der Au sprach nun „Hiüerjunge Quex." jronbpM): t nfl pM* r«250 Men ® ’ Das Hitlennädel Ulla und der Hitlerjunge Qu ex, die Träger der Hauptrollen in dem Film „Hitler- junge Que$", der in München in Anwesenheit des Führers uraufgefuhrt wurde. (Photo: Ufa.) Feierliche Aeberfiihrung König Mals nach seiner Heimat aus « Urten < Wn5 SortKiiber rillte gelischen, zum Gegenstand hatte. zu der immer aufmerksamer aufhorchenden Jugend über feine fünfjährige Kriegsgefangenschaft in Sibirien. Er führte seine Hörer von der Westfront zur Ostfront Als Schwerverwundeter kam er in russische Gefangenschaft, nach Petersburg, Sibirien, auf der Flucht vor Hunger und Tod nach Nord- asien, bis hinein nach China. Der beherrschende Klang war das Bekenntnis: Trotz unsäglicher Leiden kann unser Glaube und die Liebe zur Heimat nicht erstickt werden. „Die deutsche Treue lebt noch", das haben selbst unsere Feinde damals anerkennen m y. die gesetzliche oder vertragliche Hinausschiebmig oer Fälligkeit der bisherigen kurzfristigen Schulden. Diese Lösung ist aber vollständig ins Stocken geraten und über vorbereitende Anfänge chcht hinaus- getommen. Man hat sich auf der Gläubigerseite damit abgefunden, daß die kurzfristigen Gemeinde- schulden tatsächlich eingefroren sind. Die ©laubiger- inftitute sehen die Unmöglichkeit einer gegenwärtigen Zurückzahlung ein und gehen nunmehr dazu über, von den Gemeinden zur Sicherung ihrer kurzfristigen Darlehen die Stellung von Sicherheiten dinglicher Art zu verlangen und bringen dadurch die beteiligten Gemeinden gegenüber anderen Gläubigern in erhebliche Schwierigkeiten. Von besonderer Bedeutung sind für die Lösung ber präge die programmatischen Ausführungen, die Staats- kommiffar Dr. Lippert auf dem Reichsparteitag in Nürnberg hierzu gemacht hat. Dr. Lippert richtete an die Regierung den Wunsch, sich zu entschließen, so wie sie dies bereits für die deittsche I Landwirtschaft getan habe, für d i e deutschen w** Zevt.' plab.„-.ranS'^JL Italienische Matrosen tragen in Brindisi den Sarg zu dem englischen Kriegsschiff „Despatch , das die Leiche des Königs vom Irak nach seiner Heimat Bagdad befördern wird. Hinter dem Sarge in orien- talischer Kleidung der Bruder des Königs, Ali Ibn Hussein, der frühere König des Hedschas. Das Gchuwenproblem der Gemeinden im neuen Reich. Von Bürgermeister Or. Dölsing. leiftungen und die Höhe des Zinssatzes der tatsach- i lichen Leistungsfähigkeit jeder einzelnen Gemeinde angepaßt wird und im übrigen den wirtschaftlich ' jeweils angemessenen Satz nicht übersteigt. 2n Zins- I sätze, die unter Würdigung der allgemeinen Markt- ® emeinben unb © e m e t n b e d e r b ä n b e eine allgemeine Zinssenkung auf burchweg 4 v. H. durchzuführen. Dabei soll benjemgen Ärebitinftituten, beren Liquibitat ober Rentabilität infolge bieser Zinssenkung tat- sächlich gefährbet werben sollte, von Rechs wegen etwa in Form von veräußerlichen ober lombarbier- ten Reichsschatzanweisungen geholfen werben. Sollte sich bie Reichsregierung zu einer allgemeinen Zinssenkung für bie Gemeindeschulden nicht entschließen können, so wirb vorgeschlagen, im Wege ber Reichsgesetzgebung ein georbnetes Verfahren bereitzustel- len, in bem für bie einzelnen notleibenben Gemeinden unb Oemeinbeoerbänbe Entlastungsmaßnahmen bei ihrem Schulbenbienst burchgeführt werben können. Hierbei müßte ein Normalzinsfuß von höchstens 4,5 o. H. einschließlich aller Neben- unb Derwaltungskostenbeiträge für die langfristigen unb von höchstens 5,5 v. H. für bie mittel- unb kurzfristigen Gemeinbeschulben herbeigefuhrt werben können. Für biejenigen ©emeinben, bie auch diese Zinslast infolge ihrer Haushaltslage nicht zahlen können, müßte eine vollftänbiae ober teilweise Stunbung zum Kapital — notfalls durch ftaathdjen Machtspruch — herbeigeführt werden. Im Rahmen eines solchen individualisierenden Verfahrens auf reichsrechtlicber Grundlage würde bann auch die Umschuldungsfrage eine Regelung erfahren Im Zusammenhang mit diesen beachtlichen Vorschlägen eines führenden Kommunalpolitikers inter- effiert auch die amtliche Stellung des Deutschen Gemeindetags zu dieser Frage. Dieser hat in den letzten Wochen Verhandlungen eingeleitet, tue eine Bereinigung des gesamten Schuldenproblems einschließlich der Zinsfrage für die Gemeindeschulden zum Ziel haben. Der Deutsche Gemeindetag Hot bei diesen Verhandlungen von vornherein tein-m Zweifel darüber gelassen, daß ein Kapitalabstrich für die Kommunalschulden unter keinen Umständen eine geeignete Hilfsmaßnahme ist. Vielmehr muß in einem individualisierenden Verfahren sichergestellt werden, daß die Höhe der jährlichen Tilgungs- Eine ber wichtigsten Aufgaben in kommunalpoli- tischer Hinsicht im neuen Reich ist bie Lösung des Schulbenproblems ber deutschen Gemeinden nach der Richtung hin, daß endlich wieder die Haushalte der Gemeinden in Einnahme und Ausgabe ausgeglichen werden. Das Gesamtbild der Entwicklung der Gemeindefinanzen war in den letzten, besonders schweren Krisenjahren durch eine dauernd größer werdende Spanne zwischen Bedarf und Deckung gekennzeichnet, die zu einer immer stärkeren Verschuldung führen mußte, an der allerdings die nach der Stabilisierung der Wahrung einsetzende, vom Reich geförderte, auf einer ungesunden Kreditwirtschaft beruhende, gänzlich unrichtige Ausgabenwirtschaft der öffentlichen Hand die Hauptschuld trägt, die mit zum Teil sogar kurzfristigen Auslandskrediten ihre Finanzwirtschaft aufbaute, ein Fehler, der sich im Krisenjahr 1931 bitter rächte, und unter 'Lessen Auswirkungen auch heute noch die deutschen Gemeinden schwer zu leiden haben. Die Gesamtverschuldung der deutschen Gemeinden beträgt, wie der Staatskommissar der Reichshauptstadt, Dr. Lippert, aus der kommunalpolitischen Tagung des Reichsparteitages in Nürnberg ausführte, rund 11,3 Milliarden Mark, der Zinlendienst für diese Schulden insgesamt rund 720 Millionen Mark, wobei zu berücksichtigen ist, daß ber durchschnittliche Zinssatz rund 6,3 x. H. für die langfristigen Schulden und für die kurzfristigen sogar 7,5 v. H. bis 8 v. H. beträgt. Der gesamte Zinsendienst der Gemeinden liegt damit über der ftöbe der Eigenlast der Gemeinden und Gemeindeverbände aus der Arbeitslosenhilfe. Mit Recht bezeichnete Dr. Lippert daher die Regelung der gemeindlichen Schuldenfrage als eine dringliche Gegenwartsaufgabe. 6m letzten Jahre waren nun viele deutsche Gemeinden, namentlich die größeren Städte, in Hes- j e n aber auch die kleineren Gemeinden, insbeson- bere die Jndustrievorortgemeinden, die mit ihren Dielen Wohlfahrtserwerbslosen zu einem besonders notleidenden Industriegebiet gehören, vor die Not- roenbigteit gestellt, mit einseitigen Maßnahmen eine Verringerung ihres Schuldendienstes vorzunehmen angesichts der immer bedrohlicher anwachsenden Zinsrückstänoe. Um die Auszahlung der Fürsorgeunterstützungen einigermaßen sicherzustellen, mußce bie Auszahlung verschiedener anderer Verpflichtungen darunter auch der Zinsen- und Tilgungsdienst, zurücktreten. Um einen vollständigen finanziellen Zusammenbruch zu verhüten, griffen die notierten- Verhältnisse wie auch der besonderen Lage von Gläubiger und Schuldner als ungerechtfertigt hoch er- scheinen, muß mit staatlichem Machtspruch einge- griffen werden können. Andererseits sollte den akuten Zahlungsschwierigkeiten der Gemeinden beim Zm- sendienst im übrigen zunächst dadurch abgehoben werden, daß die Zinsen nicht erlassen, sondern ge- stundet werden, und daß für Zahlungsrückstände beim Zinsendienst eine mäßige Verzinsung vorgesehen wird. Der Deutsche Gemeindetag hat deshalb erneut an die Reichsregierung die Bitte gerichtet, der Frage der Gemeindeschulden ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. l ra Nun noch ein Wort zu der Frage, ob die Ge- meinben neue Schulden machen sollen ober nicht. Die Durchführung des großzügigen Arbeits- befchaffungsprogramms der Reichsregierung, in welches sich auch die deutschen Gemeinden pflicht- bewußt eingliedern, bedingt für die Träger der Arbeit zweifellos neue finanzielle Belastungen. Die Richtlinien für die Gemeinden gibt hier der Ersatz des preußischen Ministers für Arbeit und Wirt- schäft. In diesem Erlaß wird gefordert, daß eine sehr eingehende Prüfung darüber ftattfinbet, ob der Träger der Arbeit auch wirklich geeignet erscheint, bie zukünftige Mehrbelastung zu tragen. Storun- gen der Haushalte der Gemeinden durch neue untragbare Belastungen müssen unter allen Um- ständen zu neuen Steuererhöhungen führen. Die deutschen Gemeinden haben das unbedingte Vertrauen zu der nationalsozialistischen Staatssüh- rung, daß diese endlich den schon seit Jahren von ihnen erhobenen Ruf nach Beseitigung der unseligen Erzbergerschen Finanz- r e f o r m , die die Gemeinden und Gemeindeverbände zu Kostgängern des Reiches und der Länder gemacht hat, erhören wird. Es muß immer wieder barauf hingewiesen werden, wie dies auch der frühere Deutsche Landgemeindetag schon immer betont hat, daß gerade eine lebensfähige, ländliche Selbstverwaltung eine wesentliche Garantie geordneter staatlicher Verhältnisse gibt. Dazu gehört ein geregter Finanzausgleich zugunsten der leistungsschwächeren Gemeinden und Gemeindever- bände, auf den die deutschen Gemeinden im früheren Staat leider vergeblich gehofft haben. t *5 uNüri!n. , h°ch" j!'4 Wt b!t s. £*• rten mar u, r und ber &?ie Cve of) r Hörweite w Der9e®'^rt ■«Menmült"?6*"'”- ? ^nn. ®>r f- ,)tDQr ' id>; ", °us Gnad' °^en ober QUÄ S.t0Qnn man h-m' M "** °b'- nit **'Als* abtoa J °°llen wir ZZM moUle' schickte S femer arbeit fertig E f.er’9' pachte die Eve Ant- «nmer fo wie so an einem rt, nun war ihm alle Straft Z? ?PP ®Qr’s fein ein. e egt und rauschte es nur sc •tte er s unterhalb ber Mühle es sich nur (o faul durch bl9 es zur Wiesemnühle kam. chlutz folgt.) em neues sofort wirkendes Mittel, haben Tlelenwirkoiigundtref- fen das Hühnerauge mit der Wurzel direkt in der M Unterbaut. Der Schmerz \ hört sofort ani; das la>ti>.e 4/\ Hühnerauge wird weich ' und so lose, daß Sie es trar ;n einigen Tagen nut den Jägern herausheben kon- , nirnhaut). Vollständig.un- ragepipettekosm uJg|B11|l|. ,r09erihDah?nP E n Apotbekenbe- feiner langjährigen ebraueht äb^'^^hren rW' i einen Er,° fh?fi diese daher in Ich ffienten. der ApOthäendwirksanien Mittel wem guten Achtung! i auf dem Wochenmarkt IlnnMU Pink »!° id v. d. neuen Markthalle. tal'rW »M nag Wirtschaft Die Entwicklung der Preise s Oberheffen > KZ Q ®s .. 0.90, Trikot .. e X1 Ist eben alles bedacht RASSOL o'ö 8 G/ESSE/V^MZiUaß UR GIG 5576 A 0633 A 0.75 0.80 0.95 Damen-Hemdchen. feiner Trikot, mit Träger und Achselschluß, 1.10, mengen. Verlangen Sie nur echtes IRaffol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engel, apotheke Gießen. gu haben in allen 2lpotheken. 1 gr. Fl. Mll. 1.50 M s o«5 L la Speise- und Salat-Karloiieln Brennsioife erstklassiger Zecken empfiehlt Ben. Trecnsier Kohlen- n. 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Programme, Anmeldung nur in der autorisierten An nahmestelle- Koffer-Mädler .Bennschxnld, Frankfurt a. BI., Kaiserstraße 13. ee7«v C'cSS «- C'SyOX 2 ’T >- Preiswerte Unterzeuge VM-sÄ o L ___ S b?« SS«. interesianten Einblick in die bereits jetzt getroffenen Vorbereitungen, die einen einzigartigen Verlauf dieser für das ganze kulturelle Leben bedeutungsvollen Veranstaltung gewährleisten. Ein Festzug der K ü n ft l e r s ch a f t, der eine Länge von über zwcr Kilometer haben wird, führt durch die Straßen Münchens. In dem Festzug werden 14 Gruppen vertreten sein. Der Zug wird eröffnet von Paukenschlägern und Fahnenträgern, dann kommen die Gruppen der Architektur, der Malerei und Plastik, Festwagen, die Pallas Athene und andere Figuren darstellend. Es handelt sich um keine Faschingsaufmachung, sondern der Zug soll eine streng künstlerische Note zum Ausdruck bringen. Die Kostüme zu dem Festzug werden neu angeschafft. Die Aufträge sind bereits an zahlreiche Münchener Schneiderwerkstätten vergeben. Daneben haben Hunderte von Zimmerleuten und Dekorateuren Aufträge erhalten. Eine große Zuschauertribüne wird in der Prinzregentenstraße errichtet. Die gesamte deutsche Künst- lcrschaft wird an der Grundsteinlegung teilnehmen, ebenso sämtliche Kultusminister der Länderregierungen. Die Gauleitung hat am Vorabend sämtliche Theater Münchens gemietet, in denen Festausfuh- rungen zu ganz niedrigen Eintrittspreisen statt- finden, die auch dem ärmsten Volksgenossen die Teilnahme ermöglichen. Sämtliche Straßen, durch die der Festzug führt, werden einheitlich ausgeschmuckt werden. Eine besondere Ausschmückung erfährt die Ludwigstraße, wo zum Gedenken König Ludwigs!. ^<3 . ~ ' 3 u 2 0 : wird Deutschland wieder frei" zur Aufführung. Mit großer Spannung und Anteilnahme folgten die zahlreich Erschienenen, die zu Beginn vom Ortsgruppenfüyrer Ludwig Metzger begrüßt worden waren, dem packenden und lebendigen Spiel. Die Ausführung stand unter der Leitung des früheren Mitgliedes des Gießener Stadttheaters Pg. Richter. Die wertvolle Veranstaltung fand ihren Abschluß mit dem begeistert gesungenen Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied. Hoffentlich geht die Erwartung, daß uns auch das zweite Werk von Bartholomäus: „Arbeit! Dienst! Pflicht!" geboten werde, bald in Erfüllung. Kreis Büdingen. * Nidda, 14. Sept. Die Apfelernte fällt in unserer Gegend sehr gering aus. Die Hauptsorte „Schöner von Boskop", hat völlig versagt, nur Goldparmäne, Schafsnase und Landsberger Reinette bringen einigen Ertrag. Sehr reichlich fällt dagegen die Zwetschenernte aus. Bei der gestern abgehaltenen Versteigerung der Zwetschen an rund 500 städtischen Bäumen wurden 775,90 Mark gelöst. Der Zentner Zwetschen stellte sich durchschnittlich auf 5 Mark am Baum. Roch teuerer waren die Preise bei der Versteigerung der Zwetschenernte von den fiskalischen Bäumen in unserer Gemarkung. Rach ziemlich genauer Schätzung kam dabei der Zentner auf 6,70 Mark am Baum. Die Befürchtung, daß bei der großen Ernte sich das Abmachen nicht lohnen würde, war irrig. Für geschüttelte und weniger ansprechende Früchte zahlen die Händler 4 Mark pro Zentner frei Bahnhof. Q Nidda, 14. Sept. Auch in unserer Stadt hat man die öffentliche Anprangerung von Felddieben beschlossen. Heute mittag wurde zum, erstenmale dieser Beschluß durchgeführt. Ein in den fünfziger Jahren stehender Mann und ein 15 Jahre alter Junge wurden von der Ortspolizei durch die Straßen der Stadt geführt, wobei die Diebe ein großes Schild mit der Aufschrift: „Wir haben Aepfel gestohlen" tragen mußten. — Ein in den zwanziger Jahren stehender hiesiger Jude wurde in Haft genommen, weil er versucht hatte, eine deutsche Frau zu schänden. Landkreis Gießen. ch Aus der Rabenau, 14. Sept. Der Sturmwind, der in der vergangenen Nacht über unsere Gegend brauste, hat an den Obstbäumen nicht unbeträchtlichen Schaden an- gerichtet. Fast ein Drittel bis die Hälfte des gesamten Behanges ist in einzelnen Gemarkungsteilen von den Bäumen heruntergefallen. Von. allen Obst- sorten bringen die Zwetschen einen guten Er- trag, mancherorts sogar eine Vollernte. Die ersten Zwetschenoersteigerungen haben in einzenlen Gemeinden bereits stattgefunden. — Die Frucht- preise sind seit einigen Tagen etwas fester. Der Doppelzentner Weizen gilt gegenwärtig 17 bis 18, Roggen 14 bis 14,50, Gerste 16 bis 16,50 Mark; Hafer ist kaum gefragt. — Noch ijt die Grum- meternte nicht restlos beendet, beginnen unsere Landwirte schon mit dem Ausmachen der K a r t o f - fein. Die Spätkartoffeln versprechen eine gute Mittelernte. s. Aus dem mittleren Horlofftal, 14. Sept. In unserer Gegend bringen dieZwetschen dieses Jahr einen lange nicht dagewesenen Ertrag. Infolge der sommerlichen Hitze der letzten Zeit sind sie schon jetzt reif und werden bereits von Händlern aufgekauft, der Zentner zu 4 Mk., anzuliefern an die Bahnstation. Der Behang ist derartig, daß vielfach die Aeste unter der Last brechen. Auch Mirabellen tragen so reichlich, daß allenthalben das Pfund für 5 Pf. zu haben ist. s. Utphe, 14.Sept. Der hiesige Turnverein „Frischauf" hat für die Förderung der nationalen Arbeit 50 Mark gespendet, der Männergesangverein „Loreley" für den gleichen Zweck 30 Mark. — Bei der Grummetgras - Versteigerung auf dem Ge- meindewiesengelände wurden für die besseren Morgen 15 bis 20 Mark erzielt, während die geringwertigeren auf 12 bis 15 Mark kamen. Kreis Friedberg. S Münzenberg, 14. September. Die N S. - KampfdühneGießen brachte hier im Saal des Gasthauses „Zur Burg" das schon Dieierorten gegebene und bekannte Volksstück des jetzigen Beigeordneten von Gießen Bartholomäus: „Erst dann Frankfurt still. Frankfurt, 15. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) Durch den feierlichen Eröffnungsakt des preußischen Staatsrats erfuhr der heutige Börsenbeginn eine Verzögerung. Das Geschäft kam daher zunächst nur sehr schleppend in Gang. Die Stimmung war in- dessen weiter freundlich, da neben neuen Kundenaufträgen auch günstige Nachrichten aus der Wirtschaft vorlagen, wie beispielsweise neue Arbeitereinstellungen bei der JG.-Farben-Jndustrie und die erhöhten Außenhandelsziffern für den Monat August. Das Interesse wandte sich indessen heute mehr dem Rentenmarkt zu, an dem besonders Gold- und Liquidationspfandbriefe gesucht waren. Die Taxen lauteten bei Beginn der Börse etwa 1 o. H. und mehr höher. Von Deutschen Anleihen eröffneten Neubesitz gut behauptet, wogegen Altbesitz nur nut 77 v. H. d.h. 0,13 v.H niebriaer zur Notiz kamen. Stahloereinbonds gaben 0,50 v. H. nach, späte Reichsschuldbuchforderungen waren mit 77,25 o. H. In allen Apotheken erhältlich zum Preise von RM. 0.93 u. 1.88. qut gehalten Soweit an den Aktienmärkten Kurse zunächst zustande kamen, lagen sie zwar meist noch etwa 0,50 bis 1 v. H. höher, doch vermißte man eine Einheitlichkeit der Auswärtsbewegung. Chemiewerte setzten 0,50 v.H. höher ein, Elektroaktien waren etwas mehr befestigt, so z. B. Lahmeyer und Schuckert mit plus 1,13 v. H. Am Montanmarkt blieben die Kurse dagegen meist nur knapp gehalten. Mannesmann und Phönix sowie Klöckner unb Rheinstahl lagen bis zu 0,75 v. H-, Harpener sogar 1,25 v.H. höher. Im übrigen eröffneten (Konti- Gummi 1,13 v. H., Bemberg 1,50 v. H., Reichsdank 0,50 v. H., Hapag unb Daimler je 0,65 v. H. freundlicher, dagegen Zellstoff Waldhof 0,75 v. H. niedriger. Im Verlaufe lagen einige Spezialwerte fester, so IG.-Farben mit plus 1,50 v.H. unb Scheide- anstatt plus 1 v. H. Auch einzelne Montanpapiere waren um 0,25 bis 0,50 v. H. erholt, während das Gros der Papiere gegen den Anfang kaum verändert war. JG.-Farben ließen später wieder den im Verlauf erzielten Gewinn nach. eine besondere Dekoration errichtet wird. Jede Straße erhält eine eigene farbige Note. Die Ausschmückung des Braunen Hauses in der Brienner Straße wird die Verbundenheit des neuen Staates mit der Kunst zum Ausdruck bringen. Der Zug endigt am Königsplatz, wo riesige Pylonen mit dem Hoheitsadler zur Ausstellung gelangen, Statsmim- ster Wa gner wird hier zu den Künstlern sprechen. Anschließend findet im Löwenbräu-Keller ein Kunst- lerabenb statt. 60 Sonderzüge aus dem ganzen Reich laufen nach München. Für unbemittelte Volks- genossen aus der Provinz werden Freiquartiere zur Verfügung gestellt. Die ganze Veranstaltung soll der Auftakt sein zu weiteren Maßnahmen, die alle darauf abzielen, den Ruf Münchens als Kunststadt wiederherzustellen und neu zu befestigen. Carl Dulsbergs Lebenserinnerungen. Geheimrat Carl D ui s berg, der langjährige Leiter der IG. Farbenindustrie, hat seine Bebenserinnerungen geschrieben, die auf Grund weiterer Dokumente von Jesco v. P u 111 a m e r zu einem Buch ausgearbeitet wurden, das zum 50. Berufs- jubiläum Dulsbergs am 29. September im Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig, erscheint. Es schildert den Lebensweg dieses deutschen Mannes zum Führer des größten deutschen Industrieunternehmens, und gibt gleichzeitig eine aus persönlichster Teilnahme erwachsene Darstellung einer großen Periode deutscher Wirtschaftsgeschichte. Damen-Unterjäckchen,m u o.Arm, n (\C gewebt und fein gestrickt, 1.50.0.75, U.AU Damen-Schlüpfer. Mako,gute Qua- n cn litttt, Größe 42 -46 ....... 0.70, U.uU H ei ren-Unterhosen, gestr., Mako i ßfj und WoUe gemischt......1.--0, l-vU Bei Bedarf denken Sie an ML G. Grode Frankfurter Straße 03395 HM kaufen Sie billig und gut bei 5864D tonte Bellet Kaiserallee 19 Ehestandsdarlehen- fckeine werden in Zahlg. genommen. [ Kaufgesuche | Ladentheke. Wandschrank m. Schubkasten u.Regal i.Sf oloniab waren billig z. tauf, gesucht. Schr. Ang u.05391a.Gieß.An4 Das Institut für Konjukturforschung weist in seinem Wochenbericht darauf hin, daß die längste Entwicklung der Dreise auf den ersten Blick Das ungewohnte Bild schwacher Tendenz auf den ausländischen Rohstafsmärkten und steigender F e r t i g w a r e n p r e i s e auf dem Binnenmarkt bietet. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine vorübergehende Konstellation. Der Rückschlag der Rohstoffpreise ist keineswegs von grundsätzlicher Bedeutung. Er ist nur eine jener Reaktionen, die sich auf den Märkten immer wieder nach spekulativen Ueberfteigerungen einstellen. 3n Deutschland bahnen sich, in der großen Linie gesehen, auf beinahe allen Gebieten der Mrt- schäft Preissteigerungen an. Darin wäre zunächst nichts Unnatürliches zu sehen, denn Preissteigerungen sind Begleiterscheinungen jedes Aufschwunges. Nun sind aber in der gegenwärtigen Depression die entscheidenden Faktoren der Nachfrage auf den Warenmärkten, die Kaufkraft der Bevölkerung auf den Verbrauchsgütermärkten und die Finanzierungs- möglufJeiten der Unternehmungen auf den Pro- buftionsgütermärtten, noch schwach. Allzu rasche Preissteigerungen könnten sich auf bie Dauer nicht behaupten, ohne bie mengenmäßige Belebung ber Probuktion unb bes Absatzes zu gesährben. An ben großen auslänbischen Rohstoffmärkten sinb bie Preise seit Mitte Juli gesunken, liegen aber im Durchschnitt weiter beträchtlich höher als zu Jahresbeginn. Die Tenbenz auf ben Weltmärkten ist jeboch keineswegs einheitlich, obwohl auf wichtigen Teilgebieten schon eine beachtliche Konsolibierung festzustellen ist. Diese Fortschritte haben sick) unabhängig von allen Währungseinflüssen usw. durch- gesetzt (z. B. auf bem Eisenmarkti, während auf anderen Gebieten (z. B. auf dem Baumwollmarktj wieder trotz währungs- und kreditpolitischer Eingriffe eine Preiserhöhung nicht durchzusetzen war. 3n Deutschland sind Preisrückgänge auf den (3e- treidemärkten und Preisbesserungen für Schlachtvieh und tierische Erzeugnisse die beiden Hauptzüge der Preisentwicklung feit der 3ahreswende. Die Preise für Getreide haben seit Jahresbeginn von etwa 95 v. H. des Vorkriegsstandes auf etwa 90 v. H. Anfang September nachyegeden. Der Grund für diese Preiseinbußen liegt m der S t e i- gerung der heimischen Produktion in .....und der Anzug wächst mit; denn er Ist eln^ZeyZsund der läßtslch bekanntlich In der Fabrik nahtlos . verlängern und — wenn er lange getragen ist — fast unsichtbar reparieren. Bel einem den letzten Jahren. Die z. T. beträchtlichen Preisbesserungen für Schlachtvieh sind einerseits saison- mäßig bedingt, anderseits ergeben sie sich aus einem Rückgang des Angebots bei etwas ansteigender Nachfrage. Die Butterpreise sind seit Mai/Juni höher als im Vorjahre. Große Preisveränderungen sind bei den landwirtschaftlichen Produkten vorläufig nicht zu erwarten. Entsprechend einer Steigerung der Einkommen wird sich auch eine allmähliche Besserung der Agrarpreise durchsehen. Die Preise der inbuftriellen Rohstoffe unb Fertigwaren haben, im ganzen betrachtet, leicht angezogen. Das Niveau ber industriel- len Rohstoffpreise liegt aber noch immer um runb ein Drittel unter bem letzten konjunkturellen Höchst- ftanb vom Juli 1928. Entscheibenb ist aber, baß Die Bewegung im ganzen langsam a u f- wärts gerichtet ist. Demzufolge läßt sich teilweise eine Erhöhung der Lagerbestände beobachten. In einigen Branchen hat bie Preissteigerung bereits auf bie Halbwaren übergegriffen, die weiterverarbeitenden Industrien setzen gegenwärtig jeder Preissteigerung für Vorprodukte Widerstand entgegen, die sich in steigenden Fertigwarenpreisen auswirken müßten. Diese aber bedeuteten eine starke Belastung der immer noch schwachen Kaufkraft. Die Iertigwarenpreise sind erst seit April d. 3. gestiegen, die Preiserhöhung bleibt hinter der der Rohstoffe beträchtlich zurück. Dieser frühzeitige Anstieg der Fertigwarenpreise schasst Gefahren erneuter Konjunkturrückschläge. Wenn die mit einer Zunahme der Produktion ver- . bunbene Kostensenkung nicht ben Konsumenten zugutekommt, so muß bies ben Mengenabsatz beeinträchtigen. Die freien Preise, bie seinerzeit desonbers früh unb scharf zurückgegangen waren, haben sich stärker als bie gebunbenen Preise erhöht. Das Charakteristische der gegenwärtigen Bewegung besteht darin, daß Preisbindungen auf solchen Gebieten der 3ndustrie sich durchsetzen werden, die bisher als freie Marktgebiete galten. Die freien Preise sind von 45,1 im Juli 1932 auf 52,1 im Juli 1933 (1926 = 100) gestiegen, haben allerdings im August wieder auf 50,8 nachgegeben. Die Indexziffer der gebundenen Preise hat sich von 83,5 im Juli 1933 auf 83,7 im August 1933 erhöht. V2" 3 £5 *9: h- ä sF E c 3- n S u - u.. ommer. ü Gießen, Friedrichstraße 10, direkt am Bahnhof Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen . , _ ... , _ , . . _ Vermählungsanzelgen bei Bruhl, Schulstraße Geburtsanzeigen <4^5- ~ 5 s131- = u ta o u i 2 3 ' e t=~ 9a,ji:u : u a d c -ca au-ü "22 c®5>eSS.WÄÄal* v m u e * 'SuS o.e«tag C 3 . e o t>E *•*2 .-je» u * r- C«' Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben, unvergeßlichen Vaters und Bruders Herrn Ludwig Ulm III. sprechen wir allen hiermit unseren herzlichen Dank aus. Die lieltranernden Hlnierhliehenen. Aliendorf a. d. Lahn, den 15. September 1933. __________________________________________________________5673 D E ■O-OCftÖtc: i&sE E E E 5 « 3 ® c« S E •^® aCSG Eß Q s e = «S« « © E«Ä = S B = E ZK « a «. — cy E E e « <2 5 c £ sfts 3 k9 ° 5 E^S £*e-5 2 ° C ° 3 2 5$ E55 •n LEE ew öS« n « C { J K e e ® "e> KB «r o» M 3.S- E 5"» «SsI >A »-> E 3. <9 E « ■eiz °Ä Ä s£ E5$ «e 3 E ’S 3 D o 3 G 3 et 5$ « — — CJ 3«~^ ‘Sc.SWH & Oft 3 E B oft zu W S" SHa?”Ec-3-e 3 C O 3:3 « m 3-3.3 g o « o 3 o 3 o 3g KGK^NKKtÄ'D'S«GKSKH.KKGsKKKsKtSS$SS'AS$K5$Kk:s g©-S> Öl s "uft® E 3 3« rs gB*g J3--O cy «■= S Sag’JÄ^ '0.5 " 3 c 1 v'BJä ««ft & 2 B-o « g - g <» «ö Oft «■ e Oft «EK« — tu c Sa "p Oft 3 o esft E SL) U E « Seb 2 E£ c 2 WIM! c «SS « §3ftZ> E * N^Z^L = 2 SC 2£ s fc- L§ZL s o © s s E >->*35$ “Üft = ^2 «e. 3 ä«® ’t-5$ «t- “ Ssrt ESS' 2L e s E .5 Ö «.3. 3 Ä $€*3.5 Bs Ke «S K d §LK = *£' € e •=€ « S 2>gp € ft 3 N to€5S S€3 «*8 •e C 3« c*e «k9« a ? 3 & >e S E «d 5? 5 j; €o 3*3 « ES'S ■SS € « (9<® 5 E 2 € E 3 3(9 3 & e§--5 «L^E? tS 3 ö c e. s © S Z 2£ M «* <9 2 3 3 3 E E E 3 H € c E € Q K E 4=€ LZ 4 3 R € «d. B- 3)' Eg 3« t°SB 5$ <=SO E®EKdS ES E ° 53 «. S? Oft a 3 cy 3 3 W -3 E X«» W •ft 3 m— Oft n 3 o 5 "*b£ ®g6 ä s-~ i§^E- «Oft £ *3*2 ■ LS eP:E a E E^d =<ä € 5 E€ Ei® 3 «• «3 , 275=3^ 6* 5«(^ «N 35$S® v 3 3 E S 5 3 ' ~IS) E M 5$ 3 X =te K£ 3ü. 3^*0 3 3 3 "2 E 3 E g D 3 w E 5$ ° 3 «£g --KZIisA. e s s«8 s: Oft Kl 5iP . E SE ®eS-3 E §«• o —, «-Z. 3 S1 ^<9 St© 3— . cy - " 3 3 5$§ ZL : e 3€ Z 5$ B«3^±^ d£ >® s-^e 3*S d >-> 3 3 « ^3 >P p* er 7. ^5- §2^ Z-3 g o»$ d. LZdoLI K-SE-ZZ Q LL CI 3 od 3 ' v *»■— CJ = o *s *ü iX a Y -M®- 2«5= = -K Oft - g»»SSE 3 ii3H® -»«NT 3-Zft^t.E*-» 3 2 a> ß w -> >- s -® =t==i 3-iL> aj *P «'M* S " ■U«oft " a «•(-• «i r 2 ~ a 3 ^T3 V 5*2 2*3-'® V e E 3 °ZZ"ZZTZ-" tt E s" -is5 ®ä£H «5 .32« Stä -3 3 re = 5”®^ = a> m uE^ gpQ*Ri -^ZZsSZ 3*g 3 3 "A !9Z5 ä. «-Q E 3*=€ 3-0 5-2 7.® Sig?8 päj® o : *• K oft 2 = B-g SES-^Ld--' „ 3-—£ Z-2K Z Z -g K-"K 3-3 . 3 w S*p 3 »n es o s c ,^ = Ä£<9^= 2 3 ** . 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Sntfdjeibenb ist aber, M ganzen ianylamaust L Demzufolge iaht sich teil* et Lagerbestande beobachten. h°t dre Preissteigerung be- en ubergegristen, die weiter- len letzen gegenwärtig jeder Vorprodukte Widerstand ent- nden Fertigwarenpreilen aus. aber bedeuteten eine starke noch schwachen Kaufkraft, ise find erst seil chn'l H. chöhung bleibl hinler der der beträchtlich zurück. nstieg der FertigwareMefie neuler Konjunkturrückschläge. Zunahme der Produktion ver- g nicht den Konsumenten zu- ues den Mengenabsah beein- en greife, bie seinerzeit ^arf zurückgegangen waren, \e gebunbenen greife erhöht. bet gegenwärtigen Seme- daß Preisbildungen aus Industrie sich durch',etzerr jrm MrttgrMe Men. von 45,1 'm M IM aus )26 = M gestiegen, haben wieder aus 50,8 nachgegeben, ebunbenen Preise hat sich von \ 83,7 im August 1933 erhöht. n Z^©- «ÄS .3« — ' v o — 2 c~ 0 -- d 2^5®fiao§ K ® K ff? 2.=5 «rZ - -„« 2 O 2 ' -® — 3, -<-3 _ o E §3 -E-o-0 = a m .2 € =*gz £i®5 »—G *“ » c A«-S WS SM oben §§©5e ^ZAZ SHEPS'?® 45 - 3 = t-ħB *a «<9 S Ä»e«^ - «ft Ä i» 3 — S23£ «SOI 3 c«1“ 3E_s2 C® e> 2Ä>«d c^Ld« § «IE5 M r-3 ^S2e2 2,5« 2Z0 .. 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