-Allerdings ist. die Sie Heiwrhming der MttelstandsorganWvnen MS Folge hatte. Man begegnet der litauischen dem Eindruck, daß es das Ziel Regierung sei, einen Konflikt herbeizuführen. "(SH’ iS." fl'S 13.86 16, 16S- 21,9/ 69,86 und zwar der Reichsoerband des deutschen Handwerks, die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels, der Reichsverband des Groß- und Ueberjee- handels. der Reichsoerband des deutschen Gaststättengewerbes, der Reichsverband der ambulanten Gewerbetreibenden und der Reichsoerband der Handelsvertreter Deutschlands. Die bisherigen Ziele des Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand, die neben der Schulung und Erziehung auch wirtschaftliche Erfolge für den Mittelstand erstrebten, sind abgelöst worden und konzentrieren sich jetzt auf die Erziehung des Mittelstandes im Geiste Adolf Hitlers. Die Montagssitzung im Kurhaus bereitete die Einteilung der Gau- und Landesverbände vor, ferner die Bestellung von Gau- und Landesverbandsleitern für den Gesamtverband. Stabsleiter Sohns wurde zum Reichsschulungsleiter oer NS-HAGL). und des GHG. ernannt. An Stelle der Mittelstandszeitschrift des Kampfbundes wird ein „Zentralblatt", ähnlich der NSBO.-Zeitschrift, herausgegeben. Stärkung unseres Kapitalmarktes sieht daher Dr. Schmitt die beiden springenden Punkte für die organische Wiederbelebung. Wenn er in diesem Zusammenhang auch den Außenhandel betrachtete, so konnte man nicht erwarten, daß er auf diesem heute so schwierigen Gebiet konkrete Angaben über die von uns zu ergreifenden Maßnahmen im einzelnen machte. Man wird der allgemeinen Formulierung zustim- men können, daß das Gesamtwohl entscheidend sein muß und daß es Aufgabe des Staates und der Regierung ist, abzuwägen, inwieweit man mit Rücksicht auf das Interesse der Gesamtheit den Export fördern kann und wieweit man zurückstehen muß. Aber der Reichswirtschaftsminister unterstrich doch die großen Möglichkeiten, die für uns auch für die Zukunft auf dem Gebiete des Außenhandels liegen, und er versicherte, daß das Reichswirtschaftsministerium die größten Anstrengungen machen wird, um den Export als einen entscheidenden Faktor für die Belebung unserer Wirtschaft zu pflegen. Die Klarheit und Deutlichkeit, mit der der Reichswirtschasisminister in die en Ausführung en die Grundelemente erfolgversprechender wirtschaftlicher Betätigung herausarbeitete, wird man ebenso dankbar begrüßen wie die Energie, mit der er den Führergedanken und die Disziplin auch im Wirtschaftlichen durch» geseht sehen will. Dr. Schmitt bekennt, daß er in der Reichskanzlerschaft Hitlers ein 71.56 «0,98 34,99 Reue Bedrohung der Memel-Autonomie Will Kowno die wirtschaftliche Verständigung mit Deutschland sabotieren? 7b" 8b 35, 12,« 3,047 169,68 70,03 62-09 71,73 13,90 0,923 3,112 58,60 22.09 16,45 81, 35,12 81,67 0,836 0,244 5.1 12,6? Oie Zukunst der studentischen Korporationen. Berlin, 15. Aug. (WTB.-Funkspruch.) Auf dem Deutschen Studentenlag in Aachen ist die Frage der Errichtung von Kamerad schafts- Häusern, die zunächst an einigen deutschen Hochschulen entstehen sollen, eingehend behandelt worden. 3m Zusammenhang damit wird die Frage des Fortbestehens der studentischen Korporationen in der Oessentlichkeit lebhaft erörtert. Das R e i ch s m i n i - fterium des Jnnetn sieht sich zur Vermeidung von Beunruhigungen innerhalb der Studentenschaft und der deutschen hochschulkreise zu der Feststellung veranlaßt, daß der Fortbestand der Korpo- rationendurchdiegeplantenkamerad- schastshäuser in keiner weise gesähr- d e t ist. Die Korporationen werden vielmehr auch in Zukunst zur Pflege ihrer Tradition und zur Heranbildung ihres eigenen Rachwuchses berufen sein. Selbstverständliche Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß die Korporationen es als ihre Hauptaufgabe betrachten, politische Lrziehungsgemeinschaften im Sinne des echten Rationalsozialismus und wahrer Kameradschast zu sein. Line Beschlagnahme des den studentischen Korporationen gehörenden Eigentums zum Zwecke der Verwendung für kameradschastshäuser und dergl. kommt unter diesen Umständen nicht in Frage. Etwaige dahingehende versuche werden durch die zuständigen Behörden verhindert werden. 12,44 3,053 170.02 70,17 62,21 71,87 13.94 0,932 3,1« 5S./2 22,13 16.49 81-28 35,20 81L 0,838 0,246 5,205 12,69 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig,. Platzvorschrift 20*,, mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r H.Tkyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Biegen. 47,55 12.44 3,053 170,02 70,12 62,21 71,8 13,94 0,932 ,103 53.71 22. 16,485 31,36 35. 81,83 0,839 0,246 5,205 12,69 infnol^L —T" iU°0 M 58.68 62,07 13.92 16.47 169." 22.0} 70J< Der Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft Oie Wege und Zielbestimmungen des Reichswirtschaftsministers. Die Kölner Rede des Reichswirtschaftsministers Dr. S ch mi t t ist geeignet, die Erörterung über die Kardinalfrage der Behebung der Arbeitslosigkeit und die damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Probleme nachhaltig zu beeinflussen, aus der anderen Seite aber auch das Verhältnis von Staat und Wirtschaft und die Abgrenzung ihrer Einflußsphären zu klären. Es ist die erste große Rede des Rcichswirtschaftsmini- siers seit seinem Eintritt in die Regierung Adolf Hitlers. Dr. Schmitts wirtschaftliche Herkunft, wie auch seine bisherigen Maßnahmen, mit denen er richtungweisend in die verschiedensten Gebiete eingegriffen hat, ließen erwarten, daß in dieser Rede d>e Erkenntnis der realen Dinge und der wirtschaftlichen Grundbedingungen und die daraus sich ergebenden Notwendigkeiten klar und deutlich hcraus- gestellt werden würden. Das ist denn auch deutlich und entschieden geschehen. Aber die Bedeutung der Rede scheint uns in erster Linie doch darin zu liegen, daß Dr. Schmitt seine Forderungen der neuen deutschen Staats- i de e unterstellt und hieraus Forderungen auch an die Wirtschaft richtet, deren Erfüllung Voraussetzung für die Einräumung der an sich unentbehrlichen Bewegungsfreiheit bei der Lösung der eigentlichen wirtschaftlichen Aufgaben ist. Als den Kernpunkt des Neuen stellt Dr. S ch m i t t die Einheitlichkeit und Geschlossenheit der gesamten Na- t i o n heraus, die Schluß macht mit dem Kampf des einen gegen den anderen und damit die Grundlage auch für eine erfolgreiche wirtschaftliche Erhebung schafft. Der neue Staat mit seiner Machtfülle auf allen Gebieten wird ganz anders als der frühere Staat in der Lage sein, im Kampfe gegen Mißstände seinem Willen Geltung zu verschaffen und damit mit Aussicht auf Erfolg diejenige, regulierende und kontrollierende Tätigkeit auszuüben, die zur Wahrung des Gesamtwohles des Volkes und damit auch der Gesamtinteressen der Wirtschaft unentbehrlich ist. Dr. Schmitt bekennt sich weiter zu dem von dem neuen Staat proklamierten deutschenSo- z i a 1 i s m u s, und wenn er diesen Sozialismus dahin erläutert, daß jeder aus seinem Platze alles hergibt für sein Bolk und für die Gesamtheit und sich cinord- net, dann wird eine solche Ford^ung nirgends auf Widerspruch stoßen, vielmehr oie restlose Zustimmung aller verständigen Teile der Wirtschaft finden. Mit aller Deutlichkeit stellt Dr. Schmitt auch das staatspolitischc und ethische Problem des Kampfes gegen die Arbeics osigkeit heraus, die Ausgabe der Erziehung des Rachwuch- s c s , die nur durch Eingliederung der Jugend in den Arbeitsprozeß denkbar ist. In allen diesen Dingen zeigt sich der Reichswirtschaftsminister als ein überzeugter Berfechter und Bekenner d. s neuen Glaubens, den der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler dem deutschen Bolke gegeben hat, des Glaubens, daß durch die Geschlossenheit des Willens der Ration und die Einordnung des einzelnen in die Gemeinschaft ein Erfolg auch im Wirtschaftlichen erreichbar ist, und der Minister ist entschlossen, auf dem seiner Führung anvertrauten Gebiet auch danach zu handeln. Um so bedeutungsvoller sind auf diesem Hintergrund die praktischen Forderungen, die der Reichswirtschaftsminister aufstellt, um den durch die bisherigen Maßnahmen auf dem Gebiete der Wirtschaft angebahnten Erfolg für die Dauer zu sichern und der nationalen Erhebung auch den wirtschaftlichen Wiederauf st ieg an die Seite zu stellen. Dabei wird man den gesunden Optimismus, mit dem Dr. Schmitt an seine Aufgabe herangeht, nur begrüßen. Wir wissen, daß Deutschland wie kein anderes Land unter dem verlorenen Krieg, der Inflation und den vielen wirtschaftlichen Fehlmaßnahmen des vergangenen Jahrzehnts leidet, daß wir aber auch in Maß und Methoden der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit manche andere Länder, bei denen die wirtschaftlichen Voraussetzungen weit besser sind, hinter uns gelassen haben. Gerade daraus ergibt sich, daß wir mit doppelter Kraft dieAufgabc weiterführen müssen, wobei der Schwerpunkt nicht bei den künstlichen, sondern bei en organischen Maßnahmen zu liegen hat. E^st ein treffender Vergleich, wenn der Reichswirtschaftsminister die Belebung durch künstliche Mittel als eine Zündung bezeichnet, die an sich notwendig ist, die aber verpuffen muß, wenn sie nicht die eigentliche Kraft auslöst. Dafür aber gibt es Voraussetzungen. Hierher gehört einmal die R e n t a b i I i t ä t. Es genügt nicht allein, daß etwas unternommen wird, sondern es kommt entscheidend daraus an, ob das, was unternommen wird, auch auf die Dauer getragen werden kann. Nur dann ist Gewähr gegeben, daß der Arbeiter in Arbeit bleibt, nur dann sichern wir uns gegen Rückschläge, nur dann erreichen wir das für neues Schaffen wiederum unentbehrliche Vertrauen. Dieses Vertrauen ist unerläßlich, um das für neue Unternehmungen notwendige Geld herbeizuschaffen. Wir haben gewiß keine großen Kapitalschätze, um so notwendiger aber ist, daß mir das, was an eigenem wie an ausländischem Kapital bei uns vorhanden ift, der Wirtschaft nutzbar machen. Das ist nur möglich, wenn Mißtrauen und Unruhe schwinden. Nur so kommen die Ersparnisse des Volkes auf den Markt, nur so ist auch eine organische Regelung der Zinsenfrage möglich, nur (o kommen mir zu billigem Kredit und damit zu vorteilhafteren Produktionsbedingungen. In den Fragen der Rentabilität und der Bolbo an Göring. Rom, 14. Aug. (WTB.) General B a l b o hat an den Reichsminister für Luftfahrt Göring von Lissabon aus folgendes Telegramm gesandt: „Sofort nach meiner Rückkehr nach Europa drängt es mich. Ihnen für Ihre Liebenswürdigkeiten und für die wertvolle Mitarbeit von Dr. Baumann wärmstens zu danken. Er war mein Vertrauensmeteorologe, und ich glaube, daß niemand außer ihm es bester versteht, heute die Geheimnisse des Meeres und am nördlichen Himmel zu ergründen. Von Grönland, wo er (eine Wetterwarte während der ersten Ueberquerung hatte, begab er sich nach Terranova, wo er mit uns auf der „Alice" die restlichen Tage der letzten Ueberquerung mitvcr- brachte. Dieser Ihr fleißiger und wertvoller Beamter hat mir sehr wertvolle Dien ft e erwiesen. Ich sende darum mein erstes Telegramm in Europa an Sie, um Sic sofort davon zu unterrichten, rccil ich weiß, daß diese Nachricht Ihnen viel Freude machen wird. — In herzlicher Kameradschaft und wirklicher Freundschaft B a l b o." Zur Wahrung von Ordnung und Wurde bei Gericht. B e r l in, 14. Aug. (CNB.) Der Amtliche Preußische Pressedienst veröffentlicht einen umfangreichen Erlaß des preußischen Iustizm in isters Kerrl, in dem darauf hingewiesen wird, daß die formen, die sich für die Abhaltung der Gerichtssitzungen herausgebildet haben, vielfach die notwendige Würde vermissen ließen. Insbesondere gelte das für die Verhandlungen vor den Zivilgerichten. Von den Anordnungen, die der Minister trifft, um bie Würde der Rechtspflege zu sichern, ist hervorzuheben, daß alle im Gerichtssaal Anwesenden in Zukunft die eintretenden Richter unter Erheben oon den Plätzen mit dem deutschen Gruß durch Erheben des rechten Armes zu begrüßen haben, der von den Richtern erwidert wird, sobald sie an ihren Plätzen angelangt sind. In Srrafoerhandlnugen haben sich alle anwesenden Personen einschließlich des Gerichtes während der Verkündung des entscheidenden Teiles des Urteils oon den Plätzen zu er- heben. Um in Zivilprozessen eine Ueberfüllung des Gerichtssaales zu verhindern, wird u. a. empfohlen, daß mit der Verhandlung jeder einzelnen Sache zu einem festgesetzten und nach Möglichkeit genau innezuhaltenden Zeitpunkt begonnen wird. Oas Tragen von Waffen im Arbeitsdienst. Berlin, 14. Aug. (ERB.) Die ReichS- keitung des Arbeitsdienstes hat jetzt ein Rundschreiben an die Bezirksleitungen für dztz Arbeitsdienst gerichtet, in dem die Frage des Drage ns von Waffen im Arbeitsdienst grundsätzlich geregelt wird. Danach hat das Tragen von Waffen jeher Art, wie von Gewehren. Seitengewehren, Revolvern, Gummiknüppeln, Stahlhelmen usw. innerhalb und außerhalb des Arbeitslagers zu unterbleiben. In dem Schreiben heißt es u. a. weiter: In besonders gelagerten Ausnahmesällen kann der Dezirkssüh- rer bzw. der Führer des Arbeitsgaues seine Zustimmung erteilen, daß die Wachtmannschaf- t e n eines Arbeitslagers, so lange sie imWacht- dienst und innerhalb des Arbeitslagers sich befinden, Pistolen tragen. Die Waffen, sowie je 25 Schuß Munition sind vom Lagerführer persönlich unter Verschluß zu halten und nur zum Wachtdienst auszugeben. Berlin, 15. Aug. (CNB. Funkspruch.) Die deutsch-litauischen Wirtschaftsver- verhandlungen, die in den letzten Tagen in Kowno geführt worden sind, haben nach allem, was darüber bekanntaeworden ist, einen befried,- genden Verlauf genommen, und die Aussicht auf eine für beide Teile gute Verständigung eröffnet. Es wurde damals in ausländischen Kreisen, denen diese Verständigung un e r w ü n s ch t war, behauptet, daß Deutschland bei diesen Verhandlungen politische Forderungen gestellt habe. Das trifft n i ch t zu, wohl aber ist es auch sür die wirtschaftliche Zusammenarbeit eine unerläßliche Voraussetzung, daß die bestehenden Verträge strikt eingehalten werden. Ls ist deshalb eine beträchtliche Belastung des deutsch-lilauifchen Verhältnisses, wenn gerade in diesem Augenblick Tendenzen hervortreten, bie sich gegen die Autonomie des mit Deutschland historisch und volksmähig so eng verbundenen rNemellandes richten und geeignet find, die deutsche Kultur des Landes zu untergraben. In einem Bericht aus Memel gibt bie „Deutsche Allgemeine Zeitung" heute ber Besorgnis über bie Auswirkungen bes von ber litauischen Regierung nach jahrelangen Ankünbigungen nunmehr heraus- gebradjten Gerichtsverfasjungsgesetzes Ausdruck. Mit biesem Gesetz soll nicht nur bas memelländische Gerichtswesen, (onbern auch bie gesamte autonome Verwaltung bem Einfluß bes litauischen Ob er tri butt a l s Kowno unter ft eilt werben. In einem weiteren Gesetz nimmt bie litauische Regierung nicht nur bie Erteilung ber Ausreisegenehmigung für Ausländer, sondern auch die Erteilung der Arbeitsbewilligung, bie gleichfalls eine autonome Angelegenheit ist, für sich in Anspruch, was bereits bie Entlastung zahlreicher reichsdeutscher Kräfte zur Zwei Erlöste des Reichswehrministers. Hitler-Gruß. Tie Belange der Beamtenschaft. Berlin, 15. Aug. (CNB.) Reichswehrminister von Blomberg hat einen Erlaß herausgegeben, in bem es heißt, baß, nachbem ber Reichsinnenminister ben Hitler-Gruß zum beu 1 schen Gruß erklärt habe, es selbstoerstänblich sei, daß bieser Gruß von Beamten, Angestellten und Arbeitern der Wehrmacht in bürgerlicher Kleidung in und außer Dien ft a n gern e n b e t wird. In einer weiteren Verfügung sagt der Reichswehrminister: „Seitdem die Regierung der nationalsozialistischen Revolution die ausschließliche Führung des Staates übernommen hat, werden die Belange der Beamtenschaft durch ben Staat felbft wahrgenommen. Eingaben und Anträge von Beamten und Beamtenorganifationen an die Behörden, insbesondere an bie Ministerien, bie sich mit Fragen ber Besoldung, Einstufung, Laufbahn unb bergt, befassen, sinb baher nicht nur unnötig, sonbern auch unzulässig unb können in Zukunft nicht mehr entgegengenommen werben. Un- bebingt zu unterlassen sinb solche Eingaben unb Vorstellungen, bie auf eine Kritik an Vorgesetzten unb damit an der allein verantwortlichen Staats- i führung hinauslaufen. Persönliche Beschwerden sind I lediglich auf bem Dienstwege oorzubringen. 1 Hoffentlich erinnert sich Litauen, ehe es burch weitere Maßnahmen bie Lage verschärft, an bie unerfreuliche Situation, bie erst im vorigen Jahre burch bas Vorgehen bes bamaligen Gouverneurs Mer - k y s gegen bas Direktorium Böttcher entstanden war. Es liegt im Interesse ber gegenwärtigen Beziehungen zwischen Deutjchlanb und Litauen, daß eine Neuauflage dieser Vorkommnisse mit der damit zusammenhängenden Entrechtung und Drangsalierung der memelländischen Bevölkerung vermieden wird. Sen. fr "11 mit IN < yM|n. " des 4 pfes 741d Qni rvJQtn ge- 10 6»orf “Hebung* 5^5? ZM une Qiuätt? Se,er “ und 1000 'es stE des ^Notizen. "Fußball. 3 u h;. WM Der Ier. ÜH. £e*n Meister 9* y. wäDtlnb Jage den M Pankow la,te Zum Schluß 3:1 $ una mit je 2:2 und Pan- bADAC.legtcninBer. um EmheitL-Automobil. Eriche,nl tägltd), aug« Sonntags und Feiertags Beilagen. Die Illustriert» Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» !Ronats=Bejugsprel$: Mit 4 ‘Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustriert» , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. .fternfprechanschlüste unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach. richten Anzeiger Siesten. poftfcheckkonlo: Krankturi am Main 11686. General-Anzeiger für Oberhefsen Drurf und Verlag: vrühl'fche Universtlälr-Vuch- und Steinönitferei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. B a d N e u e n a h r, 14. Aug. (WTB.) Der Reichsleiter des Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand, Dr. von Rente 1 n, hatte alle bisherigen Gau-Kampfbund-Leiter aus dem Reich zu einer Besprechung nach Bad Neuenahr eingelaben. Die Besprechung galt derUmorganisationdesbis- herigen Kampfbundes fürben geroerb- lichen Mi11e 1 stanb gemäß ben Anorbnungen bes Leiters ber Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley. Aehnlich wie für bie Arbeitnehmer die RSVO.. wirb für den gesamten gewerblichen Mittelstand eine nationalsozialistische Handels- und Gewerbe- treibendenorganisation (RS-HAGO.) geschaffen, die als Gesamtverband des Handwerks, Handels und Gewerbes des ganzen Reiches in der Deutschen Arbeitsftont vertreten fein soll. In diese Organisation werden nur Volksgenossen ausgenommen, die vor dem 1. Mai 1933 Kampfbund-TN itglied waren. Gleichzeitig wird ein Ge- famtverband von handel, Handwerk und Gewerbe (GHG.) geschaffen. 3n diesem (Defaml- verband sind sämtliche deutschen Spihenverbände des gewerblichen TNittelstandes organisiert. ungeheures Glück für die deutsche Ration sieht, und er fordert, daß jeder sich dem Willen dieses Führers unterordnet. Daraus folgert er den gleichen Anspruch auf Achtung und Gefolgschaft für diejenigen, die durch den Willen des obersten Führers Führung und Deranttvor- tung in der Wirtschaft übernommen haben. Die Rede des Reichswirtschaftsministers ist in ihrer Gesamtheit eine glückliche Synthese zwischen ber Aufgabe ber Staates, regelnb unb kontrollieren!) in die Wirtschaft einzugreifen unb bem Gesamtwohl Schäbliches sernzuhalten, unb ber Notwendigkeit, ber privaten Initiative bort die Bahn freizugeben, wo sie allein imstande ist. Nütz- liches zu schaffen. Es kommt darauf an, in den praktischen Maßnahmen bie Grenzen zwischen beiben Sphären so zu ziehen, daß ber größtmögliche Erfolg gewährleistet wird. Die Führung bes neuen Reiches erkennt bie entscheidenben Grundvoraussetzungen für ein gesundes wirtschaftliches Leben an, auf der anderen Seite wird wohl niemand so kurzsichtig sein, sich einem Sozialismus zu verschließen, ber nichts untreres ausbrücfen will als baß ber Einzelne auch im Wirtschaftlichen ©lieb ber Volks- a e m e i n f d) a f t fein unb bleiben muß. Öerabe wer bie Bedeutung dieser Volksgemeinschaft im neuen Staat so stark unterstreicht, wie bas Dr. Schmitt in seiner Kölner Rede getan hat, ber barf auch vollste Aufmerksamkeit forbern für diejenigen Grundbedingungen, bie er als unentbehrlich für ein gedeihliches Arbeiten ber Privatwirtschaft aufstellt. Kr. 189 Erstes Blatt 183. Jahrgang Dienstag, 15. August 1933 Gießener Anzeiger chaupt die Schlußkurse fast m. 3m Verlause ergaben n von Belang, harpener senk über Berlin. n Neubesitzanleihe aus dem )iet, auch Allbesitzanleihe hsorderungen waren kaum n bprozcntiae Tlahlverein- it zurück, Reichsbahn-W. II. a. notierten: Neubesitz' seihe 77,50, öproz. Stahl- i5bcf)n-yS<>° K,e ünv noch unmttchlollm? Dann fahren S>le einen Opel Mr Probe! Die Ergebnisse der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften Landesregierungen und der Gemeinden sei, zur Verbilligung der Untersuchung die geeigneten Anordnungen zu treffen. Die Ergebnisse der Untersuchungen find von den Aerzten aus einem Prüfungsbogen für Cheeignung einzutragen. Diese Prüfungsbogen hoben die Aerzte gesammelt monatlich an das Reichsgesundheils- »amt einzusenden. Für den Fall, daß die ärztliche Untersuchung die Eheeignung ergeben hat, ist den Antragstellern eine amtsärztliche Bescheinigung nach einem vom Reichsfinanzrniniste- rium herausgegebenen Muster auszustellen. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Das Abenteuer der Thea Roland". — D ie Arbeitsgemeinschaft der Militär» und R e g i m e n t s v e r e i n e lädt in unserem heutigen Anzeigenteil zur Teilnahme an der Anloh-Feier am kommenden Samstag, sowie zum Reichswehr-Konzert am nächsten Sonntag ein. Man beachte die Anzeige. Die am Sih der vorgenommenen Molkereiunternehmen ansässigen oder dafür zuständigen landwirtschaftlichen Kreisfachbcrater ersuche ich, für die prompte Durchführung vorstehender Anordnung besorgt zu sein. Bericht ist mir nur zu erstatten. wenn sich nicht zu beseitigende Schwierigkeiten ergeben sollte. Heil Hitler! Der Landesbauernführer: Dr. Wagner. * Reichsbehörden beschaffen nur noch genormte Kraftfahrzeuge. Nach Mitteilung des Reichsverkehrsministeriums sollen in Zukunft Aufträge zur Lieferung von Kraftfahrzeugen !ür Reichsbehörden nur noch an solche Automobil- irmen gegeben werden, die Fahrzeuge nach beut- chen Normen Herstellen. Damit soll im Interesse der deutschen Wirtschaft die Bielfältigkcit von Bauformen auf diesem Gebiete beseitigt und durch ihre Vereinheitlichung eine wirtschaftliche Betriebsführung, Lagerhaltung und Ersatzteilbeschafsung ermöglicht werden. Dreisprung: 1. Sälzer, Sportfreunde Hamm a. d. Sieg 13,80 Meter. 2 Lehmann Hannover 13,68; 3. Drechlel-Thalheim 13,67. 4 de Lamboy-Hamm i. W. 13,64; 5. Haffner-Reichswehr 13,44; 6. Pürner- Berlin 13,41 Meter. 400 Meter Hürden: 1. Nottbrock-Koln 54,6 Set.; 2. Scheele-Altona 54,8; 3. Böhm-Nürnberg 57,3; 4. Erbs-Freiburg 57,4; 5. Kopp-Wiesbaden 58,4 Sek. Speerwerfen: 1. Weimann-Letpzig 69,25 Meter; 2. Stöck-Berlin 65,94 ; 3. Steingroß Oppeln 62,55; 4. Stoschek-Ratibor 61,33; 5. Vögelin-Mün- fter 57,36; 6 Bender-Duisburg 55,21 Meter 15 0 0 Meter: 1. Kaufmann Hannover 4:00,1 Min.; 2. Würker-Magdeburg 4:00,5. 3. Schligen- Darmstadt 4:00,8; 4. Göttmann-Hamm 4.00,8, Handbreite zurück; 5. Gottschalk-Berlin 4:01,6; 6. v. Kositzkowski-Danzig 4:02,7 Min 4X10 0 Meter: 1. Preußen Krefeld (Heithoff, Haffmann, Küsters, Hendrix) 41,5 Sek.; 2. TuS. Bochum 41,6 (Ionalh, Vent, Borchmeyer, Buthe- Pieper); 3. Eintracht Frankfurt 42,1; 4. Orpo Oldenburg 43,2; 5. Polizei Köln 43,3; 6. Kölner BC. 43,4 Sek. 4X4 0 0 Meter: 1. Hamburger SV. 3:19,6 Min ; 2. ASV.Köln 3:21,1; 3 Polizei Berlin 3:22,1. 4. Schlesien Breslau 3:23,6; 5. Stuttgarter Kickers 3:24 Min. Schuldenregelunq der Landwirtschaft. Der Landesbauernpräsident Dr. Wagner teilt mit: Es ist mir berichtet worden, daß geschäftstüchtige Rechtsanwälte in Verkennung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten trotz Unbestrittenheit von Forderungen vielfach landwirtschaftlichen Schuldnern durch unnötige Mahnschreiben und Zahlungsbefehle erhebliche Unkosten bereiten, ohne die Durchführung des Schulden- regelungsgesehes obzuwarlen. Weiterhin wird mir milgeteilt, daß einzelne Firmen — darunter eine Reihe jüdischer Firmen — dem Schuldenregelungsplan in landwirtschaftlichen Vergleichs- und Dermittlungsverfahren nicht zu- aestimml haben und daß weitere Firmen ihren landwirtschaftlichen Schuldnern nahegelcgt haben, auf eine Entschuldung zu verzichten, weil sonst laufende Wechsel nicht mehr prolongiert werden wü den Demgegenüber stelle ich fest, daß ich alles als Sabotage betrachte, was geeignet ist, die Durchführung der Regierungsmaßnahmen zu erschweren. Cs ist unverantwortlich, dem Reich und den Ländern die großen f nanziellen Lasten zugunsten von Gläubigern und Schuldnern zu übernehmen zuzumuten, auf Kosten der Allgemeinheit völlig unnötig verursachte Rechtsanwaltsgebühren mittelbar aufzubringen. Llnverantwortlich gehandelt ist es auch, solche Bauern, die für die Entschuldung in Frage kommen, durch Verweigerung von Wechselprolongation zwingen zu wollen, auf eine Entschuldung zu verzichten und ihre Ernte schnellmöglichst zu verwerten. 3n meinem jüngsten Aufrus über die Verwertung der Ernte habe ich vor Störungen des Marktes eindringlich gewarnt. Ich erwarte, daß alle mithelfen, die Regie- rungsmaßnahmen zu fördern und daß alles unterlassen wird, was einer reibungslosen Durchführung dieser Maßnahmen entgegensteht. Ich werde selbst nötigenfalls dafür sorgen, daß gegen eine Sabotage die strengsten Maßnahmen getroffen werden. Anordnung für alle deutschen Molkereiunternehmen. (Molkereien, Meiereien, Käsereien/, die im Jahresdurchschnitt täglich mindestens 300 Liter Vollmilch zu Butter oder Käse verarbeiten: Der Herr Reichskommissar für Milchwirtschaft bedarf zur Durchführung feiner Aufgaben zwecks planvoller Marktgestaltung für Milch und milch- wirtschaftliche Erzeugnisse statistisches Material, das zu liefern auf Grund der gegebenen Gefetzesunterlagen jedes Molkereiunternehmen verpflichtet ist. Ich erfuche daher die für die Geschäftsführung Ihres Llnternehmens in meinem Bezirk verantwortlichen Leiter der Molkereien, Meiereien und Käsereien jeglicher Betriebsform, den in den dieswöchentliehen milchwirtfchaftlichen Fachblät- tern veröffentlichten Fragebogen gewissenhaft zu beantworten und bis spätestens Samstag, dem 19. A u g u st 1 933, für die Molkereigenossenschaften dem zuständigen Genossen- schaftsverband, bzw. für die Privatmolkereien dem Milchversorgungsverband Rhein-Main in Frankfurt a. M., Dethmannstr. 50, zur Weiterleitung an den Herrn Reichskommissar für Milchwirtschaft einzusenden. (Segelflieger Schleicher bei dem Wän« Wettbewerb abgeftürzt. WSR. Fliegerlaacr Wasserkuppe. 14. Aug. Heute morgen herrschte, wie üblich, im Flieaerlager lebhafte Tätigkeit. Der gestrige Rekordbesuch hielt an. Cs herrschten scharfe östliche Winde, die nach Süden umsprangen und dann wieder auf Osten umfielen. Die Startmöglichkeiten waren deshalb schwierig. Einige Maschinen waren aber trotzdem in den Lüsten und bewarben sich um die ausgeschriebenen Dauerpreise. 2m übrigen begann heute die Ufa mit den Aufnahmen zu ihrem Segelfliegerfilm ,Rivalen der L u f t". der teilweise in Rossitten und teilweise auf der Wasserkuppe gedreht wird. Heute gegen 14.45 Uhr stürzte der vorjährige Dauerfegelflieger Schleicher aus feiner ,Ozite" in einer Kurve in Hangnähe — anscheinend infolge Ueberziehens feiner Maschine — ab. Rach dem ärztlichen Befund trug er eine Gehirnerschütterung und Hautwunden nebensächlicher Ratur. sowie einen doppelten Knöchel- b r u ch rechts davon. Sein Befinden ist den Umständen nach gut. Er wurde in das Fuldaer Krankenhaus übergeführt. Wie wir in unserer Ausgabe vom Freltag, dem 11. b. M., schon mitteilten, findet am Sonntag dem 20. August, 11 Uhr, ein Hörbericht im Subwest- funk über die Freilassung des zweiten Transportes ostpreußischer Uhus statt, der das Thema hat: „was soll der Uhu im deutschen Walde." Bekanntlich wurden schon im März Uhus frei- gelassen, die heute noch in den Solrnser Revieren hausen und seither mehrfach beobachtet wurden. Mit dieser neuen Aussetzung soll ihr Bestand vermehrt und ergänzt werben. Es ist geplant, im Laufe der Jahre noch weitere Tiere eiryubürgern, um vom Vogelsberg aus auch die übrigen deutschen Mittel- gebirge, also Rhön, Spessart und Taunus mit dem „König der Nacht" zu bereichern. Der Uhu ist ein Nachtraubvogel, der sich hauptsächlich von den seit dem Wegfall ihrer natürlichen Feinde außerordentlich oermehrungsslark gewordenen Schädlingen wie Mäusen, Ratten, Eichhörnchen, Hähern, Rabenvögeln usw. ernährt und jagdlich wenig Schaden anrichtet Er heißt nicht umsonst Bubo maximus, hat er doch eine Flügelspannweite von etwa 160 Zentimeter und ein Normalgewicht von 2 bis 2% Kilogramm. Seme Greifkraft in den Fängen ist so stark, baß er ohne Mühe einen Katzenrücken mit einem einzigen Krallenschluß eiiuubrürfen vermag Unbestritten gehört er zu den imposantesten Gestalten aus dem Großoogelreich. Wir zeigen im Bild Dr. K. R. Fischer vom forstzoologischen Institut Gießen, der den Wieder- einbürgerungsversuch durchgeführt hat und auch den Hörbericht auf die Platte sprach, mit einem ausgewachsenen Uhu-Weibchen t Gießen und der Stabt« jpraä) Herr Barlho- ’ Glückwünsche und ging ’ if bie Gleichartigkeit de; Tegung ber nationalen ! Sportes ein. IBeibtn fei n. Der FußlM^ lenbe den an,- Meinung der Äeiieren, t gerichtet gewesen sei. man den tämpferifdjen ufcbaUfpitl erfordere, in Draufgänger im Sport fein, wenn cs das Wahl !. Der Sport habe nicht Pflege körperlicher Sdjön« ie, die Jugend zu kraft- m, die er durch ihre Taten, den Kindern einst ein das ihnen den Lebens- ie5 Gießcn-Wehlar, Herr )ünfd)te den Herein eben- j 1 und machte daoon M des festgebenden Vereins, Ehrennadel des Westdeut- liehen werde. Herr eß' edsrichtervereinigung M- r den lumoerem 1846, che übermittelt durch 116, durch den Mrl ub i ffußballsportverein M Löget ;"S‘äS ,W 0#"« “5 8” LS- l59eÄn ’ die Herren': Klein e Nudo'l r sur den sprach tglieder herein .... **|u „ ÄS d-M» °" prx“he Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m b H. Telephon Nr. 2847. hiadt. ^bfelek. e9un9^s|QßQ6enb u?'e Sop äS'* i> viel ah«. nus, im »Gr !i? > der Krieg L leien 24 Sport- Andenken erhob sich wahrend der Redner die -uns, fpieUe die Musik öden. 1 deutsche Volk dem C; 'tl Jcu aufgebläht, iuf dem Trieb geschossen, n ? »enom- gebaut. Besonderer Dant °'tplahes gebühre dabei >mte Anlage nach eigenen er Arbeit gefchasfen Hobe, ntwilklung fortgeschritten, ne 1. Mannschast in der der vergangenen Saison der 1. Bezirksklasse er- der Redner noch aus die ;lers Adolf Hitler um iolkes hingewiesen hatte, n ersten Bers des Deutsch- Snefkasten öer XeOafhon. (Rechlsgutachten finb ohne ‘Berbmblidjteit bei edjriftleitungj w. in w. 8 366 RStGB. ist noch in Kraft. Von einer Aufhebung bes Artikels 229 Hess. PSlGB ist un3 nichts bekannt. Eine Bestrafung gemäß § 366 RStGB. ist auch bann verwirkt, wenn gegen allgemeine Anordnungen des Kreisamls, welche die Sonntagsruhe betreffen, verstoßen wirb. Ob für den Kreis Ihres Wohnortes derartige kreisamtliche Anordnungen erlassen wurden und heute noch in Kraft finb, können wir von hier aus nicht feststellen. Oie Entscheidungen des Samstags: Diskuswerfen: 1. Sievert, Eimsbüttel 49,32 Meter (neuer beutscher Rekorb); 2. Hirschfelb- Allenstein 44,68; 3. Lampert, Karlsruher FV., 43,86. 4 Hoffmeister-Münster 43,59; 5. Blask-Königsberg 43,41, 6 Bicker, Turnklub Limmer, 43,37 Meter. Weitsprung: 1 Long-Leipzig 7,65 Meter (neuer beutscher Rekorb), 2. Leichum-Stettin 7,40; 3. Biebach Halle 7,37 4. Grabley-Hamburg 7,11, 5 Mölle-Köln 7,06, 6 Bäumle-Stuttgart 7,04 Mtr. Hammerwerfen 1 Seeger-Osweil 47,49 Meter (neuer deutscher Rekord), 2 Grimm-Pader- born 45,22 Niemeier-Dresden 45,12, 4 Meier- Reichswehr 44,14; 5. Mang-Regensburg 43,43; 6 Reiser, Polizei Mannheim, 36,44 Meter Kugelstoßen: 1 Sievert-Eimsbüttel 15,31 | Meter, 2. Hirschfeld-Allenstein 15,17, 3 Berg-Frankfurt 14,82 4 Reymann-Wünsborf 14,465, 5. Werring-Gronau 14,28 Meter 6 Blask-Königsberg 14,25 Meter. 10 0 Meter. 1 Borchmeyer-Bochum 10,3 Set.; 2 Hendrix, Preußen Krefeld, 10,4; 3 Schein-Hamburg 10,4 4 Buthe, Pieper Bochum, 10,5. 5 Lam- mers-Oldenburg 10,8, 6 Pflug-Charlottenburg 11. 4 0 0 Meter 1 Voigt-Berlin 48,4 Set , 2 Metz- ner, Eintracht Frankfurt 49,1; 3 Mertens-Witten- berg 50,2 Set. 4 Single-Stuttgart 50,6 5 Goldhausen-Recklinghausen 50,8. 6 Beneke 51,3 Set 10 0 0 0 Meter; 1. Syring-Wittenberg 31,38 Min., 2. Bree Berlin 31:44,5, 3 Kohn-Berlin 31:46,2. 4 Bertsch Stuttgart 32:17,3 5. Kierstein-Königsberg 32:45,2; 6 Kapp-München 3:00 Min 4X1 500-Meter-Staffel'. 1 Stuttgarter Kickers 16:31,2 Min. 2. BSC Berlin 16:36,2; 3. Vittoria Hamburg 16:41,2 Min.; 4. Hannover 78 16:55,4; 5 Duisburg 1899 16:56,2. 6 VfB Remscheid 17:03,4 Min Stabhochsprung. 1 Wegener-Halle 3,90 Meter 2. Schulz-Berlin 3,84; 3 Dwiza-Bochum 3,74, 4. Born-Bochum 3,74 (durch Stechen entschie- den), 5 Behrend-Berlin 3,64 6 Loebe-Berlin 3,54 Meter Marathonlauf. 1 Brauch-Berlin 2:35,46 Std.. 2. Zeilhofer, ESV München, 2:37,45, 3. Paul de Bruyn, BSC Berlin, 2:39,56 Std. 4. Buß. Osram Berlin 2:40,44 Std.; 5. Bräsecke, Bewag Berlin, 2:49,01, 6 Hersing-Berlin 2:49,57 7 Geißler Charlottenburg 2:51,41, 8. Kölmel-Charlotten- burg. 9 Borksen-Köln, 10. Billing-Bielefeld — Mannschaftsmeisterschast: 1. Osram-Berlin. Oie Entscheidungen des Oonnfage: 110-Meter-Hürdenlauf: 1. Wegener- Berlin 14,8 Set., 2. Pollmanns-Neuß 15,4 3. Schwethelm. SV Wiesbaden, 15,5, 4. Körner-Berlin 16,2; 5 Kopp, SV Wiesbaden, 16,5 Set Schleuderballwerfen: 1 Groß-Fengels, BSC Berlin, 65,74 Meter (bisher beste DSB -Lei- ftung) 2. Brunten-Jena 64,70; 3 Reymann-Rends- burg 62,21. 4. Heiberg, Schwarz-Weiß Essen, 60,00; 5. Hirfchfeld-Allenftein 59,64. 6 Deppenbrock. ASC. Darmstadt, 58,12 Meter 2 0 0 Meter L Borchmeyer, TuS Bochum, 21,4 Sek. 2. Schein-Hamburg 21,4, Handbreite zurück, 3 Pflug, SC Charlottenburg, 21,6. 4.Küsters- Krefeld 22,1; 5 Buthe Pieper-Bochum 22,2; 6 Vent- Bochum 23,8 Set. (Nicht mehr ausgelaufen) 8Q0 Meter. 1 König-Hamburg 1:55,2 Min., 2. Paul, Stuttgarter Kickers, 1:55,5, 3. Mertens- Wittenberg 1:56,4, 4. Rothbarth-Wittenberg 1:56,4; 5 Danz-Kassel 1:56,6 6 Dr Peltzer-Stettin 1:56,9 Minuten. 5 000 'Dieter: 1 Gebhardt-Chemnitz 15:03,5 Min., 2. Syring-Wittenberg 15:04,4; 3. Holthuis- Weener 15:07,8; 4 Mohrmann-Bohlfeld 15:18,1; 5 Helber I-Stuttgarl 15:18,3 6. Kelm-Unna 15:20,2. Hochsprung: 1. Bornhöft-Limbach (Sa.) 1,94 Meter (neuer deutscher Retord); 2. Martens-Kiel 1,87; 3. Weintötz-Münster (durch Stechen entschieden) 1,87; 4. Ladewig-Berlin 1,85. 5. Böwing- Magdeburg 1,80; 6. Busch-Köln 1,80 Meter (Durch Stechen entschieden.) Stein stoßen: 1. Blast-Königsberg 11,07 Meter (beste bisher in Deutschland erzielte Leistung); 2. Debus-Köln 11,05; 3 Bulst-Breslau 9,96; 4. Rey- mann-Rendsburg 9,89. 5. Triebel-Emden 9,84; 6. Wittmann-Würzburg 9,59 Meter. Zehntampf-Endergebnis: 1. Hans Sie- vert-Eimsbüttel 8435,36 Punkte. (Letzte fünf Lei- ftungen: 110 Meter Hürden 15,8 Set., Distus 45,75 Meter, Stabhoch 3,30 Meter, Speer 58,32 Meter, 1500 Meter in 5,06 Min.), 2 Wolrad Eberle-Berlin 7893,725 P., 3. Bonnet-Berlin 7469,86 P, 4 Stechemefser-Münster 7173,357 P.; 5. Dr. Dintler- Heidelberg 6929,365 P., 6 Kopp-Wiesbaden 6867,1 P.; 7. Zur-Breslau 6681,52 P 8 Bulst-Breslau 6338,55 Punkte ** ,V Hessische Universitäts- Bibliothek ist vom 14. August bis 14. Oktober nur vormittags geöffnet. Vom 21. bis 28. Oluguft muß die Bibliothek wegen baulicher Herstellungen für das Publikum völlig geschlossen werden. Siehe heutige Anzeige. *'Die Ausgabe vonMünzenfürdie M ü n z z a h l e r betrifft eine Bekanntmachung der Direktion der Städtischen Elektrizitätswerke im heutigen Anzeigenteil, aus die wir besonders Hinweisen. " Eine Achtzigjährige. Frau Mathilde Thoma, geb. Höpfner, jetzt wohnhaft in Dresden, Hähnelstraße 15, kann am morgigen Mittwoch, 16. August, ihren 80 Geburtstag feiern. ** VHC. Gießen. Ein köstlicher, nicht zu heißer Sommerlag begünstigte am Sonntag den VHC. Gießen anläßlich feiner Westerwaldwande- rung. Vom Ausgangspunkt Ehringshausen ging der Weg gleich aufwärts zum Wald, an dessen Rande sich ein hübscher Blick über das Dilltal erschloß. Aus stillen Waldpfaden ging es am Fuße der Diana- bürg her, die man unterwegs einige Male sichtete, zur Frühstücksrast nach dem im Ulmbachtal anmutig gelegenen Ulm, um hierauf auf der anderen Seite des Tales eine aussichtsreiche Höhe zu ersteigen. Auch hier nahm der Wald die Wanderer auf, um ihnen bis an den Fuß des Rafenberges, dem Hauptziel des Tages, das Geleite zu geben. Der Aufstieg zum Kamm des Berges (512 Meter) erfolgte durch freies Gelände, vorbei an zahllosen Kornhausten. Hier oben bot sich bei wunderbar klarer Lust eine herrliche Fernsicht bis zu den Höhen des Taunus, des Westerwalds, den fernen Bergen des unteren Lahntals, nach Greifenstein, Merenberg, Dünsberg, Hohensolms, Gleiberg und den Höhen des Scheider Walds. Nach genügender Augenweide führte der Abstieg über die von hohen Buchen umrahmte Schmalburger Ley mit interessanten Basaltsäulen nach dem, wie Merian schreibt „luftig zwischen Bergen gelegenen" Beilstein mit seiner vom Zahn der Zeit stark mitgenommenen Burgruine. Nach angemessener Rast ging der Weitermarsch an der früher fo mächtigen, jetzt leider nahezu abgetragenen Beil- fteiner Ley vorüber durch schöne Waldungen nach Greifenstein, wo sich auch wieder entzückende Ausblicke boten. Nach einer Besichtigung der Burgkirche mit prächtigen Stuckarbeiten flieg man auf aussichtsreichem Wege — namentlich fesselte der Blick auf den Dünsberg und das hochgelegene Hohensolms — hinab nach Edingen, von wo nach einer Schlußrast die Heimfahrt erfolgte. Der Bienenzüchtervcrein Gießen und Umgegend hielt am Sonntag im »Tannhäuser" eine ordentliche Mitgliederversammlung ab. zu der sich eine ftatthd)i LeU- nehmerzahl eingebunden hatte. Rach der Begrüßung erstattete der Vorsitzende. G. Bodenben- der (Gießen), Bericht über die große nationale Tagung des Deutschen Imkerbundes in Bad-Rauheim. Er wies u. a. auf die Gleichschaltung der Reichsorganisation und des Landesverbandes hin. würdigte die blenenwirtlchaslliche Ausstel ung als vollen Erfolg der Imkersache und forderte die Mitglieder aus, alles daranzusehen. um der dort aufgestellten Forderung, den deutschen Markt ausschließlich mit deutschem Bienenhonig zu versorgen. gerecht zu werben. Das Steneniain das mit Beginn des Monats August zu Ende gegangen ist, war in seinem Honigertrag recht verschieden. während in einzelnen Dörfern eine gute Mittelernte erzielt wurde, brauchten andere Imker die Honigschleuder nicht in Betrieb zu nehmen. Allseits wurde über starke Weisellos-gleit der Völler geklagt, die nicht gerade die besten Hoffnungen für das kommende neue Bienenjahr auflommen läßt. Sodann wurde die Einwinterung der Bienenstöcke besprochen. Allgemein wurde der Wille laut, trotz der Schwierigleiten der Zuckerbeschaffung alles daran au sehen, um die heimische Bienenzucht hochzuhauen. Besonders seien es oolks- wirtschaftliche Gründe, die dies erforderten. Einstimmig sand ein Antrag des Vorsitzenden Annahme. eine Spende in Höhe von 50 Mark zur Förderung der nationalen Arbeit zu bewilligen. Außerdem will sich der Verein auch praktisch in den Dienst der Arbeitsbeschaffung stellen durch Planierung und Ausgestaltung der Königmzucht- station im Krofdorfer Forst. Rachdem noch verschiedene interne Vereinsangelegenheiten ihre Erledigung gesunden hatten, wurde die arbeitsreiche Tagung geschlossen. Strcie Schotten < Laubach, 14. Aug. In der Nacht zum Freitag ging — wie schon kurz berichtet — über unserer Stadt und einem Teil der Gemarkung ein H a g e l - weiter von seltener Heftigkeit nieder. In den Straßen lagen die zerbrochenen Dachziegel wie gesät. Dachfenster und Glasdächer sind zerstört Im Opera- tionssaal des Krankenhauses wurden alle Scheiben zerschlagen. Birnen, Pflaumen und Zwetschen, die hier sehr voll trugen, liegen zum größten Teil auf dem Boden. Die an sich geringe Apfelernte ist zu einem Drittel vernichtet. Sämtliche Mistbeelfenster der Gärtnereien sind zerschlagen. Das Wetter zog von hier nach Freienseen, wo es ebenfalls stark ge- haust hat. Die Häuser südlich der Wetter am Helleberg sind unbeschädigt. ■&.' ciiiivornueinfle. Die nordwestliche Störung hat sich weiter verstärkt und ihre Ausläufer südöstlich bis über Deutschland ausgeoreitet. Da nunmehr vorwiegend feucht-milde ozeanische Luft heranbefördert wird, nimmt das Wetter einen wechselhaften Charakter an, wobei neben veränderlicher Bewölkung auch zeitweise Niederschläge auftreten. Das Zusammentreffen verschiedenartiger Lust dürfte teilweise auch Anlaß zu Ge- willerbildungen geben. Aussichten für Mittwoch: Wolkiges und feucht-warmes Wetter, vorübergehend auch aufheiternd. einzelne Regenfälle, teils verbunden mit Gewitterstörungen. Lufttemperaturen am 14. August: mittags 23,3 Grad Celsius, abends 17,8 Grad; am 15. August: morgens 15,4 Grad. Maximum 23,3 Grad, Minimum 12,7 Grad. — (Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. August: abends 24,7 Grad; am 15. August: morgens 18,6 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer neun Stunden.___________________________________ Verantwortlich für Politik: I V Ernst Blumschein. Gerade an heißen Tagen . . wird die herrlich erfrischende Wirkung der Chlorodont- Zahnpaste und des hochkonzentrierten Chlorodoiit- Mundwassers überaus angenehm empfunden. Gepflegte weiße Zähne und reiner Atem sind überall und zu jeder Zett eine Empfehlung. Chlorodont Tube 50 Pf., arofee Tube 8C Pf., auch in den kleinsten Orten erhälllich. 1 Das Wunder der Magussi Weiser Vornan von Fr. Lehne. Urheberschutz durch C. Ackermann, Stuttgart. 10. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Abwehrend hob er die Hände. „Ach, bitte, nicht! Meine liebe, teure, gnädige Frau, darf ich etwas sagen? Ich kann das Schulmeistern gar nicht vertragen und kämen die Worte auch aus einem so reizenden Munde wie dem Ihren." Mit einer sehr humorvollen Schmollmiene sah er sie an, so bittend und unwiderstehlich, daß sie lächelnd erwiderte: „In der Tat, Sie haben Talent zum Filmschauspieler, Baron. Lassen Sie es nicht brach liegen, es wäre schade!" „Frau von Konsilius ist der gleichen Ansicht, und wir beide erwägen ernstlich, ob wir uns nicht einer Filmgesellschaft vorstellen wollen." „Ach nein, das soll Lilo ja nicht tun!" widersprach Magussi lebhaft, „denn sie ist ein sehr eigenwilliger Mensch, der sich durchaus nicht fugen kann, und leicht ist es beim Theater und Film nicht!" Er pflichtete ihr bei. „Sie ist eine schwer zu berechnende Natur, die voller Launen und Widersprüche steckt!" In diesem Augenblick meldete das zierliche Stubenmädchen — „Frau von Konsilius!" Mit ausgestreckten Händen ging Magussi der Ein- tretenden entgegen. „Eben haben wir von dir gesprochen, Lilo." „Darum klang mir das rechte Ohr. Gewiß hat man mich sehr schlecht gemacht!" Silos Lachen war ein wenig geräuschvoll und ein wenig gezwungen, während sie mit raschem, mißtrauischem Blick Kurt von Langen ansah. Ihre Ahnung hatte sie also nicht betrogen. Statt daß der Geliebte sich ihr widmete, saß er hier. Und sie hatte auf ihn gewartet! „Kennst du mich von der Seite, Lilo?" fragte Magussi vorwurfsvoll. „Nein, nein, Liebste!" Und in übertriebener Weise küßte Lilo die Freundin auf beide Wangen, „dem spottlustigen Baron ist allerdings nicht zu trauen. Und es gibt doch interessantere Gesprächsgegenstände, als ich es bin!" „Aber, meine Gnädigste, wer »wird sich so gering einfchätzen!" Mit seinem überlegenen Blick und Lächeln musterte er ihre mit übermoderner Eleganz angezogene Erscheinung, die eine Wolke des teuersten Modeparfüms umschwebte, — „besonders heute in diesem totschicken Kleid!" „Gefällt es Ihnen, Baron?" Kokett drehte sie sich vor ihm, „ich bin beglückt, wenn es der Fall ist." Er verneigte sich. „Zu viel Ehre für meinen Geschmack, Gnädigste!" Magussi mußte über dieses Wortgeplänkel lachen: sie ahnte ja nicht, wie die "beiden miteinander standen, ahnte nicht, daß nur eine unbestimmte Eifersucht Lilo zu ihr geführt. ______________ Man besprach noch allerlei gesellschaftliche Dinge; dann sprang Lilo auf: .Ich will dich nicht länger aufhalten, Magu,si! Wenn der gestrenge Gatte kommt, deine Hausfrauenpflichten —" . , .... ... Oh die drücken mich nicht arg. Uebrigens sind wir heute bei den Eltern zu Tisch. Ich werde ab- b^Äuch ich möchte mich empfehlen!" Kurt von Langen küßte Magussi die Hand, „und ich bitte, Ihr Versprechen nicht zu vergessen, Gnädigste!" Silos schwarze Augen blitzten, - mas mar das für ein Bersprechen? — Kurt wandte sich zu ihr: „Wenn Gnädigste gestatten, wird es mir eine Ehre sein, Sie zu begleiten!" , , Darauf hatte Silo ja gewartet, und er wußte es. Kaum waren beide draußen, fragte sie: „Welches Versprechen soll Magussi nicht vergessen?" „Wie bist du neugierig! Daß sie und ihr Gatte sich Gerlitz einmal ansehen." .. „Mir hat man das noch nicht gesagt! zürnte sie. „Bitte, sei nicht kindisch, Lilo!" Er war ein wenig unwillig geworden über ihre Art, — „die Aufforderung geht von meinem Bruder aus, der dich gar nicht kennt!" „Es liegt nur an dir! — Warum hast du mich dort noch nicht eingeführt?" .Mein Bruder sucht sich seine Gaste selbst aus! „Ah, willst du damit sagen, daß ich nicht gesellschaftsfähig bin?" Er stieß einen ungeduldigen Seufzer aus. „Herrgott, jetzt höre mal auf! Deine Unvernunft fängt nachgerade an, mir auf die Nerven zu gehen!" „Und um dich davon zu erholen, gehst du zu Magussi Weiser!" spöttelte sie. „Allerdings ist diese entzückende Frau von einer wohltuenden Ausgeglichenheit und Ruhe. Und wenn du etwas von ihr hättest, würde es nur von Vorteil für dich sein." „Warum hast du diese entzückende Frau nicht geheiratet?" fauchte sie ihn an. „Lilo, Lilo, ich fürchte, du bist imstande, mir die Augen auszukratzen", sagte er mit überlegener Ruhe, die sie noch mehr aufbrachte, „ganz einfach: ich hätte es getan, wenn sie mich gewollt —" „— und wärest dann grenzenlos hineingefallen wie Eduard Weiser! Oder hätte dir gepaßt, den ganzen Tag Gesang und Klavier zu hören?" „Offen gestanden, nein, Lilo!" lachte er. „Du, sag mal, wollen wir uns eigentlich nun den ganzen Weg entlang so zanken und uns den schönen Sonntag verderben?" „Du bist ja immer so eklig, Kurt!" — Silo schmollte noch immer. Sie konnte es nicht vertragen. wenn der Freund die blonde, langweilige Magussi als eine .entzückende grau' bezeichnete. Wiederum war sie aber zu klug, es Kurt gegenüber auf die Spitze zu treiben. Nach einigem Hin und Her hatte man sich wieder vertragen und ging einträchtig nach der Promenade, um dort zu sehen und gesehen zu werden. 8. Kapitel. „Du willst also wirklich fingen, Magussi? Mir klopft das Herz für dich!" Silo! Warum soll ich nicht fingen? — Bitte, bediene dich! Hier sind Zigaretten, Kuchen —" Mi goß der Freundin den Tee in die hauchst und tat ihr Rahm und Zucker hinein, während Silo sich die unvermeidliche Zigarette an- brannte. „Ich meinte nur, weil es zum erstenmal ist, daß du dich vor der Oeffentlichkeit hören läßt — und so plötzlich und gleich als Ersatz für die Wulfert, die beim Pubikum so beliebt ist! Ich hätte Lampenfieber —" „Ich nicht im geringsten! Im Gegenteil, ich bin glücklich, daß ich endlich einmal Gelegenheit zum Singen habe! Du hast mir doch sonst immer zugeredet." „Gewiß, Magussi! Das war jedoch etwas anderes, — den Gesang als Sebensberuf wählen! Hier aber in einem Wohltätigkeitskonzert, so gewissermaßen als Dilettantin! Du weißt, wie da gekrittelt wird! Man zieht doch unbedingt Vergleiche mit dieser beliebten Sängerin. Und dem möchte ich dich, die du so zart und empfindsam bist, nicht ausgesetzt wissen. Bedenke, wenn du stecken bleibst." Magussi lächelte leicht. „Stecken bleiben? Dilettantin?" „Und dein Papa? Weiß er es schon? Erlaubt er es dir?" „Wie du seltsam fragst, Lilo! Ich bin ja jetzt so weit, wie du immer gewünscht hast; in meine Entschlüsse lasse ich mir nicht mehr von ihm dreinreden. Er wird meinen Namen auf dem Programm lesen. Und mein Mann hat nichts dagegen!" „Nun ja, er ist so blind in dich verliebt, daß er alles tut, was du willst!" „Gönnst du es mir nicht?" konnte Magussi sich nicht enthalten zu fragen; Silos deutlich spürbare Mißgunst tat ihr weh. Daß die Freundin sich doch so klein machte! „Natürlich, Magussi! Ader damals kurz nach eurer Verlobung sagtest du mir doch, du liebtest ihn nicht. Wenn er das wüßte!" „Ich habe ihm gegenüber kein Hehl daraus gemacht, daß mein ganzes Herz, mein ganzes Streben der Kunst gehört! Glaubst du, daß ich gegen den ehrlichen, vornehmen Menschen unwahr sein wollte?" „Aber jetzt — jetzt liebst du ihn doch?" Peinlich empfand Magussi die Taktlosigkeit dieser Fragen. „Mir ist kein Mann so wert wie mein Mann!" antwortete sie, und sprach damit auch nicht die Unwahrheit; denn alle Männer waren ihr gleichgültig. „Ah, du hast nun doch eingesehen, daß bas wirkliche Glück in der Ehe und in der Häuslichkeit zu finden ist? Du bist auch viel zu zart für die Aufregungen, die ein Leben in der Oeffentlichkeit mit sich bringt!" Lilo wurde für Magussi immer mehr zum Rätsel. Warum sprach sie mit einem Male so anders? Früher hatte sie ihr doch zu allen Abenteuerlichkeiten zugeredet — selbst wenn sie, Magussi, ,durchbrennen' sollte. „Das habe ich damit nicht sagen wollen, Lilo. Es ist müßig, darüber noch weiter zu sprechen, da du ja meine Ansichten und Wünsche zur Genüge kennst. Schwer genug wurde der Verzicht", — .vorläufige Verzicht' hatte Magussi ursprünglich sagen wollen, aber dieses eine Wort hätte wieder zu allerhand Fragen Veranlassung gegeben, die zu beantworten sie durchaus keine Lust verspürte. „Die Güte meines Mannes macht mir erträglich, was sonst unerträglich wäre. Hier darf ich fingen und üben nach Herzenslust." „Wird dir das Ueben noch immer nicht langweilig? Deine Stimme ist doch so weit ausgebildet, daß du das gar nicht mehr nötig hast!" „Raste ich, so roste ich! Das muß ich dir entgegnen. Mir macht das Ueben Freude, wie anderen es Freude macht, bei der Schneiderin und Modistin Kleider und Hüte zu wählen und in den Casts zu sitzen." „Soll ich mich betroffen fühlen? Du wirst boshaft, Magussi!" warf Lilo in unbegründet gereiztem Tone hin. „Wieso, Lilo? Ich sprach doch ganz im allgemeinen! Warum willst du mich mißverstehen?" Der Regen klatschte an die Scheiben; in ein einförmiges, dunkles Grau war der Himmel gehüllt, daß alles Maiengrün und alle bunte Maienlustigkeit erloschen schien. Lilo sah zum Fenster hinaus. „Seit drei Tagen dieser Regen und noch kein Aufhören, Es wird nicht von Vorteil für das Konzert fein. Ueberhaupt ist jetzt die Zeit zu einem Konzert gar nicht günstig. Wäre es Winter —" „Nun, um des guten Zweckes willen, und aus Neugierde werden doch viele kommen." „Man muß sich mit der Kleidung danach richten. Was ziehst du an? Wohl das lichtgrüne Crepe-de- Chine-Kleid mit den Silberspitzen?" Magpssi zögerte einen Augenblick mit der Antwort, ehe sie sagte: „Mein Mann hat mir ein Kleid ausgesucht!" „Bei wem? Wohl bei der Schulz?" fragte Lilo lebhaft. „Nein, Lilo, er hatte bei Relek ein Kleid gesehen, das ihm gefiel." Silos Auge funkelten — bei Relek! — Dem teuersten Schneider, bei dem zu kaufen sie sich versagen mußte, obgleich es ihr Herzenswunsch war, sich dort zu kleiden. „Du hast es gut", sagte sie, und unverkennbarer Neid klang aus ihrer Stimme, „hast du es schon da?" Magussi schüttelte den Kopf, obwohl das Kleid schon in ihrem Besitze war. Zum erstenmal, daß sie nicht ehrlich war! Sie wollte aber Silos Neid nicht noch mehr erregen; denn unbedingt hätte die doch darauf gedrungen, das Kleid zu sehen. Aber um eine ausführliche Beschreibung kam sie nicht. „Wirst du die gleichen Sieber wie die Wulfert singen?" fragte Silo. „Es ist noch nicht bestimmt. Morgen vormittag wird bei der Fürstin Waldenau das Programm festgesetzt. Ich soll ihr vorsingen." „Kennst du sie denn?" fragte Silo erstaunt. „Heute vormittag hat mich meine Gesangslehrerin, die Frau Professor Schülein, ihr vorgestellt. Sie ist eine sehr lebhafte, liebenswürdige Dame, — von ihr stammt auch der Gedanke, ein Wohltätigkeitskonzert für die Abgebrannten von Zandorf zu veranstalten, — du erinnerst dich doch noch des großen Feuers in dem Dorfe? Gleich nach Ostern war es." (Fortsetzung folgt.) die deutsche Qualifäts-Marke Z^nen besonders " der gründlich re,m9*. deb.g ; Gebrauch! frischt. Unerreicht a 9 Portionen). V Tube RM. 1— «« [Verschiedenes | Wer paukt »Physik« rum Physikum ein? Schriftliche Angeb. m. Preisangabe per Stunde unt. 04783 an d. Gieß. Anzeig. ftöffltlflesfflnö St., in 9 Wochen kalbend, verkauft»««, Heinrich Noth 2., Bettenhausen b.Lich Im Südoiertel 3x5-Zimep-to$ mit Bad. Garten usw. Wegzugs halb, billig zu verkaufen. Schriftl.Angeb.unt. 04785a.d.Gieß.Anz. Bestehendes, gut eingerichtetes Lebensmittelgeschäft ist in Grünberg zu verkaufen. Gell. Anfragen sind unter 5105D an den Gieß. Anzeiger zu richten. 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Wir geben bekannt, daß künftighin Münzen für die Münzzähler nur noch während der Dienststunden auf der Kasse des Elektrizitätswerkes, Hammstraße 35, und in folgenden Verkaufsstellen erhältlich sind: .5103D Zigarrengeschäft Möser, Gießen, Filiale Mäusburg 1, Verkehrsverein Gießen, Seltersweg 89, Konsumverein Gießen, Filiale Krof- dorfer Straße 1. Gießen, den 14. August 1933. Direktion der Städtischen Elektrizitätswerke. S t o l t e. und doch eine gute Kamera besitzen möchte,siehtsich mein Sonderfenster mit den fabelhaft preiswerten Gelegenheitskäufen an. Neue Apparate, die in Einzelteilen durch Neukonstruktionen verfeinertwurden und gebrauchte, gut erhaltene Modelle teilweise zum halben Neupreis. Beeilen Sie sich.damitSie die beste davon bekommen. MaacNnanbao HektroUchnlM Flugzeugbau Automobilbau Keramik Chemotechnik Betriebetechnik Statt Karten! Ruth Eisenberg Or. phil. Franz Paul Mittermaier geben ihre Verlobung bekannt Kaffel-Kirchditmold Gießen August 1933 Mu8D Wstze MUWü-WWel Vom 14. August bis 14. Oktober ist die Universitäts- Bibliothek nur vormittags von 8 bis 1 Uhr geöffnet. Wegen baulicher Herstellungen muß sie in der Woche vom 21. bis einschließlich 28. August d. I. für das Publikum ganz geschloffen werden. Bücher, die in diesen Tagen gewünscht werden, wolle man sich jetzt schon sichern. Dozenten der Landesuniversität kann der Zutritt zu den Dücherräumen und die Entleihung von Büchern ermöglicht werden (Anmeldung in der Kanzlei). Gießen, den 12. August 1933. Oer Direktor. WeiAeHmM? Schmerzen? Jucken? Stechen? Brennen? Dann gebrauchen Sie die tausendfach bewährte Universalheilsalbe „Gentarin" Wirkung überraschend Preise herab- gesetzt. Erhältlich in den Apotheken uozv Mittwoch, den 16. August 1933, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Jleuen- roeg Jlr. 28, „Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: 5107D 1. 2 Pianinos, 1 Spiegelschrank, 1 Büfett, 1 Tisch, 1 Sofa, 1 Schreibtisch, 1 Standuhr, 1 Eisschrank, 1 Kassenschrank, 1 Registrierkasse, 1 Schreibmaschine, 1 Schnellwaage, 12 Paar Schnürschäfte, 2Schäfte- steppmaschinen, 1 Schuhmacher-Nähmaschine, 1 Lederwalze, 2 Goniometer, 70 Dosen Konserven, 80 Flaschen Rotwein, 40 d^onenwagen (Wanderer-Schönau, 2. Bestimmt: 3 Kisten, ä 25 Pfund, Marzipan, 10 Pakete (50 Pfund) Ueberzug- schokolade, 6 Gesangbücher (evangelisch), 1 Kesselmantel mit Gußkessel. Junker. Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16 — Telephon 3383 Zur Teilnahme an derAnlov-Jeier am Samstag, 19. 8. 33, treten die Vereine m. Fahnen pünktlich nm 17.15ührnuf bem Oswaldsgarten an. Teilnahme istPsticht Sonntag. 20. 8. 33, nachmittags 4 Uhr, aufderLiebigöhöbe großes Reichswehr-Konzert zur Erinnerung an die Feuertaufe der Hess. Regimenter. Eintritt für die an- geschlossenen Vereine frei. «o9»d Salomon / 006 A Modehaus Braut ä- t—n. ■ii—— -Strümpfe •