Samstag, 15. Zull 1933 185. Jahrgang Nr. W3 KeüvauSsabe c> =: v = = =: 3 3- - 3 g' Gesetze zur Sicherung der WirtschastspoM D feien z sammenh 0 5 V> 15 3 n - 3 H i c 3 -tz -» 3 » i 8 8' 2lnnal)me von Anzeige^ für die Tagesnummer "bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, Platzvorschrift 20” , mehr. Chefredakteur Dr. Friebr. Wilh. Lange. Derantwortlich fur Polttik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot: für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An. zeigentett i.D.Th.Kümmel sämtlich in (Biegen. 2 a ü® 8 ts LZ 3 3 ? *5 schen Volkes gesetzlich anerkannt. Die Regierung Hitler räumt weiterhin mit erfrischender Tatkraft ein für allemal mit Zu- eine dauernde Entfernung geschlossen werden kann, aus besonderen Antrag ein Vertreter ernannt werden kann. Dieser Vertreter kann Kündigungen usw. entgegennehmen. Die neuen Bestimmungen über die Zulassung .3 u r Rechtsanwalt- schäft und Patentanwaltjchast enthalten eine klare und einwandfreie Definierung des Begriffes des Frontkämpfers. Das Gesetz zur Ergänzung des Gesetzes zum Schutze des Einzelhandels besagt u. a.: Die obersten Landesbehörden werden er mächtigt, die Erlaubnis zum Betriebe von S ch a n k ft ä 11 e n ganz oder teilweise zurückzu - ? 5 n n >• s 3 " -k = ' C -> standen auf, die wir von jeher als die Quelle der zersetzenden Vergiftung der Ration erkannt und bezeichnet haben. Den feit dem 9. November 1918 bis zum 30. Januar 1933 in Deutschland wie Heuschreckenschwärme eingebrochcnen Ostgn- liziern und anderen eingewanderten Volksschäd» lingen soll nunmehr gesetzlich die S t a a t s a n - gehörigkeit im Wege des Einbürgc- rungswiderrufes entzogen werden können, falls die Einbürgerung nicht als erwünscht anzusehen ist. Die Ausmärzung dieser unerwünschten Zeitgenossen aus dem deutschen Staats- verbande soll innerhalb von zwei 2 ah - ren durchgeführt fein. Aber auch noch einer anderen Kategorie von „Staatsbürgern" wird nunmehr das Handwerk gelegt. Mit dem Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit ist als selbstverständliche, aber auch vornehmste Pflicht die der Treue gegen Reich und Volk untrennbar verknüpft- Gegen diese Treupflicht haben zahlreiche im Ausland lebende oder dorthin geflüchtete Reichsangehörige ver st osten, indem sie insbesondere der feindseligen Propaganda gegen Deutschland Vorschub geleistet oder die Mastnahmen der nationalen Regierung herabzuwürdigen gesucht haben Da diese landesverräterischen Elemente im Hinblick aus ihren Ausenthalt auherhalb des deutschen Hoheitsgebietes nicht anders zur Rechenschaft gezogen werden können, wird durch Sk Ägar"renindustrie ist, wie bereits gesagt, ubcrtoicgeno eine tt;»»—।----- Rund 7 0 v. H. der in Zigarrenbetrieben beschäftigten Arbeiter und Angestellten sind 1 n O r t e n unter 5 0 0 0 Einwohner tätig. In den hauptsächlichen Standorten dieser Industrie ist die ' T3 2.%5‘ $2=a3o5 B e t (i n, 14 Juli. (TU. Amtlich.) Das Reichs- kabinett begann heute feine Sitzung bereits um 11 Uhr. verabschiedet wurde ein Gesetz über die Einziehung 0 0 lks - und staatsseind- lichcn Vermögens, ein Gesetz über den Widerrrus von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit, ferner ein Gesetz, das die Reubildung von politischen Parteien unter Strafe stellen soll und ein Gesetz über die Zulassung öffentlicher Spielbanken. Eine solche ist zunächst nur für Baden-Baden vorgesehen. Die Verwendung der Einnahmen aus dieser Spielbank darf nur ; u gemeinnützigen Zwecken erfolgen. Das Reichskabinett stimmie ferner einem Vorschlag des Reichsinnen- miniffers zu, wonach für den Fall einer Befragung des Volkes neue gesetzliche Be ft immun gen zu erlassen sind. Das Reichskabinett trat nad) einer Mittagspause um 16.30 Uhr zu einer weiteren Sitzung zusammen, die angesichts der auherordentlich grasten Tagesordnung bis in die Rächt st unden dauerte. Das Kabinett beschäftigte sich u. a. mit dem Gesetz über das Reichskonkordat. Die Reichsregierung nahm das Gesetz einstimmig an. Der Kanzler sprach dem Vizekanzler von Popen seinen und des Kabinetts besonderen Dank für die Verhandlungsführung aus. Der Inhalt des Konkordats wird erst nach Unterzeichnung des Vertrages veröffentlicht. Ferner verabschiedete das Reichskabinett den Entwurf des Gesetzes über die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche und eine Verordnung zur Einführung des Gesetzes der Deutschen Evangelischen Kirche. weiter wurden folgende Gesetzentwürfe verabschiedet: Gesetz zur Sicherung der Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen, Geseh- entwurs über die Postabfindung (betreffend Bayern und Württemberg), ferner den Gesetzentwurf über die E i n s ch r ö n k u n g d e r v e r w e n - düng von Maschinen in der Zigarren- i n d u st r i e , Gesetzentwurf über die Errichtung von Zwangskartellen und einen weiteren Entwurf über die Aenderung der Kartellverordnung, weiter das Gesetz über die Ueberlragung der Aufgaben und Befugnisse des Reichskommissors für Preisüberwachung auf den Reichswirlfchafls- miniffer bzw. auf den Reichsernährungsminisier. weiter wurden verabschiedet ein Gesetz zur Ergänzung des Gesetzes zum Schutze des Einzelhandels vom 12. Mai 1933, das Gesetz zur Gleichschaltung desAufsichtsrates der Bank für Deutsche 3nbuftrieobliga- tionen und zur Abänderung des 3 n b u - siriebankgesetzes vom 31. März 1931. Das Kabinett beschäftigte sich dann mit Richtlinien für die Vergebung öffentlicher Aufträge sowie mit Mastnahmen für das neue G e- lreidewirtfchafisjahr. Angenommen wurde auherdem das Gesetz über die Förderung der Schaffung von Bauernhöfen, das Gesetz zur Ergänzung und Aenderung der Vorschriften über Miets - und Pacht st reitigkeiten, eine Verordnung der Durchführung der Gesetze über die Zulassung zur R e ch t s a n w a l t s ch a f t und Patentanwaltschaft, ein Gefeh zur Aenderung der Verordnung über Mastnahmen auf dem Gebiete derRechtspflegeundVerwal- t u n g 00m 14. Iuni 1932 und schließlich ein Gesetz zur Aenderung einiger Vorschriften der Rechts- anwaltsordnung, der Zivilprozehord- n u n g und des Arbeitsgerichtsgesehes. Das Ende des Parteienstaates Maßnahmen gegen uncrwünfchtcAutzländer und ins Ausland geflüchtete AeichSangehörigc. Berlin, 14. Juli. (TU.) Zu dem Gesetz über die Neubildung von Parteien und dem Gesetz über den Einbürgerungswiderruf schreibt die NSK.: Durch das Verschwinden der Parteien ist nach den Fahren der inneren Zerrissenheit die Einheit des politischen Willens in Deutsch- 3=1 3 0 3S- 9? 2 ~ n 3 Scv = $ Lohnarbeit mit den landwirtschaftlichen Verhältnissen eng verbunden. Durch eine Weiterverwendung der neuzeitlichen Maschinen würden bis zufünfSechstel der Arbeitskräfte überflüssig werden. Ein neuer Zuzug in die Städte würde die Folge sein. Aus diesen Gründen ist das Gesetz notwendig gewesen. Das Gesetz über die Aenderung der Kartellverordnung h 7 3 3® ft » 3 _aK> SG c-j" - Sj3 -in 3 » a- Das Reichskabinett verabschiedet in mehrstündiger Sitzung ein umfangreiches Gesetzgebungswerk. h; h ?ü 3§l -So- -Zs !7A - llff C3.8 Xa 2. ffBj 2 " n 3® 3;o> SS- o 'S ~ = =3 -So »1? Erschein» »ügllch, außer Sonntags und Feiertags Betlogen: Die Illustrierte Giehener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monalr-vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 "Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. üernfprtchanfchlüfse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. poftfcheckkonw: $ron!futl am Main 11686. g _ 3 ■» 02.3^- 3 = ^tt land endlich hergestellt. Diese Einheit wieder zu zerstören, oder auch nur zu gefährden, wäre ein Verbrechen an Staat und Volk. Um jeden solchen Versuch im Keime zu ersticken, entspricht es dem Willen des nach so viel Leiden geeinten Volkes, daß schon jeder Versuch, neue politische Parteien zu bilden oder den organisatorischen Zusammenhalt einer aufgelösten Partei aufrecht zu erhalten, als Hochverrat bestraft wird. Das Gesetz sieht dementsprechend vor, daß als Hochverräter bestraft wird, wer es unternimmt, politische Parteien neu zu bilden oder den organisatorischen Zusammenhalt einer aufgelösten politischen Partei aufrecht zu erhalten. Damit ist d i e N S DA P a l s einzige Partei, auf der das Dritte-Reich ruht, für alle Zukunft als Garant der Einheit des deut- g.8-2. ^•-.00-3.=. 3 5 Li Das Gesetz über die Einrichtung von Zwangskartellen sieht vor, daß der Reichswirtschaftsminister Unternehmungen zu Syndikaten, Kartellen, Konventionen oder ähnliche Abmachunaen zusammen- schließen kann, wenn der Zusammenschluß geboten erscheint. Der Reichswirtschaftsminister kann anordnen, daß innerhalb eines Wirtschaftszweiges die Errichtung neuer Unternehmungen, sowie die Erweiterung des Geschäftsbetriebes oder die Steigerung der Leistungsfähigkeit bestehender Unternehmungen für eine bestimmte Zeit unterbleibt oder von seiner Einwilligung abhängig ist. Er kann auch den Umfang der Ausnutzung bestehender Betriebe regeln. Eine Entschädigung durch das Reich wegen eines Schadens, der auf Grund dieser Maßnahmen entsteht, wird nicht gewährt. Der Reichswirtschaftsminister kann ferner bestimmen, daß derjenige, der den auf Grund dieses Gesetzes ergangenen Bestimmungen zuwiderhandelt, vom Kartellgericht mit einer Ordnungsstrafe (Geldstrafe in unbeschränkter Höhe) bestraft wird. Das Gesetz soll nicht die bestehende Wirtschaftsordnung beschränken, die auf Verantwortungsgefühl und bie 2 n i« tiati 0 e des Unternehmers beruht, sondern es soll mit größter Zurückhaltung nur bann von ihm Gebrauch gemacht werben, wenn bie Privatwirtschaft nicht aus eigener Entschließung durch S e l b st h i l f e den Weg aus den vorhandenen Schwierigkeiten findet. Weitere Mahnahmen. 2,0 n % s "1 h» !h 0 2 D *53 öS' £2 = - c •s? * - Z 0 ‘ 2"2 Das Gesetz über die Vergebung der öffentlichen Aufträge bei Reich, Ländern und Gemeinden sieht vor, daß ausschließlich die verantwortlichen amtlichen Organe der öffentlichen Vergebungsstellen nach Maßgabe der für die Vergebung öffentlicher Aufträge geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu entscheiden haben. Die häufig eigenmächtigen Motiven entspringende Einwirkung durch Personen und Organisationen darf unter keinen Umständen geduldet werden. Dem Kampfbund sürden gewerblichen Mittelstand wird die Einwirkung auf die Vergebung öffentlicher Aufträge von Reich, Ländern und Gemeinden untersagt. Die Tatsache, daß in einem Betrieb ausländisches Kapital arbeitet, kann mit Rücksicht auf die wirtschaftspolitische Gesamtlage Deutschlands und auf den Umfang des in der deutschen gewerblichen Wirtschaft angelegten ausländischen Kapitals schon mit Rücksicht auf die sehr umfangreichen deutschen Kapitalinvestitionen im Auslande für s i ch allein keine Veranlassung geben, eine solche Firma voy öffentlichen Aufträgen auszuschließen. Die Frage der Zulassung einer mit ausländischem Kapital arbeitenden Firma zum Wettbewerb bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand wird nur nach Prüfung d e s Einzelfalles und nicht allgemein zu entscheiden fein. , Die Berechtigung zu einer besonderen B e - rücksichtigung ortsansässiger Unternehmer kann nur insoweit anerkannt werden, als sie sich im Rahmen der Bestimmungen der Verdingungsordnung für Bauleistungen bewegt. Hiernach sollen unter sonst gleichberechtigtem Angebot im allgemeinen einheimische Unternehmer vor auswärtigen bevorzugt werden sowie unter einheimischen jene, die am Orte der Leistung oder in dessen Nähe den Auftrag im eigenen Betriebe ausführen und hauptsächlich ortsansässige Arbeiter beschäftigen. Dagegen würde ein grundsätzlicher Ausschluß auswärtiger Betriebe oder aber eine Nichtberiicksichti- qunq trotz offensichtlicher günstigerer Angebote ge- samtwirtschafllich äußerst ungünstige Wirkung Haden. Das Gesetz über die Einschränkung der Verwendung von Maschinen in der Zigarrenindustrie ist erlassen worben mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse in diesem Gewerbezweig, bei dem es sich in der Hauptsache um ein mit t e l ständisches Gewerbe handelt. Maschinen, die bei der Herstellung von Zigarren, Zigarillos und Stumpen oder zum ilebcrroHcn mit dem Deckblatt verwendet werden können, dürfen nach dem Geletz nicht mehr a u f g e st e l l t werden. Maschinen, die außer Betrieb gesetzt worden sind, dürfen nicht wieder bepuht werden. Betriebe, die derartige Maschinen verwenden dürfen n u r s 0 viel Zigarren usw. Herstellen, als ste im letzten Geschäftsjahr h.ergeste lt haben. Der Reichssinanzminister ist ermächtigt worden, bis zu zwei Millionen Reichs» mark Llnterstühungen an bicjcnigen Firmen zu gewähren, bie Maschinen Oer genannten Art nicht mehr verwen. den, ober bie solche Maschinen nicht mehr 7 9 Q 3 2”^ « -»S-E®-3 2 3 5= 3 »-.2:2. 3== 2.3 fep-ö"» 3g~LVgi In dem Gesetz über die Förderung der Schaffung von Bauernhöfen heißt es, daß die Schaffung von Bauernhöfen im gesamten Reichsgebiet Aufgabe des Reiches sei. Das Reich hat hierüber die ausschließliche Gesetzgebung. Zur Durchführung dieser Aufgabe kann sich das Reich der Länder bedienen. Das Reich kann dabei von be» ° 2 2 q 2.3» TOOjZn »V s3 E 3-- - 3.S3 2^3! 2.^ ■ <2 2.. ■= rie ist, wie vereits geiagi, ocr ^anver ueuienen. mittelstänbische Znbustrie. stehenden landesrechtlichen Vorschriften abweichen. ' ■ ......f- Die Maßnahmen über Miet-undPachtstrei- ti gleiten besagen u. a., daß, wenn der Mieter eines Gebäudes einen längeren Aufenthalt i m Ausland genommen hat, so daß hieraus auf ^V ^o-3 5 3 3 3 S^S 5C3 E »o g Coo3-top 3-3C a:2ÄZ V0 0 2 a a n c 0 3 3 V orgsgEjr^ = '»So -2 3 O>^S3 3 -» 2 ® 2-ers » 3 2,2- 0 3 n*o st”1K o 3®7^-2 — O 3-3 Da 3 sä 2 3 2. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruS und verloa: vrühl'sche Universtlätr-Vuch' und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftrstelle: Schnlsttaße 7. Gesetz bie Möglichkeit geschaffen, ihr Verhalten, bas einen schweren.Mangel an nationaler ®c- sinnung verrät, durch Ausschluß aus der a n 1 ,i « 11 r .. yuil() vutl Volksgemeinschaft zu ahnden. Ferner ist .^hcn, und ebenso die Abgabe von zubereitelen unter den jetzigen Verhältnissen ein Bedürfnis 'isen zu verbieten, wenn der Getranleausschank dafür gegeben, in gleicher Weise gegenRei ch s- bje 6peifcabgabc in Kaufhäusern oder in u.n 6 « ho r i g e im Ausland vorzugehcn die Qnberen Verkaufsstellen erfolgt, sofern ein Bedii"'- einer Aufforderung d^ Reichsregierung nj5 |Qr ben Betrieb nicht vorhanden ist ober die zur Rückkehr ins Reichsgebiet nicht Wirtschaftlichkeit des gesamten Unternehmens nicht Folge leisten. 1 Ein Gesetz über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens sieht folgendes vor: Die Vorschriften des Gesetzes über die Einziehung kommunistischen Vermögens vom 26. Mai 1931 finden auf Sachen und Rechte der SPD. und ihrer Hilfsorganisationen, sowie auf Sachen und Rechte, die zur Förderung marxistischer oder anderer, nach Feststellung des Reichsmini- sters des Innern, volks - und staatsfeindlicher Bestrebungen gebraucht oder bestimmt sind, Anwendung. Die Entscheidung darüber, was als Volks- und staatsfeindliche Bestrebung anzusehen ist, trifft der Reichsminister des Innern. — In der Begründung zu diesem Gesetz heißt es, daß es nicht genügt, wenn das sozialdemokratische Vermögen vorübergehend von der Polizei beschlagnahmt wird. Es muß der staatsfeindlichen Verwendung auf die Dauer entzogen werden. " $ 2.£25“3«<7g- - '■ d d S C 5 -1 ■'do"" o'c1 : ^toP?- £ V c-C3 5 3 Sßg = 9 3 5 2 _-T 0 5 ® ö NX\'A S-SSp°5-^° 3 2. ry ® 3 Ss: tp n 2.0 ■ __ n ”-£■1 5-*« (S^SJdC Gl?5-? 3.1 n C® s gefährdet wird. Dc.s Gesetz zur Sicherung der Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen gibt den Aufsichtsbehörden die Befugnis, die Geschäftstätigkeit der gemeinnützigen Wohnungc- unternehmen (Baugenossenschaft und -Gesellschaften) und ihrer Verbände einer besonderen Lieberprüfung zu unterwerfen. Dabei soll vor allem die unwirtschaftliche Belastung mit zu hohen Personalunko- ften beseitigt werben. Daneben bringt bas Gesetz bie Aenberung unb Ergänzung einiger Bestimmungen bes Gemeinnützigkeitsrechtes, worunter Vorschriften hervorzuheben finb, burch bie gewissen Wünschen bes mittel st änbisch en Baugewerbes entsprochen werben soll. Das Gesetz ist bazu bestimmt unb geeignet, Mißstände im gemeinnützigen Wohnungswesen zu beheben unb so zur Bereinigung bieses sozialen wichtigen Wirtschaftsgebietes beizutragen. Ein anderer Gesetzentwurf sieht Maßnahmen für das neue Getreidewirtschaft s fahr vor. Es heißt dazu, daß das kommende Getreideiviit- fchaftsjahr eine wesentlich günftigereßage für denAbsatzderneuenErnte aufweisen wird, als sie im Juli 1932 gewesen ist. Der Saaten- stand lasse darauf schließen, daß die Körnerernte | gegenüber dem Vorjahre um etwa 1 Million Tonnen zurückbleiben wird. Um dem Ausfuhrgeschäft und der Preisbildung im Binneiimarlt eine ausreichende Stütze zu geben, sollen die bei der Ausfuhr entstehenden A u s f u h r s ch ei n e gegeben- nenfalls durch die öffentliche Hand a u f g e f a u f t und später wieder auf den Markt gebracht werden. Dadurch fallen alle sonst unvermeidlichen Magazinierungskosten fort. Ob neben dem Ankauf von Ausfuhrscheinen auch noch Effektivgetreide durch die öffentliche Hand aus dem Markt sieht die Aenderung der Verordnung gegen Miß- genommen werden soll, kann noch nicht beurteilt brauch wirtschaftlicher Machtstellungen vom 2. No- werden. oember 1923 vor. Es wird folgende Bestimmung $as G^tz über die Aenderung von Bestimmungen eingefügt: „Unbillig ist die Einschränkung 3ioiipro3e6ori)nung bestimmt, daß mit der wirtschaftlichen B e w e g u n gs f re i - Ausnahme der Rechtsanwälte Personen, die die h e it insbesondere dann nicht, wenn der Geschäfts- Wahrnehmung fremder Rechtsangelegenheiten vor betrieb des Betroffenen von Personen geleitet wird, Gericht geschäftsmäßig betreiben, als Bevollmächtigte welche die im Geschäftsverkehr e r f 0 r = unb sgej|tQnbe in ber münblidjen SJerljanblung a u s » derlicheZuverläffigkeitnichtbesitzen. geschlossen finb. Der Unzuverlässigkeit ist es gleichzuachten, wenn in , _ bem Geschäftsbetrieb die Güter oder Leistungen, auf Oer Httlergruy die sich die Maßnahmen beziehen sollen, zu Prei- , y P ■ f en angeboten oder verkauft werden, die jt)|r0 DCti[vd)2r GfU». unter Würdigung der Belange des Betriebes sowie ' , der Gesamtwirtschaft un-b des Gemeinwohls als Anordnungen des ZnncmNtlNfters. Volkswirts ch.a f t l i ch ungerechtfertigt Berlin 14 Juli (WTB.) Der Reichsminl- anzusehen find und die Fortsetzung einer solchen ~ Innern Dr. Frick hat an die obersten Preisgebarung zu besorgen ist. | A e i ch s b e h ö r d e n , die Reichs st atthal- ter und die Länderregierungen folgendes Schreiben gerichtet: Nachdem der Parteien st aat in Deutschland überwunden ist, unb bie getarnte Verwaltung im Deutschen Reiche un- ter bie Leitung bes Reichskanzlers Aböls Hitler steht, erscheint es angebracht, den von ihm eingeführten G r u ß allgemein a l s deutschen Gruß anzuwenden. Damit wird die Verbundenheit des ganzen deutschen Volkes mit seinem Führer auch nach außen hin klar in Erscheinung treten. Die Beamtenschaft muß auch hierin dem deutschen Volke vorangehen. Deshalb und um eine gleichmäßige Hebung innerhalb der Behörden zu gewährleisten, bitte ich, für Ihren Geschäftsbereich anzuordnen: 1. Sämtliche Beamte, Angestellte und Arbeiter von Behörden grüßen im Dien st und innerhalb der dienstlichen Gebäuke und Anlagen durch Erheben des rechten Armes. * 2. Beamte in Uniform grüßen in militärischer Form: wenn sie keine Kopfbedeckung tragen, grüßen sie durch Erheben des rechten Armes. 3. Es wird von den Beamten erwartet, daß sie auch außerhalb des Dienstes in gleicher Weise grüßen. Für meinen Geschäftsbereich habe ich dementsprechende Anordnung getroffen. Der Reichsinnenminister hat ferner folgendes Rundschreiben an bie obersten Reichsbehörben unb bie Landesregierungen gerichtet: . Es ist allgemein Hebung geworden, beim SingendesLiedesderDeutschenunb desHor st-Wessel-Liedes (erste Strophe und Wiederholung der ersten Strophe am Schluß) den Hitlergruß zu erweisen ohne Rücksicht daraus, ob der Grüßende Mitglied der RSDAP- ist oder nicht. Wer nicht in den Verdacht kommen will, sich ablehnend zu verhalten, totrb daher den Hitlergruß erweisen. Roch Riederkämpsung des Parteienstaats ist der Hit- lergruß zum deutschen Gruß geworden. Das Verfaffungswerk der Evangelischen Kirche. Berlin, 15. Juli. (TU.) Die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche hat folgenden Wortlaut: „3n der Stunde, da Gott unser deutsches Volk eine große geschichtliche wende erleben läßt, verbünden sich die deutschen evangelischen Kirchen in Fortführung un^ Vollendung der durch den Deutschen Evangelischen Kirchenbund eingeleile- ten Einigung zu einer einigen Deutschen Evangelischen Ki ehe. Sie vereint die aus der Reformation erwachfenen gleichberechtigt nebeneinanderstehenden Bekenntnisse in einem feierlichen Bund und bezeugt dadurch: Lin Leib und ein Geist, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gort und Vater unser aller, der da ist über ollen und durch alle in allen." Die Deutsche Evangelische Kirche gibt sich n a ch - stehende Verfassung: Artikel I. Die unantastbare Grundlage der Deutschen Evangelischen Kirche ist das Evangelium von Jesus Christus, wie es uns in der heiligen Schrift bezeugt und in den Bekenntnissen der Reformation neu ans Licht getreten ist. Hierdurch werden die Vollmachten, deren die Kirche für ihre Sendung bedarf, bestimmt und 1. Die Deutsche Evangelische Kirche gliedert s i ch in Kirchen (Landeskirchen). 2. Tekenntnisverwandte Kirchengemeinschaften können angeschlossen werden. Die Art des Anschlusses wird durch Gesetz bestimmt. 3. Die Landeskirchen bleiben in Bekenntnis und Kultus selbständig. 4. Die Deutsche Evangelische Kirche kann den Landeskirchen für ihre Verfassung, soweit diese nicht bekenntnismähig gebunden ist, durch Gesetz einheitliche Richtlinien geben. Sie hat die Rcchtseinheit unter den Landeskirchen auf dem Gebiet der Verwaltung und der Rechtspflege zu fördern und zu gewährleisten. 5. Eine Berufung führender Amtsträger der Landeskirchen erfolgt nach F ü h - lungnahme mit der Deutschen Evangelischen Kirche. 6. Alle kirchlichen Amtsträger sind beim Amts- antritt auf d i e Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche zu ver- pslich t en. Artikel III. 1. Die Deutsche Evangelische Kirche regelt das deutsche g e s a m t k ir ch l i ch e Dechtsleben. 2. Sie ordnet ihr Verhältnis zum Staat. 3. Sie bestimmt ihre Stellung zu fremden Religionsgesellschaften. A r t i f e I IV. 1. Die Deutsche Evangelische Kirche will die in ihr geeinte deutsche evangelische Christenheit f ü r d i e Erfüllung des göttlichen Auftrages der Kirche rüsten und einsetzen. Sie hat deshalb von der heiligen Schrift und den reformatorischen Bekenntnissen her sich um eine einheitliche Haltung in der Kirche zu bemühen und der kirchlichen Arbeit Ziel und Richtung zu weisen. 2. Ihre besondere Fürsorge widmet sie dem deutschen Volkstum, vornehmlich der Jugend. 3. Die freie kirchliche Arbeit von gesamtkirchlicher Bedeutung, insbesondere auf dem Gebiete der inneren und äußeren Mission nimmt sie unter, ihre fördernde Obhut. 4. Die Verbundenheit mit den evangelischen Deutschen im Auslande hat sie zu wahren und zu festigen. 5. Sie pflegt die Beziehungenzu den befreundeten Kirchendes Auslandes. Artikel V. 1. An der Spitze der Kirche steht der lutherische Reichsbischof. Kirche. Artikel VI: 1. Der Reichsbischof vertritt die Deutsche Evangelische Kirche. Er ist berufen, die Gemeinsamkeit des kirchlichen Lebens in den Landeskirchen sichtbar zum Ausdruck zu bringen und für die Arbeit der Deutschen Evangelischen Kirche eine einheitliche Führung zu gewährleisten. Er trifft die zur Sicherung der Verfassung erforderlichen Maßnahmen. 2. Der Reichsbischof weist die Mitglieder des g e i st l i ch e n M i n i st e r i u m s in ihr Amt ein. Mit den führenden Amtsträgern der Landeskirchen tritt er zu regelmäßigen Aussprachen und Beratungen zusammen. Er vollzieht die Ernennung und die Entlassung der Beamten der Deutschen Evangelischen Kirche. 3. Der Reichsbischof hat das Recht, j e d e g e i st- liche Amtshandlung vorzunehmen, insonderheit zu predigen, Kundgebungen im Ra- men der Deutschen Evangelischen Kirche zu erlassen und außerordentliche Buß- und Festgottes- dienste anzuordnen. Soweit es sich hierbei um die Wahrung und Pflege eines anderen als seines Bekenntnisses handelt, werden seine Befugnisse durch das hierfür berufene Mitglied des geistlichen Ministeriums wakraenommen. 4. Der Reichsbischof erhält keinen kirchlichen Sprengel. Für die Erledigung der kirchlichen Derwaltungsgcschäfte hat der Reichsbischof seinen Amtssitz in Berlin. 5. Der Reichsbischof wird der Rationalsy- n o b e von den im leitenden Amt stehenden F ü h - rern der Landeskirchen in Gemeinschaft mit dem geistlichen Ministerium oorgeschlagen und von der Nationalsynode in das Bischofsamt berufen. Artikel VII. 1. Das geistliche Ministerium ift berufen, unter Führung des Reichsbischof die Deutsche Evangelische Kirche zu leiten und Gesetze zu erlassen. 2. Es besteht aus drei Theologen und einem rechtskundigen Mitglied. Bei der Berufung der Theologen ist das in der Deutschen Evangelischen Kirche lebendige Bekenntnisgepräge zu berücksichtigen. Die Zahl der Mitglieder kann im Bedarfsfall erhöht werden. Die Mitglieder verwalten ihr Amt selbständig. Sie tragen dem Reichsbischof gegenüber die Verantwortung für die Einheit der Kirche. 3. Die besondere Aufgabe der theologischen Mitglieder ist es, das geistliche Band der La n - deskirchen zur Deutschen Evangelischen Kirche, die Gemeinschaft unter den Angehörigen gleichen Bekenntnisses und deren Vertrauensverhältnis zu den übrigen Gliedern der Deutschen Evangelischen Kirche zu festigen. 4. Die Mitglieder des geistlichen Ministeriums werden vom Reichsbischof ernannt. Die theologischen Mitgliede- werden durch die im leitenden Amt stehenden Führer der Landeskirchen dem Reichsbischof oorgeschlagen. Das Amt des rechtskundigen Mitgliedes ist.mit dem der Stelle des leitenden rechtskundigen Mitgliedes in der Dermal- tungderEvangelischenKirchederAlt- preußischen Union verbunden. Die Stelle wird nach Verständigung mit dem Reichsbischof besetzt und der Inhaber muß die Befähigung zum Richteramt oder zum höheren Verwaltungsdienst besitzen. 5. Das rechtskundige Mitglied ist der Stellvertreter des Reichsbischofs in Rechtsangelegenheiten: es leitet die Deutsche Evangelische Kirchenkanzlei als oberste kirchliche Verwaltungsbehörde. Artikel VIII. 1. Die Deutsche Evangelische Rational s y n o d e besteht aus 60 Mitgliedern. Zwei 2. Dem Reichsbischof tritt ein geistliches Ministerium zur Seite. 3. Eine deutsche Evangelische Nationalsy- node wirkt bei der Bestellung der Kirchenleitung und bei der Gesetzgebung mit. 4. Beratende Kammern verbürgen den im deutschen evangelischen Volkstum lebendigen Kräften die freie schöpferische Mitarbeit im Dienst der Drittel werden von den deutschen evangelischen Landeskirchen aus den Synoden und Kirchenleitungen entsandt. Ein Drittel beruft die Deutsche Evangelische Kirche aus Persönlichkeiten, die sich im kirchlichen Dien st hervorragend bewährt haben. 2. Die Bestellung der Mitglieder der Nationalsynode wird durch Gesetz gereaelt. Das Amt der Mitglieder dauert sechs Jahre. Auf die Eingliederung neuerKräfte ist bei jeder Umbildung der Nationalsynode besonders Bedacht zu nehmen. 3. Die Nationalsynode wird durch den Reichsbischof mindestens einmal im Jahre berufen. Der Reichsbischof soll im übrigen dem Verlangen der Rationalsynode nach seiner Berufung Rechnung tragen. Ort und Zeit der Tagung bestimmt der Reichsbischof. Er eröffnet die Synode durch einen Gottesdienst und führt bei der ersten Tagung die Geschäfte bis zur Regelung des Vorsitzes. Die Synode gibt sich eine Geschäftsordnung. Artikel IX : 1. Die beratenden Kammern werden vom geistlichen Ministerium zu fortlaufender verantwortlicher Arbeit herangezogen und haben das Recht des ratsamen Gutachtens. 2. Die Mitglieder werden durch den Reichs- bischof im Einvernehmen mit dem geistlichen Ministerium ernannt. Artikel X. Die deutschen evangelischen Kirchengesetze werden von der Nationalsynode im Zusammenwirken mit dem geistlichen Ministerium oder von diesem allein beschlossen, durch den Reichsbischof ausgefertigt und im Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche verkündet. Sie treten am 14. Tage nach der Ausgabe des Gesetzblattes in Kraft, soweit nicht ein anderes bestimmt ist. A r t i k e l XI. 1. Alle Einnahmen und Ausgaben werden jährlich auf einen Haushaltsplan gebracht. Er wird vor Beginn des Rechnungsjahres durch Gesetz festgestellt. 2. Der Gesetzesform bedarf ferner ein Beschluß über die Aufnahme von Anleihen oder die Uebernahme von Sicherheitsleistungen zu Lasten der Deutschen Evangelischen Kirche. 3. Ueber die Haushaltsführung ist jährlich einem von der Nationalsynode zu bestimmenden Haus- h a l t s a u s s ch u ß Rechnung zu legen. Er erteilt ote Entlastung. 4. Die Deutsche Evangelische Kirche bringt ihren Fmanzbedars durch Umlagen der Landeskirchen auf. Artikel XII. 1. Die Verfassung kann durch Gesetz geändert werden, soweit es sich nicht um Bestimmungen über das Bekenntnis und den Kultus handelt. Das Gesetz bedarf der Zustimmung von Zweidritteln der anwesenden Mitglieder der Nationalsynode oder der Einstimmigkeit im geistlichen Ministerium 2. Zu einer Verfassungsänderung, welche die Glie- derung oder die Organe der Deutschen Evangelischen Kirche betrifft, bedarf das Gesetz der Mitwirkung der Nationalsynode. Am 23.3uli evangelische Krchenwahlen. Berlin, 14. Juli. (ERB.) Die Reichsregierung hat heute den Gesetzentwurf über die Verfassung derDeutschenEoangelischenKirche verabschiedet. Der Gesetzentwurf hat sieben Artikel, in denen bestimmt wird: Die Deutsche Evangelische Kirche ist eine Körperschaft d e s öffentlichen Rechtes des Reiches. Die Pflichten und Rechte des Deutschen Evangelischen Kirchenbun- des gehen auf die Deutsche Evangelische Kirche über. Weigern sich die zuständigen Organe einer Landeskirche, Umlagen der Deutschen Evangelischen Kirche auf den Haushalt zu bringen, so hat auf Ersuchen der Reichsregierung die zuständige Landes- regierung die Eintragung der Leistungen in den Haushalt zu veranlassen. Die in der Deutschen Evangelischen Kirche zu- sammengefchlossenen Landeskirchen führen am 23. Juli 1933 Neuwahlen für diejenigen kirchlichen Organe durch, bie nach gellendem Landeskirchenrechl durch unmittelbare Wahl der kirchlichen Gemeindeglieder gebildet werden. Soweit noch Landeskirchenrecht weitere Organe durch mittelbare Wahlen zu wählen sind, finden diese Wahlen bis zum 31. August 1933 statt. Zn die Deutsche Nationalsynode werden aus Synoden und Kirchenleitungen entsandt: Von der Evangelischen Kirche der Alt- preußischen Union 19 Mitglieder, von den evangelischen Landeskirchen in Hessen, Hessen- Kassel, Nassau, und Frankfurt a.M. zusammen 2 Mitglieder, von der Vereinigten Evang. prot. Landeskirche Baden 1, von der vereinigten Protest, ev. christlichen Kirche der Pfalz 1 Mitglied, von den übrigen uniierten Landeskirchen zusammen 1 Mitglied, von der Ev. Landeskirche des Freistaates Sachsen 4, von der Ev. Landeskirche Hannover 2 Mitglieder, von der Ev. Landeskirche in Württemberg 2 Mitglieder, von der Ev.-luth. Landeskirche in Bayern rechts des Rheines 2 Mitglieder, von der Ev.-luth. Landeskirche Schleswig-Holstein 1, von der Thüringischen ev. Kirche 1, von der Ev.-luth. Kirche im hamburgischen Staate 1 Mitglied, von der Ev.-luth. Kirche van Mecklen - b u r g = Schwerin und der Ev.-luth. Landeskirche von Mecklenburg-Strelitz zusammen 1 Mitglied und van den übrig en Kirchen lu t h e ■ rischen Bekenntnisses zusammen 1 Mitglied sowie von Kirchen reformierten B e - r e n n t n i f f e s zusammen 1 Mitglied. Don denjenigen Landeskirchen, die mehr als 1 Mitglied entsenden, muß wenigstens 1 Mitglied, bei der evangelischen Kirche altpreußischer Union wenigstens ein Drittel der Kirchenleitung angehören. Zn ber Begründung des Gesetzes heißt es u. a.: Um die innere Verbindung zwt- schen dem deutschen Kirchenvolke und der Deutschen Evangelischen Kirche mit möglichster Beschleunigung herzustellen, die im deutschen Kirchenvolk bestehende Spannung und Spaltung zu beseitigen und damit eine Befriedung des Lebens in der evangelischen Kirche herbeizuführen, ist es notwendig und entspricht auch dem Wunsche der Kirchenregierungen, daß schnellstens in allen evangelischen Landeskirchen die Vertretungskörperschaften neu gebildet werden. Soweit diese Körperschaften nach Landesrecht aus unmittelbaren Wahlen der kirchlichen Gemeindeglieder hervorgehen, sollen die Wahlen bereits am 23. 3uü 1933 vollzogen werden. Die Auswahl eines zeitlich so naheliegenden Wahltermins soll nach Möglichkeit verhindern, daß durch agitatorische Wahlkämpfe neue Spannungen in das evangelische Kirchenvolk hineingetragen werden. Die Wahlen zu denjenigen kirchlichen Dertretungs- körperschaften, die aus mittelbaren Wahlen her* vorgehen, sollen bis zum 31. August 1933 durchgeführt werden, damit dann der Bildung der im der neuen Kirchenverfassung vorgesehenen Ra- tionalshnode keine Hindernisse mehr im Wege stehen. Dei der Fülle der Schwierigkeiten, die sich aus der starken Abkürzung des Wahlverfahrens ergeben werden, und um die Verwirklichung der Absicht der Reichsregierung, die Wahl in Freiheit und Llnparteilichkeit stattfinden zu lassen, sicherzustellen, erscheint es zweckmäßig, einen besonderen Bevollmächtigten des Reichsministers des Innern zu bestellen, dessen Aufgabe es sein wird, durch rechtzeitiges Eingreifen alle Hindernisse zu beseitigen, die sich einem ungestörten und unparteilichen Verlauf der Wahlen entgegenstellen könnten. Das Schiff mit den drei Segeln. Don Victor Klages. Wie einem so was wieder einfällt. Ich sitze an einem woldumrandeten Binnensee, und in der Abenddämmerung treibt müde ein Schiffchen mit drei Segeln. Nichts Besonderes ist daran, aber es bannt meinen Blick, als sei es eine Vision. Es ist auch eine. Bald werde ich heimfahren in die Stadt, ich werde essen, eine Zigarre anzünden und ein Buch zur Hand nehmen. Die Zeiten sind anders geworden. Aber Vergangenes kriecht manchmal gespenstisch herauf, nun sitze ich nicht mehr inmitten kaffeetrinkender Menschen an einem friedlichen See, ich stehe am Golf von Kalifornien, und es ist tiefe, tiefe Sternennacht. Hinter der Bergnase liegt Santa Rosalia. Einer, der nicht schlafen kann, geht im Sand dieser toten Küste spazieren. Er blickt durch das Schiffsglas, und er schüttelt den Kopf. Es ist nun schon die dritte Nacht. Und immer da hinten bei dem Eiland Tor- tuga der merkwürdige Schoner, treibend vor drei floppenden Seaeln. Die Fischer fahren kurz vor Morgengrauen hinaus: ein Fischer kann es nicht fein. Auch hat im Umkreis von ein paar hundert Meilen keiner ein so großes Boot. Die Melonendchrken aus Guaymas kommen regelmäßig am Dienstag und am Freitag, morgens gegen sechs. Heute ist zwar Freitag, aber die Uhr zeigt auf %2; die Barken müssen nach weit draußen auf dem Meer fein. Was für ein merkwürdiges Schiff ist das, dieses Schiff mit den drei Segeln? Hat es außer mir jemand gesehen? Ich glaube nicht. Santa Rosalia schläft einen festen Schlaf. Ein- mal im Vierteljahr läuft ein Dampfer den kleinen schwierigen Hafen an, und bann zur Tageszeit. Sogar der „Cörrigan Segundo", der den Verkehr mit La Paz aufrecht erhält, kommt bei Tage. Ich werde Alfonso Saenz fragen, was für ein Schiff das fein kann. Alfonso Saenz ist Prokurist der Compania del Boleo, einer französisch-mexikanischen Gesellschaft, der die Kupferbergwerke im Lande und die Schmelzöfen hier am Orte gehören. Alfonso ist beschäftigt, man saßt ihn nicht leicht; es ist ja auch nicht so eilig. Wollen sehen, ob auch in dieser vierten Nacht das Schiff mit den drei Segeln draußen bei dem Eiland Tortuga treibt. Sobald es hell wird, ist es noch immer wie weggezaubert gewesen. Richtig, bas Schiff ist ba. Ich wandere mit meinem Richtglas zur äußersten Svitze der Mole, stehe frei und sichtbar über dem Wasser. Unter mir plätschert es leise. Ich bin ein Schemen, in das weiche silberne unendliche Geheimnis gepflanzt. Kein Mensch mehr. Eine Frage. Zu anderen Usern stößt die Frage. Aber diese Ufer liegen nicht jenseits des Golfes am Rande des Staates Sonora. Mechanisch hebe ich bas Glas. Und da schwimmt ein Punkt heran, es ist ein Boot, offensichtlich hat bas Schiff ein Boot ausgesetzt, bas geradenwegs auf den Hafen zustrebt, denn noch vor kurzem war ringsum alles leer. Soll ich weggehen? Wenn ich auch wollte, ich könnte nicht. Mich hält die Nacht. Mich hält das Geheimnis. Wachse ich nicht hoch hinein in die silberne Nacht? Groß steh' ich über der Mole und sage: Hier bin ich. Sie haben wohl eine Stunde gerudert. Vier Mann und einer am Steuerriemen. Das Boot sucht nicht die Einfahrt. Lautlos kommt es an die Mole. Charons Nachen, denke ich. Worte fauchen zu mir herauf. Wut, die schreien möchte, aber es nicht wagt. „Wo bleibt ihr? Seht ihr uns nicht!? Kein Mensch auf Tortuga! Es ist höchste Zeit. Los huevos! Diablo! Queremos los huevos!" .Es ist der Mann am Steuerriemen. Ich muß erwidern: das ist mir klar. Vielleicht findet man sonst am Morgen einen Toten auf dem Molenkopf. Ich überlege nichts. Meine Kehle, meine Zunge arbeiten wie ein Automat. Und sie antworten, sehr simpel, was man für gewöhnlich hier zu antworten pflegt: „Manana. Morgen." Sie haben automatisch richtig' geantwortet, nicht um eines Zolles Breite wurden die Ereignisse durch diese spontane Entgegnung aus ihrem Geleise gedrängt. „Ganz bestimmt?'^ fauchte es noch einmal. .Ganz bestimmt!" kam bas Echo, und das Boot stieß ab. Ein Spuk. Alfonso Saenz, den ich am Sonntag, morgen erwischte, tippte sich an die Stirn. „War doch kein Mond am Himmel", sagte er. Und ick; wurde unsicher und mußte angestrengt Nachdenken, ob ich wirklich am Molenkopf gestanden hatte. Das Bett war unberührt. Wo war ich gewesen, als die Sonne aufging? Nicht geschlafen und doch keine Müdigkeit. Es peitschte mich. Isidro vermietet sein Boot. Her mit dem Boot! Ein Fischer fuhr hinaus zur Insel Tortuga. Sie hat nicht von ungefähr diesen Namen. ©leid)* mäßig wie ein Schildkrötenrücken wölbt sie sich, eine umgekehrte Schale auf dem blauen Golf. Nichts ist zu erblicken von dem Schiss mit den drei Segeln, und wie ich spähe und rudere, klingen mir die seltsamen Worte des Mannes am Steuerriemen wieder in den Ohren: „Los huevos! Queremos los huevos!" Was heißt bas? Die Eier, die Eier wollen sie haben? Ja, Saenz muß mich für monbfüchtig halten, er glaubt wohl an einen kleinen Tropenkoller. Die Eier, die Eier wollen sie haben ... Jetzt bin ich schon um die Spitze der Insel herum- gesahren, der jenseitige breit ausladende Rand der Schildkrötenschale liegt vor mir, und ich sehe noch immer nichts. Ich mache mich daran, den weiten Bogen zu schlagen, ba aewahr' ich, hinter getürmten Meerfelien, die Mastspitzen eines Schisses. Die Sonne brennt glühend. Ich wache. Ich träume nicht. Das leichte Boot zieh' ich auf den Strand, stolpere in irrsinniger Hast über Steingeröll und Kakteen, klettere in bas Felsengewirr und sehe: Ein winziger Dampfer, uralt aus Holz gebaut, liegt Bord an Bord mit dem Schoner. Am Stern des Dampfers lese ich Namen und Heimatsort: Tiburön San Blas. Der Schoner kehrt mir den Steven zu, der Heimatshafen bleibt daher verborgen, aber den Schiffsnamen habe ich vor mir: Lobo de mar. Der „Hai" neben dem „Seewolf". Wenn Namen tiefere Bedeutung haben, darf man hier nicht lange verweilen. Sie sind emsig am Werk, auf beiden Schiffen. Große Kisten werden mit einer Vorsicht, die den Menschen unter diesem Himmelsstrich sonst fremd ist, von dem Dampfer auf den Schoner über« aefradjtet. Ein rätselhaftes Tun. „Was denken Sie sich dabei, Senor Saenz?" Ich saß, noch im blauen Hemde des Fischers, neben meinem Bekannten, den ich aus dem Nachmittagsschlaf aufgepurrt hatte. Er machte mürrische Augen, aber er tippte sich nicht mehr an die Stirn. „No s6", sagte Alfonso Saenz, „weiß nicht. Von Schmuggel hat man hier nie etwas gehört, und was soll weiter... No s£." Er hatte keine Lust zum Nachdenken. Wer wird sich auch am Sonntagnachmittag bas Gehirn zer- quälen. Dann aber sprach er davon daß bie Kupferschmelzen 200 chinesische Kulis emfteUen würben, mit fabelhaft geringer Entlöhnung, und baß ein amerikanischer Dampfer bie Labung Menschen schon in der kommenden Nacht heransühre. „Saenz", sagte ich ba, „ich weiß nichts, ebenso wenig wie Sie. Aber irgenbroas ist faul. Wollen wir nicht auf dieses Schiff mit den drei Segeln auf« paffen? Ich will es auch allein tun. Geben Sie mir 2hr Motorboot und ein paar Leute. Sie sollen Gewehre mitnehmen." Jetzt erst wurde Alfonso Saenz ganz munter. Er lachte schallend, nannte mich „pirata" und trocknete sich die Auaen, die vor lauter Vergnügen zu tränen anfingen. Aber (eia Sportsgeist war gestachelt; die Geschichte machte ihm plötzlich einen Heidenspaß. 3a, bas Boot sollte sofort zur Stelle sein, unb wir wollten zuschauen. Als bas Motorboot mit vier bewaffneten Leuten fertig an der Lanbungsbrücke lag, gab ich Alfonso Saenz schweißend mein Glas. Er schaute hindurch, und sein Gesicht war dumm unb runb. Da hinten segelte der Schoner unter voller Leinwand in südlicher Richtung, genau im Fahrwasser der großen Dampfer. Eh' ich zupacken konnte, war Saenz in bas Boot gesprungen. Mit höchster Kraft schoß es zum Hafen hinaus. Angst würgt mir in ber Kehle. Ich werbe das Gefühl nicht los: du hast Furchtbares angetidjtet. Saenz ist nicht gerade mein Freund, aber wir sind gut bekannt, und ich habe den Jungen gern. Mein Glas hat er mitgenommen. Ich gucke mir bie Augen aus dem Kopf; es nützt nichts. Das Boot wirb zum Pünktchen. Weit, weit weg ist es. Sein Motor aber schlägt mir im Blut. Ich stehe, starre. Die Sonne wirst ihre letzten Strahlen über die Bergeshäupter ber Tres Virgines. Stiller Abend und ein Schoner in voller Fahrt. Nein, ich erkenne deutlich: er hat Leinwand geborgen, das Schiff liegt wieder unter drei Segeln. Und bann schließe ich bie Augen krampfhaft, es rollt wie Donner über bas Meer, unb mit geschloffenen Augen noch seh' ich bie Feuergarbe, die soeben den violetten Himmel zerrissen hat. Ein dicker Rauchballen löst sich langsam. Menschen rennen auf die Mole, schreien. Die Wolke verzieht sich. Es ift kein Schiff mehr da ... Ganz Santa Rosalia ist auf der Mole versammelt. Es wird Nacht. Ich füyle mich von Leibern um- schlossen, von heißen keuchenden Leibern, aber ich bin einsamer hier als gestern. Eine Stunde wird zur Ewigkeit. Knapp nach Verlauf dieser Stunde kam Saenz mit dem Boot zurück. Alle waren unversehrt. Der Schoner hatte Minen an Bord, es war ein Komplott gegen den amerikavschen Dampfer mit der Chinsenladung. Gerade als bas Schiff bie Segel weggenommen und bas erste „Ei" über Bord gehen ließ, erreichte es Saenz. Auch wenn er bie Lage nicht sofort überblickt hätte, wäre er nicht lange im Unklaren geblieben, benn der Schoner empfing bas Boot mit Gewehrschüssen. Saenz und seine Leute erwiderten das Feuer, und sie trafen unverhofft gut: nicht die Menschen, aber die an Deck des Schoners bereit gehaltenen Minen. Das Schiff mit den drei Segeln flog in die Luft. Gegen 2 Uhr morgens hörte bas unruhige Santa Rosalia bie gewaltige Stimme einer Sirene. Der amerikanische Dampfer war ba. Sicher schaukelte er draußen auf der Reede vor seinem Anker. ZahresversammIungderGeseWchastLiebiMseum Aus der Provinzialhauptstadt y treten sein. wurden, die Rundfunkprogramm men. jt nichts- ** Die Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag von 11 bis 13 Mr geöffnet. eine zusammenhängende Darstellung von Liebigs Siebener Erlebnissen seit seiner Berufung nach Dietzen bis zu dem Weggang nach München ge- Amtsgerichtsrat Jöckel „Aus Justus von Liebigs Siebener Jahren", womit zum ersten Male Arbeit und Brot für die alten Kämpfer! Ein Aufruf des Neichsstatthalters. Das Gauprefseaml der NSDAP, gibt folgenden Aufruf des Herrn Gauleiters Reichsflalt- Halter Sprenger bekannt: Unter Hinweis auf meine wiederholten Aufrufe zwecks Unterbringung der allen verdienten Kämpfer der NSDAP., ferner betreffs der Doppelverdiener, ordne ich an. daß, nachdem das Arbeitsamt die alten Kämpfer in seine Kartothek ausgenommen hat und in dem Sinne meiner Ausrufe arbeitet, von heute ab alle Meldungen über notwendige Neueinstellun- gen an das Arbeitsamt direkt zu richten find. Meine Verfügung betreffs Durchführung innerhalb der freien Berufe, die ich in die Hände des Präsidenten der Preubischen Industrie- und Handelskammer sür das rhein-mainische Wirtschaftsgebiet, Pg. Dr. Lüer, und des Gauwirlschastsberaters Pg. L ck a r d t gelegt habe, bleibt in vollem Umsange aufrechterhalken. Keine Parteidienststelle und Sonderorganisalion. auch nicht die NSBO., hat vesugnisse zur direkten Vermittlung, sondern lediglich bei den Feststellungen der eingesetzten Beauftragten nach Bedarf mitzuwirken. Gez.: Sprenger. Oer freie Augenblick. 13on Reinhold Braun. „Jeder freier Moment ist ein seliger." •• Ein Achtzigjähriger. Der Bäckermeister Eduard QloLI, Neustadt 49, ein alteingesessener Siebener Bürger, beging gestern in aller Nüstigkeit seinen 80. Geburtstag. ojort zur Stelle fein, und wir . mit vier bemaffneten Seiden Drücke lag, gab id) W in @las. Er dumm und rund. Da hinten -sssy- 3m Jahre 1903 wurde unter dem Protektorat des Grobherzogs der Bogelschuhvereur für Hessen gegründet. Am 15. Juli wird er sein 25iähriges Jubiläum in Eberstadt begehen. Um 12 Uhr hält Dr. Fischer, Assistent am Forstzoologischen Institut in Sieben, einen der Oef- fentlichkeit zugänglichen Bortrag mit dem Thema „Eine halbstündige Wanderung in der Natur und die Beobachtung der Bogelwelt". Hm 14-30 Mr findet eine Begehung des Eberstädter Naturpsa- des statt. Zum Abschlub spricht Lchrer Bur- Henne über die geschichtliche Bergangenheit der .Umgebung des Naturpfades. Wiederzulaffung katholischer Verbände in Hessen. Die Pressestelle des hessischen Staatspolizeiamts teilt mit: Der hessische Landes-Polizeipräsident hat folgenden katholischen Vereinen die Wiederaufnahme ihrer Vereinstat'.g- keit gestattet: Katholischer Jungmännerverein, Deutsche Jiigendkraft, Sturmschar und St. Georg-Pfad- finderschaft. Die Zulassung dieser Vereine wurde in den anderen Ländern ebenfalls verfügt. Bezirksversammlung Giehen-Land des RS.-Lehrerbundes. tarne 51 Wtafab L, ?0l,eh °nt. ^$0 "düng des Gelehes 2* uni lerjEl. .mi^ möglichster %, nmn?e "I rUt,^n Kirchen- mung und Spaltung zu be- «« Befriedung de- evanstelischen Kirche .s notwendig und entspricht °^^Knregierungen. dah ru u91^en Landeskirchen Wien neu gebildet werden. Mafien nach Landesrecht Dahlen der kirchlichen Se- 'gehen, füllen die Dahlen 1933 vollzogen werden. Die zeitlich so nahelie- c m i n s soll nach Möglichkeit ) agitatorifcheWahl- annungen in das etian- )ineingetragen werden. Die 'n kirchlichen Dertretungs- ' mittelbaren Wahlen her- m 31. August 1933 durch, bann bet Mbnntz W in jchsMtz vvttzeiehenen Ha» ine Hindernisse mehr im Schwietigleiten, die sich aas ng des Dahlversahrens er- um die Verwirklichung der giening, die Wahl in Frei« rteilichkeit stattfinden zu r, erscheint es zweckmähig, >n Bevollmächtigten des Innern zu bestellen, des- Wird, durch recht^eiti« L alle Hindernisse zu sich einem ungestörten lichen "Verlauf der stellen könnten. in Form eines weltfremden Literatentums. Alls Dozenten sollten daher eine umfassende praktische Tätigkeit hinter sich haben und, so lange sie jünger sind, alle paar Jahre eine Art kirchliches Dienstjah* durchmachen. Sine fruchtbare Wirksamkeit setzt die Kunde davon voraus, was es um das Wesen des Menschen ist. polizeiliche Meldepflicht für ausländische Arbeitnehmer. Bon der Hessischen Polizeidirektion Dieben wird mitgeteilt: Hierdurch werden alle ausländischen Arbeitnehmer (Arbeiter und Angestellte) aufgefordert, sich am Montag, 17. Juli 1933, in der Zeit von 8 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr auf, der Polizeidirektion, Landgraf-Philipp-Platz (Zimmer Nr. 40) einzufinden. Evtl, vorhandene Unterlagen über den Aufenthalt in Deutschland sind mitzubringen. Ausländer, die ein selbständiges Gewerbe betreiben, fallen nicht hierunter. Taten für Lamstag, 15. Juli. ** Rass en hygienischer Schulungskursus. Der NS-Aerztebund, Oberhessen-Nord, veranstaltet gegenwärtig einen Rassenhygienischen Schulungskursus. Der nächste Kursusabend findet am Montag statt. Prof. Dr. Kuhn wird über „Rassenhygiene und Bevölkerungspolitik" sprechen. Der Vortrag wird im Hygienischen Institut gehalten. Am Mittwoch wird der Vortrag fortgesetzt. ** Politischer Abend der Studentenschaft. Im Rahmen des Politischen Abends der Gießener Studentenschaft spricht am Mittwoch, 19. Juli, Walter R e u , ch, VDSt., über „Die außen- politische Gefahrenlage des neuen Deutschland". Außerdem gibt stud. rer. pol. Ludwig Fritz einen Bericht über die studentische Revisionstagung in Sofia. 1 e l XII. (Aus demRachlaß des großen Baumeisters «chmkel.) In demselben Nachlasse stehen die Worte: „Die Freiheit des Geistes erscheint bei jeder Selbstüberwindung, bei jedem Widerstand gegen äußere Lockung, bei jeder Pflichterfüllung, bei jedem streben nach Besserem und bei jeder Wegräumung eines Hm-'rnisses zu diesem Zweck." Wir Neuzeitlichen, wir im überrnechanislerten Ero- aetriebe Sehenden aber bedürfen neben dieser Art der freien Augenblicke noch einer anderen: Der freien Augenblicke der inneren Heimkehr, die sich vollzieht in der Losgelöstheit vom Alltage, im schonen, stillen Fernab von der großen Spule: Zen. Einmal wieder selig in sich selbst verharren! Das köstliche Sich-selbst-besitzen! Oder in Liebe oder Freundschaft Einander-haben-dürfen! Wieder grüßt uns das Gesetz der schopserllchen Ergänzung: Dort die freien Augenblicke, wie sie der große Schinkel meint, und hier die, wie wir sie meinen! Die hohen Augenblicke im Wandern und Reisen, km Genuß des echten Wochen-Enüs, im Um- schwungensein der lebendigen Natur. Wenn ich an meine eigenen Reisen und Wanderfahrten denke: Gleich sind fie da, Die großen Lichtpunkte, die hohen Augenblicke, sind da mit der Deutlichkeit des Gegenwärtigen, der unverwischbaren Lebendigkeit und beschwingen und bestürmen mächtig und beseligend das Herz. Wie ein edler Wein durchrinnen sie das Blut, sind wie ein unausschöpfbarer, Seele und Geist durchquellender Verjüngungstrank! Ja, das ist das unverlierbare Echo aus dem rechten Wander- und Reise-Wachsein, ist unzerstörbares Geschenk aus jenen Fahrten, die letztlich auch unserer In-Gestalt, ihrer Leuchtkraft und edel-menschlichen Prägung aelten sollen. So erhöht sich jede Fahrt in ein wirkliches notwendiges Tun, wird zu einer echten Lebensfahrt und behält dadurch Farbe und Impuls durch unser ganzes Leben hin. Mitten in einer Daseinswüste springen uns heimliche Quellen in den staubigen Weg. Gewiß, solche Augenblicke bleiben zu einem Teile Gnade, sind Geschenke von irgendwoher. Aber wir können den Boden für sie in uns bereiten, können uns würdig machen und festlich offen halten, sie zu empfangen. Ja, es gibt im inneren Leben nicht nur 'Blitz-Ableiter, sondern auch Blitz-Anleiter. Wir können etwas auf uns zuleiten kraft unserer Inbrunst, der Reinheit unseres Wollens. Wer recht ins Leben zu schauen weiß, der wird erfahren, daß es Menschen gibt, um die die Strome des Segens gleichsam immer herumgehen. Es 'st, als ob etwas in ihnen ist, das diese Strome abstotzt. •• SonntagsrückfahrkartenzurLim- bürg er Regatta. Der Bahnhof Gießen teilt mit, daß zu der am heutigen -samstag und am morgigen Sonntag in Limburg ftattfinbenben Regatta von allen Bahnhöfen im Umkreis von 75 Kilometer um Limburg Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben werden. Die Karten gelten zur Hinfahrt vom 15. Juli 0 Uhr bis 16. Juli 24 Uhr, zur Rückfahrt vom 15. Juli 12 Uhr bis 17. Juli 12 Uhr. Bis zum letztgenannten Zeitpunkt muß die Rückfahrt ange- Am Mittwochnachmittag hielt der Bezirk Gie- hen-Lant) des NS-Lehrerbundes im Hotel Kohler seine Monatsversammlung ab. Lehrer S i e g - fried (Großen-Linden) eröffnete als Obmann des Bezirks die Bevsammlung und schilderte Ein- drücke von der am Samstag und Sonntag in Darmstadt abgehaltencn hessischen Crziehertagung. bei der auch der Bezirk Gießen-Land sehr stark vertre- ten war. Lehrer Stumpf, Wiesest, hielt einen Vortrag über das Thema „Der nationalsozialisti- sche Lehrer als Erzieher". Der Redner ging davon aus, daß der Lehrer nicht nur Vermittler des Wissens seinen Schülern gegenüber sein solle, er solle vielmehr Freund und Berater werden, der auch noch nach Entlassung der Schuler aus der Schule Pflichten den Entlassenen ge- genüber zu erfüllen habe. Ein Lehrer müsse zum Führer und Erzieher der ganzen dörflichen Ge mcinde werden, um dann dem Ziele Adolf Hit lers Volksgemeinschaft bilden zu formen naher zu kommen. Der Lehrer und ferne Fanillienmit. glieder müßten der Gemeinde em gutes Beispiel sein- nur wer selbst als Borbild lebe, verdiene die Berechtigung, Erzieher genannt zu werden. Anschließend sprach Lehrer in einstündigem Dortrag über das Thema ..Nasse und Bolk'. Er sprach zunächst von den in unserem deutschen Volk vorkommenden Nassen. Er sprach besonders von den Kennzeichen der nor-- dischcn Rasse, deren Pflege besonders erstrebt werden müsse. Adolf H i t l e r s Kampf gelte der Erhaltung dieser Rasse, wie sie uns in dem ger- manischen Menschen mit seinen Vorzügen entgegengetreten fei. Lehrer S le 0 fite ^"Ae bei den Bortragenden für ihre Darbietungen und ernannte folgende Herren zu seinen Mitarbeitern. Mittwoch, 19. 3uli. 7.15 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Don Augsburg: Mittagskonzert. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Stimme des Blutes im ewigen Strom deutscher Geschichte. Von Dr. W. Groß, Leiter des Aufklärungsamtes für Bevölkerungspolitik und Rassenpflege, Berlin.. 18.25: Zeitfunk. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Von Breslau: Reichssendung: Stunde der Nation. „Der Rus aus dem Osten". Eine Werbung für bas Grenz- land Schlesien. 20: Dom Deutschlandsender: Aufruf für die Spende zur Förderung der nationalen Arbeit. 20.05: Don Karlsruhe: „Sangesfreude". Schlußkonzert der Singschule an der Badischen Hochschule für Musik. 21.10: „Zaide". Singspiel von Mozart. Oper in 2 Akten von Wolfg. A. Mozart. Bearbeitung: W. Meckbach. 22.45 bis 24: Nachtmusik, d'baye- rischen Funkschrammeln. Donnerstag, 20. Juli. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Wußten Sie das schon? Allerlei Kniffe für den Rundfunkhörer. Don Dr. Herbert Leisegang. 18.25: Don Kassel. Der Maler Lovis Corinth. Von Dr. Carl Paetow. 19: Don Hamburg: Reichssendung: Stunde der Nation. „Doggerbant". 20: Konzert. 21.15: Hörbericht vom Deutschen Bundeskegeln. Freitag, 21. Juli. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert 13.30» Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musikalischer Zeitvertreib. 16.30: Don Badenweiler: Nachmittagskonzert des Kurorchesters. 18: Aerzte- Dortrag. 18.25: Zeitfragen. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Don Königsberg: Reichssendung: Stunde der Nation. Ein Schloßkonzert vor Königin Luise 1809. 20.05: Rheinisches Dolk erzählt und musiziert. 21: Peter und Paul und ihre Gesellen. 22: 3 mal 5 Minuten. 22.45 bis 24: Nachtkonzert. Samstag, 22. Juli. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 13.30 bis 14.30: Mittagskonzert. 14.30: Kleines Wochenende. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmit- laqskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rund- sunks. 18: Herbert Volck. 18.30: Wochenschau. 18.50: Kurzbericht vom Tag. 19: Dom Deutschlandsender: Stunde der Nation. Der Schlagbaum. Posse. 20: Glückliche Reise", Operette in 3 Akten von E. Kun- neke. 22.45 bis 24: Von Berlin: Nachtmusik. Obmannstellvertreter Lchrer Rausch. Wicseck, Schristwart Lehrer Dr. Reibt, Heuchelheim, und Kassenwart Lehrer Stumps, Wicseck. Der Obmann teilte noch mit, daß der Besuch der in jedem Monat stattfindenden Bezirksvcrsamm- lung Pflicht aller Mitglieder sei. Oer Reichskanzler an die hessischen Erzieher. Auf die aus Anlaß der Hessischen Erzietzr- tagung übermittelten Grüße hat der Herr Reichskanzler folgendes geantwortet: An die hessischen Erzieher, z.H. der Herren Schcmm/Ringsh au- \ e n, Darmstadt. Für Ihre freundlichen Gruße und für die mir in Ihrer Zuschrift zum Ausdruck gebrachte treue Gesinnung spreche ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank aus. gez. Lldolf Hitler. Hochschulrevolution und theologisches Studium. HJB) aber wir sind , mem ifreunu,« ffabe den W Aje Augen 1606: der Maler Rembrandt Harmensz van Ryn in Leiden geboren (gestorben 1669); — 1831: der Bildhauer Reinhold Begas in Berlin geboren (gestorben 1914); — 1862: der Schriftsteller Ludwig Fulda in Frankfurt a. M. geboren: — 1874: der Dichter Wilhelm v. Scholz in Berlin geboren; — 1928: der italienische Politiker und Staatsmann Die Jahresversammlung der Gesellschaft Lie- higmuseum fand am vergangenen Sonntag im Museum statt- Da mit ihr der II. Familientag der Berwandten von Justus von Liebig verbunden war, nahm, wie schon im Jahre 1931, wiederum eine ganze Anzahl der Angehörigen von Liebigs Berwandtschaft teil. Wir nennen 1. aus der Nachkommenschaft von 3. v. Liebig se bst Exzellenz Frau Geheimrat von Harnack aus Berlin, ihren Sohn E. von Harnack und ihre Tochter Frau Oberin Frucht; 2. von den Nachkommen von Liebigs Schwester Elise verh. Knapp. Wilh. Knapp, Bildhauer aus Basel, Dr. Philipp Geiger, Nürnberg, Dr- Paul Geiger, beide mit Frauen; Frau Elly Heuh-Knapp und ihre Schwester Frau Les- fer-Knapp; 3. von den Nachkommen von Liebigs Schwester Luise verh. H i l ß : Herr Amtsgerichtsrat Iök - kel, Gießen, sowie Bertreter der Familien Sey- f e r t h und Klingelhoeffer- Auf Antrag des bisherigen Vorsitzenden, Geheimrat Sommer, wurde als sein Nachfolger Herr Dr. Fritz Merck in Darmstadt gewählt. Stellvertretende Vorsitzende sind die Herren Geheimrat Sommer und Prof. Dr. Weih, Gießen. Ferner wurden neu in den Borstand gewählt die Herren Amtsgerichtsräte Jöckel und Gros, sowie Herr Bürgermeister Dr. Ha m m und Herr Baurat Kühlmann als Nachfolger von Herrn Oberbaurat B e r t h. Die Liebigs-Museums-MedaiUe wurde an Frau Prof. Baumert in Halle für die Stiftung einer bisher unbekannten vorzüglichen Lie- big-Büste, ferner an Herrn Amtsgerichtsrat Franz Gros in Gießen für seine wertvolle Mitarbeit an der Geschichte von Liebigs Gießener Zeit verliehen. , Der Ankauf von 80 Briefen Justus von LiebigS an seine Tochter Nanny und deren Ehegatten Ge- fceimrat Karl Thiersch, den berühmten Chirurgen wurde trotz der finanzieUen Schwierigkeiten bei der Wichtigkeit der Erwerbung einstimmig be« e Tonne ^'L^Virgines. )eWle‘XTrfhr 8* ■tl'” ad« o 5 übet » „,cht tjnen- 2509 .ifl. Santa ouit unr^L Der L-LZs-" Sonntag, 16. Juli. 6.35 Uhr: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Choralblasen. 8.30: Morgenfeier, veranstaltete von der Evang. Landeskirche Frankfurt a. M. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30: Ein deutscher Sui- turpionier. Zum 100. Geburtstag Alexander Heßlers, des ersten deutschen Theaterdirektors im Elsaß. Don Dr. Alfred Fiedler. 10.45: Deutsche Volks- bräuche zur Sommerzeit. Von Hans Gäfgen. 11: Unterhaltungskonzert der Kapelle erwerbsloser Musiker. 12: Von Mannheim: Mittagskonzert. 13: In- ternationales Bergrennen des ADAC, am Schau- insland bei Freiburg i. Breisgau. 12.45: Stunde des Landes. 15.15: Kasperl-Stunde. 16.15: Nachmittagskonzert des Städtischen Kurorchesters Wiesbaden. 18: Der ewige Philister in der deutschen Dichtung. Von Dr. Rudolf Hoffmann. 18.25: Fröhliches Zwischenspiel mit Karl Euler, Limburg a.d. Lahn. 18.55: Am Horst des Wespenbussards. 19.25: Aktivisten der Weltgeschichte. Von großen Dichtern gestaltet. 20: Von Königsberg: Konzert des Kur- orchesters Zoppot. 22: Heitere Schallplatten. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Montag, 17. Juli. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Von Baden-Baden: Mittagskonzert des Städtischen Orchesters. 13.30: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musikalischer Zeitvertreib. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Deutscher Almanach. 18.15: Schnellkursus in italienischer Sprache. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Von München: Reichssendung: Stunde der Na- tion. Der Bauer und die Windsbraut. Ein Spiel von Richard Billinger. 20: Weltvolitischer Monatsbericht, erstattet von Univ.-Prof. Dr. Karl Haushofer. 20.25: „Bunte Stunde". Worüber Völker lachen! Eine humoristische Reise durch die Welt. 23 bis 24: Nachtmusik. Dienstag, 18. Juli. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 13.30: Mittagskonzert des Rundfunk - Orchesters. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Der Hausfrau zur Erholung! 16.30: Nachmittagskonzert, lä: Wir raumen einen Bücherschrank aus. Eine Familienszene zwi- schen Vater, Mutter, Sohn und Tochter. 18.25: Zeit- fragen. Von Professor Dr. Ernst Krieck, Frank urt a. M. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Reichssen- düng: Stunde der Nation. „Jugend auf Fahrt". 20: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 21: 3 mal 5 Minuten. 21.15: Golt grieß auch allegar. Gedichte in Hunsrücker Mundart. Von P. I. Rott- mann. 21.30: Improvisationen auf der Orgel. 22.50 bis 24: Nachtmusik. Der wandernde, der reisende Mensch muß der festliche Mensch sein. Das aber ist der gott-bereite, der eelen-offene, der wirkliche, der gute Mensch. Wer ich zu diesen inneren Tatsächlichkeiten nicht auf- chwingen kann, wer nicht einmal guten Willens dazu ist, der soll erst garnicht auf die Reise gehen. Jede Reise, jede Wanderschaft verpflichtet! Nur so werden uns die hohen, herrlichen freien Augenblicke segnen, da das reine, wundersame Gefühl durch uns rinnt: Ach, wie schön, wie beseligend, ein Mensch zu sein trotz allem, was uns das Leben manchmal schwer macht! Solche Minuten wahrhaften, grundhaften Aufbruchs brauchen wir alle! Das sind die großen, heilig-menschlichen Augenblicke, aus denen mir zehren mitten im heißesten Kampfe. Wie anders ertragen wir unsere oft recht harten und bitteren Gebundenheiten und Bindungen, die ja mancherlei Gestalt haben, wenn wir recht viele jener Augenblicke ihnen entgegensetzen können, in denen wir uns frei zu uns selber und allem Hohen und Schönen fühlten, ja, frei zu Gott und dem Göttlichen, da Funken des ewigen Feuers in unsere Tiefen sanken, da uns Glanz und Glut des echten, des schöpferischen Lebens erfüllten. 25 Zahre Dogeischutzverein für Hessen. geben wurde. Das zweite Bortragsthema bezog sich auf Georg Friedrich Knapp, den Sohn seiner Schwester Elise und des Ehemikers Knapp, der ebenfalls von Gießen nach München berufen wurde. Das Leben von G. F. Knapp, dem berühmten Nationalökonomen der Universität Straßburg ist in der sehr schönen Autobiographie M2lu8 der Jugend eines deutschen Gelehrten" mit einem Vorwort von seiner Tochter Frau Elly Heuh- Knapp bei der deutschen Derlagsanstalt in Stuttgart erschienen. Zunächst gab Geheimrat Sommer einen Ueberblick über die genealogischen Zusammenhänge der Familien Liebig- Knapp - Geiger unter Hinweis auf die notwendigen Nachträge und Ergänzungen, wozu der Familientag Gelegenheit oot. Sodann trug Frau Elly Heuh-Knapp persönlich« Erinnerungen an ihren Vater G. F. Knapp vor. Die auheror- dentlich fesselnde Darstellung des geistigen Zusammenlebens eines bedeutenden Denkers mit seinen Kindern erregte lebhaften Beifall. Nach den Borträgen fand eine Besichtigung der zahlreichen Spenden aus dem Lie- bigschen Familienkreis für das Museum statt, darunter einer sehr schönen Porträtplakette von Liebigs Tochter Agnes verh. Carriöre. Dann wurden im Pharmazeutischen Laboratorium die auf Anregung von Geheimrat Sommer in der Fachschule für Glasindustrie in Zwiesel im Bayerischen Wald hergestellten Nachbildungen der alten Apothekengcsähe vom Museum in Herborn mit lebhaftem Interesse betrachtet. Der II. Familicntag wurde sodann bei einem gemeinsamen Essen und später beim Kaffee auf der Liebigshöhe fortgeführt und verlief ausgezeichnet. Bon den auswärtigen Gästen sei noch die Familie von Herrn Prof. Dr. B o l h a r d in Frankfurt a. M., dem Sohn des bekannten Chemikers und Biographen von I, v. Liebig, genannt. DaS »ArMUn ' Liebigmuseum hat sich von neuem als Mittel- ’Äjen tann.ti« ,1;„J-JS! I Der Studentenkampfbund Deutsche Christen an der Universität Gießen veranstaltete eine gut besuchte Versammlung, die sich im Rahmen der allgemeinen Hochschulreform mit der Frage einer Erneuerung des theologischen Studiums be- chäftigte. Nach einleitenden Worten des Hochschul- gruppenführers stud. theol. Pfeiffer ergriff Stu- bentenpfarrer Surfer das Wort zu einigen grund- ätzlichen Ausführungen: Die nationale Revolution verschont nicht die Hochschule. Sie fordert einen Neubau der Universität zu einer Stätte nationaler ------------- , Charakter- und Willensbilduna. Ihr Anliegen Giovanni ©iolitti in Rom gestorben (geboren 1842); kommt in den Worten von Westphal zum Aus- _ 1929: der Dichter Hugo von Hosmannstal in druck: „Wir wollen keinen Geist, der nicht handelt, Wien gestorben (geboren 1874). und kein Handeln, das nicht Geist ist." Jene Iren- er.y «nttttinn 16 luli nung zwischen wissenschaftlichem Reflektieren und Daten für ■sonntag, ^uu. praktischem Handeln, wie sie die Ausbildung der 622. Hedschra (Flucht Mohammeds von Mekka Vergangenheit beherrschte, hat zu verschwinden. nQdJ Medina); — 846: der Philosoph Friedrich Die Theologie hat als Doraussetzuna die Kirche. mauncn in Langenborn geboren; — 1872: der nor= Es gibt keinen Individualismus der Lehre in der ^eaische Polarforscher Roald Amundsen in Börse Theologie, ebenso wenig eine besondere theologische gebaren- — 1890: der Dichter Gottfried Keller in Existenz, die sich von der politischen streng scheiden *>ünd. öestorben. ließe. Die Theologie muß wieder in Zusammenhang v 3 mit der konkreten Wirklichkeit gebracht werden. Die -tiOinoiifttn. Universität darf den Studenten nicht in eine Welt — Tageskalender für Samstag. Licht- der Abstraktion versetzen und mit einer Sprache spiclhaus (Bahnhofstraße): „So ein Mädel vergißt ausrüsten, die das Bolk nicht versteht. Die Erneue- man nicht". rung des theologischen Studiums muß Herkommen I von einer Hinrichtung auf Kirche und Gemeinde. Die jungen Theologen müssen in die Gemeinde eingebaut werden durch die Bildung von. I Bruderschaften, durch eine geistliche SA, die weiß, worum es bei der Verkündigung des Evangeliums geht. Die ungeheuren Aufgaben, die heute in Dolk und Kirche auf -Öen Pfarrer warten, verlangen eine ganz besondere Schulung. Das Bestehen des ersten Examens ist kein geeignetes Kriterium für den Ein- | tritt in die Kirche, weil es dabei doch nur darum gebt, wer die geringste Psychose hat. Der heutige Massenbetrieb in Kollegs und Seminaren gewährleistet sehr wenig eine, intensive theologische Arbeit, die in kleineren Gruppen unter der Leitung von Assistenten viel eher möglich wäre. Diese Gedanken führte Herr Prioatdozent Lic. Schütz weiter, der als zweiter Redner das Wort ergriff. Die Dolkwerdung, die wir heute erleben, hat 1914 schon angefangen, als die Studenten von völkischem Geist getragen unter die Waffen traten und Glied jener Schicksalsaemeinschaft wurden, die im Kampf gegen eine feindliche Welt in Blut und Dreck zusammengeschweißt wurde. Der Arbeitsdienst soll ein Mittel sein, den Studenten Dolksgemein- chaft erleben zu lassen. Eine Kluft, eine Arbeit, ein Essen, das laßt bürgerliches Abstandsgefuhl und Standesdünkel verschwinden. Für den jungen Theologen ist der Arbeitsdienst eine weitere Läuterung, nachdem er sich vorher schon in der Gemeindearbeit zu bewähren hat. Es sollte auch in die Zeit des Studiums ein Abschnitt eingeschoben werden, wo der Theologiestudent Gelegenheit hat, zu schmecken, was Alltag ist, wo er hineingeht in die Armut, in die Hinterhöfe der Großstadt. Hierbei läßt sich auch feststellen, wer zum Evangelisten befähigt ist, ein Amt, das wir heute nötig brauchen. Es soll gewiß der Gelehrte daneben erhalten bleiben, aber nicht rische und technische Förderung des Segelflugsports und die weitere Erforschung von Segelflug- Möglichkeiten. Die Ausschreibung sieht insofern eine interessante Abänderung vor, als der diesjährige Wettbewerb als besonderer Leistungswettbewerb veranstaltet wird, während er bisher einen reinen Uebungs- wettbewerb darstellte. Man will ausdrücklich S e - gelflug-Spitzenlei st ungen herbeiführen. Daher sind als Flugzeugführer nur solche Piloten zugelassen, die im Besitz des amtlichen deutschen Segelflugzeugführerscheins sind und außerdem den Nachweis erbringen, daß sie auf einem den Bedingungen des Wettbewerbs entsprechenden Segelflugzeug bereits Flüge von einer Gesamtdauer von mindestens einer Stunde ausgeführt haben. Dabei behält sich die Wettbewerbsleitung vor, nur 40 Bewerber z u z u l a s s e n. An Flugzeugen tonnen nur solche Maschinen teilnehmen, die auf Grund ihrer amtlichen Zulassung bestimmte Bedingungen an Leistung und Sicherheit erfüllen. Es wird also in diesem Jahre nur die Elite unserer Führer und Flugzeuge versammelt sein. An Preisen sind insgesamt 2 5 0 0 0 Mark ausgesetzt, die sich auf die verschiedenen Gruppen des Wettbewerbs verteilen, von denen als besonders interessant heroorzuheben sind: ein Fern- s e g e l f l u g , in dem die größte Flugstrecke in ununterbrochenem Fluge von mindestens 120 Kilometer Entfernung gewertet wird, ein Höhenflug, bei dem mindestens 1000 bzw. 2000 Meter erreicht werden müssen: ein F e r n z i e l f l u g , der von der Wasserkuppe nach den Schwarzen Bergen (etwa 19 Kilometer Luftlinie) und zurück führt: ein Dauerflug, bei dem mindestens 12 Stunden ununterbrochene Flugdauer erreicht werden müssen. Oie erste Pyrenäenetappe der „Tour". Die 15. Etappe der „Tour de France“ führte am Freitag von Perpignan über 185 Kilometer nach Aix les Thermes. Diese erste Pyrenäen-Teilstrecke stellte die Fahrer vor außerordentliche Schwierigkeiten. Dennoch kam eine 30 Köpfe zählende Spitzengruppe geschlossen in Aix les Thermes an. Spurtsieger wurde der Belgier Jean Äerts vor dem Touristen Cornez, dem Franzosen Speicher und dem Deutschen Kurt'S t ö p e l. Die beiden Deutschen Geyer und Thierbach hatten eine geringe Verspätung. Im Gesamt- und Länderklassement hat es keine wesentlichen Veränderungen gegeben. S.J.-fporf von Tschammer-Osten Führer der OT. Prof. Dr. N e u e n d o r f, der bisherige Führer der Deutschen Turnerschaft, hat an den Reichssportkommissar von Tschammer-Osten ein Schreiben gerichtet, in dem er den Reichssportkommissar bittet, persönlich die Leitung der DT. zu übernehmen. Als Gründe führt Dr. Neuendorf an, daß Schwierigkeiten und Widerstände den Bestand der DT. gefährden könnten und daß cs zur Behebung dieser Umstände einer starken Führer-Autorität bedürfe, von T s ch a m m c r - O st e n hat sich mit der Uebernahme des Amtes einverstanden erklärt und wendet sich in einem Aufruf, in dem er noch einmal seine Bereitwilligkeit zur Amtsübernahme bekundet, an alle deutschen Turner und Turnerinnen. Ich bin mir der Schwere meines Amtes bewußt, so heißt es in dem Aufruf, und stütze mich vertrauensvoll auf euere alten erprobten Führer und ebenso auf die mir so am Herzen liegende Jugend eurer großen Gemeinschaft. Der Aufruf klingt aus in der Bitte an die Turner und Turnerinnen, der Arbeit von Tscham- mer-Ostens zuzustimmen und einmütig und geschlossen mit ihm den Neuaufbau zu fördern. Oie Erziehung her Jugend im Sport. Reichsinnenminister Jrirf spricht vor dem Reichsführerring. Im Reichsinnenministerium wurde gestern der Reichsführerring gebildet. Der Reichsinnenminister hielt eine Ansprache, in der er u. a. sagte: Auch auf dem Gebiet der körperlichen Erziehung des deutschen Menschen vollzieht sich eine Gesamtumstellung von ungeahnter Größe. Ich begrüße es deshalb aufrichtig, daß in meinem Ministerium und unter meiner Autorität diese Umgestaltung vorgenommen und damit die Einschaltung des gesamten Turn- und Sportlebens in Deutschland in die Staatsgliederung vollzogen wird. Ich stimme mit dem Reichssportkommissar darin überein, daß er sein Werk in der Entwickelung der Durchführung ganz ruhig von Etappe zu Etappe weiterleitet, Pausen einsetzt, damit draußen im Lande die Auswirkung ihre Gestalt erhält und in die tausendfältigen Gliederungen des deutschen Sportlebens durch grundsätzliche intensiv durchgeführte Vereinfachung des Organismus ein Zustand der Beruhigung und damit auch der freudigen Mitarbeit eintritt. Der Einbau des neuen Turn- und Sportbetriebes und seine Gesamtorganisation in Deutschland ist der Beweis dafür, welch große Bedeutung die nationalsozialistische Regierung der Leibeserziehung des jungen deutschen Menschen beimißt. Aeußerlichkeiten waren es bisher, was die Regierungen der letzten 14 Jahre dem deutschen Turn- und Sportleben zu geben vermochten, zu gleicher Zeit hat unser Führer Adolf Hitler um die Seele des Volkes gerungen und durch diesen unentwegten Kampf uns nunmehr die Möglichkeit gegeben, dem jungen deutschen Sportler und Turner ein neues Ethos zu schaffen. Mit Beginn des Schulantritts muß der jugendliche deutsche Mensch mit freudiger Begeisterung für die Erziehungswerte Körper und Geist stärken helfen. Er muß hineinwachsen über alle körperlichen Erziehungsmethoden hinweg, die im wesentlichen im Sport ihren Ausdruck finden, zu naturhafter Entschlossenheit zu männlichem Mut und, wenn es sein muß, auch Draufgängertum. Mit Gesetzen und Erlassen allein wird dem jungen Menschen nicht gedient und werden keine Kämpfer erzogen, sondern nur durch die tatkräftige Erziehung in dem soldatischen Geist der Disziplin, der Unterordnung und des kameradschaftlichen Gemeinschaftsgefühls. Mit besonderer Sorgfalt muß an die Umgestaltung des Wettkampfwesens herangegangen werden. Beste Auswahl von geeigneten, nicht für einzelne, sondern für alle Sportzweige geeigneten Persönlichkeiten, die bei allen Wettkämpfen als Repräsentanten in Erscheinung treten, soll Richtung geben für die neue Zeit. In anerkennenswerter Weise hat der Reichskommissar für Sport bisher die internationalen Beziehungen gefördert und gepflegt. Es ist zu wünschen, daß es gelingen wird, auf diesem so erfolgreich beschrittenen Wege der Außenpolitik unseres Führers Hilfe zu leisten. Geht die Gesamterziehung unserer Jugend darauf hinaus, ganze Kerle zu schaffen, so müssen diese Momente bei der Auswahl der Repräsentanten selbstverständlich genaueste Beachtung finden. ÖanbboU im Gau Dessen (O.T.) Tv. Heuchelheim — DHV. Gießen. Die beiden aktiven Mannschaften des Turnvereins Heuchelheim erwarten am Sonntag in Heuchelheim die gleichen Mannschaften des DHV. Gießen zu Gesellschaftsspielen. Die Gäste verfügen über sehr gute Kräfte und dürften deshalb für die Einheimischen gefährliche Gegner werden. Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900. Interner Klubkampf am Sonntag. Der für kommenden Sonntag angesetzte Pflichtklubkampf 1900 gegen OSC. ist von letztgenanntem Verein abgesagt worden. Die 1900er Leichtathleten wollen aber nicht müßig sein. Es wird daher am Sonntagvormittag ein Klubkampf innerhalb des Vereins zwischen einer Gruppe A und einer Gruppe B zum Austrag kommen. Bei dem reichhaltigen Material wird es möglich sein, zwei annähernd gleichwertige Mannschaften aufzustellen. Je zwei Leute einer Gruppe werden sich voraussichtlich in folgenden Disziplinen gegenüberstehen: 100 Meter, 200 Meter, 400 Meter, 1500 Meter, 5000 Meter, Hoch- und Weitsprung, Diskuswerfen und Kugelstoßen. Außerdem wird eine gemischte Staffel gelaufen. Bei guter Witterung sollten annehmbare Ergebnisse herauskommen. (Sportabteilung des Tv. Wieseck. Am morgigen Sonntag weilt die Mannschaft der Schiedsrichter-Vereinigung Gießen in Wieseck und trägt gegen die 1. Mannschaft des Tv. Wieseck ein Belehrungsspiel aus. In diesem Spiel werden zwei Anwärter auf ihre Eignung als Schiedsrichter geprüft. Diesem Spiel wird der Gauführer und der Schiedsrichter-Fachwort beiwohnen, um an Ort und Stelle die Prüfung abzunehmen. Bekanntlich finden in der Sperrzeit keine Fußballspiele statt. Jedoch wird diese Zeit ausgenutzt, um dem Nachwuchs der Schiedsrichtergilde Gelegenheit zu geben, ihr Können als Spielleiter unter Beweis zu stellen. Oie motorlose Flug-Olympiade 1933. In der Zeit vorn 6. bis 20. August gelangt zum 14. Male der alljährlich ftattfindende Rhön-Segel- flug-Wettbewerb zur Austragung. Im Gegensatz zu früheren Jahren bildet die diesjährige Veranstaltung einen rein nationalen Wettbewerb, der zum ersten Male vom Deutschen Luftsport- Verband durchgeführt wird und unter dem Ehrenschutz der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt steht. Zweck des Wettbewerbs ist die fliege- Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter produktenmarkt. Die Getreidepreise entwickelten sich in dieser Woche in uneinheitlicher Richtung. Noch einer anfänglichen Schwächeneigung zeigte sich später auf die Möglichkeit eines verzögerten Erntebeginns wieder eine festere Stimmung für Altgetreide, zumal auch die Vorräte aus alter Ernte nochmals bedeutend abgenommen haben. Wenn auch das Angebot sichtbar klein blieb, so zeigte der Weizenpreis in dieser Woche eine rückläufige Bewegung. Die Mühlen klagen über sehr schwachen Mehlabsatz. Der Preis hat sich um drei Mark per Tonne auf 204 bis 205 Mark ermäßigt. Bemerkenswert ist, daß trotz der großen Roggen- Bestände bei der Landwirtschaft kaum Angebot vorhanden war. Alter Roggen in guter Qualität war stark gesucht und wurde mit 180 Mark um 2,50 Mark per Tonne höher bewertet. In alter G e r st e ist der Handel an den süddeutschen Märkten vorbei. Die Bestände sind im Vergleich zum Vorjahr so gut wie unverändert. Bei Hafer ist noch mit einem Vorrat von rund 1 Million Tonnen zu rechnen. Die in der Vorwoche eingetretene Preiserhöhung blieb voll behauptet, und zwar notierte Hafer per Tonne 157,50 bis 160 Mark. Das Mehlgefchäft war für Weizenmehle schleppend, und die Preise gingen um eine Viertelmark je Doppelzentner zurück, dagegen zeigte sich im Zusammenhang mit dem knappen Angebot für das Rohprodukt mehr Nachfrage nach Roggenmehl, das um eine Viertelmark anzog. Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 30,50 bis 31,75, dto. ohne Austauschweizen 29,75 bis 30,25. Roggenmehl 0 60pro- zentige Ausmahlung 24,75 bis 25,25, dto. südd. Spezial 26 Mark je 100 Kilogramm. Trotz weiter nadjge'benoer Preise verlief das Geschäft an den Futtermittelmärkten sehr ruhig. Recht fest lag noch Treber, für den sich eine Erhöhung um erneut 75 Pfg. je 100 kg durchsetzte. Bei den übrigen Artikeln ließen sich die Preise um 10 bis 35 Pf. nach. Weizenkleie 8, Roggenkleie 8,50, Sojaschrot incl. Monopolzuschlag 13,50 bis 13,65, Treber 12,35 bis 13,50 Mark je 100 Kilogramm. Don Rauhfuttermitteln kam erstmals neues Heu mit 4 Mark zur Notiz, altes Heu stellte sich mit 5,50 bis 6 Mark um 50 Pf. höher für den iöoppehentner. Am Kartoffelmarkt fetzte das Geschäft auch mit neuer Ware nur sehr ruhig ein. Für Erstlinge hiesiger Gegend verlangte man 2,30 bis 2,40 Mark per 50 kg bei Waggonbezug. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Arn Frankfurter Schlachtoiehmarkt war in der abgelaufenen Berichtswoche keine nennenswerte Veränderung zu verzeichnen. Das Geschäft mit Rindern bewegte sich in ruhigen Bahnen, und die aufgetriebenen 1212 Stück gegen 1443 in der Vorwoche wurden abgesetzt. Die Preise für Ochsen, Bullen, Kühe und Färsen zogen bis zu 2 Mark an. Es wurden einzeln notiert: Ochsen al) 31 bis 34, a2) 27 bis 30, b) 23 bis 26. Bullen a) 27 bis 30, b) 23 bis 26. Kühe a) 25 bis 29, b) 21 bis 24, c) 17 bis 20, d) 12 bis 16. Fär- efn a) 30 bis 34, b) 26 bis 29, c) 22 bis 25. Das Kälber geschäft war mittelmäßig, und der Markt wurde mit der Beschickung von 1631 gegen 1508 Stück in der vorangegangenen Woche ausverkauft. Die anfangs der Berichtszeit erzielte Preis- befferung von 2 Mark ging am zweiten Markttage wieder voll verloren. Die Woche schloß zu vor- wöchentlichen Preisen: Kälber a) gestrichen, b) 37 bis 40, c) 33 bis 36, d) 24 bis 32. Bei Schafen war der Markt mit 141 Stück um 8 Stück weniger beschickt, der Handel gestaltete sich mittelmäßig und wurde ausverkauft. Die Preise konnten sich nicht behaupten. Es notierten Schafe: a) 24 bis 27, b) 20 bis 23. Der Schweinemarkt war bei ruhigem Geschäft mit 4863 Stück um 643 Stück stärker beschickt, gegen Wochenschluß wurde der Markt ausverkauft. Die Preise für Schweine gaben bis zu 2 Mark nach. Es wurden folgende Preise erzielt: Schweine a) gestrichen, b) 36 bis 38,50, c) 35 bis 38, d) 34 bis 37, e), f), g) gestrichen. * * Die Lage b e s S ch u h e i n z e l h a n d e l s im Juni. Nach Mitteilung des Reichsvevbandes deutscher Schuhhändler e. V., Berlin, sind die Umsätze des Schuhwareneinzelhandels im Juni gegen- . über dem Vormonat um durchschnittlich 7 v. H. bis 9 v. H. gestiegen. Diese geringe Erhöhung sei aber nicht als allgemeine Geschäftsbelebung anzuseheir» da in den Juni das Pflingstfest fiel und der Umsatz aus diesem Grunde den des Vormonats ganz erheblich hätte überschreiten müssen. Auch gegenüber dem Juni 1932 sei eine geringe, mit 9 bis 12 v. H. zu berechnende Umsatzsteigerung zu verzeichnen gewesen. Daß der Juni geschäftlich ein so dürftiges Resultat gegeben habe, sei ausschließlich dem außerordentlich ungünstigen Wetter zuzuschreiben. In der ersten Juniwoche fei das Geschäft lebhaft und gut gewesen, im Rest des Monats hätten aber tägliche Regengüsse das Geschäft beeinflußt. Die Geschäfts- unkosten hielten sich auf der gleichen Höhe wie bisher. Die Preisforderungen der Lieferanten beginnen höher zu werden. Eine Erhöhung der Verkaufspreise im Schuheinzelhandel sei bisher nicht zu beobachten gewesen. * Reichsverband deutscher Holz- Ln.te reffe n t e n. Die bestehenden Verbände der Sägeindustrie, des Holzhandels und verwandter Betriebe in Deutschland sind nunmehr in einem Reichs- verband deutscher Holzinteressenten vereinigt worden. Dem neuen Verband gehören an: Sägeindustrie, Holzhandel, Furnierwerke und Holzmakler. Er gehört zum Reichsstand der deutschen Industrie und tritt gleichzeitig in ein Hospitantenverhältnis zum Reichsstand des deutschen Handels. Frankfurter Abendbörse freundlich. Frankfurt a. M., 14. Juli. Die Abendbörse blieb weiter freundlich gestimmt, zumal die Mitteilung über Beratungen des Reichskabinetts von steuerlichen Erleichterungen anregend wirkte. Indessen war das Geschäft wesentlich stiller als heute mittag, da keine nennenswerte Orders des Publikums Vorlagen und die Kulisse eine gewisse Zurückhaltung an den Tag legte. Die Berliner Schlußkurse blieben auf dem erhöhten Niveau gut behauptet, vereinzelt traten auch noch Besserungen um Bruchteile eines Prozentes ein. Scheideanstalt und Zellstoff Waldhof waren um je ein Prozent erhöht. Am Rentenmarkt gingen Altbesitzanleihe zu 76,5 Proz. und späte Reichsschuldbuchforderungen zu 79,38 Proz., jedoch nur in kleinen Posten um. Von Ausländern neigten Schweiz. Dahnan- leihen weiter zur Schwäche. Al. a. notierten: Reu- besitzanleihe 10,60, Altbesihanleihe 76,38, Schutzgebietsanleihe von 1914 7,10, 6proz. Stahlverein 54,25, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 122 (seit gestern minus 6 Proz.), Reichsbank 146,75, Harpen er 98,50, Klöcknerwerke 54,88, Rheinstahl 91 63. Stahlverein 35,50, Aku 36,75, AEG. 21,75. Gewinnauszug _» Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden _____________Abteilungen I und II_____________ 2. Ziehungstag 13. Juli 1933 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinn« fu 50000 M. 46418 2 Gewinn« 8u 1OOOO W. 143593 4 Gewinne,u 5000 M. 40367 140588 4 Gewinn« iu 3000 M. 109754 333363 6 Gewinn« ,n 2000 M. 237310 341934 377073 22 Gewinne ,u 1000 M. 22285 23588 25819 59100 76115 114037 218853 224372 229286 294737 331606 46 Gewinne >n 800 M. 2669 25560 29522 34806 36459 51302 83928 95136 96207 106253 117234 124910 134875 161720 176968 266070 263362 285245 291913 323258 332894 341171 368022 53 Gewinne,u 500 Di. 17018 18462 62158 77872 89350 96434 101597 108708 147811 160125 172629 229607 240623 241712 260783 261151 282559 286861 303850 328251 331254 368556 382657 385653 386384 390306 391680 393302 394896 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinne gu 10000 M. 72783 2 Gewinne zu 5000 M. 158435 6 Gewinn« zu 3000 Di. 1861 38139 136765 10 Gewinne zu 2000 M. 128478 189490 193469 320260 334995 22 Gewinne >u 1000 M. 10769 57904 80108 115071 123586 134866 207500 229769 238663 239523 271743 36 Gewinne zu 800 M. 10167 41764 96055 95851 149796 183899 194631 231502 232976 251722 257975 260385 268179 284617 291847 316048 322294 340624 50 Gewinn« zu 500 M. 12042 16418 67866 59505 60260 72743 84607 115916 153414 164143 181672 185069 206096 238570 240107 256730 267229 268875 295147 302156 305873 309555 310673 333975 387448 Die Ziehung der 5. Klasse der 41. Preußisch- Süddeutschen (267. Preußischen) Staats-Lotte,rie findet vom 8. August bis 12. September 1933 statt. Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. N e u n e r. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Diehlnler Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Retchsbankdiskont 4 o. H.. Lombardzmsfuß 5 o. H. Frankturl a. JJl. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abenb- börfe Gchluß- kurs Schlußk. Mittag- Dalum 13-7 | 14 7 13.7 14-7 6% Deutsche »Heithsanieihe v. 1921 83 83 82,9 82,65 6% ehem.7% Di. Reichsanl. v. 1929 92.5 93,5 92,75 93,75 5Yi% 3)oung--91nlcil)2 von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld ml’ 80 80,25 80 80,25 Auslos.-Rechten ........... 75,9 76,4 76 76 76 Desgl. ohne Anslos.-Rechte..... 6% ehern. 8% Hess. Bol'.ssiaat 1929 10,25 10,6 10,2 10,6 trückzahlb. 102%) ........... Oberhelsen Provinz-Anleihe ml 76,5 76 AuSlos.-Rechten ............ 6% Hess. LandeLbank Darmstadt 65,5 66 — — Gold R. 12....... 57i% Hess. Landes Hypotheken. 79 79 79 78,5 bank Darmstadt Liqui...... Deutsche Komm. Sammelab l.An 84,5 84,75 — — leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bani 66,9 67 66,65 66,9 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Ban' 80,25 81,5 — — Goldvse. 16 unkündbar biS 1936 6%% ehern. 4’/,% Franks. Hyp. 80,25 81,25 — — Bank-LIau.-Psandbriefe ..... 57i% ehern. 4%% Rheinische 85.5 87 — — Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse. ... 6% ehern. 8% Pr. Landeöpsand 85,75 86 — — briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehern. 7% Pr. LandeSpsand 80,75 81,5 81,25 80,5 briefanstalt. Psandbriese R. IC 80,5 81 80,5 81 Verrechnungskurs 86 86 86 86 4% Österreichische (Bolbrenie... _ _ 14,2 4,20% Oesterreichische Silberrentr 1,2 —— 1,15 _ 4% Ungarische Goldrenle ....... 5,5 5,45 5,45 5,5 4% Ungarische StaatSrente v. 1910 5,1 5,1 5,25 47i% desgl. von 1913.......... 5% abgekt. Goldmexikauer von 99 — 5,1 _ 9,5 9 9,5 9,13 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihr 5,5 5,45 5,5 5,4 Serie 1 ... — 5.4 5,25 Frankfurt o.M. Lettin Schluß- kurS Schluß!. Abend- börfe Schluß» kurs Schlußk. Mittag» börfe Datum 13-7 14-7 137. 14-7 4% Desgl. Serie 11............ 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4Vr%Rumän.vereinh.Renlev.l913 i% Rumänische vereinh. Rente .. 8%% Anatolier .............. Hamburg-Amerika-Pakei ..... > Hamburg-Südam. Dampsschiss. o Hansa Dampfschiff...........o Norddeutscher Lloyd .........o A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiScont» Gesellschaft................c 'Dresdner Bank.......... o Reichsbank .................. A.E.G...... ®ettt. LleferungLgelelllchäst Licht und Kraft ............... Felten & GuiUemime .... o BeseUschaft für Elektrische Unter. nehmungen............. 4 Rheinische Elektrizität ........5 Schuckert L Co............... Siemens & Halske...........f Lahmeyer & (£0................ Buderus ............... Deutsche Erdöl .............. Gelsenkirchener..............0 Harpener.................... Hoesch Eisen-Köln-Neuessen.. 0 Ilse Bergbau ............... 7 Ylle Bergbau Genüsse........7 Klöcknerwerke ...............0 Mannesmann-Möbren........n 5,4 4,7 4,4 26,4 16,13 17,13 42,5 91,5 50,25 54 45,25 146 21,5 84,5 103 47,75 81,5 98 101,5 153,5 120,25 72,5 114 58 98 111,5 52 en.-; 5,5 4,/5 8,5 4,13 26 16,4 17,25 42,25 91 50.25 54 45,25 146,75 21,75 85,5 103,4 50,5 82 98,25 103,5 155 122.5 73 115,25 59,75 98,5 161 113,25 54,9 5,5 4,5 8,5 4,25 26,25 16,13 22 17,13 42,13 91,5 50,25 54 45,25 145,75 21,5 84 102,5 48,25 81,25 97 101,5 152,25 120,75 72 114 58,13 98,4 61 159,5 112,25 52 eg- 5,45 5 9 4,25 25,75 16,4 17,25 43 91 50,25 54 45,25 147 21,75 85,5 103,5 49,5 82,4 97 104 154,75 123 73 115,13 60 98,5 63,9 156 112,5 54,4 Franksun a. 2)1. Lettin Schluß» kurs Schlußk. Abendbörse Schluß» kurs Schlußk. Minag- börse ‘.Datum 13-7. 14.7 137 14.7. Manoseider Bergbau...... ... 0 — 22 20.5 23,25 Kokswerke ............... ... 0 — — 76,75 77,65 Phönlr Bergbau......... ... C 33,5 35,13 33,5 35,5 Rbeinifche Braunkohlen .. ...in 213,25 211 211 209,9 Rhelnstabl ........... ... 0 90,5 91,65 90,5 91,75 Bereinigte Stahlwerke..... ... 0 33,5 35,5 33,75 35,75 Otavl Minen ............ ... 0 15,5 15,5 15,25 15 Kaliwerke Aschersleben..... ... 6 122,5 122,5 123 123 Kaliwette Westeregeln..... ... 6 126 126 125,5 122,5 Kaliwette Salzdetfurth .... ... k> 162,25 163 162,25 163,5 3 ®. Farben-Jnvustrte .... 7 130,9 133 131 133,13 Lcheideanstalt............ ...10 170 170,5 Goldschmidt ............. ... 0 43,75 44,25 44 44,5 Rütgerswerke ............ ... 0 58 59 58 59,25 Metallgeiellschaft.......... 57 57 57 57 Phllivo Holzmonn........ Zementwerk Heidelberg ... Cementwerk Karlstadt...... ... 0 52,5 52,5 52,5 54 :::! Schultheis Patzenhoser..... ... 0 _ _ 118,25 116,75 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 38 36,75 38,75 36,5 Bemberg................ ... 0 48,75 49 48,75 49 Zellstoff Waldhos ......... ... 0 40 42,5 40 41,5 Zellstoss Aschaffenburg .... ... 0 18,75 19,5 19 19 Dessauer Ga4............ ... 7 106 107 Daimler Motoren......... ... 0 28,5 29,75 28,13 30 Deutsche Linoleum ....... Orensteln & Koppel....... Leonhard Tietz ........... Chade................... ... 0 ... 0 ... 6 41,65 43,75 17,25 41,25 36,13 16,5 43 38 17,13 183,5 179 184 179 Gritzner.............. Mainkrastwette Höck st a.M. Süddeutscher Zinker .... 63.25 23 1 63,25 152 23,5 152 1 151,75 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 13-Zull 14-Juli Amtliche Geld Notierung Lttel Amtliche Rotieruna Geld Lriei Helsingsors. 6,184 6,196 6,184 6,196 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Prag....... 12,54 12,56 12,54 12,56 Budapest ... Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,43 169,77 169,48 169,82 Lslo....... 70,18 70,32 62,56 70,33 62,59 70,47 62,71 Kopenhagen 62,44 Stockholm... 72,18 72,32 14,01 72,28 72,42 London..... 13,97 14,00 14,04 Buenos Alre- 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyork .... 2,927 2,933 2,932 2,938 Brüssel..... 58,54 58,66 58,49 58,61 Italien..... 22,23 22,27 22,24 22,28 Paris..... 16.42 16,46 16,42 16,46 Schweiz ... 91,32 81,48 81,17 81,33 Spanien.... 35,08 35,16 35,08 35,16 Danzig.... 81,67 81,83 0,876 81,62 81,78 Japan...... 0,874 0,879 0,881 Rio de Jan. 0,234 0,236 0,234 0,236 Iugostawien Lissabon . . 5,195 12,71 5,205 12,73 5,195 12,74 5,205 12,76 Banknoten. Berlin, 14.Juli Geld Brief " Amerikanische Noten.............. 2,885 2,905 Belgische Noten.................. 58,33 58,57 Dänische Noten ... ............. 62,33 62,57 Englische Noten ................. 13,96 14,02 Französische Noten............... 16,38 16,44 Holländische Noten............... 169,06 169,74 Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 22,13 70,16 22,20 70 44 Deutsch Oesterreich, k 100 Schilling Rumänische Noren............... _ _ Schwedische Noten............... 72,11 72,39 Schweizer Noten................. Spanische Noten................. 11na arische $ntrw ................ „.tiirll«1 .....sSstf tag;* MiMS du »{ÄS ei unb die Z« jst zweifellos ^inne$u b ebungen, rel I ben Reichsstall Amtsantr ¥ "L tes Denn 6. *5 JolitMe A°b Zoyfottmß bürgerliche Sei Berlin, 15. 3nfi. Ejetr Reichsarbe sämtliche Treuh. genbes Reichsdienst-Ie leitung bet RS Gauzeitungen angeroi men und Zwang - bürgerliche Ze» sen und alle in dies rufe zurüikznzie Durchführung d zu wirken. | abgestimmt waren. Mi fier Barre und Sdjmitt I.. regierung im wefcntlid)i unb bie volle Aerantwor £ wirtschaftspolitischen ftu. Rcichskanzicr unb bie s F Ws bie\tr neuen 'Lage' bie notwendigen yolge stellt in Münzt Ars i T schastspolitit auf, sie 1 unser Mionenbeet \ Arbeit unb Brot zu b I* für zu sorgen, daß m zierten deutschen Wii hängig von den anha! Wirtschaftsmarkt her i UBerte schaffen, das si ■ fanjler in feinem gesu in Politst und Wirtsch £ Zen liegen, als alles j Zieren mit irgendwetch f rien. Bie Entfernung I tommissare Dr. Wage r Meutern und die dem nähme dreier weiterer politischen Stabes der Warnungssignal für al tuch wagen sollten, de klaren wirtschaftspolitisc Der Erlaß des Reichsi ftatthaster spricht eine t ollen, die es noch nicht die Revolution beendet j gonnene gesetzmäßige A ?*5 Mitarbeiter erwünsä liden Gedanken an ein A baust aufgeg. 1 £ manche kleinen G . 'N bedeutet haben M'ich mußte L 9 nad) dem hiftorih SU.!? blc lnnere Stär 2equng als Irä Ä? ff1?'".“ « taS*» Hen Zweifels ^statthc NÄch "wird. Es Seift ?ie i>ie"8uftU( *'n “'ft'"’ bie » SÄ